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Offizielles Organ des S채chsischen Radfahrer-Bundes e. V. 20. Jahrgang

Nr. 2/12

Rennsport-Saison in vollem Gange 64. Bundestag in Plauen

Saisonauftakt in Leipzig

34. MTB im Humboldthain


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EDITORIAL R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

AUS DEM INHALT SRB-aktuell 64. Bundestag in Plauen Görlitzer Tradition lebt weiter Treff der Radsportoldies in Plauen

3 25

Wir gratulieren

26 27

Straße Saisonauftakt in Leipzig

10

Eric Baumann gewinnt Frühjahrsklassiker 54. Sachsenringradrennen Robert-Förster-NW-Cup in Markkleeberg

13 14

18. Rochlitzer Kriterium

16 18

Neues Frauenteam mit vier sächsischen Sportlerinnen

20

René Obst mit erstem Sieg Bei NSP-GHOST

21

Bahn Saisonanfahren in Heidenau

21

MTB 34. Rund im Humboldthain Andi Weinhold beim härtesten MTB-Rennen RTF Saisonauftakt

22 23 24

ZUM TITELFOTO Stefan Gaebel überzeugte auf dem Sachsenring. Foto: Daniel Förster

IMPRESSUM „Radsport in Sachsen” wmk-mertins.de/zeitschrift-ris.html Herausgeber: Sächsischer Radfahrer-Bund e.V. Windorfer Str. 63, 04229 Leipzig Telefon: 03 41 / 4 24 46 56 Telefax: 03 41 / 4 11 25 95 E-Mail: info@s-r-b.de Internet: www.s-r-b.de Verantwortlich für den Inhalt: W. Schoppe, M. Götze Layout Satz & Anzeigenverwaltung: Werbe- u. Medienkontor Mertins Philosophenweg 1, 04425 Taucha Telefon: 03 42 98 / 48 93 86 Telefax: 03 42 98 / 48 93 87 E-Mail: radsport@wmk-mertins.de Internet: www.wmk-mertins.de Fotos: Sächsischer Radfahrer-Bund e.V. Für Druckfehler übernimmt der Herausgeber keine Haftung. Für den Inhalt der Anzeigen zeichnet allein der Auftraggeber verantwortlich Nachdruck bzw. Weiterverarbeitung der Texte Anzeigen auch auszugsweise ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung gestattet.

Spitze beim Straßennachwuchs (noch) nicht in Sicht Die Rennsportsaison auf der Straße hat begonnen und nach den ersten Wettkämpfen in Sachsen bleibt festzustellen, dass in den Kinderklassen erfreulich große Starterfelder zu verzeichnen sind und dort auch unsere Aktiven sehr erfolgreich abschneiden. Nach wie vor wesentlich schlechter ist das Niveau in den älteren Jahrgängen, in denen nur sporadisch der eine oder andere Sachse auf den vorderen Plätzen auftaucht. Die Szenerie im männlichen und auch im weiblichen Bereich bestimmen vorwiegend Sportler aus den Landesverbänden Brandenburg und Thüringen. Auch beim ersten Bundesliga- und Sichtungsrennen im bayrischen Cadolzburg bei Fürth fuhren wir in allen ausgeschriebenen Nachwuchsklassen leider fast ausnahmslos hinterher. Die Hoffnungen, den doch positiven Auftritt beim Bahnsichtungsrennen in Frankfurt/Oder, wo immerhin vier Aktive bei den Junioren die D/C-Kader-Norm erfüllten, auch auf der Straße umzusetzen, erfüllte sich leider (noch) nicht! Der Verdacht liegt nahe, dass wir in Sachsen in trainingsmethodischer Sicht einiges nicht richtig machen. Gerade deshalb setzen wir große Hoffnungen in den Abschluss der angedachten Kooperationsverträge mit Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen, verbunden mit der Zielstellung, bei gemeinsamen Lehrgängen, Weiterbildungen und Wettkämpfen Er fahrungen und Ideen auszutauschen, neue Konzepte umzusetzen und damit die Positionen im Ausdauerbereich innerhalb des BDR zu verbessern, die wir selbst in den letzten Jahren massiv verloren haben. In diesem Sinne sollten die beteiligten Verantwortungsträger in unserem Bund weiterhin alles tun, um aus der unbefriedigenden Situation herauszukommen. Dabei müssen sicher auch eingefahrene Gleise verlassen und jahrelang unveränderte Konzepte überprüft und neu durchdacht werden. Für die Aktiven und ihre Trainer sollte jedoch eins klar sein: Nur wer auf absolutem Spitzenniveau trainiert und auch danach lebt, wird im Wettkampf die angestrebten Höchstleistungen vollbringen können.

Wolfgang Schoppe

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de


SRB-AKTUELL R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

64. Bundestag in Plauen Gut vorbereitet von den Mannen um Dietmar Hellinger vom „Vogtländischen Radsport-Team e. V.“ lief zum vierten Mal seit 1891 ein Bundestag in der Stadt Plauen ab. Die ersten beiden allerdings bereits in den Jahren 1894 und 1904, als die Delegierten sich in den Gasthöfen „Prater“ bzw. „Freundschaft“ eingefunden hatten. Weit über 100 Jahre später berieten ihre Nachfolger immerhin im großen Saal des Rathauses. Sehr gute Bedingungen also und die Delegierten der sächsischen Vereine nahmen gespannt den nach mehrjähriger Pause erstmals wieder erstellten Rechenschaftsbericht des neuen Präsidenten Holger Tschense zur Kenntnis. In diesem gab es großes Lob für die Leistungen von Judith Arndt, die Weltmeisterin im Einzelzeitfahren wurde sowie die der Sprinter Sachsens, die fast im Alleingang die für die weitere Bezuschussung durch den LSB notwendigen Erfolgspunkte einfuhren. Der Stützpunkt in Chemnitz ist eine Macht und nun gilt es in den nächsten Monaten, den MTBSchwerpunkt als zweites Standbein nicht nur zu verwalten, sondern vor allen Dingen gezielt weiterzuentwickeln. Dazu konnte der Präsident konstatieren, dass die entsprechenden Maßnahmen ein-

Das Präsidium. geleitet und mit Leben erfüllt werden konnten. In den übrigen Fachschaften, also dem Hallenradsport, dem Mountainbike-Orienteering, Trial sowie dem Freizeit- und Radtourenfahren haben wir gefestigte und gut funktionierende Strukturen, ohne allerdings zu verkennen, dass auch hier erhöhte Anstrengungen notwendig sind, diese zu betreuen und auszubauen.

Dankeschön an Organisator Dietmar Hellinger.

Angeregte Sachdiskussionen Nach dem Verlesen des Kassenberichtes durch die Vizepräsidentin Steffi Mennicke bestätigte der Kassenprüfer Joachim Linke in allen Fragen der Finanzarbeit den Verantwortlichen des SRB Ordnungsmäßigkeit. In einer lebhaften, jedoch sehr sachbezogenen kritischen Diskussion, gab es viele Anregungen, die unsere Arbeit im mitgliederstärksten Landesverband des Ostens verbessern könnten. So legte der verdienstvolle Bernd Lohse vom RSV Chemnitz den Finger in eine Wunde, an dem die meisten Vereine, die Radsportwettkämpfe auf der Straße organisieren, schwer zu tragen haben. Die mangelnde Nachwuchsentwicklung brachte es mit sich, dass die wenigen noch aktiven sächsischen Renner der Junioren oder Jugend es teilweise vorzogen, bei Wettkämpfen außerhalb Sachsens zu starten, um dort leider oft hinterher zu fahren oder zu trainieren. Der Landestrainer Thomas Henker hielt ihm entgegen, dass diese bei wichtigen nationalen Wettkämpfen Punkte für die Bestenlisten des BDR sammeln müssen, die wichtig für die Abrechnung beim LSB Sachsen sind. Dennoch wird als erster Schritt ab 2012 die SRB-Bestenliste für alle in Sachsen ausgetragenen Rennen

gewertet werden. Dem pflichtete auch der für den Leistungssport verantwortliche Vizepräsident Thoralf Reiher bei. Marc Huster aus Werdau regte an, die vielen in Sachsen stattfindenden Marathons verstärkt zur Werbung für eine Vereinsmitgliedschaft zu nutzen. Auch sollten die Veranstalter separate Rennen für die C-Klasse anbieten, da doch die Leistungsunterschiede zur A/BKlasse mehr als beachtlich sind. Mehrere Delegierte sprachen sich in diesem Zusammenhang gegen die Teilnahme von C-Fahrern an den Jedermann-Rennen aus. Diese sollten vorbehaltlos nur Startern ohne Lizenz vorbehalten sein. Wichtige Hinweise gab es auch im Zusammenhang mit der Übersendung der korrekten Ergebnisse. Diese sollten zeitnah an die Geschäftsstelle geschickt werden, um sie dann ins Internet zu stellen. Nur so kann eine fehlerfreie Bestenliste geführt werden. Der Präsident Holger Tschense und das SRB-Ehrenmitglied Jens Fiedler berichteten unter Beifall, dass nunmehr zwischen dem SRB und dem Chemnitzer Sprinterteam 2012 ein Kooperationsvertrag fixiert wurde, der die Nachwuchsarbeit dort entscheidend verbessern sollte. Ein Bus wird beschafft, Bekleidung und Material stehen zur Verfügung und der Bund beteiligt sich an den Reise- und Übernach-

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de

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SRB-AKTUELL R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

tungskosten für die Sportler. Mit den Unterschriften der beteiligten Personen wird dieser wichtige Vorgang demnächst wirksam werden.

Carsten Bergemann neuer Bahnfachwart Nachdem der Vorstand einstimmig entlastet worden war, wählten die Delegierten gemäß der Satzung einen Teil des Vorstandes. Dabei gab es nur eine Neubesetzung, die nach dem Rücktritt des bisherigen Bahnfachwartes, Ralph Müller, notwendig geworden war. Mit Carsten Bergemann stellte sich dieser Aufgabe erfreulicherweise ein ehemaliger Leistungssportler. Wahlleiter Wolfgang Schoppe berichtete, dass dieser eine Stelle

der „Trainer-Offensive“ der Bundeswehr zur Betreuung der U 23Sprinter des BDR erhalten hätte und ca. 50 Prozent seiner Arbeitszeit dem SRB zu Gute kommen sollte. Eine willkommene Gelegenheit, unsere Leistungen in diesem Bereich weiter zu steigern. Carsten, der selbst nicht anwesend sein konnte, da er zum BDRLehrgang auf Mallorca weilte, hatte zuvor im Vorstand überzeugend dargelegt, dass er sich nicht nur als Büromensch sehe, sondern in seiner ehrenamtlichen Funktion vor allem versuchen wolle, die zuletzt stark vermisste Motivation unserer Bahnfahrer bei den Saisonhöhepunkten, wie den Deutschen Meisterschaften, zu verbessern. So war es nur eine Formsache, ihn sowie auch die anderen Kandidaten in of-

nen Verantwortungsträger werden dann vor dem Bundestag den Vereinen übergeben. Dies konnte in Plauen erstmals im Ansatz durchgeführt werden. Verbesserungen in Mit der Auszeichnung verdienstden Finanzübersichten voller Mitglieder mit SRB- bzw. BDREhrennadeln und der Ausgabe der vorgesehen Urkunden der bestätigten TalentDiskussionen gab es schließlich stützpunkte fehlte nur noch ein nochmals bei der Genehmigung Kandidat für die Ausrichtung des des Haushaltsplanes für 2012. Bundestages 2015. Der Präsident Hier sollen im nächsten Jahre aus- schlug vor, dass der rührige Verein führlicher die einzelnen Positionen RSV Team Auto Riedel in Schwarherausgestellt werden, eine für alle zenberg im Erzgebirge prüfen sollAnwesenden notwendige Tatsache, te, ob er dazu in der Lage sei. Die die besonders auch im Kassen- Delegierten honorierten die Bereitbericht des jeweiligen Abschluss- schaft Reinhold Glombs mit Beifall jahres die Übersicht verbessern und Holger Tschense beendete eisoll. ne harmonisch verlaufene Tagung Alle diese Zahlen und Übersich- mit dem Wunsch und der Hoffnung ten sowie die Berichte der einzel- auf eine gute Saison 2012.

fener Abstimmung jeweils einstimmig zu bestätigen. Alle Vorgeschlagenen nahmen die Wahl an.

Hohe Auszeichnungen anlässlich des Bundestages: Goldene Ehrennadel Carsten Krause

Vizepräsident Freizeit- und Breitensport

Michael Seidler

Fachwart Radball/-polo

Christian Metzke

Seifhennersdorfer SV

Silberne Ehrennadel Holger Schmalfuß

Chemnitzer PSV

Verdienstnadel des BDR Bernd Lohse

RSV Chemnitz

Mit Gold geehrt: Michael Seidler.

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de

Präsident Holger Tschense ehrt Carsten Krause mit der Goldenen Ehrennadel.

Bernd Lohse erhielt die Verdienstnadel des BDR.


SRB-AKTUELL

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R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

Rechenschaftsbericht des Präsidenten 2011 konzentrieren, was den Bund seit der Wiedergründung im Jahre 1990 eigentlich ausgezeichnet hat, im gemeinsamen Ringen aller, bestmögliche Ergebnisse zu erzielen! Ich denke, der Neuanfang ist geglückt, auch wenn wir in einigen Bereichen mit den Leistungen nicht zufrieden sein können. Darauf werde ich noch zurückkommen. Traditionsgemäß beginne ich mit der Mitgliederentwicklung. Nachdem wir 2010 erstmals die magische Grenze von 3000 überschritten hatten, verzeichneten wir 2011 einen weiteren kleinen Zuwachs und verweisen jetzt auf 3151 Gesamtmitglieder. Besonders erfreuLiebe Delegierte, sehr geehrte lich daran ist, dass sich darunter Gäste! auch insgesamt 678 Kinder und JuWir sind heute hier ins Vogtland gendliche befinden. Die Tatsache, nach Plauen gekommen, um das dass wir seit dem Jahr 2000 mit vergangene Jahr zu analysieren 486 noch nie so viele Kinder in den und gemeinsam darüber zu bera- Vereinen betreuen konnten, stimmt ten, wie wir künftig unseren Säch- zunächst optimistisch und zeigt, sischen Radfahrer-Bund im 121. dass wir in der Mitgliedergewinnung Jahr seines Bestehens weiterfüh- auf dem richtigen Weg sind. ren wollen. Allerdings steht dieser erfreuliNach vielen Querelen und Dis- chen Tendenz der drastische Rückharmonien im vergangenen Be- gang von Jugendlichen entgegen, richtszeitraum gelang es zum „Au- denn hier hat sich gegenüber dem ßerordentlichen Bundestag“ am Jahr 2000 mit noch 472 die Anzahl 21. Mai 2011 in Dresden, dank der auf 192 halbiert. besonnenen Handlungen aller BeEinzige Schlussfolgerung: Wir teiligten, uns wieder auf das zu müssen gemeinsam darüber nach-

denken, warum es uns nicht gelingt, aus dem großen vorhandenen Potenzial die Kinder bei der Stange zu halten. Die Riesenfluktuation beim Übertritt in die Jugend- bzw. Juniorenklasse mit all seinen Problemen sollte genauestens untersucht werden. Wir verlieren hier Jahr für Jahr eine große Anzahl talentierter Kader, die bis dahin teilweise schon mit guten Leistungen glänzten. Die genauen Analysen der derzeitigen Situation liegen auf unserem heutigen Bundestag in schriftlicher Form vor und könnten als Diskussionsgrundlage dienen. Kommen wir nun zu etwas sehr Erfreulichem. Das Abschneiden unserer sächsischen Sprinter bei Deutschen Meisterschaften, Weltund Europatitelkämpfen sowie Weltcups war beeindruckend und verdient höchstes Lob. Alle diese Leistungen aufzuzählen, würde hier zu weit führen, aber mit dem Weltmeistertitel im Teamsprint durch Junior Max Niederlag, der in Moskau obendrein noch einen neuen 200 m-Weltrekord aufstellte, oder den drei Titelgewinnen bei der Bahn-WM in Portugal durch Stefan Bötticher können wir hoch zufrieden sein. Wenn man bedenkt, dass Stefan diese Ergebnisse in

seinem ersten Männerjahr erzielte, obendrein den prestigeträchtigen Deutschen Meistertitel im Sprint gewann und auch beim Weltcup in Kolumbien siegte, kann man wohl von einem außergewöhnlichen Erfolgsjahr sprechen. Auch Joachim Eilers setzte seine Erfolgsserie fort, gewann mit den Teamsprintern EM-Gold und im Keirin und 1000 Meter-Zeitfahren jeweils Silber. Da erschienen die insgesamt neun Titel bei den DM auf der Bahn fast selbstverständlich, für die, neben Stefan Bötticher, auch noch Carsten Bergemann, Max Niederlag, Monika Kendziora und Theresa Neumann sorgten. Monika avancierte mit vier Siegen zur erfolgreichsten Athletin der Meisterschaften im Berliner Velodrom. Lange nicht so erfolgreich agierten wir im Ausdauerbereich, denn hier liegt auf Straße und Bahn noch eine lange Wegstrecke vor uns, bis wir wieder in Sichtweite der deutschen Spitze angekommen sind. Kritisch zu sehen ist die Entwicklung im weiblichen Bereich. Schon seit mehreren Jahren gibt es kein Junioren-Team in der Bundesliga mehr, von leistungsorientierten Frauen ganz zu schweigen, die kaum noch vorhanden sind. Mit

WAHLERGEBNISSE

MITGLIEDERSTAND

64. Bundestag

im Sächsischen Radfahrer-Bund 2011

Bundesleitung:

Gesamt

1. Vizepräsident Verbandsentwicklung/ Marketing

Spka. Wolfgang Friedemann

Vizepräsident Leistungssport

Spka. Thoralf Reiher

Vizepräsidentin Hallenradsport

Spkadn. Kerstin Bubnick

Vereine

Vorstand:

Mitglieder

Spka. Carsten Bergemann

Fachwart Kunstradfahren

Spkadn. Irene Helgert

32

3.112

2.553

559

Ord. Mitgl.

Jug./Jun.

Schü.

Fam.-Mitgl.

2.188

192

486

246

Rennsport

1.895

147

305

206

293

45

181

40

Gelöste Lizenzen im SRB 2011 Erwachsene

Fachwart RTF/Radwandern/Einradfahren Spka. Carsten Krause Fachwart Recht/Bildung

Spka. Dietmar Lohr

Bestätigung Jugendleiterin

Spkadn. Anja Möckel

Ersatz-Kassenprüfer

Spka. Rick Simon (SV Sachsen ’90 Werdau e. V.)

Hallenradsport

93

Gesamt

Hallenradsport

Fachwart Bahn

Rennsport

125

U 11 – Jun.

Sonstige

Gesamt

581

442

138

Rennsport

415

278

125

Hallenradsport

166

164

13

Gelöste RTF-Karten im SRB 2011 Gesamt

152

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de


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SRB-AKTUELL R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

dem Beginn der Ausbildung entscheiden sich die meisten Sportlerinnen gegen den Radsport, fahren nur noch aus Spaß. So gut unser Nachwuchssystem auch funktioniert, so schwer ist es, den Eltern zu vermitteln, ohne gesicherte Perspektiven weiter Leistungssport zu betreiben. Deshalb setzen wir im Moment auf die neue Generation der jetzt 14- bis 15-jährigen Mädels des Petra Rossner Girls-Teams sowie den dahinter stehenden Talenten

setzen, wo wir in den nächsten Jahren auch weiter erfolgreich sein können. Das ist neben dem Chemnitzer Bundesschwerpunkt im Kurzzeitbereich auch noch der vom BDR nach Altenberg vergebene mitteldeutsche MTB-Schwerpunkt. Ich kann Ihnen allen versichern, dass die Verantwortungsträger unseres Bundes hier in den vergangenen Monaten mit Vehemenz darum gerungen haben, diesen für uns unverzichtbaren Standort zu

mit den Vereinen und Radsportab- anstelle der Nachwuchskategorien teilungen gut harmonieren, nach ausgeschrieben werden, was unseund nach beseitigt werden können. ren Bemühungen um Rückkehr in Blicken wir auf die Wettkampf- die deutschen Spitzenbereiche entsaison zurück, können wir erfreut gegenstehen würde. feststellen, dass insgesamt 42 Radrennen auf der Straße und im Liebe Delegierte und Gäste, nun Cross sowie elf Bahnveranstaltun- einige Worte zum Hallenradsport. gen, darunter die Deutschen SteHier habe ich feststellen könhermeisterschaften in Leipzig, nen, dass der von Kerstin Bubnick durchgeführt wurden. geleitete Bereich mit leider nur Alle Veranstalter garantierten da- sehr sparsam fließenden Zuschüsbei ein hohes Niveau in der Durch- sen durch den LSB eine außerorführung. An der Spitze standen vor dentlich gute und effektive Arbeit allem die „neuseenclassics – Rund leistet. Geschuldet der Tatsache, um die Braunkohle“ als ein Rennen dass Deutschlands Athleten klar der Kategorie 1.1. sowie solchen die Nummer 1 der Welt sind, ertraditionsreichen Events wie „Rund bringen unsere sächsischen Kunstum das Muldental“, die „Sachsen- fahrer für ihre Verhältnisse sehr ring“-Rennen, die „Erzgebirgs- gute Resultate. Das zeigen, wie Rundfahrt“, „Rund um die Landes- schon in den vergangenen Jahren, krone“ oder die „Chemnitzer Rad- die Ergebnisse bei den Ostdeutsport-Tage“, um nur einige zu schen Meisterschaften, wo wir wieerwähnen. derum deutlich an der Spitze blieLeider fiel die Internationale ben, denn 26 Medaillen, davon Sachsen-Tour 2011 zum zweiten allein elf Goldene, waren die AusMal aus. Wir haben im gemeinsa- beute. men Wirken in den letzten Monaten Für einige unserer Sportler ist alles Mögliche getan, diesen ein- schon die Qualifikation zu den maligen Höhepunkt des sächsi- Deutschen Meisterschaften ein Erschen Radsports wiederzubeleben folg. Umso höher bewerte ich die und sind sehr zuversichtlich, dass Bronzemedaille, die der JuniorenVertreter der TSP Chemnitz/Dresden nahmen die Urkunden in Emp- es im Juli wieder heißen wird: Vierer aus Zwickau mit Bianca Mül„Sommer-Sonne-Sachsen-Tour!“ ler, Philip Schott sowie Alexander fang. und die 26. Auflage gestartet wer- und Maximilian Lehmann erkämpu. a. aus Venusberg, Dresden oder erhalten und materiell sicherzustel- den kann. fen konnte. Auch die beiden sieLeipzig, die im Moment noch der len. Es sah nicht sehr gut aus, Viel Kritik gab es bei den Veran- benten Plätze, jeweils im ZweierU 13 angehören. Vielleicht schaf- denn neben der fehlenden Auslas- staltern über die oftmals unbefrie- Kunstfahren durch Müller/Schott fen es ja einige von ihnen, sich so tung konnten wir auch kaum sport- digende Teilnahme an Rennen in bei den Junioren sowie Brückner/ zu entwickeln, dass sie später ein- liche Akzente setzen. einzelnen Nachwuchs-Altersklas- Falke in der Frauenelite ragten hemal in die riesengroßen FußstapMit der Entscheidung des BDR, sen. Deshalb möchte ich nochmals raus. Allen beteiligten Trainern, Akfen der unverwüstlichen Judith Altenberg trotzdem weiterzuführen, an alle Vereine appellieren, mit ih- tiven und Eltern deshalb ein großes Arndt treten können. rückten alle noch enger zusammen ren Sportlern unsere sächsischen Dankeschön für ihren Einsatz. Sie ist die einzige große Ausnah- und das erarbeitete Konzept be- Wettkämpfe zu nutzen, und hier Auch die Radballer sorgten für me, die in grandioser Fahrweise ginnt jetzt zu greifen. erste Erfolge zu erzielen. Nur durch gute Stimmung, denn die Randden WM-Titel im Einzelzeitfahren Nächstes Ziel müssen nunmehr Rennpraxis gelingt es, die Leistun- Leipziger Nils Dreyhaupt und Sven gewann und dafür nicht nur als die Abschlüsse von Kooperations- gen zu steigern. Ansonsten können Broedel vom Knautkleeberger Sachsens „Sportlerin des Jahres“ verträgen mit dem LV Sachsen- wir es nicht verhindern, dass mehr Sportclub schafften auf Anhieb geehrt werden konnte, sondern Anhalt, Thüringen und eventuell und mehr Jedermann-Wettbewerbe den Wiederaufstieg in die Erste auch noch zu Deutschlands „Rad- Brandenburg sein, um von dort sportlerin des Jahres“ gekürt wur- geeignete Kader nach Altenberg zu de. Dazu von uns allen den herz- delegieren und ihnen eine Perspeklichsten Glückwunsch!!! tive im MTB zu geben. Zum Abschneiden unserer Auch unsere Bemühungen, im Sportler in den Bundesligen und Raum Dresden/Altenberg einen hochkarätigen Wettkämpfen liegt Regionaltrainer zu installieren, der die Analyse allen vor. Nunmehr als eine der Schwerpunkt-Aufgaben müssen die Verantwortlichen ein die Gewinnung von Talenten für eiKonzept erarbeiten, dass den ne MTB-Laufbahn erhält, sollten nächsten Olympiazyklus umfasst, weiter intensiv vorangetrieben werum hier den verlorenen Boden den. Es ist für den gesamten Bezirk Schritt für Schritt wieder zurück zu mit seinen rennsporttreibenden gewinnen. Vereinen und natürlich damit auch Eines sollte dabei jedoch klar für den SRB dringend notwendig. und deutlich gesagt werden. Wir Zusammenfassend bleibt festzumüssen gegenwärtig die begrenz- stellen, dass wir im Rennsport ten finanziellen Mittel der Nach- Baustellen haben, die jedoch, wuchsförderung effektiv dort ein- wenn wir als Verband gemeinsam Übergabe der Urkunden an die MTB-Stützpunkte.

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de


SRB-AKTUELL R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

TALENTSTÜTZPUNKTE Radrennsport/Mountainbike 2012 LSP Chemnitz – Rennsport TSP Chemnitz

Chemnitzer PSV e. V.

TSP Zwickau

ESV Lok Zwickau e. V.

TSP Venusberg

RSV 54 Venusberg e. V.

TSP Burgstädt

RSC Sachsenblitz Burgstädt e. V.

TSP Hainichen

SV Motor Hainichen e. V.

TSP Raschau

SV Mittweidatal 06 Raschau-Markersbach e. V.

TSP Dresden

Dresdner SC 1898 e. V.

TSP Heidenau

SSV Heidenau e. V.

LSP Leipzig – Rennsport

Hier die Plauener Organisatoren um Dietmar Hellinger (2. v. r.) zusammen mit Vize Thoralf Reiher (hinten Mitte), der einst in Plauen mit dem Radsport begann, und Manuela Götze. Bundesliga der Elite und spielen dort nach bisher zwei Durchgängen sehr ordentlich mit. Ihr Auftreten sollte für den Nachwuchs Vorbild sein, denn dort gibt es doch noch Defizite, die ausgemerzt werden müssen. So im Spielbetrieb, in dem dringend zur Leistungsentwicklung mehr Mannschaften in den unteren Klassen um die Meisterschaften des SRB spielen sollten. Liebe Delegierte, sehr geehrte Gäste, einen großen Beitrag zum Image unseres Bundes leisten auch die Verantwortlichen des Breitensports. Ob bei der Organisation von Großveranstaltungen, wie dem Dresdner oder Leipziger Fahrradfest, diversen Radmarathons oder den beliebten Radtourenfahrten, stehen sie bei Wind und Wetter ihren Mann und sorgen dafür, dass viele Tausend radsportliche Interessierte auf ausgeschilderten Strecken ihrem Hobby nachgehen können. Und das, obwohl es ihnen durch die Behörden sehr schwer gemacht wird, alle Auflagen – die teilweise stark überzogen sind – zu erfüllen. Im Moment von BDR-Seite her noch dem Breitensport zugeordnet, erwähne ich auch die Jedermann-Rennen, die riesigen Zuwachs an Teilnehmern auch hier in Sachsen haben. Die Neuseenclassics mit fast 2.000 Startern, der Race Day in Dresden, aber auch die vielen kleineren Rennen bei ausgeschriebenen Wettkämpfen verzeichnen enorme Zuwächse. Erfreulich, dass hier mehr und mehr einstige Nachwuchs-Leistungssportler nach abgeschlosse-

ner Berufsausbildung oder Studium zurückfinden und der Szene eine nachhaltige Prägung geben. Hier müssen wir gezielt versuchen, diese „Ehemaligen“ wieder in die Vereine zurück zu holen, da die meisten von ihnen diesen Schritt nicht tun wollen und sich außerhalb unseres Bundes in Hobby-Teams vereinigen, um ihrer Leidenschaft, Rad zu fahren, zu frönen. Eine feste Säule des SRB sind auch die Mountainbike-Orientierer, die, ebenfalls mit nur minimaler finanzieller Unterstützung, nicht nur am umfangreichen nationalen Wettkampfsystem teilnehmen, sondern darüber hinaus auch bei Welt- und Europameisterschaften an den Start gehen. Vordere Plätze sind hier allerdings rar, haben doch viele Nationen inzwischen leistungsmäßig einen gewaltigen Aufschwung genommen. Bleibt die Hoffnung auf den Nachwuchs, der vor allem beim SV Sachsen Werdau großgeschrieben wird. Dank des unverwüstlichen Hans Schütze und seinen Mitstreitern ist die Gewinnung von talentierten Kindern und Jugendlichen dort beispielhaft. Wie stark die Bindung innerhalb dieser Sparte unseres Bundes ist, beweisen auch die jeweils gut besuchten Veranstaltungen der „Ehemaligen“, die regelmäßig durchgeführt werden. Eine gute Basis besitzen wir auch mit unserer öffentlichen Darstellung. Im nunmehr 20. Jahr geben wir unsere Zeitschrift „Radsport in Sachsen“ heraus, in der ausführlich über den SRB berichtet wird. Die Bedeutung und Wirksamkeit dieses sechsmal im Jahr erscheinenden Organs unseres Bun-

TSP Leipzig I

SC DHfK Leipzig e. V.

TSP Leipzig II

RSV AC Leipzig e. V.

TSP Leipzig III

RSV Speiche e. V.

TSP Grimma

RSG Muldental Grimma e. V.

Übergabe der Ehrenurkunden an den LSP Leipzig.

LSP Altenberg – Mountainbike TSP Altenberg

SSV Mounty Altenberg e.V.

TSP Schwarzenberg

RSV Team Auto Riedel Schwarzenberg e.V.

TSP Marienberg

RSC ’93 Marienberg e. V.

TSP Großschönau/ Seifhennersdorf

TSV Großschönau/Seifhennersdorfer SV e. V.

TSP Leipzig

L.E. Bike Force e. V.

TSP Werdau

SV Sachsen ’90 Werdau e. V.

Hallenradsport 2012 LSP Radball (Wiednitz) TSP Eula

SV Eula 58 e. V.

TSP Leutersdorf

SG Leutersdorf e. V.

TSP Niederlauterstein

SG Niederlauterstein e. V.

TSP Rötha

Röthaer SV e. V.

TSP Wiednitz

RFV 1900 Wiednitz e. V.

LSP Kunstradfahren (Glauchau) TSP Glauchau

RV Germania 1904 Oberschindmaas e. V.

TSP Nerchau

Nerchauer SV 90 e. V.

TSP Wiednitz

RFV 1900 Wiednitz e. V.

TSP Zwickau

ESV Lok Zwickau e. V.

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de

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SRB-AKTUELL R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

des zeigt sich auch darin, dass wir Abonnenten in allen Teilen Deutschlands haben, die sich über unsere Aktivitäten informieren wollen. Die Qualität konnte weiter verbessert werden, inzwischen erscheint sie komplett im Mehrfarbdruck. Auch den Internetauftritt präsentieren wir in veränderter Darstellung. Wir haben die News geteilt, so dass jetzt jeweils zwei Meldungen nebeneinander stehen. Außerdem wurde ein Mitgliederforum geschaffen, das allerdings noch nicht wirklich zum Tragen kommt. Dennoch sprechen die Zahlen für sich. Im abgelaufenen Jahr hat-

ten wir rund 46.000 Interessenten, die uns 72.000 Mal besuchten und dabei 620.000 Seiten angeklickt haben. Insgesamt verzeichneten wir ca. 1,5 Millionen Zugriffe. Darunter befanden sich Fans aus fast ganz Europa sowie Indonesien, Australien, China und Indien. Dennoch werden wir uns auch hier weiterentwickeln, so wollen wir demnächst die Zeitschrift ebenfalls als Internetversion präsentieren und die Historie nach und nach erweitern. Ebenso zur Öffentlichkeitsarbeit gehört der „Treff der Alten“, von Siegfried Wustrow und seinen Man-

Die Urkunden für die Kunstfahrer übergab Gert Forke.

nen liebevoll organisiert. Ich nahm im Leipziger Ratskeller erstmals teil und war begeistert von der Atmosphäre dieser beispiellosen Veranstaltung. Zum Schluss bleibt mir noch, mich recht herzlich bei meinem Vorstand, bei allen unseren Trainern, Übungsleistern, Funktionären, aber auch bei den Eltern und allen Helfern zu bedanken, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz die Grundlagen für die Aktivitäten in allen Bereichen bildeten. Ein besonderes Lob geht von dieser Stelle aus an die Mitarbeiter der Geschäftsstelle um Manuela Götze, die im abgelaufenen Jahr auf ihrem Gebiet ebenfalls absolute Höchstleistungen erbracht haben. Nach dem Abriss der Geschäftsräume und dem provisorischen Umzug in das Gebäude der Radrennbahn bezogen sie nunmehr Zimmer in der neu gebauten Sporthalle. Dass dies alles im laufenden Geschäftsbetrieb stattfand, sei hier noch einmal ausdrücklich dargestellt. Nun ist das neue Sportjahr bereits im vollen Gange, wir wünschen alle Aktiven gute Ergebnisse, uns allen Gesundheit und Schaffenskraft zum Wohle des sächsischen Radsports.

Wir ehrten unsere Verstorbenen Leider mussten wir auch 2011/12 von einigen unserer Mitglieder Abschied nehmen und ehrten sie mit einer Gedenkminute:

Jürgen Ronicke RV Germania Delitzsch 66 Jahre

Andrea Franz Chemnitzer PSV 71 Jahre

Gert Krause RV Germania Delitzsch 71 Jahre

Dieter Neige RV Germania Delitzsch 72 Jahre

Günther Oehme RSC Sachsenblitz Burgstädt 77 Jahre

Horst Siegel Chemnitzer Veteranen 90 Jahre

Manuela Götze beging Jubiläum Am 2. März 2012, wenige Tage vor dem 64. Bundestag in Plauen, beging unsere Geschäftsführerin Manuela Götze ein Jubiläum besonderer Art. Auf den Tag genau vor 20 Jahren begann sie – vermittelt durch das Leipziger Arbeitsamt – ihre Tätigkeit als Referentin des damaligen Geschäftsführers Wolfgang Schoppe. Schnell hatte sie sich in die Problematik der vielfältigen Abläufe des Radsports im SRB eingearbeitet, obwohl sie als ehemalige Leistungsschwimmerin „nur“ ein Studium als Trainerin in dieser Sportart absolviert hatte. Ihren ersten selbständigen Einsatz absolvierte sie beim legendären Straßenrennen Berlin – Leipzig, das – damals als Bundesliga-Wettbewerb ausgetragen – vom SRB organisiert wurde. Als einige Zeit später im Vorstand ein Jugendleiter gesucht wurde, übernahm sie ihre erste ehrenamt -

liche Tätigkeit, und übte sie über 10 Jahre lang mit hoher Aktivität aus. Auch sonst war sie, wenn gebraucht, zur Stelle – eine Eigenschaft, die sie sich bis heute bewahrt hat. Ungezählte Wettkämpfe auf Bahn, Straße, Cross und MTB, darunter mehrere Meister-

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de

schaften von Deutschland und Europa, hat sie maßgeblich mit organisiert, ebenso zwei Bundeshauptversammlungen des BDR in ihrer Heimatstadt Leipzig, sowie – mit einer Ausnahme wegen einer Operation – alle seit 1993 durchgeführten SRB-Bundestage.

Mit dem Ausscheiden von Wolfgang Schoppe aus dem Amt des Geschäftsführers übernahm sie ab 1. Januar 2007 dessen verantwortungsvolle Tätigkeit, die in den letzten Jahren durch enorm veränderte Rahmenbedingungen in vielen Bereichen deutlich erhöhte Anforderungen an den SRB und sie selbst stellte. Diesen wurde sie bisher stets gerecht, auch wenn der eine oder andere, ausnahmslos männliche Mitstreiter, diese Kompetenz anfangs anzweifelte. Für ihre Einsatzbereitschaft erhielt Manuela Götze neben der Silbernen Ehrennadel des SRB auch die Verdienstnadel des BDR überreicht. Im Namen aller Mitglieder des Bundes wünschen wir ihr vor allem für die nächsten Jahre gute Gesundheit, um auch weiterhin mit großer Einsatzbereitschaft für den SRB tätig zu sein.


SRB-AKTUELL

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Impressionen aus dem vorigen Jahrhundert

Fachgeschäfte für Sport Freizeit

&

3. Bundestag in Plauen im Jahr 1894

Radsport

LOHSE Inhaber: Axel Lohse

Stadlerstraße 11 09126 Chemnitz Tel.: 03 71 / 51 90 66 Fax: 03 71 / 5 20 46 83 www.Radsport-Lohse.de e-mail: Radsport-Lohse@t-online.de

Öffnungszeiten:

Mo. - Fr. 10 - 18 Uhr, außer Mi. 10 - 17.30 Uhr Sa. 9 - 13 Uhr

Bereits drei Jahre nach der Gründung des SRB gab es im Jahre 1894 einen Bundestag in Plauen, der vom 28. bis zum 30. Juli in Verbindung mit einem Fest stattfand. Es gab folgendes Programm: Am 28. Juli erfolgte der erste Empfang im Bundeshotel „Drei Raben“. Am nächsten Tag, dem 29.Juli, gab es den offiziellen Bundestag im kleinen Saal des Bundesgasthauses „Prater“. Am späten Mittag rief man dann zum Festessen im großen Saal mit Musik und anschließend startete ein Festumzug durch die Stadt. Um 19.00 Uhr folgte ein großes Saalfest, dem sich ein zünftiger Ball anschloss, der bis zum frühen Morgen andauerte. Der 30. Juli begann mit einem Frühstück, umrahmt von einem Konzert im Waldgasthaus „Echo“, das Mittagessen schließlich gab es im „Drei Raben“, gefolgt von einem Ausflug nach Bad Elster und Jocketa-Barthmühle. Am Abend schließlich kredenzte man den Abschiedstrunk im Bundes-Concerthaus „Münchner Hof“. Es waren Festtage des sächsischen Radsports, die sich allerdings nur wohlhabende Mitglieder leisten konnten.

Turbulenzen zur Wahl des Vorsitzenden

Meißen richtet nächstes Bundesfest aus

Der Bundestag verlief allerdings nicht ohne Turbulenzen. Nachdem der 1. Vorsitzende, Alexander Duncker, zunächst seine Wiederwahl aufgrund einiger Querelen und Vor wür fe um seine Person entschieden abgelehnt hatte, und auch nicht zu bewegen war, sich zum Ehrenvorsitzenden wählen zu lassen, drohte die Versammlung zu platzen. Auch Beisitzer Horst Wolff aus Leipzig, von einigen Delegierten ins Gespräch gebracht, lehnte eine Kandidatur kategorisch ab. Nun wurde entsprechend der damaligen Satzung von allen Delegierten per Zettelabstimmung um ein Votum gebeten, wobei 145 von 147 möglichen Stimmen für den Leipziger Verlagsbuchhändler zusammen kamen. „Nach diesem Beweis unerschütterlichen Vertrauens und treuer Anhänglichkeit an ihren Führer vermochte er nicht, das kategorische Nein auszusprechen und nahm unter orkanartigem Jubelgebrause die Wahl an“ schrieb der Berichterstatter der Sächsischen Radfahrer-Zeitung in seinem Bericht.

Die weiteren Wahlen erbrachten schließlich den Einzug von neun Leipzigern, zwei Chemnitzern sowie jeweils einem Mitglied aus Dresden, Werdau, Wurzen, Grimma und Penig in den 16-köpfigen Vorstand. Der Bundesbeitrag wurde auf 6 Mark festgesetzt, wovon allein 3 Mark für die Herausgabe der Bundeszeitung entfielen, 2 Mark für die Ausgaben des Bundes selbst und 1 Mark für die Bezirke festgeschrieben wurden. Nach langer Diskussion erhielt Meißen den Zuschlag für die Durchführung des nächsten Bundestages. Zuvor hatten Riesa (zog nach massiver Kritik seiner schlechten Bezirksverhältnisse zurück) sowie Zwickau, Oschatz und Glauchau ihre Unterlagen eingereicht. Diese erhielten „aus bundespolitischen und örtlichen Gründen trotz eifriger Bewerbung“ keinen Zuschlag. Meißen, dass sich im Vorfeld ebenfalls beworben hatte und dann „wegen der Größe der gestellten Aufgabe revociren (widerrufen, d. Red.) zu müssen glaubte“, erhielt mit 40 die meisten Stimmen und der anwesende Bezirksvorsitzende nahm „dann freudigst an“.

Peter Mende Inhaberin: Kati List Meuselwitz Mühlgasse 5 03448/702104

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Gelungener Saisonauftakt vor der RedBull Arena in Leipzig

Erik Mohs nicht zu bezwingen Die Organisatoren vom SC DHfK Leipzig konnten mehr als zufrieden sein, denn trotz des frühen Termins stellten sich fast 500 Teilnehmer in allen Klassen dem Starter. Die konnten sich freuen, denn nach in den Morgenstunden noch kühlem Wetter strahlte den ganzen Tag die Sonne und verwöhnte die Aktiven sowie die über den Tag verteilten fast 1.000 Zuschauer, die dem Mammutprogramm mit zehn Wettbewerben der insgesamt 19 Altersklassen männlich und weiblich beiwohnten.

Große Felder bei den jüngsten Lizenznehmern In der Klasse der U 11, die gemeinsam mit dem jungen Jahrgang der weiblichen U 13 startete, setzte die 10-jährige Olivia Schoppe ihre Erfolgsserie des Vorjahres und der diesjährigen Cross-Laufserie beim Westsachsen-Cup im Januar/Februar mit einem klaren Sieg über ihre 65 Mann starke Konkurrenz fort. Ihr folgte der Überflieger der U 13, Tim Oelke aus Meiningen, der ebenso sicher vor vier weiteren Thüringern den Wettkampf beendete. Hier hatten sich sogar 70 Akteure am Start eingefunden.

Venusberger Felix Groß mit „Heimsieg“ Den „Heimsieg“ eines Venusbergers brachte den engagierten Vater am Start und Ziel zum Jubeln, denn der Leipziger Felix Groß, vom SC DHfK ins Erzgebirge gewechselt, verwies nicht nur Alexander Franz aus Wingerode, sondern weiterhin auch noch drei der stark eingeschätzten Cottbuser auf die Plätze. Ein prima Auftritt!

Hatte alles im Griff: Erik Mohs.

Zweiter vor Gino Heinze, einem weiteren Hauptstädter. Erst auf den Rängen fünf bis sieben tauchten Sieger der U 15: Felix Groß. die ersten Sachsen auf. Gleiches ist von der Juniorenklasse zu verNach wie vor Defizite melden, denn auch hier gab es für Leider musste die ursprüngliche Standardstrecke von 1,8 Kilometer bei Jugend und Junioren die Einheimischen nichts zu holen, um 400 Meter verkleinert werden, Fest in Berliner Hand war das Ju- es dominierten auf den ersten da in der Arena Leipzig, direkt am gendrennen. Julian Witt setzte sich sechs Plätzen wiederum Berliner, Kurs, am Abend ein Konzert von leicht und locker vom Feld ab und Cottbuser und Akteure aus ThürinUdo Lindenberg stattfinden sollte, ward bis ins Ziel nicht mehr gese- gen, bevor der kämpferisch starke demzufolge bereits früh die Vorbe- hen. Sein Mannschaftskamerad Til Martin Bauer aus Venusberg noch reitungen begannen und die Zu- Schuster wurde ebenso sicher auf den 7. Rang fahren konnte. fahrt für die Tracks offen bleiben musste. Übereinstimmend fanden jedoch die Rennfahrer – wie viele versicherten – den verkürzten Parcours genauso ideal, ja, einige waren sogar der Meinung, dass diese 1,4 Kilometer-Schleife sich noch besser eignen würde, als der bisher Gewohnte mit seinen beiden doch sehr langen Geraden. Durch den Einsatz der Ziel- und Zeitmesstechnik des SRB von der Firma TSG Telefon Service GmbH gab es auch kaum Beschwerden über die erstellten Ergebnisse, so dass der Wettfahrausschuss stets auf der Höhe der Geschehnisse Das Feld der Männer auf der Strecke. war.

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de

Spannendes Eliterennen Absoluter Höhepunkt war zum Schluss das Rennen der Elite, an dem sich über 80 Starter beteiligten. Obwohl ständig einzelne kleine Gruppen versuchten, dem Feld zu enteilen, wurden die meisten Punkte bei den Wertungssprints vergeben und es schälten sich drei Favoriten heraus, die sich vor der Schlusswertung noch Hoffnung auf den Sieg machen konnten. Das war der nach Punkten führende Nationalfahrer Erik Mohs, seit diesem Frühjahr für das Thüringer Team Jenatec Cycling unterwegs, sowie Alexander Müller (Team Isaac Torgau) und der ehemalige Deutsche Meister der Junioren, Peter Clauß vom Dresdner SC 1898. Aber Mohs ließ nichts anbrennen, gewann auch noch die doppelte Schlusswertung und damit das gesamte Rennen. Die beiden Mitkonkurrenten mussten dies trotz großer Anstrengungen neidlos anerkennen. Ein Achtungszeichen setzte Erik Bothe vom veranstaltenden SC DHfK Leipzig, Team LAV Markranstädt, als er auf einem guten fünften Rang einkam.


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Fazit Noch keine grundlegend neuen Erkenntnisse brachte dieser erste Wettkampf für unsere Aktiven hier in Sachsen. Nach wie vor fahren Jugend und Junioren weitestgehend ihrer aus den neuen Bundesländern stammenden Konkurrenz hinterher. Es liegt noch viel Arbeit vor den verantwortlichen Trainern. Leider waren die Felder der angebotenen „Fette Reifen-Rennen“

nicht so stark besetzt, wie erhofft. Hier sollten die Leipziger Vereine gemeinsam werben, denn die Ankündigung dieser Wettbewerbe nur über die Ausschreibung nehmen sicher nur wenige Insider zur Kenntnis. Anders sah es beim JedermannWettbewerb aus, an dem immerhin 30 zumeist ehemalige Aktive vergangener Jahre teilnahmen. Der Sieger Marek Bosniatzki lernte dereinst das Radsport-ABC in Holzhau-

sen. „Eines Tages sah ich mein ehemaliges Rennrad zu Hause im Keller liegen und dachte, es wäre schön, wieder einmal ein Rennen zu fahren. Jetzt trainiere ich regelmäßig, allerdings nur so zum Spaß“, sagt der ehemalige Kadersportler des SRB. Mit Erfolg, wie wir feststellen konnten! Dass er auch einem Verein beigetreten ist, stimmt uns für die Zukunft optimistisch, denn dies ist durchaus nicht selbstverständlich.

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9. KRITERIUM AN DER RED BULL ARENA IN LEIPZIG Elite KT, A/B/C – 61,6 km: 1. Erik Mohs (Jenatec Cycling) 35 P. 1:32:05 h, 2. Alexander Müller (Team Isaac Torgau) 20 P., 3. Peter Clauß (Dresdner SC) 18 P., 4. Schneider (Team Eddy-Merckx-Indeland) 12 P., 5. Bothe (SC DHfK Leipzig) 11 P., 6. Stubert (Team Ur-Krostitzer Univega) 8 P., 7. Uflack (Tazpo Weende) 5 P., 8. Gaebel (Team Ur-Krostitzer Univega) 5 P., 9. Barkschat (Jenatec Cycling) 3 P., 10. Damrow (Team Ur-Krostitzer Univega) 3 P., 11. Nagler 2 P., 12. May (beide Dresdner SC) 2 P. Junioren – 30,8 km: 1. Maximilian Schachmann (SC Berlin) 32 P., 42:10, 2. Tristan Wedler (RSC Cottbus) 13 P., 3. Philipp Nowak (SC Berlin) 12 P., 4. Willwohl (RSC Cottbus) 7 P., 5. Geßner (RSC Turbine Erfurt) 5 P., 6. Dörnbach (RSV Pfeil Wingerode) 5 P., 7. Bauer (RSV 54 Venusberg) 3 P., 8. Ehrig (SV MittweidatalRaschau) 3 P., 9. Hoffmeister (RSC Turbine Erfurt) 2 P., 10. Rudolph (Radteam Cöbenick) 2 P. Jugend – 25,2 km: 1. Julian Witt 30 P., 39:05, 2. Till Schuster (beide SC Berlin) 23 P., 3. Gino Heinze (BSV AdW Berlin) 5 P., 4. Meißner (RSC Cottbus) 4 P., 5. Scheinpflug 4 P., 6. Opitz 3 P., 7. Müller (alle Chemnitzer PSV) 2 P., 8. Rockel 2 P., 9. Meier (beide SSV Heidenau) 1 P., 10. Kling (SC DHfK Leipzig) 1 P. Weibliche Jugend – 16,8 km: 1. Jenny Hofmann (SV Sömmerda), 2. Vanessa Lange (SSV Gera), 3. Sydney Höfig (SC DHfK Leipzig), 4. Heinze (RSC Cottbus), 5. Kerndt (SSV Gera), 6. Gerstäcker (RSV Speiche), 7. Buchan (RSC Cottbus), 8. Waskowski (BRC Semper Berlin), 9. Martin (RSV Speiche), 10. Masnik (RSC Cottbus). Schüler – 16,8 km: 1. Felix Groß (RSV 54 Venusberg) 25 P., 29:59, 2. Alexander Franz (RSV Pfeil Wingerode) 13 P., 3. William Schneider 9 P., 4. Lampel 8 P., 5. Röschel (alle RK Endspurt Cottbus) 7 P., 6. Zött-

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Freude bei Erik Mohs (Mitte), der vor Alexander Müller (links) und Peter Clauß siegte. ler (RSG Muldental Grimma) 5 P., 7. Brüser (SC Berlin) 3 P., 8. Brückner (RSG Muldental Grimma) 3 P., 9. Döpel (RSV Blau-Weiß Meiningen) 2 P., 10. Wittmann (RSV Sonneberg) 1 P. U 13 – 11,2 km: 1. Tim Oelke (RSV Blau-Weiß Meiningen) 20 P., 20:23, 2. Max Gehrmann (RSC Turbine Erfurt) 12 P., 3. Mareike Lange (SSV Gera) 10 P., 4. Geßner 9 P., 5. Hannack (beide RSC Turbine Erfurt) 4 P., 6. Leibelt (SV Mittweidatal-Raschau), 7. Jannis (SSV Gera), 8. Keup (SV Mittweidatal-Raschau), 9. Meister (1. RSV 1886 Greiz), 10. Lisa-Marie Wolfram (RV Elxleben). U 11 – 5,6 km: 1. Olivia Schoppe (RSV AC Leipzig) 23 P., 10:32, 2. Moritz Kretschy (RSV 54 Venusberg) 15 P., 3. Anne Sprigode (ESV Lok Zwickau) 9 P., 4. Hofmann (SC DHfK Leipzig) 4 P., 5. Sina Steidten

Siegerehrung der Schüler mit Felix Groß auf dem obersten Treppchen.

(Chemnitzer PSV) 2 P., 6. Kirsche (SSV Gera 1990) 1 P., 7. Kumschlies (Seifhennersdorfer SV) 1 P., 8. Weiß (SSV Gera 1990), 9. Julia Döbel (RSV Blau-Weiß Meiningen), 10. Lena-Fabienne Franke (SSV Gera 1990). Masters II/III – 30,8 km: 1. Mathias Grünig (Harzer RSC Wernigerode) 21 P., 42:18, 2. Enrico Vichl (Storck Cycling Team) 14 P., 3. Falk Schlosser 10 P., 4. Hässelbarth (beide Masters Team Jenatec) 10 P., 5. Pacher (1. RV Leipzig) 8 P., 6. Weinhold (Masters Team Jenatec) 7 P., 7. Bolle 6 P., 8. Schlecht (beide RSV Braunschweig) 5 P., 9. Michalowitsch (RC Gera 92) 5 P., 10. Schröter (RSV AC Leipzig). 1 P. Masters IV – 30,8 km: 1. Gunter Häntsch (RV Zwenkau 1890), 2. Bernd Rottmann (RSG Muldental Grimma), 3. Peter Hentschel (RSV Borna). Fette Reifen Jahrg. 2001/2002 – 2,8 km: 1. Hana Zöttler (RSG Muldental Grimma), 2. Marvin Steger (Frankenberg), 3. Leo Siebeneichler (Leipzig), 4. Vöcker (Leipzig), 5. Eva Küster (Delitzsch), 6. Stoye (Leipzig). Fette Reifen Jahrg. 2003/2004 und jünger – 1,4 km: 1. Gerald Turke (Leipzig), 2. Willibald Moller (Leipzig), 3. Lanis Reinfeld (RSV Speiche), 4. Otto, 5. Widuwilt (beide SC DHfK Leipzig), 6. Uhlig (RSV AC Leipzig). Hobby – 25,2 km: 1. Marek Bosnietzki (RSG Grimma) 27 P., 38:30, 2. Oliver Romahn (RSV Team Killerwalde) 14 P., 3. Sören Hamann (Team Speiche Gera) 11 P., 4. Dörr (RSV Speiche) 8 P., 5. Rose (Team Speiche Gera) 5 P., 6. Runge (Hallzig Express) 4 P., 7. Künnart (Team Speiche Gera) 4 P., 8. Präkelt (RSV Team Killerwalde) 2 P., 9. Luszcyk (Hallzig Express) 2 P., 10. Scheibe (RSV Blau-Weiß Meiningen).

Erreichen Sie Ihre Zielgruppe! Nutzen Sie „Radsport in Sachsen” oder das Handbuch des SRB, um Ihr Unternehmen kostengünstig zu präsentieren und unterstützen Sie damit den Sächsischen Radfahrer-Bund e. V. Weitere Infos im Internet unter www.wmk-mertins.de/ zeitschrift-ris.html

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de


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IMPRESSION E N

Herzlichst begrüßt: Nadine Richter.

Links: Die Bambinis am Start.

Kriterium an der

wurden würdig geehrt. Die Besten der Kinderklassen

Siegerehrung der Masters IV.

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Nach schwerem Sturz und Handgelenkbruch:

Chemnitzer Radprofi Sebastian Forke muss Zwangspause einlegen Nach einem schwerem Sturz und mehrwöchige Zwangspause einleeinem Handgelenkbruch muss gen. Der 25-Jährige Chemnitzer Radprofi Sebastian Forke eine war nach einem Massensturz beim portugiesischen Grand Prix Padi (UCI Kategorie 2.2) Ende März vorzeitig ausgestiegen. Gemeinsam mit zwei weiteren Rennfahrern seines ContinentalTeams NSP-GHOST wurde Forke auf der dritten und vorletzten Etappe über 168,6 Kilometer von Odemira nach Ourique rund fünf Kilometer vor dem Zielstrich in einen Massensturz ver wickelt. Dabei hatte er sich nach eigenen Angaben bei Rückenwind mit etwa 60 Stundenkilometern überschlagen. Nachdem zunächst nur Schrammen am Kopf offensichtlich waren, schwoll später sein Handgelenk stark an. Die Ärzte in einem Lissaboner Krankenhaus stellten bei einer weiteren Untersuchung einen Bruch fest, so dass er operiert werden musste.

Die Diagnose ist für den gebürtigen Chemnitzer besonders bitter, denn bereits in der ersten Saisonhälfte des Vorjahres machten dem Gewinner der Gesamt- und Etappensieger der 2010er Mazovia-Tour in Polen mehrere Stürze und verletzungsbedingte Ausfälle einen Strich durch die Rechnung. Wie lange der Pechvogel diesmal ausfallen wird, steht noch nicht fest. Am 18. März 2012 hatte Sebastian Forke mit einem zweiten Platz bei „Rund um Düren-Merken“, einem 75 Kilometer langen Straßenrennen (30 Runden) am Nordrand der Eifel, die erste Podiumsplatzierung der diesjährigen Straßensaison für sein neues Team NSP-GHOST geholt. Er gewann den Sprint aus einer fünfköpfigen Ver folgergruppe, die sich nach einem Drittel des Rennens zunächst noch mit dem spä-

teren Sieger Stefan Ganser (Team Eddy Merckx Indeland) als sechstem Rennfahrer abgesetzt und kurz vor dem Finale das Hauptfeld überrundet hatte. In Portugal, wo der baden-württembergische Rennstall vor allem auf starke einheimische Konkurrenz sowie auf Teams aus Spanien und Russland traf, beendeten nur fünf Fahrer des achtköpfigen NSP-GHOST-Aufgebots den Grand Prix, bei dem Sprinterkollege Steffen Radochla (33) aus Leipzig mit einem siebenten Platz auf der zweiten Etappe von Portel nach Santiago do Cacém (191 km) und einem fünften Platz auf der vierten und letzten Etappe von Mertola nach Grandola (141 km) die besten Resultate erzielte. Die Rundfahr t gewann der Russe Alexej Kunshin (24) vom Team Lokosphinx. Text und Foto: Daniel Förster

Berlin-Bad Freienwalde-Berlin

Eric Baumann gewinnt Frühjahrsklassiker Eric Baumann (32) vom Delitzscher Team Ur-Krostitzer Univega hat die 54. Auflage des ostdeutschen Frühjahrsklassikers BerlinBad Freienwalde-Berlin gewonnen. Nach 4:20:21 Stunden und 180 Kilometern in den Beinen setzte sich der Routinier aus Leipzig im Schlusssprint des Hauptfeldes um Zentimeter gegen den Berliner Tino Thömel (23) vom Team NSPGhost (Baden-Württemberg) durch. Dritter des Traditionsrennens wurde mit etwa zehn Metern Distanz im Zieleinlauf Nico Heßlich (21), Sohn des ehemaligen Sprint-Olympiasiegers Lutz Heßlich, vom LKT Team Brandenburg. Während des Hauptrennens der Klasse KT und A/B mit einem selten starken Starterfeld, versuchten immer wieder Ausreißer die Flucht nach vorn. Sie konnten je-

Sieg im Spurt: Eric Baumann (rechts) setzt sich im Sprint gegen Tino Thömel durch. Foto: Förster

doch stets vom fast 100 Fahrer starken Peloton, das im Renngeschehen vom Team NSP-GHOST dominiert wurde, geschluckt werden. So auch ein Duo, das über vier Minuten Vorsprung herausholte und eine 17-köpfige Spitzengruppe, die zwischenzeitlich jedoch nicht mehr als rund 30 Sekunden herausfahren konnte. Für Eric Baumann ist es nach seiner Profikarriere der erste Sieg bei einem Radrennen auf Amateurniveau. Nachdem er mit dem Ablauf der vergangenen Saison für 2012 weder von einem nationalen noch einem internationalen Radsportteam einen Vertrag erhielt, hat er seine Karriere als professioneller Radsportler beendet, eine kaufmännische Ausbildung begonnen und ins Amateurlager zurückgewechselt. Daniel Förster

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de

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54. Sachsenringradrennen

Es überlebten nur die Härtesten Am Ostersonnabend stand wieder einmal der traditionelle Sachsenring im Focus des Radsports, denn zum 54. Mal erwarteten insgesamt 400 Rennfahrer in den ausgeschriebenen fünf Altersklassen sowie Jedermänner den Startschuss. Einpacken in schützende Winterbekleidung war das oberste Gebot, denn Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt, Dauerregen und teilweise sogar Schneeschauer schufen Bedingungen, die selbst die Härtesten frustrierten. In weiser Voraussicht hatten sich deshalb bereits am Vortag viele Sportler abgemeldet. Spitzenreiter hier einige Leipziger Vereine, in denen wahrscheinlich eine schwere Epidemie ausgebrochen war. Ein Trauerspiel, wenn man bedenkt, dass jedes Rennen zum Formaufbau ge-

schließlich nur 400, darunter immerhin 95 „Jedermänner“, von denen 67 das Ziel erreichten. Die größte „Verlustrate“ verzeichnete die Elite, in der von den 158 Eingeschriebenen nur 111 losfuhren. Im Ziel nach 70 Kilometern registrierte der WA schließlich nur noch 25 von ihnen im Ergebnis.

Stefan Gaebel war der große Kämpfer Vorausgegangen war hier jedoch ein äußerst kampfreicher Verlauf, der bereits in der ersten der 20 Runden a 3,5 km begann, als der kampfstarke Stefan Gaebel vom RSV Speiche, jetzt für das Delitzscher Team Ur-Krostitzer/Univega unterwegs, an der ersten Steigung mit Teamkollege Paul Stubert aus

Sven Forberger hat die Konkurrenz immer im Blick. Rechts Rick Ampler, der Fünfter wurde. nutzt werden sollte. Bei Rundfahrten oder anderen bedeutenden Wettkämpfen muss man doch auch fahren, sei das Wetter noch so schlecht. Hut ab deshalb vor allen Aktiven, die dennoch starteten und ein besonderes Lob denjenigen, die diese Tortur überstanden und das Rennen beendeten. Einige Zahlen mögen dies verdeutlichen. Von den insgesamt 560 Akteuren, die sich angemeldet hatten, starteten

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de

Berlin dem Feld enteilte. Eine Runde später wieder eingefangen, zog Gaebel erneut davon, diesmal mit vier weiteren Akteuren im Schlepp. Diese schüttelte er nach und nach ab und ab der fünften Runde lag er mit 45 Sekunden solo an der Spitze. Dabei gewann er die Sprintwertung in Runde sieben, wurde schließlich zur Halbzeit von drei Verfolgern gestellt, zu denen weitere neun Kontrahenten in der 13. Runde aufschließen konnten, darunter zwei Regensburger, Carsten Volkmann aus Torgau sowie Johannes Heider, ein weiterer Teamkollege. Ab diesem Zeitpunkt verschlechterte sich das Wetter zusehends und mit den sinkenden Temperaturen gingen mehr und mehr sogar Schneeschauer hernieder. Nachdem Stefan Gaebel in Runde 14 auch die zweite Sprintwertung und damit das dafür ausgelobte Trikot gewann, fiel das Thermometer auf 0 Grad und der Abbruch drohte, da der Schnee an einigen Stellen bereits liegen blieb. Doch zum Glück besserten sich die Bedingungen doch soweit, dass das Rennen regulär beendet werden konnte. Vier Runden vor Schluss hatte der aktivste Fahrer des Feldes, Stefan Gaebel, Defekt und muss das Rad wech-

seln, uneigennützig vom Teamkameraden Michael Rinke gegeben. Währenddessen attackiert Johannes Heider, fährt der Spitze davon und hat schnell 20 Sekunden Vor-

Der Zweite, Johannes Heider, im Schneeregen. sprung. In der 20. und letzten Runde fällt dann die Spitze vollkommen auseinander. Sven Forberger vom Team NSP setzt Heider nach, kann aufschließen und gewinnt schließlich den Sprint. Karsten Volkmann wird Dritter und der große Kämpfer Stefan Gaebel kommt als Vierter ins Ziel.

Erschreckende Nachwuchsbilanz Wie schlug sich nun der einheimische Nachwuchs? Mit einem Wort: erschreckend! Wie schon dargestellt, zogen es viele unserer Fah-


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rer vor, gar nicht erst zu starten. So nimmt es nicht wunder, dass wieder einmal die „Auswärtigen“ die Szenerie bestimmten. In der Jugendklasse fuhren gleich sieben Cottbuser unter die ersten zehn, bester aus Sachsen Toni Franz vom 1. RV Leipzig, der gegen die geballte Macht der Brandenburger keine Chance hatte. Auch bei den Schülern dominierten brandenburgische Starter, wobei hier zwei Schützlinge von Trainer Klaus Fischer aus Venusberg die großen Ausnahmen bildeten. Der Ex-Leipziger Felix Groß bewies, dass sein Sieg von Leipzig keine Eintagsfliege war und kam vor seinem Teamkameraden Felix Zschocke auf Rang fünf. Den besten Eindruck unserer Sachsen hinterließ der große Kämpfer Martin Bauer, ebenfalls vom RSV Venusberg. Unbeeindruckt von der starken Konkurrenz aus mehreren Bundesländern, wies er wiederum sein Leistungsvermögen nach und belegte einen tollen dritten Rang. Man kann seinen Trainer verstehen, wenn er

Auch die Jugend U 15 trotzte dem widrigen Aprilwetter …

Fotos: Daniel Förster

sich immer wieder dafür einsetzt, der Einzige, der auf eines der Podass Martin auch für höhere Auf- deste fahren konnte, die ansonsgaben herangezogen wird. Er war ten ohne Ausnahme von Startern

aus Brandenburg und Berlin besetzt wurden. Fazit: Es kann nur besser werden!

54. SACHSENRINGRADRENNEN IN HOHENSTEIN-ERNSTTHAL Elite KT/A/B/C – 70 km: 1. Sven Forberger (Team NSP-Ghost) 12 P., 2. Johannes Heider (RV Germania Delitzsch) 10 P., 3. Karsten Volkmann (Team Isaac Torgau) 8 P., 4. Gaebel (RSV Speiche) 7 P., 5. Ampler (Jenaer RV) 6 P., 6. Heßlich (LKT Team Brandenburg) 5 P., 7. Hornung (RC Herpersdorf) 4 P., 8. Schwarzhuber

(VC Ratisbona Regensburg) 3 P., 9. Plarre (LKT Team Brandenburg) 2 P., 10. Wälzlein (RC Herpersdorf) 1 P. Junioren – 52,5 km: 1. Robert Kessler (Frankfurter RC) 15 P., 2. Philipp Nowak (SC Berlin) 14 P., 3. Martin Bauer (RSV 54 Venusberg) 13 P., 4. Höfer (SSV Gera) 12 P., 5. Willwohl (RSC Cottbus) 11 P., 6. Schreiber (SC

Siegerehrung der Elite: von links Johannes Heider, Sven Forberger, Karsten Volkmann.

Berlin) 10 P., 7. Baum (RC Herzogenaurach) 9 P., 8. Brintrup (RSV Unna 1968) 8 P., 9. Förster (RC Herzogenaurach) 7 P., 10. Schachtebeck (RC Blau-Gelb Langehagen) 6 P. Jugend – 42 km: 1.Lennard Kämme (RSC Cottbus) 15 P., 2. Christian Koch (RK Endspurt Cottbus) 13 P.,

3. Malte Jürß (Frankfurter RC) 10 P., 4. Bokeloh (HRC Hannover) 9 P., 5. Becker (Frankfurter RC) 8 P., 6. Frahm 7 P., 7. Kanter 6 P., 8. Yolkins (alle RSC Cottbus) 5 P., 9. Fischer (RK Endspurt Cottbus) 4 P., 10. Franz (RSC Cottbus) 3 P. Schüler – 21 km: 1. Nik Schröter (RSC Cottbus), 2. Henrik Pakalski (BSG Pneumant Fürstenwalde), 3. Richard Banusch (RSC Cottbus), 4. Schneider (RK Endspurt Cottbus), 5. Groß, 6. Zschocke (beide RSV 54 Venusberg), 7. Heyn (Gubener Radsport), 8. Flicke (PSV 1893 Forst), 9. Lampel (RK Endspurt Cottbus), 10. Müller (RSC Cottbus). Masters II/III/IV – 35 km: 1. Michael Schaefer (RSV Speiche) 15 P., 2. Mathias Grünig (Harzer RSC Wernigerode) 13 P., 3. Torsten Kunath (RC Gera) 10 P., 4. Huth (RV Germania Delitzsch) 9 P., 5. Sinske (RSC Cottbus) 8 P., 6. Keller (RSG Muldental Grimma) 7 P., 7. Terfrüchte (RC Herzogenaurach) 6 P., 8. Butschak (SV Dassow 24) 5 P., 9. Baumgarten (RV Germania Delitzsch) 4 P., 10. Karrasch (MC Pirate) 3 P. Jedermann-Rennen – 52 km: 1. Christian Sonnabend (Team Biketech24 Dresden), 2. Marek Bosniatzki (RSG Muldental Grimma), 3. Florian Jung (Postsportverein Görlitz), 4. Harz (RFV 1900 Löwen Weimar), 5. Zieger (Team Biketech24), 6. Truntschka (Picardellics Velo Team), 7. Schuchert (Postsportverein Görlitz), 8. Guhlemann (RSV Gröditz), 9. Drosdek (KopfjaegerSports), 10. Brödner (Biehler Werksteam). Jedermann-Rennen – 18 km: 1. Werner Hausmann (Radsportteam Reichenbach), 2. Benjamin Bräuer (Postsportverein Görlitz), 3. Thomas Pfefferkorn (Lunzenau), 4.Gerstäcker (Team procycle), 5. Mehner (Krumhermersdorf), 6. Reichel (RSV 54 Venusberg), 7. Leichsenring (Biehler Werksteam), 8. Schultz (Genussteam), 9. Kunz (riders4christ), 10. Heege (Limbach).

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Robert-Förster-Cup gestartet

Über 200 Aktive starten in Markkleeberg Der 1. Lauf des vom Radprofi Robert Förster ins Leben gerufenen Nachwuchs-Cups fand wie im Vorjahr auf dem schweren 1,7 km langen Bergkurs am Kanupark des Markkleeberger Sees statt. Trotz drohender Regenwolken, kaltem Wind und niedrigen Temperaturen kamen über 200 Aktive der Altersklassen U 11 bis U 15 vorwiegend aus den angrenzenden Landesverbänden Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen, um sich mit den sächsischen Nachwuchsfahrern zu messen. Dabei auch ein imposantes Starterfeld mit 27 Teilnehmern am „Fette Reifen-Rennen“, an denen sich mehr und mehr die Sprösslinge ehemaliger Rennfahrer beteiligen, die mit großem Einsatz – jeder nach seinen Möglichkeiten und natürlich dem Zustand des Sportgerätes Fahrrad geschuldet – ihr Rennen absolvierten.

Start der U 11. der U 13 und U 15 in einem eigenen Rennen, sehr zur Freude ihrer Trainer. Denn die Bestenlisten können

Ausgerechnet die jüngste Starterin der weiblichen U 13 konnte das Rennen für sich entscheiden. Zu Beginn der letzten Runde setzte sich die Vorjahressiegerin der U 11, Olivia Schoppe vom RSV AC Leipzig aus einer bis dahin führenden fünfköpfigen Spitzengruppe ab und erreichte allein das Ziel. Da blieben den vier Thüringerinnen (!) nur die Plätze zwei bis fünf.

Sachsen und Thüringer in männlichen Klassen vorn Die männliche Kategorie der U 11 war fest in sächsischer Hand, denn hinter dem Sieger Marius Hoffmann vom SC DHfK platzierten sich zwei weitere Talente des SRB. Da hier nur sieben Mädels gemeldet hatten, fuhren sie ausnahmsweise, allerdings extra gewertet,

Siegerehrung U 11. Robert Förster selbst hatte es sich nicht nehmen lassen, wenige Tage vor seinem Start zur TürkeiRundfahrt persönlich vor Ort zu sein, und nahm mit dem Markkleeberger Oberbürgermeister und Schirmherrn der Veranstaltung, Dr. Bernd Klose, die Siegerehrungen vor.

Weibliche Klassen fahren getrennt Erstmals in der noch jungen Saison starteten die weiblichen Klassen

nur dann aussagefähig geführt werden, wenn die zu vergebenden Punkte eine klare Aussage über das jeweilige Leistungsvermögen im Kampf gegeneinander zu lassen. So kam es in diesen Kategorien unter den über 50 Aktiven zu kampfreichen Auseinandersetzungen. In der U 15 dominierten zwei Geraer Mädels mit deutlichem Vorsprung, doch dahinter konnten sich die Dresdner Starterinnen behaupten und immerhin fünf unter die Top Zwei Venusberger Schüler am Anstieg. Ten bringen. Ein gutes Ergebnis.

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bei den Jungen mit. Heike Morawe vom Dresdner SC setzte sich deutlich vor sechs (!) Thüringerinnen durch, eine sehr gute Leistung. Einen von ihm selbst kaum erwarteten Sieg in der U 15 feierte Rico Brückner aus Grimma, der im Vorjahr an gleicher Stelle noch den Wettbewerb der U 13 gewonnen hatte. Dementsprechend groß war seine Freude, denn die hinter ihm eingekommenen Gegner waren durchweg bereits ein Jahr älter. Bleibt noch die U 13, die diesmal klar von den Thüringern angeführt wurde, die alle drei Podestplätze besetzten und zwei weitere unter die besten zehn bringen konnten.

Fazit Als Fazit ziehen wir die Bemerkung, dass dieses Rennen ein echter Gradmesser für den gegenwärtigen Leistungsstand un- Der Oberbürgermeister Markkleebergs, Dr. Bernd Klose (links), und Robert Förster nehmen die Siegerserer jüngsten Rennfahrer war, ehrung der U 13 weiblich vor.

Ehrung der U 15 weiblich. denn hier setzten sich durchweg die Stärksten durch. Ein großes Dankeschön auch an den Hauptsponsor, das Autohaus Burkard sowie das Radgeschäft Grupetto für die Bereitstellung zahlreicher Preise und vor allem der schmu-

Marc Clauss und Rico Brückner (rechts) mit ihren Urkunden. cken Spitzenreiter-Trikots für alle Klassen, die die jeweiligen Führenden der Gesamtwer tung erhielten und die nicht wieder zurückgegeben werden müssen. Eine tolle Geste, die den Einsatz der Aktiven noch steigern wird!

Stolz präsentiert Marius Hoffmann (Mitte) Urkunde und Gelbes Trikot.

RUND UM DEN KANUPARK MARKKLEEBERG Robert-Förster-Nachwuchs-Cup 15. April 2012 Schüler: 1. Rico Brückner (RSG Muldental Grimma), 2. Mario Weinmann (Genthiner RC), 3. Marc Clauss (Dresdner SC), 4. Zöttler (RSG Muldental Grimma), 5. Wabst (RSV 54 Venusberg), 6. Käßmann (RSV 1886 Greiz), 7. Röber (ESV Lok Zwickau), 8. Richter (SC DHfK Leipzig), 9. Riedel (SSV Heidenau), 10. Wolf (RSV Turbine Erfurt). Schülerinnen: 1. Maraike Lange, 2. Joseline Oeser (beide SSV Gera 1990), 3. Lisa-Marie Förster, 4. Lindner, 5. T. Schulz (alle Dresdner SC), 6. Sell (SSV Gera 1990), 7. Klatt (RSV 1886 Greiz), 8. N. Schulz, 9. Fischer (beide Dresdner SC), 10. Heinrich (Seifhennersdorfer SV). U 13: 1. Jacob Geßner, 2. Max Gehrmann (beide RSC Turbine Erfurt), 3. Jannis Peter (SSV Gera 1990), 4. Scharr (SC DHfK Leipzig), 5. Hannack (RSC Turbine Erfurt), 6. Keup (SV Mittweidatal-Raschau), 7. Groß (SC DHfK Leipzig), 8. Waldenmaier (SSV Gera 1990), 9. Meding (RSC Sachsenblitz Burgstädt), 10. Lohse (RSV Chemnitz).

U 13 weiblich: 1. Olivia Schoppe (RSV AC Leipzig), 2. Lisa-Marie Wolfram (RV Elxleben), 3. Vanessa Leske (SSV Gera 1990), 4. Schubert, 5. Stern (beide RV Elxleben), 6. Weder (RSV 54 Venusberg), 7. Sprigode (ESV Lok Zwickau), 8. Schmidt (SSV Heidenau), 9. Sperlich (SV Sömmerda), 10. Zöttler (RSG Muldental Grimma). U 11: 1. Marius Hoffmann (SC DHfK Leipzig), 2. Moritz Kretschy (RSV 54 Venusberg), 3. Julius Kumschlies (Seifhennersdorfer SV), 4. Weiß (SSV Gera 1990), 5. Kärsten (RSV Osterweddingen), 6. Wolf (SSV Gera 1990), 7. Bergs (SC DHfK Leipzig), 8. Heinzelmann (RSV Osterweddingen), 9. Adam (SSV Gera 1990), 10. Spaleck (RSV Turbine Erfurt). U 11 weiblich: 1. Meike Morawe (Dresdner SC), 2. Lena-Fabienne Franke (SSV Gera 1990), 3. Thaiea Mäder (RSC Turbine Erfurt), 4. Hofmann (SV Sömmerda), 5. Fischer, 6. Jäger (beide RSC Turbine Erfurt), 7. Gellner (RSV 54 Venusberg).

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18. Rochlitzer Kriterium an Erik Mohs

Premiere gelungen Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, das Kriterium im Herzen der Stadt Rochlitz hatte keine Premiere. Im Gegenteil, es fand bereits zum 18. Mal statt. Da kann man schon getrost von einer traditionellen Veranstaltung sprechen. Neu war in diesem Jahr, dass der RSV Chemnitz, gemeinsam mit den bewährten Rochlitzer Initiatoren um Ulrich Gabler, für die Austragung verantwortlich zeichnete. Die bisherige Zusammenarbeit zwischen dem Werbering Rochlitz und dem Chemnitzer Radfahrer Bund (CRB) war auf Grund der Auflösung dieses Bundes am Ende des Jahres 2011 nicht mehr gegeben. Im RSV Chemnitz suchten und fanden die Rochlitzer einen neuen kompetenten Partner, unter dessen sportlicher Leitung das ansprechende Niveau der zurückliegenden Jahre ohne Qualitätsverlust erhalten werden konnte. Sie besetzten das Org.-Büro mit der Startnummernvergabe und dem Ergebnisdienst durch Mitglieder des Vereins und sorgten damit für einen reibungslosen Ablauf. Wir bedanken uns für ihre sachkundige Arbeit bei Ingo Berbig, Jana Wagner, Ilona Lohse und Thomas Lippold.

Start zum Rennen der U 13. Die Rennen selbst, wiederum um die „Pokale der Freien Presse“, wiesen eine ordentliche sportliche Qualität auf, wobei allerdings die Bewertung hinsichtlich der Teilnehmerzahlen sehr differenziert ausfällt. Eine Augenweite war das Hobbyrennen für die Klassen von 6 bis 14 Jahren, bei dem sich mehr

als 50 tatendurstige Kinder dem Starter stellten. Sie sorgten mit Ihren Eltern oder Großeltern für eine wahre Volksfeststimmung auf dem

Rochlitzer Marktplatz, der sonst an einem Sonnabend um diese Tageszeit eher beschauliche Ruhe ausstrahlt.

Der Kurs führte durch die Straßen der Rochlitzer Innenstadt. Die Kinderklassen von U 11 bis U 15 waren mit jeweils um die 30 Startern ebenfalls relativ gut besetzt. Dem entgegen boten die „Felder“ der Jugend und der Junioren einen traurigen Anblick. Mit Rennen, in dem 11 bzw.10 Fahrer, inklusive Fahrerinnen, an den Start gehen, kann man in der Öffentlichkeit wahrlich keine Werbung für den Radsport betreiben. Auch in der Eliteklasse hätte sich der Veranstalter etwas mehr als 25 Starter gewünscht. Aber die-

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se haben wenigstens für Rennatmosphäre gesorgt. Acht Fahrern gelang im Rennverlauf ein Rundengewinn. Als Schnellster unter ihnen sammelte Erik Mohs (Team Jenatec) die meisten Punkte und verwies überlegen Nils Plötner (Team Raiko Stölting) und Karsten Volkmann (Team Isaac Torgau) auf die

Plätze. So zeugte wenigstens die Besetzung des Siegerpodestes von einem ansprechenden sportlichem Niveau. Die Verantwortlichen aus Rochlitz und Chemnitz gingen mit dem Vorsatz auseinander, auch im kommenden Jahr das beliebte Stadtkriterium austragen zu wollen. Bernd Lohse Ehrung der Junioren.

18. ROCHLITZER STADTKRITERIUM/POKAL DER „FREIEN PRESSE“ AM 21.04.2012 Elite KT/A/B/C – 60 km: 1. Erik Mohs (RSC Jena) 12 P., 2. Nils Plötner 10 P., 3. Karsten Volkmann (Team Isaac Torgau) 8 P., 4. Boubal (VC Rataisbona Regensburg), 5. Andreas Müller (Berliner TSC), 6. Lechermann (RSV 1895 Passau) 5 P., 7. Brauns (RSG Muldental Grimma) 4 P., 8. Vogel (SV Remse) 3 P., 9. Alexander Müller (Team Isaac Torgau) 2 P., 10. Karl (Spandauer RV 1891), 11. Weidemann (Team Isaac Torgau), 12. Truntschka (Picardellics Velo Team Dresden). Junioren – 36 km: 1. Maximilian Ritschel (RSV AC Leipzig), 2. Valentin Schulz (RSV 54 Venusberg), 3. Paul-

Siegerehrung der Schüler

Felix Hoffmann (SC DHfK Leipzig), 4. Tröger, 5. Nötzold (beide Chemnitzer PSV), 6. Fritzsche (SV Remse), 7. Annelie Gärtner (RSG Muldental Grimma), 8. Schiller (SSV Gera 1990), 9. Matheuszik (RSV Speiche). Jugend – 27 km: 1. Marc Opitz, 2. Lukas Müller (beide Chemnitzer PSV), 3. Philipp Kunz (RSV 54 Venusberg), 4. Franz (RSC Sachsenblitz Burgstädt), 5. Lasch (Chemnitzer PSV), 6. Ritschel (RSV AC Leipzig), 7. Baumgarten (SSV Heidenau), 8. Stahlberg (SSV Gera 1990), 9. Kühn (RSV Speiche), 10. Luisa Franz (RSC Sachsenblitz Burgstädt).

Schüler – 15 km: 1. Felix Groß, 2. Maximilian Zschocke (beide RSV 54 Venusberg), 3. Jakob Zöttler (RSG Muldental Grimma), 4. Richter (SC DHfK Leipzig), 5. Brückner (RSG Muldental Grimma), 6. Riedel, 7. Schmidt, 8. Bendrat (alle SSV Heidenau), 9. Mauersberger (RSV 54 Venusberg), 10. Stein (SC DHfK Leipzig). U 13 – 10 km: 1. Johannes Scharr, 2. Franz Groß (beide SC DHfK Leipzig), 3. Philipp Leibelt, 4. Keup, 5. Rautzenberg (alle SV Mittweidatal-Raschau), 6. Meding (RSC Sachsenblitz Burgstädt), 7. Kühn (SC

DHfK Leipzig), 8. Lisa-Maria Weder (RSV 54 Venusberg), 9. Jasmin Schmidt (SSV Heidenau), 10. Fuchs (RSV AC Leipzig). U 11 – 5 km: 1. Olivia Schoppe (RSV AC Leipzig), 2. Anne Sprigode (ESV Lok Zwickau), 3. Moritz Kretschy (RSV 54 Venusberg), 4. Schreiber (RSV AC Leipzig), 5. Roscher (RSV Hainichen), 6. Sina Steidten (Chemnitzer PSV), 7. Schaar (RSV Hainichen), 8. Hofmann (SC DHfK Leipzig), 9. Böhmelt (RSV Speiche), 10. Helene Zöttler (RSG Muldental Grimma).

... und der U 11/U 13 weiblich.

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Mit vier sächsischen Sportlerinnen am Start:

Neues Frauenteam entstand in Thüringen Mit einer eindrucksvollen Präsentation im Erfurter Funkhaus des MDR stellte die ehemalige Weltklasse-Rennfahrerin Vera Hohlfeld

rinnen in die Pedalen treten, und tet hat, ist beispielhaft und durchHöhepunkt der geplanten Einsätdamit die magere Szene in Deutsch- aus nicht alltäglich, denn so ganz ze bei den Frauen wird die 25. Aufland bereichern. Mit dabei auch die „nebenbei“ leitet die Erfurterin lage der Internationalen Thüringenvier sächsischen Sportlerinnen auch noch das Management der Rundfahrt vom 16. bis zum 22. Juli Theres Klein und Laura Thüringen-Rundfahrt der Frauen!“ 2012 sein. Wir wünschen den MäDathan (Frauen) sowie Als Sportlicher Leiter fungiert übri- dels, besonders natürlich unseren Sarah Dietrich und Luisa ges ein weiterer Sachse, der Chem- sächsischen Teammitgliedern, eiFranz (Juniorinnen), die nitzer Trainer Bert Dressel. ne erfolgreiche Saison! sich in Anwesenheit zahlreicher Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Sport den zahlreichen Gästen vorstellten. Mit dabei auch der BDR-Vizepräsident Wolfgang Schoppe und die Gedas von ihr geleitete neue Thürin- schäftsführerin des SRB, ger Frauen-Radsportteam vor. Manuela Götze, die des Unter dem Namen „Team maxx- Lobes über diese Veransolar biEHLER Cycling“ werden ab staltung voll war. „Was Vier sächsische Fahrerinnen starten für das neue Frauen-Radsportteam „maxxsofort neun Frauen und vier Junio- Vera Hohlfeld hier geleis- solar biEHLER Cycling. PR-Sonderveröffentlichung

RADANALYSE - ZWICKAU Ulrich Haubold ist OrthopädieschuhmacherMeister und führt seit ca. 5 Jahren RADANALYSEN durch. Sein Wissen erlangte er durch viele Lehrgänge der Firmen: MOVECONTROL und SOLESTAR.

Ulrich Haubold ist begeisterter Hobby-Rad-Rennfahrer und hat so den Vorteil, selbst am eigenen Körper zu erfahren, was Veränderungen am Rad, oder Schuh bedeuten! Bis zu drei digitale Kameras erfassen aus vier verschiedenen Perspektiven Ihre Bewegungsabläufe während des Radfahrens. Mithilfe einer speziellen Analysesoftware kann er das Videomaterial auswerten und erhält wichtige Informationen über das Zusammenwirken von Fuß, Knie, Hüfte und Oberkörper und somit mögliche Ursachen der Beschwerden. Eine ganzkörperliche Vermessung bringt uns die optimale Rad-Sitz-Geometrie. Dies ist die Voraussetzung für schmerzfreie, maximale Kraftübertragung. Dazu gehört auch eine richtige Einstellung der RAD-SCHUHCLEATS die per Video kontrolliert werden kann. Optimieren kann man dies durch eine in dividuelle CARBON-RAD-EINLAGE. So können z. B. Taubheitsgefühl oder Druckprobleme im Fußsohlenbereich behoben werden. Gleichzeitig wird die Kraftübertragung gesteigert

und kann einen Leistungszuwachs von bis zu 6,9 %* zur Folge haben! Ebenfalls besteht die Möglichkeit, auf Ihrem Rad eine Kraftmessung durchzuführen! Diese kann evtl. Muskeldysbalancen aufzeigen! Ziel der Radanalyse ist, Kraftübertragungsoptimierung und eine evtl. Therapie zu entwickeln, die wenn möglich, Schmerzfreiheit auf Ihrem Rad zur Folge haben sollte. Nähere Infos: www.radanalyse-zwickau.de unter Radanalyse. Ulrich Haubold * Studie SOLESTAR

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„Rund um das Driving Center Groß Dölln“

René Obst feiert ersten Sieg bei NSP-GHOST Der 34-jährige Dresdner Radprofi René Obst hat seit eindreiviertel Jahren erstmals wieder ein Straßenradrennen gewonnen. Er triumphierte bei der neunten Auflage „Rund um das Driving Center Groß Dölln“ (bei Templin/Brandenburg). Damit feierte der Routinier seinen ersten Sieg beim baden-württembergischen Continental-Team NSPGHOST, für das er in der zweiten Saison in die Pedale tritt. Nach 129,6 Kilometern hatte der 34-Jährige im Schlusssprint die Nase vorn und setzte sich nach 3:18:34 Stunden vor David Bartl (20) vom Lausitzer Team LKT Brandenburg und Paul Stubert (25) vom westsächsischen Team Ur-Krostitzer UNIVEGA durch. Das Team NSP-GHOST mit René Obst bestimmte das Rennen, das die gut 60 Fahrer bei kaltem und windigem Wetter auf flacher Strecke über den Testkurs des Fahrsicherheitszentrums und dem stillgelegten Militärflugplatz Templin führte, von Anfang an mit. Der Routinier vom Dresdner SC hatte zur Hälfte der Distanz in der Formation mit fünf Teamkollegen – Allrounder René Heinze (Heidenau), Lucas Schädlich (Zwickau), Sven Forber-

ger (Großwaltersdorf bei Freiberg) sowie den beiden Sprintern Steffen Radochla (Leipzig) und Tino Thömel (Berlin) – eine Aufholjagd zu einer sechsköpfigen Spitzengruppe gestartet, die etwa eine Minute Vorsprung hatte. „Da niemand von uns vorn dabei war, mussten wir nachsetzen“, sagte Obst. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern verschärfte er das ohnehin hohe Tempo, schüttelte dadurch einige Kon-

kurrenten ab und schloss mit den anderen NSP-GHOST-Profis zu der führenden Gruppe auf. Rennentscheidend setzten sich letztlich sieben Fahrer einschließlich Obst ab. Diese Gruppe dezimierte sich zum Schluss auf drei Fahrer, die die Plätze unter sich ausmachten. Obst fand seine Siegchance in der letzten Runde, als er auf dem Gegenwindstück attackierte und sich souverän gegen Bartl und Stubert durchsetzte. Seinen Erfolg hat René Obst der geschlossenen mannschaftlichen Leistung zu verdanken. „Es war nicht leicht, das mit zehn Mann am Start zahlenmäßig völlig überlegene Team LKT Brandenburg in Griff zu bekommen“, erläutert der NSPGHOST-Profi das Renngeschehen. „Wir wussten jedoch, was zu tun ist. Da wir in den zurückliegenden Wochen immer Pech hatten, tat mein Sieg unseren Jungs schon mal gut, auch wenn es nur ein kleines Rennen war. Das gibt neues Selbstvertrauen.“ Mit seinem Triumph stand René Obst seit einem Etappensieg bei der Czech-Tour im Juli 2010 wieder auf dem Podium ganz oben. Text und Foto: Daniel Förster

Saisonanfahren des Dresdner SC 60 Pedaleure lieferten sich spannende Rennen Jens Neubert vom Dresdner SC (Foto) hat beim Saisonanfahren seines Clubs die starke Konkurrenz deklassiert und nach der Serie von Rundenrennen auf der Radrennbahn Heidenau mit einer Bestzeit triumphiert. Der 22-Jährige verwies im Wettbewerb der Männer über 5.000 Meter (20 Runden) Uwe Hartmann (28) und Ex-Profi Christian Kux (26) auf die Plätze. „Es war beeindruckend, wie er seine starken Gegner in den Schatten stellte“, resümierte DSC-Radspor t-Abteilungsleiter Udo Müller. Etwa 60 Pedaleure des Dresdner SC 1898 läuteten

mit dem Anfahren die diesjährige Straßensaison ein. Bei den Senioren siegte der Dresdner Renee Uhl (43) vor dem Freitaler Wolfgang Miersch (58). Weitere Sieger – U 15: Dorothea Mühsinger und Marc Clauss, U 17: Johanna Dietrich und Florian Fischer sowie U 19: Sebastian Friedrich – alle aus Dresden. Bei dem Saisonanfahren sprinteten die Sportler je nach Altersklasse zwischen 1.000 und 5.000 Metern, also zwischen vier und 20 Runden, auf dem BetonOval. Text und Foto: Daniel Förster

ERGEBNISSE Radsportler auf Reisen 33. RUND UM DEN BRAMSCHER BERG, 17. MÄRZ 2012 Masters II – 36 km: … 2. Toralf Baumgarten (RV Germania Delitzsch). BÖRGER – 2. GROSSER FRÜHJAHRSPREIS, 18. MÄRZ 2012 Masters II – 68 km: 1. Toralf Baumgarten 1:47:43 h, 2. Thomas Weppner (beide RV Germania Delitzsch). Masters III – 54,4 km: … 4. Großegger (SC DHfK Leipzig). ASCHEFFEL, 24. MÄRZ 2012 Elite A/B – 115,5 km: … 2. Eric Baumann (Team Ur-Krostitzer Univega). Masters II – 82,5 km: … 8. Baumgarten. Masters III/IV – 66 km: … 8. Großegger (beide Team Masters UrKrostitzer Univega). NORTORF, 25. MÄRZ 2012 Elite KT/A/B – 120 km: … 2. Eric Baumann (Team Ur-Krostitzer Univega). Elite C – 100 km: … 4. Müller (RV Germania Delitzsch), … 7. Schulze (RSV Speiche). Masters II – 70 km: … 2. Toralf Baumgarten, … 5. Kalz, … 9. Huth. Masters III/IV – 60 km: … 6. Großegger (alle Team Masters Ur-Krostitzer Univega). 8. SPREEWALD-MASTERS ETAPPENFAHRT, 30. MÄRZ BIS 1. APRIL 2012 Gesamtwertung: … 2. Toralf Baumgarten, 3. Andreas Huth, … 6. Kalz (alle Team Masters UrKrostitzer Univega), … 8. Schaefer (RSV Speiche). 1. Etappe – 77,2 km: 1. Uwe Kalz 1:43:52, 2. Toralf Baumgarten, … 8. Schaefer, 9. Huth. 3. Etappe – 96 km: … 2. Uwe Kalz, 3. Toralf Baumgarten. AICHACH – 15. FRÜHJAHRESSTRASSENPREIS, 1. APRIL 2012 Elite KT/A/B – 105 km: … 5. Baumann (Team Ur-Krostitzer Univega). GROSS DÖLLN – 9. RUND UM DAS DRIVING CENTER, 1. APRIL 2012 Elite KT/A/B – 121,2 km: 1. René Obst (Team NSP Gohst), … 3. Paul Stubert, … 5. Damrow (beide Team Ur-Krostitzer Univega), 6. Rechenbach (Dresdner SC), … 9. Radochla (Team NSP Ghost). Elite C – 111,1 km: … 2. Matti Brückner (LAV Markranstädt), … 5. Kühmel (Gaakjaer-DKV), … 9. Langer (RSG Muldental Grimma). Schüler – 30,3 km: … 4. Groß (RSV 54 Venusberg), … 10. Clauss (Dresdner SC). Schülerinnen – 30,3 km: … 3. Lina Baumann (SC DHfK Leipzig), 4. Mühsinger, … 7. Lindner, … 10. Förster (alle Dresdner SC). SCHÖNAICH, 9. APRIL 2012 Elite KT/A/B – 135 km: … 3. Stefan Gaebel, … 5. Pohl (beide Team Ur-Krostitzer Univega), 6. Forberger (Team NSP Ghost).

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34. Auflage des „Rund im Humboldthain“

Bautzen eröffnete Sachsens MTB-Saison Am 1. April 2012 gab es in Bautzen die traditionelle Eröffnung der Mountainbike-Saison mit der nunmehr bereits 34. Auflage des „Rund im Humboldthain“, das mit tollen 240 Startern einen würdigen Auftakt zum XC-bIEHLER-Mitteldeutschland-Cup bildete, der in dieser Saison sieben Veranstaltungen umfassen wird. Allen Unkenrufen zum Trotz waren die unangenehmen Schneeschauer und Sturmböen des Vortages weitergezogen, einzig ein unangenehm kalter Wind erschwerte das Agieren der Aktiven. Zuerst gingen die Masters auf den bewährten bestens präparierten Kurs, darunter der amtierende Deutsche Meister Lutz Baumgärtel und der Sieger des MDC-Cups 2011, Silvio Hausschild. So sehr die beiden Lokalmatadoren auch kämpften, gegen den Tschechen Ondrej Zelenky war kein Kraut gewachsen, es blieben nur die Ehrenplätze für die beiden Lokalmatadoren. Die Siegesserie der tschechischen Fahrer vom Team Rubena Auto-Mencik Specialized setzte sich bei den Damen fort, denn hier landete Jitka Skarnitzkova einen ebenfalls ungefährdeten Sieg vor Daniela Storch, die im Jahr zuvor triumphiert hatte. Sehr gut besetzt auch die Hobbyrennen, die immerhin über 90 (!) Starter am Ablauf sahen. Das war eine durchaus gelungene Premiere, denn noch nie nahmen so viele Biker mit einem Schlag Teil. Auch der Nachwuchs kam zu seinem Recht. Nachdem bereits am

Nach der Startkurve (oben) folgte ein ständiges auf und ab (rechts). Vormittag die Startaufstellung der Jüngsten mit einem anspruchsvollen Technik-Parcours ermittelt worden war, jagte der bayerische Meister Timo Holzschuher vom BSB Bayreuth in der U 15 nach einem forschen Rennen als klarer Sieger über den Zielstrich. Ihm gleich tat es später sein älterer Bruder Marco, der ebenso sicher beim gemeinsamen Start mit den Männern das Juniorenrennen für sich entschied. Die Elite selbst erlebte eine schon fast beängstigende Dominanz unserer tschechischen Nachbarn, denen keiner der deutschen MTB’er etwas entgegensetzen konnte. Hinter dem Sieger Lukas

Ein „Theaterbesucher“.

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Sablik besetzten zwei weitere Tschechen das Podest, nur Rang vier blieb für den Bayreuther Tom Ettlich. Der RSV Bautzen ist eine feste Größe im sächsischen MTB-Sport, dem es mit Unterstützung des

Andrang am Parcours.

gastgebenden FSV Budissa, den unersetzlichen ehrenamtlichen Helfern sowie natürlich den Sponsoren erneut gelungen ist, einen bestens organisierten Wettkampf durchzuführen.


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34. MTB IM HUMBOLDTHAIN – 1. LAUF BIEHLER MDC CX 2012 Elite/U 23: 1. Lukas Sablik (Rubena Auto-Mencik Specialized), 2. Jan Stroz (Alpne Pro-Author Team), 3. Michel Malik (KC Kooperativa SG Jablonec), 4. Ettlich (BikeSportBühne Bayreuth), 5. Bubilek (Kellys BikeRanch), 6. Maletz (White Rock), 7. Scheffel (FAST-Zweirad Haus), 8. Voigt (Auto-Riedel Schwarzenberg), 9. Podrazil (TJ Sokol Hole Vrchy), 10. Heinke (RSV Erzgebirge). Junioren: 1. Marco Holzschuher (BSB Bayreuth), 2. Immanuel Stark (RSG 52 Stollberg), 3. Oliver Panse (RSC Waltershausen-Gotha), 4. Arnhold (RSG 52 Stollberg), 5. Legler (SSV Mounty Altenberg), 6. Wieland (RSC 93 Marienberg), 7. Webers, 8. Döring (beide TSV Großschönau). Frauen/Juniorinnen: 1. Jitka Skamitzlova (Rubena Auto-Mencik Specialized), 2. Daniela Storch (RSV Chemnitz), 3. Claudia Seidel (Vogtland Bike), 4. Wolfrum (FC Wüstenblitz), 5. Jahn (SV Sachsen 90 Werdau), 6. Sigl (OSV Zittau).

Master I: 1. Ondrej Zeleny (Rubena Auto-Mencik Specialized), 2. Silvio Hauschild, 3. Lutz Baumgärtel (beide RSV Bautzen), 4. Bretschneider (Team ProCycle), 5. Dutschke (TSV Großschönau), 6. Weber (1. Suhler MTB-Club), 7. Weniger (White Rock), 8. Stenzel (TSV 92 Freiberg), 9. Porzberg (M & P Racing Team). Master II/III/IV: 1. Mathias Morawe (RC Dresden), 2. Jens Kunath (Dresdner SC), 3. Uwe Beier (RSV Chemnitz), 4. Jahn (SV Sachsen Werdau). Bambini-Rennen U 9: 1. Hannes Degenkolb (RSV Auto-Riedel Schwarzenberg), 2. Vincent-L. Keller (FAST-Zweirad Haus), 3. Raphael Seidel (RSC 93 Marienberg), 4. Hannah Weiß (RSV Auto-Riedel Schwarzenberg), 5. Schultz (SV Sachsen Werdau), 6. Hunger, 7. Gräßler (Team Spiegelwald), 8. Kompst (FAS-Zweirad Haus), 9. Fritzsche (RSC 93 Marienberg).

Gemeinsam mit seinem Schweizer Partner Rick Reimann (Team Orbea Suisse, 21 Jahre aus Uster) bestritt der Marienberger Andi Weinhold erfolgreich die sieben Etappen plus Prolog mit insgesamt 761 Kilometern, 16.000 Höhenmetern und 39:20 Stunden Wettkampfdauer um den „Absa Cape Epic“ rund um Kapstadt in Südafrika, der vom 25. März bis zum 1. April 2012 durchgeführt wurde. Beide konnten sich unter 600 (!!!) Zwei-

lange Laufpassagen und tiefe Flussquerungen machten das Rennen spannend und unberechenbar. Die Etappen wurden gefahren wie Cross-Country-Rennen, nur über eine dreifache Distanz“, meinte der ob dieser grandiosen Leistung hochzufriedene Mountainbiker. Nun hofft er auf einen super Trainingseffekt und die solide Basis für die anstehende Cross-CountrySaison in der Heimat. Auch das benutzte Material hielt solide, das

Andi Weinhold startete beim härtesten MTBEtappenrennen der Welt Siegerehrung der Frauen. Jugend: 1. Toni Partheymüller (TV Redwitz), 2. Oliver Kühn (RSV Adler Arnstadt), 3. Anton Albrecht (SSV Mounty Altenberg), 4. Falke (SV Sachsen Werdau), 5. Schwarzbach (RSV Erzgebirge), 6. Schurig, 7. Scholz (beide SSV Mounty Altenberg), 8. Wulff (L.E. Bike Force), 9. Absch (White Rock), 10. Pappert (L.E. Bike Force). Schüler/Schülerinnen: 1. Timo Holzschuher (BSB Bayreuth), 2. Eric Hummel (TSV Großschönau), 3. Jonny Gutschke (L.E. Bike Force), 4. Söhner (White Rock), 5. Felicitas Geiger (RVC Trieb), 6. Mirjam Kuhn (Vogtland Bike), 7. Maria Döring (TSV Großschönau), 8. Reichstein (Turnverein Redwitz), 9. Wojczyk (Lauffreunde Gotha), 10. Marina Partheymüller (TV Redwitz). U 13: 1. Jannik Frühauf (SV Sachsen Werdau), 2. Lennart Wuchold (SSV Mounty Altenberg), 3. Tim Winkler (L.E. Bike Force), 4. Mai (RSV Auto-Riedel Schwarzenberg), 5. Winter (L.E. Bike Force), 6. Richter (RSC 93 Marienberg), 7. Jung, 8. Uhlmann (beide RSV Auto-Riedel Schwarzenberg), 9. Johanna Kreis, 10. Planert (beide White Rock). U 11: 1. Ludwig Wojczyk (Lauffreunde Gotha), 2. Leon Möller (FAST-Zweirad Haus), 3. Maurice Winkler (RSV Auto-Riedel Schwarzenberg), 4. Weser (SC Riesa), 5. Hinze (L.E. Bike Force), 6. Glöckner (RSC 93 Marienberg), 7. Schwarzenberg (Dresdner SC), 8. Meike Morawe (Dresdner SC), 9. Wiegleb (Harz-Racing), 10. Wenzel.

Hobbyrennen Herren: 1. Danny Dittmann (FAST-Zweirad Haus), 2. Robin Matthes (RC Dresden), 3. Oliver Stahn (Mad East Challenge), 4. Schade (MTB-Bande Schatzke), 5. Häntschel (SV Grün-Weiß Bernau), 6. Thiel (Raudhaus Aue), 7. Boubin (Alpine por-Author), 8. Baran, 9. Loof (Bad Bikers MTB Sport), 10. Stein. Junioren/Jugend: 1. Frederik Hähnel, 2. Wilhelm Beckert (beide Sebnitzer RV), 3. Maximilian Backhaus (SSV Mounty Altenberg), 4. Buttig (Sebnitzer RV), 5. Kukla (FAST-Zweirad Haus), 6. Katja Weiß (RSV AutoRiedel Schwarzenberg), 7. Backhaus (SSV Mounty Altenberg), 8. Arndt, 9. Ina Häuser, 10. Muck (TSV Großschönau). Masters A: 1. Sebastian Golz, 2. Andreas Hennig (beide Focus RAPIDO-Racing), 3. Jan Lauer (OL-Team Wehrsdorf), 4. Arndt (RC Dresden), 5. Wojczyk (Easy Riders), 6. Gräßler (Team Spiegelwald), 7. Beier (Team Fritzsche Oschatz), 8. Kleeberg (Zweirad Weser), 9. Friedrich (bikepoint Dresden), 10. Dahms (Team Carlo Forte). Masters B: 1. Rolf Horvath (Erfurt), 2. Jens Scholze (Team Vogtland), 3. Holger Koßack (Focus RAPIDORacing), 4. Gurlago, 5. Lehnung (Sebnitzer RV), 6. Dolecek (EBM-Team Seiffen), 7. Matheus (Bautzer RV), 8. Mosig (Sebnitzer RV), 9. Wonneberger (RV Dresden), 10. Fröhlich (RSV Bautzen).

erteams, darunter Ex-Olympiasieger Bart Brentjens und Ex-Marathon-Weltmeister Christoph Sauser, auf der UCI-Profiteam-Position 21 behaupten. „Es war eine grandiose Grenzerfahrung für Mensch und Material, so etwas habe ich in 18 Jahren Radsport noch nicht erlebt. Es gab eine Hitzeetappe über 143 Kilometer bei 38° C, ebenso wie eine Schlammfahrt über sechs Stunden und 120 Kilometer bei 10° C durch die Berge des West Capes. Schwierige Sand- sowie kilometer-

einzige technische Problem während der Rundfahrt war ein schleichender Plattfuß auf der Königsetappe! Laut Cheforganisator Kevin Vermaeck und einiger Experten, wie Stefan Sahm vom Team Bulls, war die 2012er Ausgabe das härteste Cape Epic, welches es in den neun Jahren der Durchführung dieser Fahrt gab und von der Andi und Rick stolz und zufrieden mit UCI-Weltranglistenpunkten im Gepäck zurückkehren konnten. Glückwunsch!!!

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RADTOURENFAHREN R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

RTF-Saison hat begonnen Die ersten Radtourenfahrten in Sachsen konnten erfolgreich gestartet werden. Am 1. April 2012 hieß es traditionsgemäß „Delitzsch fährt los“ und bei keineswegs besten Witterungsbedingungen traten dennoch 107 Unentwegte in die Pedalen. Vom 7. bis 9. April 2012 gab es in Oelsnitz, im schönen Vogtland, das Osterradwandertreffen, bei dem an drei Tagen verschiedene Routen angeboten wurden. Hier beteiligten sich 54 Aktive. Mit dem Wetter hatten auch am 14. und 15. April der RSV AC Leipzig und der RV Zwenkau bei ihren traditionsreichen Fahrten Glück. Auch wenn nach wie vor der April sein typisches Gesicht zeigte, blieb es trocken und die Sonne versuchte zwischendurch, die Aktiven zu wärmen. Zunächst ging es „Quer durch die Leipziger Tieflandsbucht“ mit Start und Ziel auf der Leipziger Radrennbahn, an der immerhin 281 Tourenfahrer teilnahmen, die insgesamt fünf verschiedene Strecken absolvieren konnten. Einen Tag später bestritten nur 10 Sportkameraden weniger die Fahrt „Rund um die Elsteraue“, die am Zwenkauer Waldbad begann und auch endete. Alles verlief unfallfrei und die Organisatoren um Siegfried Wustrow und Frank Dörr konnten zufrieden sein. Lassen wir ein paar Bilder von diesen Möglichkeiten einer optimalen Freizeitgestaltung mit dem Rad sprechen.

Gewann die RTF-Frauenwertung 2011: Katrin Seidel.

Siegte 2011 in der RTF-Wertung: Wolfgang Adler.

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Görlitzer Tradition lebt weiter Eine großartige Schenkung erfuhr der Postsportverein Görlitz vor einigen Wochen: Der Sohn von Arthur Seifert, Kunstfahr-Europameister von 1934, Klaus Seifert, übergab dem Verein einige über viele Jahrzehnte gehütete Sachzeugen. Neben einem Banner des damaligen Vereins seines Vaters, Blitz Görlitz, gehörten dazu auch noch zahlreiche Wimpel und Bannerschleifen von großem historischen Wert. Hocherfreut zeigte sich der Vorsitzende des PSV, Jürgen Schmidt, der versicherte, dass diese einmaligen Stücke im Verein einen Ehrenplatz erhalten werden.

KUNSTRADSPORT KREIS- UND BEZIRKSMEISTERSCHAFTEN Die Kunstradsportler haben ihre Kreis- und Bezirksmeisterschaften durchgeführt. Am 3. März 2012 fanden die Landesverbandsmeisterschaften der Junioren statt. Erreichte Qualifikationen zum DM Halbfinale: · Zweier-Kunstfahren: Alexander Lehmann/ Maximilian Lehmann (ESV Lok Zwickau) · Einer-Kunstfahren: Tim Große (RV Germania Oberschindmaas) Alexander Lehmann (ESV Lok Zwickau) Maximilian Lehmann (ESV Lok Zwickau) Zeitgleich zur LVM fand für die Elite ein Testwettkampf sowie für alle ein Mannschaftswettbewerb statt. Diesen gewann Roman Gebhardt, Lisa-Marie Hofmann, Luisa Lehmann, Petra Matter – Vierer Schüler/offene Klasse.

DM-HALBFINALE JUNIOREN Das Wochenende nach Ostern stand ganz im Zeichen der Kunstradsportler, denn am 14. April 2012 fand in Pfedelbach (Baden-Württemberg) das DM-Halbfinale der Junioren statt. Für diesen Wettkampf hatten sich auch sächsische Sportler qualifiziert. Im Einer-Kunstfahren der Junioren gingen zwei Vertreter aus unserem Landesverband an den Start. Für Timo Große war es das erste DM-Halbfinale in der Juniorenklasse. Bei seinem zum Vorjahr enorm aufgestockten Programm unterliefen ihm doch einige Flüchtigkeitsfehler, die ein Endresultat über der 100 Punktemarke verhinderten. Mit dem Ergebnis konnte sich Timo jedoch zwei Plätze verbessern und wurde am Ende 17., während

NEWS der doch schon erfahrenere Alexander Lehmann in dieser Altersklasse einen Rang vor ihm einkam. Im Zweier-Kunstfahren der Junioren setzten die Verantwortlichen große Hoffnungen auf die Geschwister Alexander und Maximilian Lehmann. Nach dem Vorwert auf Platz sechs wollten beide ihre schwierige Kür auch gut über die Zeit fahren. Leider gab es doch einige Probleme, denn es gelang Ihnen mehrmals ein Übergang nicht, wodurch wertvolle Punkte verloren gingen, die am Ende mit Rang acht dennoch die Fahrkarte für die Deutschen Juniorenmeisterschaften Anfang Mai in Aalen bedeuteten. Kerstin Bubnick

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SRB-AKTUELL

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R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

11. Treff der Radsport-Oldies Bereits zum 11. Mal trafen sich ehemalige Radsportler aus Oelsnitz, Greiz, Reichenbach und Plauen zu ihrem nun schon traditionellen jährlichen Beisammensein. Nach einer kurzen Begrüßung im Plauener Restaurant Biller musste Organisator Dieter Palmer den 48 angereisten Oldies mitteilen, dass Reinhold Fiebig von der ehemaligen BSG Motor Renak Reichenbach im vergangenen Jahr leider verstorben ist und ehrten ihn mit einer Schweigeminute. Neun Sportkameraden, die seit dem letzten Treff einen runden Geburtstag feierten, erhielten Glückwünsche und einen Blumenstrauß. Als gern gesehenes Gastmitglied vermittelte der Kardiologe und Sportmediziner Dr. Norman Hassler in seinem Vortrag neue Erkenntnisse zu gesunder Lebensführung im fortgeschrittenen Alter, bekräftigte seinen Leitsatz, dass es auf jeden Fall „besser sei, gesünder zu sterben“ und beantwortete anschließend viele Fragen. Plauens bekannteste Tri- und Leichtathletin Jana Richter eröffnete dann als Ehrengast mit einem symbolischen Startschuss den lockeren Teil des Abends. Und das, obwohl sie am nächsten Tag an den Deutschen

Meisterschaften der Senioren der Leichtathleten in der Halle teilnehmen wollte. Wie immer gab es nach einem Jahr viel zu erzählen. Was gibt es Neues, wie entwickelt sich der Radsport in der Region, besonders im

Vogtland. Man war sich einig, Plauen erlebte schon bessere Zeiten, im Moment sieht es nicht gut aus! Auch die Politik kam nicht zu kurz und persönliche Dinge des einen oder anderen trugen zur kurzweiligen Unterhaltung bei.

Nun, es war wie in den vergangenen Jahren ein gelungener Abend, und Dieter Palmer wurde durch den herzlichen Dank aller Anwesenden bestärkt, die Organisationsarbeit fortzusetzen und die Wiederholung im nächsten Jahr anzugehen.

NEU

Radsportzeitung zum Downloaden

Siegfried Oehme verstorben Wir erhielten die traurige Nachricht, dass Siegfried Oehme am 14. März 2012 im Alter von 71 Jahren nach langer Krankheit in Freiberg verstorben ist. Sein Wir-

Ab sofort ist unter www.wmk-mertins.de/ archiv-ris.html ein Download der letzten drei Ausgaben der „Radsport in Sachsen” als pdf-Datei möglich. Einen Link gibt es auch auf der Seite des Sächsischen Radfahrer-Bundes: www.s-r-b.de.

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de

ken im Radsport ist untrennbar mit dem Hallenradsport, und hier besonders dem Radball, verbunden. Bereits 1956 begann der am 25. Oktober 1940 Geborene in der damaligen BSG Einheit Freiberg als Aktiver, übernahm später mit großem Engagement das Traineramt und verbuchte mit seinen Schützlingen DDR-weit zahlreiche Erfolge bei Turnieren und Meisterschaften. Das setzte er auch nach der Wende fort, betreute weiter den Nachwuchs, mit denen er u. a. Sachsenmeister werden konnte und mehrmals Endrunden bei Meisterschaften und Deutschlandpokalen erreichte. Für seine Lebensleistungen in dieser Sparte erhielt er noch im Vorjahr beim Bundestag in Zwen-

kau die Goldene Ehrennadel des SRB überreicht. Wenn im Sommer diesen Jahres die Abteilung Radball seines TV 1848 Freiberg im Rahmen der 850-Jahr-Feier der Stadt zwei große Turniere veranstalten wird, hat Siegfried Oehme daran großen Anteil. „Er war bis zuletzt für uns da“, sagt sein Trainer-Kollege HansJürgen Fischer. „Siegfried hat sich um Sponsoren gekümmert und alles bis ins letzte Detail geplant und organisiert. In unseren Gedanken wird er dort dabei sein!“ Alle Mitglieder des Sächsischen Radfahrer-Bundes, die ihn kannten, trauern mit seinen Angehörigen und den Vereinsmitgliedern. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.


SRB-AKTUELL R ADSPORT IN S ACHSEN 02/2012

Heinz Przybyl feierte 90. Geburtstag Manuela Götze und Wolfgang Schoppe ließen es sich nicht nehmen, dem ehemaligen DRSV-Präsidenten Heinz Przybyl (1961 - 1970) recht herzlichst zu seinem 90. Geburtstag zu gratulieren, den er im Kreise von Familienangehörigen in Gößnitz/Thüringen feierte. Der Jubilar, inzwischen Stammgast beim „Treff der Alten“ in Leipzig,

Gratulation an Hans Bergert zum 70.

fiel damals auf Betreiben des ehemaligen DDR-Sportchefs Manfred Ewald in Ungnade und wurde durch Gerhard Voß abgelöst. Die Grüße der Stadt überbrachte der Stellvertretende Bürgermeister, Rainer Graichen, der den prominenten Bürger von Gößnitz in bemerkenswerter körperlicher und geistiger Frische vorfand.

Ein Urgestein des sächsischen Radspor ts feier te am 19. April 2012 im Kreise seiner Familie und zahlreicher Freunde und Weggefähr ten seinen 70. Gebur tstag: Hans Berger t aus Lichtenstein. In seiner Jugend selbst aktiv, gehört er seit vielen Jahrzehnten zu den Funktionären, ohne die der Radsport nicht existieren würde. Ob als Rennorganisator, techni-

scher Leiter, Sprecher, Streckenleger oder Wettkampfchef, es gab keine Funktion in der der Jubilar nicht tätig war. Viele Jahre fungierte er darüber hinaus auch als Mitglied des SRB-Vorstandes. Wir wünschen „Hans Dampf in allen Gassen“ vor allem recht viel Gesundheit zum Wohle des Radsports, der in seinem Leben – mit weitem Abstand – die Nummer 1 ist.

Wir gratulieren zum Ehrentag den Ehrenmitgliedern zum 87.: Rudolf Hölig 14.03.1925 RV „Adler“ Bärenwalde e. V.

zum 75.: Martin Giese 24.03.1937 SC DHfK Leipzig RV Germania Delitzsch e. V.

zum 53.: Michael Hübner 08.04.1959 Chemnitzer PSV e. V.

zum 70.: Klaus Tuchscherer 02.03.1942 TSV Lichtentanne

den Mitgliedern zum 83.: Gerhard Weinhold 10.03.1929 RSC ’93 Marienberg e. V.

Lothar Petermann 11.03.1942 RV Zwenkau 1890

zum 76.: Georg Sander 04.03.1936 RSV 54 Venusberg e. V. Carl Riedel 21.04.1936 RSV AC Leipzig

Frank Werner 22.03.1942 RSV Gröditz 1952

Eckhard Pestner 16.04.1942 Röthaer SV

zum 60.: Bernd Schurig 10.03.1952 SC DHfK Leipzig

Hans Bergert 19.04.1942 Bernd Grunert SSV Fortschritt Lichtenstein 10.04.1952 SC DHfK Leipzig Peter Wilde 23.04.1942 RV Germania Delitzsch zum 65.: Udo Bormann 02.03.1947 RSV Freital

Günter Mosch 30.03.1942 Dresdner SC 1898

Ulrike Friedemann 21.04.1947 Verein Internationale Sachsen-Tour

Hans Kehl 01.04.1942 Seifhennersdorfer SV

Rainer Hänel 23.04.1947 RSV 54 Venusberg

Rainer Grahl 27.04.1952 TuS Dippoldiswalde zum 50.: Falk Nestler 03.03.1962 RSV Sehmatal Steffen Paschold 06.03.1962 OSSV Kamenz

Thomas Rost 15.03.1962 RSG Muldental Grimma Steffen Morgner 30.03.1962 1. VRV Plauen Bernd Lötsch 09.04.1962 1.RSV Niesky Herbert Jähn 09.04.1962 RSV Team Auto Riedel Schwarzenberg Ulf Kaminski 28.04.1962 Team Endurance Radebeul

Katrin Liebe 08.03.1962 RSV Gröditz 1952

Der SRB im Internet: www.s-r-b.de

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Donnerstag , 17. Mai 2012 Der größte Ausflugs-Spaß für die ganze Familie!

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Mit freundlicher Unterstützung von:

Sächsischer Radfahrer-Bund e. V.


Radsport in Sachsen 2/2012