Issuu on Google+

medianet

inside your business. today.

Freitag, 12. April 2013 – 19

rekordgewinn

Deutsche Automobilhersteller ­verdienen 2012 satte 28,4 Mrd. Euro  Seite 21

© panthermedia/T. Olson

© APA/Herbert Pfarrhofer

automotivebusiness kampf ums pickerl

EU-Entwurf sieht verpflichtende Trennung von Werkstätten und Prüfern vor  Seite 26

Tourneo custom ford transit in neuem gewand © Ford

Globaler Markt verlangt nach mehr Kleinwagen

© Kia

short

© Panthermedia.net/Melanie Kintz

Wien. Kia Austria startet auf Basis der Web-Technologie von „WebMobil24“ eine eigene Gebrauchtwagenbörse. KiaHändler aus ganz Österreich erhalten damit eine zentrale Vertriebsplattform für ihre Kia-Gebrauchtfahrzeuge, deren Ziel es ist, die Fahrzeuge mithilfe von Vertriebsfunktion wie der automatischen Übersetzung von Angebotstexten in bis zu 28 Sprachen und deren Platzierung in über 140 nationalen und internationalen Autobörsen rascher verkaufen zu können.  www.kia.at

© Panthermedia.net/Radu Razvan

München. Der schier endlose Winter und die Dauerkrise in Europa ziehen den deutschen Automarkt immer weiter in die Tiefe. Im März sackte laut Kraftfahrtbundesamt die Zahl der Neuzulassungen um 17,1% auf rund 282.000 ab. ­Dabei gilt der März traditionell als guter Automonat. Im abgelaufenen Monat verkauften jedoch fast alle Autobauer deutlich weniger Neufahrzeuge in Deutschland – bei Marktführer Volkswagen etwa waren es gut 21% weniger.    www.kba.de

IHS Automotive Laut einer aktuellen Untersuchung der deutschen Marktbeobachter kommt Kleinfahrzeugen am globalen Automobilmarkt eine immer größere Bedeutung zu – 2018 soll der Absatz bereits bei 32,6 Mio. „Kompakten“ jährlich liegen.  Seite 20 Fisker Düstere Perspektiven für den Hybridautobauer

Mercedes Marktanteil bei schweren Lkw liegt bei rund 23%

Branchenkennern zufolge drohen Fisker die Finanzmittel auszugehen.

Detroit. Der angeschlagene US-Hybridautobauer Fisker entlässt drei Viertel seiner Mitarbeiter. Dies teilte der staatlich gestützte Konzern dieser Tage mit, ohne genaue Zahlen zu nennen. Einer Person zufolge, die an einer Betriebsversammlung in Anaheim teilnahm, sind 160 Angestellte betroffen. Für Fisker ist es wohl der letzte Versuch, der Schließung zu entgehen. Dem Unternehmen geht das Geld aus – Kreisen zufolge sind die Bargeldbestände auf 30 Mio. USD (22,9 Mio. €) geschrumpft, seit Juli hat das Unternehmen kein einziges Auto mehr produziert.  www.fiskerautomotive.com

© Daimler

Turin. Obwohl er mit seiner Stammmarke Fiat nicht recht vom Fleck kommt, mangelt es Konzernchef Sergio Marchionne nicht an Selbstbewusstsein. Im Rahmen der Hauptversammlung seines Konzerns kündigte der Manager gewohnt markig an, bald auch die restlichen Anteile an Chrysler übernehmen zu wollen. Probleme sehe er dabei nicht, „Fiat ist für diesen möglichen Deal gut gerüstet“. Die Finanzstärke dafür wäre vorhanden, auch ohne neue Aktien ausgeben zu müssen, wie Marchionne betonte.    www.renault.com

© Fisker Automotive

© EPA

Kündigungswelle bei US-Hersteller Sternenflotte Europas Marktführer

Besonders beliebt waren bei Mercedes 2012 Actros in Euro VI-Ausführung.

Stuttgart. Im vergangenen Jahr konnte Mercedes-Benz seine Marktführerschaft bei schwerenLkw ab 16 t zulässigem Gesamtgewicht in Europa mit einem Marktanteil von rund 23% deutlich festigen. Auch im hart umkämpften Teilsegment der Sattelzugmaschinen konnte der deutsche Hersteller mit einem Marktanteil von 19,4% eine Spitzenposition erringen. Besonders beliebt dabei waren Actros in der umweltschonenden Euro VIAusführung (37% der ausgelieferten Fahrzeuge), im letzten Quartal 2012 lag der Euro VI-Anteil sogar bei 44%.  www.daimler.com


C ov e r

20 – automotivebusiness

Freitag, 12. April 2013

IHS Automotive Die Marktbeobachter prophezeien Kleinfahrzeugen in den kommenden Jahren einen Boom

Kommentar

Studie: Weniger ist mehr, Kleinfahrzeuge boomen

Hauptsache, es bleibt in der Familie

Verkaufszahlen von Kleinmodellen sollen von 24,1 Mio. im Jahr 2012 auf 32,6 Mio. im Jahr 2018 steigen. Jürgen Zacharias

A

Neue Strategie

Dies mag in Zeiten stetiger Verkaufsrekorde von BMW, Mercedes, Audi & Co vielleicht verwundern, kommt aber – wenn man einige Jahre zurückblickt – nicht von ungefähr. Mitten in der großen Automobilkrise der Jahre 2009 und 2010 wurde Kleinwagen schließlich eine große Zukunft bescheinigt. Kunden ließen parallel zur

© EPA

Detroit. General Motors will sich zum Erreichen seiner Margenziele stärker auf seine globale Ausrichtung stützen. „Wir ziehen noch nicht genug Nutzen aus unserer weltweiten Aufstellung“, sagte NordamerikaFinanzchef Chuck Stevens vor wenigen Tagen. „Das werden wir mit einer Reihe von Initiativen angehen.“ So soll die Schlagzahl von neuen Modellen erhöht werden und sollen mehr Modelle auf weltweiten Plattformen entwickelt werden. Dadurch will der Opel-Mutterkonzern Stevens zufolge mehr gleiche Teile für mehr Fahrzeuge einsetzen.  www.gm.com

schwindenden großen Zukunft für die Weltwirtschaft große SUVs und Premiums quasi über Nacht links linken, klein war plötzlich fein – zumindest so lang, bis sich die wirtschaftliche Schieflage wieder gelegt hatte und sich das (zumindest zum Teil) wiedergewonnene

Sicherheitsgefühl in Form großer Statusboliden manifestierte. Nun scheint sich dieser Zwischenboom wieder etwas zu legen und bei Konsumenten weltweit wirtschaftliche Vernunft einzukehren. Eine wichtige Triebfeder hinter dieser Entwicklung ist das sich Schritt für Schritt verändernde Mobilitätsverhalten in den Großstädten. Immer mehr – vornehmlich junge – Stadtbewohner verzichten auf ein eigenes Fahrzeug, dafür boomen Öffis, der Fahrradverkehr und meist mit Kompaktund Kleinwagen ausgestattete Carsharing-Konzepte und Mobilitätsdienstleister wie car2go oder DriveNow. Zudem bemühen sich immer mehr Politiker rund um den Globus darum, große und (oft auch nur scheinbar) abgasintensive Fahrzeuge aus den Stadtzentren zu verdrängen. Aus Platzgründen. Aber auch aus gesundheitlichen Überle-

Schuld am Boom der Kleinen ist auch das sich ändernde urbane Mobilitätsverhalten.

gungen heraus und um ein neues Lebensgefühl zwischen Nachhaltigkeit und mehr Bodenständigkeit zu transportieren. Wenn in den Zentren überhaupt noch Fahrzeuge geduldet werden, dann kleine, feine mit einer akzeptablen Öko-Bilanz.

Billigautos im Fokus Interessant bei einem genauen Blick auf die IHS-Prognose ist auch der hinter dem KleinwagenBoom liegende Trend hin zu Billigfahrzeugen. Laut den Marktbeobachtern werden aktuell 8,6 Mio. Fahrzeuge pro Jahr verkauft, die weniger als 8.000 € kosten. In den kommenden Jahren soll aber bereits die Zehn-Millionen-Grenze überschritten werden – mehr als jeder dritte verkaufte Kleinwagen ist also ein sogenanntes Billigmodell und diese gelangen vornehmlich in Schwellenländern wie Indien zum Verkauf.  www.ihs.com

Ankündigung Der japanische Autohersteller Toyota verfolgt ähnliche Fertigungsstrategie wie Konkurrent Volkswagen

Toyota setzt nun auch auf Baukasten-System Tokio. Volkswagen scheint mit seinem Baukastenprinzip ein großer Wurf gelungen zu sein. Nach Jahren der Investitionen in die Bauteile-Standardisierung machen sich bei dem deutschen Autombil-

GM will sich vermehrt seine globale Spitzenposition zunutze machen.

Entscheidend für den Boom der Kleinwagen ist der Boom der Billigautos, der vornehmlich von Schwellenländern getrieben wird.

„Wir liegen zeitlich gegenüber Volkswagen vielleicht zurück. Aber letztlich zählt, dass man gute Autos bauen kann.“ Mitsuhisa Kato, Toyota

hersteller nun erste Vorteile daraus bemerkbar: Neue Fahrzeuge lassen sich rascher entwickeln und rascher zur Serienreife bringen, zudem lassen sich in der Entwicklung Milliarden einsparen und anders-

wo zielgerichtet zum Technologieausbau gegenüber der Konkurrenz einsetzen. Kein Wunder, dass nun zunehmend auch die anderen Automobilhersteller an dem Produktionssystem Interesse zeigen und eigene Komponentenbaukästen entwickeln. Federführend dabei: Der große VW-Rivale Toyota, der damit seine globale Nummer 1Position abzusichern hofft.

Drei Plattformen geplant Der japanische Autobauer will nach eigenen Angaben ab 2015 auch Autos nach dem Baukastenprinzip verkaufen. Der neuen Strategie zufolge sollen in Fahrzeuge zunächst 20 bis 30% gleiche Teile verbaut werden, dieser Anteil soll dann nach und nach auf 70 bis 80% erhöht werden. „Wir liegen zeitlich vielleicht gegenüber Volkswagen zurück. Aber letztlich zählt, dass man gute Autos bauen kann“, sagte Manager Mitsuhisa Kato vor wenigen Tagen. Toyota plant, drei Plattformen für jeweils mehrere Fahrzeuge zu entwickeln.  www.toyota.com

© EPA

GM Globale Ausrichtung

Neues Mobilitätsverhalten

© dpa/Jens Ressing

ls der Porsche-Enkel Ferdinand Piech 1965 als Leiter der Versuchsabteilung und Verantwortlicher für die Rennaktivitäten bei Porsche antritt, ist er gerade 28 Jahre alt. Das sollte ihn aber nicht daran hindern, in Zuffenhausen mit viel Geschick und noch mehr Ehrgeiz eine neue Zeitrechnung anbrechen zu lassen und in Folge auch in der gesamten deutschen Autoindustrie. 1972 sorgt er mit der Entwicklung eines Fünfzylinder-Diesel für Daimler für Aufsehen (dafür kassiert er übrigens immer noch Patentgelder) und 1972 startet er bei Audi durch, ehe er 1988 Vorstandschef des deutschen Herstellers wird. 1993 wird Piech dann Vorstandschef der Volkswagen AG und tritt 2012 seine bereits dritte Amtszeit als Aufsichtsratsvorsitzender des Wolfsburger Autobauers an. Knapp fünf Jahrzehnte prägt Piech damit also bereits die deutsche Automobilindustrie und hat dabei seine Machtfülle stets ausgebaut. Da das aktuell aus eigener Kraft nicht mehr möglich scheint – der gute Mann ist einfach schon am Plafond angekommen –, scheint er nun auch seine Frau zunehmend in Spitzenpositionen bringen zu wollen: Ursula Piech ist seit geraumer Zeit bereits im VW-Aufsichtsrat vertreten, nun soll sie am 16. Mai auch bei Audi in dieselbe Rolle schlüpfen und somit kommt die Familie Piech wieder einen Schritt weiter voran.

© EPA

Frankfurt. Einmal ist die Zukunft „Premium“. Ein andermal „Elektrisch“, „Hybrid“ oder „SUV“. Geht es nach den deutschen Marktbeobachtern von IHS Automotive, soll sie nun „Kleinwagen“ sein. Laut einer aktuellen Prognose der Branchenexperten für die Zeitschrift auto motor und sport boomen Kleinwagen weltweit wie keine andere Fahrzeugklasse. Demnach soll der Absatz der Minis von 24,1 Mio. Fahrzeugen 2012 auf 32,6 Mio. Autos im Jahr 2018 steigern, was einem Plus von 33% entspricht – rund jeder dritte verkaufte Neuwagen wäre damit ein Kleinwagen.

Jürgen Zacharias

Toyota will sein neues Baukastenprinzip ab 2015 zur Marktreife bringen.


Freitag, 12. April 2013

H e r s te l l e r & Z u l ie f e r e r

automotivebusiness – 21

Ernst & Young Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die Umsätze von Automobilherstellern weltweit unter die Lupe genommen

Deutsche besser als je zuvor Das Fazit: Die deutschen Hersteller entwickeln sich besser als alle anderen. Moritz Kolar

Berlin. Satte 28,4 Mrd. € – und damit so viel wie noch nie zuvor – konnten die deutschen Automobilhersteller laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young im vergangenen Jahr an operativen Gewinn einfahren. Gegenüber 2011 bedeutet das eine Steigerung von einem Prozent, der Umsatz ist im gleichen Zeitraum um 15% auf 384,82 Mrd. € gestiegen. Trotz aller Freude wird es schwer werden, diesen Erfolg zu wiederholen, denn Ernst & Young sieht einen kräftigen Gegenwind auf Audi, Daimler & Co zukommen.

Wachstumsimpulse fehlen „Der Start ins Jahr verlief unerwartet schwach“, begründete Peter Fuß, Partner bei Ernst & Young, diese pessimistische Sichtwei-

Zulieferer Zuversicht regiert

Lage sehr positiv Wien. Sinkende Neuzulassungen in Österreich und Werksschließungen in Europa erschüttern derzeit die Autobranche. Bei den heimischen Zulieferindustrie hingegen ist von einer großen Nervosität noch nichts zu merken. „Bei den meisten Zulieferern in Österreich sind aktuell keine Krisen absehbar“, so Peter Kuen, Geschäftsführer Austrian Automotive Association.

Genug Chancen vorhanden

© ACVR

Kuen sieht für die heimischen Zulieferer Marktchancen durch das Autoland Südkorea, das die Produktion für Europa zusehens in den alten Kontinent verlegen würde. „Diese sind teilweise Kunden von österreichischen Zulieferern und hier ist auch ein großes Potenzial auszumachen“, so Kuen. Außerdem würden die Österreicher auch in die Wachstumsmärkte gehen – was nicht automatisch bedeute, dass die österreichischen Standorte an Bedeutung verlieren würden. „Beispiele von erfolgreichen Mehrmarktstrategien gibt es genug, ob dies die Firmen ZKW oder Pollmann sind. Diese haben in Österreich ausgebaut, gleichzeitig Standorte in China geschaffen und im Konzern bessere Ergebnisse erzielt. Neue Märkte wie Russland oder Südamerika sind ebenfalls zu betrachten. Auch hier sind Investitionen aus Österreich geplant oder werden bereits getätigt. Bemerkenswert ist auch, dass bereits Kleinunternehmen im Anlagenbereich aufgefordert werden, Standorte in China und USA zu schaffen.“  www.aaa.or.at

Peter Kuen, Geschäftsführer der ­Austrian Automotive Association.

se. „Europa stürzt weiter ab, und auch auf anderen wichtigen Märkten wie Indien oder Japan fehlen die Wachstumsimpulse.“ Neben dem US-Markt verspreche laut Fuß vor allem China Zuwächse. „China ist ein dynamischer, aber auch ein schwieriger Markt. Für viele Autobauer ist China inzwischen der wichtigste Wachstumtreiber – eventuelle Rückschläge vor Ort können daher schnell massive Folgen haben.“

Starke Entwicklung Unabhängig von der guten Performance der deutschen Auto-

mobilhersteller im vergangenen Jahr hinkt man den japanischen Herstellern (diese erzielten 2012 insgesamt 447,11 Mrd. € Umsatz) hinterher, auf Platz drei landen die amerikanischen Autobauer mit 267,20 Mrd. € Umsatz. Führend sind die Deutschen allerdings, was die Entwicklung der vergangenen Jahre anbelangt: In den vergangenen zehn Jahren konnten die Deutschen ihren Umsatz um 78% steigern, die Japaner im Vergleich nur um 23%. In den vergangenen fünf Jahren (siehe Tabelle rechts) ist der Umsatz der Japaner sogar deutlich zurückgegangen.  www.ey.com


Der neue Toyota RAV4.

Jetzt: Design-Extras zum halben Preis.* Erfahren Sie mehr: toyota.at/rav4

Toy_Rav4_Medianet_Pfade_568x417_INP.indd 1


02.04.13 13:46


Modell & Handel

24 – automotivebusiness

short

Concept-Car für die aktiven Stadtbewohner

Freitag, 12. April 2013

Ford Tourneo Custom Der Transporter-Klassiker von Ford überzeugt in der Pkw-Variante durch viel Komfort

Der Van-Klassiker mit echten Pkw-Qualitäten

© Renault Austria

Der Ford Tourneo Custom: Hochwertige Verarbeitung, Pkw-Feeling und viele Sicherheitsfeatures. Gregor Josel

© Porsche Austria

Erster Plug-in-Hybrid in der Luxusklasse

Neuer Plug-in-Hybrid aus Stuttgart: der Porsche Panamera S E-Hybrid.

Salzburg. Mit der zweiten Generation des Gran Turismo führt Porsche den weltweit ersten Plug-in-Hybrid in der Luxusklasse ein. Der Elektroantrieb des Panamera S E-Hybrid leistet mit 95 PS (70 kW) mehr als doppelt so viel wie die 47 PS (34 kW) starke E-Maschine des Vorgängermodells. Die rein elektrische Reichweite liegt bei 36 km (NEFZ). Der Durchschnittsverbrauch konnte um 56% gesenkt werden und liegt nun bei 3,1 l auf 100 km. Die Beschleunigungszeit aus dem Stand auf 100 km/h verkürzt sich um eine halbe Sekunde auf 5,5 Sek., der Topspeed liegt bei 270 km/h.    www.porsche.at

Optisch frisch Durch das an den Pkw-Bereich erinnernde, aerodynamische Frontdesign und die schmalen, in die Hecksäulen integrierten Heckleuchten wirkt der neue Transit deutlich schlanker als sein Vorgänger, verfügt jedoch über eine längere Ladefläche und eine höhere Nutzlast als bisher. Das Line-up der Modellpalette beinhaltet vier Varianten: Den klassischen Kastenwagen mit Einzelkabine, den Kastenwagen mit Doppelkabine, den Variobus und den hochwertigen Tourneo. Im Lastenabteil des neuen Ford finden bis zu sechs Kubikmeter Ladung Platz. Die Nutzlast reicht von 600 bis 1.400 kg. In allen Varianten überzeugt der Innenraum des neuen Ford durch Pkw-ähnliches Ausstattungsniveau. Die Verarbeitung ist auf sehr hohem Niveau, die Instrumente sind ergonomisch angeordnet und auf den Fahrer orientiert. Schon im Kastenwagen ist der niedrige Geräuschpegel auffällig, im Tourneo Custom ist das Fahr-

© Stockwerk Racing Team

Paris. Mit dem rein elektrisch angetriebenen „Twin’Z“ präsentiert Renault die fünfte von insgesamt sechs sich am Lebenszyklus des Menschen orientierenden Fahrzeustudien. Auf nur 3,6 m Länge bietet das Concept-Car überraschend großzügige Platzverhältnisse. Gegenläufig angeschlagene Türen und der Verzicht auf die Mittelsäule erleichtern den Einstieg in den futuristischen Innenraum, der stark von modernem Möbeldesign geprägt ist. Das Grunddesign stammt von Renault und wurde von Ross Lovegroves Team im Detail vollendet. Dies betrifft vor allem die Gestaltung der Scheinwerfer, Rücklichter, Stoßfänger, Räder und des markanten LED-Leuchtbands, das sich auf beiden Seiten über das Fahrzeug erstreckt. Das Interieur hat Lovegroves Studio komplett entworfen und realisiert. Weitere Akzente setzt die Lichtsignatur des Twin’Z. Alle Lichtquellen und die bewusst minimalistisch gezeichneten Hauptscheinwerfer sind in LED-Technik ausgeführt. Zusammen mit den markanten „Augenlidern“ sorgt dies für einen freundlichen Gesichtsausdruck; maßgeblichen Anteil daran hat auch das Tagfahrlicht, das an die Iris eines Auges erinnert. Statt eines konventionellen Instrumententrägers verfügt der Twin’Z über einen zentral angeordneten TouchscreenMonitor à la Tablet-Computers.  www.renault.at

Wien. Der Ford Transit ist ein echter Klassiker unter den leichten Nutzfahrzeugen und gehört schon seit vielen Jahrzehnten zum gewohnten Straßen- und Stadtbild. In der aktuellen Modellgeneration und in der Pkw-Ausführung „Tourneo Custom“ schafft der Ford einen Quantensprung in Sachen Ausstattung, Komfort und Fahrdynamik. Der heutige Kunde ist nicht mehr ausschließlich an Ladekapazität und Robustheit interessiert, sondern auch an einer hochwertigen und komfortablen Ausstattung. All das und mehr bietet der neue Tourneo Custom.

Die Pkw-Variante des Ford Transit hört auf den Namen Tourneo Custom und ist ab 27.440 Euro (netto) zu haben.

erlebnis im Innenraum auf PkwNiveau. Schon die Basisausstattung „Trend“ des neuen Ford Custom ist äußerst umfangreich. Serienmäßig mit dabei ist das ESP-System mit ABS, Traktionskontrolle und Notbremslicht, elektrische Fensterheber, Fahrer-, Beifahrer-, Seitenund Kopfairbag, beheizbare Frontscheibe, Klimaanlage, Pollenfilter, Lederschaltknauf, Leselampen, Nebelscheinwerfer, Scheinwerfer mit statischem Abbiegelicht, zwei Schiebetüren. Sicht-Paket Trend, Stoßfänger vorn, in Wagenfarbe lackiert, Tempomat inklusive einstellbarem Geschwindigkeitsbegrenzer und Lederlenkrad, Trittstufe an den Seitentüren oder beheizbare Vordersitze. In der zweiten und gleichzeitig höchsten

Ausstattungsstufe bietet der Tourneo Custom zusätzlich noch das Ford Audiosystem mit Notrufassistenten, elektrische Außenspiegel, eine zweite Klimaanlage, Regensensor, Parkpilot-System und 16“Leichtmetallfelgen. Zusätzlich lässt sich der Ford noch mit Ledersitzen, verschiedenen Sitzsystemen, Navigationssystem und zahlreichen anderen Extras ausstatten. Der Tourneo Custom bietet Platz für insgesamt neun Passagiere, in der optional erhältlichen Langversion hat dann auch noch reichlich Gepäck im Heck des Ford Platz. Alle Sitze lassen sich umklappen und herausnehmen. Optional ist natürlich auch eine Anhängekupplung zu haben, die über das Anhängerstabilisierungs-System TSA verfügt.

Die Garantie lässt sich für den Ford Tourneo Custom auf bis zu sieben Jahre erweitern.

Kraftvolle Motorisierung Angetrieben wird der neue Ford von der jüngsten Generation des 2,2 l-Duratorq TDCi-Turbodiesels von Ford, der in den Leistungsstufen 74 kW (100 PS), 92 kW (125 PS) oder 114 kW (155 PS) erhältlich ist. Der stets mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe und serienmäßigem AutoStart/Stopp-System kombinierte, 155 PS starke Common-RailDirekteinspritzer begnügte sich im Tetst durchschnittlich mit 8,4 l Diesel/100 km. Das Wartungsintervall liegt bei 50.000 km.  www.ford.at

Mazda 6 Sport Combi Frisch im Dauertestfuhrpark ist der neue Mazda 6 Sport Combi – freudvolle Aussichten!

Alles, was man braucht, in schönster Form Wien Mit dem neuen Mazda 6 ist der japanischen Marke ein großer Schritt nach vorn gelungen. In Sachen Qualität, Verlässlichkeit und Fahrbarkeit war der 6er von Mazda ja schon immer top dabei. Nun hat Mazda aber neben diesen Basic-Assets vor allem in Sachen Design, Ausstattung und Komfort die Hausaufgaben erledigt und den wohl schönsten Mazda 6 aller Zeiten auf die Straße gestellt – Grund genug, den neuen Mazda 6 in der Kombivariante „Sport Combi“ einem intensiven Dauertest zu unterziehen. Die Erwartungen sind hoch, die Freude ebenfalls.

Heck rundet das optische Erscheinungsbild des neuen Mazda 6 in der Kombiversion perfekt ab. Der Dauertestwagen, in der Farbvariante „Stormy Blau Mica“, kommt in der Spezifikation CD175/AT/Revolution. Das heißt im Detail: Der Mazda 6 Sport Combi wird angetrieben vom 2,1 l-Dieselaggregat mit 129kW/175 PS, das in Verbindung mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe steht. Ebenfalls mit

an Bord ist der adaptive Tempomat, Alarmanlage mit Ultraschallsensor, das große Audiosystem mit Navigationseineit und Rückfahrkamera, Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer, Bluetooth-Telefon mit Freisprecheinrichtung, Bordcomputer, City-Notbremsassistent mit Hinderniserkennung, Lederausstattung mit beheizbarem und elektrisch verstellbarem Fahrer- und Beifahrersitz, LED-Tagfahrlicht,

Volles Programm Optisch wurde der neue Mazda 6 komplett neu gestaltet. Auffälligstes Merkmal der Front ist der neue und erstmals senkrecht im Wind stehende Kühlergrill. Damit verabschiedet sich Mazda vom bisher meist sehr windschnittigen Design, hin zu einer guten Portion Selbstbewusstsein. Die Form des neuen Sport Combi ist fließend und dynamisch, das gelungene

Start/Stopp-Automatik, Spurwechsel-Assistent, Spurhaltekontrolle oder eine zwei-Zonen-Klimaautomatik. Der Innenraum ist dem ersten Modell der neuen Design-Generation, dem CX-5, angeglichen, das im Vergleich zu den bisherigen Interieurs komplett überarbeitet wurde. Cockpit, Armaturenbrett und Mittelkonsole sind äußerst gediegen ausgeführt. Fesche Drehknöpfe für die Klimaanlage lösen das bisherige Knopferl-Spiel ab.

Erstkontakt

© Stockwerk Racing Team

Renault zeigt eine weitere City-CarStudie mit reinem Elektroantrieb.

Der Mazda 6 Sport Combi in der Ausstattung CD175 Revolution: ab 40.290 Euro.

Schon nach den ersten 1.000 Kilometern im Dauertest stellt sich hohe Zufriedenheit ein. In der starken Diesel-Variante mit 175 PS ist der Mazda durchwegs sportlich unterwegs und bietet in jeder Situation ein Maximum an Komfort. Schnell fallen die ersten positiven Details ins Auge, wie das Fach im Kofferraum, das neben den üblichen Utensilien auch die herausnehmbare Laderaumabdeckung komplett verstauen kann. Wir freuen uns auf die nächsten zwölf Monate.  (gj)  www.mazda.at


Freitag, 12. April 2013

I n n ovatio n & U mw e lt

automotivebusiness – 25

Epromo Das deutsche Verbundprojekt hat sich die stückzahlflexible Entwicklung von Antriebsvarianten für Elektrofahrzeuge zum Ziel gesetzt

Elektroantriebe für die Großserie Moritz Kolar

Wien. Noch sind sie eine Seltenheit, doch das wird sich ändern: 250.000 Elektroautos sollen nach Vorstellung von Umweltminister Niki Berlakovich 2020 auf dem österreichischen Markt sein, andere Länder verfolgen ähnliche Zielsetzungen. Damit wird der Bedarf an Elektro- und Hybridfahrzeugen stark ansteigen und so auch der Bedarf an elektrischen Antrieben. Derzeit ist eine wirtschaftliche Produktion von Großserien allerdings nicht möglich, denn die automatisierte Herstellung von Antriebskomponenten für E-Fahrzeuge steckt noch in den Kinderschuhen. Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert daher das Verbundprojekt „Epromo“ im Rahmen des Spitzenclusters „Elektromobilität Süd-West“ mit 1,8 Mio. €. In dem Projekt arbeiten führende Automotive-

Partner an einem wettbewerbsfähigen Fertigungs-, Montage- und Prüfkonzept für Elektroantriebe. Am Projektende im September 2015 werden sie eine Lösung vorstellen, die stückzahlflexibel von der Kleinbis zur Großserie ausbaufähig ist, mit der verschiedene Antriebsvarianten produziert werden können und die sich mit wenig Aufwand an technologische Neuentwicklungen anpassen lässt.

Namhafte Projektpartner Das Projektteam wird geleitet vom Automatisierungsspezialisten Teamtechnik und setzt sich zusam-

men aus Mitarbeitern von Daimler, Faude Automatisierungstechnik, Werkzeugmaschinen- und Fertigungssysteme-Spezialist MAG, Wittenstein cyber motor sowie den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und Produktionstechnik und Automatisierung (IPA). Gemeinsam wollen sie Zukunftsszenarien zu Bauformen und Stückzahlen elektrischer Antriebe analysieren sowie eine zukunftsfähige, modulare Prozesskette erarbeiten und diese anschließend auch in eine Produktionsplattform umsetzen. Das Projekt „Epromo“ gilt mit

rund 80 Akteuren aus Industrie und Wissenschaft als einer der bedeutendsten regionalen Verbünde auf dem Gebiet der Elektromobilität gilt. Für die optimale Vernetzung der verschiedenen Clusterpartner aus den Bereichen Fahrzeugtechnologie, Energietechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sowie dem Querschnittsfeld Produktionstechnologie sorgt die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie (e-mobil BW GmbH), die als Clustermanagement alle Aktivitäten koordiniert.  www.iao.fraunhofer.de

© Daimler

Zum Projektende im September 2015 wollen die Projektpartner entsprechende Lösungen präsentieren.

Mit Neuentwicklungen sollen Elektro­ antriebe in Großserie produziert werden.

Volvo Trucks Deal mit Shell

Gaskooperation

Stockholm. Volvo Trucks und Shell haben vereinbart, bei der Einführung von Flüssigerdgas (LNG) als Treibstoff für schwere Nutzfahrzeuge weltweit zu kooperieren. Volvo Trucks bringt sein neues Methan-Diesel-Konzept, mit dem Dieselmotoren LNG verwenden können, in die Kooperation ein; Shell hingegen investiert in die notwendige LNG-Infrastruktur. Beide Unternehmen werden ihre Aktivitäten koordinieren und den großflächigeren Einsatz von LNG im Transportsektor aktiv unterstützen. „Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam die Einführung von LNG im Transportsektor fördern und beschleunigen können“, sagte Lennart Pilskog, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit von Volvo Trucks.  www.volvotrucks.com

SCHNELLER VERKAUFEN

NR.1

Im größten Motornetzwerk Österreichs

Mercedes Premiere in NY

Elektro-B-Klasse

© Daimler

New York. Auf der „New York Auto International Show“ feierte die Mercedes-Benz B-Klasse „Electric Drive“ ihre Weltpremiere. Die damit verbundenen Hoffnungen sind hochtrabend: Der deutsche Hersteller will mit dynamischem Design und einem drehmomentstarken Elektromotor lokal schadstofffreies Fahren vorantreiben. Zudem ist die B-Klasse Electric Drive digital vernetzt und lässt sich dank Connected Services bequem via Internet bedienen und konfigurieren. Laut Angaben des Unternehmens soll das Fahrzeug Anfang 2014 zuerst in den USA sowie im nächsten Schritt in Europa auf den Markt kommen.  www.daimler.com

Die B-Klasse Electric Drive soll ab Anfang 2014 in den USA erhältlich sein.

2 PLATTFORMEN ZUM PREIS VON EINER (willhaben.at UND car4you ALS motornetzwerk #1)

BEKANNTESTE FAHRZEUGBÖRSE (willhaben.at / QUELLE TNS JANUAR 2013)

MEISTBESUCHTES MOTORNETZWERK (QUELLE XITI, MÄRZ 2013)

GRÖSSTES ANGEBOT AN FAHRZEUGEN (QUELLE XITI, MÄRZ 2013)

T S TE

G E SI

! R E


R u n d u m s au t o

26 – automotivebusiness

short

Conti bringt luftlosen Reifen auf den Markt

Freitag, 12. April 2013

Pickerl-Überprüfung Ein aktueller EU-Entwurf sieht die verpflichtende Trennung von Werkstätten und Prüfern vor

Kfz-Werkstätten fürchten um ihr Pickerl-Geschäft

© Continental

Heimischen Kfz-Werkstätten drohen durch die mögliche Neuregelung beträchtliche Geschäftseinbußen. Moritz Kolar

© EPA

Harleys wertbeständiger als alle anderen Modelle

Harley-Modelle machen auch mit ihrem Wiederverkaufswert Freude.

Berlin. Die Motorräder mit dem geringsten Wertverlust stammen von Harley-Davidson. Das gab soeben der Informationsdienstleister Eurotax Schwacke bekannt. Fast 500 Motorräder von 125 bis 2.300 cm� nahmen die deutschen Datenexperten hinsichtlich Ein- und Verkaufswert sowie dem Restwertverlauf unter die Lupe. Das Ergebnis: Der Wiederverkaufswert liegt bei den Bikes von Harley-Davidson auf höchstem Niveau – die US-Marke konnte sich mit 18 Modellen an die Spitze des Gebrauchtpreis-Rankings bei den zweijährigen Motorrädern setzen.  www.schwacke.de

„Der Entwurf hätte, wenn er angenommen wird, zur Folge, dass etwa in Österreich rund 5.000 Kfz-Werkstätten ihr Geschäft verlieren.“ Karoline Entacher, WKO

tergrund ist ein Vorschlag des zuständigen Berichterstatters im Europaparlament, des deutschen CDU-Abgeordneten Werner Kuhn, der vorsieht, dass Werkstätten und Prüfer künftig verpflichtend voneinander getrennt sein sollen.

© panthermedia/Tyler Olson

Hannover. Moderne Pkw-Reifen haben im normalen Betrieb in der Regel nur eine Schwäche – den Luftdruckverlust, hervorgerufen etwa durch Fremdkörper wie Nägel. „Reifen ohne Luft würden das Problem beseitigen, doch dann fiele der Reifen als wichtige Federung zwischen Straße und Felge aus“, betont Continental-Reifenentwickler Reiner Dämpfer. Mit dem neuen „ContiSpringContact 1“ hat der Zulieferer nun trotzdem eine Problemlösung parat: An der Felge fest montierte, gummiummantelte Federn halten einen Gummiring fest, der durch die Federn flexibel genug bleibt, um die in Umfangsrichtung auftretenden Kräfte zu bändigen. Mikrosensoren in den Federn detektieren zudem kurzfristige Federungsspitzen, erkennen so Schlaglöcher und senden diese Info direkt über das Internet an die örtliche Straßenmeisterei. Querkräfte werden durch seitliche Verbindungen der Felge mit einem „intelligenten“ Gummi aufgefangen. Aus optischen Gründen sind Federn und Gummibänder unter einer Gummihülle verdeckt, die auch ausreichend Platz für die nötigen Angaben wie beispielsweise die Reifendimension hat. Das Profil ist nahezu unverändert vom „ContiEcoContact 5“ übernommen worden. Der neue Pneu ist seit wenigen Tagen im Handel erhältlich, Continental produziert 23 Dimensionen für Felgen mit 14 bis 17“ Durchmesser.  www.conti-online.com

Brüssel. Die Wirtschaftskammer (WKO) fürchtet wegen der geplanten EU-Mindestnormen für die Überprüfung von Fahrzeugen um das in Österreich bestehende System von „Pickerl“-Kontrollen durch die Kfz-Werkstätten. Hin-

Derzeit werden von den 5.000 heimischen Kfz-Werkstätten jährlich rund 6 Millionen Fahrzeugpickerl-Kontrollen durchgeführt.

setzliche Trennung zwischen Prüfdiensten wie TÜV und Dekra und den Kfz-Reparaturwerkstätten. Die Wirtschaftskammer betont, dass das in Österreich erprobte „Pickerl“-System „eine vollkommene Unabhängigkeit in technischer, wirtschaftlicher und personeller Weise gewährleistet“.

Geschäftseinbußen drohen Der Entwurf hätte – wenn er angenommen würde – zur Folge, dass etwa in Österreich die rund 5.000 Kfz-Werkstätten ihr Geschäft verlieren würden, erläuterte Karoline Entacher von der WKO in Brüssel. Sie würden jährlich etwa sechs Mio. Fahrzeuge überprüfen; dabei würden durchschnittlich eine Arbeitsstunde pro Fahrzeug anfallen. In Deutschland und anderen EUStaaten besteht dagegen eine ge-

Streit in Deutschland Bei allfälligen Verfehlungen würde Prüfern und Unternehmen umgehend ein Entzug ihrer Lizenz drohen. In Deutschland gebe es hingegen einen heftigen Streit zwischen Werkstätten und Prüforga-

nisationen um den Marktzugang, sagte Entacher. Der EU-Richtlinienvorschlag soll europaweit Mindeststandards für die regelmäßige Überprüfung von Fahrzeugen und Anhängern schaffen. Die EU-Kommission will dadurch die Zahl der Unfälle, die auf technische Mängel zurückzuführen sind, reduzieren.

SPÖ & ÖVP im Gleichschritt Hoffnung macht der WKO, dass nun auch österreichische EU-Abgeordnete gegen die geplante Änderung mobil machen: Sowohl der SPÖ-Delegationsleiter Jörg

Leichtfried als auch der ÖVP-Europaabgeordnete Hubert Pirker erklärten vor wenigen Tagen, sie hätten entsprechende Anträge im EU-Parlament eingebracht. „Gut funktionierende, sichere und anerkannte Systeme zur technischen Überwachung von Fahrzeugen, wie beispielsweise das österreichische System der Prüfwerkstätten, sollen nicht durch unnötige Detailgesetzgebung der Europäischen Union beeinträchtigt werden“, sagte Leichtfried. Durch Gespräche mit dem Verhandlungsführer sei bereits klar, „dass die österreichischen Anliegen hier gehört werden“, sagte Pirker. www.wko.at

Atos Das Dienstleistungsunternehmen bringt ein Produktportfolio zur Erfassung automotiver Messdaten auf den Markt

Neue Lösungen für vernetzte Fahrzeuge Paris. Die Autobranche steht am Anfang eines Wandlungsprozesses, getrieben von dem zunehmenden Verzicht auf Fahrzeuge, neuen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen, der Entwicklung von Elektroautos und dem „Internet der Dinge“. Neue Wirtschaftsmodelle und Partner in der Wertschöpfungskette bilden sich heraus und stellen traditionelle Akteure infrage.

– stellt die Skalierbarkeit für die rasche Einführung neuer B2C- und B2B-Dienstleistungen unter Beweis. Sie gewährleistet die flexible Integration von Inhalts- und Dienstleistungsangeboten und unterschiedlichen Bordsystemen. Auf diese Weise können Kunden mit

einem attraktiven Wirtschaftsmodell neue Einkommensquellen erzeugen. „Verbraucher zeigen ein deutliches Interesse an vernetzten Dienstleistungen; Schätzungen zufolge wird der Markt 2025 rund 600 Millionen vernetzte Fahrzeuge

Neue Produkte in Pipeline In Anbetracht dieses Wandlungsprozesses hat „Atos Worldline“ ein Portfolio für den Markt vernetzter Fahrzeuge, darunter Hersteller und Eigentümer großer Flotten, entwickelt. Das gesamte Dienstleistungsangebot wird im Laufe des Jahres 2013 betriebsbereit sein. Atos wird seine Kunden bei ihrer Umstellung auf Mobilitätsdienstleistungen, bei der Auswertung der erfassten Massendaten („Big Data“) und bei ihrem Umgang mit Unterhaltungselektronik (Smartphones, Tablets) begleiten. Die Dienstleistungsplattform von Atos – die sogenannte Connected Vehicle Platform (CVP)

© panthermedia.net/Viktor Cap

Der neue ContiSpringContact 1 ist in insgesamt 23 Dimensionen erhältlich.

Unterwegs Daten sammeln und austauschen: Big Data im Auto der Zukunft.

umfassen. Dies entspricht einem Marktwert von 19 Milliarden Euro“, erklärt Marc Henri Desportes, Head of Hi-Tech Transactional Services bei Atos. „Abgesehen von diesen Zahlen stehen unsere Kunden am Anfang eines bedeutenden Wandlungsprozesses, in dem sich ihr Geschäft mit dem Verkauf von Mobilitätsdienstleistungen durch eine zunehmende Kundennähe und Ertragssteigerungen von Grund auf ändern wird. Aus diesem Wandlungsprozess werden diejenigen als Gewinner hervorgehen, denen die Komplexität des Ökosystems frühzeitig bewusst wurde und die dies als Chance nutzen, ihre Einkommensquellen aus Mobilitätsdienstleistungen zu optimieren. Dank unserer Erfahrung mit transaktionsbasierten HightechDienstleistungen sind wir in der Lage, unsere Kunden auf diesem innovativen, industriellen Weg zu begleiten. ‚Atos‘ setzt seit Jahren auf strategische Investitionen in diesem Bereich, und ich bin sehr zufrieden, dass wir bereits die ersten Erfolge erzielen konnten.“  www.atos.net


medianet automotive