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medianet

inside your business. today.

Freitag, 19. oktober 2012 – 57

© CAM

goldene zukunft

Der Connected-Car-Markt wird bis 2020 auf 200 Mrd. Euro jährlich wachsen  Seite 61

© Bawag PSK

automotivebusiness goldene bilanz

Bawag PSK Leasing zeigt sich mit ihrem Halbjahresergebnis sehr zufrieden  Seite 62

3er touring Bayer gibt sich er- & gewachsen © BMW

Der steinige Weg zur Nummer Eins der Welt

© Panthermedia.net/Chuyu

short

© Daimler

Berlin. Die Entwicklung der internationalen Pkw-Märkte zeigte sich im September uneinheitlich: In den USA und Russland waren weiterhin zweistellige Wachstumsraten zu verzeichnen, auch China und Indien legten zu. In Europa hingegen war die Nachfrage nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) deutlich schwächer. Auf dem westeuropäischen Pkw-Markt ging der Absatz von Neuwagen im September um elf Prozent auf knapp 1,1 Mio. Pkw zurück.  www.vda.de

© Matthias Heschl

Düsseldorf/Berlin. Daimlers Mobilitätskonzept „car2go“ ist weiter im Wachstum. Zuletzt konnte das Unternehmen in Hamburg bereits seinen 25.000sten Kunden begrüßen und seine Standorte um den Flughafen Düsseldorf erweitern, nun wird die Fahrzeugflotte in Berlin kräftig aufgestockt. In den kommenden Wochen soll die Zahl der Fahrzeuge im Geschäftsgebiet der deutschen Hauptstadt auf 1.200 erhöht werden, die Zahl der Kunden in Berlin liegt bei 24.000.  www.car2go.com

Franky Zorn Der österreichische Ice-Speedway-Profi hat auch heuer wieder den Weltmeister-Titel im Visier. Dazu ist breite Unterstützung nötig. Ein Blick hinter die Kulissen von Sponsoring, Industrie-Unterstützung und Motivation.  Seite 58 Porsche Der Autohersteller legt beim Absatz weiter zu

Ford Engagement im Motorsport wird zusammengestrichen

In den ersten neun Monaten 2012 konnte Porsche 104.362 Autos verkaufen.

Stuttgart. Der deutsche Sportwagenbauer Porsche hat die für ihn bedeutende Hürde der 100.000 verkauften Fahrzeuge schon nach drei Vierteln des laufenden Jahres genommen. In den ersten neun Monaten 2012 übergab der deutsche Konzern insgesamt 104.362 Neuwagen in Kundenhand, wie der seit Kurzem komplett zu VW gehörende Hersteller diese Woche in Stuttgart mitteilte. 2011 hatte die Porsche AG die sechsstellige Marke erst einen Monat später, Ende Oktober, erreicht und damals lag die Zahl mit 100.391 Autos auch noch ein Stück niedriger.  www.porsche.com

Rallye-WM in Zukunft ohne Ford

© EPA

Wien. Die OMV eröffnete diese Woche im Beisein von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (rechts im Bild) und OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss in Wien die erste öffentliche Wasserstofftankstelle Österreichs. „Wir sind es seit über 50 Jahren gewohnt, in Litern zu tanken“, sagte Roiss; „künftig tanken wir in Kilos: Mit vier Kilo Wasserstoff kann man bis zu 400 Kilometer fahren. Die OMV macht jetzt diesen emissionsfreien Kraftstoff in Österreich verfügbar und bildet eine Brücke zu den europäischen Klimazielen.“  www.omv.com

© dpa/Bernd Weißbrod

© OMV

100.000er-Hürde bereits geknackt

Rallye-Aus: Ford will die frei werdenden Ressourcen anderweitig verwenden.

Detroit. Ford beendet nach dieser Saison sein Werksengagement in der Rallye-Weltmeisterschaft. „Ford hat eine lange und stolze Geschichte in der Rallye-WM und es war keine leichte Entscheidung“, sagte Roelant de Waard, Marketing-Vizepräsident von Ford Europa. Derzeit sei es für das Unternehmen und die Marke Ford aber besser, das Engagement in der Rallye-WM zu reduzieren und die Ressourcen in andere Bereiche fließen zu lassen, hieß es in einer Aussendung. Ford werde aber weiter mit seinem langjährigen Partner M-Sport in England zusammen­ arbeiten.  www.ford.com


C ov e r

58 – automotivebusiness

Kommentar

FeinstaubWahnsinn, Part II

Freitag, 19. Oktober 2012

Ganz oder gar nicht Der heimische Ice-Speedway-Profi Franky Zorn gibt Einblicke in die Organisation seines Teams

„Der WM-Titel? Versuchen werde ich es wieder …“

Bei Rennen vertraut er auf ein 5 Mann-Team, wichtig ist die Unterstützung von Sponsoren wie G.O. Nilsson. während der Saison. Zu den Rennen reist der Sportler meist im Fünf-Mann-Team, neben ihm gehören zu diesem Quintett auch ein Koordinator, zwei Mechaniker und ein Helfer. „Obwohl wir Idealismus groß schreiben und sparen, wo es nur geht, ist das Budget für diese Saison aktuell noch nicht ausfinanziert“, sagt Zorn, „ich bin also noch auf der Suche nach Partnern.“ Was grundsätzlich zu diesem Zeitpunkt der Saison nichts Ungewöhnliches ist: „Daran gewöhnt man sich mit der Zeit“, sagt Zorn und lächelt, „auch wenn es natürlich schöner wäre, schon jetzt alles unter Dach und Fach zu haben.“

Jürgen Zacharias

BMW Tochter BMW Car IT

© BMW

Neuer Standort

Software und Fahrzeug-Vernetzung werden im Autobau immer wichtiger.

Ulm. BMW hat einen Standort für Software-Entwicklung in Ulm in Betrieb genommen. In dem Softwarehaus sollen ab sofort rund 60 Mitarbeiter der Tochtergesellschaft BMW Car IT Software für Fahrzeuge und individuelle Mobilität entwickeln. Der neue Standort wird große Teile der BMW-Produktsoftware verantworten und dabei einen Schwerpunkt auf Software für die Fahrzeugvernetzung setzen, die eine immer wichtigere Rolle im Autobau einnehmen wird (siehe auch Story auf Seite 61).  www.bmwgroup.com

Nach der Saison ist vor der … „Ice-Speedway ist das, was ich machen will und das mache ich mit all meiner Kraft und Energie“, sagt Zorn im Gespräch mit medianet. Bedeutet: Ganz oder gar nicht. Die Rennen werden im Kleinbus angesteuert, dafür stunden- und manchmal sogar tagelange Haltezeiten an den Grenzen – speziell in den osteuropäischen Ländern – und Reisestrapazen ebenso wie Hunderte Stunden Vorbereitung und Training im Jahr sowie die eine oder andere kleinere oder größere Verletzung in Kauf genommen. Nach der Rennsaison (die von November bis April dauert) startet nach kurzer Pause bereits wieder die Vorbereitung auf das nächste Jahr. Es gilt dabei, das Setting für die kommende Saison zu definieren und festzulegen, welche Produktneuheiten in das Modell einfließen sollen. „In dieser Phase bin ich auf mich allein gestellt“, sagt Zorn, „da gilt es viel zu probieren und zu überlegen und natürlich dann auch im Modell selbst umzusetzen.“ Den Rahmen für das Fahrzeug kauft Zorn bei einem von zwei

Zielsetzung Weltmeistertitel

© Matthias Heschl

V

or einigen Monaten habe ich mich an dieser Stelle eingehend dem Thema Feinstaub gewidmet und damit viel Staub aufgewirbelt. Ich habe in meinem Kommentar vor einer Überzeichnung der Situation hierzulande (im internationalen Vergleich) und einer unangebrachten Panikmache gewarnt. Umweltschutz und möglichst ideale Gesundheitsbedingungen schön und gut, da bin ich natürlich auch dafür (wer nicht?), aber dabei gilt es doch auch immer, die Verhältnismäßigkeit zu wahren. Und gerade die ist vielfach nicht gegeben. Während nämlich allerorts schon kleinste Feinstaub-Mengen als gesundheitsschädlich gelten und dafür vielfach das Auto als Verursacher gebrandmarkt wird, wird andernorts darauf komplett vergessen. Etwa im Fahrzeug-Innenraum von Rauchern, wie britische Forscher nun in einem Artikel in der Fachzeitschrift Tobacco Control schreiben. Laut ihrer Studie setzen Raucher im Auto ihre Mitfahrer – aufgrund der schlechten Lüftung und der beengten Raumverhältnisse – einer Belastung mit gefährlichen Feinstaubpartikeln aus, die die Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation um das mehr als Dreifache übersteigen. Um das mehr als Dreifache! Und schuld ist daran zur Abwechslung mal nicht die Automobilindustrie.

Salzburg. Europameister 2008, Team Vize-Weltmeister 2001 und 2009, Vize-Weltmeister 2000, WMBronzemedaillen-Gewinner 2008 und 2009 sowie mehr als 80 Podest-Plätze: Franky Zorn hat es in seinem Sport zu durchaus beachtenswerten Erfolgen gebracht. Der heimische Ice-Speedway-Crack ist damit seit knapp zwei Jahrzehnten eine fixe Größe in der internationalen Motorsportszene, auch weil er all seine Energie in den Sport investiert und für den Sport lebt.

Handarbeit: Franky Zorn zeigt sein Fahrzeug für die kommende Ice-Speedway-Saison.

großen Herstellern und stimmt ihn hinterher auf seine Bedürfnisse und Körpermaße ab, danach wird das Modell Stück für Stück in Handarbeit aufgebaut – die Konfiguraton eines Reifens dauert drei volle Tage. Unterstützung in der Organisation bekommt der Ice-SpeedwayFahrer von Partnern und Sponsoren wie G.O. Nilsson, einem Salzburger SKF-Vertragshändler, der Zorn unter anderem mit Lager für den Antriebs- und Motorenbereich versorgt. „Wir arbeiten mit Franky schon jahrelang zusammen“, sagt Martin Felber, gemeinsam mit Helmut Marschang Geschäftsführer von G.O. Nilsson, „und treten seit knapp zehn Jahren auch als Sponsor auf; das sichert uns

gerade in der Motorsportszene einen sehr hohen Bekanntheitsgrad, darauf werden wir immer wieder angesprochen. Wir sind mit dieser Partnerschaft also sehr zufrieden.“ Weitere Sponsoren sind etwa Red Bull, Remus oder Fuchs Silkolene, in den vergangenen drei Jahren gehörte auch die Deutsche Vermögensberatung zum Pool.

Auf der Suche nach Partnern Um konkurrenzfähig zu sein, war bisher ein Budget von rund 50.000 € pro Jahr nötig, in dieser Saison rechnet Zorn mit einem Bedarf von bis zu 80.000 €. Darin inkludiert ist die Vorbereitung – u.a. Trainings in Schweden –, der Aufbau der Maschine sowie die Kosten

Finanziell, denn materiell könnte die Saison für Zorn schon jetzt beginnen. „Mit dem Aufbau der Maschine bin ich mehr oder weniger fertig“, sagt Zorn, der uns stolz seine Maschine vorführt. Dabei handelt es sich um ein Eigenbau-Gerät mit 500 cm� und einem 4-Takt-Motor mit zwei Ventilen und einem Zylinder, der mit reinem Methanol angetrieben wird; die Schmierung erfolg durch Rizinusöl. „Damit sind wir wohl der umweltfreundlichste Motorsport“, sagt Zorn. Über Bremsen verfügen die Maschinen nicht, der Speed kann lediglich durch Regulierung des Gasgriffes verringert werden. Am Vorderreifen vertraut Zorn auf 120 Spikes (jeder davon ist 28 mm lang), hinten sind es gar 170. Dabei gilt es, die richtige Mischung aus Speed und Grip zu finden, das Um und Auf, um möglichst schnell und sicher endlich den Ice-Speedway-Weltmeistertitel nach Österreich zu holen. „Versuchen werde ich es sicher wieder“, sagt Zorn; „mal schauen, ob es gelingt.“  www.frankyzorn.at

Ford Der US-Autohersteller sieht einheitliche Modelloptik als Teil der Drei-Säulen-Strategie zur Stärkung der Marke

Einheitliche Autos sollen Marke pushen Detroit. Der wiedererstarkte US-Automobilhersteller Ford will seinem nach wie vor schwächelnden Europa-Geschäft mit einer Stärkung seiner Marke begegnen. Das Unternehmen will daher laut eigenen Aussagen unter anderem weltweit einheitliche Autos anbieten. „Wir geben unseren Produkten global, also weltweit, eine Designsprache und auch eine Designumsetzung“, kündigte der Chef von Ford Deutschland, Bernhard Matthes, vor wenigen Tagen an. „Das heißt, die Fahrzeuge, die wir in Asien verkaufen, haben die gleichen Designelemente wie die in Europa und Asien.“ Unterschiedliche Optik in verschiedenen Regionen habe in der Vergangenheit zu Verwirrung beim Kunden geführt.

Der Konzern rechnet für sein kriselndes Europa-Geschäft in diesem Jahr mit mehr als einer Mrd. USD (777 Mio. €) Verlust. Zuletzt hatte Ford deshalb auch ein Abfindungsprogramm für die

Mitarbeiter an allen europäischen Standorten aufgelegt und die Kurzarbeit in seinem Kölner Werk ausgeweitet. Die Stärkung der Marke ist Matthes zufolge Teil eines Drei-Säulen-

Programms, das sowohl Einsparungen als auch die Entwicklung neuer Produkte umfasst. Neben einheitlichem Design setze der Autobauer auch auf neue Technologien im Auto.  www.ford.com

Marke dringt nicht durch „Bekannt ist die Marke“, sagte Matthes. Wenn es aber darum gehe, „sich dieser Marke hinsichtlich einer Kaufentscheidung zu nähern“, habe Ford bisweilen schlechtere Werte als so manch anderer Volumenhersteller.

© EPA

Jürgen Zacharias

Ford-Modelle sollen in Zukunft unverwechselbarer werden und die Kaufentscheidung von Kunden positiv beeinflussen.


Freitag, 19. Oktober 2012

Hersteller & ZUlieferer

automotivebusiness – 59

LMC Automotive Das Prognoseinstitut prophezeit dem angeschlagenen europäischen Automarkt eine Erholungsphase von zehn Jahren

Krise nachhaltiger als vermutet Einzelne Länder wie Spanien werden länger brauchen, um sich zu erholen. Frankfurt/Main. Die Absatzkrise in Westeuropa wird die Autoindustrie nach einer Prognose noch mehrere Jahre belasten. „Unsere Aussicht ist, dass die Erholungsphase ungefähr zehn Jahre dauern wird“, sagte Analyst Volker Krueger vom Prognoseinstitut LMC Automotive vor wenigen Tagen auf einer Veranstaltung der Ratingagentur Standard & Poor‘s in Frankfurt. Demnach werden in Westeuropa erst 2018 wieder so viele Autos verkauft wie im Vorkrisenjahr 2007.

Spanien hinkt hinterher In Ländern wie Spanien werde der Markt in diesem Jahrzehnt allerdings nicht mehr die alte Größe von 1,6 Mio. Fahrzeugen erreichen, dem durchschnittlichen Absatz zwischen 2000 und 2007. 2012 dürften nur 700.000 Autos verkauft wer-

Opel Russland im Fokus

Absage an China Rüsselsheim. Opel will anders als andere große Autokonzerne nicht in großem Stil auf den chinesischen Markt setzen. „Für uns hat China derzeit für das Wachstum unserer Marke nicht die oberste Priorität“, sagte Opel-Vertriebsvorstand Alfred E. Rieck dem Online-Magazin „Autogazette.de“. „Trotzdem wollen wir in der Nische als deutsche Traditions- und Qualitätsmarke auch in China weiter wachsen.“ Modelle wie Insignia und Astra liefen dort unter dem Logo der Schwestermarke Buick. Das sichere Jobs im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum in Deutschland. Als wichtigen Wachstumsmarkt für Opel nannte Rieck Russland. 2011 seien dort 67.000 Fahrzeuge verkauft worden, in diesem Jahr sollen es mehr als 80.000 werden.  www.opel.de

VW Erfolg in China hält an

Deutliches Plus

© EPA

Peking/Wolfsburg. Volkswagen hat seinen Absatz in China in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich gesteigert. Von Jänner bis September seien auf dem Festland und in Hongkong fast zwei Mio. Fahrzeuge verkauft worden nach 1,69 Mio. im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen dieser Tage mit. Dies entspricht einem Anstieg von 18,3%. Im vergangenen Jahr verkaufte Volkswagen 2,26 Mio. Autos in ­China.  www.volkswagen.com

VW konnte seinen Absatz in China 2012 bislang um 18,3 Prozent steigern.

den, schätzt LMC. Es sieht so aus, als müsste man dort eher an der 1-Million-Marke arbeiten“, sagte Krueger. In Deutschland werden nach der Prognose in diesem Jahr etwa zwei Prozent weniger Neuwagen verkauft als im Vorjahr, für 2013 hält Standard & Poor‘s ein leichtes Plus für möglich. Noch härter traf die Entwicklung etablierte Massenhersteller wie Fiat, Peugeot oder Opel: Die Marken verloren auf ihrem ohnehin schrumpfenden Heimatmarkt Europa zudem Anteile an Oberklasse-Hersteller sowie an wachsende Wettbewerber wie Hyundai/Kia, wie Krieger betonte: „Fiat, Peugeot-

Citroën, Renault, Ford und General Motors stehen alle unter Druck.“

Hohe Überkapazitäten Längst habe die Absatzkrise auch zu einer Rezession in der Produktion geführt. S&P schätzt die Überkapazitäten in Europa auf 20%. „In Italien und Frankreich sind es noch mehr“, sagte S&P-Analyst Eric Tanguy. Aus seiner Sicht greifen die Hersteller das Problem zu zögerlich an. „Die Werke, über deren Schließung diskutiert wird, stehen für weniger als fünf Prozent der europäischen Produktion.“  www.lmc-auto.com

© panthermedia.net/Arne Trautmann

Moritz Kolar

Der europäische Automarkt wird erst 2018 wieder das Niveau von 2007 erreichen.


Modell & Handel

60 – automotivebusiness

Freitag, 19. Oktober 2012

BMW 320d Touring Der neue Dreier ist in Österreich seit September auch in der Touring-Version zu haben

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Sportlicher und größer: Ein Bayer wird erwachsen

Ziemlich scharf im SUV-Wolfspelz

© Porsche

Der neue 3er-Touring wurde deutlich größer, der Einstiegs-Diesel steht dem Bayern äußerst gut. Die Spitzenversion der Cayenne-Linie leistet atemberaubende 550 PS.

Gregor Josel

Wien. Nach der Präsentation des neuen 3er-BMW wartete man gespannt auf die Kombiversion des schnittigen Bayern. München hat auch in diesem Fall wieder ganze Arbeit geleistet. Der neue 3er-Touring gefällt auf ganzer Linie, ist gewachsen, bleibt aber trotzdem den bewährten Ansprüchen der 3erLinie treu.

Wien. Der neue Cayenne Turbo S übernimmt mit seiner ­Motorleistung von 550 PS (405 kW) die Spitzenposition in der SUV-Modellreihe von Porsche. Durch sein aufwendiges aktives Fahrwerk übertrifft der Spitzenathlet im SUV-Kleid die Fahrdynamik vieler Sportwagen. Dabei bleiben alle Cayenne-Grundeigenschaften wie weitreichende Geländetauglichkeit, hoher Reisekomfort und souveräne Zugkraft uneingeschränkt erhalten. Der Kraftstoffverbrauch liegt mit 11,5 l pro 100 km im NEFZ mit dem des Cayenne Turbo gleichauf und damit in Relation zur Motorleistung auf niedrigem Niveau. Das neue Turbo S-Modell setzt die Mehrleistung von 50 PS gegenüber dem ­Cayenne Turbo sowie das von 700 Nm auf 750 Nm ­gestiegene Dreh­ moment in schnellere Beschleunigung und höhere End­ geschwindigkeit um. Der Spurt von 0 auf 100 km/h dauert 4,5 Sek. (minus 0,2 Sek.), bei 283 km/h (plus 5 km/h) endet die Geschwindigkeits-zunahme.  www.porsche.at

BMW hat den neuen Dreier sportlich und klassisch zugleich gestaltet. Die Frontoptik, mit den tief hereingezogenen Scheinwerfern, wirkt erhaben, verfügt über eine gesunde Portion aggressiven Looks, die aber durch die klassischen und sanften Linien einen perfekten Kontrapunkt findet. Die gesamte Frontpartie des Kombimodells wurde samt den markanten Doppelscheinwerfern und LED-Tagfahrleuchten aus der Limousine übernommen. Bis zur BSäule sind die beiden Fahrzeuge ident. Das Kombiheck ist den Bayern diesmal besonders fesch gelungen. Großes Kino ist die neugestaltete Heckbeleuchtung, die in die Kofferraumklappe hineingezogen wurde und deutlich erwachsener wirkt als bei den Vorgängermodellen. Trotz Annäherung an den 5er bleibt der neue 3er-Touring unverwechselbar als eigenständiges Fahrzeug erkennbar. Die Fahrzeugabmessungen wurden ausgeweitet. So wuchs der Touring um knapp 10 cm in der Länge und 50 mm im Radstand. Auch die Spur wurde um 5 cm verbreitert. Die erweiterten Abmessungen in Verbindung mit dem selbstbewussten Karosseriedesign lassen den neuen 3er-Touring noch potenter wirken,

© Infiniti

Preisvorteil noch bis zum Jahresende

Der Infiniti EX30d ist bis Jahresende als Aktionsmodell zu haben.

Der neue „3er-Touring“ ist mit dem geschmeidigen Vierzylinder-Diesel als 320d Touring ab 38.950 Euro zu haben.

die breiten hinteren Radkästen beschließen dieses Unterfangen bravourös.

Gewohnt hohes Niveau Der Innenraum des neuen 3er bietet das gewohnt hohe BMWNiveau in Sachen Ausstattung und Komfort. In der getesteten „Luxury Line“-Ausstattung verfügt der 3erTouring über zahlreiche ChromApplikationen, außen wie auch im Innenraum. Wie bei der Sport Line sind die B-Säule und Fensterführungssteg in Hochglanzschwarz gehalten, Fensterrahmen und Schachtleiste dagegen in Chrom. Ebenfalls zur Luxury Line zählen spezielle 17- oder 18“-Leichtmetallräder im Mehrspeichendesign.

Von hinten ist die Luxury-Version durch eine über die gesamte Breite der Heckschürze laufende Chromleiste und eine verchromte Auspuffblende zu identifizieren. Eine umlaufende Chromspange fasst die Radio- und Klimaanlageneinheit ein. Hochglänzende Holzleisten und Sitze, mit eigenständigem Nahtbild, werden durch zwei Bezugsstoffe in vier Farben ergänzt. Als Erkennungszeichen der Luxury Line ist der Zündschlüssel in Schwarz mit verchromter Zierspange gehalten. Der Längenzuwachs von 97 mm bringt auch im Innenraum ein Plus an Platz. Das Gepäcksabteil wurde um 35 l auf 495 l erweitert. Bei umgelegter Rücksitzbank finden bis zu 1.500 l im Kofferraum des neuen 3er-Tou-

ring Platz. Zur Serienausstattung gehören die im Verhältnis 40:20:40 geteilte Rücksitzbank, die elektrisch betätigte Heckklappe mit separat zu öffnender Heckscheibe, die Edelstahlblende auf der mit 62 cm niedrigen Ladekante, das separate Trennnetzrollo und das sauber im Unterboden verstaubare Abdeckrollo.

Vierzylinder-Diesel Befeuert wird der 320d von einem 184 PS starken VierzylinderDieselmotor. Die optional erhältliche Achtgang-Automatik steht mit dem Triebwerk in bestem Einklang und bietet (wieder mal) puren BMW-Fahrspaß.    www.bmw.at

Renault Clio IV Der kleine Franzose startet Ende Oktober mit neuem Design und sparsamen Dreizylinder-Motoren

Neues Outfit und hochwertiger Innenraum Wien. Der Renault Clio gehört zu den beliebtesten Kleinwagen am Markt. Jetzt startet der ultrakompakte Franzose in die vierte Modellgeneration und bringt neben einem neuen, aufregenden Design auch neue Antriebe mit. Erstmals wird der Clio auch von einem Dreizylinder-Turbo-Benzinmotor angetrieben, der sich durch Fahrspaß und moderaten Verbrauch auszeichnet. Das Außendesign des

Clio wurde komplett verändert. Die neue Designstrategie geht weg vom etwas pummeligen Aussehen des Vorgängermodells hin zu mehr Sportlichkeit und kleinen, feinen Details.

Ausschließlich fünf Türen Der neue Clio ist ausschließlich als Fünftürer zu haben, die Dreitür-Strategie gehört damit

© Renault

Wien. Nach der Eröffnung des ersten österreichischen Infiniti Flagship-Stores Ende Mai dieses Jahres startet das Infiniti-Zentrum Wien nun mit einer attraktiven Herbstaktion in die kalte Jahreszeit: Ab sofort gibt es das sportliche CoupéCrossovermodell Infiniti EX30d inklusive Infotainmentsystem und Dachreling zum Sonderpreis von 48.900 €. Aufbauend auf dem kompakten EX30d mit intelligentem Allradantrieb und spritzigem 3,0 l-V6-Dieselmotor, bietet dieses anziehende Modell nicht nur die für Infiniti typische umfangreiche Basisausstattung, sondern beinhaltet obendrein das beliebte Infotainmentsystem „Connectiviti+“ mit Navigations- und Entertainmentfunktionen samt Spracherkennung. Die elegante Dachreling aus poliertem Aluminium ist ­zusätzlich im Preis inbegriffen. Der EX30d sichert damit eine Preisersparnis von 8.543 € und ist bis zum Jahresende im Infiniti-Zentrum Wien in Brunn am Gebirge erhältlich.  www.infiniti.at

© BMW

Gelungene Optik

Der neue Renault Clio ist mit der Basismotorisierung (75 PS) ab 12.800 Euro habbar.

zur Geschichte. Optisch gefällt die Verspieltheit des Clio. Wirken deutsche Modelle à la Polo und Co. eher kühl, gibt sich der neue Clio spaßig und reich an Details; besonders hübsch gelungen ist die neue Heckpartie, die den Clio hintenrum deutlich erwachsener wirken lässt als bisher.

Innenraum und Motor Im Inneren den neuen Clio herrscht eine hochwertige Wohlfühlatmosphäre. Optional ist für den Clio ein neues, großes Navigationsund Entertainmentsystem mit riesigem Siebenzoll-Display verfügbar. Viel Wert legt man beim neuen Modell auf Individualisierung. Schon zur Markteinführung erfasst außen das Personalisierungsangebot „à la carte“ die Außenspiegel, die Leisten am Kühlergrill, die Heckschürze, die Türschweller, die Felgenfarbe und AufkleberSets für das Dach. Innen betrifft es das Armaturenbrett, die Türtafel, das Lenkrad, die Zuziehgriffe, den Schalthebelknauf, die Umrandung der Lufteinlässe, die Polsterungen

und optionale Fußmatten. Der Kunde hat die Wahl zwischen Ausstattungspaketen aus verschiedenen Welten. Der Fahrkomfort ist auf hohem Niveau. Das Fahrwerk des Clio ist grundsätzlich recht komfortabel, wenn auch in manchen Situationen etwas hart ausgelegt. Das verleiht dem Clio allerdings eine gute Portion Sportlichkeit. Erstmals kommt im Clio auch ein neuer Dreizylinder-Motor zum Einsatz. Der Dreizylinder-Turbobenzinmotor mit 899 cm� Hubraum und Start & Stopp-Automatik bietet genauso viel Effizienz wie ein 1,4 l-Saugmotor. Durch die Verbindung eines Turboladers mit geringer Trägheit ist das Drehmoment schon im niedrigen Drehzahlbereich verfügbar. 90 PS und 135 Nm sind bereits bei 2 000 U/Min. abrufbar. Auch einen neuen Diesel hat Renault für den Clio im Programm: Der Vierzylinder leistet 120 PS und verfügt über ein Drehmoment von 190 Nm. Im ersten Quartal 2013 wird auch der Motor dCi 90 in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe EDC angeboten.  (gj)  www.renault.at


I n n ovat i o n & U m w e lt

Freitag, 19. Oktober 2012

automotivebusiness – 61

Studie Management Engineers und das Center of Automotive Management haben das Potenzial von elektronischer Vernetzung im Auto aufgezeigt

Hersteller als Systemmanager? Moritz Kolar

Bergisch-Gladbach. Es ist ein Milliardenmarkt mit Tücken. Die fortschreitende elektronische Vernetzung des Autos schafft erhebliche Freiräume für die Fahrer, aber ebenso große Herausforderungen für die Hersteller. Denn neue, vormals branchenfremde Player geben schon jetzt oft den Takt vor – in einem Markt, dessen Volumen Ende der Dekade mehr als 20mal so groß sein wird wie heute. Zu dieser Einschätzung kommen die Unternehmensberatung Management Engineers und das Center of Automotive Management in einer gemeinsamen Studie. Demnach wächst der globale Connected-Car-Markt bis 2020 allein im Pkw-Segment auf mindestens 200 Mrd. €. Diese erfreulichen Perspektiven haben längst neue Wettbewerber insbesondere aus der Elektronikbranche auf den

Plan gerufen. Sie sind es, die immer öfter sogar die technologischen Standards setzen – und zwar in einem Tempo, wie es die Automobilindustrie bisher nicht kannte.

ve bei Management Engineers, fordert eine Aktivstrategie: „Die OEMs müssen nicht nur ihre Wertschöpfungsketten neu definieren, sie müssen auch ihre operativen, produktorientierten Kernkompetenzen erweitern und sich zum strategischen Systemmanager wandeln – gerade auch in Technologien, für die sie bisher kaum eigene Kompetenzen haben. In diesem Zuge muss ein gänzlich neues Bedienkonzept her. Schalter, Blinkhebel und so weiter – wer braucht das noch? Aus dem traditionellen Automobil muss ein synchronisiertes und vernetztes Systemmobil werden.“ „Auf dieser Basis kann die Con-

Fahrer oder Beifahrer Die etablierte Autoindustrie muss sich also anstrengen, will sie in Zukunft wieder hinter dem Connected-Car-Steuer sitzen und den Entwicklungsprozess aktiv lenken, ansonsten wird sie zum passiven Beifahrer in einer Welt, in der Elektronikkonzerne und Provider die Marktkoordinaten vorgeben. Richard Viereckl, Leiter Automoti-

nected-Car-Technologie sogar eine neue USP für die Automobilindustrie eröffnen“, ergänzt Stefan Bratzel, Leiter des Center of ­Automotive Management: „Diese USP lautet vereinfacht ‚Drive & Surf‘; sie trägt dem Umstand Rechnung, dass das Autofahren bislang häufig eine kommunikative Isolation bedeutet. Das Fahrzeug muss vielmehr zur Plattform für ein mobiles Multitasking werden. Entertainmentmodule allein reichen dafür aber nicht aus; erst ein weitgehend assistiertes Fahren bei höchstmöglicher Sicherheit wird die dazu nötigen Freiräume schaffen.“  www.auto-institut.de

© Center of Automotive Management

Demnach wächst der Connected-Car-Markt bis 2020 auf 200 Mrd. € – neue Player drängen auf den Markt.

Studienautor Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive Management.

Wien – der Duft der Stadt. Spritzig, belebend, spontan. Inspiriert von der Vielfalt.

TU Wien Stromnetze bereit

Infrastruktur o.k.

Wien. Die Auswirkungen, die eine höhere Anzahl an Elektroautos zukünftig auf das österreichische Stromnetz haben könnte, haben Wissenschafter der Technischen Universität (TU) Wien in Kooperation mit dem Austrian Institute of Technologie (AIT) und der Stromnetzbetreiber „Salzburg Netz“ untersucht. Die Analyse acht typischer Niederspannungsnetze ergab, dass sie für eine Mehrbelastung durch E-Autos großteils bereits jetzt gerüstet seien. Die Forscher sehen auch Potenziale dafür, bei Bedarf durch Fotovoltaik oder Windkraft erzeugte Energie in den Batterien der Fahrzeuge zu speichern, heißt es in einer aktuellen Aussendung der TU.

Wiener Weinpreis

Film Festival

Silvesterpfad

Wiener Eistraum

Netze für E-Autos gerüstet „Der Anteil der Elektroautos kann in den nächsten Jahren steigen, die Netze sind prinzipiell dafür gerüstet“, so Rusbeh Rezania von der Energy Economics Group der TU. Es gebe allerdings Ausnahmen. Wird in einem Netz nämlich eine kleine Verbrauchergruppe mitversorgt, die sich fernab vom Rest der Nutzer befindet, könnten bereits einzelne Elektroautos zu Problemen mit unzulässig hohen Spannungsschwankungen führen. Solche Probleme ließen sich durch Ausbau solcher Netze lösen – das sei jedoch teuer. Eine überwiegende Zahl der bestehenden Niederspannungsnetze wird laut der Studie für die erste Zeit mit der steigenden Anzahl von Elektroautos gut zurechtkommen. Erhöht sich der Anteil der E-Autos drastisch, würden allerdings intelligentere Steuerungsmöglichkeiten benötigt.  www.tuwien.at

© Rolf/pixelio.de

www.wien-event.at stadt wien marketing gmbh im Auftrag der Stadt Wien Schon jetzt könnte unser Stromnetz Elektroautos ausreichend versorgen. SWM_IMAGE2010_MEDIANET_JP_216x288.indd 1

17.03.2010 16:20:14 Uhr


r u n d u m s au t o

62 – automotivebusiness

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© panthermedia.net/Christian-Philipp Worring

Gebrauchtwagen werden immer teurer

Freitag, 19. Oktober 2012

Bawag PSK Leasing Das Leasing-Unternehmen bilanziert das erste Halbjahr 2012 äußerst zufriedenstellend

Fuhrparkgeschäft brummt: Erstes Halbjahr bringt Plus Überdurchschnittlich entwickeln sich vor allem das Kfz-Neukundengeschäft und Fuhrparkmanagement. Moritz Kolar

© Messe Essen

Essen 2012: Rund 80 Showcars zu sehen

Auf der „Essen Motor Show“ sind auch Tuning-Fahrzeuge zu sehen.

Essen. Erstmals findet im Rahmen der „Essen Motor Show“ in diesem Jahr auch die „eBay Motors tuningXperience“ statt, bei der sind Besucher neben aktuellen Tuning-Trends auch Tipps und Anregungen für die Arbeit am eigenen Fahrzeug holen können. Von 1. bis 9. Dezember sind in der Halle 1A der Messe Essen insgesamt rund 80 Showcars zu sehen – die Bandbreite der ausgestellten Marken reicht von Audi, BMW, Opel und VW bis hin zu Ford, Mercedes, Peugeot und Seat sowie Importfahrzeugen wie Honda, Mazda, Nissan, Subaru, Toyota, ­Chevrolet oder Dodge.  www.essen-motorshow.de

„Wir konnten im Bereich ‚Fuhrparkmanagement‘ von einem hohen Vorjahresniveau weg im ersten Halbjahr 2012 weiter zulegen.“ Rudolf fric & wolfgang meixner GF Bawag PSK Leasing

© Bawag PSK Fuhrparkleasing

Wien. Im September ist der Durchschnittspreis für Gebrauchtwagen erneut angestiegen. Der AGPI, der AutoScout24-GebrauchtwagenPreisindex für Österreich, lag bei 12.712 € und damit 2,23 Prozent über dem Wert vom Vormonat August. Die Differenz zum Vorjahresmonat beträgt 335 € (August 2011: 12.377 €). Im Vergleich zum Vormonat August entwickelte sich die Nachfrageseite über fast alle Segmente positiv. Am stärksten war die Nachfragesteigerung bei den Kleinwagen (+ 8 Prozent), gefolgt von den Kategorien Oberklasse (+ 7 Prozent), Geländewagen (+ 6 Prozent) und Oberer Mittelklasse (+ 5 Prozent). „Die Entwicklung des Gebrauchtwagenmarkts im September bietet vor allem im Blick auf die Vorjahreszahlen ein gemischtes Bild. So wurden im September 2012 10 Prozent mehr Vans angeboten als im Vormonat, während die Nachfrage in diesem Segment nur um moderate vier Prozent stieg. Im vergangenen Jahr stieg die Nachfrage noch deutlich von August auf September (+ 8 Prozent), während das Angebot seinerzeit stagnierte“, sagt Thomas Weiss, Chefredakteur des AutoScout24 Magazins. „Ein ganz anderes Bild bietet sich in der Oberklasse; hier führt in diesem Jahr ein deutliches Wachstum sowohl bei Angebot (+ 10 Prozent) wie auch bei der Nachfrage (+ 7 Prozent) zu einer Belebung des Segments.“  www.autoscout24.at

Wien. Entgegen dem allgemeinen Branchentrend entwickelt sich das Neugeschäft der Bawag PSK Leasing seit Jahresbeginn außerordentlich positiv. Der Leasing-Spezialist konnte in den ersten sechs Monaten mit einem Plus von 15%

Im Bereich Kfz konnte Bawag PSK Leasing in den ersten beiden Quartalen des laufenden Jahres ihre Stärken voll ausspielen.

beim Neugeschäftsvolumen seine Position weiter ausbauen, während der österreichische Leasing-Markt ein kräftiges Minus verkraften muss. Rudolf Fric und Wolfgang Meixner, Geschäftsführer der Bawag PSK Leasing: „Das Halbjahresergebnis zeigt, dass wir mit den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in allen Leasingsparten gut zurande gekommen sind, wofür die Nähe zu unseren Kunden und Kooperationspartnern über unsere Bundesländer-Geschäftsstellen eine ganz wesentliche Rolle spielt.“ Insgesamt betreut das Unternehmen nun ein Vertragsgesamtvolumen von rund 1,6 Mrd. € (gemessen an den Anschaffungswerten) in den Bereichen Kfz und Fuhr-

parkmanagement, Mobilien und Immobilien. Laut Verbandsstatistik ist die Bawag PSK Leasing GmbH damit die Nummer Drei unter den österreichischen Anbietern. Das Unternehmen schneidet vor allem im Kfz-Neukundengeschäft und bei beweglichen Gütern bzw. Mobilien hervorragend ab. Außerordentlich gut entwickelte sich auch das Fuhrparkmanagement. „Wir konnten in dieser Sparte von einem hohen Vorjahres-Niveau weg im ersten Halbjahr weiter zulegen“, so Fric und Meixner. „Der Geschäftszweig Fuhrparkleasing wuchs im Vergleich zum Vorjahr im zweiten Quartal um 7,4 Prozent“, ziehen die Geschäftsführer der Bawag PSK Fuhrparkleasing

GmbH, Oliver Hillisch und Christian Polak, positive Bilanz. Das Unternehmen liegt damit deutlich über dem Gesamtmarkt, der insgesamt nur um 2,3 Prozent zulegte. „Wir haben professionell gearbeitet und entwickeln uns im Hinblick auf den nur leicht wachsenden Gesamtmarkt überaus positiv“, so die Geschäftsführung. Der Marktanteil am 303,5 Mio. € schweren österreichischen Gesamtmarkt stieg damit auf knapp fünf Prozent.

Vertragswerte weiter im Plus „Das Neugeschäftsvolumen in der Sparte ‚Fuhrparkmanagement‘ erhöhte sich im Vergleich

zum zweiten Vorjahres-Quartal um mehr als eine auf knapp 15 Millionen Euro“, sagt Polak. „Das bedeutet ein Plus an Vertragswerten um rund 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, meint dazu Hillisch. Im Vergleich dazu verzeichnet der Gesamtmarkt bei der Anzahl der Leasing-Verträge Fuhrparkmanagement (Inland und Cross Border) nur einen 2,1%igen Zuwachs. Das Fuhrparkmanagement hält damit derzeit bei einem rund 11,5%igen Anteil am gesamten Leasingmarkt, der sich in allen anderen Sparten (Mobilien, Kfz und ­Immobilien) rückläufig darstellt.  www.leasing.at

Volvo Trucks Neue Kollisionswarnung mit Notbrems-Funktion soll Fahrzeuge sicherer machen

System als Aufmerksamkeitsstütze Stockholm. Auffahrunfälle zum Beispiel an Stauenden machen einen erheblichen Anteil der Verkehrsunfälle aus. Um dieses Problem zu entschärfen, hat Volvo Trucks eine Kollisionswarnung mit Notbremse entwickelt – ein modernes Notbremssystem, das auch eine frühzeitige Kollisionswarnung umfasst. Das Bremssystem, das bei der neuen Volvo FH-Modellreihe erhältlich ist, wurde zur Unterstützung des Fahrers entwickelt, sodass der Großteil der Auffahrunfälle vermieden oder zumindest abgeschwächt werden kann.

ra, die gemeinsam vorausfahrende Fahrzeuge identifizieren und überwachen. Das System soll sowohl stehende als auch fahrende Fahrzeuge erfassen und kann einen Zusammenstoß mit einem fahrenden Ziel bei Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h verhindern. Wenn das System ein Fahrzeug erkennt, auf das der Lkw mit der derzeitigen

Geschwindigkeit auffahren würde, aktiviert das Warnsystem eine ununterbrochen aufleuchtende rote Lichtleiste in der Windschutzscheibe, um die Aufmerksamkeit des Fahrers wieder auf die Straße zu lenken. „Wir möchten nicht die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen, weil wir der Ansicht sind, dass der Fahrer am besten reagie-

Zusammenstoß verhindern „Zunächst haben wir uns gefragt, worin das Problem eigentlich besteht. Die Antwort lautet: Unaufmerksamkeit. Wenn Sie den vorausfahrenden Verkehr ständig beobachten würden, bräuchten Sie solche Systeme nicht“, führt Carl Johan Almqvist, Leiter der Verkehrs- und Produktsicherheit bei Volvo Trucks, aus. Das neue System kombiniert eine Radarvorrichtung mit einer Kame-

© Volvo Trucks

Ein Gebrauchter kostete im September 2012 durchschnittlich 12.712 €.

Das neue Sicherheits-System soll in der neuen FH-Modellreihe zum Einsatz kommen.

ren kann, da er vielleicht problemlos um das Fahrzeug herumfahren kann“, meint Almqvist.

Gesetzliche Vorgabe ab 2015 Falls das System jedoch keine Reaktion des Fahrers feststellt, wie etwa Lenkbewegungen oder einen Bremsvorgang, beginnt die rote Lichtleiste nunmehr zu blinken und wird von einem Piepton begleitet; reagiert der Fahrer immer noch nicht, werden die Bremsen vom System leicht betätigt. Zeigt auch dies keine Wirkung, aktiviert das System das Notbremssystem und zieht alle Register, um den Lkw zum Stillstand zu bringen. „In der absoluten Mehrzahl der Fälle werden die ersten Warnsignale die Aufmerksamkeit des Fahrers erregen. Und in dem seltenen Fall, dass dies nicht geschieht, wird das Notbremssystem dennoch einen schweren Unfall verhindern“, erläutert Carl Johan Almqvist. In Europa werden Notbremssysteme in neuen Lkw bis November 2015 gesetzlich vorgeschrieben sein.  www.volvotrucks.com

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