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medianet

inside your business. today.

februar 2012 – 73

Österreich möchte bei der Eurovision in Aserbaidschan gute Figur machen  Seite 75

china will nach hollywood

Chinesische Investoren wollen Filmstudios in Hollywwod übernehmen  Seite 80

lizenz-fieber glücksspiel in österreich

© sxc

songcontest in baku

© Concorde Filmverleih

© APA/Georg Hochmuth

entertainmentbiz Copyright-Spielregeln im rasanten Wandel

© TVB Paznaun – Ischgl

short

inhalt

tonträger & konzert > Universal & Sony: Manager in Marketing-Kämpfen 75 > Digital Music Report: WebAnteil fast ein Drittel  76 > Spotify: Erweiterung durch Apps und Infos  77 tv, dvd & kino > Sony: Kinostart und OnlineDownload parallel? 80 > Österreich: Die Filmemacher und ihre Themen 82 gaming & betting > Ubisoft: Game „Just dance“ 25 Mio. mal verkauft 85 > Zocker-Paradies Macao: Die Gewinne steigen stark 87

EU auf Kurs AKM-Generaldirektor Gernot Graninger im Gespräch über Musik­Piraterie, die Bedeutung von Streaming-Angeboten und über das aktuelle ACTARegel­werk, mit dem Lizenzen grenzüberschreitend genutzt werden.  Seite 74 Österreichs Computerspiele-Markt Neue Tablet PCs und Smartphones sorgen für Zuwächse im Softwarebereich

Mehr Games am österreichischen Markt Wien. Das für die Branche so wich­ tige 4. Quartal 2011 konnte gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 9,21% bei den Stückzahlen und 4,89% Zu­ wachs beim Umsatz erzielen. Aus Jahressicht ging die Gesamtstück­ zahl von Hardware und Software zwar um 3,73%, der Gesamtumsatz um 5,35% zurück. Zieht man jedoch den fortge­ schrittenen Lebenszyklus aller Plattformen in Betracht, dann sind auch die Jahreszahlen des öster­ reichischen Computer- und Videospielmarkts in diesem Kontext zum Vorjahr besonders erfreulich, weil weiterhin deutlich wachsend.

Im statistischen Detail konn­ ten die Konsolen-Games im Jah­ resvergleich 2011 leicht zulegen: Um 0,76% bei den Stückzahlen und 0,29% beim Umsatz.

Günstige Hardware Einen Rückgang gab es bei den PC-Spielen mit 4,34% bei den Stückzahlen und 1,03% beim Umsatz sowie bei der Hardware. Der Rückgang beim Umsatz mit Konsolen-Hardware und Zube­ hör erklärt sich unter anderem dadurch, dass 2011 wenig neue

Konsolen auf den Markt kamen und die vorhandenen Produkte zu günstigeren Preisen abgegeben wurden. Im vierten Quartal 2011 konnte der Gesamtmarkt im Vergleich zum vierten Quartal 2010 bei den Stück­ zahlen um 9,21% zulegen (4,89% beim Umsatz). Die Softwareverkäufe stiegen auch bei PC-Spielen, die um 6,15% gesteigert werden konnten (14,41% beim Umsatz). Das Wachstum bei den Konso­ lenspielen erreichte bei den Stück­ zahlen ein Plus von 9,99% (10,27% beim Umsatz).  www.ovus.at

© Lizenz lighto

Wien. „Olive“ ist der erste Kino­ film, der vollständig mit einem Smartphone gedreht wurde. Die Produktion ist mittlerweile bereits abgeschlossen. Gedreht wurde der Film zu 100% mit einem Nokia N8 Handy. Aller­ dings wurde das Smartphone mit einer speziell angefertigten 35 mm-Linse bestückt, um bessere Tiefenschärfe-Eigen­ schaften zu erreichen. Die komplette Finanzierung des Films erfolgte ohne Betei­ ligung eines großen Filmstu­ dios. „Olive“ erzählt die Ge­ schichte eines Mädchens, das ohne zu sprechen das Leben von drei Menschen verändert.  www.olivethemovie.com

© sxc

© www.olivethemovie.com

Ischgl. Noch 148 Mails checken und dann geht’s zum Welt­ retten nach Ischgl. Anders als in seinem Song, vertröstet Tim Bendzko (Bild) zu Ostern nie­ manden. Zum Top of the Moun­ tain Easter Concert am 8. April hat der deutsche Newcomer im Skigebiet seine Gitarre am Anschlag. Auf der Idalp-Bühne in über 2.300 m Höhe begeistert der 26-Jährige die Zuschauer kostenlos mit Popmusik. Als Sieger des Bundesvision Songcontest und mit einem Bambi im Koffer blickt der Popsänger in eine vielverspre­ chende Musikzukunft.  www.ischgl.com

Das Weihnachtsgeschäft 2011 wirkte sich positiv auf die Games-Branche aus.


c ov e r

74 – entertainmentbiz

kommentar

Mephisto lässt schön grüßen

Februar 2012

Bestandsaufnahme Das Urheberrecht befindet sich im Wandel, die EU-Harmonisierung wird 2012 großes Thema sein

„Unser Fokus wird dieses Jahr auf Brüssel liegen“

Gernot Graninger, Generaldirektor AKM: „Entwurf des Regelwerks bereits mit Anfang dieses Jahres“. Eva Kaiserseder

H

ab ich jetzt meine Seele an den Zuckerberg verkauft, so im Vorbeigehen, für ein paar Gratissongs?, fragte ich mich neulich. Aber: Spotify ist halt, samma uns ehrlich, schon ein gar herrlich Ding – eben mit der Auflage exklusiv für Face­book­nutzer. Da geh ich den Teufelspakt nicht grad gern, aber durchaus bereitwillig ein. Bringt mir ja was, ziemlich viel sogar. Nur: Der vielzitierte gläserne Mensch ist damit wirklich nicht mehr weit, deucht mir, weil wenn jetzt auch mein Musikgeschmack genauestens unter die Lupe genommen wird ... prost Mahlzeit. Marketingmenschen allerortens werden sich da natürlich selbstredend die Hände reiben. Worum gehts aber im Kern bei Spotify, bei dem man den Eindruck hat, die Majors sehen darin den heiligen Gral? Jedenfalls derzeit wohl mitnichten ums große Geld, denn zum Vergleich: Die Umsätze, die die Labels mit physischen Tonträgern gescheffelt haben, sind mit ziemlicher Sicherheit unter ‚glorreiche Vergangenheit‘ abzuheften. Vielmehr ist das wirklich Spannende, die Leute wieder an den Gedanken zu gewöhnen, dass Musik aus dem Netz nicht gratis zu haben ist. Eine schrittweise Annäherung an einen verloren geglaubten Zustand, der eigentlich selbstverständlich sein sollte: Wer ein Produkt haben und nutzen will, muss dafür zahlen. Auch in digitaler Form.

Soap&Skin „Narrow“

Musik noir

Wien. Urheberrecht, Musikpiraterie und Co. sind ein Dauerbrenner in der Musikindustrie. medianet traf sich mit AKM-Generaldirektor Gernot Graninger, um über den weiteren Weg der EU in Sachen Copyright, die Entwicklung im Onlinebereich und die Rolle des Konsumenten dabei zu sprechen. medianet: Ihr Rückblick auf 2011? Wie ist es wirtschaftlich gelaufen? Gernot Graninger: Es gibt eine stabile Einnahmensituation, unser Sorgenkind ist derzeit aber der ORF; als wichtiger Kunde macht er 25 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Der ORF will heftig sparen, zehn Prozent weniger bezahlen, im Gegenzug aber mehr nutzen. Wir appellieren hier dringend an die Fairness gegenüber den Künstlern, das nicht auf ihren Rücken auszutragen. Auch einen vertragslosen Zustand kann sich keiner wünschen.

„Wir wollen dort zugreifen, wo Geld fließt, also nicht beim Konsumenten, sondern bei den Anbietern. “ Gernot Graninger

medianet: Stichwort ‚Online‘: Was tut sich hier aktuell? Graninger: Wir haben kürzlich mit Spotify einen Vertrag abgeschlossen, mit Google/YouTube und anderen Diensten gibt es Verhandlungen. Wir sind optimistisch, allerdings sind die Provider bei der Verhandlung der Bedingungen nicht besonders flexibel. iTunes gibt es natürlich auch noch, einer der wenigen Dienste, der wirtschaftlich erfolgreich ist. Bei Spotify, Simfy und Co. darf man sich aus Sicht des Rechteinhabers nicht allzu viel erwarten, der Endkundenpreis ist nicht hoch, und auch wenn viele diese Dienste nutzen, bleibt unterm Strich nicht viel übrig. medianet: EU-Kommisarin Neelie Kroes meinte kürzlich, das Wort

© APA/Georg Hochmuth

Auch AKM-Generaldirektor Gernot Graninger (li.) ist mit dem ORFSparkurs konfrontiert: Derzeit laufen die Verhandlungen mit dem kauf­ männischen Direktor Richard Grasl.

© AKM; APA/Robert Jäger

eva kaiserseder

‚Urheberrecht‘ sei mittlerweile zum Schimpfwort geworden (siehe auch Seite 78) und hätte ein schlechtes Image. Graninger: Frau Kroes hat hier einen verengten Blickwinkel, sie versteht darunter vorrangig den Onlinebereich. Für uns machen Onlineeinnahmen gerade einmal ein Prozent des Gesamtumsatzes aus. Urheberrecht ist also wesentlich mehr! Lösen kann man das ganz leicht, indem man den Konsumenten Rechtssicherheit gibt, dafür sind wir sehr. Es geht darum, auf die Vermittler zuzugreifen, diese zu veranlassen, Geld dafür zu bezahlen oder notfalls eben die geschützten Werke herunterzunehmen. medianet: Wie soll man das Urheberrecht grundsätzlich an das Onlineangebot anpassen? Graninger: Ganz einfach: Nutzungen bzw. Dienste legalisieren, den Nutzern einen möglichst schnellen und einfachen Zugang

ermöglichen und den Geldfluss an die Rechteinhaber sicherstellen. Das Internet gibt es immerhin nicht erst seit gestern und das Urheberrecht muss nicht neu erfunden werden! Es gibt eine EU-Urheberrechtslinie, die allerdings schon rund zehn Jahre alt ist, wo konkret formuliert ist, wie das Thema zu regeln wäre. Geschärft gehört ‚nur‘ die Rechtsdurchsetzung, also die rechtlichen Möglichkeiten und Instrumentarien, um den Geldfluss an die Rechteinhaber auch im OnlineBereich sicherzustellen. medianet: Die Grünen in Deutschland etwa sind auf einem ganz anderen Weg; sie wollen das Urheberrecht aufweichen. Gibt es in Österreich auch derartige Bestrebungen? Graninger: Das ist leider ein europaweiter Trend: Die Grünen kooperieren zum Beispiel mit den Piratenparteien und sind etwa für Open Source, freies Internet usw. Eigentlich schade, denn die

Anja Plaschg nimmt jetzt melan­ cholische Anleihen bei Nico & Co.

ACTA 22 EU-Staaten unterzeichnen das umstrittene Handelsabkommen

Wien. Anja Plaschg alias „Soap&Skin“ ist zurück. Sie wird nach längerer Pause kommende Woche ihr Minialbum „Narrow“ veröffentlichen. Drei Jahre nach dem nicht nur nationalen Hype rund um das Debut „Lovetunes for Vacuum“ wird der Nachfolger mit acht Songs inklusive einem iTunes-Bonustrack aufwarten. Der atmosphärischdüstere Sound wird, der ersten Single „Boat turns towards the port“ nach zu urteilen, beibehalten werden.  www.soapandskin.com

Tokio/Brüssel. Der umstrittene Pakt gegen Produktpiraterie, ACTA (Anti Counterfeit Trade Agreement), ist in den letzten Jahren zwischen Japan, den USA und der EU ausverhandelt worden, nun haben 22 der 27 EU-Mitgliedsstaaten inklusive Österreich unterzeichnet. Es wird erwartet, dass die fünf noch säumigen Länder, darunter Deutschland, rasch folgen werden. Im September vergangenen Jahres unterschrieben neben Japan und den USA etwa Australien oder Kanada. Ein Knackpunkt des Abkommens sieht die Haftbarmachung von Internet-Anbietern für Urheberrechtsverletzungen von Kunden vor, um geistiges Eigentum zu schützen. Kritiker sehen hier eine kommende Verschärfung des Urheberrechts bzw. eine mögliche Kontrolle von Netz-Inhalten der Provider. Entsprechende Gesetzesvorhaben in den USA mit den Bezeichnungen SOPA („Stop Online Piracy“ Act) und PIPA („Protect IP“ Act) stießen sogar auf derart massive Proteste, dass im Kongress geplante Abstimmungen auf unbestimmte Zeit verschoben wurden; auch in Polen wird heftig protestiert. Vor dem In-Kraft-Treten von ACTA ist allerdings noch eine Zustimmung des EU-Parlaments erforderlich. Diese Abstimmung wird voraussichtlich im April oder Mai stattfinden. (APA/red)

Anti-Piraterie-Abkommen erhitzt die Gemüter

Grünen, die früher sehr künstlerfreundlich waren, schlagen sich derzeit vermehrt aufseiten der Nutzer. Sie sind nicht wirklich interessiert, sich verstärkt für die Künstler einzusetzen. Von Abschaffung des Urheberrechts ist zwar keine Rede, sie wollen es aber stark aufweichen; das stimmt. Die Frage, um die es hier geht, ist: Muss wirklich alles frei erhältlich sein und soll ich tatsächlich für nichts etwas zahlen müssen? Ähnliche Ansätze gibt es auch in der SPÖ, in einem Positionspapier zur Netzpolitik, das zum Teil auch urheberfeindliche Inhalte enthält. medianet: Stichwort ‚Rechtliche Handhabe gegen Urheberrechtsverletzungen‘. In welche Richtung wird sich das weiterentwickeln? Graninger: Es ist nicht unser Stil, Konsumenten zu verfolgen und zu kriminalisieren. Wir wollen dort zugreifen, wo Geld fließt, wo jemand Geld verdient, also nicht beim Konsumenten, sondern bei den Anbietern selbst. Etwa wenn es dort Werbeeinnahmen gibt oder die Marke im Wert gestiegen ist und teuer weiterverkauft wird. Hier sollte der Rechteinhaber beteiligt werden. medianet: Was wird sich 2012 bei der AKM tun? Graninger: Unser Fokus wird auf Brüssel liegen, weil eine Richtlinie zur Regulierung der Verwertungsgesellschaften geplant ist. Dieser Regulierung stehen wir positiv gegenüber, wir haben in Österreich ohnehin ein modernes Verwertungsgesellschaftengesetz. medianet: Welche Stoßrichtung hat diese Richtlinie? Graninger: Es geht einerseits darum, wie der rechtliche Rahmen für den Betrieb einer Verwertungsgesellschaft ausgestaltet sein soll und andererseits wie eine Lizenzierung grenzüberschreitender Nutzungen aussehen soll. Wichtig bei Letzterem ist die Unterscheidung zwischen internationalem und lokalem Geschäft; das lokale Geschäft soll weiterhin in Händen der nationalen Verwertungsgesellschaft liegen. Und wenn jemand europaweit Business macht, sollte man rasch eine Einigung finden. Einen Entwurf dieses Regelwerks gibt es mittlerweile schon, wobei aber bis jetzt noch nicht klar ist, ob das eine Richtlinie oder eine Verordnung ist.  www.akm.at


Februar 2012

to nt r ä g e r & Ko n z e rt

entertainmentbiz – 75

Songcontest Die Vorentscheidungen für den Bewerb in Baku haben begonnen; musikalisch breit gestreutes Interpretenfeld kämpft um den Startplatz

Match ums Ticket hat begonnen Edgar Böhm, ORF:„Liegt auf der Hand, dass wir auch heuer Kräfte bündeln.“ Wien. Geht der Zuschlag an die extravagant-bärtige Chansonniere Conchita Wurst, das altgediente Popduo Papermoon oder doch an die Mühlviertler „Trackshittaz“, die es heuer mit ihrer Hymne an das weibliche Hinterteil probieren? Wer das Rennen macht und Österreich beim Songcontest Ende Mai in Aserbaidschan vertritt, wird sich in den nächsten Wochen weisen. Insgesamt zehn Bands und Solokünstler werden am 24. Februar 2012 in der ORF eins-Show „Österreich rockt den Songcontest“ gegeneinander antreten und um die Gunst des Publikums rittern. Anfang Jänner fand die Kick-off-Veranstaltung samt Präsentation der Acts im Wiener Volksgarten statt. Von Ballade bis Powerpop, Dialektrock und Folk ist die musikalische Bandbreite breit gestreut. Die Starter wurden von Ö3 nominiert, das auch heuer

Universal & Sony Wechsel

Schlüsselrolle

New York. Universal und Sony haben ihre Digital Marketing-Spitzen neu besetzt. Seit Jänner ist Dennis Kooker President of Global Digital Business und President of U.S. Sales bei Sony Music Entertainment. Bei Universal zeichnet Deborah Hyacinth als Vice President International Digital Marketing für die Universal Music Group (UMG) verantwortlich. „Das Marketing im Digitalmusik-Bereich ist heute extrem wettbewerbsgetrieben und verlangt Flexibilität, Können und Erfahrungen – alles Qualitäten, die Deborah zur Genüge mitbringt. Sie übernimmt in unserem weltweiten Marketingteam eine Schlüsselrolle und stellt damit sicher, dass wir weiterhin das Beste für unsere Künstler und unser Repertoire herausholen“, so Andrew Kronfeld, President Global Marketing UMG.

Segmente Online, Mobile

© Universal

Kooker war vor dem Wechsel als Executive Vice President of Operations und als General Manager of Global Digital Business/ U.S. Sales bei Sony tätig. Hyacinth wird gemeinsam mit den anderen International-Marketing-Teams, Repertoire-Besitzern und der Global Digital Group die Digitalmarktmarketing- und Veröffentlichungsstragegien für UniversalReleases entwickeln. Gemeinsam mit Partnern aus den Segmenten Mobile, Online und Hardware sollen neue Services generiert werden.  www.universalmusic.com  www.sonymusic.com

Andrew Kronfeld, UMG: „Digital Marketing ist extrem wettbewerbsgetrieben.“

wieder als Plattform für die Interpreten fungiert. Eine Wildcard gab es für die Soulformation „Mary Broadcast Band“. „Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der ORF-TV-Unterhaltung und dem Hitradio Ö3 beim vergangenen Songcontest liegt es auf der Hand, dass wir auch heuer unsere Kräfte bündeln, um den größtmöglichen Erfolg für Österreich in Baku zu ermöglichen“, so ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm dazu. „Die Liste der Künstler ist ein Beweis für die Vielfältigkeit der heimischen Musikszene, und die Künstler bekommen via Hitradio Ö3 die größte Musikbühne des Landes

zur Verfügung gestellt, um sich und ihre Songs zu präsentieren“, äußert sich Ö3-Senderchef Georg Spatt zum Teilnehmerfeld.

Schlechte Ergebnisse Wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert hat sich Österreich bei seinen bisherigen Teilnahmen: Ein einziges Mal (Udo Jürgens, 1966) stellten wir den Sieger des „Grand Prix Eurovision de la Chanson“; ansonsten sprechen vier letzte Plätze, einige vorletzte Ränge und zwei Seminfinal-K.o.s in den vergangenen Jahren eine deutliche Sprache.  www.eurovision-austria.com

© APA/Georg Hochmuth

eva kaiserseder

Conchita Wurst alias Tom Neuwirth hat neuerdings auch Songcontest-Ambitionen.


T o n tr ä g e r & ko n z e rt

76 – entertainmentbiz

Digital Music Report Das Onlinesegment wächst weiter rasant. Trotzdem warnt die IFPI vor allzu großem Optimismus

short

Die Branche auf der Suche nach dem heiligen Gral

Van Halen: Nach 30 Jahren neues Album Santa Monica/CA. Eine spezielle Reunion feiert die Band Van Halen. Seit 1985 gehen Ur-Sänger David Lee Roth und die Band getrennte Wege. Zwar gab es seither eine gemeinsame Tour und 1996 eine kurze Zusammenarbeit für eine Werkschau, aber erst jetzt, nach fast 30 Jahren, haben Roth und seine früheren Kollegen wieder den Weg ins Studio für eine gemeinsame Album-Produktion gefunden. „A Different Kind Of Truth“ heisst das Werk, das voraussichtlich kommende Woche bei Interscope (Universal) erschienen, die Single „Tattoo“ ist seit Mitte Jänner digital erhältlich. Nach 1985 übernahm Sammy Hagar das Mikrofon, mit vier US-Nummer-eins-Alben in Serie sehr erfolgreich. Ihm folgte 1997 für einige Monate Gary Charone.

Online-Anteil am Weltmarkt beträgt fast ein Drittel; auch in Österreich steigen die Digitalumsätze weiter. die Vorsitzende des Branchenverbandes IFPI, Frances Moore.

eva kaiserseder

Wien. Digital ist besser- wissen nicht nur Tocotronic, sondern auch die Player am globalen und vor allem heimischen Musikmarkt: Der kürzlich in London veröffentlichte IFPI Digital Music Report 2012 zeigt, dass die Kurve in Sachen Online immer weiter nach oben geht. Das neuerliche Wachstum am globalen, digitalen Musikmarktes beträgt 8 Prozent, weltweit wurde 2011 ein Umsatz von 5,2 Mrd. US$ (ca. vier Milliarden Euro) erzielt.

Musik on-demand In Österreich hat Streaming 2011 im großen Stil den Markt erobert: Mit Spotify, Simfy, Juke sind neue Angebote erhältlich, die den On-demand-Zugang zu Musikfans zu Millionen Songs ermöglichen. Dass dieses Marktsegment mit 32 Prozent Wachstum die größten Zuwächse verbuchen kann, ist im Hinblick darauf keine Überraschung. Weiterhin wird das Wachstumspotenzial von Spotify und Co., wo zwischen werbefinanzierten (Gratis)Abos und Bezahleabos gewählt werden kann, von der Branche als sehr hoch eingeschätzt. „Die Auswahl für die Konsumenten hat sich quasi revolutioniert, indem sich neue Modelle für den Abruf und die Konsumation von Musik in neue und bereits existierende Märkte aufgetan haben..Die Anzahl der zahlenden Abonnenten bei Services wie Spotify oder Deezer hat im vergangenen Jahr einen Sprung auf geschätzte 13 Mio. gemacht.“ so Moore, die aber vor verfrühtem Aufatmen warnt: „Das gibt Anlass zu echtem Optimismus. Man könnte sich versucht fühlen zu denken, die harten Zeiten für die gebeutelte Branche sind damit entgültig vorbei. Eine derartige Selbstgefälligkeit wäre allerdings ein großer Fehler.“

„Man könnte denken,

Reggaelegende: Rechtsstreit beendet

die harten Zeiten sind vorbei. Eine derartige Selbstgefälligkeit wäre allerdings ein großer

© Archiv

Fehler.“ Frances Moore

New York. Bob Marleys Familie und Universal Music haben ihren drei Jahre dauernden Rechtsstreit rund um fällige Download-Tantiemen in Millionenhöhe beigelegt. Eine Lizenzvereinbarung aus dem Jahr 1992 sei uneindeutig gewesen, so Rita Marley, die Witwe des Reggae-Künstlers, in ihrer Argumentation. 2008 hat der Rechtsstreit rund um das Erbe begonnen, zur Debatte standen auch Fragen bezüglich des Copyrights früherer Alben mit den Wailers. Konkrete Einzelheiten zur aktuellen Einigung zwischen der Familie von Bob Marley und der Universal Music Group wurden nicht bekannt, es hiess, der Fall wurde „vor Gericht ohne Sachenentscheidung“ eingestellt.

Der österreichische Digitalmarkt übertrumpft den globalen Markt hier noch um einige Prozentpunkte: Eine erste Analyse zeigt, dass der Internet- und Handy Musikmarkt zum siebten Mal in Folge zugelegt hat: Die Musikumsätze mit Download-Shops, Handy- und Streaming-Diensten sind im Vergleich zu 2010 um 14% auf 24 Mio. Euro angestiegen. Vor allem der Albumdownload ist mit 22 Prozent rasant gewachsen, Einzelsongs dagegen um „nur“ 18 Prozent. Fasst man diese Zahlen zsammen, beträgt der Anteil der online gekauften Mu-

© IFPI

Seit 2008 befanden sich der MarleyClan und Universal Music im Clinch.

IFPI-Vorstandsvorsitzende Frances Moore: Optimismus ja, aber in Maßen.

sik rund 20% des Gesamtmarktes. Weltweit beträgt der Anteil der Digitalumsätze hier fast ein Drittel (32 Prozent), einige Märkte wie die USA oder Südkorea haben die 50 Prozent Marke sogar schon

überschritten. Im Fall von Südkorea dürfte das vor allem an der „Rolle des Landes als Vorreiter in Sachen Anti-Piraterie und im Vorgehen gehen die Internetprovider bei Rechtsverletzungen liegen“, so

Mars und Lopez vorne Die digitale No.1.Single 2011 kam übrigens von Bruno Mars: „Just the way you are“ wurde 12,5 Mio. mal verkauft. In Österreich werden die digitalen Jahrescharts von Jenifer Lopez („On the floor“) angeführt.  www.ifpi.at/www.ifpi.org

Midem Die Traditionsmesse muss sich an die veränderten Umstände anpassen-das Publikum reagiert gespalten

„Haben Erwartung nicht mehr entsprochen“ Cannes. Die Musikbranche hatte im Jänner die Qual der Wahl: Wohin soll es gehen, zur traditionsreichen Midem in Cannes oder zur noch relativ jungen Eurosonic Norderslaag? Laut einer der Musikwoche ist das Ergebnis klar: Eine Mehrheit von 55 % will zukünftig nicht mehr zur Midem fahren. Bei 11,7 % der Teilnehmer bekommt das nie-

derländische Showcasefestival den Zuschlag, das mit eine neuen Rekord von laut Eigenauskunft 3150 Fachbesuchern punkten konnte. Für rund ein Drittel bleibt die Midem aber das Maß der Dinge in Sachen aktuelle Trends, für 25,2 % ist der Klassiker, den es seit 1966 gibt, weiterhin Pflichttermin. Und 8,1 % sind auch heuer wieder nach

© Midem

Happy Birthday: Neuer Doors-Song entdeckt Los Angeles. Ein bisher unbekannter „Doors“ – Song aus den Aufnahmesessions zu „L. A. Woman“ ist kürzlich unter kuriosen Umständen aufgetaucht. Das Lied mit Titel „She smells so nice“ hat Produzent Bruce Botnik während seiner Arbeit an der Geburtstagsedition des Albums entdeckt. 40 Jahre alt wird der Schwanengesang der Band rund um Frontmann Jim Morrisson. Das Set „L.A. Woman: 40th Anniversity Edition“ besteht aus dem kompletten Original-Album und einer zweite Disc mit „She Smells So Nice“ sowie acht bisher unveröffentlichten Songversionen. Am 2. März soll außerdem die DoppelVinyl-LP „The Workshop Sessions“, erscheinen. Außerdem geplant: Die neue DVD/Blu-Ray „Mr. Mojo Risin‘: The Story Of L.A. Woman“ dokumentiert die Historie des Geschichte des Albums.  www. thedoors.com

Februar 2012

Midem-Festivaldirektor Bruno Crolot setzt heuer verstärkt auf mehr Livebiz.

Südfrankreich gefahren, trotzdem sie dem neuen Konzepten mit mehr Technologie und mehr Interaktion mit dem Publikum skeptisch gegenüber stehen.

midemlab, Hackday &Co. Die Skepsis dürfte nicht unberechtigt sein, befindet sich die Messe doch wie die gesamte Branche im Wandel – Ausgang ungewiss. Fix ist, dass einige grundlegende Neuerungen implementiert wurden, wie Festivaldirektor Bruno Crolot im midemblog schon vorab mitteilte: „Das Musikbusiness umfasst mittlerweile viel mehr als nur die Musikindustrie. Und wir sind uns dessen bewusst, dass die Midem den Erwartungen vieler Besucher nicht mehr entsprochen hat. Vor allem, weil sich diese Erwartungen gewandelt und weiterentwickelt haben. Daher haben wir bestimmte Traditionen adaptiert, offener gemacht und interaktiver.“ Konkret sind das Veranstaltungen wie midemlab als internationaler Pitch-Wettbewerb für Startups und Apps-Entwickler. Neu

daran war heuer die nicht unbedingt musikorientierte Ausrichtung, vielmehr geht es um Modelle, die Reichweite und Rentabilität von Künstlern, Verwertungsgesellschaften Marken steigern können. Außerdem gab es die so genannte Innovation Factory, ein Bereich, reserviert für Edge-Entwicklungen: Dort werden Programme für StartUps geboten. Und der midem Hack Day, der zum zweiten Mal stattgefunden hat, bietet Entwicklern und Designer weltweit eine Plattform, musikaffine Apps zu entwickeln und umzusetzen. Auch dem Livebiz wurde 2012 endlich ein wichtigerer Stellenwert eingeräumt; das allererste Midem-Festivals ist als Mix aus etablierten Major Label-Acts (Tings Tings, Skip the Use) und weniger bekannten Künstlern (2manydjs). Crolot ist sich des veränderten Publikumsanspruches jedenfalls sehr bewusst: „Wir haben das gespürt und die Besucher und Kunden haben uns bestätigt, dass es eine wesentlich unterhaltsamere Midem wird, wenn wir verstärkt auf Livemusik setzen.“  www. midem.com


t o n t r ä g e r & Ko n z e r t

Februar 2012

entertainmentbiz – 77

Innovation Als erster Musikdienst bieten die Niederländer eine Erweiterung durch Apps an, gleichzeitig verliert man aber unabhängige Plattenfirmen

Spotify macht jetzt auch in Apps New York. Spotify macht mit der App-Integration, die auf der New Yorker Medienkonferenz „what’s next“ im Dezember 2011 bekannt gegebenen wurde, einen wichtigen Schritt in Sachen Erweiterung der Möglichkeiten einer StreamingPlattform und noch engerer Kundenbindung.

neue Alben, Spotify-Nutzer können sie ihrer Playlist hinzufügen. TuneWiki zeigt die Texte der Songs an, die gerade laufen, Songkick, wann der eben zu hörende Künstler sein nächstes Konzert in der Nähe gibt. Jeder, der will, kann seine eigene App programmieren. Ähnlich wie Apple überprüft Spotify die App, bevor sie auf den Marktplatz darf.

User-Gewinn via Apps

Verlust von 200 Indie-Labels

Wovon sprechen wir? Ab sofort steht eine ganze Serie von Apps zur Verfügung, die nach Facebook-Vorbild auf die Plattform Spotify beschränkt bleiben soll. Dafür ist dank Partnern wie Last.fm, dem Rolling Stone Magazine und TuneWiki. quasi für jeden etwas dabei. Die Rolling Stone-App etwa stellt Rezensionen und Bestenlisten vor, die sich Nutzer gleich anhören können. Pitchfork bespricht dort

Fast parallel zur Meldung über die App-Innovation gibt es auch eine andere – diejenige über den Verlust unabhängiger Plattenfirmen:

Alexandra Binder

Launch I Musikmagazin

„get happy!?“

Bonn. Ein neues Musikmagazin will den deutschsprachigen Markt erobern: get happy!? hat sich zum Ziel gesetzt, dort anzuknüpfen, wo andere Magazine an ihre Grenzen stoßen. Gelöst von kommerziellen Zwängen und dem Diktat der Tagesaktualität, will man sich Themen aus populärer Musik, Film, Literatur und Kunst widmen, denen gemeinhin zu wenig Beachtung widerfährt. „Wir wollen den Dingen auf den Grund gehen, sie dem Mahlstrom der Flüchtigkeit im Internetzeitalter entreißen, in überraschende Kontexte setzen“, heißt es. „Und vielleicht auch ein wenig glücklich machen.“ Entstanden ist das Blatt aus einer im Sommer 2011 im Online-Forum des deutschen Rolling Stone geborenen vagen Idee.  www.gethappymag.de

Sony Music Kooperation

Neue Navi-App

Berlin. Sony Music entwickelt in Kooperation mit dem Softwareanbieter Skobbler eine Navi-App. Um 2,99 € weist seinen Fans zukünftig etwa die deutsch-türkische YouTube-Sensation Buddy Ogün den Weg. Für Daniel Federauer, als Manager Business Development bei Sony Music Entertainment zuständig für die mobile App- Strategie, ist das nur der Anfang: „Gemeinsam werden wir das Stimmenangebot in Zukunft mit vielen weiteren Künstlern ausbauen.“

© Sony

Buddy Ogün sollen lt. Sony Music weitere Künstler als „Wegweiser“ folgen.

Rund 200 kleine Labels ziehen ihr Angebot bei Online-Musikdiensten – darunter eben auch Spotify – zurück. Neben einigen MetalLabels gehört dazu auch THoldings, ein britischer, auf Dubstep und Drum’n’Bass spezialisierter Musikvertrieb, der dazu wissen läst: „Wir sind besorgt, dass diese Dienste die Umsätze anderer digitaler Vertriebswege kannibalisieren.” Hintergrund: Eine Studie der NPD Group, nach der gerade bei der für Indie-Labels wichtigen Zielgruppe der Musik-Fanatiker das Interesse an Kaufmusik nachlasse, sobald sie Zugang zu einer Streaming-Flatrate haben.  www.spotify.com

© Spotify

U.a. dabei: Songtexte zu laufenden Liedern, Rolling Stone-Inhalte, Künstlerbios.

Die ersten Apps ergänzen das Programm um durchaus nützliche, soziale Tools.


t o n t r ä g e r & Ko n z e r t

78 – entertainmentbiz

short

Chart-Rekord für den Deutsch-Rocker Maffay

Februar 2012

Politik Die für Durchsetzung von Urheberrechten ausgegebenen Mio. USD hätten die Piraterie nicht aufgehalten, so Kroes

EU-Kommissarin nennt Copyrights ein „Hasswort“

© Promoteam

Neelie Kroes spricht Klartext zum Thema, die deutschen Grünen wollen das Copyright aufweichen. für die Distribution und die Abrechnung kreativer Werke für die Künstler selbst und für Zwischenhändler schaffe. In diesem Zusammenhang nennt sie Cloud Computing als neuen Rahmen, wiewohl damit Fragen der optimalen Lizenzierung verknüpft seien, die durch ein offenes gesetzliches Rahmenwerk geklärt werden müssten. Es heiße Regeln zu finden, die derartige Prozesse unterstützten und dafür sorgten, dass das System die Interessen der Künstler absichert. Untätig ist Kroes nicht: Sie hat bereits einen Vorschlag gemacht, um etwa die kollektive Rechteverwertung zu vereinfachen. Darüber hinaus ist ihrer Meinung nach aber auch das Steuersystem an die digitale Welt anzupassen.

Alexandra Binder

Berlin. Peter Maffay hat mit seiner Best-of-Platte „Tattoos” Platz eins der deutschen Hitparade erobert und damit sein 14. Nummer-eins-Album vorgelegt. So viele Top- Platzierungen hatte bisher kein Musiker in Deutschland, wie das Marktforschungsunternehmen media control mitteilte. Auf Platz zwei der ewigen Bestenliste liegt James Last mit 13 Nummer-eins-Alben. Der 60-jährige Maffay ist ein Hitparaden-Dauerbrenner: Er hat mit der Platte „Tattoos (40 Jahre Maffay – alle Hits – neu produziert)” zum 41. Mal ein Album in den deutschen Charts platziert und war insgesamt 908 Wochen lang in der Hitparade vertreten, wie media control weiter mitteilte.

GB: Adele überholt Amy Winehouse London. Mit knapp 3,42 Mio. abgesetzten Exemplaren ihres Albums „21” binnen zehn Monaten stellt Adele das meistverkaufte Album in Großbritannien im 21. Jahrhundert. Diese Top-Position hatte bis dahin Amy Winehouse mit „Back to Black” mit 3,3 Mio. inne. Adeles „21” ist laut BBC aber auch das weltweit meistverkaufte Album 2011.

Wie es mit Warner-Chef Bronfman weitergeht

Avignon. Es war eine Rede auf einem Kultur- und Medienforum in Avignon, auf der Neelie Kroes, EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, mit einer scharfen Kritik am derzeit geltenden Urheberrecht aufhorchen ließ. Die Millionen US-Dollar, die für die Durchsetzung von Urheberrechten ausgegeben wurden, hätten die Piraterie nicht aufgehalten,

„Viele sehen das ­aktuelle Regime nur noch als Werkzeug zum Bestrafen und

D: Rechte nur auf Lebenszeit?

nicht als Mittel, um kreative Leistungen zu ­entlohnen.“ Neelie Kroes, Eu-Kommissarin

© EPA

Evergreen: Peter Maffay ließ aktuell sogar Lady Gaga hinter sich.

Neelie Kroes macht sich mit ihrer äußerst kritischen Haltung nicht nur Freunde.

meinte die Niederländerin. Und: Verstärkt steige bei den Bürgern Hass auf das auf, was sich hinter dem Wort ‚Copyright‘ verberge. Viele sähen das Urheberrecht daher heute nicht mehr als Mittel, um kreative Leistungen anzuerkennen, sondern nur noch als Werkzeug zum Bestrafen und Entziehen.

verdiente die Hälfte der bildenden Künstler in Großbritannien weniger als 50% der „professionellen” Autoren in Deutschland und 97,5% der Mitglieder einer der größten Verwertungsgesellschaft in Europa weniger als 1.000 € pro Monat mithilfe ihrer geschützten Werke. Nebst einigen top-verdienenden Stars hätte sich am unteren Ende der Pyramide eine Masse angesammelt, die unabhängige Zuwendungen oder einen Zweitjob zum Überleben bräuchten. Was tun? „Wir müssen zurück zu seinen Fundamenten und den Künstler in den Mittelpunkt stel-

EU: Das System versagt Aber nicht nur das stößt Kroes offenbar sauer auf; das aktuelle Copyright-System versage auch bei der Vergütung von schöpferisch tätigen Künstlern. In Zahlen

len”, so die Kommissarin, die sich für ein flexibleres System einsetzt. Gefragt seien „kreative Geschäftsmodelle”, um Kunst zu Geld zu machen. Das ginge allerdings nur mit Inhalt produzierenden, vertreibenden Plattformen, Kanälen und Geschäftsmodellen, die genauso vielfältig und innovativ seien, wie der Content selbst. Sich direkt und günstig mit ihrem Publikum zu vernetzen: Das sei der Vorteil, den das Internet für Künstler mich sich bringe. Mit der Digitalisierung entstehe eine Datenbank für ein globales Repertoire, die einen transparenten Weg

Die deutschen Grünen haben indes auf ihrem Kieler Parteitag einen Entwurf eines neuen Urheberrechts beschlossen, wonach Urheberrechte nur noch für die Lebenszeit des Urhebers gelten sollen – mit dem ursprünglichen radikalen Plan von einer Verkürzung auf nur fünf Jahre war man davor gescheitert. Zudem soll die nichtkommerzielle Nutzung schon zu Lebzeiten grundsätzlich erlaubt sein. Zwar heißt es in dem Papier, man wolle „die Urheber stärken – auch gegenüber den Verwertern und Vermarktern ihrer Inhalte – und ihnen einen angemessenen finanziellen Ausgleich für die Nutzung ihrer urheberrechtlich geschützten Inhalte insbesondere und gerade im Internet ermöglichen“. Die Pläne finden freilich weder beim Kulturbetrieb noch parteiintern Gefallen. Bislang endet der Schutz 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers.  blogs.ec.europa.eu/neelie-kroes/

Bundesverband Musikindustrie e.V. Die jüngste media control/GfK Marktstatistik lasse nur eine Interpretation zu

Edgar Bronfman wird sich wohl um die EMI-Übernahme kümmern.

New York. Dass Edgar Bronfman als Chef des Major Labels und drittgrößten Musikkonzerns weltweit, Warner Music, zurücktritt, erfuhr die Welt noch 2011. Dass er Chairman der Firma bleibt, auch. Der Schritt erfolgte zwei Monate, nachdem der russischstämmige Investor Len Blawatnik und langjährige Geschäftspartner von Bronfman das Unternehmen für 3,3 Mrd. USD gekauft hatte. Wie geht es weiter? Zunächst wird der langjährige BlawatnikMitarbeiter Stephen Cooper Warner Music führen. Bronfman bleibt der Firma als Chairman erhalten. Es wird erwartet, dass er sich in dieser Funktion um die Übernahme des Rivalen EMI kümmert.

Berlin. Die deutsche Musikbranche musste wieder einen Erlöseinbruch hinnehmen – diesmal von 4,6 Prozent auf rund 1,7 Mrd. € –, ist aber guter Dinge. Denn: Trotz steigender Einnahmen im Digitalmarkt stellt die CD nach wie vor das Rückgrat der Musikbranche dar. So interpretiert der deutsche Bundesverband Musikindustrie e.V. (BVMI) die jüngste Marktstatistik von media control/GfK im Dezember 2011. Laut dieser war allein die CD 2011 für rund drei Viertel aller Umsätze mit Musikaufnahmen in Deutschland verantwortlich. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen 2011 64 Mio. Musik-CDs verkauft, wobei sich vor allem der CD-Absatz im Bereich der Neuveröffentlichungen mit einem Anstieg von 2,4% positiv entwickelt hat.

Musik-CD weltweit etwa 60%, so entfalle in Deutschland sogar ein Umsatzanteil von 74% auf die CD, während digitale Geschäftsmodelle mittlerweile 17% und andere physische Formate wie DVD oder Vinyl neun Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten. GF Florian Drücke kommentierte entsprechend euphorisch: „Physische Tonträger und insbesondere

die CD erfreuen sich weiterhin und unabhängig vom saisonalen Geschäft einer sehr gesunden Nachfrage. Die Musik-CD stellt unverändert die wichtigste Einnahmequelle der Musikunternehmen dar – daran wird sich entgegen anderslautender Gerüchte auch in absehbarer Zeit nichts ändern.“ Nichtsdestotrotz ist das erwähnte Zulegen des digitalen Be-

CD-Umsatzanteil: 74 Prozent Weiter ließ der BVMI wissen, dass die Verkaufszahlen den generellen Stellenwert physischer Produkte und vor allem der CD für die Musikbranche unterstrichen. Betrage der Umsatzanteil der

reichs auf 17,5% oder 204 Mio. € wohl auch für Drücke unübersehbar. Zwischenzeitlich gibt es 46 legale deutschen Plattformen, in denen die Käufer aber wenige Einzelsongs oder Klingeltöne, dafür stattdessen lieber ganze Bundles (Musikalben) herunterladen. Deren Absatz stieg um 37% auf 91 Mio. €. BVMI-Vorstands-Vors. Dieter Gorny wetterte in diesem Zusammenhang gegen die „die KostenlosKultur im Internet”. Sie zerstöre „die Basis der Kreativwirtschaft und richtet wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Schaden an”.

Amazon klare Nummer eins

© BVMI/Markus Nass

© EPA/Peter Foley

Deutschland: CD als wichtigste Umsatzsäule

„85% der Deutschen hören gern oder besonders gern Musik“, so BVMI-GF Drücke.

Keinen Schaden, sondern vielmehr einen Erfolg verbuchte Amazon – er wurde zum ersten Mal der größte Musikhändler vor Media Markt und Saturn. Im reinen Onlinegeschäft wurde Amazon nur von Apples iTunes-Store übertroffen. Insgesamt machten Downloads sowie der Online-Verkauf von CDs, Platten und DVDs rund 35% aller Musikumsätze in Deutschland aus.  www.musikindustrie.de


t o n t r ä ge r & Ko n z e r t

Februar 2012

entertainmentbiz – 79

Copyrightklage Der Musikstreamingdienst Grooveshark soll 100.000 Titel illegal auf seine Musik-Cloud geladen haben, darunter Songs der Majors

Major Labels klagen Grooveshark Alexandra Binder

Gainesville. Mitarbeiter des höchst populären Musikstreaming-Dienstes Grooveshark hätten mehr als 100.000 Titel illegal in die MusikCloud des Unternehmens geladen, darunter etliche Universal-Songs. So lautete im November 2011 die Anklage, die die Universal Music Group dazu bewog, die juristische Auseinandersetzung mit Grooveshark zu suchen. Eine Copyright-Klage vor dem U.S. District Court in Manhattan ist bereits eingereicht; u.a. soll sich die Musik der bei Universal Music unter Vertrag stehenden Lady Gaga bei Groove­shark finden. Die Universal Music Group hat aber noch einen Trumpf im Ärmel: Beweise gäbe es auch dafür, dass Grooveshark-Chef Samuel Tarantino persönlich 1.791 Songs hochgeladen habe. Und ergo dessen ist die Summe, auf die man klagt, auch erklecklich: 150.000 USD (ca. € 112.500) Schadenersatz pro illegal hochgeladenem Universal-Song will das Major Label haben. Was wiederum heißt: der Streitwert beläuft sich mutmaßlich auf weit über 100 Mio. USD.

Lediglich ein Vertrag mit EMI Damit aber noch nicht genug der Bedrängnis. Mitte Dezember machten dann auch die Majors Warner Music und Sony Music juristisch gegen den Musikdienst mobil und schlossen sich der Universal-Klage an. Die Kläger stützen sich dabei unter anderem auf interne E-Mails von Grooveshark-Mitarbeitern und anonyme Onlinekommentare, die dieses Vorgehen belegen sollen. Groovescharks Hauptproblem: Zwar schloss man im Jahr 2009 einen Lizenzvertrag mit EMI Music, (zuvor hatte dieser Major selbst eine Klage gegen den Musikdienst angestrengt). Und auch mit einigen

D-Premiere 128stes Land

Deezer startet

© Deezer

Berlin. Am 15. Dezember 2011 ging Deezer in Deutschland an den Start. Damit ist es eines von 128 Ländern, in denen die Musikstreamingplattform verfügbar ist; auch Österreich und die Schweiz sind mit von der Partie. Verzichten will Deezer aufgrund des gesättigten Musikmarkts allerdings auf die USA und Japan. In Zahlen zählt man aktuell schon 20 Mio. Nutzer – davon 1,4 Mio., die sich für ein kostenpflichtiges Abo entschieden haben – und 13 Mio. Tracks.

Der Musikstreamingdienst Deezer ist nun auch in Deutschland angekommen.

Indies gab es Lizenzabkommen. Mit Sony, Universal und Warner war es jedoch nie zu einer Einigung gekommen.

Gilt „Safe Harbour”? Wie reagierte der Streamingdienst? Er brachte sogleich die sogenannte Safe-Harbor-Regelung im Digital Millennium Copyright Act ins Spiel und verweist darauf. Demnach trägt das Unternehmen bis zur Kenntnisnahme keine Verantwortung für die Rechtmäßigkeit von durch Nutzer hochgeladenes Material. Dieses Geschäftsmodell hat gerade erst ein Gericht in der

Causa EMI-MP3tunes weitgehend bestätigt. Tatsächlich hat Grooveshark eine Besonderheit gegenüber anderen Streaming-Diensten: Bei Grooveshark könnten die Kunden eigene Musikdateien hochladen, diese stehen dann auch anderen Kunden per Streaming zur Verfügung. In diesem Fall wären die Majors im Hintertreffen. Anders würde es sich jedoch verhalten, wenn Uploads tatsächlich durch Grooveshark selbst erfolgten und Mitarbeiter systematisch Lücken im Musikkatalog des Internetradios gefüllt hätten.  www.grooveshark.com

© Lizenz vrogy

Universal Music startete, Warner Music und Sony Music schließen sich jetzt an.

Hat derzeit nicht viel zu lachen: Grooveshark-CEO Samuel Tarantino.


T V, DV D & K I N O

80 – entertainmentbiz

short

Oscars für Walt Disney und Dreamworks?

Februar 2012

Hollywood-Studios Sony-America-Finanzchef Robert Wiesenthal will die Film-Verwertung in den USA revolutionieren

Downloads schon bald parallel zum Kinostart?

© Disney

Bezahlung soll hinkünftig u.a. in Form einer Pauschalabgabe mit der Telefonrechnung möglich sein. michael bär

Hollywood. Das mitreißende neue Meisterwerk von Kinolegende Steven Spielberg, „Gefährten“ (Originaltitel: „War Horse“), das ab 16. Februar in den ­österreichischen Kinos zu sehen ist, wurde insgesamt mit sechs Nominierungen bedacht, darunter eine in der Königskategorie „Bester Film“. Hinzu kommen Nominierungen für die „Beste Kamera“, das „Beste Szenenbild“, „Bester Ton“ und „Bester Tonschnitt“ sowie für die einfühlsame „Beste Filmmusik“ von Komponist John Williams. Ebenfalls eine Nominierung als „Bester Film“ erhielt das warmherzige Drama „The Help“, das bereits in den österreichischen Kinos zu sehen ist. Außerdem wurde Hauptdarstellerin Viola Davis für ihre beeindruckende Leistung mit einer Nominierung als „Beste Hauptdarstellerin“ geehrt, ihre Kolleginnen Octavia Spencer und Jessica Chastain wetteifern um die Auszeichnung in der Kategorie „Beste Neben­ darstellerin“.  www.disney.de

Universal Pictures wird heuer 100 Jahre alt

Los Angeles. Das gleichzeitige Anbieten von legalen Film-Downloads als Konkurrenz zu unrechtmäßig erstellten Kopien war bisher ein Tabuthema. Sony-America-Finanzchef Robert Wiesenthal denkt jetzt öffentlich über diese Möglichkeiten nach und plant eine baldige Strukturveränderung bei den Vertriebsschienen.

Ein Anschlag auf das Kino? „Für die Kinobetreiber wäre dieser Schritt mit massiven Einbußen verbunden. Die Branche wird alles tun, um gegen solche Vorhaben anzugehen. Notfalls können Kinos sogar Filme boykottieren“, sagt Andreas Crüsemann von Cineplex Deutschland.

© Moviepilot

Steven Spielberg freut sich über Oscar-Nominierung für „War Horse“.

„Die Branche wird alles

Die plündernden Piraten im Internet sorgen für Verluste der Filmstudios und zwingen zum Handeln. Vor allem bei HollywoodBlockbustern wie „Dame, König, As, Spion“ sind kurz nach den Kinostarts schnell illegale Filmkopien weltweit in Umlauf.

tun, um gegen solche

tiert. Die Raubkopie-Problematik hat das Thema natürlich brisanter gemacht. Der Wunsch der Studios nach Downloads zum Kinostart ist nachvollziehbar. So müssten sie auch nur eine Marketingkampagne finanzieren“, so Crüsemann. Für die Kinobetreiber wäre eine solche Umstrukturierung der Verwertungskette desaströs: „Das würde für viele Kinos das Aus bedeuten. Die Branche hat schon mit den innerhalb von vier Monaten nach dem Kinostart erscheinenden DVDs Probleme“, so Crüsemann weiter.

Vorhaben anzugehen. Notfalls können Kinos sogar Hollywood-Filme boykottieren.“ Andreas Crüsemann cineplex deutschland

© EPA

Sony plant unterdessen auch in anderen Bereichen digitale Neuerungen, um möglichst wenig Geld in den illegalen Tiefen des Internets zu verlieren. „Das Auswertungsfenster wurde schon in den 70er-Jahren disku-

Gewinnspannen sind höher Die großen Hollywood-Studios können mit dem Vertrieb per Download ein sehr gutes Geschäft machen, da die Gewinnspannen

dabei höher sind als beim Vertrieb über Kinos oder DVDs. Crüsemann glaubt jedoch trotzdem nicht, dass die Produzenten das vorgeschlagene Verwertungsmodell auf den internationalen Märkten durchsetzen können. „Es gab schon Experimente mit DVD-Veröffentlichungen ohne Kinostart. Es zeigt sich aber, dass das Kino ein wichtiger Teil des Marketings für einen Film ist. Deshalb haben die Kinobetreiber die Möglichkeit, entsprechenden Druck auf die Studios auszuüben“, so der Branchenkenner. Sony-Manager Wiesenthal weiß aber offenbar, dass es unklug wäre, sich gegen die Kinobetreiber zu stellen; er schlägt eine Einbindung der Lichtspieltheater in ein neues Modell vor. Wie das funktionie-

ren soll, ist bis jetzt noch unklar. Auch auf anderen Gebieten will Sony seinen Umgang mit Medien künftig ändern und mehr Geld in die eigenen Kassen spülen.

Zusammenarbeit mit Google Der Konzern, der früher gerne eigene Wege ging, will künftig nicht mehr auf alte Formate setzen. Die Zusammenarbeit mit Google in der Handysparte soll z.B. die Strategie von Sony deutlich machen. Auch in puncto Musik will man aufrüsten. Der Verkauf von Songs (aber auch von Filmen) via Smartphones soll bald eine zentrale Rolle spielen. Die Bezahlung könnte per Telefonrechnung erfolgen – in Form einer Pauschalabgabe.  www.cineplex.de

Alfred Hitchcock ist eine Reihe zum Universal-Jubiläum gewidmet.

Spekulation Potentes Konsortium von Investoren sucht in Hollywood nach interessanten Anlage-Möglichkeiten

Investoren aus China greifen Hollywood an Peking. Chinesische Investoren versuchen seit geraumer Zeit, Hollywood-Studios zu erwerben, wie die Financial Times berichtet. Erste Versuche, ein Filmproduktionsunternehmen zu erwerben, sind zwar gescheitert, aber die Investoren haben weitere Firmen auf ihrer Einkaufsliste.

„Iron Lady“ Meryl Streep könnte auch die Chinesen begeistern: Ein US-Studio könnte vom schnell wachsenden chinesischen Kinomarkt profitieren.

Kino-Markt startet jetzt Das Interesse wird auch getrieben vom starken Wachstum des chinesischen Kinomarkts. „Ein öffentlicher chinesischer Kinomarkt ist bisher kaum vorhanden. Raubkopien und Gratis-Kinos für Volksbildung beherrschen bislang den Sektor“, sagt Werner Müller, GF des Fachverbands der österreichischen Audiovisions- und Filmindustrie (favo). Ein Konsortium verschiedener Investoren, das vom chinesischen Medienunternehmer Bruno Wu angeführt wird, sucht in Hollywood nach interessanten Anlage-Möglichkeiten. Verhandlungen mit den Eigentümern von Summit Entertainment und Miramax bezüglich

© Concorde Filmverleih

Hollywood. 2012 wird ein ganz besonderes Jahr für Universal Pictures: Zum 100. Jubiläum finden zwölf Monate lang eine Reihe an Aktivitäten, darunter einen Logo-Relaunch, zahlreiche Angebote im Home Entertainment sowie eine umfangreiche Marketing- und Social Media-Kampagne, statt. Im Zentrum des Jubiläums steht das außergewöhnliche und vielfältige Filmarchiv und somit das umfangreiche filmhistorische und kulturelle Vermächtnis der Universal Studios. Bei den Feierlichkeiten wird für Filmfans jeden Alters und Liebhaber jeden Genres etwas dabei sein. Universal Home Entertainment präsentiert die limitierte Ausgabe „100th Anniversary Collector’s Series“ – ausgewählte Filme als Sammlerstücke in buchähnlicher Verpackung mit seltenen Filmperlen sowie bisher unveröffentlichten Kurzfilmen über ihre Entstehung. Eine Kollektion der klassischen Monster-Filme sowie eine Alfred-Hitchcock-Reihe auf Blu-ray gehören ebenso dazu wie eine nostalgisch gestaltete Sonderedition.  http://Universal100th.com

einer Fusion der beiden Unternehmen und anschließendem Kauf sind vorerst gescheitert. Summit wurde vor Kurzem an Lions Gate Entertainment verkauft. Die Ver-

handlungen mit Miramax gehen weiter. Insider spekulieren, dass das chinesisch geführte Konsortium Interesse an einer Übernahme von Lions Gate haben könnte.

Auch andere große Studios werden von den Investoren ins Auge gefasst. „Ein chinesisches Interesse an der europäischen Filmwirtschaft, die viel kleinteiliger organisiert ist und ‚Film‘ eher als Kulturgut sieht, gibt es meines Wissens nicht“, so Müller. Der Verkauf von Summit führt in den USA wahrscheinlich zu einer weiteren Konsolidierung unter den Hollywood-Studios. Dadurch entstehen Möglichkeiten zum Erwerb von größeren Unternehmen. Momentan steht beispielsweise Relativity Media zum Verkauf. „Es gibt seit Längerem Konzentrationsprozesse in der US-Filmwirtschaft“, erklärt Müller. Chinesische Kinobesucher haben 2011 erstmals 13 Mrd. Rmb (rund 1,6 Mrd. €) für Filme ausgegeben; das entspricht einer Steigerung von 30% gegenüber 2010.  www.favo.at


t v, DVD & K i n o

Februar 2012

entertainmentbiz – 81

Ultraviolet Ein Cloud-Dienst für hochauflösende Filme soll dabei helfen, Verluste aus anderen Geschäftsfeldern, wie dem DVD-Verkauf, abzufangen

Die Film-Wolke nimmt Fahrt auf michael bär

Los Las Vegas. Ultraviolet ist ein Cloud-Dienst für hochauflösende Filme, der von einem Konsortium aus 70 Unternehmen gegründet wurde. Alle großen HollywoodStudios, mit Ausnahme von Disney, sind Mitglieder im Digital Entertainment Content Ecosystem. Das liegt vor allem am integrierten Kopierschutz. „‚Ultraviolet‘ soll auch helfen, Verluste aus anderen Geschäftsfeldern, wie dem DVD-Verkauf, abzufangen“, sagt Monique Göschl vom Generalsekretariat des Vereins für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche. Amazon hat einen Vertrag mit Warner Bros http://www.warnerbros.com geschlossen. Der OnlineHändler will ein Streaming-Angebot auf Ultraviolet-Basis konzipieren. Wie das Produkt genau aussehen wird, ist noch unklar.

Illegal Downloads im Büro

Auf frischer Tat

© Walt Disney

Los Angeles. Mitarbeiter der großen Hollywood-Studios NBC Universal, Sony Pictures und Fox Entertainment wurden beim Verstoß gegen die Urheberrechtsgesetze ertappt, deren Einhaltung die Unternehmen so aggressiv fordern, wie das portal Torrentfreak.com berichtet. Auch Angestellte einer holländischen Rechteverwertungsgesellschaft und einer US-Kirche haben sich angeblich bedient. „Das ist für die Beteiligten eine peinliche Geschichte. Gleichzeitig handelt es sich um ein Warnsignal, wie weit die Erosion des Unrechtsbewusstseins schon fortgeschritten ist. Bei größeren Unternehmen mit vielen Mitarbeitern kann man so etwas nicht ausschließen“, sagt Christine Ehlers von der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen. Die Urheberrechtsverletzungen der Anti-Piraterie-Verfechter wurden von findigen Bloggern mithilfe der russischen Plattform youhavedownloaded entlarvt. Die Seite zeigt nach Eingabe einer IP-Adresse die jeweils getätigten via BitTorrent getätigten Downloads an. Da Computer innerhalb von Firmennetzwerken durch IP-Adressbereiche eindeutig identifizierbar sind, war es für Unruhestifter ein Leichtes, die betroffenen Firmen zu überprüfen und anzuprangern. Die letzten Ziffern der IP-Adressen haben die Aufdecker übrigens geschwärzt, um einzelnen Angestellten Ärger zu ersparen.  http://youhavedownloaded.com

Hollywood-Blockbuster sind bei den illegalen Downloads am beliebtesten.

Die Unterstützung durch Amazon ist für Ultraviolet enorm wertvoll, da der Online-Händler genügend Marktmacht hat, um neue Plattformen zu etablieren. Durch die Zusammenarbeit mit Amazon wird Ultraviolet vielleicht auch kundenfreundlicher. Bisher kann im Netz nur auf solche Filme zugegriffen werden, die vorher in Form einer Blu-ray erworben worden sind. „Es handelt sich um ein Modell, das sich von anderen Videoservices unterscheidet. Ultraviolet ermöglicht die Erstellung einer legalen Digitalkopie“, erklärt Göschl. In Deutschland ist Ultraviolet derzeit noch nicht verfügbar, in den USA

gibt es das System schon drei Monate lang. Laut Angaben des Gründer-Konsortiums konnten bislang 750.000 Haushalte zur Nutzung bewegt werden. Weiteren Rückenwind bekommt Ultraviolet durch die Ankündigung, dass neue Samsung-Blu-ray-Player kompatibel sein werden. Die großen Studios hoffen, mit Ultraviolet einen Nerv zu treffen. „Die Industrie kommt den Konsumenten entgegen. Es gibt große Nachfrage nach legalen OnlineAngeboten“, so Göschl. Die Konkurrenz ist allerdings sehr groß. Es gibt viele legale FilmAngebote im Internet.

„Solange die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht gepasst haben, war es riskant für die Industrie, einen eigenen Vorstoß zu wagen; zu spät ist es nie“, verteidigt Göschl die langsame Reaktion der Studios. Es sei derzeit aber immer noch viel einfacher für die User, illegale Kopien aus dem Netz zu laden, sagt Richard Greenfield, Analyst bei BTIG Capital. Für Warner ist der Erfolg der Strategie jedoch wirtschaftlich entscheidend: Durch den Verkauf verdient das Unternehmen im Vergleich zum Verleih im Schnitt das Dreifache.  www.warnerbros.com

© Andrea Damm/pixelio.de

Solange gesetzliche Rahmenbedingungen nicht gepasst haben, wollte es die Industrie nicht wagen.

Im Kampf gegen Piraten unterstützen Hollywood-Studios Ultraviolet.


t v, dv d & K i n o

82 – entertainmentbiz

Österreichischer Film Die Filmemacher sind international weiterhin auf gutem Kurs und erzählen gute Geschichten

short

Gletscherblut, Aluminium und die Lust der Männer

Erstes Filmfestival im Zeichen der Ökologie Madrid. Im Rahmen des „Weltwassertages 2012“ findet heuer erstmals ein internationales Kurzfilmfestival statt. Das „We are Water“-Festival wird von der gleichnamigen Foundation organisiert und von zahlreichen Institutionen wie etwa dem UNRIC unterstützt. Der Wettbewerb steht allen Teilnehmern über 18 Jahre offen; einzureichen sind bis 30. April audiovisuelle Arbeiten mit einer Länge von ein bis drei Minuten in den Kategorien Fiction oder Non-Fiction/Doku, Animation und Mobile. „Wir möchten weltweit führenden Persönlichkeiten während der Rio+20-Konferenz zeigen, welche Art von Zukunft sich die Menschen wünschen. Wir brauchen künstlerische Aktivisten, die uns dabei helfen, die Botschaft über die Bedeutung des Wassers in der Welt zu verbreiten – nicht mit starken Worten, sondern einfach in Bildern“, so Afsane Bassir Pour, UNRIC-Direktorin.  www.wearewater.org

Österreichisches Filminstitut und Filmfonds Wien fördern außergewöhnliche Kino- und TV-Projekte. karriere zu verwirklichen. Taliya Finkel ist Autorin und Regisseurin des Projekts „Sounds Of Music“ der kurt mayer film.

dino silvestre

Wien. Die österreichischen Filmemacher gehen mit großen Ideen und viel Elan ins Produktionsjahr 2012. Nicht nur Kinospielfilme harren einer Realisierung, auch Fernsehproduktion richten den Fokus auf spannende Themen und außergewöhnliche Geschichten. Und das Genre Dokumentarfilm erlebt einen starken Aufschwung – auch deshalb, weil die Realisierung deutlich kostengünstiger ist als bei einem Spielfilm.

Science-Fiction-Horror

Die vom Filminstitut und vom Filmfonds Wien geförderten Themen dokumentieren sehr gut, wie die heimischen Filmemacher ticken und welchen Geschichten sie sich widmen möchten. Zum letzten Antragstermin der Fernsehfilmförderung des Filmfonds Wien in 2011 wurden zehn Projekte mit einer Gesamtantragssumme von 396.480 € eingereicht, davon erhielten sieben Projekte Zusagen in Gesamthöhe von 332.840 €, davon ein Spiel- und sechs Dokumentarfilme. Juwelier Niklas, verkörpert von Harald Krassnitzer, gerät in der Komödie „Trau niemals deiner Frau“ auf die schiefe Bahn, als sich seine Frau als Profi-Einbrecherin entpuppt. Produziert wird der Spielfilm von der mona film, der Hamburger Regisseur Lars Becker führt Regie, gedreht wird in Wien und Umgebung. Seit einigen Jahren präsentiert eine jüngere Generation von Forschern Belege, die Karl den Großen in ein neues Licht rücken. Als spannende detektivische Spurensuche gestaltet Gabriele Wengler ihren deutsch-österreichischen

© ingame.de

Blockbuster und Top-Serien für beste Fernsehunterhaltung.

München. Die ProSiebenSat.1 Group hat mit Warner Bros. International Television Distribution (WBITD) einen mehrjährigen Lizenzvertrag geschlossen. Durch den Output-Deal erhält die Gruppe die exklusiven Free-TV-Rechte an zahlreichen Hollywood-Blockbustern für die kommenden Jahre, darunter die Fortsetzung von „Superman”, eine Neuverfilmung von „Batman”, sowie „Pacific Rim”. Zusätzlich sichert sich der deutsche Privatsender den Zugriff auf eine hochattraktive Library, die unter anderem die Fantasy-Trilogie „Herr der Ringe” sowie mehrere Harry Potter”-Teile enthält. WBITD wird ProSiebenSat.1 in den kommenden Jahren außerdem mit neuen US-Serien versorgen.  www.prosiebensat1.de

© www.zeggl.at

Dokus liegen im Trend

Attraktives Film- und Serien-Paket für Pro7

Seit Anfang des Jahres 2012 verstärkt Gilbert Petutschnig im Filmfonds Wien das Team der Projektabteilung und kümmert sich um Kino- und TV-Projekte.

Dokumentarfilm „Karl der Große“ (pre tv). Im Wiener Umland werden historische Szenen nachgestellt, weitere Schauplätze finden sich im gesamten ehemaligen Herrschaftsgebiet – von Italien bis in die Niederlande.

Viktor Orbans Ungarn Der Doku-Thriller „Dirty Little Secret“ (Langbein & Partner) richtet seinen Blick auf den Werkstoff Aluminium, der seinen Weg längst in unseren Alltag gefunden hat. Andrea Morgenthalers Film „Viktor Orbans neues Ungarn“ (Dor Film) untersucht die aktuelle Lage in Ungarn, das nach dem Wahlsieg der rechtspopulistischen Fidezs-

Partei Veränderungen erlebt. Ihr Gegenstück erhält „Die Lust der Frauen“ mit der Doku „Die Lust der Männer“, die von Sexualität im Alter erzählt, von Vorurteilen, Tabus und neu entdeckter Sinnlichkeit.

Die Lust der Männer Auf „Reiseckers Reisen“ (beide: Nikolaus Geyrhalter Film) quer durch Österreich nimmt Michael Reisecker sein Publikum in einer Reportage, die durch Dialekt und die Optik einer Brillenkamera eine besondere Form bekommt. Fremd in der Welthauptstadt der Musik fühlen sich drei junge Leute aus Israel, die versuchen, in Wien ihren Traum von einer Musiker-

Das österreichische Filminstitut unterstützt acht Kinofilmprojekte mit rund 1,9 Mio. €. Der Spielfilm „Amour Fou“ von Jessica Hausner, produziert von Coop 99 Film (in Koproduktion mit Essential Film Deutschland und Société Parisienne de Production Frankreich), handelt vom Wunsch, durch die Liebe den Tod zu überwinden. Mit Devid Striesow und Johanna Wokalek. Im Dokumentarfilm „Der Letzte der Ungerechten“, produziert von Dor Film, begibt sich Claude Lanzmann auf die Spuren des Wiener Rabbiners Benjamin Murmelstein. „Ebensee“ – produziert von der KGP Kranzelbinder Gabriele Production unter der Regie von Sebastian Brameshuber – beschäftigt sich mit den Nachwirkungen der „Störaktion“ der KZ-Gedenkfeier. Der Science-Fiction-Horrorfilm „Gletscherblut“, unter der Regie von Marvin Kren, produziert von Allegro Film, erzählt die Geschichte des Technikers Janek, der sich gegen Monster verteidigen muss. Der von der Fischer Film produzierte Spielfilm „Kafka, Kiffer und Chaoten“ ist die Verfilmung der Kafka-Erzählung „Ein Landarzt“. In Frederick Bakers „Und Äktschn!“, produziert von Filmbäckerei Film (in Koproduktion mit Rat Pack Film Deutschland), dreht der Filmamateur Hans Pospiech mit Laiendarstellern seinen ersten Spielfilm. Mit dabei: Gerhard Polt und Johannes Krisch.  www.filminstitut.at  www.filmfonds-wien.at

Kurz & gut Austria 9 Shorts Kurzfilmfestival – Jury steht fest, Publikumswertung startet am 9. Februar

Großer Erfolg für cineastische Quickies Wien. Noch bis zum 10. Februar zeigt der österreichische Privatsender Austria jeden Freitag zur Primetime um 20:15 Uhr vor dem Hauptspielfilm einen Kurzfilm. „Wir können bisher eine positive Bilanz ziehen. Die Kurzfilme der jungen österreichischen Filmemacher erzielen beachtliche Quoten. Dies beweist die hohe Qualität der eingereichten Werke sowie das große Zuschauerinteresse“,

freut sich Conrad Heberling von Austria 9 über die gute Resonanz. Pro Film verzeichnete der Sender bis zu 24.000 Zuseher. Der Frage, welche Short-Movies die besten sind, wird sich nach Ablauf des Festivals eine Fachjury widmen, deren Mitglieder seit Kurzem feststehen. Es sind: Peter Drobil (Head of Brand Management Austria, Bank Austria, die auch als Präsentator des Festivals fun-

© mediendienst.com/Foto Wilke

Himmlische Aussichten für Romantiker München. Zum Valentinstag steht der Sender Sky ganz im Zeichen der Romantik und zeigt die schönsten Filme und Serien rund um Liebe, Leiden, Schmerz und Happy End. Auf Sky Cinema gibt es „Love and other Drugs” mit Anne Hathaway und Jake Gyllenhaal, MGM bringt den Klassiker „Adriane – Liebe am Nachmittag“ mit Audrey Hepburn und Gary Cooper. Disney Cinemagic /HD zeigt mit „Gnomeo und Julia“ einen unterhaltsamen Animationsfilm auf Basis des berühmten Shakespeare-Dramas und „Die Braut, die sich nicht traut“.  www.sky.at

Februar 2012

Conrad Heberling: Die Arbeiten der Jungfilmer erzielten beachtliche Quoten.

giert), Alexander Glehr (Produzent, Novotny & Novotny Filmproduktion), Ines Häufler (Dramaturgin, Scriptalicious), Alexander Kammel (International Filmservice) und Peter Hofbauer (Direktion & künstlerische Leitung Metropol).

Publikums-Favoriten Zwar wird kein prestigeträchtiger Oscar vergeben, dafür aber attraktive Preise für Jungfilmer, wie etwa analoges Filmmaterial von Kodak samt Drehbegleitung und Entwicklung des entstandenen Materials durch die Synchro Film, Video & Audio GmbH. Ein weiterer Preis besteht in einem Produktionskostenzuschuss von Novotny & Novotny Filmproduktion sowie dramaturgischer Beratung für das nächste Filmprojekt von Scriptconsulterin Ines Häufler. Und last but not least wartet noch ein nach den neuesten Standards der Technik HD- fähiger LED Smart-TV Fernseher von Grundig auf einen neuen Besitzer. Gefragt ist aber auch die Meinung des Publikums zu den Ar-

beiten der heimischen Jungfilmer. Gevotet werden kann gleich im Anschluss an das Festival, ab dem 10. Februar. Für alle, die sich noch unklar sind oder ihre Favoriten nochmals

„Die Kurzfilme erzielen beachtliche Quoten und beweisen die hohe Qualität der heimischen Film­schaffenden.“ conrad heberling, austria 9

sehen bzw. einen verpassten Film nachholen wollen, stehen ab diesem Termin alle 20 Kurzfilme des Bewerbs auf der Austria 9-Homepage online zur Verfügung.  www.austria9.at


sc h au & s p i el

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entertainmentbiz – 83

Stella 12 Initiative der Assitej, des Dachverbands der Theater- und Tanzszene, arbeitet für das Publikum von morgen

short

Theater für junge Leute

Nestroy-„Eulenspiegel“ im Schubert-Theater

Theaterfestival 2012 soll wertvolle Impulse für das Kinder- und Jugendtheater in Vorarlberg bringen. alice hefner

© Subtext

Bregenz. Der „Stella-Darstellender. Kunst.Preis“ ist der einzige österreichische Preis für herausragende Leistungen im Theater für junges Publikum. „Stella12“ ist die bereits sechste Auflage dieses Festivals, das heuer erstmals in Vorarlberg und mit Beteiligung Liechtensteins ausgerichtet wird. Von Freitag, 20., bis Samstag, 28. April 2012 werden die nominierten Stücke in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Bludenz und Schaan (FL) präsentiert.

Das Wiener Subtext-Ensemble ist im ehemaligen Pornokino zu Gast.

Wien. „Eulenspiegel oder Schabernack über Schabernack” heißt die Produktion des Subtext Ensembles Wien, das sich in Nestroyscher Manier über das Publikum hermacht. Eine Posse, in der sich die Fäden verwirren, die Ereignisse überschlagen, allerlei Liebespaare einander finden ... Premiere ist am 16. Februar, weitere Aufführungstermine: 17., 18., 19., 22., 23., 24., 25. Februar.  www.wien-ticket.at

Das Publikum von morgen

Das Stella12-Festival für junges Publikum findet heuer erstmals in Vorarlberg statt und wird von Land und Bund gefördert.

Wiener Stadthalle Beeindruckende Rockoper im Mai

onellen Theaters für Kinder und Jugendliche ein und ist mit seinen nationalen Zentren auf allen Kontinenten vertreten. Die Assitej Austria zählt mehr als 80 Mitglieder, darunter Theaterinstitutionen, freie Häuser, Festivals und Gruppen, aber auch Vereine, Veranstalter und assoziierte Einzelpersonen in allen Bundesländern. Vorarlberger Mitglieder sind das Vorarlberger Landestheater Bregenz, das Luaga&Losna Festival, das Theater Minimus Maximus/ Theater der Figur und Il Segreto di Pulcinella. In den letzten fünf Jahren wurde Stella in Wien (zweimal),

Das Land Vorarlberg unterstützt Stella12 mit einem Beitrag von 50.000 € sowie in Form einer Kooperation mit dem Vorarlberger Landestheater. Weitere Beiträge kommen vom Bund und vom Fürstentum Liechtenstein sowie von den Städten Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz.  www.assitej.at

Wien. Eines der herausragendsten Bühnenwerke der Musikgeschichte (ursprünglich 1969 von The Who als Konzeptalbum „Tommy“ veröffentlicht, 1998 mit über 20 Mio. verkauften Tonträgern in die „Grammy Hall of Fame“ aufgenommen, 1975 unter der Regie von keinem Geringeren als Ken Russel verfilmt und als Rockoper – von Pete Townshend und Des McAnuff – 1993 am Broadway uraufgeführt) kommt endlich wieder nach Wien.

Wien. Am Sonntag, den 19. Februar, findet im Zoom Kindermuseum (Museumsplatz 1, MuseumsQuartier, 1070 Wien) die nächste Siemens Kindermatinee statt. Diesmal ist Lukas Thönis modernes Musikmärchen „Draußen bei den Farben“ zu sehen. Vorstellungsbeginn ist jeweils um 11 , 13 und 15 Uhr, das Stück dauert ca. 60 Min. Die Zählkartenreservierungen sind seit 30. Jänner online unter www.siemens.at/kindermatineen möglich und für eine Teilnahme erforderlich.

und sehnt sich nach Gesellschaft. Schließlich macht es sich auf die Suche nach neuen Freunden und lernt schnell die anderen Farben kennen: Auf dem Meer trifft es das Blau, im Urwald entdeckt es das Grün, im Himmel fliegt es zum Gelb, zuhause faulenzt es mit dem Grau. Dem Rot und allen anderen Farben gemeinsam ist das Bunt, und sie tanzen am Ende vergnügt durch die Welt.  www.siemens.at/kultur

„Tommy“: Eine großartige Bühnen­ produktion kommt in die Stadthalle.

Das Programm kann kostenlos besucht werden und ist für Kinder ab acht Jahren geeignet. Für die Zusammenarbeit mit dem Zoom Kindermuseum wurde die Siemens AG Österreich im November 2011 bei der Verleihung des Kultursponsoringpreises „Maecenas“ mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. „Draußen bei den Farben“ ist eine interaktive Musikperformance mit vier Musikern und einer Tänzerin. Zunächst ist das Rot alleine

© Markus Sepperer

Der Eintritt ist kostenlos

© Bobby Anders

„Tommy“ erzählt die Geschichte von Tommy Walker, der als Kind einen Mord mit ansehen muss und durch dieses traumatische Erlebnis blind, taub und stumm wird. Von seinen vermeintlichen Freunden wie auch seiner Familie wird er über Jahre misshandelt und missbraucht. Schließlich wird Tommy wie durch ein Wunder zum „Pinball Wizard“ (Flipperkönig) und versammelt bald als Heilsbringer eine große Anhängerschaft um sich. Doch als er erkennen muss, dass man ihn auch als Star ausnutzt,

„Best Major European Festival“ ist in Ungarn

Zoom Kindermuseum Kinder werden aktiv einbezogen

Eine kunterbunte Kinder-Matinee

Legendäre Produktion

Wien. Grete, Erna und Mariedl sind „Die Präsidentinnen” in Werner Schwabs Kult-Stück im 3-raum-Theater ab 22. Februar. Sie fantasieren, was das Leben als Belohnung für sie bereithalten könnte. Sie reden und reden – über das Leben der anderen. Keine hat im Leben was zustandegebracht. Genial!  www.3raum.or.at

Dezentrales Festival

„Tommy“ live kommt aus England beschließt er, alles in seinem Leben und auch in seinem Umfeld radikal zu ändern. Frisch importiert aus London, dem Geburtsort der britischen Kultband The Who, macht das gefeierte Ensemble mit dem RockMusical unter der Regie von Ryan McBryde („Hair“, „The Full Monty“, „Spring Awakening“) am 9. und 10. Mai in der Erste Bank Wiener Stadthalle Station.  www.oeticket.com

Frauen, die es zu nichts gebracht haben, stehen im Mittelpunkt.

Graz, Linz und St. Pölten durchgeführt. Heuer findet die Veranstaltung erstmals als dezentrales Festival statt.

Lukas Thöni spielt sein modernes Musikmärchen „Draußen bei den Farben“.

© sziget.hu

Die Trophäe für die Preisträger, die Stella-Statue, wird heuer im Rahmen eines spartenübergreifenden Kunstprojektes des bekannten Bregenzer Künstlers Marbod Fritsch mit den Lehrlingen der Firma Grass gestaltet. Der Stella-Darstellender.Kunst. Preis ist eine Initiative der Assitej Austria, des Dachverbands der österreichischen Theater- und Tanzszene für junges Publikum. Die Assitej (Association Internationale du Théâtre pour L‘Enfance et la Jeunesse) wurde 1965 in Paris gegründet und setzt sich weltweit für die Förderung des professi-

© lichtwertig

Bekanntestes Stück von Werner Schwab

© uhof

Die Ausrichtung von Stella12 ist eine besondere Bereicherung der Vorarlberger Kulturszene in diesem Jahr, sagten Landeshauptmann Markus Wallner und Kulturlandesrätin Andrea Kaufmann am Dienstag, 24. Jänner, im Pressefoyer. Die Aufführung der nominierten Stücke, das für das junge Publikum und vor allem für Schulen interessante Rahmenprogramm und der durch das Festival angeregte Austausch zwischen den Kulturschaffenden sollen wertvolle Impulse speziell für das engagierte Kinderund Jugendtheater in Vorarlberg bringen. Das Festivalprogramm legt auch einen „Spot on Vorarlberg“, der Gelegenheit gibt, Vorarlberger Musikund Theaterproduktionen in einem nationalen und internationalen Fokus zu präsentieren. Am 27. April werden im Vorarlberger Landestheater in Bregenz unter den zehn nominierten Stücken, darunter Produktionen des Burgtheaters, des Theaters am Ortweinplatz Graz und des Linzer Landestheaters, die Sieger gekürt. Weitere Preise werden für herausragende Ausstattung und herausragende Musik vergeben, dazu kommen ein Spezial- und ein Sonderpreis.

Sziget Festival wurde zum „Best Major European Festival“ gekürt.

Budapest. Ungarns größte Festival, das Budapester Sziget Festival, hat eine große Auszeichnung gewonnen: Es wurde im Rahmen des Eurosonic Festivals im holländischen Groningen mit dem Titel „Best Major European Festival“ ausgezeichnet. Die Gewinner der European Festival Awards wurden im Jänner 2012 von 200 Festivals aus 32 Ländern ausgewählt. Das Sziget Festival feiert heuer vom 6. bis 13. August sein 20jähriges Jubiläum. Auf dem 20. Sziget Festival wird Placebo, einer der größten Headliner Europas, auftreten; es haben auch Hurts, The Horrors, The Subways, Crystal Fighters, Mando Diao, Noah & The Whale und Friendly Fires zugesagt. Es werden mehr als 400.000 Besucher erwartet.  www.szigetfestival.at


Ga m i ng & b e t t i ng

84 – entertainmentbiz

short

Starbesetzung für Mass Effect 3 Soundtrack

Februar 2012

Sony Mitte des Monats präsentiert Sony mit dem Handheld „Playstation Vita“ eine überzeugende PSP-Weiterentwicklung

Die Playstation Portable und ihr cooler Nachfolger Vorderseite und Touchpad auf der Rückseite über dreidimensionale Fingergesten wie Berühren, Greifen, Führen, Schieben und Ziehen direkt steuern. Zwei zusätzliche Dualanalog-Sticks lassen klassisches Konsolen-Feeling aufkommen. Dafür sorgt zusätzlich auch die Integration in das PlayStation Network, inklusive MehrspielerPartien, Trophäen-Unterstützung und PlayStation Store. In letzterem können Spiele, Trailer, Demos, Spielerweiterungen und Filme geladen werden. Durch die WiFi-/ 3GFunktionalität sowie zahlreiche Software-Applikationen (darunter Facebook, foursquare, Skype, flickr und Twitter) stehen außerdem mehrere Kommunikationskanäle zur Verfügung. Mittels „Cross-Play“ können Games und Anwendungen, die diese Funktion unterstützen, direkt zwischen PlayStation 3 und PS Vita gespielt bzw. ausgeführt werden.

chris haderer

„Mass Effect 3“ glänzt durch einen Soundtrack im Hollywood-Format.

Köln/Wien. Das bei den Spike TV VGAs mit dem Preis für das „Most Anticipated Game of 2012“ ausgezeichnete BiowareGame „Mass Effect 3“ (Vertrieb: EA) wird nicht nur etwas für das Auge, sondern auch für das Ohr bieten. Wie auch bei den vorherigen Mass Effect-Teilen werden zahlreiche begabte Komponisten ent­scheidenden Anteil an der musikalischen Entwicklung des Spiels haben, unter Leitung von BioWares ausgezeichnetem ­Audio-Team. Zu den bei Mass Effect 3 mitwirkenden Komponisten gehört unter anderem der HollywoodKomponist Clint Mansell, der bereits für den „Golden Globe“ nominiert war und Filmerfolge wie „Black Swan“, „The Wrestler“ und „Requiem for a Dream“ musikalisch untermalt hat. Ebenfalls mit an Bord ist der für den Emmy nominierte Hollywood-Komponist Christopher Lennertz. Er hat die Soundtracks für Mass Effect 2 komponiert und wurde für „Medal of Honor“ mit dem „Interactive ­Academy Award“ ausgezeichnet. „Die Magie der BioWareSpiele basierte schon immer auf der emotionalen Kraft ihrer Handlung und dabei spielt die Musik eine extrem wichtige Rolle“, sagt Casey Hudson, Executive Producer der Mass Effect-Reihe. „Jeder Komponist hat auf seine Weise dazu beigetragen, dass uns die komplizierte Gratwanderung zwischen epischem Soundtrack und feinfühliger musikalischer Untermalung gelungen ist.“  masseffect3.de

„Explosive“ Produklinie mit beliebten Klassikern

Wien. Am 17. Dezember wurde sie in Tokyo auf die Reise geschickt, am 22. Februar wird sie nach Österreich kommen: Mit dem Verkaufsstart des neuen Gaming-Handhelds „Playstation Vita“ reagiert der Elektronikkonzern Sony auf die Konkurrenz von Nintendo und dem iOS-Markt. Tatsächlich ist die Playstation Vita aber mehr als nur eine Antwort auf den Mitbewerb – und auch mehr als eine modernisierte Neuauflage der Playstation Portable. Technologisch ist sie ein großer Schritt nach vorn, speziell was die Bedienung über Touchscreen und Touchpad angeht. Auch ein schneller Vierkerne-Prozessor ist an Bord sowie ein OLED-Display, mit dem man auch im Tageslicht Spaß hat. Die Playstation Vita ist der Nachfolger der Playstation Portable, die im Jahr 2004 vorgestellt und 2005 auf den amerikanischen und europäischen Markt kam. Bislang wurden von der in mehreren Variationen veröffentlichten PortableKonsole weltweit etwa 100 Mio. Einheiten abgesetzt. Aktuell ist sie in der Version PSP-3000 und der abgesteckten PSP Go (ohne UMDLaufwerk, sodass Games nur über den Sony Online Store bezogen werden können) im Handel. Seit September des Vorjahres gibt es außerdem die funktionsreduzierte PSP-1000E, die mit einem Preis von unter 100 € am unteren Ende der mobilen Skala angesiedelt ist.

Entwickler an Bord An einer soliden Hardwareausstattung wurde bei der Playstation Vita nicht gespart. Tatsächlich liest sich die Featureliste (siehe Kasten rechts) fast wie die eines modernen Smartphones, bloß eben ohne Telefonie-Features (lediglich 3G-Datenzugang ist möglich). Um nicht alte Fehler zu wiederholen, die bei der Markteinführung der Playstation Portable begangen wurden, ist vom Start weg eine Reihe von Entwicklungsstudios mit an Bord. Das 1st-Party-Lineup (siehe Kasten) wird im Laufe des Jahres um zahlreiche Titel von namhaften Drittherstellern ergänzt, wie etwa das Fußballgame „FIFA“, das Jump’n’Run´-Spiel „Rayman Origins“ oder das Action-Adventure „Assasin’s Creed.“

3D-Touchscreen Bislang einzigartig ist das Bedienkonzept mittels Touchscreen, Touchpad und konventionellen Tasten. Die Benutzer können mittels Multi-Touchscreen auf der

Die playstation vita im detail CPU ARM Cortex-A9 Quad-Core GPU SGX543MP4+ Arbeitsspeicher 512 MB VRAM 128 MB Größe ca. 182,0 x 18,6 x 83,5 mm Gewicht ca. 279 g (3G/Wi-Fi-Modell) bzw. ca. 260 g (Wi-Fi-Modell) Screen 5 Zoll (16:9), 960 x 544, bei ca. 16 Millionen. Farben, Touchscreen-Display Kapazitiver OLED Multi-Touch-Screen Touchpad Rückseite Multi-Touch-Pad (kapazitiv) Kameras Front- und Rückseitenkamera Sound Integrierte Stereolautsprecher, integriertes Mikrofon Sensoren 6-Wege-Bewegungssensorsystem (3-Wege-Gyroskop, 3-Wege-Beschleunigungssensor), elektronischer 3-Wege-Kompass Ortung Integriertes GPS-Modul, WLANStandortbestimmung Tasten/Schalter PS-Taste, Netzschalter, Richtungstasten (oben/unten/links/rechts), Aktionstasten (Dreieck, Kreis, Kreuz, Viereck),

Schultertasten (links/rechts), rechter Stick, linker Stick, Start-, Select-Taste, Lautstärketasten (+/-) Mobilfunknetz-Konnektivität 3G-Modem (Datenübertragung): HSDPA/HSUPA, GSM/ GPRS/EDGE, Drahtlos-Netze IEEE 802.11 b/g/n (Wireless, Infrastruktur-Modus/Ad-hoc-Modus), Bluetooth 2.1 + EDR (A2DP/AVRCP/HSPn 1st-Party-Lineup Uncharted: Golden Abyss (Action-Adventure), WipEout 2048 (Racing), Reality Fighters (Augmented Reality/Beat ‘em up), Little Deviants (Action/Minispiele), ModNation Racers (Kart Racing/Creative Gaming), Everybody’s Golf (Sport/Golf), Escape Plan (Strategy/Puzzle), Gravity Rush (Action/Adventure), Hustle Kings (Sport), MotorStorm RC (Racing), Top Darts (Sport), Super StarDust Delta (Shooter/ hoot ’em up), Unit 13 (Shooter) Marktstart in Österreich 22. Februar Preislage WiFi only: 249,90 €, 3G/Wi-FiModell: 319,90 €  at.playstation.com/psvita/  www.meine-psvita.de

Neue Gesichter für alte Gaming-Klassiker sischen Games, soll im März 2012 auf den österreichischen Markt kommen.

Bühnen-Popshow Gesicht Nummer zwei ist das von Katy Perry, die in Zukunft an der Seite der Sims zu finden sein wird. Im Rahmen einer Kooperation plant das The Sims Studio, mehrere Spiele innerhalb der Reihe mit Spie-

Sportiver Vorzeiger Gesicht Nummer eines gehört Lionel Messi, Superstar des FC Barcelona, der nach 2009 und 2010 bereits zum dritten Mal in Folge mit dem prestigeträchtigen FIFA Ballon d’Or als „Weltfußballer des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Messi wird das zukünftige Gesicht der EA Sports FIFA-Reihe, die seit bereits 19 Jahren am Markt ist. FIFA 12 ist plattformübergreifend das erfolgreichste Videospiel des Jahres 2011 und verkaufte sich allein in den ersten fünf Tagen nach Veröffentlichung über 3,2 Mio. Mal. Für Electronic Arts war es der erfolgreichste Launch in der Geschichte der Sport-Videospiele. „FIFA Street“, ein Spin-Off des klas-

leinhalten und virtuellen Objekten im Katy Perry-Stil zu entwickeln. Den Anfang bildet eine Collector’s Edition von „Die Sims 3 Showtime,“ die im März 2012 erscheinen soll. Katy Perry wird außerdem in den aktuellen Marketing-Kampagnen der Marke erscheinen. „Damit beginnt die weitreichendste und aufregendste Zusammenarbeit, die während der gesamten Geschichte von ‚Die Sims‘ je mit einem Star

© Electronic Arts

© UIG

Wien. Der Münchner Publisher und Distributor UIG Entertainment hat die neue Produktlinie „Explosive“ angekündigt, in der gut bewertete Spieleklassiker preiswert (14,99 €) angeboten werden sollen. „Mit ‚Explosive‘ schaffen wir eine Produktschiene, die bekannte und preisgekrönte Titel beinhaltet. Neben aktuellen Releases wie „Fantasy Wars“, „Death to Spies“ und „Kings Bounty“ werden in naher Zukunft weitere Top-Titel das ‚Explosive‘ Label tragen“, erklärt Christoph Bayer, Geschäftsführer UIG Entertainment.  www.uieg.de

Die neue Playstation Vita: ausgereiftes Design und innovative Gaming-Techniken.

Electronic Arts Katy Perry und Lionel Messy sind ab sofort die neuen Aushängeschilder für „FIFA“ und „Die Sims 3“

Köln/Wien. Ein interessantes Gesicht hat noch keiner Marketing-Kampagne geschadet. Gleich zwei solche Gesichter hat die Gamesschmiede Electronic Arts unter Vertrag genommen, eines für die FußballRaubeine unter den Kunden, und ein etwas Weiblicheres für softige Sims-Player. Der Klassiker „Fantasy Wars“ erlebt eine zeitgemäße Neuauflage.

© EPA

© Bioware

Von der Playstation Portable wurden seit dem Start im Jahr 2005 mehr als 100 Millionen Geräte verkauft.

Freude für Fans: Katy Perry auf der virtuellen Sims-Bühne in „Die Sims 3 Showtime“.

stattfand”, sagt Steve Schnur, Worldwide Executive of Music bei EA. „Katy Perry ist schon seit mehreren Jahren Fan von Die Sims. Die Aufnahme ihres Hits ‚Hot and Cold‘ auf Simlisch, der in der Die Sims 2Serie erschien, wurde zum bisher beliebtesten simlischen Musikvideo.“ Dementsprechend soll die Katy Perry-Collectors Edition der Showtime-Episode ein kleines Feuerwerk für Fans sein, mit unter anderem zwei exklusiven Gitarren-Plektren und einem Poster sowie zusätzlichen Inhalten zum Download. Darunter sind ein Bonus-Veranstaltungsort, Outfits, eine Frisur, eine Gitarre und eine Reihe verschiedener Bühnenrequisiten im Katy Perry-Stil. „Es ist cool, in ‚Die Sims 3 Showtime‘ eine Bühnenshow zu sehen, die genauso gestaltet ist wie die meiner ‚California Dreams‘-Tour“, sagt Katy Perry. „Ich betrachte mich gern als Zeichentrickfigur – und jetzt bin ich selbst ein Sim.”  www.ea.com/de/fifa-street  www.diesims3.at/showtime  www.origin.com/de


Februar 2012

Ga m i ng & B e t t i n g

entertainmentbiz – 85

Ubisoft Die „Just Dance“-Reihe des Publishers wurde mehr als 25 Millionen Mal verkauft, was einem Marktanteil von 64% in EMEA entspricht

Abtanzen, bis der Doktor kommt Chris haderer

Wien. Das vergangene Jahr war ein gutes für den Spielepublisher Ubisoft, speziell aber für seine „Just Dance“-Reihe. Das Bewegungsspiel „Just Dance 3“ wurde laut internen Schätzungen des Unternehmens mehr als sieben Mio. Mal verkauft, die gesamte Reihe weltweit mehr als 25 Mio. Mal.

23 Millionen Minuten Seit der Veröffentlichung im Oktober befand sich Just Dance 3 konstant in den Top 5 der Verkaufs–Charts in den Vereinigten Staaten (NPD) und Europa (GfK Chart Track). Die Spielerschaft rund um den Globus hat zusammen gerechnet jeden Tag 23 Mio. Minuten Just Dance 3 gespielt und dabei täglich mehr als 7,5 Mio. Songs abgespult. Neben dem WiiSystem von Nintendo erschien Ub-

Wii im Buch der Rekorde

Sportiver Rekord Wien. Der Rekord ist zumindest ungewöhnlich: Mit genau 32.114.428 verkauften Exemplaren hat das „Wii Balance Board“ offiziell den Sprung ins „Guinness World Records Book“ geschafft. Kuriosum am Rande: Durch seinen Einsatz bei Sport- und Bewegungsspielen ist das Balance Board gleichzeitig auch die „meistverkaufte Personenwaage der Welt“. Die Rekordzahl setzt sich zusammen aus 22.663.321 Wii Balance Boards, die gemeinsam mit dem originalen „Wii Fit“ abgesetzt wurden, sowie aus 9.451.107 Exemplaren, die im Paket mit „Wii Fit Plus“ über die Ladentische gegangen sind. Stolz sind auch die Verkaufszahlen der Trainingsprogramme: Bis Ende September 2011 hat Wii Fit 22,67 Mio. und Wii Fit Plus 19,31 Mio. ­bewegungsorientierte Käufer gefunden.

Liegt im Trend „‚Wii Fit‘ und das ‚Wii Balance Board‘ haben die Art und Weise revolutioniert, in der Menschen zuhause aktiv werden“, sagt Laurent Fischer, Managing Director Marketing & PR von Nintendo of Europe. „Sie haben es leicht und unterhaltsam gemacht, in der gemütlichen Atmosphäre des eigenen Wohnzimmers zu trainieren. Wie der ‚Guinness‘ Weltrekord zeigt, haben die Absätze von Wii Fit und Wii Fit Plus seit dem Marktstart ihr gutes Niveau gehalten. Mit über 30 Millionen Wii, die wir an Kunden in Europa bis Weihnachten 2011 verkauft haben, dürfte sich dieser Trend weiter fortsetzen.“ In Österreich wird Nintendo vom Handelsunternehmen Stadlbauer vertrieben.  www.nintendo.de  www.stadlbauer.at

isofts Just Dance-Reihe 2011 zum ersten Mal auch für die KinectHardware für Xbox 360 von Microsoft sowie PlayStation Move für die Playstation 3 von Sony. Außerdem erweiterte Ubisoft die Just DanceReihe mit der Veröffentlichung von Just Dance 2 Extra-Songs und Just Dance Kids.

Verbreitetste Tanzplattform „Die ‚Just Dance‘-Reihe ist die erste Wahl für Spieler rund um den Globus, wenn es darum geht, das Tanzbein im Wohnzimmer zu schwingen“, sagt Geoffroy Sardin, Chief EMEA Sales und Marketing

Officer von Ubisoft. „Unser vielfältiges Angebot an Tanzspielen sorgt dafür, dass jeder Spieler ein für ihn zugängliches und unterhaltsames Spiel auf jeder Plattform findet. Ubisoft hat damit eine breit aufgestellte Basis, auf der wir in den kommenden Jahren neue Ideen und Titel entwickeln können.“ Laut Ubisoft-internen Schätzungen konnte nicht zuletzt mit Spielerweiterungen (wie etwa ABBA, You can dance) im Geschäftsjahr 2011 im EMEA-Gebiet ein Marktanteil von 64% im Tanzspiel-Segment erreicht werden.  www.ubisoftgroup.com  www.justdancegame.com

© Ubisoft

Weltweit werden täglich mehr als 23 Millionen Minuten „Just Dance“ gespielt.

Die schwedische Popband ABBA feiert auf der Wii-Konsole immer noch Erfolge.

AKM – WEIL MUSIK ETWAS WERT IST Musik spricht Verstand und Emotionen an. Musik wirkt. Daher wird bei fast allen Veranstaltungen Musik dargeboten und auch in Betrieben mit fluktuierendem Publikum, wie z.B. in der Gastronomie und im Handel, ist der gezielte Musikeinsatz weit verbreitet. Für diese öffentlichen Aufführungen ihrer Musikwerke steht den Komponisten und Musiktextautoren gemäß Urheberrecht eine faire Bezahlung zu. Die AKM hebt diese Tantiemen treuhändig ein und gibt sie an die Musik-Schaffenden weiter.

Die AKM ist Dienstleister für Künstler und Veranstalter: • Die Veranstalter können die erforderliche Aufführungslizenz für beinahe das gesamte Weltrepertoire geschützter Musik und Texte zentral bei der AKM erwerben (One Stop Shop). • Durch dieses Service der AKM ersparen sich die Veranstalter unzählige direkte Anfragen bei den Rechteinhabern im In- und Ausland. • Eine Aufführungslizenz der AKM bietet Rechtssicherheit für den konkreten Musikeinsatz und ein gutes Gewissen gegenüber den Künstlern. Die Einnahmen werden nach festen Regeln an die Autoren und Komponisten verteilt, deren Werke auf den Musikprogrammen zu den Veranstaltungen und Sendungen aufscheinen; dabei wird die Aufführungshäufigkeit berücksichtigt. Die AKM zieht vor der Verteilung lediglich den entstandenen Betriebsaufwand ab. Der AKM selbst bleibt kein Gewinn. Der Erwerb der Aufführungslizenz ist einfach: • Melden Sie Ihre Veranstaltung bzw. Ihren Musikeinsatz im Betrieb bei der zuständigen AKM-Geschäftsstelle an! Ihren Ansprechpartner finden Sie samt Kontaktdaten auf unserer Website www.akm.co.at unter „Geschäftsstellen AKM“.

© Nintendo

• Nutzen Sie die Möglichkeit der Online-Anmeldung von Veranstaltungen über den Lizenzshop der AKM auf www.akm.co.at .

Die meistverkaufte Personenwage der Welt: das „Wii Balance Board“.


E n tertai nme n t hard ware

86 – entertainmentbiz

Februar 2012

Bang & Olufsen Der Edelhersteller hat im Rahmen der Consumer Electronics Show seine neue B&O Play-Linie vorgestellt

short

Mobiles Audiosystem im 60er-Retro-Design-Look

Handlicher WLANRouter für Vielreisende

Erster Vertreter der B&O-Produktlinie ist das mobile Audiosystem Beolit 12 zur Streaming-Wiedergabe. Beolit 12, ein mobiles Audiosystem mit 120 Watt Verstärker­ leistung und WLAN.

Chris haderer

© Belkin

Wien. Eine neue Produktlinie für mobile Menschen. Unter dieser Prämisse stellte Bang & Olufsen seine neue B&O Play-Linie vor. Der Edel-Produzent nutzte den Rahmen der „Consumer Electronics Show“, die im Jänner in Las Vegas stattfand, zur Vorstellung des Audiosystems Beolit 12, der ersten Komponente der neuen Produktlinie. Unter dem Label B&O Play will das Unternehmen in Zukunft einfach bedienbare Standalone-Produkte anbieten, die sich preislich im gehobenen Segment positionieren. Details am Rande: Das Outfit des Beolit 12 wurde von der dänischen Designerin Cecilie Manz entworfen, die großen Wert auf Funktionalität legt. „Mein Ausgangspunkt ist stets eine klare Begründung, in der die Berechtigung meiner Schöpfungen liegt“, sagt Manz. „Funktion ist wesentlich, und wenn ich keinen guten Grund für ein neues Produkt for-

Mobiler Mini-WLAN-Router für ­multiples Internet im Hotel.

München/Wien. Wer viel reist, kennt das Problem: In Hotels gibt es oft keinen WLAN-Zugang, sondern nur ein EthernetKabel, mit dem Tablets, Smartphones oder mobile Gamekonsolen nichts anfangen können. Hier setzt Belkin mit dem Travel Router „GO N300 DB“ an (59,99 €). Das kleine Gerät verwandelt einzelne Internetanschlüsse in einen Dual-Band WLAN-Hotspot, über den mehrere Geräte gleichzeitig auf das Internet zugreifen können. Der Travel Router wird mit einer Reisetasche mit sämtlichem notwendigen Zubehör geliefert und bezieht Strom über den USB-Port, der an einen Rechner oder den mitgelieferten USBCharger angeschlossen wird.  www.belkin.com

mulieren kann, dann ist es besser, es nicht zu kreieren.”

Mobiler Sound Das Beolit 12, ein mobiles Audiosystem, das sich vom Design an 1960er-Jahre-Radios orientiert, ist mit einem 120 Watt Verstärker-system ausgestattet und soll für 699 € angeboten werden. „‚Beolit 12‘ verkörpert genau das, was Konsumenten von unserer neuen Marke erwarten dürfen: ein Produkt mit ausgezeichneter Klangqualität, markantem Design und exzellentem Bedienkomfort“, sagt Tue Mantoni, Vorstandsvorsitzender von Bang & Olufsen, bescheiden. „Wer seine Musik einmal mit Beolit 12 gehört hat, wird sich fragen, warum er jemals etwas anderes dafür verwendet hat. Wir sind stolz darauf, dass wir das System während der CES weltweit vorstellen konnten.“

Schönes Design und guter Klang: Samsungs neues Audio Dock.

© Bang & Olufsen (3)

© Samsung

„Barrierefreies“ AudioDock für Smartphones

Neue Kundenkreise

Die dänische Star-Designerin Cecilie Manz entwarf das Outfit des Beolit 12-Systems.

Test Mit dem CP45 hat 3M eine Kombination aus HD-Camcorder, 8MP-Kamera und LED-Videobeamer vorgestellt

Handliches Video-Multitalent mit Fun-Faktor Wien. Ein recht interessantes Gadget kommt von 3M, nämlich eine Camcorder/Projektor-Kombination in der handlichen Größe einer Fernbedienung. Das Gerät hört auf den ausgefallenen Namen CP45 und bringt eine 8MP-Digitalkamera, eine 720p HD-Videokamera sowie einen Videobeamer zur unmittelbaren Wiedergabe aufgenommener Clips (oder auch vorgefertigter Präsentationen, etc.) unter einen Hut. Vor allem der integrierte Pro-

© 3M

Wien. Man darf nicht nachtragend sein, auch wenn einem der Briefträger ständig Klagen von Apple bringt. Dieser Gedanke könnte den SamsungEntwicklern beim Ausknobeln des Audio Dock DA-E750 durch den Kopf gespukt haben: Es ist das erste Audio-Device mit integrierter Docking-Funktion, das über ein Dual Dock-System verfügt. Damit unterstützt es mit unterschiedlichen Adaptern nicht nur Produkte der Samsung Galaxy Serie, sondern auch Apple IOs-Geräte wie iPods, iPhones und iPads. Audioseitig ist das Dock mit Samsungs hybrider Röhrenverstärker-Technologie sowie einem 100-Watt 2:1-Soundsystem ausgestattet. Darüber hinaus verbindet sich das Samsung Audio Dock DA-E750 auch kabellos via AllShare. Das funktioniert nicht nur mit den SamsungSmartphones Galaxy S2, S3 und Galaxy Note, auch Apple iPod, iPhone und iPad können sich barrierefrei über AirPlay andocken. Für alle anderen Geräte ist eine Verbindung über Bluetooth möglich. Zusätzlich kann das Samsung Audio Dock analog (Composite) oder per USB-Eingang (Festplatte oder Thumb-Drive) gespeist werden.  www.samsung.at

Beolit 12 ist ein reines Audiosystem, das gestreamte Musik von anderen Geräten (wie etwa Smart-

phones oder Tablets) wiedergeben kann (eine eigene Speichereinheit besitzt es nicht). Der Lautsprecher ist mit einer Abdeckung aus farbigem Aluminium umhüllt. Die Oberseite des Audiosystems, auf der sich der Lautstärkeregler, der Netzschalter und das WLANBedienelement befinden, ist mit einem rutschhemmenden Gummi beschichtet, auf dem der MP3Player oder das Smartphone platziert werden kann. „Da Beolit 12 Bang & Olufsens 86-jährige Erfahrung in der Audiotechnologie mit den jüngsten Fortschritten im Bereich der drahtlosen Übertragungsverfahren vereint, gestattet es dem Benutzer, die Musik von sämtlichen digitalen Musikplayern abzuspielen“, sagt Henrik Taudorf Lorensen, Vice President von B&O Play. Beolit 12 unterstützt die AirPlay-Technologie von Apple, die es ermöglicht, Musik drahtlos von iPod, iPhone, iPad, Mac oder PC wiederzugeben – mit dem integrierten Akku insgesamt bis zu acht Stunden lang. „Wir sind überzeugt, dass wir mit den B&O Play Produkten viele neue Kunden begeistern werden“, sagt Mantoni. „Wir sprechen damit eine noch breitere, trendbewusste und jüngere Kundengruppe mit Produkten an, die ebenso erschwinglich wie eigenständig sind und einen unverwechselbaren Akzent in der heutigen digitalen Welt setzen.“  www.beoplay.com

jektor ist ein Alleinstellungsmerkmal des Geräts: Nur von der Videoseite aus gesehen, müsste es sich gegen jedes bessere Smartphone behaupten, was ohne Zusatznutzen ein hartes Unterfangen wäre.

Einfach und langlebig Videos können mit dem CP45 in HD-Qualität (720p) produziert werden, Fotos erreichen wahlweise bis zu acht Megapixel. Der Akku hält 100 Min. im Projektions- und 150 Min. im Aufnahmemodus und kann über ein Netzkabel oder alternativ über USB am Computer aufgeladen werden. Der interne Speicher ist mit zwei Gigabyte etwas eng bemessen, kann aber bis zu 32GB durch MicroSD-Karten erweitert

Einfache Bedienung und eingebauter ­Videobeamer zeichnen den CP45 von 3M aus.

werden. Die Lebensdauer der LEDProjektionslampe beträgt 20.000 Stunden. ein Lampenwechsel ist in der Praxis während der natürlichen Lebensdauer des Geräts nicht notwendig. Über den eingebauten HDMIAusgang können Aufnahmen auf dem heimatlichen Fernsehgerät abgespult werden. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen Composite Video Eingangskabel ist außerdem der Anschluss an DVDPlayer, Sat-Receiver, Spielekonsolen und andere Videogeräte möglich. Insgesamt ist der CP45 von 3M zwar ein Gadget, aber ein sehr leistungsfähiges, das gute Bilder aufzeichnet und bei dem auch die einfache Bedienbarkeit und der Fun-Faktor eine große Rolle spielen.

der CP45 im detail Camcorder-Einheit Aufnahmedauer bis zu sechs 25 Min. Video im HD-Format (720p) Display 2.4” (6 cm) Kamera 8MP Digitalkamera mit Fixfokus, LED Leuchte und 5x Digitalzoom Speicher 2 GB Speicher, erweiterbar mit microSD oder microSDHC Karten Akku Lithium-Ionen, Aufladung via Computer durch Mini-USB oder via Netzstecker AV Eingang 3.5mm AV Eingang (für Kopfhörer sowie AV Kabel; Anschluss an AppleGeräte über das mitgelieferte Composite Kabel sowie optionale Y-Adapter und Apple Composite AV Kabel). Schnittstellen USB mini 2.0 Projektor-Einheit Bildgröße 10”– 65” Bilddiagonale Lichtleistung bis zu 20 Lumen Lampe LED (bis zu 20.000 Stunden) Auflösung 800 x 600 SVGA Auflösung Sprachen 16 Bildschirmsprachen Audio-/Videoformate JPEG (Foto)‚ MP3 (Audio)‚ und MPEG4/MP4 (Video) Preislage 299 €, inkl. Ladegerät, USB Kabel, Videokabel (RCA), CD.  www.3m.com/at


Februar 2012

G ami n g & b e t t i n g

entertainmentbiz – 87

Glücksspiellizenzen Casinos Austria und Novomatic haben sich für Spielbanklizenzen in heimischen Städten beworben

Bewerber im Lizenz-Fieber Moritz Kolar

Wien. Der Poker um Öster-reichs Glücksspiellizenzen geht in die nächste Runde. Bis vor wenigen Tagen konnten sich Interessenten – darunter u.a. die bisherige Monopolistin Casinos Austria und der niederösterreichische Automatenkonzern Novomatic – für das sogenannte Stadtpaket, das sechs Spielbanklizenzen für die Wiener Innenstadt, Bregenz, Innsbruck, Graz, Linz sowie die Stadt Salzburg inklusive sieben angrenzende Gemeinden beinhaltet, bewerben.

Casinos Austria als Favorit Wie bei der bereits vergebenen Lotteriekonzession wird ein Beirat unter der Leitung von Wolfgang Nolz, Sektionschef im Finanzministerium, die Bewerbungen prüfen und dann dem Ministerium eine Empfehlung abgeben. Wann

Macao Gewinne steigen

Zocker-Paradies Hongkong. Das asiatische Macao bleibt das internationale Spielerparadies Nummer eins: Die Einnahmen der Casinos in der chinesischen Sonderverwaltungsregion stiegen 2011 um 42% auf umgerechnet knapp 26 Mrd. €, wie die für das Glücksspiel zuständige Behörde in Macao vor wenigen Tagen mitteilte. Die Einnahmen steigen bereits seit Mitte 2009 wieder, 2010 hatte das Wachstum 58% betragen. Die ehemalige portugiesische Kolonie gehört seit 1999 zu China. Sie öffnete sich 2002 für Glücksspielunternehmen aus dem Ausland und ist die einzige Stadt in der Volksrepublik, wo das Glücksspiel offiziell erlaubt ist. Deshalb zieht Macao Spieler aus ganz China und Asien an.  www.macaucasinoworld.com

Betfair Kooperation mit IOC

Zusammenarbeit

© IOC

London. Die Online-Wettbörse Betfair und das Internationale Olympische Komitee (IOC) haben ein Abkommen zum Austausch von Informationen zur Prävention von Wettbetrugsfällen für die Olympischen Spiele 2012 in London geschlossen. Das „Memorandum of Understanding (MoU)“ definiert den genauen Rahmen der Zusammenarbeit und beinhaltet konkrete Regelungen zum Austausch von Kunden- und Transaktionsdaten, sofern verdächtige Aktivitäten bei einem olympischen Sportereignis festgestellt werden sollten.  www.betfair.com

Das IOC und Betfair wollen präventiv gegen Wettbetrug zusammenarbeiten.

die Entscheidung über den Zuschlag gefällt wird, hänge auch von der Anzahl der Interessenten ab, hieß es aus dem Staatssekretariat. Die besten Chancen für das Stadtpaket werden den Casinos Austria eingeräumt, die bisher alle 12 Casinos in Österreich betreiben; ihre sechs Konzessionen für die Landeshauptstädte laufen Ende 2012 aus.

Weitere Pakete vor Vergabe Nicht beworben hat sich für das Stadtpaket die deutsche Gauselmann-Gruppe, die gemeinsam mit Frank Stronach im niederösterreichischen Ebreichsdorf ein Casino

aufmachen will. Dort befindet sich auch Stronachs Pferderennpark Magna Racino; das Glücksspielgeschäft soll über die im Vorjahr gegründete Merkur Entertainment AG laufen. „Insofern ist das Landpaket für uns interessant“, sagte ein Gauselmann-Sprecher. Auch die Ausschreibung für die Einzelkonzessionen werde man sich ansehen. Allein könnten der deutsche Automatenkönig Paul Gauselmann und der austrokanadische Unternehmer Stronach aber gar kein Casino betreiben, müssen Bewerber doch umfangreiche Spielbankerfahrung mitbringen. „Dann würde ein entsprechender Referenz-

partner dazustoßen“, bestätigte der deutsche Konzern. Neben dem „Stadtpaket“ vergibt das Finanzministerium auch noch Konzessionen für sechs Casinos am Land. Das sogenannte Landpaket beinhaltet einen Standort in Kärnten, zwei in Tirol (außerhalb Innsbrucks), je einen in Vorarlberg und im Land Salzburg sowie einen in den niederösterreichischen Bezirken Baden und Mödling. Die Bewerbungsfrist für das Paket endet am 16. Mai. Zudem werden drei Einzelkonzessionen – zwei für Wien und eine für Niederösterreich – sowie eine Pokerkonzession vergeben.  www.casinos.at

© Casinos Austria

Darüber hinaus werden Lizenzen für sechs Casinos am Land und drei Einzelkonzessionen vergeben.

Die Casinos Austria gelten als Favorit im Rennen um die Casino-Stadtlizenzen.


e v e n ts & E n t e r ta i n m e n t-Ti p ps

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Februar 2012

midem 2012 Musikmesse Golden Globe Awards wurden am 15. Jänner 2012 zum 69. Mal vergeben

Von Klassik zu Pop: Mit LiveMusik aus Österreich wurde die 2. CD-Edition „Austrian Music Box“ präsentiert.

5 © Josef Fallnhauser

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Österreichische Musiklandschaft

© EPA/Paul Buck

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1. Das Traumpaar Angelina Jolie und Brad Pitt (Mitte) ging bei der heurigen Golden Globe-Verleihung ohne Trophäe nach Hause. Deutlich mehr Glück hatten: 2. Steven Spielberg für seinen Animationsfilm „Die Abenteuer von Tim und Struppi. Das Geheimnis der Einhorn“; 3. Octavia Spencer als beste Nebendarstellerin in „The Help“; 4. Martin Scorsese als bester Regisseur für „Hugo Cabret“; 5. Meryl Streep als beste Hauptdarstellerin im Thatcher-Drama „The Iron Lady“; 6. George Clooney als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“; 7. Jean Dujardin wurde als bester Komödiendarsteller in der Stummfilm-Hommage „The Artist“ mit einem Golden Globe ausgezeichnet; Hund Uggie ging leider leer aus ...

Verleihung fand mit einem Galadiner im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills statt

Stummfilm ist der Sieger

Wien. Die Musikbranche traf sich auf der größten internationalen Musikmesse midem: Vom 28. bis 31. Jänner präsentierten sich 27 Firmen und Organisationen am Österreicherstand. „Ein Dank an departure, die Wirtschaftskammer Wien und die Abteilung Außenwirtschaft Österreich (AWO – go international) für die Finanzierung des Austrian Showcases bei der ‚midem off‘ und alle langjährigen Förderer, die den Messeauftritt österreichischer Firmen auf der ‚midem 2012‘ möglich gemacht haben“, sagte Mario Rossori, Organisator und Mastermind der Österreich-Präsentation auf der midem.

Klassik bis Pop

Los Angeles. Nur Spielfilme und Fernsehprogramme, die erstmals zwischen dem 1. Jänner und dem 31. Dezember 2011 aufgeführt wurden, sowie fremdsprachige Filme, die im Herkunftsland zwischen 1. November 2010 und 31. Dezember 2011 uraufgeführt wurden, hatten eine Chance auf einen „Golden Globe“. Mit sechs Nominierungen war die Stummfilm-Hommage „The Artist“ von Michel Hazanavicius der Favorit in der Sparte Film und räumt drei Preise ab. Zwei Golden Globe Awards bekam Alexander Paynes Tragikomödie „The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten“, die fünf Nominierungen hatte.

Golden Globe-Gewinner sind diesmal auch Oscar-Favoriten Meryl Streep konnte sich eine Trophäe als beste Hauptdarstellerin für ihre Verkörperung von Margaret Thatcher in „The Iron Lady“ sichern und triumphierte damit über die ebenfalls Aktricen Viola Davis („The Help“) und Rooney Mara („Verblendung“). Martin Scorsese wurde für seine Regie von „Hugo Cabret“ ausgezeichnet und ließ somit die Regisseure Alexander Payne („The Descendants“) und Michel Hazanavicius („The Artist“) hinter sich. Woody Allen bekam den Preis für das beste Drehbuch zu „Midnight in Paris“. Und bei den Animationsfilmen gab es von der Hollywood Foreign Press Association, die die Globes verleiht, Gold für Steven Spielberg und seine actionreiche Adaption von „Tim und Struppi“; die Western-Hommage „Rango“ von Gore Verbinski ging leer aus.  www.goldenglobes.org Der zehnjährige Jack Russell Terrier mit dem Namen Uggie wurde durch seinen Auftritt im zehnfach Oscar-nominierten Stummfilm „The Artist“ weltberühmt, wird aber für keine weiteren Filme vor der Kamera stehen, erklärte seine Trainerin Sarah Clifford dem Hollywood Reporter.

© EMI; EPA; UPI; Touchstone; rondomedia

Den Messestandslogan „Austria Sounds Great“ setzten die Formationen !DelaDap, Herr Tischbein, Mika Vember und das Danubis Saxophon Quartett live perfekt um. „Die musikalische Reise durch Österreich – von Klassik bis Pop – wird auch mit der 2. CD Edition der ‚Austrian Music Box‘ dokumentiert, die den Messebesuchern überreicht wird“, so Rossori. Neu war der „Visionary Monday“: Vordenker aus Musik, Technik und Kommunikation, darunter Vertreter von Facebook, Amazon und Google, zeigten neue Wege, um Publikum und Musik zu verbinden. „midemlab“ legte den Fokus auf die besten und einfallsreichsten Start-ups und App-Entwicklungen. Im neuen ‚midem hack day‘ konnten 30 Entwickler, Designer und Hacker auf Einladung der midem die neue musikaffine Generation ansprechen.  www.midem.com

Best of the Month Neue CDs, feine Konzerte, spannende Filme, kultige DVDs und heiße Games: Die besten Tipps für Ihren Februar cd Pet Shop Boys: Format (EMI) Mit fast drei Dutzend UK-Top20-Hits und mehr als einem Dutzend Studioalben haben die Pet Shop Boys ein künstlerisches Gesamtkunstwerk geschaffen, geprägt von ungewöhnlichen konzeptionellen Ideen, hohem Stilempfinden und erfrischendem Design. Das Duo erweitert dieses Universum nun mit einem politisch motivierten, philosophischem Album. CD erhältlich ab 3.2.

konzert

kino

dvd/Blue Ray

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Batman Live

Dame König As Spion (D/F/GB 2011/EMW) Europa in den 1970ern: Der kalte Krieg hält die Welt in Atem und nach einer missglückten Aktion werden zwei MI-6-Agenten abserviert. Doch Jahre später werden die beiden reaktiviert, um einen Doppelagenten ausfindig zu machen. Spannende John le Carré-Verfimung mit Gary Oldman und John Hurt in Hauptrollen. Ab 3.2.

Gigantische Arena-Produktion, basierend auf DC Comics mit außergewöhnlichen Theatereffekten, verblüffenden Bühnenillusionen, atemberaubenden Stunts und tollkühner Akrobatik. Termin: bis 5.2., 11:00, 15:00, 19:30 Uhr, Stadthalle, 1150 Wien. Ticketpreis: ab 24,75 €.

Hugo Cabret (USA 2012/UPI)

Fright Night (USA 2011, Touchstone) Blutige Remake des Horrorklassikers „Die rabenschwarze Nacht“. Regisseur Craig Gillespie beweist einmal mehr sein Gespür fürs Abgründige und Colin Farrell überzeugt als verachtenswerter Vampir. Ab 9.2. Spieldauer: 102 Min., Dolby, 16:9.

Winter Resort Tycoon (rondomedia) Ein Ski- und Winter-Paradies in den Alpen soll entstehen und mit seinen Hotels, Restaurants, Geschenke-Shops, Kiosken, EislaufStadien, Parkplätzen, etc. die Betreiber reich machen. Doch auch andere wollen hier Fuß fassen. Also gilt es, eine gute Strategie rasch umzusetzen. Für PC. Release: 1.2.

Contagion (USA 2011, Warner) Nüchtern und realistisch bereitet Steven Soderbergh diesen Thriller um einen weltweiten Virusausbruch auf und setzt auf ein beeindruckes Staraufgebot: Marion Cotillard, Matt Damon, Laurence Fishburne u. v. a. Ab 24.2. Spieldauer: 102 Min., Dolby, 16:9.

Grand Slam Tennis 2 (Electronic Arts) Sportsimulationsklassiker zum ersten Mal in HD und auf den Next Generation-Plattformen. Mit neuer „Total Racquet Control“ für besseres Ballgefühl und mit Tennis-Assen wie Djokovic, Federer, Nadal, Scharapowa, Borg und McEnroe. Für PC, PS3, Xbox, Wii. Release: 9.2.

Shanghai (USA 2010, Universum) 1941, kurz vor dem Eintritt Japans in den Zweiten Weltkrieg, ist die Dominanz der Inselmacht auch in Shanghai zu spüren. Der japanische Geheimdienst jagt den chinesischen Widerstand und eine Frau (Franka Potente), die geheime Kriegspläne aufdecken könnte. Ab 24. 2., Spieldauer: 100 Min., Dolby 5.1, 16:9.

Bracken Tor (Koch Media) Als Journalist auf der Suche nach der nächsten großen Story stößt der Spieler auf das „Bracken Tor“. Die alten Felsen sind voller mysteriöser Geheimnisse: von unerklärlich leuchtenden Lichtern bis zu schrecklichen Unfällen. Der Schlüssel zur Lösung dieses Rätsels liegt in der Vergangenheit. Für PC. Release: 24.2.

Rostropowitsch bei Decca (Decca) Der 1927 in Baku geborene Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch wurde als Cellist und Dirigent weltbekannt. Nach seinem Engagement für Dissidenten musste er 1974 die UdSSR verlassen. Er war von 1977 bis 1994 Chefdirigent des National Symphony Orchestra in Washington. CD erhältlich ab 17.2.

Soap&Skin with Ensemble Das Debüt „Lovetune For Vacuum“ von Anja Plaschg alias Soap & Skin wurde zum neuen Highlight österreichischer Popmusik hochgejubelt. Dunkle, nachdenkliche Kunstmusik hat wieder Oberwasser. Termin: 10.2., 19 Uhr, Arena, 1030 Wien. Ticketpreis: 22,90 €.

In Martin Scorseses erstem Kinderfilm stehen der 12-jährige Waise Hugo Cabret, sein verstorbener Vater (Jude Law) sowie ein Roboter im Mittelpunkt. Und Johnny Depp gibts als erfrischende Draufgabe. Ab 10.2.

RAF 3.0 (Groove Attack) Beats, Raps und Hooks von RAF Camora kennt man aus seinen Kooperationen mit Sido, Nazar oder Chakuza. Aus ein paar gesungenen Hooks und der Liebe zum jamaikanischen Dub so wie hartem Rap von der Straße ist nun ein ganz eigener Sound gereift. CD erhältlich ab 24.2.

Sting Nach erfolgreicher US-Konzertreise bringt Sting seine „Back To Bass“ Tour nun auch nach Europa. Der Fokus wird auf den Bass gelegt und die Hits werden so pur präsentiert, wie seit Jahren nicht mehr. Termin: 19.2., 20 Uhr, Planet.tt/Gasometer, 1110 Wien. Ticketpreis: ab 81,45 €.

Extrem laut und unglaublich nah (USA 2011/Warner) Am 11.9.2001 ist die unbekümmerte Kindheit von Oskar mit einem Schlag zu Ende: Sein Vater stirbt bei den Anschlägen auf das World Trade Center. Gefühlskino mit T. Hanks, S. Bullock, M. v. Sydow, J. Goodman. Ab: 17.2.

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