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Freitag, 30. August 2013 – 67

Die Realeinkommen der Top-Manager legen wieder deutlich zu Seite 69

Wertgeschätzt

Gerade bei Höherqualifizierten ist die Wertschätzung wichtiger als das Gehalt Seite 70

© Wienerberger/Keinrath

gut bezahlt

© Daniel Auer

© Danny Auenmüller

careernetwork Aufsteigerin B. Braunöck, Wienerberger

„Mit dem Gesundheitsbereich bin ich quasi aufgewachsen“

Seite 68 © Milenko Badzic

Zielstrebig Sandra ­Wilfinger hat bei ­Contrast Management-Consulting noch viel vor.  Teamorientiert Die WU ­Executive ­Academy startet zum ­ersten Mal den ­Professional MBA ­Project Management. 

Leistungsschau

Armin Assinger begleitet die Besucher des Tag der offenen Tür des BFI Wien am 6. September virtuell über die Streif.  Seite 69

Seite 69

© privat

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von


Career portrait

68 – careernetwork

Freitag, 30. August 2013

Abenteurerin

© privat (4)

Privat sucht Sandra Wilfinger gern den Adrenalin-Kick: ob beim Canyoning, Rafting, Kajakfahren oder im Hochseilgarten. „Die ideale Freizeitbeschäftigung ist für mich aber das Klettern, weil ich dabei mit Freunden gemeinsam Sport mache und mich zu 100 Prozent darauf konzentrieren muss, das heißt, abschalten und nicht über die Arbeit oder Probleme nachdenken kann.“

Tue Gutes und rede darüber! 10 Fragen An Sandra Wil fi n g e r

Als Kind wollte ich immer … schnell erwachsen werden. Mein Lebensmotto ist … Nicht weil es unerreichbar ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es unerreichbar. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … eine Reise. Darüber kann ich lachen … meist Situationskomik, aber auch herzhaftes Lachen anderer Personen finde ich ansteckend. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „How to be good“ von Nick Hornby. In 20 Jahren werde ich … noch immer ich selbst sein. Davor habe ich Angst … zu versagen – d.h. meinen eigenen Ansprüchen nicht zu genügen. Das ist meine größte Stärke … Verlässlichkeit und Zielstrebigkeit.

Graz/Wien. „Ich bin immer eine Einser-Schülerin gewesen – aber zum Glück in einer Klasse, in der man deswegen nicht als Streber abgestempelt worden ist.“ Der Ehrgeiz packte Sandra Wilfinger schon in sehr jungen Jahren. Daran änderte sich auch nichts, als ihre Eltern auszogen und der damals noch nicht einmal 16-Jährigen – gemeinsam mit dem ein Jahr älteren Bruder – eine Wohung in Graz überließen: „Sie sind zwar ‚nur‘ in eine andere Wohnung im selben Haus gezogen – trotzdem ist es sehr ‚cool‘ gewesen, eine eigene Wohnung zu haben und diese fleißig für Einladungen von Freunden nutzen zu können“, erinnert sich die heute 27-jährige Senior-Beraterin bei Contrast Management-Consulting. „Wir haben uns aber immer verantwortungsvoll verhalten – denke ich zumindest …“ Knappe zwei Jahre später sollte sie diesen Luxus aber schon wieder aufgeben und gegen ein Zimmer in einer Vierer-WG in Bad Gleichenberg eintauschen, um an der FH Joanneum „Gesundheitsmanagement im Tourismus“ zu studieren:

„Mit dem Gesundheitsbereich bin ich quasi aufgewachsen, weil mein Vater Arzt ist, seine Eltern schon Ärzte waren und meine Mutter als medizinisch-technische Assistentin arbeitet. Und das Interesse für den Tourismusbereich kommt von meiner Reiselust und dem Interesse für andere Kulturen“, begründet sie ihre Studienwahl.

Spiel, Spaß und Spannung Schon als Kind habe sie davon geträumt, als Animateurin in einer Club-Anlage à la Magic Life ihren Lebensunterhalt zu verdienen: „Nach den frühen Familienurlauben im Wohnmobil hat es eine Zeit gegeben, in der wir Familienurlaube in solchen Clubs gemacht haben“, so Wilfinger. Und die Animateure hätten, findet sie, den „perfekten Job“ gehabt: „Sie arbeiten dort, wo andere urlauben, machen dabei etwas, das Spaß macht, lernen Menschen unterschiedlichster Nationen kennen – und bringen die Leute zum Lachen.“ Und beinahe hätte sich dieser Traum auch erfüllt: „Ich habe mich

Warum Einser-Schüler nicht notgedrungen Streber sind, welche Anziehungskraft das Animateurdasein auf sie ausübte und warum sie Südafrika noch unsicher machen möchte, erzählt Sandra Wilfinger von Contrast Management-Consulting im Gespräch.

während des Studiums als Animateurin beworben und hatte sogar schon die Zusage in der Tasche. Ich habe dann aber doch beschlossen, ein Praktikumssemester in Kapstadt zu absolvieren. Südafrika hat mich wegen der unterschiedlichen Kulturen schon immer fasziniert – sogar noch stärker als das Animateursdasein.“ Ins Berufsleben sei sie über den „Contrast Challenge Day“, den sie während der Arbeit an ihrer Diplomarbeit absolvierte, eingestiegen: „Das Lösen der Fallbeispiele im Team hat trotz des Zeitdrucks Spaß gemacht – und mein Interesse für die Managementberatung war geweckt“, so Wilfinger. „Eigentlich wollte ich mir ja nach dem Studium eine kurze Auszeit in Südafrika nehmen.“ Aber schon im September erhielt sie den Anruf, dass eine Stelle zu besetzen sei, „und so habe ich mir direkt nach der Diplomprüfung eine Wohnung in Wien gesucht und noch im Oktober bei Contrast in Teilzeit als Projektassistentin angefangen – und für ein Doktorat an der WU Wien inskribiert.“

Der Plan, die Dissertation zu schreiben, wurde zwar schnell auf Eis gelegt („Ich habe schnell gemerkt, dass ich Vollzeit einsteigen sollte, wenn ich mehr Verantwortung in Projekten übernehmen will“), bei Contrast ist sie aber heute noch: Über die Beraterrolle stieg sie 2011 zur Senior-Beraterin auf und leitet heute zahlreiche Projekte im Bereich Non-Profit, Public und Healthcare Management: „Das Faszinierende für mich ist, dass ich mit diesen Projekten etwas Sinnvolles bewirken bzw. zumindest daran mitwirken kann“, bereut sie keine Sekunde, den Job bei Contrast statt einer Auszeit im Ausland gewählt zu haben. Auch eine etwaige beruflich Alternative würde sie in diesem Feld ansiedeln: „Entweder direkt bei einer NPO oder in der öffentlichen Verwaltung im Gesundheits- oder Sozialbereich.“ Aber auch das Thema Südafrika lässt sie nicht ganz los: „Als Alternative könnte ich mir auch heute noch vorstellen, ein Guesthouse in Kapstadt zu betreiben“, will sie sich in ihrer noch kurzen Karriere alle Optionen offen halten.  (jawe)

Das ist meine größte Schwäche … Nicht „Nein“ sagen zu können. Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … Mit einem Kletterprofi oder Extremkletterer – z.B. einem der „Huber-Buam“.

1986–2004

2004–2008

2008–heute

1986 in Graz geboren, absolviert Sandra Wilfinger das Bischöfliche Gymnasium in der steirischen Landeshauptstadt als durchgehende Einser-Schülerin.

Nach der Matura studiert sie Gesundheits­ management im Tourismus an der FH Joanneum Bad Gleichenberg – inklusive einsemestrigem Praktikum im südafrikanischen Kapstadt.

Direkt nach der Diplomprüfung heuert Wilfinger bei Contrast Management-Consulting als Projektassistentin an. Anfang 2010 wechselt sie in eine Fixanstellung als Beraterin und seit Sommer 2011 ist sie nun als Senior Beraterin und sowohl in Projekt­ leitungs- als auch Projektteammitgliedsrollen tätig.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 30. August 2013

careernetwork – 69

Gehaltsstudie Laut Kienbaum stiegen die Realeinkommen der Top-Manager um 4,5 Prozent auf 298.000 Euro

BFI Wien 6. September

Land der Gagenkaiser

Tag der offenen Tür

des Kienbaum-Vergütungsreports 2013, für den Kienbaum knapp 5.000 Positionen in rund 500 Unternehmen analysiert hat. „Neben der Hierarchieebene beeinflussen auch andere Faktoren die Höhe des Gehalts. Die Größe eines Unternehmens oder die Verantwortung und Qualifikation des jeweiligen Mitarbeiters sind meist entscheidender für die Gehaltshöhe als die Branche oder der Wirtschaftszweig“, erklärt Christoph Dovits, Leiter der Studie bei Kienbaum.

Das Boni-Paradies

Armin Assinger begleitet die ­Besucher virtuell über die Streif. © panthermedia.net/Danny Auenmüller

Wien. Pecunia non olet! Wie eine am Montag veröffentlichte Studie des Unternehmensberaters Kienbaum ergab, sind die Realeinkommen von Führungskräften im Frühjahr 2013 im Jahresvergleich deutlich gestiegen: Während die Inflation im Mai bei 2,3% lag und es in der Kollektivvertragsrunde im Frühjahr für Arbeiter und Angestellte Lohnzuwächse von rund 2,8 bis 3,2% gab, haben Manager um 4,5% mehr verdient. Die durchschnittliche Jahresgesamtvergütung – bestehend aus Grund- und variabler Vergütung – beträgt für Geschäftsführer in Österreich demnach 298.000 €. Bereichsleiter kommen auf 177.000 €, Abteilungsleiter auf 114.000 € und Teamleiter auf 82.000 €. Spezialisten erhalten im Schnitt 53.000 € und Sachbearbeiter 38.000 €, so die Ergebnisse

© Milenko Badzic

Insgesamt erhalten mittlerweile zwischen 75 und 96 Prozent der Führungskräfte einen Bonus.

Die durchschnittliche Jahresgesamtvergütung der Top-Manager liegt bei 298.000 €.

Insgesamt lukrieren je nach Level zwischen 75% (Teamleiter) und 96% (Geschäftsführer) der Führungskräfte einen Bonus – wobei Geschäftsführer im Schnitt 101.000 €, Bereichsleiter 44.000 €, Abtei-

lungsleiter 18.000 € und Teamleiter immerhin noch 10.000 € erhalten. Vor allem der Bildungsgrad habe laut Kienbaum einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe des Gesamtsalärs. So erhalten Führungskräfte mit Promotion zum Beispiel im Schnitt 155.000 €, ihre Kollegen mit einem UniversitätsMaster 126.000 € im Jahr. Führungskräfte mit Matura verdienen 106.000 € und der Lehrabschluss bringt mit 89.000 € nochmals deutlich weniger. In Sachen Zusatzleistungen sind Firmenwagen weiterhin die Nummer eins, wie die Erhebung ergab. So fahren 99% der Topmanager

Was verd ient Öst e r r e ic h ?

Geschäftsführung Bereichsleitung Abteilungsleitung Teamleitung Spezialisten Sachbearbeiter

Jahresgesamt- Barvergütung¹ 298.000 € 177.000 € 114.000 € 82.000 € 53.000 € 38.000 €

Variable Vergütung² 101.000 € 44.000 € 18.000 € 10.000 € 4.000 € 1.000 €

Wien. „Das Leben ist ein Abfahrtslauf“ – unter diesem Titel erklärt Ex-Rennläufer und TV-Moderator Armin Assinger beim Tag der offenen Tür des BFI Wien am 6. September, wie man sich für (scheinbar) schwierige Aufgaben vorbereitet und motiviert. Anhand des für den Durchschnittsmenschen lebensgefährlichen Abfahrtslaufs auf der Kitzbüheler Streif zieht Assinger Parallelen zu Wirtschaft und Beruf bzw. zum alltäglichen Leben. „Mit Armin Assinger haben wir einen Stargast mit dabei, der nicht nur kraft seiner Marke für einen Publikumsansturm sorgen wird, sondern der vor allem durch Authentizität glänzt“, legt sich Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien, die Besucherlatte für den diesjährigen Tag der offenen Tür hoch: „Wir werden die 500er-Marke sprengen.“

Firmenwagen³ 54.000 € 43.000 € 37.000 € 29.000 € 29.500 € –

¹ Grundvergütung plus variable Vergütung; ² Mittelwert pro Jahr; ³ Anschaffungsbudget; Quelle: Kienbaum Vergütungsreport 2013

einen Dienstwagen, bei den Führungskräften insgesamt sind es 56%. „Firmenwagen sind ein Incentive, das bei den meisten Führungskräften sehr beliebt ist. Deshalb kann eine solche Zusatzleistung ein gewichtiger Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen im ‚War for Talents‘ sein“, so Dovits. Auch die betriebliche Altersvorsorge gehört mittlerweile zu den beliebtesten Zusatzleistungen: Die Hälfte der Führungskräfte hat von ihrem Arbeitgeber die Zusage zu einer betrieblichen Altersversorgung, bei den Spezialisten sind es 36% und bei den Sachbearbeitern 23%.  (red)

Über 3.000 Lehrgänge Mehr als 3.000 Lehrgänge und Kurse führt das Erwachsenenbildungsinstitut im aktuellen Bildungsprogramm an. Über deren Inhalte, die Zugangsvoraussetzungen und die beruflichen Möglichkeiten informieren die Bildungsberater des BFI Wien am 6. September von 14 bis 20 Uhr am Alfred-Dallinger-Platz 1. Das Spektrum der vorgestellten (Diplom-)Lehrgänge reicht dabei von Klassikern wie Transformationsmanagement, Kommunikationsmanagement, Personalverrechnung oder Eventmanagement bis hin zu Neuzugängen wie „Diplomlehrgang Tiercoach“ über die Ausbildung zum Hochzeitsplaner oder den Kompaktlehrgang Web-Analytics. Der Eintritt ist kostenlos.

WU Executive Academy Am 14. Oktober startet zum ersten Mal der Professional MBA Project Management

kann: Project Stakeholder Management, Project Leadership, Change Management und die Berücksichtigung nachhaltiger Entwicklung“, fasst die wissenschaftliche Leiterin, Martina Huemann, das Curriculum zusammen. „Mit diesem innovativen Ansatz sind wir derzeit der

einzige MBA-Anbieter in Europa, der Themen wie Nachhaltigkeit, Führung und Stakeholder–Management in Projekten fix im Curriculum verankert hat“, betont Astrid Kleinhanns-Rollé, Managing Director der WU Executive Academy.

Martina Huemann ist wissenschaftliche Leiterin an der WU Exec. Academy.

Dass man „Stakeholder-Management“ ein eigenes Modul im Lehrplan gewidmet hat, liege laut Huemann auf der Hand: „Um Erfolg zu haben, müssen Projekte in der Lage sein, schnell und flexibel auf Änderungen von Stakeholder-Interessen zu reagieren. Erfolgreiche Projekte erlauben es, dass Stakeholder die Anforderungen an das Projekt mitdefinieren. Das gelingt jedoch nur, wenn Projektauftraggeber und Projektmanager zusammenarbeiten und Interessen interner und externer Stakeholder auch explizit in das Projekt einbezogen werden.“ Zusätzlich spiele das Thema Leadership eine immer wichtigere

Rolle – vor allem, weil Projekte in der Regel abseits der normalen Hierarchieebenen ablaufen und die Projektmanager in den wenigsten Fällen mit direkten Weisungsbefugnissen ausgestattet sind, führt Huemann aus. „Auch der Bereich nachhaltige Entwicklung wurde im Programm inhaltlich integriert, weil es für Projektmanager unerlässlich ist, zu wissen, welche ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte mit einem Projekt verbunden sind.“ Abgesehen vom Inhaltlichen habe man auch didaktisch neueste Erkenntnisse einfließen lassen. So sei etwa die internationale Fachkonferenz „Happy Projects“ gleichermaßen fixer Bestandteil des Lehrplans, wie die Vorbereitung für die Zertifizierung nach IPMA- und PMI-Standards sowie ein Project Management Lab mit Exkursionen zu ausgewählten Unternehmen. Der Professional MBA Project Management startet zum ersten Mal am14. Oktober. Infos:  www.executiveacademy.at

Führen, aber richtig

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Alexandra Supper Medecco

Alexandra Supper (38) übernimmt in der Medienholding Medecco die Gesamtverkaufsleitung der Magazingruppe. Vor ihrem Wechsel zu Medecco war sie als Verkaufsleiterin im Bereich Bildung bei der Tageszeitung Die Presse tätig.

© Neudoerfler Office Systems

Gerhard Hopfgartner (40) übernimmt mit 1. September die Marketingleitung der Wiener Städtischen Versicherung. Zuletzt war er Vorstandsmitglied der Skandia Austria Holding AG und Skandia Lebensversicherungs AG.

© Medecco/Alba/Ebeert

job

Gerhard Hopfgartner Wiener Städtische

© Mirjam Reiter

„Neben umfangreichem Projektmanagement-Know-how, das unverzichtbare Basis dieser Ausbildung ist, vermittelt der MBA nun jenes Fachwissen, das darüber entscheidet, ob ein Projekt unter immer schwierigeren Marktbedingungen erfolgreich abgeschlossen werden

© WU Executive Academy

Mehr als nur Basiswissen

BFI Wien-Geschäftsführerin Valerie Höllinger rechnet mit 500 Gästen.

Florian Saiko Neudoerfler

Mit Anfang August hat Florian Saiko (40) die Position des Geschäftsführers für die Bereiche Finanzen, Produktion, Logistik und IT beim burgenländischen Büromöbel-Hersteller Neudoerfler Office Systems GmbH übernommen.

© Wienerberger/Keinrath

Wien. Das Einzelkämpfertum rückt zunehmend in den Hintergrund – Projektarbeit ist das neue Zauberwort, das die Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Vordermann bringen soll. Mehr Köpfe bringen in der Regel auch mehr sinnvollen Output. Aber wie soll man die vielen Ideen und Persönlichkeiten unter einen Hut bringen – wie die Projekte professionell abwickeln und zum wirtschaftlichen Vorteil nutzen? Fragen, die die WU Executive Academy im Zuge ihres neuen Professional MBA Project Management ab 14. Oktober beantworten will.

© APA/Ludwig Schedl

„Wir wollten einen Schritt weiter gehen“

Barbara Braunöck Wienerberger AG

Barbara Braunöck (42) steigt bei Wienerberger zum Head of Corporate Communications auf und wird zukünftig alle Kommunikationsagenden auf Konzernebene verantworten. Zuletzt leitete sie fünf Jahre die Abteilung Investor Relations.


P e r s o nal m ana g e m e n t

70 – careernetwork

short

KMU: der größte Arbeitgeber des Landes

Freitag, 30. August 2013

Unternehmenskultur Gerade bei Höherqualifizierten ist die Wertschätzung wichtiger als die Höhe des Gehalts

„Anerkennung, nicht Lob“

Über 2 Mio. Menschen sind in Kleinund Mittelbetrieben beschäftigt.

Wien. Geld ist nicht alles – nicht einmal in der Arbeitswelt. Auch wenn das Gehalt ein wesentlicher Faktor für die Bewertung eines Jobs ist, so sind Faktoren wie Anerkennung und Wertschätzung noch bedeutender für die Attraktivität eines Arbeitsplatzes. Das trifft vor allem auf höherqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte zu. Die Amerikanische Gesellschaft für Human Ressources Management nennt mit Verweis auf aktuelle Studienergebnisse Anerkennung sogar als den mit Abstand wichtigsten Faktor für das Engagement der Mitarbeiter: Das „emotionale Gehalt“ ist demnach doppelt so wichtig wie Gehalt und Bonifikationen.

Wien. Kleine und mittlere Unternehmen beschäftigen in Österreich derzeit gemeinsam mehr als 2 Mio. Personen. Damit sind die österreichischen KMU – also alle Unternehmen mit weniger als 250 unselbstständig Beschäftigten – erneut der größte Arbeitgeber des Landes. Berechnet hat das die KMU Forschung Österreich auf Basis der SozialversicherungsUnternehmens-Goodwill? statistik. „Kraftwerk Anerkennung“ heißt Zwei Drittel aller Beschäfeine Online-Plattform, auf der sich tigungsverhältnisse in der Mitarbeiter, Teams und Führungsösterreichischen Wirtschaft kräfte gegenseitig Anerkennung entfallen auf Klein- und Mitspenden können. telbetriebe. Im Vergleich zum Patrick Killmeyer, Gründer von Vorjahr konnten die KMU des Kraftwerk Anerkennung, weiß, Landes rund 14.000 neue Arwelchen Beitrag Unternehmen für beitsplätze schaffen. Für Waleine positive Anerkennungskultur ter Bornett, Direktor der KMU, leisten können: „Das Unternehmen zeigt sich die stabilisierende muss die Rahmenbedingungen Wirkung der österreichischen schaffen. Es sind die Mitarbeiter KMU auch in wirtschaftlich selbst, und zwar über alle Hierarschwierigen Zeiten: „Klein- und chieebenen hinweg, die sich gegenMittelbetriebe haben insgesamt seitig emotionales Gehalt in Form die Krise erstaunlich rasch von Anerkennung auszahlen“, weiß überwunden und hohe soziale Killmeyer. Verantwortung gezeigt“, so Die Online-Plattform www.kwBornett. B2B_ins 171x202_26 08 13 26.08.13 15:07 Seite 1

hervor“, kennt Killmeyer den Unterschied. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: Ehrliche Anerkennung führt zu mehr Loyalität, Zufriedenheit, Vertrauen und letztendlich zu mehr Engagement der Mitarbeiter. „Mit Gehalt können Arbeitgeber zwar

„Unternehmen ohne Wertschätzungskultur werden früher oder später im Abseits

© Daniel Auer/Kraftwerk Anerkennung

© Panthermedia.net/Arne Trautmann

Eine Online-Plattform unterstützt Unternehmen und Teams beim Austausch von Anerkennung.

­stehen. Davon bin ich überzeugt.“ Patrick Killmeyer

Philipp Sackl, Anne Killmeyer und Patrick Killmeyer von „Kraftwerk Anerkennung“.

a.com schafft das Fundament für die Entwicklung einer Anerkennungskultur. In Schriftform wird Anerkennung von den einzelnen Mitarbeitern formuliert und kann vom Empfänger immer wieder aufgerufen werden.

Weltmeister im Kritisieren Killmeyer erklärt, warum wir uns mit Anerkennung so schwer tun: „Die Schwierigkeit liegt da-

rin, dass wir nicht gewohnt sind, konkrete Stärken bei anderen Menschen zu erkennen und diese auch anzusprechen. Statt Menschen aufzubauen, sind wir Weltmeister im Kritisieren.“ Vor einem großem Missverständnis warnt der Experte deutlich: Viele Führungskräfte verwechseln Lob mit Anerkennung. „Lob wirkt von oben herab und kann zu Missverständnissen führen. Anerkennung hingegen hebt die Stärken

Unternehmens CSR-Initiative – Fokus Diversity „Abschauen erlaubt – Nachmachen erwünscht!“

B2B Diversity Day 2013 Vielfalt fördern und Chancen sichern! Dienstag, 17. September 2013 Aula der Wissenschaften ∙ Wollzeile 27a, 1010 Wien Einlass: 8 Uhr Ein ganzer Tag für Sie mit BEST Practice-Beispielen von Unternehmen und Interessensverbänden, die zeigen, wie Sie mit Diversity Management noch erfolgreicher werden! Für UnternehmerInnen, PersonalleiterInnen, KommunikationsspezialistInnen und CSR- / Diversity-Verantwortliche. Anmeldungen bis 12.9.13 unter: www.b2bdiversityday.at Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei!

Arbeitszeit und Zielerreichung kaufen, nicht jedoch Herzblut und Einsatzfreude. Mitarbeiter, deren Stärken regelmäßig anerkannt werden, sind engagierter und produktiver. Sie fühlen sich im Unternehmen wohl und bleiben auch an ihrem Arbeitsplatz. Der Austausch von Anerkennung trägt somit zu einem positiven Betriebsklima bei, verringert Fehlzeiten und reduziert ungewollte Fluktuation“, ist Killmeyer überzeugt.  (lw)


Weiterbildung

Freitag, 30. August 2013

careernetwork – 71

Gastkommentar Sprechtrainerin Petra Falk Ăźber die Auswirkungen einer geschulten Stimme auf den Erfolg

Karriere-Inside mit: Christoph WeissenbĂśck

Die Macht der Stimme Falk: „Menschen mit festem Stimmauftritt ­verhandeln besser und verdienen mehr Geld.“ Wien. Im Zuge einer Studie der Duke University in North Carolina analysierten Professoren Stimmproben von knapp 800 CEOs nach ihrer StimmhĂśhe, in Zusammenhang mit dem VermĂśgenswert des Unternehmens, Einkommen und der Verweildauer in dieser Position, sowie Alter, Ausbildung, maskuline Ausdrucksmerkmale in Gesicht und Stimme. Die Ergebnisse sprechen fĂźr sich: Tiefere Stimmen sind demnach gleichzusetzen mit einem hĂśheren Firmenwert, einem hĂśheren Einkommen sowie einer längeren Amtszeit im Job. Wer erfolgreich ist, ist selbstbewusster, extrovertierter und verfĂźgt Ăźber eine aufrechte KĂśrperhaltung, die als Basis fĂźr eine gute stimmliche Resonanz gilt. Lautstärke, TonhĂśhe und Stimmlage sind bekanntermaĂ&#x;en viel zentraler als der Inhalt des Gesagten selbst. Man hĂśrt angenehmen Stimmen lieber zu und schenkt ihnen mehr Glauben. Das wirkt sich wiederum positiv auf den beruflichen Erfolg aus – ein Kreislauf also. Aus täglicher Erfahrung mit meinen Kunden kann ich das Studien-

ergebnis nur bestätigen. Besonders die Faktoren Glaubwßrdigkeit und Durchsetzungskraft verbessern sich nach gezielten Stimmtrainings enorm. Indem man z.B. am Schluss eines Satzes mit der Stimme runtergeht und gezielt Pausen einlegt, kommt das Gesagte ganz anders beim Gegenßber an. Bemerkt man die ersten Erfolge, traut man sich in Folge mehr zu und wird dadurch als Ganzes selbstbewusster. Sowohl bei Gehaltsverhandlungen, Vorträgen oder auch am Telefon wird man Unterschiede merken, die sich wesentlich auf die Karriere auswirken kÜnnen.

Im Rahmen eines professionellen Sprech- und Stimmtrainings lernt man, wie man sein stimmliches Potenzial voll ausschĂśpfen kann. Nicht nur, dass man anhand des Klangs der Stimme bemerkt, ob das Gesagte wahr ist, Menschen mit fitter Stimme werden auch deutlich jĂźnger geschätzt. Ăœber die Stimme werden viele Signale, Emotionen und Charaktereigenschaften ausge-

Š Petra Falk

Sexy und sportlich

Macher-Mentalität ist nicht alles

Falk: „Menschen mit fitter Stimme wird sogar hĂśhere sexuelle Aktivität attestiert.“

drßckt, die man als Gegenßber somit hÜren kann. Auch die Attribute sportlich, attraktiv und sexy werden mit fitteren Stimmen assoziiert. Im Zuge einer von mir initiierten Befragung bestätigte sich dies eindeutig. Das geht sogar so weit, dass man diesen Menschen hÜhere sexuelle Aktivitäten zuschreibt.

Petra Falk ist Diplomierte Trainerin fßr Erwachsenenbildung sowie Sprech-, Stimm- u. Kommunikationstrainerin. Nach ihrer Ausbildung bei Antenne Bayern war sie unter anderem bei ­Welle1, 88.6, KroneHit und dem ORF Nieder­ Üsterreich tätig.  www.sprechtraining.at

incite Der inhaltlich Ăźberarbeitete Lehrgang zum „Akademischen Unternehmensberater“ geht in die nächste Runde

Die Absolventen des letzten Lehrganges „Akademischer Unternehmensberater“.

Unternehmensberater“ an der WKO-Qualitätsakademie incite: „Mit dieser europaweit einzigartigen Unternehmensberaterausbildung auf akademischem Niveau“ habe man im Kompetenzportfolio, worauf es ankomme: Fachwissen Ăźber die betriebswirtschaftlich relevanten Bereiche – von Controlling

BILDUNG. '3&6%&*/,-64*7&

bis strategische UnternehmensfĂźhrung – und das immer wichtigere Prozess-Know-how, das von Kommunikation und Konfliktmanagement Ăźber das Design und die Gestaltung von Beratungsprozessen reicht. Ein groĂ&#x;es Asset der Ausbildung sei der hohe Praxisbezug, ist Janes Ăźberzeugt; alle Referenten

des heuer inhaltlich und methodisch upgedateten Lehrgangs seien ausgewiesene Fachexperten mit langjähriger Erfahrung: „Der akademische Standard ist ein klares Qualitätssignal an die Kunden. Die Ausbildung ist auch eine wichtige Zukunftsversicherung fĂźr Berater; sie ist eine ausgezeichnete Basis fĂźr punktuelle Spezialisierung.“ DarĂźber hinaus sei mit dem Erlangen des Titels „Akademischer Unternehmensberater“ auch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: Die Ausbildung biete eine hohe ECTS-Anrechnung fĂźr den „Master of Business Administration“ (MBA) und einen vereinfachten Zugang zum internationalen BeratergĂźtesiegel Certified Management Consultant (CMC), so Janes abschlieĂ&#x;end. Der nächste Lehrgang startet Ăźbrigens am 6. September 2013. Weitere Informationen:  www.incite.at

Promotion

Wien. „Die Kunst erfolgreicher Unternehmensberatung liegt in einem professionellen Pingpong zwischen fachlichem Wissen und kluger Prozesssteuerung. Wer das nicht beherrscht, stĂśĂ&#x;t als Berater rasch an seine Grenzen“, erklärt Alfred Janes, GrĂźndungsmitglied der Wiener Schule der Organisationsberatung und Lehrgangsleiter an der WKO-Qualitätsakademie incite. Janes empfiehlt allen, die in der Beratungsbranche Erfolg haben wollen, sich „anschlussfähiges Beratungs-Know-how“ anzueignen. Expertise in einem Fachbereich sei gut, aber zu wenig. Man mĂźsse Herausforderungen nicht nur aus der betriebswirtschaftlichen Vogelperspektive analysieren kĂśnnen, sondern Prozesse in Unternehmen auch richtig verstehen, so seine Analyse. All das kĂśnne man aber lernen, beruhigt Janes – konkret im Lehrgang zum „Akademischen

Š incite

Am Weg in die „Berater-Champions League“

Es ist mittlerweile ein alter Hut: Neben den fachlichen Qualifikationen kommt es auch auf die Soft Skills an. Kaum ein Stelleninserat, das nicht die Fähigkeit zur Teamarbeit in den Vordergrund rĂźckt. Kaum ein Bewerbungsgespräch, in dem nicht auf die privaten Interessen eingegangen wird. Irgendwie auch logisch, schlieĂ&#x;lich verbringen Kollegen im Arbeitsalltag (oft auch unfreiwillig) viel Zeit miteinander, mĂźssen in einem bunt durchmischten sozialen Mikrokosmos gut miteinander funktionieren und Ergebnisse bringen. Klappen kann das nur, wenn alles stimmt – also auch die „menschlichen“ Faktoren. Was Ăźber lange Zeit nur im Anforderungsprofil von Otto Normalarbeitnehmer vertreten war, erfasst nun zunehmend die FĂźhrungsebene. Eine Boyden-Umfrage, die in Kooperation mit der EBS Business School unter 700 Top-Managern durchgefĂźhrt wurde, kam zu dem Schluss: Die Anforderungen an die Chefetage haben sich geändert – weg von FĂźhrungsstärke und Macher-Mentalität stärker hin zum Soft-Skillsgeprägten Stil. 87 Prozent der befragten FĂźhrungskräfte wĂźnschen sich offene und sensible Chefs, 82 Prozent setzen auf Anpassungsfähigkeit. Durchsetzungskraft ist natĂźrlich noch immer unter den Top-Drei (78 Prozent), erhält jedoch Ăźberraschenderweise deutlich weniger Zustimmung. „FĂźr komplexe Aufgabenstellungen suchen Unternehmen eher offene und sensible PersĂśnlichkeiten, die sich auch im Ausland den dortigen Gegebenheiten schnell anpassen kĂśnnen“, analysiert Rolf Stokburger von Boyden das Studienergebnis.

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6. SEPTEMBER 2013 XXXCĂĽXJFOBUPGGFOFUVFS mit Stargast Armin Assinger c%BT-FCFOJTUFJO"CGBISUTMBVGo 7PSUSBHBC6IS 14 bis 20 Uhr,HSBUJT,JOEFSCFUSFVVOH BFI Wien  "MGSFE%BMMJOHFS1MBU[ 64DIMBDIUIBVTHBTTF

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