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Juli/August 2013

Nr. 4/13 CHF 9.00

endezeit

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Zeitschrift für ganzheitliches Leben und für ein neues Zeitalter mit mehr Geist und Seele

Burnout – ausgebrannt…

Geisterjagd auf Schloss Dragsholm

Besuche in anderen Dimensionen

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Inhalt Gedankensplitter 1

S chwerpunkt B urnout Gesehen • Gelesen • Gehört Einzigartige Mikve in Jerusalem entdeckt

3

Ausgebrannt

25-36

A

usstellung 3 Entscheiden Wissenschaftler wollen kontrollierte Beweise für spiritistische Séance- ris olumne Phänomene erbringen 3/4 Papiliorama mit stabilen Besucher- zahlen

U

4 Worüber machen wir uns Sorgen? 40 4

Reportage Papiliorama

49-53

5-9

Bücher / CDs

Parapsychologie

Plädoyer für den Schöpfer

54

Geisterjagd auf Schloss Dragsholm 17-19

Blicke hinter den Horizont

54

Die Macht des Bösen

41-43

Das LSV Prinzip

Signale des Unerforschten

45-48

Welches Leben nach dem Tod?

55

Schutzengel

56

Antonin

10

Gesundheit

54/55

Elf Jahre – Der Weg zum Ich

56/57

«Wissenschaftliche» Sturheit wird Sex and Crime auf Königsthronen 57/58 teuer bezahlt 11/12 Solang es Träume gibt 58/59 Aktivierung der Selbstheilungs- 59 kräfte 20 Beste Grüsse vom Universum

Blut = flüssiges Bewusstsein

13/14

Fünf Wege, wie du deine Herzens- 15/16 wünsche erkennst Mit der Kraft des Geistes operieren

44

Grenzwissenschaften Besuche in anderen Dimensionen 21-24

Falun Gong

Die «absolute Waffe» und weitere Zufälle Träume – oder wie wir täglich unseren Traum verwirklichen Buch- und CD/DVD- Vorstellungen … und viele weitere Themen Ende August in Ihrem Briefkasten oder Anfang September in Ihrem Kiosk oder Ihrer Buchhandlung

Insertionsschluss:

20. Juli 2013

Agenda

Spiritualität

Nr. 5/13

Traumanalysen

K

Mahendraparvata

Die Geschichte der Bibel

in

Der Werdegang des Alten Testaments

37-39

Bewusstseinstage in Bern

Religion

Schwer-

Veranstaltungen des BPV, des PZ, der SPG und des PF Agenda

60

60/61

Agora

62

Therapeutenliste

Abonnement

Titelbild: 63/64

Petra Bork_pixelio.de

W endezeit

❏ Ich abonniere Wendezeit ab Nr. 4/13 bis 6/13 (3 Ausgaben) für CHF 27.-/€ 23,00 ❏ danach elektronisch 30.-/25.-/Jahr Vorname/Name:

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❏ Ich möchte für zusätzlich CHF 6.- (Grundeintrag) in die Therapeutenliste aufgenommen werden. Spezialitäten (max. 3): ❏

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Gedankensplitter

Impressum

Wendezeit Nr. 4/13 (Juli/August 2013) – 25. Jg. (Gesamt-Nr. 144) Erscheint 6 x jährlich: Januar, März, Mai, Juli, September, November Herausgeber: Fatema Verlag GmbH Redaktion Wendezeit, Parkstr.14, CH-3800 Matten/Interlaken Tel. +41(0)33 826 56 51, Fax 826 56 53 E-Mail: verlag@fatema.com Internet: http://fatema.com http://wendezeit.info Leitung: Orith Yvette Tempelman

Regelmässige Beiträge von: Uri Gel­ler (Ko­ ­lumne), Ernst Meckelburg (Grenzwis­sen­­ schaften), Rudolf Passian (Parapsycho­lo­ gie), Her­­bert Viktor Speer, Spi­­ri­­­tualität, Jen­­seits­­kontakte. In dieser Ausgabe sind ausserdem Bei­trä­ ge fol­­­gen­der Autoren erschienen: Karem Albash, Heike Barthel, Waldemar Gajda, W. J. J. Glashover, George Langelaan, Valentin J. Oehen Copyright: Fatema-Verlag GmbH. Alle Rech­ te vor­be­halten. Nachdruck, auch aus­zugs­ weise, nur mit Genehmigung der Re­dak­­­ tion. Na­ment­lich ge­kenn­zeichnete Bei­trä­ ge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Re­dak­tion wieder. Für unverlangt ein­ ge­sandtes Material wird kei­ne Gewähr über­nommen. Gerichtsstand: Inter­laken. Druck: Schlaefli & Maurer AG, 3800 Inter­ laken – Gedruckt auf Umweltschutzpapier Kiosk-Vertrieb CH: Valora AG, Basel Anzeigenverwaltung: Fatema Verlag GmbH, T. +41(0)33 826 56 59, F. +41(0)33 826 56 53. Preise und Abonnemente: Jahresabo (6 Ausg.) Schweiz: CHF 54.- inkl. Versand; D/A und Übersee: CHF 54 + Versand. Spe­ zialpreis für BPV/SPG/HFG-Mitglie­der. Elektronisches Abo: CHF 30.Ein­zelnummer: CHF 9.00 + Versand. Jah­ res­eintrag in die The­­ra­peu­tenliste: zusätz­ lich CHF 12.- (mit URL/E-Mail: CHF 24.-). Das Abo wird jeweils automatisch um ein Jahr verlängert, falls es nicht mindestens sechs Wochen vor Ablauf schriftlich beim Verlag ge­kündigt wird. Bestätigung der Kün­digung nur per Mail oder wenn in­ter­ nat. Antwortschein (Schweiz: frankiertes Rück­antwort­couvert) beigelegt. Zahlstelle: CH: Postkonto 20-584170-8, FatemaVerlag GmbH, 3800 Matten D/übrige Länder: Commerzbank Bayreuth-Maximilianstr., BLZ 773 400 76, Kto 154544100, Fatema-Verlag od. IBAN CH84 0900 0000 9171 4207 3

Liebe Leserin, Lieber Leser, Diesmal fällt es mir echt schwer, das Editorial zu schreiben, weil das aktuelle Schwerpunktthema mir «unter die Haut» geht. Burnout. Vor einigen Jahren fühlte auch ich mich total ausgebrannt, hatte ein Brett vor dem Kopf und wusste nicht mehr weder ein noch aus. Zugegeben, es hätte sich auch um eine sogenannte «midlife crisis» handeln können und die Etikette «Burnout-Syndrom» wäre eigentlich überflüssig gewesen. Aber der Ausdruck «burn out» ist eine perfekte Beschreibung des Zustands, in dem man sich fühlt. Zwar flackert ab und zu noch ein Flämmchen, aber der Aschehaufen wird immer grösser – bis letztendlich nur er übrig bleibt. Die einfache Gleichung: Stress + Hektik = Burnout funktioniere nicht mehr, habe ich gelesen. Trotzdem scheint es mir erfahrungsgemäss wichtig, eine gesunde Balance zwischen Arbeit, Familie und Freizeit zu finden. «Wer immer ‚Mister Perfekt’ sein will, kann in der Regel schlechte Prioritäten setzen und Burnout ist vorprogrammiert», schreibt Klaus-Peter Kolbatz, Autor des Buches «Burn-out-Syndrom». Keinesfalls sollten also der Beruf oder die Arbeit im Haushalt sich zu «Workaholismus» entwickeln, bei dem alles Andere in den Hintergrund gedrängt wird. Wie der Einzelne seinen Weg aus dem Gefühlstief findet kann nicht in einer Checkliste zusammengefasst werden. Bei «Schreibtisch-Chaoten» genügt es vielleicht, Ordnung zu schaffen, damit sich wieder Erfolgserlebnisse am aufgeräumten Arbeitsplatz einstellen. Bei Anderen hilft möglicherweise eine Reise, die dem Betroffenen Abstand zum Alltagstrott bringt. Wieder Andere haben das Glück, gute Freunde zu haben, die ihnen bei der Bewältigung der Krise helfen. Im Endstadium eines Burnout-Prozesses hilft aber nur psychotherapeutische Hilfe. Therapien können ambulant erfolgen oder auch stationär in einer spezialisierten Klinik. Ich hoffe, liebe Leserin, lieber Leser, dass es Ihnen aber gelingt, die positiven Seiten des Lebens zu sehen und dass Ihre «Lebenskerze» ganz hell leuchtet.

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Gesehen

Gelesen

Einzigartige Mikve in Jerusalem ent­ deckt ynet. Eine seltene Mikve, ein jüdisches rituelles Bad, welches auf die Zeit des Zweiten Tempels datiert werden kann, wurde im Stadtteil Kiryat Me­ na­chem in Jerusalem von der israelischen Behörde für archäologische Ausgrabungen freigelegt, nachdem sie bei den Bauarbeiten für die Ora- Mas­ sua-Strasse entdeckt wurde. Benyamin Storchan, Leiter der Ausgrabung sagte, dass zwar zahlreiche Mikven in den letz­ ten Jahren entdeckt worden seien, jedoch keine ein solch besonderes Wasserversorgungs­

system habe. Das Bad besteht aus einem unterirdischen Raum, den man über Stufen erreicht. Aus drei verschiedenen Sammelbecken über dem Bad wur­ de das klare Wasser über Kanäle in das Bad geleitet. Die bisher gefunden Mikven wur­ den von Wasser versorgt, dass sich in einer in der Nähe aus­ gehobe­nen Höhle sam­melte. Diese Mikve allerdings hat ein weit­aus komple­xeres und aus­ geklügeltes System. Nachdem die Mikve nicht mehr in Gebrauch war, wurde sie samt den Wasserkanälen mit Erde verschüttet. Im 20. Jahrhundert wurde sie wie­ der ausgegraben, in die Decke des Raumes wurde ein Loch

Luftaufnahme der Mikve (Foto: Israelische Behörde für archäologische Ausgrabungen)

gemacht und sie diente als Zisterne. Laut dem für die Region Jeru­ salem zuständigen Archäologen Amit Reem ist die Nach­ barschaft, in der die Mikve ge­ funden wurde, sehr daran interessiert, diese zu bewahren und die Ausgrabungsstel­le Be­ wohnern und Besuchern Israels zugänglich zu machen. u

und Bon Partenaire-Mitglieder Wissenschaftler wurde rege benutzt. Die be­ wollen kontrol­ su­cherstärksten Wochentage lierte Beweise für sind Sonntag, Samstag, Donspiritistische nerstag und Mittwoch. Die be­ Séance-Phänome­ sucherschwächsten sind Diens­ tag, Freitag und Montag (alle ne erbringen Wien (Österreich) – In einem in dieser Reihenfolge). Gehört privaten Bauernhaus in Ös­ Das Ausflugsverhalten der ter­reich bemühten sich in den Schweizer Bevölkerung wirkt vergangenen Wochen Para­psy­ Papiliorama mit sich auch auf die Besuche im chologen um Stephen E. Brau­ Papiliorama aus: Im Winter de, Professor emeritus an der stabilen Besucher­ werden generell weniger Aus­ University of Maryland, um zahlen flüge (ausser Skiausflüge) ge­ wissenschaftliche Bewei­se von Das Papiliorama in Kerzers Rund 65% der Besucher stamm­ macht. Frühling und Herbst Phänomenen, wie sie typisch hatte auch 2011 stabile Besu- ten aus dem deutschsprachi- sind klassische Zwischensai- für Erscheinungen während cherzahlen. 235‘195 Personen gen Raum, 35% zur Mehrheit sons. Im Sommer ist das Papi- spiritistischer Seancen sind. haben im vergangenen Jahr aus dem französischsprachigen liorama das Schlechtwetterpro­ Schon jetzt, so die Forscher, das Papiliorama besucht. Neu Raum, einige wenige Prozen- gramm bei Regen und kälte- liegen erste sensationelle te aus Frankreich, Deutschland, ren Temperaturen. Bei heis­sem Er­gebnisse, Beweise und fas­ Spanien und Italien. Mit der Wetter sind demzufolge weni­ zi­nie­rendes Videomaterial Bahn reisten 10-12% der Be- ge Besucher, bei schlechtem sucher an, einige wenige ka- und kaltem Wetter sehr viele men zu Fuss, mit dem Fahrrad Besucher im Papiliorama. oder dem Car, die restlichen Die Stiftung Papiliorama wird leider mit dem Privatauto. mit neuen Angeboten im Frei­ Von den angebotenen Sonder­ en und mit spezifischen Aktio­ tarifen wurde die Verbindung nen diese grossen BesucherBahn – Eintritt von RailAway schwankungen ausgleichen am meisten genutzt. Auch die und zum Allwetterzoo werden Verbilligung für TCS-, Migros- (s. Reportage auf S. 49-53). u wurden auch die Kinder unter 4 Jahren mitgezählt. Im Vergleich zum Jahr 2010 sind es genau gleich viele zahlende Besucher (222‘000). Die Be­ sucherzahlen haben sich so­ mit seit rund acht Jahren eingependelt auf über 220‘000 Besucher. Trotz des für das Pa­ piliorama ungünstigen Wetters in den Frühlingsmona­ ten und im November wurde das erhoffte Besucherziel erreicht.

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Gesehen • Gelesen • Gehört

gungen anfertigen können. Von ebensolcher Qualität sind die Videoaufzeichnungen, auf denen das Medium grosse Mengen an Ektoplasma aus seinem Mund ausscheidet (s. Abb. unten) und dieses mit den Händen verteilt, wobei teilweise die Struktur (des Ek­ toplasmas) erkennbar wird. Hin­ zu erhielten wir zwei be­ein­ druckende Apporte – eben­falls unter guten Beobach­tungs­be­ dingungen.»

von «histori­scher Bedeu­tung» vor. Das private Bauernhaus, so er­ läutert Kai M. selbst u.a. phy­ sikalisches Medium und Mit­ glied der spiritistischen «Felix Experimental Gruppe» (FEG), bot alle notwendigen Umge­ bungen für die hohen Anfor­ derungen des speziell für die Sitzungen erstellten wissen­ schaftlichen Protokolls, das über­durchschnittliche hohe An­ forderungen an die Kontrolle des Mediums und bezüglich der Vorkehrungen zum Schutz vor Schwindel vorgab, damit die beteiligten Wissenschaft­ ler später die erzielten Ergeb­ nisse gegen die zu erwarten­ den Angriffe von skeptischer Seite verteidigen können. Schon im dritten Jahr unter­ sucht Professor Braude nun gemeinsam mit zwei deut­schen Wissenschaftlern, deren Na­men zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden können, sowie begleitet von dem US-amerikanischen Doku­ mentarfilmer und Filmema­ cher Robert Narholz die Ex­ pe­rimente der FEG.

Mitglieder der FEG

Die aufopfernde Kooperation mit einem talentierten Me­ dium, die Erfahrung des Teams aus bekannten Forschern kom­ biniert mit der aktuellen Spit­ zentechnologie, haben es erst­ mals überhaupt ermöglicht, auf Video eine vollständige Tisch-Levitation sowie zahl­rei­ ­che Sequenzen, in denen so­ genanntes Ektoplasma aus­­tritt und entsteht, zu doku­men­tie­ ren.»

Wie Kai M. berichtete, wird die Arbeit auch zukünftig wei­ tergehen. Konkret werden Ex­ perimente mit weiteren Ka­ meras geplant, um eine noch grössere Bandbreite an Mate­ rialisationen und Raumphä­ no­menen in noch komplexe­ rer Ausformung foto- und vi­ deografisch dokumentieren zu können. Auch sind Versuche geplant, das eigentlich flüch­ tige Ektoplasma zu beproben und eingehend zu analy­sie­ ren.

dieser Arbeit dar und sollen schlussendlich in einer Son­ Auch die beteiligten deut­ Die von Narholz gemachten derausgabe der anomali­stisch- schen Wissenschaftler zeigen Aufnahmen werden Teil der wissenschaftlichen Fachzeit­ sich von den Ergebnissen be­ Dokumentation «Finding PK» schrift «Journal of Society for eindruckt: «Die Kontroll­me­ sein, die Anfang 2014 veröf­ Scientific Exploration» (JSSE) chanismen unserer Experimen­ fentlicht werden soll. Die nun dokumentierten De­ publiziert werden, die auch te während der FEG-Sitzun­ monstrationen des FEG-Teams unter Wissenschaftlern des gen in Österreich hatten ein Quellen: unter kontrollierten Bedin­gun­ Mainstreams ein vergleichs­ bislang nicht erreichtes Ni­ w w w. g r e n z w i s s e n ­s c h a f ­t gen stellen den Höhepunkt weise hohes Ansehen ge­niesst. veau. Trotz dieser Massnah­ aktuell.de/ men kam es zu Phänomenen www.felixcircle.blogspot.ch Das wissenschaftliche Proto­ wie Apporten, dem Ausstoss u koll und die Ergebnisse kom­ von Ektoplasma und der voll­ mentiert Robert Narholz wie ständigen Levitation eines Ti­ folgt: «Die sich anhand des sches.» physikalischen Mediu­mis­mus zeigenden Phänomene wur­ Auch der die Experimente lei­ den in der Geschichte der pa­ tende Stephen Braude bezeich­ rapsychologischen For­schung net die Ergebnisse als «von schon vielfach dokumentiert. historischer Bedeutung». Trotz Niemals zuvor aber waren al­ der aufs Schärfste kontrollier­ le möglichen Variablen der­ ten Bedingungen habe man art auf- und miteinander abge­ «zweifellos die bislang hoch­ stimmt, wie während unserer wertigsten und besten Video­ Stephen E. Braude, Professor ‚Österreichischen Woche’ im aufnahmen einer Tisch-Levi­ Ektoplasma strömt aus dem emeritus an der University of vergangen April 2013. ta­tion unter derartigen Bedin­ Mund des Mediums Maryland

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Gesehen • Gelesen • Gehört Bewusstseinstage in Bern Vom 30. August bis zum 1. Sep­ tember organisiert «Die Quelle – Ort der Begegnung» in Bern einen Anlass, der fast wie eine Art «mini-Psi-Tage» an­ mutet. Diverse namhafte Re­ fe­renten wie Dres J. J. und Desirée Hurtak, Dieter Broers, Dr. Rüdiger Dahlke und Dr. Marco Bischof geben Vorträ­ ge und Seminare über «Die Wissenschaft der Zukunft: Be­ weise für eine realisierbare Er­weckung der Menschheit», Quantenphysik, «Krankheit als Symbol» und «Verbundenheit – ein partizipatives Weltbild». Mehr Infos in der Agenda. u

Mahendraparvata Archäologen finden verschollene Tempelstadt in Kambodscha Sydney (Australien) – Mit Hil­ fe der luftgestützten LaserTechnologie «LIDAR» (s. Kas­ ten) haben australische und französische Archäologen im dicht bewachsenen Dschungel Kambodschas, 40 im nördlich von Angkor Wat, die bislang verschollen geglaubte Tempel­ stadt Mahendraparvata gefun­ den, die vor über 1200 Jah-

ren – 350 Jahre vor Angkor Wat – und in unwegsamem Gelände errichtet worden war. Wie die australische Tageszei­ tung «The Saturday Age» be­ richtet, gehen die Wissenschaft­ ler um Damian Evans von der University of Sydney und JeanBaptiste Chevance von der «Ar­chaeology and Development Foundation» davon aus, dass die Tempelanlage im Ge­ gensatz zum weltberühmten Angkor Wat nie von Schatzund Grabräubern geplündert wurde und hoffen in den kom­ menden Jahren auf sensationelle Funde.

Bislang war die Existenz von Mahen­ draparvata nur in alten Schriften überliefert, ihre genaue Lage im dicht bewaldeten Terrain nicht mehr bekannt und 36 einzelne Funde am Boden konnten bislang nicht zu dem jetzt vorliegenden Gesamtbild einer Tempel­stadt mit befestigten Stras­sen, Deichen, Teichen, Tempeln und Wohnan­ lagen zusammengesetzt werden.

Auf einem Berg in der Region Phnom Kulen, 40 Kilometer nördlich von Angkor Wat ent­ fernt, entdeckten die Forscher Mit der LIDAR-Technologie mit LIDAR das zugrunde lie- war es den Forschern möggende Netzwerk einer Tem- lich, den Bewuchs virtuell zu pelstadt, die hier in der Region entfernen, wodurch die exakSiem Reap im Jahre 802 n. te Topographie und somit auch Chr. von dem Kriegerkönig die einstige Bebauung und Jaya­varman II – und damit künstliche Veränderung der 350 vor Angkor Wat – wohl Landschaft offenbar wurde. «An­ als Gründungsmetropole des hand der neuen Aufnahmen Angkor-Reiches gegründet sehen wir, dass dieser Ort einst wur­de. Die LIDAR-Daten be- völlig frei von Vegetation war», legen nun, dass einige schon erläutert Evans. «Wir vermu­ zuvor bekannte vermeintlich ten, dass die völlige Entwal­ einzel­ne Tempel in Wirklich- dung und die gleichzeitige Ab­ keit Tei­le einer gewaltigen hängigkeit von einem funktio­ Stadtanla­ge vergleichbar mit nierenden Wassermanagement Angkor Wat waren. zum Niedergang und zur Auf­

gabe der Anlage geführt hat­ ten. Vielleicht wurde die hier ansässige Zivilisation zu erfolg­ reich, als das sie von hier aus noch organisierbar war?» Die Arbeiten an der noch nahezu gänzlich unerschlossenen und wohl grösstenteils bereits zerfallenen Stadt, wer­ den wohl noch Jahre in Anspruch nehmen, so die Archäologen. Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de, youtube.com, wikipedia.org u

Damian Evans

LIDAR Abkürzung für englisch Light de­ tection and ranging, auch LADAR (Laser detection and ranging), ist eine dem Radar (englisch radio detection and ran­ ging) sehr verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung sowie zur Fernmessung atmosphärischer Parameter. Statt Funkwellen wie beim Radar werden jedoch Laserstrahlen verwendet.

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Die Geschichte der Bibel – Von den Tontafeln über Qumran bis heute Von Tontafeln bis zur Buchdruckerkunst W. J. J. Glashower – Folge 4 Wir finden es heute selbstverständlich, le Bibelstellen sind nach dass wir in ein Geschäft gehen können, Lu­ther, revidierte Fassung um eine gedruckte Bibel zu kaufen. Das 1956/64, zitiert.) Mose hatwar aber nicht immer so. Jahrhunderte- te vorher schon einmal – lang mussten sich die Christen in Euro- gleichfalls am Sinai – einen pa, wenn sie etwas aus der Bibel erfah- derartigen Auftrag bekom­ ren wollten, mit Darstellungen von Holz­ men (2. Mose 17,14) und schnitzereien, Glasmalerei an Fenstern ihn ausgeführt: Alle Worte und Wundererzählungen begnügen. An­ von JHWH schrieb er in sonsten musste sie mit dem Brauch zu- das «Buch des Bundes» (2. frieden sein, dass ihnen die Bibel in der Mose 24,4 7). Wir können Kirche vorgelesen wurde (gewöhnlich auch nachlesen, dass Moin Latein) – genau wie die Juden mit ih- se während der 40jähriren Vorlesungen der heiligen Gesetzrol- gen Wüstenwanderung len in den Synagogen und ihren Tal- wiederholt die Reise und das Ergehen hatte (im Gegensatz zu eventuellen spämudstudien. Die Bibel war dem gewöhn­ des Volkes beschreibt (4. Mose 33,2). Eben­ teren Autoren in Palästina) eine genaue lichen Volk nicht zugänglich. Das kam so schrieb er ihre Gesetze nieder in ein Kenntnis des Klimas und der Geogranatürlich auch daher, dass es nur weni- Buch (5. Mose 31, Verse 9,19, 22, 24-26). phie Ägyptens und der Wüste Sinai (die 5 Bücher Mose sprechen für sich selbst). ge Bibeln gab, weil sie ausschliesslich von Hand durch Abschreiben vervielfäl- Wer schrieb den Pentateuch? Ausserdem war Mose vertraut mit der früheren Geschichte der Hebräer (der Vor­ tigt werden mussten. Wir können uns heute kaum vorstellen, dass ein Buch, des­ Wenn wir die vielen Hypothesen der mo­ väter Israels). In seiner Funktion als posen älteste Teile mindestens 3400 Jah­re dernen Theologie (die zum Beispiel die litischer und geistlicher Führer der zwölf alt sind, während 85 % dieser Zeit nur Mosebücher als viel jünger einschätzen) Stämme Israels war er der richtige Mann, beiseite lassen und einfach die Aussagen diese Bücher zu schreiben. Auch hatte von Hand kopiert wurde! ernst nehmen, die die Bibel selber zu die­ er während der 40 Jahre des UmherzieWenn wir sagen, dass die ältesten Teile sem Thema macht, dann können wir nur hens in der Wüste genügend Zeit dafür. der Bibel mindestens 3400 Jahre alt sind, zu dem Schluss kommen, dass Mose selbst dann bedeutet das, dass die Bibel zu der den Pentateuch, d.h. die 5 Bücher Mose, Auch die späteren Teile der Bibel nennen Zeit zu entstehen begann, als das Volk wie wir sie in unserer Bibel haben, ge- deutlich Mose als Autor: siehe zum BeiIsrael nach seinem spektakulären Aus- schrieben haben muss. Wer das bezwei- spiel Josua 8,31-34; 23,6; 1. Könige 2,3; zug aus Ägypten bei dem Berg Sinai (in felt, muss schon starke Argumen­te ha- 2. Chronik 25,4; 35,12; Nehemia 8,2; Mar­ der jetzigen Wüste Sinai) angekommen ben, um gegen die deutlichen Aussagen kus 12,19. Auch die Apostel (z. B. Römer war. Der grosse Führer des Volkes, Mo- der Bibel anzugehen. Zahllose Tei­le in die­ 10,5) und Jesus selbst (s. vor allem Jose, stieg auf den von Feuer und Rauch sen Büchern wurden zu Mose persönlich hannes 5, 45-47) schrieben die Geschichts­ verhüllten Berg und blieb dort 40 Tage gesprochen, und wir lesen – wie gesagt – bücher ausdrücklich Mose zu. Auch die (und später noch einmal 40 Tage). Dort wiederholt, dass Mose die Worte Gottes frühchristliche und jüdische Tradition (s. sprach er, wie die Bibel berichtet, mit in Bücher niederschrieb (was nicht aus- die apokryphen Bücher, den Talmud und JHWH, dem Gott, der Himmel und Erde schliesst, dass er sie Anderen diktiert Geschichtsschreiber wie Philo und Flavigeschaffen hat und der nun auf diesen haben kann, oder dass ein Überarbeiter us Josephus) bezeugen das. Zudem geht Berg mit Israel einen Bund schloss. Uns später einige Verse hinzufügte, wie zum die Verfasserschaft Moses aus Schriften der verschiedenen Kirchenväter und den interessiert vor allem zu erfahren, was Beispiel 4. Mose 12,3 und 5. Mose 34). alten kanonischen Listen hervor. Gott nach 2. Mose 34,27 zu Mose redete: «Schreib dir diese Worte auf; denn auf­ Mose eignete sich hervorragend dazu. grund dieser Worte habe ich mit dir und Durch seine Erziehung war er ein gebil- Den Behauptungen bestimmter modermit Israel einen Bund geschlossen!» (Al- deter Mann (vergleiche Apg. 7,22) und ner Theologen, der Pentateuch sei bei-

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nahe tausend Jahre später geschrieben, steht zum Beispiel der interessante Befund gegenüber, dass die literarische Struktur des Fünften Buches Mose (Deuteronomium) und die Form der Unterweisungen kennzeichnend sind für das zweite Millennium (2000-1000) v. Chr. und gerade nicht für das erste. Das hat sich auch, unter Anderem, durch Vergleiche mit Informationen aus hethitischen Archiven herausgestellt. Der ganze Stil und geographische Wortgebrauch entsprechen der Zeit Moses. In der Beschreibung des Zuges durch die Wüste finden wir allerlei Einzelheiten, die für das reisende Volk Israel von grosser Bedeutung waren (wie zum Beispiel die Formierung des Zuges und die Art und Weise des Lagerns; Kapitel 1-4 und 10). Wer würde sich angesichts solcher genauen Beschreibungen vorstellen können, dass ein Autor 800 Jahre später diese so genau und ausführlich beschrieben hätte? Auch allerlei beschriebene, typisch ägyptische Merkmale, sei es in Geographie (4. Mose 13,22) oder Wortgebrauch, wären praktisch nicht zu erklären; es sei denn, man geht davon aus, dass ein Autor schreibt, der aus dem zweiten Millennium umfangreiches Wissen über Ägypten hat. Das Vorkommen sehr alter Gebräuche (wie der Bundesschluss in 1. Mose 15) und antiker he­ bräischer Buchstabierung weist ebenfalls auf ein sehr hohes Alter in.

Abweichende Auffassungen Nun wird sich manch einer fragen, wieso es wichtig ist, ob der Pentateuch (die 5 Bücher Mose) tausend Jahre älter oder jünger ist und ob Mose oder irgendein anderer frommer Israelit der Autor ist. An sich ändert diese Frage nichts am Wert des Pentateuchs. Dennoch haben wir es hier mit einer fundamentalen Frage zu tun. Denn wenn die Bibel selbst so deutlich für die Verfasserschaft Moses plädiert, dann fragt man sich doch, warum die meisten Theologen heute glauben, diese Tatsache sei nur eine fromme Legende. Sie meinen, diese Bücher seien viele Jahrhunderte später entstanden, als Produkt zunehmender Aufzeichnungen allerlei (sich oft widersprechender) mündlicher Überlieferungen, die nur religiöse Bedeutung, historisch aber wenig Gewicht hätten. Wir müssen diese Theorien hier auffüh-

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Der Codex Vaticanus Graecus 1209 gilt zusam­ men mit dem Co­dex Sinai­ ticus als die bedeu­tends­te neutes­ta­ment­­ liche Hand­ schrift. Beide sind im 4. Jahr­hundert ent­stan­den und gehören zum alexan­d­ rini­schen Text­­typ. Der Codex Va­ ticanus wird der Kategorie I (= ganz beson­dere Qualität) zu- geordnet. Seinen Namenerhielt der Co­dex durch seine Aufbewahrung in der Bibliothek des Vatikan. Er wurde in griechischen Unzialbuchstaben auf Per­ gament geschrieben. Der Codex Vaticanus (B) umfasst das Alte und das Neue Testament, wobei jedoch einige Blätter verloren gegangen sind. Es bestehen noch 591 (AT) + 142 (NT) = 733 Doppelseiten (Folios). Am Anfang fehlen 31 Folios = 62 Seiten der Genesis. Des Weiteren fehlen 10 Folios der Psalmen (Ps 105:27 - 137:6). Am Ende des NT fehlen ein Teil des Hebräerbriefes (ab 9:14), die Pastoralbriefe und die Apokalypse. Die Arbeit wurde von zwei Schreibern ausgeführt, von denen einer das ganze NT schrieb. Vermutlich im 10. Jahrhundert wurde die sehr verblichene Schrift von einem Mönch säuberlich nachgezogen. Dabei wurden auch die fehlenden Teile in Minuskelschrift hinzugefügt. Das Format ist 27 x 27 cm (die Blätter waren früher grösser), der Text steht in drei Spalten mit 40-44 Zeilen (im NT 42 Zeilen), 16-18 Buchstaben auf der Zeile. Das Pergament ist sehr zart und fein. Die Unzialbuchstaben sind klein, einfach und ohne Unterbrechung geschrieben. Die Ammonianischen Abschnitte des Euse­ bischen Kanons und der Euthalianische Apparat fehlen. In den Evangelien begegnet eine Kapiteleinteilung, die sonst nur im Codex Zacynthius und der Minuskelhandschrift 579 vorkommt, wonach Matthäus 170, Markus 62, Lukas 152 und Johannes 80 Kapitel hat. In der Apostelgeschichte wird auf zwei Weisen geteilt, einmal in 36 und einmal in 69 Kapitel. Die zweite Einteilung steht auch im Codex Sinaiticus. Die Katholischen Briefe und Paulusbriefe bieten eine alte Einteilung. Der Codex Vaticanus B befindet sich seit 1475, vielleicht auch schon 1448 in der Bibliothek des Vatikan, über die Zeit davor ist nichts bekannt. Einige meinen, er wäre in Ägypten geschrieben, andere tendieren nach Caesarea. 1995 wurden in dem Codex Vaticanus B sogenannte «Umlaute» (..) entdeckt. Zwei horizontale Punkte am Rand des Textes, insgesamt rund 800 im NT. Es wurde erkannt, dass diese Zeichen Stellen textlicher Unsicherheit markieren. Über das Datum ihrer Entstehung wird noch gestritten. Im oberen Bild rechts können zwei dieser Umlaute am linken Rand der linken Kolumne und einer in der Mitte des rechten Randes der mittleren Kolumne erkannt werden.

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che Weltbild den «moder­ wissen wir, dass die Geschichten der nen» Menschen veranlassen Erzväter nicht legendären Charakter ha­ müss­te, sein traditionelles ben. Auch hat sie uns, durch viele ParalVerständnis über die Entste- lelen mit den Gesetzen anderer alter hung und den Inhalt des 1. Völker des Altertums, das hohe Alter Buches Mose gänz­lich zu re- des Pentateuchs bestätigt. vidieren.

Archäologische Funde

ren, weil sie in der modernen Theologie eine so grosse Rolle spielen. Später werden wir noch ausführlicher darauf zurückkommen. Für den Augenblick genügt es uns zu betonen, dass wir diese Theorien ablehnen, weil sie nicht auf exegetischen und hermeneutischen Argumenten beruhen, sondern vielmehr auf einer Art philosophisch-spekulativen Denkens aus der Zeit der Aufklärung (18. Jahrhundert). Dieses rationalistische Denken beeinflusste unsere ganze Kultur und schliesslich auch die Theologie. Dieser Einfluss äusserte sich vor allem auf zweierlei Weise. 1. durch Ablehnung alles Übernatürlichen. Der Gedanke der «Inspiration», das Reden Gottes und die Wunder der Bibel wurden damit in das Reich der Fabel verwiesen. Man wollte den Menschen glauben machen, dass Wunder «unwissenschaftlich» seien. Wir werden aber später sehen, dass dies ein Missverständnis ist. Ob man an Wunder glaubt oder nicht, ist ein philosophisches oder religiöses Problem, das nichts mit Naturwissenschaft zu tun hat. Die zweite Auswirkung des «aufgeklärten» Denkens in der Theologie war die Evolutionstheorie, die ein anderes Licht auf die Entstehung der Welt und des Menschen, aber auch auf die religiöse Entwicklung war. Die Geschichte und Religion Israels wurde von vielen Theologen nunmehr evolutionistisch interpretiert; das taten sie, weil sie meinten, dies der neuen Entwicklung der Naturwissenschaft schuldig zu sein. Als NichtBiologen hatten sie, sicherlich in dem ersten stürmischen Aufkommen der Evolutionstheorie, Mühe damit, Philosophie von Wissenschaft und Thesen von Tatsachen zu unterscheiden. Auch nach Aufkommen der Neo-Orthodoxie, einer Reaktion auf den Modernismus, der im 19. Jahrhundert aufkam, beharrten viele Theologen gegenüber der Öffentlichkeit darauf, dass das moderne wissenschaftli-

Soviel darüber im Moment. Zusammen mit Tausenden Der jüngste Fund auf diesem Gebiet ist Naturwissenschaftlern und auch zugleich der interessanteste. Er ist Theologen der ganzen Welt sind wir dermassen aufschlussreich, dass er die überzeugte Gegner dieses Anti-Supra- Entdeckungen der Qumran-Rollen vielnaturalismus (Ablehnung alles Überna- leicht sogar noch übertrifft! Im Jahre türlichen) und der Evolutionstheorie, 1975 entdeckte ein Team italienischer und wir haben nicht das geringste Be- Archäologen nach jahrelangem Suchen dürfnis, die traditionelle, auf die Bibel in Tell Mardich (Syrien) 15’000 Tontagestützte Schau über Genesis (1. Buch feln, die aus dem alten Königreich Ebla Mose) und den Rest des Pentateuchs stammen – also aus der Zeit vor Abrapreiszugeben! Ausserdem wissen wir, ham (2400-2250 v. Chr.). Diese Funde dass wir in dieser Hinsicht die Archäolo- vermitteln uns ein Bild der kanaanitigie auf unserer Seite haben. Wir haben schen Welt, das genau mit dem der Biheute zahllose geologische Hinweise auf bel übereinstimmt. Die Tontafeln nendas hohe Alter des Pentateuchs, wie wir nen Namen von Personen, die auch in oben schon gesagt haben. Die Archäolo- der Bibel vorkommen (wie Eber, Israel, gie hat uns zum Beispiel Informationen Abraham) und zeigen damit, dass Abraverschafft über das Alter der literari- hams Vorvater Eber (1. Mose 11,14-17) schen Struktur der Bücher des Penta- gar keine legendäre Person zu sein teuchs und hat uns auch sehr viel er- braucht, wie es die meisten Theologen zählt über den historischen und kultu- heute glauben. Die Tafeln enthalten sorellen Hintergrund des Zeitalters, das in gar eine Schöpfungs- und Sintflutgeder Genesis beschrieben wird. Dadurch schichte, die viele Jahre älter sein kann

Ausgrabungen in Ebla. Ebla war eine antike Stadt im Norden Syriens, etwa 55 km südwestlich von Aleppo. Sie hatte während zweier Perioden, gegen Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. und zwischen 1800 und 1650 v. Chr., den Status eines Stadtstaates.

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Das Eblaitische ist eine ausgestorbene semitische Sprache, die durch Aus­gra­ bungen in der antiken Stadt Ebla – heute Tell Mardikh – im heutigen Sy­rien ans Licht kam. In den Ruinen des Palastes von Ebla fand man 20’000 gut erhaltene Keilschrifttafeln. Unter anderem wurden zweisprachige Wör­ter­bücher in den Sprachen Sumerisch und Eblaitisch gefunden (sogenann­tes Vocabolario di Ebla).

Eines der ältesten Materialien, auf denen man schrieb, war Ton. Diese Tontafeln von Ebla sind ein Beispiel dafür. Im weichen Ton wurden mit einem Stab Zeichen eingedruckt. Wenn der Ton hart geworden war, konnten die Tafeln als Platten in einem Regal aufbewahrt werden.

Da die meisten Texte überwiegend in (sumerischen) Logogrammen ge­schrie­­ben sind und nur wenige Syllabo­gram­me enthalten, ist es nicht ganz leicht, die sprach­ liche Zugehörigkeit des Eblaitischen zu bestimmen. In seiner Erst­ver­öf­fentlichung von 1975 präsentierte Pettinato das Eblaitische als eine semitische, und zwar spe­ ziel­ler «altkanaanäische» Sprache, womit es mehr oder weniger als ein Vor­läu­fer des Hebräischen anzusehen wäre. Eines seiner Hauptargumente dafür war eine Folge zweier Keilschrift­zei­chen, die er als Syllabogramme für ik-tub «er hat ge­ schrieben» (vgl. he­brä­isch yichtov, arabisch yaktub) deutete. Die Deutung dieses speziellen Wortes wurde zwar später wieder verworfen. Dennoch ist mittlerweile gesichert, dass die eblaitischen Texte als eine semitische Sprache zu lesen sind. Die genaue Einordnung innerhalb des Se­mitischen wird weiterhin diskutiert. Von manchen wird sie als nächster Ver­wandter des Akkadischen angesehen, womit beide Sprachen eine ostsemi­tische Untergruppe innerhalb des Se­mitischen bilden würden, oder sie wird gar für einen Dialekt des Ak­ka­di­schen gehalten.

als die des Mose. Im Augenblick ist die- die ältesten sumerischen se Geschichte für uns aus zwei Gründen und ägyptischen Kulturen wichtig. Erstens ist es eine erneute Be- schon aussergewöhnlich stätigung, dass die Schreibkunst bedeu- hoch entwickelt waren und tend älter ist als man früher meinte. Als eine verhältnismässig weit die Pentateuchkritik aufkam, war man entwickelte Geometrie, Arder Meinung, dass die Menschen zur chitektur, Astronomie, Tech­ Zeit Moses nicht oder kaum schreiben nologie und Kunst kannten. konnten (obwohl der Richter 8,14 zeigt, Noch erstaun­licher war die dass sogar ein Knabe die Schreibkunst Entdeckung, dass diesen beherrschte). Heute aber wissen wir, ho­hen Kulturen keine langdass diese Stütze der Bibelkritik weder sam wachsen­de kulturelle Hand noch Fuss hat. Schon Jahrhunder- Evolution vorangegangen te vor Abraham beherrschte man die war, sondern dass sie wie Kunst des Schreibens, das haben viele Pilze aus dem Boden geFunde in Sumer, Ägypten und Babel schossen waren für diejeniund jetzt wieder in Ebla überzeugend gen, die aus wissenschaftlinachgewiesen. Eines der schwerwiegen­ chen Gründen die Evolutiden Argumente dafür, dass Mose nie- onstheorie erweisen und an mals den Pentateuch geschrieben haben der historischen Glaubwürkönnte, hat sich damit als unbegründet digkeit von 1. Mose Kapitel erwiesen. 1-11 festhalten, ist das kein Problem, weil für sie diese alten Kulturen einfach Es ist der Mühe wert, dass wir uns mit die kulturellen Leistungen sind, die der Frage befassen, wie die Bibelkriti- kurz nach der weltweiten Sintflut anzuker aus dem vorigen Jahrhundert zu der treffen sind. Bei einer richtigen HandÜberzeugung kamen, die Kunst des habung wissenschaftlicher DatierungsSchreibens sei Jahrhunderte jünger als methoden stellt sich heraus, dass die sie tatsächlich ist. Es war eine einfache primitiven Zeiten, die diesen Kulturen Konsequenz des evolutionistischen Den­ vorangegangen sein sollen, wegfallen. kens. Man war davon überzeugt, dass Darüber später mehr. Die Funde, die die Menschen und Völker umso primiti- 1975 in Tell Mardich gemacht wurden, ver sein würden, je weiter man in die sind aber auch noch aus einem zweiten Vergangenheit zurückging. Kennzeichen Grund sehr wichtig. Sie zeigen, dass einer hohen Kultur, wie zum Bei­spiel die ähnliche Geschichten, wie wir sie in GeSchreibkunst und der Mono­theismus, durf­ nesis finden, schon Jahrhunderte bevor ten deshalb nur verhältnis­mässig jung Mose lebte, auf Tontafeln festgehalten sein. Die Evolutionisten staunten aber worden sind. Das wiederum wirft ein nicht schlecht, als sie entdeckten, dass überraschendes neues Licht auf eine

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schon etwas ältere, interessante Theorie von P. J. Wisemann («Entdeckungen über 1. Mose», De Haan, Groningen 1960): auf­ grund allerlei literarischer Kennzeichen des 1. Buches Mose kam er zu dem Schluss, dass dieses Buch wahrschein­lich ursprünglich in einer sehr alten Schrift auf Tontafeln geschrie­ben wurde und zwar von den Erzvätern selber, die am besten Bescheid wussten über alle Geschehnisse. Mose würde dann ein Buch, wie wir das heute vor uns haben, zusammengestellt haben. Er selber würde in dem Buch andeuten, aus welchen Quellen er geschöpft habe, zum Beispiel durch den Satz: «Dies ist die Geschichte (= Geschlechtsregister, die Nachkommen­ schaft usw., hebr. toledot) von …» Das

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können wir unter anderem in 1. Mose Die Papyrus-Rohre wurden enthäutet 2,4; 5,1; 6,9 und 10,1 sehen; hier würden und in lange Streifen geschnitten, dadann immer Anfang oder Ende einer nach geglättet und in zwei Lagen (überTontafel angedeutet. Wegen der guten einander gelegt) zusammengepresst. Wenn wissenschaftlichen Grundlage die­ser das Material getrocknet war, wurde die Theo­rie und der damit verbundenen Lö- weisse Oberfläche mit einem Stein glatt sung vieler Probleme glauben wir, dass poliert. Wir begegnen dem Papyrus («Rohr») sie sehr wichtig ist, vor allem im Hin- im 2. Buch Mose 2,3; Hiob 8,11 und blick auf die vor kurzem gefundenen Jesaja 18,2 – jedoch nicht als SchreibTontafeln. Aber hierauf wollen wir spä- material. Wohl aber finden wir in 2. Joter noch eingehen. hannes 12 das griechische Wort chartes (vgl.«charta»); damit wurde ein Blatt PaSchreibmaterialien pier bezeichnet, das aus Papyrus gemacht wurde. Man schrieb auf diesem Es wäre also möglich, dass die Entste- «Papier» mit Tinte und einer Feder, die hung der Bibel schon viele Jahrhunder- aus einem Stück Rohr hergestellt und te vor Abraham angefangen hat, mit der mit einem Messer angespitzt wurde (vgl. Schilderung der ältesten Geschichten Jeremia 8,8; 36,23 und 3. Johannes 13). auf Tontafeln. In solche Tafeln wurden Die Idee des Schreibens mit der Gänsemit einem scharfen Gegenstand Schrif- feder scheint von den Griechen im 3. ten eingraviert. Danach wurde der Ton Jahrhundert v. Chr. zu stammen. Beschrif­ getrocknet und somit haltbar gemacht tete Papyrusblätter wurden aneinander (vergleiche Jeremia 17,13; Hesekiel 4,1). geklebt und danach auf einen Stock geDieses Material war ausserordentlich rollt. So entstand eine «Buchrolle», meis­ haltbar, bedeutend besser als der Papy- tens einseitig, aber manchmal auch beid­ rus, der von jeher als Schreibmaterial seitig beschrieben (Offenbarung 5,1). Im benutzt wurde. Papy­rus war allerdings Durchschnitt war so eine Rolle etwa 6viel prak­ti­scher. Die Papyrusstaude wuchs 10 Meter lang, es sind uns aber auch in den flachen Seen und Flüs­sen Ägyp- Rollen mit einer Länge von mehr als 40 tens und Syriens. Grosse Schiffsladun- Metern bekannt! Bis zum 7. Jahrhundert gen Papy­rus wurden über den syrischen nach Christus gebrauchte man den PaHafen Byblos versandt, und man vermu- pyrus; danach machte die Eroberung tet, dass von diesem Wort das griechi- Ägyptens durch die Araber dem Gebrauch sche Wort biblos oder bublos abge­leitet dieses Schreibmaterials ein Ende. wurde, dass so viel wie «Papyruspflanze» und auch «Papier, Schriftstück, Buch, Aber schon Jahrhunderte vorher war der Brief» bedeu­tet. Für letztere Bedeutun- Gebrauch eines anderen Materials übgen wird normalerweise biblion ge- lich geworden, nämlich des Pergaments. braucht (vgl. «Bibliothek»). Die Mehr- Im Griechischen heisst es membrana (vgl. zahl heisst biblia («Bücher»). Davon unser Wort «Membrane»), während das wurde das Wort «Bibel» abgeleitet. Und Wort «Pergament» von dem Namen des von «Papyrus» stammt unsere der Be- Ortes Pergamon in Kleinasien stammt zeichnung «Papier». (vgl. Offenbarung 2,12). Hier wurde dieses Material eine Zeitlang angefertigt. Pergament wurde aus dem gescho­ renen und ge­­gerbten Häuten der Schafe, Ziegen, Antilo­pen und anderer Tiere hergestellt. Pergament aus Kalbleder nannte man vellum. Man färbte Vellum oft

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in Purpurfarbe, um darauf dann mit Gold oder Silber zu schreiben. Verschiedene solcher kostbaren Bibelhandschriften auf Vellum sind bekannt. Zur Zeit des Neuen Testaments gebrauchte man Pergament hauptsächlich für wert­volle Dokumente, weil es haltbarer und kostbarer als Papyrus war. In 2. Timotheus 4,13 bietet der Apostel Paulus den Timothe­ us, ihm seinen Mantel mitzubringen und auch die «Bücher», vor allem aber die «Pergamente». Es handelt sich hier also um Buchrollen, teils aus Papyrus, teils aus Pergament (vielleicht waren die Letz­teren kostbare Dokumententeile des Alten Testaments). Nicht lange nach der apostolischen Zeit, im 3. Jahrhundert n. Chr., kam eine ganz neue Buch­form in Gebrauch (der Codex), ein Buch mit Sei­ ten, so wie wir es kennen. Die Blätter aus Papyrus oder Pergament wurden nun beidseitig beschrieben und wie Blätter eines Buches zusammengefügt. Man­che meinen, dass die schnelle Verbrei­tung des Christentums und der gros­se Bedarf an Schrifttum zu der Entwicklung dieser handlichen Buch­form führten. Ausser an der Art oder an den Zustand des Schreibmaterials kann das richtige Alter einer Buchrolle oder eines Codex auch an der benutzten Schreibmethode gemessen werden, nämlich an der Grös­ se und Form der Buchstaben, den Lesezeichen, der Einteilung des Textes und dem Schreibschmuck. Hinsichtlich der benutzten Buchstabentypen unterscheidet man die Schreiben in Unziale oder Majuskel (Grossbuchstaben) und Minus­ kel (Kleinbuchstaben), oder aber in Druck­ schrift oder Schreibschrift. Die Manuskripte, in denen diese Buchstaben enthalten sind, nennt man auch Unzial- bzw. Minuskelschriften Seit dem 9. Jahr­hun­ dert wurden die Unzialschriften bald von den Minuskelschriften verdrängt. Ein an­ deres typisches Kennzeichen der Schreib­ weise auf den Manuskripten (oder «Hand­ schriften») ist, dass sowohl die griechischen als auch die hebräischen Handschriften fortlaufend geschrie­ben wur­den, also ohne Absätze zwischen den einzelnen Wörtern. Ausserdem wur­den die hebräischen Handschriften bis ca. 900 n. Chr. ohne Selbstlaute (Vokale) geschrieben. Nächste Folge: der Werdegang des Al­ ten Testaments / der Werdegang des Neuen Testaments / die alten Bibel­ übersetzungen / spätere Bibelüberset­ u zungen

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Antonin Ein Tatsachenbericht, erlebt von Franz Schrönghamer-Heimdal Rudolf Passian Es wäre bedauerlich, wenn die folgende Begebenheit so ganz dem Vergessen­ wer­den anheimfallen würde. Sie stammt von einem Mann, der immerhin als Eh­ renbürger in den Annalen der Stadt Passau verzeichnet steht, der seinerzeit populäre Franz Schrönghamer-Heimdal. Am helllichten Tage begegnete er sei­ nem verstorbenen Freund Antonin… Doch lassen wir ihn selbst erzählen. Am Nachmittag des 22. Juni 1951 führte mich mein Weg durch die stark belebte Ludwigstrasse in Passau. Es war ein son­ nenheller, heisser Tag. Auf dem Bür­ger­ steig unweit des Grenzland-Kaufhauses kam mir Antonin entgegen. Ich hatte ihn schon etliche Jahre nicht mehr ge­ sehen, da er nicht in Passau ansässig war, sondern in Nürnberg, wo er seit Jahrzehnten als Komponist und Leiter einer Musikschule lebte. Wir kannten uns seit einem halben Jahrhundert, da ich schon als junger Student in seinem Vaterhause in Dommelstadl (einem klei­ nen Ort nahe Passau) zu Gast war. Seit­ dem verband uns eine herzliche Freund­ schaft, die von seiner Seite auch dadurch zum Ausdruck kam, dass er mehrere Gedichte von mir vertonte. Als gebore­ ner «Musiker von Gottes Gnaden» hatte er auf das Vatererbe, eine gutgehende Bäckerei mit Landwirtschaft, verzichtet und war nach Nürnberg gegangen, wo er als Meister der Zither und anderer Instrumente grosse Erfolge erzielte. Sei­ nen Urlaub verbrachte er regelmässig bei seinem jüngeren Bruder, der die vä­ terliche Bäckerei in Dommelstadl über­ nommen hatte. Da ich in der gleichen Gegend ansässig war, sahen wir uns immer wieder und freuten uns der alten Freundschaft, die uns innig verband. Und heute, am 22. Juni 1951, kam mir Antonin so unverhofft und unvermutet auf dem Bürgersteig der Passauer Lud­ wigstrasse entgegen! Ich sah ihn schon von weitem lächeln und mit erhobener Hand winken zum Zeichen, dass auch er

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mich sogleich erkannt hatte. Wir traten aufeinander zu und drückten uns fest die Hand. «Grüss dich Gott, Antonin!» «Grüss dich Gott, Heimdal!» «Wie geht’s? Bist du jetzt in Dom­melstadl?» «Ja, bei meinem Bruder im Urlaub.»

heit zu erlangen, rief meine Frau am Dienstag, dem 26. Juni 1951, die Schwä­ gerin Antonins an und erbat Auskunft. «Ja», sagte diese, «Antonin ist schon vor zwei Wochen gestorben. Ich war selbst zur Beerdigung in Nürnberg.»

Es war der alte, frische, allzeit freudig Wie dies alles möglich war, weiss ich be­schwingte Antonin, wie ich ihn seit Jahr­ nicht. Ich weiss nur, dass alles so war, zehnten kannte. Sein Händedruck war wie dieser Tatsachenbericht ausweist. So so fest wie früher. Seine Augen leuch­te­ schmerzlich es ist, einen lieben Freund ten so begeistert wie in jungen Jahren. und Idealmenschen nicht mehr unter uns Sein Schnurrbart war noch eben­so blond Lebenden zu wissen, in diesem Falle freue wie damals, worüber ich mich sehr wun­ ich mich doch, weil du so freudig warst, derte. Denn Antonin stand ja schon hoch Antonin, bei unserer letzten Begeg­nung, in den Sechzigern. Woher diese Jugend­ vierzehn Tage nach deinem Heim­gang! lichkeit? Weiter fiel mir auf dass er trotz der brütenden Sommerhitze den grau­ So weiss ich, dass du gut aufgehoben brau­nen Rock bis zum Hals fest geschlos­ bist in der anderen, besseren, wirklichen sen trug und darüber eine leich­te Binde, Welt. Und so sage ich ebenso freudig deren Flügel lose über den Rock flat­ter­ten. wie du, bei dieser unserer ausser­gewöhn­ lichen Begegnung: «Auf Wiedersehn, Wir wechselten noch einige belanglose Antonin!» Worte, dann verabschiedeten wir uns mit einem kräftigen Händedruck, weil in dem Kurzkommentar: Menschengedränge auf dem Bür­ger­steig nicht der rechte Ort war für ein längeres Nachtodliche Begegnungen mit Abge­ Gespräch. «Auf Wiedersehn, Antonin!» schiedenen geschehen weit häufiger als «Heimdal, behüt dich Gott! Ja, auf Wie­ Erfahrungen in Todesnähe, wie sie von Menschen, die klinisch tot waren und dersehn!» reanimiert (ins Leben zurückgeholt) wer­ Ich nahm mir vor, den alten lieben An­ den konnten berichtet werden. Beson­ tonin in den nächsten Tagen in Dom­mel­ ders empfehlenswert sind die Bücher stadt zu besuchen. Im Wei­tergehen warf von Bill und Judy Guggenheim, «Trost ich ihn noch einen Blick nach, aber da war aus dem Jenseits. Unerwartete Begeg­ Antonin schon in der Menge ver­schwun­ nungen mit Verstorbenen», sowie von den. Spurlos verschwunden! Son­derbar! Cherie Sutherland, «Tröstliche Begeg­ nun­gen mit verstorbenen Kindern. El­tern Am nächsten Tag, den 23. Juni 1951, las berichten». Wer sich allerdings nicht ich in der «Passauer Neuen Presse» die überzeugen lassen will, bei dem sind, Nachricht, dass der weitbekannte Kom­ wie der Volksmund zu sagen pflegt, «Hop­ ponist Antonin Neidlinger aus Dom­mel­ fen und Malz verloren». Leider wird zu­ stadl kürzlich in Nürnberg gestorben sei. meist übersehen, dass die Geschichte der menschlichen Wissenschaften eine sol­che Unmöglich! Das konnte nicht stimmen, der korrigierten Irrtümer ist. Ein Ernst­ denn Antonin war mir ja gestern erst nehmen der Grenzbereichsforschung könn­ begegnet, frisch und munter wie eh und te, im Hinblick auf das Todesproblem, je! – Ich war so verblüfft, dass ich so­ viel zur Wiedervereinigung der getrenn­ gleich zu meiner Frau ging und ihr von ten Geschwister «Religion und Wissen­ u unserer Begegnung erzählte. Um Gewiss­ schaft» beitragen.

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«Wissenschaftliche» Sturheit wird teuer bezahlt! Valentin J. Oehen, alt Nationalrat

Im Buch «Grenzen unseres Wissens» wird richtigerweise festgestellt, dass eine genaue Definition der psychosomatischen Krankheiten überaus schwierig sei. Und dass wegen der zunehmenden Spezialisierung der Medizin immer weniger die Gesamtheit der Patienten-Persönlichkeit berücksichtigt werde.

santésuisse (Krankenkassenverband) wa­­ ren es total 1343 Mia Franken – Tendenz steigend. Nach den IV- (Invaliditätsversicherung) Statistiken bezogen 2011 bereits 101’766 Personen Renten wegen psychischer Lei­ den.

Valentin J. Oehen Die Folgen für die Gesellschaft sind an Die wissenschaftliche Psychosomatik ba­ den steigenden Kosten für Therapien für siert weitestgehend auf den Theorien psychisch Kranke abzulesen. Es sind die von Sigmund Freud (*1856-1939), der Zahlen von 2009 verfügbar. Damals be- als Begründer der Tiefenpsychologie gilt. Im Jahre 1973 übermittelte er über das trugen die Kosten für stationäre Aufent- Seine Theorien sind zurzeit unangreif- bekannte Medium Eva Herrmann (s. halte in psychiatrischen Kliniken 583 bar, da sie den «wissenschaftlichen» Se- Kasten auf folgender Seite) zuhanden Mio. Franken und die Behandlung durch gen, resp. die Richtigkeitsansprüche der der «Wissenschaft» die folgenden Richtigstellungen: Fachärzte 536 Mio. Franken. Dazu ka- Wissenschafter besitzen. men noch die Kosten für die ambulanten Behandlungen (198 Mio. Franken) und Die oft jahrelangen dauernden psycho- «Meine Mitteilungen sind das Resultat der Erfahrungen, die ich jetzt machen muss! für Medikamente (26 Mio. Franken). Nach therapeutischen Sitzungen werden den Krankenkassen deshalb anstandslos bezahlt. Eine systeIch bin jetzt in einer Welt, von der matische Erfolgskontrol­le ich nichts wusste. gibt es nicht.

So ist es als Schlaglicht auf die Situationen zu werten, wenn in der Weltwoche Nr. 16.13 eine gewisse Katja Huber (Pseu­donym!) einen vierseitigen Bericht publizierte unter dem Titel «Freud war mein Verhängnis».

Sigmund Freud (1856-1939)

Es ist bedauerlich, dass sich die Allgemeinheit vor einer Tatsache verschliesst, die leider zu den Grundtatsachen des Lebens gehört.

Darin schildert sie den Lei- Mein früherer Standpunkt, böse Taten densweg einer jungen Frau, seien das Resultat eines in der Kindheit die während neun Jahren verletzten Menschen, ist falsch. die Freud’schen Analysen über sich ergehen lassen Der Mensch ist weit mehr, als das Resulmusste und sie selbst und tat einer mehr oder weniger glücklichen die Krankenkasse dafür Kindheit. Der Mensch ist die Endsumme Zehntausende von Franken aller vorangegangenen Erd-Existenzen. auslegte. Der Erfolg war offenbar minimal. Die Erlebnisse in der Kindheit sind das Aufgreifen eines Leitmotivs, sei es im Was sagt nun Freud aus Sinne des Aufarbeitens schlimmer Bedem Jenseits über seine lastungen oder der Fortsetzung der VerLehren im Diesseits? vollkommnung (Wunderkinder!).

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Ich habe mich an den Gedanken gewöh­ nen müssen, dass das Böse an sich existiert.

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Meine Erkenntnisse bezüglich des Mechanismus des Unbewussten bilden die Grundlage für eine gültige Seelenkunde – der ganze Rest ist absurd falsch!

Ich bedaure zutiefst, dass ich die wahren Hintergründe verkannte, was den Menschen zu dem macht, was er ist. Ich wusste nichts von der Beeinflussung durch jenseitige Kräfte. Unsichtbare We­­ senheiten wirken – im Guten und im Bösen – auf den Einzelmenschen und die menschliche Gesellschaft. Dabei ist es der Zustand der Seele (der Seelen), der darüber entscheidet, ob das Licht des ‚Gu­ten’ durchdringt, oder Finsternis und Käl­te des ‚Bösen’ die Oberhand gewinnen. Heute weiss ich, dass mir meine Darstellungen, die den Menschen von einer einseitig sexualbetonten Seite zeigen von Kräften eingegeben wurden, die eine bösartige Freude daran hatten, dass ein an sich seriöser Mann wie ich auf den Leim ging und einer ganzen Generation mit Begriffen den Kopf verdrehten, die keiner Realität entsprachen. Ich weiss nicht, wie bald es mir im Verein mit Andern gelingen wird, dieses Bild zu korrigieren und den Menschen zu rehabilitieren als ein Geschöpf Gottes, des­ sen Sexualität ihm zwar zuweilen zu schaffen macht, das aber zwischen ‘Him­ mel’ und ‘Hölle’ wählen kann.»

Schlussbemerkungen

Eva Herrmann – Malerin und Medium Eine märchenhafte Schönheit, Freundin, Geliebte und Muse bedeutender Künst­ ler ihrer Zeit, eine amerikanische Jüdin mit katholisch-bayerischer Erziehung, eine Nomadin zwischen Alter und Neuer Welt – das Leben der Eva Herrmann war ein Roman mit sehr widersprüchlichen Kapiteln.
 Eva Herrmann wurde 1901 als Tochter eines wohlhabenden amerikanischen Malers und einer Deutschen geboren.1919 begleitete sie ihren Vater in die USA, kehrte aber zu mehr oder weniger langen Aufenthalten nach Europa zurück. Der Durchbruch gelang der 28-jährigen Künstlerin mit dem 1929 veröffentlichten Buch On Parade, das eine Porträtsammlung bekannter amerikanischer Schrift­ steller enthielt. Doch auch andere bekannte Künstler, Regisseure und Wissen­ schaftler wurden von ihr porträtiert. Zwischen 1932 und 1939 reiste Herrmann durch Europa und porträtierte die be­ kann­testen Gesichter ihrer Zeit, unter anderen Bertolt Brecht, George Bernard Shaw und Aldous Huxley. Sie verbrachte längere Zeit im südfranzösischen Sanary-sur-Mer, in dem die Familie Mann im Exil lebte. 1935 wurde sie die Geliebte des Schriftstellers Lion Feuchtwanger und reiste mit ihm nach Moskau. Feuchtwanger setzte sich bei seinem dortigen Exilverlag dafür ein, dass Herrmann seine Bücher gestalten solle. Nach ihrem Umzug nach Santa Barbara war Eva Herrmanns Haus Treffpunkt der deutschen Exilliteraten, wobei keiner der Besucher unkarikiert das Haus verliess. Die Familie Mann wohnte in der Nähe, von Thomas Mann wurde sie «die Gemme» genannt, da sie ihn wegen ihres Profils an Theodor Fontanes «Mathilde Möhring» erinnerte. Und Klaus und Erika Mann schrieben über sie: «Diese zarte und hübsche junge Dame versteht es, kolossal boshaft zu sein, ohne plump und kränkend zu werden». Mit Golo Mann führte sie einen regen Briefverkehr. Etwa ein Dutzend Briefe Golo Manns haben sich aus den Jahren 1936-1977 erhalten, jedoch keine Gegenbriefe. Die Familie Feuchtwanger fand bei ihr 1940, nach ihrer Flucht aus Europa, eine erste Aufnahme. Zeit ihres Lebens interessierte sich Eva Herrmann für Astrologie und glaubte an übersinnliche Wahrnehmungen. 1941 besuchte sie erstmals eine spiritistische Sitzung und beschäftigte sich mit parapsychologischen Phänomenen. Mit zunehmendem Alter wandte sie sich ganz ihren spiritistischen Interessen zu. Als Medium nahm sie Diktate von verstorbenen Persönlichkeiten auf, die sie ab 1976 unter dem Titel Von drüben veröffentlichte und in dem ein Post-mortemNachwort von Thomas Mann abgedruckt ist.

Bezeichnenderweise hat diese seine Selbst­kritik den Weg in die Wissenschaft bis heute nicht gefunden – zuviel festgezurr­te Ideologie wird in Frage ge- nen, mag es dienlich sein, einige grund- 2. Die menschliche Seele ist ein unzer­ störbarer Teil des Universums und ist stellt. Aller­dings ist es nicht ausserge- legende Aussagen von Eva Herrmann über Reinkarnationen auf einem Ent­ wöhnlich, dass die so genannte Wissen- hier zu zitieren, die auf Durchsagen aus wicklungsweg, wobei höhere Bewusst­ schaft Erkenntnisse, die ihr nicht in den der «Geistigen Welt» basieren. seinszustände erreicht werden können. Kram passt, einfach ausblendet, resp. totschweigt. Und das kostet die Betroffenen 1. Die Welt, resp. das Universum ist alles das, was existiert. Es ist ewig. Himmel 3. Zwischen der irdischen Welt und der und die ganze Gesellschaft enorm viel und Hölle sind nicht Orte, sondern «Geistigen Welt» ist eine direkte Ver­ an unnötigem Leiden und an Geld. Seelenzustände. Das Universum wird ständigung möglich; zudem existiert nach Gesetzen regiert, die auf absolu­ die Beeinflussung der inkarnierten Men­ Um die obigen Aussagen in einem Geu ter Gerechtigkeit basieren. schen aus der «Geistigen Welt» samtzusammenhang einordnen zu kön-

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B

lut = flüssiges Bewusstsein

Neuheit: Potenzialorientiertes Systemisches Aufstellen von Blutbildern und Or­ ganen nach Marianne Grund

Was wir fühlen und denken hat immer die Tendenz sich zu verwirklichen, d.h. es nimmt Form an in der Physis, in unserem Körper.

tik von Stabilität und Struktur, wie man im Leben steht. Das Blutplasma steht für unser Beziehungsfeld und die systemischen Vernetzungen.

Ärger ist beispielsweise eine Emotion, die wie ein Klotz im Magen liegt oder Kopfschmerzen verursachen kann. Bleibt dieser Ärger bestehen, weil wir in unseren alten Verhaltensmustern stecken bleiben, dauern die Schmerzen an. Werden diese unterdrückt, bilden sich im Körper oftmals weitere unangenehme Symptome.

Dies alles sind nur grobe Richtlinien aus Erfahrungswer­ ten.

Leukozyt (weisses Blutkörperchen)

Marianne Grund erkennt noch viel mehr gerade auch aus dem Zusammenspiel der Werte eines grossen Blutbildes (Labor), welches sie ganzheitlich betrachtet.

dies auf ein geschwächtes Selbst­be­ wusst­sein hinweisen, was im weissen Blutbild sichtbar wird.

Diese Botschaft des Blutes wan­delt Marianne Grund während der Aufstellungsarbeit um in aufbauende Kräfte.

Die Schulmedizin ist in der Lage über Bei Cholesterinwerten sind oft Stress­ Laborwerte das Befinden des Patienten themen im Hintergrund. zu erkennen und kann danach den Arzt oder Therapeuten informieren, über die Dysbalancen der Schilddrüse verbergen Massnahmen, welche ergriffen werden Themen der Selbstbetrachtung bzw. Achsollten, um wieder eine Balance im Kör- tung der eigenen Bedürfnisse. per herzustellen und somit die Heilung Wenn Glukosewerte aus dem Gleichgeanzuregen. wicht fallen, ist vielleicht ein Mensch zu Aber auch die Zusammenhänge zwischen bescheiden, sich seinen Teil aus der Fülden Blutwerten und der jeweiligen Ge- le des Lebens zuzugestehen. mütsverfassung der Menschen haben nam­ hafte Labordiagnostiker und Psycho­soma­ Milz- und Pankreasungleichgewichte tiker wie u.a. Wolfang M. Ebert, Micha- wei­­sen auf die vorwärts treibende Kraft, el Martin, Dr. W. Bayer über Jahr­zehnte sich etwas zuzutrauen, zu sich selbst zu beobachtet und sind dabei immer wie- stehen. der zu ähnlichen Resultaten gekommen. Das rote Blutbild gibt Auskunft über unSo steht jede Blutzelle – ganzheitlich be- sere Ernährung, den Stoffwechsel und trachtet – für bestimmte Themen im Le- die Art und Weise wie wir uns sowohl ben eines Menschen! physisch als auch geistig nähren.

Blut ist Leben = flüssiges Bewusstsein, untrennbar gekoppelt mit unserem Atem, da es ja den Sauerstoff zu den Zellen trägt und sämtliche Stoffwechselvorgän­ ge ermöglicht.

Bevor diese ungünstige Verfestigung jedoch passiert, versucht der Organismus über das geniale Verteilsystem des Blutes mithilfe der Organfunktionen einen Ausgleich zu finden – ohne dass wir etwas davon verspüren.

Sind beispielsweise unsere Immunabwehrzellen in der Minderzahl, könnte

Der Eisengehalt im Blut hat nebst dem reinen faktischen Laborwert die Thema-

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Blut reagiert viel schneller und differenzierter auf alle Eindrücke und Emotionen, welche auf uns einwirken, als wir uns oft­ mals bewusst sind: «Mir stockt der Atem, mir gerinnt das Blut in den Adern – als ich dies hörte, war ich geschockt.» Schreckensmomente stocken Atem und Blut. Im Schockzustand verschmelzen unsere fünf Sinneswahrnehmungen in Bruchtei­ len von Sekunden, wobei diese Informationen direkt an den Atem und das Blut weitergegeben werden. In ihrer Praxisarbeit findet Marianne Grund das bestätigt, was Wissenschaftler und Zellbiologen in ihren Studien aufgezeigt haben (Dr. Bruce Lipton «In-

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nen. Durch diese Erfahrung wird das Bewusstsein soweit verändert, dass in der Folge auch das Blut positiv beeinflusst wird.

telligente Zellen»). Wenn das Feld um das Kind im Mutterleib wohlwollend ist und das Kind aufbauende Worte hört sowie liebevolles Singen der Mutter oder des Vaters – gedeiht es gut. Wenn jedoch Streit und Stress auf das Kind einwirken über das Ohr und das Blut (Nabelschnur-Blutkreislauf), ist die Entwick­ lung des Kindes in der Schwangerschaft und eben auch danach belastet.

Die Aufstellung folgt dem physikalischen Grundsatz: Energie folgt der Aufmerk­sam­­ keit. Deshalb wirkendie individuellen Lösungssätze bei dieser Aufstellungsarbeit so, dass alle Teilnehmerinnen gestärkt in ihren Alltag zurückkehren können. Es zeigt sich jedes Mal, dass die Menschen – im Moment der Lösung – tief ergriffen sind und sich deutlich wohler fühlen – wenn sie den ersten konkreten Schritt ihres neuen Weges vor sich sehen.

Blut = Bewusstsein wird zuerst über das Ohr pränatal beim Fötus beeinflusst. Das erste Organ welches im Mutterleib voll in Aktion tritt, ist das Ohr, dieses hört auch als letztes auf zu funktionieren beim Sterbeprozess. Die Eindrücke, die den direkten Weg vom Ohr zum Blut nehmen, beeinflussen alle Seinsebenen des «noch nicht geborenen Menschen». Nun hat Marianne Grund ein einzigartiges Konzept entwickelt, die Laborwerte des Menschen ganzheitlich zu betrachten und diese in ihrer Tätigkeit als systemische Moderatorin potenzialorientiert und individuell abgestimmt aufzustellen. Diesen Prozess unterstützt Marianne Grund über das heilende Wort, welches sie inspiriert empfängt, indem sie sich von jedem einzelnen Menschen in der Aufstellungsrunde beeindrucken lässt. So entschlüsselt sie gemeinsam mit der Gruppe die jeweilige Organspra­ che auf allen Ebe-

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Marianne Grund 1953 geboren in Burgdorf. Nach der Matura studierte sie an der Universität in Bern mit Abschluss Phil. I in den Fächern, Deutsch, Französisch, Englisch und Zeichnen. Danach arbeitete sie als Erzieherin von geistig behinderten Kindern. Handelsschulabschluss, Korrespondenz­ diplom in Genf, langjährige berufliche ­Tätigkeit in der kantonalen Verwaltung. 1999 Abschluss des Ausbildungs-Lehrgangs als Gesund­heits- und Lernberaterin nach der neuen Konstitutionstypenlehre (Atemenerge­ tik) der Ärzte Dr. med. Charlotte und Christian Hagena in Mannheim. Ständige Weiterbildung in solarer/lunarer Atemenergetik bei Dr. Rosina Sonnenschmidt und in Angewandter Kinesiologie (Brain Gym, TfH, Narbenentstörungen). Sie beschäftigte sich inten­ siv mit den natürlichen Lebensgesetzmässigkeiten und besuchte u.a. alle Seminare zum LOLA-Prinzip von René und Françoise Egli.

Ihre neuartige Methode des systemischen Aufstellens von Blutbildern und Organen unterstützt den Organfunk­ tionskreis, stärkt nachweislich das Im­ mun­system und somit die Selbstheilungs­ kräfte. Zudem eignet sie sich bestens zur Unterstützung bereits begonnener Therapien. Die grösste Erkenntnis für alle TeilnehmerInnen dieser neuen Art der Gesundheitsförderung liegt darin, dass sich unser derzeitiges Bewusstsein in unserem Blutbild spiegelt und wir auf diese Weise Verantwortung für unser Wohlbefinden übernehmen können. Das Blut zeigt uns auf, wie wir leben und gibt uns wichtige Hinweise, wie wir unsere Lebensqualität steigern können. u

2005 Abschluss der Ausbildung zur Hypnose-Therapeutin bei René Raass und Hansjörg Vogt SVNH. Seit 2006 A-Mitglied beim Schweizerischen Verband für Natürliches Heilen SVNH (SVNH-geprüft in Atemtherapie). 2008 erfolgreiche Ausbildung in Geistiger Strah­lenumwandlung bei Rita Lindt, zertifizierte Heilerin nach Pjotr Elkunovic. Zer­tifiziert in Klassischer, Systemischer und Klinischer Hypnose nach Dr. Hans-Peter Zimmermann. 2009 zertifiziert in Psycho-Pathologie. 2010 Master-Diplom in Heil-Hypnose am IKH in Zug (nach Dr. Hans-Peter Zimmermann, Dr. med. Michael Klauck und Dr. med. Ulrich Glaser). Zertifiziert in Radionischem Energietest nach Dr. Rosina Sonnenschmidt. Erfolgreicher Abschluss der Ausbildung in Zell- und Drüsenatmung (nach Dr. Rosina Sonnenschmidt und Harald Knauss). 2011 dipl. Mediale Lebensberaterin und Heilerin 2012 Certified Master Life and Business Coach.

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F

ünf Wege, wie du deine Herzens­ wünsche erkennen kannst

Karem Albash

Herzenswünsche sind tief mit den Wün­ schen der Seele verbunden. Sie bringen dich deiner Seele näher, weil deren Erfüllung deine wahre Essenz hervor­ treten lässt. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du das machst.

zu einer Stärkung des inneren Wesens­ kerns. Menschen die erfolgreich und glücklich sind haben einen Weg gefun­ den, ihrem Wesen Ausdruck zu geben. Sei es mit schreiben, therapieren oder einer bestimmten Lebensweise.

Aber aufgepasst! Nicht alle Wünsche sind Herzenswünsche. Manche Wün­sche bringen uns vom Weg ab oder hindern uns daran sich selbst zu sein. Solche Wünsche nennt man Konzept-Wünsche.

Wenn du an deine Herzenswünsche denkst, wird es ruhiger, das Herz öffnet sich, eine innere Freude entsteht und eine positive Grundhaltung breitet sich aus. Gleichzeitig gibt es Kraft und alles scheint einen Sinn zu haben.

Qualität von Konzept- Wünschen Aus dem Unterbewusstsein kommen vie­ ­­le Alltagswünsche: nach Sicherheit, An­ er­kennung, Zielvorstellungen aus der Ge­ sellschaft. Viele gehen im Le­bens­strom den Weg des geringsten Wi­der­standes und ordnen sich dem all­ge­meinen Le­ bens­standard der Umgebung unter. Der Grossteil der Bevölkerung richtet sich nach den Alltagswünschen und schiebt die Herzenswünsche auf die Parkbank. Bei Konzeptwünschen zieht sich dein Herz zusammen, die innere Unruhe steigt, eine Nervosität ist da. Solchen Wün­ schen liegt Unsicherheit und Angst zu Grunde. Wenn ein Wunsch nicht dem Wesenskern deiner Seele entspricht, son­ dern auf Angst basiert, reagierst du mit Ablehnung.

Die Realisierung von Herzenswünschen ist nicht ganz einfach. Meist stösst man auf Widerstand, sobald man dem Wunsch nachgeht. Dies ist so, weil er ausserhalb der Komfortzone liegt. Unsicherheit und Blockaden treten hervor und führen dazu, dass man sich nicht weiter traut. Es gibt eine Möglichkeit, wie man diese Emotionen überwinden kann: Je be­wuss­ ter du deine Seelenwünsche kennst, desto mehr Wege findest du um diese zu realisieren. Die innere Wahrheit setzt sich immer durch, sie muss nur bewusst gemacht werden.

Fünf Wege um Herzenswünsche von Konzept-Wünschen zu unterscheiden 1. Was wäre wenn…

Karem Albash ist ein spiritueller Vollblutunternehmer, der Menschen zu ihrer wahren Grösse verhilft. Er studierte an der ETH Zürich Lebensmittelwissenschaften, vertiefte sich in der Spiritualität und ist heute ein beliebter Seminarleiter und Coach. Zusammen mit seiner Partnerin Anjali Jegge entwickelte er Matrix Live® unter dem Motto «Lebe deine Herzenswünsche». Termine für Seminare und Erlebnis­ abende: www.matrix-live.ch

sich dein Geist für neue Lösungsan­ sätze.

2. Ein neues Leben Folgendes Gedankenspiel lässt deine Herzenswünsche hervortreten: Angenom­ men deine Wohnung wäre abgebrannt, du bekommst das Geld von der Versi­ cherung und bist in einem fremden Land. Was für ein Leben wäre das? Welche Menschen aus deinem jetzigen Umfeld würdest du einladen?

Diese Konzeptwünsche machen auf Dau­ er unglücklich und ketten dich an Men­ Was wäre wenn…du niemandem etwas Was dabei geschieht: Du machst gedank­ schen und Situationen. Beispiele: Ob­ schuldig bist, keine Geldsorgen hättest lich einen Neuanfang. Je besser du dir wohl man sich auseinander gelebt hat, und dich frei entscheiden könntest? Wel­ das neue vorstellen kannst, umso ein­ bleibt man zusammen. Obwohl die Ar­ chen Beruf würdest du ausüben? Mit facher kannst du es realisieren. beit unglücklich macht, behält man die welchen Menschen würdest du dich 3. Der Tod als Ratgeber Stelle. Obwohl man einen Herzens­ treffen? Wieviel Geld würdest du damit wunsch wahrnimmt, hat lässt man es machen, um gut und zufrieden zu leben? Stelle dir vor, dein Tod steht kurz bevor. sein oder verschiebt es auf später. Was dabei geschieht: Das Was-Wäre- Was würdest du bereuen, nicht getan zu Qualität von Wenn-Spiel ist eine Anleitung für krea­ haben? Mit welchen Menschen würdest tives Denken, Inspiration und vor allem du Frieden schliessen wollen? Was hät­ Herzenswünschen für dich selbst gedacht. Indem du über test du für deine Gesundheit tun können, Die Erfüllung von Herzenswünschen führt neue Möglichkeiten nachdenkst, öffnet um den Tod zu verhindern? Welche

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entspricht, die sehr motivierend ist. Das sind Werte und Prinzipien, nach denen du dein Leben ausrichten kannst. Was dabei geschieht: Werte und Prin­zi­ pien sind Richtungsweiser bei Ent­schei­ dungsfragen und Ratgeber in schwie­ri­ gen Situationen. Beispiel: Wahr­haf­tig­ keit, Treue, Ehrlichkeit, Mitgefühl, Frie­ den, Respekt usw. Sie erleichtern dir dei­ ­nen tiefsten Bedürfnissen entspre­chend zu leben.

Gedanken treten auf mit dem Satz «Ach hätte ich doch bloss einmal… getan.» Was dabei geschieht: Bei dieser Me­tho­ de wird alles auf das Wesentliche re­du­ ziert. Die üblichen Grautöne ver­schwin­ den, die innere Klarheit tritt hervor.

4. Die Zettel-Methode Notiere dir deine fünf wichtigsten Wün­ sche auf fünf verschiedene Zettel. Dann falte sie und mische sie durcheinander. Dann nimmst du einen Zettel und halte ihn an dein Herz. Habe dabei die Ab­ sicht, dass die Information des Zettels dir einen Hinweis für Herzenswünsche gibt. Wenn sich dein Herz/Brustraum wei­tet, es ruhig wird und eine Erleich­ terung kommt, ist es ein Herzens­ wunsch. Wenn es sich zusammenzieht, du ner­vös wirst und die Energie des Zet­ tels unangenehm, ist, kannst du den Wunsch ad acta legen.

li­ches Blabla wird redu­ ziert, die innere Wahr­ heit tritt hervor.

5. Die persönlichen Werte definieren Wenn du alle vier Übungen gemacht hast, wird sich eine bestimmte Grund­qua­lität herauskristal­lisie­ren. Wenn du dir Zeit nimmst wirst du merken, dass die Grund­qualität einer inneren Wahr­heit

Mit diesem Artikel wünsche ich dir, dass du deinen Herzenswünschen mehr Auf­ merksamkeit schenken kannst. Wenn du gewillt bist, Altes gehen zu lassen und dich auf deine tiefsten Herzens­wün­sche auszurichten, wird dein Leben eine ganz neue Qualität an­neh­men. u

Was dabei geschieht: Alles ist Energie und Information, also auch deine Wün­ sche. Ohne dass du bewusst weisst, wel­ cher Wunsch zu wel­chem Zettel gehört, ist der Ver­stand ausgeschaltet. Gedank­

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G

eisterjagd auf Schloss Dragsholm

Waldemar Gajda Es war schon dunkel an diesem Oktober Tag, als wir nach etwa sechs Stunden Autofahrt und einer einstündigen Fahrt mit der Fähre am Schloss Dragsholm in Westdänemark ankamen.

Die Örtlichkeiten sind wie Spukschloss.

erschaffen für ein

Die Lichter der Schlossinnen­ räume wirk­ten zusammen mit dem Vollmond, der genau über dem Gebäude stand, etwas Mysteriös.

Rund herum sind keine Ortschaften sicht­ Wir wollten uns bar, nur ein Weg führt von der Haupt­ hier über das strasse in die hinter kleinen Wäld­chen am meisten vom liegende Schlossanlage. Spuk aufge­ suchte Schloss Erst als man sich auf dem Zufahrtsweg Däne­marks ein befindet, erblickt man die volle Pracht Bild verschaffen, des weissen Schlosses mit seinen zahl- um unsere For­schung des Paranormalen ­rei­chen Neben­gebäuden. voranzutreiben.

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Man sagt, es treiben sich hier drei Geis­ ter herum, eine Graue Lady, eine Weisse

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Lady und der Geist des Grafen of Borth­ well, der hier nachweislich 1578 im Kerker starb.

James Hepburn, 4. Earl of Bothwell, 1. Duke of Orkney (* um 1534; † 14. April 1578 auf Schloss Dragsholm)

Die graue Lady wurde meines Wissens noch von keinem Menschen gesehen. Es handelt sich mehr oder weniger um eine Legende. Ganz anders verhält es sich mit der weis­ sen Lady, die schon seit Jahrhun­der­ten in den Räumen des Schlosses herum­ geistert und von unzähligen Men­schen gesehen worden ist. Es soll sich um die Tochter eines der zahlreichen Eigen­tü­

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mer des Schlosses handeln, die sich in einen armen Bediensteten ver­liebt hatte.

Jahre das Schloss von einem Investor zu einem Hotel umgebaut wurde.

Dieses ungleiche Verhältnis bestand ei­ ne sehr lange Zeit, doch eines Tages er­ fuhr der mächtige Schlossherr von der Beziehung. Besessen von Wut liess er seine Tochter lebendig einmauern.

Beim Aufreissen der Wände, in einer zu­ gemauerten Nische, entdeckte man ein Frauenskelet, das mit einem weissen Kleid bekleidet war.

Lange Zeit galt diese Geschichte als eine Legende, bis Anfang der 1930er

Deswegen klingt die Geschichte auch ziemlich plausibel und scheint uns ei­ne Überprüfung wert zu sein.

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Als wir im Schloss angekommen waren und unseren Zimmerschlüssel haben woll­ten, war die Rezeption schon ge­ schlos­sen.

Schloss bewegen konnten. Wir durften die meisten begehbaren und ausgestat­ te­ten Räume anschauen und uns alleine darin aufhalten.

Doch eine Etage höher, im Restaurant, war noch Betrieb. Da erhielten wir auch schliesslich unseren Schlüssel für Zim­ mer Nummer 20.

Die grossen Zimmer mit altem Inventar, die Stille und ab und zu mal verschieden­ ar­tige Geräusche, die jedoch gut zuzu­ ordnen waren, erzeugten in uns eine äusserst mysteriöse Atmosphäre.

Wir hatten kein bestimmtes Zimmer ge­ bucht und uns auch nicht als Para­psy­ chologen ausgegeben, doch das Erstau­ nen war gross als wir, oben angekommen, bemerkten, dass unser Zimmer genau ge­ genüber der Stelle lag, wo das Frau­en­ skelett gefunden worden war. Diese Stelle wurde nämlich als eine klei­ ne Gedenkstätte hinter Glas erhal­ten, na­ türlich nur mit nachgemachten Kno­chen, aber mit dem originalen Kleid der Frau. So ein toller Zufall – oder auch nicht, wer weiss das schon. Wie sich später auch herausstellte wa­ ren alle Zimmer im Schloss frei. Wir wa­ ren die einzigen Gäste, die in dieser Nacht im Schloss übernachteten. Das Gute war auch, dass wir uns frei im

Unsere Magnetfeldmessungen in den Räu­men wiesen keine Anomalitäten auf, ausser einigen kurzfristigen Aus­schlä­gen in den Fluren, in der Nähe der Fund­ stelle.

«Quick­untersuchung» ist, brauche ich Nach der langen Fahrt und dem an­ wohl kei­nem zu erzählen. stren­genden Tag wollten wir etwas Schlaf finden. Doch obwohl ich so erschöpft Mich wundert immer wieder, dass so­ war, konnte ich die ganze Nacht kein ge­nannte Geisterjäger einen Fall, ein Auge zumachen. Ob­jekt oder eine Örtlichkeit nur einen Tag untersuchen in der Hoffnung, gros­ Ich bemerkte nichts Aussergewöhnliches, se Er­gebnisse zu erzielen oder sogar ei­ bis auf zwei Klopfgeräusche im Flur ge­ ne Sen­sation ans Tageslicht zu bringen. gen halb vier Uhr morgens und eine meiner Mei­nung nach wechselnden Zim­ Dieses Wunschdenken kann ich in nicht mer­tem­peratur. nachvollziehen und gutheissen, denn ei­ne seriöse Untersuchung und For­schung Mal war mir heiss mal wieder elend kalt dauert Jahre, wenn nicht sogar Jahr­ – doch das alles könnte auch meiner Psy­ zehn­te, um eine verhältnismässige Be­ che entsprungen sein; mein Un­ter­be­ ur­teilung zu erlauben. wusst­sein reagierte selbständig auf die neue Umgebung und die damit ver­bun­ Ob es im Schloss Drangsholm spukt dene Geschichte. oder nicht konnten wir an jenem Tag nicht beantworten, doch die Unter­su­ Die unzähligen Fotoaufnahmen ergaben chung ist nicht zu Ende. Wir werden uns auch keine Hinweise auf einen Geist – weiter mit dem Thema befassen und doch wie aussagekräftig eine solche nach einer Antwort suchen. u

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Waldemar Gajda

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Aktivierung der Selbstheilungskräfte Karin Kaul

In der heutigen Zeit, wo gegebenerwei- Menschen helfen, dass sie sich selbst se durch die Vernetztheit über Internet- heilen. Ich bin in der Lage, die einge­ plattformen alle möglichen Informatio- schlafene oder blockierte Kraft im Ver­ nen und Angebote weitergegeben und stand in Bewegung zu setzen und zu ausgetauscht werden, erfordert es im- helfen, dass wir die Seele heilen und mer mehr Achtsamkeit, die für den ein- den physischen Körper stärken.» zelnen Menschen zutreffenden nützliWie bei denjenigen, die sich mit alternachen Offerte herauszufinden. Autorin: Mag.a Karin Kaul: Sängerin, tiven Themen beschäftigen, ja schon freie Journalistin, Vortragstätigkeit und synergetische Arbeit Oftmals gibt es ganze Listen von Ausbil- hinreichend bekannt ist, wird aufgrund dungen, die ein Therapeut gemacht hat. des immer schneller werdenden und Jedoch, das alleine sagt noch nicht viel ungesunden geistigen und physischen aus, denn wie sehr ein Anbieter von Hil­ Lebens das energetische Leistungspo- unterschiedlichen Reaktionen komme. fe hinter dem steht, was er tut, wie sehr tential in der Seele, welches den Betrieb Man­che erholen sich schnell, manche er tatsächlich von diesem Wissen durch- des physischen Körpers regelt, oftmals langsam und manche auch gar nicht. drungen ist, zeigt sich oftmals erst nach überbeansprucht und auf längere Sicht Wenn jemand bemerkt, dass die Behandlung nicht das bewirkt, was er sich Konsultation und etlichen Sitzungen. sogar geschwächt. vorgestellt oder gewünscht hat, sollte er Nenad Janjetovic sagt, dass es die Auf- nach einem anderen Therapeuten Ausgabe eines Unterstützunggebenden ist, schau halten. die Arbeit des geistigen Körpers in Einklang zu bringen, die dem physischen Im Volksmund sagt man: Jeder bestimmt Körper die Kraft gibt, das natürliche sein Schicksal und im Endeffekt auch vom Schöpfer gegebene System zu ent- seine Gesundheit. falten. Wenn das gelingt, dann überwindet jeder auf seine Art und Weise jede Kehr in dich hinein! Werde dir deines Schwäche, die sog. «Krankheit aller Ar- innerfliessenden, nach Liebe und Frieden strebenden Lebens bewusst. ten».

Nenad Janjetovic

Daher war es schon für etliche Hilfesuchende von grosser Bedeutung, den äus­ serst erfahrenen und ganz von seiner Arbeit erfüllten Nenad Janjetovic kennenzulernen. Er bringt seit vielen Jahren durch manuelle Energiemassage und spirituelles (geistiges) Heilen Körper, Geist und Seele wieder ins Gleichgewicht, indem durch sein Wirken die Selbstheilungskräfte im Menschen angeregt werden. Zitat Nenad: «Ich habe noch nie jemanden geheilt und werde auch keinen heilen! Ich kann nur den

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Der Körper ist immer als unser bester Freund zu sehen, und daher sollte man nach jeder Behandlung alle physischen Veränderungen und auch jene im Ge­ fühlsbereich ganz genau beobachten. Nach einer Konsultation bei Nenad können sowohl schwächere als auch stärkere Reaktionen auftreten (Schmerzen, die punktartig oder im Körper verteilt, auftauchen). Auch andere Nebenwirkungen kann es geben, wie veränderte Körpertemperatur, wechselnder Blutdruck, Mü­ dig­keit oder Schwäche, Träume oder Albträume usw. Wir brauchen jedoch kei­ne Angst vor diesen Zuständen zu ha­ben, denn sie sind lediglich als Signale unserer Schwäche, die sich wieder in Ausgeglichenheit und Kraft verwandelt, zu verstehen.

Das ist etwas, das Nenad jedem, der ihn konsultiert, mitgeben möchte. Mehr Infos: Deine Quelle Robert Matosevic Münchenerstrasse 18 DE-83395 Freilassing E-Mail: info@deine-quelle.com u

Nenad Janjetovic weist immer wieder darauf hin, dass jeder Mensch als Individuum zu betrachten sei, und es daher zu

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B

esuche in anderen Dimensionen

Ernst Meckelburg

Das Bewusstsein wird ausgetrickst Hypnose wird nicht nur zur Beseitigung von Depressionen, Kopfschmerzen, War­­ zen und nervösen Hautentzündungen, sondern auch zur Behebung von Schlafstörungen aller Art angewendet. Entspre­ chende Techniken waren, wenn man dem Papyrus Ebers, einem Dokument über den Heilschatz der alten Ägypter, glauben darf, schon vor dreieinhalb Jahrtausenden bekannt.

Der Papyrus Ebers ist ein medizinischer Papyrus aus dem alten Ägypten. Er gehört neben dem Papyrus Edwin Smith zu den ältesten noch erhaltenen Texten überhaupt und ist zudem einer der ältesten bekannten Texte mit medizinischen Themen, wobei er unter anderem ein grosses Spektrum an Beschreibungen von Krankheiten und deren Symptomen und Diagnosen beinhaltet. Des Weiteren enthält der Papyrus Anweisungen für Behandlungen sowie Zubereitung für Heilmittel, zum Beispiel gegen Verletzung, Parasiten und Zahnbeschwerden, aber auch gynäkologische Tipps, wie beispielsweise für die Empfängnisverhütung. Dazu werden Zaubersprüche zur Unterstützung des Heilerfolges angegeben. Zusätzlich wurde der heliakische Aufgang des Sirius im bürgerlichen Kalender mit 9. Epiphi (9. Ipip) im 9. Regierungsjahr des Amenophis I. vermerkt.

Der schottische Chirurg James Braid (1795-1860), der auch den Begriff Hypnose prägte, führte bereits im vorigen Jahrhundert die ersten wissenschaftlichen Hypnoseversuche durch und gelangte auf diese Weise zu Erkenntnissen, die bis heute Gültigkeit besitzen. Von Seiten der Medizin, die sich heute suggestiver Methoden vor allem in der Zahnchirurgie, gelegentlich aber auch bei leichten Operationen bedient, gibt es keine befriedigende Erklärung für das Zustande­kommen derartiger «sekundärer» Zustän­de. Allein der Parapsychologie dürfte eine halbwegs vernünftige Deutung dieses Phänomens vorbehalten sein, da sie den Menschen psychosomatisch, d.h. in seiner geistigmateriellen Ganzheit betrachtet. Bei der Suggestion erfolgt eine Verschiebung der Aufmerksamkeit und damit eine Verdrängung des Eigenbewusst­seins; es sind dies Phänomene, die den Menschen in seiner psychisch-physischen Einheit berühren.

Indem Hypnose von Ängsten und Alltags­ problemen freimacht, wird ein tranceähn­ licher Zustand erreicht, der durch weitere Vertiefung und besondere Anweisungen des Hypnotiseurs in einen echten, tiefen Schlaf übergehen kann. So kommt es, besonders wenn entsprechende suggestive Befehle vorliegen, selbst dann zu einer merklichen Entspannung und Kräf­ tigung des Organismus, wenn die Schlaf­ dauer nur wenige Minuten beträgt. Die Hypnose ist somit ein Führungs- und Steuerungselement; sie funktioniert, ohne die elektrischen Gehirnaktivitäten selbst zu beeinflussen. Bei allen diesen Vorgängen spielt, wie bereits erwähnt, der Hypothalamus als

Hochfrequenzfotos zeigen, dass z.B. bei psychischen Heilungen der Feinstoffkör­ per des Patienten vom Heiler mitunter erheblich beeinflusst wird. So ist beim Patienten eine Kräftigung, beim Heiler dagegen eine Schwächung der Aura zu beobachten, ein Phänomen, das die Wirkung des menschlichen Bewusstseins auf das jeweilige Befinden klar unter Beweis stellt. Höherdimensionale, fein­ stoffliche Energien fliessen vom psychisch stärkeren zum schwächeren Partner, dem Heilungssuchenden, und leiten so den Heilungsprozess ein. Ähnlich wird auch bei der Hypnose der Feinstoffkörper des Pro­banden beeinflusst – sein Wille gerät un­ter die Kontrolle des Hypnotherapeuten. Bei der Autosugges­ tion erfolgt die Beein­flussung auf ähnliche Weise durch eine Art Selbstinduk­ tion.

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Da auch im Hypnozustand das Unbewusste voll aktiviert ist, wird es niemals zu Handlungen kommen, die allgemein geltenden moralischen und ethischen Re­ geln zuwiderlaufen, es sei denn, der Pro­ band wäre schon von Natur aus bösartig oder gar kriminell veranlagt.

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Grenzwissenschaft

Auslöser für geistige und physische Prozesse, als Brücke zwischen dem Fein­stoff­ lichen und dem Materiellen, eine wichtige Rolle.

der Lite­ratur finden sich viele gut dokumentierte Beispiele für diese Phänomene, deren Echtheit kaum angezweifelt werden kann.

Die Einleitung deshypnotischen Zustandes – die Induktion – erfolgt nach unterschiedlichen Techniken und Taktiken. Der erfahrene Hypnotiseur wird die Methode aussuchen, die dem jeweiligen Sub­ jekt am besten angepasst ist. Die meisten Induktionsmethoden beruhen auf Verbalsuggestion und irgendeiner Art der Augenfixierung.

Psi-Signale, gleich welcher Art – und wir dürfen im Falle paranormaler Phänomene offenbar solche biologischen Ursprungs (Biosignale) vermuten – schlagen aller Wahr­scheinlichkeit nach den direkten «Weg» über den zuvor postulierten «Hyper­ Zwei australische Naturwissenschaftler, raum» ein. Der beste Beweis für die R. W. Clay und P. C. Crouch, wollen beRichtigkeit dieser Theorie ist wohl die reits Teilchen entdeckt haben, die mögTatsache, dass Telepathie- und Psycho- licherweise mit Feinbergs Tachyonen kineseversuche auch dann noch gelin- identisch sind. Es ist schon von einer gen, wenn sich das Medium in einem «sonst unerklärbaren Gesetzmässigkeit, Faradayschen Käfig aufhält, der bekannt­ die dem Eintreffen kosmischer Strahlich für elektromagnetische Wellen im lung vorausgeht», die Rede. Prinzip undurchlässig ist. Die oben erwähn­ ten Psi-Signale müssen also unmittelbar Sobald erst einmal das Unbewusste mit bei ihrer Erzeugung auf einer höher­ Hilfe unseres feinstofflichen Körpers die­ dimensionalen «Ebene» – besagten Hyper­ se höherdimensionalen Ebenen erreicht raum – transportiert und, da es «Zeit», hat, können paranormale Wahrnehmungs­ wie wir sie kennen, dort nicht gibt, ohne kanäle angezapft werden, vermögen zeitlichen Verzug zum Zielort «weiter- wir – vor allem im Schlaf – in den «kosgeleitet» werden. Diese Vorgänge, ganz mischen Funkverkehr» auf Hyperfregleich, ob es sich hierbei um bioenerge- quenzen hineinzuhören, um Kunde von tische Informationsimpulse (Telepathie) Ereignissen zu erlangen, die unter Umoder um funktions-energetische Signale ständen erst in ferner Zukunft stattfin(Psychokinese) zur Herbeiführung eines den. Es hat den Anschein, als ob es für Kollapses der Wahrscheinlichkeitsfunk- jedes Geschehen in unserer materiellen tion materieller Systeme handelt, schlie- Welt nahezu oder überhaupt unendlich ssen ein «Weiterleiten» im üblichen Sin- viele «zukünftige» Muster gibt. Aus alne aus. Wir finden für diese Simultanak- len diesen präformierten Mustern kristion einfach keinen passenden Ausdruck. tallisiert sich durch einen vom Autor anWo der Begriff «Zeit» ausscheidet, kann genommenen komplizierten «Pendelvor­ eine «Weiterleitung» normalerweise nicht gang», ähnlich wie bei einem Hochfrestattfinden, da dann jeder Vorgang ganz quenz-Schwingkreis, die Realzukunft her­ einfach «ist». Mit anderen Worten, Ver- aus. Alle anderen Muster werden dann gangenheit, Gegenwart und Zukunft exis­ zu Pseudozukünften, in denen sich getieren gleichzeitig – schwer vorstellbar, legentlich der Träumende «bewegt». aber offenbar doch völlig real. Daher muss das Biosignal, vernachlässigt man Eine ähnliche Theorie, bei der die Zeit körperspezifische Verzögerungen, unmit­ allerdings auf nur zwei Richtungen betelbar bei seiner Entstehung (bei der schränkt bleibt, äusserte bereits 1931 Dr. Präkognition sogar noch «zuvor») am Ziel­ G. Lewis von der University of Califorort eintreffen, vor allem dann, wenn das nia während eines Festvortrages zur «Ziel», wie bei der Prophetie, nach un- Verleihung eines ihm zugedachten Ehseren Begriffen nur fiktiv ist. Telepathie- renpreises. So könnten seiner Ansicht sendungen würden demnach in Null­zeit nach gegenwärtige Ereignisse z. B. Julierfolgen – ein ideales Nachrichtensys- us Cäsar vor etwa 2000 Jahren dazu vertem, wenn gleichbleibend zuverlässiger anlasst haben, den Rubikon zu überqueren. Vergangenheit und Zukunft würEmpfang möglich wäre. den somit eine unauflösliche SchicksalsGerald Feinberg hat aufgrund mathema­ einheit bilden; alles wäre quasi-vorprotischer Ableitungen die Existenz über- grammiert, und wir operierten nur als

In den USA und in den sogenannten GUS-Staaten hat man schon vor Jahren «Hypnoseautomaten» (Blinklichtsysteme) entwickelt, die bereits nach wenigen Mi­ nuten, auch ohne weitere Fremdeinwirkung, «hypnotische Zustände» herbeiführen sollen. Hierbei dürfte es sich um die Beeinflussung des eigenen Feinstoff­ körpers, also um eine Art Autosuggestion handeln. Hypnotischer Schlaf wird unter anderem zur Heilung bestimmter Krankheiten an­ gewendet. So versucht man z.B. Patienten mit Bronchialasthma während des Hypnoschlafes die Zuversicht in die eigenen physischen Energien zu steigern, um auf diese Weise körperimmanente Abwehr- und Heilkräfte zu mobilisieren. Ferner wird nach dieser Methode der Einfluss von Gerüchen und Wetterumschwung auf den Atmungsrhythmus beseitigt. In den meisten Fällen soll eine langanhaltende Besserung der Leiden beobachtet worden sein.

Psi-Fähigkeiten während des Schlafes Der Schlaf birgt nicht nur medizinische Aspekte, sondern er fördert auch gewisse paranormale Fähigkeiten, von denen einige im Wachzustand nur selten auftreten. Gemeint sind vor allem die Wahr­ nehmung nur selten auftreten. Gemeint sind vor allem die Wahrnehmung zukünf­ tiger Ereignisse (Präkognition) durch so­ genannte prospektive oder Hellträume, ver­ stärkte telepathische Kontakte, Hellsehen, Hellhören und ausserkörperliche Erlebnisse (Astralexkursionen, AE). In

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lichtschneller Teilchen – sogenannter Ta­ chyonen – postuliert. Diese würden also schon vor ihrer Emission beim Empfänger eintreffen. Physik verkehrt? Nein, Feinbergs Postulat bedeutet lediglich ei­ne Erweiterung unseres bisherigen na­ turwissenschaftlichen Weltbildes. Es dürfte sogar Einsteins Relativitätstheorien sinnvoll ergänzen.

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Grenzwissenschaft

Statisten. Von einer höherdimensionalen Warte aus gesehen, könnte dies durchaus zutreffen. Unter diesem Aspekt werden jetzt auch Präkognition und prophe­ tische Träume verständlicher. Im Schlaf können sich beim Helltraum Szenen oder ganze Abschnitte der Realzukunft herausschälen, wodurch prophetische Aussagen möglich werden. So haben be­ rühmte Seher, wie z.B. Emanuel Swe­ denborg (1688-1772). Edgar Cayce (18771945) und viele andere Medien unserer Tage zutreffende oder doch zumindest hochsignifikante Vorhersagen gemacht. Meist werden nur kleine Erlebnisabschnitte, keine endlosen Zusammenhän­ ge vorausgesehen.

Emanuel Swedenborg, Gemälde von Carl Frederik von Breda

Beim Sterben und im Verlaufe von Katastrophen kommt es zur Freisetzung grosser Quanten psychischer Energie, so dass gerade derartige Ereignisse präkognitionsfördernd sein dürften. Exakte Angaben über den zeitlichen Eintritt solcher Ereignisse sind indes nur selten möglich. Die Genauigkeit nimmt jedoch offenbar mit dem näher rückenden Ereignistermin zu, ein Faktum, das vor allem beim Tode von John F. Kennedy beobachtet wurde. Mit dem näherkommenden Eintritt des Ereignisses gibt es sicher günstigere Orientierungsmöglichkeiten. Dies würde die vom Autor postulierte und in einem späteren Kapitel näher erläuterte «Pendelhypothese», nach der sich entsprechend einer bis

jetzt noch völlig unbekannten Gesetzmässigkeit «gegenwärtige» und zukünf­ tige Vorgänge gegenseitig beeinflussen, nur noch weiter erhärten. Wir müssten nach dieser Hypothese das, was wir als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bezeichnen, als eine kompakte Einheit betrachten. Die Endsituation liegt in einem solchen geschlossenen System unabänderlich fest; Mensch und Schicksalsdrift befinden lediglich über die grobe Gestaltung des Geschehensablaufes. Wir sprechen vom sogenannten «freien Willen». Alle Menschen vermögen zukünftige Din­ ge vorauszuträumen. Einige wenige aber besitzen die besondere Gabe, Traumfetzen, wie sie während des zweiten Schlaf­ stadiums auftreten, von echten Hellträumen, auf die später noch näher eingegangen werden soll, d.h. Fiktivbilder von Realinformationen, zu unterscheiden. Sie schielen gewissermassen mit ihrem Fein­ stoffkörper um die Zeitkrümmung in die bereits ausgeformte Zukunft oder erhaschen doch wenigstens die Eintrittstendenz. Die Skizze (unten) soll dies veranschaulichen.

Über telepathische Kontakte während des Schlafs liegen bereits umfangreiche Untersuchungsergebnisse vor. Mit diesem Phänomen hat sich vor allem Professor M. Ullman vom «Traumlaboratorium» des Maimonides Medical Center in Brooklyn (USA) befasst. Die Versuch-

spersonen mussten sich auf Reizbilder konzentrieren und die bildspezifischen Eindrücke beschreiben. Die im Nachbarraum schla­fenden Versuchspersonen (Empfän­ger) wurden nach der Traum­ phase (REM- Phase) aufgefordert, über ihre emotionell gefärbten, bildhaften

Im Traum werden mittels psychischer Ener­ gie für uns nicht vorstellbare «Fel­der», sogenannte Transport-Blasen erzeugt, die im Sinne einer er­ weiterten Physik durch­aus Realitätsanspruch haben könnten. In einer solchen Blase würde Nullzeit herrschen. Das Unbewusste, das sich mit dem fein­stofflichen Körper im Kanal der Realzukunft bewegt, durchbricht die erstarrte RaumzeitWand unseres vierdimensionalen Universums Mögliches Zustandekommen der Hellträume durch «Ausflüge» unund nimmt da­durch seres Feinstoffkörpers (Bewusstsein + Unterbewusstes UB) von der Gegenwart (G) durch höherdimensionale Transport-Blase (B) über den Eintritt echden Raumzeit-Horizont (H) hinaus in eine ferne Zukunft (FZ) («Zieter zukünftiger lort» liegt Wochen, Monate oder Jahre entfernt). NZ bedeutet «nahe Ereignisse wahr. Zukunft» (z.B. morgen). Der Pfeil zeigt die Zeitrichtung an.

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Es bedarf hierzu eines «Lifts» – möglicherweise mittels fünfdimen­sionaler Ener­ gien – in eine noch höhere Dimensio­na­ lität, um von dort den Endstand bei vorläufiger Beendigung des Auspendelvorganges von Gegenwart und Zukunft zu erkennen. Aufgrund der zeit­freien Konfiguration übergeordneter «Räu­me» müsste die Ausspähung zukünftiger Ereignisse in Nullzeit erfolgen.

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Träume zu berichten. Bei der Auswertung dieser Berichte liessen sich zwei­ felsfrei echte Beziehungen zwischen Reizbildern und Traumerlebnissen nach­ weisen. Dabei waren mit männlichen Versuchspersonen bessere Er­gebnisse als mit weiblichen Probanden zu verzeichnen. Eines der umstrittensten, aber auch interessantesten Phänomene, das sich vor allem während der sogenannten Vorschlafphase einstellt, ist das ausserkörperliche Erlebnis (AKE), auch Aussendung des Astralkörpers genannt. AKEEffekte werden lei­der noch häufig Traum­ erlebnissen gleichgesetzt, obgleich vie­ les gegen diese Behauptung spricht. Nur wer sich selbst schon wie-derholt in einem solchen Zustand der Losgelöstheit vom eigenen materiellen Körper befunden hat, weiss mehr und wird die Berichte von Personen mit AKE- Erfahrungen nicht gleich als Hirn- oder Traum­ gespinste abtun. Hier zählen ausschliess­ lich Eigenerlebnisse, die sich vor­zugs­wei­ se dann einstellen, wenn der Kör­per durch starke Ermüdung oder Krank­heit geschwächt ist. Man wähnt sich zunächst noch im Zustand des Wach­seins und weiss genau,

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was sich in der che, dass im Verlauf solcher Austritte häu­ Folge sogar wil- fig Fremdgeräusche (Glocken, Flugzeulentlich ereignen ge, Bahnverkehr usw.) wahrgenommen wird. Kör­perlich werden, die auch nach plötzlichem, volwahrnehmbare lem Erwachen nicht abklingen, d.h. real Vibrationen set- sind. Es hat den Anschein, als ob wähzen ein. Sie er- rend solcher Austritte zumindest ein Teil strecken sich in des Bewusstseins mit den Sinnesorganen der Regel zu- des materiellen Leibes verbunden blienächst vom Na- be. Anders können die beschriebenen Sin­ belchakra zum Kopf und dann von dort neswahrnehmungen wohl nicht erklärt bis zu den Fusszehen. Wenn diese werden. Dabei stellt sich die Frage, ob «Schwingungen» Maximalstärke erreicht die willentliche Steuerung des fein­ haben, was sich durch Flattern im Ohr stofflichen Körpers durch das Unbewuss­ und/oder para-akustische Wahrnehmun- te oder über eine «Spezialschaltung» gen bemerk­bar macht, «Kippt» der psy- mehr durch das normale Bewusstsein chische (fein­stoffliche) Leib meist seitlich erfolgt. aus dem ruhenden ma­teriellen Körper her­ aus, um dann «über dem Boden schwe- Auch bei Bewusstlosigkeit (z.B. bei Unbend» langsam oder schnell auf ein an- fällen) kommt es gelegentlich zu para­ visiertes Objekt hinzugleiten. Zu Angst­ normalen Wahrnehmungen dieser Art. empfindungen kommt es dabei sel­ten, So wurde z.B. ein Kraftfahrer beim Aufda man sich stets dieses besonderen Zu- prall auf ein Hindernis aus dem Wagen standes bewusst ist und auf Wunsch so- geschleudert und dadurch bewusstlos. fort wieder in den materiellen Körper Er «sah» plötzlich die ganze Unfallszene «von oben»: den Menschenauflauf, zurückkehren kann. den Notarzt und dessen WiederbeleTreten derartige Erlebnisse mehrere Ta- bungsversuche. Später, als er wieder ge hintereinander auf, lassen sie sich be­ «zu sich kam», konnte er über diese Vorwusst oder willentlich induzieren und be­ gänge detailliert berichten. Hier dürfte, enden, dann kann man wohl kaum noch wenn auch zwangsläufig, gleichfalls eivon Traumerlebnissen sprechen. Auch ne Austrittssituation vorgelegen haben. psychische Störungen im Sinne von Geis­ In diesem Zustand handelt der ausgetesverwirrung oder Schlimmerem schei- tretene feinstoffliche Körper des Verunden aus, wenn die betroffenen Personen glückten autonom als Beobachter von zu anderen Zeiten qualifizierte Arbeiten einer höheren Warte (sprich: Dimen­sio­ verrichten können. nalität) aus. Die Reihe solcher Beispiele liesse sich beliebig fortsetzen. Interessant und für die Realität dieses Zu­ u standes sprechend erscheint die Tatsa- Nächste Folge: Traumanalysen

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Ausgebrannt… «Das Phänomen des Burnout wird oft Titel «Dem Burnout vorbeugen – Besin­ Apathie, psychosomatischen Erkrankun­ oberflächlich einfach als Folge von Stress nung auf die Wurzeln unseres Heilseins» gen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt. verstanden. Entsprechend werden als anbietet. (Infos: www.institutlooser.ch) Das Burnout-Syndrom ist international Therapie Entspannung und mehr Musse empfohlen. Das ist natürlich in Ordnung, Die online-Enzyklopädie Wikipedia de­ nicht als Krankheit anerkannt, sondern es greift aber zu kurz, da die wirklichen fi­niert das Burnout-Syndrom konventio­ gilt als ein Problem der Lebensbewältigung. Es handelt sich um eine körperliUrsachen tiefer liegen. Der Stress ist nell wie folgt: che, emotionale und geistige Erschöpnäm­lich nur der letzte Auslöser. Viel we­ sentlicher ist, dass viele Menschen alle Ein Burnout-Syndrom (englisch to burn fung aufgrund beruflicher Überlastung. Verletzungen, nicht gelebte Trauer usw. out: «ausbrennen») bzw. Ausgebrannt­ Diese wird meist durch Stress ausgelöst, in sich tragen. Allein das bindet schon sein ist ein Zustand ausgesprochener der wegen der verminderten Belastbarviele Kräfte. Noch entscheidender ist je­ emo­tionaler Erschöpfung mit reduzier- keit nicht bewältigt werden kann. doch, wenn Menschen ihre Verbin­dung ter Leistungsfähigkeit. Es kann als End­ Geschichte zu den geistigen Wurzeln verloren ha­ zu­stand einer Entwicklungslinie bezeich­ ben. Das sind die Nährböden für das net werden, die mit idealistischer BeBurnout.» Dies schreibt Dr. Gabriel Loo­ geisterung beginnt und über frustrieren­ Der Begriff Burnout tauchte wiederholt ser, der selbst zweitägige Kurse mit dem de Erlebnisse zu Desillusionierung und in den 1970er Jahren in den Vereinigten

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Marianne J._pixelio.de

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Staaten in der Öffentlichkeit im Zu­sam­ menhang mit Pflegeberufen auf. Zu grös­ serer Popularität verhalf ihm der Roman von Graham Greene aus dem Jahr 1960 mit dem Titel «A Burnt-Out Case», in dem ein desillusionierter Architekt sei­ nen Beruf aufgab, um anschliessend als «Aussteiger» im afrikanischen Dschun­ gel zu leben. In die Wissenschaft gelang­ te der Ausdruck Burnout durch Erfah­ rungsberichte und Interviews mit Betrof­ fenen im Gesundheitswesen. Die ersten wissenschaftlichen Artikel zu diesem The­ ma wurden 1974 vom amerikani­schen Psy­chologen Herbert Freuden­ber­ger (19261999) und 1976 von der Sozialpsychologin Chris­tina Maslach (University of Califor­ nia) geschrieben. In diesen grundlegen­ den Arbeiten wird das Burnout-Syndrom als Reaktion auf chronische Stressoren im Beruf beschrieben. Es hat drei Di­men­ sionen: eine überwältigende Erschöp­ fung durch fehlende emotionale und physische Ressourcen (Energien) als per­ sönlicher Aspekt, Gefühle des Zynismus und der Distanziertheit von der berufli­ chen Aufgabe als zwischenmenschlicher Aspekt und ein Gefühl der Wirkungs­lo­ sigkeit (wegen mangelnder Ressourcen) und verminderter Leistungsfähigkeit als Aspekt der Selbstbewertung (Selbstbild). Besonders betroffen sind Berufe, die es mit Menschen (als Klienten) zu tun ha­ ben, die sich in emotional belastenden Situationen befinden. Die Umwelt ist so­ mit (gewollt oder ungewollt) ein mas­si­ ver Stressor, der nicht ausgeschaltet wer­ den kann. Seit den 1990er Jahren wurde der Be­ griff auch im Zusammenhang mit zahl­ reichen anderen Personengruppen in Ver­ bindung gebracht, was jedoch zum Teil kritisch beurteilt wird. Zu diesen Berufs­ gruppen gehören unter anderem Politi­ ker, (Leistungs-)Sportler, Forscher oder Langzeitpflegende kranker Angehöri­ger. Der Polizeibeamte und der Feuer­wehr­ mann sehen sich auch ständig mit ex­tre­ men Stresssituationen konfrontiert, müs­sen persönliches Leid und hilfloses Da­neben­ stehen verarbeiten. Gerade im Po­lizei­be­ ruf kommen noch tägliche Vor­wür­fe und Aggressionen hinzu. Alle diese Men­ schen müs­sen lernen, damit umzu­gehen. Scott T. Meier zeigte jedoch schon in den 1980er Jahren in einer Studie über Angehörige von lehrenden Berufen, dass Burnout enger mit depressiven Ten­den­

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zen korreliert ist als mit der Arbeits­zu­ frie­denheit, obwohl es auch in Bezug auf diese eine Überlappung gibt. Manche Psychiater halten das BurnoutSyndrom für eine Modediagnose, die als

Grundlage zahlreicher Arbeitsunfähig­ keits­bescheinigungen ein gesund­heits­ öko­nomischer Faktor geworden sei und die Diagnose einer Depression behin­ dern könne.

Das Grab Graham Greenes in Corseaux (Schweiz).

Volkswirtschaftliche Bedeutung von Burn-out In der ManagementWissenschaft gilt das Burnout-Syndrom als Führungsproblem, das erhebliche Kos­ ten verursacht. Bei­ spiele sind qualitativ minderwertige Pro­ duk­te und Dienst­ leis­tungen, schlam­ piger Umgang mit Wirt­schaftsgütern bis

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der (fachlich) beste Ingenieur zum Be­ triebsleiter ernannt wird, ohne auf die Voraussetzung zu achten, nämlich dass diese Personen über die notwen­di­gen Führungskompetenzen verfügen müs­sen.

Es ist also nicht erstaunlich, dass sich das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO (Schweiz) ebenfalls mit dem Burnout-Syn­ drom befasst und es wie folgt defi­niert: «Ein Burnout ist ein Erschöpfungs­syn­drom, das sich über längere Zeit schlei­chend durch Überforderung wie Stress ent­wi­ ckeln kann. Häufig trifft es gerade sehr en­gagierte Personen. Die Informa­tionen auf der Website stressnostress.ch gelten daher auch für die Prävention von Burn­ out. Warnsymptome können sein: • Subtile Vernachlässigung eigener Bedürfnisse • Beschränken sozialer Beziehungen auf Beziehungen in Zusammenhang mit der Arbeit Petra Bork_pixelio.de

hin zu Diebstahl und Sabotage. Dies hat die «California Management Review» im Jahr 1982 verdeutlicht. Die Autoren de­fi­nieren Burnout als mit Stress ver­ bun­dene existenzielle Krise, bei der die Ar­beit nicht mehr als eine sinnvolle Auf­ gabe oder Herausforderung empfun­den wird. Betroffene Führungskräfte zeigen dabei folgende, voraussagbare Verhal­ tens­weisen: Sie machen Andere für ih­ ren Burnout verantwortlich, sie be­schwe­ ren sich bitterlich über Dinge, die früher keine Rolle spielten, sie arbeiten nicht mehr fokussiert, flüchten in Tag­träume und fangen unnötige Streitig­kei­ten an, sie wirken distanziert und arro­gant. Die Ursachen können sowohl Überforderung (Peter-Prinzip) als auch Unterforderung oder Probleme der per­sönlichen Lebens­ führung sein. Anreize wie Einkommen, Status und Macht kön­nen kurzfristig das Selbstwertgefühl stei­gern, verleiten aber zu einer beruflichen Entwicklung und

zur Übernahme von Aufgaben, für die • Anforderungen als Belastung erleben sie nicht geeignet sind und aus denen sie keine innere Befrie­digung schöpfen • Unfähigkeit zu Entspannen können. Ein klassi­sches Beispiel ist die bis heute verbreitete Praxis, dass der • Veränderungen des Gesundheitsverhal­ beste Verkäufer zum Vertriebsleiter oder tens: zu wenig Schlaf und Bewegung,

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• Versagensängste

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Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz schätzt die volkswirtschaftlichen Folge­ kosten des Burnout-Syndroms in der EU auf rund 20 Milliarden Euro jährlich.

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unregelmässige Mahlzeiten, ungenügen­ de Erholungspause.

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Symptome eines Burnout

ren/Arbeitsbeschrei­ bung • Probleme ansprechen

• Depersonalisation (Gefühl weg von sich selbst zu sein), Verlust positiver Ge­füh­ • Zeitmanagement: le gegenüber Mitmenschen, häu­fig ärfür ausreichende gerliches gereiztes Reagieren auf MitEr­holungsinseln im arbeitende, Kollegen und Kunden, zyAlltag sorgen nisch/ironisches Distanzieren, sich schlecht in andere Menschen hineinversetzen • Lernen «Nein» zu können. sagen sowohl nach aussen als auch • Reduzierte kognitive Leistungsfähignach innen keit: Konzentrationsschwierigkeiten, Un­ fähigkeit neue Informationen aufzuneh­ • Vertrauen in sich men, Kreativitäts- und Motivationsman­ und die eigenen Fägel higkeiten • Emotionale Erschöpfung: sich von der Arbeit ausgelaugt fühlen, sich bei der Arbeit zu sehr anstrengen zu müssen, überdauernde Müdigkeit beim Aufstehen, Gefühl von Hilflosigkeit • Diverse psychosomatische Beschwerden

Strukturelle Massnahmen und gesundheitsförderndes Führungsverhalten • eine sorgfältige Abstimmung des Potentials und der Qualifikationen eines Mitarbeiters mit den Anforderungen seiner/ihrer Aufgabe und Funktion • positive Rückmeldungen auf Erfolge und Toleranz für einzelne Misserfolge • Sichern von Entwicklungsmöglichkeiten bei der Arbeit • Fördern der Work-Life-Balance der Mit­ arbeitenden • Offene Kommunikation, zuhören • Delegieren und Vertrauen schenken, Autonomieförderung • Stress und Burnout enttabuisieren • Wirkungsvolle Mittel der Mitarbeitenden zur Prävention von Burnout: • Soziale Beziehungen pflegen im Beruf und im Privatleben • Eigene Position möglichst klar definie-

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In der Internationalen statistischen Klas­ sifika­tion der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme,
10. Revision,
 Version 2013, steht Burnout im Kapitel «Z». Darin werden Faktoren benannt, die den Gesundheitszustand beeinflussen können, die aber nicht als Krankheit im engeren Sinn gel- rem Kulturraum geworden. Aktuell beten und auch nicht genau definiert sind. stehen keine einheitliche Definition als Die anerkannten psychiatrischen Krank­ Krankheit und keine eindeutigen diagheiten stehen im Kapitel «F». Insofern nostischen Kriterien im ICD-10. In der bezeichnet der Begriff «Burnout-Syn- Bevölkerung weitgehend akzeptiert, ist drom» keine «definierte Krankheit». Er es im Arbeitsumfeld nach wie vor ein gehört zum (übergeordneten) Abschnitt Tabu-Thema: Ausgebrannt zu sein steht Z73 und umfasst «Probleme mit Bezug als Indiz für mangelnde Belastbarkeit. auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung». Nach dieser Einstufung ist Der für eine erfolgreiche Therapie so der Burnout eine Rahmen- oder Zusatz- wichtige Konsens zwischen Arzt und Pa­ diagnose und keine Behandlungsdiag- tient ist unter diesen Umständen oft nose, die zum Beispiel die Einweisung schwierig zu erreichen. Die Erhaltung in ein Krankenhaus ermöglichen könn- oder Wiedererlangung der Arbeitsfähig­ te. Ein Burnout-Zustand äussert sich keit ist ab Beginn der Therapie ein zenaber oft als Depression, was wiederum trales Thema. Eine allfällige Krankschrei­ bung muss durch weitere Interventionen eine anerkannte Krankheit ist. begleitet sein; es geht darum, dass der Schweizer Expertennetzwerk Patient effizient und zielgerichtet an seiner psychischen und körperlichen Regefür Burnout neration arbeitet. Dafür braucht es sorg­ Auf ihrer Website beschreiben die Schwei­ fältige Abklärungen, die im Rahmen eizer Burnout-Experten den aktuellen Stand ner umfassenden Anamnese erhoben des Syndroms wie folgt: werden. Neben somatischen und psychi­ schen Beschwerden werden auch sozia«Das Burnout-Syndrom ist zu einem der le Aspekte beachtet. Der Patient wird populärsten Beschwerdebilder in unse- über das geplante Procedere informiert

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Eine wirksame Therapie umfasst neben den individuellen Interventionen (Patient)auch strukturelle (Betrieb). Für letztere sind Gespräche mit dem Vorgesetzten und ev. der Personalabteilung wichtig.»

Endstation Burnout? Weil die Symptome so mannigfaltig sind, erlebt jeder «sein» Burnout wohl anders. Allen Betroffenen gemeinsam sind aber eine angstvolle Grundstimmung und das ständige belastende Ge-

fühl, unter Druck zu stehen. Sie haben Mühe, sich bewusst zu entspannen und die positiven Seiten des Lebens zu sehen. Da das «Krankheitsbild» sich schleichend entwickelt, ziehen sich viele Betroffene über die Jahre immer mehr zurück, so dass sie oft in ihrem Umfeld kein «Sicherheitsnetz» mehr vorfinden, das sie bei Bedarf auffangen könnte. Nach monate- oder gar jahrelangem Leiden, das schliesslich im Vollbild einer klinischen Depression mündet denken viele «Ausgebrannten» an Selbstmord. Dabei ist der Begriff «Freitod» falsch, denn derjenige, der keinen anderen Ausweg mehr sieht, ist keinesfalls «frei».

Niemand muss mit seinem Problem allein fertig werden. Es gibt fachliche Hilfe von spezialisierten Ärzten (s. Kasten SEB links). Man sollte sich gründlich durchchecken lassen, nötigenfalls von mehreren Ärzten. In der Anfangsphase einer Behandlung können Medikamente für die Psyche hilfreich sein, aber die

SEB – Schweizer Expertenwerk für Burnout Wir sind Menschen, die sich beruflich aus wissenschaftlicher, therapeutischer und präventiver Sicht mit Burnout und Stressfolgeerkrankungen befassen. Mit dem Ziel, Erfahrungen auszutauschen und fundierte Angebote zum Umgang mit Burnout effektiv zu vernetzen, haben wir das Schweizer Expertennetzwerk für Burnout (SEB) gegründet.
 
Der Verein hat den Zweck, Wissen und Expertise zu Definition, Prävention, Therapie und Rehabilitation des BurnoutSyndroms und anderer arbeitsinduzierter Stressfolgeerkrankungen in der Schweiz zu fördern, weiterzuentwickeln und damit den internationalen State of the Art mitzuprägen.
Er hat weiterhin den Zweck, das BurnoutSyndrom multidisziplinär zu erforschen und Konzepte zur Verhinderung der Entstehung und Auswirkungen zu entwickeln, sowie Organisationen und Einzelpersonen zu beraten. Dazu zählt, evidenzbasierte
Therapieansätze und Qualitätsstandards für die Behandlung von Burnout sowie für
betriebliche und individuelle Präventionsmassnahmen zu entwickeln und zu kommunizieren. Am 14. November findet im Zentrum Paul Klee in Bern das 3. Symposium des Schweizer Expertennetzwerks für Burnout mit dem Titel «Brennpunkt Burnout:
Dimensionen einer gesellschaftlichen Herausforderung» statt. Mehr Infos auf www.burnoutexperts.ch

Abbildung: Symptome des Burnout-Syndroms

• Emotionale Erschöpfung (exhaustion oder fatigue): Diese Erschöpfung resultiert aus einer übermässigen emotionalen oder physischen Anstrengung (Anspannung). Es ist die StressDimension des Burnout-Syndroms. Die Betroffenen fühlen sich schwach, kraftlos, müde und matt. Sie leiden unter Antriebsschwäche und sind leicht reizbar. • Depersonalisierung: Mit dieser Reaktion auf die Überlastung stellen die Betroffenen eine Distanz zwischen sich selbst und ihren Klienten (Patienten, Schülern, Pflegebedürftigen, Teamkollegen oder Kunden) her. Das äussert sich in einer zunehmenden Gleichgültigkeit und teilweise zynischen Einstellung gegenüber diesen Personen. Mit anderen Worten: Sie lassen die Probleme und Nöte der Klienten nicht mehr an sich herankommen und konzentrieren sich auf den sachlichen Aspekt der Beziehung. Die Arbeit wird zur reinen unpersönlichen Routine. • Erleben von Misserfolg: Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, dass sie trotz Überlastung nicht viel erreichen oder bewirken. Es mangelt an den Erlebnissen des Erfolges. Weil die Anforderungen quantitativ und qualitativ steigen und sich ständig verändern, erscheint die eigene Leistung im Vergleich zu den wachsenden Anforderungen gering. Diese Diskrepanz zwischen Anforderungen und Leistungen nimmt der Betroffene als persönliche Ineffektivität bzw. Ineffizienz wahr. Dies ist auch eine Folge der Depersonalisierung, weil die Betroffenen sich von ihren Klienten entfernt haben und auf deren Erwartungen nicht mehr wirksam eingehen können. Darunter leidet der Glaube an den Sinn der eigenen Tätigkeit.

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und hat eine grobe Ahnung, wo er im Verlauf seiner Genesung steht.

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weise durch Sexualität, Essgewohnheiten, Alkohol und andere Drogen 11. Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit

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12. Erste Gedanken an einen Suizid als Ausweg aus dieser Situation; akute Ge­ fahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs.

Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Ressourcen

Nutzen/Risiko-Abwägung sollte nur durch wie in der folgenden Auflistung verlau­fen: einen Arzt durchgeführt werden. Ein wei­ terer hilfreicher Schritt ist, körperlich und 1. Drang, sich selbst und anderen Personen etwas beweisen zu wollen seelisch Abstand zu seinem bisherigen Leben zu gewinnen und sich eine Pause vom belastenden Alltag zu gönnen. Auch 2. Extremes Leistungsstreben, um beson­ ders hohe Erwartungen erfüllen zu hier wird der Arzt helfen und das nötige können Zeugnis für die Arbeitsbefreiung ausstellen. Zur Abwechslung sollten Betroffene wie­ 3. Überarbeitung mit Vernachlässigung persönlicher Bedürfnisse und sozialer der lernen, an sich selbst zu denken; daKontakte bei können Entspannungstechniken sehr hilfreich sein. Ausserdem müssen Betrof­ fene lernen, «Nein» zu sagen und für Be­ 4. Überspielen oder Übergehen innerer Probleme und Konflikte langlosigkeiten ein gesundes Gleichgül­ tigkeitsgefühl zu entwickeln. Sie dür­fen sich nicht mehr ständig alles zu Herzen 5. Zweifel am eigenen Wertesystem sowie an ehemals wichtigen Dingen wie nehmen, da sonst hoher Blutdruck, Panik­ Hobbys und Freunden attacken und Probleme des Magen-DarmTrakts als Begleitsymptome des Burnout6. Verleugnung entstehender Probleme, Syndroms auftreten können. Absinken der Toleranz und Geringschätzung anderer Personen Das Burnout-Syndrom kann ähnliche Symptome wie das Boreout-Syndrom auf­ weisen: Der Begriff stammt aus dem eng­ 7. Rückzug und dabei Meidung sozialer Kontakte bis auf ein Minimum lischen bore = (sich) langweilen und be­ zeichnet den Zustand beruflicher Un­ter­for­ derung und Unzufriedenheit. Die­ser Zu­stand 8. Offensichtliche Verhaltensänderunkann von gleichzeitig hoher Geschäf­tigkeit gen, fortschreitendes Gefühl der Wertund reduzierter Leis­tungs­fähigkeit sowie losigkeit, zunehmende Ängstlichkeit emotionaler Er­schöp­fung begleitet sein. 9. Depersonalisierung durch KontaktPhasen des verlust zu sich selbst und zu anderen Personen; das Leben verläuft zunehBurnout-Syndroms mend funktional und mechanistisch Herbert Freudenberger und seine Kol­ legin Gail North haben zwölf Phasen im 10. Innere Leere und verzweifelte VerVerlauf des Burnout-Syndroms identi­fi­ suche, diese Gefühle durch Überreakziert. Die Reihenfolge muss jedoch nicht tionen zu überspielen wie beispiels-

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Ein verbreitetes Modell zur Erklärung des Burnout-Syndroms vor allem in Unterneh­ men und im Management ist das Konzept des Ungleichgewichts zwischen An­ forderungen und Ressourcen, kurz ERI (effort-reward imbalance model) von Johan­ nes Siegrist. Dazu hat Siegrist ein entsprechendes Messinstrument entwickelt, den Fragebogen zur Erfassung beruflicher Gratifikationskrisen (engl. ERI question­nai­ re). Beispiele für Skalen und Items nach der englischen Version des ERI sind: • «Effort» • «Ich habe permanenten Zeitdruck.» • «Ich trage viel Verantwortung.» • «Ich werde bei der Arbeit häufig gestört.» • «In den letzten Jahren wurde meine Aufgabe immer anspruchsvoller.» • «Reward» (Belohnung) • «Ich werde von meinen Vorgesetzten nicht mit dem nötigen Respekt behandelt.» • «Bei Schwierigkeiten bekomme ich keine adäquate Unterstützung.» • «Ich werde oft unfair behandelt.» • «Meine berufliche Zukunft ist unsicher.»

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Wenn im Unternehmen psychomentale Belastungen nach ISO 10075 und ISO 9421 gemäss dem deutschen Arbeitsschutzgesetz in den gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilungen als Fehlbelastungen eingestuft wurden, kann dies für die Mitarbeiter sowohl im beruflichen wie auch im ausserberuflichen Leben zu Problemen mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung führen. Ein Beispiel sind BurnoutProzesse in Teams. In Unternehmen mit Arbeitnehmervertretungen haben diese Abbildung: Empirisch validiertes Modell zur Erklärung des Burnout-Syndroms Vertretungen bei der Unterscheidung zwi­ schen legitimer Belastung und schädliDas Ungleichgewicht zwischen «Effort» keine individuellen verhaltenspräventiven cher Fehlbelastung mitzubestimmen. Be­ und «Reward» ist laut ERI häufig beglei­ Massnahmen zum Kompetenzaufbau ab­ urteilt wird in Gefährdungsbeurteilungen tet durch ein übermässiges Verpflichten geleitet, sondern strukturelle Massnah- die Belastung als eine Eigenschaft des (over-commitment), bei dem die Betrof- men, die verhältnispräventiv sowohl an Arbeitsplatzes, nicht dagegen die Beanfenen sich regelrecht aufopfern. Das äus­ den Anforderungen an die Mitarbeiter spruchung einzelner Mitarbeiter. Eine sert sich in Aussagen wie zum Beispiel: wie auch an deren Ressourcen ansetzen. explizite Verpflichtung des Arbeitgebers «Schon beim Aufwachen denke ich an zur Beurteilung psychischer Belastundie Probleme, die mich tagsüber erwar- Vom Arbeitsplatz ausgehende gen findet sich in der Bildschirmarbeitsten». Hinzu kommen oftmals Schlafstöverordnung. Fehlbelastungen rungen. Die obenstehende Grafik veran­ Burnout-Vorbeugung schaulicht zusammenfassend die wich- Das alternative Anforderungs-Kontrolltigsten Kerngedanken der Modelle des Modell von Karasek und Theorell fokusUngleichgewichts von Anforderungen und siert zwei Merkmale von beruflichen Tä­ Das Hauptproblem für die Entwicklung Ressourcen. Nach einer empirischen Stu­ tigkeiten bzw. Anforderungssprofilen, oh­ wirksamer Massnahmen zur Vorbeugung die mit 1’587 Testpersonen aus dem Flug­ ne die arbeitende Person in das Konzept und Behandlung besteht darin, dass der zeugbau in Süddeutschland hat dieses einzubeziehen. Danach sind diejenigen Burnout nicht als Krankheit mit klar deModell nach Daniel Preckel und Co-Au- Personen durch Arbeitstress gesundheit­ finierten Symptomen und Ursachen antoren eine hohe prädiktive Validität im lich gefährdet, an die permanent hohe erkannt ist. Mediziner raten zu EntspanHinblick auf die Lebensqualität, die «vi­ Anforderungen gestellt werden, insbe- nungs-, Atem- und Meditationsübungen. tal exhaustion», also den Kern des Burn­ sondere durch Arbeitsverdichtung, wäh- Sie treffen aber nicht den Kern des Proout-Syndroms, auf depressive Stimmun­ ­rend zugleich gen und auf die Schlafqualität. Das be- die Kontrolle deutet, dass ein signifikantes Ungleich- und der Entgewicht (zwischen Anforderungen und scheidungsRessourcen) mit gewisser Wahrschein- spielraum bei lichkeit zum Burnout-Syndrom führen der Ausführung wird. Als Ansatzpunkt zur Vorbeugung der Aufgaben und Therapie dieses Syndroms resul- stark eingetiert aus diesem Modell die Wiederher- schränkt sind. stellung des Gleichgewichts. Dazu sind Typische Beibestimmte Kompetenzen, wie zum Bei- spiele sind Inspiel der Selbstregulierung, des Selbst- dustriearbeiter managements oder der Umsetzungskom­ am Fliessband, petenzen notwendig. Verkäuferinnen im Supermarkt Da der ERI ein anerkanntes Verfahren oder Beschäfzur Verhältnisprävention ist, werden aus tigte in Callden mit ihm gewonnenen Ergebnissen Centern. Zwar

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leiden auch leitende Manager oder Ärztinnen im Krankenhaus unter hoher Arbeitsverdichtung, aber ihre Tätigkeit ge­ währt ihnen hohe Kontroll- und Entschei­ dungsspielräume und damit die positive Erfahrungen ihrer Selbstwirksamkeit.

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blems. Je nach Erklärungsmodell fallen auch die Empfehlungen zur Über­win­ dung äusserst unterschiedlich aus. Dennoch kann man als kleinsten gemeinsamen Nenner die Definition von Ferdinand Jaggi und das Stressmodell von Ri­ chard Lazarus heranziehen. Nach Jaggi handelt es sich beim Burnout um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlas­ tung. Nach Lazarus wird Burnout durch Stress ausgelöst, der aus Sicht der betroffenen Person nicht bewältigt werden kann. Es handelt sich also um ein subjektiv wahrgenommenes Auseinanderklaffen von • externen (beruflichen) Anforderungen bzw. Belastungen einerseits und • individuellen Fähigkeiten zur Bewältigung der aus den Belastungen resultie­ renden Beanspruchungen an­dererseits. Diese Diskrepanz ist oft mit dem Gefühl der Ohnmacht ver­ bunden. Zentral ist dabei die (vermeintliche oder zutreffende) Annahme der Überforderung oder mangelnden Kon­trol-

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­le (Kon­troll­ Auf dem Prinzip der Stärkung des Verüberzeu­gung). trauens auf die eigene HandlungsmögDazu wurden lichkeiten beruhen die Selbstmanagementnach David Therapie von Frederick Kanfer und das Myers einige Konzept der Selbststeuerung bzw. Selbst­ Tierexperi- regulierung von Albert Bandura. Bandu­ mente durch- ra hat in einer Studie herausgefunden, geführt, de­ dass sich allein aufgrund einer klaren ren Erkennt- Zielsetzung die Anfälligkeit für depresnisse auch sive Stimmungen signifikant vermindert. auf Menschen Diesen Effekt kann man durch weitere übertragbar Kompetenzen der Selbstregulierung ver­ sind. In einem stärken. Ein Beispiel ist die empirische Experiment Studie von June Tangney und Co-Autowurden je- ren. Diese Forscher haben herausgefunweils zwei den, dass die Fähigkeit der SelbstreguRatten dem lierung sehr stark mit den meisten Merk­ gleichen Stress malen des Burnout-Syndroms (negativ) durch leichte Elektroschocks ausgesetzt. korreliert ist. Das gilt zum Beispiel für Das eine Tier hatte die Möglichkeit, die die Neigung zum Perfektionismus und Stromschläge abzustellen, das andere aber zum Bestreben, unrealistischen Standards nicht. Das Ergebnis: Die «hilflosen» Rat- gerecht zu werden. Beispiele für solche ten hatten eine signifikant ausgepräg­te selbst auferlegten Instruktionen sind: «sei Immun­schwäche und waren wesent­lich perfekt!», «streng dich an!», «sei stark!», anfälliger für Krebserkrankungen als die «mach es den anderen recht!» oder «beTiere, die «glaubten», sie könnten etwas eil dich!» Insgesamt sind Personen mit gegen den dauerhaften Stress tun – ob- stark ausgeprägten Fähigkeiten der wohl beide Testgruppen der gleichen Be­ Selbstregulierung weniger anfällig für dysfunktionales Verhalten, sie haben lastung ausgesetzt waren. bessere persönliche Beziehungen und An den externen (beruflichen) Belastun- verfügen über eine höhere Leistungsfägen setzt die Verhältnisprävention an. Die higkeit. Verhaltensprävention wendet sich dage­ gen dem Individuum und seiner Bean- Das Konzept der Selbststeuerung scheint spruchbarkeit zu. zahlreiche, empirisch belegte positive Auswirkungen auf die Überwindung des Verhältnisprävention Burnout-Syndroms zu haben. Die Empfehlungen aus der Fachliteratur werden Im beruflichen Umfeld gibt das Arbeits- unter den Stichworten der Volition in schutzgesetz der Verhältnisprävention den der Psychologie und im Management Vorrang. Verhältnispräventive Mass­nah­ diskutiert. Sie zielen auf eine Stärkung men werden im Artikel Belastung (Psy- der Fähigkeiten zum Selbstmanagement chologie) beschrieben. Die Vorschrif­ten und der Willenskraft. Diese Aspekte lasdes deutschen Arbeitsschutzes verpflich­ sen sich anhand der Grafik (rechte Seite ten die Arbeitgeber, durch die Ver­hält­ oben) zusammenfassend wie folgt skiznisprävention sicherzustellen, dass die zieren. mit einem Arbeitsplatz verbundenen Belastungen keine gesundheitschädlichen Den Ausgangspunkt liefert Howard Gard­ Fehlbelastungen sind. ner mit der Erkenntnis, wonach effektive Führung der eigenen Person (SelbstVerhaltensprävention steuerung), die Klärung von drei fundamentalen Fragen erfordert: (1) «Wer bin Individuelle Schutzmass- ich?», (2) «Was will ich?», und (3) «Wie ­nah­men sind im Ar- erreiche ich effizient meine Ziele?» beitsschutz dagegen Wer bin ich? «nachrangig zu anderen Massnahmen». Ein Arbeitgeber kann die Stärkung der Be- Unsicherheit oder Unklarheit über die anspruchbarkeit seiner Mitarbeiter erste Frage und damit über die eigene Identität entzieht dem Menschen die jedoch unterstützen.

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Was will ich?

Abbildung: Empfehlungen zur Burnout-Vorbeugung

Basis des Selbstwertgefühls. Wenn jemand seine Kompetenzen und Stärken nicht kennt und auch kein Feedback einfordert, können Selbst- und Fremdbild auseinander klaffen und verhindern, dass jemand seine Fähigkeiten, Stärken und Talente wirksam einsetzt.

Hinzu kommt die Tatsache, dass die Anforderungen an Unternehmen sich immer schneller verändern. Wenn jemand strategische Veränderungen nicht versteht und nachvollziehen kann, ist es ihm auch nicht möglich, seine Kompetenzen an die neuen Anforderungen an-

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Eine Antwort auf die zweite Frage (Was will ich?) ist deswegen so wichtig, weil klare Ziele unsere mentale Energie mobilisieren und fokussieren. Dagegen kann es bei fehlenden Zielen, Werten, Perspektiven und somit Energiequellen sehr schnell zur emotionalen Erschöpfung im Sinne des MBI kommen. Erich Fromm hat darauf hingewiesen, dass wir unsere ganze Energie darauf verwenden, das zu bekommen, was wir wollen. Die meisten Menschen fragen aber nicht nach der Voraussetzung dafür, nämlich zu wissen, was sie wirklich

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zupassen, also zu lernen. Oftmals kommt die Betriebsblindheit durch Routine hinzu, die sich meistens dann einstellt, wenn jemand die gleiche Aufgabe länger als fünf Jahre ausübt. Wird er nicht ständig gefordert, kommt es zur Abstumpfung (trotz – oder gerade wegen hoher Arbeitsbelastung). Häufig ist ambitionierten Nachwuchskräften im Management nicht klar, welche konkreten Managementkompetenzen sie auf dem Weg nach oben entwickeln müssen. Damit ist besonderer Stress durch ein Missverhältnis von Soll- und Istkompetenzen vorprogrammiert.

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wollen. Beispielsweise drängen viele Nachwuchskräfte in die Führungslaufbahn, ohne sich darüber im Klaren zu sein, welche gleichwertigen Alternativen es gibt und ob sie über die notwendigen Führungskompetenzen verfügen. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass Fach- und Führungskräfte in vielen Berufsgruppen den tieferen Sinn in dem nicht erkennen, was sie tun. Es ist eine Frage der Ethik, die heute weitgehend von politischen Ideologien, vermeintlichen Vorbildern in Massenmedien und in der kommerziellen und politischen Werbung verdrängt wurde. Diese Verwirrung macht es schwer, klare persönliche Ziele zu formulieren und die Aufmerksamkeit auf das zu richten, worauf es wirklich ankommt im Leben. Ziele haben die grösste Motivationskraft; sie mobilisieren und fokussieren Energie; sie verhindern das Gefühl der Apathie und steigern die Leistungsfähigkeit.

Probleme investiert. Einen Beitrag zu mehr Effizienz leistet auch die Entwicklung der praktischen Intelligenz zur Bewältigung alltäglicher Herausforderungen. Fehlen diese Fähigkeiten oder werden sie nicht gefordert, kommt es nahezu zwangsläufig zur Überforderung durch Leistungsschwäche im Sinne des MBI.

Behandlung des Burnout-Syndroms (Interventionen)

Interventionen sind Eingriffe oder Massnahmen, die dem Entstehen oder der Fortdauer einer Störung oder Erkrankung entgegenwirken (sollen). Im Abschnitt «Burnout-Vorbeugung» wurden bereits einige verhaltenspräventive Kon­ zepte und Massnahmen erläutert, die man eher der Kategorie «Gesunder Menschenverstand» zuordnen kann. Bei einer Analyse der psychiatrischen Wie erreiche ich effizient Fachliteratur stellt man fest, dass in den Standardwerken eine gezielte und sysmeine Ziele? tematische Behandlung des BurnoutDie dritte Frage nach der effizienten Syndroms kaum vorkommt. Ein Grund Vorgehensweise zur Zielerreichung zielt dafür könnte sein, dass die Messgrössen auf die Leistungsfähigkeit. Dahinter für Burnout sich mit Messgrössen (Konverbirgt sich das ökonomische Prinzip strukten) z. B. für Depression, Neurotides sparsamen Umgangs mit mentalen zismus, Stress, Unzufriedenheit mit der und zeitlichen Ressourcen. Die emotio- Arbeitssituation oder Angststörungen die sich einer einheitlichen Intervention nalen Kompetenzen sollten helfen, be- stark überschneiden. Hinzu kommt eine entziehen. Ferner unterscheidet sich die lastende Situationen möglichst schnell Vielfalt situativer Faktoren. Christina Anfälligkeit für das Burnout-Syndrom und effektiv zu überwinden. Es macht Maslach, die Mitbegründerin der wis- sehr stark je nach Per­sönlichkeits­merk­ einen erheblichen Unterschied ob je- senschaftlichen Forschung zu diesem malen (zum Beispiel Kon­trollüberzeu­ mand eher ängstlich, nervös, reizbar Thema, macht darauf aufmerksam, dass gung) und beruflichen Anforderungen. und empfindlich oder eher gelassen ist, Lehrer, Ärzte, Pflegepersonal oder Auf- Manchmal ist die schiere Arbeitsmenge und wie viel Zeit er für die Überwindung seher in einem Gefängnis sehr unter- das Kernproblem, und ein anderes Mal emotionaler und sozialer Konflikte und schiedliche Burnout-Profile aufweisen, «leiden» die Betroffenen unter einer Unterforderung, oder es gelingt ihnen nicht, mit veränderten Rahmen­be­din­gun­gen und Erwartungen umzugehen (Lernfähigkeit).Vor diesem Hintergrund erschöpfen sich Thera­ pievorschläge häufig in sehr all­gemein gehaltenen Emp­ fehlun­gen zur Nutzung der «westlichen» und «östlichen» Medizin oder in einer Stärkung der Arzt-Patient-Beziehung. Hinzu kom­men Vorschläge für das Anstre­ben von Zufriedenheitserlebnis­­sen, der Suche nach zwischenmensch­ ­licher Unterstützung oder der Verbesserung sozialer Fertigkeiten.

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• Beispiele für organisationsbezogene In­terventionen sind die Umstrukturierung von Arbeitsabläufen, Leistungsbewertung und Feedback, Modifikationen der Schichtarbeit oder Arbeitsbewertung.

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und die Resultate kenhauses im Südwesten der Vereinig(Veränderung des ten Staaten hat Chris Thomas versucht Burnout-Syndroms) herauszufinden, mit welchen Interventio­ untersucht haben nen man das Burnout-Syndrom am wirk­­ müssen. Rund 68 samsten behandeln kann. Nach dieser Prozent der Pro- Untersuchung erwiesen sich das Men­to­ gramme befassten ring und der Austausch von Vorgesetz­ sich mit personenbe- ten und Mitarbeitern als besonders wirk­ zogenen und 8 Pro- same Instrumente. Mentoren sind angezent mit organisa­ sehene, hierarchisch höher stehende Mit­ tionsbezogenen In- glieder einer Organisation. Sie kennen terventionen; die die Organisation sehr gut, haben umrestlichen 25 Prozent fangreiche Erfahrungen mit der Funk­ kombinierten beide tionsweise und den (ungeschriebenen) Aspekte. Rund 80 Spielregeln dieser Organisation. Dadurch Prozent aller Pro- können sie die ihnen zugeordneten Mitgramme führten zu arbeiter besonders wirksam betreuen, be­ einer signifikanten raten und ihnen Perspektiven aufzeigen. Abschwächung des Beim Austausch von Vorgesetzten und Burnout-Syndroms. Mitarbeitern handelt es sich um einen Dies dürfte der erste besonderen Führungsstil. Dieser ver(empirische) Beleg langt, dass der Vorgesetzte seine Vor­bild­ für die Wirksamkeit funktion erfüllt, seine Mitarbeiter durch von Interventionen anspruchsvolle Ziele herausfordert, ihre bei diesem Syndrom Kompetenzen entwickelt, für eine offesein. Zwischenergeb- ne Kommunikation sorgt und regelmäs­ nis: Nach Ansicht sig Feedback gibt. Dieser Führungsstil der Autoren handelt entspricht weitgehend dem Modell der es sich bei den Inter- Transformationalen Führung. Durch dieventionen um hilf- se Massnahmen werden die mentalen reiche Einzelmass- Energien (persönliche Ressourcen) ernahmen, die aller- zeugt, mit denen wachsende AnfordeIn einer Meta-Studie haben Wendy Awa dings nicht auf einem wissenschaftlich rungen bewältigt werden können. und Co-Autoren von der Medizinischen fundierten Erklärungsmodell des BurnoutHochschule Hannover 535 Publikationen Syndroms beruhen. Die Massnahmen Burnout oder Depression? zur Effektivität von Interventionspro- gingen nicht über den eingangs erwähn­ grammen für das Burnout-Syndrom un- ten «Gesunden Menschenverstand» hin­ tersucht. aus, die Forschung stehe also erst am Die Depression ist eine psychische Stö­ rung mit Zuständen psychischer Nieder­ Anfang. geschlagenheit als Leitsymptom. Der • Zu den personenbezogenen Interventionen gehören Massnahmen wie zum Der nächste Versuch: In einer Studie mit Begriff leitet sich von lateinisch depri­ Beispiel kognitives Verhaltenstraining, 428 Mitarbeitern eines öffentlichen Kran­ mere «niederdrücken» ab. In der Psych­ Beratungsgespräche, Training von berufsbezogenen Fähigkeiten, soziale Unterstützung, Entspannungsübungen, Kommunikationstraining, Musiktherapie.

Aus diesen Publikationen wurden 25 Studien in die engere Wahl gezogen. Ein Auswahlkriterium war zum Beispiel, dass die Untersuchungen mindestens einen Pre- und einen Posttest aufweisen

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iatrie wird die Depression den af­fek­ darin, dass sich Betroffene in bestimmten sinnvollsten? Wann ist welche Form der tiven Störungen zugeordnet. Im ge­gen­ Phasen des Burnout normalerweise wie wärtig verwendeten Klassifikations­sys­ in einem Kampf befinden. Sie kämpfen Burnout-Behandlung die richtige? Gibt tem psychischer und anderer Erkran­ entweder gegen Windmühlenflügel, am es überhaupt Allgemeingültigkeit bei so kungen (ICD 10) lautet die Krankheits­ falschen Ort, mit den falschen Mitteln, unterschiedlichen Hintergründen der je­ bezeichnung depressive Episode oder re­ oder gegen sich selbst. Bevor sich die weiligen Betroffenen? Welches ist die ge­ zidivierende (wiederkehrende) depres­sive Betroffenen am Ende geschlagen geben, eignetste Therapieform für mich? Störung. Die Diagnose wird nach Sym­ haben sie diese Kämpfe bereits hinter ptomen und Verlauf gestellt. Zur Be­hand­ sich gebracht. Der Kampf gegen die zu Ärzte, Heilpraktiker, Therapeuten, Coalung depressiver Störungen werden hohen Anforderungen an sich selbst wird ches – die Auswahl an «Experten» für nach Aufklärung über die Ursachen und dabei in der frühen Phase des Burnout eine Burnout-Behandlung ist gross. Wo den Verlauf der Erkrankung Antidepres­ nicht als Kampf wahrgenommen und man liegen die genauen Unterschiede in den siva eingesetzt, aber auch reine Psycho­ erkennt meist viel zu spät, dass der Berufsbezeichnungen und wer ist der therapie ohne Medikation, wie beispiels­ Kampf gegen sich selbst nicht zu gewin­ richtige Fachmann, die richtige Fachweise tiefenpsychologische oder verhal­ nen und man dadurch völlig ausgelaugt frau für Ihr Leiden? tenstherapeutische Verfahren. Obgleich ist. Dieses Phänomen tritt bei Depres­ im alltäglichen Sprachgebrauch der Be­ sionen in aller Regel nicht auf. Vielmehr Auf alle diese Fragen können wir in diegriff depressiv häufig Verwendung fin­det, beginnt das Krankheitsbild bereits mit sem Rahmen keine fertigen Antworten handelt es sich bei der Depression im Antriebs- und Lustlosigkeit und steigert liefern. Wenden Sie sich an einen Arzt, eine Beratungsstelle oder eine Selbsthilmedizinischen Sinne um eine ernste psych­ sich zunehmend im Verlauf. fegruppe. iatrische Erkrankung, deren Sympto­me sich der Beeinflussung durch reine Wil­ Im fortgeschrittenen Stadium ist es kaum lenskraft entziehen. möglich Burnout und Depressio­nen noch auseinander zu halten. Das liegt im Gros­ Quellen: Obwohl Burnout keine offizielle Diagno­ sen und Ganzen daran, dass Proble­me, http://www.seco.admin.ch se ist, stellt müssen sich die Ärzte in der die zuerst in einem einzelnen Lebens­ www.stress-no-stress.ch Praxis immer wieder die Frage stellen, bereich auftreten im Laufe der Burnout www.wikipedia.de www.hilfe-bei-burnout.de wie sich Burnout und Depression unter­ Erkrankung auf andere übergreifen. www.burnoutexperts.ch scheiden – eine Frage, die nicht leicht u zu beantworten ist. Meist wird die Pha­ Konnte man in einem frühen Stadium www.arbeitsmedizin.ch rmakotherapie bei Burnout in gleicher des Burnout zumin­ Weise wie bei der Depression auf die dest zeitweilig Ab­ klinischen Symptome ausgerichtet. stand von der Lage gewinnen und Ent­ Man sagt, dass das Burnout-Syndrom spannung finden, so eher «kontext-bezogen» ist, die Ursa­ wird das mit Ver­lauf chen für Burnout häufig berufsbedingt, der Krankheit immer Depressionen hingegen eher «kon­text- schwieriger und frei» und allumfassend sind und somit später sieht man die alle Bereiche des alltäglichen Lebens ganze Welt grau betreffen und sich auch auf alle aus­wir­ oder sogar schwarz. ken können. Zusätzlich werden Depres­ Suizidgedanken häu­ sionen als Dauerzustand beschrieben, wäh­ fen sich und werden rend Betroffene des Burnout-Syndroms zuweilen auch in die zu Teilen auch unbeschwerte Phasen Tat umgesetzt. durchleben können.

Offene Fragen

Burnout Betroffene fühlen und wirken des öfteren abgeschlagen, matt und Sind Sie oder ein müde, sind gleichzeitig aber innerlich Angehöriger, ein angespannt, nervös und unruhig; manch­ Freund vom Burnout mal sogar reizbar und gelegentlich ag­ betroffen, infor­mie­ gressiv. Dieses Phänomen hat man frü­ ren Sie sich über die her sehr treffend als «reizbare Schwä­ verschiedenen For­ che» bezeichnet. Bei Depressionen hin­ men der Burnoutgegen tritt dieses Symptom in der Regel Be­handlung. Für welches Stadium bei nicht auf. der Burnout Entwick­­ Ein drittes Unterscheidungsmerkmal zwi­ lung ist welche Form schen Depressionen und Burnout be­steht der Behand­lung am

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Vincent van Gogh – An der Schwelle der Ewigkeit

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Entscheiden Eine Ausstellung über das Leben im Supermarkt der Möglichkeiten Mindestens einmal pro Woche muss ich mich zwischen Bio oder Budget entscheiden, auf den Kopf oder den Bauch hören, mich für irgend etwas mehr oder weniger Wichtiges festlegen, ohne einer möglicherweise verpassten Möglichkeit nachzutrauern. Im Leben haben wir die Wahl – und damit die Qual, für unser Handeln und schlussendlich für unser Glück selber verantwortlich zu sein.

Die Ausstellung «Entscheiden» im Stap­ scheidungs­ ferhaus Lenzburg, die noch bis 30. No­ psychologen. vember dauert, führt die Besu­cherin­nen Wer die grös­ und Besucher in den Supermarkt der sere Aus­wahl Möglichkeiten. In die Welt der Job-Hop­ hat, sieht sich per, der Fast-Liebespaare und der Nicht­ mit der sprich­ wähler. In die Welt, in der alles möglich wört­lichen scheint, aber wenig sicher ist. Gut be­dient «Qual der Wahl» ist, wer im Supermarkt der Mög­lich­kei­ konfrontiert. ten die richtigen Entschei­dun­gen trifft. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und wie steht’s mit der Lie­be? «Entscheiden» blickt hinter die Kulissen Anna oder Le­ der Entscheidungsfindung und fragt nach na? Lars oder dem Zusammenspiel von persönlicher Lu­kas? Oder Freiheit und gesellschaftlicher Verant­ am liebsten beiwor­tung, Zufall und Schicksal. Die Be­ ­de? Jede zwei­ sucherinnen und Besucher wägen ab, te Ehe wird ge­beziehen Stellung und sammeln Punkte. schieden. Und doch glauben 84% der Am Ende der Ausstellung erhalten sie Jugendlichen an die ewige Liebe. Wes­ an der Kasse eine Quittung mit persön­ halb ent­schei­den wir uns füreinander lichen Tipps – damit die nächste Entschei­ und wie lange dauert das Glück?  Drei Paare und zwei Singles erzählen ihre dung etwas leichter fällt. Geschichte.

Rundgang durch die Ausstellung

Am Eingang der Ausstellung skizziert ein Animationsfilm die Geschichte der Entscheidungsfreiheit – von der Vertreibung aus dem Paradies nach Evas berühmtem Biss in den  Apfel bis zu den paradiesischen Zuständen im «Supermarkt der Möglichkeiten». Danach muss bereits die Wahl zwischen sechs verschiedenen Einkaufstaschen  getroffen werden. In jeder Tasche  befindet sich die «Entscheiden» Card. Sie kommt wäh­rend des Rundgangs bei  Test-Stationen immer wieder zum Einsatz. Das Test­ergeb­ nis erhalten die Besucher in Form eines  Strichcodes, den sie auf ihre «Entscheiden» Card kleben. Macht uns eine grössere Auswahl glück­ licher? «Jein» heisst die vorläufige Ant­wort aus dem For­schungs­labor der Ent­-

Bereits Kinder und junge Teenager müs­ sen Entscheidungen treffen, die ihre gan­ ze Zukunft beeinflussen können. Künst­ ler oder Koch? Bleiben oder ge­hen? Hinter der ersten Berufswahl steht ein grosser Entscheid – aber immer seltener einer fürs Leben. Bleiben oder gehen? Auf­ stei­gen, aussteigen oder umsteigen? Fra­ gen, die uns ein Leben lang beglei­ten.  Neun Jugendliche erzählen in Film­por­ traits über ihre erste Berufswahl. Unser Entscheidungsspielraum ist nicht grenzenlos, aber die Grenzen verschie­ ben sich. Den Körper durch plastische Chirurgie verändern und den Todeszeitpunkt wählen – was früher gottgegeben war, liegt zunehmend in unseren Händen. Verschiedene Exponate veranschau­ lichen die Neuen Möglichkeiten. Manchmal lohnt es sich, Nein zu sagen.

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Der berühmte Marshmallow-Test (s. Kas­ ten auf folgender Seite) zeigt: Lang­fris­ tige Ziele kann nur verfolgen, wer der kurzfristigen Verlockung wider­ste­hen kann. Doch wer im Supermarkt der Mög­ lichkeiten verzichten will, braucht Wil­ lenskraft. In der Ausstellung zeigen Vi­ deos, wie hart es sein kann, den Ver­ lockungen zu widerstehen. Der Supermarkt der Möglichkeiten ist nicht für Alle gleich gross, obwohl es heisst, jeder sei seines Glückseigener Schmied. Ein Blick in die Statistik zeigt: Wie viel wir tatsächlich entscheiden können, hängt davon ab, ob wir als Frau oder als Mann, reich oder arm, in Aarau oder Addis Abeba zur Welt kommen.

Politiker und andere Entscheidungsträger Gestalten oder enthalten? Partei oder Pro­ test? In der Schweiz gehen weniger als die Hälfte der Stimmberechtigten an die Urne. Warum entscheiden die einen mit und die anderen nicht? Und wofür lohnt es sich auf die Strasse zu ge­hen? Wähler und Nichtwähler beziehen in Video­sta­

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Ausstellung

tements Position. Nicht nur Politiker müs­ sen weit reichende Ent­schei­dungen tref­ fen. Theorie oder Pra­xis? Sicherheit oder Risiko? Herzchirurg, Regierungs­rä­tin, Bun­ desrich­ter, Schieds­richter, CEO oder Chef­ redaktor: Sie alle müssen in komplexen Situationen unter Zeitdruck entscheiden. Welche Strate­gien verfol­gen Sie?  In ei­ ner Hörstation spricht ein Psy­chologe und Risikofor­scher über das Ent­scheiden in einer kom­ple­xen Welt.

Rezepte Kopf oder Bauch? Wie trifft unser Gehirn Entscheidungen? Und was passiert, wenn uns die vielen Möglichkeiten überfordern? Über die gesunde Mischung von Kopf und Bauch spricht die Psychologin Maja Storch. Auf Liegen berichten zwei Burnout-Betroffene sowie eine Therapeutin und ein Entscheidungscoach. Ausserdem warten dreissig Entscheidungstipps auf die Besucherinnen und Besucher.

Marshmallow-Test In den Jahren 1968 bis 1974 führte der österreichisch-US-amerikanische Persönlichkeitspsychologe Walter Mischel mit etwa vier Jahre alten Kindern aus der Vorschule des Stanford Campus Experimente zum Belohnungsaufschub durch. . Mithilfe seines Marshmallow-Test zeigte er die Wichtigkeit des Belohnungsaufschubs für den akademischen, emotionalen und sozialen Erfolg einer Person. In Einzelsitzungen wurde den Kindern ein begehrtes Objekt vor Augen geführt, beispielsweise ein Marshmallow (in Varianten des Experiments wurden u.a. Kekse, Salzgebäck, oder Pokerchips aus Plastik verwendet). Der Versuchsleiter teilte dem jeweiligen Kind mit, dass er für einige Zeit den Raum verlassen würde, und verdeutlichte ihm, dass es ihn durch Betätigen einer Glocke zurückrufen konnte und dann einen Marshmallow erhalten würde. Würde es aber warten, bis der Versuchsleiter von selbst zurückkehrte, würde es gleich 2 Marshmallows erhalten. Hatte das Kind die Glocke nicht betätigt, kehrte der Versuchsleiter gewöhnlich nach 15 Minuten zurück. Die durchschnittlichen Wartezeiten der Kinder betrugen in verschiedenen Abwandlungen des Experiments ca. 6-10 Minuten, wobei die Wartezeiten aber sehr stark streuten. Mischel fand in Nachbeobachtungsstudien in den Jahren 19801981, dass je länger die Kinder im ursprünglichen Experiment gewartet hatten, sie als Heranwachsende als desto kompetenter in schulischen und sozialen Bereichen beschrieben wurden, besser mit Frustration und Stress umgehen und Versuchungen widerstehen konnten, und auch eine tendenziell höhere schulische Leistungsfähigkeit zeigte.

Besonders beein­ druckend

Teststationen und «Supermarktkasse»

Wie entscheide ich in der Liebe, wie Wir entscheiden hinsichtlich der Karriere? Nach welchem für die Zukunft. Muster entscheide ich und was für ein Wir pla­nen die Entscheidungstyp bin ich eigentlich? In Hochzeit, die der Ausstellung befinden sich vier Orte, Ausstattung des an denen man sein eigenes Entschei­ Kinderzimmers dungsverhalten testen kann. Zum Ab­ und die beruf­li­ schluss des Rundgangs scannen die Be­ che Lauf­bahn. sucher/innen die Strichcodes auf ih­rer Und plötzlich ist «Entscheiden» Card ein und erhalten an alles anders. der Kasse die Auswertung für ihren Entscheidungstyp sowie drei Entschei­ In leeren Super­ dungs-Rezepte in Form einer Quittung marktregalen werden drei Poetisch verspielter Ausgang Geschichten von Menschen er­ Die verspielte Kugelbahninstallation Zu­ zählt, für die der klafallvier & Kugelschickbahnsal (Bild Zufall oder das rechts) des Künstlerduos Michael Hus­ Schicksal ent­ mann Tschäni und Pascale Mira Tschäni schieden hat. rundet die Ausstellung ab. Und dieser Ent­ Rahmenveranstaltungen scheid wäre ver­ mutlich anders ausgefallen, hät­ 7. Juli 2013, 10.15-11.00 Uhr te er freiwillig Entscheidungshilfe: Aufsteigen, umstei­ getroffen wer­ gen oder aussteigen? Mit Regula Zell­we­ den können. ger, Psychologin und Laufbahn­beraterin

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Weiss ich, was ich will? Kann ich, was Politiker und Politikerinnen, Richter­in­ ich will? Tue ich, was ich kann? Wie nen und Richter bei ihren  Ent­schei­ schaffe ich es, mehr zu  wollen und dungen leiten? Wie bauen sie an der weniger zu müssen? Regula Zell­we­ Brücke zwischen Idealität und Rea­li­ ger  gibt Entscheidungshilfe für Kar­ tät?  Wie halten sie es mit den ho­hen rierefragen. Werten von Menschenwürde, Frei­heit und Gerechtigkeit? 4. August 2013, 10.15-11.00 Uhr Ausstellungen Entscheidungshilfe: Behalten oder ent­ sorgen? Mit Christine Andrey, profes­ am Puls der Zeit sio­nelle Aufräumerin Welche Dinge brauche ich, welche be­ Das Stapferhaus Lenzburg schafft mit lasten mich? Was gehört auf den Estrich, seinen Ausstellungen Räume zur Aus­ was in die Schatztruhe und was auf die einandersetzung mit Gegenwarts­fra­gen.  Müllhalde? Christine Andrey hilft beim Workshops, Veranstaltungen und Publi­ kationen ermöglichen thematische Ver­ Anpacken und Loslassen. tiefungen für verschiedene Ziel­grup­pen.  Dabei spricht das Stapferhaus das Pu­ 21. August 2013, 20.00-22.00 Uhr Du sollst nicht stehlen! Ein Podiums­ blikum auf Augenhöhe an und lädt es gespräch im Rahmen der Vortragsreihe ein, selber Position zu beziehen. Als ei­ «Entscheiden» der Refor­mierten Landes­ ne Art Labor für Lebenskunst macht das kirche Aargau. Mit Heidi Berner (Stadt­ Stapferhaus das Schwierige zu­gänglich rätin), Roland Brogli (Regierungs­rat),  und führt Zusammenhänge vor Augen, ohne vorgefertigte Antworten zu liefern. Ka­tharina Neu­haus (Laienrichterin). Wie beeinflusst das christliche Weltbild Auf diese Weise machen Stap­ferhausdie Rechtsetzung und die Recht­spre­ Ausstellungen Gegenwart erkennbar und chung?  Wovon lassen sich christliche verhandelbar.

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Ergänzt wird die Ausstellungstätigkeit durch Bildungsangebote in den Be­rei­chen Kulturmanagement, Kultur­vermitt­lung und Kommunalpolitik sowie durch den Betrieb eines Tagungsortes auf Schloss Lenzburg, dem Sitz des Stap­ferhauses. u

Facts & Figures 28’000-60’000 Besucherzahl pro Aus­ stel­lung (bei einer Laufzeit von 8-16 Mo­naten) 65 % Besucheranteil der ausserhalb des Kantons Aargau Anreisenden 1’000-1’400 Gruppenbesuche (40% der Eintritte), wovon 40% Schüler und 60% Erwachsene 700-900 Gruppen, die mit Führung durch die Ausstellung gehen 60-130 Gruppen, die den Ausstellungs­ besuch mit einem Workshop vertiefen 98% Prozentsatz der Besucher/innen, die der Ausstellung die Note gut bis sehr gut geben 2.2 Durchschnittl. Anzahl Stunden, die die Besucher in der Ausstellung verbringen.

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Worüber machen wir uns Sorgen?

Sie werden stets mit Stress verursa­chen­ den Umständen konfrontiert werden, die sich Ihrer Kontrolle entziehen. Wir alle sorgen uns um Geld, unseren Beruf, un­ sere Beziehungen und unsere Familie. Darüber hinaus beunruhigen uns unser Gesundheitszustand und die Gefähr­dung unserer Umwelt. Entscheidend ist die Frage, inwiefern wir diesen äusserlichen Situationen gestatten, unser Innenleben zu beeinflussen. Wenn Sie all den Stress und die Anspannungen des Alltags in sich aufnehmen, geraten Sie selbst un­ ter Stress. Die Kraft Ihres Geistes schützt Sie emotionell, mental, spirituell und phy­ sisch. Dies bedeutet, dass Sie zwischen den für Ihr Leben tatsächlich wichtigen Dingen und den unbedeutenden unter­ scheiden. Was also bereitet uns allen so viel Sorge? Stress ist wie ein grosser Schirm, unter dem sich verschiedenartigste negative Emotionen und schädliche Verhaltens­ mus­ter sammeln. Ich stelle ihn mir als Schmelze vor, die in sämtliche verletz­ lichen Teile des Geistes und des Körpers eindringt und durch ihre zerstörerische Kraft einem Geschwür ähnliche Krater in die Oberfläche brennt. In diesen Kra­ tern befinden sich kleine Flüssigkeits­an­ sammlungen, von denen ein stechen­der Schmerz ausgeht. Sie lassen ihre nähere Umgebung verätzt und beschä­digt zu­ rück. Wenn sich der Vorgang un­gehin­ dert fortsetzt, vereinen sich die klei­nen Wunden und das darauf fol­gen­de Chaos bringt eine Zerstörung zuwe­ge, die an einen Kriegsschauplatz erinnert.

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Dieses Szenario mag melodramatisch klin­ gen. Ich versichere Ihnen jedoch, dass es keine Übertreibung ist. Stress wird für die verschiedensten Probleme ver­ ant­wortlich gemacht – manchmal zu Un­ recht. Wird er jedoch zu lange ignoriert, zeigt er sich in einer Vielzahl von Leiden, die als stressinduzierte Krankheiten be­ zeichnet werden. Üblicherweise handelt es sich hierbei um Erkrankungen, für die die jeweilige Person ohnehin anfällig ist und zu einem bestimmten Zeitpunkt in ihrem Leben eine Neigung hat.

­ och durch das allgemeine We­sen die­ d ser Pro­bleme und die Weise bestimmt, in der wir uns von ihnen be­einträchtigen las­sen. Um mit Stress fertig zu werden, ste­hen uns zwei Möglichkeiten offen, derer wir uns aber vielfach nicht be­ wusst sind. Sie haben sich über Jahr­ tausende hin­weg entwickelt. Wel­ches diese Möglich­keiten sind und wie man mit negativem Stress umgeht können Sie in meinem Buch «Gesundheit aus dem Kopf» lesen (erhältlich auf der Redaktion).

Baut sich im Körper ein negativer Stress­ pegel auf, kann er das Gleichgewicht stören und eine Krankheit aus­lö­ sen, die sich un­ ter ande­ren Um­ ständen mögli­ cherweise nicht entwickelt hätte. Ferner wirkt sich Stress auf das gesamte Ab­wehr­ system schädlich aus, sodass die natürli­chen Heil­ kräfte, die der Patient nor­ma­ lerweise ein­set­ zen könnte, aus­ ge­schaltet wer­ den. Der Geist hat einen Körper ge­schaf­fen, der sich nicht länger selbst schützen kann. Wie bei allen Pro­ blemen liegen die Unterschiede im Detail. Grund­ sätzlich wird un­ ser negativer Stresspegel je-

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Die Macht des Bösen Herbert Viktor Speer – Teil 13 von «Die grosse Begegnung» Es ist wohl sehr natürlich, dass ich daraufhin einen Blick in die Bibel getan habe, um zu erforschen, ob irgend etwas ähnliches darin enthalten ist. In der Tat, es gibt Stellen genug, die darauf hinweisen: So wurde z. B. Daniel von einem Engel in die Lehre genommen. Auch er verspürte den Stoss des Engels in seiner Seite. Es ist ganz erstaunlich, wie gut sich derartige Über­lieferungen erhalten haben. Aber wenn ich jene Stel­ le ins Auge fasse, wo Gott zu dem Propheten gesprochen haben soll: «Bereite deine Mahlzeit auf Kot,» dann muss ich mit dem Massstab meiner eigenen Erfahrungen jene Bibeltexte messen: und ich glaube mich nicht zu täuschen, wenn ich behaupte, dass hier der Böse seine Hand im Spiel hatte, denn er wird von sich behauptet haben: «Ich bin Gott, darum höre auf mich !»

ne wütenden Angriffe, die er gegen mich im sog. Diesseits ausführte. Es war nicht allein der Sprechkontakt, der mir selbst die Gewissheit davon gab, dass ich wirklich mit unsichtbaren Intelligenzen in Verbindung stand. Zu dieser Zeit ereigneten sich in meiner Umgebung auch ganz auffallende physikalische Phänomene. Es war ganz erstaunlich, was diese übersinnlichen Intelligen­ zen für Kräfte entwickeln konnten, und ich kann sehr gut begreifen, dass man im Mittelalter davor eine Höllen­angst bekommen hatte, so dass man diese Medien einfach auf den Scheiterhaufen brachte.

Doch manchmal waren diese teuflischen Stimmen so grenzenlos gottlos und unanständig, dass ich mich mit letzter Kraft aufraffte, um meinen Peinigern die Wahr­ heit zu sagen: Aber das schien sie gerade zu freuen, wenn ich zu ihnen hinabstieg, um in ihrer Mundart zu reden. Die schlechte Stimme hatte ein mächtiges Vergnügen daran, mich mit allen Mitteln zum Zorn zu bringen. Das alles ging so lange, bis mir eine warnende Stimme half und zurief:

Meine Möbel gaben laute Geräusche von sich. Sie knackten wie scharfe Pistolenschüsse. Aus den elektrischen Steckdosen schossen lange Stichflammen hervor. Es kam auch vor, dass ein Gegenstand durch die Luft flog, der von keiner Menschenhand berührt worden war. So­ gar einige echte Levitationen traten ein, d. h. es schwebten kleine und auch grös­ sere Tische frei im Raum, um dann aber «warum unterhältst mit dem teufel?» mit lautem Getöse zu Boden zu fallen.

In diesem Sinne mögen alle Leser selbst entscheiden, was richtig sein kann und was nicht. Es gibt viele solcher Stellen, die sich widersprechen oder die – besser gesagt – sich nicht mit dem Wesen und der Barmherzigkeit und grossen Liebe Gottes vereinbaren lassen, z.B. «...desAls wir uns über diesen Spuk beklagten, sen Blut soll auch vergossen werden.» weil wir befürchteten, dass die Mieter Wenn der Teufel, von dessen wirklicher aus der unteren Wohnung zu uns herauf Existenz ich vorher keine Ahnung hatte, kämen, um sich zu beklagen, sauste der meine übersinnlichen Diktataufnahmen Tisch bis auf einen Zentimeter herunter verhindern und schänden wollte, so hat und bremste in dieser Höhe ab, um ganz er damit der Erkenntnis einen ausseror- sanft auf den Fussboden gestellt zu werdentlichen Dienst erwiesen: Niemals hät­ den. Immer wieder war deutlich zu erte ich meine Situation aus einer derarti- kennen, dass hier unbekannte, aber ingen Perspektive betrachten können. Die telligente Kräfte am Werke waren. Erkenntnis der Arbeitsweise jener dunk­ len Mächte hatte zu meiner Belehrung Besonderen Eindruck machten auf mich jene Mitteilungen, die mir wichtige Erungewöhnlich mit beigetragen. eignisse voraussagten oder mir hin und Es ist ganz erstaunlich, fast unbegreif- wieder Aufschluss über Vorkommnisse lich, dass die Menschheit diese Arbeits- gaben, die sich mit meiner Umgebung weise des Teufels noch viel zu wenig er- befassten, aber die ich allein nicht wissen kannt hat. Doch ich sollte mit dieser un- konnte. So gesehen ist Goethes «Faust» heimlichen Majestät noch nähere Be- keinesfalls eine intelligente Dich­tung, kanntschaft machen. Hatte ich die hohe sondern dieser Dichtung liegt eine geEhre gehabt, ihm im Jenseits schon ein- wisse Wahrheit zugrunde. mal gegenüber gestanden zu haben, so war das noch ein Kinderspiel gegen sei- Jeden Tag sah ich auf den Kalender und

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zählte die Tage bis zum Pfingstfest. Denn ich sehnte diesen Tag herbei, weil es eine Tortur war, jede Nacht geweckt zu werden und mit äusserster Konzentration auf diesen Unterricht zu hören. Manch­ mal war ich so ermüdet, dass ich nicht mehr fähig war, die schlechte Inspiration durch ein blitzschnelles Begegnen eigener Gedanken auszuschalten. Dann liess ich die Stimme ausreden, so viel sie wollte, weil ich viel zu erschöpft war, um allen diesen Gemeinheiten, die man mir sagte, auszuweichen.

du dich immer noch

Kein Mensch kann sich vorstellen, was das für eine bösartige «Krankheit» ist, wie schwer solche Belehrungen in Kauf zu nehmen sind. Es war mir bereits klar, dass ich in den Zustand einer soliden Be­ sessenheit geraten war. Doch, was wissen die Ärzte von heute von einer solchen Besessenheit? Wenn ich es mir rich­ tig überlege, so waren es eigentlich zwei verschiedene Besessenheiten: eine göttliche Besessenheit und eine teuflische Besessenheit. Die göttliche Besessenheit wurde von der teuflischen Besessenheit unterbrochen, angefeindet und schliesslich vollkommen abgelöst. Karl May wusste auch ein Lied davon zu singen. – Wer einmal in die Hände des Satans gerät, der kommt so leicht nicht mehr davon los. Ich stritt regelrecht mit dem Teufel oder waren es Hundert, die sich gegenseitig ablösten? Manchmal dachte ich voller Verzweif-

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lung darüber nach, ob der alleroberste Teufel, seine Majestät Luzifer, persönlich an meiner Besessenheit beteiligt war? Doch manchmal kamen auch wieder sehr schöne Belehrungen. Doch ich war auch diesen Mitteilungen gegenüber sehr misstrauisch, denn ich hatte allzuoft festgestellt, dass die böse Partei sich auf diese Weise mein Vertrauen erschleichen wollte, um mich dann doch in die Irre zu führen. Diese dämonischen Geister sind die besten Diskus­ sionsredner der Welt und die grössten Lügner obendrein.

alisierung», als dass er das unbeachtete wort

«hilfsbereitschaft» gebraucht.

«dämonie» oder ähnliche be­

achte auf alle grossen staatskonferen-

hen werden müssen, als es der fall ist. der

zen und verfolge sie zurück bis ins alter-

teufel, z.b. hat die hohe aufgabe, dauernd

tum und du wirst sehen, dass die dämonie

die schöpfung zu kontrollieren und zu kor­

überall in erscheinung tritt und dass sie

rigieren.

sich in sophistischen gedankenverdrehun-

nau diese oder ähnliche Ansichten über den

gen bewegt. überall fehlt die höhere er-

Widersacher Gottes häufig in esoterischen Krei­

kenntnis und damit die klarheit der defi-

sen. Eine an Gefährlichkeit nicht zu überbie-

nierung:

(Interessanterweise findet man ge-

tende Kraft wird dadurch verharm­lost und dem suchenden Menschen Sand in die Augen ge-

der wirklich klare ausdruck in allen pla-

streut!)

nungen und gesetzen heisst: gott! nur die dämonie verleugnet diese klarheit und de-

glaube nicht, dass alles ohne ihn vollkom­

finiert:

men und gut ist. doch die menschen können

Eines Morgens weckte mich der Engel mit einem heftigen Stoss in die Seite, so, wie es in der Bibel steht: «Ein Engel schlug ihn in die Seite» – oder: «Er wur- «Demnach ist die Wahrheit nur in Gott zu de geweckt, wie man einen Schlafenden finden. Diese Wahrheit ist unkompliziert, denn der einfachste Mensch kann sie be­ aus dem Schlafe erweckt». greifen. Aber der Satan kompliziert diese «ich bin da! - hör mir gut zu: es gibt keinen Wahrheit mit Hunderttausenden von Ana­ anderen sieger ausser gott allein!» lysen und Definitionen, um das Denken der Menschen auf jede Art und Weise zu Sofort antwortete ich: «In Ewigkeit – erschweren. Der Erfolg ist auch dementAmen.» sprechend, denn niemand vermag aus die­ sen Kompliziertheiten noch das Fünkchen Mitten in der Nacht begann mein Schreib­ göttlicher Wahrheit zu erblicken.» tisch zu knacken. Man konnte glauben, dass eine Temperaturschwankung auf «lieber herbert, ich muss dir jetzt sagen, dass das Holz einwirkte. Doch ich kannte die­ du diese antworten zum teil durch sugges­ se Zeichen: sie erfolgten in einem be- tion gesagt hast. zum teil hast du gut rekannten Rhythmus. Manchmal waren es agiert und die antwort selbst gefunden.» auch geklopfte Melodien. Fast gleichzeitig kam der unbeschreibliche, gross- Wieder hatte ich etwas dazu gelernt. Teils artige Blumenduft. Es war eine herrli- Suggestion, teils eigene Gedanken. Manch­ mal ganz Suggestion, manchmal völlig che «Halluzination». eigene Gedanken. Das alles unter der dau­ Derartige Visionen hatten die Seher der ernden Kontrolle eines Lichtengels. Das Heilige Schrift: sie sahen mit geistigen war die göttliche Schule: Ich sollte zum Augen das Unsichtbare. Doch das Auge eigenen, richtigen Denken erzogen werist nur ein Sinn, auch die anderen Sinne den. Ich sollte logische Schluss­folgerungen können sich auf geistige Wahrnehmun- selber ziehen können. gen umschalten. Ich roch mit geistigem Sinn das materiell Nichtvorhandene. Doch der Böse liess mir keine Ruhe. Er drängte sich in jedes übersinnliche GeAuch das zählt zur Vision. spräch und wollte mit aller Kraft stören, Nachdem dieser betäubende Duft vor- wo er nur konnte. Daher kam er mit neu­ über war, sagte die Stimme zu mir, und en Methoden, die nicht zu unterschätsie hatte diesmal eine wunderbare, ru- zen sind: hige Ausdrucksweise: «lieber herbert, da du alles so gut begreifst, «hüte dich vor dem wort «sozial»! - erset- lasse dir bitte noch folgendes sagen: eine ze dieses wort durch die bezeichnung opposition muss sein! – bedenke einmal, was «menschlichkeit» oder durch «nächsten- wäre in der welt los, wenn die opposition liebe». sozial heisst: «gemeinschaft» und nicht wäre. man schimpft immer auf die gemeinschaft ist noch k e i n e geordnete oppositionellen kräfte, als ob sie den fort­ nächstenliebe. der staat sagt lieber «sozischritt verhindern oder zerstören.

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dass das wort

zeichnungen mit ganz anderen augen gese­

«zufall». die wahrheit heisst: «ver­ wandlung». die diabolische verdrehung heisst: «auflösung».

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ich sage dir zu deiner höchsten belehrung,

dieses grossartige wirken noch nicht begrei­ fen. aber du hast jetzt die gelegenheit, in der prophetenschule das alles richtig zu erkennen.

«warum unterhältst du dich schon wieder mit dem abtrünnigen? ich habe dich doch schon wiederholt gewarnt!» Da sollte sich noch einer auskennen. Die Bibelforscher und andere Theologen mögen aus dieser haargenauen Beschrei­ bung ihre Schlussfolgerungen zie­hen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es den Bibelpropheten anders ergangen ist. Sie haben auch jene Stimmen aus dem unendlichen Raum gehört, aber auch sie haben nicht immer gesehen, wer zu ihnen sprach. Ich machte mir die grössten Vorwürfe darüber, dass ich nicht in der Lage war, die unliebsame Einmischung in meine Geisttelepathie auszuschalten. Der Böse kam mit Engelszungen ... «hör auf mich! – du musst sehr genau aufpassen!» Es war eine unbeschreibliche Anstrengung aller geistigen Sinne, um eine Tren­ nung zwischen Gut und Böse durchzufüh­ ren. Aber so sehr ich mich auch anstreng­ ­te, es war unmöglich zu erreichen, so lan­ ge die bösen Stimmen mein geistiges Ohr überhaupt erreichen konnten. Zu meiner Verzweiflung stellte ich fest, dass mein Engel nicht in der Lage war, mich gegen diese Anfeindungen zu schüt­zen, so sehr ich auch betete und Gott um Hilfe anrief. Schliesslich kam meine innere Stim­me und sagte: «ich weiss, dass du augenblicklich nur auf die sprache angewiesen bist. du kannst ei-

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ne unterscheidung nur durch die logik tref­

vergrösserung brauchst, um es mit deinen

fen, denn im allgemeinen erkennt man den

augen zu erkennen. aus dieser winzigkeit ent­

um meine Zweifel, sondern sprach mit ruhigen Worten:

geist an der gewählten sprache. doch der

steht aber intelligentes, grossartiges leben.

böse kann sich auch dieser sprache bedie-

wie ist das möglich, wollt ihr gerne wissen?

«mein lieber herbert, sei bitte nicht am fal-

nen, darum achte mit der grössten verstan­

nun, ich will es dir verraten:

schen platze misstrauisch und beleidige

kennst, dass es nicht logisch erscheint,

das körnchen ist nur der sichtbare teil

weiter gut zu. ja, schreibe alles gut auf, wie

dann breche mit gewalt ab.»

seiner existenz. zu ihm gehört eine grosse,

du es vorhin getan hast.

desschärfe auf den inhalt. sobald du er-

deinen guten engel nicht. also höre bitte

unsichtbare aura, in der es eingebettet ist.

Die Hand Gottes lastet schwer auf dem Propheten. Ich hielt es für ausgeschlossen, in dieser Hinsicht soviel Verstand und Lo­ gik zu besitzen, um schon am An­fang eines Gespräches herauszufinden, welche der grossen Mächte mich belehren wollte. Auf diese Bedenken hin hörte ich folgende Worte in meinem Bewusstsein:

diese kosmische aura enthält alle geistigen

die grossen erfindungen, die ihr auf dieser

schwingungen, die das kleine körnchen lei­

welt gemacht habt, haben einen gewalti-

ten, die es zwingen, sich so oder so zu ver-

gen fortschritt auf dem gebiete der tech-

halten. je nachdem, wie gott es bestimmt

nik zur folge gehabt. mit hilfe dieser tech­

hat. die zelle ist lebendig nicht durch die

nik und wissenschaft habt ihr die gewalt

innere bewegung der zusammengefügten

in den händen. ihr könnt mit der gewalt

atome, sondern durch den lebendigen kos-

die massen beherrschen und es ist ganz un­

mos, der sie umgibt.

erheblich, ob ein paar millionen menschen weniger auf dieser erde leben.

«ich sehe, dass ich dir auf eine andere weise helfen muss, denn du wirst tatsächlich immer stärker angefeindet. du kennst den

jedes sogenannte

weihrauchgeruch und auch den duft des paradieses. es sind meine göttlichen zeichen. wenn ich dir etwas zu sagen habe, dann wirst du mein zeichen verspüren. du wirst am geruch oder duft erkennen, dass ich es bin, der zu dir spricht.»

Jetzt spürte ich den starken Blumenduft und der Engel sprach weiter:

«tote» atom oder molegeistigen kosmos. ganz

da der mensch geistig nicht sterben kann,

gleich ob es sich um blei oder protoplasma

da seine seele unsterblich ist, so ist es völ­

handelt. schreibe bitte die bezeichnung

lig ohne bedeutung, ob heute ein paar mil-

kül besitzt einen

«in­ tuitive entelechie» auf. du siehst, dass es ei­ ne sehr natürliche ursache hat, nämlich den geist gottes. jedes atom, jede materiell ­e oder geistige schwingung besitzt eine intui­ tive entelechie, d.h. sie unterliegt einem eri­nnerungszwang, der sie auf ihren zweck, auf ihr endziel hinsteuert. jede kleinstschwin-

höre bitte gut zu! nimm dir einen bleistift zur hand und schreibe alles sofort auf, denn du wirst dich sonst nicht mehr an alles erinnern können, was ich dir jetzt sage. nimm eine samenzelle: ein winziges körnchen, so klein, dass du eine tausendfache

rafft werden oder ob morgen ebensoviele menschen durch die technik getötet werden. die hauptsache ist in allen fällen, dass der fortschritt nicht aufgehalten wird und dass die technik und wissenschaft die welt beherrschen.»

gung erinnert sich intuitiv an den willen gottes, was er vom kleinsten wollte.»

«ihr auf dieser erde wundert euch, dass es so winzige dinge gibt, die ein gewaltiges mass an eigenschaften besitzen...

lionen menschen durch eine seuche hinge-

Der Leser, nein, die ganze Menschheit mag sich vorstellen, wie mir zu Mute war, als ich andächtig zuhörte. Ich hatte mich noch nie mit diesen Dingen beschäftigt. Ich wusste nicht, was eine «Intuitive Entelechie» ist. Und nun sollte ich derartige Diktate aufschreiben, die mir meine Gedanken mit ungewöhnlicher Stär­ ke vorsprachen, ohne dass ich es verhindern konnte. – So musste es Mose ergangen sein, als er die Schöpfungsgeschichte aufschrieb.

Ich hörte plötzlich einen tiefen Seufzer – und im selben Augenblick wusste ich instinktiv, dass ich schon wieder falsch verbunden war! – Der Weihrauchgeruch war raffiniert gefälscht! – Der Teufel mit seiner Organisation hatte ihn gefälscht. Er konnte, wie ich jetzt erst einsah, auch Wunder vollbringen, nur dass sie nicht ganz vollkommen waren. Von diesem Augenblick an hatte ich das Gefühl, dass mir Blumenduft und Weihrauch nichts mehr nützen. Ich wollte aufgeben. Nun gab es überhaupt keine Zuverlässigkeit mehr, denn ich hielt es für ausgeschlossen, in Zukunft die Nuancen auseinanderzuhalten. Es war zum wahn­sinnig Werden!

Wieder verspürte ich einen sehr starken Weihrauchgeruch. Aber ein merkwürdiges Gefühl der Unsicherheit, des Misstrau­ ens liess mich diesen Geruch ganz genau unter die geistige Nase nehmen. Mei­ne Ich wollte von diesem Augenblick an die Seele prüf­te diesen Geruch mit Hilfe der ganze Inspiration ausschalten. Ich kämpf­ Erinnerung. Unzweifelhaft, es war Weih­ te mit aller verfügbaren Energie dagerauch, aber diesmal von einer an­de­ren gen an, doch es war unmöglich! Ich konn­ Sorte! Natürlich gibt es eine ganze Men- te die übersinnliche Verbindung nicht losge verschiedener Sorten, aber ich kann­ werden. Mein so genannter sechster Sinn te nur eine Erinnerung, die mit meinem war eingeschaltet, und ich wusste nicht, Phänomen zusammenhing – und zu dieser wie ich es anstellen musste, um diesen Erinnerung gehörte dieser Weih­rauch nicht! Sinn auszuschalten. Nun kümmerte sich diese Stimme nicht

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Fortsetzung folgt

u

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M

it der Kraft des Geistes operieren

Wie ich lernte geist-chirurgisch zu helfen und Krankheiten aus dem Körper zu nehmen Heike Barthel – Physiotherapeutin. Anerkannte Heilerin des ARS Die Ausbildung in der echten, blutigen Geist-Chirurgie gehört zu den Geistigen Heilweisen und ist ein Angebot des «Ar­ beitskreis Radionik & Schwingungsmedizin e.V.» Sie fand vor einigen Monaten im Rahmen einer Behandlungs- Reise auf den Philippinen statt. Jeder von uns hatte eigene Erfahrungen im Heilen und auf früheren Reisen das «Krankheiten-ziehen durch die LaotischeHeil-Massage» gelernt und sich in einem Heiler-Training auf die geistchirurgische Ausbildung vorbereitet. Unser Lehrheiler (LH) bemühte sich in sei­ ­nem dürftigen Englisch, uns in dieses schwie­ rige paranormale Heilungsgebiet einzufüh­ ren. Trotz Übersetzung verstan­den wir ihn bald «non-verbal». Wir erreichten eine Ebe­ ne des Verstehens durch Wohl­wol­len und einen ausgewogenen emo­tio­nalen Austausch. Er berührte mich mensch­lich zutiefst und ich war sehr dankbar, bei ihm die Ausbildung machen zu dürfen. Wir spürten seine Gottverbun­den­heit und Demut, während er Patienten behan­delte. Jeden unserer zehn Ausbildungstage be­ gannen mit meditativem Gebet, Konzen­ trationsübungen, Traumdeutung und dem Singen spiritueller Lieder, um uns so auf

ein höheres Energieniveau einzustimmen. Ich war ergriffen von der Wirkung dieser Lieder, spürte die Wärme, die sie aus­ström­ ten und wurde an die Gregorianik erinnert. Der hellsichtige LH erfühlte unsere Heil­ ­ räfte, die täglich stärker wurden. Noch k vieles mehr sollten wir lernen: • Wie stärke ich meine Heil-Energie? • Wie bereite ich mich auf einen Eingriff Heike Barthel vor? führte mit dem LH Behandlungen durch. • Wie spreche ich mit einem Patienten Die hohe Konzentration, die für den höund reinige ihn ganzheitlich auf allen heren Bewusstseinszustand benötigt wird, vier Ebenen? empfand ich als anstrengend und begriff: • Körper: Prüfung der vorhandenen mehr üben ! Ener­gie, • Seele: emotionales Einstimmen, Prüfen In der Prüfung spürte ich meine religiöse eigener Gefühle Rückbindung und es entstand eine Ru­he, • Geist: Kann und darf ich behandeln? wie ich sie bisher kaum erfahren hatte. • Spirituell: Vertrauen auf Gott, Gebet, Irgendwie «wusste» ich, was ich wie zu Bibellesung) tun hatte und führte den erforderlichen • Wie gehe ich mit konkreten Erkrankun­ geistchirurgischen Eingriff allein durch, gen in einem geist-chirurgischen Eingriff um? ( Zysten, Myome, Krebs, MS, ohne Hilfe des LH. Den materialisierten Tumor sah mein Patient stau­nend an. Wir Nieren- und Gallensteine, Kreislauf­ dankten Gott für diesen Erfolg und waerkrankungen, Augenerkrankungen). ren unbeschreiblich glück­lich. Die FreuWir lernten durch einen konzentrativen de war riesig und mir kullerten die TräSchnitt die Haut zu öffnen und Krank- nen vor Erleichterung und Stolz. heiten zu dematerialisieren, durch eine psychokinetische Verschiebung auf die Ich war erschöpft. Haut zu ziehen und dort wieder zu rema­ Was für ein Potential steckt in dieser terialisieren. Heilmethode, die die Medizin noch nicht Schwierig war es zunächst, eine körper- entdeckt hat und welche Chancen der liche Erkrankung, die als Auswirkung Hoffnung für die kranke Menschheit durch fremd-energetischer Belastungen (Verflu­ uns Heiler! chungen und Besetzungen) entstanden ist, zu erkennen und diese aus dem Kör- Für mich ist diese Art der Heilmethode zur grossen Bereicherung geworden! u per zu nehmen. Ich spürte die zunehmend höhere Schwin­ Beratung + Information: Arbeitskreis gungsfrequenz, die Veränderungen in mir, Radionik & Schwingungsmedizin e.V., das eigene Heilwerden und den eigenen Waldstr. 20, DE-23611 Schwartau Entwicklungsweg. Tel. +49(0)451 28 11 84 Fax: +49(0)451 88 18 675 Dann war ich Assistentin im OP und www.radionik-ars.de, ak-radionik@web.de

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S

ignale aus dem Unerforschten

George Langelaan Wenn ein Botschafter Visionen hat Im 19. Jahrhundert gab es einen Mann, Lord Dufferin, mit vollem Namen Fre­ deric Temple Hamilton Blackwood, einer der besten Diplomaten von Königin Viktoria. Er war Vize-König in Indien, Botschafter in Sankt Petersburg und in Rom und schliesslich in Paris. Obwohl er Sohn eines Dichters war, besass Lord Dufferin einen nüchternen Ver­ stand und besah sich die Dinge mit realistischen Augen. Wäre ihm das folgende Abenteuer nicht selbst passiert, hätte er es nie für möglich gehalten, geschweige sich auch nur im Geringsten davon beeindrucken lassen. Lord Dufferins Erleb­ nis gehört jedoch zu den klassischen Ku­ riosa in England. Bevor er seinen Botschafterposten in Paris antrat, verbrachte er einige Wochen Urlaub bei Freunden in Irland, in einem Landhaus in der Nähe von Cork. Eines Nachts wachte er plötzlich auf, von einem unerklärlichen Angstgefühl befallen. Da er nicht wieder einschlafen konn­ te, stand er auf und wanderte im Zimmer auf und ab. Schliesslich sah er den Vollmond durch die Vorhänge scheinen und öffnete das Fenster. Die Nacht war still. Die Wiese mit den Bäumen glänzte silbern. Da schien sich unter diesen Bäu­ men etwas zu bewegen. Er trat vom Fens­ ter zurück, wartete und sah einen Mann, der eine längliche Kiste auf dem Rücken trug. Schweigend überquerte der Mann die Wiese und betrat dann den langen, auf das Haus zuführenden Sandpfad. Kurz vor Lord Dufferins Fenster blieb er stehen, blickte zu ihm hoch und schaute ihm gerade in die Augen. Lord Dufferin wurde von Entsetzen gepackt. Noch nie hatte er ein so abscheuliches, schreckliches Gesicht gesehen. Ei­ nen Augenblick lang trafen sich ihre Bli-

cke, dann ging der Mann langsam wei­ter. Erst jetzt erkannte Lord Dufferin, dass er einen Sarg auf den Schultern trug.

Am nächsten Morgen erzählte der Di­ plomat von seinem Erlebnis, aber niemand kannte den fremden Besucher. Man wuss­te auch nichts von einem Lord Dufferin betrachtete noch einmal Phantom oder irgendeiner Geisterge- das Gesicht dieses Mannes, als man ihn schichte, denn das Haus war erst neu er- aus den Trümmern hervorgeholt hatte. Es baut worden. Der Botschafter erzählte war wirklich derselbe von damals. Er ging nicht weiter, als er merkte, dass seine zum Direktionsbüro und erfuhr dort, dass Gastgeber die Geschichte für einen Alp- der Fahrstuhlführer für diesen Tag als traum hielten. Er selbst wusste sehr Vertretung eingestellt worden war. Niewohl, dass er nicht ge­träumt hatte. mand wusste, wer er war, auch die Polizei konnte nie seine Identität feststellen. Einige Jahre später – Lord Dufferin war Niemand kannte ihn, niemand hatte ihn längst Botschafter in Paris und dachte vorher gesehen. nur noch sehr selten an diese fürchterliche Erscheinung – war er zu einer Diplomatenkonferenz im Grand Hotel eingeladen. Er wollte eben den Aufzug im Hotel betreten, als sein Blick auf den Fahrstuhlführer fiel. Sofort erkannte er den Mann aus der Vollmondnacht in Irland wieder. Entsetzt sprang er zurück. Der Fahr­ stuhlführer schloss das Gitter, und der Aufzug stieg langsam hoch. Lord Dufferin begann gera-

Frederick Temple Hamilton Blackwood, 1st Marquess of Dufferin and Ava by George Frederic Watts

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de die Treppe zu Fuss hinaufzugehen, als er Schreie des Entsetzens hörte und der Aufzug mit fürchterlichem Getöse vom dritten Stock herabstürzte. Mehrere Fahrgäste kamen dabei ums Leben, unter ihnen auch der Fahrstuhlführer.

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Parapsychologie

Bilder an der Kirchenwand Wahrscheinlich gibt es sehr viel mehr un­ erklärliche Erscheinungen als bekannt ist, aber wer wagt schon über ungewöhn­ liche Erscheinungen zu sprechen? Die meisten haben Angst, lächerlich zu wirken oder als Verrückte und Lügner zu gelten. Es gehört nicht nur Gewissheit, sondern auch Mut dazu, von solchen Din­ gen zu reden. Diesen Mut bewies eine junge Frau in Nassau auf den Bahamainseln. In der Kir­ che zum Tabernakel-der-Frohen-Botschaft sprang sie mitten in der Predigt des Pastors Paul Roberts auf und rief, sie sähe Christus. «Dort ist er… dort!» rief sie und wies auf eine frisch gestrichene Kirchenwand.

Gesichter an der Wand erblickte. Er erkannte den Christuskopf und hielt den zweiten für Buddha.

deutschen Kavalleristen, diese hielten im Kampfe inne, wurden von Schrecken gepackt, machten kehrt und flüchteten. Die Artilleristen nutzten diese unerklärGing Evans näher auf die Wand zu, so liche Atempause zum Angriff, während verschwanden die Gesichter. Bei einem frische Truppen sich an die Verfolgung bestimmten Abstand traten sie wieder der Deutschen machten. Niemand sah klar in Erscheinung. Als tüchtiger Jour- den blonden Reiter wieder, und nienalist suchte Evans die Maler auf, die mand konnte genau sagen, in welchem diese Mauer neu gestrichen hatten. Sie Augenblick er verschwunden war. konnten ihm keine Erklärung geben, lediglich, dass die Mauer vor dem An- Phyllis Campbell hörte diese Geschichstrich schmutzig und ohne eine Spur te viele Dutzend Male. Sie befragte die von Farbe gewesen sei. Das bestätigten Männer und versuchte, die genauen auch alle Anderen. Die Kirche war noch Umstände der Erscheinung zu rekonstnicht alt und daher noch nie ausgemalt ruieren. Je nachdem, wo sich die Soldagewesen. ten befanden, hatten sie den Reiter rechts oder links gesehen… Allen war Dies geschah im Januar 1963. Nach und das lange blonde Haar und die wie Gold nach verblassten die drei Gesichter wie- gleissende Rüstung aufgefallen. Phyllis der. Campbell gewann die feste Über­zeu­ gung: alle diese Männer hatten ein auDer Ritter in der gleissenden ssergewöhnliches Ereignis miterlebt.

Alle Anderen sahen nur die beigefarbene Wand, aber Mrs. Euna Lowe war ihRüstung rer Sache ganz sicher. Sie liess sich nicht Sie sprach später noch oft von dieser beirren und wiederholte, sie sähe ganz Man spricht häufig von Geisterarmeen, seltsamen Geschichte, und nach und deutlich das Gesicht Jesu und neben von Visionen marschierender Truppen; nach wurde sie in ganz England beihm eine andere Person, die sie nicht dies sind Geheimnisse, die noch ihrer kannt. Eines Tages erhielt sie überrakenne. Mrs. Lower war eine junge hüb- Aufklärung harren. Seltener sind Er- schend eine unerwartete Bestätigung. sche Frau aus guter Familie. Wenn sie scheinungen mitten in einer Schlacht, Sie machte die Bekanntschaft einer so überzeugt war, musste es wohl wahr die von allen Soldaten gesehen werden. deutschen Krankenschwester, die sich sein, wenigstens musste sie selbst es für Etwas Derartiges geschah am 28. Au- zu jener Zeit in einem Potsdamer Kranwahr halten. Doch der Pfarrer und die gust 1914 bei Mons, ganz zu Anfang des kenhaus aufgehalten hatte. Und auch Gläubigen mochten ihre Augen noch so Ersten Weltkrieges. diese Krankenschwester kannte die Geweit aufreissen, sie konnten nur die geschichte von jener sonderbaren ErscheiPhyllis Campbell, eine englische Kran- nung, denn sie war ihr von verwundetünchte Mauer entdecken. kenschwester, tat in einem Evakuie- ten deutschen Soldaten berichtet worDie Nachricht von Mrs. Lowes Vision rungslazarett Dienst und hörte plötzlich, den. Ein Offizier erzählte ihr, wie sein verbreitete sich in Nassau wie ein Lauf- wie die Soldaten von einer Erscheinung Regiment den Befehl erhalten hatte, eifeuer, und bei der Abendandacht war sprachen. Ein englischer Artillerist er- nen kleinen, von den Engländern bedie Kirche zum Bersten voll. Dieses Mal zählte ihr dann Einzelheiten. setzten Hügel anzugreifen. Im Augennun sahen viele Gläubige die Gesichter, blick des Angriffs erschienen seltsame die sich an der Kirchenwand abzeichne- Seine Einheit verteidigte einen Hügel, Formen in der Luft, die sich dann als ein ten. Es waren nicht zwei sondern drei, den die ganze deutsche Armee anzu- riesiger Reiter auf einem weissen Pferd eines war zweifellos das Gesicht Jesu greifen schien. Ihre Geschütze waren entpuppten. Er trug eine Rüstung und (so wie man es sich üblicherweise vor- nicht schnell und stark genug, um den hielt sein Schwert hoch. Man traf noch Angriff abzuwehren. Sie hatten schon in den Sechziger Jahren des letzten stellt – Red.). alle Hoffnung verloren, als plötzlich ei- Jahrhunderts britische Veteranen an, Die Chicago Daily News (eine Nachmit- ne leuchtende Wolke über den feindli- die sich genau des Reiters von Mons ertagszeitschrift, die von 1876 bis 1978 chen Stellungen sichtbar wurde. Dann innerten. Einige waren fest davon überherausgegeben wurde) entsandte sofort liess das Leuchten langsam nach, und zeugt, es sei der heilige Georg gewesen, ihren Starreporter Luther Evans. Dieser die Engländer erkannten staunend ei- der den englischen Truppen zu Hilfe hatte vor, einen humoristischen Artikel nen Krieger in Rüstung auf einem wei- kam; andere glaubten nicht an diese Erüber eine weisse Wand zu verfassen, ssen Pferd. Er trug keinen Helm, und klärung, waren jedoch ganz sicher, eimusste dann jedoch feststellen, dass man sah deutlich sein langes blondes nen Mann in einer Rüstung gesehen zu auch er deutlich die Silhouetten dreier Haar. Er erhob sein Schwert gegen die haben.

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Parapsychologie

Seltsame Zufälle

P. Sullivan, die tags zuvor in New York wollte, fügte er noch hinzu: «Ich kenne geheiratet hatten, in Miami ein, um dort diese Gegend sehr gut, denn gerade Die einfachste Form sonderbarer und ihre Flitterwochen zu verbringen. Gleich­ dort fliesst der grösste unterirdische seltsamer Vorkommnisse ist das, was zeitig mit ihnen kam vom selben Flug- Fluss Westeuropas ins Meer.» man allgemein Zufall nennt. Man spricht hafen ein anderes junges Ehepaar, das von einem Zufall so lange, bis er sich im selben Hotel abstieg und sich als Mr. Daraufhin blieb ich. wiederholt und reihen- oder serienwei- und Mrs. Donald P. Sullivan in die GäsNach Aussagen des Mannes fliesst unse auftritt. In der Mathematik (und auch teliste eintrug. ter Paris ein unterirdischer Fluss. Er hat beim Glücksspiel) lassen sich Ketten von Zufällen erklären. Bei Eisenbahn- Man stellte die Paare einander gegen- bei weitem mehr Wasser als die Seine. und Flugzeugunglücken geht man nur über, sah ihre Ausweispapiere nach, und Geologen und Wasserbauingenieure selten von Zufällen aus, doch erkennt sie holften die Heiratsurkunden vom betrachten ihn als eine Art unterirdiman sie als solche an. «Inch Allah! Es Vor­tag hervor. Die ganze Entdeckung schen See, obwohl er an verschiedenen war so vorherbestimmt», sagt der Fata- fand ihren Abschluss bei einer Flasche Stellen zutage tritt und für einen See list, was den Vernunftsmenschen em- Sekt an der Bar. Weder die Männer überraschende Niveauunterschiede auf­ pört entgegnen lässt: «Unsinn! Reiner noch die beiden jungen Frauen kannten weist. «Die Wissenschaft hat BegrünZufall, nichts weiter!» Dabei bemerkt er sich. Die beiden Donald P. Sullivan wa- dungen, welche die Vernunft gar nicht nicht, dass er nur einen getarnten Fata- ren jeder 23 Jahre alt, hatten dieselbe kenn… die aber durch manche PhänoUniversität besucht und jahrelang wäh- mene bewiesen werden», erklärte mein lismus vertritt. rend ihrer Kindheit im selben Stadtteil Freund munter. Immerhin hat er mit seiWer kennt nicht eine eigenartige Ge- gewohnt, ohne sich jemals kennenzu- ner Wünschelrute den Verlauf des Flusses vor und hinter Paris genau festgeschichte von Zufällen? Zum Beispiel die­ lernen. stellt. Er konnte seine Arbeit oft durch se: Ich hatte eine Tante, die in ihrer Die letzte Botschaft eines Angabe von Stellen nachprüfen lassen, Kindheit eines Tages eine schöne Muwo mit Erfolg nach Wasser gebohrt wurschel am Nordseestrand auflas. TausenMatrosen de. de von Kilometern entfernt fand ein klei­ ner Junge etwa zur gleichen Zeit eine Im Winter 1933 ging der englische Frach­ hübsche Muschel an der Küste Australi- ter Saxilby im Atlantik unter. Es gab Da mein Freund wissen wollte, woher ein so grosser unterirdischer Fluss kommt ens. Zwanzig Jahre vergingen, der klei- keine Überlebenden. und wohin er fliesst, zeichnete er seinen ne Junge wuchs heran, kam nach England, verliebte sich in meine Tante und Drei Jahre später warf das Meer ein Ei- vollständigen Verlauf auf Karten mit gros­ heiratete sie. Wieder vergingen Jahre, senkästchen an den Strand von Wales, sem Massstab ein. und eines Tages fanden sie zufällig, je- etwa eine Meile vom Dorf Aberavon bei der für sich, die hübsche Muschel aus Swansea entfernt. Dieses Kästchen ent­ Seiner Ansicht nach gab es diesen Fluss ihrer Kindheit wieder. Die beiden Mu- hielt eine Nachricht, hingekritzelt von schon in vorgeschichtlicher Zeit, als Eng­ scheln glichen sich derartig, dass sie ne- einem der Matrosen des untergegange- land noch zum europäischen Kontinent beneinanderlegten und feststellten, dass nen Frachters: «SS Saxilby. – Wir sinken gehörte (und beim Betrachten einer sie die beiden Hälften ein und dersel- in der Irischen See. – Ich denke an mei­ Landkarte ist auffallend, wie gut sich ne Schwester, an meine Brüder und an die Südküste Englands der französiben Muschel aufgelesen hatten. Dinah. J. O.» schen Küste anpasst, wie zwei Stücke eines Puzzle-Spiels) und Irland nur eine Die Schwester und die Brüder von Joe Halbinsel war. Zu dieser Zeit muss die Okane, dem Verfasser dieser Zeilen, Seine ein sehr grosser Strom gewesen wohnten in Aberavon. sein, dessen breite Mündung in den Atlantik der heutigen schottischen und iriEin Zufall? schen Küste entspricht. Der Mann mit der Wünschelrute ist der Überzeugung, Das Ungeheuer ein Teil dieses Flusses existiere immer noch, und zwar in einer Tiefe zwischen von Loch Ness 800 und 1200 Metern. Nach seiner MeiMarvin Steffen_pixelio.de Ein Wünschelrutengänger berichtete nung fliesst er unter dem Ärmelkanal, mir eines Tages einige Einzelheiten weiter unter Südwestengland und eiDie Jungvermählten über die Ungeheuer von Loch Ness nem Teil der Irischen See durch, um (nach seiner Schilderung sind es zwei). sich schliesslich zwischen Schottland An einem schönen Frühlingstage des Nachdem er mir ausführlich darüber er- und Nordirland mit den Wassern des Jahres 1958 trafen Mr. und Mrs. Donald zählt hatte und ich gerade aufbrechen Ozeans zu vermischen.

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ne Anfrage nach der Herkunft des Na- auf irgendwelche Behelfsflösse retteten. mens der Insel Jura erhielt ich vom Rat- Das Boot und die Flösse trieben eine haus in Glasgow die Auskunft, dass der Nacht und einen ganzen Tag lang auf sehr frühe Ursprung dieses Namens auf einem von Haien nur so wimmelnden alte skandinavische Kultur zurückgeht Meer umher. Schliesslich wurden sie alund dass Jura gleichbedeutend sei mit lesamt von einem anderen Schiff, der Fabeltier. Jupiter, aufgenommen.

Fünf Schiffbrüche wegen einer alten Dame?

Während mein Freund die Quelle dieses mysteriösen Flusses im Zentralmassiv suchte – zur Zeit, als der Ärmelkanal noch nicht existierte, eine vielleicht eben­ so bedeutende Erhebung wie die Alpen –, leitete ihn seine Wünschelrute in den Jura bis zur schweizerischen Grenze. Und hier nun beginnen die Zufälle! Dieser geheimnisvolle unterirdische Fluss, dessen Quelle im Juramassiv zu finden ist, tritt in der Nähe der schottischen Insel Jura aus dem Meeresboden. Ein weiterer Zufall: Dieser Fluss, der unter dem Morvan-Gebirge, in der Nähe der Provinz Nivernais durchfliesst, kommt in Schottland durch die Gegend von Morven und Inverness. Aber das ist noch nicht alles. Die Meerenge und die Insel Jura liegen am Rande einer Reihe schottischer Lochs, zu denen auch das berühmte Loch Ness gehört. Bekanntlich wimmelt es im Jura von alten Legenden, von Geschichten über Ungeheuer, Fabeltiere und geflügelte Schlangen, die in Quellen, Bächen und Seen lebten. Im französischen Jura ist dieses Ungeheuer unter dem Namen Vouivre bekannt, und man erzählt sich heute noch seltsame und sehr hübsche Geschichten über dieses Fabeltier. Allerdings soll die Vouiv­ re ein sehr gutmütiges Tier gewesen sein, das nie jemandem ein Leid zugefügt hat. Ganz im Gegenteil. Vom Ungeheuer von Loch Ness erzählt man sich genau das gleiche. Sind dies alles bloss Zufälle? Ich will es gern glauben. Auf ei-

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Im Jahre 1829 geriet der Schoner Mermaid in einen fürchterlichen Sturm vor der Küste Australiens und zerschellte an einem Riff. Matrosen und Passagiere spran­gen in die Fluten und fanden sich allesamt wohlbehalten bei Anbruch des nächsten Tages auf einem schmalen Strand­ streifen wieder.

Zwei Tage später zerbarst die Jupiter auf einer Klippe glücklicherweise im Blickfeld des Dampfers City of Leeds, der von London nach Australien fuhr. Beinahe hundert Schiffbrüchige wurden an Bord genommen. Alle waren wohlauf, und der Schiffsarzt brauchte sich nicht einmal um sie zu kümmern. Er war übrigens auch sehr in Anspruch genommen von einer alten Dame, die sich auf dem Weg nach Australien befand, in der Hoffnung, dort ihren seit zehn Jahren verschollenen Sohn wiederzufinden.

Zwei Tage später empfing der Dreimaster Swiftsure ihre Notsignale und nahm sie alle an Bord. Fünf Tage später warf Die alte Dame war sehr krank, und der eine unbekannte Strömung den Segler Arzt sah keine Möglichkeit mehr, sie zu an die Küste. Niemand wurde verletzt, retten. In ihrem Delirium verlangte sie aber der Dreimaster war verloren. unaufhörlich nach ihrem Sohn. Der Arzt wollte ihr die letzten Augenblicke erSchon wenige Stunden nach diesem zwei­ leichtern und suchte an Bord nach eiten Schiffsuntergang sah der Segler Gou­ nem jungen Mann, der ungefähr die verneur Ready die neuen Notsignale, dreh­ Gestalt, das Alter und das Aussehen ihte bei und rettete alle. Wieder sechs res Sohnes hatte. Die alte Dame hatte Stunden später brach an Bord Feuer aus. ihn in allen Einzelheiten während der Die Männer kämpften vergebens gegen Überfahrt beschrieben. Einer der Über­le­ die Flammen und mussten das Schiff benden der Mermaid war einverstanden, verlassen. Ausser Sichtweise der Küste, für die Sterbende diese Rolle zu spielen. weit weg von allen Schifffahrtsrouten, zu­ sammengedrängt in kleinen zerbrechli- «Gut», sagte der Arzt, «Sie werden also chen Booten, waren sie der Verzweiflung Folgendes tun. Die Dame heisst Mrs. Sa­ nahe, als das Küstenschiff Comet, durch rah Richley. Sie kommt aus der Grafdas Unwetter von seiner Route abgekom­ schaft Yorkshire und Sie… Aber was hamen, in ihrer Nähe vorbeifuhr und sie ben Sie denn?» alle aufnahm. Der junge Mann konnte nur mit Mühe Als die Geretteten ihre Geschichte von seiner Gefühle Herr werden und gestand den drei aufeinanderfolgenden Schiffs- dann dem Arzt, er sei Peter Richley und unglücken erzählten, lief es allen kalt die alte Frau sei seine Mutter. über den Rücken. Die abergläubischen Matrosen fragten sich, wen das Meer denn Man braucht kaum hinzuzufügen, dass um jeden Preis haben wolle und was die alte Dame sich sehr schnell erholte. wohl noch alles geschehen würde. Ohne es zu wollen, hatte der Schiffsarzt das einzig richtige Heilmittel gefunden. Fünf Tage später erhielten sie die Ant- Was aber soll man von den phantastiwort. Am vierten Tag nahm der Sturm schen Zufällen halten, die Peter Richley wieder gewaltig zu. Der grosse Mast der schliesslich an Bord des Dampfers City Comet ging über Bord, und das Wasser of Leeds geführt hatten? drang ein. Das Schiff wurde leck. Wütend sprang die Mannschaft in das einzige Rettungsboot, und die Überleben­ den der vorausgegangenen drei Schiffs- Fortsetzung: «Die absolute Waffe» und u unglücke mussten sehen, wie sie sich weitere Zufälle

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a i i o a a m P p l r Am Samstag, 4. Mai konnte das Papiliorama in Kerzers (FR) sein 25-Jahr-Hubiläum feiern. Das Papiliorama – eine Art «Masoalahalle», ein Ort, in dem man sich fühlt wie inmitten des tropischen Regenwaldes. Farbige Schmetterlinge flattern und schweben durch die warme Luft, es riecht nach Vanille, exotische Vögel liefern die passende Geräuschkulisse. Das Papiliorama ist ein beliebtes Ausflugsziel für Gross und Klein.

Das Papiliorama wurde vor 25 Jahren in Marin, Kanton Neuenburg, eröffnet. Grün­ der des Papilioramas waren der Niederländer Biologe Maarten Bijleveld van Lex­mond und seine Frau Catheline. Ihr Sohn Caspar Bijleveld, ebenfalls Biologe, leitet das Papiliorama. Nach einem verheerenden Brand am 1. Januar 1995 und einem Wiederaufbau am gleichen Standort platzte es bald aus allen Nähten. Nur 16 Kilometer weiter, aber im Kanton Freiburg, wurde ein neuer Standort gefunden, worüber sich die Neuenburger nicht gerade erfreut zeigten. Bernard Soguel, Staatsrat und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Neu­

Caspar Bijleveld van Lexmond, Direktor des Papilioramas, mit seinem Vater Maarten Bijleveld van Lexmond, Gründer des Papilioramas

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Reportage

Einheimische Schmetterlingsvoliere

enburg zeigte damals kein Verständnis für den Umzug und erklärte sich enttäuscht auch insbesondere wegen der Tatsache, dass der Kanton an Gründung und Entwicklung des Papilioramas mitbeteiligt gewesen war. Die Umsiedlung im Herzen des Dreiseenlandes erfolgte 2003.

Das Papilioramas umfasst zur Zeit drei Hallen und schmiedet bereits neue Pläne für eine Vergrösserung der Anlage. Neben den Stars, den rund tausend Schmetterlingen, können die Besucher tropische Vögel wie Tukane oder rosa Löffler bewundern, Kleinsäuger wie der Nasenbär und das Pekari sowie Reptilien, die sich alle in der heissen und feuchten, ihrer Heimat angeglichenen Atmosphäre, äusserst wohl fühlen. Der Jungle Trek, eine exakte Kopie von Shipsten, dem 11’000 Hektaren grossen

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Schutzgebiet in Belize, lädt zu einer spannenden Wanderung durch das Papiliorama-Reservat in Zentralamerika ein. Tropenwälder, Mangrovensümpfe und Orchideenweiher lassen die Besucher in die Ferne abschweifen, ohne eine lange Reise auf sich nehmen zu müssen. Zwischen botanischem Garten und Tierpark bewegen sich die Besucher inmitten zahlreicher Tropenpflanzen und Tierarten, in einem Ökosystem, das bis hinauf zu den Baumkronen hautnah erlebt werden kann. Das grosse Amphitheater mit einem Durchmesser von 40 m und einer Höhe von bis zu 14 m beherbergt mehrere Dutzend Pflanzenarten, darunter 16 Palmenarten, welche auch im Winter ideale Bedingungen zum Gedeihen und Blühen vorfinden.

Im Jahre 2004 hat das Papiliorama eine futuristische Voliere für einheimische Schmetterlinge eröffnet. Auf einer Gesamtfläche von fast 500 m² beinhaltet die Voliere mehrere lebenswichtige Habitate für unsere Schmetterlinge, wie zum Beispiel Magerwiesen, Trockenrasen, usw. Während der warmen Jahreszeit fliegen im Swiss Butterfly Gar­ den über zehn einheimische Schmetterlingsarten und vermehren sich auch in der Voliere. Aus nächster Nähe kann die Entwick­lung eines Schmetterlings vom Ei zur Raupe, von der Raupe zur Puppe und schliesslich zum Falter erfahren werden – ein Vorgang, der heute sogar von Spezialisten noch nicht voll-

Die «Kinderstube» der Schmetterlinge

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Reportage

ständig erklärbar und wohl deshalb so faszinierend ist. Das Ziel der Voliere ist, den Besuchern einige Lebensräume näher zu bringen, welche für ein Überleben unserer zum Teil schwer bedrohten Schmetterlinge unabdingbar sind. Im Besuchergebäude ist die Voliere ergänzt durch eine interaktive Ausstellung über einheimische Schmetterlinge, welche in Zusammenarbeit mit Pro Natura realisiert wurde.

Nocturama

nende Greifstachler, Nachtaffen, Ozeloten, Gürteltiere, grosse Anakondas und viele andere Tiere. Nicht zu überhören sind ausserdem die erschreckten Ausrufe vor allem der Besucherinnen, wenn Fledermäuse mit spitzen Ortungsschreien ihre Runden knapp an ihrem Kopf vorbei ziehen.

Arthropodarium Im Eingang zum Papiliorama können die Besucher die faszinierende Welt der Arthropoden (Gliederfüsser) kennen lernen. Auch wenn diese durch die Schmetterlinge im Papiliorama schon sehr gut vertreten sind, so haben es einige andere weniger bekannte Tiere verdient, ebenfalls gezeigt zu werden. Das Arthropodarium präsentiert einige dieser Arten: aus der Gruppe der Spinnentieren können Skorpione und Vogelspinnen beobachtet werden. Zu bestaunen sind ebenfalls fünf verschiedene Arten von Phasmen, Stabheuschrecken, welche kaum von den Ästen und Blättern, auf welchen sie sitzen, zu unterscheiden sind. Ergänzt wird diese Vielfalt durch verschiedene bunte Käfer, Gottesanbeterinnen und Tausendfüssler.

Das lichtdurchlässige Dach des Doms des Nocturamas filtert das natürliche Tageslicht und schafft im Innern eine Vollmondnacht-Stimmung. Durch den umgekehrten Tages- und Nachtrhythmus ist es möglich, mitten im Tag einen nächtlichen Spaziergang zu machen und die mysteriösen, nachtaktiven Tiere der amerikanischen Tropenwälder zu beobachten. Entlang den Pfaden in den sehr natürliche eingerichteten Gehegen entdecken Sie Faultiere, baumbewoh-

Spielplatz «Pongo plaza» Ein aussergewöhnlicher Spielplatz! Aus unbehandelter falscher Akazie (Rubinie) gebaut, integriert sich dieser Spielplatz in seine sehr natürliche Umgebung be­ stehend aus Büschen, Wiesen, kleinen Fusspfaden und einer Feuchtzone. Wäh­ rend die Kinder spielen, bestimmen sie auch die Dynamik des Spielplatzes; sie machen neue Pfade, spielen im Wasser, stauen die Wasserläufe usw. Derweil können sich die Eltern in einem der Picknickecken ausruhen. Der Pongo Plaza, dessen Name vom wis­ senschaftlichen Namen des Orang-Utans abstammt, wird im Laufe der Jahre durch zusätzliche Infrastrukturen erweitert wer­ den. Im Mai wurde der Spielplatz mit dem Affenparcours «vom Zwergseidenäff-

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Im Aussenbereich sind ebenfalls schöne Begegnungen mit Tieren und einheimischen Schmetterlingen sowie mit Schildkröten und Eidechsen möglich. Zurzeit findet allerdings ein umfassender Umbau des Mini-Zoos statt. Der ganze Bereich wird stark erweitert, mit verbesserten Bedingungen für die Tiere.
Es werden grosse Bäume gepflanzt und neue Tierställe im Stil der Seeländer Bauernhäuser gebaut. Die Besucherwege werden neu gestaltet und die Rückzugszonen der Zwergesel, Zwergziegen, Minipigs, Hühner, Enten und Kaninchen sind zukünftig durch Bachläufe von den Besuchern getrennt.

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Reportage

chen zum Gorilla» vergrössert. Diese
Erweiterung des bestehenden natürlichen Spielplatzes besteht aus einem Parcours für Kinder, bei welchem das Ziel darin besteht, keinen Fuss auf den Boden zu setzen. Dies verlangt von den Kindern Geschicklichkeit und Gleichgewicht. Der Spass kommt dabei nicht zu kurz, aber gleichzeitig ist auch ein didaktisches Element eingebaut: Vom kleinsten bis zum grössten Affen der Welt müssen sich die Kinder hocharbeiten. Jedes Schild zeigt, dass die nächste Stufe erreicht wurde, informiert über die Gefährdung der Art, erzählt aber auch eine kleine Anekdote.

Die Stiftung Papiliorama Die Hauptzielsetzung der Papiliorama-Gründer war zwar schon immer idealistischer Natur, die juristische Form entsprach dem jedoch nicht von Beginn an. Gegründet wurde das Papiliorama als AG, damals die einzige Möglichkeit um garantierte Kredite erhalten zu können. Nach dem riesigen Brand von 1995 und der darauffolgenden Spendenwelle durch das Schweizer Publikum, durch welche der Wiederaufbau ermöglicht wurde, hat sich die AG für eine Umwandlung in eine gemeinnützige Stiftung entschieden, ein Novum in der Schweiz. Ziel der Stiftung ist es, den Besuchern die Vielfalt der tropischen und einheimischen Fauna und Flora näherzubringen und sich für deren Schutz zu engagieren. Hauptzielgruppe ist die heranwachsende Generation. Dementsprechend bietet die Stiftung den Schweizer Schulklassen Führungen zum reduzierten Tarif an Eine Schwesterstiftung des Papilioramas (die ITCF) schützt konkret 11’000 Hektaren (110 km²) tropischer Natur in Belize, Zentralamerika.

Die Internationale Stiftung zum Schutz der Tropischen Natur Die Internationale Stiftung zum Schutz der tropischen Natur (ITCF) wurde 1989 durch das Papiliorama Swiss Tropical Gardens in Kerzers in der Schweiz gegründet. Die ITCF ist eine kleine nicht-gewinnorientierte Organisation, welche sich in erster Linie für den konkreten Schutz der tropischen Natur vor Ort einsetzt. Im Jahre 1990 wurde dann der ITCF Holland gegründet mit Sitz im Burger’s Zoo in Arnhem. Während die ITCF Holland von verschiedenen Organisationen grössere  Beiträge für spezielle Projekte im Bereich Infrastruktur und Landkauf erhält, rekrutiert die ITCF Schweiz Spenden für die Deckung der laufenden Kosten für das Management und den Schutz des Reservats. Die Stiftung Papiliorama unterstützt die ITCF durch die Übernahme der administrativen Arbeit für die Spendenrekrutierung. Konse­ quenterweise gelangen so alle gesammelten Spenden direkt zum Shipstern Naturschutzreservat, ohne Verluste in der Verwaltung und Administration. 

Kindertage An mehreren Mittwochnachmittagen pro Jahr finden spezielle Kinder­ver­an­stal­ tun­­gen zu verschiedenen Themen statt. Folgende Anlässe sind dieses Jahr noch vorgesehen: 21. August Die Europäische Sumpfschildkröte 18.September Tiere der Nacht

30. Oktober Helfen wir den Vögeln durch den Win­ ter!

In den vergangenen 17 Jahren hat sich die ITCF vor allem mit dem Shipstern Na turschutzreservat beschäftigt, ihr grösstes Projekt. Nebst der Ermöglichung von kon­ 27. November kreten Projekten im Feld, ist die ITCF auch massgeblich an der Schaffung des Baca- Weihnachtsgewürze: woher kommen Ka­ lor Chico Nationalpark und Marine Reservats im Jahre 1996 beteiligt gewesen. Fi- kao, Vanille, Zimt? nanziell wurde dieses Projekt durch die Europäische Union unterstützt. Die Stiftung hat ausserdem mitgewirkt bei der Realisierung von kleineren Botschafterprojekten, Die Kindertage richten sich in erster Liwie der Schaffung der ersten touristischen Infrastruktur im Nachbardorf Sarteneja, nie an Kinder im Alter zwischen 5 und oder der Gründung des ersten Parks für den bedrohten Mahagoni Baum in Belize. 12 Jahren.

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Die Sumpfschildkröte bezieht ihr Quartier im Papiliorama Am Samstag, 8. Juni 2013 wurde im Papiliorama das neue Gehege für die Europäische Sumpfschildkröte, die einzige einheimische Schildkrötenart der Schweiz eingeweiht. Die Stiftung Papiliorama beteiligt sich seit einigen Jahren am Projekt Emys Schweiz, welches langfristig die Sumpfschildkröten in den verbleibenden geeigneten Lebensräumen wieder ansiedeln möchte. Mit diesem neuen Gehege möchte das Papiliorama seinen Besuchern diese Tierart, aber auch das Projekt Emys Schweiz vorstellen. In einer zweiten Phase wird die Stiftung hinter den Kulissen eine Zuchtstation einrichten, um dem Projekt Jungtiere der richtigen einheimischen Unterart zur Verfügung stellen zu können.

Die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) Die Europäische Sumpfschildkröte ist die einzige in der Schweiz heimische Schildkrötenart. Es handelt sich um eine recht kleine Schildkröte: der Panzer eines ausgewachsenen Männchens hat eine Länge von 14cm, derjenige eines Weibchens 16 cm. Die frisch ausgeschlüpften Jungtiere sind 2 bis 2,5 cm lang. Die Sumpfschildkröte ernährt sich von Schnecken, Wasserinsekten und Ka­ davern von Fischen oder anderen Tieren. Mit fortschreitendem Alter ernährt sie sich vermehrt von Pflanzen. Die Sumpfschildkröte bewohnt grosse Teiche und Seen mit Schilfsaum und vielen Wasserpflanzen. Die Eier werden in grasigen Böschungen oder Sandhügeln gelegt. Nach dem Ausschlüpfen begeben sich die Jungtiere ins Wasser. Die Europäische Sumpfschildkröte über­ wintert mehrere Monate unter der Wasseroberfläche, ist aber manchmal auch aktiv unter der Eisdecke. Die Paarungszeit beginnt im März und erreicht ihren

Höhepunkt im April-Mai. Die Weibchen legen ihre Eier zwischen Mitte Mai und Mitte Juli. Dabei graben sie ein Loch für die Ablage der 3 bis 19 Eier und füllen es dann wieder mit Erde auf. Die Jungtiere schlüpfen im September aus und bewegen sich ohne zu zögern in Richtung Wasser. Das Geschlecht der Jungtiere wird durch die Bodentemperatur

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zwischen dem 30. und 40. Bruttag bestimmt.

Verbreitung und Gefährdung Die Sumpfschildkröte war früher in Europa weit verbreitet. Der Bestandesrück­ gang begann im Mittelalter, als sie eine begehrte Mahlzeit darstellte. In zahlreichen Regionen führten die Jagd und die Zerstörung ihrer Lebensräume (Teiche, Sümpfe, langsam fliessende und stark bewachsene Gewässer) zur Ausrottung dieser Art. Auch in der Schweiz wo heute nur noch wenige wilde Bestände aus ausgewilderten Tieren existieren (GE und TI). Die meisten der Tiere, welche gelegentlich aufgegriffen werden, sind vermutlich ausgesetzte Individuen. Das Aussetzen von exotischen Schildkrötenarten wie der Rotwangenschildkröte (auch Floridaschildkröte genannt) ist eine Bedrohung für die kleinen noch existierenden Populationen von Sumpfschild­ kröten und auch für gezielt wieder angesiedelte Tiere. Diese grösseren und gefrässigeren Exoten stellen eine grosse Konkurrenz für die Sumpfschildkröten dar. u

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Waldemar Gajda

In einer fiktiven Gerichts­ver­hand­ lung wird über die poten­zielle Plädoyer Für Den Existenz des Schöpfers ent­ schieden. Der Leser nimmt die Schöpfer Position eines Geschwo­re­nen Oder wissenschaftliche und ein, der sich gegen Ende der spirituelle Tatsachen, die auf Lektüre seine eigene Mei­nung dessen Existenz Hinweisen zu dem Thema bilden sollte. Wissenschaften und Glaubens­ Auf der Suche nach der Ant­ richtungen zeigen oft Wider­ wort auf die Frage nach der sprüchlichkeiten auf, die der Existenz eines Schöpfers führt Autor kritisch hinterfragt. Die Waldemar Gajda den Leser Bildung einer eigenen Mei­ durch alle Disziplinen der Wis­ nung soll jedoch dem Leser senschaft und Spiritualität. überlassen bleiben – also, fol­

Nahtodeserlebnisse: Deutung – Bedeutung (Dr. theol. Gabriel Looser) Der Autor, Theologe und Philosoph, war über lange Jahre als Pä­da­ ­goge in verschiedenen Schul­stu­ fen tätig. Sein Buch bietet denn auch eine Menge in eigener Praxis bewährte Anregungen, wie dieses heikle Thema in der Schule behandelt werden kann.

Jörgen Bruhn

Blicke hinter den Horizont

Das LSV Prinzip

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Aus dem Inhalt: Quanten­phy­ sik, Psychologie, Theologie, Nah­toderfahrungen, Geis­ter­ er­schei­nun­gen, Reinkarnation, Maria-Erscheinungen, Spuk, Exor­zis­mus u. v. m. TB, 252 S., CHF 27,50 / € 18,40, ISBN 978-3-99026-603-8, no­ vum pro Verlag u

te haben, mit ihren Lehren die Menschen zu erreichen, hält Jörgen Bruhn dafür, die Schilderungen der NTE als eine Möglichkeit zu verstehen, heute über «Endzeitliches» zu sprechen. So ist ein informatives und inspirierendes Buch entstanden, das Interessierte auch ohne höhere Ausbildung zu bereichern vermag, und dem man die Beachtung wünscht, die es zweifellos verdient.

Mit Blick auf die Bibel erkennt er, dass die Berichte aus den Das Phänomen Nahtoderfah- NTE sich ohne weiteres mit rung (NTE) zu erklären, fällt Kernaussagen der Botschaft Geb., 208 S., CHF 29,90 / € schwer, da die Erlebenden in von Jesus vergleichen lassen. 19,90, ISBN 978-3941808003, grössere Bewusstseinsbereiche Angesichts der Schwierigkei- Alsterverlag Hamburg. Auch geführt werden als den Ver- ten, welche die Kirchen heu- als Hörbuch im Handel. u

Loslassen Ver­geben

Andrea Marti

stand. Um trotzdem etwas Klar­ heit zu gewinnen, befragt Bruhn die Relativitätstheorie von Al­ bert Einstein und findet dort klärende Hinweise, die er in einer auch für Laien verständ­ lichen Sprache darzulegen ver­ mag, und ohne die geistige Dimension der NTE dabei aus den Augen zu verlieren.

gen Sie Waldemar Gajdas Plä­ doyer in diesem spannenden Indizienprozess und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.

Selbstliebe

ot. Ein Taschenbuch, das mich auf den ersten Blick er­ staunt, auf den zweiten Blick irritiert hat und auf den drit­ ten Blick – nun, den hat’s nicht mehr gegeben. Wer wie ich aus Zeit­gründen auf die Schnelllesemethode ange­wie­ sen ist, muss bei diesem Buch kapitulieren. Der Grund: Es wurde eine Handschrift ge­ wählt, was bei einem Buch ge­ wöhnungsbedürftig ist, aber vor allem wurde alles in rei­ ner Kleinschreibung geschrie­ ben. Kein Grossbuchstabe am

Satzanfang – kein Substantiv, Lektorat wäre kein Luxus ge­ ja nicht einmal ein Eigen­na­ wesen. me lassen sich auf Anhieb er­ kennen. Oft erhalte ich E- Um das Buch trotzdem vor­ Mails, die auf diese Weise zustellen, möchte ich mich verfasst sind; dann frage ich auf den Umschlagtext beschrän­ mich jeweils, ob der Autor ken. Möge sich doch der eine da­durch vielleicht eine Schreib­ oder andere Leser angespro­ schwäche verbergen möchte... chen fühlen. Fehler im Buch wie «um dies noch einwenig nach vollzieh­ «dieses buch beschreibt nicht barer zu machen», «änsgte» nur den neuen weg des LSV und «allgebra» würden diese Prinzip©s einfach & verständ­ Vermutung bestätigen, aber lich, sondern erzählt auch ich möchte der Autorin dieses über bedeutende schritte für Buchs keine Legasthenie un­ ein restlos erfülltes, glückli­ terstellen. Vermutlich sind für ches leben in gelassenheit & sie andere Aspekte einfach inneren frieden. es zeigt auf, wichtiger. Trotzdem: ein gu­tes wie gesetzmässig – keiten

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Gabriel Looser

Welches Leben nach dem Tod? Reinkarnation und christlicher Glaube «Die Publikation, die ich hier vorlege,» schreibt der Autor, «will nicht bloss ein weiteres Buch sein, das sich über das Für und Wider der Reinkarnationsidee an sich Gedanken macht; solche gibt es schon in einer unüberschaubaren Fülle. Meine Erfahrungen mit diesen Büchern ist aber, dass ich nach so mancher Lektüre mit dem unguten Gefühl zurückblieb, dass da so vieles behauptet und

wirken & in einfacher weise anwendbar sind. .. wie sich beispielsweise – ungeliebte ge­wohnheiten – sich nicht gut­genug fühlen – gewichts­ probleme – ängste – depres­ sionen und vieles weitere in zuversicht & freude wan­ deln. janine bright ist die ent­wick­ lerin des LSV PRINZIP©s, wel­ ches die quintessenz ihrer per­ sönlichen lebenserfah­rung & erkenntnisse ist.» TB, 143 S., ISBN 978-3-03304037-3. Weitere Infos auf www.im-jetzt-sein.ch. u

als Tatsache hingestellt wird, sich zumindest den Fragen das durchaus nach tieferer stellen. Keinesfalls gehe es Betrachtung und Befragung, bloss darum zu predigen, daoft auch Infragestellung ruft.» für oder dagegen. Vielmehr müssten Räume geschaffen Also entschloss sich der Au- werden für eine offene Austor, der Sache selbst auf den einandersetzung. Gabriel Loo­ Grund zu gehen. Dazu ser – der selbst sowohl kathoschreibt er: «Ich habe in jah- lische wie reformierte Theorelanger Arbeit die Original- logie studiert hat – ist übertexte der infrage kommen- zeugt, dass man mit guten den Konzilien in ihrer offizi- Gründen Christsein und an ellen und autorisierten Fas- die Reinkarnation glauben, sung (das heisst in griechi- mit ebenso guten Gründen scher und lateinischer Spra- aber auch Christ sein und an che) studiert. Im Blick auf die ein einziges Leben glauben angebliche Überarbeitung kann. Wichtig sei vor allem, der Bibel habe ich mich an dass die Fragen thematisiert kompetenter Quelle über würden. ganz alte biblische Handschriften informiert, die von In seiner Einleitung zum einer solchen Manipulation Buch schreibt der Autor, Re­ Zeugnis geben könnten. Ich inkarnation sei offenbar ein habe bei Stellen in den Leh- Thema, für das nicht nur der ren Jesu, die hinsichtlich un- «Kopf» zuständig sei; sie sei seres Themas strittig sind, ebenso eine Angelegenheit gelegentlich auch den grie- des «Bauches». Es gehe auch chischen Urtext im Zweiten um Emotionen und ErfahrunTestament zurate gezogen, gen, um subjektive Über­zeu­ um zu einer kompetenteren gungen, die sich nicht immer Sichtweise zu gelangen. Für leicht in Worte fassen und lodie Bibelzitate, die ich selbst gisch begründen liessen. Oft in meine Argumentation ein- sei es schwierig, ein Gleichbringe, stütze ich mich auf gewicht zu finden, beiden die ‚Jerusalemer Bibel’. Die- Ebe­nen von uns Menschen se geniesst in Fachkreisen hohe Anerkennung für ihr Bemühen, möglichst nahe am Originaltext zu übersetzen Im Weiteren habe ich mich ausführlich mit authentischen Übersetzungen der Schriften der sogenannten Qumranfunde auseinandergesetzt. Sie haben Relevanz für dieses Thema.» Für viele Christen ist der Glaube an die Reinkarnation durchaus mit ihren religiösen Überzeugungen vereinbar, und die Kirchen kommen nicht länger darum herum, sich dieser Frage zu öffnen. Der Autor meint damit jedoch nicht, Kirchen und Pfarrer müssten sich «endlich» zur Reinkarnation bekennen und diese lehren. Darum gehe es nicht – aber sie müssten

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gerecht zu werden. Der «Bauch» kenne Gewissheiten, mit denen der «Kopf» nicht immer klarkomme und das Resultat sei eine verbreitete Unsicherheit. Aus dem Inhalt: Reinkarna­ tion – eine drängende Frage; Ursprünge der Reinkarnationsidee: Die Diskussion im 20. Jahrhundert; Wichtige Stationen in der Kirchengeschichte; Die Theologie des 20. Jahrhunderts: ein Gesprächsangebot; Lehre Jesus die Reinkarnation? Eine biblische Reinkarnationslehre; Ei­ne christlich-theologische Reinkarnationslehre; Eine christliche Ein-Leben-Lehre; Wie hältst du’s mit der Reinkarnation? Ein undogmatischer Vorschlag für einen Ausgleich. TB, 176 S., CHF 21,90/€ 14,99 (D), 15,50 (A), ISBN 978-38436-0339-3, Patmos Verlag. Das Buch ist auch als Kindle Edition zum Preis von € 11,99 erhältlich. Weitere Bücher von Gabriel Looser:

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den zu einem natürlichen Bestandteil des Alltags. Mit wun­ dervollen Fotos von Alexandra Schubert.

Barbara Heider-Rauter

Schutzengel

Himmlische Kraftquellen für jeden Tag Wer herausfinden möchte, wel­ che Botschaft ihm sein Schutz­ engel für den Tag mitgeben will, hält mit diesem aussergewöhnlich schönen Kartenset den Schlüssel dazu in der Hand. Die Engel-Expertin Bar­ bara Heider-Rauter hat aus ihrer langjährigen Erfahrung geschöpft und bietet einen Einstieg in die Begegnung mit dem eigenen Schutzengel. Mit diesen Karten vernimmt jeder klar und deutlich die Botschaf­ ten aus der Geistigen Welt, und die lichtvollen Wesen wer­

Auf der Rückseite der Setbox schreibt die Autorin: «Mit die­ sen Karten vernimmst du klar und deutlich die Botschaften aus der geistigen Welt. Dein Schutzengel ist immer an dei­ ner Seite. Er unterstützt dich bei allem, was du tust. Du möchtest mit deinem himmlischen Begleiter in Kontakt tre­ ten? Mit Hilfe dieser wunderschönen Karten kannst du das – jeden Tag aufs Neue. Erfahre hilfreiche Worte für den Alltag und Antworten auf Fra­ gen zu deiner Partnerschaft oder zu deiner Zukunft. Diese Karten sind eine Brücke zwischen dir und der himmlischen Welt: Mit ihnen kannst du die liebevolle Stimme deines persönlichen Engelbeglei­ ters vernehmen. Jederzeit!» Barbara Heider-Rauter, die seit ihrer Kindheit hellsichtig und hellfühlig ist, hat den Kon­ takt zu den lichtvollen Be­glei­ tern bis heute nie verloren. Sie arbeitet als spirituelle Le-

Elf Jahre eines Lebens. Der Weg zum Ich. Was ist dieses Ich? Steckt möglicherweise mehr hinter unserem Ich, als es der tägliche Blick in den Spiegel vermuten lässt? Kann es sein, dass unser Ich nicht mit den Konturen unseres Kör­ pers endet?

André Krause

Elf Jahre

– Der Weg zum Ich

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Was wäre, wenn sich eines Ta­ges herausstellte, dass je­ der Mensch von einem grösse­ ren Ich umgeben ist? Ist es möglich, dass dieses grössere Ich ein intelligentes Bewusst­ seinsfeld ist, das all das er­ schafft, was wir täglich erle­ ben?

bensbegleiterin. Es ist ihr ein grosses Anliegen, ratsuchen­ den Menschen voller Liebe den Weg zu deren eigenen Potenzialen zu eröffnen. Durch ihre angeborene Sensitivität und Medialität begann ihr spi­ ritueller Weg bereits sehr früh. Sie bietet Meditationsabende und Seminare zum Thema Far­ ben an, arbeitet weltweit als Lehrerin für Aura-Soma und führt seit mehreren Jahren ei­ ne Buchhandlung in Salzburg. Weg zur eigenen Wahrheit «Avalon Spirit & Soul» ist das und zur Selbstermächtigung älteste spirituelle Fachgeschäft zu begleiten und zu unterder Stadt. Es bietet eine Oase stützen. Sie bietet Wege für der Ruhe, in der man die See- das persönliche Wachstum le baumeln lassen kann, ei- und einer lebensbejahenden nen Raum der ausserhalb der Gestaltung des eigenen LeZeit liegt, einen Raum in dem bens an und leitet dazu an, man sich selbst wieder als ei- für sein eigenes Handeln und ne wichtige Person in seinem Denken die Verantwortung Leben wahrnehmen kann, ei­ zu übernehmen. Barbara Heinen Raum der erfüllt ist von der-Rauter bestärkt jeden daEnergie und Harmonie. rin, sein Potenzial zu erkennen und zu nutzen und hilft Mit der Übernahme der Buch­ den Menschen dabei, ihre Spi­ handlung hat Barbara Heider- ritualität in den Alltag zu inRauter auch begonnen, als spi­ tegrieren. ritueller Coach für Führungskräfte zu arbeiten. Eines ih- 44 Karten mit Begleitbuch rer grössten Anliegen ist es, (TB), CHF 29,90/€ 19,95, ISBN die Menschen auf ihrem Weg 978-3-8434-9038-2, Schir­ner zur Selbstfindung, auf dem Verlag u

Lebhaft, humorvoll und nicht dung mit seinem individu­el­ ohne Selbstkritik beschreibt len Bewusstseinsfeld stellte. der Autor in seiner Erzählung die Abenteuer und Rück­schlä­ André Krause, Jahrgang 1974, ge, die ihn auf seinem Weg lebt mit seiner Frau und den begleitet haben. Immer wie­ gemeinsamen vier Kindern in der stand er aufs Neue vor einer kleinen Gemeinde im der Herausforderung, die ir­ südlichen Schleswig-Holstein. gendwann sechsköpfige Fa­mi­ l­ie, die Führung eines Immo­ Seit 1994 arbeitete er in ver­ bilienunternehmens und die schiedenen Vertriebs­positio­ Erlebnisse auf seinem spiri­tu­ nen in der Wohnungswirt­ ellen Wegmiteinander zu ver­ schaft und gründete 2003 sein eigenes Immobilien­un­ter­neh­ einbaren. men, welches sich heute mit Es brauchte mehrere Anläufe dem Aufbau, der Entwicklung und einen gehörigen «Schubs», und der Verwaltung von ei­ bis er sich schlussendlich der genen Wohnungsbeständen Entdeckung und der Verbin­ be­schäftigt.

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«Immer wieder stand ich in Was wäre, wenn der Teil, der meiner beruflichen Laufbahn in uns fühlt und denkt – der vor den verschiedensten Her­ Teil, der in uns lebt und liebt ausforderungen, die teilweise nur ein kleiner Ableger die­ses einen ungeheuren Druck mit grösseren Feldes ist? sich brachten. Irgendwann wollte ich diesen Druck nicht Vielleicht ist diese Erde auf einfach nur noch irgendwie der wir Leben nur so etwas ertragen, sondern ich wollte wie ein gigantischer Spiel­ wissen, wieso und weshalb platz auf dem wir in unzäh­ ich immer wieder in diese ligen Leben unsere eigentli­ che Herkunft und unseren Situationen geriet. wah­ren Ursprung vergessen Plötzlich befand ich mich mit­ haben. ten in einer spirituellen Su­ che, die mich, je weiter ich Wenn uns dabei bisher nur ging, immer ein Bisschen mehr zwanzig Prozent unseres ge­ Und wozu brauchte Karl II. zwang, mich mit mir selbst zu sam­ten Wesens zugänglich wa­ einen Speicheltuchhalter? beschäftigen. Letztendlich fand ren, wäre es nicht spannend, ich den Schlüssel zu ei­nem die restlichen achtzig Prozent Sabine Werz versammelt Liebestragödien, Mordkomplotte friedlichen und glück­li­chen unseres Seins zu entdecken? und Sexgeschichten von euLeben tief in mir. Und ja, ich bin mir sicher, dass es mög­ «Ich bin mir sicher, dass jeder ropäischen Königshäusern – lich ist, ein spirituelles Leben von uns von einem gross­ar­ Geschichten, die Ihr Lehrer zu führen und trotz­dem fest tigen Energiefeld umgeben schamvoll verschwieg. mit beiden Beinen erfolgreich ist, welches nicht nur uns er­ im Alltagsleben zu stehen. Ich schaffen hat, sondern welches Unterhaltsame Geschichte(n) denke, unsere spi­rituelle Selbst­ zu dem alles erschafft was wir für jedermann – zum Anfasentdeckung lässt uns dabei täglich erleben. Erst die Ent­ sen, Staunen, Gruseln und einfach etwas kom­pletter und deckung und die bewusste Ver­ Schmökern. glücklicher wer­den.» bindung mit meinem Feld hat mir den Frieden und das Ver­ Auf der Website von «AmaAuf seiner Website www.der- trauen in mein Leben gebracht, zon» können Leser/innen die weg-zum-ich.de schreibt der nach dem ich so viele Jahre Bücher mit einem bis fünf Autor ausserdem: so verzweifelt gesucht habe.» Sterne bewerten. Bisher gab es für dieses Buch 32 RezenWas wir wirklich sind TB, 288 S., CHF 25,90/€ 17,80 sionen – was vergleichsweise /eBook € 8,49, ISBN 978-3- sehr viel ist. 18 Mal wurde Mal angenommen jeder Mensch 7322-0751-0, Books on De­ das Maximum von 5 Sternen hat mit seiner Geburt seine mand u erteilt; acht Leser gaben 4 wahre Herkunft vergessen. Sterne, 3 Leser gaben 3 Sterne, ein Leser oder eine LeseWäre es möglich, dass unser Sabine Werz rin gab 2 Sterne und vier Lewahres Wesen ein unsterb­li­ ser/innen waren unzufrieden ches, intelligentes, schöpfe­ri­ Sex and Crime auf und erteilten nur einen Stern. sches Bewusstseinsfeld ist? Königsthronen Mit der Maximalnote von 5 Zarte und harte Stories von Sternen bewertet wurde das der Hintertreppe der Weltge- Buch u.a. in folgenden Rezen­ schichte. Warum liess Hol- sionen: lands Nationalheld Wilhelm von Oranien seine Ehefrau «Anschaulich, aufklärend, prä­ einmauern? Wie entledigte zise, unterhaltsam und dazu sich Heinrich VIII. seiner noch hervorragend recher­ Ehefrauen? War Johanna die chiert – damit hat nicht der Wahnsinnige wirklich irre? Buchtitel aber der Inhalt über­

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zeugt. Geschichte in dieser Form empfehle ich gerne wei­ ter, zumal hier Gerüche und Geschehen förmlich erlebbar werden. Ein dickbäuchiger Viel­ frass, ein Wunderkind in Sa­ chen Machtkalkül, König und Gelehrter – es geht um Hein­ rich VIII. (Welches der Attri­ bute trifft nicht zu?) Hier wird mit zahlreichen Klischees, Bild­ nissen, die Jahrhunderte über­ dauert haben auf amüsante Weise aufgeräumt und diese ins rechte Bild gerückt. Bitte mehr davon!» «Als Heinrich VIII. Tudor Fan bin ich eigentlich eher so ganz zufällig beim Stöbern und Durchblättern im Bücherladen auf dieses wirklich kaufens­ werte Buch gestossen... Es ist sehr unterhaltsam, wit­ zig, geist- und detailreich ge­ schrieben. (…) Obwohl ich nicht auf der Su­ che nach einem ‚solchen’ Buch war, sprach mich die Art und Weise, wie Sabine Werz schreibt und beschreibt, sehr an und da musste ich dieses Buch kau­ fen und habe mich bestens un­ terhalten! Mit viel trockenem Humor und unbeschönigter aber lebhafter Beschreibung gibt Sabine Werz einen interessanten Ein­blick in wohl oft und gern verschwie­ genen Anekdoten und hinter die Kulissen der königlichen Herrschaften, ohne diese zu ‚entzaubern’. Es ist jeden Euro wert!!!» Dass jeder Leser, jede Leserin, ein Buch anders beurteilt, zeigt aber folgende negative Leser­meinung: «Mein Hunger nach Histori­ schem ist gross, einiges habe

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ich schon gelesen, vieles liegt noch vor mir. Doch anstatt der «üblichen» Lektüre, dach­ te ich, schaust Dir mit diesem Buch doch mal an wie es in den Betten der Könige zu­ ging und wer wem an den Kragen wollte. Voller Freude machte ich mich ans Lesen und wurde mit diesem Buch leider enttäuscht. (…) Bis auf Wilhelm von Oranien waren die Geschichten für mich nicht neu, was an sich nicht schlimm ist, denn ich le­ se sie immer wieder gerne. Aber, an was ich mich am meisten störte war die Aus­ drucksweise. Sie schien mir für ein historisches Sachbuch

Maja Schulze-Lackner

Solang es Träume gibt Das Leben einer ostpreussischen Gräfin

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(ja, ganz klein steht Sach­ buch drauf) viel zu modern, umgangssprachlich und teil­ weise zu salopp. Das passte für mich absolut nicht zum Thema oder der zum Teil tra­ gischen Schicksale (Im Wort­ laut ungefähr: ‚...machte sei­ nen Job als König...’, ‚...der königliche Pimpf...’ und das ist noch gesetzt ausge­ drückt).

wird mir wiederum alles zu schnell ‚ab­gehandelt’, manch­ mal über gerade nur zwei Seiten. Gut, die Geschich­ ten sind nicht so komplex wie die eines Heinrich VIII., aber entweder suche ich mir noch ein oder zwei und berichte ausführlicher, oder ich lasse sie weg. Oder ich halte alles kurz. So erweckt es bei mir den Eindruck, als musste noch etwas ins Buch...

Zur Autorin: Sabine Werz, ge­ boren in Neuss am Rhein, lebt in Köln. Sie studierte Anglis­ tik, Germanistik und Philosophie, war Dramaturgin am Köl­ ner Schauspielhaus, Redakteu­ rin beim Kölner Express, Dozentin für Frauengeschichte, Drehbuchautorin – und Kiosk­ verkäuferin. Heute arbeitet sie als freie Journalistin und Buch­ autorin.

Hinzu kommt, das ich eigent­ lich Geschichten aus dem stil­ len Kämmerlein erwartet hat­ Sehr schade um das Buch, te und keine politischen Ex­ aber ich habe mich leider kursionen. Gerade bei Hein­ mehr als gequält um es fertig rich VIII. oder Wilhelm von zu lesen. Wäre die Sprache Ora­nien wird mir viel Politi­ angepasster, wäre es mir si­ sches behandelt. Man braucht cher nicht so schwer gefallen. sicher Informationen um die Während diese bei Amazon Zusammenhänge verstehen zu hochgelobt (als trockener Hu­ können, aber mir war es ein­ mor u.a.) wurde, empfand ich es schnell als nervig und un­ fach zu viel. passend. Bei einem anderen Im Abschnitt, welcher ei­ Buch sicher passend – hier nen Blick hinter die Kulis­ meiner Meinung nach nicht.» sen anderer Könige gibt, Das Urteil: 1 Stern.

Unter Hannes Wertheim ist die Autorin mit historischen Romanen erfolgreich. Als Leo­ nie Bach schreibt sie auflagen­ starke Liebeskomödien. Nina Gold ist ihr Pseudonym für Ju­gendliteratur. Bisherige Ge­ samtauflage: 500’000 Exemplare. Mit diesem Roman legt sie ihr literarisches Debüt unter eigenem Namen vor.

Ostpreussen Ende des 19. Jahr­ hunderts: Der finanzielle Ruin der Eltern bereitet dem un­ be­schwerten Leben Feodo­ras ein jähes Ende. Um das Gut ihrer Familie zu retten, lässt sie sich auf eine Zwangsheirat mit dem wohlhabenden, aber ungeliebten Heinrich von Har­ den ein. Doch sie verzweifelt nicht, sondern beginnt zu kämpfen, für ihr Leben und ihre Träume ...

die Königin von Schweden, die Prinzessinnen von Bayern, Hohenzollern, Sachsen-Weimar, Liz Taylor, Diana Ross sowie zahlreiche Film und Show­pro­­ minenz. 



Maja Schulze-Lackner wurde als Tochter des Luftwaffen­ge­ nerals Walter Lackner in Ber­lin geboren. 
Als 17jährige, noch während ihrer Schulzeit, wur­ de sie auf dem Kurfürsten­ damm von Hans Seger, dem Inhaber des Modehauses Stee­ be-Seger, damals der «Dior» von Deutschland, als Manne­ quin entdeckt. Die anfängli­

chen Einwände ihres Vaters konnte sie damit entkräften, dass ihre Klassenlehrerin ihr für die Zeit der Berliner Durch­ reise, so hiess damals die Mo­ demesse, bereits schulfrei ge­ geben hätte. Dafür hatte sie dieser einen Platz auf der Mo­ denschau versprochen. 
Nach dem Abitur führte sie noch bei weiteren Modehäusern vor, was ihr dem Titel «Starman­ ne­quin» eintrug. 

 Nach ihrer Hochzeit mit dem Innenarchitekten und Maler Klaus-Peter Schulze-Lackner eröffnete sie 1966 in Mün­chen mit ihrer ersten selbst ent­ worfenen Kollektion das Mode­ geschäft «Maja of Mu­nich», eine der ersten Bouti­quen in Deutschland. Damit war sie über 25 Jahre sehr erfolgreich. Zu ihren Kundinnen gehörten

TB, 528 S., CHF 16,90/€ 9,99 (D), 10,30 (A)/eBook € 8,49 ISBN 078-3-404-64244-1, Bas­ tei Lübbe u

Neben ihrer Tätigkeit als De­ signerin und Geschäftsfrau be­ gann sich Maja Schulze-Lack­ ner in den 80er Jahren auch journalistisch zu betätigen. Nach dem Tod ihres Sohnes und einer schweren, inzwi­schen überstandenen Krank­heit ih­ res Mannes, zog sie sich 1995 aus dem aktiven Geschäfts­le­ ben zurück. 

 Ende 1997 schrieb sie ihr ers­ tes Buch mit dem Titel «Ich lade mir gern Gäste ein», ei­ nen Ratgeber mit Tipps, Tricks und Hausmannskostrezepten,

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in dem sie ihre jahrelangen Erfahrungen als Gasgeberin verrät. Ihre Freundin Christi­ ne Kaufmann hatte sie zum Schreiben dieses Buches über­ redet. Das Buch wurde ein Best­ seller. 

 Im Mai 1999 kam ihr zweites Buch «Einladung zur Spag­het­ ti­party» heraus. 

 Im Oktober 2000 erschien ihr drittes Buch, ein Modeknigge mit dem Titel «Was soll ich anziehen», das bereits nach drei Monaten in die 2. Auf­la­ ge ging. 

 Im Februar 2004 erschien ihr erster Roman mit dem Titel «Und Wunder gibt es doch». Ein ist ein authentischer Ro­ man über ihre ostpreussische Familie. Bereits nach fünf Mo­ naten ging er in die zweite Auflage. 
 Seit März 2006 gibt es den Roman «Und Wunder gibt es doch» als Taschenbuch bei Bastei-Lübbe, auch dort wur­ de er schon nach vier Mona­ ten in der dritten Auflage auf­gelegt. 
 Im Herbst 2003 wurde ihr erstes Buch «Ich lade mir gern Gäste ein» wieder aufgelegt.
Im Juni 2005 schrieb sie als Auftrag des Verlages Langen-Mül­ ler ihren Roman «Mosi», über den im Januar 2005 ermordeten Münchner Modemacher Rudolph Moshammer und die Münchner Szene in den 70er, 80er und 90er Jahre. 

Ihr drit­ ter Roman «Wilde Rosen, Wei­

tes Land» – Eine Liebe in Ost­ preussen, erschien im Frühjahr 2008. 



Seine Bücher sind mittlerwei­ le in 25 Sprachen übersetzt worden.

Der vierte Roman, «Solange es Träume gibt» wieder ein Ostpreussenroman, erschien 2009. «Himmel über Ostpreus­ sen» ihr fünfter Roman und wieder mit dem Thema Ost­ preussen, erschien 2011. 



Mike Dooley hält Vorträge auf allen sechs Kontinenten, unterhält mehrere Radiosendungen und hat eine Fangemeinde von über einer halben Million Menschen in 185 Ländern.

2011 verkaufte sie ihr Haus am Starnberger See und zog mit ihrem Mann wieder zurück nach München. 



Er schreibt: «Ich bin immer noch ein Schüler, aber auch mein eigener Lehrer, und auf meiner Lebensreise beginne ich zu erkennen, wie ich zu denken und zu leben, meine Gedanken zu geniessen und zu teilen habe. Das ist sicher zum Teil der Grund, dass sich unsere Wege hier und jetzt gekreuzt haben.»

Thema des erleuchteten All­ tags. Er verpackt amüsant und für jeden verständlich die TB, 363 S., CHF 13,90/€ 7,99 alte Weisheit, dass wir durch (D), 8,30 (A),/eBook € 7,99, die Art und Weise, wie wir ISBN 978-3-404-61678-7, 3. denken, die Schöpfer unserer Auflage, Bastei Lübbe u Realität sind. 
Seine Texte ins­ pirieren zu mehr Leichtigkeit im Leben und zu einem sehr bewussten, zielgerichteten Ein­ satz der eigenen Wunschkraft Geb., 237 S., CHF 27,90/€ – und sie machen Mut zu 16,99 (D), 17,50 (A)/eBook € einem Perspektivwechsel. 6,99, ISBN 978-3-426-656501, MensSana u Mike Dooley gilt international als führender Autor zum The­ ma Wunscherfüllung. Er hält Vorträge und Workshops auf Die hier vorgestellten Büder ganzen Welt, betreibt cher sind im Buchhandel den inspirierenden Blog TUT erhältlich und können (Totally Unique Thoughts) und auch bei der Redaktion ist mit seinem Konzept auf der Wendezeit bestellt werOnline-Portalen mit über ei­ Mike Dooley den: verlag@fatema.com ner halben Million Besuchern vertreten.

Beste Grüsse vom Universum

Wie Wünsche Wirklichkeit werden Mike Dooleys Grüsse vom Universum sind Kult. Auch seine allerneuesten Botschaften zeigen jedem Menschen, wie Wünsche mit der Kraft der Gedanken Wirklichkeit werden. Mike Dooley spielt auf ein­ zigartig humorvolle und cha­ rismatische Weise mit dem

ECK ANK AR

Religion von L ic ht und Ton G ot te s

ECK-Europa-Seminar, 9. – 11. August 2013 Verändere dein Bewussstsein, verändere dein Leben Als Gast von Eckankar bist du herzlich eingeladen zum Workshop am Samstagmorgen, 9.00 – 10.30 Uhr: «Erwecke dein spirituelles Leben durch die Lehre von Eckankar» • Erkenne dich als Seele • Triff Entscheidungen zu deinem höchsten Wohl • Finde Antworten auf deine innersten Fragen Am Samstag freier Zugang zu den Seminaraktivitäten

Kongresshaus, Zentralstrasse 60, Biel www.eckankar.ch, seminars@eckankar.ch

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Veranstaltungen

des

BPV,

des

PZ,

der

SPG

und des

PF

In Klammern ist jeweils angegeben, welche Organisation die Veranstaltung durchführt (Anfragen und Anmeldungen bitte an die entsprechende Adresse). BPV (Basler Psi Verein): 061 383 97 20, PZ (Psi Zentrum Basel) 061 641 02 29, SPG (Schweizer Parapsychologische Gesellschaft, Zürich) 044 422 56 62, PF (Psi-Forum Ostschweiz, St. Gallen) 071 223 16 68.

Juli

August

Wiesental (D) (PZ)

(SSMF 10) (PZ)

3. Das Jahr 2013 – Öffnung und Übergang in eine neue Welt, Vortrag mit Ingrid Rasselenberg (SPG)

6.-9. Trance-Heilung, Privatkon­sul­ tationen mit Steven Upton (BPV)

18. Telepathische Kommunikation mit Tieren, Aufbaukurs mit Angelika Güldenstein (PZ)

24./25. Das Seelen-Bewusstsein – Emotionen und Gedanken meistern, Seminar mit Nandi Devar (SPG)

19. Shaolin Harmonisierungs QiGong, Erlebnisabend mit Matthias Dunkel (PZ) 20. Shaolin Harmonisierungs QiGong, Workshop mit Matthias Dunkel (PZ)

12.-14. Mentalität entwickeln II, Seminarwoche mit Gordon Smith (BPV) 13. Der Zugang zur Seelenebene – Der Weg in die Freiheit, Vortrag mit Nandi Devar (SPG)

26. Privatkonsultationen mit Lynn Cottrell (PZ)

15. Erlebnisabend: Botschaften aus dem Jenseits, mit Gordon Smith (BPV)

26. Jenseitskontakte (mit Portraits) mit Lynn Cottrell (PZ)

15. Privatkonsultationen mit Ri­ chard P. Schoeller (PZ)

27./28. Feel the Spirit – Erfahre die Geistige Welt, Seminar mit Pascal Voggenhuber in Münchenstein (BPV)

16. Geistiges Heilen / Reiki (1. Grad) mit Jacqueline Jaeger (PZ)

27./28. Ausbildungskurs Media­ lität (SSMF 9) (PZ)

16.-18. Trance, Workshop mit Gor­ don Smith (BPV)

29. Privatkonsultationen mit Lynn Cottrell (PZ)

16.-18. Guolin Qigong. Workshop mit Wang Li (BPV)

30. Gruppenheilung / Heilme­di­ta­ t­ ion mit Daniel Luca Martinez (PZ)

17.-23. Intensiv-Woche Medialität mit Richad P. Schoeller in Zell/

Agenda

Einträge von Veranstaltun­gen mit Angabe von Telefon oder E-Mail sind kos­tenlos. Bei Platzmangel werden Anlässe von Abonnen­ten/ Inseren­ten bevorzugt. Die nächste Ausgabe erscheint Ende August. Bitte melden Sie Ihre Termi­ne von Sept./Oktober vor dem 20. Juli an:

Wendezeit-Agenda, Parkstr. 14,

CH-3800 Matten E-Mail: redaktion@wendezeit.info

Schweiz Juli 1. Wahrnehmungs- und Intuitions­ schulung, Tagesseminar für das Er­wachen des Herzens, mit Mario Keller in Wil SG. 071 911 11 02 1. Die Weisheit der Engel, Er­leb­ nisabend mit Lorna Byrne in Luzern. 031 333 99 09 1.-7. Herzens-Lichtkörperprozess nach Natara, 1. Zyklus– Chakren 1-12, Seminar mit Silvana Aesch­ limann in Bern. 031 333 99 09 2. Die Weisheit der Engel, Er­leb­ nisabend mit Lorna Byrne in Bern. 031 333 99 09 2.-4. Cranio Einführungstage mit Friedrich Wolf in Kiental. 033 676 26 76 2./23./31. Geführte und stille Me­ ditatio­nen mit Monika Tresch in Altdorf. 041 870 73 30 3. Offenes Singen – Mantras und spirituelle Lieder aus der ganzen

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16. Jenseitskontakte mit Richard P. Schoeller (PZ)

Welt, mit Marianne Bieri in Bern. 031 333 99 09 4. Selbständig werden – worauf es wirklich ankommt. Vortrag und Coa­ching mit Karem Albash in Bern. 031 333 99 09 4.-7. Entdecke die Heilkraft in dir – nach Horst Krohne, Ausbildung mit Claudia Richter in Bern. 031 333 99 09 5. Der neue Körper der Erde reflektiert im menschlichen Körper, Vortrag mit Marko Pogačnik in Bern. 031 333 99 09 5.-7. Feuerzauber, Tantra, Tanz & Ritual mit mit Daniele Kirchmair & Team, in Kiental. 033 676 26 76 6. Wunsch-Seminar mit Anita Sta­ delmann in Wohlhusen LU. 079 401 81 30 6./7. Berner Oberland als ein mehr­ dimensionales Wesen, Seminar mit Marko Pogačnik in Bern. 031 333 99 09 6.-11. Umarme das Leben, Continu­ um Intensivkurs mit Robin Becker in Kiental. 033 676 26 76 9. Achtsamkeitsmeditationen, mit Nandi Devar in Bern. 031 333 99 09 12. Schamanisches Reisen, Workshop mit Susanne Meier (initiierte Heyoka Schamanin) in Bern. 031 333 99 09 14. Ratziel Bander’s Hsin Tao, Ba­ sis-Seminar in Frenkendorf. 061 556 41 81 18. Realize Travel, Austausch über kreative Themen und Ideen in

20. Vortrag und Heilmeditation mit Alexander Vonlanthen in Mün­ chenstein (BPV) 20. Das Gesetz der Anziehung, Beziehungen: RelationSHIP oder RelationSHIT?, Abendworkshop mit David Schläpfer (SPG) 20. Erlebnisabend und Channel­ ing zum Thema «4 Intensiv-Basiskurse für Geistiges Heilen» mit Bernadette & Daniel Suter (PF) 20. Gruppenheilung / Heilmedi­ ta­tion mit Daniel Luca Martinez (PZ) 23. Harald II – Die Trancequelle von Harald Wessbecher, Erleb­ nis­­abend (BPV) 23.-25. Systemaufstellungen,Seminar mit Albrecht Mahr (BPV) 24. Ausbildungskurs Medialität

Winterthur. 079 307 92 54 18. Sensitivitäts-Zirkel mit Flo­ren­ ce Zumbihl in Reinach BL. 061 721 47 59 18. Sternen-Licht-Meditationsabend in Bubikon ZH. 077 449 07 00 19. Begegnung von Herz zu Herz in Wahrheit und Wahrhaftigkeit, in Winterthur. 052 232 80 80 19. Peace and Happiness, Medita­ tion in Winterthur. 079 753 38 86 19. Sommerhitze, musikalische Le­sung im Schloss Glarisegg, Steckborn. 079 126 50 55 22. Mondscheinkräuterzauberküche, im Schloss Glarisegg, Steck­ born. 079 126 50 55 25.-28. Holistische Gesundheitswoche mit Erik Huele und Saskia Nieboer in Kiental. 033 676 26 76 25.-28. Lieder des Herzens, Kraftund Seelenlieder verschiedener Kulturen. Sing-Seminar mit Karin Jana Beck & Matthias Gerber in Kiental. 033 676 26 76 28.7.-3.8. Berührung, Kontakt und Beziehung in der Therapie-Situation und im Alltag, mit Karl Grunick & Renate Batruch in Kiental. 033 676 26 76 30. Meditation für Einsteiger, mit Monika Tresch in Altdorf. 041 870 73 30

August 4.-6. Shiatsu Einführungstage mit René Pilloud in Kiental. 033 676 26 76

26./27. Einzelsitzungen mit Michaela Rosner (BPV) 27. Lenormand Übungsabend mit Regula E. Fiechter (PZ) 28. Erfolg, Geld und Spiritualität, Seminar mit Karem Albash (SPG) 30. Erlebnisabend mit Heilenergieübertragung, mit Nina Dul (BPV) 30. Jenseitskontakte mit Bill Col­ ler (PZ) 31. Kaffeesatzlesen, Workshop mit Tessa Richter (SPG) 31. Praxis des Pendelns, Kurzseminar mit Nina Dul (BPV) 31. Medien-Weiterbildungskurs SSMW3 mit Bill Coller (PZ)

5.-9. Gypsy on the Mountain. Die Seele der Gypsy- und KlezmerMusik mit Monique Lansdorp, Mi­ chael Horowitz, Nehrun Aliew in Kiental. 033 676 26 76 9./10. Aztekische Reinigungshei­ lung, schamanische Einzelsit­zun­­ gen mit Kokopelli Guadarra­ma in Bern. 031 333 99 09 9.-15. Reise zur Quelle deines Her­zens, Natur-Erlebniswoche in den Bergen mit Carmen PetriWulf u.a.m. +49-1577-3313830 11. Temazcalli-Schwitzhütte, Seminar mit Kokopelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 14./28. Schamanisches Trommeln und Meditation, aztekische Trommel- & Meditationsgruppe mit Ko­ ko­pel­li Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 15. Abend der Veränderung – mit Suggestionen zum Erfolg, Abend­ workshop mit Gabriel Palacios in Bern. 031 333 99 09 16. Ton-Singen, Workshop mit Nili Fisch in Bern. 031 333 99 09 16. Meditation und persönliche En­ gelbotschaften, Abend mit Simone Balmer in Bern. 031 333 99 09 16. Einführung in das geistige Heilen, Vortrag mit Gerhard Klügl in Bern. 031 333 99 09 16.-18. Reinkarnationstherapie – Reinkarnation und Rückführung, Intensivausbildung mit Dr. Jan-Erik Sigdell in Bern. 031 333 99 09 16.-18. Schamanisches Intensiv­se­

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mi­nar mit Kokopelli Guadarrama in Bern. 031 333 99 09 17./18. Aurachirurgie und geistiges Heilen, Seminar mit Gerhard Klügl in Bern. 031 333 99 09 18. Kraftortewanderung zu magischen Kraftquellen am verträum­ ten Murtensee, mit Monique Senn. 031 333 99 09 19. Herzöffnung, Meditationsabend mit Nandi Devar in Bern. 031 333 99 09 19.-23. Spiritual Healing: Das spirituelle Selbstheilungsseminar, intensive Wochenausbildung mit Vadim Tschenze in Tägerwilen. 071 670 17 85 20. Geführte und stille Me­ditatio­ nen mit Monika Tresch in Altdorf. 041 870 73 30 21. Offenes Singen – Mantras und spirituelle Lieder aus der ganzen Welt, mit Marianne Bieri in Bern. 031 333 99 09 22. Selphin Matrix – Lebe dein Potential! Infoanlass mit Behandlungsdemonstrationen mit Michel und Savier Huguenin in Bern. 031 333 99 09 22. Selbstfindung, Workshop mit Karin Herzig in Brig. 079 297 88 10 22. Solar Revolution, ein Film von Dieter Broers in Bern. 031 333 99 09 23. Die Entspannungs-Quellen – Weg zur Gesundheit, Selbstheilung und Wohlbefinden, Erlebnisabend mit Wil­ liam Bloom in Bern. 031 333 99 09 23. Abend mit Gerry McInerney in Zürich. 044 261 85 42 24. Wie schütze ich meine Aura? Tagesseminar mit William Bloom in Bern. 031 333 99 09 24. Krafttiere und Symbolsprache, mit Anita Stadelmann in Wohl­ ­husen LU. 079 401 81 30 24./25. Wahrsagekarten – leicht zu erlernen, Seminar mit Gabriella Trippold in Bern. 031 333 99 09 25. Engel, Naturgeister und Urbilder in deinem Leben, Tages­se­ minar mit William Bloom in Bern. 031 333 99 09 25. Elementarwesen Elfen und Gnome, mit Anita Stadelmann in Wohlhusen LU. 079 401 81 30 24.-31. Visionssuche – Vision Quest mit Johanna Tiefenbeck und Tom Hamann in Doro/TI. +49(0)241 565296190 27. Slow Sex – Sex ohne Stress! Film und kurze Einführung mit Diana Puja Richardson in Bern. 031 333 99 09 27. Meditation für Einsteiger, mit Monika Tresch in Altdorf. 041 870 73 30 28. Hypnosetherapie, Übungs­abend mit Ruth Himmelreich und Mario Manzoni in Bern. 031 333 99 09 28. Geführte und stille Meditatio­ nen mit Monika Tresch in Altdorf. 041 870 73 30 28.8.-1.9. Der Mensch als Embryo – Der Embryo im Menschen. Der Körper als Ausdruck

der menschlichen Seele, mit Dr. Jaap van der Wal, in Kiental. 033 676 26 76 29. Frieden – jetzt! Tanz dich ganz, heil und frei. Workshop mit Ladi­ na Kindschi in Bern. 031 333 99 09 30. Spirituelle Sterbebegleitung, Vortrag mit Dr. Gabriel Looser in Bern. 031 333 99 09 30. Bewusstseinstage – Die Wissenschaft der Zukunft: Beweise für eine realisierbare Erweckung der Menschheit, Seminar & Doppelvortrag mit Dres J.J. und Desi­ rée Hurtak in Bern. 031 333 99 09 30. Bewusstseinstage – Quantenphysik, Vortrag mit Dieter Broers in Bern. 031 333 99 09 30.8.-1.9. Bewusstseinstage in Bern. 031 333 99 09 31. Bewusstseinstage – Quantenphysik, Seminar mit Dieter Broers in Bern. 031 333 99 09 31. Bewusstseinstage – Krankheit als Symbol, Abendworkshop mit Dr. Rüdiger Dahlke in Bern. 031 333 99 09 31. Bewusstseinstage – «Verbundenheit – ein partizipatives Weltbild», Vortrag mit Dr. Marco Bischof in Bern. 031 333 99 09 31. Releasing – Befreiung innerer Blockaden, Einzelsitzungen mit Ursula Maria Auktor in Bern. 031 333 99 09 31.8.-1.9. Thoth-Einweihungen, Se­ minar mit Kerstin Simoné in Bern. 031 333 99 09

Deutschland Juli 2. Reiki-Treffen in Berlin. 030 6094 2766 5. Heilsames Singen und Chanten / Mantra-Singen, mit Jenny und Kerstin Wiegert in 74391 Erligheim. 07143 - 963836 5.-7. Remote Viewing, Intensiv­se­ minar mit Erwin Wagner in 71634 Ludwigsburg. 07544 9531 361 5.-7. Tir-na-n’Og: Das Land jenseits des Schleiers, Schamanismus-Seminar mit Ursula Zauns in Köln. 0221 - 69 21 63 6. Numerologie – Zahlen entschlüsseln den Lebensplan, Seminar mit Regina Herhoff in 69412 Eberbach. 06271 - 8075658 6. Sieben-Generationen-Aufstellung, mit Angela Kerkmann in Lübeck. 0451 3047630 6. Edelsteinkunde. Basis-Intensiv-Seminar mit Natascha Elliott in 46236 Bottrop. 02041-772214 6./7. Spirituelle Fähigkeiten entwickeln, Seminar mit Doris Star­ke in Nordwalde. 02638 947888 6./7. Ausbildung in Reiki 1. Grad (Usui), mit Kerstin Wiegert in 74354 Besigheim/Ottmarsheim. 07143963836 6./7. Heilseminar mit Ellen Hermanns in Essen. 02054 – 93 666 59 7. Lenormandkarten, Aufbausemi­

nar mit Kornelia Dehling in 89155 Erbach (Raum Ulm). 07305 - 929313 8.-13. Prophezeiungen von Celes­ tine, Erlebnisseminar mit Martin Heinz im Schwarzwald. 01776860441 10. Engel-Heilabend mit Tanja Matt­höfer in 58119 Hagen. 02334815750 12.-14. Glück erfahren durch Hin­ gabe, ein Wochenende für Frauen in Detmold. 08157-901107 13. Anti-Stress Qi Gong, mit Wolf­ gang Jahrling in 64653 Lorsch. 0152 0336 1490 13./14. Auragraphie, WochenendWorkshop mit Monika Schmitt in Niedersteinebach. 02687-9267366 13./14. Tierkommunikation, Seminar mit Ruth-May Johnson in 26180 Rastede. 04402 69 69 500 13./14. Tierkommunikation, BasisSeminar mit Sandra Malissek in 95505 Immenreuth. 0961 418606 13./14. Reiki-Ausbildung in den 2. Grad (Usui), mit Jenny Wiegert in 74354 Ottmarsheim. 07143 963836 13.-15. Wege zur Intuition, Seminar mit Frank Gerhard Hintzen in Hagen. 02331-840 420 14. Mit Tieren sprechen, Tagesse­ minar für Anfänger, mit Jutta Wolf in 84152 Mühlhausen. 08774969585 16. Lean on me – Abend der sinnlichen Berührungen, mit Gerhard Mühlbauer & Elvira Malinovska in Dornach/ München-Riem. 089 74569303 16. Einführung ins Pendeln, Work­ shop mit Angelika Eckhardt in Berlin. 030 4755 4874 19.-21. Remote Viewing, Seminar mit Erwin Wagner in 87459 Pfronten-Meilingen. 07544 95 31 361 20. Klang-Mobile selbst anfertigen, mit Angela Kerkmann in Lü­beck. 0451 3047630 20. Erwecke den Delphin in dir, Seminar mit Regina Herhoff in 69412 Eberbach. 06271 - 8075658 20./21. Reiki Seminar 1, mit Clau­ dia Susanne Schwarz in Berlin. 030 6094 2766 21. Seelenlichtenergie, Austauschund Informationstag mit Claudia Beer in 86399 Bobingen 26. Jenseitskontakte, Demonstra­ tions­abend mit Sakis Stavrou in 69514 Laudenbach. 06201-389619 26./27. Energetisches Feng Shui, mit Angela Kerkmann in Lübeck. 0451 3047630 26.-28. Ausbildung zum Rückführungsbegleiter, Intensivseminar mit Frank Gerhard Hintzen in Hagen. 02331-840 420 27. Matrix-Basisseminar mit Jona Mo und Peter Wiermann in 84329 Wurmannsquick. 08725-967411 27. Reiki-Ausbildung in den Meis­ tergrad, mit Jenny Wiegert in 74354 Ottmarsheim. 07143 963836 27./28. Tantrisches Reiki, Einstim­

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mung in den 1. Grad, mit Klaus Peill in 67165 Waldsee. 06236 4494766 29.7.-4.8. Seelenpferde, Kreative Praxiswoche mit Christina und Wolfgang Harlander in 86868 Reichertshofen. 0162-4220459

August 1. Engel-Heilabend mit Tanja Matt­­höfer in 58119 Hagen. 02334815750 2. Heilsames Singen und Chanten / Mantra-Singen, mit Jenny und Kerstin Wiegert in 74391 Erligheim. 07143 - 963836 2.-4. Finde einen Schlüssel zu Dir selbst! Seminar für Entspan­nungs­ ­­techni­ken, mit Katja Gerres in 95680 Bad Alexandersbad. 017696804296 4. System- und Lebensmuster stel­ len, mit Angela Kerkmann in Lübeck. 0451 3047630 4.-10. Der Gaia-Prozess, Einweihung in die Kräfte der Erde. Sommer-Zelt-Camp mit Tipi mit Ger­ hard Popfinger in 97461 Schloss Bettenburg. 0931-3580207 6. Reiki-Treffen in Berlin. 030 6094 2766 9.-11. Zu einem erfolgreichen Le­ ben finden, Familienstellen und Me­ditation mit Robert Gerhard Niehe in 49626 Bergen. 04961 768354 11. Space Clearing – Wohnen in guter Energie, Seminar mit Frank Gerhard Hintzen in Hagen. 02331840 420 10./11. Tierkommunikation, Basiskurs mit Catherin Seib in Hannover. 0572 1995 6895 15. Medialitätstag, mit Claudia Beer in 86399 Bobingen. 08234 5995 15.-18. Intuitives Engelreading und Channeling (Basic), mit Claudia Beer in 86399 Bobingen. 08234 5995 17. Meditation und Achtsamkeit, Einführungsseminar mit Wolfgang Jahrling in 64653 Lorsch. 0152 0336 1490 17./18. Grundlagen schaffen, Ver­ trauen in die eigene Weisheit fin­ den, mit Ursula Zauns in Köln. 0221 - 69 21 63 21. Ätherische Öle für die heis­ sen Tage, Infoabend mit Angelika Eckhardt in Berlin. 030 4755 4874 23. Jenseitskontakte und TarotKurzberatung, mit Sakis Stavrou in 69514 Laudenbach. 06201-389619 23.-25. Begegnungen mit den weib­ lichen Ahnen, mit Anja Feldmann in 54579 Üxheim/Vulkaneifel. 02349826188 24. Spiritueller Nachmittag für Tierfreunde, mit Selina Haupt in 33154 Salzkotten-Niederntudorf. 02955 745767 24./25. Engelbilder malen lernen, mit Monika Schmitt in 56593 Nie­ dersteinebach. 02687-9267366 25. Geistheilung, Seminar mit Sa­ kis Stavrou in 69514 Laudenbach. 06201-389619

61 24.06.13 09:53


Agora

Die in der Wendezeit vorgestellten Bücher sind im Handel oder – falls vergriffen – bei der Redaktion erhältlich.

Redaktion Wendezeit Parkstr. 14 CH-3800 Matten b. Interlaken Tel. +41(0)33 826 56 51 E-Mail: verlag@fatema.com

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Wer ist Maitreya ? Maitreya ist der persönliche Name des Weltlehrers, des Hauptes der Geistigen Hierarchie unseres Planeten. Er wird von allen grossen Weltreligionen als der Messias, Krishna, der Imam Mahdi, Maitreya Buddha und der Christus erwartet. Er kommt als Avatar für das neue Zeitalter zurück, als Lehrer und Berater für alle Menschen – egal ob sie einer Religion angehören oder nicht. Er kommt mit seiner Gruppe, den Meistern der Weisheit. Gemeinsam werden sie die Menschheit inspirieren, eine neue, strahlende Zivilisation zu schaffen, die auf Gerechtigkeit und gemeinsamem Teilen basiert. Er wird zum Handeln aufrufen, um die Millionen Menschen, die täglich in einer Welt des Überflusses verhungern, zu retten. Durch Maitreyas Fürsprache werden die sozialen Belange Priorität erlangen, so dass ausreichende Nahrung, Obdach, Kleidung, Bildung und medizinische Versorgung für alle Menschen zu universellen Rechten werden. www.share-international.org

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Thera

He = Heilkräuter, spagyrische HK Ho = Homöopathie HP = Heilpraktiker/in HR = Heilrituale Hy  = Hypnosetherapie IK = Indigo Kinder JK = Jenseitskontakte Ka = Kartomantie/Kartenlegen KB = Katathymes Bilderleben KGT  = Kunst- und Gestaltungstherapie Ki = Kinesiologie, Psycho-Kinesiologie Kla = Klangtherapie KP = Kirlianfotografie KPsy  = Körperorient. Psychotherapie KT  = Kurzzeit-Therapieprogramme KUF = Krankheitsursachenfindung/ -auflösung L  = Lebensberatung/-hilfe Li = Lithotherapie/Edelsteintherapie LiG = Lichtgeometrie LK = Lichtkunst LL  = Lieben lernen M = Meditation Ma = Klass./intuitive/med. Massage MaT = Matrix Transformation Me = Metamorphose-Practitioner Med = Medialität Mer = Merkaba MH = Mediale Heilung/Beratung MM = Meditatives Malen, Mediales Malen, Mandala-Malen MT  = Mentaltraining, -coaching Na = Naturarzt, Naturheilpraktiker NK  = Natürliche Kosmetik NLP  = Neurolinguist.Programmieren No = Nosodentherapie Nu = Numerologie/Kabbalistik O  = Ohrkerzentherapie OA = Organspez. Aminosäuren PE = Persönlichkeitsentwicklung PH  = Prana (pranic) healing Pol = Polarity-Therapie PP  = Parapsychologie PsE = Psychosomatische Energetik Psy = Psycholog. Beratung/Psycho­therapie PsyS = Psychosomatik, Psycho­synthese PW  = Persönliches Wachstum/ -Training QH = Quantenheilung R  = Reiki Ra = Radionik Rad = Radiästhe­sie, Pendeln

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t Reb = Rebirthing pe RefZ = Reflex­zo­ nentherapie (n. Dorn) Rel = Religion REM = Ruhe, Entspan­nung, Mitte finden ResT = Resonanz­ therapie Ret = Retreats RT = Rückführungen/Reinkarnations­therapie RüM = Rückenmassage n. Breuss Rut = Rutengängerei SchH = Schamanische Heilrituale SchM = Schreibmedium Sh = Shiatsu SO = Seminarorganisation Sp  = Spiritualität, spirit.Heilung SpL = Spirituelle Lebensberatung SpT = Spirituelle Therapie StB = Sterbebegleitung (MT Mensch und Tier) SUT = Seelische Urblockadentherapie Sy = Synergetik-Therapie SyS = System.Stellen n. Bert Hellinger Tar = Tarot Tan  = Tantra TC  = Tai Chi, Taijiquan TE  = Tachyon-Energie TfH = Touch for Health Th = Therapeut/in (allg.) Th.K. = Therapeut. Kartenlegen Tib = Fünf-Tibeter-Training TK = Tierkommunikation TLT = Time-Line-Therapie TPI  = Trager Psychophysische Integration Tr = Traumanalyse Tran = Trance TrT = Trauma-Therapie ÜG = Übungsgruppen VeM = Vedische Meditation VF  = Vitalfeld-Therapie Vi = Visagist/in W  = Wassertherapie (div. Methoden) WBe = Wohnberatung WBA  = Wirbelsäulen-Basis-Ausgleich WT = Wirbelsäuletherap. n. Dorn/Breuss Y  = Yoga/Kriya Yoga/Hatha Yoga Z  = Zilgrei

w , us . er

A  = Astrologie/Astropsychologie ADS = Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom AF = Akufeldur AL  = Astrolog. Lebensberatung AlexT = Alexander Technik All = Allergie+Asthmatherapie APu = Akupunktur/Ohrakupunktur APr = Akupressur Ar = Aromatherapie/-essenzen AS = Aura Soma AY = Ashtânga Yoga AT  = Autogenes Training Atl = Atlaslogie Au = Aurasehen, Aura-Arbeit etc. Av = Avatar B = Beratung BB  = Bach-Blüten Bf = Bewusstseinsförderung Bio = Bioenergie, Bioresonanz Bio-HA = Bioenergetische Haaranalyse BV  = Buchverlag/-versand CA  = Chakra-Aktivierung/-Arbeit Ch = Channeling ChG = Chi Gong ChrE = Therapie chron. Erkrankungen CM  = Chinesische Medizin Coa = Coaching CrS = Craniosacral-Therapie E  = Esoterik EFT = Emotional Freedom Techniques EnFS = Energetisches Feng Shui EnG = Energet. Gebäudereinigung EnR = Energet. Rückenmassagen EP  = Energiepyramiden Er = Ernährungsberatung/-begleitung ET  = Energetische Therapien Fa = Fastenseminare FaT = Familientherapie FH = Fernheilung FR  = Fussreflexzonenmassage/ Fussmassage FS = Feng Shui FT  = Farbtherapie/-punktur GA = Ganzheitl. Atemgymnastik/ -therapie GB  = Gesundheitsberatung/praxis Geo = Geomantie GH  = Geistheilung GKo = Ganzheitliche Kosmetik GKM = Ganzkörpermassage Ha = Handauflegen

Schweiz Therapeuten/Berater 1714 Heitenried, Martin Moser, Konradshus 1, 079 211 30 73 – Ha / Sp / EnG / StB / GH – www.mwmoser.ch, twm@bluewin.ch 2504 Biel, Gesundheitspraxis Rosenquelle, Irmhild Beek, Hainbuchenweg 12, 032 322 45 42 – AT / BB / R / FR / GH – www. rosenquelle.ch, info@rosenquelle.ch 2545 Selzach-Haag, Ursula Markwalder, Chappeliweg 8, Zentrum für Mensch und Tier, 079 277 25 21 – TK / Med – www.zentrum-men-tier.ch, ursula.markwalder@bluewin.ch 2556 Schwadernau, Willi Stauffer, Standweg 20, 032 373 42 37 – AL / Er / RT 3007 Bern, Arpad Wächter, Landoltstrasse 73, 076 380 36 69 – L / MT / Med, – www.geistige-welt.com 3052 Zollikofen, Heidi Lanz, Rebenweg 5, 031 869 63 59 – MaT / Rei / L 3182 Ueberstorf, Edith Wilhelmy, Tutzishus 22, 076 360 69 79 – Bf / GH / MH / SchH / SO – www.altes-wissen.ch, Info@altes-wissen.ch

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Num 1

Wendezeit 4/13 24.06.13 09:53

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Wendezeit Archiv

Depressionen Schicksal 1/11 2/11

Jenseits 3/11

Elektrosmog Die grüne Fee Kräuter1/10 2/10 medizin 3/10

Direkte Stimmen 1/09

ThalassoTherapie 2/09

Atlantis 1/98

Kabbala 2/98

Telepathie 1/07

Aura/ Chakren 2/07

Numerologie Besessenheit 1/06 2/06

Das Ende der Welt 3/09

TranceChirurgie 3/08

Wasser 4/11

Weise Frauen 4/10

Aegypten 5/11

Physikalischer Mediumismus 6/11

UNESCO Welterbe 5/10

Rudolf Steiner 6/10

Buddhismus 1/05

Leben mit dem Mond 1/04

Hexen 2/05

Schamanismus 3/05

Kraftorte 2/04

Huna 3/04

Tarot 4/05

Meditation 5/05

Globalisierung Spiritismus 4/04 5/04

Das Grabtuch Die Türkei Lebensenergie von Turin 5/09 6/09 4/09

Chinesische Medizin 1/03

Märchen 2/03

Hypnose 3/03

Bioenergetik Sonne/Licht 4/03 5/03

Zeitphänomen 4/08

Wahrsagen 1/02

Parapsychologie 2/02

Indianer 3/02

Die Andere Welt 4/02

Engel 1/01

Ayurveda 2/01

Feng Shui 3/01

Palmblatt- Reinkarnation bibliotheken 4/07 3/07

Tonbandstimmen 5/08

Was ist Esoterik? 5/07

Stimmen am Telefon 6/08

Was ist Wahrheit? 6/07

Mythologie Tierkommu- Spuk u. Psy- Nahtodes-Er3/06 nikation 4/06 chokinese 5/06 lebnisse 6/0

Wendezeit 1/00

Edelsteine 2/00

Wunder 6/05

Tiere 4/01

Astrologie Alternativ 3/00 heilen 4/00

UFOs 5/02

Geistheilen 5/01

Reinkarnation 5/00

Alchemie 6/04

Hydrotherapien 6/03

Die grossen Rätsel 6/02

Trauer 6/01

Neue Technologien 6/00

Archivnummern zu CHF/€ 8.50 (inkl. Versand) erhältlich

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Wendezeit

Die Zeitschrift, die das ganze Spektrum der unbegrenzten Möglichkeiten für ein ganzheitliches Leben im Wassermann­zeitalter zeigen will: Esoterik, Para­psycho­logie, Spiritualität, Lebenshilfe, My­stik, Ökologie, Alternativmedizin. Mit Reisereportagen und Beiträgen auch über Feng Shui, Heilöle/Steine, Medi­tation, sowie Vorstellungen von Buch- und CD-Neu­erscheinungen, u.a.m. Eine Medizin mit mehr Geist und Seele: das wünschen sich Abermillionen von Patienten. Entsprechend boomen «geistiges Heilen» und verwandte Heil­wei­sen. Auch um sie geht es in

Wendezeit

Mit einer regelmässigen Kolumne von

Uri Geller einer Agenda (Kurse/Seminare/ Kon­gresse) und einer Therapeuten-/Be­rater-/Dienstleistungsliste.

Kommendes Schwerpunktthema:

5/13 (Sept./Okt.) Falun Gong

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Wendezeit 4/13  

Burnout

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