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medianet

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Freitag, 22. Juni 2012 – 27

Staatliche hilfen gefordert

Enormer aufschwung

Europas Automobilindustrie fordert ­Regierungen zur Unterstützung auf  Seite 29

Im Fahrwasser von E-Autos erleben auch Traktionsmotoren einen Boom  Seite 33

© BMW

© EPA

automotivebusiness neue b-klasse mercedes gibt sich sportlich © Daimler

„Dadurch entsteht eine negative Sogwirkung“

© Panthermedia.net/Michael Kempf

short

© EPA

Wien/Brüssel. Die Talfahrt auf dem EU-Automarkt geht ungebremst weiter. Im Mai verschlechterte sich die Lage noch einmal. Die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union sanken im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,7% auf 1,106 Mio. Fahrzeuge, wie der europäische Branchenverband ACEA mitteilte. Ebenfalls im Minus ist laut Statistik Austria die Zahl der Neuzulassungen im Mai in Österreich: Mit 32.298 Pkw wurden um 5,8% weniger zugelassen als im Mai 2011. www.statistik.at

© Hyundai

Bochum. Gnadenfrist für die Opelaner im deutschen Bochum, aber keine Rettung: Der defizitäre Autobauer Opel will seine Sanierung zunächst ohne Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland vorantreiben. Auch das Werk in Bochum solle zumindest so lang erhalten bleiben, bis die aktuelle Zafira-Fertigung dort Ende 2016 ausläuft, teilten die Adam Opel AG, der Betriebsrat und die IG Metall dieser Tage nach monatelangen Verhandlungen mit.  www.opel.de

© APA/Ingrid Kornberger

Erfolgreich In den ersten Monaten dieses Jahres konnte Hyundai-Österreich trotz rückläufiger Markttendenz zulegen. Nicht zuletzt weil der neue i30 (Foto) von einigen Fachmedien vor Mitbewerbern wie etwa dem VW Golf gereiht wurde.  Seite 28 Moto Guzzi-Treffen 18. Auflage in Kirchberg am Wechsel

Kidricevo. Der steirische Lederbezügehersteller Boxmark Leather hat eine 15 Mio. € schwere Modernisierung und Erweiterung seines Standorts in Kidricevo (Slowenien) abgeschlossen. Die Investition umfasst unter anderem ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum, das Ende vergangener Woche im Beisein des slowenischen Regierungschefs Janez Jansa feierlich eröffnet wurde. Demnächst sei laut Werkschef Marjan Trobis eine weitere Erweiterung der Produktionsstätte um 5 Mio. € geplant.  www.boxmark.at

© Faber

Pflichttermin für Austro-Guzzisten

Kabarettist Roland Düringer ist seit Jahren Stammgast am Moto Guzzi-Treffen.

Kirchberg am Wechsel. Bereits zum achtzehnten Mal findet von 29. Juni bis 1. Juli in Kirchberg am Wechsel das größte Moto GuzziTreffen Österreichs statt. Über 1.500 Gäste reisten in den vergangenen Jahren an und heuer rechnen die Veranstalter mit einem neuen Besucherrekord. Das Wochenende steht dabei ganz im Zeichen der italienischen Kultmarke: Neben einer gemeinsamen Ausfahrt ist die Testmöglichkeit der aktuellen Moto Guzzi-Modelle einer der Höhepunkte des Treffens. Im Rahmenprogramm gibt es zudem u.a. Live-Musik und kulinarische Verpflegung.  www.guzzi.at

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C ov e r

28 – automotivebusiness

Kommentar

Frauen ans Steuer – aber hopp!

Freitag, 22. Juni 2012

Interview Hyundai Österreich-Geschäftsführer Hansjörg Mayr im Gespräch mit medianet automotive

„Mehr Transparenz und weniger Politisierung“ Die Verunsicherungen am Markt sind laut Mayr oft nur medial gepushte Schreckensgespenster. Mayr: Wir haben auf der ‚Vienna Autoshow‘ ja den neuen ‚i30‘ präsentiert, das hat uns speziell am Wiener Markt weitergeholfen. Jänner und Februar waren aber generell eher schwierige Monate, das Verkaufsjahr hat einfach später begonnen als üblich. Als Marke sind wir in den ersten vier Monate auch um eindrucksvolle 17% gewachsen. Damit sind wir sehr zufrieden. Natürlich hilft uns auch die vermehrt positive Wahrnehmung unserer Produkte in der Presse. Mehrere anerkannte Fachmedien haben ja unseren i30 vor der Kompaktklassenkonkurrenz à la Golf, Astra und Co. gereiht; darauf sind wir ebenfalls sehr stolz.

Gregor Josel

W

as bei uns selbstverständlich ist, sorgt in Saudi-Arabien gerade für heftige Wellen der Empörung: Frauen wollen sich dort nämlich das Recht erstreiten, selbst Auto fahren zu dürfen, was von einem großen Teil der (männlichen) Bevölkerung allerdings abgelehnt wird – nicht aus religiösen Gründen, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern aus der Tradition des Landes heraus. SaudiArabien ist das einzige Land der Welt, in dem das weibliche Geschlecht nicht Auto fahren darf und das soll doch auch bitteschön so bleiben. Erst recht, seit ein Geistlicher vor wenigen Monaten in einem Gutachten davor warnte, dass fahrende Frauen angeblich ihre Jungfräulichkeit verlieren und in die Prostitution abrutschen könnten. Auch die Scheidungsraten würden dadurch steigen und ebenso die Homosexualität. Ungeachtet von derlei Nonsens erklärten Dutzende Aktivistinnen den vergangenen Sonntag zum „Tag des Autofahrens“ und steuerten Fahrzeuge durch die Hauptstadt Riad – ein mehr als gefährliches Unterfangen, drohen als Bestrafung dafür doch zehn Peitschenhiebe ober mehrere Tage im Gefängnis. Grund genug für uns aber, auf die Problematik aufmerksam zu machen und die saudischen Frauen bei ihrem Recht aufs Autofahren zu unterstützen – zumindest moralisch.

BMW Transport-Probleme

US-Flaute droht

Wien. Das Auto gerät mehr und mehr in den politischen Fokus. Doch oft sieht die Realität ganz anders aus als die Theorie, wie Hansjörg Mayr im Interview ausführt. medianet: Ein österreichisches Magazin titelte unlängst ‚Die gefährlichste Erfindung der Welt‘ und bezieht sich dabei auf das Automobil. Ein Titel mit Symbolcharakter oder die Realität? Hansjörg Mayr: Heutzutage wird auf vielerlei Ebenen gegen das Automobil als Transportmittel und Mobilitätsgrundlage gewettert. Das Auto wird gern einfach generell als schlecht dargestellt. Das ist grundlegend falsch. Auch die Politik tut

„Heutzutage wird auf vielerlei Ebenen gegen das Auto polemisiert (...) Die Wirtschaft ist

© Hyundai/Christian Houdek

Jürgen Zacharias

ohne Mobilität nicht

Seit 2006 ist der Tiroler Hansjörg Mayr Geschäftsführer der ­Hyundai Import ­Gesellschaft innerhalb des Denzel-Verbunds.

überlebensfähig.“

zentrieren, andererseits wundert man sich, dass die Menschen mit dem Auto dorthin fahren. Das Automobil als gefährlich zu bezeichnen, ist also schlichter Unsinn.

Hansjörg Mayr, GF Hyundai Import Gesellschaft

medianet: Wie sehr verunsichert das und die derzeitige Euro-Krise den Autokäufer? Mayr: Der Markt ist derzeit nicht einfach. Der Konsument ist verunsichert. In den Medien heißt es oft, der Markt bricht ein, wobei ein Rückgang um wenige Prozent noch nicht mal ansatzweise etwas mit

hier noch immer viel zu wenig. Das ganze Thema ist leider viel zu wenig transparent, es wird politisiert, polemisiert und es hat nichts mit der Realität zu tun. Die Wirtschaft ist ohne Mobilität nicht überlebensfähig. Einerseits wollte die Politik die Geschäfte aus der Stadt verbannen und in Einkaufszentren kon-

Steuerrecht ermöglicht Porsche-Deal

© BMW

(Porsche AG) mehrheitlich unter dem Dach der Porsche SE. Diese Konstellation macht – vereinfacht gesagt – alle drei Beteiligten zu einem Großunternehmen. Damit greifen Bestimmungen aus dem Steuergesetz, die für VW ein Riesenvorteil sind und erlauben, sich den noch fehlenden Teil des Sportwagengeschäfts der Porsche AG steuerfrei einzugemeinden. Diese Hürde hatte den lange gewünsch-

Der Paragrafendschungel der deutschen Steuergesetze kann mitunter wie eine Wundertüte daherkommen. Im Fall des blockierten Zusammenschlusses der Autobauer VW und Porsche zum Beispiel ist eine einzige VW-Stammaktie plötzlich unglaubliche 4,5 Mrd. € wert. Normalpreis dieser Tage: etwa 115 €. Der nahende Coup zwischen den Wolfsburgern und den Schwaben dürfte damit Wirtschaftsgeschichte schreiben. Die Ausgangslage: Als Folge des verlorenen Übernahmekampfs der Porsche-Dachgesellschaft Porsche SE gegen die VW AG vor vier Jahren stehen sowohl VW als auch das reine Porsche-Sportwagengeschäft

ten Zusammenschluss viele Monate blockiert, nachdem der Ursprungsplan – eine komplette Verschmelzung aller Beteiligten – an Milliardenklagen gegen die Porsche SE gescheitert war. Investoren fühlen sich nämlich rückblickend bei der Übernahmeschlacht betrogen. In diesem Großunternehmen ist nun folgendes möglich: Die Gesetze erlauben es, dass einzelne Einheiten untereinander Werte ver-

© dpa/Patrick Seeger

Steuerliche Sonderregelung

Washington. Der deutsche Automobilhersteller BMW erwartet im Sommer wegen Engpässen beim Transport eine Durststrecke in den USA. „Wir warten im Moment einfach darauf, dass die Schiffe mit den richtigen Autos kommen“, sagte der neue BMW-Amerika-Chef Ludwig Willisch vor wenigen Tagen der Financial Times Deutschland. Demnach kommt das neue 3erModell zu langsam in den USA an, und die beim US-Kunden beliebte Allrad-Version werde erst im September kommen.  www.bmwgroup.com

medianet: Wie ist das erste halbe Jahr für Hyundai Österreich im Detail gelaufen?

medianet: Im September eröffnet der neue Hyundai-Flagship-Store in der Richard Strauß Straße – was dürfen wir erwarten? Mayr: Wir feiern dieses Jahr ‚20 Jahre Hyundai Österreich‘. Am 13. und 14. September wird im Zuge der Feierlichkeiten auch der neue Flagship-Store mit 400 m� Ausstellungsfläche eröffnet. Neben dem gesamten Portfolio von über zehn Modellen werden auch vier neue Modelle vorgestellt.

Volkswagen Der deutsche Hersteller kann die Übernahme von Porsche unter Dach und Fach bringen

Stuttgart. Europas größter Autobauer VW schafft bei der seit Langem verkorksten Komplettübernahme von Porsche Fakten. Ein juristischer Kniff im Steuergesetz ermöglicht die herbeigesehnte Lösung – und sorgt für die weltweit wohl teuerste Aktie in der Unternehmensgeschichte.

BMW-Amerika-Chef Ludwig Willisch erwartet einen schwierigen Sommer.

einem Markteinbruch zu tun hat. Was bleibt, ist des Schreckgespenst in den Köpfen der Menschen, die sich dann sehr wohl überlegen, ob sie sich gerade jetzt ein neues Auto kaufen sollen. Eine negative Sogwirkung entsteht und eine künstliche Schwächung des Markts setzt ein, die mit der Realität in Wahrheit gar nichts zu hat. Ich halte das nicht für besonders sinnvoll.

medianet: Hyundai entwickelt und produziert ja seit einigen Jahren die Fahrzeuge für den europäischen Markt in Europa. Wie lässt sich trotzdem das vergleichsweise günstige Preisniveau halten? Mayr: Hyundai hat schon immer auf möglichst geringe Strukturkosten gesetzt. Die Produktion in Europa bringt uns außerdem enorme Vorteile in der Logistik. Kurze Transportwege und kurze Fristigkeiten zwischen Produktion und Kunden sind von großem Vorteil, da viel weniger Kapital gebunden ist.

VW wird sich nun endgültig das Sportwagengeschäft der Porsche AG eingemeinden.

schieben – quasi verkaufen –, ohne dass dabei Steuern fällig werden. Man veräußert unternehmensintern gewissermaßen an sich selbst, ohne dass diese Umstrukturierung nach außen auf den Markt tritt.

Wertvollstes Papier der Welt Kern des Deals ist, dass VW den grundsätzlich steuerpflichtigen Kauf der noch ausstehenden zweiten Hälfte der Porsche AG als eine – ausdrücklich legale – Umstrukturierung ausweist. Das Gesetz ermöglicht außerdem, den Umbau statt mit Anteilen auch mit Geld zu verrechnen und Aktien und Bares dabei in der Waagschale zu variieren. Das Ganze muss aber so ablaufen, dass der die Anteile übernehmende Partner nach dem Deal die Mehrheit am anderen Partner hat. Weil die Porsche SE die Mehrheit an VW hält, reicht eine einzige Aktie aus. Sie wird so 4,5 Mrd. € teuer – dank des Steuergesetzes ist sie damit rein rechnerisch wohl das wertvollste Papier der Welt.  www.porsche.de  www.volkswagen.de


Freitag, 22. Juni 2012

Hersteller & zulieferer

automotivebusiness – 29

Cars21 Die internationale Arbeitsgruppe will die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie stärken und fordert Regierungen zur Unterstützung auf

Branche fordert staatliche Hilfen Moritz Kolar

Brüssel. Die EU-Autoindustrie hofft im Kampf gegen immer stärkere weltweite Konkurrenz und hohe Überkapazitäten auf Hilfe durch die Regierungen der Europäischen Union. Sie möchte mehr öffentliche Gelder, eine „kluge und selektive“ Gesetzgebung sowie handelspolitische Anstrengungen zur besseren Öffnung ausländischer Märkte. Dies geht aus einem Bericht von „Cars21“, einer Arbeitsgruppe aus Spitzenvertretern der Industrie, der Politik und der Gewerkschaften, über die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Autoindustrie in den kommenden Jahren hervor.

Branche mit Überkapazitäten Die Finanzkrise habe die Branche in Europa schwer getroffen – besonders bei kleinen Personenwagen, heißt es in dem Bericht.

China Markt legt um 16% zu

Mai-Aufschwung

Peking. Der chinesische Automarkt hat sich erholt und wächst wieder zweistellig. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag berichtete, stieg die Zahl der Autoverkäufe im Mai um knapp 16% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Autoproduktion erhöhte sich nach Angaben der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) um 16,2%.

Preise gingen im Mai zurück

© EPA

Der weltgrößte Automarkt wuchs in den ersten fünf Monaten des Jahres um insgesamt 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; in diesem Zeitraum sind insgesamt 6,33 Mio. Personenkraftwagen verkauft worden, was einem Zuwachs von 5,48 Prozent entspricht. Gleichzeitig sank der Verkauf von gewerblich genutzten Fahrzeugen um 10,31 Prozent auf 1,69 Mio. verkaufte Einheiten. Der chinesische Automarkt hatte zuletzt an der schwachen wirtschaftlichen Gesamtentwicklung, dem Auslaufen einiger Fördermaßnahmen sowie einer restriktiveren Zulassung in Großstädten wie Peking gelitten. Wachsende Lagerbestände bei chinesischen Autohändlern drücken deshalb zuletzt die Preise: Die durchschnittlichen Kosten von Personenfahrzeugen sanken in China im Mai um 1,1 Prozent zum Vormonat. Nach Zahlen der Händlervereinigung verlängerte sich die durchschnittliche Lagerdauer bei den Händlern von 45 Tagen Ende April auf über zwei Monate Ende Mai.  www.caam.org.cn

In China wurden im Mai wieder deutlich mehr Fahrzeuge verkauft als zuletzt.

Gewinne werden in Europa vor allem bei teureren Autos gemacht, ansonsten auf Auslandsmärkten wie etwa in China. Für dieses Jahr werden in Europa schätzungsweise 12,4 Mio. Autos verkauft. Das sind drei Mio. weniger als vor der Krise und so wenig wie 1996. Die Zahl der Beschäftigten sank um rund 12 Prozent auf 12 Mio. Die Exporte erreichten hingegen 2011 einen neuen Rekord von 160 Mrd. €. In dem Bericht der Arbeitsgruppe – der u.a. die Unternehmenschefs Dieter Zetsche (Daimler), Sergio Marchionne (Fiat) und Philippe Varin (Peugeot) angehören – wird die „strategische Bedeu-

tung“ der Branche und die Notwendigkeit betont, die Produktion in der EU zu erhalten. Die Autoindustrie stehe aber vor großen Überkapazitäten, vor allem bei Kleinwagen und vor allem im südlichen Europa.

Mehr Unterstütung gefordert „Es scheint, als überstiegen die vorhandenen Kapazitäten beträchtlich die in den kommenden Jahren zu erwartende Produktion“, heißt es. Es gebe erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Firmen und Ländern, doch beeinträchtigten die Überkapazitäten die gesamte

Branche: „Die derzeitige Struktur der Industrie entspricht nicht dem Bemühen um Wettbewerbsfähigkeit, vor allem nicht im Bereich der Massenprodukte.“ Die Industrie verwies darauf, dass sie allein 2009 rund 28 Mrd. € in die Forschung, etwa für schadstoffärmere Motoren und E-Antriebe, investiert habe. In bestimmten Bereichen wie Batterien und Hybridtechnologie sei Europa aber nicht führend und müsse besser werden. Die Branche brauche deswegen „verstärkte Unterstützung für Forschung und Entwicklung“ auf europäischer und nationaler Ebene.  www.ec.europe.eu

© EPA

Forderungen sind mehr öffentliche Gelder, handelspolitische Bemühungen und eine kluge Gesetzgebung.

Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche ist Mitglied der Arbeitsgruppe „Cars21“.


Modell & Handel

32 – automotivebusiness

Freitag, 22. Juni 2012

Mercedes B180 Blue Efficiency Die neue B-Klasse von Mercedes wurde deutlich sportlicher – nicht nur optisch

short

Vitamin B mit sportlicher Note und ohne Sandwich

© Porsche Austria

Modelloffensive wird weiter fortgesetzt

Wie auch die kommende A-Klasse verzichtet die aktuelle B-Klasse auf eine Sandwich-Bauweise. Wien. Ursprünglich war die Sandwichbauweise der A-Klasse dazu bestimmt, im Zwischenboden Antrieb und Batterien für alternative Antriebsmodelle zu beherbergen. Neuerdings verzichtet man bei Mercedes wieder auf diese Bauart und so wurde die neue B-Klasse, die im Vorjahr ihr Debüt feierte, auf einer „normalen“ Basis entwickelt. Auch die demnächst erscheinende, neue A-Klasse wird wieder über eine Standard-Plattform verfügen. Die Brennstoffzelle scheint also noch nicht unmittelbar vor der Tür zu stehen. Nach der Präsentation der ersten B-Klasse im Jahr 2005 fuhr das Modell vor allem bei reiferen Interessenten große Erfolge ein und avancierte so landläufig zum Pensionistenauto. Mit der neuen B-Klasse soll nun auch eine jugendlichere Käuferschicht angesprochen werden und die Vorzeichen scheinen zu stimmen.

Wien. Skoda setzt seine Modelloffensive konsequent fort. Nur wenige Monate nach der Einführung des Skoda Citigo präsentiert der tschechische Hersteller den neuen Skoda Rapid. Die jüngste Modellreihe hat zentrale Bedeutung für die Wachstumsstrategie des Herstellers. Als erstes Skoda-Serienfahrzeug überhaupt bringt der Rapid die neu entwickelte Designsprache des Herstellers vollständig zum Ausdruck. Die Frontpartie zeigt die neue Interpretation der Skoda-typischen Gestaltungsmerkmale. Das neue Marken-Logo prangt selbstbewusst auf dem harmonisch abgerundeten vorderen Abschluss der Motorhaube. Der Kühlergrill zeigt einen fein gezeichneten Chromrahmen und wird von vertikal angeordneten Lamellen geformt. Wie ein Kleeblatt gruppiert sich das Scheinwerferensemble an der Front des Skoda Rapid. Die jüngste Skoda Modellreihe überzeugt bei kompakten Abmessungen (knapp 4,5 m lang, rund 1,7 m breit) mit viel Raum. Die clevere Limousine mit Kombi-Dimension bietet Platz für fünf Insassen und ihr Gepäck. Selbstverständlich sind bei Skoda weitere clevere Lösungen sowie ein hervorragendes Preis-Wert-Verhältnis und eine umfangreiche Sicherheitsausstattung. Vier Benzinmotoren und zwei Dieselaggregate ­stehen als Antriebe zur Auswahl.  www.skoda.at

Vom Pensionistenauto zum chicen, sportlichen Kompakt-Van: Die neue B-Klasse überzeugt optisch wie auch technisch.

Jugendlichere Optik Im Vergleich zur bisherigen B-Klasse ist Mercedes einen großen Schritt in Sachen Design gegangen. Das etwas biedere Erscheinungsbild der ersten Generation wurde grundlegend überarbeitet, das neue Markengesicht mit den agilen, klar konturierten Scheinwerfern, der LED-Tagfahrbeleuchtung und dem vergleichsweise großen Kühlergrill stehen der neuen B-Klasse hervorragend. Die Motorhaube geht fließend in die A-Säule über, die Dachlinie fällt bis zum markanten Dachspoiler straff ab. Eine ins Dach modellierte Sicke streckt das Fahrzeug. Die kräftigen Radläufe mit dynamisch überspannten Charakterlinien unterhalb der Bordkante sind eine sportliche Inter-

Start/Stopp-System für den kompakten SUV

pretation der aktuellen Designlinie von Mercedes-Benz. Dynamische Schwellerverkleidungen schließen den Fahrzeugkörper nach unten ab und verleihen ihm optische Leichtigkeit. Der Testwagen verfügte über das optionale Sportpaket, das neben einem Sportfahrwerk auch zahlreiche optische Raffinessen wie verschiedene Chromteile bietet.

Innenraum à la Stern Im Innenraum setzt Mercedes bei der B-Klasse nun auch auf eine sportlichere Linie. Das Lenkrad wurde kompakter, die großen Runddüsen in der Mitte erinnern an SLK und SL, das gesamte Interieur wurde deutlich lebendiger. Der Sitzkomfort ist gewohnt hoch,

das Platzangebot ist überdurchschnittlich. Auf Wunsch ist die B-Klasse mit dem Easy-VarioPlus-System erhältlich. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Innenraum dann so umgestalten, dass sperrige Gegenstände transportiert werden können. Das EasyVario-Plus-System umfasst unter anderem die Längsverstellung der Fondsitze um bis zu 140 mm (damit steigt das Gepäckraumvolumen von 488 auf 666 l) sowie einen Beifahrersitz, dessen Lehne sich nach vorn klappen lässt.

Drehzahl gewünscht Dem sportlichen Gesamteindruck nicht ganz gerecht wird der Benzinmotor des B180 Blue Efficiency.

Speziell in der Stadt vermisst man Drehmoment beim Anfahren, der Motor will auf Drehzahl gehalten werden um seine Power ausspielen zu können. Auf langer Strecke bei Reisegeschwindigkeit zeichnet sich das Aggregat jedoch durch hohe Laufruhe und geringen Durst aus. Im Test begnügte sich die 122 PS starke B-Klasse mit rund 7,2 l auf 100 km. Ebenfalls sehr komfortabel gibt sich das Fahrwerk auf langer Strecke. Bei holpriger Straße macht sich jedoch das optionale Sportfahrwerk bemerkbar. Die Extraliste bei Mercedes ist nicht kurz, daher erklärt sich auch der motivierte Testwagen-Preis von knapp über 40.000 €. Das Einstiegsmodell beginnt bei 27.770 €.  www.mercedes.at

Ford Focus ST Die sportliche Version des Ford Focus ist nun erstmals auch als Kombi zu haben

Sportliches Upgrade für den Kompakt-Star

© Nissan

Wien. Im Vorjahr feierte der neue Ford Focus Premiere. Knapp ein Jahr später reicht die Ford Motorcompany nun auch die schärfste Focus-Version aller Zeiten nach. Erstmals ist der Focus ST nicht nur als Fünftürer, sondern auch in der Kombivariante verfügbar. Damit verspricht man sich bei Ford zahlreiche Neukunden, die weder auf Platz noch auf Sportlichkeit verzichten wollen. Und derzeit ist

das Kombimodell Ford Focus ST „Turnier“ in diesem Segment noch ganz allein auf weiter Flur.

Stärkster „Focus“ aller Zeiten Angetrieben wird der Ford Focus ST von einem hochmodernen Eco-Boost-Vierzylinder, der ihm mit 250 PS enorme Power verleiht. Dank Hochdruck-Benzindirekteinspritzung, früh ansprechendem

© Ford

Der Nissan Juke erhält ein ­optionales Start/Stopp-System.

Wien. Für den Nissan Juke steht ab sofort eine Start/Stopp-Automatik zur Verfügung. Das System ist für den 1,6 l-Benzinmotor mit 86 kW/117 PS in der Version mit Schaltgetriebe zu einem Aufpreis von 250 € erhältlich und trägt insbesondere im Stadtverkehr zu einer Verringerung des Kraftstoffverbrauchs bei. Der CO2-Ausstoß sinkt durch dadurch im kombinierten Messzyklus um acht Prozent auf 136 g/km, im Stadtverkehr sind Einsparungen von nahezu 15% möglich. Eine elektronische Steuerung sorgt dafür, dass der Motor auch bei einem niedrigen Ladezustand der Batterie automatisch startet.  www.nissan.at

© Daimler

Gregor Josel

Der „Rapid“ trägt als erstes Modell das neue Markengesicht von Skoda.

Der stärkste Focus aller Zeiten ist als Limousine oder Kombi ab 32.600 Euro zu haben.

Turbolader und variabel steuerbaren TiVCT-Ventilöffnungszeiten (Twin-independent Variable Camshaft Timing) kombiniert er einen in dieser Leistungsklasse vergleichsweise kleinen Hubraum von 2,0 l mit entsprechend überzeugenden Verbrauchsvorteilen. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch feinbearbeitete Ein- und Auslasskanäle sowie eine ebenso aufwendig wie präzise abgestimmte Motorelektronik. Beide Karosserievarianten verfügen über eine manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe, das durchaus knackig schaltbar ist, jedoch über etwas zu lange Schaltwege verfügt. Der bärenstarke Eco-Boost Motor wirkt, trotz des kleinen Hubraums, auch im unteren Drehzahlbereich erhaben und erwacht ab 4.000 Touren zu rassigem Leben. Der Soundgenerator – hier wird das Ansauggeräusch mittels Schlauchsystem in die Kabine übertragen – trägt ebenfalls viel zum Fahrspaß bei. Ausgezeichnet gut zum sportlichen Gesamtpaket passt das Fahrwerk des neuen Ford Focus ST. In der Kombiversion wurden die hinteren Stoßdämpfer liegend eingebaut, um

eine maximale Nutzbarkeit des Kofferraums zu gewährleisten. Durch das geringe Mehrgewicht auf der Hinterachse wirkt der Kombi sogar etwas komfortabler als die fünftürige Version. Die direkte, elektronisch gesteuerte Lenkung setzt Lenkbefehle astrein um. Die Spezialisten des Ford Team RS haben die elektrische Servolenkung EPAS (Electric Power Assisted Steering) für den neuen ST so kalibriert, dass sie Drehmomenteinflüsse aus dem Antriebsstrang noch feinfühliger erkennt und darauf via TSC (Torque Steer Compensation) besonders konsequent reagiert.

Moderater Verbrauch Beeindruckend ist auch der Verbrauch. Gibt man dem ST ordentlich die Sporen, bewegt man sich deutlich über der 10 l-Grenze. Doch fährt man im Alltags-Modus, erreicht man relativ spielend die kolportierten 7,2 l Verbrauch. Somit verbindet der Focus ST und der ST Turnier das Beste aus der Welt des Alltags und der Welt des Sport. We like!  (gj)


I n n ovat i o n & U m w e lt

Freitag, 22. Juni 2012

automotivebusiness – 33

Frost & Sullivan Die Unternehmensberatung sieht dank Hybrid- und Elektroautos enorme Potenziale für Traktionsmotoren

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Hybrid- und Elektroautos kurbeln Motorenmarkt an

BASF hilft Brummis kräftig abspecken

© BASF

In den kommenden Jahren seien laut einer Studie jährliche Wachstumsraten von 50 Prozent zu erwarten. Moritz Kolar

Ladeluft- und Ölsaug-Modul aus Ultramid für den Lkw-Bau.

Ludwigshafen. Ähnlich wie bei Pkw geht auch bei den Lkw der Trend inzwischen zum Leichtbau. Und dabei gewinnt auch eine Technologie des BASFKonzerns an Bedeutung, der im Ladeluftbereich von Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommt: Das Ladeluftrohr des Lkw-Motors DD13/DD15 ist eine der ersten großen Serienanwendungen für das neue Polyamid (PA) Ultramid A3W2G6. Das Bauteil, von ElringKlinger aus dem sehr wärmealterungsbeständigen PA gefertigt, verfügt über eine besonders hohe mechanische und thermische Leistungs­fähigkeit. Das multifunktionelle Ölsaugmodul besteht ebenfalls aus einem BASF-Polyamid. Hinter der Bezeichnung DD13/DD15 verbergen sich Hochleistungs­dieselmotoren für den Truck-Bereich mit einem Hubraum von knapp 13 bzw. 15 l, die Detroit ­Diesel Corporation, Lkw-Motorenhersteller und Daimler-Tochter, in den USA baut.  www.basf.com

© BMW

Bis 2017 soll der Markt für elektrische Motorentechnologien für Elektro- und Hybridautos in Europa auf 1,6 Mrd. Euro ansteigen.

nen, diese in den eigenen Betrieb einzugliedern. „Während einige Hersteller bei der Entwicklung von Elektromotoren mit mehr als einem Anbieter zusammenarbeiten, entscheiden sich andere dafür, dies betriebsintern abzuwickeln“, erläutert Frost & Sullivan Team Leader Anjan Hemanth Kumar. „Zuverlässigkeit, starkes R & D (Anm. Research & Development), eine reibungslose Lieferkette und strenge Qualitätskontrollen, die mit neuesten Fertigungsverfahren und Einrichtungen verbunden sind, sind einige der Hauptkriterien der Fahrzeughersteller bei der Anschaffung.“ Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind jedoch an sich recht kostspielig und machen es laut der Studie

Produktion vermehrt intern Laut der Studie erwirtschaftete der Markt für elektrische Motorentechnologien für Elektro- und Hybridfahrzeuge 2010 Umsätze in Höhe von 55 Mio. €, die bis 2017 auf 1,6 Mrd. € ansteigen sollen. Emissionsnormen und staatliche Unterstützungsprogramme werden demnach Fahrzeughersteller aufgeschlossener gegenüber Hybridund Elektrofahrzeugen machen. Allerdings werden dabei die Beschaffungsstrategien für Elektromotoren bei den verschiedenen Herstellern variieren. Frost & Sullivan geht davon aus, dass ungefähr 30 bis 40% der Fahrzeughersteller, die ihre Motorenproduktion bisher ausgelagert haben, nunmehr pla-

daher erforderlich, dass die Hersteller die Kostendifferenzen zwischen Hybriden und ihren konventionellen Äquivalenten überbrücken. Für die Hersteller gehören Elektrotechnologien wie elektrische Traktionsmotoren und moderne Batterien allerdings nicht zum eigenen Produktportfolio, weshalb sie die Abkehr vom Verbrennungsmotor weiter skeptisch sehen.

Hochentwickelte Technologie Für Motorhersteller gibt es mehrere Möglichkeiten im Bezug auf einen Elektroantrieb. Kurzfristig würden Fahrzeughersteller Verträge mit spezialisierten Systementwicklern abschließen, die die Elektro-Systeme in ihre Fahrzeuge

einbauen können. Mittel- bis langfristig werden sie jedoch Tier 1Lieferanten mit starker interner organisatorischer Unterstützung bevorzugen. Hersteller, die gern betriebsintern Elektromotoren entwickeln wollen, werden laut Kumar „wahrscheinlich das Design und die Entwicklung im Betrieb halten, die einzelnen Module und Bestandteile jedoch von außen beschaffen“. „Elektromotoren stellen eine hochentwickelte Technologie dar, die sich für den Erfolg von umweltfreundlicheren Fahrzeugen als ausschlaggebend erweisen werden“, schließt Kumar; „sie eröffnen zweifellos neue Möglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette.“  www.frost.com

PSA verringt CO2Ausstoß am stärksten

© Citroen

Frankfurt am Main. Die Elektrifizierung von Fahrzeugen ist einer der Haupttrends in der Automobilindustrie und kurbelt durch die Zunahme von elektrischen Bestandteilen in den Fahrzeugen auch den Markt für Traktionsmotoren an. Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan wird der europäische Markt für Traktionsmotoren deshalb in den kommenden Jahren eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von ca. 50% für hybride Elektrofahrzeuge (HEVs) und Elektrofahrzeuge (EVs) haben. Dauermagnetmotoren werden aufgrund ihrer Leistung und Effizienz voraussichtlich den Markt dominieren. Die Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit und der Preisgestaltung der Seltenen Erdmetalle wachsen laut Frost & Sullivan jedoch an, weshalb sich der Markt auch für andere Technologien wie Induktion und hybride Motoren öffnen werde.

PSA-Modelle stoßen in Europa im Schnitt 125,5 g CO2/km aus.

Neue Regelung Die EU-Kommission will den CO2-Ausstoß von Vans und Pkw in Zukunft noch strenger reglementieren

Entwurf für Verschärfung der CO²-Grenzen Brüssel. Europa droht eine Verschärfung der Umweltstandards von Pkw: Die EU-Kommission will demnach strengere Standards für den CO2-Ausstoß von Vans vorschlagen. Voraussichtliches Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 die Emission des Treibstoffgases auf 147 g je km für neue Familien-Pkw zu begrenzen, wie aus einem Entwurf der Brüsseler Behörde hervorging, der der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.

päischen Parlament fertiggestellt werden. Erst in der vergangenen Woche hatte Reuters Einblick in den Entwurf für den CO2-Ausstoß von normalen Pkw genommen. Demnach

soll die Emission von Neuwagen bis 2020 auf durchschnittlich 95 g per km sinken. Einige Vertreter der Autobranche haben strengere Vorgaben als problematisch bezeichnet, andere als erreichbar.

Der Straßenverkehr ist einer der wenigen Bereiche, in denen der Ausstoß des Treibhausgases zunimmt: Nach Angaben der Kommission stieg er von 1990 bis 2008 um 26%.  www.ec.europe.eu

Bisher strebte die Kommission an, bis 2017 einen Zielwert von 175 g je km zu erreichen. Bis Ende 2014 will die EU dem Entwurf zufolge neue Ziele für 2025 und 2030 ausgeben. Van-Hersteller, die 2020 die Vorgaben verfehlen, müssen demnach Strafen zahlen. Diese liegen nach dem Entwurf bei 95 € pro überschrittenem Gramm für jedes Fahrzeug. Es wird erwartet, dass die Kommission den Vorschlag im kommenden Monat veröffentlicht. Danach soll er von EU-Staaten und dem Euro-

© Panthermedia.net/Daniel Petzold

Strafen von 95 € pro Gramm

Der CO2-Ausstoß von Vans soll laut Plänen der EU-Kommission bis 2020 auf 147 Gramm pro Kilometer begrenzt werden.

Paris. Grund zum Jubel für PSA Peugeot Citroen: Der französische Automobilhersteller konnte im ersten Quartal des laufenden Jahres seine CO2Emissionen europaweit am stärksten reduzieren. Im Vergleich zum ersten Quartal 2011 hat das Unternehmen die CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge um 2,1 g/km auf einen durchschnittlichen CO2Ausstoß von 125,5 g/km verringert und damit den besten Wert aller Hersteller in Europa erzielt. Laut Informationen von PSA sei diese Entwicklung vor allem auf die Umweltbemühungen des Unternehmens zurückzuführen, die auf drei Säulen beruht: Zur Optimierung der Verbrennungsmotoren und die sukzessive Einführung von Hybridtechnologien wie etwa in den Diesel-Hybrid-Modellen Peugeot 3008 HYbrid4 und 508 RXH sowie Citroën DS5 HYbrid4 setzt der Hersteller als dritte Säule zur Verbesserung seiner CO2-Bilanz auch verstärkt auf den Vertrieb von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen wie den Peugeot i0n und Citroën C-Zero. www.psa-peugeot-citroen.com


R u n d u m s au t o

34 – automotivebusiness

Freitag, 22. Juni 2012

Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC) Die Daimler-Tochter bietet nun unter Zweitmarke Ersatzteile an

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Daimler-Tochter baut ihr After-Sales-Geschäft aus

Neue Gebietsleiter bei Mazda Österreich

© Mazda

Die Diamond Value Parts sollen qualitativ hochwertig, aber preisgünstiger als Originalteile sein. Fuso Produkte im Hinblick auf die Betriebskosten für eine führende Position in unseren Kernmärkten“, so Seidenfuss ergänzend.

Moritz Kolar

Sandra Standfest-Krempl (39) ist neue Gebietsleiterin bei Mazda.

Kawasaki. Die Daimler-Tochter Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation (MFTBC), einer der führenden Nutzfahrzeughersteller Asiens, baut nach erfolgreichem Pilotprojekt und positiver Kundenresonanz aus mehreren Kernmärkten Asiens sowie des Nahen und Mittleren Ostens sein After-Sales-Geschäft mit der Zweitmarke „Diamond Value Parts“ deutlich aus.

Klagenfurt. Mazda hat frische Kräfte zur Betreuung seiner österreichischen Händlerpartner. Mit Sandra StandfestKrempl (zuständig fürs östliche Vertriebsgebiet) und Thomas Ladstätter (verantwortlich für den Westen) werken ab sofort zwei Neue als Gebietsleiter im Verkaufsaußendienst. Damit managen jetzt vier Gebietsleiter im Bereich Verkauf und drei im ­After-Sales das gesamte österreichische Mazda Vertriebsnetz.  www.mazda.at

„Die sehr positive Kunden- und Händlerresonanz aus unseren Pilotmärkten bestätigt

Angebot in über 100 Märkten

© Porsche

Porsche Holding ordnet Geschäftsführung neu

Johannes Sieberer ist neu in der Geschäftsführung der Porsche Holding.

Salzburg. Um sich für die Vielzahl der neuen Aufgaben im internationalen Automobilgeschäft zu rüsten, verteilt die Porsche Holding Salzburg mit Wirkung 1. Juli die Kompetenzen der Geschäftsführung neu und erweitert die Geschäftsführung um Johannes Sieberer. Der Manager war bisher in der Geschäftsführung der Porsche Austria für die Importeursentwicklung im Ausland tätig und wird künftig den Ausbau aller außereuropäischen Automobilhandelsaktivitäten (aktuell Kolumbien und China) verantworten sowie für die Entwicklung der Porsche Informatik zuständig sein.  www.porsche-holding.com

Ältere Fahrzeuge im Visier Diese Erweiterung des FusoErsatzteileprogramms bietet Besitzern von älteren Fahrzeugen eine weitere Option, um ihre Betriebskosten zu optimieren und trägt somit zu einer niedrigeren Total Cost of Ownership über die Gesamtlaufzeit bei. Händlern ermöglicht es, neue Kunden u.a. in den Märkten

uns, das Produkt­ portfolio auszubauen.“ Kai-Uwe Seidenfuss, MFTBC © Daimler (2)

Anfang 2011 startete MFTBC mit einem ausgewählten Angebot der Diamond Value Parts Ersatzteile in den Schlüsselmärkten Asiens sowie des Mittleren und Nahen Ostens. Das Unternehmen plant nun, das Produktportfolio auf mehr als 150 Teile im laufenden Jahr 2012 auszuweiten und sie den Kunden in mehr als 100 Märkten durch das weltweite Vertriebsnetz von Fuso anzubieten. Die Ersatzteile der zusätzlichen After-Sales-Marke von Fuso sollen sich laut eigenen Angaben in Sachen Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz stark von Produkten anderer Marktteilnehmer abheben, jedoch deutlich preisgünstiger als Originalteile sein; Fuso will damit in ein weiteres, attraktives Marktsegment vorstoßen.

anzusprechen, in denen eher selten auf originale Ersatzteile zurückgegriffen wird.

„Die sehr positive Kunden- und Händlerresonanz aus unseren ­Pilotmärkten bestätigt uns, das Produktportfolio unserer Zweitmarke ‚Diamond Value Parts‘ im After-Sales-Geschäft auszubauen. Nun werden wir ein beachtliches Produktprogramm von mehr als 150 stark nachgefragten Teilen in mehr als 100 Ländern weltweit anbieten“, erklärt Kai-Uwe Seidenfuss, MFTBC Vice President of Sales and Service International. Bis Ende 2012 beinhaltet das Produktangebot ein breites Spektrum an häufig benötigten Teilen wie Bremsen, Kupplungen und Fil-

© Infiniti

Die Daimler-Tochter Fuso hält vor allem in Südostasien bedeutende Marktanteile.

Sixt Der Autovermieter rechnet mit durchschnittlichem Jahr

E-Call Das Notrufsystem soll ab 2015 verpflichtend sein

München. Der Autovermieter Sixt erwartet weiter ein schwieriges, aber unter dem Strich gutes Jahr. Neben den Folgen der Schuldenkrise in Europa drücken aber vor allem höhere Ausgaben auf die Bilanz des Unternehmens, in den ersten drei Monaten sank der Gewinn um 20% auf 17,9 Mio. €. „Wir haben im laufenden Jahr Steigerungen unserer operativen Kosten zu verkraften, die derzeit nicht durch höhere Vermietpreise aufgefangen werden

Brüssel. Bei einem Unfall oder einer Panne automatisch oder auf Knopfdruck Hilfe herbeirufen: Das Notrufsystem E-Call soll in Zukunft die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um bis zu 50% verringern und damit die Verkehrssicherheit in Europa auf ein neues Niveau heben und deshalb – geht es nach den Wünschen der EUKommission – ab 2015 in alle neuen Fahrzeugmodellen verpflichtender Standard sein. Pro Jahr könnte das System laut Experten europaweit bis zu 2.000 Menschenleben retten.

können“, sagte Firmenchef Erich Sixt vor wenigen Tagen auf der Hauptversammlung des Konzerns in München. Zwar werde Sixt das Rekordjahr 2011 kaum übertreffen, dennoch werde 2012 erfolgreich. Geld nimmt Sixt unter anderem für den Ausbau des noch jungen Geschäfts in den USA in die Hand. Bis 2015 will Sixt in Europa an Avis, Hertz und Europcar vorbei und Marktführer werden.  www.sixt.com

Johan de Nysschen soll das ChinaGeschäft von Infiniti ankurbeln.

Ein Plus an Verkehrssicherheit

bei denen kein Airbag ausgelöst wird, Hilfe rufen zu können. Darüber hinaus kann die Technologie aber auch für andere Services genutzt werden. So können Autofahrer etwa im Pannenfall über das System – wie bei BMW schon möglich – Hilfe anfordern. Die Service-Center der Hersteller können dann etwa via Ferndiagnose eine erste Fehleranalyse durchführen und das Problem digital beheben oder eine Pannenhilfe rufen.  www.ec.europe.eu

Firmenchef Erich Sixt investiert derzeit viel Geld in den Aufbau des US-Markts.

Die Funktion ist dabei denkbar einfach: Nach dem Auslösen eines Airbags wird über die Basistechnologie Pan-European-E-Call automatisch ein Notruf an die internationale Notrufnummer 112 geschickt; dabei werden neben dem Fahrzeugtyp auch die letzte Fahrtrichtung des Fahrzeugs und dessen genaue Position übertragen. Außerdem gibt es einen manuell zu bedienenden Notrufknopf, um auch bei Unfällen oder Notfällen,

© BMW

Weitere Funktionen

© dpa/Andreas Gebert

Detroit. Ein langjähriger AudiManager soll die Nissan-Luxusmarke Infiniti auf die Beschleunigungsspur führen. Der bisherige US-Chef von Audi, Johan de Nysschen, werde nach 19 Jahren bei der VolkswagenTochter ab Juli die InfinitiSparte leiten, teilte der zweitgrößte japanische Autobauer mit. Vor allem in China soll de Nysschen die Vormachtstellung von Audi und anderen deutschen Herstellern angreifen.  www.infiniti.com

tern an. „Durch diese Erweiterung unterstreichen wir einmal mehr unsere Kundenorientierung. Zudem optimieren wir stetig unsere

Globale Präsenz ausweiten

„Neues Rekordjahr unrealistisch“

Infiniti holt AudiManager an Bord

Neben den weltweit etablierten Märkten soll ein wesentlicher Schwerpunkt dieses neuen Angebots auf Märkte mit einem starken Nachfragezuwachs wie Asien, der Nahe und Mittlere Osten sowie Afrika liegen.  www.fuso.com

Fuso plant, sein After-Sales-Produktportfolio der Zweitmarke „Diamond Value Parts“ 2012 auf mehr als 150 Ersatzteile auszuweiten und in rund 100 Märkten anzubieten.

Neben der Notruffunktion bietet E-Callauch weitere Service-Möglichkeiten.

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