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November/Dezember 2012

Nr. 6/12 CHF 9.00

endezeit

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Zeitschrift für ganzheitliches Leben und für ein neues Zeitalter mit mehr Geist und Seele

•Was 6_12 - Leben.indd 1

ist Leben?

• •

Das Bundesamt für Gesundheit auf Abwegen

Zur Existenz von Naturwesenheiten

Hell- und Schwarzseher haben Hochkonjunktur

15.10.12 07:32


Inhalt

Schwer-

Gedankensplitter 1 Parapsychologie Schweben für den Kaiser

46-48

Zur Existenz von Naturwesen- heiten 2/3

49-52

Gesehen • Gelesen • Gehört Auf den Spuren von Geistern und Untoten

Spiritualität im Alltag

3

«Wasser-Papst» Johann Grander verstorben

Uris Kolumne

4

Ein einfaches UFO-Kontrollgerät

5

Gesundheitswesen

53

Beseelte Wesen

7-9

Interview über Hildegard v. Bingen 14/15 Asklepios Essenzen

16

Spiritualität Hell- und Schwarzseher haben Hochkonjunktur 11-14 Im Nebelland

17-20

Geld und Geist(heilung)

21/22

Im Sommerland

Die Diyanus-Wahrsagekarten

16

Releasing

54

Reportagen: Landwirtschaftsschulen im Wandel

55

Das Phänomen Bruno Gröning

55

Aschenputtel

55

Herr G.

56

Hexenmedizin

Parallele Universen

Besuche in anderen Dimensionen

Bücher / CDs

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Abwegen 6/7 Gold und Staub

Heilkunde

Parapsychologie:

3/4 Man lebt nur einmal

Inkarnationsvertrag

in Nr. 1/13

Buch- und CD/DVD- Vorstellungen … und viele weitere Themen

56/57

Der Stein des Lebens

57

Wer glaubt wird selig

57

Agora

58

Ende Dezember in Ihrem Briefkasten oder Anfang Januar in Ihrem Kiosk oder Ihrer Buchhandlung

Redaktions- und Insertionsschluss:

20. November 2012

Agenda

Schwerpunkt Veranstaltungen des BPV, des PZ, 23-45 der SPG und des PF L eben

59

Entstand Leben aus Materie? 24-30

Agenda

60-62

Zur Lebenskraft – Aussichten vom Grenzberg Dualität/Einheit 31-45

Therapeutenliste

62-64

Abonnement

Titelbild: © Alexandra H., pixelio.de

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❏ Ich abonniere Wendezeit ab Nr. für jährlich CHF 54.- (6 Ausgaben) Ich nehme Kenntnis davon, dass das Abonne-

ment sich jeweils automatisch um 1 Jahr erneuert, wenn ich es nicht innerhalb von 15 Tagen nach Erhalt der letzten (6.) Ausgabe meiner Abonnementsperiode kündige.

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❏ Ich möchte für zusätzlich CHF 12.- /Jahr (Grundeintrag) in die Therapeutenliste aufgenommen werden. Spezialitäten (max. 3): ❏

Erweiterter Eintrag (SFr. 24.-) mit insgesamt bis zu 6 Spez. + URL / E-Mail:

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Wendezeit 6/12 Matten – E-Mail: Verlag@fatema.com Einsenden an Fatema Verlag GmbH, Parkstr. 14, CH-3800 15.10.12 07:32


Gedankensplitter

Impressum

Wendezeit Nr. 6/12 (Nov./Dezt. 2012) – 25. Jg. (Gesamt-Nr. 140) Erscheint 6 x jährlich: Januar, März, Mai, Juli, September, November Herausgeber: Fatema Verlag GmbH Redaktion Wendezeit, Parkstr.14, CH-3800 Matten/Interlaken Tel. +41(0)33 826 56 51, Fax 826 56 53 E-Mail: verlag@fatema.com Internet: http://fatema.com http://wendezeit.info Leitung: Orith Yvette Tempelman

Regelmässige Beiträge von: Uri Gel­ler (Ko­ ­lumne), Ernst Meckelburg (Grenzwis­sen­­ schaften), Rudolf Passian (Parapsycho­lo­ gie), Prof. Dr. Werner Schie­be­ler und Her­­bert Viktor Speer, Spi­­ri­­­tualität, Jen­seits­­kontakte. In dieser Ausgabe sind ausserdem Bei­trä­ ge fol­­­gen­der Autoren erschienen: Petra Bohm, Jo Conrad, Mag. Karin Kaul, Stephan Klaus, Valentin J. Oehen, Armin Risi, Jutta Schilling, Hanspeter Stähli Copyright: Fatema-Verlag GmbH. Alle Rech­ te vor­be­halten. Nachdruck, auch aus­zugs­ weise, nur mit Genehmigung der Re­dak­­­ tion. Na­ment­lich ge­kenn­zeichnete Bei­trä­ ge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Re­dak­tion wieder. Für unverlangt ein­ ge­sandtes Material wird kei­ne Gewähr über­nommen. Gerichtsstand: Inter­laken. Druck: Schlaefli & Maurer AG, 3800 Inter­ laken – Gedruckt auf Umweltschutzpapier Kiosk-Vertrieb CH: Valora AG, Basel Anzeigenverwaltung: Fatema Verlag GmbH, T. +41(0)33 826 56 59, F. +41(0)33 826 56 53. Preise und Abonnemente: Jahresabo (6 Ausg.) Schweiz: CHF 54.- inkl. Versand; D/A und Übersee: CHF 54 + Versand. Spe­ zialpreis für BPV/SPG/HFG-Mitglie­der. Ein­zelnummer: CHF 9.00 + Versand. Jah­ res­eintrag in die The­­ra­peu­tenliste: zusätzlich CHF 12.- (mit URL/E-Mail: CHF 24.). Das Abo wird jeweils automatisch um ein Jahr verlängert, falls es nicht mindestens sechs Wochen vor Ablauf schriftlich beim Verlag ge­kündigt wird. Bestätigung der Kün­digung nur per Mail oder wenn in­ter­ nat. Antwortschein (Schweiz: frankiertes Rück­antwort­couvert) beigelegt. Zahlstelle: CH: Postkonto 20-584170-8, FatemaVerlag GmbH, 3800 Matten D/übrige Länder: Commerzbank Bayreuth-Maximilianstr., BLZ 773 400 76, Kto 154544100, Fatema-Verlag od. IBAN CH84 0900 0000 9171 4207 3

Liebe Leserin, Lieber Leser, Dies sind meine letzten „Gedankensplitter“. Wie könnte es anders sein, da ja am 21. Dezember der Weltuntergang stattfinden soll? Spielen wir mal das Spiel „Was wäre, wenn…“. Ja, was wäre, wenn diesmal nicht die Dinosaurier, sondern der Homo sapiens, der angeblich denkende Mensch, von der Erdoberfläche verschwinden sollte? Sie glauben nicht an diese Möglichkeit? Wir sind aber nicht die erste menschliche Spezies, die ausstarb. Der Neandertaler, der sich immerhin während 250’000 Jahren gegen alle Widrigkeiten seiner Zeit – Warmzeit, Eiszeit, wilde Tiere – behauptete. war ein „echter“ Mensch. Die Neandertaler pflegten ihre Kranken, teilten ihre Beute untereinander auf, waren kräftig und klug, waren erfolgreiche Jäger. Dennoch sind sie vor rund 30’000 Jahren spurlos verschwunden – ausgestorben. Über das Warum gibt es viele Theorien, aber keine davon lässt sich beweisen. Der vor zwei Jahren verstorbene prominente australische Biologe Frank Fenner prophezeite aber auch der modernen Menschheit das Aussterben „vielleicht innerhalb von 100 Jahren“. Als verantwortlich für diese düstere Zukunftsprognose erwähnte Fenner „Bevölkerungsexplosion und unkontrollierten Konsum“. Nach Fenners Ansicht droht nicht nur der Menschheit, sondern auch zahlreichen Tierarten die Auslöschung. Kurz vor seinem Tod sagte Fenner in einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della sera“. die katastrophale Entwicklung sei bereits unumkehrbar, es könne bereits zu spät sein, um Abhilfe zu schaffen. Die Menschen würden zwar versuchen, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen, vieles würde aber weiterhin auf die lange Bank geschoben. Der Eintritt der Menschheit ins „Anthropozän“ – in der die menschliche Aktivität das Klima beeinflusst – sei vergleichbar mit globalen Katastrophen wie Eiszeiten oder Kometeneinschlägen. Ist also doch etwas dran an den Prophezeiungen der Maya? In ihren Schriften zur Zeitenwende im Jahr 2012 sagten sie voraus, dass die Menschen in eine neue Zivilisation eintreten würden. Am 21. Dezember geht also nicht unbedingt die Welt unter – es beginnt, den Maya zufolge, ein neues Zeitalter. Es wird also wohl noch einige Gedankensplitter von mir geben…

Alle in der Wendezeit vorgestellten Bücher sind im Handel oder – falls vergriffen – sind erhältlich bei: Redaktion Wendezeit, Parkstr. 14, CH-3800 Matten b. Interlaken Tel. +41(0)33 826 56 51 – E-Mail: verlag@fatema.com

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Gesehen

Gelesen

Gehört

Auf den Spuren von Geistern und Untoten:

heimnisse bergen. GetYour­Guide, dert wurden die Leichen der mit einer Auswahl von mehr als Verstorbenen in den Unter14’000 Produkten in über 1200 grund gebracht und dort geDestinationen die führende On- stapelt. Noch heute befinden line-Plattform zur Buchung von sich die Gebeine der Toten in Tou­ren und Ausflügen weltweit, den Pariser Katakomben und empfiehlt die Top 10 Touren des sorgen bei zahlreichen BesuGrauens von Paris über London bis chern für Gänsehaut. hin nach Prag oder Dublin. Das Angebot von Get­YourGuide zeich- http://www.getyourguide.de/ net sich durch grosse Vielfalt aus paris/pariser-katakombenund erstreckt sich von historischen tour-fur-kleinere-gruppenund Sight­seeing-Touren über t18409/ sport­­liche Aktivitäten, Museumseintritte bis hin zu Shows und Besuch bei Dracula auf Events. GetYourGuide lan­cierte Schloss Bran: die Web­seite im Jahr 2010 und hat Nie­derlassungen in Zürich, Blutige Legenden ranken sich um den Fürsten der FinsterBerlin und Las Vegas.     nis. Das mittelalterliche Schloss Edinburgh, die Stadt der Bran, inmitten der GebirgsToten: landschaft der Karpaten gelegen, soll Heimat des tyranDas bereits mehrfach als «Gross­ nischen Fürsten Vlad gewesen britanniens beste Geistertour» sein. Dieser diente aufgrund ausgezeichnete Erlebnis führt seiner Greueltaten als Vorladie Teilnehmer zu den ge- ge für Bram Stokers Romanfispenstischsten Orten der Stadt gur «Dracula», den blut­rüns­ Edinburgh. Zum Programm mit tigsten aller Vampire. Der TaGruselfaktor gehören ein Be- gesausflug ab Bukarest führt such der Gewölbe von South Anhänger des Blutsaugers in Bridge, eine Begehung des die mittelalterliche Stadt BraGrayfriear Friedhofs und des sov, zum Dracula-Schloss und furchteinflössenden Schwarzen in das Kloster Sinaia. Mausoleums. Im Rahmen der Exkursion verrät der Gui­de http://www.getyourguide.de/ schaurige Details über die be­ bukarest/ganztagestrip-nachsuchten Orte und die Geister, peles-draculas-schloss-t640/ die diese Plätze noch heute Mit dem Nachtwächter heimsuchen sollen. http://www.getyourguide.de/ edinburgh/stadt-der-totensouth-bridge-gewolbe-cove­ nanter-s-prison-t24264/   

GetYourGuide mit den Top 10 Touren des Grauens zu Halloween

Unterwegs in den Katakomben von Paris:

(w&p) – Gänsehaut garantiert: Wer sich nach schaurigen Alternativen zu klassischen Hallo­ween-Partys mit Kürbisköpfen und Gummispinnen sehnt, soll­te die sehenswerten Originalschauplätze mysteriöser Be­ge­benheiten und grausamer Ereignisse aufsuchen. Europas Me­tropolen bieten Uner­ schrocke­nen eine grosse Auswahl an finsteren Ecken, die dunkle Ge-

Nichts für schwache Nerven ist ein Besuch der Pariser Katakomben, die als letzte Ruhestätte für mehr als sechs Mil­lionen Menschen dienen. Mit einem fachkundigen Gui­ de erkunden die Gruppen-Teil­ nehmer die dunklen Gänge und erfahren mehr über die gruselige Vergangenheit der Stadt. Im späten 18. Jahrhun-

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durch das abendliche München: Auch deutsche Metropolen waren Schauplatz zahlreicher dunkler Ereignisse. In München erkunden Reisende gemeinsam mit dem historisch gekleideten Nachtwäch­ ter die abendliche Stadt. Der Nachtwächter kennt alle alten Schleich­ wege und Winkel und ist mit dem finsteren Treiben bestens vertraut. Er informiert die Besucher über düstere Geschich­ten und führt sie zu historischen Ecken, die einst als Fol­ter­kam­ mer oder Gefängnis dien­ten. http://www.getyourguide.de/ munchen/mit-dem-nacht-

wachter-auf-seiner-rundedurch-munchen-t2501/

Auf den Spuren von Jack the Ripper & Sweeney Todd durch London: Die Abend-Tour zeigt die unheimliche und geisterhafte Sei­ te von London. Die Gruppe besucht die Aufenthaltsorte des dämonischen Barbiers Sweeny Todd und erkundet die Orte des Verbrechens von Londons erstem Serienmörder – Jack the Ripper. Die Tour führt ausserdem in das Theater «Royal Drury Lane», in der heute noch ein verstörter Mann in der Kleidung des 18. Jahrhunderts gesehen wird, der ziellos hinter der Bühne umherirrt. http://www.getyourguide.de/ london/jack-the-rippersweeny-todd-abendtour-london-t2091/

Geister- und Legendenführung durch Prag: Um die Prager Altstadt ranken sich Legenden und Geheimnisse, die seit Jahrhunderten Bestand haben. Die Tour führt alle Besucher auf die dunkle Seite der Stadt und offenbart grausame Geschichten wie die über den Henker Jan Mydlar, oder über die tote Braut vom Ungelt. Ge­meinsam mit dem kos­tü­ mierten Guide gilt es dunkle Gassen zu entdecken, während die Geister jeden Schritt der Gruppe verfolgen. http://www.getyourguide.de/ prag/prag-geister-undlegen­den-fuhrung-t23010/

Hamburg Dungeon – das schaurige Erlebnis in der Speicherstadt: Einen aufregenden Trip in die Geschichte der Hansestadt ver­­ spricht das Hamburg Dungeon. Piraten, Geister und der Schwar­ ze Tod sind nur einige Be-

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Gesehen • Gelesen • Gehört

gegnungen auf dieser interak­ tiven Reise in die dunklen und gruseligen Epochen der Metropole. In einer interaktiven Show werden die fins­te­ ren Seiten Hamburgs dargestellt und erlebbar gemacht. Die Besucher werden in das Geschehen ein­bezogen und selbst ein Teil der Erzählungen. http://www.getyourguide.de/ hamburg/scary-mondays-fridays-bis-15-uhr-fur-13-eurot9129/

Die Dublin Geister & Geschichte Tour: Die zweistündige Busfahrt führt alle mutigen Teilnehmer zu den schaurigsten Orten der irischen Hauptstadt. Angefan­gen beim Trinity College, wo einst das «Seuchenhaus» stand, über die von Geistern heimgesuchte St. Au­ deons Kirche bis hin zu einem mehr als tausend Jahre alten Friedhof, wo die Gruppe einen Leichen­dieb auf frischer Tat ertappt. Wer sich traut, kehrt am Ende der Tour im Totengräber Pub ein und trinkt ein Glas «Ghoulish» Bier auf die Seelen der Untoten. http://www.getyourguide.de/ dublin/bustour-dublin-geister-geschichte-bier-stadtfuhrung-t21545/

Morde und Mysterien in Venedig:

teren Anekdoten über Casi- Spiritualität im nos, Bordellen und selbstver- Alltag ständlich auch über den berühmten Casanova und den Bereits zum 5. Mal startet im Ort seines letzten Kusses. Rich­ März 2013 die Ausbildung ­tig gruselig wird es dann bei «Spiritualität im Alltag» für den Legenden über mysteriö- mediales und sensitives Arse Fussstapfen, einem kopflo- beiten bei SingulART in Stef­ sen Körper im Kanal und der fisburg unter der Leitung von Barbara Witschi. Die mediagetöteten Frau in Weiss. len Fähigkeiten werden geschult und der Umgang mit http://www.getyourguide.de der Sensitivität vertieft. Spie/venedig/abendrundganglerisch und mit viel Freude durch-venedig-morde-undwerden Themen wie Ener­gie­ mysterien-t13223/ arbeit, Jen­seitskontakte, spiGruselführung durch rituelles Heilen, Kommunika­ Salzburg: tion mit Engeln oder aufgestiegenen Meistern und vieAuf dieser Gruselführung wer­ les mehr, von Grund auf erarden Besucher nicht nur über beitet und mit Übungen verdie mittelalterlichen und neu­ tieft. Jeder Teilnehmer wird zeitlichen Foltermethoden in so gefördert, dass er seine der Stadt Salzburg aufgeklärt, medialen und sensitiven Fäsondern erfahren schaurige higkeiten in seinen Alltag Details über die Tätigkeiten einfach integrieren kann. Bar­­ der Henker und Foltersknech­ bara Witschi holt mit ihrer te. Auch die Hexenprozesse langjährigen spirituellen Coa­ rund um den Zauberer Jakl ching-Erfahrung jeden Teil­ sowie die Rolle der katholi- neh­mer dort ab, wo er steht, schen Kirche in der damaligen Zeit sind Thema der Tour. ber im Alter von 83 Jahren Ausserdem erzählt der Guide verstorben. spannende Geschichten rund um Aberglauben, Legenden Wie seine Familie auf «Gran­ und Sagen. Auch ein Besuch der.com» berichtet, sei Gran­ der Originalschauplätze wie der friedlich entschlafen und Pranger, Folterkammern und durfte nach einem bewegten Hinrichtungsstätten gehören Leben mit vielen Höhen und Tiefen «heimgehen», wie er zur Führung.

und fördert ihn in seiner Einzigartigkeit. Die Ausbildung wird mit Diplom abgeschlossen und findet jeweils einmal im Monat an einem Wochenende statt. SingulART wurde vor zehn Jahren von Barbara Witschi ins Leben gerufen. Inzwischen führt sie es mit ihrem Mann Bernhard zusammen. Barbara Witschi wurde in der Schweiz und in England (Arthur Findlay Collage) zum Medium, zur Heile­rin, Tarotund Aura-Soma-Beraterin aus­ gebildet. Sie ab­solvierte das «Steps to Leadership Training» von Psycho­­logie der Vision. Die Beratungen, Ausbildungen, Me­dita­tions- und Zirkelabende stehen unter dem Motto: immer in einer von Liebe und Licht geprägten Atmosphäre mit der Geistigen Welt und dem Menschen zu arbeiten. www.singulart.ch (s. auch Inserat unten) u selbst das Sterben bezeichnet hat. «Das Forschen und Experimen­ tieren ist Johann Grander prak­tisch in die Wiege gelegt worden, bereits sein Vater war ein begnadeter Techniker und Experte in Sachen Motoren.

http://www.getyourguide.de/ salzburg/gruselfuhrung-insalzburg-t19987/   

Der mysteriöse Rundgang kon­ Weitere Informationen zu den zentriert sich auf die unheimli- buchbaren Touren und Ausche Geschichte der Lagunen­ flügen unter stadt. Die Gruppe lauscht düs­ www.Get­YourGuide.de u   

«Wasser-Papst» Johann Grander verstorben Jochberg (Österreich) – Der von Freunden und von sei-

nen Anwendungen Überzeug­ ten ebenso verehrte, wie von seinen Kritikern angefeindete Wasserforscher Johann Grander ist am 24. Septem-

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Menschen weltweit folgen: Ge­sundes Leben beginnt mit lebendigem Wasser.» Entgegen aller naturwissenschaftlichen Kritik, die (erfolg­ reich bis hin zu den Gerichten) behauptet, dass für Gran­ ders «Wasserbelebung» keiner­ Johann Grander (1930-2012) lei wissenschaftlichen NachJohann Grander wurde am 24. weis gibt, wurde der WasserApril 1930 in Jochberg geboren forscher zeitlebens für seine und war schon als Schüler sehr Verdienste und für sein Lebens­ wissbegierig und von schneller werk mehrfach ausgezeichnet Auffassung», so der Nachruf der und geehrt. Nicht zuletzt 2001 Familie. «Sein Arbeitsleben – mit dem Österreichischen Eh­ als LKW-Fahrer bis hin zum renkreuz für Wissenschaft und Tankstellenpächter und Misch- Kunst ausgezeichnet. Bemümeister – verlief in Folge sehr hungen seiner Kritiker um eibunt und abwechslungsreich. ne Aberkennung dieser Aus1978 gab er schliesslich seinen zeichnung wurde 2008 vom Beruf auf, um sich ausschliess- Wissenschaftsminister Johan­ lich der For­schung zu widmen. nes Hahn abgelehnt. Nur wenige Menschen haben den Mut, ihrer inneren Bestim- Der Kritik an Johann Gran­ders mung zu folgen. Johann Gran­ «Wasserbelebung» stehen un­ zäh­­lige Anwendun­gen nicht nur der ist diesen Weg gegangen. durch Privatper­so­nen sondern In der langen und oftmals schwie­ auch durch öf­fent­liche Einrich­ rigen Zeit von den ers­ten Na- tungen wie Schwimmbäder turbeobachtungen bis zur Ent­ und Gemein­den, in der Lebens­ deckung der Wasserbe­lebung mittelverar­beitung und Gastro­ haben ihm sein Glaube, sei- nomie sowie in der Landwirtne Intuition und seine Fami- schaft gegenüber, sondern auch lie gestützt und Kraft gegeben. die sich in den Rückmeldungen spiegelnde Zufriedenheit Mit seinen Erkenntnissen hat der An­wender gegenüber. er vor über dreissig Jahren ein neues Wasserverständnis Quelle: www.grenzwissen­ u geprägt, dem heute Millionen schaft-aktuell.de

Inkarnationsvertrag Jo Conrad. Es ist hilfreich, 4) Sie erhalten Lektionen. Nie­ über jeden Satz nachzudenken.

 mand bekommt exakt dieselben Lektionen wie Sie oder 1) Sie erhalten einen Körper. kann sie Ihnen abnehmen.
 Dieser Körper ist neu und einmalig. Niemand sonst be­ 5) Sie können tun, was Sie kommt den gleichen.
 wollen. Alles, was Sie Ande­ ren antun, kommt zu Ihnen 2) Sie erhalten ein Gehirn. Es zurück.
 kann nützlich sein, es zu be­ nutzen.
 6) Eine Lektion wird so lange wiederholt, bis sie begriffen 3) Sie erhalten ein Herz. Die wurde. (Auch inkarnationsbesten Resultate erzielen Sie, übergreifend)
 wenn Hirn und Herz ausgewogen benutzt werden.
 7) Dieser Vertrag ist für alle

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gleich. Es gibt keine Privile- Drogen (legale und illegale) gien, auch wenn einige das können die Wahrnehmung der behaupten. (Handschriftliche Lektionen verfälschen.

 Änderungen haben keine Nur, weil alle sich auf eine Gültigkeit.)
 Weise verhalten, muss das nicht bedeuten, dass es rich8) Sie bekommen Spiegel, um tig ist. 

 zu lernen. Viele Spiegel se­ Es gibt selten nur eine richtihen aus wie andere Körper. ge Lösung. 

 Sie sind dazu da, Ihnen etwas Sie können einen Antrag auf zu zeigen, das in Ihnen ist.
 Vergebung stellen.

 Es gibt keine Extraklauseln für 9) Wenn Ihr Körper zerstört niemanden.

 wird oder aufhört, zu funk­ Sie werden geliebt. (Auch tio­nieren, bekommen Sie wenn Sie in der Bronx oder einen neuen. (Es kann zu Somalia sind.) Alles andere War­tezeiten kommen.)
 ist Täuschung.

 Lektionen sind besondere 10) Der Inkarnationsvertrag Ge­legenheiten, sich zu entläuft erst aus, wenn alle Lek­ wickeln und keine böse Abtionen zu einem befriedigen­ sicht.

 den Ergebnis geführt haben.
 Es kann riskant sein, seinen Körper Anderen anzuvertrau11) Was befriedigend ist, be- en.

 Andere in der Entwicklung zu stimmen Sie! behindern, bringt keinen Vor­ Nützliche Hinweise und Tips teil.

 Sie bekommen (vorzugsweise Ziel ist es nicht, beim Verlas- während der Nachtstunden) sen eines Körpers möglichst Gelegenheit, den Körper zu viel Geld zu haben.

 verlassen.

 Es gibt keinen Bonus für Be- Erinnerungen an Erfahrunrühmtheit oder Beliebtheit. 

 gen ausserhalb des Körpers Sie müssen sich nicht an den werden nicht im Körper bzw. Fehlern Anderer orientieren. 

 Gehirn gespeichert.

 Regeln sind dazu da, über- Herumspielen an Ihrem Körprüft zu werden.  

 per ist Ihr gutes Recht. An Behauptungen Anderer über den Körpern Anderer erfordas Ziel können Ablenkungen dert es deren Einwilligung.

 sein. 

 Abgucken ist sinnlos!

 Sie können nichts falsch ma- Das mutwillige Beenden eichen. Es kann höchstens län- ner Inkarnation führt zu viel ger dauern. 

 unnützem Papierkram.

 Zeit ist eine Illusion!

 Wissenschaftliche Gutachten Sie haben Zugriff auf alle Ant­ und heilige Schriften dienen worten über eine spezielle der Verwirrung.

 Verbindung in Ihrem Herzen. 

 Es geht nicht darum, Erster Alles innerhalb des Schulungs­ zu sein. 

 raums reagiert auf Herzens­ Es geht nicht darum, cool ausstrahlung.

 aus­zusehen.

 Versuche, den Schulungsraum Niemand macht in Ihrer Si­ zu beschädigen, führen zu Ein­ tua­tion eine bessere Figur als schränkungen.

 Sie.

 Niemand kann Ihnen die Ver­ Sie sind nicht der Einzige, antwortung abnehmen. 

 der am Sinn des Inkarnations­ Gewalt führt niemals zu einer vertrages zweifelt.

 Lösung.

 Da Sie diesem Vertrag zugeEs kann nützlich sein, darauf stimmt haben, ist es unnütz, zu achten, welche Situationen sich darüber zu beschweren, sich wiederholen.

 dass Sie hier sind. u

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Zum Schmunzeln: aus einer esoterischen Zeitschrift, 1960

Gesehen • Gelesen • Gehört

Ein einfaches UFO-Kontrollgerät das sich jeder mit geringen Mitteln selbst bauen kann Die Schriftleitung weiss, dass wenn ihm ein Weg gezeigt schen wird, laut Skizze, eine viele Spiritualisten und Ok- wird, auf dem er auf objektiv- einfache kleine Klingel ge­ kultisten dem UFO-Problem physikalische Weise – also na­ schal­tet. mehr oder weniger skeptisch turwissenschlaftlich exakt – die gegenüberstehen, dass sie – Anwesenheit von UFOs in Überfliegt nun ein UFO den teils aus logischen, teils aus seiner näheren oder weiteren Aufstellungsort des Apparates weltanschaulich-religiösen Umgebung festzustellen ver- bzw. schwebt es (sichtbar oder unsichtbar) in der Nähe, wird Grün­den – eine abwartende mag. die Kompassnadel sofort aboder gar feindliche Haltung einnehmen und weder an die Diese Vorrichtung, deren Skiz­ gelenkt, berührt den einen Michalek-Verkündungen, an ze wir nachstehend bringen, oder anderen Anschlag und die Berichte amerikanischer beruht auf der Tatsache, dass schliesst so den Stromkreis. Kontaktleute, noch an die jedes UFO erfahrungsgemäss Die Folge: es klingelt. Speerschen Santiner und an von einem starken, weitreidie Tausende anderer medial chenden elektro-magnetischen Das UFO steht immer in der empfangener Botschaften glau­ Kraftfeld umgeben ist. Dieses Richtung, in der die Kompass­ ben können oder wollen. An- Kraftfeld ist, wie immer wie- nadel am Anschlag den Kondere Kreise wiederum sind der behauptet wird, die Ursa- takt schliesst. Um genau fest100%ig überzeugt davon, dass che, dass beim Überfliegen zustellen, in welcher Himmels­ Weltraumschiffe von anderen durch UFOs Automotoren (Zün­ richtung sich das UFO befinPlaneten existieren, dass die ­dung!) nicht mehr arbeiten det, braucht man einen zweiBesatzungen uns Erdenmen- und gebietsweise der Rund- ten Kompass ohne jede Verschen in jeder Hinsicht weit funk- und Fernsehempfang änderung oder Zusatzeinrich­ tung. Dessen Nordspitze wird überlegen sind und die gott- nicht mehr funktioniert. immer genau dorthin zeigen, gewollte Aufgabe haben, bei der Reinigung der Erde und Die Konstruktion des Appara­ wo sich das ablenkende Kraft­ ihrer Überführung in das tes ist höchst einfach. Es han- feld befindet, also das UFO. neue Zeitalter eine entschei- delt sich um einen gewöhnlidende Rolle zu spielen. chen Marschkompass, wie er Nach Fertigstellung kann man überall zu kaufen ist. Zweck- den Apparat durch DarüberAufgrund all der Tatsachen, mässig nimmt man keinen halten eines Hufeisenmagnedie die internationale ernste allzu kleinen. ten ausprobieren. Sobald die UFO-Forschung zu liefern im­ Nadel einen der Anschläge stande ist, kann der unvorein­ Das Schutzglas wird abgenom­ berührt, muss es klingeln. genommene Beobachter und men, damit Folgendes eingeKritiker wohl kaum mehr der baut werden kann: Etwa 1-1½ Wenn man bedenkt, dass die Meinung sein, dass alles nur cm links und rechts der Na­del- bisherigen UFO-Sichtungen Trugschlüsse, Bluff und be­ Nordspit­ze werden im Innewuss­te Irreführung ist. Wobei ren des Kompassgehäuses (ge­ zunächst einmal die Frage of- nau in Höhe der Na­del­spitze) fen gelassen werden kann, ob zwei Anschläge angebracht, am die zehntausendfach gesich- besten mittels dün­ner Dräh­te. teten UFOs und deren Be­sat­ Diese beiden An­schläge werzungen nur ausserirdischer den, ebenfalls mittels Dräh­ten, Her­kunft sind, oder ob auch mit dem einen Pol einer Ta­ Flugapparate («Fliegende Un­ schenlam­penbatte­rie verbun- tertassen») irdisch-technischen den. Ein weiterer Draht wird Ursprungs existieren. Auf je- vom anderen Bat­­te­rie­pol zu den Fall wird es jeder UFO- dem Stift geführt, auf dem die Interessierte sehr begrüssen, Kom­pass­nadel ruht. Dazwi-

Wendezeit 6/12 6_12 - Leben.indd 5

fast ausschliesslich dem reinen Zufall zu verdanken sind, wird man sich sagen, dass die­ses vollautomatisch arbeitende Klingelgerät wichtig ist. Man sieht erst dann zum Him­mel bzw. geht ins Freie, wenn es klingelt, und weiss dann durch die Richtungsangabe des zweiten Kompasses genau, wo das UFO stehen muss. Dreht sich die Nadel des (zwei­ ten) Kontrollkornpasses im Krei­ se, steht das UFO direkt senk­ recht über dem Apparat. (Wo­ bei daran erinnert werden soll, dass erfahrungsgemäss die UFOs nicht immer sichtbar sind. Inwieweit hellseherisch bzw. sensitiv veranlagte Perso­nen mehr sehen als andere, müsste die Erfahrung ergeben.) Der UFO-Forscher, von dem unsere Schriftleitung die Beschreibung des Apparates hat, sagt uns, dass Wochen hindurch die Klingel mehrmals am Tage ertönte, also ein Zeichen dafür, dass der UFO-Ver­ kehr reger sein muss, als es auf Grund der nur ver­ einzelten Sichtungen angenommen werden konnte. Möchte das jemand ausprobieren? u

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as Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf Abwegen

Von alt Nationalrat Valentin J. Oehen, Köniz Am 8. September 2012 wurde ein natio- moderne Sterbe- und Weiterlebens­for­ naler Tag der Organspende ausgerufen. schung weist zur Genüge nach, dass wir Bei dieser Gelegenheit wurde geklagt, für jede begangene oder unterlassene dass in der Schweiz «nur» jeder Sieben- Tat, jedes Wort, jeden Gedanken einzute, also rund 1,25 Mio. Mitbürger zur stehen haben. Offiziell werden solche Or­ganspende bereit seien. Um diesen an­ Forschungen verheimlicht oder der LäValentin J. Oehen geblichen Missstand zu beseitigen, will cherlichkeit preisgegeben. von Fremd-Spendern; seien es lebende nun das BAG auch in der Schweiz die Zustimmungs-Lösung (= Spender-Aus- Wenn sich das Ende unserer irdischen oder gar verstorbene Mitmenschen. weis) durch die eingetragene Ableh- Laufbahn – plötzlich oder schleichend – nungserklärung einer Organspende (= durch Unfalltod oder Krankheit – abzeich­ Da wir heute wissen, dass jede Zelle des Widerspruchslösung) ersetzen und be- net, gilt es, uns auf die Geburt in die Körpers Träger der ganzen Individualität reitet eine entsprechende Gesetzesän- Geistige Welt vorzubereiten. In dieser des Menschen ist, darf niemals davon derung vor. Das würde bedeuten, dass Phase versagt unsere Gesellschaft in ausgegangen werden, kleinere Teile wie jedermann – ob jung, ob alt – der nicht eklatanter Weise. Die Organspende als Hautpartikel, Knochenmark, Knochenseine Ablehnung der Organspende für Verzögerungsinstrument einer selbst­herr­ splitter etc. könnten problemlos vom Emp­ den Todesfall eintragen liess, zum wan- lichen Krankheitsindustrie spielt da­bei fänger-Körper übernommen werden. Noch viel weniger gilt dies beim Ersatz von delnden Ersatzteillager im Dienste der eine symptomatische Rolle. Teilen von Gliedmassen, ganzen Hautmodernen Medizin und der pharmazeuDer Mensch – partien oder gar Organen. Stets müssen tischen Industrie wird. Abwehrreaktionen des Immunsystems bru­­ ein Ersatzteillager? tal unterdrückt werden, wodurch schwer Dieses skandalöse Begehren wir zur humanitären Pflicht im Dienste der kran­ Die moderne Medizin und die Chirurgie zu bewältigen­de Probleme entstehen. ken Mitmenschen hochgejubelt. Wer haben auf vielen Gebieten enorme Fort- Über die psychischen Probleme des Emp­ nicht mitmacht, würde damit zum ver- schritte gemacht und erlauben sehr vie- fängers von Transplantaten schweigen schrobenen Egoisten abgewertet. Es len Menschen die Ziele ihres Lebens in sich die Propagandisten der Organ­trans­ scheint uns daher wichtig, die ganze relativer Gesundheit und während einer plantation in aller Regel aus. Problematik der Transplantation näher langen Zeitspanne zu verfolgen. Zu denzu betrachten. Insbesondere ist die Or- ken ist dabei an die Errungenschaften der Begreiflich: Das Bild des «humanitären gan-Transplantation – von angeblich To­­­ Mikrobiologie (mit der bewussten und Geschehens» rund um die Organspenten (Hirntoten) – kritisch zu beleuchten. ge­zielten Hygiene), der angepassten Er- de könnte ansonsten schlimme Risse beSie darf allerdings nicht mit Lebend­ nährung und der Förderung der Energie­ kommen. spenden (z. B. von Leberteilen, Nieren flüsse, wie auch die psycho-physikaliDas Problem schen Zusammenhänge. Die Chirurgie etc.) vermengt werden . hat in den letzten Jahrzehnten unglaublider Lebendspende Was sind wir? che Errungenschaften zu verzeichnen und kann auf vielen Gebieten dazu bei- Wenn sich Eheleute, Familien-AngehöriWir sind Geistwesen, die zur Zeit in ei- tragen, das Leben in lebenswerter Weise ge oder sehr gute Freunde(innen) zu einer nem menschlich-irdischen Körper in­kar­ zu einem sinnvollen Abschluss im höhe- Lebendspende (z.B. Niere, Teile der Leniert sind. Wir kamen nicht als «unbe- ren Alter zu bringen. Zu denken ist dabei ber, Hautzonen, etc.) entschliessen, sind schriebenes Blatt» zur Welt, sondern an die Möglichkeiten der Augenchirurgie, die auch in diesem Falle vorhandenen existierten bereits vorgeburtlich. Der der Einsatz körpereigener Knochen-, Seh- Differenzen der Zell-Informationen gewiss Zielsetzung unserer individuellen Ver- nen- oder Hautpartikel zur Überwindung anders zu werten als bei Fremdspendern. vollkommnung entsprechend, übernah- Unfall- und altersbedingter Schäden. In solchen Fällen wird der Entscheid aus men wir für dieses Erdenleben eine AufLiebe (nicht aus Geldgier!) zu Gunsten eigabe, zu deren Bewältigung uns (er­fahr­ Bedenkenlos scheint auch der Einbau nes Seelenverwandten gefällt; die Gefahr bare) Schutzengel zur Verfügung ste- metallischer Ersatzteile wie künstliche von Dauerspannungen im Seelenbereich hen. Wir sind weitgehend Selbstgestal- Hüft-, Knie- und Schultergelenke akzep- des Empfängers wird also klar minimieret. ter unseres Schicksals. Die Naturord- tiert werden zu können. Höchst proble- Meines Erachtens kann diese medizininung kennt weder sinnlose Schicksals- matisch erscheint dagegen die Verwen- sche Massnahme schon deshalb bejaht schläge noch despotische Willkür. Die dung von Geweben oder gar Organen werden, weil nach unseren Informationen

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dabei echte Heilungen und nicht bloss (wie z.B. im Kosovo für die Gang des pharmazeutisch gestützte Lebensver­län­ heutigen Staatspräsidenten). gerungen möglich sind. In armen Ländern wird der Organhandel Der Organraub an zum vermeintlichen Ausweg aus der ArSterbenden (sog. Hirntoten) mut (z.B. der Nierenverkauf von jungen Mädchen oder gestohlener Strassenkin­ Damit müssen wir ein äusserst trauriges der in Indien) zur Bezahlung der Mitgift Kapitel der modernen Medizin mit der bei der Heirat oder der Versuch verschuldazu gehörigen Täuschung der Bevöl- deter Bauern um sich aus der Schuldenkerung ansprechen. – Da werden Erfol- falle zu retten. Die beiden letztgenannge hochgejubelt, obwohl die sogenann- ten Opfer bezahlen ihre Bereitschaft zur te Lebensverlängerung der Organemp- Spende allzu oft mit dem Leben; die Stras­ fänger eher als Leidensverlängerung be­ senkinder sind praktisch stets zum Tode zeichnet werden muss. Über die zeitli- verurteilt. che Ausdehnung – d.h. über die Rela­ tion zwischen den irrwitzigen Kosten und Das «Schweizer Intelligenzblatt» Sonn­ dem Pseudo-Erfolg – wird dabei in aller tagsblick vom 9.9.2012 als WerbeplattRegel Stillschweigen bewahrt. Im Diens­ form für den BAG Chef Pascal Strupler: In te dieser pseudowissenschaftlichen Er- einer von diesem Blatt gewohnten Überrungenschaft (der Organtrans­planta­tion) treibung wird auf der Titelseite in 3 cm howurde die Definition des «Hirntodes» hen Lettern gefordert: «Jeder Schweizer konstruiert. In der Folge werden Ster- soll Organe spenden.» Der Appell geht albende ganz legal getötet; dann wird so an rund drei Millionen männliche übelste Leichenschändung (=Ausweidung Staats­bürger (wieso werden Ausländer des soeben Getöteten) betrieben und und Frauen ausgenommen?) um den modie Angehörigen des Verstorbenen aufs mentanen Bedarf von 1067 kranken Menschlimmste getäuscht, indem ihnen statt schen für den Ersatz eines kranken Order Leiche ein ausgestopfter Kadaver gans (Herz, Lungen, Leber, Nieren, Bauchübergeben wird. – Die Organspende speicheldrüse, Dünn­darm) abzudecken. wurde zur Einladung für die organisier- Vergeblich sucht man nach Angaben, für te Kriminalität. Sie fängt an beim «kont- wie lange die Leidenszeit dieser Kranken rollierten Herztod» (in Intensiv-Spitälern); und zu welchem Preis verlängert werden geht weiter bei der Lieferung von Orga- könnte. Bei rund 75’000 jährlichen Todesnen auf Bestellung – wobei medizinisch fällen in unserem Lande sind hier offenausgewählte Opfer auf den gewünsch- sichtlich Unverhältnismässigkeiten der ten Zeitpunkt umgebracht werden (z.B. Argumentation im Spiele, welche die Quain China Mitglieder der Falun-Gong Be- lifikation des Herrn Strupler als Chef des wegung); zur Geldbeschaffung zu Guns­ BAG (Bundesamt für Gesundheit!) fragten politisch krimineller Organisationen lich erscheinen lässt. Wenn Strupler er-

klärt: «In der Schweiz sterben tatsächlich zu viele Menschen, weil keine Organe zur Verfügung stehen», so ist das ein offensichtlicher Unsinn. Alle diese Menschen sterben trotz einer allfälligen Transplantation eines Organs – eher früher als später – nur mit dem Unterschied, dass deren Leidenszeit mehr oder wenige markant verlängert wurde. Zwischenzeitlich aber wurden sie zu einem Bombengeschäft für die pharmazeutische Industrie und die Hightech-Medizin und deren Vertreter. Der Tod als Übergang aus der irdischen Welt in die geistige Ebene kann bestenfalls verzögert, niemals aber verhindert werden. Damit kommen wir zur eingangs gemachten Feststellung zurück: Wenn ein lebenswichtiges Organ – aus welchem Grund auch immer – seinen Dienst versagt, wäre der seelisch-geistige Beistand für den letzten Schritt zweifellos wichtiger als die technische Quälerei, um eine kleine Zeitspanne länger – unter mehr als unerfreulichen Bedingun­gen – im irdischen Leben weilen zu können. Nein, wir brauchen kein neues Gesetz mit der «Widerspruchslösung»! – Was wir brau­ chen ist eine vertiefte Auseinandersetzung über Sinn und Zweck des Lebens, eine gute Palliativ-Medizin und genügend spirituell ausgerichtete Helfer zur Betreuung der Kranken und Sterbenden. Das sollten sich Herr Strupler, das BAG und die politischen Behörden gut merken! Köniz, Ende September 2012

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Beseelte Wesen Jutta Schilling Kevin war neun Jahre alt, als seine El­tern mit ihm zu mir kamen. Sie wussten sich nicht mehr zu helfen. Kevin war überaktiv, kaum zu bändigen und in seinem Ver­ halten gestört. Ärzten war es bisher nicht gelungen, eine Diagnose zu stellen. Die ganze Familie litt und war an der Be­las­ tungsgrenze. Durch die Rei­ki­be­hand­­­lung wurde Ke­vin für eine Wo­che etwas aus­ geglichener, aber der Ef­fekt hielt nicht an.

Mein Name ist Jutta Schilling, und ich arbeite seit vielen Jahren als Reikimeisterin, Geistheilerin und Medium. Ich gebe Seminare zu Themen wie Clearing, Engel und bilde Reikischüler aus. Nicht selten zählen Tiere zu meinen Klienten. Ich konnte einige Erfahrung in der Energiearbeit und spirituellen Kommunikation mit ihnen sammeln. Von Kindheit und Jugend an spielten sie in meinem Leben eine grosse Rolle. Sie waren Spielkameraden, Freunde und Tröster. Ein Leben ohne Hunde ist mir schwer vorstellbar. Es ist mir ein Rätsel, wie es in der christlichen Religion zu der Vorstellung kam, Tiere könnten keine Seele haben. Ich möchte gerne vier Geschichten aus meinem Berufsalltag erzählen, die darauf hindeuten, dass Tiere sehr wohl beseelte Wesen sind und uns Menschen verwandter und ähnlicher, als wir wahrhaben wollen.

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Heilkunde

Jutta Schilling und ihr Irischer Wolfshund

Während ich ihn behandelte, kamen mir immer wieder drei Buchstaben in den Sinn: ADS. Zu der Zeit waren ADS (Auf­ merksamkeits­defizitsyndrom oder -stö­rung) und ADHS (Aufmerksamkeits­defi­zit-/Hy­ per­aktivi­täts­störung) noch nicht in aller Munde als eine sich rasant ver­brei­tende Proble­matik bei Kindern. Ich konn­te mit den Buchstaben nichts anfan­gen. Da ich gelernt hatte, dass solche Bot­schaften von Bedeutung sind und dass ich sie wei­ter­ geben muss, bat ich die Eltern, noch ein­ mal mit Kevin zu einem Arzt zu gehen. Sie sollten ihn bitten, den Jungen auf ADS zu untersuchen. Parallel infor­mierte ich mich selbst. Meine Ein­gebung erwies sich als richtig. Bei Kevin wurde ADHS diagnostiziert und eine nach­weis­­bare Ge­ hirnstoffwechsel­stö­rung. Da seine Sym­ ptome extrem waren, wurde er mit Ritalin behandelt, um ihn medika­mentös so weit zu beruhigen, dass er sich all­mäh­lich in der Schule und zuhause po­si­tiv integrieren und entwickeln konn­te. In Kevins Fall war das Medikament hilf­reich, um ihn vor einer Flut an frus­trie­ren­den Erfahrungen zu bewahren, die ihn noch tiefer isoliert hätten. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, anstelle des Ritalins wäre es zu einer um­ fassenden Therapie ge­kom­­men. Mei­ner Überzeu­gung nach kann Ritalin im bes­ ten Fall ein Hilfsmittel sein; die Lösung ist es nicht. Kevins Eltern ka­men nach einem Monat noch einmal zu mir mit dem Jun­ gen.

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Bei seinem zweiten Besuch spürte ich, nega­ti­ve Energie in sich auf. Obwohl er dass Kevin etwas belastete. Ich machte ein Freigänger ist, konnte Tiger all die ne­ ein Clearing. «Jutta, du und deine blü­ ga­tive Energie nicht mehr draussen ab­ hen­de Fantasie!», dachte ich, als ich da­ streifen. Er verlor sein Fell und bekam bei in seinem Nacken eine Besetzung eitrige Wunden. An einem Freitag berei­ wahrnahm, die wie ein Frosch geformt tete der Tierarzt meine Freundin darauf war. Ich rief die Säule des Lichtes, und vor, dass er den Kater am Montag ein­ der Frosch sprang hinein. Kevin fühlte schläfern müsse, um sein Leid zu been­den. sich gleich wohler. Hinterher berichtete Das brachte sie zur Besinnung. Sie bat ich der Mutter von der eigentümlichen mich um Hilfe. Form der Besetzung. Sie war betroffen. Am Tag zuvor war Kevin mit Freunden Am Samstag und Sonntag arbeiteten wir an der Bottwar unterwegs gewesen. Um eng zusammen. Ich unterzog meine sich vor ihnen aufzuspielen, hatte er ei­ Freun­din und Tiger einem gründlichen nen Frosch totgetreten. Das schlechte Clea­ring, damit die negative Energie Gewissen hatte ihn die ganze Nacht um­ trans­formiert werden konnte und gab getrieben. Es war in der Tat ein Frosch, ihm Reiki. Meine Freundin fütterte ihn der an diesem Tag auf seinem Gewissen mit einem stärkenden Naturpräparat aus gelastet hatte. Ob die Besetzung Frosch­ Aloe Vera. Sie begann, an sich selbst zu form hatte, weil Kevin sie so empfand arbeiten, denn sie hatte erkannt, dass oder ob in der Tat ein Frosch ins Licht sie nicht länger erstarrt in ihrer schweren sprang, vermag ich nicht eindeutig zu Lebenssituation verharren durfte. Nicht sagen. Andere Begebenheiten mit Tieren nur ihr eigenes Wohlbefinden, sondern legen es aber für mich nahe, dass nicht auch Tigers Gesundheit hingen davon nur für den Menschen der Tod nur eine ab, dass sie zu neuem Mut fand und Übergangsform in eine andere Existenz­ dem Glauben, etwas verändern zu kön­ ebene bedeutet. Alles besteht aus Ener­ nen. Am Montag stellte der Tierarzt er­ gie – ob Mensch, Tier oder Pflanze. Tiere staunt fest, dass die Wunden am Abhei­ haben eine Aura und Tiere können wun­ len waren. Er gab Tiger noch etwas Zeit. derbare Lichtarbeiter sein, die dabei so­ Der Vorfall liegt fünf Jahre zurück. Tiger gar selbstlos ihre eigene Gesundheit ris­ hat sich vollständig erholt und ist heute kieren, was die folgende Geschichte zei­ ein gesunder Kater. Meine Freundin ach­ ­tet darauf, dass er ihr nicht mehr zu viel gen wird. abnimmt. Heute weiss sie, dass sie die Eine Freundin und Klientin von mir ging harten Monate ohne Tigers Hilfe kaum vor einigen Jahren durch eine lang­an­hal­ überstanden hätte. tende und schwere Lebenskrise. Sie er­ zählte mir immer liebevoll von ihrem Dass Tiere keineswegs nur Instinkten fol­ Kater Tiger. Der Kater wickelte sich jede gen, sondern dazu in der Lage sind, tie­ Nacht um ihren Kopf und schnurrte und fe Bindungen einzugehen und Loya­lität schmuste mit ihr. So elend sie sich auch zu empfinden, habe ich immer wie­der am Abend vor dem Einschlafen fühlte, am erfahren. Wie weit die Loyalität ei­ner Kat­ Morgen ging es ihr besser und sie konnte ze reichen kann, zeigt folgende Ge­schich­ ihren Alltag irgendwie überste­hen. Es war te. Eine Klientin von mir hatte einen ihr nicht klar, dass ihr Kater mehr für sie Hund und eine Katze. Die Tiere waren tat, als sie nur zärtlich zu trösten. Sie zusammen aufgewachsen und mochten amüsierte sich darüber, wie er sich ständig sich sehr. Als der Hund alt war, litt er an sie kuschelte und nahen Körperkontakt unter starken Schmerzen. Um ihn zu zu ihr suchte. Ich warnte sie und versuchte, erlösen, überwand sich sein Frauchen ihr zu erklären, dass Tiger die negativen und liess ihn auf Anraten des Tierarztes Energien, die zu jener Zeit von ihr aus­ einschläfern. Er hätte ohnehin nur noch gingen und ihr Leben bestimmten, in sich ein paar Tage zu Leben gehabt, aber die­ aufnahm, um ihr etwas Erleichterung zu se Tage wären eine Qual gewesen. Für verschaffen. Sie hörte es nicht. Nach ei­ die Katze kam der Abschied über­ra­ niger Zeit wurde der Kater krank. Wie ich schend. Meine Klientin hatte versäumt, befürch­tet hatte, nahm er einfach zu viel mit den Tieren zu reden und ihnen Zeit

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Als ich Kontakt zu dem Pferd auf­nahm, empfand ich seine Ein­sam­keit und Re­ signation. Es fühl­te sich verstos­sen und ver­gessen und ertrug es nicht, stän­dig allein in seiner Box zu ste­hen. Das Pferd sehnte sich nach dem engen Kontakt zu einem Menschen. Es war ge­wohnt ge­ wesen, mit seiner Reiterin Freu­de zu teilen und mit Aufmerk­samkeiten ver­ wöhnt zu werden. Lange hatte es ver­ geblich gewar­tet und irgendwann die Hoffnung auf­ge­geben. Es war aus Ein­ samkeit und Sehnsucht krank gewor­den.

zu geben, voneinander Abschied zu neh­ men. Die Katze konnte nicht verstehen, warum ihr Freund plötzlich nicht mehr da war. Sie nahm es der Frau übel und rächte sich. Vom Tag an benutzte sie die Perserteppiche als Katzenklo und hinter­ liess überall ihre Spuren. Der materielle Schaden, den sie anrichtete, war enorm. Da wandte sich die Klientin an mich. Es gelang mir, einen Kontakt zu der Katze herzustellen. Ich konnte spüren, wie tief der Verlust ihres Freundes sie getroffen hatte. In ihrer Wahrnehmung hatte sein Frauchen ihn getötet. Die Kat­ ze hatte ihre Vertrauensbindung zu der Frau gekappt und war voller Zorn und Enttäuschung. Ich konnte ihr ener­ge­ tisch vermitteln, wie schwer es dem Frau­ chen gefallen war, diesen Schritt zu ge­ hen und dass es aus Liebe geschehen war. Die Katze verzieh und benutzte wie­ der das Katzenklo. Allerdings hatte sie gelernt, wie sich ihr Mensch im Ernstfall am besten unter Druck setzen liess. In weiten Abständen setzte sie das geruchs­ intensive Druckmittel immer einmal wie­ der demonstrativ ein, wenn ihr etwas gegen den Strich ging. Als Letztes möchte ich Ihnen noch den Fall eines Pferdes erzählen. Seine Besit­ zerin hatte durch Mund zu Mund Propa­ ganda von mir erfahren und rief mich an. Ihr Pferd litt an Arthrose und küm­mer­te im Stall vor sich hin, obwohl es noch nicht alt war. Ich bat die Frau um eine Fo­to­grafie, da ich das Tier nicht per­ sönlich besuchen konnte. Auf dem Bild zeigten sich bereits starke Haltungs­ver­ änderungen. Der Kopf hing müde her­ab.

Ich hatte immer eine besondere Bindung zu Tieren. Durch meine Arbeit als Heile­ rin hat sich das noch intensiviert, und es ist mir aufgefallen, dass Tiere leichter und schneller auf Energiearbeit anspre­chen. Meine langjährige Tätigkeit als Licht­arbei­ terin bringt es mit sich, dass die Schwin­ gungen, die ich wahrnehme, in denen ich schwinge und mit denen ich arbeiten kann, immer höher werden. Das geht mit einer Sensibilisierung für alles Leben einher. Bei mir führte das vor einigen Jahren dazu, dass ich zur unfreiwilligen Vegetarierin wurde. Zeit­weilig ass ich gerne Fleisch, und noch heute läuft mir beim Geruch eines ge­grillten Hähnchens das Wasser im Mund zusammen. Übel wird mir allerdings schon, wenn ich mir nur vorstelle, davon zu essen. Versuche ich einen Bissen, muss ich mich umgehend übergeben. Manchmal bedauere ich das durchaus ein wenig. Ich bin keine Fun­ damen­ta­listin. Für mich persönlich halte ich es mit Franz von Assisi und betrachte Tiere als meine jüngeren Geschwister. Tiere fressen Tiere. Menschen essen Tiere. Vielleicht wird sich das irgendwann ein­ mal ändern, aber bis dahin ist noch ein weiter Weg. Für mich zählt, dass wir Tieren und der Natur mit dem Respekt begegnen, den sie verdienen. Wir soll­ten uns bemühen, ihre Bedürfnisse wahr­zu­ nehmen. Vielleicht sind wir die Krone der Schöpfung. Vielleicht stehen wir auch noch ganz am Beginn, unseren Platz in der Schöpfung überhaupt erst zu er­ken­ nen. Für mich steht auf jeden Fall fest: Tiere haben eine unsterbliche Seele.

Im Gespräch mit der Besitzerin erfuhr ich die Hintergründe. Durch eine beruf­ liche Veränderung blieb der Frau kaum noch Freizeit. Reiten war ihr Hobby, aber sie kam seit Monaten nicht mehr dazu. Sporadisch sah sie im Reitstall vorbei, ohne sich wie früher regelmässig selbst um ihr Pferd zu kümmern und mit ihm Ausritte zu machen. Sie wollte dem Tier nicht schaden, aber sie war über­ zeugt, es sei dort gut aufgehoben, auch ohne ihre Besuche. Schliesslich wurde es ge­füttert, kam auf die Weide und war ver­sorgt. Irgendwann, wenn sie erst mehr Zeit haben würde, wollte sie ihr Hobby wieder aufnehmen. Ich musste ihr sagen, dass dieses Irgendwann für ihr Pferd zu spät sein konnte, und sie erfasste den Ernst der Lage. Nach mei­ nen Anwei­sun­gen begann sie, das Tier wieder re­gel­mässig zu besuchen. Reiten durfte sie es noch lange nicht, aber sie ver­brach­te Zeit mit dem Tier. Sie nahm es an die Longe und ging mit ihm spazieren. Nach einigen Wochen bekam ich ein wei­teres Foto und ein kleines Dankesschreiben. Von Haltungs­störun­ gen war nichts mehr zu bemer­ken, und das Tier machte ei­nen lebhaf­ten, zufriede- Kontakt: Tel.: +49 (0)7945 942075 u ­nen Eindruck. Ich weiss nicht, ob es der Frau gelun­gen ist, sich weiter­ hin so inten­ siv um ihr Pferd zu kümmern. Falls nicht, hoffe ich, dass sie es an einen an­deren Be­­ sit­zer weiter­ge­geben

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hat. Ein­samkeit kann tödlich sein – für Mensch und Tier.

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Ist ein Vorauswissen der Zukunft gut?

Hell- und Schwarzseher h Rudolf Passian Den meisten von uns dünkt: Ein Voraus- In Bezug auf die Endzeit heisst es bewissen der Zukunft, zumindest der nächs­ kanntlich im 24. Kapitel des Matthäusten, wäre zweifellos von Vorteil. Man Evangeliums: «Denn es werden viele könnte sich darauf einstellen und versu- kommen unter meinem Namen und sachen, Gefahren vorzubeugen, soweit es gen: ‚Ich bin Christus‘ und werden viele sich nicht um unabwendbares Schick- verführen». Und: «So alsdann jemand salsgeschehen handelt. Was letzteres an­ zu euch wird sagen: ‚Siehe, hier ist belangt, so ist es gewiss besser, wenn Christus oder da‘, so sollt ihr‘s nicht uns die Zukunft verborgen bleibt; denn glauben. Denn es werden viele falsche wer könnte wohl noch unbeschwert Christi und Propheten aufstehen und glücklich sein, wenn man bis ins Letzte grosse Zeichen und Wunder tun, dass Rudolf Passian wüsste, was einem bevorsteht? Denken verführet werden in den Irrtum (wo es wir nur an die zahllosen grässlichen möglich wäre) auch die Auserwählten. – durch UFOs gelockt. Hier stellt sich der Kriegsschicksale. Wie hätten die Betref- Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt.» «wiederkommende Christus» als «Lord fenden reagiert, wenn sie es vorausgewusst hätten? Beispielsweise jene rund Schon im 18. Jahrhundert hatte sich ein Sananda» vor. Dieser erklärt: «Ich habe 2000 jungen deutschen Arbeitsdienst- getaufter ukrainischer Jude namens viele Namen. Ihr kennt mich unter dem maiden, die im Raum Stettin von Sie- Jankiew Lejbowitsch, der sich Jakob Namen Jesus, Andere unter dem Nagern (im Februar 1945, und in zigtau- Frank nannte, als wiedergekommener men Buddha, wieder Andere unter Orsenden anderen Fällen war es ähnlich!) Christus verehren lassen. Er wurde thon oder Sananda. Doch immer bin ich auf kaum vorstellbar bestialische Weise Oberhaupt der Sabbatianer (Sabbatai die gleiche Wesenheit.» Es heisst dann (Abschneiden der Brüste, Verstümme- Z‘vi). Nach seiner Festungshaft in weiter, «Jesus-Sananda» habe «das höchs­ lung der Schamteile) regelrecht abge- Tschenstochau von 1760 bis 1773 lebte te Bewusstsein allen Lebens erreicht» er ab 1786 in Offenbach und starb am und werde nun wiederkommen, «um schlachtet wurden? 10.12.1791. «Frankisten» gab es danach Sein Werk, das Er vor rund 2000 Jahren Wir sollten vielmehr dankbar sein und noch in Polen, Rumänien und in der begonnen hat, zu beenden. Erst dann wird Er diese Erde Seinem Nachfolger es als göttliche Gnade empfinden, wenn Türkei. übergeben und endgültig zum Vater uns die Zukunft verhüllt bleibt. Dasselbe gilt auch für unser vorgeburtliches Im nun zu Ende gehenden Jahrhundert aufsteigen». Dasein, denn wir kommen ja nicht als verstärkte sich das Auftreten angebli«unbeschriebenes Blatt» auf diese Welt. cher Messiasse enorm. Derzeit ist für Das Ganze wird geschickt mit BibelstelWir wären wohl kaum imstande, unse- manchen Inder Meher Baba «der neue len garniert und in zehntausenden Exren gegenwärtigen Aufgaben gerecht Messias», für andere wiederum ist es emplaren verbreitet. Offenbar finden zu werden, ja würden unter der seeli- Sai-Baba. Gleichzeitig wird über das sich leicht Gutgläubige, die so etwas fischen Belastung zusammenbrechen, wenn «exklusive Medium des Meisters der Or- nanzieren und meinen, ihren Mitmenunserem Bewusstsein keine Grenzen ge­ thon-Botschaften» (in «Die Stimme von schen damit einen Dienst zu erweisen. setzt wären. Deshalb gilt für Menschen, oben. Offenbarungen für die Menschen die sich mit Hilfe eines «Reinkarnations- der Endzeit») verkündet, das zweite Merkwürdigerweise scheint dieser «Lord Therapeuten» in angeblich frühere Le- Kommen Christi würde schon bald im Jesus-Sananda» nichts von seiner noch ben zurückführen lassen wollen: Hände Rahmen einer UFO-Rettungsaktion er- weit stärker propagierten Konkurrenz, weg davon! folgen. Im vorgenannten Buch heisst es dem «Maitreya-Christus» des Briten Ben­ hierzu: «Wir haben die Macht auf der jamin Creme zu wissen. Der steht nämIm Hinblick auf unser Thema sei im fol- Erde übernommen. Wir werden in aller- lich seit langem «bereit wie Gerhard genden eine Merkwürdigkeit aus dem nächster Zukunft diejenigen sein, die Schröder», als er auf den BundeskanzBereich der religiösen Prophetie kurz alles bestimmen.» lerposten spekulierte. Am 10.11.1977 beleuchtet, betreffend die Wiederkunft liess jener «Christus» erklären: «Alle, die Christi. Seit langem wird sie prophezeit, Auch in den Verlautbarungen «End-Zeit nach mir ausschauen wie nach meinem und zwar nicht bloss aus den Reihen der 1990-1999» und im «Aufruf an die Erd- geliebten Jünger, den Meister Jesus Christenheit. bewohner» wird mit der Evakuierung (sic!), werden seine Eigenschaften in mir

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r haben Hochkonjunktur finden». Selbstverständlich wird auch ten ihr Eigentum veräussert, vernichtet hier die Lösung aller Menschheitspro- oder einem Kloster übergeben. bleme in Aussicht gestellt. Die Veranstaltungen des rührigen Propheten Ben- Auch späterhin kam es zu Weltuntergangspsychosen. Die Mönche des Klosjamin Creme sind überfüllt. ters Lehnin bei Potsdam zum Beispiel In meinem Nachschlagewerk «Licht und liessen Schiffszimmerleute kommen und Schatten der Esoterik» (Knaur-Verlag, sich von ihnen eine riesige «Arche NoTaschenbuch Nr. 4266) wagte ich es, ei- ah» bauen, um den Weltuntergang zu nige dieser unverfrorenen Christusse so­ überleben. wie Gruppen kritisch zu beleuchten, die so selbstsicher ein herrliches neues Zeit- Einen solchen verkündigte auch, in Witalter versprechen. Bis jetzt war es frei- tenberg zur Zeit Luthers, ein Pastor nalich eher so, dass diejenigen, die uns ein mens Stiefel. Zweimal hatte er den WeltParadies auf Erden versprachen, in untergangstermin schon geändert, aber Wahrheit die Hölle brachten (siehe Karl nun sollte es endgültig passieren. Der Marx, auf dessen Konto rund hundert Bürgermeister allerdings muss ein Gemütsmensch gewesen sein: er flüchtete Millionen Tote gehen). auf den Heuboden, wohin er sich ein Als vernunftbegabter Mensch muss man paar Schinken, Brot und ein Fass Bier vor allem über drei Tatsachen staunen: bringen liess, und harrte der Katastrophe. Erstens, wie leichtgläubig durchaus intelligente Menschen sein können. Zwei- Pastor Stiefel erwartete den Weltuntertens, mit welch ausgeklügelter Raffines- gang inmitten seiner Gemeinde. Aber se es die Handlanger Satans verstehen, es geschah nichts. Schliesslich merkte auf allen Lebensgebieten ihren verderb- die Bevölkerung, dass sie sich für lange lichen Einfluss geltend zu machen, und Zeit lächerlich gemacht hatte, und so drittens, dass man aus der Geschichte wurde aus dem Weltgericht ein Volksmenschlichen Macht- und Profitstrebens, gericht: Pfarrer Stiefel bezog eine fürchinsonderheit aus dem Elend zweier terliche Tracht Prügel und wurde nur Weltkriege, absolut nichts lernen will! durch das persönliche Eingreifen LuIst die Menschheit hoffnungslos schizo- thers vor Schlimmerem bewahrt. phren? – Man möchte es meinen. Eine die Grenze zur Dummheit überschreitende Gutgläubigkeit vieler Leute zeigt sich auch im Zusammenhang mit der Endzeitprophetie. Im Mittelalter erwartete man das Weltende im Jahre 1000. Das führte zu unglaublichen Entgleisungen und Sinnlosigkeiten in jenem Jahre. Angsterfüllt nutzte man die verbleibende Zeit entweder zu hemmungslosem Lebensgenuss oder zur religiösen Busse oder zur Rache, je nachdem. Als dann aber die Welt im Jahre 1001 immer noch bestand, kam es zu tollsten Zuständen, denn viele hat-

In Deutschland wurde allein 1894 bis 1914 sechsmal der Weltuntergang prophezeit!

von

Nun ist aber in jenen Bibelstellen, auf die sich solche Weltuntergangspropheten zu stützen pflegen, von einem Weltende gar nicht die Rede, sondern lediglich von der Beendigung des gegenwärtigen Äons, einer Zeitperiode also. Mit anderen Worten: Der Auslauf des bisherigen Weltzustandes, der allgemeinen Verhältnisse, das Untergehen bislang dominierender Machtfaktoren in Politik, Wirtschaft und Kulturleben, und somit der

Beginn eines neuen Zeitalters.

Wenig anders verhält es sich in der Mil- Wir leben zweifellos in einer Art Endlionen Mitglieder zählenden Glaubens- zeit, in einer Periode gewaltigen Umgemeinschaft der «Zeugen Jehovas», bruchs, wo alles Negative zu kulminiedie sich zuvor «Ernste Bibelforscher» ge­ ren und straflos zu triumphieren scheint. nannt hatten. Hier wurde das aus der Bi- Freunde, wohl fast alle ahnen wir mehr bel errechnete Weltgericht schon mehr­ oder weniger deutlich, dass das zunehmals angekündigt. Anfang der 20er Jah­ mend chaotische Weltgeschehen zu eire gab man gross bekannt: «Millionen ner Katastrophe führen muss! Aber die jetzt lebender Menschen werden nicht Welt, d.h. unsere gute Mutter Erde, wird sterben! Im Herbst 1925 beginnt das nicht untergehen. Für die meisten Leute Goldene Zeitalter!» – 15 Jahre später freilich wird ihre Welt untergehen; ihre

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tobte der Zweite Weltkrieg. Gegenwärtig kommt es fast einer Sensation gleich, als im März 1998 die immer wieder als kurz bevorstehend prophezeite «Schlacht von Harmagedon» auf unbestimmte Zeit verschoben wurde! Der Glaubens­ überzeugung der «Zeugen Jehovas» gemäss sollen alle Menschen ums Leben kommen, die nicht zu ihnen gehören. Jesus Christus sei im Jahre 1914 im Himmel als König der Menschheit inthronisiert worden, und die um jene Zeit Geborenen sollten seine Wiederkunft noch persönlich erleben. Da nunmehr die damalige Generation ausstirbt, entschloss sich die erleuchtete Konzernleitung zur Abänderung der so lange als absolut gewiss geltenden Lehre. Möglicherweise greift man in diesem Zusammenhang auf ein bewährtes Argument zurück: Gott in seiner grossen Barmherzigkeit habe noch einmal einen Aufschub gewährt...

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Parapsychologie

Welt falscher Vorstellungen, ichbezogenen Denkens und Handelns, eine Welt lebens- und gottfeindlicher Machtstrukturen. Diese wird untergehen, und um die ist es nicht schade. Alles schöpfungswidrige Verhalten ist letztlich sowieso und quasi naturgesetzmässig zum Scheitern verurteilt. Gott sei Dank!

Auch die Aussagen klinisch totgewese- nichts. Als Beispiel folgende Begebenner Menschen, denen an der Schwelle heit: Eine Mutter hörte nachts im Schlaf zum Jenseits eine allgemeine Zukunfts- eine Stimme flüstern: «Morgen um 14 schau zuteil wurde, sind nicht unbe- Uhr wird deine Tochter erschlagen werdingt zuverlässig. Zwar deckten sich et- den!» Das beunruhigte die Frau verliche dieser Aussagen, dennoch blieb ständlicherweise sehr. Das Ehepaar bedie visionär geschaute weltweite Flut- schloss, das Kind, trotz Protestes, ins katastrophe 1988 aus. Handelte es sich Wohnzimmer zu sperren, wo es schmoljedoch um Zukunftsvisionen persönli- lend auf dem Sofa Platz und ein Buch zur Nun, auch bei seriös geltenden Sehern cher Art, die während des klinisch toten Hand nahm. Die Eltern patrouillierten sollte man spätestens dann Skepsis wal- Zustandes auftraten, so trafen sie in der derweil ums Haus. Als Schlag 14 Uhr ten lassen, wenn bestimmte Daten ge- Regel später wirklich ein. Hierzu ein nichts passierte, atmete die Mutter auf. nannt werden. Die treffen selten zu. Ed- Beispiel aus dem Material des US-Ster- Doch plötzlich aus dem Haus ein durchgar Cayce beispielsweise hatte für beforschers Kenneth Ring: dringender Schrei! Als man ins Wohn1968/69 das Wiederauftauchen von Atzimmer stürzte, lag die Tochter in ihrem lantis prophezeit. Oder Nostradamus. Eine Frau mit Vornamen Janis hatte in Blut tot am Boden! Auf unerklärliche Dessen Weissagung über den letzten ihrer Vorausschau wahrgenommen, wie Weise hatte sich ein über dem Sofa hänBourbonenspross, Graf Henri von Paris, sie, in einem Auto sitzend, im Wasser gendes schweres Ölgemälde vom Haken lautet: «Dieser König wird die Völker versank. Jahre nach diesem Nah-Todes- gelöst und das Mädel erschlagen. von Dalmatien bis Memel erobern. Er erlebnis weilte sie besuchsweise bei ihDas neue Bewusstsein
 wird Pazifik-Kaiser sein und der Welt ren Eltern und plante, zu einer Brücke für lange Zeit Frieden geben. Seine zu fahren, um dort zu fotografieren. Drei höchste Machtentfaltung zeigt sich von Tage vor diesem Ausflug aber erwachte In fast allen vertrauenswürdigen Pro1951 bis 1953...» sie morgens und rang nach Luft. Dabei phezeiungen ist die Rede von einer erlebte sie eine grundlegenden Veränderung der VerWiederholung je- hältnisse auf unserem Globus. Die daner Szene im ver- mit verbundene Neugestaltung der Versinkenden Auto! hältnisse soll sich auch in seelisch-geisDaraufhin unter- tiger Hinsicht auswirken. Der stigmatiliess sie die ge- sierte Kapuzinerpater Pio sagte: «Wie plante Autofahrt wenige Menschen sehen sich vor auf zu jener Brücke. die ungeheure Verwandlung, die sie Und was ge- werden durchmachen müssen! Viele schah? Am Tage wer­den wie verdorrtes Gras sein, und des vorgesehenen die Ruchlosen werden zu Boden geAusflugs wurde schmettert, damit die übrigen neu bedie Brücke von ginnen können.»
P.O. Hesse spricht in einem Schiff ge- seinem Buch «Der Jüngste Tag» von eirammt. Mehrere ner «manasischen Vibration», die ab der Autos und ein grossen Umwälzung die lebensbestimBus stürzten in mende Frequenz darstellen wird. Und die Fluten! Die in diese seelisch-geistige Frequenz, die alTodesnähe voraus­ lein durch betätigte Liebe zu erringen gesehene Situa­ ist, kann und muss schon jetzt erreicht tion wäre demnach werden, wenn man das hier angedeuteeingetreten, wenn te umwälzende Geschehen unbeschaJanis nichts unter­ det überstehen will.
Der Begriff «mananommen hätte, um sische Vibration» scheint mir am besten sie zu vermeiden. definiert und vorstellbar als «höhergeistige Energieschwingung». Und wer die In anderen Fällen dann nicht haben wird, der geht zuhingegen nutzten grunde. Unser Körper wird dann nämalle Vorkehrungen lich auf ein verändertes magnetisches zur Vermeidung Feld reagieren müssen. Es hat den Andes vorausgesag- schein, als ob sich 1. Korinther 15,51 ten Unglücks noch bewahrheiten wird, wenn es

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Parapsychologie

heisst: «Wir werden nicht alle entschlafen, aber wir werden alle verwandelt werden. Und dies plötzlich, zur Zeit der letzten Posaune».
In einem aus hoher jenseitiger Ebene stammenden Kommen­ tar zum Lukas-Evangelium, veröffentlicht in Budapest 1878, heisst es, dass zu jenem Zeitpunkt massenhaft Menschen hinweggerafft werden, um die Erde zu reinigen: «Einige Erdstriche aber werden verschont bleiben und – bis auf kleinere Erschütterungen und anomale Naturerscheinungen – ihren Bewohnern weiteren Schutz gewähren; und diese werden den auserwählten Samen bilden für ein neues Geschlecht, in welches sich nur gute, fortschrittliche Geister einverleiben werden, da den im (spirituellen) Fortschritt zurückgebliebenen Geistern zur Einverleibung auf diesem fortgeschrittenen Planeten die Anziehungskraft fehlen wird!»
Aus dem Laufe unserer Sonne, die rund alle 2000 Jahre in ein neues Tierkreiszeichen tritt (und Tierkreiszeichen sind weiter nichts als Symbole für kosmische Kraftfelder), ergibt sich die uralte Einteilung unserer irdischen «Zeitalter», die jeweils von an­ deren kosmischen Kräften ihr Gepräge erhalten und damit einen neuen Entwicklungsabschnitt der Menschheit gestalten. Ein Wissender namens Kahir be­ merkte hierzu sehr richtig: «Wir stehen gegenwärtig an einem solchen

Übergangszeitpunkt, der uns vom Fische-Zeitalter – an dessen Beginn Jesus wirkte, und an dessen Ende Luzifer zu obsiegen scheint – in das Zeitalter des Wassermanns führt, das erst die wahren Früchte der Lehre Christi wird ausreifen lassen. Das zunehmende Chaos in unserer Gegenwart ist das gesetzliche Ergebnis eines Kamp­ fes des Alten, Überlebten, gegen das unaufhaltsam herandringende Neue einer fühlbaren Vergeistigung. Und es wird, wie jeder Wechsel, durch die schwe­ ren Krisen der Übergangszeit klar gekennzeichnet.»
Eben das scheinen die personifizierten negativen Kräfte ganz genau zu wissen. Deshalb versuchen sie mit allen Mitteln der Macht und Beeinflussung die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass (wie auch in meinem

Buch «Licht und Schatten der Esoterik» aufgezeigt) das neue Zeitalter ein luziferisch geprägtes wird. –
Hat dies alles mit Schwarzseherei zu tun? – Nicht im geringsten. Wir Menschen sollten nur endlich zu erkennen versuchen, wer wir eigentlich sind und welchen Zweck unser Erdendasein hat. Denn wir sind nicht bloss die

Selbstgestalter unseres Schicksals

über das Grab hinaus, sondern ebenso Mitgestalter der allgemeinen Zukunft. Das Phänomen der Prophetie zeigt uns, dass manchmal der Schleier der Zukunft ein wenig gelüftet werden kann, und es dann an uns selber liegt, für künftige Folgen die rechten Ursachen zu legen.
Von den meisten Prophezeiungen sollten wir uns allerdings nicht beeindrucken lassen, denn sie sind lediglich astralen Ursprungs; weiter reicht der Blick von Medien und Hellsehern nur selten. Man erkennt das, wie Kahir schrieb, an «den unverbindlichen und für uns Diesseitige schon selbstverständlichen Grundwahrheiten und ethischen Lehren.» – Viel Spreu und wenig Weizen, wenn man das alles so liest. Würden die Menschen mehr geistiges Fingerspitzengefühl besitzen; so könnten sie aus den deutlichen Zeichen der Zeit manches vorauserkennen, ohne Hellseher befragen zu müssen. Am Jahresschluss sind die oft so gläubig aufgenommenen, jedoch nie eingetroffenen Prophezeiungen vom Jahresbeginn bereits vergessen, und von diesem kurzen Gedächtnis lebt eben das Völkchen der beruflichen Hell- und Schwarzseher. «Diese Magier von Publikums Gnaden» meint Kahir, «sind wie die Sterne der Astrologie: sie machen (das Ohr des Lesers) geneigt, aber sie zwingen nicht (zu glauben).»
Wir sollten da eher den Rat jenes Freundes befolgen, der sich «der Eremit» nannte. Er empfahl als sichersten Schutz in allem, was da kommen mag, ein starkes GottverHamburg nach einem Bombenangriff trauen und eine saubere

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Charakterhaltung. Dieser ehemals deutsche Offizier, der im fernen Indien – völlig unerwartet – in den Genuss einer intensiven spirituellen Schulung kam, sagte, wir sollten uns durch «Prophezeiungen irgendwelcher Art nicht aus dem Gleichgewicht werfen lassen; denn Prophezeiungen wirken nur auf Menschen, die weder Vertrauen zu sich selbst, noch zu einem höchsten Wesen, zu Gott haben.» Und weiter sagte der Eremit:
 «Lasst euch nicht bangemachen durch Ankündigungen von bevorstehenden Ka­tastrophen. Solche wer­den zwar kommen müssen, aber Ihr, die Ihr Euren Gott gefunden habt und ihn innerlich erlebt, Ihr braucht nichts zu fürchten! Entweder werdet Ihr bei solchen Katastrophen so abberufen, dass Ihr die Schrecknisse gar nicht erst kennenlernt, oder aber Ihr seid so geschützt, dass alle Schrecknisse Euch nichts anhaben können!» «Was Ihr daher nur zu tun habt», versichert dieser Eingeweihte, «ist: Glaubt an Gott! Nein mehr: Vertraut auf Gott! – Nein, noch mehr: Erlebt Euren Gott, und nichts kann Euch geschehen!»
Als Bestätigung hierfür sei das Erlebnis einer mir bekannten Dame wiedergegeben, das sie während des 2. Weltkrieges hatte:
«Es war in einer kalten Oktobernacht 1944. Über Hamburg tobte ein schwerer Bombenangriff. Ich, ein damals 12jähriges Mädchen, stand am Fenster und schaute hinaus in das Inferno. Es war so sinnlos geworden, in den Luftschutzkeller zu gehen, der für viele Menschen zur Todesfalle wurde. Die mondlose Nacht war hell erleuchtet von Scheinwerfern und Feuerschein, dazu der Lärm der Bom-

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Interview über H mit Wighard Strehlow

bendetonationen und der Flak (Fliegerabwehrkanonen).
Nicht weit von uns stand ein grosses Mietshaus vom Keller bis zum Dachboden in Flammen. Ich hatte Angst, nichts als Todesangst, und lehn­ te zitternd an der Fensterscheibe. Aus dieser Angst heraus begann ich das Vaterunser zu beten, wieder und wieder. Es betete gleichsam aus mir heraus. Wie oft ich es wiederholt habe, weiss ich nicht. Aber ganz unmerklich verschwand der Feuerschein, der Lärm ebbte ab und die ganze Umgebung wurde allmählich von einem immer intensiver werdenden küh­ len blauen Licht erhellt und in eine ganz unwirkliche beruhigende Stille gehüllt – ein grosses Schweigen!
Wie lange dieser Zustand dauerte, weiss ich nicht, denn jede Zeitvorstellung hatte aufgehört. Ebenso allmählich, wie es entstanden war, verschwand das Licht wieder, es herrschte wieder Bombenlärm und Feuer. Doch auch die Angst war verschwunden, und ich konnte ruhig in das furchtbare Geschehen schauen. Und so blieb es bis zum Ende des Krieges.
Was ich damals erlebt hatte, verstand ich nicht, aber ich fühlte mich behütet von einer höheren Macht. Es war kein Traum, denn ich war hellwach und ahnte bewusst, dass das, was ich schauen durfte, ein Schimmer einer wirklicheren Wirklichkeit war, als die Wirklichkeit der Bombenangriffe.
Ich konnte später nicht darüber sprechen, denn ich fürchtete ausgelacht zu werden, weil ich gar nicht das hätte ausdrücken können, was ich erlebt hatte. Doch war dieses Erlebnis so intensiv, dass es mir heute noch ganz deutlich in der Erinnerung ist.» Der aus Büchern erworbene Reichtum fremder Erfahrung heisst Gelehrsamkeit.
 Eigene Erfahrung ist Weisheit.
Das kleinste Kapitel von dieser ist mehr wert, als Millionen von jener.
 Lessing

(Dieser Artikel ist erstmals in der Zeitschrift «Wegbegleiter» vom Januar/Februar 1999, Nr. 1, IV. Jahrgang, S. 36 ff. erschienen)

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Am 7. Oktober wurde Hildegard von Bin­ tung» vorausgesehen und angekündigt, gen zur Kirchenlehrerin ernannt, um ih­ dass die krisengeschüttelte Welt mit ihren Einfluss auf die theologische Lehre rer Raubtier Elite aus Geldgier, Korrupder katholischen Kirche zu honorieren – tion, Masslosigkeit und Arroganz wie mit Theresa von Avila, Katharina von Si­ «faules Holz» im Wasser versinken wird ena und Therese von Lisieux wurde die­ und ein neues christliches Zeitalter anse Ehrung bisher erst drei Frauen zuteil. brechen wird. Für diese Zeit hat sie ihre Wie bewerten Sie Hildegard von Bin­ Heilkunde geschrieben, die erst vor 60 gens Rolle in der katholischen Kirche? Jahren von Dr. Gottfried Hertzka entdeckt und heute praktiziert wird. Mit ihNoch nie hat die Menschheit eine Pro- rem medizinischen Buch über die «Urphetin gesehen, die in ihrer Heilsbot- sachen und Behandlungen der Krankschaft Medizin, Theologie, Kosmologie heiten» legte sie das Fundament für eiund Spiritualität miteinander verbunden ne ganzheitliche Heil-Kunde, als Wishat. Keine der drei anderen Kirchenleh- senschaft, die nicht nur der Reparatur rerinnen hat eine so vollständige Verhal­ von Krankheiten, sondern dem Heilen tenslehre geschrieben, mit der Transfor- des ganzen Menschen verpflichtet ist. mation von 35 psychosozialen Fehlern Sie schrieb die erste deutsche Naturheil­ in 35 spirituelle Heilmittel. Durch die Er­ kunde «Physica», in der sie über 2000 nennung zur Kirchenlehrerin der Welt- natürliche Heilmittel in den Bäumen kirche wird die Hildegard Botschaft nun und Früchten, Gewürzen und Heilkräuauch offiziell ihren Einfluss auf die ge- tern, Tieren, Vögeln, Fischen, Edelsteisamte christliche Kirche ausüben. 833 nen und Metallen in neun Büchern zuJahre nach Hildegard’s Tod musste es sammenfasste. Hildegard legte den Grund­ dauern, fünf gescheiterte Heilig­spre­chungs­ stein für eine gesunde Ernährung auf verfah­ren und einen deutschen Papst der Basis von Dinkel, Obst und Gemüse bis die bereits zu Lebzeiten als hei­lig und bietet damit eine zeitlose Orientieverehrte Hildegard von Bingen in ei­nem rung für eine durch fast food und SoftAusnahmeverfahren, das sich «gleich­wer­ drinks fehlgeleitete Industrieernährung. ti­ge Kanonisation» nennt, offiziell hei­lig und als Kirchenlehrerin «Doctor ecclesi­ Inzwischen setzt bei vielen Menschen astica» anerkannt wurde. eine Art Rückbesinnung ein, die Sehn­ sucht nach einem naturverbundenen In Ihren Büchern heben Sie immer wie­ Le­ben scheint grösser denn je. Woran der hervor, dass Hildegard von Bingen könnte das liegen? Und wächst damit sich der Erhaltung und Wiederherstel­ auch das Interesse an einer traditionel­ lung einer «umfassenden Gesundheit» len Naturheilkunde, wie Hildegard von verschrieben hatte. Heutzutage erfahren Bingen sie überlieferte? ganzheitliche, multidimensionale Konzep­ te aus Medizin, Theologie, Musik und Man muss nicht gerade Medizin stuKosmologie grosses Interesse – inwieweit diert haben, um zu erkennen, dass die legte Hildegard von Bingen hier den Unheilbarkeit von über 80 Prozent allen Grundstein? Krankheiten, wie Herzversagen, Krebs, Diabetes oder Rheuma, ein deutliches Den Grundstein legen kann nur wer die Zeichen für die Ohnmacht des heutigen Grösse und die Kräfte des Universums Krankheitssystems darstellt. Ein System vor Augen hat, wie Hildegard von Bin- das jährlich über 300 Milliarden Euro gen (1098-1179). Glasklar wie ein Kris- kostet und so wenig Erfolg bietet, benötall hatte sie als grösste deutsche Pro- tigt dringend ein neues Konzept. Die phetin unsere Krisenzeit als eine Zeit Vernachlässigung der Ganzheit des Men­ der «geistigen und seelischen Umnach- schen ist die Ursache für viele der heuti-

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r Hildegard von Bingen gen Probleme. Da jedoch im ganzheitlichen Gesundheitssek­ tor die grössten Produktionsreserven schlummern und die naturwissenschaftlich ausgerichte­ te Medizin wie auch die Psychodisziplinen diese Potentiale nur begrenzt erschliessen, wird das Interesse an einer Ganzheitsmedizin wie das der Hildegard von Bingen zunehmen. Sowohl ökonomische als auch medizinische Untersuchungen bestätigen, dass der Wunsch der Bevölkerung gesund zu bleiben, die Wirtschaft fundamental beeinflussen wird und ein Wirtschaftswachstum auf dem Ge- Barbara Sukowa als Hildegard von Bingen im Film Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen biet von Gesundheit und Wohlbefinden von ungeahnten Grösse auslö- ten Jahrtausends. Keine der modernen versität Berlin und an der Yale Universisen wird, siehe dazu das Buch «Der Verhaltenstherapien erreicht auch nur tät, USA. Seit 1984 praktiziert er als sechste Kondratieff» des Ökono­men und annähernd Hildegard’s Ganzheitlich- selbständiger Heilpraktiker. Er ist Nachkeit. Zukunftforschers Leo Nefiodow. folger von Dr. med. Gottfried Hertzka, dem Pionier der Hildegard-Heilkunde Haben Sie als Leiter der Hildegard Pra­ Wie hätte Hildegard von Bingen, würde (die Äbtissin Hildegard von Bingen). xis Erfahrungen gesammelt, wie sich die sie heute noch leben, sich zur derzeiti­ Viele Jahre praktizierte er HildegardHeilkunde der Hildegard von Bingen mit gen Lage der Welt geäussert? Heilkunde in der Hildegard-Praxis Konder modernen Medizin kombinieren lässt? stanz. Er veröffentlichte zahlreiche Fach­ Anders gefragt: Wie sieht Ihre Vision ei­ Die derzeitige Lage der Welt wird durch artikel zu natürlichen Heilmethoden ner modernen Medizin aus, die den tech­ Krisen auf allen Gebieten unseres Le- nach der Hildegard-Medizin. Dr. Wignischen Fortschritt der so genannten bens beherrscht: Finanzkrise, Krisen auf hard Stehlow gilt als der Experte auf Schulmedizin mit der Weisheit der Na­ den Gebieten der Politik, Medizin, Er- diesem Gebiet und hat bereits eine Vielturheilkunde versöhnt und vereint? ziehung, des Lebensstils, wobei die zahl von Büchern zu diesem Thema verGeld­gier Elite keine Lösungen, sondern öffentlicht. Er führt seit April 1993 ein Die moderne Medizin als Akutmedizin mun­ter grossen Nutzen aus der allge- Hildegard-Kurhaus mit Heilpraktikermit ihren diagnostischen und operati- meinen Verwirrung zieht. Hinzu kommt praxis in Allensbach am Bodensee, hält ven Leistungen hat die Lebensqualität eine geistige Leere und Gott- und Na- Seminare und Vorträge und leitet Geerheblich verbessert. Im Gegensatz da- turferne, wahrnehmbar als Burn Out – sundheitswochen. zu beruht die medizinische Behandlung Volksseuche Nr.1. Hildegard hat in ihvon ganzheitlichen Krankheiten wie ren Visionen eine göttliche Welt gese- Wighard Strehlow Herz­­schwäche, Schlaganfall, Krebs, Blut­ hen, in der wir die Gegenwart Gottes Die Edelstein-Heilkunde der Hildehoch­druck oder Rheuma mit chemischen und der Schöpfung erleben können. gard von Bingen Arz­neimitteln auf veralteten Konzepten Weil sie das Ganze kannte und den TB, 180 S., CHF 27,90 / € (D) 16,90 / € einer materialistischen Weltanschauung, Mensch im Mittelpunkt des Universums (A) 17,40, ISBN 978-3-89901-414-3, J. vollkommen unbrauchbar im Zeitalter sieht, trifft ihre Botschaft über alle Zei- Kamphausen Verlag der Psycho-Somatik. Hier hat die Hilde- ten hinweg den heutigen Menschen Wighard Strehlow gard Heilkunde ihren Schwerpunkt und mitten ins Herz. Hildegard Medizin ist mit ihren spirituellen, geistigen, psycho-sozialen und physischen Zusammen­ Der Heilpraktiker Dr. Wighard Streh- TB, 195 S., CHF 27,90 / € (D) 14,90 / € hängen eines der vollständigsten under- low absolvierte ein Studium der Natur- (A) 15,40, ISBN 978-3-363-03040-2, J. folgreichsten Psycho-Somatik des drit- wissenschaften an der Technischen Uni- Kamphausen u

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Achtung: Dieses Kartenset wird Ihnen Möglichkeiten und Wege zeigen, die Sie so noch nie gesehen haben. Schon der Titel des Begleitbuches «Erkenntnis ist der Weg…» wie auch der Name der Karten lassen schliessen, dass dieses Set etwas Einmaliges ist und dass nicht immer das Endergebnis ausschlaggebend ist, son­dern der Weg bis zum Ziel.

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Im Nebelland Herbert Viktor Speer – Teil 9 von «Die grosse Begegnung» Merkwürdigerweise hatte ich plötzlich das Gefühl, einen Körper zu besitzen. Ich erwachte mit meinem vollen Bewusstsein aus einem erinnerungslosen Tiefschlaf. Aber trotzdem kannte ich keine Schwerkraft mehr.

wie unten, ja nach allen Seiten hin eine unfassbare Ausdehnung hat. Dieser Nebel ist aber kein feuchter Nebel, sondern eher wie ein feiner Dunst, wie ein zarter Rauchschleier.

In diesem Jenseitsdunst herrscht ein eigen­ artiges Schweben von dichteren Dunstschichten, die mehr oder minder einen matten Leuchtschimmer haben – so etwa, wie die matte Aura einer Lampe oder eher noch: als wenn das Vollmondlicht durch eine Wolke bricht, nur, dass es ein sehr unterschiedliches Leuch­ten ist.

Da ich das Gefühl eines Körpers hatte, Tatsächlich herrscht hier auch ein ganz so kam ich nicht auf den Gedanken, eigenartiger Geruch vor. dass mein materieller Körper irgendwo In diesem Nebel herrschte aber gleichscheintot oder ähnlich entseelt im Bett Es handelt sich um eine Sinneswahr- zeitig ein unverständliches Raunen lag. Diese Beziehung hatte ich vollkom- nehmung, die sich mit keinem Geruch menschlicher Stimmen, das ebenfalls men aufgegeben, sie existierte nicht auf Erden vergleichen lässt, denn es ist fortlaufend Gefühle erzeugt, die mal eher wie eine Mischung von Säuren und sym­pathisch oder unsympathisch sind. mehr in meinem Bewusstsein. Blumenduft mit feinem Rauchwerk. Die­ Auch der Geruch bleibt nicht konstant, Von diesem Augenblick an, den ich hier ser Geruch ist eher ein merkwürdiges sondern wird bald stärker oder schwäbeschreibe, handelte es sich nicht mehr Gefühl, das aber durch die Nase erzeugt cher. um eine Person, wie sie auf Erden gelebt wird. Ich nenne ihn «Jenseitsgeruch» hat, sondern um einen geistigen Men- oder «Sphärengeruch». Das Eigenartige besteht darin, dass es schen, der mit einer ganz anderen Wahrkeinen Anhaltspunkt für den eigenen nehmungsmöglichkeit ausgestattet war. Der aufmerksame Leser wird hier schon Standort gibt, noch ein Ende nach irAlles war von jetzt an ausserordentlich begreifen, wie schwer derartige Jen- gend einer Richtung zu vermuten ist. auf Gefühl eingestellt, so dass es eine seitsbeschreibungen sind, wie sehr alles Meisterleistung wäre, den jenseitigen auf Gefühl abgestimmt ist. Der Selten- Der erste Augenblick in diesem NebelAstralzustand auch nur annähernd mit heit meiner Erlebnisse entsprechend, land ist erschütternd, denn in meiner Worten zu beschreiben. Ich muss daher will ich mich nicht vor der Aufgabe drü- Unwissenheit hatte ich den Eindruck, weitgehend zu einer Bildersprache über- cken, meinen Mitmenschen einen Ein- dass es aus diesem endlosen Dunst kein gehen, da alle Jenseitigen in hohem Mas- druck von der Andere Welt zu vermit- Entkommen mehr gibt. Ich stellte mir deshalb die Frage, ob ich nicht doch die se dieser bilderreichen Begriffsbildung teln, so gut es eben geht. befähigt sind. Sie können darum auch jeden anderssprachigen Jenseitsmenschen verstehen. Ich will nun versuchen, mit Hilfe meiner Phantasie, dieses Bild vom jenseitigen Dasein zu beschreiben: Zeit und Raum sind keine Begriffe mehr im transzendenten Leben. Darum besitzt die jenseitige Seele auch keine Zeit- oder Raumgefühle. Eine Stun­ de mag genauso viel gelten, wie Tage oder Wochen. Drei Tage tot sein, kann so viel bedeuten wie ein halbes Jahr – und eine Sekunde kann zur Ewigkeit werden. Niemand vermag sich diese Zeitlosigkeit und Raumlosigkeit vorzustellen. Ungeheure Strecken können im Augenblick überwunden werden und ebenso vermag oft die grösste Anstrengung nicht einen Meter zu überwinden. Man stelle sich vor, dass über der Szene ein feiner Nebel liegt, der sowohl oben

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Spiritualität

ewige Verdammnis auf mich genommen hatte?

serster Telepathie, verbunden mit einem gessen, weil ich das Gefühl hatte, ihn starken Gefühlsleben und äusserster noch zu besitzen! – Aber ich wusste, Aufmerksamkeit für jede Kleinigkeit. dass ich auf einmal wunderbare EigenIch konnte weder laufen, noch sonst ir- Meine eigene Gedankenstimme rief mir schaften hatte: Dass ich schwerelos war gendwie eine Bewegung ausführen, nur deutlich zu: und ein viel ausgeprägteres Wahrneh­ meine Sinne und meine Gedanken mungsvermögen besass. schienen noch in Ordnung zu sein. «ich bin dein schutzgeist! – höre nur auf Dann erinnerte ich mich an die Worte, mich und auf keine andere stimme. wirst Ich versuchte, mich fortzubewegen. Ich die mein damals unsichtbarer Freund zu du sie erkennen, ich meine heraushören? strengte meinen ganzen Willen an. Da achte auf dein gefühl! es wird dir sagen, mir gesagt hatte: entstand in mir ein seltsames Gefühl. dass ich es bin.» Ich kann es nur mit dem Gefühl des Ski­ «... dann werde ich bei dir sein und dich mit laufens vergleichen, aber ein noch zarliebe empfangen, in deiner ersten verlas­ Ich war hilflos, wie ein neugeborenes teres und sanfteres Gleiten. Die Stimme senheit und dunkelheit deiner seele. ich Kind. Noch immer konnte ich mich nicht des Fremden sagte zu mir: werde dich aber an das grosse licht füh­ ganz von dem Gedanken freimachen, ren, damit du erkennst, warum gott so dass ich sehr stark halluzinierte. Was «ich heisse hier ‚veritas’. leider kann ich vieles geschehen lässt, das ihr nicht be­ war das eigentlich, das «Halluzinie- dir nicht alles zeigen, weil du nicht die greifen könnt. aber das ist alles nur zu ren»? War es ein Irresein? – War ich jetzt reife dafür hast. aber immerhin wird es seinem nutzen.» schon ausreichen. es ist auch nicht gut irrsinnig? für dich und viele andere menschen, wenn Ich strengte mein Sehvermögen an so Da erkannte ich allmählich die Umrisse sie alles wüssten. ausserdem würde man es sehr ich konnte, um meinen Freund ir- der lichten Erscheinung. Der Fremde im irdischen leben nicht glauben. die men­ gendwo zu erspähen. Aber ausser den sah mich mit ernstem Gesichtsausdruck schen können sich ein jenseits nur auf ihschleierhaften Gebilden, die in einer an. Es bewegten sich auch seine Lippen. re art vorstellen. du siehst bereits, dass ähnlichen Nebelmasse so eigenartige Wenn er den Mund öffnete, sah ich so- es ein zustand ist. so kommt man von ei­ Bewegungen ausführten, nahm ich kein gar fehlerlose Zähne, doch sein Alter nem zustand in den anderen.» menschliches Wesen wahr. Die Nebel- liess sich unmöglich bestimmen. Der bewegungen waren so ähnlich, als ob Fremde sagte zu mir, das heisst ich ver- «Gibt es eine Hölle?» wollte ich wissen, weil ich mich noch fürchtete. eine milchige Farbe auf einer trüben stand ihn auf jene telepathische Weise: Glasscheibe verläuft, aber immer wieder in sich zusammenströmt. Heute «ich weiss, wie schwer für dich der anfang «gewiss, sie ist auch ein jämmerlicher zu­ weiss ich, dass es sich um einzelne See­ ist. doch du sollst nicht für immer hier stand.» bleiben, nicht einmal für längere Zeit. du lensysteme gehandelt hat. sollst nur schauen, wie die andere welt «Ich meine, ob sie ein abgegrenztes GePlötzlich wurde ich besonders hell ange- aussieht. ich werde dir mit meiner sugges­ biet ist?» strahlt. Ich sah ein merkwürdiges Licht, tion beistehen, denn hier kommt alles nur «es sind gewaltige gebiete, sogenannte d. h. ein Licht, das ich noch nie in mei- auf den willen an.» tiefe sphären, in ihnen herrscht dunkel­ nem Leben gesehen hatte. Trotzdem hatte ich eine dunkle Ahnung, dass ich eine Ich versuchte zu sprechen und es ge- heit. diese dunkelheit ist aber ein sugges­ ähnliche Lichtstrahlung schon vor vielen lang mir auch. Trotzdem konnte ich mei- tiver zustand.» Jahren in einem Traum gesehen haben ne eigenen Worte nicht mehr hören, wie musste. Diese Lichterscheinung hatte et- ich sie bisher gehört hatte. Sie hatten ei- «Wer erteilt diese Suggestion ?» was Tröstliches für mich. Sofort hatte ich nen anderen Klang, einen inneren Klang: «es ist autosuggestion.» «Ist dies das Jenseits?» das Gefühl, nicht mehr allein zu sein. Da formten sich meine Gedanken plötz- «ja, es ist ein teil des jenseits. es ist die «Das kann ich nicht verstehen. Wie kann lich mit ausserordentlicher Kraft. Es war erste stufe im neuen leben. von hier aus man sich selbst einen so scheusslichen unmöglich, diese gewaltsame Gedan- geht es aufwärts und abwärts, je nach­ Zustand suggerieren?» kenarbeit zu unterdrücken, noch meine dem. viele aber brauchen sehr viel zeit, um Gedanken auf etwas anderes zu kon- aus dieser vorstufe überhaupt herauszu­ «das ist sehr schwer erklärbar. aber hier herrschen sehr strenge gesetze. diese see­ zentrieren. Trotzdem hatte ich die volle kommen.» len kennen ihre fehler. aber sie wissen Fähigkeit, eigene Überlegungen blitzartig anzustellen. Ich erkannte sofort, Es war sehr merkwürdig, dass ich keine nicht, wie sie ihre fehler wieder gut ma­ dass meine Gedankentätigkeit viel in- Erinnerung an meinen irdischen Körper chen können. je mehr sie versuchen, mit tensiver war, als ich jemals dazu imstan- hatte. Ich weiss erst heute, dass ich ihn ihren ansichten zurechtzukommen, umso de gewesen bin. Es war ein Zustand äus­ damals vollkommen vergessen hatte. Ver­ mehr verfallen sie in eine dunkelheit. es

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Spiritualität

liegt hauptsächlich daran, dass sie ihre fehler verteidigen und entschuldigen wol­ len. sie vertreten einen standpunkt, den sie sich ein ganzes leben lang erworben haben.»

ich aus dieser belastenden Situation herauskommen konnte. « ...und vergib uns unsere Sünden, wie wir vergeben unseren Schuldigern...» Kann man die Sünden nicht vergeben? Gott kann die Sünden vergeben!

Nach Veritas’ Aussage konnte etwas Geschehenes nicht mehr aus dem Kosmos entfernt werden. Die Erinnerung war etwas, das auch nach dem Tode noch weiter existierte.

«Wie sieht es denn mit m i r aus ?»

Auf welche Weise sollte ich nun diese «christus ist zugleich stellvertreter got­ scheussliche Erinnerung loswerden? Selbst «kaum besser, aber du bist noch in der vor­ tes. er kann dir die sünden nehmen. indem wenn Christus zu mir gesagt hätte: deistufe, im sogenannten ‚nebelland’. es er sie nimmt, sind sie dir vergeben. aber es ne Sünden sind dir vergeben, so wäre kommt ganz auf deinen guten willen an. ist ein ehernes gesetz im weltall, dass das, damit nichts aus der Welt geschaffen. Es ich kenne zum beispiel alle deine sünden, was einmal geschehen ist, nicht mehr aus­ musste also doch ein anderer grosser jede einzelne. – weisst du sie auch ?» zulöschen ist. ich gebe dir meinen letzten und wichtiger Vorgang vonstatten gewohlgemeinten rat: mache dir nach und hen, um eine Sündenvergebung zu beEs war mir sehr unangenehm, diese An- nach jede einzelne deiner sünden bewusst wirken. Veritas hatte gesagt, dass Chrisspielung zu hören. Ich erinnerte mich und bitte christus jedesmal von ganzem tus die Sünden auf sich nehmen muss, blitzartig an verschiedene Sünden, aber herzen, dir diese sünde zu nehmen, indem damit sie vergeben sind. Ich kam mit dieser schwerwiegenden Angelegenheit ich wollte nicht daran denken und ver- er sie dir vergibt.» nicht klar. suchte krampfhaft an etwas anderes zu Ich war ratlos und ich schämte mich, denken. wie ich mich noch nie geschämt hatte. Je länger ich darüber nachdachte, um «ich habe alle deine gedanken mitgehört», Es war mir so, als ob ich Christus mit so dunkler wurde es um mich her. sagte mein Schutzgeist. «wie du es an­ dem allergemeinsten Kot bewerfen sollfasst, wirst du nicht weit kommen. ich ra­ te. Gleichzeitig erkannte ich die ganze In meiner seelischen Not rief ich nach te dir dringend, alle deine sünden abzu­ Ungeheuerlichkeit, die darin bestand, meinem Schutzgeist. Veritas war nicht werfen, sonst kann ich dir kein anderes dass alle Menschen an Christus das mehr zu sehen, aber ich vernahm seine gebiet, keine andere sphäre zeigen.» gleiche Verlangen stellten, und schlim- Stimme: mer noch, dass sie immer neue Sünden «Wie kann ich denn die Sünden abwer- begehen, um diesen Unrat noch zu ver- «fange mit deinen sünden von rückwärts fen ?» mehren. Da ich mich so entsetzlich an und bete nach jeder sünde. bitte gott schämte, konnte ich dem Rat meines jedes mal um verzeihung. das wiederhole «werfe sie alle auf christus !» Begleiters nicht nachkommen. Ich stell- so lange, bis du bei deinen kinderjahren te mir geistig vor, dass ich bei meiner angekommen bist. diese kinderjahre inter­ Bei dieser Antwort erschrak ich sehr. Sündenübergabe an Christus die gröss- essieren nicht mehr so. aber am schluss Wie konnte ich zu der Last, die Christus te Gemeinheit meines ganzen Daseins bitte christus, er möge dir deine sünden nehmen. wenn er sie auf sich nimmt, wer­ zu tragen hat, noch meine Sünden hin- begehen müsste. den sie dir vergeben sein.» zutun? Wollte mein Schutzgeist mir eine geistige Falle stellen? – Ich hielt es für «es tut mir sehr leid um dich», sagte Veritas, «aber du bist leider sehr eigensinnig Obwohl ich tränenlos weinte, sah ich unmöglich, darüber nachzudenken. und stolz. mit diesen eigenschaften kei­ne andere Möglichkeit. «sei bitte nicht eigensinnig», mahnte der kannst du hier nichts ausrichten. – du Geist, der mich betreute. «du musst deine hörst noch nicht einmal auf meine rat­ Ich tat, wie Veritas erklärt hatte. sünden abwerfen, und es gibt keine andere schläge.» möglichkeit, denn niemand will deine sün­ Da ich aber nach jeder einzelnen Sünde den haben, um sich damit sein dasein noch Inzwischen hatte ich schon festgestellt, beten musste, so wurde ich mit dem Bemehr zu erschweren!» dass ich Veritas nicht mehr erkennen ten überhaupt nicht mehr fertig. Ich sah konnte. Der Nebel um mich her nahm ein, dass ich tagelang damit zubringen Mir wurde unheimlich. An solche Mög- ständig zu, und es wurde gleichzeitig musste, wenn ich damit ganz zu Ende lichkeiten hatte ich noch nie in meinem dunkel, wie bei einem heraufziehenden kommen wollte. Dabei fielen mir immer Leben gedacht. Mir wurde aber klar, Gewitter. wieder neue Untaten ein – oder auch dass ich meine Sünden nicht loswerden schlechte Gedanken, die ich dann und konnte, weil sie allein in meiner Erinne- Ich hatte Angst... wann gehabt hatte. Es war schier ein rung hafteten, und da ich jetzt ein sehr aussichtsloses Bemühen... scharfes Denkvermögen besass, so erin- Noch einmal machte ich eine Gedannerte ich mich in dieser Weise an jede kenanstrengung, um die Sache mit den Nach einer langen Zeit hörte ich Veritas Kleinigkeit. Ich überlegte fieberhaft, wie Sünden klarzumachen: Stimme, die zu mir sagte:

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Spiritualität

«bitte jetzt christus, dass er deine sünden, die du ihm alle aufgezählt hast, auf sich nehmen möge, damit deine seele ruhe da­ vor habe.»

Jetzt wurde es zusehends hell um mich. Veritas musste jedoch einen bitteren Tropfen in meinen Seelenkelch giessen:

«du bist natürlich von deinen sünden gerei­ Ich hatte ein Gefühl, als ob das Univer- nigt. aber nur für eine gewisse dauer. glau­ sum untergehen müsse. Aber gleichzei- be nicht, dass christus deine sünden für im­ tig erkannte ich hier eine ungeheure mer tragen wird, denn du wirst bald ins ir­ Klarheit, die meiner Meinung nach be- dische leben zurück müssen, dann aber stimmend ist für die ganze weitere Ein- wirst du deine sünden wiederhaben. doch stufung im Jenseits. Ich war jetzt vor die dann kannst du noch sehr viel tun, um sie wichtigste Entscheidung gestellt: auf vergessen zu machen. vor allem tue keine Gott zu vertrauen oder nicht. Ich musste neuen sünden hinzu. wenn du nicht gerei­ Christus mit meiner Schuld bewerfen nigt worden wärest, so hätte ich dich und an ihn glauben oder ich blieb sün- nicht weiter führen können. darum sei sehr dig bis ins Innerste meiner Seele. Hatte dankbar gegen deinen schöpfer, der dir die­ ich von ihm Strafe zu erwarten oder sen besuch bei ihm gestattet.» nicht? – Eines wusste ich mit unglaublicher Sicherheit: Dass ich in seiner Ich musste an die Bibel denken. Die ProSchuld war, weil ich ihn damit belastet pheten haben immer darin zum Ausdruck hatte. Diese Schuld musste aber irgend- gebracht, dass sie etwas geschaut haben. wie getilgt werden. Und wenn Christus So steht geschrieben: «Ich sah im Geiste» – mich in die Hölle schicken würde, um oder: «Ich war im Geiste». Es handelt sich dort eine Seele aus den Klauen des Bö- immer um die Beschreibung von gewissen zu retten, so wusste ich, dass ich da- sen Visionen. Wie stark sind jedoch die Vimit nur einen Bruchteil meiner Schuld sionen, die sich nur im Jenseits auftun? abtragen konnte. Jetzt wurde es wieder Veritas sprach von einem sehr suggestiven heller um mich her. Das gab mir neuen Dasein. Aber diese jenseitigen SuggestioAuftrieb. Ich fasste mir ein Herz und bat nen sind so stark, von solcher überwältiChristus, mir meine Sünden zu nehmen. gender Kraft, dass sie die Wahrnehmungen des irdischen Daseins weit übertrafen: Von irgendwo glaubte ich die Worte zu sie sind noch realer, noch wirklicher. hören: Um dem Leser ein möglichst zutreffendes «sie sind dir vergeben.» Bild davon zu geben, so mag er sich vorstellen, dass alles noch greifbarer ist und Gleich darauf schaltete sich Veritas wie- dass vor allem die Farbenpracht und die der ein. Er sagte fast befehlend: Gerüche noch viel, viel intensiver sind als es im Erdenleben jemals möglich war. Ich «versuche, ob du dich an deine sünden er­ möchte es vermeiden, hinter jeden Satz zu innern kannst!» schreiben, dass es einen noch prächtigeren Eindruck macht oder dass das Licht Ich strengte sofort meinen Geist an. So- oder die Farbe noch strahlender ist. Das eben hatte ich mich noch an alle Sün- ganze Jenseits ist, nach meiner persönliden erinnern können. Aber so sehr ich chen Erfahrung, ein gewaltiger Superlativ, in allen meinen Erinnerungen herum- eine höchste Daseinsform sinnlicher stöberte: ich konnte mich an kein einzi­ Wahr­nehmungen. Ich bedaure sehr, dass ich durch die sprachliche Ausdrucksmögges Unrecht mehr erinnern. lichkeit beschränkt bin. Doch das Lichte «hast du auch wirklich genau nachge­ ist im Jenseits noch lichter und das Dunkdacht?» forschte Veritas mich aus. le ist dort noch dunkler. Die Freude ist noch freudiger und der Schmerz noch Ich überlegte noch einmal, ob nicht viel, viel schmerzhafter. doch irgendetwas wäre, das ich zu bereuen hätte. Aber nichts – nichts. Ich In der Ferne sah ich eine Sonne durch den war unschuldig wie ein Engel. Nebel strahlen. Aber es war eine weisse

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Sonne und so weiss sie auch war, ich konnte mit den Augen in ihr helles Licht sehen, ohne dass sie blendete oder dass meine Augen davon schmerzten. Ich denke heute, dass es ja auch meine geistigen Augen waren. Mich zog es wie eine Motte zu diesem hellen Licht hin. Veritas blieb an meiner Seite. Er sagte zu mir: «ich will dir einen neuen namen geben, den wir hier alle haben. es gibt so viele seelen, die nicht an ihre irdischen namen erinnert wer­ den möchten, damit nicht trübe erinnerun­ gen auftauchen. darum hat fast jeder von uns einen allegorischen namen. darum nenne ich mich veritas, weil mir die wahrheit lieb ist. ich schlage dir den namen ‚aredos‘ vor.» Ich wusste zwar nicht, was «Aredos» zu bedeuten hatte, aber ich wollte auch nicht widersprechen und hielt es auch für richtig. «Wohin führst du mich?» fragte ich Veritas, «willst du mich an das grosse Licht führen?» «nein,

dazu bist du noch nicht reif genug.

es werden noch viele jahre vergehen, bis du das grosse licht sehen kannst.»

Ich konnte mir zwar unter dem grossen Licht nichts in einem bestimmten Sinne vorstellen, doch hatte ich das Empfinden, dass es eine Ausstrahlung haben musste, die jede Seele bis ins Innerste erleuchtete. «wir kommen Veritas.

zum

‚sommerland’», sagte

Sommerland? – Ich hatte noch nie etwas von einem Sommerland gehört. Aber nachdem ich soeben erst in einem Nebelland zugebracht hatte, so musste das Sommerland genau das Gegenteil davon sein. Ich spürte allmählich einen immer stärker werdenden herrlichen Blumenduft. Es müssen viele tausend frischer Rosen gewesen sein, die ihren Duft verbreiteten. Schon allein dieser un­ beschreiblich würzige Duft verkündete mir, dass ich mich dem Sommerland näherte und dass dieses Land oder diese Sphäre ein Märchenland aus «Tau­sendund-einer-Nacht» sein musste. u

Nächste Folge: Im Sommerland

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Geld und Geist(heilung) Stephan Klaus «Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.» (Mt 10, 8)

«Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aus­sätzige rein, treibt Dämonen aus! Um­sonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben». Diese zweitausend Jahre alten Sätze klingen immer noch laut vernehmlich ins 21. Jahrhundert nach.

durch die jahrhundertealte Ambivalenz des christlichen Glaubens im Umgang mit Geld, ist den Betroffenen natürlich nicht bewusst.

Sehr schön hat es Harald Wiesendanger In christlich geprägten Kulturen brach- ausgedrückt: «Das Argument etwa, als ten und bringen sie Heilende in eine Gottesgeschenk sei Heilkraft unverkäuf­ nicht geringe ethische Zwickmühle. Ei- lich, klingt beim ersten Hinhören beeinnem ungeschriebenen Gesetz folgend druckend demütig und fromm. In Wahrsind Heilende grundsätzlich schon seriös heit verrät es eine Selbstüberhöhung, wenn sie kein Geld verlangen. Dann gel- die leicht in die narzistische Arroganz ten sie von vorneherein als «echt» und eines ‚Auserwählten Volkes’ umschlägt. «ehrlich» denn Geld wird zu etwas Denn unterschwellig unterstellt es, die Schlechtem wenn ums Heilen durch den eigene Profession stehe dem Himmel Geist geht. Es kommt in den Geruch von näher als andere.» etwas Negativem und derjenige, der es verlangt, wird damit unseriös. Nirgendwo Weiter fährt er fort, dass er armgebliebene sonst ist dies so extrem ausgeprägt wie Heiler kenne, die nahezu unentwegt die im christlichen Kulturkreis wo das «klas- Hände falten, wenn sie sie nicht gerade sische Requisit des echten Heilers ledig- aufhalten, um ihre Mitmenschen anzulich eine Spendenkasse ist». Seit der so- pumpen, jämmerlich wehklagend ob der genannten Tempelaustreibung, also der Ungerechtigkeit dieser Welt – und trotzVertreibung der Geldwechsler durch Je- dem kaum Schwerwiegenderes zu linsus von Nazareth aus dem Tempel von dern verstehen. Ebenso kenne er Heiler Jerusalem, ist das Verhältnis der Chris- deren Kontostände auf Chefarztniveau lätenheit zum Geld ein ambivalentes, wie gen – dafür aber selbst bei metastasierenwir angesichts goldbehangener Diener dem Krebs wahre Wunder vollbrächten. Gottes in den Palästen der Kirche Roms einerseits und der Forderung kostenlos In der Realität kommt das Thema jedenzu helfen im Geiste eines Jesus anderer- falls nicht so einfach daher wie es viele seits, unschwer erkennen können. Es ist abgehobene Esoteriker und vermeintlinicht verwunderlich wenn Franz von As- che Spirituelle haben möchten. sisi einen so grossen Zulauf hatte. Reiki etwa stammt von einem Japaner Als ich einmal eine Patientin aus Russ- und kommt damit aus einem gänzlich anland behandelte und sie am Schluss der deren Kulturkreis. Diese Heilweise fouBehandlung den healing room verliess, tiert sich in keiner Weise um das Thema teilte sie mir mit, dass das Honorar auf Geld. Die Energie ist universell und imdem Tisch liege. In meine Hände dürfe mer da. Egal ob man nun Geld verlangt sie es nicht geben, denn diese würden oder nicht. Im Gegenteil ist ein Ausgleich auf diese Weise – also durch die Berüh- hier sogar wichtig weil man dahinter karrung des Geldscheins – ihre Heilkraft misch-kosmische Gesetze sieht. verlieren. So tief kann der Konflikt mit Auch die Magnetopathie, die sich ebendem Geld gehen. falls aufgelegter Hände bedient, hat kein Dass es sich hierbei um Projektionen Problem mit Honoraren und am wenigsaus dem Unbewussten handelt, genährt ten hat es «Christian Science».

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Stephan Klaus

Schamanen bekommen in der Regel einen Ausgleich Der Amerikanische Indianer Tunkashila John Fire Lame Deer: «Ein Schamane er­ bittet nie etwas für sich selbst. Er hat die Macht zu heilen, und er muss sie benut­ zen. Er schickt Dir keine Rechnung. Doch wenn er alt ist und ihm die Zähne ausfal­ len, kann es geschehen, dass er ein klei­ nes Paket ohne Absender erhält, in dem ein fabrikneues Gebiss liegt. Oder viel­ leicht fährt er sein Auto zu Schrott, es spricht sich herum, und am Morgen steht ein altes Gefährt vor seiner Tür, vollge­ tankt, fahrbereit. Oder vielleicht hängt ein halbes Rind an einem Baum neben seinem Haus. Das ist indianische Art.» (Quelle: Mitakuje Ojasin) Wir sehen also, auch in diesem Kreis kennt man eine Form des Ausgleichs. Schamanen anderer Kulturen erhalten ebenfalls in irgendeiner Form einen Ausgleich für ihre Bemühungen. Dabei spielt es keine Rolle ob es verlangt wird oder nicht. Was zählt ist der Ausgleich. Niemand sollte – wie im amerikanischen Gesundheitssystem – wegen Geldmangels von Hilfe durch geistiges Heilen ausgeschlossen werden, aber andererseits ist auch niemand zu verurteilen, der Honorar fürs Handauflegen erhält. Auch ich habe meine Praxis vor 22 Jahren auf Spendenbasis begonnen. Als dann immer mehr klar wurde, dass arme Leute

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Ausdruck dafür. Haupt­ sache das Schnitzel war billig, ein Schnäppchen – egal wie das Tier, welches dafür sterben muss­ te, vorher gelebt hat. Egal wie das Smart­pho­ ne in China produziert wurde, Haupt­sa­che, man profitiert und bezahlt so wenig wie möglich. Ethik wird ausgeblendet und interessiert nicht. Obwohl sich in den USA gegenwärtig die historisch schlimmste Dürre abspielt und die Lebens­mittelpreise für die Armen teilweise unerschwinglich werden, verarbeitet man weiter Mais zu Sprit. Weil es mehr bringt. Die Liste dieser aus­schliess­ lich auf Gewinn fixierten Hand­­lungen wäre beliebig fortsetzbar und sie sagt vor allem eins aus: Geld hat die Herzen erobert. Die Finanzkrise ist also auch eine Krise der Herzen, des Mitgefühls und somit eine spirituelle Krise.

stets mehr spendeten als Reiche, änderte chen. Zuerst einmal sind es Münzen aus ich das System. «Was nichts kostet ist Metallen und Scheine aus Papier denen auch nichts wert». Dieser Satz birgt in wir bestimmte Werte geben und damit Überflussgesellschaften viel Wahrheit in zu einer hochseelischen Angelegenheit sich und die therapeutische Bedeutung machen. Denn indem wir alle an Geld des Bezahlens darf bei aller Spiritual,ität «glauben», das heisst miteinander im auch nicht unterschätzt werden. Dank- Konsens leben, dass der Geldschein seibarkeit wird auch durch Geld ausge- nen aufgedruckten Wert hat – der den drückt und man sollte dieser Form des Materialwert ja um ein Mehrfaches über- Beim geistigen Heilen zeigt sich dies Ausgleichs die Chance nicht nehmen. Da steigt – funktioniert es erst. Würden wir sehr schön im Umstand, dass viele Menmuss man nicht einmal die freudianische sagen, dass es bloss bedrucktes Papier ist schen bereit sind immense Summen für Überzeugung anführen, dass es «schmer- oder billiges, gestanztes Metall – die Sa- «welt­berühmte» spirituelle Lehrer zu be­­ zen muss wenn der Lappen die Hand che würde nicht funktionieren. Geld ist rappen um sich nach Stunden oder Taverlässt», damit die The­rapie nützt. Symbol und damit seelische Energie. gen des Wartens für einige Sekunden vor sie stellen zu dürfen. Um danach So darf der Ausgleich auch fürs geistige Dass wir gegenwärtig in einem ganz enttäuscht wieder von dannen zu zieHeilen über den Weg des Geldes ge- grundsätzlichen Konflikt mit dem Geld hen weil nicht eingetreten ist, was durch schehen. Wir leben bekanntlich nicht stehen, zeigt die aktuelle Finanz- also Berühmtheit und grosse Geldgabe ermehr in Zeiten des Tauschhandels und Geldkrise. Sie ist global und kein Land wartet wurde. Auch dies sind Lernprosomit kann der moderne Schamane kaum ist unberührt von ihr weil Geld alle mit- zesse auf dem Weg zu einem neuen Bemit einem Korb Gemüse oder einem einander verbindet. Sie ist Ausdruck und wusstsein von Geld denn Erleuchtung frisch erlegten Hirsch abgefunden wer- Symbol für die innere Wertekrise in der lässt sich nicht kaufen. den. Damit wird er unmöglich den Ver- die Menschheit momentan steckt. Immieter seiner Praxisräume zufrieden­stel­ mer mehr ging die Entwicklung nach Spiritualisierung heisst Entwicklung len oder sich neue Schuhe kaufen kön- dem letzten grossen Krieg ins aus- durch und aus der Materie. Damit unschliesslich Materielle. Als spirituelle We­ trennbar verknüpft ist immer auch eine nen in unserer Gesellschaft. sen sind wir zwar auf der Erde um eine stetige Neuorientierung der Werte und Geld ist nicht schlecht und Geld ist nicht materielle Erfahrung zu machen. Doch mit ihr die Chance, dass das Geld eines gut. Geld ist bloss, was wir daraus ma- heisst dies nicht, dass wir die inneren, Tages denjenigen Wert erhält der ihm seelischen Werte deswe- zusteht in dieser Welt. Nicht mehr und gen vernachlässigen oder nicht weniger. gleich verleugnen sollen. Naturheilpraxis Stephan Klaus Zürich Die immer stärker kursie- Dann löst sich auch der jahrtausendealte Tel. +41(0)79 236 1 91, klaus@spiritheal.com rende «Geiz ist geil»-Men- Krampf aus dem scheinbaren Gegenwww.geist-heiler.ch Mitgl. Schweiz. Verband für natürliches Heilen talität der Wohlstandsge- satz von Geist und Materie, von Geld sellschaften ist aber ein und geistigem Heilen. u

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Leben

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Entstand Leben aus Materie? Kritische Gedanken zur Evolutionstheorie

Schwerpunkt

Armin Risi

Eine der grundlegenden Fragen des «Des Kaisers neue Kleider» menschlichen Forschens lautet: Wie entstand das Leben auf der Erde? Insbe- Dies ist der Titel eines bekannten Märsondere: Was ist die Herkunft des Men- chens von Hans Christian Andersen. schen? Das heute vorherrschende Er- Zwei Schneider verkaufen dem Kaiser klärungsmodell gründet sich auf die unsichtbare Kleider, der auf diese neusdarwinistische Evolutionstheorie: die te Errungenschaft der Wissenschaft höheren Lebensformen seien aus den sehr stolz ist und sich feiern lässt, bis niederen hervorgegangen und die ers- ein kleiner Junge ruft: «Aber er hat ja ten einzelligen Organismen seien zufäl- gar nichts an!» Und Andersen beendet lig aus organischer Materie entstanden. sein Märchen mit einer sarkastischen Der Darwinismus entspringt einem ma- Darstellung der menschlichen Psychoterialistischen Weltbild, denn seine Grund­ logie: annahmen lauten: «Leben entstand aus Materie», und «alles Existierende – auch «Aber er hat ja gar nichts an!» rief zu­ Leben und Bewusstsein – ist eine Funk- letzt das ganze Volk. Das ergriff den Kai­ tion der materiellen Energie und lässt ser, denn das Volk schien ihm recht zu sich mit den Gesetzen der Materie er- haben, aber er dachte bei sich: «Nun klären.» muss ich aushalten.» Und die Kammer­

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herren gingen und trugen die Schleppe, die gar nicht da war. Verhält es sich nicht auch so mit der Evolutionstheorie? Sie besagt, eine gewisse Linie von Tieren habe sich im Lauf von Jahrmillionen über genetische Mutationen in Menschen verwandelt. Und dementsprechend werden Fossilien gesucht und «gefunden» und interpretiert, indem z.B. ausgestorbene Affenarten zu Menschenvorfahren hoch­ stilisiert werden. Dabei waren diese Tiere nicht die Vorfahren der heutigen Menschen, son­dern die Vorfahren der heutigen Affen! Sind Tiere über «Evolution» zu Menschen geworden? Nein, sagt die spiritu-

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Die entscheidenden Fragen Die Evolution von toter Materie zu lebenden Wesen hat nie stattgefunden. Der Mensch entstand nicht aus einer hypothetischen Evolution von Tieren. Bevor wir fragen können: Wie ist der Mensch entstanden? Wie sind die ersten Lebewesen entstanden? müssen wir die zentrale Frage bei der Diskussion um die Entstehung des Lebens beantworten: Was ist Leben?

türlich» mit «materiell» gleichgesetzt wird, zeigt, wie beschränkt der «naturalistische» Glaube ist.

Der Fehler am Anfang der Rechnung

 In der materialistischen Wissenschaft steckt ein grosser Fehler. Und dieser Fehler wird ganz zu Beginn der Rechnung begangen. Wenn man in einer Gleichung am Anfang einen Fehler macht, ist alles, was man danach rechnet, ebenfalls falsch, selbst wenn man guten Glaubens richtig rechnet. Das ist der Grund, warum so viele intelligente Menschen die «wissenschaftlichen», d.h. naturalistischen Theorien glauben: Sie selbst rechnen richtig und sind mit Recht davon überzeugt, dass sie richtig rechnen. Deshalb machen sie sich nicht die Mühe, an den Anfang zu gehen, um zu schauen, wie die ganze Rechnung überhaupt begonnen hat. Würden sie das tun, würden sie auf einmal den offensichtlichen Fehler sehen. Der Fehler ist der Glaube, dass es nur Materie gebe und dass Materie sich selber organisiere und dass ein Lebewesen nur ein funktionierender Körper, eine komplexe Maschine, sei.

Diese Frage können wir immer nur subjektiv beantworten, abhängig von unserem Weltbild. Die materialistische Antwort sagt etwas anderes als die dualistische oder die monistische oder die theistische. Natürlich können die subjektiven Rätselhafter Kosmos 
 Antworten auf ihre Glaubwürdigkeit hin geprüft werden, und das möchte ich hier In der modernen Kosmologie steht am in Bezug auf das heute vorherrschende Anfang der Rechnung die Annahme, Weltbild tun: das materialistische, dessen dass es im Universum nur Materie bzw. Vertreter behaupten, ihre Erklärungen materielle Energie gebe. Mit dem Paraseien die einzig wissenschaftlichen; alles, digma der linearen Entwicklung konstwas nicht materialistisch sei, sei unwissenschaftlich oder pseudowissenschaftlich, z.B. die Parapsychologie.

ruiert man dann einen Rückschluss auf den Anfang des Universums und gelangt zum Glauben, das ganze Universum mit all seinen Planeten, Gesetzen und Lebewesen sei aus einem Urknall hervorgegangen: anfänglich sei die gesamte Sub­ s­tanz des Universums in einem einzigen Materiepunkt von unendlicher Dichte und unvorstellbar hoher Temperatur kom­ primiert gewesen, und dieser Materiepunkt sei plötzlich explodiert. In diesem Szenario ist es schon unwahrscheinlich, dass sich die Elementarsubstanzen, die mit Fast-Lichtgeschwindigkeit auseinandersausen, überhaupt jemals zu Atomen verbinden. Aber glauben wir das einmal und schauen, was wir dann als nächstes glauben müssen! Irgendwie haben sich Atome gebildet, sie sausen auseinander, aber dennoch verdichten sie sich und bilden verschachtelte Galaxien- und Sternenhaufen. Wie das geschehen konnte, ist bis heute nicht geklärt, und die Wissenschaftler geben das auch unumwunden zu.

In dieser Hypothese stellt sich als nächstes folgendes Problem: Unter den vielen Atomkombinationen, die sich «irgendwie» zu anorganisch-chemischen Substanzen zusammenfinden, muss auch organische Materie entstehen, denn heute gibt es zumindest auf unserer Erde zahllose Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Menschen) mit Körpern aus organischer Materie. Wie entstand in einem Universum aus anorganischer Materie organi­ sche Materie?

Was glaubt die «naturalistische» Wissenschaft? «Materialismus» ist der Glaube, dass es nur die physikalische Materie gibt und dass Lebewesen, auch die Menschen, nichts anderes sind als ihr Körper. Deshalb besagt dieser Glaube auch, dass mit dem Ende des Körpers das Leben zu Ende ist. «Es gibt kein Leben unabhängig vom Körper und kein Leben nach dem Tod.» Die Natur wird auf die Materie reduziert, und man akzeptiert nur materielle («natürliche») Ursachen und nichts «Übernatürliches», weshalb der Materialismus auch «Naturalismus» genannt wird. Aber nur schon, dass «na-

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elle Wissenschaft – und auch der gesunde Menschenverstand. Und woher kamen die Tiere? Sie stammen von den ersten Einzellern ab, behauptet die Evolutionstheorie. Und woher kamen diese ersten Einzeller? Sie bildeten sich zufällig aus den Bausteinen der organischen Materie, die sich zufällig aus anorganischer Materie bildeten… Ist das glaubwürdig? Oder existieren die unsichtbaren Kleider des Königs gar nicht? War alles ganz anders?

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Gemäss dem Denkschema der linearen Entwicklung ist das Universum höchstens 15-20 Milliarden Jahre alt, und das ist eine knappe Zeit für die Zufallskombination der Atome.
 Glauben wir für den Moment an den Urknall und an die spontane Bildung von Atomen, Galaxien, Sonnen und Planeten. Als nächstes müssen wir glauben, dass alle Lebewesen nichts anderes sind als Gebilde von organischer Materie, d. h. Bioroboter. Glauben wir sogar dies! Aber dann dürfen wir zumindest fragen: Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich aus zufälligen Atomkombinationen organische Stoffe bilden?



Bücher und DVDs von Armin Risi

Unsichtbare Welten Der multidimensionale Kosmos, Band 2 Kosmische Hierarchien und die Bedeutung des menschlichen Lebens .ISBN 978-3-906347-94-3 € 24,– / Fr. 43,20

Leben aus Materie: die unwahrscheinliche Wahrscheinlichkeit
 Die Grundbausteine der organischen Ma­terie bestehen aus Proteinen und Enzymen, die ihrerseits aus Aminosäuren zusammengesetzt sind. Aminosäuren sind komplizierte organische Atomstrukturen. Die Biochemie kennt knapp 300 Aminosäuren, wobei alle natürlich vorkommenden Proteine aus gut 20 dieser bekannten Aminosäuren bestehen. Die alles entscheidende Frage lautet nun: Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass Atome sich zufällig zu Aminosäuren und Proteinen verbanden? Diese Frage wird immer sehr schnell abgehandelt: «Aus heute noch nicht vollständig geklärten Vorgängen der Biogenese entstanden erste lebensfähige organische Verbindungen…» Und damit ist das Thema in den meisten Schulbüchern bereits erledigt. Aber alle sind sich einig: Leben entstand aus Materie, woraus denn sonst?! Nochmals die entscheidende Frage: Wie gross ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Atome sich zufällig zu Aminosäuren und Proteinen verbanden? Wer sich die Mühe macht, diese Wahrscheinlichkeit zu berechnen, stellt schnell fest, dass diese Wahrscheinlichkeit unwahrscheinlich ist. Man kann eine Aminosäure mit der Perle einer Gebetskette vergleichen; einzelne Proteine enthalten bis zu zwanzig verschiedene Aminosäuren in ganz bestimmter Anordnung und Wiederholung, die sich auf diese Weise zu «Perlenketten» von 100 bis über 1000 «Amino-Perlen» verbinden. In einer einzigen Zelle gibt es rund 200’000 Proteinmoleküle. Das trifft auf die Zellen im menschlichen Körper genauso zu wie auf den Körper der ersten Einzeller. Wie gross ist beim Werfen einer Münze die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl und nicht der Kopf oben liegt? 1:2. Die Wahrscheinlichkeit, zweimal hintereinander die Zahl zu werfen, ist 1:4, dreimal 1:8, zehnmal 1:1024, hundertmal 1:2100 = eine Billion Trillionen!

Und aus wie vielen Treffern besteht ein einziges Protein? Die meisten Proteinstränge setzen sich aus rund 100 bis 1000 Aminosäuren-»Perlen» zusammen, die in einer strikt festgelegten Reihenfolge angeordnet sein müssen. Und das ist nur ein einziges Proteinmolekül! In jeder Zelle gibt es davon rund 200’000! Der bekannteste Wissenschaftler, der sich mit der Frage des Entstehens von Proteinen aus zufälligen Atomkombinationen befasste, war der englische Biologe und Astro­

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Philosophische Betrachtungen Zwei Vorträge: Paradigmenwechsel Der radikale Mittelweg Doppel-DVD; Laufzeit 124 Min. ISBN 978-3-905831-13-9 € 20,– / Fr. 30,–

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In jeder Sekunde finden in einer Zelle viele Millionen von biochemischen Re­ ak­tionen statt. Das Hauptwerkzeug bei diesen Stoffwechselreaktionen sind die Enzyme, von denen es etwa 2000 verschiedene gibt. Wenn nun 2000 Enzyme (komplizierte Proteinverbindungen) durch Zufallskombination entstehen sollen, wird diese Behauptung – gemäss Fred Hoyles Berechnung – geradezu lächerlich: Die Wahrscheinlichkeit beträgt nämlich 1:1040’000! Eine 1 mit vierzigtausend Nullen! Hier wird das geschätzte Alter des Universums um ein X-faches überschritten – nur um die Grundbausteine der organischen Materie zu bekommen.

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physiker Dr. Fred Hoyle. Er verglich die surden Unwahrscheinlichkeit. Und wir haupt materielle Gegenstände entsteWahrscheinlichkeit, dass sich auch nur sprechen hier noch nicht einmal von ei- hen konnten. Gäbe es nur geringste Abein einziges Protein durch eine zufällige ner einzelnen Zelle, sondern nur von weichungen, würde die Materie in sich Kombination von Atomen gebildet hat, einzelnen Bausteinen. Und wie gross ist selbst zusammenfallen, auseinanderflie­ mit der Wahrscheinlichkeit, mit der ein die Wahrscheinlichkeit, dass die kosmi- gen, zer­fal­len oder zerstrahlen, und es Mensch blind einen Rubik-Würfel ord- schen Ur-Atome sich zu funktionieren- hätte nie Galaxien und Planeten gegenet. Ein Rubik-Würfel besteht aus ver- den Aminosäuren verbinden? ben. schiedenfarbigen Teilwürfeln, die alle dreh­ Kausalität und Finalität bar sind. Die Aufgabe besteht darin, dieMaterie an sich verhält sich immer nur se Teilwürfel so lange zu drehen, bis sich mechanisch oder quantenmechanisch, eine Seite des Rubik-Würfels aus einer Lebendige Körper bestehen aus riesigen das heisst, sie ist von äusseren Impulsen einzigen Farbe zusammensetzt. Dies ist Atomverbänden, die sich zielgerich­tet abhängig, auf die sie ohne Bewusstsein bereits für einen sehenden Menschen ei- verhalten und mit der Umwelt in Wech- reagiert. Welcher Impuls bringt die Mane ziemlich knifflige Angelegenheit, ganz selwirkung stehen. Die materialistische terie dazu, sich zu funktionierenden zu schweigen für jemanden, der nichts Wissenschaft ist auf einem Auge blind, Strukturen und Körpern zusammenzusieht! «Er hat dabei keine Ahnung, ob er denn sie betrachtet immer nur die Kau- fügen? Mit anderen Worten: Wie soll der der Lösung näherkommt oder aber den salität (die Kette von Ursache und Wir- viel beschworene Zufall wissen, dass Würfel noch weiter verwirrt. Man wäre kung), obwohl es offensichtlich ist, dass gerade eine bestimmte Kombination geneigt zu sagen, mit einem nur zufälli- in der Natur nicht nur die Kausalität «nützlich», d.h. organisch ist? Angegen Drehen der Würfelflächen schaffe wirkt, sondern auch die Finalität (die sichts der riesigen Überzahl von anorman die Lösung ‚niemals’. Genaugenom­ Ausrichtung des Kausalitätsprinzips auf ganischen Kombinationen auf der Urmen ist ‚niemals’ jedoch falsch. Wenn ein konkretes Ziel). Die Atome schwir- Erde wären die wenigen «nützlichen» unsere Versuchsperson mit verbunde- ren nicht einfach ziellos durch die Quan- Kombinationen sofort zerfallen und wienen Augen jede Sekunde eine zufälli- tenwelt, sondern kombinieren sich und der zu nicht-nützlichen geworden. Was ge Drehung macht, so würde es durch- bilden funktionierende «Bausteine», die ist überhaupt «nützlich»? Zu diesem schnittlich 300mal das Erdalter, näm- sich wiederum zu lebenden Körpern zu- Zeitpunkt gab es noch kein Leben auf lich 1350 Milliarden Jahre dauern, bis sammenfügen. der Erde, und die Atome wussten nicht, das Problem des Würfels gelöst wäre. dass einmal eine Erde mit zahllosen leDie Chancen, mit jeder Drehung bei Nicht nur die Atome, auch die Naturge- benden Wesen entstehen soll. Wie wussallen Würfelflächen die jeweils glei- setze und die materiellen Grundkräfte ten sie dann, dass sie sich gerade auf che Farbe zu erhalten, stehen ungefähr lassen eine Finalität erkennen: Sie alle diese einzigartige «schöpferische» Wei1 zu 50’000’000’000’000’000’000 [50 Tril- haben genau die richtigen «Normgrös­ se zusammenfügen mussten, wie sie es lionen]. In etwa gleich gross ist die Chan- sen», die es ermöglichen, dass über- offensichtlich taten? ce, dass sich eines unserer körpereigenen Proteine per Zufall entwickelt hat. In unseren Zellen haben wir jedoch ungefähr 200’000 verschiedene Proteinarten zur Verfügung.»



Verschiedene Wissenschaftler haben ähn­ liche Rechnungen angestellt, und alle führen zu ähnlichen Varianten einer ab-

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Organische Materie bedeutet noch nicht «Leben»!

nische – ist und bleibt tot. Leben und Bewusstsein entspringen nicht Atom- und Molekülkombinationen. Wer das be­haup­ Selbst wenn all die hier beschriebenen tet, muss im Labor nicht tote organische Unwahrscheinlichkeiten stattgefunden hät­ Atomkombinationen, son­dern lebende We­ ten, ist die materialistische Theorie un- sen erzeugen. Dies gelingt jedoch nicht, haltbar, denn diese hypothetische Kette und zwar aus dem einfachen Grund, von Zufällen hätte nur organische Mate- weil Leben kein Produkt von Materie ist.
 rie hervorgebracht (Aminosäuren, ProteDas Ganze ist mehr als die inmoleküle), aber keine Lebewesen! Die Kombination von organischer Materie Summe seiner Bestandteile

 erzeugt keine lebenden Wesen, son­dern nur tote organische Materie. Denn Mate- Das Entstehen von Proteinen und Enzyrie ist immer «tot», auch die organische! men allein hat noch nichts mit dem EntAnsonsten müssten Wissenschaftler im stehen von lebenden Wesen zu tun. ProLabor fähig sein, aus chemischen Ele- teine und Enzyme sind nicht die «Baumenten zumindest ein keimfähiges Sa- steine des Lebens», sondern die Bau­ menkorn zu produzieren, denn wir wis- steine von organischer Materie. Ein synsen bis ins Detail, aus welchen organi- thetisch hergestellter Proteinstrang ist schen Bestandteilen ein Samenkorn be- tote organische Materie, und Millionen steht. Man nehme also diese Bestandtei- von Proteinsträngen sind immer noch tote organische Materie. In einem toten le und produziere ein Samenkorn… Körper sind diese chemischen Ele­mente Fassen wir zusammen: Nur schon das allesamt noch enthalten, doch sind sie zufällige Entstehen von Atomen aus der nicht mehr in der Lage, auf jene Art zuUrknallmaterie ist unwahrscheinlich. Das sammenzuarbeiten, wie dies während zufällige Entstehen von Aminosäuren aus des Lebens der Fall gewesen war. Dies Atomverbindungen ist unwahrscheinlich. zeigt, dass nicht die Proteine und EnzyDas zufällige Entstehen von Proteinen me das Leben hervorbringen. Wenn ein und Enzymen aus Aminosäuren ist nicht Körper tot ist, fällt die körperliche Struknur unwahrscheinlich, son­dern un­mög­ tur zusammen, und das Einzelleben der lich. Das zufällige Entstehen von Lebe- Zellen und Bakterien nimmt überhand. wesen aus organischer Materie ist un- Diese Mikroorganismen waren auch schon möglich, denn Materie – auch die orga- im Körper vorhanden, als er noch lebendig war, aber irgend­ eine geheimnisvolle Lebenskraft hatte sie so koordiniert, dass sie dem Leben des Gesamt­ körpers dienten. Der Körper an sich hat diese Kraft offensichtlich nicht, vielmehr ist er von die­ser Lebenskraft ab­hängig, die dem­ nach nicht bloss ein Teil des Kör­pers sein kann, denn nach dem Tod des ist sie nicht mehr vorhanden.

zymen, und diese sind nicht bloss die Summe von Atomen. Das Ganze ist immer mehr als die Summe seiner Bestandteile. Das Ganze enthält immer eine übergeordnete Struktur, die den einzelnen Bestandteilen nicht innewohnt. Es ist also nicht die organische Materie, die irgendeinmal Leben und Bewusstsein her­ vorbringt, son­dern es ist die nicht-materielle Lebenskraft, die den Körper formt. Der einfache Beweis hierfür ist, dass der Körper sogleich zerfällt, wenn diese Kraft nicht mehr anwesend ist.


Entstand die Vielfalt der Arten durch Evolution? Obwohl die Gedankensprünge des materialistischen Weltbildes in jedem Schritt absurd sind, wollen wir nun als nächste Konsequenz die Evolutionstheo­ rie betrachten, die auf diesem Weltbild aufbaut.

In seinen Büchern On the Origin of Spe­ cies (1859) und The Descent of Man (1871) brachte Charles Darwin (1809– 1882) die bereits im 18. Jahrhundert exis­ tierenden evolutionistischen Ge­dan­­­­­ken systematisch zu Papier und formulierte eine ausführliche Evolutionstheorie auf der Grundlage der natürlichen Selektion.

Der Gedankengang hin­ter der Evolutionstheorie ist einleuchtend, einfach und einfältig (im Gegensatz zur vielfältigen, multidimensionalen Realität): Jede Art erzeugt mehr Nachkommen, als zum Überleben notwendig sind. Unter der Vielzahl von Nachkommen einer Art gibt es natürlicherweise immer gewisse Unterschiede. Die meisten Unterschiede sind für die evolu­tio­näre Entwicklung unbedeutend, einige sind schädlich, aber einige seltene Veränderungen stellen Verbesserungen dar. Die Individuen einer Art, die schädliche Abweichungen von der Norm aufweisen, werden durch die natürliche Auslese aussortiert, d. h. sie sterben aus, und jene Individuen, die eine Verbesserung ihrer körperlichen Kon­struktion aufweisen, können sich im Kampf ums Dasein durchsetzen. Über die Jahrtausende – und das ist die hypothetische Annahme, Körper sind nicht die in keiner Weise bewiesen ist – sumbloss eine Summe mieren sich diese kleinen Verbesserunvon Zellen, Zellen gen, bis sich die verbesserte oder veränsind nicht bloss ei- derte Art so sehr von der ursprünglichen ne Summe von Art unterscheidet, dass sie eine neue Art Proteinen und En- darstellt.

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Auf diese Weise, so glaubt die Evoluti- ner VerbesseArmin Risi onstheorie, seien aus Einzellern mehr­ rung sehr geDichter, Veda-Philosoph und Sachbuchautor zel­lige Lebewesen entstanden, aus ring ist, doch Weichtieren Knorpelfische und Kno- ausgedehnt http://armin-risi.ch chenfische, aus diesen Amphibien, aus auf eine allAmphibien Reptilien, aus Reptilien Vö- mähliche Evo­ gel und Säugetiere, aus den ersten Säu- lution über getieren (rattenartige Insektenfresser) Jahrmillionen sei die Vielzahl von Säugetieren ent- werde auch standen: von Kängurus über Wale und die geringe Delphine bis hin zu Fledermäusen, Pfer- WahrscheinGeboren 1962 in Luzern (Schweiz). den, Elefanten, Primaten und Affen – lichkeit wahrBesuchte das lateinische Gymnasium in Luzern und war 1980 einer der und aus diesen die Menschen. Irgend- scheinlich. führenden Schach-Junioren der Schweiz; 1978-80 erste Sammlung von Gedichten und Bühnenstücken; 1980/81 Reise und Naturaufenthalte, wo unterwegs entstanden auch die InAustritt aus dem Gymnasium direkt vor der Matura, «aus Protest gegen sekten (Mücken, Bienen, Schmetterlin- An dieser den Kurs der heutigen Gesellschaft». Stelle müssen ge usw.) Danach für achtzehn Jahre Studium der Sanskrit-Schriften in verschiewir wieder denen vedischen Klöstern in Europa und Indien; während dieser Zeit Genetik und den bereits hauptsächlich als Übersetzer tätig, Mitarbeit bei der Übersetzung von überstrapader Neodarwinismus
 22 Werken der Sanskrit-Literatur (aus dem Englischen ins Deutsche). zierten geAb 1992 eigene Buchveröffentlichungen und Seminare. Lebt seit 1998 Darwin hatte gemeint, dass äussere Be- sunden Menals freischaffender Schriftsteller und Referent in Zürich. dingungen (Umweltfaktoren, Kampf ums schenverDasein und Selektion) genügten, um stand anwendas Entstehen neuer Arten zu erklären. den. Die gan­ Aber Darwins berühmtestes Beispiel, ze Diskussion die Galapagos-Finken, zeigen, dass ge- über Evolutirade diese Annahme nicht stimmt. Ver- on beruht auf änderte Umweltverhältnisse, wie z.B. unserer Bedie Isolierung in einem begrenzten Le- reitschaft, die bensraum, können gewisse Verände­ unhaltbaren Dogmen der Biogenese (Ent­ chen, die durch das sinnvolle Aneinanrun­gen in der Körperform herauszüch- stehen von Leben aus Materie) der Dis- derreihen von Buchstaben formuliert ten, aber es entstehen nie neue Arten. kussion zuliebe zu glauben und wei­ wird. Tatsächlich setzt sich der genetiDarwins Finken hatten zwar unter- terzuverfolgen. Wir haben gesehen, dass sche Code aus einem «Alphabet» zuschiedliche Schnabelformen, aber wa- es unmöglich ist, dass Atome sich zufäl- sammen, das zwar nur vier Buchstaben ren offensichtlich immer noch Fin­ken lig zu organischen Verbindungen zu- aufweist, doch diese vier Buchstaben sammenfinden, und selbst wenn dies der setzen sich in vielfacher Kombination zu und Vögel.

 Fall wäre, entstände bloss tote organi- sinnvoller Lebensinformation zusammen. Mit dem Aufkommen der Genetik ver- sche Materie, aber nie ein lebendes Bei Bakterien hat die DNS einige Milliosuchten die Vertreter des Neodarwinis- Wesen.

Machen wir nun den nächsten nen Bau­steine, bei höheren Lebensformus, den hypothetischen Evolutions- Gedankensprung und glauben sogar, men viele Milliarden oder sogar Billiovorgang durch zufällig entstehende dass trotzdem «irgendwie» erste leben- nen. In einer Zelle gibt es aber nicht nur Ver­änderungen der Genstruktur zu er- de Mikroben und Einzeller aus toten die DNS, sondern RNS, Mitochondrien klären. Ihre Logik lautete wie folgt: organischen Verbindungen entstanden usw. Beim Kopieren des genetischen Codes seien. So stellt sich die Frage: Wie entvon Generation zu Generation treten stand aus einem Einzeller ein Mehrzel- Die Zellen teilen sich konstant. Das beimmer wieder Abweichungen («Muta- ler? Wie spalteten sich die ersten Le- deutet erstens, dass sich die gesamte tionen», d.h. Kopierfehler) auf. Die Tier- bensformen in Tiere und Pflanzen auf? milliardenfache Erbinformation einer je­ oder Pflanzenexemplare mit Verschlech­ Wie entstanden aus den «ersten» Weich­ den Zelle identisch kopieren muss. Und terungen seien unfähig zu überleben, tieren Fische? Wie entstanden aus den nicht nur das: Die Verdoppelung einer hingegen jene mit Verbesserungen Fischen die land­erobernden Amphibi- Zelle bedeutet auch, dass der Ko­pierap­ könnten sich gegenüber der «norma- en? Wie entstanden aus Amphibien Rep­ parat sich selbst kopiert! len» Masse durchsetzen, woraus neue tilien? Wie entstanden aus Reptilien Vögel und Säugetiere? Wie entstand Die DNS-Information einer jeden KörArten entstünden. perzelle ist also wie ein Buchtext mit der Mensch? Milliarden bis Billiarden von BuchstaDie neodarwinistische Mutationsthese Neuschöpfungen durch ben. Wie gross ist nun die Wahrschein­ geht also von der Annahme aus, dass lichkeit, dass durch die zufällige Verzufällige Veränderungen im genetischen zufällige Genmutationen? tauschung und Durch­mi­schung von Code zur Entwicklung neuer Arten führen können. Die Vertreter dieser Theorie Die genetische Information in der DNS Buchstaben ein neuer Satz entsteht, geben zu, dass die Wahr­scheinlichkeit ei- lässt sich mit einer Information verglei- der inhaltlich und grammatikalisch

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mit anderen, die diese Veränderung die Eigenschaft des Bewusstseins (die nicht haben – oder kann sich nicht fort- «Individualität» des Lebens), unend­ pflanzen! Oder sollen wir glauben, dass lich ist die Energie (die «Non­dualität» parallel zu dieser einen – bereits un- der Materie). Und die Unendlichkeit wahrscheinlichen – Entwicklung durch ist in die Ewigkeit «eingebettet». Das zufällige Genmutationen eine zweite ewige Bewusstsein (Gott und die unzufällige Entwicklung gerade das dazu endlich vielen Teile Gottes) erzeugt in passende «Mittelding» in der anders- der Materie «Information», weshalb geschlechtlichen Version hervorgebracht die Materie in jeder natürlichen hat? Und selbst dann würde die Än­de­ Schöp­fung immer intelligente, d.h. rung dieses einsamen Paares verloren planvoll geschaffene Formen annimmt, gehen. Hinzu kommt noch, dass durch angefangen bei der Urform des Unisolche Veränderungen nur neue Ras- versums in feinstofflicher, «unsichtbasen entstehen und nicht neue Arten, rer» Form über die verschiedenen Stuvon neuen biologischen Gattungen, Fa- fen der kosmischen Verdichtung bis milien, Ordnungen und Klassen ganz hin zur Ebene der organischen Matezu schweigen! rie.

richtig ist? Und wie gross ist die Möglichkeit, dass aus der Buch­sta­benfül­le des Buches ein neues Buch entsteht? Die heute überall gelehrte «Wahrheit» der Evolution besagt: Neue Arten entstehen durch zufällige neue Genkombinationen. Durch Mutationen, d. h. durch zufällige Veränderungen in der Reihenfolge der Gen-Buchstaben, entsteht ein neues Buch, und zwar nicht nur ein Buch mit gleichem, sondern mit grösse­ rem Umfang! Denn die Evolutionshypothese behauptet, dass aus einfachen Formen kompliziertere Formen entstanden seien. Diese Entwicklung gehe jedoch unmerklich vonstatten: Irgendwo entstehe aufgrund von UV-Strahlung, genetischem Kopierfehler oder eines radioaktiven Einflusses bei dem Vertreter einer Art eine geringfügige Änderung in der Genstruktur, so dass – in einem seltenen Ausnahmefall – eine kleine Verbesserung der körperlichen Konstruktion eintrete. Wir wissen jedoch aus der Tierzucht, dass bei der Fortpflanzung eine zufällige, nur einmal vorhandene Verbesserung wieder vermischt wird und verloren geht. Selbst wenn bei einer Pflanze oder einem Tier sich die nützlichen Veränderungen summieren, ist dieses «Mittelding» allein und vermischt sich

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Man kann also die materialistischen Aus dieser Sicht entstand der Mensch The­sen (vom Urknall über die Biogene- nicht über eine Evolution von Tieren, se bis zur neodarwinistischen Evolu­ sondern durch eine «Involution», d.h. tionstheorie) drehen und wenden wie durch eine Verdichtung von höher­di­ man will, sie sind und bleiben, gelinde men­sionalen Lichtwesen. Der Mensch gesagt, unglaubwürdig. war ursprünglich ein physischer Engel, ein materialisiertes Lichtwesen. Und Spirituelles Mysterienwissen hier beginnt eine neue, wahrhaft ganz­ heitliche Wissenschaft und Forschung, Was sagen die nicht-materialistischen von der Philosophie über die KosmoloErkenntnisse über den Ursprung des gie und Archäologie bis hin zur PsyUniversums und der Lebewesen? Um es chologie und zur Medizin, usw. (Meimit wenigen Worten zusammenzufassen, ne bisherigen sieben Sachbücher lieerkannten die mystischen Wissenschaft- fern hier­zu eine umfassen­de philosoler der früheren Zeitalter, dass die Mate- phische Grundlage mit einer Darlerie unendlich ist. Das heisst, Energie, gung des Paradigmenwechsels und Raum und Zeit sind unendlich. Sie er- der weiterführenden Kernerkenntniskannten aber auch, dass die Unendlich- se für alle genannten Wissensbereiche, keit nicht der einzige Aspekt der leben- die von entsprechenden Experten aufdigen Realität ist. Denn es gibt nicht nur gegriffen und weiter ausgeführt werdie Unendlichkeit, sondern auch die den können.) u Ewigkeit. Ewigkeit ist nicht einfach unendlicher Raum und unendliche Zeit, sondern ist das Raumlose und das Zeitlose. Die raum- und zeitlose Dimension der Realität ist nicht einfach ein Vakuum oder ein Nichts. «Ewig» ist

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Das gefüllte Vakuum – wo sich Naturwissenschaft und Spiritualität begegnen

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ur Lebenskraft – Aussichten vom Grenzberg Dualität/Einheit

In der Wendezeit 4/12 haben wir uns dem (physikalischen) Vakuum zugewandt und festgestellt, dass dieses «gefüllt» ist. Dabei blieb offen, womit dieses Vakuum gefüllt sein könnte. «Leben» ist – wie nachfolgend dargestellt – kein Begriff des materiellen Universums. Zu orten, wo «Leben» (im Vakuum) gründet, dürfte derzeit eng mit der Frage zusammenhängen, wie nahe Naturwissenschaft dem Begriff «Leben» prinzipiell kommen kann. Leben erforschen heisst Bewusstsein er- Wieso nun sollte man sich einer existieforschen. Unser tägliches Engagement renden feinstofflichen Welt so sicher sein? in Beruf und Gesellschaft lässt wenig Raum, um grundsätzliche Fragen unse- 1. Der Begriff «Leben» in der rer Existenz tiefer zu untersuchen. UmNaturwissenschaft so mehr wird darüber breit spekuliert. Früher haben sich Religionen dieses Lebende Zellen sind seit Jahrzehnten Themas anzunehmen versucht. Doch Gegenstand intensiver biologischer, Religionen stossen unter aufgeklärten medizinischer, und biotechnologischer Menschen in der westlichen Gesell- Forschung, und es vergeht heute kaum schaft zunehmend auf Stirnrunzeln. Er- eine Woche, in welcher darüber in kenntnisse der Naturwissenschaft ma- Schweizer Tageszeitungen nicht zuminchen der Religion den Boden streitig, dest eine ihrer Facette thematisiert wird. auch wenn viele honorierte Forscher die Repräsentieren Zellen «Leben» an sich? Existenz einer transzendenten Welt jen- Oder ist es das Individuum, das «Leben» verkörpert? seits von Naturwissenschaft bejahen. Immer mehr Menschen bedienen sich heute achtlos des Begriffs «Spiritualität», ohne diesen näher zu beschreiben. In Anlehnung an Alice Bailey soll darunter eine Welt des Lichts, der Schönheit, der Ordnung, und der Zweckbestimmung verstanden werden. Was immer man auch unter der Begriff «Gott» verstehen mag – bis an die Grenze der nicht entscheidbaren Frage, was das Höchste ist – könnte der Mensch viele Zustände jenseits des Physischen naturwissenschaftlich unmissverständlich klären. In den für die heutige Naturwissenschaft (aus wissenschafts-dogmatischen Gründen) verschlossenen feinstofflichen Bereichen wäre viel mehr Klarheit möglich. Genau genommen liesse sich alles in der Dualität Existierende mit einer erweiterten wissenschaftlicher Methodik untersuchen. Alle durch Erforschung der Welt möglichen Einsichten enden erst auf dem Grenzberg, der Dualität von der Einheit trennt.

Abb. 1: Modell einer menschlichen Zelle

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Das naturwissenschaftliche Basiswissen über Zellen fasst der Wissenschaftsjournalist Joachim Schüring wie folgt zusammen (Abb. 1): «Ein Er­ wachsener besteht aus 1014 oder 100 Billionen oder 100‘000‘000‘000‘000 einzelnen Zellen. Legte man die durchschnittlich nur 40 Tausendstel Millimeter kleinen Zellen aneinander, reichten sie vier Millionen Kilometer weit – oder 100 Mal um die Erde. Und selbst wenn man in jeder Sekunde ei­ ne Zelle an die andere reihte, würde das Ziel erst nach über drei Millionen Jahren erreicht …

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Hanspeter Stähli, dipl. Phys. ETH, Dr. sc. nat.

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Dabei nehmen alle diese Zellen nur we­ griff «Leben» überhaupt naturwissen- (1896-1986), 1937 mit dem Nobelpreis nige hundert unterschiedliche Aufgaben schaftlich klären? Hierzu Seth Lloyd ausgezeichnet, entdeckte, dass alle Mowahr… Von «Beruf» können sie also etwa (Quantenmechaniker): «Egal, was ich sa­ leküle, welche die lebende Matrix bilfür die Hautbildung zuständig sein, als ge – ich lüge immer – ist dieser Satz wahr den, Halbleiter sind, und dass alle EnerBlutkörperchen Sauerstoff transportieren, oder falsch? Wie umgeht man die nicht gien durch das elektromagnetische Feld oder als Ei und Spermium für neues Le­ entscheidbare Falle, dass es Dinge gibt, fliessen, ohne einander zu berühren. ben sorgen… Des Weiteren ist unser Kör­ die zwar existieren, deren Ursprung man Diese Ideen stützen die Theorie, dass Lper einer ständigen Erneuerung unter­ aber (möglicherweise) nicht klären kann? Felder für den Körper Blaupausen darworfen. Bei einem erwachsenen Men­ … Jede logische Theorie basiert auf Axio­ stellen, während T-Felder Gedankenasschen sterben in jeder Sekunde rund 50 men, und so fügt man einfach ein Axiom pekte tragen und die L-Felder des KörMillionen Zellen ab; das hört sich als viel hinzu, um eine Theorie zu bilden, die et­ pers beeinflussen, modifizieren, oder soan, entspricht aber, aneinandergelegt was erklärt. Der Gödel‘sche Unvollstän­ gar ausser Kraft setzen. bloss einer zwei Kilometer langen Zellen­ digkeitssatz besagt, dass keine in sich kette. Zudem werden in jeder Sekunde selbst schlüssige Theorie vollständig ist, Auch andere Forscher haben zum Theauch beinahe genauso viele Zellen neu sobald sie eine bestimmet Komplexität ma «Leben» und «Licht» Wissenschaftsgebildet, sodass die Bilanz unter dem erreicht hat, letztlich diejenige Komple­ Geschichte geschrieben, aber ebenfalls Strich fast ausgeglichen ist. Aber eben xität, die ihre Berechnung erlaubt. Eine ohne die Frage, was «Leben» sei aus nanur fast, denn der erwachsene Mensch solche Theorie kann immer auf höchst turwissenschaftlicher Perspektive abbaut nach und nach ab… Zum Beispiel vielfältige und unterschiedliche Weise schliessend zu beantworten. Auch ihre im Gehirn, wo rund 20 Milliarden Ner­ erweitert werden.» Ist damit die Natur- Entdeckungen zeigen, wie der Elektrovenzellen ihren Dienst tun. Täglich ge­ wissenschaft mit der Frage, was «Leben» magnetismus eine organisatorische Matrize für den physischen Körper von Lehen uns davon bis zu 100‘000 Stück ver­ sei bereits am Ende? bewesen abgibt. Der deutsche Journaloren. Das entspricht immerhin etwa der Grösse eines Fliegenhirns, zum Glück Nein. Der US-amerikanische Professor list, Schriftsteller und Fotograf Reinhard aber nur dem 200-Tausendstel unseres für Anatomie Harold Saxton Burr (1889- Eichelbeck kommt zum Schluss: «Vita Hirnzellenvorrats… Anderswo durchlau­ 1973) behauptet, alles Leben werde von est deus in materia» (Leben ist Gott in fen die Zellen einen normalen Lebens­ elektromagnetischen Feldern geformt, Materieform), und des Philosophen und zyklus von Werden und Vergehen; sie die mit Voltmetern ausgemessen werden Ethikprofessors Franz-Theo Gottwald’s werden auf den Lippen gut zwei Wochen, könnten. Burr hat die sog. L-Felder (Life- Schema zeigt, dass zur Definition von in der Leber fast acht Monate und in den fields) entdeckt und in seinen vielfälti- «Leben» zwingend nicht-materielle, Knochen bis zu 30 Jahre alt… Übrigens, gen Forschungsarbeiten an der medizini- ener­getisch-kausale Begriffe Eingang die grösste aller menschlichen Zellen ist schen Hochschule der Yale-Universität finden müssen, wie Entelechie, Elan vidie weibliche Eizelle: Sie ist immerhin in den USA zwischen 1916 und den tale, oder die Orgon Theorie. Der Autor 0,12 Millimeter gross und mit guten Au­ 1950iger Jahren in mehr als 90 wissen- Wolfram Schommers verweist auf die schaftlichen Arbeiten beschrieben. Er Beziehung von Physis und Metaphysis, gen gerade noch zu erkennen.» hat festgestellt, dass diese die architekto- und der Physiker Hans-Jürgen FischWissenschaft nähert sich dem Begriff nische Blaupause des Lebens enthalten. beck definiert Leben als Bedeutungs«Leben» bottom up (von unten nach Es gibt aber noch ein anderes Feld, das gesteuertes, semantisch kohärentes Kom­ oben). Einige bekannte US amerikani- dieses L-Feld ergänzt, nämlich das T- munikationsphänomen. Am weitesten sche Wissenschaftler haben sich zum Feld (Thought-field), Gedankenfeld. dringt wohl der experimentell wie mit Wesen des Lebens geäussert. Die Frage, Dieses geht auf die Beobachtung zurück, Modellentwicklungen weltweit geachwas «Leben» sei, bleibt dort aber letzt- dass Gedanken innerhalb der akzeptier- tete Biophotonenforscher Fritz-Albert lich unbeantwortet und wird nur margi- ten Definition eines Feldes «Feldeigen- Popp vor, der für die Interpretation seinal umkreist: Robert Shapiro (Chemiker): schaften» haben. Ein Feld übermittelt In- ner Ergebnisse ebenfalls den Lebensbe«Methanococcus (ein Einzeller, ein Indi- formation durch ein Medium, sogar bis griff heranzieht. Die Photonen biologividuum ohne Zellkern oder andere mem- zu einem Punkt, wo Gedanken eine phy- scher Strukturen bilden elektromagnebran-gebundene Organelle – vergl. In­ sische Wirkung hervorbringen können. tische Felder. Sie steuern Stoffwechselter­net) innerhalb der Zelle ist selbst-rep­ Damit liegt der Gedanke nahe, dass T- vorgänge in den Zellen. Sie schwingen lizierend, und wenn er lebt und wächst, Felder L-Felder vordatieren, oder diese kohärent, d.h. im Takt, und bilden also und aus ihm letztlich verschiedene Stäm­ zumindest verursachen können. Eine ein hochgeordnetes Quantenfeld. Geme hervorgehen, dann ist das ‚Leben’.» Studie hat gezeigt, dass in der Meditati- sundheit ist Synonym zu «hochgradig Freeman Dyson (Physiker): «Um zu be­ on weit Fortgeschrittene in der Lage wa- kohärent»; mit Krankheit wird das Feld weisen, dass die Persönlichkeit nicht von ren, elektrischen Geräten ihre Absichten schwächer. Bei Krebs beispielsweise den Genen abhängt, habe ich ein Experi­ aufzuprägen. Nachdem sie sich auf die konnte nachgewiesen werden, dass Zelment gemacht: Ich habe Enkelsöhne, die Geräte konzentriert hatten, wurden die- len innerhalb der betroffenen Zellvereineiige Zwillinge sind. Und es ist wirk­ se drei Monate lang in einen Raum ge- bände asozial werden. lich erstaunlich: Diese Kinder haben ex­ stellt, wo sie Veränderungen bewirkten. akt die gleichen Gene und exakt die glei­ Unter anderem beeinflussten sie den pH- Elektronen organisieren virtuelle Proche Umgebung, und sind doch vollkom­ Wert und die Temperatur. Der Mediziner zesse, woraus «Leben» in Erscheinung men unterschiedlich.» Lässt sich der Be- und Biochemiker Albert Szent-Györgyi tritt: Lichtteilchen werden von Elektro-

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2. Grenzen des Erkennens der Philosophie: Wissenschaftsdogmas, Konstruktivismus und Catuskoti

Deshalb ist das physikalische Weltbild eine abgeleitete Wirklichkeit oder, wie die phänomenologische Wissenschaftsforschung es nennt, eine «reduzierte Wirklichkeit», keineswegs jedoch «die» Wirklichkeit.

Die heutige Naturwissenschaft kann sich zu letzter Wahrheit nicht äussern. Sie schafft bloss relative Wahrheiten, Was heisst für die Schulwissenschaft die stetig revidiert und erweitert wer- «Wissenschaftlichkeit»? Der österreichiden. Hinzu kommen festgefahrene sche Physiker Herbert Pietschmann lisStrukturen des Wissenschaftsbetriebs, tet die Axiome der derzeitigen Naturdie auch mal fernab jeglicher Wissens- wissenschaft und deren Grenzen von erweiterung liegen können. Die physi- Wissen auf. Diese sind – durch Bemerkalische Weltordnung wird aber aus der kungen des Autors dieses Artikels erlebendigen Wirklichkeit abgeleitet, das gänzt – in den Abb. 2 und Abb. 3 dargeUmgekehrte aber ist nicht möglich! stellt.

Schulwissenschaftliche Axiomatik

Es scheint überdies zur Entwicklung des heutigen Menschen zu gehören, dass immer mehr Begabte «elektromagnetische» Felder (wieder) zu sehen vermögen, und dadurch beispielsweise UnAbb. 2: Die Axiome der Naturwissenschaft: Logik und Verkettung (Grenzbetrachtung) gleichgewichte im Körper des Menschen (Krankheitsherde) diagnostizie- Die Axiome 1 bis 3 betreffen die Logik. Behauptung oder Schlussfolgerung ren lernen. Eine hellsichtige Analystin Sie garantieren Widerspruchsfreiheit, falsch ist (Falsifizierbarkeit durch ein für elektromagnetische Felder im was nicht mit Wahrheit gleichzusetzen Gegenbeispiel), nie aber, dass diese menschlichen Körper ist derzeit zusam- ist. Das 1. Axiom schliesst als Konse- richtig sein muss. Deshalb dominiert men mit dem Autor dieses Artikels dar- quenz alles aus, was nicht eingeschlos- sogar in der biologischen Forschung, an, einen Impulsator für medizinische sen ist. Demgegenüber sieht beispiels- die eigentlich vom Begriff «Leben» Behandlungen für verschiedene Krank- weise die japanische Vorstellung das nicht getrennt werden kann, das Ausheitsmuster der Patienten zu entwi- Wesen des Menschen im Raum zwi- schlussverfahren durch Axiome 1 bis 3. ckeln, um Blockaden im Körper zu be- schen den Menschen. Das 4. Axiom Auch für die abschliessende Richtigheben. Das Spüren im Körper – ein vereinheitlicht, und lässt grössere Zu- keit der Naturgesetze gibt es demnach langsames Erwachen dieser Fähigkeit – sammenhänge entstehen. In der Na- keine Beweise, denn immer könnte geht mit einem Anstieg der elektromag- turwissenschaft kann immer nur be- man später noch auf ein Gegenbeispiel netischen Abstrahlung einher. Erkennt- wiesen werden, dass eine Hypothese, stossen. nisse, die in spirituellen Traditionen längst bekannt sind, wie etwa der Sachverhalt, dass alle Körperzellen mit «Licht» durchflutet und versorgt werden und sich dadurch beständig in einem magnetisierten Zustand befinden, ist inzwischen auch naturwissenschaftlich bestätigt.

Grenzen des Erkennens

Diese Forschungen sind zwar internatio­ nal unbestritten und werden sogar kommerziell genutzt, fristen aber dennoch in der Schulwissenschaft ein Dasein als Randexistenz. Ist schulwissenschaftlich geförderte Naturwissenschaft letztlich der Religionsersatz, sind deren Fragestellungen sakrosankt?

Abb. 3: Grenzen naturwissenschaftlichen Erkennens

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nen abgestrahlt, und es entstehen interferenzfähige Lichtmuster – ein Nachweis auch von Information. Die DNS (Desoxiribonukleinsäure) mit ihrer Dop­ pelhelix steht einerseits für Erbinformation und unbegrenzt viel Information. Andererseits empfängt und strahlt sie mit ihrer gewendelten Form elektromagnetische Strahlung ab – empfangen und senden, wie eine Antenne dies tut. In jeder gesunden Zelle finden 105 chemische Reaktionen pro sec statt. Vergleich: Im Flughafen Frankfurt verkehren 105 Passagiere in 24 Std (Jahr 2000). In der Zelle gibt es zudem Kontroll- und Reparaturmechanismen, beispielsweise, wenn harte Gamma-Strahlungsquanten Strukturen zerstören. Ist der Biofeedback stark genug, kann repariert werden. Im Körper selber gibt es gewaltige Selbsthilfekräfte. So wandelt sich die moderne Medizin immer stärker zur Quanten- und Photonenmedizin.

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Die Schulwissenschaft hat mit ihrer Unter- Nun leben wir mit Objekten, und hasuchungsmethodik (Abb. 3) die Erfor- ben in der Regel das Bedürfnis, uns schung des feinstofflichen Bereiches prak- auf diese Objekte verlassen zu köntisch unterbunden. Dies ist umso erstaunli- nen, was deren Konstanz in der Zeit cher, als dass Potentialitäten, wie beispiels- bedingt. Dazu referenzieren wir im weise das Elektrische Feld, oder Dekohä- Aussen, also nicht in uns selbst. Subrenz in der Quantenphysik (vergl. Kap. jekt und Objekt sind getrennt. Die 3.1) unverzichtbare Hilfskonstruktionen Psychologie sagt: «Ohne Objektkons­ sind, und zum Kern der Physik gehören. tanz gibt es nur den Tod (des Men­

schen). Ein Mensch ohne Objektkons­ tanz überlebt nicht!» «Leben» mit Objektkonstanz (Abb. 4a) referenziert fremd, und ist konstruktivistisch ein System 1. Ordnung. «Leben» ohne Objektkonstanz (Abb. 4b) bedeutet zunächst einmal «Selbst-Referenzierung» (System 2. Ordnung).

Leben und Objektkonstanz

Abb. 4: a. Fremd-Referenzierung: «Leben 1. Ordnung» (links), und b. Selbst-Referenzierung / Neutralität: «Leben 2. Ordnung» (rechts)

Im System 2. Ordnung steht das Subjekt verstehen sich nicht mehr. Nach den Bein keiner Beziehung mehr zur Welt: Dort gründern des Wissenschaftsgebietes der ist die Welt nicht «an sich» vorhanden, Selbstorganisation (Autopoiese), den sondern das Subjekt erzeugt die Welt. Neurobiologen Francisco Varela (1946Das ist ein Übereinstimmen von etwas 2001) und Humberto Maturana (geb. mit sich selbst, wie es als Erfahrung in 1928), ist Konstruktivismus 2. Ordnung der Meditation (Samadhi-Zustand) oft eine Art von Co-Evolutionisation. Ich orumschrieben wird. Das System schwingt ganisiere mich neu, und nehme dazu etmit einer von ihm abhängigen Frequenz, was von Dir. In der 2. Ordnung gibt es der sog. Eigenfrequenz. In einem Eigen- aber immerhin noch Selbstreferenz. Ein zustand nehmen alle beobachtbaren Schmerz entsteht beispielsweise erst Grössen bestimmte (diskrete) Werte an. durch Beobachtung. Ich erzeuge ihn selIn der 2. Ordnung existiert immer ein ber; ich erzeuge ihn durch eine innere Eigenwert, und das System existiert an (mathematische) «Operation». Also sich (noch immer). So etwas wie «Wis- kann ich diesen selber ohne Unterstütsen» gibt es aber nicht, und «Verstehen» zung von aussen wieder eliminieren. ist eine interne Referenz, die Objektkonstanz vorgaukelt. Natürlich stirbt Im Systemzustand der Freien Ordnung, dann auch die Kommunikation – sie ist der 3. Ordnung, ist zwar die Welt noch Referenz auf andere. Im System 2. Ord- immer da, aber die Objekte sind gestornung kann man nicht einmal mehr ein- ben. Das System (ist) kollabiert (Abb. 5), kaufen gehen: Verkäufer und Käufer alle Eigenwerte sind kollabiert. Der Ei-

genwert «Tod»; das «Tot-Sein» ist die vollkommene Loslösung von der Objektkonstanz. Dies ist aus der Mathematik als Singularität bekannt. Eine Singularität hat keine Referenz. Mit dem Tod von Fremd- und Selbstreferenz im Leben 3. Ordnung wird die Referenz auf Objekte, auf das System, auf eine Selbstreferenz überflüssig. Ein Bereich, der eigentlich nicht mehr beschreibbar ist. «Leben» dort bedeutet deshalb auch den Tod von Organisation. Und mit diesem Tod versteht man zwar nichts mehr, kann aber trotzdem leben – ein Leben in der Singularität. «Leben» ist im Zustand 3. Ordnung also noch immer vorhanden! Und man kann damit auch den Begriff von Freiheit neu definieren: Frei von Fremd- und Selbst-Referenz. Wirkliche Mystiker kommen ja ohne Referenz auf Objekte aus. Ein Sufi soll gesagt haben «Stirb, bevor Du stirbst!»

Leben ohne Objektkonstanz Abb. 5: Wahrnehmung mit beginnender SelbstReferenzierung (links), reiner Selbst-Referenzierung ohne Wahrnehmung im Aussen (mitte), und «Leben» 3. Ordnung, in freier Ordnung, ohne Referenz (rechts): Die Pole «innen» und «aussen» sie sind getrennt; Endzustand ohne Konvergenz, in der Singularität

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Ein Nachtrag zum «Leben»: In der 1. Ordnung kann als Verhalten eines Schwarms – Fischschwarm oder Vogelschwarm – charakterisiert werden: Wir können das einzelne Tier kaum beobachten und erkennen doch das Verhalten des Ganzen (weil alle Tiere dieselbe Bewegung ausführen). Selbstregulation (auch Homöostase genannt) zielt auf die Aufrechterhaltung eines Gleichgewichts. Selbstregulation hat nichts mit Statik zu tun, weshalb die chilenischen Biologen Humberto Maturana und Francisco Varela den Begriff Homöodynamik geprägt haben. Aus dieser Perspektive pendelt «Leben» stets (sanft) über einen wahrscheinlichen Zustand hin, und wieder darüber hinweg zurück.

Stanislaw Schayer auch als Tetralemma Der in Konstanz geborene mittelalterlibezeichnet. Dies ist Sein und Nichtsein che Mystiker Heinrich Seuse (1295des Sagens und Denkens selbst, d.h. der 1366), der im heutigen Thurgau gewirkt unumgängliche Bezug des Urteils zum hat beschreibt den Prozess des Sichtiefen Schweigen und zur radikalen Ur- Entmenschen: teilsenthaltung, oder strikter nach grie• Manchmal nehme ich die Person chischer Lesart: epoché. weg, behalte aber die Umstände • Manchmal nehme ich die UmstänCatuskoti: de weg, behalte aber die Person • Es gibt das Absolute • Manchmal nehme ich die Person • Es gibt das Absolute nicht und die Umstände weg • Weder gibt es das Absolute, noch ist • Manchmal nehme ich weder die es nicht Person noch die Umstände weg • Es gibt sowohl das Absolute, als auch nicht Hans Peter Sturm: «In der durch die Ko­ ordination von Sein und Nichts aufge­ Eine Aussage kann .. spannten Fläche der unterschiedlichen • wahr (und nur wahr) sein Thesen wird die Raumkoordinate des • falsch (und nur falsch) sein Schweigens eingezeichnet.» Es geht • sowohl wahr als auch falsch sein letztlich um Invarianzen (Unveränderli• weder wahr noch falsch sein che) des menschlichen Erkennens und menschlicher Erkenntnis.

Wir konstruieren unsere Wirklichkeit individuell, und soziale Übereinstimmung sorgt dann für eine allumfassendere Gültigkeit. Was ist auf dem Grenzberg Dualität/ Einheit zu erkennen?

3. Ausblick vom Grenzberg Richtung Einheit Von Selbstreferenz zu Referenzlosigkeit: Wir stehen vor der Hauptfrage der Mystik: • Was können wir wissen? • Was sollen wir tun? • Was dürfen wir hoffen? • Was ist der Mensch? Die Anordnung des Urteils, eines Satzes oder einer Aussage hat in östlichen wie westlichen metaphysischen Lehren eine lange Tradition, und ist in Indien als Catuskoti bekannt (Vierkant, sanskrit anta = Ende, Grenze, Schluss, Extrem, und koti: Kante, Ecke, Exzess, Alternative). Sie wurde vom polnischen Indologen

Abb. 6: Philosophie an der Dualitätsgrenze

Lässt sich eine Grenze naturwissenschaftlichen Erkennens – eingedenk ihrer Methodik, wonach der Stand der Erkenntnisse bloss vorläufig ist – extrapolieren?

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Beispiele: «Gott» nun ist bereits wieder eine Operation, eine Operation, um sich gut zu organisieren. Absolutes Sein kann nicht singulär sein, singulär wäre nur das Fehlen von Etwas. In der Singularität gibt es keine Beobachtung, der Beobachter verschwindet, und es gibt keine Wahrnehmung, keine Eigenwerte. Als «Erleuchteter» brauche ich kein Feedback des Systems. Alles wächst aus mir heraus. Funktion ist inexistent. «Ich» bin überall, und nirgends, und alles funktioniert dabei bestens! Da sind wir definitiv auf dem Grenzberg Dualität/Einheit angekommen.

4. Ausblick vom Grenzberg Richtung Dualität Die Physik kennt den Begriff des mathematischen Operators, welcher auf den

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Zustand eines Systems wirkt. Ein System (wie beispielsweise Licht, Atome, Fullerene, Ableseprozess von Gensequenzen, usf.) besteht, bei quantenphysikalischer Betrachtung, aus einer Reihe von sog. superponierten Teilen, die kohärent (synchron, miteinander im Takt, auch: interferenzfähig) schwingen. Bleibt ein System unbeobachtet, werden an ihm also keine Messungen vorgenommen, so befinden sich seine Teile nach naturwissenschaftlichem Verständnis überall und nirgendwo, alle Wege in die Systemzukunft sind potentiell möglich (Richard Feynmann 1918-1988, Physiknobelpreis 1965). In den Systemteilen existiert über alle Quantenzustände lokal keine Information, wohl aber existiert diese im Gesamtsystem. Kurzum, dies ist der Zustand, von welchem auch die Mystiker berichten – ein Zustand auf dem Grenzberg Dualität/Einheit. Das Wirken des Operators verwandelt diesen Zustand schlagartig: Er kollabiert, bricht zusammen. Mit dem Kollaps wandelt sich Kohärenz in Dekohärenz: Durch Wechselwirkung mit der Umgebung im Quantenzustand entstehen irreversibel ein System mit klassischen Eigenschaften. Vom potentiellen Teilchen wird nun ein physikalisch nachweisbares Teilchen. Einen analogen Vorgang findet sich übrigens auch in der Mathematik der Algorithmen, was sehr bedeutsam ist, werden doch gerade Physik und Biologie durch mathematische Algorithmen beschreibbar: Bringt ein Algorithmus seine Berechnung nie zu Ende, kommt er also nie zu einem Stillstand, so bleibt die gestellte Frage nicht entscheidbar. Position: Am Grenzberg. Bricht der Algorithmus schliesslich ab, so ist die Entscheidung gefällt: Wir sind definitiv in der Dualität. Spirituelle Traditionen, die auf Selbstexperimente bauen, nähern sich dem Begriff «Leben» top -> down, also von oben nach unten. So schreibt Yogananda: «Das Uni­ versum wurde durch Differenzierung des Geistes erschaffen. Das Absolute wird zu Gottvater (dem Transzendenten jenseits der Schöpfung), zur Christus- oder Kutas­ tha-Intelligenz (seiner reinen allgegenwär­ tigen Widerspiegelung in der Schöpfung), und zu Maha-Prakriti, dem Heiligen Geist mit seinen sechs weiteren Intelligenzwe­ sen oder Gottheiten (dem aktiven, schöpfe­

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rischen Bewusstsein des Herrn). Hinzu kommen weitere Differenzierungen der vielgestaltigen Gegenwart Gottes im kos­ mischen Tätigkeitsbereich: Die 7 grossen Rishis, die ursprünglichen 4 Söhne Brah­ mas, und die 14 Manus (individualisiertes menschliches Bewusstsein) sind ebenfalls Differenzierungen Meines Wesens, die aus Meinen Gedanken geboren und mit schöp­ ferischen Kräften wie den Meinen begabt wurden. Von diesem Verfahren stammen alle Lebewesen ab». Auch Meister Eckhart (1260-1328) schrieb einst sinngemäss: «Die Philosophen sagen, die Seele sei doppelge­ sichtig; ihr nach aufwärts gewandtes Ge­ sicht betrachtet allezeit Gott, und das an­ dere schaut ein wenig herab, um die Sinne zu unterweisen; das nach aufwärts ge­ wandte Antlitz, die Vollendung der Seele, besteht in Ewigkeit und hat mit Zeit nichts zu schaffen; es weiss nichts von Zeit und Körper». «Leben», top-down betrachtet, ist also 1. Sein, und 2. die Erfahrung von Zuständen des Bewusstseins; Geist; Statik; Licht und Ton. «Leben» aus diesem Blickwinkel entstand also auf dem Grenzberg. Und Lebenskraft ist das, was sich selbst bewusst ist. Das Lebensprinzip ist das, wonach jedes Atom kontinuierlich strebt, nämlich mehr Leben zu manifestieren. Die Lebenseinheiten trachten alle darnach, den Zweck, zu welchem sie erschaffen wurden, hinauszutragen. Wie weit müssen wir vom Grenzberg talwärts in die Dualität laufen, um etwas Konkretes über Dinge aussagen zu können?

4.1 Die feinstofflichen Ebenen Die feinstofflichen Ebenen werden in den verschiedenen spirituellen Traditionen leicht unterschiedlich beschrieben. In Bezug auf den Ursprung von «Leben» aber sind sie sich einig. Das Universum wurde aus einer einzigen geistigen Idee heraus entworfen: Nämlich, Leben in seinen mannigfaltigen Formen zu fördern. Die folgende Darstellung beruht auf den Aussagen und Schilderungen «gewöhnlicher» Menschen, ist also jenseits der Lehren von Mystikern und Gurus entstanden. Es sind Menschen, die aber höher schwingende Welten bewusst erfahren haben. Wissen, Weisheit, Frieden, Liebe werden als die vier Entwicklungsgebiete des Lebens bezeichnet. Individuen können parallel in vielen unterschiedlichen Welten existieren.

Diese feinstofflichen Ebenen, die in spirituellen Übungen kurzzeitig erfahren werden können und in die sich grosse Meister zurückziehen können, sind in niedrigere und höhere Welten unterschieden. In den niedrigeren Welten, bis hinauf zur Ätherischen Ebene arbeiten Individuen noch an ihrer Vervollkommnung von Liebe, Weisheit und spiritueller Kraft. Es gilt festzuhalten, dass diese Ebenen nicht irgendwelche Fantasiegebilde sind – sie sind von Menschen unserer Welt besucht und mehrfach beschrieben worden. Sie können explizit angesprochen werden, und in ihnen kann experimentiert werden. Diese Ebenen unterscheiden sich in ihren Eigenschaften markant voneinander, wenngleich jede Ebene als verschwommene, unpolierte Reflexion der nächst höheren erscheint. Eigenschaften und Zugang werden in speziellen Einweihungen vermittelt, und können dann erfahren werden. In den niedrigeren Welten ist vollkommene Affinität (Liebe) nicht möglich: Es gehört dort zum Prinzip der Seele, dass zwei Dinge zur selben Zeit nicht denselben Raum einnehmen können. Je höher die Ebene, desto brillanter nimmt das Individuum Farben und Töne wahr. Wie bei Chakren sind die höchsten Töne des Physischen die niedrigsten des Astralen, usf. Je höher die Ebene, desto höher die Frequenz, mit der Manifestationen schwingen, desto «reiner» tritt auch der Charakter der Seelen in Erscheinung. Für die meisten Menschen ist es schwierig, die Astrale Ebene zu überschreiten. Um dies machen zu können, müssen sie zuvor die Emotionen (negativen Gefühle) loswerden. Auf der Kausalen Ebene ist das Gedächtnis der physischen und astralen Welt angesiedelt (Akasha Chronik). Sie ist für alle Lebensformen Speicher- und Abspielebene. Wer ethische Defizite aufweist, kann über die Mentale Ebene hinaus nicht weiter aufsteigen. Auf der Ätherischen Ebene beginnen Träume; hier ist der Sitz es Unterbewussten; hier herrscht bereits eine grosse Transparenz. Der ätherische Verstand bewahrt einerseits den Menschen vor Schocks, behindert das Individuum aber andererseits bei seiner Erkundung von Lebenssinn und Karma. Individuen können sich erst ab Beginn der Seelenebene als Co-Arbeiter von Gott bezeichnen. Der griechische Begriff der «psyche/psychae» hat eine lange Tradition und be-

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Abb. 7: Höhere Ebenen und Zustände

zeichnete im alten Griechenland die Kosmische Seele der Menschheit. Der Begriff der Individualseele entstand zeitgeschichtlich erst viel später. In umgekehrter Richtung, beim Herniederkommen, soll zuoberst eine klare Hülle aus Licht existieren, welche die Seele umgibt. Diese Hülle – bekannt auch als Unterbewusstsein – verdichtet sich auf dem Weg nach unten, ist aber als eines der mächtigsten Werkzeuge der Seele in den dichteren Welten beschrieben. Dieses Unterbewusstsein existiert bereits in der Aetherischen Ebene, wo viele Heilige und Mystiker das kosmische Bewusstsein erlangt haben. In der daran anschliessenden Mentalebene muss der Körper zusätzlich geschützt werden. Dessen Körper erscheint dort als Verstand, und die Energie als Gedanke. Auch dieser Körper hat kein eigenes Leben, sondern ist von der Energie abhängig, die ihm die Seele gewährt. Auf der Kausalebene gibt es eine Region, die auch als Akasha bezeichnet wird. Obwohl die wahren Akasha-Aufzeichnungen jenseits der niederen Welten existieren, haben diejenigen, die die Kausalebene besuchen, die Chance, von vergangenen Leben unterhalb der Kausalebene zu lernen. Der berühmte amerikanische Seher Edgar Cayce tat genau dies. Er erlaubte der Seele, sich an vergangene Leben in niedrigeren Welten zu erinnern. Es ist der «Saatkörper», weil die karmische Saat unserer Handlungen hier

Warum fühlen wir Gott nicht? Gemäss eingepflanzt ist, um später zu reifen. Da- den grossen spirituellen Traditionen mit die Seele jede mögliche Erfahrung deswegen, weil unsere Aufmerksamkeit macht, um sich zu vervollkommnen, ist auf dem begrenzten Körper und auf irdies nötig, jeden Bewusstseinszustand zu schen Dingen liegt, auf Dingen, mit deerfahren, den die physische Ebene bie- nen wir uns identifiziert haben… tet; zuerst lange Zeit im Mineralzustand, je nachdem, welche Erfahrung die Seele Lässt sich nun das gesamte menschliche benötigt. Natürlich war die Seele nie- Erfahrungsfeld in wenigen, grundlegen­ mals wirklich Mineral oder Stein, aber den Perspektiven gruppieren? bewohnte solche Körper auf ihrem Ent5. Ken Wilber’s Modell der wicklungsweg. Die Physische Ebene ist das Testgelände für die Seele, das ErzieFakten-Ordnung des hungssystem, der Dampfkochtopf. Die derzeitigen Wissens Astralebene gilt als die höhere Seite der Physischen Ebene. Sie ist gewöhnlich «Ich» spreche mit dir über ein Ding («es»), die Ebene, die man nachts besucht. Sie «wir» sind zusammen in Kommunikation, ist auch Quelle von Emotion und Gefühl. und schauen auf den Zustand, der viele Die Kausalebene ist die Welt des Ge- betrifft («sie»). Dies entspricht vier grund­ dächtnisses, dort befinden sich auch die legenden Perspektiven einer jeglichen individuellen Aufzeichnungen aus der Begebenheit. Das «Ich» (das Innere des physischen und astralen Ebene. Sie kann Individuum), das «Es» (das Äussere des in Träumen besucht werden. Die Mental- Individuums), das «Wir» (das Innere des ebene ist auch als die Ebene der Blauen Kollektivs), und das «Sie» (das Äussere bekannt. Sie ist Operationsbasis von Mil- des Kollektivs). Ganzheitlichkeit heisst, liarden von Seelen. Die Ätherische Ebe- eine Sache aus allen Perspektiven zu bene ist der Sitz der Intuition. Die Seelene- trachten – als das Schöne, das Wahre, bene ist die Ebene, wo man Selbstreali- und das Gute. Kurzum: Das Individuum sierung erreicht – der höchste Zustand steht im Zentrum, und betrachtet Situatides individuellen Bewusstseins – das onen aus 4 Perspektiven: Aus einer individuellen Erfahrung (1. Quadrant – Ei«Leben» auf dem Grenzberg. generfahrung), als Ding der äusseren Woher nun kommt «Leben»? Die «Bot- Welt – aus Erfahrung mittels Experimenschafterin von Venus» Omnec Onec sagt: ten mit Naturwissenschaft und Technik «Dies zu erforschen, ist vergebene Liebes­ (2. Quadrant), aus individueller Erfahmüh, denn Leben kann nicht im physi­ rung in der Gruppe, (3. Quadrant), und schen Universum geschaffen werden. Je­ schliesslich als Teil ganzer Gesellschafdoch kann es, wenn die Bedingungen ten (4. Quadrant).

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stimmen, von jenseitigen Welten hierher kommen. Nur wenn wir das Gottes-Be­ wusstsein hätten, könnten wir wirklich um das Woher und das Warum des Lebens wissen… Die Welt wurde geschaffen, um den kollektiven Gedanken des Menschen zu reflektieren… Die Raumfahrt (vergl. Kap. 6d) hat auf der physischen Ebene den Horizont der Leute gewaltig erweitert. Dies trug in den Jahrhunderten, bevor das Leben des Planeten Venus astral wurde, viel zu unserem eigenen Wachstum bei. Durch Beobachtung der Gesetze der Höchsten Gottheit wurde die Geistige Ent­ faltung grösser als je zuvor. Mehr und mehr lernten die Individuen dort, allein durch Willenskraft Ebenen oberhalb der physischen zu besuchen. Als Baby sind wir hilflos, mit wildem Körper, neuen Glie­ dern, neuen Sinnen und neuem Gehirn. Alles muss trainiert werden.»

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Ebenen menschlicher Erfahrung

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Die vier Quadranten menschlichen Bewusstseins

Abb. 8: Wissenseinteilung: Die vier Quadranten

In den Inneren Welten (1. Quadrant) manifestieren die Seelen das Sehen, Wissen und Sein. Meditation dient zur Reinigung unseres Filters für Wahrnehmung. Nach den ersten 5 Lebensjahren beginnt das Kleinkind in der Regel rasch seinen physischen Verstand zu entwickeln. Erziehung blockiert den direkten Zugang zu diesen Inneren Welten in zunehmendem Mass, sobald der 2., 3. und 4. Quadrant ins Zentrum rücken. Mit zunehmender Erfahrung lernt der Mensch wieder, ein Ding, eine Situation aus den verschiedenen Perspektiven aller vier Quadranten zu betrachten. Dann wird der Lebensbezug umfassend. Zum 300. Geburtstag von Jean-Jaques Rousseau (1712-1778), einem bedeutenden Stifter des modernen Subjektivismus und einem scharfen Kritiker des naturwissenschaftlichen Materialismus, können wir festhalten: Alle Perspektiven haben ihren Platz – alle sind gleich wichtig.

wissenschaften auf Einflüsse feinstoffli- wusst werden. Seine Messungen der cher Ebenen zurückführen, etwa das zeitlichen Abfolge einer bewussten Delpasse-Experiment, das Ringelblu- Handlungsentscheidung und ihrer momen-Experiment von Emma Kunz, der torischen Umsetzung hat eine bis heute Welz-Chi Generator, Orgon Versuche andauernde Debatte über die menschliWilhelm Reichs und seiner Nachfolger, che Willensfreiheit ausgelöst. oder Varelas Experiment mit durchtrennten Balken bei Schizophrenie, dem Gemäss Kap. 3.1. führt der Kollaps von Balken, der die beiden Gehirnhälften Systemzuständen unter anderem zur verbindet. Statt Modelle und Versuchs- physischen Manifestation materieller anordnungen mit feinstofflichem Einbe- Objekte. Amit Goswami (geb. 1936), zug werden krampfhaft Modelle der emeritierter Professor für Theoretische physischen Welt herangezogen. Die er- Physik am «Institute for Noetic Scienzielten Resultate lassen dann immer ces» an der Universität von Oregon, deneue Fragen entstehen, weil die Erklä- finiert: «‚Leben’ ist die Fähigkeit der rungen zu kurz greifen. Das Praktische Subjekt-Objekt Erkennung. Es entsteht daran: Die Resultate liefern Begründun- aus dem selbst-bezüglichen Quanten­ gen für weitere Forschungsprojekte in messungs-Vorgang in lebenden Zellen und deren Ansammlungen… Die Identi­ der Materiellen Welt. fizierung mit der vitalen und mentalen Die vier folgenden Problemstellungen, Eigenschaft, und das klassische Ge­ Experimente und Modelle stützen auf dächtnis aufgezeichnet im Gehirn ergibt Untersuchungen in mehreren Quadran- unser Ego… Neurophysiologen erklären ten ab, sind hier aber lediglich ange- uns, dass zwischen dem Zeitpunkt, in tippt, und könnten den Leser zu eigener welchem ein Stimulus ankommt, und Wie offenbaren sich Höhere Wirk­lich­ Vertiefung anregen. unserem bewussten Erfassen eine halbe keiten in experimentellen Ergebnissen Sekunde verstreicht. 6a. Erfahrung im 1. Quadranten und neuen Modellvorstellungen? wird im 2. Quadranten Was geschieht nun in jener halben Se­ 6. Auswahl aus unerklärten kunde? Wenn der Stimulus zu Beginn erklärt: Zur Manifestation ankommt, so existieren dafür viele mög­ Forschungsergebnissen und von Intuition liche Quantenantworten, und wir sind Modellvorstellungen der Der US-amerikanische Physiologe Ben- frei unter diesen auszuwählen. Das ent­ fein- wie der grobstofflichen jamin Libet (1916-2007) hat 1979 expe- sprechende Kollabierungs-Ereignis (der Welt rimentell festgestellt, dass der Mensch primäre Kollaps) verursacht unsere Sub­ Mit Sicherheit liesse sich eine Vielzahl seine Entscheidungen unbewusst trifft, jekt-Objekt Aufspaltung von Bewusst­ von Forschungsergebnissen der Natur- nämlich 0.5 sec. bevor ihm diese be- heit (Erkenntnis): Das Subjekt schaut

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Abb. 9: Prinzip-Schema zur Ego-Entstehung

mung) wird zum Quantenselbst. Im Unterschied zu Goswami’s Modell existiert eine Rückkopplung zur «Wolke des Unbewussten» – hier verbunden mit den Höheren Zuständen (Abb. 7). Nach dem ersten Kollaps wird bei anschliessenden sekundären Zusammenbrüchen das Verschwinden der Bilder der Vergangenheit weniger wahrscheinlich als die Manifestation des Quantenselbst. Auf seinem Weg hinunter durch wiederholte Reflexion im Spiegel des Vergangenheits-Gedächtnisses sickert also der Stimulus durch, und so kollabiert die neue Form der Wahrnehmung (Quantenselbst) eher als das Vergangenheitsbild. In vorbewussten Zuständen hingegen existiert noch immer einige Freiheit für die Antwort: Wenn wir diese Wahlfreiheit erfahren, erfahren wir bereits dort unser Quantenselbst. Wir leben bewusst. Damit diese Rückkopplung (in der Meditation) funktioniert, muss sich der Mensch in einem Zustand befinden, der unter dem Namen «Prayahara» bekannt ist. Dann hat er erreicht, seine Energie aus verschiedenen Körperfunktionen zurückzuziehen, und ist in «tiefes Schweigen» eingegangen.

auf das Objekt. Das Subjekt aber hat die in Abb. 10. Anstelle von Goswami’s Freiheit der Wahl, unbeeinflusst vom Wahrscheinlichkeiten «Past Image of the Wiederholungspiel des Gedächtnisses, World» (Bild aus der Vergangenheit) also ohne ein individuelles Gewohn­ steht der Reiz-Reaktionsmechanismus heitsmuster, aus dem heraus es antwor­ aus dem unbewussten Teil des mind, und ten würde. Die Erfahrung dieses Sub­ «New Mode» (Neue Art der Wahrnehjekts kann als Quanten-Selbstexperi­ ment bezeichnet werden. Diese ist durch kreative Spontaneität gekenn­ Erklärungsmodell für den Einblick zeichnet. Und erst im Anschluss daran beginnt das Wiederabspielen von Gedächtnisinhalte mit seinen Konditio­ nierungen, die es mit sich bringt.»

Vorbewusstsein und Intuition

in Höhere Wirklichkeiten

Aus der Quantenphysik – wo Goswami Lehrbücher verfasst hat – ist bekannt, dass der Messvorgang die Wellenfunktion in demjenigen Punkt zum Kollabieren bringt, an welchem dann das Teilchen erscheint. Goswami: «Bewusstsein, Vital (Astralebene), und Mental ziehen es vor zu kollabieren, und der Mensch erfährt die entsprechenden korrelierten Zustände des Vital-, und des Mentalkör­ pers. Wiederholung ist für den Vitalen und den Mentalen Körper der Grund, sich das Quantengedächtnis aneignen.» Das Spiel der Wahlmöglichkeiten zwischen der Vergangenheit (physische, vitale, mentale Bilder) und der Gegenwart (Wahrnehmung, Bedeutung und Gefühl), aus welchem Abb. 10 entwickelt ist, könnte nun als Basis eines Erklärungsmodells für Intuition dienen, wie es in Abb. 10 schematisiert ist. Je wahrscheinlicher der Vorgang, desto dicker der Pfeil

Abb. 10: Prozess, den das Quantenselbst während Libets 0,5 sec bewusst durchlaufen könnte

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Künstliche Entstehung von Selbst-Bewusstsein («Ego»)

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Dies also ein Beispiel dafür, dass tiefgreifendes Experimentieren im 1. Quadranten ein Erklärungsmodell im 2. Quadranten liefern kann. Sollten echte Wissenschaftler nicht in mehreren Quadranten bewandert sein?

Das Geistige Wesen, seine Genetische Entität und das Lebens-Substrat im zeitlichen Raster

6b. Forschung im 1. Quadranten (Rückführungstechnologie) unterteilt «Leben» in Subjekt und Objekt L Ron Hubbard hat vor mehr als 60 Jahren grundlegende Rückführungstechniken – breit abgestützt mit vielen Probanden – und das Modell von «Leben» durch die Zeit erforscht, wie es schematisch in Abb. 11 gezeigt ist. «Leben» zerfällt in die Bestandteile «Geistiges Wesen» (bezeichnet als Thetan – der Mensch als Gesamtes hindurch durch alle seine vergangenen Verkörperungen), «Genetische Entität» (der Träger physischer Vererbung), und «Protoplasma» (das Leben-tragende Substrat). Auch hier wieder 1. Quadrant-Erfahrungen, modelliert mit Methoden des 2. Quadranten, dann erneut experimentiert im 1. Quadranten, um schliesslich ein Resultat im 2. Quadraten zu liefern, auf welchem Forschungsrichtungen im 2. Quadraten aufsetzen könnten.

6c. Erfahrung im 1. Quadranten mit Hilfe des 3. Quadranten: Der Eintritt in Parallelwelten benötigt viel Energie In der Meditation erfahrene Praktizierende werden im allgemeinen bestätigen, dass sie in der Gruppenmeditation tiefer in sich eindringen können, als wenn sie allein unterwegs sind. Es scheint, dass die Intensität der Energie der Umgebung durch Mit-Meditierende einen (positiven) Einfluss auf die individuellen Erfahrungen ausübt. Raumzeitreisen sind in Yoganandas berühmter Autobiografie, in Schriften über den Inder Neem Karoli Baba, aber auch im Westen beschrieben. Aussergewöhnliche Menschen, wie beispielsweise bestimmte Yogis, verfügen offenbar «aus eigener Kraft» über die notwendige Energie solcher Transformation, und sind für die Überwindung von «Widerständen» nicht auf die Gruppenenergie angewiesen. Bekannt ist, dass Prana, die indische Bezeichnung für Lebens-

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Abb. 11: Die Bestandteile von «Leben», auf deren Gang durch das physikalische Universum, dargestellt in einem schematischen Raster. Die Zeitspanne zwischen Tod und Wieder­ verkörperung (schulwissenschaftlich nicht anerkannt) ist übersichtshalber auf 0 gesetzt

energie bei weit entwickelten Menschen vom Kosmos ungehindert durch das verlängert Mark eintreten kann, und dort gespeichert wird.

alife) Wesenheiten» genommen wird. Der Autor ist im Besitz von 34 persönlichen, schriftlich niedergelegten, teilweise von Reise-Überwachern noch vertieft kommentierten Raumzeit-Reiseberichten. Insgesamt haben ca. 30 verschiedene Personen solche Reisen (unter Aufsicht, und in Begleitung) durchgeführt.

Der experimentelle Zusammenhang für Gewöhnlich-Sterbliche ist keine reine 1. Quadrant-Erfahrung. Sie wird als Kombination von 1. und 3. Quadranten erstmals in den Berichten von Damanhur in Raumzeitreisen sind eine neue Facette westlicher Wissenschaftsmanier be- von «Leben» an sich. Sie sind experischrieben. Die Gemeinschaft von Da- mentell bestätigt, und haben weder mit manhur, benannt nach der altägypti- Phantasterei, oder allgemein bekannter schen Stadt des Lichts, hat im Verlauf Technologie persönlicher Rückführung von 18 Jahren (1978-1996) eine eigene in frühere Zeiten zu tun! riesige unterirdische Tempelanlage geschaffen: Ein gigantischer, in einen Berg Beschrieben sind drei erprobte Arten solgetriebener Komplex von Geheimgän- chen Reisens (Abb. 12). Die 2. Art des Reigen, Korridoren, Kammern, Krypten sens bedingt sogar eine Auflösung des und Hallen, ein über 3500 m2 grosses la- physischen Körpers, anschliessend der byrinthisches System, das, von aussen Durchtritt durch ein «Tor», und körperlidurch nichts erkennbar, der Höhe eines che Reintegration «auf der anderen Seite». 11-stöckigen Hauses entspricht. Es ist Dasselbe Procedere muss für die Rückkehr ein Verehrungsort aller bekannten in unsere Welt durchlaufen werden. grossen und kleinen spirituellen Traditionen auf unserem Planeten. In der Physik existieren Modelle, die ausdrücken, dass für Reisen (in «Über­ Damanhur-Technologie wird an dieser lichtgeschwindigkeit») gar kein TransStelle deshalb erwähnt, weil zur Unter- port mehr nötig sein soll: Der Zeitreisenstützung des Zeitreisens Bezug auf Ge- de befinde sich innerhalb einer ihn vollrätschaften aus «halb-lebenden (semi- ständig umschliessenden Blase. Aufgrund

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Abb. 12. Erste Ergebnisse, die in den kommenden Jahrzehnten noch zu bestätigen und zu erforschen sein werden….

von Raumzeit-Krümmung vor und nach tigt einer der 34 Berichte dieses Kon- Trainingsanleitung für das Zeitreisen der Blase werde schliesslich eine Ver- zept, auch wenn für den Autor dieses (Abb. 13) hört sich als meditative Konschiebung möglich. Tatsächlich bestä- Artikels noch Fragen offen bleiben. Die zentrationsübung an.

Training Raumzeit-Reisen

Abb. 13: Vorexperimente für Reisen in der Zeitkabine

Der 12 Punkteplan für Raumzeitreisen xer Funktionsweise auf, wie teilweise (Abb. 14) mit der Zeitkabine nimmt auf unten beschrieben. Der Überwacher eieinige als Unterstützung entwickelte ner Zeitreise 1. Art berichtet über eine verstärkende Gerätschaften Bezug. Die Zeitreisende namens Antilope: «Sie ist mit solchen Objekten speziell ausge- sich nicht der Tatsache bewusst, dass ih­ stattete Zeitkabine kann im «tempio re Hände mehr Tätigkeitswörter anlo­ dell’uomo» in Damanhur besichtigt wer- cken als ihr ganzer übriger Körper; die den. Die Zeitkabine weist insgesamt 16 Hände biegen sich, winkeln an, wenn vertikal angeordnete Stäbe mit komple- ihr Körper sich neigt, ihre Finger unter­

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Arten des Zeitreisens

streichen kraftvolle Sätze, geschrieben mit der magischen Tinte der Musik. Die Stäbe der Kabine zischen, ab und zu sor­ gen kleine, sprühende Funken für Lich­ terscheinungen, eine erste beim ersten Stab, dann zwei beim zweiten Stab, vie­ le schliesslich bei allen 16 Stäben. Die Stäbe vibrieren alle mit verschiedenen Frequenzen. Die Selficas (vergl. unten)

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sind aktiv, und sie tanzen dementspre­ chend. Sie werden durch den Rhythmus der Tänzer, durch den Klang des Gongs, durch die Windinstrumente, und durch die altertümlich klopfenden Steine hin­ weg getragen.» Und der Sphären-Operator berichtet weiter: «Ich fühlte mich plötzlich verbunden mit Antilope in der Zeitkabine, und gleichzeitig verbunden mit den Sphären (vergl. unten), wie wenn es dort eine dünne Nabelschnur gäbe, die uns verbindet. Die Energie fliesst gut. Ich fühle Antilope‘s Start nicht sofort, aber sie dringt am Zielort bald in einen Hirsch ein, und breitet sich dort aus. Das Geweih ist nicht klas­ sisch gross, vielmehr gebrochen, oder zumindest klein, vielleicht weil das Tier noch jung ist, auch wenn es als schönes und starkes Tier erscheint. Antilope braucht etwas Zeit, um sich einzuleben. Der Hirsch scheint wenig harmonisch zu reagieren. So findet Antilope schliesslich ihr Sehen, und beginnt umherzuschau­ en: Grünes Grasland im Spätfrühling oder Sommer. Da sind Bäume um einen kleinen Wald gruppiert, etwas entfernt von einem Fluss, wo Brennholz gesta­ pelt liegt. Weiter weg glaube ich einen kleinen Mann zu bemerken, mit seinem Kopf nach unten gesenkt. Ich bewege mich langsam in die Nähe des Hirsches, um sicher zu sein. Plötzlich aber sehe ich niemanden mehr. Ich stoppe, setze mich, und starte dann das Signal erneut. So finde ich mich dort wieder. Einen Mo­ ment lang bin ich auf einem Berg, auf dem Gipfel, dann kommt der Hirsch wie­ der hinein. Allerdings ist der Kontakt jetzt viel schwächer. Darauf spüre ich klar das Wieder-Eindringen, die Schock­ welle und die Ankunft. Die starken und intensiven Signale kann ich in der Sphä­ re (vergl. unten) deutlich wahrnehmen, wie auf einem Fernsehschirm. Und die­ se Bilder lassen mich mit Antilope ver­ bunden fühlen. Ich glaube, ich hätte Er­ folg gehabt, wenn ich einen Versuch un­ ternommen hätte zu helfen: Durch das Training, und indem ich die Wahrneh­ mung noch erweitert und gewusst hätte, wie möglichst viele Einzelheiten zu sam­ meln sind. Ich – der Beobachterteil von mir – verstehe auf diesem vertrauten Le­ vel, dass die Möglichkeit derart real ist, wie wenn ich selber dort wäre. Ich fühle, dass wir alle hier im Tempel (wo die Gruppe das Reisen gleichzeitig energetisch unterstützt) nur Körper sind, wobei jeder von uns ein Teil ist, der harmo­

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nisch abgestimmt mit allen Anderen ar­ beitet.» Die in Abb. 15 enthaltene Erklärung gibt bloss einen flüchtigen Einblick in die technischen Voraussetzungen des Raumzeitreisens. Der Wiederentdecker des wissenschaftlich untersuchten Zeitreisens, Oberto Airaudi, zum Wesen von Zeit: «Die bizarren Formen der Zeit könnten den Reisenden schnell in eine Situation bringen vergleichbar mit jener eines Autofahrers bei Nebel, der keine Leitplanken und Mittelstreifen mehr er­ kennen kann. Deshalb gehört ein ReiseÜberwachungssystem zur zentralen Technologie.» Diese Beschreibung hier ist lückenhaft, und lässt verschiedene Fragezeichen offen: Der vollständige Bericht sprengt des Rahmen des Artikels, und vermutlich vermag selbst der Autor nicht alles vollends zu erklären. Insbesondere scheint die Umschreibung des Begriffs «Ereignis» technisch sehr anspruchsvoll zu sein. Auf einige Erklärungen zu Geräten und «halb-lebenden» alchemistischen WesensEinheiten sei trotzdem kurz eingegangen: Sphären bezeichnen Glaskugeln unterschiedlicher Durchmesser, mit eingeschlossener Flüssigkeit. Die Sphären für Zeitreisen sind so gross wie Fussbälle, und werden als Überwachungseinheiten eingesetzt, um zu verfolgen, was den Reisenden zustösst. Man wähnt sich vor einem Fernseh-Bildschirm. Sphären sind aber auch in Scientology unter dem Namen Monitor (Einweg-Monitor, bzw. Zweiweg-Monitor) gekannt, auch dort als technische Hilfsmittel zur Überwachung von Wesen. Die Potentialität (potentiellen Fähigkeiten) einer Person – beispielsweise mit artistischem Talent – kann durch das Medium der Sphären von ihr auf eine andere Person übertragen werden. Selfische Strukturen, Selficas an sich sind feinstoffliche Wesenheiten. Gemäss atlantischer Wissenschaft und Technologie in Damanhur entwickelt, sind Selficas 1. aus der grundlegenden Form unseres Universums (der Formen), beispielsweise der Spirale hergeleitete Batterien. Das Selfica war bekannt bei den Alten Ägyptern, den Kelten, und den Arabern, die es bis ca. 800 v. Chr. einsetzten. Die Aufgabe des Selficas liegt 2. in der Umarbeitung von Massen,

3. im Unterteilen in möglichst grosse Raumzeit-Einheiten und dem Einschliessen im eigenen System, 4. im direkten Ansammeln von Vital-Energien, und dient 5. der Informationsspeicherung. Sel­ficas helfen den Zeitreisenden zu befähigen, in der Zeit zu hüpfen. Sie basieren auf metallischen Spiralen-Elementen. Selficas sind meist aus Gold und Silber hergestellt, weil diese Metalle die besten Leiter sind; daneben werden auch Kupfer und Messing verwendet. In den Selficas fliesst trotz der vielen Metalldrähte kein Strom. Ein Spheroself ist ein Instrument auf der Basis von Selficas und von Alchimie höherer Stufen. Es kann verschiedene Funktionen, auch Qualitäten von «Leben» übernehmen. Für den Zeitreisenden sorgen Spheroselfs dafür, dass er sich (bezogen auf seinen Startpunkt) nicht in Dimensionen mit Ereignissen wiederfindet, die früher oder später geschahen, als tatsächlich geschehen. Diese Zeitkontrolle ist die Hauptaufgabe des Spheroselfs. Eine weitere Aufgabe des Spheroselfs ist es, Farbe, Klang, und Bewegung zu übersetzen. Spheroselfs können sowohl als «Ge­ dächtniszellen» (vergl. Abb. 7: Kau­sale Ebene), wie auch als Akkumulatoren von Vitalenergie (Astral Ebene) für die Zeitkabine eingesetzt werden. Sie ver­ mögen Energie an sich, auch «See­len­ energie» (Seelenebene) zu halten. Spheroselfs biegen die Zeit: Sie erzeugen ein «halb-konstantes» Feld, die den Zeitreisenden in eine ausserzeitliche Bedingung versetzt, indem seine Totalmasse und seine Zeit Null werden.

Abb. 14: «Selfica» in Damanhur

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Schwerpunkt Abb. 15: Erklärungen zur Raumzeit Reise 2. Art

Zur Speicherung von Informationen und Steuerung der Zeitkabine zu be- Vergangenheits– und den Zukunftswerden Kristalle und Laserlicht einge- werkstelligen. Die Zeitkabine «dreht» Rich­tungen). setzt. Die Zeitkabine ist eine sehr kom- in Bezug auf den Beobachter die «Würplexe Selfica-Struktur, ein ausgeklügel- felflächen der Zeit» (Länge, Breite und Der sowjetische Physiker Nikolai Alektes System von Selficas, Sphären, Sphe- Höhe), um eine andere Zeitrichtung ein- sandrovitch Kozyrev (1908-1983), im roselfs, Kristallen, elektromagnetischen zuschlagen. Voraussetzung ist das Er- Westen durch den sog. Kozyrev-Spiegel Feldern, Oszillatoren, mit Lasertechno- zeugen und Aufrechterhalten eines so- bekannt geworden, hat viele Experilogie und alchimistischen Komponen- genannten «halbkonstanten» Feldes mente zur Natur des Lebendigen auf ten, um die Aufladung, Aktivierung, (bezogen auf den Zeitfluss mit seinen Zeitreisen, und in Bezug auf Zeitmuster

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als Informationsträger des Universums Hand-Literatur. Albert M. Chop, stelldurchgeführt, und hat in diesem Zusam- vertretender Pressechef der NASA, hat menhang die Ansicht geäussert: «‚Jede in «True» vom Januar 1966 geäussert: Information ist gleichzeitig im ganzen «Ich bin schon lange überzeugt, dass Universum vorhanden’ – also ein kosmi­ Fliegende Untertassen (auch) interpla­ sches Informationsfeld holografischer netarischer Herkunft sind. Wir werden Natur. Auf diese Weise braucht eine In­ von Wesen aus dem Weltraum über­ formation nicht nur keine Zeit, um von wacht». Es gibt auch zumindest einen einem Ort an einen anderen zu gelan­ Nobelpreis für Physik neueren Datums, gen, sondern mag unter bestimmten deren grundlegende Ideen von ausserUmständen durch die Spiegelung der halb kommen (eine Geschichte, die verZeitwelle sogar beim Empfänger ankom­ tieft zu recherchieren wäre). Wie manimen, bevor der Sender sie losgeschickt festiert sich in jenen Gesellschaften hat.» Deshalb konnte Kozyrev ein Bild «Leben»? Es ist davon auszugehen, dass der Andromeda-Galaxie aufnehmen, geheime irdische Technologiezentren wie sie in zwei Millionen Jahren ausseh- (beispielsweise in den USA) sehr viel en wird. Konkreteres über die von Ausser­irdi­ schen eingesetzten Technologie wissen. Und ausserirdische Gesellschaften – wie In den USA, wahrscheinlich aber auch fügen sie sich in Dualität und Einheit anderswo wird im Geheimen seit Jahein? ren intensiv darüber geforscht. Eine Vielzahl entsprechender Dokumente sind 6d. Erfahrungen mit Bezug bekannt. Zumindest stimmt dies mit der grundlegenden Erkenntnis über­ein, dass zu allen vier Quadranten. Schwierigkeiten in der Dualität, beiPersönliche Erfahrungen im 1. Quadran­ten spielsweise der Widerstand der Materie mit künftiger Technologie (2. Qua­drant), dazu dienen sollen, unser Unterscheidargestellt durch andere Gesellschaften dungsvermögen zu erweitern. (3. Quadrant), die das Leben als Gesellschaft höher achten als der durch- Teile der hinter der Ufologie stehenden schnittliche Erdenmensch (4. Quadrant) Techniken und Technologien sind inzwischen mehrfach nachzulesen, auch Als Quellen für die Frage, was Leben ist, wenn die Technologien im Detail letztund woher es kommt, soll zum Schluss lich noch unverstanden zu sein scheiauf zwei weitere Erfahrungsbereiche nen. Sie werden von in Ufos mitgereishin­gewiesen werden: Fernwahrnehmung ten Menschen beschrieben. (remote viewing), und Ufologie. Lebenserkennung durch Fernwahrnehmung ist Ein Schlüsselgesetz, das vielleicht auch in sich ein sehr grosses Gebiet mit vie- erklärt, weshalb die UFO-Technologielen Techniken und Erfahrungsberich- Forschung auf der Erde nur sehr langsam ten; einige Standardwerke finden sich vorankommt, hängt gerade damit zusam­ in den Quellenangaben. men, dass es um das Phänomen von «Leben» geht, und dass lebensbejahenDass Gesellschaften existieren, die in al- de und fördernde Technologien Vorauslen vier Quadranten mehr Bewusstsein setzung für solchen Fortschritt sind. Die entwickelt haben als wir, war nicht nur südafrikanische dipl. Meteorologin, Pifür den genialen «Erfinder», Elektroin- lotin und einstige NASA-Mit­arbeiterin genieur und Physiker Nikola Tesla Elizabeth Klarer zu Reiseerfahrungen in (1856-1943) klar. Trotz des noch immer UFOs: «Wir erobern nicht einfach (mit steigenden publizistischen und schul- roher Kraft) den Weltraum, sondern nut­ wissenschaftlichen Gegendrucks wird zen immer dessen Gegebenheiten... Der das faktische Forschungs- und Berichts- Kontakt mit der Lebenskraft, der grossen verbots darüber durch immer neue Be- Intelligenz des Universums wird durch richte unterlaufen. Gemäss den meisten Lichtkräfte aufgenommen. Die Grenzen Berichten von Direktbegegnungen mit des erkenn­baren Wissens liegen (derzeit Ausserirdischen sollen diese die Exis- noch jenseits der Fassungskraft der tenz einer höheren Kraft bestätigt ha- Menschheit) in grösseren und fortge­ ben, und jene Kraft auch verehren. Also schrittenen Laboratorien, in denen Ex­ kein grundsätzlicher Unterschied zu un- perimente durchgeführt werden, um wei­ serer einschlägigen spirituellen Erst- tere Antworten auf die Rätsel des Uni­

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versums zu finden, in welchem (diese ausserirdischen Intelligenzen) leben. Ge­ genwärtig kann die Menschheit die Be­ deutung elektro-gravitischen Antriebs­ systeme noch nicht begreifen. Harmo­ nie ist der Schlüssel zur Manipulation der Kosmischen Energie, der Quelle al­ ler Existenz – der Materie und der Ge­ danken. Licht ist intelligente Energie, die gedanklich in Existenz und Substanz umgesetzt werden kann. Der Schlüssel zu allem Leben und zum Universum liegt in der harmonischen Wechselwir­ kung des Lichts… Wie ein guter Tänzer, der sich einfügt und seine Schritte und Bewegungen nicht in einen bestimmten Rhythmus zwingt, sondern die Musik fühlt und mit ihr zusammenarbeitet… Den ätheri­schen Wesen ist es auch mög­ lich, allein durch Gedankenkraft Unter­ tassen von verschiedener Dich­te zu schaffen.» Bei seiner direkt erfolgten Gegenüberstellung der Ausserirdischen lichten Wesen schreibt Orfeo Angelucci: «Intuitiv wuss­te ich, dass es eine Umar­ mung des Geistes war…. Alle Schranken des persönlichen Selbst waren verschwun­ den in der Einheit des Seins… Bei die­ sen Wor­ten verwischte ein silbriger Nebel die Umrisse seiner Gestalt. Er wurde fast durchsichtig, obwohl ich das Echo seiner sich entfernenden Schritte hören konnte. Offensichtlich konnte seine Gestalt deut­ lich nach Belieben dicht werden, Licht sammeln und wieder auflösen». Leben, was ist das, und woher kommt es? Ist in den diesseitigen Niederungen zum Grenzberg etwa sogar alles belebt – auch Steine, wie in Kap. 4.1 angedeutet? Jedenfalls existieren viele Forschungsrichtungen, die zuerst einmal wahrgenommen werden müssten, um schliess­lich wissenschaftlich angegangen zu werden... Wissen viele Menschen auf der Erde also nicht längst schon von grundlegenderen Zusammenhängen? Lassen uns als Gesellschaft lediglich Politik, Wissenschaft und Machtgehabe hinterher hinken?

7. Berühmte Gelehrte und deren Kommentare zur Grenzberg-Region Es ist keine Frage, dass naturwissenschaftliches Forschen von den Beteiligten alles abverlangt. Man kann sich aber fragen, ob man sich durch Leitungsgremien dirigiert nicht auf die falschen Din-

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Kürzlich stand in der Tagespresse ein Zitat des Deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer (1788-1860): «Ich glaube, dass, wenn der Tod unsere Augen schliesst, wir in einem Licht stehen, von welchem das Sonnenlicht nur ein Schatten ist». Schopenhauer verfasste eine Lehre, die gleichermassen Ethik, Metaphysik und Ästhetik umfasst, und er sah sich als Schüler und Vollender Immanuel Kants, dessen Philosophie er als Vorbereitung seiner Lehre auffasste. Und Schopenhauer ist mit dieser seiner Meinung unter vielen Philosophen und Wissenschaftlern bei weitem nicht allein… Beispielsweise bei Laureaten von Nobel­ preisen. Zum Schluss drei solche Zeugen aus der Physik, die uns bezüglich unserem gegenwärtigen naturwissenschaft­lichen Treiben nachdenklich stimmen sollten. Brian Josephson (geb. 1940, Nobelpreis 1973): «Wenn man die verschiedenen Ar­ ten der Mystik studiert, sieht man, dass die Lehren der Mystiker sich viel weniger unterscheiden als die Dogmen der Religi­ onen. Ich schliesse daraus, dass sich die Mystik mit fundamentalen Gesetzen be­ fasst… Ich halte die Mystik für genauso

allgemeingültig wie die Wissenschaft, und ich glaube, dass die Religion auf den Tatsachen dieser Wissenschaft beruht…. Wenn wir uns methodisch bemühen, Wis­ senschaft und Religion zu vereinigen (wo­ bei wir die Mediation als Forschungs­ werkzeug benützen), so gebrauchen wir tatsächlich unser eigenes Nervensystem als Werkzeug, um die Bereiche zu erfor­ schen, in denen Gott wirkt…. Unser Ner­ vensystem ist so beschaffen, das es uns er­ möglicht, nicht nur mit der materiellen Daseinsebene, sondern auch mit den geis­ tigen Ebenen in Beziehung zu treten…. All die verschiedenen Ebenen können von uns erforscht werden, wenn wir unser Nervensystem so weit entwickeln, dass es sich auf sie einstellen kann. Es ist gut vor­ stellbar, dass dies künftig mit zur wissen­ schaftlichen Ausbildung gehören wird.» Max Planck (1858-1947; Nobelpreis 1919), drei Jahre vor seinem Tod an einem Vortrag in Florenz: «Meine Her­ ren, als Physiker, also als Mann, der sein ganzes Leben der nüchternen Wis­ senschaft, nämlich der Erforschung der Materie diente, bin ich sicher frei, für einen Schwarmgeist gehalten zu wer­ den, und so sage ich Ihnen nach mei­ nen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich! Alle Ma­ terie entsteht und besteht nur durch ei­ ne Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum win­ zigsten Sonnensystem des Atoms zu­ sammenhält. Da es aber im ganzen Weltall weder eine intelligente, noch ei­ ne ewige Kraft gibt, so müssen wir hin­ ter dieser Kraft einen bewussten intelli­ genten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber die vergängliche Mate­ rie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, son­ dern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre. Da es aber Geist an sich ebenfalls nicht geben kann, son­ dern jeder Geist einem Wesen gehört, müssen wir zwingend Geist­wesen an­ nehmen. Da aber Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern ge­ schaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheim­ nisvollen Schöpfer ebenso zu benen­ nen, wie ihn alle Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: Gott. So sehen Sie, wie in unseren Ta­ gen, in denen man nicht mehr an den Geist als den Urgrund alle Schöpfung glaubt und darum in bitterer Gottesfer­

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ne steht, gerade das Winzigste und Un­ sichtbare es ist, das die Wahrheit wie­ der aus dem Grabe materialistischen Stoffwahns herausführt und die Welt verwandelt, und wie das Atom der Menschheit die Tür öffnet in die verlo­ rene und vergessene Welt des Geistes!» Und Werner Heisenberg (1901-1976; Nobelpreis 1932) bringt es auf den Punkt: «Der erste Schluck aus dem Be­ cher der Naturwissenschaft macht athe­ istisch, aber am Grund des Bechers war­ tet Gott». u Der Beitrag inklusive Fussnoten und Quellenangaben kann beim Autor, staehlibossong@gmail.com, oder bei der Redaktion, redaktion@wendezeit.info, angefordert werden.

Der Autor dieses Artikels hat einerseits in Physik promoviert, und war während Jahren in der Technologieentwicklung tätig. Andererseits hat er im Laufe von 45 Jahren in vier grossen spirituellen Traditionen persönliche Einweihungen erfahren (2 westlich orientierte, 2 indisch orientierte) denen ein jahrelanges Studium mit viel Praxis vorausgegangen war. Ferner hat er vertiefte Einsichten in vier weitere spirituelle Traditionen erhalten (2 westlich orientierte, 2 indisch orientierte), und hat – nach entsprechenden mehrjährigen Ausbildungen – nebenberuflich auch Rückführungen und Geistiges Heilen über mehrere Jahre praktiziert. Während 15 Jahren war er zudem wissenschaftlicher Beirat der Schweiz Gesellschaft für Parapsychologie SVPP. Zu deren Zielen gehörte es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede paranormaler Phänomene zu eruieren, sowie entdeckte Fakten zu bewerten.

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ge konzentriert, und so beispielsweise Milliarden von Franken in einen CERN buttert, nur um Fragen zu klären, die in der Spiritualität Asiens längst erkannt sind. Solch ein Mystiker, der in naturwissenschaftlicher Art und Weise die Prinzipien des Lebens kurz und bündig bereits vor Jahrtausenden beschrieben hat, heisst Patanjali, selber ein Siddha. Im Pada III, 44,45 sagt Patanjali: «Durch Eins-Werden mit den Objekten der Natur auf ihrer grob- und feinstofflichen Ebene, ihrer Substanz, ihren Wechselbeziehungen so­ wie ihrem Sinn und Zweck erlangt man die Beherrschung der fünf Elemente (Er­ de, Wasser, Feuer, Luft, Äther). Dann zei­ gen sich Kräfte wie die Fähigkeit, winzig wie ein Atom zu werden, usw., wie auch Vollkommenheit des Körpers und Unver­ letzlichkeit seiner Funktionen.» Und Sri Aurobindo, der während Jahrzehnten die göttliche Natur des Menschen mit naturwissenschaftlichem Vorgehen erforscht hat, prophezeite, dass wir eines Tages erkennen würden, dass Materie an sich keine Substanz, sondern eine Form des Bewusstseins (guna) sei, ein Ergebnis der Qualität des Seins, wahrgenommen durch den Verstand der Sinne.

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Schweben für den Kaiser Ernst Meckelburg Zu Lebzeiten des Mediums Daniel Dung­las Homes (1833-1886) gab es am Hofe Kaiser Franz I., Gemahl der Maria Theresia, einen Mystiker namens Schindler, der, wie Dr. Carl Freiherr du Prel (1839-1899) zu berichten wusste, sich «aus freien Stücken» vier bis sechs Meter in die Luft zu erheben und dort wie auf festem Boden eine Viertelstunde lang gemütlich herumzuspazieren vermochte, bis er sich wieder langsam und sicher zur Erde gleiten liess. Schindlers Fähigkeiten wurden einmal vom Kaiser auf eine harte Probe gestellt. In du Prels Schilderung heisst es: «Der Kaiser liess in einem der hohen Säle der kaiserlichen Burg den Kronleuchter ab­ nehmen und an dem dadurch freigeworde­ nen Haken eine Börse mit 100 Dukaten auf­ hängen. Dieses Vermögen sollte Schindler gehören, wenn er es ohne jegliche Hilfsmit­ tel herunter­holen könnte. Etwa eine Minute lang brachte sich Schindler durch lebhafte Körperbewegungen in Schweiss, bis er end­ lich, an allen Gliedern zitternd, langsam im­ mer höher stieg und schliesslich die Börse fassen konnte. Dann brachte er seinen Kör­ per dicht unter der Decke in horizontale La­ ge und blieb ganz an die Decke gedrückt ei­ nige Minuten liegen, wie um sich von seinen Anstrengungen ein wenig auszuruhen. An­ schliessend schwebte er mit dem Beutel in zierlichen Bewegungen langsam herab.» Einer der meistzitierten, aber auch überzeugendsten und bestdokumentierten Le­vi­ta­ tions­fälle in aller Öffentlichkeit ist der des Trancemediums Collin Evans (Abb. auf rechter Seite). Bei einer Massenséance im Londoner Rochester-Square-Garden 1938 schwebte er vor den Augen von etwa 300 Zuschauern längere Zeit etwa einen Meter über dem Boden. Die Teilnehmer der Veranstaltung konnten Evans’ Levitation aus nächster Nähe beobachten. Die vorderen der kreisförmig um das Medium angeordneten Sitzreihen waren nur etwa einen Meter vom levitierenden Medium entfernt. Wären alle Levitationsfälle immer bekannt geworden, liesse sich die Liste sicher erweitern. So aber bleiben viele spontane und einmalige Manifestationen dieser Art aus Angst, sich lächerlich zu machen oder als Aussenseiter zu gelten, unerwähnt. Zwei Fälle, die sich beide in den USA zutrugen

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und dem Autor erst vor kurzem bekannt geworden sind, könnten möglicherweise auf biogravitative Kräfte hindeuten, wie sie offenbar bei Levitationen wirksam werden. Phyllis Anne Hudry aus Racine, Wisconsin, informierte mich über eine Levitation, in die im Juni 1961 ihr damals sechsjähriger Sohn John einbezogen war, ohne dass er sich dessen bewusst war.

wird. Am 13. September 1963 betrat Frau Parrot den Gartenpfad hinter ihrem Haus, der zur Hauptstrasse führt. Sie erfreute sich der Blumenpracht, die sich ihr darbot: «Ich vergass vor­über­gehend alle körperlichen Unbequemlichkeiten, die mein stark ange­ schwollener Unterleib mit sich brachte. Dann... plötzlich setzten bei mir jegliche phy­ sischen Empfindungen aus. Ich begann zu schweben, ganz langsam, bis ich eine Höhe von 1,80 Meter über dem Boden erreicht hat­ te. Alle meine Körperfunktionen waren noch intakt. Unter mir war der Garten. Gleich ne­ ben mir verlief die Regenrinne. Ich hätte sie greifen können, wäre sie ein wenig näher ge­ wesen. Als ich merkte, dass ich frei schwe­ bend in der Luft hing, zwickte ich mich in den Arm. Es tat weh – ein Zeichen dafür, dass ich dies alles nicht nur träumte.

Da sich die Temperatur im US-Bundesstaat Wisconsin nachts stark abkühlen kann, hatte es sich Frau Hudry angewöhnt, beim zufälligen Erwachen nachzusehen, ob die Kinder noch zugedeckt waren. Eines Nachts bemerkte sie beim Betreten von Johns Zimmer, dass dessen Bett vom Boden abgehoben hatte und in Hüfthöhe frei im Raum schwebte. Ihre Schilderung ähnelt einer jener schaurig-schönen Szenen aus dem Spielberg-Film Der Pol­ Um diese Zeit kam mein Mann nach Hause. tergeist: «Die Fenster standen offen, der Mond Ich sah, wie er durch den Hintereingang das schien in den Raum, und das Bett stieg und fiel Haus betrat. Er muss mich gesucht haben. sachte, hielt sich aber stets in der Höhe von et­ Als er mich dort nicht antraf, schaute er durch wa einem Meter. In­dem ich erst zu halluzinie­ das Küchenfenster in den Garten. Sekunden ren glaubte, bückte ich mich, bis ich auf mei­ später ging sein Blick nach oben. Seine Au­ nen Fersen sass. Ohne Zwei­fel, das Bett gen weiteten sich, so als ob er plötzlich einen schwebte über dem Boden. Ich konnte den elektrischen Schlag erlitten habe. Daraufhin Stecker sehen, dessen Schnur mit Johns schwebte ich rasch nach unten und setzte Nacht­tischlampe verbunden war. Ich konnte mit beiden Füssen auf dem Boden auf.» das Muster des Linoleumbelags unter dem Bett erkennen. Es zeichnete sich deutlich im Mit dem Wiedereinsetzen ihrer normalen Mondlicht ab. Was aber hielt das Bett über körperlichen Empfindungen wurde ihr dem Boden? Behutsam, ohne meine Augen schlagartig bewusst, dass die Geburt unmitvom Bett abzuwenden, erhob ich mich, wäh­ telbar bevorstand. Vierundzwanzig Stunden rend mein Sohn friedlich vor sich hin schlum­ später kam ihr Sohn Ted zur Welt. Seitdem merte. Wenige Sekunden später sank das Bett hatte Wanda Sue Parrot nie wieder ein solch sanft zu Boden. Es war, als ob eine herabfal­ ungewöhnliches Erlebnis gehabt. Dieser Fall könnte gewisse Zusammenhänge zwischen len­­de Feder die Erde berühren würde.» biologischen bzw. psychosomatischen ReakHatte Frau Hudry dies alles nur geträumt, tionen und psychokinetischen Phänomenen war sie vielleicht einer Halluzination erle- aufzeigen. Sie zu analysieren und sie mit gen? Alle Details ihrer Schilderung klingen quantenphysikalischen Vorgängen in Verso real, dass man Halluzination von vornhe- bindung zu bringen, sollte Mediziner wie Physiker gleichermassen auf den Plan rufen. rein aus­ schliessen möchte.

Die unglaubliche Levitation der Wanda Sue Parrot

Levitationsexperimente an der Universität London

Noch überzeugender als die Schilderungen in den vorangegangenen Kapiteln erscheint die Levitation einer hochschwangeren Amerikanerin, Wanda Sue Parrot (Pseudonym), die vom Ehemann der Be­trof­fenen bezeugt

Professor John Hasted (1921-2002), Physikdozent am Birkbeck College der: Universität London, einer der Exponenten wissenschaftlicher Psychokinese-Forschung, wurde im/Verlauf seiner seit Jahrzehnten durch-

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aufzeichnenden Dif­ ferential­druck­mes­ser verbunden war. Auf der Matratze lag noch ein Holzbrett. Zu Beginn der Versuche war die Matratze mit beiden Armen des Differentialdruckmessers durch Gummiund Glasröhren verbunden. Nachdem Willie seine Position auf dem Brett eingenommen hatte – flach auf dem Rücken liegend oder kniend –, wurde ein Arm des Zuleitungsrohrs geschlossen, so dass der Referenzdruck in jenem Arm des Manometers fixiert war. Jede Druckveränderung an der Matratze konnte jetzt aufCollin Evans im Londoner Rochester Square 1938 grund der Verändegeführten, minutiösen Untersuchungen eng­ rung des sie komprimierenden Gewichts lischer und ausländischer Medien mit inter- auf­gezeichnet werden.» Die Experimente essanten Levitations- und Teleportationsfäl- mit Willie G. verliefen allerdings erfolglos. len konfrontiert. Vor geraumer Zeit arbeite- Es gab keine Hinweise auf irgendeine Gete er mit einem noch jungen Psychokinese- wichtsveränderung. Medium, Willie G., das behauptete, es könne – allerdings ohne Zeugen – in seinem Später führte Hasted Experimente mit dem Zimmer zu Hause levitieren. Hasted bat G., aus der früheren Sowjetunion emigrierten im levitierten Zustand an die Zimmer­decke Physiker August Stern durch, der von sich zu schreiben und dort seine Fingerabdrücke behauptete, bei Versuchen in einem «Spiezu hinterlassen. Er gab dem Jungen auch ei- gelkabinett» levitiert zu haben, das in einem ne Polaroidkamera, damit dieser sich in De- geheimen Forschungslabor in Nowosibirsk ckennähe selbst fotografiere. G. erfüllte die- aufgestellt war. Obwohl Stern unter instrumen­ se Aufgaben zu Hasteds Zufriedenheit. Da teller Kontrolle keine direkten Levitationen jedoch keine Zeugen anwesend waren, zustande brachte, gab es doch bemerkenskonnten die Ergebnisse nicht als verbindlich werte Abweichungen der Messergebnisse, angesehen werden. Daraufhin entwickelte die bedeuten könnten, dass Stern unter den Hasted eine Beweismethode zur Aufzeich- modifizierten Ver­suchsbedingungen des Has­ nung von Gewichtsverlusten als Vorstufe tedschen Kabinetts zumindest Vor­stu­fen von zur Levitation. Hierzu heisst es in seinem Levitationen zustande brachte, d.h. «Gevielbeachteten Buch The Metal Benders: wichtsverringerungen». «Ich versuchte, mögliche Gewichtsverluste aufzuzeichnen, wenn Willie auf einer Spezi- Bei meinem Besuch in Professor Hasteds almessmatratze lag. Wenn er (mit seinen Ex- Labor 1983 informierte mich dieser über tremitäten) weder den Boden noch die Lie- Versuche mit zwei Frauen aus Westengge berüh­ren konnte, um sich abzustützen, land, die kurzzeitig Gewichtsverringerunwaren Gewichtsverluste nur durch Sprünge gen bis zu zwei Kilogramm verursachen auf der instrumentell überwachten Matratze konnten. oder durch Levitation möglich, was durch eine graduelle Gewichtsabnahme angezeigt Im Verlauf von Spuk- bzw. Poltergeistphäwürde – und dies bei laufender Videokame- nomenen kommt es gelegentlich zu Telera. Das Messinstrument bestand aus einer portationen, aber auch zu Levitationen. Ein aufblasbaren Gummimatratze, die mit einem Zeuge im Enfield-Spukfall, der 1977 in Eng-

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land Aufsehen erregte, behauptet, dass er von einem Stuhl, auf dem er sass, plötzlich nach oben gehoben wurde. Er habe das Gefühl gehabt, von einem Luftkissen, weniger von einem Luftzug angehoben worden zu sein. Gleichzeitig sei er einer Drehbewegung ausgesetzt gewesen. Sie habe zur Folge gehabt, dass sein Körper beim Levitieren eine halbe Drehung vollführte.

Biogravitonen als Auslöser? Bei dem als «Handpyramide» bekannt gewordenen Spiel könnte es sich aufgrund der hierbei erzielten (scheinbaren?) Gewichtsverringerung ebenfalls um eine Vorstufe der eigentlichen Levitation handeln. Die Spielregeln sind recht einfach – der Erfolg ist verblüffend. Fünf Personen sind erforderlich, um es durchzuführen. Eine von ihnen nimmt auf einem Stuhl Platz, wohingegen die vier anderen die Aufgabe haben, den Sitzenden hochzuheben. Für dieses Vorhaben dürfen allerdings nur die beiden aneinander gepressten Zeigefinger benutzt werden. Dadurch ruht das gesamte Körpergewicht des Sitzenden allein auf den vorderen Gliedern der Zeigefinger. Die Zeigefingerpaare von zwei Personen werden in die Achselhöhlen und die der beiden anderen in die Kniekehlen des Sitzenden gelegt. Auf ein verabredetes Kommando versuchen die vier Personen mit aller Kraft den Sitzenden, der auch mehr als zwei Zentner wiegen darf, hochzuheben. Dieser Versuch wird in den meisten Fällen scheitern, da die vier Zeigefin­gerpaare mit ihren vorderen Enden die Last kaum zu bewältigen vermögen. Das ändert sich jedoch schlagartig, wenn die vier Personen zuvor auf dem Kopf der Versuchsperson eine «Handpyramide» machen. Sie legen zu diesem Zweck ihre Hände ab­ wechselnd übereinander, wobei die unterste auf dem Kopf des Sitzenden ruht. Wichtig ist, dass die einander berührenden Hände nicht derselben Person gehören. Dann zählt einer langsam bis 20, wobei die Hände ständig in Berührung bleiben müssen. Auf ein Kommando werden dann die Hände so schnell wie möglich weggezogen, die Zeigefinger wie gehabt zusammengelegt und in die zuvor eingenommene Position gebracht. Jetzt ge­schieht das Unfassbare: Vier Personen, gleich welchen Alters oder Geschlechts, heben eine schwere Person mit Leichtigkeit hoch empor. Was geschieht hier? Versetzen sich die vier Personen durch Abzählen und abwech-

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selndes Aufeinan­der­legen ihrer Hände un­ bewusst in einen tranceähnlichen Zustand, der ihnen stärkere Kraft verleiht, hervorgerufen durch bislang unentdeckt gebliebene Felder biogravitativer Art, die hierbei angezapft werden? Wird der Körper des Anzuhebenden durch dieses «Ritual» etwas leichter? Häufig sind die an diesem simplen Hebe-Experiment Beteiligten über dessen Wirkung derart verblüfft, dass sie ab einer gewissen Höhe den «Absturz» der Versuchsperson befürchten und den Versuch abbrechen. Dieses Phänomen wäre es wert, genauestens untersucht zu werden, um die Levitation irgendwann einmal vom Verdacht des rein Subjektiven zu befreien und sie dann möglicherweise auch künstlich herbeiführen zu können. Die amerikanischen Physiker Jack Sarfatti und Fred Wolf haben die Theorie aufgestellt, dass sich Levitations- und andere psychokinetische Phänomene eventuell auf den bewusstseinsgesteuerten Einfluss sogenannter «Biogravitationsfelder» zurückführen lassen. Einfacher ausgedrückt: Sie halten es für denkbar, dass sich die hypothetischen «Biogravitone», die Bausteine dieser Felder, durch mentale Einwirkung mit den uns bekannten Gravitonen – den Elementarteilchen des normalen Schwerkraftfeldes – «vermischen», wodurch sich die auf das levitierende Objekt einwirkende irdi­sche Gravitationskraft (dosiert) verringert. Die Folge wäre, dass das betreffende Objekt zu schweben beginnt, bei der Autolevitation die Person selbst. Dass Biogravitonen, auch wenn sie bislang nicht labormässig nachgewiesen werden konnten, keines­falls eine Fiktion, kein Ersatzbegriff zur Erklärung der phantastischen Levitationsfälle zu sein brau­ chen, erhellt allein schon daraus, dass man in der Physik heute schon zwischen unterschiedlichen «Spielarten» der Gravitonen unterscheidet. Bei Sarfatti und Wolf heisst es: «Jede Art schwerer Gravi­tonen ist für eine bestimmte Organisationsebene der Materie verantwortlich. So verursacht z. B. eine schwere Gravitonart die Kernkräfte, die die Atome aufbauen. Eine andere schwere Gra­vitonart be­wirkt die Organisation der Materie in Form von Elektronen. Wieder andere Arten bauen Atome und Moleküle auf. Ein besonders interessantes Graviton ist das Biograviton (wovon es mehrere Unter­arten geben kann). Es ist für die Ordnung lebender Systeme verantwortlich.»

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David Bohm, Professor für Theoretische Physik am Birkbeck College der Universität London, der echte Zusammenhänge zwischen diesen Biogravitationsfeldern und quantenmechanischen Kräften entdeckt haben will, greift in seinem Buch Ganzheit und die im­ plizite Ordnung Descartes’ Äusse­rungen über die Denksubstanz – das Bewusstsein – auf. Er sieht Gedankenformen keiner räumlichen Ausdehnung und zeitlichen Abfolge unterworfen, was nichts anderes bedeuten kann, als dass diese in einer dimensional übergeordneten, anderen Realität angesiedelt sind. Müsste dies nicht wiederum bedeuten, dass auch die für unsere Begriffe nichtmateriellen Gedankenprozesse (Ideen, Überlegungen, Absichten usw.) – das Bewusstsein schlechthin – aus solchen schweren Biogravitonen höchster Ord­nung und deren Feldern bestehen? Und mit solchen Superfeldern müssten sich dann auch über die bekannten gravitativen, elektromagnetischen und elektrostatischen Felder materielle Objekte psycho­kinetisch bzw., im medizinischen Umfeld, Organe psychosomatisch be­einflussen lassen: Geist über Materie!

Steuerelement Bewusstsein Dass es zwischen Bewusstseinsreaktionen und den zuvor erwähnten niederen Feldern direkte bzw. indirekte Zusammen­ hänge gibt, kann heute nicht mehr bestritten werden, zumal bei Experimenten mit hochkarätigen Psychokineten, in deren Nähe starke elektromagnetische und elektrostatische Fel­der mess­technisch nachgewiesen werden. Irrtum ist ausgeschlossen. Psychokinetisch bewirkte Hautrei­zun­gen, Verbrennungen ersten und zweiten Grades, Objektentzündungen sowie die Tötung kleiner Lebe­ wesen sind wohl der beste Beweis hierfür. Den versteckten Ursachen der Levitation auf die Spur zu kommen, dürfte wegen der hochkomplizierten Zusammen­ hänge im psy­cho-physikalischen Übergangsbereich äusserst schwierig sein. Ob man sie einmal nach endlosem Experimentieren und Probieren oder durch Zufall entdecken wird, ist ungewiss. Während fortgeschrittene Experimentatoren der Transzendentalen Meditation sich abmühen, durch bestimmte Siddhi-Techniken und Körperverrenkungen klei­ne «Luftsprünge» zuwege zu bringen, die sie etwas übertrieben als «Flüge» bezeichnen, gelangten schon manchen Besessenen echte Levitationen offenbar mühelos. So soll die besessene Alexandra von Fraito nach den Aufzeichnungen des zuvor

erwähnten Joseph von Görres «wie ein Vogel in der Luft geflogen sein und auf den zartesten Zweigen geschaukelt haben». Dass wir mit unserem Intellekt psychokinetische Phänomene auch unbewusst abzublocken vermögen, dass ein einziger Skeptiker durch seine negative Erwartungshaltung ein gut geplantes, aussichts­reiches Experiment zu Fall bringen kann, ist hinreichend bekannt. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass man umgekehrt, durch Vortäuschen von Psycho­kine­se­-Ef­fek­ten, echte Psi-Manifestationen auslösen kann. Kenneth Batcheldor, Leiter der psychologischen Abteilung eines Kranken­hauses in der Nähe von London, hatte einmal ohne Wissen einer Experimentalgruppe, mit der er sich im Tischlevitieren ver­suchte, insgeheim selbst, durch eigene Muskelkraft, den bewussten Tisch angehoben. Durch diesen Trick wollte er die Anderen glauben machen, sie hätten tatsächlich den Tisch levitiert. Das Trick­expe­riment gelang. Infolge des Rückkopplungseffektes wuchs nun deren Selbstvertrauen, verstärkten sich die Levitations­effekte, bis diese schliesslich eindeutig paranormal wurden und die Gruppe sogar ein Piano, ohne es zu berühren, bewegen konnte. Bei sogenannten Biegeparties, wie sie vor ein paar Jahren in Mode kamen, arbeitet man mitunter nach der gleichen Methode. Man zeigt den Anwesenden zunächst Videofilme über gelungene Biegeexperimente. Niemand ahnt, dass die Aufnah­men gestellt sind, dass sie einzig und allein den Zweck verfolgen, Vertrauen in die eigenen para­ physikalischen Fähigkeiten zu wecken. Ist die psychische Hemmschwelle («Ich kann das nicht») erst einmal überwunden, sind die Experimentieren den von der Existenz solcher Phänomene restlos überzeugt kann sich das Bewusstsein der Betreffenden frei entfalten und voll auf die zu verbie­genden Objekte einwirken. Dann kommt es gelegentlich zu überraschenden PK-Manifestationen. Nichts kann darüber hinwegtäuschen, dass solche Experimente erst den Be­ginn einer Entwicklung darstellen, die im Erkennen und positiven Nutzen unse­res uner­schöpf­ lichen geistigen Poten­tials münden sollte. Der Weg dahin ist sicher beschwerlich, das Ziel aber verheis­sungs­voll. u

Nächste Folge: Besuche in anderen Di­ mensionen

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Z

ur Existenz von Naturwesenheiten

Rudolf Passian Für einen Wissenden kann es keinerlei Zweifel geben, dass die Sagen und Märchen von Kobolden, Gnomen und Heinzelmännchen, von Nymphen, Nixen und Feen, auf einem wahren Kern beruhen. Noch vor rund einhundert Jahren war dieser Glaube im Volke stark verwurzelt. In der Mark Brandenburg galt der Sankt Johannestag als Tag der Elfen, Feen und Naturgeister. Schon zu Zeiten des Altertums wusste man recht gut zu unterscheiden zwischen den Manifestationen verstorbener Menschen und solchen von Naturwesenheiten. Unter den Begriffen «Dämon» oder «Dämonion» verstand man bei den Griechen sowohl gütige, hilfsbereite Wesen (sog, Agathodämonen), als auch übelwollende Kakodämonen. Aber auch des Menschen Seele sowie das Phänomen der inneren Stimme (beide stellen nicht unser Persönlichkeits-Ich dar) wurden als Dämonion empfunden. Sokrates zum Beispiel vernahm diese Stimme, derentwegen er angeklagt wurde, bis ans sein Lebensende. Näheres zu alledem lese man nach im Kapitel «Naturgeister und Elementseelen» meines Buches «Licht und Schatten der Esoterik»1

radelte er allmorgendlich zum See hinunter, einen ziemlich steilen und schmalen Fahrweg hinab, der unten in eine breite Querstrasse einmündete. Gegenüber dieser Einmündung lag ein altes Gehöft, dessen Tor immer offenstand. In der Mitte des weiten Hofes befand sich ein runder, gemauerter Ziehbrunnen, mit einem Dach darüber, das von zwei starken Pfosten getragen wurde. An diesen war eine Seilwinde angebracht, zum Hinablassen und Heraufwinden eines Holzeimers. Eines Tages gegen Mit­ tag vom See zurückkehrend, verspürte er Durst und labte sich am kühlen Wasser jenes Brunnens. Seitdem fühlte er sich irgendwie zu dem Brunnen hingezogen. Noch früher als sonst brach er zu seinen Fischzügen auf. um in der Stille des Morgengrauens eine Weile an «seinem» Brunnen verbringen zu können. Dr. Mrsich erzählt:

Während fünf Jahrzehnten meiner Tätigkeit lernte ich viele interessante Menschen kennen, sowohl Medien, als auch seriöse Forscher und … Spinner. Dr. Wilhelm Mrsich, ein verdienter Forscher auf dem vielschichtigen Gebiet der Parawissenschaften, sammelte bemerkens­ werte Erfahrungen im Umgang mit höher entwickelten Naturwesen. Er versicherte mir ehrenwörtlich, dass (auch) «Ich sass dann auf dem Brunnenraand das nachfolgende Erlebnis voll der Wahr­ an einen der Dachpfosten gelehnt, den heit entspricht. Kopf leicht vorgebeugt und blickte un­ verwandt in die Tiefe, wobei mich ein Die Brunnenfee nie gekanntes Sehnen überkam. Ich war damals noch unberührt von geschlecht­ Als Junge pflegte Mrsich die Schulferien lichen Regungen, hatte noch keine Er­ bei seinen Grosseltern an einem ober- fahrungen mit weiblichen Wesen, noch bayerischen See zu verbringen. Damals kaum eine Schwärmerei. Umso seltsa­ war Fischen seine Leidenschaft, und so mer war mir jenes Sehnen...»

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Eines Tages war er besonders früh aufgebrochen. Der volle Mond tauchte den Brunnenhof in silbrigen Schein. Auf der Brunnenmauer sitzend, störte ihn der Druck seines Geldbeutels in der Hosentasche. Er zog die Börse hervor und legte sie auf den Mauersims. Aber dort störte ihn ihr Anblick, Er entleerte sie auf dem Brunnenrand. um den leeren Beutel wieder einzustecken. Dabei rollte ein Goldstück unbeabsichtigterweise in den Brunnen. «Ich sah ihm nach, wie es unten aufschlug und kleine Wellen­ kreise warf. Da formte sich plötzlich in

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Parapsychologie

diesen Wellen ein hauchzartes, unir­ nen galt. Ob er es nochmals mit einem disch schönes Antlitz für einen flüchti­ Goldstuck versuchen sollte? gen Augenblick nur, aber so eindrucks­ voll, dass es sich mir unvergesslich ein­ Aber es kam ihm zu unschön vor, die Erprägte. Es hatte grosse, goldglänzende scheinung des geliebten Wesens mit eiAugen, einen fein geschwungenen, üp­ ner Münze erkaufen zu wollen. Er wollpigen Mund, bebende, fast durchsichti­ te seiner Fee Geschenk ein passenderes ge Nasenflügel… Umrahmt war das mil­ Geschenk machen und erbat von der chig zarte Gesicht von wogendem, blau­ jungen Schwester seiner Mutter einen kleinen, goldenen Ring mit einer Perle. schwar­zem Haar.» Ohne zu zögern gab sie ihm den Ring.. Noch lange sass der Jüngling da und Der Erzähler fährt fort: blickte hoffend in die Tiefe, aber die märchenhafte Erscheinung blieb ver- «In einer dunklen, mondlosen Nacht schwunden. Fortan verweilte er jeden nahm ich ihn mit mir zum Brunnen. Auf Morgen, zwischen Nacht und Tag am dem Mauerrand sitzend, mit heftig klop­ Brunnen, dessen Wasser immer still, fendem Herzen an den Dachpfosten ge­ dunkel und geheimnisvoll blieb, Be­ lehnt, streckte ich meinen linken Arm greif­licherweise sann er darüber nach, aus, bis sich meine Hand mit dem Ring wie er es erreichen könne, jenes holde über der Mitte des Brunnenschachtes Geschöpf wiederzusehen, dem sein Seh­ befand. Dann liess ich den Goldreif mit

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der Per­le in den Schacht fallen. Wie im Heber atmend horchte ich ihm nach, hörte, wie ihn das Wasser mit einem lei­ se zischenden, schluckenden Geräusch aufnahm und sah in der Hefe ein vibrie­ rendes Flimmern und Funkeln wie von feinsten Silberstäubchen. Aus dem Sil­ bernebel bildeten sich schleierhafte For­ men. Kühle wehte mir entgegen... Dann sah ich die Fee. Sie hatte dasselbe unirdisch zarte, be­rückende Antlitz wie das erste Mal. Aber es hob sich diesmal aus der Tiefe des Brunnens über den Wasserspiegel empor und ich sah auch ihre Schultern und Brüste schimmernd, wie Perlmutt, ihre Arme und ihren Leib bis etwa unter die Hüften. Von da ab war die Gestalt nur noch ein flimmerndes Fliessen… Mein Körper lehn­te wie er­ starrt am Pfosten. Trotzdem beugte sich

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Parapsychologie

mein Oberleib vor, aber nicht der fleisch­ Gestalt, über dem Brunnen und in ihn hi­ liche. Ich hatte in diesem Augenblick nein. Wunderbare Kühle durchwehte zwei Oberleiber. Einer lehnte starr und mich, und erschaudernd nahm ich wahr, steif am Dachpfosten; der andere, leicht wie das zarte, hauchfeine Haupt der und durchsichtig, beugte sich über den Brunnenfee sich aus dem Wasserspiegel Brunnen und in den Brunnen hinein, oh­ erhob, ihre schimmernden Schultern, die ne dass ich Übergewicht bekam. Vom Brüste, der Leib, und wie sie mich lie­ Kreuzbein abwärts waren fleischlicher bend umfing. Ich fühlte mich von ihr und feinstofflicher Leib in einem... Ich durchströmt, von einem kühlen, prickeln­ strebte so tief in den Brunnen und die den Schauer erfasst, in kreisende Wirbel zarte Elemen­targestalt der Brunnenfee gesogen und selber saugend, aufneh­ hob sich mir so weit entgegen, bis wir mend; in überirdischer Wonne gebadet, Mund an Mund waren. Ein Wonneschau­ durchtränkt von Glück, erfrischt, gelabt. er durchrieselte mich wie einen Dursti­ Man kann diese Erfüllung nicht beschrei­ gen ein kühles Labsal. Ich breitete die ben. Sie übertrifft unmessbar alles, was Arme aus, um die Feengestalt zu umfas­ Körpersinne empfinden können. Wir gin­ sen. Aber sie sank schnell hinab wie ein gen ganz ineinander auf. Hauch von Kühle, der in die Tiefe fliesst, und verschwand im Was­ser. Berauscht Wie lange es währte, ist nicht zu ermes­ und benommen blieb ich zurück, und sen. Was ist der höchsten Wonne die erst als die Sonne aufging, kam ich rich­ Zeit? Wenn der feinstoffliche Leib eines Menschenwesens und die ätherische tig zu mir und verliess den Brunnen.» Hauchgestalt eines Elementargeschöp­ Mit zunehmender Sehnsucht im Herzen, fes sich liebend vereinigen, dann könn­ strebte der Vierzehn­jährige weiterhin ten Jahrtausende verrinnen, es könnte jeden Morgen vor Tagesanbruch seinem die Welt vergehen, sie würden es nicht Brun­nen zu, bis zu jener unvergesslichen achten in ihrem Glück... Als wir endlich Nacht zum Sonntag, dem 14. September. beseligt voneinander liessen und uns Doch lassen wir ihn selbst erzählen: entschwebten, graute der Morgen. Ne­ bel umwehten den Brunnen, und in die­ «Schon gegen drei Uhr morgens traf ich sem Nebel entschwand und versank die am Brunnen ein. Ich war ungewöhnlich Liebesbotin des Elements. Ihre grossen, erregt und hastig, konnte es kaum er­ gold­schimmernden Augen glänzten warten, mich auf den Brunnenrand zu feucht und dankbar und doch traurig zu­ schwingen. Dabei streifte ich unver­se­ gleich, als wollten sie von mir Abschied hens mit der Innenfläche des linken nehmen. Ihr Antlitz war bleicher als Handgelenks einen vorste­henden Na­ sonst, und ihre Gestalt noch zarter und gel am Dachpfosten und riss mir eine wesenloser, als sei ihre Kraft erschöpft. stark blutende Wunde nahe der Puls­ ader. Ich war so erregt, dass ich die Ich aber war erfüllt von Freude. Wohl ei­ Beträcht­lichkeit der Verletzung erst merk­ ne Stunde noch lehnte ich, langsam zu te, als das warme Blut über meine Hand mir kommend, taumelig vom Rausch des zu fliessen begann. Unwillkürlich, wie über­rei­chen Erlebens, am Pfosten des durch eine plötzliche Erleuchtung ver­ Brunnendaches, bis die ersten Sonnen­ anlasst und wie von einer äusseren strahlen mich aus meiner Verzückung Macht gezwun­gen, hielt ich den bluten­ lösten. – So war meine erste Geliebte ein den Arm über die Mitte des Brunnens Wesen nicht von Menschenart, und das nach unten und liess das Blut über die mag auch der Grund gewesen sein, war­ Hand in die Tiefe tropfen. um ich später als Sechzehnjäh­riger so bitter enttäuscht war von meiner ersten Mir wurde dunkel vor Augen. Ich lehnte Liebesvereinigung mit einem weiblichen mich krampfhaft an den Pfosten, um Menschenkind, von der ich mir in mei­ nicht zu fallen. Dann fohlte ich meinen nen Träumen noch mehr Glück erhofft Körper erstarren. Gleichzeitig aber löste hatte und dann die Schalheit allzu hart ich mich aus diesem erstarrten Leib und erfuhr, die alle Menschenlust hinter­ schwebte frei und leicht, als feinstoffliche lässt.»

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Wilhelm Mrsich Der Astrologe Dr. Wilhelm Mrsich (manchmal Schreibung «Mrsic») wurde am 26. Okt. 1896 in München geboren. Er nahm als Offizier am 1. Weltkrieg teil und studierte dann Zoologie. Er war viele Jahre Assistent, später Privatdozent an der Universität Zagreb. Sein anderer Wohnsitz war München, wo er in Schwabing ein Haus besass, das im 2. Weltkrieg zerstört und 1950 wieder aufgebaut wurde. Schon früh war Wilhelm Mrsich Mitglied des «Münchner Forschungskrei­ ses», und arbeitete mit Otto Pöllner und Alfred Max Grimm zusammen. Unter seiner Leitung fanden die Deutschen Astrologenkongresse von 1924 bis 1929 jeweils in Berlin, Wien, Hamburg, Magdeburg, Kassel und Nürnberg statt. Er war der Vorgänger von Hubert Korsch als Leiter der Astrologischen Zentralstelle. Mrsich war in den 1920er und 1930er Jahren Fachautor in den Astrologie-Zeitschriften «Die Astrologie» und Zenit, unter anderem zum damals neu entdeckten Planeten Pluto. Astrologisch war Mrsich ein entschiedener Vertreter des Determinismus:
 «Wohl selten wird man finden, dass ein freier und unabhängiger Forscher auf dem Gebiete der Astrologie nicht Fatalist wä­ re, wenigstens was das materielle Schick­ sal anlangt. Wie wäre es auch anders möglich! Welches Horoskop wir auch immer betrachten, mit erbarmungsloser Gewissheit offenbart es uns immer wie­ der das unabänderliche Sein.» Dennoch fasste er Astrologie nicht als Erfahrungswissenschaft auf, sondern sah in ihr eine ganzheitliche Kunst der Deutung, wie dies heutzutage vor allem in der psychologischen Astrologie gesehen wird. Später wandte er sich immer mehr esoterischen Gebieten zu, nach dem zweiten Weltkrieg trat er als Astrologe nicht mehr in Erscheinung.

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Parapsychologie

Nach jenem unvergleichlichen Erlebnis ich mich nicht mit einer letzten Kraftan­ hielt ihn eine gewisse Scheu davor zu- strengung von seiner Mauer weggesto­ rück, den Brunnen sogleich wieder auf- ssen, so dass ich neben ihr niederfiel. – zusuchen, und er vermied es längere Eine Weile mochte ich bewusstlos dage­ Zeit, an jenem Gehöft vorbeizufahren. legen sein. Dann erhob ich mich. Mein Erst an seinem Geburtstag wagte er es, Kopf schmerzte heftig, aber der Schädel fast sechs Wochen später: war noch ganz und meine übrigen Kno­ chen auch. Ich getraute mich nicht in «Es war ein dunkler, feuchter Morgen. den Brunnen zu schauen; denn ich ahnte Leichter Nieselregen hatte den steilen Fahr­ irgendwie, dass das Opfer meines Le­ weg, der zum Brunnen führte, schlüpfrig bens gefordert war zur Vereinigung mit gemacht. Ich war ungeduldig und liess meiner Fee für immer. Mein Lebenswille meinem Rad freien Lauf, so dass es mehr war stärker ge­wesen als meine Liebe. und mehr in Schuss kam und ich schliess­ Mich be­schäm­­te das, und doch war ich lich die Ge­walt darüber verlor. Zum Un­ froh, dass ich noch da war. Bedrückt ver­ glück versagten auch die Bremsen und liess ich den Brunnen, ohne einen Blick ich glitt in sausender Fahrt hinab, gerade­ hinein getan zu haben. Es kam mir wie wegs auf den Brun­nen zu. Kurz vor ihm eine Flucht vor...» schlitterte das Rad. Ich konnte nicht mehr abbiegen und raste mit Wucht gegen die Dr. Mrsich schliesst: «Der November kam. Brunnenmauer, stürzte und schlug mit Ich musste in die Stadt und tat es, ohne von dem Kopf an einen der Dachpfosten. Es meinem Brunnen, der mir unheimlich ge­ hätte nicht viel gefehlt, und ich wäre worden war, Abschied zu nehmen. Erst im kopfüber in den Brunnen gefallen, hätte nächsten Jahr, im Mai, wagte ich wieder ei­ nen Besuch am Brunnen. Aber diesmal ging ich vorsichtiger­ weise zu Fuss. Doch ich war nicht freudig erregt wie früher, als ich vor meinem Brunnen stand. Ich fühlte mich von einer unbestimmten Schuld bedrückt und von bangen Ahnungen be­ trübt. Fast hatte ich Furcht, ei­ nen Blick in den Brun­nen zu tun. Schliesslich überwand ich mich und schaute hinab. Da war ich zutiefst erschrocken: Kein Wasserspiegel war in der Tiefe zu sehen. Der Brunnen war leer, versiegt, vertrocknet, und blieb so den ganzen Sommer lang. Im Jahr darauf hatte das alte Gehöft einen neuen Besit­ zer, der es umbauen und er­ neuern liess. Der versiegte Brun­nen wurde abge­­rissen, sein vertrockneter Schacht zuge­ schüttet, das Tor des Hofes ge­ schlossen. Meine Fee war tot.»

Ob man seine Schilderung glaubt oder nicht, was tut’s! Der Wissende streitet nicht, und wer streitet weiss nichts. Der überaus vorsichtige nieder­ländische Para­ psychologe Prof. Dr. W. Tenhaeff sagte, wer, wie er selber, «jahrzehntelang in Gesellschaft sensitiver Menschen gelebt hat, weiss, dass es unter ihnen welche gibt, die viel mehr erfahren haben, als die Parapsychologie bisher ans Licht gebracht haben kann.» Und: «... all diese Menschen ohne Unterschied als verwirrte Phantasten anzuschwärzen, ist etwas, dem ich aufgrund meiner Versuche und Gespräche mit man­ chen von ihnen nicht beipflichten kann.» Der christliche Platoniker Michael Psellus verfasste um 1100 ein Buch über Na­ turgeister und unterteilte sie in sechs Klassen, in Luft-, Erd-, Wasser- und Feuerwesen sowie unterirdische und lichtscheue Geister. Trithemius und Agrippa behielten diese Einteilung bei. Für Paracelsus sind die Naturwesen keine gefallenen Engel, sondern «die Blüten der Elemente»; natürliche Wesen, mit einem gewissen Verstand begabt und in ihren Elementen lebend. Während manche Naturgeister ihre Form ständig wandeln, bleibt bei anderen die menschliche oder menschenähnliche Form mehr oder weniger konstant, obwohl auch sie ihr Aussehen und ihre Grösse verändern können. In alten Chroniken wird manchmal sogar von ehelichen Verbindungen zwischen Feen oder Wassernymphen berichtet. Auch Paracelsus war hiervon überzeugt und führt das Beispiel eines Stauffenbergers an. Die solchen Verbindungen entsprungenen Kinder sollen normale Menschen gewesen sein, während es die jeweiligen Mütter erst durch eine Ehe «mit einem Mann aus Adam» (lat. Paracelsus) wurden, d.h. geistige Unsterblichkeit erlangten. Ob möglicherweise hier die Wurzel zu suchen ist für den Wahn, Frauen hätten kei­ne Seele bzw. bekommen eine solche erst durch sexuellen Kontakt mit einem Mann? u

Dr. Mrsich, den ich persönlich kannte, traue ich keine Phan­ ta­stereien zu. Ihm waren Einblicke vergönnt in unseres 1) Passian, Rudolf, Licht und Schatten der Esoterik, ISBN 3-87667-250-3, Reichl-VerHerr­gotts geheime Werkstatt, lag, St. Goar (D). wie selten einem Menschen.

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Man lebt nur einmal – das sagen wir einander oft.

telligenz, aber die Vergangenheit ist immer noch ein verbotenes Land.

Aber das stimmt einfach nicht: Viele Leute haben bereits mehrmals gelebt, und einige können sich auch daran erinnern, meist unter Hypnose oder im Traum. Ich jedenfalls glaube fest an Reinkarnation, die Lehre, dass unser Geist in einen neuen Körper eingehen kann.

In Russland ist dem nicht so. In Zeitungen werden detaillierte Berichte von Menschen veröffentlicht, die erzählen, dass sie vergangene geschichtliche Ereignisse selbst erlebt haben.

Im Abendland sprechen die meisten von uns nur ungern darüber. Wir akzeptieren Alternativmedizin, Meditation und sogar die Suche nach ausserirdischer In-

Da ist beispielsweise der Bericht von Inna Makarova, eine Sekretärin aus St. Pe­ tersburg, die Literatur studiert hat und erzählt, dass sie seit ihrem 2. Altersjahr Uri Geller und Orith Tempelman immer wieder denselben Alptraum hat. Ich war ein Mann in einer Militäruni- An diesem Wendepunkt hörten ihre Alp­ form. Ich rann- träume auf. Die Erinnerungen an ein ver­ te durch den gangenes Leben hatten sie an jenen Ort Wald und ver- und in jene Zeit geführt, wo sie ihren steckte mich Seelenverwandten fand. Bald aber hatvor meinen te sie einen neuen Traum, der sie in eine Feinden. Er- adlige Familie kurz vor Ausbruch der folglos: die russischen Revolution in 1917 versetzte. Feinde nahmen In diesem Traum wusste Inna, dass sie mich gefangen aus ihrer Heimat flüchten musste und und töteten dass sie ihre Freunde nie wiedersehen mich, indem sie würde. Sie schaut den Mann an, den sie mir die Kehle im Geheimen liebt und der eine Diamit einem Mes- mantbrosche in Form eines Violinser durch- schlüssels trägt. schnitten. Sie war überzeugt, Inna erzählte ihrem Mann Vadim von dass ihr frühe- ihrem Traum – und Vadim konnte nur rer Name Ser- den Kopf ungläubig schütteln. Diese dov lautete und Brosche ist ein Erbstück, sagte er. Meidass sie ein von ne Mutter bewahrt sie an einem sicheden Nazis im ren Ort auf – sie gehörte einst meinem Jahre 1943 ge- Urgrossvater. töteter bulgarischer Wider- Wenn Leserinnen und Leser sich auch standskämpfer an frühere Leben erinnern, würde ich gewesen war. mich freuen, etwas über ihre ErfahrunIhre Suche gen zu lesen. führte sie nach Bulgarien – wo sie ihren (aktuellen) Ehemann kennenlernte.

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Releasing

dingt durch Einheit von Lehre und Lebensführung, aufzeigt.

Langholf gegeben ist, drückt sich in Folgendem aus:

Freisein durch Loslassen Mag. Karin Kaul, Sängerin, freie Journalistin, Vortragstä­ tigkeit und synergetische Ar­ beit.

Dr. Lindwall hatte sich bei seiner Tätigkeit als Arzt und Chiropraktiker immer wieder die Frage gestellt, warum bei gleicher Diagnose und gleicher Behandlung ein Patient gesund wurde und ein anderer nicht, oder aber auch Symptome zurückkehrten. Die Antwort darauf war, dass die Seele einverstanden sein muss.

Mag. Karin Kaul

Loslassen – alle sprechen darüber – wir wissen wie es geht, sagt Markus Langholf, dipl. Kulturpädagoge und Leiter von Workshops nach der Methode von Dr. Lindwall.

Zitat Dr. Lindwall: «In meiner jahrelangen Arbeit mit Menschen aller Nationalitäten, Ras­ ­sen, beider Geschlechter und allen Glaubensrichtungen bin ich zu folgender Ansicht gelangt: Wir sind Teile eines einzigen universalen Bewusstseins­ werdungsprozesses. Es gibt eine alles umfassende Ordnung, die allem was ist, zugrunde liegt. Diese universale Ordnung kann und muss entschlüsselt, anerkannt, und befolgt werden, wenn der Mensch auf dem Planeten Erde überleben will.»

Diese Arbeit hebt sich von vielen anderen Vorgangsweisen dadurch ab, dass der Begründer immer wieder betont hat, es wäre nicht der Verdienst von ihm und seiner Frau, sondern sie beide wären lediglich der einen zugrundeliegenden Kraft ge- Wie geschieht Loslassen? folgt, die uns alle erschaffen hat und erhält. Diese wun- Wer einen Workshop besucht derbare Quelle, die viele Na- sollte in seiner gesamten men hat, benennt das Ehe- Persönlichkeitsentwicklung paar Lindwall «allerhöchster auch reif d.h. bereit dafür sein, loszulassen. Er muss wil­ Geist». lens sein, eigene seelische In der Esoterik oder Thera- Schwächen, Schmerzen und peutengesellschaft, wo sich Schatten zu fühlen und wahrviele als einzigartige Helfer zunehmen, damit sie erlöst deklarieren, ist es äusserst werden können. wohltuend zu hören, wenn sich jemand auf die Kraft Got- Für jeden von uns kann sich tes bezieht. Auch die Be- alles wieder zum Guten verschreibung des amerikanischen ändern wenn wir es schaffen, Arzt- und Lehrerpaares durch unsere Ängste und alten VerMarkus Langholf rundet die- haltensmuster aufzugeben. ses Bild ab, indem er ihre gro- Wie heisst es doch: «Wohin sse Menschlichkeit, Weisheit, du deine Aufmerksamkeit ihr bedingungsloses Mitge- richtest – dahin geht deine fühl und ihre Integrität, be- Energie».

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«Pioniere und Lehrer der zweiten Generation des Releasing zu sein, bedeutet für uns den von den Begründern des Releasing, Dr. E. Isa und R. Yolanda Lindwall beispielAngela und Markus Langholf haft verkörperten Geist des bedingungslosen Mitgefühls Erst wenn Altes gehengelas- und der Liebe zu allem Lesen wird kann sich der Raum bendigen nach bestem Wisfür Neues öffnen. sen und Gewissen zu bewahren und die Arbeit gemäss Releasing ist auch deswegen den Erfordernissen der Zeit so einzigartig, weil seine weiterzuentwickeln» (Zitat Haltung von Mitgefühl in Langholf). Form eines bedingungslosen Ja zu allen menschlichen Er- Mehr Informationen unter fahrungen den Zugang zur www.releasing.de Dimension der Seele öffnet. Ist die Dimension der Seele angesprochen geschieht das Loslassen als Akt der Selbsterkenntnis in Liebe, leicht und ganz von selbst. Das blos­ se Aussprechen des Satzes «Ich lasse los» (kann je nach Anlass dementsprechend ergänzt werden, z.B. «Ich lasse los, das Gefühl, dass das Leben mich zu einer Lebensweise zwingt, die ich nicht möchte. Ich entscheide mich das von einer neutralen War- Markus Langholf / Isa und te aus zu betrachten, und das Yolanda Lindwall zu tun, was mir Freude macht und wobei ich mich wohlfüh- Releasing – le») genügt, um in einem ein- Frei sein durch zigen Augenblick das Licht Loslassen des Bewusstseins in bislang unbewusste Räume zu brin- Ein Workshop mit Isa und gen, um sich an die innere Yolanda Quelle der Lebensfreude wie­ Geb., 255 S., 68 farbige Abb., der erinnern zu können. CHF 37.90 / € 25,00,

2., er­wei­ Besonders wichtig bei dieser ­terte Auflage 2008, ISBN 978speziellen Form des Aufar- 3-931560-07-2, Sheema Me­ beitens uns hinderlicher Ver- dien Verlag haltensweisen ist, dass alles im Rahmen von gegenseiti- Der Sheema Medien Verlag ger Wertschätzung und voll- entstand im Jahr 1995 im Rah­ kommener Sicherheit ge- men einer 2-jährigen Schu­lung schieht. Dass dies bei den zur Wahrnehmungs- und Krea­ Workshops von M. und A. tivitätsentwicklung. u

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Vor fünfzig Jahren begegnete der Tuwa-Mongole Galsan Tschi­nag zum ersten Mal der deutschen Sprache. Inzwischen ist er zu einem der sprachmächtigsten Autoren der deut­ schen Literatur geworden.

Galsan Tschinag

Gold und Staub Ein Roman über das Uralte, Un­ glaubliche inmitten von Pro­fit­ gier und Umweltzerstörung.

In diesem funkelnden, ebenso heiteren wie nachdenklichen Roman führt er uns in den innersten Kreis seines Lebens in der mongolischen Steppe. Ein Jahrhundert­ge­ dan­­ke hat sich in seinem Kopf festgesetzt: Mit einer Million Bäume will er die Steppe begrünen. Der erste Schritt: Der öde, zerfallene Friedhof der Ahnen soll wieder hergerichtet werden. Doch dabei tun sich zahlreischlagen, von Ärzten aufgegeben, kannten diese Menschen nur noch einen Wunsch: gesund zu werden, befreit von Not und Schmerzen.

che Hindernisse auf. Die Stam­mes­leute fürchten die Geister der Toten, es fehlt an Geld, Material und Durchhaltewillen. Kann er sich auf sei- als Nomade in seiner Sippe ne Schamanenschwester ver- im Altai und auf Lesereisen lassen? Da taucht in der Jurte im Ausland. Seine Romane, des Stammesführers eine rät- Erzählungen und Gedichte selhafte, blonde, berückend schreibt er meist auf Deutsch. schöne Kasachin auf. Ihre Galsan Tschinag erhielt u.a. Klugheit und Leiden­schaft 1992 den Adelbert-von-Chalässt ihn vergessen, dass sie misso-Preis und 2001 den Hei­ ein eigenes, bedrohliches Ziel mito-von-Do­derer-Preis. 2002 wurde ihm das deutsche Bun­ verfolgt. desverdienst­kreuz verliehen Galsan Tschinag, geboren 1943 und 2008 erhielt er den Litein der Westmongolei, ist Stam­ raturpreis der deutschen Wirt­ ­mesoberhaupt der turkspra- schaft. chigen Tuwa. Er lebt den gröss­ ­ten Teil des Jahres in der Geb., 345 S., CHF 31.50 / Lan­deshauptstadt Ulaanbaa- € 22.95, ISBN 978-3-299tar und verbringt die restli- 00446-7, Unions­verlag u chen Monate abwechselnd DVD, 60 Minuten, Deutsch, € 11.95, Schild-Verlag u Brüder Grimm

Aschenputtel

Sein Wirken geht bis heute. Mit Bildern von Ulrike Ha­ Der Bruno Gröning-Freundes- seloff schichte von «Aschenputtel» kreis ist mittlerweile weltweit immer noch sehr beliebt. bekannt. Die Bedeutung und Aschenputtel lebt durch die Wirkung der Botschaft, die Missgunst seiner Stiefschwes­ Seit 1960 druckt die SchweiBruno Gröning mit seinem Le- tern wie eine Dienstmagd. zerische Bibliothek für Blinde, ben und seinen Worten den Mit Hilfe der Vögel und ei- Seh- und Lesebehinderte SBS Menschen übergeben hat, be- nes Wunderbaumes ge­lingt für ihre Gönner jedes Jahr ein Das Phänomen wahrheitet sich auch in unse- es ihr, unerkannt am Ball des Märchen der Brüder Grimm. ren Tagen tausendfach. Hei- Prinzen teilzunehmen. Der Im Märchenbuch, das die SBS Bruno Gröning lungsberichte aus aller Welt Prinz verliebt sich unsterb- dieses Jahr verschickt hat, hat Dr. W. Vogelsberger und geben Zeugnis davon, dass lich in Aschenputtel und un- die Illustratorin Ulrike Hasel­ Jürgen Block im Gespräch Menschen Zugang finden kön- ternimmt alles, um es wieder­ off sehr viel Talent fürs Detail mit Michael Vogt
 nen zu einer Kraft, die selbst zufinden. bewiesen, wie zum Beispiel vor dem von ärztlicher Seite so bei den wundervollen Kleider­ Mittschnitt aus Alpenparla­ oft ausgesprochenen Urteil Das Märchen von Aschenput­ kreationen zu sehen ist. ment.tv tel gehört zu den beliebtes«unheilbar» nicht haltmacht. ten Haus- und Kindermärchen Wenn Sie gerne Märchen­bü­ Im Frühjahr 1949 strömten Eine Kraft, die erfolgreicher der Brüder Grimm. cher sammeln, so können Sie Tausende ins westfälische und allumfassender Not und weitere Grimm-Märchen bei Herford. Im Herbst des glei- Leid beseitigt, als es dem Die Geschichte vom armen der SBS unter der Telefonnum­ chen Jahres zog es bis zu menschlichen Können und Aschenputtel, das sich gegen mer 043 333 32 32 oder per E30’000 Menschen täglich zum Wissen auch nur im Entfern- seine böse Stiefmutter und Mail an info@sbs.ch bestellen. Rosenheimer Traberhof un- testen möglich wäre. Bruno Stiefschwestern behaupten weit von München. Ein Elens- Gröning sprach von der «gött- muss, wurde schon einige Ma­ Für die SBS bedeutet der Ver­ heer von Kranken und Lei- lichen Heilkraft», dem «Heil- le verfilmt. Am bekann­tes­ten sand der Märchenbücher zudenden. Sie hatten allesamt strom». Er war über­zeugt da- ist wohl der tschechisch-ost- dem eine unersetzliche Ein­nah­ ein Ziel: Bruno Gröning. Für von, dass sich der Mensch deutsche Film «Drei Haselnüs­ mequelle, um ihre Dienstleisviele war der Heiler die letzte mit Hilfe seiner Lehre diese se für Aschenbrödel». Auch tungen weiterhin anbieten zu u Hoffnung. Vom Krieg ge- Kräfte nutzbar machen kann. als Märchenbuch ist die Ge- können.

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Alan Lightman

Herr G. Ein Roman der Schöpfung

sind sie ein Weil­chen im Nichts spazieren gegangen, mal traf man sich. Da es keinen Raum und keine Zeit im Nichts gab, gab es auch kein Vorher und kein Nachher, alles fand irgend­wie gleichzeitig statt, und so war es egal. Mit Beginn der Erzählung ändert sich das durch eine Laune von Ihm: «Ich war gerade von einem Mittagsschlaf erwacht, da be­ schloss ich, das Universum zu erschaffen.» Da Herr G. zwar allmächtig ist, aber keinesfalls allwissend, geht das am Anfang gründlich schief, bis Er sich auf ein Universum (Aa­ lam-104729) konzentriert. Un­ seres? Man weiss es bis zum Schluss nicht, aber erhofft sich so einen intelligenten, ra­tio­ nalen und gleichzeitig gütigen Schöpfer.

teriöse, aber nicht unbedingt teuflische Widersacher Belhor. Lightman bietet eine angenehme Mischung aus Wissen­ schaft und Philosophie, er über­ nimmt geschickt und ohne Herablassung die Schöpfungs­ geschichte – Deva, Penelope und Belhor fungieren als Spar­ ringspartner für Seine existentiellen Grübeleien. Lightman vermittelt grosse Themen mit einem leichten, bisweilen sogar komischen Ton, lässt da­ bei allen Gläubigen Raum, er­ weckt aber auch in bekennen­ den Atheisten Sinn für das Wunderbare unserer Existenz. Dieses Buch bereitet nicht nur erwachsenen Lesern – gleich welcher Religion oder Nichtreligion – Lesevergnügen, die zahlreichen Denkanstösse in Kombination mit dem lockeren Tonfall bieten sich sicherlich auch an, die Geschichte von Herrn G. an Jugendliche weiterzureichen oder im Schul­ unterricht als Diskussionsgrund­ lage zu verwenden.

Claudia Müller Ebeling / Christian Rätsch / Wolf-Dieter Storl

Hexenmedizin Die Wiederentdeckung einer verbotenen Heilkunst – Scha­ ­manische Traditionen in Europa

Hexenmedizin ist die lange Zeit Der legt erst einmal ein paar verbotene, geächtete und ungrundlegende physikalische terdrückte «alternative» Heil­ Gesetze (einschliesslich der Relativitätstheorie und der Kau­ kunst unserer Ahnen, einer Heil­ salität) für Raum und Zeit fest kunst, die nicht nur gesund und lässt danach den Dingen macht, sondern Lust und Erin seinem kleinen Universum kenntnis, Rausch und mysti(im Nichts kaum grösser als sche Einsicht bringt. Die Autoein Gymnastikball) mehr oder In jedem Fall empfehlenswert! ren nehmen uns mit auf eine minder ihren Lauf, fungiert Erkundungsreise, die zum Urzusammen mit dem Leser oft Alan Lightman, geboren 1948, sprung der Heilkunst, durch mehr als Beobachter, denn von Haus aus Astrophysiker, die antike Mythologie, zur Heals Handelnder. Durch den ist Professor der Humanwissen­ xe als Verkörperung der SinnDennoch bin ich nach diesem Zwang und die Logik der Na- schaften am Massachusetts lichkeit und schliesslich zur Gift­ Buch überzeugt: genau so könn­ turgesetze «geschieht» dann Institute of Technology (MIT). mischerin und Heile­rin führt. te es gewesen sein oder ist es aber doch alles dicht an der Obendrein unterrichtete er Das Buch öffnet die Tür zum auch heute noch. Ganz klein Schöpfungsgeschichte, wobei kreatives Schreiben. Sein Ro- verdrängten Wissen der Hexen­ fühlt man sich nach der Lek- Er bei seinen höchst sporadi- man «Und immer wieder die medizin und zeigt Wege, wie türe. Ein geschickter Schach- schen Besuchen im Univer- Zeit. Einstein’s Dreams» wur- die heiligen Pflanzen unserer zug des (übrigens atheisti- sum verwundert feststellt, dass de in dreissig Sprachen über- Ahnen heute wie­der genutzt schen) Autors: er lässt seine die Dinge, die Er plante, und setzt und war ein internatio- werden können. Leser teilhaben an den Erleb- über deren Vor- und Nachtei- naler Bestseller. Daneben hat nissen des Ich-Erzählers Herrn le er noch nachdachte (z.B. er die Romane «Der gute Be- Dieses Buch eröffnet einen G. und damit schlüpft man die Erschaffung intelligenten nito» und «Die Diagnose» und erstaunlichen Zugang zu einem völlig unbemerkt in eine neue, Lebens), sich von ganz allei- zahlreiche wissenschaftliche faszinierenden Bereich unsegrosse Perspektive. ne entwickeln. Und natürlich Werke verfasst. Ausserdem rer Kultur- und Medizingephilosophiert Er, stellt wie schreibt er im «New Yorker» schichte: zur Heilkunst der Seit einer ungewissen Zeit hat nebenher logische Zusammen­ und in «Nature». Alan Light- Hexen, der verbotenen, geäch­ Herr G. im endlosen Nichts vor hänge zwischen Naturwissen­ man lebt mit seiner Familie teten, staatlich und kirchlich unterdrückten «alternativen» sich hin gechillt. Mehr oder schaft und Religion her. Denk­ in der Nähe von Boston. Medizin. Hexenmedizin ist wil­ weniger in einem Dämmerzu- anstösse liefert dabei neben stand, denn in diesem Nichts Onkel Neva (ist für ein Leben Geb., 319 S., CHF 24.90 / € de Medizin, sie ist unkontrolgibt es eben: Nichts. Er, sein nach dem Tod) und der zicki- 16.99 (D), 17.50 (A), ISBN lierbar und entzieht sich der Onkel Deva und Tante Penelo- gen aber lebensklugen Tante 978-3-86995-0, Quadriga Bas­ herrschenden Ordnung. Sie pe haben mal geschlafen, mal Penelope auch der etwas mys­ tei Lübbe u macht Angst, denn sie ent-

Petra Bohm. Diesmal war es der neue «Roman» von Alan Lightman, der mir ein ziemlich geniales Lesewochenende beschert hat. Auch, oder gerade weil die Bezeichnung «Roman» nicht unbedingt tref­ fend ist, denn eigentlich handelt es sich um die fesselnde Biografie des Herrn G., wenn auch eine fik­tive…

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scheidet über Leben und Tod. Hexenmedizin ist Kult – scha­ manischer Heilkult um heilige, das heisst wirkungsvolle Pflanzen. Dr. Claudia Müller-Ebeling: geboren 1956, Kunsthistorike­ rin und Ethnologin, spezialisiert auf visionäre Kunst, erforscht seit über zwanzig Jahren den Schamanismus in Korea, im Amazonasgebiet und in Nepal und beschäftigt sich mit den elementaren Prinzipien scha­ manischer Kunst. Internationa­ le Referentin und Ko-Autorin diverser Bücher, unter anderen des Standardwerks «Schamanismus und Tantra in Nepal».

oder Krebs sind verblüffend. Ein Buch für alle, die nach Heilung suchen, ihren Körper vitalisieren und energetisieren wollen, aber auch für chronisch Kranke, die ihre Gesundheit auf natürlichem Wege zurückerlangen möchten.

Dr. med. Ilse Triebnig / Ingomar W. Schwelz

Dr. Christian Rätsch: geboren Der Stein des Lebens  1957, Ethnopharmakologe, Re­ ferent und Autor, studierte Al­t­ Wie das Vulkanmineral Zeoamerikanistik, Ethnologie und lith-Klinoptilolith Ihre Ge­ Volkskunde. Seit über zwan- sund­heit und Ihr Leben retzig Jahren erforscht er welt- ten kann! weit schamanische Kulturen und deren Gebrauch psycho- Eine weltweit einzigartige Ver­ aktiver Pflanzen. Von ihm stam­ mahlungs-Technik macht das men zahlreiche Bücher, u.a. das Jahrmillionen alte VulkanmiStandardwerk «Enzyklopädie neral Zeolith-Klinoptilolith zum der psychoaktiven Pflanzen». wohl effektivsten Entgiftungs­ mittel unserer Zeit. Wolf-Dieter Storl: geboren 1942, Kulturanthropologe und Eth­no­ Die Ergebnisse in der medizibotaniker. Der ehemalige Ful- nischen Anwendung liefern bright Scholar der Universität nun den Beweis: Mehr als zehn Bern lehrte als Dozent an ver- Jahre lang hat die renommier­ schiedenen Universitäten. Stu­ te österreichische Schul- und dienreisen, ethnografische und Naturheilmedizinerin Dr. Ilse ethnobotanische Feldforschun­ Triebnig das fein zerriebene gen – in einer traditionellen Lavagestein bei über 2000 Spi­ritistensiedlung in Ohio, bei Patienten äusserst erfolg­reich alteingesessenen Bauern im als Natur­heilmittel angewenEmmental, bei Medizinmän- det. nern der Northern Cheyenne, bei Shiva Sadhus in Indien und In der Prävention gibt die sanfNepal ­– finden ihren Nieder- te Medizin neue Energie für schlag in zahlreichen Artikeln den Alltag, entschlackt  auf und Büchern. Seit 1988 lebt er 100 Prozent natürlichem Weg mit seiner Familie auf einem und sorgt gleichzeitig für eine Einödhof im Allgäu, wo er gärt­ Regulierung des Säure-Basennert und den Geheimnissen Haushalts – und das garantiert der Heilkräuter und Wildpflan­ ohne Nebenwirkungen. zen nachgeht Und die Erfolge bei den exGeb., 272 S., CHF 42.90/€ 29.90, plodierenden chronischen ZiISBN 978-3-03800-694-7, AT vilisationserkrankungen wie Verlag u Arterienverkalkung, Diabetes

Broschur, 216 S., € 19,80, 9783-7086-0714-6, Mohorjeva Pater Karl schöpft aus seiner Hermagoras u 27-jährigen Erfahrung als Mönch und gibt frische Antworten auf die grossen Fragen des Lebens und Menschseins: Wie werde ich glücklich? Was habe ich von Gott? Wie gehe ich damit um, dass ich einmal sterben muss? Ein Buch über die Frage, ob und wie man glücklich werden kann und worauf man achten muss, um tief und sinnvoll zu leben – auch wenn man kein Mönch ist. Ein Buch mit vielen persönlichen Erlebnissen und augenzwinkernden Bekenntnissen des Autors, das nicht belehren, sondern begeistern will. Ein Buch über Pater Karl Wallner die uralten Lebensweisheiten des christlichen Glaubens, die Wer glaubt wird es verdienen, wiederentdeckt zu werden, weil sie die Kraft selig haben, dem Leben Freude, Gedanken eines Mönchs Richtung und Ziel zu geben. über das Glück, sinnvoll zu Ein Buch über das, was wirkleben lich wichtig ist im Leben. Ein Buch von Herz zu Herz, von Warum läuft mein Leben so Mönch zu Mensch. schnell? Ist der Weg tatsächlich schon das Ziel? Hat mein P. Dr. Karl Wallner ist ZisterziLeben einen Sinn? Auf diese enser und Rektor der PäpstliUrfragen des Menschen gibt chen Phil.-Theol. Hochschule es viele Antworten. Doch Benedikt XVI. Heiligenkreuz. was sagt einer, der selbst Neben seiner Tätigkeit als schon fast drei Jahrzehnte als Professor für Dogmatik und Mönch in einem katholi- Sakramententheologie ist er schen Kloster lebt – und da- mit Hingabe Jugend- und Stu­ von überzeugt ist, für sich dentenseelsorger. das grosse Glück und den letzten Sinn gefunden zu ha- TB, 352 S., CHF 16.90/€ 8,99 ben? Pater Karl Wallner ist (D), 9,30 (A), ISBN 978-3-404Theologe, Seelsorger und 60652-8, Bastei Lübbe u

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Pres­sesprecher des Zisterzienserklosters Stift Heiligenkreuz. In diesem Buch führt er uns überraschend offen in das Innenleben eines tiefgläubigen Mönchs und berichtet authentisch, charmant und humorvoll über das Abenteuer seiner Lebensform und sein persönliches Lebens­ glück.

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Meditation

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Meditation ist ein Weg der Inwendigkeit. Sie führt in die Stille des Herzens und in den Raum der Seele, wo wir unseren Engeln nahe sind. Meditation befähigt uns, aus dem göttlichen Licht zu schöpfen und aus dieser erfrischenden, transformativen Erfahrung heraus zu leben, um eine glückliche Wirklichkeit, entsprechend unserer Berufung, zu kreieren.

www.spiritheal.com

Dieser offene Zyklus ist vierzehntäglich, jeweils am Montag von 19 Uhr 30 bis 21 Uhr, in der Nähe von Bern. Anmeldung und nähere Auskunft bei: Silvia Siegenthaler, Tel.: 031 332 64 75, E-Mail: silvia.pmt.cst@bluewin.ch, Website: introvision.ch

Wer ist Maitreya ? Maitreya ist der persönliche Name des Weltlehrers, des Hauptes der Geistigen Hierarchie unseres Planeten. Er wird von allen grossen Weltreligionen als der Messias, Krishna, der Imam Mahdi, Maitreya Buddha und der Christus erwartet. Er kommt als Avatar für das neue Zeitalter zurück, als Lehrer und Berater für alle Menschen – egal ob sie einer Religion angehören oder nicht. Er kommt mit seiner Gruppe, den Meistern der Weisheit. Gemeinsam werden sie die Menschheit inspirieren, eine neue, strahlende Zivilisation zu schaffen, die auf Gerechtigkeit und gemeinsamem Teilen basiert. Er wird zum Handeln aufrufen, um die Millionen Menschen, die täglich in einer Welt des Überflusses verhungern, zu retten. Durch Maitreyas Fürsprache werden die sozialen Belange Priorität erlangen, so dass ausreichende Nahrung, Obdach, Kleidung, Bildung und medizinische Versorgung für alle Menschen zu universellen Rechten werden. www.share-international.org

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Veranstaltungen

des

BPV,

des

PZ,

der

SPG

und des

PF

In Klammern ist jeweils angegeben, welche Organisation die Veranstaltung durchführt (Anfragen und Anmeldungen bitte an die entsprechende Adresse). BPV (Basler Psi Verein): 061 383 97 20, PZ (Psi Zentrum Basel) 061 641 02 29, SPG (Schweizer Parapsychologische Gesellschaft, Zürich) 044 422 56 62, PF (Psi-Forum Ostschweiz, St. Gallen) 071 223 16 68.

November 1. Heilmeditation mit Alexander Vonlanthen in Bern (BPV) 1. Deep-Field-Relaxation, Erleb­ nis­­abend mit Clif Sanderson (BPV) 2./3. Das Tao der ganzheitlichen Selbstheilung, Vortrag und Seminar mit Austin Goh in St. Gallen (PF) 2./4. Systemaufstellungen, Seminar mit Dr.med. Albrecht Mahr (BPV) 3./4. Deep-Field-Relaxation, Work­ shop mit Clif Sanderson (BPV) 3./4. «Kontakt mit der Ebene II – Die Ebene II durch uns sprechen und wirken lassen», Seminar mit Harald Wessbecher (SPG) 5. Erlebnisabend mit Bahar Yilmaz (SPG) 6. Astro-Gespräch mit Karin Hangartner (BPV) 6. Trance Healing und sensitive/ mediale Beratung mit Monika Dal­ ­le Carbonare (BPV) 6. «Die Herausforderung des Wan­ dels», Vortrag und Demonstration mit Maitra (SPG) 7. Ki-Massage mit Ruth Kiefer (BPV) 7. Mediale Privatsitzungen mit Christoph Bürer (BPV) 7. Jenseitskontakte, mediale Demonstration mit Schweizer Medien (PZ) 7. Tablework, ein experimenteller, medialer Abend mit Christoph Bü­ rer, Max Schweizer und Sisy Hofmann (BPV) 8. Wildes Herz – Kompass in stürmischen Zeiten, Vortrag mit Chris­ tina Kessler (BPV) 8. Die Macht des Zellgedächtnisses und die transformierende Kraft des multidimensionalen Zell­ be­wusst­seins, Erlebnisabend mit Ber­nadette Suter in St. Gallen (PF) 9. Hypnose – Kommunikation mit dem Unterbewusstsein, Vortrag mit Gabriel Palacios (BPV) 9. Wildes Herz – Kompass in stürmischen Zeiten, Vortrag mit Chris­ tina Kessler in Bern (BPV) 9. Kommunikation mit unserer interdimensionalen DNS, MerKa­ Ba-3-Seminar mit Ortlieb Schrade (PF)

Kleininserat

10. Phantastische Phänomene im Séanceraum, Vortrag mit Lucius Werthnüller in Bern (BPV)

21.-23. Auragramm und Energiebilder, Privatkonsultationen mit Co­lin Hall (BPV)

10./11. Wilder Geist, wildes Herz – Kompass in stürmischen Zeiten, Workshop mit Christina Kessler (BPV)

21.-25. WahrFühlen/WahrSehen – In Stimmigkeit seinen Weg gehen, Basisseminar II mit Rebecca Rosing (BPV)

10./11 Gedankenlesen und Hypnose, Intensivseminar mit Gabriel Palacios (BPV)

24. Entspannung und Lebensfreu­ de mit EFT – Emotionale Freiheit, Workshop mit Margrit Spa­ linger in St. Gallen (PF)

12. Privatsitzungen Brigitte Heim (SPG) 12.-17. Medialität entwickeln, Se­ minarwoche mit Gordon Smith (BPV) 13. Gruppenheilung / Heilmedita­ tion mit Daniel Luca Martinez (PZ) 14. Botschaften aus dem Jenseits, Erlebnisabend mit Sabine Wolters und Andy Schwab (BPV) 15. Geistig-energetisches Heilen, mit Max Schweizer (BPV) 15. Tier-Kommunikation mit Petra Schweizer (BPV) 16. Jenseitskontakte, mit Sandie Baker (PZ) 16./17. Einzelhealings mit Bernhard Regner in St. Gallen (PF) 17. Botschaften aus dem Jenseits, Erlebnisabend mit Gordon Smith in Bern (BPV) 17. Die Innere Sicht – Der Innere Bildschirm – Sehen mit dem Herzen (Kurs 3), mit Thomas G. Peter (PF) 18. Innerer Frieden – Wahrheit – Bewusstsein – Glückseligkeit, Sat­ sang mit Mahima in St. Gallen (PF) 19. Spirituelles Heilen mit Rita Müller (BPV) 19.11.-14.12. Heilbehandlungen, Privatkonsultationen mit William Nonog (BPV) 19.-25. Privatsitzungen mit Bill Col­ler (SPG) 20. Harals II – Die Trancequelle von Harald Wessbecher, Erleb­ nis­abend (BPV) 20. Handlesen für Anfänger und Fortgeschrittene, Übungsabend mit Eva und Matthias Güldenstein (PZ) 20. Jenseitskontakte, Demonstra­ tions­abend mit Bill Coller (SPG) 21. Spirituelle Kunst und Auragramm, Vortrag und Demonstration mit Colin Hall (BPV)

24. Die neue Schule des Lichtes und der Erinnerung – Christusbewusstsein und Horusschaft, Se­ minar mitThomas G. Peter in Zürich (PF) 25. Spirituelle Kunst – Schöpfung aus der Stille,Tagesworkshop mit Colin Hall (BPV)

8. Kartenlegen mit LenormandKarten, mit Regula E. Fiechter (PZ) 8./9. Schicksalskraft der Namen nutzen, Seminar mit Harald Wess­ becher (BPV) 9. Heilung aus dem Unsichtbaren, Kurzseminar mit Heilbehand­ lung mit William Nonog (BPV) 10. Spirituelles Heilen mit Rita Müller (BPV) 11. Astro-Gespräch mit Karin Han­ ­ artner (BPV) g

25. Tanz der Freude, Tages­work­ shop für Frauen mit Renata Gallacchi (BPV)

11. Schicksalskraft der Namen nutzen, Seminar mit Harald Wess­ becher (SPG)

27. Mediale Beratung mit Corinne Stohler (BPV)

11. Jenseitskontakte, mit Robert Brown (PZ)

29. Heilmeditation mit Alexander Vonlanthen (BPV)

11. Gruppenheilung / Heilmedi­ ta­tion mit Daniel Luca Martinez (PZ)

30. Wheel-Reading mit Matthias Gasser (BPV) 30. Spirituelles Heilen mit Silvia Kaslin (BPV) 30. Jenseitskontakte, mit Bill Col­ ler und Kolleginnen (PZ) 30.11./1./2.12. Das Innerwise Sys­ tem der Selbst­heilung, Vortrag und Workshop mit Uwe Albrecht (BPV) 30.11.-7.12. Privatkonsultationen mit Bill Coller (PZ)

Dezember 1. Dem eigenen Stern folgen, Workshop in Wienacht (PF) 1./2. Quantenpraxis II, Wochenendseminar mit Dr. Michael König (SPG) 3.-7. Privatsitzungen Sue Row­ lands (SPG) 4. Mediale Beratung mit Corinne Stohler (BPV) 4. Demo Jenseitskontakte mit Sue Rowlands (SPG) 4. Handlesen für Anfänger und Fortgeschrittene, Übungsabend mit Eva und Matthias Güldenstein (PZ) 5. Ki-Massage mit Ruth Kiefer (BPV) 5. Jenseitskontakte, mit Schweizer Medien (Hampi van de Velde) (PZ)

11.-14. Privatkonsultationen mit Robert Brown (PZ) 14. Mother Healing – Heilen der Mutterbeziehung, Kurzworkshop mit Thomas Young (BPV) 14. Tierkommunikation, Schnup­ per­kurs mit Angelika Gülden­stein (PZ) 15. Kosmische Mysterien – Wege zur inneren Einweihung, Seminar mit Armin Risi in St. Gallen (PF) 15./16. Workshop Medialität mit Robert Brown (PZ) 15./16. Das Christus-Quantum – Die Matrix des Heiligen, Workshop mit Thomas Young (BPV) 19./20. Young at Heart – Willkommen im Herzen, Workshop mit Thomas Young (BPV) 20. Geistig-energetisches Heilen mit Max Schweizer (BPV) 20. Tier-Kommunikation mit Petra Schweizer (BPV) 21. Wheel-Reading mit Matthias Gasser (BPV) 21. Spirituelles Heilen mit Silvia Kaslin (BPV)

Bill Coller (internat. Medium), Loten Da­hort­­sang (tibet. Mönch). Fachkundige und intensive Seminare und Ausbildungen für Me­dia­li­tät, Heilen und Meditation in Zürich mit renom­mierten Ausbildern. Internet: www.orgam.org, E-Mail: info@orgam.org

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7. Aussersinnliche Wahrnehmung und Bewusstseinsreisen, Vortrag mit Harald Wessbecher (BPV)

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Agenda

Einträge von Veranstaltun­gen mit Angabe von Telefon oder E-Mail sind kos­tenlos. Bei Platzmangel werden Anlässe von Abonnen­ten/ Inseren­ten bevorzugt. Die nächste Ausgabe erscheint Ende Dezember. Bitte melden Sie Ihre Termi­ne von Januar/Februar vor dem 20. November an:

Wendezeit-Agenda, Parkstr. 14,

CH-3800 Matten E-Mail: redaktion@wendezeit.info

Schweiz November 1. Das Problem ist in mir – die Lösung ist in mir, Vortrag mit Paul Taylor in Bern. 031 333 99 09 1. Die Kraft der Heilpflanzen, Abendseminar mit Viola Stollenmaier in Müllheim. 052 763 11 02 1./29.11./13.12. Spirituelles Heilen, Schnup­perabende in Stef­fis­ burg. 079 652 90 47 2. Quantenheilung, energetisches Arbeiten, mit Claudia LoRe Stad­ ler in Berg. 076 367 51 11 2. Lichtabend mit Botschaften von Maria und Jesus, Channeling mit Ma­nuela Arcotta in Bern. 031 333 99 09 2. Jenseits von Grenzen, Vortrag mit Wolfgang Fasser in Winterthur. 079 753 38 86 2. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Thun. 033 243 04 26 2. Die Energien des Lebens und des Sterbens, Vortrag mit Ulli Olvedi in Bern. 031 333 99 09 2. Die Heilkraft der Klänge als Ergänzung zur Hausapotheke, Abend­kurs mit Rolf Gardi in Zol­ likofen. 031 911 80 18. 2. Qi Gong in den Bergen, mit Djurdja Petrina Bucher in FlüeliRanft. 044 450 61 20 2./3. Lightway Seminar mit Ger­ rard McInerney in Gunten. 033 243 04 26 2.-4. Gesundheitsmesse in Winkel ZH. 062 726 03 26 2.-4. Mystic down to Earth, Work­ shop mit Param Jyoti auf der Schwei­benalp ob Brienz. 033 952 20 00 3. Releasing – Befreiung innerer Blockaden, Einzelsitzungen mit Ursula Maria Auktor in Bern. 031 333 99 09 3. Schmerzseminar mit Rita Hengartner in Erlenbach. 044 793 18 08 3. Lieder des Herzens, offenes Singen mit Nelly Kuster in Fribourg. 026 322 42 35 3. Feuerlauf mit Esther HaagBachmann in Wila. 044 955 95 30 3./4. Sterben und Tod – nach den Lehren des tibetischen Totenbuchs, Seminar mit Ulli Olvedi in Bern. 031 333 99 09 3./4. Spirituelle Sterbebeglei­ tung, Seminar mit Dr. Gabriel

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Looser in Morschach SZ. 041 820 22 26 3./4. Familienstellen, Seminar mit Christine Kupferschmid in Glattbrugg. 079 912 76 77 3.-9. Yoga, mit Carmen Costa auf der Schwei­benalp ob Brienz. 033 952 20 00 4. Trommeln und Kräfte, mit Edith Wilhelmy in Ueberstorf, 076 360 69 79 4. Om-Healing, Seminar mit Tamara Pabst in Winterthur. 079 753 38 86 4. Trance Workshop 2012 mit Daisy Izsak, in Zürich. 079 263 15 65 4.-6. Shiatsu-Therapie, Einführungs-Workshop mit René Pilloud in Kiental. 033 676 26 76 5. Informationsabend zur Jahres­ ausbildung Medialität 2013, mit Dolly Röschli und Trudy Diserens in Aathal. 076 572 72 75 5. Selbstbewusstes Kind, mit Clau­ dia LoRe Stadler in Berg. 076 367 51 11 5. Klangräume öffnen und in die eigene Arbeit integrieren, mit Rolf Gardi in Zollikofen. 031 911 80 18 6. Medialer Abend mit den Schwei­ zer Medien Christoph Bürer, Barbara Klaus und Susanna Meier in Rickenbach LU. 031 352 10 40 6. Kontakte zur Geistigen Welt, öf­ fentliche Demonstration mit Colin Hall in Steffisburg. 079 652 90 47 6. Lichtklänge, die die Seele berühren, Abend mit Peter Piotter in Dübendorf. 071 511 26 84 6./20. Medialer Abend, Einstieg und Aufbau, mit Tili Renner Jakob in Adligenswil. 041 370 14 39 6.-8. Sterbebegleitung als Meditation und Kontemplation, mit Dr. Gabriel Looser in Wildhaus. 031 318 19 01 7. Offenes Singen – Mantras und spirituelle Lieder aus der ganzen Welt, mit Marianne Bieri in Bern. 031 333 99 09 7. Meditation zum Loslassen, mit Anjali Jegge in Bern. 031 333 99 09 7. Auf der Suche nach dem Lebenssinn – zwischen Bindung und Freiheit, Vortrag mit Dr. Clemens Dietrich in Aarau. 076 316 63 48 8. Tableworkabend – medialer Abend in der Praxis, mit Christoph Bürer, S. Hofmann und S. Zumbrunn in Bern. 031 333 99 09 8.-11. Tranceheilen, Trance und physikalische Medialität mit Andy Schwab in Bern. 031 399 00 00 8.-11. Kontemplation via integralis, Einführung und Übung mit Margrit Wenk-Schlegel in Edlibach. 041 757 14 14 9. Krafttiere – unsere geistigen Be­ gleiter, Vortrag mit Kokopelli Gua­ darrama in Bern. 031 333 99 09 9. Spiritueller Begegnungsabend

mit Gerrard McInerney in Ennetbürgen. 033 243 04 26 9. Heilreisen in das Land der Einhörner, Erlebnisabend mit Melanie Missing in Bern. 031 333 99 09 9./10. Energiearbeit mit den 7 Strahlen und Planeten mit Karin Wyss in Bichwil. 071 955 95 33 9.-11. Gesundheitsmesse in Watt­ ­wil SG. 062 726 03 26 9.-11. Schamanische Divination, Seminar für Fortgeschrittene mit Daniela Rupp in Davos. 081 413 74 39 10. Kraftbilder malen, Seminar mit Monika Tresch in Altdorf. 041 870 73 30 10. Sensitivität & mediale Entwicklung, Anfänger-Seminar mit Elvira Truttmann in Einsiedeln. 055 412 42 54 10. Spirituelle Sterbebegleitung, Seminar mit Dr. Gabriel Looser in Baden. 031 318 19 01 10./11. Wenn Schönheit wieder ein Bedürfnis geworden ist, Tanz-Performance mit S. Daeppen und Ch. Lauener in Bern. 031 333 99 09 10. Engel und Einhörner – deine kraftvollen Begleiter für die neue Zeit, Tagesseminar mit Melanie Missing in Bern. 031 333 99 09 10./11. Tanz der Schönheit und Liebe, Workshop mit Dakini Dance Projects S. Daeppen und Ch. Lauener in Bern. 031 333 99 09 10./11. Mediales Malen, Workshop mit Colin Hall in Steffisburg. 079 652 90 47 10./11. Wünsch es dir einfach – aber richtig! Das Gesetz der Resonanz und wie Träume wahr werden, mit Pierre Franckh und Michaela Merten in Zürich. 044 261 00 90 10./11. Sensitivität und Medialität mit Sabine Wolters in Bern. 031 399 00 00 10./11. Lightway Seminar mit Ger­ rard McInerney in Buochs. 033 243 04 26 10./11. Die Zusammenarbeit mit den Krafttieren, Seminar mit Koko­ pelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 12. Workshop Hellfühlen, Mittelstufe/Fortgeschrittene, mit Dolly Röschli in Aathal. 076 572 72 75 13. Herzöffnung, Meditations­abend mit Nandi Devar in Bern. 031 333 99 09 13./27. Medialer Abend, Vertiefung und Praxis, mit Tili Renner Jakob in Adligenswil. 041 370 14 39 14. Schamanisches Trommeln, Aztekische Trommelgruppe mit Ko­ ko­pelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 14. Aura-Soma und Numerologie, Nachmittag mit Barbara Witschi in Steffisburg. 079 652 90 47 14./28. HMST Zirkel (Heilen, Medial/Sensitiv, Trance) mit Astrid Oet­­liker in St. Gallen. 079 604 88 33 15. Telepathie mit Mensch und

Tieren, Vortrag mit Helen Gerber in Bern. 031 333 99 09 15. Spiritueller Abend mit Schweizer Medien und Heilern in Langenthal BE. 031 352 10 40 16. Eft – Klopf dich frei, Workshop mit Claudia LoRe Stadler in Berg. 076 367 51 11 16. Das Wunder der Selbstliebe, Vortrag mit Manfred Mohr in Bern. 031 333 99 09 16. Meditation und persönliche Engelbotschaften, Abend mit Simo­ ne Balmer in Bern. 031 333 99 09 16. Schamanisches Reisen, Workshop mit Susanne Meier in Bern. 031 333 99 09 16. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Aarau. 033 243 04 26 16.-23. Naikan – Versöhnung und Dankbarkeit, mit Ruedi Beiner auf der Schwei­benalp ob Brienz. 033 952 20 00 17. Befreien Sie Ihre Weiblichkeit. Die spirituellen Gesetze der Lichtarbeit, mit Nicole Schöfmann in Zürich. 044 261 00 90 17. Medialer Abend mit Botschaften aus dem Jenseits, mit Lian Baum­ gartner und Andy Schwab in Zürich. 031 399 00 00 17. Liebe dich selbst, und deine Wünsche gehen in Erfüllung, Work­ shop mit Manfred Mohr in Bern. 031 333 99 09 17. Rückzug in deinen Herzens­ tempel, Tagesseminar mit Elvira Odermatt in Bern. 031 333 99 09 17./18. Der grosse Übergang. Engel: Bilder und Schlüssel zur inneren Welt universaler Weisheit, mit Diana Cooper in Zürich. 044 261 00 90 18. Tierkommunikation, Grundkurs mit Helen Gerber in Bern. 031 333 99 09 18./19. Aztekische Reinigung/Heilung, schamanische Einzelsitzun­gen mit Kokopelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 20. Lebensprinhipien – Wege zur Selbsterkenntnis, Vorbeugung, Hei­ lung, Seminar mit Dr. Rüdiger Dahl­ ke in Bern. 031 333 99 09 20. Krankheit als Sprache der Seele, Vortrag mit Dr. Rüdiger Dahlke in Bern. 031 333 99 09 20. Peace Food – Seelennahrung für inneren und äusseren Frie­ den,Vortrag mit Dr. Rüdiger Dahlke in Bern. 031 333 99 09 21. Duft-, Klangmeditation, mit Yvon­ne Zimmerli in Zofingen. 076 388 60 55 21. Wolfs-Medizin, Workshop mit En­ rico Ibor Frey in Bern. 031 333 99 09 22. Darshan – Abend der Heilung, Begegnung mit Stephen Turoff in Bern. 031 333 99 09 22. Spiritueller Abend mit Schweizer Medien und Heilern in Luzern. 031 352 10 40 22. Medialer Erlebnisabend mit

Wendezeit 6/12 15.10.12 07:32


Barbara Witschi, Ueli Uhlmann und Manuela Egger in Steffis­ burg. 079 652 90 47 22.-25. Schweigeretreat mit Nandi Devar auf der Schwei­benalp ob Brienz. 033 952 20 00 22.-25. Bio-energetische Körperarbeit. Vitale Beziehung zwischen Psyche, Geist und Körper, mit Brigitte Lämmle in Zürich. 044 261 00 90 23. Energiemeditation nach Joao de Deus, Heilerforum mit Tili Renner Jakob in Adligenswil. 041 370 14 39 23. Selphin-Matrix – Lebe dein Po­ tential! Erlebnisabend mit Michel und Savier Huguenin in Bern. 031 333 99 09 23. Einblick in das slawische Heilwissen, Abendworkshop mit der si­birischen Schamanin Ladamira in Bern. 031 333 99 09 23.-25. Kommunikation mit unserer interdimensionalen DNS, MerKaBa-3-Seminar mit Ortlieb Schra­ de in Bern. 031 333 99 09 24. Medium’s Day mit Gerrard McInerney, Susanne Burki, Beatrice Lacerti, Tili Renner Jakob, Monika Tresch und Wisel Spiller in Gisikon. 033 243 04 26 24. Sei einzigartig! – Du und dein Lebensziel. Workshop mit Daniela Maiwald und Christine N. Kloess in Bern. 031 333 99 09 24./25. Lebe die Göttin in dir! Seminar für Frauen mit der sibirischen Schamanin Ladamira in Bern. 031 333 99 09 25. Kryon – der Weg zu dir, Ta­ges­ seminar mit Vanessa Gabor in Bern. 031 333 99 09 26. Workshop Hellsehen, Mittelstufe/Fortgeschrittene, mit Dolly Röschli in Aathal. 076 572 72 75 26. Heilarbeit – Einzel- und Paarsitzungen mit Ladamira in Bern. 031 333 99 09 28. Mantras und spirituelle Lieder aus der ganzen Welt, offenes Singen mit Marianne Bieri in Bern. 031 333 99 09 29. Matrix/Quantenheilung, Infoabend mit Monika Walbert und Tho­ mas Lang in Bern. 031 333 99 09 29. Sanftes Heilen mit Quantenenergie erleben, Workshop mit Mo­ nika Walbert und Thomas Lang in Bern. 031 333 99 09 30. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Zürich. 033 243 04 26 30.11.-2.12. Mit Quantenheilung in die Fülle und Gesundheit, Inten­siv­ seminar mit Monika Walbert u. Tho­ mas Lang in Bern. 031 333 99 09 30.11.-2.12. Wohin geht die Seele? Fachtagung mit Dr. Gabriel Looser und P.Dr. Christian Niederhäuser in Edlibach. 031 318 19 01

Dezember 1. Lieder des Herzens, offenes Singen mit Nelly Kuster in Fribourg. 026 322 42 35.

1. Releasing – Befreiung innerer Blockaden, Einzelsitzungen mit Ursula Maria Auktor in Bern. 031 333 99 09 1. Seelenbilder-Malen. Mittels Me­ ­ditation zum eigenen Seelenpunkt finden und diesen in einem Seelenbild festhalten, mit Dolly Rösch­ li in Aathal. 076 572 72 75 1. Licht, Farbe und Klang – Wahrnehmung und Intuition, Tageskurs mit Rolf Gardi in Zollikofen. 031 911 80 18. 1./2. Intuition und Jenseitsgespräche mit Lian Baumgartner in Bern. 031 399 00 00 1./2. Aura lesen und verstehen, mit Andy Schwab in Zürich. 031 399 00 00 1.-3. Geistige Operationen mit dem philipinischen Heiler Lino Guinsad in Bern. 031 333 99 09 2. Trance Workshop 2012 mit Daisy Izsak, in Zürich. 079 263 15 65 2. Trommeln und Bewusstseinszustände, mit Edith Wilhelmy in Uebers­torf, 076 360 69 79 3. Selbstbewusstes Kind, mit Claudia LoRe Stadler in Berg. 076 367 51 11 4. Wie wir das Leiden im Lieben jetzt beenden können. Beziehung und Partnerschaft im Umbruch der Transformationszeit. Vortrag mit Ro­bert Beetz in Bern. 031 333 99 09 4. Mach Frieden mit deiner Vergangenheit und du bist frei! Konflikte in Alltag und Beruf verstehen und lösen, Vortrag mit Robert Beetz in Bern. 031 333 99 09 4. Frauenmalgruppe mit Patrizia Fosanelli in Zürich. 078 911 35 53 4./18. Medialer Abend, Einstieg und Aufbau, mit Tili Renner Jakob in Adligenswil. 041 370 14 39 5. Weihnachtsmeditation mit Anjali Jegge in Bern. 031 333 99 09 6. Spiritueller Abend mit Schweizer Medien und Heilern in Grenchen. 031 352 10 40 6./7. Spirituelles Heilen mit Sabine Wolters in Bern. 031 399 00 00 7. Spiritueller Begegnungsabend, mit Tili Renner Jakob und Gerry Mc­Inerney in Gisikon/Root. 041 370 14 39 7. Ausbildungen, die verändern. Info-Abend mit Peter von Blarer und Hein Zalokar in Luzern. 041 418 20 10 7.-9. Eso-Naturamesse in Bern. +49 (0)8382 277 60 82 7./8./9. Ein erfülltes Leben mit Hil­ fe der Engel. Vortrag und Praxisseminar zum energet. Heilen von Körper und Seele, mit Jana Haas in Zürich. 044 261 00 90 8. Feuerflamme der Liebe, Oasentag für Männer mit Markus Ehrat in Zürich. 079 263 03 43 8./9. Klangheilen mit Sabine Wolters in Bern. 031 399 00 00 8./9. Medialität total mit Andy Schwab in Zürich. 031 399 00 00 8.-10. Aztekische Reinigung/Hei-

lung, schamanische Einzelsit­zun­gen mit Kokopelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 9. Tierkommunikation, Einsteigerkurs mit Paul Bischofberger in Müll­ heim. 052 375 21 61 10. Channeling-Lichtabend mit Su­sanne Schiesser in Frauenfeld. 079 481 92 20 11. Medialer Abend, Vertiefung und Praxis, mit Tili Renner Jakob in Adligenswil. 041 370 14 39 11. Achtsamkeitsmeditationen mit Nandi Devar in Bern. 031 333 99 09 12. Spiritueller Abend mit Astrid Oetliker in St. Gallen. 079 604 88 33 12. Schamanisches Trommeln, azte­ ki­sche Trommelgruppe mit Koko­pell­i Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 12. Schamanische Meditation mit Kokopelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 13. Wie Liebe heilt, Abend der Geistheilung mit Patric Pedrazzoli in Bern. 031 333 99 09 14. Indianerflöten – Klänge – Erdmeditation mit Enrico Ibor Frey in Bern. 031 333 99 09 14. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Ennetbürgen. 033 243 04 26 15. Advent – Die Zeit der Liebe, Seminar mit Renée Bonanomi in Bern. 031 333 99 09 15./16. Jüdische Mystik, mit Sundar R. Dreyfus und Margrit Meier auf der Schwei­benalp ob Brienz. 033 952 20 00 16. Tag der Heilung in Bern. 031 333 99 09 19. Duft-, Klangmeditation, mit Yvonne Zimmerli in Zofingen. 076 388 60 55 19. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Thun. 033 243 04 26 19. Mantras und spirituelle Lieder aus der ganzen Welt, offenes Singen mit Marianne Bieri in Bern. 031 333 99 09 19./20. Trance entdecken mit Mark Webb in Bern. 031 399 00 00 20.-23. «Tanz ins Licht», 5-Rhythmen Tanz mit Andreas Tröndle auf der Schwei­benalp ob Brienz. 033 952 20 00 21. Spiritueller Begegnungsabend, mit Tili Renner Jakob in Konol­fin­ gen. 041 370 14 39 21./31. Die Kraft der Heilpflanzen, Abendseminar mit Viola Stollenmaier in Müllheim. 052 763 11 02 24. Richard Broadnax & the Zion Gospel Singer, Weihnachts­konzert in Bern. 043 210 88 00 27./28. The Harlem Gospel Singers Show, Gospel-Konzert mit Queen Esther Marrow in Zürich. 044 265 56 01. 27.-30. Energie tanken für das neue Jahr, Qi Gong und Meditation mit Djurdja Petrina Bucher in Zürich. 044 450 61 20.

Wendezeit 6/12 6_12 - Leben.indd 61

27.12.-1.1. Männer und Frauen – unter sich und in der Begegnung, Silvesterseminar mit Doris Christinger und Peter A. Schröter in Lüt­ zelflüh BE. 044 261 01 60 29. The Harlem Gospel Singers Show, Konzert mit Queen Esther Marrow in Basel. 044 265 56 01 31.12./1.1. Silvester-Feuerlauf, 2-Tage-Seminar mit Beat Gerber in Hölstein BL. 034 415 40 51

Deutschland November 2. Fortgeschrittene Prinzipien von Lichtsprache 2, mit Anneliese Flachenmeier in Hamburg. +49 (0) 40 5142181 2.-4. Ich sehe mich – durch Dich erst richtig. Entdecke Dich selbst! Mit Sabine Eberl-Mihatsch in München. +49 (0) 89 203 495 46 2.-4. Reiki 2. Grad mit Gabriela Kasch in Berlin. +49 (0) 30 92 09 62 0 3. Bewusstseinsanteile erkennen, heilen, fördern u. integrieren, Workshopin Gerolzhofen. +49 (0) 9382 318066 3./4. Spirituelles Schreiben, mit Saskia Schulte in Marburg. +49 (0) 202 6693 0313 3./4. Energieseminar, mit Ellen Brockers in Ratingen. +49 (0) 2054 93 666 59 9. Umgang mit unseren Gefühlen unter Beachtung der spirituellen, heilenden Dimension aller Gefühle, Seminar in Senftenberg. +49 (0) 33232 38485 9.-11. Esoteriktage, Messe und Ver­kaufsveranstaltung für Esoterik in München. +49 (0)89 814 4022 10. Merkaba-Meditionsseminar im Elfenzimmer, Meditation mit begleitenden Traumreisen mit Horst Weyrich, bei Berlin. +49 (0) 33701 366294 16. Bonding, Ausbildung/Weiter­ bildung/Selbsterfahrung mit Dr. Annegrit Kahle und Anne-Karen Fischer in Brieselang. +49 (0) 33232 38485 16. Pendelkurs in Burgau. +49 (0)8222 414515 16. Tag der Offenen Tür des Physio- Therapie & Seminarzentrums Gabriela Kasch in BerlinHohenschönhausen. +49 (0) 30 92 09 62 0 23. Vortrag & Jenseitsdemonstra­ tionen mit Pascal Voggenhuber in Berlin. +49 (0) 30-86090805 23.-25. Lebensfreude, Messe für Gesundheit, Ökologie und Spiritualität in Hamburg. +49 (0)4502 7889040 24. Mit Freude in die Eigenverantwortung, Frauen-Powertag mit Maria Sawade in Meersburg. +49 (0)7731 189953 24./25. Feel the spirit, Seminar

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mit Pascal Voggenhuber in Berlin. +49 (0) 30-8609 0805 30.11.-2.12. Liebe, Sex und Wahr­ ­heit, Tantra für Liebepaare mit Saleem Matthias Riek bei Stuttgart. +49 (0) 761 453690 30.11.-2.12. Lebensfreude, Messe für Gesundheit, Ökologie und Spiritualität in München. +49 (0) 4502 7889040

Dezember 1. Song from the Heart, Seminar mit Büdi Siebert in Darmstadt. +49 (0)6151 39183111 8./9. Merkaba-Meditionsseminar im Elfenzimmer, Meditation mit begleitenden Traumreisen mit Horst Weyrich, bei Berlin. +49 (0) 33701-366294

u pe

t e n , B e r at

w , us . er

Thera

15./16. Familienstellen Fami­lien­ ­ ufstellung, Seminar mit Diana a Weber in Mainz. +49 (0) 611 987 9904

Jahr, in Reichenau/Rax. +43 (0) 699 1 924 06 68 7. Selbstliebe: den eigenen Körper bedingungslos annehmen, Ta­lente (wieder)erwecken, in Wien. +43 (0) 664 73 82 47 31 9.-11. Rainbow Reiki 1. Grad in Wien. +43 (0) 664 17 930 17 10. Fastenwoche: meditativ, sensitiv, kreativ, Fastenkur mit Indigourlaub im Kloster Pernegg (Niederösterreich). +43 (0) 676 842 404 401 16.-18. Powerful Moments, Urlaubsseminar mit Hans-Peter Bein­grübl und Mario Schober, im Dachsteingebirge/Steiermark. +43 676 842 404 401 16.-18. Esoterik- und Naturamesse in Innsbruck. +43 (0) 512 53830 16.-18. gesund & glücklich, 11. Mes­se für Körper, Geist und Seele in Klagenfurt, Kärnten. +43 (0) 664 7376 5521

24./25. Familienaufstellungen – Systemische Familienarbeit mit Pe­ter Gruber und Elisabeth Gabauer in Grimmenstein. +43 (0) 699 16 66 66 10

EFT = Emotional Freedom Techniques

Li

EnFS = Energetisches Feng Shui

LiG = Lichtgeometrie

RT

EnG = Energet. Gebäudereinigung

LK

= Lichtkunst

EnR = Energet. Rückenmassagen

LL 

= Lieben lernen

EP 

= Energiepyramiden

M

= Meditation

Er

= Ernährungsberatung/begleitung

Ma

= Klass./intuitive/med. Massage

ET 

= Energetische Therapien

Fa

= Fastenseminare

21./22. Zurück zu den Sternen, IKA-Kristallschädel-Konferenz in Bad Dürrheim. +49 (0)7551 946 9530 26.12.-2.1. Liebe, Eros. Bewusst Sein. Tantrischer Jahreswechsel mit Saleem Matthias Riek, bei Ulm. +49 (0) 761 453690 19.12.-1.1. Das Sylvester-Camp: Freiheit & Glück/Die Lebensflamme, zwei- oder viertägige Aus­­zeit mit Martin Ruschemeier in Würzburg. + 49 (0)931 92523

Österreich November 1.-4. Yoga-Meditation-Stille Retreat mit Dechen Silvia SchulzPannocha in Neumarkt. +43 (0) 3584 2190 2.-4. Esoterik-Tage in Wien. +43 (0)1 981000 2.-4. Firedancer, aus dem Se­mi­ narzyklus Mit der Göttin durchs

A 

= Astrologie/Astropsychologie

ADS = AufmerksamkeitsdefizitSyndrom AF

= Akufeldur

AL 

= Astrolog. Lebensberatung

AlexT = Alexander Technik All

= Allergie+Asthmatherapie

APu = Akupunktur/Ohrakupunktur APr = Akupressur Ar

= Aromatherapie/-essenzen

AS

= Aura Soma

AY

= Ashtânga Yoga

AT 

= Autogenes Training

Atl

= Atlaslogie

Au

= Aurasehen, Aura-Arbeit etc.

Av

= Avatar

B

= Beratung

BB 

= Bach-Blüten

Bf

= Bewusstseinsförderung

Bio

= Bioenergie, Bioresonanz

Bio-HA = Bioenergetische Haaranalyse BV 

= Buchverlag/-versand

CA 

= Chakra-Aktivierung/-Arbeit

Ch

= Channeling

MaT = Matrix Transformation Me

= Metamorphose-Practitioner

Med = Medialität

FaT = Familientherapie

Abkürzungen:

= Lithotherapie/Edelsteintherapie

Mer = Merkaba

FH

= Fernheilung

FR 

= Fussreflexzonenmassage/ Fussmassage

FS

= Feng Shui

FT 

= Farbtherapie/-punktur n. P. Mandel

MH = Mediale Heilung/Beratung MM = Meditatives Malen, Mediales Malen, Mandala-Malen MT 

= Mentaltraining, -coaching

Na

= Naturarzt, Naturheilpraktiker = Natürliche Kosmetik

GA

= Ganzheitl. Atemgymnastik/ -therapie

NK 

GB 

= Gesundheitsberatung/praxis

NLP  = Neurolinguist.Programmieren No

= Nosodentherapie

Geo = Geomantie

Nu

= Numerologie/Kabbalistik

GH 

O 

= Ohrkerzentherapie

= Geistheilung

GKo = Ganzheitliche Kosmetik

OA

= Organspez. Aminosäuren

GKM = Ganzkörpermassage

PE

= Persönlichkeitsentwicklung

Ha

= Handauflegen

PH 

= Prana (pranic) healing

He

= Heilkräuter, spagyrische HK

Pol

= Polarity-Therapie

Ho

= Homöopathie

PP 

= Parapsychologie

HP

= Heilpraktiker/in

PsE

= Psychosomatische Energetik

HR

= Heilrituale

Psy

Hy 

= Hypnosetherapie

= Psycholog. Beratung/Psycho­ therapie

IK

= Indigo Kinder

JK

= Jenseitskontakte

Ka

= Kartomantie/Kartenlegen

KB

= Katathymes Bilderleben

PsyS = Psychosomatik, Psycho­ synthese

KGT  = Kunst- und Gestaltungstherapie Ki

= Kinesiologie, PsychoKinesiologie

PW 

= Persönliches Wachstum/ -Training

QH

= Quantenheilung

R 

= Reiki

Ra

= Radionik

Rad = Radiästhesie, Pendeln

ChG = Chi Gong

Kla

= Klangtherapie

Reb = Rebirthing

ChrE = Therapie chron. Erkrankungen

KP

= Kirlianfotografie

RefZ = Reflexzonentherapie (n. Dorn)

KPsy  = Körperorient. Psychotherapie

Rel

CM  = Chinesische Medizin

KT 

Coa = Coaching CrS = Craniosacral-Therapie

KUF = Krankheitsursachenfindung/ -auflösung

REM = Ruhe, Entspannung, Mitte finden

E 

L 

= Esoterik

= Kurzzeit-Therapieprogramme

= Lebensberatung/-hilfe

= Religion

ResT = Resonanztherapie Ret

= Retreats

25. Yoga-Workshop mit Dechen Silvia Schulz-Pannocha in Graz. +43 (0) 3133 2600

Dezember 1.-8. Adventfasten im Kloster & meditativer Tanz, im Kloster Per­ negg. +43 (0) 676 842404401 7.-9. Rainbow Reiki 2. Grad in Wien. +43 (0) 664 17 930 17 15. Yoga-Workshop mit Silvia Schulz-Pannocha in Graz. +43 (0) 3133 2600 18. Engelritualabend Raziel in Perchtoldsdorf. +43 (0)664 3851238 20. Runenritualabend Gebo mit Katharina Linhart in Perchtoldsdorf. +43 (0)664 3851238

= Rückführungen/Reinkarna-­ tions­therapie RüM = Rückenmassage n. Breuss Rut = Rutengängerei SchH = Schamanische Heilrituale SchM = Schreibmedium Sh = Shiatsu SO = Seminarorganisation Sp  = Spiritualität, spirit.Heilung SpL = Spirituelle Lebensberatung SpT = Spirituelle Therapie StB = Sterbebegleitung (MT Mensch und Tier) SUT = Seelische Urblockadentherapie Sy = Synergetik-Therapie SyS = System.Stellen n. Bert Hellinger Tar = Tarot Tan  = Tantra TC  = Tai Chi, Taijiquan TE  = Tachyon-Energie TfH = Touch for Health Th = Therapeut/in (allg.) Th.K. = Therapeut. Kartenlegen Tib = Fünf-Tibeter-Training TK = Tierkommunikation TLT = Time-Line-Therapie TPI  = Trager Psychophysische Integration Tr = Traumanalyse Tran = Trance TrT = Trauma-Therapie ÜG = Übungsgruppen VeM = Vedische Meditation VF  = Vitalfeld-Therapie Vi = Visagist/in W  = Wassertherapie (div. Methoden) WBe = Wohnberatung WBA  = Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich WT = Wirbelsäuletherap. n. Dorn/ Breuss Y  = Yoga/Kriya Yoga Z  = Zilgrei

Der Eintrag in die Therapeutenliste ist Abonnentinnen und Abonnenten vorbehalten. Mit drei Spezialitäten kostet er CHF 12.- jährlich, mit zusätzlichen drei Spezialitäten und E-Mail-Adresse/URL kostet er CHF 24.- jährlich.

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Schweiz Therapeuten/Berater 2504 Biel, Gesundheitspraxis Rosenquelle, Irmhild Beek, Hainbuchenweg 12, 032 322 45 42 – AT / BB / R / FR / GH – www. rosenquelle.ch, info@rosenquelle.ch 2556 Schwadernau, Willi Stauffer, Standweg 20, 032 373 42 37 – AL / Er / RT 3007 Bern, Arpad Wächter, Landoltstrasse 73, 076 380 36 69 – L / MT / Med, – www.geistige-welt.com 3053 Münchenbuchsee, Franziska Roschi, Bernstr. 46, 031 869 23 20 – Rad / GH / FR. 3182 Ueberstorf, Edith Wilhelmy, Tutzishus 22, 076 360 69 79 – Bf / GH / MH / SchH / SO – www.altes-wissen.ch, Info@altes-wissen.ch 3250 Lyss, Ruth Hirschi, Kappelenstr. 41, 079 292 90 64 – RT / KUF / Ch / AS / Au / SUT – www.reinkarnationen.ch, info@reinkarnationen.ch 3280 Murten, Richard Sigrist, Tioleyres 13, 026 670 47 55 – Ki – www.zikubse.too.ch, zikubse@bluewin.ch 3313 Büren zum Hof, Martin Roschi, Speichhüsli 2, 031 819 94 24 – HP / GB / FR /WTResT / Rad – Colamarro@freesurf.ch 3380 Walliswil bei Niederbipp, Vitalpraxis Erika Cassens, Güschelstrasse 9, 079 680 59 69 – HR / AL / Ha / StB / Tran /FH – e.cassens@bluewin.ch 3400 Burgdorf, Praxis Hamali, Marlen Hämmerli, Steinhof 7, 034 423 63 68 – Kla / ChrE / SchH / REM / EnG / Coa – www.hamali.ch, marlen.haemmerli@besonet.ch 3400 Burgdorf, Marianne Grund, Lyssachstr. 17, Tel. 034 422 68 68 – GB / GA / AT / Hy / TLT / Ha – www.grund-hps.ch 3427 Utzenstorf, Marie Thérèse Rubin, Rubinenergie, c/o M. Tschannen, Scheuermattweg 17, 079 469 82 22 – Bio / GB / Sp/ GH / KUF / SUT – www.rubinenergie.ch, praxis@rubinenergie.ch 3608 Thun, Lyarea E. Dietrich, Allmendingenstr. 14, 079 398 63 78 – EnFS / M / Sp 3613 Steffisburg, Barbara Witschi, SingulArt GmbH, Untere Zulgstr. 1, 079 652 90 47 – AS / Sp / B / M / Med / SO www.singulart.ch, singulart@bluewin.ch 3635 Uebeschi, Liselotte Lüthi, Lindenbühl 153, 033 222 38 83 – R / FR / Ma 3654 Gunten, Gerrard McInerney, Schönörtli, 033 243 04 26 – L / MH / Sp 3662 Seftigen, Praxis für Energiearbeit und energet. Psychologie, Ursula Lüthi, Wydmatt 28, 033 345 30 50 oder 079 287 99 92 – Sp / SpL / GH / EnG / Ch / Ca, www.seelen-heilung.ch, info@seelen-heilung.ch 3706 Leissigen, Annette Ast, Blumenstrasse, 033 847 17 25 – Bio / SUT 4051 Basel, Anita Suter, Feierabendstr. 55, 079 245 56 64 – Sys / L / M / R / EFT – www.lebenskrisen-management.ch, mail@lebenskrisen-management.ch 4125 Riehen, Franziska Reusser, Lachenweg 34, 061 601 28 02 – JK / FH / SpL – www.franziska-medium.ch, franziska-medium@bluewin.ch 4125 Riehen, Dora Schaufelberger, Im Niederholzboden 52, 061 601 52 79 – GH / SpL / SO 4451 Wintersingen (b. Rheinfelden), Maria Waldvogel, 076 498 38 12 – Ch / SpL / SyS ­– www.kristallschaedel.ch 4500 Solothurn, Mara Algethi, Grafenfelsweg 11, 032 622 29 25 – A / Tar / LB 4562 Biberist, Heinz Fahrni, Bromeggstr. 22, 032 685 30 37 – Ma / APr / WBA 4718 Holderbank/SO, Dorothea Schneider, Hauptstr. 97, 062 390 10 04 – Bio / Ki / All 5213 Villnachern, Verena Fehlmann, Dorfstr. 15, 056 441 26 43 – BB / FH / Ha 5505 Brunegg, Ruth Lengacher, Sandhübelstr. 6, 062 896 26 62 – E / ET / FT / L / Ka / Th.K – www.rhl.ch 5608 Stetten AG, Sabine Brem, Eggweg 2, 056 470 11 58 – GH / QH / SchM 5703 Seon, Sabine Michel, Sigismühle 8, 062 775 39 33 – B / BB / Coa / ET / L / TK – www.art-of-life.ch 6010 Kriens, Stefan Beutler-Huber, Schachenstr. 32, 041 320 26 30 – CrS / Pol / FR 6037 Root, Praxis Angelica, Claudia A. Lüthi, Schumacherstr. 3, 041 852 01 20 – GH / KUF / MH / Nu / SpL / TrT – www.praxis-angelica.ch 6430 Schwyz, Hildegard di Francesco, Hinterdorfstr. 9, 041 832 12 11 – L / M / GH 6648 Minusio, Johanna Balli-Amon, Via Mimosa 2, 091 743 11 02 – Sp / FR / Ma 6816 Bissone, André P. Tondeur, Via Maroggia 34, 091 649 52 01 – MM / R / B 7000 Chur, Rita Muggli, Wiesentalstr. 89, 081 356 64 60 – SpL / Med / Ha 7320 Sargans, Karin Venzin, Städtchenstr. 74, 081 723 49 74 – FR / Ma / R 8044 Zürich, Lieselotte Eder, Toblerstrasse 42, 044 262 58 68 – L / GH / FH – www.physiognomik-eder.ch, l.eder@bluewin.ch 8106 Adlikon b. Regensdorf, Peter Bachmann, Schulhausstr. 1, 056 249 44 55 - WT / MH / ET 8247 Flurlingen, Barbara Bachmann, Gründenstr. 10, 052 650 10 63 – RT / Hy / KB / L / MT – www.ecps.ch, bbachmann@ecps.ch 8500 Frauenfeld, Caroline Gasser, Zürcherstr. 231, 052 721 10 05 – GA / FR / P 8500 Frauenfeld, Susanne Schiesser, Altweg 16, 079 481 92 20 – Ch / Coa / FH / GH / MH – www.suschi.ch, info@suschi.ch 8590 Romanshorn, Marisa Ischi, Mirabellenweg 4, 071 460 07 78 – Ma / Ch / RT / Bio-HA / He / OA – www.sanftesheilen.com, sanftesheilen@bluewin.ch

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8597 Landschlacht, Chantal Ehrat, Schulstr. 15, 071 460 17 94 – GH / FH / Ha 8700 Küsnacht, Silvia Kockel, Bergstr. 38, 043 844 08 18 – AtT / A / AS / Er / GB / L – www.lebensquell.ch

­­­­

8762 Schwanden, Evelyne Huber, Zügerstenstr. 4, 055 644 14 25 – RT / BB / FH / GH / Ha / StB 8815 Horgenberg, Rösli Nägeli, Unterhaus,Steinkrattenweg 11, 044 726 21 62 – Ki / TfH / ET (n. Banis) 8882 Unterterzen, Patricia Pfiffner, Chäsachernstr. 2, 081 738 17 19 – Na / Er / GKM / He / Ma / PsE – pfiffnertransporte@bluewin.ch 9010 St. Gallen, Jeanette Hauser, Schlatterstr. 3, 071 245 73 18 – A / BB / MH –

jeanette.hauser@bluewin.ch

Schulen/Seminarveranstalter usw. 3007 Bern, Kaleidoskop Zentrum, Belpstr. 16, 031 399 00 00 – Spirit. Zentrum für Medialität 3073 Gümligen, Der Kanal, Zirkel, Seminare, Ausbildung, Dorfstr. 52, 031 352 10 40 – www.derkanal.ch

3076 Worb, C&H Beratungen, Kurse, Seminare GmbH, Bahnhofstrasse 13, 031 711 19 82 – PE / Psy / Med / A –

Depre 1

www.ch-beratungen.ch, chbuerer@dplanet.ch 5604 Henschiken, Erna John, Brüggliacher 10, 062 892 23 54 – TK / Coa / L –

erna.jo@gmx.ch 6006 Luzern, Doris Käsermann, Schadrütihalde 16, 041 370 03 15 – Ki / VF / CHrE 6042 Dietwil, Life Design, Alfred Wepf, Villa Müslischreck, 041 787 39 50 – RT / MT / M 6900 Lugano, Centro THEMIS, 091 943 62 54 – Med / R / MH –

Elekt 1

www.margit-huber.ch, action@margit-huber.ch 8032 Zürich, ANIMA-Experience, Lisa Maria Meierhofer, Freiestr. 155, 043 500 56 75 – Bf / Med / GH – www.anima-experience.com, info@anima-experience.com

Literatur/div. Produkte usw. 2502 Biel, Boutique Lichtstein, Güterstr. 21, 032 322 27 57 – Bücher / Schmuck / Kristalle 6950 Tesserete, Intermedia Synergie, Via alle Pezze, 091 930 06 70 – Aloe Vera / EP / ResT Musik

Dir Stim 1

Deutschland Therapeuten/Berater 09126 Chemnitz, Larissa Kostjukowa, Stadler Str. 11, 0371-5613362 – R / RT / PsyKi / M / L&E / MH 09456 Annaberg-Buchholz, Pfr. Helmuth Goy, Parkstr. 37, 03733-142180 – GH / Ha / FH 12045 Berlin, Josef Jeckl, Elbestr. 25, 030-74773239 – Rad / Rut 31832 Springe, Ingeborg Oelmann, Allerfeldstr. 17, 05045-8037 – Psy / PsyS / SyS 41836 Hückelhoven, Dragi Alsalk, Venner Hof 37, 02433-952913 – SpL / L&E / Ch –

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www.bewusstseinszentrum.de, info@bewusstseinszentrum.de 46562 Voerde-Spellen, HP Brigitte Finger, Hahnenstr. 35, 02855-6660 – Na / Bio / ET / ADS / GH / FH 48734 Reken, Beate Pracht, Michaelstr. 9, 02864-884681 – GH / L&E / Z 50939 Köln, Faruk Demir, Lehmbruckstr. 3, 0221-9435975 – FH 56841 Traben-Trarbach, Ute Allmacher, Am Laubloch 28, 06541-811350 – R / BB / SpL 57627 Hachenburg, Dr. med. Ulrich Klettner, Wiedstr. 2, 02662-9696967 – CM / MH / PsyS 61381 Friedrichsdorf, Franz Braum, Ostpreussenstr. 18, 06172-778468 – GH / PH / RT

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81925 München, Ingrid Keminer, Elektrastr. 18, 089-9965 8988 – Ch / EA / LiG 86153 Augsburg, Herbert Settele, Brückenstr. 25 1/2, 0821-5082340 – B / EnR / FH / GH / Ha / KUF 87459 Pfronten, Magdalene Helk, Allgäuer Str. 42, 08363 925216 – RA / CH / TK / JK

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15010 Grognardo, Edelstein-Therapie-Zentrum, Str. Baghina 63, 0144 320752

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Wendezeit Archiv

Depressionen Schicksal 1/11 2/11

Jenseits 3/11

Elektrosmog Die grüne Fee Kräuter1/10 2/10 medizin 3/10

Direkte Stimmen 1/09

ThalassoTherapie 2/09

Atlantis 1/98

Kabbala 2/98

Telepathie 1/07

Aura/ Chakren 2/07

Numerologie Besessenheit 1/06 2/06

Das Ende der Welt 3/09

TranceChirurgie 3/08

Wasser 4/11

Weise Frauen 4/10

Aegypten 5/11

Physikalischer Mediumismus 6/11

UNESCO Welterbe 5/10

Rudolf Steiner 6/10

Buddhismus 1/05

Leben mit dem Mond 1/04

Hexen 2/05

Schamanismus 3/05

Kraftorte 2/04

Huna 3/04

Tarot 4/05

Meditation 5/05

Globalisierung Spiritismus 4/04 5/04

Das Grabtuch Die Türkei Lebensenergie von Turin 5/09 6/09 4/09

Chinesische Medizin 1/03

Märchen 2/03

Hypnose 3/03

Bioenergetik Sonne/Licht 4/03 5/03

Zeitphänomen 4/08

Wahrsagen 1/02

Parapsychologie 2/02

Indianer 3/02

Die Andere Welt 4/02

Engel 1/01

Ayurveda 2/01

Feng Shui 3/01

Palmblatt- Reinkarnation bibliotheken 4/07 3/07

Tonbandstimmen 5/08

Was ist Esoterik? 5/07

Stimmen am Telefon 6/08

Was ist Wahrheit? 6/07

Mythologie Tierkommu- Spuk u. Psy- Nahtodes-Er3/06 nikation 4/06 chokinese 5/06 lebnisse 6/0

Wendezeit 1/00

Edelsteine 2/00

Wunder 6/05

Tiere 4/01

Astrologie Alternativ 3/00 heilen 4/00

UFOs 5/02

Geistheilen 5/01

Reinkarnation 5/00

Alchemie 6/04

Hydrotherapien 6/03

Die grossen Rätsel 6/02

Trauer 6/01

Neue Technologien 6/00

Archivnummern zu CHF/€ 8.50 (inkl. Versand) erhältlich

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Wendezeit

Die Zeitschrift, die das ganze Spektrum der unbegrenzten Möglichkeiten für ein ganzheitliches Leben im Wassermann­zeitalter zeigen will: Esoterik, Para­psycho­logie, Spiritualität, Lebenshilfe, My­stik, Ökologie, Alternativmedizin. Mit Reisereportagen und Beiträgen auch über Feng Shui, Heilöle/Steine, Medi­tation, sowie Vorstellungen von Buch- und CD-Neu­erscheinungen, u.a.m. Eine Medizin mit mehr Geist und Seele: das wünschen sich Abermillionen von Patienten. Entsprechend boomen «geistiges Heilen» und verwandte Heil­wei­sen. Auch um sie geht es in

Wendezeit

Mit einer regelmässigen Kolumne von

Uri Geller einer Agenda (Kurse/Seminare/ Kon­gresse) und einer Therapeuten-/Be­rater-/Dienstleistungsliste.

Kommendes Schwerpunktthema:

1/13 (Jan./Feb.) – Parallele Universen

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Wendezeit 6/12  

Schwerpunkt: Was ist Leben?

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