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Freitag, 30. März 2012 – 27

automotivebusiness Wachstum geht vor

Schaeffler will lieber wachsen, als seine Milliarden-Schulden abzubauen  Seite 29

© Tesla/Dewhurst

© Schaeffler Gruppe

© Auto-Medienportal.Net

Durchbruch Geglückt?

Envia Systems will bessere, günstigere Li­thi­ um-Ionen-Akkus entwickelt haben  Seite 34

kizashi Suzukis salto  in das limousinen-segment

Offene Offroader sind die neuen Trendsetter

© Concept Tech

short

© Asfinag

Gratkorn. Der Prüfanlagen- und Fahrzeugsicherheitsspezialist Concept Tech hat die kanadische Microsys Technologies Inc. übernommen. Das steirische Unternehmen positioniert sich damit laut eigenen Angaben als einer der weltweit führenden Komplettanbieter von Fahrzeugsicherheitsprüfanlagen. GF Christoph Knotz sieht in der durch die Akquisition gewährleistete Produktkombination erstmals eine vollintegrierte Lösung zum Test von Airbagsystemen.  www.concept-tech.at

© Kia Austria

Wien. Die Asfinag wird in den nächsten fünf Jahren 2,8 Mrd. € bei den Straßenbauten sparen, die Einsparungen sollen u.a. durch Redimensionierungen und langfristige Verschiebungen erfolgen. Die Veränderungen in den einzelnen Projekte seien mit den Bundesländern erfolgreich ausverhandelt worden. „Damit ist es uns erstmals seit 25 Jahren gelungen, Projekte aus dem Bundesstraßen-Gesetz wieder zu entfernen“, sagte Verkehrsministerin Doris Bures.  www.asfinag.at

Audi Fahrzeuge für indischen Markt bekommen laute Hupen

Brüssel. Der europäische Markt für Nutzfahrzeuge hat seine Talfahrt beschleunigt. Im Februar kamen 126.010 und damit 11,3 Prozent weniger Transporter, Lastwagen, Sattelschlepper und Busse neu auf die Straßen in der EU, wie der Herstellerverband ACEA mitteilte. Die schwache Konjunktur ließ die Neuzulassungen im Februar auf allen großen Märkten schrumpfen. Den geringsten Rückgang verzeichnete Frankreich mit minus 3,2 Prozent, in Italien schrumpften die Neuzulassungen um knapp ein Drittel.  www.acea.be

© Audi

Extralaute Hupen kurbeln Verkauf an

Audi-India-Chef Michael Perschke sieht in Hupen „wichtiges Verkaufskriterium“.

Neu Dehli. Audi stattet seine für den indischen Markt bestimmten Autos mit extralauten Hupen aus. AudiIndia-Chef Michael Perschke sagte der indischen Zeitung Mint, eine gewöhnliche europäische Hupe sei in Indien nach einer oder zwei Wochen kaputt. In Mumbai werde zum Beispiel im Kampf durch das Verkehrschaos an einem Tag soviel gehupt wie in Deutschland in einem ganzen Jahr. In Indien kämpfen mehrere ausländische Autobauer um die Gunst von zunehmend wohlhabenden Kunden. Dabei ist laut Perschke „die Hupe ein ganz wichtiges Kriterium“.  www.audi.de

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Sports Utility Cabrios (SUCs) Sie sind unpraktisch und niemand braucht sie, vielen werden sie aber trotzdem gefallen: Nach den SUVs kommen nun auch SUCs – Mischwesen aus Cabrios und Offroad-Fahrzeugen – in Mode.  Seite 28

www.ditech.at/business


C ov e r

28 – automotivebusiness

Freitag, 30. März 2012

Sports Utility Cabrios Nach den Vans folgten die SUVs und jetzt ist die nächste Fahrzeuggattung in Sicht: SUCs

Kommentar

Und wieder eine neue Gattung für mehr Lifestyle

Mega-Engagement zahlt sich aus

Die Idee ist nicht neu, offene Offroader gibt es schon seit vielen Jahren. Jetzt werden sie en vogue. Wien. Ein weiteres neues SegmentKürzel, das wir uns zukünftig merken müssen, steht für die Gattung der „SUC“ – der Sport Utility Cabrios. Wie schon die mittlerweile altbekannten SUVs verbindet diese Fahrzeuggattung abermals zwei verschiedene Welten, die bisher auch allein gut zurechtgekommen sind. Doch bevor den kreativen Designerköpfen die herkömmlichen Ideen ausgehen, greift man zum Offroad-Cabrio. Brauchen tut‘s niemand, gefallen wird es vielen. Dazu gilt es zunächst Abschied zu nehmen von den gängigen Konventionen. Das SUV-Zeitalter hat uns gelehrt, nicht immer alles strikt einzuteilen. Heute ist es ein gängiges Prinzip, auch einem auf Offroad getrimmten Fahrzeug einen reinen Front- oder Heckantrieb einzupflanzen. Es geht um Sitzhöhe, Einstiegskomfort und geräumige Innenräume und nicht nur mehr ausschließlich um Geländegängigkeit und Differenzialsperren. Ähnlich verhält sich das auch bei den SUCs. Warum sollte ein Offroader nicht auch ohne Dach auskommen? Bei genauerer Betrachtung wird klar, dass diese Idee allerdings keineswegs neu ist.

Jürgen Zacharias

Z

ugegeben: Obwohl Hyun­ dai schon seit Jahren gute Fahrzeuge auf die heimischen Straßen bringt, haftete den Koreanern lange kein besonders gutes Image an; die Autos galten als billige Notlösung, wer sich‘s aussu­ chen konnte, kaufte bei der Konkurrenz. Das hat sich in den vergangenen Jahren – zu Recht – grundlegend geändert: Hyundai ist mittlerweile eine der am rasantesten wachsen­ den Automarken nicht nur in Österreich, sondern in ganz Eu­ ropa. Dies ist umso bemerkens­ werter, als sich der Markt am alten Kontinentn längst selbst überholt hat und mit Rückgän­ gen anstelle von Zuwächsen glänzt – es wird längst nicht mehr gewachsen, sondern substituiert. Ein wesentlicher Grund, warum Hyundai trotz­ dem zulegen kann, ist neben einer deutlich moderneren Form- und Stilsprache seiner Fahrzeuge auch eine gewal­ tige Imagekampagne in den vergangenen Jahren, die ihren Gipfel mittlerweile traditionell im Fußball findet. Seit 2002 ist Hyundai exklusiver Partner des Weltfußballverbands Fifa und daher bei Weltmeisterschaften omnipräsent, seit 12 Jahren en­ gagiert man sich darüber hin­ aus auch bei Fußball-Europa­ meisterschaften, aktuell etwa in wenigen Wochen beim dies­ jährigen Kontinentalturnier in Polen und der Ukraine. Das In­ vestment dafür ist enorm, zahlt sich aber offensichtlich aus.

Alte Schule Eines der ersten geländegängigen Cabrios der Welt kam von Mercedes-Benz: 1979 wurde die legendäre G-Klasse geboren. Die Nutzfahrzeugabteilung von Mercedes-Benz entwickelte den Geländewagen-Klassiker Mitte der 1970er-Jahre gemeinsam mit Steyr-Daimler-Puch für den Armee- und Forsteinsatz. Der G war von Anfang an auch als offene Cabrio-Version zu haben und das

Porsche 1,46 Mrd. Euro

Rekordgewinn

In den Vereinigten Staaten bereits auf der Straße, bei uns noch nicht: der Nissan Murano Crosscabriolet, das erste Serien-SUC.

hat sich auch bis heute nicht geändert. Schon lange bevor Mercedes offen ins Gelände fuhr, wurde vom US-Amerikanische Autohersteller Jeep der Wrangler CJ angeboten. Der Wrangler CJ, der erstmals 1945 zum freien Verkauf stand, basierte auf dem legendären Militärfahrzeug Jeep Willys MB, der im Zweiten Weltkrieg von Jeep für das US-Militär entwickelt wurde.

Serienreife So richtig in Schwung gekommen sind die offenen Geländewagen allerdings erst wieder in den letzten Jahren; immer öfter zeigen Autohersteller offene Offroader als Konzeptfahrzeuge und den ersten, serienreifen Schritt wagte Nissan im

Jahr 2010 mit dem Murano Crosscabriolet. Dem bereits bekannten Murano wurde hier eine offene Version zur Seite gestellt, die es in den USA bereits in die Großserie geschafft hat und sich zunehmender Beliebtheit erfreut, Allradantrieb und verstärkter Überrollschutz inklusive. In Europa hat Nissan den offenen Murano noch nicht im Programm, doch die schnelle Entwicklung in diesem neuen Segment wird den Murano wohl bald auch auf europäische Straßen bringen, denn die Konkurrenz schläft nicht.

der heuer auf dem Genfer Automobilsalon gezeigt wurde. Auch in Deutschland ist man nicht untätig und präsentierte bereits vor mehreren Jahren einen offenen Geländewagen in Form des Audi Cross Cabrios. Ein weiteres, schon sehr bald auf den Markt kommendes Fahrzeug ist der Kia Soul‘ster. Der Frontgetriebene, offene Zweitürer basiert auf dem Kia Soul. Da das Dach zweigeteilt ist, lassen sich der vordere und hintere Teil separat öffnen, Front- und Fondinsassen können also unabhängig voneinander das Open-Air-Feeling genießen. Konkurrenz belebt den Markt und daher dürfen wir gespannt sein, was den restlichen Herstellern zum Thema SUC noch alles einfallen wird.

Neue Konzepte Kurz vor der Serienproduktion dürfte wohl auch der neue Range Rover Evoque Convertible sein,

Fiat Konzernchef Marchionne vs. Überkapazitäten in Europa

Daimler Trucks Wachstum über mehr Internationalisierung

Turin. Die Autoindustrie in Europa produziert nach Einschätzung des Chefs der Hersteller Fiat und Chrysler, Sergio Marchionne, 20% Autos zu viel. „Das ist der Grund, warum in Europa niemand Geld verdient“, sagte er kürzlich in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Figaro. Die Situation in den USA sei bis vor Kurzem ähnlich gewesen. Nach dem massiven Umbau der dortigen Autokonzerne 2007 und 2008

Stuttgart. Die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern wird künftig noch stärker über den Erfolg von Daimlers Lkw-Sparte entscheiden. „Fast 95 Prozent des Wachstums bis 2020 entstehen außerhalb unserer traditionellen Märkte“, sagte Truck-Chef Andreas Renschler vor wenigen Tagen in Stuttgart. Das laufende Jahr werde dabei schwierig. Zwar sollen die weltweiten Verkäufe auch 2012 leicht steigen, ein genaues Ziel nannte der DaimlerManager aber nicht.

© Porsche Austria

Zu viele Autos verderben den Markt Traditionelle Märkte am Abstellgleis

Porsche konnte 2011 eine überdurchschnittlich gute Rendite verbuchen.

„verdienen dort jetzt alle Geld“, sagte Marchionne. Auch in Europa müssten die Konzerne daher ihre Kapazitäten zurückfahren. „Wir haben keine Wahl. Das wird zwölf Monate lang schmerzhaft sein, aber lasst es uns machen“, sagte Marchionne. Um die dafür notwendigen Kündigungen abzufedern, forderte er einen „Finanzhilfe-Mechanismus“ für Betroffene auf europäischer Ebene.  www.fiat.com

entschieden vor allem die BoomMärkte China, Indien und Russland sowie Brasilien, wo Daimler schon länger unterwegs ist. Dabei setzen die Schwaben auf Kooperationen, um mit ausländischen Partnern günstig direkt vor Ort zu produzieren. Da passt es gut in die Planungen, dass Daimler nun wie gewünscht seinen Anteil am russischen Lkw-Bauer Kamaz auf die Sperrminorität von einem guten Viertel erhöhen darf. Bis 2020 rechnet Renschler im weltweiten Markt der Lkw über 3,5 t mit einem Plus von 1,7 Mio. Stück auf dann insgesamt 6,7 Mio. Fahrzeuge.  www.daimler.com

Sergio Marchionne will die Überkapazitäten in Europas Autoindustrie reduzieren.

Vergangenes Jahr hatte Daimler mit knapp 426.000 Lastern rund 29 Mrd. € Umsatz erwirtschaftet und fast 1,9 Mrd. € operativen Gewinn erzielt. Dieses Ergebnis will Renschler 2012 „mindestens auf Vorjahresniveau“ halten. Angesichts der unsicheren Märkte daheim in Europa erwartet der Daimler-Vorstand dieses Jahr vor allem Schub aus Nordamerika, wo es viele veraltete Lkw-Fuhrparks gebe, und aus Japan, wo der Aufbau nach der Dreifach-Katastrophe angelaufen ist. Langfristig

© Daimler

Ergebnis auf Vorjahresniveau

© EPA

Stuttgart. Porsche hat im vergangenen Jahr mit 1,46 Mrd. € den höchsten Überschuss in der Geschichte des Unternehmens eingefahren. Der Sportwagenbauer hatte bereits vergangene Woche seine Bilanz präsentiert, das Ergebnis unterm Strich aber noch ungenannt gelassen. Bei 10,9 Mrd. € Umsatz 2011 bedeutet der Nettogewinn, dass Porsche an jedem erlösten Euro gut 13 Cent verdiente. Zum Vergleich: Beim Porsche-Nachbarn Daimler blieben 2011 von jedem umgesetzten Euro knapp sechs Cent übrig. 2010 hatte Porsche 1,21 Mio. € Überschuss verbucht.  www.porsche.de

© Nissan Global

Gregor Josel

Vor allem in Schwellenländern sieht Daimler Trucks Wachstumschancen.


Freitag, 30. März 2012

H e r ste l l e r & Z u l i e f e r e r

automotivebusiness – 29

Schaeffler Der deutsche Wälzlager-Spezialist stellt seine Milliarden-Schulden hinten an und konzentriert sich voll auf seine Wachstumsstrategie

Wachstum geht bei Schaeffler vor Moritz Kolar

Frankfurt. Trotz florierender Geschäfte kommt der deutsche Autound Industriezulieferer Schaeffler nicht von seinem mehr als 12 Mrd. € schweren Schuldenberg herunter. „Wir verfolgen eine Wachstumsstrategie, der Schuldenabbau hat nur die zweite Priorität“, sagte Finanzvorstand Klaus Rosenfeld vor wenigen Tagen auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Die Verschuldung werde auch in diesem Jahr nicht deutlich zurückgehen, die Kredite und Anleihen werden größtenteils erst am Ende der Laufzeit getilgt – die ersten davon 2015, die letzten Anfang 2019.

ohne Zugeständnisse der Banken nicht mehr bewältigt. Seit dem vergangenen Jahr geht es aber wieder aufwärts, als Schaeffler mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von fast 1,7 Mrd. € – einem Plus von zwölf Prozent – die eigenen Zielsetzungen übertraf. Der Umsatz kletterte um 13% auf den Rekordwert von 10,7 Mrd. €. Dieser Erfolg werde sich nicht wiederholen lassen, erklärte Vorstandschef Jürgen Geißinger. Der Umsatz werde 2012 nur noch um etwa fünf Prozent steigen, nachdem sich das Wachstumstempo bereits zum Jahresende verlangsamt

habe. „Damit werden wir in unseren Kernmärkten auch weiterhin stärker wachsen als der Markt“, sagte Geißinger. Im Autogeschäft setzt er 2012 vor allem auf Nordamerika und die aufstrebenden Märkte, China, Russland und Indien, wo verstärkt auch produziert werden soll. Daneben soll das Industrie-Geschäft für Stabilität sorgen. Die Zahl der Mitarbeiter, die Ende 2011 um 6.500 auf 74.000 wuchs, soll 2012 um 3.500 steigen.

EBIT von 1,5 Mrd. Euro als Ziel Mit der angepeilten operativen Umsatzrendite (EBIT-Marge) von

13% käme der Konzern damit im laufenden Jahr auf ein EBIT von knapp 1,5 Mrd. €. Der Nettogewinn schoss 2011 auf 889 (2010: 63) Mio. €, 324 Mio. € davon steuerte der Reifenhersteller und Autozulieferer Continental bei. Schaeffler hält an dem Zulieferer 60%, wovon aber nur 36% bei der AG liegen. Weitere 14% hält die Holding der Eigentümer MariaElisabeth und Georg Schaeffler, seit die Schulden im vergangenen Jahr auf die Obergesellschaft und die operative AG aufgeteilt sind. Weitere zehn Prozent sind bei Banken geparkt.  www.schaeffler.com

© Schaeffler Gruppe

Im Fokus stehen dabei vor allem Nordamerika und die aufstrebenden Märkte China, Russland und Indien.

Vorstandschef Jürgen Geißinger rechnet 2012 mit fünf Prozent Umsatzplus.

Erfolg nicht wiederholbar Der Wälzlager-Spezialist war mit der Übernahme von Continental in den Strudel der Finanzkrise geraten und hätte seine Schuldenlast

PSA Projekte verschoben

Neue Zielsetzung Paris. Angesichts der geplanten Allianz mit dem US-Autobauer General Motors (GM) legt der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroen einige Projekte vorerst auf Eis. Je nach Wichtigkeit der Investitionen würden einige Projekte zurückgestellt, teilte die Konzernleitung nach einem Treffen mit Vertretern der europäischen Betriebsräte mit, die über die geplante Zusammenarbeit mit GM informiert wurden. Verschoben werden demnach die Erweiterung des Werks im nordfranzösischen Valenciennes, wo Doppelkupplungsgetriebe gebaut werden sollten, und ein Autoprojekt in Madrid. Die Leitung von PSA rief zudem fünf Arbeitsgruppen ins Leben, die sich mit gemeinsamen Projekten mit GM befassen sollen.  www.psa-peugeot-citroen.com

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ÖAMTC Pkw-Index steigt an

Hohe Autokosten

Wien. Die Gesamtkosten für die Nutzung eines privaten Pkw sind laut dem ÖAMTC so hoch wie nie zuvor. Im Februar stieg der sogenannte Pkw-Index um 3,8 Prozent, das allgemeine Preisniveau erhöhte sich im Vormonat „nur“ um 2,6 Prozent. Größter Preistreiber waren wieder einmal die hohen Spritkosten: Ein Liter Diesel kostet im März im Schnitt 1,429 €, um 5,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Superbenzin verteuerte sich um 6,5 Prozent auf 1,461 €. Der ÖAMTC forderte deshalb in einer Aussendung erneut die Anhebung des Kilometergelds von derzeit 42 auf 51 ct je km.  www.oeamtc.at

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modell & handel

32 – automotivebusiness

Audi A8 Hybrid

Luxus-Hybrid

Freitag, 30. März 2012

Suzuki Kizashi Mit dem Kizashi wagte Suzuki den Salto ins Limousinen-Segment – das Ergebnis gefällt

Sportliche Limousine mit dem gewissen Etwas

© Audi

Agiler Motor, hochwertige Verarbeitung und eine Optik, die viel Gefallen beim Publikum findet. Mit dem A8 Hybrid bringt Audi den ersten Vollhybrid im Segment.

Gregor Josel

Wien. Wer Ferrari, Porsche und Co. fährt, ist positives Feedback auf der Straße gewohnt. Bei Kompakten und Kleinwagen zählt ein Daumen nach oben schon eher zur Seltenheit. Suzuki war und ist eigentlich hauptsächlich durch seine Kompakten à la „Swift“ und kompakte SUVs bekannt und beliebt. Mit dem „Kizashi“ wagten sich die Japaner erstmals ins Segment der Mittelklasse-Limousinen und man hat selten so positives Feedback auf der Straße wie mit der neuen japanischen Stufenheck-Limousine. Selbst dem Fahrer eines Frankfurter BMW X5 fiel der Kizashi auf der Wiener Ringstraße auf. Er quittierte seine Begeisterung mit einem weit nach oben gestreckten Daumen. Und das hat gute Gründe.

Sehr oft haben asiatische ­Limousinen eine Problemzone hintenrum. Die Front mag bullig und entschlossen daherkommen, der optische Abschluss am Heck gelingt nicht immer. Nicht so beim Kizashi, dessen Heck alles hält, was die Front verspricht. Das Design wirkt wie aus einem Guss, die Front ist breit und selbstbewusst, die muskulöse Linie um die Radkästen strahlt Entschlossenheit aus. Die hoch angesetzte Gürtellinie und die kompakt gehaltenen Seitenfenster lassen den Kizashi keilförmig wirken, das kompakte, rundlich gestaltete Heck stellt den krönenden Abschluss der generell sehr kompakt wirkenden Optik dar. Doch der Schein trügt, denn der Kizashi ist mit 4,65 m eine ausgewachsene Limousine, die über einen satten Radstand von 2,70 m

Nissan GT-R-Edition

Mitsubishi L200 Der asiatische Lade-Profi ist nun auch als „Top Edition“ mit noch höherer Ausstattung zu haben

Nissan bietet mit dem Track Pack eine Rennversion des GT-R an.

Wien. Mit dem neuen „Track Pack“ verleiht Nissan seinem Supersportwagen GT-R die DNA eines straßenzugelassenen Gran Turismo für die Rennstrecke. Die 20“ großen und geschmiedeten Leichtmetallfelgen aus dem noch radikaleren SpecV-Modell des GT-R, ein ebenfalls vom SpecV übernommenes Bremsbelüftungssystem und das zusammen mit Nordring entwickelte Sportfahrwerk prädestinieren die für 128.350 € angebotene Top-Variante für Fahrten auf der Rennstrecke. Um Gewicht zu sparen, wird auf die beiden Rücksitze und auf Kopf und Seitenairbags verzichtet.  www.nissan.at

Sportliche Stufenhecklimousine mit toller Optik, Vollausstattung und potentem Motor. Der Kizashi ist um 34.990 Euro zu haben.

verfügt. Die Länge des Fahrzeugs macht sich schnell im Innenraum bemerkbar, der lange Radstand bringt viel Komfort auf langen Strecken.

Nur eine Ausstattungslinie In Sachen Ausstattung macht es Suzuki den Kizashi-Interessenten leicht, denn es gibt den sportlichen Japaner in Österreich ausschließlich mit einem 2,4 l Benzinmotor mit 178 PS (131 kW), CVTAutomatikgetriebe, Allradantrieb und Vollausstattung. Die einzigen Extras sind eine Metallic-Lackierung und ein Pioneer Audio- und Navigationssystem, das auch an die Fahrzeugperipherie wie Lenkradfernbedienung und Rückfahrkamera angeschlossen ist. Gene-

rell überzeugt der Innenraum des Kizashi durch eine sehr hochwertige Verarbeitung. Komfortable und intelligente Details prägen die Ausstattung, die serienmäßig Fahrer- und Beifahrerairbag, FahrerKnieairbag, Seitenairbags vorn, Kopfairbags vorn und hinten, ESP, ABS, VDSC (aktive Fahrdynamik-Kontrolle), Parksensoren vorn und hinten, Keyless- Start, 2-Zonen-Klimaautomatik, Tempomat, Lederausstattung, Sitzheizung vorn, Sportfahrwerk, 18“-Leichtmetallfelgen, elektrisches GlasHub/Schiebedach, ein Sportpaket, elektrisch verstell- und einklappbare Außenspiegel und eine elektrische Sitzverstellung beinhaltet. Nichts zu meckern also in Sachen Ausstattung und Verarbeitung. Die Platzverhältnisse sind komfor-

tabel, auch ich zweiter Reihe haben größere Menschen ausreichen Platz, im Kofferraum finden bis zu 461 l Platz.

Treibende Kräfte Der 178 PS-Motor des Kizashi ist ein potentes Triebwerk, das in bes-tem Einklang mit dem Fahrwerk des Japaners steht. Einzig das CVT-Getriebe des Kizashi trübt den positiven Gesamteindruck: Hohe Drehzalen bei vergleichsweise zu geringem Kraftschluss sind nicht mehr ganz State of the Art. Schade, dass der Kizashi in Österreich nicht mit einem Schaltgetriebe angeboten wird. Das würde dieses kleine, aber doch vorhanden ­Manko wettmachen.  www.suzuki.at

Lade-Meister mit hochwertiger Ausstattung Wien. Schon 1978 wurde der UrL200 in Japan mit der Modellbezeichnung „Forte“ gebaut. Den ersten „echten“ L200 für Europa präsentierte Mitsubishi dann im Jahr 1993. Seit damals mausert sich der Mitsu-Pick-up stetig zur Ikone seines Segments. Der beliebteste Pickup Österreichs, der in der aktuellen Version seit 2006 am Markt ist, hat im Jahr 2010 ein leichtes Facelift erhalten und ist neuerdings auch in einer besonders hochwertigen Ausstattungsvariante, der „L200 Top Edition“, zu haben.

der L200 im Innenraum über eine bequeme und hochwertige Ausstattung, die jedoch in der „L200 Top Edition“ nochmals umfangreich aufgewertet wurde. Diese Allinclusive Komfort- und Sicherheitsausstattung bietet, beginnend mit der Klimaautomatik inkl. Kombifilter (Geruch, Pollen & Staub), Lederausstattung inkl. Lederlenkrad und Lederschalthebel, Außenspiegel elektrisch ver-

stell-, einklapp- und beheizbar, vier elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Tempomat, elektr. Fahrersitzverstellung über Sicherheitsdetails wie ABS mit EBD, ESP, Traktionskontrolle, Airbags, Super Select 4WD-Antrieb mit 2H, 4H, 4HLC & 4LLC-Modus und Nebelscheinwerfern bis zu stylishen seitlichen Trittbrettern, verchromtem Außenspiegelgehäuse, den

All-inclusive-Pick-up Mit einem klassischen Lastenesel hat der L200 schon lange nichts mehr zu tun. Außen wie innen bietet der Mitsubishi Pick-up Pkw-Feeling auf weiten Strecken. Die dynamisch gestaltete Front mit Chromleisten im Grill und agil ausgefallenen Scheinwerfer-Design wirkt wie aus einem Guss und wird an der Unterseite durch eine Unterboden-Schutzplatte im martialischen Stahl-Look abgerundet. Schon in der Basisversion verfügt

© Mitsubishi

© Nissan Austria

Track Pack

Formensprache

© Suzuki Austria

Wien. Der A8 Hybrid, der im Frühjahr an den Start geht, ist die effizienteste Hybrid-Limousine in der Luxusklasse weltweit und zugleich der einzige europäische Vollhybrid im Segment. Der komfortable Ingolstädter ist ein Parallelhybrid – ein Konzept von hoher Effizienz. Sein 2.0 TFSI, der 155 kW (211 PS) leistet, und die E-Maschine sind unmittelbar hintereinander montiert und arbeiten bei Bedarf über eine Kupplung zusammen. Die Systemleistung beträgt 180 kW (245 PS), das maximale Systemdrehmoment 480 Nm; die Kräfte fließen über eine stark modifizierte Achtstufen-tiptronic auf die Vorderräder. Die Lithium-Ionen-Batterie im Heck stellt 1,3 kWh Energie bereit, ihre aufwendige Luftkühlung schaltet bei Bedarf zwischen zwei Stufen um und vereint die Fahrleistungen eines Sechszylinders mit dem Verbrauch eines Vierzylinders. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert nur 7,7 Sek., die Spitze liegt bei 235 km/h. Im Normzyklus begnügt sich der A8 Limousine mit durchschnittlich 6,3 l Kraftstoff pro 100 km (147 g CO2 pro km). Mit elektrischem Antrieb legt der A8 Hybrid bei 60 km/h Tempo etwa 3 km zurück, maximal erreicht er dabei eine Geschwindigkeit von 100 km/h. Der Fahrer kann sich zwischen drei Fahrprogrammen entscheiden, in diesem Rahmen wählt der Hybridmanager – das Steuergerät im Antriebsstrang – die jeweils geeignetste von fünf Betriebsarten.  www.audi.at

In der „Top Edition“ ist der Mitsubishi L200 um wohlfeile 33.300 (inkl. USt) zu haben.

trendigen 17“-Leichtmetallfelgen mit 245/65 R17 Reifen einfach alles, was das Herz des Fahrers begehrt.

Antrieb für alle Fälle Der weltweit bewährte 2,5 l Common Rail-Dieselmotor mit 131 kW (178 PS) bei einem starken Drehmoment von 400Nm wird in Kombination mit einem 5 Gang-Schaltgetriebe angeboten. Die dynamischen Performancewerte zeigen sich in der Höchstgeschwindigkeit von 179 km/h. Optional ist auch eine elektronisch gesteuerte 5-Stufen Automatik-Version (Invecs-II mit Sportsmode) mit 350Nm lieferbar. Das Super Select 4WD-System im L200 ermöglicht jederzeit das Umschalten zwischen Heck- und Allrad-Antrieb. Und bis zu einer Geschwindigkeit von 100 km/h ist auch die Differenzialsperre zuschaltbar, was das volle Drehmoment gleichzeitig auf alle vier Räder umleitet. Für Unternehmer bietet der L200 steuerliche Vorteile durch Vorsteuerabzugsberechtigung und den Wegfall der NoVA.  (gj)


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34 – automotivebusiness

short

Länderübergreifender Logistikpreis für Audi

Freitag, 30. März 2012

Envia Systems Der kalifornische Batteriespezialist will einen Durchbruch bei Lithium-Ionen-Batterien erzielt haben

Batterieforschung: Mehr Dichte bei weniger Preis

Demnach könnten Elektrofahrzeuge schon in wenigen Jahren nur noch die Hälfte heutiger Modelle kosten.

Ingolstadt. Audi ist mit dem „Nachhaltigkeitspreis Logistik 2012“ ausgezeichnet worden. Mit diesem länderübergreifenden Preis würdigen die Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL-A) und die Bundesvereinigung Logistik Deutschland (BVL-D) die konsequent verfolgte Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette des deutschen Automobilherstellers. Besonders hervor hob die Jury Audi‘s Ressourcen schonende und teilweise CO2freies Transportkonzept.  www.audi.de

Alltagstauglicher als bisher angenommen Wien. Mit Elektroautos könnte mittlerweile ein großer Teil der täglichen Autofahrten abgedeckt werden, so die Einschätzung Wiener Wissenschafter. Im Zuge einer Studie der Technischen Universität (TU) Wien, der Wiener Universität für Bodenkultur (BOKU) und des Austrian Institute of Technology (AIT) zeigte sich, dass 95% der im Auto zurückgelegten Wege innerhalb der Reichweite moderner Elektroautos liegen. Der Umstieg zahle sich vor allem im Bereich der Kleinwagen aus, hieß es in einer Aussendung der TU. Für die Studie wurden über einen Zeitraum von drei Wochen Autos in Wien und Niederösterreich mit GPSSendern ausgestattet, um ihre Bewegungen aufzuzeichnen.  www.tuwien.ac.at

Umweltfreundliche Airbags von TRW

Newark/Kalifornien. Wie oft war in der Branche nicht schon von einem Durchbruch die Rede; von einer Lösung aller Probleme, einer Entwicklung mit der Elektroautos endlich auch bei Reichweite und Kosten mit ihren fossilen Rivalen konkurrieren könnten. Fakt ist: Stromer fristen immer noch ein Nischen-dasein, sind für Otto Normalverbraucher nur schwer leistbar und in ihrer

„Wir werden in der Lage sein, kleinere Batterieeinheiten, die zugleich leichter und preiswerter sind, herzustellen.“ Atul Kapadia, Envia Systems

Sollten die Angaben von Envia Systems zutreffen, könnten Elektroautos wie der Tesla Roadster schon bald massentauglich werden.

Reichweite eingeschränkt – noch, denn nun behauptet mit Envia Systems ein amerikanischer Batteriespezialist den lang herbei- gesehnten Durchbruch erzielt zu haben. Das CleanTech-Unternehmen, an dem auch General Motors beteiligt ist, konnte laut eigenen Angaben die Energiedichte der Stromspeicher erhöhen, ihr Gewicht senken und die Kosten reduzieren.

Drei Fliegen mit einer Klappe Damit wären drei große Nachteile von Elektroautos mit einem Schlag aus dem Weg geräumt, und das schon überraschend zeitnah:

© TRW

Teure Konkurrenzbatterien Nichtsdestotrotz klingen die Ankündigungen von Envia vielversprechend. Mehr noch, wenn man

sie mit der Konkurrenz vergleicht: Im „Tesla Roadster S“ sind Akkus mit einer Energiedichte von gerade einmal 121 Wh/kg verbaut, die rund 500 USD (378 €) pro kWh kosten. Die im „Opel Ampera“ verbauten Zellen kosten laut Experten zwischen 500 und 600 USD (378 und 453 €) je kWh, während die im „Nissan Leaf“ 375 USD (283 €) kosten sollen. „Wenn das also wahr ist“, zitiert die New York Times den Experten David Cole vom Center for Automotive Research in Michigan, „ist das ein riesiger Durchbruch für Elektroautos.“  www.enviasystems.com

Heimische Wirtschaft als grüner Wegbereiter

„Die Bedeutung der Aschaffenburg. Zulieferer TRW hat Fahrer-Airbag-Module entwickelt, die aus biobasierten Kunststoffen bestehen. Diese „Biokunststoffe“ geben weniger Schadstoffe in den Fahrzeuginnenraum ab und schonen fossile Ressourcen. Die Module werden in Aschaffenburg entwickelt und sollen bereits Mitte 2012 serienreif sein. TRW ist der erste Zulieferer, der besonders umweltfreundliche Fahrer-Airbag-Module entwickelt und geht davon aus, dass die neue Technologie in den nächsten Jahren einen Großteil der herkömmlichen, erdölbasierten Kunststoffe ersetzen könnte.  www.trw.de

Ionen Batterien eine Energiedichte von 400 Wattstunden pro kg (Wh/ kg) zu einem Preis von etwa 125 USD (94 €) pro Kilowattstunde (kWh) leisten. Während die Weltrekord-Energiedichte in indischen Labors nach 300 Ladezyklen bestätigt wurde, stehen hinter dem tatsächlichen Preis und der Stabilität der Leistungswerte nach einer höheren Anzahl von Ladezyklen noch Fragezeichen.

WKO Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind in Österreich immer noch Nischenprodukte – Unternehmer als Vorbilder

Wien. Die Zahl der Autos mit alternativen Antrieben ist in Österreich nach wie vor überschaubar. Aktuell werden 13.000 heimische Fahr-

Grünes Airbag-Modul von TRW: ­weniger Schadstoffe im Innenraum.

Laut Angaben von Envia Systems könnten die Zellen schon in einem halben Jahr in Produktion gehen, bis zur Serienreife soll es trotzdem noch drei Jahre dauern. „Die Kosten für die Batteriezellen werden dann weniger als die Hälfte des heutigen Preises für die Zellen sein und die Energiedichte wird fast dreimal höher sein als die konventioneller Automotive-Batterien“, freut sich Atul Kapadia, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von Envia Systems, schon jetzt auf tolle Geschäfte. Zu Recht, vorausgesetzt die Angaben des Unternehmens stimmen: Damnach sollen Envias Lithium-

Elektromobilität wird weiter steigen und die Elektrifizierung und Hybridisierung der Antriebe zunehmend den Landverkehr erfassen.“ Alexander Klacska, WKO

zeuge mit nicht fossilen Treibstoffen befeuert, drei Viertel davon in heimischen Unternehmen. Von den in Österreich angemeldeten 1.089 Elektrofahrzeugen werden 80% in Betrieben eingesetzt. „Damit leis-

tet die heimische Wirtschaft einen ganz essenziellen Beitrag zur umweltfreundlichen Verkehrsabwicklung“, hielt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) vor wenigen Tagen bei der Präsentation der Ergebnisse im Rahmen der Veranstaltung „Klimafahrplan Verkehr: Meilensteine und CO2-Ziele 2050“ fest. Jeder fünfte Stadtautobus ist darüber hinaus mit einer alternativen Antriebstechnologie unterwegs. In Summe sind auf Österreichs Straßen derzeit 4,5 Mio. Pkw unterwegs.

Biokraftstoffen in Benzin (E5) und Diesel (B7) eingespart. Auch die Forcierung des öffentlichen Verkehrs ist laut Klacska ein Gewinn für die Umwelt. „Schienengebundene Öffentliche Verkehre und Fernverkehre bilden mittelund langfristig den Kern optimierter multimodaler Mobilität“, so der Bundessparten-Obmann. „Die Bedeutung der Elektromobilität

wird weiter steigen und die Elektrifizierung und Hybridisierung der Antriebe zunehmend den Landverkehr erfassen. Bei schweren Nutzfahrzeugen zur Güterbeförderung, im Busfernverkehr, in der Binnenschifffahrt und in der Luftfahrt würden fossile Kraftstoffe und regenerative Biokraftstoffe hingegen weiter Bedeutung besitzen.“  www.wko.at

Öffis haben Umwelt-Potenzial Aber auch bei den übrigen Umweltbemühungen gibt es Nachholbedarf. So haben bislang erst etwas mehr als 18.000 Lenker an Spritspartrainings teilgenommen. Trotzdem werden laut der WKO bereits mehr als 2,1 Mio. t CO2 jährlich durch Fuhrparkumstellungen, Logistikoptimierungen oder betriebliches Mobilitätsmanagement sowie die Beimischung von

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Michael Hauf (Leiter Audi-Markenlogistik, links) bei der Preisverleihung.

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Moritz Kolar

Drei Viertel aller heimischen Autos mit grünem Antrieb sind auf Firmen zugelassen.


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