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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

freitag, 1. Juni 2012 – 31

zuneigung zu high yields

recommender 2012

US-Hochzins-Unternehmensanleihen sind attraktiv, so Allianz Global Investors Seite 33

Wo die Besten der Finanzbranche bei den 7.000 Befragten punkteten  Seite 35

© FMV

© EPA

financenet vig: neue ära geyer lässt hagen steuern © APA/Herbert Pfarrhofer

Zurich macht Tempo mit „First Class Service“

ATX 23. Mai 2012 - 30 Mai. 2012

ATX (30.5.)

1884,59

Wochentop Wochenflop

-1,85%

Andritz 3,84% Intercell -11,44%

Top 5 ATX Prime Andritz Frauenthal Holding Schoeller-Bleckmann Polytec EVN Flop 5 ATX Prime Intercell Amag Telekom Austria HTI Semperit

3,84% 2,12% 1,91% 1,72% 1,63% -11,44% -8,80% -8,06% -6,49% -5,53%

DAX 23. Mai 2012 - 30 Mai. 2012

6280,80 -0,08% Dt. Post 4,58% Dt. Telekom -9,05%

Top 5 DAX Deutsche Post Fresenius Medical Care Linde Volkswagen Lufthansa Flop 5 DAX Deutsche Telekom Commerzbank ThyssenKrupp Metro Allianz SE

4,58% 2,07% 1,85% 1,79% 1,73%

Neues in der Kfz-Kaskoversicherung Gerhard Matschnig, CEO der Zürich Versicherungs-AG, und Nigel Storny, Managing Director von LeasePlan (li.), punkten mit Rundum-Betreuung bei den Kunden: „Zurich First Class Service“ kümmert sich im Schadensfall um alles.  Seite 32

-9,05% -5,82% -5,19% -3,58% -3,22%

Gewinn 30,5% tiefer Aber Umsätze wachsen kräftig

inhalt

voestalpine mit schwerem Start

Capital:Markets > Börsedebütanten zittern vor dem Facebook-Fluch 32 > Anleger der Welt haben die Nabelschau gemeinsam 32

© APA/Georg Hochmuth

Fonds:Park > Bellevue nach drei Jahren um 75% vorn 33 > Finanzplayer hoffen auf weitere China-Marktöffnung 37 Banking/Insurance:Watch > Bank Spängler glänzt mit soliden Zahlen 36 > Liaunig verstärkt Eigner von Semper Constantia 36 > Uniqa legt starken Start ins neue Geschäftsjahr hin 37

22,2 Mio. Euro Nettogewinn Gesundschrumpfung läuft

voestalpine-Chef Eder: Duisburg-Schließung und Kartell-Troubles belasten.

Wien. Der Stahlriese voestalpine hat im Geschäftsjahr 2011/12 ein um 28,5% auf 704,2 Mio. € verschlechtertes Betriebsergebnis (EBIT) erzielt. Der Nettogewinn sank um 30,5% auf 413,3 Mio. €. „Beim Ergebnis wirken sich die 205 Mio. Euro Vorsorge für die Schließung des Schienenstandorts Duisburg und das Kartellverfahren negativ aus”, so Konzernchef Wolfgang Eder. Die Umsätze erreichten mit einem Plus von 10,1 Prozent auf 12,06 Mrd. € ein neues Rekordhoch. Im neuen Jahr soll ein gleichbleibendes operatives Ergebnis erzielt werden. (red/ag)

ÖVAG ist im 1. Quartal im Plus

© ÖVAG

Wochentop Wochenflop

© medianet/Szene1/Christian Mikes

DAX (30.5.)

Michael Mendel führt die ÖVAG als Interims-Chef.

Wien. Die seit Ende April teilverstaatlichte Volksbanken AG (ÖVAG) weist für das 1. Quartal 2012 ein positives Vorsteuerergebnis von 38,9 Mio. € aus und einen Nettogewinn von 22,2 Mio. €. Die Zahlen sind nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar; so wurde u.a. die Volksbank International (VBI) an die russische Sberbank verkauft. Die Ertragslage spiegele aber den Erfolg der Sanierungsbemühungen. Die ÖVAG-Bilanzsumme lag zum 31. März bei 31,6 Mrd. €. Durch den Verkauf der Osttöchter in der VBI sind 8,8 Mrd. € weggefallen. (red/APA)


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32 – financenet

Freitag, 1. Juni 2012

financenet@medianet.at

kolumne

Griechenland braucht ein Epos

Zürich Versicherung Das neu eingeführte „First Class Service“ bei der Kaskoversicherung wird rege nachgefragt

VIP-Kasko holt Kunden

Kooperation mit LeasePlan bringt Privatkunden österreichweite Abdeckung des neuen Service. Fuhrpark von LeasePlan gemanagt wird.

kurt Sattlegger

An Börse DAX-Kandidat

Evonik will es doch probieren Düsseldorf. Der deutsche Chemiekonzern Evonik treibt trotz der jüngsten Kursturbulenzen seinen Gang an die Börse voran; Eigentümer, Vorstand und Aufsichtsrat bestätigten am Freitag formell die Pläne. Die Aktien sollen noch vor der Sommerpause erstmals gehandelt werden, wie Evonik sowie die Eigentümer RAG-Stifung und die Beteiligungsgesellschaft CVC weiter mitteilten. „Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten gehen wir mit voller Zuversicht in die heiße Phase des geplanten Börsengangs”, sagte Evonik-Chef Klaus Engel. In Finanzkreisen hatte es geheißen, die Aktien sollen am 25. Juni erstmals auf den Kurszetteln erscheinen. Stiftungschef Wilhelm Bonse-Geuking hat in der Vergangenheit einen Mindestwert für den Konzern von 15 Mrd. € angepeilt; eine solche Summe könnte Evonik direkt in den deutschen Leitindex DAX führen. (red/ag)

Jetzt kümmert sich also das österreichweite Werkstättennetz von LeasePlan mit 80 Partner-Werkstätten auch um die Zurich-Privatkunden. Da könnten die Kapazitäten schon ausgelastet werden: Zwei Drittel der 80.000 Kunden, die bei Zurich im Fokus für das First Class Service stehen, sieht Matschnig interessiert an dem Zusatzangebot. „Kein Problem“, meint Nigel Storny, Geschäftsführer von LeasePlan in Österreich. Kommt es zur Auslastung, werde man neue Partner ansprechen. LeasePlan setzt

VIP-Paket für Privatkunden Mit „Zurich First Class Service“ will man sich vom Markt abheben, meint Zurich-Vorstandschef Gerhard Matschnig: „Wir wollen in einem Bereich, in dem es kaum Unterscheidungsmerkmale gibt, einen Vorsprung in der Servicequalität anbieten.“ Und das geht so: Kaskokunden, die 2,30 € zusätzlich im Monat bezahlen, erhalten im Schadensfall eine Reihe von Zusatzleistungen: Das schadhafte Auto wird kostenlos und innerhalb kürzester Zeit abgeholt, wenn es sein soll auch am Arbeitsplatz des Versicherten. Während der Reparatur wird, ebenfalls kostenfrei, ein Leihwagen zur Verfügung gestellt. Das reparierte Kundenfahrzeug wird dann zurückgebracht und zwar innen und außen professionell gereinigt.

„Wir wollen in einem Bereich mit wenig Unterscheidungsmerkmalen mit Service-

© medianet/Szene1/Christian Mikes

I

n der europäischen Schuldenkrise gleichen sich seit Jahren die Argumente, sie werden bloß pointierter. IWF-Chefin Christine Lagarde hat natürlich recht, wenn sie darauf hinweist, dass kleine Kinder in armen afrikanischen Regionen mehr Hilfe brauchen als die Einwohner Athens. Doch auch die extreme Linke Griechenlands hat selbstverständlich recht, wenn sie meint, dass man sie kaum dafür verantwortlich machen könne, dass die allerreichsten Griechen zu wenig Steuern bezahlen. Alles richtig, aber im Rahmen der Diskussion um die Euro-Rettung letztlich irrelevant. Das Grundproblem bleibt jenes, das nach der Euro-Übernahme durch Griechenland zutage trat: In dem Land ist die Doppelbödigkeit zu stark ausgeprägt; ein Kurswechsel kann nur dann gelingen, wenn die Steuermoral einen radikalen Schritt nach vorn macht. Es geht nicht nur um die Reichen oder die Armen, sondern um alle. Selbst dann wird es großer finanzieller Hilfen bedürfen. Europa verlangt von Griechenland also mehr als bloß harte Sparmaßnahmen; zur Debatte steht eine regelrechte gesellschaftliche Revolution auf Kommando von außen und unter dem Druck der Umstände. Kurz, ein neues Heldenepos von homerischen Dimensionen. Ob es das in der ökonomischen Realität des 21. Jahrhunderts spielt?

80 Werkstätten bundesweit

qualität einen Vorsprung bieten.“ gerhard Matschnig, Zurich

Gerhard Matschnig, Zurich-CEO: Wachstum durch mehr Serviceangebote.

Zufriedenheit von Kunden unterschiedlicher Versicherungen nach einem Schadensfall liegt dagegen im Marktdurchschnitt bei 65%. 71% würden das Service weiterempfehlen – im Marktvergleich sind nur 41% bereit, grundsätzlich die Versicherung nach einem Schadensfall weiterzuempfehlen. 84% sahen sich „im Vorteil gegenüber anderen Versicherungskunden“. 91% bestätigten eine ausgezeichnete Qualität der Reparatur. „Beim Reparieren geht es vorrangig um hohe Qualität“, betont Richard Fabsits, Leiter der Leistungsabtei-

Hohe Zufriedenheitswerte Dies alles sind Komponenten, die bei den Kunden offenbar gut ankommen. Schon vor Einführung des Bausteins zur Kaskoversicherung haben ihn 300 Testkunden genutzt. In Stichproben wurde deren Zufriedenheit untersucht. Mit bestechenden Ergebnissen: 96 Prozent der Testkunden waren mit dem Servicepaket zufrieden – die

lung bei Zurich.

Kooperation mit LeasePlan Das neue Servicepaket für Zurich-Privatkunden wird in Kooperation mit dem internationalen Unternehmen LeasePlan angeboten: Der Weltmarktführer bei Fuhrparkmanagement, der in Österreich seit 30 Jahren vertreten ist und 25.000 Firmenwagen betreut, bietet seinen Kunden ein ähnliches Service. Auf das wurde Matschnig aufmerksam, weil auch der Zurich-

Chaos-IPO bremst weitere Kandidaten Rückzüge, Verschiebungen, tiefere Preise

Börsegänge im Facebook-Tief New York. Das chaotische Handelsdebüt des weltgrößten Sozialen Netzwerks, Facebook, schreckt offenbar andere Börsenaspiranten ab. Corsair Components, ein Hersteller von PC-Hardware-Komponenten, verschob seine 78 Mio. USD schwere Erstemission. Auch der Produzent von Haarentfernungs-Lasern, Tria Beauty, der mit seinem IPO 64 Mio. USD (51 Mio. €) erlösen wollte, legte sein Vorhaben zunächst auf Eis. Nach dem Debakel bei Facebook an der Nasdaq überdachte auch der Rennsportveranstalter Formel 1 seine geplante Notierung in Asien.

Das Geschäft mit Erstemissionen verlief in diesem Jahr sehr mau. Im zweiten Quartal haben nur 18 US-Unternehmen einen Antrag auf Börsennotierung gestellt – das ist ein Rückgang von 74%, verglichen mit dem Vorjahr. Unternehmen mit Börseplänen müssen sich nach dem FacebookFiasko Experten zufolge auch auf deutlich niedrigere Bewertungen einstellen, so David Menlow von

IPO Financial.com. Börsenkandidaten müssten sich künftig wohl auch einer strengeren Prüfung unterziehen. „Sowohl Konsortialführer als auch Investoren werden Neulinge sehr genau unter die Lupe nehmen”, sagte Dan Bradley, Professor an der University of South Florida College of Business. „Nach dem ganzen Hype mit Facebook müssen wir noch einige Lektionen lernen.” (red/APA)

Euro und FB belasten Marktbeobachter gehen davon aus, dass die jüngsten Kursturbulenzen im Zuge der Eurokrise und die Probleme bei Facebooks Börsengang ein ungünstiges Umfeld für neue Emissionen geschaffen haben. „Der Flop von Facebook sollte die Investoren eine lange Weile vom IPO-Markt fernhalten”, sagte Lee Simmons vom Wirtschaftsauskunftsdienst Dun & Bradstreet.

© EPA

gerald stefan

Wien. Mit einem neuen Zusatzangebot für Kfz-Kaskokunden versucht die Zürich Versicherungs-AG, in Österreich ihren Wachstumskurs in diesem Segment abzusichern. Schon bisher konnte man mit gezielten Aktionen wie dem Freischadenbonus Wachstum generieren. So kam die Zurich 2011 im KfzSegment auf ein Prämienzuwachs von 4,2 Prozent (Marktwachstum: 1,8%), in der Auto-Kaskoversicherung auf 5,8%. Ein neues VIP-Paket für Kaskokunden soll den Vorsprung absichern.

Der verpatzte FB-Börsegang schreckt laut Analysten weitere Börsekandidaten ab.

auf Werkstätten, die nach neuesten Methoden arbeiten und Originalersatzteile verwenden; auf die Reparatur gibt es eine zweijährige Gewährleistung.

Pilotprojekt in Österreich „Bewährt sich die Kooperation mit Zurich wie erwartet in Österreich, können wir uns gemeinsame und ähnliche Projekte auch in anderen Ländern vorstellen“, meint Storny. LeasePlan ist in 30 Ländern aktiv und betreut mit 6.000 Mitarbeitern 1,3 Mio. Fahrzeuge.

Studie 20.000 Investoren

Weltnabelschau prägt Anleger San Mateo. Nabelschau prägt nach einer weltweiten Umfrage von Franklin Templeton unter mehr als 20.000 Personen in 19 Ländern (die 70% des weltweiten BIP ausmachen) die Stimmung der Anleger. Wirtschaftliche Ungewissheiten beeinflussen die Investmenthaltung der Befragten stark. 51% sind der Meinung, dass sich die Weltwirtschaft negativ entwickelt, und 45% geben an, dass sie in den vergangenen drei Jahren „ein bisschen“ risikoscheuer geworden sind. Nur 20% würden, bei Berücksichtigung der aktuellen Lage, das Portfolio in diesem Jahr aggressiver gestalten. „Die konjunkturelle Ungewissheit lastet schwer auf Investoren“, so Martin Linsbichler, Managing Director von Franklin Templeton Austria. Auf längere Sicht wachse bei den Rendite-Erwartungen allerdings der Optimismus. Dabei besteht eine hohe Ausrichtung auf das Heimatland: 56% bevorzugen es – obwohl nur 37% glauben, hier die besten Anlagerenditen vorzufinden. (red)


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Freitag, 1. Juni 2012

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financenet@medianet.at

Allianz Global Investors Aktienähnliches Renditeverhalten von High Yields bei allgemein niedriger Volatilität – interessante Option für Anleger

US-High Yields: Renditechancen Wien/Frankfurt. Staatsanleihen haben den Nimbus einer sicheren Anlage eingebüßt, daher wenden sich Investoren zusehends den Unternehmensanleihen zu. Mit einem Volumen von mehr als einer Billionen USD sind die USA der weltweit größte und liquideste Markt für Hochzins-Unternehmensanleihen oder sogenannte High Yields. Doug Forsyth, Manager des Fonds Allianz US High Yield von Allianz Global Investors (AGI), sieht in diesem Markt ein attraktives Renditepotenzial, nicht nur aufgrund der vorhandenen Liquidität.

„Mit diesem Renditevorsprung sind US High Yields attraktiv gepreist“, so Forsyth. „Über den Daumen gepeilt, impliziert dieser Renditeaufschlag, dass die Märkte für die kommenden zwölf Monate eine Ausfallrate bei US-Hochzinsanleihen von etwa 6,5 Prozent erwarten. Wir halten dies für vollkommen übertrieben.“

Niedriges Ausfallniveau Mit rund 2% liege die Ausfallrate für US High Yields derzeit nahe ihrer historischen Tiefs. Forsyth: „Das langjährige Mittel für die Ausfallrate liegt bei drei bis vier Prozent.

Selbst in einem Rezessionsszenario ist innerhalb der kommenden 12 bis 18 Monate nicht mit einem Anstieg auf sechs Prozent oder darüber zu rechnen. Vielmehr glauben wir, dass die Märkte übertreiben und zu pessimistisch sind – ähnlich wie 2008 und 2009, als der Anstieg der Ausfallraten deutlich hinter den Erwartungen, gemessen anhand der Spreads, zurückblieb.“ Grund für diese Ansicht ist die im Vergleich zu 2008 deutlich robustere wirtschaftliche Verfassung der amerikanischen Unternehmen. Viele Unternehmen des High YieldSegments hätten ihre Verbindlichkeiten zu niedrigeren Zinssätzen

refinanzieren können, wodurch sie die Kosten ihres Schuldendienstes deutlich verringerten. „Im Ergebnis sehen wir eine Verbesserung der Liquiditätssituation und eine Verringerung des Verschuldungshebels. All dies spricht gegen einen starken Anstieg der Ausfallraten“, wird Forsyth vom Brancheninfodienst „fondsprofessionell.at“ zitiert. Zudem gebe es Forsyth zufolge aus Investorensicht weitere interessante Spezifika des US-Markts: die starke Diversifikation, hoher Gläubigerschutz, strenge Unternehmensaufsicht und CorporateGovernance-Gesetze. (lk)

© EPA

Ausfallrate auf historisch tiefem Niveau. US-Unternehmen haben Liquidität stark verbessert.

US-High Yields: hohe Diversifikation und Liquidität, strenger Gläubigerschutz.

Hohe Renditeaufschläge Forsyth zufolge habe das makroökonomische Umfeld in den letzten Monaten zu einer Ausweitung der Renditeaufschläge von USHochzinsanleihen gegenüber USStaatsanleihen auf 6,5% geführt.

Bellevue Entrepreneurs

Höchstnoten

London 2012 Olympische Spiele mit Visa

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Wien/Zürich. Anlagen in börsenotierten Familienunternehmen treffen nicht nur den Zeitgeist, sondern eröffnen auch attraktive Renditepotenziale. Nach drei Jahren zeigt sich, dass die Strategie des BB Entrepreneur Europe (Lux) Fonds von Bellevue Asset Management funktioniert, betont das Schweizer Fondshaus. Mit einer Performance von 74,1% (auf €-Basis) vermochte der Fonds den Gesamtmarkt substanziell zu übertreffen und rangiert im Konkurrenzvergleich in den vordersten Reihen, heißt es. Kürzlich erhielt das Produkt ein 5Sterne-Rating von Morningstar und Lead Managerin Birgitte Olsen zudem ein AAA-Rating von Citywire. Der BB Entrepreneur Europe Fonds (ISIN B-EUR LU0415391860) konzentriert sich auf Anlagen in börsenotierten Familien- bzw. eigentümergeführten Unternehmen. Darunter zählen Firmen, die zu mindestens 20% von einer Familie oder einer Eigentümergruppe gehalten, geführt und/oder maßgeblich kontrolliert werden. Eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen, persönliches finanzielles Engagement, eine solide Eigenkapitalbasis und langfristige Perspektive zeichnen diese Entrepreneure aus. „Neben dem Bestehen unserer qualitativen Entrepreneurial Due Diligence müssen die Firmen auch traditionellen Fundamentalkriterien genügen, bevor sie in unserem Portfolio von 30 bis 40 Werten aufgenommen werden“, so Olsen, die mit ihrem Team nach diesem Ansatz ca. 200 Mio. CHF verwaltet.(lk)

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Serie Anlegerpsychologie Teil II Mit dem Wissen um das menschliche Verhalten lassen sich gefährliche Situationen besser umschiffen

Behavioral Economics: Wir sind doch keine Nutzenmaximierer Dabei unterliegt das menschliche Gehirn einer ganzen Reihe von systematischen Fehlern und Verzerrungen. Es ist zwar zeitlebens lernfähig, da es sich in einem evolutionären Prozess dank der Rahmenbedingungen, die ein komplexes Denk- und Wahrnehmungsvermögen zum Überleben erfordert haben, vor gut 100.000 Jahren so herausgebildet hat. Aber immer noch werden wir stark vom limbischen System, einem entwicklungsgeschichtlich sehr alten Teil unseres Gehirns, das an zahlreichen emotionalen und triebhaften Leistungen beteiligt ist, beherrscht. Es reagiert auf äußere Bedrohung oder Einflüsse als erstes, noch bevor unser Verstand einsetzt und ruft alte Muster auf, die auf dem Entscheidungsbaum „Flucht, Angriff oder Totstellen” beruhen. Diese Programme unserer Vorfahren waren gut und sicherten bis in unsere Gegenwart das Fortbestehen unserer Art. Es ist aber sonnenklar, dass der Mensch heute einerseits nicht mehr der unmittelbaren Frage um Leben oder Tod ausgesetzt ist und andererseits mit viel mehr Reizen, Informationen, Einflüssen konfrontiert ist, viel mehr Entscheidungen in viel kürzerer Zeit treffen muss und viel mehr Handlungsspielräume hat, als der Neandertaler.

linda kappel

Wien. In zahlreichen wissenschaftlichen Experimenten zum menschlichen Verhalten im Zusammenhang mit Entscheidungen in Geldund Finanzbelangen zeigt sich, dass Entscheidungen abhängig von der Darstellung bzw. der Formulierung der Problemstellung erfolgen, dass Präferenzen nicht stabil sind und auch von der Art der Messung beeinflusst werden. Der Besitz eines Gutes beispielsweise erhöht dessen Wertschätzung, der Verlust

„Kaum jemand ist nicht von systematischen Fehlern bei der ­Entscheidung oder bei der Bewertung eines Sachverhalts ­betroffen”. manfred frühwirth, wu wien

eines Gutes wiegt absolut schwerer als ein gleich hoher Gewinn. Menschen neigen dazu, Veränderungen zu meiden. Sie maximieren eben nicht immer ihren Nutzen, wie das Modell des „Homo oeconomicus“ suggeriert; im Gegenteil: Menschen handeln ziemlich häufig sogar uneigennützig. Die Art der Wahrnehmung, Informationsverarbeitung und Informationsorganisation bestimmt also, wie der Mensch – vor allem in unsicheren Situationen – entscheidet.

Kognitive Verzerrungen Es scheint paradox: Der Mensch selbst hat Erfindungen hervorgebracht wie Smartphones oder Raumschiffe und hat sich eine Umwelt geschaffen, die an Komplexität kaum noch überbietbar zu sein scheint, muss sich aber in seinem Innersten immer noch mit dem gleichen Programm herumschla-

Neu Eigene Repräsentanz

© Panthermedia.net/Lightwise

Das menschliche Gehirn sitzt einer ganzen Reihe von kognitiven Verzerrungen und systematischen Fehlern auf.

Der Mensch hat die tollsten Erfindungen hervorgebracht – aber dennoch scheint das menschliche Gehirn noch hinterherzuhinken.

gen. Kein Wunder, dass das Gehirn gelegentlich extrem überfordert ist und unser System uns Streiche spielt, gerade auch, wenn es um unser Vermögen geht. Dies lässt sich in einer Lebenszeitspanne vielleicht (noch) nicht korrigieren, aber das Wissen um die menschliche Vehaltenspsychologie lässt uns vielleicht gefährliche Situationen – beispielsweise Momente, in denen man möglicherweise das eigene finanzielle Überleben bedroht – besser umschiffen. Behavioral Economics und Behavioral Finance gehen davon aus, dass der Mensch nicht rational entscheidet und diversen „Biases” unterliegt. Man versteht unter Bias einen systematischen Fehler bei der Entscheidung oder bei der

Dies ist der zweite Teil einer Serie zum spannenden Investmentthema Behavioral Finance. Weitere Teile bingt financenet in loser Folge in den nächsten Wochen.

glossar Kognitive Verzerrung Ein kognitionspsychologischer Sammelbegriff für systematische (nicht zufällige) Tendenzen oder Neigungen beim Wahrnehmen, Erinnern, Denken und Urteilen, die meist richtig, gelegentlich aber falsch sind, sie bleiben meist unbewusst. Bias englisch für „Verzerrung”, oft „statistische Verzerrung”, hier sind kognitivive „Messfehler“ gemeint. Heuristik Die Kunst, mit begrenztem Wissen und wenig Zeit zu guten Lösungen zu kommen. Ein analytisches Vorgehen, bei dem mit begrenztem Wissen über ein System mit Mutmaßungen Aussagen über das System getroffen werden, die dann mit Hilfe empirischer Methoden verifiziert werden.

Schelhammer & Schattera KAG Mehrstufiger Instanzenweg bei Titelauswahl, auch kritisch im Bezug auf Ölindustrie

AXA IM öffnet Pforten in Wien

Zu 100 Prozent atomenergiefreie Fonds

© AXA IM

Wien. Einer Studie, im Auftrag der deutschen Bundestagsfraktion der Grünen erstellt, zufolge investieren zahlreiche sogenannte EthikFonds auch in Atomenergie und Rüstungsindustrie. Die Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG, Österreichs Marktführer bei EthikFonds, weist ausdrücklich darauf hin, dass Anleger sich bei ihren ethischen bzw. nachhaltigen Fonds hundertprozentig darauf verlassen

können, dass sie ethisch investieren. Das Asset Management der einzelnen Fonds unterliege klaren Vorgaben sowie einer strengen, mehrstufigen Prüfung. Die Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG, Österreichs einziger Anbieter der ausschließlich auf Nachhaltigkeits-Fonds fokussiert ist, betont: Der „Best in Class“ Ansatz genügt nicht, um absolut sicher sein zu können, dass man

Philipp Baar-Baarenfels leitet die neue Österreich-Repräsentanz von AXA IM.

keine Atomenergie-Beteiligung im Portfolio hat – nicht zuletzt, weil es auch sogenannte Alternativenergie-Investments (Stichwort „Saubere Energie“) in Atomenergie gibt. Die KAG befolge klare Ausschlusskriterien bei der Titelauswahl, denn „Kernenergie kann aus Nachhaltigkeits-Überlegungen niemals hoffähig werden, auch wenn zumindest bis zum Fukushima-GAU in Japan immer mehr Befürworter der Atomenergie mit dem möglichen Beitrag zum Klimaschutz argumentiert haben“, so KAGGeschäftsführer Gerhard Tometschek. Aus Nachhaltigkeitssicht sei auch die Frage der Entsorgung der radioaktiven Abfälle das Hauptargument gegen Atomenergie.

Tschernobyl: 235 Mrd. USD © Schelhammer&Schattera

Wien. Das Fondshaus AXA Investment Managers (AXA IM) hat im Mai 2012 eine Repräsentanz in Österreich als Auslandsvertretung von AXA IM Deutschland eröffnet. Die Leitung übernimmt der Österreicher Philipp Baar-Baarenfels (51). Damit wird der Austro-Markt direkt vor Ort betreut. Sitz des Büros ist Wien. Die lokale Präsenz soll den Weg für weiteres Wachstum und noch bessere Kundenbetreuung ebnen, heißt es. Philipp Baar-Baarenfels wird die institutionellen und WholesaleKunden in Österreich betreuen. (lk)

Bewertung eines Sachverhalts. „Kaum jemand ist nicht davon betroffen“, weiß Manfred Frühwirth, ao. Univ. Prof. am „Department of Finance, Accounting & Statistics“ an der Wirtschaftsuniversität Wien, „denn die Fehler entspringen dem Unterbewusstsein.“ Darüber hinaus bedient sich der Mensch gern sogenannter Heuristiken, d.h. er versucht, mit Faustregeln oder vereinfachten Modellen zu einer zufriedenstellenden Lösung zu gelangen, die nicht unbedingt mit der optimalen Lösung übereinstimmt.

Tometschek: „Entsorgungsproblem widerspricht der Generationengerechtigkeit“.

Laut einem „Hintergrundpapier“ schätzt das weißrussische Außenministerium den nationalen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden infolge des Tschernobyl-Unglücks auf 235 Mrd. USD. Bei der Lagerung des radioaktiven Abfalls sei

das größte Problem die Strahlungsdauer.

Externe Kontrolle Die Einhaltung des absoluten Ausschlusskriteriums wird bei der Schelhammer & Schattera KAG in der Praxis durch mehrere Instanzen streng geprüft. Extern wird das Nachhaltigkeitsresearch durch die renommierte deutsche Ratinggesellschaft „oekom research“ durchgeführt. Bei der Bankhaus Schelhammer & Schattera KAG stellen aber auch diverse Aspekte der Wertschöpfungskette im Bereich Atomenergie einen Verstoß dar. Unterschieden werden insbesondere Produktion und Distribution von Atomenergie, aber auch die Gewinnung von Uran sowie der Bau von Kernkomponenten von Atomkraftwerken. Sogenannte Dual Use-Produkte werden im Anlageuniversum nicht berücksichtigt. Die Ausschlusskriterien bei Staatsanleihen sind so geregelt, dass der Anteil der Atomenergie am Primärenergieverbrauch eines Landes 10% nicht übersteigen darf.  (lk)


banking

Freitag, 1. Juni 2012

financenet – 35

financenet@medianet.at

7.000 Österreicherinnen und Österreicher befragt Servicequalitäten von Österreichs Finanzindustrie und Versicherungsbranche wurden gewertet

Der „Recommender“ ist gelandet Fritz Haslinger

Wien. Die Bereitschaft von Bankkunden, ihre Bank weiterzuempfehlen, nimmt nach einer Durststrecke im Zuge der Finanzkrise wieder zu. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse des „Recommender 2012“. Seit sechs Jahren werden seitens des FMVÖ (FinanzMarketing Verband Österreich) jene Banken, Versicherungen und Bausparkassen ausgezeichnet, welche

„Es ist besonders wichtig zu wissen, wie Banken, Versicherungen und ­Bausparkassen ­gesehen werden.“ FMVÖ-Präsident Erich Mayer

die beste Weiterempfehlungsquote aufweisen. „Nach den letzten von der Finanzkrise geprägten Jahren ist es besonders wichtig zu wissen, wie Banken, Versicherungen und Bausparkassen von ihren Kunden gesehen werden und wo man, verglichen mit dem Vorjahr, steht“, sagt Erich Mayer, FMVÖ-Präsident. Vizepräsident Josef Redl: „Der ‚Recommender‘ hat sich in der österreichischen Finanzwirtschaft gut etabliert und wir freuen uns besonders über die positive Resonanz seitens jener Banken, Versicherungen und Bausparkassen, die sich im Rahmen unserer Erhebungen jetzt schon mehrmals dem ‚Stresstest Weiterempfehlungsbereitschaft‘ unterzogen haben.“

Leitgedanke heißt Service Im Durchschnitt haben die 7.000 Kunden ihre 53 Institute wieder häufiger empfohlen, was auf eine steigende Kundenzufriedenheit und -bindung hinweist. Dies entspreche dem Trend seit 2010, wonach die Geldinstitute seit den Erschütterungen infolge der Finanzkrise im Jahr 2008 in der Kundenzufriedenheit wieder einiges an Boden gut gemacht haben, so der FMVÖ. Insbesondere die Banken konnten gegenüber dem Vorjahr ihre

facts Prämierte Banken Hypo-Bankengruppe Österreich, Österreichische Sparkassengruppe, Österreichische Volksbanken, Raiffeisen Bankengruppe sowie easybank AG als Spezialbank (alle „Exzellente Kundenorientierung“), Kärntner Sparkassen AG und Raiffeisenlandesbank Vorarlberg („Hervorragend“). Prämierte Versicherungen Zürich Versicherungs-AG und Tiroler Versicherung V.a.G. mit Exzellenter Kundenorientierung, Raiffeisenversicherungs AG, Sparkassen Versicherung AG, Vorarlberger Landes-Versicherung (Hervorragend), Allianz-Elementar Versicherungen und Wüstenrot Versicherungs AG mit „Sehr guter“ Kundenorientierung. Prämierte Bausparkassen Raiffeisen ­Bausparkasse GmbH („Exzellent“). Aufsteiger des Jahres Oberbank AG mit Exzellent bewertet.

Weiterempfehlungsrate wieder steigern. Passend zur Thematik „Generierung von Weiterempfehlungsbereitschaft“ referierte Gastrednerin Sabine Hübner (Serviceexpertin Nr. 1 in Deutschland, Pro 7) über den Faktor „Service“: „Ein hervorragender Service bedeutet für jedes Unternehmen hohe Wertschätzung und die Anerkennung ihrer Kunden; auch die Motivation ihrer Mitarbeiter wird steigen.“ Freundlichkeit, Beratungskompetenz und eine schnelle Bearbeitung oder Reaktion auf Kundenwünsche seien das „A und O“ im Beziehungsmarketing und für Kundenbindung.

Ein exzellenter Service zeichne sich dadurch aus, dass Unternehmen Prozesse entwickeln und Systeme schaffen, die dem Kunden das Leben erleichtern. „Dabei geht es darum, die Abläufe zu optimieren und auszubauen und völlig neue Dimensionen eines individuellen One-to-one-Service zu kreieren“, so Hübner. Auch für Banken, Versicherungen und Bausparkassen gelte: Bei ihrer Kaufentscheidung legen Menschen großen Wert auf die Meinung und Empfehlung anderer. „Bei besonders gutem Kundenservice empfehle ich das Unternehmen an Freunde und Bekannte weiter.“

© FMV

Erich Mayer: „Auch 2013 wird der ‚Recommender‘ spannend wie nie zuvor.“

FMVÖ-Präsident Erich Mayer: Erholung der Banken von der Finanzkrise spiegelt sich in steigender Weiterempfehlungsbereitschaft ihrer Kunden wider.


36 – financenet

b a n k i n g / i n s u r a n c e : watc h

Freitag, 1. Juni 2012

financenet@medianet.at

RZB-Vorstand Johannes Schuster: „Unsere Grundsätze bestätigt“.

easybank froh über Spezialisten-Preis Wien. Die easybank wurde in der Kategorie „Regional- und Spezialbanken“ zum zweiten Mal hintereinander mit dem „Recommender Award“ für „exzellente Kundenorientierung“ ausgezeichnet. „Seit mehr als 15 Jahren ist es unser Ziel, Kundenservice und Kunden-orientierung wirklich zu leben; der Award gibt uns Recht, dass wir uns dabei auf einem sehr guten Weg befinden“, so Sonja Sarközi, Vorstandsvorsitzende der easybank. (red)

s Versicherung freut sich über Sparten-Sieg Wien. Die s Versicherung hat den „Recommender“ in der Kategorie „Regional- und Spezialversicherung“ errungen. „Mein besonderer Dank richtet sich an Mitarbeiter, Vertriebspartner und unsere vielen Kunden, die uns hier ganz klar erneut ihr Vertrauen ausgesprochen haben“, freut sich Vorstand Heinz Schuster. (red)

Zürich erringt bei den Versicherern Platz 1 Wien. Platz 1 bei den überregionalen Versicherern erhielt beim „Recommender“ die Zürich Versicherungs-AG. Bereits 2008, 2009 und 2011 zählte sie zu den Besten in puncto Kundenorientierung. Gerhard Matschnig, Vorsitzender des Vorstands, freute sich bei der Preisverleihung: „Diese Auszeichnung ist für uns Ansporn, im Bezug auf Kundenorientierung weiterhin Maßstäbe zu setzen.“ (red)

Peter Hagen hat Konzernvorsitz übernommen; im 1. Quartal stieg Vorsteuergewinn um 6 Prozent. Wien. Die Vienna Insurance Group (VIG) ist dank ihrer OsteuropaTöchter gut ins Jahr 2012 gestartet: Der Gewinn vor Steuern stieg im ersten Quartal um 6 Prozent auf 151,4 Mio. Euro. Forcieren will der Versicherungskonzern das organische Wachstum. Peter Hagen, bisher Vize und ab sofort neuer Chef der VIG als Nachfolger von Günter Geyer, will in der nächsten Zeit die Volatilitäten gering halten, die Profitabilität weiter nachhaltig steigern und über dem Marktdurchschnitt wachsen.

Hagen tritt jetzt an 2011 hat die VIG einen Vorsteuergewinn von 559 Mio. Euro erzielt. Wachsen will der Konzern vor allem organisch, aber auch Zukäufe von kleineren und mittleren Unternehmen werden nicht ausgeschlossen. In der Region Mittel- und Osteuropa (CEE) gab es im 1. Quartal 2012 einen Gewinnzuwachs von 13,8 Prozent auf 77 Mio. Euro. In Österreich ging der Vorsteuergewinn dagegen um 4,4 Prozent auf 75,37 Mio. Euro zurück. Bei den Prämieneinnahmen war der Zuwachs in Österreich mit 6,6 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro stärker als in CEE mit plus 3,6 Prozent auf 1,32 Mrd. Euro. Die Konzernprämien insgesamt legten um 5,5 Prozent auf 2,747 Mrd. Euro zu. In Österreich konnte die VIG, zu der hierzulande Wiener Städtische, Donau und s Versicherung zählen, die Prämieneinnahmen im 1. Quartal um 6,6 Prozent auf 1,37 Mrd. Euro steigern. Dabei gab es auch in der Lebensversicherung ein Plus von 1,2 Prozent auf 552 Mio. Euro, in Schaden/Unfall von 11,7 Prozent auf rund 728 Mio. Euro. In der Lebensversicherung will man weiter Gespräche

Vienna Insurance Group: Langzeit-Boss und Expansions-Architekt Günter Geyer übergab mit Ende Mai an Peter Hagen.

initiieren, damit der Stillstand in Zukunftsvorsorge und Pflegevorsorge ein Ende finde. Die Partnerschaft mit der Erste Group bestätige sich, hieß es: Die s Versicherung Gruppe (ohne rumänische BCR-Nichtleben) steigerte die Einnahmen um 15,8% auf 417 Mio. Euro. Die Kapitalanlagen des VIGKonzerns betrugen 28,7 Mrd. Euro (plus 0,2 % seit Jahresanfang). Die Combined Ratio verbesserte sich von 97,8% auf 96,4%.

Soziales Engagement Neu eingeführt und rund um ein Treffen von 1200 Führungskräften des VIG-Konzerns aus 25 Ländern in Wien erstmals vergeben wurde der „Günter-Geyer-Award für soziales Bewusstsein“ in der Gesamthöhe von 100.000 Euro; er soll vor-

bildliche Sozialprojekte in Zentralund Osteuropa fördern. Günter Geyer hat in seiner Amtszeit seit 2001 durch seine CEE-Ex-

pansion die Prämien des Konzerns verdreifacht, ist aber auch durch sein Engagement für Österreichs Nachbarstaaten bekannt. (red/ag)

cee-märkte Polen Im 1. Quartal gab es in Polen kräftige Zuwächse: Die Prämeineinnahmen stiegen um 23,6% auf 320 Mio. Euro, wobei es in der Lebensversicherung ein Plus von 65% auf fast 160 Mio. Euro gab. Der Vorsteuergewinn wuchs um 69,7% auf 16,3 Mio. Euro. Auch Akquisitionen kleinerer Unternehmen seien in Tschechien heuer nicht ausgeschlossen.

unter dem Verlust des Vorjahreszeitraums von 5,0 Mio. Euro. Die Prämieneinnahmen sanken um 7 Prozent auf 135 Mio. Euro. Slowakei In der Slowakei stiegen die Einnahmen um 2,3 Prozent auf 193 Mio. Euro, das EGT sank um 10,2 Prozent auf 15,7 Mio. Euro. Tschechien In Tschechien gingen die Prämieneinnahmen um 3,9 Prozent auf 494 Mio. Euro zurück. Das Minus wird mit dem starken Wettbewerb in der Autoversicherung und auch der Währungskursentwicklung begründet. Das EGT wuchs in Tschechien um 6,6 Prozent auf 44 Mio. Euro.

Rumänien Die VIG möchte in Rumänien die Verlustebene heuer verlassen. 2011 war in dem Land ein Verlust von 12,8 Mio. Euro angefallen. Die Sanierungsmaßnahmen zeigen sich in einer Verlustreduktion: Im ersten Quartal 2012 lag das EGT-Minus mit 2,7 Mio. Euro

10% mehr Spareinlagen Älteste Bank bleibt auf Kurs

Herbert Liaunig neu dabei Alain de Krassny steigt aus

Salzburg. Das Bankhaus Spängler blickt nach eigenen Angaben zufrieden auf das Geschäftsjahr 2011 zurück: Das Betriebsergebnis lag erneut über 10 Mio. Euro, die Kernkapitalquote stieg auf 10,2 Prozent. Bei den Spareinlagen konnte das 183 Jahre alte Bankhaus eine Steigerung von über zehn Prozent verzeichnen.

Wien. Die Privatbank Semper Constantia gewinnt einen neuen prominenten Wirtschaftskapitän als Teil-Eigentümer: Der Industrielle und Kunstsammler Herbert Liaunig wird vom Chemieindustriellen Alain de Krassny dessen Anteile an der Privatbank Semper Constantia übernehmen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin trend. Liaunig ist über eine Stiftung unter anderem an dem Stahlbauunternehmen Waagner Biro und dem Umwelt- und Industrieanlagenhersteller Binder&Co beteiligt.

Bank Spängler mit soliden Zahlen Bankhaus Spängler werden als Kredite vergeben. Unsere Vermögensverwaltung arbeitet mit Wertsicherungskonzepten, die einen realen Kapitalerhalt nach Inflation zum Ziel haben”, so Gerlich. Jetzt bezieht die Bank neue Büroräume: Das adaptierte Gebäude am Makartplatz – ehemals Hauptpost – weist eine Nutzfläche von rund 2.500 m� auf, im Juni finden dort 115 Mitarbeiter ihren neuen Arbeitsplatz. (red)

„Ein Vertrauensbeweis“ „Für uns ist das ein hoher Vertrauensbeweis unserer Kunden”, so Helmut Gerlich, Vorstandssprecher bei Spängler. „Es ist uns gelungen, das Profil der führenden Beratungsbank für Privatvermögen und Familienunternehmen weiter zu schärfen. Als Familienunternehmen suchen wir Lösungen für schwierige Themenstellungen bei anderen Familienunternehmen – bei Fragen der Unternehmensnachfolge, bei der Strukturierung größerer Vermögen und komplexer Finanzierungen.” Qualitätsindikator der Bank sei neben dem Kernkapital (über zehn Prozent) auch die sehr hohe Liquidität. „Nur 60 Prozent der Primäreinlagen im

Verstärkung für Semper Constantia durch de Krassnys Rückzug frei werdenden Anteile an der Privatbank. An der Geschäftspolitik der auf gehobene Klientel ausgerichteten Semper Constantia Bank werde sich unter den neuen Miteigentümern nichts ändern, sagt SemperConstantia-Aufsichtsratsvorsitzender Erhard Grossnigg. Er ist neben Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner Miteigentümer des Geldinstituts. (APA)

Haselsteiner und Kollegen

Bank Spängler-Vorstandschef Helmut Gerlich: Kernkapitalquote jetzt 10,2%.

„Es gab ein sehr gutes Angebot”, erklärte De Krassnys Frau Isabella, die bei Semper Constantia als Fondsmanagerin und Prokuristin beschäftigt ist, den Ausstieg. „Mein Mann hat sich entschlossen, das Geld in die Donau Chemie zu stecken. Er hat entdeckt: Das Bankgeschäft ist nicht ganz seins.” Neben Liaunig teilen sich außerdem noch Siemens-Chef Peter Löscher sowie Christian Planegger (Ventrex Automotive) und Franz Rauch (Fruchtsaft-Hersteller) die

© APA/Jäger Robert

© RZB

Wien. Raiffeisen wurde heuer vierfach mit dem „Recommender Award“ ausgezeichnet. Neben der Raiffeisen Bankengruppe als Ganzes wurden die Raiffeisen Bausparkasse, die Raiffeisen Versicherung und die Raiffeisenlandesbank Vorarlberg ausgezeichnet. „Der Spitzenplatz bestätigt den Grundsatz von Raiffeisen, auf die Bedürfnisse ihrer Kunden jederzeit einzugehen und sie bestens zu beraten”, sagte RZBMarketingvorstand Johannes Schuster, der den ersten Preis für „exzellente Kundenorientierung” im Namen der Raiffeisen Bankengruppe entgegennahm. 2009 wurden erstmals die Bausparkassen in die Bewertung aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt liegt die Raiffeisen Bausparkasse mit der Höchstwertung „Exzellent“ am Spitzenplatz. Generaldirektor Manfred Url: „In vier Jahren vier Mal die Höchstwertung zu erhalten, ist ein großes Kompliment unserer Kunden.“ (red)

Geyer übergibt seine VIG mit viel Osteuropa-Ertrag

© APA/Herbert Pfarrhofer

Raiffeisen jubelt über den Vierfach-Triumph

Wachablöse beim Versicherungsriesen Expansionsstrategie in Zentral- und Osteuropa (CEE) trägt weiter Früchte

Spängler

recommender

Liaunig fügt seinen Industrieunternehmen nun noch Privatbank-Anteile hinzu.


Freitag, 1. Juni 2012

i n s u r a n c e : watc h

financenet – 37

financenet@medianet.at

Risiko-Papiere der Schuldenstaaten fast halbiert Versicherungskonzern beginnt 2012 mit 2,6 Prozent Prämienwachstum; vor allem CEE stark

Uniqa zeigt jetzt bessere Zahlen Wien. Der Uniqa-Versicherungskonzern ist mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung ins Jahr 2012 gestartet. Das EGT wuchs im 1. Quartal um 20,2% auf 54,4 Mio. Euro, und der Konzerngewinn lag mit 30,4 Mio. Euro um 13,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch das PIIGS-Exposure, also die Risiko-Investitionen in Staatspapiere der Schuldenstaaten, wurden deutlich um 43% auf 1,166 Mrd. Euro gesenkt. Die laufenden Prämieneinnahmen wurden bis März um 2,6 Prozent auf 1,614 Mrd. Euro gesteigert. Für das Gesamtjahr 2012 wird weiterhin ein EGT angepeilt, das über den 141,8 Mio. Euro des vorvorigen Jahres (2010) liegt.

reich wegen des Nachfragerückgangs um 9,8 Prozent auf 340 Mio. Euro. Grund sind vor allem die Einmalerläge mit einem Rückgang um 42% auf 14,6 Mio. Euro; sie spüren die Verlängerung der steuerbegünstigten Mindestbehaltefrist. Das Volumen der Fonds- und Index-Polizzen lag bei 112 (144) Mio. Euro. In CEE sanken die verrechneten Prämien (samt Fonds- und IndexSparanteilen) um 1,8 Prozent auf 324 Mio. Euro. Die Schaden- und Leistungsquote des Konzerns über alle Sparten erhöhte sich auf 74,8 (72,9) Prozent. Die Aufwendungen für den

Versicherungsbetrieb sanken um 2,7 Prozent auf 353 Mio. Euro. Die Kapitalanlagen (inkl. Fondsund Indexpolizzen) erhöhten sich gegenüber Ende 2011 um 4,3 Prozent auf 25,661 Mrd. Euro. Die Netto-Erträge daraus wuchsen um 19,5% auf 209 Mio. Euro. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Uniqa Group erhöhte sich im 1. Quartal binnen Jahresfrist leicht von 15.025 auf 15.153. Das Eigenkapital schrumpfte im Jahresabstand um 19,7% auf 1,044 Mrd. Euro. Bis 2015 will die Uniqa ihr Ergebnis (EGT) gegenüber 2010 um bis zu 400 Mio. Euro verbessern. (gst/ag)

© APA/Georg Hochmuth

Einmalerlagsrückgang wegen Steuerverschärfung bremst „Leben“-Geschäft.

Uniqa-Chef Andreas Brandstetter: Ergebnis wuchs im 1. Quartal um 20,2 Prozent.

Starker Anstieg im Osten Im CEE-Raum steigerte der Uniqa-Versicherungskonzern die laufenden Prämieneinnahmen im 1. Quartal um elf Prozent auf 307 Mio. Euro. Das ist deutlich mehr als die gesamte Prämiensteigerung (2,6 Prozent auf 1,614 Mrd. Euro). Die verrechneten Prämien sanken dagegen um 5,4 Prozent auf 1,704 Mrd. Euro, vor allem wegen des Rückgangs der Einmalerläge. Das sogenannte Annual Premium Equivalent (APE) wuchs im 1. Quartal um 1,7 Prozent auf 1,623 Mrd. Euro. In dieser Berechnung, bei der auch zehn Prozent der im Schnitt ein Jahrzehnt laufenden Einmalerläge mitberücksichtigt sind, glätten sich jährliche Schwankungen.

Schwache Leben-Sparte In Österreich schrumpften die verrechneten Prämien wegen des Einmalerlagsrückgangs um 2,2 Prozent auf 1,055 Mrd. Euro. In Schaden/Unfall legten in Österreich die Prämien um 1,5 Prozent auf 499 Mio. Euro zu, in der Krankenversicherung wuchsen sie um 2,8 Prozent auf 216 Mio. Euro. In der Lebensversicherung sank die verrechnete Prämie in Öster-

Öffnung Am Finanzmarkt

China-Ausbau

Shanghai. Die Hoffnung auf eine weitere Öffnung der chinesischen Finanzmärkte zieht internationale Player an. So steckt die US-Großbank JP Morgan jetzt 400 Mio. USD in den Ausbau ihres ChinaGeschäfts; sie will ihr Filialnetz erweitern, neue Produkte entwickeln und das Kreditgeschäft mit Firmenkunden stärken. Die britische Großbank HSBC hat 2011 bereits 450 Mio. USD in ihr China-Geschäft investiert, während sie andernorts zurückbaute. (APA)

Ich hab was gegen komplizierte Texte.

Harald Krassnitzer

© Hundekatze/pixelio.de

In meinem Job habe ich genug zu tun mit langen, oft komplizierten Texten. Deshalb bin ich froh, wenn mir meine Versicherung klar und verständlich sagt, was versichert ist und was nicht.

China (Bild: Shanghai) wird seine ­Märkte liberalisieren, so die Hoffnung.

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medianet

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financenetreal:estate Hotel- und Immobilienentwickler erreicht im 1. Quartal die Gewinnzone  Seite 41

s immo auf rekordjagd © Overmann

© Warimpex

warimpex startet im plus

Nach dem starken Geschäftsjahr 2011 brachte das 1. Quartal 18,2% Plus  Seite 42

immofinanz büroprojekt in düsseldorf © APA/Helmut Fohringer

willhaben.at setzt auf neue Immo-Services

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IMMO-FONDS

Marktführer bei Online-Immobilienanzeigen Judith Kössner, Chefin der ­Immobiliensparte beim Online-Portal willhaben.at, setzt auf neue Dienste für ­Immo-Suchende und Makler: „Mit 60.000 angebotenen Immobilien und 58 Millionen Seitenaufrufen pro Monat sind wir bereits jetzt die Nummer eins.“  Seite 40

1-Monats-Performance (per 30.5.) Monatstop iShares Stoxx 2,28% Monatsflop Henderson As. -8,48% Top 5 Immofonds iShares Stoxx Am. 600 R.E. Schroder ImmoPLUS iShares Stoxx EU 600 R.E. AI - Global REIT Lyxor ETF FTSE

2,28% 1,36% 0,96% 0,88% 0,84%

Flop 5 Immofonds Henderson Asia-Pacific DWS Inv.RREEF Asia-Pacific Invesco Asia Pacififc Morgan Stanley Asian Prop. iShares FTSE EPRA/NAREIT

-8,48% -7,46% -7,28% -7,20% -7,03%

Fokus Ertragssteigerung Vorsteuerertrag 37,1% höher

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conwert-Finanzchef Thomas Doll: Entwickler auf Ertragskurs.

Wien. Der Immobilienentwickler conwert Immobilien SE hat im ersten Quartal 2012 wegen geringerer Immoverkäufe einen Umsatzrückgang um 28,1% auf 91,2 Mio. € eingefahren. Gleichzeitig stieg das Vorsteuerergebnis (EBT) um 37,1% auf 4,8 Mio. €. Das Nettovermögen je Aktie (Buchwert NAV/Aktie) belief sich bei conwert auf 18,37 (15,9) €. Die Vermietungserlöse gingen wegen der starken Verkäufe im Jahr 2011 auf 46,8 Mio. (nach 53,9 ) € zurück. Der Leerstand wurde bei conwert gegenüber dem Vorjahresquartal leicht von 15,9 auf 15,1% reduziert. (red)


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40 – financenetreal:estate

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financenet@medianet.at

Online-Portal Mit rund 60.000 angebotenen Immobilien und rund 58 Millionen Seitenaufrufen pro Monat Marktführer

short

willhaben.at: „Nummer 1 am Immobilien-Markt“

© APA/Helmut Fohringer

Asfinag mit Anleihe um 1 Milliarde Euro

Lust der Österreicher auf Immo-Eigentum treibt Nachfrage; neue Services für die Makler kommen.

Wien. Die Autobahnen- und Schnellstraßen-FinanzierungsAktiengesellschaft (Asfinag) hat eine fix verzinste Anleihe im Volumen von einer Mrd. € und einer Laufzeit von 20 Jahren am internationalen Kapitalmarkt platziert. Der Kupon war mit nur 2,75 Prozent historisch niedrig. Als Lead-Manager agierten UniCredit, DZ Bank AG, Morgan Stanley und Credit Agricole. „Die Nachfrage war so groß, dass das Orderbuch bereits 30 Minuten nach seiner offiziellen Öffnung geschlossen und der ursprünglich festgesetzte Preis nach unten revidiert werden konnte”, so Klaus Schierhackl, Finanzvorstand der Asfinag. Die Anleihe wurde zu mehr als 50% in Österreich und Deutschland platziert. Die Erlöse dienen der Refinanzierung fälliger Schulden. (red)

170 Millionen-Auftrag in Norwegen für Alpine Salzburg. Der Baukonzern Alpine hat einen Großauftrag über 170 Mio. € von der norwegischen staatlichen Eisenbahngesellschaft „Jernbaneverket“ und Straßengesellschaft „Statens vegvesen“ erhalten; nördlich von Oslo werden Eisenbahn und Autobahn neu errichtet. Bis Ende 2016 wird die Alpine zwischen Langset und Brøhaug einen 6,4 km langen, vierspurigen Autobahnabschnitt und 5,2 km Eisenbahnstrecke bauen. (red)

Ausbau bei Maklern Die Nr. 1-Position wurde mittels TV-Kampagne (März bis Mai 2012) in den Köpfen der Suchenden und Makler verankert. Letztere stehen weiterhin bei ihr besonders im Fokus: Man arbeitet daran, die Kommunikation weiter zu verbes-

Strabag: Gewinnminus, aber Auftragsrekord

Die Trends auf dem Immobilienmarkt selbst kommen willhaben.at entgegen: Der Erwerb von Immobilien steht bei den Österreichern seit der Finanzkrise hoch im Kurs; gleichzeitig wächst die Bevölkerung und das Neubau-Volumen sinkt. „Wir sehen bei den Zugriffen, dass Eigentum und Anlageobjekte, vor allem Vorsorgewohnungen, ganz stark gesucht werden“, sagt Kössner. willhaben.at biete hier eine große Bandbreite; derzeit hat man rund 60.000 Immobilien und über 75% aller österreichischen Makler stellen ihre Objekte bei willhaben.at ein. In der Kategorie „Häuser zum Kauf“ macht die Preisklasse bis 190.000 € 39% aller Angebote aus, die Klasse ab 190.000 bis 400.000 € weitere 41%. Und für 19% will der Verkäufer mehr als 400.000 €. Auch für Käufer, die das Besondere suchen, hat man viel zu bieten: „Bei uns wurde schon Arnold Schwarzeneggers Geburtshaus in Thal in der Steiermark angeboten und auch das Penthouse von Falco.“ Letzteres war mit rund 1,2 Mio. € der absolute Luxusklasse zuzuordnen. (gst)

© APA/Hans Klaus Techt

willhaben.at-Immobilienchefin Judith Kössner: „Eigentum wird ganz stark gesucht.“

facts Starke Präsenz willhaben.at ist bundesweit präsent; bei Häusern finden sich die meisten Objekte in Niederösterreich, gefolgt von Steiermark und Burgenland; bei Wohnungen zum Kauf liegt Wien vor Stmk. und NÖ. Für Oberösterreich und Salzburg wurde ein eigenes Vertriebsteam aufgestellt, das bringt Zuwächse.

merkt willhaben-Immobilienchefin Kössner „nichts“, jedenfalls keinen Dämpfer. Derzeit sind auf willhaben.at 95% der Haus-Angebote Verkäufe, bei Wohnungen sind es 54%; in Summe machen Kaufobjekte 71% und Miet­ objekte 29% der Immo-Angebote aus. Gesetzgeber hält in Atem Der Gesetzgeber ist auch für willhaben.at ständiges Thema. So wird ab 1.12.2012 der Energieausweis bei Gebäuden Pflicht. Kössner: „Alle notwendigen Änderungen sind in Planung, damit wir unseren Kunden rechtzeitig alle Eingabemöglichkeiten zur Verfügung stellen können.“

Freude an Immobilien hilft Die Lust der Österreicher auf Immobilien ist ungebrochen stark – von der seit 1. April 2012 in Kraft befindlichen neuen Immobilienertragssteuer (25% auf den Gewinn bei Immobilienverkäufen, die nicht der eigene Hauptwohnsitz waren)

Nach Komplettübernahme Stabilere Ertragslage

Deutschland Bürogebäude ist erstes Eigendevelopment

Wien. Die Wienerberger AG, der weltweit größte Ziegelproduzent, hat die Übernahme von Pipelife, einem führenden Hersteller von Kunstoffrohrsystemen in Europa, abgeschlossen. Die Wettbewerbsbehörden in der EU, der Türkei und in Russland erteilten die uneingeschränkte Genehmigung zur Übernahme. Ab heute, 1. Juni, wird Pipelife voll konsolidiert (zuvor at-equity konsolidiert) und gemeinsam mit Steinzeug-Keramo, dem

Wien. Die börsenotierte Immofinanz baut in Düsseldorf am Rande des Flughafens ein Büro. Das Investitionsvolumen beträgt 26,5 Mio. €. Es sei das erste Eigendevelopment in Deutschland. Das Projekt läuft unter dem Namen Panta Rhei („Alles fließt“). Die Bauarbeiten sollen Anfang Juni starten. Ende 2013 soll das neue Bürogebäude mit 9.658 m� vermietbarer Bürofläche und 176 Tiefgaragenstellplätzen bezugsfertig sein.

Wienerberger hofft auf Pipelife

© Wienerberger/Kurt Keinrath

Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner: Ertrag im Gesamtjahr leicht tiefer.

Wien. Der börsenotierte Baukonzern Strabag hat im ersten Quartal 2012 seine Verluste massiv ausgebaut. Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 13 Prozent auf minus 164,66 Mio. € und war den Konzernangaben zufolge vom Rohstoffgeschäft belastet. Der Verlust nach Steuern vergrößerte sich um 28 Prozent auf 159,14 Mio. €. Mit einem Minus von zwei Prozent auf 2,263 Mrd. € hielt sich die Bauleistung relativ stabil. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 2,193 Mrd. €. Der Auftragsbestand wuchs dagegen um drei Prozent auf 15,688 Mrd. € und konnte damit laut Strabag ein Rekordhoch erreichen. (red/ag)

Ein dankbarer Markt

Wienerberger-Chef Heimo Scheuch: Pipelife macht Erträge stabiler.

Spezialisten für keramische Rohre, und Semmelrock, dem führenden Anbieter für Betonflächenbefestigungen in Zentral-Osteuropa, im neu geschaffenen Berichtssegment „Rohr- und Flächenbefestigungssysteme” ausgewiesen.

Um 20% größer Pipelife beschäftigt 2.650 Mitarbeiter in 27 Ländern. Die bedeutendsten Regionen sind Nordeuropa, Benelux, Frankreich und Österreich, die zusammen mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaften. 2011 lag der Anteil von Produkten, die in den letzten fünf Jahren entwickelt und auf den Markt gebracht wurden, bei mehr als 20%. Neben der Erhöhung des Wienerberger-Konzernumsatzes um etwa ein Drittel und des KonzernEBITDAs um mehr als 20% stellt die Übernahme von Pipelife einen Meilenstein für die angestrebte Verbreiterung des Kerngeschäfts der Wienerberger Gruppe dar, heißt es; unter anderem werde die Abhängigkeit vom konjunktursensiblen Wohnungsneubau deutlich reduziert. (red)

Immofinanz Group baut Panta Rhei

sicht der Aviso Zeta ausdrücklich bestätigt, wonach der ehemaligen Bank externe Anlage- und Vermögensberater wie etwa AWD nicht zurechenbar seien, heißt es. Man erhalte Rückenwind in Hunderten Verfahren, in denen Kläger Ansprüche gegen Aviso Zeta wegen „Fehlberatungen Dritter“ geltend machen, heißt es weiter. Sehr viele Kläger haben demnach bereits Vergleichsangebote der Aviso Zeta angenommen. (red/APA)

Erfolg an Gerichts-Front Weiters meldet die Immofinanz einen Erfolg juristischer Natur: Die Immofinanz-Tochter Aviso Zeta AG, Bad Bank der früheren externen Immofinanz-Managementgesellschaft Constantia Privatbank (CPB), sieht sich in den Anlegerverfahren um das Garantieprodukt „Dragon FX Garant“ durch eine neue Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Wien bestätigt, mit der einer Berufung der Aviso Zeta gegen eine Entscheidung des Handelsgerichts (HG) Wien Folge gegeben wurde. Damit werde zum wiederholten Male die Rechtsan-

© Immofinanz Group

Asfinag-Finanzvorstand Klaus Schierhackl: „Stark überzeichnet“.

sern und die gebotenen Services auszubauen. So wird den Maklern mit dem neuen Produkt „Pole-Position“ ermöglicht, die erste Position auf der Trefferliste zu buchen und so mit ihren Angeboten (die rotieren können) mitten im Suchfenster der Immobiliensuchenden aufzutauchen. Im Sommer kommen erweiterte Suchfunktionen für Immobiliensuchende, die detailliertere Suchvorgänge ermöglichen. Bereits seit dem Vorjahr gibt es eine Seite speziell für Bauträger, um Projekte zu präsentieren.

© willhaben.at

Wien. Das Online-Portal willhaben. at liegt bei Immobilien auf dem Spitzenplatz und hat noch viel vor, sagt Judith Kössner, Bereichsleiterin der Immo-Sparte: „Seit Anfang letzten Jahres sind wir Marktführer bei Online-Immobilienanzeigen in Österreich.” Rund 60.000 Immobilien werden derzeit auf dem Portal angeboten. Auch bei den Seitenaufrufen (58 Mio. pro Monat) hat willhaben.at (Tochter der Mediengruppen Styria und Schibsted) „die Wettbewerber überholt“. Gestartet ist man 2006 mit dem Marktplatz (Gratis-Kleinanzeigen), bald folgten gewerbliche Annoncen in den drei Kategorien Immobilien, Auto & Motor sowie Job & Karriere. „Von Anfang an lag unser Fokus stark auf Immobilien; das kam gut an“, so Kössner. Sie führt den Erfolg auf die einfache Bedienbarkeit zurück, „es gibt keine Nebengeräusche, die von der Suche ablenken.“ Simple Bedienbarkeit für Suchende und Service für Angebotseinsteller gehören dazu; so gibt es keine Begrenzungen, was die Textlänge oder Foto-Anzahl betrifft. Auch in Zukunft will sich das 50 PersonenTeam hinter willhaben.at auf diese Kerntugenden konzentrieren. willhaben.at versteht sich als Lebensbegleiter seiner User. Wie auch Umfragen zeigen, nutze ein willhaben.at User alle Bereiche, die gerade relevant sind (Wohnungs- oder Haussuche, Kauf eines Gebrauchtwagens oder Jobsuche).

Neues Projekt Panta Rhei in Düsseldorf hat 26,5 Mio. Euro Investitionsvolumen.


i m m o : c a p i ta l

Freitag, 1. Juni 2012

financenetreal:estate – 41

financenet@medianet.at

Immobilienentwickler und Hotelbetreiber Guter Geschäftsgang bei den Hotels in Warschau, Berlin und München sorgt im 1. Quartal für Freude

Warimpex beginnt Jahr mit Plus Wien. Der börsenotierte Hotelbetreiber und Immobilienentwickler Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG hat sein Periodenergebnis dank des brummenden Hotelgeschäfts ins Plus gedreht. Der Gewinn verbesserte sich gegenüber der Vorjahresperiode von minus 3 Mio. € auf plus 259.000 €. Das operative Ergebnis (EBIT) war allerdings mit 1,5 Mio. € negativ – nach minus 330.000 € im Vergleichszeitraum. Die Umsätze legten um 21% auf 13,85 Mio. € kräftig zu, wie das Unternehmen jetzt bekanntgab. Der Gewinn je Aktie lag bei nur 0,01 € – nach einem Minus von 0,05 € im Vergleichszeitraum.

Franz Jurkowitsch. Die Hotelumsätze stiegen auf 12,2 Mio. €. „Das zeigt auch, dass wir aus der Krise langsam herauskommen.” Im April und im Mai sei es mit ähnlichen Zuwachsraten weitergegangen. „Die deutlichen Zeichen des Aufschwungs werden sich im zweiten Quartal fortsetzen.” Am besten liefen die Hotels in Warschau, Berlin und München. „Besonders freut uns auch Prag – dort kommt der 4-Sterne-Markt wieder –, aber auch Ekaterinenburg”, berichtete der Unternehmenschef. Nachzügler in der Entwicklung seien hingegen nach wie vor der 5-Sterne-Hotelmarkt in

Prag und Bukarest. „Dort haben wir auch Zuwächse, aber die sind schwächer.” Der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich von minus 418.000 auf 1,09 Mio. €.

Hotelsektor volatil Das operative Ergebnis sei wegen der niedrigeren Erfolgsbeiträge aus Immobilienverkäufen und geringeren unbaren Zuschreibungen zu Wertminderungen so stark eingebrochen. „Da haben wir ganz einfach mehr normale Abschreibungen drin”, so Jurkowitsch. Die Warimpex habe aber keine

„Impairments”, also sogenannte Sonderabschreibungen. Der Hotelsektor sei weitaus volatiler als der normale Immobiliensektor und habe 2009 und 2010 sehr gelitten. „Wir spüren Rückgänge, aber auch Erholungen früher.” Die Erträge aus dem Verkauf von Projektgesellschaften schrumpften heuer im ersten Quartal um 79% von 1,52 Mio. auf 319.000 €. Ein neuer Verkaufsabschluss ist aber schon fast unter Dach und Fach: Der Vorvertrag für die Veräußerung eines 50%-Anteils am Hotel InterContinental in Warschau sei bereits unterzeichnet. Das Closing soll noch heuer erfolgen.  (red/ag)

© Warimpex

Hotelsektor litt 2009 und 2010 und spürt auch Erholung früher – Abschreibungen liegen aber höher.

Warimpex-Chef Franz Jurkowitsch: Hotelsektor ist ein volatiles Geschäft.

„Zweistellig zugelegt“ „Im Hotelgeschäft haben wir deutlich zweistellig Umsatzzuwächse von 18 Prozent gemacht und auch im Development haben wir zugelegt”, so Warimpex-Chef

Ihre Analyse für

Investiert 30,2 Mrd. Euro

EM: Viel gebaut

Banking Exzellenz

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Wien. In Polen und der Ukraine wurden insgesamt 30,2 Mrd. € für die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft „Euro 2012“ investiert, fast 90% davon flossen in Aufbau und Modernisierung der Infrastruktur, geht aus einer Analyse der Erste Group hervor. Polen gab mit knapp 20 Mrd. € für die EM doppelt so viel aus wie die Ukraine. Vor allem konnte Polen durch den Ausbau der Autobahnen auch seine Wettbewerbsfähigkeit steigern, was „mehr ausländische Direktinvestitionen ins Land bringen könnte”, so Birgit Niessner, Erste-Chefanalystin für Makroökonomie. Zur „Euro 2012“ werden rund eine Mio. Touristen erwartet, die im Schnitt drei bis vier Nächte bleiben und mindestens 800 Mio. € ausgeben sollen. (APA)

Bauindustrie Deutschland

4 Prozent höher

Berlin. Der Run auf Immobilien beschert der deutschen Bauindustrie einen Boom. Inzwischen werden sogar die Bauarbeiter knappt, stellt der Hauptverband der Branche fest. Für 2012 erwarte man wegen eines erfolgreichen Jahresauftakts ein Umsatzplus von vier Prozent; etwa die Hälfte davon gehe auf steigende Baupreise zurück. Der Wohnungsbau entwickle sich lebhaft, die Bautätigkeit von Unternehmen sei stabil, so Bauindustrie-Präsident Thomas Bauer. (APA)

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In Deutschland werden die Bauarbeiter knapp, so der Branchenverband.

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42 – financenetreal:estate

Freitag, 1. Juni 2012

financenet@medianet.at

short

© Panthermedia.net/Veronika Vasilyuk

Deutsche Wohnen kauft 23.500 Wohnungen

Nach 25 Jahren Unternehmensgeschichte Erstmals ist eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro je Aktie geplant

S Immo nach Rekordjahr weiter auf Erfolgskurs

229 Immobilien bringen einen Buchwert von 1.934,4 Mio. Euro, der Vermietungsgrad liegt bei 93,1%. Fritz Haslinger

Büroimmobilien: Mehr Qualität auf Märkten Wien. Ein höheres Angebot und eine starke Investorennachfrage führten laut CBRE im ersten Quartal 2012 dazu, dass Büroimmobilien die Hälfte der europäischen Investitionen in Gewerbeimmobilien ausmachen. Trotz des Tranaktionsvolumens (12 Mrd. €) habe der Bürosektor eine Steigerung der durchschnittlichen Anfangsrendite von sechs Basispunkten auf 5,69% zu verzeichnen. (red)

IVG macht Fortschritte bei der Nachhaltigkeit

Mieterlöse stabil gehalten Obwohl der Immobilienbestand aufgrund gewinnbringender Objektverkäufe um 3,9 Prozent im Jahresvergleich gesunken sei, hätten sich die Mieterlöse im ersten Quartal 2012 lediglich um 0,6 Prozent auf 30,1 Mio. Euro reduziert (Q1 2011: 30,3 Mio. Euro). Das Bruttoergebnis der Hotelbewirtschaftung erreichte 0,7 Mio. Euro gegenüber 1,2 Mio. Euro in Q1 des Jahres 2011. Der Aufwand aus der Immobilienbewirtschaftung sei von 16,9 Mio. Euro (Q1 2011) auf 16,3 Mio. Euro gesenkt worden und das Bruttoergebnis in Summe betrage 26,7 Mio. Euro gegenüber 27,7 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2011.

S Immo-Zentrale in Wien: Rund 60% des Immobilienbestands liegen in Westeuropa, der Rest in Zentral- und Südosteuropa.

Mio. Euro gewesen. Der bei den Verkäufen erzielte Veräußerungsgewinn gemäß IFRS-Bilanz betrug 0,7 Mio. Euro. Das EBITDA habe sich geringfügig auf 23,6 Mio. Euro verringert, ein Minus von 1,8% gegenüber dem Ergebnis im 1. Quartal 2011.

Periodenergebnis gesteigert Das Ergebnis aus der Immobilienbewertung betrug in Q1 3,9 Mio. Euro (1Q 2011: 5,0 Mio. Euro), wobei die Aufwertungen zur Gänze auf das deutsche Immobilienportfolio entfielen. Das EBIT lag bei 25,1 Mio. Euro, ein Minus von 5,6% im Vergleich zu Q1 2011. Insgesamt habe man das 1. Quartal 2012 mit einem Periodenüberschuss von

Verkäufe über Schätzwert Im ersten Quartal 2012 habe man die anhaltend gute Immobilien-Nachfrage nutzen können und fünf Wohnimmobilien in Berlin, ein Büroobjekt in München sowie ein Wohngebäude in Wien um insgesamt 39,5 Mio. Euro veräußern können; 2011 seien es lediglich 4,3

Dividende für Investoren Am Kapitalmarkt hätten die operativen Erfolge der letzten Quartale noch nicht die angestrebte Wir-

Margaretenstraße 131-135 Im Sommer 2012 fertig

Wien. Die Wiener Privatbank startete mit einem Periodenergebnis ohne Fremdanteile in Höhe von 0,28 Mio. EUR (1-3/2011: 0,32 Mio. EUR) in das Geschäftsjahr 2012. In weiten Bereichen der Geldanlage- und Vermögensverwaltung dominierte im Berichtsquartal weiterhin der Sicherheitsgedanke, Immobilieninvestments waren dementsprechend stark nachgefragt. Das Interesse an Aktien- und Fondsinvestments blieb verhalten.

Wien. EHL Immobilien GmbH wurde von Immobilienentwickler Strauss & Partner Development mit der Vermarktung von Wiens größtem innerstädtischem Wohnbauprojekt beauftragt. Das Projekt, welches im Sommer 2012 fertiggestellt sein soll, umfasst 235 Eigentums- und Vorsorgewohnungen in Größen zwischen 30 m� und 140 m�, die sich in vier Bauteilen mit bis zu sieben Stockwerken zwischen der Margaretenstraße und Gießaufgasse befinden. Alle Bauteile erreichen Niedrigenergiestandard, ein Großteil der Wohnungen verfügt über Balkon, Loggia oder Dachterrasse. Weiters entstehen 255 Tiefgaragenplätze. Der Kaufpreis der Wohnungen liegt zwischen 99.800 und 691.000 Euro.

Der Ergebnisrückgang der Bank beruhte insbesondere auf dem niedrigeren sonstigen betrieblichen Erfolg, der nach 1,75 Mio. EUR im ersten Quartal 2011 nunmehr bei 1,10 Mio. EUR zu liegen kam, heißt es. Positiv wirkten sich ein höherer Provisionsüberschuss, das deutlich verbesserte Handelsergebnis und der substanziell erhöhte Erfolg aus Bauleistungen und Immobilienhandel aus. (red)

Warten auf Krisen-Ende Helmut Hardt, Geschäftsführender Direktor: „Da die finale Bewältigung der Schuldenkrise unverändert aussteht, dominierte in weiten Bereichen der Geldanlage und Vermögensverwaltung weiterhin der Sicherheitsgedanke. Immobilieninvestments waren dementsprechend auch im ersten Quartal 2012 stark nachgefragt.” An den Weltbörsen zeigte sich ein volatiles Bild, so der Geschäftsführende Direktor Eduard Berger. Nach den jüngsten Turbulenzen sehe man aktuell „mittel- bis langfristig attraktive Einstiegsniveaus”.

Strauss & Partner beauftragt EHL sehr günstiger Bezirk innerhalb des Gürtels, aber das wird sich in den kommenden Jahren sicher ändern und man kann hier mit einer überdurchschnittlichen Entwicklung bei den Wohnungspreisen rechnen.“ Die Objekte punkten durch ihre Lage, heißt es. Die U4Stationen Margaretengürtel und Pilgramgasse sind in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen; auch ins Stadtzentrum ist es öffentlich und per Auto nicht weit. (fh)

Projekt ist einzigartig © Wiener Privatbank

© Nina Roth/Himmelhoch

Wien/Bonn. Die IVG Immobilien AG hat ihren zweiten jährlichen Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt und verzeichnet darin bedeutende Fortschritte. So konnten über 50 deutsche Objekte im Bestand der IVG auf Ökostrom umgestellt werden. Weitere zwölf Teilprojekte werden ihre Wirksamkeit in den folgenden Berichtsjahren entfalten. „Nachhaltigkeit ist Teil unserer Geschäftsstrategie. Unsere Bürogebäude in Salzburg sind die ersten mit einer Auszeichnung für nachhaltige Immobilienwirtschaft durch den ÖGNI. Bei der Auswahl aller Objekte achten wir auch auf die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie Nutzerfreundlichkeit“, so IVG Austria-Vorstand Herwig Teufelsdorfer. (red)

kung gezeigt. Im Herbst 2011 wurde ein Aktienrückkauf-Programm gestartet, welches planmäßig bis zum 31. Mai dieses Jahres läuft. In der Hauptversammlung am 1. Juni wird der S Immo-Vorstand eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro/Aktie vorschlagen und damit zum ersten mal nach 25 Jahren die Aktie zu einen ausschüttenden Papier machen. Beim S Immo Invest Genussschein wurde am 18. Mai die Ausschüttung erstmalig an den tatsächlichen Periodenerfolg angepasst und betrug 3,85 Euro je Genussschein. Der Vorstand wird bei der HV außerdem um die Ermächtigung zum weiteren Rückkauf eigener Aktien ansuchen, heißt es dazu seitens der Gesellschaft.

Geschäftsentwicklung Anleger setzen auf Sicherheit

Wiener Privatbank: Starke Immos

IVG Austria-Vorstand Herwig Teufelsdorfer: „Teil unserer Strategie“.

6,4 Mio. Euro abschließen können, was einem deutlichen Plus von 18,2% gegenüber der Vergleichsperiode 2011 entspricht. Die FFO (Funds From Operations) stiegen gegenüber dem Q1 des Vorjahres um satte 65,2% auf 5,9 Mio. Euro. Der NAV (Net Asset Value) betrug per 31.3.2012 laut Bilanz 7,06 Euro je Aktie und der EPRA-NAV, der innere Wert der Aktie, berechnet nach den Standards der European Public Real Estate Association, lag bei 8,88 Euro/Aktie gegenüber 8,70 Euro/Aktie zum 31.12.2011.

Helmut Hardt, Wiener Privatbank: „Sicherheitsgedanke dominiert weiter“.

„Ein Projekt dieser Dimension so nahe am Stadtzentrum ist in Wien einzigartig“, stellt Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien, fest. „Der 5. Wiener Gemeindebezirk Margareten ist heute noch ein

© EHL Immobilien

Frankfurt/Berlin. Das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen kauft von der britischen Barclays Bank 23.500 Wohnungen vor allem in norddeutschen Ballungszentren. Es baut damit seinen Bestand von rund 50.000 auf 73.500 Wohnungen aus, wie die Aktiengesellschaft am späten Sonntagabend in Frankfurt und Berlin mitteilte. Die Immobilien gehörten bisher zur BauBeCon-Gruppe. Diese werde bei der Transaktion mit 1,235 Mrd. € bewertet, hieß es. Die Deutsche Wohnen AG werde den Kauf durch eine Kombination von Eigen- und Fremdkapital finanzieren. Knapp 30% der Wohnungen, rund 6.500, liegen im Raum Berlin, weitere knapp 40% in den Regionen Hannover, Braunschweig und Magdeburg. (APA)

Wien. Die Ergebnisse für das erste Quartal 2012 stehen im Einklang mit der positiven Entwicklung des Geschäftsjahrs 2011. „Wir haben vor einigen Wochen ein Rekordergebnis mit dem höchsten EBITDA der Unternehmensgeschichte veröffentlicht. Im Jahr 2012 konzentrieren wir uns darauf, unsere hohen Erträge weiter zu sichern. So konnten wir das erste Quartal mit Erfolg abschließen und das Periodenergebnis sogar um 18,2 Prozent steigern“, erklärt Vorstand Ernst Vejdovszky.

© Overmann

Fast ein Drittel des Barclays-ImmoPakets liegt im Raum Berlin.

M. Ehlmaier: „35 Prozent der Wohnun­ gen innerhalb kurzer Zeit verwertet“.


L AW & O R D E R

Freitag, 1. Juni 2012

financenetreal:estate – 43

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Finanzmärkte und Justiz Finanzmarktaufsicht (FMA) schaltet 2011 doppelt so oft die Justiz ein wie im Jahr davor

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FMA-Jahresbericht: Fast doppelt so viele Anzeigen

Schwarz Schönherr lud nach Washington Wien/Washington. Die Anwaltssozietät Schwarz Schönherr und Hans Peter Manz, österreichischer Botschafter in den USA, luden anlässlich des Jahrestreffens der International Trademark Association (INTA) – dem weltweit größten Markenrechtskongress mit rund 10.000 Teilnehmern – zu einem Empfang in die österreichische Botschaft in Washington. Rund 400 Markenrechtsspezialisten aus 50 Ländern folgten der Einladung. (red)

Verwaltungsstrafverfahren haben sich seit dem Jahr 2007 vervierfacht, Strafanzeigen verfünffacht. Wien. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat im Jahr 2011 fast doppelt so oft die Justiz eingeschaltet wie im Jahr davor. Die Zahl der Anzeigen an die Staatsanwaltschaft ist im Jahr 2011 auf 131 (2010: 74) angestiegen, so der aktuelle Jahresbericht der FMA. „2011 war für die Finanzmärkte ein Jahr der enttäuschten Hoffnungen. Im fünften Jahr nach Ausbruch der globalen Finanzkrise hält die schwierige Lage – trotz durchaus positiver realwirtschaftlicher Entwicklung in Österreich – nach wie vor an. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht“, stellte der Vorstand der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA, Helmut Ettl und Kurt Pribil, bei der Präsentation des FMA-Jahresberichts 2011 fest.

© KWR

KWR beleuchtet unfaire Bauvertragsregeln

Thomas Anderl und Wolfgang Müller, (KWR) beim Inhouse-Seminar.

Verwaltungsstrafverfahren

FMA-Vorstände Kurt Pribil und Helmut Ettl: „Haben jetzt vier Jahre Finanzkrise hinter uns und sind noch immer nicht am Ende.“

zent Vergehen gegen das Aktiengesetz (Bilanzmanipulation), der Rest waren Verstöße gegen Bank- und Investmentfondsrecht.

Zahl der Verwaltungsstrafverfahren stieg in diesem Zeitraum von 184 auf 708. Druck macht der Vorstand der FMA bei der Umsetzung weiterer Maßnahmen; der Bogen reiche da von Basel III und Solvency II über die Etablierung der Regulierung der Anbieter von Alternativen Investments bis zur europaweiten Standardisierung der Marktinfrastruktur und einer EWR-weiten Harmonisierung des Sanktionsregimes sowie einem Unternehmensverwaltungsstrafrecht. „Wir brauchen diese Instrumente, um rechtzeitig, rasch und effektiv eingreifen zu können, damit nicht bei jeder Krise der Steuerzahler zum Handkuss kommt“, so Ettl und Pribil abschließend. (APA/red)

Mehr und härter strafen Die Verwaltungsstrafverfahren haben sich seit dem Jahr 2007 nahezu vervierfacht, die Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaft beinahe verfünffacht. Die Zahl der Vor-Ort-Präsenzen im Aufsichtssystem wurde auf 235 gesteigert; verglichen mit den 133 Vor-OrtPräsenzen 2007 bedeutet das eine Steigerung um 75% in fünf Jahren. Konkret war die Finanzmarktaufsicht 2011 in jedem fünften konzessionierten Unternehmen vor Ort zur Einschau oder Prüfung präsent. Die

Neuer Junior-Partner bei fwp

London/Wien. Die internationale Anwaltskanzlei Baker & McKenzie hat die begehrte Auszeichnung „European Law Firm of the Year“ bei den „Chambers Europe Awards 2012“ in Amsterdam erhalten. Der britische Fachverlag Chambers and Partners produziert das wohl bekannteste UK-Handbuch der Anwaltsbranche und kürt jährlich die führenden internationalen Sozietäten. „Wir freuen uns über diese herausragende Auszeichnung, die unsere regionale

Wien. Die Anwaltssozietät Fellner Wratzfeld & Partner Rechtsanwälte (fwp) ist weiterhin auf personellem Wachstumskurs und vergrößert ihr Team mit dem neuen JuniorPartner Christian Thaler. Mit dem neuen Junior-Partner wolle man nicht nur die Kompetenzen im Kapitalmarktrecht und M&A stärken, sondern auch die internationale Ausrichtung der Sozietät forcieren, heißt es seitens Fellner Wratzfeld & Partner zu der Ernennung.

Baker & McKenzie hat in Europa 27 Büros und rund 4.000 Anwälte und Mitarbeiter, welche 40% des globalen Umsatzes erwirtschaften. Die jüngsten Büroeröffnungen der Kanzlei waren in Istanbul im November 2011 sowie Luxemburg im Oktober 2010. „Herzlichen Glückwunsch an Baker & McKenzie, die zum ersten Mal diese Auszeichnung erhalten. Wir haben die Kanzlei aufgrund ihres außerordentlichen Wachstums und ihrer Entwicklung in schwierigen Zeiten sowie für ihren Pioniergeist gewählt“, erklärt Joanna Thomas, Leitende Redakteurin von Chambers Europe.(red)

wissenschaften an der Universität Wien und an der Université René Descartes – Paris V (Mag.iur. 1996) zunächst als Universitätsassistent am Institut für Zivilrecht der Universität Wien und im Anschluss als Rechtsanwaltsanwärter und Rechtsanwalt bei österreichischen und internationalen Kanzleien tätig. Die Kanzlei Fellner Wratzfeld & Partner beschäftigt im Moment rund 90 Mitarbeiter, davon etwa 50 Juristen. (red)

Dualer Zugang als Strategie „Christian Thaler hat die idealen Voraussetzungen für die Verstärkung unserer Expertise im Bereich Kapitalmarktrecht und M&A. Sein zusätzliches wirtschaftliches Verständnis und das unternehmerische Denken geben uns die Gewissheit, dass er den dualen Zugang von fwp, juristische Expertise und fundiertes wirtschaftliches Know-how, bestens umsetzen wird“, erklärt Markus Fellner, Partner bei fwp, anlässlich der Ernennung des neuen Junior-Partners. Christian Thaler (38) war nach seinem Studium der Rechts-

© fwp

© Baker & McKenzie

27 Büros in Europa

London/Wien. In der neuen Ausgabe von „Chambers Europe“ konnten sich elf FreshfieldsAnwälte aus Wien in acht Fachgebiets-Ranglisten individuell verbessern. Ihre bisherige Platzierung bestätigen konnten sieben Praxisteams und sechs Anwälte in der Einzelwertung. (red)

fwp Verstärkung im Bereich Kapitalmarktrecht und M&A

„European Law Firm of the Year“ Spitzenposition unterstreicht. Wir sehen die Auszeichnung auch als Erfolg unserer Strategie, den Mandanten in den Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns zu setzen; die von Chambers befragten Mandanten haben mit ihrem positiven Feedback bestätigt, dass dieser Ansatz richtig ist”, erklärt der Wiener Partner Georg Diwok, Partner bei Baker & McKenzie Diwok Hermann Petsche in Österreich.

11 Freshfields-Anwälte bei Chambers besser

Christian Thaler ist neuer Junior-Partner bei Fellner, Wratzfeld & Partner (fwp).

Freshfields: Weltweite Fachgruppe Industrie

© Freshfield

An Strafverfügungen wurden in Summe 140.400 € vorgeschrieben. Die Strafen werden in Österreich aktuell angehoben. Trotzdem bleibt man damit immer noch weit von den britischen Verhältnissen entfernt, wo es im Einzelfall um mehrfache Millionenbeträge gehen kann. Im Jahr 2011 gab es insgesamt 34 Abschöpfungszinsverfahren, bei denen wegen Verstößen gegen Großkredit-/Großveranlagungsgrenzen oder Eigenmittelunterschreitungen 58,1 Mio. € eingehoben wurden. 75% der von der FMA den Staatsanwälten übermittelten Anzeigen betrafen Sachverhalte wie Untreue, Betrug oder Verdacht auf Insidergeschäfte. 19% waren schwerwiegende Prospektverstöße, drei Pro-

Chambers Europe Awards Baker & McKenzie

Georg Diwok: „Das Feedback der Mandanten bestätigt unsere Strategie.“

Wien. Bei einem Inhouse-Seminar in der Kanzlei widmeten sich Wolfgang Müller und Thomas Anderl von Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte (KWR) der Frage nach den „unfairsten“ Bauvertragsregeln aus dem vergangenen Jahr. Im Mittelpunkt standen die auftragnehmerseitigen Benachteiligungen im Bezug auf das Leistungsänderungsrecht, den Vertragsrücktritt sowie die Gewährleistung und die damit zusammenhängenden Risiken in der Vertragsabwicklung. (red)

© FMA

Die Verwaltungsstrafverfahren haben in der FMA im letzten Jahr auf 708 zugenommen, 139 wurden eingestellt. Besonders auffällig war die Zunahme strafrechtlich relevanter Vergehen bzw. Verdachtsfälle am Markt. Die Aufsicht selber hat im Jahr 2011 fast doppelt so oft die Justiz eingeschaltet wie im Jahr davor. Die Zahl der in Verwaltungsstrafverfahren verhängten Sanktionen war leicht rückläufig: Nach 302 Strafverfügungen 2010 wurden letztes Jahr 268 verhängt, bei den Straferkenntnissen waren es 224 nach 240 davor. Der Grund für diesen Rückgang liege darin, dass seit 2011 per Bescheid auch Ermahnungen (77) erlassen werden können. 2011 wurden dabei Geldstrafen über 1,1 Mio. € (2010: 1,4 Mio. €) verhängt. Davon entfiel eine Mio. auf Straferkenntnisse, was ein durchschnittliches Strafausmaß von 4.524 € (2010: 5.167 €) ergibt.

Barbara Keil übernimmt Co-Leitung der Fachgruppe General Industries.

München. Barbara Keil, seit 2001 Partnerin im Münchener Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer, führt ab sofort die weltweite Fachgruppe General Industries (Industrieproduktion und Dienstleistungen) der Kanzlei gemeinsam mit dem Londoner Partner Paul Lomas. Sie löst in dieser Funktion Henning Oesterhaus ab, der die Gruppe turnusgemäß vier Jahre und zuletzt gemeinsam mit Paul Lomas geleitet hat. Keil ist auf Gesellschaftsrecht, Fusionen und Übernahmen (M&A) spezialisiert. (red)


p e o p l e & dat e s

44 – financenetreal:estate

Freitag, 1. Juni 2012

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© S Immo

S Immo: Eurocenter nun voll vermietet

Das Eurocenter in Zagreb verfügt über 8.000 m² Bürofläche.

Wien. Die Die S Immo AG konnte für ihr Bürogebäude „Eurocenter“ in Zagreb einen weiteren, renommierten Mieter – die Zagrebacka Banka d.d. – gewinnen und es damit zu 100% vermieten. Das von Nenad Bach entworfene Eurocenter wurde 2004/2005 gebaut und verfügt über sechs Stockwerke und zwei Tiefgaragen mit 123 Stellplätzen. Das Gebäude liegt im Zentrum von Zagreb und bietet seinen Mietern rund 8.000 m� Büroflächen. Zu den weiteren Mietern gehören u.a. IBM, Atlantic Grupa und VIG. (red)

WU Wien: Großauftrag für Zumtobel Wien/Dornbirn. Das Vorarlberger Unternehmen Zumtobel hat einen Millionenauftrag beim neuen Campus der WU Wien erhalten. Das Auftragsvolumen liegt bei 6,5 Mio. €. Der neue WU Campus ist aktuell eines der größten Bauprojekte in Wien. (red)

© Heid Schiefer

Neuer Rechtsanwalt bei Heid Schiefer

Licht, Ergonomie, Farbe und Akustik als Teil eines Gesamtkonzepts für effizienteres Arbeiten. axel stefan

Neudörfl/Leitha. Der burgenländische Büromöbelhersteller Neudoerfler Office Systems punktet mit seinen individualisierten Gesamtlösungen. Die unabhängige Studie des Marktforschungsinstituts Kreutzer Fischer Partner ortet Neudoerfler aktuell als neue Nummer zwei am Büromöbelmarkt in Österreich. „2012 ist ein sehr gutes Jahr für Neudoerfler Office Systems. Unsere Investitionen in die Modernisierung unseres Produktionsstandorts in Neudörfl und unsere ‚Living Office‘-Schauräume sowie das umfangreiche Mitarbeiter-Förderungsprogramm halten uns auf der Erfolgsschiene. Ich freue mich sehr, dass wir nun im Ranking die starke Nummer zwei unter den österreichischen Büromöbelherstellern sind“, so Helmut Sattler, CEO von Neudoerfler Office Systems. Das Unternehmen erreichte im letzten Geschäftsjahr mit knapp 250 Mitarbeitern einen Umsatz von 38 Mio. € gegenüber 30,5 Mio. € im Jahr davor. Dabei haben sich die jüngsten Produktentwicklungen, wie die Management-Linie „Mark pro“ oder innovative Lösungen wie der elektrisch höhenverstellbare Büro-Tisch, gut am Markt positioniert. „Wir können positiv in die Zukunft blicken und haben im Geschäftsjahr 2011 neuerliche Ertragssteigerungen und einen weiteren Wachstumsschritt unseres Unternehmens verzeichnen können“, erklärt Sattler weiter.

Neudoerfler-CEO Sattler: „Optimieren durch individuelle Lösungen die Arbeitseffizienz und reduzieren gleichzeitig Kosten“.

bietet das Unternehmen ganze Büro-Konzepte. Diese beziehen Faktoren wie Licht, Ergonomie, Farbe und Akustik in Planung und Umsetzung mit ein, heißt es. „Wir schaffen mehr Effizienz in zwei zentralen Bereichen: Wir optimieren gleichzeitig mit unseren Konzepten den Büroraum durch mehr Ergonomie, Komfort und Flexibilität – für mehr Leistung der Mitarbeiter. Und durch weniger Quadratmeter pro Person gelingt uns eine deutliche Platz- und Kostenreduktion. Da sind noch verborgene Schätze in Unternehmen zu heben“, so Sattler. Er zitiert eine Fraunhofer-Studie, die belegt, dass Unternehmen bis zu 36% mehr Leistung von ihren Mitarbeitern allein durch verbes-

„Einfach mehr Büro“ Das 1946 gegründete Unternehmen entwickelt und produziert am burgenländischen Unternehmensstandort in Neudörfl/Leitha. Unter dem Slogan „Einfach mehr Büro“

serte Arbeitsplatzgestaltung erreichen können. Ein durchschnittlicher Büroangestellter verbringt demnach in seinem Arbeitsleben rund 55.000 Stunden sitzend an seinem Schreibtisch.

2,7 Mio. € in die Modernisierung der Produktionsanlagen investiert; zuletzt rund 600.000 € im Jahr 2011. Dabei ist Österreich der wichtigste Absatzmarkt für Neudoerfler: Allein hier sei man vom Umsatz her zwei- bis dreimal so stark gewachsen wie der Markt. Konkret konnte Neudoerfler 2011 weit über 20% Umsatzwachstum im letzten Geschäftsjahr verbuchen. Doch auch in Deutschland, der Slowakei und Ungarn konnte man ein solides Ergebnis erzielen. Und auch die nächste Offensive ist geplant, heißt es weiter; diese beinhalte Investitionen in neue Schauräume und eine Ausbildungsoffensive für den Vertrieb mit einer Mischung aus Fach- und Verkaufsschulungen.

Leistung entscheidend Während rund 80% der Kosten im Büro die Mitarbeiter betreffen, schlägt das Mobiliar nur mit ein bis zwei Prozent zu Buche, sei aber ein Hebel zur Steigerung der Performance, so Sattler; entscheidend sei hierbei, den Arbeitsplatz des Mitarbeiters entsprechend seines individuellen Arbeitsbereichs zu gestalten. In den vergangenen drei Jahren wurden bei Neudoerfler insgesamt

Rumänien Finanzierung für erstes Biomassekraftwerk

Reiseversicherung Kreditkarte bietet einfachen Schutz

Wien/Bukarest. Die Anwaltssozietät Wolf Theiss hat die Finanzhäuser UniCredit S.p.A., Cassa di Risparmio del Friuli Venezia Giulia S.p.A. und UniCredit Tiriac Bank S.A. bei ihrer Projektfinanzierung zur Errichtung und Inbetriebnahme des ersten Biomassekraftwerks zur Gewinnung Erneuerbarer Energie durch die General Energetic S.A. in Piatra Neamt in Rumänien beraten.

Wien. Vom passenden Impfschutz bis zur eigenen Versicherung – eine gute Vorbereitung ist die Basis für eine gelungene Reise. Die Reiseversicherung über card complete-Kreditkarten ist dabei eine der günstigsten Varianten am Markt. „Unsere Versicherungsleistungen – von der Reisestorno- bis zur Reiseunfallversicherung – sind für viele ein Grund, sich für Karten von ‚card complete‘ zu entscheiden“, erklärt Heimo Hackel, Vorstandsvorsitzender der card complete Service Bank AG. Classic-Karten mit Versicherungsschutz verfügen über eine Reisehaftpflicht-Versicherung bis 726.750 €. Bei der Gold Card sowie der Platinum Card liegt dieser Betrag bei 750.000 €.

Wolf Theiss: Erneuerbare Energien card complete: Günstig versichert

Andreas Steindl ist neuer Rechts­ anwalt bei der Sozietät Heid Schiefer.

„Knotenpunkt“ Rumänien

Wien. Die auf Vergaberecht spezialisierte Kanzlei Heid Schiefer baut ihr Team aus: Andreas Steindl steigt zum Rechtsanwalt bei der Wiener Sozietät auf. Steindl promovierte 2011 an der Universität Wien und spezialisierte sich dabei auf öffentliches Vergaberecht. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit der Zulässigkeit nachträglicher Vertragsänderungen bei öffentlichen Vergaben. Berufserfahrung sammelte der 35-jährige Wiener als Rechtsanwaltsanwärter bei mehreren Kanzleien. (red)

Betreut wurde die Transaktion von einem Team unter der Leitung von Andreea Poenaru, Leiterin des Banking & Finance Teams bei Wolf Theiss Bukarest. „Wir freuen uns sehr, UniCredit und Cassa di Risparmio del Friuli Venezia Giulia S.p.A. bei dieser einzigartigen Transaktion am rumänischen Markt begleiten zu können. Dieses Projekt ist nicht nur das erste seiner Art, es unterscheidet sich zudem von anderen Projektfinanzierungstransaktionen insbesondere durch die Bündelung von Finanzmitteln aus verschiedenen Quellen”, erklärt Poenaru. Rumänien verfüge über

großes Potenzial, sich in Südosteuropa als ein „Knotenpunkt“ der regionalen Energiegewinnung zu etablieren. Weiterhin anspruchsvoll bleibe allerdings der gesetzliche Rahmen für den Energiesektor in Rumänien sowie die allgemeine Liberalisierung der Energiemärkte, um mehr private Investitionen zuzulassen. Auch die Investitionen zum Ausbau des Netzes seien noch nicht abgeschlossen, heißt es seitens Wolf Theiss. (red)

Mitreisende auch versichert

Andreea Poenaru leitete das ­Beratungsteam bei Wolf Theiss.

Mitreisende Ehepartner, Lebensgefährten und Kinder sind in der Reisegepäck-, Reisehaftpflichtund in der Verkehrsmittelunfallversicherung des Karteninhabers mitversichert. Der Reiseversicherungsschutz inkludiert u.a. je nach Kartenprodukt: eine Reisehaftpflichtversicherung bis zu 750.000

€, eine Reise- bzw. Reisegepäckversicherung bis 5.000 €, eine Reiseunfallversicherung bis 150.000 € und eine Reisestornoversicherung bis zu 5.000 €. Die Versicherungsleistung gilt für jede Reise mit einem Ziel außerhalb des Haupt- oder Zweitwohnsitzes und besteht auch, wenn die Reise nicht mit Kreditkarte bezahlt wurde. Bedingung: regelmäßige Verwendung der Karte (einmal alle 2 Monate) . (red)

© Visa Europe/APA-OTS/Niko Formanek

Salzburg. Das auf bargeldlosen Zahlungsverkehr spezialisierte Salzburger Unternehmen hobex zieht eine positive Bilanz über das mit Ende April abgelaufene Geschäftsjahr. Der Umsatz stieg um 14% auf rund 2,5 Mrd. der Karte; über 3.200 neue Kundenterminals wurden im letzten Jahr installiert. Hobex beschäftigt derzeit 80 Mitarbeiter und betreut rund 14.000 Kunden im In- und Ausland. 13 Mio. Transaktionen wurden im letzten Jahr getätigt (red)

Neudoerfler: Das Büro als Turbo für die Mitarbeiter

© Neudoerfler

Hobex steigert seinen Umsatz um 14 Prozent

Moderne Bürokonzepte Der Büromöbelhersteller Neudoerfler setzt auf individuell zugeschnittene Lösungen

© Wolf Theiss

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card complete-CEO Heimo Hackel: „Versicherung wichtig für die Kunden“.

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