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Freitag, 22. Februar 2013 – 49

starker jänner

Neues start-up

Porsche startet mit einem Absatzplus von 25,5 Prozent ins neue Jahr  Seite 50

Die rb-power gmbh versteht sich als FullService-Automotive-Dienstleister  Seite 53

© rb-power

© Porsche

automotivebusiness hyundai santa fe altbekannter suv rundum erneuert © Hyundai

Deutsches Rennen mit Außenseiter aus Fernost

© Dunlop

short

© dpa/Stefan Puchner

Wien. Dunlop startet zum Beginn der neuen Saison eine Tankgutschein-Aktion: Wer bis 30. April einen Satz Dunlop Motorrad-Reifen bei einem stationären Motorrad- oder Reifenhändler in Österreich kauft, erhält von Dunlop einen OMV-Tankgutschein im Wert von 30 €. Die Aktion gilt für den Supersport-Reifen SportSmart, den Sportreifen Qualifier II, die SporttouringReifen RoadSmart und RoadSmart II sowie für den Reiseenduro-Reifen Trailmax TR91.  www.dunlop.at

© Daimler; BMW; Audi; Lexus

Hamburg. Audi hat im Namensstreit mit dem chinesischen Hersteller Qoros einen ersten Erfolg erzielt. Die für Markenfragen zuständige Zivilkammer am Landgericht Hamburg habe laut Audi Qoros die Verwendung des Kürzels „Q“ für eine Limousine untersagt. Qoros will in diesem Jahr erstmals Modelle aus eigener Produktion auf den Markt bringen. Die Weltpremiere der ersten Limousine ist im März auf dem Genfer Autosalon geplant, das Auto sollte den Namen GQ3 bekommen.  www.audi.de

© Panthermedia.net/blueone

Premiumsegment Das Gerangel um die Krone in der gehobenen Oberklasse ist prolongiert: BMW hält derzeit vor Audi und Mercedes die Poleposition. Und mit Lexus hat sich ein neuer, starker Rivale bereits gut aufgestellt.  Seite 50 Eberspächer Benefizprojekt erzielt 15.535 Euro Spenden

Ferrari Der Sportwagenbauer steigert Umsatz & Gewinn

Eberspächer-Mitarbeiter Herbert Zimmer und Renate Zamisch sind zufrieden.

Wr. Neudorf. Mit einem tollen Ergebnis konnte dieser Tage das von Eberspächer-Mitarbeitern ins Leben gerufene Benefizprojekt „Blindenhund für Brigitte“ abgeschlossen werden. Um Brigitte – die infolge einer Krankheit fast ihr gesamtes Augenlicht verloren hat – bei der Anschaffung eines Blindenführerhunds zu unterstützen, wurden insgesamt 15.535 € an Spenden gesammelt. Renate Zamisch, Assistentin der Geschäftsführung, zeigt sich zufrieden: „Jeder Euro zählt – und jeder Euro kommt an. Das war unser Motto, und daran konnten wir uns auch halten.“   www.eberspaecher.at

Rote Flitzer geben ordentlich Gas

© EPA

Brüssel. Auf dem europäischen Automarkt jagt ein Negativrekord den anderen: Nach dem schlechten Jahr 2012 ist der Pkw-Absatz in der EU im Jänner auf ein historisches Tief gesunken, wie der Herstellerverband ACEA mitteilte. Die Neuzulassungen schrumpften um 8,7 Prozent auf 885.159 Fahrzeuge – das war der schwächste Jänner seit Beginn der ACEA-Aufzeichnungen 1990. Von den großen Märkten legte nur Großbritannien zu, in Österreich konnte ein Plus von 3,49 Prozent erreicht werden.  www.acea.be

© Eberspächer

Ein neuer Blindenhund für Brigitte

Ferrari konnte 2012 einen Nettogewinn von 244 Millionen Euro erzielen.

Maranello. Ferrari kennt offenbar keine Krise. Im Jahr 2012 meldete der italienische Sportwagenhersteller ein Umsatzplus von acht Prozent auf 2,433 Mrd. €. Die Zahl der abgesetzten Boliden stieg laut Angaben des Unternehmens um 4,5 Prozent, der Gewinn vor Steuern um 12,1 Prozent auf 350 Mio. € und der Nettogewinn um 17,8% auf 244 Mio. €. Die positiven Ergebnisse sind unter anderem dem Wachstum in den USA zu verdanken. Auch in Europa konnte das Unternehmen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds kräftig zulegen.  www.ferrari.com


C ov e r

50 – automotivebusiness

Kommentar

Der „Wraith“ als neuer Angstmacher

Freitag, 22. Februar 2013

BMW, Audi, Mercedes Das Hersteller-Trio liefert sich mit hohen Zuwachsraten einen Schlagabtausch im Premiumsegment

Kampf um die Krone im Premiumsegment hält an

Hinter den Branchengrößen steigt auch Toyota-Tochter Lexus ins Rennen um die Luxuskundschaft ein.

Jürgen Zacharias

L

aut meiner Mailbox ist es nicht mehr weit bis zum Genfer Automobilsalon. Tagtäglich muss sie Auffangbecken für zig Herstellernews spielen, die von den Autobauern auf der Schweizer Branchenschau – die am 5. März startet – ins rechte Licht gerückt werden und dort ganz sicher zum großen Messehit werden. Schon im Vorfeld zum Star wird der neue ‚RollsRoyce Wraith‘, der Tag für Tag scheibchenweise enthüllt wird und mit markigen, oftmals auch nichtssagenden, Ankündigungen Lust auf mehr zu machen versucht. Da ist dann vom ‚kühnsten Design‘ die Rede oder einem ‚Moment, in dem die Welt für einen kurzen Moment stillsteht, wenn der Wraith gegenwärtig ist‘. Soweit, so bekannt. Rolls-Royce treibt die branchenübliche Ankündigungspolitik allerdings auf die Spitze, sei der Wraith doch ‚ein Ausdruck für das Gefühl von Dunkelheit, von Bedrohlichem – ein dunkler, flinker Kontrast zur stattlichen Präsenz von ‚Ghost‘ und ‚Phantom‘‘. Der Name sei aus dem schottischen Dialekt abgeleitet und folge der ‚traditionellen Rolls-Royce-Nomenklatur mit einem Bezug zum Übernatürlichen‘. Und weiter: Der Wraith besitze ‚eine unverkennbare Gestalt, aber es ist schwierig, ihn zu bändigen oder gar einzusperren‘. Und ja, lieber Leser, wir reden immer noch von einem Auto ...

Opel 1,34 Mrd. € Minus

EPA

Rekordverlust

Die Geschäfte laufen für Opel in Europa alles andere als zufriedenstellend.

Rüsselsheim. Die Autokrise in Europa hat Opel voll erwischt: Im vergangenen Jahr schrieb der Mutterkonzern General Motors (GM) auf dem Kontinent einen operativen Verlust von 1,8 Mrd. USD (1,34 Mrd. €); damit liegt das Minus am oberen Ende der im Oktober genannten Erwartungen von 1,5 bis 1,8 Mrd. USD – je nach Fortschritt der Restrukturierung, hieß es seinerzeit. Der kriselnde Autobauer hatte 2012 gut 2.600 Stellen abgebaut und zum Jahresende noch 37.000 Menschen in Europa beschäftigt. Im vierten Quartal 2012 fielen Restrukturierungskosten von 100 Mio. € in Europa an.  www.opel.de

Wien. Die Spitze im Premiumsegment ist nach wie vor heftig umkämpft. Während sich Mercedes und Audi 2012 mit 1,42 Mio. bzw. 1,46 Mio. verkauften Fahrzeugen ein Kopf an Kopf-Rennen lieferten, genoss BMW mit rund 400.000 verkauften Einheiten mehr den Platz an der Premium-Sonne, verlor aber nun zu Jahresbeginn wieder etwas an Boden. Zwar konnte die Marke ihren Absatz im Jänner um 11,5 Prozent auf 107.300 Einheiten steigern, gleichzeitig legte die VWTochter Audi allerdings um mehr als 16% auf 111.750 Fahrzeuge zu. Ebenfalls mit einem starken Plus von 9,2 Prozent, aber trotzdem deutlich hinter den Rivalen, ging Mercedes ins neue Jahr und dahinter schleicht sich klammheimlich der japanische Premiumbauer Lexus an, der in den kommenden Jahren ebenfalls ein gewichtiges Wörtchen um die Poleposition am Premiummarkt mitreden möchte: Im vergangenen Jahr konnte die Toyota-Tochter ihre Absätze um 18% (und damit stärker als die Konkurrenten) auf 476.566 Einheiten steigern.

China-Wachstum hält an Der Kampf um die Spitze könnte sich langfristig also zu einem Vierkampf auswachsen, wird sich aber aller Voraussicht nach in China entscheiden: Das Reich der Mitte wird durch seine ungebrochene Lust auf Luxusautos für BMW, Mercedes & Co immer wichtiger. Davon profitiert auch der Sportwagenbauer Porsche (siehe auch Bericht unten), der vor allem mit seinen großen Modellen „Pamanera“ und „Cayenne“ bei den Chinesen landen kann. Im abgelaufenen

© EPA

Jürgen Zacharias

Aktuell hat BMW mit 1,8 Mio. verkauften Einheiten die Nase im Luxussegment vor seinen Rivalen aus Stuttgart und Ingolstadt.

Jahr lieferte die zu Volkswagen gehörende Marke in China 31.200 Fahrzeuge aus, plus 28%. Audi konnte im selben Zeitraum in China allerdings 405.838 Autos verkaufen, BMW 326.444 Einheiten, Lexus 64.215 Fahrzeuge und Daimler kam auf immerhin 196.211 Fahrzeuge, konnte im Jänner dort aber seine Verkäufe um überdurchschnittlich gute 15,4% steigern und seinen stärksten Jänner-Absatz in China verbuchen. Langfristig möchte man in Stuttgart vor allem über China Platz eins am Premiummarkt erobern, Konzernchef Dieter Zetsche hat dafür das Jahr 2020 als Ziel ausgegeben. Um das Geschäft voranzutreiben, hatte Daimler im Reich der Mitte jüngst wichtige Weichen gestellt: Anfang des Monats waren die Stuttgarter bei ihrem chinesischen Partner BAIC eingestiegen. Zudem hatte Zetsche mit dem bisherigen

Lkw-Manager Hubertus Troska ein Vorstandsmitglied ernannt, das allein für China zuständig ist, und waren zwei bisher getrennt arbeitende Vertriebsgesellschaften unter einem Dach zusammengelegt worden. „Damit wird Mercedes die Lücke zwischen BMW und Audi vermutlich in diesem jahr ein wenig schließen könnten“, macht der Autoexperte Willi Diez den Schwaben Mut. Autoexperte Stefan Bratzel sieht das ähnlich: „Man wird 2013 der Konkurrenz wieder näherkommen.“

Weitere Rekorde angestrebt Neben China waren für Daimler zum Jahresstart vor allem die USA und Japan wichtige Wachstumstreiber beim Absatz. Schwung erhofft sich der Autobauer aber auch von neuen Modellen wie der E- und S-Klasse, die 2013 an den Start

gehen sollen. Auch der Verkauf der neuen Kompakten soll Daimler zufolge noch weiter anziehen. „Wir gehen damit optimistisch in das Jahr, auch wenn wir uns insbesondere in den kommenden Monaten auf volatile Märkte gerade in Westeuropa einstellen müssen“, sagte Vertriebschef Joachim Schmidt. Die Augen nach vorn hat man aber auch in Ingolstadt und München gerichtet. BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson: „Wir haben die Weichen für weiteres Wachstum gestellt und streben das dritte Rekordjahr in Folge an.“ Ähnlich die Zielsetzung bei Audi und Lexus – einem weiteren spannenden Dreiund vielleicht bald schon Vierkampf um die Krone im PremiumSegment steht also nichts im Weg.  www.audi.com  www.bmw-group.com  www.mercedes.com  www.lexus.com

Porsche Das Unternehmen startet sensationell ins neue Jahr, Ermittlungen gegen Topmanager werden aber ausgeweitet

Fortschritt und Rückschlag zum neuen Jahr Stuttgart. Grund zur Freude für Porsche: Der deutsche Sportwagenhersteller hat seinen Absatz im Jänner deutlich gesteigert: Mit 12.061 Fahrzeugen wurden 25,5% mehr verkauft als ein Jahr zuvor, wie die Volkswagen-Tochter dieser Tage mitteilte. Die größten Zuwächse gab es in den USA und in China. In den Vereinigten Staaten erhöhte sich die Verkaufszahl um knapp 32% auf 3.834 Autos, in China um gut 38% auf 3.123 Fahrzeuge. Am schwächelnden europäischen Markt legte Porsche immerhin noch um neun Prozent auf 3.191 Autos zu.

Ermittlungen ausgeweitet Trotz des guten Starts ins neue Autojahr ist bei Porsche allerdings nicht alles eitel Wonne. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat nämlich nun ihre langjährigen Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation im Zusammenhang mit der gescheiterten Übernahme von VW auf Mitglieder des Aufsichtsrats der Porsche Holding ausgeweitet. Es werde gegen mehrere Personen aus dem Aufsichtsgre-

mium ermittelt, sagte ein Sprecher der Porsche Holding in Stuttgart. „Spiegel Online“ hatte zuvor berichtet, Mitglieder des Aufsichtsgremiums stünden im Verdacht, durch falsche Informationen gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen zu haben.

Anleger in die Irre geführt? Dass die Strafverfolger ihre Ermittlungen jetzt ausweiteten, könne damit zusammenhängen, dass mögliche Gesetzesverstöße im März verjährten, berichtete das Magazin auf seiner Internetseite weiter. Gegen den früheren Chef der Porsche Holding, Wendelin Wiedeking, und den früheren Finanzvorstand des Unternehmens, Holger Härter, haben die Stuttgarter Strafverfolger im Dezember 2012 vor dem Landgericht Stuttgart bereits Anklage erhoben, über deren Zulassung aber noch nicht entschieden ist. Die beiden Topmanager, die in dem jahrelangen Übernahmepoker stets mit Rückendeckung des Porsche-Aufsichtsrats sowie des VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand

Piech Pläne gewälzt hatten, sollen in öffentlichen Erklärungen des Unternehmens unrichtige Angaben über den Kauf von VW-Anteilen und ihre Beherrschungsinteressen im Jahr 2008 gemacht haben. Die Verteidiger der beiden Angeschuldigten haben die Vorwürfe als unbegründet zurückgewiesen. Die Strafverfolger glauben bei

einer Razzia Hinweise dafür gefunden zu haben, dass Porsche im Frühjahr und Sommer 2008 „in mindestens fünf öffentlichen Erklärungen“ falsche Angaben zu seinen Beherrschungsabsichten gemacht, damit den Aktienkurs von VW zu seinen Gunsten beeinflusst und Investoren auf die falsche Fährte gelockt hat.  www.porsche.com


Hersteller & Zulieferer

Freitag, 22. Februar 2013

automotivebusiness – 51

Peugeot Im vergangenen Jahr machte der Autobauer ein Minus von fünf Mrd. Euro – bis 2014 will man aber wieder in den schwarzen Zahlen sein

Zuversicht trotz Horror-Verlust Moritz Kolar

Paris. Der angeschlagene französische Autohersteller Peugeot sieht sich nach dem höchsten Jahresverlust der Firmengeschichte am Tiefpunkt angekommen und will mit Einsparungen aus der Misere fahren. „Die Grundlagen für unsere Erholung sind gelegt“, sagte Peugeot-Chef Philippe Varin in Paris. Wegen des anhaltend schwachen Markts in Europa will er den französischen Konzern gesundschrumpfen. Denn vergangenes Jahr fiel der Umsatz im Auto-Geschäft um zehn Prozent. Riesige Abschreibungen sorgten für einen Verlust von satten fünf Mrd. €.

geschlossen werden. Damit ist laut Peugeot das Ende der Fahnenstange erreicht, ein Einstieg des Staats oder ein Verkauf der Beteiligung am Auto-Zulieferer Faurecia sei nicht nötig, hieß es. Analysten zeigten sich jedoch skeptisch, ob die Wende rasch gelingen könne. Peugeot sei zu stark vom schwächelnden euroäischen Markt abhängig und verkaufe vergleichsweise wenige Fahrzeuge auf dem Wachstumsmarkt China – auch anderswo verläuft das Geschäft nicht zufriedenstellend. Die Erlöse im Autogeschäft brachen 2012 auf 38,3 Mrd. € ein, konzernweit lag das Minus bei 5,2 Prozent

auf 58,4 Mrd. €. Für die restlichen Umsätze waren Faurecia, an dem Peugeot 57,4% hält, und der Autofinanzierer Banque PSA Finance verantwortlich.

2014 wieder schwarze Zahlen Auch für die nahe Zukunft rechnet Peugeot nicht mit einem Aufschwung auf dem europäischen Automarkt. Für das laufende Jahr prognostiziert der Traditionskonzern einen Rückgang der Nachfrage zwischen drei und fünf Prozent. Ziel von Peugeot ist es trotzdem, Ende 2014 wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Bis dahin ist

es aber noch ein weiter Weg. Der Jahresverlust ging hauptsächlich auf Abschreibungen in Höhe von 4,7 Mrd. € im Autogeschäft zurück. Firmenchef Varin betonte: „Wir haben zehn Milliarden Euro an Liquidität, das ist mehr als ein Jahr zuvor.“ Er sei absolut zuversichtlich, die Ziele zu erreichen. 2011 hatte Peugeot noch einen Gewinn von 588 Mio. € eingefahren. Das Unternehmen gab zudem bekannt, im vergangenen Jahr 200 Mio. € mehr als geplant eingespart zu haben. Bisher seien die Ausgaben um 1,2 Mrd. € gesenkt worden.  www.psa-peugeot-citroen.com

© EPA

Möglich werden soll das durch einen besseren Geschäftsverlauf und massive Einsparungsmaßnahmen.

Peugeot-Chef Philippe Varin blickt trotz Mrd.-Minus zuversichtlich in die Zukunft.

Restrukturierung läuft Um PSA Peugeot Citroen wieder schlagkräftiger zu machen, sollen in den nächsten vier Jahren 8.200 Stellen wegfallen und ein Werk

MAN Ergebnis-Rückgang

35 Prozent Minus München. Die Krise auf den LkwMärkten Europa und Brasilien hat dem deutschen Lastwagen- und Maschinenbauer MAN einen kräftigen Gewinnrückgang eingebrockt. 2012 sackte das operative Ergebnis auf 964 Mio. € ab, das sind 35% weniger als vor Jahresfrist, wie die Volkswagen-Tochter mitteilte. Die Kunden seien demnach verunsichert, der Wettbewerb habe sich verschärft. Der Auftragseingang sackte um sieben Prozent auf 15,9 Mrd. € ab. Für 2013 kündigte der Konzern einen etwas niedrigeren Umsatz und ein deutlich schwächeres operatives Ergebnis an. Vor allem in Europa werde das Nutzfahrzeuggeschäft weiter zurückgehen, hieß es.

Weniger Neubestellungen

© MAN Truck & Bus

In Brasilien rechnet MAN dagegen wieder mit einem Absatzanstieg. Auch in der Sparte Großmotoren und Turbomaschinen (Power Engineering) dürften die Geschäfte 2013 schlechter laufen. Im Kernmarkt Europa ist der Lkw-Markt seit mehr als einem Jahr auf Talfahrt, und auch der einstige Boommarkt Brasilien wies 2012 deutliche Bremsspuren auf. In der Folge schrumpften bei MAN auch die Renditen zusammen. Während in Europa die Neubestellungen um vier Prozent zurückgingen, schrumpften sie in Lateinamerika um 20%. Insgesamt lieferte MAN im vergangenen Jahr 134.245 Fahrzeuge an Kunden aus, das sind 14% weniger.  www.man.eu/de

2012 konnte MAN 14 Prozent weniger Fahrzeuge verkaufen als noch 2011.

WENN

OLDTIMER DEINE WELT SIND, IST DAS DEIN

GUIDE. Die guten GUIDES von 2012 2012 2012 Christian Schamburek 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012 2012

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Modell & Handel

52 – automotivebusiness

Freitag, 22. Februar 2013

Hyundai Santa Fe Mit dem neuen Santa Fe hat Hyundai den altbekannten SUV rundum erneuert und aufgewertet

short

Neue Markenstrategie macht sich sehr bezahlt

Open Air-Vergnügen mit effizienten Motoren

© Renault

Der größere der beiden Hyundai-SUV überzeugt durch coole Optik, top Ausstattung und viel Komfort. Wien. Mit dem „Santa Fe“ begab sich Hyundai bereits im Jahr 2000 in das Reich der SUV. Schon damals war der Santa Fe durchaus eigenständig und verfügte über eine unverwechselbare Optik, die jedoch in dieser Design-Ära noch eindeutig als asiatisch erkennbar war: Die Scheinwerfer etwas rundlich, das Heck geschwungen und der Innenraum in recht funktioneller Hartplastik-Optik. In den letzten zehn Jahren hat sich die Marke Hyundai allerdings gewandelt: Autos für Europa werden auch hier designt, entwickelt und gebaut – eine Strategie, die sich bezahlt macht, denn einerseits sieht der neue Santa Fe unverschämt gut aus und geizt auch nicht in Sachen Ausstattung und Komfort, und andererseits ist Hyundai einer vergleichsweise sehr moderaten Preispolitik treu geblieben und bietet heute TopFahrzeuge auf Augenhöhe mit der europäischen Konkurrenz zu deutlich milderen Preisen als VW, Opel, Citroen und Co.

Salzburg. Die Renault Mégane Coupé-Cabriolet Collection 2013 sorgt schon im Winter für Frühlingsgefühle: Mit besonders sparsamen Motoren und neu gestaffelten Ausstattungsniveaus hat Renault das elegante Hardtop-Cabrio für die kommende Saison gründlich aufgewertet. Die bereits aus dem Renault Mégane bekannten Diesel­ motoren Energy dCi 110 und Energy dCi 130 mit StartStopp-System und Bremsenergierückgewinnung benötigen an Bord des Open-Air-Modells durchschnittlich lediglich 4,5 bzw. 4,4 l Kraftstoff pro 100 km. Dies schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt: Die CO2-Emissionen betragen bei beiden Motoren nur 115 g pro km. Bei den Ausstattungen haben die Kunden zukünftig die Wahl zwischen Dynamique, GT-Line und GT. Bereits die Basisausstattung Dynamique verfügt über Komfortdetails wie Klimaautomatik, CD-Radio mit BluetoothFreisprech­einrichtung, Tempopilot mit Geschwindigkeitsbegrenzer und Einparkhilfe hinten. Das Renault Mégane Coupé Cabriolet Collection 2013 ist ab 29.490 € erhältlich.  www.renault.at

Schnittiges Design Beeinflusst durch die neue Hyundai-Designsprache „Fluidic Sculpture“, definiert die dritte Generation des Santa Fe ein eigenes DesignKonzept namens „Storm Edge“, das die starken und dynamischen Bilder erfasst, die in der Natur bei der Bildung eines Sturms entstehen. Im Einklang mit allen neuen Hyundaimodellen, verfügt der neue Santa Fe über den hexagonalen Kühlergrill, dessen massive Verstrebungen in dunklem Chrom ausgeführt sind. Große, tränenförmige Scheinwerfer oberhalb des Stoßfängers harmonieren stimmig mit den markant gezeichneten Ne-

Erstes R-Modell für Frischluft-Freunde

© Hyundai

Gregor Josel

Das Mégané Coupé-Cabriolet geht als „Collection 2013“ an den Start.

In der Top-Version 197 PS, Allrad und Schaltgetriebe ist der Santa Fe ab 42.990 Euro zu haben; Einstiegspreis: ab 33.990 Euro.

belscheinwerfern. Länger, tiefer und breiter als sein Vorgänger, mit dem gleichen Radstand von 2.700 mm, verfügt die neue Generation des Santa Fe über deutlich mehr Präsenz auf der Straße. Das neue Selbstbewusstsein des Santa Fe steht dem Fahrzeug ausgezeichnet, der chice Hyundai wurde zum vollwertigen Big-Size-SUV.

Komfortabel & funktionell Ebenfalls komplett neu präsentiert sich der Innenraum des Hyundai Santa Fe. Hochwertige Materialien, edles Finish und Verarbeitung auf höchstem Niveau prägen das Interieur. In der getesteten Ausstattungslinie „Style“ verfügt der Santa Fe über eine um-

fangreiche Serienausstattung und zahlreiche Sicherheitsfeatures. Mit an Bord sind unter anderem 19“ Leichtmetallfelgen mit Bereifung, die LED-Heckleuchteneinheit, statisches Abbiegelicht, TPMSReifenfülldruckkontrolle, Innenspiegel mit Abblendautomatik und Kompass, ein 220 V-Anschluss, elektrisch verstellbarer Fahrerund Beifahrersitz, Lederinnenausstattung, Memoryfunktion, Sitzheizung, auch hinten eine elektrische Parkbremse, Stoffverkleidung der A-, B- und C-Säule und Supervision-Armaturen mit TFT-Bildschirm. Nettes Feature: Auch in der Variante ohne Navigationssystem verfügt der Display der Radio- und Entertainment-Einheit über einen Touchscreen. Das erleichtert

die Bedienung der verschiedenen Funktionen. Im Heck des neuen Santa Fe finden bis zu 1.680 l Platz.

Sportlicher Diesel Der Testwagen verfügt über den 2,2 l CRDI mit 197 PS, 421 Nm Drehmoment und die Kombination aus manuellem Sechsgang-Getriebe und Allradantrieb. Obwohl man meinen möchte, dass ein ausgewachsener SUV nicht auf eine Automatik verzichten sollte, macht die Kombination aus dem sehr knackigen Schaltgetriebe und dem kräftigen Motor viel Spaß. Der Durchschnittsverbrauch lag im Testbetrieb bei 8,2 l auf 100 km.  www.hyundai.at

BMW 650i xdrive Gran Coupé Schönheit, gepaart mit Leistung und Grip. Oder umgekehrt, wie man‘s mag © Porsche Mediendienst

Ideal für Sportfahrer mit Viertüren-Bedarf Wien. Man muss ja nichtmal ein BMW-Fan sein, um das neue 6er Gran Coupé zu mögen. Es gibt einfach keine objektiven Kriterien, um sich dieses Auto schiach zu reden (da machten es einem einst der gute Chris Bangle leichter mit dem Optik-Bashing, der Autor dieser Zeilen war übrigens ein eingefleischter Bangle-Fan). Relativ kurze Überhänge, die Räder sportlich nah an die Fahrzeugenden gerückt, insgesamt ein fast schon gechoppt-flaches Erscheinungsbild, geschlitzte Fens-

Genf. Seit einem guten Jahrzehnt steht der Buchstabe „R“ als Modellbezeichnung für die stärksten Volkswagen der Kompaktklasse. Bislang waren das stets Autos mit festem Stahlrespektive Schiebedach. Erstmals präsentiert Volkswagen nun ein offenes R-Modell: das neue „Golf R Cabriolet“. Der Sportwagen wird pünktlich zum Frühling 2013 an die ersten Kunden ausgeliefert; sie werden das stärkste und schnellste Golf Cabriolet aller Zeiten fahren. Für mächtig Schub sorgt ein 2,0 l-Turbomotor mit Benzindirekteinspritzung (TSI), der 195 kW/265 PS entwickelt. Wer das volle Leistungspotenzial abruft, beschleunigt den offenen Golf in nur 6,4 Sek. auf 100 km/h. Bei 250 km/h wird die Höchst­ geschwindigkeit elektronisch begrenzt.  www.volkswagen.at

© BMW

Erstmals bringt VW ein offenes R-Modell auf den Markt …

ter, geschlitzte Lampen, langer Kofferdeckel, lange Schnauze, einfach: danke, meine Herren. Dass BMW Motoren bauen kann und gleichzeitig auch das Thema „Allrad“ quer durch alle Kategorien munter gestreut wird, sorgt diesfalls für ein Oberklasse-Paket, das sich sehen lässt, wenngleich das Wesen des viertürigen Coupés in manchen Kreisen nicht ganz zu unrecht kritisch hinterfragt wird. Ich meine: Wenn ich mir schon eine State-of-the-art-Limousine

Das Top-Gran Coupé 650i xdrive kostet 113.950 Euro und leistet 450 PS.

zulege, die alle Stückerln spielt und höchstens vier Türen haben darf – warum greife ich dann nicht gleich zum Siebener, der in seiner aktuellen Ausführung ja wirklich formidabel gelungen ist und noch dazu erst im letzten Sommer einen optischen Nachschliff erhalten hat und – auch in diesen Kreisen haperts manchmal an den Preisen – ja auch nicht viel mehr kostet?

Sportcoupéwesen Eine Antwort darauf wird man nicht flächendeckend geben können. Es wird zur Geschmacksfrage werden, ob man bei sechs greift oder doch bei sieben bleibt. Will man dem Gran Coupé am Zeug flicken, kann man es sowieso nur über die Kategorie „Platzangebot“ tun. Ja, hintenrum ist der Kopfraum eng. Ja, die Einzelsitzanlage macht zwar einiges her, bleibt aber eher unpraktisch, wenn man sich mit Kindersitzen oder Ähnlichem herumschlagen soll. Ja, die hintere Sitzbank ist umlegbar, was den Laderaum zwar richtig geräumig macht, zu einem Auto dieser Gat-

tung aber sowas von überhaupt nicht passt. Und ja, auch die Sitze vorne zwacken ein wenig, das allerdings sei als Tribut ans Grundwesen eines Sportwagens zu verstehen. Wofür wir ja immer und allemal Verständnis haben. Weiters fällt auf: BMW bringt das 6er-Gran Coupé gegen ein gelungenes Business-SportwagenHybrid wie den Audi S7 Sportback in Stellung. Punktet gegen ihn mit einem durchzugsfreudigeren V8Motor sowie einem limousinesquen Kofferraum gegen einen angedeuteten Hatchback. Allrad ist vor allem in diesem Match mehr Pflicht als Kür, in Sachen Traktion steht ein xdrive einem Quattro um nix nach. Also stellt sich letztlich die Typenfrage und hier sind die Kategorien wieder deutlicher getrennt. Der Sportwagen-Fan mit Viertüren-Bedarf wird klar zum BMW tendieren, während der Business­ man mit Sportler-Sehnsucht eher zum Audi greifen wird. Wenns um Fahrdynamik geht, haben die südlichen Bayern nämlich das Näslein ein Alzerl weiter vorn.  (fjs)  www.bmw.at


r u n d u m s au t o

Freitag, 22. Februar 2013

automotivebusiness – 53

rb-power gmbh Das Unternehmen ßbernahm das Österreich-Geschäft vom deutschen Kfz-Softwarespezialisten Werbas

short

Neuer Player belebt Markt

Neuer schwenkbarer Heckträger von Sawiko Neunkirchen-VĂśrden/Deutschland. Sawiko, ein Tochterunternehmen von Alko, hat einen schwenkbaren KastenwagenHeckträger entwickelt. Der „Agito 150“ lässt sich mithilfe des ausklappbaren StĂźtzrads ohne groĂ&#x;en Kraftaufwand auch in beladenem Zustand einfach komplett zur Seite schwenken. Dazu muss lediglich der Exzenterverschluss – der Mechanismus ist durch eine abschlieĂ&#x;bare Klappe vor unbefugtem Zugriff geschĂźtzt – gelĂśst werden. Auf diese Weise ist der Zugang zu den HecktĂźren gewährleistet, ebenso wie ein bequemer Zugang zum Fahrzeug. Die Grundträger-Konstruktion wiegt rund 70 kg und weist eine Nutzlast von 150 kg auf. FĂźr das System sind verschiedene RĂźstsätze lieferbar. So lassen sich entweder ein Motorrad oder ein Roller, ein ­Roller und ein Fahrrad, vier Fahrräder oder eine GFK-Gepäckbox befestigen.  www.sawiko.de

DarĂźber hinaus will das Start-up laut GF Gerald H. Beirer in anderen Automotive-Bereichen FuĂ&#x; fassen.

medianet: Wie kam es zu der NeugrĂźndung? Gerald H. Beirer: Ich habe mich schon länger damit beschäftigt, ein eigenes Geschäft aufzubauen und da sich die Ansichten von mir und Roman Redl weit­gehend deckten, haben wir uns zusammengetan und die ‚rb-power gmbh‘ aus der Taufe gehoben. ­Dabei ­haben wir mit Werbas einen prominenten Partner gewinnen kĂśnnen, fĂźr den wir mit 1. Jänner das gesamte Ă–sterreich-Geschäft inklusive Betreuung der rund 130 Bestandskunden Ăźbernommen haben. medianet: Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit? Beirer: Wir wussten, dass Werbas fĂźr Ă–sterreich einen Partner sucht, um das Geschäft in eine eigene Gesellschaft ausgliedern zu kĂśnnen

Š rb-power

Wien. Mit Beginn des neuen Jahres hat die rb-power gmbh sämtliche Agenden des deutschen KfzSoftwarespezialisten Werbas in Österreich ßbernommen. Hinter dem Unternehmen stehen mit Roman Redl und Gerald H. Beirer zwei ausgewiesene Branchenkenner, die mit ihrem Start-up ßber Werbas hinaus den gesamten Automotive-Servicebereich als Zielmarkt betrachten, wie Beirer im Gespräch mit medianet betont.

Gerald H. Beirer ist Geschäftsfßhrer Vertrieb der neu gegrßndeten rb-power gmbh.

und den Markt besser betreuen zu kĂśnnen. Der heimische Markt hat viele Spezifika, auf die es RĂźcksicht zu nehmen gilt, und das geht eben am besten vor Ort und mit dem nĂśtigen Hintergrundwissen, das wir in unser Start-Up durch langjährige Branchenerfahrung mitbringen. medianet: Welche Ziele haben Sie sich dabei gesetzt? Beirer: 130 Kunden in Ă–sterreich sind zum Beginn zwar nicht schlecht, wir wollen diese Zahl aber in absehbarer Zeit verdoppeln und damit zu den MarktfĂźhrern aufschlieĂ&#x;en. Abseits quantitativer Ziele wollen wir uns aber auch

im Bereich Qualität und Service Schritt fĂźr Schritt verbessern. medianet: ‚In absehbarer Zeit‘ bedeutet? Beirer: Innerhalb der nächsten ein- bis eineinhalb Jahre. Dabei sind wir zuversichtlich, diese Verdoppelung erreichen zu kĂśnnen; immerhin kommen fĂźr unsere Programme neben dem Kfz-Handel und -Werkstätten auch Kommunen und landwirtschaftliche Betriebe infrage. DarĂźber hinaus wollen wir – wie unser Firmenname andeutet – im gesamten automotiven Umfeld Power geben. Wir sind fĂźr alle Kooperationen und MĂśglichkeiten zur Zusammenarbeit offen, kĂśn-

medianet: Welche Idee steckt da dahinter? Beirer: Eben sich gemeinsam zu präsentieren. Es gibt im automotiven Umfeld sehr viele Dienstleister, von denen der GroĂ&#x;teil aber weder das Geld, noch die Manpower hat, um effektiv potenzielle Kunden anzusprechen. Wir versuchen mit unserem Netzwerk diese Unternehmen in ein Boot zu holen, um auch unter dem Jahr und abseits der ‚AutoZum‘ Interessenten unser Angebot zeigen zu kĂśnnen; zu diesem Zweck rufen wir eine Veranstaltungsreihe ins Leben, die am 19. April im ‚Driving Camp Pachfurth‘ ihren Kick-off geben wird, und in deren Rahmen jeweils 15 Partner rund 200 Interessenten begegnen sollen. Unsere Partner bekommen dort die Sicherheit, dass sie sich wettbewerberfrei und mit starkem regionalen Bezug einem Fachpublikum präsentieren kĂśnnen, und wir kĂśnnen uns Ăźber Werbas – fĂźr uns momentan so etwas wie die Aorta unseres Unternehmens – in der Branche einen Namen machen.  www.rb-power.at  www.netzwerk-fuer-service.at

Š Sawiko

nen uns auch vorstellen, fßr andere deutsche Unternehmen den heimischen Markt zu bearbeiten und haben mit dem Netzwerk fßr Service auch ein automotives Netzwerk ins Leben gerufen, das zum Ziel hat, sich gemeinsam Interessenten aus der Branche zu präsentieren.

JĂźrgen Zacharias

Sawikos Heckträger Agito 150 bietet zahlreiche EinsatzmÜglichkeiten.

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08.02.13 16:34


I n n ovat i o n & U m w e lt

54 – automotivebusiness

Freitag, 22. Februar 2013

Continental Der Autozulieferer demonstriert in einem Konzeptfahrzeug die nächste Stufe von Fahrassistenzsystemen

short

Digitaler Copilot warnt vor Risiken & Gefahrenquellen

Neues Konzeptfahrzeug mit Boxer-Diesel-Hybrid

© Subaru

Das sogenannte Driver-Focus-Auto erkennt Gefahren und lenkt die Aufmerksamkeit des Fahrers darauf. Hannover. Fahrerablenkung ist ein weltweites Verkehrsproblem. Allein in den USA führen laut dem US-Verkehrsministerium Unfälle, die durch abgelenkte Fahrer verursacht werden, pro Tag durchschnittlich zu zehn Toten und 1.100 Verletzten. Mit dem Anspruch, in diesem Bereich in Zukunft für Besserung zu sorgen, stellte der internationale Automobilzulieferer Continental dieser Tage bei der „Chicago Auto Show“ sein „DriverFocus“-Fahrzeug vor. In dem Konzeptfahrzeug sind Fahrerassistenzsysteme mit einem vielfältig einsetzbaren LED-Lichtband zu einem leistungsfähigen Werkzeug gegen Fahrerablenkung vernetzt.

Genf. Subaru wird auf dem Genfer Automobilsalon mit seinem Konzeptfahrzeug „Viziv Concept“ eine neue DesignPhilosophie sowie zahlreiche technische Innovationen präsentieren. Das Äußere der Cross-over-Studie wird von einfachen, glatten Oberflächen und Linien geprägt. Der lange Radstand, extrem kurze Überhänge und markante Radhäuser für die großen 20“-Räder vermitteln einen Eindruck von Geländetauglichkeit und stabilem Fahrverhalten. Erstmals zum Einsatz kommt in dem Konzeptfahrzeug der Subaru Boxer-Diesel Hybrid. Das Plugin-Hybridsystem setzt sich aus einem Zweiliter-Turbodiesel in Boxerbauweise und drei Elektromotoren zusammen.  www.subaru.at

System erkennt Situationen Moderne Fahrerassistenzsysteme wie Spurhalteassistent, Abstandsregeltempomat und Kollisionswarner helfen auch im Driver-Focus-Fahrzeug, gefährliche Verkehrssituationen zu vermeiden oder zu entschärfen. Zusätzlich erkennt eine Infrarotkamera im Innenraum, wohin der Fahrer seinen Blick gerichtet hat. Diese in der Lenksäule untergebrachte Kamera überwacht das Gesicht des Fahrers zum Beispiel im Hinblick auf Bewegungen der Augen und des Kopfes. So weiß das DriverFocus-Fahrzeug, ob der Fahrer eine gefährliche Situation tatsächlich sehen kann oder gerade abgelenkt ist. Mit dem LED-Lichtband macht das Driver-Focus-Fahrzeug den Fahrer intuitiv auf eine Gefahr aufmerksam. Das den gesamten Fahrzeuginnenraum umfassende LED-Lichtband leitet den Blick des Fahrers mit situationsabhängigen Licht-

Toyota reduziert mit Enzym Treibhausgase Tokio. Neben der Entwicklung effizienter Antriebe und der ressourcenschonenden Produktion von Fahrzeugen zeigt sich Toyota auch in anderen Bereichen innovativ. Gemeinsam mit dem Kontaktlinsenhersteller „Menicon“ hat der japanische Automobilhersteller etwa ein Enzym entwickelt, das unter anderem die Entstehung von Treibhausgasen in der Tierhaltung verringern soll. Das Produkt namens „New-Tokubetsu-Kyuko“ verbessert die Kompostierung von Tierdung.  www.toyota.com

VW hält 95 Gramm-Ziel für 2020 erreichbar

Das Conti-Konzeptfahrzeug erkennt Fahrerablenkung und kann die Aufmerksamkeit des Fahrers auf gefährliche Situationen richten.

signalen in Richtung der Gefahrenquelle. Die Warnung und die Aktivierung der Fahrerassistenzsysteme sind damit direkt auf die Fahrsituation und den Aufmerksamkeitszustand des Fahrers zugeschnitten. Die LEDs können eine Lichtspur, eine blinkende Wand oder ein anderes Lichtsignal erzeugen und farblich von weiß über gelb bis hin zu rot jede Farbe annehmen. Dies nimmt der Fahrer auch peripher war und lenkt fast instinktiv die Aufmerksamkeit in die gewünschte Richtung.

Unfallrisiko weiter senken „Mit dem ‚Driver-Focus‘-Fahrzeug erhält der Fahrer einen digitalen Copiloten zur Seite, der das Fahrzeugumfeld permanent abtastet und den Fahrer gezielt warnt, wenn dieser eine Gefahr zu übersehen scheint“, erklärt Helmut Mat-

schi, Mitglied des Vorstands von Continental und Leiter der Division Interior. „Damit zeigen wir deutlich, wie die kontinuierliche Integration von neuen Technologien dazu beiträgt, das Unfallrisiko weiter zu reduzieren. Wir haben schlagkräftige Strategien für den Umgang mit Fahrerablenkung im Portfolio und werden diese Schritt für Schritt weiter in die Serie bringen.“ Für die Erfassung des Fahrzeugumfelds greift das ContinentalKonzeptfahrzeug auf verschiedene fortschrittliche Assistenzsysteme aus der Serienproduktion zurück. In dem Driver-Focus-Fahrzeug warnt der Spurhalteassistent den Fahrer gezielt dann, wenn er gerade nicht auf die Verkehrssituation achtet und droht, die Fahrspur zu verlassen. Durch die Vermeidung unnötiger Warnungen werden wiederum die möglichen zusätzlichen Ablenkungen des Fahrers auf ein

Minimum reduziert. Dennoch kann sich der Fahrer jederzeit auf das Warnsystem verlassen.

Warnmeldungen im Fokus Auch das Zusammenspiel zwischen Abstandsregeltempomat und Mensch-Maschine-Schnittstelle ist im Driver-Focus-Fahrzeug erweitert: Der Abstandsregeltempomat hält auf Basis der Radarinformationen einen gewünschten Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug. Falls das Verkehrsgeschehen ein besonders starkes Abbremsen erfordert, wird bislang eine Warnung im Kombiinstrument oder dem Head-up-Display ausgegeben. In dem Driver-Focus-Fahrzeug kann der Fahrer solche Warnmeldungen nicht mehr übersehen, da das LED-Lichtband gezielt auf das durchzuführende Bremsmanöver hinweist.  www.conti-online.com

Frost & Sullivan Die Unternehmensberatung prophezeit Elektroautos mit Range Extender eine goldene Zukunft

Range Extender machen Stromer populär

© EPA

Frankfurt. Der Markt für Elektroautos kämpft nach wie vor mit einigen Herausforderungen – in erster Linie mit der fehlenden Fähigkeit, Strecken von großer Reichweite mit einer Ladung zurücklegen zu können. Diese Schwäche hemmt nach wie vor den Absatz der Stromer, kann aber mithilfe eines Reichweitenverlängerers überwunden

werden. Deshalb ist laut einer aktuellen Frost & Sullivan-Studie mit starken Zuwächsen in diesem Bereich zu rechnen. Derzeit befinde sich der Markt für die sogenannten Range Extender demnach in seiner Anfangsphase, soll aber in den kommenden Jahren deutlich wachsen – laut der Untersuchung der Unternehmensberatung soll

© Daimler

VW-Chef Martin Winterkorn: „Neue Ziele ambitioniert, aber machbar“.

Woflsburg. VW-Chef Martin Winterkorn hat sich zu den verschärften Umweltzielen der EU für die Autobranche bekannt. „Der Volkswagen-Konzern wird das 95 Gramm-Ziel bis 2020 schaffen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des europäischen Branchenführers dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Nach dem Willen der EU-Kommission sollen die Hersteller den durchschnittlichen CO2Ausstoß ihrer Autos spätestens in sieben Jahren um ein Fünftel unter das Niveau von 1990 gedrückt haben. Der Grenzwert für das Treibhausgas liegt dann bei 95 g/km.  www.volkswagen.com

© Continental

Moritz Kolar

Das „Subaru Viziv Concept“ ist erstmals am Genfer Autosalon zu sehen.

2018 soll der Weltmarkt für Reichweitenverlängerer bei 329.277 Stück jährlich liegen.

der Weltmarkt für Reichweitenverlängerer bis 2018 auf 329.277 Einheiten ansteigen.

Hohes Spar-Potenzial „Die ‚Range Extender‘-Technologien machen die Bedenken hinfällig, die durch begrenzte Reichweite und verlängerte Ladezeiten entstehen, indem Bordstrom mithilfe verschiedener Technologien wie beispielsweise Verbrennungsmotoren, Brennstoffzellen-Stacks und Mikrogasturbinen erzeugt wird“, erklärt Frost & Sullivan Research Associate, Prajyot Sathe. „So wird der Trend zu Plug-in-Hybriden und eREVs befeuert.“ Ein eREV (Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerer, engl. eREV) verbraucht sehr wenig Kraftstoff, da die primäre Funktion des Verbrennungsmotors, der Brennstoffzelle oder Mikrogasturbine das Wiederaufladen des Akkus ist – und nicht das Antreiben der Räder. Daher werden die zusätzlichen Kilometer zu minimalen Kosten hinzugefügt. „Die Integration der Range-Ex-

tender in die Elektroautos wird zu einem mehr als 50%igen Emissionsrückgang und zu erheblichen Kraftstoffeinsparungen führen“, fügt Sathe an. „Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf dem Motoren-Downsizing, das zur Kostensenkung beiträgt und zur exponentiellen Kalibrierung sowie Optimierungsverdichtung führt, da trotz Fahrzeugverkleinerung dasselbe Niveau an technischen Finessen und Funktionen beibehalten werden kann.“

Viele Modelle vor Marktstart Der Markt für Reichweitenverlängerer wird sich voraussichtlich mit hoher Geschwindigkeit entwickeln, da die großen OEMs in den kommenden Jahren zahlreiche entsprechende Modelle auf dem Markt einführen werden. Zudem werden Brennstoffzellenfahrzeuge voraussichtlich ab 2015 auf dem Markt erhältlich sein. Diese Trends werden einen positiven Nachwirkungseffekt auf die Verbreitung der Range Extender-Technologien haben.  www.frost.com

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