CSRnet postfuchs unter strom
Immer mehr Unternehmen ergänzen ihren Fuhrpark mit Elektrofahrzeugen Seite IV
trigos-verleihung 2014
Im CSR-Engagement machten Sto, Lindner und Sonnenerde das Rennen Seite VI
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inside your business. today.
© Richard Tanzer
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medianet
freitag, 27. Juni 2014
DPD befördert nachhaltig
Energieverbrauch durch Spritspartrainings und neue Laufbänder gesenkt Seite VII
E-Mobility auch bei uns nicht mehr aufzuhalten
© Peter Foley/EPA/picturedesk.com
short
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Wien. Der Chef und Gründer des Elektroauto-Entwicklers Tesla, Elon Musk, hat nun alle mehr als 200 Patente des Unternehmens freigegeben. Die Firma habe „im Geiste der Open-Source-Bewegung“ die Rechte an ihren Patenten aufgegeben, um die Verbreitung der Elektroauto-Technologie zu erleichtern, so Musk. Musk will damit mehr Stromer auf die Straße bringen, um sie dann mit Batterien und Ladeinfrastruktur zu versorgen, meinen Experten zu dem ungewöhnlichen Schritt. (rk)
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Wien. Im Rahmen des vom Verkehrs- und Umweltministerium dotierten Klima- und Energiefonds (KLIEN) hat Verkehrsministerin Doris Bures ein neues Leuchtturmprojekt E-Mobilität gestartet. Mit „Emilia“ wird untersucht, wie E-Mobilität auch für Gütertransporte in der Stadt eingesetzt werden kann. Der Verkehr, und damit auch der Gütertransport auf der Straße, zählt zu den Hauptverursachern von Feinstaubbelastung (PM10) durch DieselKfz-Abgase und aufgewirbelten Straßenstaub. (red)
Vergleich Die Zahl der verschiedenen Elektroautos am Markt steigt ständig, heuer kam bereits eine wahre Welle zu den Kaufinteressenten. Für jedes Börsel gibt es ein passendes Angebot, für Unternehmen locken Förderungen. Seite II Vernetzt Kelag, Salzburg AG, illwerke vkw, Wien Energie
Anbieterübergreifendes Laden von EAutos ist in Teilen Österreichs möglich.
Wien. Vier Energieversorger in Österreich ermöglichen das anbieterübergreifende Laden von Elektroautos. Die Energieversorger Kelag, Salzburg AG, illwerke vkw und Wien Energie schaffen mit ihrer Anbindung an das europaweite intercharge-Netzwerk die Grundlage für eine flächendeckend nutzbare Ladeinfrastruktur in Österreich, Deutschland und weiteren Ländern in Europa. Das bedeutet in der Praxis, dass zum Beispiel Fahrer des BMW i3 mit ihrer ChargeNow-Ladekarte sowohl in Bregenz, Salzburg, Wien oder auch in Klagenfurt ihr Elektroauto laden können. (ots/red)
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Awards > Neuer Ethik-Aktienindex VI > Manpower-Studie: CSR verbessert Arbeitgeber-Ruf VI > 12 Mrd. für soziales Tun VI
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E:Mobility > Interessante Elektrofahrzeuge in der Übersicht III > Green Plan für Flottenmanagement V > Smatrics-Hochleistungslader mit 100% Ökostrom V Company: News > Selbstbewertungstool für Autozulieferer IV > Elektro-Lehr-Tankstelle: der neue Tower of Power IV
ABB-Ladesysteme für E-Tankstelle
Ladestationen nun für alle offen
Franz Chalupecky (ABB) und Sozialminister Rudolf Hundstorfer beim Kick-off.
Wien. Anfang Juni legte das BFI Wien den Grundstein für die energieautarke E-Tankstelle der Zukunft. Als technischer Elektromobilitätsprofi beim Spatenstich mit dabei: Das Partnerunternehmen ABB, das das „Tower of Power“Projekt mit dem neuesten Ladesystem bestücken wird. Franz Chalupecky, Vorstandsvorsitzender der ABB in Österreich, versprach „schnellstmögliche Ladung – in bis zu 15 Minuten“. Künftig sollen gleichzeitig vier Pkw und vier Elektrofahrräder mit Energie versorgt werden. Die Ladesysteme unterstützen den AC-Standard sowie beide DC-Standards.
PROMOTION
inhalt
e : m obi l i ty
II – CSRnet
Freitag, 27. Juni 2014
Test Der Tesla Model S P85+ im direkten Vergleich mit dem Nissan Leaf Tekna – ein unfaires Unterfangen?
kommentar
Die Rennmaschine tritt gegen den Bestseller an
CSR als icherheitsstrategie S
Zwei reine E-Fahrzeuge, die in ihrem Segment Spitzenreiter sind – ihre Stärken, ihre Schwächen.
michael fembek
Gründungsherausgeber: Chris Radda Herausgeber: Germanos Athanasiadis, Mag. Oliver Jonke, Ing. Paul Leitenmüller Vorstand: Markus Bauer medianet CSRnet Chefredakteur: Reinhard Krémer (rk) Redaktion: Linda Kappel (lk) Lektorat: Christoph Strolz Grafik/Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Lithografie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigenproduktion: Aleksandar Milenkovic Druck: Druck Styria GmbH & Co KG, 8042 Graz. Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedin gun gen; Gerichtsstand ist Wien. Gastbei träge müssen sich nicht mit der Meinung der Redaktion decken.
Ladestationen via Top-Navigationssystem gefunden werden. Geladen wird mit 230 Volt (zu Hause in 8 Stunden voll für 1,40 Euro; beim Heurigen Gratzer-Sandriester in Prellenkirchen sogar gratis; 1,5 Stunden brachten 30 Kilometer) oder per Schnellader am ChaDemo-Stecker. Davon gibt´s zurzeit noch nicht viele; das soll sich auch dank WEB Windkraft ändern, die flächendeckende Ladestationen mit allen Steckersystemen bringen wollen. Platz gibt´s auch hinten genug, der Kofferraum ist ausreichend groß.
Der Tesla ist im Bereich der E-Fahrzeuge der absolute Technologieführer, auch wenn ihm andere da gern diese Position streitig machen möchten. Die Reichweite, die wir aus dem Wagen herausholen konnten, lag auch bei verschärfter Fahrweise immer über 400 Kilometer. Die Beschleunigung war auch bei voller Besetzung ferrarimäßig. Der Kofferraum hinten ist riesig und vorn gibt´s zusätzlich
150 Liter, die locker die täglichen Einkäufe wegstecken. Im Inneren dominiert ein 17-ZollTouchscreen, der alle Funktionen des Wagens steuern lässt – leider auch das Abblendlicht, das, wenn nicht auf Automatik eingestellt, erst gesucht werden muss; hier ist eine Vereinfachung angeraten. Dass der Screen den Kollegen eines anderen Mediums nachts blendete, lag offenbar daran, dass der den Dimmer nicht gefunden hatte – uns blendete er mitnichten. In der Praxis fehlt dem Tesla nichts; er ist voll praxistauglich, lädt mit 230 Volt, Starkstrom auch zu Hause (eine Stunde bringt 54 Kilometer Reichweite dazu) und mit den neuen Tesla Superchargern, die bald österreichweit verfügbar sein sollen. Aktuell gibt’s nur eine Station bei der Tesla in Wien 23. Das Laden damit ist ein Erlebnis für sich: Mit 400 Ampere fahren 380 Volt in die Batterie, und zeitweise schüttelt es den ganzen Wagen durch. Eine dreiviertel Stunde laden machte die Batterie zu 80 Prozent voll – das Gan-
ze noch dazu gratis. Die wenigen Schwachstellen des Tesla sind lästige Kleinigkeiten. So gibt es keine Haltegriffe innen, was älteren Fahrgästen hinten das Aussteigen ohne Hilfe verunmöglicht. Die Mittelablage hat kein Innenfach, sondern bloß zwei Becherhalter, die Sonnenblenden sind eindeutig zu schmal. Die vier Hebel an der Lenksäule sind eindeutig zu viel und können, vor allem im dichten Verkehr, verwirren. Das Design ist amerikanisch und nicht jedermanns Sache. In diesen Kleinigkeiten liegen aber zweifellos die Stärken des Nissan Leaf, der in der Praxis eine Reichweite von rund 130 Kilometern pro Ladung „erfuhr“, Fahrspaß inklusive. Denn der mit 100.000 Stück meistverkaufte Stromer der Welt ist halt Großserie, da ist alles da, wo man es vermutet. Störend können für manche die vielen Schalterchen am Lenkrad selbst sein. Am 7-Zoll-Touchscreen (im Top-Modell mit Rundumkamera) kann über Smartphone oder Laptop der Wagen vorgeheizt, die
Der Tesla Model S kostet ab 65.300 Euro (60 kw Batterie inklusive, volle Beschleunigung); der Nissan Leaf ab 29.290 Euro mit Batterie (Leasing möglich). Wer täglich viel fährt oder einen teureren Wagen kaufen will, sollte den Tesla in Betracht ziehen. Für die tägliche Fahrt zur Arbeit, Einkäufe, Ausflüge etc. ist der Nissan Leaf klar das Fahrzeug der Wahl.
E-Mobilität Förderungen
Citroen C-Zero Vorreiter
BMW i3 Bambus und Hanf
Renault Zoe Durchdacht
Wien. Zugegeben: Auf den ersten Blick sieht es unfair aus, ein Fahrzeug, das bloß 109 PS hat, gegen einen Sportwagen mit 416 PS, der als Familienkutsche verkleidet ist, antreten zu lassen. Doch hier geht´s nicht um schiere PS-Protzerei und Beschleunigung (Tesla 4,4 Sekunden von 0 auf 100; Leaf rund 11 Sekunden), sondern um den Netto-Nutzwert im Alltag. Und da hat der Leaf durchaus Einiges zu bieten.
Die E-Autos in der Praxis
Unternehmer Stadttaugliche bekommen Geld Elektrokugel Wien. Unternehmen, die auf Elektro-Mobilität setzen, werden von klima:aktiv gefördert: Betriebe und Gebietskörperschaften können mit dieser Förderung bis zu 10 Fahrzeuge (bzw. 50 Elektrofahrräder) anschaffen oder umrüsten. Für mehrspurige Elektrofahrzeuge (Autos, rein batteriebetrieben), gibt´s 4.000 Euro pro Fahrzeug; für Autos, Range Extender oder Plug-in Hybrid nur 3.000 Euro und nur, wenn Ökostrom zum Einsatz kommt (ohne Ökostrom nur die Hälfte). Zusätzlich gibt´s in einigen Bundesländern zusätzliche Förderungen: In Niederösterreich zum Beispiel 1.000 Euro für reine Stromer plus 500 Euro für die Ladestation. Das Land Salzburg zahlt 3.000 pro KFZ bei Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen oder 4.000 Euro pro Kfz bei Nachweis der Schaffung zusätzlicher Ökostromkapazitäten (Photovoltaikanlage). E-Fahrzeuge haben übrigens weder Nova noch die motorbezogene Versicherungs steuer zu entrichten. (red)
Das Fazit
Elektrischer solider Bayer
Der ernsthafte Stromfranzose
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Reinhard Krémer
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Medieninhaber: „medianet“ Verlag AG 1110 Wien, Brehmstraße 10/4. OG http://www.medianet.at
Zwei Elektroautos, zwei Spitzenreiter: Der Tesla Model S P85+ und der Nissan Leaf Tekna sind voll alltagstaugliche Fahrzeuge, die ihre Fans haben.
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impressum
© Tesla; Nissan
D
ie Mehrheit der Unternehmer und Manager kann mit CSR und unternehmerischer Verantwortung noch immer wenig anfangen. Das ist nicht erfreulich, aber eigentlich auch nicht verständlich. Klar, ein gestandener Unternehmer will sein Geschäft machen, und hält alles, was ihn davon abhält, für unnötig. Ja, er findet vielleicht sogar, dass das ehrlicher ist als alle, die sich ein grünes oder soziales Mäntelchen umhängen wollen. Denn warum sonst würde jemand seine Mitarbeiter mehr fördern als unbedingt notwendig oder sich um den produzierten Müll Gedanken machen, solange sich alles im Rahmen des Erlaubten bewegt und es ja auch alle Mitbewerber so halten. Dabei wird in allen Diskussionen gern übersehen, dass CSR ja im Kern auch eine Sicherheitsstrategie ist. Dieselben Manager nämlich, die Zinsen oder Währungen mit Millionenaufwand absichern, gehen ein viel höheres Risiko ein, wenn Negativschlagzeilen über mieseste Arbeitsbedingungen oder Qualitätsmängel die Reputation und den Umsatz einbrechen lassen würden. Dieselben Unternehmer, die jedes Exportgeschäft absichern, verschwenden keinen Gedanken daran, dass ein einziger zweifelhafter Zulieferer oder öffentlich gewordener Korruptionsfall die Firma an den Pranger stellt. Der Lebensmittelhandel hat dies als erster wirklich erkannt und jeder der „großen Drei“ arbeitet mit einer Umweltaktivisten-Organisation zusammen, um die Lieferketten im Griff zu halten – und wohl auch, um im Krisenfall viel besser öffentlich argumentieren zu können, also sich gegen dieses Risiko viel besser abzusichern. Also, lieber gestandener Unternehmer, hier zum Nachdenken: So mancher Mitbewerber, der sich für CSR engagiert und den Sie dafür auslachen, ist vielleicht in Wirklichkeit einfach nur etwas sicherheitsbewusster als Sie.
Der Citroën C-Zero ist innen größer als außen und hat Platz für vier Personen.
170 PS hat der BMW i3 und ist auch mit Range Extender erhältlich.
Jede Zoe hat eine private Homepage und 338 Liter Platz im Kofferraum.
Wien. Das Fahrzeug basiert wie der Peugeot iOn auf dem Mitsubishi iMiEV und glänzt innen mit einer Zentralarmatur in Klavierlackoptik.. „Ich hatte mehr Platz als in meinem Jaguar XJ 8”, meinte der Tester. Der Antritt ist sehr ordentlich, die angegebene Reichweite von 150 km kann im Winter auf 80 km sinken. Preis inkl. Batterie: 27.588 Euro. (rk)
Wien. „Der BMW, zwei Zentimeter kürzer als die Zoe, ist ein sehr solides Auto, fast mit einem Audi vergleichbar”, meint der Tester. „Wien-Hollabrunn-retour gehen sich ganz knapp mit Akku aus.” Innen verfügt der Wagen über reichlich Naturmaterialien. Gegenläufig öffnenden Türen erleichtern das Einsteigen in den Fond. Preis inkl. Batterie: 35.700 Euro. (red)
Wien. Die Zoe wurde von Beginn an als Stromer konzipiert. So wurde auch erstmals eine Wärmpepumpe für die Klimamanlage eingesetzt, die ordentlich Energie spart. Das bringt eine angegebene Reichweite von 210 km. Das Design ist, besonders innen, französisch futuristisch. Starkstromladen zu Hause möglich. Preis exkl. Batterie: 20.780 Euro, 79 Euro Miete/Monat. (rk)
e : m obi l i ty
Freitag, 27. Juni 2014
CSRnet – III
Ford Focus Electric und VW e-Golf Zwei Fahrzeuge, die auch mit konventionellen Antrieben um Marktanteile rittern, gibt’s nun auch vollelektrisch
Verkaufsschlager unter Strom
Im normalen Straßenverkehr fallen sie bestenfalls durch ihre resche Beschleunigung auf – Optik fast wie ihre „Benzinbrüder“.
smart fortwo ED Mit Platz
Der Stadtfreund
Wien. „Der smart ist weniger Auto, mehr Büchse“, meinte unser Tester, „alles Plastik und hauchdünn“. Doch sein Fazit ist klar: „Ich würde als ganz (!) reines Stadtauto den smart vorziehen. Der ist herrlich klein und bietet innen viel Platz.“ Entstanden vor knapp 20 Jahren aus einer Idee des Schweizer Uhren-Gurus Nicolas Hayek, der damals schon einen Batterieantrieb vorsah, kommt der Elektro-Motor nun aus einem JointVenture zwischen Daimler und Bosch. Reichweite 145 km; von 0 auf 60 km/h beschleunigt er in 4,8 Sekunden, auf 100 km/h dauert es dann 11,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 125 km/h. Preis inkl. Batterie ab 24.590 €; mit Batteriemiete ab 19.420 € zzgl. 65 € Miete/Monat. (rk)
Renault Twizy Günstig
Das Spaßmobil
© Renault
Wien. Wer wirklich günstig elektrisch fahren möchte und bereit ist, (wenige) Abstriche zu machen, sollte sich den Renault Twizy ansehen: Auffallen ist hier auch durch die Flügeltüren inklusive, zwei Leute plus Einkäufe haben hintereinander Platz und im Stadtverkehr ist das Fahrzeug kaum zu schlagen. Der Twizy kostet exkl. Batterie ab 6.990 € zzgl. 50 € Miete/Monat; Mopedzulassung ab 15 Jahren oder Klasse B beim stärkeren Modell möglich. (rk)
Mehr als bloß ein überdachtes Moped: Der Twizy bereitet ordentlich Fahrspaß.
ohne Experimente, alles da, wo man es erwartet. Besondere Dekors auf den Komfortsitzen, ein Lederlenkrad mit blauen Nähten und ein großes Navi, das wichtige Informationen liefert, erleichtern den Alltag des Strom-Kapitäns. Geladen wird am 230 V-Netz in 13 Stunden, mit der Wallbox oder an öffentlichen 3,6 kW-Ladestationen in 8 Stunden. In 30 Minuten lädt er 80% seiner Kapazität mit dem Combined-Charging-System CCS. Der Focus braucht an der Haushaltssteckdose acht bis elf Stunden, wer 32 Ampère zur Verfügung hat, macht den Speicher sogar in nur drei Stunden voll. Neu sind
die Armaturen mit nur mehr einem Tacho, beidseitig flankiert von zwei Displays, die Ladezustand und Verbrauch zeigen. Die Abstimmung des Fahrzeugs ist hervorragend; einziger echter Minuspunkt: Die Batterie frisst einen Großteil des Kofferraums. (red)
Daten & Preise Ford Focus Electric Preis inkl. Batterie: 39.990 €; Leistung: 107 kW; max. Drehmoment: 250 Nm; Reichweite: 162 km VW e-Golf Preis exkl. Batterie: 35.590 €; Leistung: 85 kW; max. Drehmoment: 270 Nm; Reichweite: 190 km
© Ford; Volkswagen
Wien. Sie sind zwei, die in ihren Konzernen Frontrunner sind, Umsatzbringer in großem Stil: Der VW Golf und der Ford Focus. Beide sind weltweit vertreten und lassen die Kassen klingeln – und beide gibt´s jetzt auch als rein elektrisch betriebene Fahrzeuge. Beide verfolgen das Ziel, sich von den konventionellen Fahrzeugen nicht zu unterscheiden – und das ist gelungen: Auf den ersten Blick merkt man nicht, dass es sich um alltagstaugliche Elektrofahrzeuge handelt. Erst wer genauer hinschaut, wird merken, dass beiden der Auspuff fehlt. Beim e-Golf lässt eine blaue Zierleiste auf den Antrieb schließen. Der Auftritt ist besonders für VW wichtig, denn ein Golf soll immer ein Golf sein, egal, wie er betrieben wird. Und so ist auch die Innenausstattung kaum von den anderen Modellen zu unterscheiden: Alles solide Qualitätsarbeit,
Zwei Großserien-Fahrzeuge weltweit führender Autobauer sind nun auch als neue Vollstromer am Markt: Der Ford Focus Electric tritt gegen den VW e-Golf an.
n a c h h a lti ge m obi l it ä t
IV – CSRnet
Freitag, 27. Juni 2014
Post AG Größter Flottenbetreiber in Österreich; Aufstockung des E-Fuhrparks bis 2016 auf mehr als 1.300 Stück
short
Umstellung zunächst groß
Tower of Power: autarke E-Tankstelle
Erfahrungsberichte der Mitarbeiter; „fehlende Geräuschkulisse ist gewöhnungsbedürftig“.
Franz-Josef Lackinger, BFI: „Smarte Weiterentwicklung Wiens“.
Wien. Vor Kurzem wurde der Spatenstich der „modernsten energieautarken Elektro-LehrTankstelle Europas” gefeiert. Auf 350 m2 errichten Kursteilnehmer des Berufsausbildungszentrums des BFI Wien gemeinsam mit führenden Firmen der E-Mobilitätswirtschaft in den nächsten zwei Jahren eine E-Tankstelle, an der alle modernen E-Autos und E-Bikes in weniger als 15 Minuten – teilweise kontaktlos – aufgeladen werden können. Die neuesten Ladesysteme würden hier in Europa wohl erstmals in dieser Kombination an einem einzigen Ort genutzt werden können, erklärte FranzJosef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien. Zudem werde die Tankstelle als Ausbildungsstätte für zahlreiche Zukunftsberufe dienen.
soll der E-Fuhrpark bis 2016 auf mindestens 1.300 Stück.
E-Kombination Der Einsatz von elektrobetriebenen Fahrzeugen sei einer der wichtigen Eckpunkte eines 3-Punkte-Programms der Post. Mit Unterstützung des Klima- und Energiefonds des Lebensministeriums wurde das Modellprojekt „E-Mobility Post“ gestartet, wo die Kombination der E-Fahrzeuge mit Strom aus Erneuerbarer Energie im Vordergrund steht. In diesem Modellprojekt plant die Post zur Versorgung ihrer E-Fahrzeuge die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf den großen Dachflächen des Briefzentrums Wien. Die Österreichische Post ist mit ihrer Modellregion für E-Mobilität, E-Mobility Post eine von acht Modellregionen in Österreich. (red)
e-Mobilitätsprojekte um „e-Taxi“ erweitert
ABB-Sparte erhielt die Auszeichnung Cleantech-Betrieb des Jahrzehnts.
Zürich. Der Geschäftsbereich Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge von ABB wurde heuer als eines der fünf europäischen Cleantech-Unternehmen des Jahrzehnts ausgezeichnet. Den Preis verlieh die Cleantech Group (CTG), die auch der Entwickler der Marktinformationsplattform i3 ist. Die EV-Technologie von ABB wurde in Europa, Nordamerika, Afrika und Asien schon mehrfach erfolgreich installiert. Technische Innovationen seien Teil der zentralen Struktur des Unternehmens. (lk)
© Wiener Stadtwerke Holding/APA-Fotoservice/Rambauske
Michael Lichtenegger: „Das e-Taxi-Projekt ist der nächste logische Schritt für Wien.“
Wien. Die Konsortialführer Neue Urbane Mobilität Wien GmbH, ein Unternehmen der Wiener Stadtwerke, und die Projektpartner Wiener Stadtwerke AG, Wien Energie, die Wirtschaftskammer Wien (Fachgruppe für Taxi Mietwagen), TU Wien, AIT und tbw research erarbeiten gemeinsam mit Taxi 31300 ein Umweltprojekt zur Realisierung rein elektrisch betriebener Taxis. Das Forschungsprojekt wird vom Klima- und Energiefonds gefördert; die praktische Realisierung ist ab 2015 geplant. In einem ersten Schritt sollen nachhaltige Geschäftsmodelle, insbesondere für die Taxiunternehmen und die Ladestellenbetreiber, ausgelotet werden. Geklärt
werden soll u.a., wann idealerweise nachgeladen werden muss, wo und wann geladen werden kann, ob wettbewerbsneutral eine Kundenanfrage angenommen werden kann, welche Elektrofahrzeuge besonders geeignet für den Einsatz als Taxi sind sowie welche raumplanerischen Aspekte (öffentlicher Raum, Eigentumsrechte, etc.) zu berücksichtigen sind. „Ein Wiener e-Taxi-Projekt ist der absolut logische nächste Schritt in der Erweiterung der vielfältigen Wiener Aktivitäten auf dem Gebiet der e-Mobilität“, sagt Michael Lichtenegger, Geschäftsführer der Neue Urbane Mobilität Wien GmbH. Das Projekt erweitere die prinzipielle Zielrichtung der Wiener Modellregion. (red)
Wasserstoff OMV: Partner im H2Mobility-Konsortium in Europas Leitmarkt Deutschland; Toyota geht 2015 in Serie
Die Kraftstoff-Alternativen holen auf Wien. Auch Wasserstoff gilt seit Jahrzehnten in der Autoindustrie als zukunftsträchtiger Energieträger. Fahrzeuge mit Brennstoffzelle sind jedoch noch nicht gänzliche „Saubermänner“, weil die Herstellung von Wasserstoff bis dato noch energieaufwendig ist. Wasserstoff ist zwar in der Theorie endlos da, aber er muss aus anderen Verbindungen herausgelöst werden. „Wasserstoff wird heute größtenteils aus Kohlenwasserstoffen, überwiegend Erdgas, gewonnen”, bestätigt Walter Böhme, Forschungsleiter der OMV AG, bei der Wasserstoff Teil des Produktportfolios ist. Allerdings entströmt dem Auspuff nur noch Wasserdampf; längst schon haben daher Hersteller wie Honda, Mercedes, Opel und Toyota Testwägen am Laufen.
Im ersten Schritt durch Effizienzsteigerungen wie Hybridisierung, im nächsten Schritt durch CO2freie Fahrzeuge“, sagt Böhme. „Brennstoffzellenfahrzeuge haben aufgrund der höheren Effizienz nur rund die Hälfte der CO2Emission von konventionellen Fahrzeugen, selbst wenn sie mit Wasserstoff aus Erdgas betrieben werden. In Zukunft muss und wird der Anteil von erneuerbarem
Wasserstoff ansteigen“, erklärt der OMV-Experte. OMV ist ein Partner im deutschen H2Mobility Konsortium, dessen Ziel es ist, in den kommenden zehn Jahren etwa 400 Wasserstofftankstellen in Deutschland (als Leitmarkt für Europa) zu errichten. Darüber hinaus beteiligt sich die OMV in Öster-reich an Demonstrationsprojekten, um einige Tankstellen außerhalb
Halber CO2-Ausstoß Und auch die Versorger beschäftigen sich intensiv mit Technologien von morgen, denn „das Ziel in Europa ist, den CO2-Ausstoß im Verkehr drastisch zu reduzieren:
Deutschlands anbieten zu können. Die Serienfertigung von Brennstoffzellenfahrzeugen beginnt erst 2015. Toyota will im kommenden Jahr die Markteinführung eines Autos mit Brennstoffzelle für Privatkunden schaffen. Die Limousine werde weniger als 80.000 € kosten, stellte Toyota bei der Präsentation der Pläne in Aussicht. Böhme: „In den nächsten Jahren geht es darum, den Reifegrad dieser Technologie zu demonstrieren.“
EU forciert Erdgas
© OMV
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ABB-Ladeinfrastruktur als Cleantech prämiert
Post: intensive Schulungen, da effizientes Fahren bei E-Mobilität noch wichtiger ist.
Wiener Stadtwerke Das Forschungsprojekt erweitert die prinzipielle Zielrichtung der Wiener Modellregion
Selbstbewertungs-Tool für Auto-Zulieferer Brüssel. Zehn Hersteller in der Autoindustrie haben sich im Rahmen der „European Automotive Working Group on Supply Chain Sustainability” im April zusammengetan, um einen Fragebogen zu erstellen, anhand dessen die Nachhaltigkeit selbst bewertet werden kann; die Arbeitsgruppe ist Teil der Initiative „CSR Europe”. Der Fragebogen basiert auf den Leitsätzen der „Automotive Industry Guiding Principles to Enhance Sustainability Performance in the Supply Chain“. (lk) Im Internet abrufbar unter: www.csreurope.org/ automotive-oems-launch joint-sustainability-self assessment-suppliers
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© BFI Wien/Marko Zlousic
Wien. Während sich einspurige E-Fahrzeuge bereits seit Längerem im Fuhrpark der Österreichischen Post befinden, begab sich das Unternehmen 2011 mit dem Ankauf von 18 Elektro-Autos auf völlig neues Terrain. Seit damals stellt die Österreichische Post AG alle Sendungen in Österreich CO2-neutral zu. Die Umstellung für die Zusteller war zu Beginn noch relativ groß, vor allem die fehlende Geräuschkulisse war gewöhnungsbedürftig, lautete eines der Feedbacks der Mitarbeiter. Ein weiteres Lernergebnis der ersten Testphase war auch, die Schulungen der Fahrer noch weiter zu intensivieren, da vor allem effizientes Fahren bei Elektromobilität noch stärker im Vordergrund stehen muss. „Derzeit haben wir 653 E-Fahrzeuge“, sagt Daniel-Sebastian Mühlbach, CSR-Beauftragter bei der Post AG; ausgebaut werden
Die OMV beteiligt sich an Demonstrationsprojekten außerhalb von Deutschland.
Die EU forciert auch den Kraftstoff Erdgas. Das EU-Parlament verabschiedete am 15.4.2014 eine Richtlinie, wonach es in allen Mitgliedsstaaten bis 2020 möglich sein soll, in Städten und Ballungszentren flächendeckend Erdgas zu tanken. Bis 2025 soll eine angemessene Anzahl an Erdgastankstellen entlang des Transeuropäischen Verkehrsnetzes verfügbar sein. Die OMV hat auf mehreren Märkten Erdgastankstellen errichtet, in Österreich ca. die Hälfte der bestehenden 173 CNG-Tankstellen. (red)
e : m obi l I TY
Freitag, 27. Juni 2014
CSRnet – V
Infrastruktur E-Mobilität sollte abseits vom Faktor Wirtschaftsstandort und Beschäftigung höhere Wertigkeit haben
Erst wenig E-Fahrzeuge VCÖ: In Österreich würde mehr geeignete Infrastruktur den intermodalen Verkehr fördern.
beachtliche Steuernachlässe gefördert, etwa in Dänemark mit Nachlässen bis zu 30.800 €. Zudem gibt es in einigen Staaten Vorteile, wie Gratis-Parken, ermäßigte bis erlassene (City-)Mautgebühren oder die Erlaubnis zur Nutzung von Busspuren.
linda kappel
E-Mobilität soll zulegen Im Jahr 2013 wurden laut VCÖ in Österreich rund 9,8 Mrd. Liter Diesel und Benzin getankt; die Euweiten Energie- und Klimaziele seien aber nur erreichbar, wenn der Erdölverbrauch des Verkehrs stark reduziert werde. Sowohl die Bundesregierung, als auch die Bundesländer haben das Ziel, dass die E-Mobilität in den kommenden Jahren zulegen soll. Man sieht im Ausbau der E-Mobilität auch eine Chance für den Tech-
Hausaufgaben bald machen
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Wien. Die Zahl der E-Fahrzeuge ist in Österreich noch relativ gering: Ende März gab es in Österreich 2.357 E-Autos, rund 4.000 Elektro-Mopeds und rund 150.000 Elektro-Fahrräder, macht der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) aufmerksam. „Dennoch hat die E-Mobilität in Österreich einen höheren Anteil an der Mobilität, als allgemein angenommen wird“, sagt VCÖ-Experte Markus Gansterer. Dank des öffentlichen Verkehrs werde etwa jeder sechste Kilometer in Österreich e-mobil gefahren, in Wien macht die E-Mobilität aufgrund des dichten Öffi-Netzes etwa die Hälfte der zurückgelegten Kilometer aus, in Salzburg und Linz etwa fahren O-Busse mit Strom. Auch in Wien sind Elektro-Busse bereits im Einsatz.
E-Mobilität wird auch die Verknüpfung diverser Verkehrsmittel erhöhen, so der VCÖ.
nologie- und Wirtschaftsstandort Österreich und erhofft sich neue Berufsbilder und Arbeitsplätze, geht aus dem Umsetzungsplan „Elektromobilität in und aus Österreich“ der Ministerien BMLFUW, BMVIT, BMWFJ von 2012 hervor, in den 200 Experten eingebunden waren. Grundsätzlich sollte auf Ebene der Unternehmen und Firmenflotten angesetzt werden, wo E-Autos sinnvoll eingesetzt werden können, meint Gansterer. Er befürchtet, dass, gäbe es direkte Förderungen für Privatpersonen, ein Stromer
eher als Zweit- oder Drittwagen angeschafft würde. „Parkplatznot und Stau gäbe es ja dennoch“, mahnt er.
Mannigfaltige Förderungen In vielen europäischen Ländern (Frankreich, UK, Spanien, Portugal) dagegen wird die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs direkt durch eine Prämienzahlung in einer Größenordnung von durchschnittlich 5.000 € gefördert; in anderen Staaten wiederum wird Elektromobilität durch teils sehr
Der VCÖ sieht daneben ganz pragmatischen, handfesten Handlungsbedarf in Österreich; z.B. sollte bei der Errichtung von Gebäuden bei den Garagenplätzen die Ladeinfrastruktur bereits mitgeplant werden; Modellprojekte hätten gezeigt, dass E-Fahrzeuge vor allem zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden. Auch in Parkgaragen und bei Park&RideStationen sind Ladestationen wichtig. Ergänzend ermöglichen Schnellladestationen längere Strecken mit Zwischenstopps. Zudem sollten Taxiflotten verstärkt auf E-Autos umrüsten, denn laut TU Wien könnten mit den aktuellen Batteriekapazitäten mehr als 80% aller Taxis ihre Wege bedienen, wenn 70 der rund 250 Taxistandplätze in Wien mit Schnellladestationen ausgestattet wären. Allgemein sollte in den Unternehmen ein Umdenken stattfinden, so Gansterer, und zwar bezüglich Total Costs of Ownership (Gesamtbetriebskosten) bei sämtlichen zur Verfügung stehenden Alternativen.
short
GreenPlan für das Flottenmanagement Wien. Die LeasePlan Österreich Fuhrparkmanagement GmbH, Tochter der LeasePlan Corporation N.V., ist seit 1983 markenunabhängig aktiv – von der Beratung, der Fahrzeugauswahl, der Einkaufsabwicklung, der Verwaltung und des strategischen Managements der Fahrzeuge bis hin zur Verwertung. Und bereits seit 2007 gibt es den GreenPlan, ein Maßnahmenpaket, durch das Kunden ihre Dienstwagenflotten umweltfreundlicher gestalten können und welches Fahrzeugnutzer sensibilisiert. Ein großer Baustein dabei ist auch die Wahl der Antriebsart von Fahrzeugen. 60 von fast 150 Mitarbeitern bei LeasePlan Österreich beschäftigen sich mit alternativen Antriebsformen. (lk)
100% Wasserkraft für Hochleistungsstation Wien. Smatrics, ein Joint Venture von Verbund und Siemens Österreich, errichtet als erster Anbieter eine österreichweite Hochleistungsladeinfrastruktur für beschleunigtes Laden von elektrifizierten Fahrzeugen mit Strom aus 100% Wasserkraft. Schon bis Mitte des Jahres sei die Versorgung flächendeckend mit mindestens einer Ladestation im Umkreis von ca. 60 km; maßgeschneiderte Mobilitätspakete ergänzen das Angebot.
DU HAST ES IN DER HAND.
Tetra Pak Getränkekartons bestehen überwiegend aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Das FSC®-Label* auf der Verpackung bestätigt, dass dieses Holz aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern und anderen kontrollierten Quellen stammt. *FSC C014047
www.tetrapak.at
www.facebook.com/tetrapak.deutsch
Awar ds / I n v e s ti n g
VI – CSRnet
Freitag, 27. Juni 2014
Sieger Im ganzheitlichen CSR-Engagement machten Sto, das Traktorenwerk Lindner und Sonnenerde das Rennen
short
Die Trigos-Gewinner 2014
Neuer Aktienindex: Deutschland Ethik 30
Wien. Aus rund 160 Bewerbungen und 27 Nominierten musste die Jury für den heurigen Trigos Österreich wählen – diese Gewinner zeichneten sich im Besonderen durch Nachhaltigkeit im Kerngeschäft, Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette sowie durch einen wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitern und Partnern aus.
Robert Haßler, oekom researchCEO, passt auf Ethik-Kriterien auf.
Düsseldorf/München. Der Vermögensverwalter Rhein Asset Management hat mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research einen neuen Aktienindex entwickelt: den Deutschland Ethik 30, bestehend aus 30 Unternehmen aus dem DAX, MDAX und TecDAX. Ausgeschlossen werden Unternehmen, die ihr Geld z.B. mit der Produktion von Rüstungsgütern, Atomenergie, Glücksspiel oder grüner Gentechnik verdienen oder durch Kontroversen im Bereich der Arbeits- und Menschenrechte auffallen. Die Einhaltung aller Ausschlusskriterien wird laufend durch oekom research überprüft. „Mit diesen umfassenden und strengen Kriterien haben wir sehr hohe Standards für die Auswahl geeigneter Titel für den Deutschland Ethik 30 Aktienindex definiert“, sagt Robert Haßler, CEO von oekom research. (ag)
ferkette ein langfristiges Anliegen ist und bleibt. Das Traktorenwerk Lindner gewann bei den Mittelunternehmen zum einen durch die stetige Verbesserung der ökologischen Auswirkungen seiner Produkte – so gelang es, den Partikelausstoß der neuen Modelle im Vergleich zu 2000 um 98% zu senken. Und zum anderen durch arbeitnehmerfreundliche Teilzeitmodelle, die es einem Drittel der Belegschaft ermöglichen, nebenberuflich in der Landwirtschaft tätig zu sein. Bei den Kleinunternehmen überzeugte die burgenländische Sonnenerde GmbH mit einem hohen Innovationsgrad: Sonnenerde ist es gelungen, die erste abfallrechtlich bewilligte Pflanzenkohle-Produktionsanlage Europas zu errichten. Aus Papierfaserschlamm und Getreidespelzen wird Pflanzenkohle – diese wird dann zu Erden und Düngemittel weiterverarbeitet. (hk)
Groß – Mittel – Klein Ganzheitliches CSR-Engagement wurde in drei Kategorien ausgezeichnet: Bei den Großunternehmen konnte die Sto GmbH die Jury durch die vollzogene Betriebsentwicklung der letzten Jahren beeindrucken; durch einen konzernweit gültigen Lieferantenkodex, die jährliche Überprüfung der Lieferanten in puncto Nachhaltigkeit sowie den Fokus auf regionale Produktion und Beschaffung beweise Sto, dass Nachhaltigkeit in der Lie-
Studie: CSR verbessert Ruf als Arbeitgeber
Croma, Microsoft, atempo vor dem Vorhang
© Richard Tanzer
Der Trigos: heiß begehrte CSR-Trophäe für verantwortungsvolles Wirtschaften.
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Ziel gesetzt, Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung raus aus den Institutionen zu holen und in die Gesellschaft zu integrieren – so auch mit einem innovativen Befragungsmodell, das den Nutzern von Wohnhäusern, Werkstätten und anderen Diensten ermöglicht, mitzubestimmen.
Trigos-Publikumspreis 2014 Teach for Austria heuert herausragende Hochschulabsolventen an, die nach intensiven pädagogischen Vorbereitungen mindestens zwei Jahre als vollwertige Lehrpersonen an urbanen Haupt- und Neuen Mittelschulen unterrichten. Kinder aus bildungsfernen Familien sollen so Chancengleichheit erhalten. (hk)
Regionale Initiativen wurden prämiert vermeidet das Unternehmen pro Jahr 800 kg Mineraldünger sowie sämtliche synthetische Pflanzenschutzmittel.
Kärnten schont Ressourcen Bereits zum siebten Mal wurde die Kärntner CSR-Trophäe an Unternehmen, die verantwortungsvoll und nachhaltig agieren, vergeben: Die Ute Habenicht GmbH freute sich über den Sieg unter den
Umweltschutz in OÖ Die oberösterreichischen Trophäen gingen an den Experten für Miettextilien und textile Vollversorgung, Wozabal Management GmbH (Kategorie Große Unternehmen) – das Unternehmen setzt nicht nur auf Textilien aus Österreich bzw. der EU, sondern auch auf Umweltschutz und spezielle Mitarbeiterprogramme. technosert electronic GmbH (Kategorie Mittlere Unternehmen) als umfassender Dienstleister für Industrieelektronik gewann mit der hohen ÖkoEffizienz seiner Produkte und seinem Ausbildungsprojekt „Qualitech“ für Frauen ohne Berufsabschluss. Der Service Gärtner (Kategorie Kleine Unternehmen) überzeugte die Jury mit natur naher Gartengestaltung; dabei
Kleinunternehmen – der Schmuckund Uhrenhandelsbetrieb bestach durch ressourcenschonende Reparatur bzw. Umarbeitung anstelle eines Neukaufs. Kärntnermilch jubelte aufrund ihres langjährigen CSR-Engagements – nachhaltigen Innovationen, wie der ersten österreichischen Umkehr-Osmose anlage zur Senkung des Stromund Gasverbrauchs sowie eines Lieferanten-Umweltmanagement systems – bei den Mittelunter
nehmen, und Sto siegte bei den Großbetrieben. Das Stickcenter Fian wurde mit dem Sonderpreis der Kleinen Zeitung für den „CSR-Newcomer” ausgezeichnet. Ehrgeizige Maßnahmen für die Mitarbeiter wie der Verzicht auf Schichtbetrieb, barrierefreie Arbeitsplätze und familienfreundliche Arbeitszeiten sowie Nachhaltigkeit in der Lieferkette durch regionale Lieferanten gaben für die Jury den Ausschlag.
Ökologie gewinnt in Tirol
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Eschborn. Die Studie „Jobzufriedenheit 2014“ der ManpowerGroup Deutschland zeigt, dass Unternehmen, die sich nachweislich gesellschaftlich engagieren, ihren Ruf als Arbeitgeber verbessern. 86% der Deutschen würde eine Anstellung bei einem solchen Betrieb bevorzugen, und 22% würden eine Anstellung bei einem nicht sozial engagierten Unternehmen ausschlagen. Fast drei Viertel finden es außerdem wichtig, dass Unternehmen Vereine oder soziale Projekte mit Spenden unterstützen. (red)
Wien. In der Trigos-Kategorie „Beste Partnerschaften“ gingen zwei Betriebe als Gewinner hervor: Das Pharmaunternehmen Croma überzeugte mit seiner Partnerschaft mit „Licht für die Welt”, bei der Croma fast den Jahresbedarf hochwertiger Medikamente für Operationen am Grauen Star zur Verfügung stellt. Microsoft gefiel mit dem Projekt „Stifter-helfen.at“, eine OnlinePlattform, die das Unternehmen gemeinsam mit den NGO-Partnern Fundraising Verband Austria und Stiftungszentrum.de geschaffen hat, auf der NGOs Zugang zu Softwarespenden unterschiedlicher ITAnbieter haben. Der Sieger in Social Entrepreneurship, atempo, hat es sich zum
Bundesländer Tirol, Oberösterreich und Kärnten vergaben auch 2014 wieder den regionalen Trigos
Innsbruck/Linz/Velden. Den regionalen Trigos gibt es nun auch schon seit neun Jahren – 2014 wurde er in Tirol, in Oberösterreich und in Kärnten vergeben; Nieder österreicher und Steirer müssen sich noch ein Jahr gedulden.
Gesellschaftliches Engagement als Auswahlkriterium bei der Jobsuche.
Ausgezeichnet für ihr CSR-Engagement: die Gewinner des Trigos 2014.
Spezialawards Breite Trägerschaft aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft ehrt auch Partnerschaften, Sozialunternehmer
Rund zwölf Milliarden Dollar für soziales Tun Brüssel. Einer neuen KPMG International-Studie zufolge wurden 2013 von 100 der weltweit größten Unternehmen schätzungsweise 12,2 Mrd. USD (9 Mrd. €) für soziale Investitionen aufgewendet – das wären im Durchschnitt 2,5 Prozent ihrer Gewinne vor Steuern. Nur 20% dieser Unternehmen gaben messbare Kennzahlen über die Auswirkungen der finanzierten Programme an, und nur 32% eine detaillierte Anlagestrategie. (red)
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Nachhaltigkeit im Kerngeschäft, in der Lieferkette und im Umgang mit Mitarbeitern wurden geehrt.
Die Nominierten und Gewinner des Trigos 2014 in Oberösterreich – alle sind Sieger.
In Innsbruck wurden die Tiroler Gewinner für ihr beispielhaftes CSR-Engagement geehrt: Der Sauberkeits- und Hygienespezialist Julius Holluschek GmbH (Großunternehmen) überzeugte mit vorbildlichem Umgang mit natürlichen Ressourcen, die Lindner Traktorenwerk GmbH (Mittelunternehmen) mit ökologischer Verantwortung und die Grafenast Hotel GmbH (Kleinunternehmen) mit Nachhaltigkeit im gesamten Hotelbetrieb. Dafür erhielten sie die Auszeichnung Trigos-Tirol 2014. (red)
c om pa n y: n e ws
Freitag, 27. Juni 2014
CSRnet – VII
Privater Paketdienst Im neuen Nachhaltigkeitsbericht beleuchtet das Unternehmen die Aktivitäten in den drei Säulen Umwelt, Gesellschaft, Mitarbeiter
DPD befördert nachhaltiger Leopoldsdorf/Wien. Der private Paketdienst DPD Austria hat einen neuen Bericht zur Nachhaltigkeit veröffentlicht. Darin zeigt das Unternehmen unter anderem, wie der Treibstoffverbrauch durch Spritspartrainings gesenkt werden kann, dass Erdgasfahrzeuge gut für die Auslieferung geeignet sind und wie durch die Auswahl moderner, besonders gleitfähiger Förderbänder der Stromverbrauch stark abnimmt. „Im Gründungsjahr 1988 haben wir rund 2.700 Pakete pro Tag befördert, zehn Jahre später waren es bereits 72.000, heute sind es über 157.000“, macht DPD Geschäftsführer Rainer Schwarz auch auf die Verantwortung aufmerksam, die mit einem derartigen Wachstum einhergeht. Diese werde anhand der drei Säulen „Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft“ definiert. Im Bereich Umwelt setzt DPD seit mehreren
Jahren auf Spritspartrainings, führt Schwarz aus. Touren mit einer größeren Anfahrt über Autobahnen und Bundesstraßen zeigten das größte Einsparungspotenzial im gelebten Berufsalltag: 12%. Im Durchschnitt gab es durch die Trainings eine langfristige Einsparung von circa 6%. Vermeintlich simple technische Änderungen bewirken viel: Neue Laufbänder für die Be- und Entladung im DPD Depot in Kalsdorf bei Graz, die spezielle Gurte mit einer besonderen Gleitschicht auf der Lauffläche haben, verringern die Reibung stark. Die Schicht ist nicht aufgebracht, sondern Teil des Ge-
webes und damit auch dauerhaft beständig. Bereits im Leerlauf sparen die neuen Bänder rund 19% Energie und sogar 31% während einer normalen Paketentladung.
Mehr Erdgasautos Zu den weiteren Umwelt-Aktivitäten zählen unter anderem neue EDV-Systeme, die die papierlose Abwicklung von Anfragen ermöglichen, das Mehrwegversandsystem Shuttle-Box sowie vermehrter Einsatz von Erdgasautos. Seit 2013 verfügt jedes DPDDepot in Österreich über mindestens ein umweltschonendes Erd-
gasfahrzeug, das im Vergleich zum Diesel 20 bis 25% weniger CO2 ausstößt. „Erdgas hat sich nicht nur als umweltschonende, sondern auch als sehr praktikable Alternative zu Diesel herausgestellt. Im Alltagsbetrieb ist kein Unterschied zwischen den Erdgas-Sprintern und einem ‚Normalfahrzeug‘ mit Dieselbetrieb festzustellen“, meint Schwarz. Sicherheit wie auch Belade- und Fahrbetrieb seien ident. Daher soll der DPD-Fuhrpark um zusätzliche Erdgasfahrzeuge erweitert werden. Gesundheitstage und zahlreiche weitere Aktionen für die Mitarbeiter runden das Engagement ab. (lk)
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Strom- und Treibstoffverbrauch durch Spritspartrainings und neue Laufbänder erfolgreich gesenkt.
DPD Austria plant den Ankauf weiterer Erdgasfahrzeuge für den Fuhrpark.
Tetra Pak greenExpo 14
„Holz schützen“
2014
Wien. Die ökologischen Vorteile des Getränkekartons brachte Tetra Pak Österreich sowohl auf der „greenExpo 14” als auch dem „Green World Forum” einem breiten Publikum nahe. Rund 200 Unternehmer, Umweltmanger und Nachhaltigkeitsbeauftragte, Politiker und Kommunalverantwortliche, Wissenschaftler und Experten folgten dem Vortrag von Beatrix Mayer, zuständig für Umwelt & Kommunikation, im Rahmen der großen Umwelt-, Technologie- und Green Lifestyle-Messe sowie des begleitenden Kongress. Für die Kleinen gab es bei der zweitägigen „Konferenz der Kinder“ neben der „Tetra Pak Kids World” mit Recyclingstation und Recyclingbasteln eine eigene Tetra Pak-Station zum Thema „Unser Wald – unser Holz“. (lk)
Supermarkt 100.000 €
5.
„Zero Waste“
jahrgan
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Ein heutzutage fast ungewohntes Bild: nicht abgepackte Supermarktwaren.
• umfassender Überblick über alle CSR-Aktivitäten und Case Studies in Österreich auf 228 Seiten
g
Corporate Social Responsibility
Jahrbuch für unternehmerische Verantwortung
• journalistisch aufbereitet nach den wichtigsten Themen
Jahrbuch für unternehmerische Verantwortung
• umfassender erweiterter Serviceteil als Nachschlagewerk
csr
Berlin. „Original unverpackt“, der Supermarkt weitgehend ohne Einwegverpackungen, hat über die Crowdfundingplattform startnext.de knapp vor Ende der Unterstützungsfrist mehr als 100.000 € (Fundingziel: 45.000 €) erhalten. Der erste Laden soll noch diesen Sommer in Berlin-Kreuzberg eröffnet werden. Zero Waste ist die Philosophie der Damen-Truppe hinter dem Projekt, Sarah Pollinger, Lola Mora, Sara Wolf, Milena Glimbovski, Janina Steigerwald und Sarah Boeck. (lk)
csr
DAS ÖSTERREICHISCHE CSR STANDARDWERK
2014 Das aktuelle Jahrbuch und Nachschlagewerk
Buchpreis € 27,50 zzgl. Versandspesen
Gelebte unternehmerische Verantwortung • 35 Best Practice-Beispiele österr. Unternehmen • 170 Großunternehmen von A bis Z • 420 KMUs von A–Z und nach CSR-Schwerpunkten Service • Gütesiegel, Normen und Awards von A bis Z • BeraterInnen und Netzwerke von A bis Z • Ratings, Indizes und Benchmarks von A bis Z
weitere Informationen & Bestellung bei Alexandra Otto | a.otto@medianet.at
• Kritische Stakeholder, auf die zu achten ist
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Werte schaffen.
Eine Gesellschaft ist stärker, wenn man jedem die gleiche Chance gibt. Unabhängig von Geschlecht, Religion oder sozialem Hintergrund, bei Raiffeisen gilt eine Unternehmenskultur der gleichen Chancen – und das für alle. Dabei verbinden wir kulturelle Vielfalt mit lokaler Tradition, fördern aktiv die internationale Vernetzung und schaffen so eine einzigartige Gemeinschaft in mehr als 20 Ländern Europas. www.rzb.at
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