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Die Hilfe von Radio Maria für die Kirche Jahrgang I -Nummer 3 -November-Dezember 2013

Zeitschrift des World Family of Radio Maria Verbands

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Nach dem Vorbild von Papst Franziskus bringen wir die Frohe Botschaft bis in die „existentiellen Peripherien“ ie Statue der Muttergottes von Fatima, während der Prozession getragen von Mitgliedern von Radio Maria, ist die schönste Erinnerung des Marientags, der am 12. und 13. Oktober auf dem Petersplatz stattgefunden hat und von Radiosendern in aller Welt übertragen wurde.

Dieses Ereignis war für Radio Maria eine Anerkennung des Dienstes, den wir der Kirche der Welt durch Verkündung der Frohen Botschaft leisten. Ein Sender, der denjenigen nahe ist, die „nach Gott hungern“ und die auf der Suche nach dem Sinn ihres Daseins sind. Schon immer stand unser Sender Leuten

MARIATHON 2014

DIE WEIHE. a pag. 18

Selige Jungfrau Maria von Fatima, stets dankbar für deine mütterliche Gegenwart vereinen sich unsere Stimmen mit denen aller Generationen, die dich selig preisen. Papst Franziskus Petersplatz 13. Oktober 2013

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Machen wir uns erneut auf den Weg der Solidarität

ach dem guten Ergebnis des ersten weltweiten Mariathons stecken wir nun in den Vorbereitungen für einen gelungenen Mariathon 2014. Am 9.10.-11. Mai machen sich all unsere Sender auf, um 11 Projekten in der Welt nach einem Dreijahresplan zu helfen. Wir hoffen, all diese neuen

„Schwestern“ damit ins Leben rufen zu können. RM Indien wurde eröffnet, Äquatorialguinea, Macao und Irland sind fast bereit, um ihre Mission aufzunehmen. Der Weg ist lang und beschwerlich, also vereinen wir uns und… „Helfen wir der Muttergottes, uns zu helfen“. Weitere Infos: www.mariathon.org.

in schwierigen Situationen nahe, darunter auch Häftlingen. In dieser Nummer möchten wir Ihnen die Mission vorstellen, die Radio Maria seit mehr als fünfzehn Jahren in den Strafanstalten Italiens ausübt. „Mutter der Barmherzigkeit“ lautet der Name des Projekts, mit dem wir in Zusammenarbeit mit den Kaplanen Gefangene in den rund 200 Gefängnissen der italienischen Halbinsel unterstützen. Seit einigen Jahren übergeben wir den Gefangenen auch ein kleines digitales Radio in der Form einer Muttergottes. Daniele Trenca

GEFÄNGNISSE Das Projekt „Mutter der

Barmherzigkeit“

MARIENTAG Eine Erzählung von dem Ereignis auf dem Petersplatz

FOTOGALLERY Radio Maria auf dem „Marientag“

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„Mutter der Barmherzigkeit“ NOVEMBER-DEZEMBER 2013

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Radio Maria und das beinahe zwanzigjährige Engagement in italienischen Strafanstalten s ist schön, von verriegelten Welt der GefänEine „Muttergottes“ Zelle zu gnisse haben derarZelle zu tige Gesten eine gehen und zu Bedeutung, die für alle Gefangene sehen, dass die hilft, innerlich

Insassen unsere Gaben verwenden. Ich weiß nicht, wie ich Ihnen danken soll: es gibt Mut, zu wissen, dass man mit dieser heiklen pastoralen Arbeit nicht alleine dasteht“. Don Alessandro D’Elia, geistlicher Beistand im Gefängnis von Lecce, ist einer von rund 160 Religiösen, die die Ehrenamtler von Radio Maria, die sich um das Projekt „Mutter der Barmherzigkeit“ kümmern, persönlich kennenlernen durften (auf dem nebenstehenden Bild Frau Giò Carrozza). Sie folgten ihrer Einladung zum landesweiten Treffen der Gefängniskaplane in Sacrofano, in der Nähe von Rom, vom 21. bis 23. Oktober. Mittlerweile arbeiten wir seit 18 Jahren mit dem Pastoralamt der Kaplane der über 200 italienischen Strafanstalten zusammen, in denen die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Radio Maria LiveSchaltungen der Heiligen Messe und der Andacht organisieren - durchschnittlich einmal pro Monat - und an die Priester Rosenkränze, Gebetsbücher, Bilder und vor allem die bei den Häftlingen besonders beliebten kleinen Radios verteilen, die seit 2011 ein stilisiertes Bild der Muttergottes nachbilden. Diese speziell für die Bedürfnisse von Gefangenen konzipierten Geräte ermöglichen es vielen Brüdern zu beten und sich an den Glauben anzunähern bzw. wieder anzunähern. Ein Engagement, das von den hohen Kirchenvertretern ganz besonders geschätzt wird: „Ein Werk, das gefördert werden muss, den in der

nicht noch weiter abzurutschen“ so Monsignor Mariano Crociata, Generalsekretär der Cei, der Italienischen Bischofskonferenz (Bild in der Mitte). „Bisher konnten wir die 120 Kaplane bei ihrer pastoralen Arbeit durch das Versenden von Büchern, Rosenkränzen und speziell für Strafanstalten nach ihren strengen Vorgaben konzipierten Radios unterstützen - wie Vittorio Viccardi, stellvertretender

Präsident des Radio Maria Verbands sagt. Wir erhalten regelmäßig Feedback über das Wohl, das das Programm tut“, wie im Falle eines inhaftierten Bruders aus Frosinone, der uns vor kurzem geschrieben hat: „Ich bewahre Ihr Bild der Muttergottes in meiner Zelle auf. Schon allein ihr Anblick füllt mein Herz mit Frieden, Freude, Frohsinn, Gefühlen und Emotionen, die ich schon seit langem nicht mehr spürte. Andere Häftlinge, die mich anfangs wegen meines Glaubens belächelten, betrachten das Antlitz der Königin des Friedens und senden Ihr einen Kuss oder bekreuzigen sich. Ich find das ganz wunderbar“. Andrea Rottini

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ie Grundgedanke dieses Radios basiert auf zwei Zielsetzungen: dafür zu sorgen, dass die Stimme Radio Maria mit einem modernen Prod u k t besonders gut gehört wird und an das Bild der Muttergottes mit dem Jesuskind in ihrem Leib zu erinnern und somit eine Identifizierung mit dem Hörer zu fördern. So wurde ein Gerät entworfen, das dieses Konzept stilisiert zum Ausdruck bringt und gleichzeitig einfach aufgestellt, gefasst und benutzt werden kann. Dank einer gewissenhaften Planung ist es uns gelungen, ein digitales Radio mit fortschrittlichen Merkmalen zu schaffen, das mit Energiesparbatterien oder über ein externes Netzgerät und eine kleine ausziehbare Antenne funktioniert und das man über den integrierten Lautsprecher oder die beiliegenden Kopfhörer hören kann. Die stabile und

präzise Einstellung erfolgt intuitiv, die Frequenz kann man am vorderseitigen Display überprüfen. Der Empfang ist hervorragend: Angebracht am Armaturenbrett eines Fahrzeugs kann es mit jedem Autoradio mithalten! Um den Gebrauch im Haftanstalten zu ermöglichen, musste die kleine Stabantenne entfernt werden, da sie potentiell zu widrigen Zwecken genutzt werden könnte, stattdessen wurde eine weitere, ebenso leistungsstarke Antenne ins Innere eingebaut. Nach langem Engagement haben wir auch dieses Ziel erreicht und konnten Radio Maria in die Zellen der Häftlinge bringen. Die nächsten Ziele? Eine AM/FM Ausführung, um Analogsignale weltweit zu empfangen und ein Modell zum Empfang von Standard DAB (Digital Audio Broadcasting). Claudio Re


Marientag auf dem Petersplatz

NOVEMBER-DEZEMBER 2013

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Der Heilige Vater bekam das Jahrbuch der World Family of Radio Maria überreicht

er Päpstliche Rat zur Förderung der Neuevangelisierung hat für verschiedene marianische Bewegungen und Vereine ein Komitee eingerichtet, zu dem auch Radio Maria eingeladen war, um anlässlich des Jahrs des Glaubens eine Feier zu Ehren der Heiligen Jungfrau zu organisieren. Diese Feier fand am 12. und 13. Oktober statt, zwei Tage, bei denen auch das Original des Gnadenbilds der Muttergottes von Fatima mit vor Ort war. Am Samstag, den 12. Oktober, brachten Mitglieder von Radio Maria das Gnadenbild der Muttergottes von Fatima (siehe Foto unten) auf einem Tragegestell auf den Petersplatz, auf dem sich die Gläubigen dicht an dicht drängten. Eine bewegende Ankunft, einerseits wegen Tausender weißer Tücher, die zu ihrem Gruße winkten, andererseits wegen der deutlichen Offenbarung, die Ihr von den Mitgliedern des Senders in die Höhe gehobenes Bild erkennen ließ. Maria gelingt es, durch Ihr Radio, das in diesem Moment für diese vielen Personen, die aus allen fünf Kontinenten der Welt gekommen waren, zugegen war, die ganze Welt zu erreichen. Nachdem das Gnadenbild neben dem Altar aufgestellt wurde, schenkte uns Papst Franziskus eine wunderbare Katechese, die

Die Worte des Papstes

Weihegebet an die Jungfrau Maria

auf folgender Frage aufbaute: „Wie ist der Glaube Mariens?“ Eine Frage, die er unter Hervorhebung dreier Elemente beantwortet hat: der Glaube Mariens löst den Knoten der Sünde; er gibt Jesu menschliches Fleisch und der Glaube Mariens als Weg. Die Heilige Messe vom 13. Oktober war für mich etwas ganz Besonderes, da ich wenige Tage zuvor einen Anruf von P. Alejandro Diaz García, dem Vertreter des Päpstlichen Rates erhielt, wo er mir mitteilte, dass er mich stellvertretend für Radio Maria auf die Liste der Personen setze, die Papst Franziskus bei der Feier am 13. Oktober persönlich begrüßen sollte. Diese Sonntagsmesse war voll des Segens: die Gelegenheit, das Gnadenbild der Muttergottes von Fatima gemeinsam mit dem Nachfolger Petri zu feiern zog viele

Gläubige an, so dass die den Platz vollständig füllten. Zum Ende der Heiligen Messer näherten wir uns, um Papst Franziskus zu grüßen. Während der Vespern hatte ich viel darüber nachgedacht, die ich dem Heiligen Vater sagen und ihn fragen wollte, um ihm zu danken … ich hatte mit alles genau zurechtgelegt, bis zu dem Moment, als ich mich ihm gegenüber fand, als ich ihm die Hand drückte. In diesem Moment brachte ich nur folgende Worte hervor: DANKE PAPST FRANZISKUS, für Ihr Zeugnis, für Ihre Frömmigkeit. Ich überbringe den Gruß aller Radio Maria Sender der Welt und das Gebet aller unserer Hörer (das sagte ich, während ich ihm das Jahrbuch von 2013 überreichte). Mit einem kräftigen Druck beider Hände vermittelte der Heilige Vater nicht nur die Verbindung zwischen Radio Maria und dem Nachfolger Petri, sondern er übertrug auch den missionarischen Geist, auf dem sein Pontifikat aufbaut. Gleichzeitig hat er mir aufgetragen, alle in seinem Namen zu grüßen, was ich hiermit an alle weitergebe. Pater Francisco Palacios

Selige Jungfrau Maria von Fatima, Stets dankbar für deine mütterliche Gegenwart Vereinen sich unsere Stimmen mit denen aller Generationen, Die dich selig preisen. Wir feiern in dir die großen Werke Gottes, Der nicht müde wird, sich barmherzig der Menschheit zuzuneigen, Die vom Bösen bedrängt und von der Sünde verwundet ist, Um sie zu heilen und zu retten. Nimm in mütterlicher Güte Den Weiheakt an, den wir heute voller Vertrauen vollziehen, Im Angesicht Deines Bildes, das uns so teuer ist. Wir sind sicher, dass ein jeder von uns in deinen Augen wertvoll ist Und dass dir nichts von dem fremd ist, was in unseren Herzen ist. Wir lassen uns von deinem liebevollen Blick berühren Und wir empfangen die tröstende Zärtlichkeit Deines Lächelns. Berge unser Leben in deinen Armen: Segne und stärke jedes Verlangen nach Gutem; Stärke und nähre den Glauben; Erhalte und erleuchte die Hoffnung; Erwecke und belebe die Liebe; Führe uns alle auf dem Weg der Heiligkeit. Lehre uns die besondere Liebe Für die Kleinen und Armen, Für die Ausgeschlossenen und die Leidenden, Für die Sünder und die im Herzen Verwirrten: Sammle alle unter deinem Schutz Und vertrau sie deinem geliebten Sohn an, unserm Herrn Jesus. Amen.


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FOTOGALLERY

NOVEMBER-DEZEMBER 2013

Papst Franziskus

Mitglieder von RM, die die Statue getragen haben

RM auf dem Petersplatz

Papst Franziskus erhält das Jahrbuch WF 2013

Die Statue der Muttergottes von Fatima während der Prozession

Ehrenamtliche Mitarbeiter von RM auf dem Petersplatz

Ehrenamtliche Mitarbeiter von RM im Interview auf dem Petersplatz

NEUES INTRANET WF

WORLD FAMILY RADIO MARIA news Zeitschrift des World Family of Radio Maria Verbands a pag. 18 Redaktion: P. Francisco Palacios;

Stefano Chiappalone; Raffaele Galati; Daniele Trenca

Wir befinden uns in der Endphase…es ist fast geschafft! Infos: intranet.wf@radiomaria.org

Via Rusticucci, 13 - 00193 Roma mail: roma.wf@radiomaria.org skype: wf.daniele.trenca Die Inhalte dieses Informationsblatts (Texte und Bilder) können ganz oder teilweise auf Webseiten, in Newsletters und Social Networks von RM verwendet werden. Zitieren Sie stets die Quelle „WFRM News“

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World Family Radio Maria News - 03 DEU