Issuu on Google+

medianet

inside your business. today.

Freitag, 29. JuNi 2012 – 73

Akademiker-Einstieg

Wer studiert hat, verdient zum Einstieg mehr, ergibt eine ÖPWZ-Studie  Seite 75

© The Human Factor

© panthermedia/Phovoi

careernetwork Profiler-Zugang

Martin Höfner setzt bei der Personalsuche auf Kriminalpsychologie  Seite 77

Aufsteigerin Yen-Dung ­Mantwill, AMrop Jenewein © Amrop Jenewein

„Es muss pieps an der Kassa machen“ Verkaufsfördernd Oliver Kenn hat ­seine Leidenschaft für den PoS und das ­Unternehmertum ­entdeckt.  Motivierend Nach der Krise der ­letzten ­Jahre ist das Mitarbeiter­ engagement ­wieder gestiegen. 

© privat

Seite 74

Neubestellung

Die gebürtige Ober­öster­ reicherin Ursula Brandstätter wird die neue Rektorin der Linzer Anton Bruckner Universität.  Seite 75

© medianet

Seite 76

Social Recruiting Erschließen Sie sich auf Facebook den größten Talente-Pool der Welt BeKnownTM ist die neue Facebook-Anwendung von Monster für berufliche Kontakte. Knüpfen Sie Ihr persönliches Netzwerk mit aktiven und passiven Jobsuchenden weltweit auf Facebook und mehr als 25 Mio. deutschsprachigen Facebook-Nutzern: von Studenten über gelernte Arbeiter bis hin zu qualifizierten Angestellten. Veröffentlichen Sie Ihre Jobs kostenfrei in Ihrem beruflichen Netzwerk. Außerdem können Ihnen BeKnown-Nutzer über Ihr Unternehmensprofil folgen. Mehr über BeKnown erfahren Sie bei monster.at oder Ihrem Kunden-berater. Jetzt anmelden: APPS.FACEBOOK.COM/BEKNOWN

von


Career portrait

74 – careernetwork

Freitag, 29. Juni 2012

„Ich habe mich nie als Bonzenboss gesehen“ Welches Geschenk er sich zu seinem 40er selbst machte, warum kein Goldschmied aus ihm geworden ist und warum er kein Chef sein will, vor dem man „buckeln“ muss, verrät on tour Marketing-Chef Oliver Kenn im Gespräch.

Wien. Eigentlich wollte er als Kind ja Kranführer werden – „mit fünf sechs Jahren haben mir die Männer, die in schwindelerregende Höhen hochkraxeln, ungemein imponiert“. Nach der AHS-Unterstufe hat man ihm dann bei einer Potenzialanalyse das Goldschmiedehandwerk ans Herz gelegt. „Natürlich gibt man sich Tagträumen hin und fragt sich, was wäre wohl aus mir geworden, wenn ich diesen Weg eingeschlagen hätte“, sinniert Oliver Kenn. Und mit 30 schwebte ihm eine Karriere als Operntenor vor – „ich habe zu diesem Zeitpunkt meine Liebe zur Oper entdeckt. Singen tue ich mittlerweile aber ausschließlich unter der Dusche.“ Geworden ist aus ihm schlussendlich aber der Eigentümer der auf PoS-Marketing spezialisierten Agentur „on tour Marketing“.

Wenig überraschend zögert er auch bei der Frage, was er sich als alternativen Broterwerb zu seinem Engagement bei on tour Marketing vorstellen könnte, keine Sekunde: „Radrennprofi wäre ein Traumjob von mir.“ Dass er dieser Idee und auch seinen Kindheitsträumen beruflich nicht nachgegangen ist, bereut er nicht: „Wenn ich das Rad der Zeit zurückdrehen könnte, würde ich vermutlich vieles wie bisher machen. Ich würde vielleicht statt Wirtschaftsinformatik gleich an der WU studieren und vielleicht auch nicht mit so vielen Freunden Geschäfte machen. Aber ich würde dieselbe Frau wieder heiraten und dasselbe Rad noch einmal kaufen“, so Kenn abschließend. (jawe)

10 Fragen An O liver Kenn

Als Kind wollte ich immer … groß werden. Mein Lebensmotto ist … „Keep on running!“ Mein letztes Geld würde ich ausgeben für … einen Strauß Sonnenblumen für meine Frau.

© privat

„Ich habe sieben Jahre lang in der Telekomindustrie gesehen, dass alle Marketingvorbereitungen am Reißbrett und im Büro nur eingeschränkt fruchten, wenn man die letzte Meile im Geschäft nicht geht“, erklärt er die Beweggründe für die Gründung seines eigenen Unternehmens im Februar 2004. „Es muss ‚pieps‘ an der Kassa machen und das Produkt über den Ladentisch gehen, dann ist das Marketing auch erfolgreich gewesen“, beschreibt er seinen Zugang zur Materie. „Viel zu oft habe ich gesehen, wie falsch eingeschlichtete Regale im Handel die Verkaufszahlen negativ beeinflussen. Und das hat mich immer schon ‚genervt‘. Da wollte ich helfen, gewisse Reibungsverluste zu minimieren“, so Kenn weiter. „Außerdem wollte ich mich immer schon selbstständig machen – ein eigenes Konstrukt aufbauen und dem institutionalisierten Umfeld von globalen Konzernstrukturen entfliehen.“ Den Drang in die Wirtschaft habe er dabei aus dem Elternhaus mitbekommen: „Als ich mit vierzehn vor der Entscheidung gestanden bin, ‚Goldschmiedelehre oder HAK‘, ist mein Vater prägend gewesen. Er war 30 Jahre lang sehr erfolg-

© medianet

Und es hat piep gemacht

reich bei IBM tätig und war mir sicherlich auch ein entscheidendes Vorbild“, erklärt Kenn gegenüber medianet. Dieser Einfluss erstrecke sich bis zu seinem heutigen Wirken: „Mein Vater hat einen absolut offenen Führungsstil gepflegt. Und das versuche ich auch selbst zu leben: Ich sehe mich als offen und liberal meinen Mitarbeitern gegenüber und versuche ihnen – sofern mit der Firmenphilosophie vereinbar – alle Möglichkeiten zur Entwick-

1971–1997

lung zu geben“, so Kenn: „Ich habe mich einfach nie als ‚Bonzenboss‘ gesehen, vor dem alle ‚buckeln‘ und den man erfurchtsvoll siezen muss.“

Der Ironman Den Hut ziehen könnte man vor Kenn jedoch allemal – vor allem wegen seiner Willensstärke und seines Durchhaltevermögens: Bereits vier ‚Ironman‘ (Anm.: der längste kommerziell durchgeführte

1998–2004

Triathlon mit 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren, 42,195 km Laufen) hat der Wiener erfolgreich absolviert: „Zum 40er habe ich mir selbst einen Startplatz beim ‚Ironman‘ in Lanzerote geschenkt. Ich weiß, das klingt verrückt, aber ich musste mir selbst beweisen, dass ich das schaffe“, kommentiert er 12 Stunden und 42 Minuten Tortur in Spanien. „Danach ist man zwar zwei Wochen physisch komplett fertig. Aber das ist es mir wert gewesen.“

2004–Heute

Darüber kann ich lachen … so ziemlich über alles. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war … „Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers“ von Walter Isaacson. In 20 Jahren werde ich … hoffentlich vor einem Häuschen in der Provence sitzen, mit meiner Frau und meinen Freunden ein gutes Flascherl Rotwein trinken und den Anblick der Blumenkulisse genießen. Davor habe ich Angst … Spritzen, Nadeln, Blutabnahme – und vor dem Radweg am Ring. Das ist meine größte Stärke … mein hemdsärmeliger Pioniergeist. Das ist meine größte Schwäche … Schwimmen und Administration.

Am 3. Mai 1971 in Wien geboren, maturiert Oliver Kenn an der Vienna Business School/HAK 1. 1992 inskribiert er Wirtschaftsinformatik an der TU Wien.

1998 bricht er das Studium ab und heuert bei One als Key Account und Product Manager an. 2001 wechselt er als Marketing Operations Officer zur Hutchison 3G Austria GmbH und ist später als Head of Communications federführend beim Markenlaunch von „3“ dabei. Parallel absolviert Kenn den Universitätslehrgang für Marketing und Verkauf an der WU Wien.

Im Februar 2004 wagt Kenn den Sprung in die Selbstständigkeit und gründet die on tour Marketing, die on tour Consulting und in weiterer Folge die Cocoon Sportbekleidungs GmbH; er führt die Unternehmen bis heute als Managing Partner. Aktuell absolviert er berufsbegleitend ein MBA-Studium an der WU Wien.

Mit dieser Person würde ich gerne für 24 Stunden die Rollen tauschen … dem Sieger der ersten Tour de France 1903, Maurice-François Garin. Das Abenteuer der letzten 24 Stunden dieses Rennens selbst einmal zu erleben, wäre eine wirklich tolle Geschichte.


p e r s o n a l m a n a g e m en t

Freitag, 29. Juni 2012

careernetwork – 75

Gehaltspyramide Das ÖPWZ hat die Einstiegsgehälter von Absolventen unterschiedlicher Bildungseinrichtungen erhoben

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Eine Frage des Geldes

Ein Masterabschluss von einer Universität ist den heimischen Unternehmen am meisten wert. Wien. Nach der Matura studieren oder doch gleich ins Berufsleben einsteigen? Universitätsstudium oder Fachhochschule? Reicht der Bachelor oder soll man doch bis zum Masterabschluss gehen? Diese Fragen stellen sich aktuell wieder Tausende junge Österreicher. Und eine Universalantwort auf diese Fragen lässt sich vermutlich nicht geben. Wie aber eine aktuelle Erhebung des ÖPWZ (Österreichisches Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeitszentrum) ergibt, honorieren die heimischen Unternehmen eine akademische Ausbildung mit einem deutlich höheren Einstiegsgehalt und einer besseren Gehaltsentwicklung und bezahlen vor allem zu Beginn der Karriere Uniabsolventen besser.

und bei etwaigen geplanten Personalreduktionen stehen die AHSAbsolventen laut den Ergebnissen der Umfrage als erste auf der ‚Abschussliste‘. Mit einer technischen und wirtschaftlichen Ausbildung ist man hier jedenfalls auf der sichereren Seite.

Gute Nacht, Posteingang!

Nachfrageseitig ergibt die ­ PWZ-Erhebung jedenfalls kaum Ö Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Ausbildungsformen: Schul- und Universitätsabsolventen mit einer wirtschaftlichen oder technischen Ausbildung werden weiterhin händeringend gesucht, wie die Befragung von 50 österreichischen Unternehmen unterschiedlicher Größe aus Industrie, Gewerbe, Dienstleistung und Handel ergab. Einzig AHSAbsolventen haben demnach weniger Chancen am Arbeitsmarkt – insbesondere gegenüber HAK-Absolventen. So plant keines von den gefragten Unternehmen, weitere AHS-Absolventen aufzunehmen

Die harte Arbeit während des Studiums macht sich auch am Gehaltszettel bemerkbar. g e h ä lt e r v o n b e r u f s e i n s t e i gern*

Einstellgehalt im Durchschnitt pro Monat brutto Allgemein Bildende Höhere Schule Handelsakademie Technisch gewerbliche Höhere Lehranstalt Fachhochschule Wirtschaft – Mag. (FH) Fachhochschule Wirtschaft – BA Fachhochschule Wirtschaft – MA Universität Wirtschaft – Mag./Dr. Universität Wirtschaft – BA Universität Wirtschaft – MA Fachhochschule Technik – Dipl.-Ing. (FH) Fachhochschule Technik – BSc Fachhochschule Technik – MSc Universität Technik – Dipl.-Ing. Universität Technik – BA/Bakk. Techn. Universität Technik – MA Universität sonstige Fachrichtungen – Mag./Dr. Universität sonstige Fachrichtungen – BA

von 1.793 € 1.879 € 1.992 € 2.314 € 2.180 € 2.353 € 2.467 € 2.296 € 2.452 € 2.468 € 2.341 € 2.496 € 2.654 € 2.405 € 2.615 € 2.481 € 2.340 €

*Eine Auswahl an Abschlüssen

bis 1.918 € 1.983 € 2.108 € 2.485 € 2.361 € 2.515 € 2.617 € 2.467 € 2.618 € 2.649 € 2.512 € 2.690 € 2.813 € 2.572 € 2.789 € 2.643 € 2.488 € Quelle: ÖPWZ

Bruckneruni Oberösterreicherin folgt Marianne Betz

Werbe Akademie Ausbildung zum Social Media Manager

Linz. Die gebürtige Oberösterreicherin und Professorin an der Universität der Künste (UdK) Berlin, Ursula Brandstätter, wird im Herbst neue Rektorin der Linzer Anton Bruckner Privatuniversität – vorbehaltlich positiver abschließender Verhandlungen. Das gab Kulturreferent Landeshauptmann Josef Pühringer in einer Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Findungskommission, Helmut Obermayr, und Landeskulturdirektor Reinhard Mattes Montagnachmittag in Linz bekannt. Der Vertrag der aktuellen Rektorin Marianne Betz endet mit 30. August. Pühringer hofft auf einen nahtlosen Übergang. Die Landesregierung entschied sich einstimmig für Brandstätter. Damit folgte man dem Vorschlag des Universi-

Blogs, Facebook, Google+, Twitter, Pinterest, YouTube, Flickr, foursquare So.cl und Co“, skizziert sie die Herausforderungen.

Ursula Brandstätter konnte sich gegen 30 Bewerberinnen durchsetzen.

Wien. Ab diesem Herbst startet die Werbe Akademie in Kooperation mit dem Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) den neuen berufsbegleitenden Lehrgang Social Media Manager. Laut Lehrgangsleiterin Sabine Hoffmann von ambuzzador stehen Marken und deren Social Media Manager täglich vor der neuen Herausforderung, auf von Konsumenten definierten Kommunikationskanälen öffentlich in direkte Interaktion zu treten. „Idealerweise beginnt diese neue Form der Kommunikation mit der Entwicklung der Social Branding Strategie, der Evaluation und Auswahl der Social Media Communities, der Kreation spannender Geschichten und innovativer Kampagnen – in schönen, bunten und multimedialen Auslageflächen wie

Ursula Brandstätter neue Rektorin

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

© privat

tätsrats. Die 50-jährige Musikwissenschafterin setzte sich unter 30 Bewerbern – 25 Männer und fünf Frauen aus dem In- und Ausland – durch.  (APA)

Yen-Dung Mantwill

Der neue berufsbegleitende Lehrgang an der Werbe Akademie will nun in 120 Lehreinheiten eine Ausbildung für die strategischen und operativen Anforderungen an Social Media Manager bieten und beschäftigt sich laut Hoffmann unter anderem mit den Kommunikationsgesetzen der Neuen Medien und deren Auswirkungen. Neben der Theorie stehen dabei Best und Worst Practices (inkl. Gastvortragenden) und Praxis­ übungen im Vordergrund. Weitere Infos:  www.werbeakademie.at

Simon Goetz

Simon Goetz (33) unterstützt künftig als Manager das Wiener Büro der Unternehmensberatung Arthur D. Little. In erster Linie wird der Wirtschaftsingenieur in den Bereichen Energy/­ Utilities und Operations Management tätig sein.

Isabella Murray Interxion Österreich

© Interxion

Yen-Dung Mantwill (45) ver­stärkt ab sofort bei Amrop Jenewein als Assignment Manager die Bereiche Dienstleistungen, Automotive & Industrie sowie Energie & Utility. Zuletzt war sie unter anderem bei G.E. und A.T. Kearney tätig.

120 Lehreinheiten

Arthur D. Little © Arthur D. Little

Amrop Jenewein © Amrop Jenewein

job

Neues Weiterbildungsangebot

Promotion

Arme AHS-Absolventen

Einmal ehrlich: Schaffen Sie es, die Arbeit völlig im Büro zu lassen? Einfach auf Freizeit-Modus umzuschalten? Spät eingehende Mails ungeöffnet im Posteingang liegen zu lassen? Sollten Sie diese Fragen jeweils mit „Ja“ beantwortet haben, dürfen Sie sich glücklich schätzen. Einerseits, weil Sie im Gegensatz zum Großteil der Arbeitnehmer die beneidenswerte Gabe besitzen, sich nach Dienstschluss gänzlich Ihrem privaten Ich hinzugeben; einer Online-Umfrage von karriere. at aus dem vergangenen Jahr zufolge schafft das nämlich nur jeder Dritte. Andererseits tun Sie damit auch Ihrer Gesundheit etwas Gutes, wie eine britische Studie, die unlängst veröffentlicht wurde, belegt. Die Kernaussage der Wissenschaftler von der Chartered Society of Physiotherapy: Menschen, die außerhalb der Arbeitszeiten für ihr Unternehmen weiterarbeiten, sind häufig Opfer von stressbedingten Erkrankungen und auch von Haltungsschäden. So weit, so einleuchtend. Doch lässt sich Arbeit nach Dienstschluss überhaupt vermeiden? In Zeiten, in denen der Einzelne immer mehr Verantwortung trägt, Arbeitszeitmodelle immer flexibler werden und Erwartungen an einzelne Arbeitnehmer steigen? Wahrscheinlich nicht. Es gilt aber Verantwortung zu übernehmen: Von Führungskräften, die hinterfragen sollten, ob Rufbereitschaft der Mitarbeiter nach Dienstschluss in jeder Situation erwartet werden kann. Und auch vom Arbeitnehmer – sich selbst gegenüber: Was bringt es, wenn man um 22 Uhr nochmals Mails checkt? Nichts, außer unruhigen Schlaf.

Isabella Murray (29) leitet ab sofort die HR-Abteilung des auf Carrier-neutrale Rechenzentrumsdienstleistungen spezialisierten Unternehmens Interxion Österreich. Zuvor war sie u.a. bei mobile messaging solutions HR-Managerin.

Siegwald Haas STMI

© Hervis

Auf die Frage ‚Universität oder doch Fachhochschule‘ lässt sich bezüglich der Jobchancen kaum eine Unterscheidung treffen. Wenn es aber ums Geld geht, dann zeigt die Studie, dass die Uni-Absolventen beim Einstiegsgehalt weiterhin die Nase vorn haben. So erhalten Mag. (FH) in wirtschaftlichen Studienrichtungen im Schnitt um 100 bis 200 € weniger als ihre Universitätskollegen. Im technischen Bereich liegen die Unterschiede gar zwischen 200 € und 300 € brutto pro Monat. Auch die Frage ‚Bachelor oder doch Masterstudium‘ lässt sich in erster Linie rein aus monetärer Sicht beantworten. So honorieren Unternehmen die Zusatzausbildung der Masterabsolventen mit einem höheren Einstiegsgehalt und einer besseren Gehaltsentwicklung. Master-Absolventen technischer Studienrichtung bekommen der Erhebung zufolge zwischen 155 € und 217 € mehr als Bachelor-Absolventen. Diese Entwicklung setzt sich in den ersten fünf Jahren fort und kann bis zu 400 € brutto im Monat ausmachen.  (red)

© panthermedia.net/Phovoi R.

Uni vor FH

Siegwald Haas (45) ist ab sofort ­Deputy General Manager bei STMI (Sports Trade Marketing International). Seit der Gründung der STMI durch Hervis Sports und der Go-Sports Gruppe ist er Hervis-Repräsentant im Joint Venture.


J o bwatc h

76 – careernetwork

Freitag, 29. Juni 2012

Motivierte Arbeitnehmer Nach der Krise der letzten Jahre ist global gesehen das Engagement etwas gestiegen, zeigt eine Studie von Aon Hewitt

Mitarbeiter wieder engagierter

© sxc.hu

Firmen müssen sich um ihre Mitarbeiter bemühen: Jeder Vierte hat gedanklich bereits gekündigt.

Etwas mehr als die Hälfte aller Europäer zeigt Engagement im Job.

Wien. 58% der Mitarbeiter bezeichnen sich selbst als engagiert. Das hat das HR-Consulting-Unternehmen „Aon Hewitt“ in einer globalen Studie mit über 3.100 Unternehmen herausgefunden. Damit steigt seit Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise das Engagement der Mitarbeiter erstmals wieder. 2010 lag der Engagement-Wert noch um zwei Prozentpunkte niedriger. Europäische Arbeitnehmer liegen dabei unter dem globalen Durchschnitt: Nur 52 % würden sich als engagiert bezeichnen. Bernhard Stieger, Geschäftsführer von Aon Hewitt in Österreich, sieht die Tendenz zu mehr Enga-

gement als Errungenschaft der Unternehmen: „Für den Aufwärtstrend zeichnen die Unternehmen verantwortlich, die trotz Krise kontinuierlich in das Engagement ihrer Mitarbeiter investiert haben. Ihre Mitarbeiter erkennen vor allem Verbesserungen in der Führungskultur und ihrer Arbeitsumgebung.“

Arbeitnehmer „am Sprung“ Laut Studie hat trotzdem weltweit jeder vierte Arbeitnehmer innerlich bereits gekündigt. Daher seien die Unternehmen gefragt, das Engagement ihrer Mitarbeiter

zu fördern, rät Stieger. Nur so sei es möglich, engagierte Mitarbeiter zu binden und langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern. Was genau hält die Engagiertesten aber in einem Unternehmen? Stieger: „Karrieremöglichkeiten sind der wichtigste EngagementTreiber, gefolgt von Unternehmensreputation, Innovation und die interne Kommunikation.“ Letztere habe sich der Studie zufolge aber im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Konkret sollen Unternehmen den Einsatz und die Leistung ihrer Mitarbeiter kontinuierlich würdigen. Das muss nicht einmal in Form

von mehr Geld am Gehaltsscheck passieren. Ein einfaches „Gut gemacht“ tut‘s auch, weiß Stieger. Der Experte rät außerdem davon ab, interne Weiterbildungsangebote aus Kostengründen zurückzuschrauben. Mitarbeiter wollen Perspektiven haben – auch wenn die wirtschaftliche Lage große Karrieresprünge nicht zulässt. Oft gepredigt, selten richtig umgesetzt: die Kommunikation zwischen Management und Mitarbeitern. „Arbeitnehmer sollten wissen, was sie zum Unternehmenserfolg beitragen – das motiviert“, empfiehlt Stieger.

Wirtschaftsfaktor Mensch Wie wichtig es ist, engagierte Mitarbeiter zu haben, zeigt die Studie ebenfalls: Unternehmen mit starkem Mitarbeiter-Engagement erwirtschaften höhere Renditen als durchschnittliche Unternehmen.  (lw)

JOBTICKER

milestone Kompaktkurse

powered by monster.at

90 Minuten

Wien. Die milestone ag. lanciert mit Oktober 2012 ein neues Ausbildungssystem für Projektmanager: Mit dem milestone-Kompaktmodulsystem sollen sich die Teilnehmer in nur 90 Minuten umfangreiches Wissen aus jeweils einem Spezialthema des Projektmanagements aneignen. Das Themenspektrum reicht von „Projektkrise: Was nun?“ bis hin zum richtigen Prokjektmarketingplan. „Die Module eignen sich besonders für vielbeschäftigte Teilnehmer, die sich neben ihrem Berufsalltag in einem bestimmten Projektmanagementthema weiterbilden bzw. vertiefen wollen und dafür nur beschränkte zeitliche Ressourcen haben“, skizziert Andrea Cerny, Mitglied des Vorstands der milestone ag. Weitere Infos:  www.milestone.ag

Junior Projektleiter (m/w) KOOP Live Marketing Dienstsitz: Linz/Steyregg 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

111263055

MA Filmmarketing - Constantin Film Verleih (m/w) Dr. Pendl & Dr. Piswanger GmbH Dienstsitz: Wien 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

111381770

Trends Online-Recruiting

„Mobile“ ist in

Sales & Marketing Coordinator (m/w) EF Education First Dienstsitz: Wien 1lKHUH-RELQIRVÀQGHQ6LHXQWHUIROJHQGHU5HIHUHQ]QXPPHU

Zürich. „Prospective“ hat zum vierten Mal seinen Trend Report über Online-Recruiting veröffentlicht – mit interessanten Ergebnissen: Zum einen ist das Interesse an Mobile Recruiting exponentiell gestiegen. Zum anderen zeigt sich, dass die meisten Smartphone-Nutzer mobile Stellenanzeigen nutzen würden. Überraschend: Facebook hat Xing bei der Online-Stellensuche überholt. Der Trend-Report zeigt auch auf, dass die Arbeitnehmer immer noch die Print-Bewerbung vorziehen.

111381600

Detailinfos zu den Jobs: Einfach Referenznummer in das Suchfeld von

© panthermedia.net/Alexander Kirch

www.monster.at eingeben und auf SUCHEN klicken.

Der Trend: Bewerbungen am Handy boomen – und Facebook überholt Xing.


J o bwatc h

Freitag, 29. Juni 2012

Human Factor Martin HĂśfner setzt bei der Personalsuche auf Methoden der Wirtschafts- und Kriminalpsychologie

SHORT

„Neues Personal-Zeitalter“

Wiener AMS: Petra Draxl neue Geschäftsfßhrerin

HĂśfner: „Das Profiling-Programm gleicht die Jobkriterien mit allen infrage kommenden Personen ab.“

Š The Human Factor

Wien. Das Tauziehen hat ein Ende: Petra Draxl wird neue Geschäftsfßhrerin des Wiener Arbeitsmarktservice (AMS). Sie ßbernimmt die Funktion per Anfang Juli von der scheidenden Chefin Claudia Finster. Sozial­ minister Rudolf Hundstorfer habe die Bestellung unterschrieben, bestätigte ein Minister-Sprecher am Donnerstag die Personalentscheidung. Diese werde nun dem AMS-Verwaltungsrat ßbermittelt. Die 50-jährige Draxl kommt selbst aus Hundstorfers Ministerium und war dort zuletzt Abteilungsleiterin des Europäischen Sozialfonds (ESF). Die designierte Wiener AMSChefin setzte sich gegen die bisherige Stellvertreterin Inge Friehs sowie den Arbeitsmarktexperten der Wiener Arbeiterkammer, Gernot Mitter, durch.  (APA)

careernetwork – 77

Martin HĂśfner grĂźndete zu Beginn des Jahres „The Human Factor“.

Wien. SerienmĂśrder mittels Profiling dingfest zu machen, ist aus Film und Fernsehen hinlänglich bekannt. Die Suche nach dem idealen Mitarbeiter mittels Methoden aus der Wirtschafts- und Kriminalpsychologie sowie Betriebswirtschaft ist hingegen noch eher eine Nische. Noch, wenn es nach Martin HĂśfner, dem GrĂźnder des Wiener Personalberatungs-Unternehmens „The Human Factor“, geht: „Mithilfe unserer selbstentwickelten Profiler-Software ist ein neues Zeitalter in der Personalsuche angebrochen“, ist er Ăźberzeugt. „Das Programm identifiziert – bei der Suche und Besetzung des idealen

Kandidaten – die erforderlichen Kriterien und gleicht diese mit allen infrage kommenden Personen ab. Dadurch wird sichergestellt, dass hĂśchste Treffsicherheit, Zeitersparnis und Wettbewerbsvorsprung fĂźr den Auftraggeber garantiert sind.“

Profiler-Software Mit dem Thema ‚Personalentwicklung‘ setzt sich HĂśfner Eigenangaben zufolge bereits seit 2005 auseinander. Damals habe er eine neue Software fĂźr die Personalsuche entwickelt mit dem Ziel, sich auf „Headhunting zu spezialisieren“. „Im darauffolgenden Jahr ist

die Profiler-Software erstmals zum Einsatz gekommen“, so HĂśfner. Es folgte eine Zusammenarbeit mit dem Profiler Herbert Poltnik vom Wiener Bundeskriminalamt. Und „durch stetiges Wachstum und Weiterentwicklung“ habe „sich ein gesundes, effizientes und vor allem ‚eigenfinanziertes‘ Unternehmen entwickelt“, begrĂźndet er die UnternehmensgrĂźndung mit Beginn des heurigen Jahres. Spezialisiert hat sich das Personalberatungsunternehmen auf die Bereiche Marketing & Vertrieb, Finanz & Organisation, Technik und Entwicklung sowie Assistenz & Sekretariat.  (red)

Š Thomas KÜlsch/pixelio.de

Uni-Abschluss minimiert das Gesundheitsrisiko

Uni-Absolventen sind weniger gefährdet als Menschen mit geringer Bildung.

Wien. Je geringer der Bildungsgrad, desto hÜher ist generell das Gesundheitsrisiko – zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an der MedUni Wien: Frauen mit geringer Bildung haben demnach ein weitaus hÜheres Risiko, an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken als Frauen mit einem Universitätsabschluss. Männer mit geringerem Bildungslevel haben wiederum ein wesentlich hÜheres Schlaganfall-Risiko als ihres Geschlechtsgenossen mit akademischen Weihen.

Š APA/Herbert Neubauer

AK warnt vor Folgen von Mobbing in Ă–sterreich

Herbert Tumpel, AK, fordert mehr ­Prävention beim Thema Mobbing.

Wien. Kein gutes Zeugnis stellt der Working Condition Survey (EWCS) Ă–sterreich beim Thema „Mobbing“ aus. Demnach liegt die Mobbingrate in Ă–sterreich (7,2%) drastisch Ăźber jener der EU-27 (4,1%) und jener der EU-15 (4,7%). Während sowohl bei den EU-27 und EU-15 Mobbing zwischen 2005 und 2010 um rund ein Prozent rĂźckläufig war, stieg Mobbing in Ă–sterreich von fĂźnf (2005) auf Ăźber sieben Prozent (2010) an, wie AK-Präsident Herbert Tumpel am Montag präsentierte. „Das alles muss nicht hingenommen werden; wir kĂśnnen etwas gegen Mobbing tun. Alle Akteure in den Unternehmen sind gefragt, wenn es darum geht, PräventionsmaĂ&#x;nahmen gegen Mobbing vorzusehen. Auch der Gesetzgeber muss deutliche MaĂ&#x;nahmen gegen Mobbing am Arbeitsplatz setzen“, so Tumpel.

+(:5,<, 2<9:796.9(44

0:;5<9,05,5230*2,5;-,95;!

^^^IÇ&#x2039;^PLUH[

ÂĄ),95,<,2<9::;(9;:ÂĄ),95,<,2<9::;(9;:ÂĄ),95,<,2<9::;(9;: BEILBLQVHUDWHBNXUVSURJUDPPBPHGLDQHWB[BREHQLQGG




Zeit zum Volltanken: Bei McDonald’s gibt’s ab 02.07. zu jedem McMenü einen Gutschein für 1 Liter Kraftstoff* GRATIS dazu! * Gutscheinwert: €1,60

Gilt nicht für McMenü Small. Ausgenommen von der Aktion sind auch sämtliche easy morning-McMenüs bis 10.30 h (Mo-Sa) bzw. bis 11 11.00 1 00 h (S ((So S und dF Ft). ) S Solange l d der V Vorrat reicht. i h G Gutschein h i gültig ül i b bis i 30 30.09.2012 09 201 20 2 b beii einer i Mi Mindestbetankung d b k von 30 Litern. Nur ein Gutschein pro Tankvorgang einlösbar. Gültig an allen teilnehmenden OMV Stationen. Falls der Pro-Liter-Kraftstoffpreis den Wert von €1,60 überschreitet, muss die Differenz vom Kunden bezahlt werden. Nicht in Kombination mit Routex- oder anderen Tankrabatten einlösbar. Nähere Infos unter www.omv.at/aktionen


medianet career