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sommer 2012 – 73

Raffael Leb von cybertime landete einen Game-Hit auf der iOS-Plattform  Seite 75

Jedermann 2012

Ingo Neise setzt neue Hofmannsthal-Akzente auf der Festung Hohensalzburg  Seite 83

Donauinsel Hubert v. Goisern rocKte Inselfest

© APA/Hochmuth

„crazy hedge“ aus wien

© leisuregroup.at

© Chris Haderer

entertainmentbiz E3: Die noble Kunst der Oberflächlichkeit

© z.V.g.

short

inhalt

tonträger & konzert > Bitkom-Studie: Hälfte der Musik-Downloads illegal  78 > Gema: Veranstalter wehren sich gegen Verteuerung  79 > Katy Perry: Film und neues Label Ende August  81 schau & spiel > Teatro Barocco: Barockopern im Stift Altenburg  83 > Straßentheater: Jura Soyfer und sein „Astoria“  83 tv, dvd & kino > UCI Kinowelt: „iSens“ ­ermöglicht 3D-Kinogenuss 84 > Constantin Film: Komödie „Heiter bis wolkig“  95

Sensationen waren anderswo Auf der heurigen „Electronic Entertainment Expo“ in San Francisco zeigten die Hersteller kaum neue Hardware, sondern setzten vorwiegend auf Fortsetzungen und Remakes etablierter Gaming-Serien.  Seite 74 Walt Disney Studios Mit großem Staraufgebot und Oscar-Gewinnern hinter der Kamera wird ein Märchen erzählt

Drehbeginn für Disney-Movie „Maleficent“ Wien/Los Angeles. Soeben haben die Dreharbeiten zu der Walt Disney Studios-Produktion „Maleficent“ mit Oscar-Gewinnerin Angelina Jolie in der Hauptrolle begonnen. Der Film erzählt die bisher nicht bekannte Geschichte der Hexe Malefiz aus dem Zeichentrick-Klassiker „Dornröschen“ (1959) und deckt auf, weshalb Malefiz so hartherzig und böse wurde, bis sie schließlich das Baby Aurora verwünscht. Mit „Maleficent“ gibt der Szenenbildner und zweifache Oscar-Preisträger Robert Stromberg („Avatar“, „Alice im Wunderland“) sein Regie-

debüt. Als Produzent fungiert Joe Roth, als Drehbuchautorin Linda Woolverton, und als ausführende Produzenten zeichnen Angelina Jolie, Don Hahn, Matt Smith und Palak Patel verantwortlich.

Blockbuster-Produktion Neben Angelina Jolie sind in weiteren Rollen zu sehen: Sharlto Copley („District 9“), Elle Fanning („Super 8“, „Somewhere“), Sam Riley („Unterwegs – on the Road“), Imelda Staunton („Vera Drake“), Miranda Richardson („The Hours“), Juno Temple („Abbitte“, „Die drei

Musketiere“) sowie Lesley Manville („Lügen und Geheimnisse“). Hinter der Kamera vereint der Film Künstler wie den Oscar-gekürten Kameramann Dean Semler („Der mit dem Wolf tanzt“), Szenenbildner Gary Freeman („Der Soldat James Ryan“), die zweimal für den Oscar nominierte Kostümbildnerin Anna B. Sheppard („Schindlers Liste“) sowie den siebenfachen Osca-Preisträger und Maskenbildner Rick Baker („Men in Black“). Disney wird mit „Maleficent“ im Frühjahr 2014 in 3D in den österreichischen Kinos starten.  www.disney.com

© Disney Enterprises

München. Millionen Zuschauer sahen ihn in als Cem Öztürk im Kinofilm „Türkisch für Anfänger“. Bei der glanzvollen „Diva Gala“ am 26. Juni wurde Elyas M‘Barek als „Bester Schauspieler“ geehrt. Auch Til Schweiger und Maria Furtwängler erhielten Awards. Bereits zum 22. Mal wurde die „Diva“, der renommierte Deutsche Entertainment Preis, verliehen. Veranstalter ist dieses Jahr erstmals Constantin Entertainment. 450 geladene Gäste aus Film, Fernsehen, Politik, Industrie und Medien feierten im im Hotel Bayerischer Hof in München.  www.diva-award.de

© E3 2012/Rick R.

© EPA

Millstatt. Das internationale Gitarrenfestival „La Guitarra esencial … the art of guitar“, das vom 1. bis 5. August in Kärnten über die Bühne geht, feiert sein fünfjähriges Jubiläum. Als Gratulanten haben sich internationale Stars angesagt, die die großen Konzerthäuser dieser Erde füllen. Darüber hinaus gibt es auch Workshops mit den Künstlern. Unterricht geben z.B. Zoran Dukic in klassischer Gitarre, der Flamenco-Artist Rafael Montilla, der Jazz-Gitarrist Primus Sitter oder Reentko Dirks in World Guitar.  www.musikwochen.com

Angelina Jolie kommt im Frühjahr 2014 auf die österreichischen Kinoleinwände.


C ov e r

74 – entertainmentbiz

Sommer 2012

E3 Die heurige Electronic Entertainment Expo bot kaum Sensationen, sondern setzte auf bewährte Blockbuster-Variationen

Kommentar

Gigantomanische Games und kaum neue Hardware

Gaming-Portale vs. Fachhandel

Statt mit neuer Gaming-Hardware versuchten die Hersteller, vorwiegend mit Software zu beeindrucken.

Chris Haderer

© Electronic Arts; Sony

W

EA präsentierte auf der „E3“ die Neuauflage von „Need for Speed: Most wanted“. Chris Haderer

Los Angeles/Wien. Es hat schon seinen Grund, dass die EntertainmentMesse „E3“ in Los Angeles stattfindet. Immerhin war die heurige Veranstaltung ein gigantischer Catwalk für noch gigantischere Games, die aussehen, als kämen sie mitten aus Hollywood und nicht aus dem Silicon Valley. Die „Electronic Entertainment Expo“, die seit 1995 alljährlich im Juni stattfindet, ist ein Trendbarometer der Stimmung am Markt – und so wie die Traumfabrik in letzter Zeit stark auf den Aufguss von Bewährtem setzt, standen auf der E3 vor allem die Fortsetzungen von Blockbustern im Vordergrund (etwa „Fifa 13“, „Need for Speed“, „Medal of Honor“, „Lost Planet“ und „Dead Space“). Mit einem kleinen Unterschied: Weil den hochgezüchteten und daher in der Produktion recht teuren Spielen mit der aktuellen Hardware kaum noch neue Effekte hinzufügbar sind, konzentrieren sich viele Hersteller etwas

Game-City im Rathaus

Gaming-Orgie im Wiener Rathaus.

Auf den Punkt gebracht, wurde die heurige E3 auch von Brancheninsidern als solide Messe mit eher mäßigem Begeisterungspotenzial wahrgenommen. Es gab wenig interessante neue Hardware, viele Ausblicke auf das kommende Jahr und das schon angesprochene Blockbuster-Lineup der Hersteller zu begutachten. Enttäuschend war der Auftritt des NintendoKonzerns, der wieder keine Details zur Markteinführung der schon im Vorjahr angekündigen „Wii U“ veröffentlichte – obwohl der Japaner nach einem Minus von knapp 400 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Sensation dringend not-

die Vita die zweite Geige mit nur zwei wesentlichen Titeln: einem „Assassin‘s Creed“-Ableger (erstmals mit einer Heldin an Bord) sowie einer „Call of Duty“-Variante.

Neuer Standort Insgesamt erweckte die heurige E3 den Eindruck einer Art „Zwischenmesse“, um die Zeit bis zum nächsten großen Hardware-Update der Hersteller zu überbrücken. Tatsächlich fand die E3 heuer aber zum letzten Mal in Los Angeles statt: Ab kommendem Jahr soll sie eine andere Heimstadt bekommen – allerdings ist noch nicht bekannt, welche. Die Location spielt für den Erfolg der Messe jedoch eine entscheidende Rolle, um die Zielmärkte zu adressieren. Von der Bedeutung her gibt es neben ihr derzeit nur zwei weitere relevante Gaming-Veranstaltungen, nämlich die „Tokyo Game Show“ (21.–23.9.) und die „gamescom“ in Köln (siehe Story unten).  www.e3expo.com

MACOnvention Das Treffen der Manga- und Gaming-Fans

gamescom Der Ticket-Vorverkauf hat bereits begonnen

Leonding/Linz. „Die Zukunft – die Welt, wie sie einmal sein wird“ ist das Motto der heurigen MACOnvention. Oberösterreichs größte Convention für Anime, Manga und Games findet von 20. bis 22. Juli wie im Vorjahr in der Kürnberhalle Leonding/Linz statt. Ehrengäste der heurigen MACOnvention sind Anli Pollicino, eine J-Rock-Band aus Tokio, die auf ihrer zweiten Europa-Tournee für einen LiveAuftritt bei der MACOnvention in Österreich Station machen.

Köln/Wien. Sie ist fast schon zu einer Institution geworden, die vom 15.–19. August in Köln stattfindende Spielemesse „gamescom“. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es eine um 15% auf 144.000 m� gewachsene Ausstellungsfläche, „auf der die Hersteller ihre Neuheiten präsentieren“, sagt gamescom-Projektleiter Tim Enders. Namhafte Publisher und Studios – darunter Capcom, Crytek, Namco Bandai, Sony Computer Entertainment, Electronic Arts, DeepSilver/ Koch Media, Konami, Ubisoft oder Gaya Entertainment – haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

Weitere Gäste sind etwa die Independent-Movie-Gruppe Pantherion aus Graz mit dem Screening ihres Pilotfilms „Reality is debateable“ sowie die Gründer der größten deutschsprachigen Lolita-Mode-Plattform Dunkelsüß, die auf einer exklusiven Modeschau die Designerkleider mit ihrem unverkennbar viktorianischen Look vorstellen. Zur heurigen zweiten Auflage der MACOnvention werden etwa 3.000 Besucher erwartet.  www.maconvention.info

auf Handhelds, Tablet-PCs oder Smartphones, liegt im Trend der Zeit.” Auch am ‚gamescom Award‘ ist gefeilt worden: Er wird heuer erstmals in acht Kategorien vergeben werden, die Jury wurde auf 20 Personen aufgestockt. Um die im Vorjahr aufgetretenen Engpässe an den Eingängen zu vermeiden, steht gamescomBesuchern mit Vorverkaufstickets heuer die Halle 11 als persönlicher Zugang zur Verfügung.  www.gamescom.de

Viele Konzept-Updates

© MACOnvention

Wien. Vom 12. bis 14. Oktober darf im Wiener Rathaus ohne politische Konsequenzen gezockt werden. Zum sechsten Mal findet dann die „GameCity“ statt, bei der Familien und Jugendliche drei Tage lang bei freiem Eintritt die neuesten Computer- und Konsolenspiele antesten können. Mehr als 60.000 Besucher pilgerten im vergangenen Jahr auf die GameCity und auch heuer rechnet Paul Pitzer, stv. Geschäftsführer des Veranstalters wienXtra, mit einem weiteren Besucherrekord: „Die ‚Game-City‘ ist mittlerweile eines der wichtigsten Wiener Events im Bereich Jugend und Familien geworden“, sagt er.  www.game-city.at

Hardware-Schwäche

wendig hätte. Auf der Gerüchtebörse wurde die Einführung der Wii U für November in den Raum gestellt, bei Preisen von bis zu 400 €. Übrigens: Auch Microsoft präsentierte keine neue Hardware auf der E3, sondern eine Softwareerweiterung, mit der die XBox 360 mit Smartphones und Tablets zusammenarbeiten kann. Die Leistungsdaten des Geräts hält Microsoft vorerst für ausreichend – jetzt wolle man die Konsole durch neue Software ausreizen. Auch Sony, der dritte im Bunde der Major-Companies, versuchte vorwiegend mit neuer Software für die Playstation 3 Punkte zu sammeln. Abgesehen von dem kürzlich vorgestellten Handheld Playstation Vita ist neue Hardware wie bei Microsoft auch bei Sony vorerst kein Thema. Während Microsoft den Schwerpunkt der Xbox vom Gaming verstärkt ins allgemeine Entertainment verrückt, bleibt Sony bei Spielen. Auffälliges Detail am Rande: bei den Games-Ankündigungen spielte

Fantasy-Meeting in Oberösterreich Treffen der Giganten am Rheinufer

© Game City

Spielstadt Wien

mehr auf die Story ihrer Produkte. Lebendige Beispiele sind beispielsweise „Beyond – two Souls“, „Tomb Raider“, „Crysis 3“ und „Far Cry 3“, die deutlich über den Schießstand hinausgewachsen sind und eine gewisse Tiefe zu bieten haben.

Augmented Reality für die Playstation 3: J.K. Rowlings „Wonderbook of Spells“.

MACOnvention: Wenn Leonding für drei Tage zur Fantasy-Gaming-Zone wird ...

Erstmals widmet die gamescom mobilen Spielen heuer eine eigene Welt als Teil der Halle 10.1. Ähnlich angelegt wie die „online world”, präsentieren in der „mobile gamesworld“ Hardware- und Softwareanbieter aus dem Bereich des mobilen Spielens ihre Produkte und Neuheiten. „Damit werden wir der aktuellen Marktentwicklung gerecht“, sagt Enders. „Mobiler Games Content, sei es

© Chris Haderer

ie jede andere Software sind Computer- und Videospiele immaterielle Güter. Auf Silberscheiben gebrannt wurden sie mangels einer besseren Möglichkeit, sie unter die Leute zu bringen. Nun hat sich durch flächendeckendes Breitband ein neuer Vertriebskanal erschlossen, der dem Fachhandel noch viele schlaflose Nächte bereiten wird. Dass immer mehr Games mit Distributionsplattformen wie „Steam“ oder „Origin“ verknüpft sind oder überhaupt nur in App-Stores gekauft werden können, sägt an einem recht umsatzträchtigen Erwerbsast: Laut Gartner werden mit digitalen Games bis 2015 über 100 Milliarden Euro umgesetzt. Durch die Online-Distribution wird ein Teil des Geldes zwangsläufig in eine andere Richtung fließen, nämlich weg aus der Region, in der gekauft wird, und dorthin, wo die Portale und Studios sitzen. Für Gaming-Inhalte ist Online dennoch die sinnvollste Vertriebsform, schon aus Gründen der Aktualität und kostenpflichtigem Zusatzcontent. Auch wenn der Konsument dadurch letztlich mehr abgezockt wird, so hat er am Ende auch mehr davon. Der lokale Fachhandel wird sich allerdings dringend etwas einfallen lassen müssen, um die Lücken zu füllen, denn der Verkauf von Special Editions an Sammler wird im Beisein der Online-Konkurrenz nicht abendfüllend sein.

Tim Enders, gamescom-Projektleiter.


Ga m i ng & B e t t i ng

Sommer 2012

entertainmentbiz – 75

cybertime Mit dem Jump&Run-Game „crazy Hedge“ hat der Wiener Entwickler cybertime einen Überraschungserfolg auf der iOS-Plattform gelandet

Austro-Igel auf der Überholspur Chris haderer

Wien. Wie sein Kollege „Sonic“ aus dem japanischen Sega-Lager gehört er zur Spezies der Igel; zu den Hedgehogs, und weil er aus Österreich kommt, wird er „Hedgy“ genannt, mit einem kleinen „crazy“ davor. Mehr als 80.000 Mal hat sich „crazy Hedge“ (2,39 € Normalpreis, 0,79 € bei Promotions im AppStore), das erste iOS-Game der Wiener Softwareschmiede cybertime, bisher verkauft. Fast 7.000 Arbeitsstunden sind laut cybertime-Geschäftsführer Raffael Leb bisher in die Entwicklung des Titels geflossen. Fachmagazine bescheinigen dem Tablet- und Smartphone-Spiel durchaus Konsolen-Qualitäten, dementsprechend gäbe es auch schon Nachfragen „prominenter Publisher, die uns gern kaufen würden“. Gegründet wurde cybertime im Jahr 2001 als „klassisches Hinterhofunternehmen“, sagt Leb. Nach einem Jahr konnte Kellys als prominenter Kunde für 3D-Animationen und ein Browser-Game gewonnen werden, woraus „dann unsere drei Standbeine gewachsen sind“, sagt Leb: „Webdienste, 3DAnimationen und Gaming.“

knapp einen Euro teuren Games zu sparen beginnen – während die im PC- und Konsolenbereich mehr als zehnfach höhere Preise anstandslos akzeptiert werden. „Wir haben in Foreneinträgen gelesen, dass viele Leute warten, bis das Game im Rahmen einer Promotion auf 79 Cent gesenkt wird“, sagt Leb.

Wenig Zahlungsfreude Geld macht man mit iOS-Programmen, so Leb, vor allem durch die Menge – und der steht wiederum das Umstand im Weg, dass man als kleiner Fisch unter Millionen im AppStore kaum wahrgenom-

men wird. Das geht nur, wenn man von Apple nach der Aufnahme ins Store-Sortiment oder nach gravierenden Updates gefeatured wird. „Wenn man im Store ganz vorn gereiht oder als Tip vorgestellt wird, gehen die Verkäufe signifikant in die Höhe.“ Vorstellungen in anderen Medien hingegen brächten kaum Wirkung. „Mit ‚crazy Hedge‘ haben wir ein absolutes High-end-Produkt vorgestellt“, ist Raffael Leb vom Zukunftspotenzial des schneidigen Austro-Igels überzeugt. Pläne für ein weiteres Game sind ebenfalls bereits geschmiedet: ein Racer soll es werden, aber kein alltäglicher.  www.cybertime.at

© Chris Haderer

Im „Sonic“-Epigonen stecken mehr als 7.000 Stunden Entwicklungsaufwand.

Raffael Leb, Geschäftsführer der Wiener Gaming-Softwareschmiede cybertime.

Weitere Plattformen Im Gaming-Bereich „haben wir uns den Fokus vorerst auf den iOSMarkt gesetzt“, sagt Leb. Vor knapp drei Wochen erschien mit der Version 2.0 ein umfassendes Update des Österreich-Igels, in „dem wiederum mehr als 1.000 Arbeitsstunden stecken“ und das eine Reihe von interessanten neuen Features bietet, darunter auch eine Anpassung an die aktuelle Hardwaregeneration von Apple. Weitere Versionen von crazy Hedge für PC und Android sind bereits angedacht und in der Pipeline. Am US-Markt hat bereits der Publisher Unity Interesse an crazy Hedge angemeldet und auch mit dem Elektronikhersteller LG gäbe es Gespräche, dessen Smart-TV-Geräte mit dem Game zu bestücken. Zumindest „interessant“ findet Leb den Umstand, dass die Besitzer hochpreisiger Apple-Tablets (zwischen ca. 399 € und 699 €) bei

ANDI HERZOG

HERBERT PROHASKA

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SCHNURRBART © Cybertime

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76 – entertainmentbiz

short

Neue Produkt-Strategie & Umsatzsteigerungen

E n ter ta i n me n t & h a r d wa r e

Sommer 2012

LG Puristisches Outfit und eine Dicke von nur knapp vier Millimeter machen aus dem OLED TV ein optisches Gustostück

OLED: Die unerträgliche Leichtigkeit des Designs

Die dritte Fernsehdimension spielt eine wichtige Rolle im aktuellen Produkt-Lineup des LG-Konzerns. CEO der LG Home Entertainment Company, ausdrückt. Dazu gehört auch der Plan, eine „direkte Verbindung zwischen OLED-TV und LG in den Köpfen der Verbraucher herzustellen und damit frühzeitig unsere Führung im wachsenden OLED-Markt zu festigen“, sagt Kwon. „Der OLED-Fernseher von LG übertrifft jede Erwartung an einen TV – es ist ganz einfach das ultimative Fernsehgerät.“ Preise für den Ultimativen wurden von LG zwar noch nicht genannt; die Einführung auf breiterer Ebene ist für die zweite Jahreshälfte geplant.

München/Wien. „Wir haben unser Unternehmen auf den Prüfstand gestellt, intensiv Stärken und Schwächen analysiert sowie Chancen und Risiken bewertet“, sagt Oliver Seidl, Vorstandsvorsitzende der Loewe AG. „Entstanden ist eine weiterentwickelte Strategie, mit der wir die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt haben.“ Der Start ist vielversprechend: Entgegen dem Markttrend konnten die Hersteller den Umsatz im ersten Quartal 2012 um 8% auf 66,6 Mio. € steigern. Mit zur Strategie gehören die Neustrukturierung des kompletten TV-Sortiments und die Einführung der neuen Produktlinie „Connect ID“ (von 32 bis 46“) im Preissegment ab 1.500 €.  www.loewe.de

Audiohersteller feiert 65-jähriges Jubiläum Wien. Vor 65 Jahren begann mit der Eintragung ins Firmenbuch die österreichische Erfolgsstory der AKG Acoustics GmbH. Die beiden Wiener Rudolf Görike und Ernst Pless gründen am 3. Juni 1947 die Firma „Akustische und Kino-Geräte Gesellschaft mbH“, kurz AKG, 1965 wird der heutige Name AKG Acoustics etabliert. Heute ist AKG Acoustics ein führender Hersteller hochwertiger Kopfhörer, Mikrofone sowie Drahtlosanlagen für professionelle Anwender. AKG ist seit 1993 Teil des Harman International Industries, Inc. Konzerns und vertreibt seine Premium-Produkte in über 140 Ländern weltweit.  www.akg.com/at

© Bang & Olufsen

Wandlautsprecher-Set bekommt Nachwuchs

Die Stablautsprecher versorgen den Raum in einem 180-Grad-Fächer.

Wien. Mit dem „BeoLab 12-2“ hat Bang & Olufsen seinem „BeoLab 12-3“ eine kleinere Variante des Wandlautsprechers zur Seite gestellt. Für 1.420 € liefert die ICEpower-Verstärkertechnologie 320 Watt Klangleistung. Der BeoLab 12-2 kann außerdem auch so montiert werden, dass sich die akustische Linse oben oder unten befindet, um dadurch der für die persönliche Sitzposition optimalen Höhe möglichst nahezukommen.  www.bang-olufsen.com

Smart in drei Dimensionen Weil im smarten TV ohnehin ein Dual Core-Prozessor werkt, stehen auch etwa 1.200 Apps mit Premium Content Services zur Verfügung, darunter LGs hauseigene 3D World. Per Smart Share-Funktion kann auch auf Inhalte zugegriffen werden, die sich auf externen Geräten wie Laptops, Mobiltelefonen, TabletRechner und USBSticks befinden. Umgekehrt stellt Smart Share Plus auch eine ScreenShare-Funktion bereit, mit der sich TV-Inhalte per WLAN auf externe Wiedergabegeräte (z.B. Smartphones und Tablet-PCs) streamen und dort betrachten lassen. Auch an den 3D-Features des Geräts, die mit batterielosen 3D-Brillen zusammenarbeiten, wurde heftig herumgeschraubt. Die „3D Depth Control“ erlaubt beispielsweise den Nutzern die individuelle Anpassung der Tiefenwirkung durch Einstellung des Abstands zwischen den Objekten

Neue Qualitätsära Mit dem OLED TV will LG in eine neue Ära „überragender Bildqualität und des puristischen Designs für Fernsehgeräte“ durchstarten, wie es Havis Kwon, President und

© LG

Loewe Connect ID: gehobenes Fernsehen mit Designanspruch.

Wien. Er ist zwar nicht die Neuerfindung des Fernsehens, aber doch eines der dünnsten Fernsehgeräte der Welt. Mit knapp 4 mm Tiefe ist der „3D OLED TV“ von LG dünner als viele Bilderrahmen, bei einer Diagonale von immerhin 55“. Ausgestattet ist das Gerät, das Anfang Juni in Europa vorgestellt worden ist, nicht mit der mittlerweile gängigen LED-Technologie, sondern mit einem OLED-Screen. Organische Leuchtdioden unterscheiden sich von ihren anorganischen Verwandten durch einen geringeren Stromverbrauch; darüber hinaus sind keine kristallinen Materialien notwendig, sodass ihr Einsatz auch in Richtung biegsamer Bildschirme überlegt wird. Tatsächlich klingen die Eckdaten des LG-Bildschirms nach Superlativen: Allein die Wiederholrate liegt bei 0,02 Millisekunden, was etwa 1.000 Mal schneller ist als die von konventionellen Displays, wodurch BleedingEffekte bei schnellen Bildern eigentlich der Vergangenheit angehören sollten. Zusätzlich verwendet LG im OLED TV eine 4 Color-Pixel-Technologie, die den drei Primärfarben ein weißes Sub-Pixel bemischt, um eine verbesserte Darstellung aus verschiedenen Blickwinkeln zu gewährleisten.

Der OLED TV von LG: Dank organischer Dioden­ technik bringt er es auf eine Wiederholrate von sagenhaften 0,02 Milli­ sekunden.

auf dem Bildschirm. Damit können Zuschauer die 3D-Wiedergabe auf ihre persönlichen Sehgewohnheiten abstimmen. Für die plastische Darstellung von „flachen“ Filmen sorgen ein 2D-zu-3DKonverter und die sogenannte FPR-Technologie (Film Pattern Retarder).

Cinema 3D mit Smart TV Überhaupt spielt die dritte Fernsehdimension eine wichtige Rolle im Lineup des Unternehmens: nicht umsonst lautet die Botschaft „3D = LG“, mit einer Palette von Cinema 3D Smart TVs (zu denen auch

der OLED TV gehört) bis zu UD 3D TVs (Ultra Definition). Letztere sollen im vierten Quartal in ausgewählten Regionen auf den Markt kommen und Cinema 3D mit Smart TV und UD-Auflösung verschmelden. UD-Panels erzeugen mit 8 Mio. Pixeln immerhin eine viermal höhere Auflösung (3.840 x 2.160) als konventionelle Full HD TV Panels, was das „intensivste 3DErlebnis bietet, das derzeit außer­ halb eines Kinosaals verfügbar ist“, sagt Havis Kwon.  www.lg.com/at

Area52 Nach umfangreichen Umbauarbeiten hat der Hauptstandort des österreichischen eSport-Verbands wieder geöffnet

Gaming Lounge & eSport-Trainingszentrum Wien. Das legendäre „Area51“ in der Wüste von Nevada bedarf eigentlich keiner Vorstellung mehr: Spätestens seit den „X-Akten“ weiß man, dass dort Aliens ein- und ausgehen und an außerirdischer Technologie herumgebastelt wird. Ähnliches wird oft auch bezüglich des etwas zentraler in Wien-Floridsdorf gelegene „Area52“ vermutet, auch wenn es dort in Wahrheit weitaus irdischer zugeht: Die in Österreich einzigartige GamingLounge hat nach einer längeren Überholungs- und Rennovierungsphase Mitte Juni wieder ihren Betrieb aufgenommen.

zügige Gamingräume mit über 20 Personal Computern und 40 Konsolen-Geräten bereit. Dazu gehören auch zwei barrierefreie GamingPlätze sowie ein rollstuhlgerechter Zugang. In Ausstattungsfragen arbeitet Area52 mit Sponsoren zusammen, DiTech, Logitech, Asus, Cooler Master, Ubi­soft, Electronic Arts, Microsoft und Sony.

Internationaler Vergleich

© Area52

© Loewe

chris haderer

Will elektronischen Sport fördern: esvö-Präsident und Area52-Leiter Stefan Baloh.

Barrierefreies Gaming „Mit Unterstützung des Bundesministeriums (BMWFJ) sowie der Stadt Wien (LaJu) wurde ein modernes Jugendlokal geschaffen, das alle Wünsche von PC- und Konsolenspielern erfüllt“, sagt Jugendstadtrat Christian Oxonitsch. „Die Location bietet soziales und vor allem barrierefreies Gaming für Jugendliche. Dieses Konzept ist österreichweit einzig-

artig und findet in dieser Form nur in Wien statt.“ Was im Jahr 2003 mit LAN-Parties begann, hat sich mittlerweile als Trainingszentrum für elektronischen Sport und auch als Hauptstandort des österreichischen eSport-Verbands (esvö) etabliert. „Wir sehen es als unsere Aufgabe, den elektronischen Sport in all seinen Bereichen zu unterstützen, die bereitstehenden Mittel best-

möglich zu nutzen, diese zu koordinieren und Maßnahmen gegenüber der Gesellschaft und der Politik zu vertreten“, sagt esvö-Präsident und Area52-Leiter Stefan Baloh. „Die ‚Area52‘ bietet uns die optimale Plattform, um nicht nur Turniere oder Veranstaltungen abzuhalten, sondern auch Raum für Aufklärung gegenüber Eltern und Familien zu bieten.“ Auf insgesamt 210 m� stehen im Area52 zwei groß-

„Wien braucht im Bereich ‚Gaming‘ und ‚eSport‘ den internationalen Vergleich nicht zu scheuen“, sagt Oxonitsch. „Unsere Tope-Sportler können hier einige großartige Erfolge vorweisen. Games gehören für Kinder und Jugendliche zur Lebensrealität. Mir ist es deshalb wichtig, dass alle Kinder und Jugendliche Zugang zu Computer- und Konsolenspielen haben. Die Area52 bezieht nicht nur Experten, sondern auch Pädagogen und Eltern mit in ihre Arbeit ein, um ein möglichst hohes Niveau in der Betreuung und Ausbildung zu garantieren.“  www.area52.at


Sommer 2012

G a m i ng & B e t t i n g

entertainmentbiz – 77

Wettpunkt Der Wettanbieter will dieses Jahr österreichweit eine massive Expansion und sieht sich schon jetzt als Nummer eins am heimischen Markt

„Wir wollen nachhaltig wachsen“ medianet entertainmentbiz im Gespräch mit Marketingleiter Arang Rezayati. Wien. Wettpunkt ist weiter auf Erfolgskurs – gemäß dem Slogan „Mehr Sport, mehr Live, mehr Angebot“ setzt der Wettanbieter seine Expansion konsequent fort. Wie dabei die Verpflichtung von Herbert Prohaska und Andreas Herzog als Testimonials helfen soll, erklärt Wettpunkt-Marketingleiter Arang Rezayati im Gespräch mit medianet entertainment. medianet: Herr Rezayati, mit Herbert Prohaska und Andreas Herzog konnten Sie zwei dicke Fische an Land ziehen – was erhoffen Sie sich von den beiden Testimonials? Arang Rezayati: Ganz klar, dass sie unseren Bekanntheitsgrad steigern. Die beiden kennt in Österreich jeder Sport- bzw. Fußballfan; sie vermitteln mit Bodenständigkeit einen entscheidenden Wert, den wir auch leben. Zudem gelten sie als Experten in ihrem Fach und sollen uns so – etwa über Kundenveranstaltungen – auch helfen, mehr Kunden in die Filialen zu bekommen und damit langfristig Marktanteile zu gewinnen.

„Wir verfolgen mehrere Filialkonzepte und können damit auf die Gegebenheiten und Potenziale in verschiedenden Regionen reagieren.“ Arang Rezayati, wettpunkt

medianet: Das sind hehre Ziele … Rezayati: … die wir aber sicher sind, erreichen zu können – auch, weil bei uns derzeit alle Zeichen auf Wachstum stehen. Wir planen heuer österreichweit noch eine massive Erweiterung des Filialnetzes. medianet: Welche Rolle spielt ‚Wettpunkt‘ damit am Markt? Rezayati: Wir verstehen uns schon jetzt als Nummer eins bei Sportwetten in Österreich, wollen aber trotzdem weiter zulegen. medianet: Setzt man bei dieser Expansionsstrategie vornehmlich auf Städte oder ländliche Regionen? Rezayati: Sowohl als auch. Wir verfolgen mehrere Filialkonzepte und können damit auf die Potenziale und Gegebenheiten in verschiedenen Gebieten reagieren. So stellen wir sicher, dass wir stets mit dem passenden Angebot am richtigen Markt sind und Kunden langfristig überzeugen können.

Wettpunkt-Marketingleiter Arang Rezayati sieht Wettpunkt „stark wachsen“.

medianet: Welche Rolle spielen ­ abei die ‚Mega Wettpunkt‘-Filiad len? Rezayati: Eine ganz wichtige; damit wollen wir auch abseits unserer Sportwetten Kunden ansprechen. Wir betonen damit stärker die soziale Komponente, bieten mit einem Haubenkoch Essen der Spitzenqualität und legen großen Wert auf eine gemütliche Wohlfühlatmosphäre. medianet: Wettpunkt setzt neben der Wachstums- also auch bereits auf die Qualitätsschiene? Rezayati: Seit Bestehen des Unternehmens wurde schon immer

größter Wert auf perfekt geschulte Mitarbeiter gelegt. Ganz nach unserem Motto ‚Mehr Spor, mehr Live, mehr Angebot‘ optimieren wir laufend unser Serviceangebot und setzen zudem auf die neuesten Technologien wie unter anderem Sportwettenterminals. medianet: Das Angebot an entsprechenden Terminals wird also weiter ausgebaut? Rezayati: Definitiv. Wir wollen weiter wachsen und dabei spielt die modernste Art der Sportwettenabwicklung für unseren Expansionskurs eine wichtige Rolle.  www.wettpunkt.com

© Wettpunkt (2)

Jürgen Zacharias

Andreas Herzog und Herbert Prohaska werben nun für den heimischen Wettanbieter.


t o n t r ä g e r & ko n z e r t

78 – entertainmentbiz

short

Viva sagt den „Comet“ für das Jahr 2012 ab

Sommer 2012

Bitkom-Studie 47 Prozent aller Internetnutzer holen sich einer aktuellen Studie zufolge ihre Musik bereits legal aus dem Netz

Die Hälfte der deutschen User bezieht Musik legal

© Wikimedia

Kostenlose Streamingdienste sind die beliebtesten Angebote, aber jeder neunte zahlt auch bereits. Alexandra Binder

Baden-Baden. ‚Comet‘, der seit 1995 verliehene deutsche Musikpreis, wird 2012 zum zweiten Mal nicht stattfinden. „Es wird keinen ‚Comet‘ geben”, bestätigte ein Sprecher des veranstaltenden Senders VIVA, der die Preisvergabe 2006 schon einmal hatte ausfallen lassen. Stattdessen würde man nun die ‚European Music Awards (EMA)‘, die der VIVA-Schwestersender MTV veranstaltet, in den Vordergrund rücken. Die EMA sind eine internationale Veranstaltung, während der Comet ein rein deutschsprachiger Branchenpreis ist. Offiziell begründet VIVA-Mutterfirma Viacom die Aussetzung damit, dass die EMA in diesem Jahr in Deutschland, Frankfurt am Main, stattfinden.

Japan verabschiedet Anti-Piraterie-Gesetz Tokio. In Japan wurde vor einigen Tagen ein AntipiraterieGesetz verabschiedet. Internetnutzer, die raubkopierte Inhalte herunterladen, müssen nun mit bis zu zwei Jahren Gefängnis und/oder einer Geldstrafe von umgerechnet knapp 20.000 € rechnen. Diejenigen, die raubkopierte Spielfilme oder Musikdateien ins Web hochladen, erwarten noch härtere Maßnahmen; für sie sieht das Gesetz eine Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis beziehungsweise 100.000 € vor.

Spotify bringt RadioApp auf iOS-Geräte

Berlin. Insgesamt beziehen 47% aller deutschen Internetnutzer legal Musik aus dem Web. Das sagt eine eben veröffentlichte Studie des dortigen Hightech-Verbands Bitkom, die auf Europa umlegbar ist. Dieses Ergebnis heißt übersetzt: Die Verfügbarkeit attraktiver

„Die Zahl legaler Gratisangebote wächst, teils auch durch von Nutzern eingestellte Inhalte auf großen Web-Plattformen.“ Dieter Kempf, Bitkom

© Datev

„Scooter“ auf dem „Viva Comet ’10“: Event ist vorerst Vergangenheit.

Bitkom-Präsident Dieter Kempf ist sicher: „Innovative Streamingdienste machen den Online-Musikmarkt immer attraktiver.“

Online-Angebote zur legalen Nutzung hat zugenommen. Kostenlose Streaming-Dienste sind dabei die beliebtesten Angebote, aber bereits jeder neunte Internetnutzer bezahlt auch für Songs aus dem Web.

Bitkom hohes Wachstumspotenzial. Streaming bedeutet, dass die Musikdateien nicht dauerhaft auf dem PC des Nutzers gespeichert, sondern via Internet nur dort abgespielt werden, wobei auch Services existieren, die Möglichkeiten zum Zwischenspeichern für die Dauer eines Abonnements bieten.

In: Entgeltfreies Streamen Demnach nutzen 41% aller Onliner entgeltfreie Streaming-Dienste wie YouTube oder Internetradios zum direkten Anhören von Musik. Immerhin zehn Prozent der Internetnutzer kaufen Musik auf Download-Plattformen, und bislang knapp drei Prozent geben Geld für kostenpflichtige StreamingDienste aus, wie sie unter anderem von Simfy oder Spotify angeboten werden. In diesem Bereich sieht

Nutzer sorgen für Wachstum Bitkom-Präsident Dieter Kempf gibt sich erfreut: „In den vergangenen Jahren hat der OnlineMusikmarkt deutlich zugelegt“, sagt er. Beigetragen hätten dazu günstige Angebote für Songs wie auch die Zahl legaler Gratis-Angebot, die wachse, teils durch von Nutzern eingestellte Inhalte auf

großen Web-Plattformen. Kempf weiter: „Zudem machen innovative Streaming-Dienste den OnlineMusikmarkt immer attraktiver.“ Die Angaben basieren übrigens auf einer repräsentativen Erhebung des Instituts Aris im Auftrag der genannten Bitkom. Befragt wurden über 1.300 Personen ab 14 Jahren in Deutschland, darunter 1.000 Internetnutzer.

50% nutzen legale Angebote Die Zahlen bedeuten freilich auch: Der Anteil der Nutzer legaler Angebote liegt immer noch unter 50%. Wobei das allerdings wiederum nicht heißt, dass alle anderen rechtswidrig Musik aus dem Internet beziehen. Tatsächlich

handelt es sich größten Teil um User, die das Netz bisher nur in eingeschränktem Umfang nutzen, beispielsweise nur E-Mails bearbeiten oder sich bei Textangeboten informieren.

Bitkom Der Bitkom vertritt mehr als 1.700 Unternehmen, davon über 1.100 Direktmitglieder mit 135 Mrd. € Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Nahezu alle Global Player sowie 800 Mittelständler und zahlreiche gründergeführte Unternehmen werden durch Bitkom repräsentiert. Dazu zählen Anbieter von Software & IT-Services, Telekommunikations- und Internetdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien.  www.bitkom.org

Portfolioerweiterung AWD-Gründer Carsten Maschmeyer kaufte Anteile eines chinesischen Apple-Konkurrenten

Die Spotify Radio-App gibt es ab sofort auch für Apples iOS-Geräte.

Bottrop. Spotify bietet in seiner iOS-App nun auch die Möglichkeit, Radio-Streams zu erstellen. Das Feature bleibt allerdings vorerst nur US-amerikanischen Smartphone- und Tablet-Besitzern vorbehalten. Die US-Amerikanischen User können mit Künstlern, Alben, Songs und Spotify-Playlisten einen Radio-Stream erstellen und diesen unterwegs hören. Naturgemäß ist auch SocialMedia ein großes Thema. Die selbst erstellten Radio-Stationen und Playlisten können über das Soziale Netzwerk Facebook geteilt werden; hier finden sich dann auch die Streams von Freunden, die per Klick zu den eigenen Stationen hinzugefügt werden können.

Peking. Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer, bekannter als AWDGründer, beteiligt sich via seiner Investmentgesellschaft Alstin mit einem Millionenbetrag an der chinesischen E-Commerce Plattform 88tc88. Damit hält Alstin nach erfolgter Kapitalerhöhung einen signifikanten Anteil am Stammkapital des chinesischen iTunes-Konkurrenten mit Sitz in Berlin und Peking. 88tc88 bietet westliche Musiktitel, Songtexte, Spiele, Ebooks und Apps zum kostenpflichtigen Download in China über die angeschlossene B2C-Plattform PaiShou88 an.

etablierter Zertifizierungsprozesse mit den chinesischen Zulassungsstellen und seiner herausragenden Technik hat die Plattform beste Voraussetzungen, sehr schnell ein bedeutendes Musik- und App-Portal in China zu werden.”

Wachstumspotenzial Alstin sieht in dem Investment naturgemäß die Chance, am en-

or-men Wachstumspotenzial des chinesischen E-Commerce-Markts teilzuhaben. „‚PaiShou88‘ richtet sich an 350 Millionen junge Chinesen und bedient deren starke Nachfrage nach digitalen westlichen Medien. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir insbesondere dank Sozialer Netzwerke schnell an Popularität gewinnen wird”, so Alstin-Geschäftsführer Jörg Goschin. Maschmeyer selbst hat „vollstes

Content vorhanden Das Unternehmen hat bereits zahlreiche Content-Vereinbarungen mit Musiklabels, Künstlern und Distributoren geschlossen. Obwohl in China eine große Nachfrage nach westlichen Songs und Texten besteht, ist der chinesische Markt von westlichen Content-Anbietern bisher kaum erschlossen. 88tc88-GF Thomas Reemer ist überzeugt: „Aufgrund

Vertrauen in das hochmotivierte Team um Thomas Reemer“ und erwartet, „88tc88 als führende Distributionsplattform für westlichen Content in China zu etablieren“. Das in dieser Finanzierungsrunde eingesammelte Kapital will 88tc88 für den Ausbau des chinesischen Vertriebsteams sowie des operativen Geschäfts nutzen. Nach dem in Kürze stattfindenden SoftLaunch soll der chinaweite Rollout der B2C-Plattform PaiShou88 noch in diesem Jahr stattfinden.

88tc88 GmbH

© carsten-maschmeyer.de

© apfeltech.net

Maschmeyer steigt beim iTunes-Rivalen ein

C. Maschmeyer initiiert eine Distributionsplattform für westlichen Content in China.

88tc88 ist eine Web-Plattform zur legalen Vermarktung von westlichen Musiktiteln, Songtexten, Spielen und Apps in China. Das Unternehmen ist vom chinesischen Ministry of Culture zertifiziert, westliche Inhalte selbstständig freizugeben, an chinesische Standards anzupassen und über die Vertriebsplattform Paishou88 in China anzubieten. Seit Gründung in 2010 hat 88tc88 Verträge mit den großen chinesischen Mobilfunkanbietern, wichtigen chinesischen InternetPortalen sowie zahlreichen Musiklabels geschlossen.  www.88tc88.com


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Sommer 2012

entertainmentbiz – 79

EVVC Der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren wird sich in seiner Jahreshauptversammlung u.a. mit der geplanten Tarifreform beschäftigen

Gema: Veranstalter wehren sich Alexandra Binder

Bad Homburg. Gerade noch sprach Joachim König, Präsident des europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren, im Hinblick auf die Gema-Tarifreform 2013 von „einem Thema, das eine weitere unerfreuliche Dynamik erfährt“. Warum die Freude darüber bei den Veranstaltern nicht gerade groß ist, auch damit hielt er nicht hinter dem Berg: „Ball- sowie Unterhaltungsveranstaltungen allgemein werden exorbitante Gebührenerhöhungen erfahren.“ Zum Teil sehr komplizierte prozentuale Zuschläge für bestimmte Veranstaltungsarten würden nicht zur angekündigten Vereinfachung und Ausgewogenheit führen, „sondern schlicht und ergreifend zu extremen Verwerfungen, die kaum noch in den Veranstaltungsbudgets darzustellen sein dürfte“, so König, der jetzt zu einem besonde-

Aktion Anonymus vs. Gema

Hackerangriff

Berlin. Das Hacker-Kollektiv Anonymous musste einen Rückschlag hinnehmen. In den Wohnungen von über 100 deutschen Mitgliedern und Sympathisanten wurden vom Bundeskriminalamt Computer und Material beschlagnahmt. Ziel: Internet-Nutzer, die sich im Dezember an einer kollektiven Anonymous-Attacke auf die Musikrechte-Verwertung Gema beteiligt hatten. Das bestätigte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt der Welt Online. Die lose organisierten Anonymous-Sympathisanten hatten eine koordinierte DDOS-Attacke gegen die Gema gestartet – dazu nutzen alle Angreifer gleichzeitig die volle Kapazität ihrer Internetanschlüsse, um die Server des Ziels mit Tausenden gleichzeitigen Anfragen zu überlasten.

ren Hilfsmittel greift: einer Petition gegen diese Tarifreform. Die Mitglieder sollen möglichst viele Einzelpersonen davon überzeugen, zu unterzeichnen, besonders Gäste und Eventbesucher: „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass jetzt die Zeit ist, öffentlich auf das Problem aufmerksam zu machen. Besucher und Nutzer sollten wissen, dass sich das kulturelle Angebot massiv verändern wird, wenn die GEMA ihre Pläne realisieren kann.”

Gebührenvielfalt fällt Zwei Tarife für Livemusik und für Tonträgermusik sollen künftig ins-

gesamt elf Tarife ersetzen. Damit, so König, ginge ein großer Teil der mit diesen unterschiedlich gestalteten Tarifen erzielten Einzelfallgerechtigkeit verloren. Betroffen sind alle Events, in denen Musik live oder von Tonträgern, etwa CD, DVD, PC, Laptop usw., gespielt wird, z.B. bei Ü-30-Parties, Tanzveranstaltungen, den erwähnten Bällen, Galas oder Silvesterfeiern, aber auch Straßenfeste. Letztere hätten durch ein aktuelles BGH-Urteil schon jetzt eine Vervielfachung der Lizenzgebühren zu verkraften. www.openpetition.de/petition/ online/gegen-die-tarifreform2013-gema-verliert-augenmass

© Messe Berlin

Der EVVC geht via Petition gegen die geplante Tarifreform an die Öffentlichkeit.

Joachim König zieht gegen die Gema und ihre Vorstellungen in den Kampf.

Verlassen Sie sich nicht auf den Weihnachtsmann… … setzen sie lieber auf das Christkind@umusic.com

Exempel Kramm probiert’s

„Ohne Gema“

Berlin. Bruno Kramm, Pirat und Musikproduzent, will zeigen, dass es auch ohne eine Verwertungsgesellschaft geht. In der Kolumne „Kramms Hits“ für „faz.net“ stellt er 14tägig fünf Titel vor, die es legal im Netz gibt. Kramm: „Wer heute mit wahnwitzigen Schöpfungen ein Zuhause sucht, findet im Internet nicht nur unendliche Möglichkeiten, seine Werke einem weltweiten Publikum vorzustellen, sondern auch Optionen der Finanzierung und langfristigen Auswertung.“

© Wikimedia

Keine einfallslosen Weihnachtsgeschenke mehr? Schenken Sie Ihren Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern dieses Jahr ein Präsent, das echte Freude bereitet. Universal Music hilft bei der Zusammenstellung einer CD mit Musik nach Wahl und Covergestaltung nach Wunsch. Mit dem Christkind telefonieren? Geht: +43 1 811 21 119

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Bruno Kramm: Musik-Enfant Terrible und Mitglied der Piratenpartei. Universal_Xmas_216x288_Medianet_RZ.indd 1

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Paris. Deezer hat seinen Streaming-Dienst in 35 lateinamerikanischen Ländern an den Start gebracht. Angestrebt ist eine Verfügbarkeit des Dienstes in 200 Ländern. Erst im März ging der Dienst auch in Osteuropa an den Start. Deezer ist dann der einzige Streaming-Dienst in den lateinamerikanischen Ländern, der in Facebook integriert ist. Derzeit ist Deezer in 49 Ländern mit 18 Mio. Songs im Repertoire verfügbar.  www.deezer.com

© EPA

Virtuelles Comeback für den „King of Pop“

Auferstehung der Toten: Michael Jackson entert die Leinwand wieder.

Los Angeles. Der König ist tot, lang lebe der König: Anlässlich des dritten Todestages von Michael Jackson, gern mit „King of Pop“ tituliert, starten seineBrüder Jackie, Jermaine, Tito und Marlon werbewirksam die „Unity“-Tour. In ingesamt 25 Konzerten sollen Hits wie „I‘ll be there“ oder „ABC“ gespielt werden, der tote Michael soll dabei als „Backgroundtänzer“ fungieren: Aufnahmen von ihm werden während der Show auf einer Riesenleinwand gezeigt. Der jüngste der Jackson-Brüder hatte seine Karriere 1966 als Mitglied der populären Familien-Band Jackson Five begonnen. 2009 starb der Popstar im Alter von 50 Jahren an einer Überdosis des Betäubungsmittels Propofol. Damals plante er gerade eine Reihe von Comeback-Konzerten in London. „Michael hat mir gesagt, dass er will, dass wir alle wieder singen. Er will, dass die Legende lebt“, so sein Bruder Jermaine der Bild-Zeitung gegenüber.

© EPA

Echo Jazz: Dritte Auflage für den Musikpreis

Schauspielerin und Musikerin J. Ta­ ba­tabai: beste Sängerin national.

Dresden. Zum dritten Mal ging kürzlich die Verleihung des „Echo Jazz“ über die Bühne. Mit Fokus über die Jazzszene hinaus zählten zu den heurigen Preisträgern neben Entertainer und Chansonnier Götz Alsmann etwa Musikerin Jasmin Tabatabai oder Cassandra Wilson. Zum „Bestseller des Jahres“ wurden Wynton Marsalis&Eric Clapton gekürt. Moderiert wurde die Show von Dieter Moor, als Liveacts holte man die Award Winner Kurt Elling oder das Tingvall Trio.  www.echojazz.de

„Radikal überzogene ­Preise werden bestraft“

oeticket-Geschäftsführer Andreas Egger: „Regionale und saisonale Schwankungen in allen Segmenten“. „Ein immer größerer Teil des Geschäfts wird von sehr gro­ßen Events dominiert“, skizziert oeticket-GF Andreas Egger.

eva kaiserseder

Wien. Das Tonträgergeschäft geht seit geraumer Zeit krachen, das Geschäft mit Konzert- und Eventtickets hingegen boomt – so könnte man es derzeit auf den Punkt bringen. medianet im Gespräch mit Andreas Egger, Geschäftsführer bei oeticket, über diese und andere Entwicklungen im Musikbiz.

Ist das Klassiksegment ähnlich wie bei den Tonträgern Umsatzbringer? Egger: Das Klassikpublikum ist in den letzten Jahren sehr rasch sehr mündig geworden. Viele Leute entscheiden sich spontan, es gibt auch immer weniger Leute, die ausschließlich Klassik oder ausschließlich Pop/Rock hören wollen. Wir würden uns freuen, mit allen großen Klassikhäusern gemeinsam an neuen Verkaufs- und Marketingstrategien arbeiten zu können. Das ist allerdings nicht immer einfach, da es viele traditionelle Strukturen zu überwinden gilt.

medianet: Wie hat sich das Livegeschäft hierzulande die letzten Jahre verändert? Andreas Egger: Wir sehen eine gewisse Polarisierung in der Größenordnung bei Pop und Rock, also entweder Mega-Shows oder auf Clublevel bis zu ca. 2.000 Leuten. Gleichzeitig wird es immer populärer, zu Live-Events zu gehen, in allen Altersgruppen und allen Segmenten. Die Veranstalterszene hat sich professionalisiert und stabilisiert. Festivals haben sich in den letzten Jahren als Präsentationsbühnen auch für neue, noch kleine Acts etabliert. medianet: Wie nehmen Sie diese Veränderungen international wahr? Stichwort Stadionrock, Festivals und Megaevents? Egger: Ein immer größerer Teil des Geschäfts wird von sehr großen Events dominiert. Daneben gibt es eine lebendige Clubszene mit vielen neuen interessanten Acts.

© Christoph H. Breneis

Streamingdienst Deezer startet in Lateinamerika

Livebiz Megaevents dominieren das Geschehen; im Klassiksegment gilt es, mit traditionellen Strukturen zu brechen

nicht bereit, unbeschränkt mehr für Tickets auszugeben; radikal überzogene Preise werden mit Konsumverzicht sofort bestraft.

medianet: Warum sind Konzerttickets trotz der stark gestiegenen Preise so begehrt? Wo liegt der Reiz für den Konsumenten? Egger: Das Live-Erlebnis ist unverwechselbar und unkopierbar. Ich kann mir denselben Künstler, dasselbe Stück, fünfmal ansehen – es wird trotzdem jeden Abend anders sein. Die Konsumenten sind aber

medianet: In welchem Segment merken Sie die größten Zuwächse bzw. Rückgänge? Egger: Es entwickeln sich alle Segmente positiv. Was es gibt, sind regionale und saisonale Schwankungen. Es kann z.B. einmal ein bestimmtes Festival ein Jahr besser

und im nächsten Jahr schlechter gehen, sowohl im klassischen wie auch im populären Segment. Beim Sport ist es natürlich in erster Linie von der Leistung der Sportler abhängig – wobei wir es z.B. im Fußball geschafft haben, gemeinsam mit dem ÖFB eine treue Fangemeinde für die Ländermatches aufzubauen. medianet: ‚oeticket Klassik‘ gibt es seit mittlerweile drei Jahren.

medianet: Oft wird die hohe Marktkonzentration bei den Ticketsellern kritisiert und die Diversität in Sachen Musik, die darunter leiden würde. Wie nehmen Sie diese Problematik in Österreich wahr, nachdem oeticket ja großteils zur CTS Eventim gehört? Egger: Dass die Diversität in Sachen Musik unter einer Marktkonzentration von Ticketsellern leiden würde, kann ich nicht sehen. Wir verkaufen jedes Jahr Tickets für ca. 25.000 Veranstaltungen, das ist schon recht divers. Im Gegenteil, die große Anzahl von unterhaltungs- und kulturinteressierten Kunden, die oeticket. com hat, hilft vielen auch jungen, neuen, kleinen Veranstaltern und Künstlern, neue Käuferschichten zu erschließen. Wir fördern mit dem von uns gestifteten Preis ‚Appassionato‘ außerdem auch ­j edes Jahr mehrere Veranstaltungs-Initiativen.  www.oeticket.com

Donauinselfest Ingesamt 3 Mio. Besucher an drei Tagen; Ausweitung ist für das Jubiläumsevent 2013 kein Thema

Programminvestitionen hui, Feuerwerk pfui Wien. „Das 29. Donauinselfest hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen“, so Projektleiter Sascha Kostelecky, als die Bilanz des heurigen Donausinselfestes präsentiert wurde. In Zahlen: Rund drei Mio. Besucher wurden auf allen Inseln gezählt, als am besten besuchter Tag galt diesmal der Sonntag mit 1,2 Mio. Besuchen, was laut Veranstaltern eher unüblich ist. Einzig die abendliche Regenfront, die das Spektakel etwa auf der FM4-Bühne während dem Auftritt der „Stereo MCs“ unterbrach, war ein Wermutstropfen. Vor allem die Acts auf der Wien Energie/Radio Wien/ Hitradio Ö3 Fest-Insel seien Publikumsmagneten gewesen, nebst dem schon traditionellen Familien-, Sport- und Kinderprogramm.

parteisekretär des Veranstalters, der SPÖ-Wien, Christian Deutsch, kürzlich im APA-Interview. Eine vage Vorausschau auf diverse mögliche Änderungen gab es bereits; so könnte man eventuell Adaptionen bei der Anzahl bzw. der Struktur der Bühnen in Betracht ziehen. Was sich eher nicht maßgeblich ändern wird, ist die Größe der Inselparty, so Deutsch: „An eine Ausweitung denken wir nicht“,

betonte er. Vor allem den Teil des 20. Bezirks rund um die Milleniums-City, der früher einbezogen worden war, habe man schon vor längerer Zeit zurückgenommen. Diesen Bereich wieder zu bespielen, daran denke man explizit nicht. Allzu detaillierte Infos wollte Deutsch allerdings noch nicht preisgeben. Unwahrscheinlich ist jedoch, dass es zum runden Geburtstag wieder ein Feuerwerk geben

Adaption bei Bühnenstruktur Die Planungsarbeiten für das Donauinselfest 2013 – die Jubiläumsausgabe zum 30. Geburtstag – werden übrigens bald starten; im Sommer wird eine Arbeitsgruppe das Konzept für den Event entwerfen. Das berichtete der Landes-

© APA/Georg Hochmuth

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Der Austrofred alias Franz Adrian Wenzel war einer der Headliner auf der FM4-Bühne.

könnte, bis vor einigen Jahren immerhin das Highlight des Inselfest-Samstags: „Wenn ich abwägen muss, ob ich Geld in die Luft schießen will oder ob ich ins Programm investiere, würde ich mich eher für das Programm entscheiden“, so Deutsch dazu sehr deutlich.

4,2 Mio. Festbudget Die Gestaltung des künstlerischen Parts lässt er für das kommende Jahr noch offen, es solle aber ein „musikalischer Querschnitt durch die vergangenen 30 Jahre“ geplant sein. Ein Fixstarter steht allerdings schon fest: Nach der heurigen Absage wird sich Volksmusik-Star Andreas Gabalier 2013 definitiv auf der Donauinselfest-Bühne blicken lassen. Die weitere Programmgestaltung wird wohl selbstredend auch vom Budget abhängen – heuer waren 4,2 Mio. € dafür veranschlagt, eine Summe, die es vermutlich auch nächstes Jahr brauchen wird. Von Kürzungen geht Deutsch in diesem Fall nicht aus.  www.donauinselfest.at


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Urheberrecht Der vom Wirtschafts- und Technologieministerium initiierte Wirtschaftsdialog hinterließ bei der Kreativwirtschaft schalen Nachgeschmack

Weiter ungehindertes Wildern eva kaiserseder

Berlin. Urheberrechtsverletzungen im Netz einzudämmen – das galt als übergeordnetes Motto des „Wirtschaftsdialogs für mehr Kooperation bei der Bekämpfung der Internetpiraterie“. Die Veranstaltung wurde vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) schon 2008 etabliert und hat heuer mit prominenten Teilnehmern wie Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Staatssekretär Hans-Otto Joachim (BMWi) große Erwartungen bei den teilnehmenden Interessensvertretern geschürt. Laut gemeinsamer Presseaussendung zeigen sich allerdings unter anderem die Verwertungsgesellschaft GEMA, der Bundesverband Musikindustrie (BMVI) oder die VUT (Verband unabhängiger Musikunternehmer) mit den Ergebnissen unzufrieden,

diese seien „mager“. Grundsätzlich seien zwar die Bemühungen zur Förderung der Akzeptanz des geistigen Eigentums in der digitalen Welt „begrüßenswert“ – ohne ein begleitendes „umfassendes Maßnahmenpaket“ aber nicht effektiv genug. Konkret wird bemängelt, dass die Regierung nicht auf das Problem von Urheberrechtsverletzungen seitens Filehoster- und Streaming-Dienste eingeht, lediglich Maßnahmen im Bezug auf P2P-Netzwerke seien überlegt worden; hier will das Justizministerium noch bis zur Sommerpause Vorschläge zur Verbesserung des Auskunftsanspruches bringen.

„So können illegale Geschäftsmodelle weiterhin ungehindert florieren. Das ist tragisch, angesichts der zahlreichen Vorschläge, die die Kreativwirtschaft in den letzten vier Jahren auf den Tisch gelegt hat“, kommentiert Manuela Stehr, Präsidentin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO).

Begriffspräzisierung nötig Zusätzlich wird vom BMWi eine Selbstverpflichtung der Werbewirtschaft angestrebt, die sich zum Ziel gesetzt hat, Werbung auf Internetportalen mit illegalen Inhalten zu verhindern. Damit soll professionell

organisierten Urheberrechtsverletzern die finanzielle Basis entzogen werden. Eine Präzisierung des Begriffs „gewerblichen Ausmaßes“ samt Umfang des Auskunftsanspruchs wurde ebenfalls thematisiert, weil stark divergierende Rechtssprechungen zu Rechtsunsicherheit für Urheber und Verbraucher geführt habe. Staatssekretär Otto zusammenfassend: „Rechteinhaber, Diensteanbieter und nicht zuletzt die Nutzer haben ein gemeinsames Interesse an der Entwicklung neuer, attraktiver Inhalte. Ein wirksames Urheberrecht ist hierfür Voraussetzung.“  www.bmwi.de

© EPA

Kritisiert wurde die Konzentration auf die e und das Ignorieren der Streamingproblematik.

Auch Justizministerin S. LeutheusserSchnarrenberger war beim Dialog dabei.

Label Katy Perry wagt es

Freiheitsdrang

Los Angeles. Geschäftstüchtig ist sie definitiv: Katy Perry will neben ihrem 3D-Film, der Ende August in die Kinos kommen soll, außerdem ein eigenes Label gründen. Der Film „Katy Perry: Part Of Me“ bringt das Leben der Sängerin während ihrer „California Dreams“-Tour auf die Leinwand. Der Oscar-Gewinner Brian Grazer (zeichnete u.a. für das Eminem-Biopic „8 Mile“ verantwortlich) produziert den Film zusammen mit Katy Perry, für das Budget von rund 2 Mio. USD (1,6 Mio. Euro) kam sie selbst auf. Bei der Präsentation des Films kündigte sie allerdings vorerst eine kreative Pause an, auch um über ihre Scheidung hinwegzukommen.

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AUFREISSEN

Mit ihrem eigenen Label würde Perry in die Fußstapfen von Stars wie Madonna treten, die 1992 mit „Maverick Records“ ebenfalls ihr eigenes Label gründete. Ein legendärer Kollege auf Perrys derzeitigem Label, Capitol, gründete 1960 ein nicht minder legendäres Label, nämlich „Reprise Records“: Frank Sinatra erhoffte sich davon mehr künstlerische Freiheiten, bevor er seinerseits 1963 an Warner verkaufte. Die Intentionen von Perry sind ähnlich: „Wenn die Plattenfirma gut läuft, dann will ich diejenigen Dinge vermeiden, die Künstlern jede Aussicht auf unabhängigen finanziellen Erfolg rauben“, so die Kalifornierin. Einen Namen für die zukünftige Plattenfirma hat sie noch nicht angegeben. (red)

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© EPA

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Classical:Next: Eine erste positive Bilanz

Sommer 2012

takeaway playr Wer Lieder von YouTube und Co. einfach in die eigene Website einbinden will, hat jetzt eine Option dazu

musicplayr präsentiert neue Online-Applikation

© Eric van Nieuwland

Songs & Videos von verschiedenen Plattformen können in einer Playlist gesammelt und abgespielt werden. Alexandra Binder

München. Die erste Ausgabe der „Classical:Next“, des neuen Fachforums für klassische Musik in München, zog über 700 Fachbesucher aus 39 Ländern nach München. Rainer Kahleyss, Mitbegründer von Class, Association of Classical Independents in Germany, des initiierenden Partners, sprach von einer „Antwort auf einem seit Langem bestehenden Bedarf”. Jennifer Dautermann, Direktorin der Classical:Next, sieht das ähnlich: „Wir haben ein erfolgreiches Treffen für die internationale Klassikbranche auf den Weg gebracht und einen gemeinsamen Schritt in die Zukunft getan.“ Die Zahlen: Mit 60% der Besucher von außerhalb Deutschlands kann man durchaus von einem internationales Treffen von Labels, Vertrieben, Verlagen, Managern, Künstleragenten, Promotern, Medien, etc. sprechen – ein Treffen aller Sektoren der Musikindustrie. Die Messestände seien wenige Wochen nach Öffnung der Anmeldung vergeben gewesen, die Warteliste hätte doppelt so viele weitere Anwärter gezählt, so die Veranstalter. 74 Firmen und Organisationen stellten 2012 in München aus.

Cloud-Dienste haben Sicherheitslücken

Köln. Die Presseaussendung zum neuen takeaway playr von musicplayr beginnt hoffnungsvoll: „Er ist nur wenige Zentimeter groß und doch passt sämtliche frei verfügbare Musik aus den Weiten des Internet hinein“, heißt es da. Gemeint ist damit Folgendes: Mit der neuen App können alle Lieder und Videos

„Auf diese Art werden mehr als 30 Millionen Songs und Musik­ videos für externe Websites nutzbar.“ Thorsten Lüttger GF Musicplayr

© musicplayr.com

Das Münchner Publikum hat das Fachforum dankbar angenommen.

Th. Lüttger will den Wünschen der User entsprechen, die ihre persönliche Playlist auf der eigenen Website einbinden wollen.

von YouTube, Soundcloud, Vimeo, Dailymotion und Musikblogs in Websites, Blogs und Onlinemagazine eingebunden werden. Wobei musicplayr.com der bisher einzige Online-Player ist, mit dem Lieder und Videos von verschiedenen Plattformen in einer Playlist gesammelt und abgespielt werden können.

sik von verschiedenen Portalen abspielen. Die neue App ermöglicht es nun erstmals, innerhalb eines Players Musik aus verschiedenen Online-Quellen anzuhören und diese auf seiner Website für alle Besucher verfügbar zu machen; das entsprechende Widget spielt die Lieder und zugehörigen Videos hintereinander und ohne Unterbrechung ab und kann in Seitenleisten, Blogposts und im Header eingebunden werden. Verwenden lässt sich der Player mit wenigen Klicks über JavaScript auf der eigenen Website, auf Blogs und in Blogposts. Gehostet ist die Applikation auf musicplayr. com; wer das neue Angebot nutzt, muss also nichts abspeichern oder installieren, sondern bloß

Innovatives Konzept Das Konzept hinter dem takeaway playr ist außergewöhnlich, wenngleich naheliegend: Wer auf der eigenen Website Musik einbinden wollte, musste bisher einzelne Videos von YouTube einbetten oder Soundcloud verwenden – man konnte also keine Playlist mit Mu-

den Link in den Code seiner Seite einfügen. Thorsten Lüttger, Grüner und GF von musicplayr, hat hohe Erwartungen: „Auf diese Art werden mehr als 30 Mio. Songs und Musikvideos für externe Websites nutzbar”, freut er sich. Man entspreche damit auch den Wünschen der User, ihre persönlichen Playlists auf der eigenen Website einbinden zu können. Stefan Vosskötter, ebenfalls musicplayr-GF: „In mein Plattenregal konnte ich schon immer alles hineinstellen, was ich wollte – das muss auch im digitalen Zeitalter möglich sein.“ Voraussetzung dafür sei freilich, dass das ganze Angebot an OnlineMusik integrierbar ist – nur eine offene Plattform, die alle freien

Inhalte aus dem Netz berücksichtige, könne die Musikentdeckungs­ maschine der Zukunft sein.

Musicplayr Der musicplayr ist ein Musikplayer für freie Webmusik. Die Nutzer können gratis zu­ gängliche Musik von YouTube, Soundcloud, Vimeo, Dailymotion und Blogs in privaten Playlists oder öffentlichen Musik-Blogs sam­ meln. Alle Songs lassen sich nacheinander und ohne Unterbrechung über den integrierten Player anhören. Zudem können Videos abge­ spielt werden und ist musicplayr gleichzeitig ein Soziales Netzwerk, denn die Nutzer folgen einander und entdecken so neue Musik. Das Startup aus 2011 befindet sich in der privaten Beta-Phase.  www.salzburgerjazzherbst.at  tickets@salzburgerjazzherbst.at

© www.wuala.com

17. Ausgabe Johannes Kunz eröffnet mit Dee Dee Bridgewater, es folgen Hochkaräter wie Paolo Conte und Ute Lemper

Salzburger Jazzherbst hält Vergleichen stand München. Nach dem Urteil der Fraunhofer Forscher sind Clouddienste in Sachen Sicherheit verbesserungswürdig. Die Rede ist von Dropbox, Team Drive, etc., die einen einfachen synchronen Datenaustausch unabhängig vom Endgerät ermöglichen. Dazu werden die Daten auf fernen Rechnern gespeichert und in die jeweiligen Ordner auf Desktop-PC oder Smartphone gespiegelt. Die Fraunhofer-Forscher untersuchten, inwieweit die Anbieter mit ihrer Zugangssoftware Missbrauchsversuche verhindern können. Das Ergebnis: Zwar würde die Datensicherheit als notwendiges Feature erkannt, doch nicht konsequent umgesetzt. Hauptkritikpunkt: Durch schlechte Verschlüsselungsalgorithmen sei ein unbefugter Zugriff leicht möglich. Crash Plan, Team Drive und Wuala würden Algorithmen verwenden, die „sehr fehlerträchtig“ seien.

Salzburg. Als Jazzherbst-Veranstalter Johannes Kunz von Vienna Entertainment im Februar 2012 bekannt gab, den italienischen Pianisten und Sänger Paolo Conte für die Abschlussgala des diesjährigen Jazzherbsts am Sonntag, dem 4. November, gewonnen zu haben, da gab es ein Raunen. Nicht ohne Grund: Schließlich stehen in diesem Jahr große Vokalisten im Mittelpunkt und Jurist Conte, der 1974 sein Debütalbum herausbrachte, ist einer der Altmeister in diesem Genre. Entsprechend sind die Tickets für die Gala auch bereits rar. Der einzige Höhepunkt des 17. Salzburger Jazzherbsts, der zwischen 23. Oktober und 4. November über die Bühne geht, ist das freilich nicht. Schließlich will Kunz laut eigener Aussage „13 Tagen Jazz der Extraklasse an zehn Spielstätten“ liefern.

From Dee Dee to Billie Es eröffnet Dee Dee Bridgewater mit „To Billie With Love” – einer Hommage an die unsterbliche Billie Holiday vorab bereits

lichten Serie „Jazz Icons“ besteht. U.a. mit Ella Fitzgerald, Count Basie, Chet Baker, Art Blakey, Dexter Gordon, Thelonious Monk, Dizzy Gillespie und Louis Armstrong. Neben den Hochkarätern, die beim Salzburger Jazz-Herbst auftreten, geht parallel dazu erneut „Jazz in der Altstadt“ über die Bühne. Dort punktet man mit jungen heimischen Formationen, die bei freiem Eintritt auf den Plätzen und in Lokalen der Altstadt musizieren.

© salzburger jazzherbst; Lucas Allen

„Sehr fehlerträchtig“: u.a. wurde der Anbieter Wuala so eingestuft.

Salzburger Jazzherbst Dee Dee Bridgewater eröffnet, Ute Lemper tanzt den „Last Tango“ in Berlin.

am 19. Juli. Ute Lemper performt den „Last Tango in Berlin”, Charlie Haden ist angesagt und James Blood Ulmer. Abgesehen davon finden sich Künstler wie Allegre Correa, das Avishai Cohen, Anat Cohen und Madeleine Peyroux ein. Noch eine kommt – und zwar mit einem unerwarteten Programm: Nina Hagen liefert nicht wie üblich Punk ab, sondern übt sich seit Neuestem in lupenreinem Gospel. Im Rah-

men des Jazzfests präsentiert sie ihr neues aus dieser Vorliebe entstandene und zugleich wohl überraschendste Album des Jahres mit „uramerikanischer Musik“.

Filmserie „Jazz Icons” Ebenfalls bemerkenswert: Das Filmprogramm des Jazzherbsts, das aus 25 Konzertaufzeichnungen der von Quincy Jones veröffent-

Der von Vienna Entertainment veranstal­ tete Salzburger Jazzherbst findet jährlich seit 1996 von Ende Oktober bis Anfang Novem­ ber statt. Es bespielt Salzburgs Aufführungs­ orte wie z.B. das Große Festspielhaus, den Salzburg Congress, die Große Universitätsau­ la, das Mozarteum, die Stiegl-Brauwelt oder den Romanischen Keller. Er setzt sich neben Jazz-Konzerten, Night Sessions, Matinéen und Galas auch aus Ausstellungen und Film­ vorführungen zum Thema zusammen.  www.salzburgerjazzherbst.at  tickets@salzburgerjazzherbst.at


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Burgspiele 2012 „Jedermann“ für jedermann: 14. Saison der Neuinszenierung des Hofmannsthal-Stücks in Salzburg

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Neuer „Jedermann“ auf Festung Hohensalzburg

den er auch schon selbst inszeniert hat. Er hat in beliebten Fernsehserien wie „Soko“, „Derrick“, „Der Fahnder“ und „Schwurgericht“ gespielt, dazu auch Spielfilme gedreht. Seit 1999 gehört Neise zum Tourneetheater „Ensemble Ellen Schwiers“.

michael bär

Salzburg. Die Aufführungen des „Jedermann auf der Festung ­Hohensalzburg“ haben sich seit ihren Anfängen als ein Fixpunkt im Salzburger Theatersommer etabliert und in den vergangenen 13 Spielsaisonen mehr als 65.000 Besucher begeistert. Auch heuer wird vom 8. bis zum 18. August die Geschichte vom Leben und Sterben des reichen Geschäftsmanns „Jedermann“ von einem hochkarätig besetzten Ensemble im Burghof der Festung das Publikum begeistern.

Litschau. In „Die letzten Tage der Menschlichkeit“ geleitet Karl Ferdinand Kratzl in der neu geschaffenen Figur des Conferenciers das Publikum mit bitterbösem Humor durch die zahlreichen, rasch wechselnden Szenen, die von einem über 30 Darstellern umfassenden Ensemble gespielt werden. Die Adaptierung des Texts erfolgt durch Regisseur und Festivalleiter Zeno Stanek und Autor Christian Qualtinger. Umgesetzt wird das Stück von 2. bis 26. August vom Ensemble Theater Brauhaus im Herrensee Theater in Litschau als komödiantische aber gnadenlose Revue menschlicher Abgründe.  www.herrenseetheater.at

Der gebürtige Chemnitzer Volker Lippmann studierte Schauspiel an der Folkwanghochschule in Essen, bevor er von 1975 bis 1998 pausenlos und immer in festen Verträgen als Schauspieler und Regisseur unter anderem am Schauspielhaus Hamburg, am Residenztheater München, am Staatstheater Stuttgart oder am Theater Bremen tätig war. In diesen Jahren erhielt Lippmann auch diverse Auszeichnungen für seine schauspielerischen Leistungen, gründete in Folge eine Produktionsfirma für Theater und gastierte mit vielen eigenen Stücken auf Festivals und in Theatern. Die in Dachau geborene Schauspielerin Caro Hetényi diplomierte an der Abraxas Musical Akademie in München. Ihre Schauspielausbildung vervollständigte sie in München und schloss diese erfolgreich mit der Bühnenreifeprüfung ab. Es folgten Weiterbildungen im Bereich Klassischer Gesang/ Belcanto und 2008 die Sommerakademie für Volksschauspiel. Seit 2006 war Hetényi in den verschiedensten Produktionen zu sehen. Es ist die ungeheure Bandbreite und Vielseitigkeit, mit der sie ihr Publikum überzeugt. Karten für die neun Aufführungstermine vom 8. bis zum 18. August gibt‘s ab 32 € unter Tel.: +43 664 5010660 oder online unter:  www.jedermann.at

© leisuregroup.at

Seit 2005 ist Ingo Neise auf der Festung Hohensalzburg im „Jedermann“ als Tod zu sehen und ab dem Festspielsommer 2006 übernahm er zusätzlich die Regie.

Ein anderer „Jedermann“ Neise erlernte nach seinem Jurastudium den Beruf des Schauspielers und Regisseurs an der staatlichen Folkwang-Hochschule in Essen bei Professor Werner Kraut. Nach Engagements in Düsseldorf und Krefeld zog es ihn 1980 nach New York an die berühmte Actors-

School von Lee Strasberg, wo er als erster Europäer auch inszenieren durfte. Er hat seitdem in 28 Jahren an vielen Theatern große Rollen wie den „Faust“ zwei Jahre im Theater St. Pölten, den Präsidenten in „Kabale und Liebe“, den Claudius in „Hamlet“ im Theater Regensburg gespielt und inszeniert. Freilichterfahrung sammelte er an der Seite namhafter Schauspieler 1996 und 1997 bei Professor Jürgen Wilke in Wien im „Wallenstein“ und „Sommernachtstraum“,

Musiktheater im Kerzenschein

Wien. Das Wiener Kabarettfestival lädt heuer bereits zum zweiten Mal vom 24. bis zum 28. Juli in den Arkadenhof des Wiener Rathauses zu hochkarätiger Comedy, kulinarischen Köstlichkeiten und erfrischenden Getränken. Auf die Besucher wartet ein besonderer Abend in wunderbarem Ambiente im „Herzen von Wien“.

Altenburg. Vom 14. Juli bis zum 5. August werden im niederösterreichischen Stift Altenburg die Barockopern „Der Baßgeiger zu Wörgl“ von Johann Michael Haydn und „Ariadne auf Naxos“ von Georg Anton Benda aufgeführt, und zwar jeweils beide Opern an einem Abend. Dem selten gespielten Duodrama „Ariadne auf Naxos“, in dem die Schauspieler zur Musik sprechen anstatt zu singen, steht das Lustspiel „Der Baßgeiger zu Wörgl“ gegenüber, dessen Musik im ländlichen Tiroler Dialekt vertont wurde.

Kabarettisten im Zentrum Ein detailliertes Programm mit allen Highlights und zusätzlichen Infos über das Wiener Kabarettfestival findet man auch online: www.wienerkabarettfestival.at

Lachen für den guten Zweck

Veranstaltungsort der musiktheatralen Zeitreise, die heuer zum ersten Mal stattfindet, ist das Stift Altenburg bei Horn in Niederösterreich. Die Bibliothek dient als Aufführungsort; sie zählt zu einem der größten und schönsten barocken Innenräume Österreichs. Neben der historischen Kulisse vermitteln die Ausstattung und die Kostüme sowie der Originalklang der Musik eine authentische Atmosphäre.  http://teatrobarocco.com

„Das ist nicht nur eine Besonderheit in der Operngeschichte, sondern macht dieses witzige Stück auch leicht verständlich. Ich will eine Oper ohne Schwellenangst“, sagt Regisseur und Intendant des Musiktheater-Festivals, Bernd Roger Bienert, der davon überzeugt ist, dass gerade auch anspruchsvolles Musiktheater für jeden Besucher trotz Wahrung eines hohen künstlerischen Niveaus verständlich sein kann.

© leisuregroup.at/Markus Fedra

© APA/Herbert Neubauer

Oper ohne Schwellenangst

Das Publikum darf sich beim Kabarettfestival auf schräge Auftritte freuen.

Salzburg/New York. Großer internationaler Erfolg für das Salzburger Marionettentheater: Im Rahmen einer kurzen USTournee überzeugte das traditionsreiche Puppenspielerteam bei Auftritten in der Carnegie Hall in New York sowie am McCarter Theatre in der Universitätsstadt Princeton. Alle drei Auftritte waren restlos ausverkauft, mehr als 2.000 Zuschauer zeigten sich von den Salzburger Künstlern und ihren Holzpuppen begeistert. Bemerkenswert: Auch die New York Times lobte die Performance in einer ausführlichen Kritik.  www.marionetten.at

„Die Botschaft von Astoria“ am 30. August

Teatro Barocco Stift Altenburg bringt barocke Opern

Vitasek, Gernot & Comedyhirten

Für all diejenigen, die sich dieses Highlight nicht entgehen lassen möchten, sind noch Tickets unter www.wien-ticket.at bzw. www. drei.at erhältlich.

Sogar die „New York Times“ war begeistert

Das Publikum wird für einen Abend in die Opernwelt des Barock entführt.

© Rosmarin Frauendorfer

Welt verlassen, wenn es so weit ist? Nur der Glaube hat zu allen Zeiten jedem Menschen geholfen.“

stadt wien marketing gmbh Arkadenhof im Rathaus

An fünf Kabarettabenden mit jeweils zwei exklusiven Acts pro Abend brillieren u.a. Publikumslieblinge wie Viktor Gernot, EvaMaria Marold, Die Comedyhirten, Klaus Eckel, Andreas Vitasek, Heilbutt & Rosen, Bernhard Ludwig, Herbert Steinböck, Thomas M. Strobl und Christof Spörk. Lachen hilft – und in diesem Fall garantiert. Gemäß dem Motto „Mitlachen hilft anderen Menschen vielleicht wieder einmal zu einem Lächeln“ wird aus dem Reinerlös wird auch dieses Jahr wieder eine Charitysumme gespendet. Das wird sicherlich ein unvergesslicher Abend für das Zwerchfell im Wiener Rathaus.

Eine „Komödie“, frei nach Karl Kraus, wird im Waldviertel gespielt.

Diverse Auszeichnungen

Eine neue Buhlschaft Neben Regisseur und „Tod“-Darsteller Ingo Neise werden heuer erstmals Caro Hetényi und Volker Lippman in die Rollen der Buhlschaft und die des Jedermanns schlüpfen, um das Publikum auf leichte Weise in die Tiefe des Stücks einzuführen. Neid, Hass, Gier und Wollust, aber auch Vergebung, Erlösung und Gottesfürchtigkeit werden durch die eindringliche Darbietung erlebbar und spürbar. Die Nähe des Stücks zum menschlichen Leben ist Teil des Erfolgs des Jedermanns, der seit Jahrzehnten sein Publikum packt. Dazu Ingo Neise: „Wir haben eine internationale Theatertruppe geformt, die einen spielfreudigen, komödiantischen und doch eindringlichen ‚Jedermann‘ für den Menschen von heute darstellt. Schauen wir alle, die ‚Jedermänner Hofmannsthals‘, auf die Probleme unserer Welt, leben wir für uns allein oder für das Gesamte, glauben wir an einen Gott oder sind wir Gott vielleicht schon selbst? Können wir ruhigen Gewissens diese

© www.mussil.com

Neun Aufführungen mit der neuen Besetzung; Premiere ist am 8. August, Eintrittskarten ab 32 Euro.

Herrensee Theater in Litschau: Karl Kraus

Hupka, Paul und Pistoletti werden vom Gendarmen verhaftet.

Wien. Die Theatergruppen „Romano Svato“ und „theaterfink“ inszenieren, um der Aktualität des Stücks Rechnung zu tragen, nicht im üblichen Sinne auf der Bühne, sondern „ziehen damit um die Häuser“. Gespielt wird auf der Straße und in Innenhöfen von Gemeindebauten. Die alte kulturelle Tradition der Roma und der Puppenspieler wird damit in ein neues Licht gerückt und räumt mit Vorurteilen und Klischeebildern auf. Jura Soyfer, der das Stück schrieb, hätte seine Freude; sein Geburtstag jährt sich heuer zum 100sten Mal, was zum Anlass genommen wird, an den Dichter in seinem Heimatbezirk Wien-Landstraße zu erinnern.  www.theaterfink.at


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84 – entertainmentbiz

short

Gratis Film Festival bis 2. September 2012 Wien. Dem musikalischem Genuss sind beim Film Festival auf dem Wiener Rathausplatz keine Grenzen gesetzt: An 65 Abenden erwarten die Besucher bei freiem Eintritt wieder klassische Produktionen - wie Carmen, Anna Bolena, La Bohème oder das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2012. Neben ihnen brillieren auf der 300m2-Leinwand auch Adele, Anastacia, Sting, Elton John oder Mariah Carey.  www.upc.at

© ORF/ARGEntur

„Universum“ wird in der Nacht ausgestrahlt

Sommer 2012

UCI Kinowelt Millennium City Luxus-VIP-Sessel, größtmögliche Leinwand, gestochen scharfe Digitalprojektion

Erster „iSens“-Kinosaal Österreichs ist eröffnet

„iSens“, ein 3D-Soundsystem, das eine bisher ungekannte räumlich-akustische Wahrnehmung erzielt. georg biron

Wien. „‚iSens‘ ist ein echtes PremiumKinoerlebnis für Wien“, betont GF Ralf Schilling und verweist darauf, dass es innerhalb der UCI/OdeonGruppe bereits in Madrid, Mailand, Dublin, Düsseldorf und Hamburg erfolgreiche „iSens“-Kinosäle gibt. Das in diesen Städten bereits erfolgreich erprobte Konzept soll auch in weiteren Kinos der Gruppe eingeführt werden: Noch 2012 ist die Eröffnung eines weiteren „iSens“Saals in Österreich geplant.

© Schloss Neugebäude

„Kino im Schloss“ mit Blockbuster-Programm

der UCI Kinowelt als größtes und besucher­ stärkstes Kino Öster­

Unter dem Namen „iSens“ trägt der europäische Kinomarktführer UCI/Odeon der zunehmenden Nachfrage nach höherem Komfort und überlegener Bild- und Tonqualität im Kino mit einem neuen Premium-Konzept Rechnung.

reichs weiter aus­

verteilen sich nicht nur rundum im gesamten Kinosaal, um eine horizontale Klangebene zu erzeugen – der Einsatz von fünf Decken­ lautsprechern mit einem Rundum-Abstrahlwinkel ermög­licht im „iSens“-Kinosaal jetzt auch erstmals eine vertikale Klang­ebene. Flugzeuge, Raumschiffe, Vögel – alles löst sich nun nicht mehr nur optisch, sondern auch akustisch von der Leinwand, umgibt den Kinobesucher, scheint mitten durch den Raum und über die Köpfe des Publikums hinwegzufliegen. Das Klangerlebnis wird so realistisch, dass Fiktion und Realität zu einer Einheit verschmelzen. Neben der Vorführung der aktuellen Blockbuster werden im

bauen.“ Christian Unger, Marketing & Sales Koordinator Austria

Beim Bild ist 3D heute schon fast Standard – selbstverständlich können auch im „iSens“-Saal 3D-Filme gezeigt werden. Die eigentliche Neuheit ist das Tonsystem, denn noch ist 5.1-Ton der übliche Standard für die Vorführung von Kinofilmen. „iSens“ geht hier einen großen Schritt weiter: Echter 23.1-Ton ist möglich, d.h. 23 Tonkanäle und ein Sub­ woofer-Kanal können separat angesteuert werden. Die Laut­sprecher

„iSens“-Saal künftig auch Konzertübertragungen und Opern zu sehen sein, deren Erlebnis im Kino von optimalen akustischen Eigenschaften des neuen Soundsystems besonders profitiert.

Entsprechend der Idee, dass die vierte Wand eines Kinosaals die Leinwand sein sollte, sind die Leinwände in den „iSens“-Sälen so groß wie möglich. In der UCI Kinowelt Millennium City ist die Leinwand mit 260 m� die größte Indoor-Kinoleinwand Österreichs. „Ich freue mich, den ersten ‚iSens‘-Kinosaal Österreichs in die ‚UCI Kinowelt Millennium ­City‘ zu bringen“, sagt Christian Unger, Marketing & Sales Koordinator Austria. „Damit werden wir die Führungsposition, die wir mit der UCI Kinowelt Millennium City als größtes und besucherstärkstes ­Kino Österreichs innehaben, weiter ausbauen.“  www.uci-kinowelt.at

Die größte Kinoleinwand Besonders hervorzuheben ist die ProBax-Sitztechnologie. Die VIPSessel passen sich der Körperform an und unterstützen das Becken, sodass die Wirbelsäule ihre natürliche „S“-Kurvenform während des Sitzens beibehält. Wirbelsäule und Rückenregion werden entlastet, der Sitzkomfort erhöht. „iSens“ ist jedoch weit mehr als ein Tonsystem und Luxussessel:

dok.film Außergewöhnliche Doku über Sexualität im Alter

Blockbuster Constantin Film: Millionenpublikum im Kino

Wien. Sexuelle Begierde, Sinnlichkeit, Lust – all das wird in unserer Gesellschaft nicht unbedingt mit fortgeschrittenem Lebensalter in Verbindung gebracht. Filmemacherin Gabi Schweiger räumt in der Dokumentation „Die Lust der Frauen“, die 2011 im „ORF-dok. film“ lief, und letzten Sonntag, am 1. Juli, um 22:40 Uhr als Dacapo auf dem ORF 2-Programm stand, mit diesen Klischees auf.

Wien. „Oft wird vermutet, dass im Sommer eine Flaute im Kino herrscht“, erklärt Christian Langhammer, GF der Constantin Film Unternehmensgruppe: „Doch das Gegenteil ist der Fall. Gerade im Sommer starten viele große Blockbuster, die Millionen Besucher in die Kinos locken, egal ob Badewetter ist oder nicht. Wir gehen davon aus, dass alleine ‚Ice Age 4‘ in Österreich deutlich über eine Million Besucher bringen wird.“

„Die Lust der Männer“ in ORF 2

Gute Unterhaltung verspricht das Freiluft-Kino in Wien-Simmering.

Sex hat kein Ablaufdatum

Wien. Die diesjährige FreiluftKino-Saison im Schloss Neugebäude (11., Otmar-Brix-Gasse 1) hat bereits begonnen und läuft bis Donnerstag, 30. August. Wie in den Vorjahren setzen die Organisatoren auf die Zugkraft der „aktuellsten Blockbuster“. Der Spielplan deckt alle Wünsche ab und reicht vom Action-Film bis zu Komödien und romantischen Streifen. Die Zuseher sitzen auf Sofas und Gartenstühlen, vor Regen schützt eine Überdachung. Decken sind ebenfalls vorhanden.  www.schlossneugebaeude.at

Die gerade erst fertiggestellte Fortsetzung „Die Lust der Männer“, die am 8. Juli um 22:55 Uhr im „dok.film“ auf ORF 2 Premiere feiert, ist das Gegenstück und die logische Ergänzung dazu. Darin widmet sich die Regisseurin dem sogenannten starken Geschlecht und stellt fünf Männer vor, die ebenfalls sehr offen und erfrischend direkt über den Umgang mit ihrem alternden Körper und ihren sexuellen Bedürfnissen sprechen. Dabei wird eines klar: Die Lust an der Lust hat kein biologisches Ablaufdatum.

Stark verwurzelte Rollenbilder stehen Männern oft im Weg, ebenso damit einhergehende Ängste und Verluste. Es geht aber auch um neu entdeckte Sinnlichkeit und frisch erworbene Freiheiten in fortgeschrittenen Jahren. Fünf Männer – vier Heterosexuelle und ein Homosexueller – erzählen, wie sie es geschafft haben, sich mit ihrem alternden Ich anzufreunden.  www.orf.at

Sommerzeit ist Cineplexx Kinozeit

der Verlosung der drei Traumreisen zu Premieren wie z.B. „James Bond – Skyfall“ oder „The Hobbit“, sondern enthalten auch 100.000 Sofortpreise wie Kinogutscheine, Gratis-Popcorn usw. Carina Resch, Marketingleitung der Cineplexx Kinos in Österreich: „Das interaktive Gewinnspiel soll die Kinobesucher dazu anregen, in dieser Zeit noch öfter in eines unserer Kinos zu gehen.“  www.cineplexx.at

Keine Flaute in den Kinos

Filmemacherin Gabi Schweiger räumt im ORF mit sexuellen Klischees auf.

Blockbuster wie „Ice Age 4 – voll verschoben“, „The Dark Knight Rises“, „Prometheus“ und „Merida“ werden viele Besucher in die österreichischen Kinos locken. Cineplexx nützt die High-Season im Kino für ein großes Sommergewinnspiel. Kinobesucher haben die Möglichkeit, eine internationale Kinopremiere „live“ am Roten Teppich mitzuerleben und die Stars hautnah zu sehen. Ab sofort und bis zum 31. August werden an den Kinokassen der Cineplexx-Kinos Brieflose ausgegeben; diese ermöglichen nicht nur die Teilnahme an

© Twentieth Century Fox

Wien. Mit Entsetzen stellt der Österreichische Regieverband (ADA) fest, dass die erfolgreiche Sendereihe „Universum“ vom Donnerstag-Hauptabendprogramm in die späte FreitagNacht verlegt werden soll: Freitag um 22:30 Uhr auf ORF2 sei ein „Quoten-Himmelfahrtskommando-Sendeplatz“. Damit werden im ORF Signale zu einer inhaltlichen Aufweichung des öffentlichrechtlichen Programmschwerpunkts gesetzt. Grundsätzlich hat der Regieverband kein Verständnis dafür, dass die DokuSendeplätze weiter reduziert oder in die quotenschwache Nacht gedrängt werden. ORFGebührenerhöhungen werden schwerer argumentierbar. Der Österreichische Regieverband fordert den ORF daher auf, neue gute Sendeplätze für den Dokumentarfilmbereich und für heimische Produktionen vor allem im Hauptabendprogramm von ORF1 und ORF2 bereitzustellen.  www.ada-directors.com

die Führungsposition

© Gisela Erlacher

Reihe „Universum“: in die Randzonen des Programms abgeschoben.

© Roland Solich/UCI Kinowelt

„Damit werden wir

Der 4. Teil von „Ice Age“ hat am 2. Juli den Kinosommer 2012 eingeläutet.


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Sommer 2012

entertainmentbiz – 85

WKO-Experten Fachvorträge bieten Film- und Musikschaffenden fundierte und umfassende rechtliche Infos

Der Amtsschimmel wiehert am Filmset

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Johannes Pflug über die arbeitsrechtlichen Finessen bei Film- und Musikproduktionen. Britta Bruckner

© Fritz Niemann/EU XXL Film

EU XXL-Resolution zum Urheberrecht in der EU

„EU XXL Film“ ist eine unabhängige Initiative für europäische Kreative.

Wien. Neben Künstlern und Crew spielt stets auch der Amtsschimmel eine wichtige Rolle am Filmset oder in den Musikstudios und kann für eine Menge Ärger sorgen. Im Rahmen einer Vortragsreihe des Fachverbands Film und Musik

Wien. Am 14. und 15. Juni trafen sich Vertreter der europäischen Dachverbände des Kreativschaffens auf Initiative von „EU XXL Film“ zum „Informal European Media Policy Meeting (IEMPM)“ im österreichischen Krems. Mit dabei waren Repräsentanten von Imago (European Federation of Cinematographers), ECSA (European Composer & Songwriter Alliance), ECA (European Council of Artists), FFACE (Federation of Film and Audiovisual Composers in Europe) und ECF (European Composers´ Forum). Das Ergebnis intensiver Diskussionen und Arbeitssitzungen ist die EU XXL Resolution 2012, die zentrale und relevante Forderungen zu den Themenbereichen Urheberrecht und Arbeitsbedingungen an die europäische Politik bündelt. Interessierte laden die Resolution im Web herunter und schicken sie an Politiker ihres Vertrauens: http://www.eu-xxl. at/upload/press/EUXXLResolution2012Annex.pdf  www.eu-xxl.at

„Bei internationalen Kooperationen gibt es eine Fülle von arbeitsmungen, die eingehalten werden müssen.“ johannes pflug, abt. für sozialpolitik der WKO

© Wirtschaftskammer Wien

rechtlichen Bestim-

Johannes Pflug von der Sozialabteilung der WKO: Es bestehen häufig Unklarheiten, die in der Folge teuer werden können.

stand, kann es durch die die Nach­ verrechnung von Sonderzahlungen, Über­stunden, etc. richtig teuer werden.

der WKO standen kürzlich Themen rund um die arbeitsrechtliche Bestimmungen, die bei Filmdrehs, Konzerten oder Musikproduktionen zu beachten sind, im Fokus. Johannes Pflug von der Abteilung für Sozialpolitik: „Die Praxis zeigt, dass häufig Unklarheiten im Bereich Arbeits- und Sozialrecht bestehen, wie etwa die Abgrenzung zwischen Dienstvertrag und Werkvertrag oder die Kriterien eines freien Dienstvertrags oder wann eine geringfügige Beschäftigung vorliegt.” Stellt sich etwa im Zuge einer Prüfung durch die Gebietskrankenkasse später heraus, dass bei einem oder mehreren Crewmitgliedern doch kein Werkvertrag, sondern ein Dienstverhältnis be-

Gesetzliche Hürden „Ich habe in meiner Praxis selten gesehen, dass in solchen Fällen die Nachforderungen weniger als einige Zentausend Euro ausgemacht haben. Aber auch Beträge bis in den siebenstelligen Eurobereich sind keine Ausnahme“, erklärt Pflug und plädiert dafür, sich bereits im Vorfeld umfassend zu informieren. Arbeitsrechtliche Hürden warten auf Film- und Musikproduzenten natürlich auch dann, wenn sie Grenzen überschreiten, etwa

bei einer deutsch-österreichischen Koproduktion für das Kino, die in Österreich gedreht wird. „Grundsätzlich gilt für die vom deutschen Partner dafür nach Österreich entsandten Mitarbeiter auch weiterhin das deutsche Arbeitsrecht, aber zudem für die Zeit der Dreharbeiten auch die österreichischen Arbeitnehmerschutzbestimmungen, die etwa die höchstzulässige Arbeitszeit, den Mutterschutz, die Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen, etc. regeln. Natürlich nur für echte Arbeitsverträge; für freie Dienstverträge und Werkverträge sind sie nicht anwendbar“, erläutert Pflug. So darf etwa die durchgehende tägliche Arbeitszeit mit allen geltenden Verlängerungsmöglich-

keiten zwölf Stunden nicht überschreiten. „Bedenken muss man auch, dass danach eine elfstündige Ruhezeit eingehalten werden muss. Bei Nichtbeachtung drohen hier erhebliche Verwaltungsstrafen“, warnt Pflug. Bei internationalen Produktionen sollte man auch sattelfest im Ausländerbeschäftigungsrecht sein, etwa, ob eine einfache Anmeldung reicht oder eine Arbeitsbewilligung bzw. eine Sicherheitsbescheinigung beantragt werden muss. Wer unter den Begriff eines Künstlers fällt, ist zumindest arbeitsrechtlich umfassend definiert, wenn auch nicht immer logisch. So ist der Regisseur als Künstler zu sehen, sein Regieassistent allerdings nicht.  www.wko.at

Feines Freiluftkino am Wiener Augartenspitz Wien. Bereits zum fünften Mal veranstalten Filmarchiv Austria und Viennale das Open Air am Augartenspitz, „Kino wie noch nie“. Inzwischen ist dieses Freiluftkino zu einem fixen Teil des sommerlichen Kulturangebots in der Stadt geworden. Das Freiluftkino am Augartenspitz (1020 Wien, Obere Augartenstraße 1e) findet ab sofort bis 23. August statt.  www.kinowienochnie.at

Urheberrechte Der Oberste Gerichtshof hat das Musterverfahren Filmwirtschaft vs. Internetwirtschaft unterbrochen

EuGH soll die zentralen Fragen klarstellen Der Europäische Gerichtshof soll beantworten, ob Access Provider wie UPC eine Verantwortung tragen, wenn sie mit ihren Diensten Zugang zu gewerbsmäßigen und illegalen Plattformen wie „kino.to“ ermöglichen, obwohl sie darüber informiert sind, dass dort massive gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzungen stattfinden. Erst wenn der EuGH seine Vorabentscheidung trifft, wird das Verfahren vor dem OGH weiterge-

„Ich bin schon dafür, dass Urheberrechte bei Abwägung der betrof-

hen und in der Sache entschieden werden. Der Verein für Antipiraterie der Film- und Videobranche (VAP) vertraut darauf, dass der EuGH erneut die Verantwortung von Access Providern aussprechen und betonen wird, dass die Urheberrechte bei Abwägung der Interessen berücksichtigt werden müssen. Ferdinand Morawetz, Präsident des VAP, sieht „eine zentrale Frage der Verantwortlichkeit im Internet

fenen Interessen angemessen berücksichtigt werden müssen.“

Provider UPC hat nun der OGH das Verfahren unterbrochen. Das österreichische Höchstgericht ersucht das höchste Gericht der EU um Auslegung der EU-rechtlichen Bestimmungen.

© DreamWorks

ferdinand morawetz verein für antipiraterie

„Der gestiefelte Kater“: Mit Blockbustern wird illegales Web-Business gemacht.

noch ungeklärt“ und fordert die Internet Provider auf, auch jetzt schon „gemeinsam mit der Kreativwirtschaft für ein sicheres Internet und einen stabilen Marktplatz zusammenzuarbeiten“. Im Vorfeld hatte das Handelsgericht Wien im Mai 2011 den Ansprüchen der Filmwirtschaft gegen UPC Recht gegeben und UPC verpflichtet, seinen Kunden den Zugang zur illegalen Streaming- und Download-Plattform kino.to nicht mehr zu ermöglichen. Das OLG Wien bestätigte im November 2011 die Ansprüche der klagenden Filmproduzenten. Die Streaming-Plattform kino. to wurde vorerst im Juni 2011 von der deutschen Generalstaatsanwaltschaft vom Netz genommen, die Betreiber wurden verhaftet. Inzwischen wurden bereits fünf Mitwirkende von kino.to zu mehrjährigen Haftstrafen wegen massiver Urheberrechtsverletzungen rechtskräftig verurteilt. Der Hauptangeklagte und Betreiber von kino.to wurde vom Strafgericht in Dresden zu 4� Jahren Haft verurteilt.  www.vap.cc

Österreichischer Filmpreis für die Kurzfilme

© VIS-Sahim Omar Kalifa

Wien. In dem von österreichischen und deutschen Filmproduzenten mit Unterstützung des Vereins für Antipiraterie (VAP) eingeleiteten Musterprozess gegen den Internet-

„Land of the Heroes“: Chancen beim Österreichische Filmpreis 2013?

Wien. Im Jänner 2013 wird der Österreichische Filmpreis von der Akademie des Österreichischen Films zum dritten Mal vergeben – und dann auch erstmals in einer 14. Kategorie: „Bester Kurzfilm“. Auf Anregung vieler Akademie-Mitglieder, allen voran Karl Markovics und Karina Ressler, wurden Vorschläge erarbeitet, um das breite Feld des österreichischen Kurz-, Animations- und Experimentalfilms künftig auch beim Filmpreis würdigen zu können.  www.viennashorts.com


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Sommer 2012

„Prometheus – dunkle Zeichen“ 30 Jahre nach „Alien“ serviert Ridley Scott wieder düstere Zukunftsvisionen

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Gefährlicher Kontakt mit dem Schöpfer

Maxdome bringt mehr Hits in Serie

© ABC Studios

Die Suche nach dem Ursprung des Lebens wird zum Kampf um dessen Fortbestand. britta bruckner

Die Online-Videothek hat ihr Serienangebot deutlich ausgebaut.

München. Maxdome, Deutschlands größte Online-Videothek, hat mit Disney einen Vertrag über Serienhits der ABC Studios geschlossen und bietet unter „abc tv on demand“ jetzt sämtliche bisher im Fernsehen gezeigten Staffeln von Hits wie „Grey´s Anatomy”, „Private Practice”, „Scrubs”, „Castle” oder „Lost”. Zudem stehen die Serien, die aktuell auf ProSieben und bei kabel eins laufen, eine Woche vor Free-TV-Ausstrahlung auf maxdome zum Abruf bereit, als Preview um 2,49 € pro Folge, nach Free-TV-Ausstrahlung um 1,49 €.  www.maxdome.de

„Das Publikum er-

kabel 1 bleibt auch weiterhin am Ball

wartet sehr viel und wir haben alles getan,

Unterföhring. Fußballfans müssen auch nach Ende der EM nicht darben: Die ProSiebenSat.1 Group hat mit der UEFA eine Vereinbarung mit 15 Live-Spiel-Übertragungen in der Europa League über drei Spielzeiten von 2012/2013 bis 2014/2015 getroffen. kabel eins präsentiert jeweils donnerstags ein Spiel pro Spieltag live. Darüber hinaus enthält das Rechtepaket eine umfangreiche Verwertungsmöglichkeit der Highlights der UEFA Europa League im TV, Internet und mobilen Endgeräten.  www.kabel1.de

um mit ‚Prometheus‘

Die Crew der „Prometheus“ muss erkennen, dass man auf manche Fragen lieber keine Antwort suchen sollte ...

diesen Erwartungen

rühmteste Alien der Filmgeschichte kämpft, das Prunkstück der Raumflotte.

gerecht zu werden.“

Der Schrecken im All

ridley scott, regisseur

Dass „Alien” den Ausgangspunkt für dieses Projekt darstellt, wird rasch klar. Zwar ist das Raumschiff „Prometheus” (benannt nach dem Titanen, der laut griechischer Mythologie den Menschen das Feuer geschenkt hatte und dafür schrecklich büßen musste) anders als die altersschwache „Nostromo”, auf der Sgt. Ripley gegen das be-

ORF bietet ein buntes Sommerprogramm

© 20th Century Fox

Los Angeles. Ob Ridley Scott auch privat ein Pessimist ist, der stets das Schlimmste annimmt, wissen wir nicht, in seiner filmischen Arbeit hat er allerdings mit „Blade Runner” und „Alien” vor 30 Jahren zwei ausgesprochen düstere Zukunftsvisionen präsentiert, die in der Folge einen eigenen Typus von Sience Fiction-Filmen entstehen ließen. Jetzt ist der Regie-Meister zu diesen Wurzeln zurückgekehrt und bringt mit „Prometheus – dunke Zeichen” (Österreich-Start ist am 9. August) eine weitere Horrorgeschichte aus den unendlichen Weiten des Weltalls auf die Kinoleinwand.

Behagliche Enterprise-Atmosphäre kommt dabei aber trotzdem nicht auf, vielmehr beklemmende Leere in dem riesigen Schiff, auf dem eine kleine Gruppe von Wissenschaftern (gespielt unter anderem von Noomi Rapace, Charlize Theron, Idris Elba, und Michael Fassbender) im späten 21. Jahrhundert auf der Suche nach dem Ursprung des menschlichen Lebens in die Weiten des Alls reist. Dabei erhalten sie aber nicht nur – wie erhofft – interessante Erkenntnisse

über die Entstehung des Lebens, sondern müssen sich schließlich auch einen harten Kampf um dessen Fortbestand stellen. Wie der ausgeht, sei hier einmal nicht verraten ... „‚Alien‘ ist zwar der Ausgangspunkt für diesen Film, wir haben aber für ‚Prometheus‘ ein eigenes Universum geschaffen. Eingefleischte Fans werden die AlienDNS entdecken, doch die Ideen, die der Film aufgreift, sind einzigartig, groß und provokativ“, sagt Scott, der in diesem Film mit einer der größten Fragen der Menschheit – Gibt es einen Gott? – spielt und dabei auch in den Raum stellt, dass man auf manche Fragen vielleicht besser keine ehrliche Antwort ver-

langen sollte. Anders als heute in vielen großen Sience Fiction-Epen üblich, halten sich die ComputerEffekte in Grenzen.

Den Leuten Angst einjagen „Wir haben versucht, so viel wie möglich praktisch umzusetzen”, sagt Executive Producer Michael Ellenberg. „So kann das Visual Effects-Team auf dem aufbauen, was schon da ist und es weiterentwickeln. Und wenn man vermitteln kann, dass etwas tatsächlich existiert, dann ist das viel, viel besser – vor allem, wenn es darum geht, den Leuten Angst einzujagen.” Und dieses Vorhaben ist der Crew ­sicher gelungen.  www.foxfilm.at

Sehenswertes Hightech UPC hat High Definition-Angebot um weitere sechs Sender ausgebaut © www.marcoprenninger.com

Gestochen scharfe Fernsehkost Wien. UPC trägt der stark steigenden Nachfrage an HD-Programmen weiter Rechnung und hat mit Ende Juni sein HD-Angebot auf sechs weitere Sender ausgebaut. Damit stehen den Zuschauern jetzt bereits 35 HD-Programme über das Power-Netz von UPC zur Verfügung. Mit dem Kultursender 3sat, KiKA, dem Kinderkanal von ARD

Der ORF bringt heuer Alfred Dorfer & Co. im Sommerprogramm.

Romance TV HD und RTL Crime HD beinhaltet. RTL Crime HD bietet Krimifans internationale Crimeund Action-Serienhits wie „Bones – die Knochenjägerin” und alle „CSI”-Serien, die besten RTL-KrimiSerien sowie exklusive Premieren wie „Hustle – unehrlich währt am längsten” und auch den blutigen US-Hit „Spartacus” kann man in brillanter Bildqualität genießen. Bei Romance TV HD serviert man beliebte Verfilmungen von Rosamunde Pilcher-Romanen; auch Erfolgsformate aus dem Genre der Romantic Comedy, z.B. „Moppel Ich”, bis hin zu „Das Traumschiff”, machen das besondere Programm des Senders aus.

Mehr zum gleichen Preis

© UPC

Wien. Mit 330 Stunden LifeÜbertragung von der Olympiade in London steht zwar auch beim ORF der Sport im Zentrum, allerdings hat man im Programm auch ausreichend Platz für andere Themen gelassen. Kleinkunst wieder einmal groß geschrieben. Jeweils freitags ab ca. 22 Uhr sorgen Kabarett-Stars für Lacher. Zum Auftakt gibt es heute und am 13. Juli Michael Mittermeier, danach folgen etwa Thomas Maurer („Out of the Dark”, 20. Juli), Roland Düringer („Ich – ein Leben”, 17. August) oder Alfred Dorfer („fremd”, 24. August). Noch mehr Kabarett zeigt ORF III – und zwar ab 10. Juli jeweils Dienstag im Hauptabend mit Aufzeichnungen aus dem Wiener „Local”.  www.orf.at

und ZDF, sowie zdf_neo und BR erhalten Digital TV-Kunden von UPC vier weitere hochwertige Sender in HD zusätzlich zu dem bereits bestehenden Angebot. Ohnez usätzliche Kosten können somit insgesamt zehn Sender in HD-Qualität mit der entsprechenden UPC MediaBox empfangen werden. Aufgefüllt wurde auch das Zusatzpaket HD Extra, das jetzt auch

Gerald Schwanzer, CMO UPC Austria: „Wir haben eines der größten HD-Angebote.“

Mehr Leistung heißt aber nicht mehr Kosten: Das Entgelt bleibt gleich und beträgt monatlich 4,99 €. Bei Super FIT HD und Top FIT ist dieses Zusatzpaket bereits enthalten. „Mit der umfangreichen Erweiterung unseres Angebots an HD-Sendern geben wir ein klares Bekennt-

nis für eine moderne TV-Zukunft in ‚High Definition‘ ab und stellen unter Beweis, wie leistungsfähig unser ‚Fiber Power Netz‘ ist. Kunden können davon ausgehen, dass

„Unsere Kunden können darauf ­zählen, dass wir auch in ­Zukunft bei Fernsehen in HD ­immer vorn dabei sein werden.“ Gerald Schwanzer CMO von UPC Austria

wir auch in Zukunft bei Fernsehen in HD immer vorn dabei sein werden”, so Gerald Schwanzer, CMO von UPC Austria, über die HD-Offensive des Multimedia-Providers.  www.upc.at


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Sommer 2012

entertainmentbiz – 87

Constantin Film Die „Söhne Mannheims“ präsentieren den Titelsong zu „Heiter bis wolkig“, dem neuen Kinofilm der Münchner Filmproduktionsfirma

Söhne Mannheims mit Titelsong michael Bär

München. „Gesucht und Gefunden“ heißt der Titelsong zur Komödie mit Jessica Schwarz, Max Riemelt, Anna Fischer und Elyas M‘Barek, den die „Söhne Mannheims“ exklusiv für den Film „Heiter bis wolkig“ komponiert und produziert haben und der schon jetzt im neuen Trailer zu hören ist. Ende Juli feiert „Gesucht und Gefunden“ seine Radiopremiere und wird auch digital zu erwerben sein. Die Söhne Mannheims schauen auf eine Erfolgsgeschichte zurück, die ihresgleichen sucht. Seit ihrem Entstehen vor über 15 Jahren hat die Band sechs Alben veröffentlicht, die bisher fast drei Mio. verkaufte Tonträger vorweisen kann. Es ist nicht zuletzt ihrer mitreißenden Bühnenshow zu verdanken, dass sich die bunte Kultband mit Lokalkolorit zu einer der populärsten Formationen im deutschsprachigen Raum entwickelt hat.

Facetten von Leben & Liebe Die vier Ausnahmeschauspieler Jessica Schwarz („Das Lied in mir“, „Buddenbrooks“), Anna Fischer („Wir sind die Nacht“, „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“), Max Riemelt („Die vierte Macht“, „Die Welle“) und Elyas M‘Barek („Türkisch für Anfänger“) beeindrucken unter der Regie von Marco Petry („Schule“, „Die Klasse von ’99“) durch ihr humorvolles und zugleich berührendes Spiel in einem Film, der die unterschiedlichsten Facetten des Lebens und der Liebe auf der Leinwand widerspiegelt. Der Plot ist schnell erzählt: Tim (Max Riemelt) und Can (Elyas M‘Barek) sind beste Freunde. Und beste Freunde teilen alles – manchmal auch bescheuerte Ideen. So haben sie zum Beispiel eine besondere Masche, um Frauen rumzukriegen: Sie geben sich als unheilbar krank aus; das hat bisher immer super funktioniert. Bis sich Tim in Marie (Anna Fischer) verliebt. Denn Maries Schwester Edda (Jessica Schwarz) ist tatsächlich unheilbar krank. Tim bleibt nichts anderes übrig, als weiter den Kranken zu spielen – auch vor Edda. Die durchschaut schnell, dass Tim nur simuliert. Anstatt ihn jedoch auffliegen zu lassen, bietet sie ihm einen Deal an: Wenn sich Tim „kooperativ“ zeigt, wird sie das Geheimnis für sich behalten und seiner Liebe zu Marie nicht im Weg stehen. Schnell findet sich Tim in den absurdesten und verrücktesten Situationen wieder ...

„heiter bis wolkig“ Darsteller Max Riemelt, Anna Fischer, Jessica Schwarz, Elyas M’Barek, Dieter Tappert, Johann von Bülow, Stephan Luca u.v.a. Drehbuch Axel Staeck Regie Marco Petry Produzenten Film1, Henning Ferber und Marcus Welke in Co-Produktion mit Sevenpictures, Stefan Gärtner und Joachim Kosack sowie Constantin Film, Oliver Berben und Martin Moszkowicz Verleih Constantin Film Förderungen Der Film wurde gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW, dem Deutschen Filmförderfonds DFFF, der Filmförderanstalt FFA und dem FilmFernsehFonds Bayern FFF Kinostart 6. September 2012

Was wohl der viel zu früh verstorbene Regisseur und Produzent Bernd Eichinger dazu sagen würde, der die Constantin Film (die dieses Movie produziert hat) 1978 gekauft und zu einer Kultproduktionsfirma gemacht hat?

Doku über Bernd Eichinger Wahrscheinlich hätte es ihm gefallen, denn er liebte das Kino. Wie leidenschaftlich er bei der Sache war, zeigte am 4. Juli der Gloria Filmpalast in München, wo im Rahmen des Münchner Filmfests die Dokumentation „Der Bernd“ gezeigt wurde.

Martin Moszkowicz, Vorstand Film & Fernsehen der Constantin Film, sagt: „Bernd Eichinger hat uns vorgelebt, dass beim Film Erfolg ohne Leidenschaft nicht zu haben ist. Wir haben versucht, diese Begeisterung für das Kino aus der Perspektive der Menschen, die ihn begleitet haben, zu zeigen. Die Idee zu dieser Dokumentation kam von den Mitarbeitern der Constantin Film – an der Realisierung waren fast alle beteiligt.“ Darin kommen vor: Maria Callas, schlaflose Nächte, Wodka und zerschmissene Gläser. Es geht um Rastlosigkeit und Besessenheit.  www.constantin-film.de

© Constantin Film Verleih

Eine bittersüße romantische Komödie aus Deutschland mit Jessica Schwarz, Max Riemelt, Anna Fischer und Elyas M’Barek.

„Heiter bis wolkig“ zeigt, dass Männer auf Frauensuche auch aggressiv sein können.


e v e n t s & E n t e r ta i n m e n t-Ti p p s

88 – entertainmentbiz

Sommer 2012

womClub Neue Eventreihe

Künstler finden ihr Publikum

3 mio. besucher bei Europas grösstem Open-Air-Festival mit freiem Eintritt

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(von li.): Gary „Flying Picket“ Howard, Roberta Scheifinger (Herausgeberin und Chefredakteurin Ticket), Doris Schreyvogel (Marketing wombats).

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1. Prachtvolles Wetter, abgesehen von einem mächtigen Gewitter, gute Stimmung gab es heuer am Donauinselfest und natürlich auch wieder jede Menge Stars, die ihre Hits auf verschiedensten Bühnen servierten; 2. James Morrison brillierte; 3. Jim Kerr von den „Simple Minds“ begeisterte; 4. Franz Adrian Wenzl alias „Austrofred“ sorgte wieder für Lacher; 5. Rob Birch von den „Stereo MCs“ rockte die Donauinsel; 6. „Der Graf von ­Unheilig“ konnte mit deutschsprachigen Balladen punkten; 7. The Boss Hoss.

Das Wetter bescherte drei sonnige Festivaltage mit sommerlichen Temperaturen

Donauinselfest 2012 Wien. Der Projektleiter des Donauinselfests, Sascha Kostelecky, zeigte sich mit dem Verlauf des Festivals höchst zufrieden: „Das 29. Donauinselfest hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen. Die Besucher haben einen rücksichtsvollen Umgang miteinander gepflegt. Getreu dem Motto ‚Zusammen leben. Zusammen feiern‘ haben sie gemeinsam das friedlichste und größte Open Air Festival Europas bei freiem Eintritt zelebriert.“ Von 22. bis 24. Juni gab es auf den zwölf Bühnen des Donauinselfests u.a. folgende Live-Acts kostenlos zu sehen: Jim Kerr von Simple Minds, Silbermond, Christine Hödl, James Morrison, Samy Deluxe & Tsunami Band, Stereo MCs, Jennifer Rostock, Frank Turner, DJ Antoine, Chuckie, Hubert von Goisern oder auch Nik P.. Kabarett vom Feinsten, Komik und Musik aus Österreich gab es im Ö1 Kultur-Zelt. Viktor Gernot, Gunkl, Herbert Steinböck oder Eckel & Lainer trainierten die Lachmuskeln und regten zum Nachdenken an. Erwin Steinhauer & seine Lieben überzeugten erstmals mit neu interpretierten Songs – von B.B.King bis Heli Deinboek. Mehrere Zehntausend Menschen beteiligten sich aktiv an der sogenannten Wiener Charta und stimmten über die wichtigsten Grundsätze des Zusammenlebens in Wien ab. „Der Erfolg der Charta-Aktion hat bewiesen, dass das Donauinselfest genau der richtige Ort ist, um über wesentliche Grundsätze des Zusammenlebens zu reden“, unterstreicht der Charta-Initiator und SPÖ Wien-LAbg. Christian Deutsch: „Nur mit Respekt und Rücksichtsnahme kann eine Veranstaltung dieser Größe so friedlich vonstatten gehen!“ Heiß begehrt waren auch die exklusiven Donauinselfest-Festivalbänder, die als Dankeschön für das Mitmachen verteilt wurden.  www.donauinselfest.at

Hubert Ach­leitner, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Hubert von Goisern, spielte seinen Hit „Brenna tuat’s guat“ vom Album „EntwederUndOder“.

Wien. Vor Kurzem ging im wombats City Hostel „The Lounge“ der Kickoff zur neuen Veranstaltungsreihe „womClub powered by Ticket. Das Eventmagazin“ über die Bühne. womClub soll in Zukunft regelmäßig heimischen Künstlern die Möglichkeit bieten, sich vor einem interessiertem und versiertem Publikum zu präsentieren. Roberta Scheifinger, Herausgeberin und Chefredakteurin des Ticket-Magazins von oeticket.com sowie Initiatorin der Aktion: „Uns ist es seit jeher ein Anliegen, die heimische Musikszene zu unterstützen. Als größtes österreichisches Eventmagazin war es naheliegend, eine Eventreihe ins Leben zu rufen. Mit ‚wombats City Hostels‘ haben wir für unser Vorhaben einen kongenialen Partner gefunden.”

oeticket & wombats Event Eröffnet wurde die Show-Reihe mit der jungen Grazer Band „Madman’s County“, die beim Finale zu den „Local Heroes 2012“ überzeugt hat, sowie mit der Trash Country Band „Rewolfinger“. Unter den Gästen waren u.a. Sänger Gary Howard, Gary Lux, Peter Pansky (Entertainment Quarter), Alexander Zechmeister (Regisseur von „Berliner“), Musikmanager Marcin Suder (Musikverlag Between Music) u.v.a. Der „womClub powered by Ticket. Das Eventmagazin“ soll künftig viermal pro Jahr stattfinden, die Leistungen der Bands werden entgegen üblicher Handhabe in Österreich finanziell honoriert.  www.oeticket.com

© Intergroove; EPA; Warner; Constantin Film; rondomedia

Best of the Season Neue CDs, feine Konzerte, spannende Filme, kultige DVDs und heiße Games: Die besten Tipps für Ihren Sommer cd W. A. Mozart: Don Giovanni (Universal) Neuaufnahme mit Starbesetzung: Villazón, D’Arcangelo, Pisaroni, Damrau, DiDonato, Erdmann brillieren in dieser Aufnahme einer konzertanten Aufführung im Festspielhaus Baden-Baden aus dem Jahr 2011. Yannick Nézet-Séguin dirigiert das Mahler Chamber Orchestra. Erhältlich ab 13.7. Eminem: Hip Hop Elvis (Intergroove) Bereits der Titel des neuen Albums sorgt für heftige InternetDiskussionen: Ist Eminem der neue Elvis, ist das eine Anmaßung oder steht der King eh längst im Schatten von Slim Shady? Wie auch immer – die Musikwelt hofft auf starke Songs, die an Eminems Frühwerk anschließen können. CD erhältlich ab 27.7. Alanis Morissette: Havoc And Bright Lights (Sony) Nach einigen Ausflügen zur Filmmusik und in die Schauspielerei („City of Angels“, „Dogma, „Prince of Persia“) veröffentlicht nun eine der einflussreichsten Singer-/Songwriterinnen unserer Zeit ihr lang erwartetes siebentes Studioalbum. CD erhältlich ab 24.8.

konzert

kino

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Bob Dylan Er erfand sich immer wieder neu, ließ sich nicht vereinnahmen, bestimmte Tempo, Rhythmus und Inhalt. Mit Songs wie „The Times They Are A-Changin“, „Blowin in the Wind“ oder „Like a Rolling Stone“ definierte er Ideale, Ängste und Stimmungen von und für Generationen. Termin: 7.7., 20 Uhr, Salzburgarena, 5020 Salzburg. Ticketpreis: ab 61,50 €.

Cosmopolis (F/I/Can/P 2012/Einhorn Film) Dem Börsenmilliardär Eric Packer (Robert ­Pattinson, „Twight-Saga“) zerbröselt seine heile Welt. Basierend auf dem gleichnamigen Thriller des amerikanischen Kultautors Don DeLillo, inszeniert Regisseur David Cronenberg ein radiklales und irritierendes Leinwandepos. Ab 6.7.

Die Eiserne Lady (GB 2011, Concorde) Meryl Streep spielt Margaret Thatcher, die erste Chefin einer europäischen Regierung. Ein Film über die Macht in der Politik, welchen Preis man dafür bezahlen muss und ein intimes Porträt einer außergewöhnlichen, komplexen Frau. Ab 19.7. Spieldauer: 101 Min., Dolby, 16:9.

Test Drive Ferrari Racing Legends (Bigben Interactive) Erstmals ist der Fuhrpark des italienischen Autoherstellers komplett in High Definition nachempfunden u. als Videospiel verfügbar. Eine Reise durch die Automobilgeschichte, von den Autorennen der frühen Tage bis in die Gegenwart des modernen Rennsports. Für PS3, XBox.. Release: 6.7. PC-Version am 27.7.

Dark Knight Rises (GB/USA, 2012/Warner)

Katie Melua In eine Schublade lässt sie sich nicht einordnen. Pop, Rock, Folk und Jazz verbindet sie zu ihrem eigenen Stil. Im November sind Konzerte in Salzburg und Wien geplant. Termin: 17.7., 20 Uhr, Congess-Saal Tirol, 6020 Innsbruck. Ticketpreis: ab 67,50 €.

Dritter und letzter Teil der genialen BatmanVerfilmungen von Regisseur Christopher Nolan mit Christian Bale als Superheld. In weiteren Rollen: Anne Hathaway, Michael Caine, Gary Oldman, Morgan Freeman. Ab 27.7.

Rudolf Buchbinder Als Fünfjähriger jüngster Student an der Hochschule für Musik in Wien, erstes öffentliches Konzert mit neun. Im Rahmen des „Carinthischen Sommers“ spielt der Pianist Beethoven in der Stiftskirche. Termin: 17. 8, 20 Uhr, Stift Ossiach 1, 9570 Ossiach. Ticketpreis: ab 70 €.

Prometheus (GB 2011/Constantin) Ridley Scott („Alien“, „Blade Runner“, „Thelma & Louise“, „American Gangster“) schickt eine Gruppe Wissenschaftler ans Ende des Universums. Starbesetztes SciFi-Abenteuer mit Noomi Rapace, Guy Pearce, Michael Fassbender, Charlize Theron. Ab 10.8.

Dame König As Spion (D, F, GB 2011, Studiocanal) Ein ‚Maulwurf‘ sorgt beim britischen Secret Service für Aufregung. Informationen landen seit Jahren beim KGB – eindeutig ein Fall für Meisteragent George Smiley, der aus dem Ruhestand geholt wird. Ab 9.8. Spieldauer: 122 Min., Dolby, 16:9. Türkisch für Anfänger (D 2011, Constantin) Lena ist vom Leben frustriert und von einer antiautoritären Erziehung traumatisiert, als sie auf Cem Öztürk trifft. Deutsche Emanzipation vs. türkischen Machismo. Überdrehte, politisch unkorrekte Komödie nach gleichnamiger TVSerie. Ab 16.8., Spieldauer: 97 Min., Dolby 5.1, 16:9.

Gardenscapes – gestalte dein Haus (rondomedia) Voller Energie, Humor und mit seinem typischen Butler-Charme hilft Austin, nach dem Garten des alten Landhauses auch das Gebäude auf Vordermann zu bringen. Genremix aus Wimmelbild- und Aufbauspiel. Für PC. Release: 31.7. Port Royale 3 (Kalypso Media) Eine der erfolgreichsten Wirtschaftssimulationen nun auch für Konsolen: Spanien, England, Frankreich und die Niederlande kämpfen um die Vorherrschaft in den karibischen Kolonien des 17. Jhdts. Für PC, PS3, XBox. Release: 31.8.


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