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30. April – 1. Mai im Bockenheimer Depot

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Alles, was man über Wein wissen muss

für Einsteiger und Neugierige

64 Seiten Wein-Know-how

Ausgabe 2011

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28.03.11 14:08


Liebe Weinliebhaber,

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ie kompliziert ist Wein eigentlich? Muss man Angst davor haben, mit anderen über dieses faszinierende Genussmittel zu sprechen? Tatsächlich denken viele immer noch, es wäre quasi eine Art Verdienst, wenn man sich besonders kreativ und gewählt zum Thema äußern kann. Dabei macht ein unkompliziertes Gespräch über das, was sich da im Glas befindet, einfach Spaß! Ob Sie es glauben oder nicht: Hat man auch nur ein kleines Schlück ... äh, bisschen Grundwissen, so fällt es nicht nur leichter, im Gewimmel eines Weinregals den passenden Tropfen für den eigenen Geschmack zu finden, sondern dann schmeckt das Ganze auch noch viel besser. Wein ist Kommunikation, das kennt jeder aus dem Bistro, der Weinschenke oder sogar aus dem Sterne-Lokal. Warum also nicht über die Sache selbst reden? Weil viele denken, sie hätten keine Ahnung. Stimmt nicht – sie haben ja diese Weinfibel, in der alles nötige Basiswissen komprimiert zusammengefasst ist! Natürlich kann ein kleines Heft keine Fachliteratur ersetzen, aber Sie finden hier alle notwendigen Basics, um sich beim Weinkauf nicht mehr von der Schönheit des Etiketts blenden oder vom smarten Kellner sauren Fusel einschenken zu lassen. Natürlich kann man sich generell auf die elementaren fünf Weinsorten – schmeckt, schmeckt nicht, billig, teuer, geschenkt – beschränken, aber da geht noch mehr. Viel mehr! Blättern Sie einfach in diesem kleinen Themenkonzentrat und träufeln Sie sich davon täglich ein wenig ein. Schon nach kurzer Zeit wirkt der Inhalt, und Sie trauen sich vielleicht sogar, einen Weinfachhändler aufzusuchen. Oder die Messe „Wein am Main“, wo sich eine Vielzahl von Winzern aus Deutschland und anderen europäischen Ländern auf Ihren Besuch freut und Ihnen gern einen einschenkt. Oder zwei. Oder ... Mit weinseligen Grüßen

Bastian Fiebig (Chefredaktion)

Erik Kohler

(Wein am Main)

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Inhalt 6 8 14 16 20 28 36 44 46 48 49 50 52 56 58

Die WeinFibel

geschichte Wein – damals und heute Erzeugung Weinherstellung en détail Klassifikation So funktioniert das Weingesetz WeinRegionen Warum in die Ferne schweifen … Porträts Trauben Die wichtigsten Rebsorten Weinbauländer Wein international Händler An der Quelle Schaumwein Champagner und Sekt – so geht das! WeinLagerung Verschlüsse Wein Richtig Geniessen Ausgehtipps Ausstellerliste 10 FAQs in Sachen Wein Was Sie schon immer über Wein wissen wollten

Impressum Die Weinfibel für die WEIN AM MAIN wird herausgegeben vom JOURNAL FRANKFURT in ­Zusammenarbeit mit und für die Weinevents & Marketing Services GmbH, Erik Kohler; Chef­redaktion/Texte: Bastian Fiebig; CvD: Sabine Charlotte Naujoks-Petri; Layout: Daniela Kammann, Klaus Günter Berger; Fotos: DWI, Thorsten Emerich, istockphoto, Fotolia, Andereyy Buvakin, Wikipedia/Al Mare; Verlags- und Redaktionsanschrift: Presse Verlags­gesellschaft mbH, Geschäftsführung: Stefan Wolff; Alleingesellschafter: MMG – Medien & Marketing Gruppe GmbH, Ludwigstraße 33–37, 60327 Frankfurt, Tel. 069 974600, www.journalfrankfurt.de, (zugleich auch ladungsfähige Anschrift für die im Impressum genannten Verantwortlichen und Vertretungsberechtigten); Anzeigen: Susanne Becker, Tel. 069 97460-368; Marketing/Vertrieb: Michelle Weise (Leitung), Tel. 069 97460-332, Patrick Stürtz, Tel. 069 97460-340; Produktion: k/c/e marketing³, Jonas Lohse (Leitung), Klaus Günter Berger, Nicole Bergwein, Monika Kiss, Emir Vuˇci´c Druck: Hoffmann Druck GmbH, Emmericher Straße 10, 90411 Nürnberg; Gerichtsstand: Frankfurt am Main; Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags. Die Weinfibel ist dem JOURNAL FRANKFURT Nr. 9/11 beigeklebt. © 2011 Presse Verlagsgesellschaft mbH

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Wein – damals und heute Wein ist nicht nur ein Getränk, sondern ein Kulturgut, das die Menschheit seit Jahrtausenden genussvoll beschäftigt.

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igentlich war und ist schon unseren tierischen Vorfahren bekannt, dass vergorene Früchte eine betörende Wirkung haben. Affen bedienen sich gezielt überreifer Exemplare, und man hat schon Fernsehbilder gesehen, auf denen sich eine komplette Horde nach reichhaltigem Konsum kaum noch auf den Ästen halten konnte. Wein als Kulturgut entstand jedoch in Europa, und wer annimmt, die Wiege des Weines stünde in einer der großen, bekannten Weinbaunationen 6 I Wein am Main


Geschichte

unserer Zeit, der täuscht sich: Selbst wenn schon die alten Griechen Dionysos als Gott des Weins verehrten und die Römer diesen als Bacchus kopierten, so wusste man auf dem heutigen Staatsgebiet von Georgien und der Türkei vermutlich schon vor 8000 Jahren, dass es sich lohnt, Traubensaft vergären zu lassen. Neueste Funde deuten allerdings darauf hin, dass die Nordchinesen bereits vor 9000 Jahren wussten, wie es geht! Die bisher älteste Kelteranlage entdeckte man im iranischen Zagros-Gebirge. Sie soll nach heutigem Kenntnisstand annähernd 7400 Jahre alt sein. Im größeren Stil begann man im Südkaukasus etwa vor 5000 Jahren Wein zu kultivieren, die Grenzen des antiken Persiens sind in etwa das Ursprungsland des Weinbaus. Bald darauf breitete sich der Weinbau im kompletten Nahen Osten aus, die Minoer pflegten ab 1700 v. Chr. auf Kreta ihre Rebstöcke, und die Gallier bekamen wohl sieben Jahrhunderte vor Christi Geburt ihre erste Rebenlieferung. Doch erst die Römer verbreiteten die Weinrebe mit ihren Eroberungszügen beinahe über den kompletten europäischen Kontinent bis hinauf nach England, denn sie wollten nur ungern auf ihr Lieblingsgetränk verzichten – und vor Ort anbauen ist deutlich einfacher, als Rebensaft zu importieren. Dabei darf man sich den Wein der Antike nicht so vorstellen wie heutigen. Nur „Barbaren“ tranken ihn damals unverdünnt, reichlich Honig und Gewürze wurden neben Wasser hinzugefügt. Im Mittelalter war Wein ein Massengetränk, das dem Wasser auch aufgrund der häufig mit Bakterien verseuchten Brunnen und Flüsse vorgezogen wurde. Der normale Durchschnittshörige bekam nur eine säuerliche Plörre aus Trestergärung zu trinken, während die Adeligen deutlich besseren Wein in Gläsern tranken. Damals war Deutschland bis nach Friesland hinauf mit Reben bestockt, was sich durch das kältere Klima im ausgehenden Mittelalter jedoch wieder änderte. Haltbar wurde Wein durch Zugabe von Branntwein gemacht, um diesen dann per Schiff in ferne Länder transportieren zu können, bevor sich allmählich die Schwefelung durchsetzte. Die aus Amerika importierte Reblaus zerstörte den europäischen Weinbau im 19. Jahrhundert bis auf wenige Reste, bevor die Veredelung amerikanischer Reben schließlich wieder die Pflanzung von Reben ermöglichte. Heute gibt es noch viele alte Weinbaugebiete, von denen nur kleine Zeugnisse vergangener Größe übrig sind. So zum Beispiel der 2,5 Hektar große Frankfurter Lohrberg – zu Goethes Zeiten umwogte Antike Amphoren/Tyrrhenisches Meer die Main­metropole ein Rebenmeer!

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Weinherstellung en détail Trauben quetschen, rein ins Fass, gären lassen und fertig – nein, ganz so einfach geht das nun doch nicht. Ein kurzer Überblick zum „Making-of “.

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m Weißwein zu erzeugen, werden die Trauben zunächst entrappt, also von Stielen und Stengeln getrennt. Konservativ arbeitende Weinmacher geben insbesondere bei Rotwein oft noch ein paar davon in die gärende Maische, um das in ihnen enthaltene Tannin und die Gerbstoffe herauszulösen, damit der Wein länger haltbar wird, was allerdings umstritten ist, da so auch viele hart schmeckende Bitterstoffe entstehen. Anschließend lässt

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Erzeugung

man beim Weißwein die Maische, also Saft plus Traubenschalen, bis zu zehn Stunden gemeinsam stehen, damit wertvolle Aromen, Tannine und Pektine aus der Beerenhaut gelöst werden. Dann geht es ab in die Presse: Moderne Kellereien arbeiten meist mit modernen Ballonpressen, bei denen die Trauben mittels eines aufblasbaren Balges von innen gegen die poröse Wand der Presse gedrückt werden. Diese Methode ist um einiges schonender als jene Gerätschaften, die man aus Weinbaumuseen kennt.

Aus Saft wird Wein

Jetzt wird der weiße Rebensaft in ein großes Behältnis weitergeleitet, in dem dann die alkoholische Gärung stattfindet. Früher waren dies große Holzfässer, was schon im Frühstadium der Gärung zum Kontakt von Traubensaft und Luft führte und hohe Ansprüche an die Hygiene stellte. Im 20. Jahrhundert kamen dann Betontanks in Mode, bevor Stahltanks mit der Möglichkeit einer exakten Temperaturregelung ihren Siegeszug antraten. Ein bedeutendes Problem während der alkoholischen Gärung ist neben der Hygiene nämlich die Temperatur. Steigt sie zu schnell und in unerwünschte Höhe, kann ein kompletter Jahrgang unbrauchbar werden. Fällt sie zu stark, besteht das Risiko einer stockenden oder sogar endenden Gärung. Man erzählt sich, dass Winzer früher in frostigen Nächten in ihre Keller liefen, um notfalls per Umarmung des jeweiligen Fasses die Gärung mittels ihrer Körperwärme in Schwung zu halten. Heute rieselt an der Wand hochmoderner Inox-Stahltanks kaltes Wasser herab und sorgt so für die präzise Einhaltung der zuvor eingestellten Wunschtemperatur. Dennoch bevorzugen viele Winzer Beton oder Holz aufgrund der besseren Temperaturstabilität – einmal warm, bleibt es warm. Damit nichts dem Zufall überlassen bleibt, verlässt man sich auch nicht mehr auf die natürlicherweise auf der Traubenschale wohnenden Hefen, sondern fügt sogenannte Reinzuchthefen hinzu, die nicht nur für einen sauberen Gärungsverlauf sorgen, sondern sogar bestimmte Aromen wie Pfirsich, Zitrone oder Ähnliches im Wein fördern sollen. Winzer, die stärker auf den geschmacklichen Ausdruck des eigenen Weinbergs mit seinen komplexen Boden- und Klimabedingungen setzen, wenden sich allerdings vermehrt der Spontangärung zu, bei der die einzigartigen, in jedem Weinberg unterschiedlichen Hefestämme für die Gärung zuständig sind. Riskant, weil nicht vorhersehbar (also spontan), aber reizvoll, weil unnachahmlich. Nach der alkoholischen Gärung klärt sich der Wein eigentlich von selbst, größere Betriebe helfen gern mit Filteranlagen nach, traditionellere arbeiten mit Eiweiß oder sogar noch mit Fischblase. Im Winter Wein am Main I 9


kann dann eine zweite Gärung, die sogenannte malolaktische Gärung, auftreten, bei der Apfel- in Milchsäure umgewandelt wird. Diese Gärung ist nicht immer erwünscht und kann durch Kühlen unterbunden werden, doch bei einigen Rebsorten schleift sie die natürlicherweise harte Säure auf das passende Niveau herunter.

Farbenfroh

Beim Rotwein verläuft die Produktion in einer anderen Reihenfolge. Während man Weißweintrauben meist nicht allzu lang „auf der Maische“, also bei den Schalen lässt, um Fruchtigkeit und Finesse des Weines zu bewahren, werden Rotweintrauben Mit Muskelkraft wird Wein geschafft! bereits vor der alkoholischen Gärung eingemaischt, also in eine riesengroße Pampe verwandelt und bis zu mehreren Wochen beieinander belassen. Generell befinden nicht nur viele wertvolle Aromen und Tannin in der Traubenhaut, auch die Farbe versteckt sich in der Außenhülle. Die Pigmente werden während der Gärung herausgelöst, mit ihnen aber auch viele weitere Substanzen wie Tannin und Gerbsäure. So braucht es weit mehr als nur Fingerspitzengefühl, um den richtigen Zeitpunkt herauszufinden, an dem sämtliche Elemente in einem idealen Verhältnis zueinander stehen – je nachdem, wie der zukünftige Wein schmecken soll. Da in der Traube mit wenigen Ausnahmen keinerlei Farbe enthalten ist, ist dem Winzer natürlich daran gelegen, das Verhältnis von Traubenschale zu Traubeninnerem zugunsten der Schale zu verändern. Mehr Schale = mehr Farbe und Tannin. Also lassen viele Winzer direkt nach dem Befüllen des Gärtanks den sogenannten Vorlauf ab, also jenen Traubensaft, der durch natürlichen Druck des Traubengewichtes entsteht. Dieser Saft hatte nur wenig Kontakt mit der Traubenschale und ist somit eher lachs- denn roséfarben. Nach diesem in Frankreich Saignée (Aderlass) genannten Verfahren entstehen elegante Roséweine mit dezenter Frucht und komplexer Aromatik. Je länger man die Schale beim Traubensaft lässt, umso dunkler wird dieser. Die berühmten Roséweine Südfrankreichs haben schon deutlich mehr Farbe, und der dunkelste Rosé kommt aus dem winzigen Anbaugebiet Les Riceys in 10 I Wein am Main


der Süd-Champagne – wenn man nicht die hellen Rotweine des Elsass als Rosé bezeichnen möchte. Der Übergang ist also durchaus fließend. Ab einem bestimmten Stadium ist die Grenze zum Rotwein jedoch überschritten, und damit die TrauEin Weinflüsterer bei der Arbeit ben auch immer schön mit dem Saft in Kontakt bleiben, muss der Winzer regelmäßig den „Hut“, also die nach oben auftreibenden Schalen, unterrühren. Ein mühseliges Geschäft, das bis zu einem Monat dauern kann und in Großbetrieben immer öfter von Maschinen übernommen wird. Natürlich fängt die Maische nach kurzer Zeit an zu gären, doch durch systematisches Herunterkühlen (Kaltmazeration) kann die Aktivität der Hefen so weit gebremst werden, dass feinere Fruchtaromen extrahiert werden. Von Beginn an steht der angestrebte Weintyp im Vordergrund: Leichte, fruchtbetonte Rotweine (Beaujolais, Valpolicella) bleiben nur etwa vier Tage mit der Maische in Kontakt und vergären zügig, Barolo oder Brunello di Montalcino können in guten Jahren über vier Wochen vertragen. Erst jetzt wird gekeltert (also gepresst), wobei sich ein Großteil des Weines ohne Druck von den Schalen trennt – der Presswein enthält dafür das Vierfache an Tannin und wird nur bei Bedarf wohldosiert nach der Kelterung hinzugegeben. Jetzt braucht der Wein Ruhe, wird geklärt, bei Bedarf filtriert und entweder im Stahltank belassen, um fruchtige, unkomplizierte Tropfen zu erzeugen, oder ins Holzfass gelegt, um später lagerfähige Gewächse auf die Flasche zu bringen. Dabei ist die Art des Holzes entscheidend. Während Kastanienholz so bearbeitet wird, dass es keinerlei Aroma an den Wein abgibt, ist bei der Verwendung von Eichenholz der Geschmack bereits fest eingeplant. Das bringt nämlich nicht nur komplexe Gewürzaromen in den Wein, sondern macht den Wein durch das im Holz enthaltene Tannin zudem noch haltbar. Hier kann der Winzer nicht nur durch Herkunft des Holzes (Frankreich, Amerika, Deutschland) oder die Größe des Fasses regelnd eingreifen, auch das Alter der Fässer entscheidet über die Intensität des Geschmacks. Junge Fässer geben noch ihr volles Aroma ab, während gebrauchte Fässer wesentlich dezenter Einfluss auf den Wein nehmen. Die Lagerzeit kann hier von ein paar Monaten bis zu mehreren Jahren variieren – je nachdem, was der Winzer für einen Wein machen möchte. Bevor es schließlich in die Flasche geht, wird noch ein letztes Mal geklärt, dann wird unter strengen hygienischen Auflagen geschwefelt und abgefüllt. Bio-Erzeuger sind dabei bemüht, die Menge des verwendeten Schwefels auf ein Minimum zu reduzieren, doch ob ein kompletter Verzicht sinnvoll ist, muss sich erst noch zeigen. 

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So funktioniert das Weingesetz Auch in Deutschland darf nicht jeder einfach sein Weinchen abfüllen. Klare Formulierungen sagen uns, was sich in der Flasche befindet.

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as deutsche Weingesetz klassifiziert nicht etwa Lagen oder Regionen wie in vielen anderen Ländern üblich, sondern bewertet die Qualität des Weines selbst. Dies geschieht anhand des potenziell im Trauben­ saft vorhandenen Alkohols in Form von Zucker. Dieser wird in Grad Oechsle dargestellt (der Erfinder des Messsystems hieß Oechsle).

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Klassifikation

Die niedrigste Qualitätsstufe ist der Tafelwein, der einen potenziellen Mindestalkoholgehalt von 5 % oder 44 Grad Oechsle aufweisen muss. Nach Anreicherung durch Zucker muss der Wein mindestens 8,5  Vol. % Alkohol aufweisen. Meist handelt es sich um sehr einfache Weine ohne viel Charakter, die Herkunft ist häufig ohne Belang. Landwein zählt bereits zu den Weinen mit geschützter Ursprungs­ bezeichnung, hier liegen die erforderlichen Mindestmostgewichte um 0,5  Vol.  % Alkohol/3 Grad Oechsle höher. Mindestens 85 % der gekelterten Trauben müssen aus dem deklarierten Gebiet stammen. Die Trauben für Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA) müssen komplett aus einem einzigen der zugelassenen Weinbaugebiete, die gekelter­ ten Trauben dabei alle von Rebsorten der Art Vitis vinifera stammen. Je nach Anbaugebiet und Rebsorte muss das Mindestmostgewicht 50 bis 72 Oechsle betragen. Die Anreicherung vor der Gärung durch Zucker ist erlaubt. Die Prädikatsweine stellen die Spitze der deutschen Wein­qualitätspyramide dar und teilen sich wiederum in die folgenden Prädikate: Kabinett – Mindestmostgewicht 73 Grad Oechsle Spätlese – Mindestmostgewicht 85 Grad Oechsle Auslese – Mindestmostgewicht 95 Grad Oechsle Beerenauslese – Mindestmostgewicht 125 Grad Oechsle Trockenbeerenauslese – Mindestmostgewicht 150 Grad Oechsle Eiswein – Lese bei unter -7 Grad, Kelterung in gefrorenem Zustand Die Mindestmostgewichte sind in jedem Gebiet leicht unterschiedlich, die hier dargestellten nur ein ungefährer Richtwert. Alle Weine müssen aus einem einzigen Bereich stammen, die Anreicherung mit Zucker vor der Gärung ist nicht erlaubt! Der vorgeschriebene Mindestalkoholgehalt muss erreicht werden. Alle Prädikatsweine werden einer amtlichen Prüfung unterzogen, die Prüfnummer wird auf dem Etikett vermerkt.

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Warum in die ­Ferne Schweifen … … wenn der gute Wein doch beispielsweise schon an der Nahe liegt. Eine kleine Rundreise durch die Vielfalt deutscher Anbaugebiete.

Ahr

Eines der kleinen deutschen Anbaugebiete mit annähernd 550 Hektar Rebfläche. Erstreckt sich entlang des Flusses Ahr auf 25 Kilometern bis kurz vor die Mündung in den Rhein. Auf den steilen Weinbergen wächst hauptsächlich Spätburgunder, gefolgt von Portugieser, Frühburgunder und Dornfelder. In den letzten Jahren haben die Ahr-Winzer mit fulminanten Spätburgundern (leider zu entsprechenden Preisen) auf sich aufmerksam gemacht. 16 I Wein am Main


Weinregionen

Mosel

An den steilen Hängen des in engen Schleifen mäandernden Flusses wachsen auf über 8000 Hektar Rebfläche einige der besten Weißweine der Welt. Riesling ist der unumstrittene Hauptdarsteller, denn hier ist das perfekte Terroir für filigrane Weine mit geringem Alkoholgehalt und umso mehr Aroma. Die 735 Hektar Weinberge an der Saar liegen im Schnitt rund 50 bis 100 Meter höher als jene an der Mosel. Das Klima ist rauer und die Weine somit säurereicher und etwas härter. Dennoch gehören sie zum Besten, was man an Riesling in Flaschen füllen kann – und auch der teuerste Süßwein der Welt stammt von der Saar: vom Scharzhofberg bei Wiltingen. Am Nebenfluss Ruwer stehen auf 190 Hektar Schieferboden zu 90 % Riesling-, aber auch Spätburgunder-, Weißburgunder- und andere Reben.

Mittelrhein

Was wären die romantischen Burgen ohne die kleinen, verstreuten Weinberge? Zum Weltkulturerbe Mittelrhein gehören auch jene kleinen und im Bestand bedrohten Steillagen, auf denen zu 70 % Riesling, ansonsten Spätburgunder, Müller-Thurgau, Kerner, Dornfelder und weitere Rebsorten stehen.

Rheingau

Schlösser und Riesling bestimmen seit Jahrhunderten die Weinbaugeschichte des Rheingau. Hier brachten Zisterzienser bereits im Mittelalter Reben nach Kloster Eberbach, und in Schloss Johannisberg wurde 1775 die Spätlese erfunden. Heute sind 80 % der insgesamt 3010 Hektar Weinberge mit Riesling bestockt. Der Rest entfällt größtenteils auf Spätburgunder, der hier eine große Zukunft hat und klassisch in der Gemeinde Assmannshausen angebaut wird. Weißburgunder und Dornfelder sind ebenfalls zu finden.

Nahe

Das große Anbaugebiet steht mit seinen 4124 Hektar Rebfläche ein wenig zwischen den Stühlen. Die Weinberge liegen weit verstreut zwischen Rheingau und Rheinhessen und so lassen sich durchaus auch die Weine charakterisieren – saftig, kraftvoll, aber nie plump, sondern immer voller Eleganz. Aus dem bunten Rebsortenspiegel ragt wiederum der Riesling mit einem Anteil von 26 % heraus, gefolgt von Müller-Thurgau, Dornfelder und Silvaner. Wein am Main I 17


Landschaft am Steinernen Bilderbuch/Saale-Unstrut

Rheinhessen

Das Schwergewicht des deutschen Weinbaus hat annähernd 26  300 Hektar Reben unter Ertrag. Müller-Thurgau führt hier mit 16 % vor Dornfelder, Riesling, Silvaner und Portugieser. Das Image eines Billigweingebietes hatte man sich vor allem in den 70er Jahren redlich verdient, mittlerweile kommen jedoch einige der besten Weine der Republik aus dieser Region, in der in den letzten 10 Jahren förmlich eine Qualitätsrevolution stattgefunden hat. Die Weine sind fruchtbetont, mineralisch und selten karg.

Pfalz

Im Wettstreit um die Pole-Position im deutschen Weinbau belegt die Pfalz mit knapp 24  000 Hektar Weinland derzeit Platz zwei. Die Anzahl an unterschiedlichen Rebsorten ist beinahe so unübersichtlich wie in Rheinhessen, gemeinsam ist beiden Gebieten jedoch, dass die besten Weine von Riesling und Spätburgunder stammen. Es folgen Silvaner, Burgundersorten und hier besonders interessante Einwanderer wie Syrah, Cabernet Sauvignon oder Tempranillo.

Hessische Bergstraße

Vor der Wiedervereinigung mit 435 Hektar das kleinste deutsche Weinanbaugebiet. Zahlreiche Nebenerwerbswinzer, die ihre Ernte bei den Winzergenossenschaften abliefern, ein Staatsweingut und nur wenige Kleinerzeuger setzen hauptsächlich auf Riesling, Spät- und Grauburgunder. Das Klima ist günstig, die Weine sind oft säurebetont frisch und mineralisch. 18 I Wein am Main


Weinregionen

Baden

Deutschlands südlichstes Weinbaugebiet reicht von der südlichen Bergstraße bis zur Schweizer Grenze und gehört den Burgundersorten: Auf knapp 15  500 Hektar wachsen vor allem Spät-, Grau- und Weißburgunder sowie MüllerThurgau und Riesling. Die Weine sind oft üppig, opulent und kraftvoll.

Württemberg

Auf weit verstreuten 11  500 Hektar Rebenland entstehen leichte Rotweine aus Trollinger, fruchtige aus Schwarzriesling, dichte Spätburgunder und Lemberger sowie mineralische, feingliedrige Rieslingweine auf höchstem Niveau.

Franken

Die Weinberge des einzigen bayerischen Weinbaugebietes liegen größtenteils entlang des Mains. Hier erreicht der Silvaner sein höchstes Niveau, gleiches gilt auch für die andernorts als Massenrebe verpönte Steillage an der Mosel Müller-Thurgau – und die gerade mal 4 % Riesling lohnen die Nachfrage beim Winzer, denn sie stehen immer in den besten Lagen. Hoher Anteil an Neuzüchtungen.

Sachsen

Hinter Dresden liegen elbabwärts rund 470 Hektar Weinberge, auf denen eine Vielzahl von Rebsorten gedeihen. Müller-Thurgau, Riesling und Burgundersorten stehen dabei sowohl bei der Menge als auch in Sachen Qualität an der Spitze, aber auch Traminer oder Goldriesling erbringen spannende Gewächse!

Saale-Unstrut

Entlang der beiden Flüsse wachsen vor allem Müller-Thurgau, Weißburgunder, Silvaner und Riesling in hochromantischer Landschaft und ergeben mineralische, schlanke und ausdrucksstarke Weine, die leider nur schwer zu bekommen sind. 

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400 Jahre  Tradition

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eingut Fürst Löwenstein steht für markante Silvaner-Weine, die durch ihre lange und würzige Mineralik ihresgleichen sucht. Traditionell werden fast ausschließlich trockene Weine erzeugt. Im Mittelpunkt stehen die Kabinettweine aus Franken und Rheingau und die frischen, fruchtigen sogenannten CF-Weine. Hohen Weingenuss bereiten die Weine aus der CARL Edition. Bekannt ist das Weingut für seinen berühmten Homburger Kallmuth – der Kallmuth wird als Monument der Geschichte bezeichnet. Die Grundlage des Bodens bildet Buntsandstein, im oberen Bereich des Homburger Kallmuth schiebt sich eine Schicht Muschelkalk darüber. Die 11 ha große Terrassensteillage ist geprägt durch kilometerlange Buntsandsteinmauern, die eine einmalige Kulturlandschaft widerspiegeln. Die direkte Nähe zum Main, geringer Niederschlag, natürliche Grundwasserversorgung und eine südwestliche Hangneigung bilden die Grundlage für langlebige und große Weine. Weitere Flächen, knapp 10 ha Weinbergsbesitz, liegen im Herzen des Rheingaus, rund um die Höhengemeinde Hallgarten. Neben den rassigen Rieslingen, die sich durch Frucht, Kraft und Eleganz auszeichnen, sind auf den sandigen Böden der Lagen Schönhell Früh- und Spätburgunder angepflanzt.

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Porträt

Neuer Standort im Schlosspark Kleinheubach Das Weingut wird von Dr. Stephanie Erbprinzessin Löwenstein gemeinsam mit ihrem dynamischen Weingutsteam geführt. Im Jahre 2010 erfolgt eine grundlegende Neugestaltung und Ausrichtung des Weingutes. Das Weingut ist von Kreuzwertheim in den Schlosspark von Kleinheubach umgezogen, wo sich in unmittelbarer Nähe auch das Schloss und Stammsitz der Familie befindet. Der Weinkeller ist im ehemaligen Marstall etabliert, ein barockes, dreischiffiges Sandsteingebäude aus dem 17. Jahrhundert, welcher mit zeitgemäßer Technik ausgestattet ist. Das historische Gebäude wird um einen komplett in Holzbauweise errichteten Neubau ergänzt, der die Kelterhalle, die Lagerhalle, Sensorikraum und die Büros einnimmt.

Schlosspark und Hotel Schloss Löwenstein Entspannung und Ruhe, die sich aus den weitläufigen Parkanlagen und den historischen Gebäuden ergeben, sollen auf den Gast ebenso ausstrahlen wie auf den Wein. Der Besucher und Gast wird das Weingut Fürst Löwenstein als Ensemble aus Marstall und Holzneubau, Schloss und der Vinothek im Dienerbau erleben. Im Schlosspark an­ge­kommen, kann man für eine Weile die Umgebung vergessen, Weine genießen, das Weingut besichtigen oder sich eine Auszeit im Hotel Schloss Löwenstein gönnen. Der beeindruckende Marmorsaal, der Pompejanische Saal sowie weitere Räumlichkeiten bieten einen idealen Rahmen für exklusives Tagen, Feiern und fürstliches Heiraten.

Weingut Fürst Löwenstein Schlosspark 5, 63924 Kleinheubach Tel. 09371 9486600, Fax: 09371 9486633 www.loewenstein.de

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Weeniger.  niger.  W Aber besser besser. Aber

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m Herzen der Toskana, zwischen Florenz und Siena, erstreckt sich an den Ausläufern der Monti Del Chianti auf dem Poggio al Mulino das Weingut TOMILAIA. In handwerklichen Dimensionen widmen sich der Italo-Frankfurter TOM BOCK und sein freundschaftlicher Partner HENNER PREFI als Eigentümer und Winzer seit fast einem Vierteljahrhun­dert den Rebstöcken und Olivenbäumen in der toskanischen Heimat. Es gibt wahr­­scheinlich keinen Zweiten, der so vieles von Landwirtschaft bis Architek­ tur in einer derartigen Bandbreite und persönlichen Tiefe vereint und bewerkstelligt wie TOM BOCK. Ein Mensch, der in erster Front seit über 20 Jahren gleichzeitig ein Olivenöl der Spitzenklasse herstellt, Häuser in ganz Europa bis hin zu ganzen Stadtvierteln kreiert und baut (in Frankfurt z. B. den MAIN PLAZA TURM, das FLORENTINISCHE VIERTEL, das SOHO QUARTIER, SOLITÄR 1 und SOLITÄR 6), dazu mit dem BIANCALANI und dem A CASA DI TOMILAIA noch zwei herausragende Restaurants betreibt, Kulturland in Italien bewirtschaftet und ein Weingut aufgebaut hat. Oder wie er es selbstironisch beschreibt: „Ein kleiner toskanischer Oliven- und Weinbauer, der als gastarbeitender Architekt und Bauherr in Deutschland für den Clan noch was dazuverdienen muss!“ Jedenfalls muss man lange suchen, um jemanden zu finden, der Menschen Häuser baut, darin für sie kocht und davor für sie Kultur schafft sowie ihnen noch Wein, Öl, Honig und mehr aus eigenem Anbau liefert. Und alles mit einer schon legendären Qualität und Leidenschaft.

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Porträt

Made With Love In Tuscany.

Auf bestem toskanischem Terroir, das bereits von den MEDICI geprägt wurde, in steiler Hanglage und in perfekter Exposition, stehen die Rebstöcke, die ältesten wurden vor über 60 Jahren gepflanzt, zwei neue Weinberge werden bis 2020 dazukommen. Berühmt geworden ist die Toskana, im besonderen das Chianti-Gebiet, mit der klassischen Rotweinrebsorte Sangiovese. Davon gibt es auf TOMILAIA die Varietäten Sangiovese Piccolo und Sangiovese Grosso, auch Brunello genannt. Zur Komplexität der Rotweine trägt eine kleinere Menge von Malvasia Nera, Merlot und auch Ciliegiolo bei. Durch die naturverbundene und biologische Bewirtschaftung und die Sorgfalt im Weinkeller entstehen Weine mit einmaligem Charakter und höchster Qualität sowie ein Olivenöl, das ebenfalls seinesgleichen sucht. Wie bei jedem Winzer, der etwas auf sich hält, und wie es grundsätzlich auch sein sollte, wird bei TOMILAIA selbstverständlich handgelesen. Viel Wert wird auf einen langsamen und natürlichen Verlauf der Gärführung gelegt. Teile der Weine werden spontan mit den natürlichen Hefestämmen, die auf dem Weingut vorkommen, vergoren. Anbau „in passo umano“, in persönlichem und menschlichem Maßstab, differenzierter Ausbau der Crus, Leidenschaft und: Sorgfalt, Sorgfalt, und nochmals persönliche Sorgfalt und Liebe, ist das, was zählt und die Weine von TOMILAIA ausmachen. Baukunst, Kochkunst, Weinbaukunst; am Ende geht es immer nur um Proportion. Oder wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung einmal titelte: „TOM BOCK hält es mit dem Bauen wie mit dem Olivenöl: Nur Qualität zählt.“

Flagship Restaurant & Store Frankfurt A Casa di Tomilaia Walther-von-Cronberg-Platz 9 60394 Frankfurt am Main­ Tel. 069 68 97 76 25, www.acasadi.de

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das Wesen einer guten Küche und guten Essens zu vermitteln. In der Tat gibt sogar der Larousse Gastronomique, die Bibel der französischen Küche, zu, dass die italienische Küche für alle

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meine Familie ein Lebensmittelgeschäft Länder des westlichen Europa als wahrer Ursprung aller des vom Winzer zum Bäcker, der morgens Kochkunst gelten muss. Ursprung, Geschichte sches Brot buk. Ich wuchs in dieser sen nüsse auf und bekam die Leidenschaft Italiens Küche zählt kulturell mit zum wichtigsten Erbe des und Traditionen Natur und deren Erzeugnisse mit. Er hat Landes. Bestimmt beherrschen nicht alle Italiener die Kunst des fgegeben, Kochens, aber es gibt wenige, die nichts von gutem Essen ihr hatte immer ein Stück Land, einen eigenen Wein anbaute. Selbst als verstehen. Essen ist eine nationale Leidenschaft, und in ihr hule in Turin und später in Deutschland kommt zum Ausdruck, wie sehr die Italiener das gute Leben ben g war, habe ich diese Liebe zum Wein lieben und geniessen. Die Italiener verfügen über die inkost nie verloren - bis heute.“ beneidenswerte Fähigkeit, jedes gemeinsame Essen zu einem die vergnügten Ereignis werden zu lassen. Essen ist gleichsam ein Fest, und Geselligkeit bei Tisch stärkt eine Tradition, die aus em einer langen und ereignisreichen Geschichte hervorgegangen ist. ein Frische, hochwertige Nahrungsmittel bilden den Kern der italienischen Küche, und es erscheint wie eine göttliche aus Fügung, dass das Land solch eine Fülle an natürlichen Schätzen zu bieten hat. Auf den belebten Märkten der grossen und gen kleinen Städte, auf denen die Köche des Landes täglich ihre holten sich einen Teil ihrer kulinarischen Einfälle aus Kleinasien und Griechenland. Gleichzeitig machten Sie sich die Fülle der im eigenen Land wachsenden Zutaten und Vorräte

zunutze. Dank dieser Zusammenwirkung fiel Italien die Rolle zu, Frankreich und allen anderen abendländischen Kulturen

das Wesen einer guten Küche und guten Essens zu vermitteln. In der Tat gibt sogar der Larousse Gastronomique, die Bibel der französischen Küche, zu, dass die italienische Küche für alle Länder des westlichen Europa als wahrer Ursprung aller Kochkunst gelten muss.

Italiens Küche zählt kulturell mit zum wichtigsten Erbe des Landes. Bestimmt beherrschen nicht alle Italiener die Kunst des

Kochens, aber es gibt wenige, die nichts von gutem Essen verstehen. Essen ist eine nationale tätigen, Leidenschaft, und indie ihr grossartigen Einkäufe lassen kommt zum Ausdruck, wie sehr die Italiener das gute Leben Nahrungsmittel ein Bild entstehen, lieben und geniessen. Die Italiener verfügen über die dasjedes wahrlich sehenswert ist.einem beneidenswerte Fähigkeit, gemeinsame Essen zu

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Foto: anschi_pixelio.de

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In Europa entwickelte sich auf der italienischen Halbinsel die erste wirkliche Kochkunst. Ihre Begründer, die alten Römer,


Porträt

Fühlen sie sich wie in Italien. Verwöhnen Sie sich mit selbstgemachter Salsiccia, frisch gebackenem Brot, original italienischen Käse- und Schinkenspezialitäten und zum krönenden Abschluss noch ein paar leckere Pasticcini aus Über 3000 ausgewählte kulinarische Spezialitäten sowie über 500 erlesene unserer hauseigenen Konditorei. Weine zeugen heute von Guido Giovos kompromissloser Leidenschaft für erstklassige Qualität. Frisches Fleisch und hausgemachte Salsiccia aus der Über Ihren Besuch würden wir uns sehr freuen, hauseigenen Metzgerei, hervorragende Wurst- und Käsespezialitäten wie etwa herzlichst Ihr verschiedene Frischkäsevarianten aus Langhe und Toscana, Parmaschinken Riserva Galloni, 36 Monate gereifter Parmigiano Reggiano, täglich frische, hausgemachte Nudeln, selbstgebackenes Brot, typisch italienische Pasticcini und natürlich das liebevoll handverlesene Weinsortiment mit edlen Tropfen italienischer Topwinzer wie Braida, Alois Lageder, Ca’ del Bosco, Venica & Venica, Jermann oder Casanova di Neri machen Guido Giovos Geschäft zu einem kulinarischen Paradies für Genießer – voller italienischer Herzlichkeit und Gastfreundschaft!

Kompromisslose Leidenschaft für Qualität

Guido Giovo, Weine & Feinkost Borsigstr. 17, 63165 Mühlheim am Main Tel. 06108-91090 / 90080, www.giovo.de Mo–Fr 9.15 bis 18.30 Uhr, Sa 9 bis 16.30 Uhr

63165 Mühlheim/Main Borsigstraße 17 · Tel.: 06108/90080

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Qualität vor Quantität

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m Herbst des Jahres 1981 wurde das Weinimporthaus Cresceri mit dem Ziel gegründet, den Menschen in Deutschland zu zeigen, wie man italienischen Wein genießt und um ihnen die italienische Lebensart näherzubringen. „Qualität vor Quantität“ lautet seit nunmehr 30 Jahren das Motto des kleinen, aber feinen Weingeschäftes in Egelsbach. Edeltraud Cresceri ist es in einer vor 30 Jahren noch von Männern dominierten Branche gelungen, ein Fachgeschäft mit eigenem Stil und Charakter aufzubauen und es mit großer Souveränität erfolgreich zu führen. Unterstützt wurde sie dabei nicht nur von ihrer Familie, sondern in besonderem Maße auch von vielen, meist kleineren Produzenten, deren Weine sie von Anfang an direkt importiert. Zu den Erfolgen, die sich im Laufe der Jahre eingestellt haben, zählen natürlich auch die stets guten Bewertungen der angebotenen Weine bei Verkostungen u.a. in der Weinwelt, Vinum oder der Selection. Der Erfolg liegt nicht zuletzt darin begründet, dass man es sich zum Ziel gesetzt hat, dem Trend der Zeit zu folgen und für die wissbegierige Kundschaft immer wieder neue Weine zu entdecken. Diese werden dann bei geführten Weinproben im eigenen Veranstaltungsraum zusammen mit einer Auswahl italienischer

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Porträt

Speisen präsentiert. Oder aber, die Kunden haben dreimal pro Jahr bei einer Hausmesse die Möglichkeit sich im Rahmen einer 3-tägigen Verkostung durch einen großen Teil des Sortiments zu probieren. Dieses ist im Laufe der Jahre von anfangs gerade einmal sechs Weinen auf nun bereits mehr als 120 Weine angewachsen. Von fast allen hochwertigen und bekannten Weinen Italiens können mehrere Jahrgänge angeboten werden. Neben einem überwiegenden Anteil italienischer Weine hat das Weingeschäft seit einiger Zeit auch eine kleine Auswahl an spanischen Weinen im Programm. Von zunehmender Bedeutung ist das Geschäft mit Präsentkörben. Weine und dazu passende Lebensmittel, verbunden mit Rezeptvorschlägen, werden individuell nach den Kundenwünschen zusammengestellt und gerade in der Weihnachtszeit als Firmenpräsente sehr gerne gekauft. Die Organisation, die Werbung sowie die Buchhaltung erledigt Edeltraud Cresceri auch heute noch selbst. Dabei wurde sie von Anfang an beim Aufbau des Geschäftes von ihrem Mann und ihrem Sohn stark unterstützt. Nach dem Abschluss seines Studiums als Master of Science Weinwirtschaft wird der Sohn Stefano (33 Jahre) das Unternehmen in den nächsten Jahren übernehmen und im Sinne der Gründerin weiterführen. Durch diese Entscheidung wird es auch in Zukunft noch viele Jahre Bella Italia in Egelsbach zu entdecken geben. Das Team von Weinimport Edeltraud Cresceri freut sich auf Ihren Besuch.

Weinimport Edeltraud Cresceri In den Obergärten 5, 63329 Egelsbach Tel. 06103 42745, Fax: 06103 42430 www.weinimport-cresceri.de information@weinimport-cresceri.de

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Die wichtigsten Rebsorten Der Geschmack eines Weines wird hauptsächlich durch das Zusammenspiel von Rebe und Terroir, also dem Boden, auf dem sie wächst, bestimmt.

Weißwein: Chardonnay

Dieser Weltenbummler unter den Rebsorten passt sich wie kaum eine andere Rebsorte dem regionalen Terroir an. So steht Chardonnay im Ruf, wenig Charakter ins Glas zu bringen, sondern vielmehr ideale Basis für die jeweiligen Ideen des Winzers zu sein. Kalifornischer Chardonnay fällt oft alkoholstark und üppig aus, jener aus Australien ist ebenfalls wuchtig, in Italien betont man seine 28 I Wein am Main


Trauben

unkomplizierte Frische, auch in Deutschland ist man auf den Geschmack gekommen und baut ihn fruchtbetonter aus, doch der Klassiker kommt aus dem Burgund. Hier wächst die Rebsorte vor allem auf Kalkböden und ergibt in Chablis elegante, frische und nervige, an der Côte d’Or kraftvolle, aber nie plumpe Weine, die gern im Barrique ausgebaut werden und zu den besten Gewächsen der Welt gehören.

Riesling

Im scharfen Kontrast zum Chardonnay ist Riesling eher ein Local Player – hier allerdings auf unerreicht hohem Niveau. So gehören Weine von den Steillagen der Mosel, von der Nahe, aus dem Rheingau, der Pfalz, Franken oder Württemberg zur absoluten Weltspitze. Eleganz, fruchtige Tiefe in Verbindung mit ausdrucksstarker Reflexion des Bodens und moderatem Alkoholgehalt sind nur einige Stärken dieser typisch deutschen Rebsorte, die auch in Österreich herausragende Gewächse hervorbringt. Edelsüße Rieslingweine haben oft nur 6 bis 8 Vol.% Alkohol, sind aber aufgrund ihrer präsenten Fruchtsäure über Jahrzehnte haltbar und heiß begehrt: Der teuerste Wein der Welt ist eine Riesling Trockenbeerenauslese – und stammt vom Scharzhofberg an der Saar! Riesling wird auch in Australien und in kleinen Mengen in Nordamerika angebaut.

Sauvignon blanc

Die Heimat der Moderebsorte liegt vermutlich am Oberlauf der Loire. Aus den kleinen Ortschaften Sancerre und Pouilly kommen mineralische, pikant-fruchtige Weine, die durchaus einige Jahre der Lagerung vertragen können. Flussabwärts entstehen eher leichte, unkomplizierte Tropfen für den schnellen Genuss. Allen gemeinsam ist ein präsentes Aroma von schwarzen Johannisbeeren, grüner Paprika, grünen Früchten und jene unkomplizierte, frühlingshafte Frische, die den Sauvignon blanc so beliebt macht. Unbekannter, aber umso interessanter sind die in Südtirol, im italienischen Collio und dem benachbarten Slowenien erzeugten Weine. In Kalifornien hat er deutlich mehr „Muskeln“, also Alkohol, und fällt dementsprechend plumper aus, während neuseeländischer Sauvignon, insbesondere aus der Region Marlborough, zum Feinsten gehört, was man aus dieser Rebsorte machen kann. Wein am Main I 29


Chenin blanc In Deutschland kaum bekannt, spielt diese Rebsorte sowohl in Frankreich als auch in Südafrika eine sehr wichtige Rolle. Im Mutterland des guten Geschmacks erzeugt man aus ihr an der Loire auf kalkhaltigen Böden sowohl säurebetonte, frische und feinfruchtige trockene Weiß- als auch legendäre Süßweine (Savennières), die problemlos Jahrzehnte überdauern können. In Südafrika fallen die Weine etwas milder, schon in der Jugend zugänglicher und fruchtbetonter aus. Hier werden sie wie auch in Australien gern mit Semillon, einer weißen Rebsorte aus dem Bordelais, verschnitten, die zur Frische des Chenin einen runden Körper und Üppigkeit beisteuert.

Trebbiano

Die weiße Hauptrebsorte Italiens ist von der Poebene bis in den tiefen Süden zu finden und ohne harten Rückschnitt der Pflanze ein Massenträger, der oberflächliche und belanglose Weine hervorbringt. Beschränkt der Winzer aber den Ertrag, so können aus Trebbiano durchaus charaktervolle, frische und ausdrucksstarke Weine entstehen. Reinsortig ist die Rebsorte vor allem als Trebbiano d’Abruzzo bekannt, in Verschnittweinen wie dem Bianco di Custoza oder dem Lugana spielt sie ebenfalls eine bedeutende Rolle.

Silvaner

Gerade erst feierte die erstmals auf der fränkischen Domäne Castell erwähnte Rebsorte ihr 350-jähriges Jubiläum, und hier im Frankenland bringt sie auch die besten Ergebnisse – vorausgesetzt, man setzt sie in die entsprechenden Lagen. Geschmeidiger als Riesling und mit spürbar weniger Säuregehalt bringt sie runde und dezent mineralische Weine hervor. In Rheinhessen und der Pfalz sind ebenfalls größere Flächen mit Silvaner bestockt. Der hier erzeugte Wein fällt wuchtiger aus, während man weiter südlich im Elsass leichte, mineralische Tropfen aus Sylvaner keltert und diese auch in den klassischen Edelzwicker einbringt.

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Trauben

Rotwein: Cabernet Sauvignon

Die Paraderebsorte des Bordelais hat einen derart guten Ruf, dass man schnell vergisst, dass es keinen reinsortigen Bordeaux aus Cabernet Sauvignon gibt – immer sind andere Rebsorten wie Merlot oder Cabernet Franc an der Komposition des bekanntesten Rotweins der Welt beteiligt. In guten Jahren und sonnenverwöhnten Regionen reifen seine kraftvollen Tannine voll aus, in schlechteren muss der Winzer aufpassen, dass der Wein nicht zu hart ausfällt. Seine subtile Aromatik und die Fähigkeit, das jeweilige Terroir perfekt zu spiegeln, machen den Cabernet Sauvignon zum roten Pendant des Chardonnay. Vom einfachen Landwein aus Südfrankreich bis zum Spitzengewächs aus der Toskana, aus Kalifornien oder Australien begeistert die Rebsorte auf allen Ebenen, trägt jedoch auch zur Vereinheitlichung des Weingeschmacks bei. Die filigransten Gewächse kommen nach wie vor aus Bordeaux, aber auch in Italien oder Spanien versteht man sich darauf, Eleganz vor Wucht in die Flasche zu bringen. Der Klimawandel hat dafür gesorgt, dass man jetzt auch in Deutschland mit Cabernet Sauvignon experimentiert.

Pinot Noir

Deutlich prätentiöser als der Cabernet präsentiert sich die in Deutschland als Spätburgunder bekannte Rebsorte. Sie zeigt ihr Potenzial nur in absoluten Spitzenlagen und reagiert sensibel auf Mikroklima und Boden. So gilt das Burgund nach wie vor als die ideale Region für Pinot Noir, doch auch in Deutschland (vor allem in Baden und im Rheingau) entstehen zunehmend Weine von Weltruf und auf entsprechendem Preisniveau. Die fruchtbetonten Weine bringen immer eine frische Säure mit und erreichen auf Kalkböden höchste Finesse – ein Pinot Noir glänzt nie durch Wucht, sondern mit Eleganz. Zu viel Wärme lässt Spätburgunder plump ausfallen, weshalb man ihn in Kalifornien, Argentinien oder Australien in höhere, kühle Lagen pflanzt. Besonders feine Pinots kommen aus Neuseeland, Tasmanien und dem amerikanischen Oregon.


Merlot

Die zweite Hauptrebsorte des Bordelais verdankt ihren Namen der Tatsache, dass sie früher reift und somit der Amsel schmeckt – auf französisch „la merle“. Merlot fällt deutlich weicher aus als Cabernet Sauvignon, weshalb er gerade in schwächeren Jahrgängen den Löwenanteil in den Cuvées stellt. Im Pomerol ist ihr Anteil besonders hoch, weshalb die hier erzeugten Weine deutlich wuchtiger, runder und muskulöser ausfallen. Viele südfranzösische Landweine werden zu 100% aus Merlot gekeltert, in Italien sind Venetien und der Nordosten die größte Quelle für reinsortigen Merlot, während aus dem Tessin und der Toskana die besten Qualitäten kommen. In Argentinien und Chile entstehen ebenfalls hervorragende Weine aus Merlot, während man sich in Kalifornien vor allem auf Cuvées aus Merlot und Cabernet nach dem BordeauxRezept konzentriert.

Syrah

Die anspruchsvolle Rebsorte ist nicht nur Hauptdarsteller in den großen Weinen von der Rhône, sondern gibt darüber hinaus zahlreichen südfranzösischen Rotweincuvées die notwendige Finesse. In der Jugend noch recht ungestüm und kraftvoll mit typischem Duft von verschmortem Gummi, wandelt sich der Geschmack im Alter zu einem hochkomplexen Spiel unterschiedlicher Aromen. Auch in Übersee hat Syrah unter dem Namen Shiraz viele Anhänger gefunden – sowohl in Australien als auch in Südafrika ist das Klima für die sonnenhungrige Rebsorte derart gut, dass man Syrah hier problemlos reinsortig auf die Flasche bringen kann. Auch in der Toskana und sogar in der Pfalz finden Winzer zunehmend Gefallen am exotischen Einwanderer mit seinen opulenten und dennoch feingliedrigen Weinen.

Tempranillo

Wer Spanien sagt, meint eigentlich Tempranillo: Selbst wenn unterdessen zahlreiche Einwanderer den Rebsortenspiegel der iberischen Halbinsel mitbestimmen, so ist Tempranillo immer noch die wichtigste Rebsorte für hier

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Trauben

erzeugte Rotweine. Bis vor Kurzem galt der lange Ausbau in Eichenholzfässern als der Königsweg zur Erzeugung langlebiger, großer Gewächse, doch der internationale Weintrend macht auch vor Spanien nicht halt, und so erfreuen sich frische, fruchtige Rotweine aus Tempranillo (oft im Verschnitt mit Garnacha/Grenache) ohne oder nur mit kurzem Holzkontakt gerade aus dem Rioja zunehmender Beliebtheit. Portugal zieht da allmählich nach und gehört zu den großen Entdeckungen der letzten Jahre. Einige deutsche Winzer experimentieren mit der interessanten Rebsorte, Argentinien ist ebenfalls eine gute Quelle hervorragender Qualitäten.

Sangiovese

Was dem Spanier Tempranillo, ist dem Italiener Sangiovese. Die früher in jungen Jahren eher ruppig schmeckende Sorte wird heute mittels moderner Weinbaumethoden fruchtbetont ausgebaut und ist somit auch schon jung ein echter Genuss. Doch erst mit entsprechender Reifezeit zeigt die durchaus k­ apriziöse


Rebsorte ihr volles Potenzial: Brunello di Montalcino, ein Klon des Sangiovese, steht für beinahe grenzenlose Lagerfähigkeit, im Chianti ist Sangiovese Leitrebsorte, und viele Winzer bauen unterdessen auf 100 % Anteil im legendären Wein der Toskana – selbst wenn der dann nach Weingesetz nicht mehr Chianti heißen darf. Auch in der Emilia Romagna, den Marken, Umbrien und Süditalien spielt Sangiovese eine wichtige Rolle – nur außerhalb Italiens ist sie eher bedeutungslos.

Grenache

Die in Spanien Garnacha genannte Rebsorte ist in den meisten südfranzösischen sowie zahlreichen spanischen Weinen zu finden. Ob trocken oder süß: Wein aus Grenache ist immer opulent, fruchtig und alkoholstark. Dabei variiert sein Geschmacksbild von kraftvoll-würzig an der südlichen Rhône (Châteauneuf-du-Pape, Gigondas) bis zu süß und üppig an der Grenze zu Spanien (Maury, Banyuls). Nur selten trifft man auf Grenache als Solist, vielmehr ist er ideale Basis für ausdrucksstarke Cuvées mit Carignan, Mourvèdre, Syrah oder Tempranillo.

Gamay

Unter eigenem Namen kennen sie die wenigsten, doch Beaujolais ist seit Jahrzehnten weltbekannter kulinarischer Botschafter der französischen Lebensweise – und besteht zu 100% aus Gamay. Die Rebsorte fühlt sich jedoch nur im südlichen Burgund, wohl und der Ertrag spielt auch hier eine große Rolle, denn verlangt der Winzer zu viel von der Rebe, so wird Wein aus Gamay dünn, säuerlich und flach. Während Beaujolais Primeur als typischer Modewein fruchtig und unkompliziert die Kehle herunterrinnt, sind die unter dem jeweiligen Ortsnamen vermarkteten Crus durchaus große Weine voller tiefer Frucht und Mineralität, deren beste Exemplare bis zu fünf Jahre oder mehr auf der Flasche reifen können.



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Wein international

Wein ist ein Weltenbummler und reflektiert unnachahmlich seine Umgebung – hier nun die wichtigsten Weinbaunationen im Überblick.

Italien Norditalien

Terlaner (Südtirol) – erstklassiger Sauvignon blanc Teroldego Rotaliano – geschmeidige, feingliedrige Rotweinrebsorte mit eigener DOC 36 I Wein am Main


Weinbauländer

Gavi – leichter Weißwein mit charakteristischer Mandelnote aus gleichnamiger Rebsorte Barolo – lagerfähige, in der Jugend verschlossene und muskulöse Weine aus der Nebbiolo-Traube Barbaresco – ebenfalls aus Nebbiolo Eleganter als Barolo, früher genussreif und dennoch durchaus lagerfähig. Barbera – Rebsorte mit unterschiedlichen DOCs, säurebetonte, fruchtige Rotweine Prosecco – beliebter Schaumwein aus der gleichnamigen Rebsorte Valpolicella – fruchtiger, jung genussreifer Rotwein, als Amarone einer der großen Rotweine Italiens

Mittelitalien

Chianti – leichter, unkomplizierter Rotwein, Chianti Classico aus dem Gebiet zwischen Florenz und Siena ist lagerfähig und meist deutlich besser. Brunello di Montalcino – Sangiovese-Klon mit eigener DOCG um den Ort Montalcino. Großer, fest strukturierter Wein mit legendärer Lagerfähigkeit. Vernaccia di San Gimignano – leichter, spritziger Weißwein aus gleichnamiger Rebsorte Verdicchio di Castelli di Jesi – leichter Weißwein aus gleichnamiger Rebsorte Orvieto – frischer Weißwein, hauptsächlich aus Trebbiano, als Classico mit deutlich mehr Substanz und angenehmer Mandelnote

Süditalien

Montepulciano d’Abruzzo – fruchtiger, erdiger Rotwein von zunehmend besserer Qualität Aglianico del Vulture – ausgezeichneter, lagerfähiger Rotwein aus der gleichnamigen Traube. Nero d’Avola – beliebte sizilianische Rotweinsorte mit eigener IGT; vollmundige, alkoholstarke Weine Vermentino di Sardegna – ausdrucksstarker Weißwein aus der gleichnamigen Rebsorte Wein am Main I 37


Frankreich Elsass – hauptsächlich rebsortenrein ausgebaute Weine aus Riesling, weißen und roten Burgundersorten sowie Auxerrois und Sylvaner. Weinstil ähnlich wie in Deutschland, jedoch meist komplett durchgegorene, kraftvolle Weine, Rotweine hell und leicht. Die besten stammen von als Grand Cru klassifizierten Einzellagen. Champagne – hochwertige Schaumweine aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier (Schwarzriesling) zu entsprechenden Preisen. Große Markenabfüller dominieren gegenüber kleineren Winzerbetrieben, strenge Qualitätskriterien. Bourgogne – weltberühmter Weißwein aus Chardonnay, ebensolcher Rotwein aus Pinot Noir. Im nördlich gelegenen Weinort Chablis steht legendär mineralischer Weißwein im Vordergrund. Südlich von Dijon erstreckt sich die Côte d’Or, die berühmteste Weinbauregion innerhalb der AOC Bourgogne. Sie teilt sich in Côte de Nuits und Côte de Beaune mit zahlreichen kleinen Appellationen. Berühmtester Weißwein: Montrachet. Berühmtester (und teuerster) Rotwein der Welt: Romanée-Conti. Beaujolais – leichter, unkomplizierter Rotwein aus der Rebsorte Gamay. Beaujolais Primeur kommt traditionell am 3. Donnerstag im November auf den Markt, die 10 Crus bringen ausdrucksstarke Weine mit Lagerpotenzial. Bordeaux – nach der Stadt benanntes, über 120 000 Hektar großes Gebiet mit vielen kommunalen Appellationen. Einfacher Bordeaux blanc ist frisch und fruchtig, roter Bordeaux erdig und kraftvoll, Bordeaux Supérieur hat mehr Gehalt. Die Gebiete Margaux, Saint-Julien, Pauillac, Saint-Estèphe, PessacLéognan, Pomerol und Saint-Émilion produzieren einige der teuersten und besten Rotweine der Welt, aus Sauternes und Barsac stammen einige der besten Süßweine. Günstigere und dennoch gute Tropfen kommen derzeit aus den Gebieten Entre-Deux-Mers, Côtes de Bourg und Premières Côtes de Bordeaux. Côtes du Rhône – großes, überregionales Weinbaugebiet entlang des gleichnamigen Flusses zwischen Lyon und der Mündung. Hauptrebsorten Grenache, Syrah und Cinsault ergeben vollmundige, weiche Rotweine zu günstigen Preisen, Côte du Rhône-Villages fällt üppiger aus. Die kommunalen AOCs bringen 38 I Wein am Main


Weinbauländer

kraftvolle, wuchtige Tropfen zu entsprechenden Preisen. Beste nördliche Appellationen: Côte Rôtie, Hermitage. Beste südliche Appellationen: Châteauneufdu-Pape, Gigondas, Vacqueyras. Rare Weißweine der Rebsorte Viognier aus Condrieu, opulente aus Roussanne und Grenache blanc, spannende „Vins Doux Naturels“ – Süßweine, deren Gärung mit Alkohol gestoppt wird. Sancerre – Weißweingebiet am Oberlauf der Loire mit trockenen, fruchtbetonten Weinen aus Sauvignon blanc. Muscadet – bekannter, trockener und leichter Weißwein von der Loiremündung aus der Rebsorte Melon de Bourgogne. Anjou-Saumur, Chinon, Bourgeuil – elegante, hochwertige Rotweine vom Mittellauf der Loire und dem Nebenfluss Cher aus der Rebsorte Cabernet franc. Unkomplizierte Rosé- sowie interessante Schaumweine (Saumur). In Vouvray und Savennières entstehen Süßweine von Weltruf aus Chenin blanc. Südfrankreich – vom Pays d’Oc bis zur spanischen Grenze finden sich zahlreiche Weinregionen, von denen Languedoc, Corbières, Roussillon und Pays d’Oc die bekanntesten und größten sind. Breiter Rebsortenspiegel, die besten Rotweine stammen von Syrah, Mourvèdre und Grenache, Weißweine aus Marsanne, Roussanne und Malvoisie blanc.

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Spanien Rias Baixas – mineralisch-fruchtige Weißweine aus der nordspanischen Region Galicien, die aus der Rebsorte Albariño gekeltert werden. Rueda – Weinbaugebiet in der Provinz Valladolid, in dem vor allem frische Weißweine aus Albariño und Sauvignon blanc erzeugt werden. Rioja – bekanntes und sehr großes Weinbaugebiet, unterteilt in Rioja Alta (oberes Ebrobecken) und Rioja Baja (unteres Ebrobecken). Säurearme, würzige Weiß- sowie fruchtbetonte und kraftvolle Rotweine. Rote Hauptrebsorten Tempranillo und Garnacha, für Weißwein Viura und Malvasia. Die meisten Weine werden im Barrique ausgebaut, was mit den Bezeichnungen Crianza (1 Jahr), Reserva (3 Jahre) und Gran Reserva (mindestens zwei Jahre Reife im Fass und drei auf der Flasche) gekennzeichnet wird. Ausgezeichnete Basisqualitäten, hervorragende Spitzengewächse zu günstigen Preisen. Navarra – an der Nordwestgrenze zu Frankreich gelegene Weinbauregion mit hauptsächlich aus der Rebsorte Garnacha gekelterten, sehr preiswerten Rotweinen. Ribera del Duero – am Fluss Duero gelegenes berühmtes Weinbaugebiet. Weinberge zwischen 750 und 850 Meter über dem Meeresspiegel, Wein wird hauptsächlich aus der Rebsorte Tempranillo erzeugt, außerdem werden Cabernet Sauvignon, Merlot, Malbec und Garnacha angebaut. Das berühmteste Weingut Spaniens, Vega Sicilia, liegt in dieser Region. Penedès – bedeutendste Weinbauregion Kataloniens mit kräftigen, körperreichen Rotweinen aus Garnacha und Tempranillo sowie leichten Weißweinen aus Macabeo. La Mancha– sehr großes Weinbaugebiet in Zentralspanien mit günstigen Rotweinen und sehr leichten Weißweinen, die häufig zur Schaumweinproduktion verwendet werden. Valdepeñas – größtes spanisches Weinbaugebiet mit zuverlässigen Alltagsrotweinen aus Garnacha, Tempranillo und Cabernet Sauvignon sowie nichtssagende Weißweine aus Airén und Macabeo. Toro – dank moderner Kellertechnik heute eines der interessantesten Weinbaugebiete mit eleganten und dennoch wuchtigen Rotweinen aus der Rebsorte Tinta de Toro, einer Variante des Tempranillo. 40 I Wein am Main


Weinbauländer

Jerez/Xeres/Sherry – berühmtester Likörwein Spaniens aus der PalominoTraube. Sherry wird in zahlreichen Varianten erzeugt, von denen Fino (strohgelb und trocken), Manzanilla (ähnlich, aber würziger) und Amontillado (intensiver und höherer Alkoholgehalt) am häufigsten sind. Cava – beliebter katalanischer Schaumwein aus den Rebsorten Parellada, Xarello und Macabeo, der nach der Champagnermethode erzeugt wird. Malaga – süßlicher Dessertwein aus den Rebsorten Pedro Jiménez und Muskateller, der gern zum Kochen verwendet wird und auch solo ausgezeichnet schmeckt.

Österreich Kremstal – hervorragender Riesling, eleganter Grüner sowie Weine vom eher seltenen Roten Veltliner. Kamptal – hauptsächlich würziger Grüner Veltliner sowie pikante, mineralische Rieslingweine aus dem gleichnamigen Tal. Wachau – Weinbaugebiet am gleichnamigen Donauabschnitt mit würzigem Veltliner, ausgezeichnetem Riesling und elegantem Zweigelt, die oft in Steillagen stehen.

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Wein Weinam am Main Main I 41


Traisental – kleines Weinbaugebiet mit interessanten Rieslingweinen. Wagram – traditionell eher eine Weißweinregion (Grüner Veltliner, Riesling), kommen aus dem an der Donau befindlichen Gebiet zunehmend körperreiche Rotweine aus Zweigelt. Weinviertel – große Weinregion im Nordosten Niederösterreichs, das hauptsächlich für solide Weißweine aus Grünem Veltliner und Welschriesling steht. Carnuntum – aufstrebende Region südöstlich von Wien mit interessanten Rotweinen aus Zweigelt und Blaufränkisch, die hier auch gern im Barrique ausgebaut werden. Neusiedler See – große Region im Südosten mit legendären Trockenbeerenauslesen und Eisweinen sowie zunehmend hochwertigen Rotweinen aus Zweigelt, Blaufränkisch und St. Laurent. Wien – an den Hängen der Donaumetropole entstehen teilweise hervorragende Weine aus Grünem Veltliner, Riesling Chardonnay und Zweigelt. Steiermark – aufgeteilt in Südost-, Süd und Weststeiermark, entstehen hier vor allem Weißweine von Weltruf aus Sauvignon blanc und Chardonnay sowie sehr gute Tropfen aus Traminer, Zweigelt, Blauer Wildbacher (Schilcher) und Muskateller. Burgenland – kleine, in Süd- und Mittelburgenland geteilte Region mit interessanten Weißweinen aus Welschriesling und Weißburgunder sowie mildem Blaufränkisch. Thermenregion – aufstrebendes Gebiet südlich von Wien mit opulenten Rotweinen aus Zierfandler, St. Laurent und Rotgipfler, immer öfter auch aus dem Barrique.

USA Kalifornien – wichtigstes und größtes Weinbaugebiet der Vereinigten Staaten, in dem vor allem international bekannte Rebsorten wie Chardonnay, Sauvignon blanc, Cabernet Sauvignon, Merlot und Shiraz (Syrah) kultiviert werden. Zinfandel gilt hier als einheimische Rebe, stammt aber vermutlich aus Italien.

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Weinbauländer

Oft üppige, kraftvolle und voluminöse Weine, die gern im Barrique ausgebaut werden, oft mit deutlich schmeckbarer Holznote. In höheren Lagen entstehen Weine auf höchstem Niveau, die immer noch kraftvoll, aber aufgrund des großen Unterschiedes zwischen Tag- und Nachttemperaturen vielschichtig und elegant ausfallen. Oregon – kleines, aber hochwertiges junges Weinbaugebiet im amerikanischen Nordwesten mit hervorragenden Weinen aus Pinot Noir, Cabernet Sauvignon und sogar Riesling, die im eher kühlen Klima großartige Finesse entwickeln.

Australien Seit den 80er Jahren boomendes Weinbauland, in dem hauptsächlich die internationalen Rebsorten Chardonnay, Semillon, Chenin blanc, Syrah (hier Shiraz genannt) Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir angebaut werden. Voluminöse Weine aus dem Barossa Valley in South Australia, sehr guter Shiraz aus Coonawarra, hochfeiner Spätburgunder aus Tasmanien. Das Weingut Penfolds sorgte mit seinen Weinen (hauptsächlich mit dem legendären Grange) für den internationalen Durchbruch der australischen Weine. Die Pinot Noirs Tasmaniens sind mehr als nur einen Versuch wert!

Und sonst In Portugal treten viele Winzer aus dem Schatten des legendären Portweins und erzeugen hervorragende Rotweine mit viel Eleganz und Potenzial. Neuseeland gilt neben Frankreich als eine der zuverlässigsten Quellen für hochwertigen Sauvignon blanc, aber auch andere Rebsorten profitieren hier vom abwechslungsreichen Klima. Chilenische Rotweine, insbesondere aus Cabernet Sauvignon, haben sich mit sehr guter Qualität und vernünftigen Preisen eine breite Fangemeinde erobert. Im Kommen sind argentinische Weine aus Malbec und Cabernet sowie Tropfen aus Mexiko und Uruguay. Und zum Schluss sei gesagt, dass südafrikanischer Pinotage und Chenin blanc ebenfalls ausgesprochen empfehlenswert sind.

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An der Quelle

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Champagner und Sekt – so geht das! Keine Feier ohne Prickeln im Glas und auf der Zunge: „Schampus“ & Co. gehören einfach dazu. Doch wie entsteht der Stoff, aus dem die festlichen Träume sind?

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ines muss gleich zu Anfang geklärt werden: Champagner verdankt seinen Namen der französischen Region Champagne, aus der er stammt. Hier wurde jene Methode erfunden, der wir Schaumweine verdanken. Zwar wusste man schon im 17. Jahrhundert, dass eine Nachgärung in der Flasche eine tolle Sache sein kann. Der Spaß hatte jedoch ein Ende, wenn einem die Flasche um die Ohren flog oder der Inhalt nicht schmeckte. Der Benediktinermönch Dom Perignon, nach dem heute noch ein Spitzen­ 46 I Wein am Main


Schaumwein

champagner benannt ist, verfeinerte im 18. Jahrhundert die Methode, stabile Produktqualität verdanken wir jedoch erst den Erkenntnissen Louis Pasteurs, der die Gärvorgänge im Innern der Flasche erklären konnte. Zum Exportschlager machte den Champagner die berühmte Witwe Veuve Cliquot, heute eine bekannte Marke, als sie ihn in ganz Europa als Luxusgetränk etablierte. Das Herstellungsverfahren für Champagner läuft wie folgt ab: Zunächst wird durch alkoholische Gärung der Grundwein erzeugt. Um gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, werden meist Weine aus unterschiedlichen Lagen zu einer Cuvée verschnitten. Dann wird dem Wein Rohr- oder Rübenzucker sowie Hefe hinzugefügt und die Flasche mit einem Kronkorken verschlossen. Die hierdurch ausgelöste Zweitgärung dauert ungefähr zwei bis drei Wochen, es entsteht Kohlendioxid. Dann lagert der Wein meist mehrere Jahre auf dem Hefelager, was seine Qualität verbessert. Um die Hefe vor der Abfüllung zu entfernen, wird die Flasche auf sogenannten Rüttelpul­ ten durch eine feste Rüttel- und Drehbewegung allmählich kopfüber positioniert, so dass die abgestorbene Hefe auf dem Verschluss liegt. Der Flaschenhals wird dann durch ein Eisbad geführt, der Kronkorken entfernt (degorgieren), durch den Druck in der Flasche fliegt der vereiste Hefepfropf heraus. Vor dem endgültigen Verschließen wird der Flüssigkeitsverlust durch die sogenannte Dosage ausgeglichen, deren Zusammensetzung – meist ein Gemisch aus Süßwein, Zucker und/oder Cognac – ein streng gehütetes Betriebsgeheimnis ist. Der Name „Méthode champenoise“ darf natürlich nur auf Champagner angewendet werden, doch sowohl Crémant als auch hochwertiger spanischer Cava, italienischer Spumante oder deutscher Winzersekt entstehen auf die gleiche Art und Weise – nur nennt man das dann beispiels­ weise „Méthode traditionelle“ oder schlicht Flaschengärung. Einfachem Sekt fehlt in der Regel die Flaschenlagerung auf der Hefe. Meistens wird in großen Tanks vergoren, wo der Sekt dann zwar in großer Menge für sechs Monate lagert, aber nicht die Finesse eines Flaschenlagers erreicht. Ein guter Kompromiss ist das Traversierverfahren, bei dem der Sekt zwar ein Flaschenlager durchläuft, aber nicht degor­ giert, sondern filtriert wird. Perlweine wie beispielsweise Pro­ ­ hampagner secco, die einen geringeren Gasdruck als Sekt oder C aufweisen, werden mittels Tankgärung erzeugt.

Wein am Main I 47


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Wein lagern, aber richtig.

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llem Kult um heimelige Weinkeller mit Spinnweben und Kies zum Trotz sind annähernd 90 % aller erzeugten Weine für den sofortigen Konsum bestimmt. Dabei muss man zwischen Marketing und Realität unterscheiden, denn viele Weine profitieren enorm von ein paar Monaten oder Jahren der Ruhe. Nur weil der Winzer die fruchtige Spritzigkeit des jungen Rieslings lobt, muss das nicht bedeuten, dass derselbe Wein nicht nach drei Jahren Lagerzeit deutlich harmonischer und besser schmeckt. Wer über diese Frist hinaus Weine einlagern möchte, sollte allerdings ein paar Regeln einhalten. Wein wird generell liegend aufbewahrt, damit der Korken nicht austrocknet und Luft ins Flascheninnere gelangt. Klassischer Aufbewahrungsort ist der Keller. Hier sollte eine möglichst gleichmäßige Temperatur herrschen. Ideal sind 11 Grad das ganze Jahr über, was in ungefähr 0,2 Prozent aller deutschen Keller der Fall sein dürfte. Doch selbst wenn die Temperatur etwas höher liegt, ist das nicht so problematisch wie drastische Temperaturschwankungen. Im Winter 3, im Sommer 30 Grad ist viel schlechter als ein Wert zwischen 10 und 18 Grad. Wer es wirklich wissen will, kauft einen Weinkühlschrank mit mehreren Klimazonen oder baut den heimischen Keller einfach zum Weinkeller um. Was nicht ganz billig ist, denn der Weinkühlschrank beginnt bei 1500 Euro und hat viel Luft nach oben – wo der klimatisierte Keller dann preislich beginnt. Der Aufwand lohnt sich nur für echte Spitzenweine, ein Alltagsschoppen nimmt an einer Lagerung in der Küche genauso wenig Schaden wie ein solider Silvaner oder Spät­burgunder für den schnellen Genuss.

48 I Wein am Main


Alles Kork oder was?

r

omantiker wollen partout nicht auf das „Plopp“ beim Öffnen einer Flasche Wein verzichten, doch ist Kork wirklich noch zeitgemäß? Aufgrund der viel zu hohen Nachfrage nach dem traditionellen Verschluss hat die Qualität in den letzten Jahren kontinuierlich nach­gelassen, die Anzahl der sogenannten Korkschmecker wird unterdessen auf bis zu 10 Prozent geschätzt. Was bedeutet, dass beim Erwerb einer Kiste Wein mit 12 Flaschen mindestens eine davon ungenießbar ist. Doch woher stammt der widerliche Geschmack? Verantwortlich ist der Stoff 2,4,6-Trichlorsanisol, eine Substanz, deren Herkunft im Kork unterschiedlichen Faktoren zugeschrieben wird, die aber in jedem Falle schon in winzigen Konzentrationen deutlich hervorschmeckt und den Wein ungenießbar macht. Seit einigen Jahren sind alternative Verschlüsse am Markt. Großer Beliebtheit Muss „plopp“ erfreut sich der Kunststoffkorken, der beim Herausziehen denn wirklich ebenfalls ordentlich ploppt. Ausgesprochen elegant, aber sein? nicht ganz so leicht zu öffnen sind Glasstöpsel, die den Wein mittels eines feinen Gummiringes luftdicht verschließen. Ungemein praktisch und umweltfreundlich sind Schraubverschlüsse – allerdings ploppt hier nichts, nur ein leichtes „Krks“ ist beim Öffnen zu hören und der sündhaft teure Prestige-Korkenzieher bleibt ungewürdigt. Die Zukunft gehört zumindest bei früh genussreifen Weinen wie Beaujolais, frischen Weißweinen oder Rosés den neuen Verschlusssystemen, denn sie sind geschmacksneutral und zudem deutlich günstiger. So bleiben die guten Korkqualitäten für die großen Weine dieser Welt übrig – der allmähliche Austausch von Luft über den porösen Verschluss macht Naturkork für Weine mit langer Lagerfähigkeit immer noch unersetzlich.

Wein am Main I 49


Weinlagerung

Wein richtig ­ genießen Sieht man mal von der Tatsache ab, dass der eine Rosé nur auf sonnendurchfluteten Terrassen trinken will, während andere auf den Kamin zum Rotwein nicht verzichten können, gibt es ein paar leicht zu merkende Grundvoraussetzungen für den perfekten Weingenuss. • Die richtige Temperatur für den Wein einhalten • Das passende Glas wählen. Weißweingläser sind dabei meist etwas schmaler • als Rotweingläser, eine sich nach oben leicht schließende Glaswand ist immer • anzuraten – Großmutters Ziergläser sind leider nur schön anzusehen, aber • wenig zweckmäßig. • Einen guten Korkenzieher verwenden (mit Seele). • Ältere Rotweine, wenn nötig, durch Dekantieren, also Abgießen in eine• • Karaffe vom Trub trennen. • Jüngere Rotweine eventuell dekantieren, damit durch Luftkontakt mehr • Aromen freigesetzt werden. • Zum Dekantieren eine schöne und leicht zu greifende Karaffe • ver­wenden.

50 I Wein am Main


Weinbistros in Frankfurt

Den berüchtigten „trockenen Roten“ bekommt man natürlich überall, doch die echten Spezialisten in Sachen Wein und Essen finden Sie hier! Riz, Berliner Straße 72, Frankfurt-City, Tel. 282439, Mo–Fr 12–15, 18–24, Sa/So 18–1h, Ambitionierte Bistroküche und sehr gute Auswahl an deutschen Weinen, beides zu reellen Preisen Heimat, Berliner Straße 70, Frankfurt-City, 29725994, www.restaurant-heimat.de, Öffnungszeiten: 18–1 Uhr Hauptsächlich deutsche Weine zu frischer, hochwertiger Küche. Reservierung nicht vergessen.

52 I Wein am Main


Gastronomie

Paris’ Bar, Oppenheimer Landstraße 27, Frankfurt-Sachsenhausen, Tel. 96233811, Öffnungszeiten: Mo–Sa 9–24, So 11–18 Uhr Kleine kulinarische Häppchen mit internationaler Weinbegleitung. Wohnzimmeratmosphäre, immer gut besucht. Piccolo Weinbar, Bornheimer Landstraße 56, Frankfurt-Nordend, Tel. 94411277, www.weinbar-piccolo.de, Öffnungszeiten: Mo–Fr 17–24, Sa 19–24 Uhr Topgewächse aus Italien und Deutschland, aber auch Bodenständiges zum Gespräch und kleine Speisen als Ergänzung. Dichtung und Wahrheit, Am Salzhaus 1, Frankfurt-City, Tel. 13379141, www.dichtung-wahrheit.de, Öffnungszeiten: tgl. 12–23 Uhr Über 130 Weine aus aller Herren Länder, ergänzt durch ansprechende mediterrane Gerichte. Vinesso, Fichardstraße 34, Frankfurt-Nordend, Tel. 50696868, www.vinessoffm.de, Öffnungszeiten: Mo–Fr 12–24, Sa 17–24 Uhr Italienische Weine aus allen Regionen und bodenständige Küche à la Mamma

Eine starke

Gemeinschaft.

Weinberg-Rundfahrten · Kellereibesichtigungen · Weinproben Wein am Main I 53


Wein Bächer, Nibelungenallee 29, Frankfurt-Nordend, Tel. 36607647, Öffnungszeiten: Di–Sa 18–24 Uhr Regionale Weine mit viel Information und Qualität werden mit Charme und Gespür für die passende Beilage ausgeschenkt. Lobster, Wallstraße 21, Frankfurt-Sachsenhausen, Tel. 612920, www.lobsterweinbistrot.de, Öffnungszeiten: Mo–Sa 18–1 Uhr Typisch französisches Weinbistro – solide Weine und noch bessere Küche in rustikal-gemütlicher Atmosphäre. Grand Cru, Textorstraße 56, Frankfurt-Sachsenhausen, Tel. 626260, www. grand-cru-weinrestaurant.de, Öffnungszeiten: tgl. 18–24 Uhr Gehobene Küche und spannende Weinauswahl mit entspannter Kalkulation in gediegenem Umfeld. Launsch, Bornheimer Landstraße 64, Frankfurt-Nordend, Tel. 43056006, Öffnungszeiten: Mo–Sa 18–1 Uhr Freundliche Nachbarschaftsweinbar mit hohem Gemütlichkeitsfaktor, guter Auswahl und schmackhaften Kulinaria A Casa di …, Walter-von-Cronberg-Platz 7, Frankfurt-Sachsenhausen, Tel. 68977625, www.acasadi.de, Öffnungszeiten: Mo–Sa ab 17 Uhr Sehr schöne neue Enoteca: Weine des Weinguts Tomilaia und befreundeter Winzer können zusammen mit entsprechend authentisch italienischen Speisen verkostet werden. L’Olivastro, Fahrgasse 89, Frankfurt-City, Tel. 13387659, www.lolivastro.de, Öffnungszeiten: Mo–Sa 8–20 Uhr Die City-Enoteca: Italienische Weine mit Schwerpunkt Sardinien und korrespondierende Speisen. Wein am Römer, Römerberg 8, Frankfurt-City, Tel. 295753, www.wein-amroemer.de, Öffnungszeiten: tgl. 15–23 Uhr Rustikale Weinstube mit Weinen des Frankfurter Weinguts (Lohrberg!) und typisch Frankfurter Kost. Tiger-Restaurant, Heiligkreuzgasse 18, Frankfurt-City, Tel. 92002225, www. tigerpalast.de, Öffnungszeiten: Di–Sa 19-24 Uhr Frankfurts beste Weinkarte mit entsprechenden Tarifen und Sterne­küche von Alfred Friedrich. Weinstube Alte Münze, Alt-Höchst 7, Frankfurt-Höchst, Tel. 316641, Öffnungszeiten Di–So 16–23h Angenehmer Service, umfangreiches Angebot an kleinen Speisen und gute Winzerweine.



54 I Wein am Main


Schöner Essen und Trinken

Erleben sie Genuss – vom Weintasting bis zum Kochevent

Die Genussakademie bietet Weinseminare, Tastings und Kochkurse vom Einsteigerlevel bis zum Sterneniveau und weiht Sie dabei spielend leicht in die Geheimnisse des Genusses ein – und das im kulinarischen Herzen Frankfurts. Mehr Infos: Tel. 069 97460-60, www.genussakademie.com

Jeder Spitzenkoch hat sein Geheimnis. Vielleicht verrät er es Ihnen!


Ausstellerliste Wein am Main 26 42

Grands Vins Antoine Ligeret Badisches Weinhaus Werner

65 62 64

Wein- und Sektgut Weingut Beiser Weingut Bernhard

52

Ernestine Rankel, Château Monlot Château Puy Castera

73

D974-B.P.3 Höchster Straße 96 Mittelgasse 25 Außerhalb 1 Klostergasse 3

F-21190 Meursault 65835 Liederbach

06131 592621 069 30858030 www.weinhaus-werner.de

67577 Alsheim 55578 Vendersheim 55578 Wolfsheim

Färberweg 102

55128 Mainz

06249 945130 www.dr-balzhaeuser.de 06732 8732 www.weingut-beiser.de 06701 7130 www.weingutbernhard.de 06131 337858 www.chateaumonlot.com

13

Am Exerzier68167 Mannheim platz 1 a Deheck Weingut & Destillerie Wormser 55239 Gau-Odernheim Straße 108 Felsengartenkellerei Am Felsengarten 1 74394 Hessigheim Besigheim eG Frankfurt / Wein Wittelsbacher60385 Frankfurt allee 153 Fränkisches Gewächs Klingenstraße 16 97355 Wiesenbronn

56 10

Weingut Gallé Weingut Gebr. Geiger jun.

60

Weingut Gehrig

19

Geiger & Söhne

22

Göhring Wein & Sekt

70

Goufrais- CMF Produkte Keller Weinhandel Guido Giovo Heuchelberg Weingärtner eG Incantina Vertrieb & Events Weingut Graf von Kanitz Weingut J. Koegler KG Weingut Kroll

48 45 12

1 40 14 72 20 17

56 I Wein am Main

Langgasse 69 55237 Flonheim Veitshöchheimer 97291 Thüngersheim Straße 16 Ostring 4 67256 Weisenheim am Sand Veitshöchsheimer 97291 Thüngersheim Straße 1 Alzeyer Straße 60 67592 FlörsheimDalsheim Eimeldinger79576 Weil am Rhein weg 38 Borsigstraße 17 63165 Mühlheim Neipperger 74193 Schwaigern Straße 25 Taunusstraße 6 60329 Frankfurt Rheinstraße 49 65391 Lorch Kirchgasse 5 65343 Eltville Mittelgasse 4–8 67592 FlörsheimDalsheim

0621 39750

www.alvino-wein.de

06733 961964 www.deheck.de 07143 81600

www.felsengartenkellerei.de 069 40353086 www.frankfurt-wein.com 09325 90909

06353 8073

www.fraenkischesgewaechs.de www.weingut-galle.de www.weingut-gebrgeiger-jun.de www.weingut-gehrig.de

09364 9605

www.geigerundsoehne.de

06243 408

www.goehring-wein.de

06734 8961 09364 7666

07621 669800 www.goufrais.com 06108 90080 07138 97020

www.giovo.de www.heuchelberg.de

069 56997475 06726 346 06123 2437 06243 439

www.incantina.org www.weingut-kanitz.de www.weingut-koegler.de www.weingut-kroll.de


Wein am Main 2011 61

Weingut Lamberth

Kirchstraße 20

55278 Ludwigshöhe

30

Innenausbau Frank Lange

63303 Dreieich

21

55270 Schwabenheim

06130 1338

54

Margaretenhof – weingut restaurant konditorei Bodegas Mehlo

Grauenbruck­ straße 53 Am Sportfeld 23

www.weingutlamberth.de 06103 977119 www.f-lange.de

Ulrichstraße 18

70806 Kornwestheim

23 46

Molina GmbH Weingut Axel Müller

63

64293 Darmstadt 67592 FlörsheimDalsheim 35037 Marburg

25

O Vinho – Wein und Feinkost aus Portugal Weingut Harald Peifer

55

Weingut Pfleger

Goebelstraße 21 Ph.-MerkelStraße 23 Frankfurter Straße 31 Kräuterhausweg 19 Hintergasse 52

07154 805314 www.mehlospanische-weine.de 06151 95805 www.casamolina.de 06243 7412 www.weingutotto-mueller.de 06421 1680910 www.ovinho.de

43 24

Riesling Weingut Weingut Wolfgang Schneider

41 27

Schneiders „Die Weinmanufaktur“ Weingut Schwahn-Fehlinger

16 11 15

Selot & Sohn GmbH Weingut Dr. Siemens Weingut Späth

57

Weingut St. Remigius

49 74

Weingut Stauffer LA VINERIA

53

Vinum Autmundis

71 50 62 18

Weinfass-zination Weinland Rheingau Wein & Sektgut Wendel Weingut Wernersbach

44 51

Winzer der Rheinhessischen Schweiz eG Weingut Wolf

47

Weinhaus „Zur Fledermaus“

Moselufer 4 Naheweinstraße 35 Hauptstraße 24

06249/8611

www.margaretenhof.info

56841 Traben-Trarbach 06541 6065

www.weingut-peifer.de

67550 Worms-Rhein­ dürkheim 54340 Schleich 55452 Guldental

www.pflegerwein.de

56829 Pommern

Ohligstraße 19

67593 Westhofen

Neugeländstraße 4 Römerstraße 63 Poysdorfer Straße121 Rittgasse 17

66117 Saarbrücken 54455 Serrig A-2143 Grosskrut 79291 Merdingen

Borngasse 24–26 55234 Flomborn 60386 Frankfurt Vilbeler Land­ straße 7/Geb. 08 Riegelgartenweg 1 64823 Groß-Umstadt Eichenstraße 4 91484 Sugenheim Erbacher Straße 31 65346 Eltville Bachgasse 1 67281 Bissersheim Spitalstraße 41 67596 DittelsheimHessloch Kreuzstraße 12 55597 Wöllstein Brunnengasse 2

55599 Eckelsheim

Borbachstraße 6

55422 Bacharach

06242 7992

06507 702762 www.weingut-philippi.de 06707 324 www.weingutwolfgang-schneider.de 02672 93670 www.dieweinmanufaktur.de 06244 905248 www.schwahnfehlinger.de 0681 51044 06581 9200992 www.dr-siemens.de 0043 664 www.weingut-spaeth.at 4019758 07668 5718 www.weinhaus-remigius. de 06735 1521 www.weingutstauffer.de 069 425706 www.lavineria.de 06078 2349

www.vinumautmundis.de 09165 9959451 www.weinfass-zination.de 06123 63308 www.rheingauerwein.de 06359 6611 www.wendel-weingut.de 06244 4477 www.wernersbachweine.de 06703 960177 www.winzer-der-rheinhessischen-schweiz.de 06703 1346 www.weingutpeter-wolf.de 06743 919466 www.weinhauszur-fledermaus.de

Wein am Main I 57


10 FAQs in Sachen Wein

Was Sie schon immer zum Thema Wein wissen wollten, sich aber noch nie zu fragen getraut haben: Aufklärung zu einem sinnlichen Thema. Darf der Winzer seinen Wein mit Zucker oder anderen Substanzen süßen? Nein, das ist gesetzlich streng verboten. Weine verdanken ihre Süße ausschließlich Mutter Natur, wobei Winzer durchaus nachhelfen können, indem sie die Gärung durch Schwefelung, Kälte oder moderne Filteranlagen abbrechen. So wird nicht aller Zucker in Alkohol umgewandelt, der Wein hat also Restsüße. Außerdem können sie einen Teil des Saftes sterilisieren und nach der Gärung als „Süßreserve“ wieder hinzufügen. Edelsüße Weine wie­

58 I Wein am Main


Fragen & Antworten

derum entstehen, indem sich ein Pilz namens Botrytis cinerea im nebligen Herbst auf der Traubenhaut ansiedelt, vom Wasser der Traube lebt und den süßen Rest im Innern der Traube belässt. Aber man darf Wein doch Zucker hinzufügen?! Richtig, aber ausschließlich vor der Gärung, um den Alkoholgehalt des Weines zu erhöhen. Dabei muss der Zucker komplett in Alkohol umge­ wandelt werden. Diese Methode stammt aus Frankreich, wo sie ein gewisser Herr Chaptal im 18. Jahrhundert erfand. Auch in Deutschland ist das soge­ nannte Chaptalisieren erlaubt, aber nur bis zum Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete – Prädikatsweine müssen hierzulande ohne Aufzuckerung auskommen. Muss man Rotwein immer bei Zimmertemperatur genießen? Der Begriff Zimmertemperatur stammt aus einer Zeit, in der die Zentralheizung noch nicht erfunden war und meint 16 Grad. Junge, fruchtbetonte Rotweine schmecken aber auch deutlich kühler. So kann man Beaujolais Primeur, Bardolino oder jungen Dornfelder auch schon mal auf 12 Grad kühlen, doch sobald der Wein mehr Tannin und Gerb­ säuren enthält, treten diese durch die Kälte allzu sehr in den Vordergrund. Warum braucht man verschiedene Gläser für unterschiedliche Weine? Das liegt an den unterschiedlichen Eigenschaften, die ein Wein mit­ bringt. Der eine duftet diskret, schmeckt allerdings intensiv, ein zweiter hat ein herrliches Bouquet, ist auf der Zunge jedoch verschlossen, der nächste entfaltet sich erst allmählich, und so geht es munter weiter. Man muss sich aber nicht schlecht fühlen, wenn man sich zu Hause auf ein gutes Weiß-, Rotund Süßweinglas beschränkt. Wie lange kann man eine geöffnete Flasche Wein aufbewahren? Je nachdem, mit welchem Wein man es zu tun hat, zwei bis sieben Tage, allerdings gehört die Flasche in den Kühlschrank – auch bei Rotwein, den man vor dem Weitertrinken dann in Ruhe wieder warm werden lässt. Vaku­ umsysteme entfernen die Luft aus der Flasche und verlängern diese Frist. Darf man wirklich keinen Rotwein zum Fisch trinken? Das kann einem sowieso niemand verbieten, doch die Verbindung Fisch/Rotwein schmeckt in bestimmten Konstellationen auch ausgesprochen gut, wie überhaupt die Regel gilt: Erlaubt ist, was gefällt! Wein am Main I 59


Warum reagieren manche besonders sensibel auf Wein, und muss ich Allergien fürchten? Neben der Tatsache, dass übermäßiger Alkoholkonsum generell für Kopfschmerzen sorgt, enthält Wein von Natur aus Histamin. Der Gehalt an diesem Stoff – unter anderem für das Brennen der Brennnessel und das Lau­ fen der Nase bei Heuschnupfen zuständig – ist jedoch bei jeder Rebsorte und in jedem Jahrgang unterschiedlich, so dass Probieren über Studieren geht. Menschen mit erhöhtem Allergierisiko sollten generell maßvoll mit Wein umgehen, Heuschnupfengeplagte ebenfalls. Ist es sinnvoll, schwere Rotweine ein paar Stunden vor dem Genuss zu entkorken und auf diese Art und Weise zu belüften – und was soll das bringen? Bei der Frage, ob Wein Luft braucht, geht es weniger um seine generelle Struktur als um seine Reife. Ist ein Wein jung und die Tannine somit noch deutlich spürbar, so kann man durch frühes Belüften dafür sorgen, dass sich der Wein zugänglicher zeigt, er im Geschmack fruchtiger und eben reifer wirkt. Die Oberfläche im Flaschenhals, auf der Wein mit Luft in Kontakt kommt, reicht allerdings nicht aus, um einen spürbaren Effekt zu erzielen, es sei denn, man lässt den Wein länger als einen halben Tag stehen. Dekantieren, also das Umfül­ len in eine Karaffe, ist hier das Mittel der Wahl, und da kann man sich gerade bei jungen Weinen durchaus schwungvoll betätigen. Ältere Weine dekantiert man jedoch nur, um sie von durch den Reifeprozess entstandenen Trubstoffen (Depot) zu trennen, die sonst mit ins Glas wandern und nicht besonders gut schmecken würden. Süßigkeiten wie Schokolade oder Kuchen passen überhaupt nicht zu Wein – oder? Das kommt auf die Partner an. Gerade die Verbindung von Schokolade mit hohem Kakaoanteil und Rotwein beschäftigt derzeit viele Feinschmecker, und Süßweine wie Sauternes, deutsche Beeren- oder Trockenbeerenauslesen oder ungarischer Tokajer passen ausgezeichnet zu Apfeltarte oder ungesüß­ tem Obstsalat. Hier gibt es noch viel zu entdecken! Käse und Wein – das passt immer! Stimmt nicht, denn oft haut der Käse den Wein einfach weg. Schon mittelreife Hartkäse können elegante Weine in den Hintergrund drängen und ihr filigranes Geschmacksbild zur fruchtig-feuchten Dreingabe degradieren. Im Zweifel lieber zu jungen, dezenten Käsevarianten greifen. Ausnahme: die Verbindung von Blauschimmelkäse mit Süßweinen – das ist fast immer eine sehr spannende Verbindung!



60 I Wein am Main


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6 für 5-Gutschein 6 für 5 Flaschen von Guido Giovo Guido Giovo, Weine & Feinkost | Borsigstaße17 | 63165 Mühlheim am Main Tel. 06108 91090 | www.giovo.de Gültig nur am 30.4. und 1.5.2011 auf der Wein am Main im Bockenheimer Depot. Pro Person ist nur ein Gutschein einlösbar, der nicht in bar ausgezahlt werden kann. Bitte Gutschein auf der Wein am Main vor Inanspruchnahme der Leistung abgeben. Für die Einlösung ist der Betrieb und nicht JOURNAL FRANKFURT verantwortlich.


Weinkunst Ein guter Wein ist wie ein Kunstwerk, geschaffen gleichermaßen von Mensch und Natur. Ob zart oder kraftvoll, mild oder fruchtig, ob feurig, elegant oder betörend, – kein Wein gleicht dem Anderen. Unser reichhaltiges Sortiment an selbst gekelterten Weinen, flaschenvergorenen Sekten, fein destillierten Tresterbränden bietet Ihnen eine große Auswahl. Genießen Sie bei uns die Vielfalt des württembergischen Weinlandes.

Reiner Mehlo – Die Geschichte Seit Herbst 2004 steht der Name Mehlo Spanische Weine, Kornwestheim, für die Geschichte eines Schwaben, der auszog, ein neues Lebensgefühl zu erobern. Hochwertige Weine und Cavas von acht spanischen Weingütern sowie spanische Delikatessen brachte er mit zurück nach Kornwestheim, um sie Genießern in ganz Deutschland über seinen Onlineshop www.mehlo-spanische-weine.de anzubieten.

Die sinnliche Welt der Genüsse Täglich frisches Fleisch und hausgemachte Salsiccia aus der hauseigenen Metzgerei, hervorragende Wurstund Käsespezialitäten, selbstgebackenes Brot, typisch italienische Pasticcini und natürlich das liebevoll handverlesene Weinsortiment mit edlen Tropfen aus allen Regionen Italiens machen Guido Giovos Geschäft zu einem kulinarischen Garten Eden für Genießer – voller italienischer Herzlichkeit und Gastfreundschaft.


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Incantina Genuss erleben Die einzigartige Trilogie aus Vinothek, Restaurant und Events hat es in die Top 10 unterschiedlicher Frankfurter Gastro-Empfehlungen geschafft. Jetzt öffnet die Incantina ihre Tore auch für den Vertrieb, um die Geschmäcker und Düfte der Emilia-Romagna an den Main zu bringen.

Spanische Weinkultur in Frankfurt Seit 25 Jahren importieren wir, d.h. Isabel del Olmo und Dr. Peter Hilgard die interessantesten Schöpfungen der spanischen Weinwelt nach Deutschland: Kultweine und solche für den täglichen Bedarf. Besuchen Sie unseren Stand auf der Wein am Main 2011 oder kommen Sie in unser Lager an der Mainkur. Auch per Internet können Sie unter www.lavineria.de mit uns kommunizieren. Wir freuen uns darauf!

Weine mit höchster Auszeichnung Die Winzergenossenschaft „Winzer der Rheinhessischen Schweiz“ hat ihren Sitz im Naherholungsgebiet Rheinhessische Schweiz. Durch besonders fruchtige Weißweine, Classicweine, Rotweine mit höchster Auszeichnung zeichnen sich diese aus. Das gelungene Programm runden Winzersekte und Edelbrände aus der eigenen Brennerei ab.


6 für 5-Gutschein 6 für 5 auf unsere Weine Weinhaus zur Fledermaus | Borbachstraße 6 | 55422 Bacharach Tel. 06743 919466 | www.weinhaus-zur-fledermaus.de Gültig nur am 30.4. und 1.5.2011 auf der Wein am Main im Bockenheimer Depot. Pro Person ist nur ein Gutschein einlösbar, der nicht in bar ausgezahlt werden kann. Bitte Gutschein auf der Wein am Main vor Inanspruchnahme der Leistung abgeben. Für die Einlösung ist der Betrieb und nicht JOURNAL FRANKFURT verantwortlich.

Rabatt-Gutschein Je 1 € Nachlass auf die Gastroführer FRANKFURT & Rhein-Main GEHT AUS! Einlösbar am JOURNAL-Messestand an der Wein am Main www.journal-frankfurt.de Gültig nur am 30.4. und 1.5.2011 auf der Wein am Main im Bockenheimer Depot. Pro Person ist nur ein Gutschein einlösbar, der nicht in bar ausgezahlt werden kann. Bitte Gutschein auf der Wein am Main vor Inanspruchnahme der Leistung abgeben. Für die Einlösung ist der Betrieb und nicht JOURNAL FRANKFURT verantwortlich.

6 für 5-Gutschein 6 Weine kaufen, 5 bezahlen O Vinho | Frankfurter Straße 31 | 35037 Marburg Tel. 06421 1680910 | www.ovinho.de Gültig nur am 30.4. und 1.5.2011 auf der Wein am Main im Bockenheimer Depot. Pro Person ist nur ein Gutschein einlösbar, der nicht in bar ausgezahlt werden kann. Bitte Gutschein auf der Wein am Main vor Inanspruchnahme der Leistung abgeben. Für die Einlösung ist der Betrieb und nicht JOURNAL FRANKFURT verantwortlich.


Weinhaus – Gästehaus – Gutsausschank In Bacharach-Steeg, einem Seitental der Mittelrheins, liegt unser Weingut „Zur Fledermaus“. Den Namen erhielt unser Weingut von einer der größten Fledermauskolonien Deutschlands, die in der benachbarten Kirche beheimatet ist. Wir bieten für Interessierte Weinwanderungen, Weinproben, Weinproben mit Schokolade (im Winter), Fledermausbeobachtungen (Mai-August) und Kellerführungen an.

Gastroführer für Frankfurt & Rhein-Main 530 Restaurants haben unsere Tester in Frankfurt & Rhein-Main auf Topf und Teller geprüft und die Ergebnisse übersichtlich rubriziert als „Tops“ und „Flops“ aufgelistet. Wie immer ist die ganze Bandbreite des Genießens vertreten, von den exklusiven GourmetTempeln über exotische Geheimtipps bis zur gutbürgerlichen Küche. Jeder Geschmack und jeder Geldbeutel wurden berücksichtigt. Extra: Der praktische Pocket-Guide im Miniformat mit allen Restaurants und Adressen für unterwegs.

Willkommen bei O Vinho Das O Vinho hat sich Portugal mit seinen Weinen auf die Fahne geschrieben. Mehr als 240 Weine, Sekte, Port und Spezialitäten aus Lusitanien bieten wir im Marburger Geschäft auch europaweit im Versand an. Seit 3 Jahren am Markt haben wir uns als Garant für Qualität etabliert. Die portugiesischen autochthonen Rebsorten bieten dazu eine spannende Basis der Entdeckungsreise, zu der uns unsere wachsende Kundenzahl immer wieder beglückwünscht. Zahlreiche Weingüter haben wir exklusiv in Deutschland für Sie im Sortiment.

Weinfibel  

Weinfibel der Journal Frankfurt

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