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medianet

inside your business. today.

Freitag, 18. April 2014 – 55

toyota über allen

sehr empfehlenswert

Kein anderer Automobilhersteller hat 2013 mehr Patente angemeldet  Seite 57

In seinem aktuellen Sommerreifentest nimmt der ÖAMTC 33 Pneus unter die Lupe Seite 59

© ÖAMTC

© APA/EPA/A. Gombert

automotivebusiness c-klasse neuer, alter sternen-topseller © Daimler

Der Erfolg in Fernost birgt auch große Risiken

© APA/EPA/Christopher Jue

short

© EPA/Rainer Jensen

Köln. Toyota bestätigt seinen Aufwärtstrend und verbucht in Europa im ersten Quartal einen Marktanteil von 4,9 Prozent. Damit ist der europäische Fahrzeugabsatz von Toyota und Lexus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent gestiegen. Insgesamt hat allein Toyota in den ersten drei Monaten des Jahres 213.657 Fahrzeuge in Europa verkauft und liegt damit 14 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Lexus schließt mit 11.495 Einheiten (plus 24 Prozent) ab. www.toyota.com

© APA/EPA/DPA/Daimler

Södertälje. Kurz vor einer möglichen Komplettübernahme durch den VW-Konzern glänzt der schwedische Lkw-Bauer Scania mit guten Geschäftszahlen. In den ersten drei Monaten des Jahres legte der Konzern beim Umsatz und Gewinn kräftig zu und übertraf die Erwartungen von Experten deutlich. Vor Zinsen und Steuern verdiente Scania im Kerngeschäft knapp 2,3 Mrd. schwedische Kronen (254 Mio. €) und damit um 17 Prozent mehr als im ersten Quartal 2013.  www.scania.com

© APA/EPA/Hendrik Schmidt

Ernst & Young In einer aktuellen Studie warnt das Beratungsunternehmen vor einer zu großen Abhängigkeit der deutschen Hersteller von China. Zur besseren Risiko­ streuung sollten sich Daimler & Co vermehrt um den US-Markt bemühen.  Seite 56 PSA Peugeot Citroen Mit weniger Modellen zum Erfolg

voestalpine Langfristige Lieferverträge abgeschlossen

PSA-Chef Carlos Taveres plant, die Zahl der Modelle auf 26 zu reduzieren.

Paris. Beim französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen sind die Zeiten der großen Träume bis auf Weiteres vorbei. Bei seiner ersten Strategiepräsentation machte der neue Konzernlenker Carlos Taveres am Montag dieser Woche klar, dass es in absehbarer Zukunft keinen Angriff mehr auf die Großen der Branche geben kann. Eine drastische Schrumpfkur bei der Modellpalette soll helfen, den nach Volkswagen zweitgrößten Hersteller Europas wieder rentabel zu machen. Die auf zuletzt 45 Fahrzeuge angewachsene Modellpalette soll bis zum Jahr 2022 auf 26 fallen.  www.psa-peugeot-citroen.com

© APA/Barbara Gindl

Matthighofen/Graz. Am 25. und 26. April findet in Graz vor der Shoppingcity Seiersberg zum ersten Mal eine KTM Roadshow statt. Auf einer Fläche von rund 3.600 m2 wird es dort u.a. einen Geschicklichkeitsparcour, Stunt-Shows und ein Fahrtechniktraining zu sehen und auszuprobieren geben. Außerdem erhalten Interessierte dort SicherheitsTipps und eine Kaufberatung, zudem können Taxifahrten mit dem X-Bow absolviert und Fahrzeuge aus der aktuellen Modellpalette getestet werden. www.ktm.at

© PSA Peugeot Citroen

Modellpalette erfährt Schrumpfkur US-Stahl für deutsche Hersteller

Die voestalpine sieht zunehmend auch in der Autobranche Absatzpotenziale.

Linz. Die voestalpine will Produkte aus ihrem neuen Stahlwerk in den USA vornehmlich nach Europa liefern. „Unsere Kunden werden vorerst europäische, vor allem deutsche Autohersteller sein; wir haben mit ihnen schon Langfristverträge abgeschlossen“, sagte voestalpine-Chef Wolfgang Eder der WirtschaftsWoche. In Cartersville im Bundesstaat Georgia würden ab 22. April Auto-Chassisteile produziert. Für 2016 plant voestalpine ein weiteres Werk in den USA: In Corpus Christi soll hochreines Eisen, das als Vormaterial für die Stahlerzeugung dient, hergestellt werden.  www.voestalpine.com


C ov e r

56 – automotivebusiness

Kommentar

Wie sieht das Auto von morgen aus?

Freitag, 18. April 2014

Ernst & Young Das Beratungsunternehmen hat die Abhängigkeit der deutschen Autohersteller von China untersucht

Abhängigkeit von China entwickelt sich zur Gefahr

Demnach verkaufen BMW & Co bereits jedes dritte Auto in China, was auch Probleme mit sich bringt. Jürgen Zacharias

Jürgen Zacharias

W

Berlin/Tokio. Für die deutsche Automobilindustrie ist China eine Goldgrube: In keinem anderen Land verdienen BMW, Daimler, Volkswagen, Audi & Co so viel Geld wie im Reich der Mitte. Doch der Erfolg auf dem weltweit größten Pkw-Markt hat auch eine Schattenseite: Die Hersteller und ihre Lieferanten werden immer abhängiger vom chinesischen Kunden und damit auch von allfälligen politischen Entscheidungen der dortigen Staatslenker oder möglichen wirtschaftlichen Negativentwicklungen. Laut einer aktuellen Studie der Strategieberater von Ernst & Young schlugen VW, BMW und Daimler im abgelaufenen Jahr zusammen bereits knapp 30% ihrer weltweit verkauften Fahrzeuge in der Volksrepublik los. VW lieferte in den ersten beiden Monaten 2014 sogar fast jeden zweiten Pkw seiner Hauptmarke VW in China aus und die Tendenz ist weiter steigend.

Schon im vergangenen Jahr verkaufte VW mit 2,5 Mio. Wagen 42% des Gesamtabsatzes seiner Hauptmarke in China, die Premiumtochter Audi steigerte ihren Absatz gegenüber vor sechs Jahren von zwölf Prozent auf nunmehr 30%. Bei BMW lag der Anteil immerhin bei 20%, vor sechs Jahren waren es allerdings erst fünf Prozent gewesen. Sowohl für BMW und Audi ist China damit weltweit der größte Einzelmarkt. Vergleichsweise überschaubar ist hingegen noch der Anteil des Chinageschäfts bei Daimler: 15% der Fahrzeuge des Stuttgarter Premiumhersteller gingen im Vorjahr an Kunden im Reich der Mitte;

VW Gute Performance

Eurotax In einer aktuellen Studie wurden die Neuzulassungen mit den verfügbaren Fahrzeugtypen am Markt verglichen

Starker März

Anteil steigt kontinuierlich

© APA/EPA/Julian Stratenschulte

Wolfsburg. Bei Volkswagen laufen die Geschäfte weiter gut. Im März konnte der deutsche Hersteller ein Verkaufsplus von knapp acht Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahrs erzielen und fast 930.000 Neuwagen ausliefern. Wachstumstreiber war dabei einmal mehr der chinesische Markt, auch in Europa gab es ein Plus von neun Prozent. Ein Minus von knapp sechs Prozent setzte es für VW hingegen in den USA; der Absatz in Brasilien brach um rund 20% ein. Im Gesamtjahr konnte der Konzern bislang um rund sechs Prozent zulegen.  www.volkswagen.com

Rasches Wachstum: Zwar macht Daimler „nur“ 15 Prozent seines Geschäfts in China – 2008 waren es noch 3 Prozent gewesen.

gegenüber dem Jahr 2008, als der Anteil erst bei drei Prozent lag, bedeutet das immerhin eine Verfünf-

„Die Abhängigkeit der deutschen Hersteller von China kann gefährlich werden, sollte der Westen mit China in Streit geraten.“ Peter FuSS, ernst & Young

fachung. In Summe sei damit laut Angaben von Ernst & Young der Anteil Chinas am Gesamtabsatz der deutschen Autobauer von 2008 bis 2013 von zwölf auf 28% gestiegen.

Negative Auswirkungen „Diese Abhängigkeit kann gefährlich werden, sollte der Westen mit China in Streit geraten wie derzeit mit Russland“, kommentiert Automobilexperte Peter Fuß von Ernst & Young die aktuelle Entwicklung. Und weiter: „Wenn China einen Husten kriegen sollte, bekommen alle eine Lungenentzündung.“ Gemeint sind alle deutschen Hersteller, denn deren Konkurrenz

aus den USA und Japan ist weit weniger stark vom chinesischen Markt abhängig, als es BMW, Daimler und Co sind. Zwar sieht Bernd Pischetsrieder, Neo-Aufsichtsrat bei Daimler, die aktuelle Entwicklung wenig besorgniserregend („Die Diskussion ist sinnlos, weil die Alternative ist, gar kein Geschäft zu machen. Wenn man am Weltmarkt tätig ist, gibt es immer irgendwelche Probleme – aber das ist völlig normal, keine Aufregung!“); Peter Fuß empfiehlt den deutschen Herstellern trotzdem, gegenzusteuern. Etwa, indem sie sich vermehrt auf den US-amerikanischen Markt konzentrieren, „wo es derzeit ­ebenfalls steigende Zulassungszahlen zu vermelden gibt“.  www.ey.com

Steigende Typenvielfalt zahlt sich kaum aus Wien. Die heimische Automobilplattform Eurotax hat in einer aktuellen Studie die Auswirkungen der Vielfalt angebotener Fahrzeugtypen auf die Zahl der Neuzulassungen untersucht. Demnach waren im vergangenen Jahr 14.004

VW konnte seine Auslieferungen im März um acht Prozent steigern.

© APA/EPA/Bernd Weissbrod

er sich automobile Zukunftsvorstellungen von vor 40, 30 oder auch von vor 20 Jahren ansieht, erkennt darin nicht viele Ähnlichkeiten mit den Realitäten auf unseren Straßen. Natürlich hat der eine oder andere Visionär den Nagel auf den Kopf getroffen oder nur knapp verfehlt, in ihrer Summe beschreiben die Schilderungen, Prophezeiungen und Zeichnungen aber nur Möglichkeiten und die treffen – wie in diesen Fällen – eben allzu oft nicht oder nur bedingt ein. Macht aber nichts, denn trotz ihrer geringen Realisierungsquoten gibt es für uns Menschen kaum Spannenderes als Zukunftsvisionen – und seien sie noch so vage. Daher sind auch die Ergebnisse der aktuellen AutoScout24-Studie unter europäischen Autofahrern zu unseren Fahrzeugen von morgen mit Vorsicht zu genießen, wenn darin natürlich auch ein Fünkchen Wahrheit stecken mag. Demnach werden Autos in Zukunft vermehrt autonom unterwegs sein; geht Sicherheit vor Funktion und Leistung, wird die Bedeutung von vernetzten Mobilitätskonzepten, Carsharing und alternativen Antriebstechnologien steigen und werden immer mehr Fahrassistenzsysteme die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge erhöhen. Ob all das tatsächlich eintrifft? Wir werden sehen.

Fahrzeugtypen – und damit so viele wie noch nie – am österreichischen Markt erhältlich, der Neuwagenmarkt ist allerdings um 5,3 Prozent gegenüber 2012 zurückgegangen. „Ein Vergleich der Neuzulassungszahlen mit den verfügbaren

Typen zeigt, dass die Entwicklung der Typen, die sich seit 2001 fast verdoppelt haben, nur einer achtprozentigen Steigerung bei den Neuzulassungen gegenübersteht“, sagt Roland Strilka, Director Insight und Market Analysis bei

Eurotax Österreich. „So betrachtet, ergibt sich also kein direkter positiver Zusammenhang zwischen Typenvielfalt und Zulassungszahlen.“ Die Differenzierung war 2013 in der Mittelklasse mit fast 2.900 erhältlichen Typen am größten. Auch in der unteren Mittelklasse hatten die Autokäufer 2013 die Möglichkeit aus fast 2.700 unterschiedlichen Typen auszuwählen. Das größte Plus an Typen im Jahr 2013 kam allerdings aus einem anderen Segment: Die Oberklasse hat kräftig aufgestockt und um 638 Typen mehr als noch 2012 angeboten. Der Käufer konnte also aus einem Topf von 1.800 Möglichkeiten schöpfen, und tat dies 2013 auch 8.310 Mal. Die Qual der Wahl bringt somit im Schnitt jeder verfügbaren Type nicht einmal fünf Neuzulassungen. In der Luxusklasse kommen auf einen verfügbaren Typ 2013 gar nur 2,8 Neuzulassungen und im SUV-Segment auf jeden angebotenen Typ durchschnittlich 59 Käufer – nicht nur viel mehr als in den meisten anderen Segmenten, sondern der Spitzenwert.  www.eurotax.at


Freitag, 18. April 2014

H e r ste l l e r & Z u l i e f er e r

automotivebusiness – 57

Studie Laut dem Center of Automotive Management stammt 2013 jedes vierte Patent in der Automobilbranche von Toyota

Toyota ist der Patentweltmeister Moritz kolar

Bergisch-Gladbach. Toyota bleibt automobiler Patentweltmeister: Der japanische Konzern hat allein im vergangenen Jahr fast 14.000 Patente angemeldet. Damit ist fast jede vierte der insgesamt mehr als 53.000 Patentmeldungen in der Automobilbranche auf Toyota zurückzuführen. Dies geht aus einer vor wenigen Tagen veröffentlichten Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach in Deutschland hervor. Toyota hat demnach mehr als doppelt so viele Eintragungen vorgenommen wie der zweitplatzierte Autobauer. Ein Branchentrend ist der steigende Fokus auf den Antriebsbereich, insbesondere Hybrid, Elektroantrieb oder Brennstoffzelle. Auch Toyota lässt sich vor allem Entwicklungen rund um den Antrieb schützen, 92 Prozent davon

Opel Besser als noch 2012

Gute Entwicklung Rüsselsheim. Der deutsche Automobilhersteller Opel kommt bei seiner Konsolidierung gut voran: Laut einer aktuellen Studie des Center Automotive Research (CAR) der Uni Duisburg-Essen verliert der Autobauer zwar noch immer mit jedem verkauften Fahrzeug Geld, anstelle von Minus 1.341 Euro vor zwei Jahren waren es 2013 aber nur noch 607 Euro. Damit hat Opel seinen Konkurrenten Ford Europa klar hinter sich gelassen, der mit 891 Euro den höchsten Verlust pro verkauftem Neuwagen von allen untersuchten Autobauern einfährt – und der gegenüber dem Vorjahr (minus 967 Euro) kaum Fortschritte erzielt hat.

Ferrari vor allen anderen Diese Sorgen haben deutschen Premiumhersteller nicht: Nach den Angaben des CAR verdiente BMW im vergangenen Jahr pro verkauftem Auto 3.390 Euro, Audi 3.188 Euro und Mercedes-Smart 2.558 Euro. Die sattesten Gewinne streichen Ferrari-Maserati mit 23.967 Euro pro Neuwagen und Porsche mit 16.639 Euro ein. Während Toyota operativ an jedem Fahrzeug 1.588 Euro verdiente, seien dies bei VW-Pkw trotz neuem Verkaufsrekord nur 616 Euro gewesen, sagte Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer: „Der VW-Konzern wird durch Porsche und Audi getragen, während das klassische Massengeschäft kaum Erträge erwirtschaftet.“ www.auto-institut.de

entfallen auf den Bereich alternative Antriebe. „Damit spiegeln die Patente auch den veränderten Technologiefokus der Branche wider, bei dem der Antriebsbereich nicht nur quantitativ stark angestiegen ist“, erläutert Studienleiter Stefan Bratzel. „Vielmehr zeigt die Analyse der Patente auch umbruchartige qualitative Verschiebungen zwischen konventionellen und alternativen Antriebskonzepten.“

Zahlen seit 2006 verdoppelt Die Zahlen bestätigen zugleich die Spitzenposition des japa-

nischen Automobilherstellers bei alternativen Antrieben: Obwohl seit vielen Jahren führend bei der Hybridtechnologie, bedeuten 1.600 neue Patentveröffentlichungen im Jahr 2013 fast eine Verdopplung gegenüber den Zahlen aus dem Jahr 2006. Auch bei der Brennstoffzelle gehört das Unternehmen zu den innovativsten Herstellern weltweit. Ein daraus resultierendes Ergebnis rollt voraussichtlich im kommenden Jahr auf den Weltmarkt: das erste in Serie produzierte Toyota Brennstoffzellenfahrzeug mit Wasserstoffantrieb. www.toyota.com

© APA/EPA/Andrew Gombert

Der japanische Konzern hat demnach 2013 fast 14.000 Patente angemeldet.

Toyota hat mehr als doppelt so viele Patente angemeldet wie alle anderen Hersteller.

WENN

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Opel konnte 2013 seinen Verlust pro Fahrzeug gegenüber 2012 halbieren.


M ode l l & H a n de l

58 – automotivebusiness

Freitag, 18. April 2014

Mercedes Benz C-Klasse Mercedes krempelt nun auch die C-Klasse auf sehr überzeugende Art und Weise um

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Oberklasse-Features für den Stern-Topseller

Kompakt-Premium SUV kommt im Herbst

© Lexus

Optisch wie auch technisch ist die C-Klasse ein ordentliches Stück an die S-Klasse herangerückt. Gregor Josel

Lexus steigt mit dem neuen NX ins Segment der Kompakt-SUVs ein.

Wien. Im Jahr 1983 stieg Mercedes mit dem legendären 190er erstmals in die Mittelklasse ein. Zehn Jahre später wurde der 190er dann von der ersten C-Klasse abgelöst. Insgesamt verkaufte Mercedes-Benz bisher 8,4 Mio. Fahrzeuge im Mittelklassesegment. Die C-Klasse ist somit zweifellos das wichtigste Modell im gesamten MercedesPortfolio. Jetzt macht Mercedes mit der neuen und vierten Generation der C-Klasse den nächsten Schritt.

Wien. Der neue Lexus NX feiert auf der Peking Motor Show seine Weltpremiere. Er markiert den Einstieg von Lexus in das Segment der kompakten Premium SUVs und basiert auf dem Konzeptfahrzeug LF-NX. Eine scharf konturierte Formensprache prägt das Erscheinungsbild, der markentypische Diabolo-Kühlergrill wird von Scheinwerfern mit rechtwinkligen LEDs und separaten LEDTagfahrleuchten flankiert (der Kühlergrill ist hoch bis in die Motorhaube gezogen). Auf den ersten Blick ist der NX in der Seitenansicht durch die markante Dachlinie als Lexus zu erkennen. Sein Heck, dessen Form das Design des Diabolo-Kühlergrills aufnimmt, wird dominiert von LED-Leuchten-Einheiten in der klassischen ­Lexus-Designsprache L-finesse. Im NX-Innenraum greift die geschwungene Armaturentafel die Formensprache der Karosserie auf, und das Sportlenkrad lässt die dynamischen Eigenschaften des SUVs erahnen. Lexus bietet den neuen Kompakt-SUV als Vollhybrid an und ist damit als einziger Premiumhersteller in allen sechs Baureihen mit einem Vollhybrid­ antrieb vertreten. Der Verkauf des brandneuen Lexus NX startet in Österreich im Oktober 2014. www.lexus.at

Lange Motorhaube, eine weit hinten sitzende Kabine sowie kurze Überhänge: Die neue C-Klasse setzt optisch auf traditionelles Mercedes-Limousinen-Design. Generell wirkt die C-Klasse deutlich jugendlicher als zuletzt. Die Front wurde selbstbewusster, die Seitenansicht zeichnet sich durch fließende, sportliche Linien aus, speziell das Heck, das an das aktuelle Flaggschiffmodell S-Klasse erinnert, lässt die neue C-Klasse wesentlich gediegener erscheinen. Verstärkt wird dies auch durch das neue, größere Räderlayout. Wie auch bei der E-Klasse stehen zwei unterschiedliche Front-Grills zur Wahl: sportlich mit Zentralstern oder mit klassischem LimousinenKühlergrill mit Mercedes-Stern auf der Motorhaube, welcher der Ausstattungslinie „Exclusive“ vorbehalten ist. Dank intelligentem und innovativem Leichtbau ist die Aluminium-Hybridkarosserie etwa 70 kg leichter gegenüber einer herkömmlichen Fertigung aus Stahl. Das Gesamtgewicht des Fahrzeugs sinkt sogar um etwa 100 kg. Um der wachsenden Durchschnittsgröße der Menschen Rechnung zu

SUV mit unter 99g/km CO2-Ausstoß

© Daimler

Leicht modifizierte Optik

Zum Marktstart gibt es einen Diesel und zwei Benzinermotoren für die neue C-Klasse zur Auswahl; Einstiegspreis ab 35.350 Euro.

tragen, ist die C-Klasse gewachsen. Bei 80 mm mehr Radstand wuchs die Fahrzeuglänge um fast zehn Zentimeter und die Fahrzeugbreite um vier Zentimeter. Der daraus resultierende Raumgewinn kommt vor allem den Passagieren zugute, die nun noch komfortabler reisen. Das Kofferraumvolumen der neuen C-Klasse wurde ebenfalls größer und fasst nun 480 l Gepäck.

Viel Neues im Innenraum Im Innenraum der C-Klasse wurde die grundlegende Architektur aus den Mercedes-Benz-Sportwagenmodellen mit einer neu interpretierten, sportlich fließend gestalteten Mittelkonsole kombiniert. Daraus resultiert ein völlig

neues Fahrerlebnis in der C-Klasse, das mehr denn je auf sportliche Dynamik setzt und den Fahrer in den Mittelpunkt rückt. Ein Blickfang über der Mittelkonsole ist ein mittig positioniertes, frei stehendes 7-Zoll-Zentraldisplay oder, mit dem optionalen Mercedes-Benz Infotainment-System „Comand Online“, mit 8,4 Zoll Bilddiagonale. Einen weiteren Evolutionsschritt markiert das von Mercedes-Benz entwickelte innovative Touchpad. Wie bei einem Smartphone können damit sämtliche Funktionen der Infotainmemt-Einheit per Fingergeste einfach und intuitiv bedient werden. Ebenfalls neu in der CKlasse ist ein Head-up-Display, das den Fahrer mit Informationen direkt im Blickfeld versorgt.

Serienmäßig ist die Limousine der neuen C-Klasse mit einer Stahlfederung ausgerüstet. Alternativ dazu kann die neue C-Klasse als erstes Fahrzeug in ihrem Segment mit einer Luftfederung Airmatic an der Vorder- und Hinterachse ausgerüstet werden. Serienmäßig ist die neue C-Klasse mit dem „Attention Assist“ ausgerüstet, der vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnen kann. Als Option stehen darüber hinaus beispielsweise der Kamera- und Radar-gestützte Tempomat „Distronic Plus“ mit Lenk-Assistent, ein Bremsassistent BAS Plus oder die Pre-Safe-Bremse zur Verfügung – allesamt Systeme, die wir bereits aus der neuen E-und S-Klasse kennen. www.mercedes.at

VW Golf Variant 2.0 TDI 150 PS 6-Gang-DSG Der Klassenprimus betört in höherer Ausstattung die Sinne © Nissan

Golf hat man, oder eben (noch) nicht! Wien. Wenn‘s um den Klassenprimus geht, lässt sich VW nicht lumpen. Das Golf-Portfolio ist, rechtzeitig zum 40. Geburtstag des Parade-Volkswagens, prall und opulent gefüllt. Vom Brot-und Butter-Modell bis hin zum ultrascharfen Golf R ist der Golf in jeder nur erdenklichen Konfiguration zu haben. Speziell der Variant erfreut sich hierzulande traditionell großer Beliebtheit; wir haben uns den

Der Qashqai ist mit nur 99g/km CO2Ausstoß der Segment-Champion.

Schön, dich zu sehen! Optisch zeigt sich der neue Golf Variant agiler denn je. Der neue Lademeister verfügt über die gleiche Frontoptik wie das StandardModell, die ja ebenfalls deutlich

dynamischer gestaltet wurde. Viel deutlicher wird das frische Design dann allerdings ab der B-Säule. Gezielte Modifikationen, scharfe, aber fließende Kanten und deutlich mehr Selbstbewusstsein prägen die Silhouette des neuen Golf Variant. Generell wurde der Golf breiter und niedriger, das verleiht dem Fahrzeug speziell als Kombi eine bullig-sportliche Note. Erstmals verfügt der neue Variant nun über geteilte Heckleuchten und tut es damit den Konkurrenten à la Ford Fiesta oder Opel Astra gleich. Im Heck des Golf finden bis zu 1.620 l Platz.

Opulentes Interieur

© Volkswagen

Wien. Der neue Nissan Qashqai bringt nicht nur viele technologische Innovationen in die Klasse der kompakten Crossover, sondern setzt auch Maßstäbe in Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Mit seinen modernen Motoren nimmt er die Spitze innerhalb seines Segments ein und kann in puncto CO2-Emissionen sowohl das japanische und koreanische als auch das europäische Wettbewerbsumfeld unterbieten. CO2-Champion in der Motorenpalette ist der neue 1,5 dCi mit 81 kW/110 PS: Er emittiert im Schnitt nur 99 g CO2/km und kann damit sogar manche Kleinwagen ausstechen. Auch der zweite Dieselmotor, der 1,6 dCi mit 96 kW/130 PS, setzt mit 115 g/km eine Bestmarke in seiner Leistungsklasse; in Kombination mit dem All Mode 4x4-i Allradantrieb sind es gerade 129 g/km. www.nissan.at

neuen Golf Variant in der Flaggschiffversion mit 150 PS, DSG und so ziemlich jedem Schnickschnack aus der Extras-Liste angesehen.

Der VW Golf Variant 150 PS DSG ist in der Variante „Sky“ ab 34.070 Euro zu haben.

Der Testgolf kommt in der Ausstattungslinie „Sky“ und bietet damit eine üppige Ausstattungsliste, bei der man nahezu nichts missen muss, was Komfort und Sicherheit bringt. Von feschen Alufelgen über Pianolack-Dekoreinlagen, Lordosen-Stützen, anklappende Außenspiegel, mehrfarbiges Display in der Tachoeinheit, Panoramadach, Regensensor oder Xenonschein-

werfer hat der Golf in dieser Variante alles mit an Bord, was das Leben schöner macht. Zusätzlich ist der Variant noch mit dem Komfort- und dem Mediapaket ausgerüstet, das eine Zweizonenklimaanlage, den automatischen Parkpiloten und auch zahlreiche Multimediafeatures beinhaltet, ausgestattet. Eine besonders feine Sache ist der Parkassistent, der für überschaubare 752,50 € den Parkvorgang komplett übernimmt. Man muss nur noch den Vor- und Rückwärtsgang einlegen und leicht von der Bremse gehen; das Lenken übernimmt das System und parkt den Golf in jeder passenden Parklücke perfekt ein. Eine Klasse für sich ist die Kombination aus 150 PS starken 2,0 TDI-Motor und dem Sechsgang DSG-Getriebe. Sportlich und gleichzeitig sparsam gibt sich diese Kombination, einzig beim Kaltstart macht sich der Dieselmotor als solcher kurz bemerkbar. Der Durchschnittsverbrauch für den Golf Variant mit 150 PS und DSG lag im Testdurchschnitt bei rund 6,2 l auf 100 km. www.volkswagen.at


R u n d u m s au to

Freitag, 18. April 2014

automotivebusiness – 59

ÖAMTC Der heimische Autofahrerclub hat in seinem aktuellen Sommerreifentest 33 Modellen auf den Zahn gefühlt

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Premiumprodukte fallen Zielkonflikt zum Opfer

Mehr Übersicht beim Rückwärtsfahren

© Rameder

Fazit: 13 Pneus wurden als „sehr empfehlenswert“ bewertet, vier Reifen als „nicht empfehlenswert“. Moritz Kolar

Wien. Gemeinsam mit Partnern wie dem ADAC, der Stiftung Warentest und dem Verein für Konsumenteninformation hat der ÖAMTC beim diesjährigen Sommerreifen-Test 33 Modelle der unterschiedlichsten Hersteller in zwei gängigen Dimensionen (175/65 R14 T und 195/65 R15 V) getestet. „Diese beiden Reifengrößen sind in den Segmenten der Kleinwagen bzw. Kompakt- bis hin zur Mittelklasse sehr weit verbreitet“, erklärt ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel. „Die Ergebnisse sind bunt gemischt: 13 Modelle wurden mit ‚sehr empfehlenswert‘ beurteilt, 15 sind ‚empfehlenswert‘, ein Produkt ist ‚bedingt empfehlenswert‘ und vier Reifen fallen mit ‚nicht empfehlenswert‘ durch.“

In der Dimension 195/65 R15 V wurden 17 Modelle getestet. Im Vergleich zu früheren Tests hat sich diesmal gezeigt, dass sich der durchschnittliche Reifenverschleiß eher erhöht hat. Gleichzeitig ist aber auch eine Verbesserung bei den Nassgriffeigenschaften zu beobachten – ein klassischer Zielkonflikt, wie ÖAMTC-Experte Eppel erklärt: „Reifeneigenschaften sind eine diffizile Angelegenheit; die Hersteller können kaum eine Änderung an einer Stelle vornehmen, ohne eine andere zu beeinflussen.“ Im aktuellen Sommerreifentest wurden auch zwei Premiumprodukte Opfer dieses Zielkonflikts: Sowohl der Bridgestone Turanza T001 als auch der Continental ContiPremiumContact 5 wurden trotz sehr guter Nassgriffeigenschaften wegen zu geringer Verschleißfestigkeit auf „empfehlenswert“

Leutenberg. Wer seine Fahrräder auf der Anhängerkupplung statt auf dem Dach transportiert, muss aufgrund der guten Aerodynamik weder die nächste Zapfsäule fürchten, noch haut es einem bei einer niedrigen Durchfahrt gleich die ganze Chose vom Auto. Einziger Haken: Das Rückwärtsfahren und Einparken wird komplizierter und unübersichtlicher. Nicht mit der neuen Rückfahrlösung PDC CS-04 von Rameder: Die 89 € teure, kabellose Einparkhilfe kann mit wenigen Handgriffen am Fahrradträger montiert und mit dem zugehörigen Steuergerät verbunden werden. Dieses erhält seinen Strom über einen Y-Stecker, der zwischen Anhängersteckdose des Fahrzeugs und Anschlussstecker des Fahrradträgers platziert wird.  www.kupplung.at

© ÖAMTC

Klassische Zielkonflikte

Die neue Einparkhilfe von Rameder ist im Handumdrehen montiert.

Wichtig bei den Tests sind die Nasseigenschaften der Reifen – im Alltag werden diese solange nicht bemerkt, bis es zu spät ist.

abgewertet. Umgekehrt ist es beim Michelin Energy Saver+, der länger hält als jeder andere Testkandidat in dieser Dimension, dafür aber auf nasser Fahrbahn hinterherhinkt und ebenfalls mit „empfehlenswert“ abschneidet.

Ausgewogene Eigenschaften Im Spitzenfeld der Dimension 195/65 R15 V liegen einmal mehr die sieben Modelle mit den ausgewogensten Eigenschaften; sie alle wurden mit „sehr empfehlenswert“ beurteilt. Die restlichen Produkte erhielten die Note „empfehlenswert“; lediglich ein Reifen, der Federal Formoza FD2, wurde mit „nicht empfehlenswert“ bewertet. „Bei diesem Modell wa-

ren die Nassgriffeigenschaften so schwach, dass keine bessere Gesamtnote möglich war“, sagt der ÖAMTC-Experte.

Drei „nicht empfehlenswert“ Von den 16 Fabrikaten der kleineren Dimension 175/65 R14 T fielen drei mit „nicht empfehlenswert“ durch. Der Debica Passio 2, der Kormoran Impulser b2 und der Kleber Dynaxer HP3 schneiden speziell bei den Nassgriffeigenschaften schwach ab. „Alle drei Modelle können mit guten bis sehr guten Verschleißwerten punkten. Dadurch andere Schwächen zu kaschieren, ist beim ÖAMTC-Reifentest aber nicht möglich“, stellt Eppel klar. Auch der Avon ZT5

hat mit dem Nassgriff zu kämpfen – schafft aber noch die Note „bedingt empfehlenswert“. Sechs der 16 Testkandidaten erreichten die Note „sehr empfehlenswert“ und sind damit die ausgewogensten Produkte in der Dimension 175/65 R14 T. Bei den restlichen sechs Modellen sorgten einmal mehr die Nassgriffeigenschaften für die Abwertung auf das Urteil „empfehlenswert“. „Das Gefährliche daran ist, dass mangelnde Haftung auf nasser Fahrbahn oft so lang nicht bemerkt wird, bis es zu spät ist“, sagt der ÖAMTC-Experte. „Genau aus diesem Grund legt der ÖAMTC bei den Reifentests so großes Augenmerk auf dieses Kriterium.“ www.oeamtc.at/reifentest

Neues Presswerk macht derzeit erste Probeläufe Halewood. Jaguar Land Rover arbeitet derzeit fieberhaft an der Fertigstellung der neuen Pressstraße im Montagewerk Halewood bei Liverpool. Insgesamt investiert das Unternehmen rund 54 Mio. € in den in die neuen Karosseriepressen. Die Anlage formt die Stahl- und Aluminiumbleche für die Autos mit einem Druck von 7 900 t. Erste Probeläufe finden derzeit statt, die Aufnahme der Produktion soll dann im Sommer erfolgen. Laut Angaben von Jaguar Land Rover soll die die 85 m lange und 13 m hohe Anlage dann im Herbst auf ihre volle Leistung hochgefahren werden.  www.jaguarlandrover.com

Virtual Vehicle Das rot-weiß-rote Forschungszentrum übernimmt die Leitung des europäischen Großprojekts „DEWI“

Drahtlose Systeme sollen Nutzung beflügeln

Die Forschungsergebnisse werden voraussichtlich in drei Jahren präsentiert.

LMS & Indra) aus elf Ländern Europas führende Position im Bereich Embedded Systems zu stärken.

Die Bubble steht im Zentrum DEWI steht dabei als Abkürzung für „Dependable Embedded Wireless Infrastructure“ . Die Grundidee ist es, ein zuverlässiges, intelligentes und vernetztes Umfeld als Unterstützung für den Menschen zu schaffen. Diese Welt ist mit Sensoren, Bedienelementen, Displays und computerbasierten Elementen ausgestattet, die in ihrer Funktion eng miteinander verknüpft und in ganz gewöhnliche Alltagsobjekte integriert sind. Viele zurzeit existierende, drahtlose Lösungen sind noch nicht so weit ausgereift, dass sie drahtgebundene Lösungen am Markt ersetzen können. Deshalb fokussiert sich DEWI maßgeblich auf Industrie- und Nutzerbedürfnisse. Etwa 150 Forscher entwickeln dabei in den kommenden 36 Monaten drahtlose Sensornetzwerke und Applikationen für den professionellen und privaten Nutzer. Die erarbeiteten Ergebnisse

werden abschließend anhand von anschaulichen praktischen Demonstratoren in ganz Europa der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Zentrum des Projekts steht die Idee einer sogenannten Sensor & Communication Bubble. Diese zeichnet sich durch schnelle, einfache und lokal begrenzte drahtlose Zugänge, sichere drahtlose Kommunikation sowie flexible Selbstorganisation und Anpassung aus. Die „Bubble“ ermöglicht – angepasst an die jeweilige Situation – neuartige, bequeme und sichere Dienste und Zugänge. Ein modernes Auto umfasst etwa 70 bis 80 elektronische Steuergeräte. Wenn die entsprechende Software auf den neuesten Stand gebracht werden soll, so kann dies derzeit nur über einen Stecker in der Werkstätte erfolgen. Im Rahmen von DEWI werden nun Strategien und Lösungen erarbeitet, die ein drahtloses Update auch außerhalb von Werkstätten, z.B. beim Parken, ermöglichen, robust gegen die Fehlerquellen drahtloser Übermittelung sind und dabei ohne Eingreifen des Fahrzeughalters funktionieren. www.v2c2.at

Audi lädt zu Fahrtrainings ein

© Audi

Sensornetzwerken und drahtloser Kommunikation in den unterschiedlichen Industrie- und Anwenderbereichen zu fördern, wurde im Rahmen der EU-Initiative ARTEMIS das EU-Projekt „DEWI“ ins Leben gerufen, das vom Virtual Vehicle in Graz geleitet wird. Ziel ist es, durch die Beteiligung von 58 europäischen Industrie- und Forschungspartnern (u.a. Volvo, Valeo, Philips, Cassidian, Thales,

© Virtual Vehicle

Graz. Was vor wenigen Jahren nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil unseres Lebens sein: Drahtlose Systeme, die in Gebäuden, Maschinen, Eisenbahnen, Flugzeugen und Autos eingebettet sind, verändern und verbessern maßgeblich unseren Alltag. Um die Einführung und gezielte Weiterentwicklung von drahtlosen

Audi bietet im Driving-ExperienceCenter großzügige Trainingsflächen.

Neuburg an der Donau. Im AudiDriving-Experience-Center können ambitionierte Autofahrer die Marke ab Mai bei Fahr- und Sicherheitstrainings on- und offroad erleben. Interessierten Kunden werden erstmals Kurse in der Nähe des AudiStammsitzes angeboten. Zum Programm zählen u.a. Kompakttrainings, aber auch Aufbau-, Intensiv- und Cheffahrertrainings. Ab 290 €.  www.audi.de


I n n ovati on & U m we lt

60 – automotivebusiness

Freitag, 18. April 2014

Land Rover Innovatives „Transparent Bonnet“-System erlaubt mit virtuellen Bildern Blick durch die Motorhaube

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Engländer machen die Motorhaube unsichtbar

Energie Steiermark mit Elektroauto-Offensive

© Energie Steiermark

Das Konzept ermöglicht Einblicke unter das Auto und macht eventuell verborgene Hindernisse sichtbar. 25 Jahre zum aufregendsten und dynamischsten Vierteljahrhundert entwickeln werden, das die Autoindustrie jemals erlebt hat“, sagt Wolfgang Epple: „Wir stehen vor gewaltigen Fortschritten im Hinblick auf Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit.“

Moritz Kolar

Whitley/Großbritannien. Land Rover macht die Motorhaube „unsichtbar“: Der britische Geländewagenspezialist hat vor wenigen Tagen eine neue Technologie vorgestellt, die dem Fahrer einen digital erzeugten Überblick über den Untergrund unmittelbar vor und unter seinem Fahrzeug eröffnet. Das System arbeitet mit Digitalkameras,

Energie Steiermark-Vorstände Christian Purrer (re.) & Olaf Kieser (li.) mit E-Mobility-GF Gundel Perschler.

Graz. Die Energie Steiermark baut ihre grüne Strom-Flotte massiv aus und startet mit einer groß angelegten E-Mobility-Offensive ins Frühjahr: Ab sofort können Energiekunden des steirischen Landesenergieunternehmens die brandneuen Modelle Renault Zoe und VW e-up! für ein Jahr um 299 € pro Monat mieten. Mit einem „Rundum Sorglos“-Paket: Vollkasko, Service, Akkumiete und 8-fach-Bereifung sind inklusive. Dazu kommt ein StromBonus von 50 € auf die nächste Jahresrechnung. Und das Tanken an allen E-Zapfsäulen der Energie Steiermark ist gratis, ebenso wie das Parken in fast allen Ballungszentren. Vorstandssprecher Christian Purrer: „Wir sehen die E-Mobilität als starke Herausforderung, unsere Dienstleistungen auszuweiten. Das Bedürfnis nach umweltfreundlicher Fortbewegung wächst, das Angebot der Autoindustrie wird zunehmend attraktiv und die Notwendigkeit für Ballungszentren nach alternativen Lösungen steigt drastisch. Darum bringen wir in der heurigen Saison über 1.000 E-Fahrzeuge auf die Straßen, darunter 850 E-Bikes. Wir sind in der Steiermark im Moment der größte Kunde der Autoindustrie in Sachen Elektro-Fahrzeug.“ Abgewickelt wird der Verleih vom Tochterunternehmen Energie Steiermark Mobilitäts GmbH, das bis dato fast ausschließlich auf den Zweiradbereich fokussiert war.  www.e-steiermark.at

Premiere in New York

„Mit ‚Transparent Bonnet‘ profitiert der terten Realität digitaler Ein- und Überblicke. Das hilft ihm in jeder Situation.“ Wolfgang epple, land rover

die am Kühlergrill montiert sind. Diese Kameras liefern Bilder, aus denen ein Head-up-Display eine Ansicht mit komplettem Durchblick erzeugt: Der Fahrer schaut gewissermaßen durch Motorhaube und Motorraum hindurch und sieht, was ihn auf den nächsten Metern erwartet; die Land RoverEntwickler tauften dieses Konzept „Transparent Bonnet“.

Noch mehr Durchblick Von dem neu entwickelten System profitiert der Pilot beispielsweise im Gelände, bei der Bewäl-

© Land Rover (2)

Fahrer von der erwei-

Mithilfe von Kameras ist in Zukunft auch der Bereich unter der Motorhaube sichtbar.

tigung steiler Anstiege, aber auch beim Manövrieren auf knappem Raum. Dabei erhält er nicht nur genauen Einblick auf die Beschaffenheit des Untergrunds, sondern auch über Einschlagwinkel und Position der Vorderräder. „Unsere Autos agieren immer leistungsfähiger und autonomer. Deshalb müssen wir dem Fahrer die Sicherheit vermitteln, dass er Vertrauen in die eigenständig operierenden Fähigkeiten seines Wagens hat – und zwar auf jedem Untergrund“, kommentiert Wolfgang Epple, Jaguar Land Rover Director of Research and Technology, die Innovation. „Wir entwickeln deshalb neue Technologien wie Transparent Bonnet. Damit profitiert der Fahrer von der erweiterten Realität digitaler Ein- und Überblicke. Das hilft ihm in jeder Situation – ob in schwerstem Gelände oder

Von den Land Rover-Entwicklern wurde das System „Transparent Bonnet“ genannt.

AutoScout24 Länderübergreifende Studie zeigt: Österreicher gegenüber Wandel im Aussehen bei E-Autos aufgeschlossen

Funktion geht bei Elektroautos vor Emotion

Toyota macht seine Triebwerke effizienter

© Toyota

Wien. Anders und schön – oder einfach nur ganz schön hässlich? Das Design einiger Elektroautos polarisiert, weil es mit gelernten Schönheitsidealen bricht. Doch die meisten Österreicher stört das wenig; sie sind der Meinung, dass beim Auto der Zukunft die Funktion die Form bestimmen soll. Dafür sind sie auch bereit, eine ungewohnte Gestaltung zu akzeptieren.

So finden 63 Prozent, dass sich das Automobildesign künftig der Kosteneffizienz unterordnen soll. Auch Nachhaltigkeit hat für die Österreicher Vorfahrt: Für 65 Prozent wäre ein unkonventionelles Erscheinungsbild in Ordnung, wenn es der Umweltfreundlichkeit dient. Dafür würden sie sogar Autos mit golfballähnlichen Einkerbungen auf der Oberfläche in

Die neuen Motoren sind um bis zu 38 Prozent effizienter als ihre Vorgänger.

Kauf nehmen. Auch Solarzellen auf dem Dach schrecken die meisten nicht: 68 Prozent meinen, die Antriebstechnologie solle in Zukunft das Design bestimmen. Und mehr als ein Drittel (39 Prozent) gibt sogar explizit an, vertraute Formen seien ihnen gar nicht wichtig, das Auto der Zukunft dürfe gern radikal anders aussehen. Das hat die Studie „Unser Auto von morgen – 2013/2014“ ergeben. Im Auftrag von AutoScout24 hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) dafür 8.800 Europäer in sieben Ländern befragt.

Europa denkt sehr ähnlich

© Carmen Jaspersen/EPA/picturedesk.com

Tokio. Toyota hat eine neue Generation Verbrennungsmotoren entwickelt. Dabei wurden die bislang nur in den Hybridfahrzeugen verwendeten Verbrennungsmotoren so weiterentwickelt, dass sie nun auch den klassischen Benzinmotoren einen hohen thermischen Wirkungsgrad von bis zu 38 Prozent bescheren. Die neuen Motoren kommen sukzessive in verschiedenen Modellen zum Einsatz, bis 2015 werden weltweit insgesamt 14 neue Triebwerksvarianten eingeführt.  www.toyota.com

auf dem engen Großstadtparkplatz.“ Epple weiter: „Wir sind überzeugt, dass sich die kommenden

Erstmals zu sehen ist Transparent Bonnet als Teil eines Pakets neuer Technologiekonzepte in der Land Rover Studie Discovery Vision Concept, die dieser Tage auf der New York International Motor Show debütiert. „Basis der Studie sollen die traditionellen Land Rover-Markenwerte wie emotional ansprechendes Design, höchste Flexibilität und enorme Leistungsfähigkeit auf jedem Terrain sein“, sagt Epple. „Ob in der Stadt oder im Sand der Dünen: Die neuen, von Land Rover entwickelten Assistenzsysteme werden das Fahren sicherer, smarter und abwechslungsreicher machen.“  www.landrover.com

Elektroautos mögen unorthodox aussehen – wichtiger ist aber ihre Funktionalität.

Wie in Österreich zeigten sich die Befragten auch europaweit offen für Neues: 63 Prozent der Europäer geben kostengünstiger Mobilität und 60 Prozent der Antriebstechnologie den Vorrang beim Design. Für 59 Prozent sollte die Umweltfreundlichkeit die Gestaltung diktieren. Ohnehin sind 42 Prozent der Europäer gegenüber radikalen Veränderungen aufgeschlossen. Und auch was die

verbauten Materialien betrifft, zeigen sich Österreicher wie Europäer experimentierfreudig: 65 Prozent der Österreicher und 62 Prozent der Europäer sind offen für neue Werkstoffe wie Kork oder Neopren im Interieur. Aufgeschlossen sind die Befragten auch beim Exterieur: 41 Prozent der Österreicher (Europa: 52 Prozent) können sich beispielsweise eine veränderliche Außenhaut am Fahrzeug vorstellen. Gespalten zeigen sich die Österreicher bei der Frage, welchen Klang das Auto der Zukunft haben soll: 28 Prozent finden, es sollte anders klingen als heutige Verbrennungsmotoren, doch 22 Prozent wollen sich nicht vom liebgewonnen Klang des Verbrenners trennen. Anders ist das Bild in Europa: Knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) stimmt der Aussage zu, dass das Zukunftsauto auch wie eines klingen und sich von dem heute üblichen Geräusch unterscheiden soll. Vor allem Spanier (62 Prozent), Italiener (57 Prozent) und Franzosen (46 Prozent) sind dem gegenüber aufgeschlossen.  www.autoscout24.at


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