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Freitag, 30. März 2012 – 71

Hidden Champion

Happy Employees

ISG Personalmanagement mausert sich zum richtigen Europakonzern  Seite 73

In Österreich steigen die Gehälter um prognostizierte 3,3 Prozent  Seite 73

© sxc/ilco

© medianet

careernetwork Aufsteiger CH. Mahler, Svoboda Büromöbel © Svoboda Büromöbel

„Jedes neue Projekt ist immer das tollste“ Neu entdeckt Ivo Franschitz hat auch nach 25 Jahren in der Eventbranche noch viel vor.  Altes Problem Die meisten ATX-notierten Unternehmen ­wenden Diversity Management punktuell an – die ­Langfriststrategie fehlt aber. 

© GrECo

Seite 72

Gastkommentar

Oliver Zenz, GrECo, über das Thema Mitarbeiterkriminalität und die Gratwanderung der Unternehmen zwischen Vertrauen und Überwachung.  Seite 75

© dm&c

Seite 74

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von


Career portrait

72 – careernetwork

Freitag, 30. März 2012

„Als Teenager wollte ich immer Karriere machen“ Warum klein, aber fein sein oberstes Credo bleibt, aus seiner Fußballer­Karriere doch nichts wurde und wie er das Herz von Rosa Blanca Reyero Miguelez eroberte, verrät dm&c-Chef Ivo Franschitz im Gespräch.

Wien. „Jedes neue Projekt ist immer das tollste, schönste und beeindruckendste.“ Ivo Franschitz ist seit mittlerweile knapp 25 Jahren im Tourismus- und Eventbusiness tätig – Langeweile oder gar Monotonie lässt der Gründer der Eventagentur dm&c im Gespräch mit medianet aber keineswegs durchklingen. „Natürlich werden manche Dinge zur Routine. Ein neues Projekt, ein neuer Kunde oder ein neuer Event bereiten aber immer wieder unglaublichen Spaß. Es gibt einfach Veranstaltungen, wo man sich selbst quasi neu entdeckt oder repositioniert. Das macht auch den großen Reiz unserer Branche aus“, so der Chef eines siebenköpfigen Teams im neunten Wiener Gemeinde­bezirk. „Wir zählen sicher nicht zu den Big-Playern der Branche. Aber das ist auch gut so“, verspürt er keine Expansionsgelüste: „Wir haben einmal um einen großen Kongress mitgepitcht und sind unter die letzten Drei gekommen. Das Organisationskomitee ist dann bei uns im Meetingraum gesessen und hat hinter vorgehaltener Hand gemeint, dass das kein repräsentatives Office sei. Da habe ich mir schon die Frage gestellt, brauche ich ein 450 m�-Büro und will ich in dieser Liga überhaupt mitspielen? Mir ist es viel wichtiger, Befriedigung und Spaß bei meinem Job zu verspüren als einen Volumensdruck.“

wenn man auch auf der Theorieseite über den Tellerrand blickt“) und gibt selbst als Vortragender diverser Universitätslehrgänge sein Wissen weiter: „Mir ist es ein Anliegen, den angehenden Eventmanagern ein realistisches Berufsbild zu vermitteln.“

Die Angst des Tormanns … Der Realismus dürfte es auch gewesen sein, der Franschitz davon abhielt, eine Profifußballer-Karriere einzuschlagen: „Ich habe mit 16 oder 17 als Tormann in Gleisdorf gespielt, war in der steirischen Leistungsauswahl und hatte auch die Chance, in der Bundesliga mitzuspielen. Mir ist aber schnell klar geworden, dass es nicht nur an einem selbst hängt, ob man es als Profisportler schafft. Leider macht die Leistung nur 50 Prozent aus“, entschied er sich doch, der schulischen – und somit der beruflichen – Laufbahn den Vorzug zu geben. Auch wenn er im Fußball nicht das große Geld gemacht hat – so dürfte er zumindest das Herz seiner Lebensgefährtin damit erobert haben: Rosa Blanca Reyero Miguelez, so munkelt man, habe sich in die sportlichen Waden von Ivo Franschitz verliebt. Ob an dem Gerücht was dran ist? Ein Gentleman genießt und schweigt …  (jawe)

Trotz der Devise „klein, aber fein“ zählt Franschitz’ Agentur, die er gemeinsam mit Lebensgefährtin Rosa Blanca Reyero Miguelez 1998 gegründet hat, große Namen wie Coca-Cola oder die EANM (European Association of Nuclear Medicine) zu seinen Kunden. Und auch der eine oder andere Tanz auf dem ganz großen Parkett steht in seiner „Erledigt-Liste“: „Eines der intensivsten Erlebnisse meiner bisherigen Karriere ist sicher gewesen, als wir als kleines Team Teil des Organisationsteams zweiter Kongresse mit 15.000 Menschen waren. Es ist unglaublich spannend gewesen, in diesen Dimensionen zu planen. Und gleichzeitig war es

© dm&c (2)

Die richtigen Spielregeln

9 Fragen eine Befriedigung, zu sehen, dass man das rein von den Spielregeln her auch kann.“ Die Spielregeln des Eventbusiness lernte Franschitz, wie er erzählt, als „kleiner Freelancer“ von der Pike auf. Schon während des Studiums verschlug es ihn an die amerikanische Westküste, wo er an den diversen Universitäten Werbung für Europatrips machte.

1965–1988

„Diese Zeit hat sicherlich meinen Horizont erweitert. Und hat mich so sehr gefesselt, dass ich kurz davor war, mein Studium hinzuschmeißen“, so Franschitz amüsiert. „Als Teenager in Gleisdorf wollte ich immer Karriere machen und ich habe mich schon als Banker gesehen, darum habe ich auch an der WU in Wien inskribiert. Nach meinen Erfahrungen in den

1988–1997

USA hatte ich aber plötzlich ein anderes Berufsverlangen und wollte im Tourismus bleiben“. Obwohl seine „Yuppie-Träume“ damit beendet waren, hat er das WU-Studium dann dennoch beendet – „vermutlich auch, weil ich mich meinen Eltern gegenüber verpflichtet gefühlt habe“. Heute ist er jedenfalls sehr glücklich über diese Entscheidung („es schadet nie,

1998–Heute

An I vo Frans ch itz

Als Kind wollte ich immer … Fußballprofi werden. Mein Lebensmotto ist … „Lebe heute und jetzt!“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben, um … Unbekanntes kennenzulernen. Darüber kann ich lachen … britischen Humor. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Engel aus Eis“ von Camilla Läckberg. In 20 Jahren werde ich … hoffentlich nach wie vor im Jetzt leben.

Geboren am 25.7.1965 im steirischen Gleisdorf, absolviert Ivo Franschitz die Handelsakademie in Feldbach und studiert nach der Matura Internationales Marketing an der WU Wien.

Schon während des Studiums jobbte er in der Tourismusbranche in ganz Europa und den USA – u.a. für ARS (Austria Reiseservice). Nach dem Universitätsabschluss 1993 übernahm er leitende Aufgaben im Sales & Marketing in der Incoming Agentur ADM und bekleidete dort zwischen 1995 und 1997 die Geschäftsführerposition.

Im März 1998 gründete Franschitz gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Rosa Blanca Reyero Miguelez die auf Eventmarketing und -Management spezialisierte Agentur dm&c | destination management & consulting, die er bis dato leitet.

Davor habe ich Angst … meine Neugier zu verlieren. Das ist meine größte Stärke … zu wissen, was ich kann und was ich nicht kann. Das ist meine größte Schwäche … manchmal etwas zu dominant zu sein.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 30. März 2012

careernetwork – 73

Hidden Champion ISG entwickelte sich in wenigen Jahren vom 3-Mann-Betrieb zum Europakonzern mit 540 Mitarbeitern

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Personalberatung 2.0

Firmengründer Guido Leissinger: „Gehörten zu den ersten, die vor allem auf das Internet setzten.“ satz. Leissinger stellt dabei Qualität vor Quantität: „Die vermittelten Inhalte müssen in der täglichen Unternehmenspraxis umgesetzt werden. Oberste Prämisse unserer Trainings ist daher der Transfer des Gelernten in den Unternehmenskontext.“ Die Teilnehmer der Trainings sowie die Auftraggeber würden bereits in die Konzeptionsphase einbezogen, um mittels Ist-Stand-Analyse und Zielvorgabe der Unternehmensführung ein maßgeschneidertes Programm anbieten zu können. „So erhöht sich der Return on Investment für die Firmen und der Nutzen für die Trainees.“ Pro Jahr durchlaufen mehrere Hundert Trainees dieses Programm – vor allem Führungskräfte- und Vertriebstrainings seien derzeit sehr gefragt: „In der Hochkonjunktur wird dafür wieder mehr in Teamentwicklung und Coaching investiert“, gibt Leissinger die inhaltliche Marschroute für die kommenden Jahre vor.  (red)

© medianet

Wien. Die Rahmenbedingungen für die heimischen Personalberater waren schon schlechter: Wie manpower erhob, planen Österreichs HR-Chefs, im kommenden Quartal wieder vermehrt Personal einzustellen. Laut Guido Leissinger, Geschäftsführer der ISG Personalmanagement GmbH, eine Tatsache, die durchaus auf die heimische Arbeitsmarktpolitik zurückzuführen ist: „Österreich hat einiges gut gemacht“, erzählt er im Gespräch mit medianet: „Unser Land ist arbeitsrechtlich sehr gut aufgestellt und es gibt nur wenige Hürden beim Einstellen und Kündigen von Mitarbeitern – was sowohl für die Arbeitgeber als auch die Arbeitssuchenden ein massiver Vorteil ist.“

ISG-Chef Guido Leissinger: „Wollte das als 300. in der Branche anders aufziehen.“

singer. „Mittlerweile werden 50 Prozent der Stellen über diese Datenbank besetzt.“ Die Bandbreite der vermittelten Positionen reicht dabei von klassischen Sachbearbeitern bis hin zur Geschäftsführerebene. Großen Anteil am Unternehmenswachstum – 2011 verzeichnete man ein zweistelliges Umsatzplus auf 22 Mio. € allein in Österreich – hätten dabei seine Personalberater: „Wir haben bewusst Quereinsteiger als Berater. So können wir unseren Kunden mit Branchen-Know-how und den passenden Netzwerken gegenübertreten und qualitativ breite Beratung anbieten“, beschreibt er sein Team, das allein in Österreich 60 Personalberater in allen Bundesländern zählt und in den wichtigsten Branchen beheimatet ist. Im Ausland – mittlerweile ist ISG

Grenzüberschreitender Pool Auch für die ISG, zu deren Dienstleistungspalette neben der Personalentwicklung, Training und Outplacement vor allem die Personalsuche und -auswahl zählen, ist dieser dynamische Markt von Vorteil: Im Schnitt stellt der Personalberater monatlich 700 bis 1.200 Jobangebote für seine Kunden auf den diversen Karriereplattformen online. Zusätzlich befinden sich in der firmeneigenen Bewerberdatenbank 258.000 Kandidaten aus ganz Europa: „Der Mehrwert für die Kunden ist dabei, dass wir so nicht nur auf den eingeschränkten Pool der gerade aktiv Jobsuchenden zugreifen können, sondern gezielt die passende Person für die jeweilige Position finden können“, so Leis-

in 24 Ländern tätig – vertraut der Firmengründer auf eine Art Franchisesystem: „Zuerst suchen wir in neuen Ländern Franchisenehmer, mit denen im Idealfall eine gemeinsame Gesellschaft gegründet wird“, beschreibt er das Geschäftsmodell, das zuletzt zur GesmbH-Gründung in Spanien führte. „Russland, Italien und Frankreich sind die nächsten zu gründenden Gesellschaften und in einigen Ländern suchen wir noch nach passenden Franchisepartnern“, skizziert der ISG-Chef, wie er die letzten weißen Flecken Europas füllen will.

Inteam, nicht intim! „Den nehmen wir, basta!“ So oder so ähnlich enden oft Beratungen, welcher Bewerber einen Job bekommt. Klar, irgendwann muss Schluss sein mit Diskutieren und eine Entscheidung fallen. Und am Ende muss jemand die Verantwortung übernehmen. Denn Fehlbesetzungen kosten Geld. Gegen klare Entscheidungen ist auch nichts einzuwenden, wenn der davor abgelaufene Prozess der Kandidatensuche und -auswahl bestimmten Kriterien entspricht und nicht nur als reine „Chefsache“ angesehen wird. Idealerweise beginnen Postenbesetzungen mit einem Gespräch in der jeweiligen Fachabteilung, in der der Neuzugang dann auch eingesetzt werden soll. Dafür relevante Fragen: Welches Aufgabengebiet soll der neue Mitarbeiter denn nun wirklich abdecken? Haben sich Anforderungen im Laufe der Jahre geändert? Wie sieht der Job in der Praxis aus? Welche Ausbildung halten die Kollegen in spe für sinnvoll? Wie sieht das Teamgefüge aus? Gibt es Tipps von der Belegschaft, wo und wie man rekrutieren sollte oder könnte? In diesem Vorab-Gespräch darf es nicht um persönliche Befindlichkeiten gehen. Sondern rein darum, die Grundvoraussetzungen für die neue Stelle abzustecken, weil sich diese im Lauf der Jahre ändern können. Geschieht das nicht, läuft man als Unternehmen Gefahr, am tatsächlichen Bedarf vorbeizurekrutieren. Mit bekanntem Ausgang: Abteilungen werden durch neue Mitarbeiter bereichert, die zwar objektiv gut sind, aber wenig ins Team passen. Oder mit Kandidaten, die sich in der ausgeschriebenen Stelle überbzw. unterfordert fühlen.

Facts & Figures Die ISG Personalmanagement GmbH wurde 1999 als 3-Mann-Team gegründet und hat mittlerweile 540 Mitarbeiter an 43 Standorten in 24 Ländern. 2011 erwirtschaftete man in Österreich einen Umsatz von 22 Mio. € mit den Bereichen Personalsuche, Personalentwicklung, Training, Outplacement und Personalleasing. ISG war einer der ersten Personalberater, die primär auf das Internet als Jobplattform setzte. Heute kooperiert man Eigenangaben zufolge mit den wichtigsten Jobportalen Europas.

Qualität vor Quantität Insgesamt gehören 540 Mitarbeiter zur ISG-Familie. Neben der Personalberatung sind diese vor allem im Trainingsbereich im Ein-

Salary Increase Survey 2012 In Österreich steigen die Gehälter voraussichtlich um 3,3%, prognostiziert Aon Hewitt

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Möglichkeit für Kürzungen

Ingo Oberortner

Svoboda Büromöbel © Svoboda Büromöbel

Ingo Oberortner avancierte unlängst zum Stabsstellenleiter IT, Beschaffung und Infrastruktur bei RaiffeisenLeasing. Künftig verantwortet er den zentralen Einkauf, das FacilityManagement, die Poststelle und die Rezeption.

Christian Mahler

Christian Mahler (48) verstärkt seit 1. März als neuer technischer Geschäftsführer das Management bei Svoboda Büromöbel. Mahler folgt in dieser Funktion auf Franz Hauser, der sich neuen beruflichen Aufgaben widmet.

Promotion

Sinkende Inflationsraten hätten durchaus die Möglichkeit geboten, die Budgets zu verkleinern, ohne den Reallohn der Arbeitnehmer zu beschneiden, rechnet Lötsch vor: In Österreich werde der Reallohn – von einer gleichbleibenden Inflation von 2,6% ausgehend – ent-

sprechend um etwas weniger als ein Prozent steigen. „Gleichzeitig wollen sie zeigen, dass sie optimistisch in die Zukunft sehen, trotzt der aktuellen Krisen.“ Positiv sei zu bewerten, dass der Trend in ganz Europa zu beobachten ist – „inklusive Griechenland“. Das spreche laut Lötsch deutlich dafür, dass Unternehmen zukünftig von mehr Stabilität im europäischen Raum ausgehen. Im Schnitt dürfen sich die Arbeitnehmer auf 3% mehr Gehalt freuen. Länderbezogen weichen die Zahlen maximal um 0,3 Prozentpunkte nach oben oder unten ab. Abgesehen von Großbritannien liegen die Lohnsteigerungen durchwegs über den aktuellen Inflationsraten der Länder.  (red)

Raiffeisen-Leasing © Raiffeisen Leasing

job

erreicht, doch senden die Unternehmen damit ein klar positives Signal an ihre Mitarbeiter. „Dass Unternehmen die Chance zur Budgetsenkung nicht genutzt haben, beweist ein erhöhtes Bewusstsein für ihre soziale Verantwortung“, interpretiert Gregor Lötsch, Vergütungsberater bei Aon Hewitt in Österreich, diese Entwicklung.

Mathias Kapetanovic Trünkel

Mathias Kapetanovic (42) steigt beim Fleischund Wurstspezialisten Trünkel als Verkaufsleiter Außendienst ein. Zuletzt war er für den gesamten Einkauf von Fleisch, Wurst und Geflügel bei Zielpunkt zuständig.

© Samsung Österreich

2012 erwartet Österreichs Arbeitnehmer wieder ein leichtes Gehaltsplus.

Wien. Von finanzieller oder wirtschaftlicher Krise ist bei der Entwicklung der europäischen Arbeitnehmergehälter nichts zu sehen. Zu diesem Ergebnis kam das aktuelle Update der Aon Hewitt-Studie „Salary Increase Survey 2012“ zur Gehaltsentwicklung im europäischen Raum. In Österreich werden die Löhne in diesem Jahr voraussichtlich um 3,3% steigen. Das ist etwas höher, als die letzte Untersuchung im Sommer 2011 prognostizierte (2,9%). Trotz drohender Verschlechterung der Wirtschaftslage bleiben die Budgets für Gehaltserhöhungen also stabil – eine Beobachtung, die nicht nur für Österreich, sondern für ganz Westeuropa zutrifft. Zwar haben sie das Niveau von 2009 noch nicht wieder

© Trünkel

© sxc/ilco

Die Löhne in Österreich steigen auch heuer

Rudolf MayrhoferGrünbühel Samsung Österreich

Rudolf MayrhoferGrünbühel übernahm mit Anfang 2012 den Posten als Head of Sales Telecommunications bei Samsung Österreich. Vor seiner Karriere bei Samsung war er u.a. bei TomTom, Sony Ericsson und Siemens tätig.


Diversity Management

74 – careernetwork

Freitag, 30. März 2012

Studie Die meisten ATX-notierten Unternehmen wenden „Diversity Management“ punktuell an, langfristige Strategien fehlen aber noch weitgehend

Diversity ist eher Eintagsfliege

© Secretary Search

Ressource „Vielfalt“ wird noch zu wenig genutzt, sexuelle Orientierung und Religion weiterhin tabu.

Elisabeth Weghuber: „Sexuelle Orientierung und Religion bleiben Tabuthemen.“

Wien. 87% der ATX-Unternehmen in Österreich bekennen sich zu „Diversity Management“ – das zeigt eine aktuelle Studie über „Zukunftsfähige Managementstrategien“, die von Diversity Search und Factor-D in Zusammenarbeit mit Astrid Segert vom Institut für Höhere Studien durchgeführt wurde. Bei der praktischen Umsetzung von Diversity Management hapert es allerdings insofern, als langfristige Konzepte und strukturelle, ganzheitliche Strategien eher selten verankert werden. „Der Grundstein für eine betriebswirtschaftliche Nutzung der ‚Ressource Vielfalt‘ ist gelegt“,

interpretiert Elisabeth Weghuber von Diversity Search die Ergebnisse. „Die häufigsten Handlungsfelder sind das Recruiting und die Personalentwicklung. Bei den Zielgruppen wird der Schwerpunkt auf Geschlecht, ethnische Herkunft und Alter gelegt, während trotz überwiegender rechtlicher Gleichstellung sexuelle Orientierung und Religion weiterhin Tabuthemen bleiben“, stellt sie fest. Manfred Wondrak, Chef von Factor-D Diversity Consulting, sieht trotz des Teilerfolgs auch großen Aufholbedarf: „Die Entwicklung ist zufriedenstellend, doch die Maßnahmen werden meist nur

punktuell gesetzt. Hier fehlt es an einer ganzheitlichen Strategie und langfristigen Perspektive. Zudem werden Qualität und Erfolg der Initiativen kaum gemessen.“

„Ohne eine Unter­

CSR stärker verankert

Vielfalt wertschätzt,

Im Vergleich zu Corporate Social Responsibility hinkt Diversity Management laut Studie noch etwas hinterher. CSR ist derzeit in Österreich weiter verbreitet: Drei Viertel aller ATX-Unternehmen haben ein ganzheitliches CRS-Konzept implementiert. Im Vergleich dazu haben nur 38% der Unternehmen ein Diversity-Konzept ausgearbeitet.

wird Diversity als

nehmenskultur, die

­Ressource kaum ge­ nutzt werden können.“ manfred wondrak

Der Beweggrund, warum Unternehmen einzelne Diversity-Maßnahmen ergreifen, sind der Studie zufolge sowohl soziale Verantwortung als auch der betriebswirtschaftliches Nutzen. „Es braucht auf jeden Fall beides“, weiß auch Wondrak. (lw)

JOBTICKER

Reputation Online-Check

powered by monster.at

Best of 2012

München. Der Online-ReputationsCheck der Agentur „Reputeer“ wurde auf der „Internet World Messe München“ mit dem Prädikat „Best of 2012“ ausgezeichnet. Eine ausgewählte Experten-Jury hat diesen Preis unter 350 Bewerbern er­mittelt. Die „Online Reputation Summary“ zeigt, welcher Ruf uns online vorauseilt. Dabei geht es nicht nur um die sozialen Netzwerke, in denen wir uns selbst verewigt haben, sondern etwa auch Verlinkungen, Kommentare und Wertungen von Dritten. Der Check umfasst eine aktuelle Analyse und Bewertung der Online-Präsenz. Die persönliche Auswertung wird um konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der eigenen Reputation ergänzt.

CRM-Assistant (m/w) Kathan & Sepp GmbH Dienstsitz: Dornbirn, Vorarlberg 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

108212842

Marketing Coordinator Pipe (m/w) BOREALIS AG Dienstsitz: Wien 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

108131693

Diversity Implementation

Vielfalt lernen

Freier Mitarbeiter Empfang & Aboservice (m/w) medianet Verlag AG Dienstsitz: Wien 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

Krems. Wer „Diversity Management“ in seinem Unternehmen implementieren will und dazu noch den richtigen Leitfaden sucht, der ist mit dem viertägigen Kurs „Diversity Management in der Personal- und Organisationsentwicklung“ an der Donau Universität Krems gut beraten. Das Seminar dauert von 10. bis 13 Mai und kostet 1.200 €. Angesprochen werden vor allem HR-Verantwortliche, Führungskräfte und Gleichstellungsbeauftragte.

108056990

Detailinfos zu den Jobs: Einfach Referenznummer in das Suchfeld von

© Donau Universität

www.monster.at eingeben und auf SUCHEN klicken.

Diversity Management kann man lernen: an der Donau-Universität Krems.


Freitag, 30. März 2012

M i tar b e i t er - Ko n t r o l l e

careernetwork – 75

Gastkommentar Oliver Zenz, GrECo, über das Thema Mitarbeiterkriminalität und die Gratwanderung zwischen Vertrauen und Überwachung

Der Feind in den eigenen Reihen Oliver Zenz: „Zwei Drittel aller kriminellen Taten werden von Mitarbeitern verübt.“ Jahre alt und seit mehreren Jahren im Unternehmen tätig. (KPMG Studie Juni 2011 „Who is the typical fraudster“.) Gerade Mitarbeiter, die das Unternehmen gut kennen, umgehen Kontrollmechanismen leichter.

Schutz vor negativen Folgen ist eine Mischung aus unternehmensinternem Risikomanagement und maßgeschneiderten Versicherungspaketen.

Wenn Chefs nichts hören …

Es gehört zum Albtraum-Szenario jedes Managers, wenn eigene Mitarbeiter das Unternehmen durch kriminelle Handlungen oder Malversationen schädigen. Am schwersten wiegt für Unternehmer in der Regel der Vertrauensmissbrauch: Mitarbeiter, die teilweise selbst ausgewählt wurden und jahrelang einen tollen Job

Den meisten Managern ist das Risiko durchaus bewusst. Speziell Mitarbeiterkriminalität gehört zu den größten – und gleichzeitig unkalkulierbarsten – Geschäftsrisiken. Niemand ist vor „schwarzen Schafen“ in den eigenen Reihen gefeit. Die beste Strategie zum

Das große Totschweigen

gemacht haben, werden plötzlich kriminell. Mitarbeiterkriminalität ist ein Tabuthema: Betroffene Unternehmen bringen das Delikt – so der Täter überhaupt entdeckt wird – nicht zur Anzeige, zahlen den Schaden und breiten den „Mantel des Schweigens“ über das Geschehene. Dabei gibt es auch für KMU leistbare Versicherungslösungen, um zumindest den finanziellen Schaden abzufedern, der gerade für kleinere Betriebe existenzbedrohend sein kann. Oliver Zenz ist Vorstand Marketing und Account-Management bei GrECo International AG.

© GrECo

Wien. Täter und Geschädigte tragen sehr oft Visitenkarten mit demselben Firmenlogo, denn der „typische Wirtschaftskriminelle“ ist kein Unbekannter: Einer aktuelle Studie zur Wirtschaftskriminalität (Wirtschaftskriminalität 2011 Sicherheitslage in österreichischen Unternehmen, PwC Österreich GmbH) zufolge werden Unternehmen zu einem großen Teil durch eigene Mitarbeiter und Manager geschädigt. Bei unglaublichen zwei Drittel aller Taten waren Täter aus den eigenen Reihen zumindest beteiligt. 42% der Haupttäter gehörten dem eigenen Unternehmen an.

Oliver Zenz, Vorstand Marketing und Account-Management bei GrECo.

Steckbrief eines Kriminellen Das Profil des typischen Wirtschaftkriminellen lässt aufhorchen: In neun von zehn Fällen ist der Täter männlich, in einer Führungsposition, zwischen 36 und 55

Facebook US-Gesetz

Schnüffelverbot San Francisco. Facebook und US-Abgeordnete haben die Arbeitgeber aufgefordert, bei der Auswahl neuer Mitarbeiter nicht auf private Internet-Konten zurückzugreifen. Sollten die Unternehmen davon keinen Abstand nehmen, prüfe Facebook ein juristisches Vorgehen, erklärte Eric Egan, bei Facebook für die Privatsphäre der Kunden verantwortlich. Abgeordnete aus mehreren USStaaten drohten den Arbeitgebern mit einem gesetzlichen Verbot, von Bewerbern Zugang zu deren Netzwerk-Konten zu fordern. In Kalifornien hat Senator Leland Yee bereits einen entsprechenden Entwurf ins Parlament eingebracht. Arbeitgeber mögen Informationen über Bewerber „auf die übliche Weise finden, ohne die Privatsphäre der Menschen zu verletzen“, so Yee.  (Ag.)

„Stangln“ Überwachung

Big Brother 2.0

Wien/Brasilia. Während in Österreich ein eigener Schulschwänzbeauftragter seine Arbeit aufnimmt, geht man in Brasilien noch einen Schritt weiter: Die Stadt Vitoria da Conquista lässt Mikrochips in Schuluniformen einnähen. Wer zu spät kommt oder schwänzt, wird an die Eltern verpetzt: Erscheint ein Kind bis 20 Min. nach Unterrichtsbeginn nicht, bekommen die Eltern ein SMS: „Ihr Kind ist noch immer nicht in der Schule angekommen.“ (Ag.)

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© APA/Herbert Naubauer

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In Wien soll Horst Tschaikner ­Schulschwänzen uncool machen.


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