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inside your business. today.

freitag, 23. MAI 2014 – 71

DAS WAR DIE MISSION:SUCCESS

Microsoft & Co: Karriere-Services bei der Jobmesse der FH Wiener Neustadt  Seite 73

© FH Burgenland

© FH WN/Meyer-Sichler

careernetwork DIE EUROPATAGE AN DER FH

An der FH Burgenland wurde der Anbruch eines neuen Zeitalters diskutiert  Seite 75

DANUBE TRUCK Björn Speer © Christian Mikes

„Es gibt keine A ­ lternative zur Energiewende“ Profil Der neue ­oekostrom-Vorstand Lukas Stühlinger will unsere Zukunft positiv gestalten. Lautes ­Alarmsignal Die Unternehmen klagen immer noch lauter: Die Bewerber ­können schlicht und einfach zu ­wenig. 

© BFI/Marko Zlousic

Seite 72

BONUS SPRACHEN

Hochwertige Bildung in der EU: Gelebte Internationalität in den Schulen und an der Fachhochschule des BFI Wien.  Seite 73

Seite 74

© thomaskirschner.com

Österreichs beliebteste Arbeitgeber Personalentwicklung zeigt Wirkung

Karrierechancen Bewerbungsfrist endet am 5. Juni

Kommunikation hilft voestalpine Joanneum: Last Call „Unsere Studienergebnisse zeigen, dass z.B. Karriereanzeigen, Messeauftritte oder die Karrierewebsite von voestalpine den Absolventen positiver im Gedächtnis bleiben als noch im vergangenen Jahr“, sagt trendence-GF Holger Koch. „Die Kommunikation kommt bei den Bewerbern an.“

Das Top-Image der voestalpine beruht u.a. auf der guten Personalentwicklung.

Es bleibe allerdings abzuwarten, ob sich die aktuelle Standortdiskussion nicht negativ auf die Beliebtheit von voestalpine als Arbeitgeber auswirken wird. (pj)

© Schuller

Was „bringt“ Texas?

© voestalpine/Eric Krügl

Linz. Die voestalpine wird unter den Absolventen als Arbeitgeber wieder beliebter. Bei den Wirtschaftsabsolventen liegt das Unternehmen heuer auf Platz 4, bei den angehenden Ingenieuren und IT-Profis auf Platz 2 des aktuellen Graduate Barometers, welches das trendence Institut unter rund 10.000 abschlussnahen Studierenden in Österreich durchführt. An der Spitze bleibt alles beim Alten: Die beliebtesten Arbeitgeber Österreichs sind weiterhin Red Bull bei den Wirtschaftswissenschaftlern und Google bei Ingenieurs- und IT-Studierenden.

FH Joanneum: Studiengänge u.a. in IT, Bauen, Umwelt, Medien, Design, etc.

Graz. Für das Studienjahr 2014/15 endet die Bewerbungsfrist an der FH Joanneum für die meisten Studiengänge am 5. Juni. Mehr als 40 Bachelor- und Master-Studiengänge, darunter einige neue Angebote, sorgen für praxisorientiertes Studium mit guten Karrierechancen. So startet etwa das von der Wirtschaft besonders stark nachgefragte Bachelor-Studium „Elektronik undComputer Engineering“ erstmals im Herbst. Ebenfalls neu ist z.B. die Vertiefungsrichtung Digitale Persönliche Assistenzsysteme im Bachelor-Studium „Gesundheitsinformatik/eHealth“.  (pj)


C a r e e r por tr a i t

72 – careernetwork

Freitag, 23. Mai 2014

„Mit Energie die Energiewende meistern“ Seit dem 1. Februar komplettiert Lukas Stühlinger (37) neben Horst Ebner das Vorstandsduo der oekostrom AG. Der Finanzexperte mit Energie-Background ist ein energiegeladener Kämpfer für die „Erneuerbaren“.

10 Fragen

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Wien. Lukas Stühlinger hat seine Vorstandstätigkeit nach dem erfolgreichsten Jahr in der Unternehmensgeschichte begonnen. „Als die oekostrom AG vor 15 Jahren gegründet wurde, standen wir in Sachen Energie aus erneuerbaren Energiequellen noch ganz am Anfang“, blickt er im Gespräch mit medianet zurück. „Da war es noch nicht 100prozentig klar, ob es tatsächlich einen Klimawandel, eine Erderwärmung durch Treibhausgase und damit ein Problem für die nachfolgenden Generationen gibt.“

An GÜNTH ER H OFER

Als Kind wollte ich immer schon … … auf eigenen Beinen stehen. Erfolg ist: Etwas zum Positiven verändern zu können. Für die Karriere ist wichtig … … sie in der Priorität nicht vor die Familie zu reihen. Mein Lebensmotto: „Always act so as to increase the number of options.“ (Heinz von Foerster, Mitbegründer der Kybernetik). Jungen Menschen würde ich raten … … sich die Welt anzusehen.

„Ich arbeite für die oekostrom AG, weil

Die Bedeutung von Geld ist: Dass es das Leben – mit sinkendem Grenznutzen – bequemer macht.

ich einen Unter-

Ein Buch, das mich berührt hat: „Und Nietzsche weinte“ von Irvin Yalom.

schied ­machen und ­unsere Zukunft positiv

Wohin ich unbedingt reisen möchte … … mit Kind und Kegel nach Persien.

­gestalten will.“

Woran ich glaube … … dass die Energiewende ohne Alternative ist.

LUKAS STÜHLINGER

Mit der Beteiligung von knapp 2.000 Aktionären sei „etwas Einzigartiges in der heimischen Energielandschaft geschaffen“ worden. „In der öffentlichen Wahrnehmung wird aber viel verwechselt. Die derzeit niedrigen Strompreise und die Probleme der Netzauslastung werden immer nur den Erneuerbaren angelastet. Tatsächlich ist es aber so, dass neben der ungünstigen Konjunktur vor allem billige Kohle aus den USA und die billigen CO2Zertifikate den Preis beeinflussen.“ Dass die etablierten Stromversorger versuchen, die Erneuerbaren als „unsozial“ hinzustellen, weil sie Strom unleistbar machen würden, ist laut Stühlinger schlicht „absurd“: „Für mich ist diese Abwehrreaktion der großen Konzerne nur ein kurzfristiges Aufbäumen. Letztendlich tragen gerade die Erneuerbaren und die Möglichkeit eines de-

zum unternehmen Die oekostrom AG für Energieerzeugung und -handel weist für 2013 ein Rekordjahresergebnis von 763.000 € aus und schreibt damit das vierte Jahr in Folge schwarze Zahlen. Das überdurchschnittlich gute Windjahr und starke Kundenzuwächse sorgten für einen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) auf 1,4 Mio. €. Einige Kennzahlen • 32 Mitarbeiter (AG & Tochterunternehmen) • Grundkapital: 11.322.700 € • 113.227 nennwertlose Stückaktien • Marktkapitalisierung: 11,3 Mio. € • Knapp 2.000 Aktionäre • Rund 27.000 Kunden • 2.458 GWh Ökostrom an Stromkunden und im Stromhandel verkauft • 456 GWh Ökostrom in eigenen Anlagen produziert • 1 Mio. t weniger CO2 in Österreich

© thomaskirschner.com

In 20 Jahren werde ich … … in einer Welt ohne Öl und Gas leben.

zentralen Einsatzes, den vor allem PV-Anlagen ermöglichen, zu einer Demokratisierung des Energiesystems, zu mehr Unabhängigkeit von zentralistischen Strukturen und damit auch zu einer sozial nachhaltigen Gesellschaft bei.“ Allerdings müssten die Erneuerbaren „irgendwann auch ohne Förderungen auskommen, um tatsächlich akzeptiert und respektiert zu werden“. „Die wichtigste Frage der Zukunft: Wie können Projekte umgesetzt werden, die auch ohne Förderung realisierbar sind – z.B. Photovoltaik-Projekte, die sich auch ohne Einspeisetarife rechnen? Ich denke an große PV-Anlagen auf Industriedächern oder Speichersysteme in privaten Haushalten – unsere Aufgabe ist es, Maßnahmen umzusetzen, die auch wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar sind.“

Ein kurzer Blick nach vorn In einem Jahrzehnt, so hofft Stühlinger, „werden wir Öl, Kohle, Gas und Atom hinter uns gelassen

„Der Trend zu sauberem Strom aus erneuerbaren Energie­quellen ist nicht ­aufzuhalten.“ LUKAS STÜHLINGER

haben“. Energiefresser sollen dann aus den Haushalten verschwunden sein, Kohle werde es nicht mehr schaffen, sich gegen Sonne, Wind und Wasser durchzusetzen. „Die Erneuerbaren werden dann in jedem Haushalt selbstverständlich sein.“ Die oekostrom AG sei für diese Entwicklungen „gut aufgestellt“. „Wir haben eine breite und starke Kundenbasis, ein engagiertes Team, das notwendige Kapital und vor allem ein Ziel vor Augen – das ist

eine sehr gute Grundlage.“ Für die nächsten Jahre sieht Stühlinger zwei Schwerpunkte: den Kundenstock im Stromvertrieb, der derzeit bei rund 30.000 Endkunden hält, weiter zu verbreitern, zum anderen das Angebot im Energieeffizienzbereich entsprechend zu vermarkten und eine stabile Fortsetzung der Produktionspolitik vor allem im Bereich der Windprojekte als wichtiges Standbein zu festigen. Stühlinger befasst sich vorrangig mit den Bereichen Produktion und Finanzen. „Ich werde mich auch stark auf die Weiterentwicklung des Risikomanagements konzentrieren, das ja immer relevanter wird, je stärker ein Unternehmen wächst. Es gilt, unsere Infrastruktur und unsere Organisation an die neuen Herausforderungen und die Unternehmens-größe anzupassen.“

Stühlingers Sinnfrage „Es gibt keine Alternative zur Energiewende – die oekostrom AG gibt Menschen die Möglichkeit,

sich an dieser Entwicklung zu beteiligen: als Stromkunde, als Aktionär oder einfach als Interessent.“ Kein anderes Energie-Unternehmen biete diese Unmittelbarkeit und direkte Mitmach-Möglichkeit an der Energiewende: „Mein Ziel ist es, noch mehr Menschen in Österreich für diese Idee zu gewinnen!“ Und: „Bei meinen drei Kindern ist mir wichtig, dass sie aktiv wahrnehmen, wie wir unsere Welt gestalten können und ökologisches als auch soziales Engagement zeigen. Es geht dabei nicht nur um ökologisches, sondern auch um soziales Engagement – um einen reflektierten Umgang mit Umwelt und Umfeld. Denn letztlich liegt die Verantwortung, wie die Welt in 100 Jahren aussehen wird, bei jedem einzelnen von uns. Wenn jeder einen Schritt tut (und z.B. oekostrom-Kunde wird), ist schon viel erreicht … www.oekostrom.at

zur person Lukas Stühlinger verfügt über mehrere Jahre internationale Branchenerfahrung. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wiener WU und an der University of Wisconsin arbeitete er als Consultant, Projektleiter und Manager u.a. im Finanz- und Energiebereich in Österreich, Großbritannien und Deutschland. Zuletzt war Stühlinger als Leiter Energie & Umwelt für die Strukturierung von Erneuerbare EnergieProjekten bei der Kommunalkredit Austria tätig. Stühlinger teilt zu 100% die Unternehmensphilosophie der oekostrom AG: „Das Marktumfeld in Österreich bietet auch in Zukunft gute Möglichkeiten für die Entwicklung von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien; diese Potenziale gilt es zu nutzen.“


Freitag, 23. Mai 2014

AUS - UND WE I TE R BI L DU N G/ Personal & m anage m ent

Auf der Tagesordnung Gelebte Internationalität in den Schulen und an der Fachhochschule des BFI

careernetwork – 73

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Bonus Sprachenvielfalt BFI-Chef Lackinger: „Der Erfolg der EU hängt maßgeblich von hochwertiger Bildung ab.“ sprachiger Beratung und Planung wolle man den jungen Menschen unter die Arme greifen: „Das Projekt wird aus den Mitteln des ESF und BMBF gefördert. Daher können wir die Sprachenlehrgänge sowie Beratung, Unterstützung und individuelle Lernbegleitung kostenfrei anbieten“, betont die BFI Wien-Chefin.

Mehr Verantwortung!

Doppelte Auszeichnung Einen hohen Internationalisierungsgrad weist das BFI Wien auch im tertiären Bereich auf. So wurde die FH des BFI Wien unlängst als einzige Hochschule Wiens mit den Diploma Supplement- und ECTS-Labels ausgezeichnet – europaweit tragen lediglich zehn Institute beide Labels. „Die neuerliche Auszeichnung durch die EU-Kommission bestätigt den von uns eingeschlagenen Weg und spiegelt die nachhaltige Qualität der Lehre und die Expertise unseres Lehrpersonals wider“, betont Höllinger. Für Studierende aus dem In- und Ausland seien die beiden Auszeichnungen von großem Vorteil – schließlich mache das ECTS-System Studien europaweit transparent und „gewährleistet die Anerkennung von im Ausland besuchten Lehrveranstaltungen“. Das Diploma Supplement – ein Anhang zum Abschlusszeugnis – stelle wiederum arbeitsmarktrelevante Qualifikationen leicht verständlich und international vergleichbar dar, so die BFI-Chefin.  www.bfi-wien.at

© BFI/Marko Zlousic

Wien. „Der wirtschaftliche Erfolg der EU hängt maßgeblich davon ab, ob die Bevölkerung in den Genuss einer hochwertigen Bildung kommt“, ist Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien, überzeugt. „Bildung schafft in einer globalisierten, wissensbasierten Wirtschaft Chancen! Das ist die Realität und dafür muss man ein Bewusstsein schaffen. Bildung ist der Kompass und die Grundlage für friedliche und stabile Verhältnisse“, ergänzt Valerie Höllinger, Geschäftsführerin des BFI Wien. Bestes Beispiel dafür seien die seit 2010 als UNESCO-Schulen geführten HAK/HAS des BFI Wien: „1.400 Schüler mit insgesamt 40 Muttersprachen besuchen jährlich unsere Schulen; Bildung en gros und die Vermittlung von Sprachkompetenz en détail sind hier der Schlüssel für ein gelungenes Miteinander“, ist Lackinger überzeugt, dass eine differenzierte Form von Sprache wichtig für die persönliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung und Voraussetzung für differenziertes Denken sei: „Was man nicht benennen kann, lässt sich schwer denken.“ Die Sprachenvielfalt an der HAK/ HAS sieht er dabei als große Chance für alle Beteiligten: „Diese ganz persönliche Sprachen-Schatzkiste, die jeder mitbringt, lässt Tauschhandel zu und öffnet im Idealfall den Blick für Vielfalt.“ Zumindest die Beherrschung einer Sprache sei aber absolute Grundvoraussetzung. Jenen Schülern, denen diese Voraussetzung fehlt, werde daher

BFI-Geschäftsführer Franz-Josef Lackinger und Valerie Höllinger.

besondere Förderung zuteil. Ein BFI Wien-Projekt, das in dieselbe Kerbe schlägt, ist die 2013 gestartete „Berufsreifeprüfung 2020“: „Wir wollen in diesem Projekt Migranten Mut machen, und durch den Abbau von Hürden den Zugang zur Berufsreifeprüfung – also der ‚Matura am zweiten Bildungsweg‘ – erleichtern“, erklärt Höllinger. Das Neue an dieser Berufsreifeprüfung sind die kostenfreien Sprachlehrgänge auf Maturaniveau in Bosnisch, Kroatisch, Serbisch und Türkisch mit der Option auf Anerkennung als Maturafach.

Generation in Österreich maximal die Sekundarstufe I ab, bis zur Matura schaffen es 22%; in Schweden haben hingegen lediglich zehn Prozent nur einen Pflichtschulabschluss, 57% maturieren. „Auch wenn Migranten in der höheren Bildung nicht so stark vertreten zu sein scheinen, merken wir eine starke Motivation zur Bildung“, ist Höllinger überzeugt. Wie in den Schulen, gelte es, die Sprachenvielfalt als Bonus und nicht als Hindernis zu sehen: „Wir wollen die Sprachkompetenz sichtbar machen und ermöglichen, die Erstsprache in Wort und Schrift zu perfektionieren.“ Viele heimische Unternehmen exportieren etwa in die Türkei – hier sei ein Nachweis von Türkisch auf Maturaniveau ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Mittels individueller mehr-

Starke Bildungsmotivation Laut einer aktuellen Studie schließt nur ein Drittel der türkischen Migranten der zweiten

FH Wiener Neustadt Karriere-Services für Absolventen und Studenten – hochqualifiziertes Personal für Unternehmen

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Matthias Höllerl

Klaus Nagelhofer

Der Rohstoffexperte Klaus Nagelhofer (36) wird als neuer Technopolmanager in Wieselburg die Vernetzung der Akteure in den Technologiefeldern Biomasse, Energiesysteme, Lebensmitteltechnologie und Wasserwirtschaft forcieren.

Björn Speer DanubeTruck GmbH

© Christian Mikes

Der studierte Betriebswirt Matthias Höllerl (31) avanciert zum Vice President Sales Mobile Messaging bei Dimoco, wo er seit September 2011 tätig ist. Zuvor war Höllerl u.a. bei mobilkom austria, Hewlett-Packard und Orange Austria.

Technopol Wieselburg © NLK/Johann Pfeiffer

Dimoco

© Dimoco

job

Vortrag zum Thema „Karriereplanung & Gehaltsanalysen“. Zum Abschluss der Jobmesse ging Jens Uwe Meyer (laut FAZ „einer der führenden Experten für Innovation in Deutschland“) in einer Open Lecture der Frage nach, wie Unternehmen innovationsfähiger werden, welche Rolle Führungskräfte dabei spielen und wie erfolgreiche Ideen entstehen. Projektleiterin Margareta Seiser: „Die Arbeitsmarktfähigkeit unserer Absolventen wurde einmal mehr unter Beweis gestellt; unsere Studien sind hoch praxisorientiert und das schätzen die Firmen – das belegt das aktuelle CHE-Ranking, das der FH Wr. Neustadt einen Spitzenplatz hinsichtlich Praxisnähe bestätigt.“ www.fhwn.ac.at

Promotion

FHWN-Marketingchefin Margareta Seiser, Karriereexperte Conrad Pramböck.

Wr. Neustadt. Microsoft, Mondelez International oder Siemens waren gemeinsam mit rund 60 weiteren Ausstellern zu Gast am Campus, um zukünftige Mitarbeiter kennenzulernen und sich über das neue Studienangebot zu informieren. Beispielsweise zeigte sich Kapsch am neuen Studium „Technisches Sales Management“ und dem dazugehörigen Sales Lab am Campus Wieselburg sehr interessiert. Zum Angebot der FH gehören auch kostenlose Karriere-Services inklusive Bewerbungsfoto sowie Stil- und Gründungsberatung. In Zukunft wird es auch eine Kooperation mit einem der führenden Karriereberater in Österreich geben: Conrad Pramböck hielt bereits bei der mission:Success einen

Ex-Scania-GF Björn Speer (49) ist neuer Geschäftsführer der DanubeTruck GmbH, dem Servicepartner der Lkw-Marke DAF. Speer peilt mit 120 Mitarbeitern den Vertrieb von 500 Fahrzeugen und einen jährlichen Umsatz von 75 Mio. € an.

Heinz Stiastny Zillertaler Trachtenwelt

© Katharina Schiffl

© FH Wiener Neustadt

Jobmesse: Das war die mission:Success

Wie erfolgreich ein Projekt oder gar ein Unternehmen ist, hängt mitunter von der Qualität der getroffenen Entscheidungen ab. Entscheidend ist auch, wo diese letzlich getroffen werden – und genau das kritisieren Arbeitnehmer in einer aktuellen Studie von Haufe. Drei von vier Befragten der Trendstudie „Mitarbeiter und Mitenscheider“ sagen, dass sie mit ihren Entscheidungen zum Erfolg ihres Unternehmens beitragen können. Fast ebenso viele wünschen sich noch mehr Verantwortung auf Entscheidungen im Unternehmen. Der Wunsch nach mehr Einfluss ist selbstverständlich nachvollziehbar: 77 Prozent der befragten 12.000 Arbeitnehmer sind davon überzeugt, dass sich die Möglichkeit zur Mitgestaltung positiv auf Motivation und Leistungsbereitschaft auswirkt. Ist ja auch logisch: Mitarbeiter sind dem Markt, Mitbewerb und Kunden nahe. Und viele von ihnen erleben Tag für Tag, wie ihre Verbesserungsvorschläge das „daily business“ betreffend irgendwo versickern. Natürlich: Entscheidungen müssen irgendwo getroffen werden. Und in den seltensten Fällen können alle Blickwinkel der „Basis“ dabei berücksichtigt werden. Eine Umfrage von karriere.at zeigt aber gleichzeitig, dass es vielfach an der Kommunikation von Strategien und Unternehmenszielen an die Mitarbeiter scheitert. Und genau das sollte der erste Schritt sein. Mitarbeiter, die wissen, wofür sie arbeiten, machen es meist gern, weil sie sich als Teil des großen Ganzen sehen und die eigene Rolle auch im Unternehmenskontext besser einordnen können.

Ab 1.6. übernimmt Heinz Stiastny (51) die Geschäftsführung der in Schlitters im Zillertal angesiedelten Handelskette „Zillertaler Trachtenwelt“. An der Seite von Besitzer Thomas Dims ist er für die Expansion vor allem in Ost­ österreich zuständig.


AU S - U N D WE I TE R BI L D U N G

74 – careernetwork

Freitag, 23. Mai 2014

Alarmsignal 36% der Unternehmen vermissen fachliche Qualifikationen, 34% stellen mangelnde Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse fest

Die Bewerber können schlicht und einfach zu wenig Viele Menschen hätten gern einen Job, für den sie ganz offensichtlich fachlich nicht ausreichend qualifiziert sind.

„Es ist verständlich, dass die Unternehmen sich bei Fachqualifikationen stärker auf Weiterbildung verlassen. Wenn ein Mitarbeiter nicht weiß, wie er eine Maschine bedienen soll, kann er einen Kurs besuchen – und hat danach verlässlich die gewünschte Qualifikation. Wenn einem Arbeitnehmer kommunikative Fähigkeiten oder soziale Kompetenz fehlen, kann Weiterbildung zwar den nötigen Anstoß zur Verbesserung geben. Aber ein Kurs reicht nicht aus, das Unternehmen muss selbst auch etwas tun und begleitende Maßnahmen setzen, und natürlich muss die Bereitschaft des jeweiligen Beschäftigten vorhanden sein“, interpretiert Knett die Ergebnisse.

PAUL CHRISTIAN JEZEK

Wien. Der Anlass war der „Tag der Weiterbildung“, der am 4. Juni hierzulande immerhin zum bereits sechsten stattfand. Die „Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung“ (PbEB) hat dazu die Studie „Weiterbildung 2014“ beim Marktforschungsinstitut MAKAM Research in Auftrag gegeben – sie beruht auf einer repräsentativen Befragung 500 heimischer Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten. Dafür wurden Führungskräfte und Personalverantwortliche im ersten Quartal 2014 interviewt.

Frauen deutlich besser Besonders detailliert ließ die PbEB hinterfragen, wie zufrieden die Firmen mit den Bewerbungen sowie mit der Qualifikation von Bewerbern und neuen Beschäftigten sind. „Überraschend für uns war, dass Bewerberinnen deutlich besser bewertet werden als Bewerber“, sagt PbEB-Sprecher Hannes Knett. Zwar ortet nur ein Fünftel der österreichischen Betriebe geschlechtsspezifische Unterschiede. Aber bei diesen fällt das Urteil ganz klar zugunsten der Frauen aus: 88% der Unternehmen empfinden die Bewerbungen der Frauen besser, nur 12% jene von Männern.

Fach- und Grund­ kenntnissen.“ HANNES KNETT

Doch nicht nur nach Geschlecht, sondern auch nach Bildungsniveau gibt es große Unterschiede: Während mit den Bewerbungen insgesamt 14% der Unternehmen unzufrieden sind, monieren immerhin 24% der heimischen Personalchefs und Führungskräfte schwere Mängel bei den Bewerbungen von Pflichtschul-Absolventen. Wenn Bewerbungsunterlagen einen schlechten Eindruck hinterlassen, liegt das nach Meinung der Firmen vor allem an folgenden Gründen: • 3 6% geben an, dass fachliche Qualifikationen der Bewerber fehlen

daten & fakten Die zwölf Top-Qualifikationen 1. Grundkenntnisse wie Schreiben, Lesen, Rechnen 2. Engagement und Eigenmotivation 3. Flexibilität 4. Kommunikative Fähigkeiten 5. Soziale Kompetenz 6. Kritikfähigkeit 7. Sensibilität für Compliance 8. EDV-Anwenderkenntnisse 9. Kaufmännische Fähigkeiten 10. Technische Fähigkeiten 11. Interkulturelle Fähigkeiten 12. Fremdsprachenkenntnisse

„Fehlerhafte

lich vorhandenen Qualifikationen neuer Mitarbeiter: • Engagement und Eigenmotivation • Kritikfähigkeit • Flexibilität • Kommunikativen Fähigkeiten • Soziale Kompetenz. „Bei einer großen Auswahl an Bewerbern entscheiden sich die Unternehmen natürlich für jene, die bereits nachweislich gute Grundkenntnisse und fachliche Qualifikationen mitbringen. Oft zeigt sich aber erst in der Zusammenarbeit, welche Soft Skills die neuen Mitarbeiter tatsächlich haben und wo solche fehlen“, erklärt PbEB-Sprecher Knett die Unzufriedenheit vor allem in diesem Bereich.

Unter­lagen werden

Weiterbildung vonnöten

• 3 5% fanden den persönlichen Eindruck nicht überzeugend • 34% stellten mangelnde Grundkenntnisse fest (Schreiben, Lesen, Rechnen) • 28% beurteilen Bewerbungen wegen der formalen Aufbereitung negativ.

Mangelndes Engagement „Wir gehen davon aus, dass gerade die Unterlagen von PflichtschulAbsolventen wegen der mangelnden Grundkenntnisse negativ be-

um sein, sich für einen bestimmten Bewerber zu entscheiden. „Der Unterschied zu den topgereihten Qualifikationen ist: Grundkenntnisse und Soft Skills braucht jeder Beschäftigte, Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Fähigkeiten sind dagegen nur für bestimmte Tätigkeiten wichtig“, interpretiert Knett die Ergebnisse. Die Personalchefs und Führungskräfte wurden auch gefragt, wie gut sie die Qualifikationen von bereits eingestellten, neuen Mitarbeitern einschätzen. Fehlende

mit ­mangelndem Engagement assoziiert.“ PBEB-SPRECHER HANNES KNETT

urteilt werden“, konstatiert Knett. „Unterlagen, die fehlerhaft und schlecht aufbereitet sind, werden auch mit mangelndem Engagement assoziiert.“ Auch Fremdsprachenkenntnisse können für viele Tätigkeiten ein entscheidendes Kriteri-

© WIFI/Niko Formanek

scheitern an fehlenden

© Panthermedia.net/Andriy Popov

„Die Bewerber

Mehr Verkaufstraining

Grund- und Fachkenntnisse, die viele Unternehmen bei den Bewerbern feststellen, sind hier nicht mehr das Thema. Allerdings gibt es vor allem bei folgenden Soft Skills eine deutliche Abweichung zwischen gewünschten und tatsäch-

Weiterbildung könne vor allem Fachqualifikationen erfolgreich vermitteln: Gute bis sehr gute Effekte sehen die Unternehmen bei EDV-Anwenderkenntnissen, kaufmännischen und technischen Fähigkeiten sowie Grundkenntnissen wie Rechnen, Schreiben und Lesen. Auch Fremdsprachenkenntnisse und kommunikative Fähigkeiten könnten aus Sicht der Firmen im Rahmen von Weiterbildung gezielt vermittelt werden; etwas weniger stark wird auf Weiterbildung vertraut, wenn es um Qualifikationen wie Kritikfähigkeit, soziale Kompetenzen oder Eigenmotivation geht.

Die Firmen wurden auch gefragt, welche Bedeutung sie einzelnen Weiterbildungsmaßnahmen zuordnen: Den größten Konkurrenzvorsprung erwarten sich die Unternehmen durch Weiterbildung im Bereich Technik und Produktion. Deutlich wichtiger werden Marketing- und Verkaufstrainings (heuer 56, Vorjahr: 46%). An dritter Stelle steht das Thema Persönlichkeitsentwicklung (51%; Vorjahr: 47%). „Wegen des zunehmenden Wettbewerbs treten viele Unternehmen eine Flucht nach vorn an: Marketing- und Verkaufstrainings sollen dazu beitragen, Marktanteile zu halten oder sie auszubauen. Bei schlechter Umsatzentwicklung im Gesamtmarkt ist Weiterbildung in den Bereichen Marketing und Verkauf umso wichtiger“, begründet Hannes Knett die steigende Bedeutung dieses Segments. Auch methodisch tut sich einiges im Weiterbildungs-Bereich: Bereits in 23% der österreichischen Firmen wird E-Learning eingesetzt, und zwar vor allem für Produktschulungen und in den Bereichen Technik und Produktion, Informatik und EDV-Anwendungen sowie Verkaufstraining und Marketing. Während einzelne Weiterbildungsbereiche und Methoden zwar wichtiger werden, halten die meisten Firmen ihre Weiterbildungsbudgets dennoch konstant: 66% haben 2014 gleich hohe Ausgaben wie im Vorjahr vorgesehen. 14% der Unternehmen haben mehr Budget eingeplant, und 13% reduzieren ihre Ausgaben für Weiterbildung. www.pbeb.at

DIE PBEB Die Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung (PbEB) wurde 2007 gegründet und ist eine freiwillige und unabhängige Vereinigung führender Anbieter berufs- und wirtschaftsbezogener Aus- und Weiterbildungsaktivitäten. Zu den Mitgliedern zählen folgende Unternehmen: • Akademie der Wirtschaftstreuhänder • Berlitz Austria • bit Gruppe – best in training • die Berater • Humboldt Bildungsgesellschaft • ipcenter.at • ÖPWZ – Österreichisches Produktivitätsund Wirtschaftlichkeits-Zentrum • TÜV Austria Akademie • Wifi – Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer Österreich


Freitag, 23. Mai 2014

AUS - UND WE I TE R BI L DU N G/ PE R SON A L & M A N A G E M E N T

careernetwork – 75

Leistungsbilanz Botschafter aus den fünf Nachbarländern resümierten die Veränderungen der vergangenen Jahre

Die Europatage an der FH An der Fachhochschule Burgenland wurde der Anbruch eines neuen Zeitalters mit Regionalität und Interkulturalität diskutiert. Eisenstadt. Bereits zum 18. Mal veranstaltete das Department Wirtschaft der FH Burgenland Europatage zu einem aktuellen wirtschaftlichen Thema mit diversen Vertretern aus den Nachbarländern und Studierenden der FH Burgenland. Vor zehn Jahren – im Mai 2004 – traten zehn Staaten der EU bei: die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, Polen, Österreichs Nachbarn Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien und die Mittelmeerinseln Malta und Zypern. Fünf dieser Staaten sind für Österreich – das ja selbst „nur“ ein Jahrzehnt länger EU-Mitglied ist – besonders wichtige Partner. Die Botschafter dieser fünf Staaten Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien verglichen am 16. Mai die Erwartungen mit ihren Erfahrungen aus zehn Jahren und erklärten, vor welchen Herausforderungen ihre Länder in der Zukunft stehen.

Höhere Lebensqualität „Für die ganze EU war diese EUErweiterung vor einem Jahrzehnt in jeder Hinsicht ein großes historisches Ereignis“, sagte Irena Zavrl, Studiengangsleiterin an der FH Burgenland und Organisatorin der Veranstaltung. „Selbst die größten Skeptiker geben heute zu, dass der

© FH Burgenland

PETER KRIST

S. Eschenbach, A. Tinter, Z. Siposova, A. Lorkowski, I. Broz, S. Cesarek, G. Bakota, G. Steier und Studiengangsleiterin I. Zavrl (v.l.).

Beitritt der Länder ein historischer Einschnitt für Europa war und den Europäern höhere Lebensqualität, Frieden und Prosperität brachte.“ Auch Zlata Siposova, Botschaftsrätin der Slowakischen Republik, sieht den Beitritt ihres Landes in die EU sehr positiv; sah die ökonomische Lage ihres Landes 2004 nicht so rosig aus, hat sich ein Jahrzehnt nach dem Beitritt einiges getan. „Wir sind der Spitzenreiter bei den meisten wirtschaftlichen Kennzahlen und unsere Wirtschaftswachstumrate ist die höchste von den V4-Staaten und die zweithöchste in der EU.“

„Für Polen ist der Beitritt in die EU eine Erfolgsgeschichte geworden; das Land ist aufgeblüht und die Gesellschaft so proeuropäisch eingestellt wie in kaum einem anderen Land“, sagte Botschafter Artur Lorkowski. „Niemand bestreitet, dass die vergangene Dekade einen wirtschaftlichen Aufschwung gebracht hat, und dass es Polen heute wirtschaftlich wesentlich besser geht als vor 2004.“ Der Mehrwert des Beitritts für Slowenien liegt vor allem in der Freiheit zum Reisen, Studieren und Arbeiten in der gesamten EU. Ähnlich positiv ist die Einstellung

WIE MAN NUR SO STRAHLEN KANN?

zum Euro und zur Eingliederung in den Schengenraum. „Mehr als die Hälfte der Slowenen, 54 Prozent, ist bezüglich der Zukunft der EU sehr optimistisch“, meinte Botschaftssekretärin Suzana Cesarek.

Stolze Mitglieder Ungarn ist seit mehr als 1.000 Jahren Teil Europas und seit 10 Jahren EU-Mitglied. Botschafter Vince Szalay-Bobrovniczky: „Die EU-Erweiterung 2004 hat den Schritt nach Mittel-Osteuropa für viele Unternehmen erleichtert und

den Austausch mit den Nachbarn wesentlich vereinfacht.“ Auch der Vertreter des Tschechischen Botschafters, Ivan Broz, und der kroatische Botschafter Gordan Bakota haben bestätigt, dass die EU vor allem ein Friedensprojekt ist und damit wesentlich zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung in den einzelnen Ländern beiträgt. „Das Besondere am Burgenland ist die Vielfalt der hier gesprochenen Sprachen und gelebten Kulturen, die nebeneinander existieren und teilweise miteinander verschmelzen“, sagte Zavrl. Diese Besonderheit spiegelt sich in den Studienprogrammen wider, in denen die Fachhochschule Studierenden eine Ausbildung bietet, die Grenzen überwindet und sie auf interkulturelle Herausforderungen vorbereitet. „Seit mittlerweile 20 Jahren überzeugt die FH Burgenland am Standort Eisenstadt im Bereich Wirtschaft mit einem in Österreich einzigartigen Fokus auf Mittel-Osteuropa“, bestätigte Departmentleiter Sebastian Eschenbach. Ein breites Sprachenangebot, Studienaufenthalte an Partnerhochschulen, Berufspraktika und Sommerkollegs erweitern im Bachelor- und Masterstudiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen die interkulturelle Handlungskompetenz der Studierenden. www.fh-burgenland.at

Neue Studiengänge

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