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Freitag, 13. JUNI 2014 – 21

Österreicher befragt

smarte lösung

Generali-Autostudie bringt Wünsche der heimischen Autofahrer auf den Punkt Seite 23

Volvo setzt im neuen XC90 auf Touchscreen anstelle von Knöpfen  Seite 26

© Volvo

© panthermedia/Kzenon

automotivebusiness Mazda3 golf-jäger aus fernost

© Stockwerk Racing Team

Der F1-GP beflügelt die heimische Autoindustrie

© Wildbild

short

© Panthermedia.net/Liu Fuyu

Salzburg. Beim zweiten AMG Performance Center Day am Salzburgring präsentierte Pappas zwei neue Mercedes-Automobile erstmals in Österreich: den neuen GLA 45 AMG sowie das neue C-Klasse T-Modell. Die Enthüllung nahmen AMGBoschafter Karl Wendlinger und Friedrich Lixl, Vertriebsvorstand der Pappas Gruppe, vor. „Nach dem Rekordjahr 2013 mit einer Verdoppelung des AMG-Absatzes auf 170 Einheiten ist die Pappas Gruppe auch heuer gut unterwegs“, sagte Lixl. www.pappas.at

© APA/Erwin Scheriau

London. Der britische Automobilverband Automobile Association (AA) peilt einem Medienbericht zufolge einen Börsengang mit einem Volumen von 4 Mrd. £ (5 Mrd. €) an. Die Muttergesellschaft Acromas Holdings könne den Plan bereits dieser Tage bekanntgeben, berichtete der Sender Sky News auf seiner Internetseite unter Berufung auf einen Insider. Noch würden letzte Details des Vorhabens ausgehandelt, das noch immer ins Wasser fallen könne. www.theaa.com

© Panthermedia.net/Kittikun Atsawintarangkul

Spielberg Kommendes Wochenende kehrt die Formel 1 zurück nach ­Österreich. Neben den Veranstaltern profitiert von diesem Comeback laut AC-Styria-­ Geschäftsführer Franz Lückler auch die rot-weiß-rote Fahrzeugindustrie. Seite 22 Mazda Marketingkooperation mit Air-Racer Hannes Arch

Alfa Romeo Sechs Jahrzehnte Giulietta-Geschichte

Auf Hannes Archs spektakuläre Flug­ manöver folgte das Mazda-Shooting.

Klagenfurt. Grenzen ausloten, Konventionen brechen – nach diesem Motto setzt Mazda seine internationale Markenkampagne in Österreich zusammen mit Air-Race-Pilot Hannes Arch um. Der Kick-off für die Partnerschaft zwischen Pilot und Autobauer fand mit dem ersten Kampagnen-Shooting am Klagenfurter Flughafen statt. Mit seinem Flugzeug setzte Arch die Modelle Mazda3, Mazda6, CX-5 und MX-5 dynamisch in Szene. Nicht nur fürs Foto, auch sehr zum Gefallen der Zaungäste lieferte Arch dabei mit seiner Zivko Edge 540 eine seiner spektakulären FreestyleFlugshows. www.mazda.at

Die Giulietta feiert 60. Geburtstag

© Alfa Romeo

Wien. Im Mai wurden laut aktuellen Zahlen der Statistik Austria in Österreich 36.835 Kfz neu zum Verkehr zugelassen, um 9 Prozent weniger als im Mai 2013 und um 12 Prozent weniger als im vergangenen April. Bei den Pkw betrug der Rückgang gegenüber Mai 2013 knapp mehr als 7 Prozent, am Nutzfahrzeugmarkt entwickelten sich die Neuzulassungen von Lkw der Kl. N1 mit 1,3 Prozent positiv, bei Sattelzugfahrzeugen (minus 7,8 Prozent), und Lkw der Kl. N3 (mins 8 Prozent) gab es Rückgänge. www.statistik.at

© Mazda/Kurt Pinter

Kick-off am Flughafen Klagenfurt

Blick zurück: Ein Alfa Romeo Giulietta SZ (1960–1962) im Renneinsatz.

Wien. In den 1950er-Jahren begeisterte der Alfa Giulietta Europas Autofahrer. Gut für Alfa, stand das Mailänder Traditionsunternehmen doch zu dieser Zeit, wie so viele Firmen im Italien der Nachkriegszeit, unter Verwaltung des staatlichen „Istituto per la Ricostruzione Industriale“. Generaldirektor Francesco Quaroni stand vor der schwierigen Aufgabe, mit Alfa Romeo den Wandel vom Hersteller exklusiver und teurer Sportwagen zum Großserienhersteller zu vollziehen. 60 Jahre später kann gesagt werden, dass diese Aufgabe gelungen ist. Happy Birthday Giulietta! www.alfaromeo.at


C ov e r

22 – automotivebusiness

Freitag, 13. Juni 2014

Red Bull Ring Kommendes Wochenende kehrt die Formel 1 nach elf Jahren Pause zurück nach Österreich

Kommentar

„Made in Styria“ ist bei Rennställen sehr gefragt

Dubai Police klotzt statt kleckert

Franz Lückler, GF des AC Styria, sieht darin auch eine „große Chance“ für heimische Automobilbetriebe. ausdrücken, da Aufträge langfristig vergeben werden, Stückzahlen begrenzt sind und Aufträge meist der Geheimhaltungspflicht unterliegen. Das neue Reglement der Formel 1 hat jedoch definitiv einen Vorsprung für steirische Unternehmen gebracht. AVL Racing hat beispielsweise für den neu reglementierten 1,6-Liter-SechszylinderTurbomotor der Formel-1-Autos ein echtzeitfähiges Motormodell entwickelt, und das innovativste Produkt im Hause Pankl ist derzeit der F1-Turbolader, der in dieser Rennsaison erstmals zum Einsatz kommt.

Jürgen Zacharias

Wien. Kommendes Wochenende haben elf lange Jahre Warten ein Ende. Nachdem im Jahr 2003 der letzte Große Preis von Österreich in Spielberg stattfand, kehrt die umsatzstärkste Motorsportserie der Welt nun zurück ins Murtal. Mittendrin statt nur dabei sind nicht nur rund 120.000 Zuschauer, sondern vor allem der Red Bull Ring, der in den vergangenen Jahren zu einem Hotspot der heimischen Motorsportszene ausgebaut wurde. So gastiert im heurigen Jahr neben der Formel 1 u.a. auch die Truck Race Trophy, die Ennstal-Classic und die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft in Spielberg.

Jürgen Zacharias

P

Und in der rennfreien Zeit verwandelt sich der Rundkurs in eine Erlebniswelt, in der Runden mit sportlichen Fahrzeugen absolviert werden können, Schulungen abgehalten werden und Go-Kart-Rennen stattfinden. Ebenfalls zum Gelände gehören ein 4WD Test Track und ein Offroad Car Track; Bedeutung genießt der Red Bull Ring laut Franz Lückler, Geschäftsführer des Automobilclusters (AC) Styria, aber auch als Testzentrum und Wirtschaftsmotor für regionale Automotive-Betriebe. „Die Austragung der Formel 1 auf dem Red BullRing in Spielberg bietet eine große Chance, den Automotive-Standort Steiermark weltweit noch besser vermarkten zu können und die Kompetenzen der mehr 180 Partnerunternehmen des Steirischen Autoclusters AC Styria einer breiten Öffentlichkeit darzulegen“, so Lückler im Interview mit medianet automotivebusiness. Und weiter:

Studie Deutsche OEMs

BMW Personalkosten sollen deutlich gesenkt werden

Fiat Kooperation mit Mitsubishi soll Pick-up bringen

München. Für BMW laufen die Geschäfte derzeit ausgezeichnet. Trotzdem will das Unternehmen an seinen Kostenschrauben drehen und ab 2015 jährlich 100 Mio. € Personalkosten in seinen deutschen Werken einsparen. Nach Berichten des Münchner Merkur entfallen 37 Mio. € davon allein auf das Werk in Dingolfing. Im Gespräch seien Einschränkungen bei Sonderleistungen wie etwa bezahlte Pausen für Erholung oder

Turin/Tokio. Der italienische Autobauer Fiat hat zuletzt angekündigt, seine Modellpalette ausweiten und abrunden zu wollen. Zu diesem Zweck plant der Autobauer ein Abkommen mit Mitsubishi für die Produktion eines Pick-ups für den europäischen und den lateinamerikanischen Markt. Damit will Fiat in Europa wieder stärker wachsen, nachdem die Gruppe hier in den vergangenen drei Jahren Verluste gemeldet hat, berichteten italie-

Wirtschaftsmotor Formel 1

Erfolg in China

Auch AC Styria-Betriebe halten mit Teilen und Komponenten die Formel 1 am Laufen.

„Rund zehn Prozent der Partnerunternehmen des steirischen Autoclusters AC Styria sind bereits Zulieferer für den internationalen Rennsport und dabei sehr erfolgreich. Heute kommt kein Rennstall der Welt mehr ohne steirische Komponenten aus – MotorsportTechnologien ‚Made in Styria‘ reichen von Motorprüfständen über

Antriebssysteme bis hin zu Leichtbauteilen und Transpondern.“ medianet: Herr Lückler, welche Betriebe des AC Styria sind dabei besonders stark im Motorsport engagiert? Lückler: Neben AVL Racing und Pankl Racing Systems, die an die Formel 1 liefern, zählen unter den ACstyria-Partnerunternehmen auch KTM als Komplettfahrzeugentwickler rennsporttauglicher Motorräder, O.ST. Feinguss als Hersteller ultraleichter Aluminium- und Stahlfeingussteile, Stahl Judenburg, Remus, Secar Technologie, Fuchshofer, TAGnology oder Alset Global zu den Lieferanten im internationalen Motorsport.

„Rund zehn Prozent der Partnerunternehmen des AC Styria sind bereits Zulieferer für den internationalen

medianet: Lassen sich die Auswirkungen des Formel 1 Grand Prix in Spielberg auf die heimische Fahrzeugindustrie in Zahlen fassen? Lückler: Diese Auswirkungen lassen sich nicht unmittelbar – wie etwa im Tourismus – in Zahlen

Rennsport.“ Franz Lückler, GF AC Styria

© APA/EPA/Adrian Bradshaw

Wirtschaftlichkeit am Prüfstand

medianet: Erwartet Sie durch den Grand Prix auch langfristig positive Auswirkungen auf steirische Automobilbetriebe? Lückler: Als Innovationsmotor und Technologietreiber – aktuell besonders in den Bereichen Hybridisierung und Elektrifizierung – kurbelt die Formel 1 in jedem Fall die regionale Entwicklungsleistung an und stützt damit die hohe F&EQuote in der Steiermark von 4,7 Prozent. Im EU-Ranking liegt bei der Forschungsquote nur das deutsche Baden-Württemberg vor den Steirern – ebenfalls ein Zentrum der Automobilindustrie. Mit einer F&E Quote von 11,6 Prozent sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung innerhalb des AC Styria besonders hoch. Die Rückkehr der Königsklasse des Motorsports in die Steiermark birgt für heimische Betriebe aber nicht zuletzt auch die Chance, bei jungen Menschen Interesse für Technik speziell im Automotive-Bereich zu wecken und so die Attraktivität für technische Berufe vor dem Hintergrund mangelnder Fachkräfte zu erhöhen. www.acstyria.com www.projekt-spielberg.at

Internationale Zusammenarbeit

Jausnen, hieß es. Hinter dem Sparprogramm stehe die Frage, welche Werke aus Unternehmenssicht attraktiv genug sind, um bei der Vergabe neuer BMW-Modelle zum Zuge zu kommen. Ein Konzernsprecher wollte sich zur genannten Einsparsumme und Details nicht äußern. Es sei aber „ganz normal, dass die Wirtschaftlichkeit eines Standorts bei der Vergabeentscheidung eine Rolle spielt“.  www.bmwgroup.com

nische Medien übereinstimmend. Noch unklar ist, wo der neue Pickup gebaut werden soll. Mitsubishi produziert sein Pick-up-Modell L200 in Thailand, das als Vorbild für die neue Fiat-Produktion dienen soll. Der neue Pick-up ist ein Schlüsselelement der Strategie von Fiats Chef Sergio Marchionne, der im Jänner den US-Partner Chrysler komplett übernommen hat.  www.fiat.it www.mitsubishi.com

© Fiat

© BMW

Die deutschen Hersteller kommen in China auf 21,8 Prozent Marktanteil.

Peking. Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young sind die deutschen Automobilhersteller in China weiter auf dem Vormarsch. Demnach konnten Daimler, Volkswagen und Co im ersten Quartal ihre Verkäufe im Reich der Mitte um satte 17% steigern und ihren Marktanteil auf 21,8% erhöhen. Kein Vorteil ohne Nachteil: Ernst & Young sieht in der starken Marktstellung der deutschen OEMs auch die Gefahr einer zu großen Abhängigkeit von China – das Land sei hauptverantwortlich für die zuletzt gute Entwicklung deutscher Hersteller.  www.ey.com

© EPA/Srdjan Suku

olizisten auf Verbrecherjagd sollte man jede nur erdenkliche Unterstützung gewähren. Wichtig ist vor allem eine entsprechende Motorisierung, um im Fall der Fälle nicht verspätet am Tatort anzukommen oder den flüchtenden Banditen bestenfalls müde hinterherlächeln zu können. Österreichische Ordnungshüter dürfen daher hinter dem Steuer von insgesamt 16 verschiedenen Fahrzeugtypen – vom VW Touran bis hin zum VW Kleintransporter T5 – Platz nehmen. Noch mehr wertgeschätzt dürfen sich aber die Kollegen in Italien fühlen: Als wären die Polizisten in unserem südlichen Nachbarland mit ihren schicken Uniformen und Sonnenbrillen nicht ohnehin schon im Stil-Ranking weit im Vorderfeld zu finden, gehen sie auch noch mit einem Lamborghini Haracán stilecht auf Verbrecherjagd. Zur Verteidigung sei gesagt: Das Fahrzeug ist ein Geschenk des Sportwagenherstellers, der seine Autos aber auch noch anderswo im Einsatz der Exekutive weiß. Genauer in Dubai, wo auch die Polizei lieber klotzt als kleckert. Zum Fuhrpark des Golf-Emirats gehört neben dem Lamborghini auch noch ein Aston Martin, ein Ferrari und ein Bugatti Veyron; Letzterer bringt es dank seiner 1.001 PS auf eine Höchstgeschwindigkeit von satten 407 km/h – mehr Power kann man einfach in keine Verfolgungsjagd werfen.

Die Personalausgaben im Werk Dingolfing sollen um 37 Mio. Euro reduziert werden.

Mit neuen Modellen will Fiat in Europa wieder aus der Verlustzone kommen.


Freitag, 13. Juni 2014

H e r ste l l e r & Z u l i e f er e r

automotivebusiness – 23

Generali-Autostudie Die siebte Auflage der jährlichen Autofahrer-Befragung zeigt unverändert hohes Interesse der Österreicher am Autokauf

Autofahrern auf den Zahn gefühlt Die Studie untermauert auch das steigende Interesse an Assistenzsystemen. Moritz Kolar

Wien. „Das eigene Auto ist nach wie vor von elementarer Bedeutung für die Österreicher – 90 Prozent der Autolenker schätzen die Freiheit und Unabhängigkeit, die ihnen das Auto verschafft; 62 Prozent nutzen das Auto fast täglich, 46 Prozent planen einen Autokauf innerhalb der nächsten Jahre, wobei die Bereitschaft der Österreicher, in Fahrassistenz- und Sicherheitssysteme zu investieren, signifikant gestiegen ist“, bringt Walter Kupec, Vorstand der Generali Versicherung, die Ergebnisse der 7. Generali-Autostudie auf den Punkt. Die Generali, mit 18 Prozent Marktanteil der größte heimische Kfz-Versicherer, hat in einer repräsentativen Online-Erhebung 2.000 Autobesitzer in Österreich befragt.

ein Auto mit geringerer Motorleistung oder Alternativantrieb in Betracht ziehen.

Hohes Interesse am Autokauf Mit 46 Prozent unverändert groß ist die Absicht der Österreicher, sich innerhalb der nächsten drei Jahre einen Neu- oder Gebrauchtwagen anzuschaffen. 19 Prozent planen einen Autokauf bis 2016, 15 Prozent bis 2015, und 9 Prozent wollen sich noch bis Ende dieses Jahres ein Auto anschaffen. 3 Prozent haben ihren Autokauf bereits aufgrund der Nova-Erhöhung per 1. März vorgezogen. „Bei der Autoan-

schaffung steht der Gebrauchtwagen nach wie vor mit 37 Prozent an oberster Stelle auf der Wunschliste der Österreicher. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich die jungen Gebrauchten und Tageszulassungen mit 33 Prozent, die bereits vor den Neuwagen mit 30 Prozent liegen“, erläutert Kupec. Dabei schauen immer mehr Österreicher auf die Fahrassistenz- und Sicherheitsausstattung der Fahrzeuge: Nach 28 Prozent im Vorjahr sind aktuell 33 Prozent der Autos mit einer Einparkhilfe ausgestattet, und über ein Kurvenlicht verfügen nach 15 Prozent im Vorjahr heuer bereits 21 Prozent.  www.generali.at

www.peugeot308sw.at

Bedachtsame Autonutzung Obwohl vor allem in den Städten und da vor allem unter den Jungen die Zahl der Autobesitzer immer weiter zurückgeht und auf andere Mobilitätsmöglichkeiten umgestiegen wird, ist es laut der Befragung für 75 Prozent der Österreicher sehr wichtig, ein eigenes Auto zu besitzen. 62 Prozent der befragten Autolenker sind (fast) täglich mit ihrem Fahrzeug unterwegs; eine deutliche Mehrheit von 79 Prozent kann sich daher auch nicht vorstellen, auf das Auto zu verzichten. Gleichzeitig sind die Österreicher jedoch auch sehr um die Erhöhung der Verkehrssicherheit und Wohnqualität bemüht. So sprechen sich insgesamt zwei Drittel der Autolenker für Maßnahmen zur Beruhigung des Autoverkehrs in den Ballungszentren aus. Auch die Bevorzugung der Rad- und Motorradfahrer durch abweichende Verkehrsregeln im Straßenverkehr begrüßt jeder zweite Befragte.

Der neue PeuGeOT 308 SW

MiT PureTech- unD BlueHDi-MoToren Tage Der offenen Tür 12. – 14. Juni 2014 *

Spritkosten ändern Verhalten 72 Prozent der Österreicher geben an, dass sich ihr Fahrverhalten im vergangenen Jahr geändert hat; im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert um drei Prozentpunkte gestiegen. So achten 45 Prozent auf eine spritsparende Fahrweise und 38 Prozent versuchen, weniger mit dem Auto zu fahren oder Fahrten überhaupt zu vermeiden. Rund ein Viertel der Befragten geht mehr zu Fuß oder ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, während knapp ein Fünftel häufiger mit dem Fahrrad fährt. Zeigte sich vor zwei Jahren die Mehrheit der Befragten von hohen Spritpreisen unbeeindruckt, so sind es heute nur mehr 22 Prozent der Autolenker. 78 Prozent würden hingegen ihr Fahrverhalten bei Spritkosten von über 2 Euro pro Liter ändern. 55 Prozent werden dann ihre Autofahrten reduzieren, und je 26 Prozent werden auf andere Verkehrsmittel umsteigen beziehungsweise

Die neuen, wirtschaftlich effizienten Motoren PureTech und BlueHDi CO2-Emission: 85 –129 g / km, Gesamtverbrauch: 3,2 – 5,6 l /100 km. Symbolfoto. *Tage der offenen Tür gelten bei teilnehmenden Händlerpartnern.

Lassen Sie sich ab Juli 2014 von unseren neuen Motoren begeistern: der neue 3-Zylinder Turbo-Benzin-Motor 1.2 PureTech 130 mit Stop & Start-System bietet eine überraschende Drehzahlleistung. Der 1.6 BlueHDi 120 mit Stop & Start-System liefert 120 PS bei unglaublichen 3,2 l/100 km und 85 g CO2/km. Der Peugeot 308 SW ist Auto des Jahres 2014.

© panthermedia.net/Kzenon

Der neue PeuGeOT 308 SW

Fast jeder zweite Österreicher plant in den kommenden Jahren einen Autokauf. Anzeige_308_SW_EnginesCombined_216x288ssp_INP_RZ.indd 1

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M ode l l & H a n de l

24 – automotivebusiness

Freitag, 13. Juni 2014

Mazda3 Sport 165 Revolution Der Mazda3 überzeugt als japanischer Golf-Jäger auf ganzer Linie

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Golfklasse: Kommt bester Deutscher aus Japan?

Neue, limitierte Sondermodelle

© Renault

Der Mazda3 schießt sich auf Golf und Co ein und macht erstaunlich viel Boden gut. Wien. Ob der Mazda3 dem Golf das Wasser zu reichen vermag, soll der Testwagen in der Version Sport 165 Revolution unter Beweis stellen, den wir in klassischem Rubinrot-Metallic ausfassten. Ganz klare Statements gibt der neue Mazda3 jedenfalls optisch ab: schnittig, kantig, scharf und mit Mut zur Dynamik. Das Design des neuen Mazda3 gefällt allerseits auf den ersten Blick. Ein Eyecatcher ist die chromblitzende Kühlerspange, die sich bis in die Frontscheinwerfer zieht und die Schnauze mit markanter Sportlichkeit betont. Das Heck ist knackig, rundlich und wirkt trotz kompakten Abmessungen durchaus selbstbewusst. Der Testwagen im „Revolution“Trim steht flach und gestreckt auf 18-Zöllern. Die Eckdaten untermauern den optisch-dynamischen Eindruck: Im Vergleich zum Vorgängermodell ist der neue japanische Golf-Konkurrent um 10 mm kürzer, dafür um 40 mm breiter und um 15 mm flacher. Dennoch wuchs der Radstand um 60 mm, wodurch die Überhänge merklich kürzer ausfallen. Das maximale Ladevolumen des Fünftürers liegt bei 1.263 l mit umgeklappten Rücksitzen. Praktisch dabei: Beim Umlegen der zweiten Sitzreihe wurde die Kante von rund einem Zentimeter Höhe beseitigt, man ladet somit auf einer Ebene bis an die Vordersitze durch.

Wien. Eleganter Look, hochwertige Ausstattung und ein Kundenvorteil von bis zu vier Prozent gegenüber dem Referenzmodell kennzeichnen die Sonderserie „Limited“, die Renault ab sofort für Mégane, Scénic, Grand Scénic, Laguna, Laguna Grandtour, Koleos und Kangoo anbietet. Merkmale der Edition sind Außenspiegelgehäuse in Hochglanz-Schwarz, eine eigene Plakette, Nebelscheinwerfer sowie Seitenfenster und Heckscheibe mit dunkler Tönung; für Hingucker-Qualitäten sorgen außerdem die serienmäßigen Leichtmetallräder. Zum Ausstattungsinhalt der Limited-Sondermodelle zählen modellübergreifend Klimaanlage oder -automatik, die MP3-fähige Audioanlage mit Bluetooth-Schnittstelle, das Lederlenkrad und die spezielle Limited-Polsterung. Zusätzlich weist im Innenraum eine eigene Einstiegsleiste auf den exklusiven Charakter der Sonderserie hin. Renault bietet das Sondermodell Limited für den Kangoo ab 20.190 Euro an. Mégane 5-Türer, Grandtour und Coupé Limited sind ab 20.190 Euro, 21.190 Euro bzw. 20.690 Euro erhältlich, Scénic und Grand Scénic ab 22.990 bzw. 24.290 Euro. Laguna und Laguna Grandtour Limited kommen ab 27.800 Euro bzw. 29.200 Euro in den Handel, der Koleos Limited ab 30.290 Euro. www.audi.at

Toller Innenraum Komplett neu und designmäßig aus den höheren Klassen Mazda6 und CX-5 übernommen, zeigt sich der Innenraum des Mazda3. Herrschte im bisherigen 3er eine zwar durchaus gut verarbeitete,

Erweitertes Angebot bei den Motoren

© Stockwerk Racing Team

Gregor Josel

Ab sofort sind die limitierten RenaultSondermodelle im Handel.

Der Mazda3 ist als Hatchback ab 16.990 Euro zu haben; der Testwagenpreis beläuft sich mit allen Extras auf 26.518,10 Euro.

aber dennoch etwas lieblose und kühl wirkende Atmosphäre, ist der Innenraum des neuen Mazda3 auf absolut europäischem Niveau und wirkt unterm Strich sogar deutlich eigenständiger, weil liebevoller und verspielter, als die Interieurs mancher Premium-Konkurrenten. Der Testwagen in der Ausstattungsstufe Revolution verfügt bereits serienmäßig über das neue Head-up-Display. Dieses zeigt die Geschwindigkeit plus zwei zusätzliche Informationen, wie beispielsweise die Navigationsanweisungen, an. Das ist konsequent und zukunftsweisen, denn das Head-up-Display fungiert hier als eigenständiger „Tacho“ und nicht mehr als Zusatz zu einer anaolgen Anzeige. Das Tempo wird zwar auf

Wunsch auch digital im unteren Bereich des Drehzahlmessers angezeigt, doch durch Wegfall der zweiten Zeigereinheit wirkt das Cockpit mit dem zentralen Drehzahlmesser umso sportlicher. Hinzu kommt in dieser Ausstattungsvariante auch ein Bose-Soundsystem mit wirklich potentem, aber auch hochwertigem Klangbild. Navigation gibt es um 500 € extra.

Perfekter Benziner Was wäre das schönste Auto aber letztlich ohne den passenden Antrieb. Und auch hier zeigt sich Mazda von der besten Seite, denn der 165 PS starke Benziner des Mazda3-Testwagens ist eine ziemlich perfekte Mischung aus

Dynamik, Effizienz und Alltagstauglichkeit. Wie auch der Mazda6 und der CX-5 basiert der Motor auf der neuen Skyactiv-Plattform von Mazda. Auf Downsizing und Turbo­aufladung wird verzichtet, der 2 l-Benziner entwickelt bei 4.000 Umdrehungen ein ordentliches Drehmoment von 210Nm. In Verbindung mit der manuellen Sechsgangschaltung bietet der Mazda3 damit tolle Performance für alle Bedürfnisse an. Mit Bremsenergie-Rückgewinnung und Start-Stop-System leistet sich der neue Mazda3 mit seinen 165 PS auch verbrauchsseitig keinen Ausrutscher und begnügt sich im Test-Durchschnitt mit knapp 6,8 l auf 100 km. www.mazda.at

Skoda Octavia 4x4 Skoda pflanzt seinem Topseller Octavia auf Wunsch auch Allradantrieb ein

Tschechischer Topseller mit Allradantrieb © BMW

Wien. Mit sieben Modellreihen ist die aktuelle Skoda Produktpalette die umfassendste und zugleich aktuell jüngste der 118-jährigen Unternehmensgeschichte. Traditionell stark vertreten sind in Österreich natürlich auch die Allradfahrzeuge von Skoda. Insgesamt bietet Skoda derzeit fünf verschiedene Allradmodelle an, das sechste (der neue Skoda Octavia Scout im chicen Offroad-Trim)

Wien. Nach der erfolgreichen Markteinführung wird das Motorenprogramm für das neue Original im PremiumSegment der Kleinwagen ab Juli erweitert; die Auswahl umfasst künftig auch den neuen Mini Cooper SD als stärkste Dieselvariante sowie das neue Einstiegs-Benzinmotormodell Mini One First. Der neue Mini Cooper SD wird vom stärksten jemals für Fahrzeuge der Marke verfügbaren Dieselmotor angetrieben. Der 2,0 l große Vierzylinder erzeugt eine Höchstleistung von 125 kW/170 PS. Als sparsame Einstiegsvariante zeigt sich der neue Mini One First, der aus seinem 1,2 l Brennraum 75 PS und ein maximales Drehmoment von 150Nm schöpft. www.mini.at

© Porsche

Mini erweitert sein Motorenangebot um zwei neue Varianten.

steht bereits in den Startlöchern. Alle fünf Allradmodelle – Skoda Octavia Combi 4x4, Skoda Yeti 4x4 und Skoda Yeti Outdoor 4x4 sowie Skoda Superb 4x4 und Skoda Superb Combi 4x4 – wurden in den letzten zwölf Monaten komplett erneuert oder überarbeitet. Ebenfalls seit letztem Jahr auf dem Markt ist der neue Octavia 4x4, der in der Kompaktklasse zu den Topsellern am Markt gehört und den Abstand

Der Skoda Octavia mit Allradantrieb ist bereits ab 26.510 Euro zu haben.

zur hauseigenen VW-Konkurrenz immer weiter schmälert.

Moderne Allradtechnik In drei Motorisierungsvarianten, als 1,6 TDI mit 105 PS, 2,0 TDI mit 150 PS und als 1,8 TSI-Benziner ist der Octavia mit Allrad zu haben und setzt dabei auf eine HaldexKupplung der fünften Generation. Bereits in der Grundversion ist das Fahrzeug an Vorder- und Hinterachse mit Elektronischer Differenzialsperre EDS ausgestattet, das stabiles Anfahren auf schwierigerem Untergrund ermöglicht. Das System unterstützt das gleichmäßige und komfortable Anfahren auf unterschiedlich griffigen Fahrbahnoberflächen. Dreht ein Rad durch, wird die Antriebskraft an das gegenüber liegende Rad übertragen; dabei bremst EDS das durchdrehende Rad gezielt ab und sorgt für einen Krafttransfer zu dem besser greifenden Rad. Positiver Nebeneffekt: weniger Reifenverschleiß. Als Hinterachse kommt die innovative Mehrlenkerachse mit einem Längslenker,

drei Querlenkern und Torsionsstabilisator zum Einsatz. Das fein aufeinander abgestimmte Zusammenspiel dieser Technologien sorgt für beste Fahreigenschaften, für exzellentes Anfahrverhalten, sehr gute Beschleunigungswerte sowie für höchste Zugkraft. Der Octavia Combi 4x4 mit Motor 2,0 TDI/150 PS zieht bis zu 2 t; das sind 400 kg oder 25% mehr als bei der Variante mit Frontantrieb. Das Allrad-System ist über die Steuerung der Haldex-5-Kupplung so programmiert, dass im normalen Fahrbetrieb und bei geringer Last der Antrieb weitgehend über die Vorderachse erfolgt. Diese elektronische Kupplungs-Vorsteuerung spart Kraftstoff, da die Hinterachse nur zugeschaltet wird, wenn dies notwendig ist. Solange die Kupplung entkoppelt ist, entsteht geringere Verlustreibung mit entsprechenden Vorteilen für den Verbrauch. Bei Bedarf werden die Hinterräder innerhalb von Sekundenbruchteilen stufenlos aktiviert, und zwar so schnell, dass ein Traktionsverlust nahezu ausgeschlossen ist. www.skoda.at


R u n d u m s au to

Freitag, 13. Juni 2014

automotivebusiness – 25

J. D. Power Das Marktforschungsinstitut hat in Deutschland vor wenigen Tagen seine aktuelle VOSS-Kundenzufriedenheitsstudie 2014 präsentiert

Da gibts (fast) nichts zu meckern Moritz Kolar

Wien. Seit mittlerweile zwölf Jahren befragt das amerikanische Marktforschungsinstitut J. D. Power and Associates die deutschen Autofahrer zur Zufriedenheit mit ihren Autos. Aufgrund der räumlichen Nähe und des mehr oder weniger identen Marken- und Modellangebots lassen sich aus dieser VOSS (Vehicle Owners Satisfaction Study) auch Rückschlüsse auf die Zufriedenheit von Herr und Frau Österreicher mit ihren Autos ziehen. Für die aktuelle Studie wurden mehr als 18.000 Autofahrer befragt, die ihr je zwei Jahre altes Fahrzeug bewerten sollten; neben Qualität und Zuverlässigkeit wurden dabei auch die Kriterien Attraktivität, Service und Unterhaltskosten abgefragt. Überdurchschnittlich gut konnte dabei der Toyota Avensis abschneiden: Das Modell gewann nämlich nicht nur

die Wertung in der Mittelklasse, sondern erzielte mit einer Zufriedenheitsquote von 84,8% auch klassenübergreifend die höchste Bewertung aller Fahrzeuge. Darüber hinaus darf sich Toyota mit dem Yaris auch noch über den Klassensieg bei den Kleinwagen freuen.

Porsche vor Toyota & Volvo „Diese Studie eines unabhängigen, international renommierten Marktforschungsinstituts bestätigt unsere Erfahrungen und zeigt, dass die extrem hohen Qualitätsstandards von Toyota von den Kunden

geschätzt und honoriert werden“, kommentierte Friedrich Frey, Geschäftsführer von Toyota Frey Austria, die Ergebnisse der Studie. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der VW Up! in der Kategorie Kleinstwagen, der Seat Leon in der Unteren Mittelklasse, der Volvo V70/XC70 in der Oberklasse, der Opel Meriva bei den KompaktVans, die Mercedes-Benz B-Klasse in der Kategorie Vans, der VW Touareg in der SUV-Klasse und der Kia Sportage in der Kategorie Kompakte SUV. Bei der Wahl der beste Automarken ging Porsche als Sieger hervor, gefolgt von Toyota und Volvo.  www.jdpower.com

© Toyota

Klassensieger wurden u.a. der VW Up!, der Toyota Yaris und der Seat Leon.

Erzielte die höchste Kundenzufriedenheit aller bewerteten Modelle: der Toyota Avensis.

Das Beste kennt keine Alternative.

Daimler Probleme in GB

car2go-Rückzug

Die neue C-Klasse Limousine. Jetzt bei Ihrem Mercedes-Benz Partner.

Stuttgart. Während Daimlers Carsharing-Angebot car2go in den meisten Ländern und Städten gut bis sehr gut angenommen wird, reagierten die Briten nur zögerlich auf das neue Angebot – zu zögerlich für Daimler, weshalb der deutsche Autobauer nun sein car2goEngagement in Großbritannien per 30. Mai beendet hat. Die notwendigen fünf bis acht Buchungen pro Tag konnten laut Daimler nicht erreicht werden, zudem hätten auch administrative Hürden das Unternehmen zur Aufgabe des Angebots in einigen Londoner Stadtteilen und in Birmingham bewogen; hinderlich sei dabei vor allem die Tatsache gewesen, dass man mit allen 32 Londoner Stadtteilen einzeln über die Parkraumnutzung verhandeln musste.  www.car2go.com

Kraftstoffverbrauch (NEFZ) 4,0–6,0 l/100 km, CO2-Emission 103–139 g/km. www.mercedes-benz.at/c-klasse

ADAC Vier Cabrios bewertet

Überschlagstest

© Opel

Eine Marke der Daimler AG

München. Zweimal gut, einmal befriedigend und einmal ausreichend – das sind die Ergebnisse des aktuellen ADAC Überschlagstests, bei dem der Club eine Stichprobe unter vier Cabrios (Opel Cascada, Renault Mégane CC, Peugeot 308 CC, VW Golf Cabriolet) der unteren Mittelklasse durchführte. Der Opel Cascada und den Renault Mégane CC wurden dabei jeweils mit „gut“ bewertet. Der Peugeot 308 CC erhielt aufgrund von Schwächen beim Gurtstraffer die Benotung „befriedigend“. Nur mit „ausreichend“ wurde der VW Golf bewertet: Die Windschutzscheibe verbog sich überdurchschnittlich stark und die Gurtstraffer auf den Vorderplätzen reagierten zu lasch. www.adac.de

Punktet beim ADAC-Test mit gutem Insassenschutz: Opels Cascada. Neue C-Klasse Front_216x288_medianet Automotive.indd 1

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I n n ovati on & U m we lt

26 – automotivebusiness

Freitag, 13. Juni 2014

Volvo Der schwedische Automobilhersteller verzichtet beim Bediensystem seines neuen XC90 weitgehend auf Knöpfe

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Übersichtlicher, smarter, praktischer und moderner

Neue Reifenfamilie Conti Hybrid vorgestellt

Ähnliches plant Hightech-Konzern Intel mit einer für Zulieferer offenen Hardware- und Software-Plattform.

© Continental

Der Conti Hybrid punktet mit Laufleistung und hohem Abriebsvolumen.

Schwechat. Das klassische Bediensystem in Premium-Fahrzeugen besteht oft aus 30 oder mehr Knöpfen auf dem Armaturenbrett. Damit ist aber nun Schluss: Der neue Volvo XC90 kommt mit einem Touchscreen im Hochformat und sieben Knöpfen auf der Mittelkonsole aus. Das Flaggschiff des schwedischen Premium-Herstellers verzichtet mit seinem Sensus Infotainment-System im Innenraum nahezu vollständig auf Schalter und Drehregler. Der Fahrer steuert alle wichtigen Funktionen über einen Touchscreen in der Mittelkonsole, der wie ein Tablet funktioniert, oder über ein Multifunktionslenkrad; ein Headup-Display versorgt ihn sicher mit den wichtigsten Informationen.

Hannover. Der Reifenhersteller Continental hat seine neue Reifenfamilie Conti Hybrid präsentiert. Die Linie entspricht mit ihrer speziell für diese Einsätze konstruierten Bauweise optimal den vielfältigen Anforderungen im schweren Distributions- und Flotteneinsatz. Als erster Typ der neuen Hybrid-Linie im 22.5 Zoll-Format kommt der Conti Hybrid HS3 als universell einsetzbares Lenkachsprofil auf den Markt. Ein neues Laufflächendesign sorgt mit hohem Abriebsvolumen („Plus Volume Pattern“) im Vergleich zum Vorgängerreifen um eine bis zu 17% höhere Laufleistung. www.conti-online.com

Durch den weitgehenden Verzicht auf Knöpfe wirkt das Armaturenbrett im neuen Volvo XC90 deutlich aufgeräumter.

Weit gefasstes System „Die Designer und Entwickler haben auf ein ruhiges Zusammenspiel geachtet, das kaum ablenkt. Das Bediensystem ist darauf ausgelegt, dass der Fahrer weitgehend seine Augen auf der Straße und seine Hände am Lenkrad lassen kann“, erläutert Thomas Ingenlath, Senior Vice President Design der Volvo Car Group, die Überlegung der Entwickler des Systems. Das System inkludiert zudem zahlreiche weitere Funktionen wie cloudbasierte Apps für Musik-Streaming und andere Dienste wie „Park & Pay“, das den Bezahlvorgang im Parkhaus übernimmt. Auch Apple iOS-Geräte lassen sich einbinden und über den Touchscreen nutzen. „Durch die zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen können Insassen immer mehr Funktionen und Entertainment-Dienste nutzen. Umso wichtiger ist es, dass die Be-

Erdgasautos mit 49 ­Prozent Zulassungsplus Wien. Von Jänner bis April sind erneut mehr Lenker auf sparsamere Erdgasfahrzeuge umgestiegen: Insgesamt 274 Neuzulassungen zählte die Statistik Austria österreichweit für Personenkraftwagen mit Erdgasantrieb. Das ist gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr mit 184 Neuzulassungen ein Zulassungsplus von 49%. Besonders der April war ein starker Monat: Im Jahresvergleich sind um 63% mehr Erdgasautos neuzugelassen worden. www.statistik.at

Vollelektrischer Lkw mit 100 km Reichweite

diensysteme mit diesem Fortschritt mithalten. Die zusätzlichen Funktionen dürfen die Sicherheit nicht beeinträchtigen und müssen während des Fahrens leicht verständlich und bedienbar sein“, erklärt Thomas M. Müller, Vice President Electrics/Electronics & E-Propulsion Engineering bei Volvo.

in diesem Jahr auf den Markt kommen, sagte Intel-Sprecher Thomas Kaminski der Nachrichtenagentur dpa. Ein wesentlicher Teil der Entwicklung für die neue Plattform fand im Intel-Zentrum in Karlsruhe statt, einer von weltweit drei Forschungsstätten des Unternehmens für digitale Lösungen im Auto.

Intel präsentiert System

Zulieferer können andocken

Eine ähnliche Überlegung liegt der neuen Plattform für Informationen und Unterhaltung von Intel zugrunde. Die vor wenigen Tagen vorgestellte technische Lösung mit der Bezeichnung Kendrick Peak (benannt nach einem Berg in Arizona) verbindet Hardware und Software und kann von Automobilherstellern an eigene Bedürfnisse angepasst werden. Erste Fahrzeuge mit diesem System könnten möglicherweise noch

Kern des Systems ist ein im Kofferraum platzierter Computer. Mehrere Bildschirme können unterschiedliche Inhalte darstellen wie Navi-Informationen für den Fahrer, einen Internet-Zugang für den Beifahrer und Videos für weitere Insassen. Herz des Computers ist ein eingebetteter Atom-Prozessor von Intel (Codename Baytrail) mit bis zu vier Kernen, der für Temperaturen von minus 50 bis plus 60 Grad ausgelegt ist. Fahrer

und Beifahrer können auf einen Monitor in der Mitte der Fahrzeugkonsole blicken, dessen „DualView“-Technik je nach Blickwinkel unterschiedliche Inhalte anzeigt. „Die Plattform tritt nicht in Konkurrenz zu Zulieferern, deren Angebote können an Kendrick Peak angedockt werden“, erklärte IntelSprecher Florian Ranner bei einer Vorab-Präsentation in München. „Es bedarf einer gemeinsamen Anstrengung von IT-Industrie, Automobilherstellern und Autozulieferern, um die Entwicklungsgeschwindigkeit in der Unterhaltungselektronik auch ins Auto zu bringen.“ Intel erwartet, dass die digitale Technik fürs Auto bald in ähnlich kurzen Zyklen voranschreitet wie beim Smartphone mit seinen Systemwechseln alle ein bis zwei Jahre. www.volvocars.com www.intel.com

E-Mobility In der Brigittenau entsteht in den nächsten zwei Jahren eine energieautarke Elektro-Lehr-Tankstelle

Tower of Power: die Zukunft der E-Mobilität

© IKA

Wien. Die Brigittenau soll laut Bezirksvorsteher Hannes Derfler eine „Hochburg der E-Mobilität“ werden. Dazu beitragen soll der sogenannte Tower of Power. An der modernsten – energieautarken – Elektro-Tankstelle Europas werden nach Fertigstellung der Anlage im Frühjahr 2016 bis zu vier Elektro-Pkw sowie vier E-Bikes gleichzeitig in weniger als 15 Minuten geladen werden

Die maximale Zuladung des Prototypen liegt bei 700 Kilogramm.

können, teilweise kontaktlos. Die Elektrotankstelle soll ihren Strom durch Photovoltaik-Anlagen sowie eine Kleinwindtestanlage selbst produzieren – der Überschuss wird ins Wiener Stromnetz eingespeist.

Mehr als eine Tankstelle Umgekehrt kann der Tower of Power bei Bedarf Energie aus dem Stromnetz beziehen, damit Elek-

trofahrzeuge auch dann betankt werden können, wenn gerade kein Strom produziert werden kann. Der Tower of Power ist allerdings mehr als eine E-Tankstelle. Das AMS-finanzierte Gemeinschaftsprojekt von BFI Wien, ABB, B + G Ingenieure, Hebart, Mega Produkte, PVT Austria, Schmied & Fellmann, SEW-Eurodrive, Sikom Essra und Wien Energie wird auch eine Ausbildung an den modernsten Geräten im Bereich der E-Mobilität ermöglichen.

Thema „Green Jobs“

© Architekt Lukas Göbl

Maastricht. Das europäische Verbundprojekt „Deliver“ stellte vor wenigen Tagen auf dem World Automotive Congress der FISITA (International Federation of Automotive Engineering Societies) in Holland den fahrbaren Prototypen eines vollelektrischen Lieferwagens vor. Er hat bei einer maximalen Zuladung von 700 kg ein zulässiges Gesamtgewicht von 2,2 t und soll 18% mehr Transportkapazität bieten als ein herkömmlicher Lieferwagen gleichen Radstands. Die Mindestreichweite beträgt 100 km. Als Antrieb dienen Radnabenmotren, die fehlende B-Säule und der Verzicht auf Türschweller erleichtert dem Fahrer das Aussteigen.  www.fisita.com

© Volvo

Moritz Kolar

Der „Tower of Power“ wurde von Architekt Lukas Göbl entworfen.

„Vor zwei Jahren war es nicht mehr als eine Vision“, erklärte Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des BFI Wien, anlässlich des Spatenstichs am Mittwoch vergangener Woche. „Heute legen wir den Grundstein; hier versammeln sich dann die neuesten Ladesysteme, die in Europa wohl erstmals in dieser Kombination an einem einzigen Ort genutzt werden können.“ „Es ist unser arbeitsmarktpolitischer Auftrag, die Menschen

schon heute in diesen Technologien zu schulen – denn die sogenannten Green Jobs, also Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft, werden zunehmen und damit auch der Bedarf an Fachkräften mit ‚grüner‘ Zusatzqualifikation“, ergänzte Petra Draxl, Landesgeschäftsführerin des AMS Wien. Auch Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundsdorfer glaubt an eine Zukunft der Green Jobs. „Wir begleiten ständig Beschäftigungsprojekte im Bereich der Grünen Energien, wie beispielsweise die Ausbildung von Mitarbeitern für Biomassekraftwerke oder Fachkräften zur Windräderwartung im Burgenland“, meint der Minister und betont weiter: „Das Lehrangebot in zukunftsweisenden Berufsfeldern, wie im Fall des Tower of Power, ist ein wichtiger Schritt, um so viele junge Menschen wie möglich in eine existenzsichernde Ausbildung zu bringen und für den Arbeitsmarkt zu rüsten; das ist ein ganz entscheidender Punkt auch für die künftige Entwicklung unseres Landes, nicht nur, was den Arbeitsmarkt anlangt.“ (lp)

Automotive1306  

medianet automotivebusiness 13.06.2014

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