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Freitag, 7. März 2014 – 55

© Daimler

kampf um die nutz-krone

Daimler und Scania intensivieren ihre Wachstumsbemühungen 

Seite 57

© Panthermedia.net

automotivebusiness Carsharing immer beliebter

Aktuelle Studie zeigt Wandel in unserem Mobilitätsverhalten  Seite 59

BMW 2er Das Coupe Mit coolen Genen © BMW

Große Autoshow sorgt für Frühlingsgefühle

© Nissan

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Detroit. Gute Nachrichten für Chrysler: Mit 154.866 verkauften Fahrzeugen hat der amerikanische Autobauer in den USA den besten Februar seit 2007 hingelegt. Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres betrug das Absatzwachstum elf Prozent. Es ist der 47. Monat in Folge, in dem der US-Autobauer auf dem Heimatmarkt sein Vorjahresergebnis übertreffen konnte. Am stärksten legte im vergangenen Monat mit Plus 47% die Konzernmarke Jeep zu. www.chrysler.com

© EPA/Uli Deck

© Chrysler/Jerry S. Mendoza

Genf. Die Zusammenarbeit zwischen Daimler und der Renault-Nissan-Allianz soll bald ausgeweitet werden. Nachdem Nissans PremiumMarke Infiniti 2015 ihren Q30 mit Bauteilen aus Daimlers Kompaktautos auf den Markt bringt, sei es „logisch, an diesem Punkt nicht zu stoppen“, sagte Nissan-Manager Andy Palmer (Bild) am Rande des Genfer Autosalons. Details sollen erst dann genannt werden, wenn alles unter Dach und Fach ist. www.daimler.com www.nissan-global.com

Autosalon Genf Auf der traditionsreichen Branchenschau macht sich dieser Tage großer Optimismus breit – Hersteller wie Experten rechnen mit einem deutlichen Aufschwung am europäischen Automarkt.  Seite 56

Straßburg. Notrufgeräte, die Rettungsdienste bei Autounfällen automatisch benachrichtigen, müssen ab Oktober 2015 in allen neuen Auto- und Lieferwagenmodellen in der EU installiert sein. Das EU-Parlament in Straßburg beschloss vor wenigen Tagen mit 485 gegen 151 Stimmen die Einführung dieses europaweiten Notrufsystems. Laut Schätzungen könnte das System jährlich rund 2.500 Leben retten – 2012 gab es bei Verkehrsunfällen in der EU 28.000 Todesopfer und 1,5 Millionen Verletzte. www.europarl.europa.eu

Viele Herausforderungen für Volkswagen Wolfsburg. Geht es nach Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, kommen auf die Automobilhersteller große Herausforderungen zu. Durch die zunehmende Digitalisierung würden sich die Ansprüche von Autofahrern an die Fahrzeuge rasant ändern, „es droht einer der größten Umbrüche seit Bestehen des Automobils“. Umbrüche drohen Volkswagen auch intern, vor allem bei der Nutzfahrzeug-Tochter Scania, die VW vollständig übernehmen möchte (siehe auch Bericht auf Seite 57). Zuvor muss sich das ScaniaManagement allerdings mit Über-

kapazitäten in seiner Bussparte herumschlagen und kündigte daher die Streichung von 250 Stellen in Polen und Schweden an. Vorläufig nicht von Kündigungen betroffen ist das weiter mies laufende Geschäft von Volkswagen in den USA: Im Februar sackte dort der Absatz neuerlich um 13,8 Prozent auf 27.112 Fahrzeuge ab. Gründe dafür vermuten Experten in der langsamen Überarbeitung der VW-Modelle für den US-Geschmack und im Fehlen begehrter und stark nachgefragter Modelle wie Pick-ups und Geländewagen.  www.volkswagen.com

© APA/EPA/Robert Parigger

© APA/ÖAMTC

VW Der deutsche Autohersteller kommt in den USA nicht auf Touren und streicht bei Tochter Scania 250 Jobs

VW-Chef Martin Winterkorn prophezeit der Automobilindustrie „massive Umbrüche“.


C ov e r

56 – automotivebusiness

Freitag, 7. März 2014

Genfer Automobilsalon Bei der diesjährigen Auflage der Autoschau sind rund 100 Welt- und Europapremieren zu sehen

Kommentar

Die Kleinen sind heuer in Genf ganz groß im Bild

Die ganz große Vernetzung

Anstelle großen PS-Geprotzes herrscht eine neue Bodenständigkeit – Ausnahmen bestätigen die Regel. Genf. Der Autofrühling auf dem Genfer Automobilsalon (6. bis 16. März) gilt traditionell als Gradmesser für die Branchenbefindlichkeit und die war – so viel lässt sich schon zu Messebeginn sagen – durchaus schon schlechter. Auch wenn derzeit dichte Wolken über dem Messegelände hängen und Regentropfen keine großen Frühlingsgefühle aufkommen lassen, herrscht unter den Herstellern und Ausstellern richtiggehend Optimismus. Auf den Punkt bringt das der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, der aktuell „mehr Anlass zu automobilen Frühlingsgefühlen sieht als noch vor einem Jahr“. Grund dafür sei der Aufschwung des seit Jahren dahindarbenden europäischen Automobilmarkts, der mit gut 16% Weltmarktanteil für viele Hersteller – allen voran den europäischen – immer noch ein wichtiger Absatzmarkt sei und laut VDA im laufenden Jahr um zwei Prozent wachsen könnte.

Jürgen Zacharias

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ie grüne Welle ist in Genf dieses Jahr nicht so sichtbar wie zuletzt. Der Hype um Elektro- und Hybridfahrzeuge hat sich sichtlich abgekühlt und dem nächsten großen Ding Platz gemacht: der automobilen Vernetzung. Schon im Messevorfeld haben Hersteller und Zulieferer zunehmend mit Ideen rund um den Weg des Autos ins World Wide Web aufhorchen lassen, in Genf ging es nun Schlag auf Schlag: Apple kündigte Kooperationen mit Mercedes-Benz, Volvo und Ferrari an und will in den entsprechenden Fahrzeugen seine iPhones und Dienste integrieren, Google drängt mit seiner SmartphonePlattform Android ins Auto, und auch der Autozulieferer Bosch will sein Stück vom Kuchen. Was das alles bringen soll? Einiges. In einem ersten Schritt werden Autofahrer etwa Apples Karten zur Navigation verwenden (und damit unbeabsichtigt den angeschlagenen Navi-Hersteller TomTom weiter in Schieflage bringen), Musik aus dem Netz abspielen oder mithilfe des sprechenden persönlichen Assistenten Siri unterwegs SMS verschicken können. In einem weiteren Schritt könnten sich unsere Fahrzeuge in multimediale Alleskönner verwandeln, in rollende Musikbibliotheken und Datenbanken, in Allzeit-onlineOffice-Fahrzeuge. Glauben Sie nicht? Sie werden sehen – es wird nicht mehr lang dauern!

Zahl der Premieren gesunken Was verwundert: Der größere Optimismus der Hersteller schlägt sich nicht direkt in der Zahl der Neuvorstellungen nieder, die ist gegenüber dem Vorjahr nämlich um rund 30 Stück auf 100 Weltund Europa-Premieren gesunken. Dabei bestimmen klassische Antriebstechnologien das Bild, Hybrid- und Elektrofahrzeuge sind nur in Nebenrollen zu sehen, wenn auch in sehr prominenten. So rückt Magna Steyr in Genf sein neues und damit siebentes Konzeptfahrzeug aus der Mila-Serie ins Rampenlicht. Wie seine Vorgänger gilt der Mila Blue als reiner Innovati-

© EPA/Maxime Schmid

Jürgen Zacharias

Obwohl die Zahl der Premieren gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, rechnen die Messeveranstalter mit rund 700.000 Besuchern.

onsträger: „Nein, wir sind nicht am Weg, ein eigenes Auto zu bauen, aber Innovation ist am besten am echten Auto darzustellen“, stellte Marketingvorstand Gerd Brusius klar. Der Autosalon in Genf sei für den Zulieferer die vielleicht wichtigste Show, um Kontakte zu knüpfen und Öffentlichkeit zu bekommen. Mit dem Mila Blue unterstreiche Magna Grundlegendes: „CO2-Einsparung geht über das Gewicht, wir müssen Fahrzeuge leichter machen“, so Brusius.

Beeindruckende CO2-Bilanz Gewicht wurde vor allem im Innenraum gespart: Strukturteile wurden mit feinen Oberflächen

Kein großes PS-Geprotze

EU Grenzwerte festgelegt

© dpa/Julian Stratenschulte

CO2-Richtlinien

Autobauer müssen die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge weiter senken. Klein, aber oho: Renault zeigt in Genf seinen neu aufgebauten Kleinwagen Twingo.

Mit derartigem Understatement können die anderen Hersteller zwar nicht dienen, aber auch sie geben sich im Unterschied zu den vergangenen Jahren deutlich bodenständiger – PS-Geprotze, futuristische Zukunftsstudien und schnittige Supersportkanonen sucht man in Genf in diesem Jahr bis auf wenige Ausnahmen (Mercedes zeigt etwa das auf Wunsch mit SwarovskiKristallen für die Scheinwerfer erhältliche neue S-Klasse-Coupé) vergeblich. Dementsprechend dominieren in diesem Jahr Klein- und Kompaktwagen, Kombis und Fami-

ly-Vans. Renault zeigt etwa den auf der Smart-Plattform aufgebauten neuen Twingo, Citroen den neuen C1, VW den überarbeiteten Polo, Toyota den Aygo, Peugeot den 108, Suzuki den Celerio, Audi den S1, Mazda den Hazumi und Opel eine Cabrio- und Geländewagen-Variante des Adam. Eine Spur größer gibt es Jeep mit dem Renegade, der gleich mit 16 Motor- und Getriebevarianten auf den Markt kommen und vor allem in Europa für Furore sorgen soll, und VW mit dem Golf Sportsvan. Was es sonst noch zu sehen gibt? BMW frischt den X3 auf und zeigt den 2er Active Tourer, Mercedes den GLA, Audi enthüllt den neuen TT, BMW zeigt seinen lang erwarteten ersten Van, Porsche den Macan und ja, dann tut sich trotz aller Bodenständigkeit auch im Premiumsegment einiges. Allen voran bei Bentley, das mit dem Continental GT Speed ein echtes Luxusmodell ins Rampenlicht rollt, während BMW mit dem 4er Gran Turismo um Aufmerksamkeit heischt, und Skoda mit der Studie Vision C überrascht. Richtig luxuriös wird es dann bei Bugatti, das den auf drei Stück limitierten (Stückpreis: 2,18 Mio. €!) Rembrandt zeigt, McLaren rückt den 650 S ins Rampenlicht, Ferrari den California T, Koenigsegg den Agera One und Lamborghini seinen neuen Kraftprotz Huracan. www.salon-auto.ch

© APA/EPA/Sandro Campardo (2); APA/EPA/Martial Trezzini

Brüssel. Nach monatelangem Streit mit Deutschland hat das Europäische Parlament nun den Weg für strengere Abgasnormen bei Neuwagen frei gemacht. Dem Kompromiss zufolge soll die bisher für 2020 angepeilte Grenze von maximal 95 g Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer für alle neuen Autos erst 2021 gelten. Ab 2020 müssen 95% der Fahrzeuge diese Bedingung erfüllen. Zudem können sich Autobauer emissionsfreie Elektrofahrzeuge stärker als Entlastung anrechnen lassen. Die Grünen hatten zuvor das Vorgehen der deutschen Regierung scharf kritisiert.  www.europarl.europa.eu

versehen, um klassische Innenraumverkleidungen weglassen zu können. Materialien wie Aluminium, Magnesium und Teile aus Verbundwerkstoffen kommen zum Einsatz. Beim „Downsizing“ werden zum Beispiel statt Außenspiegeln leichtere Kameras verwendet, die das Bild in das Cockpit übertragen – das Leergewicht liegt so bei nur 670 kg. Daher konnte auch beim Motor eine leistungsärmere Variante herangezogen werden. Das Antriebskonzept des Mila Blue setzt auf einen Erdgas-Hybridantrieb (CNG – Compressed Natural Gas in Kombination mit einem 12 V-basierten Elektromotor). Werde statt Erdgas Biogas verwendet, sinke die CO2-Bilanz auf weniger als 36 g CO2 pro km.

Einer der unscheinbaren Messestars: Magnas neues Konzeptfahrzeug Mila Blue.

Im Fokus der Aufmerksamkeit stehen auch die neuen Versionen des Opel Adam.


H e r ste l l e r & Z u l i e f er e r

Freitag, 7. März 2014

automotivebusiness – 57

Daimler Trucks Der deutsche Lkw-Hersteller reagiert mit einer Investitionsoffensive auf VWs Kampfansage

NoVA Neue Regelung

Marktposition ausbauen

Deutliche Preiserhöhung Wien. Mit 1. März ist die Änderung von NoVA und motorbezogener Versicherungssteuer in Kraft getreten. Nachdem zunächst das Wegfallen der Deckelung der NoVA für einen großen Aufschrei in der Branche geführt hatte, ist es den Branchenvertretern noch vor der Einführung gelungen, in Verhandlungen die Auswirkungen der NoVA etwas abzumildern. An der grundsätzlichen Mehrbelastung der Autofahrer hat sich dadurch zwar nichts geändert, das Ausmaß der Mehrkosten konnte aber immerhin leicht gesenkt werden.

VW will sein Lkw-Geschäft vor allem durch die vollständige Übernahme von Scania stärken.

Absatz steigt kontinuierlich „Wir werden als Team von Daimler Trucks weiterhin mit Nachdruck daran arbeiten, unsere Position als Nummer eins der Lkw-Branche auszubauen“, sagte Bernhard. Und weiter: „Dabei nehmen wir grundsätzlich alle Wettbewerber ernst. Wir tun das auch in allen Märkten.“ Der Absatz von Daimler Trucks soll Bernhard zufolge 2015 bei mehr als 500.000 Fahrzeugen liegen, 2020 bei 700.000. 2013 hatte

Preis-Auswirkungen Demnach gilt: Für Fahrzeuge, die bis 16. Februar zugelassen wurden und die bis 30. September an den Endkunden übergeben werden, gilt noch die alte NoVA. Die stark vereinfachte Ermittlung der NoVA über „Steuersatz in % = (CO2 – 90g)/ 5“ blieb erhalten, die Deckelung wurde nun wieder eingeführt mit 32 Prozent. An den Abzügen wurden noch Veränderungen und Vereinheitlichungen durchgeführt. Von den Volumensmarken am stärksten von der NoVA-Regelung betroffen ist laut Berechnungen von Eurotax der südkoreanische Hersteller Hyundai, dessen Bruttopreise sich um durchschittlich 1,5 Prozent erhöhen dürften; knapp dahinter landen mit 1,4 Prozent Opel und 1,09 Prozent Volkswagen. Platz 4 geht an Audi mit Plus 1,07 Prozent, dicht gefolgt von BMW mit 1,06 Prozent und Mercedes-Benz mit 0,96 Prozent. Bei Seat und Ford betragen die Erhöhungen 0,92 bzw. 0,91 Prozent, bei Skoda und Renault nur 0,37 bzw. 0,11 Prozent. www.eurotax.at

Daimler sieht sich mit seiner Investitions-Offensive für die kommenden Jahre gut im Lkw-Geschäft aufgestellt.

Daimler die Verkäufe bereits um 5 Prozent auf 484.200 Fahrzeuge gesteigert. Der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft stieg leicht auf 1,75 Mrd. Euro, der Umsatz blieb mit 31,5 Mrd. Euro nahezu unverändert.

Verhaltener Jahresauftakt „Wir sind noch nicht zufrieden mit dem, was wir bis jetzt erreicht haben“, räumte Bernhard ein. Für 2014 stellte er weiteres Wachstum bei Absatz und Ergebnis in Aussicht. Mittelfristig will der Autobauer in der Sparte auf eine Umsatzrendite – dies ist das Verhältnis vom operativen Gewinn zum Umsatz – von 8 Prozent kommen.

Dazu beitragen soll auch ein Spar- und Effizienzprogramm; insgesamt soll es im Truck-Bereich bis Ende dieses Jahres mit 1,6 Mrd. Euro zu Buche schlagen und seine volle Wirkung dann 2015 erreichen. Eine halbe Milliarde hatte die Truck-Sparte bereits 2013 gespart.

Unterschiedliche Strategien Er sei zuversichtlich, dass Daimler seinen Zielen 2014 „ein gutes Stück näher“ komme, sagte Bernhard. Zum Jahresstart sei der Auftragseingang aber noch verhalten gewesen. Der Weltmarkt für mittelschwere und schwere Lkw werde

voraussichtlich moderat wachsen, die einzelnen Märkte dürften sich aber unterschiedlich entwickeln. Vorankommen will Daimler Trucks daher mit verschiedenen Strategien: Zum einen setzen die Stuttgarter mit ihren Lastwagen auf neue Technologien wie Notbremsassistenten und einen Tempomaten für geringeren Verbrauch. Zum anderen wollen sie neue Märkte erschließen – und Fahrzeuge anbieten, die auf die jeweilige Region zugeschnitten sind. „Es gibt sehr unterschiedliche Trucks, den jeweiligen Kunden angemessen“, erklärte Bernhard. www.daimler.com www.volkswagenag.com

AVL Ditest Der steirische Kfz-Diagnose- und Messtechnik-Spezialist konnte 2013 seinen Umsatz um 14 Prozent steigern

Im kommenden Jahr möchte AVL Ditest bei Umsatz und Ertrag weiter zulegen.

Graz. AVL Ditest geht mit einer neuerlichen Umsatzsteigerung in das 15. Bestandsjahr. Das 1999 in Graz gegründete Kfz-Diagnoseund Messtechnik-Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von knapp 57 Mio. Euro (plus 14 Prozent gegenüber 2012) erwirtschaftet. Damit konnten die Rekordumsätze der Jahre 2012 (50 Mio. Euro) und 2011 (45 Mio. Euro) getoppt werden. Im laufenden Jahr 2014 wollen die Kfz-Prüftechnikspezialisten ihre Erfolge im Messtechnik- und FahrzeugherstellerGeschäft weiter ausbauen und im Bereich der markenübergreifend einsetzbaren Diagnosegeräte zu-

legen. „Der im vergangenen Jahr angestrebte Ausbau unserer Position bei namhaften Fahrzeugherstellern, deren Markenwerkstätten wir mit Mess- und Diagnosetechnik ausstatten, ist uns geglückt. Die neuerliche Umsatzsteigerung ist sehr stark von diesen Erfolgen geprägt“, sagt der vorsitzende Geschäftsführer von AVL Ditest, Gerald Lackner. Zu den Kunden zählen hier beispielsweise VW, BMW, der Daimler-Konzern, Jaguar Land Rover und der Motorradhersteller KTM. Im Jahr 2014 will das Unternehmen vor allem bei den sog. Mehrmarken-Diagnosegeräten wachsen.  www.avlditest.at

fahren – beim Tanken sparen Umsteigen auf Erdgas zahlt sich aus:

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Tanken zum halben Preis

Hybride Antriebstechnik (Erdgas und Benzin)

Umweltfreundlich: weniger CO2 , kein Feinstaub

Bei führenden Autoherstellern erhältlich

Attraktive Förderungen beim Fahrzeugkauf

Flächendeckendes Erdgas-Tankstellennetz

© Renault Communications

© AVL Ditest/geopho.com

Weiter voll auf Wachstumskurs unterwegs

Renault-Modelle sind vergleichsweise wenig von Erhöhungen betroffen.

Entgeltliche Einschaltung

Stuttgart/Wolfsburg. Zwischen Volkswagen und Daimler scheint sich im Lkw-Geschäft ein neues Wettrüsten zu entwickeln. Nachdem Volkswagen angekündigt hat, den ehemaligen Daimler-Vorstand Andreas Renschler zum Chef seiner Nutzfahrzeugsparte zu machen und seine schwedische Nutzfahrzeugtochter Scania komplett übernehmen zu wollen, um dadurch die Zusammenarbeit mit seiner anderen Nutzfahrzeugtochter MAN zu vertiefen, hat nun Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard ebenfalls Investitionen angekündigt. Im kommenden Jahr will der Autobauer demnach 4,4 Mrd. Euro in seine Trucksparte investieren. Die Summe solle in einzelne Standorte, aber auch in Forschung und Entwicklung fließen.

© Daimler

Moritz Kolar

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M ode l l & H a n de l

58 – automotivebusiness

Freitag, 7. März 2014

BMW 220d Münchner erweitern das Modellportfolio permanent; auch das neue 2er Coupé macht Sinn und Freude

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Schnittiges Coupé mit Genen aus der Historie

Neues Erdgas-Modell im Skoda-Reigen

© Skoda

Das neue 2er Coupé soll an die legendären 02er-Modelle der 60er und 70er erinnern. Wien. BMW überträgt markentypische Fahrfreude in das Kompaktsegment. Das gilt bereits seit fast zehn Jahren für die Modelle der BMW 1er Reihe, die ihre Ausnahmeposition vor allem dem in dieser Fahrzeugklasse nach wie vor einzigartigen Hinterradantrieb, den kraftvollen Motoren mit BMW TwinPower Turbo-Technologie und einer überzeugenden Premium-Charakteristik verdanken. Mit dem neuen 2er Coupé hat BMW nun ein neues Modell knapp über dem 1er im Programm, will damit ein neues, kompaktes DynamikZeichen setzen und an historische Wurzeln anknüpfen, und zwar in Reminiszenz an die 1960er- und 1970er-Jahre, als die 02er-Reihe (Ahnen der 3er-Familie) sich vom 1500er bis zum Zweiliter in diversen Ausformungen zum Objekt der Begierde mauserte.

Salzburg. Beim Ausbau seiner umweltfreundlichen Modellfamilie setzt Skoda verstärkt auf Erdgasfahrzeuge. Jüngster Vertreter dieser Antriebsart ist der neue Skoda Octavia G-Tec, der auf dem Genfer Automobilsalon seine Weltpremiere feiert. Damit geht das mit Abstand wichtigste Modell des Auto­ herstellers künftig erstmals serienmäßig mit Erdgasantrieb an den Start. Der SkodaBestseller ist nach dem Skoda Citigo CNG Green tec das aktuell zweite Erdgasmodell der Tschechen. Verkaufsstart ist im Mai. Der CNG-Antrieb ist für die Octavia Limousine und für den Octavia Combi im Angebot. Der neue Skoda Octavia G-Tec ist mit einem 1,4 TSITurbomotor mit einer Leistung von 81 kW (110 PS) motorisiert; das Aggregat fährt sowohl mit Benzin als auch mit CNG. Die Reichweiten des neuen Octavia G-Tec sind beeindruckend: Bereits im reinen CNGBetrieb schafft der Octavia G-Tec bis zu 410 km, ohne nachzutanken. Der Verbrauch liegt bei 5,4 m3 (3,5 kg) Erdgas auf 100 km, das entspricht einem CO2Ausstoß von nur 97 g/km. Im reinen Benzinmodus liegt die Reichweite bei bis zu 920 km. Damit legt der Octavia G-Tec mit nur einer Füllung der Tanks insgesamt bis zu 1.330 km zurück. www.skoda.at

Franzose wird zum Car of the Year

© BMW

Beatrix Keckeis-Hiller

Skoda baut das Erdgas-Portfolio mit dem Octavia G-Tec weiter aus.

Klein, aber fein

Das neue 2er Coupé ist als 220d ab 35.150 Euro zu haben; der Einstiegspreis für den 218d liegt bei 31.950 Euro.

Ganz gegenwärtige Absicht ist, dass der Zweitürer sich deutlich vom 1er überhaupt und vom 1er Coupé im Besonderen absetzen soll. Optisch sowieso und im Sinne der von den Weiß-Blauen gern zitierten Dynamik erst recht. Dafür wurden in Länge, Breite, Radstand und Spurweite jeweils ein paar Zentimeter dazugelegt, an Dach-höhe ein wenig abgesägt und ihm ein knackig-kecker Popo auf den Leib geschneidert. Damit ist er um rund sieben Zentimeter länger als sein Vorgänger (um 702 mm). Er wirkt nicht nur deshalb gestreckter, weil er insgesamt 4,432 m lang ist, auch, weil die Bayern designseitig auf die bei ihnen bewährten, die Sportlichkeit unterstreichenden Zutaten setzen:

lange Motorhaube, kurze Überhänge, zurückversetzte Fahrgastzelle. Das klingt nicht unbedingt familienfreundlich-praktisch, soll es aber bei aller Sportlichkeit doch auch sein, wofür BMW ein paar Praxis-Features eingebaut hat: Das Klettern auf die Fondbank erleichtert eine Easy Entry-Funktion der Vordersitze. Der Kofferraum kann 390 l Gepäck aufnehmen. Noch mehr geht rein, wenn man allein oder zu zweit unterwegs ist und die Rücksitzlehnen im Verhältnis 40:60% (oder optional: 40:20:40) umlegt. Doch zurück zu dem, was BMW mit dem – heckgetriebenen, rund 1.500 kg schweren – 2er Coupé im Sinn hat: Sportlichkeit, vielmehr Sport. Dafür hat man einerseits

mit einer Achslastverteilung von 50:50%, andererseits mit entsprechenden Antrieben vorgesorgt. Der 220d überzeugt mit seinen 184 PS auf ganzer Linie, diese Motorisierung ist vollkommen ausreichend um viel Spaß zu haben.

Potenter Antrieb Gekoppelt ist der Antrieb jeweils mit einem manuellen SechsgangSchaltgetriebe. Eine AchtgangAutomatik ist optional zu haben. Serienmäßig dazu gehört in jeder Motorisierungsvariante ein StartStopp-System und die bei BMW „Fahrerlebnisschalter“ genannte Möglichkeit, Motor- und Fahrwerksabstimmung per Knopfdruck vorzuwählen. Gemäß der fort-

schreitenden Tendenz, dass kaum ein BMW von der Stange gekauft wird, ist das Offert an Ausstattungs-Optionen variantenreich und erst nach eingehendem Studium übersichtlich. Ausgehen kann man von den Hauptlinien „Modern Line“ und „Sport Line“ sowie dem „M Sportpaket“. Im Aufpreis-Katalog findet sich von Leder & Chrom und Alu-Rädern über aktive Sportlenkung, adaptives Fahrwerk und Sportautomatik auch adaptives Kurvenlicht bis zu jeder Menge Elektronik – Navigation, Infotainment – so gut wie alles, was das Bayern-Regal derzeit parat hat. An Assistenten kann man unter anderem haben: einen zur FußgängerErkennung und einen fürs Fernlicht. www.bmw.at

Subaru Forester 2,0XT CVT Subaru verleiht dem Forester auch in vierter Generation noch viel Esprit © APA/EPA/Sandro Campardo

Der Waldmeister mit dem Boxer-Herz Wien. Der asiatische Waldmeister Forester ist mittlerweile bereits in der vierten Generation am Markt. Geblieben ist jedenfalls der Boxermotor als Antrieb und, in der getesteten Version, ein CVT-Getriebe. Die Außenoptik gefällt jedenfalls sehr gut. Der Forester ist der Genetik seiner Vorgängermodelle treu geblieben und macht eher auf

Genf. Im Rahmen des 84. Genfer Automobilsalons erhielt der neue Peugeot 308 die prestigeträchtige Auszeichnung „Car of the Year“ 2014, die von einer Jury von Journalisten aus 22 europäischen Ländern ausgelobt wird. 30 neue im Jahr 2013 in Europa vertriebene Modelle von amerikanischen, koreanischen, europäischen und japanischen Herstellern standen für den Car of the Year-Award 2014 zur Wahl. Die mit ihren 58 Journalisten aus 22 europäischen Ländern eine große Meinungsvielfalt abbildende Jury hat aus den sieben im letzten Dezember bestimmten Finalisten nun den Sieger ausgewählt: Der Peugeot 308 gewinnt mit 307 Punkten vor dem BMW i3 mit 223 Punkten. www.peugeot.at

© Subaru

Hochtrabende Auszeichnung für den kleinen Kompakt-Franzosen.

geländegängiger Kombi als auch brachialer Offroader. Das steht dem Forester ausgezeichnet. Umso beeindruckender ist die Aussicht, die man vom Fahrersitz genießt, obwohl der Forester gefühlt gar nicht so besonders hoch wirkt. Das Platzangebot für alle Insassen ist ebenfalls gewachsen und vergrößerte Türöffnungen erleichtern das

Der Subaru Forester 2,0XT CVT ist in Österreich ab 50.390 Euro zu haben.

Ein- und Aussteigen. Der größere, 505 l fassende Kofferraum ist beim Topmodell 2,0XT CVT durch eine elektrisch betätigte Heckklappe erreichbar.

Umfangreiche Technik Die verstärkte Karosseriestruktur sorgt für einen weiter optimierten Insassenschutz. In Verbindung mit einem exzellenten Fahrwerk, das die Vorteile des weiterentwickelten Allradantriebs „Symmetrical AWD“ ausschöpft, bietet der neue Forester Bestwerte auch bei der aktiven Sicherheit. Die höhere Steifigkeit des Chassis sorgt außerdem für einen höheren Fahrkomfort. Das neue „X-Mode“-KontrollSystem simuliert verschiedene Straßenverhältnisse und sorgt auf Knopfdruck für eine optimale Fahrstabilität. Der Fahrer kann das System über einen Schalter im Cockpit aktivieren, über ein Multifunktionsdisplay wird er über den jeweils aktuellen Regelungseingriff der Elektronik informiert. Ferner verfügt der Forester neben einer elektronischen Berganfahr- auch

über eine Bergabfahrhilfe. Über einen elektronischen Bremseingriff wird jedes Rad individuell mittels einer Fahrdynamikregelung abgebremst, sodass die Geschwindigkeit beim Fahren auch steilster Abfahrten konstant bleibt, ohne dass der Fahrer eingreifen muss. Motorisch bietet der Subaru Forester viel Leistung aus dem Boxer-Benziner. 240 PS und 350 Nm zerren an den Antriebsachsen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Gasannahme beim Wegfahren. So muss man sehr vorsichtig auf das Pedal treten, um nicht einen massiven Ruck zu produzieren. Vergleichsweise gut arbeitet das CVT-Getriebe, eine Getriebeart, die zu Recht schon etwas aus der Mode gekommen ist. Durch das stufenlose Schalten treibt man den Subaru immer in relativ hohe Drehzahlbereiche; das macht sich v.a. bei sportlicherer Fahrweise auch akustisch bemerkbar. Trotz der hohen Drehzahlen bleibt der Forester allerdings auch relativ moderat, was den Verbrauch betrifft, und begnügt sich im Test mit rund 11,2 l auf 100 km. www.subaru.at


R u n d u m s au to

Freitag, 7. März 2014

automotivebusiness – 59

Zukunft im Wandel Studie von Commerz Finanz GmbH und BIPE dokumentiert Änderungen im Pkw-Nutzungsverhalten

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Automobile Wahrnehmung durchlebt tiefen Wandel Moritz Kolar

© Hödlmayr

Demnach setzen immer mehr Autofahrer auf Carsharing, Fahrgemeinschaften und Pauschalangebote.

Expansions-Fokus liegt auf Auslandsmärkten

Hödlmayr hat europaweit aktuell rund 600 Spezialtransporter im Einsatz.

Berlin. Geht es nach den Europäern, entspricht die Zukunft des Pkws der Shareconomy und ist geprägt von Carsharing, Fahrgemeinschaften und innovativen Mobilitätskonzepten. Dies geht aus einer repräsentativen Studie der Commerz Finanz GmbH in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut BIPE hervor. 4.830 Verbraucher in acht europäischen Ländern wurden dafür zu ihren Erwartungen und ihrem Nutzungsverhalten hinsichtlich Pkws befragt.

Schwertberg. Der oberösterreichische Fahrzeuglogistiker Hödlmayr International AG plant für heuer dank des Auslandsgeschäfts ein Umsatzplus. Eine Zahl nannte Firmenchef Johannes Hödlmayr in einer Pressekonferenz anlässlich des 60-jährigen Firmenjubiläums nicht. Im Vorjahr stiegen die Erlöse wegen des rückläufigen Automarkts nur leicht, von rund 190 auf etwa 200 Mio. €. „Der Autohandel ist leider in der Krise“, so der Firmenchef. Es sei ärgerlich, die Kuh weiter zu melken, ohne zu berücksichtigen, wie viele AutomotiveBetriebe es in Österreich gebe, sagte er in Richtung der Bundesregierung. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Auslandsmärkte: 2013 sei der Fokus bei der Expansion auf der Türkei gelegen, wo man mittlerweile 74 Mitarbeiter beschäftige – „Tendenz stark steigend“. Heuer will Hödlmayr einen Standort in Georgien eröffnen, Marktstudien würden erhebliches Potenzial zeigen. In Österreich hat das Unternehmen seit der Übernahme des Fahrzeug-Logistiklagers von Porsche Austria in Wiener Neustadt im März 2013 neben Graz einen weiteren Standort im Osten. Aktuell verfügt der Logistiker mit 600 Spezialtransportern und zehn europaweit eingesetzten Ganzzug-Systemen über insgesamt rund 1.400 Mitarbeiter in 15 Ländern; heuer sollen 150 neue Beschäftigte dazukommen.  www.hoedlmayr.com

Tiefgreifender Wandel „Das Prinzip der Shareconomy übertragen die Verbraucher schon heute auf das Auto. Die Hemmschwelle, Ersatzteile oder Zubehör im Internet zu erwerben, überwinden sie zunehmend. Dabei greifen sie auf kostengünstige Do-it-yourself-Angebote für Wartung oder Reparatur zurück“, erklärt Christian Geißler, Bereichsleiter Caravan, Auto und Motorrad der Commerz Finanz GmbH. „Nicht zuletzt sind es Carsharing-Angebote, die dem Verbraucher ein Plus an Flexibilität und Kosteneinsparung versprechen. Für Autohandel und Servicemarkt bedeutet dies tiefgreifende Veränderungen, aber auch neue Möglichkeiten. Über Selbsthilfewerkstätten, Wartungsverträge, digitale Services im Carsharing-Bereich oder innovative Finanzierungslösungen kann das eigene Geschäftsmodell neu profiliert werden.“ War der Pkw gestern noch Statussymbol, verbinden die europäischen Verbraucher heute damit vorrangig Freiheit und Autonomie (52%). Dies trifft besonders auf Frauen zu. Sie legen im Vergleich zu Männern mehr Gewicht auf den

Vom Statussymbol zum Verkehrsmittel: Immer mehr Autofahrer setzen sich hinters Steuer, um frei und unabhängig zu sein.

Aspekt mobiler Unabhängigkeit (56% zu 48%). In zehn Jahren hingegen wird der Pkw ein Fortbewegungsmittel unter vielen sein, sagen 37% der Europäer. Dementsprechend sind auch die Forderungen der Verbraucher an die Automobilindustrie: Sie wünschen sich „praktische“ Innovationen für mehr Effizienz und Kosteneinsparungen. HightechInnovationen sind weniger gefragt. 93% achten beim Kauf des nächsten Pkws auf den Kraftstoffverbrauch; einen geringen Schadstoffausstoß wollen nur 73% der Europäer bei der Wahl des nächsten Pkws berücksichtigen.

bilitätslandschaft. Sein Stellenwert wird sich jedoch nicht grundlegend ändern: Für drei Viertel (74%) der Europäer nimmt der Pkw auch in Zukunft eine ebenso hohe Bedeutung ein wie heute. Doch nur noch für jeden zweiten Verbraucher ist das Auto künftig ein Produkt, das er allein besitzt. Schon heute greift jeder fünfte Europäer auf Fahrgemeinschaften zurück. Auch in Zukunft erwarten die Europäer eine positive Entwicklung dieser Alternativen und schätzen dabei besonders Fahrgemeinschaften (73%) sowie Carsharing (73%) als vielversprechend ein. Mobilen Pauschalangeboten, die vom langfristigen Autoverleih bis zum Leihfahrrad reichen, rechnen sie etwas niedrigere Chancen zu (67%). Der Trend ist klar: Auch in der Gesellschaft von morgen bleibt

Stellenwert des Pkw sinkt Kosten- und Umweltbewusstsein der Europäer führen zu einer neuen Rolle des Pkws in der Mo-

das Auto fixer Bestandteil der Mobilitätslandschaft, jedoch mit von Grund auf geänderter Bedeutung und Nutzungsverhalten. Finanzielle Einschränkungen führen auch zu neuen Verhaltensmustern im Bereich Service und Reparatur. So wollen die europäischen Verbraucher künftig vermehrt Hand am eigenen Pkw anlegen und diesen selbst warten bzw. tun dies bereits (49%). Auch das Konzept der Selbsthilfewerkstatt nimmt an Bedeutung zu: Unter professioneller Anleitung wird hier der eigene Pkw in einer Kfz-Werkstatt repariert. 42% der Europäer zeigen sich an einem solchen Modell interessiert. Noch mehr Interesse rufen „All-inclusive-Wartungspakete“ hervor, welche zwei Drittel (68%) der Europäer in zehn Jahren beim Pkw-Kauf abschließen wollen.  www.commerzfinanz.com

Toyota setzt ganz auf Entertainment

ARBÖ Der heimische Autofahrerclub hat elf Reifen der Größe 225/45 R17 einem Sommerreifen-Test unterzogen

Testkandidaten zumindest „empfehlenswert“

Zufriedenstellendes Fazit Insgesamt wurden bei dem Test – dessen Ergebnisse vor wenigen Tagen im ARBÖ-Clubmagazin Freie Fahrt veröffentlicht wurden – elf entsprechende Reifen gestestet. Das Fazit fällt mit vier „Sehr empfehlenswert“ und sieben „Emp-

© Toyota

fehlenswert“ durchaus zufriedenstellend aus. Die größte Gesamtpunktezahl im Test weist mit 143 Punkten der Continental SportContact 5 auf, der vor allem beim Bremsen sowohl auf trockener als auch auf nasser Fahrbahn überzeugt, allerdings mit 556 € für vier Reifen vergleichsweise teuer ist. Platz zwei im ARBÖ-Reifentest geht ex equo an den Dunlop Sport Maxx RT und den Pirelli P Zero, dahinter folgt der Goodyear Eagle F1 Asymmetric 2.

Unterhaltsam: Im Fonds Filme schauen und Lieblingsmusik hören.

Weitere Testkandidaten Die höchste Punktezahl bei den „empfehlenswerten“ Reifen weist der Bridgestone Potenza S001 auf, gefolgt vom Nokian Line XL und dem Vredestein Ultrac Vorti. Auf den weiteren Plätzen landen der Apollo Aspire 4G.XL, der Barum Bravuris 3 HM, der Hankook Ventus S1 evo 2 und der Kumho Solus HS 51, der vor allem beim Bremsen auf nasser Fahrbahn deutlich hinter den Konkurrenzprodukten liegt.  www.arboe.at

© GTÜ/Tschovikov

Wien. „Schwarz, breit, stark“ – so warb bereits Ende der siebziger Jahre der Reifenhersteller Fulda für seine Breitreifen. „Breit“ war damals jedoch relativ. Zumindest aus heutiger Sicht. So verfügte noch in den achtziger Jahren ein Porsche 911 serienmäßig an der Vorderachse über 205 mm breite Pneus, an der Hinterachse waren diese immerhin schon 225 mm breit – genauso breit also wie die diesjährigen Testreifen in der Größe 225/45 R17, die als Optionsgröße heute ab Werk für viele Autos der Kompaktklasse lieferbar sind und wie sie im gemeinsamen Sommerreifentest 2014 von ACE, ARBÖ und der Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) unter die Lupe genommen wurden.

Vier der elf Testkandidaten wurden vom ARBÖ mit „Sehr empfehlenswert“ bewertet.

Tokio. Toyota bietet ab sofort ein Entertainment-System für die zweite Sitzreihe an. Es erlaubt die Wiedergabe von Filmen, Musik und Hörbüchern sowie die Einbindung von Spielekonsolen und iPad. Neben normalen DVD/CDs lassen sich auch MP3-, MP4-, WMA- und DivX-Dateien abspielen, auch viele gängige Spielekonsolen sind kompatibel. Die Ausgabe erfolgt auf portablen DVD-Playern, die crashgeprüft an den Rückseiten der Vordersitze und somit im Blickfeld der Kinder angebracht sind. Das In-Car-EntertainmentSystem samt Einbauset startet zu Preisen ab rund 700 € zuzüglich Montage.  www.toyota.com


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