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Freitag, 1. Februar 2013 – 27

Leicht im plus

schritt in die zukunft

Der heimische Gebrauchtwagenmarkt legt im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent zu  Seite 29

Daimler erweitert seine BrennstoffzellenPartnerschaft mit Ford um Nissan  Seite 33

© Daimler

© APA/Barbara Gindl

automotivebusiness ibiza sc 1.6 tdi sportcoupé-version des Kompakt-seat

© Porsche Medienservice

KTM feiert 2012 Rekord bei Absatz und Umsatz

© PSA Peugeot Citroen

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© EPA

Paris. Neuer Ärger für den angeschlagenen Autobauer PSA Peugeot Citroen: Ein Berufungsgericht hat den mit rund 8.000 Stellenstreichungen verbundenen Sanierungsplan des Unternehmens gestoppt. Die Richter verlangten, dass bei dem ebenfalls betroffenen Tochterunternehmen Faurecia Intérieurs Industries zunächst Beratungsverfahren mit Arbeitnehmervertretern eingeleitet werden müssten. Dies werde nun unverzüglich geschehen, kündigte PSA an. www.psa-peugeot-citroen.com

© KTM

Tokio. Im Rennen um die Spitzenposition als weltgrößter Autobauer ist Toyota wieder an seinen Dauerrivalen GM und VW vorbeigezogen. 2011 fiel der Konzern wegen eines massiven Rückrufs in den USA und wegen der negativen Folgen des Erdbebens in Japan und der Überschwemmungen in Thailand beim Absatz hinter die beiden Konkurrenten zurück. Mit einem Plus von 23% gelang nun mit 9,75 Mio. verkauften Fahrzeugen das Comeback an der Weltmarktspitze.  www.toyota.com

KTM Das vergangene Jahr brachte dem heimischen Zweirad-Spezialisten deutliche Zuwächse bei Absatz und Umsatz – Vorstandsvorsitzender Stefan Pierer sieht damit die harten Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre bestätigt. Seite 28 Opel Bereits über 20.000 Bestellungen für neuen Adam

Hennessey Performance Neuer Beschleunigungsrekord

Opel-Strategievorstand Thomas Sedran hält große Stücke auf den Opel Adam.

Rüsselsheim. Etwas Licht am Ende des Tunnels für den angeschlagenen deutschen Automobilhersteller Opel: Der neue Kleinstwagen Adam zieht. Eine Woche nach seinem Marktstart liegen für das Fahrzeug bereits über 20.000 Bestellungen aus ganz Europa vor. Die Mehrzahl der Kunden kommt aus Deutschland. Opel-Strategievorstand Thomas Sedran ist zufrieden: „Das ist ein hervorragender Start für unseren neuen LifestyleKleinwagen aus Eisenach – vor allem, wenn man bedenkt, dass die Markteinführung in vielen europäischen Märkten erst noch bevorsteht.“  www.opel.de

Von 0 auf 300 in 13,63 Sekunden

© Hennessey Performance

Wien. Daihatsu zieht sich nach der Ankündigung im vergangenen Jahr nun dieser Tage endgültig aus Europa zurück. Anstelle hoher Gewinne setzte es für den japanischen Autobauer zuletzt kräftige Einbußen, 2012 konnte Daihatsu nur noch wenige Tausend Modelle in Europa verkaufen, in Österreich waren es im vergangenen Jahr laut Statistik Austria 254 Fahrzeuge. Schuld an der Misere waren laut Automobilexperten eine verfehlte Modellpolitik und fehlendes Verständnis für die hiesigen Kunden.  www.daihatsu.com

© GM Company

© EPA

Adam soll es nun bei Opel richten

Der Weltrekordwagen kommt mit einer Leistung von 928 kW/1.261 PS daher.

Ellington. Hennessey Performance hat mit seinem „Venom GT“ einen Weltrekord aufgestellt. Der Supersportwagen ist mit 13,63 Sek. das Serienfahrzeug mit der schnellsten Beschleunigung von null auf 300 km/h. Dieser Weltrekord wurde unter Aufsicht von Guiness World Records auf dem Ellington Airport/Texas aufgestellt. Der Venom GT mit 7,0 l-V8Twin-Turbo, der 928 kW/1.261 PS leistet und 1.244 kg wiegt, erreicht ein Leistungsgewicht von unter einem kg pro PS und toppte inoffiziell auch den aktuellen Rekord von 0 auf 200 Meilen pro Stunde. www.hennesseyperformance.com


C ov e r

28 – automotivebusiness

Freitag, 1. Februar 2013

KTM Der heimische Zweirad-Spezialist durfte sich im vergangenen Jahr über neue Rekorde bei Umsatz & Absatz freuen

Kommentar

Neue Rekordzahlen vom Mattighofener 2Rad-Bauer

Motorradfahren mit 16

Deutlich zugelegt hat das Unternehmen in Südostasien, im Plus waren auch Europa & Nordamerika. Stefan Pierer zeigt sich zufrieden: Die Erfolgszahlen fußen in den Restruktuierungsmaßnahmen des Geschäftsjahres 2008/09.

Jürgen Zacharias

Mattighofen. Wie sich die Zeiten doch ändern: Im damals noch schiefen Geschäftsjahr 2008/09 wies KTM mit einem Minus von 81,4 Mio. € eine deutliche Schieflage auf und konnte nur mithilfe tiefgreifender Restrukturierungsmaßnahmen vor dem Kentern gerettet werden. Vier Jahre später sind diese laut Vorstandsvorsitzender Stefan Pierer „schwierigsten aller Zeiten“ längst vergessen, das Geschäft brummt wie noch nie. Schon vor zwei Jahren durfte sich KTM über deutliche Zuwächse beim Absatz (plus 22,4% auf 81.200 Fahrzeuge gegenüber 2010) und beim Umsatz (plus 13,4 Prozent auf 526,8 Mio. €) freuen, 2012 toppte aber alles: Mit einem Verkaufsplus von 32% auf 107.142 Motorräder und einer Umsatzsteigerung von rund 16% auf mehr als 610 Mio. € erzielten die Mattig-hofener den höchsten Absatz und Umsatz ihrer Unternehmensgeschichte.

Beatrix keckeis-hiller

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eit wenigen Tagen, dem 19. Jänner dieses Jahres, ist die Novelle der (EU-)Führerscheinrichtlinie in Kraft. Neben einer ganzen Reihe von Detailänderungen, die uns an dieser Stelle nicht interessieren müssen, wurde medial vordergründig eines diskutiert: die neue Regelung des A-Führerscheins, derzufolge nun auch schon 16-Jährige „richtige“ Motorräder fahren dürfen; Achtelliter-Bikes, 125er mit maximal 15 PS. Die Reaktion einiger Medien und Fahrschulen im Vorfeld war: Das ist viel zu gefährlich! Starke und schnelle Eisen gehören nicht in die Hände von Kindern! Dass diese ‚Kinder‘, die ab 16 schon alles Mögliche dürfen (und müssen), auch für alles Mögliche zur Verantwortung gezogen werden können und dafür eine vollwertige Führerscheinausbildung mit allem Drum und Dran plus Mehrphasentraining absolvieren müssen, blieb häufig nur am Rande – oder gar nicht – erwähnt. Nachdem Letzteres teuer ist und nicht unter 1.000 Euro kostet, ist kaum zu erwarten, dass nun schlagartig Scharen von 16-Jährigen einspurig in den Verkehr einfallen werden. Doch wenn einzelne das trotzdem tun, sind sie dabei mit Sicherheit weniger gefährdet und auch gefährdend als mit einem 50 cm�-Moped, das auf eine Top-Speed von 45 km/h limitiert ist.

Noch positiver war die Performance von KTM in den USA, wo sich der Markt mit 1,2 Prozent leicht positiv entwickelte, KTM mit rund 25% aber noch rascher wachsen konnte.

„Diese Marktentwicklung ist für uns besonders erfreulich. Auf diesen Märkten konnte der Umsatz mehr als verzehnfacht werden.“ Stefan pierer © KTM

Die Basis dieses Erfolgs ist im Jahr 2008/09 zu suchen, als man sich angesichts der Wirtschaftskrise mit drastischen Einbrüchen in Nordamerika und Europa konfrontiert sah. Während damals der Absatz in Europa um ein Fünftel zurückging, stürzte der Markt in Übersee mit minus 44% förmlich in sich zusammen. „Wir haben darauf mit schärfsten Resktrukturierungsmaßnahmen reagiert“, sagte Pierer damals, unter anderem wurden 450 Mitarbeiter abgebaut und in Produktion und Verwaltung ein harter Einsparungskurs gefahren. In Kooperation mit der indischen Bajaj Auto Ltd arbeitete man seitdem auch an der Erschlie-

ßung eines neuen Marktsegments für kleinmotorige Street-Motorräder, die eine sehr junge Zielgruppe ansprechen sollen. Zudem hoffte man, durch die Kooperation auch in Asien verstärkt Kunden ansprechen zu können – was 2012 erstmals durchschlagend gelang: Insgesamt 8.000 Fahrzeuge konnte KTM im vergangenen Jahr über

Bajaj in Indien verkaufen. „Diese Marktentwicklung ist für uns besonders erfreulich“, sagt Pierer dazu. „Auf diesen Märkten konnte der Absatz mehr als verzehnfacht werden, was maßgeblich zum Unternehmenserfolg beigetragen hat.“ Entscheidend zum Erfolg beigetragen hat auch die erzielte Ab-

Die erzielten mehr als 610 Mio. € Umsatz im vergangenen Jahr basieren also auf mehreren Säulen, was KTM auch zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt: Die Kostenstrukturen wurden schon 2008/09 den Erfordernissen der Märkte angepasst und vor allem der südostasiatische Markt bietet noch viel Potenzial nach oben. www.ktm.at

Opel Der kriselnde Automobilhersteller will mit neuen Modellen seinen Marktanteil in Europa stabilisieren

Werks-Ausbau

Neue Modelle als Schlüssel zum Erfolg Detroit. Neue Modelle wie der „Mokka“-Geländewagen sollen die Talfahrt des kriselnden deutschen Autobauers Opel heuer beenden. „Wir erwarten für 2013 einen Marktrückgang – für die gesamte Industrie – in Europa von etwa vier Prozent. Unabhängig davon wollen wir unseren Marktanteil in Europa dieses Jahr mindestens stabilisieren“, sagte Opel-Interims-Chef Thomas Sedran vor wenigen Tagen im Rahmen der North American International Auto Show (NAIAS) in Detroit: „Der Schlüssel zum Erfolg in einem schwierigen Marktumfeld sind starke, neue Modelle.“

Modelle schließen Lücken Opel leidet wie andere Hersteller auch, unter der Absatzkrise in weiten Teilen Europas. Zudem klafften im Modellportfolio der GMTochter lange Zeit tiefe Lücken. In dem stark wachsenden Bereich der sportlichen Geländewagen (SUV) legte der Autobauer bereits nach. Seit Herbst ist der Mokka auf dem Markt – mit Erfolg, wie Sedran betont: „Der Mokka hat in-

zwischen die Schwelle von 70.000 Bestellungen überschritten.“ Junge Kunden will Opel mit dem Stadtflitzer „Adam“ gewinnen, der seit Jänner vom Band läuft. Für das Auto liegen inzwischen über 20.000 Bestellungen vor, betonte Sedran: „Und das, obwohl seine Premiere im Handel erst dieser Tage stattfand.“ Anfang März feiert zudem das Cabriolet „Cascada“ auf dem Genfer Automobilsalon Weltpremiere.

Verluste halten weiter an Hoffnungsfroh stimmt Sedran zudem, dass die Neuauflage des Opel-Bestsellers „Astra“ 2013 sein erstes volles Verkaufsjahr hat: „Damit gehen wir optimistisch ins Jahr. Unsere Modelloffensive nimmt richtig Fahrt auf.“ Der US-Riese General Motors (GM) erwartet nach früheren Angaben in seinem Europageschäft um die deutsche Tochter 2012 bis zu 1,4 Mrd. € Verlust. Auch die kommenden Jahren dürften mit roten Zahlen enden. Erst Mitte des Jahrzehnts soll Opel wieder in die Gewinnzone fahren.  www.opel.de

© EPA

© Mahle

Bleiburg. Das Bosch Mahle Turboladerwerk in St. Michael ob Bleiburg in Kärnten soll ausgebaut werden. Laut einer Aussendung des Landes investiert der Zulieferer 77 Mio. €. Je 4,1 Mio. € werden in Form von Förderungen vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds und aus Mitteln der Europäischen Union zugeschossen. Ziel des Ausbaus ist die Entwicklung und Produktion von Turboladern für die nächsten Fahrzeuggenerationen. Dafür sind auch neue Produktionsanlagen notwendig, zudem sollen rund 200 neue Arbeitsplätze (aktuell 136) entstehen.  www.bmturbosystems.com

Hoffnung auf Asien

Aus der Krise zum Erfolg

Bosch Mahle Investition

Bosch Mahle investiert demnächst 77 Mio. Euro in sein Kärntner Werk.

satzsteigerung in Europa, wo der Markt um zwölf Prozent zurückgegangen ist, KTM entgegen dem Trend aber um neun Prozent zulegen und somit seinen Marktanteil um 33% auf nunmehr 7,5 Prozent ausbauen konnte.

Interims-Chef Thomas Sedran will die Marktanteile von Opel in Europa stabilisieren.


Hersteller & Zulieferer

Freitag, 1. Februar 2013

automotivebusiness – 29

Gebraucht-Zulassungen Entgegen dem Neuzulassungsmarkt gab es bei den Gebrauchten im vergangenen Jahr ein – wenn auch kleines – Plus

Neue liegen hinter Gebrauchten Moritz Kolar

Wien. Immer weniger Österreicher wollen sich ein Auto kaufen. Im Jahr 2008, dem Ausbruch der Wirtschaftskrise, hatten noch 21% vor, in den folgenden ein bis zwei Jahren einen Neu- oder Gebrauchtwagen anzuschaffen. 2009 war dieser Wert bereits auf 19% gesunken und 2012 waren es laut einer aktuellen Untersuchung der Österreichischen Verbraucheranalyse des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS nur mehr 16%, die sich einen Neuen oder Gebrauchten zulegen wollten. Dementsprechend entwickelt sich auch der heimische Automobilmarkt, der im vergangenen Jahr neben dem Neuwagenbereich auch bei den Gebrauchten nicht ganz nach Wunsch verlief.

zent, siehe auch Grafik rechts) lesen, aber gegenüber 2010 und 2009 mit plus 3,2 und plus 4,8 Prozent deutlich ins Hintertreffen gekommen sind. Nichtsdestotrotz scheint die Zukunft positiv, dürfte doch – glaubt man Branchenkennern und dem internationalen Negativtrend – der Neuwagenmarkt im laufenden Jahr nochmals deutlich zurückgehen und daher ein Teil der Autokäufer wieder auf einen Gebrauchten umschwenken; Zuwachsraten von mehr als drei Prozent halten Experten deshalb für durchaus möglich.  www.imas.at  www.statistik.at

© APA/Barbara Gindl

Nach plus 0,7 Prozent in 2012 dürfte es in Zukunft weiter nach oben gehen.

Felix Clary und Aldringen, Vorsitzender der heimischen Automobilimporteure.

Diesel beliebter als Benziner Die Zahl der Neuzulassungen ging auf 336.010 zurück und lag damit um satte 5,7 Prozent unter dem Wert des Jahres 2011, was laut Felix Clary und Aldringen, Vorsitzender der heimischen Automobilimporteure, die Marktsituation auf den ersten Blick noch deutlich positiver erscheinen lässt, als sie tatsächlich ist: „Bis zu 30.000 Autos landen nach der Tages-Erstzulassung im Ausland und nicht in der heimischen Wertschöpfungskette.“ Fix hierzulande verwertet werden die in Österreich verkauften Gebrauchtfahrzeuge, deren Zahl sich 2012 – gegenüber 2011 – zwar verbesserte, aber auch nur marginal: Laut Statistik Austria lag die Zahl der Gebrauchtzulassungen mit 808.384 Stück um 0,7 Prozent über dem Vorjahreswert, was den Schluss nahelegt, dass in Summe 2012 in Österreich nicht nur weniger Autos gekauft wurden als 2011, sondern im Vergleich auch ein beträchtlicher Teil potenzieller Neuwagenkäufer sich stattdessen für einen Gebrauchtwagen entschied. Besonders beliebt waren bei den Gebrauchten dieselbetriebene Pkw, bei denen ein Plus von 4,1 Prozent zu beobachten war; die Verkäufe von Pkw mit Benzinantrieb entwickelten sich im Gegensatz dazu mit minus 3,5 Prozent rückläufig. Am Nutzfahrzeugmarkt gab es bei Lkw eine Zunahme von 3,6 Prozent, Sattelzugfahrzeuge sowie land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen entwickelten sich unterschiedlich (minus 16,7% bzw. plus 2,1 Prozent). Bei Leichtmotorrädern (plus 8,2 Prozent), Motorfahrrädern (plus 2,3 Prozent), aber auch bei Motorrädern (plus 2,1 Prozent) waren Zunahmen zu verzeichnen.

Allroundtalent auf jedem Terrain. 4MATIC, jetzt erleben in der neuen Generation des GLK. Die neue Generation des GLK hält, was ihr markantes Äußeres verspricht. Und mit 4MATIC, dem permanenten Allradantrieb von Mercedes-Benz, ermöglicht sie selbst bei widrigen Fahrbahnzuständen eine dynamische, komfortable und sichere Fahrt. Erleben Sie die Vorteile der 4MATIC-Modelle bei Ihrem Mercedes-Benz Partner oder unter www.mercedes-benz.at/4matic Kraftstoffverbrauch (NEFZ) 5,5–8,6 l/100 km, CO2 -Emission 143–199 g/km

Höheres Wachstum erwartet

© panthermedia.net/Arne Trautmann

Eine Marke der Daimler AG

Kommen wir zurück zum Gebraucht-Pkw-Markt, dessen Zahlen sich 2012 zwar leicht besser als noch 2011 (nur plus 0,5 Pro-

Der heimische Gebrauchtwagenmarkt war im vergangenen Jahr leicht im Plus. GLK_4MATIC_216x288_medianet automotive.indd 1

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Modell & Handel

32 – automotivebusiness

Freitag, 1. Februar 2013

Seat Ibiza SC 1.6 TDI CR Das kompakte, dreitürige Seat-Coupé überzeugt optisch wie auch mit inneren Werten

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Deutsche Präzision trifft spanisches Temperament

Das Coupé rundet die Modellfamilie ab

© Hyundai

Solide Verarbeitung und charaktervolle Optik, vereint mit effizientem Antrieb und guter Ausstattung. Gregor Josel

Das neue, chice Hyundai i30 Coupé ist ab 15.490 Euro zu haben.

Wien. Mit dem Kürzel SC geadelt, wird das Erfolgsmodell von Seat zum Sportcoupe, was vor allem junge, dynamische Lenkraddreher motivieren soll, sich mit den Vorzügen der Kombination aus deutscher Präzision und spanischem Temperament zu beschäftigen. Sportlich und kraftstrotzend steht er da, die fließenden Formen in einem kessen runden Heck zusammenführend. Mit seinem „bösen Blick” macht er fast den Eindruck, als meinte er es Ernst.

Wien. Mit dem neuen i30 Coupe bestätigt Hyundai seinen Ruf, visuell ansprechende und qualitativ hochwertige Fahrzeuge zu bauen. Hyundai erwartet, mit Unterstützung des neuen i30 Coupe den Marktanteil ein weiteres Mal zu erhöhen. Bei den in Summe verkauften i30-Modellen soll die Coupevariante einen Anteil von 10% ausmachen. Das Profil des neuen i30 Coupes ist deutlich sportlicher geworden. Neue Stilelemente im hexagonalen Kühlergrill, neu designte Nebelscheinwerfer mit integriertem LED-Tagfahrlicht und eine sportlich profilierte vordere Stoßfänger-Einheit runden die neue Vorderansicht perfekt ab. Die Seitenansicht wurde durch eine dynamisch verlaufende Gürtellinie, keilförmige Fensterfront und größere Türen dem Coupe angepasst. Die längeren Türen – 170 mm länger als beim 5-Türer – erzeugen nicht nur einen Eindruck der Sportlichkeit, sondern bieten auch eine größere Fensterfläche vor der B-Säule und vereinfachen den Zugang zu den Vordersitzen. Die Fondpassagiere des neuen i30 Coupe genießen weiterhin reichlich viel Platz – mit 38 mm mehr Hüftfreiraum als der 5-Türer und nur 21 mm weniger Schulterfreiheit. Wie bei allen Modellen der neuen i30-Familie werden fünf Motorisierungen zwischen 90 und 130 PS angeboten.  www.hyundai.at

Mit dem dreitürigen Ibiza SC hat das Unternehmen ein Modell mit betont sportlichem Design und ausgesprochen knackigen Dimensionen (4.043 mm lang, nur 1.428 mm hoch) im Angebot. Dennoch können hinter der Rücksitzbank 284 l Gepäck verstaut werden. Durch die flacheren Proportionen und die waagrechte Wabenstruktur betont schon der Grill, ebenso wie der untere Lufteinlass, die Breite des neuen Ibiza. Die gesamten Stoßfänger sind neu gestaltet, vorn wie hinten. In der Seitenansicht gleicht der neue Seat Ibiza einer fein geschliffenen und präzise ausgearbeiteten Skulptur auf Rädern. Die charakteristische dynamische Linie zieht sich von den Scheinwerfern über die stark betonten Radhäuser nach hinten. Eine zweite, ebenfalls scharf gezeichnete Lichtkante läuft über die kraftvolle hintere Fahrzeugschulter zu den Rückleuchten. Dort, wo sich die verlängerten Linien treffen, sitzt das große Seat-Logo, das – wie auch bei Fünftürer und SC – als Heckklappengriff dient. Auch im Innenraum geht’s gefällig wei-

Sportcoupé-Update aus Frankreich

© Porsche Medienservice

Kompakt und sportlich

Seat Ibiza SC 1.6 TDI: Sportliches Alltags-Coupé mit solider Grundausstattung und kleinem Durst.

ter – alles dort, wo es sein soll, eingebettet in ein sehr solide und wertig anmutendes Armaturenbrett, dessen auffälligstes Merkmal der an der Beifahrerseite angebrachte Drehknopf des Radios ist. Eine der kleinen netten Lösungen, an denen es im kleinen Flitzer nicht mangelt. Einzig die Nähe des Warnblinkanlagenschalters zum Becherhalter hatte die eine oder andere versehentliche Warnblinkanlagen-Disko zur Folge. Auch der Schalter für die Displaywechsel ist zwischen der Drehzahl- und Tachoanzeige eher ungünstig angebracht. Die neue Bedieneinheit der Klimaanlage liegt im unteren Bereich der Mittelkonsole. Oberhalb der Klimaanlagenregelung ist die Bedieneinheit der Audioanlage untergebracht,

zu der auch ein Aux-in-Eingang gehört. Eine USB-Schnittstelle und eine Bluetooth-Freisprechanlage zählen zu den Optionen.

derum präzise und sauber vonstatten geht. Klarer Pluspunkt für den Dreizylinder ist der Verbrauch von rund 5,2 l.

Auf Zug gehalten

Potentes Fahrwerk

Motorisch hält der Kleine nicht ganz, was die Optik verspricht. Der 1,2 l 3-Zylinder-Dieselmotor eignet sich hervorragend zum Mitschwimmen im Alltagsverkehr. Für sportlichere Gangart muss man den kleinen Motor, der 90 PS leistet, gehörig auf Trab halten. Ab 2.500 Touren kommt so etwas wie sportliches Feeling auf, das bei rund 4.000 Motorumdrehungen laut röhrend sein Ende findet und den Kraftschluss zum nächsthöheren Gang verlangt, was wie-

Das Fahrwerk macht locker alles mit, was das Kraftwerk an Leistung zur Verfügung stellen kann. In äußerst wendiger Manier lässt sich der Ibiza durchs Stadtgewusel steuern. Die Geräuschkulisse spielt in dem Orchester dann auch eine kleine, aber durchaus tragende Rolle und steuert ein leises Röhren bei. Insgesamt vermittelt das neue Seat Ibiza Sport Coupé einen kompakten soliden Eindruck, der sich im Alltag auch durchwegs bestätigt.  www.seat.at

Range Rover Evoque Der Dauertest bringt Autobahn, Schnee und Eis; der Style-Range macht das alles mit

Gut gestylter Brite auf Ab- und Umwegen © Peugeot

Wien. Knapp vier Monate begleitet uns der Range Rover Evoque nun bereits im Dauertest. Speziell die kalte Jahreszeit bringt immer gewisse Herausforderungen mit sich und gerade in den letzten Wochen wurde wieder klar, warum ein Allradantrieb in unseren Breitengraden nicht zu verachten ist. Doch auch die Verbindungsstrecken zwischen diversen hochgelegenen und verschneiten Straßen bringen im

Wien. Zum neuen Jahr 2013 folgt nun ein neuer RCZ. Zum bekannt sportlichen und markanten Auftritt des Coupés gesellt sich eine Extraportion Eleganz: Die neue Signatur der Frontpartie orientiert sich nicht nur am aktuellen Familiengesicht der Marke, sondern wirkt für sich genommen noch verführerischer. Der verkleinerte Kühlergrill mit zwei satinierten Zierleisten und Peugeot-Schriftzug trägt dazu ebenso bei wie das freigestellte Marken-Emblem auf der Motorhaube. Die Exklusivität wird zudem unterstrichen durch eine gänzlich neu arrangierte Frontschürze. Die Listenpreise beginnen bei 30.540 € für den 1,6 l- Turbo mit 115 kW (156 PS).   www.peugeot.at

Komfortabel in jedem Fall Gleitet man auf der Autobahn mit dem Evoque sänftengleich über den Asphalt – die Geräusch-

© Land Rover Austria

Im neuen Jahr bringt Peugeot eine scharfe Version des RCZ.

Evoque immer wieder aufs Neue viel Freude und so wechselt man per Knopfdruck und völlig unscheinbar von der edlen Langstreckenlimousine in den vollumfänglichen Offroader.

Den kleinen Lord gibt’s mit 190 PS-Diesel, Allrad und Automatik ab 41.430 Euro.

kulisse ist trotz Winterbereifung beeindruckend niedrig –, streift sich der kleine Range bei Bedarf sofort den Blaumann über und lässt die Allrad-Gene der BritMarke raushängen. Auf dem Weg in Richtung Almchalet warten 20 cm Neuschnee und der Evoque scheint sich schon darauf zu freuen, ist er doch, wie auch seine größeren Schwestermodelle, mit dem Range Rover „Terrain Response System“ ausgestattet, das über verschiedene Programme verfügt und das Fahrzeug den jeweiligen Untergrundbedingungen anpasst. Je nach ausgewähltem Spezialprogramm modifiziert das System die Fahrzeugeinstellungen für die vorherrschenden Bedingungen, sodass Traktion, Fahrverhalten und Fahrzeugkontrolle optimiert werden. Dadurch werden Veränderungen an den Antriebs- und Aufhängungssystemen des Fahrzeugs vorgenommen, die in der vergangenen Zeit nur einzeln und per Hand vom Fahrer eingestellt werden konnten. Das Terrain Response greift in folgende Fahrzeugsysteme ein: Motormanagement, Getriebema-

nagement, Intelligente Differentialsteuerung, Dynamische Stabilitätskontrolle, Traktionskontrolle und Bergabfahrkontrolle (HDC). Das System bietet ein variables Gaspedal-Ansprechverhalten, das von einem sehr langsamen Ansprechen auf rutschigem Untergrund bis zu einem sehr schnellen Ansprechen beim Fahren auf Sand reicht. Dadurch wird im Schneeporgramm der Pedalweg des Gaspedals erhöht, sodass die Kraft des 190 PS Diesels viel leichter zu dosieren ist und das Fahrzeug über mehr Grip verfügt, da die Antriebsräder im Vergleich zum Normalprogramm nicht so schnell durchdrehen können.

Schnelle Heizung Ebenfalls nicht unwesentlich und erwähnenswert ist die schnell wärmende Heizung des Evoque. Schon nach ein bis zwei Min. Laufzeit kommt die im Winter so erlösende erste Warmluft aus den Düsen und heizt den kleinen Briten vergleichsweise sehr rasch auf.  (gj)  www.landrover.at


I n n ovat i o n & U m w e lt

Freitag, 1. Februar 2013

automotivebusiness – 33

Daimler Der deutsche Automobilhersteller erweitert seine bestehende Brennstoffzellenpartnerschaft mit Ford um Nissan

Opel bekommt neues Triebwerk © Opel

Ein weiterer großer Schritt in die Antriebs-Revolution

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Ziel des Hersteller-Trios ist es, einen Brennstoffzellen-Antrieb zu entwickeln und Infrastruktur zu verbessern. Moritz Kolar

Infrastruktur unzureichend Deshalb wollen die Partner auch verstärkt bei der Politik um einen Ausbau der Infrastruktur werben und selbst die Initiative ergreifen. Gemeinsam mit dem Industriegase-Hersteller Linde investiert Daimler deshalb etwa in den Ausbau des Wasserstoff-Tankstellennetzes in Deutschland. Insgesamt wollen die beiden Unternehmen binnen drei Jahren 20 neue Wasserstoff-Tankstellen errichten. Die deutsche Bundesregierung strebt bis dahin bundesweit insgesamt 85 derartige Tankstellen an. Auch diese Zahl dürfte nach Schätzungen von Experten allerdings nicht ausreichen, um Brennstoffzellen-Autos

Der neue 1.6 CDTI Ecotec läuft im Werk Szentgotthárd vom Band.

Rüsselsheim. Mit einem neuen Vierzylinder-Turbodiesel setzt Opel die grundlegende Modernisierung seines Motorenprogramms fort. Nach dem 1.6 SIDI Ecotec-Benzindirekteinspritzer sorgt die zweite Downsizing-Aggregatefamilie im Rahmen der Opel-Antriebsoffensive für weitere Veränderung. Der 1.6 CDTI Ecotec ersetzt die aktuellen Selbstzünder mit 1,7 l Hubraum und die schwächeren 2,0 l-Versionen und wird in verschiedenen Leistungsstufen über mehrere Fahrzeugbaureihen hinweg zum Einsatz kommen.  www.opel.de © Daimler

Stuttgart. Nach Meinung vieler Experten gehört Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzellen die automobile Zukunft. Um dabei die Nase möglichst weit vorn zu haben, treiben nun Daimler, Ford und Nissan die Entwicklung der umweltschonenden Technologie – getankt wird mit reinem Wasserstoff und bei der Umwandlung in Strom entweicht nur Wasserdampf – gemeinsam voran. Der deutsche Automobilhersteller gab diese Woche die Ausweitung seiner Zusammenarbeit mit Ford auf den japanischen Partner Nissan bekannt. Mit Nissan und seinem Großaktionär Renault ist Daimler seit 2010 durch Überkreuzbeteiligungen verbunden. Renault könnte später zu der BrennstoffzellenAllianz stoßen, deren Ziel es ist, ab 2017 gemeinsam BrennstoffzellenFahrzeuge in größerer Stückzahl auf die Straße zu bringen. Größtes Problem dabei: Bisher gibt es kaum Tankstellen dafür.

Bosch & PSA-Konzern arbeiten zusammen

Die Brennstoffzelle hat laut Daimler, Nissan & Ford großes Zukunftspotenzial, aber Infrastrukturprobleme behindern die Entwicklung.

zu einem Durchbruch zu verhelfen. Es wäre allenfalls eine leichte Verbesserung. Bisher müssen Besitzer eines solchen Fahrzeugs fürchten, dass sie mit leerem Tank liegen bleiben, wenn sie nicht rechtzeitig Wasserstoff-Nachschub finden. Über die Infrastruktur hinaus wollen Daimler, Ford und Nissan gemeinsam auch ein neues Antriebssystem entwickeln und die Kosten dafür teilen, wie sie am Sitz von Daimlers Brennstoffzellen-Entwicklung in Nabern bei Stuttgart erläuterten. Durch die Verwendung gleicher Komponenten sollen die Produktionskosten sinken. Über die Produktion sei noch nicht entschieden, sagte ein Daimler-Sprecher. Denkbar sei,

dass die Antriebe gemeinsam produziert werden. Auf Grundlage des gemeinsam Antriebs soll jede Marke eigene Fahrzeuge entwickeln.

Serienfertigung ab 2017 Zunächst sollen etwa 100.000 Brennstoffzellen-Fahrzeuge gebaut werden. Mit dieser Vision und ihrer Allianz wollen die Konzerne auch Zulieferer ermutigen, in die kostspielige Technik zu investieren. Daimler arbeitet bereits seit einigen Jahren mit Ford bei Brennstoffzellen zusammen. Auch Daimlers Rivale BMW und der japanische Weltmarktführer Toyota arbeiten bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Autos

Stuttgart/Paris. Zulieferer Bosch entwickelt gemeinsam mit Peugeot-Citroën (PSA) einen umweltfreundlichen Hybridantrieb für Autos. Wie Bosch mitteilte, soll der Antrieb hydraulisch – also mithilfe von Wasserdruck – funktionieren. Dazu wollen beide Unternehmen ein System entwickeln, mit dem Autos entweder konventionell mechanisch, mit dem neuen hydraulischen Antrieb oder in Kombination von beiden fahren können. Der Verbrauch soll so besonders gering gehalten werden. Das Konzept soll zunächst in Kleinwagen eingesetzt werden und den Angaben zufolge 2016 auf den Markt kommen.  www.bosch.com www.psa-peugeot-citroen.com

zusammen. Der japanische Autobauer, der führend bei HybridAutos ist, will 2015 seine erste Limousine mit einem solchen Antrieb an den Start bringen. Ursprünglich wollte auch Daimler bis 2015 serienreife Personenwagen mit BrennstoffzellenAntrieben liefern; den nun auf 2017 verschobenen Termin begründete ein Sprecher mit der Möglichkeit, die Kosten mithilfe der Allianz stärker zu senken. Daimler hat den Brennstoffzellen-Antrieb bereits fertig entwickelt und bietet ihn – in geringen Stückzahlen – in der kompakten B-Klasse schon an.www.ford.com  www.daimler.com  www.nissan-global.com

Yokohama Der japanische Reifenspezialist will mit einer neuartigen Reifenflanke die Aerodynamik von Autos verbessern

VCÖ: Verkehr ist Klimasünder Nummer 1

Tokio. Seit Jahren schrauben Automobilhersteller an der Effizienz ihrer Fahrzeuge. Mit noch aerodynamischeren Bauweisen, noch sparsameren Motoren und noch weniger Gewicht versucht man prozentweise Treibstoff

und auch Emissionen einzusparen. Ähnliches gilt für die Bereifung unserer Autos, die auch große Einsparungspotenziale versprechen: Reifen mit niedrigem Rollwiderstand sparen Sprit, doch auch die

Aerodynamik eines Pneus beeinflusst den Kraftstoffverbrauch. Einen verbesserten Luftwiderstand des gesamten Fahrzeugs könnte ein innovatives Design der Reifenflanke sein, das der japanische Hersteller Yokohama kürzlich auf dem

„26. Computational Fluid Dynamics Symposium“ in Tokio vorstellte. Die neue Reifenflanke würde den Luftwiderstand des Reifens verschlechtern, aber den des Fahrzeugs insgesamt verbessern. Klingt eigenartig, ist aber leicht erklärt: In den Radhäusern eines Autos herrscht ein regelrechter Sturm, wobei sich die Verwirbelungen entlang der Fahrzeugseiten fortsetzen und die Aerodynamik des Autos verschlechtern.

Pneu-Konzept in Testphase

Die neuartige Reifenflanke soll zwar den Luftwiderstand des Reifens senken, gleichzeitig aber den des Fahrzeugs ­verbessern.

© Yokohama

Das Geheimnis des neuen PneuKonzepts sind kleine, finnenförmige Erhebungen an der Innenseite, welche die Luft spiralförmig in die Drehrichtung des Reifens lenken und so den Druck innerhalb des Radkastens verringern. Yokohama hat dieses Phänomen bereits ausgiebig im Windkanal und mit speziell entwickelten Computersimulationen erforscht. Ausgiebige Tests und Messungen an realen Pkw werden folgen und dann könnte in wenigen Jahren auch eine Serienfer­ tigung starten. www.yokohama.at

© panthermedia.net/Stefan Leonhardt

Mehr Luftwiderstand = bessere Aerodynamik

Autos emittieren laut VCÖ in Österreich weiterhin zu viele Schadstoffe.

Wien. Wenig Begeisterung weckte die kürzlich präsentierte Treibhausgasbilanz 2011 beim Verkehrsclub Österreich (VCÖ). „Der Verkehr ist weiterhin Österreichs größtes Klimaschutzproblem. Die Emissionen sind seit dem Jahr 1990 um 55 Prozent gestiegen, die Ziele von Österreichs Klimaschutzstrategie wurden weit verfehlt“, hieß es in einer Aussendung. Untermauert wurde die Kritik von der Forderung nach einem „umfassenden Klimaschutzpaket mit einem massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Abschaffung der Steuerbegünstigung von Dieseltreibstoff“.  www.vcoe.at


R u n d u m s au t o

34 – automotivebusiness

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Bawag PSK: LeasingSparte vor Verkauf

Freitag, 1. Februar 2013

Kompetenzzentrum Frau und Auto Laut einer Studie ähneln sich die Anforderungen von Mann und Frau beim Autokauf

Gender-Unterschiede beim Autokauf immer geringer Unterschiede liegen im Detail, Frauen achten etwa mehr auf den Verbrauch, Männer auf eine Klimaanlage. ter dem ,Pain at the Pump‘, weil sie die Tankrechnung häufig aus der Haushaltskasse bezahlen müssen“, so Kortus-Schultes. Für 97% der Frauen unter 55 Jahren ist der Spritverbrauch des nächsten Autos von entscheidender Bedeutung. Männern, vor allem den unter 35-Jährigen, ist der Verbrauch deutlich weniger wichtig.

Rudolf Fric ist Geschäftsführer der Bawag PSK Leasing.

Wien. Der Verkauf von Teilen oder der gesamten LeasingSparte der Bawag PSK nimmt konkrete Formen an. Im Zuge der Refokussierung auf das Kerngeschäft sucht die hauptsächlich dem US-Fonds Cerberus gehörende Bank einen Käufer für das Fuhrparksegment der Leasingtochter. „Wir suchen einen strategischen Partner mit internationaler Tangente und sind für alles offen“, sagt Bawag-Leasing-Geschäftsführer Rudolf Fric im Wirtschaftsmagazin Format. Nachsatz: „Wir werden sicher nicht den ganzen Laden weiterführen und steigen beim Nicht-Auto-Bereich deutlich auf die Bremse.“ Die Bawag PSK Leasing, die aus den Bereichen Kfz, Fuhrpark, Mobilien und Immobilien besteht, hat ein aushaftendes Leasingvolumen von insgesamt rund 1,6 Mrd. €. Das zinstragende Volumen beträgt 1,3 Mrd. €. Im Fuhrparkbereich, der noch geringe Erträge bringt, wird in rund 6.500 Verträgen ein Volumen von 100 Mio. € gebündelt.  www.bawagpsk.com

Gebrauchtwagenbörse für Saab geht online

Mönchengladbach. Frauen und Männer haben beim Autokauf häufig ähnliche Anforderungen an ihr nächstes Fahrzeug. Unterschiede gibt es bei einzelnen Aspekten wie Sicherheit oder Sparsamkeit, was jedoch auch auf unterschiedliche Lebensumstände zurückzuführen ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des „Kompetenzzentrum Frau und Auto“, der Hochschule Niederrhein. Die Studie vergleicht die Ergebnisse umfangreicher empirischer Untersuchungen aus den Jahren 2005 und 2010. Insgesamt wurden über 4.200 Personen befragt.

Zielgruppe Frau im Fokus

Unterschiede liegen im Detail „Die Daten aus zwei Befragungen im Abstand von fünf Jahren erlauben es uns erstmals, gewisse Trendaussagen zu machen“, sagt Doris Kortus-Schultes, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Auto. Die Kernaussage der umfangreichen Studie fasst sie in einem Satz zusammen: „Anscheinend haben sich Hersteller, Autohäuser und Werkstätten in den vergangenen fünf Jahren besser auf die Bedürfnisse der Frauen eingestellt.“ Zwar gebe es laut den Wissenschaftlern keine typischen FrauenAutos, geschlechtsspezifische Unterschiede aber allemal: Diese fangen schon vor dem Kauf an. Zwar gehört für beide Gruppen der Besuch des Autohauses wesentlich zur Vorbereitung eines Autokaufs dazu. Aber um weitere Informationen zu sammeln, gehen Männer und Frauen unterschiedliche Wege: Während Männer – je nach Alter – Auto-Magazine studieren (über 56 Jahre: 63%) oder sich im

© panthermedia.net/Jürgen Fälchle

© Bawag PSK Leasing

Moritz Kolar

Automobilhersteller haben sich besser auf die Bedürfnisse von Frauen eingestellt.

Internet auf einschlägigen Autoseiten informieren (unter 35 Jahre: 80%), fragen Frauen häufiger Bekannte nach ihrer Meinung. 90% der Frauen unter 35 holen sich ihre Informationen am liebsten im Freundes- und Verwandtenkreis, wobei die Nutzung Sozialer Online-Netzwerke eine wichtige Rolle spielt.

Männer testen lieber länger „Frauen sind kontaktfreudig und kommunikativ, sie suchen den Austausch im Vorfeld des Autokaufs“, sagt Kortus-Schultes. Bei Männern

hingegen werde erwartet, dass sie bereits einiges über Autos wissen. Sie würden im Gespräch in erster Linie ihre eigene Expertise weitergeben. Dazu passt, dass Männer eine längere Probefahrt beim Kauf bevorzugen. „Sie brauchen weniger den Rat vom Händler, sondern glauben, dass sie sich selbst am besten ein Bild vom Auto machen können“, interpretiert die Professorin für Marketing und Handelsbetriebslehre. Wenn es um die Eigenschaften des künftigen Wagens geht, achten Frauen vor allem auf den Verbrauch. „Sie leiden besonders un-

Während Männer auf eine Klimaanlage nicht verzichten wollen, achten Frauen auf Funktionalitäten im Alltag, also die Höhenverstellbarkeit der Sitze, eine niedrige Ladekante am Kofferraum sowie Einparkhilfen. „All diese Funktionen, die etwas damit zu tun haben, wie sich das Auto im Alltag bewährt, werden für die Frauen in zunehmendem Alter wichtiger“, sagt Kortus-Schultes. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass Frauen anspruchsvoller, aber auch zufriedener mit den Angeboten der Hersteller geworden sind. „Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Autohäuser Fortschritte gemacht haben in ihrem Bemühen, sich auf die Zielgruppe ‚Frau‘ einzustellen“, sagt Doris Kortus-Schultes, die seit knapp zehn Jahren das Kompetenzzentrum Frau und Auto leitet. Für sie hat es in diesem Zeitraum ohnehin zahlreiche signifikante Änderungen gegeben: „Als 2004 die neue S-Klasse vorgestellt wurde, gestand der Marketing-Chef von Mercedes, an Frauen nicht gedacht zu haben. Das ist heute nicht mehr möglich.“ So sei in China, einem wichtigen Absatzmarkt für deutsche Premiummarken, der Anteil an Frauen, die eine S-Klasse fahren, mittlerweile zweistellig.  www.frau-und-auto.hsnr.de

Über www.saab.at sind ab sofort Saab-Gebrauchtwagen handelbar.

Wien. Die für den Service und die Ersatzteilversorgung zuständige „Saab Automobile Parts“ hat eine Gebrauchtwagenbörse für Fahrzeuge der schwedischen Marke im Internet eingerichtet. Die Plattform im Corporate Design zeigt das Suchergebnis wahlweise als tabellarische Übersicht oder als Bildergalerie an. Das Einstellen der Gebrauchtwagen ist für die Händler kostenlos. Sämtliche Fahrzeugangebote werden zudem automatisch in 25 Sprachen übersetzt und in 125 weitere internationale Automobilbörsen eingestellt. Betrieben wird die Plattform für Deutschland und Österreich vom Tochterunternehmen Swedish Distribution Deutschland in Kooperation mit der internationalen Fahrzeugbörse Web Mobil 24. Das Angebot ist auf „www.saab.de“ und „www.saab. at“ jeweils unter dem Menüpunkt „Saab Gebrauchtwagenmarkt“ zu finden. www.saab.at

Der Automobiltross macht in Ried Station Ried. Nachdem zum Jahresauftakt die „Vienna Auto Show“ einen Überblick über die aktuellen Fahrzeug-Neuheiten gab, ist nun die „Automesse Ried“ an der Reihe. Zu ihrem 15ten Jubiläum sind von 1. bis 3. Februar auf 10.000 m� Ausstellungsfläche Fahrzeuge von insgesamt 33 Automarken in der Messe Ried zu sehen, darunter die 25 meistverkauften Marken Österreichs und die ÖsterreichPremieren des Peugeot RCZ Facelift und des Citroen DS3 Cabrios. Ebenfalls in Ried zu sehen sind alle Finalisten der Wahl zum „Car of the Year“: Ford B-Max, Hyundai I30, Mercedes A-Klasse, Peugeot, Renault Clio, Toyota GT86, VW Golf und Volvo V40.

maligen Informationsvorsprung, denn nirgendwo sonst ist es möglich, alle Top-Automarken unter einem Dach zu vergleichen.“ Neben den zahlreichen Neufahrzeugen sind in der Messe Ried auch zahlreiche weitere Aussteller

wie Zulieferer, Ausstatter, Versicherer und Autofahrerclubs vor Ort und präsentieren ihre Produkte. Erstmals wird auch das Red Bull NASCAR mit 650 PS in Ried zu bestaunen sein. Zudem wartet ein Red Bull-Rennsimulator auf

alle, die sich einmal als Rennfahrer versuchen möchten, und lässt mit einer kleinen, aber feinen Sonderschau mit ausgewählten Oldtimern unter dem Motto „Oben ohne“ Nostalgiker ins Schwärmen kommen.  www.messe-ried.at

Ausstellungs-Highlights „Wir freuen uns sehr, dass unser alljährlich heiß erwarteter Auto-Event heuer bereits sein 15Jahr-Jubiläum feiert“, sagt Messedirektor Helmut Slezak und ergänzt: „Unsere Messe macht richtig Lust aufs Auto und bietet allen interessierten Besuchern einen ein-

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© saab.at

Automesse Ried Große Fahrzeugschau auf 10.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche und zwei Österreich-Premieren

Von 1. bis 3. Februar sind in der Messe Ried zahlreiche Neufahrzeuge wie der Ford B-Max oder der Hyundai I30 zu sehen.

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