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HELFENDE HÄNDE

Ihre Spende schafft Mehrwert. Spendenkonto PC 60-19191-7

Vom Überleben zum Leben. April 2009


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Helfende Hände | April 2009

Inhalt

Helfende Hände – Engagiert für die Armen

0 3 Ihr Engagement für eine bessere Welt Liebe Leserin, lieber Leser!

Gemeinsam Hoffnung pflanzen – Der Raubbau an Bodenschätzen und militärische Verwüstungen haben auf der philippinischen  Insel Negros die Lebensgrundlage der Bevölkerung weitgehend zerstört. Das Fastenopfer engagiert sich für die Basisgemeinden. 

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Manchmal braucht es eine Starthilfe, um eine zu Beginn problematische junge Elternschaft in gute Bahnen zu lenken – für Mutter und Kind, aber auch für den Vater. Die Stiftung Mütterhilfe der Schweiz ist den Betroffenen eine kompetente Unterstützung und bietet praktische Hilfe an. Das Hilfswerk CO-OPERAID ist seit über 25 Jahren in Afrika und Asien engagiert und kümmert sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche. Erfahren Sie mehr über das Projekt Aidswaisen in Uganda.

Impressum «Helfende Hände» – Ein Themenmagazin von UniverseMedia – April 2009

Die Liste lässt sich noch lange fortsetzen. Ihr Engagement und Ihre Spende sind ein wichtiger Schritt zu einer besseren Welt.

Verlag: UniverseMedia Verlags AG Bollstrasse 61 Postfach 777 CH-3076 Worb-Bern Telefon: + 41 31 838 33 35 Internet: www.universemedia.ch E-Mail: info @ universemedia.ch Druck: Büchler Grafino AG, Bern

Herausgeber, redaktionelle Leitung: Wolfgang S. Bolsinger Mitarbeiter/innen dieser Ausgabe: Marc Helfer, Marcel Gross, Andreas Bitter, Jamie Wong-Li, Heinz Schürch Grafik & PrePress: www.fruitcake.ch

Titelbild: Fastenopfer

Wolfgang S. Bolsinger, Herausgeber


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Gemeinsam Hoffnung pflanzen

Unter freiem Himmel und ohne Priester: Die Basisgemeinde Tafass feiert ihren Gottesdienst.

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er Raubbau an Bodenschätzen und militärische Verwüstungen haben auf der philippinischen Insel Negros die Lebensgrundlage der Bevölkerung weitgehend zerstört. Das Fastenopfer engagiert sich für Basisgemeinden wie Tafass.

Die Menschen auf Negros leben eine erdverbundene, kraftvolle Spiritualität. Leben und Glauben gehen Hand in Hand. Eindrücklich spürbar wird dies, wenn die Basisgemeinde Tafass einmal im Monat Gottesdienst feiert – unter freiem Himmel und ohne Priester. Zu abgelegen ist die Gegend. «Wenn wir unser Leben nicht mehr in Worten fassen können, drücken wir es in der Liturgie aus», sagt Luz Gelle. Die ehemalige Lehrerin gab vor über 30 Jahren ihre sichere Stellung auf, um zusammen mit anderen ihre eigene Organisation zu gründen: KMALIG. Seither engagiert sie sich mit KMALIG als Partnerorganisation des Fastenopfers für sieben Basisgemeinden im südlichen Teil der Insel Negros.

Die Bibel aus Sicht der Landlosen

Für die Gottesdienstbesucher ist die Lesung aus dem Buch Jesaja zugleich Situationsanalyse und Verheissung. Luz Gelle und ihre Leute bauen im Gottesdienst der Basisgemeinden auf den Erfahrungen der Menschen auf, lassen sie zu Wort kommen und lernen mit ihnen die Bibel so zu lesen, dass sie mit ihrem Leben verbunden ist. Die Menschen setzen das Bibelwort in Beziehung zu ihrem Leben und suchen gemeinsam Lösungen für den Alltag. Die Basisgemeinde Tafass besteht aus 32 Familien aus dem Dorf Tabu, einem Teil der politischen Gemeinde Kabankalan. Die Mehrheit der Mitglieder, meist Landlose mit grossen Familien, sind Arbeiterinnen und Arbeiter in den Zuckerrohrfeldern. Von ihrem Lohn können sie kaum leben.

ern wohnen in armseligen Hütten aus geflochtenen Die Basisgemeinde Tafass hat mit Unterstützung von KMALIG für einen besseren Taglohn gekämpft. Palmblättern. Sanitäre Anlagen gibt es keine. Lange galt die Insel Negros als fruchtbar und grün. Mit Erfolg: Heute erhalten die Tagelöhner wenigHeute sind die meisten Hügel kahl: Das wertvolle stens 70 Pesos (1.80 Franken). Zudem haben die BeTropenholz wurde in grossem Stil abgeholzt. Nur wohner gemeinsam einen kleinen Laden eröffnet, in gerade vier Prozent der ursprünglichen Waldflä- dem sie die zehn wichtigsten Produkte des täglichen che ist geblieben. Für die Leute auf Negros hat dies Bedarfs anbieten: Reis, Salz, Seife, Trockenfisch. verheerende Auswirkungen: Weniger Wald bedeu- Wer gerade kein Geld hat, kann später bezahlen. So tet weniger Lebensraum, weniger Nahrung und vor muss niemand mehr hungern. allem weniger Trinkwasser. Hinzu kommt, dass Bodenschätze, wie Gold und Kupfer, internationale Was «teilen» wirklich heisst Bergbaufirmen anziehen. Erhalten sie von der Re- Am Gottesdienst nimmt auch Nanay Lilia teil. Sie gierung die Schürfrechte, ist eine Fläche von nahezu leitet eine der sieben Basisgemeinden. Wie Luz 300 000 Hektar oder ein Viertel der Insel Negros be- Gelle war Nanay Lilia Lehrerin von Beruf. Sie liebt droht. Die Leute werden dann vom Land vertrieben. es noch immer, die Kinder zu unterrichten und hilft darum in der Vorschule aus. Vor Jahren hat sie sich entschieden, ihrem Leben in der Mittel«Das Leben wird gelingen» schicht den Rücken zu kehren und sich ganz den Die Lebenshoffnung der Menschen kommt mit Sprache allein nicht aus. Im Ritual des gemeinsamen Armen zu widmen. Sie teilt mit ihnen alles, was sie Pflanzens wird etwas sichtbar, was in Worten eigent- hat. Personen wie Luz Gelle und Nanay Lilia könlich gar nicht gesagt werden kann: «Das Leben wird nen viel bewirken – aber erst die Kraft der Gemeingelingen, auch für uns gut ausgehen», versucht es Luz schaft bringt nachhaltige Veränderung. «Wir sind Gelle dennoch. Damit setzten sich die Menschen in die Kirche der Armen, folgen Christus nach und Distanz zu ihrem eigenen Leid. «Es hilft uns, nicht teilen alles, was wir haben. Wir sind eine Gemeinschaft. Niemand ist so arm, als dass nichts zu teilen mutlos und apathisch zu werden», meint Luz Gelle. Frauen und Männer, die sich in den Basisgemeinden wäre, niemand so reich, um nichts empfangen zu engagieren, werden noch immer von bewaffneten können», singen die Gottesdienstteilnehmerinnen Gruppen bedroht. Deshalb sind die Bewohnerinnen und -teilnehmer zum Abschluss. Dann stehen sie und Bewohner von Tabu besonders stolz, dass sie im Kreis, halten einander die Hände und beten das ein gemeinsames Versammlungslokal haben. Dort Vaterunser. werden die Vorschulkinder unterrichtet. Auch die Text und Bilder: Antoinette Brem Gesundheitsvorsorge ist dort untergebracht.

Kein Platz mehr für Kleinbauern

Der Zusammenbruch der Zuckerindustrie in den 1980er Jahren hatte die Entlassung Tausender von Arbeiterinnen und Arbeitern zur Folge. Heute baut der Gujangco-Clan Mango für den Export an. Arbeit gibt es nur wenig. Viele Menschen versuchen ihr Glück in den Städten Cebu oder Manila. Wer in den verbliebenen Zuckerrohrplantagen Arbeit findet, lebt unter schwierigen Bedingungen. Auf den Feldern gibt es etwa 120 Tage pro Jahr Arbeit – und dies zu einer minimalen Entlöhnung. Die Kleinbau-

Fastenopfer

Alpenquai 4, 6002 Luzern Telefon 041 227 59 59 Fax 041 227 59 10 mail@fastenopfer.ch www.fastenopfer.ch Postkonto 60-19191-7 «Das Leben wird auch für uns gut ausgehen»: Eine Mutter mit ihren beiden Kindern.


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Helfende Hände | April 2009

Hilfe für einen Kinderhaushalt in Uganda

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ike Ssebiranda und seine Geschwister müssen aus eigener Kraft überleben, nachdem beide Eltern an Aids gestorben sind. Das Aidswaisenprojekt von CO-OPERAID steht ihnen zur Seite.

«Mein Name ist Mike Ssebiranda. Ich bin 15 Jahre alt und lebe zusammen mit meinen Brüdern William, 11, Brian, 8, und meiner Schwester Resty, 6, im Dorf Kilimira im Distrikt Rakai in Uganda. Unsere Mutter starb gegen Ende 2004. Etwa fünf Monate später starb auch unser Vater. Dass unsere Eltern Aids hatten, sagten uns Verwandte. Sie waren etwa sechs Jahre lang krank. Seither ist das Leben für uns hart geworden». Wie kann das Leben nach dem Tod der Eltern weitergehen? Rund eine Million Aidswaisen in Uganda müssen sich alleine zurecht finden.

«Als durch das Projekt unser Haus renoviert wurde, fühlten wir uns wie neu geboren», sagt Mike. «Zudem haben wir Haushalt- und Gesundheitsartikel sowie Moskitonetze gegen Malaria erhalten.» Das schwere Leben dieser Kinder ist durch die Spenden aus der Schweiz ein bisschen besser geworden. Durch die Hilfe können alle Geschwister die nahe Kyassimbi-Primarschule besuchen, eine Partnerschule des Projekts. Mit der Bildung erwerben sie bessere Aussichten auf eine lebenswerte Zukunft. «Ich besuche auch den neuen Berufskurs zum Zimmermann. Bald kann ich gelegentliche Arbeiten annehmen und etwas Geld für unsere Familie verdienen», hofft Mike. Text und Bild: CO-Operaid

Das Hilfswerk CO-OPERAID

CO-OPERAID ist ein politisch und konfessionell unabhängiges Schweizer Hilfswerk. In Afrika und Asien engagiert sich CO-OPERAID seit mehr als 25 Jahren für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Erstes Ziel ist es, dass die Kinder eine Schul- und Berufsbildung erwerben. CO-OPERAID trägt das Zewo-Gütesiegel, ist Partner der Glückskette, und von Bund und Kantonen anerkannt. CO-OPERAID Kornhausstrasse 49 Postfach, 8042 Zürich Tel. 044 363 57 87 www.co-operaid.ch

«Wir mussten nun allein im Haus leben», erzählt Mike traurig, aber gefasst weiter. «Ich bin der Älteste und musste auf meine Geschwister aufpassen. Manchmal brachten uns die Nachbarn zu essen. Unser Haus war heruntergekommen. Es hat durchs Strohdach geregnet, so dass wir nass wurden und froren. Wir waren sehr froh, als uns CO-OPERAID geholfen hat.» Eine Frauengruppe, die durch das CO-OPERAIDAidswaisenprojekt unterstützt wird, begann sich um Mike und seine Geschwister zu kümmern. Die Frauen helfen den Kindern mit dem Haushalt, kochen für sie oder bringen Essen, sorgen für ihre Gesundheit. Sie haben mit den Kindern einen Garten angelegt, in dem Gemüse und Früchte wachsen, und sie die Viehhaltung gelehrt.

Eine Schulbildung eröffnet Aidswaisen bessere Zukunftschancen.

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aidswaisen uganda: Helfen aucH sie! ● mit Ihrer Spende, PC 80-444-2 ● mit einer Projekt-Patenschaft für 1.50 pro Tag □ Ich übernehme eine Projekt-Patenschaft □ Senden Sie mir Informationen Name: Adresse: PLZ/Ort: Telefon: Bemerkung:

CO-OPERAID, Kornhausstr. 49, Postfach, 8042 Zürich, Tel. 044 363 57 87, www.co-operaid.ch, PC 80-444-2


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Dem Rätsel Autismus auf der Spur

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wänge, soziale Isolation, selbstverletzendes Verhalten – Menschen mit Autismus haben in ihrem täglichen Leben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen.

Die Ursachen dieser «neurobiologischen Störung» sind trotz intensiver Forschungsarbeit noch weitgehend ungeklärt. Ist Autismus ein ewiges Rätsel oder können uns die Neurowissenschaften helfen, dieses Rätsel zu entschlüsseln?

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Autismus scheinen innerhalb der bekannten Welt in einer eigenen, andersartigen Welt zu leben, mit anderen Regeln und anderen Interessen. Wie diese andersartige Welt funktioniert, ist für Aussenstehende oft nicht nachvollziehbar. Die neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse können uns zwar noch nicht helfen, alle Einzelheiten dieser andersartigen Welt zu verstehen, aber sie geben uns einzelne Anhaltspunkte, wie es im Gehirn eines Menschen mit Autismus aussieht. Doch wie kann die Fülle von Forschungsergebnissen für das Umfeld der Betroffenen direkt nutzbar gemacht werden? Die Stiftung Kind & Autismus, eine Tagessonderschule für autistische Kinder und Jugendliche, versucht mit einem Projekt, die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen. Ziel des Projekts ist, das tägliche Handeln anhand neurowissenschaftlicher Erkenntnisse zu begründen und neue Ansätze zu finden, um die Kinder und Jugendlichen im Alltag besser zu begleiten und zu fördern. Projekte wie dieses versuchen, der Lösung des Rätsels «Autismus» Tag für Tag näher zu kommen. Ohne den Einsatz von Spenden wäre dies nicht möglich. Text: Natascha Nikolic

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Ihre Spende hilft uns weiter Vielen Dank! – Postcheck 87-225578-6 www.kind-autismus.ch


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CSI ist eine christliche Menschenrechtsorganisation für Religionsfreiheit und hilft Glaubensverfolgten, CSI ist eine christliche christliche Menschenrechtsorganisation für Religionsfreiheit Religionsfreiheit und hilft Glaubensverfolgten, Notist leidenden Kindern Menschenrechtsorganisation und Katastrophenopfern. Gegründet wurde CSI vorund überhilft 30 Glaubensverfolgten, Jahren. CSI eine für Not leidenden Kindern und Katastrophenopfern. Gegründet wurde CSI vor über 30 Jahren. Heute ist CSI inKindern 11 Ländern mit Zweigstellen vertreten. Not leidenden und Katastrophenopfern. Gegründet wurde CSI vor über 30 Jahren. Heute ist ist CSI CSI in in 11 11 Ländern Ländern mit mit Zweigstellen Zweigstellen vertreten. vertreten. Heute

■ www.csi-schweiz.ch ■ www.csi-schweiz.ch www.csi-schweiz.ch ■

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■ Tel. 044/982 33 33 ■ Tel. Tel. 044/982 044/982 33 33 33 33 ■


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Hilfe, wir haben Ferien! Gemeinsame Ferien sind für Familien mit schwer- Die Aladdin-Stiftung beschränkt sich nicht auf das kranken und behinderten Kindern keine Selbst- Anbieten von Ferienwochen. Sie unterhält in Luzern verständlichkeit. Das fängt bei der Auswahl der eine Aladdin-Wohnung, die Eltern von langzeit hosgeeigneten Unterkunft an und hört beim Preis auf. pitalisierten Kindern nutzen können. Aussagen von Dazwischen liegen viele weitere Hürden. Im Hotel medizinischen Fachpersonen bestätigen, dass Kinfühlen sich die andern Gäste gestört, wenn ein be- der, die von ihren Eltern regelmässig besucht und hindertes Kind sich auffällig benimmt. Da nützen aufgemuntert werden, besser auf Therapien anspreweder ein schönes Schwimmbad noch ein grosser chen und schneller genesen als Kinder, die von ihrer Garten etwas. Muss die Familie sich wiederum Zu- Familie getrennt sind. rückhaltung auferlegen, leidet die Stimmung, lastet auf Eltern wie Kindern ein grosser Druck. Spezielle Essgewohnheiten passen nicht in den pensionsüblichen Rhythmus, die Zimmer sind kaum für aussergewöhnliche Bedürfnisse eingerichtet. Zudem fehlt die medizinische Versorgung. Familien mit schwerkranken Kindern tragen oft zusätzliche finanzielle Lasten, sodass Ferien im Hotel zu teuer sind. Ferienwohnungen sind meist weniger praktisch als das den Ansprüchen des kranken Kindes angepasste, eigene Heim. Zudem müssen die Eltern den Haushalt führen, das kranke Kind betreuen und abwechslungsreiche Tage gestalten, damit die gesunden Geschwister nicht zu kurz kommen. Ob dafür die Kräfte ausreichen? Diese Erkenntnisse führten die 1996 gegründete Aladdin-Stiftung dazu, Familien mit schwerkranken und behinderten Kindern und deren gesunden Geschwistern ihre Aladdin-Herbstferien anzubieten. 17 Ferienwochen haben seither stattgefunden und gegen 80 Familien Abwechslung, Erholung und gemeinsame Erlebnisse gebracht. Dank dem vielseitigen Programm und der tatkräftigen Unterstützung des ehrenamtlich tätigen Leiterteams kommen alle auf ihre Rechnung. Anzeige

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Die Aladdin-Stiftung fördert alles, was Familien mit schwerkranken Kindern zu gemeinsamen Erlebnissen verhilft. Text: Aladdin-Stiftung


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Helfende Hände | April 2009

Nachhaltige Hilfe

Der Slogan von Fastenopfer heisst «vom Überleben Methoden, basierend auf ihrem Wissenshintergrund und entwickeln so Strategien um ihr Leben zum Leben». Was bedeutet das konkret? Es gibt zahlreiche Menschen auf der Welt, die an zu verbessern. Wir stellen nur die Möglichkeit Hunger leiden oder unter extremer Armut. Ein sol- zur Verfügung, mittels Schulung oder der Grünches Leben würden wir nicht als erfülltes Leben be- dung von einfachen Organisationen – wie Vereine zeichnen und es widerspricht unserer Grundhal- – Orte zu schaffen, an denen die Menschen Ideen tung als Christen, dass alle Menschen Ebenbilder für eine bessere Zukunft entwickeln können. Als kirchliche Organisation arbeiten wir auch über Gottes sind. Pfarreien und kirchliche Strukturen, was besonDas Fastenopfer steht dafür ein, dass alle ein Recht ders dort hilft, wo der Staat schwach ist und wir auf Würde, auf Respekt und auf ein anständiges so auf eine minimale Organisationsstruktur zuLeben haben. Das bedeutet vor allem auch, nicht rückgreifen können. Kurz gesagt arbeiten wir mit Angst vor dem Morgen zu haben, sondern Freiräu- Menschen und nicht «für» Menschen, da sie selme zu bekommen, in denen Menschen nachden- ber aktiv werden. ken können. Denn nur ohne den direkten Überlebensdruck entsteht Kreativität, neue Ideen, welche Ihr Hilfswerk steht auch für Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen ermöglichen, ihr Leben selber in die Das klingt logisch für arme Länder. Die Schweiz Hand nehmen zu können. Wir reden hier nicht gilt jedoch als reiches Land. Was für Projekte havon Reichtum. Vielleicht erreichen diese Men- ben Sie in der Schweiz? schen durch harte Arbeit einen ganz kleinen Wohl- In der Schweiz stehen andere Grundaufgaben im stand. Vielleicht besitzen sie mal eine Kuh oder ein Zentrum. Hier geht es darum, die Vision einer sozikleines eigenes Stück Land, das sie bebauen und al tätigen Kirche zu unterstützen. Dies tun wir zum ihre Familie damit ernähren können, ohne auf Beispiel über die kirchliche Medienarbeit. Zudem unterstützen wir die Verbandsarbeit der grossen fremde Hilfe angewiesen zu sein. kirchlichen Verbände; zum Beispiel den SchweizeIm Vergleich zu anderen Hilfswerken – was ist anders rischen Katholischen Frauenbund, Jungwacht/Blauring oder die katholischen Pfadfinderinnen und bei Fastenopfer? Das Fastenopfer hat eine lange Tradition und Pfadfinder. Über unseren sogenannten Inlandteil Know how von bald 50 Jahren Entwicklungszu- geben wir in unserem Jahresbericht Auskunft. sammenarbeit. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützt uns Über 300 Projekte laufen weltweit. seit Jahren. Wir begleiten Partnerorganisationen Verliert man da nicht den Überblick? in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die eigent- Die Projekt-Arbeit ist in 16 Landesprogrammen liche Entwicklungsarbeit selber machen die Pro- zusammengefasst. Für jedes Land sind Projektverjektpartner im Süden. Sie entwickeln ihre eigenen antwortliche zuständig. Diese ausgewiesenen Profis


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der Entwicklungszusammenarbeit überprüfen die jeweiligen Arbeiten in den Projekten und stellen sicher, dass die Gelder so verwendet werden, wie das mit den Partnerorganisationen in einem Vertrag vereinbart wurde.

unserer Themen (Ernährungssicherung, Menschenrechte, Gemeinwesenarbeit oder Pastoralarbeit) passen. Es werden nur Gemeinschaften und Gruppen von Menschen unterstützt, nie Einzelpersonen. Und es müssen die Kriterien der Hilfe zur Selbsthilfe erfüllt sein.

Wie muss man sich einen Projektablauf vorstellen? Partnerorganisationen, zum Beispiel CERD (Cen- Jede Hilfeleistung findet ihren Abschluss. Was geter for Empowerment & Resource Development) schieht dann – welchen Einfluss haben Sie nach auf den Philippinen schicken uns eine Anfrage für Ende des jeweiligen Projektes? ein Projekt. Das kann man sich wie einen Busi- Wir haben keinen Einfluss mehr. Es ist jedoch so, nessplan einer KMU an die Bank vorstellen. Fol- dass die Projekte von den betroffenen Menschen selgende Fragen müssen beantwortet sein: Die Ziel- ber geführt werden müssen. Es sind deren Projekte, setzung des Projekts, welche Menschen sollen vom und sie entscheiden beim Abschluss der ZusamProjekt profitieren, wie hoch ist das Budget, wofür menarbeit mit dem Fastenopfer, ob und wie das Prosoll das Geld eingesetzt werden und mit welchen jekt weitergeführt wird. Mit einigen Projektpartnern Mitteln wird die Wirksamkeit des Projekts gemes- haben wir aber weiter Kontakt und es ist interessant, sen? Nach Genehmigung dieses Antrages durch zu sehen, wie sich Projekte weiterentwickeln. das Fastenopfer wird eine erste Tranche des Budgets überwiesen. Jeder neue Teilbetrag wird erst Welchen Einfluss hat die momentane Wirtschaftslanach einem kurzen inhaltlichen und finanziellen ge auf die Arbeiten von Fastenopfer? Zwischenbericht ausgelöst. Unsere Projektverant- Wir wissen nicht, wie sich der Spendeneingang wortlichen besuchen einmal jährlich ihr Land und entwickeln wird. Jedoch haben wir sehr loyale überprüfen vor Ort den Verlauf der Projekte. Spender, die uns auch in schwierigen Zeiten die Treue halten. Das hat auch die Vergangenheit geWas sind die Voraussetzungen, um in den Genuss von zeigt. Aber es ist ja nicht nur die WirtschaftskriFastenopfer-Hilfe zu gelangen? se, welche die benachteiligten Menschen im SüEine Anfrage muss aus einem unserer 16 Schwer- den zu spüren bekommen. Auch die Finanz- und punktländer kommen und in den Gesamtrahmen vor allem die Klimakrise haben einen Einfluss

auf diese Menschen, obwohl sie am wenigsten daran Schuld sind. Unsere Aufgabe ist es dabei, auf die weltweiten Zusammenhänge hinzuweisen und Veränderungen in den globalen Rahmenbedingungen zum Wohle der armen Bevölkerungskreise zu bewirken. Zum Schluss: Was wünschen Sie sich von unserer Welt? Ich wünsche mir, kurzfristig mehr Gerechtigkeit für und Solidarität mit den Menschen, die arm sind. Und langfristig, dass Hilfswerke wie das Fastenopfer, irgendwann nicht mehr nötig sind.

Antonio Hautle, Direktor Fastenopfer


Auch in der Schwei existieren Not, Verzwe und Hoffnungslosig

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Helfende Hände | April 2009

Wegweisend fürs Leben

Wir sind da, wenn andere Bitte spenden Sie jetzt!

PC 80-24969-9 www.muetterhilfe.ch

Manchmal braucht es eine Starthilfe, um eine zu Anfang schwierige junge Elternschaft in gute Bahnen zu lenken – für Mutter und Kind, aber auch für den Vater.

Alle Frauen, die zu uns kommen, befinden sich in einer momentanen Bedrängnis. Später sorgen sie selber für sich und ihr Kind.

mütterhilfe Wegweisend fürs Leben

für Schwangere und Eltern, damit ihre Kinder weder vernachlässigt noch misshandelt werden. Verzweifelte Frauen brauchen oft grosse Überwindung, um zu uns zu kommen. Meistens ist die Immer wieder werden Frauen von ihrem Partner im mütterhilfe der einzige und letzte Ausweg aus ei- Stich gelassen, zu einem Schwangerschaftsabbruch Wir versuchen, ernsthafte Krisen in einer Paarbener aussichtslosen Situation, in der sie nicht mehr gedrängt oder geschlagen. Zurück bleiben Tränen, ziehung aufzufangen und in einem konstruktiven Verzweiflung, Panik und Ausweglosigkeit. Zu ihren Dialog wieder herzustellen. weiterwissen. Herkunftsfamilien besteht oft wenig oder gar kein Kontakt. Über 15 Prozent der Frauen sind Schwange- Wir fördern eine engagierte Vaterschaft und die re und junge Mütter zwischen 14 und 19 Jahren. Seit Entwicklung eines partnerschaftlichen Umgangs Wir möchten die Betroffenen mit unserer 1932 unterstützt die Stiftung Mütterhilfe Schwange- mit der Mutter. Das hilft mit, potenzielle Gewalt Hilfe wieder zuversichtlich stimmen und re, Mütter, Väter und deren PartnerInnen, wenn sie gegenüber Mutter und Kind abzuwenden und ersicherstellen, dass sie genügend Energie für in psychischer oder finanzieller Notlage sind. Die spart Babys und Kleinkindern oft auch die Trendie Betreuung des Kindes haben. Mu?tterhilfe Inserat 95x123 wichtigste 20.2.2009 13:19 soziale Uhr Beratung Seitenung 1 der Eltern. Hilfe ist die präventive Text: Stiftung Mütterhilfe Anzeige

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Doch wir können nur helfen, wenn Sie uns helfen.

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Für Schwangere Frauen, Mütter und Väter in Not.

Auch in der Schweiz existieren Not, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Wir sind da, wenn andere es nicht sind. Bitte spenden Sie jetzt!

PC 80-24969-9 www.muetterhilfe.ch

mütterhilfe Wegweisend fürs Leben

So wie zum Beispiel bei Nadia K., deren Fall zeigt, dass mit fundierter Hilfe einiges erreicht werden kann. Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als gut: Eine junge Frau, ein gewalttätiger Mann und eine ungewollte Schwangerschaft – eine Situation also, der wir leider nur allzu oft begegnen. Aus dieser verheerenden Konstellation musste dringend ein Ausweg gefunden werden – nicht nur für Nadia K., sondern auch für den kleinen Sohn, der kurz darauf auf die Welt kam. Neben praktischer Hilfe galt es vor allem, der 22-Jährigen ihre neue Rolle bewusst zu machen. Konkret heisst das: Sie musste lernen, sich von ihrem gewalttätigen Partner zu lösen. Und lernen, Verantwortung zu übernehmen und wieder auf ihre eigenen Stärken zu vertrauen. Doch dieser Prozess ist langwierig und erfordert eine intensive Begleitung. Eine kompetente Unterstützung, wie sie die mütterhilfe jedes Jahr vielen Müttern und Vätern bietet. Denn das ist unser Selbstverständnis. Wir sind da, wenn andere es nicht sind.

Stiftung Mütterhilfe Badenerstrasse 18, 8004 Zürich beratung@muetterhilfe.ch Tel. 044 241 63 43 PC-Konto 80-24969-9

Helfen auch Sie uns helfen – bitte!


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Für Kinder und Familien – über Grenzen hinweg

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eit mehr als 75 Jahren hilft die Schweizerische Stiftung des Internationalen Sozialdienstes (SSI) Menschen auf der ganzen Welt, die vor sozialen oder juristischen Problemen stehen. Rolf Widmer, der Direktor der Stiftung, gibt Auskunft über die Arbeit des SSI. Interview: Jan Poldervaart

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Das Tätigkeitsfeld des Internationalen Sozialdienstes ist die «transnationale Sozialarbeit». Was bedeutet das? Immer mehr Menschen sind heute über Grenzen hinweg miteinander verbunden, durch Heirat ins Ausland, Arbeitsmigration, Fluchtbewegungen… Den Einzelnen und den Gesellschaften bringt dies unbestrittenermassen grosse Entwicklungsmöglichkeiten, kann aber auch zu sozialen Problemen führen. Jedes Jahr haben wir beim Internationalen Sozialdienst mit über 3‘000 Menschen zu tun, deren familiäre Situation die Schweiz und einen anderen Staat betreffen: Binationale Paare, Adoptierte, die ihre leiblichen Eltern suchen, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, um nur einige zu nennen. Die transnationale Sozialarbeit versucht, durch Vernetzung, Vermittlung und gewissenhafte Abklärung in der Schweiz und den entsprechenden Ländern grenzüberschreitende Lösungen für alle Betroffenen zu finden. Wobei die Betroffenen meist Kinder sind… Kinder und ihre Familien, ja. In familiären Konfliktsituationen leiden Kinder am meisten und werden oft am wenigsten gehört. Wenn dann noch Grenzen zwischen dem Kind und seiner Familie oder einem Elternteil stehen, beispielsweise durch Trennung, Migration oder Kindesentführung, dann kommen die Rechte des Kindes zuallererst unter die Räder und seine ureigenen seelischen Bedürfnisse werden missachtet. Wichtig für diese Kinder ist es dann, dass jemand Partei für sie ergreift und sich vorbehaltlos für ihre Rechte einsetzt, im Sinne der UNKinderrechtskonvention, aber auch im Sinne der Menschlichkeit.


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Helfende Hände | April 2009

Don Bosco: Jugendhilfe in Lateinamerika

Unser Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe Jugendliche brauchen Bildung – Jugendliche brauchen Arbeit – Jugendliche brauchen Zukunft – Jugendliche müssen jung sein dürfen, frei sein und hoffnungsvoll. Dies erkannte Giovanni Bosco schon früh. Unter ärmsten Verhältnissen im frühen 19. Jahrhundert in der Nähe von Turin aufgewachsen, wusste er bereits als kleines Kind, dass er Priester werden wollte. Mit neun Jahren erhielt er durch einen Traum eine Vision, die er als junger Mann auch verwirklichte: Der zum Priester geweihte Don Bosco gab sein Leben ganz der Jugend hin. Erfolgreich kämpfte er in Italien gegen die Not der Jugendlichen an. Später gründete der devote Priester die «Gesellschaft des heiligen Franz von Sales». Sie ist heute unter dem Namen «Salesianer Don Boscos» bekannt und die zweitgrösste Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Heute arbeiten rund 16‘000 Salesianer Don Boscos in 132 Ländern der Welt, vor allem für die ausgestossene und verlassene Jugend. Ebenso viele Don Bosco-Schwestern widmen sich weltweit dieser Aufgabe. Die Projekte des Ordens reichen von erzieherischen, sozialpädagogischen und bildungspolitischen Massnahmen, bis zu Infrastrukturund Landwirtschaftsprojekten. Pater Toni Rogger gehört seit rund 40 Jahren den Salesianern Don Boscos an und ist hauptsächlich in Beromünster LU tätig. Seit 1995 setzt er sich für bedürftige Kinder und Jugendliche in Lateinamerika ein.

Pater Rogger, wussten Sie auch bereits seit klein auf, so wie Don Giovanni Bosco, dass Sie Priester werden wollten? Pater Rogger: (lacht) Nein, nicht ganz. Das hat sich so ergeben. Als ich klein war, wollte ich irgendeinen Job bei der Swissair haben, damit ich die Welt bereisen konnte! Ferne Länder haben schon immer eine Faszination auf mich ausgeübt. Eine glückliche Fügung brachte mich als junger Mann zu den Salesianern Don Boscos nach Beromünster. Und von einem Tag auf den anderen war mir klar, wohin ich gehörte. Dann war es die Faszination für fremde Länder, die Sie zur Jugendhilfe nach Südamerika gebracht hat? Nachdem ich in Deutschland zum Priester geweiht wurde, kehrte ich nach Beromünster zurück, um die Schüler im Internat zu betreuen. Damals initiierte Pater Alfred Fleisch im kleinen Rahmen die ersten Projekte für Strassenkinder in Brasilien. Ich wurde später sein Nachfolger, und die Projekte dehnten sich über ganz Lateinamerika aus. Mein Traum von fernen Ländern hat sich intensiver verwirklicht, als ich’s je für möglich gehalten hätte. Ich bin durch meine Arbeit mit Menschen in Kontakt gekommen, die ich als ein «normaler» Reisender niemals kennenlernen könnte.

Janeiro alleine gibt es rund 600 Favelas. Momentan sind wir besonders in ein Schulprojekt in einer der grössten Favelas von Rio, in Jacarezinho, involviert. Dort leben etwa 100‘000 Menschen auf engstem Raum von einem Quadratkilometer. Davon sind 50‘000 jünger als 20 Jahre. Diese Armut und diese Gewalt, die dort herrschen, sind unermesslich und machen mich sehr betroffen. Es ist beeindruckend, wie die Familien zueinanderhalten und ihre Fröhlichkeit trotz allem bewahren können. Sie sind zum Teil wahre Lebenskünstler.

Was wünschen Sie sich, Pater Rogger? Erzählen Sie uns bitte von Ihrer Arbeit in Brasilien. Was Meine grosse Hoffnung ist, dass die jungen Menschen durch eine Ausbildung aus ihrem Elend komist dort die Aufgabe der Jugendhilfe Lateinamerika? Zu unserer Hauptaufgabe gehört vor allem die Hilfe men können. Ich wünsche mir, dass die dortigen Text: Don Bosco zur Selbsthilfe. D. h. wir stellen nicht einfach Res- Verhältnisse besser werden. sourcen zur Verfügung und lassen es gut sein. Unser Ziel ist es, dass die Menschen in den Armenvierteln (Favelas), selbstständig werden. Wir bieten ihnen Bolsa Escola Bildung und Berufsausbildungen an. In Rio de Brasilien, das fünftgrösste Land der Welt, zählt auf einer Fläche von 8,511 Mio. km2 über 172 Mio. Menschen. Ein Riesenland mit Riesenproblemen! Doch von Staatschef Luiz Inàcio Lula da Silva (genannt Lula) wird eine rasche Veränderung der Verhältnisse in allen Bereichen erwartet, ganz besonders bezüglich Armut und Landreform.


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Wenn Kinder fliehen müssen Wo Menschen verfolgt und vertrieben werden, wo Sehr viele junge Asylsuchende haben unglaubliche sie unter Kriegen und Katastrophen leiden, sind Gräuel und Gewalt in ihren Heimatländern erlebt. immer auch Kinder betroffen. Als unschuldige und Nicht wenige waren Kindersoldaten oder wurden wehrlose Opfer von Geschehnissen, die sie häufig zur Kinderarbeit gezwungen. Es ist angesichts der gar nicht verstehen können. Mehr als die Hälfte al- speziellen Situation und Bedürfnisse dieser Kinler Flüchtlinge – derzeit sind weltweit etwa 67 Mio. der und Jugendlichen extrem wichtig, dass sie umMenschen auf der Flucht – sind Kinder und Jugend- gehend einen fachkundigen Beistand erhalten, der liche. Nur wenige Flüchtlinge haben die Kraft und ihre Interessen unabhängig vertritt und sich für ihr die Mittel für eine Flucht nach Europa und in die Wohlergehen einsetzt. Dies ist zwar im Asylrecht Schweiz. Häufig werden Familien auf der Flucht vorgeschrieben, doch beobachtet die Schweizeauseinander gerissen und die Kinder bleiben bei rische Flüchtlingshilfe SFH auch in der Umsetzung Verwandten oder mit einem Elternteil zurück. Ei- dieser Regelung grosse qualitative Unterschiede von gentlich kaum vorstellbar: fast täglich kommen aber Kanton zu Kanton. auch Kinder und Jugendliche allein, ohne ihre ElText: Flüchtlingshilfe tern zu uns in die Schweiz und suchen um Asyl nach.

Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH

Die SFH engagiert sich für Respekt, Offenheit und Toleranz gegenüber Menschen, die in der Schweiz Schutz suchen. In einer Welt, in der viele Menschen unter Krieg und Not, Vertreibung und Flucht, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung leiden, leistet die SFH einen wichtigen Beitrag zu einer solidarischen und gerechten Gesellschaft. Bitte unterstüzen Sie unsere Arbeit mit einer Spende. Vielen Dank.

Kinderflüchtlinge in der Schweiz

Kinder und Jugendliche brauchen unseren besonderen Schutz. Diesem Umstand wird im Schweizer Asylgesetz zwar Rechnung getragen, in der Praxis werden Minderjährige, die ohne Begleitung ihrer Eltern in die Schweiz fliehen, jedoch kantonal sehr ungleich und nicht immer mit der gebotenen, besonderen Sorgfalt behandelt. Asylzentren, die den speziellen Bedürfnissen der häufig traumatisierten jungen Flüchtlinge gerecht werden, existieren längst nicht in allen Kantonen. Eine von Erwachsenen getrennte Unterbringung und eine altersgemässe psychologische Betreuung sind leider keine Selbstverständlichkeit - von einer raschen Platzierung in altersgerechten, familienähnlichen Strukturen ganz zu schweigen.

Foto: Caspar Martig

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Helfende Hände | April 2009

Der Mut mit der Krankheit positiv im Leben zu stehen

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ennen Sie einen Menschen, der mit HIV/Aids lebt»? Nur wenige werden diese Erfahrung bestätigen, obwohl in der Schweiz bis zu 25 000 Menschen mit dieser Krankheit leben – aber kaum einer kennt sie. Jugendliche, die an den schweizerischen Treffen von Aids & Kind teilnehmen, möchten dies nun ändern. Die Schweizerische Stiftung Aids & Kind unterstützt hierzulande betroffene Familien mittels finanzieller Direkthilfe. Zudem fördert sie Präventions- und Integrationsprojekte in der Schweiz und im südlichen Afrika. Dazu gehört die psychosoziale Begleitung der Jugendlichen, die in der Schweiz mit HIV leben. Seit 2002 stellt die Stiftung ihnen eine Plattform zur Verfügung.

ben verändert haben! Vorausgehend wurde an den Treffen oft über Themen wie Diskriminierung, Ausgrenzung und der Umgang mit dem persönlichen und öffentlichen Umfeld diskutiert. Wann sage ich meinem Freund, meiner Freundin? Soll ich in der Schule, in der Lehre, am Arbeitsplatz dazu stehen, dass ich HIV-positiv bin? Solche Fragen beschäftigen die Jugendlichen intensiv und fast täglich. Ermutigt durch die ausschliesslich sehr positiven Reaktionen aus ihrem persönlichen Umfeld und aus der Öffentlichkeit, ist bei Jenni das Eis der Angst geschmolzen. Sie hat sich entschieden, öffentlich zu ihrer HIV-Infektion zu stehen und ihr Gesicht zu zeigen. Inzwischen hatte sie Auftritte im Tele-Züri und bei Ruedi Aeschbacher und immer machte sie nur gute Erfahrungen.

Als im Herbst die neue Leiterin des Dr. SommerMindestens vier Mal pro Jahr finden an Wochen- Teams der internationalen Jugendzeitschrift BRAenden die «Schweizerischen Treffen Jugendlicher, VO, Frau Dr. Marthe Kniep, Aids & Kind anfragte, die mit HIV leben» statt. Die Teilnehmenden sind ob es in der Schweiz Jugendliche gäbe, die zu ihim Alter zwischen 14 bis 25 Jahre und tauschen rem HIV stehen, erklärten sich Jenni und neu sich zu allen relevanten Themen, rund um das Le- auch Benj sofort bereit ihre Gesichter zu zeigen. ben mit HIV, aus. An einem Treffen, im letzten Erfolglos hatte BRAVO in Deutschland versucht, März, entstand die Grundlage zum Buch «Posi- junge Menschen zu finden, die bereit wären sich tiv im Leben stehen», das schliesslich zum Welt- zu zeigen. Zwei weitere Mädchen der Gruppe entAids-Tag veröffentlich wurde. Darin erzählen die schieden sich, bei den Interviews mit zu machen, Jugendlichen aus ihrem Leben, teilen ihre Erfah- wollten ihre Gesichter aber nicht zeigen. rungen mit und führen sehr kreativ ihre AuseiDie Berichte erschienen jeweils auf einer Doppelnandersetzung mit der Krankheit. seite über vier aufeinander folgende Ausgaben des Von den Jugendlichen sind im Buch viele Fotos zu BRAVO. Eine bessere direktere HIV-Prävention, bei sehen – alle vom Rücken fotografiert, damit man einigen hundert Tausend Jugendlichen, kann man sie nicht erkennen kann. Aids & Kind hat bisher sich kaum vorstellen. Hier wurde das Ziel, Jugendnie Gesichter der Jugendlichen gezeigt. Nun ha- liche auf die Gefahren einer HIV-Infektion hinzuben aber zwei der Jugendlichen, Jenni und Benj, weisen, aber auch, dass ein normaler Umgang mit entschieden, öffentlich zu ihrer Krankheit zu ste- Menschen, die mit dem Virus leben, voll erreicht. Aids & Kind kann Jenni und Benj nur gratulieren, hen und ihre Gesichter zu zeigen. sie leisten einen äusserst wichtigen Beitrag gegen die Jenni machte im letzten Sommer den Anfang mit Ausgrenzung HIV-betroffener Menschen. der TV-Sendung «Mitenand», sie entschied sich Text: Linus G. Jauslin ihr Gesicht zu zeigen – drei Minuten, die ihr Le- Aids & Kind

Positiv im Leben stehen

Geschichten von Jugendlichen mit HIV/Aids ISBN 978-3-7252-0862-3 CHF 16.80

Aids & Kind Schweizerische Stiftung für Direkthilfe an betroffene Kinder Seefeldstrasse 219, 8008 Zürich Tel. +41 44 422 57 57 www.aidsundkind.ch Spendenkonto: PC 80-667-0

Aids & Kind Positiv im Leben stehen Geschichten von Jugendlichen mit HIV/Aids Broschur, durchgehend vierfarbig, 14 × 21,5 cm ISBN 978-3-7252-0862-3 Einzeln CHF 16.80 ab 10 Ex. 14.80


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ProSpecieRara – die Retterin der Vielfalt

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icht nur Pandabären und spezielle Orchideenarten sind vom Aussterben bedroht, sondern auch einheimische Nutztierrassen und Kulturpflanzensorten. Mit dem Verschwinden dieser Sorten und Rassen geht ein kulturhistorisches Erbe verloren und die genetische Vielfalt, die als Ausgangslage für neue Züchtungen unerlässlich ist, verringert sich dadurch drastisch. ProSpecieRara kämpft seit über 25 Jahren für die Erhaltung dieses Sortenreichtums.

Einst gediehen im Wallis Rote und Weisse Lötschen- Helfen Sie mit! taler, in der Region um Klosters wuchsen Frühe Als GönnerIn von ProSpecieRara unterstützen Sie Prättigauer und im Glarnerland sprossen Blauscha- die Erhaltungsarbeit direkt und haben zudem die lige Bristen. Die Rede ist von Kartoffelsorten. Jedes Möglichkeit, über die Publikation «Sortenfinder» Tal und jede Region hatten eigene Kartoffelsorten, gratis Saatgut von über 450 alten Gemüsesorten die perfekt den klimatischen Bedingungen und den zu bestellen. Bringen Sie die Vielfalt so in Ihren eiBodenbegebenheiten vor Ort angepasst waren. genen Garten und verblüffen Sie Ihre Freunde mit Mit dem Aufkommen von neuen, oft ertragsstär- violetten Tomaten, blauen Kartoffeln oder gelben keren Sorten, gerieten die alten Sorten immer mehr Randen! Text: ProSpecieRara in Bedrängnis. Gehen diese Sorten aber verloren, verschwinden mit ihnen auch unwiederbringlich genetische Informationen – Informationen, die vielleicht für neue Züchtungen gebraucht werden.

Blaue St.Galler

Ein Kartoffelzüchter aus dem Kanton St.Gallen hatte die Idee, Kartoffeln für die Herstellung blauer Chips zu züchten. Die noch vorhandenen blauen Sorten verloren jedoch ihre Farbe beim Frittieren. Also begann der Züchter zu kreuzen, bis er auf die passende Kreuzung kam – «Blaue Schweden» mit «Frühe Prättigau» – beides alten Sorten, die auch dank ProSpecieRara überlebt haben. Heute sind die blauen Chips aus der Sorte «Blaue St.Galler» der Renner beim Grossverteiler.

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16.1.2009

14:56 Uhr

ProSpecieRara

Pfrundweg 14, 5000 Aarau Tel. 062 832 08 20 www.prospecierara.ch

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Wo ist Toni? Haben Sie mich gefunden? Ich bin Toni, ein Bündner Oberländer Schaf. Von meiner Rasse gibt es weisse, schwarze und braune. Mein auffälligstes Kennzeichen als Widder sind meine imposanten Schneckenhörner. Da ich robust und anspruchslos bin, eigne ich mich gut zur Beweidung von Magerstandorten. Weltweit stirbt pro Monat eine Rasse aus. Von meiner gibt es nur knapp 900 Tiere. Ohne das Engagement von ProSpecieRara, die sich für die Rettung von 26 bedrohten Nutztierrassen und die Erhaltung von 1800 Obst- und 900 Gemüsesorten einsetzt, wäre ich wohl längst ausgestorben. Helfen Sie mit. Werden Sie Gönner ab Fr. 50.–/Jahr. Spenden an PC 90-1480-3 ProSpecieRara, 5000 Aarau, Telefon 062 832 08 20 www.prospecierara.ch Schweizerische Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren


Ihre Spende schafft Mehrwert gegen den Hunger auf den Philippinen. Spendenkonto PC 60-19191-7

Vom Ăœberleben zum Leben.


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