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Nov./Dez. 2013

Nr. 6/13 CHF 9.00

endezeit

W endezeit

Zeitschrift für ganzheitliches Leben und für ein neues Zeitalter mit mehr Geist und Seele

Letzte gedruckte Ausgabe

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Charisma Karma-Spurensuche – Dichtung und Wahrheit Geist heilt Fremd-Energien Rudolf Passian: Ein Leben für die Parapsychologie

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Inhalt

Schwer-

Gedankensplitter 1 Interview Gesehen • Gelesen • Gehört Alien Mumie gibt Wissenschaftlern Rätsel auf Spirituelles Wandern durch das grüne Herz Europas

2 3

Meeresmonster in Spanien angespült 4 Mumie auf Dachboden gefunden

Spirit of Music in Burgdorf

5-7

21-23

Träume

11

Die Gabe des geistigen Heilens

12

«Ein Tag im Jahre ist den Gestorbe- nen frei» 43 Die Macht des Bösen – Das 11. Gebot 53-55

Reportage 13-17

S chwerpunkt

36

Das geheime Leben der Dinge

56

Faktor L * Kein Plan B

57

Ist Charisma lernbar?

33

59

Der ist ja nicht doof, nur irgend- wie hochbegabt

59

Agora

60

Schicksal: Glück oder mehr?

Unbegrenzte Weiterlebensforschung Die absolute Waffe

Agenda Agenda

60/61

Veranstaltungen des BPV, des PZ, der SPG und des PF

I

62

Spirit of Music in Burgdorf

Alte Testament?

58/59

Faktor L * Nimm’s leicht!

unserer Zeit

29

34-36

57/58

Therapeutenliste

Buch- und CD/DVD- Vorstellungen … und viele weitere Themen

US 2 4

Der verhängnisvollste Irrtum

24-36

100 magische Adjektive

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Wer gab uns das

Einfach mehr Charisma

Albzarella – Mozzarella von der nserate Alb 15/16 Der Kanal Vom Loch in der Wand zum Aufstellungs-Seminar Fenster 48-51 Das neue Charisma-Training

Die 10 Grundbausteine von Charisma

Lichttherapie

58

Der innere Kompass: Wege der Spiritualität Die Homöopathie des Mondes

Spiritualität

Charisma

45-47

8-10

Karma-Spurensuche – Dichtung und Wahrheit 18-20

Licht

44

Bücher / CDs

Grenzwissenschaften

5 Jahre Biosphärengebiet Schwäbische Alb

«Bewusst.seins.Wandel»

4

Die Geschichte der Bibel

Geist heilt Fremd-Energien

Nr. 1/14

Porträt

Uris Kolumne

4

Religion

Präkognition – Informationen aus der Zukunft

Ein Leben für die Parapsychologie 37-42

Wenn Ihr Blick getrübt ist

Angewandte Kinesiologie und Familienaufstellung

in

35

Ende Dezember online für Abonnenten

33 47 63/64

Insertionsschluss:

20. November 2013

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Gedankensplitter

Impressum

Wendezeit Nr. 6/13 (Sept./Okt. 2013) – 26. Jg. (Gesamt-Nr. 146) Erscheint 6 x jährlich: Januar, März, Mai, Juli, September, November Herausgeber: Fatema Verlag GmbH Redaktion Wendezeit, Parkstr.14, CH-3800 Matten/ Interlaken Tel. +41(0)33 826 56 51, Fax 826 56 53 E-Mail: verlag@fatema.com Internet: http://fatema.com http://wendezeit.info Leitung: Orith Yvette Tempelman Regelmässige Beiträge von: Uri Gel­ler (Ko­­lumne), Ernst Meckelburg (Grenz­ wis­sen­­schaften), Rudolf Passian (Para­ psycho­lo­gie), Her­­bert Viktor Speer, Spi­­­­ri­­­tualität, Jen­­seits­­kontakte. In dieser Ausgabe sind ausserdem Bei­­ trä­ge fol­­­gen­der Autoren erschienen: Mara Algethi, Dr. Claudia E. Enkelmann, W.J.J. Glashower, Wenzel Grund, Heini Hofmann, Mag. Karin Kaul, Raymond und Barbara Klaus, Corinna Schindler, Gerhard Scho­bel, Dr. Hans­ pe­ter Stähli Copyright: Fatema-Verlag GmbH. Alle Rech­te vor­be­halten. Nachdruck, auch aus­zugs­weise, nur mit Genehmigung der Re­dak­­­tion. Na­ment­lich ge­kenn­zeich­­ nete Bei­trä­ge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Re­dak­tion wieder. Für unverlangt ein­ge­sandtes Material wird kei­ne Gewähr über­nommen. Gerichtsstand: Inter­laken. Anzeigenverwaltung: Fatema Verlag GmbH, T. +41(0)33 – 826 56 59, F. – 826 56 53. Therapeuten-/Beraterliste: Grundeintrag CHF 12,-/€ 10,-/Jahr Erweiterter Eintrag: CHF 24,-/€ 20,-/Jahr Der Eintrag in die Therapeutenliste wird jeweils automatisch um ein Jahr verlängert, falls er nicht mindestens sechs Wochen vor Ablauf schriftlich beim Verlag ge­kündigt wird. Bestätigung der Kün­digung nur per Mail. Zahlstelle: CH: Postkonto 20-584170-8, Fatema-Verlag GmbH, 3800 Matten

Liebe Leserin, Lieber Leser, Sie halten die letzte gedruckte Ausgabe der Wendezeit in Ihren Händen. Ab Ausgabe 1/14 wird sie – für Abonnenten bis auf weiteres kostenlos – nur noch in elektronischer Form veröffentlicht. Leider sind viele Leser und Leserinnen nicht „Internettauglich“, d.h. sie besitzen keinen Computer bzw. kein „Tablet“, und das Lesen einer Zeitschrift auf dem Smartphone ist niemandem zumutbar. Der Entscheid ist nicht leicht gefallen, aber steigende Kosten vor allem für den Versand der Zeitschrift u.a. ins Ausland haben uns letztendlich keine Wahl gelassen. Der „elektronische Druck“ hat aber auch einige Vorteile. So ist es beispielsweise möglich, auf dem Bildschirm die Schrift nach Belieben zu vergrössern und so die Beiträge auch ohne sonst obligate Lesebrille zu „genies­ sen“. Die erweiterten Einträge in der Therapeuten- und Beraterliste sind durch Links direkt mit den Webseiten oder den Mailkonten verbunden, und auch durch das Klicken auf die Inserate wird man direkt mit dem Inserenten bzw. seinem Angebot verbunden. Dasselbe gilt auch für jene Therapeuten, Berater oder Kursanbieter, die in Porträts dargestellt werden. Selbstverständlich können Teile der Zeitschrift oder sogar die ganze Zeitschrift ausgedruckt werden und, last but not least, ist diese durchgehend farbig. Ich freue mich, wenn Sie – wie bereits Viele – weiterhin die Wendezeit lesen möchten und sage Ihnen gerne „auf Wiedersehen online“. Von vielen Abonnentinnen und Abonnenten vor allem der älteren Generation nehme ich schweren Herzens Abschied, danke ihnen für ihre z.T. langjährige Treue und wünsche ihnen alles Gute.

Übrige Länder: Commerzbank Bayreuth-Maximilianstr., BLZ 773 400 76, Kto 154544100, Fatema-Verlag od. IBAN CH84 0900 0000 9171 4207 3

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Gesehen

Gelesen

Gehört

Alien-Mumie gibt Wissenschaftlern Rätsel auf

Die Einen erinnert er an den ­chen Alien, unter anderem eine extra­ter­res­trische Her­ kleinen Bruder von E.T., die der Pa­thologie-Professor Dr. kunft Atas un­wahrscheinlich. Anderen halten ihn für einen Francis­co Etxeberria Gabilon­ schlechten Scherz, den UFO- do. Er kam zu dem Schluss, Nolan führte eine Rei­he von Freaks aus Vogelknochen zu­ dass es sich bei den Über­res­ DNS-Tests durch und kommt sammengebastelt haben. ten um eine kleine mensch­ laut der «Huffington Post» zu liche Mu­mie handelt. In ei­ folgendem Ergebnis: «Ich Was ist der «Atacama Huma­ nem Bericht, der dem Portal kann mit absoluter Sicher­heit noid»? Seit zehn Jahren ge­ben «Open Minds» vorliegt, schrieb sa­gen, dass es kein Affe ist. die etwa 15 Zentimeter gros­ der Arzt, alle körperlichen Es ist menschlich – dem Men­ sen Überreste einer menschen­ Strukturen und anatomischen schen näher als der Schim­ förmigen Gestalt Wissenschaft­ Besonderhei­ten seien «ohne panse. Of­fen­sichtlich hat es lern Rätsel auf. Ein Stamm­zel­ den Hauch eines Zweifels An­ geatmet, ge­gessen und ver­ lenforscher der angesehenen zeichen für einen norma­len daut.» Die Theo­rie es handle Stanford-Universität glaubt, sie mumifizierten Fö­tus.» Wahr­ sich um einen Fötus schliesst nun gelöst zu haben. scheinlich sei er ver­gleichs­wei­ der Wissen­schaft­ler aus, er se jung. Denn die Ataca­ma- ver­mutet, das Lebe­wesen sei Sein überdimensionierter Kopf, Wüste, die trockens­te der Welt, sogar ein paar Monate alt die zu einer Fratze verzoge­nen bietet hervorra­gen­de Be­din­gun­ gewesen. «Wir gehen mit Gesichtszüge – auf den ersten gen für eine Kon­servierung grosser Sicher­heit davon aus, Blick erinnert alles an Ata, so im Eiltempo. dass seine Mutter eine indige­ der Spitzname des «Atacama ne Einwoh­nerin des heutigen Humanoids», an einen Ausser­ Der US-Amerikaner Dr. Steven Chile war. Unsere Analyse er­ ir­dischen. Oder zumindest an Greer wollte aber nicht glau­ gab zudem sofort, dass es das, was wir uns dank Holly­ ben, dass Ata kein Ausserir­di­ männlich ist. Wenn ich raten wood unter einem Ausserir­di­ scher ist. Der ehemalige Not­ müsste, wür­de ich sagen, er schen vorstellen. Schon vor arzt ist ein bekannter Verfech­ ist im ver­gangenen Jahrhun­ zehn Jahren fand ein Chilene ter einer Verschwörungs­theo­ dert gestor­ben.» die mysteriöse Mumie nahe rie, nach der die Regierung einer verlassenen Kirche in der USA Kenntnisse über UFO- Am Ende seiner Forschungen der Atacama Wüste. Das We­ Landungen auf der Erde hat. ist Nolan laut eigener Aussa­ sen hat die Grösse eines Blei­ Er gelangte in Atas Besitz – ge aber noch nicht angelangt. stifts, harte Zähne und nur und machte ihn zum Haupt­ Er plant weitere Tests abseits neun Rippen; beim Menschen akteur seines Dokumen­tar­films der genetischen Information. sind es zwölf. «Si­rius». Der Film macht die Freu­en dürfte das vor allem Bil­der des Wesens zum ersten ei­nen: den Dokumentarfilmer Seit seiner Ent­ Mal seit 2003 ei­nem grossen Greer. Er hält nach wie vor deckung ging Ata Publikum zu­gäng­lich. Alien- an der Theorie fest, Ata sei ein durch verschiede­ Fans könnte er dennoch ent­ Misch­wesen aus Mensch und ne Hän­de, landete täuschen. Denn die Erkennt­ Alien. Nolans Ergebnisse be­ schliesslich in Spa­ nisse von Gary Nolan, dem weisen in seinen Augen nur nien. Dort untersuch­ Chef der Stamm­zel­l en­f or­ eines: Dass Ata wirklich ein ten verschie­dene schung an der kali­for­nischen leben­der Organismus war. u Ärz­te den vermeintli- Stanford-Univer­si­tät, ma­chen Quel­le: Yahoo.de

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Abonnenten können uns ihre Termine melden – unsere Agenda wird laufend aktualisiert und ent­hält auch – gegen geringes Entgelt – die uns mitgeteilten detaillierten Angaben sowie Links zu den Ver­anstaltungen und den Referenten. Selbstverständlich können Sie in der elektronischen Ausgabe auch normal inserieren. Ihre Inserate blei­ben ein ganzes Jahr online. abo@fatema.com

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Gesehen • Gelesen • Gehört

Urlaub für Geist und Seele:

«Spirituelles Wandern» durch das grüne Herz Europas

prächtigen Dom St. Pe­ter oder der Steinernen Brücke sowie das weltberühmte Klos­ter Wel­ tenburg am spekta­ku­lären Do­ naudurchbruch bei Kelheim.

oberpfälzi­schen Regensburg nach St. Wolf­ gang im Salz­ kam­­mergut. Viele Erlebnis­ punkte ermög­ lichen einen Einblick in das Leben und Wir­ ken des seit Jahr­hunderten verehrten Hei­ li­gen. Seit kurzem ist das An­ denken an den Heiligen Wolf­ gang, der auch dem welt­be­ rühmten Wolfgangsee sei­nen Namen gab, definitiv in der Jetztzeit angekommen.

Auf den Jakobswegen der Pilgern mit dem E-Bike und Alltagshektik entfliehen meditatives Wandern auf den Spuren von Heiligen – in Ost­ Durch Oberösterreich verlau­ bayern und Oberösterreich fin­ fen gleich drei Jakobswege den Urlauber ganz neue An­ als Teil des grossen Jakobs­ ge­bote zur Entschleunigung wegs Böhmen, Bayern, Tirol. und zur entspannenden Selbst­ Der österreichi­sche Hauptweg führt von Enns nach Ober­ho­ findung. fen am Irrsee, der Mühlviert­ Wandern auf Pilgerwegen und ler Jakobsweg von Krumau «ent-spannende» Touren auf nach Passau und der Innviert­ «spi­rituellen Spuren»: Die Ur­ ler Jakobsweg verbindet die laubs­regionenin Oberösterreich alten Bischofsstädte Passau Der Tourismusverband Ost­bay­­ und in Ostbayern bieten Wan­ und Salzburg. ern und Oberösterreich Tou­ der- und Radurlaubern eine ris­mus haben die Wander­route Viel­zahl von Wanderrouten, Auch die Via Nova ist für «Men­ für Aktiv-Entspannung suchen­ die auch Seele und Geist be­ talwandern» ideal. Dieser «neue de Gäste auch als 324 Kilo­ flü­geln. Immer mehr Wander­ Weg» ist eigentlich ein ver­netz­ me­ter langen Radpil­ger­weg ur­lauber suchen mittlerweile tes System von Wegstrecken ausgeschildert, der sich in vier die­se Angebote für Touren ins mit hoher spiritueller Erlebnis­ Etappen optimal zum Befah­ eigene Ich, bei denen auch dichte. So gibt es Wegstrecken ren mit dem E-Bi­ke eignet. Er Geist und Seele auf entspan­ von Passau bis zum Salzkam­ führt von Regens­burg entlang mergut, durch den Bayeri­schen an Donau und Inn bis nach St. nende Wanderschaft gehen. Wald, aber auch vom Land­ Wolfgang. Die Strecke gehört Für Wanderer und Natur­ kreis Straubing-Bogen bis zu den male­rischsten Touren, freun­de, die im Gehen den nach Oberösterreich. Er führt die Ruhe Su­chende auf «hei­ Schlüs­sel zu sich selbst, zu vorbei an Schätzen der Natur, li­gen Pfa­den» heute für sich mehr Aus­geglichenheit und aber auch an Kunstschätzen, entdecken können. Zufrieden­heit sehen, ist Nie­ zeigt immer wieder Wegkreu­ derbayern und Oberösterreich ze, Wallfahrtskirchen und an­ Die Langsamkeit wiederent­ heute ein beliebtes Reiseziel. dere Stätten des Innere Ent­schleunigung und Glaubens. Auszeit von der Hektik des Alltags, das sind die Haupt­ «Pilgern» mit ziele dieser «Me­ditativen Wan­ dem E-Bike derer». Beson­ders beliebt: die Jakobswege durch das grüne Freie Bahn für Herz Euro­pas. Herrlich natur­ die Gedanken nah von spektakulärer Land­ und für grenzen­ schaft ge­prägt ist der Ost­ lose Selbst­fin­ bayerische Jakobsweg. Er dung bietet der führt durch die böhmischen Wolfgangs­weg und bayeri­schen Wälder, vor­ auf den Spuren bei am Er­holungsort Neukir­ des Hei­ligen chen b. Hl. Blut und dem Wolfgang. Der Kneippkurort Bad Kötzting. Wolf­gangs­weg Kulturelle Hö­he­punkte mar­ führt entlang alter kie­ren die UNESCO- Welterbe­ Pilger­routen auf stadt Regensburg mit ihrem vier Etappen vom

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decken lässt es sich in Ober­ österreich auch auf vielen We­ gen, die letztendlich in berühm­ ten Wallfahrtsorten enden – zum Beispiel nach Mariazell. Eine der Touren führt vom Linzer Pöstlingberg über St. Florian, Steyr und das Enns­ tal nach Mariazell. Ein echter Pilger­weg ist der Johannes­ weg im Mühlviertel. Er ist mit 72 Ki­lometern drei Tagestouren lang und führt von Pierbach über Schöna, St. Leonhard bei Frei­stadt, Weitersfelden und Un­ter­­weissenbach auf Pfaden, die Wanderern hel­ fen sollen, für sich selbst den besten Weg in die Zukunft zu finden. An zwölf Raststatio­ nen wer­den die Besucher an­ gestos­sen, sich mit Themen wie Geduld, Mut, Grosszügig­ keit, Toleranz, Hilfs­bereit­schaft oder Mässigkeit auseinander zusetzen. u

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Gesehen • Gelesen • Gehört

Mysteriöser Kadaver:

Meeresmonster in Spanien angespült Existieren auf dieser Welt Krea­ turen, die wir sonst nur aus Horrorfilmen kennen? An der Küste des spanischen Örtchens Villaricos wurde der Kadaver eines knapp vier Me­ ter langen Ungetüms ange­ spült. Meeresbiologen stehen vor einem Rätsel. «Wir haben so etwas noch nie gesehen», sagte Paco Toldano, Sprecher der Naturschutzorganisation PROMAR. Auf den Bildern ist der halb verweste Körper eines Unge­ heuers zu erkennen. Der Kör­ per ähnlich dem eines Hais – dazu ein gehörnter Kopf. Ein Wesen, wie einem FantasyRoman entsprungen.

Angewandte Kine­ siologie und Fami­ lienaufstellung Die Kinesiologie ist ein wissen­ schaftlich nicht anerkann­tes, alternativmedizinisches Diagnose- und Therapieverfahren. Sie beruht auf der An­nahme, dass sich gesundheitliche Stö­ rungen als Schwäche bestimm­ ter Muskelgruppen manifes-

Mumie auf Dachboden gefunden

Toledo ist ratlos: «Der Körper ist in einem schlechten Zu­stand, deswegen können wir das We­ sen nicht identifi­zie­ren. Viel­ leicht könnte die Ana­lyse der Knochen Licht ins Dunkle brin­ gen. Aber wer be­zahlt uns das?» Ein Sprecher der Gesellschaft für Meeresbiologie glaubt, dass es sich bei dem Kadaver um die Reste eines Hais handeln könnte. Aber ein Hai mit Hör­ nern? «Niemand von uns kennt irgendetwas im Meer, was Hörner hat. Wenn ich mir die Bilder angucke, bezweifle ich sogar, dass sie zum Kadaver gehören», so der Sprecher. Vielleicht hat er Recht. Bisher sind aber auch nur knapp ein Prozent der Tiefsee erforscht. Wer weiss, was sich sonst noch so für Kreaturen im Wasser tummeln. Quelle: Express.de u

tieren. Zentrales Werkzeug der Kinesiologie zur Diagnose sol­ cher Störungen ist der sogenannte «kinesiologische Mus­ keltest». Die Kinesiologie sieht sich selbst als eine Methode, die den Menschen in seiner «Ganz­ heitlichkeit» wahrnehmen soll, das heisst, dass Be­funde nicht isoliert, sondern im Zusam­men­­hang mit emotio­nalen und men­talen Einflüssen und Ab­ hängig­kei­ten betrachtet wer­ den sollen.

Eine Mumie auf dem Dachboden hat ein Zehnjähriger im niedersächsischen Diepholz entdeckt. Ob das Fundstück echt ist, soll jetzt von einem Berliner Experten untersucht werden. Der Junge hatte den Sarkophag in einer Kiste und weitere Gegenstän­ de wie eine Totenmaske in einer versteckten Ecke auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses entdeckt, berichtete zuerst die in Syke erscheinende «Kreiszeitung». Der Vater des Zehnjährigen, Lutz Wolfgang Kettler, erinnert sich, dass sein Vater die Kisten während einer Reise nach Nordafrika in den 50er Jahren erworben hatte und per Schiff nach Deutschland bringen liess. «Es ist ganz unstrittig, dass es Repliken sind, das steht ausser Frage», sagte Kettler der Nachrichten-

agentur dpa am Freitag. Zweifel bestünden nur bei der Mumie. «Man kommt nicht drum herum, das Teil zu röntgen.» Wo in Nordafrika sein Vater genau gewesen sei und ob er damals auch nach Ägypten kam, wisse er nicht, sagte Kettler. Sein Vater habe nicht über die Gegenstände auf dem Dachboden gesprochen, sagte Kettler. «Das ist alles im Mysteriösen.» Vermutlich sei­ en die Kisten dort bereits kurz nach dem Bau des Hauses 1970 verstaut worden. Entdecken konnte der Junge die Sachen nur, weil das Dach undicht geworden war und sie hinter Stapeln mit Ersatz-Dachpfannen zum Vorschein kamen, berichtete die Zeitung. Er wolle jetzt aber nachforschen und versuchen, mehr über die Hintergründe herauszufinden, sagte Kettler. Quelle: yahoo.de u

­siologischen Mus­keltests wird hänge aus dem eigenen Leermittelt, welche Per­sonen, As- ben wieder. pekte oder anderen Elemente aufgestellt werden. Dadurch Das Seminar wird geleitet von wird sichergestellt, dass alle re­ Veronika Mager. Sie war Schü­ levan­ten Faktoren des Ge- lerin und Assistentin von Saul schehens auch sichtbar wer- Goodman, dem Gründer der Internationalen Shiatsu-Schu­ den.  le und Entwickler von Shin Die Kinesiologie ermöglicht Tai. Veronika entwickelte Shin der Seele, ihre Priorität aufzu­ Tai ihrerseits weiter. Sie prakzeigen, also das, was sie be- tiziert und unterrichtet seit reit ist, anzuschauen, loszulas­ über 20 Jahren Shiatsu-Shin sen oder zu verändern. Tai Ausbildungen. Wer bereit ist, Verantwortung für seine Wachstumsaufgaben zu übernehmen und wirklich etwas verändern möchte, ist hier genau richtig.

Ihre erste eigene Aufstellung erlebte sie 1997. Seit 2003 lei­ tet sie regelmässig Aufstellun­ gen im Rahmen von Seminaren und während der von ihr geleiteten Ausbildungen.

Beim Seminar für Familien­auf­stel­ Auch Stellvertreter sind willlung mit Kinesio­­ kommen und können viel für Veronikas Aufstellungen sind lo­gie am 25. und sich mitnehmen. Denn die Le­ sehr intensiv, was auch daran 26. Januar 2014 in bensthemen der Menschen äh­ liegt, dass alle wichtigen Fak­ Schwarzenburg neln sich oft und wir erken­nen toren kinesiologisch ermittelt geht es zur Sache: meist die aufgestellte Situati- werden und so direkt am Kern Mit Hilfe des kine- on oder ähnliche Zusammen- des Themas gearbeitet wird. u

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Die Geschichte der Bibel – Von den Tontafeln über Qumran bis heute Von Tontafeln bis zur Buchdruckerkunst W. J. J. Glashower – Folge 6 Die alten Bibelübersetzungen Selbstverständlich geriet bei der Aus­ breitung des Christentums die Bibel auch unter Menschen, die kaum oder gar kein Griechisch verstanden. Deshalb entstanden schon in den frühen Jahr­ hunderten der Kirchengeschichte Über­ setzungen der Bibel in andere Sprachen der Antike. Eine dieser Sprachen war Syrisch, also die aramäische Sprache, die von vielen der ersten Christen ge­ sprochen wurde. Aus den verschiede­nen alt-syrischen Versionen der Bibel kristal­ lisierte sich eine Standardversion her­ aus, die als Peschitta (d.h. «einfach») be­ kannt wurde. Hinsichtlich des Neuen Tes­ taments war diese Version wahr­schein­ lich eine Revision alt-syrischer Überset­ zungen, ausge­führt von Bischof Rabbula von Edessa am Anfang des 5. Jahr­hun­ derts. Das Alte Tes­tament der Peschitta basiert auf einer Übersetzung aus dem Hebräischen, die schon in den ersten Jahrhunderten unter dem Einfluss der Septuaginta zustande kam. Andere an­ tike Übersetzungen waren die Koptische (alt-ägyptisch); diese entstand gleich in zwei verschiedenen Dialekten (dem Sa­ hidisch Oberägyptens und dem Bo­hai­ risch Niederägyptens) und wurde die Standardversion der koptischen Kirche. Weiter ent­standen in den ersten Jahr­ hunderten Übersetzungen in Äthiopisch, Arabisch Armenisch, Georgisch u.a. Für die Geschichte der Bibel in Europa sind vor allem die lateinischen Über­set­ zungen bedeutsam. Schon im vierten Jahrhundert konnte man verschiedene «altlateini­sche» Übersetzungen, die aber ziemlich voneinander abwichen und da­ rum den Leser nicht befriedigten. Im Jahre 182 n. Chr. wurde der Gelehrte Hieronymus von dem römischen Bischof

Damasus beauftragt, eine Revision der lateinischen Bibel anzufer­tigen; ge­nau wie Rabbula, der etwa zur glei­chen Zeit die syrische Ausgabe neu über­ arbeitete. Hieronymus erledigte seine Aufgabe sehr gewissenhaft. Er wur­de in Bethlehem sesshaft und studierte alle alten Handschriften des hebräi­ schen Alten und des grie­chi­schen Neuen viele Handschriften beschädigt oder gin­ Testa­ments, die er in die Hände be­kom­ gen verloren. men konnte. Nach et­wa zwanzig Jahren Arbeit (386-405 n. Chr.) beendete er sei­ Eine Methode, dieser Vernichtung ent­ ne lateinische Über­­setzung, die den Na­ gegenzuwirken, war das eifrige Ab­ men Vulgata bekam, das heisst «einfach» schreiben, aber manche tapferen Chris­ (sein Latein war das des «normalen Vol­ ten begriffen bald, dass es noch eine kes»; vgl. auch den Namen Peschitta). zweite «Methode» gab: die Verkün­di­ Ob­­wohl man die­se bril­lante Arbeit des gung des Evangeliums unter diesen Hie­ronymus nicht sofort begeistert auf­ Volksstämmen! Einer dieser klugen Mis­ nahm, entwickelte sie sich doch allmäh­ sionare, der uns besonders interessiert, lich zur lateinischen Stan­dardversion und war Wulfila (oder Ulfilas), der «Apostel wurde schliesslich die offizielle Bibel der Goten»; er begriff, dass diese rauen der römisch-katho­li­schen Kirche – bis auf Scharen nur mit dem Evangelium er­ den heutigen Tag. Die Bedeutung dieser reicht werden konnten, wenn man ih­ Übersetzung zeigt sich auch darin, dass nen die Bibel in ihre eigene Sprache viele alte euro­päische Bibelüberset­zun­ übersetzte. Und so entstand durch ihn gen sich nicht auf den Urtext stützten, schon im vierten Jahrhundert die erste Bibelübersetzung in eine germanische sondern auf die Vulgata. Sprache! Andere mutige Missionare ver­ Im selben Jahrhundert, in dem die Vul­ kündigten das Evangelium weiteren gata beendet wurde, begann das Römi­ Volksstäm­men. Die Folge war, dass die sche Reich langsam zu zerfallen. Ger­ christliche Kirche nicht nur diese Inva­ manische Stämme aus dem Norden, wie sion überlebte, son­dern äusserlich sogar Vandalen und Goten, marschierten in stärker wurde als je zuvor, weil die das Kaiserreich ein und richteten grosse Germanen Christen wurden. Wir sagen Verwüstungen an – einen wahren «Van­ «äusserlich» weil es natürlich eine Frage da­lismus». Auch die christliche Kirche bleibt für wie viele von ihnen der christ­ hatte unter diesen Raubzügen zu leiden. liche Glaube wirklich eine Herzens- und Aber in einsamen Klöstern führten tap­ Gewissenssache war und eine innerliche fere Mönche ihre Schreibarbeiten fort. Lebensänderung zustande brachte. Ihre Handschriften sind oft wahre Ju­we­ len der Schreib- und Dekorationskunst. Trotz der frühen Entstehung der goti­ In dieser dunklen Zeit war diese eifrige schen Übersetzung durch Wulfila darf «Mönchsarbeit» von grosser Bedeutung man aber nicht annehmen, dass die für die Erhaltung der Bibel: denn bei Bibel in den folgenden Jahrhunderten den Einfällen der Germanen wurden nun in allerlei euro­päische Sprachen

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und Dialekte übersetzt wurde. Latein setzten Bibelteile schon aus dem achten war die Umgangssprache in der römisch- Jahr­hundert, aber es dauerte noch bis katholischen Kirche, und das Studium zum 14. Jahrhundert, bis die Bibel als der Bibel war nur kirchlichen Füh­rern Ganzes ins Englische übersetzt wurde. vorbehalten. Sogar gegen Ende des 13. Diese Arbeit wurde von dem britischen Jahrhunderts waren Teile der Bibel erst Gelehrten und Priester John Wycliff aus­­ in sieben europäische Sprachen über­ geführt. Er arbeitete zusammen mit John setzt. Die Kirche begnügte sich damit, Purvey und Nicholas von Hereford und die Botschaft der Bibel dem Volk vor­ beendete sein Werk 1388. Unter grosser nehmlich in lateinischen Predigten oder Geheimhaltung (aus Furcht vor kirch­li­ in Form von Bildern weiterzugeben. Ma­ chen Behörden) wurde diese hand­ge­ lereien an Kirchenmauern, Holzschnitz­ schriebene englische Bibel viele Male arbeiten, Statuen (Heili­gen­figuren), Fens­ ko­piert. Die fertigen Kopien gab Wycliff terglasmalerei und auch dramatische seinen Nachfolgern («Lollarden» ge­ Berichte von «Wunder­taten Heili­ger» so­ nannt) mit, die als Laienprediger aus­ wie «Mirakelspiele», die in Kirchen und gesandt wurden, um in den Dörfern und auf Kirch- und Markt­plät­zen aufge­führt Städten aus diesen Bibeln vorzulesen wurden, waren die einzige «bibli­sche und zu unterweisen. Oft wurden diese Information» für das «gewöhn­liche Volk». mutigen Männer gefangen ­genommen Dieses aber wollte die Botschaft der Bi­ und bestraft, manche sogar auf dem bel in seiner eigenen Sprache hören… Scheiterhaufen verbrannt. Wycliff sel­ber starb, bevor die Verfolgung ausbrach, aber sein Leichnam wurde ausgegraben und verbrannt und die Asche in einen Fluss gestreut. Es gab aber drei grosse Ereignisse, die keine Verfolgung aufhal­ ten konnte. Das erste grosse Ereignis war die Erfindung der Buchdruckerkunst in der Mitte des 15. Jahrhunderts durch Johann Gutenberg. Und siehe da: Das erste Buch, das aus der Druckerpresse kam, war die Bibel! Im Jahre 1452-1455 druckte Gutenberg nämlich die Vulgata, teils auf Pergament (ca. 30 Stück), teil auf Papier (ca. 120 Stück). Die zwei Tei­ le dieser weltberühmten «Gutenberg Bi­ bel» zählen zusammen 1282 Seiten. Die Initialen und Schmuckränder in die­ser Bibel wurden noch von Hand gemalt; fer­ ner gebrauchte Gutenberg für jeden Buch­ Spätere Bibelübersetzungen staben verschiedene Ty­pen. Er woll­­te durch diese Variation seiner ge­druck­ten Bibel Die Versuche im Mittelalter, Teile der so gut wie möglich das Aus­se­hen einer Bibel in der jeweiligen Landessprache Handschrift verleihen! Es gibt noch et­ im Volk zu verbreiten, stiessen von Sei­ wa fünfzig Exem­plare dieser «Gu­ten­bergten der Bischöfe und Kardinäle auf gros­ Bibel», und jedes davon ist vie­le hun­ sen Widerstand; sie befürchteten, dass derttausend Euro wert. Die Epo­che ma­ das Volk die Bibel nicht nach dem chende Erfindung der Buch­drucker­kunst offiziellen Verständnis auffassen und verbreitete sich schnell, und in­ner­halb aus­legen würde. Im Jahre 1100 wurden von fünfzig Jah­ren waren schon Teile in Lyon (Frankreich) einige Menschen der Bibel in sechs Sprachen gedruckt. ver­urteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil sie Teile der Bibel in der Das zweite Ereignis war die neue Kennt­ französi­schen Sprache unter das Volk nis der griechischen Sprache und das gebracht hatten. Diese Märtyrer gehör­ damit verbundene Interesse. Fast alle ten zu den Waldensern, einer Art evan­ europäischen Übersetzungen waren bis­ gelischer Bewegung, die wahrscheinlich her auf die Vulgata gegründet, aber im elften Jahrhundert entstanden ist. jetzt gelangten viele alte Handschriften der christlichen Kirchen des Ostens nach In England stammten die ältesten über­ Europa und wurden hier eifrig studiert.

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Als Erster publizierte der hol­län­dische Ge­ lehrte Desiderius Erasmus von Rotter­dam eine gedruckte Ausgabe des grie­chi­schen Neuen Testaments. Er verglich eine be­ stimmte Anzahl Handschrif­ten, und im Jahre 1516 gab er in Basel einen griechi­ schen Text heraus, zusammen mit einer parallel laufenden lateinischen Über­set­zung. Eigentlich war es eine in Eile ge­machte Arbeit. Die Ausgabe war vol­ler Fehler und musste mehrmals re­vi­diert und neu herausgegeben wer­den – denn Erasmus wollte seine Arbeit vor dem spa­nischen Kardinal Ximénes, Erz­bischof von Toledo, beenden. Eigentlich hatte Xi­mé­nes die­ ses Rennen schon ge­wonnen, denn er hatte seine Arbeit be­reits im Jahre 1502 angefan­gen, und sein grie­chisches Neu­ es Testament war 1514 schon ge­druckt. Er hielt diese Aus­gabe aber zu­rück, weil er sie mit einer Ausgabe des hebräischen Alten Testa­ments zu­sam­­men­fügen wollte. Diese wur­de 1517 fer­tig (mit Hilfe jü­ discher Christen), aber es dauerte (mög­ licher­weise durch kirch­li­che Bürokratie) noch weitere fünf Jahre bis diese «Com­ plu­tensische Poly­glot­te» er­schien. (Complu­ ten­sisch kommt von Complu­­tum, latei­ nischer Name der Stadt Alcala, wo die Arbeit durchgeführt wurde; «Poly­­glotte» bedeutet: ein mehr­spra­chiges Werk.) Jetzt entstanden eine ganze Reihe Aus­ gaben des griechischen Neuen Testa­ments, aber alle basierten auf dem man­gel­haf­ ten, inzwischen jedoch stark kor­ri­gier­ ten Werl von Erasmus. Die bedeu­tungs­ vollste Ausgabe war die des Pari­ser Dru­­ckers Etienne (oder Stephanus) im Jahre 1550. Sie wurde drei Jahr­hun­der­te lang immer wieder neu aufge­legt und galt als Standardtext des griechi­schen Neu­en Testaments, der als Basis dienen sollte für viele weitere Bibel­über­setzun­gen.

Die Reformation Das letzte der drei wichtigsten Ereig­ nisse, auf die wir hindeuteten, war die Reformatio, die 1517 von Martin Luther in Gang gesetzt wurde. Dieses Gesche­ hen bedeutete nicht nur eine Umwäl­ zung in der Geschichte der Kirche, son­ dern wirkte sich auch auf die Bibel­ver­ breitung aus. In verschiedenen Ländern Europas, in denen die Reformation Fuss fasste, fing man an, die Bibel in die Lan­ dessprache zu übersetzen; oft je­doch noch unter grossem Widerstand. Luther wurde von seinen Freunden entführt

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und in die Wartburg gebracht, wo er mit jedoch auch beschlagnahmt und öffent­ einfachen Hilfsmitteln in einer Rekord­ lich verbrannt, dennoch kamen die Bü­ zeit das Neue Testament über­setzte (von cher schneller aus der Presse, als die Be­ Dezember 1521 bis März 1522). Die ers­te hörden sie verbrennen konnten. In­zwi­ Auflage (3000 Exem­plare) war in­ner­halb schen arbeitete Tyndale in Deutsch­land eines Jahres ver­kauft. Im Jahr 1534 er­ weiter, verbesserte seine Über­set­zung schien die ganze Bibel in der deutschen des Neuen Testaments und über­setzte Sprache. Übri­gens war dies nicht die ers­ Teile des Alten Testaments. Als er die te gedruckte Bibel in Deutsch: Schon Hälfte davon fertig hatte, wurde er ver­ 1487 war eine deutsche Bibel gedruckt raten und kam in der Nähe von Brüssel worden, wahr­scheinlich von einem Mönch ins Gefängnis. Eineinhalb Jahre später (für einen gewissen Desideri) verfertigt, wurde er auf dem Scheiterhaufen brutal der seine Initialen und Zeichnungen erwürgt und anschiessend ver­brannt. Seine letzten Worte waren: «Herr, öffne noch von Hand ge­malt hatte. Du die Augen des Kö­nigs von England!» In England war es der Oxford-Gelehrte Andere setzten seine Arbeit fort, und und Priester William Tyndale, dessen 1535 wurde die ganze Über­setzung fer­ grosses Verlangen es war, seinen Lands­ tig. Inzwischen hatte sich die Haltung leuten eine gedruckte Bibel in ihrer ei­ der Behörden geändert, und die zweite genen Sprache in die Hand zu geben. Ausgabe dieser «Coverdale Bible» kann Wegen des Widerstands der kirchlichen mit der Zustimmung des Königs zu­stan­ Behörden reiste Tyndale nach Hamburg de. Tyndales Gebet war er­hört worden! und begann dort unter dem Risiko schwerer Bestrafung insgeheim seine In den Niederlanden sind aus dem 9. Arbeit. Nachdem er das Neue Testament und 10. Jahrhundert schon verschiedene beendet hatte, traf er eine Verabredung Übersetzun­gen der Psalmen in verschie­ mit einem Drucker, wurde aber von den dene holländische Dialekte bekannt. Um Behörden entdeckt. Er flüchtete in einen etwa 1400 datiert man die Übersetzung anderen Teil Deutschlands. Dort gelang des Neuen Testaments und der Psalmen es ihm, 3000 Exemplare zu drucken von Johan Schurken. Die erste ge­druck­ (1525). Viele Exem­plare wurden von te niederländische Bibel war die «His­to­ Kaufleuten nach England geschmuggelt rie-Bijbel» von 1477 (1977 also 500 Jah­re und dort mit Begeisterung aufge­nom­ alt), die in Delft von Jacob Jacobs­zoon men und gelesen. Viele Kopien wurden van der Meer und Mauritius Ye­mants­

Die erste vollständige Übersetzung in Englisch wurde von John Wycliff zusammen mit John Purvey und Nicholas de Hereford gemacht und wurde im Jahre 1388 fertiggestellt. Der Widerstand gegen die Bibelübersetzung war so gross, dass Wycliffs Leichnam später ausgegraben wurde, zu Asche verbrannt und in den Fluss gestreut wurde. Die «Wycliff Bibelübersetzer» haben sich nach diesem mutigen Mann genannt. Die abgebildete Seite stammt aus einer von Hand geschriebenen englischen Übersetzung aus dem Ende des 14. Jahrhunderts.

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Geschichte der Bibel

zoon van Middelborch heraus­ge­geben wurde und die deshalb auch als «Delfter Bibel» bekannt ist. Diese Bibel enthielt nur das Alte Testament ohne die Psal­ men und basierte auf der «His­torie-Bij­ bel» von 1360, die von einem unbe­kann­ ten flämischen Autor aus dem La­tei­ni­ schen übersetzt wurde; unklare Stel­len erklärte er anhand der Historia Scho­las­ tica des Petrus Cometor, der etwa um 1150 lebte. Auch die niederländische Bi­ bel kam nicht ohne Blut­vergiessen zu­ stande. So erschien 1526 die sehr be­ rühmt gewordene «Liesveldt-Bijbel», ge­ druckt von Jacob van Liesveldt in Ant­ werpen, die von ihm mit Rand­bemer­ kun­gen versehen war. Im Jahre 1545 musste van Liesveldt schwer für seinen Glau­ben büssen: Er wurde ent­hauptet! Die Tatsache, dass er in einer seiner Randbemerkungen geschrieben hatte, dass die Selig­keit des Menschen nur durch Jesus Christus erreicht wer­den kann, wurde von den kirchlichen Autoritäten als kriminelles Vergehen ge­wertet! Nach andere in hollän­di­scher Sprache: römischkatholische, mennoni­tische und luthe­ri­ sche Bibeln. Schliess­lich erschien 1562 in Emden die be­rühmte reformierte «DeuxAes-Bijbel» (nach einer besonde­ren Rand­ bemerkung benannt) und erob­erte das Herz aller Reformierten in den Nieder­ landen. Die zweite Auflage die­ser Bibel erschien 1571 durch Jan Canin in Dord­ recht und wurde damit die erste in Holland ge­druckte reformierte Bibel. Lei­ der kostete sie Jan Canin das Leben. Der Weg der Bibel, von den ersten Ton­ tafeln bis zu den ersten gedruckten Bi­ beln, ist ein spannender und wun­der­ba­rer Weg. Auch hier zeigt sich wieder, dass die Bibel ein einzigartiges Buch ist! Vie­ le Menschen gaben ihr Leben für dieses Buch. Das taten sie, weil sie darin je­man­ den entdeckt hatten, der sein Le­ben für sie gegeben hatte – am Kreuz von Gol­ gotha. Haben all diese Men­schen sich ge­ irrt – gaben sie ihr Leben verge­bens? Ist der wunderbare Weg der Bibel einfach und rational zu erklären? Oder ist doch etwas Besonderes an diesem Buch? Soll­ te dieses Buch doch von Gott sein? Nächste Folge: Wer gab uns das Alte u Testament?

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räkognition – Informationen aus der Zukunft

Ernst Meckelburg Die Unwahrscheinlichkeiten von heute sind die elementaren Wahrheiten von morgen. Charles Richet 81850-1935)

Überwindung der Zeitbarriere Leonardo da Vinci (1452-1519) – Maler, ner Zeit um Jahrhunderte voraus war, kunft gerichtete Hellsichtigkeit – Prä­ Musiker, Bildhauer, Architekt, Naturfor- dessen Ideen noch viele Genera­tionen kog­nition – im Spiel? scher und Ingenieur – träumte zeit sei- nach ihm beschäftigen sollten. Mehr noch. nes erfahrungsreichen Lebens von Er- Vor nahezu 500 Jahren konstruierte er Der Begriff «Präkognition» ist klar umfindungen, deren Funktion und Nutzen ein Unterseeboot, dessen Pläne er mit dem rissen. Bonin definiert ihn eindeutig als nur wenige seiner Zeitgenossen erkannt Ausspruch vernichtet haben soll: «Ich «das Erfahren eines zukünftigen Sachhaben dürften. Um 1500 erforschte er gebe dies nicht preis, weil die Natur des verhaltes oder Ereignisses, das nicht erden Vogelflug, über den er zahlreiche Menschen so böse ist.» Es scheint, als wartet und nicht erschlossen werden Abhandlungen verfasste. Er entwarf un- habe da Vinci auch in der Beurteilung kann». Weiter heisst es hier: «Die beson­ ter anderem Modelle für Segelflugkör- der moralischen Qualitäten seiner Nach­ dere Schwierigkeit dieses Phänomens per, Helikopter und Propellerflugzeuge, fahren Recht behalten. Erstaunt fragt man für das Denken besteht darin, dass die ohne jedoch die hierfür in Frage kom- sich, auf welche Weise da Vinci zu solch Kausalität aufgehoben ist, wenn die Ermenden Antriebssysteme beschreiben genialen, für die damalige Zeit wohl als fahrung dem Reiz vorausgeht.» zu können. Doch selbst ange­fertigte Se- phantastisch geltenden Erkenntnissen gelflugmodelle, die er mit Erfolg von gelangte, was ihn in die Lage versetzte, Unter Präkognition versteht man somit Brücken und Türmen startete, bestätig- Jahrhunderte müh­samen Lernens, Simu­ einen rein hellseherischen Akt, der zuten schon damals im Prinzip seine küh- lierens und Praktizierens innerhalb we- künftiges Geschehen zum Inhalt hat. ne Prognose, dass der Mensch eines Ta- niger Monate und Jahre zu überspringen. Echte Präkognition schliesst Vorauswisges den Luftraum beherrschen werde. War dieser da Vinci ein Sensitiver, ein sen über zukünftige Ereignisse aufgrund Mit Recht gilt daher da Vinci auch auf mit aus­ser­ge­wöhnlich präkognitiven erkennbarer Trends (logische Schluss­fol­ dem Gebiet der Luftfahrt als theoreti- Fähigkei­ten aus­gestatteter Mensch, der gerungen), willkürlichen Erra­tens (sogescher Pionier, als Einzel­gänger, der sei- hervorragende Beobachtungsvermögen nannte Zufallstreffer) sowie Manipulatimit einem hohen Mass an Intuition und onen zum zwangsweisen Her­­beiführen Vorauswissen geschickt oder auch un- scheinbar «vorausgesagter» Er­eignis­ein­ bewusst zu kombinieren vermochte? tritte absolut aus. Bonin grenzt trotz Zapften er und die vielen anderen Erfin- übereinstimmender Merkmale die Proder vor und nach ihm womöglich einen phetie von der Präkognition dadurch ab, aus der Zukunft in die Vergangenheit, dass er sie als «Präkognition innerhalb also akausal gerichteten Informationsfluss eines religiösen Bezugsrahmens» bean? Konnte er weit ins voraus Dinge zeichnet. schauen (und auch verstehen), deren eigentliche «Erfindung» dem 19 und 20. Fanny Moser, die Präkognition und Prophezeiungen noch gleichwertig behanJahrhundert vorbehalten war? delte, unterscheidet vielmehr zwischen Könnte es nicht so sein, dass die Genies 1. persönlichen Prophezeiungen, bei deder Antike und des Mittelalters mit ih- nen der einzelne Mensch und dessen rem raumzeitfreien Geist Jahrhunderte Schicksal im Mittelpunkt der Voraussaoder gar Jahrtausende «kurzzuschlies­ ge stehen, und 2. über- bzw. ausserpersen» vermochten, dass sie das intuitiv sönlichen Prophezeiungen, d.h. auf psygewonnene Wissensgut mit dem Er- chischem Wege erlangte Vorabinformakenntnisstand ihrer Epoche vermischten tionen über kommerzielle, politische und oder dass sie es ganz einfach in für die kosmische Ereignisse. Beide Informations­ damalige Zeit verständliche und/oder kategorien sind bei der Suche nach Ernützliche Anwendungsformen trans­for­ klärungsmöglichkeiten für präkognitiv Leonardo da Vinci, Selbstporträt mier­ten? War da gelegentlich in die Zu- empfangene Impulse gleich wichtig.

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Parapsychologie

Wie schon angedeutet, lassen sich zahlreiche zukünftige Geschehnisse oft Tage oder gar Monate vor ihrem tatsächlichen Eintritt durch Weiterverfolgen gewisser Trends, die man unschwer durch routinemässiges Beobachten über lange Zeit­ räume und Hineinvertiefen in vorgegebene Situationen annähernd erken­nen kann, auch nichtpräkognitiv voraus­sa­ gen. Es sind dies auf logischen Schluss­ folgerungen aufbauende, methodische vorhersagen, wie sie z.B. von Meinungsforschungsinstituten und Marktforschern angewendet werden, um den Ausgang von Wahlen im Voraus annähernd zu bestimmen oder um die Reaktion eines Marktes auf ein bestimmtes, noch im Entwicklungsstadium befindliches Produkt abzutasten. Alle diese künstlichen, auf Trendbeobachtungen beruhenden Voraussagen haben mit unbewusst empfangenen Vorabinformationen präkogni­ tiver Art nichts gemein obgleich in solche Untersuchungen durchaus auch intuitive Elemente einfliessen können. Um­ gekehrt lebt auch der präkognitiv Veranlagte, der Sensitive, keinesfalls in einem Vakuum. Er nimmt vielmehr direkt am Alltagsgeschehen teil und wird somit, wenn auch unbeabsichtigt, von äusseren Einflüssen «geprägt» und manipuliert. Auch er unterliegt bis zu einem gewissen Grad der Beeinflussung durch vorhersehbare Trends, was dann (durch «Zufall») zu richtigen, aber auch zu falschen Voraussagen führen kann. Umstritten ist noch die Hypothese von der Erfüllungsprophetie. Sie beinhaltet – wen­ det man sie z.B. auf die Ermordung des früheren amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy an – eben jene fatalen Schicksalskreisläufe, bei denen niemand so recht zu sagen weiss, wer der eigentliche Auslöser des Geschehens war: der Prophet selbst oder die agierende Person, der Täter.

Ein Mord wird programmiert – Medien unter Zugszwang Als Dr. Martin Luther King im April 1967 vor möglichen neuen Rassenunruhen und gewalttätigen Ausschreitungen wäh­rend des Sommers warnte, machten sich sofort zahlreiche Bewohner des New Yorker Farbigenwohnviertels Harlem die

ten John F. Kennedy könnte es ähnlich gewesen sein. Nach Meinung eines Mr. W. H. W. Sabine aus Hollis, New York, dessen Hypothese seinerzeit im Journal oft the American Society for Psychical Research als Leserbrief veröffentlicht wur­ de, habe Kennedys Mörder Lee Harvey Oswald – oder wer nach neueren Theorien auch immer hinter diesem Mord gesteckt haben mag – in einer in Louisiana erscheinenden Zeitung lange vor diesem Ereignis eine jener zahlreichen Prophezeiungen der amerikanischen Sensitiven Jeane Dixon gelesen, die die bevorstehende Ermordung des Präsidenten und hiermit verbundene Warnungen zum Inhalt hatte. Der oder die Attentäter seien eigentlich erst durch diese Veröffentlichung motiviert worden. Martin Luther King (1929-1968)

verhängnisvolle Wechselbeziehung zwi­ schen Voraussage und Ereignis zunutze. John D. Silvera – ein prominenter New Yorker –, der die damaligen Zusammenhänge offenbar richtig einzuschätzen wusste, meinte in einem Interview mit Wesentliches Indiz für das Vorliegen ech­ Journalisten der amerikanischen Zeit- ter Präkognition ist nicht so sehr die geschrift New Amsterdam, erschienen am naue Übereinstimmung einer Prophe22. April 1967: «Es ist gefährlich, solche zeiung mit der späteren Realität, son­ Voraussagen zu machen, weil diese dern die zeitliche Koinzidenz, die mögselbst bei potentiellen Unruhestiftern lichst präzise Vorhersage des Eintrittsvielleicht erst ein entsprechendes Be- zeitpunktes. Hier aber ist die «Treffer­ wusstsein für Aufruhr und kriminelle quote» mithin am niedrigsten Es scheint, Handlungen schaffen.» Ein anderer Ein­ als ob unser auf dreidimensionale Verwohner Harlems, Will George, bezeich- hältnisse abgerichtetes Bewusstsein beim nete Kings Warnung als «eine jener Pro- Überspringen der Zeithürde sein Zeitge­ phezeiungen, die schon ihre Selbster- fühl verlieren würde. Vielleicht ist gerafüllung in sich tragen». de dadurch die Unabwendbarkeit des Schicksalsverlaufs sichergestellt. Wenn Vielleicht bewirken manche warnenden aber das potentielle zukünftige Ereignis Voraussagen gerade das Gegenteil von durch Veröffentlichungen präkognitiv dem, was eigentlich beabsichtigt war vielleicht bilden Prophezeiungen erst den Keim, um den sich dann in unaufhaltsamer Folge unheilvolles Geschehen aus­ kris­tallisiert. Es wäre somit durchaus denk­ ­bar, dass Martin Luther King durch die öffentliche Preisgabe einer von ihm präkognitiv empfangenen Botschaft selbst zum Auslöser seiner eigenen Ermordung wurde: Prophet und Opfer zugleich. Im Falle des am 22. November 1963 in Dallas, Texas, ermordeten US-Präsiden-

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Die Verantwortung der amerikanischen Starprophetin Jeane Dixon und auch die anderer Sensitiver erscheint unter dem Gesichtspunkt der eventuellen Auslösung tragischer Ereignisse besonders gross.

Jeane Dixon (1904-1997)

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Parapsychologie

emp­fangener Informationen indirekt aus­ gelöst wird, könnte man dann nicht sagen, dass in solchen Fällen die Zukunft (dargestellt am prophetischen Fiktivbild) rückwärts wirkend gegenwärtiges Geschehen bestimmt, das andererseits wie­ derum zum Eintritt zukünftiger Ereignis­ se beiträgt? Dieser Schicksals-Einpendel­ vorgang bis zum unvermeidlichen Er­ eig­niseintritt, der gewisse Analogien zur Funktion eines elektromagnetischen Schwin­gkreisen aufweist, soll gesondert erörtert werden.

Der Fall Ellen Pierce Im Jahre 1979 berichtete das US-Magazin Fate über einen interessanten Fall spon­taner Prophetie, einer präkognitiven Aus­sage, deren Richtigkeit sich erst nach 46 Jahren herausstellen sollte. An einem Frühlingstag des Jahres 1932 fuhren Ellen W. Pierce und ihre Schwägerin Muriel aus Rosemead, Kalifornien, mit dem Auto ins benachbarte Los Angeles, um dort einige Besorgungen zu machen. Trotz der damaligen Wirtschaftskrise scho­­ ben sich Massen kauflustiger Menschen lärmend und lachend durch die Geschäftsstrassen der Innenstadt, um nach

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preisgünstigen Angeboten Ausschau zu ne Haare. Die Eltern und ihre jetzt vierhalten. Während sich die beiden Frauen jährige Tochter waren überglücklich. Der ihren Weg durch die Menschenmassen Junge wuchs heran. Nach Beendigung bahnten, spürte Frau Pierce plötzlich ei- der Highschool im Jahre 1952 erhielt ne Hand auf ihrer Schulter. Eine Frau Fred ein auf vier Jahre befristetes Stipen­ sprach sie an: «Entschuldigen Sie bitte, dium an der University of South Califor­ aber ich habe Ihnen eine Botschaft zu nia. Dort bereitete er sich auf den Lehübermitteln. Ihr grosser Sohn ging hin- rerberuf an der Elementarschule vor. Als ter Ihnen die Strasse entlang. Er hat er nach etwa einem Jahr umschwenkte braune Augen und braune Haare, Er und Vorlesungen über öffentliche Verwird es im Rechtswesen dieses Landes waltung und Recht belegte, wurde seine weit bringen.» Mutter stutzig. Sie erinnerte sich des sonderbaren Vorfalls in Los Angeles, der Frau Pierce wollte erwidern, dass sie nunmehr 22 Jahre zurücklag. zwar eine zweijährige Tochter, jedoch keinen Sohn habe. Die merkwürdige Die weitere Karriere des Fred Pierce Fremde aber war gleich nach Über­mitt­ schien entsprechend der damaligen «Pro­ lung der Botschaft in der Menge unter- phezeiung» klar vorgezeichnet zu sein. getaucht. Lachend setzten die beiden Nach Beendigung seines Studiums und Frauen ihren Weg fort. Absolvieren einer zweijährigen Dienstzeit beim Militär erhielt Fred zunächst Nach ein paar Tagen schien dieser klei- eine Stelle als Polizeioffizier. Danach ne Vorfall endgültig vergessen zu sein. avan­­cierte er zum ÜberwachungsbeamZu gross war ihre Sorge darüber, dass ten beim US-Bewährungsdepartment ihr Mann Fred schon lange Zeit keine für Straf­fällige in Long Beach, wo er Beschäftigung mehr hatte. Im Jahre 1933 dann in gehobener Position einer verzogen die Pierces nach Spokane, ihrem antwortungsvollen Tätigkeit nachging. früheren Wohnort, wo Fred dann endlich in einem Sägewerk Arbeit fand. Präkognition oder blanker Zufall? Ein Schon ein Jahr später, am 14. Juni 1934, bisschen viel Zufall, möchte man meibrachte Ellen einen Sohn zur Welt, der nen. nach seinem Vater Fred genannt wurde. u Der Junge hatte braune Augen und brau­ Nächste Folge: Glück oder mehr?

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Träume – oder wie wir täglich unseren Traum verwirklichen Mit einem speziellen Geschenk: «Die Abend-Rückschau»

Gerhard Schobel

Hast Du Dich auch schon gefragt, was Du tun kannst, um Deine Träume zu verwirklichen? Welche Techniken Dir helfen könnten, mehr von den Dingen in Deinem Leben zu manifestieren, die Dir wirklich wichtig sind? Ist es nicht erstaunlich, wie sich manche Wünsche fast von selbst erfüllen und bei anderen kämpfen wir tagtäglich und erreichen sie doch nicht? So scheint es zumindest.

se Kraft in uns weiterlebt – ob wir sie be­ wusst nutzen oder nicht. Diese Kraft ist in uns konstant aktiv.

Ich möchte Dir nun ein kraftvolles Werk­ zeug vorstellen, das Dich auf Deinem Weg auf ungeahnte Weise unterstützen kann. Ganz abgesehen davon, dass es selbstverständlich hilfreich ist, sich der verschiedenen Realitäten bewusst zu sein und zu wissen, wann sie wie zum Wenn wir allerdings genau hinschauen, Ausdruck kommen, gibt es eine wun­der­ können wir etwas sehr Interessantes ent­ bare Möglichkeit, mir meiner schöpfe­ decken. In der schamanischen Tradition rischen Kraft und dem Prinzip von Ur­ Hawaiis reden wir von vier Realitäts­ebe­­ sache und Wirkung besser bewusst zu nen oder vier Ebenen des Träumens. Wie werden. Diese Technik nennt sich die überall auf der Welt, so finden wir auch «Abend-Rückschau». Diese Technik wird auf Hawaii die Aussage, dass alles Leben oft unterschätzt und falsch eingesetzt. hier in dieser Welt eine Art Traum ist. In Die Technik der der hawaiianischen Tradition unterschei­ den wir die Abend-Rückschau Objektive Ebene – alles ist getrennt Die Technik benötigt täglich ca. 3-5 Mi­ Subjektive Ebene – alles ist verbunden Symbolische Ebene – alles ist symbolisch nuten, nicht mehr. Ein Zuviel führt uns meist weg vom Ziel. Wenn ich mit Men­ Mystische Ebene – alles ist eins schen spreche, dann höre ich oft, dass Wir befinden und benutzen bewusst und sie bereits täglich (oder fast täglich) eine unbewusst tagtäglich alle diese Ebenen Abendrückschau halten würden, dass und erschaffen damit unsere Realität. So­ diese allerdings nicht zu der gewünsch­ weit wir diese Kräfte bewusst einsetzen, ten Veränderung führen würde. Durch freuen wir uns über unsere Erfolge und mein Nachfragen wird oft rasch klar, reden auch gerne darüber. Den grössten woran dies liegt. Teil unserer Zeit benutzen wir jedoch un­ sere Kraft unbewusst und erschaffen uns In der Abend-Rückschau geht es nicht unsere Wirklichkeit trotzdem. Wir erle­ darum, die Ereignisse des Tages noch ben uns nicht im Fluss und getrennt von einmal zu durchleben, und die Emo­tio­ der Quelle unserer Kraft, sind mit unse­ nen, Verletzungen, Enttäuschungen etc. ren Gedanken konstant damit be­schäf­ noch einmal zu wiederholen, sondern da­ tigt, was nicht gut läuft oder was schief rum, aus einer eher distanzierten, beob­ laufen könnte, machen uns Ängste und achtenden Position die wichtigsten Er­ Sorgen, interpretieren unsere Erfahrun­ eig­nisse des Tages noch einmal vorbei­ gen und Erlebnisse auf negative Weise ziehen zu lassen. Und zwar im zeitlichen und vergessen, dass wir mit allem ver­ Ablauf rückwärts. Wir beginnen bei den bun­den und eins sind. Wir vergessen, Ereignissen am Abend vor der Rück­ dass wir alle aus derselben universellen schau und lassen die Ereignisse nun, wie Kraft entstanden sind, aus der auch die in einem Film, vor unserem inneren Au­ Universen entstanden sind und dass die­ ge rückwärts laufen. Dadurch können

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wir immer leichter die Verbindung vom Ergebnis und der verursachenden Kraft erkennen. Es ist wichtig, und ich möchte dies hier noch einmal wiederholen, nicht in die Emotionen einzusteigen, son­dern die Ereignisse aus der beob­achtenden, nicht kritisierenden, wertschätzenden Po­ sition zu betrachten. Wir sind hier in dieser Welt um aufzuwachen und unse­ re schöpferische Kraft zu entdecken, zu lernen, was zu welchem Ergebnis führt. Und wie ein Architekt bei jedem Bau­ werk dazu lernt, so lernen auch wir bei all unseren Erfahrungen dazu und kön­ nen unser Leben dadurch verbessern, indem wir die Essenz aus den gemachten Erfahrungen bewusst einsetzen. So möchte ich Dich einladen, diese Tech­nik, welche noch in vielen anderen Bereichen ebenfalls sehr wirkungsvoll eingesetzt werden kann, für Dich auszu­ probieren. Sie wird Dir helfen, Dir noch mehr bewusst zu werden, wie wir in je­ der Minute verbunden sind mit dem grösseren Ganzen, eins sind mit der gan­ zen Schöpfung und sie wird Dir helfen, zu erkennen, dass Du niemals alleine bist. Aloha und Namaskara Autor: Gerhard Schobel ist Gründer und Leiter von aeon – Zentrum für Psycho­ synthese und ganzheitliches Heilen, Ba­ sel (www.aeon.ch). Er beschäftigt sich seit 40 Jahren mit spirituellen Tradi­tio­ nen, schamanischem Wissen und Psy­cho­ logie. Auf seiner Suche nach einem ganz­ heitlichen, spirituellen Weg der Heilung kam er 1984 in Kontakt mit der Psycho­ synthese. Seit dieser Zeit ist er mit Be­ geisterung auf seinem PsychosyntheseWeg und entdeckt täglich Neues. Er begleitet Menschen auf ihrem Weg als Coach, Berater, Therapeut und ist euro­ paweit als Trainer tätig. u

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Die Gabe des geistigen Heilens Die Gabe des geistigen Heilens ist grundsätzlich seit jeher im Menschen vorhanden. Eine Energie die sich alle Menschen zu nutze machen können die wollen. Eine Kraft die leider immer und immer wieder unterschätzt und nicht richtig verstanden wird. In unserer west­ lichen Gesellschaft wird diese Form der Heilung von vielen Stellen und Menschen als Humbug abgetan. Es gibt heute genügend Beweise die belegen, dass mit der geistigen Kraft Menschen, welche gesund­ heitliche Probleme haben, geholfen wer­ den kann oder geholfen wurde.

tan­heilung. Es gibt heute viele Beispiele England bei Stephen Turoff und Trancewo dies auch geschehen ist. Nicht nur Healing bei der SNU (Spiritualists’ Natio­ kranke Menschen können durch spirituel- nal Union) in Stansted; dazu kommen le Heilung eine Besserung erfah­ren, auch der Besuch zahlreicher Kurse und Semigesunde Menschen können durch eine nare im In- und Ausland in Medialität, Behandlung zu neuer Kraft und mehr Trance- und Geistheilen. Seit einigen Jah­ Energie finden. Gerade im heutigen All- ren führen sie gemeinsam das Zentrum tag ist es nicht immer einfach, in seiner «Der Kanal», wo sie nebst Heilbehand­ Mitte zu bleiben. Leistungs­druck, Stress, lungen und Privatsitzungen auch regelBelastung durch unangenehme Situati- mässige Heilzirkel sowie diverse Ausonen im Beruf oder Privatleben und an- bildungen in Selbstheilung und geistidere äussere Einflüsse kön­nen den Kör- gem Spirituellen Heilen anbieten. per im Nu aus dem Gleichgewicht bringen. Zudem können uns alte und über- Raymond und Barbara Klaus sind auch holte Verhaltens- und Denkmuster im- als Lehrer in diesen Bereichen tätig. Ray­ mond Klaus arbeitet vorwiegend als mer wieder ein Bein stellen. geis­tiger und spiritueller Heiler, ZirkelDas Ziel der Geistheilung ist, den Men- Seminar- und Ausbildungsleiter. Barbaschen zu harmonisieren, d.h. das Gleich- ra Klaus-Lis ist auch ausgebildete Augewicht zwischen Körper, Seele und Geist ra-Soma Beraterin und als solche tätig. wieder herzustellen. Aus der Ener­gie, die dem Hilfe suchenden Menschen wäh- Zudem haben sie an vielen verschieden rend der Heilbehandlung zufliesst, kann Orten gemeinsame öffentliche Auftritte. er die Kraft schöpfen, die er braucht, um Barbara Klaus-Lis arbeitet als Medium notwendige Veränderung herbeizuführen, für das Mediale Porträtieren und malt Muster aufzulösen oder einfach die ei- auch bei medialen Privatsitzungen Porträts von verstorbenen Menschen. Nach­ gene Mitte wieder zu finden. dem das Porträt entstanden ist, vermitIm Zentrum «Der Kanal» in Gümligen telt sie auch Botschaften aus der geistibei Bern, bieten Raymond und Barbara gen Welt. Sie gibt auch Seminare und Klaus-Lis Menschen, die an verschiede- Kurse in Psychic Art, Mandala-Malen, nen Arten von Unwohlsein leiden, ver- Seelenbilder Malen, Engel Malen und schiedene Möglichkeiten, ihnen zu hel- vieles mehr. Dazu kommen eigene Zirfen, ihre Harmonie wieder herzustellen kel- und Seminaraktivitäten. Beide sind und sie auf dem Lebensweg ein Stück durch ihre Arbeit bestrebt, Menschen in weiter zu begleiten. der heutigen hektischen Zeit zu unterstützen und zu begleiten.

Bei der geistigen Heilung sind die Gedanken sehr wichtig. Denn Gedanken sind Energie und die Energie folgt dem Gedanken. Deshalb ist es sehr wichtig, was wir denken und wie wir denken. Der Nachteil dieser Wirklichkeit ist, dass diese auch für negative oder beinflussbare Zwecke missbraucht werden kann. Wir möchten jedoch alle darauf hinweisen, dass alles was wir gedanklich senden, eines Tages zu uns zurück kommt. Denn jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und muss früher oder später für sein Tun die Verantwortung übernehmen. Für den Begriff geistiges Heilen gibt es viele Definitionen. Es kommt darauf an, was man darunter verstehen will. Hier eine mögliche Definition. Geistheilung ist eine natürliche Form des Heilens welche ihren ganz bestimmten Platz in dieser Welt immer haben wird. Es ist wohl die älteste Heilform der Menschheit. Geistheilung ist ein ganz natürlicher Prozess – eine intuitive ganzheitliche Methode, welche unterstützt werden kann durch psychothe­­ rapeutische Gespräche oder andere therapeutische Massnahmen.

haben ihre Ausbildung für Geistheilung und Energiearbeit in Deutschland bei Aldo Berti absolviert, mehrere spirituelle Heilseminare über mehrere Jahre in

Oft wird auch der Begriff Spirituelles Hei­ len verwendet. Dies bedeutet auf eine andere Art ganzheitliche Heilung zu erfahren und geschieht dann, wenn die göttliche Kraft sich in einem Menschen manifestiert, der unter einer Krankheit, Verletzung oder Behinderung leidet; auch wenn eine schnellere und umfassendere Besserung eintritt, als aus medizinischer Sicht angenommen werden kann. In einigen Fällen spricht man auch von Spon­

Raymond und Barbara Klaus

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Raymond und Barbara Klaus

Mediale Porträts Mediale Porträts sind Informationen und Hinweise, dass unsere lieben Verstorbenen in der geistigen Welt weiterleben. Wir sind alle umgeben von Schutzengeln und geistigen Helfern. Ein mediales Porträt kann dazu dienen, trauernden Menschen zu der klaren Überzeugung zu verhelfen, dass sie nicht allein gelassen sind und ihre Verstorbenen sie weiterhin begleiten. Ein solcher Kontakt kann somit Heilung, Transformation und Weiterentwicklung bringen. Kontakt: www.derkanal.ch / info@derkanal.ch / Tel +41 (0)31 352 10 40 u

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Jahre Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Orith Tempelman Im Januar 2008 wurde die Schwäbische Alb als Biosphärengebiet des Landes Baden-Württemberg eingerichtet – seit Mai 2009 ist das 85’270 Hektar grosse Gebiet auch als Biosphärenreservat der UNESCO anerkannt und ist im Kreis der 15 deutschen und 621 Biosphärenreservaten weltweit mit dabei. Die ersten Anlaufschwierigkeiten wurden mit Bravour gemeistert; bereits können erste Schlüsse gezogen werden. Die bisher gemachten Erfahrungen sind positiv und vielversprechend. Die Schwäbische Alb ist eine historische Kulturlandschaft mit Buchenwäldern, Wacholderheiden, Streuobstwiesen, Kalkmagerweiden und –rasen, Äcker, Wiesen und Siedlungtsflächen, Höhlen und Burgen.

Was international «Biosphärenreservat» heisst, wird im Land Baden-Württemberg als «Biosphärengebiet» bezeichnet, weil für die Initianten aus dem Schwabenland der Begriff «Reservat» zu sehr nach Glasglocke und Aussperren klang. Von der UNESCO-Auszeichnung profitiert vor allem der nachhaltige Tourismus. Aus­ ge­h end vom Tourismus ergeben sich neue Vermarktungschancen für land- oder forstwirtschaftliche Produkte. In jedem Biosphärenreservat werden drei Zonen mit verschiedenen Zielen festgelegt. Auf der Schwäbischen Alb gibt es für ein Biosphärengebiet eine besondere Situation: wegen der Vielzahl der Biotope und der Nutzungsformen in der geologisch vielfältigen und ausserdem dicht besiedelten Landschaft gibt es so viele schützenswerte Oasen, dass die drei erforderlichen Zonen keine zusammenhängenden Areale bilden. Die Kern­ zonen sind wie Inseln über die Schwäbische Alb verteilt und die Pflegezonen liegen wie ein schützender Ring um die Kernzonen oder bilden selbst Inseln in den Entwicklungszonen. Wegen dieser engen Verzahnung machten sich viele Leute Sorgen. Sie wussten beispielsweise nicht, ob sie wie zu früheren Zeiten Brennholz sammeln oder ihren Betrieb ohne Einschränkungen aus­ serhalb der Entwicklungszone führen durften. Doch bereits vor der UNESCOAnerkennung galten mehr als 80 Prozent der Kern- und Pflegezonenfläche als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet, als Bannwald oder als ehemaliger Trup-

UNESCO-Biosphärenreservat Seit 1976 weist die UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation) weltweit Biosphärenreservate aus. Ein Biosphärenreservat ist eine von der UNESCO initiierte Modellregion, in der nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht exemplarisch verwirklicht werden soll (Weltnetz der Biosphärenreservate). Das Programm Der Mensch und die Biosphäre (Man and the Biosphere Programme, MAB-Programm) sorgt für ihre Weiterentwicklung, evaluiert und vernetzt sie weltweit und erforscht im globalen Massstab die wichtigsten Ökosysteme. Eine Definition für Biosphärengebiete lautet: «In Biosphärengebieten sollen nach dem Naturschutzgesetz durch Erhaltung und Förderung traditioneller, extensiver Land­nutzungsformen sowie durch die Entwicklung und Erprobung neuer be­son­ders scho­nender Wirtschaftsweisen grossräumige charakteristische Land­schaften ge­ sichert werden. Dabei leistet die vielfältige, schonende Nutzung der Landschaft einen be­deutenden Beitrag für den Biotop- und Artenschutz. Das Biosphärengebiet hat ne­ben dem Erhalt der Natur die Aufgabe, den Tourismus und die Bildung für die nach­haltige Entwicklung anzuregen und die nachhaltige regionale Wirtschaft zu fördern.» In MAB geht es nicht um klassischen Naturschutz im engeren Sinn, sondern um einen interdisziplinären Ansatz, insbesondere der Mensch selbst als Bestandteil der Biosphäre steht im Vordergrund. Gesellschaftliche und ökonomischer Fragen, z.B. auch die Schaffung von Einkommen, Probleme der Verstädterung und Demo­ graphie sind Teil des Programmes. Übergeordnete Ziele sind, biologische Vielfalt und Ökosystemfunktionen zu erhalten, Kulturlandschaften partizipativ zu bewirt­ schaften und weiterzuentwickeln, für Klimaschutz durch Landnutzung und An­ passung an den Klimawandel zu werben sowie die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen für ökologische Nachhaltigkeit weiter zu ent­ wickeln. Bürgerbeteiligung gehört zum zentralen Kern des Programms.
Jedes Biosphä­ren­reservat hat eine Schutzfunktion, eine Entwicklungsfunktion und eine Forschungs- und Bildungsfunktion. Die Biosphärenreservate sind in drei Zonen eingeteilt, eine naturschutzorientierte Kern-, eine am Landschaftsschutz orien­ tierte Pflege- und eine sozioökonomisch orientierte Entwicklungszone. Im Mai 2013 gab es 621 Biosphärenreservate in 117 Ländern. Am MAB-Programm beteiligen sich über 150 Staaten. Die Schwäbische Alb ist Teil des MAB-Pro­gramms.

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Ökologie

penübungsplatz und genossen besonde­ ren Schutz. Die Initianten des Biosphärengebiets se­ hen es als Chance, eingeschlagene Wege zu überprüfen und im Interesse der gesamten Bevölkerung eine gesunde Ba­ lance zwischen Schutz und Nutzung der Natur zu finden. In diesem Sinne werSeit 1995 verarbeitet Veronika Kraiser in ihrer Firma Flomax Naturmode die Schafwolle der den initiative Menschen gesucht, DenSchäferei Stotz unter dem Markennamen «albmerino» zu alltagstauglicher Oberbekleidung in ker und Tüftler mit innovativen Ideen. hoher Qualität. Sie erklärt die Kardierung und weitere Verarbeitungsschritte der Wolle.

Streuobstwiesen und Traumtäler

Flomax Naturmode fertigt Oberbekleidung für die ganze Familie, in hoher Qualität und Alltagstauglichkeit aus hochwertigen ökologischen Naturfasern nach strengen ökologischen und sozialen Richtlinien. Flomax-Naturmode GmbH, Braikeweg 6, 72813 St. Johann-Gächingen, Tel. +49 (0)7122-528

In Japan sind es blühende Mandelbäume, die Touristen in Scharen anziehen; im Biosphärengebiet Schwäbische Alb erblühen vor allem die zahlreichen Bäume der Streuobstwiesen, kombiniert mit dem Blumenreichtum der Magerwiesen. In dieser blühenden Gemeinschaft leben rund tausend verschiedene Tierarten – z.B. seltene Vogelarten und Fledermäuse – und die Wiesen sind ein idealer Erholungsraum für Stressgeplagte. Freizeitsportler und Wanderer haben auch längst das Lautertal entdeckt – ein Paradies auch für Naturkundler, weil das Tal je nach Höhe und Himmelsrichtung unterschiedliche Biotoptypen aufweist. Am Fluss unten gibt es noch typische Natur- und Frischwiesen, an den Hängen prägen Wacholderheiden das Landschaftsbild. Da die grasenden Schafe den Wach­older nicht mögen, verschonen sie ihn, so dass die Büsche wie Inseln aus dem Grasboden ragen. Die historisch gewach­senen Kulturlandschaften müssen weiterhin bewirtschaftet werden – vorzugsweise durch Wanderschäferei, extensive Grünlandnutzung, Streuobstanbau und Forstwirtschaft. Auf der Schwäbischen Alb haben sich Otto Strasser war in 4. Generation Bauer und Fleckviehzüchter. Jetzt betreibt er zusammen mit mehrere Gemeinschaften gebildet, wie seinem Sohn Manuel eine Schaubrennerei nach dem Motto «Und es wallet und siedet und braubeispielsweise 33 Landwirte, eine Müh- set und zischt» (Schiller), wenn das Obst aus den Streuobstwiesen zu hochprozentigem Wasser le und neuen Bäckereien, die unter dem gebrannt wird. Nach Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebs wurde im ehemaligen Heubarn mit Signet Albkorn den Verbrauchern qua- Blick auf die Ermstäler Streuobstwiesen eine Schaubrennerei mit Gastraum und Terrasse errichtet, wo Besucher eine Bauernvesper oder Kaffee und Kuchen, und natürlich Kostproben litativ hochstehende Produkte aus um- der «hochprozentigen Wässerchen» mit wohlklingenden Namen wie «Palmischbirne», «Goldweltgerechter Produktion. Mit Bauern- parmäne», «Herzkirsche» oder der Kirschlikör «Ermstäler Kirschflamme» geniessen und im brot über Brezeln bis zum schwäbischen Hofladen erwerben können. Etwa 200 Äpfelbäume, 200 Süss- und Sauerkirschbäume, 35 Zwetschgenbäume, 5 Birnenbäume, sowie 50 Tafeltraubenstöcke auf ca. 2 Hektar Fläche bilden die Apfelkuchen aus heimischem Qualitäts- Grundlage des Betriebs.

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Brennscheuer Strasser, Lange Gasse 30, 72581 Dettingen an der Erms, E-Mail: info@hofladen-strasser.de

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Albzarella – Mozzarella von der Alb fester SchnittkäAuf der Schwäbischen Alb gibt es zwei se mit herzhaftem Büffelhalter; sie züchten die Horntiere Ge­schmack, der für das Fleisch oder – wie Helmut Rauje nach Reifegrad scher und die Genferin Karin Delessert – zu­nimmt. Er wird für die Milch- und Käseproduktion. Letz­ na­tur oder mit tere wissen, dass sich nur «glückliche» Gewürzen garniert Tiere bereitwillig melken lassen und sie ge­gessen, aber haben herausgefunden, dass der Bulle auch kombiniert Monti – Nachfolger von Bulle «Berluscomit di­versen Mar­ ni» – und sein Harem grosse Liebhaber melade­sorten. von Alphornmusik sind. Besucher staunen nicht schlecht, wenn sie sehen, wie sich die ganze Büffelschar um die Alp­ • Der Baurakäs wird von Genies­ hörner gruppieren, ja fast hinein kriesern zum Wein chen, wäh­rend die ebenfalls auf der ser­viert, ohne Weide grasen­den Kühe sich nicht die Helmut Rauscher und Karin Delessert Brot. Er eignet Bohne um die Musik kümmern. geben ihren Büffeln ein Ständchen sich ebenfalls hervorragend zum Überbacken oder als zarter Konsistenz, der aus 50% BüffelDer Käse aus der Hohensteiner HofkäReib­käse zu Teigwaren. milch und 50% Kuhmilch hergestellt serei werden nach traditionellem Verwird. fahren von Hand aus Rohmilch hergestellt. Der Käse wird weder chemisch Selbstverständlich wird auch die Milch behandelt noch wird dessen Reifezeit der Büffelkühe verarbeitet. Auch hier stellt Alle diese Käsesorten können im Hoflakünstlich verkürzt. Helmut Rauscher stellt Helmut Rauscher ebenfalls mehrere Sor­ den gekauft werden. Darüber hinaus gibt es in der Käshütte noch viele andere verschiedene Käsesorten her, für jeden ten her: Spezialitäten: Frische Butter, Eier von Geschmack und zu jedem Anlass: • Büffelkuh rendez-vous gehört zu den glücklichen Hühnern, Schinken von geSchnittkäsen und besteht aus • Der Albkäs ist ein Schnittkäse mit mil50% Büf­fel- und 50% Kuh­milch. dem Geschmack und zartem Aroma, der sich als Dessertkäse, zum Frühstück oder einfach zwischendurch anbietet. • Mini-Büffel ist eine schmackhafte Alter­native für Kuhmilch-Allergiker. Bereits nach einer Rei• Der Rotkäs ist ein halbfester Schnittkäfezeit von drei Wochen bese, der zum «Zvieri», zum Frühstück kommt dieser Käse einen ganz oder Dessert konsumiert wird. Es ist besonderen Geschmack. ein Käse mit fast cremiger Konsistenz. • Der Vesperkäs ist ein ebenfalls halb­­

• Der Albzarella ist ein Käse von

sunden Schweinen aus der Region, Brot aus dem Holzofen, Marmelade aus heimischen Früchten und Albhonig direkt vom Imker.

Albbüffel sind keine Exoten Die Spur der Albbüffel führt nicht nach Fernosten, son­ dern nach Steinheim an der Murr in Baden-Württemberg. Steinheim ist nicht nur Fund­ ort des Homo steinheimensis,

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Ökologie

gion verschwand, darüber gibt es ver­schiedene Theorien. Zum einen wird vermutet, dass die Eiszeitmenschen für das Aussterben der Tierart in Mitteleuropa ver­antwort­lich waren. Eine zwei­ te Theorie behauptet, dass der Klimawandel und die kalten Tem­ peraturen die Büffelherden dazu bewegt haben, sich weiter südlich in Richtung Indien, Südostasien, bzw. Indonesien nieder­zu­ lassen, um der Kälte zu entgehen. Laut Überlieferungen kamen die Büffel über verschiedene Wege wieder nach Europa zurück. Sie siedelten sich vorwiegend im Balkan und in Italien an. Dort wurden sie weiter gezüchtet. Die Italiener legten dabei das Hauptaugenmerk auf die Milch zur Käseverarbeitung. Bulgaren und Rumänen hingegen züchteten die Büffel schon damals wegen ihres zarten Fleisches.

Der Bulle Monti schläft selig…

…ist aber sofort hellwach…

Schon im späten Mittelalter wurden in vielen italienischen Klöstern Wasserbüffel vor die Pflüge gespannt und aus ihrer Milch stellten die Mönche würzigen Käse her, mit denen sie im 15. Jahrhundert Pilger damit verköstigten; Die abgerissenen Stücke – Mozza – gaben dem Käse den Namen Mozzarella. Da dieser Name nicht geschützt ist, kennt man unter dieser Beziehung meist leicht wässrigen Kuhmilch-Käse. Die echte Mozzarella ist viel gehaltvoller, enthält …wenn Karin Delessert Zeit zum Schmusen hat – für ihn der Höhepunkt des Tages. doch die Büffelmilch sieben bis acht Prozent Fett, viel Kalzium und Vitamin A, und sein Cholesteringehalt liegt zwei Helmut Rauscher, Hohensteiner Hofkäserei, Drittel unter dem der konventionellen 72531 Hohenstein-Ödenwaldstetten, Kuhmilch. u Tel.: 0 73 87 / 12 97, E-Mail: info@albkaes.de

der mit einem geschätzten Alter von etwa 250’000 Jahren der drittälteste Fund aus der Frühgeschichte der Mensch­­heit in Europa ist, sondern auch Fundort von 300’000 Jahre alten Überresten von Wasserbüffeln. Warum die Tierart für Jahrtausende aus der süddeutschen Re-

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Ökologie

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mehl und Äpfeln oder Reutlinger Kimmicher, usw. setzt die Partnerschaft auf Regionalität, Tradition und Qualität, wo­ bei auch der Natur- und Landschaftsschutz einen besonderen Stellenwert ein­ nimmt.

Typisches Menu im Biosphärenpartner Land- und Ferienhotel Wittstaig im Grossen Lautertal im Münsingener Stadtteil Gundelfingen. Tel. +49 (0) 7383 9496- 0, mail@hotel-wittstaig.de

Partner des Biosphärengebiets Das Brauerei-Hotel «Speidels Braumanufaktur» kombiniert ein modernes Hotel mit einer traditionellen Hausbrauerei. Die Bier-Sommelière Birgit Rieber gibt Bier-Seminare, die sogar für Bier-Abstinenten ein Erlebnis sind. Sie ist eine der Ersten in Deutschland, die sich auf die Aufnahme in den Kreis der «Certified Members of the Institute of Masters of Beer» vorbereiten. Hotel Speidels BrauManufaktur, Im Dorf 5, 72531 Hohenstein-Ödenwaldstetten, Tel. +49(0)7387 98900, www. speidels-braumanufaktur.de

Auf der Schwäbischen Alb haben 33 Bauern, eine Mühle und neun Bäckereien eine regionale Wertschöpfungskette und Regionalmarke für Mehl und Backwaren realisiert. Unter dem Signet ALBKORN bieten sie Verbrauchern Produkte, die sich durch hohe Qualität, umweltverträgliche Produk­ tion und besonders guten Geschmack auszeichnen. Partnerschaftliche Zusammenarbeit und professionelle Öffentlichkeitsarbeit haben die Initia­ tive zu einem Erfolg werden lassen. Albkorn-Bäckermeister Klaus-Dieter Glocker (Bild rechts, mit Schwäbischen Brezeln) ist für die Kreation des Wacholder-Weckens 2006 mit dem In- Und jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag gibt’s bei Glocker Holzofenbrot frisch aus dem novationspreis der Kreissparkasse Holzbackofen Reutlingen ausgezeichnet worden. In den Teig aus Albkorn-Dinkelmehl und -schrot kommen getrocknete und geHolzofen-Bäckerei Konditorei Glocker, schrotete Wacholderbeeren, einige Mörikestr. 6, 72532 Gomadingen, werden auch oben draufgestreut. Tel. +49 (0) 7385 965062

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Über 100 zertifizierte Partnerbetriebe der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets tragen aktiv zum Erhalt der schützenswerten Kulturlandschaft bei. Ziele der Partnerschaft mit dem Biosphärengebiet sind der Aufbau eines Netzwerks mit wei­ teren Partnern aus der Region, eine nach­ haltige Regionalentwicklung und eine bessere Information der Gäste und Kunden. Die Partner fühlen sich der Landschaft, Umwelt und Natur des Bio­sphä­ ren­gebiets besonders verbunden. Sie möch­ten den Gästen ein Höchstmass an Qualität, Service, Regionalität sowie Na­­­ tur- und Umweltschutz bieten und streben zu die­sem Zweck extern kontrollierte Zertifikate und Auszeichnungen an. Zu «Biosphärengastgebern» zusammen­ geschlossen haben sich diverse engagierte Hoteliers und Gastronomen. Auch für sie ist naturverträgliches Wirtschaften nicht nur ein Lippenbekenntnis, son­ dern ein Leitgedanke. Bereits können rund zwei Dutzend Betriebe ihren Gästen stolz das anerkannte Zertifikat präsentieren und dadurch ihren hohen Stan­ dard dokumentieren. Noch sind nicht für alle Berufsgattungen die nötigen Beitrittskriterien aufgestellt worden. Auf der Warteliste – nicht mehr für lange – stehen beispielsweise Käsereien. u

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K

arma-Spurensuche – Dichtung und Wahrheit

Hanspeter Stähli, dipl. Phys. ETH, Dr. sc. nat. Das Streben nach Erfüllung der Werte und Ideen, die wir tief in unserem Innern fühlen, ist eines der grundlegenden Merkmale unserer Existenz. Dichtung und Wahrheit in der Naturwissenschaft kann einfach überprüft werden, aber in der Spiritualität? Ken Wilber, der «Linné der Psychologie»1) hat dazu Stellung bezogen. Wilber hat die naturwissenschaftliche Erkenntnismethode durch seine vergleichenden For­ schungen menschlichen Tuns, Wollens, und Beabsichtigens über die Naturwissenschaft hinaus erweitert, und dadurch unser analytisches Unterscheidungsvermögen zwischen Dichtung und (relativer) Wahrheit auf alle Themen des Menschseins ausgeweitet. Wie nun können wir überhaupt unsere kar­ mische Situation erkennen? Was bremst uns immer wieder beim Realisieren, auch wenn wir dieses Etwas vehement wollten? Der Begriff «Karma» steht hier an zentraler Stelle; Karma ist heute ein grosses Thema in Esoterik und Spiritualität. Dies jedoch erst seit kurzem: Am Ende des 19. Jahrhunderts war der Begriff «Karma» im Westen noch völlig unbekannt. Selbst um 1950 hatten verhältnismässig wenige Menschen davon gehört. Dann mauserte sich der Begriff zum Thema auf Partys: Vordergründig meist spöttisch, verdeckt aber mit einer gewissen Besorgnis. Was hat es wohl mit diesem unparteiischen Datensystem auf sich, des­ sen Ansammlung uns bestrafen soll? Religionen, wie spirituelle Lehrer und Gurus unterschiedlicher Provenienz haben gelegentlich den Begriff «Karma» ins­ trumentalisiert, um Menschen abhängig zu machen. In Presse-Erzeugnissen finden wir über Karma alle möglichen Spekulationen. Aber es gibt auch tiefergrün­ dige Erlebnis-Berichte und -Analysen, deren Aussagen sich im Sinne von Ken Wilber’s Methode über unterschied­liche Kulturen hinweg decken.

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Darüber hinaus existieren originäre schrift­ liche Überlieferungen über Karma – nicht nur des Hinduismus‘ oder Buddhismus‘, sondern auch im Christentum2), wie beispielsweise vielen Stellen in der 80-bändigen Bibliothek der Kirchenväter belegen. Und es gibt in zunehmendem Masse Berichte von Nahtodeserfahrungen, oder Erkenntnisse aus Rückführungen, die das Thema «Karma» berühren. In der Reinkarnationstherapie3) werden die Patienten üblicherweise zur Ursachen- Erforschung aufgefordert. Trifft die gewon­ nene Einsicht den Sachverhalt genau, so sollen sich unangenehme Auswirkun­ Hanspeter Stähli, dipl. Phys.ETH, Dr. sc. nat. gen des akkumulierten persönlichen Kar­ mas auflösen. Erinnerung daran aber bleiben weiter abrufbar, lösen aber kei- schwimmendes Objekt oder wie ein Kor­ ne negativen physischen, emotionalen ken im Wasser. Sein Auftrieb bestimmt durch die ihm innewohnende Lebens­ oder mentalen Reaktionen mehr aus. kraft die Ebene, auf welcher er schwimmt Vor kurzem hat der US-amerikanische und sich festsetzen wird… Wenn sich Arzt David Hawkins in mehreren Bü- der Energiekörper vom physischen Körchern ein kinesiologisches Messverfah- per trennt, wird er vom Bereich angezo­ ren beschrieben, um Wahrhaftigkeit zu gen, mit dem er sich im Einklang befin­ messen4). Damit hat er vermutlich den det. Daraus entfalten sich die Potentiale von vielen Menschen ersehnten ersten - Wahlmöglichkeiten – des nach-körperli­ Steg über einen Abgrund gelegt: Den chen Lebens auf den verschiedenen Steg, welcher die Naturwissenschaft der Ebenen. Dort gibt es auch die Gelegen­ Neuzeit mit der seit Jahrhunderten be- heit, sich wiederum für ein körperliches schrieben und praktizierten Spiritualität Leben zu entscheiden. Solange er noch verbindet. Hawkins hat sich auch mit dem nicht die endgültige Befreiung erlangt Begriff des Karma auseinander gesetzt: hat – darin stimmen die Hoch-Religio«Jeder Gedanke und jede Handlung hin­ nen (auch die christliche!) überein – terlässt eine Schwingung oder Spur, die geht der Energiekörper nach dem physi­ im Zusammenhang mit dem Energie­kör­ schen Tod einem Schicksal entgegen, per einer Person ein hochfrequentes En­ welches das Individuum selber durch ergiemuster bildet. Dieses interagiert mit seine Absichten, Willensäusserungen, Ver­ dem Ozean des Bewusstseins, der mit ei­ ­antwortlichkeiten und Handlungen wäh­­ ner unbegrenzten Anzahl weiterer sol­ rend seiner physischen (aber auch der cher Energiemuster angefüllt ist, die von feinstofflichen) Lebenszeit festgelegt hat. anderen Energiekörpern ausgehen... Der Interessanterweise ergänzen diese BeEnergiekörper jedes Menschen trägt in schreibungen das grundlegende Konsich einen historischen Strang von Fre­ zept der Quantentheorie5). quenzmustern, welche Zeit überdauern, und Entscheidungen, Verhalten und Ge­ Über die karmischen Einbindungen per­ fühle von Anziehung und Abstossung sönlicher Absichten und Aktivitäten in beeinflussen. Dieser Strang ist auch der ein interaktives Feld, und deren indiviOrt des «Ich». Er besteht unabhängig vom duelle, selbstbestimmte Überwindung physischen Körper – wie ein im Raum über 14 Entwicklungsstufen berichtet

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auch eine heilige Schrift der Jains: Das Wie frei sind wir wirklich? In canto 8/3: Tattvartha Sutra6). Dass der Mensch sei- «Weil der Kosmische Träumer (➛ Gott) nem Karma nicht einfach ausgeliefert Sein vibrierendes kosmisches Traumdra­ ist, sondern dieses beeinflussen, ja zu ma der Natur und die Handlungen aller seinen Gunsten drehen kann, wird nicht Traumwesen auf der Bühne des Lebens nur bei den Jains, sondern in unter- ununterbrochen fortbestehen lassen will, schiedlichen Hoch-Religionen bestätigt: unterwirft Er sie alle dem disziplinieren­ Den Veden, den Schriften des Buddhis- den und rhythmischen Gesetz des Kar­ mus, des Taoismus, des Christentums (und ma.» In canto 3/11: «Wahre Wissenschaft vermutlich auch des Islam und des Ju- der Astrologie ist die Mathematik der ei­ dentums). genen Handlungen, und nicht die Mathe­ matik geistloser Sterne. Karma regiert so­ «Karma» und «Kriya» – zwei Antagonis- wohl die Sterne, wie auch das eigene ten – sind im Osten seit Jahrhunderten Schicksal. Das Karma wird aber von der gegenwärtig; beide bezeichnen «Hand- menschlichen Willenskraft gelenkt. Was lung»7). Definition von «Karma»: 1. Men­ kommen soll, braucht nicht immer zu tale oder physische Handlung, 2. Konse- kommen. Durch seinen freien Willen quenzen aus 1., 3. Summe aller Konse- und seine göttliche Entschlossenheit kann quenzen aller Handlungen eines Indivi- der Mensch den Lauf der Ereignisse in duums, 4. Ursachen- und Wirkungsket- seinem Leben ändern – oder zumindest te. Das individuelle Karma wird durch die schädlichen Einflüsse in seinem Le­ samskaras (Gewohnheiten, triebhafte Re­ ben mildern.» gungen, usf.) erzeugt. Definition von «Kriya»: 1. Handlungen / Anstrengungen Die indischen Schicksalsbibliotheken be­­ durch Yogapraxis, 2. Alle Praktiken, die rufen sich auf diese Mathematik: Sie beauf das Erreichen von Höherem Wissen anspruchen für jede dort vorsprechende Person, über deren individuelle Verganabzielen. genheit, gegenwärtige Situationen, und Eine abschliessende Behandlung über mögliche Zukunftsentwicklungen AusKarma ist im Rahmen dieses Textes un- kunft geben zu können. Ich habe per­ möglich; vielleicht aber animiert es zu sön­lich erfahren, dass die Qualität dieser Rea­dings sehr unterschiedlich ist, eigenen Untersuchungen… und stimme mit den Erkenntnissen und Sind wir wirklich vollkommen Herr un­ Schlussfolgerun­gen von Drewes9) vollserer Lage, und unserer Zukunft? Der kommen überein. indische Yogi Paramahansa Yogananda zitiert den canto 18/61 der Bhagavad- Gi­ Wie kann der Mensch erkennen, wo er ta8): «O Arjuna, der Herr wohnt in den Her­ karmisch steht? Wie kann er negatives zen aller Lebewesen und zwingt sie alle Karma kompensieren, vielleicht sogar durch Seine Kosmische Täuschung (Ma­ überkompensieren, und dies bereits wäh­ ya), sich im Kreise zu drehen, als seien rend seines Aufenthalts im physischen sie an eine Maschine gekettet.» Aus- Körper? Das alles sind letztlich Fragen schnitt aus Yogananda‘s ausführlichem Kom­ der eigenen Selbsterforschung. Visionsmentar an verschiedenen Stel­len der Bha­ erfahrung kommt vor Realitätserkengavad-Gita: «Dieselbe Kraft, die allen Men­ nung10): Frage deshalb auch nach den schen innewohnt, unterwirft jeden von Ursachen des Karma; und sage: Be Cau­ ihnen diesen Gesetzen, befä­higt den Men­ se. Zwei Ebenen oberhalb der physischen aber gleichzeitig, sich über die­se zu schen trifft man auf die kausale Parallelerheben, indem er seinen freien Willen welt (dazwischen wäre noch die astrale). so einsetzt, dass er von den evolutionsbe­ Die Kausalebene ist die Ebene der Erindingten Schöpfungszyklen, von Geburt nerungen (hall of records) mit den lücken­ und Tod befreit wird. Alle Lebewesen losen Aufzeichnungen der eigenen versind durch die Maya an die Schöpfung gangenen Leben. In der Reinkarnations­ gebunden. Deshalb zwingt sie ihr indivi­ therapie3) wird versucht, im Tagbewusst­ duelles Karma unerbittlich dazu, sich wäh­ sein direkt darauf zuzugreifen; einen an­ rend der auf- und absteigenden Zyklen deren Zugang können (begleitete) See(je 12‘000 Jahre) immer wieder zu ver­ lenreisen10) bieten. körpern, wobei sie sich unter dem Ein­ fluss der kosmischen Natur geistig höher Wie soll der Mensch handeln, wenn anscheinend jede Tätigkeit Karma erzeugt? entwickeln» (canto 16/19, 20, 64).

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Die vier Arten möglicher Handlungen beschreibt Yogananda in canto 4/37: • Gegenwärtige Handlungen, die der Kraft des freien Willens entspringen und nicht vom Zwang des vergangenen Karmas beeinflusst werden. • Handlungen oder Ergebnisse, die auf Einflüsse früherer Handlungen zurück­ zuführen sind. • Noch nicht aufgegangene Samen früheren Karmas. • Handlungen, die der Yogi vollbringt, nach denen er das Feuer der Weisheit entzündet hat. Zugegeben – die Unterscheidung der vier Arten setzt eine weitgehend vollzogene Selbsterforschung voraus. Yogananda erläutert (canto 4/20 & 21): «Die Frage, was «Tätigkeit» und was «Tatenlosigkeit» ist, lässt sich leicht be­ antworten, wenn man versteht, dass kein Mensch verantwortlich für die Handlun­ gen eines anderen ist; ebenso wenig ist der Yogi karmisch an die Handlungen jenes Fremdlings – «seines Körpers» – gebunden. Er versorgt die Körper bereit­ willig, ohne persönlich vom Schicksal, das ihn befallen mag, betroffen zu sein oder sich damit zu identifizieren… Alle Handlungen eines Yogi sind ein unper­ sönliches «Ausführen von Befehlen». Ein Yogi, der eine vielschichtige göttliche Aufgabe übernimmt, z.B. einer Organi­ sation vorzustehen, um der Menschheit geistig zu dienen, oder der auf pädago­ gischem oder sozialem Feld tätig ist, schafft sich dadurch kein persönliches Karma – vorausgesetzt, dass er sich freu­ dig dem Willen Gottes anheim gibt. Er lebt bei allem, was er tut, in einem Zu­ stand der Freiheit, ganz im Gegensatz zu weltlichen Menschen, die mehr Kar­ ma auf sich laden, wenn sie sich philan­ th­ropisch betätigen, um ihrem Ego zu schmeicheln, oder um die Anerkennung anderer Menschen zu gewinnen, oder um ihr Einkommen zu steigern. Wer al­ lem Verlangen nach Besitz entsagt hat, wer frei von (täuschenden menschli­ chen) Hoffnungen ist, und wer sein Herz (die Kraft des Gefühls) von der Seele re­ gieren lässt, lädt sich nichts Böses auf, wenn er blosse körperliche Handlungen ausführt. Karmische Fesseln entstehen

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nicht durch Handlungen des körperlichen ihrer Tätigkeit keine (bindenden) Hand­ Werkzeugs, sondern durch das Bewusst­ lungen. Ein Yogi, der augenscheinlich für sein, das diese Handlungen hervorruft. Gott «arbeitet», um Ihm Freude zu ma­ Der «Besitz» des Menschen besteht nicht chen, handelt vom esoterischen Stand­ nur aus seinen materiellen Gegenstän­ punkt aus nicht, denn, was er tut, steht den, die er anhäuft, sondern auch aus in keinem Zusammenhang mit den Inte­ der Summe aller Täuschungen der Na­ ressen seines Ego. Er braucht nicht wie­ tur, mit denen sich sein Ego identifiziert: dergeboren zu werden, um seine per­ Seinem Körper, seinem Geist, seinen Ge­ sönlichen körperlichen oder geistigen fühlen, seinen Sinnen, Gewohnheiten, Wünsche zu befriedigen. Wenn er medi­ Wün­schen.» tiert, sollte er Gott als Freude fühlen» (canto 5/9)… Wer handelt, ohne dem Ein hohes Ziel: Ein Individuum, das Wunsch nach den Früchten seines Han­ schliesslich kein persönliches Karma delns zu entsagen, speichert die guten(!), mehr aufweist, hat den Automatismus die schlechten, wie die gemischten Er­ der (physischen) Wiedergeburt aufge- gebnisse seiner Taten als dreifaches hoben; es hat die endgültige Befreiung Karma. Wenn diese angehäufte psycho­ erlangt. Nunmehr liegt es in seiner eige- logische Saat von der richtigen Umge­ nen Hand, dies und jenes (in göttlichem bung bewässert wird, spriessen in die­ Einklang!) zu wollen oder nicht. Hier sem oder in einem späteren Leben, oder kommt der Begriff Jivanmukti – wörtlich im Jenseits entsprechende Ergebnisse «frei zu Lebzeiten» – zum Tragen (canto daraus hervor… Jede gute, schlechte, 5/26): «Ein wahrhafter Jivanmukta ist oder gemischte Handlung lässt als Saat ein Yogi, welcher dem Aufsteigen von eine Neigung im physischen oder im fein­ Wünschen widerstanden hat, und da­ stofflichen Gehirn zurück, die dann ir­ durch die eigentliche Ursache von Wie­ gendwann in der geeigneten Umgebung dergeburt zer­stört hat. Einige Jivan­ aufgeht… Wer den Früchten des Han­ muktas vernichten diese Reste früheren delns wirklich entsagen kann, bleibt von materiellen Karmas nach ihrem Tode, in­ den drei Arten des Handelns unbe­ dem sie sich im Astralkosmos entspre­ rührt.» … In canto 3/30: «Materialisten, chend darum bemü­hen. Andere Jivan­ die meinen, sie hätten ein Recht auf die muktas sind fähig, wäh­rend sie noch auf Früchte ihres Handelns, die ichbezogen Erden leben, ehemalige karmische Hand­ und von den eigenen Führungs-Eigen­ lungen als Visionen zu materialisieren schaften überzeugt sind, schaffen sich und jenen dadurch die Macht zu neh­ damit karmische Fesseln.» men, die sie zur Wiedergeburt zwingen. Wie subtil die Spuren früherer Wünsche Religion ist letztlich Wissenschaft nicht (samskaras) sich auch bei spirituell weit nur der grobstofflichen, sondern auch Fortgeschrittenen auswirken können, aller feinstofflichen Ebenen – auf koserklärt Yogananda am Beispiel der Ge- misch universeller (absoluter), und auf nusssucht beim Essen: «Die Genuss­ individuell persönlicher (relativer) Ebesucht kann bei verlockender Umgebung ne. Wilber hat vier Untersuchungsbereials Samen wieder aufgehen, weil das In­ che definiert1) und als vier Quadranten dividuum die samskaras noch zurückbe­ dargestellt: 1. «Ich»: Erfahrung des einhalten hat, obwohl es sich von Essgier zelnen Individuums, 2. «Es»: Erfahrung befreit hat. Der befreite, oder fast befrei­ durch objektives Untersuchen eines te Yogi, der fähig ist, willentlich «wahre Sachverhaltes ohne Einbezug des UnVisionen» her­vorzurufen, kann auf diese tersuchers (Subjekt vom Objekt geWeise alle karmischen Auswirkungen trennt, wie in der Naturwissenschaft seiner Handlungen tilgen und verhin­ praktiziert), 3. «Wir»: Erfahrung als Grup­ dern, dass eine neue Saat von Wün­ pe von / Gruppeneinfluss durch Menschen, und 4. «Sie»: Soziologische und schen ausgesät wird.» gesellschaftliche Phänomene. Diese vier Und schliesslich gipfelt alles im grund- Quadranten sind alle miteinander verlegenden spirituellen Gesetz über die bunden, und bringen im jeweiligen Qua­ Früchte eigenen Handelns (canto 18/12): dranten spezifische Phänomene hervor. «Die Weisen, die allen Früchten ihres Diese können im wissenschaftlichen Sin­ Handelns entsagt haben, die stets zufrie­ ne untersucht werden. Jedes Individuden und unabhängig (von materiellem um steht letztlich an einer anderen StelGewinn) sind, begehen auch mitten in le seiner persönlichen Entwicklung, und

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jeder Mensch hat andere Schwerpunkte und Interessen («Ich»). Die Sinne zeigen sich ähnlich der Schwerkraft im materiellen Universum: Vor Dädalus, vor Otto Lilienthal war kaum jemand wirklich zu überzeugen, dass es möglich wäre durch die Luft zu gleiten. Die Sinne sind noch immer die Grundlage für unsere experimentelle Naturwissenschaft. Wie lange noch werden wir von dieser Blindheit geschlagen?

1) Carl Linné (1707-1778), der Systematiker der neuen Pflanzenbestimmungsmethode wird im übertragenen Sinne mit Ken Wilber verglichen,

der

dasselbe

mit

den

Erscheinun­gen des menschlichen Geistes versuchte: Wilber, Ken: Integrale Spiritualität. Spirituelle Intelligenz rettet die Welt, Kösel, 2007 2) Sigdell, Jan Erik: Reinkarnation. Christentum und das kirchliche Dogma. Entlarvung des Mythos, dass die Reinkarnationslehre unchristlich sei, Ibera, 2001 3) Sigdell, Jan Erik: Rückführung in frühere Leben. Emotionale Befreiung durch Reinkar­ nationstherapie ohne Hypnose, Scherz, 1998 4) Hawkins, David: Das All-sehende Auge, 2005, oder Hingabe an Gott, 2009, oder Erleuchtung ist möglich, 2007, alle im Sheema Medien Verlag 5) Görnitz, Thomas: Quanten sind anders, Spek­ trum Akademischer Verlag, 1999 6) Kuhn, Hermann: Karma. Der Mechanismus, crosswind publishing, 2000 7) The Encyclopedia of Eastern Philosophy and Religion. Buddhism, Taoism, Zen, Hinduism. A complete survey of teachers, traditions, and literature of Asian wisdom, Shambala, Boson, 1994 8) Yoganada, Paramahansa: Die BhagavadGita. Königliche Wissenschaft der Gottesver­ einigung, Self-Realization Fellowship Publishers, 2005 9) Drewes, Oliver: The Indian Secret. Das Ge­ heimnis der Schicksals- und Palmblattbi­ bliotheken, Holistika Verlag, 2011 10) Klemp, Harold: «The easy Way», und «The ECK Dream Discourses», Eckankar, Minnea­ polis, www.eckankar.org

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Geist heilt Fremd-Energien Geist-chirurgische Hilfen durch Heiler/innen Fremd-Energien setzen sich im Körper ab Energetische Einwirkungen können sich im Körper ablagern. Das sind auch die Energien von Verwünschungen, Verflu­ chungen, Verhexungen, Schwarzer Ma­ gie, Hass, Wut usw. Sie lösen Unwohlsein, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Störungen und chronische Krankheiten aus, ohne dass sie schulmedizinisch eindeutig diag­ nostiziert und behandelt werden kön­nen. Die Ausstrahlung negativer Gedan­ken, Süchte und schlechter Gewohnhei­ten zieht entsprechende Fremd-Ener­gien an. Fremd-Energien, die sich im Körper ein­ genistet haben, müssen entfernt wer­den!

Kann jeder Heiler so arbeiten?

Auch in Deutschland kann jeder Heiler das Befreiungsgebet, den «heilerischen Leider nicht. Im Rahmen unseres For­ Exorzismus», ergänzend zum kirchli­chen schungs-Projektes «Geist-Chirurgie» auf und ärztlichen, mit dem Patienten beten den Philippinen und Brasilien sind wir und versuchen ihn von Fremdwesen und von Heiler und Heilerinnen auf diese Be­ Fremdenergien zu befreien. Die Mit­ar­ sonderheit hingewiesen worden. Nur je­­ beit des Betroffenen ist dabei immer er­ der zehnte echte, befähigte Heiler er­hielt forderlich. Er muss die Zusammen­hän­ dieses göttliche Geschenk. Heil-Ma­gier ge zwischen seiner Fremd-Energie-Be­ sollten gemieden werden, weil sich dann las­tung und Lebensereignissen ver­ste­hen das Problem nur noch ver­schlim­mert. lernen und sich ändern. Dazu gehört

Wie gehen Heiler damit um? Nur einige Heiler haben die von Gott ge­ schenkte Fähigkeit, diese energeti­schen Belastungen zu erkennen. Mit der Kraft ihres Geistes können sie unterscheiden und sehen, ob es sich um schädliche, des­truktive Energien handelt. Sie kon­ zen­trieren sich darauf und ziehen sie mental, psychokinetisch durch den Kör­ per auf die Hautoberfläche, wo sie sicht­ bar werden. Werden sie nicht entfernt, entwickeln sie sich zu Krankheiten. Sie können aber auch schmerzlos mit ihren Fingern den Körper öffnen und diese Fremd-Energie-Felder als Plastik­ schnüre, Bindfäden usw. aus dem Kör­ per ziehen. Wissenschaftlich «Apporte» genannt. Handelt es sich um Haare oder Gewebestückchen wird von «Materia­li­ sationen» gesprochen. Sehen die Heiler aber erdgebundene See­len, niedrige Geistwesen, die sich dem Patienten an­ heften, werden die Enti­tä­ten mit klarer Stimme gebeten, ihn zu verlassen und sich unter dem Schutz der Engel in die Barmherzigkeit Gottes zu begeben. Häu­ fig müssen diese Behand­lungen wieder­ holt werden, bis sie Erfol­ge zeigen. Wir setzen deshalb immer meh­rere Heile­ rinnen ein.

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auch das Bemühen, zu Gott eine Be­zie­ hung aufzubauen und um SEINEN Schutz zu bitten.

Was kann ich tun? 1. Nutzen Sie auf jeden Fall die ortsüblich angebotenen Hilfen.

3. Vertrauen Sie durch Ihr Gebet immer auf Gott und Jesus Christus. ER ist die stärkste Macht im Universum. Nähere Informationen: Arbeitskreis Radionik und Schwingungsmedizin, Waldstrasse 20, DE-23611 Bad Schwart­au, Tel. +49 (0) 451 28 11 84, E-Mail: ak-radionik@web.de

2. Wenn über längere Zeit nichts geholfen hat, Sie nicht weiter kommen und Literatur: sich Ihr Zustand noch verschlimmert, setzen Sie sich mit dem FFF in Verbin- Hildegard Gesbert, «Prüfet die Geister», 1997 Selbstverlag dung.

Jörg Müller, «Verflucht, verhext....» 1999 Betulius-Verlag Rudolf Passian, «Licht und Schatten der Esoterik» 2002 Reichl-Verlag Werner Schiebeler, «Die Geistige Hei­ lung» und Verfahren zur Verbindung mit der jenseitigen Welt», 1989 Selbst­verlag Winfried Veldung, «Umgang mit FremdEnergien und deren Prüfung» und «Hei­ lerischer Exorzismus» 2005 Passat-Ver­ lag

Behandlung eines Opfers von Fremd-Energien Fremd-Energien sind ein Oberbegriff für nommen. Die Ärzte einigten sich in der Heiler C. sagte uns, dass es dieses We­ unbekannte, unerwartete Angriffe (Ob­ Diagnose auf Magenkrebs und gaben sen wäre, dass die ganze Zeit so viel sessio), Umsessenheit (Circumsessio) und ihm noch höchstens ein Jahr Zeit zu le­ Schmerz und Elend verursacht hatte. Wir Besetzungen von Wesenheiten, En­ti­tä­ ben. Erst nach zwei Jahren, ab Dezem­ hatten es also mit einer Verfluchung ten, Elementale, erdgebundenen See­len ber 2010 erbrach er wieder Nahrungs­ über Schwarze Magie zu tun. Keiner der oder dämonischen Einflüssen. Das eng­ reste, Wasser und Arznei. Sein Zustand behandelnden Ärzte konnte damit umge­ lische Wort «Witchcraft» = Hexen­kraft war bemitleidenswert und keiner der hen und ihm helfen, statt ihn zu einem deutet auf die Ursachen: Verfluchung, aufgesuchten Spezialisten der verschie­ Heiler zu überweisen, der sich damit aus­ Verwünschung, Zauber, Hexerei, Magie, densten Unikliniken, konnte ihm helfen. kannte. Zuständen nach esoterischen Behand­ Als alle schulmedizinischen Methoden Sofort fing Clemento an auf seinem Bauch lun­gen und magischen Heilern usw. und Versuche gescheitert waren, der Haus­ zu kneten, so dass akustische Schmatz­ Besessenheit ist etwas anderes und arzt schon Morphium gespritzte, entschloss töne zu hören waren. Mit seinem Zeige­ kommt zurzeit äusserst selten vor. Der sich die Familie den Heiler Clemento, finder zog er über seinem Bauch einen nachstehende unglaubliche Bericht wird auf den Philippinen aufzusuchen. Bei Strich, so dass sich die Oberhaut leicht verkürzt und modifiziert wieder gege­ben, der Begrüssung schaute er Herrn L. an öffnete und blutete. Herr L. schien kei­ ist aber mit dem Urtext in den ent­schei­ und sagte ihm direkt, dass er ein Opfer nen Schmerz zu spüren, atmete tief und durch Schwarze Magie wurde und seine lächelte zurück. denden Phasen identisch. langjährigen Beschwerden so zu erklä­ren Am 5. April 2011 erlebte ich eine der seien. Keiner von uns konnte mit dieser Wir konnten nichts in und unter seinen merkwürdigsten, unglaublichsten Behand­ Diagnose etwas anfangen. Das war für Fingern sehen. Doch dann sahen wir et­ lungen an einem 68jährigen Mann durch uns moderne Menschen unverständlich was Schwarzes. Heiler C. zog eine lange, den Heiler Clemento in einem Hotel na­ und unfassbar, wir waren sprachlos und dicke schwarze Haarsträhne direkt aus he der philippinischen Stadt Baguio. In konnten uns das nicht vorstellen. seinem Bauch heraus. Er hatte zu kämp­ dem Zimmer war eine Liege, eine Schüs­ fen, um sie herauszuziehen, als ob eine sel mit Leitungswasser, etwas Kokos­nus­s­ Wir beobachteten kritisch-misstrauisch unsichtbare Kraft die Haare wieder hin­ wie Clemento vorging: ­öl und einige Baumwolltupfer. einziehen wollte. Er bat seine Assistentin, die Ärztin Dr. med. A., die neugierig und Die Krankengeschichte des Herrn L. ist Zuerst betete er und bat Jesus Christus fasziniert zuschaute, die Haare aus der entsetzlich lang. Vor drei Jahren hatte um Hilfe, sang einen Choral und lä­chel­ kleinen Körperöffnung schmerzlos mit eine Darm-Operation stattgefunden, doch te uns an. Dann segnete er Herrn L., der herauszuziehen. Die Haarsträhne hatte ein Jahr später hatte er wieder starke schon auf der Liege lag und «röntgte» eine Länge von 36 cm. Alle Anwesenden Schmerzen im Bauch. Es fanden über seinen Patienten. Er rieb Öl auf sein Ge­ waren erstaunt und schauten gebannt Monate verteilt unzählige Untersuchun­ sicht und drückte dann ein normales auf das Geschehen vor ihnen. gen, Klinikaufenthalte und Operationen Stück weisses Schreibpapier darauf. Auf statt. Eine Biopsie, Kobaltbestrahlungen, dem ölgetränkten Papier zeigte sich deut­ Clemento rieb seinen Bauch, massierte es wurde alles was möglich war unter­ lich die Gestalt einer Frau ohne Gesicht. ihn mit dem Kokosöl und drückte die

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kleine Körperöffnung zusammen, wisch­ dass 30% aller Erkrankungen te das Blut ab und sich den Schweiss fremd-ener­getisch beeinflusst von der Stirn. Dabei sagte ihm Clemento, sind.» dass es ihm jetzt wieder gut gehen wird. Er dankte Gott für den gelungenen «Warum war diese dicke Haar­ Eingriff und Herr L. dankte für die Er­ sträh­ne, die sie aus ihrem Ma­ lösung von den Schmerzen, die er jetzt gen ent­fernt haben, nicht auf den Rönt­gen­bildern zu sehen?» nicht mehr spürte. Seine Antwort von war, dass sie Das Haar sollte keiner berühren, es wur­ von ei­nem Geist­wesen verur­ de mit Benzin übergossen und draussen sacht wird, der im nicht­mate­riel­ angesteckt. Die Flamme ging immer wie­ len Bereich «Schadenzau­ber» der aus und brannte dann nicht wie be­treibt. Sehen sie, meinte er, Menschenhaar, sondern eher wie Gum­ es gibt Kräfte, die es einem Baguio City, eine Stadt im Norden der Philippinischen mi. Es dauerte über 30 Minuten bevor bösen Geist erlauben, jemanden Hauptinsel Luzón. Hier lebt der Heiler Clemento. wir die Asche hatten. Während dieser so etwas anzutun, ohne dass er Zeit behandelte C. die Beschwerden der selbst weiss warum. Mög­lich ist es auch, neln einmischen. Darum ist es ein Kunst­ anderen Anwesenden. diese Zustände über Schwarze Magie, fehler, vor einer Behandlung durch Geis­ Voo­doo und Verfluchun­gen zu erreichen. tige Heilweisen nicht im Gebet Gott um Als sich Herr L. etwas erholt hatte, Die Ärzte können das nicht diagnos­ti­ Hilfe und Schutz zu bitten.» sprach Heiler C. mit ihm. «Sie müssen zieren, finden nichts und behaupten «Lassen sie uns jetzt Gott preisen, sagte einem Menschen etwas getan haben, so dann, dass der Kranke simu­liert. der Heiler Clemento, der uns half, ihm dass er sich bei Ihnen durch Schwarze Magie rächte. Denken sie nach und ge­ Angenommen, fragte ich zurück, hätten zu helfen.» hen sie zu einem Priester beichten. Bit­ die Ärzte das Haar in ihrem Magen fin­ ten sie auch die Person um Verzeihung den können? Nein, sagte der Heiler C. Nach all dem waren wir sehr erschüttert und versöhnen sie sich mit ihr, weil sich niemals, weil die Ärzte nicht die Kraft und verunsichert. Dann stimmte eine von das wiederholen kann. Bringen sie die­ ha­ben, das Ur-Problem zu erkennen und uns Mitreisenden das uns Deutschen so bekannte Lied: «Nun danket alle Gott…» ses Erlebnis, das sie zutiefst berührt hat die Haare zu materialisieren. an. Es berührte uns schon sehr an die­ auch wieder mit Gott ins Reine. Schützen sie sich in Zukunft durch einen anderen Ich brauchte meine ganze Heilenergie sem herrlich sonnigen, tropischen Mor­ Lebenswandel und schaffen sie im Ge­ dazu und sie haben ja auch gesehen, gen, als das Echo unseres Liedes von bet einen Schutzschirm um sich herum.» wie es uns anstrengte. Vorhin fand ein den Kordilleren zurück schallte. Kampf zwischen guten und bösen Mäch­ Später fragte ich Clemento wodurch er ten in diesem ausgemergelten Körper Arbeitskreises Radionik & Schwin­gungs­ Krankheiten von Fremd-Energien oder statt. Nur weil ich stark war und alle An­ medizin e.V., Waldstrasse 20, DE-23611 «witchcraft» unterscheiden kann? wesenden mich emotional und im Gebet Bad Schwartau, Tel.: +49 (0) 451 28 11 unterstützen, konnte ich das Haar ent­ 84, www.radionik-ars.de, «Wenn ich meine Hände auf den Körper fernen, als Symptom eines tiefer liegen­ E-Mail ak-radionik@web.de eines Menschen lege, der durch Fremd- den seelisch-geistig-spirituellen Problems. Hinweis: Das FFF ist Ansprechpartner für Energien krank wurde, leistet der elek­ tromagnetische Strom des Patienten Wi­ «Unsere Mitmenschen können es sich Hilfesuchende im deutsch sprechen­den derstand. Ich sehe einen schwarzen Strei­ nicht mehr vorstellen und in den Kirchen Europa. Alle Beratungen, Behand­lun­gen fen oder Schatten auf der Stirn. Auch im wird nicht mehr darüber gepredigt, dass und Therapien sind kostenlos. Auge erkenne ich die fremdener­geti­sche es böse Geistwesen gibt, die immer wie­ Belastung oder vergleiche die bei­den der Menschen angreifen, sie zur Ver­ Ausbildungen: Wer sich berufen fühlt, in grossen Fusszehen. Diese Methoden sei­ zweiflung treiben bis sie sich erschöpft dieser ehrenamtlichen Arbeit, dem Be­frei­ en einfach und für Jedermann zu ler­nen.» aufgeben und das Leben nehmen. Wir ungsdienst, mitzuwirken, wird von uns unterschätzen den und das Böse und fachlich und kostenlos ausgebildet. Neh­ «Die Patienten die zu mir kommen, nen­ finden es lächerlich vom Teufel oder Dä­ men Sie mit uns Kontakt auf. nen mir gleich ihre ärztlichen Diagnosen, monen zu sprechen. Doch es gibt diese mit denen ich aber wenig anfangen Realität und als Heiler erlebe ich sie Literatur: «Umgang mit Fremd-Ener­gien und deren Prüfung», 2005, Passat-Ver­ kann. Erst einmal prüfe ich ob die Ur­ immer wieder im kranken Menschen. lag, Tel.: +41 (0) 451 281184, 47 Seiten sache der Beschwerden pathologischer oder fremdenergetischer Art ist. Das ist Wer weiss heute schon etwas von Fopp­ mit Fotos, DIN 4, 25 Euro + Versand­ u für mich sehr wichtig, weil ich vermute, geistern, die sich ungefragt beim Chan­ kosten

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Der Ausdruck Charisma (von griech. ker besser aus als andere Men­schen serdem eine freundliche und gleichzeitig χάρισμα chárisma: «Gnadengabe», «aus oder verhalten sie sich anders? leidenschaftliche Stimme, und auch die Wohlwollen gespendete Gabe») findet Körpersprache hat einen sehr grossen sich ursprünglich vor allem in der jü­ US-Präsident Barack Obama ist ein Po­li­ Einfluss darauf, ob jemand als charis­ma­ disch-christlichen Tradition (Philo, Sep­ tiker mit grosser Ausstrahlung. Ein Grund tisch wahrgenommen wird, oder nicht. tua­ginta, Neues Testament) und bezeich­ dafür – so meinen es diverse Psychologen Darum achten beispielsweise Schau­spie­ net dort von Gott dem Menschen Ge­ – soll sein, dass er in seinen Reden be­ ler und Politiker darauf, mit ihrem Kör­ schenktes, wobei durch das Wort das sonders viele Metaphern benutzt. Be­ per ebenso ausdrucksstark aufzutreten Wohlwollen als Motivation der Gabe reits in seiner Antrittsrede als 44. Präsi­ wie mit ihren Worten. Darüber hinaus betont wird. Der Ausdruck wird dann dent der Vereinigten Staaten benutzte passen sie sich in ihren Gesten und Ge­ vor allem bei Paulus für geistliche Fä­ er sechs Metaphern und machte es da­ sichtsausdrücken automatisch dem Ge­ durch seinen Zuhörern einfacher, sich genüber an, was sie unwillkürlich sym­ higkeiten verwendet. emotional mitreissen zu lassen. Eben­ pathisch macht. In der Religionswissenschaft wird der falls typisch für Obama sind Wortwie­der­ Begriff einerseits für die Begabung oder ­holungen – eines der wirksamsten Werk­ Laut Richard Wiseman, Leiter der Psy­ Befähigung zum Empfang von Offen­ ­zeuge guter Rhetorik. Die typischste Wort­ cho­logie-Abteilung an der Universität von barungen, Inspirationen oder Erleuch­ wiederholung bereits aus seinem präsi­ Hertfordshire, verfügt eine charis­ma­­ti­ tun­gen verwendet, anderseits – verbun­ dialen Wahlkampf ist der berühmte Aus­ sche Person über drei Eigenschaften: den mit religiöser Devianz und Inno­va­ spruch «Yes, we can!» 1. Emotionen werden von ihr sehr stark tion – für die Schaffung einer eigenen empfunden. von einer bestimmten Gruppe anerkann­ Was hatten John F. Kennedy, Marilyn ten numinosen Autorität. Im Manage­ Monroe und Gandhi gemeinsam? Sie ment gilt das Konzept der Transforma­ wa­ren charismatische Persönlichkeiten, 2. Sie ist in der Lage, auch andere Menschen derart starke Gefühle erleben zu tionalen Führung als eine Möglichkeit, die jedem sofort ausfielen, wenn sie ir­ lassen. diesen Begriff in der Praxis zu opera­ gend­wo einen Raum betraten. Solche tionalisieren und bei der Entwicklung Men­schen ziehen die Aufmerksamkeit von Führungskompetenzen im Rahmen auf sich, ohne dass man sie näher kennt; 3. Sie ist resistent gegenüber Einflüssen an­derer charismatischer Menschen. der Führungskräfteentwicklung anzu­ sie haben eine «anziehende» Persön­ wen­­den. In der Soziologie bezeichnet es lich­keit. Ihnen sind Wutausbrüche fremd – was auch kürzlich bei Obama auffiel, Die charismatische Führung lebt von der eine der drei Formen von Herrschaft. der an­gesichts der Pattsituation im Fi­ Identifikation der Mitarbeiter mit der An diese Bedeutung schliesst sich auch nanz­­haus­halt der USA durchaus Grund Füh­­rungsperson. Diese Art der Füh­rung die alltagssprachliche Verwendung des zu solchen Ausbrüchen gehabt hätte. bringt nach Neubauer mehrere Vorteile Begriffs an, die unter dem «Charisma» Wegen ihrer emotionalen Kontrolle tre­ mit sich. eines Menschen dessen gewinnende ten Charisma­tische Menschen auch sel­ «Ausstrahlung» bezeichnet. ten in ein Fett­näpfchen, aber ihre Sen­ 1. Die Führung wirkt sich positiv auf die ob­ jektive Gruppenleistung und auf die sub­ sitivität erlaubt ihnen, schnell sehr tiefe Haben grosse Charismatiker emotionale Ver­bindungen zu anderen jektive Wahrnehmung dieser Leis­tung aus. aufzunehmen. ein Geheimnis? 2. Sie erzeugt eine intellektuelle StimuWer ist charismatisch und wer entschei­ Neben der sprachlichen Eloquenz ha­ lierung durch die positiven Gefühle det darüber? Sehen grosse Cha­rismati­ ben charismatische Menschen auch aus­ der Geführten.

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χάρισμα Charisma

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zur Zusammenarbeit ist eine gegenseitige Wertschätzung.

Der höhere Grad an Identifikation hat wei­ tergehende psychologische Konse­quen­zen, die sich allerdings positiv als auch nega­

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3. Die Gruppenzusammengehörigkeit wird gestärkt. In Krisensituationen hält die Gruppe besser zusammen. Die Basis

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Konformität. Durch die Selbst-Kate­gori­ glieder. Aussenseiter und anders den­ sierung der Gruppe entsteht eine Un­ter­ ken­de, nicht konforme Mitarbeiter und scheidung in Mitglieder und Nicht-Mit­ Mit­arbeiterinnen werden ausgegrenzt.

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tiv auf die Organisation auswirken kön­ nen. Die hohe Identifikation erzeugt au­ tomatisch den psychologischen Effekt der

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Dabei lassen sich normative Einflüsse ­gen, Wundertaten, und Ein­flüsse von Informationen fest­ma­ Geis­terunter­schei­ chen, die eine Konformität voran­trei­ben. dung, Zungenrede Diese so­zialen Gruppennormen kön­nen und Auslegung der sich ver­selbständigen. Dies birgt für das Zungen­rede. Unter Unter­nehmen die Gefahr, dass äus­sere besonderer Be­to­ Infor­mationen nicht mehr aufge­nommen nung eini­ger dieser wer­den und die Gruppe nicht mehr be­ Charismen (auch: reichs­übergreifend denkt, also über den Charísmata) ent­ Tel­ler­rand schaut. Deshalb liegt die Ver­ stan­den in der Neu­ ant­wor­tung der charisma­ti­schen Führungs­ zeit geistliche Auf­ person auch darin, das Ausmass der bruchsbewegungen Konfor­mi­tät unter gewoll­ter Kontrolle wie die Pfingst­be­we­ zu halten und zeitweise äussere Ein­ gung oder die cha­ flüsse einzu­streuen. Die cha­rismatische ris­ma­ti­sche Bewe­ demokrati­sche Führung birgt weniger die gung. Gefahr der Abschottung als eine charis­ Attraktivität matisch autoritäre Führung, da sich die geführten Untergebenen nicht ausschliess­ lich auf die Führungsperson sondern Attraktivität ist die auch auf das ei­genständige Denken kon­ Anziehungskraft. Auf Menschen bezogen, zentrieren. kann sie sowohl auf Religiöser Begriff äusserlichen Eigen­schaften (Schön­heit) Im Neuen Testament und im älteren als auch auf We­senseigenschaften (Cha­ Christentum bezeichnet Charisma eine rakter, Geist, Cha­risma, soziale Stel­lung) Gnadengabe des Heiligen Geistes (1 oder auf Mate­riellem beruhen. Sie wird Kor 12,7 EU ). Zu den Charismen zählen individuell un­terschiedlich bewer­tet, und Weisheit mitteilen, Erkenntnis vermit­teln, hängt im Wesentlichen von den Er­war­ Glaubenskraft, Prophetie, Kranken­hei­lun- tungen des Betrachters ab. Als sub­jek­

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tiver Wert ist sie dem sozialen und gesellschaftlichen Wandel unterworfen.

Fortsetzung Seite 31

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100 magische Adjektive Werbetexter, Motivationstrainer und charismatische Persönlichkeiten haben mindestens eine Sache gemeinsam: Sie können durch emotionale Adjektive ihre Zuhörer begeistern. Jeder von ihnen weiss, dass kleine Veränderungen in der Wortwahl, star­ ke Emotionen hervorrufen. Doch welche der zahlreichen Adjektive beflügeln unsere Stimmung? Jedes Wort, erzeugt ein inneres Bild und bestimmte Emotionen, die wiederum unser Verhalten beeinflussen. Schon ein einziges Wort, ist in der Lage unsere Sichtweise in eine neue Richtung zu lenken, und Entscheidun­ gen zu verändern. Manche Menschen benutzen von Na­ tur aus Worte, die unsere Vorstellung anregen und uns mitfühlen lassen. Bereits nach einigen Sätzen, ist man von ihrer bildlichen Sprache gefesselt. Es ist, als ob man selbst die abenteuerliche Geschichte erleben würde und jedes Erlebnis spüren kann – man ist völlig verzaubert. Wenn Sie solchen Menschen einmal genau zuhören, werden Sie bemerken, dass Sie emotionale Adjektive benutzen. Diese sind bestens dafür geeignet Gefühle in anderen Menschen zu erzeugen. Die nachfolgende Liste gibt Ihnen eine Auswahl solcher besonderen Worte. Sobald Sie einige davon in Ihre Sprache einbauen, werden Sie einen bedeutenden Unterschied in Ihrer Aussenwirkung bemerken. © by Plus Media.

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Attraktivitätsstereotype

Wer ist attraktiv? Attraktive Gesichter werden in Experi­ menten oft am Computer erstellt. Dazu wird eine Reihe von Photographien ech­ ter Personen per Morphing zu einem Durchschnittsgesicht zusammenge­mischt. Derartige Durchschnittsgesichter wer­den von vielen Betrachtern als attraktiv be­ urteilt. Nach Meinung einiger Autoren könnte die Attraktivität der Durch­schnitts­ gesichter aber mehr auf den Nebeneffekt zurückzuführen sein, dass deren Haut durch das Morphen besonders makellos, glatt, fein und damit im reproduktiven Alter wirkt als auf die eigentliche Durch­ schnittlichkeit der Gesichter. Die wahrgenommene Attraktivität kann auch durch künstliche geschaffene Sym­ metrie zwischen den Gesichtshälften er­ höht werden. Auch Säuglinge widmen diesen künstlich erzeugten Gesichtern mehr Aufmerksamkeit. Zudem scheinen Gesichter mit weiblicheren Zügen als at­ traktiver wahrgenommen zu werden, zum Beispiel wenn sie höhere Wangen­kno­chen aufweisen. Erwiesen ist, das lächelnde Menschen spontan als attrak­tiver einge­ stuft werden als andere. Im Tierreich gibt es Belege dafür, dass äusserliche Merk­ male und deren Symmetrie bestimmend für die sexuelle Attraktivität sind, bei­ spielsweise das Pfauenrad, das Aufplus­ tern oder Pfeifen von Vögeln bzw. unter höheren Säugetieren die Statur des äl­ testen Gorillas oder das Geweih der männ­ lichen Hirsche.

Berechenbare Anziehungskraft Mathematik der Attraktivität Welcher Mann wirft Frauen um? Eine neue Formel berechnet die männliche Attraktivität. Silvesterabend, Partystimmung – welcher Mann hat die grössten Chancen bei den weiblichen Gästen? Frauen scannen mit einem Blick, wer attraktiv ist. Ihre Einschätzung hängt nach Meinung chinesischer Wissenschaftler von der Körperform ab.

Hormonelle Einflüsse

Studien belegen, dass die Beurteilung von heterosexuellen Frauen von deren Zy­klus beeinflusst wird. Befinden sie sich nahe dem Eisprung, bevorzugen

Frauen lieben schlanke Männer

Auch die Forscher der Polytechnischen Universität in Hongkong gingen zunächst vom BMI aus. Dann vermuteten sie aber, dass ein Betrachter eher das Körpervolumen eines Menschen einschätzen kann, als sein Gewicht. Die Wissenschaftler erstellten daraufhin dreidimensionale Scans von 94 Männern und liessen deren Attraktivität von 43 Männern und Frauen beurteilen. Dabei stimmten die Einschätzungen der Teilnehmer eher mit dem VHI überein als mit dem BMI oder dem Verhältnis zwischen Taille und Hüfte.

sie mas­kulinere Gesichtszüge (z. B. aus­ ge­präg­tes Kinn). Je weiter entfernt der Ei­sprung ist, desto attraktiver beurteilen sie femini­nere Merkmale. Eine mögliche Er­klärung ist evolutionspsychologisch: At­trak­tive Ge­sich­ter sollen Gesundheit,

Im Tierreich gibt es Belege dafür, dass äusserliche Merk­male und deren Symmetrie bestimmend für die sexuelle Attraktivität sind, bei­spielsweise das Geweih der männ­lichen Hirsche.

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Bislang hatten Wissenschaftler andere Eigenschaften des Aussehens als Hinweis auf die Attraktivität genommen, darunter das Verhältnis von der Taille zur Hüfte, das Auskunft gibt über die Fettverteilung zwischen Unter- und Oberkörper, oder den BodyMass-Index (BMI = Gewicht geteilt durch die Körpergrösse im Quadrat).

SCHWERPUNKT

Umfragen zeigen, dass Menschen at­ trak­tive Personen für erfolgreicher, glück­ li­cher und kompetenter halten – jedoch nicht für ehrlicher oder hilfsbereiter. An­­ dere Untersuchungen zeigen den Ein­ fluss der Stereotype auf menschliche Wert­urteile: Bereits Säuglinge widmen attrak­tiven Gesichtern mehr Aufmerk­ samkeit. In einer Studie beobachtete man, wie viele Personen sich neben ei­ ne Frau in der U-Bahn setzten. In der ersten Bedin­gung war die Frau eine sehr attraktive Person, in der zweiten Bedingung ent­stellte man ihr Gesicht durch Make-Up. War die Frau äusserlich weniger an­zie­hend, setzten sich weniger Menschen neben sie. Personen wurden gefragt, wie sympathisch eine Frau auf sie wirkte.

Entscheidend soll dabei der Volumen-Grösse-Index (VHI = Volume Height Index) sein. Er errechnet sich aus dem in Litern gemessenen Körpervolumen geteilt durch die im Quadrat genommene Körpergrösse des Man­ nes.

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Kraft und re­produktive Fitness wider­ spiegeln.

Die Beauty-Retusche, kann man heutzutage nicht mehr aus der Werbung und den Magazinen herausdenken, denn kein Bild gleicht mehr seinem Original. Sie erschafft eine Illusion, die einem (Makellosen) Wunschbild entspricht und immer so gut ist, wie der Grafiker, der das Bild retuschiert hat…

Emotionalisierung Ein besonderer Einfluss besteht in den bereits vorhandenen Gefühlen, die man gegenüber einer Person hegt: Menschen, die man liebt, findet man attraktiver.

SCHWERPUNKT

Sozialisation Ebenso spielt der soziale Vergleich eine wichtige Rolle. Menschen beurteilen ihre eigene und die Attraktivität Anderer ent­ sprechend den Eindrücken, die sie von ihrer sozialen Umwelt haben. So wurde gezeigt, dass Männer ihre Frauen als we­ niger attraktiv beurteilen, wenn sie kurz zuvor Bilder von sehr attraktiven ande­ ren Frauen sahen.

Bei der Körper-Retusche handelt es sich vielmehr um die «digitale Chirugie», wobei fast alle Körperteile perfektioniert werden können. Wie auch bei der plastischen Chirugie bleibt hier kein Wunsch offen, egal ob es sich um eine Nasenkorrektur oder einer Fettabsaugung handelt. Mit der Körper-Retusche ist eine perfekte Bikinifigur kein Problem mehr…

Sexualität In allen Kulturepochen der Menschheit war die sexuelle Attraktivität ein wichti­ ges Thema. Zahlreiche Beispiele finden sich u.a. in Mesopotamien und im Mittel­ alter. Sexuelle Attraktivität ist ein Steuerungs­ merkmal der menschlichen Fortpflan­ zung. Dabei dient es

Matching

Die Wirkung kann für Person und Be­ trachter direkt und unmittelbar (bei­spiels­ ­weise durch die sexuelle Hand­lung), aber auch abstrakt und symbolisch (beispiels­ weise als Fan) entstehen. In jedem Fall entsteht durch diese Wirkung das Bedürf­ nis nach Fortsetzung, Wie­der­­holung oder Steigerung.

bezeichnet die Ähnlichkeit in der physi­ schen Attraktivität von Part­nern. Unter­su­ chungen haben gezeigt, dass im Mittel ein positiver Zusammen­hang zwi­schen der physischen Attrak­ti­vität bei Paaren besteht (das heisst «hüb­sche Men­schen haben meist auch hübsche Part­ner»). Eben­ so erweist sich das Ausmass des Mat­ ching als Vorher­sager für die Sta­bilität der Beziehung. In der Realität fin­det man oft bei un­gleicher äusserer At­traktivität Kompen­sation durch andere Faktoren, bei­ spiels­weise durch wirtschaft­lichen Erfolg usw. Dieser Austausch von (sozialen) Gü­ tern gegen Attraktivität fin­det sich auch im Vertrieb und der Mo­dellprostitution.

Da Durchschnittsgesichter am attrak­tivs­ ten sind, finden sie in den Mas­sen­me­ dien häufig Verwendung. Tech­ni­ken wie Beautyretusche erhöhen die Attrak­tivi­ tät der Bilder. Zu den univer­sellen Attrak­ tivitätsmerkmalen gesellen sich mo­dische Elemente, wie beispiels­weise in den letzten Jahren die Intim­rasur, was sich in der jüngeren Porno­grafie wi­derspie­gelt. Im China der Kai­serzeit galt der Lo­­tos­ fuss als sexuelles Attraktivitäts­merk­mal.

Das Hauptergebnis empirischer Untersu­ chungen von Franklin B. Evans für den Vertrieb lautet beispielsweise: Je ähn­li­ cher Verkäufer und Kunde einander sind, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kauf zustande kommt. Gemes­ sen wurde dabei die Ähnlichkeit in den Dimensionen Alter, Körpergrösse, Einkom­ men, Religion, Erziehung, politische Ein­ stellungen und Rauchgewohnheiten. Bei näherer Betrachtung dieser Dimensio­

1. der Selbstdarstellung (Präsentation als gesund und fortpflanzungsfähig) und 2. der Belohnung (Erfolg durch Bevor­zu­ gung, Genuss der Beachtung u.a.)

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nen kann festgestellt werden, dass non­ verbale Merkmale – insbesondere Körper­ grösse und -geruch – für den Menschen Signalwirkung für den potenziellen Sta­ tus und die Akzeptanz des Gegenübers haben. Dieses Wissen findet beispiels­ weise über das Streben nach Status­sym­ bolen und aufmerksamer Körper­pfle­ge für Verkäufer seinen Nieder­schlag oder in der Auswahl sozial passender Typo­ logien im Recruiting. Der Evolutionstheoretiker Oliver Curry erwartet, dass sich die Menschheit auf Grundlage des Matching in zwei Subspe­ zies aufteilen wird. Die genetische Ober­ klasse würde gross, schlank, attraktiv, intelligent und kreativ, die Unterklasse dumm, hässlich und untersetzt sein.

Charisma – ein Geheimnis Charisma, bzw. Attraktivität sind eine komplizierte Sache, ein Geheimnis, das trotz aller Bemühungen noch nicht zu hundert Prozent entschlüsselt worden ist. In einer Studie zeigt Maia Young, von der University of California, dass Charisma ein Phänomen ist, das oft im Kopf der Menschen entsteht und nicht in der Realität. u

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Ist Charisma lernbar oder wird es einem schen gegenüber wertschätzend und in­ Individuum in die Wiege gelegt? Wenn tegrierend umzugehen und zu heilen. jemand charismatisch ist – was macht er Charisma ist also keine narzistische Selbst­ damit? Kann es einen Zweck erfüllen darstellung verbunden mit dem Wunsch, ausser dass die Person sich grossartig die Anderen mögen doch bitte den roten fühlt und möglicherweise Superstar- Teppich für die vermeintliche Haupt­per­ Allüren annimmt? Ist Charisma über­ son ausrollen. Der Heilungsaspekt und haupt erstrebenswert? die Wertschätzung den Mitmenschen ge­ genüber sind wichtige Aspekte des ech­ Haben Hirnforschung und Psychologie ten Charismas. Wichtiger als «toll» auszu­ ein Rezept für die Erhöhung des Cha­ris­ sehen ist, integrierend und heilend zu mas? Es gibt tatsächlich Werkzeuge, die wirken. Es gab schon immer Menschen, sich diesbezüglich sinnvoll einsetzen die einfach nur «wirken» wollten, aber las­sen. es gibt auch solche, die etwas «bewir­ ken» möchten. Charisma kann nicht nur Früher galt es als erstrebenswert, be­schei­ eine hohe Wirkkraft sein, sondern auch den und zurückhaltend zu sein – mög­ eine hohe «Bewirkkraft». Wenn etwas lichst nicht aufzufallen, insbesonde­re als besser wird, wenn Sie einen Raum be­ Mädchen. Es mag in Ordnung sein, sich treten, dann haben Sie Charisma, auch zurückzuhalten, wenn man nichts zu sa­ wenn Sie nichts gesagt haben. Wenn gen hat. Die Kehrseite ist aber, dass viele Menschen sich entspannen, wenn Kin­ Leute sich auch dann zurückhalten, wenn der aufhören zu streiten, sobald Sie sich sie tatsächlich etwas zu sagen hät­ten. nähern, dann sind Sie charismatisch. Das ist ein Aspekt, dessen Viele sich nicht Charisma ist eigentlich ein Konzept aus bewusst sind. Versuchen Sie also darauf der Bibel – die vom Heiligen Geeist be­ zu achten, was passiert, wenn Sie ir­gend­­ reit gestellte Gnadengabe. Man muss wo dazu kommen, wenn Sie sich zu ei­ sich das so vorstellen: Jesus war verstor­ ner Gruppe gesellen. ben, die Jünger hätten eigentlich eine frohe Bot­schaft zu verkünden gehabt, Charisma ist eine persönliche Stärke. Man wa­ren aber deprimiert. Nach mehreren sollte sich also fragen, was man in sich Wochen wurde ihnen – an Pfingsten – die aufbauen sollte. Es genügt nicht, einfach Gabe des Heiligen Geistes zuteil. Da­ zu sagen, man sei ab jetzt charismatisch, durch wurde ihnen die Gnade erteilt, mit sondern man muss sich diesen Aspekt hoher Überzeugungskraft aufzutreten, Men­ bewusst machen, ihn entwickeln und

nach aussen, in der sozialen Interaktion, wirken lassen. Trotz aller Gefahren der Selbstüberschätzung gibt es für jeden von uns eine Verpflichtung, charisma­tisch zu sein. Charisma aber nicht als Selbst­ zweck, sondern um in einer Situation – wenn man in einer Führungsposition ist, beispielsweise – Mängel zu erkennen und sie zu beheben, bevor irgendetwas schief geht, bevor ein Konflikt eskaliert. Charisma sollte bei sich und bei An­de­ ren Bestleistungen ermöglichen. Bestes Beispiel für einen charismatischen Füh­rer war der verstorbene Steve Job, legendärer Apple-Gründer. Noch bevor der hagere Mann im schwarzen Roll­kra­ genpulli und den grauen Sport­schuhen auch nur den Mund aufmachte, johlte sich sein Publikum bereits in Eks­tase. In einer berühmten Rede, die er 2005 vor Studenten an der Stanford Uni­versity hielt, sagte er: «Eure Zeit ist be­grenzt, also verschwendet sie nicht, das Leben eines Anderen zu leben. Lasst euch nicht von Dogmen gefangen neh­men – davon, so zu leben, wie andere Men­schen den­ ken. Lasst den Lärm anderer Meinungen nicht eure eigene innere Stimme über­ tönen. Und, am wich­tigsten, habt den Mut, eurem Herzen und eurer Intuition zu folgen. Die wissen, was Ihr wirklich wollt, alles andere ist se­kundär.» Eines ist sicher: Charisma ist keine kör­ perliche Eigenschaft. Würde man eine Blutprobe von Steve Jobs oder Barack Obama analysieren, liesse sich deren Cha­risma darin nicht wissenschaftlich nachweisen.

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Wenn Bill Clinton in der Öffent­ lichkeit über Themen wie Arbeits­ losigkeit sprach, sagte er «I feel your pain» (Ich spüre Ih­ren Schmerz), und nicht die von Politi­kern meist verwendete trockenere Va­rian­te «Ich kann Ihren Standpunkt ver­ste­ hen».

SCHWERPUNKT

Ist Charisma lernbar?

Und Martin Luther King bleibt mit «Ich habe einen Traum» für immer in Erinnerung. Beide sprachen ei­ ge­ne Gefühle an. Beide waren da­ durch glaub­würdig. u

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Ausstrahlungskraft entwickeln

Die 10 Grundbausteine von Charisma

SCHWERPUNKT

Dr. Claudia E. Enkelmann, Institut Enkelmann Charisma ist eine machtvolle Eigen­ schaft, die jenen, die sie besitzen, Türen öffnet, die anderen verschlossen bleiben, und gilt als Schlüssel zu Erfolg und Lebensglück. Charisma speist sich je­ doch nicht aus einer angeborenen Gabe, die manche haben und andere eben nicht, sondern aus einer bestimmten in­ neren Haltung kombiniert mit ganz spe­ ziellen Fähigkeiten, die sich erlernen und trainieren lassen. Das Wort Charisma stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet, abgeleitet von Charis, Göttin der Anmut und der Liebe, «Aufmerksamkeit auf sich zie­ hen». Der Charisma-Begriff hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: von der Got­ tesgabe zum Bündel von Wirkungs­ faktoren, die man selbst beeinflussen kann. Charisma ist ein Zusammenspiel erlernter, trainierter, über einen länge­ ren Zeitraum angeeigneter Mittel zur Durchsetzung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Tragen kommen können, wenn die Person zudem eine Vision und die Fähigkeit zur Motivation mitbringt und die äusseren Umstände günstig sind.

Als Merkmale von Charisma wer­ den in der Wissenschaft immer wieder Redefähigkeit, Motivations- und Begeis­ terungsfähigkeit, visionäres, aber auch analytisches Denken, soziale Kompe­ tenz, Optimismus und herausstechende Körpereigenschaften genannt. Charis­ma entsteht durch Zuschreibung Anderer, die eine Person aufgrund bestimmter Verhaltensweisen als cha­rismatisch emp­ finden beziehungs­wei­se ihre Führungs­ rolle aus diesem Grunde akzeptieren. Ein Charismatiker braucht also immer die Anderen, mit denen er in Interaktion treten kann, er muss wahr­genommen werden und kommunizieren, um sein Charisma zu entfalten. 



Die 10 Merkmale charismatischer Menschen

 Doch wie entsteht eine gewinnende Aus­ strahlung, welche Faktoren sind heute

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dafür ausschlaggebend, dass uns je­ chen. Dabei sind das häufig Menschen mand fasziniert? Woher kommt die Wir­ mit enormer Schaffenskraft, mit vollen kung eines Menschen? Bei meinem Stu­ Terminkalendern, mit einem hohen Out­ dium faszinierender Persönlichkeiten put an Ergebnissen. Was ist ihr Geheim­ und ihrer Wirkkraft habe ich einige we­ nis? Erfolg und Hektik passen einfach sentliche Faktoren entdeckt, die jede nicht zusammen. Ruhe und Konzen­tra­ dieser Personen mitbringt. Die Faktoren tion spielen für Ihre positive Wirkung sind nicht bei jedem Charismatiker auf Andere eine ganz wichtige Rolle. gleich stark ausgeprägt, sie sind aber Ruhe und Konzentration vermitteln den fast immer alle vorhanden. Und in ihrer Eindruck von Kompetenz und Sicherheit, Kombination ergeben sie das Gesamt­ man signalisiert, dass man von den bild, das wir als bezaubernd, faszi­nie­ Dingen, von denen man spricht, eine Ahnung hat. Man zeigt, dass man genau rend und beeindruckend erleben. weiss, was man tut. «Besonnen», «sou­ Charisma-Faktor 1: ve­rän» und «mit grosser Gelassenheit» sind Beschreibungen, die in diesem Vitalität, Kraft, Energie 

 Zusammenhang immer wieder fallen.

 Eine positive Wirkung ist immer ver­ Charisma-Faktor 3: bun­den mit einem ausgeprägten Mass an Vitalität, Kraft und Energie. Die gan­ Lebensfreude und Begeisterung ze Körperhaltung eines solchen Men­ schen schreit förmlich: «Ich kann Bäume Gute Laune, Fröhlichkeit und Optimis­ ausreissen, ich bin noch lange nicht am mus sind unglaublich anziehend. Ein po­ Ende!» Kraft und Energie werden vor sitiver Gesichtsausdruck ist für das Ge­ allem durch die Körpersprache ausge­ genüber immer auch ein Zeichen der Be­ strahlt. Ein aufrechter, federnder Gang, stätigung und Zuneigung. Wer Lebens­ ein offenes Gesicht, ein souveräner freude – die Freude am Leben – emp­fin­ Blick, natürliche, grosse Gesten, eine det und diese auch für alle sichtbar klare Stimme charakterisieren einen vi­ ausdrücken kann, wirkt auf andere Men­ talen, kraftvollen Menschen. Vitalität ver­ schen positiv, denn Freude ist immer binden wir unbewusst immer auch mit etwas Erfrischendes, Ansteckendes. Cha­ Gesundheit – Gesundheit in einem um­ rismatische Menschen sind von sich auf fas­senderen Zusammenhang als nur eine gesunde Art und Weise überzeugt kör­perliche Perfektion. Denn Vitalität, und können andere für ihre Ideen und Kraft und Energie haben nicht unbe­ Gedanken begeistern. Sie wissen, was dingt mit körperlicher Unversehrtheit sie wollen und was sie tun. Dies ist einer zu tun, wie man an den beeindruckenden der Hauptfaktoren von Charisma: Ande­ Leistungen von Sportlern bei den Pa­ra­ re zu begeistern und zu inspirieren, sie lympics sehen kann. Die vitale Wirkung, mitzuziehen und an sich zu binden.

 die energiegeladene Ausstrahlung kommt Charisma-Faktor 4: entweder aus dem Inneren, aus der Mitte der Persönlichkeit, oder ist Aus­ Emotion druck eines trainierten Körpers; im Ideal­ Der Sozialpsychologe Ronald Riggio stellt fall verfügen Sie über beides. 

 fest: Ein charismatischer Mensch hat ei­ Charisma-Faktor 2: ne starke emotionale Ausdrucks­fähig­keit, artikuliert seine Gefühle auf eine Weise, Ruhe und Konzentration die Zuhörer anspricht, be­geistert und zum Charismatische Menschen strahlen eine Handeln motiviert. Charismatische Men­ unglaubliche Ruhe und Sicherheit aus, schen sind gefühl­volle Menschen. Sie sie wirken konzentriert und ausgegli­ stehen zu ihren Emotionen und können

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Charisma-Faktor 5: Empathie Empathie bedeutet, mit anderen Men­schen mitzu­fühlen, sich in ihre Lage versetzen zu kön­nen. Mit­fühlen zu können be­ deu­tet, zu spüren, was der Andere fühlt, und gleich­­ zeitig mit eigenen Gefüh­ len darauf entsprechend zu reagieren. Nicht gleich­ gültig gegenüber dem Schicksal Anderer zu sein, sondern Anteilnah­me zu zeigen. Ein empa­thischer Mensch stellt sich also vor, wie es dem An­deren geht, und kann so fühlen, wahr­ nehmen und denken, als wäre er der Andere. Cha­ rismatische Menschen können sich in Andere sehr gut ein­fühlen und zeigen dies auch.



sam­te Laufbahn von Helmut Schmidt. Entschlossenheit ist eine sehr seltene Eigenschaft, allerdings ein sehr gewich­ tiger Karrierefaktor. Die Menschen seh­ nen sich nach jemandem, der das Heft in die Hand nimmt und genau weiss, was zu tun ist.



Charisma-Faktor 7: Die Botschaft Die Namen vieler charismatischer Per­ sön­lichkeiten stehen für etwas, was die­

se Menschen getan oder durch ihre Ar­ beit bewirkt haben. Nelson Mandela be­freite die Schwarzen von der Apart­ heid. Mahatma Gandhi befreite Indien mit gewaltlosen Mitteln von der Kolo­ nialherrschaft der Briten. Den Verän­de­ run­gen und Errungenschaften, die wir mit diesen Menschen verbinden, geht eine Vision voraus und die Bereitschaft, sich dafür einzusetzen. Eine Vision, die sie mit Entschlossenheit verfolgen und in die Tat umsetzen. Im Laufe der Zeit wurden ihre Namen zu Verkörperungen

Charisma-Faktor 6: Entschlossenheit Ein entschlossener Mensch packt an. Er ist bereit, Ri­ siken einzugehen, und übernimmt die Verant­wor­ tung für sein Handeln. Er stellt bei Bedarf das Wohl der Menschen über das Gesetz – wie das ein­ drucksvolle Beispiel des damaligen Senators Hel­ mut Schmidt während der Sturmflut in Hamburg 1962 zeigte, der militärische Hil­ fe anforderte, obwohl er verfassungsrechtlich da­zu nicht befugt war. Ent­schlos­ senheit, Empathie, Profes­ sionalität und Kon­zentra­ tion retteten da­mals vielen Menschen das Leben, und diese Charisma-Fakto­ren charakterisier­ten die ge­

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SCHWERPUNKT

diese auch ausdrücken. Dabei ist die Wirkung um­so grösser, je stärker und glaubwürdiger die Emotionen sind. Gera­ de Emotionen, die von Herzen kommen, finden den Weg mitten in die Herzen der Menschen. Zeigt jemand Gefühle, wirkt er mensch­lich. Es ist dann leichter, sich mit ihm zu identifizieren.



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dieser Visionen, dieser Botschaften. Die Vision, die Botschaft ist einer der wich­ tigsten Charisma-Faktoren.



SCHWERPUNKT

Charisma-Faktor 8: Professionalität Der Charisma-Faktor Professionalität wirkt auf unterschiedlichen Ebenen, von einer der Situation angemessenen äus­seren Erscheinung über das Ver­ halten und den Umgang mit Anderen bis hin zur Kommunikation. Das Beson­ dere an diesem Charisma-Faktor: Wenn er fehlt, wird mancher andere Faktor wirkungs­los oder gar als peinlich wahr­ genommen. Empathie ist ein sehr schö­ ner Charisma-Faktor, allerdings wirkt es nicht profes­sionell, wenn dieses Mit­ gefühl dazu führt, dass die UNICEFBotschafterin beim Besuch des Kin­der­ heims in Afrika vor laufender Kamera ständig in Tränen ausbricht. Profes­sio­ nalität heisst nicht, kühl und distanziert oder gar arrogant zu sein. Professionell ist, wer die anderen Charisma-Faktoren kennt und einzuset­zen weiss. Der weiss, wie er sich in emo­tionalen Situationen verhält, wie er Ande­ren sein Mitgefühl zeigt, der sich auf Situationen einstellen kann und der, wenn nötig, entschlossen vorgeht.



Charisma-Faktor 9: Stimmigkeit Stimmigkeit bedeutet, dass der Gesamt­

gemacht, um die Massen für ihre gros­ sen Ziele zu begeistern. Und sie haben sich mit diesen einfachen Worten dau­ erhaft ins Gedächtnis ganzer Genera­tio­ nen eingeprägt. Bei genauerer Betrach­ tung wird eines klar: Alle grossen Cha­ rismatiker waren auch grosse Redner, und daher ist die Rhetorik ein ent­schei­ dender Schlüssel zur Macht!

Charisma entsteht in der Interaktion mit Anderen, im stillen Kämmerlein wird die charis­ ma­tischste Ausstrahlung nicht wirken. Meisterhaft zu sprechen ist der Bonus­ faktor, wenn es darum geht, wirklich nachhaltig Charisma aufzubauen. Sie brauchen das gesprochene Wort für die Verbreitung Ihrer Vision, Ihrer Botschaft; mit Worten drücken Sie Anderen Ihr Mit­gefühl aus, mit Worten begeistern Sie Andere. Und dies sowohl im intimen Zweiergespräch als auch bei der Rede vor hundert oder gar tausend Leuten. Charismatische Persönlichkeiten halten nicht jeden Tag eine grosse Rede, aber Charisma-Faktor 10: sie sprechen jeden Tag mit anderen, und jedes Wort wirkt.

Charisma ist Meisterhaft sprechen nicht angeboren beziehungsweise hat Mit grossen Charismatikern verbinden jeder Mensch die Gaben in sich, die er wir oft ihre eindrucksvollen Reden oder braucht, um eine positive Wirkung, eine einzelne Schlüsselsätze daraus. «Ich bin gewinnende Ausstrahlung zu erzeugen. ein Berliner», «I Have a Dream», «Yes Das ist doch wirklich eine gute Nach­ We Can» – jeder kann die drei Sätze, die richt. Dazu ist es eigentlich nur wichtig, immerhin Weltgeschichte geschrieben sich über die Bedeutung der einzelnen haben, sofort zuordnen. John F. Kennedy, Faktoren klar zu sein. Die CharismaMartin Luther King und Barack Obama Faktoren setzen sich zu einem Ge­ haben sich die Macht des gesprochenen samtbild zusammen, das mehr ist als die Wortes auf meisterhafte Weise zunutze Summe seiner Einzelteile. u

eindruck, den Sie bei Anderen hinter­ lassen, eindeutig ist. So wie bei einem Puzzle müssen alle Teile zueinander pas­ sen. Sobald ein Puzzleteil nicht passt, ist das Bild nicht in sich geschlossen und verwirrt beziehungsweise verunsichert den Betrachter. Bei ihm entsteht das Ge­ fühl, dass da etwas nicht stimmt. Glaub­ würdigkeit ist ohne Stimmigkeit nicht möglich. Stimmig ist, wenn alle Signale, die Sie aussenden, zusammenpassen. Stim­ migkeit ist aber auch, wenn Sie öf­fent­ lich die Werte vertreten, die Sie im ech­ ten Leben Anderen vorleben. Stimmig­ keit ist, wenn Ihre Träume dem entspre­ chen, wie Sie sich geben. Das sind Au­ genblicke, in denen Ihr Inneres und Ihr Äusseres im Einklang miteinander sind. Sie spielen keine Rolle, sondern sind ganz Sie selbst. Sie fühlen sich in der je­ weiligen Situation wohl und vermitteln so auch Anderen ein Gefühl des Wohl­ befindens und der Sicherheit.



dere anziehend wirken, bes­se­ hat die entscheidenden Fak­ re Chancen im Beruf, ein to­ren für eine gewinnende erfülltes Privatleben: Wirkung erforscht und ein pra­ xisorientiertes Modell ent­wi­ Wer Charisma, die Kraft der po­ ckelt, mit dem die eigene Aus­ sitiven Ausstrahlung, für sich strahlung und Anziehungs­kraft nutzen kann, hat den Schlüs­ gezielt gesteigert werden kann. sel für Anerkennung und Er­ folg in der Hand.
Charisma ist Dr. Claudia E. Enkelmann (Dipl.nichts Geheimnisvolles, das Psych.) ist eine der wenigen nur einigen Auserwählten vom weiblichen Top-Trainerinnen. Schicksal zugedacht wird. Es Sie versteht es wissenschaf­ hängt nicht vom Aussehen, der tliche Informationen und Be­ Bildung oder der Herkunft ab, geisterungen gekonnt zu ver­ Claudia E. Enkelmann ob jemand eine charismatische binden. Die Diplom-Psycho­ Ausstrahlung hat. Die Grund­ login hat in Deutschland und Einfach mehr lagen für Charisma trägt jeder Amerika Psychologie und So­ Mensch in sich, man kann es zio­logie studiert. Ihr fundier­ Charisma aufbauen, stärken und mit dem tes Wissen ist beeindruckend Mit Ausstrahlung gewinnen. richtigen Know-how verdop­ und das vermittelt sie mit viel Menschen begeistern, auf An­ peln.
Claudia E. Enkelmann Charme und Humor. Als Toch­

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ter von Nikolaus B. Enkel­ mann konzentriert sie sich auf die Themen: Glück, Liebe und Erfolg. Ihre drei Bücher sind bereits in sieben Sprachen über­ setzt worden. Ihre pragmati­ schen Tipps sind sofort umsetz­ bar und bewirken wahre Ver­ änderung. Neben ihrer Semi­ nar- und Autorentätigkeit pro­ movierte sie in den Fächern Soziologie, Psychologie und Pä­ dagogik mit einer sozio-bio­gra­ phischen Arbeit über die erfolg­ reichsten Frauen im Vertrieb. Geb., 248 S., CHF 41,90 (elek­ tronische Ausgabe CHF 18,00, Hörbuch 16,90) / € 19,90 (€ 15,99), ISBN 978- 3-7093-0317-6, Linde Verlag, Wien u

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in Leben für die Parapsychologie

Grenzbereichsforscher Rudolf Passian wird 90 Jahre alt Orith Tempelman: Der Sammelbegriff OT: Die Suche nach der Sinnfrage un­ «Parapsychologie» umfasst einen schier seres Daseins gipfelt in der Frage: Gibt grenzenlosen Bereich wenig oder unbe­ es in irgendeiner Form ein Weiterleben kannter Wissensgebiete. Wer sich studien­ nach dem körperlichen Tod oder ist dann halber aktiv damit befasst, der wird sel­ «alles aus»? Wenn nicht, so muss es Le­ ten über Langeweile zu klagen haben. benswelten geben «jenseits der Wahr­ Besteht da nicht die Gefahr, ins Laby­ neh­mungsfähigkeit unserer Sinne»; das rinth der Esoterik zu geraten? viel umrätselte Jenseits also, wovon alle alten Kulturen überzeugt waren. Was Rudolf Passian: Ohne Weiteres. Man sagt die moderne Forschung dazu? sollte da unterscheiden zwischen der Parapsychologie als Forschung (in Be­ RP: Als Begründer der modernen wis­ zug z.B. auf die Klärung aussergewöhn­ senschaftlichen Sterbe- und Jenseits­for­ licher Bewusstseinszustände wie Hypno­ schung gilt der schwäbische Oberamts­ se, Somnambulismus und Trance) und arzt und Dichter Justinus Kerner (1786der Esoterik. Letztere ist ein Sammel­ 1862). Über seine Beobachtungen führte begriff für die unterschiedlichsten Philo­ er Buch. Ihm folgten später Pioniere wie sophien, Praktiken und Geheimlehren. Freiherr Dr. Carl du Prel, Dr. Albert von Schrenck-Notzing und viele andere. Die OT: Wie ist es beispielsweise mit der Forschungen ergaben, dass dem Men­ Astrologie? Sie wurde von jeher hoch ge­ schen, neben seinem physischen Leib, schätzt, und sie war ehedem sogar Uni­ ein zweiter (unsichtbarer) Organismus versitäts-Lehrfach. Auch neuere Studien innewohnt, der sog. Astral- oder Bio­ erbrachten ernst zu nehmende Aspekte. plas­­makörper. Dieser kann sich im Rah­ Ist da doch «etwas dran»? men einer ausserkörperlichen Erfahrung zeitweilig vom physischen Leib trennen RP: Durchaus, aber was da in Presse­ und so stark verdichten, dass er von organen als Lebens- und Orientierungs­ Anderen gesehen wird. Hier haben wir hilfe angeboten wird, grenzt eher an den Ursprung des weltweit verbreiteten Volksverdummung. An jedem Jahres­wech­ Geister- und Gespensterglaubens zu sel überschlagen sich (angebliche) Ex­ suchen! Bei Nahtod-Erfahrungen kehrt perten mit ihren Astro-Prophezeiungen, das ausgetretene Ich, mit seinem Per­ wohl wissend, dass dies am nächsten sön­lichkeitsbewusstsein, zurück in den Jahresende sowieso kaum nachgeprüft biologischen Organismus und kann even­ wird. Auch mit dem reichhaltigen Ange­ tuell beschreiben, was «in der anderen bot von Jenseitskontakten, mit Engeln Welt» beobachtet und erlebt wurde. Es oder verstorbenen Verwandten usw. sei gibt sehr viel Literatur hierüber, und als man sehr skeptisch, denn von zehn Kon­ Herausgeberin der Zeitschrift Wendezeit takten sind höchstens einer oder zwei ist Ihnen das alles ja nichts Neues. echt. Wirkliche Engel lassen sich nicht für Geschäftszwecke missbrauchen, und OT: Gewiss, aber wie kam es denn bei beim Faktieren mit magischen Praktiken Ihnen zu dem ausgeprägten Interesse oder Bewohnern der Unterwelten zieht an der Aufklärung des Todesproblems? man sowieso den Kürzeren. «Du schlägst Sie befassen sich rund fünf Jahrzehnte ums Zeitliche das Ewige in den Wind? – damit, sind Autor aufschlussreicher Bü­ Sieh, ob die Welt einen grösseren Nar­ cher zum Thema, unternahmen weltwei­ te Studienreisen und gaben Ihr Wissen ren findt!» (Angelus Silesius).

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in unzähligen Vorträgen weiter. Was war der Grund oder Anlass zu Ihrer Haltung? Wollten Sie missionieren und Anhänger um sich sammeln? RP: Weder, noch. Ich fühle mich kei­nes­ wegs als Guru oder Volksprediger. Aber ich war viele Jahre dem Tode näher als dem Leben. Krieg, schwere Verwundun­ gen, Heimatvertreibung und schliesslich sieben Jahre unschuldig erlittene Straf­ gefangenschaft bei den Sowjets. Total ab­gesondert in einem geheimen Zucht­ hauskomplex starben (nach Aussage von Altbundeskanzler Helmut Kohl) 16’000 Gefangene. Da bleibt nur, sich an sein Bisschen Gottvertrauen zu klammern oder zu verzweifeln. Drei Jahre verbrachte ich in Einzelhaft, davon zwei unter ver­ schärften Bedingungen (Fenster verbar­ ri­kadiert – man sah nur einen kleinen Streifen Himmel). Vermögen Sie sich vor­ zustellen, wie lange eine Stunde, ein Tag, eine Woche oder ein Monat dahin­ schleichen kann, hungernd, und oft in Todesangst? Von der Gründung zweier deutscher Staaten vernahmen wir nur gerüchteweise. Für die Angehörigen

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der Neubeginn sehr schwierig, zumal aus zum Handeln in der Pra­xis. Das Kirchengesundheitlichen Gründen mehrere Spi­ Christentum leidet seit jeher an seiner Un­ talaufenthalte erforderlich wurden. Finan­ einigkeit, und eben­so wie in der verfolg­ zielle Sozialleistung: DM 36,- pro Woche. ten Kirche be­durfte es in den Urgemein­ Schon damals, in Mannheim-Ludwigs­ den keiner Eminen­zen und Exzellenzen. hafen, nutzte ich die Zeit zum Besuch Möge dem in sei­ner Be­scheidenheit so von Veranstaltungen unterschiedlichster sym­pa­thi­schen Papst Fran­ziskus die drin­ religiöser oder kulturphilosophischer Art. gend er­forderliche Kurs­korrektur zum So stiess ich auch auf die parapsycholo­ Kern der Person und Leh­re Jesu gelingen. gische Grenzbereichsforschung. Die Be­ zeichnung «Parapsychologie» ist aller­ OT: Aufgrund Ihrer Jahrzehnte langen OT: Wann kamen Sie frei? dings nicht ganz zutreffend, denn man Studien und Forschungen gelangten Sie hat es hier nicht bloss mit psycholo­gi­ zur Überzeugung von der Weiterexistenz RP: Das war im Mai 1955 der Fall. Es schen Fakten zu tun. Das Ganze sagte unseres Bewusstseins nach dem kör­per­ war höchste Zeit, denn ich litt bereits an mir dann zu, denn da wird einem keine lichen Tode? einer typischen Lagerkrankheit. Zu mei­ Glaubenslehre zugemutet nach dem Mot­ nem Kameraden Sepp Klass sagte ich: to «Vogel friss oder stirb», sondern es RP: Sie formulieren es ganz richtig: Nach «Wenn es einen Herrgott gibt, so müsste bleibt einem selbst überlassen, welche dem körperlichen Tode, das heisst nach er eigentlich sehen, wie es mir geht.» – weltanschaulichen Folgerungen man aus dem physischen Sterbevorgang, dem ein­ «Ja, das müsste er sehen», erwiderte dem Dargebotenen zieht, und ob das zig und allein unser materiell-biolo­gi­scher Sepp. Zwei Tage später kam ich plötz­ eine oder andere annehmbar erscheint Organismus unterworfen ist. Wir beste­ lich frei! hen aber noch aus weiteren, nämlich nicht­ oder nicht. materiellen Komponenten, die in ihrer OT: War das auf deutschem Gebiet? OT: So fanden Sie auch die Lösung des Gesamtheit unser seelisches Prinzip dar­ stellen (Astralkörper). Hinzu kommt als Todesrätsels? RP: Ja, in der DDR. Drittes unser Geist-Ich, das in unserem RP: Ja, aber dieses Rätsel war längst ge­ Persönlichkeitsbewusstsein zum Aus­druck OT: Wie ging es weiter? löst worden; seit Justinus Kerner schon, gelangt. Über all dies gibt es eine riesige ja noch früher. In älteren Kulturkreisen Literatur, aber keine Einheitlichkeit in RP: Ich ging nach dem Westen. Dort war war man nicht so unwissend wie das heut- den Begriffen und Lehrsystemen. Für die ­zutage bei uns grosse Masse unserer Mitmenschen scheint der Fall ist, und der atheistische Primitiv-Materialismus dass die allge­ am willkommensten, weil am leichtesten meine Unwissen­ «verdaulich» zu sein: «Machts euch im heit über Tod und Le­ben gut und schön, kein Jenseits gibt’s, Weiterleben aus­ kein Wiedersehn». Und selbstverständ­lich ge­rechnet im vor­ auch keine Selbstverantwortung, kei­ne mals christlich ge­ begründbare Ethik und keinen «Gott im wesenen Abend­ Himmel». Engel sind Märchen, und «wer land so folgen­ selber keinen Geist hat, der glaubt auch schwer überhand nicht an Geister» (Goethe). Die Mensch­­­ nehmen konnte, heits­geschichte des endlosen Has­sens ist kein Ruhmes­ und Mor­dens gipfelt im Atom­bom­benblatt, sondern Massen­mord, zeugt zur Genüge vom eher eine Schan­ satanisti­schen Ursprung derartig lebens­ de für Leute, die verach­ten­den Denkens und Handelns. sich «Theologen» nennen (von rühm­ OT: Wie sieht es denn momentan mit lichen Aus­nahmen der Sterbeforschung aus; gibt es da Fort­ ab­gesehen). Bis schritte? heute begreifen nur relativ wenige RP: Ja, sehr beträchtliche sogar. Zuneh­ Seelsorger/innen, mende Beachtung finden die so genann­ dass Jesu Leh­re ten Nahtod-Erfahrungen (NTE) von Men­ keine Organisa­ schen, die klinisch tot waren, aber «re­ tions­anleitung für animiert», d.h. zurückgeholt werden konn­ ein theolo­gi­sches ten. Viele von ihnen berichten von ei­ Lehrsystem dar­ nem wohltuenden nicht blendenden Licht stellt, son­dern ei­ne am Ende eines Tunnels, in welchem sie klare Anleitung verstorbene Angehörige oder Freunde galt man als verschollen. Aber eines Tages durften wir schreiben. 15 Zeilen, unter einer Postfachadresse in Berlin; aber wo und warum wir inhaftiert waren, durften wir nicht mitteilen. Da nahm ich mir vor, für den Fall meines Überlebens, dass ich mich auf die Suche nach Ant­ worten begeben wolle auf die Fragen nach unserem Woher und Wohin, sowie nach dem Wesen des Sterbevorgangs.

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erkannten. In dieser wunderschönen Jen­ seitswelt wollen die Erlebenden bleiben, aber es wird ihnen erklärt, sie müssten zurück, weil sie auf der irdischen Seins­ ebene noch Aufgaben zu erledigen ha­ ben. Auch bei länger andauerndem Aus­ fall der Gehirntätigkeit behalten die Be­ troffenen ihr Ichbewusstsein und erzäh­ len danach, was ihnen in der «anderen Realität» widerfuhr. OT: Also waren sie gar nicht «tot» ge­ wesen? RP: So könnte man meinen, aber der Mensch ist eben mehr als nur die Sum­ me seiner sinnvoll zusammengefügten Or­gane und Zellverbände. Ein noch we­ nig beachteter neuer Aspekt ist übrigens das Miterleben des Sterbevorgangs durch anwesende Verwandte oder Betreuer des Sterbenden: sie begleiten ihn oder sie auf dem Wege zum «Licht am Ende des Tunnels», bis ins Grosse Licht, und sind zugegen beim Wiedersehen mit voran­ ge­gangenen Lieben im Jenseits. OT: Die Sterbeforschung scheint also noch keinen Abschluss gefunden zu ha­ ben? RP: Offenbar nicht. Alles ist dem Ent­ wicklungsprinzip der Wandlung unter­ wor­fen. Zur Erweiterung unseres Wis­ sens- und Erkenntniskreises stehen uns anscheinend noch Ewigkeiten zur Ver­ fü­gung. OT: Viele unserer Mitmenschen glauben, nach dem Sterben käme man zur «An­ schauung Gottes»… RP: Das hängt von der ethischen Qua­ lität unseres Erdendaseins ab, und vom Begreifen der Tatsache, dass unser Wis­ sen sich zu unserem Nichtwissen verhält wie ein Tropfen Wasser zum Ozean. OT: Welche speziellen Sachgebiete fan­ den Ihr besonderes Interesse? RP: Neben den Aspekten des Todes­pro­ blems befasste ich mich mit ausser­ge­ wöhnlichen Heilungs- und Diagnose-Me­ thoden (Ethnomedizin) sowie mit den vielfältigen Phänomenen der Medialität. OT: Sie sind kein Schreibtisch-Theore­ tiker, sondern ein Mann praktischer Un­ tersuchungen. Sie lernten bemerkens­

Dr.med. Edson C. de Queirós in Trance, «besetzt» von dem berühmten Geisterarzt «Dr. Adolf Fritz». Angeblich derselbe, der 21 Jahre lang den Brasilianer Pedro de Freitas, genannt «Zé Arigó», als Medium benutzte. Hier erfolgt eine Wirbelsäulen-Akupunktur, mit Injektionskanülen, durch die Kleidung hindurch!

werte nichtschulmedizinische Operatio­ sich in einem Interview nur andeuten, nen am eigenen Leib kennen, ausgeführt aber nicht vollumfänglich erklären. von Schamanen, Medizinmännern oder spiritistischen Medien im Trancezustand, Was meine Erfahrungen anbelangt, so mit zum Teil primitiven Instrumenten liess ich mich von einfachen Leuten wie Taschenmessern, mit Nähnadeln und «operieren», die keinerlei medizinische Kenntnisse besassen. Im Trancezustand Zwirn. War dies immer erfolgreich? vollzieht sich jedoch ein Persönlich­keits­ RP: Teils teils. Es gibt auch unter para­nor­ wechsel: Es manifestiert sich ein Jensei­ malen «Therapeuten» Könner und Stüm­ tiger (das ist ein Mensch ohne physi­ per. Hier sollte man sich vor allem vor schen Leib), der sich als ehemaliger Arzt Angeboten hüten, bei denen Geldinte­ ausgibt und den Körper des Mediums ressen die Hauptrolle spielen oder wo benutzt, um diesseitig wirken zu können. keine überzeugte christliche Glaubens­ In Brasilien, der Hochburg des christli­ haltung vorliegt. Der Volksmund sagt: chen Spiritismus nach Allan Kardec (mehr «Auch der Teufel kann heilen». Die mit als 100 Millionen organisierte Anhänger, alledem verbundene Problematik lässt mit eigenen Spitälern, Sanatorien und

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Interview

OT: Können Sie von einem medial begab­ ten Menschen berichten, der Sie beson­ ders beeindruckte?

Der von Lourival de Freitas am 16.2.1985 ei­ner Patientin in London entfernte Cholesterinstein

vielen sozialen Einrichtungen), liess ich eine Nierenstein-Operation durch das Me­ dium Oscar Wilde des Oliveira Silva vor­ nehmen (1975), und 1977 beseitigte das berühmte Medium Lourival de Freitas ei­ nen Bandscheibenvorfall. Dies geschah im Beisein des Arztes der Deutschen Botschaft in Rio, Dr. Friedrich Kröner. OT: Hielten die Erfolge an? RP: Ja, erst Jahre später machte sich wie­ der ein Nierenstein bemerkbar, seitdem nicht mehr.

RP: Ja, gerne. Ich denke da an einen farbigen Brasilianer namens Isaias Bra­ga dos Santos, den ich in meinen Publi­ka­ tionen den «Schlucker» nenne. Er war 21 Jahre alt, als ich ihn kennenlernte. Bald danach kam er auf gewaltsame Weise ums Leben. Er schluckte die un­ ter­schiedlichsten Gegenstände und würg­ te sie wieder hervor: Billardkugeln bei­ spielsweise, Handschellen, Kunststoff­sprit­ zen mit aufgesteckter Kanüle, Feuer­ zeu­ge, Armbanduhren, grössere Messing­ gewichte, ganze Auto-Stossdämpfer, und anderes mehr. Bei den Billardkugeln, die sich unter der Bauchdecke abzeich­ neten, konnte man sich die farbliche Reihenfolge wünschen, in welcher er sie wieder ausspucken sollte. Nach einem gewöhnlichen Gasfeuerzeug mit Kunst­ stoffmantel, das ihm ein Reporter gab, schluckte er eine ca. 35 cm lange Me­ tallkette. Nach dem Grund befragt er­

klärte er, die Kette brauche er zum Aus­ einandernehmen des Feuerzeugs im Kör­ per und zum wunschgemässen Abruf der Einzelteile. Tatsächlich spuckte er, dem Wunsch eines Arztes gemäss, zuerst den Feuerstein aus, dann eine kleine Spiral­ feder, ein Schräubchen, dann das Plas­ tik­gehäuse und schliesslich das Zahn­ räd­chen. Das Ganze dauerte kaum län­ ger als eine Minute. Als er eine kleine recht­eckige Batterie geschluckt hatte, be­gann er mit den Händen an seinem Bauch herumzudrücken. Danach spie er den auf­gebogenen und scharfkantigen Blech­mantel derselben aus, welchem dann die Batterie folgte, die eine zweite, wachs­pappenartige Umhüllung aufwies. Die Kunststoffspritze mit fest aufge­ steck­ter Kanüle habe ich ihm eigen­ händig in den Mund geschoben, mit der Kanüle voran. Nach dem Schluck­vor­ gang pfleg­te er zuerst die Nadel und dann die Spritze auszuspucken oder er brach die Kanüle im Bauch ab und schob die Na­del die Bauchwand hin­

Häuptlinge unter sich… (in der Mitte: Rudolf Passian)

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Indianerdorf Capoto (nur per Kleinflugzeug erreichbar)

durch nach aus­sen; ich selbst zog sie heraus. Ein Vorhängeschloss verhakte ich mit einer Metall-Armbanduhr so, dass es zwei fest zusammenhängende Glieder ergab. Nachdem Isaias, wie üblich, vorn­ übergebeugt an seinem Bauch herum­ gedrückt hatte, brachte er Schloss und Uhr getrennt wieder zum Vorschein. Wenn er eine Gemüsebohne schluckte, so erschien die­­selbe unerklärli­cherweise

unter einem Au­­ genlid und wirk­ te dort wie ein sog. Gers­ten­korn. Unter dem Lid drück­te er dann die Boh­ne bis zur Na­sen­wur­zel hin, wo sie im Augen­ win­kel wie eine Träne heraus­ kam.

Dank der Unterstützung meines Freun­ des, des Polizei-Chefarztes Dr. Frederico Hoppe, gelang es, den «Schlucker» im Krankenhaus Castelo Branco ärztlich und röntgenologisch untersuchen zu lassen. Hier schluckte Isaias u.a. das 5 cm dicke und 7 cm hohe Messinggewicht eines Mau­rerlots. Beim Schlucken so grosser Gegenstände konnte man merkwür­di­ger­ weise keine vorübergehende Verdickung der Halspartie beobachten. Nach dem

Schlucken des Messinggewichts erga­ben die Röntgenaufnahmen etwas Verblüf­ fendes: Das Gewicht sass etwas unter­ halb des Kinns und, bei der Seiten­ aufnahme, ausserhalb des Halses! Ein von Isaias geschlucktes Junghuhn mach­ te ihm recht zu schaffen, bis er es völlig eingespeichelt hatte; aber es kam le­ bend wieder hervor. Ich hatte gehört, Isaias würde zuweilen ein Stück Kreide schlucken und es aus seinem Penis wieder hervorzaubern. Zu diesem Experiment hatte ich eine mit einem kleinen Leukoplaststreifen gekenn­ zeichnete Glaskugel von 18 mm Durch­mes­ ser mitgenommen. Nach dem Schlucken zeichnete sie sich in Scham­beinhöhe, am Beginn des Haaransatzes sichtbar und fühlbar ab. Er begann sie abwärts zu drücken bis hinunter in den Penis, aus dem sie schliesslich wieder her­vor­ kam; aber nicht durch die Harn­röhre, sondern unter der Haut. Dies al­les wurde gefilmt und fotografiert. Zu­sam­men mit

Körperbemalung zu bestimmten Anlässen (und zur Abwehr von Insekten) ist noch weithin üblich

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Interview

den Röntgenbildern liegt also eine einwandfreie Dokumentation vor. OT: Das sind ja sensationelle Begeben­ heiten, die Sie da erlebten. Warum in­te­ ressiert sich die Wissenschaft nicht dafür? RP: Weil es für derlei Phänomene keine Forschungsaufträge gibt, und somit auch keine Gelder. Es wären auch andere Gründe erwähnenswert. Man ist noch nicht einmal bereit, folgendes Phäno­ men abzuklären: In Brasilien, wie auch anderwärts, kann man beobachten, wie Leute im Trance­ zustand oft grosse Mengen Alkohol­ge­ tränke konsumieren, ohne dass danach die übliche «Fahne» feststellbar wäre. Es müsste doch anhand von Blutunter­su­ chungen leicht sein, herauszufinden, ob der Trancezustand tatsächlich die Alko­ holwirkung absorbiert, und wenn ja, wa­ rum? Der extremste Fall dieser Art, der mir bislang gekannt wurde, ist der eines Brasilianers, der in Trance 35 Liter Zuckerrohrschnaps in einer Nacht «in­ halierte»… OT: Nun zu etwas anderem: Neben den bereits fünf Jahrzehnte dauernden grenz­

wissenschaftlichen Aktivitäten widme­ten Sie sich auch oft kleineren sozialen Hilfs­ projekten. Wollen Sie hierzu etwas sagen?

Mut und ihrer Ausdauer! So gedeiht das zeitlos Gute zumeist in aller Stille. Ja schon mit einem freundlichen Gruss, mit einigen anerkennenden Worten oder RP: Ja, nicht nur in Südamerika. Auch einer kleinen Hilfeleistung kann man bei uns hier gibt es Not, aber aus eige­ ein Leuchten in gestresste Gesichter nen Mitteln vermochte ich, in Anbetracht «zaubern». Das bedeutet nicht, dass man geringer Möglichkeiten, kaum zu helfen. sich ausnutzen lassen soll, aber wir sind Da war und ist es stets mein getreuer hier, um einander das Dasein zu er­ Freundeskreis, der da einspringt. Zu mei­ leichtern, nicht umgekehrt. nem 70. Geburtstag begannen wir mit einem Hilfswerk für zwei weit abgele­ Aber betrachten Sie doch das tägliche gene Indianerdörfer im mittleren Amazo­ Weltgeschehen, im Grossen wie im Klei­ nasgebiet. Es ging um die Errichtung nen: Hass, Neid, Falschheit und Krimi­ einer kleinen Krankenstation. Es war nalität allenthalben. Kriege noch und müh­sam. Zweimal reiste ich hin. Trotz noch. Aus der Vergangenheit lernen? aller Strapazen (meine Beinamputation Fehlanzeige! Für jene Unsummen, die machte mir auch zu schaffen) sind mir für Kriege und Aufrüstung ausgegeben die damit verbundenen Erlebnisse eine werden, könnte man Bewässerung und wertvolle Erinnerung. Aufforstung finanzieren, und damit Arbeit und Brot schaffen… Seit meinem 80. Geburtstag läuft das «Kinderhilfswerk Blumenau». Blumenau OT: Nun, vielleicht kommen doch mal ist eine deutsche Stadtgründung in Bra­ men­schenwürdigere Verhältnisse. silien. Dort leitet seit dreissig Jahren ei­ ne deutsche Kinderkrankenschwester na­ RP: Ich glaube fest daran, denn wenn mens Ursula Richter, die selber eine bit­ das Böse kulminiert, bricht es zusammen. te­re Kindheit und Jugend durchlitt, die Auch die neuere Historie zeigt dies Kindertagesstätte für rund 200 Kinder. deut­lich. Aber wie heisst es in Goethes Sie arbeitet unentgeltlich. Sie ist tief «Faust»: «Den Teufel spürt das Völkchen gott­verbunden. Alle Achtung vor ihrem nie, selbst wenn er es am Kragen hätte». Wer bewusst oder unbewusst der Auf­fassung huldigt, er/sie könne – beim Ster­ben – von angehäuften irdischen Werten etwas mitnehmen, dem ist dringend an­zuempfehlen, als­ bald in die Stille zu ge­hen und nachzudenken…

Rudolf Passian brachte Kindern Zeichenblöcke und Bleistifte mit.

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OT: Lieber Rudolf Passian, bald feiern Sie in geistiger Frische Ihren 90. Ge­burts­tag. Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen Ihnen und uns, dass Sie noch viele Jahre Ihre Neugier allem Be­kann­ten und Unbekannten gegenüber be­ hal­ten mögen. Die Wissenschaft braucht Men­schen wie Sie, die nichts unterlassen, um sie wach ­zu rütteln. Mö­gen Ihre jahrzehn­­ telangen Bemühun­gen Früchte tragen. Ihnen gebührt un­ser gros­­ser Dank. u

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E

«

in Tag im Jahre ist den Gestorbenen frei»

Beruht der Gedenktag «Allerseelen» auf Erfahrungswissen? Rudolf Passian

Nebel wogten um den Waldpfarrhof, der auf einsamer Höhe über dem Kirchdorf lag. Der junge Pfarrer stand am Fenster seines Studierzimmers, als plötzlich die Hausglocke schrillte. Er wusste, was das Läuten in so später Stunde bedeutete: einen Versehgang. Er öffnete das Fens­ ter und rief hinunter: «Wohin?» «Zum Weber in der Wies.» Ein wenig är­ gerlich, dass die Leute zumeist erst bei Nacht und Nebel daran denken, den Geistlichen zu holen, rüstete er sich zum Versehgang. Schon kam der Mesner, an den der Ruf ebenfalls ergangen war, über den Pfarrweg herauf. Er gab seiner Verwunderung darüber Ausdruck, dass der Ruf von den Weberleuten kam, bei denen doch niemand krank sei.

den haben soll. Der Pfarrer hatte sich schon öfters vorgenommen, dieser Sage auf den Grund zu gehen, es war aber bislang unterblieben. Das Versehglöcklein bimmelte bei je­dem Schritt, die Laterne warf gespenstische Lichter auf den Weg. Der Priester betete voller Inbrunst um die Seelenruhe aller Heimgegangenen, besonders aber für jenen, für den sie unterwegs waren.

Mittlerweile gelangten sie zu der Wald­ lichtung, auf der die Liebfrauenkapelle in vergessener Waldöde stand. Da tauch­ te im Lichtkegel der Laterne plötzlich ein Ritter auf, hoch zu Ross, in Helm und Harnisch. «Jesus, Maria!» schrie der Mes­ ner voll Entsetzen. «O Gott, wo ist mein Handschuh?» rief der Ritter in die nächt­ Die Familie Weber war ebenfalls sehr liche Runde. Der Priester jedoch, dem erstaunt, denn sie hatten weder den Pfar­ ob der plötzlichen Erscheinung das Herz rer noch den Mesner rufen lassen. Diese bis zum Halse schlug, ermannte sich aber hatten deutlich den Anruf von der und segnete den Rittersmann, der plötz­ Gasse her vernommen: «Zum Weber in lich stillhaltend sich dem Segnenden zu­ der Wies!» neigte und ebenso plötzlich ver­schwand, wie er in Erscheinung getreten war. Der Man stand vor einem Rätsel, das sich Priester jedoch und sein Mesner haste­ niemand erklären konnte. Nur dem Pries­ ten wortlos aus dem verwunschenen ter überkam eine Ahnung, als wäre der Walde heraus und kamen schweiss­geba­ Anruf von einem Wesen ausgegangen, det im Kirchdorf an. das nicht mehr unter den Lebenden weil­ te. Manches Seltsame, Unerklärliche war Daheim erst fanden sie die Sprache wie­ ihm ja schon zugestossen in diesem welt­ der. Eine Täuschung über das Geschaute fernen Waldwinkel, und heute war ja war unmöglich, denn beide sahen das Allerseelen: «Ein Tag im Jahre ist den Gleiche: einen Ritter, hoch zu Ross, der Toten frei.» seinen Handschuh suchte… Voll geheimen Grauens zwar, aber im Vertrauen auf Gott, traten sie gegen Mitternacht den Rückweg durch den grossen Wald an. Mitten im demselben stand eine uralte Liebfrauenkapelle, der Sage nach gestiftet von der Witwe eines Ritters, der da vor Zeiten im Zweikampf mit einem Widersacher den Tod gefun­

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Rudolf Passian

Nun wussten sie, wer sie auf den Ver­ sehgang gerufen hatte, zum Weber in der Wies, denn nur auf diesem Wege kamen sie an der Kapelle vorbei, wo ein längst Verschollener des erlösenden Herr­ gottssegen und der priesterlichen Für­ bitte harrte. Bis zum hellen Tage sassen der Pfarrer und sein Mesner beisammen. Und als die ersten Strahlen der Allerseelensonne durch die Fenster schienen, bemerkte der Mesner erschrocken, dass das Haar des Priesters schneeweiss geworden war in dieser Nacht Nach dieser Begebenheit versuchte der Pfarrer, über den Ursprung der Sage von der Liebfrauenkapelle im Weber­wald Näheres in Erfahrung zu bringen. In etlichen Archiven forschte er nach und fand alles bestätigt, was der Volksmund von dieser Stiftung noch wusste. Er entdeckte sogar noch einen Bericht dar­ über, dass der gefallene Ritter im Zwei­ kampf den rechten Handschuh verloren hatte, wodurch es seinem Widersacher erst möglich wurde, ihm die todbrin­gen­ de Wunde beizubringen. Der Bericht jenes Pfarrherrn über dieses Erlebnis und seine Forschungsergebnisse schliesst mit dem Apostelwort: «Es ist ein heiliger und heilsamer Gedanke, für die Verstor­ benen zu beten, besonders am Tage der ‚Toten’, an Allerseelen.» u

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«Bewusst.seins.Wandel» Mag. Karin Kaul

Gudrun Keber erinnert sich, dass vor ca. zwanzig Jahren an einem Karfreitagmorgen mit einem Traum eine grosse Veränderung in ihrem Leben begann. «Ich kann mich noch erinnern, dass es ein sehr realer Traum war, der nie in Vergessenheit geriet. Sofort stand fest den Bürojob an den Nagel zu hängen und mit dem Studium der Ernährungswissenschaften zu beginnen.»

deren Verarbeitung wichtige Kriterien, die unsere Gesundheit beeinflussen kön­ nen. Jeder hat für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen, um mit der richtigen Einstellung und entsprechenden Verhaltensweisen gesund zu bleiben.

Gudrun Keber erzählt: «So wie damals durch den Traum war für mich nach der Lektüre des Buches eines sehr geschätzGudrun hat sich schon immer für kom- ten indischen Jogis auf einmal alles klar; plexe Zusammenhänge interessiert, so als wenn ich es schon immer gewusst auch dafür was in unserem Körper vor- hätte, nur war es für mich in Vergessengeht, wie unser Stoffwechsel funktioniert. heit geraten. Ich fühlte auf einmal, dass Sie vergleicht gerne den Körper mit dem wir eigentlich alle Teil eines grossen Universum in dem alles zusammen- Ganzen und mit Allem verbunden sind. hängt. Schon als Kind hat sie die unbe- Schon beim daran Denken, löst es noch kannte Weite des Alls fasziniert. So wie immer ein Glücksgefühl aus. Seitdem die kleinste Einheit in unserem Körper, ist auch mein Mitgefühl mit anderen die Zelle. ihre Aufgabe hat, aber nur im Wesen stärker geworden. Ich wurde sen­ Zusammenwirken mit anderen Zellen sibler mit einem offeneren und weiteren unseren Körper bewegt, so funktioniert Blick für das, was uns umgibt und eres wohl auch im Körper «Weltall». So kannte für mich, was wirklich wichtig wie im Kleinen, so auch im Grossen. ist in meinem Leben».

Während des Studiums fehlte ihr jedoch Infolgedessen absolvierte Gudrun eine etwas, das sie dann in der Ausbildung Ausbildung zum Reconnection Practitio­ der traditionell chinesischen Ernährungs­ ner. Sie sagt: «Ich hatte auf diese Frelehre nach den fünf Elementen gefunden quenzen schon sehnsüchtig gewartet. hat. Wie ja schon viele wissen, spielt die Als ich sie zum ersten Mal spürte war Konstitution eine wichtige Rolle, auch ich überglücklich und ich wusste, dass eine genaue Anamnese ist notwendig, ich diese wundervollen Kräfte, die so um Empfehlungen abgeben zu können. viel verändern können, an andere MenAlles muss berücksichtigt und einbezo- schen weitergeben möchte. Meine Lebens­ gen werden. Da wir alle einzigartig sind, aufgabe wurde mir immer klarer und auch das Bedürfnis mein Leben zu verist dies auch unser Stoffwechsel. ändern. Ich spürte die Leidenschaft mit Ihre Aufgabe sieht sie vor allem darin dieser Kraft arbeiten zu wollen.» als Ernährungsberaterin besonders diejenigen mit Tipps und individueller Be- Ihr Credo ist: «Ich bin hier um Anderen ratung zu unterstützen, die ihre Nah- zu helfen, falls sie sich entscheiden ihrung nicht nur «aufnehmen» wollen, son­ ren Lebensweg leichter gehen zu woldern als wichtigen Teil ihrer Gesundheit len.» Wir alle haben unterschiedliche begreifen. Die Herausforderungen wer- Erfahrungen gesammelt und trotzdem den ja immer grösser. Wie wir wissen, sind wir alle miteinander verbunden. sind Umwelteinflüsse und die ungewis- Die Vielfalt ist wunderschön und für jese Herkunft unserer Lebensmittel und den sollte das Ziel sein, weiterzukommen

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Gudrun Keber

und wenn möglich viel inneren Frieden, Freude und Harmonie zu erlangen. Wir sollten es uns nie schwieriger machen als notwendig. Bei Jedem äussert sich eine Reconnection Sitzung anders, je nachdem was ansteht und inwieweit er bereit ist eine Veränderung zuzulassen. Energien kom­ men ins Fliessen und wir können wieder mit den höheren Energieformen verbun­ den werden. Wer dies erfährt, dem eröffnet sich die Möglichkeit sich an seine Verbindung mit dem Höheren Selbst zu erinnern. Es wird einem bewusst, dass der Zugang zur Energie unbegrenzt ist. Wichtig ist zu erkennen, dass die Kraft in uns liegt und nicht im Äusseren zu finden ist. Wer Gudrun Keber kennt, weiss dass sie ihre Arbeit mit grosser Achtsamkeit und Wertschätzung für jeden Menschen wahr­ nimmt. Kontaktmöglichkeit: www.activum.at u

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Spirit of Music in Burgdorf, 6. bis 8. Dezember 2013 Wenzel Grund «Musik vermittelt zwischen der Geistes- und der Sinneswelt» Ludwig van Beethoven

Wer sich schon einmal von Musik hat Klassische Musik ist für den Zuhörer «verzaubern» lassen, wer sich einmal selbst heute an erster Stelle ein wunderschöner vergessen hat im Erleben der Musik und Anlass für ein sinnliches Erleben. Das ist tief berührt aus dieser Erfahrung wieder gut so. Dabei übersehen wir aber oftaufgetaucht ist, der hat eines der gröss- mals, dass der Impuls für das Entstehen ten Geheimnisse der Musik erahnt: Sie vieler Musikwerke stets ein spiritueller hat die Kraft, uns in andere Dimensionen war. Viele Menschen verspüren heute des Erlebens zu entrücken, sie kann ein wieder das Verlangen nach einer neuen Schlüssel und Zugang sein zu meditati- Spiritualität in ihrem Leben und wenden ver, mystischer, spiritueller Erfahrung. sich oftmals den östlichen Kulturen zu. Aber unsere eigene Kultur trägt ebenWenn wir die spirituelle Dimension in falls starke spirituelle Impulse in sich, die der Musik erfahren, entdecken wir die es lediglich wieder zu entdecken gilt. Dreiheit des Lebens. Nämlich den Lebens­ rhythmus, die Lebensmelodie und die Wir sehen die Aufgabe der Veranstaltun­ Lebensharmonie. gen und Konzerte des Spirit of Music in Burgdorf darin, diese Wurzeln wieder frei­ Viele westliche Komponisten und Musi- zulegen und allen interessierten Men­schen ker vom Mittelalter bis in die neuere Zeit, zugänglich zu machen. Gleichzeitig möch­ waren spirituell ausgerichtet und haben ten wir Produktionen vorstel­len, die aus sich dazu geäussert, wie etwa Ludwig der gegenseitigen Befruchtung spirituvan Beethoven: «Musik vermittelt zwi­ eller Kulturen hervorgegangen sind. schen der Geistes- und der Sinneswelt». Auch der Einbezug der natürlichen Rhyth­ men der Jahreszeiten, der Planetenkräfte und Tierkreiszeichen war für inspirier­ te Tonkünstler aller Epochen unserer abendländischen Kultur selbstverständlich. Jede Tonart wurde als Wesenheit mit eigenem Charakter und spezifischer Wirkung auf die Psyche des Menschen erkannt. Dieses und Vieles mehr wollen wir am internationalen Spirit of Music in Burgdorf mit allen Sinnen für alle erfahr­ bar machen. Da wir als Personen (personare = hindurchtönen = der Hindurchtönende) unsere Fähigkeiten zur Resonanz verfeinern können, indem wir unsere Sinne und Intuition schulen, öffnen wir die Wahr­neh­ mung für die spirituellen Qualitäten der Musik. Wenzel Grund, künstlerischer Leiter von Spirit of Music

Auch für alle grossen Komponisten ist die Musik zunächst einmal eine Lobprei­sung Gottes und der Fülle des LEBENS (gross geschrieben = steht für das unendliche Leben). Oder wie es Johann Se­bastian Bach formulierte: «Zur Ehre Got­tes und zulässiger Ergötzung des Ge­müths». Heutzutage haben wir uns teilweise von diesen uns umgebenden Lebensgesetzmässigkeiten so weit entfernt, dass der amerikanische Präventivmediziner und Psychiater Dr. John Diamond in seinem Buch «Lebensenergie in der Musik» schreibt: «Die Funktion der Musik bestand von al­ lem Anfang an in der geistigen Erbau­ ung des Hörers, in der Stärkung seiner Lebensenergie. Wir wissen alle, dass die Musik diese Kraft hat und doch denken wir selten daran, wenn wir musizieren, wenn wir ein Konzert besuchen oder wenn wir eine CD kaufen; oder wir haben den eigentlichen Grund für die Existenz von Musik vergessen». In meinem beruflichen Wirkungsfeld als Musiker und Naturheiler begleitet und trägt mich hierzu immer der Ausspruch von Robert Schumann: «Licht senden in die Tiefen des menschlichen Herzens ist des Künstlers Beruf.» Musik kann man nicht anfassen, aber sie berührt Dich! Dass Musik Heilkraft be­sitzt und Heilungsprozesse auf allen Ebenen unterstützt, ist altbekannt. So schreibt Novalis über die Heilkraft der Musik: «Jede Krankheit ist ein musikali­ sches Problem, die Heilung eine musika­ lische Auflösung.»

Sie offenbart uns dann, wie sie uns helfen kann, die Harmonie von Himmel und Auch die Aussage des bekannten franzö­

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Erde, von Geist und Natur, die in der Musik zum Ausdruck kommt, in unser tägliches Leben mit einzubeziehen.

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sischen Atomphysikers Charon führt uns vor Augen, dass alles beseelt ist: «Jedes Atom kommuniziert mit jedem anderen Atom im Universum und zwar über die Substanz der Antimaterie (Geist).» Die moderne Physik bestätigt uns, was die Alten Weisen, Heiler und Eingeweih­ te vor Jahrtausenden bereits wussten: Al­ les ist Eins und Alles schwingt. Und was schwingt, das klingt, auch wenn wir das alles nicht mit unseren materiellen Ohren hören können. «Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort und die Welt hebt an zu singen, triffst Du nur das Zauber­ wort». Joseph von Eichendorff Um dies zu erfahren und nicht nur aus Büchern zu wissen, braucht es die Fähig­ keit des Zuhörens. Aktives Musikhören fördert das persönliche Wachstum und führt stets zur Bewusstseinserweiterung. So sehen wir im Spirit of Music in Burg­ dorf auch einen Bildungsauftrag (die Erziehungsdirektion des Kantons Bern reg­ te dieses Anliegen schon vor einigen Jah­ ren an und nun haben wir die Gelegenheit, diesem wieder zu entsprechen mit unseren zwei Kreativ-Workshops und auch den jeweiligen detaillierten Einführungs­ vorträgen zu den Konzerten).

Der Kreativ-Workshop Wer am Spirit of Music in Burgdorf krea­ tiv seine Sinne verfeinern möchte, ist herzlich eingeladen am Tages-Workshop teilzunehmen.

Musik aus anderen Sphären gen Kla­vierstunden in der Kindheit bzw. als junge Frau. Die Vermutung, sie habe sehr wohl eine eingehende Musikbildung genossen, diese Tatsache aber infolge schwerer Amnesie vergessen, wur­ ­de durch Browns Hausarzt zurückgewiesen. Erst 1964 begann Rosemary Brown ein intensives musikalisches Selbststudium. Seit dieser Zeit schrieb sie mehrere Hun­ ­dert Kompositionen (überwiegend für Klavier), von verstorbenen Komponisten diktiert, nieder. 1969 wurde sie einem Test durch die BBC unterzogen, wo sie Kompositionen des Musik­ während einer Sendung Verbindung mit mediums Rosemary Brown einem Komponisten aufnehmen sollte, was ihrer Aussage zufolge mit Franz Liszt interpretiert von der mexikanischen Pi- gelang. Da sie das niedergeschriebene anistin Emilia Solloa Spohn Klavierstück selbst nicht spielen konnte, übernahm ein professioneller Pianist die Samstag, 7. Dezember, um 19.00 Uhr im Aufführung. Das Stück wurde anschlies­ Gemeindesaal von Burgdorf send von einem Liszt-Experten geprüft, der unverkennbare Übereinstimmungen Rosemary Brown (1916-2001) nahm für mit dem Stil des Komponisten feststellte. sich in Anspruch, ihr seien von verstorbenen Komponisten neue Werke medial 1976 spielte gar das berühmte Concertübermittelt worden. Vor allem in den gebouw Orchester ihre medial übermit1970er Jahren erregte sie grosses Medi- telte Beethoven-Sinfonie ein. eninteresse mit der Aussage, Franz Liszt, Johannes Brahms, Johann Sebastian Bach, Die Pianistin Emilia Solloa Spohn hat Sergej Rachmaninoff, Franz Schubert, Ed­ sich ausgiebig mit Rosemary Brown beward Grieg, Claude Debussy, Fréd­é­ric schäftigt und wird an diesem zweiten Chopin, Robert Schumann und Ludwig Konzert des Internationalen Spirit of Mu­ van Beethoven hätten ihr Kompositionen sic Festivals Burgdorf einige interessandiktiert. te Kompositionen dieses aussergewöhnlichen Musikmediums spielen. Rosemary Brown stammte aus einfachen Verhältnissen und hatte nach eige- Zu Beginn des Konzertes hält Wenzel nen Angaben keine reguläre musikali- Grund einen Einführungsvortrag zum sche Ausbildung, abgesehen von eini- Musikmedium Rosemary Brown.

Vorgesehen ist ein Kreativ-Workshop für alle Interessierten offenen Geistes, welche ihre schöpferischen Kräfte mit Hilfe von Wahrnehmungsübungen unter professioneller Anleitung wecken möchten. rhythmischer Natur, da wir in der mo- 2. Inspiration durch Musik: Dieses Jahr steht der Workshop unter dernen Gesellschaft viel an natürlichem dem Motto «Inspiriertes Schreiben – das Körpergefühl und an Lebensrhythmen Die verschiedenen Musikstile der klassischen Musik können den vier Elemenheilende Wort» und «Inspiriertes Zeichnen eingebüsst haben. ten Wasser – Feuer – Luft – Erde zuge– die Farben des Lebens». Details hierzu Tanzmusik jeglicher Epochen und auch ordnet werden. Jedes Element beinhalentnehmen Sie bitte dem Prospekt. gewisse Bereiche des Jazz haben ein tet wiederum Entsprechungen auf den An dieser Stelle drei einfache, spieleri- ausgewogenes Verhältnis von Melodie vier Ebenen (Körper – Emotion – mental sche Übungen für den inspirierten Um- und Rhythmus und sind deshalb beson- - spirituell). ders geeignet bei verlorenem Körpergegang mit Musik: fühl, geben Impulse an unseren Kreis- Beim meditativen Hören ausgesuchter lauf und können uns so wieder näher an Musikwerke können wir nachspüren, wie 1. Sich bewegen zu Musik: die grossen Kreisläufe der Natur (z.B. wir in Resonanz mit ihnen gehen. WelAlle Probleme, denen wir in der heuti- Jahreslauf, Monatszyklus, Tagesablauf che Körperteilen, welche Gefühle, welche Gedanken werden geweckt? gen Zeit begegnen, sind hauptsächlich usw.) heranführen.

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Hier eine kleine Auswahl an Musikbeispielen zu den vier Elementen: • Wasser: F. Schubert «Forellenquintett», G.F. Händel «Wassermusik» • Feuer: G.F. Händel «Feuerwerksmusik» • Luft: C. Debussy «Nuages» aus den Noc­turnes • Erde: A. Pärt «Silentium» aus Tabula rasa 3. Für Geniesser: Hier noch ein kleiner Tipp zu einer sehr sinnlichen Übung: Machen Sie doch einmal eine Wein­ degustation der anderen Art in ihrem Freun­deskreis: Probieren Sie einen Wein zunächst ohne Musik, dann den gleichen Wein, nachdem Sie ihn einige Minuten mit Musik beschallt haben. Stellen Sie dazu einfach die Wein­ gläser für ca. 3 Minuten vor den Lautsprecher. Sie werden staunen, was sich geschmacklich durch die strukturierende Kraft der Musik alles verändert.

Sie können den gleichen Wein verschiedenen Musikstücken aussetzen und einige Male hintereinander das Experiment wiederholen.

Die Vision Durch den erfolgreichen Aufbau des Bo­ hemia Festivals in Kostelec nad Cerny­ mi lesy (Tschechien), welches ich ins Leben gerufen und über 13 Jahre als künst­ lerischer Leiter betreut habe, konn­ten wir Besucherinnen aus fast allen Ländern Europas sowie den USA und Asien bei uns begrüssen und ich habe viel Erfahrung mit Kultur im ländlichen Raum gewinnen können. Kostelec nad Cernymi lesy (35 km östlich von Prag) war für den Tourismus eine völlig unbekannte Landschaft und hat mit der Entwicklung unseres internationalen Musik­festivals ei­nen erfolgreichen Aufschwung nehmen können. Wir hatten immer ein anspruchsvolles Programm und die Auslas­ tung der Konzerte betrug mehr als 90 %. Mit der Zeit wurde das Bohemia Festival ein Geheimtipp für Musikfans.

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Wir haben unsere Wurzeln jedoch hier im Emmental, sind begeistert von den Men­ ­schen und der Landschaft und es reifte schon seit längerem die Idee von einer etwas anderen Veranstaltung, die es so bisher im klassischen Bereich nicht gibt. Die Landschaft und Räume in und um Burgdorf ergänzen die Absicht dieser Idee, nämlich das sinnliche Erleben und Eintauchen in die Magie von Landschaft und Musik. Das Spirit of Music in Burgdorf könnte ein Fenster für Kulturreisende öffnen, welche aus der ganzen Schweiz oder gar dem benachbarten Ausland anreisen, um das Tor zum Emmental neu zu entdecken. An dieser Stelle noch ein Zitat des Schriftstellers Berthold Auerbach: «Mu­sik allein ist die Weltsprache und braucht nicht über­setzt zu werden; da spricht Seele zu Seele.» Es würde uns freuen, wenn unsere Idee auch bei Ihnen Anklang fände. u

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Wie die Augen der Häuser die Architektur beeinflussten

Vom Loch in der Wand zum Fenster Heini Hofmann Wandlöcher, Augentore, Die Bürger von Schilda versuchten das baster, Glimmer oder Marienglas (beiLicht in Säcken ins finstere Haus zu trades Kristalle des Selenit). Dadurch wurde Windaugen gen. Dafür gibt es eine einfachere Lösung: erreicht, bei optimalem Licht­einfall Wind das Loch in der Wand, woraus das Fens- Als die Menschen sesshaft wurden und und Wetter auszusperren. ter entstand. «Dessen Geschichte», so Star­ sich mit Behausungen vor Nässe und Käl­ architekt Le Corbusier, «ist die Ge­schich­ te schützten, kam das Bedürfnis auf, Licht Die alten Römer nannten das Loch in te der Architektur». Ob solcher Entwick­ und Luft in die dunklen und muffigen der Wand fenestra (Maueröfffnung), und lung kämen die Schildbürger wohl nicht Innenräume hereinzuholen. Die zu diesem sie bauten nach griechischem Vorbild Zweck erstellten Löcher in den Wänden nach innen verbreiterte Fensteröffnungen, mehr aus dem Staunen heraus. hiessen bei den Goten Augentore, weil wodurch das Licht im Raum besser verFenster gehören heute zu den Selbstver­ sie den Blick nach draus­ ständlichkeiten des Lebens. Doch ihre sen freigaben. Weil durch bis in die Steinzeit zurückreichende Ent­ sie aber auch Wind und stehungsgeschichte vom simplen Loch Wet­ter hereindran­gen, in der Wand (bevor man die Verglasung nannte man sie im windkannte) bis zur modernen Glasfassade gesegneten Island Wind­ ist ein spannendes Abenteuer, von geni- augen. alem Pröbeln über solides Handwerk Davon leitet sich der eng­ bis hin zu hochindustrieller Fertigung. lische Begriff window ab. Auch das Fenster hat, wie so viele Dinge Lustigerweise wiederholt im Leben, im Laufe der Zeit eine zweite sich nun heute solche Zweckbestimmung erhalten; vom einfa- Fens­ter­archi­te­ktur auf chen Licht- und Lufteinlass wurde es, dem Computer-Bildweil die Ansprüche an Sicherheit, Schall­ schirm, wo sich – oh­­ne schutz, Wärmedämmung und Ästhetik Ge­fahr von Wind und stiegen, zum dominierenden Fassaden­ Wetter – im win­dowsFenster prägen das Gesicht eines Hauses und erfahren im Lauf der Zeit ein «Lifting». element. Ein Blick in den Rückspiegel Programm x-beliebi­ge (Alle Bilder: Ritterhausgesellschaft Bubikon) Fens­­ter öffnen las­­sen… der Geschichte zeigt Erstaunliches. Bereits in der Steinzeit, nach dem Über­ gang zum sesshaften Leben, kannte man Fenster- und Türöffnungen, dann auch in den Pfahlbausiedlungen der Kupferzeit sowie in den Behausungen der frühesten Hochkultur Europas zur Bronzezeit. Vor der Erfindung des Glases versuchte man diese Wandöffnungen mittels Holzverschlüssen vor Witterungsein­ flüssen zu schützen.

Vor dem Glaser: der Sliemer

Ein Fensterschreiner in seiner Werkstatt (um 1570) – mit herunter gelassenem Laden.

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In der griechischen Antike waren Fenster und Türen sogar Mobilien, das heisst sie wurden beim Umzug mitgenommen. Auch kannte man damals bereits verschie­ denartige transparente Fensterverschlüsse aus dünn geschliffenen Materia­lien wie Marmor, Obsidian (ein Vulkan­glas, in der Steinzeit für Pfeilspitzen verwendet), Ala­

teilt wurde. Sie kannten zudem die Tech­ nik der Herstellung von Flachglas und verbreiteten sie im ganzen Imperium (so wurden etwa in Winterthur römische Glas­ scheiben gefunden). Das Flachglas für ihre Thermen und Villen gewannen sie einerseits mittels Giess-Streich-Verfahren, andererseits durch Zylinder-Blas-Technik. Doch dieses Wissen ging – ein typisch menschliches Phänomen – während der Völ­ kerwanderung wieder verloren. Deshalb waren von der Spätantike bis zur Romanik Glasscheiben selten; man benutzte Holzläden mit Füllung oder be­ half sich mit Fensterverschlüssen aus Pergament, geölter Leinwand und getrock­ neten Schweineblasen. Selbst in der Gotik waren noch hölzerne Klappläden mit Lichtöffnung üblich, und bis Mit­te 15. Jahrhundert bestanden die meisten Ver-

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schlüsse aus ölgetränktem Papier; für die- (als Verkaufsfläche), sondern auch als se Arbeiten war nicht der Glaser, son­dern seitlich und nach oben öffnende Klapder Sliemer zuständig. pläden. Im Barock dann wurden die ältesten Verglasungen, die in Bleistreifen gefassten Butzenscheiben, durch Klar­ glas abgelöst, die Innenräume dadurch lichtdurchflutet, wozu auch die Entwick­ lung breiter Fenster ohne sichtversperrenden Mittelpfosten beitrug.

Architektonisch zelebrierter Blick nach draussen: eine Fensternische mit Steinstock.

Die einfache Lösung: Blockbau mit Fensterverschluss aus einem zerrissenen Vorhang.

Der Siegeszug des Klarglases

Im 19. Jahrhundert tauchten etliche Neue­ rungen auf, nämlich Flügelwetterschenkel gegen Schlagregen sowie Vor- und Winterfenster für grössere Behaglichkeit, zudem grossflächige Schaufenster für die Warenauslage. Die «industrielle» Herstel­ lung von Flachglas mit dem ZylinderBlasverfahren gab der Fensterverglasung weiteren Auftrieb; ein Glasbläser produ­ zierte in einer Acht-Stunden-Schicht 40 Zylinder. Symbolisch für diese Zeitepoche: der monumentale Kristallpalast an der ersten Weltausstellung 1851 in London. Doch die Entwicklung ging rasant weiter: Während Belle Epoque und Jugendstil bestimmten Stahl, Glas und Dekor die Architektur. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts traten Verbund- und Doppel­ verglasungsfenster auf den Plan, setzten sich aber erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts durch. Mit dem Zylinder- Ziehverfahren konnten Zylinder mit Press­luft bis auf 10 Meter Länge geblasen werden.

Erst nach 1500 findet sich Glas auch an Die moderne Revolution Bürgerhäusern, nachdem es lange Privileg von Sakral- und Repräsentationsbau­ ten gewesen war. In der Renaissance Das 20. Jahrhundert schliesslich brachte wurde das Fenster definitiv zum dominie­ weitere Umwälzungen im Fensterbau, aus­ renden architektonischen Element (Bei- gerichtet auf maximale Beziehung zwispiel: Kornhaus Zürich). Fensterläden gab schen innen und aussen, das heisst Stahl­ es jetzt nicht nur zum Herunterlassen konstruktionen mit dominanter Verglasung. Das im Ziehverfahren hergestellte Maschinenglas verdrängte die Handarbeit; denn eine solche Maschine produzierte pro Mo­nat 20’000 m² Fensterglas. Auch die An­­sprüche an Fenster und Ver­schlüsse bezüglich Sicher­ heit, Wärmedämmung (Ölkrise) und Ästhetik stiegen rasant.

Das Fenster (hier mit Rautenverglasung) – die Raumschleuse zum öffnen und schliessen.

Das Holzfenster verlor zunehmend Markt­anteile. Neu tauch­ ten Vertikal-Schiebefenster auf, und in den 1980er-Jahren begann in Deutschland das Kunststofffenster zu boo­men. Die Schweiz reagier­te mit dem HolzAlu­minium-Fens­ter, wodurch das Holzfenster wieder an Boden

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Lichteinfall durch Fensteröffnungen bedeutet physische Stärkung und geistige Erhellung.

gewann. Heute nun dominieren En­er­gie­­ sparen und Sicher­heit den Fensterbau. Die Verglasungen werden dicker und schwerer, und die Beschlagindustrie ent­ ­wickelt neue Ver­schlüs­se mit höherem Einbruchschutz. Doch wie sieht die Zukunft aus? Das mo­derne Fenster wird nach der Miner­ gie­phase mit Hilfe der Sonnenenergie zum Plus-Energiefenster weiterentwickelt. Neu­artige Vakuumverglasungen mit 6 mm Wandstärke und gutem Wärmedämm­wert lassen den Fensterbau filigraner werden. Zudem werden Fenster und Schat­tie­ run­gen mittels Elektromotoren und EDV noch stärker in die Haustechnik ein­ge­ bunden.

Tour Balexert in Genf (1985) – erstes Glashaus- Bürogebäude der Schweiz ohne Heizung.

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Das Fenster in der Kunst Die neuartigen Verglasungen haben noch einen anderen Vorteil: Sie sind eine Chan­ce für das historische Holz- und Stahlfenster. Zudem ermöglicht der Aus­ bau zum Kastenfenster, noch erhaltene historische Holz- und Metallfenster für spätere Generationen in die Zukunft zu retten. Denn der Trend, ständig aufs Mo­ dernste umzustellen, hat ganz speziell im Fensterbau dazu geführt, dass Legio-

nen ausgedienter Fenster auf dem Schrott landeten. Glück und Glas, wie leicht bricht das! Ein erfreulicherer Aspekt ist der Fenster­ bezug zur Kunst. Das rechteckige Fenster ist in sich ja eine Art Bild, wobei bei geöffnetem Fenster der Betrachter den Kopf sogar durch den Bilderrahmen hindurchstrecken kann. Das Fenster wird zur Metapher, trennt das Innen vom Aus­ sen – oder umgekehrt. Künstler und Architekten spie­len lustvoll mit dem Fens­ ter­effekt.

Le Corbusiers Wallfahrtskirche Ronchamp (1954) mit psychedelischem Lichtphänomen.

So wie Le Corbusier in der Kirche von Ron­ champ mit dem Lichteinfall durch verschie­ denartige Maueröffnun­ gen den Innenraum zum metaphysischen Erlebnis verzauberte, so haben Künstler der Glasmalerei in Kirchen und Kathedralen mit ihren farbigen Kunstwerken dem Fens­ter eine neue Dimension gegeben: Man betrach­ tet das von aussen be-

leuchtete Bild im Fenster, statt den Himmel oder die Landschaft durch das Fenster. Kurz und gut: Wenn Schiller im «Lied von der Glocke» schreibt «In den öden Fensterhöhlen wohnt das Grauen», so darf dem hier wohl entgegengehalten werden: Gerade die Fensterhöhlen sind es, die dem Menschen das lebenserhaltende Licht spenden.

Das Bild im Fenster – hier zur Gründung der Ritterhausgesellschaft Bubikon 1936.

Einige historische Fenstertypen

Rundbogenfenster (12. Jh.)

Schlitzfenster (13. Jh.) Zwillingsfenster (14. Jh.)

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Biforie (13. Jh.)

Staffelfenster (15. Jh.)

Pfostenfenster (16. Jh.)

Reihenfenster (16. Jh.)

Rechteckfenster (14. Jh.)

Kastenfenster (17. Jh.)

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Glas – was ist das? Der Begriff stammt vom germanischen glasa (das Glänzende, Schimmernde). Glas ist ein Schmelzprodukt aus Quarzsand und Flussmittel (Soda oder Pottasche) und Stabilisator (Kalk). Metalloxide bewirken Einfärbung (z.B. grünliches Waldglas). Für farbloses Glas dage­gen muss das grünliche Eisenoxid des Quarzsandes mit einem Ent­ färbungsmit­tel (z. B. Braunstein) neutralisiert wer­ den. Die Schmelztemperatur beträgt bis 1400 °C. Verarbeitet wird das Glas in zähflüssigem Zustand bei etwas niedrigeren Tem­peraturen. Erst die Einführung der Glasmacherpfeife (im 1. Jh. v. Chr.) mach­te Glas erschwinglich. Historisches Fensterglas sind einerseits die Butzenscheiben, runde Glasscheiben in Bleifassung mit einer Verdickung in der Mitte (Butzen). Eigentlich sind es zusammengedrückte Glaskugeln, verbrei­tet seit dem 15. Jahrhundert. Andererseits entwickelte sich das Flachglas von Mondglas über Zylinder- oder Streckglas bis hin zu Ziehoder Floatglas. Zylinder- oder Streckglas wird zu einem zylindrischen Hohlkörper geblasen, dann aufgeschnitten und gestreckt. Das industrielle Floatglas schwimmt (floatet) auf einer Zinnmasse, die erst bei tieferer Abkühlung erstarrt. HH Alte Darstellung einer Glashütte. Im Vordergrund die Glasmacherpfeife in Aktion.

«fenestra» – das Schweizer Fenstermuseum Das Ritterhaus Bubikon im Zürcher Ober­land, einst Kommende des Johanniterordens, hat als neue Attraktion in Form einer Dauerausstellung das erste öffentliche Fenstermuseum der Schweiz eröffnet. Gezeigt werden Geschichte und Formenvielfalt der Fenster samt ihren Verschlüssen und Beschlägen Das Ritterhaus in Bubikon mit seinen rund 170 Fenstern aus acht Jahrhunderten.

sowie die verschiedenen Herstellungsarten von Fensterglas. Zudem können die Besucher anhand der rund 170 Fensteröffnungen in den Gebäulichkeiten des rund 800-jährigen Ritterhauses die Entwicklung der Fensterarchitektur direkt «in situ» nachvollziehen und den Blick durch die unterschiedlichsten Fenstertypen ins Freie schweifen lassen, was die Atraktivität noch steigert. Di.-Fr. 13-17 Uhr, Sa./So. und feiertags 10-17 Uhr. Infos: www.ritterhaus.ch oder Tel. 055 242 12 60. HH

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Wenn Ihr Blick getrübt ist Viele Menschen haben sich so sehr da­ ran gewöhnt, sich in einem bestimmten Licht zu betrachten, dass dieses verzerrte Bild ihrer selbst für sie schon längst zur Wirklichkeit geworden ist. Sie wissen nicht, wie facettenreich ihr Charakter tat­ sächlich ist, da der dunkle Schatten, der über ihrem inneren Auge liegt, ihre Sicht behindert. Ihr mangelnder Glaube spie­ gelt sich in ihrem geistigen Zustand wi­ der. Je länger sie mit diesem verzerr­ten Bild von sich leben, desto tiefer prägt es sich ein, verbreitet sich und beein­träch­ tigt auch andere Bereiche ihres Lebens. Ihr Geist ist in solchem Ausmass von die­ sem verdunkelten Bild durchdrungen, dass sämtliche neuen Ideen und Vor­schlä­ge verhindert werden. In einer solchen Si­ tuation können Menschen vollständig blockiert sein. Kein einziger Lichtstrahl durchdringt das Dunkel und es bleibt kein Raum für klare, helle Überlegungen. Der Gedanke, dass sie einen freien Wil­ len und irgendeine Art von Kraft besit­ zen, ist ihnen fremd und stimmt in keiner Weise mit ihrem Selbstbild überein. Er dringt nicht einmal in ihr Bewusstsein ein, da er ihrer Wirklichkeit so fern ist, dass sie ihm nicht einmal einen Au­gen­

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blick lang Aufmerksamkeit schenken. Als warnt, nicht in ihre Privatsphäre einzu­ Person mit gültigen und gewichtigen An­ dringen? sichten betrachtet zu werden, erscheint ihnen als ein Ding der Unmöglichkeit, zu Verändern Sie nun Ihren Gesichtsaus­ weit hergeholt, als dass man über­haupt druck, während Sie sich betrachten Ent­ nur ernsthaft daran denken könn­te. Das spannen Sie die Schultern, lächeln Sie ist bloss etwas, das Anderen ge­schieht. sich mit den Au­gen selbst zu und be­ Die Klappe fällt, die Läden schliessen obachten Sie die Veränderungen in Ihrem sich und das Panorama entzieht sich ih­ Spiegelbild. Wenn Ihnen diese Verän­der­ rem Blick. ungen gefallen und Sie das Gefühl ha­ ben, dass sie Ihr wah­res inneres Wesen Ein bleibender Eindruck wiedergeben, sollten Sie sie regelmässig üben. Sie werden dadurch zu einem Wie wir auf Andere wirken, erkennen wir positiven, sich nach aussen kehrenden im Leben häufig sehr spät. Setzen Sie Teil Ihres natürlichen Wesens. sich vor einen Spiegel und blicken Sie sich fest in die Augen. Betrach­ ten Sie sich, als sähen Sie sich zum ers­ten Mal, und dies durch die Augen einer anderen Person. Stellen Sie sich vor, Sie würden sich in diesem Au­gen­blick ken­ nen ler­nen. Wel­ chen Eindruck würden Sie von sich ge­winnen? Wie würde Ihnen die Person im Spiegel erschei­ nen: at­trak­tiv, seltsam, mitfüh­ lend, hart? Wür­ den Sie sich von ihrer Energie an­ gezogen füh­len, weil sie Sie will­ kommen heisst und auf Sie zu­ geht? Oder sen­ det diese Per­son ein Signal aus, das Andere

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Die Macht des Bösen Herbert Viktor Speer – Teil 15 von «Die grosse Begegnung»

Das 11. Gebot

ihr sollt nachsichtig und vorbildlich ge­

ken gekämpft. ein zeichen: dass die frei­

gen eure kinder sein, die euch allen anver­

heit etwas kostbares ist. wenn die freiheit

du sollst deine mitmenschen, die deine

traut sind. ihr sollt die kinder nicht mit

des selbständigen handelns von irgend ei­

schwestern und brüder sind, nicht ver­

gewalt erziehen, sie nicht überfordern,

ner seite gestört oder unterdrückt wird,

sklaven, denn sie sind aus einem fleisch

denn sie können sich gegen eure verskla­

muss sich die kostbare freiheit leider weh­

und aus einem geist geboren!

vung nicht wehren. wenn ihr die kinder

ren und das bedeutet:

versklavt, werden sie euch versklaven, das soll heissen:

krieg

!

wenn sie euch überlegen sind, denn sie handeln nach erfahrung und erinnerung.

krieg ist das gegenteil von freiheit. hier

versklavt wurden die menschen schon im­

doch versklavte kinder und jugendliche

hat der grosse widersacher seine grösste

mer. von rassen und nationen ist keine re­

werden später ihre eigenen kinder ver­

waffe. er greift die göttliche freiheit an,

de, sondern von gottes ebenbild. ver­

sklaven, weil ihr es ihnen beigebracht

mit allen ihm zur verfügung stehenden

sklavt werden nicht nur einzelne men­

habt. ihr züchtet mit der versklavung die

mitteln: mit jedem mord

schen, sondern ganze völker. sie verskla­

erbsünde! ihr züchtet gegenseitigen hass.

baren vernichtung

mit jeder denk­

mit jeder unmensch­

ven sich gegenseitig und schicken ihre

darum spricht gott, der herrscher über

lichkeit und grausamkeit. denn seine ab­

besten söhne in den tod.

alle welten:

sicht ist es, die uns von gott geschenkte

die politik, die gesetze, die gerichte, die be­

der mensch, der sich von seinen leiden­

genteil,

hörden, der unternehmer, das familien­

schaften treiben lässt, indem er seine mit­

furchtbaren krieg umzuwandeln.

freiheit selbständigen handelns in das ge­ in

einen

gott

beleidigenden,

oberhaupt, die ehefrau, die geliebte, der

menschen, seine schwestern und brüder

stärkere in jedem falle, alle versklaven den­

ganz gleich, mit welchen sichtbaren oder

– hier bedient sich der grosse widersacher

jeni-gen mitmenschen, der es sich gefal­

versteckten mitteln

– versklavt, wird durch

der leicht verführbaren menschheit. sie

len lassen muss, weil er wirtschaftlich,

gott versklavt werden, wenn er an der

leistet ihm willige hilfe mit den besten

geistig oder körperlich der schwächere

reihe ist!

und grössten erfindungen, die eigentlich zum wohle der menschheit bestimmt sind.

ist und sich darum der mehrheit unterwer­ fen muss. ein konzentrationslager, ein ge­

darum hütet euch vor der versklavung in

der schwache, von grenzenlosem egois­

fängnis, verbannung oder zwangsarbeit,

jeder form, denn gott ist der stärkere in

mus getriebene mensch wird zum werkzeug

sogar todesstrafe, das alles sind sicht­

jedem falle!

der gegenorganisation, zu einer die ganze welt beherrschenden kriegsmaschine.

bare und auffallende fälle der verskla­

und nebensünden.

Meine erste übersinnliche Verbindung bedachte mich mit dem Auftrag, dass ich die Bibel ändern sollte. Nun, ich wollte sie nicht ändern, aber nach diesen Zeilen musste ich gestehen, dass sie tatsächlich wenigstens ergänzt werden muss. Aber das ist nicht meine Aufgabe. Ich bin nur der «Bleistift» des Engels. Ich hatte keine Zeit zu langen Über­ legungen.

es genügt schon eine kränkung oder ein

Die Stimme rief: «schreibe!»

vung, eines göttlichen ebenbildes unwür­ dig und eine grosse sünde gegen den geist gottes.

aber da sind noch tausend andere arten der versklavung, die nicht so stark ins au­ ge fallen, da euch die klarheit gottes fehlt. aus diesen arten der versklavung entstehen aber soundsoviele andere haupt-

einziges böses wort, das man seinem mit­ menschen zufügt oder es geschehen lässt,

Das 12. Gebot

dass andere es ihm zufügen. schon habt ihr gegen das elfte gebot gesündigt, denn

du sollst die freiheit, die dir gott auf er­

ein schimpfwort ist erstens ein fluch und

den gegeben hat, heilig halten und nicht

zweitens geschieht es immer in der absicht,

zu deinem eigenen vorteil missbrauchen!

den schwächeren zu beleidigen und zu un­ terdrücken, den versuch zu wagen, ob

über alle welten:

«hasse

nicht deinen

nächsten, sondern hasse die werke des teufels!»

ich will es dir näher erklären», sagte der Bote des Herrn zu mir durch seine Inspiration: «ihr habt bis heute noch nicht be­ griffen, warum ihr auf erden existiert: ihr sollt die vollstrecker des göttlichen wil­ lens sein. – aber ihr seid erbärmliche handlanger des grössten feindes, der ne­ ben der allmacht regiert. ihr seid von engeln behütet und begleitet. sie geben euch die besten anweisungen über eure gedanken. aber ihr hört nicht

um die freiheit wird seit menschengeden­

genuss und macht. der missbrauch eurer

darauf, sondern trachtet nach vorteil,

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also spricht gott der herr, der herrscher

das soll heissen:

man dem mitmenschen zumindestens in bösen worten überlegen ist.

schreibe weiter!

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Spiritualität

freiheit, eurer macht, richtet sich nicht

sind das einzige opfer, das gott von euch

allein gegen euren nächsten, sondern ge­

annimmt. die freiheit ist eine religion.

gen euch selbst, weil ihr, wie jeder andere, zur gesamten menschheit gehört.

• die freiheit ist göttlicher glaube.

nun, der teufel will euch vernichten, denn

• die freiheit ist ein heiligtum.

er will ein göttliches werkzeug nicht dul­

griff auf meine Person bezweifeln möchte, den erinnere ich an ein Medium des Englischen Königshauses, einer Georgia­ na Eagle, die eines Morgens mit seltsa­ men Würgemalen am Hals tot aufgefun­ den wurde. – Als ich mich später in einem Spiegel betrachtete, hatte ich zwei rote Flecke am Hals. In der folgenden Nacht rüttelte mich der starke Engel wieder wach. Ich hatte kaum zwei Stunden geschlafen. Er sprach mich sofort an:

• die wirkliche freiheit, die zu erstreben ist, heisst: des himmels sieg über die dunklen der ganzen niedertracht, deren er fähig ist, mächte der finsternis!» darüber nach, wie seine mitmenschen ver­ Mir schwanden plötzlich die Sinne. Ein nichtet werden können. es gibt keine mensch­ lichkeit mehr – und damit auch keine neuer Kollaps! – Noch schlimmer als das «ich bin da! – stehe bitte sofort auf und göttlichkeit. das irdische leben sinkt auf letzte Mal. Ich wehrte mich mit aller nimm papier und bleistift zur hand, denn null. geistiger Kraft, doch ich konnte diesen ich habe dir etwas sehr wichtiges zu dik­ Zustand kaum überwinden und schlot- tieren.» wohlgemerkt: der grosse widersacher schickt terte an allen Gliedern. Meine Zähne seine scharen aus: sie geben euch die intui­ schlugen wild und hart aufeinander. Da Ich beklagte mich darüber, dass ich noch tion. – der major, der hauptmann, der leut­ sah ich etwas seitlich von mir eine dunk­ nicht genügend geschlafen hätte. Aber nant, sie geben die befehle. es sind befehle le Gestalt. Ich sah sie nicht ganz, nur ei- der Unsichtbare zerstreute sofort meine ohne herz und ohne verstand, blinde, zer­ nen Teil davon. Doch was ich an dieser Einwendungen: störende wut, völkerhass, nächstenhass, Gestalt haargenau erkennen konnte, war denn sie sind gefangen in der dämonischen der riesige Arm eines Gorillas, der sich «du hast zwei stunden geruht und warst organisation. – der spiess, der feldwebel, der um meinen Hals legte. Zur gleichen Zeit mit deiner seele im tiefschlaf. in dieser unteroffizier, der ausbilder, sie alle geben ging mir die Luft aus, aber ich hörte zeit sind wir am werke, um dir neue kraft befehle weiter, ohne herz und ohne ver­ noch, wie das Holz in der Bibliothek laut zuzuführen, denn wir magnetisieren dich stand, ohne gewissen, ohne glauben, ohne knallte. Was jetzt geschah, ist mit Wor- jede nacht.» ahnung zu haben, was sie tun. je mehr sie ten nicht mehr zu beschreiben... toben, je mehr sie schreien, um so mehr freut Der parapsychologische Forscher mag sich der böse, denn er freut sich am mord, diese Antwort beachten. Es scheint wirk­ an der menschheitsvernichtung, an der zer­ lich so zu sein, dass wir kosmische Kräfstörung der schöpfung. er ist es, der sich te im Schlafe aufnehmen können. Nachrächen will, rächen am werkzeug gottes. dem ich am Schreibtisch Platz genomnur wahnsinnige können so denken und so men hatte, wurde meine Hand von einer handeln! unsichtbaren Kraft bewegt. Diesmal wur­ de nichts diktiert, sondern der Engel darum sage ich dir zu deiner eigenen be­ schrieb mit eigener Hand, indem er die lehrung: ihr seid alle mehr oder minder meine als Werkzeug gebrauchte (Medial­ wahnsinnig, weil ihr des teufels seid. wer schrift). Es war ein «Mene, mene tekel sich an der freiheit versündigt, versün­ upharsin». Nicht auf eine weissgetünchdigt sich an gott! ihr aber werdet die te Wand, sondern auf weisses Papier: rechnung mit eurer freiheit bezahlen müs­ sen, denn gott lässt sich nicht spotten. in Von der Schöpfung Der riesige Arm eines Gorillas… diesem punkte gibt es keine vergebung, kei­ ne barmherzigkeit und keine gnade ! Als Martin Luther die Bibel übersetzte, 1. als gott dabei war, alles nach seinem willen so gut geordnet und nützlich zu soll er ein Tintenfass gegen die Wand • das los, das auf euch wartet, heisst: geschleudert haben. Es mag Leute geschaffen, war luzifer einer von den eif­ rigsten lichtträgern, dem grossen schöp­ ortsgebundenheit. ben, die darüber lächeln, doch meine fer seine schwere arbeit abzunehmen. je­ persönlichen Erfahrungen stehen kei• die strafe, die euch erwartet, heisst: neswegs nach, sie bestätigen diese Be­ der tag war eine ewigkeit von trillionen gottverlorenheit. jahren. richte. Es ist mir heute noch ein Rätsel, wie ich aus der gefährlichen Situation • die einzige gnade, die vielleicht zu erwar­ wieder herausgekommen bin. Das gan- 2. als gott die erde geschaffen hatte und das licht dazu, ging er daran, wasser ten ist, heisst: reinkarnation! ze Ereignis war so gewaltig und blitzarund land zu trennen, um seinem organi­ tig schnell, dass mir ein Teil der Erinneschen leben die möglichkeit zu geben, • darum opfert eure leidenschaften. sie rung fehlt. Wer diesen teuflischen Anden. der beste verstand des generals, des

oberbefehlshabers, des politikers brütet mit

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Spiritualität

auf dieser erde zu existieren. er zeigte

trumpfen, denn sie soll im kampf stehen

luzifer, wie er das machen konnte, und

für mich und gegen alles, was gott ge­

siehe, es war sehr gut.

schaffen hat.

3. gott sprach zu luzifer: ich bin das leben und leben kann nur vom leben kommen. ich bin der geist und geist kann nur vom geist kommen. ich bin der anfang und das ende zugleich. ich bin der ewige kreis.

4. ich bin die bewegung. ich bin die energie. alle materie ist meine bewegung, ist mei­ ne energie, darum ist es gleich, ob ich in der festen oder in der losen materie bin. ich bin überall, wo bewegung ist und be­ wegung ist im beseelten wie im unbeseel­ ten körper, im sichtbaren, wie im un­ sichtbaren körper. 5. siehe, ich habe das licht gemacht und es scheint auf die erde. es scheint auf jeden festen körper, so dass licht und finster­ nis sich scheidet. es gibt licht und schat­ ten, so dass jedes lebewesen es sehen wird. 6.

alles geistige wird unsichtbares licht

haben und darum keinen schatten geben, denn es ist kein fester körper und nie­ mand wird es sehen, denn mit seinem

9.

herrliches Gefühl für einen Menschen, über einen anderen Menschen triumphie­ ren zu können, welche herrliche Be­frie­ di­gung im Bewusstsein grösster Macht.

da schuf gott sein grösstes werk: den

menschen, zu seinem ebenbild und zu sei­

• Dieses gefährliche Gefühl, das nichts ner vertretung. er schuf ihn, um alles, mit Liebe zu tun hat, ist das Herzenswas er geschaffen hatte, durch ihn wei­ gefühl des Satans. ter gestalten zu lassen, nach seinem wil­ len und seiner und des menschen freude. Und wenn er über den Urgeist hätte triumphieren können, um Seine Allmacht 10. doch der lichtträger luzifer, in seinem zu missbrauchen, so wäre er in einen wahnsinnigen ehrgeiz und in seiner auf­ Herrschertaumel verfallen, dass er im lehnung gegen gott, wollte dasselbe tun teuflischen eigenen Triumphgefühl, den wie er. luzifer wollte sein ebenbild schaf-­ grössten Geist besiegt zu haben, das fen. er schuf in emsiger arbeit und nach­ Weltall zerstört hätte – nur um des herrahmung den affen in vielen arten – und er lichen Triumphgefühls willen. versuchte es immer wieder, ein ihm ähnli­ ches wesen zu schaffen, bis er sein meis­ • Darum ist die grösste Verantwortung terstück, den gorilla, geschaffen hatte. geboten vor allen Mitteln, die an der – da gab der satan sich zufrieden. Schöpfung Gottes eine Zerstörung an­ richten! Diese Aufzeichnung war sehr aufschluss-­ reich, zumal sie Darwins Theorie wider- Gott aber kennt dieses Triumphgefühl legte. Mir fiel dabei ein, dass der einzi- nicht. ge Schädel, der ein Beweisstück dafür sein sollte, dass die Menschheit sich aus An Stelle dieses gefährlichen Gefühls einem Affenstadium entwickelt haben kennt Gott nur die Geduld und die soll, unlängst als raffinierte Fälschung Barmherzigkeit, die endlose Liebe! Die erkannt wurde. Stimme des Unsichtbaren sagte:

geiste. ich aber werde das sichtbare mit

Als ich über diese automatische Schrift- «das war teils suggeriert, teils von dir. du meinem willen wieder scheiden. führung nachdachte, erkannte ich den hast schon sehr gute fortschritte ge­ hohen Wert der Mitteilung. Demnach macht – und das ist auch der eigentliche 7. gott schuf nun die lebendige schöp­ gab es eine göttliche Schöpfung, die pa­ zweck aller übungen.» fung: er schuf mikroben und elefanten. rallel eine satanische Schöpfung hatte. er schuf quallen und wale und vieles Und somit erklärt sich vieles: Welch ein Wenn diese Erklärungen teils suggeriert andere dazu. und luzifer wollte nicht herrliches, dämonisches Gefühl, über oder sogar ganz suggeriert waren, so nachstehen in seinem ehrgeiz. luzifer andere Menschen triumphieren zu kön- war auch sicher anzunehmen, dass das schuf mikroben und pilze, aber sie waren nen. Dieses Gefühl ist die markanteste unheimliche «Ja» im Scheintod suggegiftig. und er schuf skorpione, schlan­ riert war, als ich dem Fürsten der Erde Eigenschaft des Satans. gen und anderes böses und giftiges ge­ gegenüber stand. Es kann also wirklich tier, denn er konnte nicht nachmachen • An diesem Gefühl erkennt man ohne eine symbolische Darstellung gewesen so vollendet, wie der grosse schöpfer Zweifel die Dämonie im Menschen, sein, was Christus in der Hölle erlebt gott es konnte. hat. Man überlege mal, dass es nur zwei wenn er auf den Bösen hört. Möglichkeiten gibt: Entweder war mein 8. darum verzweifelte luzifer an seinem Luzifer erlag diesem Gefühl. Er be- Teufelsgespräch eine Wirklichkeit oder stolz und sprach: so ich versuche alles rauschte sich daran. Bei der Schöpfung es war eine symbolische Darstellung. und ich mache es doch nicht recht, so trat dieser Machttaumel in Erscheinung soll es dabei bleiben, denn ich bin auch und führte zu seinem tiefen Fall. Luzifer • Doch, wenn man sich für das symboli­ ein schöfper. ich werde nicht eher ruhen sche Spiel entscheidet, so spielt die Erwollte über die ganze Schöpfung triumund rasten, bis ich ein ganzes weltall ge­ lösungsgeschichte des Heilands eine weit phieren, um des Gefühls wegen, an welbaut habe, und sei es so, wie mir es ge­ grössere Rolle, als es im Neuen Testachem er Befriedigung, Stolz und Freude lingt, mir soll es freude machen, auch ment verzeichnet ist. empfand. Luzifer wollte über Gott trium­ wenn es noch so giftig ist. ich werde den phieren, da er sich für machtvoller, ehrschöpfergott mit meiner schöpfung über-­ geiziger und intelligenter hielt. Welch ein Nächste Folge: Das grösste Erlebnis u dem unsichtbaren verbinden und nach

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rie» scheint auch enge Beziehungen zu uns aufbauen zu können. Der Ha­fenmeister von Newport in Mon­mouthshire verliert auf seiner Hochzeitsreise beim Baden sein geliebtes goldenes Armband. 28 Jahre später kehrt er zu einer «zweiten Hochzeitsreise» wie­ der an die Stelle zurück, und sieht plötzlich sein Armband im Sand liegen. Ein wei­teres Beispiel: Am 2. April 1972 kracht in Manchester England einer der grössten Eisblöcke, die je vom Himmel gefallen sind, direkt vor die Füsse eines Physikers, der das Problem der Eisbildung durch Blitzschläge erforscht. Und Mate­ rie ist auch grausam. Als Allison Lyall Watson Raymond aus Richmond Hill, On­ tario, einen Stein als Souvenir Das geheime aus Hawaii nach Hause mitnimmt, Leben der Dinge bricht sich ihr Sohn ein Bein, ihre Warum Computer und Autos Mutter stirbt an Krebs und ihr Mann kommt bei einem Frontalein Eigenleben führen zusammenstoss ums Leben. Sie Corinna Schindler. Wir sind schickt den Stein zurück und mit der anorganischen Welt en­ ihr Unglück endet. Das ist kein ger verwandt und viel subtiler Einzelfall. Das Bü­ro des National­ verbunden, als wir glauben. Ma­ parks auf Hawaii bekommt pro schi­nen, Materialien, Werk­zeu­ge, Tag 40 Päck­chen mit Lavasteinen selbst die eigenen Fin­ger­nägel zurück, die Menschen nicht länbis hin zur unserer Zeit haben ger um sich haben wollen. Die Lis­ ihre eigene Realität und gehen te sol­cher Begebenheiten ist lang. Beziehung zu uns ein. Unsere Uhren haben Gesichter 1978 springt ein geparkter Che­v­ und unsere Roboter Arme, wo rolet von selbst an, prescht fah­ Getriebe und Räder eigentlich rerlos und ohne Schlüssel im hingehören. Wir sind Hebam­men Zündloch über die Main Street für die Materie geworden. Diese von Bloomington, wechselt drei ungewöhnlichen Verbin­dun­gen Mal in den fliessenden Verkehr hat Lyall Watson, einer der anbis er bei einer Verfolgungsjagd gesehensten Natur­wissen­schaft­ mit Polizeiautos gegen einen ­ler des 20. Jahrhunderts, dazu ge­ LKW prallt. Auch Computer schei­ bracht, inten­siv über das genaue nen ein Eigenleben zu haben. Wesen der Beziehung und der Am 8. Juni 1980 er­klärt WIMEX, Unter­scheidung zwischen be­seel­ das riesiges Com­puternetz des tem Leben und unbeseelter Ma­ amerikanischen Verteidigungssys­ te­­rie nachzudenken. Nach Jahr­­ tems, ohne Be­fugnis einseitig der zehntelangem Forschen offen­bart Sowjet­union den Krieg, alarmiert er in Das geheime Leben der rund um den Globus die Kom- Dinge, dass wir viel enger vermandozentralen für Atomwaffen wandt und viel subtiler ver­bun­ und löst beinah den Dritten Welt­ den sind mit der anorganischen krieg aus. Immer wieder müs­sen Welt, als wir es uns vorstellen. wir überrascht feststellen, dass Anhand vieler nachprüfbarer Bei­ Maschinen Persönlichkei­ten sind, spiele zeigt er, dass Dinge, die ihre schlechten Tage haben oder einmal durch einen engen Kon­ bei Sonne ungewöhnlich aktiv takt mit einem lebenden Orgasind. Und so­genannte «tote Mate- nismus sich «aufgeladen» haben,

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sich von anderen Objekten ihrer Art unterscheiden und dass sie ihre eigene, unabhängige physische Realität manifestieren. Seine revolutionäre Erkenntnis ist: Es gibt keine unbelebten Dinge! Hinter allen Geschehnis­ sen und Prozessen der scheinbar materiellen Wirklichkeit zeigt sich Bewusstsein. Der Autor schreibt: «Der kunst­ volle Papierdrache in Hongkong liegt leblos da, bis ihm von ei­ nem Angehörigen der königli­ chen Familie in einem symboli­ schen Schöpfungsakt seine Au­ gen gemalt werden. Das Schiff in seiner Werft auf dem Clyde ist nur eine stählerne Hülle, bis es von einer Hebamme mit blu­ mengeschmücktem Hut zu Was­ ser und ins Leben gelassen wird und ein Personalpronomen erhält. Wenn man einmal anfängt, über diese Dinge nachzudenken, wird es immer offenkundiger, dass jeder Aspekt unserer Beziehun­ gen zu Geräten und Maschinen durch eine Art von vorstädti­ schem Schamanismus abgesi­ chert ist, der irgendwann einmal bewusst ersonnen wurde, um dem Unbelebten Leben zu verleihen. Unsere Uhren haben Gesichter und Hände, und unsere Robo­ ter Beine und Arme, wo Getrie­ be und Räder vielleicht geeig­ neter gewesen wären. Es ist an der Zeit, dass wir erkennen, wie weit dieses Delegieren von Macht und Verantwortung bereits ge­ gangen ist. Davon handelt Das geheime Leben der Dinge. Es zeigt einen Blick auf die Bewe­ gung, die wir in die Welt der Dinge eingebracht haben, bie­ tet den ersten Entwurf einer Na­ turgeschichte des Ungewöhnli­ chen und enthält einige warnen­ de Worte im Hinblick auf die Konsequenzen, die wir auf dem Weg des Zauberlehrlings mögli­ cherweise zu gewärtigen haben.

ner neuen Form des Lebens mit ihren eigenen Bedürfnis­ sen und Ideen beteiligt sind – eine Mög­lichkeit, die wir alle in der Tat sehr ernst nehmen sollten.» Lyall Watson war einer der angesehensten Naturwissenschaft­ ler des 20. Jahrhunderts, der zahl­ reiche wichtige Publikationen über Fragen der Grundlagenfor­ schung veröffentlichte. Gleichzeitig gilt er als Pionier auf dem Gebiet der modernen Bewusstseinsforschung. Obwohl vom gel­ tenden Paradigma der Moderne geprägt, war Watson bereit, ungewöhnliche Phänomene nicht ignorant abzulehnen, sondern vorurteilslos zu überprüfen. Die­ ser Forschungsdrang führte ihn in Kontakt mit wahrhaft aus­ser­ ­gewöhnlichen Menschen und äusserst ungewöhnlichen Geschehnissen. Er besass akademische Abschlüsse in Anthropologie, Botanik, Chemie, Geolo­ gie und Geographie. Watson gilt noch heute als Wegbereiter der ökologischen Bewegung Ame­ ­rikas und als Pionier auf dem Gebiet der modernen Bewusstseinsforschung. Seine Publikationen umspannten den orthodoxen naturwissenschaftlichen Bereich, aber auch die grenzüberschreitenden Erkenntnisse der Neuzeit. Viele von ihnen wa­ ren weltweite Bestseller! Nach jahrzehntelangem Forschen und sorgfältigem Dokumentieren gelangte Lyall Watson zu der revolutionären Erkenntnis: Es gibt keine unbelebten Dinge! Hinter allen Geschehnissen und Prozessen der scheinbar materiellen Wirklichkeit zeigt sich Bewusstsein.

Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie alle Gegenstände Ih­ res täglichen Lebens mit anderen Augen betrachten! Ein Buch, das die bisherige Weltsicht raIch glaube, dass wir Hebam­ dikal verändern wird! men für die Materie geworden sind, ohne uns dessen bewusst Geb., 280 S., CHF 29,90/€ 19,95, zu sein, und an der Geburt ei­ 978-3-86191-041-1, Crotona u

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Absolut alltagstaugliche Ant- tigkeit. Wir sollten die Welt worten auf diese Frage bietet einfach nicht mehr ganz so Ihnen Momo Lenz in dem ernst nehmen, wie sie es gern Buch «Faktor L * Kein Plan B». hätte.» Von den alten Schriften (einschliesslich der Upanisha­den Und: «Was wissen wir schon und der Bibel) führt sie den wirklich sicher?» Leser über den «Kurs in Wun­ dern» zur Quantenphysik, wei­ Es folgt die Beschreibung eiter zum Höhlengleich­nis Pla­ nes amüsanten Erlebnisses, wie tons, weiter zu Eckhart Tolle, ein Foto sofort fehlgedeutet Momo Lenz über die sogenannte geistige und mit der Geschichte beWelt zur Arbeit mit Energien legt werden kann, die den eiFaktor L * für alle Wesen dieser Erde, genen Gedanken entspringt. weiter zur radikalen Vergebung Kein Plan B nach Tipping, darüber hinaus Neben der ausgeprägten InWegweiser zur Wirklichkeit Hinweise auf die hawaiianische tuition, dem überaus lebenWeisheit, ausgedrückt in der digen Engagement und der Mara Algethi. Sollen Sie wirk­ Tätigkeit von Dr. Len im H’opo­ kraftvollen Zuwendung zum lich noch einen Wegweiser aus nopono, dann wieder zur Sohn­ Leben, findet der Leser ein der unüberschaubaren Flut schaft Gottes, mündend in der gerüttelt Mass an Sachverspiritueller Literatur erwerben? Betrachtung der zwei Arten stand, seriösen Recherchen, heutiger Demonstranten – je- eine wohltuend kritische BeJa, Ja und nochmals Ja. mand mit einer Steinschleu- leuchtung der wis­sen­schaft­li­ der, ein anderer mit einer ro- chen Erforschung des sozialen Selbst wenn Sie den weltbe- ten Rose in der Hand… Verhaltens kleiner Kinder und kannten spirituellen Weisheits­­ – wie schon erwähnt – Kenntlehrer Eckhart Tolle mit «Jetzt Sind Sie jetzt auch atemlos? nis des Standes der mo­der­nen – die Kraft der Gegenwart» Ich bin es beim Lesen gewor- Physik bzw. Quan­ten­physik oder «Eine neue Erde» schon den. Man kann wirklich nicht mit der Erkenntnis, dass es mehr als zehnfach verschenkt aufhören, bis man die letzten mehr «Nichts» als «Et­­was» und sich damit mehr oder we- Sätze gelesen hat. gibt. Doch keine Sor­ge, dieniger beliebt gemacht hases Buch verlangt nicht die ben… Ganz besonders kunstvoll sind geringsten Vorkennt­nisse in die Verbindungen zum eige- irgendeinem Wissensgebiet. Hier finden Sie ein Werk (ich nen, persönlichen Erleben ein­ sage absichtlich nicht ein- geflochten – ich denke da be- Es ist von der ersten bis zur fach «Buch», denn es ist tat- sonders an die Szene der 7-8- letzten Seite leicht verständsächlich ein Werk, das wirkt), jährigen Geschwister, die eine lich, mitreissend und zutiefst das einen Anspruch zur Gän- kleine Maus vor einem unbe- menschlich anrührend geschrie­ ze er­füllt, den Christian Meier darften Quälgeist retten, ohne ben. Man darf sagen, Momo (eben­falls bekannter Weis- diesen aber zu bestrafen und Lenz hat ihren Eckhart Tolle heitslehrer) aus Berlin in sei- dadurch etwa selber zu Tätern verinnerlicht. nem Buch «Aufwachen – der zu werden… Fazit: Was wir wirklich wisWeg der in­neren Erfahrung» an den Anfang stellt: «Es gibt Noch vieles, besonders Anrüh­ sen? Nichts. inzwischen umfangreiche Li- rendes könnte man aufführen teratur über das Aufwachen, (doch möchte ich in meiner Bleibt die Aussage der Grossin der eine zentrale Frage je- echten Begeisterung nicht zu mutter von Momo Lenz, die doch zu wenig behandelt ausschweifend werden) – er- die Autorin an den Anfang wird: die Frage nämlich, wor- wähnen möchte ich trotzdem gestellt hat: «Wer weiss, woin der konkre­te Weg zum die singende Eiche… zu es gut ist.» Aufwachen besteht… was kann der Einzelne dafür tun, Und den einen Satz: «…was 224 S., CHF 32,90 / € 22.80, das Aufwachen möglich wer- wir statt dessen brauchen, ist Kindle-Edition: € 12,90, ISBN den zu lassen?» Humor. Einfach mehr Leich- 978-3-7322-5296-5, BOD u

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Jorge Bucay

Der innere Kompass: Wege der Spiritualität Das Geheimnis der Spiritualität liegt darin, sich im Einklang mit der Welt zu fühlen. Der Weg dorthin ist jedem zugänglich. Jorge Bucay, ein angesehener Psycho- und Gestalttherapeut, erzählt aus der eigenen Praxis und Erfahrung. Er gibt Anleitungen für die ersten Schritte, wie man lernt loszulassen und die Welt, in der man lebt, zu akzeptieren. In Geschichten und Anekdoten über Buddha, Osho, Laotse, C.G. Jung und mit Bezug auf die grossen Weisheitslehren der Menschheit gelingt es Jorge Bucay, so unterhaltsam wie inspirierend, den Leser auf den Weg der Spiritualität zu führen. Jorge Bucay ist ein angesehe­ ner Psycho- und Gestalttherapeut. 1949 in Buenos Ai­res, Argentinien, geboren, hat er im Lauf seines bisherigen Lebens verschiedene persönliche und berufliche Wege beschritten als Schauspieler, Clown, Strassenhändler, Psychiater, Psychotherapeut, Pro­ fessor, Redner und als Schriftsteller von Werken mit gros­ sem internationalen Erfolg.

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Seine Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich in der spanischsprachigen Welt fast zehn Millionen Mal verkauft. Zuletzt erschien in deutscher Übersetzung: «Drei Fragen. Wer bin ich? Wohin gehe ich? Und mit wem?», Frankfurt am Main 2011. Die Übersetzerin des Buchs, Lisa Grüneisen, 1967 geboren, arbeitet seit ihrem Studium der Romanistik, Germanistik und Geschichte als Übersetzerin. Sie übersetzte u.a. Carlos Fuentes, Miguel Delibes, Alberto Manguel und Frida Kahlo. Geb., 352 S., CHF 28,90/€ 18,99, ISBN 978-3-10-0095893, Fischer Verlag u

Susanne Dinkelmann

Die Homöopathie des Mondes Der einfache Weg zum richtigen Mittel Eine neue und effektive Anleitung zur homöopathischen Selbstbehandlung Homöopathie eignet sich her­ vorragend zur Selbstbehand-

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lung, doch wie findet man bei 4500 registrierten Mitteln das richtige? Es gibt einen wunderbaren Wegweiser durch diesen Dschungel: den Mond.

de, denn Astrologie und Ho­ möopathie ergänzen sich her­ vorragend und erzeugen ge­ meinsam einen Heilungspro­ zess, der auf absoluter Ganz­ heitlichkeit basiert.

Der Mond steht in der Astrologie als Symbol für die Weib­ In diesem Buch werde ich Ih­ lichkeit, den Körper und das nen aufzeigen, wie Sie ohne Seelenleben. Um bei akutem besondere Vorkenntnisse und seelisch-körperlichem Unwohl­ mit wenig Aufwand Astrolo­ sein ein wirkungsvolles homöo­ gie und Homöopathie für sich pathisches Mittel parat zu ha­ und Ihre Familie nutzen kön­ ben, muss man nur das Tier- nen. Vieles, was Sie hier lesen kreiszeichen kennen, in dem werden, erscheint Ihnen an­ der Mond zum Zeitpunkt der fangs vielleicht unglaubwür­ Geburt stand. dig oder zumindest reichlich abstrakt. Viele Menschen ver­ In ihrer Einleitung zum Buch trauen noch immer hauptsäch­ schreibt Susanne Dinkelmann: lich auf die Methoden und die lineare Denkweise der «Die Homöopathie erfreut sich Schulmedizin und beäugen immer grösserer Beliebtheit. andere Medizinformen wie die Als sanfte, nebenwirkungsfreie Chinesische Medizin, die Tibe­ und kostengünstige Heilme­ tische, die der amerikanischen thode ist sie mittlerweile ein Ureinwohner oder eben die wichtiger Teil der alternativen Homöopathie skeptisch. Hin­ Medihzin. Eine Selbstbehand­ zu kommt, dass die Kranken­ lung ist für jeden möglich, da kassen sich noch immer be­ die Arzneimittel rezeptfrei in harrlich weigern, die Kosten der Apotheke zu bekommen für Heilpraktiker zu überneh­ sind. Doch wie kann ich als men. Leider wird dadurch nicht Laie aus der Vielzahl von Prä­ selten der Eindruck erweckt, paraten – mittlerweile gibt es nur der Schulmediziner wäre über 4500 registrierte homöo­ der ‚richtige’ Arzt. Dabei spre­ pathische Arzneimittel – für mich chen die Heilerfolge der alter­ die richtigen herausfinden? Es nativen Medizinformen schon gibt einen wunderbaren Weg­ lange eine andere Sprache Letztlich muss jeder Mensch weiser für uns: den Mond. für sich entscheiden, welcher Die Verbindung von Astrolo­ Therapiemethode er vertraut gie und Homöopathie ist nicht – denn Vertrauen ist ein we­ neu. Bis ins Mittelalter lassen sentlicher Bestandteil im Hei­ sich Darstellungen des mensch­ lungsprozess. lichen Körpers zurückdatieren, auf denen Organe dem Tier­ Vielleicht überzeugen Sie mei­ kreis zugeordnet werden. Auch ne Ausführungen, vielleicht Bücher existieren schon zu die­ bleibt Skepsis zurück. Was ich sem Thema, allerdings setzen mir vor allem wünsche, ist, sie in der Regel eine exakte dass mein Buch Sie neugierig Kenntnis der Materia medica, macht. Neugierig auf die ein­ also der homöopathischen Arz­ fache Methode, homöopathi­ neimittellehre, und viel astro­ sches und astrologisches Wis­ logisches Wissen voraus, wes­ sen in Verbindung zu bringen halb der Laie nicht viel damit und dadurch positive Verän­ anfangen kann. Das ist scha­ derungen zu bewirken. Die

Schulmedizin mit ihren Errun­ genschaften der letzten Jahr­ zehnte – etwa der Anästhesie, Chirurgie und der Antibiose – hat vielen Krankheiten und Schicksalen den Schrecken genommen. Und doch stellt sich bei nicht wenigen Men­ schen eine gewisse Ernüchte­ rung ein. Viele sind schulme­ dizinisch ‚austherapiert’. Das heisst aber nicht, dass es für sie keine Hoffnung auf Hei­ lung gäbe, sondern nur, dass die Schulmedizin vielleicht nicht die richtige Art Medizin für sie war. Mit diesem Buch gebe ich Ih­ nen ein Werkzeug in die Hand, mit dessen Hilfe Sie ab sofort selbständig für Ihr Wohlbefin­ den sorgen können. Ich wün­ sche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und vor allem Pro­ bieren Sie es aus!» Susanne Dinkelmann hat den Tierkreiszeichen zwölf Mittel zugeordnet und stellt diese in ausführlichen Porträts vor. Zudem nennt sie Helfermittel, die dem Mondmittel bei akuten Erkrankungen zur Seite stehen. Eine einfache Hilfestellung nicht nur für Frauen, schnell das richtige homöopa­ thische Mittel zu finden. Die Autorin ist Heilpraktikerin, Homöopathin und Astrologin in eigener Praxis. Sie bemerkte im Lauf ihrer Tätig­ keit, wie sehr die Stellung des Mondes im Horoskop in Resonanz geht mit bestimmten homöopathischen Mitteln. Ne­ ben ihrer Praxistätigkeit arbeitet sie als freiberufliche re­ daktionelle Mitarbeiterin im spirituellen und Gesundheits­ bereich und hält Vorträge und Kurse, u.a. bei der Volkshoch­ schule. Susanne Dinkelmann lebt mit ihrer Familie in München.

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Broschiert, 319 S., CHF 24,50/ € 16,99 (D), 17,50 (A), ISBN 978-3-442-34138-2, Arkana u

Ähnlichkeit mit dem Eiskunst­ lauf sehe: es gibt die Pflicht, und es gibt die Kür. Das erste Buch von Tolle «Jetzt» betrachte ich als die Pflicht, das zweite «Eine neue Erde» als die Kür. Die gleiche Einteilung würde ich auch für diese beiden hier erwähnten Bücher von Momo Lenz (sie hat noch mehr geschrieben) vornehmen: «Kein Plan B» wäre die Pflicht und «Nimms leicht» dann die Kür.

Momo Lenz & Christopher Ray

Faktor L * Nimms leicht! Schlank durch Vergebung

Für den Plan B habe ich schon eine Rezension verfasst (man findet sie auf S. 57). Das «Leichter leben» kommt nun tatsächlich bereits noch leicht­ füssiger daher, ist dennoch wieder getragen von dem absolut hilfreichen Sinn für das Praktische und im Alltag Mach­ bare.

Mara Algethi. Wer sich in der west­lichen Welt auf spirituelle Suche begibt, wird fast un- In wieder atemberaubendem vermeidbar mit den Werken Tempo (und trotzdem leicht von Eckhart Tolle («Jetzt – die verständlich) werden wir über Kraft der Gegenwart» und «Ei­ fundiert belegte wis­senschaft­ ne neue Erde») zu tun bekom­ ­liche Erkenntnisse (u. a. «Das men. Und wer «seinen» Tolle Universum ist ein Hologramm»; gut gelesen hat, wird dann «…es gibt nur Energie und auch dem «Kurs in Wun­dern» Information» und: «Bewusstsein beeinflusst die Materie») begegnen wollen. zur bedingungslosen AnnahWer nicht nur wissen, son­dern me des­sen was ist (gleich bedie spirituelle Selbstverwirk- deutend mit Vergebung) und lichung auch tatsächlich im zum bewussten Leben im Alltag leben möchte, sollte un­ Jetzt geführt. Und weiter geht bedingt den jüngsten beiden es zur Erkenntnis, dass wir Werken von Momo Lenz («Kein zwar alle ein Ego haben, aber Plan B – Wegwei­ser zur Wirk- weder mit ihm identisch, noch lichkeit» und «Nimms leicht» ihm hilflos ausgeliefert sind. – Schlank durch Vergebung») begegnen. Wer es bei «Kein Plan B» noch nicht endgültig erkannt hat, Bezüglich Tolle wurde ich oft wird hier nachhaltig und «leicht» gefragt, ob denn nun beide darauf hingewiesen, dass wir Bücher zu lesen seien, oder mit unserer Denkweise unseob nicht eines davon bereits re Welt erschaffen, in der wir genüge (die Zeit, die Zeit, wis­ leben. Und dass es in unserer sen Sie!) – meine Antwort war Entscheidungsmacht liegt, die jeweils, dass ich hier eine Welt zu erdenken, die wir uns

wünschen. Wer dieses Ver­trau­ Tanja Janz ­en in sich selber noch nicht setzen kann, der kann sich Der ist ja nicht Hilfe suchen bei Menschen, doof, nur irgenddie mit Energien arbeiten und wie hochbegabt es erleichtern, unser Denk­sys­ ­tem zum Guten zu verändern. Unkorrigierte Geschichten Denn klar ist, mit leichtem aus der Nachhilfestunde Gepäck ist man unbeschwerTanja Janz tritt immer dann in ter unterwegs. Aktion, wenn Andere schon Werfen wir seelischen Ballast aufgegeben haben: Schulen, ab, wird sich das auch im kör- die nur die nächste Pisa-Prüperlichen Befinden (Gesund­ fung und das Zentral-Abitur heit) und im körperlichen Ge­ interessiert, und Eltern, die am Ende ihrer Kräfte sind, weil wicht widerspiegeln. sie schon seit der fünften Klas­se Und wen der Begriff «Spi­ri­tua­ mitpauken – Janz erlebt je­de ­lität» fast ein wenig bange wer­ Menge Erziehungssünden und den lässt, dem möchte ich zu- die Auswüchse der Schulmisere rufen: jeder, aber auch jeder hautnah. Doch während sie die Mensch trägt diesen Funken Versetzungsprobleme anderer in sich. Und um diesen zum Leute beseitigt, erlebt sie auch Leuchten zu bringen, des­halb die verrücktesten Din­­ge und sind wir hier. Und ringsherum weiss heute, warum ein Nach­ bieten sich immer wie­der Hil­ hilfe­lehrer oft­mals auch Thera­ fen an, einen dieser sehr emp­ peut, Koch, Chauf­feur, Putzfrau fehlenswerten Wegweiser fin­ oder Eheberater sein muss. den Sie in den Büchern von Momo Lenz. Aber vergessen Alles, was man schon immer Sie nicht: Geduld und Acht- mal über das Thema Nachhilsamkeit, sind die Pfeiler, die fe wissen wollte, aber zu fradas zarte Pflänzchen des Er­ gen nie auf die Idee gekomwachens schützen – vor allem men wäre... So könnte man dieses ausgesprochen un­ter­halt­sa­ Geduld mit sich selbst. me Buch zusammen­fassen. Die Kartonierter Einband, 208 S., Autorin kennt bei­de Seiten der CHF 32,90 / € 22,80 / Kind- Medaille: In ihrer eigenen Schul­ le-Edition 14,99, ISBN 978-3- zeit «verbrauchte sie» als Ma7322-4103-3, BOD u the-Hasserin di­verse Nachhilfe­ lehrer. Später wurde sie selbst Nachhilfeleh­rerin – für alles aus­ ser Mathe, sozusagen. Sie leitete sogar eine Nachhilfeschule, erlebte die skurrilsten Situationen, lernte unglaubliche Eltern und die unterschiedlichsten Schüler kennen. Für einige wurde sie sogar zur Vertrauten, zur Konzertbegleiterin, zur Aus­-der-Patsche-Helferin. Sehr zu empfehlen!

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TB, CHF 14,90 / € 8,99 (D), 9,30 (A), ISBN 978-3-404607530-1, Bastei Lübbe u

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Agora

Die in der Wendezeit vorgestellten Bücher sind im Handel oder – falls vergriffen – bei der Redaktion erhältlich.

Redaktion Wendezeit Parkstr. 14 CH-3800 Matten b. Interlaken Tel. +41(0)33 826 56 51 E-Mail: verlag@fatema.com Wer hat Interesse an regelmässigem

Familien-Aufstellungen nach

Gedanken- und Erfahrungsaustausch und realisierbaren Vorschlägen vor allem zum Thema

Bewusstseinswandel? N. v. Muralt, Tel. 044 910 66 41

Bert Hellinger

3-Tages-Wochenend-Seminare jeweils Freitag ab 15.00 Uhr bis Sonntag ca. 13.00 Uhr

Ingeborg Oelmann

Praxis für syst. Familien-Therapie Allerfeldstr. 17 DE-31832 Springe/OT Bennigsen Tel. +49(0)5045 91 26 7 26 E-Mail: ingeborg-oelmann@t-online.de

Wer ist Maitreya ? Maitreya ist der persönliche Name des Weltlehrers, des Hauptes der Geistigen Hierarchie unseres Planeten. Er wird von allen grossen Weltreligionen als der Messias, Krishna, der Imam Mahdi, Maitreya Buddha und der Christus erwartet. Er kommt als Avatar für das neue Zeitalter zurück, als Lehrer und Berater für alle Menschen – egal ob sie einer Religion angehören oder nicht. Er kommt mit seiner Gruppe, den Meistern der Weisheit. Gemeinsam werden sie die Menschheit inspirieren, eine neue, strahlende Zivilisation zu schaffen, die auf Gerechtigkeit und gemeinsamem Teilen basiert. Er wird zum Handeln aufrufen, um die Millionen Menschen, die täglich in einer Welt des Überflusses verhungern, zu retten. Durch Maitreyas Fürsprache werden die sozialen Belange Priorität erlangen, so dass ausreichende Nahrung, Obdach, Kleidung, Bildung und medizinische Versorgung für alle Menschen zu universellen Rechten werden. www.share-international.org

Agenda

Einträge von Veranstaltun­gen mit Angabe von Telefon oder E-Mail sind kos­tenlos. Bei Platzmangel werden Anlässe von Abonnen­ten/ Inseren­ten bevorzugt. Die nächste Ausgabe erscheint Ende Dezember. Bitte melden Sie Ihre Termi­ne von Januar/Februar vor dem 20. November an: Wendezeit-Agenda, Parkstr. 14, CH-3800 Matten E-Mail: redaktion@wendezeit.info

November 1. Die Wahrheit deiner Seele, Vortrag mit Christina Sorala und Roland Eno’ah in Bern. 031 333 99 09

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1. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Ennetbürgen. 033 243 04 26 1. Selphin-Matrix – Lebe dein Po­ten­ tial! Infoanlass mit Behandlungs­de­ monstrationen, mit Michel & Sa­vier Huguenin in Bern. 031 333 99 09 1./30. Kurzberatungen ohne Anmeldung mit Barbara Wit­schi in Steffisburg. 079 652 90 47 2. Umgang mit der Einhandrute, Tageskurs mit Isabel Perier in Bern. 031 333 99 09 2./3. Sensitivität in der Praxis, Se­ minar mit Pamela Sommer in Bern. 031 333 99 09

2./3. Die Wahrheit deiner Seele, Seminar mit Christina Sorala und Ro­ land Eno’ah in Bern. 031 333 99 09 2./4. Mediale Beratung – Heilung – Chakra- und Aurareinigung, Ein­ zelsitzungen mit Ramona Rosenstein in Bern. 031 333 99 09 6. Spiritueller Abend mit Schweizer Medien und Heiler (Barbara Klaus, Raymond Klaus, Christoph Bürer) in Solothurn. 031 352 10 40. 7. Erzengel-Kristall-Heilung mit Chris Moore in Bern. 031 333 99 09 7. Tableworkabend – medialer Abend in der Praxis, mit Christoph Bürer, S. Hofmann und S. Zumbrunn

in Bern. 031 333 99 09 7.-9. Die vitale Beziehung zwischen Psyche, Geist und Körper, energetische Körperarbeit mit Bri­gitte Lämmle in Zürich. 044 261 00 90 8. Schamanisches Reisen, Workshop mit Susanne Meier in Bern. 031 333 99 09 8. Lichtabend mit Botschaften von Maria und Jesus, Channeling mit Manuela Arcotta in Bern. 031 333 99 09 8. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Thun. 033 243 04 26

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9. Medialität – Spiritualität, Seminar mit Trudy Diserens in Dättwil. 056 470 35 66 9./10. Erfinde dich neu – Ziele er­ reichen und Visionen leben! mit Pierre Franckh und Michaela Mer­ ten in Zürich. 044 261 00 90 10. Wahre Engel – vom Wirken himmlischer Mächte, Seminar mit Diana Cooper in Bern. 031 333 99 09 11. Kinesiologie, Erlebnisabend mit Barbara Witschi in Steffis­burg. 079 652 90 47 11./25. Spirituelle Heilmeditation mit Energieübertragung, mit Pur­ na Yogi in Bern. 031 333 99 09 11.-14. Innerwise® – der Intensiv­ kurs, Ausbildung mit Uwe Albrecht in Bern. 031 333 99 09 12. Achtsamkeitsmeditationen mit Nandi Devar in Bern. 031 333 99 09 12. Spiritueller Abend mit Schweizer Medien (Barbara Klaus, Christoph Bürer und Susanna Meier) in Rickenbach LU. 031 352 10 40 13.11./11.12. Offenes Singen – Mantras und spirituelle Lieder aus der ganzen Welt, mit Marianne Bieri in Bern. 031 333 99 09 13. Fülle-Meditation mit Elementen der Quantenheilung, mit Anjali Jegge in Bern. 031 333 99 09 14. Öffentliche Demonstration mit dem Gastmedium Colin Hall – ein spiritueller Künstler, in Stef­fis­burg. 079 652 90 47 14. Matrix live – mit Quantenhei­ lung Herzenswünsche erfüllen, Erlebnisabend und Vortrag mit Anjali Jegge in Bern. 031 333 99 09 14. Bewusstsein und Heilung – wie? Erlebnisabend mit Patric Pedrazzoli in Bern. 031 333 99 09 14.-17. Entdecke die Heilkraft dei­ ner Seele (nach Horst Krohne), Basisseminar mit Claudia Richter in Bern. 031 333 99 09 15. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Herisau. 033 243 04 26 15./22. Meditation und persönli­ che En­gelbotschaften, ein Abend mit Simo­ne Balmer in Bern. 031 333 99 09 15.-17. Heilung für alles Lebendige, Innerwise® Erlebnisabend mit Dr. med. Uwe Albrecht in Zü­rich. 044 261 00 90 15.-19. Seelenbilder, mit Colin Hall in Steffisburg. 079 652 90 47 15.-24. Ruhelos? Lass los und ruhe, faste, sei! Heilfasten, Meditation und Körperarbeit mit Marcel Steiner und Johanna Rütschi in Edlibach/ZG. 041 757 14 14 16. SVNH: Tag des natürlichen Heilens, Tag der offenen Tür mit Ruth Himmelreich und Mario Man­ zoni in Bern. 031 333 99 09 16. Psychic Art – Mediale, spiritu­ el­le Kunst, Workshop mit Barbara Klaus-Lis in Gümligen. 031 352 10 40 16./17. Schamanismus und Hei-

lung: Die Kraft der Zeremonie vom Mond, Intensivseminar mit Angaangaq in Bern. 031 333 99 09 17. Seele & Selbst – Der Weg in die Freiheit, Informations- und Heilabend mit Isabelle Schumacher in Bern. 031 333 99 09 19. Heilen mit Quantenenergie, Informations- und Heilabend mit Isabelle Schumacher in Bern. 031 333 99 09 20. Schamanisches Trommeln, aztekische Trommelgruppe mit Ko­ kopelli Quadarrama in Bern. 031 333 99 09 20. Alpha-Synapsen-Programmie­ rung nach Lissy Götz, Vortrag mit Workshop mit Erika Wenger-Keller in Bern. 031 333 99 09 20. Hypnose-Therapie, Übungs­abend mit Ruth Him­melreich und Mario Manzoni in Bern. 031 333 99 09 21. Befreiung innerer Blockaden, Begegnung und Vortrag mit Ursula Maria Auktor in Bern. 031 333 99 09 21. Spiritueller Abend mit Schweizer Medien und Heiler in Luzern. 031 352 10 40 21. Darshan – Abend der Heilung, Begegnung mit Stephen Turoff in Bern. 031 333 99 09 21. Heilsames Reisen zu João de Deus und seine Heilarbeit, InfoVeranstaltung mit Maria Sawade in Bern. 031 333 99 09 22. Persönlicher Seelenengel, Nach­ mittagsseminar mit Barbara Wit­ schi in Steffisburg. 079 652 90 47 22. Heile dich selbst, geführter Heil­meditationsabend mit Rebec­ ca Barbara Thürig in Bern. 031 333 99 09 22. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney, Ulla-Maija Länzlinger, Eveline Maegli, Mo­ni­ ka Tresch in Aarau, 033 243 04 26 22. Du bist die Quelle für Glück und Erfolg, Praxisseminar zum energetischen Heilen von Körper und Seele, mit Jana Haas in Zü­ rich. 044 261 00 90 22. Aztekische Reinigung/Heilung, schamanische Einzelsit­zun­ gen mit Kokopelli Guadarra­ma in Bern. 031 333 99 09 22. Telepathie mit Mensch und Tier, Vortrag mit Helen Gerber in Bern. 031 333 99 09 23. Energetische Heilbehandlun­ gen, mediale Botschaften, Einzel­ sitzungen mit Rebecca Brbara Thü­ rig in Bern. 031 333 99 09 23. Tierkommunikation, Grundkurs mit Helen Gerber in Bern. 031 333 99 09 23. Releasing – Befreiung innerer Blockaden, Einzelsitzungen mit Ursula Maria Auktor in Bern. 031 333 99 09 23./24. Krafttiere – unsere geistigen Begleiter, Seminar mit Koko­pelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 24. Sensitivität und Medialität, Schnupperseminar mit Barbara Wit­

schi in Steffisburg. 079 652 90 47 24. Maria Magdalena: Was ich schon immer sagen wollte, Meditationsund Selbsterfahrungsseminar mit Ingrid Auer in Bern. 031 333 99 09 25.-29. Ausbildung zum spirituellen Heiler mit den Autoren Mo­ nika Walbert und Thomas Lang in Bern. 031 333 99 09 26. Spiritueller Abend mit Schweizer Medien und Heiler in Bern. 031 352 10 40 27. Faszination Heilhypnose, Vortrag mit Arnd Klieme in Bern. 031 333 99 09 27. Herzenergie spüren und entfalten. Lass dich führen von deinem Wesen, Vortrag mit Hannes Guggenbühl in Bern. 031 333 99 09 27. Bewusstsein erschafft Realität, Erlebnisabend und Workshop mit Ruth Himmelreich & Mario Manzoni in Bern. 031 333 99 09 28. Spirituelles Heilen, Schnupperabend mit Barbara Witschi in Steffisburg. 079 652 90 47 28. Aszendierte Meister-Meditationen mit Chris Moore in Bern. 031 333 99 09 28. Rongorongo-Tafeln der Osterinsel – neu entschlüsselt, Erlebnis­ abend mit Sabina R. von Rohr in Bern. 031 333 99 09 29. Heilerforum: Energiemedita­ tion nach João de Deus, 30. Mediumsday in Gisikon/Root. 041 370 14 39 29.11.-1.12. Jesuanische Spiritualität, mit Dr. Dr. Monika Renz in Edlibach ZG. 041 757 14 14 30.11.-1.12. Geistige Operationen mit philippinischem Heiler, Einzelsitzungen mit Lino Guinsad in Bern. 031 333 99 09

Dezember 2. Kontakt mit dem Jenseits, me­ dia­le Einzelsitzungen mit Christoph Bürer in Bern. 031 333 99 09 3. Matrix live – Mit Quanten­hei­ lung Herzenswünsche erfüllen, Erlebnisabend und Vortrag mit Ka­ rem Albash in Bern. 031 333 99 09 4. Schamanisches Trommeln, aztekische Trommelgruppe mit Ko­ kopelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 4./5. Grundkompetenz Spiritual Care, mit Tobias Karcher in Edlibach ZG. 041 757 14 14 5. Erzengel-Kristall-Heilung mit Chris Moore in Bern. 031 333 99 09 5. Abend der Veränderung – mit Suggestionen zum Erfolg, Abend­ workshop mit Gabriel Palacios in Bern. 031 333 99 09 6. Meditation und persönliche En­ gelbotschaften, ein Abend mit Simone Balmer in Bern. 031 333 99 09 6. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Zürich. 033 243 04 26 6. Einweihung in Kriya Yoga, Vortrag und Meditation mit Claudius Rie­ser Kailash in Bern. 031 333 99 09 7.-9. Aztekische Reinigung/Hei-

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lung, schamanische Einzelsit­zun­­ gen mit Kokopelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 8./9. Spirit of Music in Burgdorf. 034 422 21 75 9. Spirituelle Heilmeditation mit Energieübertragung, mit Purna Yo­gi in Bern. 031 333 99 09 10. Herzöffnung, Meditationsabend mit Nandi Devar in Bern. 031 333 99 09 11. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Ennetbürgen. 033 243 04 26 11. Weihnachts-Meditation mit Ele­ menten der Quantenheilung, mit Anjali Jegge in Bern. 031 333 99 09 12. Spirituelles Heilen, Schnupperabend mit Barbara Witschi in Steffisburg. 079 652 90 47 12. Spirituelle und natürliche Heil­ kräfte, Info-Abend und WinterHeilung mit Chris Moore in Bern. 031 333 99 09 12. Seelen-Musik, Konzert mit Tino und Bettina Mosca-Schütz in Bern. 031 333 99 09 12. Hypnose-Therapie, Übungs­abend mit Ruth Him­melreich und Mario Manzoni in Bern. 031 333 99 09 13. Heilabend und Kontakt mit der Geistigen Welt, mit Pascal Vog­ genhuber und Patric Pedrazzoli in Bern. 031 333 99 09 13. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney und Tili Ren­ner Jakob in Gisikon/Root. 033 243 04 26 13.-15. Kunstausstellung mit Seylech und Franziska Leuthard in Bern. 031 333 99 09 13.-15. Bewegt stille werden, Shi­bashi – Meditation in Bewegung, mit Barbara Lehner in Edlibach ZG. 041 757 14 14 14. Aura-Soma und Numerolo­gie, Erlebnisnachmittag mit Barbara Witschi in Steffisburg. 079 652 90 47 18. Spiritueller Begegnungsabend mit Gerrard McInerney in Thun. 033 243 04 26 19. Aszendierte Meister-Meditationen mit Chris Moore in Bern. 031 333 99 09 20. Adventskonzert mit Lex van Sommeren in Bern. 031 333 99 09 20. Spiritueller Begegnungsabend mit Tili Renner Jakob in Konol­fin­ gen. 041 370 14 39 20. Meditation und persönli­che En­gelbotschaften, ein Abend mit Simo­ne Balmer in Bern. 031 333 99 09 23. Spirituelle Heilmeditation mit Energieübertragung, mit Pur­na Yogi in Bern. 031 333 99 09 23.-27. Menschwerdung, Weihnachten feiern, mit Tobias Karcher und Helen Hochreutener in Edlibach ZG. 041 757 14 14 27.-29. Gestalte Deinen Lebensstern! – Ein Wunschseminar hin zu Deinen Lebenszielen, mit Bar­ bara Witschi in Steffisburg. 079 652 90 47.

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Veranstaltungen

des

BPV,

des

PZ,

der

SPG

und des

PF

In Klammern ist jeweils angegeben, welche Organisation die Veranstaltung durchführt (Anfragen und Anmeldungen bitte an die entsprechende Adresse). BPV (Basler Psi Verein): 061 383 97 20, PZ (Psi Zentrum Basel) 061 641 02 29, SPG (Schweizer Parapsychologische Gesellschaft, Zürich) 044 422 56 62, PF (Psi-Forum Ostschweiz, St. Gallen) 071 223 16 68.

November 1. Harald II – Die Trancequelle von Harald Wessbecher, Erleb­ nisabend (BPV) 1. Schamanismus der Huichol Indianer, Erlebnisabend und Zeremonie mit Brant Secunda (BPV) 1.-14. Universal Healing Tao Kur­ se mit Mantak Chia (BPV) 2./3. Sich von Karma lösen – Die Kraft der Gegenwart erfahren, Seminar mit Harald Wessbecher in Bottmingen (BPV) 2./3. Altes Wissen für die moderne Zeit, Seminar mit Brant Secunda (BPV)

beenden, Seminar mit Bertold Ulsamer (BPV)

20. Initiierungsritual mit Naturklängen mit Matthias Müller (BPV)

minarwoche mit Gordon Smith in Münchenstein (BPV)

10. Telepathische Kommunikation mit Tieren, Aufbaukurs mit R. Urscheler (Hellfühlen) in Allschwil (PZ)

20. Spirituelle Kunst und Auragramm, Vortrag und Demonstration mit Colin Hall (BPV)

2.-20. Heilbehandlungen mit Wil­ liam Nonog (BPV)

11. Jenseitskontakte mit Schweizer Medien (Renate Astutz und Wolfgang Weber)(PZ) 11. Privatkonsultationen mit Robert Brown (PZ) 11.-15. Die Kunst, jederzeit zu hypnotisieren, Impromptu Hypnose mit Ilja Grzeskowitz in Münchenstein (BPV)

4. Lebensberatung mit Mouse Katz (PZ)

13. Die Kunst der Hypnose, Er­leb­ nisabend mit Ilja Grzeskowitz in Münchenstein (BPV)

5. Vortrag und Heilmeditation mit Alexander Vonlanthen in Mün­ chen­­stein (BPV)

13. Spirituelles Heilen, Offener Nachmittag mit Raffael Boriés und Heilern (SPG)

6. Traditionelle Chô-Gesänge, Kon­ zert mit Ani Choying Drolma in Münchenstein (BPV)

14. Mediale Privatsitzungen mit Christoph Bürer (BPV)

6. Das Geheimnis der Schildkröte, Vortrag mit Alexander Lauterwasser (PF)

14. Rongorongo-Tafeln der Osterinsel – neu entschlüsselt, Erleb­ nis­abend mit Sabina R. von Rohr (PF)

6. Demonstration Jenseitskon­ tak­te mit Cathy Pestalozzi und Gast (SPG)

14. Tablework, ein experimenteller, medialer Abend mit Christoph Bürer (BPV)

6. Jenseitskontakte, Erlebnis­abend mit Martina Camenzind (BPV)

14./28. Privatsitzungen in Geistigem Heilen mit Jacqueline Jaeger (PZ)

6./20. Licht-Kinder-Treffen (PZ) 7./8. Mediale Einzelsitzungen mit Martina Camenzind (BPV) 8. In Gesichtern lesen, Erlebnis­ abend mit Eric Standop in Münchenstein (BPV) 8. Jenseitskontakte mit Robert Brown (PZ) 8. Was zerrissen ist, wieder zusammenbringen, Erlebnisabend mit Bertold Ulsamer (BPV) 9. Workshops mit Robert Brown (PZ) 9./10. Werde selbst zum Gesichtleser, Seminar mit Eric Standop in Münchenstein (BPV) 9./10. Den Kampf mit sich selbst

14./15. Trance-Heilung, Privatkon­ sul­tationen mit Steven Upton (BPV) 15. Demonstration der besonderen Art mit Robert Brown (PZ) 16. Liebe und Partnerschaft im neu­ zeitlichen Bewusstsein, Workshop mit Bernadette Suter (PF) 16./17. Heilende Me­dialität – Trance-Heilung mit Steven Upton (BPV) 17. Sterben eine lichtvolle Erfahrung, Kurz­seminar mit Erica Meli (PF) 18./19. Individuelle Einzelhealings mit Bernhard Regner (PF) 19. Gruppenheilung / Heilmedita­ tion mit Daniel Luca Martinez (PZ)

bietet gegen moderates Entgelt psychologische, parapsychologische und graphologische Beratung und Hilfe, sowie Arbeit mit Träumen. N. v. Muralt, dipl. Psychologin IAP, Tel. 044 910 66 41 vormittags 9-12 Uhr, abends ab 20 Uhr.

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3. Handlesen für Anfänger und Fortgeschrittene, Übungsabend mit Eva und Matthias Gülden­ stein (PZ)

20. Vortrag und Heilmeditation mit Alexander Vonlanthen in Bern (BPV)

3. Jenseitskontakte, Demonstration mit Karin Ebner und Gast (SPG)

21./22. Auragramm und Energie­ bilder, Privatkonsultationen mit Colin Hall (BPV)

4. Licht-Kinder-Treffen (PZ)

23. Feuerlaufen – Feuertanzen, mit Otto Gerber und Gérard Moc­ cetti in der Nähe von Basel (BPV) 23. Spirituelle Kunst – Schöpfung aus der Stille, Tageswork­ shop mit Colin Hall (BPV) 23. Ich weiss, wer du bist, Ta­ gesseminar mit Tatjana Strobel in Bern (BPV) 24. Ich weiss, wer du bist, Ta­ gesseminar mit Tatjana Strobel in Basel (BPV) 25./26. Einzelsitzungen mit Michaela Rosner (BPV) 26. Handlesen für Anfänger und Fortgeschrittene, Übungsabend mit Eva und Matthias Gülden­ stein (PZ)

4. Welches Licht leuchtet und erleuchtet uns? mit Philipp Hostett­ ler (PF) 4. Tanze die Flamme deines Herzens, Einführungsabend mit Ladi­ na Kindschi (SPG) 6. Initiierungsritual mit Naturklängen, mit Matthias Müller (BPV) 6. Geistiges Heilen / Reiki (1. Grad) mit Jacqueline Jaeger (PZ) 6. Film «Kraft von Innen», Erlebnis­ abend mit Christian Lerch (PZ) 7. Arbeit mit der Intuition, Workshop mit Christian Lerch (PZ) 8. Begegnungen mit Braco in Zürich (PF) 9. Mysterium Ägypten… Es ist längst noch nicht alles gesagt! Seminar mit Axel Klitzke (PF)

27. Seelen-Musik mit Tino & Bettina Mosca-Schütz (PZ)

9./11./12. Séance, mit Kai Mügge vom Felix-Circle (BPV)

27. Trance-Abend mit Anna Las­ zlo (SPG)

10. Gruppenheilung/Heilmeditation mit Daniel Luca Martinez (PZ)

27.11.-1.12. WahrFühlen/WahrSehen, Seminar mit Rebecca Rosing in Münchenstein (BPV)

10. Vortrag und Heilmeditation, mit Alexander Vonlanthen in Mün­ chenstein (BPV)

28. Vastu Architektur – Lebendiges Bauen und Wohnen, Vortrag mit Marc Lullmann (SPG)

11. Jenseitskontakte mit Schweizer Medien (Carmen Sonja Fetzer) (PZ)

28.11./5.12. Parapsychologie: Ge­ schichte, Phänomene und Bedeu­ tung, zweiteiliger Vortrag mit Lu­ cius Werthmüller (BPV)

12. Privatsitzungen in Geistigem Heilen mit Jacqueline Jaeger (PZ)

29. Jenseitskontakte, mit Bill Col­ ­ler (PZ) 29. Die Urwort-Theorie – Einführung in die Quantenheilkunde, Vortrag mit Dr. Michael König (BPV) 30.11./1.12. Einführung in die Quantenpraxis, Seminar mit Dr. Mi­chael König (BPV)

Vielseitig erfahrene Therapeutin

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20. Rongorongo-Tafeln der Osterinsel, Vortrag mit R. von Rohr Sabina (SPG)

Dezember 2./3. Privatkonsultationen mit Bill Coller (PZ) 2.-6. Hypnose Intensiv, Fortset­ zungs­kurs mit Ilja Grzeskowitz in Münchenstein (BPV) 2.-7. Medialität entwickeln, Se-

13. Mother Healing – Heilen der Mutterbeziehung, Kurzworkshop mit Thomas Young (BPV) 14. Kartenlegen mit LenormandKarten 2 mit Regula E. Fiechter (PZ) 14. Die Psychologie der Lichtwesen – Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein, Seminar mit Armin Risi (PF) 14./15. Das Christus-Quantum – Die Matrix des Heiligen, Workshop mit Thomas Young (BPV) 20. Heilung aus dem Unsichtbaren, Seminar mit Heilbehandlung mit William Nonog (BPV) 22. Meditatives Klangkonzert zum 4. Advent, mit Dr. Thomas G. Pe­ ter (PF)

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ute

n, Bera

t Reb = Rebirthing pe RefZ = Reflex­zo­ nentherapie (n. Dorn) Rel = Religion REM = Ruhe, Entspan­nung, Mitte finden ResT = Resonanz­ therapie Ret = Retreats RT = Rückführungen/Reinkarnations­therapie RüM = Rückenmassage n. Breuss Rut = Rutengängerei SchH = Schamanische Heilrituale SchM = Schreibmedium Sh = Shiatsu SO = Seminarorganisation Sp  = Spiritualität, spirit.Heilung SpL = Spirituelle Lebensberatung SpT = Spirituelle Therapie StB = Sterbebegleitung (MT Mensch und Tier) SUT = Seelische Urblockadentherapie Sy = Synergetik-Therapie SyS = System.Stellen n. Bert Hellinger Tar = Tarot Tan  = Tantra TC  = Tai Chi, Taijiquan TE  = Tachyon-Energie TfH = Touch for Health Th = Therapeut/in (allg.) Th.K. = Therapeut. Kartenlegen Tib = Fünf-Tibeter-Training TK = Tierkommunikation TLT = Time-Line-Therapie TPI  = Trager Psychophysische Integration Tr = Traumanalyse Tran = Trance TrT = Trauma-Therapie ÜG = Übungsgruppen VeM = Vedische Meditation VF  = Vitalfeld-Therapie Vi = Visagist/in W  = Wassertherapie (div. Methoden) WBe = Wohnberatung WBA  = Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich WT = Wirbelsäuletherap. n. Dorn/Breuss Y  = Yoga/Kriya Yoga/Hatha Yoga Z  = Zilgrei

Thera

He = Heilkräuter, spagyrische HK Ho = Homöopathie HP = Heilpraktiker/in HR = Heilrituale Hy  = Hypnosetherapie IK = Indigo Kinder JK = Jenseitskontakte Ka = Kartomantie/Kartenlegen KB = Katathymes Bilderleben KGT  = Kunst- und Gestaltungstherapie Ki = Kinesiologie, Psycho-Kinesiologie Kla = Klangtherapie KP = Kirlianfotografie KPsy  = Körperorient. Psychotherapie KT  = Kurzzeit-Therapieprogramme KUF = Krankheitsursachenfindung/ -auflösung L  = Lebensberatung/-hilfe Li = Lithotherapie/Edelsteintherapie LiG = Lichtgeometrie LK = Lichtkunst LL  = Lieben lernen M = Meditation Ma = Klass./intuitive/med. Massage MaT = Matrix Transformation Me = Metamorphose-Practitioner Med = Medialität Mer = Merkaba MH = Mediale Heilung/Beratung MM = Meditatives Malen, Mediales Malen, Mandala-Malen MT  = Mentaltraining, -coaching Na = Naturarzt, Naturheilpraktiker NK  = Natürliche Kosmetik NLP  = Neurolinguist.Programmieren No = Nosodentherapie Nu = Numerologie/Kabbalistik O  = Ohrkerzentherapie OA = Organspez. Aminosäuren PE = Persönlichkeitsentwicklung PH  = Prana (pranic) healing Pol = Polarity-Therapie PP  = Parapsychologie PsE = Psychosomatische Energetik Psy = Psycholog. Beratung/Psycho­therapie PsyS = Psychosomatik, Psycho­synthese PW  = Persönliches Wachstum/ -Training QH = Quantenheilung R  = Reiki Ra = Radionik Rad = Radiästhe­sie, Pendeln

w , us . er

A  = Astrologie/Astropsychologie ADS = Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom AF = Akufeldur AL  = Astrolog. Lebensberatung AlexT = Alexander Technik All = Allergie+Asthmatherapie APu = Akupunktur/Ohrakupunktur APr = Akupressur Ar = Aromatherapie/-essenzen AS = Aura Soma AY = Ashtânga Yoga AT  = Autogenes Training Atl = Atlaslogie Au = Aurasehen, Aura-Arbeit etc. Av = Avatar B = Beratung BB  = Bach-Blüten Bf = Bewusstseinsförderung Bio = Bioenergie, Bioresonanz Bio-HA = Bioenergetische Haaranalyse BV  = Buchverlag/-versand CA  = Chakra-Aktivierung/-Arbeit Ch = Channeling ChG = Chi Gong ChrE = Therapie chron. Erkrankungen CM  = Chinesische Medizin Coa = Coaching CrS = Craniosacral-Therapie E  = Esoterik EFT = Emotional Freedom Techniques EnFS = Energetisches Feng Shui EnG = Energet. Gebäudereinigung EnR = Energet. Rückenmassagen EP  = Energiepyramiden Er = Ernährungsberatung/-begleitung ET  = Energetische Therapien Fa = Fastenseminare FaT = Familientherapie FH = Fernheilung FR  = Fussreflexzonenmassage/ Fussmassage FS = Feng Shui FT  = Farbtherapie/-punktur GA = Ganzheitl. Atemgymnastik/ -therapie GB  = Gesundheitsberatung/praxis Geo = Geomantie GH  = Geistheilung GKo = Ganzheitliche Kosmetik GKM = Ganzkörpermassage Ha = Handauflegen

Schweiz Therapeuten/Berater 1714 Heitenried, Martin Moser, Konradshus 1, 079 211 30 73 – Ha / Sp / EnG / StB / GH – www.mwmoser.ch, twm@bluewin.ch 2504 Biel, Gesundheitspraxis Rosenquelle, Irmhild Beek, Hainbuchenweg 12, 032 322 45 42 – AT / BB / R / FR / GH – www. rosenquelle.ch, info@rosenquelle.ch 2545 Selzach-Haag, Ursula Markwalder, Chappeliweg 8, Zentrum für Mensch und Tier, 079 277 25 21 – TK / Med – www.zentrum-men-tier.ch, ursula.markwalder@bluewin.ch 2556 Schwadernau, Willi Stauffer, Standweg 20, 032 373 42 37 – AL / Er / RT 3007 Bern, Arpad Wächter, Landoltstrasse 73, 076 380 36 69 – L / MT / Med, – www.geistige-welt.com 3052 Zollikofen, Heidi Lanz, Rebenweg 5, 031 869 63 59 – MaT / Rei / L 3182 Ueberstorf, Edith Wilhelmy, Tutzishus 22, 076 360 69 79 – Bf / GH / MH / SchH / SO – www.altes-wissen.ch, Info@altes-wissen.ch

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3250 Lyss, Ruth Hirschi, Wallisloch 4, 079 292 90 64 – RT / KUF / Ch / AS / Au / SUT – www.reinkarnationen.ch, info@reinkarnationen.ch 3367 Thörigen, Dominic Frosio, Mattenbergstr. 15, 062 961 54 83 – A / GH / Me 3400 Burgdorf, Marianne Grund, Lyssachstr. 17, Tel. 034 422 68 68 – GB / GA / AT / Hy / TLT / Ha – www.grund-hps.ch 3400 Burgdorf, Wenzel Grund, Lyssachstr. 17, Tel. 034 422 68 68 – GB / FH / GH / Ha / Ki / Ra – www.grund-hps.ch, grund.hps@bluemail.ch 3400 Burgdorf, Praxis Hamali, Marlen Hämmerli, Steinhof 7, 034 423 63 68 – Kla / ChrE / SchH / REM / EnG / Coa – www.hamali.ch, marlen.haemmerli@besonet.ch 3422 Kirchberg, Rubinenergie-Verlag GmbH, Postfach 370, 079 469 82 22 – Hy / A / AT – www.rubinenergie.ch, praxis@rubinenergie.ch 3613 Steffisburg, Barbara Witschi, SingulArt GmbH, Untere Zulgstr. 1, 079 652 90 47 – AS / Sp / B / M / Med / SO www.singulart.ch, singulart@bluewin.ch 3654 Gunten, Gerrard McInerney, Schönörtli, 033 243 04 26 – L / MH / Sp 3706 Leissigen, Annette Ast, Blumenstrasse, 033 847 17 25 – Bio / SUT 4051 Basel, Anita Suter, Feierabendstr. 55, 079 245 56 64 – Sys / L / M / R / EFT – www.lebenskrisen-management.ch, mail@lebenskrisen-management.ch 4125 Riehen, Franziska Reusser, Lachenweg 34, 061 601 28 02 – JK / FH / SpL – www.franziska-medium.ch, franziska-medium@bluewin.ch 4125 Riehen, Dora Schaufelberger, Im Niederholzboden 52, 061 601 52 79 – GH / SpL / SO 4451 Wintersingen (b. Rheinfelden), Maria Waldvogel, 076 498 38 12 – Ch / SpL / SyS ­– www.kristallschaedel.ch 4562 Biberist, Heinz Fahrni, Bromeggstr. 22, 032 685 30 37 – Ma / APr / WBA 4718 Holderbank/SO, Dorothea Schneider, Hauptstr. 97, 062 390 10 04 – Bio / Ki / All 5505 Brunegg, Ruth Lengacher, Sandhübelstr. 6, 062 896 26 62 – E / ET / FT / L / Ka / Th.K – www.rhl.ch 5608 Stetten AG, Sabine Brem, Eggweg 2, 056 470 11 58 – GH / QH / SchM 6010 Kriens, Stefan Beutler-Huber, Schachenstr. 32, 041 320 26 30 – CrS / Pol / FR 6037 Root, Praxis Angelica, Claudia A. Lüthi, Schumacherstr. 3, 041 852 01 20 – GH / KUF / MH / Nu / SpL / TrT – www.praxis-angelica.ch 6816 Bissone, André P. Tondeur, Via Maroggia 34, 091 649 52 01 – MM / R / B 8008 Zürich, Dr. Peter Müri, Hammerstr. 23, 044 980 22 80 – Coa / PE / Tar 8053 Zürich, Lieselotte Eder, Carl-Spitteler-Str. 9, 044 262 58 68 – L / GH / FH – www.heilerkurs-eder.ch / www.physiognomik-eder.ch, l.eder@bluewin.ch 8106 Adlikon b. Regensdorf, Peter Bachmann, Schulhausstr. 1, 056 249 44 55 - WT / MH / ET 8247 Flurlingen, Barbara Bachmann, Gründenstr. 10, 052 650 10 63 – RT / Hy / KB / L / MT – www.ecps.ch, bbachmann@ecps.ch 8280 Kreuzlingen, Dolores Rüegg, Egelseestr. 4, 071 680 07 15 – FT / FR / R 8500 Frauenfeld, Susanne Schiesser, Altweg 16, 079 481 92 20 – Ch / Coa / FH / GH / MH – www.suschi.ch, info@suschi.ch 8700 Küsnacht, Silvia Kockel, Bergstr. 38, 043 844 08 18 – AtT / A / AS / Er / GB / L – www.lebensquell.ch ­­­­ 8762 Schwanden, Evelyne Huber, Zügerstenstr. 4, 055 644 14 25 – RT / BB / FH / GH / Ha / StB 8815 Horgenberg, Rösli Nägeli, Unterhaus,Steinkrattenweg 11, 044 726 21 62 – Ki / TfH / ET (n. Banis) 8882 Unterterzen, Patricia Pfiffner, Walenseestrasse 14, 079 216 42 01 – Na / Er / GKM / He / Ma / PsE – www.naturheilpraxis-patriciapfiffner.ch, patriciapfiffner@bluewin.ch 9430 St.Margrethen, Bahnhofplatz 3, jk-raum-für-meditation, Jessica Klammer, 076 / 582 77 24 – Sp, R, FH, Ha, Ent, CA – www.jk-meditationen.ch

Schulen/Seminarveranstalter usw. 3073 Gümligen, Der Kanal, Zirkel, Seminare, Ausbildung, Dorfstr. 52, 031 352 10 40 – www.derkanal.ch, info@derkanal.ch 3076 Worb, C&H Beratungen, Kurse, Seminare GmbH, Bahnhofstrasse 13, 031 711 19 82 – Psy / A / MH / Y / M / Med www.ch-beratungen.ch, chbuerer@sunrise.ch 6210 Sursee, Sam Hess, Badstr. 1, 041 920 21 41 – Waldseminare / Baumheilkunde – www.waldmystik.ch, waldmystik@bluewin.ch 6472 Erstfeld, Cosy Zurfluh, Gotthardstr. 82, 078 744 97 32 – R / Kerzen segnen mit Engel-Reiki / Workshops auf Anfrage 8032 Zürich, ANIMA-Experience, Lisa Maria Meierhofer, Freiestr. 155, 043 500 56 75 – Bf / Med / GH – www.anima-experience.com, info@anima-experience.com

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Hellsehen Karma Edelsteine 1/12 2/12 3/12

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Natur- Bach-Bl端ten Was ist wissenschaft Leben? 4/12 5/12 6/12

Parallele Achtsamkeit Wunderkinder Burnout Falun Gong Universen Savants 1/13 2/13 3/13 4/13 5/13

Charisma 6/13

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Wendezeit

Die Zeitschrift, die das ganze Spektrum der unbegrenzten Möglichkeiten für ein ganzheitliches Leben im Wassermann­zeitalter zeigen will: Esoterik, Para­psycho­logie, Spiritualität, Lebenshilfe, My­stik, Ökologie, Alternativmedizin. Mit Reisereportagen und Beiträgen auch über Feng Shui, Heilöle/Steine, Medi­tation, sowie Vorstellungen von Buch- und CD-Neu­erscheinungen, u.a.m. Eine Medizin mit mehr Geist und Seele: das wünschen sich Abermillionen von Patienten. Entsprechend boomen «geistiges Heilen» und verwandte Heil­wei­sen. Auch um sie geht es in

Wendezeit

Mit einer regelmässigen Kolumne von

Uri Geller einer Agenda (Kurse/Seminare/ Kon­gresse) und einer Therapeuten-/Be­rater-/Dienstleistungsliste.

Kommende Schwerpunktthemen:

1/14 (Januar/Februar) – Licht/Lichttherapie 2/14 (März/April) – Schatten 3/14 (Mai/Juni) – Farbe/Farbtherapie 6/13_.indd 66

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6:13 charisma  
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