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medianet

inside your business. today.

freitag, 25. APRIL 2014 – 71

© Helvetia

SEHR SICHERES KNOW-HOW

Helvetia und WK Wien starten Intensivkurs zur Versicherungsmakler-Prüfung  Seite 73

© gerdaeichholzer.com

careernetwork WIN-WIN FUNKTIONIERT NICHT

Wie Profis Verhandlungen vorbereiten und auch unter Stress bestehen  Seite 75

VERTRIEB PETRA ­SCHILLING: POWER FÜR W24 © Eva Kelety-Troyer

Profil Susanne Bentlage checkt CO-Anlagen, Garagenlüftun­ gen und Notver­ sorgungen. Qualifikation für den Standort ­Bildung für die ­Industrie und Know-how für die Versicherungen. 



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© Hopi-Media Medienservice

Familienunternehmerin mit dem Motto „Lache, tanze, liebe!“

BESTE INKLUSION

Der Lehrgang „ÖSBzertifizierte/r trans.Script SchriftdolmetscherIn“ am BFI Wien geht in die dritte Runde.  Seite 74

Seite 73

© Sandra-Maria Kraus

KARRIERE

FHWIEN DER WKW

20

FACHHOCHSCHULE FÜR MANAGEMENT & KOMMUNIKATION

JAHRE FHWIEN DER WKW

© Raiffeisen-Leasing

DER 15. MAI 2014 IST ZU VERGESSEN! Renato Eggner (49) wird Geschäftsführer der RaiffeisenLeasing Fuhrparkmanagement GmbH. Eggner war u.a. 17 Jahre in der Geschäftsleitung der LeasePlan Österreich Fuhrparkmanagement GmbH.

DANN IST ES NÄMLICH ZU SPÄT FÜR IHRE KARRIERE!

DIE BEWERBUNGSFRIST AN DER FHWIEN DER WKW ENDET AM 14. MAI 2014.

INFOS & ANMELDUNG: FH-WIEN.AC.AT


C a r e e r por tr a i t

72 – careernetwork

Freitag, 25. April 2014

careernet@medianet.at

Die Familienunternehmerin 10 Fragen

Frau in der Technik? Bei Susanne Bentlage (42) in Wien-Penzing ist dies seit Jahren ­gelebte und erfolgreiche Realität. Von der Linzer Straße 484 aus ­kümmert sich die Chefin mit ihrer Crew um CO-Anlagen, Garagen­lüftungen und ­Notversorgungen.

An SUSANNE B ENT L AGE

Als Kind wollte ich immer schon … … Spaß haben, gestalten und Spaßbremsen wie Lehrer loswerden. Erfolg ist … … Zufriedenheit mit den beruflichen und privaten Beziehungen, gesund zu bleiben und die Freiheit zu haben, die Dinge so zu gestalten, wie man es möchte. Für die Karriere ist wichtig … Leidenschaft, Zielstrebigkeit, Optimismus, Dankbarkeit und vor allem Selbstbewusstsein. Mein Lebensmotto: Lache, tanze, liebe!

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Jungen Menschen würde ich raten … Ehrlich und authentisch zu bleiben und sich den „Kleinen Elmayer“ zuzulegen.

Wien. Wenn Österreich das Land der KMU und ganz speziell der Familienunternehmen ist, ist eine arche-(oder proto-?)typischere Firma als die Susanne Bentlage e.U. gar nicht mehr denkbar. „Beide Väter – wiewohl bereits in Pension – sind bei uns tätig, dazu die Schwiegermutter, die Stieftochter, ein Schwiegersohn in spe und auch mein Ex-Mann“, feixt die Firmeninhaberin. Alles ganz offiziell und ordnungsgemäß angemeldet, versteht sich. Zehn Vollzeitkräfte stehen auf der Lohnliste, dazu fünf Teilzeitkräfte. Es waren sogar auch schon einmal mehr, vor Jahrzehnten – aber wohl nicht ganz so rentabel wie heute, lässt Susanne Bentlage durchblicken.

Wartungsverträge in

Ein Buch, das mich berührt hat … „Die Hütte: Ein Wochenende mit Gott“ von William Paul Young Wohin ich unbedingt reisen möchte … Dort war ich überall schon (Jakobsweg, Peru, etc.); alles, was man sich zeitlich und finanziell ermöglichen kann, sollte man gleich tun, bevor es zu spät ist. Woran ich glaube … An mich selbst, an Gott und die Kraft der Liebe. In 20 Jahren werde ich … aufpassen, dass mein Sohn das Firmenvermögen nicht nur mit schönen Frauen durchbringt. © Sandra-Maria Kraus

„Wir haben 2.700 fixe

Die Bedeutung von Geld ist: Überbewertet, was die Stellung in der Gesellschaft betrifft, aber nett, wenn man es ausgeben kann.

unserer Firmendatei.“ SUSANNE BENTLAGE

Denn gegründet hat das Unternehmen ihr Vater Gerhard Schuster im Franz-Klammer-Olympiajahr 1976. Der war ein begeisterter Schaltschrankbastler, für die Finanzen war Mutter Gertraude zuständig. Die hat sich aber offenbar nicht immer durchgesetzt – ganz im Gegensatz zu Tochter Susanne. „Wir machen 1,5 Millionen Euro Umsatz im Jahr.“ Womit genau? Laut Statistik Austria (OENACE 2008) mit der „Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen“ (27.12-0).

Pioniergeist als Erfolgsbasis Noch einmal 38 Jahre zurück in die Vergangenheit: Gertraude und Gerhard Schuster lernen einander als Angestellte bei Schrack kennen und haben genug Pioniergeist, um in jungen Jahren die ELVG zu gründen; Elektro-Vertriebs Ges.m.b.H. stand dabei für die Herstellung und den Vertrieb von Schaltschränken und Notversorgungen – mit Betonung auf dem Produktionsbereich. Schon kurze Zeit nach dem Startup spezialisierte sich die ELVG auf

die Entwicklung eigener Kohlenmonoxid-Warnanlagen und Notversorgungen. Der erste Großauftrag war die Installation einer CO-Anlage in der Garage der Wohnhausanlage Heinz Nittel Hof, weitere Referenzobjekte in den Siebzigern und Achtzigern des vorigen Jahrhunderts wurden u.a. in der Nationalbank, der Kavernengarage in Salzburg sowie in der Garage im Wilhelminenspital installiert.

Die Betten mussten raus Für den ersten Produktionsstandort mussten die Betten im damaligen Schlafzimmer der Familie Schuster in der Ameisbachzeile weichen. ELVG-Notbeleuchtungen fanden ihren Weg in die Redoutensäle der Wiener Hofburg, ins Cafe Central im Palais Ferstl und in die Internationale Schule in Donaustadt. Die ELVG übersiedelte mehrfach, und immer mehr drang das Nachfolgeproblem ins Bewußtsein. Mitte der achtziger Jahre packte Gertraude Schuster ihr Unbehagen angesichts der damals 14- und der damals 7-jährigen Tochter und deren nahezu hundertprozentigem Desinteresse am elterlichen Betrieb in den hoffnungsvollen Halbsatz „Vielleicht … ein Schwiegersohn?“

Doch man/n sollte keinesfalls die 14-, 15jährigen Damen unterschätzen. Die jüngere Schwester Susanne nämlich entdeckte schließlich sehr wohl ihre technische – nämlich mechatronische – Berufung, wurde Gewerbemeisterin und brachte dazu einen vor allem kaufmännisch eminent bedeutenden Grundgedan-

„Ich möchte M ­ ädchen für technische, ­naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe interessieren.“ SUSANNE BENTLAGE

Rund sechs bis sieben Wartungen pro Techniker sind Tagesschnitt für ELVG Bentlage, wie es auf Homepage und Visitenkarten heißt. Genau 2.706 fixe Wartungsverträge finden sich derzeit in der Firmendatei. Fixiert wurde die Unternehmensausrichtung bzw. -übergabe Ende der neunziger Jahre. Mit dabei schon seit 1981 Karlheinz Bentlage, der für die Technik zuständig ist. „Wir könnten das Geschäft durchaus ein wenig innovativer aufziehen“, meint er. „Zum Beispiel reagieren konventionelle CO-Fühler nicht auf Diesel bzw. Stickstoff(di)oxid.“ Wäre technisch leicht machbar, aber … Aber? „Wir sind behördenabhängig; wir könnten beispielsweise auch solarbetriebene Notversorgungen anbieten. Aber …“

Sehr beliebte Arbeitgeberin ken ein: Service, Service und noch einmal Service. „Früher haben wir noch viel mehr hergestellt – auf damals 500 m2 auf drei Etagen“, erinnert sich Susanne Bentlage. „Heute liegt unser Produktionsanteil (in der Werkstatt) bei rund 15% – den weit größeren Anteil, also etwa 85%, erwirtschaftet die Serviceabteilung.“

Zu Hause – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen – sind alle in der Linzer Straße 484. Dabei handelt es sich um ein normales Haus, das nun als Firmenstandort dient und wo eine durchaus verblüffende Atmosphäre herrscht, in der vor allem viel gelacht wird und „der Schmäh rennt“. „Wir zahlen gut und die Mitarbeiter stehen bei uns

im Vordergrund“, versichert Bentlage. Der Besucher kann das voll und ganz bestätigen und auch die Bewertungen der einschlägigen Jobportale wie kununu stimmen zu. „Auch wenn man kein Vollzeitbeschäftigter ist, wird man voll und ganz respektiert, als wäre man einer“, beschreibt ein Werkstudent den „perfekten Nebenjob“. „Man wird wie ein Familienmitglied behandelt“, attestiert eine andere Erfahrungsnotiz. ELVG Bentlage bekommt jedenfalls hervorragende Zensuren: Bei Vorgesetztenverhalten, Kollegenzusammenhalt, Arbeitsatmosphäre, etc. fehlen jeweils nur Zehntelpunkte zur Höchstnote. „Wir sind unter den Top Ten der beliebtesten Arbeitgeber in Wien“, bringt es Susanne Bentlage auf den Punkt. Ehrensache, dass auch Initiativen wie der Töchtertag unterstützt werden. Schön also, wenn man „zur Familie gehört …“! www.elvg.at

zuM UNTERNEHMEn Erzeugung, Vertrieb und Service von CO-Anlagen, Gaswarnanlagen, Garagenlüftungen, Notversorgungen und RWA-Anlagen 1140 Wien, Linzer Straße 484 Jahresumsatz 2013 1,522 Mio. €, davon Service 85% und Werkstatt (Produktion) 15%; Ersteintragung im Firmenbuch: 14.2.1997 Inhaberin Susanne Bentlage Prokurist und Bereichsleiter Karlheinz Bentlage


Freitag, 25. April 2014

AUS - & WE I TE R BI L DU N G/ Personal & m anage m ent

careernetwork – 73

careernet@medianet.at

Qualifikation für den Wirtschaftsstandort I Siemens sieht sich als „Ausbildungsvorreiter in Österreich“

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Bildung für die Industrie … Berufsreifeprüfung für neue Siemens-Lehrlinge in Wien – deutlich mehr Lehrlings-Neuaufnahmen.

Und nach der Matura? © Siemens Österreich

Wien. Seit 2013 bereitet sich jeder neue Lehrling in der SiemensLehrwerkstätte Siemensstraße im 21. Wiener Gemeindebezirk parallel zur Lehrlingsausbildung auf die Berufsreifeprüfung vor. „Siemens ist damit österreichweit das einzige Unternehmen, in dem alle Lehrlinge eines Standorts geschlossen das Programm absolvieren“, kommentiert Generaldirektor Wolfgang Hesoun. „Das spiegelt sich in den Zahlen der Neuaufnahmen wider.“ Interessant sind diesbezüglich die Detailzahlen der Lehrwerkstätte in der Siemensstraße, in der sämtliche Lehrlinge die Berufsreifeprüfung absolvieren. Von 17 Neuaufnahmen (2013) steigerte sich die Zahl auf 33 (2014), also beinahe eine Verdoppelung. Insgesamt konnte Siemens die Zahl der Lehrlings-Neuaufnahmen in Wien von 2013 auf 2014 stark steigern. 2013 wurden in Wien 45 Lehrlinge aufgenommen – 2014 werden es 57 sein. Österreichweit werden heuer im Herbst rund 120 Lehrlinge ihre Ausbildung bei Siemens beginnen. Grund für die gesteigerte Nachfrage aus den künftigen Dienststellen ist das vertiefte Wissen, das die Jugendlichen schon während ihrer Ausbildung mitbringen. Die Lehrlinge haben Deutsch-, Englischund Mathematik-Kenntnisse auf Maturaniveau. Außerdem erhalten sie eine vertiefende Ausbildung in einem vierten, persönlich gewählten Fachbereich. So kann z. B. eine junge Elektronikerin das Fach Industrieelektronik belegen; die

„Qualifikation für die Zukunft der Industrie“: Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Siemens-Generaldirektor Wolfgang Hesoun.

kräfte bekommt die Wirtschaft. Siemens bietet zahlreichen jungen Wienern eine Top-Ausbildung und trägt besonders mit dem Projekt Berufsreifeprüfung bei, das Image der Lehre insgesamt zu stärken.“

Ausbildung erfolgt in Kooperation mit der Volkshochschule Floridsdorf, die Lehrer unterrichten in den Räumlichkeiten der Lehrwerkstätte. Siemens übernimmt die Organisation des Programms – bis hin zu den Förderungen. Die Hälfte der Berufsreife-Vorbereitungskurse erfolgt während der Arbeitszeit. Siemens unterstützt damit auch den von Vizebürgermeisterin Renate Brauner initiierten Qualifikationsplan 2020 und die Vereinbarungen im Rahmen des Wiener Standortabkommens mit dem Ziel, den Anteil gering qualifizierter Personen deutlich zu verringern. Brauner: „In unserem dualen Berufsausbildungssystem spielen Ausbildungsbetriebe eine zentrale Rolle. Je qualitätsvoller und hochwertiger junge Menschen dort ausgebildet werden, umso besser sind ihre beruflichen Entwicklungschancen und umso bessere Fach-

um Image noch um Quoten, sondern um die Tatsache, dass hier viel verborgenes Potenzial liegt, das wir heben wollen.“ Um die Begeisterung von Frauen für technische Berufe zu fördern und Berührungsängste abzubauen, organisiert Siemens Maßnahmen bzw. beteiligt sich an Kooperationen wie „Österreich sucht die Technikqueens“, Kindermatineen, oder am Wiener Töchtertag. Seit 1977 werden bei Siemens zahlreiche junge Frauen in klassischen „Männerberufen“ ausgebildet. Die Siemens Lehrwerkstätte wurde mehrfach – zuletzt 2012 – mit der amaZone ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Auszeichnung des Vereins „sprungbrett“ für Unternehmen, die sich für die Lehrausbildung von Mädchen und Frauen in handwerklichen und technischen Berufen engagieren.  www.siemens.com

Mehr Chancen für Frauen Siemens ist auch die Förderung von Frauen in technischen Berufen ein wichtiges Anliegen. Während etwa im Bereich der Städte- und Raumplanung Frauen mittlerweile Fuß gefasst haben, sind die klassischen Ingenieursbereiche wie Elektrotechnik und Maschinenbau noch immer traditionell den Männern vorbehalten. „Oft ist es nicht das mangelnde Interesse an Wissenschaft und Technik, sondern der mangelnde Mut, in männerdominierte Bereiche vorzudringen und Muster aufzubrechen“, sagt Hesoun. „Dabei geht es uns weder

Qualifikation für den Wirtschaftsstandort II Helvetia startet Intensivkurs zur Versicherungsmakler-Prüfung

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Stefan Heiglauer Post, Paketlogistik Ö

Stefan Heiglauer (42) ist neuer Chef der Paketlogistik und damit verantwortlich für rund 70 Mio. Paketsendungen im Jahr. Der Oberösterreicher ist seit 13 Jahren in der Logistikbranche und war u.a. bei TNT sowie bei trans-o-flex tätig.

© Samsung/Marlena König

© Österr. Post/C. Houdek

job

Vortragende bzw. Lektoren sind u.a. der Wiener Fachgruppenobmann Helmut Mojescick, sein Vorgänger Rudolf Mittendorfer (Geschäftsführer der Verag GmbH), Eric Rubas (Gesellschafter der Rubas & Co VersicherungsmaklergesmbH) und die Versicherungsmakler Kurt Stättner und Christian Schäfer. Die Ausbildung spannt den Bogen von Rechtsgrundlagen über Steuer- und Sozialrecht bis hin zum Risikomanagement und allen wichtigen Versicherungssparten.  www.helvetia.at

Intensivkurs auch selbst für die Weiterbildung unserer Vertriebspartner-Coaches.“

Gerald Reitmayr Samsung Europa

Gerald Reitmayr (40) wechselt nach rund acht Jahren Führungsposition bei Samsung Österreich ins Europäische Headquarter. Damit kommen die europäischen Kundenbeziehungen erstmals unter österreichische Führung.

Promotion

Hochrangige Referenten

Petra Schilling W24

Das Wiener Stadtfernsehen hat das Projektmanagement der Vertriebsabteilung mit Petra Schilling (45) neu besetzt. Die zertifizierte Businesstrainerin war u.a. am Start des Privatradiosenders Antenne Wien 1998 maßgeblich beteiligt.

Georg Sommer Campus Wr. Neustadt

© fhwn

Stehend v. l.: A. Büttner (Arisecur), B. Kreuzer, A. Neubauer (Helvetia), Chr. Schäfer.

Wien. Auf Initiative von Helvetia – in Kooperation mit Arisecur und der WK Wien/Fachgruppe Versicherungsmakler – startete am 15. April die zweite Runde des Intensivkurses zur Versicherungsmakler-Prüfung. Der Unterricht ist auf sechs Blockveranstaltungen aufgeteilt und erstreckt sich über einen Zeitraum von sechs Monaten. Der letzte Ausbildungstag im November ist speziell fokussiert auf die Vorbereitung zur Gewerbeberechtigungsprüfung. Alexander Neubauer, Leiter Helvetia Partnervertrieb: „Eine gemeinsame Sprache auf gleichem Wissensniveau ist eine wichtige Voraussetzung für optimalen Support, gegenseitiges Verständnis und gute Zusammenarbeit. Wir nützen diesen

© Eva Kelety-Troyer

© Helvetia

… und Know-how für die Versicherungen

Ein Hochschulstudium ist für mehr als zwei Drittel der heimischen Maturanten der nächste Karriereschritt, erklärt eine aktuelle Auswertung der Statistik Austria. Die Zahl der Studienanfänger nimmt stark zu: um 30% innerhalb von vier Jahren! Der Großteil der Maturanten beginnt innerhalb von drei Jahren ein Hochschulstudium. Die hohe Bedeutung des Studierens wird besonders dann schnell deutlich, wenn man sich die Zahlen für die einzelnen Schultypen ansieht. Besonders jene für die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) lassen aufhorchen: Obwohl diese Schüler mit ihrem Abschluss eine Berufsausbildung haben, lassen die Erfahrungswerte vermuten, dass mehr als die Hälfte von ihnen ein Hochschulstudium anhängen wird. Die meisten wählen für die weiterführende Ausbildung eine öffentliche Uni (72,3%), weitere 21,1% eine FH. Die restlichen Absolventen entscheiden sich für eine Pädagogische Hochschule oder für eine Privatuni bzw. theologische Lehranstalt. Überraschend auch, dass sich immer mehr Maturanten an lehrer- und erzieherbildenden höheren Schulen trotz ihrer eigentlich abgeschlossenen Berufsausbildung – die am Arbeitsmarkt sehr wohl Bedeutung und Relevanz hat – für ein Studium inskribieren. Vier von zehn Maturanten entscheiden sich für diesen Schritt. Neben der Universität ist für diese Absolventen naturgemäß vor allem die pädagogische Hochschule (25%) attraktiv. Die Bedeutung der Akademisierung und die damit verbundenen Auswirkungen auf Jobwahl und Einkommen sind also auch bei den österreichischen Schülern eindeutig angekommen …

Georg Sommer hat die Studiengänge „Wirtschaftsingenieurwesen“ am Campus Wiener Neustadt übernommen. Er war lange Zeit als Lehrender im FH-Sektor ­tätig und konnte in mehreren Firmen spannende Projekte umsetzen.


AU S - & WE I TE R BI L D U N G

74 – careernetwork

Freitag, 25. April 2014

careernet@medianet.at

short

Barbara Plattner siegt beim Tourissimus 2014

Laut- und Schriftsprache Kommunikationsbarrieren zwischen Hörenden und Hörgeschädigten überwinden

Inklusion soll bitte kein Lippenbekenntnis bleiben

© MCI Tourismus

Dritte Runde für den Lehrgang „ÖSB-zertifizierte/r trans.Script SchriftdolmetscherIn“ am BFI Wien. Gudrun Amtmann: „Schriftdolmetscher brauchen Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie Stressresistenz.“

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Trotz „Boom“ nach wie vor nur 2% Leiharbeit Wien. Obwohl die Leiharbeit stark zugenommen hat, sind nur zwei von 100 Beschäftigten Zeitarbeiter; vor 16 Jahren lag die Zahl bei einem Prozent. Waren 1998 noch 20.772 unselbstständig Beschäftigte als Leiharbeiter tätig, waren es mit Stichtag 31. Juli 2013 mehr als drei Mal so viele (71.741 ). Der typische Leiharbeiter in Österreich ist männlich (78%) und Arbeiter (80%).  www.arbeiterkammer.at

SHT als Lehrbetrieb staatlich ausgezeichnet

Über die Sprachbarrieren „Schriftdolmetscher überwinden Sprach- und Kommunikationsbarrieren zwischen hörenden und hörgeschädigten Menschen“, erklärt ÖSBGeneralsekretär Harald Tamegger. Sie übertragen das gesprochene Wort (Laut-) in die geschriebene Sprache (Schriftsprache). „Ein großer Aspekt beim Schriftdolmetschen ist für mich die soziale Komponente“, sagt Gudrun

Bildschirm, Monitor oder Beamer kann man sich, auch wenn man die Worte nicht ausreichend hören kann, z.B. an einer Diskussion beteiligen oder dem Inhalt problemlos folgen“, erklärt Amtmann.

Die Herausforderungen

Amtmann, eine von neun ÖSB zertifizierten Schriftdolmetschern. „Menschen mit Hörbehinderung, das heißt Schwerhörigen und Spätertaubten, ist durch das Schriftdolmetschen die Möglichkeit gegeben, aktiv am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzunehmen“, so die frischgebackene Absolven-

FH St. Pölten Mobile Payment, Mobile Werbung & mehr

Wien. Zu den Vortragenden beim Professional MBA Finance der WU Executive Academy zählen führende Professoren renommierter Unis aus USA, Europa und dem Mittleren Osten sowie Branchenexperten aus der ganzen Welt. Ihre Fachgebiete reichen von Financial Risk Management und Financial Innnovation über International und Corporate bis zu Behavorial Finance und aktuellen „Hot Topics“, die sich den neuesten Finance-Trends aus Theorie und Praxis widmen. Diese Insights sind für die Teilnehmer des PMBA Finance das optimale Rüstzeug, um in einer von Dynamik und Globalisierung geprägten Finanzwelt erfolgreich zu sein.

St. Pölten. Der Akademische Hochschullehrgang „Mobile Marketing Management“ an der Fachhochschule der nö. Landeshauptstadt offeriert ab Herbst ein modulares Weiterbildungsangebot, das den Nachwuchs für eine der dynamischsten Branchen sicherstellen soll. Darum hat man vonseiten der FH St. Pölten gemeinsam mit der MMAA (Mobile Marketing Association Austria) ein praxisnahes Lehrgangsprogramm entwickelt, das viele Brancheninsider als Lehrende mit einbindet und somit einen hohen Praxisbezug garantiert.

„Sie sind es gewohnt, die so wichtigen Verbindungen zwischen dem Lehrstoff und der Anwendung in der Praxis aufzuzeigen. Die Teilnehmer wiederum haben die Möglichkeit, mit diesen Kapazitäten Fragen in ihrem Fachgebiet zu erörtern und können maximal von ihnen profitieren. All das bedeutet für die Studierenden und die Unternehmen, für die sie arbeiten, einen enormen Zusatznutzen.“(pj) www.executiveacademy.at

Direkt für die Praxis „Alle Vortragenden haben umfangreiche Erfahrung in der Lehre von hochrangigen Führungskräften und unterrichten genau ihr jeweiliges Fachgebiet“, sagt Manfred Frühwirth, akademischer Leiter des MBA Finance und Mitglied des Department of Finance, Accounting and Statistics an der WU.

Mobile Marketing Management

„Mobile Marketing ist zwar ein noch eher ‚junges‘ Berufsfeld, zeichnet sich aber durch eine deutlich höhere Entwicklungsdynamik aus“, sagt Lehrgangsleiter Harald Wimmer. „Ob Marketingkommunikation, wie mobile Werbung, Mobile Payment, Mobile DataBusiness bis hin zu neuen Dienstleistungsangeboten ist das Berufsfeld enorm schnellen Wandlungen unterworfen.“ (pj) www.fhstp.ac.at/mom

Zwei Ausbildungsvarianten

© WU Executive Academy

© SHT

Wien. Seit Kurzem ist die SHT Träger des Zertifikats „staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“. Rund 60 junge Menschen gestalten aktuell die Zukunft von SHT aktiv mit. „Diese Auszeichnung ist neben dem Investors in People (IIP)-Zertifikat eine weitere Bestätigung unserer ambitionierten Personalpolitik“, sagt die Leiterin Human Resources bei SHT, Gerda Hechinger. „Wir wissen, dass nur qualifizierte Arbeitskräfte ein Service bieten können, das Kunden begeistert; gleichzeitig sichern sie auch das Wachstum des Unternehmens. Daher ist uns die Ausbildung unserer Mitarbeiter und der jungen Talente ein sehr wichtiges Anliegen.“(pj) www.sht-gruppe.at

tin der knapp neunmonatigen Ausbildung. Barrierefreiheit und Inklusion werde gewährleistet, schließlich werde durch das simultane Übersetzen der Lautsprache in die Schriftsprache das gesprochene Wort quasi in Echtzeit visualisiert. „Durch das Mitlesen via

WU Executive Academy Internationale Vernetzung

Finanz-Elite beim MBA Finance

Minister Mitterlehner überreicht SHTVorstand Knezek die Auszeichnung.

„Man arbeitet mithilfe eines Kürzelsystems, das man selbst erstellt hat. Die Kürzel müssen einem im richtigen Moment einfallen und außerdem schnell umgesetzt werden; lässt man sich während des Schreibens ablenken, besteht die Gefahr, dass man aus dem ‚Rhythmus‘ kommt.“ Zudem „hinke“ man dem Redner in der Regel ein paar Sekunden hinterher. Daher sei es notwendig, sich das Gesagte merken und gegebenenfalls zusammenfassen zu können. „Und spricht ein Redner zu schnell, kann das Stress verursachen“, meint Amtmann. „Die Technik kann eventuell auch dazu beitragen, dass man aus der Ruhe kommen kann; eine gute Ausbildung, wie die am BFI Wien angebotene, hilft hier enorm.“ Seit 2012 bietet das BFI Wien als einziger zertifizierter Bildungsträger des ÖSB den Lehrgang nun an. „Schriftdolmetscher erbringen ihre Kommunikationsdienstleistung für Hörgeschädigte insbesondere im Auftrag von Betroffenen selbst, sozialen Organisationen, sozialen Kostenträgern und Krankenkassen, sowie auch für Firmen und Unternehmen der freien Wirtschaft“, beschreibt Tamegger das Einsatzfeld der Absolventen. (red) www.transscript.at

Manfred Frühwirth freut sich über die Präsenz der internationalen Finanz-Elite.

Gerade die Kompetenzen im Mobile Marketing Management sind bei immer größer werdender Marktdynamik stark gefragt. Die FH St. Pölten bietet den Lehrgang „Mobile Marketing Management“ in zwei Ausbildungsvarianten an: 1) Hochschullehrgang: 3 Semester, Abschluss Akademisch geprüfter Mobile Marketing Manager 2) Masterlehrgang: 4 Semester, Abschluss MAS (Master of Advanced Studies).

© Christian Mikes

Innsbruck. Der Österreichische Tourismus-Forschungspreis „Tourissimus“ geht nach 2009 und 2011 wieder an das Management Center Innsbruck. Mit der Arbeit „Produktentwicklung in alpinen Wintersportdestinationen“ setzte sich Barbara Plattner, Absolventin des Masterstudiums am MCI Tourismus, im Finale der besten fünf tourismusnahen Diplom- und Masterarbeiten von Unis und FHs in Österreich durch. Der Wettbewerb wird von der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT), der WKO (Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft) sowie Wien-Tourismus gestiftet und fördert den Wissenstransfer zwischen den touristischen Ausbildungsinstitutionen und der Tourismuswirtschaft. (pj) www.mci.edu

Wien. „Rund 1,6 Millionen Österreicher sind laut Österreichischem Schwerhörigenbund (ÖSB) hörbehindert, 8.000 davon komplett gehörlos, der Rest ist schwerhörig. Der berufliche wie private Alltag wird dabei für viele zur großen Herausforderung: Einfachste Arztwege werden zum kommunikativen Spießrutenlauf; die Teilnahme an Symposien, Besprechungen oder Vorträgen so gut wie unmöglich. Der Gesetzgeber hat vor zwei Jahren den „Nationalen Aktionsplan NAP“ vorgelegt, um mittels gesetzlicher Rahmenbedingungen behinderten Menschen die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen – ein wichtiger erster Schritt in Sachen Inklusion, meint Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien: „Als Mensch anerkannt und wahrgenommen, vor allem ernst genommen zu werden, ist essenziell.“ Es seien aber nicht nur die Politiker, sondern auch die Bildungseinrichtungen gefragt: „Damit aus Lippenbekenntnissen tatsächliche integrative Maßnahmen werden.“ Das BFI bietet deshalb ab dem 10. Mai in Kooperation mit dem ÖSB den bereits dritten Lehrgang zum zertifizierten Schriftdolmetscher an.

© Hopi-Media Medienservice

C. Mössenlechner (MCI), Barbara Plattner, Ingrid Kausl (MCI, v.l.)

MMAA-Präsident Harald Winkelhofer (li.), Lehrgangsleiter Harald Wimmer.


Freitag, 25. April 2014

AUS - & WE I TE R BI L DU N G/ PE R SON A L & M A N A G E M E N T

careernetwork – 75

careernet@medianet.at

Internationaler Marktaufbau Verhandlungsspezialistin Ulrike Knauer zeigt Irrtümer in Diskursen auf und wie man dieselben gewinnen kann

„Win-Win funktioniert nicht“ PETER KRIST

Innsbruck. Das Geschäftsleben kommt ohne Verhandlungen nicht aus. Bei Verträgen oder Kooperationen, beim Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen und sogar im Einstellungsgespräch – wer clever verhandelt, kann das Beste für sich und sein Unternehmen herausholen. Leider, so die Innsbrucker Verhandlungsexpertin und Verkaufstrainerin Ulrike Knauer, existieren viele Irrtümer über Verhandlungen. Mit den größten Irrtümern räumt Knauer im Rahmen ihrer Trainings auf, die vor allem von Entscheidern und Top-Verkäufern besucht werden. „Win-Win funktioniert nicht“, bricht die Verhandlungsspezialistin das erste Tabu. Einer gewinne immer ein bisschen mehr – in der Regel derjenige, der sich besser vorbereitet und alle zur Verfügung stehenden Informationsquellen genutzt habe. „Die Vorbereitung ist das A und O in der Verhandlung“, sagt sie. Neben Branchenmedien und der Website des Verhandlungspartners seien auch interne Informationen von sogenannten V-Leuten wichtig. „Einer redet immer. Deswegen ist es wichtig, dass auch auf der Mitarbeiterebene viele Kontakte und Drähte bestehen – auch in andere Unternehmen. Informationen und Branchennews und deren Kenntnis helfen, in Verhandlungen zu bestehen.“ Je mehr Informationen vorlägen, umso exakter lasse sich eine Verhandlungsstrategie entwickeln. Schließlich ließen sich darauf auch die Interessen und Ziele des Gegenübers ableiten.

räume, könne mit Verweis auf den Entscheider höhere Forderungen stellen, Zeit gewinnen oder Standpunkte aufbauen, die im Zweifel bei dessen Anwesenheit geräumt werden müssten.

Kühlen Kopf bewahren Diese und andere Tricks und Kniffe verrät Ulrike Knauer in ihren Seminaren. Schwerpunkte sind Verhandlungsstrategien, Verhandlungstaktiken, Verhandlungsmethoden, Verhandlungsführung und vor allem menschliche Potenziale und Verhaltensweisen in Verhandlungen – gerade dann, wenn

es stressig wird und es „spitz auf Knopf“ steht. „Wenn es eng, laut und hektisch wird, kommt es besonders darauf an, einen kühlen Kopf zu bewahren“, so Knauer. Das lasse sich lernen. Verhandlungen seien weit mehr als das Zerren um Inhalte. Am Tisch säßen immer Menschen mit Bedürfnissen, Interessen und Emotionen, die berücksichtigt werden müssten. Die nächsten Trainingstermine der Verhandlungs- und Verkaufsexpertin sind am 26./27. Mai („Intern Verhandlungen führen“), es sind noch Plätze frei. Veranstaltungsort ist Innsbruck. www.ulrikeknauer.com

© www.gerdaeichholzer.com

Wie Profis Verhandlungen vorbereiten und auch unter Stress bestehen.

Für Ulrike Knauer ist Intuition für Top-Verkäufer sehr wesentlich; das beschreibt sie u.a. in „Was Top-Verkäufer auszeichnet – Vertriebserfolg mit Ethik statt Abzocke“.

www.bfi-wien.at

HIER WERDEN TRÄUME WIRKLICHKEIT.

Der Tabubruch Knauer mahnt aber zur Vorsicht. Denn potenzielle V-Leute gebe es schließlich auch in den eigenen Reihen. Deswegen sei es wichtig, die eigenen Firmenwerte und Ziele gebetsmühlenartig zu wiederholen, aber niemals die eigene Verhandlungsstrategie, die Verhandlungstaktiken und schon gar nicht das eigene Verhandlungs-Minimalziel preiszugeben – auch nicht intern. Die zeitlichen und taktischen Vorgaben der eigenen Verhandlungsführung dürften nur im allerengsten Kreis besprochen werden. „Wer mehr weiß, besser vorbereitet und vorsichtiger ist in seiner Informationspolitik, gewinnt“, spricht Knauer aus Erfahrung; sie hat selbst als Top-Managerin in verschiedenen Logistikunternehmen zahlreiche Verhandlungen geführt und weiß, wo die Gefahren und undichten Stellen lauern. „Oft ist das eigene Team eine Fehlerquelle. Das muss sehr sorgfältig ausgewählt werden. Stressresistent, zuverlässig, verschwiegen, vertrauenswürdig und konsequent in der Beachtung der eigenen Rolle muss es sein“, listet Knauer die wichtigsten Eigenschaften eines Verhandlungsteams auf. Und Nichtraucher sollten es möglichst sein. Wichtig sei bei der Zusammensetzung des Teams vor allem, die einzelnen Rollen zu klären: Wer tritt wie auf? Wer ist der eigentliche Entscheider? Und wer macht den Verhandlungsführer? Entscheider und Verhandlungsführer sollten im Übrigen auch nicht die gleiche Person sein. So gewinne das Verhandlungsteam mehr Frei-

Als Kinder glaubten wir daran, dass alles möglich ist. Mit der Zeit hängten aber viele von uns ihre Superheldenanzüge an den Nagel und suchten sich einen sicheren Job. Doch glücklich wurden sie nicht, weil sie vergessen haben zu träumen. Ausbildungen für Superhelden haben wir leider nicht im Programm. Menschen, die unsere Kurse besuchen, werden aber zu Super-Coaches, -Buchhalterinnen, -Marketern u.v.m. Wagen Sie einen Blick in unser neues Bildungsprogramm. Vielleicht ist da auch etwas für Sie dabei. Jetzt kostenlos anfordern unter +43 (1) 81178-10100 oder www.bfi-wien.at

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