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Foto: Horváth, www.horvathphoto.at

März 2007 | Nummer 1

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schöner bauen und wohnen in tirol

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IMPRESSUM Medieninhaber, Verleger: WestMedia Verlags GmbH. Telfs, Obermarktstr. 46/1, Tel. 05262-67491 office@westmedia.at Redaktion: Mag. Ilse Kuen (bap) Projektleitung: Mag. Heidrun Staudacher Grafik & Produktion: Karin Sparber Druck: Kärntner Druckerei

die schönsten wohnträume 06

massivhaus

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Projekt Kufstein Wohnen mit Marktplatz

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flachdach-holzriegelbau

Projekt Obernberg Altes Ferien-Holzhaus weicht neuem Wohn-Holzhaus

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Projekt Telfs Kubischer Bau in Lärche und Grau

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individuelles fertighaus

passivhaus in mischbauweise

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massiv-passivhaus Projekt Ter fens Passionierte Ökologie im Umlberger Föhrenwald

fertighaus Projekt Bad Häring/Schönau Ein Heim durch die Bank aus Holz

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Projekt Bad Häring Konstruktiv-poetisch bauen

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massiv-niedrigenergiebau Projekt Münster Maximale Eigenregie in Frax

Projekt Hatting Doppeltes Wohnglück in einem Stück

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holzbau-niedrigenergiehaus

holzhaus schlüsselfertig Projekt Telfs/St. Georgen This House is my House

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holzriegelbau Projekt Heiter wang Das Holzhaus beim Fischer am See


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alles was wichtig ist 11

finanzierung Tipps

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baurecht Damit der Wohntraum nicht zum Albtraum wird

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wohlfĂźhloase Wellness zuhause

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land tirol WohnbaufĂśrderung & Energiesparen

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versicherung Vorsorgen statt nachsehen!

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16:30 Uhr

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„Wir sehen Architektur als ganzheitliche Lösung - wie einen Organismus, der nur dann “funktioniert”, wenn alle seine Bestandteile im Einklang zueinander stehen und sich einem Ganzen unterordnen“. Architekten Adamer Ramsauer, Kufstein


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Ein Stadthaus in Kufstein Moosbach mit viel Grün

Wohnen mit Marktplatz Die Aufgabe war, ein Stadthaus für eine fünfköpfige Familie zu planen samt einer Praxis für die Bauherrin. Die Ausgangslage war ein trapezförmiges Grundstück an einer Weggabelung in Kufstein. Die Lösung ist ein schlichter, grau verputzter Massivbaukörper mit einem vorgesetzten Holzbaukörper im Passivhausstandard, der sich trichterförmig nach Südwesten öffnet und an der Schnittstelle einen sonnendurchfluteten Marktplatz im Inneren des von Architekt Klaus Adamer erdachten Hauses ergibt.

m Stadtteil Morsbach in Kufstein findet sich seit kurzem ein Haus, das straßenseitig in schlichtem Grau ausgeführt ist. Das Herzstück des Mischbaues für die fünfköpfige Familie befindet sich blickdicht abgeschottet auf der Südwestseite des Hanggrundstückes. Geschützt vom lang gezogenen, dem Grundstücksverlauf folgenden Massivbau, der u.a. die Logopädiepraxis der Hausherrin beherbergt, liegt erhöht – jedoch im abgewandten Teil des Grundes ebenerdig - ein Holzbaukörper mit der Funktion eines überdimensionalen Wintergartens. Für den Kufsteiner Architekten Klaus Adamer lautete die Herausforderung folgendermaßen: „Den Raumwünschen entsprechend plante ich zwei Wohneinheiten, die unabhängig voneinander genutzt werden u

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Der Marktplatz des Stadthauses erweiter t sich bis in den von Flossmann gestalteten Biotopbereich hinaus

können: Die im Sockelgeschoss untergebrachte Praxis und der darüber liegende zweigeschossige Wohnraum. Letzterem vorgelagert sollte der über beide Geschosse ausgeführte Essbereich sein, der sich nun als Kommunikationszentrum oder als so was wie ein hausinterner Marktplatz herauskristallisiert“. PRIVATZONE MIT SCHWIMMBIOTOP Wie wurde die Eingangssituation gelöst? Es gibt zwei und sie befinden sich an unterschiedlichen Straßenseiten. Die Praxis mit vorgelagertem Garten ist mit separatem Zugang situiert, der direkt angrenzende Carport ist ebenso von dieser Seite her erschlossen. Von dort gelangt man über einen internen Zugang, vorbei an Abstellräumen, Garderoben, Fitnessraum und Werkstatt über eine Stiege ins eigentliche Hauptwohngeschoss der

Familie. Sämtliche Räume im Sockelgeschoss verfügen über natürliche Belichtung und Belüftung. STEILE TREPPE ZUM AUSGUCK Der ostseitig gelegene Haupteingang, überdacht von einem Balkon, führt direkt in die helle mit wenigen sattroten Wandteilen akzentuierte Wohnebene des ausgeschränkten Holzbaukörpers. Er öffnet sich trichterförmig nach Süden und Westen und belässt im Erdgeschoss eine Privatzone, die sowohl im Innenals auch im Außenraum eindeutig ablesbar ist. Dem zweigeschossigen Essbereich ist ein ebenso hoher, überdachter Terrassenbereich vorgelagert. Herrlich einladend wartet das türkisblaue Schwimmbiotop auf Badefreudige. Es vervollständigt den nahtlosen Übergang zwischen außen und innen. Drei seiner

Vom GARTENTRAUM zum TRAUMGARTEN GARTENGESTALTUNG

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Der hohe Glasanteil (Freisinger Fensterbau) der Westfassade bringt Licht und Weite

Einfassungsmauern werden von den Kellerwänden des Carports im Sockelgeschoss sowie vom Keller des Wohnhauses gebildet. Angrenzend zum mit Eichenholzböden ausgelegten Essbereich befinden sich die helle mit Granitboden unterlegte Küche, Wohnzimmer, Speisekammer, Abstellraum und der verbindende Bauteil der Stiege ins erste Obergeschoss mit den Privat-, Schlaf- und Baderäumen der Familie. Von der Galerie aus ist der „Marktplatz“ und der Biotopbereich bestens überblickbar. PASSIVHAUSSTANDARD IN DER STADT Raumhohe graue Türen führen von dort in die Zimmer, unauffällige tapetentürähnliche, zur weißen Wand bündig gelegte, niedrigere Türen erschließen die untergeordneten Räume. Der Elterntrakt ist individuell abgeschlossen. Von diesem ge-

Das offene Stiegenhaus ist in Weiß gehalten

langt man schließlich über eine steile Treppe im Schrankraum in einen, dem Gebäude aufgesetzten Ausguckraum, der den fantastischen Rundblick vom Kaisertal über die Festung u

Produktion von innovativen, ökologischen Lösungen für Passivhäuser: Fenster, Haustüren, Pfosten-Riegel-Konstruktionen


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Architekt Klaus Adamer

Kufstein bis zum Pendling freigibt. Diese gläserne Box über dem Pultdach dient dem Bauherrn als Refugium, in dem er ungestört seinen Gedanken nachhängen kann. Das Haus in Morsbach ist in Passivhausbauweise in Beton, Glas, Holz und ohne Estriche errichtet. Aufgrund der Orientierung des Grundstückes muss zusätzlich mit einer sparsamen Wandheizung Energie zugeführt werden. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung sorgt konstant für frische Luft. Sowohl durch Wandheizung als auch durch Wohnraumlüftung kann im Sommer eine leichte Kühlung erwirkt werden. ■

infobox Ausgangslage: Trapezförmiges Zwickelgrundstück, zwei Baukörper ineinander geschichtet Wohnfläche: 167m2, 50m2 Logopädiepraxis Bauweise: Passivbauweise in Beton, Glas, Holz Bauzeit: 6 Monate Heizung: Wärmetauscher, sparsame Wandheizung Wohnen: Offenes Wohnen Planung: Mag. arch. Architekt Klaus Adamer, Kufstein, www.aar.at Fotos: Horváth, Kufstein


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