Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in Wielkopolska

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Burgen, SchlÜsser und Herrenhäuser in Wielkopolska


WARSZAWA

Schloss in Rydzyna, Foto: Z. Moliński

Burgen, Schlösser und Herrenhäuser in Wielkopolska

www.wielkopolska.travel www.turystyka-kulturowa-wlkp.pl

besichtigt werden. Besuchern der Region Wielkopolska möchten wir mehrere Routen vorschlagen, die sie von Schloss zu Schloss führen. Besonders berücksichtigt haben wir historische Gebäude, in denen man übernachten kann oder in denen ein Restaurant eingerichtet worden ist. Wenn uns ein Ort besonders gefällt, können wir uns zu einem längeren Aufenthalt entschließen.

Wielkopolska ist eine Region, die reich an Schlössern und Herrenhäusern ist. Andererseits sind nur wenige Burgen erhalten geblieben. Heute befinden sich in diesen historischen Bauwerken Museen, Firmensitze, Institutionen, wissenschaftliche Einrichtungen, Hotels sowie Konferenz- und Erholungszentren. Manche haben jetzt private Eigentümer und können von Touristen nicht

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Podstolice

Herrenhaus in Podstolice ul. Kasztanowa 50, Podstolice 62-330 Nekla Tel. 61 438 68 08, Fax 61 438 68 92 www.podstolice.pl

Das neoklassizistische Herrenhaus in Podstolice wurde um das Jahr 1890 für den damaligen Eigentümer dieser Güter, Graf Hedogron Kierski, errichtet. Es befand sich jedoch nur kurz in Privatbesitz. Bereits in der Zwischenkriegszeit wurde es Staatseigentum und von Stanisław Karłowski gepachtet. Das Herrenhaus verfiel nach 1950, als es der örtlichen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft überlassen wurde. 1992 kauften Anna Kareńska und Andrzej Kareński das Herrenhaus. Es erzielt seinen ursprünglichen Glanz zurück und Podstolice��������������������������������������� ist seit Jahren für die hier stattfindenden Konzerte und Begegnungen mit Bühnen-, Film- und Theaterstars bekannt. Organisiert werden hier auch Konferenzen und Geschäftstreffen. In den stilvollen Innenräumen wurden Hotelzimmer eingerichtet. Ein sorgfältig gepflegter Park umgibt das Herrenhaus.

Czerniejewo Eine der prächtigsten Schlossanlagen in der Region Wielkopolska kann man in Czerniejewo sehen. Die repräsentative, spätbarocke Residenz wurde im Auftrag von General Jan Lipski in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts errichtet. Bis heute ist die damalige Anordnung mit zwei Höfen erhalten geblieben, nämlich einem Stall und Wagenschuppen umfassenden Vorhof sowie einem Ehrenhof mit dem Schloss und symmetrisch angeordneten Nebengebäuden. Die für den Barock typische räumliche Gliederung, bei der das Schloss mit der Stadt verbunden wird, wurde auch bei der

Herrenhaus in Podstolice, Foto: Z. Schmidt

Schloss in Gułtowy, Foto: Z. Schmidt

Rings um Poznań

rocks und des Klassizismus auf. Gułtowy befand sich seit den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts bis 1939 im Besitz der Familie Bniński. Gemäß dem Willen der Familie Adolf Bnińskis, des letzten Eigentümers (er wurde 1942 von den Nationalsozialisten ermordet), wurde das Schloss in Gułtowy in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts der Adam-MickiewiczUniversität in Poznań überlassen. 2009 brach im Schloss ein Feuer aus. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten an Schloss, Wagenschuppen und Nebengebäuden wurde der Schloss- und Parkkomplex im September 2011 wiedereröffnet.

Gułtowy – Podstolice – Czerniejewo – Krześlice – Skrzynki – Sapowice – Będlewo Gułtowy Das zweigeschossige Schloss in Gułtowy hat einen rechteckigen Grundriss und liegt in der Mitte eines Parks aus dem 18. Jahrhundert. Seinen Frontgiebel schmücken Risalite und das Walmdach verleiht ihm einen besonderen Reiz. Im Westteil des Schlosses wurde ein zweigeschossiger Ballsaal mit Malereien, die wahrscheinlich um das Jahr 1800 von Antoni Smuglewicz geschaffen worden sind, eingerichtet. Gebaut wurde das Schloss in den Jahren 1779 bis 1785 nach einem Entwurf Ignacy Graffs für Ignacy Bniński, den Starost von Środa und Rittmeister der königlichen Armee. Es weist Stilmerkmale des Ba-

Schloss- und Parkkomplex 62-025 Gułtowy Tel. 61 818 01 80

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Schloss in Czerniejewo, Foto: Z. Schmidt Innenbereich des Schlosses in Krześlice, Foto: Z. Schmidt

städtebaulichen Planung von Czerniejewo berücksichtigt. Die Siedlung wurde entlang einer breiten und etwa 850 Meter langen Straße, die die Residenz mit einer Kirche aus dem 16. Jahrhundert verbindet, geschaffen. In den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts hat Jan Lipski die Residenz im Geist des seinerzeit modischen Klassizismus umgebaut. Auf der Vorderseite des Schlosses wurde ein monumentaler Portikus mit vier Säulen angebaut. Verändert wurden auch seine Innenräume. Damals entstanden zwei repräsentative Säle, und zwar im Erdgeschoss der sogenannte Pompeji-Saal, der nach den einst hier vorhandenen Malereien benannt worden ist, und ein zwei Etagen umfassender Ballsaal im Obergeschoss in Form einer Rotunde, der gegenwärtig als Konzertsaal bezeichnet wird. Marianna, die Tochter von General Jan Lipski, brachte 1823 die Residenz als Mitgift in ihre Ehe mit Rajmund Skórzewski ein. Seit dieser Zeit bis zum Jahr 1939 gehörte Czerniejewo den Skórzewskis. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde auf der Ostseite des Schlosses ein Flügel angebaut, der das Haupt- mit dem Nebengebäude verband. Eine ähnliche Maßnahme wurde ein halbes Jahrhundert später durchgeführt. Um die Wende von den siebziger zu den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts entstand ein neuer Flügel zwischen Schloss und dem zweiten Nebengebäude.

Heute bildet das Schloss in Czerniejewo ein Hotel- und Konferenzzentrum. Man kann hier auch Reitsport betreiben. Schloss- und Parkkomplex in Czerniejewo ul. gen. Jana Lipskiego 5, 62-250 Czerniejewo Tel. 61 427 30 30, Fax 61 429 13 20 www.czerniejewo-palac.pl Krześlice Das neogotische Schloss in Krześlice hat Anastazy Radoński in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts errichtet. Sein Sohn Zygmunt wurde von der preußischen Ansiedlungskommission gezwungen, Krześlice dem Grafen Georg von Lutlichau zu überlassen. Der Besitz befand sich bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts in deutschen Händen, als er wegen Überschuldung von der Bank Kwilecki-Potocki übernommen und in kleinere Grundstücke aufgeteilt wurde. Nach dem Krieg wurde das Schloss von der LPG in Pomarzanowice genutzt. Später hat es die Gemeinde Pobiedziska übernommen. Bereits in einem sehr schlechten Zustand wurde es schließlich 1996 Privateigentum. Innerhalb von anderthalb Jahren wurde es sorgfältig restauriert und in ihm ein Hotel und ein Restaurant eingerichtet.

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Schloss in Sapowice, Foto: Z. Schmidt

Herrenhaus in Skrzynki, Foto: Z. Schmidt

Schloss in Krześlice Krześlice 1, 62-010 Pobiedziska Tel. 661 966 813; 785 00 28 32 www.palacwkrzeslicach.pl Skrzynki

hunderts, als Eigentümer dieser Güter die deutsche Familie Ebert war. Es besitzt einen eingeschossigen Hauptteil und zwei mehrgeschossige Flügel, die mit Tympanonen gekrönt sind. An beiden Fassaden, sowohl auf der Vorder- als auch der Gartenseite, gibt es Terrassen. Im 20. Jahrhundert, bis zum Jahr 1945, gehörte das Schloss der Familie Tiemann. Nach dem Krieg wurde es verstaatlicht. Gegenwärtig bildet es ein Erholungszentrum der Raczyński-Bibliothek in Poznań.

Das eklektische, mehrstöckige Schlösschen in Skrzynki wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts für die deutsche Familie Iffland errichtet. Bis 1945 befand es sich in ihrem Besitz. Das Bauwerk mit einem rechteckigen Grundriss besitzt einen Risalit, dessen Hauptzierde ein halbrunder Balkon im mittleren Teil über dem Haupteingang ist. Heute gehört das kleine Schloss der Straßenbehörde in Puszczykowo, die in ihm nach der Durchführung einer Hauptinstandsetzung 1990 ein Schulungs- und Erholungszentrum eröffnet hat. Das Schloss umgibt ein kleiner, gepflegter Park, in dem alte Straßenbaumaschinen ausgestellt sind.

Schloss in Sapowice Sapowice, 62-062 Strykowo Tel./Fax 61 819 64 01, www.bracz.edu.pl Będlewo Das neogotische Schloss wurde 1866 für Bolesław Potocki errichtet. Nicht bekannt ist, von wem der Entwurf stammt. Er wird der sog. Berliner Schule zugeschrieben. Das zweigeschossige Gebäude steht am Rande eines ausgedehnten Landschaftsparks. Asymmetrisch gestaltet, besteht es aus verschiedenen, harmonisch miteinander verbundenen Segmenten, darunter zwei Türmen. Auch die Innenräume des Schlosses sind unregelmäßig geplant worden. Einst befanden sich im Erdgeschoss zu Repräsentati-

Herrenhaus in Skrzynki pl. Parkowy 1, Skrzynki, 62-060 Stęszew Tel. 61 819 62 25, www.skrzynki-dwor.pl Sapowice Das eklektische Schloss in Sapowice stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahr-

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onszwecken genutzte Räumlichkeiten und die Appartements der Eigentümer. Die sonstigen Wohn- und Gästeräume lagen im Obergeschoss. Seit Mitte der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts gehört das Schloss der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Gegenwärtig wird es als Zentrum für schöpferische Arbeit des Mathematikinstituts der Akademie genutzt.

kaufte. Als er das Amt des Generalstarosten von Wielkopolska übernahm, beschloss er, in Rogalin ein prächtiges Anwesen zu schaffen, das sich mit der Zeit zur Familienresidenz der Raczyńskis entwickeln sollte. Eben diese Residenz mitsamt ihren herrlichen Gemäldesammlungen überließ 1991 Edward Bernard Raczyński anlässlich seines 100. Geburtstags der von ihm selbst gegründeten RaczyńskiStiftung beim Nationalmuseum in Poznań. Dieser herausragende Diplomat und polnische Staatspräsident im Exil war der letzte männliche Vertreter der polnischen Linie der Familie. Im Nordflügel des Schlosses in Rogalin kann man heute das Londoner Arbeitszimmer des Grafen sehen, in dem er die letzten 26 Jahre seines Lebens verbracht hat (er verstarb 1993 im Alter von 102 Jahren in London und wurde – seinem Wunsch gemäß – im Raczyński-Mausoleum in Rogalin beigesetzt). Darüber hinaus kann man in Rogalin auch eine Galerie mit Werken polnischer und ausländischer Maler bewundern, die hauptsächlich aus der Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert stammen. Diese ist von Edward Aleksander Raczyński gebildet worden. Besichtigt werden können auch der Wagenschuppen sowie die restaurierten, aber noch nicht ausgestatteten Innenräume des Hauptteils des Schlosses. Das spätbarocke Schloss in Rogalin wurde in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts, wahrscheinlich nach Entwürfen von Johann Friedrich Knöbel, Domenico Merlini oder Johann Christian Kamsetzer, errichtet. Die Fassaden des Schlosses sind, was selten vorkommt, sowohl auf der Vorder- als auch der Gartenseite im gleichen Maße eindrucksvoll. Besucher führt nach Rogalin aber auch der das Schloss umgebende französische und englische Park, in dem die Naturdenkmäler bildenden Eichen Lech, Czech und Rus stehen.

Schloss Będlewo ul. Parkowy 1, Będlewo, 62-060 Stęszew Tel. 61 813 51 87, Fax 61 813 53 93 www.palacbedlewo.pl

Südöstlich von Poznań– Variante 1 Rogalin – Brodnica – Jaszkowo – Mechlin Rogalin Die Geschichte der Residenz in Rogalin begann mit Kazimierz Raczyński, der 1766 das schöne Gelände an der Warta Innenbereich des Schlosses in Będlewo, Foto: Z. Schmidt

Schloss in Rogalin Abteilung des Nationalmuseums in Poznań ul. Arciszewskiego 2, 62-022 Rogalin Tel. 61 813 80 30, 813 80 54 www.mnp.art.pl

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Schloss in Jaszkowo, Foto: Archiv der Wirtschaftsunion für die Region Śrem

Schloss in Rogalin, Foto: Archiv des Nationalmuseums in Poznań

Brodnica

großen, abwechslungsreich gestalteten Gelände mit einem schönen Altbaumbestand, das malerisch an der Warta gelegen ist. Hier kann man alle Reitsportdisziplinen erlernen und ausüben. Gästen stehen Pferde und Ponys zur Verfügung. Für den Bedarf des Pferdesportzentrums wurde ein Vorwerk umgestaltet, das zum ebenfalls auf dem Gelände liegenden Schloss gehört. Das Schloss wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet und in den Jahren 1912 bis 1918 nach einem Entwurf von Stanisław Mieczkowski erweitert. In der Zwischenkriegszeit war es Eigentum von Jan Szołdrski. Nach dem Krieg wurden das Gut und seine Gebäude verstaatlicht. 1995 erwarb es Antoni Chłapowski und richtete das Pferdesportzentrum ein.

Im Park in Brodnica steht ein eklektisches Schloss, das an den Renaissancestil anknüpft. Errichtet wurde es 1890 für den Eigentümer des örtlichen Guts Wacław Mańkowski. Bis 1939 bliebt das Schloss im Besitz der Familie Mańkowski. In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts erwarb es Jerzy Mańkowski, der Sohn des letzten Vorkriegseigentümers, von der Agentur für Agrarbesitz des Staates und renovierte es. In dem Schloss, das der Eigentümer mit seiner Familie seit 1999 bewohnt, gibt es auch Gästezimmer. Man kann hier ein Wochenende verbringen oder auch eine Konferenz oder Schulung organisieren. Ein besonderes Klima verleihen ihm Andenken, die Jerzy Mańkowski aus Afrika mitgebracht hat, wo er über zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte.

Schloss Jaszkowo Pferdesportzentrum Antoni Chłapowski Jaszkowo 16, 63-112 Brodnica Tel. 61 283 75 56, www.palac-jaszkowo.pl www.centrumhipiki.com

Schloss in Brodnica 63-112 Brodnica Tel. 61 282 37 89, Fax 61 282 38 05 www.brodnicamansion.com

Mechlin

Jaszkowo

Das Herrenhaus in Mechlin bei Śrem wird schon seit ewiger Zeit nach dem Vornamen des Eigentümers Andrzej Chwałczyński „Andrzejówka” genannt. Seit 1993 befindet es sich in Privatbesitz. In ihm wurde ein Hotel eingerichtet und seine Eigentümer speziali-

Das Pferdesportzentrum in Jaszkowo bei Śrem, eine Filiale der schwedischen Reitschule Rid-Sport-Center, bildet einen großen Sport- und Freizeitkomplex mit Reithallen, Parcours sowie einem etwa 200 Hektar

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Herrenhaus in Mechlin, Foto: Z. Schmidt Innenbereich des Herrenhauses in Mechlin, Foto: Z. Schmidt

sieren sich auf die Veranstaltung von Ferienlagern für Kinder und Jugendliche im Sommer und Winter (mit besonderem Schwerpunkt Reitsport und Tennis). Außerhalb der Ferienzeit gibt es hier eine Reitschule. Organisiert werden auch Schulungen und Konferenzen. Das Herrenhaus wurde 1814 errichtet. In ihm verbrachte im Januar 1845 Graf Edward Raczyński, der Gründer der Raczyński-Bibliothek in Poznań, vor seinem Suizid auf der Insel im See in Zaniemyśl die letzten Stunden seines Lebens. 1995 wurde anlässlich seines 150. Todestags in der Nähe des historischen Parks, der das Herrenhaus umgibt, ein Findling mit einer an Edward Raczyński erinnernden Gedenktafel enthüllt.

bestände und nationale Andenken gesammelt wurden. Das Schloss, das innerhalb seiner Mauern im Stil der Gotik und der Renaissance gestaltet ist, hat eine äußere Form und Fassaden im Stil der englischen Neogotik. Tytus Działyński legte auch einen Park an, in dem er unterschiedliche Baum- und Straucharten anpflanzte und somit den Grundstein für das berühmte Arboretum in Kórnik legte. Sohn Jan setzte das Werk seines Vaters fort. Nach seinem Tod erbte sein Neffe und Tytus’ Enkel, nämlich Władysław Zamoyski, die Güter in Kórnik. Er ging in die Geschichte als derjenige ein, der die Zugehörigkeit des Meerauges (Morskie Oko) zu Polen sicherte. 1924 vermachte er in seinem Testament sein gesamtes Vermögen einschließlich Schloss, Bibliothek und Kunstwerken dem polnischen Volk. So entstand die (2001 reaktivierte) Stiftung „Fundacja Zakłady Kórnickie”. Heute wird dieses Erbe von der Kórnik-Bibliothek der Polnischen Akademie der Wissenschaften verwaltet. Die Innenräume des Schlosses mit dem außergewöhnlich originellen Mauretanischen Saal und die Sammlungen begeistern alle, die das Schloss besuchen. In der Bibliothek in Kórnik werden außergewöhnlich wertvolle Frühdrucke und Handschriften, u.a. einzigartige Ausgaben von Werken Mikołaj Rejs und Jan Kochanowskis sowie die Manuskripte des III. Teils der „Totenfeier“ von Adam Mickiewicz, aufbewahrt.

Herrenhaus Andrzejówka ul. Śremska 3, Mechlin, 63-100 Śrem Tel. 61 283 02 97, www.dworandrzejowka.pl

Südöstlich von Poznań – Variante 2 Kórnik – Koszuty – Miłosław – Śmiełów – Ciążeń – Lisewo Kórnik Nach der Übernahme des Guts in Kórnik im frühen 19. Jahrhundert baute Tytus Działyński das Schloss nach einem Entwurf Karl Friedrich Schinkels, eines der seinerzeit am meisten geschätzten Architekten, um. Es wurde nicht nur eine bequeme Residenz, sondern auch ein Ort, an dem Bücher-

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Herrenhaus in Koszuty, Foto: Z. Schmidt

Schloss in Kórnik, Foto: Archiv der Kórnik-Bibliothek der Polnischen Akademie der Wissenschaften

Das Arboretum wird heute vom Institut für Dendrologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften verwaltet. Zur Zeit Tytus Działyńskis erhielt der Park einen englischen Stil mit beschnittenen Bäumen und Hecken. Sein Sohn Jan hingegen gestaltete ihn eher als botanischen Garten. Das heutige Arboretum hat eine Fläche von rund 40 ha. Neben vielen einheimischen Bäumen und Sträuchern wachsen hier auch exotische Arten, unter anderem aus China und Japan.

das Regionalmuseum Środa. Seine Räume sind im Stil eines Landadelssitzes aus der Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eingerichtet. Regionalmuseum Środa Koszuty 27, 63-000 Środa Wielkopolska Tel. 61 285 10 23, www.koszuty.pl Miłosław Miłosław gehörte seit 1777 der Familie Mielżyński, die sich sehr um Wielkopolska verdient gemacht hat. Seweryn Mielżyński hat das Schloss in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts umgebaut. In seinen Räumen sammelte er Gemälde polnischer und ausländischer Maler, die 1882 den Grundstock für die Gründung des Mielżyński-Museums in Poznań bildeten. 1895 erwarb Józef Kościelski das Schloss Miłosław und erweiterte es zu einer Residenz im Stil der Neorenaissance. In die Geschichte eingegangen ist Kościelski als Mäzen von Jan Kasprowicz sowie Initiator des ersten Denkmals für Juliusz Słowacki in Polen. Dieses Denkmal, ein Werk Władysław Marcinkowskis, wurde im Park von Miłosław aufgestellt. Seine Enthüllung am 16. September 1899, an der Henryk Sienkiewicz teilnahm, war ein großes Ereignis. Der Park mit einer Fläche von 37,8 ha ist heute nach Kościelski benannt. Er bildet

Schloss in Kórnik Kórnik-Bibliothek der Polnischen Akademie der Wissenschaften ul. Zamkowa 5, 62-035 Kórnik Tel. 61 817 00 81, Fax 61 817 19 30 www.bkpan.poznan.pl Koszuty Das Herrenhaus in Koszuty wurde wahrscheinlich um das Jahr 1760 von Józef Zabłocki errichtet. Das Fachwerkgebäude mit seinen kuppelförmige Helme besitzenden Eckausluchten und Anbauten wurde auf den Fundamenten eines früheren Herrenhauses aus dem 17. Jahrhundert errichtet. Seine gegenwärtige Form hat es 1902 erhalten. Von einem Landschaftspark umgeben, bildet es einen der bezauberndsten Orte in der Region Wielkopolska. Im Herrenhaus befindet sich heute

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Südlich von Poznań

Ciążeń

Schloss in Śmiełów, Foto: Archiv der Stadt- und Gemeindeverwaltung in Żerków

einen der schönsten und gepflegtesten Parks in der Region Wielkopolska. Das 1945 bei einem Brand zerstörte Schloss wurde in den sechziger Jahren wieder aufgebaut und wird heute von einem Gymnasium genutzt.

vom Novemberaufstand ergriffene Königreich Polen zu gelangen. Er konnte seinen Plan jedoch nicht verwirklichen. In Śmiełów verbrachte er drei Wochen und in der Region Wielkopolska noch weitere fünf Monate. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Śmiełów dank Józef Chełkowski und Maria Chełkowska, geb. Donimirska, zu einem Zentrum des Mickiewicz-Kults und blieb es bis 1939. Das Schloss wurde 1945 geplündert. Nach dem Krieg befand sich in ihm bis 1970 eine Grundschule. 1975 wurde nach einer Hauptinstandsetzung das Adam-MickiewiczMuseum als Niederlassung des Nationalmuseums in Poznań eröffnet. Die hier zusammengetragenen Exponate veranschaulichen den Lebensweg des Dichters, wobei der von ihm in der Region Wielkopolska verbrachte Zeitraum von August 1831 bis März 1832 besonders herausgehoben wird. Im Obergeschoss des Schlosses kann sein Innenbereich besichtigt werden.

Juliusz-Słowacki-Gymnasium ul. Poznańska 1a, 62-320 Miłosław Tel. 61 438 20 67 Śmiełów Das Schloss in Śmiełów bildet eines der interessantesten klassizistischen Bauwerke in der Region Wielkopolska. Errichtet wurde es 1797 mit einem hufeisenförmigen Grundriss nach einem Entwurf des herausragenden Architekten Stanisław Zawadzki für Andrzej Gorzeński, den Kreisrichter von Poznań. Es besteht aus einem mehrstöckigen Gebäude mit einem monumentalen ionischen Säulengang sowie zwei Seitenflügeln, die mit halbkreisförmigen Galerien miteinander verbunden sind. Śmiełów hat sich dank eines Aufenthalts von Adam Mickiewicz ein Kapitel in der Literaturgeschichte gesichert. Der Dichter hielt sich hier im August 1831 auf, um in das

Schloss in Śmiełów Adam-Mickiewicz-Museum Abteilung des Nationalmuseums in Poznań 63-210 Żerków Tel. 62 740 31 64, www.mnp.art.pl

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Ciążeń war über 600 Jahre lang die Sommerresidenz der Bischöfe von Poznań. Das gegenwärtige Schloss wurde im Auftrag von Bischof Teodor Czartoryski in den Jahren 1760 bis 1768, wahrscheinlich nach einem Entwurf von Giuseppe de Sacco, errichtet. Malerisch an der Warta gelegen und von einem 10 ha großen Park umgeben, bildet es heute eine Filiale der Universitätsbibliothek und das sog. Haus schöpferischer Arbeit der Adam-Mickiewicz-Universität. Hier befinden sich die größten Masonica-Sammlungen in Polen, die zugleich zu den umfangreichsten Europas gehören. Aus Sława Śląska, wo sie 1945 aufgefunden worden sind und im Rahmen der Sicherstellung von Druckschriften in den Westgebieten zusammengetragen wurden, kamen sie nach Wielkopolska. Diese Bestände, die heute fast 100.000 Bände umfassen, werden von Polonica ergänzt.

Szczepowice – Racot – Turew – Mełpin Szczepowice Das im Stil des Neoklassizismus gestaltete Schloss in Szczepowice wurde um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert für die Familie Forstman errichtet. Szczepowice gehörte dieser Familie seit 1879. 1945 wurde das Gut verstaatlicht und von Staatlichen Landwirtschaftsbetrieben verwaltet. Seit 1996 befindet sich das Schloss in Szczepowice wieder in Privatbesitz. Nach einer mehrjährigen Hauptinstandsetzung wurden in ihm ein Konferenz- und Schulungszentrum sowie ein Hotel eingerichtet. Schloss in Szczepowice Schulungs- und Erholungszentrum Szczepowice 14, 64-060 Wolkowo Tel./Fax 61 443 17 23, 602 366 301 www.szczepowice.com.pl

Schloss in Ciążeń Haus schöpferischer Arbeit der Adam-Mickiewicz-Universität ul. Wolności 33, 62-404 Ciążeń Tel./Fax 63 276 41 55, www.amu.edu.pl

Schloss in Lisewo, Foto: Archiv des Schlosses in Lisewo

Lisewo Das gegenwärtige Schloss in Lisewo wurde Mitte des 19. Jahrhunderts an der Stelle früherer Bauwerke errichtet. Mit seinen gekonnt miteinander verbundenen, in einem einheitlichen Stil gehaltenen, aber dennoch unterschiedlichen Segmenten besitzt es eine interessante Form. 1945 wurde das Schloss verstaatlicht. In der Nachkriegszeit wurden in ihm Wohnungen und eine Schule untergebracht. Nach einem Brand 1988 stand das denkmalgeschützte Bauwerk lange leer. 2002 kaufte es ein Privatunternehmen, das das Schloss renovierte und in ihm ein stilvolles Motel einrichtete. Schloss in Lisewo Lisewo, 62-560 Skulsk Tel. 63 268 21 14 www.palacyklisewo.pl

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Westlich von Poznań – Variante 1

Forschungsstation des Instituts für Land- und Forstwirtschaft der Polnischen Akademie der Wissenschaften ul. Szkolna 4, Turew, 64-000 Kościan Tel. 65 513 42 53, 513 42 34 www.turew-pan.republika.pl Eine Schlossbesichtigung ist nach vorheriger Vereinbarung möglich.

Komorowo – Baborówko – Szamotuły – Kobylniki – Obrzycko – Białokosz – Sieraków Komorowo In dem geräumigen alten Herrenhaus am Nordufer des Bytyńskie-Sees befinden sich heute ein Hotel sowie ein Konferenz- und Erholungszentrum. Im Innern des Herrenhauses in Komorowo ist die alte Raumaufteilung erhalten geblieben, die den neuen Anforderungen angepasst wurde. Das Herrenhaus umgibt ein ausgedehnter, alter Park.

Mełpin Innenbereich des Schlosses in Racot, Foto: Z. Schmidt

Schloss in Szczepowice, Foto: Z. Schmidt

Racot

Schloss in Racot Racot, ul. Dworcowa 5, 64-005 Kościan Tel. 65 511 79 58, www.racot.pl

Das Schloss in Racot errichtete für Fürst Antoni Barnaba Jabłonowski, den Woiwoden von Poznań, in den Jahren 1780 bis 1790 Domenico Merlini, der in Warszawa den Łazienki-Park angelegt hat. Dieses mehrstöckige Bauwerk schmückt auf der Vorderseite ein Portikus mit vier Säulen. Auf der Nordseite wurde 1902 ein neuer Flügel angebaut. In den Innenräumen des Schlosses sieht man schöne Stuckarbeiten und Malereien. 1798 wurde Racot Wilhelm von Oranien, dem späteren König der Niederlande, verkauft. 1878 erbten die Fürsten von Weimar das Schloss und waren bis 1919 seine Eigentümer. Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm der Staat Racot und verwendete das Anwesen als Sitz des Präsidenten der Republik Polen. Seit 1928 befindet sich hier das bekannte Staatliche Pferdegestüt. Im Schloss gibt es heute Gästezimmer. Es werden auch Konferenzen organisiert. Die Schlossanlage umfasst ebenfalls zwei Nebengebäude (aus dem 18. Jahrhundert), Pferdestall und Wagenschuppen (aus der Zeit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert), in dem über 30 historische Schlitten und Kutschen, die zu Spazierfahrten, sportlichen und repräsentativen Zwecken genutzt wurden, ausgestellt sind. Hinter dem Schloss erstreckt sich ein elf Hektar großer Landschaftspark, der ursprünglich im französischen Stil gestaltet war.

Turew Das Schloss in Turew errichtete im späten 18. Jahrhundert Stanisław Chłapowski, der Großvater von General Dezydery Chłapowski, des berühmtesten Eigentümers von Turew. Dezydery Chłapowski baute das spätbarocke Bauwerk nach seiner Rückkehr aus England im Jahr 1819 im Geiste der Neogotik um. Damals nahm er auch Veränderungen auf dem Familiengut vor. Dieser napoleonische Soldat, Teilnehmer am Novemberaufstand und Vorreiter der Organischen Arbeit im Großherzogtum Posen war vor allem ein ausgezeichneter Verwalter, der auf seinem Gut moderne Methoden anwandte und technische Neuheiten einführte. Die von ihm in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschaffenen, nicht nur in Polen, sondern auch europaweit einzigartigen Ländereien bilden heute einen nach ihm benannten Landschaftspark. Im ehemaligen Schloss von General Chłapowski befindet sich heute eine Forschungsstation des Instituts für Land- und Forstwirtschaft der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Man kann jedoch zwei Räume im Obergeschoss besichtigen, nämlich den Salon und die Bibliothek. Das Schloss umgibt ein englischer Garten.

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1908 wurde in Mełpin ein seinem Charakter nach sehr polnisches Herrenhaus errichtet. Das eingeschossige Bauwerk besitzt einen sich auf vier Pfeiler stützenden Balkon, halbrunde Fenster und ein Mansard-Walmdach. Das Herrenhaus wurde von Kajetan Pyrzyński, der es vor Jahren erworben hat, sorgfältig restauriert. Als Gäste empfängt er gerne Touristen, die einen ruhigen und entspannenden Urlaub verbringen möchten. Wohnen kann man sowohl im Herrenhaus als auch im ehemaligen Gärtnerhaus im Park.

Herrenhaus Komorowo ul. Dworkowa 1, Komorowo, 64-530 Kaźmierz Tel. 61 624 63 24, 604 428 131 www.dworkomorowo.com.pl

Schloss in Turew, Foto: Z. Schmidt

Herrenhaus Mełpin Mełpin 53, 63-140 Dolsk Tel./Fax 61 283 07 18, 281 82 76

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Schloss in Kobylniki Kobylniki, 64-520 Obrzycko Tel./Fax 61 291 35 49, www.kobylniki.pl Obrzycko Obrzycko war von 1738 bis 1945 Eigentum der Familie Raczyński. Das neobarocke Schloss mit dem quadratischen Turm in der Ecke wurde für Karol Raczyński, den Sohn Atanazys, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet. Gemäß seinem Willen erbte es 1899 die kurländische Linie der Raczyńskis. Zygmunt Edward Raczyński, der nächste Eigentümer von Obrzycko, baute das Schloss in den Jahren 1906 bis 1910 im eklektischen Stil um. Sein jüngster Sohn Józef, der in Kunstgeschichte promoviert hatte und das Archivmaterial über die Sammlungen ������ Atanazy Raczyńskis ordnete und binden ließ, war eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die

Schloss Baborówko, Foto: Archiv des Schlosses in Baborówko Burg in Szamotuły, Foto: Archiv der Stadt- und Gemeindeverwaltung in Szamotuły

Baborówko

spätgotische Adelsresidenz um. Von der früheren Wehranlage sind nur Teile des Grabens und der Erdwälle erhalten geblieben. Vorhanden ist auch noch der Halszka-Turm aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die im 17. Jahrhundert umgebaute Burg wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts saniert. Dabei erhielt sie ihr gotisches Erscheinungsbild zurück. Heute befindet sich in ihr das Górka-Burgmuseum mit einer Innenräumen des früheren Adels gewidmeten Ausstellung. Zwei Burgsäle, nämlich den gotischen Keller sowie einen Saal im Erdgeschoss, füllen die wertvollsten unter den über 1000 Ikonen, die zu den Museumssammlungen gehören. Im westlichen Nebengebäude befindet sich eine ethnographische Ausstellung. In einem Speicher aus dem 18. Jahrhundert werden befristete Ausstellungen sowie archäologische Funde, die während des Baus der Erdgasleitung Jamal–Europa gemacht wurden, präsentiert. Der Turm bildet den ältesten Teil der Górka-Residenz. Errichtet wurde er wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Er hat einen viereckigen Grundriss, zählt drei Etagen und ist mit einem hohen Walmdach gedeckt. Ursprünglich war er ein Wehrturm am Tor, später wurde er bewohnt. Heute befinden sich in ihm mu-

Das im Stil der Neorenaissance gestaltete Schloss in Baborówko wurde 1890 für die Familie von Hantelmann errichtet und blieb bis Ende des Zweiten Weltkriegs in deutschem Besitz. Nach dem Krieg wurde es verstaatlicht. Seit 1993 bildet es ein touristisches Objekt mit Übernachtungsplätzen, Konferenz- und Bankettsälen sowie einem Reitsportzentrum (mit Pferdeställen, Reithallen und Rennbahn). Übernachten kann man nicht nur im Schloss, sondern auch in den früheren Wirtschaftsgebäuden und im Nebengebäude des Schlosses. Das Schloss umgibt ein sieben Hektar großer Park. Schloss Baborówko ul. Parkowa 1, Baborówko, 64-500 Szamotuły Tel./Fax 61 291 40 27, www.babrowko.pl Szamotuły Mitte des 15. Jahrhunderts errichteten die Szamotulskis eine Wehrburg, die später erweitert wurde und 1511 in den Besitz der Górkas überging. Ihnen gehörte sie bis zum Ende des 16. Jahrhunderts. Die Górkas bauten die Burg aus und gestalteten sie in eine

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Burg in Szamotuły, Foto: Archiv der Stadt- und Gemeindeverwaltung in Szamotuły

seale Ausstellungsräume, die die Geschichte von Szamotuły verdeutlichen. Seinen Name verdankt der Turm der schönen, aber unglücklichen Halszka aus Ostroh, die hier von ihrem Ehemann, dem Woiwoden von Poznań Łukasz III. Górka, gefangen gehalten wurde.

Schloss in Kobylniki, Foto: Z. Schmidt

Górka-Burg in Szamotuły ul. Wroniecka 30, 64-500 Szamotuły Tel. 61 292 18 13, Fax 61 292 57 16 www.zamek.org.pl Kobylniki Das Schloss in Kobylniki wurde 1888 von Zygmunt Gorgolewski für den Majoratsherrn Tadeusz Twardowski errichtet. Mit seiner Pracht sollte es die Position des Besitzers betonen. Es ist voller Asymmetrien, Bögen und Loggien. Außerdem besitzt es zahlreiche Türme, die etwas an ein Märchenschloss erinnern. Kobylniki befand sich bis 1939 im Besitz der Familie Twardowski. Nach dem Krieg wurde das Schloss von der LPG Gałowo übernommen, die in ihm Büros und Wohnungen für ihre Mitarbeiter einrichtete. In den achtziger Jahren wurde eine Hauptinstandsetzung des Schlosses durchgeführt und seit 1990 befindet sich hier ein Hotel.

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Województwo Pomorskie

Województwo Pomorskie

Województwo Zachodniopomorskie

Województwo Zachodniopomorskie GRABÓWNO

PIETRONKI

Województwo Kujawsko-Pomorskie

Województwo Kujawsko-Pomorskie OBRZYCKO SIERAKÓW

KOBYLNIKI

GNIEZNO

GNIEZNO

OBJEZIERZE

KOMOROWO JANKOWICE SAPOWICE

BABORÓWKO LISEWO

CZERNIEJEWO PODSTOLICE

SKRZYNKI

JASZKOWO BRODNICA

KOSZUTY KÓRNIK

KONIN WOLSZTYN

ROGALIN

KONIN

SZCZEPOWICE

MIECHLIN RACOT

Województwo Lubuskie

Województwo Lubuskie

LESZNO TRZEBINY PRZYBYSZEWO

LESZNO

TUREW RUSSÓW

DOBRZYCA

ROKOSOWO RYDZYNA

LEWKÓW

OSTRÓW WLKP.

OSTRÓW WLKP.

KALISZ

STRECKE:

KALISZ

ANTONIN

DIE UMGEBUNG VON LESZNO

Województwo Opolskie

Województwo Opolskie

DIE UMGEBUNG VON KALISZ


Schloss Białokosz, Foto: Z. Schmidt

sich um die polnische Kultur verdient gemacht hat. Vor allem ist er als derjenige in die Geschichte eingegangen, der – seine deutsche Abstammung nutzend – während des Kriegs den ältesten Teil der Bestände der RaczyńskiBibliothek in Poznań gerettet hat. Heute gehört das Schloss in Obrzycko der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań. Es bildet ein Konferenzzentrum und Haus schöpferischer Arbeit.

wurde das Schloss Białokosz verstaatlicht. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts ging es in Privatbesitz über. Nach der Renovierung wurde in ihm ein Hotel eröffnet. Schloss Białokosz Białokosz 16, 64-412 Chrzypsko Wielkie Tel./Fax 61 295 13 47, www.bialokosz.pl Sieraków

Schloss in Obrzycko Haus schöpferischer Arbeit und Erholung der Adam-Mickiewicz-Universität ul. Zamkowa 27, 64-520 Obrzycko Tel./Fax 61 291 32 80, www.amu.edu.pl

Der günstigste Zeitraum in der Geschichte von Sieraków war das 17. Jahrhundert, als das Anwesen den Opalińskis gehörte. Sie errichteten damals die der Unbefleckten Gottesmutter geweihte Kirche, eines der interessantesten Bauwerke der Spätrenaissance in Polen. Ebenfalls bauten sie die bereits vorhandene Burg im Stil der Renaissance um. Leider begann die Burg hundert Jahre später zu verfallen und wurde nach und nach abgebrochen. Bis in unsere Zeit ist nur der Keller einer der Flügel erhalten geblieben. Erst in den Jahren 1993 bis 1995 wurde auf Initiative des Woiwodschaftsamts in Poznań einer der Burgflügel rekonstruiert. Hier wur-

Białokosz 1796 gehörte das Gut Białokosz den Katharinen. Damals wurde es von der preußischen Verwaltung als Kirchenvermögen beschlagnahmt. 1798 wurde Christian von Massenbach Eigentümer von Białokosz, das bis 1902 im Besitz der Familie von Massenbach verblieb, als es Karol von Rosse kaufte. In seinem Auftrag wurde 1905 das zuvor eingeschossige Schloss erweitert. Nach dem Krieg

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Opaliński-Burgmuseum in Sieraków, Foto: Archiv der Stadtverwaltung in Sieraków

de das Opaliński-Museum eingerichtet, in dem fünf aus dem 17. Jahrhundert stammende und sorgfältig restaurierte Sarkophage mit sterblichen Überresten der Opalińskis aufgestellt worden sind, die sich ursprünglich in den Gewölben der der Unbefleckten Gottesmutter geweihten Kirche befanden. Im Burgmuseum gibt es auch eine Ausstellung, die die Geschichte der Opalińskis, die Vergangenheit der Burg und des Orts Sieraków sowie die Natur des Landschaftsparks Sieraków vorstellt.

ckis aus dem späten 18. Jahrhundert und die prächtige Residenz aus dem 19. Jahrhundert in Wąsowo befinden sich heute in Privatbesitz. Sie wurden mit Sorgfalt restauriert und in ein exklusives Hotel umgebaut. Die Residenz Wąsowo umgibt weiterhin ein großer englischer Park. Das Schloss der Sczanieckis besitzt im Vergleich mit dem anderen Bauwerk, dessen Stil an mittelalterliche Burgen anknüpft und das für den Berliner Bankier Richard von Hardt in den Jahren 1870 bis 1872 errichtet worden ist, ein relativ bescheidenes Erscheinungsbild. Dieses Bauwerk wurde vom Berliner Architekten Gustav Erdmann entworfen. In eine neogotische Burg hat es der nächste Eigentümer von Wąsowo, Wilhelm von Hardt, umgebaut. Wąsowo blieb bis zum Zweiten Weltkrieg im Besitz der Familie von Hardt.

Opaliński - Burgmuseum in Sieraków ul. Stadnina 3, 64-410 Sieraków Tel. 61 295 23 92 www.muzeum.sierakow.pl

Südwestlich von Poznań Wąsowo – Porażyn – Wolsztyn Wąsowo

Schloss- und Parkkomplex in Wąsowo ul. Parkowa 1, 64-314 Wąsowo Tel. 61 447 26 13, Fax 61 447 26 19 www.wasowo.pl

Das im Stil des Barocks und des Klassizismus gestaltete Schloss der Sczanie-

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Schloss in Wąsowo, Foto: Archiv des Schlosses in Wąsowo Schloss in Porażyn, Foto: Z. Schmidt

Porażyn

ist. 1945 brannte es ab. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es wieder aufgebaut. Heute befinden sich in ihm ein Hotel und ein Zentrum „Spa & Wellness”. Das Schloss entstand im sog. „nationalen Stil“ nach einem Entwurf von Roger

Das Eichenhorst genannte Schloss in Porażyn wurde 1882 für Franz Heinrich von Beyme, den Eigentümer des Guts Porażyn, errichtet. Entworfen wurde es von den Berliner Architekten Hermann von der Hude und Julius Hennicke. 1920 wurde das Schloss mitsamt den Wirtschaftsgebäuden, dem Park, dem Garten und den Gütern Sielino, Porażyn und Terespotockie Eigentum von General Kazimierz Sosnkowski. In der Nachkriegszeit übernahm die Forstverwaltung das Schloss. 1993 wurde die Postlyzeale Forstschule der Forstfachschule in Goraj angeschlossen und die zur Schule gehörenden Objekte wurden dem Oberforstamt Grodzisk überlassen, das im Schloss ein Schulungs- und Erholungszentrum sowie ein Hotel eingerichtet hat.

Eingang des Schlosses in Porażyn, Foto: Z. Schmidt

Schloss in Objezierze, Foto: Z. Schmidt

Schloss in Wolsztyn, Foto: Archiv der Stadtverwaltung in Wolsztyn

schoss bauen, und in den Jahren 1905 bis 1906 wurden die äußeren Achsen hinzugefügt. Das Schloss in Objezierze besuchten eine Reihe herausragender Persönlichkeiten. 1804 war hier Julian Ursyn Niemcewicz zu Gast, im Dezember 1831 Stefan Garczyński und Adam Mickiewicz sowie im Spätfrühling 1832 Wincenty Pol. 1839 und 1844 verbrachte Narcyza Żmichowska mehrere Monate in Objezierze. 1858 begrüßte man hier Władysław Syrokomla und am 30. Mai 1867 gab Hipolit Turno, der nächste Besitzer von Objezierze, ein feierliches Essen zu Ehren von Józef Ignacy Kraszewski. Heute erinnern zwei Gedenktafeln am Schloss an die Besuche der beiden großen Vertreter der polnischen Literatur, nämlich an Adam Mickiewicz und Józef Ignacy ���� Kraszewski. Im Schloss befinden sich eine Schule.

Sławski für Stefan Mycielski, den damaligen Eigentümer von Wolsztyn. Vor dem mehrgeschossigen Schlossgebäude befindet sich ein prächtiger Portikus mit sechs Säulen und einem Giebeldreieck mit dem Wappen der Familie Mycielski – Dołęga. Das Schloss umgibt ein englischer Garten. Schlosshotel Wolsztyn ul. Drzymały 4, 64-200 Wolsztyn Tel. 68 384 27 46 Fax 68 346 30 95 www.palacwolsztyn.com.pl

Nördlich von Poznań Objezierze – Margońska Wieś – Pietronki – Grabówno

Schloss in Porażyn Schulungs- und Erholungszentrum Porażyn, 64-330 Opalenica Tel. 61 441 15 15 Fax 61 447 72 44

Objezierze

Schloss in Objezierze Objezierze 64-600 Oborniki Tel. 61 296 62 76 www.zs.objezierze.pl

Das klassizistische Schloss in Objezierze bei Oborniki wurde in den Jahren 1786 bis 1792 vom seinerzeit bekannten Architekten Antoni Hoehne für Aniela Węgorzewska, geb. Kwilecka, errichtet. Das mehrstöckige Schloss besitzt einen Portikus mit vier Säulen und wird von einem romantischen Park umgeben. Um die Fläche zu vergrößern, ließen die nächsten Eigentümer, Helena Kwilecka und Wincenty Turno, ein zweites Oberge-

Wolsztyn Im Nordteil der Stadt, am Wolsztyńskie-See im Vorort Komorowo, erstreckt sich ein Park mit einem alten Baumbestand. In seiner Mitte steht ein Schloss, das 1911 unter Nutzung der Mauern des Vorgängerbaus aus dem Jahr 1845 errichtet worden

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Margońska Wieś Die nur zwei Kilometer östlich von Margonin im Landkreis Chodzież gelegene Ortschaft Margońska Wieś ist für ihr Schloss aus dem 19. Jahrhundert bekannt, das durch

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Bnińskis. Heute befinden sich im vom Privateigentümer verpachteten Schloss ein Hotel und ein Restaurant.

und eine Kunstgalerie. Das eingeschossige Herrenhaus umgibt ein Park, in dem zahlreiche Winter-Linden, kanadische Tannen und Douglasien, die rund 110 bis 130 Jahre alt sind, wachsen.

Schloss in Pietronki Schulungszentrum Pietronki 3, 64-800 Chodzież Tel. 67 283 56 78, Fax 67 283 56 63 www.pietronki.eu

Herrenhaus Koper Grabówno 36, 89-350 Miasteczko Krajeńskie Tel. 67 287 41 28, www.dworek-koper.pl

Grabówno

Schloss in Margonin, Foto: Z. Schmidt

den Umbau eines Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert entstanden ist. Das neogotische Bauwerk stammt aus den Jahren 1842 bis 1853, aber sein massiver, runder Turm wurde in 20. Jahrhundert um das Doppelte vergrößert. Margońska Wieś gehörte im 18. Jahrhundert bis 1837 der Familie Skórzewski. Damals ging der Ort in die Geschichte ein, weil hier am 17. Oktober 1773 die Hochzeit des späteren Verfassers des Textes der polnischen Nationalhymne, also Józef Wybickis, mit Kunegunda Drwęska, der Nichte Franci������� szek��������������������������������������� Skórzewskis (er verstarb nur einen Monat vor der Heirat Wybickis), stattfand. Das Herrenhaus der Skórzewskis gibt es in Margońska Wieś nicht mehr. Ihr Herrenhaus baute nämlich Friedrich August Stüler in den Jahren 1842 bis 1853 im Auftrag von Carl von Schwichow in ein Schloss um. In der Zwischenkriegszeit war das Schloss Staatseigentum. Heute erinnert eine Gedenkkammer für Józef Wybicki im Schloss an die Verbindung des Urhebers der polnischen Hymne mit diesem Ort. Das Schloss unterstand seit dem frühen 20. Jahrhundert der Forstverwaltung.

Hier befand sich u.a. eine königliche Forstschule. Jetzt hat hier ein Forstzentrum mit Konferenz- und Übernachtungsplätzen seinen Sitz. Das Bauwerk umgibt ein Park aus dem 18. Jahrhundert mit unter Schutz stehenden Lärchen, Fichten und kanadischen Tannen.

In der gegend von Leszno

Geschichtlich bedeutsam ist Grabówno hauptsächlich deshalb, weil der berühmte Michał Drzymała hier seine letzten zehn Lebensjahre verbracht hat. Für seinen engagierten Kampf gegen die preußische Teilungsmacht hat der Landwirt aus Podgradowice (gegenwärtig Drzymałowo) bei Rakoniewice 1928 vom Staat einen Hof in Grabówno als Geschenk erhalten. Seine Nachfahren bewirtschaften ihn bis heute. Im 19. Jahrhundert befanden sich im Herrenhaus ein Hotel mit Restaurant

Rydzyna – Pakosław – Gębice – Rokosowo – Pawłowice – Witosław – Włoszakowice – Trzebiny – Przybyszewo Rydzyna Das Schloss in Rydzyna bildet eine der schönsten Adelsresidenzen in Polen. Das Barockschloss wurde auf Fundamenten und Mauern einer mittelalterlichen Burg nach einem Entwurf des königlichen Architekten Jó-

Ballsaal des Schlosses in Rydzyna, Foto: Z. Moliński

Schloss in Margonin Witold-Łuczkiewicz-Forstzentrum ul. Kościuszki 47, 64-830 Margonin Tel./Fax 67 283 51 11, www.lasy.gov.pl Pietronki Das gegenwärtig eklektische Schloss in Pietronki bei Chodzież haben im frühen 20. Jahrhundert Graf Ignacy Bniński und seine Gattin Helena, geb. Wodzińska, errichtet. Sie haben eine zuvor vorhandene, 50-jährige Villa in eine eklektische Residenz mit prächtigen Portiken und einer die Fassade schmückenden Balustrade umgebaut. Die neuen Eigentümer haben den Park erweitert, in ihm neue Bäume gepflanzt sowie in ihm ein Schwimmbad und eine Orangerie angelegt. Bis 1939 gehörte Pietronki den

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Burg in Rydzyna, Foto: Z. Moliński Nebengebäude des Schlosses in Pawłowice, Foto: Archiv der Tourismusorganisation Leszno-Region

zef Szymon Belotti von Rafał Leszczyński errichtet, der Rydzyna in den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts erworben hatte. Drei weitere Umbauten im 18. Jahrhundert verliehen ihm seine gegenwärtige Gestalt. Den Leszczyńskis gehörte das Schloss bis 1738, als Aleksander Józef Sułkowski, Minister am Hofe August des Starken, die Güter dieser Familie in der Region Wielkopolska kaufte. In seinem Auftrag baute der schlesische Architekt Karl Martin Frantz das Schloss um und fügte u.a. ein monumentales, repräsentatives Treppenhaus hinzu. Während des nächsten Umbaus, den August Sułkowski in Auftrag gegeben hat und der von Ignacy Graff durchgeführt worden ist, hat der herrliche Ballsaal mit seinen monumentalen 22 Säulen seine gegenwärtige Form erhalten. 1775 hat August Sułkowski das letzte Familienfideikommiss in Polen eingerichtet und dabei bestimmt, dass sein Vermögen nach Aussterben der Familie Eigentum der „Kommission für nationale Bildung” werden soll, zu deren Gründung er beigetragen hatte. Nachdem Antoni, der letzte Vertreter der Familie, 1909 verstorben war, übernahm jedoch die preußische Ansiedlungskommission die zu Rydzyna gehörenden Güter. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde dann, den Wunsch August Sułkowskis berücksichtigend, das für sein hohes Lehrniveau bekannte Sułkowski-Jungengymnasium eingerichtet. Heute ist das Schloss in Rydzyna, das auf einer von einem Graben umgebenen,

künstlichen Insel steht, ein Schulungszentrum mit Hotel und Restaurant im Besitz des Vereins Polnischer Ingenieure, Techniker und Mechaniker. Schloss in Rydzyna pl. Zamkowa 1, 64-130 Rydzyna Tel./Fax 65 529 50 40 (Zentrale) Tel. 65 529 50 26 (Sekretariat) www.zamek-rydzyna.com.pl Pakosław Das Schloss in Pakosław (Landkreis Rawicz) entstand nach 1791 für die Familie Krzyżanowski wahrscheinlich nach einem Entwurf von Karl Gotthard Langhans. Eine Besonderheit des Schlosses ist die in der Region Wielkopolska einzigartige Gestaltung des Portikus mit Seitenwänden, in denen sich Fensteröffnungen befinden. Im Innern des Gebäudes beeindruckt der monumentale, zweigeschossige Säulensaal. Die in ihm frei stehende Kolonnade trägt eine Galerie mit einer dekorativen Balustrade. Zwischen den Säulen des Saals wurden Flachreliefs angebracht, die auf der Grundlage des unvollendeten Zyklus „Bilder aus der polnischen Geschichte in hundert Illustrationen” Franciszek Smuglewiczs im Auftrag von Michał Krzyżanowski, Eigentümer von Pakosław und Abgeordneter des Vierjährigen Sejms,

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Innenbereich des Schlosses in Rokosowo, Foto: Z. Schmidt

Schloss Gębice, Foto: Z. Schmidt

in Kraków verhaftet und 1944 ermordet. 2002 wurde an einer Wand des Schlosses in Gębice eine Gedenktafel für General Stanisław Rostworowski enthüllt.

angefertigt worden sind. Von vier Flachreliefs im Schloss von Pakosław sind drei erhalten geblieben, die Mieszko I. bei der Zerstörung von Statuen heidnischer Gottheiten, Bolesław Chrobry beim Einschlagen von Grenzpfosten an der Elbe sowie Mieszko II. beim Empfang der Huldigung der Pommeraner zeigen. Das Schloss in Pakosław, in dem sich heute ein Hotel befindet, umgibt ein Landschaftspark aus dem späten 18. Jahrhundert.

Schloss Gębice Gębice 35, 63-830 Pępowo Tel./Fax 65 573 61 50, www.palac-gebice.pl Rokosowo Das Schloss in Rokosowo in der Nähe von Leszno, das wegen seines Erscheinungsbilds manchmal auch als Burg bezeichnet wird, bildet ein herausragendes Beispiel für eine Residenz, die gemäß der in der Mitte des 19. Jahrhunderts herrschenden Mode errichtet worden ist. Im wahrhaft mittelalterlichen Stil wurde es 1847 von Friedrich August Stüler für den Grafen Józef Mycielski gebaut. Eindrucksvoll sind bis heute nicht nur das drei Geschosse umfassende Schlossgebäude an sich, sondern auch seine mächtigen Türme. 1867 übernahmen die Czartoryskis von den Mycielskis Rokosowo. Das Schloss blieb bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ihr Eigentum. Heute ist im Schloss, das von einem schönen Park mit einer Fläche von 10 ha umgeben wird, das Zentrum für europäische Integration des Marschallamts der Woiwodschaft Wielkopolska untergebracht,

Schloss in Pakosław ul. Parkowa 14, 63-920 Pakosław Tel./Fax 65 547 86 70, Tel. 695 297 570 www.pakoslaw.com.pl Gębice Das Schloss in Gębice, das heute Privateigentum darstellt und ein Hotel mit Konferenzsälen beherbergt, wurde im frühen 19. Jahrhundert für Hieronim Gorzeński errichtet. Es besitzt einen aus vier Säulen und einem dreieckigen Tympanon mit Panoplien und dem Wappen der Familie NałęczGorzeński bestehenden Portikus. Seit 1883 gehörte Gębice der Familie Mycielski. Die letzten Vorkriegseigentümer waren Zofia Mycielska und Stanisław Rostworowski, Adjutant von General Władysław Sikorski und Offizier der Heimatarmee. Er wurde von der Gestapo

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Regionalkammer mit ethnographischen Sammlungen sowie eine Karol Kurpiński, dem 1785 als Sohn des örtlichen Organisten in Włoszakowice geborenen Komponisten des Lieds Warszawianka, gewidmete Ausstellung. Im prächtigen Schlosspark wächst eine mächtige Platane mit einem Stammumfang von 800 cm. Sie ist einer der dicksten Bäume in Polen.

Decke des Ballsaals des Schlosses in Pawłowice, Foto: Archiv der Tourismusorganisation Leszno-Region

Schloss in Przybyszewo, Foto: Z. Schmidt

Schloss in Włoszakowice, Foto: Z. Schmidt

aber es finden hier auch unterschiedliche Konferenzen und Veranstaltungen statt. Das Schlosshotel ist behindertengerecht eingerichtet. Schloss Rokosowo Zentrum für europäische Integration Rokosowo, 63-805 Łęka Mała Tel. 65 573 33 08, 573 11 56 Tel./Fax 65 573 33 04, www.rokosowo.pl Pawłowice Über Maksymilian Antoni Mielżyński, Notarius Magnus und Kämmerer von König Stanisław August, sagte man, dass er sich, um seinem unglaublichen Vermögen gerecht zu werden, in Pawłowice eine wahrhaft königliche Residenz schuf. Errichtet wurde sie nach einem Entwurf von Carl Gotthard Langhans (ein weiteres seiner Werke ist das Brandenburger Tor in Berlin); für die Innengestaltung war Jan Christian Kamsetzer verantwortlich. Die von einem Park umgebene klassizistische Anlage in Pawłowice besteht aus dem Schloss und zwei Seitenflügeln, die mit halbkreisförmigen Galerien miteinander verbunden sind. Das dreigeschossige Schloss besitzt einen rechteckigen Grundriss. Auf der Vorderseite schmücken es zwei Seitenrisalite und im mittleren Bereich ein Portikus mit vier Säulen und allegorischen Frauenfiguren. Im Schloss am schönsten ist der

zweigeschossige Ballsaal mit seinen prächtigen Stuckateurarbeiten. Wegen der 24 marmorisierten Wandsäulen wird er auch Säulensaal genannt. Pawłowice gehörte seit Mitte des 17. Jahrhunderts bis 1939 der Familie Mielżyński. Heute befindet sich im Schloss das Zootechnische Institut – Staatliches Forschungsinstitut. Die Nebengebäude werden als Hotel genutzt.

Das Schloss verfügt über einen großen Erholungs-, Reha- und Konferenzbereich. Man kann hier auch seinen Urlaub verbringen.

Schloss in Pawłowice Zootechnisches Institut – Staatliches Forschungsinstitut Versuchsbetrieb Pawłowice, 64-122 Pawłowice Tel. 65 529 91 92, Fax 65 529 94 64 www.zzdpawlowice.pl

Włoszakowice

Witosław Das eklektische Schloss in Witosław wurde um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert errichtet. Das Bauwerk besitzt ein Krüppelwalmdach, auf der Südseite einen niedrigen Turm und einen neobarocken Giebel. Das Schloss gehört zu einem Zentrum, in dem eine Therapie mit Hilfe von Honig und Kräutern angeboten wird. Eine Apiphytotherapie nutzt die heilenden Eigenschaften von Kräutern und von von Bienen produzierten Substanzen. Im Zentrum in Witosław kombiniert man Honig auch mit Frucht- und Gemüsesäften. Ebenso wird die Wirkung von Bienengift genutzt.

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Gemeindeverwaltung Włoszakowice ul. Kurpińskiego 29, 64-140 Włoszakowice Tel. 65 525 29 99, Fax 65 537 01 06 www.wloszakowice.pl Trzebiny Die Barockresidenz für Melchior Gurowski und seine Gattin Krystyna in Trzebiny wurde wahrscheinlich um das Jahr 1690 errichtet. Das zweigeschossige Bauwerk besitzt einen rechteckigen Grundriss und vier quadratische, dreigeschossige Erker an den Ecken. Alle Fassaden des Schlosses sind einheitlich in sieben Achsen unterteilt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss von der örtlichen Bevölkerung geplündert und zerfiel. Einer Sanierung wurde es erst Mitte der achtziger Jahre unterzogen. Gegenwärtig befindet sich in ihm ein Regionalbüro des Nationalen Instituts für Kulturerbe. Organisiert werden hier auch Ausstellungen und Konferenzen. Im Schloss gibt es darüber hinaus mehrere Übernachtungsplätze. Um das Schloss erstreckt sich ein Park, dessen ursprüngliche Anlage teilweise wieder hergestellt worden ist.

Schloss Witosław Apiphytotherapie-Zentrum Witosław, 64-113 Osieczna Tel. 65 535 05 96, Fax 65 535 93 22 www.apiherba.pl

Das spätbarocke Jagdschloss in Włoszakowice wurde Mitte des 18. Jahrhunderts wahrscheinlich von Karl Martin Frantz für Fürst Aleksander Józef Sułkowski, den Eigentümer von Rydzyna, errichtet. Sein Grundriss hat die Form eines gleichschenkligen Dreiecks mit konkaven Ecken. Errichtet wurde es auf einer künstlichen Insel, die von einem Graben umgeben wird. Oberhalb des hohen Kellers und des Erdgeschosses erhebt sich, deutlich zurückgesetzt, das dreieckige Obergeschoss. Die ungewöhnliche Form des Schlosses und seiner Innenräume erklärt man mit den Verbindungen Aleksander Józef Sułkowskis zur Freimaurerei. Die dreieckige Kelle ist eines ihrer Symbole und Sułkowski war einer der ersten polnischen Freimaurer. Das Schloss ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung. In einem der Nebengebäude des Schlosses befinden sich eine

Schloss in Trzebiny Regionalbüro des Nationalen Instituts für Kulturerbe Trzebiny, 64-100 Leszno Tel. 65 533 03 47, www.nid.pl Przybyszewo Das eklektische Schloss errichtete im Zeitraum vom späten 19. Jahrhundert bis 1910 Hugon Lehmann, der damalige Eigen-

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Im einstigen Nebengebäude, im Wagenschuppen, im Schafstall und im Pferdestall in Dybul befinden sich heute forstwissenschaftliche Ausstellungen, die zum einzigen Forstmuseum in Polen gehören. Das Museum, der Park und das Tiergehege mit Wisenten, polnischen Pferden, Damhirschen und Wildschweinen sind Teil des auf dem Gelände des Schlosses in Gołuchów bestehenden Waldkulturzentrums.

Innenbereich des Herrenhauses in Russów, Foto: Z. Schmidt

Schloss in Gołuchów, Foto: Archiv der Gemeindeverwaltung in Gołuchów, T. Marcinkowski

tümer von Przybyszewo. Das zweigeschossige Gebäude besitzt ein Mansarddach. An seiner Südseite steht ein vierstöckiger Turm, vor dem sich eine arkadenförmige Zufahrt befindet. Auf der Gartenseite schließt sich eine Terrasse ans Gebäude an. Das Schloss umgibt ein Park, dessen Geschichte bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückreicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden das Gut und das Schloss verstaatlicht. Im Laufe der Jahre wechselten die Institutionen und Firmen, die das Schloss nutzten. Eine Zeit lang stand es auch leer. 1994 kaufte es die Hochschule für Marketing und Management in Leszno, die in ihm nach seiner Renovierung ein Konferenzzentrum einrichtete.

von Kalisz nach ihrem Tod im Jahr 1965 entschloss, in Russów ein ihr gewidmetes Museum zu eröffnen, musste das Herrenhaus von Grund auf neu gebaut werden. Nach der Nutzung als Grundschule und später als Privatwohnung nach dem Zweiten Weltkrieg war das Gebäude nämlich so sehr verfallen, dass es sich nicht mehr für eine Renovierung eignete. Der Wiederaufbau erfolgte 1971. Das Herrenhaus wurde mit Möbeln der Epoche und einigen Andenken aus War���� szawa, Bildern und auch handschriftlichen Manuskripten ausgestattet, unter anderem der Werke „Nächte und Tage”, „Lächeln der Kindheit” und „Die Leute von drüben”. Im Park des Herrenhauses befindet sich ein kleines Freilichtmuseum mit volkstümlichen Bauten aus der Region Kalisz.

Schloss in Przybyszewo ul. Wiejska 12, Przybyszewo, 64-100 Leszno Tel./Fax 65 526 99 59, 526 99 51 www.palacprzybyszewo.com.pl

Herrenhaus Maria Dąbrowskas in Russów 62-817 Żelazków Tel. 62 769 12 65, www.muzeum.kalisz.pl

In der gegend von Kalisz

Gołuchów

Russów – Gołuchów – Dobrzyca – Lewków – Antonin

Das im Stil der französischen Renaissance gestaltete Schloss in Gołuchów entstand in den Jahren 1875 bis 1885 nach einem Entwurf von Maurice Ouradou und Zygmunt Gorgolewski. Obwohl sich Gołuchów bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Familie Działyński befand, begann man mit

Russów In Russów bei Kalisz kam am 6. Oktober 1889 Maria Dąbrowska auf die Welt. Die Schriftstellerin verbrachte hier ihre Kindheit und Jugend. Als sich die Stadtverwaltung

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Schloss in Gołuchów 63-322 Gołuchów Tel. 62 761 50 94, www.mnp.art.pl

Schloss in Dobrzyca, Foto: Archiv der Stadtverwaltung in Dobrzyca

Dobrzyca Die Schloss- und Parkanlage in Dobrzyca entstand in den Jahren 1795 bis 1800 für General Augustyn Gorzeński, den Adjuntanten und Kanzleileiter des Königs Stanisław August Poniatowski. Entworfen wurde sie von Stanisław Zawadzki, einem führenden

der Hauptinstandsetzung und dem Umbau des Schlosses nach einem Konzept des hervorragenden französischen Baumeisters Eugène Viollet-le-Duc erst nach 1871, als die örtlichen Güter Izabella Działyńska, geb. Czartoryska, die Gattin von Jan Działyński, übernahm. Der Aufbau und die Einrichtung des Schlosses entwickelten sich zu ihrer Leidenschaft. Zum einen wollte sie hier ein Museum für ihre in Paris aufbewahrten Sammlungen gründen, zum anderen verfolgte sie das Ziel, sich in Gołuchów, wie sie selbst sagte, ein „Paradies auf Erden“ zu schaffen. So entstand auf der Basis des Vorgängerbaus aus dem 16. Jahrhundert ein Meisterwerk, das heute als eines der interessantesten Beispiele für den Historismus in Europa angesehen wird. Da die Schlösser an der Loire als Vorbild dienten, wurden in das Schloss zur Dekoration unterschiedliche historische Elemente integriert, die Izabella und ihre Bevollmächtigten in Europa erwarben. Seit 1951 bildet das Schloss eine Abteilung des Nationalmuseums in Poznań. Umgeben wird es von einem schönen Landschaftspark mit einer Fläche von 162 ha, der von Izabella und Jan Działyński angelegt worden ist. In ihm wachsen rund 500, darunter viele exotische, Baum- und Straucharten. Hier gibt es etwa 40 Naturdenkmäler, hauptsächlich Eichen mit einem Stammumfang von bis zu 490 cm.

Schloss in Gołuchów, Foto: Archiv der Gemeindeverwaltung in Gołuchów, T. Marcinkowski

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seite. Vor dem Portikus gibt es eine Treppe. Sein Tympanon weist folgende Inschrift auf: „Mir, Meinen, Freunden, Nachkommen“. Die Schlossfassaden sind reich verziert. Ebenfalls interessant ist der Innenbereich des Schlosses. Den runden, zwei Stockwerke hohen Salon, der mit einer abgeflachten Kuppel überdacht ist, sowie einige Räume zieren um das Jahr 1800 entstandene Stuckarbeiten und Malereien, die wahrscheinlich ein Werk von Antoni Smuglewicz bilden. Heute befindet sich hier ein Schlossmuseum. Präsentiert werden Sammlungen des Bezirksmuseums Kalisz. Das Schloss umgibt ein Landschaftspark mit Teichen und einer Insel.

In Antonin hielt sich auch der deutsche Prinz Wilhelm, der spätere Kaiser Wilhelm I., auf, der unsterblich in die junge Eliza, die Tochter des Fürsten Antoni, verliebt war. Zwar beruhte diese Liebe auf Gegenseitigkeit, jedoch ließen die preußischen Eliten eine Heirat nicht zu. Die Radziwiłłs besaßen Antonin bis 1939. Nach seiner Restaurierung in den Jahren 1974 bis 1978 erfüllt das Schloss heute die Rolle eines Kulturzentrums und eines Hauses schöpferischer Arbeit. 1993 wurde das Schloss in Antonin mit dem prestigeträchtigen Preis „Europa Nostra“ ausgezeichnet. Jagdschloss der Fürsten Radziwiłł in Antonin ul. Pałacowa 1, 63-422 Antonin Tel. 62 734 83 00/02, Fax 62 734 83 01 www.ckis.kalisz.pl

Schloss- und Parkkomplex in Lewków ul. Kwiatkowska 6c Lewków, 63-410 Ostrów Wielkopolski Tel. 62 733 87 92 www.muzeum.kalisz.pl

Jagdschloss in Antonin, Foto: K. Piechocki

Innenbereich des Jagdschlosses in Antonin, Foto: Z.Schmidt

Antonin

Architekten des Klassizismus. Obwohl die Gebäudeform von den Überresten einer Burg aus dem 16. Jahrhundert vorgegeben wurde, erkennt man dennoch deutlich, dass der Grundriss einem Winkelmaß, einem Symbol der Freimaurer, denen Augustyn Gorzeński angehörte, nachempfunden ist. Das Schloss bilden zwei im rechten Winkel zueinander angeordnete Flügel. An ihrem Schnittpunkt befindet sich ein Portikus mit vier Säulen, der mit einem Walm abgeschlossen ist. Der Park in Dobrzyca mitsamt seiner Gartenarchitektur, nämlich dem Monopteros auf der Insel, dem Pantheon sowie der Grotte, und auch dem Wirtschaftsgebäude bildet einen außerordentlich reizvollen Ort. In ihm sind über ein Dutzend Naturdenkmäler, darunter eines der größten in Europa, nämlich eine Platane mit einem Stammumfang von 960 cm, erhalten geblieben. 2004 waren nach jahrelanger, mühsamer Restaurierung die klassizistischen Polychromien aus der Zeit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert (Werke von Anto-

ni Smuglewicz und Robert Stankiewicz) in allen Repräsentations- und Wohnzwecken dienenden Räumen wieder hergestellt. Somit sind die Renovierung und die Sanierung des Schlosses abgeschlossen. Museum des Landadels Schloss- und Parkkomplex in Dobrzyca ul. Pleszewska 5a, 63-330 Dobrzyca Tel. 62 741 30 39, Fax 62 741 34 86 www.dobrzyca-muzeum.pl Lewków Das Johann Christian Kamsetzer zugeschriebene klassizistische Schloss in Lewków wurde im Jahr 1791 für General Wojciech Lipski, den Adjutanten von König Stanisław August, errichtet. Das mehrstöckige Bauwerk besitzt einen rechteckigen Grundriss, einen Portikus mit vier Säulen an der nördlichen Vorderseite und einen halbrunden Risalit an der südlichen Garten-

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Das bezaubernde Jagdschloss in Antonin errichtete der hervorragende Berliner Architekt Karl Friedrich Schinkel in den Jahren 1822 bis 1824 für den Fürsten Antoni Radziwiłł. Das viergeschossige Bauwerk aus Lärchenholz entstand mit einem an ein griechisches Kreuz erinnernden Grundriss. Im Schloss am eindrucksvollsten ist der sich über drei Geschosse erstreckende Hauptsaal, dessen verzierte Decke von einem säulenartigen Schornstein gestützt wird. Von den den Innenbereich des Schlosses umgebenden Balkonen im ersten und zweiten Stock geht man direkt in die Zimmer. Umgeben wird das Schloss von einem Landschaftspark, in dem u.a. das Schweizerhaus Wilhelms, des Sohns von Fürst Antoni, sowie die Kapelle mit dem Mausoleum der Familie Radziwiłł stehen. Frédéric Chopin war zweimal (1827 und 1829) bei den Radziwiłłs in Antonin zu Gast und zur Erinnerung an seine Aufenthalte findet in Antonin jedes Jahr das Festival „Chopin in den Farben des Herbstes“ statt.

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