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Karrieremagazin D a s li e st si c h g ut.

FREE ISSUE MÄRZ 2016

Aller Anfang ist Alles rund ums Gründen Start-ups Der Weg in die Selbständigkeit

Bild: iStock / GeniusKp

zbp.at | blog.zbp.at |

wu.zbp.career.center


FÜRS LEBEN GERN GESTALTEN. Karriere bei REWE International AG Jobs mit Eigenverantwortung und Flexibilität sind selten? Nicht bei der REWE International AG. Gestalten Sie die Markenvielfalt mit und nutzen Sie die Chance Teil des österreichischen Marktführers im Lebensmittel- und Drogeriefachhandels zu werden. www.rewe-group.at/karriere


Bild: ZBP/Jürgen Pletterbauer

Liebe Leserin, lieber Leser! ES KOMMT AUFS TEAM AN

Selten hat mich eine Ausgabe des Karriere­ magazins so gefordert, wie diese erste im Jahr 2016. Denn so spannend, dynamisch und faszinierend Start-ups auch sind, so wenig greifbar sind sie. Nahezu all meine Recherchen rund um das Gründungswesen reduzieren sich auf einen gemeinsamen Nenner: Dass es eben kaum einen gemeinsamen Nenner gibt. Paradox? Auf jeden Fall!

KOLUMNE | Ursula Axmann und Heike Schreiner | geschaeftsfuehrung@zbp.at

Bild: ZBP/Jürgen Pletterbauer

EDITORIAL | brigitte.kuchenbecker@zbp.at

Doch aus all meinen Gesprächen weiß ich eines mit Sicherheit: Jede Gründung ist individuell zu betrachten, jeder Markt und jede Situation ist anders. Ja, es stimmt: Fürs Gründen gibt es kein Patentrezept. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten: den Spirit, den Teamgeist, die Innovation, die Anstrengungen und den Willen etwas zu bewegen. Und genau das macht die Faszination von Start-ups aus …

Ich erinnere mich an lange Abende mit Studienkolleg/innen: Stundenlang wurde darüber geredet, wie cool es wäre, selbständig zu werden. Ganz schnell stellten wir jedoch fest, dass der Schlüssel fürs „Core-Business“ fehlte. Rund um die Jahrtausendwende waren wir zwar noch lange entfernt vom App-Hype, aber auch in unseren Konzepten kam immer wieder die Technik ganz wesentlich vor. Und daran scheiterte es letztendlich immer wieder. Der oder die Techniker/in fehlte bzw. hätte „zugekauft“ werden müssen.

In dieser Ausgabe des Karrieremagazins widmen wir uns der Selbständigkeit in all ihren Facetten. Wir beleuchten den aktuell gefühlten „Hype“ rund ums Gründen. Wir geben Ein­ blick, wie man sich die Mitarbeit in einem Start-up vorstellen kann. Und wir gehen dem Job-Alltag von Gründer/innen mit WU-Background auf den Grund.

Ganz naiv habe ich also damals schon erfahren, was ich gerade bei der Erarbeitung dieses Karrieremagazins immer wieder hörte: In einem erfolgreichen Start-up hängt der Erfolg nicht nur vom Markt, sondern im Wesentlichen auch vom Team ab. Die Kompetenzen des Gründerteams sollten klar verteilt und vor allem heterogen sein! Außerdem muss man sich im Klaren sein, ob man die Komfort-Zone wirklich verlassen möchte. Denn die Corporate-World hat schon viele Annehmlichkeiten: organisierte Abläufe, wie z. B. Urlaub mit definierten Urlaubsvertretungen (!), Karrieremodelle, Gehaltspläne etc.

Besonders freue ich mich, dass ich Österreichs führenden Business Angel Hansi Hansmann für ein Interview über In­ vestitionsentscheidungen und Megatrends gewinnen konnte. Außerdem habe ich mit Stefan Fak, WU-Alumni und Gründer des auf Reisimporte spezialisierten Unternehmens Lotao, über Herausforderungen in der Selbständigkeit gesprochen.

Die Mitarbeit in einem Start-up bietet im Übrigen eine interessante Alternative zum Selbst-Gründen. Und wenn auch vieles erst strukturiert und erarbeitet werden muss: Wir freuen uns darauf, unsere Start-ups mit jungen motivierten Mitarbeiter/innen in Kontakt zu bringen. Jobs finden Sie auf zbp.at.

Ich wünsche Ihnen wie immer interessante Stunden mit dem Karrieremagazin. In diesem Sinne: „When opportunity knocks, answer the door …“

Bis bald im ZBP!

Herzlichst, Ihre Ursula Axmann und Heike Schreiner Geschäftsführung

Ihre Brigitte Kuchenbecker Chefredaktion blog.zbp.at |

wu.zbp.career.center

EDITORIAL


4 Inhalt KARRIEREMAGAZIN, MÄRZ 2016

ZBP INFOS D E R

3 Editorial 3 Kolumne

Spirit V O N

EINSTIEG 7 8 10 11

Startups

Bewerben von A bis Z Liebes ZBP …! Ihre Fragen rund ums Bewerben Worauf achten Sie bei der ersten Begegnung? Career Insights Treffen Sie uns im TC

SPECIAL: START-UPS 13 Wir schaffen das! Der Spirit von Start-ups 16 Macht Gründen glücklich? 17 Schon gewusst …? 18 Start-up-Glossar 22 Realitätscheck Über Motive und Herausforderungen des Gründens 26 Muss nur noch kurz die Welt retten … Social Enterprises im Portrait 28 Wirklich Gründen? Persönlichkeitstest zur Selbständigkeit 30 „Mitarbeiter/in gesucht!“ Der Bewerbungsprozess im Start-up 32 Achterbahnfahrt Wie ist es, für ein Start-up zu arbeiten? 33 Ein Gespräch mit Hansi Hansmann Business Angel

13

32 IMPRESSUM ZBP KARRIEREMAGAZIN, Ausgabe März 2016 | Medieninhaber, Herausgeber, Verleger: ZBP-Marketing-Service an der Wirtschaftsuniversität Wien – Verein zur Unterstützung der Gesellschaft zur Förderung der Berufsplanung an der Wirtschaftsuniversität Wien, Welthandelsplatz 1, Gebäude LC, 1020 Wien, Tel.:  +43  –1–  313  36  –  4968, office@zbp.at | Redaktion: Brigitte Kuchenbecker | Textbeiträge: Rudolf Dömötör, Petra Eggenhofer-Rehart, Georg Kubina, Brigitte Kuchenbecker, Pamela Kusztrich, Andreas Müller, Heike Schreiner, Kathrin Tschanter, Kristine Unlayao | Koordination und Gestaltung: Plutonika Design OG, Brigitte Kuchenbecker | Anzeigenservice: Brigitte Kuchenbecker, brigitte.kuchenbecker@zbp.at


Advertiser Index Die angeführten Unter­ nehmen ermöglichen durch ihre Werbe­­ ­ein­schaltung, dass Sie ein kostenfreies Exemplar des Karrieremagazins in Händen halten.

2 REWE 25 The Boston Consulting Group 31 A.T. Kearney 33 Lidl Österreich 37 Hofer 41 KPMG 45 BAWAG P.S.K. 55 EY (Ernst & Young)

VIELEN DANK!

60 TPA Horwath

INTERNATIONAL 39 International Start-up Ecosystems

CHANCEN 43 Was wurde aus … Stefan Fak? 46 Chancenland Vorarlberg Karrieren außerhalb Wiens

INSIGHTS

39 P I T C H

Silicon Valley L E A N

49 Neue ÖH WU Im Gespräch mit Werner Neuwirth 51 Unser 2015: Ein Jahr in Zahlen 52 Neues rund um die WU 54 Bilanz ziehen Masterstudium Steuern und Rechnungslegung 56 Events Der Frühling im WU ZBP Career Center 58 Buchtipps

S T A R T - U P

Unicorn

18 Layout: Plutonika Design OG | Druck: Outdoor-Production | Erscheinungsweise: dreimal jährlich | Auflage: 10.000 Stück | § 1 abs. 4 Gleichbehandlungsgesetz: „Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen [...] gilt die gewählte Form für beide Geschlechter.“ Namentlich gekennzeichnete Artikel müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Die Zusammenstellung der Arbeitgeber in redaktionellen Beiträgen erfolgt aufgrund journalistischer Recherchen. Werblich kann jeder Arbeitgeber in diesem Magazin vertreten sein unter der Voraussetzung, dass dieser auch tatsächlich Stellen besetzt.


Bild: iStock / Brendan Hunter


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EINSTIEG

Bewerben von A bis Z EINSTIEG | Brigitte Kuchenbecker | brigitte.kuchenbecker@zbp.at

Von Assessment Center bis Zusage – wir stellen die gängigsten Begriffe des Bewerbungs-Alphabets vor. In dieser Ausgabe: A wie …

ASSESSMENT CENTER

... ein Personalauswahlverfahren, bei dem mehrere Bewerber/innen zeitgleich verschiedene (Gruppen-)Übungen durchlaufen. Dabei werden sie von mehreren Beobachter/innen, in der Regel Mitarbeiter/innen aus den HR- oder Fachab­ teilungen des Unternehmens, bewertet. Ziel ist es, die Kandidat/innen in praxisnahen Aufgaben zu testen und ihre Qualifikationen realitätsnah zu erleben. Dadurch soll eine mög­ lichst objektive Vergleichbarkeit der einzelnen Bewerber/innen gewährleistet werden.

ALL-IN VERTRAG

... ein Arbeitsvertrag, bei dem allfällig geleistete Überstunden im vereinbarten Gehalt bereits pauschal inkludiert sind. Einen Anspruch auf die Ausbezahlung der Mehrarbeit gibt es nicht. Das monatliche Entgelt bleibt also immer gleich – unabhängig von der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit. Die Anzahl der inkludierten Mehrstunden ist im Arbeitsvertrag festgehalten.

Die Aufgaben eines Assessment Centers können vielfältig ge­ staltet sein, gängige Übungen sind z. B. die Selbstpräsentation, die Gruppendiskussion, das Rollenspiel oder diverse CaseStudies. Ein Assessment Center dauert in der Regel zwischen einem halben und zwei Tagen. Es wird vor allem für Trainee­ positionen oder Positionen mit zukünftiger Führungsverantwor­ tung eingesetzt. Als besondere Herausforderung beschreiben viele Bewerber/innen die unmittelbar erlebte Konkurrenz der anderen Kandidat/innen.

All-In Vereinbarungen werden vor allem für hoch qualifizierte Arbeitnehmer/innen oder Führungskräfte eingesetzt. Das vereinbarte Gehalt liegt zumeist deutlich über dem kollektiv­vertraglichen Anspruch.

… die Auflistung der geforderten Kompetenzen von Bewerber/innen. Diese ergeben sich zumeist aus den Aufgaben und Zielen der zu besetzenden Position und können aus fachlichen und sozialen Komponenten bestehen: Fachliche Qualifikationen sind z. B. gute Englischkenntnisse oder Kenntnisse des Arbeitsrechts, soziale Kompetenzen schließen z.B. Stressresistenz oder eine selbständige Arbeits­ weise mit ein. Sind die geforderten Qualifikationen zwingend zur Erfüllung der Aufgaben notwendig, spricht man auch von „Muss-Kriterien“. Sind die aufgelisteten Qualifikationen lediglich wünschenswert bzw. von Vorteil für die Position, spricht man auch von „Soll-“ bzw. „Kann-Kriterien“. Diese werden in Stellen­inseraten in der Regel nach den „Muss-Kriterien“ gelistet.

Bild: ZBP/Jürgen Pletterbauer

ANFORDERUNGSPROFIL

EINSTIEG


8 Liebes ZBP …! IHRE FRAGEN RUND UMS BEWERBEN

EINSTIEG | office@zbp.at

Sie stehen vor Ihrem ersten Bewerbungs­gespräch und wissen nicht, wie Sie sich verhalten sollen? Sie überlegen, wo Sie passende Job­ange­bote finden können? Sie möchten wissen, wie Sie Ihren Lebenslauf überzeugend gestalten können? Wir sind da, um Ihre Fragen zur Jobsuche zu beantworten. Schreiben Sie uns oder vereinbaren Sie gleich Ihre individuelle Beratung.

STUDIERENDENJOBS Lieber Herr Langer, ich habe eine Frage zu meinem Lebenslauf: Während meines gesamten Bachelorstudiums habe ich immer gearbeitet. Ich war Kellner, habe Flyer verteilt und im Call-Center gejobbt. Soll ich all diese Jobs im Lebenslauf anführen? Sie haben doch eigentlich gar nichts mit meiner Ausbildung zu tun …?

DO YOU SPEAK GERMAN? Dear Mrs. Unlayao, I want to apply for a job in Austria. Is it really important to speak German fluently? I am an english native! WU-Student, 24

Dear WU-Student, adequate written and spoken German-Skills are definitely required, when you want to apply in Austria. Although few companies in Austria use English as their company language, the majority of employers still speaks German in daily business. We recommend to take German-Classes as soon as possible – even during your studies.

IM CAFÉ WU-Student, 22

Lieber WU-Student, Fragen zum Lebenslauf sind nur sehr schwer allgemein und aus der Ferne zu beantworten. Denn kein Lebenslauf gleicht dem anderen – und je nach Unternehmen, ange­ strebter Position oder weiteren Inhalten ist individuell zu entscheiden, wie ein CV zu gestalten ist. Generell vertreten wir die Meinung, dass jede berufliche Erfahrung – auch wenn sie auf den ersten Blick gar nicht relevant erscheinen mag – von Bedeutung ist. Denn durch die studien­begleitenden Jobs haben Sie Ihre Kompetenzen wie Serviceorientierung, Team­fähigkeit, Argumentationsgeschick oder selbständiges Arbeiten erweitert. Arbeitgeber schätzen in der Regel eine „Hands-on Mentalität“, die Sie durch Ihre vielfältigen Aufgaben beweisen. Doch für einen detaillierten Rat kommen Sie am besten mit Ihrem CV vorbei, zum Beispiel am Free Monday.

EINSTIEG

Liebe Frau Hiebl, unlängst war ich in einer für mich seltsamen Bewerbungs­situation: Ich wurde zu einem Bewerbungs­ gespräch in ein Café eingeladen. Ich war mir unsicher: Wie soll ich meine Gesprächspartner/innen erkennen? Und kommen Bewerbungsgespräche im Café eigentlich oft vor? WU-Studentin, 24

Liebe WU-Studentin, Bewerbungsgespräche, die außerhalb von Büros geführt werden, sind oft besonders aufregend – dabei sind Job­ interviews in Cafés, Restaurants, Flughäfen oder AutobahnRaststationen nichts Ungewöhnliches. Oft erschwert allein die Distanz zwischen Bewerber/in und Arbeitgeber ein Interview im Unternehmen. Oder es gibt personelle Umstrukturierungen, die eine Vertraulichkeit des Bewerbungsprozesses erfordern.


Bild: McKinsey

Bild: iStock / caracterdesign

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KARRIERETIPPS VON NADJA PETERS, DIRECTOR OF RECRUITING, MCKINSEY & COMPANY

Hier weicht man oft auf Locations außerhalb des Bürogebäudes aus. Falls Sie zu einem Bewerbungsgespräch z. B. in ein Café eingeladen werden, informieren Sie sich im Vorfeld gründlich über die Situation. Gibt es eine Reservierung? Treffen Sie sich vor dem Lokal oder bereits bei Tisch? Bei Unsicherheiten fragen Sie bei dem/der Ansprechpartner/in einfach nach. Und noch ein Tipp: Nutzen Sie Social Business-Plattformen wie XING oder LinkedIn, um sich bereits vorab ein Bild von Ihren Gesprächspartner/innen zu machen.

DER NEUE LOOK

Ihr erster Blick bei Bewerbungsunterlagen fällt auf: In der Regel auf den Lebenslauf, der möglichst übersichtlich gestaltet und vollständig sein sollte.

Sollen Bewerber/innen Angaben zu persönlichen Hobbies/Interessen im Lebenslauf machen? Wir suchen Persönlichkeiten. Dementsprechend ist es interessant, bereits im Lebenslauf einen kleinen Überblick über Hobbies und persönliche Interessen zu erhalten. Werden diese nicht angegeben, ist dies jedoch kein Ausschlusskriterium.

Was macht eine gute Bewerbung für Sie aus?

Lieber Herr Kubina, vor einem halben Jahr habe ich mir ein professionelles Bewerbungsfoto bei einem Fotografen anfertigen lassen. Ich bin mit dem Foto zwar sehr zufrieden, habe mich aber seitdem ziemlich verändert: Ich habe mir die Haare gefärbt und meine Brille trage ich auch kaum noch. Eigentlich möchte ich das Foto nicht neu anfertigen lassen, vor allem, da es ziemlich teuer war. Allerdings wurde ich in Bewerbungsgesprächen schon mehrmals darauf angesprochen, dass man mich kaum erkennt. Was soll ich tun? WU-Studentin, 20

Liebe WU-Studentin, im deutschsprachigen Raum ist ein professionelles Foto für eine überzeugende Bewerbung wichtig. Der sprichwörtliche „erste Eindruck zählt“. Wirken Sie nun bei Ihrem persönlichen Treffen ganz anders als auf dem Foto, kann rasch Verwirrung entstehen. Bedenken Sie, dass Ihr/e Interviewpartner/in in einer Woche viele Gespräche führt - er/sie sollte sich an Sie erinnern können. Ihr Foto ist eine gute Hilfe, um die Brücke zu Ihrem CV zu schlagen. Ich empfehle also, ein neues Foto anfertigen zu lassen. Nutzen Sie zum Beispiel unseren Career Photo Day.

Relevante Auswahlkriterien sind neben den akademischen Leistungen und analytischen Fähigkeiten insbesondere praktische Erfahrungen und Engagement, das über das Curriculum hinausgeht.

Die wichtigste Frage im Bewerbungsgespräch? Es gibt nicht die eine wichtige Frage. Überzeugen kann man vor allem mit eigenen Denkansätzen bei der Bearbei­ tung der Fallstudien und indem man authentisch bleibt.

Worauf achten Sie beim Social Media-Auftritt Ihrer Bewerber/innen? Generell würde ich Bewerber/innen mit einem Profil auf professionellen Karriere-Netzwerken raten, dieses zu pflegen und auch hier die Besonderheiten ihres Werde­ gangs sowie ihre Leidenschaft für bestimmte Themenfelder hervorzuheben.

Ab wann macht es Sinn, sich in Ihrem Unternehmen für ein Praktikum zu bewerben? Unsere Praktikant/innen haben in der Regel bereits erste praktische Erfahrungen in anderen Unternehmen gesam­ melt und die ersten Semester an ihrer Hochschule erfolg­ reich absolviert.

Ihr Tipp für Berufseinsteiger/innen: Bleiben Sie authentisch und versuchen Sie nicht, einem Rollenvorbild zu entsprechen. Folgen Sie Ihrer Leidenschaft!

EINSTIEG

mckinsey.de/austria


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Worauf achten Sie bei der ersten Begegnung?

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EINSTIEG | Zusammengestellt von Kathrin Tschanter | kathrin.tschanter@zbp.at

CLAUDIA STINGL, TALENT

SANDRA POMMER,

ACQUISITION & EMPLOYER

„Die erste persönliche Begegnung ist entscheidend. Vor allem bei einem Bewerbungsgespräch möchte man sein Gegen­ über von seiner Kompetenz und seiner Persönlichkeit über­ zeugen. Gute Vorbereitung ist dabei unumgänglich, sie gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Auch in anderen Situationen einer ersten Begegnung wird besonderes Augenmerk auf das Auftreten gelegt. Mit Freundlichkeit, aufrichtigem Interesse und Authentizität sichert man sich sein Karriereticket in eine erfolgreiche Zukunft!“

ANDREAS BENHOF,

JASMIN CHWATAL,

ABTEILUNGSLEITER

LEITUNG RECRUITING UND

„Der erste Eindruck ist wichtig, da er sich beim Interviewer/bei der Interviewerin stark einprägt. Ein selbstsicheres, gepflegtes und in jedem Fall authentisches Auftreten ist daher ratsam. Zum gepflegten Äußeren gehört auch die passende Garde­ robe. Im weiteren Gesprächsverlauf überprüfe ich u. a., ob die Bewerber/innen sich auf das Gespräch vorbereitet haben: Wenn die Bewerber/innen das Geschäftsmodell und die kon­ kreten Tätigkeiten der Stelle kennen, signalisieren sie dadurch auf­richtiges Interesse an der Position.“ EINSTIEG

PERSONALMARKETING, Bild: Hays

INTERNAL RECRUITING, HAYS

REWE INTERNATIONAL AG

„Beim ersten persönlichen Kontakt achte ich besonders auf das Auftreten, den Händedruck und darauf, ob der/die Bewerber/in mit Begeisterung über das spricht, was bisher erlebt und erreicht wurde. Neben dem Werdegang und fach­ lichen Qualifikationen ist es mir vor allem wichtig zu spüren, ob jemand für das Unternehmen, die Branche und speziell die Aufgabe genau diese Begeisterung mitbringt. Ein darauf basierendes aufrichtiges Leuchten bzw. Glitzern in den Augen sorgt für einen bleibenden Eindruck.“

Bild: REWE International AG

„Ich achte bei der ersten persönlichen Begegnung auf ein professionelles Auftreten, den Händedruck, höfliche Umgangs­ formen und suche den Blickkontakt mit meinem Gesprächs­ partner/meiner Gesprächspartnerin. Ein erstes Gesamtbild mache ich mir aber erst am Ende eines Kennenlern-Termins.“

Bild: ÖBB

Bild: Deloitte

BRANDING, DELOITTE

EMPLOYER BRANDING, ÖBB


11 Career Insights TREFFEN SIE UNS IM TC

EINSTIEG | Kristine Unlayao | kristine.unlayao@zbp.at

Eine Bewerbung besteht aus vielen Aspekten: Es gilt, das passende Jobangebot zu finden. Dann werden ansprechende Bewerbungs­ unterlagen benötigt. Und schließlich muss in der persönlichen Begegnung überzeugt werden – sei es beim Bewerbungsgespräch, Karriere-Event oder Assessment Center. Natürlich können hier Fragen auftauchen …

Die Career Insights finden einmal pro Semester komprimiert an fünf Tagen statt. Drei Tage widmen sich der Bewer­ bungsvorbereitung, an weiteren zwei Tagen stehen die Arbeitgeber im Mittelpunkt. Lernen Sie in Skill-Seminaren, Podium-Talks oder einem Breakfast nationale und interna­ tionale Unternehmen kennen. Die nächsten Career Insights finden von 18. bis 24. Mai statt.

Bei den Career Insights können Sie uns drei Tage lang in der Aula des TC Ihre individuellen Fragen zum Bewerbungs­prozess stellen – ganz ohne Terminvereinbarung. Sie erfahren von uns aus erster Hand, wie Sie sich auf den Berufseinstieg optimal vorbereiten können und worauf es bei der Bewerbung wirklich ankommt. Außerdem gestalten wir mehrere Programmpunkte, die den Bewerbungsprozess von A bis Z abdecken. Stellen Sie sich Ihr individuelles Programm zusammen und nehmen Sie die Inhalte in Anspruch, die Sie aktuell interessieren: ›› Sie hätten gerne Feedback zu Ihrem Lebenslauf? Kostenlose CV-Checks werden von unseren Karriereberater/innen direkt vor Ort angeboten. ›› In Persönlichkeitstests können Sie mehr über Ihre Stärken und Kompetenzen erfahren. ›› Kurze Workshops zu den klassischen Bewerbungsthemen können in Seminarräumen des TCs spontan und ohne Voranmeldung besucht werden. ›› Der Career Photo Day, ebenfalls in einem Seminarraum des TC, bietet Ihnen ein günstiges Bewerbungsfoto von einem professionellen Fotografen. ›› Außerdem verschafft Ihnen ein Blick auf unsere Jobwall einen schnellen Überblick über aktuelle Stellenaus­ schreibungen für Wirtschaftsakademiker/innen, von studienbegleitenden Positionen bis hin zu Praktika und Positionen für Berufs­einsteiger/innen. Unter der Devise „kostenlos, informell und unkompliziert“ unterstützen wir Sie bei den Career Insights bei all Ihren Fragen zur Karriereplanung. Kommen Sie einfach vorbei – wir beraten Sie gerne!

Bild: ZBP

GUT VORBEREITET IN DIE BEWERBUNG

Berufseinstieg. Bewerbung. Vorstellungsgespräch. uvm. Online auf unimag.at/karriere und in unseren Magazinen. Im Sommersemester am 7. März und 23. Mai. EINSTIEG


We’re here to put a dent in the universe. Otherwise why else even be here? S T E V E

J O B S

Entrepreneur is not a job title. It is a state of mind of people who want to alter the future. G U Y

K A W A S A K I

If you’re not a risk taker, you should get the hell out of business. R A Y

K R O C

The best way to predict the future is to create it. P E T E R

D R U C K E R

I have not failed. I’ve just found 10,000 ways that won’t work. T H O M A S

E D I S O N

If you aren’t making a difference in other people’s lives, you shouldn’t be in business – it’s that simple. R I C H A R D

B R A N S O N

When everything seems to be going against you remember that the airplane takes off against the wind, not with it. F O R D

Bild: iStock / Peshkova

H E N R Y




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SPECIAL: START-UPS

Wir schaffen das! DER SPIRIT VON START-UPS

SPECIAL: START-UPS | Brigitte Kuchenbecker | brigitte.kuchenbecker@zbp.at

Silicon Valley, Pitchen in Fernsehformaten, Business Angels, ein eigenes Gründungszentrum an der WU – selten hat das Thema „Gründung“ so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wie heute. Grund genug, einmal einen Blick hinter die Kulissen von Start-ups zu werfen …

liche Kunst des Gründens liegt wohl darin, vielversprechende Gelegenheiten zu verwerten. Rudolf Dömötör, Direktor des WU-Gründungs­zentrums: „Erfolgreiche Start-ups sind Problem­ löser, sie erkennen den Nutzen ihrer Geschäftsgelegenheit für ihre Kunden.“ PROBLEMLÖSER

INNOVATION UND WACHSTUM

August 2015: Runtastic, die Fitness-App des jungen oberös­ terreichischen Unternehmers Florian Gschwandtner, hat eben einen Millionendeal mit dem Sportartikelhersteller adidas abgeschlossen. Ein Deal, der verdeutlicht, welches Potenzial in Start-ups steckt. Und auch Start-ups mit WU-Background sind höchst erfolgreich. Man nehme zum Beispiel die FlohmarktApp shpock, die mittlerweile über zehn Millionen User/innen verzeichnet und zu 91 Prozent an Schibsted Classifieds Media verkauft wurde (Interview siehe Seite 23). Ist dieses Wachstumspotenzial Teil der Faszination von Start-ups? Wahrscheinlich! Ebenso wie das eigentlich charakteristische Merkmal von den jungen Unternehmen: der Innovations­aspekt. Start-ups sind dynamisch, sie haben keine festgefahrenen Strukturen und können schnell auf Markt­entwicklungen reagieren – schneller als Unternehmen der sogenannten „old economy“. Nikolaus Franke, Leiter des Instituts für Entrepreneurship und Innovation an der WU: „Die digitale Revolution eröffnet – wie jede fundamen­ tale industrielle Revolution – unendlich viele Möglichkeiten für Innovationen. Außerdem können sich durch das Internet hochqualifizierten User/innen sehr schnell zusammenfinden und gemeinsam Produkte erschaffen.“ Für Start-ups ohne umfassende, materielle Ressourcen sind das ideale Rahmen­ bedingungen. Franke: „Das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Entrepreneurships.“ WHEN OPPORTUNITY KNOCKS …

Ein bekanntes Motto der Start-up-Szene lautet: „When opportunity knocks, answer the door.“ Hier kommt der wohl wichtigste Baustein eines Start-ups ins Spiel: der/die Unternehmer/in. Erst durch seine/ihre Inspiration und Leiden­ schaft wird eine Idee zum Leben erweckt. Denn die eigent­

Wie kann nun eine gute Geschäftsgelegenheit aussehen? Daniel Cronin, Co-Founder und Vorstandsmitglied von AustrianStartups und ehemaliger Moderator der Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“: „Meistens fängt es damit an, dass Leute ein Problem haben, für das sie eine Lösung suchen. Und dann überlegen sie: Wenn mich dieses Problem nervt, könnte es dann nicht auch andere Personen geben, die sich für eine Lösung interessieren?“ Das eigentliche Motiv des Gründens besteht also in den meisten Fällen aus dem ehrlichen Interesse an einem Produkt. „Meiner Erfahrung nach können Gründer/innen, die ein Startup nur des Geldes wegen aufbauen, nicht überzeugen. Diese werden nach einem Jahr hoch enttäuscht und demotiviert das Unternehmen aufgeben. Wenn man nicht wirklich liebt, was man macht, dann hat man nicht den Kampfgeist alle Schwierig­ keiten durchzustehen.“, so Cronin. WOHER KOMMT DAS GELD?

Denn Schwierigkeiten und Herausforderungen gibt es einige. Auch wenn der Wunsch nach Selbständig­ keit, Freiheit und Selbstverwirklichung lockt – gerade zu Beginn erwarten Gründer/innen einige Hindernisse, die es zu überwinden gilt. „Als die zentrale Herausforderung für junge Gründer/innen sehen wir die Entwicklung eines wirtschaftlich tragfähigen Geschäftsmodells mit einem nachhaltigen, verteidigbarem Alleinstellungsmerkmal.“, so Werner Hoffmann und Andrea Zimmerebner vom Masterprogramm Strategy, Innovation and Management Control der WU. Denn genau­genommen löst sich ein Unternehmen erst dann von der Bezeichnung Start-up, wenn keine Finanzmittel von außen mehr benötigt werden. So beschreibt die heute geläufige Definition von Steve Blank, Unternehmer und Investor im Silicon Valley:

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SPECIAL: START-UPS


Bild: iStock / Ondine32

Infobox Eine Auswahl an Informations- und Finanzierungs­ plattformen für Gründungsinteressierte ›› WU Gründungszentrum: wu.ac.at/gruenden ›› Austrian Business Angels: aaia.at ›› Austrian Start-ups: austrianstartups.com ›› aws i2 Business Angels Börse: business-angels.at ›› aws Gründerfonds: gruenderfonds.at ›› Conda: conda.eu ›› FFG Start-up-Förderung: ffg.at/startup ›› Gründerservice der Wirtschafskammer Österreich: gruenderservice.at ›› INITS: inits.at ›› Pioneers Festival: pioneers.io ›› Speed Invest: speedinvest.com ›› Wirtschaftsagentur Wien: wirtschaftsagentur.at/ gruenden-und-wachsen /uebersicht

SPECIAL: START-UPS

„A start-up is a temporary organization in search of a scalable, repeatable, profitable business model.“ Dass also Finanzmittel von außen benötigt werden, gehört zum Status eines Start-ups eigentlich unweigerlich dazu. Und genau hier lauert schon das erste Hindernis: In sogenannten „Pitches“ versucht man Investor/innen vom Potenzial des Unternehmens zu überzeugen. „In der Praxis wird eine Gründungsfinanzierung mit eigenem Geld, Förderungen, Business Angels und Crowdfunding aufgestellt und in einem weiteren Schritt sukzessive durch weiteres Kapital von Investor/innen und Banken ergänzt.“, so Hoffmann und Zimmerebner. RISIKO UND JEDE MENGE ARBEIT

Doch neben dem Gewinnen von Investor/innen lauern noch zahlreiche, weitere Herausforderungen – allem voran die hohe Arbeitsbelastung. Hoffmann und Zimmerebner: „Eine wirk­ liche Abgrenzung von Arbeit und Freizeit ist im Gründungs­ prozess schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Als potentielle/r Gründer/in muss man sich bewusst sein, dass das Engagement für das eigene Unternehmen weit über eine Normalarbeits­ zeit hinausgeht.“ Auch Daniel Cronin ist der Meinung, dass insbesondere die „ersten ein bis zwei Jahren extrem hart sind.“ Er meint: „Gründer/innen sind zumeist sehr jung und sie verdienen sehr wenig Geld dafür, dass sie eigentlich sieben Tage die Woche rund um die Uhr arbeiten.“ Insbesondere wenn man bereits finanzielle Verpflichtungen hat, sei es schwierig zu gründen. „Manchmal lässt es die Lebenssituation auch gar nicht zu, sich auf so viel Arbeit bei gleichzeitig geringem Outcome einzulassen. Dem muss man sich auch bewusst sein.“ Dazu kommen noch die in Österreich hohen Bürokratie­ erfordernisse und ein generell hohes Risiko, ob das Geschäfts­ modell überhaupt funktionieren wird. Rudolf Dömötör: „In einem Start-up gibt es die Notwendigkeit, Unsicherheit und Risiko zu beherrschen. Ich weiß als Gründer/in oft nicht, ob es Nachfrage für mein Produkt geben wird oder ob ich meine Idee technisch überhaupt realisieren kann.“


Bilder: ZBP/Jürgen Pletterbauer

Zimmerebner und Hoffmann ergänzen: „Grundsätzlich halten wir es für ausgesprochen ambitioniert, als frischgebackene/r WU-Absolvent/in gleich ein Unternehmen gründen zu wollen. Ein solches Vorhaben ist sicherlich mit einer hohen Gefahr des Scheiterns verbunden. Es muss einem bewusst sein, dass eine erfolgreiche Unternehmens­gründung eher der Ausnahmefall als die Regel ist.“

Infobox Eine Auswahl an Start-up-Gründungen mit WU-Background seit 2011 ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ›› ››

WIR SCHAFFEN DAS!

Um also all diesen Herausforderungen motiviert entgegen­ zutreten und alle Schwierigkeiten effektiv zu meistern, kann es nur einen Beweggrund geben: die Leidenschaft für das Produkt. Und genau diese Leidenschaft zeichnet die heutige Start-up-Kultur auch aus. „Das charakteristische Mind-Set eines Start-ups ist: Alles geht. Es gibt keine Grenzen, man kann alles erreichen.“, erklärt Cronin. Alle – Gründerteam und Mitarbeiter/innen – ziehen an einem Strang! Alle möchten bewegen! Alle glauben an den Erfolg! Und dieser Spirit ist auch notwendig. „Am Anfang hat man nicht viel mehr als eine Vision und die Leidenschaft dafür, ein Problem zu lösen.“, so Cronin. Gegründet wird im Übrigen häufig im Team – im Idealfall ergänzen sich die Gründer/innen in ihren Kompetenzen und dem Wissens-Background. Cronin: „Ein gutes Team ist durch wenig zu ersetzen. Das Team besteht aus den Personen, die aus einer Vision Realität machen. Deshalb achten die meisten Investor/innen, die in einer Frühphase investieren, vor allem auf das Team.“

Alltagshelden Alps Ventures AprintaPro Beavr bgood Blitab Codeship CONDA Crowd-o-moto Dachgold finderly Fittrack Grader Michl Iamstudent Inscouts Insettos INSITE IT JobSwipr Kompany Locca

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Bild: ZBP/Jürgen Pletterbauer

DAS UNMÖGLICHE MÖGLICH MACHEN

Die wahre Faszination von Start-ups liegt wohl in ihrem unbändigen Willen, Ideen zu verwirklichen und Dinge zu bewegen. „Ich spreche auch gerne von einer informierten Naivität – und das meine ich im absolut positiven Sinn. Gründer/innen müssen im tiefsten Inneren überzeugt von ihrer Idee sein, und sich dennoch täglich hinterfragen und aktuelle Entwicklungen reflektieren.“, betont Cronin. Denn dann wird das schier Unmögliche möglich. Lassen wir uns überraschen, wie Start-ups unsere Welt verändern. Und welche Deals im August 2016 für Furore sorgen werden …

Brigitte Kuchenbecker ist Chefredakteurin des Karrieremagazins.

SPECIAL: START-UPS


16 Macht Gründen glücklich? SPECIAL: START-UPS | Petra Eggenhofer-Rehart | petra.eggenhofer-rehart@wu.ac.at

Aus psychologischer Sicht ist für eine erfolg­reiche und glückliche Unternehmer/innenkarriere unter anderem relevant, welche Motive zur Gründung veranlassen. Von Bedeutung ist zudem, inwiefern die persönlichen Bedürfnisse mit den Merkmalen der Unternehmer/innen­ tätigkeit zusammen passen. GLÜCKSPOTENZIAL DURCH UNABHÄNGIGKEIT

Zu den stärksten Motiven für die Gründung eines Unterneh­ mens zählt der Wunsch nach Autonomie: Unternehmer/innen haben ein stärkeres Bedürfnis nach Unabhängigkeit als Nicht-Unternehmer/innen, wie die Daten der am ivm (Interdisziplinäres Institut für Verhaltenswissenschaftlich Orientiertes Management an der WU) laufenden Panelstudie ViCaPP zeigen ( vicapp.at ). Der Wunsch nach Autonomie bedeutet, „der/die eigene Chef/in“ zu sein, aber auch die Möglichkeit zu haben, kreativ eigene Ideen umzusetzen. Diese beiden Aspekte sind bei Selbständigen oft stärker verwirklicht und mitunter auch die wichtigsten Gründe für die oft höhere Arbeits­zufriedenheit. Auch sind Unternehmer/innen im Vergleich zu Angestellten oft mit den fachlichen und persönlichen Weiterentwicklungsmöglichkeiten zufriedener.

WEITERFÜHRENDE LITERATUR

HERAUSFORDERUNGEN DURCH HOHE INVOLVIERUNG

Während in der Unternehmertätigkeit an sich also ein hohes Glückspotenzial steckt, hat Gründen aber auch Nachteile. So sind Selbständige mit ihrer Jobsicherheit weniger zufrieden als Angestellte. Dazu kommt, dass sich der als Gründungsmotiv relevante Wunsch nach mehr zeitlicher Flexibilität, etwa um Arbeitsleben und familiäre Verpflichtungen besser vereinbaren zu können, nur bedingt zu erfüllen scheint. Trotz größerer Autonomie und Flexibilität, die die Selbständigkeit mit sich bringt, ist aufgrund der höheren Involvierung in die Arbeit das Potential für Konflikte zwischen Arbeit und Privatleben hoch – und damit die Work-Life-Balance entsprechend gering. GELD ALS MOTIVATOR?

Ein Zusammenhang der Zufriedenheit von Selbständigen mit dem finanziellen Erfolg des Unternehmens ist empirisch nicht eindeutig nachweisbar. Zufriedener dürften Gründer/innen sein, die stärker nicht-materielle Ziele in den Vordergrund ihrer Tätigkeit stellen. Geld scheint für viele also nicht der zentrale Motivator zu sein, zumal Selbständige oft gerade in den ersten Jahren weniger verdienen als Angestellte. Bezieht sich das permanente Streben nach „Mehr“ auf den Inhalt der Arbeit selbst, stellt sich eher langfristiger Erfolg ein, als wenn die fort­laufende Erhöhung des finanziellen Erfolgs im Vordergrund steht. Diese kann die für das Unternehmerglück so wichtige Leidenschaft mitunter sogar beeinträchtigen.

Carree, M. A. & Verheul, I. 2012. What makes entrepreneurs happy? Determinants of satisfaction among founders. Journal of Happiness

CHANCENGRÜNDER/INNEN VS. NOTGRÜNDER/INNEN

Studies, 13, 371 – 387.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass im Vergleich zu Angestellten zwar jene eine höhere Lebenszufriedenheit haben, die freiwillig und aus Überzeugung den Weg in die Selbständig­ keit gewählt haben, sogenannte „Chancengründer/innen“, nicht aber die so genannten „Notgründer/innen“, die sich aus einem Mangel an Alternativen, oft aus der Arbeitslosigkeit heraus, selbständig machen. Das bedeutet: Nicht nur Wissen und Fähigkeiten, sondern auch die passende Motivstruktur sind Voraussetzungen für eine langfristig erfolgreiche und glückliche Unternehmer/innenkarriere.

Cholotta, K. & Drobnic, S. 2011. Was macht Selbständige zufrieden? Faktoren der Arbeitszufriedenheit bei Gründer/innen. Wirtschaftspsychologie, 4 / 2011, 73 – 85. Eggenhofer-Rehart, P. 2014. Karriere-Erfolg von Entrepreneurs: Eine psychologische und soziale Perspektive. career service papers, 12 / 2014, 93 – 112. Latzke, M., Schiffinger, M. & Demeter, P. 2012. Career capital of entrepreneurs. A two cohort study of Austrian business school graduates. Paper presented at the Academy of Management meeting, Boston. wu.ac.at/vicapp/outputs/en Schneck, S. 2014. Why the self-employed are happier: Evidence from 25 European countries. Journal of Business Research, 67 (6), 1043 – 1048.

SPECIAL: START-UPS


17 Schon gewusst…? SPECIAL: START-UPS | Zusammengestellt von Brigitte Kuchenbecker | brigitte.kuchenbecker@zbp.at WUSSTEN SIE SCHON, DASS …

›› 81 Prozent der Gründer/innen eines Start-ups ein Studium abgeschlossen haben? Die meisten davon, nämlich 45 Prozent, haben einen wirtschaftsakademischen Background. Quelle: Austrian Start-up Report 2013 ›› das Durchschnittsalter von Start-up-Gründer/innen 32,3 Jahre ist? Quelle: Austrian Start-up Report 2013 ›› die Mehrheit der Start-up-Gründer/innen, nämlich 88 Prozent, männlich ist? Quelle: Austrian Start-up Report 2013 ›› für 69 Prozent der Entrepreneure das Hauptmotiv zu Gründen in Selbstverwirklichung und Spaß liegt? 17 Prozent sehen die finanzielle Freiheit und 14 Prozent den Fakt, nicht für andere arbeiten zu müssen, als ausschlaggebend an. Quelle: Austrian Start-up Report 2013 ›› 86 Prozent der Gründer/innen von Start-ups eine interna­ tionale Marktperspektive haben und rund die Hälfte den Weltmarkt als Ziel sieht? Quelle: Austrian Start-Up Report 2013 ›› die Mehrheit der Start-Ups, nämlich 70 Prozent, von privaten Investor/innen finanziert wird? Quelle: Austrian Start-Up Report 2013

Bild: ZBP/Jürgen Pletterbauer

›› im Jahr 2014 in Österreich insgesamt 37.120 Unter­ nehmen neu gegründet wurden? Diese Zahl bezieht sich allerdings nicht nur auf Start-Ups, also auf Unternehmen mit Innovations- und Wachstumscharakter, sondern bildet das gesamte Gründungsgeschehen in Österreich ab. Quelle: WKO 2014 ›› die Mehrheit dieser 37.120 Gründungen, nämlich 54,8 Prozent, in die Sparte Gewerbe und Handwerk fallen? Auf Platz 2 folgt mit 19,9 Prozent der Handel, auf Platz 3 mit 14,1 Prozent Information und Consulting. Quelle: WKO 2014 SPECIAL: START-UPS


18 Start-up-Glossar SPECIAL: START-UPS | Rudolf Dömötör | rudolf.doemoetoer@wu.ac.at

S TA R T- U P

RISIKO UND SCHEITERN

... ein junges Unternehmen, das durch zwei Besonderheiten ge­ kennzeichnet ist: Es hat eine innovative Geschäftsidee und wird mit dem Ziel gegründet, schnell zu wachsen. Start-ups adres­ sieren dabei meist einen jungen oder noch nicht existierenden Markt und müssen deshalb erst ein skalierbares, wiederhol­ bares, profitables > Geschäftsmodell finden. Das bedeutet, dass nicht jedes neugegründete Unternehmen ein Start-up ist und dass Start-ups in der Anfangszeit – also bis ein Geschäfts­ modell gefunden wurde – oftmals auf Kapitalzufuhr von außen ( > Funding) angewiesen sind.

... vielfältig bei Start-ups ausgeprägt. Aufgrund des hohen Innovationsgrades ist zum Zeitpunkt der Gründung in der Regel nicht klar, ob das Produkt überhaupt in aus­reichender Qualität und zu akzeptablen Kosten entwickelt werden kann und ob der Markt das Produkt annehmen wird. Folglich ist die Erfolgsquote von > Start-ups eher gering: Von zehn scheitern durchschnittlich sieben bis acht, eines oder zwei überleben, jedoch ohne das erwartete Wachstum zu erreichen und nur eines ist nachhaltig erfolgreich. Die drei wichtigsten Gründe für den Misserfolg sind: ›› Es wurde ein Produkt gebaut, das niemand brauchte, ›› das Geld war aufgebraucht und ›› das Gründungs-Team passte nicht (zusammen).

Bild: WU

GESCHÄFTSMODELL (BUSINESS MODEL)

... beschreibt die Logik, nach der ein Unternehmen funktioniert. Die wichtigsten Komponenten sind ›› das Nutzenversprechen („Value Proposition“), das ist der Wert, der für Kunden geschaffen wird, ›› die Architektur der Wertschöpfung, also wie die Leistung erstellt wird und ›› das Ertragsmodell, das heißt, wie und welche Erlöse ein Unternehmen generiert.

BUSINESSPLAN

Rudolf Dömötör ist Direktor des WU-Gründungszentrums.

G E S C H Ä F T S M O D E L L

Start-up B U S I N E S S P L A N

... ein schriftliches Unternehmens­konzept. Es beschreibt die Geschäftsidee, das > Geschäfts­ modell sowie alle Maßnahmen, die die Gründer/innen zur Umsetzung des Gründungs­vorhabens planen. R I S I K O

SPECIAL: START-UPS

U N D

S C H E I T E R N


19 Accelerator

Inkubator C

F U N D I N G

I N K U B AT O R

... begleitet und unterstützt Gründer/innen auf dem Weg in die Selbständigkeit. Der Begriff Inkubator (Brutkasten) stammt ursprünglich aus der Medizin. (Business-) Inkubatoren erfüllen eine ähnliche Funktion für Start-ups. Sie stellen in der (Vor-) Gründungsphase die notwendige Infrastruktur (Büro, Labor) günstig zur Verfügung, bieten Beratung und Coaching sowie Managementtraining an und helfen als Vermittler bei der Kapitalsuche. Besonders wertvoll für > Start-ups können die Netzwerkkontakte sowohl innerhalb des Inkubators (etwa Erfahrungs­austausch mit anderen Gründer/innen, die gleich­ zeitig vergleichbare Entwicklungsschritte vollziehen) als auch nach außen (Kontakte des Inkubators in die Industrie, Wissen­ schaft und Finanzierungsszene) sein.

R

O

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C O R P O R A T E

A C C E L E R AT O R

... verhilft > Start-ups durch Coaching zu einer schnelleren Entwicklung. Die Ziele und Aktivitäten eines Accelerators sind in vielen Punkten denen eines > Inkubators sehr ähnlich. Die wichtigsten Unterschiede bestehen darin, dass AcceleratorProgramme zumeist als „Boot Camp“ für Start-ups organisiert und auf einen kurzen Zeitraum (meist wenige Monate) be­ schränkt sind.

CROWDFUNDING FUNDING (FINANZIERUNG)

... beschreibt mögliche Finanzierungsmodelle. > Startups sind in ihrer frühen Entwicklung zumeist auf externe Finanzierung angewiesen und durchlaufen im Erfolgsfall mehrere Finanzierungsphasen mit immer höheren Beträgen. Die ersten Finanzmittel kommen meist von den Gründer/innen selbst („Bootstrapping“) und später aus dem Familien- und Bekanntenkreis ( > FFF: Family, Friends and Fools) sowie aus öffentlichen Förderungen. Die erste formale Finanzierungs­ runde wird als Seed-Runde bezeichnet, in der sich in der Regel private Geldgeber ( > Business Angels) am Start-up beteiligen. Die Finanzierung des weiteren Wachstums erfolgt durch Beteiligungs­gesellschaften (> Venture Capital). Die Beteiligung an einem Start-up ist mit hohem > Risiko verbunden, das bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kann. Gleich­ zeitig sind aber bei einem Erfolg sehr hohe Renditen möglich.

… eine relativ neue Finanzierungsform, bei der Projekte durch eine Vielzahl von Klein-Investoren finanziert werden. Die Anteils­eigner können sich schon mit Kleinst­beträgen beteiligen und sichern sich damit die Chance, im Falle eines geschäftli­ chen Erfolgs zu den Unterstützern der ersten Stunde zu zählen. Beim eigenkapitalbasierten Crowdfunding (Crowdinvesting) erhält der/die Crowd-Investor/in Anteile am Unternehmen und ist an Gewinn / Verlust bzw. der Entwicklung des Unternehmens­werts beteiligt.

C O R P O R AT E

… Start-up-Jargon für Großunternehmen bzw. Konzern.

>

SPECIAL: START-UPS


E A R L Y

S T A G E

Venture Capital Phantomaktien F F F B U S I N E S S

A N G E L

BUSINESS ANGEL

... vermögende Privatinvestoren, oftmals selbst erfolgreiche Un­ ternehmer/innen oder Top-Manager/innen. Sie beteiligen sich bereits in einer sehr frühen Phase, in der nur eine Idee oder ein erstes Konzept vorhanden ist und das > Risiko am höchsten ist. Die Höhe des Investments liegt in der ersten Beteiligungs­ runde meist zwischen € 50.000,– und € 250.000,–. Neben dem eingebrachten Kapital können für > Start-ups zumeist auch das unternehmerische Know-how und die Netzwerkkontakte ihrer Business Angels sehr wertvoll sein.

PHANTOMAKTIEN

... eine moderne Form der Mitarbeiter/innenbeteiligung. Mitarbeiter/innen werden dabei je nach Leistung mit imagi­ nären Wertpapieren bezahlt. Sie erhalten hierbei keine echten, sondern nur fiktive Aktien. Auf diese Weise können auch nicht börsennotierte Unternehmen diese Form der Vergütung nutzen.

V E N T U R E C A P I TA L ( R I S I K O K A P I TA L )

... Kapital, das eine Beteiligungsgesellschaft (Venture-CapitalGesellschaft) zur Beteiligung an > Start-ups bereitstellt. Das Ziel der Kapitalbeteiligung liegt nicht in Dividenden- oder Zins­zahlungen sondern im Gewinn aus dem Verkauf der Betei­ ligung (> Exit). VC-Gesellschaften sind zumeist auf bestimmte Branchen spezialisiert und investieren in der Regel erst, wenn marktreife Produkte vorliegen und erste Umsätze bevorstehen bzw. erzielt wurden. Ihr Engagement ist zumeist auf eine bestimmte Entwicklungsphase (z. B. > Early Stage, Expansion Stage) begrenzt.

E A R LY S TA G E

... umfasst die frühen Unternehmensphasen Vorgründung („Seed“) und Gründung („Start-up“), das heißt von der (Ideen-) Entwicklung, Forschung und Produktkonzeption über die Unternehmensgründung bis hin zur Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit. Eine > Finanzierung aus Umsätzen ist in diesen Phasen nur eingeschränkt möglich.

FFF (3F) EXIT ... Akronym für „Family, Friends and Fools“, die oftmals die ersten externen Geldgeber für > Start-ups darstellen. ... der Verkauf der Unternehmensanteile von Gründer/innen (bzw. Investor/innen) und der Ausstieg als Gesellschafter/innen aus dem Unternehmen. E X I

SPECIAL: START-UPS

T


21

P I T C H

Silicon Valley L E A N

S P I N

O F F

Pivot

S T A R T - U P

Unicorn

Series A

S K A L I E R B A R K E I T

L E A N S TA R T- U P S I L I C O N VA L L E Y ... ein relativ junger Ansatz der Unternehmensgründung. We­ sentliche Elemente sind kurze Produktentwicklungszyklen und das frühzeitige Einholen von Kundenfeedback. Das Feedback fließt in die weitere Produktentwicklung ein. Dieser iterative Ansatz zwischen Produkt- und Marktentwicklung soll verhin­ dern, dass Produkte am Markt vorbei entwickelt werden.

SERIES A

... die erste signifikante Finanzierungsrunde mit > Venture Capital.

... einer der bedeutendsten Standorte für IT- und Hoch­ technologie-Unternehmen und das weltweite Paradebeispiel für ein erfolgreiches Start-up-Ökosystem. Aus dem Tal südlich von San Francisco gingen Firmen wie Apple, Google, Facebook oder Tesla hervor. Derzeit sind zwischen 14.000 und 19.000 > Start-ups sowie mehr als 10.000 > Business Angels im Silicon Valley beheimatet.

SKALIERBARKEIT

... beschreibt die Wachstumsfähigkeit eines Unternehmens.

PIVOT PITCH ... eine grundlegende Änderung des Geschäftsmodells (z. B. neue Kundensegmente, Vertriebskanäle, Preis­modelle). Nachdem > Start-ups unter anderem dadurch charakterisiert sind, ein nachhaltiges > Geschäftsmodell zu finden, sind mehrere Pivots im Laufe der frühen Unternehmensentwicklung nicht unüblich.

… eine kurze und prägnante Präsentation einer Geschäftsidee (zumeist vor einem/einer Investor/in). Die Bezeichnung „Ele­ vator Pitch“ stammt daher, dass Gründer/innen ihre Geschäfts­ idee jederzeit und selbst in der kurzen Zeit einer Fahrstuhlfahrt überzeugend vermitteln können sollten.

UNICORN SPIN OFF

... die Gründung eines Unternehmens aus einer bestehenden Organisation (z. B. Universität oder Unternehmen) heraus.

... > Start-ups mit einer Bewertung von über einer Milliarde US-Dollar. Mit Stand Ende Januar 2016 gibt es weltweit 152 Unicorns, das derzeit am höchsten bewertete Start-up ist Uber ($ 51 Mrd.). SPECIAL: START-UPS


22 Realitätscheck ÜBER MOTIVE UND HERAUSFORDERUNGEN DES GRÜNDENS

SPECIAL: START-UPS | Brigitte Kuchenbecker | brigitte.kuchenbecker@zbp.at

Woran denken Sie, wenn Sie sich vorstellen, Ihr eigener Chef zu sein? Selbstverwirklichung, freie Zeiteinteilung, vielleicht sogar das große Geld? Oder denken Sie an viel Arbeit, Risiko und bürokratische Hürden? Wir haben Gründer/innen mit WU-Background zu ihren Erfahrungen befragt. Sie berichten über Chancen, Motive und Herausforderungen bei der Gründung eines Start-ups.

CORNELIA DANIEL, DACHGOLD

Gegründet 2011, Solarberatung für Gewerbebetriebe OPPORTUNITY

Am Anfang steht der fixe Entschluss, ein eigenes Unternehmen aufbauen zu wollen und dann geht’s ans Eingemachte: Die Suche nach dem Thema mit dem man den größten Nutzen für die Kunden generieren kann. Ich habe so viele Ideen begonnen und wieder verworfen. Nun weiß ich, dass ich den größten Nutzen stifte, indem ich als Brückenbauer zwischen der tech­ nischen, erneuerbaren Welt und den Kunden, die eine funktionierende Solaranlage haben wollen, fungiere. Jetzt kann die Umsetzung meiner Vision so richtig beginnen. Meiner Meinung nach hängen sich viele po­ tentielle Gründer/innen zu sehr an einer fixen Idee auf. Doch der Weg entsteht immer beim Gehen. MOTIVATION

Für mich ist es die Unabhängigkeit, die lockt: Die eigene Chefin sein und der Berufung folgen. Ich bin in der glücklichen Situation zu wissen, dass ich mit meinem Solar­unternehmen an meiner Leidenschaft arbeite. Und da ich mir ein großes Ziel gesetzt habe, nämlich, dass noch zu meiner Lebenszeit jedes Unternehmen eine Solaranlage auf dem Dach hat, wird mir nicht langweilig werden. Wenn ich das schaffe, brauche ich mir auch keine Gedanken um meine Pension und die Zukunft der nächsten Generationen machen.

Brigitte Kuchenbecker ist im WU ZBP Career Center für Medien und PR verantwortlich.

SPECIAL: START-UPS

Bild: ZBP/Jürgen Pletterbauer

HERAUSFORDERUNGEN

Die größten Herausforderungen sind einerseits die poli­ tischen Rahmenbedingungen und andererseits die Über­ zeugungsarbeit, die auf Unternehmensseite zu leisten ist. Ich weiß zum Beispiel, dass 2020 überhaupt kein/e Unternehmer/in mehr dran zweifeln wird, dass sich eine Solaranlage in seinem/ihrem Unternehmen lohnt. Dass das auch heute in vielen Fällen schon so ist, wissen noch zu wenige. Aber ich arbeite daran das zu ändern.

Bilder: Tony Gigov / Tausendundein Dach


23

KATHARINA KLAUSBERGER & ARMIN STRBAC,

KARL EDLBAUER, DANIEL LAIMINGER & SIMON

FINDERLY

TRETTER, JOBSWIPR

Gegründet 2011, Flohmarkt-App Shpock

Gegründet 2015, Job-App

OPPORTUNITY

OPPORTUNITY

Alles beginnt mit der Lösung für ein tatsächlich existierendes Problem, gepaart mit einer Idee, für die man leidenschaftlich brennt. Wir haben damals als Team festgestellt, dass die alten Marktplätze die bestehende Technologie nicht ausnutzen. Deshalb haben wir mit Shpock („SHop in your POCKet“) den Marktplatz für die Smartphone-Generation geschaffen – schnell, einfach und überall nutzbar. Heute sind wir extrem stolz, dass mehr als 10 Millionen User/innen Teil dieser Second­ hand-Revolution sind.

Kurz vor dem Ende unseres Masterstudiums an der WU stellten wir bei der Jobsuche selbst fest, wie schwierig es ist, passende Jobangebote zu finden und wie komplex der Bewerbungsprozess bei vielen Unternehmen ist. Da dachten wir uns: Das muss doch besser möglich sein. Und so kam uns die Idee zu JobSwipr. Wir tüftelten an einer Möglich­ keit, wie wir Jobsuche und Bewerbung bunter machen konnten.

MOTIVATION

Wir hatten beide Einblicke in die Strukturen und Abläufe großer Konzerne gewonnen. Das war nichts für uns – wir wollten anders und agiler arbeiten. Unser Ziel war es, selbst anzupacken, aus den gewohnten Bahnen aus­ zubrechen und etwas zu schaffen, das auch für andere Menschen einen Mehrwert hat. Dieser Spirit wird vom gesamten Shpock-Team getragen. Jede/r Einzelne über­ nimmt in seinem Bereich Verantwortung und hat den Drive, etwas zu bewegen. Nur durch dieses Teamwork schaffen wir es aus Wien heraus, Arbeit auf WeltklasseNiveau zu leisten. HERAUSFORDERUNGEN

Gründen ist kein Kinderspiel. Ein Start-up aufzubauen ist hart. Man muss sich Herausforderungen stellen, von denen man keine Ahnung hat und nie ahnte, dass es sie je geben würde. Ohne viel Herzblut und Einsatz geht es nicht. Darüber hinaus sollte man sich nicht von Rück­ schlägen einschüchtern lassen. Das Start-up-Leben ist ein ständiges Auf und Ab. Ähnlich wie bei einer Achter­ bahnfahrt folgt auf ein Hoch ein Tief und dann wieder ein Hoch – häufig sogar an einem Tag.

MOTIVATION

Mit JobSwipr wollen wir es schaffen, dass Jobsuche und Bewerbungen für Praktika, Teilzeit- und Einstiegsjobs nach dem Studium Spaß machen und dass Studierende zu jeder Zeit den richtigen Job finden können. Diese Idee zu ver­ wirklichen und dabei etwas am Arbeitsmarkt zu bewegen, motivierte uns zur Gründung von JobSwipr. Und natürlich genießen wir es, täglich das zu tun, wofür wir brennen. HERAUSFORDERUNGEN

Durch die Möglichkeit, sein eigener Boss zu sein, kann man sich jeden einzelnen Tag enorm weiterentwickeln. Jedoch muss man auch mit den täglichen Hochs und Tiefs zurechtkommen. An dem einen Tag gewinnt man einen Großkunden, am nächsten Tag verliert man einen poten­ tiellen Investor. Außerdem verschmilzt das Start-up mit dem eigenen Privatleben und bei vielen langen Nächten im Büro, wird der Kontakt zu Freund/innen und Familie schon manchmal etwas weniger. Nichtsdestotrotz lieben wir, was wir jeden Tag tun dürfen!

> Bilder: Shpock

Bild: JobSwipr

SPECIAL: START-UPS


GEORG SCHMIDT-SAILER, RENÉSIM

KAMBIS KOHANSAL VAJARGAH, WHATCHADO

Gegründet 2010, Onlinejuwelier

Gegründet 2012, Berufsorientierungsplattform

OPPORTUNITY

OPPORTUNITY

Ich habe immer schon gerne verschiedene Ideen durch­ gespielt. Klassische Online-Themen, B2B Opportunities, aber auch kuriose Dinge wie Nahrungsergänzungsmittel für Kamele waren dabei. Ich habe über Jahre vieles gerechnet, einiges probiert und hochgezogen und von ganz vielem die Finger gelassen. Irgendwann entwickelt man dann ein Urteilsvermögen – sowohl im Hirn als auch im Bauch. Dieses schlägt dann bei manchen Ideen aus und sagt: Ja, das kann gehen. Idee, Zeitpunkt, Partner – von diesen Faktoren muss man am Start maximal überzeugt sein.

Auf whatchado erzählen tausende Menschen, egal welcher Herkunft, in kurzen Videos Stories über ihren Beruf und Werdegang. Entstanden ist die Idee in unserer Jugend: Orientierungslos und ohne Wissen, welcher Beruf unseren Interessen entspricht. Vor einigen Jahren haben wir uns dann zusammengetan, um eine Lösung für unser Problem und das vieler anderer zu finden.

MOTIVATION

Ich finde es extrem spannend, Ideen einem Praxistest zu unterziehen: Kann man diese Piste auch ohne einen einzigen Schwung hinunterfahren? Kann ich fünf Längen tauchen? Die Selbständigkeit bietet die Chance, im Beruf etwas zu kreieren, das vielleicht noch niemand probiert hat, ähnlich einem Künstler/einer Künstlerin. In 20 Jahren Berufsleben war ich nur drei Jahre angestellt. Diese vermeintliche Sicher­ heit hat mir aber nie so viel bedeutet, wie die Möglichkeit, etwas Eigenes zu versuchen. HERAUSFORDERUNGEN

Am Anfang einer klassischen Unternehmensgründung steht ein Wagnis: Ein Investment von Zeit, Geld, Energie und ein Verzicht auf Urlaub, Status und Sicherheit, ohne dass man weiß, ob es gutgeht. Man kennt das Risiko und geht es ein, einfach weil man so heiß darauf ist, es zu versuchen. Ich glaube das kann nur jemand verstehen, der sich selbst schon einmal in eine solche Situation gebracht hat. Hinzu kommt dann die Verantwortung, die keine Bürozeiten kennt. Menschen mit Kindern werden das am ehesten nach­ vollziehen können – irgendwie hat man nie ganz frei.

SPECIAL: START-UPS

Bild: RENÉSIM

MOTIVATION

Ich selbst habe whatchado auf der Career Calling 2011 kennengelernt, damals noch ein kleines Neben­projekt. Eine einzigartige Vision, Raum für eigene Ideen und ein tolles Team waren ausschlaggebend das Projekt weiterzuentwickeln. Vieles kam von Innen heraus: Das Unternehmerische gab mir mein Vater mit, der selbst Unternehmer ist. Von meiner Mutter erhielt ich den Ehrgeiz, egal welche Rückschläge es gibt, immer wieder aufzustehen. Dafür bin ich beiden sehr dankbar. HERAUSFORDERUNGEN

Sowie bei vielen anderen Start-ups ist das Fehlen von Strukturen und Prozessen auf Dauer ein großes Problem. Vor allem im HR hätten wir von Beginn an viel mehr voran bringen müssen. Durch die Versäumnisse in den ersten Jahren wurde es mit der Zeit immer schwieriger, die knapp 50 Mitarbeiter/innen auch wirklich gut zu führen. Das führte zu Frust auf beiden Seiten. Viel Arbeiten muss man natürlich auch. Das sehe ich jedoch weniger als Herausforderung, sondern viel mehr als Geschenk. Vor allem, wenn man Spaß daran hat.

Bild: Dominik Vsetecka


25 Koryph채e

Multitalent

Globetrotter

INDIVIDUAL CAREER Vielseitig, spezialisiert oder international? Sie entscheiden, wie Sie Ihre Karriere gestalten. Erfahren Sie mehr 체ber das neue BCG-Einstiegsprogramm auf individualcareer.bcg.de

SPECIAL: START-UPS


26 Muss nur noch kurz die Welt retten … SOCIAL ENTERPRISES IM PORTRAIT

SPECIAL: START-UPS | Das Interview führte Brigitte Kuchenbecker | brigitte.kuchenbecker@zbp.at

Das Streben nach Sinn prägt unsere heutige Arbeitswelt – jüngst auch bestätigt von Ergebnissen der Arena Analyse 2016 des Public Affairs Consultant Hovar & Partners. Gerade bei vielen Start-ups spielt gelebter Idealismus eine bedeutende Rolle. Die Vision, die Welt zu verbessern und die Idee, soziale Probleme zu lösen, sind für viele Gründer/innen ein starker Antreiber. Social Enterprises sind auf dem Vormarsch – nicht zuletzt aufgrund der Initiativen der WU. Peter Vandor, Leiter des Social Entrepreneurship Center der WU und Gründer des Social Impact Award, im Gespräch.

DER SOCIAL IMPACT AWARD

›› gegründet von der WU (Institut für Entrepreneurship und Innovation), durchgeführt in Partnerschaft mit dem Impact Hub Vienna ›› aktuell in zehn Ländern aktiv ›› 2015: 660 Workshop-Teilnehmer/innen in 29 Work­ shops in ganz Österreich, 82 Einreichungen und fünf Gewinnerprojekte: Use Potential, Digital Coach, Share and Care, Flüchtlinge Willkommen und bGood ›› 2016: Kick-Off am 14. Jänner, weitere kostenlose Workshops für angehende soziale Gründer/innen zwischen Januar und April ›› socialimpactaward.at

Herr Vandor, was versteht man unter Social Enterprises? Social Enterprises sind Organisationen, die soziale Probleme auf unternehmerische Weise lösen. In einer aktuellen Studie konnten wir mit Hilfe von Expert/innen die Zahl der in Österreich operierenden Social Enterprises auf 1.200 bis 2.000 schätzen, Tendenz stark steigend.

Welche Motive verfolgen die Gründer/innen? Welche Themen werden von Social Enterprises behandelt?

Bei Gründer/innen von Social Businesses spielt die Begeis­ terung für eine gesellschaftliche Mission eine große Rolle. Manche Gründer/innen sind selbst von den Problemen be­ troffen, die sie bearbeiten, und viele motiviert die Möglichkeit, unmittelbar helfen zu können. Diese positive Erfahrung von Selbstwirksamkeit ist oft der größte Antrieb für soziale Unter­ nehmer/innen.

Die Bereiche sind so vielfältig wie die gesellschaftlichen Herausforderungen selbst. Social Enterprises beschäftigen sich mit Bildung, den Chancen von benachteiligten Gruppen, Ökologie oder Entwicklungs­zusammenarbeit. Beim Social Impact Award, einem Wettbewerb für Studierende, den wir seit sieben Jahren gemeinsam mit dem Impact Hub durchführen, konnten wir das heuer gut sehen. Im Gegensatz zu früheren Jahren gab es auf einmal unglaublich viele, gute Ideen zur Arbeit mit Asylwerber/innen und anerkannten Flüchtlingen, von Beschäftigungsprojekten bis hin zu Web- und Wohnplattformen.

SPECIAL: START-UPS

Bild: Jürgen Angel / WU

Peter Vandor ist Leiter des Social Entrepreneurship Center an der WU.

Wie kann sich ein Social Business weiterentwickeln? Wachstum ist auch für Social Businesses ein wichtiges Thema. Das dafür notwendige Kapital fehlt allerdings oft. In vielen Ländern übernehmen gemeinnützige Stiftungen hier eine wich­ tige Rolle und finanzieren Frühphase und Wachstum zumindest teilweise. Leider ist die gemeinnützige Stiftungslandschaft in Österreich noch eher überschaubar. Umso erfreulicher ist es, dass im letzten Jahr einige staatliche Fördergeber erste Programme lanciert haben, die wachsende Social Businesses finanziell und mit Know-how unterstützen.

Vielen Dank für das Gespräch!


CHRISTOPH HANTSCHK,

ALLTAGSHELDEN

BGOOD

Gegründet 2015, Vermittlungsplattform für soziale Projekte

Gegründet 2015, Messplattform für den eigenen sozialen Impact

Bild: Katharina Wirtl

JACOB WAGNER,

Bild: bgood

27

Was ist Alltagshelden?

Was ist bgood?

Alltagshelden ist eine Vermittlungs­plattform für SkillsBased Volunteering. Wir vernetzen gemeinnützige Organisationen mit Freiwilligen (Studierenden / Professionals / Unternehmen), die ihr Know-how für einen guten Zweck einsetzen wollen.

bgood ist eine Plattform, auf der Menschen ihren sozialen und öko­logischen Impact messen können und Informati­ onen finden, was jede/r einzelne für Umwelt und Gesell­ schaft tun kann. Für jede Handlung sammelt man Punkte, die man entweder gegen Belohnungen eintauschen oder spenden kann.

Wie kam es zu der Idee, Alltagshelden zu gründen? Wir wollten uns selbst sozial engagieren, fanden aber keine Möglichkeit, die uns schnell großen Impact bei gleichzeitig größtmöglicher Flexibilität bieten konnte.

Welche Motivation verfolgen Sie mit dem Projekt? Wir helfen Studierenden und Absolvent/innen den Zugang zu NGOs zu finden. Sie können so gleichzeitig praktische Erfahrungen sammeln und etwas Gutes tun. NGOs erhalten Zugang zu Know-how, das sie sich sonst oft nicht leisten könnten.

Wie kam es zu der Idee, bgood zu gründen? Die Idee kam mir während meines Auslandssemesters in Australien, als ich mich intensiv mit Behavioral Economics, Anreizsystemen für Menschen und Social Media ausein­ ander gesetzt habe.

Welche Motivation verfolgen Sie mit dem Projekt? Unser übergeordnetes Ziel ist es, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, durch kleine Verhaltensänderungen ein Teil der Lösung des Problems Klimawandel zu werden.

Ihr Wunsch für die Zukunft?

Ihr Wunsch für die Zukunft?

Erleichterung der Gründung von Sozialunternehmen, durch eine passende Rechtsform und ein verbessertes Förderwesen.

Ich wünsche mir für die Zukunft, weiter mit so vielen tollen Menschen an bgood zu arbeiten, dass die Entwicklung 2016 schnell voran geht und dass uns nie die Ideen ausgehen!

SPECIAL: START-UPS


28 Wirklich Gründen? PERSÖNLICHKEITSTEST ZUR SELBSTÄNDIGKEIT

SPECIAL: START-UPS | Zusammengestellt von Heike Schreiner | heike.schreiner@zbp.at

Sind Sie ein Gründertyp? Finden Sie es heraus. Zählen Sie die Punkte aus Ihren Antworten zusammen und lesen Sie die Bewertung. AUSBILDUNG UND BERUFLICHE ERFAHRUNG

1

Passen Ihre Ausbildungen und Erfahrungen zu der Branche, in der Sie sich selbständig machen wollen?

6

  Ja, in jedem Fall — 2 Punkte   Nur zum Teil — 1 Punkt   Nein — 0 Punkte

2

Haben Sie eine fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung?

  Ja — 2 Punkte   Eventuell — 1 Punkt   Nein — 0 Punkte

7

  Ja, umfangreich — 2 Punkte   Ja, ausreichend — 1 Punkt   Keine Erfahrung/Ausbildung — 0 Punkte

3

Konnten Sie schon Führungserfahrung sammeln?

Wollen und können Sie für wenigstens zwei Jahre weitge­ hend auf Urlaub, Freizeit und Familienleben verzichten?   Ja, klar — 2 Punkte   Wenn es sein muss … — 1 Punkt   Nein, eigentlich nicht — 0 Punkte

8

  Ja, mehrjährige Führungserfahrung — 2 Punkte   Ein bisschen — 1 Punkt   Nein, keine Führungserfahrung — 0 Punkte

4

Wollen und können Sie risikieren, in der ersten Zeit viel­ leicht kein stabiles Einkommen zu erzielen?

Können Sie Ihr Gründungsvorhaben mit Ihrem Familienund Sozialleben vereinbaren?   Sicher — 2 Punkte   Vielleicht — 1 Punkt   Nur schwer — 0 Punkte

In welchem Umfang konnten Sie bisher Vertriebserfah­ rung sammeln? STRESSRESISTENZ

  Umfangreich — 2 Punkte   Ein wenig — 1 Punkt   Gar nicht — 0 Punkte

9

  So gut wie nie — 2 Punkte   Manchmal — 1 Punkt   Häufig — 0 Punkte

ZUGESTÄNDNISSE

5

Sind Sie bereit, zumindest in den ersten Jahren, 60 und mehr Stunden pro Woche zu arbeiten?   Ja, kein Problem — 2 Punkte   Wenn es notwendig ist … — 1 Punkt   Nein, das möchte ich nicht — 0 Punkte

SPECIAL: START-UPS

Waren Sie in den letzten drei Jahren häufig ausgelaugt, erschöpft oder krank?

10

Halten Sie Stress auf Dauer stand?   Überwiegend ja — 2 Punkte   Eher ja — 1 Punkt   Nur sehr bedingt — 0 Punkte


Bild: ZBP/Jürgen Pletterbauer

RISIKO

11

Können Sie sich selbst Ziele setzen und diese selbst­ ständig verfolgen?

14

  Natürlich — 2 Punkte   Manchmal — 1 Punkt   Eigentlich nicht — 0 Punkte

  Weniger gut — 2 Punkte   Durchschnittlich — 1 Punkt   Sehr gut — 0 Punkte 15

FINANZIELLE VORAUSSETZUNGEN

12

Haben Sie ein finanzielles Polster, sodass Sie sich – in gewissem Maß unabhängig von Banken oder anderen Kapitalgebern – selbständig machen können?   Ja — 2 Punkte   Ja, mit Einschränkungen — 1 Punkt   Nein — 0 Punkte

13

Haben Sie andere sichere Einkommensquellen oder ein soziales Umfeld (Familie, Partner/in, …), das für den Lebensunterhalt sorgen kann?   Ja — 2 Punkte   Ja, mit Einschränkungen — 1 Punkt   Nein — 0 Punkte

Hinweis: Dieser Test dient zur Orientierung und soll Spaß machen. Er ist keine wissenschaftliche Hand­ lungsempfehlung. Wie auch immer Ihr Ergebnis ausfällt, wägen Sie alle weiteren Schritte sorgfältig ab, über­ denken Sie Ihre Entscheidungen gründlich und suchen Sie bei vertiefenden Fragen fundierte Beratungsservices auf. Auch wir im Career Center unterstützen Sie gerne – zum Beispiel durch Coachings. Quelle: Angelehnt an Heinz Klandt, KfW-Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurship, ebs, Schloss Reichartshausen

Die Aufstiegschancen in Ihrem bisherigen Beruf /nach dem Studium sind …?

Hat Ihr soziales Umfeld eine positive Einstellung zur beruflichen Selbständigkeit und ist es bereit, Sie bei Ihren Gründungsaktivitäten und in den ersten Jahren zu unterstützen?   Ja, unbedingt — 2 Punkte   Teils – Teils — 1 Punkt   Nein, eher nicht — 0 Punkte

TESTAUSWERTUNG

22 bis 30 Punkte Sie brennen darauf, zu gründen. Auch bringen Sie persönlich und im Hinblick auf Ihr Umfeld die entspre­ chenden Voraussetzungen für eine unternehmerische Selbständigkeit mit. 16 bis 21 Punkte Das Ergebnis fällt nicht eindeutig aus. Ihnen ist noch nicht endgültig klar, ob Sie sich selbständig machen möchten oder doch lieber angestellt sind. Sprechen Sie mit möglichst vielen Menschen in Ihrem persönlichen Umfeld und tau­ schen Sie Erfahrungen mit Gleichgesinnten aus. 0 bis 15 Punkte Sie sollten sich noch einmal die Frage stellen, ob Sie wirklich eine unternehmerische Selbständigkeit anstreben wollen oder ob Sie als Angestellte/r nicht doch ein für Sie persön­ lich geeigneteres Arbeitsumfeld vorfinden.

SPECIAL: START-UPS


30 „Mitarbeiter/in gesucht!“ DER BEWERBUNGSPROZESS IM START-UP

SPECIAL: START-UPS | Georg Kubina | georg.kubina@zbp.at

Start-ups werden für viele Absolvent/innen zu immer interessanteren Arbeitgebern. Es locken die Arbeit in einem schnell wachsenden Unternehmen, abwechslungsreiche Aufgaben und die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen. Der Einstieg in die Gründerszene unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten vom Einstieg in die Welt der Corporates. Worauf achten Start-ups bei Bewerber/innen? UNTERSCHIEDLICHE AUSGANGSLAGEN

Start-ups befinden sich noch im Unternehmensaufbau, es gibt wenig Strukturen, Routinen oder klar definierte Prozesse. Auch die Anforderungsprofile an Bewerber/innen sind nicht in Stein gemeißelt und ändern sich je nach Geschäftsver­ lauf. Anders in Unternehmen mit bereits gewachsenen und etablierten Strukturen: Diese haben in der Regel vorge­ fertigte „Raster“, in die sie hineinrekrutieren. Es gibt von der HR- und der Fachabteilung erarbeitete Stellenprofile und klar definierte Kompetenz­anforderungen, die vorgeben, unter welchen Voraussetzungen sich ein/e Bewerber/in für das Unternehmen eignet. Im Selektionsprozess wird überprüft, ob der Kandidat/die Kandidatin ins wohldefinierte Raster passt und alle Anforderungen ausreichend erfüllt. ALLE ZIEHEN AN EINEM STRANG!

In Start-ups hingegen gilt es vielmehr herauszufinden, ob man die nächsten Monate gemeinsam meistern möchte. Statt definierte fachliche und soziale Qualifikationen in den Vordergrund zu stellen, achten Start-ups primär darauf, ob der potenzielle Neuling zum Gründer/innen-Team passt. Man möchte wissen, ob man mit den neuen Mitarbeiter/innen an einem Strang zieht, ob sie die Motivation und Leiden­ schaft für die Idee teilen und ob sie bereit sind, sich auf die „Achterbahnfahrt Start-up“ einzulassen. Denn so viel steht fest: Häufig geht man in einem Start-up zusammen durch dick und dünn und es gilt auch gemeinsam Rückschläge zu überwinden. Manon Steiner vom Start-up Pioneers beschreibt die Atmosphäre in einem Bewerbungs­gespräch so:

SPECIAL: START-UPS

„Es geht vor allem darum, die Person kennenzulernen. Das Interview soll das Gefühl eines netten Gesprächs und nicht eines klassischen Vorstellungsgespräch erwecken.“ WIE KREATIV SOLL DIE BEWERBUNG SEIN?

Start-ups sind jung, sie sind dynamisch und sie leben die Innovation. Diese Charakteristika fließen durchaus auch in den Bewerbungsprozess mit ein – wobei man natürlich immer die jeweilige Start-up Kultur und die festgelegten Aufgaben­ schwerpunkte bei der Gestaltung der eigenen Bewerbung berücksichtigen sollte. In der Regel dürfen Bewerbungen für Start-ups aber durchaus ein bisschen kreativer und unkonventi­ oneller sein, als Bewerbungen für fest etablierte, gewachsene oder traditionelle Unternehmen. Manon Steiner: „Kreativ ist immer gut. Für die Bewerbungen unserer Volunteers für das kommende Pioneers Festival überlegen wir z. B. die Option eines zweiminütigen Videos.“ DU ODER SIE?

Von vornherein die richtige Ansprache zu finden, ist gar nicht so einfach. Und auch bei Start-ups gibt es kein Patentrezept – auch wenn eine freundschaftliche Arbeitskultur oft charakteris­ tisch für die jungen Unternehmen ist. Sinnvoll ist es jedenfalls, die Stellenausschreibung aufmerksam zu lesen und sich auf der Unternehmenswebsite umzusehen. Werden Kund/innen ebenso wie Bewerber/innen geduzt, so liegt die Vermutung eines lockeren Umgangstons nahe. Im Zweifel gilt aber: lieber Siezen. Selbst dann, wenn man mit dem/der Interviewer/in von Anfang an auf einer Wellenlänge ist … FAZIT

Bei einer Bewerbung im Start-up kann man nicht nur fachliche Kompetenzen und Qualifikationen für sich sprechen lassen. Bewerber/innen sollten vielmehr ein möglichst authentisches und vollständiges Bild der eigenen Person vermitteln. Es zählt Idealismus, die Leidenschaft für das Produkt, der Wille, etwas zu bewegen und der Biss, hart und unter Unsicherheit für die Umsetzung der Ziele zu arbeiten. Letztendlich wird bei einem Start-up ein Kriterium ausschlaggebend sein: der Fit mit dem Founder-Team.


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SPECIAL: START-UPS


32 Achterbahnfahrt WIE IST ES, FÜR EIN START-UP ZU ARBEITEN?

SPECIAL: START-UPS | Brigitte Kuchenbecker | brigitte.kuchenbecker@zbp.at

Corporate vs. Start-up – unterschiedlicher können Arbeitswelten wohl nicht sein. Auf der einen Seite stehen Strukturen, Sicherheit und klar abgrenzbare Jobprofile, auf der anderen Seite sind Dynamik, Risiko und Arbeitsteilung zu finden – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Gerade weil beide Arbeitsumgebungen so unterschiedlich sind, bieten sich den Mitarbeiter/innen natürlich ganz unterschiedliche Chancen und Heraus­forderungen. Bewerber/innen sollten sich bewusst sein, welches Arbeitsumfeld sie mehr anspricht. Grund genug zu beleuchten, wie sich das Arbeiten in einem Start-up wirklich gestaltet …

VIEL WIR …

„Das Wichtigste bei einem Start-up ist das Team. Denn ein funktionierendes Team ist es, das die Visionen in die Tat umsetzt.“, so beschreibt Daniel Cronin von AustrianStartups die charakteristische Mentalität der jungen Unternehmen. Nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark“ teilen alle Beteiligten – Gründer/innen und Mitarbeiter/innen – die Höhen und Tiefen des dynamischen Arbeitsalltags. Nikolaus Franke, Leiter des In­ stituts für Entrepreneurship und Innovation an der WU, ergänzt: „Oft empfindet man sich als verschworene Gemeinschaft, die es zusammen schafft oder untergeht. Das Wir-Gefühl muss nicht erst durch Employer-Maßnahmen erzeugt werden – es ist einfach da.“ … FÜR TENDENZIELL WENIG GELD

Bild: iStock / Rawpixel Ltd

Neben dem charakteristischen „Wir“ zeichnen sich Startups insbesondere noch durch eines aus: jede Menge Arbeit. „In einem Start-up wird sehr hart und sehr lange gearbeitet – oft mit unsicheren Arbeitszeiten. Dem muss man sich bewusst sein.“, so Daniel Cronin. Nikolaus Franke schließt sich an: „Der Level an Stress und Arbeitseinsatz in einem Start-up ist sehr hoch.“

SPECIAL: START-UPS

Das Gehalt kann dabei insbesondere zu Beginn oft nicht mit den gängigen Standards eines Corporates mithalten. Franke: „Meist sind Gehalt und Sozialleistungen im Start-up ungüns­ tiger, in der Corporate-Welt gibt es oft einen ganzen Schwung von vordergründigen Vorteilen. Wobei man nicht vergessen darf: Das niedrige Gehalt wird in vielen Start-ups durch Shares ausgeglichen – und wenn man Glück hat, dann werden diese einmal sehr viel wert sein. Bekannt ist die Geschichte von Bonnie Brown. Sie wurde von ein paar Computerfreaks ein­ gestellt, um verspannte Nerd-Schultern zu massieren. Dafür erhielt sie Stock Options. Die Firma hieß Google, heute ist die Frau Multimillionärin.“ Daniel Cronin weist zudem auch auf den idealistischen Aspekt bei der Mitarbeit in einem Start-up hin: „Mitarbeiter/innen in einem Start-up sollten ein hohes Maß an Idealismus mitbringen. Denn auch wenn das Gehalt viel­ leicht nicht ganz so hoch sein mag – der Reward im Sinne einer persönlichen Bereicherung ist dafür umso höher.“


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l. Echt verantwortungsvol

schen zu „Mir gefällt es, mit Men sehe, arbeiten. Und wenn ich affen … was wir im Team alles sch n Tag.“ das beeindruckt mich jede Alexandra Bönig

STRUKTUREN WACHSEN ERST

Routine, standardisierte Abläufe, klare Strukturen – all das wird man in einem Start-up nicht finden. Denn ein Start-up ist gerade erst dabei, sich zu formatieren. Für Mitarbeiter/innen bedeutet das einen hohen Grad an erwarteter Selbstorganisa­ tion und Eigenverantwortung. Nikolaus Franke: „Die meisten Prozesse sind noch nicht geregelt, man hat also automatisch viele Freiheiten. Gleichzeitig sind viel Kommunikation, Ab­ stimmungen, Diskussionen über neue Chancen und plötzliche Probleme nötig.“ Auch Daniel Cronin betont: „Der Vorteil beim Arbeiten in einem Start-up ist der hohe Gestaltungsspielraum, den man von Anfang an bekommt. Niemand sagt: So sind die Guidelines, so sind die Strukturen und so gehen wir mit dem Problem um.“ Dieses hohe Maß an Freiraum bedingt aber natürlich auch einen hohen Grad an Verantwortung. Cronin: „Start-ups leben stark die learning-by-doing Mentalität. Gerade wenn man von der Uni kommt, muss man sich oft erst daran gewöhnen, Dinge einfach auszuprobieren ohne einem bestpractice zu folgen.“

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JEDER TAG BRINGT ETWAS NEUES

„Ein Start-up ist die dynamischste Organisationsform, die es gibt. Das reflektiert sich natürlich auch im Arbeitsumfeld.“, betont Nikolaus Franke. Langfristige Planung ist nur schwer realisierbar. „Es ist oft hektisch, ständig betritt man Neuland Improvisation, Provisorien und laufende Neuplanung stehen an der Tagesordnung.“, so Franke. Ein hohes Maß an Flexibilität und eine ausgeprägte Toleranz gegenüber Veränderungen sind für die Mitarbeit in einem Start-up unerlässlich. Nikolaus Franke: „Manche lieben das Start-up-Umfeld, andere finden es schrecklich. Generell kann man sagen, dass es super für Per­ sonen ist, die sich kreativ und gestaltend einbringen möchten und denen Abwechslung wichtig ist. Ein Start-up bietet hingegen schlechte Rahmenbedingungen für Menschen, die Stabilität, Verlässlichkeit und Konstanz suchen.“ Cronin schließt sich an: „In einem Start-up braucht man den Mut zum Risiko. Personen, die sehr sicherheitsbedürftig sind, werden sich in einem Start-up wahrscheinlich nicht wohlfühlen. Denn Arbeiten in einem Start-Up ist eine enorme Achterbahnfahrt – es geht jeden Tag rauf und runter. Und man weiß nie, was morgen kommen wird …“ SPECIAL: START-UPS

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Bild: ZBP/Cochic Photography


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SPECIAL: EIN GESPRÄCH MIT …

Hansi Hansmann BUSINESS ANGEL

SPECIAL: EIN GESPRÄCH MIT … | Das Gespräch führte Brigitte Kuchenbecker | brigitte.kuchenbecker@zbp.at

Hansi Hansmann ist der wohl bedeutendste Business Angel in Österreich. Aktuell ist er an 34 Start-ups beteiligt – darunter shpock und runtastic, die 2015 beide Millionen-Deals erzielen konnten. Ich traf den WU-Absolventen zum Interview. Ein Gespräch über Pragmatismus, gute Teams und jede Menge Arbeit.

schon vergeben war. Doch der Personalverantwortliche wollte, dass ich in dem Unternehmen beginne und so hat er mir die Position des CFO angeboten. Es war für mich eine sehr glück­ liche Fügung, denn ich bin ein totaler Zahlenmensch. Ich war dann lange Zeit in der Pharmaindustrie tätig: erst CFO, dann CEO in Österreich, Deutschland, UK und ab 1992 in Spanien. Zu dieser Zeit habe ich eigentlich nicht viel über Gründung nachgedacht.

Wie viele Visitenkarten haben Sie? Derzeit 34 – für jedes Start-up eine. Am Ende des Gesprächs gebe ich immer die Karte her, die am besten zu der jeweiligen Person und ihren Anliegen passt (lacht).

Business-Man, Berater, Investor – mit welcher Rolle identifizieren Sie sich am meisten?

Wie wurden Sie dann Unternehmer? Wieder pragmatisch. 1995 kam es zum Management Buy-Out eines Pharmawerks in Madrid mit 400 Mitarbeiter/innen. Hier habe ich das Problem, wie das Werk weiterzuführen ist, erkannt und gewusst, dass ich es lösen kann. Wenn man einmal Unternehmer ist, will man nicht mehr zurück. Es macht wahnsinnig viel Spaß. Ich habe dann inner­ halb der nächsten sechs Jahre zehn neue Firmen gegründet und teilweise wieder verkauft. 2003 habe ich meine operativen Tätigkeiten beendet und seitdem investiere ich in vielversprechende Start-ups.

Traut euch was, sucht euch das

Ich kenne alle Rollen. Zusammen­gefasst habe ich über 60 Firmen gegründet bzw. in diese investiert. Ich habe über 200 Transactions – also Kauf, Verkauf, Umstrukturierung, Kapital­erhöhung oder Ähnliches – als Verhandlungsführer durchgezogen. Und ich habe insgesamt 19 erfolgreiche Exits begleitet, zuletzt den Verkauf von shpock und runtastic. Meine Aufgabe als Business Angel, also Investor und gleichzeitig Mentor bzw. Coach, ist definitiv die Krönung meiner Karriere.

richtige Team und gründet!

Hat Sie das Thema Gründung schon während Ihres Studiums interessiert? Eigentlich nicht. Ich bin ein Pragmatiker und mache das, was gerade am gescheitesten ist. Als ich begonnen habe zu arbeiten, war der Arbeitsmarkt für Akademiker/innen sehr gut. Zwei Jahre nach Studienabschluss war ich bereits CFO bei einer Tochter der Shell-Gruppe …

Sie waren zwei Jahre nach Ihrem WU-Studium schon CFO? Ja – wobei das ein Zufall war. Ich habe mich eigentlich für einen Marketing-Job beworben, der allerdings bei meinem Interview

Wie treffen Sie Ihre Entscheidung, in wen Sie investieren? Sympathie, Qualität und das Mindset des Founderteams sind essenziell. Außerdem achte ich darauf, ob ich das Business­ modell mit Hausverstand verstehen kann. Es sollte mindestens einem Megatrend folgen und für mich „sexy“ sein.

Welches sind die aktuellen Megatrends? Alles, was mit digitaler Software und Smartphones zu tun hat, wird in den nächsten fünf bis zehn Jahren unsere Welt stark verändern. Hier finden sich die Megatrends: z. B. Big Data, Self-Tracking oder Logistik. Die Digitalisierung ist nicht auf­ zuhalten, da stehen wir erst ganz am Anfang. Und Start-ups können hier viel mehr erreichen als die „old economy“.

> SPECIAL: EIN GESPRÄCH MIT …


Bilder: ZBP/Cochic Photography

Warum?

Welchen Tipp geben Sie jungen Absolvent/innen?

Start-ups sind flexibler, ein Founding kostet ja relativ wenig Geld. Man kann viel probieren. Ein Corporate kann es sich in der Regel nicht leisten, Projekte einfach auszu­probieren. Dadurch werden sie unflexibel und starr, ein Kurswechsel ist nur mehr schwer möglich.

Trauts euch was, sucht euch das richtige Team und gründet! Es ist zwar noch viel härter und schwieriger als man sich ausmalt, aber unglaublich befriedigend. Nur wer durch alle Krisen durchtaucht und fokussiert am Ziel arbeitet, schafft es auch. Lasst euch durch Rückschläge nicht entmutigen, man lernt aus allem!

Was braucht ein Start-up, um nach drei Jahren noch erfolgreich zu sein?

Vielen Dank für das Gespräch!

Ein Start-up ist dann erfolgreich und nachhaltig, wenn es nicht mehr auf Sponsoren angewiesen ist. Dafür braucht es ein sehr gutes Team, ein halbwegs gutes Businessmodell und vielleicht auch einen Business Angel. Oft dauert es aber länger als drei Jahre bis der Cash-Flow positiv ist.

Im Übrigen: Brigitte Kuchenbecker hat im Anschluss an das Interview die Visitenkarte von pioneers bekommen!

Wie kann ich mir eine „typische“ Woche als Business Angel vorstellen?

Kurz gesagt

Ein Wort: Arg (lacht). Im Schnitt habe ich drei bis fünf Meetings pro Tag – mit meinen Start-ups und potenziellen Investor/innen etc. Dazu kommen ein paar Panels und Key Notes und etliche Business Lunches und Dinners pro Woche. In der Regel komme ich erst ab 22.00 Uhr dazu, Mails zu lesen und zu beantworten.

Studium: HTL Maschinenbau, WU. Zuletzt gelesen habe ich: Früher enorm viele Bücher, seit zehn Jahren komme ich leider kaum zum Lesen.

Bieten Sie Start-ups eigentlich auch aktiv Beteiligungen an? Oder kommt man auf Sie zu?

Mein Lebensmotto: Alles geht, wenn man das Ziel nicht aus den Augen verliert.

Am Anfang, als ich noch keinen Namen hatte, bin ich durchaus auch einmal selbst auf ein Start-up zugegangen, um meine Beteiligung anzubieten. Mittlerweile wollen die meisten, dass ich investiere und fragen selbst an. Aber ich bin eh schon am Limit, ich kann nicht noch mehr investieren. Früher war es sehr schwer, private Inverstor/innen zu finden, die mitinvestieren möchten. Heute rufen mich die Leute an und fragen, ob sie sich nicht irgendwo beteiligen können.

Mit diesen zwei Personen würde ich gerne zu Abend essen: Die, mit denen ich essen gehen will, lade ich gerne ein.

Bild: ZBP/Jürgen Pletterbauer

Drei Wörter, die mich beschreiben: Aktiv, spielen, gewinnen wollen.

SPECIAL: EIN GESPRÄCH MIT …

Brigitte Kuchenbecker ist als Senior Media-Manager im WU ZBP Career Center tätig.


Adverl toria

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Eine Zukunft voller Möglichkeiten SPECIAL | karriere.hofer.at

Bereits die Studienzeit ist von dem Willen geprägt, eigene Ent­ scheidungen zu treffen, selbständig zu arbeiten und so schnell wie möglich beruflich durchzustarten? Ein Plan, der sich bei Hofer rasch in die Tat umsetzen lässt – mit einem Einstieg ins Management als Regionalverkaufsleiter/in. In dieser Position können sich ambitionierte Hochschulabsolvent/innen in vielerlei Hinsicht selbstverwirklichen, wie beispielsweise in einem ver­ antwortungsvollen Aufgabengebiet mit hoher Eigenständigkeit und Teamarbeit. Nach einer intensiven Einarbeitungsphase von acht Monaten übernehmen sie Verantwortung für Planung, Organisation und die Führung von fünf bis sieben Filialen und einem Team von bis zu 100 Mitarbeiter/innen. Dazu braucht es vor allem eines: Menschen mit Persönlichkeit. Eine dieser beeindruckenden Persönlichkeiten ist Katharina Strauß, die seit ihrem Studienabschluss als Regionalverkaufsleiterin maßgeblich zum Unternehmenserfolg von Hofer beiträgt. „Kein Tag gleicht dem anderen. Die Aufgabenpalette ist vielseitig und reicht von Personal­verantwortung über Weiterbildung der Mitarbeiter/innen bis hin zu Organisationsoptimierung, Administration und Controlling. Als Regionalverkaufsleiter/in steuert man gemeinsam mit seinen Mitarbeiter/innen den Erfolg jeder Filiale.“, zeigt sich die 26-Jährige begeistert. SELBSTÄNDIG ZUM ERFOLG

Bei aller Selbständigkeit sind Regionalverkaufsleiter/innen bei Hofer jedoch nicht auf sich allein gestellt. Sie werden individuell und praxisnah auf ihre Laufbahn vorbereitet und optimal gefördert. Beim Aneignen der erforderlichen Fach- und Führungskompetenzen unterstützen erfahrene Führungskräfte sowie maßgeschneiderte Aus- und Weiter­ bildungsprogramme der Hofer Akademie. Außerdem bilden klare Strukturen, eingebettet in traditionelle Unternehmens­

Bild: Hofer

Einen Hochschulabschluss in der Tasche, die letzten Prüfungen hinter und eine Zukunft voller Möglichkeiten vor sich: Absolvent/innen stehen bei Hofer alle Türen für eine Karriere offen. Denn gleich nach dem Studium warten auf engagierte Regionalverkaufsleiter/innen hohe Eigenständig­ keit, Personalverantwortung, Teamarbeit und hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten.

werte einen idealen Rahmen für den/die Unternehmer/in im Unternehmen. Ein abwechslungs- und perspektivenreiches Aufgabengebiet, attraktive Benefits sowie eine ausgewogene Work-Life-Balance – ermöglicht durch selbständige Zeit­ einteilung – runden das Angebot von Hofer an künftige Regional­verkaufsleiter/innen ab. ÜBER DIE LANDESGRENZEN HINAUS

Mit der richtigen Einsatzbereitschaft und entsprechender Flexibilität lassen sich die eigenen Stärken sogar international ausbauen. Als Teil der Unternehmensgruppe ALDI SÜD bietet Hofer seinen Mitarbeiter/innen auch Entwicklungschancen in Deutschland, der Schweiz, Slowenien, Ungarn, Großbritannien, Irland, Australien, den USA und künftig auch in Italien. Dass Internationalität bei Hofer keine leere Floskel, sondern gelebte Unternehmenskultur ist, zeigt ein aktuelles Beispiel: Sechs Regionalverkaufsleiter/innen packen in diesen Tagen ihre Koffer, um beruflich in den USA und Australien durchzustarten. Um den neuen Aufgaben am anderen Ende der Welt gerecht zu werden, erhielten die sechs Auswanderer/innen neben einem interkulturellen Training auch ausführliche Informationen zu den landestypischen Arbeitsgewohnheiten. DER DIREKTE WEG ZU UNS

Mehr Informationen über den Einstieg ins Hofer Management und die Position als Regionalverkaufsleiter/in sind online unter karriere.hofer.at zu finden. SPECIAL


Bild: iStock / Andrey Danilovich


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INTERNATIONAL

International Start-up Ecosystems INTERNATIONAL | Rudolf Dömötör | rudolf.doemoetoer@wu.ac.at

Start-ups have become the main driver of job creation, innovation, and economic growth throughout the world. Next to having a great idea executed by just the right team, the ecosystem hosting the start-up is critical to the success of a new business venture. What makes a good startup ecosystem? What can we learn from the most important start-up hubs in the world?

AND THE WINNER IS …

TALENT, CAPITAL, AND MENTORS

However, other regions all over the world are worthy com­ petitors. According to the 2015 Start-up Ecosystem Ranking Report by Compass, runners-up include New York, Tel Aviv, Los Angeles, Boston, Singapore, Sao Paolo, and Bangalore. The most vibrant start-up cities in Europe are London (# 6), Berlin (# 9), and Paris (# 11). The info boxes provide a snapshot of some of the world’s most vivid start-up ecosystems.

Various rankings of start-up ecosystems all over the globe may use different methods and different sets of indicators. However, they usually have one thing in common: Silicon Valley ranks first. Given its unique combination of tech talent, entrepreneurial visionaries, access to venture capital, and a diverse and open culture, Silicon Valley has practically become synonymous for high growth technology start-ups.

›› access to the right talent – well trained and capable of dealing with uncertainty ›› access to capital – mostly angel investors and venture capital, crowdfunding is gaining in importance ›› access to customers – ideally including early adopters for proof of concept ›› access to engaged and experienced mentors and networks – including incubation /accelerator programs

Bild: iStock / Derek_Neumann

Growth oriented technology start-ups involve a high level of risk and uncertainty – they rarely succeed, but when they do, they can succeed brilliantly. Thus, they need a specific support infrastructure that helps them to get started and scale their businesses. The most important determinants of an entrepreneur­ship ecosystem include:

SILICON VALLEY

Other than that, the legal/political system (e.g. taxes and grants, support institutions, level of bureaucracy), intensity of R & D activities in the region (both public and private), and culture and social norms (e.g. tolerance of risk and failure, social status of entrepreneurs, openness and diversity) do have a significant impact on the likelihood of start-up creation and success, respectively.

›› biggest tech start-up ecosystem in the world (14,000 –19,000 active start-ups; 1.7 – 2.3 million high-tech workers) ›› 10,000+ angel investors reside in the San Francisco Bay Area ›› venture capital funds invested $ 22.05 billion in the first three quarters of 2015 ›› unique combination of top tech talent (Stanford University), visionary entrepreneurs (Hewlett-Packard, Apple, Google, Tesla, Facebook), and a diverse and open culture (more than 50 percent of start-up founders are immigrants) have made Silicon Valley evolve into the “Mecca” of tech entrepreneurship Bild: WU

Rudolf Dömötör is Managing Director of the „WU Gründungszentrum“.

> INTERNATIONAL


Bild: iStock / Adam_Sh

TEL AVIV

›› ranks as #1 start-up ecosystem outside the USA (3,100 – 4,200 active start-ups) ›› in 2015, 373 companies in the “start-up nation” raised around $ 3.58 billion and 69 companies were sold for the total sum of $ 5.41 billion ›› due to renowned universities and the Israeli Defense Forces, local tech talent is abundant ›› 80+ incubators and accelerators, 10+ co-working spaces ›› City of Tel Aviv offers a free start-up exchange program to entrepreneurs from Berlin, Munich, and Paris for a period of one week up to three months

NEW YORK CITY

BERLIN

›› fastest-growing technology start-up ecosystem in the US over the past ten years (7,100 to 9,600 active tech start-ups today; 90,000 new tech jobs have been created since 2008) ›› recent surge was initiated by city and state policies favouring business incentives to attract tech companies in the wake of the financial crisis and job exodus ›› the local GDP of approximately $ 1.5 trillion makes New York’s ecosystem a large playground to test and market all kinds of products ›› NYC provides a particularly fertile environment for B2B start-ups in media and publishing, fashion, real estate, and finance

›› third largest start-up hub in Europe next to London and Paris (1,800 – 3,000 active start-ups) ›› has recently emerged as one of Europe’s hippest start-up hubs ›› successful in markets like e-Commerce, gaming, and marketplaces ›› with 49 percent foreign and 27 percent female employees, Berlin is the most gender equal and second most diverse ecosystem in Europe ›› six incubators and eight accelerators, 50+ co-working spaces ›› City of Berlin offers three months “Give Berlin a try“ packages for approx. € 5,200 to new start-ups and companies relocating to Berlin

ECOSYSTEMS EVOLVE

LONDON

›› biggest start-up hub in Europe (3,200 – 4,500 active start-ups) ›› London-based tech companies raised € 2.11 billion of venture capital funding in 2015 ›› FinTech capital of the world (~44,000 employees in this industry, that’s more than in NYC) ›› 12 incubators and 24 accelerators, 70+ co-working spaces ›› new companies can be set up online and within 24 hours ›› incentive for investors: 50 percent tax break for invest­ ments in seed-stage start-ups up to £ 100,000

Given the positive impact of innovative new business ventures on economic growth, job creation, and innovation, many regions struggle to join the circle of successful start-up eco­ systems. Chile provides one noteworthy example on how to kick-start its local entrepreneurial climate: in order to attract global innovation talent, the Latin American country introduced “Start-up Chile”. This program offers equity free investments from $ 10,000 to $ 86,000 plus acceleration to international start-ups moving to Chile. Other countries, including Canada, Australia, and New Zealand, are offering specific start-up visas. These are designed to speed up the immigration process for aspiring entrepreneurs and to facilitate connecting them with the existing innovation systems (universities and investors). However, there is no “gold standard” of an entrepreneurship ecosystem. It’s neither worthwhile nor possible trying to emulate Silicon Valley somewhere else. Entrepreneurship eco­ systems consist of a set of individual elements (culture, talent, public and private support, capital markets, and markets) that combine in complex ways. Each entrepreneurship ecosystem evolves under a unique set of circumstances and should fit its own local entrepreneurship dimensions, style, and climate.

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Bild: ZBP/Cochic Photography


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CHANCEN

Was wurde aus …? CHANCEN | Das Gespräch führte Brigitte Kuchenbecker| brigitte.kuchenbecker@zbp.at

Wer hätte gedacht, dass Reis so fesselnd sein kann? Ich habe es bei meinem Gespräch mit „Risolier“ Stefan Fak selbst erlebt. Der WU-Absolvent ist Gründer von Lotao, einem Unternehmen, das sich auf den Import von seltenen Reissorten spezialisiert hat und diese höchst erfolgreich in Deutschland und Österreich vertreibt. Ein Gespräch über Start-ups, den Arbeitsalltag in der Selbständigkeit und natürlich … Reis.

die Marke Lotao entwickelt. Mittlerweile kann man unsere Reis­ sorten auch in den Delikatessabteilungen vieler Supermarkt­ ketten in Österreich finden.

Was hat es mit dem Begriff „Risolier“ auf sich? Nach der intensiven Zeit der Markenfindung wollte ich zu einem Abschluss für mich kommen – ähnlich, wie wenn man ein Postgraduate-Studium mit einem Titel abschließt. So entstand der Begriff „Risolier“, der bis heute auf meiner Visitenkarte steht.

Erzählen Sie von Ihrer Karriere! Unmittelbar nach meinem Studium war ich als Assistent des Rektors an der WU tätig, danach habe ich sieben Jahre lang für die Österreich Werbung in Berlin gearbeitet. Auf einer Reise quer durch Asien habe ich dann im Mekong-Delta das Thema Reis für mich entdeckt. Ich merkte, dass Reis ein sehr schönes, spannendes und elementares Produkt ist, das eigentlich zu wenig Beachtung dafür bekommt, was es eigentlich kann.

Wurde so die Idee zu Lotao geboren? Ja. Zurück in Deutschland habe ich recherchiert, mit Köch/innen und Medien gesprochen und schließlich von hunderten Reisbauern Produktproben eingeholt. Gemeinsam mit dem Münchner Delikatess-Unternehmen Käfer habe ich in Folge die sechs hochwertigsten Reisprodukte für den deutschen Markt ausgewählt. So entstand Lotao – zumindest von der Produktseite her. Marketingtechnisch gab es noch die große Herausforderung, Reis so zu positionieren, dass dieses tenden­ ziell alltägliche Produkt etwas Besonderes wird.

Wie sind Sie die Marketing-Strategie für Lotao angegangen? Als besonders herausfordernd stellte sich heraus, dass Lotao lauter Reissorten im Sortiment hatte, die nicht bekannt waren, z.B. grüner Reis, Vulkan-Reis oder einen Reis, der sich beim Kochen violett verfärbt. Es ist sehr schwierig, ein Nischen­ produkt im hart umkämpften Lebensmittelhandel zu posi­ tionieren. Ich habe dann gemeinsam mit Studierenden der Universität für Mediendesign in Berlin in rund eineinhalb Jahren

Wie wichtig ist Leidenschaft fürs Gründen? Sehr wichtig. Ich merke z.B. bis heute, dass mich die Ausein­ andersetzung mit dem Thema Reis fesselt. Ich habe allerdings auch schon mit vielen Gründer/innen gesprochen, die anders denken. Sie verfolgen die Philosophie: „Wir haben eine Idee, dafür suchen wir eine/n Investor/in und dann möchten wir das Unternehmen möglichst schnell verkaufen.“ Häufig sind dann aber genau diese Start-ups nicht sehr erfolgreich oder schei­ tern sogar. Gründer/innen hingegen, die für ihr Produkt und ihre Ideen brennen, arbeiten oft nachhaltiger. Denn eines muss jedem Gründer/jeder Gründerin klar sein: Man arbeitet rund um die Uhr. Man muss permanent verkaufen und überzeugen. Und das geht mit Leidenschaft eben am besten.

Wo sehen Sie Herausforderungen in der Selbständigkeit? Zum einen ist es sicherlich das Verkaufen. Wenn jemand ein Geschäft aufmacht, ist es meiner Meinung nach eine Illusion, dass von alleine die große Nachfrage kommt. Im Gegen­ teil: Man muss sehr hart dafür arbeiten. Außerdem geht die Selbständigkeit mit einem sehr hohen Workload einher. Ich gehe oft um eins in der Nacht schlafen und stehe um sechs in der Früh auf. Sehr herausfordernd ist es auch, das Wachstum eines Unternehmens zu managen. Zu Beginn improvisiert man, hat flache Strukturen und eine sehr lockere Unternehmens­ kultur. Doch wenn das Unternehmen wächst, wächst auch die Bürokratie. Plötzlich gibt es Urlaubsanträge, Mitarbeiter/innen­ gespräche oder feste Arbeitszeiten. Dann ist es an der Zeit, Strukturen zu etablieren – und das ändert die gesamte Unter­ nehmenskultur.

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CHANCEN


Bilder: ZBP/Cochic Photography

Was motiviert Sie?

Kurz gesagt

Wir haben einen klaren Schwerpunkt auf der ökologischen und sozial nachhaltigen Produktion. Mir ist es sehr wichtig, dass die gesamte Wertschöpfungskette einen Sinn hat. Wir arbeiten bei der Abpackung mit behinderten Menschen zusammen und machen kaum Preisverhandlungen mit den Produzenten in den Herkunftsländern. Unsere Reisbauern leben schließlich von dem Reisanbau. Dieser nachhaltige Gedanke motiviert mich sehr.

Studium: BWL, WU. Schwerpunkte Marketing und Marktforschung. Zuletzt gelesen habe ich: „Nichts“ von Janne Teller. Mein Lebensmotto: In Bewegung sein und dabei lernen.

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um? Auf diese Frage hätte ich gerne eine Antwort: Ist jetzt noch jemand im Büro in Berlin?

Rückschläge gehören natürlich dazu. Man muss diese analy­ sieren, daraus lernen und trotzdem weiter nach vorne schauen. Man muss seinem Weg immer treu bleiben.

In 20 Jahren möchte ich: Ein vegetarisch / veganes Produktionszentrum aufbauen.

Ihr Tipp für Berufseinsteiger/innen? Mein Tipp für Bewerber/innen: Junge Absolvent/innen meinen oft, sie kommen nach ihrem Studienabschluss gleich in eine Senior-Position. Hierfür ist aber in jedem Fall auch Berufs­ erfahrung notwendig, zum Beispiel in Form von Praktika. Wenn man gewisse praktische Dinge nicht kann – und damit meine ich sogar das Telefon abheben oder einen Brief schreiben – muss man sich eine Phase in der Praxis gönnen, um das zu lernen. Man muss lernen, wie man das Werk­ zeug der WU im Berufsleben einsetzen kann. Mein Tipp für Gründer/innen: Gründet man im Team sollte man darauf achten, möglichst divergente Kompetenzen mitzubringen. Insbeson­ dere, wenn man in einer technischen Branche Fuß fassen will, sollte unbedingt ein/e Techniker/in im Gründerteam sein.

Drei Wörter, die mich beschreiben: Neugierig, verlässlich, kreativ.

Aktion

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Bild: Lotao

Vielen Dank für das Gespräch!

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CHANCEN

Bilder: Lotao


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Work Life Balance als Top-Karriereziel CHANCEN | bawagpsk.com

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben, ist für Studierende schon seit einigen Jahren ein sehr wichtiges Karriere­ziel, gefolgt von Jobsicherheit und einer Arbeits­ stelle, die intellektuelle Herausforderung bietet (Universum Studie 2015). Wenn man Studierende fragt, was sie mit Work-Life-Balance verbinden, nennen sie an erster Stelle, dass sich Familienund Karriere­planung nicht gegenseitig im Wege stehen und dass die Unternehmen ein positives Arbeitsklima bieten.

Unsere Mitarbeiter/innen sind das wichtigste Potenzial für unser Haus. Daher ist es uns besonders wichtig, ein gutes Arbeitsumfeld mit spannenden Aufgaben zu bieten. Im Team bringen wir nicht nur unsere Kompetenzen und Erfahrungen, sondern auch unsere Ideen ein und arbeiten gemeinsam an der Umsetzung der Unternehmensziele.

DAS ANGEBOT ATTRAKTIVER ZUSATZLEISTUNGEN IN DER BAWAG P.S.K. IST UMFANGREICH:

›› Gesundheit und Ernährung: z. B. Zuschuss zum Mittag­ essen, Sportangebote ›› Finanzielle Absicherung: z. B. Mitarbeiterkonditionen bei Bankprodukten, betriebliche Pensionsvorsorge ›› Unterstützung von Familien: z. B. Beihilfen zur Geburt eines Kindes ›› Gemeinsamkeit: z. B. Budget für Weihnachtsfeiern, Betriebs­ausflüge ›› Wertschätzung bei besonderen Anlässen: z. B. Geschenke zu Dienstjubiläen und zu Weihnachten ›› Aus- und Weiterbildung: z. B. Prämien für erfolgreiche Lehrabschlüsse

Auch in der BAWAG P.S.K. spielt das Thema Vereinbarkeit von Arbeits-, Familien- und Privatleben eine wichtige Rolle. Monika Rötzer, Leiterin Personalrecht & Recruiting: „Durch vielfältige Angebote wie z. B. Betriebskindergarten, Tele-Arbeit, flexible Arbeitszeiten … ermöglichen wir unseren Mitarbeitern/innen ihren Arbeitsalltag den persönlichen Bedürf­ nissen und Wünschen anzupassen. Dafür wurden wir auch vom Bundes­ministerium für Familie und Jugend mit dem Grund­ zertifikat für familienfreundliche Unternehmen ausgezeichnet! Im Zuge unseres Bemühens für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie bieten wir u. a. Infoveranstaltungen für werdende Eltern, Welcomeback-Events nach der Babypause, Betriebs­kindergärten an zwei verschiedenen Standorten sowie die Förderung geringfügiger Beschäftigung während der Karenz.“ FAMILIENFÖRDERUNG UND FRAUENFÖRDERUNG

Mit dem Engagement zur Verbesserung der Familienfreund­ lichkeit erfüllen wir auch ein weiteres, wichtiges Ziel unseres Frauenförderplans, der initiiert wurde um die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Bank zu fördern. Von den Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie profitieren Frauen und Männer gleichermaßen. Während manche Mit­ arbeiter/innen Zeit für ihre Familie haben möchten, wollen sich andere parallel zu ihrem Job weiterbilden, berufsbegleitend ihr Studium abschließen oder einfach im Rahmen eines Sabbaticals eine längere Auszeit nehmen. Als Arbeitgeber gehen wir dabei individuell auf die Wünsche unserer Mitarbeiter/innen ein.

Bild: BAWAG P.S.K.

SIND ENG VERBUNDEN

CHANCEN


46 Chancenland Vorarlberg KARRIEREN AUSSERHALB WIENS Bild: Michael Marte

CHANCEN | Georg Kubina | georg.kubina@zbp.at

Vorarlbergs Wirtschaft ist so vielseitig wie seine Landschaft. Ein starker Mittelstand, der sich durch eine vielfältige Branchenvielfalt auszeichnet, charakterisiert den Wirtschaftsstandort genauso wie große, global agierende Konzerne.

LAND DER STARKEN MARKEN

Wie kaum eine andere Region bietet Vorarlberg eine derart hohe Konzentration weltweit bekannter Marken. Industrie­ unternehmen, die sich erfolgreich in Marktnischen bewegen und unterschiedliche Branchen abdecken, prägen die Wirt­ schaftslandschaft. Das Verpackungsunternehmen ALPLA z. B. beschäftigt weltweit knapp 17.000 Mitarbeiter/innen und fertigt in 40 Ländern Plastikflaschen und -verschlüsse, die wir alle täglich in der Hand halten. „Das urtypische Vorarlberger Unternehmen ist wahrer Hidden Champion. ALPLA hat gerade mit Danone, Coca-Cola und anderen einen biobasierten Kunst­ stoff entwickelt, der das erdölbasierte Plastik zukünftig ablösen soll.“, so Manuela de Pretis von der Initiative Chancenland Vorarlberg.

Georg Kubina ist im WU ZBP Career Center für Karriereberatung & Employer Relations zuständig.

Bild: ZBP

Die einzigartige Vier-Länder-Lage Vorarlbergs wirkt sich auf die Wirtschaft aus. Mit dem direkten Vergleich zu Unter­ nehmen aus Süddeutschland und der Ostschweiz steigt die nachgefragte Qualität. Zudem eröffnen die direkten Grenzen zur Schweiz, Deutschland und zu Liechtenstein den Zugang zu einem kaufkräftigen Absatzmarkt und attraktiven Geschäfts­ partnern. Rund 60 Prozent der Vorarlberger Waren und Dienst­ leistungen werden ins Ausland verkauft, damit ist Vorarlberg bundesweiter Exportchampion.

Gemessen an den Mitarbeiter/innen, die im Land beschäftigt werden, ist Julius Blum größter Arbeitgeber in Vorarlberg. Das Unternehmen ist weltweit führender Hersteller von Beschlag- und Führungssystemen für Möbel. „Das klingt zwar im ersten Moment trivial, ist aber wirklich spannend und technisch nicht ganz irrelevant. Blum ist das dritt­innovativste Unternehmen in Österreich und beliefert z. B. IKEA.“, führt Manuela de Pretis weiter aus.

WIRTSCHAFTLICHE KENNZAHLEN

Starkes Wirtschaftswachstum mit 2,9 % (1,7 % Österreich, 1,3 % Wien, 1,7 % Oberösterreich) Reales BIP pro Kopf: € 38.000,– (€ 35.700,– Österreich, € 36.600,– Bayern)

Bild: iStock / Ryszard Filipowicz

Höchster Exportwert Österreichs mit € 22.514,– (34 % höher als der nationale Durchschnitt von € 14.886,–)

CHANCEN

Platz 7 der innovativsten Regionen weltweit (laut einer OECD-Studie) Quelle: Chancenland Vorarlberg, Standortbroschüre


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STUDIENBEIHILFE DAS HAB’ ICH VOM KURIER

Landeshauptstadt: Bregenz Einwohner/innenzahl: 377.800 Politische Gliederung: 96 Gemeinden in vier Bezirken

Bild: Vorarlberg Tourismus / Peter Mathis

Außerdem in Vorarlberg ansässig ist Doppelmayr, unangefoch­ tener Weltmarktführer im Seilbahnbau. Ein weiterer Welt­ marktführer auf seinem Gebiet ist die Zumtobel Gruppe in den Bereichen elektronische Lichttechnologie und professionelle Lichtsysteme. Auch die größte österreichische Spedition im Privatbesitz hat ihre Zentrale in Vorarlberg. Gebrüder Weiß zählt europaweit zu den führenden Transport- und Logistik­ unternehmen. Nicht zu vergessen sind bekannte Unternehmen aus der Lebensmittelbranche wie Rauch oder Pfanner Frucht­ säfte, Ölz Meisterbäcker, Rupp Käse, 11er Nahrungsmittel und Produktionsstätten z.B. von Red Bull und Mondelez (Milka Schokolade).

€ 100,

zum ne uen KU RIE Stude ntInne R nJ a h re s -Abo

ATTRAKTIVE KARRIERECHANCEN

Damit ist Vorarlberg nicht nur als Urlaubs- und Freizeitziel interessant. Manuela de Pretis: „Mit dem Auto kann Vorarlberg in gut einer Stunde durchquert werden, das heißt das Land ist nicht groß, aber die Karrierechancen, die genau auf dieser Strecke liegen sind großartig. Mit den vielen, starken Marken kann Vorarlberg für motivierte Absolvent/innen als Sprungbrett für eine internationale Karriere dienen.“

chancenland.at

WUSSTEN SIE, DASS …

›› „Schaffa“ arbeiten heißt? ›› „Schübling“ eine Knackwurst ist? ›› die Vorarlberger Holzbau-Architektur weltweit bekannt ist? ›› „Flädlesuppe“ eine Frittatensuppe ist? ›› am „Funkensonntag“ der Fasching mit großen Feuern (Holztürme, oft mit einer Hexe an der Spitze) vertrieben wird?

CHANCEN

Jetzt zum KURIER StudentInnenJahres-Abo (Mindestlaufzeit 1 Jahr) um nur € 18,10 (statt € 27,40) pro Monat: € 100,– direkt auf dein Konto! KURIER, Österreichs Qualitätszeitung mit Top-Informationen für Studium, Karriere, Job und weit mehr. Info & Bestellung:

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Das Angebot gilt in ganz Österreich bis 31.3.2016. AGB unter kurierservice.at/agb. *) Mo. bis Fr. 6 – 17 Uhr; Sa., So. und Feiertag 7 – 12 Uhr.


Bild: ZBP/Cochic Photography


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INSIGHTS

Neue ÖH WU IM GESPRÄCH MIT WERNER NEUWIRTH

INSIGHTS | Das Gespräch führte Brigitte Kuchenbecker | brigitte.kuchenbecker@zbp.at

„Ich wünsche mir, dass wir als zentrale Anlauf­ stelle für alle Fragen rund ums Studium noch bekannter werden“ – ein klares Ziel von Werner Neuwirth für seine Amtsperiode als Vorsitzender der ÖH WU. Ich traf den WU-Studenten und sprach mit ihm über die Aufgaben der ÖH, den Campus WU und den beruflichen Benefit von Studierenden, die sich für die ÖH engagieren. Die ÖH ist neu aufgestellt – welche Ziele verfolgen Sie in den nächsten Jahren? Uns geht es vor allem um zwei wesentliche Bereiche. Zum einen möchten wir, dass unser wunderschöner, neuer Campus noch ein bisschen belebter wird. Viele Leute nutzen den Raum, um zu studieren, aber noch nicht wirklich in ihrer Freizeit. Zum anderen möchten wir uns dem Thema Kapazitäts­engpässe weiter annehmen – ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt. Oft verlängert sich die Studienzeit, nur weil man in einer Vorlesung keinen Platz mehr findet.

als Lebensraum bespielen. Ich finde es toll, dass wir die Möglichkeiten des Cocktail- und des Glühweinstandes haben. Trotzdem könnte es noch mehr dieser Initiativen geben. Auch die Preise bzw. die Lebenshaltungskosten am Campus sind sicherlich ein Thema. Viele Studierende berichten, dass das Geld relativ rasch ausgeht. Meiner Meinung nach wäre es das Beste, verschiedene Vergünstigungen zu erarbeiten, so dass sich Studierende selbst Alternativen zusammenstellen können. Natürlich können die verschiedenen Gastronomen ihre Preise nicht groß zurückfahren, aber ein Gestaltungsspielraum für die Konsument/innen, also insbesondere für Studierende, würde schon helfen.

Wie viele Studierende wirken bei der ÖH aktuell mit? Wir haben derzeit rund 150 ÖHler/innen, die an unterschied­ lichsten Projekten mitarbeiten. Unsere Kernfunktion ist sicherlich die Vertretungs­ arbeit. Hier erarbeitet man strukturiert und koordiniert Lösungen für Probleme, die während des Studiums auftauchen können. Bei unserem Magazin „Steil“ geht es darum, zu recher­ chieren, Artikel zu schreiben und ein bisschen zu designen. Außerdem organisieren wir viele Veranstaltungen – vom Kinoabend bis zum WU-Ball oder Campusfest. Dann gibt es noch die Beratung der Studierenden, die Betreuung von Incomings, und und und … die Aufgaben sind wirklich vielfältig.

Bei uns hat man sehr schnell

die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen.

Wo könnte man da ansetzen? Einzelne Lehrveranstaltungen können das Studium stark verzögern. Insbesondere wenn eine Lehrveranstaltungen auf eine andere aufbaut, ist es wichtig, diese rechtzeitig zu absolvieren. Unsere stärkste Aufgabe als ÖH ist es, Studierende über mögliche Hürden des Studiums zu informieren. Durch unsere Broschüren und die anderen Informations­kanäle stellen wir alle notwendigen Infos durch­ gehend zur Verfügung. Ich würde mir wünschen, dass meine Kolleginnen und Kollegen diese Kanäle auch wirklich eigen­ verantwortlich nützen.

Zum Campus WU: Wie könnte man ihn beleben? Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass man sich mit der eigenen Uni identifiziert. Interessant wäre z. B. ein WU-Sportverein. Außerdem könnte man den Campus stärker

Welche Kompetenzen können sich Studierende durch eine Mitarbeit bei der ÖH aneignen? Bei uns hat man sehr schnell die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Schon nach kurzer Zeit kann man auch große Projekte eigenständig leiten – im „normalen“ Berufsleben wäre das sicherlich erst nach einigen Jahren Berufs­erfahrung möglich. Ich glaube auch, dass die Arbeit mit ehren­amtlichen Mitarbeiter/innen für Gruppen- oder Projektleiter/innen > eine besondere Herausforderung darstellt. Hier geht es INSIGHTS


Bilder: ZBP/Cochic Photography

vor allem um die intrinsische Motivation: Wie arbeite ich mit einer Gruppe, wie motiviere ich eine Gruppe und wie komme ich von einem abstrakten Projekt zu einem konkreten Ergebnis? Diese Erfahrungen kann man bei der ÖH relativ rasch und mit einem geringen Risiko erleben.

Was hat Sie motiviert, zur ÖH zu gehen? Ich habe die ÖH während meines ersten Semesters an der WU kennengelernt. Ich war auf verschiedenen Veranstaltungen und war sehr beeindruckt, was durch die ÖH geschaffen wird. Und ich wollte auch meinen Beitrag leisten. Ich bin dann beim internationalen Referat eingestiegen, das vor allem die Betreuung von Exchanges und Incomings über­ nimmt. Nach einiger Zeit bin ich in die Bildungspolitik umge­ stiegen. Hier habe ich gemerkt, dass ich persönlich mit vielen Aspekten des Studiums unzufrieden bin. Ich hatte Ideen, wie es besser laufen könnte. Und so kam ich auch zu meiner aktuellen Position.

Kurz gesagt Studium: Betriebswirtschaft, WU. Zuletzt gelesen habe ich: „Status Anxiety“ von Alain de Botton. Mein Lebensmotto: Constant, never ending improvement.

Was wünschen Sie sich für Ihre Amtsperiode? Ich wünsche mir, dass man stolz auf die WU ist. Dass gewisse kleinere Probleme, die jetzt immer wieder auftauchen, der Vergangenheit angehören. Dass Veränderungen im Studium rei­ bungsloser funktionieren, als es jetzt der Fall ist. Denn so viel steht fest: Veränderungen im Studium wird es immer geben …

Mit diesen 2 Personen würde ich gerne zu Abend essen: Jamie Oliver und einem der beiden Google-Gründer. Auf folgende Frage hätte ich gerne eine Antwort: Wie schaffen wir es, dass WU-Studierende schlussendlich sagen: „Hier zu studieren war die beste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe.“?

Vielen Dank für das Gespräch!

Bilder: ZBP/Jürgen Pletterbauer

Drei Wörter, die mich beschreiben: Fokussiert, service­ getrieben, reflektiert.

INSIGHTS

Brigitte Kuchenbecker ist Senior Media-Managerin im WU ZBP Career Center.


51 Drei … Zwei … Eins UNSER 2015: EIN JAHR IN ZAHLEN

INSIGHTS | Pamela Kusztrich | pamela.kusztrich@zbp.at

2015 war ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr. Es wurde viel beraten, veranstaltet und organisiert – exakt an der Schnittstelle zwischen Studium und Arbeitsmarkt.

20.137 Besuche konnten wir pro Monat im Jahr 2015 auf unserer Website verzeichnen.

16.501 Bewerbungen sind während des Jahres über unsere Jobbörse zbp.at eingegangen.

3.865 Registrierte haben sich 2015 auf zbp.at eingetragen. Registrierte Bewerber/innen können zahlreiche Vorteile genießen und bekommen regelmäßig abgestimmte Career Alerts mit passenden Jobangeboten zugesendet.

2.200 Stellenangebote

350 individuelle Beratungen

wurden auf unserer Website und im JobNews veröf­ fentlicht, darunter waren 950 qualifizierte Praktika bzw. studien­begleitende Teilzeittätigkeiten – exklusiv für Wirtschafts­akademiker/innen.

haben unsere Karriereberater/innen über das Jahr hindurch geführt.

52 Artikel wurden auf unserem Blog veröffentlicht. Themen rund um Bewerbung, Einstieg ins Berufsleben, Glück im Berufsalltag oder internationale Karrieren – Leser/innen finden eine Band­ breite an bewerbungsrelevanten Themenbereichen und Facts auf blog.zbp.at.

4 Großveranstaltungen – Praktikumstag, Meet your Job, Career Insights und nicht zu vergessen die Career Calling – wurden von uns organisiert. Auch für heuer sind die Vorbereitungen schon in vollem Gange. Die genauen Termine finden Sie auf zbp.at

3 Ausgaben des Karrieremagazins wurden 2015 veröffentlicht. Die Schwerpunkte 2016 liegen im Übrigen neben „Gründung“ auf „Management“ und „Gender“.

INSIGHTS


52 Neues rund um die WU INSIGHTS | Andreas Müller | andreas.mueller@zbp.at

Die WU ist in Bewegung! Wir beleuchten aktuelle Entwicklungen, Neuigkeiten und Wissenswertes rund um Europas größte Wirtschaftsuniversität.

NEUE PROFESSUREN

Name: Regine Bendl

Im Rahmen von MORE, einem Projekt der österreichischen Uni­ versitätenkonferenz, wird Flüchtlingen zudem die Möglichkeit geboten, kostenlos Lehrveranstaltungen auf allen drei Ausbil­ dungsstufen (Bachelor, Master, PhD) zu besuchen. Ziel ist, dass Asylwerber/innen einen vereinfachten Zugang zu universitärer Bildung bekommen. Studentische Mentor/innen stehen hier für Fragen rund um die Ausbildung zur Seite. Durch kostenlose Deutschkurse setzt sich die WU in Zusammen­arbeit mit REWE und der Caritas Wien weiters zum Ziel, Flüchtlingen die deutsche Sprache näher zu bringen. Deutsch ist nicht nur für die meisten Studiengänge an der WU, sondern auch für den Eintritt in den österreichischen Arbeitsmarkt von großer Bedeutung. Von 16. November bis 27. Jänner wurden 16 Asylsuchende zweimal pro Woche in dreistündigen Einheiten in Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Für das Sommer­semester 2016 sind erneut drei Kurse geplant. Mit der Initiative POWER 2 HELP bietet die WU schließlich Unterstützung für ehrenamtliche Helfer/innen, die Flücht­ linge bei der Integration in Österreich unterstützen. In einer Serie von zehn Abendworkshops sollen Kompetenzen für die Erstbetreuung von Asylsuchenden vertieft werden. Die Work­ shops finden von März bis Juni 2016 statt und werden nahezu kostenlos angeboten (mehr Informationen auf power2help.at).

INSIGHTS

Seit Oktober 2015 Professorin für Gender und Diversität in Organisationen an der WU Seit 2004 Außerordentliche Professorin am Institut Gender und Diversität in Organisationen 2004 Habilitation (Venia Docendi) für Betriebs­ wirtschaftslehre und Geschlechterforschung an der WU 1996 Abschluss des Doktoratsstudiums der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der WU

Name: Klaus Hirschler Seit Oktober 2015 Professor für Rechnungswesen und Prüfung an der WU 2013 – 2015 Professor für Steuerrecht am Institut für Finanzrecht an der Univer­ sität Wien 2011 – 2013 Programmdirektor des Masterstudiums Steuern und Rechnungslegung an der WU 2000 Habilitation für Betriebswirtschaftslehre an der WU 1995 Abschluss des Doktoratsstudiums der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der WU

Bild: Stephan Huger

Nach dem Motto „Flüchtlinge Willkommen“ unterstützt die WU Asylwerber/innen bei ihrer Integration in Österreich. Bereits im Sommer 2015, als die Berichte über die kritischen Zustände im Erstaufnahmelager Traiskirchen für Aufsehen sorgten, initiierte ein WU-Mitarbeiter gemeinsam mit dem Betriebsrat eine Sammelaktion für Sachspenden. Auch wir vom WU ZBP Career Center haben uns an dieser Aktion beteiligt.

Bild: WU

INITIATIVEN ZUR UNTERSTÜTZUNG VON FLÜCHTLINGEN


NEUES ANGEBOT

NEUE GESICHTER

Mia Deubner, seit 2011 im Career Center, ist seit Jänner 2016 für das Business Development verantwortlich. Zuvor im Bereich Karriereberatung & Employer Relations tätig, arbeitet Sie nun an strategischen und operativen Projekten zur Weiterentwicklung des Career Center.

Mit BeratungPlus haben wir ein neues Online-Angebot ge­ startet. Auf zbp.at registrierte Bewerber/innen finden in einem Insider-Bereich Unterlagen, Tests und Ratgeber, die einen Vor­ sprung für die Bewerbung bieten. zbp.at/de/beratung/beratungplus

Johanna Hiebl und Robert Langer sind als Nachfolger/innen von Mia Deubner und Johannes Stadler seit Jänner im Bereich Karriereberatung & Employer Relations tätig. Neben der Durch­führung von CV-Checks, Beratungen und Trainings, be­ treuen sie auch unsere Jobbörse.

KEINEN BOCK AUF DEN FALSCHEN JOB?

Entdecke mit whatchado den passenden Job und Arbeitgeber. Finde jetzt deinen Traumjob. www.whatchado.com

Bild: ZBP

NEUE AUFGABEN

Bild: ZBP

Bild: ZBP/Jürgen Pletterbauer

53


54 Bilanz ziehen MASTERSTUDIUM STEUERN UND RECHNUNGSLEGUNG

INSIGHTS | Georg Kubina | georg.kubina@zbp.at

Seit Herbst 2012 wird das Masterstudium Steuern und Rechnungslegung an der WU angeboten. Traditionell stehen WU-Absolvent/innen mit entsprechendem Ausbildungsschwerpunkt einem satten Angebot an Einstiegspositionen gegenüber. Was schätzen Arbeitgeber an der Ausbildung? In welchen Bereichen haben Absolvent/innen Fuß gefasst? Wir haben eine erste Bilanz gezogen und uns ein wenig umgehört.

Die Inhalte des Masterstudiums sind dabei direkt auf die Anforderungen der Praxis abgestimmt. Josef Schuch: „Unternehmerisches Handeln wird immer stärker reguliert. Steuern und Rechnungslegung liegen auf der Regulierungs­ kurve besonders weit vorne, weil sie an der Schnittstelle von öffentlichen Interessen und dem der Eigentümer, der Mitarbeiter/innen und des Managements liegen. Das erfolg­ reiche Manövrieren durch diese Themenkomplexe braucht eine Kombination aus juristischem und betriebswirtschaftlichem Know-how. Beides lernen die Studierenden bei uns.“ DAS SCHÄTZEN ARBEITGEBER AN DER AUSBILDUNG

Bei Arbeitgebern kommen die praxisnahen Ausbildungsinhalte gut an. Michaela Schwarzinger, Leiterin HR Management Öster­ reich KPMG: „Die Absolvent/innen verfügen über spezifische steuer- und finanzpolitische Kompetenzen und haben ein tiefes Verständnis der institutionellen Regelungen.“ Michael Moschen, Manager Human Resources BDO, ergänzt: „Die fundierte Aus­ bildung in den beiden Bereichen Steuern und Rechnungslegung erleichtert vor allem einen Einstieg in den Combined-Bereich, der es ermöglicht, sowohl in der Wirtschaftsprüfung als auch in der Steuerberatung tätig sein zu können.“

INSIGHTS

Bild: WU

HOHE NACHFRAGE AN ABSOLVENT/INNEN

Absolvent/innen des Masterstudiums Steuern und Rechnungs­ legung sind am Arbeitsmarkt heiß begehrt. Programm­ direktor Josef Schuch betont: „Wegen der ständig steigenden Bedeutung von Accounting und Taxation in der unter­ nehmerischen Praxis herrscht in keinem anderen Funktions­ bereich eine derartig hohe Nachfrage am Arbeitsmarkt.“

Im Übrigen machen zahlreiche Beratungsunternehmen keinen Unterschied bei den Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten für fachlich spezialisierte Bachelor- oder Masterabsolvent/innen. Petra Lohner, Human Resources LBG Österreich, erklärt: „Gerade wenn noch keine einschlägige Berufserfahrung vorhanden ist, kann ein durch ein Masterstudium vertieftes Fachwissen von Vorteil sein.“ DAS SCHÄTZEN ABSOLVENT/INNEN AN IHRER AUSBILDUNG

Christina Kerekes ist seit Juli 2014 Consultant bei EY im Bereich Business Tax Advisory. Ihre Tätigkeiten dort kann man mit jenen einer mittelständischen Steuerberatungskanzlei ver­ gleichen. Sie reichen von der Erstellung von Steuererklärungen von natürlichen Personen, Personengesellschaften und Körper­ schaften bis hin zur laufenden Beratung, Erstellung von Jahres­ abschlüssen (Bilanzierung) und Verfassung von Stellungnahmen: „Im Alltag profitiere ich besonders von den vermittelten In­ halten des österreichischen Steuer- sowie Unternehmensrechts.“ Benedikt Hörtenhuber ist Research Associate am Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht. Er ist an zahlreichen nationalen und internationalen Forschungs­ projekten beteiligt und in die Lehre des Instituts eingebunden: „Die Vertiefungen im Internationalen Steuerrecht sowie im Unternehmenssteuerrecht haben mich inhaltlich sehr gut auf meine Tätigkeit vorbereitet.“


55

BLEIBEN SIE IN KONTAKT!

Der WU Alumni Club wurde 1995 als assoziierter Verein der WU gegründet. Mit über 4.600 Mitgliedern hat er sich als größter und aktivster Absolvent/innen­verein im deutschsprachigen Raum etabliert. Der WU Alumni Club stellt eine lebenslange Beziehung zwischen Absolvent/innen und ihrer ehemaligen Ausbildungs­ stätte her und bietet neben WU-Events und Seminaren auch informelle Networking-Veranstaltungen und das WU Alumni Jahresfest an. Der Verein gibt mit den WU.Alumni.News eine eigene Zeitung heraus, die an über 40.000 Absolvent/innen, Partner und assoziierte Mitglieder in der ganzen Welt verschickt wird. WU-Alumni treffen sich regelmäßig nicht nur in Wien, sondern in über 40 Städten der Welt. Im Ausland lebende Absolvent/innen haben dafür auf allen Kontinenten so genannte „Hubs“ gegründet. Regel­ mäßige Hub-Treffen ermöglichen den Alumni, andere ehemalige WU-Studierende kennenzulernen und den Kontakt mit der WU aufrecht zu halten. Derzeit gibt es WU Alumni Treffen unter anderem in Amsterdam, Berlin, Brüssel, Chicago, Düsseldorf, Frankfurt, Hongkong, Istanbul, New York, Prag, Shanghai und Sydney.

Bild: WU Alumni Club

Wenn Sie Mitglied des WU Alumni Clubs werden möchten, finden Sie alle Informationen unter alumni.at

Stephanie Marberger ist Geschäftsführerin des WU Alumni Clubs.

INSIGHTS

Erreichen, was unerreichbar scheint. www.ey.com/at/careers #BuildersWanted

„EY“ und „wir“ beziehen sich auf alle deutschen Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited, einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht. ED 0417.

WU ALUMNI CLUB


56 Events DER FRÜHLING MIT DEM WU ZBP CAREER CENTER

INSIGHTS | Pamela Kusztrich | pamela.kusztrich@zbp.at

DER UNTERLAGENCHECK

Gut beworben ist halb gewonnen. Im Unterlagencheck optimieren unsere Karriereberater/innen gemeinsam mit Ihnen Ihre gesamten Bewerbungsunterlagen – alternativ auf Deutsch oder Englisch. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf das Bewerbungsschreiben gelegt, das für jede Position und jedes Unternehmen neu und individuell verfasst werden sollte. Auch geben wir Tipps, wie Sie durch die Gestaltung und Abstimmung all Ihrer Unterlagen aus der Masse hervorstechen und Ihre Kompetenzen ideal zur Geltung bringen können. Vereinbaren Sie Ihren individuellen Termin!

MEET YOUR JOB

Bewerben kompakt. Persönlich kennenlernen. Sie treffen Arbeitgeber und Arbeitgeber treffen Sie! Unser etablierter Karriere-Event findet im Frühling am 07. April direkt am Campus WU statt! Nützen Sie die Gelegenheit, um mit acht Arbeitgebern – BCG, Coca Cola, EY, Hilti, KPMG, Peek & Cloppenburg, Unilever und zeb – in individuellen Gesprächen in Kontakt zu treten. Ihr Eintrittsticket für weiter­ führende Bewerbungs­gespräche!

CAREER INSIGHTS

Fünf Tage für Ihre Karriere – die Career Insights bieten Ihnen zwei Mal jährlich geballtes Karriere-Know-how. Im Frühling startet der „Karriere-Countdown“ am 18. Mai. Die ersten drei Tage stehen ganz im Zeichen der Vorbereitung auf Ihre Bewerbung – CV-Checks, Expert/innengespräche und Assessment Center-Übungen mit unseren Karriereberater/innen erwarten Sie. Bei den letzten beiden Tagen ist mit dem Breakfast, dem Podiums-Talk und einzelnen Skill-Seminaren der Schwerpunkt auf die Arbeitgeber gesetzt. Kommen Sie vorbei! Kostenfrei!

INSIGHTS


IN F O S A U F D N U G N U B R E EW ANMELDUNG, B

zbp.at

7

Beratung Free Monday: kostenloser CV-Check jeden Montag 9.00 –12.00 Uhr

8

Event JUSPLUS Wirtschaftsrecht JobDay

9

Training Thinking about applying abroad?

März

März

März

11

Training Das Assessment Center

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Training Die Bewerbungsunterlagen

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Event Die lange Nacht der Unternehmen

März

März

März

7

April

26 April

18 – 24 Mai

30 Mai

Bilder: ZBP, iStock

Event Meet your Job Training Das Assessment Center Event Career Insights Training Das Vorstellungsgespräch INSIGHTS


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Buchtipps INSIGHTS | Zusammengestellt von facultas.mbs | facultas.at/mbs

1

MICHAEL HOI, STEFAN MENDEN

Das Insider-Dossier: Brainteaser im Bewerbungsgespräch 140 Übungsaufgaben für den Einstellungstest Squeaker.net, 2015 ISBN 978-3-593-50137-6 136 Seiten, flexibler Einband, € 20,50 Brainteaser sind beliebt im Einstellungstest für Top-Jobs. Sie können sie zur Vorbereitung auf Fragen im Vorstellungs­ gespräch oder einfach als Training für Gehirn und Ge­ dächtnis nutzen. In diesem Buch finden Sie eine umfassende Sammlung an höchst anspruchsvollen Rätseln und deren Lösungen: mathematische Denkspiele, Logikrätseln, „Trial and Error“-Lösungsmethoden, „Out-of-the-box“-Denken, Bilderrätsel und Schätzaufgaben.

2

CHRISTIAN PÜTTJER, UWE SCHNIERDA

Ihre beste Bewerbung Perfekte Unterlagen im Originalformat. Mit Insiderkommentaren Campus, 2015 ISBN 978-3-593-50137-6 140 Seiten, flexibler Einband, € 18,50

Aus Fehlern lernt man – am liebsten aus denen der anderen! Christian Püttjer und Uwe Schnierda erklären anhand vieler ausführlich kommentierter Beispiele, wie Bewerber/innen aussagekräftige und individuelle schriftliche Unterlagen zusammenstellen und auf diese Weise positiv aus der Masse der Mitbewerber/innen herausragen. So schreibt man die beste Bewerbung!

3

MATTHIAS SCHÄFER, ANABEL TERNÈS (HRSG.)

Start-ups international: Gründergeschichten rund um den Globus Erfolgsfaktoren, Motivationen und persönliche Hintergründe Springer Gabler, 2016 ISBN 978-3-658-10081-0 XXVI, 336 Seiten, flexibler Einband, € 35,97

Start-up-Gründer/innen aus der ganzen Welt wurden für dieses Buch zu ihrer Lebens- und Unternehmensgeschichte, zu ihrer Motivation, ihren Krisen und Erfolgen befragt. Herausge­ kommen sind ganz persönliche Einblicke in die internationale Welt der Start-ups, von denen man lernen und sich als Start-upGründer/in etwas abschauen kann.

4

ALEXANDER OSTERWALDER, YVES PIGNEUR

Business Model Generation Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer Campus, 2011 ISBN 978-3-593-39474-9 285 Seiten, flexibler Einband, € 36,– Business Model Generation präsentiert einfache, aber wirkungs­volle Tools, mit denen Sie innovative Geschäfts­ modelle entwickeln, erneuern und in die Tat umsetzen können. Außerdem werden Einblicke in die geheimnis­umwitterten Innovationstechniken weltweiter Spitzen­unternehmen geliefert. Es ist wie geschaffen für Gründer/innen und Unternehmer/innen, die neue und ungewöhnliche Wege gehen möchten.

Bezugshinweise: Die hier vorgestellten und weitere Bücher zum Thema finden Sie online unter facultas.at sowie bei facultas.mbs am Campus WU, Welthandelsplatz 1, Gebäude D2, Top 1, 1020 Wien. Mehr Info unter facultas.at / mbs

INSIGHTS


NOCH FRAGEN? ANY QUESTIONS?


Endlich entfalten.

Wir finden: Theorie ist gut. Praxis ist besser. Entfaltung am besten! Wenn Sie das auch denken, dann sind Sie bei TPA Horwath genau richtig. Denn hier sind Sie in ganze Projekte involviert, wir bieten Ihnen ein breites Spektrum an Wissen und Sie lernen unterschiedliche Themenbereiche kennen. Ihr erster Schritt zur Entfaltung: karriere.tpa-horwath.at Steuerberatung | Wirtschaftspr端fung | Unternehmensberatung

Profile for WU ZBP Career Center

Karrieremagazin 1/2016  

Mit aktuellen redaktionell aufbereiteten Inhalten zu Berufseinstieg und Karriere richtet sich das Karrieremagazin an Jobinteressierte, Studi...

Karrieremagazin 1/2016  

Mit aktuellen redaktionell aufbereiteten Inhalten zu Berufseinstieg und Karriere richtet sich das Karrieremagazin an Jobinteressierte, Studi...

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