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KICK MOL! April 2026

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Editorial

Liebe Fußballfreund*innen,

was vereint die großen Fußballklubs und die großen Fußballnationen in dieser Welt? Richtig! Sie alle haben eine ganz eigene Philosophie, eine völlig individuelle Sichtweise davon, wie das Fußballtraining denn Tag für Tag auszusehen hat. Und ja, auch wir in Schleswig-Holstein haben unsere Trainingsphilosophie. Besonders beeindruckt mich, wie unsere Sportliche Leitung beim SHFV um unsere Verbandssportlehrer unsere fußballerische Denk- und Spielweise an unsere Gegebenheiten im nördlichsten Bundesland angelehnt hat. Damit wird die Trainingsphilosophie nicht nur einprägsam und anschaulich, damit wird sie identitätsstiftend und lebendig. Michael Hopp stellt sie in der Titelstory genauer vor.

Gratulation an die U17-Junioren des SV Eichede! Das RegionalligaTeam aus Stormarn hat sich über die SHFV-Hallenlandesmeisterschaften und die Norddeutschen Futsal-Meisterschaften bis zu den Deutschen Futsal-Meisterschaften gespielt. Dort hat die Mannschaft des SV Eichede ebenfalls beeindruckt und den dritten Platz erreicht. Trainer Sinisa Gacanovic verrät im Interview des Monats das Erfolgsrezept, das beim SVE ‚Wildwest‘ heißt und schildert seine Eindrücke vom bundesweiten Vergleich in Duisburg.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen dieser KICK MOL!-Ausgabe!

Ihr

Nobert Richter

SHFV-Vizepräsident Qualifizierung und Schiedsrichter

IMPRESSUM

Herausgeber und Verleger: Schleswig-Holsteinischer Fußballverband e.V., Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel, Telefon: 0431 6486-156, Fax: 0431 6486-193, www.shfv-kiel.de

Redaktion: Sophia Blum, E-Mail: s.blum@shfv-kiel.de Philipp Paarmann, E-Mail: p.paarmann@shfv-kiel.de Ida Sievers, E-Mail: i.sievers@shfv-kiel.de Telefon Redaktion: 0431 6486-213

Fotos: Agentur 54 Grad, SHFV, Getty Images, Bernd Thissen, picture alliance, DFB, Stefan Arne Schmuck, Tanja Lembke

Editorial — Inhalt — Impressum

Bild des Monats

Titelstory So trainiert „de echte Norden“ | Michael Hopp stellt die SHFV-Trainingsphilosophie vor

Finalstimmung Endspiele im SHFV-LOTTO-Pokal der Herren und Frauen versprechen Spannung

SHFV-Quiz Teste dein Wissen und sei beim SHFV-LOTTO-Pokal live dabei

Interview des Monats „Wir spielen Wildwest“ | U17-Trainer Sinisa Gacanovic über den Futsal-Erfolg des SV Eichede

Meister-Premiere Kieler MTV feiert ersten Titel in der Futsal Regionalliga

SHFV-Treffer Ehre fürs Ehrenamt: Diese Auszeichnungen gibt es beim SHFV

Vereinsportrait SSV Bredenbek feiert 100-jähriges Jubiläum

Lila-weiße Chronik Teil 1 der Geschichte des VfR Neumünster ist veröffentlicht

Jahr der Schule DFB, DFL Stiftung und Profiklubs: Gemeinsam für mehr Sport an der Schule

Kurzmeldungen

Social Media

Anzeigen: torwärts GmbH, Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel, Telefon: 0431 6486-331

Druck: MHD Druck und Service GmbH, Harmsstraße 6, 29320 Hermannsburg, www.mhd-druck.de

Layout und Gestaltung: Wolf + Brands, Feldstr. 96, 24105 Kiel, wolf-brands.de

MIT FREUDE BEI DER SHFV-AUSWAHL

Im März waren die U16-Juniorinnen beim DFB Sichtungsturnier gefordert. In Duisburg beendeten die SHFV-Spielerinnen das Turnier mit einem 1:1 gegen das Team aus Sachsen-Anhalt. Zuvor musste man sich dem Rheinland, Niedersachsen und Sachsen knapp geschlagen geben. Die Stimmung war dennoch keineswegs im Keller. Trotz der Platzierung wurde Ida Roppel für den DFB-Kader benannt. Mit Lucia Silberstorff und Frieda Pohl wurden zwei weitere Spielerinnen auf Abruf nominiert. Für den Jahrgang 2010 war es der letzte Auftritt in der Landesauswahl. Der SHFV sagt: Alles Gute für euren weiteren Weg!

Foto: Bernd Thissen/picture alliance/DFB

Die SHFV-Trainingsphilosophie ist eine Hilfestellung für die Trainer*innen im Land.

SO TRAINIERT „DE ECHTE NORDEN“

Das ist die Trainingsphilosophie des SHFV

Der Fußball in Schleswig-Holstein ist einzigartig. Aber wofür stehen wir in SchleswigHolstein fußballerisch? Die sportliche Leitung hat die Trainingsphilosophie des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) entwickelt. Diese greift die Besonderheiten des Nordens auf und gibt Trainer*innen eine Hilfestellung mit an die Hand, um noch intensiver zu üben. Wir stellen sie in dieser Titelstory vor.

Unsere Vision

WIR SIND RUHIG UND WILD WIE DAS MEER, STÜRMISCH

WIE DER WIND UND STANDHAFT WIE UNSERE DEICHE!

Unsere Leitplanken

Wir sind das einzige Bundesland mit Ebbe und Flut.

So sind unsere Leitplanken entstanden, so geben wir einen Rahmen – damit die gegnerischen Vorstöße abebben und es in der eigenen offensive stürmisch zugeht wie in der Flut.

Defensiv: EBBE

Entschlossenheit

Die Stimme presst mit!

Wenn Plus Eins, ist der Ball meins!

Begeisterung (den Ball zu gewinnen)

Sofortiges 360-Grad-Gegenpressing!

Sofort an die Ball-Tor-Linie!

Burg verteidigen

Mitte dicht ist Pflicht!

Je näher zum Tor, desto näher am Mann!

Einfachheit

Nicht spekulieren und innere Linie schließen!

Distanz verkürzen – nicht stürzen! (Zu gierig ist schwierig!)

Unsere Mission

Vom Acker ins Stadion! Im ersten Verein soll es darum gehen, die fußballerische Basis für alles, was kommt, zu legen. Hier spielt sich typischerweise die längste Ausbildungszeit in der Jugend ab, hier werden die Freude am Spiel geweckt und Bewegungsvielfalt gefördert. Coachen und Taktieren stehen hier im Hintergrund.

Im leistungsorientierten Verein steht der Spieler oder die Spielerin im Mittelpunkt – und vor dem Ergebnis. In dieser Umgebung wird das Talent auf den nächsten Karriereschritt vorbereitet und die Athletik gefördert. In jeder Einheit wird eine höhere Intensität spürbar. Anschließend werden die Spieler*innen mit der Videoanalyse geschult.

Mit dem Wechsel zum Profi-Verein ist die Mission erfüllt. Nun geht es darum, mannschaftstaktisch auszubilden und Spieler*innen in die erste Mannschaft einzubinden. Im Übergangsbereich wird ein spezielles Training angeboten. Zudem gehören Videoanalysen des Teams sowie des nächsten Gegners zum festen Programm.

Offensiv: FLUT

Freistehen/Freilaufen

Nicht greifbar oder „tickbar“ sein! Offensiv und defensiv freie Füße finden!

Lebhaft

Im Spiel bleiben / „Online“ sein!

Immer eine Aufgabe mit und ohne Ball haben!

In der Offensive wird die Defensive organisiert!

Vor der nächsten Linie möglichst +1!

Unterstützen

Gegner binden – mit und ohne Ball! Pässe mit Adresse – jeder Pass hat eine Botschaft!

Torgefahr und Tiefe bedrohen

In den Rücken des Gegners kommen! (Blind Side Läufe) Abschlüsse suchen – Tor sehen und nachgehen!

Statt großer Trainingsgruppen werden die Spieler*innen im Training aufgeteilt.

Unser Training

So wird eine Trainingseinheit aufgebaut:

S = Startklar

H = Herausforderung

F = Fußballphase

V = Vergleichen

Phase 1 = Startklar

Schon vor dem eigentlichen Trainingsstart wird es den Spieler*innen ermöglicht, zu üben. Eine freie Übungs- und Spielzeit ist eingeplant. Das eigentliche Warm-Up umfasst nur zehn Minuten der Trainingszeit, enthält kleine Dribbel- und Passübungen und Körperkräftigung. Auch Fangspiele – möglichst mit Ball am Fuß – sind denkbar. Es werden Bewegung mit Passspiel kombiniert, statt eine halbe Stunde für alles aufzuwenden. Im Erwachsenbereich kann es beispielsweise Warm-Up-Übungen geben, die man sich erarbeitet hat und die Spieler*innen selbst aufbauen können, damit der Coach möglicherweise den Rest aufbauen kann, falls noch eine Mannschaft vorher auf dem Platz trainiert hat.

Phase 2 = Herausforderung

Kleine Wettbewerbe zu technischen Themen gehören in die zweite Phase, die rund 15 Minuten beansprucht. Hier geht es darum, das Gefühl zu wecken: Ich kann mich batteln und kann gewinnen. Ob Dribbeln, Eins-gegeneins, Pässe oder Torschüsse – hier geht es um direkte Duelle. Jede*r Spieler*in spielt im Zeitraum von 4-6 Wochen mehrfach gegen die eigenen Mitspieler*innen. Eine

Gesamttabelle zu den Leistungen der einzelnen Spieler*innen wird erstellt und vor jedem Training ausgehängt: Wer ist der oder die Beste in dem Schwerpunkt!?

Phase 3 = Fußballphase – Spielen / Rondo / Üben In der Fußballphase werden die Spieler*innen in drei Gruppen eingeteilt, die parallel in kleinen Spielformen spielen, ein Rondo praktizieren oder frei üben. Jede der drei Angebote beansprucht rund 15-20 Minuten. Kleine Spielformen (z.B. Drei-gegen-drei) werden je nach Trainingsthema vorbereitet. Beim Rondo geht es darum, im Quadrat oder Kreis den Ball zu halten und sich in Überzahl zu behaupten. Eine Spielrichtung und ein thematischer Schwerpunkt sind vorgesehen. Beim Üben steht ein isoliertes Techniktraining im Vordergrund, bei dem man sich in sehr hohen Wiederholungszahlen ausprobieren kann. Ein Beispiel: Statt mit 18 Spieler*innen in einer Passübung zu trainieren, werden die Gruppen in eine 10er- und 8er-Gruppe aufgeteilt oder in drei 6er-Gruppen, die alles parallel spielen.

Phase 4 = Vergleichen

Zum Abschluss der Trainingseinheit wird zwischen 15 und 20 Minuten frei gespielt. Bei den Spieler*innen soll das Selbstverständnis entstehen: Ich kann frei und fokussiert spielen! Und ich kann im Team gewinnen! Hier eignen sich Drei-gegen-drei- oder Vier-gegen-vier-Turniere mit mindestens drei Durchgängen. Jede*r soll möglichst mit jede*m zusammen und gegeneinander spielen. Nach spätestens zehn Trainingseinheiten folgt eine Auswertung, die Siegerehrung und ein Neustart. ■

Bei den Lehrgängen in Malente wird die Trainingsphilosophie bereits thematisiert.

Am 14. Juni findet im Uwe Seeler Fußball Park der Tag der Qualifizierung statt. Jetzt anmelden:

„WIR WOLLEN UNS ABHEBEN“

Verbandssportlehrer Michael Hopp über die Trainingsphilosophie des SHFV

Michael Hopp war am Entstehungsprozess der Trainingsphilosophie des SHFV kontinuierlich beteiligt. Zudem setzt er sie Tag für Tag in seiner Arbeit als Verbandssportlehrer um. Wie entstand diese Philosophie? Warum braucht es sie? Und für wen ist sie eigentlich gedacht? Im Interview mit der KICK MOL!-Redaktion gibt „Hopper“ Einblicke und verrät, was Schleswig-Holstein so besonders macht.

KICK MOL!: Moin Hopper! Eine Trainingsphilosophie im SHFV – wie ist diese entstanden?

Michael Hopp: „Jeder Trainer hatte es bisher auf seine Art gut gelöst, doch nun haben wir etwas Einheitliches geschaffen. Wir als sportliche Leitung im SHFV haben uns gefragt: Was zeichnet uns besonders aus? Wofür stehen wir? Was ist unsere Philosophie im Training? Letztlich haben wir uns an den Attributen im hohen Norden orientiert. Wichtig war uns, dass wir uns abheben von anderen Fußballstandorten.“

KICK MOL!: Inwiefern unterscheiden wir uns?

Michael Hopp: „Schleswig-Holstein ist sehr landschaftlich geprägt. Das bedeutet auch, dass uns im Gegensatz zu anderen Landesverbänden die Intensität fehlt. In Ballungszentren wie in Nordrhein-Westfalen finden an jedem Wochenende Topspiele auf Topniveau statt, während wir hier Vereine haben, die nicht jedes Wochenende an ihr Leistungsmaximum gehen müssen. Also brauchen wir diese Intensität im Training.“

KICK MOL!: Was bedeutet das für das Training?

Michael Hopp: „Wir wollen lange Standzeiten vermeiden. Also brauchen wir keine langen Umbauphasen, keine großen Passformen, kein langes Warm-up. Wir wollen die Spielerinnen und Spieler schnell in Bewegung bringen. Dabei nutzen wir jeden erdenklichen Platz aus. Auch trainieren wir nicht mehr mit 18 Personen in einer Phase, sondern teilen diese in kleinere Gruppen und spielen parallel. Zum Beispiel gehen sechs Spieler in das Übungsfeld – und der Rest wird in kleinen Spielformen trainiert, Wechsel finden dabei immer wieder statt. Dort wird auch mal frei geübt, mal intensiv trainiert.“

KICK MOL!: Welche Absicht steckt dahinter?

Michael Hopp: „Unabhängig vom Spielsystem wollen wir Trainerinnen und Trainern eine gewisse Philosophie und Leitplanken mit an die Hand geben. Es ist nicht so, dass jeder Club jetzt jeden Tag so trainieren soll. Aber wir sagen: Einmal in der Woche so ein Training – und ihr habt eine intensive Trainingseinheit mit einer klaren roten Linie und einer Headline für das Training.“

Ist mit Freude beim Training dabei: SHFV-Verbandssportlehrer Michael Hopp.

KICK MOL!: Inwiefern knüpft unsere Trainingsphilosophie an die Trainingsphilosophie Deutschland an?

Michael Hopp: „Natürlich enthält sie Inhalte der Trainingsphilosophie Deutschland. Im Prinzip wenden wir diese u.a. durch kleine Spielformen an und setzen immer wieder gezielt Schwerpunkte zum Trainingsthema. Ob BasketballRegel (ab der Mittellinie darf ich nicht zurückspielen und schon habe ich das Thema Dribbling fokussiert oder tiefe Pässe in eine bestimmte Zone) oder kleine Spielformen mit Fokus zum Thema, gleichzeitig ein Rondo mit dem Schwerpunktthema und Übungsformen – es findet alles parallel statt, nicht nacheinander. Das ist der große Unterschied. Es geht einfach um Schwerpunkte, einen roten Faden für Trainerinnen und Trainer mitzugeben und dadurch intensiver trainieren zu können. Wir haben ein Training mit über 24 Spielern auf drei verschiedenen Feldern durchgeführt und trotzdem nachweislich sehr wenig Standzeiten.“

KICK MOL!: Also haben wir damit in SchleswigHolstein etwas Einmaliges geschaffen?

Michael Hopp: „Diese Philosophie ist ‚Unsere‘ und wird im SHFV bestehen bleiben – auch wenn wir alle nicht mehr da sind. Wir haben ein weißes Blatt Papier genommen und uns gefragt: Wofür stehen wir im hohen Norden? Bei uns ist es mal ruhig, mal stürmisch. Wir haben Deiche, die alles abhalten können. Solche Attribute übertragen wir auf unser Fußballspiel. Wir wollen standhafte Jungs und Mädels entwickeln, die im Ländervergleich mehr als mithalten können und es vom kleinen Verein auf dem Acker bis zum Profiverein schaffen können.

KICK MOL!: Für wen ist diese Trainingsmethode gedacht? Reden wir rein von der Talentförderung oder auch vom Erwachsenenbereich?

Michael Hopp: „Unsere Trainingsphilosophie ist keine Ausbildungsphilosophie, denn da spielen noch viele an-

dere Faktoren eine Rolle. Sie ist definitiv für jeden Bereich anwendbar – vor allem auch im Erwachsenenbereich. Ich weiß, wie es ist, als Trainer allein vor einer Mannschaft zu stehen. Unsere Philosophie schafft eine Struktur und ermöglicht es, einer großen Gruppe gerecht zu werden. Statt eine Passform mit 18 Mann zu machen, habe ich kleine Gruppen. Während die Fußballphase läuft, kann ich mich im anderen Feld um mein Coaching kümmern. Daraus resultieren weniger Erklärungs- und Standzeiten, wir sind mehr am Ball. Dabei kann unsere Trainingsphilosophie eine echte Hilfe sein.“

KICK MOL!: Und wie stellen wir sicher, dass wir unsere Trainerinnen und Trainer erreichen?

Michael Hopp: „In jeder Fortbildung gehen wir auf die Trainingsphilosophie ein oder setzen Schwerpunkte – wie z.B. das Dribbling, Passspiel, Torschuss, Defensivlust, Motivation, Verteidigen, die ‚Golden Zone‘ etc. In jeder C- und B-Lizenz-Ausbildung sprechen wir über unsere Trainingsphilosophie und bilden diese aus. Die Rückmeldungen sind sehr positiv.“

KICK MOL!: Der Fußball entwickelt sich stetig weiter. Trifft das auch auf unsere Trainingsphilosophie zu?

Michael Hopp: „Deshalb entwickeln wir Leitlinien und geben kein starres Muster vor. Das ist wie auf einer Autobahn: Links und rechts sind Leitplanken, aber du kannst die Spur selbst frei wählen. Wie etwa beim Thema Gegenpressing – wir sagen nicht: Du sollst immer pressen oder fallen! Aber welche Signale für meine Spieler*innen kann ich senden, damit sie wissen, was sie in welcher Situation tun, damit es zu meiner Spielidee passt!? Wir geben den Trainerinnen und Trainern einen Rahmen mit an die Hand. Inhaltlich müssen sie das Training selbst gestalten. Es ist eine reine Hilfestellung.“ ■

Michael Hopp fördert nicht nur die Fußball- sondern auch Trainertalente im Land.

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NEUAUFLAGE DES 2024er -ENDSPIELS

Wer sichert sich den Titel dieses Jahr?

Ein ganzes Dorf im Ausnahmezustand: Am 23. Mai empfängt der SV Todesfelde den 1. FC Phönix Lübeck. Das Finale um den SHFV-LOTTO-Pokal wird im Joda-Sportpark in Todesfelde ausgetragen. Im Rahmen des Finaltags der Amateure (live in der ARD) kommt es zur Neuauflage des Endspiels um den Landespokal vor zwei Jahren.

Damals, am 25. Mai 2024, gewann der 1. FC Phönix Lübeck mit 3:1 (1:1). Nach früher Todesfelder Führung durch Julius Kliti – mittlerweile Phönix-Akteur – drehten Kevin Ntika, Johann Berger und Vjekoslav Taritas die Partie. Alle drei Spieler laufen mittlerweile für andere Klubs auf.

Der 1. FC Phönix Lübeck qualifizierte sich bereits im vergangenen Juli für das Finale um den SHFV-LOTTOPokal. Gegen den SV Eichede musste das Team von Cheftrainer Christiano Adigo im Halbfinale lange zittern, agierte eine komplette Halbzeit in Unterzahl. Im Elfmeterschießen behielten die Lübecker jedoch die Nerven und machten den Einzug ins Endspiel klar. Zuvor setzte sich das Adigo-Team gegen den TuS Rotenhof und Azadi Lübeck durch.

In der Regionalliga Nord ist die Phönix-Mannschaft nach einem überzeugenden Saisonstart derzeit im Tabellenmittelfeld anzufinden. Die Lübecker würden nur allzu gerne erneut den Sieg im Landespokal bejubeln und damit in den DFB-Pokal einziehen. Dort empfing man vor zwei Jahren in der ersten Runde Borussia Dortmund im pickepackevollen Hamburger Volksparkstadion und verkaufte sich beim 1:4 teuer.

Auch der SV Todesfelde schaffte es bereits in den DFBPokal. 2020 unterlag man dem VfL Osnabrück (0:1), nachdem man zuvor den VfB Lübeck im Finale des SHFV-LOTTO-Pokals bezwang – damals noch unter Corona-Bedingungen im Uwe Seeler Fußball Park in Malente. Das diesjährige Endspiel dürfte deutlich stimmungsvoller werden.

Einen Vorgeschmack hat das aus Todesfelde-Sicht erfolgreiche Halbfinale bereitet. Dort bezwang die Mannschaft von Cheftrainer Björn Sörensen am OsterWochenende den VfB Lübeck mit 2:0 (1:0). Benjamin Petrick brachte seine Farben vor ausverkauftem Haus früh in Führung (3.), Janek Sternberg (71.) erhöhte zur durchaus verdienten Vorentscheidung.

In der laufenden Pokalsaison räumte der SV Todesfelde zuvor den MTSV Hohenwestedt und Eutin 08 aus dem Weg. In der Flens-Oberliga ist die Sörensen-Elf in dieser Spielzeit das Maß aller Dinge und stehen Mitte April mit großem Abstand an Platz eins.

Die Wiederauflage des Endspiels von 2024 verspricht einen spannenden Fußballtag. Die Anstoßzeit stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. ■

SV Todesfelde - 1.FC Phöenix Lübeck

Todesfelde

23. Mai 2026

Kevin Ntika jubelt über seinen Treffer im Finale des SHFV-LOTTO-Pokals 2024.
SHFV-LOTTO-Pokalfinale der Herren:

WER FOLGT HOLSTEIN INS FINALE?

Ein Finalist wird noch gesucht

Der amtierende Titelträger steht bereits im Endspiel um den SHFV-LOTTO-Pokal der Frauen. Doch wer folgt den Holstein Women ins Finale, das am 6. Juni um 15 Uhr in Büdelsdorf ausgetragen wird? Im noch ausstehenden Halbfinale treffen die SSG Rot-Schwarz Kiel und der SV Henstedt-Ulzburg aufeinander.

Holstein Kiel bejubelt den Sieg im SHFV-LOTTO-Pokal 2025.

Am Tag der Arbeit wird der zweite Finalteilnehmer auf der Sportanlage in Kiel-Meimersdorf ermittelt. Ob es für den Regionalligisten vom SV Henstedt-Ulzburg, der als Favorit in die Partie geht, am 1. Mai um 14 Uhr ebenfalls ein hartes Stück Arbeit wird?

Zuletzt überraschte Rot-Schwarz Kiel im Viertelfinale, schlug den Ligaprimus der VR-Banken Oberliga, den SSC Hagen Ahrensburg, auswärts im vergangenen Dezember mit 2:0 (0:0). Jessica Dorow schnürte für die Kielerinnen einen Doppelpack und brachte ihre Farben auf die Siegerstraße. Beim Oberliga-Auftakt ins Jahr 2026 blieb man beim torlosen Remis gegen Hagen Ahrensburg ebenfalls wieder unbezwungen. Ein Beleg dafür, dass insbesondere die Defensive der Kielerinnen stabil steht und zu überzeugen weiß.

Auf diese wartet mit dem Regionalligisten SV HenstedtUlzburg nun eine echte Standortbestimmung. Der SVHU musste lange auf sein Viertelfinale beim Kieler MTV warten, besiegte dann am Ostermontag das Spitzenteam aus der VR-Banken Oberliga mit 2:0 (2:0). Dabei traf auch Top-Torjägerin Indra Hahn. Im Achtelfinale schlug Henstedt-Ulzburg Merkur Hademarschen gar zweistellig mit 10:0. Mitte April steht das Team von Cheftrainer Artur Wilk auf Platz drei der Regionalliga Nord. Und damit unmittelbar hinter Holstein Kiel.

Der amtierende SHFV-LOTTO-Pokalsieger peilt erneut den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga an. Dabei bauen die Kielerinnen auf eine geschlossene Mannschaftsleistung und die Tore ihrer Top-Torjägerin Kira Hasse, die im März zur SHFV-Fußballerin des Jahres 2025 ausgezeichnet wurde. In der Regionalliga Nord deutet sich ein spannendes Finale im Fernduell mit der SpVg Aurich an, das bis zum letzten Spieltag andauern könnte.

Das Ticket für das Endspiel um den SHFV-LOTTO-Pokal haben die Holstein Women längst in der Tasche. 19:0, 6:0, 6:0 – so lauteten die Ergebnisse vom Achtel- bis zum Halbfinale gegen SV Viktoria 08 Lübeck, die SG NieBar und IF Stjernen Flensborg. Mit deutlichen Siegen und ohne einen einzigen Gegentreffer im Gepäck reist das Team von Cheftrainer Stefan Fischer nach Büdelsdorf. Und wartet nun auf seinen Endspielgegner. ■

SHFV-LOTTO-Pokalfinale der Frauen:

Holstein WomenSSG Rot-Schwarz Kiel

SV Henstedt-Ulzburg

Büdelsdorf 6. Juni 15 Uhr

Schon 2023 konnte Sarah Begunk mit den

Holstein Women den Pokal in die Höhe heben.

MIT DEM KICK MOL!-QUIZ

zu den SHFV-LOTTO-Pokalfinals

KICK MOL!-Leser*innen aufgepasst: Es ist wieder Zeit für ein Quiz! Und wer das SHFV-Magazin genauestens verfolgt, hat beste Karten. Unter allen korrekt eingesendeten Lösungswörtern verlosen wir jeweils 1x2 Karten für die Finalspiele um den SHFV-LOTTO-Pokal der Herren und der Frauen.

1. Welche Aktion veranstaltete der SHFV im März im Zeichen gegen Rassismus?

A – Fair-Play-Tage (L)

B – Respekt-Woche (R)

C – Integrations-Cup (I)

2. Welche „Karte“ wird dabei als positives Zeichen für Fairness gezeigt?

A – Blaue Karte (B)

B – Grüne Karte (O).

C – Weiße Karte (W)

3. Welcher schleswig-holsteinische Verein sorgte im März bei den Deutschen Futsal-Meisterschaften für Erfolge?

A – SC Weiche Flensburg 08 (W)

B – SV Eichede (T)

C – VfB Lübeck (V)

4. Wo findet ein Workshop des Frauenfußball-Campus im April statt?

A – Kiel (K)

B – Malente (T)

C – Flensburg (F)

5. Zu welchem Thema findet im April kein SHFV-Workshop statt?

A – Kunstrasenplatz (A)

B – Vereinsfinanzen (O)

C – Flutlicht (N)

Teilnahmebedingungen:

Und so funktioniert’s:

Notiere dir den Buchstaben der richtigen Antwort. Am Ende ergibt sich ein Lösungswort rund um den Fußball im hohen Norden. Sende das Lösungswort per E-Mail an presse@shfv-kiel.de. Einsendeschluss ist der 3. Mai. Viel Glück!

6. Welcher neue SHFV-Partner unterstützt Vereine bei der Teamorganisation?

A – TeamSnap (T)

B – SpielerPlus (P)

C – SoccerBase (S)

7. Welche Initiative richtet sich gezielt an junge Engagierte in schleswig-holsteinischen Vereinen, für die jetzt wieder Einreichungen entgegengenommen werden?

A – SHFV Future Coaches (F)

B – SHFV-Young Stars (O)

C – Next Generation Fußball (N)

8. Wer steht bereits im Finale des Landespokalwettbewerbs der Frauen in Schleswig-Holstein?

A – Holstein Women (K)

B – SSG Rot-Schwarz Kiel (I)

C – SV Henstedt-Ulzburg (A)

9. Wie heißt der Landespokal-Wettbewerb in Schleswig-Holstein?

A – SHFV-Cup (U)

B – Förde-Cup (I)

C – SHFV-LOTTO-Pokal (A)

10. Wofür qualifiziert sich der Sieger des Landespokals in Schleswig-Holstein?

A – 2. Bundesliga (B)

B – DFB-Pokal (L)

C – Regionalliga (R)

Lösungswort:

lotto-sh.de

Spielteilnahme ab 18. Glücksspiel kann süchtig machen. Infos unter www.check-dein-spiel.de

LOTTO Schleswig-Holstein ist gelistet in der von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder verö entlichten Liste (Whitelist) der zugelassenen Glücksspielanbieter.

„WIR SPIELEN WILDWEST“

Sinisa Gacanovic coachte die U17 des SV Eichede zu

Platz

drei bei den Deutschen Futsal-Meisterschaften

Als Norddeutscher Meister fuhren die U17-Junioren des SV Eichede Ende März zu den Deutschen Futsal-Meisterschaften nach Duisburg. Dort holte die Mannschaft von Trainer Sinisa Gacanovic einen starken dritten Platz. Der 51-Jährige spricht im Interview des Monats über den Reiz der Halle, die besondere Herangehensweise und das neue Wir-Gefühl des Regionalligisten aus Stormarn.

KICK MOL!: Moin Sini! Fußball in der Halle – was macht für dich den Reiz als Trainer aus?

Sinisa Gacanovic: „Viele Vereine verzichten auf die Hallensaison. Dafür habe ich kein Verständnis, weil du als Mannschaft so viel mitnehmen kannst. Für mich war die Hallensaison sehr willkommen, um das schlechte Wetter zu überbrücken. Und Futsal bietet allen Spielern eine optimale Plattform, um durch das veränderte Sprungverhalten des Balls schneller Sicherheit in der Ballkontrolle zu gewinnen. So erlangen die Spieler viel mehr Erfolgserlebnisse.“

KICK MOL!: Was hat euch in der Hallensaison so stark gemacht?

Sinisa Gacanovic: „Wir nennen unsere Spielweise intern gerne ‚Wildwest‘. Es geht darum, den Gegner schon im Aufbau aggressiv zu stressen und bei Ballbesitz blitzschnell umzuschalten. Wir suchen immer den direkten Weg zum Abschluss. Nach der Landesmeisterschaft haben wir teilweise mit unserer U19 zusammen trainiert, um mehr Widerstandsfähigkeit zu erlangen. Dass wir dann aber bis zur Endrunde der Deutschen Meisterschaft kommen – damit hat keiner gerechnet. Unser ‚Wildwest‘-Stil ist vielleicht nicht die technisch hochwertigste Art zu spielen, aber definitiv die erfolgreichste für uns. Wir definieren uns nicht über Kabinettstückchen, sondern über unsere Geschlossenheit und den direkten Zug zum Tor.“

Der SV Eichede um Trainer Sinisa Gacanovic (rechts oben) jubelt über Platz drei bei den Deutschen Futsal-Meisterschaften.

KICK MOL!: Zur Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft in Duisburg gehört viel Planungsaufwand. Wie seid ihr das angegangen?

Sinisa Gacanovic: „Wir haben entschieden, mit der ganzen Mannschaft hinzufahren. Die Spieler, die nicht nominiert wurden, waren als Unterstützer vor Ort dabei. Der Rest durfte in der Sportschule übernachten. Bereits kurz nach der Ankunft folgte ein Termin dem nächsten. Fotoshooting, Videodreh, Aktivierungseinheit, Technical Meeting – alles war professionell durchgetaktet.“

KICK MOL!: Tags darauf fand die Vorrunde statt, aus der ihr als Gruppensieger mit zwei Siegen aus zwei Spielen hervorgegangen seid. Das gelang keiner anderen Mannschaft bei der Endrunde.

Sinisa Gacanovic: „Und das bei dem hochklassigen Fußball, der dort gespielt wurde! Wenn uns das vorher jemand gesagt hätte, hätten wir ihm vermutlich nicht geglaubt. Wir waren in der lukrativen Situation, dass wir erst das zweite Gruppenspiel bestreiten durften und uns die Gegner anschauen konnten. Aufgrund des Ergebnisses des ersten Gruppenspiels war klar: Gewinnen wir unser erstes Spiel, sind wir bereits im Halbfinale.“

KICK MOL!: Im Halbfinale musstet ihr euch der SG Germania Wiesbaden im Entscheidungsschießen geschlagen geben. Wie groß war die Enttäuschung?

Sinisa Gacanovic: „Der Ausgang der Partie war sehr ärgerlich. Dazu kamen zwei diskutable Szenen, die gegen uns entschieden wurden, wobei wir ein reguläres Tor erzielen und der Gegner einmal im eigenen Strafraum mit der Hand ein Tor verhindert. Was mich stolz macht, ist dass wir danach im Spiel um Platz drei dennoch bei unserer Linie geblieben sind und das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Das ist uns gelungen, obwohl wir unseren verletzten Torhüter durch einen Feldspieler ersetzen mussten. Am Ende war es egal, was passiert – wir haben es als Team gerockt. Die Stimmung war einfach geil. Die Erinnerungen bleiben –die wird niemand von uns vergessen.“

der Vorrunde

die

KICK MOL!: Timm Keller wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet – inwiefern ist das auch eine Bestätigung für eure starken Leistungen?

Sinisa Gacanovic: „Wir waren das einzige Team, das kein Spiel in der regulären Spielzeit verloren hat – das sagt vieles aus. Timm hat sich die Auszeichnung absolut verdient. Er ist ein Ausnahmespieler und ein außergewöhnlicher Mensch. Er sticht mit seinen Toren sicher heraus, aber ist auch auf die Mannschaft angewiesen. Du holst diese Erfolge nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.“

KICK MOL!: Inwiefern hat euch das Ergebnis neuen Schwung für die Regionalliga-Saison auf dem großen Feld gegeben?

Sinisa Gacanovic: „Die Jungs sind von Turnier zu Turnier über sich hinausgewachsen und sind sehr mutig aufgetreten. Das hat man auch an der Körpersprache und -spannung der Spieler wahrgenommen. Die positiven Erlebnisse und Erfolge in der Halle haben uns beflügelt für die Saison in der Regionalliga. Am Anfang sind wir etwas eingeschüchtert aufgetreten. In Niendorf beispielsweise (1:0-Auswärtssieg, d. Red.) hatten wir zuletzt zu keiner Minute das Gefühl: Das kann hier in die Hosen gehen. Die Hallensaison hat uns enorm viel Selbstvertrauen geschenkt und war ein Verstärker des Teamgedankens.“

KICK MOL!: Wie lautet die Zielsetzung in der Regionalliga?

Sinisa Gacanovic: Der Klassenerhalt ist das übergeordnete Ziel. Dass das schwierig genug wird, hat man nach den ersten Spielen gesehen. Jetzt haben wir einen Lauf, stehen im Tabellenmittelfeld. Der April kann für uns der Monat der Wahrheit werden. Mit jedem Sieg gegen ein Team aus einem Nachwuchsleistungszentrum oder die starken Mannschaften aus Hamburg wächst das Vertrauen in uns selbst.“ ■

Fotos: Tanja Lembke

Timm Keller wurde zum besten Spieler des Turniers ausgezeichnet.

In
ließen
Stormarner den späteren Sieger vom SC Staaken (Berlin) hinter sich.

SHOWDOWN. SIEG. SCHALE.

So sehen Sieger aus: Beim letzten Auswärtsspiel feiern die KMTVler die Meisterschaft.

Showdown am letzten Spieltag: Der Kieler MTV lässt in der Futsal Regionalliga nichts anbrennen und gewinnt das das Fernduell gegen Hannover 96 souverän mit 9:2. Am letzten Spieltag behalten die Kieler die Nerven und dürfen nach Abpfiff die Meisterschale in Empfang nehmen. Kapitän Leo Nauermann erzählt der KICK-MOL!Redaktion im Interview, wie er die Saison erlebt hat und welche Ziele schon jetzt für die kommende Saison gesteckt wurden.

KICK MOL!: Moin Leo, ihr seid jetzt Meister der Futsal Regionalliga. Wie hast du die Saison erlebt?

Leo Nauermann: Ich habe die Saison natürlich sehr positiv erlebt und vor allem deutlich stabiler als in den letzten Jahren. Wir sind am Anfang gut reingestartet und haben die Welle bis zum Ende durchgeritten. Wir haben es geschafft, unsere Leistung über die gesamte Spielzeit konstant hochzuhalten, was auch daran lag, dass wir permanent mit einem guten Kader an den Spieltagen unterwegs waren.

KICK MOL!: Was macht euer Team diese Saison so besonders?

Leo Nauermann: Ich glaube, das Besondere sind Eigenschaften, die den KMTV – und vorher den PTSK – schon immer ausgemacht haben. Dieses Jahr konnten wir uns dafür endlich belohnen und das Ganze in einen finalen Erfolg ummünzen. Es geht dabei um Zusammenhalt, das Füreinander-Dasein und darum, mit Freunden gemeinsam zu Auswärtsspielen zu fahren – genau das macht es menschlich aus. Dazu kommt, dass wir diese Saison vielleicht noch ein Stück stabiler mit der Leistung waren. Die grundsätzliche Einstellung war aber wie in den Jahren zuvor: einfach cool, sehr teamorientiert und immer mit richtig Bock auf Futsal.

KICK MOL!: Abpfiff beim 9:2-Sieg in Hannover. Wie war der Moment?

Leo Nauermann: Total cool – einfach riesige Freude.

Der Moment, es wirklich geschafft zu haben. Die letzten Minuten waren vor allem Erleichterung, da sich früh eingestellt hatte, dass hier nichts mehr anbrennt. Nach Abpfiff konnten wir uns alle in den Armen liegen, gemeinsam freuen und endlich einen Haken dahinter machen.

KICK MOL!: Wie geht ihr jetzt mit dem Meistertitel in die nächste Saison und welche Ziele verfolgt ihr?

Leo Nauermann: Wir wollen auf jeden Fall in der Futsal Regionalliga wieder oben mitspielen und den Titel verteidigen. Wir wissen jetzt, dass wir entscheidende Spiele gewinnen und unsere Hausaufgaben machen können. Aber gleichzeitig ist uns auch bewusst, dass wieder starke Teams dazukommen und es eine enge Kiste wird. Trotzdem wollen wir uns in der Liga behaupten, oben bleiben und um Platz eins mitkämpfen. ■

Blitzrunde mit Leo Nauermann:

Ein Wort für die Saison? Teamspirit

Härtester Gegner? St. Pauli

Lieblingsmoment? Das letzte Spiel in Hannover Die nächste Saison wird ...? Spannend

Leo Nauermann (Mitte) hält die ersehnte Meisterschale mit Teamkollegen in den Händen.

SHFV-TREFFER

Gut aufgestellt für dich und deinen Verein

So ehrt der SHFV

Was wäre der Fußball ohne Ehrenamt? Ehrenamtliches Engagement ist die Grundlage für unseren Fußball in Schleswig-Holstein. Mit den SHFV-Ehrungen würdigen wir Menschen, die sich in besonderer Weise für ihre Vereine, für Mannschaften und für den Fußball in Schleswig-Holstein starkmachen. Ob langjährige Arbeit im Hintergrund, besondere Verdienste in der Organisation oder vorbildlicher Einsatz junger Engagierter: Wir möchten sichtbar machen, was ohne Ehrenamt nicht möglich wäre. Denn hinter lebendigem Vereinsfußball stehen immer Menschen, die Verantwortung übernehmen, Zeit investieren und den Sport mit Leidenschaft voranbringen. Diese vier Ehrungen zeigen exemplarisch, wie vielfältig Anerkennung im Fußball aussehen kann.

Sie wurden 2025 geehrt: die Frauenehrenamtspreisträgerinnen.

Frauenehrenamtspreis

Im Rahmen des SHFV-Frauenehrenamtspreises werden Frauen ausgezeichnet, die sich mit besonderem Einsatz in ihren Vereinen engagieren. Ob als Trainerin, Vorstandsmitglied, Schiedsrichterin, Jugendbetreuerin oder als treibende Kraft hinter Vereinsprojekten: Sie alle tragen entscheidend dazu bei, dass Vereinsstrukturen funktionieren und Gemeinschaft gelebt wird. Aus jedem der elf Kreise wird eine Kreissiegerin ausgewählt und zur feierlichen Dankeschön-Veranstaltung im Uwe Seeler Fußball Park eingeladen. Dort werden ihr Engagement und ihre Vorbildfunktion noch einmal ganz besonders gewürdigt.

Ausschreibung: 15. Januar bis 15. März

Young Stars

Mit der Auszeichnung SHFV-Young Stars werden junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren in den Mittelpunkt gerückt, die durch ihr ehrenamtliches Engagement Verantwortung übernehmen und andere mitreißen. Ob als Jugendtrainer*in, Schiedsrichter*in, Vorstandsmitglied oder Mitorganisator*in von Vereinsaktionen: Die Young Stars zeigen, dass Ehrenamt keine Frage des Alters ist. Aus den Nominierungen der Kreisfußballverbände werden vier Landessieger*innen ausgewählt. Sie werden im Rahmen des LOTTO MASTERS geehrt – ein besonderes Erlebnis, das gleichzeitig ein Dankeschön und eine Motivation für weitere junge Engagierte ist.

Ausschreibung: 15. März bis 15. Mai

Die Youngs Stars zu Gast beim LOTTO MASTERS 2026.

IM BEREICH EHRUNGEN BRAUCHT SICH DER SHFV NICHT ZU VERSTECKEN!

Wir können wirklich stolz auf unsere Ehrungsmöglichkeiten im SHFV sein und mit Ehrung Online werden wir ab dem 1. Juli auch das Antragsverfahren vereinfacht haben! Jetzt liegt es an den Vereinen, in die eigenen Reihen zu schauen und Anträge zu stellen! Denn ein Dank an die ehrenamtlich Engagierten ist immens wichtig, er verschafft eine wertvolle, emotionale Bindung!

Ulrike Krieger

(Vorsitzende des Ausschusses für Ehrenamt- und Freiwilligenmanagement)

Nadelehrungen

SHFV überrascht

Bei „SHFV überrascht“ stehen die stillen Heldinnen und Helden des Alltags im Mittelpunkt. Menschen, die auch ohne offizielles Amt, aber mit umso größerer Leidenschaft für ihren Verein da sind. Ob Platzwart*in, Grillmeister*in, Kassierer*in oder helfende Hand beim Sommerfest – sie alle leisten unverzichtbare Beiträge, oft ganz ohne große Worte. Einmal im Jahr wird aus allen Kreisen jeweils eine engagierte Person mit einer Auszeichnung überrascht. Neben einer kleinen Aufmerksamkeit erhalten sie vor allem ehrliche Anerkennung und Wertschätzung für ihren Einsatz hinter den Kulissen.

Ausschreibung: ab September

Die Nadelehrungen sind die klassische Form der Anerkennung für langjähriges und herausragendes Engagement im schleswig-holsteinischen Fußball. Je nach Dauer und Art der ehrenamtlichen Tätigkeit werden verschiedene Ehrennadeln in Bronze, Silber oder Gold verliehen – etwa als Ehrennadel, SchiedsrichterEhrennadel, Jugendleiternadel, Leistungsnadel oder Verdienstnadel. Jede dieser Ehrungen würdigt Menschen, die über Jahre hinweg Verantwortung tragen, Strukturen gestalten und den Fußball vor Ort prägen. Aktuell können die Anträ ge noch hybrid, online über das DFBnet oder per Formular, eingereicht werden. Ab dem 1. Juli erfolgt die Antragstellung ausschließlich digital.

Warum mitmachen? - Sorgt für öffentliche Wertschätzung eurer Ehrenamtlichen. - Fördert Motivation und Zusammenhalt im Verein.

Was müsst ihr tun? - Engagierte Personen aus eurem Verein für die passenden Ehrungen vorschlagen.

- Ausschreibungszeiträume beachten.

- Teilnahme ganz einfach online!

Wo gibt es Infos? - Alle Details und Unterlagen unter: shfv-kiel.de/ehrenamt

- Bei Fragen an folgende E-Mail-Adresse wenden: ehrenamt@shfv-kiel.de

Bekommt die Goldene Ehrennadel verliehen: Norbert Richter (Mitte).
Bei „SHFV überrascht ” wurde u. a. Manuela Götze geehrt.

Empfingen die KICK MOL!-Redaktion und berichteten über die Geschicke beim SSV Bredenbek: (v.l.) Hauke Gehrk (Fußball-Jugendobmann), Doreen Schauer (Festausschuss), Judith Lebang (Pressewartin) und Kristof Kleyer (Fußball-Obmann).

EIN JAHRHUNDERT ZUSAMMENHALT

Der SSV Bredenbek feiert 100-jähriges Bestehen

100 Jahre SSV Bredenbek: Der Dorfverein, der unweit des Nord-Ostsee-Kanals zwischen Rendsburg und Kiel zuhause ist, feiert im April ein großes Jubiläum. Zu Besuch bei einem Klub, bei dem Wiederaufstehen und Zusammenhalten Tradition hat. Zu Besuch bei einem Klub, der Geschichte und Lebendigkeit gleichermaßen bietet.

„Wir waren tot. Und standen mit dem Rücken zur Wand.“

Kristof Kleyer spricht über die Zeit, die rund vier Jahre her ist, klingt dabei ruhig und ernst. Der Fußballobmann und Trainer der Herrenmannschaft macht keinen Hehl daraus, dass die Spielgemeinschaft mit dem TuS Felde den Senioren-Fußball beim SSV Bredenbek gerettet hat. Den Verein, der am 25. April 2026 100 Jahre alt geworden ist und auf eine ereignisreiche Geschichte zurückblicken kann. Kleyer: „Zusammen wollen wir etwas bewirken.“

In Bredenbek hat dieses „Zusammen etwas bewirken“ Tradition. Am 25. April 1926 gründen elf junge Männer den SSV Bredenbek, um Schlagball zu spielen. Kurzzeitig wird hier auch gekickt, dann müssen die Sportler weichen. Doch nach dem Wunder von Bern wurde das Fußballspielen wieder aufgenommen. Die größten Erfolge wurden in den 1970ern eingefahren. 1974 stieg der SSV in die Bezirksliga auf. Aus der ehemaligen A-Jugend entstand die Erste Herren, ein Aufstieg folgte dem nächsten – und das alles mit Eigengewächsen. Mit dem ehemaligen Schuldirektor, dem Hüttenwart, natürlich mit dem SSV-Sportler des Jahres.

Was beim SSV Bredenbek ebenfalls Tradition hat, ist die Sportwoche. Vom 20. bis 24. Mai findet sie bereits zum 49. Mal statt. Neben dem legendären Bredenbeker Waldlauf am 21. Mai und vielen weiteren Events findet dann auch wieder das beliebte Fußballturnier auf dem Sportplatz statt – von der G- bis zur D-Jugend. Dann ist das Dorf westlich des Westensees wieder im Ausnahmezustand.

Die Herausforderungen – so sagten es auch schon vor Jahrzehnten die vereinseigenen SSV-Nachrichten – sind heute noch immer dieselben: Für das ehrenamtliche Engagement müssen genügend Leute gefunden werden, das Geld fehlt und der Maulwurf treibt auf dem Sportplatz sein Unwesen. Die Herausforderungen meistern? Das geht hier nur zusammen! Und damit sind sie beim SSV Bredenbek bestens vertraut. Vieles geschieht dank Eigenleistung. So wie das Errichten des Vereinsheims, das hier SSV Arena Hütte heißt und in dem unzähligen Fotos, Schals, Wimpel und Pokal sich tümmeln, wo die Bundesliga-Tabelle mit Quietsche-Entchen nachgebaut wird, wo die Vereinshis-

Zusammenhalt wird beim SSV Bredenbek großgeschrieben.

torie des SSV sichtbar wird. Statt eines ganz normalen Vereinsheims steht hier die Unterkunft eines ehemaligen Schäferhundvereins – auseinandergesägt, transportiert, den Fußboden gegossen, dann wieder aufgebaut. Pragmatisch sind sie beim SSV Bredenbek.

Dabei wird auch immer wieder auf den Erfahrungsschatz der älteren Generation zurückgegriffen. „Ohne die wären wir aufgeschmissen“, sagt SSV-Pressewartin Judith Lebang und meint damit nicht nur den Weg zur Vereinschronik anlässlich des 100-jährigen Jubiläums. Es geht halt nur zusammen.

Doch der SSV ist mehr als ein Verein, der stolz auf eine Historie zurückblickt. An einem Donnerstagnachmittag im März wimmelt es am Rolfshörner Weg vor Kindern, die in bunten Trikots und mit einem Fußball unterm Arm Richtung Sportplatz pilgern. Von den tiefen Sorgenfalten der Herren-Mannschaft vor vier Jahren ist hier wenig zu spüren. Die G-, F- und E-Junioren laufen rein für den SSV Bredenbek auf, darüber hinaus folgt die Spielgemeinschaft mit den Nachbarn aus Felde, gegen die man früher leidenschaftlich Derbys spielte und mit denen man heute an einem Strang zieht. Der SSV lebt.

Beim SSV Bredenbek wird viel Wert auf den Kinder- und Jugendfußball gelegt.

NAME: SSV BREDENBEK VON 1926 E.V.

KREIS: KFV RENDSBURG-ECKERNFÖRDE

MITGLIEDER: 163 (Fußball)

WEBSEITE: WWW.SSV-BREDENBEK.DE

MANNSCHAFTEN: 1. und 2. Herren, C- und D-Jugend (alle SG Felde/Bredenbek), A- und B-Jugend (SG Flintbek/Fe/Bre), E-, F- und G-Jugend (SSV Bredenbek)

688 Mitglieder in 16 Sparten zählt der Verein heute. Bei einer Gemeinde, die selbst rund 1.500 Einwohner*innen hat, wirkt die Zahl beachtlich. Der SSV Bredenbek ist mehr als Fußball. Er ist Turnen, Fitness, Tennis, Darts, Einradfahren oder Yoga. Aber Fußball ist beim SSV eben das Grundgerüst.

Einen Tag nach dem Donnerstagnachmittag beim SSV Bredenbek gewinnt die Erste Herren ihr so wichtiges Spiel in der Kreisliga zuhause gegen Rot-Schwarz Kiel II. Lukas Kuhle und Nick Thomsen halten die Hoffnungen vom Klassenerhalt am Leben. Zwei Tage später verliert die Zweite in Osterby mit 1:3. Ob Sieg oder Niederlage – beim SSV Bredenbek kommen sie immer wieder. Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Denn, so hält Judith Lebang fest: „Wir wissen alle, was wir am SSV haben.“ ■

... und die Fußballer des SSV Bredenbek der aktuellen Spielzeit in der Kreisklasse A.

Diese Fotos trennen rund 80 Jahre.
Die Fußballer des SSV Bredenbek 1947 ...

„WIR WAR’N MAL ERSTE LIGA!“

Teil 1 der Chronik des VfR Neumünster veröffentlicht

Acht Jahre 1. Liga von 1955 bis 1963, Europapokalspiele im Rappan-Cup 1963, sieben Aufstiegsrunden zur AmateurOberliga Nord zwischen 1974 und 1983, dazu immer wieder Höhen und Tiefen, Auf- und Abstiege sowie viele unvergessene Fußballer. Auf 312 Seiten beschreibt der Autor Stefan Arne Schmuck die Geschichte des VfR Neumünster der Jahre 1910 bis 2000. Das Buch ist ab sofort erhältlich.

Die VfR-Chronik skizziert die Anfänge des Vereins im Jahr 1910, seine Rolle in der Zeit der beiden Weltkriege, den kometenhaften Aufstieg in den Nachkriegsjahren, die glorreichen Erfolge bis hin zum prestigeträchtigen Titel „Millennium-Landesmeister 2000“, aber auch die Rückschläge und weniger schönen Momente auf einem bisweilen sehr steinigen Weg des heutigen Flens-Oberligisten.

Zahlreiche Schwarzweiß- und Farbfotos aus unvergessenen Zeiten, viele Abbildungen seltener und selten gewordener Devotionalien sowie ausführliche Statistiken runden diesen ersten Teil des lila-weißen Nachschlagewerkes ab.

Schmuck stellte das Werk im März 2026 fertig – nach 19 Jahren, in denen an der Chronik gearbeitet wurde. „Die Jahre sind wie im Flug vorbeigerauscht. ( ... ) Ich hätte angesichts einer unfassbaren VfR-Historie doppelt so viele Seiten füllen können. Aber Mensch und Maschine gerieten ein ums andere Mal an ihre Grenzen“, schreibt Schmuck auf den letzten Metern des VfR-Buches. „Und wo Teil eins ist, darf logischerweise Teil zwei nicht fehlen. Die ersten Kapitel sind bereits geschrieben. Und

Der Autor und sein Werk: Stefan Arne Schmuck posiert mit der VfR-Chronik.

weiter geht’s mit dem lila-weißen Wahnsinn!“ Nur auf ein Erscheinungsdatum möchte sich der Autor nicht festlegen.

Die VfR-Chronik ist ab sofort bei Heimspielen des VfR Neumünster für 39,90 € erhältlich. Über das Formular können Sie Ihr Exemplar reservieren und bei Abholung in der VfR-Geschäftsstelle bar bezahlen. Alternativ ist versicherter Versand als DHL-Paket mit Sendungsnummer (zzgl. 6,99 € Porto & Verpackung) nach Zahlung per Vorkasse möglich. ■

Foto: Stefan Arne Schmuck

Zum Bestellformular:

Schnell noch ’n FLENS, bevor es ’n Anpfiff gibt.

Genuss erleben. Flensburger Pilsener.

DFB, DFL STIFTUNG UND PROFICLUBS:

Gemeinsam für mehr Sport an der Schule

Schluss mit Stillstand! Mehr Bewegung und Sport in der Schule! Dafür machen sich der DFB, der SHFV und die anderen Landesverbände, die DFL Stiftung und die Clubs aus dem deutschen Profifußball gemeinsam stark. Mit dem im kommenden Schuljahr bundesweit greifenden gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung steigt die Relevanz von Sportangeboten im Schulalltag.

Um sowohl Kinder und Jugendliche als auch Schulen und den organisierten Breitensport mit seiner einzigartigen Vereinslandschaft fit für die Zukunft zu machen, engagiert sich der deutsche Fußball mit vielfältigen Maßnahmen zur Bewegungsförderung. Im Jahr der Schule, das der DFB gemeinsam mit seinen Landesverbänden als Schwerpunkt ausgerufen hat, werden die Aktivitäten stärker zusammengeführt, intensiviert und weiter ausgebaut.

Ein wichtiger inhaltlicher Baustein ist die „Schule des Kleinfeldfußballs“. Das Konzept, das auf der Trainingsphilosophie Deutschland aufbaut, soll einen vereinfachten Zugang zu Ballsportangeboten ermöglichen, passend zugeschnitten auf die Bedingungen im schulischen Alltag. Bei geringem Material- und Platzbedarf verbindet die „Schule des Kleinfeldfußballs“ im 3 gegen 3 auf kleinen Spielfeldern hohe Intensität und maximale Beteiligung. Alle Kinder spielen mit und sind in Bewegung.

Hannes Wolf, DFB-Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung, betont: „Gute Sportangebote in unserer Gesellschaft sind ein wichtiger Teil des Großwerdens. Die Kinder müssen mehr spielen, wir Erwachsenen weniger reden. Einfachheit ist an Schulen der Schlüssel, vor allem in der Organisation, damit die Umsetzung leicht möglich ist. Das 3 gegen 3 ist kein Zaubermittel, aber es ist die beste Möglichkeit für Kinder, Sport zu treiben. Nur Spielen bildet Ganzheitlichkeit ab.“

In Zusammenarbeit mit den Landesverbänden, der DFL Stiftung sowie Clubs der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und Regionalliga der Männer und der Google Pixel Frauen-Bundesliga hat der DFB in diesem Zuge eine Fortbildungsoffensive gestartet. Neben zahlreichen Trainer*innen aus Amateurvereinen schult das DFB-Kompetenzteam um Hannes Wolf nun auch bundesweit Lehrkräfte in der Trainingsphilosophie Deutschland und der „Schule des Kleinfeldfußballs“.

Die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga engagieren sich über „Bundesliga bewegt“ schon seit vielen Jahren verstärkt an Schulen und Kitas. Es handelt sich um ein sozialraumorientiertes Sport- und Bewegungsprogramm, das 2022 von der DFL Stiftung, dem SC Freiburg sowie dem SV Werder Bremen initiiert wurde. Aktuell beteiligen sich 22 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga - Tendenz steigend. Das Angebot richtet sich gezielt an benachteiligte Kinder und schafft niedrigschwellige, hochwertige und regelmäßige Bewegungsmöglichkeiten direkt im Lebensumfeld. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Qualifizierung von Fachkräften, um Bewegung noch stärker in Bildungseinrichtungen zu verankern.

Der DFB und die Landesverbände wollen Kooperationen zwischen Vereinen und Schulen auch im Amateurbereich deutlich ausbauen, um die Potenziale der Schulen und des organisierten Breitensports mit seinen knapp 24.000 Fußballvereinen bestmöglich zu verknüpfen und zu aktivieren. Im Rahmen des DFB-Programms „Gemeinsam am Ball“ sind aktuell mehr als 1.000 Fußball-AGs offiziell registriert. ■

Linienmarkierungsroboter für Sportplätze

Keine manuelle Arbeit mehr

KURZMELDUNGEN

rund um den Ball

DFB-Ehrenamtspreis: Jetzt Vorschläge einreichen!

Ihr habt eine*n besondere*n Ehrenamtliche*n im Verein? Die gute Seele? Ohne sie oder ihn würde im Verein gar nichts funktionieren? Dann nutzt jetzt die Chance und sagt „Danke“, indem ihr sie oder ihn für den DFB-Ehrenamtspreis vorschlagt! Mit dem DFB-Ehrenamtspreis und dem dazugehörigen Club 100 zeigen der Deutsche FußballBund (DFB) und seine Landesverbände Anerkennung für das Engagement der deutschlandweit etwa 1,7 Millionen ehrenamtlichen und freiwilligen Vereinsmitarbeiter*innen. Die aktuelle Bewerbungsphase läuft bis zum 31. Mai 2026.

Die wichtigsten Voraussetzungen für die Auszeichnung sind herausragende Leistungen im Bewertungszeitraum von 2024 bis 2026. Dies bedeutet: Wir möchten im Speziellen ehrenamtlich engagierte Vereinsmitarbeiter*innen auszeichnen, die in kürzerer Vergangenheit Besonderes geleistet haben. Welche Aufgabe oder Position die vorzuschlagende Person im Verein innehat, ist dabei nicht entscheidend.

Mehr Infos:

Der FC Diabetes e.V. sucht neue Mitstreiter*innen

Seit fast drei Jahren gibt es den FC Diabetes e.V., einen deutschlandweiten Verein von fußballbegeisterten Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1 und ihren Familien. Der Verein sucht nun weitere Mitstreiter*innen – nicht zuletzt für unser großes internationales Fußballturnier im Herbst. Der FC Diabetes e.V. ist ein Verein für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes, ihre Eltern und Geschwister sowie erwachsene Diabetiker(innen). Ziele des Vereins sind u.a. der Austausch und Vernetzung untereinander, also zu zeigen, dass die Jungen und Mädchen mit ihrer Krankheit nicht allein sind. Der Verein will deutlich machen, dass diese Krankheit kein Grund ist, nicht Sport zu treiben, im Gegenteil. Und über allem steht der Spaß am Kicken. Der Verein hat gut 220 Mitglieder, sie kommen aus ganz Deutschland.

Mehr Infos:

Neue Pfeifen(männer) für Stormarn

Der Schiedsrichterausschuss des Kreisfußballverband (KFV) Stormarn führte auch zu Beginn des Jahres wieder seinen Schiedsrichter-Anwärterlehrgang durch. Im Vereinsheim des SV Siek waren zwanzig Teilnehmer an zwei Wochenenden dabei, um ihre abschließende Prüfung zu absolvieren. Alle bestanden die Prüfung. Schiedsrichter-Lehrwart Luca Seitz und sein Stellvertreter Nils Ladwig wurden unterstützt von Tom Domberger, Claudius Böhnke und Mika Bannghai.

Alle Schiedsrichter können während der laufenden Punktrunde eingesetzt werden. Bei ihren ersten drei Spielen werden sie von Paten begleitet. Die Schiedsrichter sollten in der Saison zwölf Spiele leiten und an mindestens acht Schiedsrichtertagungen teilnehmen. Der Schiedsrichterausschuss wünscht allen Anwärtern stets viel Freude am Pfeifen.

Tipps für Schulen und Vereine: So

gelingen Kooperationen

Von der Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverein profitieren alle Beteiligten. Sie eröffnet vielfältige Chancen für eine ganzheitliche Entwicklung junger Menschen und legt zugleich den Grundstein für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Bildungs- und Vereinsarbeit. Wie Vereine und Schulen bei der Anbahnung einer solchen Kooperation vorgehen sollten – und wie sie gelingt –, wird im neuen DFBJournal beschrieben.

Foto: Getty Images Jetzt lesen:

SV Langwedel: Jens Rohwer und Uwe Laackmann nach über 40 Jahren Vorstandsarbeit zu Ehrenmitgliedern ernannt

Auf der Jahreshauptversammlung des SV Langwedel am 27. März 2026 gab es eine bedeutsame Ehrung: Die beiden Vorstandsmitglieder Jens Rohwer (Kassenwart) und Uwe Laackmann (Sportwart) wurden vom 1. Vorsitzenden des SVL, Rudi Schmedemann, für über vier Jahrzehnte andauernde Treue und ehrenamtlichen Einsatz im Vorstand des SVL geehrt. Beide erhielten die goldene Ehrennadel des Vereins und wurden zudem zu Ehrenmitgliedern ernannt. Mit ihnen verlassen zwei absolut loyale, vereinstreue und zuverlässige Mitglieder den Vorstand des SVL.

„Jens Rohwer ist für mich der mit Abstand wichtigste Mann im Verein", so der 1. Vorsitzende. „‚Vorbildlich‘, ‚perfekt‘, oder ‚mustergültig‘ waren stets die Adjektive, die seine Kassenprüfer in ihren Prüfberichten verwendeten. Aber nicht allein die Verwaltung der Finanzen hat er im Laufe seiner Amtszeit stets zu 100% korrekt und vertrauensvoll geführt, er war auch darüber hinaus immer als Ansprechpartner zur Stelle.“

Mit Uwe Laackmann wurde der langjährige Sportwart von seinem Amt entbunden. Laackmann ist seit 1980 Mitglied im SV Langwedel und übte sein Amt seit 1985 aus. Der ehemalige Inhaber einer Heizungsbaufirma hatte es sich zur Aufgabe gemacht, sich allen anfallenden Reparaturen und Verbesserungen im Bereich der Sportplätze und der Sporthalle anzunehmen. Darüber hinaus war er ebenso lange Protokollführer bei den monatlichen Vorstandssitzungen.

Daniel „Danny“ Breidenbicher (Kassenwart) und Sina Hartmann (Sportwartin) übernehmen die Posten.

Foto: F.Aff., (v.l.): Jens Rohwer, Uwe Laackmann, Rudi Schmedemann

„Spielbeschleuniger“: Trainingsdialog am 4. Mai an allen DFB-Stützpunkten

Am Montag, den 4. Mai 2026 findet an allen DFB-Stützpunkten in Deutschland wieder eine kostenlose Weiterbildung für Vereinstrainer*innen statt. Diesmal haben wir kurz vor der WM ein brandaktuelles Thema vorbereitet. Dieser Trainingsdialog trägt den Namen: „Spielbeschleuniger“

Wir werden nicht nur einzelne Trainingsformen vorstellen, sondern ganze Trainingseinheiten, welche für die Trainer*innen in Schleswig-Holstein Grundlage für viele eigene Einheiten sein können. Wir möchten zeigen, wie wir einzelne Spieler bewusst dazu bringen, das Spiel zu beschleunigen. Hier müssen natürlich unterschiedliche technische Voraussetzungen beachtet werden.

Im Anschluss an die Demotrainingseinheit besteht die Möglichkeit zu einem Meinungsaustausch über die Trainingseinheit und zu allen anderen Themen rund um die Talentförderung mit den anwesenden DFB-Stützpunkttrainern. Die Veranstaltungen beginnen überall um 17.45 Uhr und enden um ca. 20.00 Uhr.

Mehr Infos und Anmeldung:

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