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Wallfahrtsorte in Wielkopolska


WARSZAWA

Adalbert-Reliquiar in der Kathedrale von Gniezno, Foto: Z. Schmidt

Wallfahrtsorte in Wielkopolska

www.wielkopolska.travel www.turystyka-kulturowa-wlkp.pl

Jede Region hat ihr Częstochowa. Das Częstochowa der Region Wielkopolska heißt gegenwärtig Licheń, obwohl dieser Wallfahrtsort jahrzehntelang nur lokale Bedeutung hatte. Die Popularität einer Wallfahrtsstätte hängt nämlich von vielen Faktoren ab, unter anderem den Personen, die sie betreuen. In entfernter Vergangenheit war Biezdrowo, ein kleines Dorf unweit von Wronki, in dem der Gekreuzigte Christus verehrt wurde, sehr beliebt. Heute unternehmen vor allem Erstkommunikanten Pilgerfahrten nach Biezdrowo. Die Bedeutung der in der Nähe von Licheń gelegenen Wallfahrtsstätten in Brdów, Skulsk und Kawnice hat ebenfalls abgenommen. Viele „heilige Orte“ in der Region Wielkopolska befinden sich weit von Hauptverkehrswegen entfernt, so Dąbrówka

Kościelna, Żegocin, Tursko und Lutynia. Kirchen mit „wundertätigen Gemälden und Figuren“ befinden sich gewöhnlich auf einer Anhöhe und sind von Bäumen umgeben (z.B. Brdów, Rokitno, Dąbrówka Kościelna, Święta Góra bei Gostyń). Es gibt auch Kirchen, die scheinbar im Verborgenen liegen (Tursko), und Pilgerstätten außerhalb von Städten und Dörfern wie die Kirche „Na Pólku” zwei Kilometer hinter Bralin in Richtung Rychtal. Die Region Wielkopolska zählt rund fünfzig Wallfahrtsorte. Man unterteilt sie in göttliche Sanktuarien, die am häufigsten anzutreffenden Mariensanktuarien und Heiligensanktuarien. Die meisten von ihnen liegen südlich von Poznań. Leider führt ihre geografische Verteilung dazu, dass man nur schwer Pilgerrouten aufstellen kann.

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Jahrhundert wurden zwei Seitenkapellen errichtet. Eine Kapelle war der Heiligen Familie und die zweite dem heiligen Bischof Stanislaus geweiht. Größere Pilgerzahlen kann man während der Zeit der Ablassfeier, also um den 14. September (Kreuzerhöhung), verzeichnen. Die Ablassfeier dauert drei Tage. Das sechs Kilometer westlich von Wronki (Richtung Sieraków) gelegene Biezdrowo kann man direkt mit dem Bus erreichen. Man kann aber auch die Haltestelle in Ćmachowo nutzen. Von dort aus sind es zu Fuß 1,3 Kilometer.

Sanktuarium in Biezdrowo, Foto: Archiv der Stadt- und Gemeindeverwaltung in Wronki

Heilig-Kreuz-Sanktuarium Biezdrowo 3, 64-510 Wronki Tel. 67 254 72 01 oder 608 360 363 www.parafia-biezdrowo.pl Erzbistum Poznań

Göttliche Sanktuarien Biezdrowo – Heilig-Kreuz-Sanktuarium

Poznań – Heilig-Kreuz-Sanktuarium in der Kathedrale

Die Verehrung Jesu Christi am Kreuz in Biezdrowo reicht bis zur Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert zurück. In der Chronik des Pfarrers Zieliński lesen wir: „Das Kreuz fand ein blindes Mädchen aus Zakrzewo. Als es Wasser aus dem Fluss schöpfen wollte, konnte sie es in kein Maß füllen, und als sie mit der Hand zu tasten begann, spritzte ihr Wasser in die Augen. Sogleich konnte sie sehen und hörte eine Stimme sagen: Sei gesund! Nachdem das Mädchen diese so große Gnade empfangen und ein von Strahlen umhülltes Kruzifix gesehen hatte, lief sie freudig nach Hause und erzählte, was geschehen war.“ Der Überlieferung nach kamen die ersten Pilger nach Biezdrowo, nachdem das Kruzifix in der Kirche aufgestellt worden war. In den Zwischenkriegsjahren des 20. Jahrhunderts unternahmen traditionell ältere Leute Wallfahrten nach Biezdrowo. Seit den achtziger Jahren wird dieser Wallfahrtsort hauptsächlich von Jugendlichen besucht. Das wundertätige Kruzifix ist Teil des Hauptaltars. Die dem Heiligen Kreuz und dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche wurde mehrfach umgebaut. 1784 wurde sie um einen Turm erweitert. Hundert Jahre später erhielt sie eine barocke Ausstattung und im späten 19.

In der St.-Peter-und-Paul-Kathedrale in Poznań wurde mehrere Jahrhunderte lang das Heilige Kreuz verehrt. Gemäß den Visitationsdekreten von Bischof Wojciech Tolibowski aus dem Jahr 1600 handelte es sich um ein spätgotisches Holzkreuz, das sich seit 1522 am in Richtung Wrocław führenden Stadttor von Poznań befand. Die Bevölkerung begegnete ihm mit Ehrfurcht, weil sie zahlreiche Gnaden erfahren hatte. Da es der Gefahr einer Schändung ausgesetzt war, ordnete Bischof Florian Czartoryski an, das Kreuz in die Kathedrale zu überführen, was am 7. Mai 1652 geschah. Einer Legende nach soll, als man einst einen Häftling durch dieses Stadttor geführt hatte, Jesus am Kreuz gesagt haben: „Lasst ihn laufen, er ist unschuldig”. Das Kreuz wurde in der Kapelle der Familie Górka (gegenwärtige Heilig-KreuzKapelle) in einem Altar aus schwarzem Kunstmarmor untergebracht. An den Seiten des Altars befinden sich die Gottesmutter und den heiligen Johannes darstellende Figuren. Bischof Czartoryski erkannte die „Wundertätigkeit“ des Kruzifixes an. Das gegenwärtige Kruzifix besteht aus vergoldetem

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Silber, aber die hölzerne Christus-Figur ist immer noch dieselbe. Die Basilika und Hauptkathedrale bildet ein sichtbares Zeichen des ersten Bistums in den polnischen Gebieten. Spuren erster Gotteshäuser (aus vorromanischer und romanischer Zeit) kann man in den Gewölben des heutigen Bauwerks, das gotischen Charakter besitzt, besichtigen. Die dreischiffige Kirche hat zwei Türme und anliegende barocke Kapellen. In den Gewölben sollte man den vermutlichen Grabmälern von Mieszko I., Bolesław Chrobry, Kasimir I. und der großpolnischen Herzöge Władysław Odon, Przemysł I. und Bolesław des Frommen sowie des letzten großpolnischen Piasten, König Przemysł II., Beachtung schenken. Im Chorraum befindet sich der spätgotische Hauptaltar aus dem Jahr 1512, ein geschnitzter und bemalter Flügelaltar mit zwei beweglichen Flügelpaaren. Die spätbarocke Kanzel stammt aus dem Jahr 1720. Eine Sehenswürdigkeit der Kathedrale ist die mit ihrer byzantinischen Pracht beeindruckende Goldene Kapelle nach einem Entwurf von

Francesco Maria Lanci. In ihr befinden sich die von Oskar Sosnowski geschaffenen Sarkophage von Mieszko I. und Bolesław Chrobry und auf der gegenüberliegenden Seite Statuen beider Herrscher, die ein Werk Christian Rauchs sind. Kathedrale Poznań – Heilig-Kreuz-Sanktuarium ul. Ostrów Tumski 17, 61-109 Poznań Tel. 61 852 96 42 www.katedra.archpoznan.org.pl Erzbistum Poznań Man darf die Kathedrale während Messen und Gottesdiensten nicht besichtigen; der Eintritt ist frei, die Besichtigung der Gewölbe ist jedoch entgeltlich (die Gewölbe sind vom 1. November bis Ende März geschlossen). Słupca – Heilig-Kreuz-Sanktuarium Am Südrand der Stadt liegt eine der Heiligen Jungfrau Maria und dem heiligen Leonhard geweihte Holzkirche. Die im 16. Jahrhundert in Blockbauweise errichtete und verschalte Kirche ist einschiffig und besitzt einen schmaleren und tiefer liegenden Chorraum, der von mehreren Seiten geschlossen ist. Sie bildet eine bedeutende Touristenattraktion auf der den Holzkirchen in der Region Wielkopolska gewidmeten Route. Am Kirchenschiff befinden sich zwei symmetrisch angeordnete Kapellen, und zwar im Süden die dem Heiligen Kreuz und im Norden die dem heiligen Leonhard gewidmete Kapelle. In der Heilig-KreuzKapelle befindet sich ein barocker Altar mit einem gotischen Kruzifix, das bei Katholiken für seine Wundertätigkeit bekannt ist. Diese Kirche bildet das Heilig-Kreuz-Sanktuarium des Erzbistums Gniezno. Słupca ist eine etwa 20 Kilometer von Września entfernte und an der Straße nach Konin gelegene Kreisstadt.

Kathedrale in Poznań, Foto: Z. Schmidt

Heilig-Kreuz-Sanktuarium ul. Sienkiewicza 11, 62-400 Słupca Tel. 63 275 19 71 www.parleonarda.republika.pl www.slupca.witryna.info

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Heiligensanktuarien

Poznań – Sanktuarium des Heiligsten Blutes Jesu Christi

Gniezno – Heiliger-Adalbert-Sanktuarium

Die dem Heiligsten Blut Jesu Christi geweihte Kirche unterscheidet sich kaum von den anderen Bürgerhäusern an der ulica Żydowska. Im Grunde genommen sieht sie wie ein Bürgerhaus aus. Ihre Geschichte reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damals vermerkte man in der Stadt eine Kirchenschändung im Haus der Świda–Szamotulskis an der ulica Żydowska. Die Kirche besitzt zwei Geschosse. In der Krypta wurde während Renovierungsarbeiten ein Brunnen entdeckt, in dem Hostien versenkt worden sein sollen. Das aus diesem Brunnen geschöpfte Wasser gilt bis heute als wundertätig. Der obere Bereich der Kirche bildet ein Beispiel für den sakralen Régencestil. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Hauptaltar mit Darstellungen aller Personen der Dreifaltigkeit.

Man wird im Pantheon der Heiligen der katholischen Kirche nur schwerlich jemanden finden, der sich der Anerkennung so vieler Nationen erfreut. Der heilige Adalbert wird nämlich von Polen, Tschechen, Ungarn, Deutschen, Italienern und Franzosen verehrt. Fast jedem seiner Lebensabschnitte könnte man einen gesonderten Film widmen. Fakten und Fiktion vermischen sich und die sporadischen Quellen werden von Legenden, der Hagiographie und Tradition bunt ausgeschmückt. Bekannt ist aber, dass die Missionsreise des zukünftigen Heiligen in Gniezno begann und endete. Ebenfalls in Gniezno liegt der Ursprung des Heiligenkults. Der Besuch seines Grabs durch Otto III. gilt als erste offizielle große Wallfahrt. Seitdem war und ist die Kathedrale in Gniezno ein nationaler Wallfahrtsort, der dem heiligen Adalbert gewidmet ist. Die katholische Kirche ehrt den heiligen Adalbert am 23. April (Tag seines Märtyrertods) und am 20. Oktober (Tag der Überführung seiner Reliquien). Die Geschichte der Adalbert-Wallfahrtsstätte ist unzertrennlich mit dem Lech-Hügel verknüpft, auf dem seit dem 10. Jahrhundert Kirchen errichtet worden sind. In den Gewölben der zeitgenössischen Basilika kann man die Geschichte der Kathedralen von Gniezno verfolgen, nämlich der ersten aus der Zeit Mieszkos und die der romanischen und gotischen. Die gegenwärtige Kathedrale hat gotischen Charakter. Ihr Hauptteil besitzt eine Ausstattung, die der im frühen 15. Jahrhundert ähnlich ist. Es handelt sich um eine dreischiffige Basilika mit einem Chorumgang. Das Hauptschiff wird durch einen Lettnerbogen vom Chorraum getrennt, von den Seitenschiffen hingegen durch spitzbogige und reich verzierte Arkaden aus dem 14. Jahrhundert. An den Seitenschiffen liegen 14 Kapellen, zwei Sakristeien, die Bibliothek und das neue Kapitelhaus an. Auf der Westseite gibt es zwei Turmkrypten und das alte Kapitelhaus. Die Innenausstattung ist teilweise im Barockstil gestaltet. Den Hauptaltar schmückt ein Silber-

Sanktuarium des Heiligsten Blutes Jesu Christi ul. Żydowska 34, 61-761 Poznań Erzbistum Poznań Sanktuarium des Heiligsten Blutes Jesu Christi in Poznań, Foto: Z. Schmidt

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Sanktuarium in Kalisz, Foto: Z. Schmidt

Basilika in Trzemeszno, Foto: Archiv der Kreisverwaltung in Gniezno

Kalisz – Heiliger-Josef-Sanktuarium

sarg mit den Reliquien des heiligen Adalbert. Am Ende des Schiffes in der südlichen Vorhalle muss man unbedingt einen Blick auf das Portal aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts werfen, das aus Kunststein hergestellt worden ist. In dem Portal befindet sich die berühmte „Tür von Gniezno“, eines der wertvollsten romanischen Kunstwerke in Europa. In achtzehn Feldern wurde die Lebensgeschichte des heiligen Adalbert dargestellt.

Die Geschichte dieses in Polen einzigartigen Wallfahrtsorts reicht schon etwa vierhundert Jahre zurück. Nicht nur aus dem Inland kommen die Pilger, die vor dem Gnadenbild der Heiligen Familie, des ersten und einzigen gekrönten Bildnisses des heiligen Josefs, beten. Die dem heiligen Josef gewidmete Wallfahrtsstätte befindet sich in der der Heiligen Jungfrau Maria geweihten Kollegiatkirche in Kalisz, die sich mit ihrer Architektur von den älteren örtlichen Kirchen abhebt. Ihre Anfänge gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Dank einer Stiftung des Erzbischofs Jarosław Bogoria Skotnicki wurde das Gotteshaus 1353 im gotischen Stil umgebaut. 1783 wurde die Kollegiatkirche zerstört. Erhalten geblieben sind nur der gotische Chorraum, die Sakristei und der Altar mit dem Gemälde der Heiligen Familie. Der zerstörte Teil der Kirche wurde im spätbarocken Stil wiederaufgebaut. Die Verwalter der Basilica minor (diesen Titel hat Paul VI. der Kollegiatkirche verliehen) verschweigen nicht, dass das Bild der Heiligen Familie, das meistens Bild des heiligen Josef von Kalisz genannt wird, Katholiken wie ein Magnet anzieht. Der Überlieferung nach wurde es mitsamt dem Altar im Jahr 1673

Mariä Himmelfahrt - Erzkathedrale-Basilika – Heiliger-Adalbert-Sanktuarium ul. Kanclerza Łaskiego 9, 62-200 Gniezno Tel. 61 428 40 80 Erzbistum Gniezno www.archidiecezja.pl Besichtigung: werktags von 9.00 bis 17.00 Uhr (mit Ausnahme von 12.00 bis 13.00 Uhr, weil in dieser Zeit die Messe gelesen wird; im April und Oktober bis 16.00 Uhr), sonn- und feiertags von 13.00 bis 14.30 Uhr sowie von 16.00 bis 17.30 Uhr; Gruppen ausschließlich mit Führung. Der Eintritt ist frei; zusätzliche Gebühren sind jedoch für die Besichtigung der „Tür von Gniezno“, der Gewölbe sowie des Turms und der Glocken zu entrichten.

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Sanktuarium in Mikorzyn, Foto: Z. Schmidt Wallfahrtsstätte in Pniewy, Foto: Z. Schmidt

von einem gewissen Stobienia, einem Einwohner des Dorfes Szulec bei Kalisz, der Kollegiatkirche in Kalisz geschenkt. Es handelte sich um eine Votivgabe, weil dieser die Gnade des heiligen Josef erfahren hatte. Das Gemälde stammt von einem unbekannten Künstler. Mit 250 x 150 cm ist es relativ groß. Es wurde mit Ölfarben auf einer Leinwand aufgetragen. Das Ablassfest entfällt auf den 19. März, aber Wallfahrer sieht man das ganze Jahr über, insbesondere deshalb, weil Kalisz an einem Marienweg liegt. Hier leben noch Pfarrer, die einen Teil ihres Lebens in Dachau verbracht haben. Im April besuchen den heiligen Josef seine Namensbrüder und am 1. Mai findet die Gesamtpolnische Wallfahrt zum Tag der Arbeit „Solidarität“ statt.

den heiligen Ägidius zu wenden. Die Ehegatten sandten Eilboten mit Gaben nach Frankreich. Kurz darauf wurde ihr Sohn Bolesław, später Schiefmund genannt, geboren. Wallfahrer beten vor der eine natürliche Größe aufweisenden Holzstatue des heiligen Ägidius mit einer Hirschkuh. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und bildet wahrscheinlich ein Werk von Tilman Riemenschneider aus Osterode. Die Ablassfeier, die einen Höhepunkt der Pilgerfahrten darstellt, entfällt auf den 1. September. Dienstags wird in der Kirche von Mikorzyn ein spezieller Gottesdienst gehalten. Wallfahrten werden gewöhnlich vom Frühjahr bis in den Spätherbst unternommen. Das an der Landstraße von Kępno nach Grabów nad Prosną gelegene Mikorzyn kann man mit PKS-Bussen von Kalisz, Kępno oder Ostrzeszów aus erreichen.

Mariä Himmelfahrt - Basilika Heiliger-Josef-Sanktuarium pl. Św. Józefa 7, 62-800 Kalisz Tel. 62 757 58 22, Fax 62 767 51 70 www.swietyjozef.kalisz.pl Bistum Kalisz

Römisch-katholische Kirchengemeinde St. Ägidius Mikorzyn 43, 63-600 Kępno Tel. 62 781 84 21 www.sanktuarium-idziego.pl Bistum Kalisz

Mikorzyn – Heiliger-Ägidius-Sanktuarium Die Verehrung des heiligen Ägidius in Polen ist hauptsächlich auf Bolesław III. Schiefmund zurückzuführen. Herzog Władysław I. Herman und seine Gattin Judith, eine tschechische Prinzessin, warteten vergeblich auf Nachkommen. Franko, der Bischof von Poznań, riet ihnen sodann, sich im Gebet an

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Wallfahrtsort in Biechowo, Foto: Z. Schmidt

Altar in Biechowo, Foto: Z. Schmidt

Mariensanktuarien

Pniewy – Heilige-Ursula-LedóchowskaWallfahrtsstätte

Biechowo - Marienwallfahrtsort

Die heilige Ursula Ledóchowska wurde 1865 in Österreich geboren und verstarb am 20. Mai 1939 in Rom. Nach dem Ersten Weltkrieg beschloss sie, mit polnischen Waisen, die sie in Aalborg betreut hatte, nach Polen zurückzukehren. In ihrem Auftrag wurde ein Gut in Pniewy gekauft. Schnell entwickelte es sich zu einem religiösen und gesellschaftlichen Zentrum der Region Wielkopolska. Die heutigen Klostergebäude der Ursulinen vom Herzen Jesu im Todeskampf in Pniewy erinnern in keiner Weise mehr an das erste Kinderheim St. Olav, in dem die heilige Ursula Ledóchowska tätig war. Im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben ist jedoch das Zimmer, das die spätere Heilige 1923 bezog. Pniewy erreicht man am besten über die Autobahn A-2 aus Poznań in Richtung Świecko. Das Ursulinen-Kloster, das Sitz der Kongregationsverwaltung ist, befindet sich in der Nähe der Autobahn am Stadtrand.

Die erste Erwähnung des Gnadenbilds aus Biechowo stammt aus dem Jahr 1695, als in einem Visitationsprotokoll vermerkt wurde, dass Teil des „alten geschnitzten und versilberten Hauptaltars ein Bildnis der Heiligen Jungfrau Maria, die ihren Sohn in den Händen hält“, ist. Es handelt sich um ein Bild der Gottesmutter als Trösterin mit dem Kindchen im linken Arm. In der rechten Hand hält sie einen Apfel (im 18. Jahrhundert) oder einen Pfirsich (im 15. Jahrhundert). In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde das Gemälde übermalt, was man während seiner Konservierung im Jahr 1962 festgestellt hat. Entdeckt wurde damals, dass sich unter der gegenwärtigen Darstellung aus dem Jahr 1632, die dem in Poznań ansässigen Künstler Krzysztof Boguszewski zugeschrieben wird, ein zweites Bild aus dem 15. Jahrhundert befindet. Das bisherige Bildnis wurde auf einen anderen Untergrund übertragen und verdeckt gegenwärtig das ältere. Das Werk byzantinisch-italienischer Schule aus dem 15. Jahrhundert wurde mit Tempera auf einer Lindenholzplatte geschaffen. Den Wallfahrtsort betreuen Pauliner, die im Klostergarten einen Pilgerpark einge-

Kongregation der Ursulinen vom Herzen Jesu im Todeskampf – Heilige Ursula Ledóchowska ul. Św. Urszuli Ledóchowskiej 1, 62-045 Pniewy Tel. 61 293 81 00, Fax 61 291 00 80 www.urszula.ovh.org, www.urszulanki.pl Erzbistum Poznań

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richtet haben. Ablassfeiern ziehen die meisten Wallfahrer zu Pfingsten und zu Mariä Geburt (8. September) an. Anreisen kann man mit dem Bus von Września, Miłosław, Orzechowo und Krzykosy aus (aussteigen muss man an der Haltestelle Biechowo-Dorf) oder von Września, Miłosław, Środa Wielkopolska und Pyzdy aus Richtung Skotniki. Von dort aus sind es zwei Kilometer bis nach Biechowo. Mit dem Auto wählt man die Landstraße von Września nach Miłosław. In Skotniki biegt man dann nach rechts ab und fährt bis zum Wallfahrtsort weiter. Paulinerkloster Biechowo 12, 62-320 Miłosław Tel. 61 438 28 87 www.biechowo.paulini.pl Erzbistum Gniezno Gostyń - Święta Góra – Wallfahrtsort Maria Rosa Mystica Schon seit Jahrhunderten wird eine Anhöhe unweit von Gostyń „Heiliger Berg” („Święta Góra”) genannt. Bereits im 11. Jahrhundert hat sich hier ein starker Einfluss der christlichen Kultur bemerkbar gemacht. Als erstes historisches Datum ist im Archiv des Erzbistums in Poznań das Jahr 1468 vermerkt. Die Marienverehrung verbreitete sich so schnell, dass eine Kapelle die Pilger nicht mehr aufnehmen konnte. Am 3. März 1512 erließ Bischof Jan Lubrański ein Dekret, das unter anderem feststellte, dass „(...) ich durch eigene Prüfungen und die der Kommissionsmitglieder festgestellt habe, dass auf der Grundlage von unter Eid abgegebenen Zeugnissen Tote ins Leben zurückgekehrt sind, Kranke und Gebrechliche Gesundheit und Kraft wiedererlangt haben und dass viele andere Wunder geschehen sind, die man nur schwer aufzählen könnte.“ Das Dekret gestattete den Bau einer Kirche und die Pflege des Marienkults. Im Mittelpunkt des Wallfahrtsorts steht ein Bild der Gottesmutter mit Kind und mit einer Rose in der Hand, das Teil des Hauptaltars ist. Die Gottesmutter mit Kind hat der Künstler auf einem mit einem Teppich bedeckten Balkon platziert. Vom Balkon aus blickt

Wallfahrtsort auf dem Heiligen Berg bei Gostyń, Foto: Archiv der Kreisverwaltung in Gostyń

man auf zwei Landschafen, die in den Farben der aufgehenden Sonne gehalten sind. Diese Landschaften stellen einerseits die kleine Kirche in Święta Góra, andererseits die Pfarrkirche in Gostyń und das Städtchen selbst dar. Es handelt sich um das Werk eines unbekannten Malers. Auf dem Bild befinden sich das Datum 1540 und die Initialen S.B. Es wird vermutet, dass es sich um das Jahr handelt, in dem das Bild übermalt worden ist, weil die Gestalt der Gottesmutter, die Form und die Farben der Kleidung auf den viel älteren byzantinischen Kunststil hinweisen. Das Bild wurde auf eine Holzplatte mit den Abmessungen 103 x 140 cm gemalt. 1675 wurde mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen. Nach dem Tod Adam������ Konarzewski, des Kirchenstifters, setzte seine Gattin Zofia, geb. Opalińska, das Werk ihres Mannes fort und nahm beim Bau die Santa Maria della Salute in Venedig zum Vorbild. Etwas später

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Borek Wielkopolski – Wallfahrtsort Maria Trost

hat Pompeo Ferrari daneben ein Kloster entworfen. Im Innern beeindruckt die Kirche mit ihrer reichen Ausstattung und ihrem Monumentalismus. Um das achteckige Hauptschiff verläuft ein Umbau mit Kapellen. Das Hauptschiff krönt eine von Pompeo Ferrari entworfene Kuppel. An ihren Wänden befinden sich Szenen aus dem Leben des heiligen Philipp, die ein Werk des schlesischen Malers Georg Wilhelm Neunhertz bilden. Johannes XXIII. hat Święta Góra neben Częstochowa als zweiten Mittelpunkt der Marienverehrung in Polen ausgezeichnet. Paul VI. hingegen hat das Sanktuarium zur Basilica minor erhoben. Ablassfeiern werden mehrmals im Jahr begangen, so am 2. Februar, dem der Einführung Jesu in den Tempel gewidmeten Feiertag, zu Pfingsten, am 26. Mai, dem Tag des heiligen Philipp Neri, am 25. Juni, dem Feiertag für die Gottesmutter von Święta Góra, am 29. Juni, dem Tag der Apostel Petrus und Paulus, zu Mariä Himmelfahrt am 15. August, zu Mariä Geburt am 8. September, zum Gedächtnis der Schmerzen Mariens am 15. September, zum Gedenktag der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz am 7. Oktober (erster Sonntag im Oktober) und am 8. Dezember, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria. Święta Góra kann man problemlos erreichen. Man kann mit dem Zug (Verbindung Leszno - Jarocin) oder dem Bus nach Gostyń fahren: Von Poznań aus beträgt die Entfernung 70 km, von Leszno 34 km und von Jarocin 37 km. Von der Stadtmitte bis zur Basilika unternimmt man einen schönen Spaziergang (1,5 km Länge). Mit dem Auto kann man direkt an der Kirche parken. In der Stadtmitte wählen Sie bitte die Straße Richtung Jarocin. Es sind viele Parkplätze vorhanden.

Die Anfänge der Verehrung Marias als der Trösterin der Betrübten in Borek – Zdzież kann man einer Legende entnehmen. Diese besagt, dass der Ort, an dem das Gotteshaus errichtet worden ist, für eine wundertätige Quelle bekannt war. 1390 soll an dieser Quelle der blinde Jan Żołędnik aus dem Dorf Borek seine Sehkraft wiedererlangt haben. Der Legende nach ist dem wie durch ein Wunder Geheilten auch eine unbekannte Frau erschienen, die gerufen haben soll: „Betet und arbeitet zu Ehren Gottes!“ Zeugen glaubten, dass es sich um die Gottesmutter gehandelt hat. Fälle von Heilungen haben sich der mündlichen Überlieferung nach wiederholt und der Baumeister hat die „wundertätige Quelle“ ins Innere der Kirche, hinter dem Hauptaltar, einbezogen. Ein unbekannter Künstler hat das Bild der Gottesmutter mit Kind gemalt und die Pietà geschaffen, die zahlreiche Wallfahrer angezogen haben. Die Quelle ist in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts versiegt. Das Bild in Borek stellt die Gottesmutter mit Kind dar. Ihr dunkelblaues Kleid besitzt eine vergoldete und mit Ornamenten versehene Bordüre und ein rotes Futter. Das Kind sitzt auf ihrem linken Arm. Seine rechte Hand deutet mit ausgestreckten Fingern auf das Herz der Mutter. Das Kind trägt ein rotes Kleid. Mit seiner linken Hand stützt sich Jesus auf einen Pfarrer. Die Mutter beugt sich über Wallfahrtsort in BorekWielkopolski, Foto: Z. Schmidt

Philipp-Neri-Oratorium Święta Góra - Głogówko 15, 63-800 Gostyń Tel. 65 572 00 14, 65 572 39 47 Fax 65 572 08 55 www.filipini.gostyn.pl Erzbistum Poznań

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Borek Wielkopolski – Wallfahrtsort Maria Trost ul. Zdzież 1, 63-810 Borek Wielkopolski Tel. 65 571 65 40 www.parafia-borek.archpoznan.org.pl Erzbistum Poznań

Gniezno aus über Kiszkowo erreichen. Wallfahrtsort Mariä Himmelfahrt Dąbrówka Kościelna 29, 62-280 Kiszkowo Tel. 61 427 63 85 www.dabrowkakoscielna.pl Erzbistum Gniezno

Dąbrówka Kościelna – Wallfahrtsort Maria Himmelfahrt

Wallfahrtsstätte in Dąbrówka Kościelna, Foto: Z. Schmidt

das Kind mit seinem in Gedanken versunkenen Blick. Über der Madonna und Jesus erheben sich zwei Engel, die folgende Inschrift halten: „Ave Regina Caelorum Ave Domina Angelorum” (Ave, du Himmelskönigin, ave, der Engel Herrscherin). Die Engel tragen gelbrote Gewänder. Das Bild wurde mit Tempera auf einer Zypressenplatte mit den Maßen 125 x 115 cm gemalt (Kopien des Bildnisses der Gottesmutter von Borek kann man in über ein Dutzend Kirchen in der Region Wielkopolska finden). Es wird von einem zweiten Gemälde – „Vermählung des Gottesmutter mit dem heiligen Josef “ – verdeckt. 1635 begann man damit, eine gemauerte Kirche zu errichten (die vierte in Folge). Die Kirchweihe fand 1657 statt. Im 18. Jahrhundert wurde das Gotteshaus mehrfach erweitert. Die gegenwärtige Kirche hat den Charakter einer dreischiffigen Basilika, wobei das mittlere Schiff zweimal so hoch und breit wie die Seitenschiffe ist. Der Chorraum liegt etwas

tiefer und ist breiter als das Hauptschiff. Die Seitenschiffe bilden Kapellenreihen. Generell wird das Gotteshaus von einer spätbarocken und frühklassizistischen Ausstattung dominiert. Im Chorraum befindet sich der spätbarocke Hauptaltar mit dem „Gnadenbild“. Teile der Seitenaltäre sind unter anderem Gemälde von Jan Gładysz und Franciszek Lekszycki. Die meisten Wallfahrer versammeln sich in Borek Wielkopolski – Zdzież am 2. Juli, dem Fest Mariä Heimsuchung. Die Ablassfeier dauert fünf Tage. Das zweite für Pilger wichtige Ablassfest findet am 8. September (Mariä Geburt) statt. Borek kann man mit der Bahn (Strecke Leszno – Jarocin) oder PKS-Bussen von Koźmin, Jarocin und Gostyń aus erreichen. Die Stadt liegt an der Landstraße Leszno – Jarocin sowie an der nach Koźmin führenden Landstraße. Von der Ortsmitte bis zur Wallfahrtsstätte in Zdzież legen Touristen einen kurzen Fußweg zurück.

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Wallfahrtsort Maria Trost von Gniezno

Die Marienverehrung in Dąbrówka Kościelna geht bis in die Zeit der polnischschwedischen Kriege zurück, als bereits an einer Eiche am Weg nach Gniezno ein Bildnis der Gottesmutter hing. Laut mündlichen Überlieferungen war es über viele Tage und Nächte lang in ein blaues Licht gehüllt. Als die Menschen der Umgebung von diesem außergewöhnlichen Ereignis hörten, begannen sie, sich massenhaft an der Eiche zu versammeln. Im 17. Jahrhundert kann man bereits von den Anfängen eines Wallfahrtsorts sprechen. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs begann man, die gegenwärtige Kirche zu bauen. Fertig gestellt wurde sie in den fünfziger Jahren. Es gibt in ihr keinerlei altertümliche Kunstwerke. Nicht erhalten geblieben ist auch das Gnadenbild, das einst an der Eiche hing und eine ungefähre Kopie der Schwarzen Madonna von Częstochowa, ohne Narben auf der Wange und mit einem sanfteren Gesichtsausdruck, darstellte. Das gegenwärtige Gemälde bildet eine Kopie aus der Nachkriegszeit (die früheren sind verbrannt oder unter tragischen Umständen zerstört worden). Gemalt wurde es 1956 von Leonard Torwirt auf einer Eichenholzplatte. Dem Gemälde wird am Hauptaltar eine quasi natürliche, der Überlieferung entsprechende, Umgebung mit geschnitzten Eichenblättern und gewundenen Zweigen geboten. Ablassfeiern: Mariä Himmelfahrt (15. August) und Mariä Geburt (8. September, auf Sonntag verlegt). Der Wallfahrtsort liegt nordöstlich von Poznań. Von Poznań nach Dąbrówka Kościelna (44 km entfernt) fährt man auf der Straße in Richtung Skoki. Vor Skoki biegen wir nach rechts nach Rejowiec ab. Diese Straße führt bis zur Wallfahrtsstätte. Mit PKS-Linienbussen kann man Dąbrówka Kościelna von

Die zweite Wallfahrtsstätte in Gniezno, die etwas jünger als die dem heiligen Adalbert gewidmete ist, ist das Sanktuarium Maria Trost von Gniezno. Dank seiner Frau, der seliggesprochenen Jolenta (manche Quellen geben ihren Namen mit Jolanta an), hat Bolesław der Fromme im Jahr 1259 Franziskanermönche nach Gniezno geholt. Ab dem ersten Tag förderten sie die Marienverehrung, in deren Mittelpunkt ihre Kirche stand. Gegenstand des Kults war anfänglich eine Marienfigur. Nach dem Brand des Gotteshauses 1613 haben zwei Gemälde ihren Platz eingenommen. Eines zeigt die Gottesmutter als Trösterin. Das andere orientiert sich an der Schwarzen Madonna von Częstochowa. Das Bildnis der GottesmutterTrösterin wurde als wundertätig anerkannt, Wallfahrtsstätte in Gniezno, Foto: Z. Schmidt

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Województwo Lubuskie

ROKITNO

LESZNO

MARIENSANKTUARIEN

HEILIGENSAUNKTUARIEN

GOTTLICHE SANKTUARIEN

PNIEWY

BIEZDROWO

SKRZATUSZ

Województwo Zachodniopomorskie

BOREK WLKP.

TULCE

GÓRKA KLASZTORNA

Województwo Pomorskie

TURSKO

OSTRÓW WLKP.

BIECHOWO

GNIEZNO

Województwo Opolskie

MIKORZYN

SKALMIERZYCE

KALISZ

KONIN

Województwo Kujawsko-Pomorskie


Missionare von der Heiligen Familie Mariensanktuarium Górka Klasztorna, 89-310 Łobżenica Tel. 67 286 77 48 www.gk.msf.opoka.org.pl Bistum Bydgoszcz

weil die vor ihm betenden Gläubigen viele Gnaden und Heilungen erfahren haben. Die gegenwärtige Kirche hat gotischen Charakter. Die ältesten der erhaltenen Fragmente des Bauwerks stammen aus dem späten 13. Jahrhundert. Die Ausstattung des Gotteshauses wurde wesentlich später angefertigt (hauptsächlich im 18. Jahrhundert). Unweit des Klosters befindet sich das sog. Tal der Versöhnung mit fünf Eichen, die von den Premierministern der Staaten Mittel- und Osteuropas gepflanzt worden sind. Das wichtigste Ablassfest, das die meisten Wallfahrer anzieht, findet am 15. August statt.

Wallfahrtsort der Gottesmutter von Licheń Die Geschichte der Gottesmutter von Licheń beginnt nach der Völkerschlacht bei Leipzig und ist auf den abwechslungsreichen Lebenslauf des Gutsbesitzers Tomasz Kłossowski zurückzuführen, der sein Vermögen verloren hatte und sein Geld als Schmied verdienen musste. Der Legende nach rettete ihm eine Vision der Gottesmutter während des Kriegs das Leben. Er fand darauf ein Bildnis von ihr und hängte es im Wald bei Grąblin unweit von Licheń auf. Das Bild wurde mit Ölfarben auf einer Lärchenholzplatte gemalt. Das Gesicht der Heiligen Jungfrau war schmerzlich in Gedanken versunken und zugleich würdevoll. Unter den leicht gesenkten Lidern blickten klare Augen auf den Weißen Adler, der auf ihrer Brust seine Flügel spreizte. Auf ihrem goldenen Mantel sieht man Passionssymbole. Zu Füßen des Adlers befindet sich die Inschrift: „Die Königin Polens schenkt unseren Tagen Frieden.“ Deshalb nimmt man an, dass das Bild im Zeitraum der Konföderation von Bar entstanden sein könnte, als eben dieser Stil bei der Anfertigung von Heiligenbildern verwendet wurde. Nach dem Tod des Schmieds erinnerte sich nur noch der in Grąblin geborene Schäfer Mikołaj Sikatka an das Gnadenbild. Um das Jahr 1850 begann er zu erzählen, dass er in der Nähe des Bildes an einer Kiefer mehrfach Marienvisionen gehabt habe. Die Menschen wunderten sich, aber der Schäfer erzählte unter Eid dem Pfarrer von seinen Visionen. Die Gottesmutter teilte ihm viele Male ihre Prophezeiungen mit. Nach Ansicht von Pfarrer Eugeniusz Makulski stimmen manche von ihnen mit den Prophezeiungen von La Salette überein. Diese Prophezeiungen betrafen Kriege und Epidemien. 1852 brach eine Choleraepidemie aus, so dass sich die Menschen an die von Mikołaj

Wallfahrtsort Maria Trost von Gniezno ul. Franciszkańska 12, 62-200 Gniezno Tel. 61 426 15 56 www.gniezno.franciszkanie.pl Górka Klasztorna – Mariensanktuarium Górka Klasztorna (dt. Klosterberg) ist ein alter Wallfahrtsort, an dem die Gottesmutter in diesem Krajna genannten Landstrich verehrt wird. Er liegt auf einer kleinen Anhöhe in einem ruhigen Eichenhain am Rande eines früheren Heidegebiets. Das bis heute verehrte Bild wurde auf einer Lindenholzplatte gemalt. Man sieht Maria in voller Gestalt. Zu ihren Füßen befindet sich ein mit den Spitzen nach oben gewandter Halbmond. Die Gottesmutter trägt ein rotes Kleid und einen gr��nen Mantel mit Bordüre. Im linken Arm hält sie Jesus, der seine rechte Hand nach oben hebt. In der linken Hand des Kindes sieht man eine Weltkugel. Das barocke Gemälde war bereits vor 1680 nach Górka Klasztorna gekommen, wurde aber 1907 durch ein Feuer zerstört. Das gegenwärtige Bildnis stellt eine 1945 von J. Hoppen aus Toruń angefertigte Rekonstruktion dar. Den Wallfahrtsort erreicht man am besten mit dem Auto oder mit dem Bus über die Landesstraße Nr. 10 (Piła - Bydgoszcz). Bei Wyrzysk muss man nach Łobżenica abbiegen. Der Weg zum Kloster ist ausgeschildert. Mit einem PKS-Linienbus kann man bis Łobżenica fahren. Von dort aus muss man zwei Kilometer zu Fuß laufen.

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Wallfahrtsstätte in Licheń, Foto: Z. Schmidt

überlieferten Prophezeiungen erinnerten. Kranke begannen, das in eine speziell errichtete Kapelle überführte Bildnis aufzusuchen und dort zu beten. Sodann vermerkte man wundersame Heilungen. Die betenden Menschen unternahmen Bemühungen, an diesem Ort eine prächtige Kapelle zu bauen. Die Kirchenoberen entschieden jedoch anders und wiesen den Pfarrer und Gräfin Izabela Kwilecka an, eine Kirche im nahen Licheń zu errichten. Am 22. September 1852 wurde das Bild feierlich in eine alte kleine Holzkirche überführt und nach dem Gottesdienst von einer Kommission des Bistums untersucht. Sechs Jahre später wurde das neue gemauerte Gotteshaus geweiht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Wallfahrtsstätte in Licheń von der Ordensgemeinschaft der Marianer übernommen. In den Jahren 1994 bis 2004 wurde auf Initiative des Kustos der Wallfahrtsstätte, des Pfarrers Eugeniusz Makulski, ein neues Gotteshaus mit respekteinflößenden Abmessungen errichtet. Die Basilika besitzt einen kreuzförmi-

gen Grundriss. Die mit einem Kreuz gekrönte Kuppel hat eine Höhe von 103,5 Metern. Das Gotteshaus ist 139 Meter lang und hat eine Fläche von 23.000 Quadratmetern. Das Gebäude besitzt 365 Fenster und 52 Türen (so viele wie es Tage und Wochen im Jahr gibt). Die Architektin Barbara Bielecka und ihre Mitarbeiter haben jedes architektonische Element, das beim Bau der Kirche verwendet worden ist, mit einer symbolischen Begründung, meistens auf biblischer, volkstümlicher oder historischer Grundlage, verknüpft. Manche finden die neue Basilika kitschig, andere fallen vor Begeisterung fast in Ohnmacht. Mit Sicherheit handelt es sich um ein postmodernistisches Bauwerk, in dem jeder etwas für sich finden kann und das Wallfahrer beeindruckt. Fragt sich nur, ob es zum im Vergleich winzigen Bildnis der Gottesmutter von Licheń passt. Die meisten Pilger kommen ab dem Frühjahr bis in den Spätherbst nach Licheń. Ablassfeste werden am 6. Februar, dem Tag der heiligen Dorothea, der Schutzpatronin

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von Licheń, am 14. und 15. August als wichtigste Ablassfeier und am 26. August, dem Tag der Schwarzen Madonna von Częstochowa, begangen. Das Ablassfest zum Gedächtnis der Schmerzen Mariens findet am Sonntag nach dem 15. September und der Gedenktag der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz am ersten Sonntag im Oktober statt. Ins zehn Kilometer nördlich von Konin gelegene Licheń führt eine sich durch Felder und Wiesen schlängelnde Straße. Von Konin aus fahren wir Richtung Sompolno und kommen an Morzysław und Laskowice vorbei. Dann biegen wir nach links ab. Licheń kann man mit einem PKS-Linienbus von Konin oder Ślesin (7 km entfernt) aus erreichen.

Poznań – Maria-Hilf-Wallfahrtsstätte

Sanktuarium der Wundermächtigen Gottesmutte in Poznań, Foto: Z. Schmidt

Wallfahrtsort der Gottesmutter von Licheń ul. Klasztorna 4, 62-563 Stary Licheń Tel. 63 270 81 63, 63 270 81 42 Fax 63 270 85 75 www.lichen.pl Informationszentrum des Mariensanktuariums in Licheń Tel. 63 270 81 96, 603 066 394, 605 843 635 Bistum Włocławek

Bild besitzt einen in Grüntönen gehaltenen Hintergrund. Das Gewand der Gottesmutter ist blau. Der in ein rotes Kleid gehüllte Jesus hält in seiner linken Hand ein Buch und hebt die rechte zum Segen. Beide Gesichter weisen gütige Züge auf. Dieses Gemälde ist eine Kopie des Muttergottesbilds in Borek Wielkopolski. Seinen Eigenschaften nach wurde es im 17. Jahrhundert in einer Werkstatt in Poznań angefertigt. Nach den Aufzeichnungen eines sich Peccator nennenden Mönchs hat der Franziskanerbruder Tomasz Dybowski das Bildnis mit Einverständnis seiner Vorgesetzten im Jahr 1666 von einem Bürger aus Śródka erworben. Er hat auch Tränen auf dem Bild wahrgenommen. Bald darauf verbreitete sich in der Stadt die Nachricht über Wunderheilungen von Personen, die bei den Franziskaner beten.

Poznań – Sanktuarium der Wundermächtigen Gottesmutter Obwohl sich die Franziskaner des Schutzes der seliggesprochenen Jolenta und ihres Mannes, Bolesław des Frommen, sowie der Herzöge Przemysław I. und Przemysław II. erfreuten, ließen sie sich erst im frühen 17. Jahrhundert in Poznań nieder. Die Kirche der Franziskanerbrüder, an einem Berghang zwischen Burg und Markt gelegen, gehört zu den schönsten barocken Gotteshäusern in Poznań. Alle Gestaltungselemente bilden offensichtlich einen dekorativen Rahmen für die schöne Kapelle im linken Seitenschiff, in dem sich das Gnadenbild der Wundermächtigen Gottesmutter befindet. Die Ausstattung der Kirche ist ein Werk von Antoni Swach und seines Bruders Adam. Der Altar wurde aus Ebenholz gefertigt, was das Muttergottesbild im Silberrahmen in der Altarnische hervortreten lässt. Das mit Tempera auf einer Lindenholzplatte gemalte

tinischen Kunst. Die gegenwärtige Kopie ist ein Werk von Prof. Władysław Ukleja aus dem Jahr 1952. Die Gottesmutter hält das Kind auf dem linken Arm und deutet mit der rechten auf den Sohn Gottes. Jesus blickt nach oben und sieht Engel mit Passionswerkzeugen. Am 17. Juni 2010 hat Benedikt XVI. der Pfarrkirche den Ehrentitel Basilica minor verliehen.

Die Pfarrkirche beeindruckt mit ihrer schönen Musik. Den ganzen Sommer über geben Organisten um 12.15 Uhr halbstündige Konzerte auf der berühmten Ladegast-Orgel. Der Bau des Gotteshauses dauerte mit Unterbrechungen ein halbes Jahrhundert (1651 - 1705). Entworfen wurde es von Tomasz Poncino, Bartłomiej Wąsowski, Jan Cantenazzi und Pompeo Ferrari. Die Pfarrkirche hat das geistige Erbe der gotischen Kollegiatkirche übernommen, die der heiligen Maria Magdalena geweiht gewesen war (zweiter Name der Kirchengemeinde) und sich auf dem heutigen Kollegiatplatz befand. Anziehende Kraft besitzt auch, wenn auch nicht auf Touristen, sondern auf Katholiken, das Gnadenbild Maria Hilf. Das für seine „Wundertätigkeit“ anerkannte Bild ist eine Kopie eines Gemäldes der Muttergottes, das wahrscheinlich aus Kreta stammt. Zu erkennen sind Einflüsse der byzan-

Pfarrkirche Poznań Pfarrgemeinde Maria Hilf, St. Maria Magdalena und St. Stanislaus ul. Klasztorna 11, 61-779 Poznań Tel. 61 852 69 50 www.fara.archpoznan.org.pl Erzbistum Poznań Poznań – Wallfahrtsstätte Maria vom Rosenkranz Die erste Dominikanerkirche bauten 1244 die großpolnischen Herzöge Przemysław I. und Bolesław der Fromme. Ihre gegenwärtige Gestalt verdankt sie Jan Catenazzi. Es handelt sich um ein einschiffiges Bauwerk. An dieses grenzt die Maria vom Rosenkranz geweihte Kapelle aus dem 15. Jahrhundert. Ihre gegenwärtige Form hat sie im frühen 20. Jahrhundert erhalten. Im Hauptaltar der Kapelle befindet sich ein Flachrelief Marias vom Rosenkranz mit dem heiligen Dominikus und der heiligen Katharina von Siena, verdeckt von einem frühbarocken Gnadenbild der Muttergottes mit Kind aus dem Jahr 1631, das 1648 ein silbernes Kleid erhalten und 1968 gekrönt worden ist. Die Marienverehrung ist mit der Epoche verknüpft, in der die Jesuitenkirche von den Dominikanern genutzt wurde. Beleg dafür ist ein spezielles Ablassprivileg, das dem Gotteshaus 1258 von Papst Alexander IV. für alle Gläubigen erteilt worden ist, die an Gottesdiensten zu Ehren der Heiligen Jungfrau Maria teilnehmen.

Maria-Hilf-Wallfahrtsstätte - Pfarrkirche Poznań, Foto: Z. Schmidt

Franziskanerorden - Sanktuarium der Wundermächtigen Gottesmutter ul. Franciszkańska 2, 61-768 Poznań Tel. 61 852 36 37, www.poznan.franciszkanie.pl Erzbistum Poznań Modell des historischen Poznań Gewölbe der Franziskanerkirche (Eingang an der ulica Ludgardy) Tel. 61 855 14 35 www.makieta.poznan.pl Besichtigung täglich von 9.30 bis 19.15 Uhr (alle 45 Minuten) Entgeltlicher Eintritt

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Herz-Jesu- und Muttergottes-Trösterin-Kirche ul. Szewska 18, 61-760 Poznań Tel. 61 852 50 76, www.poznan.jezuici.pl Erzbistum Poznań

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Wallfahrtsstätte der Gottesmutter von Rokitno

chen Architekten Karl Martin Frantz umgebaut. Rokitno kann man mit dem Bus oder dem Auto erreichen. Wenn man von Poznań aus in Richtung Szczecin fährt, biegt man hinter Przytoczna links ab (ein Wegweiser gibt die 2 km betragende Entfernung zur Wallfahrtsstätte in Rokitno an). PKS-Linienbusse fahren von Przytoczna oder Międzyrzecz aus Rokitno an.

Das Bildnis der Gottesmutter von Rokitno erinnert an das Portrait eines jungen Mädchens mit herabblickenden, halb geschlossenen Augen, verschlossenem Mund und sichtbarem Ohr (weshalb sie auch als „geduldig zuhörende Gottesmutter“ bezeichnet wird). Nach Ansicht von Kunsthistorikern stammt dieses Werk aus dem 16. Jahrhundert. Gleichzeitig meinen sie, dass auch das Ohr, die Haare und das Musselintuch mit dem blauen Schleier später gemalt worden sind. Die Gottesmutter trägt ein rotes Kleid. Die Brust der mädchenhaften Madonna schmückt ein weißer Adler aus Elfenbein. Das Bild wurde auf einer Lindenholzplatte mit den Abmessungen 40 x 27 cm gemalt. Es ist Teil des Hauptaltars der Basilica minor. Das Gotteshaus wurde in den Jahren 1740 – 1762 nach einem Entwurf des königli-

Wallfahrtsstätte der Gottesmutter von Rokitno Rokitno 37, 66-341 Przytoczna Tel. 95 749 30 43 www.rokitno.org Bistum Zielona Góra - Gorzów Skalmierzyce – Wallfahrtsstätte der Gottesmutter - Engelskönigin Auf halbem Weg zwischen Ostrów Wielkopolski und Kalisz befindet sich ein Mariensanktuarium, in dem der Legende nach die Engelskönigin von Skalmierzyce mit Erfolg Gnaden für die hierher pilgernden Wallfahrer erbittet. Das von einem unbekannten Künstler stammende Bild mit den Abmessungen 104 x 154 cm weist einen goldbraunen Farbton auf. Die Muttergottes trägt Jesus mit dem linken Arm, in der rechten Hand hält sie ein königliche Macht symbolisierendes Zepter. Das Gesicht der Madonna zeigt Besorgnis. Die Kleider, die Mutter und Kind tragen, sind mit Silber und Blumenmotiven geschmückt. Im Hintergrund umgeben Engel Maria und ihren Sohn. Dieses Bild befindet sich in einer der Spätrenaissance zuzurechnenden Kapelle, die 1621 errichtet worden ist. Skalmierzyce kann man mit PKSLinienbussen aus Kalisz und Ostrów erreichen. Aus Richtung Kalisz gibt es auch eine Stadtbuslinie. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit der Bahn über die Strecke Wrocław - Łódź – Poznań anzureisen.

Wallfahrtsstätte in Rokitno, Foto: Z. Schmidt

Kirchengemeinde St. Katharina – Wallfahrtsstätte der Engelskönigin ul. Ostrowska 1, 63-460 Nowe Skalmierzyce Tel. 62 762 12 48 Bistum Kalisz

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Skrzatusz – Sanktuarium der Schmerzensmutter Skrzatusz ist zwar nicht so bekannt wie Rokitno, besitzt aber eine jahrhundertealte Tradition und zieht viele Katholiken an. Dieses Dorf hat 1438 Privilegien erhalten, die es mit dem das Stadtrecht besitzenden Wałcz gleichsetzten. Für die religiöse Vergangenheit von Skrzatusz wichtiger war jedoch das Jahr 1575, als in die Kirche eine Gnadenfigur der Gottesmutter überführt wurde. Fachleute meinen, dass die wundertätige Darstellung der Gottesmutter von Skrzatusz aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt. Sie besteht aus Lindenholz und stellt die den Körper des vom Kreuz genommenen Jesu Christi auf den Knien haltende Maria dar. 1680 wurde Skrzatusz von Jan III. Sobieski besucht. Dort betete er für den Sieg über die Türken. Nach der erfolgreichen Schlacht bei Wien wurde 1687 bis 1694 unter der Aufsicht des Architekten Borejsza ein neues Gotteshaus als Votivkirche errichtet. Das Dorf kann man mit PKS-Linienbussen aus Piła und Wałcz oder mit dem Zug (3 km vom Dorf entfernte Haltestelle Skrzatusz) erreichen. Von Wałcz aus wählt man die Strecke nach Dobino, von Piła aus die Strecke nach Gorzów über Szydłowo.

Wallfahrtsstätte in Tulce, Foto: Z. Schmidt

pisch für spätgotische Bildhauerarbeiten ist. Der leicht nach vorne geneigte Kopf erweckt den Eindruck, dass Maria auf den Schlangenkopf und die Mondsichel – ein Symbol der Veränderlichkeit – tritt. Die Figur umgeben drei kleine Gestalten. Maria und Jesus ansehend, verleihen sie der Statue einen Bittcharakter. Nach Ansicht von Kunsthistorikern ist sie um das Jahr 1500 entstanden. Sie wurde aus Lindenholz hergestellt. Das Kleid der Madonna ist braun und wird von einem goldenen Ornament verziert. Die Oberbekleidung besteht aus einem silbernen Gewand, das an den Falten ins Blaue übergeht und stark abgetragen ist. Die meisten Wallfahrer werden während des wichtigsten Ablassfestes verzeichnet, das auf einen Sonntag vor oder nach dem 8. September entfällt. An den dem Ablassfest vorausgehenden Tagen kommen verschiedene Pilgergemeinschaften, am Mittwoch Ordensschwestern, am Donnerstag Rosenkranzgruppen, am Freitag Mitglieder der charismatischen

Römisch-katholische Kirchengemeinde 64-930 Skrzatusz 31 Tel. 67 216 11 30 www.skrzatusz.koszalin.opoka.org.pl Bistum Koszalin-Kołobrzeg Tulce – Wallfahrtsstätte Mariä Geburt Der Überlieferung nach ist die Gottesmutter in Tulce einem gewöhnlichen Dorfmädchen erschienen. Leider gibt es keine näheren Angaben oder Daten. Aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammende Votivgaben zeugen von der Gnadenwirkung der Maria Immaculata. Die Statue stellt die Gottesmutter mit dem Kind auf dem linken Arm dar. In ihrer rechten Hand hält sie ein Zepter. Die gesamte Gestalt weist eine leichte S-Form auf, was ty-

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(zwischen Pleszew und Gołuchów) nach Tursko (zwei Kilometer) ab.

Barock- und Rokoko-Stil gestaltet. Teil ihres Altars ist ein an Maria Schnee anknüpfendes Gemälde der Madonna mit Kind aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der Unterschied besteht darin, dass das Kind auf dem römischen Bildnis ein Buch in der Hand hält und auf dem in Żegocin einen Apfel. Die Madonna trägt einen dunkelgrünen Mantel und Jesus ist in ein rotes Tuch gekleidet. Die Krone Marias wird von Engeln gehalten. Żegocin erreicht man von Pleszew und Jarocin aus nur mit einem PKS-Linienbus. Wenn wir mit dem Auto aus Richtung Poznań fahren, biegen wir in Jarocin in die Straße Nr. 443 (Richtung Gizałki, Rychwał, Konin) ab. Im Dorf Grab halten wir uns rechts und fahren zum Dorf Pieruszyce. Dort biegen wir nach links nach Żegocin ab.

Pfarrgemeinde St. Andreas Tursko 7, 63-322 Gołuchów Tel. 62 761 52 51, 606 724 910 www.sanktuariumtursko.cba.pl Bistum Kalisz Wieleń Zaobrzański – Maria-Zuflucht-derSünder-Sanktuarium

Sanktuarium in Tursko, Foto: Z. Schmidt Sanktuarium in Wieleń Zaobrzański, Foto: Z. Schmidt

Bewegung und am Samstag Mitglieder der Bewegung „Helfer der Mutter der Kirche“ zum Wallfahrtsort. Aus Richtung Poznań kann man den Ort vom Rataje-Kreisel aus mit dem Gemeindebus nach Kleszczewo (ca. 20 Minuten) oder einem PKS-Linienbus (Strecke Poznań - Środa) erreichen.

gen Gottesmutter aus Mariazell.“ Neben der Gottesmutter befindet sich der Erzengel Michael, der in ähnlicher Größe dargestellt wird. Zwischen ihnen sieht man kleine Bildnisse der jungfräulichen Märtyrerinnen Barbara und Katharina. Die Darstellungen des Holzschnitts sind mit silbernen und vergoldeten Kleidern mit Öffnungen für die Gesichter verdeckt. Ursprünglich befand sich diese Bildkomposition in einer Holzkirche (die Kirchengemeinde wird schon 1412 in Dokumenten erwähnt), aber der sich schnell verbreitende Kult hatte bewirkt, dass man beschlossen hat, ein neues Gotteshaus zu bauen. Tursko gehört zu den wenigen Wallfahrtsstätten, deren Anfänge genau bekannt sind. Mit dem Bau wurde 1777 begannen. Abgeschlossen wurde er 1786. Die Entwicklung der Marienverehrung fällt also mit dem Verlust der polnischen Unabhängigkeit zusammen. Tursko lag im preußischen Teilungsgebiet. Dadurch wurde es zu einer Oase des Polentums, die über die grüne Grenze hinweg auch Polen aus dem russischen Teilungsgebiet aufsuchten. Es bildete eine Wallfahrtsstätte für das einfache Volk. Nach Tursko kann man mit einem PKS-Linienbus von Pleszew aus Richtung Blizanów und Bogusław fahren. Von der Straße Poznań – Kalisz biegen wir im Dorf Bielawy

Römisch-katholische Kirchengemeinde Mariä Geburt ul. Pocztowa 1, 63-004 Tulce Tel. 61 879 87 75 www.parafiatulce.pl Erzbistum Poznań Tursko – Sanktuarium der gnädigen Gottesmutter Das Gnadenbild ist nicht groß. Seine Höhe beträgt nur 37 cm. Die Madonna hält in ihrer rechten Hand ein Zepter und auf dem linken Arm trägt sie den kleinen Jesus, dessen Gesicht seiner Mutter zugewandt ist. Im Hintergrund teilt sich ein Schleier mit Blumen in zwei Richtungen. Der obere Teil des Bildnisses besteht aus einem in Falten fallenden Vorhang in Form eines Baldachins. Unter der Darstellung der Mutter des Erlösers befindet sich die im gotischen Stil gehaltene Inschrift in deutscher Sprache: „Uraltes Gnadenbild der seli-

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Dem Volksmund nach ist die Gottesmutter einer gewissen frommen Gänsehüterin auf einem Lindenstamm in Wieleń erschienen. Dieser Ort wurde verehrt. Aus dem Lindenholz wurde eine Figur geschnitzt und am Ort der Offenbarung am See, der Marien-See (gegenwärtig Wieleń-See) genannt wurde, aufgestellt. Maria äußerte auch den Wunsch, dass an dieser Stelle eine Kirche gebaut werden möge. Die Anfänge der Marienverehrung reichen bis in die Zeit vor den Zisterziensern zurück. Zu den wertvollsten Kunstwerken des Gotteshauses gehört die aus Lindenholz bestehende und 1,2 m hohe Gnadenfigur der Madonna mit Kind. Sie ist gotisch und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Wieleń Zaobrzański ist ein Dorf unweit von Przemęt. Es liegt an den Przemęt-Seen in der Leszno-Seenplatte auf halbem Weg zwischen Wolsztyn (18 Kilometer) und Wschowa.

Mariä-Himmelfahrt-Kirche Żegocin 39, 63-304 Czermin Tel. 62 741 69 04 Bistum Kalisz Vorschläge für Tagesausflüge aus Richtung Poznań 1. Poznań – Pniewy – Rokitno 2. Poznań – Dąbrówka Kościelna – Gniezno 3. Poznań – Biechowo – Słupca –Licheń (von hier aus ist es nicht weit bis zu den Marienwallfahrtsorten in Kawnice, Skulsk und Brdów) 4. Poznań – Tulce – Biechowo 5. Poznań – Gostyń – Borek 6. Poznań – Gostyń – Wieleń Zaobrzański – Górka Duchowna (man kann einen Abstecher zum Marienwallfahrtsort in Osieczna machen) 7. Poznań – Kalisz (unweit von Niedźwiady befindet sich ein Marienwallfahrtsort) – Skalmierzyce (auf dem Weg von Poznań nach Kalisz kann man nach Golina, Tursko oder Żegocin abbiegen, wo es weniger bekannte Marienwallfahrtsorte gibt). 8. Poznań – Szamotuły – Lubasz – Górka Klasztorna – Skrzatusz

Wieleń Zaobrzański – Maria-Zuflucht-derSünder-Sanktuarium ul. Cysterska 4, Kaszczor, 64-234 Przemęt Tel. 65 549 90 89 www.sanktuariumwielen.pl Erzbistum Poznań Żegocin Die Anfänge der Marienverehrung in Żegocin werden von einer Legende beschrieben. Demnach wurde ein Gnadenbild aus einer einst im nahen Łęg bestehenden Kirche hierher überführt. Die erste hiesige Kirche bestand aus Holz und brannte 1697 ab. An ihrer Stelle wurde 1714 die nächste errichtet, ebenfalls aus Holz. Der Innenbereich der Kirche ist im

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Sanktuarium des Heiligsten Blutes Jesu Christi in Poznań, Foto: Z. Schmidt

Basilika in Licheń, Foto: Z. Schmidt

Praktische Informationen

Hotel Meridian ul. Litewska 22, 60-605 Poznań Tel. 61 656 53 53, 61 841 12 01 Fax 61 656 55 26 www.hotelmeridian.com.pl Pensjonat Nasz Klub (Pension Unser Club) ul. Woźna 10, 61-777 Poznań Tel. 61 851 76 30, Fax 61 851 66 81 www.naszklub.pl Fusion Hostel ul. Św. Marcin 66/72, 61-808 Poznań Tel. 61 852 12 30, Fax 61 853 46 0 www.fusionhostel.pl Gästezimmer der Polnischen Akademie der Wissenschaften ul. Wieniawskiego 17/19, 60-713 Poznań Tel. 61 851 68 41 www.ibch.poznan.pl Jugendherberge TPD ul. Drzymały 3, 60-613 Poznań Tel. 61 848 58 36 Fax 61 849 09 82 www.schroniskotpd.d83.pl Schul-Jugendherberge „Hanka” ul. Biskupińska 27, 60-463 Poznań Strzeszyn Tel. 61 822 10 63, Fax 61 840 71 28 www.schroniskahanka.com Schul-Jugendherberge ul. Berwińskiego 2/3 60-765 Poznań Tel. 61 866 40 40

ÜBERNACHTUNGSMÖGLICHKEITEN Poznań Hotel Sheraton ***** ul. Bukowska 3/9, 60-809 Poznań Tel. 61 655 20 00, Fax 61 655 20 01 www.sheraton.pl Hotel Safir ul. Żmigrodzka 41/49, 60-171 Poznań Tel. 61 867 37 11, www.hotelsafir.pl Hotel Poznański ul. Krańcowa 4, 62-030 Luboń Tel. 61 649 99 88, Fax 61 649 99 89 www.hotelpoznanski.pl

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Kalisz und Umgebung Hotel Europa Al. Wolności 5, 62-800 Kalisz Tel. 62 767 20 31/33 www.hotel-europa.pl Hotel Flora ul. Wiatraki 3, 62-800 Kalisz Tel. 62 757 46 50 www.hotel-flora.pl Hotel Calisia ul. Nowy Świat 1-3, 62-800 Kalisz Tel. 62 767 91 00 Fax 62 767 91 14 www.hotel-calisia.pl Hotel Seven ul. Częstochowska 77, 62-800 Kalisz Tel. 62 764 43 43 www.hotelseven.pl

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Hotel Magda ul. Toruńska 27, 62-563 Licheń Stary Tel. 63 270 87 00 www.hotelmagda.com.pl In Licheń kann man Zimmer in den privaten Übernachtungshäusern „Aga”, „Agro”, „Eugenia”, „Abba” und „Tomasz Kuznowicz” buchen. Nähere Angaben entnehmen Sie bitte der Website: www.lichen.biz/noclegi.php Hotel Sara ul. Zielona 5, 62-600 Koło Tel. 63 26 24 880, Fax 63 26 24 840

Gostyń und Umgebung Oratorium-Kloster in Święta Góra 63-800 Gostyń Tel. 65 570 00 14 www.filipini.gostyn.pl Hotel Cukropol ** ul. Hutnika 14, 63-800 Gostyń Tel. 65 572 01 60, Tel./Fax 65 572 01 58 www.cukropol.pl Herberge „Pod Wiwatem” Krajewice 105, 63-800 Gostyń Tel. 693 389 873 oder 65 572 07 47 Piła und Umgebung Hotel Gromada *** al. Piastów 15, 64-920 Piła Tel. 67 351 18 00 Fax 67 351 18 88 www.gromada.pila.pl Hotel Elite ul. Orla 67, 64-920 Piła Tel./ Fax 67 212 43 46 Hotel Kwant al. Powstańców Wlkp.185, 64-920 Piła Tel. 67 351 46 25 Fax 67 351 44 67 www.hotelkwant.prv.pl Pension Park Al. F. Chopina 1, 64-920 Piła Tel. 67 210 89 20 Fax 67 210 89 30 www.pensjonatpark.pila.pl Pension Na Skarpie ul. Wiosny Ludów 2, 64-920 Piła Tel. 67 212 28 82

Leszno und Umgebung Hotel Akwawit *** ul. Św. Józefa 5, 64-100 Leszno Tel. 65 529 37 81, Fax 65 529 37 82 www.akwawit.pl Pension Ester*** ul. Narutowicza 61a, 64-100 Leszno Tel. 65 529 10 25, Fax 65 529 10 28 Hotel Wieniawa *** ul. Rynek 29, 64-100 Leszno Tel. 65 528 50 50 www.wieniawa.com.pl Gilding ul. Szybowników 28, 64-100 Leszno Tel./Fax 65 529 44 34 www.glidinghotel.pl Schloss SIMP Plac Zamkowy 1, 64-130 Rydzyna Tel. 65 529 50 40, 65 529 50 26 www.glidinghotel.pl Schloss in Witosław Witosław 1, 64-113 Osieczna Tel. 65 535 05 96, 65 535 93 21 www.apiherba.pl

Czarnków Hotel Czarna Hanka ul. Kościuszki 106, 64-700 Czarnków Tel. 67 255 24 58 www.wpuszczy.pl Gästehaus Śmieszek Śmieszkowo, ul. Wodna 13 64-700 Czarnków

Hotel Olympic ul. Leśna 15 a, 64-510 Wronki Tel. 67 254 55 00, Fax 67 254 55 11 www.hotel-olympic.pl Pniewy Hotel Quartet ul. Lwówecka 22, 62-045 Pniewy Tel. 61 29 38 500, Fax 61 29 38 567 www.hotelquarter.com.pl

Szamotuły, Wronki und Umgebung Hotel Maraton ul. Sportowa 6, 64-500 Szamotuły Tel. 61 292 19 61 www.maraton.szamotuly.pl Pałac Boborówko Boborówko, Parkowa 1, 64-500 Szamotuły tel. 61 291 40 27 Schul-Jugendherberge ul. Obornicka 12, 64-500 Szamotuły Tel. 61 293 20 89 www.ssm-szamotyly.com

Międzyrzecz und Umgebung Motel und Restaurant Jumar ul. Waszkiewicza 69, 66-300 Międzyrzecz Tel. 95 741 10 92, Fax 95 742 28 64 Olandia – Karina Konferenzen und Erholung Prusim 5, 64-420 Kwilcz Tel. 61 29 15 379, Mobiltel. 608 467 367 www.olandia.pl GASTRONOMIE

Kathedrale in Gniezno, Foto: Z. Schmidt

Poznań Restaurant Przy Bamberce Stary Rynek 2, 61-772 Poznań Tel. 61 852 99 17 www.bamberka.com.pl Brovaria Stary Rynek 73, 61-772 Poznań Tel. 61 858 68 68/78, Fax 61 858 68 69 www.brovaria.pl Green Way – Vegetarischer Imbiss ul. 23 Lutego 11 (ebenfalls ul. Taczaka 2 und ul. Zeylanda 3), 61-741 Poznań Tel. 61 582 52 41 www.greenway.webpark.pl Wirtshaus Pod Koziołkami Stary Rynek 95, 61-773 Poznań Tel. 61 851 78 68, Fax 61 851 78 69 www.podkoziolkami.pl Pieprz i wanilia (Pfeffer und Vanille) ul. Murna 3a (Ecke ul. Kozia) 61-771 Poznań Tel. 61 851 86 64, Fax 61 855 35 40 www.pieprzwanilia.pl Restaurant Estella ul. Garbary 41, 61-869 Poznań Tel. 61 851 71 22, Fax 61 855 16 68 www.estella.pl

Wągrowiec Hotel „Pietrak” **** ul. Kościuszki 47, 62-100 Wągrowiec Tel. 67 262 86 07 www.pietrak.pl Hotel des Sport- und Freizeitzentrums ul. Kościuszki 59, 62-100 Wągrowiec Tel. 67 26 22 481, Fax 67 26 85 336 www.osir.wagrowiec.eu Erholungs- und Ferienzentrum „Wielspin” ul. Jeziorna 16, 62-100 Wągrowiec Tel. 67 262 09 00 Fax 67 262 57 88 www.wielspin.pl

Wieleń Zaobrzański Ferienzentrum Krokus pl. Pielgrzymów 9, Wieleń Zaobrzański 64 – 234 Przemęt Tel. 65 549 90 21 oder 601 404 654 Ferienzentrum „Turów” ul. Wczasowa 50 Wieleń Zaobrzański, 64-416 Kaszczor Tel. 65 549 90 35, 65 549 93 38 Fax 65 549 90 95 www.poltour.pl

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Sphinx ul. Św. Marcin 66/72, 60-807 Poznań Tel. 61 852 53 62 www.sphinx.poznan.pl Cocorico Cafe ul. Świętosławska 9, 61-840 Poznań Tel. 61 852 95 29 www.cocorico.pl Weranda Caffe ul. Świętosławska 10, 61-840 Poznań Tel. 61 853 25 87 Zielona Weranda Cafe Grüne Veranda Cafe ul. Paderewskiego 7 Tel. 61 851 32 90 www.zielonaweranda.pl Czekolada (Schokolade) ul. Żydowska 29, 61-761 Poznań Tel. 61 851 92 91 U Przyjaciół (Bei Freunden) ul. Mielżyńskiego 27/29 61-729 Poznań Tel. 61 851 67 95, 609 838 803

Kalisz und Umgebung Karafka (Karaffe) ul. Górnośląska 10, 62-800 Kalisz Tel. 62 767 86 60 www.cafekarafka.pl Piwnica Ratuszowa (Rathauskeller) Główny Rynek 20, 62-800 Kalisz Tel. 62 757 05 03 Pięterko Staropolska (Altpolnische Etage) ul. Zamkowa 12, 62-800 Kalisz Tel. 62 757 53 02 www.centrum.pl/restauracje Restaurant KTW Park Miejski 2, 62-800 Kalisz Tel. 62 764 29 46 Fax 62 757 46 69 www.restauracja-ktw.pl Pod Karocą ul. Wrocławska 247, 62-800 Kalisz Tel. 62 768 74 47 www.podkaroca.pl Bambus ul. Śródmiejska 31, 62-800 Kalisz Tel. 62 764 29 85 Eldorado ul. Kościuszki 20, 63-500 Ostrzeszów Tel. 62 730 37 87 Konin Restaurant Italia ul. Chopina 16, 62-510 Konin Tel. 63 242 13 25 www.resitalia.konin.pl Gospoda Piwniczna (Wirtskeller) plac Wolności 11, 62-500 Konin Tel. 63 244 11 98 www.gospodapiwniczna.pl Sphinx ul. Chopina 18, 62-510 Konin Tel. 63 246 97 03 www.sphinx.pl Rady’s Griechisches Restaurant ul. Paderewskiego 8, 62-510 Konin Tel. 63 246 92 53 Living Room ul. Pałacowa 1, 62-510 Konin Tel. 63 211 33 80 Grodzka Pl. Wolności 7, 62-510 Konin Tel. 63 244 12 33 www.grodzka.konin.pl

Gniezno Amanda ul. Chrobrego 1, 61-200 Gniezno Tel. 61 428 28 31, Fax 61 428 28 30 Ratuszowa (Rathaus-Restaurant) ul. Chrobrego 40/41, 62-200 Gniezno Tel./Fax 61 424 32 23 Europejska (Europäisches Restaurant) ul. Dąbrówki 19, 62-200 Gniezno Tel. 61 426 30 41, 61 426 30 35 Gwarna ul. Mieszka I 16, 62-200 Gniezno Tel./Fax 61 426 16 16 In Centro Restaurant & Pizza Bar ul. Rynek 10, 62-200 Gniezno Tel. 61 428 26 14 Polska ul. Tumska 5, 62-200 Gniezno Tel. 61 426 18 00 Ristorante Italiano ul. Tumska 12, 62-200 Gniezno Tel. 61 426 14 97 Sphinx ul. Chrobrego 4, 62-200 Gniezno Tel. 61 426 13 73

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Kalvarienberg in Ujście, Foto: Archiv der Kreisverwaltung in Piła

Kirche in Rokitno, Foto: Z. Schmidt

Kresowianka ul. Kolska 55a, 62-510 Konin Tel. 63 244 52 45 Pałacyk ul. 1 Maja 15 a, 62-510 Konin Tel. 63 245 77 77

Rębajło ul. Kossaka 195, 64-920 Piła Tel. 67 212 36 65 oder Tel. 67 213 70 78 www.rebajlo.mini-max.biz Miedzyrzecz Piastowska ul. Młyńska 3, 66-300 Międzyrzecz Tel. 95 741 23 65 Feniks ul. Chopina 1, 66-300 Międzyrzecz Tel. 95 741 76 60 www.feniksmiedzyrzecz.cba.pl

Piła und Umgebung Caruso al. Piastów 15, 64-920 Piła Tel. 67 351 18 44 Nad Gwdą ul. Browarna 19 , 64-920 Piła Tel. 67 351 00 20 Cechowa ul. Bydgoska 35, 64-920 Piła Tel. 67 213 17 89 Karczma Smocza Jama (Gasthof Drachenhöhle) ul. Kilińskiego 2a, 64-920 Piła Tel. 67 353 21 81 www.karczmasmoczajama.pl Młyn (Mühle) ul. Dąbrowskiego 4, 64-920 Piła Tel. 67 212 42 62 oder 505 042 353 www.restauracjamlyn.ovh.org Browar (Brauerei) ul. Bydgoska 35, 64-920 Piła Tel. 67 213 17 89, www.browar.pila.pl

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Infocenter Poznań 61-772 Poznań, Stary Rynek 59/60 tel. 61 852 61 56, 61 855 33 79 it@cim.poznan.pl

Leszno 64-100 Leszno, ul. Słowiańska 24 tel. 65 529 81 91, 65 529 81 92 infotur@leszno.pl

Eingang an der ul. 27 Grudnia 61-816 Poznań, ul. Ratajczaka 44 tel. 61 851 96 45, 61 856 04 54 centrum@cim.poznan.pl

Nowy Tomyśl 64-300 Nowy Tomyśl pl. Niepodległości 10 tel. 61 442 38 06 r.ratajczak@nowytomysl.pl

Poznań Internationale Messe 60-734 Poznań, ul. Głogowska 14 tel. 61 869 20 84 centrum@cim.poznan.pl

Piła 64-920 Piła, al. Niepodległości 33/35 tel. 67 210 94 80 pit@powiat.pila.pl

Flughafen Poznań-Ławica 60-189 Poznań, ul. Bukowska 285 tel. 61 849 21 40 lawica@cim.poznan.pl Hauptbahnhof Poznań 60-801 Poznań, ul. Dworcowa 1 tel. 61 866 06 67 info@globtourfb.poznan.pl

Puszczykowo 62-040 Puszczykowo, ul. Poznańska 1 tel. 61 633 62 83, 61 898 37 11 promocja@puszczykowo.pl Śrem 63-100 Śrem, ul. Okulickiego 3 tel. 61 283 27 04 unia@srem.com.pl Wolsztyn 64-200 Wolsztyn ul. Roberta Kocha 12a tel. 68 347 31 04 gci@wolsztyn.pl

Gniezno 62-200 Gniezno, ul. Rynek 14 tel. 61 428 41 00 info@szlakpiastowski.com.pl Kalisz 62-800 Kalisz, ul. Zamkowa tel. 62 598 27 31 it@um.kalisz.pl

Herausgeber: Wielkopolska Tourismusorganisation ul. 27 Grudnia 17/19, 61-737 Poznań Text: Anna Plenzler Übersetzung: Andreas Prause Graphische Gestaltung: Agencja Fotograficzna Studio-F, www.olszewskiphoto.pl Fotos: A. ��ącki, Z. Schmidt, Archiv der Kreisverwaltung in Gostyń

Konin 62-510 Konin, ul. Dworcowa 2 tel. 63 246 32 48 biuro@lotmarina.pl

ISBN: 978-83-61454-83-0 Poznań 2012

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