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Wohn!Design

Wohn!Design 3/2016 Faszination folgt Form

Wohn!Design

3/2016 Mai/Juni

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EDITORIAL !

Faszination folgt Form ... Aber was macht ein Produkt begehrenswert? Eine kreative Gestaltungsidee, die auch morgen noch Bestand hat – qualitätvolle Verarbeitung, die das Gestaltungskonzept unterstützt – und sympathische Menschen, die mit Elan und Umsicht ans Werk gehen. Für mich auch ganz wichtig: eine gute Ausstrahlung. Ich bin überzeugt, dass sich bestimmte „Schwingungen“ übertragen. Das ist bei Wohn!Design nicht anders: Trotz dichtem Produktionskalender haben wir beim Arbeiten im Team viel Spaß – skandalös! – und ich hoffe, dass diese good vibrations Sie als Leser(in) inspirieren. Bei der Auswahl unserer Geschichten über viele Designer und Künstler (ab Seite 17) spielt unser persönliches Gefühl eine wichtige Rolle, genauso wie bei der ersten Messe-Selektion aus Mailand (ab Seite 109). Viel Freude beim Entdecken und bis bald,

Dr. Stephan Demmrich

Drei Objekte, die mich als „Marmorfan“ begeistern. Die Spiegel „Hiro“ stammen aus der Kollektion Citco Privé. Mehr von dem veronesischen Label finden Sie auf Seite 109.

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INHALT !

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3/2016 Faszination folgt Form RUBRIKEN

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Editorial

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Impressum

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60 LIEBLINGSSTÜCKE

Bezugsquellen

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MAGAZIN Blumen, Fitmacher, Hunde und Kaffee

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FASZINATION FORM Schokolade oder Porzellan?

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GARTEN So wird Ihr Grün zu einer Wohnung

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REISE Von Kroatien nach Österreich in Designhotels

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LEUTE Wenn alte Hasen auf junge Wilde treffen

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MODE Die innige Verbindung zwischen Textil & Design

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HOTSPOTS Wann Sie wo sein sollten? Lesen Sie hier

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REPORTAGEN

48 HEY, JO

Mailand: Wie wohnt ein Stardesigner mit Frau & Kind?

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Bodrum : Türkischer Honig zum Frühstück

80

London: Der kühle Brite und sein umgebauter Fabrikbau

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Mailand : Vier Fäuste für ein Halleluja

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MESSE-NEWS Was war los in Mailand? Möbel & Küchen

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BAD SPEZIAL Jetzt wird es bunt in Ihrem Badezimmer

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ZU BESUCH BEI Otoro, auf den Spuren der Schmiedekunst

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17 TITELTHEMA 109 MEIN MILANO

12 TIERLIEBE

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Titel: Ein Mailänder Familiendomizil. Hier leben Roberto und Barbara mit ihren beiden Kindern zwischen Designerstücken und vielen Kunstobjekten. Foto: Helenio Barbetta, ab Seite 98.

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Wohn!Design 3/2016 IMPRESSUM

Wohn!Design Internationales Magazin für Architektur, Wohnen und Design Redaktion und Anzeigenverwaltung Mörikestraße 67 70199 Stuttgart Tel. 0711 96666-999 Fax 0711 96666-415 www.wohndesign.de Verlagsleiter Klaus Vetterle Chefredaktion Dr. Stephan Demmrich (sd) Mitarbeiter dieser Ausgabe Helenio Barbetta, Talib Choudhry, Elena Deeg (ed), Gianni Franchellucci, Francesca Giovanelli, Wolfram Hülscher (wh), Kay von Losoncz, Marie-Luise Mugrauer (mlm), Ingrid Rasmussen, Giorgio Tartaro, Irmhild Tieck Grafik Saskia Schweitzer Lösch MedienManufaktur GmbH & Co. KG, Stuttgart Redaktion Elena Deeg Tel. +49 711 96666-414 E-Mail: elena.deeg@wohndesign.de Wolfram Hülscher Tel. +49 711 96666-423 E-Mail: wolfram.huelscher@wohndesign.de Marie-Luise Mugrauer Tel. +49 711 96666-413 E-Mail: marie-luise.mugrauer@wohndesign.de Anzeigenverwaltung Tel. +49 711 96666-410 Anzeigenleitung Ulrike Ehlers Tel. +49 711 96666-411 Fax +49 711 96666-415 E-Mail: ulrike.ehlers@wohndesign.de Shopping-Guide Martin Lindner (ehemals Moosbrugger) Tel. +49 711 96666-410 Fax +49 711 96666-415 E-Mail: shopping@wohndesign.de Anzeigendisposition Mara Ristic Tel. +49 711 96666-985 Fax +49 711 96666-415 E-Mail: anzeigen@wohndesign.de Abonnementverwaltung Martin Lindner (ehemals Moosbrugger) Tel. +49 711 96666-999 Fax +49 711 96666-980 E-Mail: abo@wohndesign.de Vertrieb MZV, Moderner Zeitschriftenvertrieb, Eching Verlag Family Home Verlag GmbH Mörikestraße 67 70199 Stuttgart Der Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet. Für eingesandtes Bild- und Textmaterial wird keine Haftung übernommen. Abonnementpreis: 6 Ausgaben frei Haus: 35,- 1, Ausland zzgl. Porto. © Family Home Verlag GmbH ISSN 1664-1760

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MAGAZIN !

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Flower gleich Power!

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Über Blumen freut sich jede Frau und auch mancher Mann. Mit diesen Objekten blüht Ihnen das Herz auf. 1 | Willkommen im „Wunderland“, auf dem Dekorteller von Dibbern entfaltet sich eine eigene Welt, um 110 e. 2 | Ein feiner Stoff der „Fireworks“-Kollektion ziert dieses Kissen, 40x40cm, 165 e, Missoni 3 | Lederhandtasche „Munja“ von Peter Kaiser, rund 200 e. 4 | Flacon „Anémones“ blüht rosarot und erreicht eine Höhe von 16 cm, Lalique 1.100 e. 5 | Für wilde Gedankengänge nehmen Sie Platz auf dem „Grand Piano Sofa“ von Gubi, 8.560 e. 6 | Ab Mai in neuen Farben: Leuchte „Flowerpot“ wurde kreiert von Verner Panton, 330 e, &Tradition. 7 | „Flora“ entfaltet ihren blumigen Duft erst in Verbindung mit Feuer, 1,9 kg rund 420 e, Fornasetti. 8

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MAGAZIN !

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Fit for Fun

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Pünktlich zum Sommer wird es Zeit, die eigene Fitness zu testen – unsere Auswahl an Gerätschaften und Co. gibt eine kleine Hilfestellung. 1+2 | Für Handballfreunde: Kapuzenjacke und Shorts aus der „Emotion“-Reihe, zusammen knapp 70 €, Kempa. 3 | Der Tennisschläger „Burn FST 99“ von Wilson verspricht optimale Ballkontrolle dank Ergo-Griff und aerodynamischem Rahmen, um 210 €. 4 | Fitness Tracker sind der neuste Hit, sie messen Schrittzahl, Herzfrequenz oder Kalorienverbrauch und fassen die Daten auch auf dem Smartphone zusammen. Der HR Tracker „Vivosmart“ überwachst selbst Ihren Schlaf, rund 150 €, Garmin. 5 | Tennis-Damenschuh „Kaos“ sorgt für guten Stand auf dem Sandplatz, erneut Wilson, 125 €. 6 | Für den kleinen Hunger danach, PowerBar, Stück 1,20 €. Jetzt geht´s rund: 7 | Beachvolleyball in der limitierten Auflage „Marta Menegatti“, 35 €, Mikasa. 8 | „Tri Concept 2.0 Equipe“ Fussball von Uhlsport, 30 €. 9 | Sitzball, hier in der Kindervarinate „Veltchen“, in Pink, 250 €, Vluv. 10 | Geeignet für Kurzhanteln oder Geräte, die Übungshantelscheiben von Schnell gibt es von 1,25 - 20 kg. Bezugsquellen Seite 140. 10

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MAGAZIN !

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Tierisch guter Luxus

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High-Class-Kosmetik aus Melbourne und handgefertigte Leinen aus Brooklyn – Hits, die Schwänze wedeln lassen. 1 | Futternapf „Roma“ fürs Gourmetdinner, ab ca. 90 E, Lord Lou. 2 | Damit wir unsere Vierbeiner auch an nassen Tagen lieben: Milde Haut- und Fellreinigung mit MinzeCitrus-Duft, Aesop, 30 E. 3 | Nicht‘s für tierische Gaumen, aber für trinkfeste Besitzer: Gin aus Vulkaneifel-Kartoffeln, um 40 E, Windspiel. 4+5 | Found my Animal spendet 25 % des Erlöses für ausgesetzte Tiere. Das Team fertigt im New Yorker Brooklyn von Hand; guter Zweck – tolle Tasche, ca. 145 E. Die Leine gibt es in drei Größen, um 55 E. 6 | Kissen „London“ für Groß und Klein (70x50, 90x70, 110x90), ab ca. 150 E, Lord Lou. 7 | Wollpulli „Simon“ steht nicht nur dieser Fotoschönheit gut zu Gesicht. Handgenäht in Deutschland und mit Reißverschluss zum leichteren Anziehen, um 130 E, Happy Staffy. Kaufinfos Seite 140. 12

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CARUZZO, entworfen von Frans Schrofer ist das neue Highlight bei Leolux. Dabei ist CARUZZO handwerklich wie formal ein echtes Statement. Dank des großen Angebots an Bezugsmaterialien, können Sie sich CARUZZO ganz nach Ihren Wünschen zusammenstellen. Entdecken Sie CARUZZO bei Ihrem Leolux-Partner in Ihrer Nähe oder besuchen Sie das Leolux-Designcenter in 47800 Krefeld, Elbestraße 39. Mehr Infos, unsere Partner, oder das Jahrbuch mit der kompletten Kollektion finden Sie unter: www.leolux.de


MAGAZIN !

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Der perfekte Espresso Wer Kapselkaffee trinkt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Sechs Tipps für wahren Genuss:

1 | Kein Espresso ohne Cantuccini: Besonders diese Exemplare des italienischen Feinkostladens Viani Alimentari holen Little Italy nach Göttingen; unbedingt einen Besuch wert, um 5 €. 2 | 75% Arabica, 25% Robusta, 100% Fair: Das Team von Coffee Circle kauft direkt bei den Kaffeebauern ein – und das zu mehr als fairen Preisen. Mit jeder verkauften Packung investieren sie in Entwicklungsprojekte. Die Geschmacksnote des „Yirga Santos“-Espressos: Vollmundiges Schokoaroma, um 12 € für 350 Gramm. 3 | Milchkännchen in Mattschwarz, um 20 €, Rhinowares über Coffee Circle. 4 | Tamper aus Marmor – was sonst? Gefunden bei Joe Frex, wie abgebildet um 70 €. 5 | Die „Ono“-Serie mit auffälligem Rillenrelief entwarf Kilian Schindler für Thomas, Set 12 €. 6 | Wer über den Kauf einer Siebträgermaschine nachdenkt, landet unweigerlich bei dem deutschen Unternehmen ECM. Gefertigt wird in sorgfältiger Handarbeit in der Nähe von Mailand und am Firmenstandort bei Heidelberg. Die Qualität der Maschinen – wie links die „Technika IV“ – ist die beste, die der Markt zurzeit hergibt, um 2.150 €. Weitere Herstellerinformationen und die Bezugsquellen finden Sie auf Seite 140.

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Händler unter www.koinor.com VANDA – Auf den ersten Blick fasziniert die kompakte Zierlichkeit, bei der alles stimmt. Die ausgewogenen Proportionen, die klare Form. Dennoch fehlt es VANDA nicht an Individualität: feine Linien, schwungvolle Nähte und die elegante Fußform, auf der sie so leichtfüßig daherkommt. Durch einfaches Aufstellen der Rückenkissen lässt sich ein Hochlehnsofa mit vergrößerter Sitztiefe zaubern. Die klappbaren Armteile vervollständigen das Komfortangebot. Ein umfangreiches Sofaprogramm, mit dem sich kompakte, schöne Sofalandschaften kreieren lassen. ALLES MADE IN BAVARIA, GERMANY.

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THEMA !

Faszination folgt Form Nachfolgend erfahren Sie, was Design respektive gute Gestaltung alles bewirken kann: Mit Esprit wird aus Schokolade Kunst. Mit Talent entstehen Solitäre für die Wohnung, die klassischen Polstermöbelprogrammen die Schau stehlen. Mit dem „richtigen Riecher“ steigen verführerische Düfte auf. Und erst die Oberflächen ...

Manche Parfums sind so ungewöhnlich, dass sie durch einen mundgeblasenen Flakon geadelt werden. Dieses Exemplar entsteht für Agonist, dazu Seite 30 ff.

Süße Verführung 18 | Moderne Tradition 20 | Sitzparade 22 | Powerfrau 24 Kunst der Haptik 26 | Musterhaftes 28 | Nachruf 29 | Rendeszvous der Sinne 30 W!D 3/2016

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THEMA !

Der Schokomane Patrick Roger ist der beste Chocolatier Frankreichs. Seine Kreationen überzeugen durch ihren Geschmack, doch vor allem in ihrer Erscheinung – wild, magisch und animalisch.

Zuckerguss und Tortenträume? Fehlanzeige. Top-Chocolatier Patrick Roger oben widmet sich lieber Tieren, bevorzugt Affen. Die Schokoladenwesen zeigen sich vielschichtig, lustig grimassierend, aber auch grüblerisch, und unglaublich naturalistisch. Eine süße Verführung sind die glasiert-glänzenden „Demi-Spheres“. Zur Wiedereröffnung des Rodin-Museums erschuf Roger eine gigantische Statue aus Schokolade, natürlich hat er mit dem „Denker“ auch das berühmteste Werk des Altmeisters im Angebot. Auffällig präsentiert sich rechts Rogers Boutique auf dem Boulevard Saint-Germain. Die Preise für die süßen Verführungen sind satt. 18

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THEMA !

Wenn aus einem Versager ein erfolgreicher Unternehmer wird, bietet das Stoff für eine spannende Story. Erst Recht, wenn ein ungewöhnlicher Künstler mit Schokolade ungewöhnliche Wesen erschafft. Denn die Geschichte von Patrick Roger zeigt einmal mehr, dass man nie den Glauben an sich selbst verlieren sollte. In einem kleinen Dorf in eine Bäckerfamilie hineingeboren, ist Roger alles andere als ein Erfolgstyp. Der notorische Underachiever sorgt daheim und in der Schule mächtig für Ärger, mehr Zeit verbringt er in der Ecke stehend, als auf seinem Platz sitzend. Als er mit 14 die Klasse wiederholen soll, verlässt er die Schule. Die Zukunft verspricht alles andere als rosig zu werden: Zur Auswahl stehen eine Konditorenlehre oder gar nichts. Er entscheidet sich für Ersteres und hat zum ersten Mal im Leben Erfolg. Als Klassenbester bekommt er eine Stelle in einer nam-

haften Fabrik, doch wie am Fließband Windbeutel produzieren zu müssen, gefällt Roger nicht. Zur Strafe für sein Desinteresse wird er in die Schokoladenproduktion versetzt. Ob Schicksal, Fügung oder Zufall – Roger fängt Feuer, er hat seinen ganz persönlichen Werkstoff entdeckt. Doch vom großen Erfolg ist noch nichts zu spüren, er muss allerlei Jobs durchstehen, um sich gerade so über Wasser halten zu können. Im Mut der Verzweiflung nimmt er an Chocolatierswettbewerben teil und boxt sich bis ganz nach oben durch. 1977 eröffnet er seinen eigenen Laden. Das Wagnis gelingt. Bereits nach drei Monaten muss er neue Mitarbeiter einstellen, um den Bestellungen gemäß liefern zu können. Heute besitzt er neun Boutiquen. Seitdem hat das Glück Roger nicht mehr verlassen, 2000 wird er der „Meilleur Ouvrier de France Chocolatier“ – der beste Chocolatier ganz Frankreichs. Zur Wiedereröffnung des Rodin-Museums hat er in dessen Auftrag eine riesige Installation errichtet, natürlich aus Schokolade. Was die Zukunft bringt? Da will er sich nicht festlegen. „Die Inspiration kommt vor allem während dem Arbeitsprozess“, meint der Franzose, dessen Kunstwerke auch schon mal in Metall nachgegossen werden. |wh

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THEMA !

Zeitgemäße Nostalgie? Ein Funkenflug der Moderne? Oder die reinste Ausprägung von holländischem Design: Royal Delft 1653.

„Es ist ein Kulturgut in doppelter Hinsicht“, sagt der Designer Damian O‘Sullivan über seine beiden Objekte auf dieser Seite. „Die Formen stammen von alten Royal-DelftModellen und diese sind wirklich ein Kulturgut. Den Zusatz doppelt bekommen sie aufgrund ihrer Zweiteiligkeit.“ Jedes Objekt lässt sich verschieden nutzen: Die Dose „Double Mirror“ als Aufbewahrungsbox für Schmuck und Utensilien, die Innenseite des Deckels zusätzlich als Spiegel. Die Vase „Double Gourd“ besteht aus zwei aufeinander gesetzten Formen, die beide Blumen zur Geltung bringen können und vereint als Zierobjekte dienen. Die Serie ist das Ergebnis einer Kooperation der ehrwürdigen Manufaktur, für die hauseigene Keramikmeister mit verschiedenen Designern neue Produkte entwickelten. 1653 gegründet, war und ist Royal Delft die

wichtigste Produktionsstätte für die charakteristische Blaumalerei auf jenen Objekten, die in Sammlerkreisen den englischen Begriff „Delftware“ erhielten. Inzwischen ist Royal Delft nahezu allein auf dem Markt und die letzte der niederländischen Manufakturen aus dem 17. Jahrhundert, die den gesellschaftlichen Wandel überstanden hat. Gefertigt und bemalt wird nach wie vor von Hand – ein Kulturgut. Doch da die Fans klassischer Buckelteller, einst Domäne der europäischen Nachbarn, im 21. Jahrhundert an einer Hand abzuzählen sind – der Preis für ein entsprechendes Objekt tut sein Übriges, geht man in Delft neue Wege und arbeitet an einer zeitgemäßen Antwort wie den „Blue Collar Bowls“ von Arian Brekveld (diese Seite oben rechts). „Zu den Flaschen, die als Aufbewahrungsbehälter verwendet werden können oder einfach als Deko-Objekte haben wir zwei Schalen mit Deckeln entwickelt. Sie spielen mit der klassischen Ranken-Malerei, die auf der Deckeloberseite und auf dem Schaleninneren in Erscheinung tritt. Bei den Ringen von Chris Koens ist das Blau nur partiell eingesetzt. „Die Objekte definieren einen Ort. Der Ring und die Basis sind eine Hommage an die Kunstfertigkeit der Meistermaler.“ Und sie sind Ausdruck eines neuen Esprits und Lifestyles. |sd

Klassik, modern interpretiert, verkörpern die Objekte von Royal Delft, die Meister zusammen mit Designern entwickelten. Von oben im Uhrzeigersinn: Paul Bartels und Chris Koens mit ihren „Blue Rings“, Simon van Oosten und Arian Brekveld mit der Serie „Blue Collar Bowls“ und Caroline Hartman und Damian O‘Sullivan mit „Versatiles“-Platten und ihren „Double-Heritage“Objekten links, Dose um 100 X, Royal Delft. Infos Seite 140. 20

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THEMA !

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Sie sind Individualist? Dann ist die Designerin Kati Meyer-Brühl Ihre Heldin der Stunde. In den letzten Jahren hat Kati Meyer-Brühl zahlreiche Solitäre geschaffen, die sich wunderbar kombinieren lassen: „Mit ihrem Mix schafft man eine unverwechselbare Einrichtung und macht sich frei von traditionellen Wohnvorstellungen. Man kann mit ihnen spielen und sie nach Belieben umgruppieren“, sagt Meyer-Brühl. „Wohnstyles sind ohnehin nicht mehr so starr wie früher und die Nutzung der Räume zunehmend offener.“ 22

Und wie ist das mit Farben und Bezügen? Gibt es einen Rat für Mutige? „Farben lassen sich innerhalb eines Spektrums, etwa von Grünoder Blautönen miteinander kombinieren oder in bewusster Gegenüberstellung – etwa von kühlen und warmen oder starken und gebrochenen Farben. Man kann auch unterschiedliche Modelle in gleichen Farben beziehen“, schlägt die Designerin vor und ergänzt: „Farbe und Muster können die Wirkung eines Möbels stark verändern und den Blick auf die Fläche oder die Konturen lenken.“ |sd

„Ein gut gestaltetes Möbelstück erlaubt viele Spielarten“, findet Meyer-Brühl. Ihre Sessel 1 | „Muskat“, 2 | „Lemon-Blossom“ (mit Hocker), 3 | „Dive“, 4 | „Big Arm“, 5 | „Powder“ und 6 | „Grace“. Ein Feuerwerk der Kreativität ab 700 bis 2.645 €, Brühl. Infos Seite 140.

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Quooker Flex ist das aktuellste Produkt aus dem Hause Quooker. Eine Küchenmisch­ armatur mit kaltem, warmem und kochendem Wasser. Dazu kommt die ­allerneueste Funktionalität: ein einzigartiger Zugauslauf, der kaltes und warmes Wasser spendet. Der Quooker Flex sorgt für noch mehr Komfort in der Küche. Ob Sie Tee oder Pasta zubereiten möchten, Tomaten häuten oder Pfannen reinigen – der Quooker hilft! Der Zugauslauf bietet zusätzliche Reichweite und das Spülbecken ist im Handumdrehen ausgespült und das Gemüse im Nu gewaschen. Mit dem Quooker Flex sind Sie auf dem ­aktuellsten Stand; er ist der erste Wasserhahn der Welt, der all diese Funktionalitäten vereint. Er ist im schnörkel­losen nieder­ ländischen Design ausgeführt, wie Sie es von Quooker gewohnt sind. Darüber hinaus bietet er Ihnen alle ­bekannten Vorteile: er spart Zeit, Energie, Wasser und Platz und ist sicher im Gebrauch. Was wollen Sie mehr?

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THEMA !

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Hong Kong und Mailand sind ihr Zuhause – Paola Navone liebt und lebt globales Design. Paola Navone hat etwas von einem Hollywoodstar. Sie betritt einen Raum voller Menschen; flankiert von ihren Musen, und alle Augen richten sich auf sie. Noch bevor die Stille zu unangenehmen Schweigen wird, sorgt sie mit Witz und Charme für allgemei-

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ne Erheiterung. Gleichzeit überrascht Paola mit ihrer Bodenständigkeit, die für ein solches Design-Kaliber äußerst ungewöhnlich scheint. „Eigentlich hatte ich doch gar keine Ahnung von Stoffen“, erklärt die Italienerin wild gestikulierend, als sie nach der Kooperation mit Rubelli gefragt wird. „Aber …“, Paola erhebt den Zeigefinger, „ … ich weiß was ich will.“ Das zu glauben fällt nicht schwer. Auch das Designstudio von Rubelli, unter der Führung von Alberto Pezzato, musste lernen mit ihrer unkonventionellen Arbeitsweise umzugehen. „Bei der vorherigen Dominique-Kieffer-Kollektion wünschte ich mir einen Stoff, der an Samtwürstchen erinnert und ich fragte Alberto, ob das funktioniert. Er sagte, dass es kein Problem ist“. Lachend fügt sie hinzu: „Manchmal habe ich wohl ihre Nerven strapaziert.“ Engagiert man Paola Navone – darüber sind sich die Unternehmen im Klaren – resultiert ihre Arbeit nicht in einem Entwurf, der möglichst genau dem bereits bestehenden Portfolio des Herstellers entspricht. Ihre Entwürfe sind losgelöst von Konventionen; aber auch von allzu strikten Vorgaben. „Als der Prinz (Anm. d. Red.: Paola meint Rubelli-CEO Nicolò Fava-

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XXXXXXXX ! Brandneues und vergangene Schätze aus Paola Navones Annalen: 1 | „Jan‘s New Sofa“ aus Leinen, Linteloo. 2 | „Ghost“-Sessel, Gervasoni. 3 | „Pixelé“-Damast aus der Dominique-Kieffer-Kollektion, Rubelli. 4 | Sneak Peek auf die Salone-Neuheiten mit dem Titel „Colors“, Barovier&Toso. 5 | Leuchter aus der „Taste“-Serie, Porzellanmanufaktur Reichenbach. 6 | Unschwer erkennbar: Holz-Regal nach Vorbild der französischen „Opera“-Torte, Morelato. 7 | Inspiriert von der Kunst des Formschnitts in botanischen Gärten: „Ivy“-Serie, Emu. 8 | Der Ikone „Chester“ verpasste die italienische Designerin ein neues Gewand: Das Ergebnis ist der „Ghostfield“-Sessel, Poltrona Frau. 9 | Giulio Cappellini und Paola Navone nebst dem Key-Piece der „Panda“-Kollektion, Cappellini. Kaufinfos Seite 140.

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retto Rubelli) eine Vorschau auf die diesjährige Dominique-Kieffer-Kollektion sah, fragte er entsetzt » Wo ist das Gold? « aber ich antwortete nur, dass ich kein Gold mag, das ist einfach viel zu sehr Rubelli“, scherzt die Designerin. Dass diese Ungezwungenheit neue Wege ebnet, zeigt nicht zuletzt die „Ghost“-Serie für Gervasoni, in der sie als Erste der Branche mit lockeren Überwürfen für Sofas und Sessel statt festen Bezügen spielte. Von unschätzbarem Wert ist die über zehnjährige Zusammenarbeit mit Reichenbach. Die daraus entstandenen Porzellanserien zitieren den historischen Formenschatz der Porzellanmanufaktur und transportieren gleichermaßen die Eigensinnigkeit und Weltoffenheit Paolas. Der Mix macht‘s eben.  |mlm

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„Anfassen erwünscht“, ermuntert Bernd D. Ehrengart Interessenten für diese Kreationen von Lambert: 1 | „Dado“ mit einer Oberfläche im Sandgussverfahren. 2 | „Charlie“-Beistelltisch mit Hirnholzplatte, um 500 €. 3 | „Ray“-Sideboard mit Rochen-Imitat-Oberfläche, dazu ein Nofretete-Spiegel. 4 | „Franziskus“ mit steinfurnierten Türen. Infos Seite 140.

Bernd D. Ehrengart über subtile Haptik und das Ende der Oberflächlichkeit.

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Werte entstehen durch Emotionen und diese durch gute Formen und schöne Oberflächen. Bei Lambert ist es mal der Stein, mal eine Struktur, die der Haut eines Rochens nachempfunden ist und ganz neu „Hirnholz“, das den Augen und Händen schmeichelt. „Der Querschnitt eines Baumes, der soviel über seine Geschichte zu erzählen hat, fasziniert mich als Holz-Aficionado ganz besonders“, schwärmt Bernd D. Ehrengart, Inhaber der Lifestylemarke. „Nicht nur das Alter eines Baumes ist hier lesbar, sondern für Fachleute sogar der Standort und die Witterungseinflüsse im weitesten Sinne.“ Bisher war das Material eher für rustikale Möbel geeignet, mit der Entwicklung neuer Schnitttechniken lässt sich nunmehr aber ein feines Furnier im Querschnitt erstellen. „All das, was Hirnholz schön und reizvoll macht, ist sichtbar.“ Und mit Gefühl für Farbe und Material lässt es sich mit anderen Oberflächen kombinieren. „Hier entsteht dann nicht nur ein optischer Effekt, sondern auch ein neues haptisches Erlebnis“, so der Feingeist. |sd

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THEMA !

Zu den letzten Entwürfen von Gunilla Lagerhem Ullberg für Kasthall gehört „Archipelago“, der zur Mailänder Möbelmesse präsentiert wird unten. Rechts zwei Klassiker: „Goose Eye XL“ und „Rita“ in Rosé. Die Designerin verstarb im Dezember nach schwerem Krebsleiden.

Die Teppiche von Gunilla Lagerhem Ullberg sind eine Klasse für sich. Sie machten Kasthall als Marke bekannt. Die richtigen Worte für die Kreationen der schwedischen Designerin zu finden, ist so anspruchsvoll wie ihre Teppiche selbst. Ob gewoben – wie im Foto ganz oben das „Gänseaugen“-Motiv in XL – oder, wie links, getuftet, bei einem ihrer letzten Dessins „Archipelago“. Es ist diese einzigartige Ausgewogenheit von Mustern, Texturen und Farben, die alle Entwürfe von Gunilla Lagerhem Ullberg auszeichnet. Und dann gab es das Strahlen in ihren Augen, wenn man sich für ihre Projekte begeisterte. „Während meines ersten Jahres bei Kasthall hatte ich das Privileg, mit ihr zu arbeiten und an ihrem enormen Wissen zu partizipieren“, erzählt Eva Boding, CEO des Unternehmens. „Gunnilla hat Kasthall ein Gesicht gegeben, das wir bewahren werden, und sie wird auch zukünftig unsere Philosophie prägen.“ Nach ihrem Studium an der Stockholm School of Design kam Lagerhem Ullberg 1987 in die Firma und leitete dort eine neue Ära ein. Ihre Entwürfe orientierten sich an der Mode. Teppiche waren für sie „fashion“ – und dennoch schaffte sie es, sich von kurzlebigen Trends freizumachen und Produkte zu entwickeln, die noch nach Jahrzehnten modern anmuten: Sie wurzeln in der Tradition skandinavischer Formgebung. |sd 28

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Wer sich wie ein Gigolo ablichten lässt, kann nur etwas Prickelndes servieren: Willkommen im „Savoy“: Der Mann mit dem Einstecktuch war nicht Chefkoch im „Savoy“, das 1937 eröffnete. Das Foto zeigt Alvar Aalto, den finnischen Designer und Wegbereiter der Moderne. Aufgrund des Wetters und der langen dunklen Wintermonate war künstliches Licht schon immer ein zentrales Thema der finnischen Innenarchitektur gewesen. Bestes Beispiel ist Aaltos Artek-Leuchte „Golden Bell“, die – wie manche Möbel auch – für das „Savoy“ in Helsinki entstand. Noch heute lässt sich die Eleganz des originalen Interieurs bei einem gediegenen Dinner genießen. Starten Sie am besten mit einer typischen Vorspeise wie „Vorschmack“ (gegrilltes Lamm, Salzhering, Rindfleisch und Zwiebeln). Vom vorgelagerten Wintergarten hat man einen fantastischen Blick auf die mondäne Einkaufsstraße Eteläesplanadi, die man über einen eigenen Aufzug erreicht. |sd

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THEMA !

Sechs Parfum-Labels, die einzigartig sind. Auch wegen ihrer Aufmachung, aber vor allem wegen ihrer Akteure. The Fragrance Kitchen (TFK): „Als ich ein Kind war, liebte ich es, meiner Großmutter bei der Arbeit mit ätherischen Ölen, Essenzen und Parfums zuzusehen“, erzählt Scheich Majed Al-Sabah (im Foto oben mit Sonnenbrille), der 2012 sein eigenes Label gründete. „Heute kommt es bei Düften ganz auf den persönlichen Geschmack an. Früher dachten die Leute, dass Araber nur schwere und opulente Noten schätzen. Das ist längst widerlegt. Wir sind international aufgestellt, mögen aber Düfte, die lang haften.“ Wer seine Kreationen testet, (oben „Youth Memory“ und „Self Portrait“) hat daran keinen Zweifel. „Wir unterscheiden uns von anderen Labels

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durch den selektiven Vertrieb. Die sogenannten Luxusbrands gibt es heutzutage doch überall. Ist das noch echter Luxus?“ Bei Roja ist es genau wie bei TFK. Das deutet bereits der Preis des Vetiver-Parfums für den Mann von Welt an (50 ml kosten 450 Euro). „Die Spur des Geruchs, den ein Liebhaber auf der eigenen Haut hinterlässt, war die Inspiration zu Vetiver. Ich schuf diesen Duft als ultimative Referenz, wie Männer riechen sollten“, so Roja Dove (unten). In

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THEMA !

diesem Fall ist es ein warmer, trockener, frischer und zugleich würziger Chypré-Duft mit sinnlicher Rauchigkeit. Die Kompositionen des Engländers sind nur in einigen exklusiven Hotspots zu haben. Etwas breiter gestreut werden die Düfte von Andrée Putman: „Ich weiß gern über die Inhaltsstoffe Bescheid, und ich hoffe, dass mein Duft die gleiche Gelassenheit und Zurückhaltung aufweist wie all meine Kreationen“, sagte die Grande Dame des Designs einst. Ihre Tochter Olivia (beide oben im Bild) hat nun Putmans ersten Duft (Waldholz und grauer Pfeffer treffen auf Wasserlilie und Koriandersamen) neu aufgelegt und mit fünf weiteren raffinierten Mixturen zu der Kollektion „Préparation Parfumée Andrée Putman“ ergänzt. Allen gemeinsam ist der schlichte Kristallflakon, der wie jedes Putman-Design auf das Wesentliche beschränkt bleibt.

Einen ganz anderen Weg gehen Christina und Nicklas Lydeen (Fotos unten) mit ihrem 2008 gegründeten Label Agonist: „Wir sind überzeugt, dass die Hülle wichtig ist. Sie spiegelt unseren Anspruch an die Düfte wider. Diese sind ja durchsichtig, der Flakon verleiht ihnen Gehalt.“ Als Zielgruppe nennt das Duo „Menschen, die Kunst mögen, Design und schöne Objekte. Die Flakons sind Behältnis aber auch eine tolle Dekoration. Da alle handgemacht sind, numeriert und signiert, gibt man sie vielleicht später an seine Kinder weiter.“ Man kann die Unikate nachfüllen lassen ...

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THEMA !

Lorenzo Villoresi ist aufmerksamen Wohn!Design-Lesern ein Begriff. Die Duft-Apotheke des Florentiners (Foto oben) gehört zu unseren Secrets, die wir noch nicht einmal mit guten Freunden teilen. Wer möchte schon so duften wie sein engstes Umfeld? Da hört der Spaß auf. Villoresi kontert: „Wenn zwei Menschen das gleiche Parfüm tragen, wird die Wirkung bei beiden nie wirklich identisch sein“. Zum Glück warten in den schlichten Flaschen viele Überraschungen auf ihre(n) Träger(in). Neu ist „Kamasurabhi“ für die moderne Frau: „zarte, schwerelose indische Blumen in vielen Farben, getränkt mit dem verführerischen, mysteriösen Duft endloser exotischer Wälder und den sinnlichen Nuancen von Leder, Amber und Moschus.“ Eine Neuentdeckung und hier krönender Abschluss ist der Franzose Stéphane Humbert Lucas, ein Parfumeur der Synästhesie (Foto rechts). Seine extravaganten Mixturen aus der Kollektion 777 sind komponiert mit edelsten Essenzen und basieren auf persönlichen Erinnerungen. „Nach und nach, über viele Jahre hinweg habe ich die Welt als Ganzes erkannt. Als eine ganze Einheit, einen unsichtbaren Felsen voller bemerkenswerter Individuen, großer Herrscher, gekrönter Häupter, ehrenvoller Stammesführer, alle mit großer Verantwortung und angetrieben durch ihren unauslöschlichen Glauben. Der Eifer und die ruhelosen Seelen hinter diesen eindrucksvollen Persönlichkeiten inspirieren mich und treiben mich immer weiter an.“ Sein „Mortal Skin“ ist ein Dreiakter, der bei einer „blättrigen Kühle und der Magie der Begegnung“ beginnt um sich im zweiten Akt zu „pochender Hitze, vermischt mit blauer Kälte“ aufzuschwingen. „Ich wurde wohl gebissen.“ Um in einem Finale aus heißer Asche zu enden. „Das Leben entgleitet.“ Vorhang! |sd

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Wenn der Geschmack zählt Edles Design ist bei JURA mehr als ein Anspruch – es ist eine Philosophie.

Seit seiner Präsentation im vergangenen Jahr wurde der Kaffeevollautomat Z6 bereits zwei Mal prämiert. Er erhielt den IF Design Award sowie den German Design Award, zwei ebenso prestigereiche wie begehrte Preise. Die sanft geschwungene Form der Z6 erinnert an eine Arabica-Bohne. Sie harmoniert perfekt mit den klaren Konturen des Vollautomaten, sodass hier eine unverwechselbare Optik entsteht. Perfektioniert wird das visuelle Erlebnis von Details wie dem in Blau beleuchteten Wassertank und dem ebenfalls illuminierten Auslauf, mit denen der Vollautomat erst Recht zum Designobjekt wird. Doch auch bei den Materialien und der Farbgebung setzt die Z6 Maßstäbe. So unterstreicht sie in edlem Carbon als limitierte Auflage vortrefflich den HightechAspekt des Vollautomaten. Die neuen Varianten Aluminium, Aluminium Chrom und Aluminium Schwarz überzeugen durch eine raffinierte Optik und hochwertige Materialien:

Sowohl die Front- als auch die Top-Partie bestehen aus drei Millimeter starkem Aluminium. Als wahres Meisterwerk Schweizer Ingenieurskunst setzt die Z6 auf innovative Technologie – wie zum Beispiel den Puls-Extraktionsprozess (P.E.P.®), das automatische Umschalten von Milch auf Milchschaum und das Intelligent Water System, das in Kombination mit dem CLARIS Smart Wasserfilter für optimale Wasserqualität sorgt. Die JURA Coffee App in Verbindung mit dem Sender Smart Connect integriert den Vollautomaten in das Smart Home. Mit der App kann der Kaffeegenießer seine individuellen Vorlieben jederzeit auf Tablet oder Smartphone programmieren und seine Lieblingsspezialitäten bequem gestalten. Im digitalen Zeitalter unterstreicht die Z6 auf eindrucksvolle Art die Design- und Technologieführerschaft von JURA.

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Mit direktem Blick in den Himmel WOHNZIMMER Ab sofort wohnen wir draußen. Mit passendem Mobiliar für jeden Raum in der neuen Wohnung und alles passend zu Ihrem persönlichen Einrichtungsstil – von mondän bis modern. Von den Hotels rund ums Mittelmeer breitete sich eine rasante Einrichtungswelle in Europa aus und riss Möbelmacher und Konsumenten gleichermaßen mit. Sie brachte eine erste Generation von Outdoor-Möbeln hervor – Adaptionen klobiger Loungemöbel, wie wir sie aus Open-Air-Diskotheken und rund um die Hotel-Pool-Landschaften kennen. Das ist längst Vergangenheit und

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heute bestenfalls noch Baumarktstandard. Inzwischen haben die Gartenmöbelproduzenten verstanden, dass es gerade unter freiem Himmel viel stilistische Freiheit geben muss. Wer unter seinem Dach hochwertige Designersofas stehen hat, möchte auf gute Gestaltung vor der Terrassentüre nicht verzichten. So entstand eine zweite Welle von Ideen, die nun von einer weiteren

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überrollt wird. Auf ihr surfen die Trendsetter der Branche, die Outdoor- wie Indoormöbel aussehen lassen. Sofas haben klassische Polster, die im Regen stehen können. Es gibt dazu Sessel, Daybeds und Poufs im Großformat, auf denen man zusammen mit Freunden die schönsten Stunden des Sommers verbringen kann. Ganz entspannt zurückgelehnt, da fehlt nur ein Flat-TV. |sd

Ganz „in“: Outdoormöbel, die ganz nach Wohnzimmer aussehen, von oben: „Lodge“-Sofagruppe, Fischer Möbel. „Flat“, als Dreisitzer ab 3.925 E, von Vondom sowie Sofa, Sessel und Essstühle aus der Linie „Mood“ von Tribù. Linke Seite: Urbane Party mit Pflanzgefäßen von Elho. Das Sofa in Hellblau stammt aus der Kollektion „Air“ von Manutti. Der Sessel im Louis-Philippe-Look stammt von Polart aus Mexiko.

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S C H L A F Z I M M E R Einmal nachts um 3 Uhr beim Aufwachen direkt in die Sterne blicken. Das ist möglich: Doch auch für eine Mittagssiesta im Schatten oder ein Nickerchen in der Abendsonne sind die Gefährten auf dieser Seite genau richtig. Die Auswahl reicht von der formschönen Liege über Sofas im XXL-Format und sogenannten Daybeds bis zu Objekten wie dem abgebildeten Sunbed „Mamy“. Wer gemeinsam träumen möchte, der kann auf großformatige Möbel zurückgreifen, die an Himmelbetten denken lassen. Die italienische Firma Ethimo nennt es Lounge Bed (Foto links). „Ein komfortables und auffälliges Möbel mit schlichten Umrissen und modernem Design.“ Liegen die passenden Auflagen bereit, steht einem Sch(l)äferstündchen nichts mehr im Weg. Vorhang! |sd

So tanken Sie am Tag Energie für die Nacht, um zu zweit in die Sterne zu schauen, oben: „Garden Easy Daybed“ von Röshults. Mitte links: „Stripe“, Mamagreen sowie Daybed und Sessel „Mamy“ von Unopiù. Unten: „Essenza“ Lounge Bed – empfehlenswert sind die optionalen Polsterauflagen, die es zur Traumwiese machen. Ethimo. Infos Seite 140. 36

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IXMO Armaturen von KEUCO überzeugen mit minimalistischem Design. Die beeindruckend kleine Größe der Bedienelemente für die Dusche lassen IXMO einzigartig sein. IXMO Onlineplaner: www.ixmo.de


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K I N D E R Z I M M E R Nach einem Tag an der frischen Luft sind die Kleinen schnell reif fürs Bett. Das heißt: Erholung für ihre Erzeuger. Gartenmöbel für Kids bieten unschätzbare Vorteile: An schönen Tagen ist es im Haus herrlich ruhig, aufgeräumt und sauber, sofern man an der Tür eine Sandschleuse (eine kalte Brause wirkt schon Wunder) installiert hat. Und wenn sich die Racker tagsüber ausgetobt haben, ist zwar der Garten in Mitleidenschaft gezogen, aber Sie haben schon am frühen Abend Ihre wohlverdiente Ruhe. |sd 38

Flower Power von oben im Uhrzeigersinn: „Luxembourg Kid“ ist ein Klassiker im Mini-Format, um 115 und 125 E, Fermob. Fabrice Berrux entwarf die Sitzlandschaft „Hive“ für Ego Paris, hier bezogen mit „Kew“-Stoff von Missoni. Tabletts von Fermob ab ca. 25 E. Die erste Kinderkollektion von Vondom trägt den Voramen der Designerin „Agatha“ Ruiz de la Prada. Sie besteht aus Pflanzgefäß, Tischchen und Sessel.

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K Ü C H E Alles, was sonst drinnen wegen des Geruchs und Fettnebels Panik auslöst, kommt draußen auf den Rost oder in die Pfanne: Kabeljau. Kartoffelpuffer. Kotelett. Köstlich! Doch der perfekte Dunstabzug einer Outdoorküche ist nur eine Nebenerscheinung. Es ist einfach lässig, draußen auf der Terrasse nach Herzenslust seine Lieben zu verwöhnen. Viele große Hersteller führen ein passendes System, mit dem Sie sich nach Ihren Vorlieben eine Gartenküche einrichten können. Und zu den Antipasti gibt es einen Gin Tonic (Foto oben rechts). Abgemacht! |sd

Besser als ein Tag am Meer, eine Open-Air-Küche macht mehr her. Oben links: Die Zeile von Viteo vereint Spüle, Teppan Yaki, Wok, Elektrogrill und Gas-Kochstelle und bietet ungeahnte Möglichkeiten. Rechts: Zum Apero lädt man bei Cane-Line mit dem „Frame“-Regalsystem. Es besteht aus Teak und pulverbeschichtetem Aluminium. Unten: Ein „Big Green Egg“-Grill in einer Betonzeile von Wwoo. W!D 3/2016

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WOHNEN !

B A D E Z I M M E R Eintauchen, abtauchen, durchstarten. Wenn im Sommer die Sonne gnadenlos herunterbrennt wirkt Wasser Wunder. Und so manches kühle Nass ziert den Garten. Swimmingpools geben dem Garten einen luxuriösen Touch, Whirlpools laden zum Verweilen ein, davor, danach und zwischendurch tut eine kalte Dusche gut. Kleine wie große Gärten werden immer häufiger wassertechnisch bereichert. Denn nicht nur drinnen hat sich das Badezimmer von der gefürchteten Nasszelle zur geliebten Wellnesszone verändert. Auch draußen hält der Luxus rund um Spa und Entspannung Einzug. Warum sollte man an fremden Hotelpools Liegen reservieren, wenn der eigene Garten lockt? Die Sonne scheint vom Himmel, die Getränke liegen kalt, der Pool lädt zur erfrischenden Schwimmrunde ein, wozu noch in Urlaub fahren? So verbringt man die schönsten Monate des Jahres doch gerne auf der eigenen Terrasse! |wh

Den Regie-Stuhl oben entwarf Frank Boschman, Royal Botania. Entspannung verspricht der Pool von Zucchetti/Kos, darunter. Mit der mobilen Außendusche rechts bringt Atelier Tradewinds ein praktisches Produkt heraus. Der Edelstahlstab mit Pedal gestattet, die Dusche zügig im Boden zu verankern, leicht lässt sich das Wasser anschließen. Outdoor-Whirlpool für ein ultimatives Relaxerlebnis und das formschön von Villeroy & Boch. Infos Seite 140. 40

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D-Life: Für Ideen, Individualität, Inspirationen, Wohnkonzepte, Lebensräume – für Menschen. Das neue Rahmendesign D-Life bietet in hochwertigen Materialien viel Raum für Ihre Kreativität. Ein zurückhaltendes, stegloses Design, das Visionen von Lebensraum mit starkem Charakter wahr werden lässt. Dezente Eleganz überzeugt: Die Einsätze sitzen besonders flach im Rahmen.

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A R B E I T S Z I M M E R Open-Air ist nichts zu schwer – also nix wie raus auf die Terrasse. Terrasse, Garten und Balkon eignen sich super zur Entspannung, zum Feiern und Genießen, zu geselligen Abenden mit Freunden bei einem guten Glas Wein. Doch auch für die lästigen Überstunden eignet sich der Außenbereich. Also raus mit Büchern, Laptop und Notizblock. Während man sich von der Sonne verwöhnen lässt geht die Arbeit umso schneller voran, das Zwitschern der Vögel lässt den Alltag vergessen, und der Grillduft aus Nachbars Garten erinnert daran, dass der eigene Feierabend auch nicht mehr fern ist. |wh

Mit einer komfortablen Sitzgelegenheit aus Teakholz besticht Tribù mit Vis à Vis, oben. Irgendwie wie in der Schule: Bank und Tisch aus der Kollektion „Bird“. Durstig nach der Arbeit, erfreut der Tisch „Bells“ von Gloster, Mitte. Fischer Möbel bringt mit „Helix“ minimalistischen Stil auf den Balkon, Serviertisch um 680 E. Infos Seite 140. 42

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Die stilvollere Alternative Wer auswärts übernachtet, ganz egal ob im Urlaub oder auf Geschäftsreise, erwartet nur das Beste von seiner Unterkunft, auch optisch. Deswegen haben Designhotels gerade Hochsaison.

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ROVINJ: Benannt nach der Bucht vor dem Hotel erhielt das „Lone“ seinen Rufnamen. Klingt erst einmal unspektakulär, doch ist es bei Weitem keine gewöhnliche Unterkunft, sondern das erste Designhotel des Landes. Woran man das sieht? Bei näherer Betrachtung eigentlich überall. Fangen wir von außen an: Die Form ist futuristisch und wurde wie das Deck eines großen Passagierschiffes konstruiert, mit dem Vorteil, dass fast ein jedes Zimmer über Meerblick verfügt. Weiter geht es nach innen: „Das übergreifende Thema, das gesamte Innenleben als Ausstellungsort kroatischen Designs zu konzipieren, kam erst et44

was später, als wir bereits am Hotel arbeiteten und beschlossen, es als Designhotel zu positionieren“, so Silvije Novak von 3LHD Architects, die das Projekt bei einer Ausschreibung gewannen. Schnell stand fest, dass sie weitere Teams mit einbeziehen wollten, und so kam es, dass nach Abschluss des Rohbaus einheimische Konzeptkünstler wie Ivana Franke und Silvio Vujicic in die Bauarbeiten involviert wurden. Das Hotel wurde bereits vor fünf Jahren eröffnet und gilt noch immer als Vorzeigeprojekt. Oben: Restaurant „Oleander“ mit großzügiger Terasse, Ausblick aus einem der Premiumzimmer sowie der Pool. Infos auf Seite 140.

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Ein echtes Schmuckstück der Mandarin Oriental Group ist das im letzten Jahr eröffnete Haus in Mailand. Einen Katzensprung entfernt liegen zwei Berühmtheiten der Stadt: Scala und Dom. MAILAND: Wie waren eigentlich die wohlhabenden Mailänder der 30er-Jahre eingerichtet? Diese Frage inspirierte das Studio Antonio Citterio Patricia Viel Interiors bei der Inneneinrichtung des Hotels. Sie schafften es, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verknüpfen und heraus kam ein Hoteljuwel für alle Designliebhaber. Oben links verzaubert die Aussicht auf den Dom,

ein Kingsize Bett mit gewölbtem Kopfteil und Bettwäsche aus ägyptischer Baumwolle. Die Hotelfassade ist im Stil des 19. Jahrhunderts gehalten. Die Stühle an der Hotelbar stammen aus der „Fulgens“-Kollektion für B&B Italia, ansonsten regiert der zeitlose Schwarz-Weiß Look. Von den insgesamt 104 Zimmern sind 34 Suiten. Übernachtung im „Mandarin“-Zimmer ab 850 e. W!D 3/2016

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REISE !

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Sie suchen in Österreich noch eine hippe Unterkunft? Dann schauen Sie doch einfach mal im Daniel vorbei: WIEN/ GRAZ: Florian Weitzer ist seit rund 13 Jahren Geschäftsführer der Weitzer Hotels, ein familiengeführtes Unternehmen mit insgesamt fünf Häusern in den beiden Städten Graz und Wien. Zwei davon möchten wir Ihnen vorstellen: Gestatten, Daniel! Damit meinen wir das „Hotel Daniel Graz“ (rechte Seite) sowie den kleinen Bruder, das „Hotel Daniel Wien“ (lin-

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REISE !

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ke Seite). Die beiden sind Synonym für Smart Luxury und zeichnen sich besonders durch ihre vielen und liebevollen Eigenheiten aus, dank derer sich die „Daniels“ von anderen Häusern unterscheiden. Mit dem Umbau 2005 erhielt die Herberge in Graz einen ganz frischen Look und zeitgleich auch ein neues Konzept. Urban sollte es sein und hip, „ein Mix aus Jugendstil und Soul“ wurde angestrebt, und so erhielt die Architektur der 50er-Jahre kurzerhand einen bunten Anstrich. Schon damals mit von der Partie: der Berliner Designer Werner Aisslinger. Doch 2014 setze der noch einen drauf: nämlich mit seinem Entwurf für den „LoftCube“ (Bild oben). Dieser ermöglicht den Gästen einen Rundumblick über ganz Graz. 2011 folgte ein weiteres „Daniel“, doch diesmal direkt in der österreichischen Hauptstadt. Auch hier scheint alles möglich, denn welche Bleibe verfügt schon über Obstbäume und einen eigenen Bienenstock (linke Seite) auf dem Dach? Die Zimmer haben neben dem klassischen Bett auch eine Hängematte zum Entspannen. Dagegen kommt einem der hoteleigene Shop (linke Seite Mitte) ja schon fast wie Mainstream vor. In der „Bakery“ (links unten) wird sowohl Frühstück als auch Abendessen angeboten und ist längst zu einem urbanen Treffpunkt für die Gäste wie auch für externe Besucher geworden. Florian Weitzers Credo „Stillstand ist der Anfang vom Ende“ scheint also eher ein Versprechen und macht neugierig auf die Dinge, die da noch kommen mögen. Weitere Informationen finden Sie auf Seite 140. |ed

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LEUTE !

Jo Robinson erweckt Hasen zum Leben. Jeder hat einen anderen Charakter. Es gibt sie auf handgemachten Grußkarten, Tassen und als Druck für die Wand. Alles über hammade.com

Designpersönlichkeiten Gute Leute, tolle Storys – wie die von Jo Robinson. Ihre Prints gehören zu unseren Lieblingen. „Als Tochter eines Farmers waren Tiere schon immer wichtig für meine Arbeit“, sagt Jo Robinson, die sich vor fünf Jahren mit ihrem Label „Ham“ selbstständig machte. „Ich habe mit einem Schwein, einem Pferd und den Hasen angefangen. Im Laufe der Zeit sind wir gewachsen und die Zahl der Langohren gleichermaßen, bis sie in der Überzahl waren.“ Jedes Jahr kommen einige dazu – „es macht großes Vergnügen, sie zu zeichnen. Ihre Silhouette ist so unverwechselbar und an den Ohren lassen sich ihr Wesen und ihre Persönlichkeit ablesen.“ Robinson studierte Kunst an der 48

Ruskin School of Drawing und arbeitete zunächst fünf Jahre in einer Londoner Agentur bevor sie Ham als Pop-up-Shop in der Carnaby Street eröffnete. Ihre Schwarz-Weiß-Kompositionen, die an Scherenschnitte oder die Kunst des Schattenrisses denken lassen, werden ihr förmlich aus den Händen gerissen. Dabei ist die Künstlerin stolz, dass alle Produkte – ihre Fine-Bone-China-Tassen eingeschlossen – vor Ort entstehen und dekoriert werden. „Derzeit arbeiten wir an einem Riesenhasen von über vier Metern Höhe für ein Londoner Gebäude und an einer Solo-Ausstellung.“ |sd

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LEUTE !

©LAURA SALVATI

Mut, Spielfreude, Erfahrung und Harmonie sind Nanda Vigos Zutaten für gutes Design. Diese Frau ist einfach fabulös. Ihr Lebenslauf liest sich wie eine Mischung aus Lara Croft (passenderweise wäre ihre Alternativ-Karriere die einer Weltraum-Archäologin) und Alice Schwarzer (nur eben in einer Künstler-Version). Mit einem Rucksack reiste die Italienerin (*1936), getrieben von ihrer „Liebe für die Erforschung kultureller Identitäten“, durch Ghana, Burkina 50

Faso, Niger, die Sahara und Mali, immer auf der Suche nach jahrhundertealten Traditionen. Heute lebt und arbeitet sie in Ostafrika und Mailand, weil sie es im Alter „ruhiger“ angehen lassen will, schmunzelt sie. „Mit sieben spazierte ich durch Como und stand auf einmal vor einem Gebäude von Giuseppe Terragni: die Casa del Fascio. In diesem Moment entdeckte ich die Schönheit der Architektur – die Verbindung aus Rationalität, Sichtbeton, Glas und ein fantastisches Lichtspiel, das Volumen und Raum formt.“ Der Rest ist Geschichte. Nanda Vigo studierte zusammen mit dem Maler Filippo de Pisis die Architektur Terragnis und später an der angesehen Universität École Politechnique im Schweizer Lausanne, arbeitete in San Francisco, kehrte schließlich nach Mailand zurück und eröffnete 1959 ihr eigenes Büro in Mailand getreu dem Motto „in Galaxien vorzudringen, die noch kein Mensch betreten hat.“ |mlm

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LEUTE !

Aus dem Archiv von Nanda Vigo: Linke Seite: „Mobile Cronotopo“ aus den Siebzigern für Driade; eine Installation für die Stiftung Mudima in Mailand im Jahr 2006; aus der „100% Makeup Collection“ stammt die Vase aus dem Jahr 1991 für Alessi. Diese Seite: Das „light project“ mit der Künstlerin 1971 in der Mana-Kunstgalerie in Rom; Installation und Performance aus dem Jahr 1983 in Mailand. Darunter: Nanda Vigo in Aktion: Während der „Il Golfo Mistico“-Ausstellung in der Mailänder Marconi-Galerie, 1985. Rechts: „Blocco“-Hocker für Driade. Infos Seite 140. W!D 3/2016

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LEUTE !

Jagdtrophäen im Haus sind „political corrrrrect“ – solange sie eine gute Provenienz haben. Unsere Empfehlung: Nina Hinkel. „Irgendwann saßen wir unterm Weihnachtsbaum zusammen. Ich hatte meinem Mann einen Nashornkopf aus Porzellan geschenkt, und da kam mir die Idee: In jedem Haushalt steht ein Tier. Die einen haben einen Affen, der nächste ein Huhn und manche ein Krafttier wie einen Delphin oder einen Wolf“, so die Modedesignerin Nina Hinkel, die aus ihrer „zweiten“ Liebe dann ihr Business startete. Ihr Online-Shop „Wild&Domestic“ bietet einen ganzen zoologischen Garten für Zuhause – ob es Tiere auf Kissen, als Schmuck oder auf Porzellan sind. Eine Gemeinsamkeit haben sie – es gibt strenge Auswahlkriterien: „Originalität, die Qualität ist brutal wichtig und ästhetisch muss es auch sein.“ Unikate von Künstlern runden Hinkels Portfolio ab. „Wenn ich einen Künstler führe, dann schaue ich mir die Arbeiten direkt im Atelier an.“ Alles ist mit Liebe zusammengestellt und mit einer Mission: „das Thema Naturschutz.“ |sd Nina Hinkel findet ihre Lieblinge auf Reisen und Messen. Leuchter und Schale (um 200 €) von Vagabond House aus den USA sind nahezu einmalig in Deutschland. Dazu ein Iosis-Kissen, eine Katze als Kerze und die Schale „Butterfly“. Quallenlampe von Jürgen Reichert. Alles und viel mehr über wildanddomestic.com 52

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© KRISTOF VRANCKEN

© LIESJE REYSKENS

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Linde Hermans gibt Alltagsgegenständen einen neuen Charakter.

Die Königsdisziplin der quirligen Belgierin ist die Neudefinition bekannter Objekte. So wird eine Hauhaltsbürste in Kreuzform zum „Sündenschrubber“ mit dem Vorschlag sich damit Füße und Herz gleichermaßen zu reinigen. „Am meisten werde ich von den kleinen Dingen im Alltag inspiriert“, so Linde „ich liebe es, auf Flohmärkte zu gehen, mich faszinieren alte Gegenstände, Materialien und Formen.“ Nach dem Studium in Genk gründet die 41-Jährige ihr eigenes Studio in der Nähe von Hasselt. Hier lebt und tüftelt die dreifache Mutter und das äußerst strukturiert. „Ich stehe um sieben auf, bringe die Kinder in die Schule und beginne dann zu arbeiten, alles ist fest getaktet, anders würde es nicht funktionieren.“ Doch einen festen Feierabend gibt es selten, „nach dem Abendessen verbringe ich oft noch Zeit im Studio.“ Dabei zeichnete sich der Weg zum Industriedesign erst später ab. Mit 16 galt ihr Interesse der Mode, außerdem hatte sie ein Faible für Mathe und Physik. Doch bei der ersten Berührung mit Industriedesign war sie gleich infiziert „Ich wollte einfach mit den Händen arbeiten, und nach wie vor mache ich die meisten meiner 54

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Prototypen selbst.“ Die Arbeiten von Linde Hermans sind stets überlegt, technisch gut durchdacht und haben dabei immer eine Prise Humor. Model Zoë präsentiert oben drei unserer Favoriten, die sowohl im täglichen Bedarf wie auch zu ganz außergewöhnlichen Anlässen ihre Bestimmung finden. So kann man das Geschirrtuch gut und gerne auch mal als Oberteil zu einem Geschäftstermin tragen. Ihr Werk hat zwar einen roten Faden, der sich immer wieder zeigt, dennoch ist es sinnlos sie in eine bestimmte Schublade packen zu wollen. Und es führt weit über das klassische Produktdesign hinaus. Das bestätigt auch ihr aktuelles Projekt, bei dem es um die Neugestaltung von Picknick-Plätzen der belgischen Stadt Genk geht. Parallel sollen im Freilichtmuseum in Bokrijk alte Spiele wie etwa Shuffelboard neu interpretiert werden. Ab und zu braucht Linde aber auch etwas Abstand vom Erfinden und Entwickeln und den findet sie am besten in der Natur. Auch Musik nimmt eine wichtige Rolle in ihrer Freizeitgestaltung ein, so spielt sie Kontrabass und ist eine leidenschaftliche Tänzerin. |ed

Reihe oben: Die Bürste zum Reinwaschen der Sünden, Lätzchen mit Kragen oder das einfache Taschentuch für bestimmte Anlässe. Unten: „James“, wie das Objekt liebevoll getauft wurde, ist eine Bürste mit Butlereigenschaften und nimmt auch Kleidungsstücke entgegen.


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LEUTE !

Ein leuchtender Elefant, Fische mit Beinen – willkommen in der Welt von Isidro Ferrer. Eigentlich sollte es nur ein kurzer Ideenaustausch sein, zwischen dem Lampenhersteller LZF und dem Designer Isidro Ferrer. Doch dann wurde mehr daraus. Und so brachte man mit den lustigen Tierfiguren der Reihe „Funny Farm“ gleich etwas ganz Spezielles auf den Markt. Was das Besondere an der Zusammenarbeit mit LZF ist? „Wir haben eine gemeinsamen Sprache, auch wenn wir in grundsätzlich verschiedenen Designsparten produzieren, können wir so Gemeinsamkeit herstellen“, sagt Ferrer. Der Spanier, der mittlerweile einige der wichtigsten Design-Awards sein Eigen nennen darf, sucht nicht nach Inspiration. Sie begegnet ihm einfach so zwischendurch, im normalen Leben, in der Kunst. Vielfältig interessiert wie er ist, findet sich immer etwas Spannendes. Und so erklärt sich auch sein vielfältiges Schaffen. |wh 56

Die Figuren sind handgefertigt und aus hochwertigem Holz, beinahe skandinavisch wirken sie. Ein leuchtendes Beispiel für Ferrers Design ist der „Elephant LS“ aus Ulmen- und Birkenholz für LZF, links. Mit den lustigen Booklets unten kehrt der Designer oben zu seinen Wurzeln zurück, die neben dem Theater auch bei der Graphik sind.

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LEUTE !

Gutes tun kann so einfach sein. Stellen Sie beim Händewaschen das Wasser doch ab, oder unterstützen Sie Projekte wie dieses. Eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Für das Powerpaket Kaya-Line Knust ist das ein Grund zu handeln. Die Geschäftsführerin der NaturkosmetikMarke „Stop The Water While Using Me!“ setzt sich mit der Initiative „Good Water Projects“ für sauberes Trinkwasser an Kenias Schulen ein. Ihr neustes Projekt „Drop for change!“ ist eine Herzensangelegenheit. „Dank einer intelligenten Wasserfilter-Technologie können wir für Schulkinder eine konstante Versorgung mit frischem Trinkwasser über mindestens drei Jahre sicherstellen. Das ist eine tolle und nachhaltige Veränderung für Kenias Schulen“, berichtet die Hamburgerin. Zum Start des Projekts 58

ließ sie die neuen Stückseifen „Lemon Honey“ und „Cucumber Lime“ in der ältesten deutschen Seifenmanufaktur aus komplett natürlichen Inhaltsstoffen herstellen. Zehn Prozent des Erlöses fließen direkt in das Projekt. Ein Wort zum Schluss? „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Also los!“ |mlm

Wer die Wahl hat, hat die Qual: „Lemon Honey“ oder „Cucumber Lime“? Beide Seifen enthalten Bio-Kokosöl, sind vegan, unglaublich wohlriechend und werden in Deutschlands ältester Seifenmanufaktur hergestellt. Das Set aus Seife und Schale kostet um die 40 €.

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MODE !

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Impuls trifft Mode trifft Design Folgen Sie uns nach Japan, schärfen Sie die Sinne im Print-Dschungel und staunen Sie, wie nah Mode und andere Design-Disziplinen beieinander liegen. Die Modebranche ist der Ursprung aller Trends? Das ist wie so oft eine Frage des Blickwinkels. Während sie sich als Geburtsstätte aller Entwicklungen sieht, werfen andere Disziplinen ihr Vergänglichkeit vor. Landet ein Trend im Laden, sei er schon längt vergangen – ein Wettrennen, das nur Branchenkenner bestreiten können. Dennoch zeigt das Potpourri der 60

nachfolgenen Seiten, wie verschiedene Design-Disziplinen Hand in Hand gehen. Die Parallelen der Messe-News und aktuellen Frühjahrs-Sommer-Kollektionen zu leugnen, wäre müßig. Bleibt eine Frage offen: wer hat nun wen befruchtet? |mlm

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DESIGN ! Neun Beweise, dass Japan mehr als ausgezeichnete Mangas zu bieten hat: 1 | Hinter dem Geschirr von Tokyo Design Studio steckt – man mag es kaum glauben – ein holländisches Familienunternehmen. Gefertigt und designt wird allerdings in Japan. 2 | „Shibori“ heißt die über hundert Jahre alte Technik, mit der Familie Murase ihre Stoffe veredelt. Die Kaschmir-Woll-Decke (15/85%) misst 140 mal 220 Zentimeter, Suzusan. 3+4 | „Fragrance“-Gefäß und „Shinogi“-Schale, über Arita 400 Project. 5 | „Mammals“-Vasen in zwei Größen, Ceramic Japan. 6 | Kooperation von Issey Miyake und Iittala: „Unsere Expertise in der Verarbeitung von Stoffen zahlt sich in diesem gemeinsamen Projekt aus“, freut sich Midori Kitamura, Leiterin des Miyake Design Studios; Kissen ab 130 €. 7 | Die Frühling-Sommer-Kollektion von Plissier-Genie Issey Miyake für das gleichnamige Label. 8 | Tassen und Teller entwarf ebenfalls Issey Miyake für Iittala unter dem Motto: „Pause for Harmony“, je um 26 €. 9 | Teller und Kanne aus der „Yuuki“-Serie, sowie Lackschale „Tochi“ und Holzschale „Azusa“ sind über Otoro erhältlich. Herstellerinfos Seite 140.

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Evergreen Print macht müde Augen munter. Keine Frage – hier ist Konzentration gefordert. 1 | „Comtoise“-Wanduhr nach französischem Vorbild aus dem späten 17. Jahrhundert. Das Design stammt vom flämischen Duo Job Smeets und Nynke Tynagel (Studio Job), 75 €, Alessi. 2+3 | Läufer „Mucha“, 45 x 150 Zentimeter, um 30 €, und Kissen „Nouveau“ ((40 x 40 oder 50 x 50 Zentimeter), ab ca. 30 €, beides Linum. 4 | „Zig Zag“-Dekor auf dem leicht transparenten Fine-Bone-China-Porzellan, ab ca. 20 € €, Dibbern. 5 | Das Day Bed „775“ entwarf Josef Frank bereits im Jahr 1938, ab ca. 3.285 €, Svenskt Tenn. 6 | „Pallina“-Pouf mit auffallenden Mikro- und Makro-Streifen (der Stoff heißt „Sintra“). Es handelt sich um einen Entwurf für die outdoortaugliche „Tropical Fish“-Kollektion, 940 €, Missoni Home. 7 | Der Look stammt aus der Frühjahr-Sommer-Kollektion von Mantù. 8 | „Lance“-Sandalen aus bedrucktem Satin, 625 €, Jimmy Choo. Die Kaufinfos finden Sie auf Seite 140.

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Feine Transparenz, komplexe Stickereien und derbe Stoffe – das Spiel mit konträren Texturen war nie verlockender. Glänzend und matt, durchsichtig und opak, derb und fein – Textilien brauchen einen Gegenspieler um ihre Schönheit zu entfalten. 1 | Die „Luxury weaving“-Wandverkleidung aus Abaca-Rinde wird mit Metallfäden gewebt und handgefärbt. Die abgebildete „Raja“-Variante gibt es in insgesamt neun unterschiedlichen Farben. Tapeten wie diese gehören zu den extravagantesten auf dem Markt, über Élitis. 2 | Nichts für den Supermarkt, oder die Shopping-Mall, aber die nächste CocktailParty kommt bestimmt: Cargo-Weste aus Seidensatin (um 1.405 E), Kleid aus Seidenchiffon, Tüll und mit Seidenstickerei (um 2.550 E), Shorts (um 300 E) und nietenbesetzte Sandaletten aus Lackleder (um 1.030 E), alles Blumarine. 3 | Ähnlich einer Muschelschale wechselt das Streifenmuster der „Omaggio“-Vase zwischen schillerndem Perlmutt und matten Strukturen, ab ca. 30 E, Kähler. 4 | Ein weiterer Look von Blumarine aus der Frühjahr-Sommer-Kollektion: Cargo-Weste aus Leinen (um 885 E), Seidenchiffon-Kleid (um 5.650 E) und Pumps (um 1.000 E). Die Bezugsquellen und Kaufinfos sind auf Seite 140.

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Wenn das gewünschte Reiseziel mal wieder „Hauptsache ganz weit weg“ lautet ... Erwischen Sie sich auch gelegentlich beim Kauf von Dingen, die in unseren Breitengraden vollkommen deplatziert scheinen? Sechs traumhafte Fernweh-Stiller: 1 | Samt-Sessel „Structure“ entwarf Alain Gilles für Bonaldo. 2 | Gestreifter Rundhalspulli aus Seide, Wollkleid, Print-Handtasche und kristallbesetzte Leder-Sandalen (650 E), alles Fendi. 3 | Abendtasche „Candy“, 625 E, Jimmy Choo. 4 | Recycling-Teppich „Rope“ aus PET-Flaschen für In- und Outdoor, Ligne Roset. 5 | Für aufregende Sommernächte: „Wild Thing“-Sandaletten, 575 E, Aquazzura. 6 | Robert Dallet entwarf die „Carnet d‘Équateur“Geschirrserie für Hermès.

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Auf Craft Beer folgt Craftsmanship aus Italien, Deutschland und Dänemark. 6 Nein, Mann von Welt muss sich für eine maskuline Einrichtung keine goldenen Gewehr-Leuchten aufstellen – Sorry Philippe Starck! Ebenso männlich, aber dafür deutlich subtiler: 1 | „Lambda“ aus 18-Karat-Weißgold und mit tiefblauem Ziffernblatt, 15.200 E, Nomos Glashütte. 2+3 | Reisetasche aus Leder und Wolle in der Farbe „Ocean“ und nostalgischer „Carry On“-Koffer, je um 1.070 E, beides Handarbeit aus Italien und beides von dem britischen Label Hard Graft. 4 | Mundgeblasene Karaffe und „No. 5“-Glas für Whisky oder Cognac, um 100/25 E, Holmegaard. 5+6 | Imposanter „Nim“-Couchtisch aus Verbundmaterial auf Gips-Basis, limitiert auf 50 nummerierte Exemplare, um 5.550 E; faltbarer „Imo“-Hocker, um 375 E, beides Pinch. 7 | Werkzeugbox, gefertigt in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, um 60 E, Side by Side. Kaufinfos finden Sie auf Seite 140.

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REPORTAGEN !

Alles, außer gewöhnlich. Auf der türkischen Halbinsel Bodrum erbaute ein schwedischer Architekt ein kreisrundes Haus. Eine ehemalige Manufaktur in London wird zum Wohnraum, und in Mailand öffnen ein bekannter Designer und eine designbegeisterte Familie ihre Wohnungstüren. Was gute Möbel und Gestaltungsideen bewirken, entdecken Sie jetzt:

Der „Ribbon“-Sessel von Pierre Paulin für Artifort steht in einem Mailänder Design-Apartment, daneben eine Leuchte aus den Sixties, mehr ab Seite 98.

Stardesign(er) 70 | Frühstück im Freien 80 | Factory Boy 88 | Family Home 98

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REPORTAGE !

Im Haus des Formgebers Giulio Iacchetti gehรถrt zu den Stardesignern Italiens. Seine Basis hat er in einer ehemaligen Fabrikhalle in Mailand gefunden. FOTOS: GIANNI FRANCHELLUCCI / LIVING INSIDE TEXT: GIORGIO TARTARO / WH

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REPORTAGE !

Das Bücherregal entwarf der Hausherr für Casamania. Auch der gelbe Sessel, ein Prototyp für Simon, trägt die Handschrift von Giulio Iacchetti (linke Seite), der dazu ein Fauteuil von Osvaldo Borsani (bei Tecno) und ein Cappellini-Sofa kombinierte. Wer sieht da noch den Schädel, der über die Belletristik und die Stereo-Anlage wacht? Infos auf Seite 140 im Heft.

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REPORTAGE !

Manchmal scheint nicht Rom, sondern Mailand Italiens wahre Hauptstadt zu sein. Mehr als zwei Jahrtausende Handel und Wirtschaft, führende Finanz- und Industriestadt, international beachtete Messen, Sitz zahlreicher Firmen mit Weltruf. Alles umschlossen von der berühmten Ringautobahn, in der sich die wichtigsten Verkehrsverbindungen des Landes vereinen, Rom – Neapel, Turin – Triest. In der Mitte des Ganzen tobt rastlose Geschäftigkeit. Im Süden Mailands erreicht das rege Treiben der Millionenmetropole ihren Höhepunkt, nicht das der Weltkonzerne, sondern das ihrer Bewohner. In den belebten Straßen versammeln sich Chinarestaurants, Internetcenter, Delikatessenläden, Callshops, Menschen aus aller Herren Länder. Hier schlägt das multikulturelle Herz der Stadt. In diesem Stadtbezirk fand im Gegensatz zu anderen Stadtvierteln keine Gentrifizierung statt. Einige Gebäude sind dermaßen umgebaut, dass sie ihr Gesicht verloren haben, andere Gebäude wurden von ihren neuen Besitzern liebevoll restauriert und renoviert, um den klassischen Charakter typisch mailändischen Baustils zu erhalten. Nicht gerade typisch mailändisch, aber dafür gut erhalten wirkt das Haus eines namhaften Designers. Hat man die Türen erstmal hinter sich geschlossen, den Flur durchquert, verstummt der Verkehrslärm, vom geschäftigen Treiben der Großstadt ist nichts mehr zu spüren. Hier ist das Zuhause von Giulio Iacchetti, Partnerin Silvia Cortese und Sohn Tito. Die Familie hat sich bewusst für diesen Stadtteil entschieden. Das multikulturelle Ambiente des Stadtviertels gefiel ihnen und so entschieden sie sich für die ehemalige mechanische Werkstatt. Nur wenige bauliche Veränderungen wurden vorgenommen, die Originalstruktur des Gebäudes sollte bestehen bleiben. Was verändert wurde ist aber deutlich zu erkennen, ebenso deutlich, wie die berufliche Prägung von Iacchetti. Der Produktdesigner ist seit fast drei Jahrzehnten im Geschäft, zahlreiche Entwürfe für namhafte Firmen tragen seine Handschrift. Eine Stehlampe oder ein Gullideckel sind ebenso darunter wie Weingläser und Besteckkollektionen. Mehr als ein Compasso d‘Oro steht bereits im Lebenslauf des Designers. Der italienische Industrie-Designpreis geht bevorzugt an Entwürfe, die gleichermaßen ästhetisch hochwertig wie kommerziell erfolgreich sind. Doch auch Iacchetti selbst scheint von seinen eigenen Entwürfen durchaus überzeugt zu sein, machen sie doch einen erheblichen Teil dessen aus, was die Raumgestaltung und die Einrichtung im eigenen Haus betrifft. Die von ihm für Jannelli & Volpi entworfene Tapete markiert den Übergang vom Wohnbereich zu den Schlafräumen. Direkt über dem Gang befindet sich ein Oberlicht in der Wand, das Licht in das Mezzaningeschoss lässt. In diesem nachträglich eingezogenen Zwischengeschoss liegt das Kinderzimmer. Das Bad zeigt sich praktisch und klar. So sind Waschbecken samt Einbauschränken aus hochwertigem Holz auf Alltagstauglichkeit ausgelegt. Lediglich eine Leuchte in Form eines 72

Duschkopfs über der Badewanne verrät den hintergründigen Humor des Designers – sein Spiel zwischen trügerischer Form und tatsächlicher Funktion eines Gegenstandes. Badezimmer und Wohnbereich veranschaulichen eine besondere Definition von Raum. Iacchetti und die mit dem Umbau beauftragte Architektin Silvia Monaco waren sich einig. Eine zurückhaltende

Einrichtung, die den Einrichtungsgeständen genug Raum zur Entfaltung lässt, hochwertige Materialien, welche sich positiv in das bestehende Raumklima einfügen. Monaco scheint das richtige technische Gespür zu haben. Von ihr stammen neben der Gesamtkonzeption vor allem die Gestaltung des Bades und der Wohnküche. Vom Wohnbereich wie von der Küche gelangen Besucher in den Garten, der von umlaufenden Bahnschwellen als Gartenzaun begrenzt wird. Dahinter verlaufen die Schienen der Nahverkehrszüge, deren regelmäßige Vorbeifahrten dem Tag seinen Rhythmus vorgeben. Die hektische Großstadt scheint auf einmal kilometerweit entfernt. Angenehmes Klein-

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Die enorme Raumhöhe ließ sich gestalterisch vielseitig nutzen. Im Eingangsbereich gegenüber empfängt ein Prototyp des Designers die Gäste. Für die intimeren Räumen – Iacchetti wählte als optische Abtrennung zu diesen seine Tapete „Fields“ für Jannelli e Volpi – genügt eine konventionelle Deckenhöhe. So blieb Platz für ein Zwischengeschoss. Über dem langen Gang zum Schlafzimmer entstand ein Oberlicht, hinter dem das Reich der Kinder beginnt. Das Badezimmer ist mit hochwertigen Materialien, aber bewusst zurückhaltend eingerichtet. Die freistehende Wanne von Antonio Lupi bildet einen guten Kontrast zum Eichenfußboden, darauf steht die Leuchte „Shower“ von Giulio Iacchetti für Ruggio. Fliesen aus seiner Serie „L 14“ für Lea Ceramiche und seine „Battò“-Armaturen bei IB Rubinetterie. Fußboden und Wandfarbe sind in allen Räumen gleich. Bezugsquellen Seite 140.

stadt-Flair dominiert. Vermutlich genau diese Stimmung ist es, die Iacchetti und Cortese beim Kauf des Hauses überzeugt hat. Das ist das Italien, das man aus dem Urlaub schätzt: Lässigkeit und Entspannung. Hier kann man den Feierabend wunderbar verbringen. Die Terrasse lädt zum Verweilen ein – die meisten Möbel sind auch hier Entwürfe des Hausherren. Der Metalltisch ist – wie so einiges im Haus – ein Prototyp. Vieles braucht seine Zeit bis es in die Produktion geht und manches wird vorher genau ausgetestet. Auch die Klappstühle „Bek“ stammen von ihm, ein Entwurf für Casamia. Mit dem Modell legt er eine stilvolle Neuauflage des nützlichen Alltagshelfers vor, eine moderne

Neuinterpretation des klassischen Sitzmöbels auf den meisten Terrassen dieser Welt. Einen urigen Akzent setzen die Steinhocker „Gas“ und „Bal“, entworfen für Pimar. Iacchetti versteht es auch, in den eigenen vier Wänden seine Objekte und Möbel zu integrieren, ohne dass sie den Rahmen sprengen würden. Vielmehr passen sie sich aufgrund ihrer Formsprache stilvoll an die vorhandene Rahmeneinrichtung an, ohne es allerdings zu versäumen, eine individuelle Note zu hinterlassen. Das Wohnzimmer erhält durch sein Bücherregal „Bloom“ eine markante Struktur, im Esszimmer fällt der Blick unweigerlich auf ein kleineres Bücherregal, das er aus Ikea-Modulen zusammensetzte, W!D 3/2016

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REPORTAGE ! Kollege Alfredo Häberli entwarf das Bett für die italienische Marke Alias. Es trägt den Namen „Legnoletto“. Iacchetti kombinierte es mit einem Eames-Sessel (Vitra) aus der Entwurfszeit, den frühen Fifties. Sein Teppich „Knock Out“ entstand für Nodus, der Nachttisch „Affi“ für Internoitaliano. Vor die alten Holzfenster aus der Zeit um 1900 wurden moderne Eisenfenster als Isolierung installiert. An der Wand hängt eine Arbeit von Paola Casalino. Infos Seite 140.

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Durch den Raum schwingt die Leuchte „Twiggy“ von Marc Sadler für Foscarini. Mit dem Umbau der Räume beauftragte Iacchetti die Architektin Silvia Monaco, die auch die Küche plante und dafür die Serie „Meccanica“ von Valcucine wählte. Über der Kochinsel schafft eine Abzugshaube von Elica gute Luft, an der Theke stehen Plank-Barstühle nach einem Design von Konstantin Grcic, um den Esstisch Wegner-Klassiker von Carl Hansen.

eine humorvolle Adaption des bekannten Klassikers „Carlton“ von Ettore Sottsass. Der Designer Iacchetti scheint Experimente wie dieses zu lieben. Gegenüber steht eine aus Teilen des skandinavischen Möbelkaufhauses zusammengeschraubte Kopie des Tisches „Cicognino“ von Franco Albini. Doch das Wohnzimmer ist nicht nur von den Produkten der Bastelstunden des Hausherrn geprägt. Es erhält seinen Reiz durch eine bunte Mischung aus Neu und Alt. Iacchetti setzt neben Klassikern auch auf junge Talente. Um den Esstisch stehen „CH24“-Stühle des skandinavischen Gestalters Hans J. Wegner, die der Hersteller Carl Hansen & Son seit 1950 kontinuierlich produziert. An der 76

Bar schaffen „Miura“-Barhocker von Konstantin Grcic für Plank ein anspruchsvolles Ambiente. Kompakt gefertigt und niedrig im Aufbau, ermöglichen sie einen unverstellten Blick durch das Zimmer. Auch im Master Bedroom finden sich Gegenstände von Iacchetti. Sein Bett ist jedoch von Alfredo Häberli entworfen, in der Ecke steht ein Eames Chair aus Fiberglas, der aus der frühen Produktion stammt. Gemessen an den anderen Räumen, präsentiert sich der Schlafbereich zurückhaltender. Insgesamt jedoch scheinen die Bewohner des Hauses eine Leidenschaft für bunte Farbkombinationen und fließende Formen zu haben. Sie brechen die sonst eher sachlich wirkende Geradlinigkeit des

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Grundrisses auf. Das Weiß der Wände liefert eine ideale Bühne und schafft eine Wohlfühlatmosphäre. Durch die großen Fenster dringt viel Tageslicht, die strikt symmetrische Anordnung von Essbereich und Küche geben dem Raum eine klare Struktur. Im Grunde sind Wohn- und Essbereich sowie die Küche ein einziger, großer Raum. Durch geschickte Möblierung erhält die ehemalige Fertigungshalle eine klare Unterteilung. Eine Arbeitsinsel grenzt die Küche – ein Entwurf von Gabriele Centazzo für Valcucine – zum Wohnbereich hin ab. An der Rückwand wurden Kühlschrank und Vorratsschränke integriert. Praktisch und formschön, das sollte die Küche gleichermaßen sein. Das kanti-

ge und unprätentiöse Design fügt sich nahtlos und harmonisch in die Umgebung ein – wie ein entfernter Gruß an die Maschinen, die ursprünglich diesen Raum bestimmten. Nicht mehr viel erinnert daran, dass hier früher produziert wurde, obwohl das Wohnzimmer nicht verleugnen kann, dass es nicht als Wohnraum für eine Familie entstand. Es sind die Details, die diesem Raum das gewisse Etwas verleihen: die Steine, deren Konturen man durch den Putz hindurch noch an einigen Stellen erahnen kann, der hochwertige Holzfußboden aus Eichenholz mit seiner leicht grauen Maserung. Meistens sollen Umbauten die Räume umstrukturieren. Das war in diesem Fall nicht gewünscht. W!D 3/2016

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Für Monaco unten im Bild war der Umbau des Gebäudes eine besondere Aufgabe, hatten sie und der Bauherr doch beide exakte Vorstellungen von Design und Wohnkultur. Die hauseigene Terrasse rechte Seite avanciert zum Showroom für Iacchetti-Entwürfe. Der Tisch ist ein Prototyp, die Klappstühle „Bek“ sind in Serie bei Casamania. Steinhocker: Pimar. Bezugsquellen auf Seite 140.

Selbst wenn nicht jeder Besucher in den Räumlichkeiten eine alte Fertigungshalle erahnen würde, ist doch die ehemalige Nutzung nicht vollständig verdrängt. Der Charakter der einstigen Manufakturhalle blieb erhalten. Neben der charakteristischen Deckenstruktur prägen vor allem die großen Fenster den Wohnraum. Früher dienten sie dazu, in der Fabrik optimale Beleuchtung zu gewährleisten. Heute setzen sie ein qualitätvolles Möbelensemble mit viel Tageslicht in Szene. Durch die üppige Pflanzenpracht auf dem Rankgerüst der Terrasse dringt das sonst häufig grelle Sonnenlicht Südeuropas nur gefiltert in den Raum. Mithilfe von Monaco hat Iacchetti sich ein Traum78

domizil geschaffen. Die Kombination von Einrichtung und Altbausubstanz schafft einen Ort für Inspiration und Kreativität. Iacchettis Zuhause lässt an einen Loft denken, die allseits beliebte Umnutzung von Arbeitsfläche zu Wohnraum, der durch modernes Design zu neuem Leben erweckt wird. Wäre da nicht der direkte Blick in den Garten, könnte man sich auch in einer coolen Penthousewohnung befinden: modern und urban, cool und unaufgeregt. In Iacchettis Bleibe sind die zentralen Wohnvorstellungen des 21. Jahrhunderts eindrucksvoll vereint. Einzelstücke stehen im Verbund mit Klassikern und schaffen einen persönlichen Mix, der vor allem eines nicht kennt: Langeweile.

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Willkommen in den Ferien: Der Lieblingsort der Bewohnerin ist die Dachterrasse mit Lounge, Bar, AuĂ&#x;enkamin und Pergola.

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Turkish Delight Inspiriert von den berühmten lokalen Windmühlen lockt das kreisrunde Haus des schwedischen Architekten Thomas Sandell auf die türkische Halbinsel Bodrum – für Ferientage voller Sonnenschein. FOTOS: FRANCESCA GIOVANELLI TEXT UND PRODUKTION: KAY VON LOSONCZ

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Bilder einer Auszeit: Vom Bett im Bungalow zum örtlichen Markt in Gümüslük ist es nur ein Katzensprung. Den Pool oben rechts umrahmt ein Holzdeck; Stuhl von Harry Bertoia. Der Tisch aus emailliertem Blech steht in der Küche. Dazu kombinierte die Bewohnerin Stühle von Eames. Unten links der Zeitungsstand mit lokaler Presse am Hafen des Ortes zaubert exotisches Flair. Die bunten Amphoren fanden die Besitzer im Hof eines Trödelladens. Viele Textilien stammen vom wöchentlichen Markttag. Linke Seite: Im „Mimosa“, dem besten Lokal von Gümüslük, speist man direkt am Strand. Einige der Nachbarhäuser können Interessenten mieten unter www.gumuslukhouses.com

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Hier gehts rund! Der Pool liegt ganz in der Nähe des Hauses mitten in einer Grünanlage. Designerstühle und einheimische Accessoires bilden eine farbenfrohe Trilogie. Linke Seite: Die Architekten Thomas Sandell und Gert Wingardh planten die erste und zweite Phase der Gümüslük Houses, aus der dieses Anwesen stammt. Sandell öffnete den runden Grundriss an einer Stelle, um eine schattige Eingangssituation zu gestalten. Die Abende verbringt die Hausherrin am liebsten auf dem Dach. Von hier hat man einen wunderbaren Ausblick auf das karge Hinterland sowie den Hafen und das Meer. Der Flughafen Milas/Bodrum liegt nur wenige Kilometer entfernt. W!D 3/2016

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Die Windmühlen auf der Anhöhe erzählen von längst vergangenen Zeiten. Die Aussicht von da oben ist einzigartig: Sanft fällt das Tal zur Meeresbucht hinab, aus der blauen Ägäis erhebt sich eine kleine Insel vor dem malerischen Fischerdorf Gümüslük. „Unter dem Namen Myndos bekannt, ist dies eine der ältesten Siedlungen auf der Halbinsel Bodrum“, erzählt Fikret Alphan, der Besitzer des schönsten Restaurants am Hafen. „Und wenn der Wasserspiegel niedrig ist, kann man über einen Damm aus Steinen zur Insel hinüberlaufen und Überreste von hellenischen Ruinen im Wasser sehen.“ In seinem „Mimosa“ stehen die Tische im Sand – die Füße fast im Wasser, erlebt man hier die schönsten Sonnenuntergänge über dem Meereshorizont. Kein Wunder, dass diese türkische Halbinsel zu einer der beliebtesten Feriendestinationen avanciert ist – sie bietet für jeden etwas Besonderes: Nebst authentischen Dörfern, herrlichen Stränden und köstlichen Gerichten genießt man in Bodrum auch Exklusives wie die Marina von Yalikavak mit ihrem luxuriösen Nachtclub „Billionaire“, elegante Restaurants wie „Cipriani“, Nobelhotels und prächtige Jachthäfen. „Das Leben hier erinnert an St. Tropez vor vielen Jahren“, schwärmt Architekt Thomas Sandell. Sein Büro Sandellsandberg, bekannt für originelle Wohn- und Ferienhäuser, wurde mit der Planung einer Ferienhaus-Anlage in Gümüslük beauftragt. „Ausgerichtet auf eine vorwiegend schwedische Käuferschaft, sollten wir hier den skandinavischen Traum eines mediterranen Dorfes realisieren“, erklärt Sandell. Eingebettet in die Hügellandschaft mit Blick auf die Meeresbucht liegen die Häuser in einer terrassierten, gepflegten Gartenanlage, weit ab vom Strandtreiben der Touris. Inspiriert von Vergangenem Die Aufgabe des Architekten war, ein kleines Ferienhaus mit zwei Schlafzimmern und entsprechenden Bädern zu bauen. Inspiriert von der Vergangenheit, plante Sandell ein Haus, das die Form der alten Windmühlen oben auf dem Hügel aufnimmt: Seine verputzten Mauern umhüllen das Erdgeschoss, das sämtliche Lebensbereiche beinhaltet, und umrunden auch das kreisrunde Sonnendeck darüber. „Die Hausform hat uns von Anfang an fasziniert“, erklären die lebenslustigen Bewohnerinnen. Im kalten Stockholmer Winter entschieden sich die drei Freundinnen zum Kauf ihres Ferientraums in der Türkei. „Wir wollten ein komfortables Haus mit Hippie-Allüren, Sonne, Meer, Garten und Schwimmbad – all das bietet uns Gümüslük. Inklusive Direktflug.“ In die zylinderförmige Gebäudehülle ließ der Architekt einen Spalt hineinschneiden, der eine besondere Funktion besitzt: Dieser Innenhof ist Lichttrommel und schattiger Außenraum zugleich. Das originelle Haus erinnert an eine Torte, in der ein Stück fehlt. „Ein raffinierter Zug: Während das Licht durch den verglasten Innenhof tief ins Haus eindringen kann, schützt das 86

Sonnensegel vor den allzu starken Sonnenstrahlen“, schwärmen die Bewohnerinnen. Eine steile Treppe führt vom Innenhof auf die Dachterrasse. Hier befinden sich Lounge, Bar und Außenkamin – und – es ist der Lieblingsplatz der drei Frauen: „Raffiniert ist auch die aus textilen Bändern geflochtene Bedeckung der hölzernen Pergola – je nach Sonnenstand wirft sie Schatten, die an das türkische Auge erinnern.“ Angesteckt von der Kultur „Es war eine besondere Herausforderung, die skandinavische Wohntradition mit der mediterranen Atmosphäre zu kombinieren“, so der Architekt. Dazu gehören Elemente wie offene Küche, funktionelle Raumaufteilung ohne Flure und natürliche Materialien. Sein Ferienhaus verbinde dies alles meisterhaft, meinen die Hausbesitzer, virtuos seien die verschiedenen Raumfunktionen in das Erdgeschoss eingeplant worden. Nahtlose Übergänge, von einigen Schiebetüren unterbrochen, lassen den Rundgang zwischen Wohn- und Schlafbereichen zum Erlebnis werden, im Zentrum des Kreises befinden sich Küche und ein Bad. „Die Fenster erinnern an Schießscharten, geben jedoch gerahmte Ausblicke der nahen Umgebung frei“, so Sandell. Auch die Möbel und Accessoires erzählen von verschiedenen Kulturen: „Die Designstücke von Alvar Aalto, Saarinnen und Eames lassen sich wunderbar mit dem einheimischen Kunsthandwerk mischen“, erklären die Bewohnerinnen. Sie gehen regelmäßig auf lokale Märkte, wo sie in Tüchern, Lampen, Vasen und Taschen schwelgen und viele Trouvailles für ihr Ferienhaus finden. „Die lebhaften Farben dieser Souvenirs versetzen die Einrichtung in eine besondere Ferienstimmung – fast ein bisschen im Hippie-Style der Neuzeit.“ Auch die türkische Gastronomie inspiriert die drei Frauen zur Nachahmung. In der offenen Küche werden Gerichte wie gefüllte Kürbisblüten, Okra mit Olivenöl, Eintöpfe, Salate und Süßigkeiten nach lokalen Rezepten zubereitet. Ferien mit internationalem Geschmack – so lautet ihr Motto. “Wir haben auch viele internationale Freunde gewonnen“, schwärmen sie. In der Gartenanlage lädt man sich gegenseitig zum Mittag- oder Abendessen ein, macht Ausflüge zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Halbinsel oder geht zusammen an den Strand. Das tönt nach jeder Menge Spaß – und so sollten Ferien auch sein, oder?

Türkisches Frühstück auf der Terrasse mit Tee und Bergamotte-Gelee. Rechte Seite: Wenn es draußen zu heiß wird, ist der Blechtisch in der Küche ein Anlaufpunkt. Im Wohnbereich stehen Sessel von Alvar Aalto in Kombi mit Tischchen von B&B Italia und einem Ikea-Sofa, abends illuminiert von einer Flos-Leuchte. Hinter dem Einbauschrank im Schlafzimmer liegt ein Arbeitsplatz. Leuchte von Joe Colombo.

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Grün(d)lich renoviert Chris Dyson saniert erfolgreich Häuser, die andere längst aufgegeben haben, zu eleganten Wohnträumen. FOTOS: INGRID RASMUSSEN / LIVING INSIDE TEXT: TALIB CHOUDHRY / WH

Ruhige Farben lassen Raum und Einrichtung eindrucksvoll zur Geltung kommen. Vintage-Sofa und Sessel erinnern an Zeittypisches wie die Kollektion „Andy“ von Pierre Paulin für Ligne Roset. Origineller ist da der Einbau eines Kaminofens in den ehemals offenen Kamin. Darüber platzierte der Hausherr Arbeiten von Matthew Harris. W!D 3/2016

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Wenn Chris Dyson ein Talent hat, dann sicherlich dieses: alte Gebäude entdecken und ihnen neues Leben einhauchen. Wirklich alte Gebäude, so marode, dass man sie bei keinem Makler bekommt, sondern nur direkt von den Vorbesitzern. Kreativität braucht man dazu, das richtige Feeling, aber vor allem die unerlässliche Begeisterungsfähigkeit und die typisch britische Sturheit – Eigenschaften, die der Architekt allesamt mitbringt. Man sieht es ihm schon an: Dyson ist alles andere als ein Theoretiker. Aber bevor er sich eines Gebäudes annimmt, werden Bausubstanz und potenzielle Werkstoffe systematisch geplant und geprüft. Erst dann geht es ans Werk. Und je ausgefaller ein Projekt ist, desto mehr scheint es ihn zu reizen. Um einen Diamanten zu finden, muss man sich eben die Hände schmutzig machen. Doch Dyson wollte nicht immer nur die versteckten Schätze anderer zum Strahlen bringen. Und so kaufte er sein erstes Haus 1996 in Spitalfields im Osten Londons, bevor diese Wohngegend zu einer der beliebtesten der Metropole werden sollte. Zunächst stand das Haus überhaupt nicht zum Verkauf. Dyson musste erst zum Grundbuchamt gehen, um herauszufinden, wem der zugenagelte und mit Brettern versperrte Bau

Trotz Shabby Chic ist in Chris Dysons Haus nichts dem Zufall überlassen. Das Farbkonzept orientiert sich an Vorlagen des 19. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammt die Standuhr, ein altes Familienerbstück. 90

gehörte. An einen Käufer glaubte der Besitzer damals schon lange nicht mehr, ein umso größeres Glück für Dyson. Aus der ehemaligen Lederfabrik wurde ein attraktives Wohnhaus für fünf Familien. Dieses Procedere hat er nun schon ein weiteres Mal gewählt. „Ich glaube ich habe noch nie ein Haus gekauft, das auf dem freien Markt angeboten wurde. Ich habe immer die Besitzer direkt kontaktiert, genau wie bei diesem Haus“, meint Dyson über sein neuestes Projekt, ein vierstöckiger Bau. Auch dieses Objekt galt als unsanierbar. Heute bewohnt er es mit seiner Familie. Seine Frau ist Lehrerin. Die 22-jährige Tochter ist Künstlerin. Zahlreiche ihrer Gemälde schmücken das lichtdurchflutete Treppenhaus, der 24-jährige Sohn studiert Architektur. Eine Familie, in der viel kreatives Potenzial zusammenkommt. Das zeigt sich auch in der Einrichtung. Ruhige, erdige Farben bieten einen sanften und unaufgeregten Kontrast zu den vielfältigen Arrangements von antiken Büsten, selbstgefertigter Kunst, zeitgenössischer Dekoration und modernen Designklassikern. An den Wänden hängen Kupferstiche und alte Karten, ein Hauch von Seefahrt und British Empire liegt in der Luft. Dysons Leidenschaft sind alte Möbel, nicht selten von Flohmärkten der Umgebung. Auch dieses Haus liegt in Spitalfields im Osten Londons, einem Stadtviertel mit einer wechselvollen Geschichte. Aus den Niederlanden zurückgekehrte Glaubensflüchtlinge gründeten dort die erste Baptistengemeinde. Es gab eine reiche Tuchproduktion, dann der Niedergang zum Armenviertel. 1901 folgte die Eröffnung der namhaften und bis heute prägenden Whitechapel Art Gallery – der erneute Aufstieg, diesmal zu einem begehrten Künstlerviertel. Letzteres hat sich bis heute erhalten, Bewohner wie Chris Dyson schätzen das kreative Potenzial der Wohngegend. Auch sonst spielt Inspiration eine wichtige Rolle. Dass er sich zumindest innenarchitektonisch vom belgischen Architekten, Stil- und Antiquitätenpapst Axel Veervordt inspiriert fühlt, leugnet Dyson nicht. „Ich mag seine Vorstellungen. Dekoration muss natürlich und einfach sein.“ Trotz der Ansammlung verschiedener Gegenstände wirkt das Haus nicht überladen, und vom hektischen Treiben auf der Straße bekommt man hier nichts mit. Die überwiegend grünen Wände geben dem Raum eine ruhige Note, die leicht gedämmte Beleuchtung wirkt angenehm. Doch wer glaubt dass die Zeit hier stehen geblieben ist, irrt gewaltig. 2006 gekauft, waren die ersten Renovierungsarbeiten bereits nach einem Jahr erledigt, doch Dysons Pläne mit dem Haus gehen noch weiter, im Sommer soll im Garten ein weiteres Gebäude entstehen, das er als Arbeitsraum nutzen möchte. Auch sonst ist das Projekt eher als „work in progress“ zu verstehen. Die Kunstwerke werden regelmäßig ausgetauscht – „sonst rücken sie zu sehr in den Hintergrund, man beachtet sie dann nicht mehr richtig“ – dafür bleibt dann auch mal die Weihnachtsdekoration vom letzten Jahr im Kronleuchter hängen. Die Fenster wurden überholt, nicht nur zur besseren Luftzirkulation, sondern auch damit die beiden Katzen der Familie leichter rein- und rauskönnen. Modernisieren, dem Gebäude einen neuen Charakter geben ohne den

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Die Treppe verbindet die einzelnen Stockwerke und Funktionsbereiche miteinander, ganz oben liegt das Esszimmer. Neben Gipsrepliken von antiken Ornamenten finden sich überall historische Kunstdrucke, sowie Gemälde und Zeichnungen von Dysons Tochter, die Künstlerin ist. Die Wandfarbe ist in den meisten Räumen ähnlich. Mit nur wenigen Farbnuancen Unterschied bietet sie altem und neuem Design einen stimmungsvollen Hintergrund. W!D 3/2016

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Die Küche und der Essbereich linke Seite sind hell und freundlich. Dass man hier nur wenig umbauen musste, liegt an der vorherigen Nutzung des Gebäudes: Verglaste Dachgauben brachten ausreichend Tageslicht in die Räume, in denen die hugenottischen Weber ihre Garne verarbeiteten. Erhebt man sich vom Esstisch, kann man von der Dachterrasse diese Seite einen Ausblick auf das historischen Umfeld erleben. W!D 3/2016

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Der Hausbesitzer ist offensichtlich leidenschaftlicher Sammler, ganz gleich ob es sich um antike Büsten oder um Leuchten im Empire-Stil handelt. Der sanfte Grünton der Wände wirkt beruhigend und gibt den Räumlichkeiten ein gemütliches Flair. Aufgrund der schlichten Backsteinfassade lässt sich die starke Betonung von geometrischen Flächen vor allem in den Innenräumen beobachten. Die Kassettierung der Wände gibt eine klare Struktur vor, ohne von der Einrichtung abzulenken. Im nicht gerade großzügig geschnittenen Badezimmer streckt ein antiker Handtuchhalter aus Holz den Raum optisch, die Fenster sind original erhalten. Nicht nur im Bad, auch im Schlafzimmer dominiert der charakteristische Farbton Grün. Das Bett ist von Ikea, effektvoll aufgewertet durch die hochwertige Bettwäsche, die der Hausherr bei Merci in Paris entdeckte. Die Wände sind nicht nur ein Ergebnis professioneller Renovierungsarbeiten am Gebäude, sondern in ihrer Nut-Feder-Konstruktion typisch für den Baustil.

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Chris Dyson zählt zu den innovativsten Architekten Großbritanniens. Zu seinen Projekten gehören Fabriken und Villen, Umgestaltungen ehemaliger Arbeiterviertel ebenso wie der Entwurf eines Militärdenkmals. Mit der Renovierung bedrohter Bauten hat er seine Berufung gefunden. Bei seinem eigenen Wohnhaus rechte Seite blieb die Fassade bewusst unverändert, die alte Ladenfront hingegen wurde renoviert. 96

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alten zu zerstören, das liegt Dyson. „Seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es im Vereinigten Königreich sehr starke Bemühungen das Erbe zu bewahren, aber mit einer zu starken Betonung auf das reine Konservieren, anstatt es auch unter Berücksichtigung der traditionellen Bausubstanz weiterzuentwickeln, aber inzwischen erzielen wir eine gute Mischung“, ist sich Dyson sicher. Diese besondere Leidenschaft für alte Gebäude zeigt sich immer wieder. Sein zwanzigköpfiges Architekturbüro kann einige spannende Projekte vorweisen. Dyson und sein Team sind dabei Wanderer zwischen den Welten, Altes und Neues wird miteinander verbunden, antike Räume modern interpretiert, ohne dabei die klassische Handschrift zu verfälschen. So gehören zu den sanierten Gebäuden sowohl alte Fabriken wie ehemalige Villen, verlassene Backsteinbauten reihen sich neben Bauten Georgianischer Architektur. Diese Bauepoche, benannt nach vier britischen Königen, die alle neben ihrem Namen George die Gemeinsamkeit hatten, dass sie dem Haus Hannover entstammten, prägte zwischen 1720 und 1840 die britische Baukultur wie keine andere. Insgesamt sechs Staatsoberhäupter sollte das aus Deutschland stammende Herrscherhaus stellen und damit die Geschicke der Briten für rund zweihundert Jahre lenken. Architektonisch bestimmend war vor allem die stark geometrische Rasterung repräsentativer Bauten, die bald auch von privaten Bauherren übernommen wurde. Grundriss und Fassade sind klar und symmetrisch gegliedert, häufig finden sich Backsteinflächen. Letztere wurden erst in Amerika im klassischen Kolonialstil mit Putzflächen überdeckt, geblieben hingegen war die Begeisterung für repräsentative Eingänge, Pilaster und andere historisierende Elemente, welche an die Antike erinnern. Eine Bauepoche, welche heute wie keine andere als typisch britisch gilt. Kein Wunder, dass Dyson sie besonders schätzt. In seinem Haus finden sich nicht nur durch die Gipskopien klassischer Statuen Elemente, welche die Antike aufgreifen. Das Haus war von Anfang an streng symmetrisch aufgeteilt, das gilt für die Raum- und genauso für die Wandgestaltung. Diese Klarheit findet sich auch in den heutigen Räumen wieder, etwa im lichtdurchfluteten Treppenhaus oder in der Küche. Diese ist alles andere als old fashioned, sondern mit ihrem grauen Noppenfußboden modern und pflegeleicht. Um den Esstisch gruppieren sich Wegner-Stühle, die Kochzeilen die sich symmetrisch beiderseits des Durchgangs zur Dachterrasse befinden, sind sachlich und kühl gehalten – vom Hausbesitzer selbst entworfen. Sie sollten seine Sammlung von Chinaporzellanen nicht in den Schatten stellen, von denen einige Exemplare an den Wänden hängen. Klassische Symmetrie mit modernen Werkstoffen, eine Architektursprache, welche die Dekoration nicht überstrahlt, eine Übertragung Georgianischer Architektur in unsere Zeit. Dass die Räume so hell sind, liegt nicht zuletzt an ihrer ehemaligen Nutzung, sollten doch die hugenottischen Weber ihre Garne bei optimalen Lichtverhältnissen verarbeiten. So musste, was die Fenster betrifft, nichts grundsätzlich umgebaut, sondern nur

saniert werden. Doch nicht nur Renovieren gehört zum Repertoire von Dysons Architekturbüro, auch hochkarätige Projekte wie beispielweise ein Triumphbogen zu Ehren Ihrer königlichen Hoheit Elisabeth II, gewidmet ihrer rekordverdächtig langen Regierungszeit, konnten im Rahmen von Ausschreibungen gewonnen werden. Auch wenn dieser Entwurf erstaunlich modern wirkt, zeigt sich deutlich das Bewusstsein einer eigenen britischen Formensprache. Arbeiterhäuser und Paläste, Ruinen und Neubauten, Dyson zeigt sich vielfältig. Nicht nur Altes zu bewahren, sondern klassisches Formenrepertoire als Inspiration für Neues heranzuziehen, ist einer seiner Leitsätze. Die eigenen Entwürfe wirken mit ihren Glasfronten oftmals kühl, doch fügen sie sich aufgrund des traditionell-rötlichen Backsteins optimal in die Umgebung ein. Chris Dyson ist ein Vorreiter dieser neuen Ausgeglichenheit. Mit seiner Leidenschaft für klassische Architektur, seinem Respekt vor dem kulturellen Erbe, und seiner Begeisterung für modernes Renovieren ist er eine Symbolfigur einer beispielhaften Herangehensweise beim Thema urbanes Wohnen. Sie ist bei der spannenden Herausforderung gefragt, Altes zu Bewahren, aber auch visuell in die Zukunft zu übertragen. Klassische Formen nicht zu kopieren, sondern mit ihnen kreativ zu spielen, Inspirationen innovativ in modernes Bauen umzusetzen, das liegt Dyson. Und so zeigt sich auch sein persönlicher Wohnort gleichermaßen altmodisch, modern, inspirierend und – natürlich – very british. W!D 3/2016

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Familiendomizil Diese vier Mailänder leben mit Vintage-Klassikern und Prototypen ihr ganz persönliches Raumkonzept. FOTOS: HELENIO BARBETTA / LIVING INSIDE TEXT: CHIARA DAL CANTO / WD

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Linke Seite: Die Stuckdetails entstanden in den Thirties, in dieser Zeit wurde die Stadtvilla erbaut. Den „Ribbon“-Sessel entwarf Pierre Paulin 1965 für Artifort; zweifarbige „Lantern“-Leuchte, Belux. Diese Seite: Barbara, Roberto und ihre beiden Kinder sitzen auf dem „Lowland“-Sofa von Moroso, dahiner ein Gemälde von Giuliano Menegon.

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Ein stuckverzierter Durchgang aus den 1930er-Jahren führt vom Wohn- in den Essbereich. Links: Wer auf dem Sessel „Groovy“ von Artifort Platz nimmt, kann an den Knöpfen der Stereo-Anlage von Tivoli Audio spielen. Rechts: Die Türfüllungen hinter dem Moroso-Sofa sind aus Ätzglas im Art-déco-Stil. Der Teppich ist ein weiteres Highlight, er wurde in den Sixties in Frankreich gefertigt. Die Besitzer fanden ihn in der Alberto Levi Gallery in Mailand. Die „Tulip“-Stühle sind vintage und Klassiker von Knoll International, der Tisch ist ein Prototyp von Bonaldo.

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Diese Seite: Den Tisch im Essbereich entwarf Ferruccio Laviani für Bonaldo. Ronan & Erwan Bouroullec designten die ausladenden „Aim“-Hängeleuchten für Flos. Im Hintergrund befindet sich eine Fotografie des Künstlers Guido Taroni. Linke Seite: Blick vom Eingang ins Studio, das auch als Gästezimmer genutzt wird und mit Vintage-Möbeln ausgestattet ist. Die Glaspaneele der Türen sind im Stil der Belle Époque. Den Tulu-Teppich lieferte die Alberto Levi Gallery aus Mailand.

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Linke Seite im Uhrzeigersinn: Die Schiebetüren lassen der Familie die Wahl, Küche und Wohnraum zu trennen oder zu verbinden. Rechts befinden sich der „Ribbon“-Sessel von Pierre Paulin und eine Leuchte aus den Sixties; beides sind Vintage-Stücke. Wer sitzt denn da auf dem Vintage-Chair „Tulip“ von Knoll International? Die Küche besteht teils aus maßangefertigten und teils aus Elementen von Boffi. Die Hängeleuchten stammen von Gras. Die Zementfliesen designten Claesson, Koivisto, Rune für Marrakech Design, eine perfekte Ergänzung bilden die „A97“-Hocker von Tolix. Diese Seite: Der langgezogene Korridor (oben links) grenzt den Wohn- vom Schlafbereich ab. Die Bodenfliesen bestehen aus dem gleichen Material wie in der Küche, tragen allerdings ein anderes Muster. Das Badezimmer (oben rechts) ist ein Projekt von Barnaba Fornasetti, der zwei Zeichnungen seines Vaters Piero miteinander verknüpfte – die Decke kleidet die Tapete „Nuvole“ von Cole&Son. Links zeigt das Kinderzimmer des Töchterchens in Pink und Orange. Herstellerinfos finden Sie auf Seite 140.

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Diese Seite: Das Schlafzimmer ist nüchtern und schlicht eingerichtet: als Nachttisch wird ein bekanntes italienisches Möbelstück verwendet, nämlich der Schemel „Mezzadro“ von Zanotta, designt von A. und P. Castiglioni, die Leselampe ist von Arne Jacobsen. Das Gemälde stammt von Piero Zuffi, einem Bühnenbildner für Film und Oper der Sixties, der Tulu-Teppich aus der Alberto Levi Gallery. Rechte Seite: Eine Drehtür verbindet das elterliche Schlafzimmer direkt mit dem Badezimmer.

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Wenn ein Grundriss, die Anordnung der Räume und deren Hierarchie etwas über die Beziehung der Menschen aussagt, die darin leben, so könnte man von dieser Wohnung behaupten, dass sie eine offene Atmosphäre ausstrahlt. Die Wohnung von Barbara und Roberto sieht keine strikte Trennung zwischen den Bereichen der Eltern und Kinder vor. Die gemeinsame Nutzung der Räume erleichtert den Austausch, und trotzdem wird die Privatsphäre der einzelnen Bewohner geschützt. Das erst kürzlich renovierte Apartment wurde 1930 erbaut, es befindet sich in einem eleganten Gebäude in einem vorwiegend als Wohngebiet genutzten Stadtteil Mailands. Der Innenraum wurde unter der Prämisse renoviert, möglichst viel des ursprünglichen Charakters zu bewahren. Für die Neugestaltung des Apartments suchten die Besitzer des Hauses Rat bei dem Architekten Francesco Peveri. „Bei diesem Projekt achteten wir besonders darauf den flexiblen Wohnbereich zu erhalten“, erinnert sich Roberto, „... sodass die verschiedenen Zonen entweder vereint oder getrennt werden können.“ Deshalb ist die Küche auch mit einer Reihe von Schiebewänden versehen worden. Sind sie geöffnet, verschwinden sie regelrecht im Raum und lassen Wohnzimmer und Küche zu einem Raum verschmelzen; sind sie allerdings geschlossenen, verdeckt die durchgehende Wand den Kochbereich völlig. Die Couch und der Essbereich sind durch einen großen Durchgang miteinander verbunden, der hölzerne Rahmen wurde als originales Element des Hauses erhalten. Ein spannender Effekt entsteht, wenn die Familie sich im Wohnbereich aufhält – jeder ist mit sich selbst beschäftigt; der eine relaxt vor dem Fernseher, der andere kocht – aber blickt man vom Esstisch in ihre Richtung umrahmt der hölzerne Bogen sie wie bei einem Familienportrait. Das offene Konzept ist sehr durchdacht; zum einen erinnert es an ein Loft und zum anderen überrascht es mit einer Reihe zusätzlicher Funktionen. Von allen Bereichen sieht man durch die aneinandergereihten Fenster auf die Straße und ihr Treiben. Sowohl das Elternschlafzimmer als auch das Kinderzimmer sind mit einem Bad ausgestattet, beide sind zum Innenhof ausgerichtet. Alle Räume erreichen die Bewohner und Besucher durch den Korridor. Er befindet sich inmitten des Apartments und wird durch ein fortlaufendes Lichtband beleuchtet. Gästezimmer und Studio liegen am Ende des Ganges mit Blick auf den Eingang. Mit der Wahl von Zementfliesen für die Fußböden wurde den Räumen ein außergewöhnlicher und vor allem stilvoller Charakter verliehen. Die Fliesen wurden mit einem in den 30er-Jahren verwendeten Material hergestellt, ihr Dekor wurde mit modernen und zeitgemäßen Mustern neu interpretiert. Es ist das Werk von Claesson, Koivisto und Rune, den schwedischen Designern von Marrakech Design, einer Firma mit Ursprung in Schweden, die nun in Marokko fertigt. Die Design-Projekte überzeugen durch ihren kulturübergreifenden Charakter und führen ganz nebenbei verschiedene Stile zusammen. Das kleine Badezimmer mit seiner Öffnung zum Korridor hin wurde beibehalten und ist eine Hommage an Piero

Fornasetti. Denn bei seiner Wandgestaltung handelt es sich um eine speziell für dieses Haus entwickelte Arbeit zweier Zeichnungen, eine für die Trennwand, und die andere für die Tapete, die schließlich nahtlos ineinander übergehen. Möbelserien aus den vierziger Jahren bis heute erzählen vom Geschmack des Eigentümers und seiner Geschichte. Früher war Roberto als Tänzer im Showbusiness tätig, dann spezialisierte er sich auf das Management und sammelte Berufserfahrung in einem großen Möbelunternehmen. Inzwischen ist Roberto in der Immobilenbranche im Auftrag für die wichtigsten Mode- und DesignMarken tätig. Seine innige Beziehung zu den Themen Kino und Design und seine frühe Liebe zu Pop-Art zeigt sich in den Objekten des Apartments. Sein Interesse für Geisteswissenschaften entwickelt sein ästhetisches Empfinden zunehmend weiter. Daraus entsteht eine einzigartige Atmosphäre aus Prototypen, Produktionsexemplaren und ausgewählten Gegenständen von Künstlern, die oft auch zu seinem Freundeskreis gehören. Zu Barbaras besonderen Fähigkeiten gehört es, das Haus mit Leben zu erfüllen. Das zeichnet sich besonders dadurch aus, dass Freunde gerne zu Besuch kommen und das trifft sich gut, denn das Paar liebt es Gäste zu empfangen.

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DIE ZEREMONIE BEGINNT

+STAGE It’s tea time! In diesem Schrank trifft modernstes Küchendesign auf die mehr als tausend Jahre alte Kultur der fernöstlichen Teezubereitung. Die moderne Technik und die optimierte Anordnung verwandelt Genießer mit wenigen Handgriffen in echte Teemeister.

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Die internationale Trendscheibe Vielleicht liegt es an dem delikaten Essen in den milanesischen Restaurants, vielleicht aber auch an der Leichtigkeit, die bei Sonnenschein die Straßen rund um den Dom durchströmt. Alle Kreativen, Designer, Möbelmacher, Mode-Leute und in diesem Jahr alle Köpfe aus der Küchen- und Badbranche treffen sich in Mailand. Let‘s go! Bilderrätsel: Ein Gemälde ist es nicht. Auch keine Grafik im Stil von M. C. Escher. Es ist eine Wandabtrennung aus Kupfer und Marmor. Gefertigt in Verona für die Luxuskollektion von Citco. Infos Seite 140.

Ein Vorgeschmack, auf das was Sie in der kommenden Saison erwartet: Möbel 110 Muster 112 | Stilmix 114 | Eurocucina 116 | Geräteinnovationen 118 | Cocktail 122 W!D 3/2016

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Mailands Möbel-Mekka Jedes Jahr im April ist die italienische Kreativ-Hauptstadt im Ausnahmezustand. Während der Designweek öffnen neben der Messe auch die Showrooms ihre Türen für Schöngeister. Während die Modebranche zur Fashionweek nach Paris pilgert, versammelt sich die Möbelbranche während der Designweek in Mailand. Vom 12. bis zum 17. April findet die größte europäische Einrichtungsmesse „Salone Internazionale del Mobile“ statt. 2.310 Aussteller verteilen sich zum 55. Jubiläum auf die insgesamt 207.000 Quadratmeter großen Hallen. „Internationalisierung und Innovation sind der Hauptmotor für die diesjährige Messe“, so Roberto Snaidero, Präsident des Verbandes „Federlegno Arredo Eventi“, der für die gesamte Organisation der Messe zuständig ist. Carlo Calenda, stellvertretender Minister für Wirtschaftsentwicklung, ergänzt: „Es ist wie ein Schaufenster dessen, was die gesamte Möbelbranche in Bezug auf Produktqualität und Innovationen dem internationalen Markt zu bieten hat.“ Die ganze Stadt wird in dieser Zeit zum Schauplatz der großen Möbelhersteller. „Dieses Jahr wird ein besonderes für unsere Stadt“, freut sich Bürgermeister Giuliano Pisapia, „Gleichzeitig zum Salone del Mobile findet – nach zwanzigjähriger Pause – die internationale Ausstellung der Triennale di Milano „Design after Design“ statt. Wir rüsten uns für einen außer-

gewöhnlichen Design-Frühling. Die Straßen und Plätze werden von Hunderttausenden Besuchern, Touristen, Designern und Branchenkennern belebt sein – Mailand wird wie eine große Party für uns alle sein.“ Auch Start-ups und unbekannte Designer finden zu dieser Zeit spannende Projektionsflächen; zum Beispiel im historischen Design-District „Brera“, der früher als das Viertel der Künstler galt. Heute drängen sich hier Showrooms zwischen Restaurants aller Preisklassen, Kunsthandel und kleinen Cafés. Legendär sind übrigens auch die Abendevents, die von Pool- über Rooftop-Partys bis hin zu gediegenen Cocktail-Empfängen reichen. |mlm

1 | Besonderes Highlight der „Lido“-Outdoorserie ist die Bespannung der Rundstahl-Gestelle mit bunten PVC-Schnüren. Zur Form ließ sich Torsteinsen Design von Parkbänken aus den Fünfzigern inspirieren, Fiam. 2+3 | Altreforme gewährt uns eine Sneak Peak auf die neue „Home Sweet Home“-Kollektion, die in Kooperation mit der It-Designerin Yazbukey entstand. Die Französin ist – vor allem in der Modebranche –, bekannt für ihre fantasiereichen Pop-Art-Entwürfe, zu denen sie das „feminine Universum“ inspiriert. Die „Lipstick“-Vasen

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(45 x 13 Zentimeter) werden auf Wunsch in allen Pantone-Farben produziert. Den „Bette Davis Eyes“-Schminktisch widmete sie der Hollywood-Diva. Beide Entwürfe werden aus Aluminium gefertigt. 4 | Sessel „Net Relax“ aus glasfaserverstärktem Kunststoff ist für den Inwie Outdoor-Gebrauch geeignet, Nardi. 5 | „Piuma“ wiegt – dank Carbon-Plastik-Mix – federleichte zwei Kilogramm, Kartell. 6 | Das stromlinienförmige Samt-Sofa „Soft Machine“ (300 x 100 x 60 Zentimeter) entwarf der italienische Architekt Giovanni Tommaso Garattoni, Adrenalina. 7 | Der „Imago“-Hocker und gleichzeitiger Beistelltisch spielt mit Gegensätzen: scharfe Kanten und weiche Formen, Living Divani. 8 | Mit der deutlich kompakteren Version des mehrfach ausgezeichneten „Tira“-Sofas reagiert Rolf Benz auf die Verknappung des Wohnraums. W!D 3/2016

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1 | „Es gibt zwei Arten von Mustern, das eine respektiert das Produkt und unterstützt seine Form, das andere verhüllt die tatsächlichen Konturen. Mein Muster erfüllt beides“, findet Künstler Bertjan Pot, der den „Boxblocks“-Stoff für den ikonischen „Utrecht“-Sessel entwarf. Die Edition ist auf 270 Exemplare limitiert, Cassina. 2 | Klassisch-elegantes Bett aus der „Iko“-Serie von Rodolfo Dordoni für Flou. 3 | Carl Hansen legt Hans J. Wegners „CH 22“-Loungechair aus dem Jahr 1950 neu auf. 4 | Anrichte „Veronese“ mit auffälligem Kuben-Muster besteht aus Esche, Ahorn, Nussbaum und Ebenholz, Morelato. 5 | Die „Four“-Leuchte gibt es in drei Versionen, Plust. 6 | Esstisch „Skorpio“ gibt es nun auch mit Schiefer-Platte, Cattelan Italia. 7 | Teppich „Empire“ wird in alter Handwerkstradition aus Seide und Wolle handgeknüpft, Illulian. 8 | „Twins“-Schlafsofa für spontane Gäste, Bezug wahlweise aus Leder oder Stoff, Flexform. Die Herstellerinfos finden Sie auf Seite 140. W!D 3/2016

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8 Haute Couture für Flammenspiele www.focus-creation.com

1+2 | Aus Marmor und Ebenholz besteht die klassische Konsole. Den Armlehnensessel gibt es in zahlreichen gedeckten Farben wie Tabak, Schlamm oder Mokka. Beides stammt aus der Serie „Iko“ von Flou. 3 | Die „Peekaboo“-Anrichte aus Nussbaum ehrt das Tischlerhandwerk, Morelato. 4 | „Lario“-Sofa, Flexform. 5 | „Allure“-Teppich, Sitap. 6 | Installation „Scorched or Blackened“ der Region Umbrien mit der Accademia di Belle Arti während der Designweek (Via Festa del Perdono 7). 7 | „Agave“ ist drei Meter hoch. Weitere Marmor-Skulpturen von Raffaello Galiotto für Marmi Strada gibt‘s während dem Salone zu bestaunen (Via Tortona 27). 8 | Listone Giordano und Lorenzo Bragato experimentierten mit Holzoberflächen für den Boden-Hersteller Inkiostro Bianco, die Ergebnisse zeigen auch sie in Mailand (Via Goito 3).

Der Slimfocus. Eine Weltpremiere* * Ideal für Passivhäuser und Niedrigenergiehäuser und für den nachträglichenW!D Einbau in allen Wohnräumen, 3/2016 115 selbst ohne Schornstein. Geprüft und europaweit zugelassen.

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Eurocucina 2016: Raffinierte Rezepte Im Turnus von zwei Jahren zieht die Mailänder Möbelmesse Gourmets und Hobbyköche in ihren Bann. Ihre Küchen-Show lockt mit technischen Innovationen und ausgefallenen Stylings. Um es gleich vorwegzunehmen: Der Bereich rund um den Herd und benachbarten Essplatz ist jetzt das angesagteste Statussymbol überhaupt. Die Erklärung ist einfach: Von einer rasanten Fahrt mit einem PS-starken Boliden wird man nicht satt, es wird einem höchstens mulmig. In der Küche ist das anders. Hier dreht sich alles um Ihr leibliches Wohl und vermehrt um Ihre Gesundheit. Neue Zubereitungsmethoden, neue Rezepte und Trends wie eine Renaissance des Cocktails und Aperos (Seite 122) und dazu viele gut aussehende Neuentwicklungen wie die abgebildete Küche „Forma Mentis“ des Designers Gabriele Centazzo: „Mir ging es darum, eine essenzielle Idee umzusetzen und dabei eine Eleganz und Raffinesse zu erreichen, die keinen Designschnickschnack benötigt, um über Fehler und Mängel hinwegzutäuschen. Deswegen ging es von vornherein um die Details, perfekte Kombinationen und die Schönheit des Einfachen“, sagt der Designer, der 116

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diese Neuheit als „Meilenstein in seiner ästhetischen Entwicklung“ sieht. In Italien arbeiten Küchenhersteller längst mit Top-Gestaltern zusammen. Das gilt sogar für die Küchenutensilien-Hersteller wie das Topfset von Rodolfo Dordoni für KN Industrie zeigt. |sd

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1+3 | „Forma Mentis“ heißt das neue modulare Küchensystem, das nach Öko-Richtlinien von Valcucine produziert wird. 2 | Klare Verhältnisse schafft „Édith“. Sie ist Leuchte und Dunstabzugshaube in einem. Elica. 4 | Rodolfo Dordonis Kochtopfserie „Stone & Work“ bei KN Industrie. 5 | Team 7, die Premiummarke aus Österreich, veranschaulicht mit authentischen Fotos von ausgestatteten Objekten, wie alltagstauglich die Loft-Küche ist. 6 | Neue Linie von Abimis, einem Profihersteller aus Italien, der den Privatbereich aufrollen möchte. Dabei kann alles auf Maß und nach individuellen Wünschen hergestellt werden. 7 | Pierro Lissoni entwickelte das Porzellan „Shabby Chic“ für KN Industrie. Produziert wird es von SchönhuberFranchi. 8 | „Classic“ ist der gelungene Balanceakt, Tradition und Moderne zu verbinden und dabei Stil ins Spiel zu bringen, SieMatic. W!D 3/2016

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Mit Hightech zum perfekten Ergebnis Die Backöfen und die Induktionskochstellen der Serie 8 von Bosch sind eine ideale Kombination: Mit ihrer intuitiven Bedienung und innovativen Sensortechnik gelingt einfach alles fast von allein. Köche setzen Augen, Nase, Mund und manchmal sogar ihre Fingerkuppen ein, um zu überprüfen, wann ein Gericht „auf den Punkt“ perfekt ist. Das ist mühsam und nicht immer zuverlässig. Gut, dass Hausgerätespezialist Bosch passend zu seinen Backöfen der Serie 8 mit hochentwickelten Sensoren nun Induktionskochstellen anbietet, die diese Arbeit übernehmen. Ob Roastbeef oder Soufflé, Kuchen oder Ente, Steak oder Fischfilet – die Zukunft des Backens und Bratens ist vor allem eins: total entspannt. Denn die neuen Funktionen führen die Nutzer auf kürzestem Weg zu optimalen Ergebnissen.

Das PerfectRoast Bratenthermometer Mit ihm gelingt jeder Braten: einfach das PerfectRoast Bratenthermometer ins Gargut stecken, Backofen einschalten und nach Ende des Bratvorgangs den perfekt zubereiteten Braten entnehmen. Das PerfectRoast Bratenthermometer optimiert die Zubereitung von Fleisch, 118

Geflügel und Fisch entscheidend, indem es die Kerntemperatur an drei Stellen misst. Dadurch werden Fehlerwerte, etwa durch Messungen in Hohlräumen, eliminiert und alles gelingt „à point“. Zu den weiteren Features der Backöfen der Serie 8 gehören die neue Dampfstoß-Funktion, mit der die Gerichte außen besonders knusprig werden, eine zuschaltbare Mikrowelle, mit der sich die Essenszubereitung beschleunigt und die 4D Heißluft: Dank eines speziellen Lüfterrads wird die heiße Luft im Ofen besonders gleichmäßig verteilt. Der Anwender erhält immer gleich perfekte Ergebnisse, unabhängig davon, auf welche der vier Ebenen er die Speisen einschiebt.

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Der PerfectBake Backsensor Zu den Besonderheiten der Backöfen der Serie 8 gehört der PerfectBake Backsensor: Wo früher Zahnstocher oder SchaschlikSpieß herhalten mussten, misst jetzt der patentierte PerfectBake Backsensor permanent berührungslos die Feuchtigkeit im Inneren der Backwaren und passt den Backvorgang automatisch daran an. Ist das Gargut fertig gebacken, schaltet sich der Backofen von selbst aus. Das funktioniert für alle Arten von Backwaren, ganz egal ob Kuchen oder Quiche, Brot oder Pizza. Der Koch muss lediglich das gewünschte Gericht auswählen und auf „Start“ drücken. Den Rest erledigt der neue Sensor-Backofen allein.

Neue Induktionskochstellen der Serie 8 mit besonderen Ausstattungsdetails Auch mit den neuen Induktionskochstellen der Serie 8 lässt es sich arbeiten wie ein Profi. Der PerfectFry Bratsensor sowie der PerfectCook Kochsenor gewährleisten eine präzise temperaturgesteuerte Zubereitung aller Gerichte. Bei den Premium-Modellen gibt es jetzt dazu ein TFT-Touch-Display für einfachste, intuitive Bedienung. Die gesamte Ästhetik der neuen Kochstellen ist stark an die der Serie 8 Backöfen angelehnt, deren Design bereits mehrfach prämiert wurde. Für die Gestaltung erhielt Bosch bereits den „interior innovation award 2015 Best of Best“, den „IF Design Award 2015“ und den „reddot best of the best“ 2015.

Der PerfectCook Kochsensor Der Kochsensor sorgt dafür, dass keine Milch mehr überkocht und kein Risotto mehr anbrennt. Je nach Gericht sind fünf Temperaturstufen anwählbar. Der Sensor überprüft während des Kochens die Temperatur automatisch.

Der PerfectFry Bratsensor Beim Braten sind die fünf Temperaturbereiche direkt auf konkrete Anwendungsbereiche abgestimmt. Die Skala reicht von Stufe 1 „very low“ für Saucen und Chutneys bis hin zu Stufe 5 „high“ für Bratkartoffeln oder Steaks. Durch die FlexInduction lässt sich das Kochfeld auf die Größe und Form des Kochgeschirrs anpassen. Mehr Informationen unter www.bosch-home.de W!D 3/2016

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Mailand ist in diesem Jahr Drehscheibe für Küchentrends, v. o. im Uhrzeigersinn: „Beluga“ von Ferruccio Laviani für Rastelli. Mit dem extra großen Becken ist die Silgranit-Spüle „Blanco Zenar XL 6 S DampfgarPlus“ die perfekte Ergänzung fürs Dampfgaren. Großartig im Kleinformat: „Blancoculina-S Mini“, beides Blanco. In blauem Nadelstreifen zeigen sich „Miuccia“, neue Module bei TM Italia.

Die Küche ist längst ein Wohnraum mit vielen Innovationen vor, hinter und auf den Fronten. Bei „Miuccia“, der neuen Modulküche von TM Italia, ist es die mitternachtsblaue Front, die an einen Nadelstreifenstoff denken lässt und sie so besonders macht. Bei Blanco aus Deutschland sind es technische Entwicklungen wie die Spüle „Blanco Zenar XL 6 S DampfgarPlus“, die den Komfort in der Küche erhöhen. „Was Zenar so einzigartig macht, ist, dass die Garbehälter für Dampfgarer und Dampfbacköfen gleichermaßen perfekt mit der Spüle korrespondieren. Das gab es bisher noch nicht“, erklärt Produktmanager Simon Knauf. „Meist war das Becken etwas zu klein oder die Garbehälter nicht kompatibel.“ An der preisgekrönten Spüle lassen sich sowohl Gastronom-Garbehälter aller namhaften Anbieter als auch die XL-Garbehälter der neuen Dampfbacköfen komfortabel befüllen. |sd

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Neue, ausgeklügelte Technik der Spitzenklasse schafft besondere Geschmackserlebnisse. Sous-vide-Garen im Plastikbeutel bei niedrigen Temperaturen ist auf dem Vormarsch, ebenso Premiumlösungen wie das abgebildete Kochfeld (Foto oben): Wenn es nicht in Betrieb ist, sieht man nur eine schwarze Fläche. Und dann wäre da noch der Super-Gefrierer, der das Fleisch zart und knackig frischhält.

Darf‘s ein bisschen mehr sein? Etwa der formschöne Gaggenau-Backofen, mit dem das Unternehmen seinen 333. Geburtstag und den 30. Geburtstag dieser Gerätegröße (90 cm Breite) mit einem tollen Update feiert? Oder die aktuelle Einbau-Vakuumierschublade von Miele oben rechts, mit der Sie die Vorbereitung zum Sous-vide-Garen im Griff haben und mit dem passenden Dampfgargerät fremde Genusswelten erobern? Gefolgt von einem neuen Kochfeld von AEG/Electrolux, das auch optisch Maßstäbe setzt, wie das Gefriergerät des Unternehmens auf technische Weise: Es friert so schonend ein, dass man nach dem Auftauen keinen Unterschied zwischen frischer und ehemals gefrorener Ware sieht – mit besten Auswirkungen auf die Aromen. Und die Zeitersparnis, die ein Kochendwasserhahn beim Kaffeezubereiten oder Tomatenenthäuten ermöglicht, bei Quooker.

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Prosecco ist durch. Wir lassen den Abend stilvoll angehen: beim Cocktail oder Apero. Ade, fades Volksbelustigungswasser! Egal, ob in der Mailänder „Bar Basso“ oder bei „Giacomo Arengario“ neben dem Dom – der Abend beginnt mit einem Martini-Cocktail auf Gin- oder Wodka-Basis oder einem Whisky Sour, um nach dem Essen zu reinem Genuss überzugehen: Whisky und Rum pur sind hier wie überall begehrte Spirituosen in den Metropolen, die mit speziellen Gläsern zelebriert werden. Whisky-Publikationen gibt es inzwischen viele. Nun haben sich Dirk Becker und Dieter H. Wirtz an das Thema Rum gesetzt. „Rum ist einer der Juwelen unter den Destillaten, eine sinnliche Erfahrung für Liebhaber, Kenner und Einsteiger gleichermaßen.“ Ihr Buch berichtet über Geschichte, Herkunft, Sorten und Ursprung. Wer es dennoch verwegener wünscht, der wird in Stephan Hinz den perfekten Lehrmeister finden. Seine Cocktail-Fibel ist eine Offenbahrung und richtungsweisend. |sd

WunderBar! „Das große Buch vom Rum“ bei Edition Fackelträger wie das Werk „Cocktail Kunst“. Stilvolles Equipment für die Zubereitung und das Servieren finden Sie bei Norman Copenhagen (Glas), bei Riva (Cocktail-Set rechts) und bei der Happy Hour von Alessi Foto unten.

COCKTAIL KUNST DIE ZUKUNFT DER BAR STEPHAN HINZ

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Schöne Aussichten für die Fronten Frei von Konventionen, bereit für neues Design: Mit der Einbaugeräteserie ArtLine von Miele können Kunden ihre Küche komplett ohne Griffe ausstatten – jetzt auch im Farbton Graphitgrau. Wo Küche und Wohnzimmer verschmelzen, ist eine klare Formensprache gefragt. Gerne puristisch, geradlinig und grifflos, denn die Hervorhebung einzelner Elemente stört beim Blick aufs Ganze. Mit der neuen Einbaugeräteserie ArtLine greift Miele diesen Trend auf. Das komplette Geräte-Ensemble kommt ohne Griffe aus, fügt sich flächenbündig in die Möbelfronten und interpretiert das Thema „Geräte-Vollintegration“ auf eine einzigartige Weise – auf Wunsch im neuen Farbton Graphitgrau, in Brillantweiß oder Obsidianschwarz. Vollflächige Glasfronten und integrierte Gerätedisplays bestimmen das ArtLine-Design, das sich über verschiedene Produkte erstreckt und damit konsequent die Ausstattung einer kompletten Küche mit grifflosen Geräten ermöglicht – von den Backöfen über Dampfgarer bis zur Mikrowelle. Dazu kommen verschiedene Dunstabzugshauben, die im ausgeschalteten Zustand unauffällig hinter Möbelfronten verschwinden. „Mit ArtLine gehen Küchenmöbel und Geräte eine Symbiose ein – unaufdringlich und elegant zugleich“, weiß Gernot Trettenbein, Leiter des Geschäftsbereichs Hausgeräte

International bei Miele. Berücksichtige man dazu die bekannten Geräteserien ContourLine, PureLine und Signature in ihren Farb- und Ausstattungsvarianten, könnten Miele-Kunden ihre Küche auf einzigartige Weise persönlichen Vorlieben anpassen. „Miele bietet damit immer die optimale Integration in jedes individuelle Künchendesign“, so Trettenbeins Fazit. Technisch basieren die ArtLine-Modelle auf der Generation 6000 von Miele – mit einem Unterschied: Die Funktion des Gerätegriffs übernimmt eine in die Blende integrierte Sensortaste (Touch2Open). Beim Berühren dieser Sensortaste wird die verriegelte Tür motorisch entsperrt, gleitet sanft und in der Endeinstellung zusätzlich gedämpft nach unten – effektvoller kann man einen Backofen nicht starten.

Die Einbaugeräte im ArtLine-Design bietet Miele in Brillantweiß, Obsidianschwarz und ganz chic auch in Graphitgrau an. Der neue Farbton strahlt Purismus und Eleganz aus, passt zu unterschiedlichen Küchendesigns, kommt aber besonders gut in einem dunkel und kühl gestalteten Wohnumfeld zur Geltung. Ab Sommer 2016, Miele. W!D 3/2016

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Das Bad ist die neue Bühne für Ihren Lifestyle.

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Satte Farben schlagen derzeit hohe Wellen rund um die Wannen. Eine Überschwemmungsgefahr besteht dank neuer Technologien trotzdem nicht. Auch sonst geht es bunt zu bei den Badezimmernews: Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Bad als eigener Raum definiert, später in den 60er-Jahren kamen Erweiterungen wie etwa Stauräume durch Spiegelschränke hinzu. Seit den 80ern wurde die Ästhetik zunehmend wichtiger und inzwischen ist es bereits soweit, dass Themen wie Wellness und Wohlfühlen schon der Vergangenheit angehören. Hier hat eine 124

enorme Weiterentwicklung stattgefunden: Nun geht es um die Gesundheit im Bad und die Farbtherapie gehört wohl auch dazu. 1 | Bette erweitert die Einsatzmöglichkeiten bei Wanne „Comodo“. Nun in vier Größen und mit seitlichem Überlauf erhältlich. „Für Badplaner bedeutet das mehr Freiheit bei der Gestaltung, für manchen Endkunden dann doch die Option auf ein Wannenbad

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zu zweit“, erläutert Sven Rensinghoff, Marketingleiter. Außerdem wurde für Duschen und Waschtische die Reihe der exklusiven Farben um neun weitere Farbtöne ergänzt. Das ist das Stichwort: Auch 2 | Villeroy & Boch setzt auf kräftige Farben und entwickelte gemeinsam mit Gesa Hansen das bunte Badevergnügen. 3 | Repabad setzt auf Rot, Infrarot um genau zu sein. Die wohl-

tuende Wärme ergänzt die Dusch- und Dampfbadkombination. 4 | Kartell by Laufen Die kreative Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ermöglicht unkonventionelles Design im Badezimmer. 5 | Hewi „M40“ beschreibt die bunten Würfel in den Tiefen 15 oder 30 cm. Sie eignen sich wunderbar als Badeschränke und sind in ihrer Vielfarbigkeit flexibel einsetzbar. W!D 3/2016

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Fliesen haben oft eine Struktur, die stilprägend für das Badambiente ist. Dann sollten die Badmöbel besser einfarbig sein.

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Strukturierte, mehrfarbige Wände oder Böden sind nach wie vor sehr beliebt. Es gibt sie in den vielseitigsten Ausführungen von zeitlos kariert bis hin zu blumigen Dekoren oder abstrakt. Doch wenn die Fliesen derart charakteristisch sind, tut man gut daran, sich bei den restlichen Bademöbeln etwas zurückzuhalten. 1 | Devon & Devon kommt meist mit zwei Farben aus, 126

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ihre klassische Schwarz-Weiß Kombination wirkt gemeinsam mit der „Single Memphis“-Konsole äußerst edel. 2 | Emery & Cie setzt dagegen auf Farbe und bindet Türkis (oder auch Rot und Blau) in die Fliesen-Kollektion von Nathalie Lété mit ein. 3 | Burgbad arrangiert zur „Eqio“-Serie den Waschtisch vor der blau-weiß gemusterten Wand und setzt damit frische Akzente.

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4 | Bette trumpft mit dem freistehenden Waschtisch „Monolith“ als Neuigkeit der Art-Kollektion auf. Vor den prägenden Wand- und Bodenmosaiken wirkt er kontrastreich zur Umgebung und erscheint mit seiner Breite von 60 cm, der Höhe von 90 cm und 40 cm Tiefe beinahe wie eine Skulptur. Er trägt die Handschrift des Potsdamer Designbüros Tesseraux und Partner.

5 | Dornbracht dekliniert mit der neuen Serie „Lissé“ seine fünf Designprinzipien: Proportionalität, Präzision, Progressivität, Persönlichkeit und Performance. Mit klaren, geometrischen Grundformen und der bedienfreundlichen Hebelfunktion sind die Armaturen ästhetisch ansprechend und äußerst komfortabel. Weitere Infos zu den Herstellern auf Seite 140. W!D 3/2016

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Men in Black oder Schwarz ist schick: Dieser Herr betrachtet sich offensichtlich ganz gern im Spiegelschrank seines neuen Badezimmers. „Ein gutes Bad muss vor allem eines: passen“, so lautet das Credo von Sabine Meissner, Leiterin der Marketingabteilung bei 1 | Burgbad, die Schwarz als neuen Bad-Trend für echte Kerle ausgerufen haben. „Die herbe Schönheit der Farbe“: Kontrastreich und vor allem klar in Kombination zu Weiß wird beim Programm „rc40“ ein freistehender Waschtisch mitten im Zimmer geparkt. Auch die Mineralguss-Badewanne „Camia“ will sich nicht sagen lassen, wo sie zu stehen hat, auch wenn sie zusammen mit der Armaturen-Serie „Citterio E“ von Axor/Hansgrohe zumindest für den Moment in die Ecke verwiesen wurde. Bringen wir es also auf den Punkt: Es geht um Freiheit - so lassen sich alle Module genau da platzieren, wo sie gewünscht werden, manchmal eben im Mittelpunkt und manchmal lieber zurückhaltend im Hintergrund. Doch was macht denn überhaupt ein gutes Badmöbel aus? Sabine Meissner meint „Zunächst einmal ein zeitloses Design, denn es ist und bleibt ein Investitionsgut, das lange schön bleiben soll. Dementsprechend sollte auch die Qualität gewählt werden, und die zeigt sich oft erst im Detail – in der Verarbeitung, in der Feuchtigkeitsresistenz, in den Beschlägen, im durchdachten Konzept.“ Es lohnt sich also, sich lieber etwas länger Zeit zu nehmen und sich darüber klar zu werden welchen Ansprüchen das Bad später genügen soll. 2 | Vitra perfektioniert den Einhand-Waschtischmischer mit 128

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einer neuen Schnabelform aus Chrom. Eine ansprechende und zurückhaltende Form, die in den Auslaufhöhen 75mm oder 190mm entwickelt wurde. 3 | Keuco trennt sich von allem, worauf verzichtet werden kann. Das Ergebnis bezeichnet sich dann als Drei-Wege Ab- und Umstellventil, Schlauchanschluss und Brausehalter sind beispielsweise in nur einem Modul integ-

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riert. Nur die Temperatur wird auch weiterhin separat geregelt. Außerdem hilft der neue Onlineplaner bei der optimalen Badgestaltung. Hier können verschiedenen Module ausprobiert und die Lösung optimal auf die individuellen Wunschvorstellungen angepasst werden. Déjà vu? 4 | Dornbracht zeigt, wie ein anderer Hintergrund eine komplett unterschiedliche Wirkungskraft aus-

übt. So wirkt die Armaturen-Neuheit „Lissé“ auf schwarzer Oberfläche mit weißem Waschtisch fast schon majestetisch. Hier hat das schicke Design auch einen Nutzen: beim Mineralguss „Jura“ 5 | Repabad wurde die Duschwanne sowie das Wandpaneel mit dem Quarzsandgemisch ausgegossen und sorgt für eine antibakterielle und rutschhemmende Oberfläche mit coolem Look. W!D 3/2016

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Südseefeeling für daheim mit türkisblauem Meermotiv oder einem warmen Regenguss. Will man bei diesen Aussichten überhaupt noch wegfahren? 1 | Glassdouche bringt mit Leuchtwand „Helene“ (Motiv „Bluebeach“) Urlaubsstimmung ins Badezimmer; hier in Verbindung mit der vielseitigen Wanddusche „Josephine“. 130

Bei 2 | Grohe kann man mit drei Knöpfen alle Einstellungen speichern. Die 3D-Rainshower Smart Control lässt die Wahl zwischen Kopf- und Handbrause. Dank seitlicher LED-Beleuchtung wird „Royal Match“ 3 | Keuco ein echter Hingucker.

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Die Zeit hinterlässt Spuren und Zeichen. „Remix“ fängt diesen Zauber ein durch eine würdevolle Optik mit Charakter, die sowohl auf dem filigranen 5 x 5 cm Mosaik als auch auf dem repräsentativen Großformat 45 x 90 cm ausdrucksstark zur Geltung kommt. Infos unter www.agrob-buchtal.de

Kraftvolle Würde mit Charakter Die Fliesenserie „Remix“ von Agrob Buchtal gibt Räumen eine besondere Persönlichkeit. Ruhige Ausdrucksstärke und unaufgeregte Souveränität sind Merkmale der neuen Serie Remix von Agrob Buchtal. Die Kollektion ist eine Reminiszenz an den natürlichen Lauf der Dinge: Die Zeit hinterlässt Spuren, Linien, Fährten, Riefen, Furchen, Verläufe, die sich dann - in Würde gealtert - zu einem reizvollen Ensemble zusammenfügen. Diese Intention fängt Remix ein in Form von charaktervollen, harmonisch-lebendigen Oberflächen. Variierbar durch verschiedene Formate und akzentuierbar durch markante Elemente ermöglicht dies kraftvolle und zugleich stringente Raumkonzepte. Die Grundlage Die Basis der Serie bilden Bodenfliesen aus hochwertigem Feinsteinzeug sowie die Umsetzung der beschriebenen Spuren der Zeit durch ein Zusammenspiel zwischen moderner Digitaldrucktechnik, feinen Reliefs, Applikationen und weiteren Finishing-Schritten. Das Design ist so gestaltet, dass ungekünstelte Abwechslung im Belag entsteht, die dem Endergebnis Individualität verleiht. Dem Naturell der Serie entsprechend haben die vier Farbtöne Anthrazit, Grau, Beige und Braun eine überwiegend warme Grundanmutung. Neben dem großflächigen Format 45 x 90 cm sind auch schmälere Abmessungen erhältlich sowie ein 5 x 5 cm-Mosaik, das partiell eingestreut, für Teilflächen oder auch für größere Bereiche eingesetzt werden kann. Treppen- und Sockelfliesen runden das Angebot ab und erweitern das Verwendungsspektrum.

Die Ergänzung Die Wandfliesen aus Steingut im zeitgemäßen Format 30x90 cm in den Farben hellbeige bzw. lichtgrau fungieren als Bindeglied und Rahmen für die anderen Bestandteile der Serie. Sie sind daher bewusst zurückhaltend mit einer dezenten, seidenmatten Oberfläche gestaltet. Die Akzente Die Dekorfliese bzw. Bordüre trägt aus gutem Grund die Bezeichnung Onyx: Dieser mineralische Schmuckstein kommt undurchsichtig oder leicht transparent vor. Er begeistert durch raffinierte Bänderungen und seiden- bzw. wachsartigen Glanz. Diese mystisch-geheimnisvolle Vielschichtigkeit wurde keramisch interpretiert und spiegelt sich in zwei Spielarten wider: Bei der vollflächigen Dekorfliese im Format 30 x 90 cm reichen bereits einige Stücke über- oder nebeneinander für einen eindrucksvollen Blickfang mit schwungvoller Gestik. Bei der feingliedrigen Bordüre (15 x 90 cm) wird die Onyx-Optik kombiniert mit schmalen Streifen der urwüchsigen Bodenfliesen. Diese ungewöhnliche Mischung ergibt eine eigenständige Impression mit dynamischer Rhythmik, egal ob horizontal oder vertikal eingesetzt.

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Frisch aus Mailand: Duschen, die auch als Dampfbäder genutzt werden in Verbindung mit edlen Armaturen.

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Beim diesjährigen „Salone Internazionale del Bagno“ wurden zeitgleich zur Möbelmesse die neuesten Badkreationen aus aller Welt vorgestellt. Besonders flexible Lösungen und die Verbindung mehrfacher Funktionen fielen dabei ins Auge: 1 | Rexa Design präsentierte mit „Hammam“ ein Badkonzept, das vor allem in puncto Wellness und Gesundheit besticht. Die Kreation von Monica Graffeo lässt mit unaufdringlichen, ruhigen Materialien Ruhe und Entspannung zurückkehren und somit eignet sich dieser Ort auch als Erholungsmöglich132

keit. 2 | Glass 1989 zeigt eine besonders flexible Lösung für große wie für kleine Badezimmer: „NonSoloDoccia“ versteckt viel smarte Technik auf wenig Raum. Und so verwandelt sich die schlichte Duschkabine auf Wunsch mühelos in ein vollwertiges türkisches Dampfbad. 3 | Ceramica Cielo holte sich für die neue Kollektion „Enjoy“ den lebensfrohen Designer Karim Rashid ins Boot. Frisch, jung und dynamisch ist das Motto, das sowohl bei Toilette und Bidet wie auch bei den Waschtischen und den Spiegeln sichtbar umgesetzt wurde.

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Manchmal sieht man erst auf den zweiten Blick, worauf es ankommt. Speziallösungen sind oft hinter gutem Design versteckt. Besondere Bäder erforden eben besondere Lösungen, hier liegt das Highlight im Detail. Mit der Serie „360“ macht 1 | Artweger den Anfang und schafft damit Barrierefreiheit und zusätzlichen Platz gleichermaßen. Denn egal ob für Ecken, Nischen oder eine freistehende Form, die Scharniere „360° Twin“ lassen sich 180° nach innen und nach außen öffnen. Bei „Monolith“ setzt 2 | Geberit auf die neue Trendfarbe Sand für die Sanitärmodule von Waschtisch und WC. Alternativ kann man diese auch individuell bedrucken lassen. Beim Spiegelschrank „L-Cube“ von 3 | Duravit lässt sich das Licht per Sensor dimmen und gewährleistet zum schlichten Design perfekte Ausleuchtung. Der Schrank ist in vier unterschiedlichen Größen und auch als Einbauversion erhältlich. Fast schon filmreif, der Titel würde jedenfalls passen: Das Möbel und der Waschtisch: bei „Folio“ 4 | Alape zeigt der Hersteller aus Goslar die Möglichkeiten von glasiertem Stahl, nämlich exakte Geometrie, minimale Radien und eine plane Oberfläche. Das Design dieses Meisterstücks stammt von Gerhard Busalt. |ed

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Einmal quer durch Europa Aus dem Urlaub im Zillertal mit dem Volkswagen nach Mailand auf den Spuren von KultDesignern, Kultur pur in Wien und eine Erleuchtung in Berlin – genug Stoff für Inspirationen. Inmitten des einmalig schönen Zillertals gelegen, befindet sich das Sporthotel Stock. Bei fünf Sternen kann man im Charme gehobener Gastlichkeit Ruhe und Entspannung finden. Neben der Natur bieten die umfangreichen Sport- und Wellnessangebote Luxus auf höchstem Niveau, in der Sauna nach antikem

Vorbild könnte man beinahe vergessen, dass man von Tiroler Alpen umgeben ist. Die elegante Front des Kamins aus Feldsteinen, der nach dem Essen das gemütlich knisternde Feuer in der Suite umrahmt, erinnert an die felsige Landschaft und mancher Reisende wird hier zum Stammgast. Zu den Wiederholungstätern

„Wolfsburg Unlimited. Eine Stadt als Weltlabor“ – VW ist ein weltweit tätiger Konzern, der auch die „Hauptstadt von Volkswagen“ prägt. Wie in einem Mikrokosmos treffen hier die zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zusammen: Industrialisierung, Mobilisierung, Digitalisierung – es zeigen sich Wirkungsgefüge zwischen Masse und Individuum, Zusammenhänge zwischen lokalen und globalen Effekten. Doch keine rein historische Dokumentation soll präsentiert werden. Vielmehr stehen Installationen und Kunstwerke im Mittelpunkt, die aus ungewöhnlichem Standpunkt die Stadt Wolfsburg betrachten. 136

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Der Berg ruft! Aber welcher? Nach jeder Tour belohnt das Sporthotel Stock seine Gäste mit einem Verwöhnprogramm der Extraklasse – sei es im römischem Dampfbad oder bei einem Mehr-Gang-Menu zum Energieaufladen.

gehören Profisportler (man sieht schon einmal Mario Götze und Regina Halmich), begeisterte Wandervögel und Skifahrer und jede Menge Genussmenschen. Die Kost allein ist die Reise wert, das Panorama und die Liebenswürdigkeit der Inhaberfamilie tun ihr Übriges.

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Mit „Solmotion“ sind die Zeiten, in denen man sich mit der Bedienung des Schirms quälen musste, vorbei. Die Handhabung des neuen Ampelschirms ist kinderleicht und die Bedienung sonnenklar: Das Öffnen und Schließen erfolgt über einen elektrisch betriebenen Motor. Ein kurzes „Knopf drücken“ auf der Fernbedienung oder ganz einfach auf dem Mast und der Schirm öffnet und schließt sich automatisch. Und das ganz ohne Strom. Größt mögliche Schattenausbeute erzielt der Solmotion über seinen patentierten Schwenkmechanismus und die 3/2016 137 Drehfunktion um bis zu 360W!D Grad.

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Gleich zwei Ausstellungen widmen sich im MAK Wien Designgeschichte(n): Bis Anfang September weist „Mode-Utopien, Haute Couture in der Grafik“ (rechts) nach, dass Mode als Selbstzweck keine Erfindnung des 20. Jahrhunderts ist, sondern lange zurückreicht. Mit „Robert La Roche: Personal View“ (ganz rechts) wird bis Ende September eine umfangreiche WerkSchau der Brillenkollektionen des Designers vorgenommen, der die Sehhilfe in ein beliebtes Lifestyle-Objekt verwandelte.

Die Castiglioni-Brüder gehörten zu den Top-Designern Italiens, sie erlangten mit ihren Kreationen Weltruhm und beeindruckten vor allem durch ihren nüchternen Stil. Werke der beiden befinden sich im New Yorker Museum of Modern Art. Die Fondazione Achille Castiglioni hat sich zum Ziel gesetzt, das Archiv der Öffentlichkeit zu präsentieren, in der aktuellen Ausstellung stehen die Entwürfe für den Wohnbereich im Mittelpunkt. Berlin leuchtet – ein ehemaliges Gerichtsgebäude aus dem Kaiserreich strahlt in neuem Glanze, seit Bocci im November vergangenen Jahres in Berlin seinen neuen Showroom eröffnete, den ersten in ganz Europa. Auf 2.200 Quadratmetern präsentiert der kanadische Lampenhersteller mit „Bocci 79“ seine Highlights in spektakulärem Ambiente. In meterhohen Räumen entfalten die Leuchten ihre ganze Wirkung.  |wh

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Heiße Eisen aus Japan Schon seit dem 17. Jahrhundert wird im Nordosten der japanischen Insel Honshu, in der Region Iwate, traditionelle Handwerks- und Schmiedekunst groß geschrieben. „Nanbu Tekki“ steht in Japan als Gütesiegel für traditionelle Schmiedekunst auf höchstem Niveau. Übersetzt heißt es „Eisen aus Nanbu“, nach dem ursprünglichen Namen seiner Herkunftsregion Iwate. Die besonders dünnwandigen gusseisernen Töpfe und Pfannen – wir reden hier von etwa zwei Millimetern – suchen weltweit ihresgleichen. Vor zwei Jahren gründete Walther Totterer das Unternehmen „otoro“ um diese Unikate auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugänglich zu machen. Die kleinen Manufakturen Iwachu und Kamasada mit insgesamt 24 Mitarbeitern fertigen ihre Produkte in Handarbeit für otoro. Die Schmiede Iwachu wird in dritter Generation von

Nabuho Miya geführt, dessen Arbeiten bereits im Metropolitan Museum of Art ausgestellt wurden. Seine Produkte definieren sich durch Tradition und Formgebung; sie sind aber auch funktionale Begleiter: Das Material ist nahezu unzerstörbar und auf allen Herdarten verwendbar. Die Temperaturverteilung ist gleichmäßig – ganz gleich ob gegart oder gebraten wird. |mlm

In 400 Jahren wurde die Technik des „Nanbu Tekki“ weiterentwickelt. Oben: Zwei der insgesamt vier Mitarbeiter der Manufaktur Kamasada fertigen mit größter Sorgfalt die gusseisernen Unikate. Über Otoro.

Unser neues Sonderheft „Trendscout“ erscheint am 24. Juni 2016, der Style!Guide am 9. September 2016. 142

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