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medianet

inside your business. today.

Freitag, 24. Februar 2012 – 49

© EPA

Einsam statt gemeinsam

Die Kooperation von Scania und MAN steht weiter auf wackeligen Beinen Seite 51

© Wavebreakmedia ltd

automotivebusiness gute geschäfte

Automobilhersteller entdecken Apps als neue Umsatzbringer  Seite 54

citroen ds4 Jung, sportlich & sehr erwachsen

© Citroen

„Unser Ziel? Bei E-Autos Weltmarktführer werden“

© APA/Andreas Pessenlehner

short

© Panthermedia.net/Arne Trautmann

Brüssel. In der EU sind im Jänner deutlich weniger Autos verkauft worden als im gleichen Monat des Vorjahrs. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sei laut Branchenverband ACEA im Vergleich zu 2011 um 7,1% auf 968.769 Fahrzeuge gesunken. Am stärksten war der Rückgang in Portugal, wo annähernd nur noch halb so viele neue Pkw zugelassen wurden wie 2011. Aber auch Frankreich (– 20,7%) und Italien (– 16,9%) verbuchten zweistellige Rückgänge.  www.acea.be

© Nissan/Christian Houdek

Detroit. Amerikaner fahren neu gekaufte Autos einer Studie der Marktanalysten von Polk zufolge im Durchschnitt sechs Jahre und damit deutlich länger als vor der Finanzkrise. Die Nutzung von Autos und Trucks in den USA sei im Schnitt von 56 Monaten vor dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2008 auf 71 Monate gestiegen. Grund dafür sei einerseits eine gebremste Ausgabefreude, andererseits aber auch die bessere Qualität der Fahrzeuge sowie langfristige Finanzierungsangebote. www.polk.com

© berggeist007/pixelio.de

Nissan Der japanische Autohersteller ist hierzulande auf der Überholspur. Warum das so ist und welche Ziele sich Nissan für das Elektro-Zeitalter gesetzt hat, verrät Österreich-Geschäftsführer Bastien Schupp im medianet-Interview.  Seite 50 VW Der deutsche Autobauer schreibt 11 Mrd. Euro Plus

DAF Niederländer sehen sich in Europa „gut aufgestellt“

VW-Chef Martin Winterkorn wird am Montag das Rekordergebnis verkünden.

Wolfsburg. Volkswagen spielt beim Gewinn in einer eigenen Liga: Der Autobauer wird am Montag vermutlich einen operativen Gewinn präsentieren, der alles Bisherige in den Schatten stellt. Analysten rechnen damit, dass Vorstandschef Martin Winterkorn dem Aufsichtsrat einen Betriebsgewinn von mindestens 11 Mrd. € präsentieren kann. Das wäre ein Sprung zum Vorjahr um rund 4 Mrd. €. Mitarbeitern und Aktionären – darunter als größte das Land Niedersachsen, das Emirat Katar und die Porsche Familienholding – winken RekordGewinnbeteiligungen.  www.volkswagen.com

© DAF

Wien. Im Jänner wurden in Österreich laut Statistik Austria 64.699 gebrauchte Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen. Das sind um 2,9% mehr als im Jänner 2011 und 0,2% weniger als im Dezember 2011. Die Zahl der Gebrauchtzulassungen für Pkw stieg gegenüber dem Vorjahr auf 57.563 (+ 2,2%). Zunahmen gab es bei Lkw bis 3,5 t höchstzulässigem Gesamtgewicht (+9,6%), ebenso wie bei land- und forstwirtschaftlichen Zugmaschinen (+ 17,7%). Rückgänge gab es dagegen bei Lkw über 3,5 t (– 13,8%).  www.statistik.at

© EPA

Historischer Gewinn für Volkswagen Bei den Schweren besonders stark

DAF: Der niederländische Hersteller ist mit seinem Europa-Geschäft zufrieden.

Amsterdam. DAF konnte seine Position auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt auch im vergangenen Jahr ausbauen. Im schweren Segment über 15 t Gesamtgewicht erzielte der niederländische Nutzfahrzeug-Hersteller in der Euro­ päischen Union einen Rekordmarktanteil von 15,5%, mittelfristig strebt das Unternehmen 20% an. Bei den schweren Sattelzug­maschinen blieb der niederländische LkwHersteller mit 18,9% Markt­anteil führender Anbieter in Europa. Der Marktanteil von DAF im Segment von 6 bis 15 t stieg im Jahr 2011 von 7,7 auf 8,9%.  www.daf.com


C ov e r

50 – automotivebusiness

Freitag, 24. Februar 2012

Kampfansage Bis zum Jahr 2015 will Nissan Weltmarktführer im Bereich der Zero-Emission-Fahrzeuge sein

Kommentar

2012 beginnt das Zeitalter der Elektromobilität

Hat Opel noch eine Chance?

Mit einer jugendlichen Modellpalette und dem neuen E-Mobil „Leaf“ bleibt Nissan optimistisch. Gregor Josel

Wien. Nissan ist derzeit mit zahlreichen Modellen auf der Überholspur. Neben den klassischen Nissans à la „Micra“, „Qashqai“ und Co. punktet die japanische Marke auch mit innovativen und cleveren neuen Modellen, wie dem Raumwunder „Evalia“, dem KompaktSUV „Juke“ oder dem vollwertigen Elektrofahrzeug „Leaf“. Seit Mai 2010 führt Bastien Schupp die Geschäfte von Nissan Österreich. Anlässlich der Präsentation des neuen Leaf trafen wir ihn zum Interview.

W

Skoda Neue Verhältnisse

© EPA

Zielsetzungen

Skoda verkauft nirgendwo mehr Autos als am chinesischen Markt.

Mlada Boleslav. Der tschechische Autobauer Skoda will seine Abhängigkeit vom europäischen Markt verringern. „Heute verkaufen wir 60 Prozent unseres Absatzes in Europa und 40 Prozent außerhalb; bis 2018 dürfte sich dieses Verhältnis komplett drehen“, sagte Skoda-Vertriebschef Jürgen Stackmann. In Russland, Indien und China wolle die Volkswagen-Tochter noch schneller wachsen als in Westeuropa. Schon jetzt ist China der größte Markt für den Autobauer: Mit 220.000 Fahrzeugen verkaufte Skoda 2011 ein Viertel seiner Autos im Reich der Mitte.  www.skoda-auto.com

medianet: Wie sieht Ihr Resümee nach den ersten 20 Monaten Nissan Österreich aus? Bastien Schupp: Grundsätzlich blicken wir auf zwei sehr erfolgreiche Jahre zurück. 2011 haben wir die 8.000er Grenze (Anm. inklusive Nutzfahrzeuge) überschritten und konnten unsere Verkäufe im Vergleich zu 2010 um rund 30% steigern. Mit dem ‚Juke‘, dem neuen ‚Micra‘ und dem ‚NV200‘ haben wir drei starke Modelle präsentiert und unlängst feierte der

© Nissan/Christian Houdek

ie sich doch die Zeiten ändern. Stand der amerikanische Autohersteller General Motors vor drei Jahren noch unmittelbar vor dem Aus, schrieb das Unternehmen nun im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn von 8 Mrd. US-Dollar (6,08 Mrd. Eu­ ro). Die Sektkorken knallen in Detroit ob dieses sensationellen Turnarounds; nur in Rüsselsheim, bei Tochter Opel, mag man nicht so recht mitlachen. Die Mutter lässt das ungeliebte Töchterchen nämlich nicht an den wärmenden Erfolgsherd, sondern lässt es mit dicken Auf­ lagen wie eingeschränkten Auslandsmärkten stur im Schnee stehen. Opel muss sich selbst aus den in den vergangenen Jahren angehäuften Problemen befreien, so die Denke in Detroit. Bloß: Ist Opel dazu überhaupt noch in der Lage? Haben die Deutschen überhaupt noch die Kraft, aus eigenen Kräften zurück auf die Erfolgsspur zu finden? Kaum, denn längst ist Opel in einer heftigen Abwärtsspirale gefangen. Da – auch aufgrund der beschränkten Märkte – die Verkaufszahlen nicht stimmen, müssen Mitarbeiter gehen und Werke schließen, dadurch reduzieren sich wiederum die Investitionen in neue Produkte und ohne echte Neuheiten auf der Straße geht der Kunde erst recht zur Konkurrenz. Und der herbei­ gesehnte Aufschwung wird bei alledem langsam, aber sicher zur unerfüllbaren Hoffnung.

Nissan-GF Bastien Schupp über erreichte und noch zu erreichende Ziele.

medianet: Wie schauen die Trends für 2012 und die kommenden Jahre aus? Schupp: Für Nissan Österreich beginnt 2012 das Zeitalter der Elektromobilität. Mit dem Leaf bieten wir ein vollkommen alltagstaugliches, praktisches, rundum sicheres und komfortables Fahrzeug an. Der einzige Unterschied zu herkömmlichen Kompaktautos liegt im Antrieb: Er ist beim Leaf 100% elektrisch. Dieses Fahrzeug ist außerdem das erste Großserienmodell, das ausschließlich für Elektroantrieb konzipiert worden ist. Damit unterstreichen wir auch den hohen Stellenwert, den Elektromobilität bei Nissan hat. Für uns ist das kein Marketingspaß und keine Eintagsfliege. Wir planen für den Leaf Produktionskapazitäten von über 250.000 Einheiten. Bis 2015 möchten wir im Bereich ‚Zero Emission‘ Weltmarktführer sein und im Rahmen der Nissan-Renault Alliance 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft haben.

tus nicht für jedermann praktikabel oder sinnvoll. Wer in einem Innenstadtbezirk wohnt, keine Garage und damit Lademöglichkeit hat, der wird im ersten Schritt nicht zur Kernzielgruppe für den Nissan Leaf zählen – es sei denn, er hat die Möglichkeit, eine Ladestation am Arbeitsplatz zu platzieren. Umgekehrt gibt es aber heute schon viele Menschen, zu deren Mobilitätsbedürfnissen der elektrische Antrieb perfekt passt. Wer in den Außenbezirken oder Randgemeinden wohnt, ein Haus mit Garage besitzt und tägliche Routinewege bis zu 100 oder 150 Kilometer hat, der bekommt mit dem Leaf ein komfortables Fahrzeug mit fünf Türen und viel Platz, das zu konkurrenzlos günstigen Betriebskosten und bei Verwendung von Ökostrom völlig ohne Emissionen fährt.

medianet: Allerdings gilt es auch, die entsprechende Infrastrukur für Elektrofahrzeuge zu schaffen; vor allem in der Stadt führt das unweigerlich noch zu Einschränkungen. Schupp: Wir sagen ganz klar: Elektromobilität ist im derzeitigen Sta-

medianet: Ist nicht auch der recht hohe Einstiegspreis in die Elektromobilität hinderlich? Schupp: Für den Leaf trifft das nur bedingt zu. Wenn man ein

vergleichbar motorisiertes und ausgestattetes Modell des Marktführers im Kompaktsegment vergleicht, dann ist der Leaf nur um rund zehn Prozent teurer. Was die Förderungen betrifft: Derzeit gibt es sie nur für gewerbliche Nutzer – und zwar bis zu 5.000 Euro. Schöpfen Unternehmer alle Möglichkeiten aus, dann ist der Leaf für sie sogar günstiger als das genannte, vergleichbare Verbrennungsmodell. Wir hoffen natürlich darauf, dass staatliche Förderungen bald auch für Privatpersonen zugänglich sind. medianet: Der Genfer Automobilsalon steht an. Was wird Nissan präsentieren? Schupp: In Genf präsentieren wir die Studie ‚Invitation‘, mit der Nissan die Möglichkeiten auslotet, ein weiteres Modell abseits des Mainstream im B-Segment zu lancieren; das auf diesem avantgardistisch gestylten Konzept basierende Serienfahrzeug wird 2013 auf den Markt kommen.

CAR Institut Eine aktuelle Studie des Instituts sieht schwere Zeiten auf den europäischen Automobilmarkt zukommen

Das Wachstum kommt aus den USA & Asien Duisburg/Essen. Daimler hat das beste Jahr seiner Geschichte hinter sich. Auch Volkswagen, BMW oder Audi werden in den kommenden Wochen glänzende Bilanzen für 2011 vorlegen und beeindruckende Gewinne vermelden. Zwar sind sich die Hersteller bisher einig, dass auch 2012 ein gutes Autojahr werden wird. Doch die atemberaubende Dynamik des vergangenen Jahres dürfte angesichts trüberer Aussichten für die Konjunktur und der ungelösten Schuldenkrise merklich nachlassen. Daimler-Chef Dieter Zetsche erwartet für seinen Konzern ein „Übergangsjahr“.

Minus von 4,6 Prozent in 2012 Vor allem der schwächelnde europäische Markt wird 2012 einer Prognose zufolge die weltweite Autokonjunktur deutlich abbremsen. Bei einem für das laufende Jahr erwarteten weltweiten Wachstum des Automarkts von 2,1 Prozent werde in Europa mit einem Minus von 4,6 Prozent gerechnet, heißt es in einer Studie des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Es-

sen. „Das Wachstum kommt aus den USA und Asien“, sagte Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer. Das Institut geht für 2012 von einem Absatz von weltweit 63 Mio. Pkw aus, davon knapp 13 Mio. in ­Europa.

in einigen europäischen Märkten zuletzt spürbar stärker geworden ist, stehen die Zeichen für Audi weiter auf Wachstum“, sagte Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer. Vor allem der Anlauf neuer Modelle und die hohe Zahl an Bestellungen stimmten den Vertriebschef optimistisch. BMW etwa konnte im Jänner in Italien deutlich zulegen und ein Plus von 12,4 Prozent verbuchen. Doch insgesamt sind die

Gegenwind wird stärker Daimler-Rivale Audi bekam die Folgen dieser Entwicklung schon zu spüren und erwischte wegen einbrechender Verkäufe in Europa sogar einen vergleichsweise schwachen Start ins Jahr. Zwar verhalf das schmale Plus von 0,8 Prozent weltweit der VW-Tochter erneut zu einem Jänner-Rekord. Verglichen mit BMW und Daimler, die mit Zuwächsen von 6,6 und 5,8 Prozent ebenfalls neue Bestmarken setzten, blieb Audi zurück. Während es in China oder den USA weiter steil bergauf ging, schrumpfte der Absatz in Europa um 13 Prozent. Am deutlichsten brach der Audi-Absatz in Spanien (-38,1) und in Italien (-27,6) ein. Doch Audi bleibt zuversichtlich: „Auch wenn der Gegenwind

Aussichten für Europa nicht eben prickelnd; Dudenhöffer rechnet mit einem Absatzminus von 2,3 Prozent in Deutschland, einem Rückgang von 7 Prozent in Frankreich und ein Minus von 2,7 bzw. 3,5 Prozent in Italien und Spanien. Für die USA, Japan und auch Indien prognostiziert der Autoexperte dagegen ein Plus von je sechs Prozent, China soll um fünf Prozent wachsen.  www.uni-due.de

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Jürgen Zacharias

‚Leaf‘ seine Österreich-Premiere. 2012 hat ebenso erfolgreich begonnen, wir konnten im Jänner unsere Zulassungen gegenüber 2011 deutlich steigern und damit auch unseren Marktanteil auf 2,6 Prozent ausbauen. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass Nissan im Jänner die Nummer eins unter den japanischen Marken war. Insgesamt verfügen wir über eine sehr junge Modellpalette, das macht sich auch bei den Verkaufszahlen bemerkbar und motiviert unsere Händler.

Weltweit im Plus, musste Audi im Jänner in Europa ein Minus von 13% hinnehmen.


Hersteller & Zulieferer

Freitag, 24. Februar 2012

automotivebusiness – 51

Scania & MAN Die Kooperation der beiden VW-Nutzfahrzeug-Töchter gestaltet sich schwieriger als im Voraus erwartet

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Es geht schleppend voran

Entwicklung 2011 über den Erwartungen

MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen sieht trotzdem „entscheidende Schritte in die richtige Richtung“. Lastwagen hat Volkswagen nach neun Monaten zumindest öffentlich noch nicht viel vorzuweisen.

Moritz Kolar

München. Eine Liebesbeziehung haben die Lastwagenhersteller Scania und MAN noch nie gehabt. Und vermutlich dürfte das Verhältnis auch unter dem Dach der gemeinsamen Mutter Volkswagen nicht viel herzlicher werden. „Wir werden weiter hart im Wettbewerb stehen“, sagt MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen vor wenigen Tagen. Seit VW nach einem jahrelangen Hickhack zwischen den traditionsreichen Rivalen Mitte 2011 endlich Nägel mit Köpfen machte und auch die Mehrheit an MAN übernahm, muss sich PachtaReyhofen viele Fragen zur Zukunft mit den Schweden anhören.

Die wenig detailreichen Antworten sind stets die gleichen. „Die Zusammenarbeit läuft weit besser, als es kolportiert wird“, versichert der Österreicher, dem nicht nur wegen seiner Herkunft ein guter Draht zu VW-Patriarch Ferdinand Piech nachgesagt wird. Viel mehr kann Pachta-Reyhofen auch kaum verraten, denn in Wolfsburg hüllen sich die Manager in Schweigen, wenn es um Details zu Plänen für ein gebündeltes Nutzfahrzeuggeschäft geht. Das, was bekannt ist, war schon vor der Übernahme klar. Der Zusammenschluss soll Kosten drü-

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„Lage besser als kolportiert“

MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen sieht die Kooperation mit Scania „auf gutem Weg“.

cken, die Entwicklung vereinfachen und dennoch die Eigenständigkeit der Marken unbedingt erhalten. Vor allem soll die erzwungene Vernunftehe helfen, den Platzhirschen Daimler und Volvo im hart umkämpften Lkw-Geschäft Marktanteile abzujagen; Arbeitsgruppen tagten schon vor der Übernahme richtig, voran kamen sie nicht. „Es läuft gut“, sagt Pachta-Reyhofen inzwischen. Im VW-Vorstand verantwortet Jochem Heizmann das Geschäft mit den Nutzfahrzeugen. Aber von ihm dringt kaum

etwas nach außen. Klar ist vorerst nur, dass die enge Verzahnung von MAN und Scania kein einfacher Job ist: „Man muss bedenken, 2006 startete MAN einen feindlichen Übernahmeversuch – das vergisst eine stolze Belegschaft wie die von Scania nicht so schnell“, erinnert Autoexperte Franz-Rudolf Esch von der European Business School (EBS). Gleichzeitig haben die Wolfsburger bisher viel Geschick beim eigenständigen Management ihrer vielen Marken von Audi über Skoda bis Bentley bewiesen. Bei den

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Ein bekanntes Ziel ist der Wunsch, in den kommenden Jahren durch den gemeinsamen Einkauf 200 Mio. € einzusparen. „Es ist selbstverständlich, dass wir die Einkaufsmacht von Volkswagen nutzen werden“, sagt Pachta-Reyhofen. Mit wachsender Stückzahl lassen sich bessere Konditionen aushandeln. Doch richtig klingelt die Kasse erst, wenn Teile auch gemeinsam genutzt werden, die beispielsweise in der Entwicklung richtig teuer sind und über die Massenfertigung deutlich billiger werden. „Alles, was über den gemeinsamen Einkauf hinausgeht, bedeutet erhebliche Anstrengungen.“ Im Klartext: Es dürfte noch dauern, bis alle Vorteile voll ausgeschöpft werden. Auf dem Weg dahin sollen die unfreiwilligen Partner voneinander lernen, sagt Pachta-Reyhofen. Scanias Geschäftsmodell, hochwertige Fahrzeuge mit exklusivem Service anzubieten, hat den Schweden in den vergangenen Jahren hohe Renditen beschert. „Da sind sie einsame Spitzenreiter“, lobt PachtaReyhofen die schwedischen Kollegen. MAN habe dafür ein breiteres Angebot.  www.man.de  www.scania.com

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Anstrengungen notwendig

Renault-Chef Carlos Ghosn präsentierte ein starkes Jahreergebnis 2011.

Paris. Renault zeigt sich gut gerüstet für rauere Zeiten. Der erwarteten Marktabschwächung in Europa kann der französische Automobilhersteller aus einer Position der Stärke begegnen. Der Konzern schlug sich im vergangenen Jahr besser als erwartet. Er polsterte die Firmenkasse auf und baute Schulden ab – ganz im Gegensatz zu seinem größeren heimischen Rivalen Peugeot. Zwar musste Renault vor wenigen Tagen einen knapp 40%igen Gewinneinbruch für 2011 vermelden. Das Unternehmen konnte jedoch gleichzeitig die Zahl der unverkauften Fahrzeuge deutlich reduzieren und so seine flüssigen Mittel um knapp 1,1 Mrd. € erhöhen – doppelt so viel, wie er sich selbst vorgenommen hatte. Zudem schleppt Renault nun die geringsten Schulden seit 13 Jahren mit sich herum.  www.renault.com

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modell & handel

52 – automotivebusiness

Citroen DS4 HDI 160 Sport Chic Der DS4 hat von allem etwas; das gefällt dem modernen Individualisten

Vierte Impreza-Generation Neben dem BRZ präsentiert Subaru außerdem die neue und damit vierte Generation des Impreza, die nach dem Konzept „Redefining Value, Redefining Class” entwickelt wurde, um ein neues Höchstmaß an Wertigkeit zu vermitteln. Unter anderem sorgen die Subaru-Kerntechnologien Symmetrical AWD und Boxer Motor für ein souveränes und verlässliches Fahrverhalten unter allen Bedingungen. Der neue Impreza ist ein sicheres, umweltverträgliches Weltauto für hohe Ansprüche. Auf den europäischen Märkten wird der neue Impreza ausschließlich als fünftüriges Modell und vorerst nur mit einem 1,6 l-Benzinmotor ange­boten. Weitere Motorisierungen sollen folgen.  www.subaru.at

Audi Power für den A1

© Porsche Austria

Streng limitiert

Audi bringt eine limitierte Version als Krönung für die A1-Baureihe.

Salzburg. Audi krönt seine erfolgreiche A1-Baureihe mit einem exklusiven Topmodell: Der „A1 quattro“, der streng auf nur 333 Exemplare limitiert ist, setzt sich mit seiner Dynamik an die Spitze der Kompaktklasse. Sein 2 l-Turbomotor mobilisiert 188 kW (256 PS) und 350 Nm Drehmoment, die dank permanentem Allradantrieb quattro unter allen Umständen für exzellenten Vortrieb sorgen. Der Audi A1 quattro sprintet in 5,7 Sek. von 0 auf 100 km/h und erreicht 245 km/h Topspeed. Der Verkauf startet Mitte März 2012, der Einstiegspreis liegt bei 60.000 €.  www.audi.at

Jugendlich, sportlich und zugleich sehr erwachsen Weit mehr als „nur“ ein aufgeblasener C4: Der DS4 überzeugt durch Design und Fahrdynamik. Gregor Josel

Wien. Dass Citroen in Sachen ­Design in letzter Zeit auf der Überholspur ist, ist kein Geheimnis. Die DS-Reihe, mit DS3, DS3 Racing, DS4 und dem demnächst kommenden DS5 zeigt, wie selbstbewusst man bei Citroen mit der Thematik umgeht. Der Erfolg der bereits am Markt befindlichen DS3- und DS3 Racing-Modelle gibt den Franzosen Recht. Doch hübsch ausschauen ist heutzutage einfach zu wenig, um den kritischen und stilbewussten Kunden zu befriedigen. Der im Vorjahr vorgestellte DS4 hat das Zeug zum Liebling der Nation und überzeugt nicht nur optisch, sondern auch, was Ausstattung, Verarbeitung und Fahrvergnügen betrifft. Ganz im Zeichen der Ausrichtung der DS-Linie, ist der DS4 ein sehr eigenständiges Fahrzeug, das sich nicht in eine Schublade zwängen lässt. Dafür spricht schon die Optik, die vermeintlich „coupé“ verspricht, aber doch zwei weitere Türen versteckt hält.

© Citroen Austria

Salzburg. Gleich zwei neue Modelle präsentiert der japanische Autohersteller Subaru auf dem Genfer Automobilsalon: den sportlichen Subaru BRZ und den fünftürigen Impreza. Das neue Sportcoupé BRZ ist ein Sportwagen mit vorn eingebautem Subaru BoxerMotor und Hinterradantrieb. Mit diesem Konzept erweitert der japanische Nischenhersteller sein technisches Knowhow sowie Kundenangebot und unterstreicht zugleich seine (motor)sportliche Heritage. Die konsequente Leichtbauweise, der tiefstmögliche Einbau des Boxer-Aggregats und die optimale Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse tragen zu hervorragender Fahrdynamik und Sportlichkeit bei. Der Marktstart in Europa soll bereits im kommenden Sommer folgen.

© Subaru Austria

News für Genf

Französischer Individualist mit coupéhafter Optik und sportlichen Genen: Der DS4 HDI 160 Sport Chic ist ab 30.090 Euro zu haben.

Die Seitenlinie wird insbesondere durch die Chrom-Umrandung der abgedunkelten Seitenscheiben betont und weiterhin durch die muskulösen Radausschnitte mit bis zu 19“ großen Reifen und das straffe Dach bestimmt, das in einem sorgfältig gearbeiteten Spoiler für noch mehr Dynamik endet. Besonders coupèhaft sind die Hecktüren des DS4 gelungen, deren Schnallen geschickt in der C-Säule untergebracht sind und den DS4 auf den ersten Blick als Dreitürer tarnen.

DS, ohne Zweifel! Schon auf den ersten Blick wird klar, dass man es beim neuen DS4 nicht einfach mit einer etwas aufgeblasenen Version des C4 zu tun hat. Durch die leicht erhöhte Karosserie, das bullig wirkende Exterieur und eine überschaubare Länge von 4,27 m gelingt dem DS4 eine weite Grätsche zwischen Kompaktheit und Limousinen-Charakter. Der Doppelwinkel im Kühlergrill, das DS-Logo auf der Kühlerhaube und die Lichtleisten, die sowohl tags als auch nachts sichtbar sind, verleihen dem Fahrzeug den gewissen Feinschliff, um sich in die Exklusivität der DS-Reihe emporzuheben.

Poleposition Im Innenraum des neuen DS4 herrscht schon in der Basisversion Premiumatmosphäre. Selbst große Fahrer finden bequem Platz und

auch in der zweiten Sitzreihe geizt der DS4 nicht mit Kopffreiheit. Die Panorama-Windschutzscheibe gibt ein Sichtfeld von 45° nach oben frei. In Verbindung mit der leicht erhöhten Sitzposition verfügt man damit über einen guten Überblick und hat auch in der „Poleposition“ an der Kreuzung immer freie Sicht auf die Ampelanlage. Besonders exklusiv fällt der Innenraum mit der optionalen „Habana“-Vollleder-Ausstattung aus, bei der auch das Armaturenbrett über einen hochwertigen Lederbezug verfügt. Ausreichend Platz bietet das Gepäcksabteil des DS4, das bis zu 385 l Kofferraumvolumen freigibt. Auch der Individualisierung wird Raum geboten. So kann man aus verschiedenen, polyphonen Warn-

tönen wählen und auch die Beleuchtung des Kombiinstruments lässt sich auf den persönlichen Geschmack zuschneidern.

Friendly Fire Befeuert wird der DS4 von einem 160 PS starken HDI-Dieselmotor, der erstaunlich leise und agil für einen Selbstzünder daherkommt. Verbraucht werden rund 6,8 l, das geht in Ordnung. Straff und Sportlich gibt sich die Lenkung und das Fahrwerk. Wobei speziell die Lenkung zwar auf der Landstraße viel Spaß bringt, da sie direkt und hart rückmeldet, in der Stadt jedoch etwas zu schwergängig ist. Der DS4 ist in der Basisversion ab 21.890 € zu haben.  www.citroen.at

Hyundai i30 Mit dem neuen i30 greift Hyundai Golf, Astra und Co. noch frontaler an als bisher – mit Recht

Verschärfte Gangart bei den Kompakten Sevilla. Mit mehr als vier Mio. verkauften Einheiten gehört der Hyundai-Konzern zu den Big-Playern der Automobilbranche. Mit dem neuen i30 bereiten die Südkoreaner nun einen scharfen Angriff auf die deutsche und japanische Kompakt-Konkurrenz vor. In Sachen Qualität, Verarbeitung und Preis-Leistungsverhältnis geht dieser Plan schon mal auf. Neben dem hochwertigen Gesamteindruck, den der neue Kompakte bietet, ist es aber auch die 5 Jahres-Garantie (ohne Kilometerbeschränkung), die für den i30 und die gesamte Marke spricht.

zeugfront, die dem Markenprimus i40 nachempfunden ist, und ein coupéhaftes Heck mit wohlgeformten Heckleuchten zeichnen die scharfe Optik des i30 aus. Im Innenraum bietet das Kompaktmodell ein sehr hochwertiges Ambiente. Die Sitze sind hervorragend, die Haptik wirkt edel, die Technik beeindruckt. In zweiter Reihe finden die Passagiere viel Beinfreiheit, das optionale Panorama-Glasdach flutet den Innenraum mit Sonnen-

licht. Das „Flex Steer“-System unterstützt den Fahrer beim Lenken in drei verschiedenen Modi mit sportlichem, normalem bis hin zu extra komfortablem Feedback der Lenkung. Vorerst ist der i30 in insgesamt fünf verschiedenen Motorisierungsvarianten verfügbar. Zwei Benziner und drei Dieselmotoren schaffen ein Leistungsspektrum von 90 bis 135 PS, wobei für den 135 PS Benziner und die beiden

Optisch am letzten Stand Der i30 ist für Hyundai ein traditionsreiches Modell am europäischen Markt. So war das Vorgängermodell das erste Fahrzeug, welches in Europa entwickelt, designt und gebaut wurde. Der nächs-te Evolutionsschritt ist der neue i30, der optisch absolut europäisch und recht emotionsgeladen daherkommt. Fließende Linien innen wie außen, eine selbstbewusste Fahr-

© Hyundai Austria

Subaru Neue Modelle

Subaru präsentiert in Genf den BRZ und den neuen, fünftürigen Impreza.

Freitag, 24. Februar 2012

Der neue i30 ist derzeit inklusive Jubiläumsbonus bereits ab 14.990 Euro zu haben.

stärkeren Dieselmodelle auch ein Automatikgetriebe verfügbar ist. Der 128 PS Diesel ist bereits aus dem i40 bekannt und speziell mit manuellem Getriebe sehr spritzig zu bewegen. Der leistungsstärkere Benziner mit 135 PS zeichnet sich durch ordentlichen Durchzug – auch schon im unteren Drehzahlbereich – und vor allem durch eine hohe Laufruhe aus, die das Fahren mit dem i30 in Verbindung mit der hervorragenden Geräuschdämmung zum entspannten Vergnügen macht. Das Fahrwerk des i30 ist eindeutig der komfortablen Ecke zuzuordnen. Speziell bei zügiger Gangart und schnelleren Kurvenwechseln würde ein Hauch mehr Straffheit nicht schaden. Neben den fahrerischen Qualitäten ist es jedoch auch der attraktive Einstiegspreis von 15.990 € (mit Jubiläumsbonus „20 Jahre Hyundai in Österreich“ ab 14.990 €), der das mehr als runde Gesamtbild des i30 ausmacht. Selbst mit absoluter Vollausstattung und allen Extras wird die 30.000 €-Marke nicht erreicht.  (gj)  www.hyundai.at


R u n d u m s au t o

54 – automotivebusiness

Freitag, 24. Februar 2012

Frost & Sullivan Die Unternehmensberatung sieht in einer aktuellen Studie Hersteller auf den App-Boom aufspringen

Trafficpass park.ME

Die Kassen klingeln lassen

Innovative Park-Lösung

Autobauer entwickeln immer mehr Apps für Smartphones, um ihr Angebot und Service zu erweitern.

© Trafficpass

Frankfurt/Main. Automobilhersteller in Europa und Nordamerika haben auf den Smartphone-Boom reagiert. Ein Großteil der Hersteller hat den Markt mit kostenlosen Apps für die Bereiche Kundenpflege und Pannenhilfe überschwemmt, während andere Apps mit Mehrwert, wie Remote Start/Stopp geschaffen haben. Auch Neuentwicklungen, wie Nokia MirrorLink – ein Standard, auf dessen Basis Alpine inzwischen ein Hauptgerät als Nachrüstlösung geschaffen hat – eröffnen neue Umsatzmöglichkeiten für Hersteller, indem sie Apps im Fahrzeuginneren ermöglichen, und zwar in Form von vollständigen, externen Terminals, mit Steuerungen, bei denen fahrzeugspezifische Mensch-Maschine-Schnittstellen (engl. Human Machine Interface – HMI) zum Einsatz kommen. Dies erzeugt im Gegenzug starkes Inter-

Mit park.ME wird die KurzparkzonenVerrechnung denkbar einfach.

Wien. Die meisten Autofahrer kennen das Dilemma: Je nach Zone oder Bezirk, zum Teil auch in Einkaufsstraßen, werden unterschiedliche gebührenpflichtige Zeiten und die höchst zulässige Abstelldauer vorgeschrieben. Für Durchblick sorgt das neue System park.ME der Trafficpass Holding GmbH, das zum Start in Linz, Salzburg (Stadt), Zell am See und Baden bei Wien angeboten wird. Autofahrer bekommen damit alle nötigen Informationen über das Parken in Kurzparkzonen und können auch gleich direkt ihre Parkscheine lösen. park.ME erkennt die jeweilige Parkzone automatisch, die lästige Suche nach Informationsschildern oder Parkautomaten entfällt ebenso wie die Gebühren für das Versenden von SMS beim konventionellen Handy- bzw. SMS-Parken.

esse an HMI-Elementen, sowohl als Umsatzerzeuger als auch als Markendifferentiatoren. Konzepte wie Chevrolet MyLink oder GMC Intellilink sind Beispiele für diese HMI-Lösungen seitens der Autohersteller.

Begehrte neue Umsatzquelle Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan wird im nächsten Jahr fast jeder Autohersteller Apps entwickeln und über die allgemein bekannten App-Stores vertreiben. Das Interesse von Handyherstellern wie HTC, Samsung, LG und Sony an dem Standard Nokia MirrorLink zeigt dessen Potenzial, zu einem Industriestandard zu werden, und ermöglicht Autoherstellern, Apps zu standardisieren und daraus Umsätze zu gewinnen. „Mobile Apps haben bereits im Verbrauchersegment zu einer

Boom: Apps erfreuen sich im Fahrzeuginneren bei Autofahrern steigender Beliebtheit.

Revolution geführt und sich zu einem machtvollen alternativen Geschäftsmodell und einer guten Umsatzquelle für Handyhersteller entwickelt“, erklärt Frost & Sullivan Research Analyst Krishna Jayaraman. „Obwohl für den Auto-

markt nicht von einer ähnlichen Situation ausgegangen werden kann, ermutigen Standards wie ‚MirrorLink‘ und andere Entwicklungen die Autohersteller, in Zukunft auf Smartphone-Apps zu setzen.“  www.frost.com

Eberspächer Der Automobilzulieferer ist für das Heizsystem der Rinspeed smart-Studie „Dock+Go“ verantwortlich

Futuristische Studie mit Eberspächer-Tool Esslingen. Ein modularer Cityflitzer der Schweizer Zukunftswerkstatt Rinspeed wird auf dem Auto-Salon Genf vom 8. bis 18. März für Aufsehen sorgen. Beim Heizsystem der smart-Studie „Dock+Go“ setzt Rinspeed-Chef Frank M. Rinderknecht auf Effizienz und das Know-how des Projektpartners Eberspächer.

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Maximale Effizienz

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Was man dazu benötigt? Wenig – lediglich ein Smartphone mit Android-Betriebssystem oder ein iPhone. Nach der Registrierung bei Trafficpass wird eine kostenlose App auf das Handy geladen und der Service aktiviert. Ein Parkvorgang wird dann mit der App einfach mittels drücken der Funktion „Start“ begonnen bzw. mit „Stopp“ beendet. Rechtzeitig vor Ablauf der max. Parkdauer erfolgt automatisch eine Erinnerung. Ein weiteres nützliches Feature ist ein Car-finder, der den Weg zurück zum Fahrzeug anzeigt, die Parkgebühren werden am Monatsende vom Konto abgebucht.  www.trafficpass.com

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Moritz Kolar

Das Mobilitätskonzept „Dock+Go“ ist mit Technologie von Eberspächer ausgerüstet.

Im „Dock+Go“ sorgt ein PTCHeizer von Eberspächer catem für wohlige Temperaturen unterwegs. Mit einer Leistung von bis zu 5,5 KW wärmt er den Innenraum schnell auf – und das mit einem Wirkungsgrad von mehr als 99%. Zudem lässt sich der PTCHeizer nahezu beliebig im Fahrzeug positionieren. Da Elektronik und Steuergerät komplett in das elektrische Heizelement integriert

sind, konnten die Einbaumöglichkeiten weiter optimiert werden. Über das Bussystem LIN, alternativ CAN oder wahlweise auch über eine PWM-Ansteuerung lässt sich die Leistung stufenlos regulieren. Mit den präzisen Regelstufen des eigens für den „Dock+Go“ entworfenen Luftausströmers lässt sich der Luftstrom exakt dosieren. Die Idee des „Dock+Go“ basiert auf einem Elektrofahrzeug mit andockbarem, einachsigem ‚Rucksack‘. Dieser dient wahlweise als Anhänger für mehr Stauraum oder aber als innovativer Range Extender. Denn als „Energy Pack“ ist er entweder mit Verbrennungsmotor, Akkus oder Brennstoffzellen verfügbar. So verlängert die angedockte dritte Achse – Vario-Hybrid nennt Rinspeed das Konzept – ganz einfach die Reichweite.  www.eberspaecher.com

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