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inside your business. today.

freitag, 6. dezember 2013 – 71

Challenge für IT-fans © Knapp

Knapp AG startet erneut Talentsuche mit einem Programmierwettbewerb  Seite 73

© Panthermedia/S. Larkjit

careernetwork Trends im HR-Management

Personalverantwortliche setzen Priorität auf höhere Qualität bei den Managern  Seite 74

BFI Wien neuer IT-Leiter Michael Ruth © BFI Wien/Marko Zlousic

Karton Klaus Hockl, GF Cardbox Packaging ­Holding, liebt die täg­ liche Herausforde­ rung beim Lösen von Problemen. UniCredit Die Bank Austria ­bietet ­ihren Mit­ arbeitern in ­einer neuen ­Academy wertvolle Aus- und Weiter­bildung an.

© Cardbox Packaging Holding

Seite 72

© Panthermedia.net/Toni Anett Kuchinke

„Ich glaube an mich und an das Gute im Menschen“

frauen-messe

Im September 2014 findet in Wien eine Karriere- und Weiterbildungsmesse für Frauen statt, die sich beruflich gründlich verändern möchten. Seite 73

 Seite 75

VKKJ Verein Verantwortung und Kompetenz für besondere Kinder und Jugendliche

Xing Projekte Meistgenutztes Portal unter Freiberuflern

Eine neu geschaffene Position

Freelancer gesucht

Wien. Claudia Carrière ist jetzt Per­ sonalentwicklerin bei der „VKKJ – Verantwortung und Kompetenz für besondere Kinder und Jugend­ liche“. Mit der neu geschaffenen Position trägt die gemeinnützige Vereinigung dem Bedarf an quali­ fiziertem Fachpersonal Rechnung.

Hamburg/Wien. Xing Projekte, das Portal für Freiberufler, Dienstleister und Auftraggeber des führen­ den beruflichen Online-Netzwerks, weitet sein Angebot aus.

Derzeit sind bei der VKKJ in neun Ambulatorien und einem Tagesheim 260 Ärzte und Thera­ peuten, Behindertenfachbetreu­ er sowie Behindertenpädagogen beschäftigt.

Xing Bewerbermanagement

© VKKJ

Fachfrau für das Recruiting

Claudia Carrière ist Niederöster­ reicherin. Sie studierte Wirtschaftspädagogik an der WU Wien mit dem Schwerpunkt auf Personalma­ nagement. Darüber hinaus absol­ vierte sie eine Psychologie-Ausbil­ dung an der Universität Paris VIII. 2005 trat Carrière in die Robert Bosch AG ein, wo sie in verschie­ denen Positionen Personalprojekte und Change-Prozesse begleitete. Nach einem zweijährigen Aufent­ halt in Paris, wo sie die Personal­ leitung beim Logistikunterneh­ men ASWO France SAS übernahm, kehrte sie 2013 nach Wien zurück. www.vkkj.at

Claudia Carrière (31) ist ab sofort die neue Personalentwicklerin der VKKJ.

Auf Xing Projekte können Auf­ traggeber schnell und bequem An­ zeigen schalten, um Fachleute für anstehende Projekte zu finden. Mehr als 700.000 Freiberufler und Dienstleister aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind auf Xing angemeldet – so viele wie auf keiner anderen Plattform.

Recruiters haben bereits mehr als 35.000 Anzeigen eingestellt. Patrick Klug, Product Manager Xing Projekte: „Freiberufler neh­ men eine wichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt ein. Sie sind für Startups unentbehrlich geworden, aber auch globale Konzerne profitieren von ihrem Know-how. Unser neues Freemium-Modell erlaubt jetzt Un­ ternehmen, besser als bisher den individuellen Anforderungen und auch finanziellen Möglichkeiten entsprechend, geeignete Anzeigen­ typen zu schalten und so den pas­ senden Experten zu finden.“ www.xing.com/projects


C a r e e r por tr a i t

72 – careernetwork

Freitag, 6. Dezember 2013

10 Fragen An kl aus h ockl

Als Kind wollte ich werden ... Ich wollte Profisportler werden und vom Tennis spielen leben. An meinem heutigen Job ist besonders faszinierend ... Die tägliche Herausforderung, Probleme zu lösen, gefällt mir sehr. Erfolg ist ... Auf keinen Fall kurzfristig machbar, sonst ist er eine Vergeudung von Ressourcen. Wer Karriere machen will, muss ... Hausverstand, Bodenhaftung, Durch­ setzungskraft und vor allem auch Werte haben. Jungen Menschen würde ich raten ... Sich Zeit zu nehmen für die Orientierung auf dem Markt – und das Drumherum im künftigen Arbeitsleben zu untersuchen. Die Bedeutung von Geld ist ... Im Beruf ist Geld sicher eine Motivation, für mich privat aber nicht. Ein Buch, das mich beeindruckt, ist ... Ich lese viele Bücher, nicht nur Fachbü­ cher, aber „das eine“ gibt es für mich nicht. Mein liebstes Reiseziel ist ... Barcelona. Diese Stadt ist meine zweite Heimat – auch wegen des FC Barcelona. © Cardbox Packaging Holding/Lang & Lang

Pläne für die Zukunft habe ich ... Nur im Zusammenhang mit meinen Kin­ dern, deren Entwicklung ich noch stärker als bisher unterstützen möchte. Ich glaube an ... Mich selbst und an das Gute im Men­ schen. Und daran, dass jede Entschei­ dung, die man im Leben getroffen hat, irgendwie zurückkommt.

„Ich träume manchmal von Schachteln“

Klaus Hockl (45), seit Mai 2013 Geschäftsführer der Cardbox Packaging Holding GmbH, ist der Meinung, dass Geld zwar wichtig, aber nicht das Wichtigste im Leben ist.

georg biron

Wien. Als GF der Cardbox Packaging Holding GmbH legt Klaus Hockl sowohl ein beeindruckendes Arbeitspensum als auch ein faszinierendes Tempo an den Tag. Er ist vom frühen Morgen bis zum späten Abend gewinnbringend tätig, verbringt mit Smartphone

„Wir legen den Fokus bewusst auf hoch­ wertige Verpackungen. Unser langjähriges Know-how entwickeln wir ständig weiter.“ klaus hockl

und Laptop jede Menge Zeit für Kommunikation und Recherchen im Internet, führt zwischendurch Besprechungen mit Mitarbeitern und Kunden und träumt manchmal nachts sogar von den Cardbox-Faltschachteln, die im Kärntner Lavanttal in Wolfsberg und

im tschechischen Zádverice hergestellt werden. Hockl hat Spaß an der Arbeit, die tägliche Herausforderung, Probleme zu lösen, liegt ihm. Das Familienleben mit Ehefrau Petra und den Kindern Viktor und Karoline spielt für ihn eine wesentliche Rolle: als Ruhepol, Kraft- und Inspirationsquelle. Der europäische Faltschachtelmarkt wächst moderat und stabil. Wer hier investiert, der setzt auf Wachstum. Der Luxusgütermarkt ist zwischen 1999 und 2009 um ca. 60% gewachsen, und Premium Marken gewinnen im Lebensmitteleinzelhandel in Österreich und Deutschland laufend Marktanteile. Wenn man das nötige technische Know-how besitzt, rechnet sich die Spezialisierung auf hochwertige Verpackungen.

Solide Kundenbasis Schlanke Strukturen, Spezialisierung, höchste Qualitätsansprüche sowie Kundenzufriedenheit stehen für Hockl „an erster Stelle“. Cardbox Packaging tritt als attraktiver, leistungsfähiger Partner vor allem für die Süßwaren-, Foodund Kosmetikindustrie auf dem europäischen Markt auf. Angelpunkt der Wachstumsstrategie ist der kontinuierliche Aus-

bau des Geschäftsbereichs durch neue Partner und Standorte. Cardbox Packaging verfügt auch über eine solide Kundenbasis im Bereich hochwertiger Lebensmittel wie Süßwaren und Milchprodukte. Das soll aber erst der Anfang einer noch lange dauernden Erfolgsgeschichte sein, versichert Hockl: „Seit 2011 hat sich unser Umsatz verdoppelt, weil wir extrem kundennah agieren: Wir sind flexibel, gehen auf Kunden und Produkte ein und bieten individuelle und maßgeschneiderte Lösungen. Jüngst konnten wir Greiner Packaging International als Kunden gewinnen.“ Das Joint Venture von Greiner und Cardbox ist ein klares Signal an den europäischen Verpackungsmarkt; Greiner ist einer der führenden Verpackungshersteller. Aspekte wie Lebensmittelechtheit und Haptik gewinnen für Verpackungen zunehmend an Bedeutung; migrationsarme Materialien (mit kurzen Transportwegen) sind dabei ein Muss. „Darin liegt eine wesentliche Herausforderung für die Zukunft“, so Hockl. Da die Entscheidung für ein Produkt meistens direkt am PoS fällt, spielt die Haptik eine wesentliche Rolle bei Verpackungen. „Gemeinsam mit Greiner werden wir diesen Bereich in Zukunft

ausbauen und unseren Kunden komplett neue Verpackungskonzepte anbieten können, die der PoS bislang noch nicht gesehen hat, so Hockl. Der positiven Entwicklung ging eine geglückte Rettungsmaßnahme für ein traditionsreiches österreichisches Unternehmen voraus: Die Ploetz Packaging

„Seit 2011 hat sich unser Umsatz verdop­ pelt, weil wir extrem kundennah agieren und maßgeschneiderte Lösungen anbieten.“ klaus hockl

GmbH in Wolfsberg, die ins Trudeln geraten war, wurde seit 2011 durch eine strategische Management-Optimierung erfolgreich saniert. Als Erfolgsfaktoren für den Turn-around nennt Hockl, der im Mai 2013 zum GF der Cardbox

Packaging Holding GmbH bestellt worden ist, gleich mehrere Faktoren: „Die fundierte fachliche Kompetenz der Ploetz Mitarbeiter war der Grundstein für die gelungene Sanierung. In Kombination mit der Beratungskompetenz der MCP GmbH (Management Consulting Partners), gelang innerhalb eines Jahres eine kosten- und vertriebsseitige Rettung des Unternehmens. Damit konnten auch die 45 Arbeitsplätze im Kärntner Lavanttal gesichert werden.“ Die Dienstleistung von MCP richtet sich an die Global Player in der Industrie, die Branchenerfahrung erstreckt sich über Luftfahrt, Automotive, Elektronik, Zellstoff, Papier, Karton, Verpackung und Anlagenbau. Das nötige Kapital von 2,5 Mio. € für das weitere Wachstum kam von der i4g Investment GmbH, einem österreichischen Private Equity- Unternehmen mit Sitz in Wien. Als Strategiepartner gestaltet i4g Unternehmensbeteiligungen für Family Offices und Privatstiftungen in Technologieunternehmen. „Gemeinsam legen wir den Fokus auf hochwertige Verpackungen; neben der Spezialisierung entwickeln wir auch das Know-how ständig weiter“, so Hockl abschließend. www.cardbox-packaging.at


pe r son a l & m a n a ge me n t

Freitag, 6. Dezember 2013

careernetwork – 73

Frauenkarrieren im Fokus Messe „Smart Careers for Women“ am 26. und 27. September 2014 eröffnet Chancen

Karriere-Inside mit: Christoph Weissenböck

Karrieremesse für Frauen In Österreich gibt es mehr als 4,1 Millionen Erwerbstätige, darunter derzeit rund 1,9 Millionen Frauen.

Familie und Beruf Im Unterschied zu anderen Karrieremessen richtet man sich schwerpunktmäßig an Frauen, die bereits im Berufsleben stehen. Diese treffen auf der Messe nicht nur auf hochkarätige Arbeitgeber mit interessanten Stellenangeboten, sondern können sich gleichzeitig über alle Themen informieren, die für ihre individuelle Karriereplanung wichtig sind – vom Berufseinstieg nach dem Studium über die Themen Elternzeit und Equal Pay bis hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch der Bereich Existenzgründung spielt auf der Messe eine wichtige Rolle. Im vergangenen Jahr wurden in Österreich 34.000 Unternehmen gegründet, 42% davon von Frauen. Hier setzt die Karrieremesse mit maßgeschneiderten und speziell auf die Bedürfnisse von Gründerinnen zugeschnittenen Informationsangeboten an. Abgedeckt werden alle diese Themenbereiche durch ein in die

Hut zu bringen und in Führungspositionen aufzusteigen. Gleichzeitig können sehr viele Unternehmen weniger denn je auf gut ausgebildete Fachfrauen in ihren Reihen verzichten. Mit der Karriere- und Weiterbildungsmesse ,job and career for women‘ möchten wir allen Beteiligten eine Plattform bieten, um bei diesem wichtigen Thema gemeinsam einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen“, so Hoffner.

© Panthermedia.net/Toni Anett Kuchinke

Wien. Im kommenden Jahr findet in der Messe Wien eine neue Karrieremesse speziell für Frauen statt, die interessierte Arbeitgeber genau dabei unterstützt. Unter dem Messetitel „Smart Careers for Women“ haben Unternehmen am 26. und 27. September 2014 Gelegenheit, sich auf der Messe „job and career for women“ mit ihren Angeboten gezielt an Frauen zu wenden, die sich beruflich verändern möchten.

Was die Personaler hören wollen

HR-Report Frauenförderung Für den HR-Report 2013/2014 (Frauenförderung) des Personaldienstleisters Hays und des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) werden Führungskräfte aus dem deutschsprachigen Raum befragt. Die Ergebnisse des Reports kann man unter www. hays.at/studien downloaden. „Unternehmen tun noch zu wenig, um Frauen stärker teilhaben zu lassen. In Kombination mit den nach wie vor gegebenen mentalen und kulturellen Barrieren müssen wir uns auf einen langwierigen Prozess einstellen, bis Frauen angemessen in Führungs- und Fachrollen vertreten sind. In Anbetracht der demografischen Entwicklung ist dies alles andere als zufriedenstellend“, so Jutta Rump, Leiterin des IBE. Das größte Hindernis ist für 64% der Befragten aus Österreich, dass sich Beruf und Familie weiterhin nicht in Einklang bringen lassen. job-and-career-for-women.at

Ein Schwerpunkt der Messe ist das Thema „Frauen in Führung“, das durch Debatten um Frauenquoten in Aufsichtsräten der ATX-Unternehmen an Bedeutung gewinnt.

Messe integriertes, breit gefächertes Forenkonzept, das Besucherinnen die Möglichkeit bietet, sich zu vielfältigen Karrierethemen auf den neuesten Stand zu bringen. „Neben den eigentlichen Bewerbungsgesprächen werden auf der Veranstaltung auch die persönliche Weiterbildung und das Networking im Mittelpunkt stehen“, erklärt Natascha Hoffner, die für die „job and career for women“ zuständige GF des Veranstalters spring Messe Management GmbH.

Corporate Health und den Public Sector. Für den Austausch zwischen den ausstellenden Unternehmen und den Bewerberinnen wird es zusätzlich zu den Messeständen zwei weitere Begegnungsorte geben: den JobPoint und die Job-InterviewLounge. Nach einem kurzen Impulsvortrag, in dem sich der jeweilige Arbeitgeber vorstellt, ist am JobPoint ein Austausch möglich. Weitergehende oder diskreter zu handhabende Gespräche finden dann im separaten Lounge-Bereich statt.

Neue Bewerbungsplattform Die Tochter der Deutschen Messe AG betreibt derzeit Projekte in vier Ländern (Deutschland, Österreich, Ungarn und Russland) und ist spezialisiert auf Fachmessen für Personalmanagement, Rekrutierung, Professional Learning,

Powerfrauen sind gefragt „Auch heute ist es für Frauen noch immer schwierig, sich in von Männern dominierten Berufen erfolgreich durchzusetzen, Familie und Beruf unter einen

Knapp AG Ab sofort können sich IT-Begeisterte ab 16 Jahren online für die Challenge am 7. März 2014 anmelden

börse

Die Auf- und Umsteiger der Woche im Kurzporträt.

Michael Ruth

Michael Ruth (49) ist neuer IT-Leiter im BFI Wien. Der gebürtige Klosterneuburger bringt knapp 30 Jahre Erfahrung in Softwareentwicklung, Projekt- und IT-Management mit. Er war u.a. bei Siemens, bauMax und Ottakringer beschäftigt.

Sylvia Palden Interxion Österreich

Die 39-jährige Wienerin Sylvia Palden leitet künftig die MarketingAbteilung bei Interxion Österreich, einem führenden Anbieter von carrierneutralen Rechenzentrumsdienstleistungen. Davor war sie bei Hutchison.

Ines Reiter ÖGNI GmbH

© ÖGNI

BFI Wien

© Interxion

© BFI Wien/Marko Zlousic

job

1.000 €. Eine Auszeichnung erhält auch die Ausbildungsstätte mit den besten Teilnehmern. „Natürlich ist unser coding contest ein Wettbewerb, aber einer, der Spaß macht. Wir möchten den Jugendlichen einen Einblick in die Welt der Logistik geben und sie auf den Geschmack bringen, vielleicht später einmal in diesem Umfeld tätig zu werden. Die Teilnehmer erwartet daher auch 2014 wieder ein Beispiel aus unserer Praxis, das die Köpfe zum Rauchen bringen wird“, sagt Ingo Spörk, Knapp AG Personalleiter. Die Knapp AG ist ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der Lagerautomation und Lagerlogistik-Software. www.coding-contest.at

Promotion

Der coding contest findet in der Konzernzentrale des Logistikers in Hart bei Graz statt.

Hart bei Graz. Die Knapp AG veranstaltet am Freitagnachmittag, den 7. März 2014, zum dritten Mal den „Knapp coding contest“. Der Programmierwettbewerb lockt Schüler und Studenten aus fast allen Bundesländern nach Hart bei Graz. Gelöst werden kann die Aufgabe wahlweise in Java oder C#. Mehr als 100 Teilnehmer nutzten in den vergangen zwei Jahren die Möglichkeit, ihr Talent zu zeigen. Viele haben eine ähnliche Motivation wie die HTL-Schülerin Julia: „Ich will mein theoretisches Wissen, das ich in der Schule gelernt habe, in der Praxis anwenden und mich mit anderen messen.“ Das Preisgeld ist ein weiterer Anreiz: Prämiert werden die ersten drei Plätze mit 1.500 €, 1.250 € und

Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) gründete jetzt die ÖGNI GmbH. Als erste Geschäftsführerin ist Ines Reiter, die schon bisher in der Geschäftsstelle tätig war, bestellt worden.

© TÜV Austria/A. Amsüss

© Knapp

Talentsuche mit Programmierwettbewerb

Eine Bewerbung bei einem Unternehmen ist in gewissem Maß immer ein Schuss ins Blaue. Zwar werden im Idealfall die Position und die dafür nötigen Anforderungen im dazugehörigen Inserat erklärt, ein kleiner Rest Unsicherheit bleibt aber natürlich – der Faktor HR-Manager. Jene unbekannten Wesen, die bestimmen, wie das Setting im Bewerbungsgespräch aussieht. Menschen, die sich vielleicht sogar Fragen wie „Welches Küchengerät wären Sie?“ ausdenken. Und die möglicherweise auch noch die Social Networks der Bewerber durchstöbern. Wie sind sie aber wirklich? Und worauf legen Personalisten bei jungen Arbeitnehmern Wert? Der Career-Monitor 2014 ermöglicht einen Einblick in die Welt der HR-Manager. Knapp acht von zehn Befragten gaben an, dass es auf unternehmerisches Denken ankommt, fast genauso viele (76 %) schätzen Lösungs- und Zielorientierung bei Bewerbern. Zwei Drittel erwarten gute Kommunikationsfähigkeit und auch vernetztes Denken und Arbeiten. Empathie, Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz sind für sechs von zehn HR-Entscheidern wichtig. Wie steht es um die OnlineReputation der Bewerber? Steht man als Kandidat tatsächlich in der Auslage? Sagen wir so: Mit großer Wahrscheinlichkeit; 43% der Personalmanager nutzen Xing zum Fakten-Check, ebenso viele die Suchmaschinen wie Google. Ein knappes Drittel versucht, sich via Facebook ein Bild vom künftigen Mitarbeiter zu machen. Und 42% der Personaler prüfen, ob die Angaben in der Bewerbung mit Social-Web-Profilen übereinstimmen.

Stefan Wallner TÜV Austria

Reinhard Fröhlich (64), langjähriger GF der TÜV Austria Cert GmbH, hat die GF zurückgelegt. Zum Nachfolger als operativen GF wurde Stefan Wallner (45) ernannt. Er verfügt über umfassende Erfahrung und Branchenkenntnisse.


pe r son a l & m a n a ge m e n t

74 – careernetwork

short

Raiffeisen-Leasing ist familienfreundlich

Freitag, 6. Dezember 2013

Kienbaum-Studie Trends im Human Resource Management zeigen, dass der Fokus auf Qualitätsverbesserung liegt

Personalverantwortliche setzen auf mehr Qualität

© Harald Schlossko

Es besteht Nachholbedarf: Nur 57% der befragten Firmen verfügen über eigene Personalstrategie.

Bachelor-Studium Personal­management Wien. Die FH Wien bietet ein gefragtes Bachelor-Studium an: Die Basis bilden Personalmanagement, Arbeitsrecht, Personalentwicklung und Grundlagen des Managements. Die Ausbildung bereitet auf die erfolgreiche Gestaltung aller HR-Rollen vor: Strategic Parnter, Human Capital Developer, Functional Expert, Leader und Employer Champion. Außerdem gibt‘s eine Trainerausbildung. www.fh-wien.ac.at

© APA/Helmut Fohringer

Österreichs CEOs sind gewaltig unter Druck

Bri­gitte Jank, Prä­si­den­tin der Wiener Wirt­schafts­kam­mer, kennt Probleme.

Wien. Nach einer Stu­die des WKO-Fachverbands für Unter­ neh­mens­be­ra­tung, Buch­ haltung und IT (UBIT) ste­hen die öster­rei­chi­schen CEOs unter Druck: Mehr Geld als in Österreich fließt kaum wo an den Staat. Dazu Bri­gitte Jank, Prä­si­ den­tin der Wirt­schafts­kam­mer Wien: „Die büro­kra­ti­schen und steu­er­li­chen Belas­tun­gen tref­ fen mitt­ler­weile viele Betriebe mas­siv und behin­dern ihre Inno­va­ti­ons­kraft und Wett­be­ werbs­fä­hig­keit.“ www.wko.at

Knapp die Hälfte der Befragten nutzt Business-Netzwerke wie Xing für die Kommunikation mit potenziellen Kandidaten.

Die Rolle der HR-Bereiche

Für die Mehrheit der befragten Personalentscheider ist der Fachkräftemangel längst Realität: 41% der Unternehmen spüren die Auswirkungen schon deutlich. So erhalten 59% der Firmen auf ausgeschriebene Stellen weniger Bewerbungen als früher – und auch deren Qualität wird tendenziell schlechter. Weil die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt immer häufiger größer ist als das Angebot, steigen die Marktvergütungen in den gefragten Profilen; 84% der Unternehmen bestätigen diesen Trend. „Umso wichtiger ist es, frühzeitig den Personalbedarf von morgen zu identifizieren, Mitarbeiter entsprechend zu entwickeln und fehlende Kompetenzen von außen

Kienbaum ist in Deutschland Marktführer im Executive Search und im HR-Management und gehört zu den führenden Managementberatungen. „Die Topthemen der Personaler sind zugleich die erfolgskritischen Aspekte für die Unternehmen insgesamt: Leadership weiter professionalisieren, fit sein für kontinuierliche Veränderungen und eine gut gefüllte Talente-Pipeline haben Priorität – sowohl in den Personalbereichen als auch in den Vorstandsetagen. Das verdeutlicht die zentrale Rolle der HR-Bereiche für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung der Unternehmen“, so Walter Jochmann, GF von Kienbaum Management Consultants.

zu rekrutieren. Strategische Personalplanung und -entwicklung sind zentrale Ansatzpunkte im Umgang mit dem sich verschärfenden Fachkräftemangel“, so Jochmann.

ten zum Standardrepertoire in der Arbeitgeberkommunikation: Lediglich knapp ein Viertel nutzt diese Kanäle regelmäßig oder primär für ihr Employer Branding. Der Personalbereich erbringt einen ebenso hohen Wertbeitrag wie die anderen Unterstützungsfunktionen im Unternehmen wie etwa Finance und Controlling; davon ist im Schnitt die Hälfte der von Kienbaum befragten Personalverantwortlichen überzeugt. Was die strategische Fundierung ihrer Arbeit angeht, haben die HR-Bereiche noch Nachholbedarf: Nur 57% der befragten Unternehmen verfügen über eine Personalstrategie. Der vollständige Ergebnisbericht steht im Download-Center bereit: www.kienbaum.de

Recruiting auf Messen Im Rahmen ihres Employer Branding setzen die Unternehmen an erster Stelle auf Anzeigen in Online-Stellenbörsen und eine professionelle Karriere-Website: 51% der von Kienbaum befragten Firmen nutzen primär diese Kanäle für ihre Arbeitgeberkommunikation. 60% der Unternehmen sind regelmäßig oder sogar in erster Linie auf Karrieremessen präsent. Private Soziale Netzwerke wie Facebook gehören bislang nur sel-

Uni Potsdam Neue DACH-Studie zur Analytics-Nutzung

Accenture Studie IT-Abteilungen weltweit im Umbruch

Wien. Big Data Analytics steht ganz oben auf der Agenda des Top-Managements in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dies ist ein Ergebnis der Studie „Wettbewerbsfaktor Analytics 2014“ der Universität Potsdam. So befürwortet die deutliche Mehrheit der Unternehmenslenker in der DACH-Region den Einsatz von Business-Analytics-Lösungen für die zielgerichtete Nutzung von Big Data.

Wien. Erfolgreiche IT-Abteilungen stellen den Kunden in den Mittelpunkt, verstehen ihr Unternehmen als digitales Unternehmen und kommunizieren mit Geschäftsleitung sowie Fachabteilungen. Der erfolgreiche CIO (Chief Information Officer) ist zum BusinessManager geworden, der reine ITVerwalter hat ausgedient.

Big Data-Fitness der DACH-Region Das gute Ende der IT-Verwalter jetzt dringend notwendig, die Weichen zu stellen. Business Analytics muss in der DNA des Wirtschaftslebens fest verankert werden. Die Gesamtstudie 2014 trägt erneut zu diesem Erkenntnisgewinn bei. Entscheidend ist nun die Initiative innerhalb der Unternehmen“, so Prof. Norbert Gronau, Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government an der Universität Potsdam. sas-competence-network.com

Fehlende Kenntnisse In der Schweiz sehen das 65% der Befragten so, in Deutschland über 80% und in Österreich sogar 100%. Gleichzeitig geben 45% der aktuell befragten Unternehmen an, dass sich ihre Kompetenz im Bereich Business Analytics nur langsam weiterentwickelt. Sogar 64% verweisen auf Anwendungsbarrieren aufgrund „fehlender Kenntnisse über Möglichkeiten und Nutzen weitreichender Analysen“. „Business Analytics lohnt sich schnell und nachhaltig. Da der Bedarf aufgrund von Big Data in den kommenden Jahren branchenübergreifend weiter steigt, ist es

Die Uni Potsdam erforschte gesamten deutschsprachigen Wirtschaftsraum.

die Auswirkungen ihrer IT-Investitionen analysieren, die Änderungen bei Geschäftsprozessen überwachen und die Leistung von Anwendungen kontrollieren.“ Für die „High Performance IT Studie 2013“ wurden die IT-Verantwortlichen von 202 Großunternehmen in Nord- und Lateinamerika, Europa, Asien und im PazifikRaum befragt. www.accenture.com/ highperformanceit

High Performers in IT Dagegen will die Mehrheit der CIOs immer noch in erster Linie Betriebskosten senken, die Produktivität erhöhen und Prozesse automatisieren. Zu diesem Fazit kommt der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture in seiner aktuellen Studie „High Performers in IT: Defined by digital“. „CIOs haben den Rollenwandel zum Business Enabler vollzogen“, so Daniel Baur, Managing Director und Technologie-Experte bei Accenture Österreich. „Stärker als der Rest des Feldes setzen sie auf agile Methoden. Den Erfolg ihrer Arbeit überprüfen sie, indem sie

© Accenture

Wien. Bei einem Festakt in der Aula der Wissenschaften wurden 70 Unternehmen mit dem staatlichen Gütezeichen für eine familienfreundliche Personalpolitik von BM Reinhold Mitterlehner ausgezeichnet. Raiffeisen-Leasing erhielt das Gütezeichen als erste Leasinggesellschaft Österreichs. Alexander Schmidecker, CEO der Raiffeisen-Leasing: „Ich freue mich sehr darüber, dass unsere kontinuierlichen Bemühungen um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf öffentlich von unabhängiger Stelle anerkannt werden. Die Zertifizierung zeigt, dass wir mit unseren Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind. Wir wollen diese in Zukunft fortsetzen, um einerseits die Motivation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter weiter zu fördern und andererseits am Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber bevorzugt gewählt zu werden.“ www.raiffeisen-leasing.at

Gummersbach. Die Qualität von Führung und Management zu verbessern, steht ganz oben auf der Agenda von Deutschlands Personalverantwortlichen: Für knapp die Hälfte der deutschen Personalentscheider ist das in diesem Jahr die vordringliche Aufgabe der HR-Abteilung. Das ergab die HR-Trendstudie 2013 der Managementberatung Kienbaum, für die das Beratungsunternehmen mehr als 100 Personalverantwortliche aus dem deutschsprachigen Raum befragt hat. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen die Themen Change-Management mit 38%, Talent-Management mit 30% und strategische Personalplanung mit 28%. Das Thema Work-Life-Balance ist in den Augen der Personaler hingegen z.B. weniger wichtig: Nur ein Prozent der Befragten hält dies derzeit für besonders relevant.

© Ben Titze/CC Lizenz

Ausgezeichnet (von li.): Kurt Vogl und Manuela Hammer (RaiffeisenLeasing), BM Reinhold Mitterlehner.

© Panthermedia.net/Sommai Larkjit

michael bär

Daniel Baur, Managing Director, Technologieexperte, Accenture Österreich.


au s - & we i te r bi l d u n g

Freitag, 6. Dezember 2013

careernetwork – 75

Generation Y Analyse

UniCredit Academy Austria Bank Austria bietet Mitarbeitern ein vielfältiges Angebot an Lernformen und -methoden

Die neue Lust am Lernen

Die Jugend hat Ansprüche

20% mit Führungskräften und Kollegen und nur zehn Prozent durch „formales Lernen“ an einem für das Lernen bestimmten Ort. Daher ist die Integration der Lernwelt in den Berufsalltag von höchster Bedeutung und hat kaum

michael Bär

Wien. Mit der UniCredit Academy bietet die Bank Austria eine Art des Lernens an, die neue Wege geht – wie z.B. architektonisch mit dem UniCredit Center „Am Kaiserwasser“ und vor allem in der Wissensvermittlung und Mitarbeiterentwicklung: „Lernräume der anderen Art“ in der virtuellen Academy, Learning Labs, Webinare, Podcasts und zahlreiche innovative Tools ermöglichen ein lustvolles Lernen mit allen Sinnen.

„Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und insbesondere das ‚Learning on the

Dazu Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria: „Unserem Unternehmen und mir persönlich sind die umfassende Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und insbesondere ‚Learning on the Job‘ extrem wichtig; mit der UniCredit Academy Austria haben wir dafür einen zeitgemäßen Rahmen geschaffen, der ganz neue Möglichkeiten der betrieblichen Aus- und Weiterbildung eröffnet.“ Und Doris Tomanek, Bank Austria-Vorstand für Human Resources Österreich und CEE, ergänzt: „In einem umfassenden Sinn fit sein für die Bank der Zukunft – dafür steht die neue UniCredit Academy Austria am Kaiserwasser. In der modernen Wissensgesellschaft sind Arbeiten und Lernen

Job‘ sind mir persön© www.peterrigaud.com

Vernetzung mit Berufsalltag

lich extrem wichtig.“ Willibald Cernko CEO Bank Austria

Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria, unterstützt die Academy.

nach Schema F undenkbar, daher schaffen wir mit innovativen Lernräumen und Tools sowie einer nahtlosen Vernetzung mit dem Berufsalltag eine Lernwelt neuen Zuschnitts.“ Verena McDermott-Schlegel, Leiterin der UniCredit Academy Austria und Head of Strategic HR Management, betont: „Unser Ziel ist ein vernetztes, generationenübergreifendes Lernen, in dessen Mittelpunkt Praxistauglichkeit,

Kundenorientierung und die individuelle persönliche Entwicklung stehen. Bei immer mehr Themen geht es nicht nur um den reinen Wissenstransfer, sondern darum, etwas selbst zu erfahren, zu reflektieren und daraus abgeleitet das Verhalten zu ändern. Jeder sitzt selbst am Steuer seiner Entwicklung und ist aufgerufen, diese aktiv mitzugestalten.“ Zudem finden heute rund 70% der Lernprozesse on-the-job statt,

noch etwas mit dem traditionellen „Pauken“ zu tun. Das Academy-Programm wird an Geschäftsentwicklungen angepasst, sodass stets neue Lernangebote entdeckt werden können. Durch die nahtlose Vernetzung aller Lernformen und Methoden im Unternehmen sowie die Integration von Lernen in den Berufsalltag wird Lernen zum umfassenden Entwicklungsprozess. www.unicredit-academy.at

© Cox Orange/VipinMayer

Academy-Programm kombiniert Bewährtes mit Neuem & wird an Geschäftsentwicklungen angepasst.

Diskussion: Die gut ausgebildeten Jungen ticken in der Arbeitswelt anders als die Generationen davor.

Wien. Petra Gregorits (PGM), Carina Felzmann (ARGE DigiKids), Helmut Leopold (AIT) und die Schüler Alexander Kreibich und Sanela Hodzic diskutierten bei einem Pressegespräch anlässlich der Präsentation der neuen PGM-Trendanalyse „Arbeitswelt, wir kommen!“ über die Herausforderungen der Arbeitswelt in der Zukunft. Die Analyse hat erhoben, welche Rolle digitale Medien im Recruitingprozess spielen – für die Jungen, aber auch für Unternehmen und Personalverantwortliche. Der überraschendste Aspekt: Wichtiger noch als der digitale Auftritt eines Unternehmens ist den Digital Natives eine Unternehmenskultur, die auf ihre Bedürfnisse eingeht und entsprechende Rahmenbedingungen schafft. „Wir Erwachsene gehen davon aus, dass Jugendliche nur im Netz hängen“, so Petra Gregorits, GF von PGM. www.kinderundmedien.at

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