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Best of Switzerland

Nachhaltigkeit & Innovation Januar 2012 www.themenheft.ch Werbebeilage zur BILANZ

Made by Themenheft

Im FOKUS » Bauen & Wohnen » Energie » Transport & Logistik » Innovation Swiss Made

Lesen Sie mehr über die «Helfenden Hände» der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung in diesem Heft.

PACK&MOVE 2012: dEr trEffPunKt dEr VErPACKungs- und lOgistiKbrAnChE Schweizer Fachmesse für integrierte Logistiklösungen und Verpackungstechnik 20. bis 23. November 2012 | Messe Basel | www.packmove.ch


BEST OF SWITZERLAND

Liebe Leserin, lieber Leser! Wir freuen uns Ihnen heute die erste Ausgabe der neuen «Themenheft» Premium-Reihe «BEST OF SWITZERLAND» präsentieren zu können. In Kooperation mit der Schweizerischen Gesellschaft für Ideen- und Innovationsmanagement IDEE-SUISSE® entstand eine hochwertige Plattform als Spiegel der zahlreichen erfolgreichen Schweizer Unternehmungen und Institutionen. Die Schweiz ist ein innovatives und kreatives Land - ohne Zweifel! Doch bedarf es ab und an einer offensiveren Präsentation der eigenen Fähigkeiten und Leistungen. «BEST OF SWITZERLAND» will mithelfen der Innovation Swiss Made eine noch deutlichere Stimme zu verleihen und einem breiten Publikum publizistisch zugänglich zu machen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre sowie alles Gute für 2012!

Impressum Herausgeberin: Themenheft Publishing Ltd. D-73433 Aalen, Spessartstr. 14 Fon: Fax: Wolfgang S. Bolsinger

+49 7361 92 10 47 +49 7361 92 10 48

Verleger & Chefredakteur: Wolfgang S. Bolsinger Redaktion: Doris Gottstein (Leitung), Dr. Olaf J. Böhme Layout & PrePress: Anette Lillestrand Projektleitung: Marc Höfer Druck: Pressehaus Stuttgart Druckzentrum Plieninger Strasse 150 D-70567 Stuttgart

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Titelbild: Solar Millenium

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Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags.

«Es braucht Lösungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette.» Frau Saner, die PACK&MOVE 2012 steht im Zeichen der Nachhaltigkeit… Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Wirtschaft, Politik und Forschung sind gefordert. In Gesprächen mit unserem Kompetenzpartner GS1 Schweiz, dem Fachpartner Schweizerisches Verpackungsinstitut, der Handelskammer beider Basel sowie diversen Branchenverbänden wurde uns bewusst, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Vor allem die Unternehmen der Verpackungs- und Logistik-Branche stehen vor grossen Herausforderungen.

• Sie meinen ökologisches Denken und Handeln? Im Bewusstsein der Öffentlichkeit sind die Bereiche Logistik und Verpackung Umweltsünder. Doch was ist, wenn Tonnen von Lebensmitteln beschädigt, unbrauchbar oder überhaupt nicht am Ziel ankommen? Das Schweizerische Verpackungsinstitut schreibt in seinem Bulletin vom Juni 2011: «Die Verpackung ist nicht das Problem, sondern die Lösung für weltweite Nachhaltigkeit.» Und auf der Internetseite des Logistikverbandes GS1 Schweiz können Interessierte zum Thema «Nachhaltiger Transport» beispielsweise ein Selbsteinschätzungstool herunterladen. Es braucht Lösungen

entlang der ganzen Wertschöp- leistungen und Lösungsansätze. fungskette. Und genau da setzt die Diese kann er gezielt präsentieren und sich als Teil des WertschöpPACK&MOVE 2012 an. fungsnetzwerkes positionieren • Wie ist Nachhaltigkeit an der und profilieren. PACK&MOVE sichtbar? Wir als Messeorganisation schaf• Vielen fen mit der PACK&MOVE den Dank Rahmen, damit sich Aussteller, für das Besucher und Verbände austauGespräch. schen und vernetzen können. Die Inhalte kommen aus der Branche selbst. Nachhaltigkeit ist eng mit den Themen Prozessoptimierung, Innovation, Integrierte Lösungen und Wirtschaftlichkeit verbunden. Jeder Aussteller ist in seinem Fachbereich mehr oder weniger davon tangiert und hat Theresia Saner, Messeleiterin der entsprechende Produkte, Dienst- PACK&MOVE


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Im Fokus – Transport & Logistik

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«Nachhaltigkeit muss messbar sein» Der gute Ruf verpflichtet, sinkende Kosten motivieren, Innovationen wirken umsatzsteigernd: In dieser Reihenfolge entwickelte sich die Akzeptanz nachhaltiger Geschäftsmodelle in Unternehmenskreisen. In der Logistik ist nachhaltiges Wirtschaften längst angekommen, es entwickeln sich jedoch jährlich neue Brennpunkte. Seit immer mehr Pioniere mit gutem Beispiel – und überzeugendem Verkaufserfolg – den Weg weisen, bahnt sich die ökologisch, ökonomisch und sozial bewusste Unternehmensführung zwar zögerlich, aber stetig ihren Weg ins strategische Management. Ihren Fortschritt in den letzten drei Jahren dokumentiert KPMG in der Studie «Corporate Sustainability – a Progress Report 2011». Nach der gemeinsam mit der Economist Intelligence Unit des Wirtschaftsmagazins erstellten Umfrage verfolgen 62 Prozent der befragten 378 Unternehmen bereits eine Nachhaltigkeitsstrategie, während 33 Prozent eine solche erst entwickeln. Obwohl die Anzahl derer, die Corporate Sustainability überhaupt nicht in Erwägung ziehen, auf fünf Prozent gefallen ist, drängt sich die Frage auf, warum der Gesamtprozess nicht zu beschleunigen ist. In ihrer Übersicht über den weltweiten Stand der Nachhaltigkeit nennt KPMG drei Gründe, denen die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft seit Längerem besondere Aufmerksam-

keit widmet: Zum einen bedarf es Finanzlösungen, die den langfristigen Nutzen der Nachhaltigkeit gegenüber kurzfristig profitableren Payback-Programmen aufzeigen. Zum anderen sind gemeinsame Massnahmen und grundlegende Systeme nötig, die zuverlässige Informationen über die Nachhaltigkeitswirkungen erlauben. Und was drittens fehlt, wird jährlich auf dem politischen Parkett der Welt verhandelt. Dieser Prozess läuft jedoch harzig, wie die Klimakonferenz im südafrikanischen Durban gezeigt hat.

Nachhaltigkeit als Notwendigkeit und Herausforderung Reputationsgewinne, Kostensenkungspotenziale und Returns on Investment sind nicht in allen Branchen die wichtigsten Treiber für das Implementieren nachhaltiger Unternehmensstrategien. In manchen Wirtschaftszweigen kommt die pure Notwendigkeit dazu: «Was haben wir erreicht nach 1992», fragt Joachim Ganse, Director Sustainability Services bei

KPMG, «wo sind wir als globale Gesellschaft stehen geblieben, und wie müssen wir uns aufstellen, um demnächst sieben Milliarden und prognostizierte neun Milliarden Menschen in Zukunft zufriedenstellen zu können?». Zwar wurde auf früheren Klimagipfeln schon eine ganze Reihe von Massnahmen zur Reduzierung des CO2Ausstosses angesprochen, die von der Politik – vor allem auf europäischer Ebene – bereits umgesetzt werden. Sie reichen jedoch nicht aus, um die Klimabilanz zu verbessern. Ein Vorwurf, den sich die Unterhändler der 195 in Durban vertretenen Staaten gefallen lassen mussten, obwohl sie sich auf einen ab 2020 in Kraft tretenden, rechtsverbindlichen Fahrplan für das Klima-Abkommen und eine zweite Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll verständigen konnten. Laut Ganse sind die Probleme bereits absehbar: Trends im Konsumverhalten werden die Logistik-Branche künftig noch stärker als bislang beeinflussen. «Die steigende Anzahl an InternetShops, die immer mehr Kunden

anziehen, bedeuten auch höhere Logistik-Anforderungen», erklärt der KPMG-Experte. Es sei eine Herausforderung für die Branche, die zunehmende Anzahl von Auslieferungen umweltneutral zu gestalten. Zwar liegt der Druck gegenwärtig noch stärker bei den Herstellern, jedoch führt die Wahlfreiheit der Konsumenten in den gesättigten Märkten der Welt zu umwelt- und sozialbewussteren Kaufentscheidungen. «Ihre Kreise werden sich ausdehnen», prognostiziert der Sustainability-Direktor. Er folgert, dass der Druck von den Produzenten auf die Logistiker übergeht. Dazu trägt auch das Internet bei, denn die aufgeklärte Konsumgesellschaft gibt neben Produkt- und Service-Erfahrungen auch ihr kritisches Wissen über nicht eingehaltene Nachhaltigkeitsversprechen immer häufiger auf öffentlich zugänglichen Social-Media-Plattformen weiter.

Ressourcen-Knappheit zwingt zum Handeln Einen weiteren Trend macht Ganse in den Recycling- und Nut-


zungs-prozessen aus, die Ernst Ulrich von Weizsäcker und Friedrich Schmidt-Bleek, die Vorkämpfer der ressourceneffizienten Gesellschaft, auf den Weg brachten: «In der ganzen Logistikkette werden wir schon eine Auswirkung ihrer Basisstudien sehen, weil wir im Grunde die Logistikprozesse erweitern.» Dabei denkt der KPMGExperte an Themen wie Aluminium- und Metall-Recycling, die neuerdings unter dem Schlagwort «Urban Mining» laufen, weil diese Materialien nicht mehr nur in Minen abgebaut, sondern aus städtischen Mülldeponien geholt werden. Aber auch im Wiedergewinnen knapper Rohstoffe wie etwa der «seltenen Erden» steckt logistisches Wachstumspotenzial. Gerade Metalle wie Iridium, Tantal oder Indium, die in vielen Schlüsseltechnologien verwendet werden, stellten nicht nur einen immensen Kostenfaktor, sondern wegen des auf wenige Regionen begrenzten Vorkommens und des damit fehlenden Zugriffs der Industrieländer auch einen Sicherheitsfaktor dar. «Im Bereich der Knappheit und Kosten dieser Ressourcen gibt es ein starkes Umdenken», betont Ganse und sieht voraus, dass die Logistik-Branche letztlich viele neue geschlossene Produktkreisläufe erschliessen wird. Über die Tatsache hinaus, dass sie viel stärker in die entsprechenden Recycling-Prozesse eingebunden wird, weist er auf die Folgen der dahinter stehenden Entwicklungen hin: «Die Menge

an CO2, die über die gesamte Lieferkette erzeugt wird, schafft einen weiteren, grossen Trend.» Das Schlagwort «Green Logistics» sei zusammen mit dem ökologischen Fussabdruck klar Thema Nummer eins. Es wird beflügelt durch weitere Branchenbedürfnisse wie etwa CO2-reduzierte Systeme, nachhaltige Logistikprozesse, ein optimiertes Flottenmanagement und treibstoffeffiziente Routenplanungen. Aber auch auf politischer Ebene muss das Thema immer wieder aufgegriffen werden. Denn Logistiker agieren über Staatsgrenzen hinweg und sind auf vergleichbare und faire Wettbewerbsbedingungen auf globaler Ebene angewiesen.

Sustainability Reports für unternehmerische Klarheit Damit schliesst sich der Kreis nicht ganz, führt er doch auf den «Missing Link» für die Implementation von Nachhaltigkeitsprogrammen in der Wirtschaft zurück. Je stärker der Druck vom Markt, desto mehr sind Produzenten gezwungen, die gesamte Supply Chain bis zum Rohstofflieferanten auf das Einhalten von Nachhaltigkeitskriterien zurückzuverfolgen. «Wenn Ökologie- und Sozialverträglichkeit vom Auftraggeber gefordert werden», sagt Marc Ziegler, Sektorleiter Transportation & Leisure von KPMG Schweiz, «müssen Logistiker nachhaltige Systeme und Prozesse einführen» (siehe Inter-

was Nachhaltigkeit kostet und welcher Gewinn ihr gegenübersteht. Relevante Zahlen sind aber nicht nur für den Geschäftsbericht wichtig. Denn immer mehr Staaten verankern Sustainability Reports im Gesetz. Wenn es darum geht, entsprechende Anforderungen nachzuweisen, müssen Carbon Footprints überprüft, Treibhaus-Emissionen gemessen und soziale Errungenschaften getestet werden. «Nachhaltigkeit muss messbar sein», darin sind sich beide Experten einig. Dies bedeute letztlich auch, branchenspezifische Key-Performance-Indikatoren (KPI) zu entwickeln, die je nach Geschäftsmodell oder Lieferkette angepasst werden, erklärt Ganse. Damit werde die Nachhaltigkeit auf die operative Ebene gebracht und sie können so in die Unternehmenssteuerung integriert werden. «Wir leben doch in einer monetarisierten Welt» betont er und erklärt, wie KPMG Finanz-, Nachhaltigkeits- und Logistikprozesse auch im Reporting in Einklang bringt. Mit KPMG habe er diese Thematik ganz bewusst auf die Finanzschiene heben wollen. «Dollar, Yen, Euro und Franken sind doch unsere beweglichsten KPI weltweit.» Damit kennen sich die Experten für Green Logistics und Nachhaltigkeitsberichte aus. Nur wenn es darum geht, wie Schweizer Unternehmen den Kurseffekt Nachhaltigkeit messbar des Frankens verkraften können, machen verweisen sie auf Finanzexperten Unternehmen wollen wissen, aus dem KPMG-Team.

view). Die Branche verursacht ein Viertel der CO2-Emissionen weltweit, denn Schiffe, Flugzeuge und LKW benötigen Treibstoff. Aber auch Lager- und Umschlagskapazitäten sind stark an die Energie gekoppelt. Kein Wunder, lassen sich rund 90 Prozent der Energieeffizienz-Massnahmen unter den Stichworten Ökonomie und Ökologie verbuchen. Für Logistiker, von denen sich viele als FullService-Anbieter verstehen, die neben dem reinen Transport auch Funktionen wie Verpacken und Verteilen übernehmen, rücken mit dem Controlling der Supply Chain weitere Themen wie etwa das mit der Nachhaltigkeit verbundene Risikomanagement in den Vordergrund. Ganz oben auf der Agenda steht laut Ganse der Aufbau globaler Produktionsstätten und das Sicherstellen logistischer Funktionen, damit wichtige Zulieferer wegen nicht eingehaltener Sozialstandards oder Verstössen gegen Öko-Auflagen nicht plötzlich ausfallen. Auch die Energiebilanz von Logistikimmobilien wie etwa von Kühllagern oder in armen Ländern der Diebstahlschutz von Zwischenlagern seien Branchenthemen, zu denen KPMG Unterstützung anbiete. Um Chancen und Risiken korrekt zu bewerten, brauchen Logistiker aber vor allem eines: Transparenz.


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Im Fokus – Transport & Logistik

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Nachhaltigkeit zahlt sich aus Mit 138‘000 Mitarbeitern in 150 Ländern gehört KPMG zu den führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften. In diesem weltweiten Netzwerk koordiniert Marc Ziegler als Sektorleiter alle Aktivitäten von KPMG Schweiz im Bereich Transportation & Leisure. Der Partner mit internationaler Berufserfahrung weiss, warum sich seine Kunden mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz beschäftigten und was ihnen dies bringt. • Erfahrungsgemäss verstärken Wirtschaftskrisen das Effizienz- und Kostendenken. Hat deshalb in den wirtschaftlich schwierigen Jahren die Nachhaltigkeit gelitten? Das kann man nicht so sagen. Nachhaltigkeit definiert sich ja als Dreiklang von ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen. Eine eher negative Folge der Krise war, dass der globale Handel abgenommen hat. Damit wurden natürlich auch die Volumen reduziert, es gab insgesamt weniger Verkehr. Darüber hinaus haben viele Logistiker Überkapazitäten kaltgestellt und sind auf den Weltmeeren langsamer gefahren, um mit «Low Steaming» effizienter ans Ziel zu kommen. Im Sinne des Energieverbrauchs hatte dies natürlich einen positiven Aspekt. Mit der wirtschaftlichen Erholung änderte sich dies jedoch. So hatte man im letzten Jahr bereits wieder hohe Transportvolumen, weniger Angebote und damit hohe Preise. Heute zeigt die Tendenz wieder in die umgekehrte Richtung: Die Shipper haben teilweise Mühe, die aufgebauten Kapazitäten auszulasten. Unausgelastete Transporte machen jedoch weder ökonomisch noch wirtschaftlich Sinn. Gehen in den nächsten Monaten die gesamten Transportaktivitäten wieder zurück, wird sich dies auch auf den Ressourcenverbauch und die Emissionen auswirken. • Welches sind Ihrer Ansicht nach die treibenden Kräfte für Green Logistics? Es gibt verschiedene Aspekte, die dieses Phänomen erklären: Einerseits handelt es sich um eine öko-

nomische Einsicht, andererseits spielt sicher auch der Imagegewinn eine Rolle. Darüber hinaus sind es regulatorische Verpflichtungen, die zu mehr umweltbewusstem Handeln führen. In manchen Ländern gibt es festgelegte Rücknahmequoten, die erfüllt werden müssen, zum Beispiel bei Glas und Verpackungsmaterialien. Das ist mit gewissen Zwängen verbunden. Anders ist dies im Papiermarkt, wo Transportunternehmen durch das Rückholen von Papieren eine ganze Menge Geld verdienen können. Green Logistics macht also in dreifacher Hinsicht Sinn: Es hilft Kosten sparen, dient der Reputation eines Unternehmens und hilft regulatorische Vorgaben einzuhalten. Was den letzten Punkt betrifft, so gibt es in der EU Überlegungen, die Nachhaltigkeit von Unternehmen mit verbindlichen Sustainability Reports vergleichbarer zu gestalten. Green Logistics wird also weiterhin ein Thema bleiben. • Energieeffizienz spielt nicht nur in der Logistik, sondern auch im Transportwesen eine wichtige Rolle. Wie nachhaltig agieren die Anbieter in diesem Bereich? Auch im Transportwesen sind jene Massnahmen am überzeugendsten, die mit Hilfe von Innovationen Kosten sparen helfen und gleichzeitig die Umwelt und Ressourcen schonen. Innovation ist deshalb ein besonders wichtiger Aspekt. Es ist sinnvoll, die LKW-Flotte auf modernem Stand zu halten und auf energieeffiziente Fahrweisen zu achten. So gibt es schon heute gute Lösungen, um

die Fahrweise zu kontrollieren und LKW- Fahrer aufgrund der Datenauswertung in ein Fahrtraining zu schicken. Die Unternehmen haben natürlich ein eigenes Interesse daran, weniger Kraftstoff zu verbrauchen, weil dies die Kosten senkt. • Sie haben eingangs die soziale Komponente der Nachhaltigkeit erwähnt. Welche Rolle spielen soziale Aspekte in der Logistikbranche? Heute kontrollieren in den Industrieländern immer mehr die Endkunden, ob Hersteller, ihre Zulieferer oder Logistiker gegen soziale und ökologische Kriterien verstossen. Dies ist nicht zuletzt eine Folge der sozialen Medien. Es kommt natürlich auch darauf an, wer die Kunden der LogistikAnbieter sind. Denn schliesslich stehen Logistikunternehmen zwischen ihren Auftraggebern und den Endkunden. Entscheidend sind somit die Bedürfnisse der Endkunden und der Wille der Auftraggeber auf diese einzugehen. So hat beispielsweise einer unserer Kunden aus der Textilherstellung in den letzten Jahren enorm Wert darauf gelegt, seine Transportkette transparent darzustellen. Meiner Erfahrung nach geschieht auf freiwilliger Basis aber viel zu wenig – selbst bei Global Playern. Es benötigt schon einen sozialen Druck, auch im Schweizer Markt.

Footprint zu erheben. In dieser Frage hat KPMG viel Erfahrung. Man kann ihn einmalig erfassen oder auch Systeme entwickeln, die es erlauben, den CO2-Abdruck laufend zu erheben: Für ein Produkt, einen Kunden oder für das gesamte Unternehmen. Darüber hinaus interessieren sie sich natürlich für die Logistikoptimierung. Gerade im Bereich der CO2-Neutralität sind die Erfahrung und das Know-how unserer Experten sehr gefragt.

• Welche Entwicklung erwarten Sie in den nächsten Jahren, und welche Ratschläge können Sie als KPMG-Experte Ihren LogistikKunden geben? Immer mehr Unternehmen werden erkennen, dass es sich mehrfach auszahlt, sich nachhaltig zu verhalten. Wenn sich nachhaltiges Wirtschaften in der Branche zum Standard entwickelt, stellt sich umso mehr die Frage, wie ernst die Unternehmen dies wirklich meinen und wie verlässlich die Angaben darüber sind. Auftraggeber, Endkunden aber auch Investoren möchten sich darauf verlassen können, dass eine Dienstleistung mit einem «Nachhaltigkeits-Stempel» auch wirklich nachhaltig ist. Nur anhand verlässlicher und abgesicherter Indikatoren lassen sich Logistikunternehmen auch hinsichtlich ökonomischer, wirtschaftlicher und sozialer Krite• Welche Probleme sprechen Ihre rien vergleichen. Hierzu kann Kunden im Bereich Transport und KPMG mit Assurance-Dienstleistungen einiges beitragen. Logistik am häufigsten an? Für viele Kunden ist es wirklich eine Herausforderung, den CO2-


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Gefangen im Spannungsfeld der Politik? Verkehrsverlagerung zugunsten der Schiene ist ein gemeinsames Ziel der Deutschen Bahn und der Politik. Die Umsetzung dieses Ziels erfordert neben unternehmerischen Anstrengungen der DB AG eine geeignete Ausgestaltung der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen. Wolfgang Bolsinger sprach mit dem Sonderbeauftragten für Politik des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG Georg Brunnhuber. • Herr Brunnhuber, Sie sind als Leiter Wirtschaft, Politik und Regulierung der DB AG tätig. Was konkret sind Ihre Aufgaben? Mein Bereich versteht sich als Unterstützer der Politik, indem wir die Interessen und die Perspektive der Wirtschaft darlegen und erklären. Hierbei geht es meist nicht um individuelle Anliegen eines einzelnen Akteurs, sondern um Vor- und Nachteile bestimmter Entscheidungen für die Gesellschaft oder aus Sicht einer ganzen Branche. • Halten Sie auch Kontakt zur Europäischen Union? In Europa wird aufgrund steigender Nachfrage nach Verkehrsdienstleistungen ein europäisches Eisenbahnsystem als notwendig angesehen. Wie sehen Sie die Situation der Deutschen Bahn in Europa? Wir sind wie viele andere Unternehmen, deren Rahmenbedingungen maßgeblich von europäischen Regelungen bestimmt werden, auch in Brüssel mit einem Büro vertreten. Auch dort werben wir für Maßnahmen zur Stärkung des Schienenverkehrs. Wichtiges Thema ist beispielsweise die Frage der Marktöffnung für den Wettbewerb auf der Schiene. Hier ist in Deutschland zur Förderung des Wettbewerbs die Öffnung für den Wettbewerb auf der Schiene in europaweit vorbildlicher Weise sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr erfolgt. Leider bleibt aber die Marktöffnung in wichtigen anderen Ländern hinter dem in Deutschland bereits seit langem verwirklich-

ten Liberalisierungsstand zurück. Die Politik muss deshalb für vergleichbare Rahmenbedingungen für alle Eisenbahnverkehrsunternehmen in ganz Europa sorgen, damit sich der Schienenverkehr, der im Güterverkehr gerade grenzüberschreitend wächst, erfolgreich entwickelt. • Die Bahn spricht von eigenen verkehrspolitischen Positionen. Wie unabhängig sind diese wirklich und besteht nicht nach wie vor eine grosse Einflussnahme der Politik? Wir informieren die Politik über die Auswirkungen geplanter Maßnahmen und erarbeiten Vorschläge zur Gestaltung eines leistungsfähigen Schienenverkehrssystems. Dabei weisen wir unter anderem darauf hin, dass die Politik durch die Gestaltung der fiskal-, steuerund ordnungspolitischen Rahmenbedingungen erheblichen Einfluss hat, die Marktposition der Schiene zu stärken. Eine solche starke Marktposition entspricht auch dem verkehrs- und klimapolitischen Ziel, möglichst große Teile des Verkehrswachstums auf die Schiene zu verlagern. Ferner hat der Bund naturgemäß in seiner Funktion als Eigentümer ein Interesse an einem wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen. • Von welcher Seite ist der Einfluss grösser - Berlin oder Brüssel? Die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen für den Schienenverkehr werden zu wichtigen Teilen zunehmend auf europäischer Ebene gestaltet. Europa gibt hier den Rahmen vor, der dann in Deutschland umzusetzen ist.

Wir setzen uns sowohl in Brüssel als auch in Berlin dafür ein, dass Rahmenbedingungen für einen leistungs- und wettbewerbsfähigen Eisenbahnsektor geschaffen werden. • Die Profitorientierung der Bahn führt zu Mangelversorgung im Bahnbetrieb - Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen auf dem Spiel. War der radikale, auf den Börsengang ausgerichtete Kurs der vergangenen Jahre ein Fehler? Vorweg gilt: Sicherheit war und ist oberste Priorität. Hieran wurde und wird nicht gespart, Seit Inkrafttreten der Bahnreform am 1. Januar 1994 muss sich die Deutsche Bahn im Wettbewerb am Verkehrsmarkt als Wirtschaftsunternehmen behaupten und ist wirtschaftlichen Zielen verpflichtet. Dieser Weg ist unverändert richtig, nur ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen ist auf Dauer in der Lage zu investieren und attraktive wettbewerbsfähige Angebote für die Kunden zu schaffen. Es gibt derzeit keine Überlegungen über einen Börsengang. Für uns steht im Vordergrund, wie wir die Herausforderungen der Zukunft lösen. Im Fokus steht dabei das Kerngeschäft in Deutschland. Wir inve-

stieren daher allein in den nächsten Jahren rd. 46 Milliarden Euro in Infrastruktur, Fahrzeuge und andere Projekte. Mit Blick auf das prognostizierte Verkehrswachstum müssen aber auch die Investitionsmittel des Bundes auf hohem Niveau verstetigt werden, um die wesentlichen Engpässe im deutschen Schienennetz zu beseitigen. • Abschliessend noch die obligatorische Frage: Wie halten Sie es mit Stuttgart 21? Einmal geschlossene Verträge gelten und sind für uns bindend. Schließlich fußt das Bahnprojekt Stuttgart - Ulm auf demokratischen Mehrheitsbeschlüssen. Vertragspartner ist das Land Baden-Württemberg und nicht die (ehemalige) Landesregierung. Klar ist: Wer hier nun aus den Verträgen aussteigt, muss auch für den entstehenden Schaden aufkommen. Klar ist aber auch, dass die Einbindung der Öffentlichkeit intensiver in früheren Projektphasen als im Falle von Stuttgart 21 erfolgen muss. Es ist notwendig, möglichst schon die strategische Planung künftiger Verkehrskonzepte mit einer breiten öffentlichen politischen Diskussion zu begleiten. • Vielen Dank für das Gespräch.


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Im Fokus – Energie

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Eine europäische Energiestrategie Energie ist das Lebenselixier unserer Wirtschaft. Unser Lebensstil ist ohne eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung - Elektrizität, Heizung, Kraftstoff - nicht denkbar. Noch nie hat die Welt so viel Energie gebraucht: unser Verbrauch ist heute beinahe doppelt so hoch wie 1980. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, ist eine größere Energiekrise mit Stromausfällen und Engpässen bei der Benzin- und Erdgasversorgung kaum noch zu vermeiden. Wolfgang Bolsinger sprach mit dem Energie-Kommissar der Europäischen Union Günther Oettinger. • Wie sehen Sie die globale Entwicklung der Energieressourcen in den kommenden Jahrzehnten? Die Energiefrage ist eine der größten Herausforderungen, denen sich Europa stellen muss. Unsere wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit ist vollkommen abhängig von einer zuverlässigen Energieversorgung und der Verfügbarkeit von Energieerzeugnissen und ‑diensten zu möglichst niedrigen Preisen. Wir müssen auch jetzt handeln, um die Erderwärmung zu verhindern. Gleichzeitig stehen wir vor der Situation, dass sich der Wettbewerb auf globaler Ebene verschärft – aufstrebende Mächte wie Indien oder China verlangen einen größeren Anteil an den Energieressourcen der Welt … und investieren in großem Stil in neue Energietechnologien. Auch die wachsende Abhängigkeit der EU von Einfuhren aus Drittländern gibt großen Anlass zur Sorge, insbesondere in Bezug auf Erdöl (85 %) und Erdgas (65  %). Alle diese Herausforderungen, denen wir nicht ausweichen können, erfordern entschlossenes Handeln. Und unsere Aufgabe gestaltet sich noch schwieriger angesichts der wirtschaftlichen Rezession, des Fehlens eines globalen Klimaschutzübereinkommens, des rasch wachsenden Energiebedarfs in den Entwicklungsländern und der relativ hohen Kosten für Technologien zur Nutzung erneuerbarer En-

ergieträger. Im Laufe der nächsten 20 Jahre müssen wir, ganz gleich, wie es kommt, etwa eine Billion EUR in Energie investieren. Wenn wir dieses Geld klug investieren, können wir neue Energiequellen entwickeln, Versorgungsnetze ausweiten, die Nutzung erneuerbarer Energieträger massiv vorantreiben und den Energieverbrauch drastisch senken. Aber dies erfordert mutige Entscheidungen – jetzt. Aus diesen Gründen schlägt die Europäische Kommission eine ehrgeizige Strategie für die kommenden Jahre vor, die eine echte Stütze für den europäischen Energiebinnenmarkt bilden und die Energiepolitik in der gesamten EU «europäisieren» wird. Nationale Politiken reichen nicht mehr aus, um einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung zu ermöglichen und unseren Wohlstand zu wahren. Jede Entscheidung, die in einem Mitgliedstaat getroffen wird, hat Auswirkungen für die anderen. Fragmentierte Märkte untergraben die Versorgungssicherheit und schränken die Vorteile eines fairen Wettbewerbs ein; unsere Investitionen für die Zukunft sind jedoch nur lohnend und effizient in einem Markt, der den ganzen Kontinent umfasst. Es wird keine Wunder geben. Wir müssen zu einer gemeinsamen Energiepolitik finden, die unseren gemeinsamen politischen Zielen dient: Wett-

bewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit Unternehmen gleichermaßen und Versorgungssicherheit. Geld sparen. Zweitens: Ein stark integrierter europäischer Ener• Ein schöner Plan - aber wie wol- giebinnenmarkt. Beim Energielen Sie das konkret umsetzen? binnenmarkt muss die vollstänIch sehe fünf Schwerpunktbe- dige Integration erreicht werden. reiche für Maßnahmen, die al- Ein europäischer Markt bietet die len Mitgliedstaaten und Bürgern angemessene Größenordnung, nutzen. Erstens: Energieeinspa- um den Zugang zu Ressourcen rungen. Zunächst gibt es riesiges zu sichern und die riesigen erforungenutztes Potenzial für En- derlichen Investitionen zu rechtergieeinsparungen – wenn man fertigen. Drittens: Der Bürger hier ansetzt, könnten Bürger und an erster Stelle. Bei allen An-


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strengungen sollten immer die Auswirkungen für die Bürger im Mittelpunkt stehen. Viertens: Den Technologiewandel vorbereiten. Wir müssen die Führungsrolle Europas in der Energietechnologie festigen und ausbauen. Und Fünftens: Ausbau der Führungsposition der EU in der Welt. Die EU sollte ein bevorzugter Partner für Verhandlungen auf internationaler Ebene sein.

der energiepolitisch unter einen Hut bringen zu wollen? Nein überhaupt nicht. Wir sollten Hemmnisse, die die Energieströme innerhalb der EU behindern, nicht mehr länger hinnehmen. Nationale Grenzen können die Vorteile des Binnenmarktes, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie und die Deckung der grundlegenden Bedürfnisse aller unserer Bürger gefährden. In einem integrierten Markt müssen fairer Wettbewerb, Dienstleistungsqualität und freier Zugang gewährleistet sein. Die Rechtsvorschriften der EU müssen vollständig und ordnungsgemäß angewendet werden. Eine wesentliche Voraussetzung ist jedoch eine angemessene Infrastruktur. Es ist an der Zeit, eine paneuropäische Infrastruktur für Energie zu schaffen, wie sie für andere Bereiche von öffentlichem Interesse wie Telekommunikation oder Verkehr schon lange besteht: bis 2015 sollte kein Mitgliedstaat mehr vom europäischen Energiebinnenmarkt ausgeschlossen sein. Dies bedeutet, dass wir unsere Anstrengungen auf konkrete Projekte konzentrieren müssen, die erforderlich sind, um unsere Ziele zu erreichen: Solidarität, ein verbundener Markt, neue installierte Leistung, ein «intelligentes Netz» und die Erzeugung erneuerbarer Energie, die allen Menschen zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung steht, in großem Maßstab. Darüber hinaus müssen wir neue Importpipelines wie Nabucco bauen, um unsere Erdgasversorgung zu diversifizieren und auszubauen. Es ist die wesentliche Aufgabe der EU, dafür zu sorgen, dass diese Investitionen getätigt werden und die nötige Hebelwirkung entfalten, um weitere Anreize für Investoren zu bieten.

• Energieeinsparungen sind kein allzu populäres Thema. Sehen Sie da wirklich Chancen? Angesichts der Verpflichtungen, unsere Emissionen drastisch zu senken und das Ziel einer Steigerung der Energieeffizienz um 20 % bis 2020 zu erreichen, lassen sich durch Maßnahmen zur Senkung des Energiebedarfs am wirkungsvollsten unmittelbare Auswirkungen für Energieeinsparungen, mehr Wirtschaftlichkeit und Aufrechterhaltung unserer Wettbewerbsfähigkeit erzielen. Schätzungen zufolge kann ein Haushalt im Durchschnitt bis zu 1000 EUR/Jahr an Energiekosten einsparen. Um dies zu erreichen, müssen wir die besten Methoden entwickeln, um Energie zu sparen und Energie effizienter einzusetzen, und wir müssen wirksame Instrumente dafür schaffen. Die Kommission wird dazu in diesem Jahr einen neuen Aktionsplan für Energieeffizienz vorschlagen, in dem das Ziel der Energieeinsparungen klarer gefasst und innovative Lösungen für unmittelbare und langfristige Maßnahmen festgelegt werden sollen, insbesondere in Bezug auf Gebäude und auf den Verkehr. Wir sollten uns dabei zunächst auf die Behörden konzentrieren, die mit gutem Beispiel vorangehen können, indem sie bei allen öffentlichen Bauaufträgen, Dienstleistungs- und Lieferver- • Stichwort Verbraucherfreundträgen Energieeffizienzkriterien lichkeit. Wie wollen Sie gegen die zugrunde legen. derzeit vorherrschenden Energiekartelle vorgehen? • Ist es nicht utopisch alle EU-Län- Die Verbraucher sollten eine

grössere Auswahl haben und neue Möglichkeiten nutzen. Die Energiepolitik muss verbraucherfreundlicher werden, und dazu bedarf es größerer Transparenz und besserer Information. Ich würde mir wünschen, dass alle Instrumente, beispielsweise die Checkliste für Energieverbraucher, verbessert und in größerem Umfang angewendet werden. Dazu gehört auch, dass das Recht aller Verbraucher auf Deckung ihres grundlegenden Energiebedarfs jederzeit, auch bei Versorgungsengpässen, gewährleistet ist. Ziele der Energiepolitik der EU sind außerdem größere Transparenz, Zugang zu besserer und umfangreicherer Information, Verbesserung der Funktionsweise des Endkundenmarktes, Entwicklung einer angemessenen Infrastruktur und Sicherheitsnetze für besonders schutzbedürftige Verbrauchergruppen. Außerdem gibt es konstante Bemühungen, die Energieerzeugung und –umwandlung in jeder Hinsicht sicher zu machen. Die EU stellt heute einen entscheidenden zusätzlichen Nutzen für alle Bürger dar, denn sie gewährleistet, dass in allen Mitgliedstaaten die höchsten Standards für die nukleare Sicherheit und die Sicherheitsüberwachung, die Offshore-Ölförderung und – Gasgewinnung oder die Entwicklung neuer Energietechnologien gelten. Dies ist der Weg, den wir weitergehen müssen, und wir müssen weiterhin wachsam sein. • Wie konkret wollen Sie die technologische Führungsrolle Europas sichern? Ich möchte einen europäischen Referenzrahmen entwickeln, in dem die Mitgliedstaaten und Regionen ihre Anstrengungen maximieren können, solche Technologien schneller auf den Markt zu bringen. Europa verfügt über einige der besten Hersteller und Forschungseinrichtungen im Bereich der erneuerbaren Energien: Diese Führung dürfen wir nicht

abgeben. Über die Umsetzung des Strategieplans für Energietechnologie hinaus sollten wir einige Großprojekte mit einem deutlichen zusätzlichen Nutzen für Europa starten: - intelligente Netze, die den Verbund des gesamten Stromnetzes bis hin zu den einzelnen Haushalten herstellen und einen besseren Zugang zu erneuerbaren Energiequellen schaffen, - Erreichen der Führungsposition im Bereich der Stromspeicherung, um die Nutzung erneuerbarer Energiequellen in großem Rahmen zu fördern, - nachhaltige Produktion von Biokraftstoffen in großem Maßstab; dazu wird es eine umfangreiche, mit 9 Mrd. EUR geförderte Europäische Industrieinitiative für Bioenergie geben, um die rasche Verbreitung von Biokraftstoffen der zweiten Generation auf dem Markt sicherzustellen, - die Innovationspartnerschaft «Intelligente Städte», zur Förderung integrierter Energiesysteme auf lokaler Ebene in ganz Europa und Erleichterung von Energieeinsparungen. Die derzeitige Situation, in der externe Partner «teilen und herrschen» können, ist unhaltbar. Die EU verfügt über den größten regionalen Energiemarkt weltweit – einen Markt mit 500  Millionen Menschen. Auf diesen Markt entfällt ein Fünftel des globalen Energieverbrauchs. Wir importieren täglich durchschnittlich rund 3  Millionen Tonnen Rohöleinheiten. Außerdem ist die EU auch der größte Handelsblock der Welt. Wir müssen unser geopolitisches Gewicht in der Welt geltend machen und die Vorteile des Binnenmarktes nutzen. Es ist jetzt Zeit zu handeln. Unsere 5-Säulen-Strategie ebnet den Weg zum Erfolg in den kommenden Jahren. • Vielen Dank für das Gespräch.


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Im Fokus – Energie

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Ausstiegsreflex nach Fukushima wirft viele Fragen auf Die Analysen des tragischen Reaktorunfalls von Fukushima-Daiichi haben erhebliche Mängel der japanischen Sicherheitskultur ans Licht gebracht. Warnungen vor Tsunamis blieben unbeachtet und die betroffenen Reaktoren wurden seit ihrem Bau nie grundlegend nachgerüstet. In scharfem Kontrast dazu sind die Schweizer Kernkraftwerke laufend dem neuesten Stand des Wissens und der Technik angepasst worden. Davon unberührt wollen Bundesrat und Parlament aus der Kernenergie aussteigen und zu einschneidenden planwirtschaftlichen Massnahmen greifen. Diese «Energiestrategie 2050» lässt zu viele Fragen offen. In ihrer Auswertung der Ursachen für den Reaktorunfall in Fukushima-Daiichi kam die japanische Regierung zum Schluss, dass die nukleare Sicherheitskultur in Japan ungenügend war. Seit anfangs der

1970er-Jahre wurde diese Anlage nie umfassend sicherheitstechnisch modernisiert. Solche Nachrüstungen wurden von den entsprechenden japanischen Behörden auch nicht gesetzlich vorgeschrieben.

Tsunamigefahr massiv unterschätzt Entgegen besseren Wissens unterschätzten Betreiber und Behörden die Gefahr von schweren Tsunamis für Kernkraftwerke massiv. Die Sicherheitssysteme wur-

Schweizer Kernkraftwerke: Laufend erhöhte Sicherheit dank Nachrüstungen

den nicht gegen Überflutung geschützt, obwohl die Wissenschaft wiederholt vor schweren Tsunamis gewarnt hatte. Der Schweizer Nuklearsicherheitsexperte Johannis Nöggerath hat zusammen mit einem Geophysiker der Universität Tokio und einem russischen Tsunamiforscher diesen Umstand untersucht und den Bezug zur Sicherheit der Schweizer Kernkraftwerke hergestellt. Gemäss dieser Studie1) war der Unfall von Fukushima-Daiichi kein «unvorhersehbares Ereignis». Vielmehr haben die japanischen Betreiberfirmen und die Behörden bei der Auslegung der


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«Eine unserer Lehren aus dem Unfall von Fukushima ist die Notwendigkeit der gefilterten Containment-Druckentlastung. Wir sind hier, um uns solche Systeme anzusehen. Insbesondere die Schweiz ist mit ihren hohen Standards ein Vorbild in Sachen Nuklearsicherheit.» Hiroyasu Takeyama von Chubu Electric Power während einer Besichtigung des Kernkraftwerks Leibstadt.

Sicherheitssysteme den historischen Tsunami-Daten zu wenig Beachtung geschenkt. Die Studie zeigt auf, dass seit 896 n.Chr. in Japan mindestens fünf zerstörerische Tsunamis auftraten, denen die Sicherheitsvorkehrungen von Fukushima-Daiichi nicht standgehalten hätten. Von einem «Restrisiko», wie es sich laut Bundesrätin Doris Leuthard in Fukushima manifestiert haben soll, kann also keine Rede sein. In Japan stiess diese Studie auf grosses Interesse. Nur wenige Tage nach ihrer Präsentation an einer Medienkonferenz in Tokio besuchte der japanische Fernsehsender NHK das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi), um sich über die nukleare Sicherheit in der Schweiz zu informieren. «Natürlich ist die Schweiz Spitzenreiter auf diesem Gebiet», erklärte ein NHK-Reporter während seines Besuchs.

Schon vor Jahrzehnten nachgerüstet Das Schweizer Kernenergiegesetz verlangt von den Betreibern, sich ständig über sicherheitstechnische Neuerungen zu informieren und diese anzuwenden. Diese Sicherheitskultur führt dazu, dass die Schweizer Anlagen laufend nachgerüstet werden. Daher ist in den Schweizer Kernkraftwerken seit Jahrzehnten alles das vorhanden, was in FukushimaDaiichi zur Beherrschung des

Unfalls fehlte. Die dafür nötigen Systeme wurden von Anfang an eingebaut oder nachgerüstet. Die Not- und Nachkühlsysteme sind mehrfach vorhanden und voneinander unabhängig. Gebunkerte, gegen schwere Erdbeben, Überschwemmung, Flugzeugabsturz und Terrorangriff geschützte Notstandsysteme stünden auch dann noch zur Verfügung, wenn die anderen Not- und Nachkühlsysteme versagen würden.

Die Schweiz als Vorbild für Japan Vor zwanzig Jahren wurden zudem vorsorglich Systeme eingebaut, die während eines schweren Unfalles Wasserstoffgas abbauen, bevor es – wie in FukushimaDaiichi geschehen – explodieren kann. Ausserdem wurden unabhängige, störfallfeste Systeme zur gefilterten Containment-Druckentlastung nachgerüstet. Damit kann der Dampf bei einem schweren Störfall über den Kamin in die Umwelt entlassen werden, wobei weit über 99% der darin vorhandenen radioaktiven Stoffe im Filter zurückbleiben würden. Für dieses System interessiert sich nun auch die japanische Nuklearindustrie. Eine Delegation von Kernkraftwerksbetreibern aus Japan reiste deshalb unlängst nach Europa. Die Gruppe machte auch Halt in der Schweiz und zeigte sich von der schwei-

zerischen Sicherheitskultur und aus Windenergie stammen. Das wären rund 2000 Windturbinen -technik beeindruckt. wie sie auf dem Mont Croisin im Fragwürdige Reaktion auf Berner Jura stehen. Bei einem Fukushima Abstand von gut 100 Metern erUnmittelbar nach dem schweren gäbe dies eine Reihe Windräder Unfall in Japan wurde interna- vom Genfer- bis zum Bodensee. tional die Konsequenz gezogen, Für die angestrebten gut 4 TWh aus den Ereignissen zu lernen aus Geothermie bräuchte es etwa und die entsprechenden Schlüs- 175 Tiefbohranlagen der Art, wie se zu ziehen. Die Japaner selbst sie in Basel nicht gebaut werden sind jetzt in ihrer Aufarbeitung konnte. Dazu kommt 1 TWh des Reaktorunfalls zum Schluss aus Biomasse, die aus jährlich gekommen, dass sie von Ländern gut 1.000.000 Tonnen Holz erwie der Schweiz lernen wollen. zeugt und mit rund 50.000 LastAnders als die Regierungen der wagenfahrten angeliefert werden meisten europäischen Länder müssten. Schliesslich kommen hat jedoch der Bundesrat diese noch etwa 3 TWh aus Biogasund ähnliche Erkenntnisse nicht Anlagen, Kläranlagen und der abgewartet und Ende Mai 2011 Kehrichtverbrennung hinzu. Hals über Kopf den Atomausstieg Wasserkraftpotenzial verkündet.

beinahe ausgeschöpft

Verbetonierung der Schweiz Die Pläne zum Ersatz der Schweizer Kernenergie sind ambitiös. Der Bundesrat möchte bis 2050 die Stromproduktion aus den neuen erneuerbaren Energien auf über 22 Terawattstunden (TWh) ausbauen (1 TWh entspricht 1 Milliarde Kilowattstunden). 10 TWh sollen aus der Photovoltaik stammen. Geht man von der mittleren Produktion heutiger Anlagen aus, sind dazu 10.000.000 Solarpanels mit einer Gesamtfläche von 100 Quadratkilometern nötig. Das ist etwas mehr als der Zürichsee. Weitere 4 TWh sollen

Darüber hinaus soll die Wasserkraft in 40 Jahren 10 TWh mehr liefern – ein Ausbau um gut 25%. Das entspricht der Produktion von 40 bis 50 Flusskraftwerken an der Aare. Das Wasserkraftpotenzial der Schweiz ist jedoch schon heute weitgehend ausgeschöpft. Laut Berechnungen der Stromwirtschaft müssten die Gewässerschutzbestimmungen deutlich gelockert werden, damit ein Zuwachs von lediglich 1 bis 3 TWh möglich wäre. Um fossil befeuerte Kraftwerke wird die Schweiz bei dieser Strategie nicht herumkommen. Der Bau von erdgasbefeuerten


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Im Fokus – Energie

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Lässt viele Fragen offen: die Energiestrategie 2050 des Bundesrates Kraftwerken wird nötig sein, um den Restbedarf zu decken und die enormen Produktionsschwankungen von Wind- und Solaranlagen auszugleichen. Auch das Stromnetz müsste zu noch kaum abschätzbaren Kosten grundlegend umgebaut werden.

Widersprüchliche Prognosen beim Stromverbrauch Mit diesem Ausbau kann die Schweiz ihren Strombedarf im Jahr 2050 aber nur dann decken, wenn der Stromverbrauch nicht höher liegt als heute (gut 60 TWh). In seinem Szenario «Weiter wie bisher» rechnet der Bundesrat im Jahr 2050 jedoch mit einem Stromverbrauch von über 85 TWh – dies bei einer bescheidenen jährlichen Zuwachsrate von 0,75%. In den vergangenen zehn Jahren ist der Stromverbrauch der Schweiz jedoch doppelt so schnell angestiegen. Der Zusammenschluss der Stadtwerke Swisspower rechnet laut Presseberichten bereits 2040 mit 100 TWh, Effizienzsteigerungen eingerechnet. Sogar das

Stromtarife, regelmässige Audits für Haustechnikanlagen mit «verbindlichen Empfehlungen», Verbot von Elektroheizungen und -boilern, Abrissprämien für Hausbesitzer, Einschränkungen von Aussenbeleuchtungen. Alle diese Massnahmen müssten laut Bundesrat mit «hoher Eingriffstiefe» durchgesetzt werden. Das dürfte am Ende für das Schweizer Volk nichts anderes bedeuten als eine Flut von Vorschriften und einen tiefen Griff in den Geldbeutel. Das grösste Fragezeichen bei dieser Strategie steht hinter ihrer ReaSparzwang oder lisierbarkeit in der direktdemovielleicht doch neue kratischen Schweiz. Man darf Kernkraftwerke? sich fragen, ob am Ende nicht Um den Stromverbrauch bis 2050 doch ein neues Kernkraftwerk auf das Niveau von heute zurück- politisch einfacher zu realisieren zuführen, listet der Bundesrat in wäre. seiner Aktionsplan-Skizze zahlreiche denkbare Massnahmen auf. Darin finden sich Stichworte wie: mehr Kompetenzen für den Bund, Förderabgaben, Lenkungsabgaben, unbeschränkte Einspeisevergütungen, BonusMalus-Systeme, Verbrauchsvorschriften, ständig wechselnde

Sparszenario der Swisspower liegt damit markant höher als das Szenario «Weiter wie bisher» des Bundesrats. Falls der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht wie erwartet gelingt und der Stromverbrauch nicht auf dem heutigen Niveau stabilisiert werden kann, entsteht durch den Atomausstieg eine riesige Produktionslücke, die wohl mit Erdgas oder Stromimporten geschlossen werden müsste – mit allen negativen Auswirkungen auf das Klima und auf die Versorgungssicherheit unseres Landes.

1) «Fukushima: The myth of safety, the reality of geoscience», von Johannis Nöggerath, Robert J. Geller und Viacheslav K. Gusiakov, in «Bulletin of the Atomic Scientists» (http://bos.sagepub. com/content/67/5/37 )

Nuklearforum Schweiz Konsumstrasse 20 Postfach 1021 3000 Bern 14 Fon: Fax:

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Neun Millionen europäische Autogas-Fahrer können sich nicht irren Ständig steigende Kosten für Benzin- und Dieselkraftstoffe belasten das Budget der Schweizer Autofahrer über Gebühr. Wer nach Alternativen dazu sucht, landet zwangsläufig beim Thema Autogas, dem von der EU anerkannten Alternativtreibstoff Nummer 1 in ganz Europa.

Für die Initialzündung sorgte der Schweizer Flüssiggasversorger Vitogaz, der seit 2008 damit begann, ein flächendeckendes AutogasTankstellennetz aufzubauen. Insgesamt 35.000 Autogastankstellen europaweit und gut 9 Millionen Fahrzeuge waren im vergangenen Jahr beim Europäischen Flüssiggasverband registriert, die beeindruckenden Zahlen steigen weiter rapide. Dagegen nimmt sich das Tankstellen- und Fahrzeugaufkommen in der Schweiz noch sehr gering aus: Knapp über 50 Autogas-Zapfsäulen versorgen in erster Linie Transitreisende mit dem umweltfreundlichen Kraftstoff, doch die Zahl der Schweizer Autofahrer, die die Vorzüge des Kraftstoffs, der sich in den meisten Nachbarländern bereits durchgesetzt hat, steigt stetig. Für die Initialzündung sorgte vor gut einem Jahr der Schweizer Flüssiggasversorger Vitogaz, der damit begann, ein flächendeckendes Autogas-Tankstellennetz aufzubauen. Verkaufsleiter Antonio Villani, bei Vitogaz zuständig für das Thema Autogas: «Mit den steigenden Preisen für konventionelle Kraftstoffe registrieren wir auch ein wachsendes Interesse an Autogas. Viele Schweizer Automobilisten sind offensichtlich auf der Suche nach umweltfreundlichen Alternativen.» Das ist letztlich auch der Grund, warum sich die Vitogaz Switzerland AG des The-


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mas angenommen hat. Ihr Ziel ist es nicht nur, das Tankstellennetz weiter auszubauen, sondern sowohl Garagisten als auch die Autofahrer über den Alternativkraftstoff Autogas und deren Vorzüge aufzuklären. «Neun Millionen europäische Autogas-Fahrer können sich schließlich nicht irren.» Dabei haben die Autogaspioniere von Vitogaz noch viel Arbeit vor sich, denn es besteht erheblicher Informationsmangel, wie die Mitarbeiter des Gasversorgers in Gesprächen immer wieder feststellen müssen. Dabei ist Autogas im Prinzip nichts anderes als Flüssiggas, eine Mischung aus Propan und Butan, wie sie tagtäglich zum Kochen, Grillieren, Heizen und sogar in Feuerzeugen verwandt wird. Im Gegensatz zu Erdgas, mit dem Autogas, LPG oder GPL immer noch verwechselt wird, ist der Alternativkraftstoff wesentlich unkomplizierter zu handha-

ben, da Erdgas bei einem Druck von 200 bar gespeichert wird, Autogas bei einem Druck von acht bis zehn bar. Zum Vergleich: handelsübliche Kaffeeautomaten arbeiten bereits mit Drücken von 15 bar. Die meisten Schweizer Fahrzeuge mit Benzinmotoren lassen sich entsprechend auf Autogas umrüsten, ein Gastank in der Reserveradmulde ist ebenso schnell montiert wie die restlichen Komponenten für den Gasantrieb im Motorraum und schon lassen sich bis zu 40 % an Kraftstoffkosten sparen. Dem Motor schadet der Gasantrieb nicht, da moderne Additivierungsanlagen die Ventile schützen und im Falle eines Falles eine zusätzliche Garantie einspringt, die gewissenhafte Umrüster gleich mit anbieten. Garantieversicherer, die sich auf das Thema Autogas spezialisiert haben, bieten Garan-

tien bis zu sieben Jahren an, die selbst für bis zu zehn Jahre alte Fahrzeuge erworben werden können und das Risiko für gasbedingte Motorschäden und Motorfolgeschäden abdecken. Besonders vorteilhaft: Der Benzintank bleibt erhalten und das Fahrzeug kann wahlweise sowohl mit Autogas als auch mit Benzin betrieben werden. Reichweiten in beiden Kraftstoffarten addieren sich schnell auf mehr als 1000 Kilometer ohne Tankstopp. Selbst die Frage nach der Sicherheit von Gasanlagen stellt sich mittlerweile nicht mehr. Der ADAC hat in intensiven Tests nachgewiesen, das in punkto Sicherheit, vor allem im Brandfall, kein Unterschied zu herkömmlich mit Benzin betriebenen Fahrzeugen besteht. Dabei ist Autogas zusätzlich

noch wesentlich umweltfreundlicher: Verkehrsbedingte Abgase sind mit für den Smog verantwortlich und tragen zum Sterben der Wälder bei. Autogasfahrzeuge können diese Belastungen erheblich mindern. Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Ruß und andere luftverunreinigende Partikel treten praktisch nicht auf. Gleichzeitig wird der Ausstoß gesundheitsschädlicher Abgasbestandteile wie Benzol, Aldehyde und polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) deutlich herabgesetzt. Und auch die Klimabilanz fällt deutlich positiver aus: Fahrzeuge im Autogasbetrieb emittieren gegenüber Benzinfahrzeugen zwischen 12 und 18 Prozent weniger des klimaschädlichen Treibhausgases CO2. Damit trägt die weitere Verbreitung von Autogas massgeblich dazu bei, die künftigen Ziele des Kyotoprotokolls zu erreichen.


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Einsatzmöglichkeiten für den Kraftstoff Autogas bieten sich nicht nur für Privatpersonen. Selbst im Flotteneinsatz hat sich der Alternativkraftstoff mittlerweile bewährt und bietet den Firmen die Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit als besonders umweltfreundliches Unternehmen zu profilieren und von den Mitbewerbern abzuheben. Dabei lässt sich durch den nachhaltigen Umstieg auf ressourcenschonendes Autogas gleich auch noch sparen. Ein Taxiunternehmen aus Bremen (Norddeutschland) beispielsweise konnte die Treibstoffkosten pro Jahr durch konsequenten Einsatz von Autogas in der eigenen Fahrzeugflotte um einen satten sechsstelligen Eurobetrag senken. Für Privatpersonen wie auch für Firmen bietet Vitogaz die Möglichkeit, sich über Autogas umfassend zu informieren. Auf der Homepage des Flüssiggasversorgers www.autogas24.ch können In-

teressierte erste Informationen erlangen, für weitere Fragen stehen die Autogasexperten von Vitogaz jederzeit zur Verfügung. Antworten gibt es hier zu allen Fragen, vom Weg zum nächsten Autogas-Umrüstbetrieb bis hin

zu Fragen rund um das Fahrzeug Umrüstung auf den umweltfreunund deren Geeignetheit für die dlichen Kraftstoff mit insgesamt zehn Tankfüllungen Autogas, was Umrüstung. einem Gegenwert von umgerechWer derzeit noch auf Autogas um- net 500 CHF entspricht. steigen möchte, profitiert gleich doppelt: Vitogaz unterstützt jede

VITOGAZ Switzerland AG A Bugeon 2087 Cornaux Fon: 058 458 75 55 welcome@vitogaz.ch www.vitogaz.ch www.autogas24.ch


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Im Fokus – Energie

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Zum Geld und Strom Sparen Beim Neukauf eines Computers, Bildschirms oder einer Stereoanlage sofort sehen, ob das Gerät auch sparsam beim Energieverbrauch ist: Dies ermöglicht das Gütezeichen ENERGY STAR. Das Energielabel steht für ein Programm, das wesentlich zur Steigerung der Effizienz von Elektrogeräten beiträgt. ENERGY STAR, eine Initiative der amerikanischen Umweltbehörde (EPA), wird in den USA schon seit 1992 zur Identifikation und Förderung energieeffizienter Produkte, vor allem auch im Bereich der IT, Büro- und Konsumelektronik, eingesetzt. 2002 auf Basis einer Verordnung von der EU eingeführt, ist auch die Schweiz seit 2009 über das Bundesamt für Energie (BFE) Programm Partner. Das Label mit der weissen Aufschrift und dem Stern auf hellblauem Grund, kennzeichnet vor allem stromsparende Bürogeräte in den Produktekategorien Computer, Bildschirme, Drucker, Faxgeräte, Kopierer, Scanner und Multifunktionsgeräte, findet sich aber auch auf Geräten der Unterhaltungselektronik. Die Kennzeichnung mit dem Label ist freiwillig, wobei die Vergabekriterien für ENERGY STAR von der EPA, teilweise zusammen mit der EU Kommission (Generaldirektorat Umwelt) festgelegt werden. Dem Konzept entsprechend werden die Effizienzanforderungen so gestaltet, dass sie von rund einem Viertel der am Markt verfügbaren Geräte erfüllt werden können. Erreicht mit dem Fortschreiten der technologischen Entwicklung eine Mehrheit der Produkte die Qualifikationskriterien, werden diese verschärft und

der Kreislauf beginnt von neuem. Achten Konsumenten beim Einkauf auf das Label oder fragen beim Einkauf danach, werden weniger effiziente Geräte vom Markt verdrängt.

Ziele von ENERGY STAR Zentrales Ziel von ENERGY STAR ist es, Hersteller durch die Möglichkeit der Produktekennzeichnung dazu zu motivieren, Energieeffizienz verstärkt in die Entwicklung von möglichst stromeffizienten Geräten einfliessen zu lassen, und diese ständig zu verbessern. Gleichzeitig können mit Hilfe des Labels Beschaffungsverantwortliche im öffentlichen, wie im kommerziellen Bereich, aber auch Privatpersonen, Geräte mit niedrigem Energieverbrauch schneller erkennen. In den USA, der EU und teilweise auch in der Schweiz ist ENERGY STAR in der Beschaffung bereits obligatorisch.

Wirksamkeit des Programms Ein von der EU Kommission im Juni 2011 publizierter Bericht zu ENERGY STAR zeigt unter anderem eine Abschätzung der mit Hilfe des Programms erzielten Stromeinsparungen zwischen 2008 und 2010. Gemäss Studie beträge der Stromkonsum der in den letzten drei Jahren im EU Raum neu verkauften

Bürogeräte ohne ENERGY STAR insgesamt 67 TWh. Dank ENERGY STAR zertifizierten Geräten, konnte der Verbrauch um schätzungsweise 11 TWh oder rund 16% reduziert werden. Dies entspricht 1.8 Mia € geringeren Stromkosten und einer Vermeidung von 3.7 Mio. Tonnen CO2 Treibhausgasen. Zum Vergleich, der gesamte Stromverbrauch der Schweiz betrug im Jahr 2010 60TWh!

ENERGY STAR Eine gute Idee, ein sinnvolles Programm, spart Geld und Strom. Zeichnet den verantwortungsvollen Hersteller aus und lässt Konsumenten Strom sparen. Wählen Sie für Informatik, Büround Unterhaltungselektronik, Geräte mit dem «ENERGY STAR»

Weitere Informationen SWICO Energie hat vom Bundesamt für Energie (BFE) den Auftrag, ENERGY STAR in der Schweiz als Programm zu führen und zu informieren. Mehr zu ENERGY STAR finden Sie auf: www.energystar.ch info@energystar.ch Informationen rund um das Thema Energieeffizienz finden Sie auch auf www.energieschweiz.ch Infolinie 0848 444 444 Giuseppe Sampietro Projektleiter SWICO Energie giuseppe.sampietro@swico.ch ENERGY STAR ein Gemeinschaftsprojekt von


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Energie mit der Natur aus Wasserwirbelkraftwerken Wasserwirbelkraftwerke erzeugen aus und mit der Natur Energie. Gleichzeitig wird immer eine (Teil-) Flussrenaturierung durchgeführt. Die innovative Technologie hat in der Schweiz Potenzial: Rund 30 Projekte sind zurzeit in Vorbereitung. Strom durch Wasserwirbel? Das Prinzip ist einfach zu verstehen, wenn man sich das kreiselnd ablaufende Wasser in einer Badewanne vorstellt: Ein Wasserwirbelkraftwerk bringt Flusswasser in einem Becken durch eine zentrale Abflussöffnung zum Wirbeln resp. langsamen Drehen. In diesem Wasserwirbel steht ein langsam drehender Rotor. Dieser erzeugt Energie, die über einen Generator ins Netz eingespeist wird. Das geht bereits bei geringen Fallhöhen ab 70 Zentimetern und einer durchschnittlichen Wassermenge ab 1000 Litern pro Sekunde. Diese Mengen und Höhen sind auch bei kleineren Flüssen oder Bächen schnell erreicht.

Fische nehmen keinen Schaden Fische, Krebse oder Schnecken kommen bei Wasserwirbelkraftwerken nicht zu Schaden. Um die Fisch- und Lebewesendurchgängigkeit wissenschaftlich abschliessend zu beweisen, laufen aktuell Studien, welche die Fischbewegungen und -wanderungen

mit modernen Methoden wie Un- werden müssen: Die Kantone sind terwasserkameras und weiteren zu Flussrevitalisierungen und -renaturierungen verpflichtet. Im Technologien dokumentieren. Rahmen dieser Arbeiten lassen Das Potenzial der sich Wasserwirbelkraftwerke zu Schweizer Flüsse nutzen günstigen Kosten an zahlreichen An Schweizer Flüssen sind gemä- Standorten einbauen. Durch die ss einer Studie des Bundesamts für Kombination einer (Teil-) RenaUmwelt BAFU rund 100‘000 Fluss- turierung und Wasserwirbelkrafttreppen und Verbauungen vorhan- werkseinbau können Kosten geden. 10 bis 12 % davon eignen sich spart und die Steuerzahlenden als Standorte für die Errichtung nachhaltig entlastet werden. eines Wasserwirbelkraftwerks. Die Stromproduktion könnte den Be- Flussvitalisierungen und darf von gut einer halben Millionen -renaturierungen gehören Menschen alleine in der Schweiz immer dazu decken. Das Potenzial dieser inno- Bei der Realisierung von Wasservativen Technologie ist also gross. wirbelkraftwerken stehen UmNeben der auf den Namen «Dr. weltaspekte im Vordergrund. JeBertrand Piccard» getauften Test- des Projekt wird in Absprache mit und Pilotanlage in Schöftland AG Stakeholdern und Umweltorganisind aktuell gut 30 Wasserwirbel- sationen abgestimmt. Ökologisch Gewässerabschnitte kraftwerk-Projekte in der Schweiz wertvolle bleiben intakt: Wasserwirbelkraftin konkreter Planung. werke werden nur an bereits verGewässerschutz mit bauten oder kanalisierten und Naturstrom kombinieren mit Staustufen oder Flusstreppen Das revidierte Gewässerschutz- durchsetzten Flüssen eingesetzt – gesetz, das Anfang 2011 in Kraft auch stillgelegte Flusskraftwerke trat, schreibt vor, dass Fliessge- eignen sich deshalb als Standort. wässer in der Schweiz naturnäher Die Flüsse werden im gleichen Zug

(teil-) renaturiert und revitalisiert.

Die GWWK: Cleantech aus der Schweiz Die «Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz» GWWK, ein Aargauer Cleantech-Jungunternehmen, ist weltweit führend bei der Entwicklung, Optimierung, Planung, Finanzierung und dem Bau von Wasserwirbelkraftwerken. Jährlich sollen bis zu fünfzehn Wasserwirbelkraftwerke in der Schweiz und im Ausland geplant und gebaut werden. Das neueste Projekt ist ein mobiles Mikro-Wasserwirbelkraftwerk, das Forschungs-, Hilfs- und Umweltorganisationen auch an abgelegensten Orten mit Strom versorgen kann. Die GWWK wurde für ihre wegweisenden Schweizer Energieinnovationen vom Bundesamt für Energie 2011 mit dem «Watt d›Or» ausgezeichnet.

Weitere Informationen: www.gwwk.ch

Das finde ich eine tolle Innovation, da mache ich mit! Ich / Wir möchte(n): [ ] Genossenschafter oder/und Geld-/Darlehensgeber der GWWK werden und ____________ Anteilscheine zu CHF 1‘000.– zeichnen (3.33 % Rentabilität) [ ] der GWWK ein Darlehen (Verzinsung 2.34%) gewähren. Darlehensbetrag CHF: ___________________ [ ] der GWWK für (Hilfs-)Projekte im Ausland Geld überweisen. Betrag CHF: ___________________ [ ] der GWWK eine allgemeinde Spende / Sponsoring zukommen lassen. Betrag CHF: ___________________ [ ] ein Wasserwirbelkraftwerk bauen lassen. Nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. [ ] die Broschüre der Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke per Post [ ] Fragen stellen. Bitte nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Firma / Organisation: Name: Vorname: Strasse: PLZ / Ort: E-Mail: Tel./Natel: Genossenschaft Wasserwirbelkraftwerke Schweiz Sägeweg 2 – 5040 Schöftland – Schweiz


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Im Fokus – Innovation Swiss Made

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Mobil einkaufen – und noch viel mehr Ob Zugticket, Lebensmittel, Bücher oder Elektroartikel: Immer mehr Konsumenten kaufen via Smartphone ein. Schnell und reibungslos soll es gehen, auch bei schlechtem Empfang. Eine intelligente Synchronisation macht dies möglich. Über den reinen Einkauf hinaus, hat der sogenannte Mobile Commerce noch weit mehr Vorteile. Spät dran, die Zeit ist zu knapp für den Billettautomaten. Kein Problem, auf dem Weg zum Bahnhof lösen Sie das Ticket mit dem Smartphone. Als eine der ersten Anbieter haben die SBB 2009 einen mobilen Ticketshop eingeführt. Zwei Jahre später macht der mobile Billettverkauf 13 Prozent des Umsatzes aus, der insgesamt über elektronische Verkaufskanäle generiert wird. Während die Umsätze im Detailhandel stagnieren, kann LeShop.ch, der OnlineSupermarkt der Migros, nach wie vor Umsatzgewinne verbuchen. Einen wesentlichen Beitrag leisten die Bestellungen via Smartphone und Tablet: Monatlich erreichen sie über eine Million Franken oder 11 Prozent des Gesamtumsatzes.

Schnell und störungsfrei dank Synchronisation Warum LeShop.ch die mobile Shopping-App realisierte, begründet Marcelo Alé, Leiter IT: «Wir beherrschen die Logistik. Nun ist es Zeit, das Nutzererlebnis anzugehen.» Dies ist neben der Kundenbindung für die Online-Händler eine zentrale Motivation, in den Mobile Commerce (M-Commerce) einzusteigen. Die meisten Applikationen greifen dabei online auf die Shopdaten zu. Das hat zur Folge, dass die An-

Umsatzanteil mobil

11 12 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1

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Datum 2010

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Entwicklung der via Smartphone und Tablets generierten Umsätze bei LeShop.ch, in Prozent des Gesamtumsatzes. Quelle: info.leshop.ch

wendung langsam reagiert, wenn das Funknetz unzuverlässig oder der Nutzer in Bewegung ist. Anders die Lösung, die iEffects für LeShop.ch realisiert hat: Sie basiert auf einer intelligenten Synchronisation und arbeitet offline. Dabei werden die wichtigsten Shopdaten einmalig auf das Smartphone heruntergeladen. Bei den anschliessenden Synchronisationen werden nur diejenigen Daten neu geladen, die seit dem letzten Aufruf geändert haben. So bleiben Sortiment und Lagerbestände immer aktuell, ohne lange Wartezeiten für den Kunden.

Geschäftsprozesse vereinfachen Bestellungen vom mobilen Endgerät aus sind nicht nur im B2CMarkt im Kommen. Auch technische Grosshändler setzen immer mehr auf die Vorteile des Mobile Commerce. Hier steht weniger das Nutzererlebnis im Vordergrund, sondern vielmehr die Integration der Geschäftsprozesse. So werden bei der Bestellerfassung Medienbrüche verhindert: Weil keine handschriftlich ausgefüllten Bestellzettel auf elektronische Medien übertragen werden müssen, entstehen so weniger Fehler. Zudem ist eine solche Applikation weiter ausbaubar, etwa durch

die Integration eines StrichcodeLesers im Smartphone. Damit könnte der Nutzer beispielsweise Lieferungen einfach kontrollieren sowie Retouren und Nachbestellungen komfortabel erfassen. Einen solchen Strichcode-Leser hat iEffects in der Applikation von Winterhalter+Fenner, einem Grosshändler für Elektroartikel, integriert. Der Strichcode-Leser verwendet dabei die Kamera, um Produkte im Lager bequem und schnell per Barcode einzulesen.

Mobil Einkaufen bei LeShop.ch: Das Nutzererlebnis steht im Vordergrund.

Einkauf wird automatisch in Ihrer mobilen Einkaufsliste gespeichert. Die Kürzung von Hose und Ärmel ebenfalls. Und natürlich werden sie über die App benachrichtigt, sobald der Anzug abholbereit ist. Monate später prüfen Sie vom Handy aus, ob die Hose noch im Sortiment ist, um eine Nachbestellung zu tätigen – automatisch wird auch gleich die Massänderung vorgeschlagen. Die App lässt Sie wissen, wann der Ausverkauf beginnt, welche Teile Ihrer Lieblingsmarke oder Ihrer Grösse günstiger zu haben sind. Und Kontaktpunkte zum möchten Sie ein bestimmtes KleiKunden verknüpfen dungsstück im Shop anprobieren, Mit solchen Zusatzfunktion kön- Ihre App weiss wo. nen technische Grosshändler die Durchlaufzeit beim Kunden verkürzen und die Serviceleistung verbessern. Das Potenzial von MCommerce-Lösungen geht also weit über das reine Bestellen und Verkaufen hinaus. Ein Stichwort dazu ist das sogenannte MultichanneliEffects GmbH Marketing, mit dem verschiedene Technoparkstrasse 1 Kontaktpunkte zu den Kunden – 8005 Zürich Shop, Internet, Mobile, Kundenservice oder Information – über Fon: 043 205 25 03 eine mobile Applikation integriert werden. Ein Szenario: Der Anzug info@ieffects.com sitzt. An der Kasse zücken Sie das www.ieffects.com Smartphone mit der App des Herrenbekleidungsgeschäfts und erhalten Ihre Treuepunkte mobil gutgeschrieben. Der soeben getätigte


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Nachhaltigkeit und Klimaschutz gehören zur Tradition der Firma Victorinox

Im Umgang mit der Umweltproblematik geniessen Schweizer Unternehmen im internationalen Vergleich einen hervorragenden Ruf. Victorinox macht da keine Ausnahme. Schon die Gründer der Firma Victorinox sind mit den Ressourcen, die Ihnen Ende des 19. Jahrhunderts zur Verfügung standen, haushälterisch umgegangen. Diese Tradition wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Seit jeher, bevor in den 70er-Jahren der Begriff Nachhaltigkeit und Umweltschutz entstand, geht die Schwyzer Firma mit gutem Beispiel voran und scheut oft keine Kosten um zum Ziel zu kommen. Zum Beispiel: Der Produktionsbetrieb sowie 120 umliegende Wohnungen werden durch ein Fernwärmenetz nahezu ausschliesslich mit Abwärme aus dem Betrieb beheizt und kommen praktisch ohne Heizöl aus.

Bei Victorinox stehen RecyclingAnlagen für Schleifschlamm und führen jährlich 600 Tonnen Schleifschlamm der Wiederverwertung zu. Beim Materialeinkauf und in der Verarbeitung geniessen ökologische Kriterien einen hohen Stellenwert. Victorinox ist bestrebt, umweltfreundliche und nach Möglichkeit vollständig recyclierbare Endprodukte herzustellen und verarbeitet grundsätzlich keine Schwermetalle. Das Ökocredo bezieht auch die Verpackungsfrage mit ein. Weil Victorinox als Familienbetrieb nicht von gewinnorientierten Aktionären an nachhaltigen und klimafreundlichen Investitionen gehindert wird, nimmt der Schwyzer Familienbetrieb diese Verantwortung und Chance seit Jahren war und setzt auch im Umweltschutz auf Innovationen.

Umweltschutz hört nicht an Landesgrenzen auf. Für die Tochtergesellschaften im Ausland gelten dieselben Umweltanforderungen wie für die Betriebe in der Schweiz. Massgebend für die Victorinox-Gruppe wie auch für die im Auftrag produzierenden Drittfirmen sind die strengen Umweltvorschriften, die in der Schweiz gelten. Ohne Opferbereitschaft zugunsten der Umwelt und Gesellschaft geht es nicht. Umgekehrt können neue Anlagen und nachhaltige Verfahren mittelfristig Gewinn bringen. Eine Win-Win-Situation für alle.

Victorinox AG Schmiedgasse 57 6438 Ibach-Schwyz Fon: Fax:

041 81 81 211 041 81 81 511

www.victorinox.com


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Air-On®: ausgezeichnet innovativ Der Schweizer Innovationspreis wird jedes Jahr an Unternehmen verliehen, die sich durch eine besondere Innovationskraft zum Wohle ihrer Kundinnen und Kunden auszeichnen. Die Air-On AG aus Cham (ZG) hat den Nerv der Zeit getroffen und durfte den Award 2011 entgegennehmen. Aber was hat die Gesellschaft IDEE-SUISSE® zu diesem Entscheid bewogen?

Air-On® zielt auf einen Bereich ab, der in den nächsten Jahren zunehmend an Bedeutung gewinnen wird: Energieeffiziente Gebäude. Führende Experten sind überzeugt, dass sich im Gebäudebereich bis zu 70 % des heutigen Energieverbrauchs einsparen lassen – in erster Linie durch eine verbesserte Gebäudeisolation. Diese kann jedoch zu Problemen beim Raumklima führen. Wird ein Raum von seinen Nutzern nicht ausreichend manuell gelüftet, sammelt sich Feuchtigkeit an und die CO2-Konzentration steigt. Eine deshalb üblicherweise eingesetzte zentrale Lüftungsanlage wiederum erfordert umfangreiche sowie platzraubende bauliche Massnahmen und kann dazu führen, dass die Raumluft insbesondere in den Wintermonaten massiv zu trocken ist.

überwacht und aktiv beeinflusst. So wird das Raumklima in Wohn-, Arbeits- oder Schulungsräumen ohne aufwändige Abstimmung verschiedener Systeme gefördert.

Weniger Feinstaub und Allergene für mehr Lebensqualität Air-On® leistet nicht nur aktive Unterstützung beim Energies- Preisträger Schweizer Innovationspreis 2011. Von links: Verwaltungsratspräsident Dr. paren, sondern trägt auch zur Michael Riemenschneider, Lukas Zahno und Adrian Peterhans, Geschäftsleitung AirFörderung der Gesundheit seiner On AG, und Dr. Olaf J. Böhme, Präsident IDEE-SUISSE® Nutzerinnen und Nutzer bei: •

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Frischer Wind für Ihre vier Wände und die Umwelt Air-On® begegnet dieser Herausforderung mit einer einfachen, benutzerfreundlichen und energieeffizienten Lösung, indem es die entscheidenden Parameter der • Luftqualität – Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Konzentration – für jeden Raum individuell

Verunreinigungen wie Feinstaub-Partikel, Keime und Allergene werden mithilfe modernster Technik wirksam aus der Raumluft gefiltert. Unangenehme Gerüche werden durch den eingebauten Aktivkohlefilter neutralisiert. Die negativen Auswirkungen zu trockener Luft (Reizungen der Schleimhäute, Austrocknen der Haut, allgemeines Unwohlsein) werden dank der durch Air-On®-Geräte geregelten optimalen Luftfeuchtigkeit verhindert. Aufgrund der geringen Geräuschentwicklung lässt sich das Gerät überall einsetzen, z. B. auch in Schlafräumen.

Eine sichere Investition in die Zukunft In den vergangenen Jahren wurden viele Altbauten ohne Rücksicht auf die Nutzungsgewohnheiten der Bewohner saniert. Das führt oft schon nach kurzer Zeit zu Schäden an der Bausubstanz (Schimmelpilz) oder der Gesundheit ihrer Bewohner. Eine schlecht durchdachte Sanierung kann auf diese Weise schnell zum Fass ohne Boden werden. Air-On® hingegen besticht durch moderate Anschaffungskosten sowie die einfache, kostengünstige Wartung und ist mit Sicherheit die aktuell beste Lösung für Gebäude und Bewohner.

Air-On AG Gewerbestr. 11 6330 Cham Fon: Fax:

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,Im Fokus – Innovation Swiss Made

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Innovation braucht eine Lobby - angepasstes Mittelmass ist unsexy!

Dr.rer.pol. Olaf J. Böhme Verbandspräsident der IDEE-SUISSE® Schweizerische Gesellschaft für Ideen- und Innovationsmanagement, Zürich

Als Lobbyist der Innovation setzt sich die IDEE-SUISSE dafür ein, dass viele Ideen und Verbesserungsvorschläge kreiert werden, um aus diesen im Rahmen des Ideen- und Innovationsmanagements marktfähige Innovationen werden zu lassen. Damit ein solches betriebliches Organ effizient funktioniert, braucht es in den Unternehmen jeder Grösse einen Nährboden, der Kreatives erlaubt und dazu Freiräume zulässt. Es ist notwendig, dass der aufgehende Sa-men gehegt und gepflegt wird. Hierzu sind so genannte Akzeleratoren nötig, die die Ideen und die Verbesserungsvorschläge rasch in Neuheiten umzusetzen wissen.

Der technische Fortschritt, der ständig intensiver werdende Wettbewerb und die fortschreitende Globalisierung sind Faktoren, denen sich gegenwärtig kaum ein Unternehmen entziehen kann. Dies stellt Management, Führungskräfte und Mitarbeitende vor grosse Herausforderungen; denn der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängt davon ab, wie sehr es gerade heute gelingt, sich durch Innovationen den wechselnden Anforderungen im Markt anzupassen. Um dies zu realisieren, ist eine innovationsförderliche UnternehmensUm dies zu erreichen, setzt sich kultur mit einer auf Innovation seit über dreissig Jahren die ausgerichtete, innerbetriebliche IDEE-SUISSE® - Schweizerische Lobby notwendig. Ist sie vorhanGesellschaft für Ideen- und In- den und werden die Neuerungen novationsmanagement, domizi- aller Art und deren Prozesse bestliert im TECHNOPARK® Zürich, möglich im Rahmen eines Ideenfür eine innovationsorientierte und Innovationsmanagements Wirtschaftsförderung ein. Der nicht nur ventiliert, sondern auch Verband versteht sich seit 1981 gefördert und realisiert, kann demals eine Aktionsgemeinschaft zufolge auch erfolgreich innoviert kreativer und innovativer Kräf- werden. Wird dieses gesteckte Ziel te sowie als Plattform der Ideen- erreicht, dann ist, um mit VicLeader und der Innovations-Ak- tor Hugo zu sprechen, «nichts auf zeleratoren in der Schweiz. Er ist der Welt so mächtig wie eine Idee zusammen mit seinen Mitglie- (bzw. eine Innovation), deren Zeit dern, Partnern und Förderern gekommen ist.» Nur so lässt sich unter dem Leitmotiv «vision su- künftig ermöglichen, in den hart isse - idée suisse - action suisse» umkämpften Märkten noch besser ein Vertrag mit der Zukunft ein- bestehen zu können. gegangen und daher dem Service public «Wir fördern Mensch, Kre- Denn Innovation bedeutet Zuativität, Innovation!» verpflichtet. kunft! Und diese ist eng mit dem

Begriff «Fortschritt» verbunden. Diesem verdanken wir, wie es bereits Herbert George Wells verkündet hat, «den Nörglern; denn zufriedene Menschen wünschen keine Veränderungen». Ja, und mit Thomas J. Watson lässt sich ergänzen: «Jedesmal, wenn wir in der IBM einen Fortschritt gemacht haben, dann geschah das, weil jemand gewillt war, ein Risiko zu übernehmen, seinen Kopf hinzuhalten und etwas Neues auszuprobieren».

und Stresstoleranz ausgerüstet sein und Mut zum Risiko besitzen. Ferner müssen sie bereit sein, andere zum praktischen und vor allem zum umsetzenden Handeln anzuspornen. Ferner haben sie mitzuhelfen, so manches Hindernis zu überwinden und dafür zu sorgen, dass Kreativitätskiller und Ideenmobbing beseitigt werden. Nur so lässt sich ein Lösen des gordischen Knotens erreichen. Ein angepasstes Mittelmass ist hierbei unsexy! Querdenken ist vielmehr angesagt und auch zuzulassen. Selbst ein Science Fiction Manager ist mehr und mehr anzuerkennen, wenn es darum geht, Parallelwelten aufzubauen. Denn, wenn der Wind der Innovation weht, sind keine Mauern, sondern Windmühlen zu bauen. Setzt sich so eine probate Denk- und Handlungsweise durch, erhalten wir ein Innovationsklima, das Vieles gedeihen lässt.

Nun denn, Risiko auf sich zu nehmen, ist zwar eine Frage der inneren Einstellung. Doch für einen Unternehmer oder eine Unternehmerin darf das primär kein Ärgernis sein, auch einmal etwas zu wagen. Denn Risiken sind, wie es Stephan Schmidheiny einmal bezeichnete, «eine Art Kosten für die Zukunftsgestaltung». Und «Leute, die jedes Risiko scheuen», sagt George F. Kennan, «gehen das grösste Risiko ein». Wer möchte schon zu diesen gehören? Darum: Besinnen wir uns in unserem Lande noch mehr als bisher Da zieht es wohl jeder vor, lieber auf unsere kreative Stärke und auf ein kreativer Marketer zu wer- unseren wichtigsten Rohstoff, den den; denn dieser ist auf Innovati- wir besitzen, nämlich das Wissen! onen fixiert! Von seiner besonde- Nutzen wir dazu die latent vorren Machart sollten wir in unserem handenen Ideen und beleben wir Lande recht viele heranbilden. Sie ferner den in uns wohnenden Ersind nicht nur die Motivatoren, die findergeist! Tun wir das, werden wir benötigen, um Ideen zu reali- wir in der Schweiz auch künftig sieren, sondern insbesondere die ein recht innovatives Land bleiben. künftigen Beschleuniger, um In- Doch richten wir uns am Mittelnovationen rasch auf den Markt zu mass aus, werden wir an Vorsprung bringen. Um dies effizient zu errei- einbüssen. Darum ist und bleibt chen, müssen sie belastbare Men- das ständige Innovieren sexy! schen mit einer hohen Frustations-


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Hightech-Initiative im Innovations-Kanton Aargau Zentrale Lage, günstiges Steuerklima, gesunde Finanzpolitik und hohe Wohnqualität: Der Aargau ist laut aktuellen Bankenstudien einer der attraktivsten Lebensräume und Unternehmensstandorte der Schweiz. Mit der Technologieinitiative «Hightech Aargau» festigt er seine Spitzenposition als InnovationsKanton.

PSI Paul-Scherrer-Institut Villigen/ Würenlingen FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz Windisch

Mit der Technologieinitiative «Hightech Aargau» festigt der Aargau seine Spitzenposition als InnovationsKanton. Grosses Hightech-Potenzial im Innovations-Kanton Aargau.

Robotec Solutions AG, Seon, konfektioniert Industrieroboter. (violetkaipa - Fotolia.com / Robotec Solutions AG)

Der Aargau weist mit diversen Grossunternehmen aus den Bereichen Energie, Chemie oder Lebensmittel und einer Vielzahl kleinerer und mittlerer Unternehmen einen hohen Anteil an innovativen, zukunftsträchtigen Branchen auf. Das Paul-ScherrerInstitut (PSI), die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) mit dem neuen Campus in Windisch und die Industrie selbst mit ihren eigenen Forschungsaktivitäten stellen ein breites Technologieangebot bereit. Mit dem Programm «Hightech Aargau» soll das bereits vorhandene Innovationspotenzial gestärkt, die Konkurrenzfähigkeit der einheimischen Unternehmen unterstützt und der Start und die Entwicklung neuer Geschäftsaktivitäten begünstigt werden. Für innovationsfreudige Unternehmen wird der Aargau künftig ein noch attraktiverer Standort werden. Bereits vor einem Jahr hat der Regierungsrat beschlossen, das Projekt Freie-Elektronen-Röntgenlaser-Entwicklung SwissFEL des PSI mit einem Beitrag von 30 Millionen Franken zu unterstützen; weitere 38 Millionen Franken sollen nun für «Hightech Aargau» bereitgestellt

nologie und Energietechnologie. Das Hightech-Zentrum soll praxis- und wirtschaftsnahe den Wissens- und Technologietransfer fördern. Diese neue Einrichtung ist auf die Bedürfnisse der KMU ausgerichtet und macht ihnen das an den Hochschulen vorhandene Know-how zugänglich. - Aufbau einer Hightech-Region für die Ansiedlung neuer Unternehmen, verbunden mit einer Aufwertung des Technoparks Aargau in Brugg/Windisch. Dabei geht es um regionale Know-how-Konzentration und Clusterbildung. In der HightechRegion sollen sich Unternehmen mit starkem Technologie-Bezug ansiedeln. Dank der Nähe zum PSI und zur Fachhochschule Nordwestschweiz soll die Hightech-Region zu einem Innovationsmagnet avancieren. − Vermittlung und Unterstützung von Forschungsaktivitäten, die zwischen Unternehmen und universitären Einrichtungen vorgenommen werden. Geplant sind neue Ansätze zur Startup-Finanzierung. Die Aargauische Kantonalbank unterstützt diese Massnahme durch eine Erhöhung des Dotationskapitals des AKBFonds für Startup-Finanzierung.

werden. Das vom Regierungsrat lancierte Programm unterstützt ansässige KMU mit Beratungsangeboten, Kompetenzzentren, Verfügbarkeit von Know-how und Innovationsfinanzierungen. Es ist eine zentrale Absicht von «Hightech Aargau», den Wissens- und Technologieaustausch zwischen KMU, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie international ausgerichteten Grossunternehmen zu fördern. Der Regierungsrat hat nach umfassenden Abklärungen bei verschiedenen Partnern aus Wirtschaft, Forschung und Bildung ein griffiges Massnahmenpaket erarbeitet. Die Schwerpunkte werden in den Bereichen Innovationsförderung, Nanotechnologie und Energietechnologie gesetzt. Das Programm nimmt - mit Fokus Wissens- und Technologietransfer - wichtige Elemente des Cleantech-Masterplans des Bundes auf. «Hightech Aargau» sieht neben der Unterstützung der Hightech-Spitzenforschung (SwissFEL-Projekt des PSI) folgende konkreten Massnahmen vor: - Gründung eines Hightech-Zentrums für Innovationsberatung, Nanotech-

Daneben sind weitere Banken in der Start-up-Finanzierung engagiert. Zudem soll der aargauische Forschungsfonds, der die Finanzierung von Entwicklungsprojekten insbesondere von ansässigen KMU unterstützt, weiter ausgebaut werden. Als Standort für Unternehmen und Forschung nimmt der Aargau eine Spitzenposition ein. Er belegt im Standortqualitätsrating 2011 der Credit Suisse zum dritten Mal in Folge den dritten Rang unter 26 Kantonen. Das soll so bleiben. «Mit Hightech Aargau unterstützen wir die Konkurrenzfähigkeit der bestehenden Unternehmen und damit die Chancen der Aargauer Unternehmen am Markt,», erklärt der Aargauer Landammann und Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann, «es ist unser Ziel, dass auch in Zukunft gut qualifizierte Leute hierherziehen - und hier auch adäquate Arbeitsplätze finden.» - Das Programm «Hightech Aargau» wird nach Auswertung des Anhörungsverfahrens im nächsten Jahr dem Grossen Rat zur Beratung zugestellt. - Weitere Informationen: www.ag.ch/hightech und www.aargauservices.ch.


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WearLite – Open your Eyes 50 Jahre lang bedeutete das Beste für Ihre Augen schlechte Nachrichten für Ihre Umwelt. Jetzt sorgen die Schweizer Entwickler von WearLite für das bisher Unmögliche: innovative Gussgläser für höchste Ansprüche in Sachen Qualität und Umweltverantwortung. Und das zu einem Preis, der überzeugt. Haben Sie sich beim Kauf einer Brille jemals über die Gläser Gedanken gemacht? Dann tun Sie es jetzt. Herkömmlicherweise ist die Herstellung des perfekten Durchblicks eine schmutzige Sache. Bis jetzt hatten Optiker keine andere Wahl. Seit über 50 Jahren wird ein Brillenglas aus einem 100 bis 130 Gramm schweren Rohling gefräst und mit individuellen Korrekturen geschliffen. Dafür braucht es viel Energie, Wasser und hochgiftige Legierungen. Das Endglas wiegt aber nur ungefähr 20 Gramm – 80 Prozent des unrecyclebaren Materials wandern in den Abfall.

tzutage damit schmücken. Doch vieles ist nur Gerede. Ich handle lieber. Was auch immer man herstellt, es muss Sinn machen.» WearLite konzentriert sich darauf, mit immer weniger Material und Energie immer mehr ein Produkt zu fertigen, welches dem Menschen und seiner Umwelt zugute kommt. Das macht Sinn.

Saubere Innovation

Jetzt gibt es eine nachhaltige Option: die gegossenen Gläser von WearLite. Dem Schweizer Hersteller ist geglückt, was vorher niemandem gelungen ist: ein qualitativ hochwertiges, fixfertiges Brillenglas aus Kunststoff mit allen Korrekturen in einem einzigen, voll automatisierten Schritt zu giessen. Das ausgeklügelte Hochpräzisionsverfahren stellt aus derselben Menge Material für ein einzelnes herkömmliches Glas gleich fünf Gläser her. Das ist saubere Technologie, die rundum überzeugt – ökologisch, qualitativ, wirtschaftlich. Und das Beste dabei ist: Die WearLite-Gläser werden von A bis Z in der Schweiz unter den streng-

sten Richtlinien in Sachen Qualität, Produktion und Arbeitsbedingungen hergestellt. Die weiten Transportdistanzen werden massiv verkürzt, die CO2-Belastung gesenkt. Wichtiges Know-how und wertvolle Arbeitsstellen wandern nicht nach Fernost ab, sondern bleiben hier. Darauf ist WearLite-Inhaber, der visionäre Unternehmer Karl Nicklaus, stolz. «Unsere hochwertigen Brillengläser kann man zu Recht mit bestem Gewissen tragen.» Dabei mag Nicklaus Schlagwörter nicht besonders. «Cleantec, Ökologie... jeder will sich heu-

den Standort Schweiz. Sie haben jetzt die Möglichkeit, nicht nur das Beste für Ihre Augen, sondern auch für Ihre Umwelt zu verlangen. Fragen Sie Ihren Optiker nach Gläsern von WearLite.

Komfort und Qualität

Die Gussgläser überzeugen im täglichen Gebrauch: Das speziell leichte und extrem belastbare Material, die präzise austarierten Gleitsicht- und Single-Vision-Korrekturen in zehn verschiedenen Tönungen und das Standard setzende Beschichtungsverfahren sorgen für absoluten Sehkomfort. Die Gusstechnik garantiert eine nahezu perfekte, von Poliermaschinen unerreichte, Oberfläche. WearLite hat die Nase in Sachen Brillengläser ganz vorn – und das zu Herstellungskosten, die der Konkurrenz bestens standhalten. Trotz oder gerade durch

WearLite AG Hinterbergstrasse 26 6330 Cham Fon: Fax:

041 747 05 05 041 747 05 06

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Im Fokus – Innovation Swiss Made

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LUNIX® - Designed by Atelier Oï

Ökologie trifft Design Sickerfähige Beläge liegen im Trend! Ökologisch sinnvoll leiten sie das Regenwasser direkt in den Boden und halten damit den natürlichen Kreislauf aufrecht, ohne auf aufwendige Entwässerungsund Retentionsmassnahmen zugreifen zu müssen. Sowohl Beläge, welche das Wasser durch ihre poröse Struktur versickern lassen, wie auch solche, welche das Wasser über die Fugen oder über integrierte Rasen-, Erd- oder Splittschichten ableiten, erfreuen sich in den letzten Jahren einer wach-

senden Beliebtheit. Auflagen von Behördenseite fördern sinnvollerweise vielerorts den Einsatz von solchen Ökobelägen. Wie lassen sich Funktionalität und Design vereinen? Diese Frage inspirierte die Produkte-Tüftler von CREABETON. Gemeinsam mit dem renommierten Designerbüro Atelier Oï suchten sie nach neuen Ideen. Im Vordergrund stand originelles, aber schlichtes Design. LUNIX®, der neue Rasengitterstein erlaubt höchste Gestaltungsvielfalt. Das Konzept besteht

aus vier identisch grossen, rechteckigen Steinen mit unterschiedlicher Anordnung der Punkte. Dies erlaubt es, unzählige wiederkehrende oder auch zufällige Muster zu kreieren. Ergänzend erhältliche Füllsteine für das Errichten von Gehwegen, aber auch die Gestaltung von Mustern im Mosaikstil, runden das Sortiment ab. LUNIX® verfügt über einen maximalen Rasenanteil von rund 57% sowie grosse Fugen, damit der Rasen auch bei trockenem Wetter optimal wächst.

Creabeton Matériaux SA Busswilstrasse 9c 3250 Lyss Fon:

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Innovationen schaffen und sichern Wie werden Innovationen gezielt entwickelt und wie werden diese richtig geschützt? Dieses Wissen fördert die School of Engineering der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit den berufsbegleitenden Studiengängen: MAS in Innovation Engineering – Innovation als unternehmerischer Führungsprozess, MAS in Patent- und Markenwesen – Kompetenz für umfassenden Innovationsschutz, CAS Patentschutz – zur Sicherung der technischen Innovation und CAS Markenschutz und Urheberrecht – zum Marktvorteil gegenüber der Konkurrenz. Obwohl insbesondere Anfang dieses Jahres ein Wirtschaftsaufschwung spürbar war, kühlt sich die Schweizer Wirtschaft – belastet durch das verschlechterte Konjunkturumfeld in der EU sowie den immer noch hoch bewerteten Franken – derzeit stark ab. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig in die Zukunft zu investieren. Neuartiges möchte geschaffen werden und Zukunftsgeschäfte sind zu entwickeln. Wer sich interessiert, wie Produkte oder Prozesse verbessert werden können, benötigt geeignete Arbeits- und Kreativitätstechniken.

1. Es geht uns gut, wissen wir warum? 2. Es geht abwärts, was ist passiert? 3. Wir müssen etwas tun, aber was? 4. Es geht aufwärts, die Innovation greift. 5. Es geht uns nachhaltig gut.

Mit einem Unternehmensplanspiel werden zudem die betriebswirtschaftlichen Grundlagen vertieft sowie Leadership und Communication in Führungsteams trainiert. Die Masterarbeit als praktisches Projekt im Bereich Innovationsmanagement oder -marketing führt nach zwei JahInnovation Engineering ren Studienzeit zum anerkannten Hier setzt der Master of Advan- Master of Advanced Studies in Inced Studies (MAS) in Innovation novation Engineering. Engineering ein und vermittelt Methoden sowie Fähigkeiten, Innovationsschutz wie sich Unternehmen mit syste- Eine innovative Geschäftspolimatischer Innovation nachhaltig tik erfordert nicht unerhebliche finanzielle Investitionen. Innoweiterentwickeln können. Der MAS in Innovation En- vationen, die mit den Mitteln gineering richtet sich an Verant- des Patent- und Markenschutzes wortliche aus allen Branchen, gesichert sind, ermöglichen eidie bereits Berufserfahrung in nen stärkeren Rückfluss der geder Leitung von Innovationspro- tätigten Investitionen und sorgen jekten, im Product Management für deren schnellere und gewinnoder in der Führung von Profit- bringendere Amortisation. Pazentren besitzen und einen Ent- tentschutz für technische Innowicklungsschritt in ihrer Lauf- vationen und Markenschutz für innovative Produkte stellen desbahn beabsichtigen. Dieser attraktive Weiterbil- halb für jedes Unternehmen einen dungsstudiengang folgt einem Wettbewerbsvorteil dar. Für den Innovationsschutz in sich innovativen Konzept. Die Fächerinhalte gliedern sich braucht es Spezialisten mit einer in die drei Themenblöcke: In- Zusatzausbildung in Patent- und novation Engineering, Business Markenwesen. Der Bedarf von Development und Stakeholder Firmen an solchen Spezialisten Management. Dabei stehen fünf steigt parallel zur InnovationstäSzenarien der Unternehmens- tigkeit des Unternehmens. Eine entsprechende Fachausbildung entwicklung im Fokus:

der im Innovationsbereich tätigen Mitarbeiter eröffnet diesen neue Berufschancen und hilft den Unternehmen, ihre Innovationen schneller und besser zu verwerten. Die School of Engineering der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) bietet drei Weiterbildungen in

Richtung Patent- und Markenwesen an: einen umfassenden Studiengang zum MAS in Patent- und Markenwesen sowie zwei unabhängige CAS in Patentschutz und Markenschutz/Urheberrecht. Das CAS in Patentschutz eignet sich insbesondere für Mitarbeiter von Patent- sowie von F&E-Abteilungen. Das CAS Markenschutz/Urheberrecht hingegen ist die geeignete Weiterbildung für Marketingspezialisten und Kommunikatoren, da Marken nicht nur den Schutz der Marketinginvestitionen sicherstellen, sondern besonders das Wiederfinden des beworbenen Produktes durch den Konsumenten erleichtern.

ZHAW School of Engineering Lagerstrasse 41 8004 Zürich weiterbildung.engineering@zhaw.ch Fon: 058 934 82 40 Unsere berufsbegleitenden Master (MAS) und Certificate of Advanced Studies (CAS) im Bereich Innovationen und Innovationsschutz: • MAS Innovation Engineering • MAS Patent- und Markenwesen • CAS Patentschutz • CAS Markenschutz und Urheberrecht Besuchen Sie unseren Infoabend am 18. Januar 2012. Jetzt anmelden unter www.engineering.zhaw.ch/weiterbildung


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Bärenstarker Familienzuwachs: Die neue EgoKiefer Fensterlinie WS1® in Holz/Aluminium und Holz.

Und an 13 eigenen Standorten sowie bei über 350 Wiederverkaufspartnern in der ganzen Schweiz: www.egokiefer.ch

Klimaschutz inbegriffen. WoodStar WS1® – So heisst der neue Star der Holz/Aluminium- und Holz-Fensterbranche. Dank Einzelteillackierung und gedübelter Eckverbindung sind die WS1®-Fenster von EgoKiefer besonders langlebig und robust. Und sie bestechen mit ihrem attraktiven Design. WS1®-Fenster sind MINERGIE®-zertifiziert und reduzieren den Energieverbrauch über das Fenster um bis zu 75%. Rechnen Sie nach unter www.energy-and-more.ch. Wir freuen uns auf Ihren Besuch an der Swissbau 2012 in Basel vom 17. bis 21. Januar 2012 in der Halle 1.1, Stand A30.

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, Fokus – Bauen & Wohnen Im

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Gebündelte Innovationskraft mit Klimaschutz inbegriffen und Kunststoff/Aluminium die zu erwartenden verschärften europäischen Wärmedämmvorschriften des Jahres 2020. Als erstes Fenster der Schweiz wurde die EgoKiefer Fensterlinie XL® mit dem strengen MINERGIE®-P Modul zertifiziert und gleichzeitig für sein attraktives Design international mehrfach ausgezeichnet. Auch die EgoKiefer Fensterlinie AllStar AS1® ist MINERGIE®-zertifiziert. AS1®-Fenster eignen sich für jede Anwendung in der Sanierung sowie im Neubau und runden das EgoKiefer Kunststoff- und Kunststoff/Aluminium-Fenstersortiment optimal ab.

der Sicherheit mit den neuen Beschlagskonzept TITAN AF und EgoAlarm® oder barrierefreien Fenstertüren, EgoKiefer Produkte bieten überzeugende Vorteile. Mit dem Kundenversprechen «Klima-

schutz inbegriffen» übernimmt EgoKiefer auch seine ökologische Verantwortung entlang des gesamten Lebenszyklus der Produkte. Mit Ego®Power erhalten Kunden eine Extraportion Lebensqualität.

EgoKiefer an der Swissbau 2012 Vom 17. bis 21. Januar Halle 1.1 Stand A30

Die ganze Palette innovativer Fensterbaukunst an der Swissbau

Copyright: Light Art by Gerry Hofstetter ©

EgoKiefer ist die unbestrittene Nr. 1 auf dem Schweizer Fenster- und Türenmarkt. Mit ihrer Innovationskraft und dem Kundenversprechen «Klimaschutz inbegriffen» setzt das Unternehmen immer wieder neue Trends. An der Swissbau in Basel präsentiert EgoKiefer ihre neue bärenstarke Fensterfamilie sowie zahlreiche Innovationen aus dem EgoKiefer Mehrwertsortiment «Ego®Power». Bei EgoKiefer gibt es keine Produkte von der Stange. EgoKiefer Fenster und Türen sind massgeschneiderte Systemlösungen, die sämtliche Kundenwünsche auf die bestmögliche und wirtschaftlichste Art erfüllen. Möglich machen dies 80 Jahre Markterfahrung, die EgoKiefer Systemkompetenz sowie die ehrliche Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden. EgoKiefer nennt diese Innovationskraft Ego®Power. Die ganze Kraft der EgoKiefer Mehrwerte kann an der Swissbau 2012 erlebt werden.

EgoKiefer zeigt die gebündelte Ego®Power an der Swissbau vom 17. bis 21. Januar 2012 am Stand A30 in der Halle 1.1. Mit den Ego®Power Mehrwerten verbessern die EgoKiefer Hochleistungsprodukte die Lebensqualität der Bärenstarker FamilienzuKundinnen und Kunden. Ob im wachs: EgoKiefer WoodStar Bereich Gesundheit, mit dem neuWS1® en fensterintegrierten LüftungssyWoodStar WS1® – so heisst der stem mit Wärmerückgewinnung, WoodStar WS1® – Die bärenstarke EgoKiefer Holz/Aluminium- und Holz-Fensterlinie – Klimaschutz inbegriffen. neue Star der Holz/Aluminiumund Holz-Fensterbranche. Dank Einzelteillackierung und gedübelter Eckverbindung sind die EgoKiefer WS1®-Fenster besonders langlebig und robust. Und sie bestechen mit ihrem attraktiven Design. EgoKiefer EgoKiefer AG WS1®-Fenster sind MINERGIE®Schöntalstrasse 2 zertifiziert und reduzieren den En9450 Altstätten SG ergieverbrauch über das Fenster um bis zu 75%. Sie ergänzen die bäFon: 071 757 33 33 renstarke EgoKiefer Fensterfamilie Fax: 071 757 35 50 und vervollständigen das attraktive Hochleistungssortiment des Marktzentrale@egokiefer.ch leaders im Holz/Aluminium- und www.egokiefer.ch Holz-Segment. www.energy-and-more.ch

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Im Fokus – Bauen & Wohnen Im Fokus – Bauen & Wohnen

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Ästhetisches und modernes Energiedach – die Zukunft ist Gegenwart Ein modernes Dach muss heute mehr können als die Bewohner vor Regen schützen: Die gute Wärmedämmung reduziert die Wärmeverluste auf ein Minimum, flexible Gestaltungsmöglichkeiten stellen Ästhetik, Lichteinfall und Raumbedürfnisse der Bauherrschaft sicher, Sonnenkollektoren für Wärme und Solarmodule für Strom produzieren nachhaltig die für den Betrieb des Gebäudes nötige Energie. 3-Familien-Minergie-Eco-Haus Elgg: Durch die thermische Solaranlage SOLTOP COBRA Evo von 27.5m² Absorberfläche wird pro Jahr 11‘500 kWh Wärme für Warmwasser und Heizung

geliefert. Die Photovaltaik-Anlage SOLTOP ELEKTRA mit einer Leistung von 15.4 kWp liefert 16‘000 kWh Strom pro Jahr. Somit sind 86% des Energiebedarfes durch Solarenergie ge-

SOLTOP Schuppisser AG ist ein führendes Unternehmen im Solarbereich (Wärme und Strom) mit moderner, eigener Produktion in Elgg ZH. Seit über 30 Jahren entwickelt, produziert und verkauft SOLTOP Solartechnik, die leistet und begeistert: Effizienz, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit der SOLTOP Solarsysteme werden von den Kunden sehr geschätzt. Bei SOLTOP Systemen ist die Funktionsgarantie inbegriffen. So macht Sonnenenergie Spass und Sinn. Sind Sie interessiert? Kontaktieren Sie uns oder besuchen Sie uns auf www.soltop.ch. Wir freuen uns auf Sie.

deckt. Die fehlenden 14% liefert eine Holzheizung.

Das ideale Speicherkonzept auch für die Zukunft. Auch im portraitierten Haus kommt ein hocheffizienter SOLTOP STRATIVARI Eta Kombispeicher zur zentralen Energieverwaltung zum Einsatz: Die Solarenergie wird in den Kombispeicher eingelagert. Aus diesem wird das Brauchwarmwasser und die Energie für die Raumheizung bezogen. Reicht die Sonnenenergie einmal nicht aus, so heizt die Heizung nach. Dies kann wahlweise eine Wärmepumpe, Pellets-, Gas-, Öl-, ... - Heizung sein. Auch Heizsysteme der Zukunft sind an den Kombispeicher problemlos anschliessbar: Die ideale Voraussetzung für eine auch in Zukunft zeitgemässe Energieversorgung und eine nachhaltige Investition in die Haustechnik.

SOLTOP Schuppisser AG St. Gallerstrasse 5a 8353 Elgg ZH Fon: 052 364 00 77 www.soltop.ch


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Die Gesundheits-Architekten Im Gespräch mit der erfolgreichen Unternehmensleiterin des Ökohaus-Pioniers Baufritz, Dagmar Fritz Kramer. • Was verstehen Sie unter dem Begriff «Die Gesundheits-Architekten»? Wir sorgen uns schon vor Beginn der Hausplanung mit aller notwendigen Sorgfalt um die Gesundheit der späteren Bewohner. Das beginnt bereits bei der Begutachtung des Baugrundstückes nach Belastungsfaktoren wie Erdstrahlen, Wasseradern oder Elektrosmog. Die verwendeten Baumaterialien und Dämmstoffe des gesamten Gebäudes werden nach baubiologischen Kriterien ausgesucht und genauestens nach Schadstoffen überprüft. • Sind Ihre individuellen Designhäuser also echte Biohäuser? Ja. Wir betreiben dafür seit mehreren Jahrzehnten intensive Gesundheits- und Materialforschung. Unsere ganzheitlichen, ökologisch perfekten Häuser mit hohem Designanspruch entstehen nach den individuellen Wünschen unserer Kunden. Das gesunde

Wohnklima ist nicht nur spürbar, sondern auch messbar. • Geben Sie dafür Ihren Kunden dafür auch Sicherheiten? Ehrlichkeit steht bei uns an erster Stelle. Noch vor dem Einzug lassen wir deshalb eine Luftschadstoffmessung im Gebäude durchführen. Attestiert im Baufritz-Gesundheitszertifikat liefert das Ergebnis den Beleg für die gesundheitlichen Qualitäten jedes Hauses. Dafür stehen wir mit unserem Namen. Mit etwas Stolz blicken wir auf die Erfahrungen aus mehr als 700 Luftschadstoffmessungen in unseren individuellen Kundenhäusern. • Gibt es noch weitere GesundheitsQualitäten? Ja, denn in unserer modernen Welt steigen auch ständig die Belastungen durch Elektrosmog, z.B. durch Mobilfunksender, Strassenbahnen, Flugradar etc. Dagegen haben wir auch ein Rezept entwickelt. • Wie erreichen Sie einen wirksamen Schutz vor diesen elektrischen und magnetischen Strahlen ? Wir integrieren in jedes Gebäude eine innere Schutzhülle bestehend aus einer Naturgipsplatte mit spezieller Kohlenstoffbestäubung.

Dieser Gesundheitsschutz ist präventiv und gehört ohne Aufpreis zur Ausstattung unserer Gesundheits-Architektur. • Sie wurden auch zum nachhaltigsten Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet ? Ja das hat uns riesig gefreut. Wir sehen diese Auszeichung als Bestätigung unseres ungebrochenen täglichen Engagements, umweltund klimaschützende Gebäude zu planen und zu realisieren, welche in keiner Phase unsere Erde belasten. Unsere natürliche Bauweise bewirkt, dass wir mit jedem Objekt langfrisitg den Ausstoss von mehr als 40 Tonnen klimaschädigendem C0² verhindern. • Sind Ihre wohngesunden Häuser auch energetisch vorbildlich? Eine perfekte handwerkliche Verarbeitung sowie höchste Präzision und Passgenauigkeit sorgen für eine optimale Luftdichtigkeit. Gleichzeitig sind unsere Häuser diffusionsoffen und atmungsaktiv. Den bestmöglichen Wärmeschutz erzielen wir mit unserer sogenannten Voll-Werte-Wand und unserem patentierten Bio-Dämmstoff aus Holzspänen. Jedes Haus kann somit als Minergie-zertifi-

ziertes Gebäude realisiert werden. Selbst der neue, sehr hochwertige Minergie Eco-Standard wird von uns erreicht. Wir realisieren individuelle Designhäuser, die den Menschen gut tun. • Vielen Dank für das Gespräch.

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Im Fokus – Bauen & Wohnen

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Beton-Manufaktur setzt neue Massstäbe

oder moderne Lavabos: dem Einsatzbereich von Beton sind kaum Grenzen gesetzt. Armand Louis, Architekt und Mitinhaber der renommierten Neuenstädter Designschmiede Atelier Oï, schätzt die Zusammenarbeit mit der Beton-Manufaktur und die neuen Möglichkeiten, die der Baustoff bietet: «Beton hat eine spannende Vielfältigkeit und birgt ein grosses gestalterisches Potenzial. Der Baustoff wurde dank jüngsten Entwicklungen von seiner gestalterischen Trägheit erlöst und Materialforschung und -entwickBeton-Erzeugnisse aus einer Ma- animiert jetzt zum Spiel zwischen lung. Mit Vifort® steht ihnen ein nufaktur? Was wie ein Wider- Statik und Dynamik.» Hochleistungsbeton zur Verfüspruch anmutet, entpuppt sich bei gung, der neue Standards setzt. Er genauer Betrachtung als logische Gestaltungsfreiheit dank ist bis zu fünf Mal fester als norVerbindung. In der Beton-Manu- Hochleistungsbeton faktur in Einigen setzen erfahrene Die Beton-Manufaktur ist die Spezialisten mit viel Handarbeit erste ihrer Art in der Schweiz. Seit um, was Designer, Künstler und dem vergangenen Mai operiert Architekten zuvor als Idee zu Pa- sie als eigenständige Geschäftspier gebracht haben. Die Resul- einheit der Creabeton Matériaux tate der kreativen Zusammenar- SA, eines Unternehmens der Vibeit erstaunen nicht nur Laien. gier Holding. Die «BetonhandOb organisch anmutende Fassa- werker» von Einigen können sodenelemente, farbige Designer- mit auf das Know-how und die schalen, filigrane LED-Leuchten, über hundertjährige Erfahrung stylische Blumenvasen, trendige eines führenden Unternehmens Hocker, elegante Tischplatten der Branche bauen — etwa bei der

Leicht, filigran, ästhetisch, trendig — die Kreationen der Beton-Manufaktur in Einigen geben einem alten Baustoff ein neues Gesicht. Mit viel Handarbeit, Knowhow und Leidenschaft entstehen am Thunersee Betonobjekte für designbewusste Kunden.

maler Beton, was die Herstellung von äusserst feinen Körpern und Strukturen und so eine grosse Gestaltungsfreiheit gewährleistet.

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31 Im Fokus – Bauen & Wohnen

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Ökologie und edles Design im Waschraum

Schulthess-Waschmaschinen und -Wäschetrockner gehören zu den energieeffizientesten Geräten überhaupt: Sie sind der Massstab, wenn es um ökologisches Waschen geht. Mit dem Weich-, Regen- oder Warmwasseranschluss bietet das Schulthess-Waschmaschinen-Premiummodell Spirit eMotion 7040i eine zukunftsweisende technische Lösung. Dabei überzeugen die Premiummodelle nicht nur in ökologischer und ökonomischer Hinsicht, sondern punkten auch mit edlem Design. Wer Sorge zur Umwelt trägt, überlegt sich jetzt, wie er im Waschraum Strom und Wasser sparen kann. Dabei kann die Wahl nur auf Schulthess-Geräte fallen. Sie sind schon jetzt auf höchstmögliche Energiesparsamkeit ausgerichtet, welche zukünftig zu den Grundanforderungen gehören wird. Lassen Sie sich an der Swissbau vom Schulthess-Fachpersonal rund ums ökologische Waschen beraten.

Waschmaschine Spirit eMotion 7040i in Anthrazit

Höchste Energie- und Ressourcensparsamkeit

artLine: Edles Design in der Farbe Anthrazit

Innovation pur: Das Premiummodell Spirit eMotion 7040i verfügt wahlweise über einen Warm-, Weich- oder Regenwasseranschluss und nimmt so den zukünftigen Massstab vorweg. Dank dieser Anschlüsse können massgeblich und nachhaltig Wasser und Strom gespart werden, was die Betriebskosten markant senkt.

Die Premiummodelle überzeugen nicht nur in ökologischer Hinsicht, sie sind auch führend in Design. Mit der «artLine» werden Waschmaschine und Wäschetrockner auch in der exklusiven Ausführung «Anthrazit» angeboten. Das gibt es so nur bei Schulthess!

Wäschetrockner Spirit eMotion TW 7240i in Anthrazit

Expressprogramme: In Rekordzeit saubere Wäsche Auf die Express-Programme ist Schulthess besonders stolz. Bereits ab 19 Minuten wird die Wäsche einwandfrei sauber! Und: Nur bei Schulthess sind diese ExpressProgramme auf sämtlichen Temperaturstufen einsetzbar. Zudem überzeugen die Schulthess-Geräte mit aussergewöhnlichen Tasten: Beispielsweise die einzigartige «myTop5»-Taste, die selbständig Ihre Lieblingsprogramme speichert. Ferner sorgen die umweltschonenden Programm-Tasten «20°C» und «EcoPlus» für zusätz-

liche Einsparungen an Strom und Wasser und schonen somit das Budget.

Swissmade und langlebig Alle Schulthess-Geräte sind robust gebaut und laufen nachweislich lange. Dies ist auch auf die Schweizer Fabrikation der Geräte zurückzuführen: Sämtliche Maschinen werden ausschliesslich in Wolfhausen ZH gefertigt. Dabei wird viel Gewicht auf Forschung und Entwicklung gelegt, um auch künftigen Generationen eine intakte Umwelt zu hinterlassen.

Schulthess Maschinen AG Landstrasse 37 8633 Wolfhausen ZH Fon: 0844 880 880 info@schulthess.ch www.schulthess.ch Schulthess Maschinen AG an der Swissbau vom 17. bis 21. Januar 2012. (Halle 2.1, Stand B42)


Im Fokus – Bauen & Wohnen

Jedem sein Heim Die homegate AG wurde am 1. März 2001 als Tochtergesellschaft der Zürcher Kantonalbank gegründet. 2005 beteiligten sich die Medienunternehmen Tamedia (Zürich) und Edipresse (Lausanne). Seit März 2008 haben diese Medienunternehmen eine paritätische Mehrheit an der homegate AG übernommen. 40 Mitarbeiter betreiben das technisch hochstehende und schweizweit führende Immobilienportal homegate.ch. Heinz M. Schwyter steht als CEO der vierköpfigen Geschäftsleitung vor.

Dienstleistungen • Immobilien suchen: www.homegate.ch/mieten und www.homegate.ch/kaufen Auf dem Immobilienmarktplatz von homegate.ch finden sich 180’000 Immobilieninserate zum Mieten oder Kaufen. Mit einer Eröffnung eines Suchabos, werden die neusten Inserate den Kriterien entsprechend, täglich und kostenlos per E-Mail verschickt. Des Weiteren finden sich auf dem Immobilienmarktplatz zu vermietende Ferienobjekte, WG-Zimmer sowie Anzeigen für Wohnpartner über 50 Jahren, welche in Zusammenarbeit mit Partnerschaften realisiert wurden.

• Immobilien inserieren: www.homegate.ch/inserieren Privatkunden und Geschäftskunden haben die Möglichkeit in nur wenigen Schritten zu vermietende oder zu verkaufende Immobilien direkt online zu erfassen und auf homegate.ch ein Inserat zu schalten. Eine zusätzliche Möglichkeit ist die Beauftragung unseres Erfassungsdienstes, der die Daten einliest und in den Marktplatz stellt. Mit gegen 4 Mio. Besuchern pro Monat auf homegate.ch ist bestimmt schnell ein Interessent oder eine Interessentin gefunden.

Informationen rund um die Finanzierung des Eigenheims und praktische Schnellrechner. • Tipps zum Umziehen: www.homegate.ch/umziehen Tipps und Tricks zur Umzugsplanung, Bestellmöglichkeit von Umzugskisten und ein Verzeichnis mit Umzugs- und Reinigungspartner nach Regionen sollen helfen, den Umzug so stressfrei wie möglich zu gestalten.

• Versichern: www.homegate.ch/mieten/ versichern und www.homegate.ch/kaufen/ • Informationen zum Finanzieren: versichern www.homegate.ch/finanzieren Informationen zu VersicheIn Zusammenarbeit mit Finanzie- rungen, über die sich ein/e Mierungspartnern sind Hypothekar- ter/in oder ein/e HauseigentüAngebote auf homegate.ch direkt mer/in Gedanken machen sollte. online miteinander vergleichbar und Offerten unverbindlich und • Wohnen: www.homegate.ch/ kostenlos anzufordern. Unter wohnen www.homegate.ch/finanzieRedaktionelle Artikel rund ums ren findet man zudem nützliche Wohnen, Einrichtungstrends,

Garten und Haushalt passend zur Jahreszeit und aktuelle Veranstaltungstipps.

Reichweite und Kennzahlen Mit monatlich regelmässig gegen 4 Mio. Besuchen von circa 1 Mio. Unique Clients gehört homegate. ch zu den reichweitenstärksten Online-Auftritten.

homegate.ch ist ein schweizweites Immobilienportal und hat den Geschäftssitz in Adliswil, nahe der Stadt Zürich. Kernstück bildet der Immobilienmarkt, in welchem über 180’000 Immobilien in der Schweiz und auf der ganzen Welt von rund 8’500 privaten und 1’800 professionellen Anbietern inseriert sind.


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Optische wie technische Highlights: Der Geberit Monolith für Waschtische und die neue berührungslose Geberit Betätigungsplatte Sigma80.

Die Geberit Monolith Sanitärmodule für den Waschtisch sowie für WC (hier mit Geberit AquaClean) setzen neue Akzente im Bad.

Design und Funktionalität vereint Die neuen formschönen Sanitärmodule für den Waschtisch und das WC. Die neuen Geberit Monolith Sanitärmodule für Waschtisch und WC setzen klare, formstarke Akzente im Badezimmer und haben weitaus mehr zu bieten, als sie auf den ersten Blick vermuten lassen.

einiges an Nutzen bieten: Waschtisch, Dusche, WC und - wenn das Raumangebot reicht - auch eine Badewanne. Zahnpaste und -bürste, Feuchtigkeitscrème, Rasierpinsel oder Make-up-Entferner, all das soll zudem irgendwo unauffällig abgestellt oder untergebracht werden können: Komfort und Eleganz kombiniert und das alles auch noch mit geringem Aufwand sauber halten? Mit dem Geberit Monolith Sanitärmodul für den Waschtisch verfügen Sie über eine neuartige und ausgesprochen formschöne Lösung für dieses Problem. Funktionen wie Abstellflächen, Stauraum und Handtuchhalter sowie die ganze Technik für Befestigung, Wasseranschlüsse und Sifon bilden eine elegante Einheit. Dass diese neue Formensprache den Nerv der Zeit trifft, das beweisen auch die verschiedenen Designpreise, mit denen die Geberit Monolith Sanitärmodule bisher ausgezeichnet wurden.

So können sie beispielsweise mit vielen handelsüblichen Armaturen und Keramiken kombiniert werden. Auch sind sie in aller Regel rasch und ohne bauliche Anpassungen an vorhandene Anschlüsse installiert, was speziell bei Renovationen vorteilhaft sein kann. Die Geberit Monolith Sanitärmodule werden aus hochwertigen und pflegeleichten Werkstoffen wie Glas und Aluminium gefertigt und beinhalten bewährte Sanitärtechnik. Zusätzlichen Gestaltungsspielraum bieten die verschiedenen Farben Waschbecken und der Frontverkleidung aus Glas.

Markt erhältlichen Armaturen und Waschbecken bestückt werden. Hinsichtlich der Gestaltung Ihres Badezimmers bleibt Ihnen somit die grösstmögliche Wahlfreiheit. Optional sind auch Regalauszüge und Handtuchhalter erhältlich. Sie lassen sich mit einem leichten Druck auf den seitlichen Aluminiumrahmen öffnen und bieten dank einer durchdachten Aufteilung Raum für allerlei Pflegeprodukte und persönliche Utensilien. Die neuen Sanitärmodule passen natürlich auch perfekt zu Geberit AquaClean Dusch-WCs.

eignen sich die Monolithen ganz speziell auch für sanfte Badezimmer-Erneuerungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.geberit.ch/monolith

Erleben Sie unsere Produktinnovationen live und besuchen Sie uns an der Swissbau in Basel vom 17.-21. Januar 2012 (Halle 2.2, Stand K22/K24)

Einfach perfekt montiert

Alle Geberit Monolith Sanitärmodule sind so konzipiert und werkseitig so vorbereitet, dass ein einzelner Installateur diese innerhalb von wenigen Stunden montiert. In aller Regel und wie von Geberit gewohnt, können die Monolithen ohne grosse Anpassungsarbeiten an die vorhandenen Anschlüsse für Wasser und Abwasser angeschlosWaschtischarmaturen frei sen werden. Spitzarbeiten sind Gebündelter Nutzen – kombinierbar kaum nötig oder nur gering, weszeitlos schön Die Geberit Monolith Sanitärmo- halb es beim Einbau kaum Schmutz Ein modernes Badezimmer muss dule können mit zahlreichen im und Lärm gibt. Aus diesem Grund

Geberit Vertriebs AG Neue Jonastrasse 59 8640 Rapperswil Fon: Fax:

055 221 61 11 055 212 42 69

www.geberit.ch/monolith


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Im Fokus – Helfende Hände

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Für Ihre Spende auf unser Gemeinschaftskonto danken wir Ihnen herzlich:

PC 80 – 345 011 – 0 Schweizerischer Verein für Epilepsie www.epi-suisse.ch Schweizerische Liga gegen Epilepsie www.epi.ch Schweizerische Epilepsie-Stiftung www.epi-stiftung.ch Klinik Bethesda Tschugg www.klinik-bethesda.ch

70'000 Menschen in der Schweiz sind betroffen, davon etwa 15'000 Kinder! Epilepsie kann jeden treffen – wir stehen gemeinsam ein, den Betroffenen zu helfen. Was ist Epilepsie? Epileptische Anfälle sind Störungen des Gehirns, welche aufgrund kurz dauernder vermehrter Entladungen von Nervenzellen zustande kommen und von Epilepsien spricht man, wenn sich epileptische Anfälle unprovoziert wiederholen können. Es gibt viele Formen epileptischer Anfälle und noch weitaus mehr Formen von Epilepsien. Epileptische Anfälle sind weit verbreitet, so erleiden mindestens 5 % der Menschen im Laufe ihres Lebens einen epileptischen Anfall und rund 1 % erkranken an Epilepsie. In der Schweiz sind dies rund 70'000 Personen, davon 15'000 Kinder. Bei etwa zwei Drittel der Patienten kommt es entweder zur Ausheilung der Epilepsie oder sie können dank einer medikamentösen Behandlung ein nahezu beschwerdefreies Leben führen. Hingegen bleibt bei etwa einem Drittel der Patienten die Epilepsie schwer behandelbar. Die Epilepsie ist dann bei diesen komplexen Fällen eine chronische Krankheit, die alle Lebensbereiche betrifft. Nebst der medikamentösen Therapie kann auch die operative Entfernung des betroffenen Hirnareals in Frage kommen. In einem aufwändigen diagnostischen Verfahren, der sog. prächirurgischen Epilepsie-Diagnostik wird abgeklärt, ob eine Operation beim Patienten möglich und vertretbar ist (vgl. www.swissepi.ch/Operationsabklärung).

Wie wird Epilepsie in der Schweiz versorgt? Die EpilepsieChirurgie gehört zur Hochspezialisierten Medizin, welche nicht durchdie Kantone, sondern durch die Gesundheitsdirektorenkonferenz für die ganze Schweiz geplant wird. Diese Leistungen sind für die Erwachsenen an drei Schweizer Spitälern (Universitätsspital Zürich, Hôpitaux universitaires de Genève, Universität Basel) zugelassen. Für Kinder wird die hochspezialisierte Medizin aus Gründen der Qualitätssicherung schweizweit auf zwei Zentren (Schweizerisches Epilepsie-Zentrum Zürich (in Zusammenarbeit mit dem Kinderspital Zürich) und dem Hôpitaux universitaires de Genève) angeboten. Die nicht hochspezialisierte epileptologische Versorgung findet mehrheitlich in den drei Epilepsiezentren (Zürich, Tschugg und Lavigny) sowie an Spitälern mit einer neurologischen Abteilung statt. Die ambulante Versorgung von Patienten erfolgt in den vorgenannten Zentren oder den niedergelassenen Neurologen und Hausärzten.


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Schweizerischer Verein für Epilepsie Wir bieten • •

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Beratung für Familien, Jugendliche und Erwachsene im psychosozialen Bereich Informationen für Familien, Betreuende, Lehrende und Schule, Fachleute und Interessierte. Publikationen zu Thema wie «Epilepsien im Schulalltag» über 30 Selbsthilfegruppen in der Schweiz

Wir organisieren •

Informationsveranstaltungen, Fortbildungsanlässe

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für Institutionen, Referate Kinderferienlager, Ferienwochen für Erwachsene

Wir leisten •

Öffentlichkeitsarbeit, um Verständnis für die Betroffenen aufzubauen

Möchten Sie Mitglied werden? Möchten Sie Unterlagen bestellen? Brauchen Sie eine Beratung? Wollen Sie einen Austausch mit Gleichgesinnten? Kontaktieren Sie uns

Erfahrungsberichte Frau B. ist 17-jährig und leidet nach einem SchädelHirntrauma an einer Epilepsie. Sie hat nun Angst, ihre Lehrstelle zu verlieren. Sie hat alle paar Wochen tagsüber einen leichten Anfall. Was ist zu tun? Sollte Sie ihren Lehrmeister informieren? Kann Sie die Lehre als Laborantin weiter fortsetzen oder ist dies für sie zu gefährlich? Würde die IV eine Umschulung finanzieren? Wo könnte Sie sich mit Gleichgesinnten austauschen? Die Beraterin von Epi-Suisse klärt mit ihr diese wichtigen Fragen, vermittelt ihr eine Selbsthilfegruppe und hilft somit Frau B. den Alltag mit der Diagnose der Epilepsie besser zu meistern.

Frau B. ist 60-jährig und leidet schon seit vielen Jahren an Epilepsie. Durch das Einnehmen der Medikamente ist sie oft sehr müde und sehr verlangsamt. Frau B. ist IV-Bezügerin, wohnt alleine und möchte schon lange wieder einmal in die Ferien. Alleine kann sie dies nicht. Was ist zu tun? Wer könnte Frau B. in die langersehnten Ferien begleiten? Wie findet sie jemanden, welcher mit epileptischen Anfällen umgehen kann? Frau B. meldet sich bei Epi-Suisse. Die Beraterin empfiehlt Frau B. das alljährlich stattfindende Wanderlager. Die Lagerteilnehmer und das Leiterteam kann Frau B. auch bei epileptischen Anfällen bestens helfen.

Epi-Suisse Seefeldstrasse 84 Postfach 313 8034 Zürich Fon: 043 488 68 80 www.epi-suisse.ch info@epi-suisse.ch


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Im Fokus – Helfende Hände

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Nicht nur Kinder, sondern immer mehr ältere Menschen erkranken an Epilepsie.

Epilepsie-Liga Die Schweizerische Liga gegen Epilepsie (Epilepsie-Liga) forscht, hilft und informiert seit 1931 rund um dieses Krankheitsbild. Ihr Vorstand besteht aus führenden Fachleuten. Seit 1964 ist die Epilepsie-Liga ausserdem Mitglied der International League Against Epilepsy (ILAE) und bildet deren nationale Sektion in der Schweiz.

wältigung des Alltags. Sie werden durch sachkundige Information ermutigt und unterstützt, sei dies im Gespräch oder durch den Versand von Informationsmaterial und DVDs. Die Epilepsie-Liga übernimmt eine Drehscheibenfunktion, indem sie Hilfesuchende bei speziellen Anliegen an die geeigneten Stellen weiter verweist.

Forschen

Informieren

Die Epilepsie-Liga fördert die Forschung im Bereich der Ursachen, der Diagnostik und der Therapie der Epilepsie. Sie bildet durch eine wissenschaftliche Zeitschrift und durch Schulungen Fachleute weiter, so dass Fortschritte in der Forschung möglichst rasch den Epilepsiepatienten zugute kommen. An besonderen Veranstaltungen werden Menschen mit Epilepsie über neueste Forschungsergebnisse informiert.

Die Epilepsie-Liga informiert und sensibilisiert die Öffentlichkeit und unterstützt so die Integration von epilepsiebetroffenen Menschen. Individuell zusammengestellte Dokumentationen für Lehrpersonen, Arbeitgeber, Samariter und andere Interessenten sowie Publikumsveranstaltungen erhöhen das Wissen über die Krankheit, erleichtern den Umgang mit Akutsituationen und schützen vor Diskriminierung.

Helfen Epilepsie-Betroffene und ihre Angehörigen erhalten bei der Epilepsie-Liga Antwort auf medizinische Fragen, aber auch Tipps zur Be-

von jährlich vier wissenschaftlichen Zeitschriften, drei EpilepsieNews, monatlichen elektronischen Newsletters und dem Programmheft zu allen Veranstaltungen.

Bestellen Sie die Informationsflyer zu: • • • • • •

• • • • • • • Die Epilepsie-Liga erhält keine öf- • fentlichen Gelder und ist als selb- • ständiger Verein auf die Unterstüt- • zung von Spendern und Gönnern angewiesen. Mitglieder profitieren

Epilepsie im Alter Mann und Epilepsie Was ist Epilepsie Häufigste Ursachen Merkmale von Anfällen Häufige Anfallsformen bei Kindern und Jugendlichen Medikamentöse Behandlung Erste Hilfe bei Epilepsie Frau und Epilepsie Kinderwunsch und Epilepsie Reisen und Epilepsie Autofahren und Epilepsie Epilepsie und Sport Epilepsie und Arbeit Vagusnervstimulation Epilepsiechirurgie

Epilepsie-Liga Seefeldstrasse 84 Postfach 1084 8034 Zürich Fon: 043 488 67 77 info@epi.ch www.epi.ch


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Schweizerisches Epilepsie-Zentrum Wir sind ein Kompetenzzentrum, das sich seit 1886 für Menschen mit Epilepsie einsetzt. Dazu führen wir  einen  Spital- und einen Heimbereich. Im Spitalbereich werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene ambulant und stationär behandelt. Im Heimbereich wohnen Menschen mit einer Behinderung, die zusätzlich wegen ihrer Epilepsie auf die spezialisierten Dienste des Epilepsie-Zentrums angewiesen sind.   Unser Leistungsangebot umfasst sämtliche medizinischen Disziplinen und Spezialitäten für Menschen mit Anfallserkrankungen. Wir bieten ärztliche Betreuung rund um die Uhr. Wir behandeln, beraten und unterstützen Menschen mit epileptischen und nicht-epileptischen Anfällen und erbringen unsere Leistungen bedarfsgerecht, kompetent und zuvorkommend.

litativ hervorragende medizinische und pflegerische Behandlung und Betreuung der Patienten und Heimbewohnerinnen. Dies wird einerseits durch die hohe fachliche Kompetenz und Professionalität unserer Mitarbeitenden garantiert und andererseits durch den neusten Stand der technischen Ausrüstung. Als Kompetenzzentrum erforschen wir relevante Aspekte der Epilepsien und fördern das Fachwissen. In diesem Zusammenhang pflegen wir Kontakte mit weiteren Fachkräften, Zentren und Organisationen im In- und Ausland. Wir legen grossen Wert auf die zwischenmenschliche Zuwendung und auf den Miteinbezug des sozialen Umfeldes unserer Patienten und Bewohnerinnen und wir setzen uns für eine bessere Integration der Menschen mit Epilepsie in der Gesellschaft ein. Hier finden Sie weitere InformaIm Rahmen der hochspeziali- tionen zum Schweizerischen Episierten Kindermedizin ist das lepsie-Zentrum: www.swissepi.ch Schweizerische Epilepsie-Zentrum beauftragt, die speziellen Abklärungen bei schwerer Epilepsie der Kinder durchzuführen. Über uns Wir führen diese medizinisch anspruchsvollen Untersuchungen Die Schweizerische Epilepsie-Stiftung in Zürich erbringt auf gemeinnütziger Grundlage Dienstleiauch für die Erwachsenen durch. stungen im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen. Im Zentrum der Stiftung stehen Menschen Für die chirurgischen Eingriffe mit Epilepsie – dies gilt unverändert seit 1886 bis heute. In den 125 Jahren seit ihrer Gründung arbeiten wir mit unserem Koopehat sich die EPI-Stiftung von der ehemaligen «Anstalt» zum modernen Unternehmen entwickelt. rationspartner, dem UniversitätsSo führt sie heute das Schweizerische Epilepsie-Zentrum mit einem umfassenden Betreuungsanspital Zürich zusammen, das für gebot für Menschen mit Epilepsie in der Schweiz. Dieses beinhaltet sowohl einen Spitalbereich mit diese hochspezialisierte BehandKliniken und Polikliniken für Kinder, Jugendliche und Erwachsene als auch einen Heimbereich lung den nationalen Leistungsfür Menschen mit Behinderungen, die auf die spezialisierten Dienste des Epilepsie-Zentrums anauftrag hat. Mit den kantonalen gewiesen sind. Spitalplanungen ist das SchweiDaneben führt die Stiftung die EPI-Sonderschule für Kinder und Jugendliche, welche während zerische Epilepsie-Zentrum von längerer Zeit im Epilepsie-Zentrum behandelt werden. Ausserdem betreibt die EPI-Stiftung die zahlreichen Kantonen beauftragt Oberstufenschule Lengg für Jugendliche mit besonderen schulischen Bedürfnissen (www.ossl.ch). worden, die Versorgung der PatiZu den Betrieben der Stiftung gehört auch die Schenkung Dapples in Zürich, ein offenes Erzieentinnen und Patienten mit Epihungsheim für verhaltensauffällige, dissoziale Jugendliche (www.dapples.ch). lepsie zu übernehmen, womit wir für die epileptologische VersorSchweizerische Epilepsie-Stiftung, Bleulerstrasse 60, 8008 Zürich, gung weiter Landesteile verantwww.epi-stiftung.ch, batzlen@swissepi.ch wortlich sind. Unser höchstes Ziel ist eine qua-

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Im Fokus – Helfende Hände

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Kompetenz und persönliche Betreuung te aus Sozialdienst, Psychologie, Neuropsychologie, Sensomotorik, Werktherapie und Arbeitsateliers, wenn nötig mit beruflicher Abklärung, bis hin zur Aktivierungstherapie und Freizeitgestaltung ergänzen die hochspezialisierte pflegerische Betreuung und das Angebot der Diagnostik und Therapie von Epilepsie und anderen anfallsartigen Störungen. Das Herz des Epilepsiebereichs stellt das Neurophysiologische Labor dar. Abklärung von anfallsartigen Störungen und die ersten Schritte in der prächirurgischen Epilepsiediagnostik sind neben Ambulante Abklärungen sowie internistischen, kardiologischen Behandlungen von wenigen Ta- Abklärungen und der Evaluation gen bis zu gegebenenfalls meh- des Nachtschlafs sehr wichtig. reren Wochen – auch bei sehr schwer behandelbaren Epilep- Die enge Zusammenarbeit mit sien, bei denen medikamentöse der Neurologischen, NeurochiUmstellungen in stationärem rurgischen und NeuroradioloRahmen durchgeführt werden gischen Universitätsklinik des müssen – sind Aufgaben unseres Inselspitals Bern – dem grössten Epilepsiebereichs. In der KLI- neurologischen Zentrum der NIK BETHESDA steht ein Ärz- Schweiz – sind wichtig für die opteteam von 15 Ärzten (Kader aus timale Ausschöpfung von medizi4 Neurologen, plus Internist, plus nischen Netzwerken. Für detailPsychiater) im Einsatz. Erfah- lierte und modernste bildgebende rene und kompetente Fachkräf- Diagnostik, die die Funktionen

Die KLINIK BETHESDA, in reizvoller Umgebung im Berner Seeland mitten in Weinbergen gelegen, ist die erste Epilepsieklinik der Schweiz und zeichnet sich aus durch ein symbiotisches Zusammenspiel mit dem in den 80er-Jahren zugesellten Neurorehabilitationsbereich und dem 1998 eröffneten Zentrum für Bewegungsstörungen.

des Gehirns darstellt, ist die Neuroradiologie des Inselspitals hochspezialisiert. Die gesamte invasive Epilepsie-Diagnostik (Legen von Elektroden unter die Schädeldecke zur Hirnstromableitung im Rahmen der prächirurgischen Diagnostik, d.h. Untersuchungen mit dem Ziel, den Ursprungsort der Epilepsie durch eine Gehirnoperation zu entfernen) wird deshalb – wenn die Indikation gegeben ist – in einem zweiten Schritt in Zusammenarbeit mit der Epileptologie des Inselspitals durchgeführt. Ein Wohnheim für epilepsiekranke Erwachsene, wo den komplexen Beeinträchtigungen der Erkrankung über mehrere Monate bis Jahre Rechnung getragen wird, mit dem Hintergrund einer hochspezialisierten Institution mit sofort verfügbarem Bereitschaftsnotarzt und Bereitschaftspflege, ergänzt das Angebot der KLINIK BETHESDA. In unserer ISO-zertifizierten Klinik steht der Mensch im Mittelpunkt. Ganzheitliche Epilep-

siebehandlung heisst für uns individuelle Abklärung, optimaler Einsatz aller verfügbaren Medikamente und Stellungnahme zu weiteren Therapiemöglichkeiten, die neben operativen Interventionen auch psychosoziale, häusliche und berufliche Unterstützung beinhalten. Durch die Lage an der Grenze zur Romandie ist zudem die Zweisprachigkeit des Personals (D/F) eine Selbstverständlichkeit. Damit wollen wir den persönlichen Bedürfnissen unserer Patienten gerecht werden.


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