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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 21. OKTOBER 2011 – 21

© EPA

SCHLECHTES OMEN

Die Lkw-Branche, traditionell ein Krisenindikator, überlegt Produktionskürzungen Seite 23

© Gregor Josel

automotivebusiness DUCATI TRIFFT AMG

Die beiden Traditionsmarken wollen in Zukunft zusammenarbeiten Seite 26

FORD FOCUS S KOMPAKT & LUXURIÖS ÖS © Ford

Autos sollen in Zukunft drahtlos kommunizieren

© APA/EXPA/Johann Groder

SHORT

© Horst Gutmann

London. Der britische Luxusautohersteller Rolls-Royce blickt angesichts der steigenden Zahl an Superreichen optimistisch in die Zukunft. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die ungewöhnlich wohlhabend sind und sich nie die Frage stellen, ob sie sich das noch leisten können“, sagte Firmenchef Torsten Müller-Ötvös. Derzeit gebe es etwa 90.000 Superreiche, in zehn Jahren sollen es mehr als 125.000 Menschen sein. Die Auftragsbücher seien dementsprechend gut gefüllt. www.rolls-roycemotorcars.com

© Daimler

Wien. Ein Jahr nach dem Börsegang in Frankfurt notiert die Wiener AutoBank AG nun auch an der Wiener Börse. Mit diesem Zweitlisting wolle man auch am Heimmarkt vor allem Privatinvstoren die Möglichkeit eröffnen, in das auf Kfz- und Autohändlerfinanzierung spezialisierte Institut zu investieren. Das Unternehmen arbeitet derzeit mit rund 120 Autohändlern zusammen und verfügt allein in Österreich über 11.900 Leasing- und Finanzierungskunden. www.autobank.at

© Klaus Stricker/pixelio.de

Car-to-X-Kommunikation Schon in wenigen Jahren sollen Autos und Infrastruktur-Einrichtungen Infos über Gefahrenstellen, Fahrbahnbeschaffenheit und Verkehrsfluss austauschen. Nun startet ein erster, großer Feldversuch. Seite 22 Safety Tour Goodyear setzt unkonventionellen Startschuss

Wien. Die APCOA, Wiens größter Parkplatzanbieter, wird künftig Fotos von falschgeparkten Autos ins Internet stellen. Mit den Beweisaufnahmen will man Reklamationen von Fahrzeugbesitzern, die sich zu Unrecht mit einer Strafgebühr konfrontiert sehen, entgegentreten. In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Beschwerden von Autofahrern gekommen. Denn seit Mai verlangt die APCOA 175 € von Lenkern, die ihre Fahrzeuge ohne gültiges Ticket auf einer Parkfläche des Betreibers abstellen. www.apcoa.at

© Goodyear

Hirsche rücken Reifen in den Fokus

Hirsche demonstrierten in Wien gegen die schlechte Bereifung im Winter.

Wien. Ein tierisches Erlebnis hatten Anfang Oktober Fußgänger und Autofahrer auf der Wiener Mariahilfer Straße. Eine Gruppe „verletzter Hirsche“ demonstrierte lautstark gegen schlechte Bereifung im Winter. Bei der Endkundgebung im MuseumsQuartier gab sich der Reifenhersteller Goodyear als Initiator zu erkennen und setzte damit den Startschuss zur „Safety Tour 2011“ und zur Promotion des neuen Winterreifens UltraGrip 8. Der finale Event geht nun heute, den 21., und morgen Samstag, den 22. Oktober in der Shopping City Süd (Eingang 9) in Vösendorf bei Wien über die Bühne. www.goodyear.at

KFZ-LEASING

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C OV E R

22 – automotivebusiness

KOMMENTAR

Freitag, 21. Oktober 2011

Car-to-X-Kommunikation In Zukunft sollen sich Fahrzeuge gegenseitig über Verkehrsbehinderungen informieren

Direkter Daten-Austausch soll Autos sicherer machen

Shared Space als Zukunftskonzept?

Das Kommunikations-System ermöglicht aber auch einen Komfortgewinn etwa bei der Parkplatz-Suche. MORITZ KOLAR

Wien. Autofahrer frühzeitig vor einem Stauende hinter einer Kuppe zu warnen oder sie über Glatteis auf Brücken zu informieren, lange bevor sie die Gefahrenstelle erreichen – das soll schon in naher Zukunft mit Car-to-X-Kommunikation möglich sein. Der drahtlose Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen sowie zwischen Fahrzeugen und VerkehrsinfrastrukturEinrichtungen wie Ampeln oder Bahnübergänge soll dann nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern auch den Verkehrsfluss und Staus verhindern. Als wichtiger Schritt zur Erreichung dieser Zielsetzung wurde nun der weltgrößte Feldversuch im deutschen Bundesland Hessen auf Schiene gebracht.

JÜRGEN ZACHARIAS

leichberechtigung, Chancengleichheit und Rücksicht auf die anderen: Die Grundideale einer funktionierenden Gesellschaft sollen nun auch auf heimische Straße übertragen werden. Das Ganze nennt sich Shared Space und funktioniert denkbar einfach: Im Geltungsbereich des Projekts wird auf Verkehrszeichen, Signalanlagen und Fahrbahnmarkierungen weitgehend verzichtet und die Straßenverkehrsordnung auf die Grundlagen Rechtsregel, Vertrauensgrundsatz und angemessene Geschwindigkeit reduziert. Ziel ist es, dadurch den vom Verkehr dominierten öffentlichen Straßenraum multifunktional und lebenswert sowie sicherer zu gestalten. Es sind schon Projekte mit weniger hoher Zielsetzung gescheitert, aber die ers-ten Erfahrzungen mit Shared Space versprechen tatsächlich Großes: Vom Niederländer Hans Monderman und dem Keuning-Instituut in Groningen entwickelt, gibt es mittlerweile mehr als 100 schon verwirklichte Shared Spaces, die – laut Forschungsgesellschaft Mobilität (FGM) als autorisiserter Österreich-Partner der Shared Space Foundation – bisher frei von schweren Unfällen sind. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein, könnte aber tatsächlich die Zukunft der Mobilität bedeuten: Frei von Zwängen mit Rücksicht und Chancengleichheit als höchsten Gütern – welch eine Vision!

G

Ab Frühjahr 2012 werden rund 120 Fahrzeuge im Rhein-MainGebiet die neue Technologie im realen Straßenverkehr testen, derzeit werden alle wichtigen Infrastruktureinrichtungen im Testgebiet mit der entsprechenden Kommunikationstechnik ausgerüstet. „Wir sind davon überzeugt, dass die Car-to-X-Kommunikation einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zum unfallfreien Fahren darstellt“, sagt Christian Weiß, Gesamtprojektkoordinator des sogenannten simTD-Projekts (Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland) und bei Daimler in Forschung und Vorentwicklung Leiter des kooperierenden Teams. „Durch den Einsatz von Car-to-X-Systemen wird der Sichtbereich des Fahrzeugs, der ‚Telematische Horizont‘, deutlich erweitert.“ Kommuniziert wird beim „Carto-X“-System in beide Rich-

© Daimler

Infrastrukturell aufgerüstet

Car-to-X-Kommunikation hat das Potenzial, Fahrer frühzeitig über Verkehrshindernisse, Unfälle und Staus zu informieren.

„Wir sind davon überzeugt, dass die Carto-X-Kommunikation einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum unfallfreien Fahren darstellt.“ CHRISTIAN WEISS, DAIMLER AG

tungen: Über spezielle Netzwerke übermitteln Fahrzeuge Informationen zur Verkehrs- und Straßenlage sowie zum Verkehrsaufkommen an eine Schnittstelle, wo sie – anonymisiert – weiterverarbeitet werden. Auf Basis der aufgenommenen Werte wie Durchschnittsgeschwindigkeit, Außentemperatur oder der Scheibenwischeraktivität wird dort dann die weitere Verkehrsentwicklung mit Computersimulationen prognostiziert. Mithilfe dieser Rechenmodelle können über die Schnittstelle FahrtroutenEmpfehlungen auf die Fahrzeugdisplays geschickt und der Verkehr gesteuert werden. Neben sicherheitsrelevanten Anwendungen lassen sich durch Carto-X aber auch Komfortfunktionen wie etwa Routenvorschläge zum

nächsten freien Parkplatz realisieren. Durch bedarfsgerechte Steuerung von Lichtsignalanlagen kann Car-to-X-Kommunikation außerdem dabei helfen, Verkehrsflüsse zu optimieren – und leistet damit einen Beitrag zu effizienter und damit nachhaltiger Mobilität.

Breite Unterstützungsbasis Für das „Car-to-X“-Projekt engagieren sich alle deutschen Autohersteller sowie die Zulieferer Bosch und Continental. Gefördert von der Regierung, haben sie rund 70 Mio. € investiert, damit die neue Technik ihre Alltagstauglichkeit beweisen und damit laut Weiß „einen wichtigen Baustein für die Mobilität von morgen leisten kann“. www.simtd.de

Asfinag ISO-Zertifizierung

Opel Betriebsratschef Klaus Franz sieht Aufgabe erfüllt

Neuer Standard

„Restrukturierung abgeschlossen“ Chinesische Partner sichern Betrieb

© Asfinag

Rüsselsheim. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz sieht die Restrukturierung bei dem deutschen Autokonzern als beendet an. „Wir beschäftigen jetzt 40.000 Mitarbeiter in Europa. Und diese Zahl wollen wir langfristig konstant halten“, sagte er. Altersbedingte Austritte sollten für strukturelle Veränderungen und mehr Ingenieure genutzt werden. In diesem Jahr seien es alleine „unter dem Strich rund 160 Neueinstellungen nach 250 in 2010“, wie Franz sagte.

Die gesamte Asfinag-Gruppe ist nun nach ISO-Norm 9001:2008 zertifiziert.

aufkommen ließen, ob Youngman und Pang Da überhaupt noch Überweisungen vornehmen würden. Laut Dagens Industri haben die beiden chinesischen Partner wegen der Verhängung des Gläubigerschutzes über den schwedischen Hersteller kalte Füße bekommen. Saab soll Youngman deshalb als Sicherung für die aktuelle Geldspritze einen Teil der technischen Lizenz für das Saab-Bodenplattensystem Phoenix gegeben haben. www.saab.com

Stockholm. Für den weiterhin unter Gläubigerschutz stehenden Automobilhersteller Saab sieht die Zukunft wieder rosiger aus. Der schwedische Fahrzeugbauer konnte seinen Mitarbeitern die am vergangenen Freitag fälligen Monatslöhne pünktlich ausbezahlen. Die chinesische Partnerfirma Youngman überwies nach Angaben der Wirtschaftszeitung Dagens Industri Mitte vergangener Woche den dafür notwendigen Betrag von 100 Mio. Kronen (11 Mio. €).

Im laufenden Jahr will Opel weltweit insgesamt 1,3 Millionen Fahrzeuge verkaufen.

Dies ist jedoch nur ein Bruchteil der für eine nachhaltige Rettung des schwedischen Traditionsunternehmens schätzungsweise benötigten, von Youngman und dem zweiten chinesischen SaabPartner Pang Da erwarteten 2,6 Mrd. Kronen (285 Mio. €). Die Summe ist auch deutlich geringer als die für Oktober ursprünglich vorgesehenen 640 Mio. Kronen (70 Mio. €). In den vergangenen Tagen machten verwirrende Meldungen in Schweden die Runde, die Zweifel

© EPA

Verwirrende Meldungen

© EPA

Wien. Grund zur Freude für den heimischen Schnellbahn- und Autobahnbetreiber Asfinag: Das Unternehmen konnte vor wenigen Tagen das Zertifizierungsaudit nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2008 positiv abschließen. Die Asfinag hat dafür ihre internen Regelungen – wie u.a. die Arbeitsprozesse, internen Handbücher und Richtlinien sowie die Dokumentenlenkung – seit Anfang des Jahres nach dem internationalen Standard überarbeitet, die Überprüfung erfolgte von Experten des TÜV Austria an verschiedenen Asfinag-Standorten in ganz Österreich. www.asfinag.at

Der Betriebsratschef bekräftigte, dass Opel im laufenden Geschäftsjahr wieder eine „schwarze Null“ schreiben wolle. „Ab 2012 sieht der Unternehmensplan wieder nachhaltige Gewinne vor.“ Auch das Absatzziel bekräftigte Franz; demnach will der Autohersteller 2011 rund 1,3 Mio. Fahrzeuge verkaufen, den größten Teil davon in Europa. Opel hatte Anfang 2010 mit der Sanierung begonnen und europaweit 8.000 der 48.000 Arbeitsplätze gestrichen. www.opel.de

Saab Der Automobilbauer darf wieder Hoffnung schöpfen

Eine 11 Mio. Euro-Überweisung seiner Partner hält Saab vorerst am Leben.


Freitag, 21. Oktober 2011

HE R S TEL L E R & ZU L I E F E R E R

automotivebusiness – 23

Scania, MAN & Co Aus Angst vor der sich abschwächenden Konjunktur überlegen die größten Nutzfahrzeug-Hersteller, ihre Produktion zu drosseln

Krise wirft schon Schatten voraus MORITZ KOLAR

Wien. Die Fertigungsbänder der Kfz-Hersteller brummen weltweit zwar nach wie vor auf vollen Touren, die Zukunft verspricht aber deutlich ruhiger zu werden. Vor allem in der Lkw-Branche – traditionell ein Frühindikator für Konjunkturschwankungen – mehren sich die tristen Geschäftsprognosen: Die schwedische VW-Tochter Scania hat als erste auf die wirtschaftlichen Probleme rund um die maroden Staatsfinanzen in Europa und den USA reagiert und eine Drosselung der Produktion angekündigt.

Nachfragerückgang erwartet „Wir werden ab November die Fertigung in den europäischen Werken zurückfahren“, sagte Scania-Vertriebschef Martin Lundstedt, der mit einem weltweiten

J. D. Power Marktanalyse

Wachstum sinkt Oxford. Der europäische Automarkt war ein krisensicheres Terrain: Noch im August schien die Branche anlässlich eines Pkw-Neuzulassungs-Plus von 7,7 Prozent in Europa auf neuen Höhenflügen, nun trübt sich neben dem Nutzfahrzeug-Markt (siehe oben) auch die Nachfrage nach Pkw zunehmend ein. Im September sind die Autoverkäufe in Westeuropa laut einer Studie des Prognoseinstituts J. D. Power kaum gewachsen. Der Absatz stieg um lediglich 0,4 Prozent, bis zum Jahresende sagen die Statistiker einen Verkaufsrückgang um 1,4 Prozent auf 12,79 Mio. Pkw aus.

Neuerliches Minus in 2012

© APA/Barbara Gindl

Besonders mau zeigte sich im September vor allem der italienische Markt. Dieses Jahr könnte in Italien das schwächste Verkaufsjahr seit 1996 werden, warnen die Experten. Schwach entwickelte sich der Absatz auch in Spanien. Ebenfalls rückläufig waren die Verkäufe in Frankreich; dort sei der Absatz aber nach dem Auslaufen der Abwrackprämie weniger stark eingebrochen als befürchtet. Der Markt in Großbritannien zeigte sich im traditionell starken Monat September noch relativ stabil. Wenig Hoffnung verspricht auch die Zukunft: J.D. Power rechnet für 2012 mit einem ähnlich starken Rückgang wie dieses Jahr. Ob sich der Markt danach wieder erhole, hänge in erster Linie von der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung ab und könne derzeit kaum prognostiziert werden. www.jdpower.com

2011 werden in Europa weniger Autos verkauft als ursprünglich angenommen.

Nachfragerückgang von zehn bis 15% im vierten Quartal 2011 rechnet. „Die Nachfrage in Lateinamerika ist zwar auf einem stabilen, hohen Niveau“, ergänzte Produktionschef Anders Nielsen, „aber in Europa und den USA sowie im Nahen Osten lassen die wirtschaftlichen Probleme die Kunden zögern.“ Mit welchem Produktionsrückgang Scania darauf konkret reagieren wird, ließen die beiden Manager vorerst offen; fest steht, dass in einem ersten Schritt die Verträge von rund 900 Leiharbeitern nicht verlängert werden. Zwar sehen auch die großen Rivalen MAN und Daimler eine

Abkühlung der Konjunktur, mit Reaktionen darauf möchte man sich aber noch Zeit lassen. „Bisher gab es keine Stornierungen, und auch beim Auftragseingang sehen wir keine Abschwächung“, sagte MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen. „Kommt erneut eine Krise, können wir aber schnell reagieren.“ Ähnlich das Wording beim Stuttgarter Rivalen Daimler: Laut Management gibt es bisher keinen Geschäftsrückgang, die Produktion ist laut einer Sprecherin „bis ins erste Quartal 2012 voll ausgelastet“. www.scania.com www.daimler.com www.mantruckandbus.com

© EPA

Prognosen rechnen mit einem Nachfragerückgang von zehn bis 15 Prozent.

Scania reagiert mit einer Drosselung seiner Produktion auf die sinkende Nachfrage.


MO D E L L & HA N D E L

24 – automotivebusiness

Freitag, 21. Oktober 2011

Ford Focus 2,0 TDCi Die Neuauflage des kompakten Ford überzeugt durch tolle Ausstattung und Top-Verarbeitung

Hybrid-Bayer

Kompakt und luxuriös mit beeindruckender Technik

Wien. BMW setzt die Entwicklung intelligenter HybridAntriebssysteme konsequent fort und erweitert die Modellpalette um ein weiteres Serienautomobil, bei dem ein Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb zusammenarbeitet. Im BMW ActiveHybrid 5 wird erstmals ein BMW TwinPower Turbo ReihensechszylinderMotor mit einem Elektroantrieb sowie mit einem AchtgangAutomatikgetriebe kombiniert. Sein Antriebssystem erzeugt eine Sys-temleistung von 250 kW/340 PS. Es ermöglicht rein elektrisches Fahren mit Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h, beschleunigt den BMW ActiveHybrid 5 in 5,9 Sek. von 0 auf 100 km/h und begrenzt den Kraftstoffkonsum auf Durchschnittswerte zwischen 6,4 und 7,0 l je 100 km sowie den CO2Ausstoß auf 149 bis 163 g pro Kilometer. Die Kraft beider Antriebe wird in aufeinander abgestimmter Dosierung über das AchtgangAutomatikgetriebe an die Hinterräder übertragen. Neben seiner Vollhybrid-Charakteristik, die rein elektrisches und damit emissionsfreies Fahren im Stadtverkehr ermöglicht, weist der BMW ActiveHybrid 5 dabei nicht nur die sportlichsten Fahrleistungen im Wettbewerbsumfeld, sondern auch eine Verbrauchseinsparung im zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem BMW 535i auf. Die spezifische Ausführung der Hybrid Start-Stopp-Funktion gewährleistet auch bei längeren Standphasen uneingeschränkten Komfort durch die Versorgung der Klimaautomatik mit Energie aus der Lithium-Ionen-Hochleistungsbatterie. www.bmw.at

Zahlreiche Sicherheitsfeatures, ein starker Motor und ein perfektes DSG-Getriebe im neuen Focus. GREGOR JOSEL

Wien. Der Focus ist wohl eines der wichtigsten Modelle im Produktportfolio von Ford. Dem Trend zu hochwertigeren Ausstattungen und Verarbeitung auf Premium-Niveau im C-Segment folgt man auch bei Ford und so überzeugt der neue Focus nicht nur optisch. Schon in der Basisversion verfügt der Focus über eine umfangreiche Ausstattung, viel Sicherheitsfeatures und hohen Komfort im Innenraum. In der getesteten Top-Ausstattungsvariante „Titanium“ und mit dem 163 PS starken 2,0 l TDCiMotor fehlt es dem schicken Focus an gar nichts mehr.

Optisch aufgefrischt Der sportlich-dynamische Auftritt des neuen Focus ist Teil der von Ford propagierten „Kinetic Design“-Philosophie. Die markante Frontpartie, mit dem für Ford typischen, trapezförmigen Lufteinlass, das geduckte Profil und die ansteigende Gürtellinie verleihen dem Focus einen markanten optischen Auftritt, der durch das neu gestaltete und schräg abfallende Heck komplettiert wird. Generell wirkt die Heckpartie des Focus dynamisch und harmonisch zugleich und verleiht ihm in der Heckansicht eine gute Portion Selbstbewusstsein. Dem Trend zu flacheren, coupéhafteren Formen folgt man auch bei Ford und so wurde der Focus im Vergleich zum Vorgänger um 16 mm niedriger. In der Länge wuchs der Focus aber um 21 mm und auch der Radstand wurde um insgesamt 8 mm verlängert. Unter der stylishen Außenhaut des Focus verbirgt sich eine leichtere und deutlich verstärkte Karosseriestruktur mit mehr hoch-

© Ford Austria

BMW präsentiert nun auch den neuen 5er mit Hybrid-Antrieb und 340 PS.

© BMW Austria

BMW 5er als Hybrid

Der neue Ford Focus ist ab 18.600 Euro zu haben; als 2,0 TDCi mit 163 PS und „Titanium“-Ausstattung ab 28.450 Euro.

und ultrahochfesten Stahl-Bauteilen als in jedem anderen FordModell.

Erstklassiger Innenraum Im Innenraum des Focus herrscht absolute Wohlfühlatmosphäre. Beginnend bei den bequemen Sitzen und der übersichtlichen Anordnung der Instrumente, viel Platz im Kofferraum und dem beachtlich niedrigen Geräuschpegel überzeugt der Focus vollends und auch die Verarbeitungsqualität kann sich sehen lassen. Besonders gelungen ist jedoch die komplette Technik, die der Focus seinem Fahrer bietet. In der hochwertigen „Titanium“-Variante und mit den optionalen Features des Fahrer

Assistenz-Pakets, des adaptiven Tempomats und des Ford-Navigationssystems bietet der Focus Hightech, wie man es sonst nur aus der Oberklasse kennt. Der adaptive Tempomat erkennt den Abstand zum Vordermann und passt die Geschwindigkeit des Fahrzeugs dementsprechend an. Der Spurhalteassistent ist in zwei Stufen justierbar und gibt in erster Stufe beim Überqueren der Begrenzungslinie ein Vibrations-Signal über das Lenkrad ab und bringt den Focus in zweiter Stufe sogar aktiv wieder auf die richtige Spur. Der Parkassistent erkennt Parklücken und übernimmt das Einparken (bis auf Gas geben und Bremsen) völlig selbstständig. Alle Features lassen sich auf den eigenen Bedarf konfi-

gurieren und machen das Reisen im neuen Focus zum Vergnügen. Einziger Kritikpunkt ist die Position der Handbremse, die bei größeren Fahrern häufig mit dem rechten Knie auf Tuchfühlung geht.

Starker Antrieb Mit dem 163 PS starken Diesel und dem perfekt abgestimmten Powershift-Getriebe verfügt der Focus über einen potenten und komfortablen Antrieb, der für sportliche Beschleunigung und hohen Reisespeed sorgt. Der Verbrauch bleibt mit rund 5,9 l auf vernünftigem Niveau. Mit den erwähnten Features und weiteren Extras beläuft sich der Testwagenpreis auf 35.371 €. www.ford.at

Mercedes CLS 350CDI Auffälliges Viertürer-Coupé mit muskulöser Optik, extravagantem Interieur und Diesel-Motor

Grünes Modell

Understatement ist nicht ganz sein Ding

Honda Jazz Hybrid: Das erste Modell mit Hybrid-Antrieb im B-Segment.

Wien. Die neue Hybrid-Version wird parallel zur überarbeiteten Version des Jazz mit Verbrennungsmotor angeboten. Damit ist der Honda Jazz das erste Fahrzeugmodell im B-Segment, bei dem der Verbraucher zwischen konventionellem Antrieb und Hybridversion wählen kann. Das IMA-Hybridsystem teilt sich der Jazz mit den Hybridmodellen Insight und CR-Z. Auf der Basis des neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ergibt sich dadurch ein kombinierter Kraftstoffverbrauch von knapp 4,5 l/100 km. Optisch gibt es keine Unterschiede zum Standard-Modell. www.honda.at

Wien. Understatement geht anders! Die Zeit der unauffälligen Staatslimousinen scheint bei Mercedes nun endgültig vorbei zu sein. Zumindest abseits der S-Klasse. Klar, perfekt gleiten und bequem Reisen kann man immer noch mit jedem Stern. Doch mit Modellen wie dem neuen CLS macht auch ordentlich Klotzen richtig viel Spaß. Die coupéhafte Form trotz vier Türen und die matte Lackierung des Testwagens tragen den guten Rest zu einem vollwertigen HinguckerFahrzeug bei. Der CLS macht optisch viel her und zeigt schon beim ersten Anblick, was er hat. Die lange Motorhaube, die bulligen Radkästen und die schmalen Seitenfenster sprechen eindeutig Coupé-Sprache. Die zur C-Säule schmäler werdende Vertiefung, die ihren Anfang über den selbstbewussten Radkästen nimmt, verleiht dem CLS eine durchwegs dynamische Seitenansicht. Im Innenraum geht es ebenfalls nicht gerade schlicht zu. Die helle Lederausstattung und die Holz-Pappel-Furnier sind Geschmackssache, die Verarbeitung

ist allerdings auf höchstem Niveau. Die Verbindung aus klassischen Materialen und hochwertigen Kunststoffen und metallischen Oberflächen lassen den CLS auch im Innenraum recht jugendlich daherkommen. Die Sitzposition ist, im Vergleich zur E-Klasse, deutlich niedriger und die Rundumsicht durch die relativ kleinen Seitenfenster etwas eingeschränkt. Ganz und gar nicht coupéhaft prä-

sentiert sich der Kofferraum, der mit einem Fassungsvermögen von 520 l mehr ‚schluckt‘ als es einem die Außenoptik des CLS vorgaukeln möchte.

Power ohne Ende Dass ein großes Coupé nicht unbedingt immer mit Benzin fahren muss, beweist das potente Diesel-Triebwerk des CLS. Der über-

© Mercedes-Benz Austria

© Honda Austria

Honda Hybrid-Jazz

Mercedes CLS 350CDI: bulliges Coupé mit sparsamen CDI-Motor. Ab 69.900 Euro.

arbeitete 350CDI-Motor verfügt über 256 PS und satte 620 Nm Drehmoment und einen sonoren V6-Sound. Der Hubraum ist allerdings auf drei Liter geschrumpft, das kommt dem Verbrauch zugute. Der Motor beschleunigt den CLS in nur 6,3 Sek. auf 100 km/h. Das 7GTronic Plus Automatik-Getriebe überzeugt im Alltagsbetrieb durch seidenweiches Handling und eine gut auf den starken V6-Diesel getrimmte Abstimmung. Im manuellen Modus wird das Getriebe über die beiden Schaltpaddels direkt am Lenkrad bedient und genehmigt sich bei forscher Gangart die eine oder andere Bedenkzeit, bevor der Schaltvorgang durchgeführt wird. Das Fahrwerk stammt von der E-Klasse ab und überzeugt durch ein gelungenes Zwischenmaß an Sportlichkeit und Mercedestypischem Komfort. Durchaus beachtlich ist der Verbrauch des CLS 350CDI, der sich nach ausgiebiger Test-Zeit auf rund 7,6 l auf 100 km einpendelte und das, obwohl das schnittige Mercedes-Coupé ein Eigengewicht von rund 1,9 t auf die Waage bringt. (gj)


R UN D UMS AUTO

26 – automotivebusiness

Freitag, 21. Oktober 2011

Ducati-AMG-Kooperation Italienisches Temperament trifft auf deutsche Gründlichkeit; doch so groß sind die eigentlichen Unterschiede gar nicht

Deutsch-italienische Seilschaften Auto und Motorrad, Italien und Deutschland, Mercedes und Ducati: Für alle Seiten ein Erfolgsmodell?

Ducati Marketing-Director Djego Scorbati über die neue Ducati-AMG-Kooperation.

Modena. Als die ersten Gerüchte über eine Ducati-AMG-Kooperation kursierten, war auf den ersten Blick noch nicht ganz klar, wohin diese Reise gehen soll. Es war sogar die Rede davon, dass Mercedes mit AMG nun in die Zweiradbranche einsteigen könnte. Weit gefehlt, wie uns Djego Scorbati, Marketing-Director von Ducati, im Gespräch anlässlich der Präsentation der neuen „Ducati Streetfighter 848“ auf dem eben erst eröffneten Modena-Racetrack erläuterte. Primär gehe es, so Scorbati, um die Tatsache, dass die beiden Marken AMG und Du-

cati eine sehr ähnliche Kundschaft ansprechen und auch ähnliche Traditionen im Rennsport und auf der Suche Performance pflegen. Die ersten Kooperationsschritte der beiden Traditionsmarken betrafen Marketing-Aktionen und gemeinsame Kunden-Aktivitäten, wie beispielsweise die „Ducati-RidersAcademy“. Im darauffolgenden Schritt präsentierten Ducati und AMG auf der IAA in Frankfurt mit der „Ducati Diavel AMG“ auch das erste Fahrzeug, das dieser Annäherung entsprungen ist. Damit ist das AMG-Logo zum ersten Mal in der Firmengeschichte auf einem Motorrad zu sehen. Für das Son-

dermodell der „Diavel“ stellte das Fahrzeugdesign von AMG eine wahre Inspirationsquelle dar und der Gedankenaustausch zwischen Italien und Deutschland funktionierte hervorragend.

die jeweils andere Seite zahlreiche Möglichkeiten schafft, die alleine nur mit deutlich mehr Zeit- und Kapitalaufwand machbar wären.

Gemeinsame Präsenz

Abgesehen von den Marketingund vertriebstechnischen Möglichkeiten ist für Ducati auch das Know-how von Mercedes AMG interessant. Schon jetzt gibt es einen regen Austausch an Ideen und Möglichkeiten, um für beide Partner einen zusätzlichen Stimulus für zukünftige Projekte zu schaffen. Darüber hinaus sind auch weitere Sondermodelle wie die Diavel AMG geplant und es ist gut möglich, dass es in absehbarer Zeit auch AMGModelle im Ducati-Trim geben wird. Zunächst liegt die Konzentration aber auf der Diavel-AMG „Special Edition“. Ein Einstieg des Mercedes-Konzerns in die Motorradbranche ist auszuschließen.

Technologie-Transfer

In weiterer Folge wird es zahlreiche Veranstaltungen geben, bei denen Ducati und AMG gemeinsam auftreten werden, und auch eine ausgedehnte Händlerkooperation stellt Scorbati in Aussicht. Dabei stellt die Expansion in neue Märkte einen wesentlichen Faktor dar, der durch den gemeinsamen Auftritt für

Motorrad Zu hohe NoVA

Steinzeit-Gesetz Wien. Gegen zu hohe Versicherungsabgaben und eine höhere NoVA-Einstufung zieht Österreichs größter Motorradverein „Red Biker“ nun vor den Verfassungsgerichtshof und bringt zwei Beschwerden ein. ÖAMTC-Chefjurist Andreas Achrainer gibt beiden Verfassungsbeschwerden gute Chancen: „Vor allem die NoVA ist nicht mehr zeitgemäß; die ist schon so verfahren und so undurchsichtig, dass man sich hier überhaupt etwas Neues einfallen lassen sollte.“ Auch die derzeitige Gesetzsprechung in Sachen Wechselkennzeichen stellt einen weiteren Punkt der Beschwerde dar. Derzeit dürfen in Österreich nur jeweils mehrere Autos oder mehrere Motorräder mit Wechselkennzeichen angemeldet werden. Ein Auto und ein Motorrad auf Wechselkennzeichen anzumelden, ist derzeit nicht möglich, obwohl die technischen Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Gleichheit vor dem Gesetz Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) ist ebenfalls ein zentraler Kritikpunkt der Motorradfahrer. Derzeit wird die NoVA für Motorräder mit einem anderen Prozentsatz als beim Autokauf berechnet: Beim Auto wird die Abgabe mittels Normverbrauch berechnet, beim Motorrad hingegen über den Hubraum. Der dadurch entstehende Gap schlägt sich bei gleichen Verbrauchswerten durch eine drei bis viermal so hohe NoVA beim Motorradkauf nieder. (gj)

© APA/Herbert Pfarrhofer

© Gregor Josel

GREGOR JOSEL

Gleichheit vor dem Gesetz fordern Österreichs Biker und gehen zum VfGH.


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