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Freitag, 5. Juli 2013 – 27

Gigantische Verluste

Europas Schuldenkrise schlägt finanziell voll auf die Autohersteller durch  Seite 29

© Nissan Österreich

© StephenGibson

automotivebusiness Aus dem Baukasten

Renault und Nissan wollen mit einem neuen Baukastensystem Kosten sparen  Seite 30

golf variant kombi-update für den vw-topseller

© Volkswagen

Autos kommunizieren in Zukunft miteinander

© Volkswagen

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© Toyota

Emden. VW drosselt wegen der schwachen Europa-Nachfrage erneut die Passat-Produktion im ostfriesischen Emden. Dort sollten die Werksferien um zwei Tage verlängert werden, sagte ein VW-Sprecher. Die Ostfriesen-Zeitung hatte berichtet, dass die Bänder am 12. Juli und am 5. August stillstünden. Die Produktion ruhte bereits an mehreren Tagen im Februar, März und Mai. Im Emder Werk mit rund 8.800 Beschäftigten werden täglich gut 1.000 Passat gebaut.  www.volkswagen.de

© Opel

Sakarya/Türkei. Toyota nimmt die europäische Produktion der Corolla-Limousine wieder auf. Die Toyota Motor Manufacturing Turkey in Sakarya feierte vor wenigen Tagen den Produktionsstart der elften Generation des Bestsellers, die ab sofort zusammen mit dem Toyota Verso vom Band läuft. Für das Projekt wurden Investitionen von 150 Mio. € getätigt und 900 Mitarbeiter eingestellt. 2014 soll das Werk die volle Produktionskapazität von rund 150.000 Einheiten erreichen.  www.toyotatr.com

© APA/dpa/Alexander Rüsche

Car-to-X-Kommunikation Web-Evolution & digitale Vernetzung erfassen zusehends auch den Automobilbereich. Unter Federführung von Opel wurden entsprechende Technologien nun in einem Feldversuch unter die Lupe genommen.  Seite 28 AvtoVaz Neuer starker Mann an der Unternehmensspitze

Deutschland Zulassungszahlen gehen 8,1 Prozent zurück

Moskau. Seit Jahren unternimmt die russische Regierung intensive Bemühungen, um ihre Paradehersteller AvtoVaz wieder auf die Überholspur zu bringen. Nun scheint ein erster wichtiger Schritt gelungen zu sein: Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn wurde vor wenigen Tagen als neuer Aufsichtsratschef des russischen Autobauers präsentiert und löst in dieser Funktion Sergey Chemezov ab. Gleichzeitig wurde der Aufsichtsrat um drei Posten auf nunmehr 15 Mitglieder erweitert. Die Personalentscheidung soll auch ein Zeichen für die nun engere Zusammenarbeit der Hersteller sein.  gm-avtovaz.ru

Berlin. Der deutsche Automarkt will einfach nicht auf Touren kommen. Nach einer leichten Erholung im April ist der Markt im Mai wieder ins Minus gesackt, der Juni brachte laut Kraftfahrbundesamt einen Verkaufsrückgang von 4,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit wurden in Deutschland im Jahresverlauf bislang um 8,1 Prozent weniger Fahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen, womit man sich in international guter Gesellschaft befindet: Der französische Markt ist im ersten Halbjahr um 11,3 Prozent im Minus, der italienische um 10,3 Prozent.  www.kba.de

Carlos Ghosn ist nun auch Aufsichtsratschef beim russischen OEM AvtoVaz.

Deutscher Automarkt in der Krise

© panthermedia.net/Wen Hui Wang

Brüssel. Strengere EU-Grenzen für den Kohlendioxidausstoß sollen Neuwagen massiv verteuern. Laut Berechnungen der RWTH Aachen dürfte sich der Preisaufschlag bei einem Grenzwert von 95 g auf 2.800 bis 3.600 € belaufen. Grund dafür seien hohen Investitionen der Hersteller in Forschung und Entwicklung, die an die Kunden weitergegeben würden. Die EU-Kommission setzt die Kosten deutlich niedriger an und rechnet mit einer Refinanzierung durch den geringeren Kraftstoffverbrauch.  www.rwth-aachen.de

© EPA/Kiyoshi Ota

Ghosn führt AvtoVaz-Aufsichtsrat

Im ersten Halbjahr 2013 wurden in Deutschland 1,5 Mio. Autos verkauft.


C ov e r

28 – automotivebusiness

Kommentar

US-Militär gibt elektrisch Gas

Freitag, 5. Juli 2013

Car-to-X Kommunikative Fahrzeuge und Infrastruktur sollen den Verkehr in Zukunft nochmals deutlich sicherer machen

Kommunikation als Mittel zu noch mehr Sicherheit

Die Funktionalität der Technologie wurde bei einem groß angelegten Feldversuch in Frankfurt getestet.

H

aben wir zuletzt an dieser Stelle über Automobilbausätze (nicht die kleinen, das Toyota-Teil misst satte drei Meter) gesprochen, wollen wir nun ein anderes breitenwirksames Motorenthema diskutieren: Elektromotorräder. Ja, ja, wir wissen, KTM hat da schon ein Teil im Portfolio und auch andere Hersteller sind bei der Technologie recht weit, wir wollen uns aber konkret auf Elektromotorräder für Militärs konzentrieren. Diese werden laut ‚Zero Motorcycles‘ derzeit nämlich vom US-Militär auf ihre Praxistauglichkeit getestet, weil sie zahlreiche Vorteile bieten sollen. So seien sie dank ihrer beinahe geräuschlosen Fahrweise für Gegner nur schwer zu entdecken, zudem würde kein heißer Verbrennungsmotor die Maschinen für Infrarotgeräte sichtbar machen. Zu den militärischen Spezifikationen gehört laut Zero ein abschaltbarer Scheinwerfer für unbemerkte Nachtfahrten, ein Kippschalter statt Schlüssel für sofortiges Losfahren und ein integrierter Abschleppbügel, mit dem die Fahrt an die Front zügig vonstatten gehen soll. Stellt sich nur die Frage, wie man verhindern kann, dass man den Maschinen im Kriegsfall einfach den Stecker zieht und ob die Kampfhandlungen für die vermutlich zahlreichen Ladepausen der elektrischen Zweiräder auch wirklich unterbrochen werden.

Volvo Verkäufe legen zu

© Volvo Truck Corporation

Gutes Geschäft

Im Mai konnte Volvo Trucks weltweit insgesamt 9.689 Lkw verkaufen.

Göteborg. Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo konnte im vergangenen Monat seinen Absatz gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um vier Prozent auf 9.689 Fahrzeuge steigern. Zu verdanken ist dieser Erfolg dem guten Geschäft in Nordamerika (plus zehn Prozent auf 2.416 Lastkraftwagen) und Südamerika (plus 30% auf 2.178 Fahrzeuge), in Europa ist der Markt mit einem Minus von elf Prozent auf 3.556 Fahrzeugen weiter rückläufig.  www.volvotrucks.com

Frankfurt. Fahrzeuge, die miteinander kommunizieren. Die sich vor Unfällen und Gefahrenherde warnen. Die Informationen über dichten Verkehr oder Straßenbehinderungen austauschen. Die mit Ampeln und Verkehrszeichen Verbindung aufnehmen und die entsprechenden Zeichen und Signale im Display abbilden. Die automatisch Bremsmanöver einleiten, wenn Zusammenstöße unausweichlich scheinen und die vorausschauend über gefährliche Straßenverhältnisse informieren. Glaubt man den Ankündigungen der Automobilhersteller, wird durch Fahrzeug-Kommunikation (Car-to-X) unsere automobile Zukunft noch sicherer, als sie das dank zahlreicher Fahrassistenzsysteme in den vergangenen Jahren ohnehin bereits geworden ist.

Alltagstauglichkeit getestet

Fahrzeuge sollen in Zukunft nicht nur miteinander, sondern auch mit Infrastruktureinrichtungen kommunizieren können.

Das zeigen auch die Ergebnisse eines der größten Feldversuche zum Thema, die dieser Tage in Frankfurt präsentiert wurden. Unter Federführung von Opel hatten im Projekt „simTD“ (Sichere und Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland) insgesamt 17 Konsortialpartner die Funktionalität, Alltagstauglichkeit und Wirksamkeit von Car-to-X-Kommunikation erstmalig unter realen Bedingungen erprobt. Dabei wurden Fahrzeuge im Versuch untereinander und mit der Infrastruktur elektronisch vernetzt. Somit konnten Informationen wie zum Beispiel über Wetterverhältnisse und Straßenzustand sowohl von Fahrzeug zu Fahrzeug, als auch zwischen Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur sowie Umgebung ausgetauscht werden. „Wir konnten gemeinsam mit al-

len Partnern belegen, dass durch die simTD-Funktionen das Verkehrsverhalten positiv beeinflusst wird“, kommentierte Burkhard Milke, Direktor der Elektrik/Elektronik-Entwicklung bei Opel, die Ergebnisse. „Fahrsicherheit und -effizienz sind messbar erhöht worden. Nach umfassenden Befragungen der über 300 Probanden steht zudem fest, dass der Mehrwert der Car-to-X-Technologie für ein gleichzeitig sicheres, entspanntes und effizientes Fahren bestätigt wurde. Daher ist eine große Akzeptanz für diese Technologie auf dem Markt zu erwarten.“ Die 2012 gestartete Versuchsflotte aller Hersteller bestand aus insgesamt 120 Fahrzeugen sowie drei Motorrädern, wobei wegen der wissenschaftlichen Vergleichbarkeit alle Fahrzeuge mit der gleichen

simTD-Technik ausgestattet waren. Mit bis zu 120.000 Versuchskilometern pro Woche wurden während des Feldversuchs in mehr als 41.000 Stunden über 1.650.000 Kilometer absolviert. Ergänzend zum Feldversuch wurden Tests in der Fahr- und Verkehrssimulation durchgeführt und mit den realen Ergebnissen verglichen.

Kommunikative Vernetzung Opel hat innerhalb des Projekts neben vielen anderen Funktionen eine neuartige Wetterwarnung erprobt. „Die Themen Wetterwarnung und Straßenzustandsbericht sind exzellente Beispiele für die Verbindung von Car-to-X-Kommunikation mit dem sogenannten HMI (Human Machine Interface)“, sagte Milke. „Sie stehen auf der

Wunschliste der Autofahrer bezüglich zukünftiger Kommunikationssysteme ganz oben.“ Die im Versuchsgebiet vorhandenen SWIS-Stationen (StraßenWetter-Informations-System), die bereits heute wichtige Detailinformationen – beispielsweise für Streufahrzeuge – liefern, kommunizieren mit existierender Fahrzeugsensorik (z.B. Regenfühler), um vor Wetterwidrigkeiten zu warnen. Wichtige Parameter waren hierbei Taupunkt, Fahrbahntemperatur, Nebelsituation und Regenmenge. Die verwendete HMI-Schnittstelle (Human-Machine-Interface), also quasi die Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrzeug, wurde für den Feldtest einheitlich für alle Partner vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt.

Cecra Der europäische Kfz-Gewerbeverband verhandelt mit den Herstellern Zugeständnisse an die Händler

Händler wollen Neuregelung mit Herstellern Brüssel. Zwischen den europäischen Automobilhändlern und den Herstellern ist eine Diskussion über neue Rechte und Möglichkeiten entstanden. Über den Verband der europäischen Autohändler (ECD), einer Division des europäischen Kfz-Gewerbeverbandes Cecra, fordern die Händler neue Rahmenbedingungen, die ihnen in dem sich aktuell verändernden wirtschaftlichen Umfeld neue Möglichkeiten und Chancen einräumen sollen.

chende Einigungen in den „Code of Conduct“, einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Hersteller, aufzunehmen. Geführt werden die aktuellen Gespräche unter Moderation der Generaldirektion Unternehmen

der EU-Kommission, die aufgrund zahlreicher aktueller Änderungen in den GVO-Regelungen die Gespräche auch angeregt hatte. Laut ersten Aussagen hätten die Hersteller entsprechende Zugeständnisse aber abgelehnt. „Die

Fronten sind ziemlich verhärtet“, sagte daraufhin eta die ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann, die die deutschen Händlerinteressen in Brüssel vertritt, und mit zähen Verhandlungen rechnet.  www.cecra.eu

Fronten sind verhärtet Im Kern geht es dem Herstellerverband um drei entscheidende Punkte, mit deren Erreichen laut eigenen Aussagen „unnötige Schließungen von Betrieben vermieden“ werden sollen. So sollen etwa die Regelungen zum Mehrmarkenvertrieb und zur Übertragung des Händlervertrags für die Händler verbessert werden. Außerdem fordert der Verband einen Investitionsersatzanspruch bei Beendigung des Händlervertrags nach österreichischem Muster. Ziel der Händler ist es, entspre-

© Panthermedia.net/Dejan Krsmanovic

Jürgen Zacharias

© Opel

Moritz Kolar

Durch neue Rahmenbedingungen mit den Herstellern sollen „unnötige Schließungen“ von Automobilhändlern vermieden werden.


H e r s te l l e r & Z u l ie f e r e r

Freitag, 5. Juli 2013

automotivebusiness – 29

Automarkt Europa Die Staats- und Schuldenkrise kostet die Hersteller laut dem CAR-Center zwischen 2010 und 2020 rund 300 Mrd. Euro

Gigantische Verluste durch Krise Moritz Kolar

München. Der europäische Automarkt ist in der Krise. Seit rund eineinhalb Jahren gehen die Zulassungszahlen in praktisch allen Ländern (nur Großbritannien schwimmt konsequent gegen diesen Trend) kontinuierlich zurück, was den Herstellern teuer zu stehen kommt. Sehr teuer sogar, wenn man einer aktuellen Studie des CAR-Center der Universität ­D uisburg-Essen glauben darf. Demnach könnte die Finanzmarktund Staatsschuldenkrise in Westeuropa die Hersteller rund 300 Mrd. € kosten.

Signifikanter Rückgang Dieser Betrag ergebe sich für den Zeitraum 2010 bis 2020, berichtet Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, der für diese zehn Jahre von rund 24 Mio. nicht verkauf-

ten Fahrzeugen ausgeht. Zwischen 2000 und 2007 seien in Westeuropa jährlich rund 14,7 Mio. Autos neu zugelassen worden, sagte Dudenhöffer in einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus. 2013 würden mit wohl 11,2 Mio. Autos „so wenige Pkw wie noch nie seit Beginn der EU verkauft“, der Rückgang entspräche demnach in etwa dem Geschäft zweier ganzer Jahre.

– die zunächst durch Abwrackprämien zum Teil kompensiert werden konnten – und zuletzt einem kontinuierlich rückläufigen Markt zu kämpfen. Gut behauptet haben sich bisher die deutschen Premium-Hersteller wie Audi, BMW und Mercedes, auch Volkswagen und Hyundai sind trotz des schwierigen Marktumfelds durchaus erfolgreich unterwegs. Besonders stark schlägt die Negativentwicklung in Europa vor allem auf die französischen HerSchleppendes Geschäft steller Renault und PSA Peugeot Die Branche hat seit Beginn Citroen (siehe auch Artikel ganz der Finanzkrise im Jahr 2009 mit unten auf dieser Seite) sowie Opel durch.  schleppenden Verkaufszahlen bey.transit.medianet216x288/5.7.113_Layout 1 03.07.13 16:18www.uni-due.de Seite 1

Ingolstadt. Der deutsche Autohersteller Audi kommt beim Erreichen seiner Ziele besser voran als geplant und sieht sein Ziel von 1,5 Mio. verkauften Fahrzeugen in Reichweite. „Wir wollen diese Marke spätestens 2014 passieren, also früher als geplant“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler vor wenigen Tagen. Das ursprünglich für 2015 angepeilte Ziel sei nun „in greifbare Nähe gerückt“. Eine große Rolle beim Wachstum der Oberklasse-Tochter von Volkswagen spielt nach wie vor China. „In China wird es langfristig die größeren Wachstumsschübe geben“, sagte Stadler. „2020 rechnen wir mit 20 Millionen Einheiten“, prognostiziert er. Derzeit liege der Absatz in dem Land bei etwa 12 bis 13 Mio. Fahrzeugen.  www.audi.de

GM Kein Geld für Peugeot

Absage an Pläne

Im aktuellen Geschäftsjahr dürften in Europa rund 11,2 Mio. Autos verkauft werden.

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Audi Solides Wachstum

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© Panthermedia.net/Stephen Gibson

In diesem Zeitraum würden rund 24 Millionen Fahrzeuge weniger verkauft.

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Paris/Detroit. Der US-Konzern General Motors (GM) will kein zusätzliches Geld in den kriselnden französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen stecken. „Wir haben nicht die Absicht, zusätzliches Kapital im Moment bei PSA zu investieren“, teilte ein GM-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP mit. Er reagierte damit auf Berichte, dass die Familie Peugeot den US-Autokonzern gebeten habe, seinen Anteil von sieben Prozent an dem französischen Autobauer aufzu­ stocken.  www.gm.com  www.psa-peugeot-citroen.com

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30 – automotivebusiness

H er s te l l er & Z u l ie f erer

Freitag, 5. Juli 2013

Renault/Nissan Die Allianz der beiden Hersteller versucht über Einsparungen in Planung, Konstruktion und Einkauf zurück auf die Erfolgsspur zu finden

Über Einsparungen zum Erfolg Moritz Kolar

Paris/Tokio. Der Trend in der Automobilindustrie ist klar: Immer mehr Hersteller – allen voran Volkswagen – setzen auf modulare Baukastensysteme anstelle von starren Plattformen und erhoffen sich dadurch nicht nur eine Senkung der Entwicklungs- und Betriebskosten, sondern auch deutlich kürzere Produktzeiten – Vorteile, die gerade in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld den Unterschied ausmachen können, und so will die Allianz aus Renault und Nissan mit ihrem neuen CMF (Common Module Family) nicht nur den Anschluss an die Konkurrenz in der Entwicklung halten, sondern mit mehr Flexibilität bei Fahrzeuggröße und Radstand auch rascher auf aktuelle Entwicklungen und Trends reagieren. Das erste Modell mit der neuen Architektur wird Ende des Jahres die zweite Generation des Cross-

overs Qashqai sein, auch die für den US-Markt bestimmten Modelle Rogue und X-Trail sollen auf dem neuen System beruhen.

14 CMF-Modelle in Planung Bei Renault wird es noch etwas länger dauern, bis das CMF-System zum Einsatz kommt, Ende 2014 sollen dann die neuen Generationen von Scénic, Espace und Laguna mit CMF auf den Markt kommen. Laut Angaben der Allianz sollen in einem ersten Schritt 14 Modelle auf der neuen Architektur basieren, elf davon bei Renault.

Aber auch abseits des CMF gibt es bei Renault und Nissan eindeutig Grund zur Freude: Durch ihre enge Zusammenarbeit konnten die beiden Hersteller im vergangenen Jahr Synergieeffekte von 2,69 Mrd. € erzielen – mehr als je zuvor und um 54% mehr als 2011. Am meisten Geld wurde den Angaben der Unternehmen zufolge durch die Kooperation im Einkauf gespart (851 Mio. €). Danach folgten die Bereiche Antriebs­ stränge (709 Mio. €) und Fahrzeugtechnik (546 Mio. €).  www.renault.com  www.nissan.global.com

© Nissan Österreich

Hoffnungen setzt man vor allem in das neue modulare Baukastensystem.

Der Nissan Qashqai-Nachfolger soll Ende 2013 als erstes Modell auf CMF basieren.

Daimler Fuso-Produktion

Made in India

Chennai/Indien. Neben Bharatbenz Lkw für Indien produziert Daimler India Commercial Vehicles in Chennai seit Mai auch Fuso-Lkws für Exportmärkte in Asien und Afrika. Die ersten 70 Lkw wurden bereits nach Sri Lanka und Kenia exportiert. Bangladesch, Sambia, Tansania, Uganda und Brunei werden bis Jahresende ebenfalls aus Indien mit Lkws der Marke beliefert. Für 2014 ist der sukzessive Roll-out in den Wachstumsmärkten Indonesien, Thailand, Malaysia, Malawi, Simbabwe, Mosambik, Mauritius sowie auf den Seychellen geplant. Die neuen, mittelschweren und schweren Fuso-Modelle basieren auf derselben technischen Daimler Trucks-Produktplattform wie die Bharatbenz-Lkws.  www.daimler.com

Umfrage Beliebteste Marke

Deutsche voran

München. Deutsche Automarken sind in Europa sehr gefragt. Einer aktuellen Umfrage der Online-Autobörse AutoScout24 mit 75.000 Europäern aus sieben Ländern zufolge würden sich 63% der Befragten beim anstehenden Autokauf für ein deutsches Modell entscheiden. Am beliebtesten ist dabei Mercedes (18%), vor BMW und VW (mit je 14%). Laut der Umfrage sehen sich die meisten Europäer übrigens als sehr markentreu: 29% gaben an, jemand zu sein, der immer die gleich Automarke kaufe.  www.autoscout24.de

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© Daimler

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Freitag, 5. Juli 2013

H er s te l l er & Z u l ie f erer

automotivebusiness – 31

Magna Der Automobilzulieferer plant eine Restrukturierung und will Teile seiner Produktion in Europa in osteuropäische Länder verlagern

Europas Osten als neues Dorado Ziel der Produktionsverlagerung sei es, die operativen Margen zu erhöhen.

© APA/Harald Schneider

Moritz Kolar

Magna ist aktuell auf der Suche nach einem neuen Produktionsstandort in Osteuropa.

Oberwaltersdorf. Das vergangene Jahr war für den austrokanadischen Automobilzulieferer Magna durchaus ein gutes. Beim Gewinn konnte man mit 1,43 Mrd. USD (1,09 Mrd. €) um gleich 40% zulegen, die Erlöse erhöten sich immerhin um sieben Prozent auf 30,84 Mrd. USD (23,66 Mrd. €). Verantwortlich dafür war laut Magna-Chef Don Walker in erster Linie „die starke Performance“ in Nordamerika; in Europa sei man zumindest wieder profitabel geworden. Aufgrund der anhaltenden Krise des europäischen Automarkts

denkt man nun aber trotzdem laut über Produktionsverlagerungen nach.

die Standorte in Österreich sein. „Es gibt keine Auswirkungen auf Österreich oder die Steiermark“, sagte sie. Vielmehr werde „vermutlich“ in Belgien ein Werk geschlossen, „diese Intention ist vorhanden“, so die Sprecherin. Im Bloomberg-Gespräch hatte sich Galifi „eine Verbesserung der operativen Margen“ erwartet, wenn Magna seine Präsenz in den „östlichen Teil Europas“ verschiebe. Ziel sei auch eine höhere Dividende für die Magna-Aktionäre. Laut der Sprecherin geht es „generell um eine Restrukturierung“, wovon auch ein Teil der Belegschaft in Europa getroffen werden dürfte – „aber auch hierzu gibt es keine Pläne in Österreich“. Die Finanznachrichtenagentur berichtete weiter, das Magna acht mögliche neue Standorte in Osteuropa suche – Ungarn, Polen, Russland, Serbien und auch die Türkei kämen infrage.  www.magna.com

Österreich nicht betroffen Konkrete Überlegungen stellte kürzlich etwa der Finanzvorstand der Magna International Nordamerika, Vince Galifi, in einem Interview mit der Finanznachrichtenagentur Bloomberg an: „Wenn man Magna-Fabriken nach Osten verlagert, könnten wir mehr Gewinn machen“, wird der Manager zitiert. Von möglichen Verlagerungen ausgenommen sollen laut einer Magna-Sprecherin allerdings

Autobranche Tiefer Riss

Spreu & Weizen Hamburg. Der Riss geht quer durch die Branche: Während einige Autobauer Freiwillige suchen, um in den Sommerferien weiterzuproduzieren, möchten andere ihre Fabriken am liebsten heute schon zusperren und bis Weihnachten abwarten – so schlecht laufen die Geschäfte bei ihnen. „Es trennt sich die Spreu vom Weizen“, sagt Autoexperte Helmut Becker. Der Leiter des Münchner Instituts für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation rechnet damit, dass sich die Zahl der Automarken lichten wird.

Peugeot und Fiat in Gefahr Der Markt in Westeuropa steckt in der tiefsten Krise seit zwei Jahrzehnten und dürfte sich so schnell nicht erholen. „Peugeot und Fiat könnten am Ende durch den Rost fallen“, vermutet Becker. Die beiden Traditionsmarken könnten in einigen Jahren vom Markt verschwinden. Volkswagen, BMW und Daimler traut Becker dagegen zu, ihre Position auf Kosten schwächerer Konkurrenten auszubauen. Auch am größten europäischen Automarkt Deutschland sind die Verkaufszahlen im freien Fall. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) senkte bereits Anfang Mai seine Absatzprognose für das laufende Jahr auf 2,9 bis drei Mio. Neuanmeldungen. Bisher war der Verband für dieses Jahr von gut drei Mio. verkauften Fahrzeugen ausgegangen, nachdem 2012 knapp 3,1 Mio. Pkw verkauft worden waren.   www.iwk-muenchen.de

© privat

gANz KrAssE

Autoexperte Helmut Becker sieht schwierige Zeiten auf die Hersteller zukommen. 02.07.13 13:17


Modell & Handel

32 – automotivebusiness

Freitag, 5. Juli 2013

VW Golf Variant Nach den drei- und fünftürigen Modellen folgt nun das Kombi-Update für den Topseller

short

Der Segment-Kaiser folgt nun auch im Kombi-Trimm

Stylisher Nachfolger für den Kompakt-Japaner

© Mazda

Der neue Golf Variant verfügt über ein komplett neues Heckdesign und legt die Latte wieder höher. Gregor Josel

Der neue Mazda3 kommt im Herbst mit stylisher Optik und viel Technik.

Wien. Es ist schon beeindruckend, in welcher Frequenz derzeit die neuen Modelle des VW-Konzerns aus der Pipeline plätschern. Alleine beim Topseller Golf hat man im letzten halben Jahr fast jeden Monat eine neue Variante aus dem Hut gezaubert. Den Anfang machte der Standard-Golf, gefolgt vom Fünftürer, dem GTI und dem GTD. Nun macht VW den Golf-Reigen komplett und mischt auch die Kombi-Version „Variant“ ins Modellportfolio.

London. Über den ganzen Globus verteilt, fanden unlängst die Premierenpartys des neuen Mazda3 statt. Ins Rampenlicht fährt Mazda dabei mit einer modernen, dynamischen Interpretation eines Kompaktautos, mit unverwechselbarer Kodo-Design-Hülle, frisch gestyltem Innenraum, Smartphone-Online-Anbindung und vollgepackt mit Sicherheitsausstattung. Jede der vier Skyactive-Motorvarianten erfüllt höchste Effizienzansprüche. Das Designerblechkleid verschafft dem Mazda3 nicht nur eine sportliche Aura, sondern dank langem Radstand und kurzen Karosserieüberhängen auch viel Platz im Innenraum. Das komplett neu gestaltete Interieur punktet mit modernen Features. Neben dem 7“-Touchscreen-Monitor ermöglicht das Head-up-Display hinterm Lenkrad und der Dreh-Drück-Regler in der Mittelkonsole die intuitive Kontrolle aller Funktionen. Die barrierefreie Smartphone-Anbindung erlaubt den Passagieren den leichten und sicheren Echtzeit-Zugang auf ihr Smartphone und ins Internet. Unterwegs stehen damit dann rund 30.000 Radiostationen, viele Hörbücher und Facebook- und Twitter-Schnittstellen zur Verfügung.  www.mazda.at

Optisch zeigt sich der neue Golf Variant agiler denn je. Der neue Lademeister verfügt über die gleiche Frontoptik wie das StandardModell, die ja ebenfalls deutlich dynamischer gestaltet wurde. Viel deutlicher wird das frische Design dann allerdings ab der B-Säule. Gezielte Modifikationen, scharfe, aber fließende Kanten und deutlich mehr Selbstbewusstsein prägen die Silhouette des neuen Golf Variant. Generell wurde der Golf breiter und niedriger, das verleiht dem Fahrzeug speziell als Kombi eine bullig-sportliche Note. Den Designern ist es gelungen, erstmals die wie ein Bogen gespannte Form der für den Golf typischen C-Säule auf die D-Säule des Variant zu übertragen. Das leicht nach hinten abfallende Dach rundet den optischen Auftritt gekonnt ab. Der dynamischen Optik entsprechend haben die VWDesigner auch an der Heckpartie ordentlich Hand angelegt. Erstmals verfügt der neue Variant nun über geteilte Heckleuchten und tut es damit den Konkurrenten à la Ford Fiesta oder Opel Astra gleich. Das Heck des Lade-Golfs wirkt damit

Sondermodell des ­beliebten City-Flitzers

© Stockwerk Racing Team

Geteilte Heckleuchten

Der Topseller Golf ist nun auch als langersehnte Variant-Version zu haben. Der Einstiegspreis liegt bei 20.190 Euro.

deutlich kompakter und stellt das Kombi-Thema nicht mehr ganz so vordergründig in den Mittelpunkt wie bei den Vorgängermodellen, die ja die Heckleuchten bisher immer nur seitlich an der Wagenkante trugen …

Gewachsene Ladekompetenz Öffnet der neue Golf Variant seine große Klappe, dann bietet er Platz ohne Ende. Im Vergleich zum Standard-Golf wuchs der Variant in der Länge um 307 mm auf 4.56 m und bietet im Kofferraum nun 605 l Platz, das sind 20% mehr als bisher. Legt man die hinteren Sitze – nun endlich mittels Hebelei im Heck – um, so finden gar 1.620 l Platz. Ab der Ausstattungslinie

Comfortline lässt sich auch der Beifahrersitz einebnen und bietet damit eine maximale Ladelänge von 2,70 m.

Nichts zu meckern Im Innenraum herrscht das bereits aus dem Standard-Golf bekannte Wohlfühl-Klima. Der Golf kann zwar nicht die ganz großen Emotionen, aber er beherrscht sein angeborenes Fach wie kein anderer. In Funktionalität, Praktikabilität und Alltagstauglichkeit braucht man dem Topseller nichts vorzumachen. Auffällt, dass nichts auffällt. Der Golf Variant fährt sich souverän, auch bei hohem Tempo auf der Autobahn liegt die Lautstärke im Innenraum auf dem Niveau einer

Limousine der oberen Mittelklasse. Durch den längeren Radstand und den Deut Mehrgewicht ist der Variant im Vergleich zum Drei- und Fünftürer noch komfortabler zu fahren. In perfektem Einklang mit alldem steht der Antrieb des neuen Golf Variant. Es macht keinen Unterschied, mit welcher Motorisierung man den Variant bewegt – ausnahmslos alle Motor-Getriebekombinationen sind hervorragend auf das Auto abgestimmt. Und wo man noch vor einigen Jahren gern zu den bewährten und durchzugsstarken TDI-Motoren griff, hat VW nun auch in Sachen Benziner alles fest im Griff. Selbst in der kleinsten Benziner-Variante mit 85 PS leistet sich der Golf-Kombi keine Patzer.  www.volkswagen.at

Fiat 500L Der Mini-Van im 500er-Look mit viel Platz, gelungenem Interieur und optionaler Espressomaschine

© Daimler

Kleiner Großer mit Espresso an Bord Wien. Irgendwie war es ja ziemlich klar, dass Fiat die erfolgreiche Fiat 500er-Serie ausweiten wird. Nachdem Mini ja schon mit dem Paceman das ursprüngliche Konzept sprengte, zog nun auch Fiat nach und designte einen Mini-Van im Look des 500er, wenngleich die beiden nicht mehr wirklich etwas miteinander zu tun haben. Eines hat der 500L jedoch in jedem Fall von seinem kleinen Urvater übernom-

Salzburg. Nach dem smart fortwo BoConcept signature style, den die BoConcept-Stores seit diesem Frühjahr in verschiedenen Metropolen der Welt als Markenbotschafter einsetzen, kommt jetzt mit dem smart fortwo edition BoConcept ein Sondermodell für alle DesignFans auf den Markt. Mit Preisen ab 15.067 € wird das limitierte Modell in Österreich zu einem sehr attraktiven Einstand angeboten. Außen findet sich der markante Gelbton an den Spiegelkappen sowie den Nabenabdeckungen der Leichtmetallräder. Die Bodypanels sind in Kristallweiß matt lackiert, die tridionSicherheitszelle ebenso wie die Leichtmetallräder hingegen in Anthrazit glänzend. Der neue, chice smart fortwo edition BoConcept basiert auf der Standard-Ausstattungsline „passion“.  www.smart.at

© Fiat Austria

Neues Smart-Sondermodell „­BoConcept“ ab 15.067 Euro.

men: den gewissen italienischen Lifestyle. Dafür spricht neben der individuellen Ausstattung und dem unverkennbaren Design auch die Tatsache, dass es für den 500L optional auch eine Espressomaschine für die Mittelkonsole gibt. Ob das Brühen eines Espressos nun genauso strafbar ist wie Telefonieren, sei nun mal dahingestellt. Was die Optik betrifft, nimmt der 500L tatsächlich klare Anleihen an

Der Fiat 500L 1,3 Multijet 85 ist in der Top-Ausstattung Lounge ab 21.700 € zu haben.

seinem kleineren Pendant. Speziell die Front macht die Genetik des 500L auf den ersten Blick klar, und betrachtet man sich den Italo-Van aus der Frontalperspektive und ohne Referenzpunkt im Hintergrund, fiele gar nicht auf, dass er erheb­ lich größer ist als der Standard 500.

Mehr drin, mehr drauf Der Innenraum ist designmäßig auf der verspielten Seite. Chice lackierte Oberflächen werden kombiniert mit modernen Features und Instrumentierungen. Das Platzangebot ist ausgesprochen großzügig, wobei die Kopffreiheit in zweiter Reihe mit dem Panoramadach, das in der getesteten Ausstattungsvariante „Lounge“ zur Serienausstattung gehört, endenwollend ist. Noch einen weiteren Nachteil hat das massive Glasdach: Bei großer Hitze und direkter Sonneneinstrahlung heizt sich das Fahrzeug äußerst schnell auf und ist dann nur mehr schwer mittels Klimaanlage abzukühlen, denn das Panoramadach verfügt nur über ein lichtdurchlässiges Rollo und keine

komplett schließende Abdeckung. Das Kofferraumvolumen kann von bereits sehr anspruchsvollen 400 l auf bis zu 1.315 l erweitert werden. Mit der umklappbaren Beifahrersitzlehne verfügt man über eine bis zu 2,4 m lange Ladefläche. Zusätzlich zur Standard-Ausstattung bietet das „Lounge“-Paket noch eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, das Display „Active Color Matrix“, Fensterheber hinten, automatisch abblendende Innenspiegel, Klapptische auf der Rückseite der Vordersitze, ein Lederlenkrad in Bicolor sowie auch einen Lichtund Regensensor.

Rennstrecke oder Shoppen? Mit den 85 PS des 1,3 l MultijetMotors ist der 500L nun nicht gerade übermotorisiert, gibt sich aber durchaus komfortabel, was die Beschleunigungsqualitäten betrifft. Dem zuträglich sind jedenfalls die 200 Nm Drehmoment des kleinen Diesels. Im Durchschnitt verbraucht der kleine Große rund 5,9 l.  (gj)  www.fiat.at


I n n ovat i o n & U m w e lt

Freitag, 5. Juli 2013

automotivebusiness – 33

Aufschwung steht bevor VDA-Präsident Matthias Wissmann rechnet mit steigenden Verkäufen von Elektrofahrzeugen

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Elektroautos soll endlich der Durchbruch gelingen

Iveco und Gazprom ­kooperieren in Russland

© Iveco

Im zweiten Halbjahr 2013 und 2014 sollen 16 neue Modelle deutscher Hersteller den Markt befeuern. Moritz Kolar

Im laufenden Jahr wurden in Österreich bislang erst 91 Elektroautos zum Verkehr zugelassen – um 51,9 Prozent weniger als 2012.

Die Preise für elektrisch angetriebene Fahrzeuge, insbesondere für ihre Batterien, werden nach VDA-Einschätzung bald sinken. „Untersuchungen zeigen, dass sich für viele Autofahrer Elektromobilität schon in kurzer Zeit rechnen wird“, sagte der Auto-Cheflobbyist und frühere Bundesverkehrsminister. „Das sind vor allem Pendler aus den Speckgürteln mittelgroßer und größerer Städte und gewerbliche Nutzer wie Kurier- oder Pflegedienste, die geregelte Strecken fahren und eine mittlere jährliche Fahrleistung verbuchen.“ Wissmann sprach sich dafür aus, weiter auf das Ziel der Bundesregierung von einer Mio. eingesetzter Elektroautos im Jahr 2020 hinzuarbeiten. Dies diene vor allem

dazu, dass die deutsche Autoindustrie im Markt für Elektromobilität eine ähnliche Pionier-und Schlüsselrolle erobere wie bisher beim Verbrennungsmotor.

Neue Modelle ante portas Während Hersteller wie Renault und Nissan bereits mit eigenen E-Modellen am Markt sind, werden die deutschen Autobauer erst in den kommenden Monaten mit ihren elektrischen Fahrzeugen auf die Straße kommen. So bringt BMW Ende des Jahres den elektrischen Kleinwagen i3 auf den Markt – sicherheitshalber können sich die Kunden einen zusätzlichen kleinen Benzinmotor dazubestellen, um die

Reichweite zu erhöhen. Die mangelnde Reichweite der Fahrzeuge ist der aktuell größte Minuspunkt der Technologie und wird von vielen Konsumenten – neben den durch die teuren Motoren teuren Fahrzeugen und dem fehlenden Netz von Aufladestationen – als Hauptgrund dafür genannt, sich nicht für ein Elektrofahrzeug zu entscheiden. 2012 gab es laut VDA daher nur rund 4.000 Neuzulassungen bei Elektroautos, insgesamt seien damit 8.500 Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs.

Zulassungszahlen rückläufig In Österreich ist diese Entwicklung – wenn man die Zahl der Neu-

zulassungen ins Verhältnis zur Einwohnerzahl setzt – ähnlich. 2012 gab es laut Statistik Austria insgesamt 427 neu zum Verkehr zugelassene Elektroautos, im Jahr davor waren es immerhin 631 Fahrzeuge. Dieser Rückgang von rund einem Drittel scheint sich im laufenden Jahr allerdings weiter zu verstärken: Von Jänner bis Mai wurden nur 91 Elektroautos neu zum Verkehr zugelassen, was einem Minus von 51,9% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Mit Jahresende 2012 waren 1.389 Elektroautos auf heimischen Straßen unterwegs.  www.vda.de  www.statistik.at

Continental Der Automobilzulieferer macht innovative TFT-Displays auch für Zweiräder nutzbar

Mehr Kontrolle und mehr Überblick Hannover. In Fahrzeuginnenräumen haben sich Displays mit Thin Film Transistor (TFT)-Technologie als Instrumentierungslösung längst durchgesetzt. Mit Continental hält das Produkt jetzt Einzug in den boomenden Zweiradmarkt. Continental erweitert Motorradcockpits um völlig neue Anzeigefunktionen – so übermitteln die Continental TFT-Einheiten Zweiradfahrern nahezu alle denkbaren Informationen, von der Geschwindigkeit über Außentemperatur und Navigation bis hin zur Einstellung der Griffheizung und der Übertragung des Smartphone-Bildschirms. Das Design ist für die extremen Anforderungen in Motorradcockpits konzipiert und soll, trotz wechselnder Witterungsverhältnisse und rauer Bedingungen, Langlebigkeit und Funktion garantieren.

nissen die Informationen problemlos ablesen; einen wesentlichen Beitrag dazu leistet auch der 4,2“ große Bildschirm, der dank einer Pixelanzahl von 480 x 272 selbst Grafiken ideal darstellen kann. Ein weiterer Pluspunkt des Systems ist seine Flexibilität: Die TFTEinheiten lassen sich leicht und

individuell in die verschiedensten Konzepte der Hersteller integrieren.

Zahlreiche Produkte Continental bedient mit einem breiten Produktportfolio alle Zweirad-Marktsegmente. Neben den

© Continental

Bei allen Verhältnissen lesbar Besonders großen Wert haben die Entwickler auf eine ideale Lesbarkeit der Anzeige gelegt. Durch einen hohen Kontrast kann der Motorradfahrer bei allen Lichtverhält-

Moskau. Iveco und Gazprom wollen gemeinsam den Markt für Erdgas-Lkw in Russland vorantreiben. Beide Firmen sehen dafür gute Chancen. Iveco bietet eine komplette Modellpalette von leichten bis schweren Erdgasfahrzeugen an, und der größte Förderer von Erdgas in der russischen Förderation verfügt noch über immense Vorräte. Geplant sind auch gemeinsame Kampagnen, CNG als Treibstoffalternative zum Rohöl darzustellen. Iveco unterstüzt Gazprom zudem mit Fahrzeugen für Messen und Ausstellungen. Ein wichtiger Beitrag soll auch die Entwicklung von neuen Befüllungstechniken sowie der Ausbau des Tankstellennetzes sein.  www.gazprom.com  www.iveco.com

Mithilfe der Technologie werden völlig neue Anzeigenoptionen darstellbar.

Hightechinstrumenten, die alle Kategorien der Oberklasse ausstatten, bietet der Konzern auch kostengünstige Konzepte. Das elektronische Instrument-Cluster (EIC) mit integriertem Geschwindigkeitssensor ist eine solche Innovation, die im Bereich der kostengünstigen Zweiräder als Systemlösung angeboten wird. Diese Technologie ist eine Alternative zu mechanischen Instrument-Clustern, durch die Robustheit, Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Flexibilität steigen. Selbst kleine Mofas und Roller können mit diesen erschwinglichen Modellen instrumentiert werden – ganz im Sinne des Megatrends „Kostengünstige Fahrzeuge“. „Mit diesen kostengünstigen Produkten stellen wir Motorradherstellern elektronische Lösungen zur Verfügung, um dem immer größer werdenden Bedarf der neuen aufstrebenden Märkte wie China und Indien an kosteneffizienten Technologien selbstbewusst begegnen zu können“, sagt Michael Ruf, Leiter der Business Unit Commercial Vehicles & Aftermarket bei Continental.  www.conti-online.com

Bremslicht wird digital übertragen

© Ford-Werke

Preise werden weiter sinken

Iveco verfügt über eine komplett auf Erdgas abgestimmte Fahrzeugflotte.

© Panthermedia.net/Andrea Lehmkuhl

Berlin. Wollen Politiker in Westeuropa ihre hochgesteckten Ankündigungen zur Einführung von Elektroautos noch realisieren, muss die Technologie langsam, aber sicher aus ihren Kinderschuhen kommen. Geht es nach VDA-Präsident Matthias Wissmann, soll das aber auch bald passieren. Der Chef des Verbandes der Automobilindustrie erwartet für das zweite Halbjahr 2013 und für 2014 deutlich steigende Verkaufszahlen bei Elektroautos in Deutschland. Hauptgrund sei, dass deutsche Hersteller bis 2014 insgesamt 16 Modelle auf den Markt brächten, sagte Wissmann der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Damit wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Wir werden dann über einige Zehntausend Fahrzeuge reden und Mitte des Jahrzehnts hoffentlich auch über eine sechsstellige Zahl.“

Durch die neue Technologie soll Autofahren noch sicherer werden.

Detroit/Frankfurt. Ford hat ein „Elektronisches Bremslicht“ mit Funktechnologie erprobt. Es warnt Autofahrer im entfernt nachfolgenden Straßenverkehr vor stark bremsenden Fahrzeugen. Im Falle einer Notbremsung überträgt das elektronische Bremslicht ein Daten-Signal, das im Display nachfolgender Fahrzeuge angezeigt wird. Die Technologie erlaubt damit sogar das Warnen von Verkehrsteilnehmern, die sich außerhalb des Sichtfelds befinden, beispielsweise hinter Kurven. Der Test dieser Technologie erfolgte im Zuge des groß angelegten Feldversuchs „Sichere Intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland“ (simTD) zur Erforschung von Kommunikation zwischen Fahrzeugen untereinander und mit ihrer Umgebung im Hinblick auf Verkehrssicherheit und verbesserten Verkehrsfluss. Ford steuerte 20 speziell ausgestattete S-Max für das markenübergreifende Forschungsprojekt bei sowie Technologien wie ein Verkehrszeichen-Informationssystem und einen neu entwickelten Hindernis-Warner, der Autofahrer frühzeitig über potenzielle Gefahren durch Gegenstände oder Personen auf der Fahrbahn informiert.  www.ford.com


R u n d u m s au t o

34 – automotivebusiness

short

Lanxess macht Leder 20 Prozent leichter

Freitag, 5. Juli 2013

ÖAMTC Der Autofahrerclub hat die Risiken von mangelhafter und ungesicherter Ladung unter die Lupe genommen

Ungesicherte Ladung ist eine potenzielle Gefahr

Koffer, Werkzeuge und andere Ladungsgegenstände entwickeln bei Unfällen eine ungeheure Wucht.

Dank des neuen Verfahrens lässt sich das Gewicht von Leder reduzieren.

Leverkusen. Unter dem Namen X-Lite hat der SpezialchemieKonzern Lanxess ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich gewichtsreduziertes und gleichzeitig qualitativ hochwertiges Leder effizient produzieren lässt. Es versetzt Gerber in die Lage, auch aus dünnerem Narbenspalt Premium-Leder unter Erfüllung der Dickenspezifikation mit einem niedrigen Flächengewicht für die Automobil- und Flugzeugindustrie herzustellen. Dazu wird das Leder während der Nachgerbung mit einer Dispersion von expandierbaren Mikrokapseln behandelt, die sich bevorzugt in loser strukturierten Stellen der Lederhaut (Corium) ablagern. Sie bestehen aus einer gasdichten thermoplastischen Hülle, die einen flüssigen, unter Druck stehenden Kohlenwasserstoff einschließt. Während einer nachfolgenden Wärmebehandlung dehnen sich diese Mikrokapseln auf das bis zu vierzigfache Volumen aus und füllen so Hohlräume und lose Stellen des Leders nachhaltig auf. Nachfolgende Prozessschritte wie Millen oder Zurichten werden durch die expandierten Mikrokapseln nicht beeinträchtigt. Das Ergebnis ist ein Leder mit vollem und weichem Griff, attraktivem optischem Erscheinungsbild und einem Flächengewicht, das um bis zu 20% unter dem eines konventionell hergestellten Leders gleicher Dicke liegt.  www.lanxess.de

© GM Company/Andreas Liebschner/EPA

Sedran Europachef von Chevrolet und Cadillac

Thomas Sedran wechselt innerhalb des GM-Konzerns seinen Posten.

Zürich. Thomas Sedran (48) wurde mit Anfang Juli neuer Europachef von Chevrolet und Cadillac in Zürich. Der Manager war zuletzt Opel-Vorstand für die Bereiche Operations, Geschäftsentwicklung und Unternehmensstrategie. Sein Posten soll nicht wieder neu besetzt werden. Sedran gilt als Vertrauter von Opel-Aufsichtsratschef und GM-Vize Steve Girsky. Er folgt auf Susan Docherty, die von ihrem Amt zurückgetreten ist; sie hat den Mutterkonzern General Motors nach 27 Jahren verlassen.  www.gm.com

Wien. Fahrzeuge werden immer sicherer, doch die Gefahren durch mangelnde oder falsche Personenund Ladungssicherung werden unterschätzt. Ein Test des ÖAMTC zeigt die fatalen Folgen bei einem Crash mit 50 km/h auf. Nachgestellt wurde eine Fahrt in den Sommerurlaub in einem Mittelklassewagen. „Bei einem Aufprall mit 50 km/h fliegen ungesicherte Gepäckstücke von Kofferraum und Rücksitzbank in die Fahrgastzelle. Die Insassen müssen mit schwersten Verletzungen an Kopf, Brust und Wirkbelsäule rechnen“, fasst ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl zusammen.

Fatale Beschleunigung Der ÖAMTC-Techniker rechnet vor, dass ein nicht gesicherter Gegenstand im Crashfall mit 50 km/ h das 30- bis 50-Fache seiner Gewichtskraft an Wucht entwickeln kann. Das bedeutet, dass ein Gegenstand mit 20 kg, der formschlüssig an der Rückbank anliegt und dieselbe Verzögerung wie das Fahrzeug erfährt, mit einem Gewicht von ca. einer halben Tonne gegen die Rückbank drückt. Mit der Geschwindigkeit potenziert sich die Gefahr, denn: Doppelte Geschwindigkeit bedeutet vierfache Aufprallenergie. Als fataler Leichtsinn erweist sich fehlende oder falsche Personensicherung: Nicht angegurtet (Fahrer) bzw. angegurtet, aber die Füße am Armaturenbrett (Beifahrer), erleiden die Insassen schwerste bis tödlichen Kopfverletzungen. „Beim Crash mit 50 km/ h rutscht der nicht angegurtete Fahrer nach vor, trotz Airbag-Auslösung prallt der Kopf gegen die Windschutzscheibe. Beim Beifah-

© ÖAMTC/Axel Griesch Fotografie

© Lanxess/Daniel Kozik

Moritz Kolar

Schlecht gesicherte Ladung kann sich bei Unfällen rasch zu einer potenziellen Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer entwickeln.

rer werden die Beine durch den Airbag nach oben geschleudert. Die Füße durchschlagen die Scheibe, der Kopf schlägt auf Unterschenkel und Knie“, beschreibt der ÖAMTCTechniker.

Richtige & falsche Sicherung Für den Test wurde ein BMW 5er als Beispiel für ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse einmal richtig und einmal falsch beladen, und zwar mit einer Kühlbox (10 kg), einem Kanister Scheibenwaschmittel (10 kg), einem Trolley (10 kg), drei Koffern (je 25 kg), zwei Gartenstühlen (je 5 kg), einem Gartentisch (10 kg), zwei Klappliegestühlen (je 4 kg) und diversen Spiele sowie Zubehör. Für den Crashversuch mit schlecht gesicherter Ladung wurden der Tisch und die Sessel flach aufeinander gelegt, schwere Taschen darauf gestellt. Spiele und weiterer Urlaubsbedarf standen

auf der Beladung, die Kühlbox hinter dem Beifahrer ungesichert auf der Rücksitzbank. Beim Aufprall mit 50 km/h wurde der Innenraum völlig demoliert. Die Gepäckstücke trafen die Insassen und verursachten schwere Verletzungen. Bei einem zweiten Test wurde alles korrekt gesichert. Sperrige Gegenstände wurden auf der Rücksitzbank positioniert und durch die Sicherheitsgurte gesichert, die schweren Koffer und Taschen standen an der Rückbank an. Die Gepäckstücke wurden mittels Gurten an den Zurrösen befestigt und diagonal zusammengeschnürt, Kleinteile wurden verstaut. „Auch der Crashversuch mit gut gesicherter Ladung überzeugte nicht ganz. Zwar wurde niemand von der Ladung verletzt, doch auch hier war die Grenze des Möglichen schnell erreicht. Die Rückenlehne der Rücksitzbank war mit der Belastung durch die schweren Koffer

bereits an der Belastungsgrenze angekommen“, erklärt der ÖAMTCExperte.  www.oeamtc.at

ein mehr an sicherheit Nicht nur bei Urlaubsfahrten, sondern auch im gewerblichen Bereich spielt die Ladungssicherheit eine entscheidende Rolle. Schlecht oder ungenügend gesicherte Werkzeuge und Materialien werden bei einem Unfall rasch zu unkontrollierbaren Geschossen. Nicht nur mit Gurten, sondern auch mit Ladungssystemen, wie sie beispielsweise Sortimo im Portfolio führt, kann man hier für Abhilfe sorgen. Entsprechende Systeme wie etwa die L-Boxx-Reihe sind in der Anschaffung zwar oft nicht günstig, rechnen sich aber durch ihre integrierten Ladungssicherungsmöglichkeiten und sind zudem praktisch miteinander kombinierbar beziehungsweise auch außerhalb der Fahrzeuge als Aufbewahrungs- und Ordnungssysteme nutzbar.  www.sortimo.at

Generali Der heimische Versicherer hat Autobesitzer nach ihren Bedürfnissen, Plänen und Einstellungen befragt

Jeder zweite Österreicher plant Autokauf Wien. „Das Auto hat für die Österreicher einen unverändert hohen Stellenwert. Zwar hat sich das Fahrverhalten geändert, doch ist der Besitz eines eigenen Autos für eine deutliche Mehrheit nach wie vor von elementarer Bedeutung. Bis 2015 plant sogar jeder zweite Österreicher einen Autokauf. Viele wollen dabei in Sicherheitseinrichtungen investieren“, bringt Walter Kupec, Vorstand der Generali Ver-

sicherung, die Ergebnisse der 6. Generali-Autostudie auf den Punkt. Die Generali, mit 18% Marktanteil Österreichs größter Kfz-Versicherer, hat in einer repräsentativen Online-Erhebung 2.003 Autobesitzer in Österreich befragt. „Für uns ist es unerlässlich, die Bedürfnisse, Pläne und Einstellungen der Autobesitzer und -fahrer zu kennen, um ihnen eine umfassende Absicherung zu bieten“, erläutert Kupec

die Hintergründe der regelmäßigen Befragung.

Ergebnisse im Detail 61% der befragten Autolenker sind (fast) täglich mit dem Auto unterwegs, weitere 29% mehrmals die Woche, 9% der Befragten besitzen ein Firmenauto. Im Schnitt besitzt jeder Haushalt 1,6 Privatautos. Eine deutliche Mehrheit von 80% kann sich nicht vorstellen, auf ein Auto im Haushalt zu verzichten. 89% der Österreicher schätzen die Freiheit und Unabhängigkeit, die ihnen das Auto verschafft. Dabei ist es für 77% der Befragten wichtig, ein eigenes Auto zu besitzen. Für 70% gilt das Auto als reines Fortbewegungsmittel. Bei jenen 20%, für die ein Autoverzicht vorstellbar ist, sind zu zwei Drittel finanzielle und zu einem Drittel ökologische Gründe dafür ausschlaggebend. Dabei sind aktuell doppelt so viele Autokäufe geplant wie zuletzt: Während im Vorjahr nur 17% der Österreicher den Plan hatten, innerhalb der nächsten drei Jahre

einen Neu- oder Gebrauchtwagen anzuschaffen, hat sich dieser Wert heuer auf 46% mehr als verdoppelt. Jene 46%, die einen Autokauf innerhalb der nächsten drei Jahre planen, tendieren zu je einem Drittel zu einem Gebrauchtwagen (35%), einem Neuwagen (34%) und einem „Jungwagen“ (32%). „Vor allem die jungen Gebrauchten werden immer beliebter; sie sind sofort verfügbar und die Finanzierung des Autos ist leichter geworden“, erläutert Kupec. 64% der Befragten geben an, ihren Wagen durch Eigenkapital finanzieren zu wollen. 29% wollen für das Auto bis zu 10.000 €, 44% bis zu 20.000 € und 18% bis zu 30.000 € ausgeben. Das Fahrverhalten hat sich für mehr als zwei Drittel der Österreicher (69%) im letzten Jahr geändert. So achten 43% auf eine spritsparende Fahrweise und 38% versuchen weniger mit dem Auto zu fahren bzw. Fahrten zu verbinden. Knapp ein Viertel der Befragten geht mehr zu Fuß oder ist mit den Öffis unterwegs, während knapp ein Fünftel häufiger mit dem Fahrrad fährt.  www.generali.at


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