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freitag, 22. november 2013 – 71

Zukunft von Arbeitnehmern & Arbeitgebern ist trotz Prognosen sehr ungewiss  Seite 74

profunde lehre bei a1

2014 starten Jugendliche mit Sinn für die Technik in eine spannende Zukunft  Seite 75

fh kufstein verena theissl ist vize-rektorin

© FH Kufstein Tirol

generation y in österreich

© A1 Telekom Austria

© Monika Saulich/AMS

careernetwork

JVC Sabine Pannik ist als Marketingleiterin erfolgreich und p ­ rivat sozial engagiert – zwei Welten, die sich ergänzen. Hernstein Report Führungskräfte aus der D-A-CH-­Region berichten über die ­Schwächen & Stärken der Manager.

© JVC International





© APA/Hans Klaus Techt

„Ich habe viel von Behinderten gelernt!“

Seite 72

WIfi-aktion

Zwischen 25. und 30. November findet die Europäische KMU Woche statt, die über die Leistungen von Klein- und Mittelbetrieben informiert. Seite 73

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Career-Monitor 2014 Was Akademiker können sollten

110.000 € in 4 Wochen investiert

Worauf es ankommt

Graz. Mehr als 110.000 € hat die Plattform Green Rocket für ihr erstes Projekt SunnyBAG noch vor Ablauf des Fundingzeitraums gesammelt. Nach dem Erreichen der Schwelle von 50.000 € in nur drei Wochen wurde diese in weniger als acht Tagen mehr als verdoppelt.

Die Crowdinvesting-Plattform konnte damit einen weiteren Rekord aufstellen. Der Endspurt lief bis Donnerstag, 21. November; bis dahin hatte man die Möglichkeit, in den steirischen Solartaschen-

© Kubiza

Solartaschen-Hersteller

Green Rocket-Macher (von li.): Peter Garber und Wolfgang Deutschmann.

Hersteller zu investieren und Teil des erfolgreichsten Crowdinvesting-Projekts zu werden. „Wir sind überrascht, wie schnell wir mit unserem ers-ten Crowdinvesting-Projekt so viel Kapital aufstellen konnten. Mit 110.000 Euro drei Tage vor Ablauf des Fundingzeitraums hat SunnyBAG eine Rekordsumme in einer Rekordzeit erreicht“, freuen sich Wolfgang Deutschmann und Peter Garber, GF der Green Rocket GmbH.Die Plattform-Gründer konzentrieren sich in Zukunft speziell auf die Sparten Energie, Umwelt, Mobilität und Gesundheit.www.greenrocket.com

© Career Verlag

Green Rocket Sensationelle Crowdinvesting-Rekorde für erstes Projekt der Plattform

Karriereratgeber firmiert jetzt unter neuem Namen: Akademiker-Guide 2014.

Wien. Der Career-Verlag präsentiert die Ergebnisse des Career-Monitors: Personalchefs bringen in dieser Erhebung auf den Punkt, welche Anforderungen sie an den Karrierenachwuchs stellen. Nachfrage besteht v.a. nach „unternehmerischem Denken“ (78%), gefolgt von „Zielorientiertheit“ (76%).„Wunschund Zerrbilder über den Arbeitsmarkt gibt es genug. Wir wollen den jungen Akademikern ein realistisches Bild vermitteln, was sie am Arbeitsmarkt erwartet und welche Anforderungen an sie gestellt werden“, so Herausgeber Markus Gruber.www.careerverlag.at


C a r e e r por tr a i t

© JVC International

Beruflich erfolgreich & sozial engagiert: für Sabine Brigitte Pannik, Vertriebsund Marketingleiterin von JVC, kein Wider­spruch, sondern zwei Welten, die sich ergänzen.

10 Fragen An sabine B. pan n i k

Als Kind wollte ich immer: viel reisen und die ganze Welt entdecken. Freundschaft bedeutet für mich: den anderen so zu nehmen, wie er ist. Mein letztes Geld würde ich ausgeben für : den Verein „Ich bin O.K.“, für den ich mich schon lange engagiere. Dinge, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, sind: einen Haufen Bücher und, auch wenn das kein Ding ist, den Partner. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war: von Ernest Shackleton „Mit der Endurance ins ewige Eis: Die Antarktisexpedition 1914-1917“. Mein Lebensmotto ist: Ich erkenne dich nicht an deinen Worten, sondern an deinen Taten. Dieser große Traum hat sich bisher noch nicht erfüllt: eine Reise zu Wurzeln einer fremden Kultur, wie etwa den Aboriginals. Das ist meine größte Stärke: meine Zeit strukturiert zu planen. Diese Persönlichkeit bewundere ich besonders: den Dalai Lama. Meine Lieblingsfächer in der Schule waren: Sprachen und Biologie.

Freitag, 22. November 2013

© privat

72 – careernetwork

Karrierefrau mit ­sozialem Sinn britta biron

Wien. Von Topmanagern in internationalen Unternehmen hat man bestimmte Vorstellungen. Sie sind eloquent, sprachgewandt, viel unterwegs, haben ihre Ziele klar definiert und verfolgen sie mit Konsequenz und Hartnäckigkeit. Sie haben einen prallen Terminkalender, in dem der Beruf Priorität hat und das Privatleben oft zu kurz kommt. Ihre Gedanken kreisen um Gewinn-

„Führungskräfte brauchen regelmäßiges und ehrliches Feedback, das ihnen Menschen mit dem Down-Syndrom geben können.“ sabine b. Pannik

maximierung und Effizienz, für soziale Belange bleibt – mit Ausnahme von Geldspenden – wenig bis kein Platz. Aber Vorurteile, auch wenn sie oft zutreffen, sind halt nicht der Weisheit letzter Schluss, und Sabine Brigitte Pannik, Vertriebs- und Marketingleiterin des Unterhaltungselektronik-Konzerns JVC, der beste Gegenbeweis zum landläufigen Vorurteil, dass Menschlichkeit in der Chefetage wenig Platz hat. Seit 2001 engagiert sich die er-

folgreiche Karrierefrau ehrenamtlich in dem Verein „Ich bin O.K.“, dessen Ziel es ist, Menschen mit Behinderung in das kulturelle, gesellschaftliche und berufliche Leben einzugliedern. „Auf den ersten Blick mag es vielleicht so aussehen, als gäbe es keine Parallelen zwischen diesen beiden Bereichen meines Lebens. Aber tatsächlich hat die Beschäftigung mit behinderten Menschen auch einen sehr positiven Einfluss auf meinen Beruf und darauf, wie ich mit den verschiedenen Anforderungen und Herausforderungen umgehe“, sagt Pannik. „Mein Job bringt es mit sich, dass ich mit sehr vielen Menschen zu tun habe, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, mit unterschiedlichen Wertvorstellungen. Das erfordert, dass ich mich rasch und möglichst genau auf mein Gegenüber einstellen kann. Und das ist eine Fähigkeit, die ich im Laufe der Jahre im Umgang mit behinderten Menschen gelernt habe.“

Neue Sichtweisen Pannik geht sogar noch einen Schritt weiter: Sie ist überzeugt, dass Menschen mit dem Down-Syndrom Führungskräfte sehr effektiv coachen können und hat zu diesem Thema auch ein Buch geschrieben. „Führen heißt in erster Linie kommunizieren. Kommunikation ist aber keine Einbahnstraße, sondern umfasst auch das Feedback“, erklärt sie. Und dieses würde, je weiter oben jemand in der betrieblichen Hackordnung steht, um so weniger konkret und ehrlich ausfallen.

Kein Wunder, wer wollte seinen Chef schon auf einen Fehler hinweisen. „Wer beruflich erfolgreich ist, kann daher leicht die Bodenhaftung verlieren; es ist aber wichtig, sich selbst und sein Handeln immer wieder kritisch zu reflektieren, damit man sich weiterentwickeln kann“, erläutert Pannik. „Menschen mit dem DownSyndrom halten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg, die soziale Stellung ihres Gegenübers beeindruckt sie wenig und diese Unbefangenheit im Umgang mit anderen Menschen kann wertvollen Input für die Chefetage und damit für die Wirtschaft insgesamt liefern. Zudem eröffnen sich dadurch auch neue Berufschancen und eine höhe Akzeptanz für behinderte Menschen in der Gesellschaft“, erklärt sie die dahinterliegende Strategie.

An sich selbst arbeiten Für ihre persönliche Bodenhaftung und Stressbewältigung – wobei sie Stress in erster Linie positiv sieht, als Ansporn für Höchstleistungen – hat Pannik aber noch weitere Strategien parat: „Ich habe zwar keinen grünen Daumen, liebe aber trotzdem die Gartenarbeit“, erzählt sie und nimmt auch gern in Kauf, dass dabei nicht immer alles nach Plan läuft. „Ich bin durchaus gern die Checkerin und kann das in meinem Job auch ausleben, manchmal auch im Privatleben“, sagt sie und verrät auch gleich den Spitznamen, den sie ob dieser Fähigkeit bekommen hat: Lady Schedule oder Lady Zackzack, wie ein japanischer Ge-

schäftspartner angesichts ihres zackigen Organisationsstils einmal – in einer Mischung aus Bewunderung und leichter Irritation – gemeint hat. Bei ihrem Lieblingshobby, dem Reiten, bringt das allerdings wenig. Pferde haben halt ihren eigenen Kopf und auch den akzeptiert die sonst so zackige Managerin. „Der Umgang mit Pferden braucht Ruhe und ist damit ein wunderbarer Ausgleich zum Berufsalltag“, sagt sie.

„In die ehrenamtliche Tätigkeit investiere ich viel Zeit und Energie, gewinne daraus aber viel Positives für mein Leben und den Beruf.“ sabine b. pannik

Und was wünscht sich jemand, der beruflich immer auf Zack ist, für seine Pension? „Na, bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit. Aber mit dem Strickstrumpf werde ich mich sicher nicht aufs Altenteil zurückziehen“, lacht Pannik. „Ich werde mir dann mehr Zeit für das Reisen, den Garten und das Reiten nehmen können, aber ich werde sicher auch meine soziale Arbeit noch intensiver betreiben und das Feedbacktraining für Führungskräfte etablieren.“


bu si n e s s & m a r k e t s

Freitag, 22. November 2013

careernetwork – 73

Hernstein Management Report 300 Führungskräfte in Österreich, Deutschland und der Schweiz geben Auskunft

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Positive Führungskultur

Bei Führungskräfteentwicklung besteht großer Aufholbedarf in Österreich; Konfliktmanager gefordert. len und diese professionell führen. Um zu einer konstruktiven Lösung zu kommen, braucht es Wertschätzung und Respekt.“ Anerkennung und Wertschätzung werden in allen drei Ländern an erster Stelle als wichtigster Parameter einer positiven Führungskultur beurteilt (28%). Klare und eindeutige Ziele folgen auf dem zweiten Rang (18%), besonders zielorientiert zeigen sich die deutschen Manager mit 24% (Ö: 16%, CH: 14%). Ein Führungsleitbild, das eine partnerschaftliche Führungskultur fördert, ist für 13% der Befragtenwesentlich; aus Fehlern lernen ist für 11% zentral.

© Petra Spiola

Wien. Dass eine positive Führungskultur hohe Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen hat, darüber sind sich die meisten der 300 befragten Führungskräfte in Österreich, Deutschland und der Schweiz einig. Anerkennung und Wertschätzung sind eng mit einer positiven Führungskultur verbunden. Was es aber mit der Konfliktscheuheit österreichischer Führungskräfte auf sich hat, dokumentiert der aktuelle Hernstein Management Report zum Thema Führungskultur.

Hernstein Institutsleiterin Eva-Maria Ayberk: „Wichtig ist, dass man aus Fehlern lernt und sie nicht wiederholt; nur so kann es zu Innovationen kommen.“

Große Länderunterschiede

Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sind es sogar 70%.

Der Hernstein Management Report ist eine jährlich durchgeführte Studie zu aktuellen Leadershipund Managementtrends. Die Abwicklung und Auswertung der Studie erfolgt durch OGM Österreichische Gesellschaft für Marketing in Wien. 54% beurteilen den Einfluss der Führungskultur auf den Erfolg des Unternehmens als sehr hoch, 38% als eher hoch. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Länderunterschiede: Vor allem österreichische Manager sind zu 60% vom sehr hohen Einfluss überzeugt, in Deutschland sind es 56%, in der Schweiz hingegen nur 48%. Auch mit steigender Unternehmensgröße gewinnt das Thema an Bedeutung: Bei Unternehmen bis 250 Mitarbeiter sehen 42% den Zusammenhang als sehr hoch, bei

zeigen sich deutliche Länderunterschiede. Für die Schweizer ist Konfliktkompetenz mit 15% zweitwichtigstes Kriterium, in Deutschland sprechen sich 8% dafür aus, während ihr in Österreich mit 4% eine untergeordnete Rolle zukommt.

Weiterbildungsangebote 64% der befragten Unternehmen bieten Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema Führung an. Deutschland ist Spitzenreiter mit 73%, in der Schweiz sind es 64%, Österreich hinkt mit 56% noch hinterher. Sehr zufrieden mit den Weiterbildungsangeboten sind nur 35%, als zufrieden bezeichnen sich 53%. Hernstein Institutsleiterin EvaMaria Ayberk dazu: „Das Thema Führung muss auf mehreren Ebenen ansetzen, Weiterbildung kann nur ein Schritt von vielen sein. Weiterbildungen werden erst dann positiv wahrgenommen, wenn die Rahmenbedingungen passen.“ Auch bei der Konfliktkompetenz

Das KrankenstandsDilemma

Freie Arbeitsgestaltung Alters- bzw. lebensphasengerechte Arbeitszeitmodelle sind für 8% am aussagekräftigsten, in etwa gleichauf mit Freiräumen für selbstbestimmtes Arbeiten und Autonomie (Konzept der Selbstwirksamkeit). Interessant ist, wie wenig Bedeutung der autonomen Arbeitsgestaltung zukommt: „Scheinbar wird noch zu wenig Wert darauf gelegt, dass selbstbestimmtes Arbeiten zu besseren Ergebnissen führt und die Mitarbeiter mit mehr Zufriedenheit und Engagement bei der Sache sind. Außerdem hat es einen positiven Einfluss auf das individuelle Stressempfinden und ist ein gelungenes Beispiel für gesundes Führen“, so Ayberk.  www.hernstein.at

Konfliktscheue Manager „Das bestätigt den zögerlichen Umgang mit Konflikten in der österreichischen Kultur. Konflikte müssen nicht automatisch als Zeichen schlechter Führung bewertet werden“, so Ayberk. Denn gerade in großen Unternehmen sind Konflikte durch das Aufeinanderprallen verschiedener Interessen von vornherein gegeben. Ayberk: „Deshalb sollen Führungskräfte Konflikte nicht vermeiden, sondern sich diesen stel-

Wifi Die Europäische KMU-Woche möchte Ende November das Bewusstsein für die Leistungen der KMUs stärken

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Friedrich Neumeyer

Zum 1. Jänner 2014 wird Friedrich Neumeyer zum CEO der proAlpha Software AG berufen. Der 45-Jährige tritt die Nachfolge von Unternehmensgründer Leo Ernst an und bringt Erfahrungen aus verschiedenen Führungspositionen mit.

Erich Neuhold Steiermark Tourismus

Der neue SteiermarkChef kommt aus der Österreich Werbung: Mit Erich Neuhold (56) gewinnt die Landestourismusorganisation eine Spitzenkraft des österreichischen Tourismus mit Schwerpunkt auf kreativem Marketing.

Verena Teissl FH Kufstein Tirol

© FH Kufstein Tirol

proAlpha © steiermark.at/Leiß

© proAlpha/Stephan Daub

job

Viele Veranstaltungen der WKO bieten Service für KMUs und fokussieren die Unterstützung in Österreich. Allein im zweiten Halbjahr sind es 100 Veranstaltungen, die sich unter dem Dach der KMUWoche finden. Von Finanzierungs-und Fördersprechtagen über Patentsprechtage und Veranstaltungen zu Zukunftsmärkten reicht das Spektrum. Die Broschüre „Hotspot KMU“ informiert mit neuesten Daten und Fakten über die Leistungen von kleineren und mittleren Unternehmen und zeigt eine Auswahl von Services für KMU mit Links. Die gedruckte Broschüre gibt‘s telefonisch gratis unter 0590900/ 4522 oder als Download unter: www.wko.at

Promotion

Die Wirtschaftskammer fokussiert die Kraft der kleinen und mittleren Unternehmen.

Wien. Von 25. bis 30. November findet die Europäische KMU-Woche statt. Ziel ist es, deutlich zu machen, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen einen großen Beitrag leisten, um Arbeitsplätze und Wohlstand zu schaffen. Gleichzeitig will man junge Menschen zum Unternehmertum motivieren und über Unterstützungsmöglichkeiten informieren. KMUs bieten mit ihren maximal 249 Beschäftigen 60% der Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaften 64% der Umsatzerlöse und 59% der Bruttowertschöpfung. Die KMU-Woche ist eine der zahlreichen Initiativen des Small Business Act, einer zentralen Politikinitiative, um ein unternehmerfreundliches Umfeld zu schaffen.

Verena Teissl wurde vom Kollegium der FH Kufstein Tirol zur Vizerektorin gewählt: Sie wird gemeinsam mit FH-Rektor Johannes Lüthi als erste Frau in dieser Position die akademischen Weichen an der FH Kufstein stellen.

Franz Fürndraht Avnet Technology

© Avnet

© APA/Hans Klaus Techt

64% der Umsätze kommen von den KMUs

Kranksein ist schon ein Dilemma: Einerseits sollte man sich auskurieren und anstecken sollte man auch niemanden. Andererseits sind da Projekte, die unbedingt erledigt werden müssen. Oder Aufgaben, die man unbedingt selbst erledigen möchte. Leider schlägt das Entscheidungs-Pendel in diesem Dilemma allzu oft in die falsche Richtung aus: Man schleppt sich krank in die Arbeit – zur Pflichterfüllung. Mehr als die Hälfte der österreichischen Arbeitnehmer gibt in einer aktuellen karriere.at-Umfrage an, häufig krank in die Arbeit zu gehen, weil ihr Stesslevel eine Auszeit nicht zulässt; mehr als ein Viertel geht „nur in Ausnahmefällen“ krank arbeiten. Acht Prozent machen ihren eigenen Krankenstand von verfügbaren Vertretungen abhängig. Und laut Umfrage ist nur jeder Zehnte in dieser Hinsicht konsequent und sagt: „Krank ist krank.“ Abgesehen davon, dass die erbrachten Leistungen bei desolater Gesundheit meist nicht die besten sind: Warum tut man sich das an? Die Gründe sind vielfältig: Angst um den Job etwa. Oder weil sich im Unternehmen von oben nach unten eine „Wir sind nie krank“-Kultur etabliert hat. Oder auch aus eigenem Pflichtbewusstsein. „Auffällig ist, dass es für viele Arbeitnehmer normal zu sein scheint, krank arbeiten zu gehen – und zwar über alle Hierarchie-Ebenen hinweg. Das zeigt auf, dass bei den Mitarbeitern durchwegs großes Verantwortungsgefühl der eigenen Aufgabe gegenüber besteht. Dieses darf man als Arbeitgeber keinesfalls ausnutzen“, kommentiert karriere.at-GF Jürgen Smid das Umfrageergebnis.

Das weltweit tätige Distributionsunternehmen für IT-Lösungen hat Franz Fürndraht (35) zum Sales Manager Independent Software ernannt. Der gebürtige Mödlinger verfügt über umfangreiche Erfahrungen im internationalen IKT-Bereich.


pe r son a l & M a n a ge m e n t

74 – careernetwork

Freitag, 22. November 2013

Nachbericht Experten-Talk zum Thema Zukunft von Arbeitgebern & Arbeitnehmern auf der Personal Austria & Professional Learning Austria in Wien

Arbeitnehmer stellen Sinnfrage

Generation „Why“: Viel Selbstbewusstsein, wenig Demut, Arbeit als Chance zur Selbstentwicklung.

© Monika Saulich/AMS

michael bär

AMS-Vorstand Johannes Kopf: „Es ändert sich etwas im Großen ...“

Wien. Die begehrten Nachwuchskräfte der Generation Y suchen flexible Arbeitsbedingungen und eine sinnvolle Beschäftigung – am besten mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten. Wie das Personalmanagement auf die veränderte Bedürfnislage der kommenden Leistungsträger eingeht, war eins der Hauptthemen auf den Messen Personal Austria und Professional Learning Austria in Wien. Besonders modern geben sich derzeit vor allem Start-ups, wie in der Podiumsdiskussion „Arbeitswelt 2020“ deutlich wurde.

„Die Zukunft gehört der flexiblen Arbeitswelt und nicht einem Arbeitgeber wie Yahoo, der seine Mitarbeiter kürzlich vom Homeoffice ins Büro zurückgeholt hat“, so Jubin Honarfar, GF Whatchado. „Vor einem Monat haben wir ein Hybridmodell eingeführt: Montag und Freitag sind feste Arbeitstage im Büro, in der restlichen Zeit kann sich der Mitarbeiter aussuchen, wo er arbeitet.“ An der Entwicklung haben der Whatchado-GF wie auch seine Mitdiskutantin Nina Schmidt von Microsoft keine Zweifel: „Es wird noch flexibler und virtueller“, prognostizierte die Expertin.

„Es ändert sich schon etwas im Großen“, befand AMS-Vorstand Johannes Kopf im traditionellen AMS Expert Talk.

Aichinger, Beraterin von Deloitte Human Capital, zu bedenken. „Es gibt bessere Motivationsfaktoren als Geld, es geht um neue Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven“, so Aichinger. An dieser Stelle setzte auch das Wifi-Bildungsgespräch an, das als zentraler Programmpunkt der Professional Learning großen Zuspruch von Besucherseite erhielt. Aber: Niemand kann voraussagen, wie Organisationsformen, Beschäftigungsverhältnisse, technische Rahmenbedingungen und die Märkte in 15 Jahren aussehen. Einen kompakten Überblick über die weitere Entwicklung und neue Trends in der Arbeitswelt und Bildung bieten die Messen Personal Austria und Professional Learning im nächsten Jahr am 5. und 6. November 2014; Schauplatz ist wieder die Halle C der Messe Wien. Weitere Informationen unter: www.personal-austria.at

Wichtige Zukunftsfragen Qualifizierte Nachwuchskräfte ließen sich weniger durch Dienstwagen, Laptop und Gehalt locken, sondern wollten sich mit ihrer Arbeit identifizieren. Sinnvolle Aufgaben zu schaffen, werde zur Überlebensfrage für die Unternehmen, unterstrich der AMS-Vorstand. Unternehmen müssten lernen, dass der Begriff Vergütung vielschichtiger geworden sei, gab Elisa

ICG Ressourcenanalysen

Effiziente Arbeit Wien. Häufig sind Prozesse, Aufgaben und Strukturen in Unternehmen historisch entwickelt. Der Zeiteinsatz für Prozesse und Aufgaben ist nicht bekannt, der Aufwand für Abklärungen, wie viele Mitarbeiter an einem Prozess arbeiten, ist diffus. Die Ressourcenanalyse ist eine Methode zur Erhebung aller Personalressourcen (v.a. jener, die nicht direkt für produktive Tätigkeiten eingesetzt werden, z.B. alle Steuerungs-, Führungs- und administrativen sowie sonstigen Aufgaben). Dieses Instrument wird von Integrated Consulting (ICG) als Online-Tool angeboten; d.h. alle Mitarbeiter greifen auf eine Homepage zu und erfassen dort ihre Zeiten. Die Auswertung erfolgt durch ICG. www.integratedconsulting.at

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Umfrage Männer im Job

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Flexibler sein

Wien. Eine Umfrage von GDI Consulting zum Internationalen Männertag am 19. November brachte Interessantes ans Licht: Mehr als zwei Drittel der berufstätigen Männer in Österreich würden für mehr Zeit auf Geld verzichten. Das Bedürfnis nach mehr Work Life-Balance bzw. Vereinbarkeit von Familie und Beruf zieht sich durch alle Hierarchie-Ebenen. Dennoch: Drei Viertel der Männer (76%) sind mit ihrem Job zufrieden. www.gdi-consulting.at

Universitätslehrgang Werbung & Verkauf Unsere Absolventinnen sind Aufsteigerinnen

© Panthermedia.net/Rehan Qureshi

Ingrid Maximilian von Maresi Austria ist erfolgreiche Absolventin unseres Universitätslehrganges. Ihre berufliche Laufbahn startete sie als Sekretärin in der Marketingabteilung von Maresi. Der Universitätslehrgang Werbung & Verkauf bot ihr das Sprungbrett zur Markenverantwortlichen: nach dem Lehrgangsabschluss avancierte sie zur Produkt- und danach Brand Managerin. Heute ist sie als Marketing Manager verantwortlich für die Marken Maresi, Knabber Nossi und Himmeltau.

werbung.verkauf@wu.ac.at, +43-1-313 36-4612, werbelehrgang.at Berufsbegleitende Universitätslehrgänge der WU Executive Academy.

Österreich: 58% der berufstätigen Männer wollen flexiblere Arbeitszeitmodelle. 216x288 WU-Sujet POLYAK 13-040_UL-WV_Medianet-216x288_Maximilian_KW37.indd 1

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au s - & we i te r bi l d u n g

Freitag, 22. November 2013

careernetwork – 75

Financial Times Ranking 2013 WU Wien auf Platz 46

Executive Academy

In D-A-CH-Region unter den besten fünf MBAs.

H C I E R G ERFOL N E D I E H ENTSC

25 Jahre CAREER – Der neue AKADEMIKER-GUIDE 2014! © APA/Helmut Fohringer

Ein Vierteljahrhundert Karriere. Holen Sie sich die Jubiläumsausgabe der Karriere-Bibel Österreichs! WU Wien kann sich trotz starker internationaler Konkurrenz im Ranking beweisen! alice Hefner

Wien. Die WU Wien als größte Wirtschaftsuniversität Europas zählt zu den führenden Hochschulen weltweit und bündelt in der WU Executive Academy ihr Programmportfolio im Bereich „Executive Education“. Das Financial Times Exekutive MBA Ranking gilt seit Jahren als Königsdisziplin der international führenden Business Schools. Nur ein verschwindend geringer Prozentsatz erfüllt die strengen Teilnahmekriterien der Financial Times. Der Global Executive MBA der WU Executive Academy verbesserte sich im Ranking um fünf Plätze, ist erneut unter den Top 50 weltweit und belegt nun Platz 46.

Christoph Badelt, Rektor der WU: „Diese Top-Platzierung ist eine schöne Bestätigung, zur Spitzenklasse der Wirtschaftsuniversitäten weltweit zu gehören. Sie erleichtert der WU in Zukunft nicht nur das Benchmarking im Hochschulbereich, sondern unterstreicht auch ihr Image als attraktiver Studienstandort und kompetente Forschungseinrichtung.“ Aus Sicht der WU ist nicht nur die Platzierung wichtig, sondern auch der Vergleich mit anderen Top-MBA-Programmen. So konnte die WU Wien renommierten Universitäten wie zum Beispiel SDA Bocconi (#59), Universität St. Gallen (#64) oder die Rotterdam School of Management/Erasmus University (#48) hinter sich lassen. www.executiveacademy.at

A1 Lehre Profunde Ausbildung in zwei Fachrichtungen

Einstieg in die Welt der Technik Wien. Mit der Ausbildung „Informations- und Telekommunikationstechnik“ bzw. „Einzelhandel mit Schwerpunkt Telekommunikation“ werden Jugendliche zu top-qualifizierten Fachkräften mit starken Perspektiven für eine technische Berufslaufbahn. „Die Lehre bei A1 bietet jungen Frauen und Männern einen optimalen Einstieg in die Welt der Technik. Eine Top-Ausbildung am Puls der Zeit und das vielsei-

tige Angebot eines internationalen Konzerns garantieren eine aufregende Lehrzeit und zahlreiche Karrierechancen. Mädchen sind bei technischen Berufen noch immer in der Unterzahl, daher unterstützen wir sie mit zusätzlichen Coachings und Förderungsprogrammen“, so Silvia Buchinger, Personalchefin A1 und Telekom Austria Group über das neue Lehrlingsprogramm. www.A1.net/karrierelehre

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