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INSIDE YOUR BUSINESS. TODAY.

FREITAG, 14. OKTOBER 2011 – 23

ZURĂœCK ZU ALTER STĂ„RKE

INDIVIDUALITĂ„T HAT VORANG

Toyota zeigt sich frĂźher als erwartet von der Erdbebenkatastrophe erholt Seite 25

Das Auto bleibt weiter Statussymbol, wird aber immer individueller Seite 27

Š BMW

Š EPA

automotivebusiness ANTARA 2.2 CDTI AUFFRISCHUNG FĂœR OPELS SUV

ŠO Opel pel A Austria ustria

Mercosur-Region wird neuer Wachstumstreiber

Š Angela L./pixelio.de

SHORT

Turin. Jahrzehntelang stand Pininfarina fßr das wohl eleganteste Styling der gesamten Automobilindustrie. Nun stoppt das namhafte italienische Unternehmen seine Autoproduktion. 127 Personen, die noch im Produktionswerk in San Giorgio bei Turin beschäftigt waren, werden entlassen, das Unternehmen wird allerdings weiterhin als Karosseriedesigner bestehen. Damit geht unter anderem der Traum der Familie Pininfarina zu Ende, in Turin ein elektrisches Auto herzustellen. www.pininfarina.it

Š dpa/Jochen Lßbke

Š EPA

Wien. In den ersten neun Monaten des Jahres sind laut Statistik Austria 273.539 Pkw in Österreich neu zugelassen worden. Das waren um 8,8 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Setzt sich der Trend fort, ist davon auszugehen, dass bereits im November das Rekordergebnis des Jahres 2010 (328.563 Pkw-Neuzulassungen) erreicht wird. Dabei ist eine Verschiebung in Richtung Diesel-Fahrzeuge zu bemerken: Diese legten um 18,2% zu, während es bei Benzinern einen Rßckgang um ein Prozent gab. www.statistik.at

Neue Märkte Volkswagen, Nissan und BMW intensivieren ihre Aktivitäten in der sĂźdamerikanischen Freihandelszone und erweitern ihre Produktionskapazitäten. Aus gutem Grund: Die Region verspricht groĂ&#x;e Wachstumspotenziale. Seite 24

 

  

      

     

    

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C OV E R

24 – automotivebusiness

KOMMENTAR

Sicherheitsplus oder Geldmacherei?

Freitag, 14. Oktober 2011

Mercosur Die südamerikanische Freihandelszone entwickelt sich langsam zu einem der größten Automobilmärkte der Welt

Mercosur-Region rückt zunehmend in den Fokus Um Teil dieses Aufschwungs zu sein, intensivieren Automobilhersteller ihre Investitionsbemühungen.

JÜRGEN ZACHARIAS

ection Controls sind dieser Tage wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion gerückt. Im Grazer Plabutschtunnel ist gerade die fünfte, fixe Anlage zur Geschwindigkeitsüberwachung in Betrieb gegangen und natürlich geht es den Verantwortlichen dabei – so die öffentliche Meinung – nur ums Geld verdienen. Section Controls sind demnach reine Abzocke und Geschäftemacherei. Die Asfinag – no na – bestreitet: Ihr geht es nach offizieller Diktion nur darum, die Zahl der Unfälle zu senken und zwar um bis zu vierzig Prozent. Ähnlich ambitioniert waren die Zielsetzungen der ersten heimischen Section Control, die zu Beginn der Nullerjahre im Wiener Kaisermühlen-Tunnel aufgebaut wurde. Ein Jahr später waren die anfänglichen Erfolge Schnee von gestern und die Zahl der Unfälle stieg wieder hinauf auf das ursprüngliche Niveau. Trotzdem sei die Durchschnittsgeschwindigkeit seit der Installation der Anlage laut Asfinag um 15 km/h und die Unfallwahrscheinlichkeit um 42 Prozent gesunken. Auch im Ehrentalerbergtunnel habe die Section Control zu einem messbaren Sicherheitsplus geführt: Dort gab es laut Asfinag früher pro Monat zwei bis drei Unfälle, seit dem Einsatz der Anlage seien es nur mehr zwei bis drei pro Jahr. Und im Plabutschtunnel? Die Zukunft wird es zeigen.

S

Buenos Aires/Brasilia. Alle sprechen von China, Indien und Russland. Doch im Schatten der neuen Wachstumsriesen schießen sich die größten Automobilhersteller der Welt zunehmend auch auf den südamerikanischen Markt ein. Vor allem die Prognosen im sogenannten Mercado Común del Sur (Mercosur), dem Markt des Südens, versprechen goldene Zeiten. Mit rund 4,2 Mio. verkauften Kfz haben sich die vier Mitgliedsstaaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay 2010 bereits als viertgrößter Automobilmarkt der Welt etabliert und das Steigerungspotenzial sei laut Experten „weiterhin enorm“.

Beträchtliche Möglichkeiten Nach Angaben der Analysten von IHS Global Insight hat der Markt für die internationalen Autobauer in Südamerika zwischen 2006 und 2010 bereits um die Hälfte zugelegt und die weiteren Möglichkeiten seien beträchtlich – gerade im dünn besiedelten und industriell vernachlässigten Norden Brasiliens. „Letztes Jahr lag das Land beim Bruttoinlandsprodukt weltweit auf Platz acht, bis 2020 könnte es Platz fünf sein“, glaubt man beispielsweise bei Volkswagen und beschloss kurzerhand den Ausbau der brasilianischen Werke um insgesamt 3,4 Mrd. €. Mut macht dem deutschen Hersteller auch die geringe Autofahrer-Dichte der Region: Im vergangenen Jahr kamen 150 Wagen auf 1.000 Einwohner. „Selbst in Russland ist es schon fast das Doppelte“, sagte VW-Konzernchef Martin Winterkorn vor wenigen Tagen bei einem Besuch in Brasilien.

© EPA/Sebastiao Moreira

JÜRGEN ZACHARIAS

Die Autofahrer-Dichte in Südamerika liegt trotz derartiger Bilder hinter anderen Schwellenländern und verspricht großes Wachstum.

in Brasilien vertreten, mittlerweile beschäftigt der Konzern in dem Land rund 23.000 Mitarbeiter und weitere 6.000 im Nachbarland Argentinien. „Südamerika und Brasilien im Speziellen sind wichtige Säulen unseres weltweiten Erfolgs“, sagt Winterkorn, „und die nähere Zukunft verspricht weiteres Wachstum.“

„Brasilien ist ein wichtiger Pfeiler unserer internationalen Strategie. 2011 wird das Land zum zweitwichtigsten

Produktion wird gestärkt

Markt von Renault.“

Von einem ähnlichen Status quo wie VW dürfen andere Hersteller nur träumen – bislang, denn PSA Peugeot Citroen will seine Produktion in der Region in den kommenden Jahren deutlich stärken, Toyota im kommenden Frühjahr die Produktion in seinem neuen Werk im brasilianischen Indaiatuba aufnehmen und der BMW-Auf-

CARLOS GHOSN, CEO RENAULT

Für Winterkorn war es zugleich eine Reise in die Zukunft seines Unternehmens wie auch in dessen Vergangenheit: VW ist bereits seit 1953 mit einem eigenen Werk

sichtsrat Anfang Dezember einen Werksneubau in Sao Paulo genehmigen. Renault Nissan lässt sich ein neues Werk im brasilianischen Bundesstaat Rio 1,1 Mrd. € kosten, „weil Brasilien und insbesondere Rio de Janeiro großes Potenzial haben“, sagt Renault Nissan-Chef Carlos Ghosn. „Das Land ist ein wichtiger Pfeiler unserer internationalen Strategie. Wir werden mehr als ein Viertel unseres geplanten Absatzwachstums in Brasilien erzielen. Deshalb werden wir auch unsere Produktionskapazitäten entsprechend erhöhen, ab 2014 sollen dort järhlich 200.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Schon 2011 wird Brasilien zum zweitwichtigsten Markt von Renault“ – noch vor China, Indien und Russland, den bisher größten Wachtumsmärkten weltweit.

Südkorea Ein Rechtsstreit zwischen LG Electronics und Osram belastet die beiden Autobauer BMW und Audi

Mehr Mehrwert

BMW und Audi geraten in LED-Patentstreit

Bosch sieht neue Möglichkeiten: vom Auto aus die Heizung anstellen.

Berlin. Automobilzulieferer Bosch will seine Konzernsparten stärker miteinander vernetzen. „Wir müssen zusätzlichen Mehrwert zwischen den Geschäftsfeldern schaffen, die wir bislang eher für sich betrieben haben“, sagte Vizechef Siegfried Dais vor wenigen Tagen. Dadurch sollten neue Geschäftsmodelle entstehen, sagte der Manager im Gespräch mit der Financial Times Deutschland. Beispielsweise ließe sich mittels einer speziellen Software aus dem Auto daheim die Heizung regeln oder die Waschmaschine anstellen. Voraussetzung dafür seien gemeinsame technische Standards. www.bosch.com

München/Ingolstadt. Die beiden deutschen Autobauer BMW und Audi sind in Südkorea in einen Rechtsstreit zwischen dem Elektronikkonzern LG Electronics und dem Leuchtmittelhersteller Osram verwickelt worden. LG beantragte dieser Tage eine einstweilige Verfügung, um in Südkorea den Verkauf von Audi- und BMW-Fahrzeugen zu stoppen, bei denen von Osram hergestellte LED-Lampen eingebaut sind. Die Südkoreaner werfen Osram vor, mit diesen Leuchten sieben Patente von LG zu verletzen. Die Autobauer seien in den Rechtsstreit einbezogen worden, weil die Patentverletzungen die schnell wachsende LED-Industrie immer stärker beeinträchtigten. Die stromsparende Leuchtdioden-Technik (LED) kommt auch in Monitoren, Fernsehgeräten und Mobiltelefonen zum Einsatz und gilt als lukrativer Zukunftsmarkt.

tobt seit Monaten ein Rechtsstreit um Patente. Die Asiaten sind langjährige Lizenzpartner von Osram, haben aber nach früheren Firmenangaben in diesem Jahr überraschend ihre Gebührenzahlungen für genutzte Schutzrechte eingestellt. Im Juni reichte Osram Patentverletzungsklagen gegen die beiden südkoreanischen Unternehmen in den USA, Deutschland und in Japan ein, anschließend in China. Zudem forderten die Münchner Schadenersatz. Der in Patentverfahren übliche Konter folgte: Samsung reagierte mit einer Gegenklage, LG schloss sich an und forderte bei der südkoreanischen Handelsbehörde einen Importstopp für LED-Produkte von Osram. Osram verlangte daraufhin, den Export von Leuchtdioden der LG-Tochter LG Innotek zu verbieten.

Patentstreitigkeiten

Dass in die Auseinandersetzung jetzt deutsche Autobauer verwickelt werden, wollte Osram nicht kommentieren. Ein Sprecher sagte lediglich allgemein: „Wir fühlen

Zwischen der Siemens-Tochter Osram und ihren koreanischen Konkurrenten LG und auch Samsung

uns insgesamt im Patentstreit in unserer Rechtsposition sehr sicher.“ Ein Sprecher von Audi verwies darauf, dass es sich um einen Patentstreit zwischen LG und Osram handle. In diesem Zusammenhang gebe es kein Klageverfahren zwischen LG und Audi. „Wir haben vom Gericht in Südkorea nichts erhalten.“ BMW konnte ebenfalls noch nicht bestätigen, eine einstweilige Verfügung erhalten zu

haben. Beide Autobauer wollen für den Fall, dass sie entsprechende Post erhalten, die Angelegenheit ausführlich prüfen. BMW verkaufte in Südkorea im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben knapp 17.000 Fahrzeuge seiner Kernmarke und ist damit bei Importfahrzeugen Marktführer, Audi verkaufte rund 7.900 Autos. www.bmwgroup.com www.audi.com

Hersteller warten weiter ab © EPA/Boris Rössler

© Bosch

Bosch Geschäftsmodelle

BMW ist mit 17.000 verkauften Fahrzeugen Sükoreas Marktführer bei Importautos.


Freitag, 14. Oktober 2011

HE R ST E L L E R & Z UL I EF E R E R

automotivebusiness – 25

Toyota Beim japanischen Autohersteller geht es nach den Turbulenzen rund um die Atomkatastrophe in Fukushima endlich wieder aufwärts

Bänder laufen auf vollen Touren MORITZ KOLAR

Tokio. Beim schwer gebeutelten japanischen Autobauer Toyota laufen die Bänder zunehmend wieder auf Hochtouren. Im August zog die heimische Produktion zum ersten Mal seit einem Jahr wieder an, und zwar um fast zwölf Prozent, wie Toyota dieser Tage in Tokio mitteilte. Auch die weltweite Produktion stieg wieder. Parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung intensiviert der Hersteller auch seine Bemühungen im Hybrid-Bereich.

„Aqua“ soll Maßstäbe setzen Nachdem die Japaner auf der Automesse IAA in Frankfurt den neuen Prius mit Plug-in-Technik präsentierten, wollen sie nun im Jänner ein Auto mit einer Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektroaggregat auf den Markt bringen. Der Verbrauch soll bei

weniger als drei Liter Benzin auf 100 km liegen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei. Damit würde der Prius-Erfinder in puncto Spritverbrauch neue Maßstäbe setzen, sagte Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer. Die Hybridwagen mit dem bisher niedrigsten Verbrauch von Toyota liegen deutlich oberhalb der Marke von drei Litern. Toyota wollte sich nicht zu seinen Produktplänen äußern. „Es wird Zeit, dass Toyota mehr aus seiner Kompetenz bei Hybridantrieben macht und sich wieder zeigt“, sagte Stefan Bratzel vom Center of Automotive in Bergisch Gladbach. Das neue Auto mit

dem Namen „Aqua“ nutzt die gleiche Technik wie der herkömmliche Prius, kommt dem Bericht zufolge aber fast 40 km weit mit lediglich einem Liter Benzin. Dudenhöffer geht davon aus, dass Toyota den niedrigen Verbrauch in erster Linie durch konsequenten Leichtbau erreicht. Mit dem Thema beschäftigen sich auch andere Hersteller wie Daimler, VW oder BMW, die auf einen Mix aus verschiedenen Materialien wie weichen bis hochfesten Stahl, Aluminium, faserverstärkte Kunststoffe sowie hybride Werkstoffe aus Metall und Kunststoff setzen. www.toyota.com

© EPA

Gleichzeitig treibt der Autobauer die Entwicklung alternativer Antriebe voran.

Endlich wieder im Plus: Toyota hat die Atomkatastrophe in Fukushima überwunden.

Experten kaufen ihre Reifen bei

Ford Zulieferer einbeziehen

Engere Bindung Detroit. Der US-Autobauer Ford will die Zahl seiner Zulieferer deutlich senken und eine intensivere Einbindung der einzelnen Unternehmen ermöglichen. Im Jahr 2005 habe der Konzern noch über 3.000 Lieferanten in der Produktion gehabt, sagte Fords weltweiter Einkaufsvorstand Tony Brown, „heute sind es nur noch 1.500 und in den nächsten Jahren soll die Zahl der Zulieferer in der Produktion auf etwa 750 sinken.“ Die verbleibenden Partner sollten aber deutlich früher und intensiver in die Entwicklung neuer Modelle eingebunden werden und mehr Geschäfte mit Ford machen können.

Größenvorteile besser nutzen „Das Verhältnis von Ford und den Zulieferern ist in den vergangenen Jahren intelligenter geworden“, sagte Brown weiter und fügte hinzu: „Wir haben verstanden, dass auch ein Lieferant eine entsprechende Rendite braucht, um zu überleben.“ Laut eigenen Angaben kaufte der Hersteller zuletzt pro Jahr für rund 65 Mrd. USD (48,8 Mrd. €) ein. „Wir wollen noch stärker als bisher die Größenvorteile heben, die im Konzern schlummern“, sagte der Einkaufschef. Fords Strategie sieht deshalb weniger Plattformen bei gleichzeitig mehr Gleichteilen vor. Das ermögliche mehr Innovationen, senke die Kosten und verbessere die Qualität bei Herstellern und Zulieferern, betonte Brown. www.ford.com

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© Ford

www.reifen-austria.com Fords Entwicklungschef Tony Brown will die Zahl seiner Zulieferer reduzieren.


MO D EL L & HA ND EL

26 – automotivebusiness

Freitag, 14. Oktober 2011

Opel Antara 2.2 CDTI Ecotec Opels SUV wurde weiter verbessert und überzeugt durch gute Fahrleistungen

Sportlich-klein

Der Halbbruder mit dem bekannten Gesicht

© Seat Austria

Seat Der Mii ist da

Der Antara basiert auf dem Chevrolet Captiva und wurde zeitgleich mit dem Chevi überarbeitet. Der kleine, schnittige Spanier kommt im Frühjahr 2012 nach Österreich.

GREGOR JOSEL

Nissan Neuer Evalia

BMW 650i xDrive Coupé Die allradgetriebene Topversion des brandneuen 6er Coupé überzeugt auf voller Linie

Großraumlimo

Großes Bayern-Coupé mit Allradantrieb

Wien. Auf gerade 4,4 m Außenlänge bietet der neue Evalia Platz für fünf oder gegen einen kleinen Aufpreis für sieben Passagiere. Selbst bei der Bestuhlung mit sieben Sitzen hat er noch einen riesengroßen Kofferraum von 900 l. Die Übersicht ist dank der erhöhten Sitzposition hervorragend und erleichtert das Manövrieren auf engen Straßen und in der Stadt. Als Basismotor fungiert ein leichter, reibungsarmer Vierzylinder-Benziner. Der 1,6 16V leistet 81 kW (110 PS), beschleunigt den Evalia auf 165 km/h und weist einen kombinierten Verbrauch von 7,3 l/100 km auf. www.nissan.at

Opel Antara 2.2 CDTI Ecotec: geschmeidiger Opel-SUV aus dem GM-Verbund; mit 163 PS und Allradantrieb ab 34.256 Euro.

Bewährte Optik Der Antara war anfangs der schnittigere der beiden Konzernbrüder und überzeugte neben dem „alten“ Captiva mit einer kantigen, frischen und sportlichen Außenoptik. Der Captiva setzt nach dem im heurigen Frühjahr erfolgten Facelift auf US-Style, der Antara blieb hingegen nahezu unverändert, was die Außenoptik betrifft. Während der untere Fahrzeugbereich Solidität signalisiert, vereint die Karosserie über der Hüftlinie

mit ihren markanten Linien und den gespannten Flächen sportliche Athletik mit stilvoller Eleganz. Opel-typisch ist auch die Bügelfalte auf der Motorhaube und die breite, den Grill akzentuierende Chromspange mit dem großformatigen Blitz.

positioniert. Enttäuschend ist die Qualität des zentralen Infodisplays mit integriertem Navigationssystem. Die Grafik ist nicht mehr ganz zeitgemäß und die Arbeitsvorgänge dauern zu lange.

Bequemer Innenraum

Angetrieben wird der Testwagen von einem 2,2 l Ecotec-Diesel mit 163 PS und 350 Nm Drehmoment. Der Motor passt dem Antara gut und überzeugt durch ausgezeichneten Durchzug. In Kombination mit der Sechsgang-Automatik lässt sich der Antara sportlich bewegen, bietet aber auch viel Komfort bei sanfter Fahrweise. Sehenswert ist die Sicherheitsausstattung des Antara. Serienmäßig mit an Bord

Im Innenraum des Antara herrscht eine übersichtliche und aufgeräumte Atmosphäre. Die Sitze zeichnen sich durch eine breite Sitzauflage aus, die für viel Komfort sorgt. Für größere Fahrer könnte die Auflagefläche etwas länger sein. Die Verarbeitung im Innenraum ist hochwertig und gediegen. Die Anzeigen sind übersichtlich und gut

sicht strahlt das neue BMW 6er Coupé Kraft, Sportlichkeit und Solidität aus. Weit ausgestellte Radhäuser, horizontale Linien und die nach unten hin breiter werdende Form betonen die breite Spur. Im Innenraum herrscht OberklassenFlair. Die BMW-typische Fahrerorientierung und eine dynamische Vorwärtsbewegung prägen die Gestaltung des Interieurs. Der mittlere Bereich der Instrumententafel

Wien. Große Coupés haben bei BMW lange Tradition. Edle und einzigartige Autos wie das 503 Sport Coupé aus 1956 oder der Klassiker 635 CSi aus 1975 glänzen damals wie heute durch ihre zeitlose Eleganz und ihre atemberaubende Schönheit. Das aktuelle 6er Coupé vereint die Geschichte dieser großen Autos und stellt abermals den Anspruch auf einen Spitzenplatz in der Coupé-Welt von heute – mit modernster Technik, einem bärenstarken V8Triebwerk und einer Innenausstattung, die ihresgleichen sucht.

Fahrqualitäten

neigt sich leicht dem Fahrer zu. Die Instrumentenkombi in BlackPanel-Technologie kombiniert moderne Display-Technik mit der für Sportwagen typischen Anmutung klassischer Rundinstrumente. Ein hochauflösendes 9,2“-Infodisplay stellt unter anderem die Kilometerstands-, Verbrauchs- und Efficient Dynamics-Anzeige sowie Bedienrückmeldungen der Fahrerassistenzsysteme und Check-Control-

Reizvolle Optik Aus der langen Motorhaube, dem kurzen vorderen Überhang, der zurückversetzten Fahrgastzelle und ihrem elegant fließenden Übergang vom Dach in die Heckklappe sowie aus der im Vergleich zum Vorgänger um 74 mm gewachsenen Karosserielänge und dem 75 mm längeren Radstand entstehen die für das 6er Coupé typischen Proportionen. Serienmäßig ist das neue BMW 6er Coupé mit Bi-Xenon-Scheinwerfern ausgestattet. In der Heckan-

© BMW Austria

Das Platzwunder Evalia von Nissan ist um unter 20.000,– € zu haben.

© Opel Austria

Wien. In einem modernen Produktportfolio darf ein allradgetriebener SUV heute nicht mehr fehlen. Bei Opel war dies in den 90ern der Frontera, der damals noch von Opel in Rüsselsheim entwickelt und gebaut wurde. In Zeiten groß angelegter Konzernstrategien wurde den Rüsselsheimern dieser „Luxus“ allerdings verwehrt und so wurde in der hauseigenen GMKiste gegraben und man beglückte Rüsselsheim mit einer etwas abgeänderten Variante des Chevrolet Captiva. Bei Opel hieß der SUV fortan Antara, war etwas kürzer als der Chevy und wurde auch nicht als Siebensitzer angeboten. Gleichzeitig mit dem ChevroletFacelift wurde heuer auch der Antara aufgefrischt. Optisch hat sich nicht ganz so viel verändert wie beim Chevrolet. Der Fahreindruck ist durchaus überzeugend, ebenso die Verarbeitung im Innenraum. Doch in Zeiten, in denen aus Rüsselsheim wieder so hervorragende Flaggschiffe wie der Insignia oder auch der neue Astra kommen, passt der Antara nicht mehr ganz in das neue, frische und überzeugende Opel-Bild.

© Nissan Austria

Wien. Mit dem Mii präsentiert Seat das perfekte Automobil für den urbanen Lebensstil von heute. Der Mii kombiniert das mediterran-sportliche Design von Seat mit bester Verarbeitung und vielfältigen Individualisierungsmöglichkeiten. Dank seiner optimalen Raumausnutzung bietet der Mii ausreichend Platz für vier Personen. Mit einem Volumen von 251 l offeriert der Mii dazu einen der größten Gepäckräume seiner Klasse, bei umgeklappter Fondsitzlehne wächst er sogar auf 951 l. Eine einzigartige Innovation in dieser Fahrzeugklasse ist der „City Safety Assist“: Bei Gefahr in der Stadt warnt der Mii seinen Fahrer oder bremst sogar automatisch. Ein Lasersensor erkennt andere Fahrzeuge in Fahrtrichtung, egal ob sie fahren oder stehen. Falls bei weniger als 30 km/h ein Unfall droht, warnt das System den Fahrer. Wenn der nicht reagiert, bremst der Mii autonom. Unter der kurzen Haube des Mii steckt eine neu entwickelte Motorengeneration. Der kompakte Dreizylinder mit einem Liter Hubraum ist sehr leicht, kompakt und laufruhig. In zwei Leistungsstufen von 60 PS und 75 PS sichert er leichtfüßige Agilität und überzeugende Dynamik nicht nur im Stadtverkehr. Besondere Meister der Effizienz sind die beiden Ecomotive-Versionen des Mii, ebenfalls mit 60 PS und 75 PS. Mit StartStopp-System, Rekuperation und weiteren verbrauchssenkenden Maßnahmen begnügen sie sich mit 4,2 l. www.seat.at

BMW 650i xDrive Coupé: schön, stark und perfekt verarbeitet. Ab 111.300 Euro.

sind unter anderem ein Anhängerstabilitätsprogramm TSP über ABS und ESP mit Kurvenbremsund Traktionskontrolle, Bergabfahrassistent, Frontairbags und Seitenairbags vorn, Kopfairbags vorn und hinten oder ein hydraulischer Bremsassistent. In der Ausstattungsvariante „Cosmo“ kommt dazu noch ein Regensensor und ein Reifendruck-Kontrollsystem. Verbrauchsseitig zeigt sich der OpelSUV durchschnittlich durstig und genehmigt sich rund 9,5 l auf 100 Kilometer. Alles in allem ist der Antara ein tolles Auto, wenngleich er nicht ganz an das derzeitige Opel-Niveau heranreicht. In der Basis-Ausstattungsvariante „Style“ ist der Antara als 2WD ab 32.282 € erhältlich. www.opel.at

Meldungen dar. Das serienmäßige Bediensystem iDrive umfasst in Verbindung mit Navigations-System „Professional“ einen neu gestalteten 10,2“ großen Bordmonitor im exklusiven Flatscreen-Design.

Power ohne Ende Der 4,4 l V8 des 650i Coupés leis-tet maximal 407 PS und verfügt über ein Drehmoment von 600 Nm, das den schnittigen Bayern vom Stand weg in nur 4,9 Sek. auf Tempo 100 beschleunigt und für ein breites Dauergrinsen hinterm Lenkrad sorgt. Die Kraftübertragung erfolgt serienmäßig über eine Achtgang-Sport-Automatik. Premiere im 6er Coupé feiert der intelligente xDrive-Allradantrieb; durch die dynamikoptimierte Abstimmung der variablen Kraftverteilung wird ein besonders präzises Einlenken in Kurven unterstützt. Der Durchschnittverbrauch des 650i xDrive Coupés liegt bei für diese Fahrleistungen doch recht bescheidenen 12,5 l und übersteigt somit die Werksangaben nur um etwas mehr als einen Liter. (gj)


R UND UMS AU TO

Freitag, 14. Oktober 2011

automotivebusiness – 27

Puls Eine aktuelle Studie des deutschen Marktforschungs-Instituts sieht die Rolle des Automobils als Statussymbol immer noch gegeben

Je individueller, desto besser MORITZ KOLAR

Nürnberg. Autos sind von gestern und wer darin noch ein Statussymbol sieht, gehört längst zum alten Eisen. So war es vielerorts in den vergangenen Monaten zu hören und zu lesen, iPhone, Tablet und Co hätten bei jungen Menschen das einst liebgewonnen Auto längst verdrängt und zum Mittel zum Zweck degradiert.

Gefragte Statussymbole Stimmt nicht, sagt nun eine aktuelle Studie des deutschen Marktforschungs-Instituts Puls unter 1.000 Autokäufern. Demnach hat sich die Rolle des einstigen Statussymbols nur geändert: Das Auto ist heute vielmehr Ausdruck unserer Persönlichkeit und soll unsere Lebenseinstellung nach außen transportieren. „Je individueller, desto besser“, heißt also der Trend, der

Autos nach wie vor zu gefragten Statussymbolen macht. So geben 52% der befragten unter 23-Jährigen an, dass Autos Ausdruck ihrer Persönlichkeit sind. „Autos sind und bleiben vor allem bei Jüngeren Statussymbole, der Status selbst aber wandelt sich vom prestigeorientierten Beeindrucken anderer hin zum Ausdrücken seiner Philosophie und Lebenseinstellung“, sagt Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner. Dementsprechend liegt bei Jüngeren der Anteil derer, für die Autos ausschließlich Mittel zum Zweck sind, bei niedrigen 38%; immerhin 48% wollen mit dem

Auto in erster Linie Eindruck in ihrem Umfeld hinterlassen. Für die Zukunft der Automobilhersteller bedeutet das einen Umdenkprozess: Volkswagen, GM und Co müssen vermehrt Individualisierungsmöglichkeiten in ihre Modelle einpflegen, um dem geänderten Statusdenken gerecht werden zu können. Bereits gut verinnerlicht hat diese Strategie die BMW-Tochter Mini, die für ihre Kunden zahlreiche Farbkombinationen, Individualisierungs-Tools wie Rennstreifen und weitere StylingOptionen zur Verfügung stellt. www.puls-navigation.de

Importeure Kritik an Politik

Wiener Aufschrei Wien. Unsere Hauptstadt rüstet sich gegen die Autofahrer: Kurzparken wird noch teurer, neue Fußgängerzonen sollen Autofahrern den Alltag erschweren und jetzt steht auch noch flächendeckendes Tempo 30 im Raum. Die BlockadePolitik der Stadt scheint laut dem Verband der Automobilimporteure grenzenlos „und die Fantasie der selbsternannten Verkehrsexperten noch lange nicht erschöpft zu sein. Auf Mensch und Umwelt wird dabei keine Rücksicht genommen.“

Neue Ideen keine Alternative Ganz im Gegenteil: „Anstatt sich mit uns an einen Tisch zu setzen und Verkehrsmaßnahmen für die nächsten Jahre zu diskutieren, werden fast täglich neue Schikanen für Autofahrer in den Medien publiziert“, sagt Christian Pesau, Geschäftsführer des Verbands der Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung. „Unser Ziel muss es sein, den Wiener Verkehr so flüssig und somit so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten. Zudem fordern wir seit geraumer Zeit, besonders umweltfreundliche Fahrzeuge zu fördern und haben hier eine ganze Reihe an Vorschlägen präsentiert. Sich publikumswirksam mit Fahrrädern vor der Presse zu zeigen, ist uns zu wenig; ganz besonders dann, wenn es für viele Menschen keine Alternative zum Auto gibt. Mutwillig verursachter Stillstand und eine zusätzliche Umweltbelastung kann keine Alternative zu einem System sein, das aktuell offensichtlich gut funktioniert.“ www.iv-net.at

© APA/Georg Hochmuth

Verhindert Übelkeit in Kurven. Active Body Control für stabiles Fahrverhalten.

Der Verband der Automobilimporteure ist unzufrieden mit Wiens Verkehrspolitik.

© BMW

Allerdings hat sich die Rolle geändert: Wichtig ist individueller Ausdruck.

Mini hat den Trend früh erkannt: Individualisierung ist Autokäufern immer wichtiger.


I NN OVAT IO N & UMW E LT

28 – automotivebusiness

Freitag, 14. Oktober 2011

eCarTec Von 18. bis 20. Oktober geht in der Neue Messe München die dritte Auflage der Elektro-Leitmesse über die Bühne

SHORT

Die Messe München rückt Elektroautos in den Fokus

Nissan: Ladezeiten von Elektroautos senken

Im Mittelpunkt steht dieses Mal neben Herstellern und Zulieferern auch das Energieinstitut von Valencia.

Halb so teuer und halb so groß: Nissans neue Elektroauto-Ladestation.

Tokio. Nissan hat in Japan eine neue Schnell-Ladestation für Elektroautomobile vorgestellt. Sie kann die Batterien eines Nissan Leaf oder eines anderen Elektroautos in unter 30 Min. zu 80% neu aufladen, ist aber im Vergleich zur bislang angebotenen Anlage nur noch halb so groß und halb so teuer. Nissan bietet die neue Station in einer Basisversion für den Inneneinbau, einer StandardVariante für den Außenbetrieb und eine dritte und beheizte Ausführung für KaltwetterZonen an. Während der Preis für die Basisvariante im Vergleich zum Vorgängermodell statt bei 14.000 € nun bei 7.000 € liegen wird, gibt das Unternehmen für die mittlere Version einen Preis von unter eine Mio. Yen (9.580 €) an. Die ersten Auslieferungen sind für kommenden November vorgesehen. www.nissan-global.com

Ganze Wertschöpfungskette „Das sind nicht mehr Ökokisten, sondern das ist ein Technologiesprung“, sagte Messeveranstalter Robert Metzger am Mittwoch in München bei der Vorstellung des Programms. Das Thema sei längst in der Öffentlichkeit angekommen. „Elektromobilität bezieht sich nicht nur auf das Fahrzeug, sondern auch auf Zulieferer und die gesamte Industrie und wird den Alltag verändern“, sagte Metzger. Dementsprechend wird auf der eCarTec auch die gesamte Wertschöpfungskette – von den Materialien, Komponenten, Zellen, Batterien bis hin zum Gesamtsystem und seiner Anwendung – berücksichtigt. Im Aufbau

© EPA

Zahl der Elektroautos hat sich verdoppelt

Im vergangenen Jahr zählten die eCarTec-Veranstalter 12.317 Besucher, in diesem Jahr sollen es mehr als 20.000 werden.

wendet sich die Messe in erster Linie an Fachbesucher. Neben der Industrie rückt die Messe auch Forschungsinstitute in den Mittelpunkt: Mit dem ITE, dem Energieinstitut von Valencia, präsentiert sich beispielsweise eine hochkarätige Forschungs- und Dienstleistungseinrichtung am spanischen Pavillon der Messe und stellt dort das gesamte Spektrum seiner angewandten Forschung bei der Materialentwicklung sowie bei der Materialprüfung und Zertifizierung vor. Das ITE beschäftigt sich im Bereich der Angewandten Chemie auch mit der Materialentwicklung im Energiespeicherbereich. Dazu gehören unter anderem Brennstoffzellen und Elektroliseure, Supercapacitors sowie zukunftsweisende Lithium-Batterien (Li-Ionen, Li-Polymer, Li-Luft, usw.). Weitere Gebiete umfassen die Entwicklung von Nano- und Carbonmaterialien für Energie-

speicher, als Anwendung zum Beispiel für Membrane, Separatoren und Elektroden. Rund um die Schau finden parallel zur eCarTec noch zwei weitere Messen statt: Die Fachmesse für Materialtechnik, „Materialica“,

und die „sMove360°“, eine Ausstellung rund um die Vernetzung von Fahrzeugen. Alle drei Messen sollen sich ergänzen und kommen auf insgesamt 705 ausstellende Unternehmen aus 24 Ländern. www.ecartec.de

© J. Bellay

© Nissan

München. Die meisten Automobilexperten sind sich einig: Dem Elektroantrieb gehört zwar nicht die mittelfristige, aber zumindest doch die langfristige Zukunft in der Automobilindustrie. Die Technologien für Antriebe, Energiespeicher und Netzinfrastruktur sind in ihren Grundlagen entwickelt, die Technologie ist erprobt und funktioniert. Allerdings besteht an zahlreichen Stellen der Wertschöpfungskette noch Forschungs-, Optimierungsund vor allem Vernetzungsbedarf. Bedarf, den zahlreiche Hersteller und Zulieferer auf der eCarTec in der Neue Messe München abdecken wollen: Rund 500 Aussteller zeigen dort von 18. bis 20. Oktober den erwarteten 20.000 Besuchern ihre neuesten Produkte, Fahrzeuge können unter anderem auf einer Teststrecke direkt vor Ort ausprobiert werden. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die ElektroautoFlotte von Renault mit Kangoo Z.E. und Fluence Z.E.

© eCarTec

MORITZ KOLAR

Einer der Stars auf der eCarTec-Teststrecke wird Renaults E-Auto Kangoo Z.E. sein.

Derzeit sind in Österreich rund 800 Fahrzeuge mit E-Antrieb unterwegs.

Tieto Das nordeuropäische Technologie-Unternehmen stellt ein neues Multimedia-System auf Android-Basis vor

Kostengünstiger, übersichtlicher & besser Helsinki. Der finnische IT-Dienstleister Tieto hat im Rahmen des sogenannten StreetScooter-Projekts ein neues Multimediasystem konzipiert. Langfristig soll dabei ein serientaugliches und kostengünstiges Elektroauto für den Stadtverkehr entwickelt werden; Tieto unterstützt das Konzept durch einen ersten Demonstrator eines Multimediasystems, das ähnlich wie ein Tablet-PC funktioniert. Das System

basiert auf dem Betriebssystem Android und wird mittels eines Multi-Touch-Screens bedient.

Hardwareplattform von TI Dadurch finden Nutzer eine leicht zu bedienende und vertraute Oberfläche vor. Außerdem können damit auch private Apps des Fahrers integriert werden. Zudem verfügt das System über

gängige Schnittstellen wie WLAN, Bluetooth, USB und MicroSD und verarbeitet Standard-Dateiformate wie MP3, WAV oder MPEG4. Der Demonstrator des Multimediasystems basiert auf einer Hardwareplattform von Texas Instruments (TI) und wurde von Tieto gemeinsam mit dem Partner Missing Link Electronics (MLE) aus Silicon Valley erstellt. Dank seines 1-GHz-Dual-Core-Prozessors verfügt das System über deutlich mehr Rechenleistung, als dies in aktuellen Fahrzeugen der Fall ist. Die verwendeten Standardkomponenten aus dem Bereich mobiler Endgeräte zeichnen sich darüber hinaus durch ihren geringen Stromverbrauch, die kompakte Bauweise und die geringe elektromagnetische Strahlung aus.

Zahlreiche Apps denkbar

© Tieto

Wien. In Österreich sind derzeit rund 800 Autos mit Batteriebetrieb unterwegs, womit sich die Zahl seit Jahresbeginn 2011 verdoppelt hat. Bis Jahresende soll die Tausendermarke erreicht werden. Im Relation zu den vier Mio. Pkw der Österreicher ist das aber noch immer eine verschwindend kleine Minderheit. Geht es nach Wolfgang Pell und Roman Bartha, den Geschäftsführern von Austrian Mobile Power (AMP), soll die Anzahl der Elektrofahrzeuge im Jahr 2020 in Österreich 200.000 betragen. Das Thema E-Mobilität sollte nicht für sich allein betrachtet werden, sondern in Zusammenhang mit einem Gesamtverkehrskonzept. Für Pendler würde sich ein Elektrofahrzeug beispielsweise in Kombination mit der Nutzung von „Park and Ride“-Angeboten anbieten, meinte Pell. Weiters sollte das Informationsangebot erweitert und verstärkt eingebunden werden. So könnte via Smartphone die nächstgelegene Ladestation, die Abfahrt des Anschlusszuges oder der Standort eines Parkhauses angezeigt werden. www.austrianmobile-power.at

Das neue Tieto Multimediasystem soll das Handling in Elektroautos revolutionieren.

Neben der Konzeption des Systems hat Tieto auch eine erste Fahrzeugapplikation entworfen. So war auf der IAA in Frankfurt eine App zum Thema Batteriemanagement zu sehen, die zukünftig,

basierend auf Echtzeit-Fahrzeugdaten, anzeigt, ob der aktuelle Ladezustand für eine gewünschte Strecke ausreicht. „Für die Zukunft sehen wir weitere Applikationen und Einsatzmöglichkeiten, die in den kommenden Jahren mit weiteren Partnern entwickelt werden sollen“, sagt Thomas Hohenauer, Geschäftsführer Tieto Austria. „So stellen wir uns Anwendungen vor, mit denen sich Nutzer zum Beispiel die nächste freie Ladestelle anzeigen oder Treffpunkte mit in der Nähe befindlichen Freunden vorschlagen lassen können. Für CarSharing-Nutzer wie Pflegedienste interessant wäre eine Anwendung, die den Standort des nächsten Fahrzeugs anzeigt, welches dann durch Identifikation über das Smartphone geöffnet wird. Dabei wollen wir solche Anwendungen nicht ausschließlich im System des Fahrzeugs integrieren, sondern über einen Server laufen lassen. Dann könnten sie sich updaten und im mobilen System des Fahrzeugs würden darüber hinaus Ressourcen gespart.“ www.tieto.at


Freitag, 14. Oktober 2011

I N N OVAT ION & U MWE LT

automotivebusiness – 29

BMW Der deutsche Automobilhersteller will in den kommenden Jahren mit Laserlicht den Verbrauch senken sowie Effizienz und Sicherheit erhĂśhen

Starkes Laserlicht fĂźr die Zukunft MORITZ KOLAR

Mßnchen. Die Lichttechnik von Autos schreitet weiter voran. Der nächste, logische Schritt nach der LED-Technik ist fßr BMW-Techniker das Laserlicht. Schon in wenigen Jahren kÜnnte die Technologie laut den Ingenieuren des deutschen Automobilherstellers noch mehr Sicherheit und Komfort mÜglich machen und gleichzeitig durch seine hÜhere Effizienz einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung bzw. Verbrauchsreduzierung leisten. Erstmals zur Verwendung kommen soll die Technologie im Konzeptfahrzeug BMW i8 Concept der neuen Submarke BMW i.

ist monochromatisch, das heiĂ&#x;t, es den erzeugten Lichtstrom) liefern, besteht nur aus einer Wellenlänge. LED-Licht schafft dagegen ledigZudem ist es kohärent, das heiĂ&#x;t lich rund 100 Lumen. Kurz gesagt: es schwingt synchron. So kann es Laserlicht spart Treibstoff. ein nahezu paralleles LichtbĂźndel MĂśgliche Risiken fĂźr Menschen hoher Leuchtdichte liefern, das und Lebewesen aufgrund der hotausendmal intensiver als bei herhen Lichtintensität des Laserlichts kĂśmmlichen LEDs ist. Mit diesen bestehen beim Einsatz im Pkw Eigenschaften lassen sich beim nicht. Das liegt vor allem daran, Einsatz von Laserlicht im Fahrdass das Laserlicht nicht direkt zeugscheinwerfer vĂśllig neue Funkausgestrahlt, sondern erst passend tionen realisieren. Zudem lässt sich fĂźr den Einsatz im StraĂ&#x;enverkehr im Vergleich zu LED-Scheinwerfern umgewandelt wird. Das Ergebnis durch die hohe Systemeffizienz des ist somit ein sehr helles, weiĂ&#x;es, Laserlichts der Energieverbrauch fĂźr die Augen sehr angenehmes noch einmal mehr als halbieren. Licht mit einem sehr geringen Laserlicht kann pro Watt rund 170 Energiebedarf. Lumen (fotometrische Einheit fĂźr www.bmwgroup.com           

Š BMW

Erstmals zum Einsatz kommt die Licht-Technologie im neuen BMW i8 Concept.

Intensiver, effizienter und sparsamer: GehĂśrt Laserlicht die Zukunft im Automobilbau?

Extrem hohe Leuchtdichte Per Definition unterscheidet sich die Technologie sehr deutlich vom Sonnenlicht oder anderen bislang bekannten Lichtquellen. Laserlicht

Mit vier Fahrzeuglängen, drei DachhĂśhen und wahlweise Vorder- oder Hinterradantrieb lässt Ihnen der Opel Movano die Wahl. Soll es ein Kastenwagen mit oder ohne Doppelkabine sein, brauchen Sie einen maĂ&#x;gefertigten Aufbau – ebenfalls mit oder ohne Doppelkabine, einen Pritschenwagen, Kipper oder Kofferaufbau? So viele WĂźnsche – so viele MĂśglichkeiten.

Rufen Sie mich an, ich berate Sie gerne: Friedrich Pyringer, Leiter Flottenzentrum, Tel.: 0664 193 66 90

Mazda Ultrahochfest-Stahl

Leichter & härter Tokio. Mazda setzt im neuen CX-5, der Anfang kommenden Jahres auf den europäischen Markt kommt, als weltweit erster Automobilhersteller Komponenten aus ultrahochfesten 1.800 MPa-Stählen ein. Aus ihnen haben die Japaner Träger entwickelt, die im vorderen und hinteren Karosseriebereich hinter den StoĂ&#x;fängern zum Einsatz kommen und dort die Folgen einer Kollision abmildern. Die neuen Querträger sind 20% fester und 4,8 kg leichter als bisher verwendete Komponenten. Dadurch sollen im CX-5 in Summe insgesamt rund 100 kg Gewicht gespart werden. Quasi als Nebenprodukt kommt das geringe Gewicht der Träger auch der Fahrdynamik zugute. www.mazda.com

Continental Bremssystem

Bessere Leistung Hannover. Weniger ist mehr – nach diesem Motto verringert die innovative MK C1-Bremse von Continental die Zahl der Einzelkomponenten eines Bremssystems und steigert gleichzeitig dessen Leistung. Bei der neuen MK C1 sind die Funktion der Bremsbetätigung, des Bremskraftverstärkers sowie des Regelsystems (ABS, ESC) in einem kompakten und gewichteinsparenden Bremsmodul zusammengefasst. Die elektrohydraulische MK C1 kann schneller als herkÜmmliche hydraulische Systeme Bremsdruck aufbauen und erfßllt damit die gestiegenen Druckdynamikanforderungen von neuen Fahrerassistenzsystemen zur Unfallvermeidung. www.conti-online.com

en Ladevolum 3 11,3 m e Laderaumläng 3,73 m Nutzlast 1.390 kg

Der OPEL MOVANO

NO JOB TO BIG Unternehmerpreis (exkl. 20% Ust.)

Movano Kastenwagen L3H2

20.300,- â‚Ź

125 PS Listenpreis (exkl. Ust.) 28.450,-

Eine neue Generation von Kompaktklasse ist da: der neue Opel Astra. Ob als 5-tĂźrig oder Sports Tourer – Ingenieurskunst trifft sportlich-dynamisches Design, auĂ&#x;ergewĂśhnlicher ergonomischer Komfort vereinigt sich mit cleveren StauraumlĂśsungen. Lernen Sie ihn kennen.

Ich freue mich auf Ihren Anruf: Rudolf Marx, Verkauf Flotte und Nutzfahrzeuge, Tel.: 0664/815 34 02

Der OPEL ASTRA SPORTS TOURER

SCHĂ–N, SAUBER & SPARSAM Ecopreis

Astra Sportstourer „Cool&Sound“ 1.3 CDTI Ecoflex, 95 PS, CO2: NUR 104g, Start-Stopp-Automatik, Klima, Radio-CD, 6x Airbags, ESP, u.v.m. Listenpreis: 22.160,-

18.490,- â‚Ź

Š Continental

Abb. sind Symbolfotos, Druck- und Satzfehler, Zwischenverkauf sowie IrrtĂźmer vorbehalten. Alle Aktionen des Herstellers bereits berĂźcksichtigt.

Contis neues MK C1 Bremssystem: weniger Komponenten, mehr Effizienz.

1190 Wien, Muthgasse 52, Tel. 01/370 15 40

www.beyschlag.at

   


Der erste laufrichtungsgebundene Reifen mit 3D-BIS-Technologie über die gesamte Lauffläche – für mehr Grip und einen kürzeren Bremsweg. Goodyear wird mit der Vorstellung des UltraGrip 8 erneut seiner Rolle als einer der weltweit führenden Reifenhersteller gerecht. Der neue Winterspezialist verfügt als erster laufrichtungsgebundener Reifen über die von Goodyear patentierte 3D-BISTechnologie (Block Interlocking System) über die gesamte Lauffläche. Diese innovative Technologie sorgt dafür, dass der neue UltraGrip 8 die wichtigsten Anforderungen an einen zeitgemäßen Winterreifen erfüllt: mehr Grip, kürzerer Bremsweg und verbessertes Handling. Mehr Informationen auf www.goodyear.at.

Sicherheit beginnt beim Reifen FETY TOUR 2011 GOODYEAR SA SCS, Vösendorf 21.-22.10.2011 – ! "$#+!K-L!983$%E >8)*$1!9#$!+#%! un St nen Sie alle 2 Race und gewin terreifen-Set. den ein UG8 Win

Wer einfache Tipps beherzigt, erhöht die Sicherheit auf der Straße. Es ist ganz einfach. Machen Sie mit! UÊÊ,iV…ÌâiˆÌˆ}Ê umrüsten auf Winterreifen – ab 7°C ist es höchste Zeit! UÊÊœ˜ÌÀœˆiÀi˜Ê-ˆiʓœ˜>̏ˆV…Ê den Luftdruck und passen ihn laut Handbuch an - Bremsweg wird länger! UÊÊiÃÃi˜Ê-ˆiÊ`ˆiÊProfiltiefe, gesetzlich mind. 4 mm im Winter, empfohlen wird 6 mm – Schleudergefahr!

Reifenbroschüre des Kuratorium für Verkehrssicherheit Erhältlich im Reifenhandel, bei ÖAMTC, ARBÖ und online unter http://www.kfv.at/ kfv/kommunikation/ broschueren-folder/ verkehr-mobilitaet/

GOODYEAR UltraGrip 8 1 Meter kürzerer Bremsweg* Weniger Risiko auf der Straße

UltraGrip 8 – mit 3D-BIS Technologie®*. Ein Winterreifen, der so schnell reagiert, wie Sie es brauchen. Der UltraGrip 8 mit 3D-BIS (Blocking Interlocking System) Technologie®!"#$%$%!&$'%(#)*!+$*,!-,#./!01!2345#$(($1!6$7%7!8'3!9)*1$$!",$+7%$!$,!"$#!:;<+=*!$#1$1!>$%$,!<?,5$,!8(7!&$,! @',)*7)*1#%%!&$,!5A$#!B8'.%+#%"$A$,"$,C/!D$#!-22&E$8,!7)*8'$1!A#,!8'3!0*,$!9#)*$,*$#%F!+#%!#112G8%#G$1!6$)*12(2H#$1F!&8+#%! 9#$!7#)*!8'3!&#$!9%,8I$!<215$1%,#$,$1!<J11$1/!www.goodyear.at TESTED BY

* Verglichen mit den Durchschnittswerten 2 führender Wettbewerber. Die Bremsdistanz auf Schnee von 50km/h auf 5km/h wurde vom TÜV SÜD Automotive im Dezember 2010 gemessen, Reifengröße: 205/55R16 91H, Test-Auto: Golf VI; Ort: Ivalo (FIN), Bericht-Nr.: 76244609

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Goodyear stellt den neuen Winterreifen UltraGrip 8 vor


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