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medianet

INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

WINTER 2011/12 – 77

© Spotify

Der schwedische Streamingdienst startet jetzt auch in Österreich Seite 82

CINEPLEXX MOBILE APP

Österreichs größtes Portal für Kino und Film ab sofort als mobile App Seite 88

9/11-THRILLER LLER HOLLYWOOD OOD STRIA MEETS AUSTRIA

© EPA

UNIVERSAL BRINGT SPOTIFY

© Constantin Film

entertainmentbiz Game-Portale im Web speichern Player-Daten

© EA Sports

SHORT

INHALT

gaming & betting > Nintendo: Trotz Werbung große Umsatzeinbrüche 79 > Krieg der Sterne: Am 20.12. kommt Star Wars-Spiel 79 > bwin.party: Online-Poker mit neuen US-Partnern 81 tonträger & konzert > Edel AG: EntertainmentKonzern macht Gewinne 82 > Sony Music: Umsatz trotz Problemen konstant 84 tv, dvd & kino > Vienna Film Commission: Buch „Drehort Wien“ 88 > Hollywood: Masterstudios entdecken das Internet 91

Origin Der Kauf von Videospielen findet immer häufiger online statt: Direktvertrieb ist schneller, einfacher und billiger als Postversand. Doch einige Betreiber nutzen die Gelegenheit im Internet und spionieren die Gamer aus. Seite 78 Mini Film Filminstitut, Filmfonds Wien, ORF, NÖ Kultur und FISA ermöglichen „Das Pferd auf dem Balkon“-Verfilmung

Drehstart für Weihnachtsfilm 2012 in Wien Wien. In Wien und Niederösterreich haben soeben die Dreharbeiten für einen bezaubernden Weihnachtsfilm begonnen: „Das Pferd auf dem Balkon“ mit Nora Tschirner („Keinohrhasen“), Andreas Kiendl („Die Vaterlosen“) und Bibiana Zeller („Kottan“) sowie den Kinderdarstellern Enzo Gaier und Natascha Paunovic und vielen anderen. Als Gast: Ernst Stankovski. Und natürlich der Hengst „Sir Jasper Command“. Ein Pferd auf dem Balkon? Und das mitten im verschneiten Wien? Der zehnjährige Mika ist sofort begeistert und plötzlich mitten drin

in einem Abenteuer, in dem eine indische Prinzessin, ein glückloser Glücksspieler und natürlich das Pferd für Aufregung sorgen. Auch wenn das für Mika alles sehr verwirrend ist: Bis zum Weihnachtsabend wird er es auf seine eigenwillige Art meistern.

Ein Film für die Familie Produziert wird der Film von Mini Film, die zuletzt mit den Kinderfilmen „Villa Henriette“, „Karo und der liebe Gott“ und „Die kleinen Bankräuber“ erfolgreich war. Regie führt Hüseyin Tabak, das

Drehbuch hat Milan Dor nach dem Roman seines Vaters Milo Dor verfasst. Kinostart ist Weihnachten 2012, den Verleih in Österreich übernimmt der Filmladen. „Ich mache nur Filme, die ich auch wirklich machen will. Jeder Film ist wie eine Familienreise – und der fertige Film ist die Erinnerung daran“, sagt Regisseur Tabak. „Warum ich gern mit Kindern drehe? Kinder, die noch nie in einem Film gespielt haben, bringen ihre eigene Persönlichkeit stark mit ein. Sie sind total offen und spielen noch sehr natürlich und unverfälscht.“ www.minifilm.at

© Mini Film/P. Domenigg

München. Im Jänner 2012 will der deutsche Fox Channel die US-Drama-Serie „Shameless“ nach Deutschland bringen, die von einer in Armut lebenden Großfamilie handelt, bei der die Lebensfreude aber trotzdem nicht zu kurz kommt. Im Mittelpunkt des US-Formats, das auf einer britischen TV-Serie basiert, steht die Großfamilie des „alleinerziehenden“ Alkoholikers Frank Gallagher (William H. Macy), dessen sechs Kinder gelernt haben, auf sich selbst aufzupassen. Die erste Staffel von „Shameless“ umfasst zwölf Episoden. www.serienjunkies.de

© Electronic Arts

© Showtime

Doha. EA Sports ist ein großer Transfercoup gelungen! Weltstar Lionel Messi vom FC Barcelona wird ab nächstem Jahr das neue Testimonial der FIFA-Marke. „Das FIFA-Franchise ist das bestverkaufte Sport-Videospiel-Franchise der Welt, und Lionel Messi ist der beste Spieler der Welt. Dieser Vertrag ist also eine Partnerschaft von Superstars“, so Matt Bilbey von EA Sports. Ab März 2012 wird Messi in Werbe-, Marketingund Social-Media-Kampagnen sowie als Coverstar von „FIFA Street“ zu sehen sein. www.ea.com/fifa12

Kinder obenauf: Enzo Gaier und Nataša Paunović auf Sir Jasper Command.


C OVER

78 – entertainmentbiz

Winter 2011/12

KOMMENTAR

Origin Das Spiele-Vertriebsportal von Electronic Arts ist nach dem Rebranding zum Ziel umfangreicher Proteste geworden

Kunden vertraut man nicht

Online-Vertriebsportale im Visier der Datenschützer Gaming-Plattformen reduzieren die Vertriebskosten neuer Spiele und bieten Platz für Experimente.

CHRIS HADERER

angels anderer Vertriebsmöglichkeiten wurde Software in der Vergangenheit auf Datenträger gepresst und so in den Handel gebracht. Die Musik- und Videoindustrie beschreitet ebenfalls diesen Weg, der durch Breitbandtechnologie allerdings steiniger wird. Musik, Videos und Software lassen sich ohne Umweg über den physischen Einzelhandel viel schneller unters Volk bringen – ein Mausklick und die Kreditkarte ist um das neueste U2Album oder einen Ego-Shooter ärmer. Man muss nicht mal das Haus verlassen, um in Entertainment-Belangen auf dem neuesten Stand zu bleiben. Mit den Schlagzeilen um Datenschutzprobleme bei dem vom Spielepublisher Electronic Arts betriebenen ‚Origin‘-Portal sind nun wieder einmal die Schwachstellen von Online-Vetriebsplattformen ins Licht gerückt. Die Origin-Plattform beispielsweise ist ein Datenschutzproblem – nicht zuletzt deshalb, weil nicht klar ist, was die Software auf der heimatlichen Festplatte überhaupt macht. Auf einem Computer, der auch geschäftlich genützt wird, hat diese Software nichts zu suchen, weil ihre Wirkungsweise zu viele Security-Fragen offen lässt. Der Fall Origin zeigt doch eines: Zu ihren Kunden hat die Entertainment-Industrie offenbar nicht das geringste Vertrauen. Umgekehrt verhält es sich nun ähnlich. .

© Electronic Arts (2)

M

„Battlefield 3“: Ohne Online-Konto bei Electronic Arts ist das Game nicht spielbar. CHRIS HADERER

Wien . Es ist kein Kampf der Giganten, sondern eher ein Licht am Horizont, das zeigt, wohin die Reise bei der Distribution von Videospielen geht – nämlich in den globalen Datendraht. OnlineVertriebsplattformen wie das von Valve betriebene „Steam“ (etwa mit dem Titel „Portal 2“) oder das vor Kurzem durch Datenschutzbedenken ins Gerede gekommene „Origin“-Netz von Electronic Arts sind Vorboten gravierender Änderungen, die in den nächsten Jahren auf den Spiele-Markt zukommen werden. Anstatt Games auf Datenträgern über den Einzelhandel zu vertreiben, bietet sich den Publishern mit diesen Plattformen die Möglichkeit des Direktvertriebs. Während die Rolle des Einzelhandels dramatisch reduziert wird, sollen Konsumenten dadurch schneller zu Games, Updates, Patches und Zusatzmaterial kommen – bei insgesamt deutlich geringeren Produktionskosten.

Brands Bang & Olufsen

Experimentier-Plattform

Winning Team © Bang & Olufsen

Wien. Der Elektronik-Hersteller Bang & Olufsen liegt auf Platz 5 der zehn coolsten Marken der „CoolBrands“-Umfrage des englischen „Centre for Brand Analyses“. Zur überhaupt coolsten Marke der Welt wurde Bang & Olufsens Automotive-Partner Aston Martin gewählt, der maßgeschneiderte Audio-VideoProdukte für seine Fahrzeuge bezieht. Überhaupt befinden sich viele Elektronik- und Internetfirmen unter den Top Ten, wie beispielsweise Apple (Platz 3), Blackberry (Platz 6), Google (Platz 7) oder YouTube (Platz 10). Weiters wurden gekürt: HarleyDavidson (3), Rolex (4), Ferrari (8) und Nike (9). In die engere Auswahl schafften es insgesamt 1500 Marken, die von einer Jury hinsichtlich Stil, Innovation, Originalität, Authentizität, Attraktivität und Einzigartigkeit bewertet wurden. www.bang-olufsen.com

Datenschutz-Probleme In die Medien sind Online-Vertriebsplattformen in den vergangenen Wochen aufgrund der Aktivitäten des Publishers Electronic Arts gelangt. EA betreibt seit Jahren die „Origin“-Plattform, der durch die Verfügbarkeit des Blockbusters „Battlefield 3“ einige Änderungen wiederfahren sind. Während die Plattform verpflichtend installiert werden muss, räumen die Vertragsbestimmungen Electronic Arts umfangreiche „Durchsuchungsrechte“ des Computers des Anwenders ein. Unter anderem

erlangt die Software Zugriff auf den Speicherinhalt der Festplatte, um feststellen zu können, welche anderen Titel von Electronic Arts installiert sind. Prompt hagelte es Proteste vonseiten des Datenschutzes. Mehr als 3.000 Käufer von „Battlefield 3“ bewerteten das Game beim Shopping-Portal Amazon aus Protest gegen den versuchten Lauschangriff von Electronic Arts mit nur einem Punkt. „Sie bestätigen und stimmen zu, dass die Anwendung automatisch Lizenzrechte für einige oder alle EA-Produkte prüfen kann, ohne sie separat darüber zu benachrichtigen“, heißt es in den Nutzungsbedingungen, wobei Datenschützer bemängeln, dass Origin den Umfang des Zugriffs auf die Festplatte nicht exakt definiert. Unter dem Druck verschiedener Initiativen hat Electronic Arts zwar bereits versucht, die Formulierungen des Lizenzvertrags zu entschärfen, allerdings herrscht immer noch Ungewissheit über die Tiefe und personenbezogenheit der ausspionierten Informationen. Die Proteste von Usern gegen die Zwangsmitgliedschaft im Origin-Netz gehen daher vorerst weiter. Eine Pedition gegen die EA-Datenfahndung, die bereits von mehr als 9.000 Usern unterschrieben wurde, stützt sich auf ein Gutachten des deutschen Anwalts Thomas Schwenke, der die Origin-Vertragsbestimmungen für das Spielemagazin Gamestar analysiert hat. Schwenke kommt zum Schluss: „Die Nutzungsbedingungen und der EndbenutzerLizenzvertrag von Origin sowie die Datenschutz-Richtlinien von Elec-

tronic Arts enthalten umfangreiche Verstöße gegen Verbraucher- und Datenschutzrechte. EA nimmt sich über die Nutzungsbedingungen das Recht heraus, einen umfangreichen Kopierschutz einzuführen, der in seiner Wirkung einer Spyware gleichkommt.“

Kleine Alternativen Die ins Gerede gekommene Origin-Plattform geht ins Jahr 2005 zurück, wo sie unter dem Namen „EA Downloader“ erstmals in Erscheinung trat. Bis zum Rebranding zu „Origin“ im vergangenen Juni firmierte die Plattform unter dem Namen „EA Link“. Derzeit hat sie knapp vier Mio. Kunden. Neben den „Big Names“ Steam und Origin gibt es noch eine Reihe weiterer Online-Vertriebsplattformen für Games, die insgesamt aber weniger ausgereift sind oder mit geringerem Funktionsumfang auskommen müssen. Zu den wichtigsten Kanälen gehören unter anderem „Direct2Drive“, „Desura“, „Gamersgate“, „Green Man Gaming“ sowie „Good Old Games“. Am ausgereiftesten präsentiert sich Desura, wo auch kostenlose Open Source-Spiele angeboten werden. Bis auf Good Old Games implementieren fast alle Plattformen verschiedene DRM- und Kopierschutzverfahren. www.origin.com www.electronicarts.com www.steam.com www.direct2drive.com www.desura.com www.gamersgate.com www.greenmangaming.com www.gog.com

© Origin; Steam

Siegerstraße: B&O und Aston Martin.

Durch die hohen Produktionskosten, die moderne Spiele verschlingen, setzen die Publisher gern auf Bewährtes, wie etwa Fortsetzungen etablierter Titel. Einen großen Anteil am Kostenberg häufen Datenträger und Verpackungen an, sodass der konventionelle Vertriebsweg einen hohen Teil des finanziellen Risikos ausmacht. „Die schwierigste Zeit für Entwickler war während der Steckmodul-

Spiele für den Nintendo; das Geld der Publisher lagerte in Form von Silizium in den Lagerhäusern“, beschrieb der damalige Valve-Geschäftsführer Gabe Newell bereits im Jahr 2007 die Situation. „Man konnte kein Risiko eingehen, blieb deshalb streng konservativ bei Dingen, die funktionierten. Mit ‚Steam‘ ist nun genau das Gegenteil der Fall: Man kann alles ausprobieren, ohne Geld zu verlieren. Durch den unlimitierten Regalplatz wird Steam auch für alte, nicht mehr erhältliche Spiele interessant.“ Distributionsplattformen wie Steam oder Origin sind im Ansatz den gängigen Online-Stores wie dem AppStore von Apple oder dem Android-Market recht ähnlich. Auch das Playstation Network, das die Anwender der Sony Playstation und verschiedener Sony Ericson Handys verbindet, sowie das Xbox Live-Netz sind derartige Distributionsplattformen, allerdings auf recht hohem Niveau.

Rennabenteuer „Need for Speed The Run“: Lizenzvertrag statt Section Control.

Das umstrittene „Origin“-Portal: Blockbuster kaufen, ohne ins Geschäft zu gehen.

Einkaufen beim von Valve betriebenen „Steam“-Portal: Lara Croft war schon da.


Winter 2011/12

GA M I N G & B E T T I N G

entertainmentbiz – 79

Nintendo Der unter heftigen Umsatzeinbrüchen leidende Entertainment-Konzern hat Steffi Graf als Werbeträgerin für seine Sportspiele verpflichtet

Die Ilse Buck der Wii-Sportspiele CHRIS HADERER

Wien. „Ich war überrascht, wie viele Möglichkeiten die Wii bietet“, sagte die 22-fache Grand-SlamGewinnerin Steffi Graf über ihre Entdeckung der Nintendo-Spielewelt. Seit November fungiert sie als deutscher Werbeträger des japanischen Konzerns und propagiert in TV-Spots vor allem Ertüchtigungstitel wie „Wii Fit Plus“, „Wii Sports“ und „Wii Sports Ressort.“ Das seien Games, an denen „die ganze Familie zusammen ihren Spaß hat“, sagt Graf. „Zum anderen gefallen mir aber auch die Bewegungsübungen mit ‚Wii Fit Plus‘ und dem ‚Wii Balance Board‘.“

Anhaltende Verluste Nachdem bislang die Fantastischen Vier, die Sängerin Sarah Connor und der Schauspieler Christian Ulme die Nintendo-Fahne

EA The Old Republic-Game

Krieg der Sterne Wien. Wer kurz vor Weihnachten noch ein passendes Geschenk sucht: Am 20. Dezember wird Electronic Arts das von BioWare entwickelte Massiv Multiplayer Online Role Playing Game „Star Wars: The Old Republic“ veröffentlichen. Das PC-Spiel (54,99 €) bietet zahlreiche klassische „Star Wars“-Rollen, darunter Jedi-Ritter, Kopfgeldjäger und Schmuggler.

Testfeld für Fortsetzungen

© Electronic Arts

Nicht ganz so prominent wie ein Jedi-Ritter, aber auch kein Unbekannter ist Regisseur Michael Bay, auf dessen Konto Filme wie „Transformers“, „Pearl Harbor“ oder „The Rock“ gehen. Er hat, für eine nicht unbeträchtliche Handvoll Kleingeld, einen TV-Werbespot für den EA-Blockbuster „Need for Speed The Run“ gedreht. „Er ist bekannt dafür, atemberaubende Action zu bieten – genau das, worauf sich die Spieler bei ‚Need for Speed The Run‘ freuen“, sagt Jason DeLong, Executive Producer von Need for Speed The Run. Beim Bayschen TVClip sind es gleich drei Erfreulichkeiten: Christina Hendricks aus der Serie „Mad Man“ sowie die Sports Illustrated Swimmsuit Models Irina Shayk und Chrissy Teigen. www.SWTOR.de www.needforspeed.de

© YouTube

„Star Wars: The Old Republic“ – für alle, die noch Laserschwerter tragen.

„Need for Speed“-Trailer-Link: www. youtube.com/watch?v=XeOB5LRbL2s:

hochgehalten haben, soll Steffi Graf das Familienspiel forcieren. Es ist nicht die einzige Werbemission, in der sie unterwegs ist: Graf mag unter anderem auch Teekanne-Tee, Rexona-Deos und BarillaNudeln. Dass gerade sie als digitale Vorturnerin für Nintendo auftritt, hat einen triftigen Grund: Laut einer Umfrage des Forsa-Instituts ist sie in den Augen ihrer Landsleute die beste deutsche Sportlerin aller Zeiten. Als solche soll sie die Umsätze des Konzerns ankurbeln, denn der hatte heuer bereits mehrmals satte Umsatzeinbrüche vermelden müssen. Im Geschäftshalbjahr von April bis September sank

der Umsatz im Vorjahresvergleich um 40 Prozent auf 2,8 Mrd. USD (2,3 Mrd. €). Der Japaner musste deshalb ein Minus von knapp 925 Mio. USD (ca. 671 Mio. €) einstecken. Auf dem Handheld-Sektor, der von Nintendo mit den DS/3DSGeräten bedient wird, steht das Unternehmen außerdem durch iOS und Android-Geräte unter Druck: Im Jahr 2009 dominierte Nintendo laut dem Analysten Flurry noch 70% des Handheld-Segments, heute sind es nur noch 36%, während 58% von iOS- und Android-Systemen belegt werden. www.nintendo.de

© Electronic Arts

Am Handheld-Sektor wurde Nintendo von iOS und Android schon überholt.

Steffi Graf betätigt sich für Nintendo als Vorturnerin der Video-Gamer-Nation.


E N TERTA I NM EN T HA RD WA R E

80 – entertainmentbiz

Projektoren Der Elektronikhersteller Epson hat einen interessanten Beamer für Gamer und Heimkinoanwender vorgestellt

© Belkin

Neues Foto-Zubehör für iPhone und iPod touch

München/Wien. Belkin hat zwei interessante Foto-Accessoires für iPhone 4/4S und iPod touch vorgestellt. Der „LiveAction Camera Grip“ und „Camera Remote“ ermöglichen es, mit dem Smartphone spontane Schnappschüsse und gezielte Gruppenbilder zu schießen und diese ohne Umstände sofort weiterzuleiten und über soziale Netzwerke zu verbreiten. Beide Geräte arbeiten mit der Belkin LiveAction-App zusammen, die kostenfrei über den AppStore zu beziehen ist. Der LiveAction Camera Grip (49,99 €) verwandelt die Geräte in eine Digitalkamera mit SoftTouch-Tasten und externem Auslöser. Der Camera Grip wird an den 30 Pin-Connector angeschlossen und lässt sich über den meisten Hüllen und Bumpern einsetzen. Für zusätzliches Profi-Gefühl sorgt das Stativgewinde, an dem der Camera Grip sich für zusätzliche Stabilität auf Kamera- und Fotostative schrauben lässt. Die Camera Remote-Fernbedienung (49,99 €) löst den Foto- oder Video-Auslöser von iPhones und iPod touch aus einer Distanz von bis zu zehn Metern aus. Über die zwei Bedienungstasten kann zwischen Foto- und Videomodus hin und her gewechselt werden. www.belkin.de

LGE wird neuer Blu-ray Disc-Lizenzgeber

Der passende Beamer für das richtige Leinwandlicht Sanyo bringt einen professionellen Projektor mit einer Lichtleistung von blendenden 7.000 ANSI-Lumen. CHRIS HADERER

Wien. Wenn man Wert auf ein großes Filmbild legt und nicht ins nächstgelegene Cineplex umziehen will, sind Videobeamer die Alternative zum Großbild-TV-Gerät. Solche Projektoren sind in praktisch allen Preisklassen zu finden, vom Pocket-Projektor bis hin zur echten Kinoanlage (denn auch dort stammen die Bilder immer seltener von einem 35mm-Film, sondern mehr und mehr von einem digitalen Speichermedium). Passend zum Weihnachtsgeschäft forcieren einzelne Händler den Projektorenabsatz mit Marketingaktionen. So legt beispielsweise der Elektronikhersteller Epson beim Kauf eines „Wireless Full-HD 3D-Projektor Epson EH-TW6000W“ (1.799 €) einen Samsung „BD-D6500 3D Blu-rayPlayer“ (Wert: 230 €) als Draufgabe dazu (beim Kauf bis 31.12.).

© Epson (2)

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Kamerastativ und Fernauslöser für die aktuellen iOS-Handgeräte.

Winter 2011/12

Anspruchsvolles Heimkinosystem von Epson mit EH-TW480-Beamer (kleines Bild).

Beamer für Gamer Der Epson EH-TW6000W liefert Bilder in Full HD-Qualität mit einer Farbhelligkeit von 2.200 Lumen. Er verfügt als einer der ersten Heim-Projektoren über Wireless Full-HD 3D-Technologie und lässt sich kabellos mit anderen kompatiblen Geräten verbinden. Auch der Samsung BD-D6500 3D Bluray-Player besitzt eine WirelessSchnittstelle und verwandelt mit dem EH-TW6000W das Wohnzimmer in einen Kinosaal. Selber muss man nur noch das entsprechende Wohnzimmer mit passender Projektionsfläche einbringen. Für Gamer gedacht ist der etwas kleinere EH-TW480 (599 €). Der HD-fähige Projektor liefert eine Auflösung von 720p, bei einer Weiß- und Farbhelligkeit von jeweils 2.800 Lumen und einem

tungsprojektor bietet Full HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixel. Die integrierte QuaDrive-Technologie erweitert den Farbraum mithilfe des vierten Panels um bis zu 20%. Dadurch erzielt der PLC-HP7000L eine realistischere und lebendigere Farbdarstellung, außerdem wird die Bildhelligkeit erhöht. Die hohe Bildhelligkeit, die von einer 380 Watt-Lampe erzeugt wird, sowie das hohe Kontrastverhältnis von 2.700:1 sorgen für eine brillante,

Kontrastverhältnis von 3.000:1. Die verbaute Epson 3LCD-Technologie und eine Lampenlebensdauer von bis zu 5.000 Stunden sollen augenfreundlichen Genuss garantieren. Die große Auswahl an Schnittstellen erlaubt den Anschluss von Blu-ray-Playern, Spielkonsolen oder Set-Top-Boxen. Für Gamer besitzt der Epson EH-TW480 einen speziellen Videospiel-Farbmodus, der die Bildqualität moderner, digitaler Spiele weiter steigert. Für die Vorführung von Fotos oder einer Diashow besitzt das Gerät einen USB-Kartenleser.

Projektor für Profis Ebenfalls neu, aber eindeutig im professionellen Bereich angesiedelt, ist der PLC-HP7000L von Sanyo (12.500 € exkl.). Der Hochleis-

klar definierte Farbwiedergabe bei Präsentationen und Filmen. Damit ist der Projektor optimiert für den professionellen Einsatz bei Events, Großveranstaltungen, Simulationen oder Digital SignageAnwendungen. Dementsprechend orientiert sich auch die Ausstattung mit HDMI- und DVI-D-Anschlüssen am Profibereich. Eine Bild-im-Bild-Funktion ist ebenfalls mit an Bord. www.epson.com www.sanyo.de Schwerer Video-Beamer für professionelle Projektionsansprüche von Sanyo.

© Sanyo

Bang & Olufsen Nach einem Plasma-Gerät hat das Unternehmen seinen zweiten Fernseher mit 3D-Features vorgestellt

Zentrale Patentverwaltung für alle weltweiten Blu-ray-Disk-Patente.

New York/Wien. Die Riege der Blu-ray-Entwickler ist um ein Mitglied reicher: One-Blue, der Verwalter des für Blu-ray Discs erforderlichen Lizenzprogramms, gab den Anschluss von LG Electronics an das OneBlue-Produktlizenzprogramm als Lizenzgeber bekannt. LGE hat maßgeblich zum Blu-ray Disc-Standard beigetragen und wird nun neben Cyberlink, Hewlett-Packard, Hitachi, JVC Kenwood, Panasonic, Philips und Sony ebenfalls Lizenzgeber. „LGE ist ein Vorreiter bei der Entwicklung und Einführung der Blu-ray Disc Technologie und bringt zahlreiche wichtige Patente in unseren Pool ein”, sagt Roel Kramer, CEO von One-Blue. Das Unternehmen verwaltet die Patente als gemeinsame Lizenzagentur und deckt Hard- und Software im Bereich Blu-ray Disc, DVD und CD ab. www.one-blue.com

Wien. Neuigkeiten von der Kopfhörerfront hat Sennheiser zu vermelden. Speziell für den Betrieb an der Xbox wurden die Modelle X 320 (99,90 €) und X 2 (19,90 €) entwickelt. Der X 320 liefert zusätzlich zum gewohnten Sennheiser-Klang noch die Option „Bass-Boost“, mit der Spiele-Scores dynamischer wirken. Das Noise-CancellingMikrofon sorgt beim Online-Chat für eine klare Kommunikation. Mit der Dual-Volume-Control wird die Lautstärke des Games und der Kommunikation über „Xbox Live“ getrennt geregelt. Der X 2 ist sozusagen der kleinere, leichtere und auch preiswertere Bruder des Gaming-Boliden. Eine In-LineLautstärkeregelung mit MuteSchalter ermöglicht einen schnellen Zugriff. Als einseitig ausgeführtes Headset bleiben auch Umgebungsgeräusche wahrnehmbar.

schlussmöglichkeit eines zweiten Headsets. Das Gerät ist für alle analogen und digitalen Audioquellen optimiert und bietet eine klare, detailreiche und transparente Klangwiedergabe.

tem, bestehend aus einem offenen, ohrumschließenden Kopfhörer und einem Sender, liefert eine unkomprimierte HiFi-Klangleistung, die mit hochwertigen kabelgebundenen Kopfhörern vergleichbar ist. Der Sender verfügt über einen optischen und einen digitalen Koaxialeingang sowie einen analogen Audioeingang. Weitere Merkmale sind die Schnellladefunktion des Kopfhörers sowie die An-

Reise-Utensilien Wer nach Weihnachten gleich in den nächsten Flieger oder Zug springt, kann sich mit dem

CXC 700 (299 €) aus der „Travel“Linie entspannt zurücklehnen. Das von Sennheiser entwickelte NoiseGard/digital liefert gleich drei Antischall-Profile für unterschiedlichste Umgebungsgeräusche und sorgt dafür, dass nur die Musik wahrnehmbar ist. Auch für die Wiedergabe von Audiobooks ist das Gerät durch seine Eigenschaften gut geeignet. www.sennheiser.com

Speziell für Gamingfreunde entwickelt: der X 320.

Audio-Puristen Für Audiofreunde gedacht ist der kabellose digitale RS 220-Kopfhörer (399 €, ab Jahresende). Das digitale Funkkopfhörersys-

© Sennheiser (3)

© one-blue.com

Guter Ton in allen nur denkbaren Situationen

Der RS 220 richtet sich vor allem an anspruchsvolle Audio-Fans (re.).


G A MIN G & B E T TI N G

Winter 2011/12

entertainmentbiz – 81

bwin.party Der Online-Wettanbieter will in Zukunft mit den beiden Unternehmen MGM Resorts und Boyd Gaming am US-Markt kooperieren

Neue Partnerschaft in den USA MORITZ KOLAR

Wien. Auch wenn der Weg noch weit ist, scheint eine Legalisierung und Regulierung des Online Gaming-Markts in den USA zunehmend in Reichweite. In diesem Fall dürften anfangs aller Voraussicht nach ausschließlich Unternehmen mit bereits vorher bestehenden Glücksspiellizenzen aktiv sein können, weshalb derzeit viele Online Gaming-Unternehmen auf der Suche nach Kooperationen mit Firmen sind, die in den USA reale Casinos betreiben. Für den austrobritischen Online-Wettanbieter bwin.party ist diese Suche bereits beendet, das Unternehmen hat mit MGM Resorts und Boyd Gaming eine Kooperation vereinbart.

Unter neuem Dach Die drei Unternehmen haben sich nach eigenen Angaben unter

EU-Parlament Resolution

Neue Standards Brüssel. Das europäische Parlament hat sich vor wenigen Tagen mit breiter Mehrheit in einer Resolution für eine stärkere europäische Koordinierung und gemeinsame Standards der Regulierung von Online-Glücksspielen ausgesprochen. Rechtlich bindend ist die nun getroffene Willensäußerung natürlich nicht, das Parlament spielte den Ball an die Europäische Kommission zurück. In der Resolution werden neben der verstärkten Zusammenarbeit der EUStaaten auch gemeinsame Standards für den Verbraucherschutz und die Verbrechensbekämpfung angeregt. Außerdem sollen vor allem Kinder in den OnlineGamblingmärkten besser geschützt werden. www.europarl.europa.eu

MrGreen Neuer Webauftritt

Online alles neu

© MrGreen

Wien. Das Casino-Portal MrGreen. com hat seine Webseite neu gelauncht. Nach über einem Jahr Vorbereitungszeit präsentiert sich die Seite nun deutlich übersichtlicher und mit vielen neuen Features und Funktionen. Neu ist u.a. die Funktion „Mein Mr Green Konto“. In diesem Bereich findet der Teilnehmer alle Infos rund um seinen Account sowie seine letzten und höchsten Gewinne und Nachrichten zu laufenden Aktionen von Mr Green. Dank ausgeklügelte Filter werden dem Teilnehmer neuerdings über die Funktion „Spieletipps“ aktuell passende Spiele vorgeschlagen. www.mrgreen.com

Die Webseite von MrGreen.com präsentiert sich nun deutlich übersichtlicher.

einem neuen Gesellschaftsdach zusammengetan, um Online-Poker unter den Marken von bwin.party anzubieten. Zusätzlich erlaubt die Vereinbarung Boyd und MGM die Plattform von bwin.party zu nutzen, um eigene Seiten an den Start zu bringen. An dem Gemeinschaftsunternehmen wird bwin. party die Mehrheit von 65% halten, MGM Resorts 25% und Boyd zehn Prozent.

Wirtschaftlich erfolgreich Unabhängig davon hat bwin. party im dritten Quartal seine Erträge stabil gehalten. Der Um-

satz legte um drei Prozent auf 201,1 Mio. € zu, der tägliche Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um acht Prozent. Die Nettospielerträge lagen mit 195,7 Mio. € um drei Prozent über Vorjahr. Im Oktober seien man um neun Prozent über dem Vorquartal gelegen, was den Erwartungen entspreche. Für das Gesamtjahr bleibt das Management trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zuversichtlich. Der Verkauf der schwedischen Pokertochter Ongame sollte bis zum Ende des Jahres über die Bühne gegangen sein. www.bwinparty.com

© bwin.party

Unter dem neuen Gesellschaftsdach will bwin.party Online-Poker anbieten.

bwin.party zeigt sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung 2011 durchaus zufrieden.


TON TR Ä GE R & KO N Z E R T

82 – entertainmentbiz

© company.ticketscript.com/de/

Mobile Event App als neuestes Tool

ticketscript wurde 2006 gegründet und ist europaweit tätig.

Amsterdam. Der Online-, Mobile- und Social-Ticketer ticketscript realisierte gemeinsam mit dem Pariser Start-up Kawet eine Plug-and-Play-MobileEvent-App. Damit will ticketscript durch die Integration im ticketscript-Dashboard den Veranstaltern die Möglichkeit bieten, ihre eigene Event-Apps für Veranstaltungsbesucher per Download bereitzustellen. Die Mobile-Event-App dient in erster Linie dazu, den Event für die Besucher zu optimieren, Echtzeit-Informationen bereitzustellen und den Ticketkauf direkt über die App zu ermöglichen. Die Einbindung von Social Media und die Option des Live-Sharings soll zukünftig ein weiterer Schwerpunkt bei ticketscript sein. Frans Jonker, CEO: „Die Mobile Event App ist eines der kosteneffizientesten Marketingwerkzeuge, um den Ticketverkauf zu steigern und Mundpropaganda zu fördern.“

© EPA

Karrieresprung: Von YouTube zum Majordeal

Lana del Rey: Die 25-Jährige wird als „Next big thing“ gehandelt.

Los Angeles. Gut ausgedachter PR-Gag oder märchenhafte True Story? Fakt ist, es gibt einen bemerkenswerten Hype um US-Sängerin Lana del Rey, die gar schon als „neue Amy Winehouse“ tituliert wird. Mit ihrem selbstproduzierten YouTube-Clip „Video games“ wurde sie innerhalb von drei Monaten zum Internet-Phänomen, erntete einen Plattenvertrag (Universal) und spielt mittlerweile in ausverkauften Hallen. Zu Redaktionsschluss hielt „Video games“ übrigens Platz 10 der deutschen Charts, Platz 60 in Österreich.

Hoffnungsschimmer für gebeutelte Musikbranche Nicht alle sind von Spotify & Co. angetan: Mit STHoldings verweigert das dritte Label eine Kooperation. EVA KAISERSEDER

Wien. Als zehntes Land weltweit startete Spotify, mittlerweile eng mit Zuckerbergs Facebook verbandelt, kürzlich sein Angebot in Österreich. Gar nicht so selbstverständlich, denn die Roll-out-Pläne der Schweden haben den hiesigen Markt nicht gerade als vorrangiges Ziel für einen raschen Launch vorgesehen. Andere, größere Märkte hätten die Nase vorn, vernahm man aus der Unternehmenszentrale. Hannes Eder, seines Zeichens IFPIPräsident und Universal-Boss, und dessen Engagement ist es zu verdanken, dass Spotify schlussendlich jetzt schon Interesse am österreichischen Markt gezeigt hat (medianet berichtete). Immerhin verspricht sich die Branche davon ein endlich wirksames Instrument gegen die grassierende Musikpiraterie. Derzeit hat Spotify zehn Mio. registrierte Nutzer in neun Märkten europaweit sowie in den USA. Mehr als zwei Mio. benutzen einen der Bezahl-Services, die Spotify anbietet. Über 15% der User haben einen „Unlimited“- oder „Premium“-Account und zahlen damit für die Musik und die zusätzlichen Services. Der Streamingdienst bietet drei Versionen: Spotify Free (werbefinanziert und daher für den User gratis), Spotify unlimited um 4,99 €/Monat und Spotify Premium um 9,99 €/Monat.

Martin Lorentzon (li.) und Daniel Ek haben Spotify vor fünf Jahren gegründet; seit September wird eng mit Facebook kooperiert.

mit den größten Zuwächsen am heimischen Musikmarkt, so aktuelle Zahlen. Die Digitalverkäufe im Musibereich konnten in den ersten drei Quartalen 2011 ein Plus von insgesamt 20% verbuchen. Wie die monetäre bzw. wirtschaftliche Lage aber bei Spotify konkret aussieht, darüber lässt sich nur spekulieren; „We don´t comment our finances and investors“, hieß es auf Anfrage. Dass die Wachstumszahlen seit dem Zusammenschluss mit Facebook im September wie erwartet rasant gestiegen sind, ist Fakt: Mehr als vier Mio. neue User meldete Billboard Mitte November. Die Zahlen stammen von App Data, einem Unternehmen, das Facebook-Apps analysiert. Allein über Facebook würden durchschnittlich

Streaming: plus 28 Prozent Laut dem Verband der österreichischen Musikindustrie IFPI wird „das Wachstumspotenzial von Spotify und anderen StreamingAngeboten auch in Österreich sehr hoch eingeschätzt“. Derzeit sei es mit plus 28% das Einzelsegment

Edel 137,4 Mio. Umsatz, 13,3 Mio. EBITDA im heurigen Jahr

2,5 Mio. User pro Tag auf Spotify zugreifen. Einen Spotify-Account gibt es seit zwei Monaten nur noch in Verbindung mit einem Facebook-Account.

Land massiv beeinflussen, so Eder weiter. Auch die Verwertungsgesellschaften in Österreich, austro mechana und AKM, haben einen Lizenzvertrag mit Spotify abgeschlossen und sehen Land in Sicht für die Künstler. AKM-Generaldirektor Gernot Graninger hält Spotify „sicherlich für eine Bereicherung des österreichischen Musikmarkts“. Damit alles rosarot in Digi-Land? Mitnichten, denn mit dem englischen Indievertrieb STHoldings verweigert das dritte Label nach Century Media und Prosthetic Records innerhalb kürzester Zeit die Kooperation mit Spotify. Die Künstler würden eine viel zu geringe Entgütung erhalten, es zahle sich für sie schlicht nicht aus. www.spotify.com/at

Kritik seitens der Labels Hannes Eder ist naturgemäß erfreut über den gelungenen Deal: „Für uns war es eines der wichtigsten Ziele, Spotify von einem frühen Markteintritt in Österreich zu überzeugen. Streaming Services werden zukünftig eine maßgebliche Rolle im globalen Musikvertrieb spielen, weil sie eine völlig neue Form der Musiknutzung anbieten.“ Spotify werde zukünftig auch das Verhalten der bisher nicht zahlenden Musikliebhaber in unserem

CTS Eventim Kooperation mit Stage Entertainment

Zunahme signifikant im Digi-Bereich „Ausbau der Online-Marktposition“ Weg beschritten. Die Diversifikation zum Mediendienstleister ist der ökonomisch einzig logische Ausweg aus dem zurückgehenden physischen Musikgeschäft. Was wir im Musikgeschäft können, ist seit Jahrzehnten belegt. Was wir auch in den anderen Geschäftsbereichen und besonders im Digitalvertrieb zu leisten imstande sind, beweisen diese doch recht eindrucksvollen Ergebnisse“, so Michael Haentjes, CEO Edel.

Hamburg. Die Edel AG verzeichnet für das Geschäftsjahr 2011 ein Konzernjahresergebnis von 4,2 Mio. €. Damit konnte der Hamburger Entertainment-Konzert sein Vorjahresergebnis von 2,8 Mio. € fast verdoppeln. Zwischen dem 1. Oktober 2010 und dem 30. September 2011 erzielte die Edel AG einen Umsatz von 137,4 Mio. €, sechs Prozent mehr als noch im Vorjahr. Das EBIT wuchs um 0,4 Mio. auf 7,2 Mio. €. Mit 13,3 Mio. € blieb das EBITDA im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr „nahezu konstant“, so das Unternehmen.

tim.co.il) und dem Relaunch von Ticket Online (www.ticketonline. de) hat CTS Eventim nun einen weiteren wichtigen Schritt zum Ausbau seiner Online-Marktposition getan.“ Über die Systeme der EventimGruppe werden jährlich ingesamt mehr als 100 Mio. Tickets für über 140.000 Veranstaltungen vermarktet. Derzeit gibt es europaweit mehr als 20.000 stationäre Vorverkaufspunkte. www.eventim.de

München. Die im SDAX notierte CTS Eventim AG bietet ab sofort das Ticketing für den Musical-Anbieter Stage Entertainment an. Auch die Stage EntertainmentWebshops www.stage-entertainment.de und www.musicals.de wurden auf die Eventim.de-Plattform umgestellt. Künftig setzt Stage Entertainment auf die Eventim-Technologie. Stage Entertainment steht für Publikumserfolge wie Disneys „Der König der Löwen“, „Sister Act“ oder „Hinterm Horizont“.

100 Mio. Tickets pro Jahr Mediendienstleister Vor allem der Bereich „Digitale Distribution“ habe zu den guten Ergebnissen geführt. Mit dem Vertrieb an Plattformen wie iTunes, Amazon oder Spotify konnte Edel-Tochter Kontor New Media sowohl Umsatz als auch Ertrag signifikant steigern. Der Marktanteil von Kontor New Media in Deutschland liegt bei mittlerweile etwa zehn Prozent. „Wir haben mit der Verbreiterung unseres Leistungsportfolios den richtigen

Edel-CEO Michael Haentjes: „Verbreiterung des Leistungsportfolios“.

Damit konnte nach knapp einem Jahr die Migration von Ticketonline und seinen wichtigsten Partnern auf die Technologie-Plattform von CTS Eventim abgeschlossen werden. Der Online-Vertriebsweg ist nebst Callcenter, Vorverkaufsstellen und Abendkassen ein wesentlicher Teil des Verkaufs. Malte Blumenthal, Vice President New Media von CTS Eventim: „Zusätzlich zur diesjährigen Migration in Finnland (www.lippu.fi), dem Launch in Israel (www.even-

© Disney

Köln. Der Streaming-Dienst Simfy hat seine Gratis-Offerte „Simfy Free“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf monatlich 5 Stunden begrenzt. Ausgewählte „Premium-Titel“ stehen außerdem nur noch als 30 Sek.-Teaser zur Verfügung. Lediglich die neu registrierten Nutzer können das Angebot die ersten drei Monate weiterhin bis zu 20 Stunden kostenlos nutzen. Gleichzeitig versucht Simfy seine Premium-Abos attraktiver zu gestalten.

© Spotify

Simfy beschneidet Gratis-Angebot radikal

Spotify Schwedischer Streamingdienst startet in Österreich, die Contentindustrie erwartet ein effektives Anti-Piraterie-Tool

© Edel

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Grundlage für Stage Entertainment Musical: Disneys „König der Löwen“.


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entertainmentbiz – 83

Starallüren Der amerikanische Star legt den Pressefotografen für die Gastspiele Verträge vor, in denen er die Rechte an den Aufnahmen verlangt

L. Kravitz und die Knebelverträge ALEXANDA BINDER

Berlin. Der Deutsche JournalistenVerband (DVJ) liegt im Clinch mit Lenny Kravitz. Ein Dorn im Auge ist der US-Star dem DVJ, weil er die Rechte der Bildjournalisten gefährdet sieht. Laut den Akkreditierungsbestimmungen zu den Deutschland-Konzerten muss laut DVJ nicht nur der Name des Mediums genannt werden, in dem die Konzertfotos erscheinen sollen. Die Fotografinnen und Fotografen müssen darüber hinaus alle weltweiten Rechte an ihren Bildern an das Management von Lenny Kravitz abtreten. „Das ist ein Knebelvertrag, in den freie Bildjournalisten auf keinen Fall einwilligen dürfen“, lautet der Kommentar des DJV-Bundesvorsitzenden, Michael Konken, dazu. „Die Urheber und niemand sonst haben die Rechte an ihren Bildern. Wenn das Management des Künst-

OpenEMI Projekt realisiert

„EMI mag Apps“ New York. EMI Music hat sein Repertoire zur freien Nutzung für AppEntwickler lizenziert. Geschehen ist das im Rahmen der „OpenEMI Initiative” in Kooperation mit dem Dienstleister The Echo Nest, dessen Programmierer nun weltweit auf EMIs Musik-, Video- und Fotoinhalte zugreifen und sie zu „innovativen digitalen Produkten für EMI-Künstler” verarbeiten können. Der Pool, sprich Shop, aus dem die App-Entwickler anfangs wählen können, umfasst etwa 2.000 Songs, darunter Tracks der Gorillaz, Pet Shop Boys, Tinie Tempah, Professor Green, Eliza Doolittle und Chiddy Bang.

Umsetzung in die Praxis

© EPA/Fran Leonardo

In der Praxis funktioniert die Sache so: Ein App-Entwickler, der Zugang zur Programmierschnittstelle von The Echo Nest erhält, sendet einen Vorschlag für eine App an den Dienstleister, EMI Music und die Künstler – an Letztere allerdings nur, wenn die App künstlerspezifisch ist. Sollte der Entwickler sowohl für den Vorschlag als auch die anschließende Beta-Version der App die Zustimmung aller Parteien erhalten, übernimmt EMI Music die Veröffentlichung in den relevanten App Stores. Der Entwickler behält die Rechte am geistigen Eigentum, EMI Music lizenziert die App. Warum das alles? Laut Billboard sind die Kosten und andere Hürden bei der Musiklizenzierung für die meisten App-Entwickler hinderlich. http://the.echonest.com

Unter der für die App-Entwickler lizensierten Musik: die Pet Shop Boys.

lers Fotos für eigene Zwecke nutzen will, hat es dafür angemessene Honorare zu zahlen.“ Über weitere Veröffentlichungen hätten ausschließlich die Bildjournalisten zu entscheiden.

Keine Stand-alone-Position Neu ist die Geschichte freilich nur bedingt. In der Regel werden die Fotografen heute vor Konzertbeginn in den Bühnengraben eskortiert, wo sie für drei Lieder ohne Blitz fotografieren dürfen. Manchen der Stars ist aber auch das noch zu viel. Unvergessen ist etwa, als Robbie Williams die

Presseagenturen von seinen Konzerten aussperrte, worauf die Zeitungen ihre Artikel in der Folge als Antwort mit weißen Feldern bebilderten ... Britney Spears ließ sich von eigenen Lichtkünstlern begleiten. Madonnas letztes Zugeständnis, sich bei der Arbeit ablichten zu lassen, dauerte gezählte vier Minuten. Dire Straits-Frontman Mark Knopfler bot den Fotografen gar großzügig schriftlich an, ihre Rechte mit einem Euro abzugelten. Und die good old Oldies wie Bob Dylan und Tom Jones verweigern sowieso jedes Bühnenfoto. www.dvj.de

© APA/Herbert Pfarrhofer

Nur ein Foto wird dem Fotografen überlassen, der es einmalig publizieren darf.

Lenny Kravitz am 18.11. 2011 in der Wiener Stadthalle, es fotografierte H. Pfarrhofer.


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84 – entertainmentbiz

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Gründung Die seit Jahren bestehenden Künstlermanagement-Aktivitäten im Klassikbereich werden auf neue Beine gestellt

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Universal Music ruft eine Künstleragentur ins Leben

Coldplay stellt neuen Download-Rekord auf

© EPA

Centre Stage Artist Management soll Talenten aus dem Klassikbereich individuelle Perspektiven eröffnen. ALEXANDRA BINDER

Chris Martin und seine Bandkollegen setzten sich an die digitale Spitze.

London. Die Universal Music Group steigt mit der gerade erfolgten Gründung der 100%igen Tochter Centre Stage Artist Management (CSAM) in die Riege der Künstleragenturen ein. Naturgemäß tut sie das mit einem hohen Anspruch an

Baden-Baden. Coldplay hat mit weltweit 500.000 verkauften Einheiten innerhalb einer Woche einen neuen Rekord bei iTunes aufgestellt. Offensichtlich liegt die EMI-Band mit ihrer Digitalstrategie richtig: Ihr neues, fünftes Album, „Mylo Xyloto“, hatten Chris Martin & Co. nicht über Streamingplattformen wie Spotify, Rhapsody oder Simfy verfügbar gemacht. Nur die erste Single, „Every Teardrop Is A Waterfall“ war dort zu hören. Stattdessen griffen die Fans der Band offenbar verstärkt zu Downloads und physischen Produkten. Neben dem iTunes-Rekord hatten die Briten davor bereits in ihrem Heimatmarkt mit 83.000 verkauften Albumdownloads binnen einer Woche einen Rekord aufgestellt. Dort gab es dafür auch einen Spitzenrang der Charts ebenso wie in Deutschland und den USA, wo Coldplay mit 447.000 Verkäufen in einer Woche das drittbeste Wochenergebnis 2011 einheimsten.

„Wir arbeiten eng mit Opernhäusern und Konzerthallen, Plattenfirmen, PR-Agenin der ganzen Welt zusammen.“ JUDITH NEUHOFF, MAN. DIR.

Rolando Villazon und seine Bühnen-Herzensdame Anna Netrebko sind neuerdings ebenfalls bei der CSAM unter Vertrag.

die Sache: Einen umfassenden und maßgeschneiderten Managementservice für klassische Sängerinnen und Sänger will man anbieten.

Promi-Namen unter Vertrag

Live Nation: Weniger Umsatz, mehr Gewinn

Die Voraussetzungen sind gut. Denn der Major mit Sitz in Berlin und London arbeitet mit den Sopranistinnen Mojca Erdmann und Anna Netrebko, Mezzosopran Ruxandra Donose, den Tenören Joseph Calleja, Massimo Giordano und Rolando Villazón und den Baritonen Thomas Hampson und Roman Trekel. Außerdem ist Universal Music schon seit drei Jahren im Künstlermanagement im Bereich der klas-

Charleston Der Umsatz von Live Nation ist im dritten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5% auf 1,79 Mrd. USD gesunkenen. Dafür stieg der Nettogewinn um 1,4% auf 51,7 Mio. USD. Positiv ist auch die Gewinnentwicklung in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs: Nach einem Verlust von 104 Mio. USD im Vorjahreszeitraum drehte der Konzern das Ergebnis von Jänner bis September 2011 auf plus 16,5 Mio. USD.

sischen Musik aktiv. Dafür steht unter anderem die 2009 eingegangene Kooperation mit First Classics, einem Netzwerk deutscher Klassik-Konzertveranstalter. Schon die umfasste u.a. neue und innovative Wege der Zusammenarbeit bei der Veranstaltung von KlassikLive-Events. Die von der Universal Music Group vertretenen Klassikkünstler erhielten damit Zugang zu den besten Konzertsälen Deutschlands. First Classics konnte im Gegenzug in Deutschland mit den beim Major unter Vertrag stehenden Künstlern arbeiten. Die neu gegründete Künstleragentur soll jetzt vor allem ein Name prägen: Judith Neuhoff soll sie zum Erfolg führen, die zum Ma-

naging Director des Centre Stage Artist Management ernannt wurde und gleichzeitig auch für eine neue Struktur und eine neue Identität des Unternehmens steht.

„Individuelle Perspektiven” Neuhoff kam im Jahr 2008 zu Universal Music Group und hatte davor bei Raab & Boehm Artists in Wien und bei IMG Artists in London Erfahrung gesammelt. Als ihr Ziel definiert sie, jeden einzelnen Künstler beim Aufbau der für ihn oder sie bestmöglichen Karriere zu unterstützen und diese dann gemeinsam zu entwickeln. Wie sie diese Vorgabe umsetzen will? „Dank unserer engen Zusammenarbeit mit

Opernhäusern und Konzerthallen, Plattenfirmen, PR-Agenturen und Promotern auf der ganzen Welt können wir den Künstlern einzigartige und individuelle Perspektiven und Beratung bieten.“ Wohin sie das Unternehmen führen will, ist auch bereits definiert: „Sie soll sich zu einer Agentur des internationalen Spitzenniveaus entwickeln. Unsere Grundprinzipien dabei sind Qualität, Transparenz und Verantwortlichkeit.” Neben Judith Neuhoff kommen Jonathan Letts, Margit Weber, Alexie Jell und Maria Mot zu CSAM. Die zur Agentur gehörige Website soll in Kürze Online gehen. www. centrestagemanagement.com

Sony Music Einerseits schlagen sich Restrukturierungskosten nieder, andererseits werden neue Ideen umgesetzt

Operativer Rückgang, innovative Kooperation

Ariola nutzt McDonald’s als neuen Absatzweg

© Manfred Esser

Tokio. Die schlechte Nachricht: Das deutliche operative Plus des ersten Quartals 2011 konnte Sony Music Entertainment nicht über das Halbjahr halten. Auf umgerechnet 82 Mio. USD gingen die operativen Einnahmen in den drei Monaten bis zum 30. September im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das ist ein Minus von 21%. Im ersten Quartal des Fiskaljahrs hatte Sony das operative Ergebnis noch

um 61% auf 149 Mio. USD steigern können. – Die gute Nachricht: Der Umsatz blieb nahezu konstant.

1,346 Mrd. USD Umsatz In Zahlen setzte der Major im zweiten Quartal 2011 1,346 Mrd. USD um, in den ersten drei Monaten 2011 lag dieser Wert bei 1,353 Mrd. USD. Für den operativen Rückgang macht der Konzern deut-

© Rewe Group

M. Wendler: Hat kein Problem, in CDForm eine Burger-Beigabe zu sein.

Bottrop. „Ein Big Mac, ein Cola und die CD vom Wendler”, so könnte sich seit dem 11. November die Bestellung in einer von 40 McDonald’s-Filialen in Deutschland anhören. Die FastFood-Kette verkauft gegen den Aufpreis von einem Euro in 40 Filialen die aktuelle Maxi-CD von Michael Wendler zu ihren Essen. 50 Cent pro verkaufter CD gehen an die McDonald’s Kinderhilfe. Zum Start der gemeinsamen Marketingaktion von McDonald’s und Wendlers Plattenfirma Ariola kam Wendler persönlich in eine Filiale.

© EPA/Helmut Fohringer

turen und Promotern

Die jugendlich designte „Starzone“ ist ein innovatives Download-Konzept.

lich gestiegene Restrukturierungskosten verantwortlich. Den leicht gesunkenen Umsatz führt Sony auf die Aufwertung des Yen und niedrigere Albumverkäufe außerhalb der USA zurück. Zu den Beststellern des laufenden Jahres zählt der Major „4” von Beyoncé und „Planet Pit” von Pitbull.

Kooperation mit Rewe Ebenfalls ein Bestseller könnte die neue Kooperation mit Rewe in Deutschland werden. Der setzt erneut auf die Sammelleidenschaft seiner Kunden. Im Mittelpunkt der Aktion namens „Starzone“ stehen Starkarten internationaler und nationaler Musikstars zum Sammeln und Tauschen. Sony Music begleitet das Projekt ab 21. November zudem mit Musikdownloads. Rewes Erwartungen sind hoch. Man verspricht sich damit „Deutschlands größtes Musikfestival für Jung und Alt”. Die Sache läuft wie gehabt – sprich bei den Tieren oder Fußballern. Für einen Einkaufswert von zehn Euro erhalten Kunden jeweils ein „Starzone“-Sammelkartenpäck-

chen. Allerdings enthält es neben drei Sammelbildern auch eine Gutscheinkarte für einen Songdownload, der über eine eigens eingerichtete Website eingelöst werden kann. Sony Music stellt dafür einen Katalog von mehr als 500.000 Songs von 12.000 Künstlern zur Auswahl bereit. Abgesehen davon gibt es wie auch bei früheren Aktionen ein Sammelalbum zur Kampagne.

Innovatives Konzept Die Vertreter der beiden Kooperationspartner sehen die Sache dennoch etwas unterschiedlich. Während Rewe-Vorstandsmitglied Lionel Souque von einer „einzigartigen Aktion“ spricht, die „generationsübergreifend von Jung bis Alt von Klassik über Kuschelrock bis zum Dancefloorstürmer für alle Musikgeschmäcker etwas anbietet“, sieht Sony-Music Vertreter Joe Hugger darin eher ein „innovatives Download-Konzept“, das „den Musikfans und Rewe-Kunden spannende Musik aus allen Bereichen der Sony-Music-Künstlerfamilie“ biete. www.sonymusic.de


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Sound of Music Uwe Kröger und Co. sind in der Inszenierung des Klassikers am Salzburger Landestheater zu sehen – zur Freude der Touristiker

Weltbekannter Mythos kehrt heim EVA KAISERSEDER

Salzburg. „Weltweit ist dieses Musical eines der erfolgreichsten und meistgespielten aller Zeiten. Und auch die Hollywood-Verfilmung aus dem Jahr 1965 wurde weltbekannt, gehört zu den meist gesehenen Filmen der Geschichte und prägt bis heute das Image Salzburgs in vielen Ländern der Erde“, so Landestheater-Intendant Carl Philip von Maldeghem. Die Rede ist von „Sound of Music“, der (wahren) Geschichte rund um Baron von Trapp, seine sieben Kinder und deren Kindermädchen Maria, das er schließlich nach einigen Wirren ehelichte. Gemeinsam zog man als die „singenden Trapps“ aus, um die Welt mit musikalischem Frohsinn zu erobern. Eine Story, die vermutlich jeder Salzburg-Tourist kennt. Das Phänomen in Zahlen: Weltweit hat rund eine Mrd. Menschen den

Booking Stürmer zu A.S.S.

Wechselhaft Hamburg. Der deutsche Veranstalter A.S.S. Concert & Promotion, der bislang für die Live-Auftritte von Popsängerin Christina Stürmer beim nördlichen Nachbarn verantwortlich zeichnete, übernimmt nun auch das Booking der Künstlerin in Österreich. Damit löst A.S.S. Stürmers Agentur E&A Public Relations ab, die zuvor ihre Auftritte auf heimischem Boden ausgerichtet hatten. Warum nun dieser Schritt? „Die Kooperation mit A.S.S. bewerten wir bisher durchweg sehr positiv“, kommentiert Stürmers Manager Thorsten Kirmes, Geschäftsführer der Kölner Agentur Kirmes Managing Public Relations. „Daher ist es eine logische Konsequenz, die Verantwortung für Touren und Konzerte nun in eine Hand zu legen.“

Neues Studioalbum

© dpa Zentralbild/Robert Schlesinger

A.S.S.-Geschäftsführer Michael Bisping sieht die Erweiterung der Zusammenarbeit positiv und meinte gegenüber der Musikwoche: „Christina Stürmer und ihr gesamtes Team genießen in unserem Haus einen ausgezeichneten Ruf. Wir freuen uns, nun auch auf ihrem Heimatmarkt im Rahmen des Bookings für sie tätig sein zu können.“ A.S.S. organisierte die beiden letzten Touren der Sängerin in Deutschland und der Schweiz und im Sommer 2011 Auftritte bei verschiedenen Festivals. Derzeit arbeitet die Sängerin an einem neuen Studioalbum. www.assconcerts.com

Christina Stürmer wird ab sofort auch in Österreich von A.S.S. vertreten.

Film gesehen, 300.000 „Sound of Music“-Fans pilgern jährlich in die Festspielstadt. Naheliegend also, das Stück endlich auch auf eine Salzburger Bühne zu bringen. „Wir haben mit den Inhabern der Musical-Rechte, der ‚Rodgers & Hammerstein Organization’ in New York, einen Vertrag abgeschlossen, der es uns erlaubt, dieses Stück erstmals hierher zu holen, wo sich die Geschichte der Familie von Trapp tatsächlich abspielt“, so Landeshauptmann-Stellvertreter David Brenner über das Prozedere hinter dem Heimspiel. Die Besetzung hat mit Uwe Kröger einen zugkräftigen Namen an

der Spitze des Ensembles, er stellt den Baron von Trapp dar. Wen das Comeback besonders freut: die Touristiker. Immerhin sei „Sound of Music ein wichtiger Botschafter für Salzburg, vor allem im angloamerikanischen und asiatischen Raum“, betont Bert Brugger, Geschäftsführer der Tourismus Salzburg GmbH. „Letztes Jahr brachte 20th Century Fox den Film in den USA im Blu-ray-Format auf den Markt. In der Box mit enthalten waren Postkarten und Bücher über Salzburg. Das ist eine enorme Werbung.“ Das Musical läuft voraussichtlich noch bis Juni 2012. www.salzburger-landestheater.at

© APA/Barbara Gindl

„Wichtiger Botschafter für Salzburg“, so Bert Brugger, GF Tourismus Salzburg.

Das „Sound of Music“-Ensemble u.a. mit Uwe Kröger ist noch bis Juni 2012 zu sehen.


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Stufe zwei Google hat seinen Musikdienst jüngst aus der Betaphase entlassen und um einige Funktionen ergänzt

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Google Musics next Step: Goodbye Beta, hello Shop

Filesharing-Einfluss messbar gemacht

© University of Texas

Die Nutzer können jetzt Songs im Musik-Shop kaufen und mit ihren Freunden auf Google+teilen. ALEXANDRA BINDER

Mountain View. Ein halbes Jahr des Testens ist genug, die Beta-Phase von Google Music ist beendet. Was so viel heißt wie, dass der kostenlose Dienst ab sofort auch ohne persönliche Einladung nutzbar ist. Die Grundfunktionen, die dem User im Fall des Falles zur Verfügung stehen, bleiben gleich. Der User kann weiterhin bis zu 20.000 Musikdateien kostenlos auf den Server laden und hat von jedem mit dem Internet verbundenen Gerät Zugriff darauf. Integriert wurde dagegen ein bisher fehlender „Music Store“ – in Expertenkreisen war das als eines der größten Mankos von Google Music benannt worden.

Stan Liebowitz: hat neue Erkenntnisse in Sachen Filesharig.

New York. Stan J. Liebowitz, ein US-Wirtschaftswissenschaftler, hat eine Studie veröffentlicht, in der er ein neues Messsystem für den Einfluss des Filesharings auf die Umsatzentwicklung der Musikwirtschaft vorstellt: „The Metric Is The Message: How Much Of The Decline In Sound Recording Sales Is Due To File-Sharing?”, betitelt er sie und untersucht frühere Studien, die alle einen Kausalzusammenhang zwischen Filesharing und dem Umsatzeinbruch in der Musikindustrie feststellen, ohne jedoch diesen Einfluss quantitativ dargestellt zu haben. Deren empirische Befunde übersetzte Liebowitz nun in seine neu entwickelte Messung und macht sie damit vergleichbar. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass fast alle von ihm untersuchten Studien das gesamte Umsatzminus auf Filesharing zurückführen.

Acht Mio. Titel stehen dort derzeit zum Kauf bereit, in den kommenden Wochen soll sich diese Zahl jedoch noch auf 13 Mio. Songs erhöhen – ein Ergebnis, das aus harten Verhandlungen der letzten Monate mit den Majors resultiert. Drei der vier großen Labels hat man während dieser Zeit für das Projekt gewonnen: Universal Music, EMI und Sony Music. Einziger bisheriger Verweigerer: die Warner Music Group. Dafür bieten zusätzlich etliche kleine Indie-Vertriebe ihre Künstler an. Die Labels sind positiv gestimmt. „Wir erwarten, dass dies ein ergiebiger Umsatztreiber für unsere Künstler wird“, sagt etwa Rob Wells, der bei Universal Music für digitale Inhalte verantwortlich ist. Heruntergeladen oder gestreamt werden die Songs als MP3 mit einer Bitrate von 320 Kilobit pro Sek. Preislich bewegt sich Google Music zwischen 0,99 und 1,29

© Stage Entertainment

Stage Entertainment bringt Rocky-Musical

S. Stallone: gibt zusammen mit den Klitschkos die Co-Produzenten.

© Google Music

iTunes-Konkurrenz?

Google Music am Galaxy-Tablet-PC; auf die eigenen hochgeladenen Musikdaten kann man mit jedem Gerät via Internet zugreifen.

USD für einen einzelnen Song, ein Album kostet im Schnitt fünf bis 10 USD. Zwecks Gustieren gibt es die Option, jeden Titel 90 Sek. lang vor dem Download oder Stream anzuhören. Erwirbt man Songs aus dem Google Music-Store, zählen sie nicht zu den 20.000 Titeln, die ein einzelner User kostenlos hochladen darf.

Google+ und der Mitbewerb Dass auch das hauseigene Google+ Netzwerk in die gute Sache einbezogen wird, liegt auf der Hand. Gekaufte Titel werden mit allen, die ein User in seine Kreise einsortiert, geteilt. Freunde und Bekannte haben die Möglichkeit,

kaufte Musik über die Telefonrechnung zu zahlen. Für Künstler ohne Vertrieb bietet Google unter dem „Artist Hub“ die Möglichkeit, Musik und Videos hochzuladen und auf einer eigenen Künstlerseite zu präsentieren und zu verkaufen.

Artist Hub Von dem Umsatz erhalten die Künstler 70%. Das Anlegen einer eigenen Künstlerseite soll einmalig 25 USD kosten. Um die Popularität zu steigern, integrieren sich die Künstlerseiten nahtlos in Google+ und den Musik-Shop. Ob und wann Google den Dienst offiziell auch in Deutschland verfügbar macht, ist noch nicht bekannt. music.google.com

Ausgebootet Musikverlagssparte geht an ein Konsortium unter Sony-Führung, das Tonträgergeschäft an Universal Music

Bertelsmann geht leer aus in Sachen EMI

Hamburg. Stage Entertainment hat am 20. November auf einer Pressekonferenz in Hamburg mit den Co-Produzenten Sylvester Stallone sowie Vitali und Wladimir Klitschko die Eigenproduktion „Rocky – das Musical“ vorgestellt. Dessen Weltpremiere soll im November 2012 im TUI Operettenhaus in der Hansestadt steigen. „Ich hatte immer die Idee von ‚Rocky’ als Musical”, erklärte Hollywoodstar Sylvester Stallone, der den Boxer Rocky Balboa in sechs Kinofilmen spielte. Die Musical-Version basiert auf dem mit drei Oscars ausgezeichneten ersten „Rocky“-Film.

London. Bis dato galt BMG Music Publishing, ein Gemeinschaftsunternehmen des Medienkonzerns Bertelsmann und des Finanzinvestors KKR, als aussichtsreichster Bieter für die EMI-Musikverlagssparte EMI Publishing. Doch es kam anders als gedacht. EMI-Verkäufer Citigroup erschlägt die Traditionsfirma offenbar. Die US-Großbank fiel an die EMI, nachdem der Vorbesitzer (Finanzinvestor

Terra Firma von Guy Hands) seinen Kredit nicht abbezahlen konnte. Sowohl die Nachrichtenagentur Bloomberg wie auch das Onlineportal des Wall Street Journal berichten übereinstimmend davon, dass der Musikverlag an ein Konsortium unter der Führung von Sony gehe und das Tonträgergeschäft an Universal Music, eine Tochter der französischen Vivendi SA. Die größte Hürde in den Verhandlungen,

die Frage nach der Übernahme der Pensionsverpflichtungen der EMI-Mitarbeiter, sei genommen, heißt es. Sie sollen nun von der Citigroup übernommen werden. Der Milliardär Len Blavatnik, dem der EMI-Rivale Warner Music gehört, hatte wegen des Streits um die Altersvorsorge überraschend einen Rückzieher gemacht. Er hatte lange als Favorit gegolten.

Verkaufspreis: 4,1 Mrd. USD

© EPA

Neuer Termin für das Popfest am Karlsplatz Wien. Das Popfest Wien, mit 50.000 Besuchern erfolgreiche Live-Plattform für innovative, heimische Popmusik, wird 2012 vom 26. bis 29. Juli am Karlsplatz stattfinden. Als Höhepunkt eines „Kunstplatz Karlsplatz-Sommers“, wie die Veranstalter betonen, im Anschluss an das Film-Open Air „Kino unter Sternen“.

sie in voller Länge zu hören, aber nur einmal. Von Amazons „Cloud Drive“ oder Apples „iTunes Match“ versucht man sich naturgemäß abzusetzen. Geschen soll das via exklusiver Inhalte; dazu zählen etwa sechs Live-Mitschnitte von Konzerten der Rolling Stones, aber auch weitere Konzertaufnahmen und bisher unveröffentlichte Songs von Coldplay, Shakira und dem Rapper Busta Rhymes. Wer einen Überblick über die kostenlosen, exklusiv verfügbaren Songs sucht, findet ihn im offiziellen Google-Blog (englisch). Abgesehem davon wurde eine Kooperation mit dem US-amerikanischen Ableger der Telekom abgeschlossen. Daraus resultierend, haben Telekom-Kunden die Option, ge-

J.-B. Lévy: versprach den EMI-Künstlern und Mitarbeitern ein langfristiges Zuhause.

Das Wall Street Journal weiß auch bereits den Verkaufspreis für beide Sparten: Er soll bei 4,1 Mrd. USD und damit über den Erwartungen von Brancheninsidern liegen. Sony zahlt für das Verlagsgeschäft mit seinen Partnern 2,2 Mrd. USD, während das Plattengeschäft für 1,9 Mrd. USD den Besitzer wechselt. EMI besitzt einen der lukrativsten Musikrechtekataloge der Branche, der die Beatles und Pink Floyd umfasst. Die zweite Sparte, das klassische Plattengeschäft, kämpft dagegen mit schrumpfenden Umsätzen, Internetpiraterie und der Konkurrenz

von Apples iTunes. Diese Sparte hat Künstler wie Katy Perry und Coldplay unter Vertrag.

Und die Zukunft? Vivendi-Konzernchef Jean-Bernard Lévy versprach den Künstlern und Mitarbeitern, sie würden ein langfristiges und sicheres Zuhause finden. Zu EMI gehören u.a. die Labels Blue Note, Nashville und Virgin Records. Nichtsdestotrotz sollen Teile, die nicht zum Kerngeschäft zählen, verkauft werden.

EMI-STORY Innerhalb weniger Jahre machte die traditionelle Plattenfirma eine Vielzahl von Besitzerwechseln mit. Zuletzt gehörte das Label, bei dem Stars wie Coldplay, Depeche Mode und Pink Floyd unter Vertrag stehen, zur Citigroup. Die US-Großbank übernahm die Plattenfirma, weil der Vorbesitzer Terra Firma vulgo Guy Hands seinen Kredit nicht mehr zahlen konnte. Terra Firma hatte für EMI noch 4,9 Mrd. € gezahlt, aktuell beziffet sich der Verkaufspreis für beide Sparten mit 4,1 Mrd. USD. www.emimusic.com


S C HAU & S P I E L

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„Gratuliere!“ Das neue Kabarettstück von Gery Seidl hat am 25. Jänner 2012 im Kabarett Niedermair Premiere und widmet sich dem Mann-Sein

Die wichtigen Dinge des Lebens DINO SILVESTRE

Wien. Gery Seidl hat eigentlich als Ingenieur begonnen und startete sofort nach dem Bundesheer in die Bauwirtschaft, die ihm „ziemlich bald zeigte, dass Schule eben nur Schule ist und die eigentliche Schule zwar nicht Schule heißt, aber weitaus härter benotet“.

„Warum Richard III.?“ Da Seidl aber seinen heimlichen Traum von der Schauspielerei nicht ignorieren konnte und wollte, begab er sich auf die Suche nach einem Schauspiellehrer – und traf Herwig Seeböck. Es folgte eine abwechslungsreiche Zeit mit Schauspielunterricht und Bauleitung, bis er schließlich bei der Baufirma kündigte, um nur noch als Schauspieler, Kabarettist und Optimist in unsicherern Verhältnissen zu sein.

Kinder-Musical Lachhaft

Weihnachtshasi Wien. Heiliger Bimbam! Bald ist Weihnachten, und der Weihnachtsmann hat wieder einmal seinen quälenden Rheumatismus! Der Doktor hat ihm strikte Bettruhe verordnet, was nun? Wer verpackt die Weihnachtsgeschenke? Fällt das Weihnachtsfest dieses Jahr ins Wasser? Der Osterhase hat die rettende Idee! Warum nicht tauschen? Der Weihnachtsmann fährt zur Kur auf die Osterinsel, der Hase fliegt mit Rentier Rudolf zum Nordpol. Zunächst scheint alles in Ordnung, doch „Ostermann und Weihnachtshasi“ scheitern kläglich im KinderMusical im Kabarett Niedermair. Musik: Nino Holm; mit Ulli Penitz, Heinz Jiras und Doris P. Kofler. Ab 4 Jahren, nur am 22. Dezember, Beginn ist um 16:30. www.niedermair.at

3raum Absurde Premiere

Daniil Charms

© Daniel Wolf

Wien. Arturas Valudskis, Verfechter des absurden minimalistischen Theaters, sieht Daniil Charms, den „russischen Beckett“, als einen Vorreiter, der seinem Publikum durch die Absurdität eine unter die Lupe genommene Realität schafft. In „Das ist eigentlich alles“ durchwandern ab 12. Dezember eine Schauspielerin und zwei Schauspieler die Charms’sche Welt und berichten von jener Boshaftigkeit des Alltags, an die wir unser Leben verlieren. www.3raum.or.at

Martin Bermoser, Julia Schranz und Markus Kofler können nicht Fuß fassen.

In dieser Zeit lernte er seinen späteren Kabarettpartner Gerhard Walter kennen und produzierte mit ihm zwei Kabarettprogramme: „Warum Richard III.?“ und „Taxameta rennt“. Gleich darauf gewannen sie diverse Auszeichnungen: den „Grazer Kleinkunstvogel“, den „Kärntner Kleinkunstdrachen“, den „Münchner Kabarettkaktus“ und den „Österreichischen Kabarettförderpreis ‚Karl‘“ (2005). Im Laufe der Zeit konnte man Gery Seidl nicht nur in Filmen wie „Mutig in die neuen Zeiten“ oder „Die Gipfelzipfler“ (Regie: Harald Sicheritz) sehen, sondern ihn auch

im Theaterstück „Das ist die Höhe“ von Fritz Schindlecker gemeinsam mit Doris Hindinger und Joesi Prokopetz auf der Bühne erleben.

„Nicht einmal ein Krieg!“ In seinem neuen Soloprogramm räsoniert Seidl über den faden Alltag: „An einem verregneten Tag fährt man mit der Familie ins Möbelhaus. Abgesehen davon, dass man nichts braucht, braucht man ganz dringend ein paar Kleinigkeiten: Windeln, Bettwäsche, Kerzen, dazu noch die Blume, das Bild und eine zweite Festplatte für das Back-up vom Back-up – alles bio.“

In „Gratuliere!“ geht es um das Mann-Sein, das Mensch-Sein und das Älterwerden: 36 Jahre alt zu werden, ist sicherlich ein Grund zum Feiern, doch was ist da heutzutage schon dabei? Was steht schon Großartiges im Lebenslauf eines Mitteleuropäers mittleren Alters? „Nicht einmal ein Krieg!“ Zum Glück gibt es die Vorstellung der Reinkarnation, also vielleicht ein paar spannende Geschichten, die man schon mal erlebt oder überlebt hat. Das Ärgste, was der Held je erlebt hat, war ein Hochwasser. Und das war eigentlich auch nur im Nachbarort ... www.geryseidl.at

© Martin Moravec

Der vielfache Kleinkunst- und Kabarett-Preisträger startet 3. Soloprogramm mit viel Spiellust & Witz.

Der Bauingenieur Gery Seidl geht wieder einmal auf die Bühne und legt los.


TV, DV D & K I N O

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Cineplexx Mit neuem Service Kinoprogramm abrufen, Karten bestellen, Trailer sehen und vieles mehr von unterwegs

Cineplexx bietet App für Androids und iPhones

Leidenschaft für die Sünden der Stadt Berlin. Junge Filmemacher aus der ganzen Welt wurden gebeten, die Versuchungen des 21. Jh. in Szene zu setzen; das Resultat sind sehr unterschiedliche Interpretationen von persönlichen Erfahrungen und Visionen, Leid und Leidenschaft. Mit weitem Abstand entschied sich die Jury für den Beitrag aus Südkorea und wählte das Music-Video der Filmemacher Nils Clauss und Stuart Howe auf den 1. Platz. www.sincityfilmaward.com

Ab sofort kann man neue mobile App im Android Market oder iPhone App Store gratis runterladen. tiplex-Kinos den Markt eroberten. Constantin Film reagierte auf diesen Trend und bildete eine Gruppe mit 29 Kinos und 190 Leinwänden. 2009 startete die Cineplexx International GmbH die Expansion ins benachbarte Ausland

MICHAEL BÄR

Wien. Die Österreicher wollen nicht mehr auf mobile Datendienste verzichten. Laut einer Studie des Markt- und Meinungsinstituts GfK Austria besitzt bereits jeder dritte österreichische Handykunde ab 12 Jahren ein Smartphone. Das sind rund 2,1 Mio. Benutzer.

Filmverwertung in den neuen Märkten gefragt

„Bereits nach einer

77.000 neue Unique Clients

Alfred Grinschgl, GF RTR, ist verantwortlich für den Fernsehfonds Austria; er fordert mehr Rechte.

„Die neue Cineplexx

Wien. In den Räumlichkeiten der RTR-GmbH in Koop von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und dem Erich Pommer Institut (Berlin) fand eine Veranstaltung zum Thema „Fernsehverwertung heute und in Zukunft – Kosten- und Erlösmöglichkeiten“ statt. „Dass der Bedarf in der Filmbranche gegeben ist, sich mit dem Thema ‚Verwertung‘ in neuen Märkten intensiv auseinanderzusetzen, zeigt, dass rund 40 Teilnehmer aus der Filmbranche dem Angebot zu diesem Workshop gefolgt sind“, freut sich Alfred Grinschgl, GF der RTR-GmbH und verantwortlich für den Fernsehfonds Austria, über die Akzeptanz der Veranstaltung. „Außerdem ist es gerade ein besonderer Zweck der FörderRichtlinien, dass möglichst viele Rechte beim Produzenten bleiben, die er dann finanziell verwerten kann“, so Grinschgl. www.fernsehfonds.at

App konzentriert sich auf die Kerninhalte. Das macht das Navigieren besonders schnell und einfach.“ CHRISTIAN LANGHAMMER GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER CINEPLEXX

Bis November 2011 wurde die Cineplexx Homepage von rund vier Mio. Unique Clients aufgerufen. Gegenüber 2010 ist das ist ein Plus von knapp 77.000 Besuchern. „Unsere Webseite wird seit Jahren gut von den Usern angenommen. Das hat uns in der Entschei-

10.000 Downloads vorweisen. Wir haben hier den Nerv des Konsumenten getroffen.“ CHRISTIAN LANGHAMMER

Cineplexx-Gesellschafter Christian Langhammer sorgt mit immer neuen Innovationen dafür, dass die Cineplexx-Kinowelten auf dem neuestem Stand der Technik sind.

dung bestärkt, neben der bereits bestehenden mobilen Webseite ‚m.cineplexx.at‘ auch ein mobiles App anzubieten“, so Langhammer: „Bereits nach einer Woche können wir über 10.000 Downloads der App vorweisen; das zeigt, dass wir hier den Nerv des Konsumenten getroffen haben.“

Night, Mens Night oder Family Day interessiert. „Die Cineplexx App ist benutzerfreundlich, schnell und konzentriert sich auf die Kerninhalte. Das macht das Navigieren besonders schnell und einfach“, so Langhammer weiter.

Eine Erfolgsgeschichte Guide durch die Film-Welt Cineplexx bietet hier einen praktischen Guide durch die Film- und Cineplexx-Welt, egal ob man sich für einen bestimmten Film, ein bestimmtes Kino oder für ein Special Event wie zum Beispiel Ladies

Die Cineplexx Kinobetriebe GmbH wurde 1993 gegründet und ist ein Tochterunternehmen der Constantin Film Holding GmbH. Cineplexx entwickelte sich in einer Zeit, als viele traditionelle Kinos in Österreich verschwanden und Mul-

und eröffnete in Bozen/Südtirol das erste Kino außerhalb der österreichischen Grenzen; dann folgten Kroatien und andere Projekte. Die Constantin Film Holding GmbH erzielte 2010 gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften über 100 Mio. € Umsatz und beschäftigt rund 900 Mitarbeiter. www.cineplexx.at

ALLE APP-FEATURES • Österreichweites Kinoprogramm aller Cineplexx-Kinos am Handy abrufbar • Online-Kartenreservierung • Standort und Kontaktdaten aller CineplexxKinos abrufbar • Mit Karte und Routenplaner • Informationen, Trailer und Bilder zu allen aktuellen Filmstarts • Alle Cineplexx-Events und Aktionen auf einen Blick verfügbar.

Vienna Film Commission Achim Zeilmann präsentierte das Buch „Drehort Wien – wo berühmte Filme entstanden“

Wo in Wien Filme gedreht worden sind

Die Viennale konnte sich wieder steigern

© Alexi Pelekanos

Wien. „Das ist ein Stadtführer der anderen Art anhand von 26 ausgewählten Wiener Schauplätzen mit Geschichten zu Filmlocations, Dreharbeiten, Regisseuren und Schauspielern“, freut sich Marijana Stoisits, GF Vienna Film Commission, über das soeben präsentierte Buch „Drehort Wien“. Von „Stadt ohne Juden“ (Regie: H.K. Breslauer, 1924, Drehort u.a.:

Palais Liechtenstein) über „Der Kardinal“ (Regie: Otto Preminger, 1964, Drehort u.a.: Erbischöfliches Palais, Stephansdom) und „Scorpio, der Killer“ (Regie: Michael Winner, 1973, Drehort u.a.: Karlsplatz und die damalige U-Bahnbaustelle am Karlsplatz) bis hin zur „Klavierspielerin“ (Regie: Michael Haneke, 2001, Drehort u.a.: Konzerthaus) wird Wien als Kulisse für große

© Vienna Film Commission

Die Viennale konnte auch in diesem Jahr ihren Erfolgskurs fortsetzen.

Wien. Mit einer Steigerung der Besucherzahlen von 96.300 im Vorjahr auf 96.700 beim Festival 2011 ist der Zuwachs zwar geringer als in den letzten Jahren, aber zugleich eine wichtige Bestätigung der wachsenden Beliebtheit der Viennale. Ebenso leicht angestiegen ist die Gesamtauslastung von 79,8% (2010) auf 79,9% in diesem Jahr. Die Anzahl der Kinovorstellungen von 347 insgesamt entspricht in etwa der des Vorjahrs, ebenso die Summe der ausverkauften Vorstellungen, die heuer 120 betrug. www.viennale.at

Woche können wir über

© Constantin Film/Andreas Scheiblecker

© Christof Wagner/RTR

„Im Zeitalter von iPhones und Smartphones wird Mobilität immer wichtiger. Mit der Cineplexx App schaffen wir die beste Basis für eine flexible, spontane und unkomplizierte Freizeitplanung von unterwegs“, sagt Christian Langhammer, geschäftsführender Gesellschafter der Cineplexx Kinobetriebe.

v.li.n.re.: Marijana Stoisits (GF Vienna Film Commisssion), Peter Patzak (Regisseur, u.a. „Kottan“, „Kassbach“) und Achim Zeilmann (Autor „Drehort Wien“).

Kinofilmproduktionen dargestellt. Der ORF-Fernsehserie „Kottan ermittelt“ von Peter Patzak und Helmut Zenker ist sogar ein eigenes Kapitel gewidmet.

„Das ist ein Stadt-

James Bond 007 in Wien

Wiener Schauplätzen

Das Autorenduo Achim Zeilmann und Roland Weixlgartner berichtet in seinem Buch „Drehort Wien – wo berühmte Filme entstanden“ (be.bra Verlag, Berlin-Brandenburg 2011) vergnüglich und mit zahlreichen Anekdoten, in welchen Filmen Wien nicht nur für sich selbst steht, sondern auch für Städte wie Moskau, Paris, Bratislava oder Sodom und Gomorrha das Bühnenbild abgab. So spielte beispielsweise der Schauspieler Hanno Pöschl in Wien im Clint Eastwood-Movie „Firefox“ einen Moskauer Agenten, und Timothy Dalton spazierte als James Bond 007 bei der Volksoper herum und behauptete, er sei in Bratislava hinter dem Eisernen Vorhang. Auch die Großfeldsiedlung trat in der „Sackbauer-Saga“ (2008) auf der Kinoleinwand an.

mit Geschichten zu

führer anhand von 26

Filmlocations, Dreharbeiten, Regisseuren und Schauspielern.“ MARIJANA STOISITS GF VIENNA FILM COMMISSION

Unter den Gästen der ungewöhnlichen Buchpräsentation waren Stadtrat Michael Ludwig (Wohnen, Wohnbau, Stadterneuerung), Regisseur Peter Patzak sowie zwei wichtige Vertreter der Wiener Filmförderung, Gerlinde Seitner (GF Filmfonds Wien) und Alfred Grinschgl (GF RTR/Fernsehfonds Austria). www.viennafilmcommission.at


TV, DVD & K I N O

Winter 2011/12

entertainmentbiz – 89

Canon Der Elektronikhersteller hat mit dem „Cinema Eos System“ eine High-end-Linie für die professionelle TV- und Filmproduktion vorgestellt

Der lange Weg nach Hollywood CHRIS HADERER

Wien. Canon will verstärkt bei der professionellen TV- und Kinoproduktion eine Rolle spielen. Mit der im Jahr 2008 vorgestellten digitalen Spiegelreflexkamera Eos 5D Mark II, deren Videofunktionen bereits für die Aufnahme von TVund Kinomaterial eingesetzt wurden, hat das Unternehmen bereits einen Fuß in der Tür zum Vorführraum. Einen weiteren Schritt wagt Canon nun mit dem „Cinema Eos System“, das gleich vom Start weg mit einer großen Produktbandbreite aufwartet.

Komplett-Sortiment Das Debüt des Cinema Eos System ist auch gleichzeitig das Debüt von sieben neuen 4KCinema-Objektiven, nämlich vier Zoomobjektive und drei Objektive mit fester Brennweite. Zeitgleich

ATV Web-TV „Viva Proleta“

Proleteninvasion Wien. Nach „Echte Wiener“ 1 und 2 wird es vermutlich keinen MundlKinofilm mehr geben. Dafür hat sich Produzent Robert Winkler, der mit den beiden abendfüllenden Neuauflagen der klassischen Fernsehserie immerhin 520.000 Zuschauer ins Kino lockte, nach einer neuen Fernsehfamilie umgesehen. Mit anderen Worten: Die Sackbauers sind tot – lang leben die Sargbauers. So heißt die Stammfamilie der Web-Serie „Viva Proleta“, die auf der ATV-Homepage beobachtet werden kann und die sich vom Titel her zwischen diversen Familien-Tausch- und Bauer-SuchFormaten ins Senderkonzept einkuschelt. „Viva Proleta“ will allerdings mehr bieten als die leidlich bekannten ATV-Quotenhits und wie der klassische Mundl das Arbeitermilieu „und die dazugehörige Wiener Gesellschaft charmant, mitunter auch ein bisschen böse, aber stets mit Augenzwickern porträtiert“, sagt Regisseurin Barbara Gräftner. Sie erhielt 2002 den MaxOphüls-Preis für „Mein Russland” und wurde 2005 mit der „Goldenen Romy“für den besten Dokumentarfilm „Der Weg nach Heimat” ausgezeichnet.

Testfeld für Fortsetzungen

© www.atv.at

„Wir haben diesen Weg gewählt, um mittels der online Testphase auf ATV und Facebook die Familie Sargbauer den Österreichern vorzustellen und Publikumsreaktionen aufzunehmen, um so die Weiterentwicklung zur Fernsehserie und Kinofilmpiloten mit überschaubarem Risiko sender- und produzentenseitig zu tätigen”, sagt Robert Winkler, Geschäftsführer von Bonusfilm. www.atv.at/vivaproleta www.bonusfilm.at

Die Abenteuer der Familie Sargbauer als Webserie auf der ATV-Homepage.

hat Canon die digitalen Camcorder Eos C300/C300 PL mit Wechselobjektivsystem und Super35 mm-CMOS-Sensor (Umrechnungsfaktor zum Kleinbildformat: 1,5) vorgestellt sowie eine noch in Entwicklung befindliche neue digitale Spiegelreflex-Kamera mit 35 mm-Vollformat-CMOS-Sensor für die Aufzeichnung von Videos mit 4K Auflösung. Die neue digitale Profi-Camcorder-Serie Eos C300/C300 PL besteht aus zwei Modellen, die sich lediglich im Bajonett unterscheiden: Die Eos C300 hat ein EF Objektivbajonett und ist kompatibel zum umfassenden Angebot der aktu-

ellen EF-Wechselobjektive; die Eos C300 PL hat ein PL-Objektivbajonett für den Einsatz von PL-Objektiven gemäß Industrie-Standard. Beide Full-HDCamcorder verfügen über einen Super-35 mm-CMOSSensor mit circa 8,29 Megapixel. Neben der MPEG-2 Full-HD-Kompression (MPEG2 422@HL konform) ist eine hochauflösende 4:2:2 Farbabtastung zur Minimierung von Treppeneffekten bei den Farbsäumen an Bord. Aufgezeichnet wird im Industriestandard MXF (Material eXchange Format), der für nicht-lineare Bearbeitungssysteme geeignet ist. www.canon.at

© Canon

Zum Auftakt: sieben neue 4K-Cinema-Objektive und zwei HD-Camcorder.

Das passende Produktsortiment zur hollywoodschen Canon Eos Cinema-Linie.


TV, DV D & K I N O

90 – entertainmentbiz

Winter 2011/2012

Tierisch gute Unterhaltung Auch im dritten Teil von „Alvin und die Chipmunks“ wird Spaß groß geschrieben

SHORT

Freche Streifenhörnchen und freche Früchtchen

Ab Jänner wird es gruselig auf MTV Köln. Am 29. Jänner 2012 hat auf MTV die Serie „Death Valley“ ihre Premiere im deutschsprachigen Raum. Im März sollen dann die 12 Folgen der ersten Staffel auch bei VIVA laufen. Die schräge Comedyserie handelt von den Einsätzen einer Spezialeinheit des Los Angeles Police Department, die nicht gegen „normale“ Verbrecher vorgeht, sondern Werwölfe, Vampire und Zombies unschädlich machen soll. www.mtv.de

Passend zum Kinogenuss gibt es eine äußerst schmackhafte Gewinnspiel-Promotion von Efko.

© EPA

© 20th Century Fox

Himmlische Neuheiten für Fußball-Freunde

Auch auf einer einsamen Insel vergeht Alvin und seinen Freunden nicht die Lust am Singen, Tanzen und Unsinn machen. Spitzenspiele der Serie A – im Fernsehen, Internet und auf Sky Go.

Bewährtes Muster

uns in Zukunft weitere

Diesmal fährt Dave mit seinen sechs tierischen Familienmitgliedern auf Urlaub. Man mag sich zwar fragen, was ihn dazu bewogen hat, denn eigentlich hätte er wissen müssen, dass mit Alvin & Co die Wahrscheinlichkeit für ent-

Kooperationen mit

Flugdrachen völlig ab – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem unfreiwilligen Höhenflug landen sie auf einer einsamen Insel. Während Dave verzweifelt nach seinen verschollenen Schützlingen sucht, vertreiben sich die ihre Zeit aber weiter mit Schabernack, Musik und Tanz und schlagen sich in der Wildnis für verwöhnte Haustiere eigentlich tapfer durch. Als sie sich jedoch auf ein Abenteuer mit ihrer neuen Freundin, der exzentrischen Inselbewohnerin Zoe, einlassen, erleben sie eine riesengroße Überraschung und bekommen eine deftige Lektion erteilt. Denn Zoe ist Alvin und seinen Freunden mehr als ebenbürtig. Insgesamt ein perfekter Familienfilm für die Weihnachtsfeiertage.

Filmen gut vorstellen.“

Familienunterhaltung

BRITTA BIRON

Wien. Sky erweitert sein umfangreiches Angebot an internationalem Spitzenfußball: Ab 18. Dezember überträgt Sky an jedem Spieltag das Spitzenspiel der Serie A in echtem HD. Zum „Anpfiff“ gibt es Lazio Rom gegen Udinese Calcio, am 21. Dezember dann die Begegnung Udine gegen Juventus Turin und am 7. Jänner Inter Mailand gegen FC Parma. Neben der TV-Übertragung sichert sich Sky auch die Rechte der Live-Übertragung im Internet und via WiFi und 3G auf dem iPad und auf dem iPhone, die im Rahmen des Sky Go Angebots verfügbar sind. Die Zusammenarbeit läuft zunächst bis zum Saisonende. www.sky.at

Wien. 2007 sangen sich die frechen Streifenhörnchen ins Herz junger und jung gebliebener Filmfreunde, letztes Jahr bekamen sie als weibliche Pendants die nicht minder frechen Chipettes zur Seite und rechtzeitig zu Weihnachten – genauer gesagt am 23.12. – kommt jetzt der dritte Teil der tierischen Unterhaltung in die Kinos. Dabei setzen die Macher zwar auf Bewährtes, aber während bei vielen anderen Sequels die Stories zunehmend platter und dünner werden, funktioniert bei Alvin auch der dritte Aufguss problemlos.

Großes „South Park“ Jubiläums-Special

spannte Erholung rapide sinkt. Und so dauert es – trotz strenger Ermahnungen von Dave und entsprechender Versprechen der Munks – nicht lange, bis die frechen Nager für ordentlichen Radau auf dem Kreuzfahrtschiff sorgen. Doch die „Strafe“ folgt bald – und die Chipmunks und die Chipettes heben bei einem Streich mit einem

„Dieses Gewinnspiel ist für uns eine Premiere, aber wir können

GERALD HACKL, GF EFKO

Und mit ein bisschen Glück kann man die Tickets für den Kinospaß auch gleich gewinnen: Efko ver-

lost bei einem Gewinnspiel nämlich 100 x 5 Karten. Und schon die Vorbereitung für die Teilnahme ist ein Genuss. Denn insgesamt fünf Deckel des fruchtigen Genuss PlusSnacks muss man dafür einsenden. „Dieser Apfelsnack im 180 g-Becher ist seit 2005 sehr erfolgreich am Markt und in vier verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich“, sagt Efko-GF Gerald Hackl. Mit dem Gewinnspiel will man die Kinder direkt ansprechen und ihnen – ganz nebenbei – Appetit auf einen gesunden Snack machen. Und das gefällt erfahrungsgemäß auch den Eltern. „An der großen Anzahl von Einsendungen sehen wir, dass Gewinnspiele bei unseren Kunden sehr gut ankommen. Dieses ist die erste im Zusammenhang mit einem Film“, erklärt Hackl weiter und kann sich gut vorstellen, dass in Zukunft noch das eine oder andere Sequel folgt. www.alvin3-derfilm.de www.efko.at

Hollywood meets Austria Terra Mater Factual Studios realisieren 9/11-Movie von Paul Finelli © Comedy Central

Peter Fondas Spur führt nach Österreich Wien. Vor wenigen Tagen wurden die Dreharbeiten zu der ersten internationalen Kinoproduktion „The Lazarus Protocol” in Niederösterreich und Wien abgeschlossen. Der packende Thriller, der durch eine geschickte Kombination aus Archivmaterial und Fiktion von 9/11 und Verschwörungstheorien erzählt und brisante Fragen aufwirft, ist die erste große Produktion der Anfang dieses Jahres

Hirten. Fans von „South Park“ können sich auf eine neue Staffel der schrägen Kultserie freuen. In der 15. Staffel ziehen die South Park-Macher Trey Parker und Matt Stone erwartungsgemäß wieder jede Menge Promis und Politiker durch den Kakao – von Angela Merkel bis Steve Jobs – und sparen weder mit Gesellschaftskritik noch schwarzem Humor. Die ersten sieben der insgesamt 14 Episoden werden ab 11. Dezember immer sonntags um 22 Uhr auf Comedy Central zu sehen sein. „South Park“ feiert in diesem Jahr sein 15. Jubiläum. Um diesen Anlass gebührend zu zelebrieren, wird Comedy Central im Dezember zusätzlich noch ein „Best of Celebrity Bash“, „Best of Butters“ und ein „Best of Randy“ ausstrahlen. www.comedycentral.de

© EPA

Comedy Central feiert 15 Jahre „South Park“ mit neuer Staffel.

gegründeten Terra Mater Factual Studios, einer 100%igen Tochter des Red Bull Media House. „Dieses außergewöhnliche Drehbuch von Paul Finelli ließ sich in Amerika nicht realisieren – wir wiederum waren überzeugt davon, dass man diesen Film der Welt zeigen muss”, erklärt Walter Köhler, GF der Terra Mater Factual Studios, den Einstieg in die internationale Kinoproduktion und

Peter Fonda ist einer der Stars in der österreichisch-amerikanischen Produktion.

führt fort: „Unsere Firma wird in Kürze ein Jahr alt. Wir sind stolz darauf, dass uns dieser Coup gelungen ist und wir uns an dieser Produktion, die sich durch ein ebenso spannendes wie brisantes Drehbuch und ein erstklassiges Ensemble auszeichnet, beteiligen konnten.”

Fiktion & Historie Erzählt wird die Geschichte von Lazarus Fell (Travis Fimmel), einem Navy SEAL und Experten für verdeckte Operationen, der seinen Vater, Solomon Fell (Peter Fonda), einen hochrangigen Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes, beim Anschlag auf die Twin Towers verloren hat. Die „Ermordung” seines Vaters veranlasst Lazarus, seinen eigenen Tod vorzutäuschen und sich auf die Suche nach den Verantwortlichen zu machen, die er schließlich in Österreich findet. Bei dem Verhör erfährt Lazarus Dinge über den internationalen Terrorismus, die nicht nur sein Leben verändern werden.

„Wir waren überzeugt davon, dass man diesen wirklich außergewöhnlichen Film der Welt zeigen muss.“ WALTER KÖHLER GF TERRA MATER FACTUAL ST.

„Unser Ziel ist es, neben TV- und Multimedia-Content auch qualitativ hochwertige Produktionen für die große Leinwand zu realisieren und innovative Formate für jede erdenkliche Medienplattform zu erschaffen. Gemeinsam mit unseren weltweiten Partnern wollen wir Terra Mater Factual Studios zu einer Marke aufbauen, die durch Qualität überzeugt und international Maßstäbe setzt“, erläutert Köhler seine Pläne und die Strategie. www.terramater.at


TV, DV D & K IN O

Winter 2011/12

entertainmentbiz – 91

US-Produktionen Weil der klassische Filmverkauf sinkt, will Hollywoods Filmindustrie ihre aktuellen Erzeugnisse stärker online verfügbar machen

Späte Entdeckung des Internets Filmindustrie hat sich viel zu lang nicht um Internet-Angebote gekümmert. Los Angeles. Die Umsätze an den Kinokassen werden geringer, und deshalb will die Blockbuster-Filmindustrie Hollywoods ihre Movies profitträchtig im Web online verfügbar machen. Angesichts der weltweit steigenden Verwendung von Smartphones, Tablets und Fernsehern mit Internet-Anschluss ist das verständlich. Beschleunigt sich die Internet-Verfügbarkeit der Filme nicht sehr rasch, dann droht ein 40%iger Rückgang im Sektor Home Entertainment.

Das Medium wird wichtiger In Deutschland ist in den vergangenen drei Jahren „das Werbebudget für Onlinevermarktung stark gestiegen“, berichtet Stefan Vochezer von der Senator Entertainment AG. „Die Entwicklung der Vermarktung geht deshalb in

Hollywood Traumfabriken

Deutsche Stars

© kino.de/Kurt Krieger

Berlin. Deutsche Filmemacher – so lässt sich leicht recherchieren – brauchen sich nicht vor ihren USKollegen zu verstecken. Derzeit sind einige von ihnen in Hollywood ganz gut im Geschäft. Zum Beispiel Tom Tykwer. Der konnte sich vor Kurzem für sein erstes Studioprojekt „The International“ die Mitwirkung den „Sin City“-Schauspielers Clive Owen sichern. Regisseur Robert Schwentke arbeitet mit „Troja“-Star Eric Bana an der Romanverfilmung „Die Frau des Zeitreisenden“. Zuvor hatte Schwentke den Thriller „Flightplan – ohne jede Spur“ mit Jodie Foster inszeniert. Christian Alvart ist ein Fachmann für feine Thriller hat „Case 39“ mit Topstar Renée Zellweger abgedreht. Mit dem Psychothriller „Antikörper“ wagte Alvart 2005 eine deutsche „Hannibal“-Variante. Mennan Yapo bescherte Sandra Bullock mit „Die Vorahnung“ das beste Startergebnis ihrer Karriere. Sein Regiedebüt gab er mit „Lautlos“. Mit dieser Killergeschichte à la Hollywood hat er einen Film gemacht, der über die deutschen Grenzen hinaus funktioniert. Florian Henckel von Donnersmarck ist nach seinem Oscar-Triumph mit „Das Leben der Anderen“ der Shootingstar unter den deutschen Filmemachern. Jetzt hat Hollywood für ihn den roten Teppich ausgerollt. Und Mr. Blockbuster Roland Emmerich arbeitet gerade am Schnitt seines nächsten Epos, „10.000 B.C.“. www.kino.de

Deutsche Filmemacher wie Tom Tykwer sind derzeit auch in den USA gefragt.

Richtung Online, weil das Medium immer wichtiger wird. Zudem bietet es den Vorteil, dass man Trailer und TV-Spots etwa auf YouTube platzieren kann.“ Die Filme selbst ins Internet zu stellen, hat aber vorerst keine Priorität. Zwar hat das Online-FilmGeschäft einen sauberen Start hingelegt und ist stetig gewachsen. Es konnte allerdings nicht die massiven Verluste aus dem DVD-Markt auffangen. Insider sagen, das liege an mangelhafter Online-Verfügbarkeit und an einem komplizierten Prozedere beim Download. „Was wir jetzt sehen, sind jede Menge Leute, die verschiedene

Wege benutzen, um die aktuellen Trends umzukehren“, sagt der Vize-Vorsitzende von Paramount Pictures, Rob Moore.

DVD-Verleiher sperren zu Im Gegenzug schließen weltweit die Verleih-Stores; die Kette Blockbuster machte allein vergangenes Jahr 1.750 Läden dicht. In Los Angeles muss jetzt auch das Film-Verleih-Mekka „Rocket Video“ das Handtuch werfen: Gegen die billigeren Online-Angebote haben Verleih-Stores schon jetzt keine Chance mehr. sonypictures.de

© EPA

DINO SILVESTRE

Die massiven Verluste aus dem DVD-Markt sollen online aufgefangen werden.


E V E N TS & EN TE R TA I N ME N T-TI P P S

92 – entertainmentbiz

Winter 2011/12

oeticket.com 12. Juli 2012

Der „Boss“ im Happel Stadion

WIENER THEATERPREIS „NESTROY“ ZUM ZWÖLFTEN MAL VERGEBEN

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© APA/Herbert Neubauer

Das Ö3-Konzert von Bruce Springsteen in Österreich findet im Sommer statt.

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1. Die Stars des Abends: Peter Turrini und Peter Handke; 2. Schauspielerin Katharina Strasser und Rudi „Seyfenstein“ Roubinek gaben als ModeratorenDuo ihr Bestes; am meisten aufgeregt waren die Preisträger: 3. Bester Schauspieler Max Mayer; 4. Andrea Breth konnte den Preis für die Beste Regie nicht selbst abholen, der nominierte, aber leer ausgegangene Schauspieler Roland Koch nahm die Trophäe stellvertretend entgegen; 5. Beste Nachwuchsschauspielerin Franziska Hackl; 6. Peter Turrini wurde von Kirsten Dene gepriesen; 7. Spezialpreis für Franz Wittenbrink für „Eh wurscht“.

Feierliche Verleihung fand am 14. November im Raimund Theater statt

Kritische Danksagungen Wien. Bei einem Galaabend im Wiener Raimundtheater wurde der „Nestroy-Preis 2011“ in 13 Kategorien vergeben. Der Dramatiker Peter Turrini wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Peter Handke erhielt den Autorenpreis für sein Stück „Immer noch Sturm“ (Salzburger Festspiele in Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg). Ebenfalls ausgezeichnet wurden Sarah Viktoria Frick (Beste Schauspielerin), Max Mayer (Bester Schauspieler), Andrea Breth (Beste Regie), Thomas Schulte-Michels (Beste Ausstattung), Udo Samel (Beste Nebenrolle), Franziska Hackl (Bester Nachwuchs) und Eleonore Bürcher (Publikumspreis). Der Abend wurde moderiert von Rudi „Seyfenstein“ Roubinek, Gregor Seberg („Soko Donau“) und Volkstheater-Star Katharina Strasser.

Schauspieler Gregor Seberg gab im Raimundtheater in den Kulissen des Musicals „Ich war noch niemals in New York“ einen launigen Moderator.

Hauptsponsoren sind Bank Austria und Novomatic Elfriede Jelinek hatte eine Würdigung des Lebenswerks von Peter Turrini verfasst, die Burg-Schauspielerin Kirsten Dene trug den Text vor. Turrini lästerte in seiner Dankesrede über die „Hinein- und Umschreiberei“ der Theatertexte durch Dramaturgen und Regisseure. „Was ist da los?“, fragte Turrini und verwies darauf, dass es ein Urheberrecht gebe, das die kreative Leistung eines Schriftstellers zu schützen hätte. Laudator Luc Bondy lobte Peter Handkes Bühnenwerke als „Stücke, die man leider nicht mehr hat“. Handke meinte, dass sich Theater mehr auf die Texte und „weniger auf das Rundherum“ kümmern sollte. www.nestroypreis.at

© Universal (2), APA/Robert Jäger; Prokino Filmverleih; Nintendo

Wien. US-Rocker Bruce Springsteen geht 2012 mit seiner „E Street Band“ auf Tournee. Von Mitte Mai bis Ende Juli tourt er durch Europa, auch Österreich steht am Tour-Plan. Der „Boss“ wird, wie im Ö3-Wecker berichtet worden ist, am 12. Juli 2012 im Ernst Happel Stadion in Wien ein Ö3-Konzert spielen. Springsteen war zuletzt 2009 auf Tour gegangen. Die Konzerte im nächsten Jahr werden die ersten Auftritte der Band seit dem Tod ihres langjährigen Saxofonisten Clarence Clemons sein, der im Juni an den Folgen eines Schlaganfalls verstarb. Mit im Gepäck wird Springsteen sein neues Album haben. Der Kartenvorverkauf für das Wien-Konzert startete am 28.11. via Ö-Ticket und (01) 96 0 96. Infos dazu gibt es auch online auf http:// oe3.orf.at und beim Ö3-Hörerservice unter 0800 600 600. Doch unterm Strich bleibt die Frage, wie Bruce Springsteen – mittlerweile auch schon 62 Jahre alt – die Anstrengungen einer Welttournee aushalten kann. Bei der letzten waren der Boss und seine Bandmitglieder fast zwei Jahre lang auf Achse und spielten unzählige Gigs, bei denen sich das Publikum fast jeden Abend etwas wünschen durfte: Sie riefen dem „Boss“ ihre Song-Wünsche zu – und die wurden auch meistens prompt erfüllt … www.oeticket.com

Best of the Month Neue CDs, feine Konzerte, spannende Filme, kultige DVDs und heiße Games: Die besten Tipps für Ihren Winter CD

KONZERT

KINO

DVD/BLUE RAY

GAME

Rammstein: Made In Germany 1995–2011 (Universal) Seit über 15 Jahren polarisiert die deutsche Band mit deut ihren provokativen ihre Texten und RhythText men. Das Best-of ihre ihres bisherigen Schaffens war Scha Super Del Deluxe-Version längst überfällig. Die S kommt mit vielen Goodies wie 240-seitigem Fotobooklet und komplettem Videokatalog. CD erhältlich ab 2.12.

Rebekka Bakken Die skandinavische Singer-Songwriterin mit der Drei-Oktaven-Stimme, die lange in New York und Wien lebte, hat einen ganz eigenen Sound zu ihren sinnlichen Texten über Liebe, Leben, Lust und Leiden entwickelt, in den sie sogar Cover-Versions harmonisch integriert. Termin: 5.12., 19:30 Uhr, Konzerthaus, 1030 Wien. Ticketpreis: ab 38,79 €.

In Time (USA 2011/Fox) Niemals älter werden als 25 – was wie ein schöner Traum klingt, ist in naher Zukunft erbarmungsloser Alltag. Angesichts der drohenden Überbevölkerung muss jedes weitere Lebensjahr, jede Stunde davon, teuer erkauft werden. Mit Justin Timberlake (The Social Network) und Amanda Seyfried (Mamma Mia!). Ab 2.12.

Mit Schirm, Charme und Melone – 50th Anniversary Edition (GB 1961ff, Canal) Vor 50 Jahren startete im englischen TV unter dem Originaltitel „The Avengers“ eine Serie, die noch heute fast jeder kennt. Von 1961 bis 1969 wurden mit dem Agentenduo John Steed und Emma Peel 161 Folgen produziert, davon 57 in Farbe. Ab 8.12., Spieldauer: 8.270 Min, 4:3.

Habemus Papam (I 2011/Polyfilm)

The Ledge (USA 2011, Universum) Ein Polizist soll einen Selbstmörder vom Springen abhalten. Als der seine Geschichte offenbart, steht ein ungeheurer Fall zur Aufklärung an. Mit Liv Tyler, Patrick Wilson, Katia Gomez. Ab 20.1., Spieldauer: 97 Min., Dolby, 16:9.

Kirby’s Adventure (Nintendo) Dreamland ist in Aufregung und das Wohnzimmer in Bewegung: Ein Raumschiff ist abgestürzt und damit es wieder flott wird, müssen Einzelteile des Schiffs gefunden werden, die über fünf farbenfarben frohe Welten verstreut sind. Ein Fall für Kirby und seine Freunde! Für Wii. Release: Bereits Ende November erschienen.

Neujahrskonzert 2012 (Sony) Auch 2012 ist bereits wenige Tage nach der Live-Übertragung in über 70 Länder weltweit aus dem Wiener Musikverein der Tonträger auf dem Markt. Nach 2006 steht 2012 zum zweiten Mal Mariss Jansons am Dirigentenpult und gibt den Wiener Philhamonikern den Takt vor. CD erhältlich ab 6.1. Katy Perry: More Teenage Dreams (Emi) Die Pastorentochter aus Santa Barbara, Kalifornien, wurde 2007 mit dem Song „Ur So Gay“ bekannt und schaffte es 2010 als erste Frau, dass alle Single-Auskopplungen ihres Albums „Teenage Dream“ Nummer 1-Hits in den USA wurden. CD erhältlich ab 27.1.

Gregorian Weihnachtsshow Ein würdiger Rahmen für einen unverwechselbaren Sound: Am 26.11. startete in Hamburg die große Weihnachtstournee 2011, welche die Gregorinas, die singenden Mönche, in 13 ausgewählte Kirchen führt. Österreich-Termin: 18.12., 20 Uhr, Votivkirche, 1090 Wien. Ticketpreis: ab 48,50 €. Duran Duran Neue Songs, gepaart mit zeitlosen Klassikern, verspricht Sänger Simon Le Bon: Als Teil ihrer viermonatigen Tour machen Duran Duran in Österreich Halt, um die Songs aus ihrem brandneuen Album „All You Need Is Now“ vorzustellen. Termin: 23.1., 20 Uhr, Planet.tt/ Gasometer, 1110 Wien. Ticketpreis: ab 42 €.

Der Vatikan wählt Kardinal Melville (Michel Piccoli) zum neuen Papst. Der erleidet eine Panikattacke und flieht. Ein Psychiater (Nanni Moretti) soll ihn wieder zur Vernunft bringen. Feine klerikale Tragikomödie. Ab 8.12. The Ides of March (USA 2011/Tobis) Basierend auf einem Theaterstück von Beau Willimon, verfilmte George Clooney mit sich in der Hauptrolle die Story eines Präsidentschaftskandidaten, einer Praktikantin (Evan Rachel Wood) und eines ausgefuchsten PR-Profis (Philip Seymour Hoffman). Ab 23.12.

Eine offene Rechnung (USA 2010, Universal) Drei ehemalige Mossad-Agenten (darunter The Queen Helen Mirren) wurden Ende der 1960er bei einem Einsatz in Ostberlin zu Helden. 30 Jahre später droht diese Legende und damit das Leben der drei ehemaligen Partner zusammenzubrechen. Ab 26.1., Spieldauer: 108 Min., Dolby 5.1, 16:9.

Der Bahngigant (UIG Entertainment) Der Bahngigant vereint Schienenverkehr und Städtebau in einem innovativen Aufbau- und Wirtschaftsspiel. Das Schicksal einer ganzen Großstadt liegt ebenso in den Händen des Spielers wie das seines Bahn-Unternehmens. Für PC, Release: 13.12. Dark Souls (Namco Bandai) Mit düsteren Schauplätzen und grauslichen Feinden schließt Dark Souls an seinen geistigen Vorgänger, das von Kritikern hochgelobte Demon’s Souls aus dem Jahr 2009, an, das als Overall Game of the Year und Best PS3 Game ausgezeichnte wurde. Für PS3, Release: 27.1.

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