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Ein Themenspecial von

BUSINESS TODAY

Mit Special «IMMOBILIEN» Ein Themenspecial von

IMMOBILIEN

März 2009

Impressionen aus der Tiefe

Kurt Worni

www.worni-artworks.ch

März 2009


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Business Today | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Inhalt

Business Today – Der KMU-Ratgeber

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Liebe Leserin, lieber Leser!

Massnahmen gegen die Wirtschafts und Finanzkrise Im Gespräch mit dem Direktor des Staatssekretariat für Wirtschaft SECO Jean-Daniel Gerber.

Der Export wird aufgrund des weltweiten Konjunkturabschwungs seine Funktion als Konjunkturmotor in der herkömmlichen Form verlieren. Deshalb ist es umso wichtiger, schon heute die Weichen für eine Stärkung der Binnenwirtschaft richtig zu stellen.

Mitarbeitereffizienz Die neue Studie des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.

Krise ohne Ende?

Falsch ist es, auf den Wirtschaftsabschwung und die Finanzkrise mit herkömmlichen Konjunkturprogrammen in Form einer schuldenfinanzierten Ausgabenpolitik oder mit der punktuellen Subventionierung bestimmter Branchen zu reagieren. Wirkung versprechen nur Massnahmen, die sich nachhaltig auf das Wirtschaftswachstum auswirken. Hierzu gehören leistungsgerechte Einkommen, Anreize für höhere Investitionen und bessere Produktions- und Standortbedingungen. Die sonstigen Krisen weltweit werden keine Pause machen, bis die Weltwirtschaft wieder im Lot ist. Ganz im Gegenteil. Was jahrelang mit Geld zugedeckt werden konnte wird nun offenbar. So ist die globale wirtschaftliche Depression auch Ursache zahlreicher politischer Umwälzungen und Konflikte mit hoher Intensität. Die Menschheit geht durch eine heisse Phase. Sie macht eine neue Erfahrung. Es gibt nicht die grossen, an allem schuldigen Bösen, aber es gibt auch nicht die grossen Weisen mit Patentrezepten zu Wegen aus der Krise. Wir erleben stattdessen eine Art weltweiter Orientierungslosigkeit, man könnte dies auch Erwachsenwerden nennen. US-Präsident Barack Obama hat in seiner Inaugurationsrede einen treffenden Satz gesagt: «Wir bleiben eine junge Nation, aber, in den Worten der Heiligen Schrift, die Zeit ist gekommen, da wir das Kindische ablegen sollten.» Er meinte da mit die USA – aber es gilt für uns alle.

Wolfgang S. Bolsinger, Herausgeber

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Wirtschaftsentwicklung an Krisenorten Ein Interview mit Ulrich Tilgner, dem Auslandsjournalisten und Nahost-Experten.

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Impressum «Business Today» Ein Themenspecial zur WELTWOCHE – März 2009 Verlag: UniverseMedia Verlags AG Bollstrasse 61 Postfach 777 CH-3076 Worb-Bern

Herausgeber, redaktionelle Leitung: Wolfgang S. Bolsinger

Telefon: + 41 31 838 33 35 Internet: www.universemedia.ch E-Mail: info @ universemedia.ch

Mitarbeiter/innen dieser Ausgabe: Allen Dedic (Projektleitung), Marc Helfer, Marina Roncagalli, Marcel Gross, Andreas Bitter, Lahor Jakrlin

Druck: Büchler Grafino AG, Bern

Grafik & PrePress: www.fruitcake.ch


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Vom Wiederaufschwung profitieren Interview mit Jean-Daniel Gerber, SECO Die Krise ist eine selbsterfüllende Prophezeiung. Jetzt scheint sie hier zu sein. Wie gehts der Schweiz? Die Schärfe der Krise haben die Wenigsten vorausgesehen. Deswegen kann man nicht von einer selbsterfüllenden Prophezeiung sprechen. Die Krise wird im zweiten Halbjahr durchschlagen. Positiv ist, dass der Konsum immer noch gut läuft, ebenso wie die Bauwirtschaft.

sere Unternehmen hart kämpfen müssen. Eine Krise führt automatisch zu einer raschen Konzentration auf ertragreichere Geschäfte und damit zur Strukturbereinigung, die in normalen Zeiten langsamer und geordneter erfolgt.

Verstärkt nicht der politische Fokus der Schweizer Regierung auf die EU die natürliche wirtschaftliche Interdependenz der Schweiz noch um eine unnötige künstliche Abhängigkeit? Künstliche Abhängigkeit? Die Schweiz liegt bekanntlich im Herzen von Europa. Die Nachbarländer werden auch in Zukunft rein von der geographischen Lage her die wichtigsten Absatzmärkte für unsere Unternehmen bleiben. Nichtsdestotrotz öffnen wir ständig neue Absatzmärkte. Die Schweiz hat ein Netz von 17 Freihandelsabkommen ausserhalb der EU. Die jüngsten Beispiele sind die Abkommen mit Japan und Kanada. Während unsere EU-Konkurrenten in diesen beiden Ländern Zölle zahlen müssen, werden unsere Exporte bald davon befreit sein.

Was macht der Bund und was sind Aufgaben der Firmen? Der Bundesrat hat im Februar die zweite Stufe von konjunkturstützenden Stabilisierungsmassnahmen ausgelöst. Die Massnahmen müssen gezielt sein, rasch wirken und vorübergehender Natur sein. Sie werden die Krise indessen nur abfedern können, denn die Rezession ist nicht hausgemacht, sondern importiert. Unsere Märkte im Ausland brechen zusammen. Die von Auftragsrückgängen betroffenen Unternehmen haben die Möglichkeit, neu während 18 Monaten Kurzarbeitsentschädigung zu beziehen. So können sie Zeit gewinnen und brauchen nicht sofort Entlassungen vorzunehmen. Auch die Leistungen der Schweizerischen Exportrisikoversicherung werden ausgebaut, damit die Unternehmen ihre Risiken besser abdecken können. Was kann ein KMU tun, wenn sich ein Liquiditätsengpass abzeichnet? Stehen Banken in der Verantwortung? Zurzeit können wir noch keine Kreditklemme ausmachen. Die Kreditlinien der Banken haben zwar abgenommen, aber meist verursacht durch die kleinere Nachfrage nach Krediten. Natürlich stehen die Banken in der Verantwortung: an erster Stelle die Kantonal- und Regionalbanken. Sie haben einen enormen Zufluss an Kundengeldern erfahren. Nun ists an ihnen, den Unternehmen mit Krediten den Weg in die Zukunft offen zu halten. Wo liegen die Vorteile und Chancen der aktuellen Wirtschaftslage? Von der «Krise als Chance» zu sprechen, wäre zynisch. Doch immerhin gehen wir nicht unvorbereitet in die Krise. Die Schweiz hat in den letzten Jahren, mit Ausnahme der Sozialversicherungen, ihre Hausaufgaben gemacht: Unsere Bundes- und Kantonsbudgets sind saniert, wir haben keine Immobilienkrise und nirgendwo eine Spekulationsblase. Die Wachstumsrate zwischen 2004–2008 betrug jährlich im Durchschnitt etwa 3 %. Trotz dieser guten Ausgangslage werden un-

den letzten zwei Jahren 185’000 Stellen. Die Einwanderung ist im vierten Quartal 2008 infolge der konjunkturellen Abschwächung jedoch deutlich zurück gegangen. Die Nettoeinwanderung aus der EU hat sich halbiert. Dies bestätigt unsere bisherigen Erfahrungen, dass die Einwanderung gemäss den Bedürfnissen der Wirtschaft erfolgt.

Wärs für Krisenzeiten, die wie jetzt vom Dienstleistungssektor entstammen, nicht sinnvoll, vermehrt die Industrie zu fördern, quasi als zweites Standbein? Die Schweizer Wirtschaft ist diversifiziert und breit aufgestellt. Wir haben sehr gute, exportorientierte Industrieunternehmen. Ganz grundsätzlich muss unsere Wirtschaftspolitik darauf abzielen, allen Unternehmen günstige Rahmenbedingungen zu bieten, sei dies im Industrieoder im Dienstleistungssektor. Einzelne Bereiche auf Kosten der anderen staatlich zu fördern, ist keine gute Politik. Wie Max Frisch feststellte: «Man rief Arbeitskräfte, und es kamen Menschen». Nun gibts aber immer mehr arbeitslose Menschen auch in der Schweiz. Machts Sinn, weiterhin Arbeitskräfte aus dem Ausland zu rufen? Vergessen wir nicht: Durch die Personenfreizügigkeit konnte die Schweiz von der Hochkonjunktur stark profitieren. Seit 2004 wurden rund 250’000 Arbeitsplätze geschaffen, davon allein in

Wie widersteht man der Versuchung, mit einfachen Lösungen für Heute, Probleme für Morgen zu machen? Die Schweizer Regierung hat ein mehrstufiges Vorgehen gewählt, um der Krise zu begegnen. Zuerst gilts, den Brand zu löschen, dann dafür zu schauen, dass er nicht mehr aufflackert und letztlich, langfristige Abwehrdispositive zu erarbeiten. Den Einen gehen die Massnahmen zu weit, die Anderen betrachten die Situation als Freipass für alle möglichen Forderungen. Seien wir uns bewusst: Je heisser die Situation, desto kühler muss der Kopf sein. Mir ist besonders wichtig, dass die Schweiz am Schluss der Krise besser dasteht als ihre Konkurrenten – weniger Staatsverschuldung, kein Protektionismus, keine inflationären Tendenzen – damit unsere Wirtschaft voll vom Wiederaufschwung profitieren kann. Und noch etwas: In jeder Krise besteht die Gefahr der Überreaktion. Gefordert werden staatlicher Schutz, Eingriffe, Regulierungen. Bei all diesen Massnahmen gilt es, das Gleichgewicht zwischen Staat und Marktwirtschaft zu beachten. Wir brauchen den Staat, um die Marktwirtschaft vor Missbrauch zu schützen. Wir brauchen aber auch die Marktwirtschaft, um vor Staatsinterven tionismus zu schützen. Fragen: Allen Dedic


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Business Today | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Personenversicherungen aus einer Hand Text: Christian Feldhausen, Groupe Mutuel

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elche Personenversicherungen sind für die Mitarbeiter in KMU wichtig? Obligatorische Unfallversicherung, berufliche Vorsorge, das Krankentaggeld und für die Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt wichtige freiwillige Zusatzversicherungen sind auf dem Menu. Unterstützung beim betrieblichen Gesundheits- und Absenzenmanagement machen dann den Unterschied bei der Wahl des Versicherungspartners.

Gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) sind alle Arbeitgeber verpflichtet, ihre Mitarbeiter gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten zu versichern. Einige Branchen müssen sich bei der Suva versichern, andere Wirtschaftszweige können zwischen privaten Versicherern wählen. Der Versicherer übernimmt bei Unfall die Heilungskosten, Rettung und Transport und bei Arbeitsunfähigkeit ab dem 3. Tag ein Taggeld von 80 % des UVG-Lohnes. Bei Invalidität werden Renten sowie Kapitalleistungen in Form von Integritäts- oder Hilflosenentschädigungen gezahlt. Im Todesfall sind der überlebende Ehegatte und Kinder durch Hinterlassenenrenten finanziell abgesichert.

Zusätze stärken die Attraktivität als Arbeitgeber

Viele Versicherer bieten im UVG-Bereich Zusatzversicherungen an, die es dem Arbeitgeber erlauben, im Wettbewerb um fähige Mitarbeiter attraktive Leistungen anzubieten: beispielsweise die nicht durch das UVG gedeckten Behandlungskosten (private Spitalabteilung etc.), 100 % Taggeld für den 1. und 2. Tag Arbeitsunfähigkeit, Taggeld für die Deckungslücke nach Gesetz in Höhe von 20 % des versicherten Lohnes ab dem 3. Tag, zusätzliches Invaliditäts- und Todesfallkapital sowie Versicherungsleistungen für Lohnanteile über dem maximal versicherten Lohn.

Berufliche Vorsorge: Mehr als ein Obligatorium

Die Altersvorsorge ist in der Schweiz nach dem Drei-Säulen-Prinzip organisiert. Die obligatorische berufliche Vorsorge stellt in diesem System nach der AHV die zweite Säule dar. Sie gewährt den Mitarbeitern die nötigen finanziellen Mittel, um den gewohnten Lebensstandard auch im Rentenalter oder bei Invalidität zu bewahren. Darüber hinaus dehnt die berufliche Vorsorge bei Tod der versicherten Person ihren Versicherungsschutz auf die Angehörigen aus. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen BVG-Mindestdeckung

bieten die verschiedenen Vorsorgeeinrichtungen einen massgeschneiderten Versicherungsschutz über die obligatorischen Leistungen hinaus, insbesondere auch spezielle Kadervorsorge. Denn eine solide Altersvorsorge vermittelt den Mitarbeitern ein Gefühl der Sicherheit und stellt einen zusätzlichen Motivationsgrund dar.

richtet die HR-Leiterin der Groupe Mutuel: «Ein Jahr nach der Einführung des Programms konnten wir die Absenzen im Jahresdurchschnitt bereits um einen Tag pro Mitarbeitenden senken.» Massnahmen in diesem Bereich sind also sehr kosteneffizient und verkleinern auch den administrativen Aufwand.

Gesamtlösungen bieten optimale Synergien

Wichtiges Krankentaggeld

Ist ein Mitarbeiter infolge Krankheit arbeitsunfähig oder stirbt er, ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, den Lohn während einer bestimmten Zeit weiter zu bezahlen. Manche Branchen kennen Gesamtarbeitsverträge, welche die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vorsehen; meist regelt jedoch eine Vereinbarung im Arbeitsvertrag die Lohnfortzahlung. Die Leistungen in diesem Bereich beeinflussen die Attraktivität als Arbeitgeber. Damit die Kosten budgetierbar bleiben, sollte sich das KMU durch eine Krankentaggeldversicherung absichern. Als Vorteile bietet dies in jedem Fall die Lohnfortzahlung bis zum Beginn der IV- oder BVG-Rente, dadurch kann auch Wartefrist der BVG-Invalidenrente auf 24 Monate aufgeschoben werden.

Die für KMU erforderlichen und sinnvollen Personenversicherungen sind in ihrem Zusammenwirken komplex und nicht leicht aufeinander abzustimmen. Teure Überversicherungen, aber auch gefährliche Unterversicherungen sind auf jeden Fall zu vermeiden. Schon bei Vertragsabschluss sollten die Leistungen optimal koordiniert werden. Im Schadenfall ist bei der Fallbearbeitung möglichst wenig administrativer Aufwand für das KMU wie auch mit den verschiedenen Versicherungsträgern und Sozialeinrichtungen entscheidend. Online-Lösungen und gute Koordination steigern dabei die Effizienz. Bei einer Gesamtlösung aus einer Hand profitiert der Arbeitgeber optimal von Synergien. Die Wahl eines kompetenten Partners mit Erfahrung und umfassenden Versicherungslösungen ist daher ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für alle Unter nehmen.

Vorteile durch Kollektivversicherungen

Für freiwillige Krankenzusatzversicherungen seiner Mitarbeiter kann der Arbeitgeber ein attraktives Kollektivversicherungspaket schnüren, das den Mitarbeitern hochwertige Leistungen sichert und aufgrund von Rabatten günstigere Prämien verschafft als bei individuellen Lösungen.

Swiss Power Group. Die Groupe Mutuel bietet Ihnen im Bereich der Personenversicherungen für Unternehmen eine umfassende Produktpalette. u

Zusatzleistungen: Gesundheitsförderung und Absenzenmanagement

Die Gesundheit der Mitarbeiter hat direkten Einfluss auf die Produktivität und Wertschöpfung eines Unternehmens. Deshalb schenken ihr die Human Resources immer mehr Beachtung. Einige Personenversicherer bieten hier umfangreiche Unterstützung beim Absenzenmanagement und der Gesundheitsförderung. Einen Gesamtüberblick über die Thematik bietet die Informationsplattform www.corporatecare.ch, auf der HR-Verantwortliche zahlreiche Informationen und Hilfsmittel wie Checklisten, Memos oder Adressen von Spezialisten finden. Über ihre Erfahrungen mit dem CorporateCare-Konzept be-

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Unfallversicherung Berufliche Vorsorge Krankentaggeld Krankenzusatzversicherung

Dank ihrem exklusiven Konzept CorporateCare berät und unterstützt Sie die Groupe Mutuel beim Absenzenund Gesundheitsmanagement in Ihrem Unternehmen. Für mehr Informationen Hotline 0848 803 777 Fax 0848 803 112 www.groupemutuel.ch www.corporatecare.ch


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Frauenpower – eine Quelle versteckter Talente Text: Guido Scherer, Partner bei Accenture, verantwortlich für die Bereiche Systems Integration & Technology sowie Diversity Management

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s herrscht erstaunliche Zuversicht unter den Kadermitarbeitenden in mittelgrossen und grossen Unternehmen, nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. Die meisten von ihnen sehen die heraufziehende Wirtschaftskrise weniger als persönliche Bedrohung, sondern eher als Chance. Eine neue weltweite Studie von Accenture bestätigt diese Sicht der Dinge, und dies gilt insbesondere für im Management tätige Frauen.

folgreich». In der Schweiz waren dies 52 % der Frauen gegenüber 68 % der Männer. Fast die Hälfte der sich als «sehr erfolgreich» einstufenden Frauen stellte fest, die tatsächlichen Anforderungen ihrer Arbeitsstellen gingen über das Mass ihrer ursprünglichen Erwartungen hinaus. Dennoch erklärten sich vier von fünf dieser Frauen bereit, zusätzliche Verantwortung und erhöh-

Gegen die Wirtschaftskrise: Schwellenländer bemühen sich stärker

Die im Gefolge der Finanzkrise drohende Rezession wirft vor allem in Schwellenländern wie Mexiko, Brasilien, Indien und China ihren Schatten voraus und führt in diesen Ländern zu überdurchschnittlich gesteigerten Weiterbildungsanstrengungen von 61 % bis 71 % der Befragten. Auch in den USA ist dieser Trend bei der Hälfte aller Befragten festzustellen. In den Schwellenländern und den USA gaben auch deutlich mehr Frauen als Männer an, sie hätten ihre Vorgesetzten um zusätzliche Herausforderungen gebeten. Im Gegensatz dazu sind die Weiterbildungsbestrebungen in Europa und Russland moderat, in der Schweiz erklärten beispielsweise 42 % Frauen und gleich viel Männer, sie würden im Hinblick auf die unsichere Zukunft auf dem Arbeitsmarkt neue Fähigkeiten erwerben. Das Schlusslicht bildet in dieser Hinsicht Österreich mit 29 % der Männer und 38 % der Frauen.

Management-Mitarbeitende im Schatten der Krise

Die Finanzkrise droht zurzeit in eine globale Wirtschaftskrise umzuschlagen. Wie wurden früher solche Krisen gemeistert? Nun, jene in den letzten 20 Jahren wurden weniger gemeistert als ausgesessen, und ihre Lösung erfolgte selten durch aktive Massnahmen, sondern durch die zyklische Veränderung der lokalen wirtschaftlichen Verhältnisse. Accenture hat im Herbst 2008 untersucht, wie gegenwärtig im Management tätige Frauen und Männer ihre berufliche Stellung und ihre zukünftigen Laufbahnchancen im Schatten der sich weltweit ausbreitenden Krise sehen. Die Ergebnisse sind zum Teil überraschend und zum Teil entsprechen sie verbreiteten Meinungen. Befragt wurden je 1'800 Männer und Frauen in Managementpositionen in 18 Ländern traditioneller westlicher Industriestaaten – darunter auch der Schweiz – sowie in Südafrika, Asien und Südamerika. Eine erste Überraschung bestand in der Feststellung, dass sich fast die Hälfte der Befragten in ihren Aufgaben und Positionen unterfordert fühlen. Rund drei Viertel gaben an, sie seien in Bezug auf ihre Fähigkeiten zur Erfüllung von beruflichen Anforderungen zuversichtlich, so etwa zur zeitgerechten Bewältigung des Arbeitsvolumens, zur Delegation von Aufgaben und dem persönlichen Verhandlungsgeschick.

Hohe Karrierebereitschaft sehr erfolgreicher Frauen

Sechs von zehn aller befragten Frauen beurteilen ihre Karriere als «erfolgreich» oder «sehr er-

diesen Quellen würden sie die wertvollsten Ratschläge erhalten. Laufbahn-Coaches oder Mentoren innerhalb und ausserhalb von Unternehmen werden hingegen nur von einer Minderheit der Befragten (14 %) zu Rate gezogen und deren Empfehlungen werden nur von max. 5 % befolgt. Allerdings messen Frauen der Hilfe von Mentoren mehr Gewicht bei als Männer dies tun. In diesem Bereich liegt offensichtlich noch ein bedeutendes Potential bei der Laufbahnförderung von Frauen.

te Arbeitskomplexität in Kauf zu nehmen, um ihre Karriere zu fördern. Und mehr als die Hälfte von ihnen gaben an, sie würden sich regelmässig über ein komfortables Mass hinaus anstrengen – bei den Männern traf dies nur zu einem Drittel zu.

Von Karrierefrauen erst schwach genutzt: Coaches und Mentoren

Die Accenture Studie enthüllte, dass Mentorprogramme in den Unternehmen eine von berufstätigen Frauen wenig genutzte Quelle der Laufbahnförderung darstellen. So erklärten etwa die Hälfte aller Frauen, sie würden bevorzugt Familienmitglieder oder Kolleginnen und Kollegen um Karriereratschläge bitten, und sie stellten fest, aus

Erstaunlich war das Resultat, dass das Alter der Befragten kaum einen Einfluss auf ihren Optimismus in Bezug auf die zukünftigen Berufsaussichten zu haben scheint. Dabei wurde nach drei etwa gleich starken Altersgruppen unterschieden, den vor 1964 geborenen Baby Boomers, der Generation X mit den Jahrgängen zwischen 1965 und 1978 sowie der nach 1979 geborenen Generation Y. Hier führen wiederum die Schwellenländer sowie Australien die Länderrangliste an, in denen die Aussichten auf einen neuen Job mit 64 % bis 69 % als gut beurteilt werden. Die Schweiz liegt mit 48 % im Mittelfeld, und am schlechtesten werden die Arbeitsmarktaussichten in Deutschland, Frankreich und Itali en (35 % bis 38 %) beurteilt.


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Business Today | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Die Lohnschere zwischen Service public und Gewerbe www.universemedia.ch

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as sind gerechte Gehälter? Welche Saläre müssen mit welchen verglichen werden? Wann werden Einkommensunterschiede zum Problem der Volkswirtschaft? Und: Dürfen die Personalkosten als Instrument der Krisenbewältigung eingesetzt werden?

Vorab dies: Ich mag allen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sehr gut Verdienenden ihre Saläre von Herzen gönnen (und hoffe, sie kurbeln mit ihrer gehobenen Kaufkraft auch den Konsum an!). Aber: Wenn man die enormen Differenzen der Einkommen im öffentlichen Dienst gegenüber jenen in den KMU (Gewerbe, Industrie) innerhalb vergleichbarer Tätigkeiten zur Kenntnis nimmt, wirds schwer, die erschreckenden Unterschiede zu rechtfertigen. Doch betrachten wir die Situation anhand konkreter Beispiele oder Ereignisse.

Wo sich wie viel verdienen lässt Monatliche Bruttolöhne 2006 nach Branchen Kredit- und Versicherungsgewerbe Unterrichtswesen Öffentliche Verwaltung Energie- und Wasserversorgung Informatik, Forschung Gesundheits- und Sozialwesen Durchschnitt Verarbeitendes Gewerbe, Industrie Verkehr, Nachrichtenübermittlung Sonstige Dienstleistungen Baugewerbe Handel, Reparatur Gartenbau, Forstwirtschaft Gastgewerbe Franken 0 15 %

50 % Zentralwert

Lohnbestimmung im öffentlichen Sektor

Bern, Anfang Februar 2009 – nur wenige Wochen nach einer rückwirkenden (!) Lohnerhöhung fürs 2008: Die starken Verbände des bernischen Staatspersonals (BSPV), der bernischen Lehrerinnen und Lehrer (Lebe) und die mächtige Gewerkschaft VPOD (Verband des Personals öffentlicher Dienste) schicken ihre Gehaltsforderungen für 2010 (!) an die Kantonsregierung: 2.5 % mehr werden verlangt. Der bernische Finanzminister, Regierungsrat Urs Gasche (BDP) verkündet postwendend – noch vor etwelchen Verhandlungen – im Regionaljournal von Radio DRS Bern, die Forderungen der Staatsgewerkschaften seien «eine taugliche Basis», aber an der

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Banken/Versicherungen. Einizger Lohnbereich, der im Mittelwert (leicht) über dem Verwaltungssektor angesiedelt ist. Verwaltung/Service public

oberen Grenze. Diese strategisch und taktisch naive Aussage erfolgt am Anfang einer sich konkret abzeichnenden schweren Konjunkturkrise, und erst noch für Beschäftigte, welche ohnehin schon über sehr hohe Gehälter und die höchsten sozialen Absicherungen verfügen. Der Privatwirtschaft stehen die Haare zu Berge. Wie sollen Arbeitgeber aus Handel, Handwerk und Gewerbe, meist KMU, angesichts drohender

Lesebeispiel: 50 % der Angestellten im Bildungswesen verdienen zwischen 6200 und 10 000 Franken. 15 % verdienen zwischen 4800 und 6200 Franken, weitere 15 % verdienen 10 000 bis 11 500 Franken. Quellen: Bundesamt für Statistik (BFS) und NZZaS

Wirtschaftseinbussen, Produktivitätsrückgängen, eventueller Stellenabbaupläne oder Kurzarbeitsübungen ihrem Personal erklären, dass sie die Gehälter, wenn nicht überprüfen, so doch einfrieren müssen?

Lohn = die «Be-Lohnung» der Produktivität

Selbst Karl Marx wusste, dass Kapital aus Produktivität entsteht; Lohn ist das, was aus der

Gehaltsexzesse am unteren und oberen Ende der Lohnskala

Wie sollen ein Familienvater oder eine Alleinerziehende mit einem oder zwei Kindern ihren Lebensunterhalt mit 3000 oder noch weniger Franken im Monat bestreiten? Unabhängig davon, dass bei solchen Einkommen in der Regel die Steuerrechnung und die Krankenkassenprämien wegfallen, sind solche Löhne schon für Kleinfamilien die sichere Armutsfalle. Solche Gehälter, ob mit oder ohne Ergänzungsleistungen, sind ein Skandal und dürften nicht sein. Weder im Handel, noch im Handwerk und erst recht nicht im Gastgewerbe. Ebenso verwerflich sind Gehälter von über 400’000 Franken bis in die Millionen bei Managern – unab-

hängig davon, ob sie in Staatsdiensten oder in der Privatwirtschaft stehen. Dabei geht es um die Tatsache, dass solche Monsterlöhne und -Boni ohne persönliches finanzielle Risiko erwirtschaftet werden. Mit andern Worten: Angestellte in Spitzenfunktionen spielen Roulette ... aber ohne dabei einen eigenen Einsatz zu riskieren. Der Begriff «Abzocke» ist völlig gerechtfertigt. Kein Exzess hingegen sind hohe Einkommen bei selbständig Erwerbenden oder Investoren: Ihre Einkünfte sind die Be-Lohnung eingegangener Risiken. Und diese Dividenden sind es, welche die Wirtschaft voranbringen.

Der Autor Lahor Jakrlin, 53, Berner Publizist und Werber. Kontakt: jakrlin@fruitcake.ch


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Branchen schwierig – wie soll ich meinen Kindern erst die Einkommensunterschiede zwischen den Ländern und Kontinenten erklären? Schon die Kassiererin bei der Migros, mit mickrigen unter 4’000 Franken, verdient das Zehnfache ihrer Kollegin in vielen EU-Ländern ... und das vielleicht Hundertfache von Berufsgenossinnen in der dritten Welt. Das internationale Lohngefälle ist also riesig – jenes nationale zwischen dem öffentlichen Dienst und den KMU vergleichsweise «nur» absurd (siehe Grafik vom Bundesamt für Statistik). Ein gerechter Lohn muss zumindest nach unten begrenzt sein: Wer seine Arbeit gut macht und voll arbeitet, muss davon in Würde leben und die Altersvorsorge vorfinanzieren können.

Der öffentliche Dienst bedient am besten sich selbst. Produktion von Mehrwerten entsteht. Mehrwerte entstehen aus (dem Verkauf) der Veredelung von Rohstoffen, Fabrikaten, Kulturgütern oder spezifischen Dienstleistungsprodukten, wobei Qualität und Nachfrage die Preise bestimmen. Mit andern Worten: Nur wo der Markt – also der Konkurrenzwettbewerb – spielt, entstehen realistisch erklärbare Gehälter. Höhere Mengen bringen mehr als kleinere, bessere Hotels sind teuerer als weniger gute, von Hand produzierte Markenuhren wertvoller als robotergefertigte FernostKopien, Kaschmir ist aufwändiger als Polyester ... je höher die erschaffenen Mehrwerte oder der persönliche Arbeitseinsatz, umso höher steigen die entsprechenden Gehälter. Sollte man meinen.

Buchhändlerin vs. Oberstufenlehrer

Sobald der öffentliche Dienst mit der Privatwirtschaft verglichen wird, zeichnet die Lohn-Realität ein anderes Bild. Eine gelernte Buchhändlerin, nicht selten mit einer gymnasialen Ursprungsausbildung, verdient als normale Angestellte zwischen 3’500 und 4’500 Franken im Monat. Die Regel liegt in der Mitte, also bei etwa 4’300 Franken. Dafür arbeitet sie mit einer hohen Präsenzzeit – von Ladenöffnung bis Ladenschluss (von Abendverkäufen und Samstagsarbeit nicht zu reden). Ferien: 4 – 5 Wochen. Ihr Nachbar, Lehrer an einer Sekundarschule, mit 13 Wochen Ferien (sowie weiteren fünf bis zehn

frei verfügbaren Tagen für die «individuelle Fortbildung») und Schulpensen von knapp 30 Lektionen wöchentlich bringt es auf 8’500 bis weit über 11’000 Franken. Mit garantierter jährlicher Lohnerhöhung. Beide, Buchhändlerin und Lehrer, verkaufen Wissen, der Lehrer verdient aber, mit viel geringerem Aufwand, das Zwei- bis Dreifache. In diesem Sinne sind beide Gehaltssysteme – aus kontroversen Gründen – schlicht unsozial.

Die ewige Frage nach dem gerechten Lohn

Wie bei allem, geht es auch bei der Bestimmung des «richtigen» Gehalts um die Verhältnismässigkeit. Doch alles ist relativ. Paradoxerweise «stimmen» beide genannten Gehälter: Der Buchhandel kann nicht mehr erwirtschaften (und ergo nicht mehr bezahlen), und die Beamtenschaft und Lehrer/innen nehmen sich, was ihnen der Staat aufgrund sich selbst verordneter Gehälter gibt. So bezahlen die wenig Verdienenden aus Handwerk, Handel, Gewerbe und Gastgewerbe mit ihren Steuern und Gebühren die Gehälter der exzellent entlohnten «Mitbürger/innen» im öffentlichen Dienst. «Eine absolute Lohngerechtigkeit wird es nie geben», sagt der Direktor des Instituts für Organisation und Personal an der Universität Bern, Norbert Thom (NZZaS vom 8.2.2009). Recht hat er. Denn nicht nur ist ein Vergleich innerhalb von

Gibt es auch eine Begrenzung nach oben? Nein, es gab sie weder in der Planwirtschaft des Sozialismus, wo zwischen den Einkommen der Parteiund Gewerkschaftsbonzen mit ihren Datschas sowie der arbeitenden Masse Lichtjahre lagen, noch heute, wo Bankangestellte in höchsten Kadern teilweise über eine Million Franken monatlich abräumten. Beide Lohn-Systeme sind in einem Höchstmass ungerecht.

Es fehlen Kontrollmechanismen

Nach den Boni-Exzessen kam berechtigterweise lautstarke Kritik auf – nicht nur von der Linken! Auch «der Mann und die Frau von der Strasse» haben kein Verständnis für die Selbstbedienungsmentalität vieler Manager. Der Ruf nach Beschränkung und Kontrolle wird laut. Vermutlich wird die Situation zu zwei Massnahmen führen. Einerseits zur partiellen Haftung des Managements («Mali» statt Boni bei schlechtem Geschäftsgang) und andererseits mit einer Mitsprache der Aktionäre bei der Festsetzung von Gehältern. So, wie das in den meisten KMU automatisch seit je her geschieht. Doch auch der Staat muss lernen, dass die (Lohn-) Bäume nicht in den Himmel wachsen. Mässigung ist dringend angesagt. Gerade jetzt, wo in Gewerbe und Industrie ein Beschäftigungsrückgang Tatsache ist, die Schweiz laufend an Vorsprung (sprich Produktivität) gegenüber Schwellenländern in Mitteleuropa und Fernost einbüsst und auch der Finanzplatz Schweiz geschwächt wurde, erhalten Ansprüche der Beamtenschaft nach Gehaltserhöhungen (und damit einhergehend die Erhöhung von Staatsquote und Steuern) einen  Beigeschmack – einen üblen.


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Business Today | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Werbung in der Krise? Interview mit Peter Stössel, Gründer und VR-Präsident MS Mail Service AG, St. Gallen

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ünfzig Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiss aber nicht, welche Hälfte das ist.» Seit Henry Ford haben sich viele neue Methoden der Werbung, des Marketings, des Verkaufs entwickelt und sich mehr oder weniger bewährt. Trends und Hoffnungen, sich meist in einem Gemisch aus Englisch-Deutsch und Werber-Deutsch wiederfindend, stossen bei vielen auf Misstrauen – leider oft zu Recht. Darüber sprachen wir mit Peter Stössel, der bereits 1978 an die Idee des Direktmarketings – damals hiess es Direktwerbung – glaubte und damit nach wie vor Erfolg hat..

Was ist der Unterschied zwischen Marketing und Werbung? Werbung ist eine Präsentation, eine Vorstellung. Marketing ist konkreter, es sind auf den Verkauf ausgerichtete Massnahmen. Kann man sagen: «Werbung kostet. Marketing kostet auch, bringt aber Geld.»? Ja. Und gerade im Direktmarketing, unserem Kerngeschäft, ist dies deutlich ausgeprägt. Die Erfolgsquote ist messbar, die Marketingmassnahmen können und werden am Verkaufserfolg gemessen. Was sagen Sie, mit jahrzehntelanger Erfahrung im Direktmarketing, über die Neuen Medien? Neue Medien sind eine gute Ergänzung zu bewährten Mitteln. Ich glaube, selbst wo viele Bestellungen über das Internet kommen, ebnete oft eine klassische Massnahme den Weg zum Kauf. Man blättert den Katalog neben der Tastatur durch und bestellt dann schnell per WWW. Früher wars ja auch so, dass nicht alle mit Einsendekarte bestellten, sondern kurz anriefen. Es ist auch eine Frage der Generationen, der Vertrautheit mit den jeweiligen Medien. Im Zeitalter des Multi-Channel-Marketing ist Dialogkommunikation die Speerspitze der Werbung. Kreativ. Treffsicher. Effizient. Permission-based-marketing – ein Fluch oder ein Segen? Ich finde «Marketingverweigerer», z.B. mit «Bitte keine Reklame»-Aufklebern gar nicht so schlimm, denn niemand will dort etwas anbieten, wo keine Aussicht auf Erfolg besteht. Am

Streuverlust ist niemand interessiert. Und auch in den Neuen Medien, die noch direkter werben können, ist die Unterscheidung wesentlich, ob jemand kategorisch ablehnend ist oder grundsätzlich offen. Spam-Mails, irgendwoher aus der Ferne in Massen verschickt, sind so billig wie nutzlos und lästig. Erreichen denn persönliche, gut gemachte WerbeMails mehr, stimmt da der Aufwand? Es ist wichtig, die Zielgruppe möglichst gut zu erfassen, den Kunden zu kennen. Was nützts Ihnen, wenn Sie Werbung für Pneus erhalten, aber gar kein Auto haben? Natürlich sind gute Kundenkontakte weder gratis, noch sinnlos. Welche Methode den grössten Nutzen bringt, ist natürlich von Fall zu Fall anzuschauen. Wenn jemand auf mich zukommt und mir etwas verkaufen will, kann ich mich eigentlich glücklich schätzen, denn ich hab den Verhandlungsvorteil, zu wissen, dass er das Geschäft mit mir machen will und dem vermutlich auch mit Sonderangeboten nachhelfen wird. Dennoch ärgern sich sehr viele über Direktmarketing, besonders über telefonischen Verkauf. Wie erleben Sie das? Auch da ist entscheidend, die richtige Zielgruppe zu kontaktieren. Wenn Sie immer noch kein Auto haben und jemand ruft Sie wegen einer Tankkarte an, stört Sie das natürlich zu Recht. Wären Sie aber ein richtig ausgewählter Interessent, würde Sie ein gutes Angebot wahrscheinlich sogar freuen. Wenn eine gute Kundenbeziehung besteht, wird ein direktes Angebot oft als Dienstleistung wahrgenommen. Wenn ich eine Schweizer Firma anrufe und dann aus einem Off-Shore-Callcenter irgendwo in Irland oder im Fernen Osten begrüsst werde, empfinde ich die Globalisierung als nicht mehr so sympathisch. Ist das dennoch der Trend? Gutes Marketing ist eine regionale Geschichte. Der Kundenkontakt muss lokal sein, der jeweiligen Sprache, den Gepflogenheiten angepasst. Sonst spart man am falschen Ort. Ist Outsourcing eine gute Sparmassnahme in der Krise? Fürs Outsourcing gibts zwei gute Phasen: Die Hochkonjunktur, wenn personelle Ressourcen fehlen und man ausgelastet, sogar überlastet ist. Und die schwierigen Zeiten, wo Fixkosten gesenkt und mit variablen Kostenmodellen im Outsourcing Mittel geschont und freigemacht werden. Aber: Der Kundenkontakt ist das Wesentliche in jedem Geschäftsmodell. Gerade bei der Auslagerung dieses Bereichs darf nicht der Sparzwang

die einzige Motivation sein. Qualität bei Kundenbeziehungen war, ist und bleibt in jeder Konjunkturphase entscheidend. Wir alle werden in Zukunft mehr denn ja auf glaubwürdige Kundenbeziehungen angewiesen sein. Glaubwürdigkeit wird mehr und mehr zur eigentlichen Kernkompetenz. Unser Business wird zum VertrauensBusiness. Letzten Sommer vertrauten Sie die operative Führung der Firma Ihrem Sohn an. Was ist Ihr Tipp hinsichtlich Nachfolgelösungen? Der Zeitpunkt ist entscheidend: Einerseits muss die Kompetenz beim Nachfolger schon da sein, andrerseits muss man selber noch in der Lage sein, den Prozess zu begleiten. Soll man den geplanten Wechsel im Voraus ankündigen? Die Gefahr ist, dass Geschäftspartner den «Alten» als nicht mehr und den «Jungen» als noch nicht zuständig sehen. Daher: früh planen, nicht zu früh kommunizieren. Geben Sie abschliessend noch einen Erfolgs-Tipp an andere Unternehmer? Ich rede nicht gern von der Krise. Es sind aus meiner Sicht anspruchsvolle Zeiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich bin froh, dass ich schon mit dem Motto aufwuchs: «Wenn Sturm aufkommt, ziehen sich die einen in sichere Unterstände zurück, während die anderen Windmühlen bauen.» Ich habe deshalb für die MS Mail Service AG die Devise nach Max Frisch ausgegeben: «Eine Krise kann eine heilsame Erfahrung sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastophe neh men.» Fragen: Allen Dedic


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Renaissance des Selbstschutzes Text: Raoul Egeli, Präsident des Schweiz. Verbandes Creditreform und Buchautor

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chweizer Firmen haben nicht nur mit den Folgen der globalen Finanzkrise zu kämpfen. Es gibt auch hausgemachte Probleme. Etwa die sinkende Zahlungsmoral. Dagegen hilft konsequentes Handeln. Die Zahlungsbefehle in der Schweiz haben sich seit 1980 mehr als verdoppelt. Für 2007 wurden vom Bundesamt für Statistik 2'465'306 Zahlungsbefehle gemeldet. Diese drastische Zunahme mag mehrere Gründe haben. Eines ist aber sicher: Viele haben es sich angewöhnt, über die Verhältnisse zu leben. Man will alles sofort haben und konsumieren. Ebenso ist es aber auch eine Binsenwahrheit: Auf die Dauer kann niemand mehr ausgeben, als er tatsächlich verdient. Das gilt für Firmen wie für Privatpersonen.

Droht Pleitewelle?

Säumige Zahler bringen nicht nur Ärger. In Krisenzeiten können sie gar die wirtschaftliche Existenz gefährden. Analysen zeigen: Die mit Abstand häufigste Ursache für Konkurs ist ein Mangel an liquiden Mitteln. Davon besonders betroffen: kleine und mittlere Unternehmen. Sie müssen zum einen mit Strukturrisiken fertig werden. So fehlen ihnen plötzlich die Aufträge, wenn Grossfirmen in der jetzigen Lage auf die Investitionsbremse treten und Kostensenkungsprogramme einleiten. Zum anderen haben sie mit dem schleichenden Zerfall der Zahlungsmoral zu kämpfen. Mahnungen und Betreibungen werden anders als noch vor einigen Jahren viel eher in Kauf genommen. Das lasche Zahlungsverhalten, einst im europäischen Vergleich vorbildlich, ist zur Norm geworden. Das belegen auch regionale Untersuchungen in der Deutschschweiz. 2008 wurden vier von fünf Rechnungen zu spät bezahlt. Und eine von zehn blieb ganz liegen. Das geht bis hin zum Betrug. So wissen notorische Schuldner: Firmen schreiben kleine Forderungen lieber ab, als sie auf dem zeit- und kostspieligen Rechtsweg geltend zu machen. Finanzkrise und Zahlungsmoral spiegeln sich in der aktuellen Konkursstatistik. Die Firmenpleiten nehmen wieder zu. Und aus vergangenen Krisen weiss man, beginnt sich die Spirale erst einmal zu drehen, dann ist der Negativtrend nur schwer zu stoppen. Klar ist auch: Gegen Strukturrisiken sind mittlere und kleinere Unternehmen ziemlich machtlos, vor allem dann, wenn sie es verpasst haben, rechtzeitig zu diversifizieren. Anders liegt der Fall aber im Umgang mit säumigen Zahlern. Hier wird belohnt, wer in präven-

tive Massnahmen investiert. Das heisst konkret: Eine Firma muss im Voraus wissen, mit wem sie es zu tun hat.

Schlechte Zahler meiden

Debitorenverluste fallen nicht vom Himmel. Schaut man sich die Firmen genauer an, die sich mit zahlungsunfähiger Kundschaft herumschlagen, fallen zwei Dinge auf. Erstens: In der Regel fehlt es an einem strukturierten Vorgehen. Die Folge: Kredite werden viel zu leichtfertig gewährt. Zweitens: Entscheide werden zu oft aus dem Bauch heraus gefällt, ob aus Zeit- oder Konkurrenzdruck. Umsatz kommt vor Sicherheit. Ist die Konjunkturlage gut, kann dieses risikoreiche Verhalten durchaus erfolgreich sein. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten fehlt es dann aber gerne an den nötigen Reserven, um unerwartete Verluste zu kompensieren. Das gilt besonders für junge Firmen, deren Eigenkapitalausstattung auf wackligen Beinen steht. Aber auch Firmen mit einem treuen Kundenstamm unterschätzen oft die Folgen eines allzu sorglosen Kredit- und Debitorenmanagements. Wie kann man es besser machen? Drei Schritte helfen, gute von schlechten Zahlern zu unterscheiden. Zunächst sind alle Neukunden auf ihre Zahlungsfähigkeit zu prüfen. Bestehen Zweifel, darf nicht auf Rechnung geliefert werden. Natürlich wäre es unsinn, alle Kunden gleich zu behandeln. Zu empfehlen ist eine Kundensegmentierung. Umsätze werden damit nicht verhindert, sondern Grundlagen geschaffen, um realistische Zahlungskonditionen anzubieten. Zweitens sind auch die Stammkunden periodisch zu prüfen (Monitoring). Untersuchungen belegen, gegen 70 Prozent der Verluste gehen auf ihr Konto. Und drittens: Diese Massnahmen schützen nur dann vor Verlusten, wenn alle Unternehmensbereiche in das Kredit- und Debitorenmanagement integriert werden. Denn sonst drohen ständig Missverständnisse. Beispielsweise wird ein Kunde unter doppeltem Namen geführt, Restaurant Müller AG statt korrekt A. Müller Gastronomie AG. Die Folge: Man merkt erst, wenn es längst zu spät ist, dass ein wegen Zahlungsverzug gesperrter Kunde noch Ware auf Rechnung erhalten hat.

Austausch von Zahlungserfahrungen

Was unter dem Strich zählt, sind Kunden, die zahlen können und wollen. Ein Restrisiko bleibt aber immer. Deshalb gilt: Neben den präventiven Massnahmen braucht es ein straffes Mahnwesen und ein effizientes Inkasso. Offene Forderungen müssen konsequent realisiert werden. Der Kunde sollte aber die Chance haben, Kunde zu bleiben. Vielleicht war der Zahlungsengpass nur vorübergehend oder eine Reklamation Auslöser der Nichtzahlung. In diesen Fällen lohnt es sich, eine

gütliche Einigung zu suchen. Bleiben noch die notorischen Schuldner. Auch hier ist Vorbeugen der beste Schutz. Im Trend liegt der Austausch von Zahlungserfahrungen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen können sich so gegenseitig den Rücken stärken, und zwar mit wenig Aufwand. Oft genügt schon ein kurzer Hinweis auf dem ersten Mahnschreiben, um säumigen Zahlern Beine zu machen: «Erfahrungen aus der Zahlungsabwicklung können an einen Informationspool weitergeleitet werden». Denn: Wer will schon einen Negativeintrag in einer Bonitätsdatenbank riskieren? Schliesslich sind die meisten Kunden darauf angewiesen, auch künftig Waren oder Dienstleistungen gegen Rechnung zu beziehen. Vor dem Hintergrund der unsicheren Entwicklung und einer zunehmend anonymisierten Welt braucht es für das wirtschaftliche Überleben ein Mehr an Transparenz, ob im Bereich firmeninterner Strukturen oder im Umgang mit säumigen Zahlern. Das macht Geschäfte sicherer. Und das  ist es, was Firmen gegenwärtig brauchen.

GEMEINSAM GEGEN VERLUSTE.

Der Schweizerische Gläubigerverband Creditreform, vor 125 Jahren gegründet, bietet weltweite Wirtschaftsauskünfte und Inkassodienstleistungen aus einer Hand. Creditreform unterstützt Sie in allen Geschäftsphasen von der Akquisition, über die Vermeidung von Debitorenverlusten (Prävention), bis hin zum Inkasso (Realisation). www.creditreform.ch Raoul Egeli: − Verluste Vermeiden. Erfolgreiches Creditund Debitorenmanagement in der Praxis. ISBN 978-3-033-01140-3 − Risiken minimieren. Erfolgreiches Businesspartner-Management in der Praxis. ISBN 978-3-033-01860-0


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Business Today | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Wirtschaftsentwicklung an Krisenorten Interview mit Ulrich Tilgner am 7. Int. Alpensymposium – www.alpensymposium.ch

verstehen nicht, wie unterschiedlich viele Reaktionen dort sind. Ein Fremder mit einer Waffe wird per se als Feind gesehen.

Heutige Lebensumstände, nicht nur im Nahen und Mittleren Osten, werden geprägt von der Geschichte. Soll und kann der Mensch, kann ein Volk, zum Wohle der Zukunft die Vergangenheit vergessen, die Geschichte sein lassen? Grundsätzlich kann kein Volk aus dem Rahmen der eigenen Geschichte treten, das ist unmöglich. Israel und Palästina sind für mich ein klassisches Beispiel dafür. Die Israelis bewältigen die Shoa, das Trauma des Holocausts, durch sehr oft überharte Reaktionen. Bezeichnenderweise staut sich immer etwas auf, das scheint mir ein geradezu typischer Wesenszug der Israelis zu sein. Sie schlagen nicht sofort zu. Auch aktuell sind wochenlang zuvor Raketen der Hamas in Israel eingeschlagen.

Das ginge uns ja nicht anders. In Europa ist man ausländische Soldaten gewohnt. Vielleicht weniger in der Schweiz, aber ein Franzose kann in seiner Jugend in Deutschland stationiert gewesen sein, ein Kanadier kann durch die Nato an verschiedenen militärischen Einsätzen teilgenommen haben. Das alles gabs im Orient nicht. Ein Soldat aus einem anderen Land wird dort als Feind gesehen. Der kleinste Zwischenfall löst dann einen Krieg aus.

Entsteht das Unsicherheitsgefühl aus der Geschichte oder aus dem Alltag? Es entstammt aus der Geschichte. Die Shoa ist so prägend, dass die Israelis sich immer der Möglichkeit, kollektiv ausgelöscht zu werden, bewusst sind und daher ein übergrosses Sicherheitsbedürfnis haben. So werden auch kleinere Auseinandersetzungen vor diesem Hintergrund begriffen. Bei den Palästinensern ist das ähnlich; sie haben die permanente Angst der Vertreibung und diesen kollektiven Wunsch, all das, was sie verloren haben, wiederzuerlangen. Wie ist das bei jungen Generationen? Auf die junge Generation überträgt sich das. Es scheint ein Phänomen im Orient zu sein – diese Tradierung von Werten und Verhaltensmustern. Die Brüche zur eigenen Geschichte kann ich mir viel besser hier in Europa vorstellen, wo die Geschwindigkeit, mit der sich das Leben verändert, viel, viel grösser ist als im Orient oder im Mittleren Osten. Spielt da die Art des Lebens eine Rolle? Man ist ja eher in einem familiären Zusammenhalt, weiss noch, was die Grosseltern erlebt haben, während wir im Westen das Leben eher individuell sehen. Genau das ist der Punkt. Das kollektive Bewusstsein im Iran ist extrem gross, die Menschen denken in Familien, in Clans, in Stämmen. Das ist in den Städten nicht mehr so ausgeprägt; in einer Agglomeration wie Teheran lösen sich diese Werte jetzt allmählich auf, aber die Tradition ist auch dort noch stark verwurzelt. Und besonders extrem ist dies in den Wüstenregionen. Die Westler

Im Mittleren Osten ist die Erfahrung, dass es keine fremden Soldaten gibt und wenn, dann ist Krieg. Im Irak gabs in den letzten Kriegstagen weniger Kämpfe als zum Kriegsende in Deutschland, aber in der Nachkriegszeit brach die Katastrophe an statt der Beruhigung, Befriedung wie in Deutschland. Wie kann der Übergang von Kriegs- zur Friedenswirtschaft erfolgen? Da gibts ganz unterschiedliche Möglichkeiten und Vorstellungen. Der Irak ist ein positives Beispiel, weil der Irak über enorme Öleinnahmen verfügt, die die Regierung in die Lage versetzen, durch die Verteilung und das Ausgeben von Geld, Ruhe zu kaufen. Der Irak hat heute sogar zu viel Geld. Im Irak gabs 2007 18 Mrd. US-Dollar Überschüsse. Was die Staatskasse angeht, ist der Irak heute eines der reichsten Länder der Welt! Das ist kaum zu glauben. Irak hat daher ganz andere Möglichkeiten als Afghanistan, das fürchterlich arm ist. Bei der Analyse der Lebenslage steht Afghanistan an der Stelle 174 von 178 weltweit. Die Einnahmen reichen gerade mal für die Sicherheitsausgaben. Der Gesundheitssektor kriegt 3 % der Staatseinnahmen. Afghanistan hat im gesamten Jahr weniger Einnahmen als Saudi-Arabien durch Öl an einem Tag! Selbst wenn die Region kulturell sehr ähnlich ist, ist durch die Öleinnahmen eine enorme Unterschiedlichkeit entstanden. Das berücksichtigt der Westen nicht. Ohne Mittel aus dem Ausland kann Afghanistan nicht gesunden. Und dazu ist heute niemand bereit… … zumal da kein Reichtum vorhanden ist? In Afghanistan werden vierzig Prozent des BIP durch Drogen erzeugt. Der Staat ist daran nicht beteiligt.

Könnte auch dort eine gute Erfahrung – wie mit der US-Schutzmacht in Deutschland mehrheitlich gemacht – etwas ändern? Auf diese Erfahrung wird man noch lange warten müssen. Deutschland war in einer Situation, wo die Kriegsschuld eindeutig war. Dann kamen mit den Amerikanern ausländische Truppen, die zum gleichen Kulturverständnis gehörten. Die Rote Armee wurde ganz anders aufgenommen, man sprach von Horden, von Banden. Bis heute macht man einen grossen Unterschied zwischen den Russen und den Amerikanern von damals.

Eine mafiaartige Parallelwirtschaft? Ganz genau. Eins ist noch wichtig: Die Taliban haben nicht immer davon gelebt. In Europa herrscht der Eindruck, dass die Taliban die Drogenbarone sind. Die Parallelwirtschaft gabs aber schon vorher. Die Taliban bedienen sich dieser. Sie besteuern die Parallelwirtschaft. Und schaffen sich grosse Schutzräume, die sie als Kampfzonen gegen die Regierung nutzen. Dies wird aber von Aussen, leider auch immer mehr von Politikern, die Entscheidungen diesbezüglich treffen, nicht in dieser sehr simplen Komplexität begriffen.


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Warum nicht? In der internationalen Politik werden Zusagen gemacht, ohne sich die Zeit genommen zu haben, das richtige Verständnis aufzubauen. Es herrscht beim Handeln das Prinzip Hoffnung. Welche Rolle spielen die Medien? Inwiefern können Sie als Kenner mitgestalten? Hört die Politik auf Sie? Die Politiker haben die Fähigkeit, schnell einen Rat zu suchen, sich zu informieren, wenn sie etwas Neues aufgleisen. Wenn sie dann erstmal eine Stossrichtung entwickelt haben, ists sehr schwierig, diese zu ändern. Die Politik hört dann nicht mehr zu. Es besteht eine Angst, Fehler einzugestehen. Haben Sie sich damit abgefunden oder wie gehen Sie damit um? Belastet Sie dies in Ihrer Arbeit? Ich hab mich damit abgefunden. Ich bin in keine politischen Entscheide eingebunden und kann mich darauf konzentrieren, vor Ort die Lage zu erkennen und das medial so optimal wie möglich zu verpacken – ich habe keinen weiteren Auftrag, keine Abhängigkeiten von Interessen verschiedener Auftraggeber.

Zurück zu den Entwicklungen im Osten. Weiss das Volk im Irak und im Iran, dass ihr Land reich ist? Das Volk weiss es. Im Irak wirkt dies beruhigend. Im Iran gibts eine starke Frustration, weil die Milliarden nicht wirklich in den Aufbau der Strukturen im Land genutzt werden.

Ulrich Tilgner ist Korrespondent des Schweizer Fernsehens und berichtet seit den 80er Jahren aus dem Orient. Er beschäftigt sich vor allem mit den politischen Konflikten der Region und ihren wirtschaftlichen und kulturellen Hintergründen.

Baut sich ein Mittelstand auf? Nein. Die Probleme eines solch grossen Landes wie des Iran mit seinen 70 Mio. Einwohnern können nur durch Industrialisierung gelöst werden und nicht durch einzelne kleine Initiativen. Die Tradition der wirtschaftlichen Entwicklung fehlt. Die Rahmenbedingungen, die ein reicher Staat stellen müsste, fehlen. Importe werden vergünstigt, aber die Produktion im Inland wird bestraft.

Tilgner hat in Freiburg und Tübingen Kulturwissenschaften, Politik und Wirtschaftgeschichte studiert. Nach der Islamischen Revolution war er in Teheran als Korrespondent akkreditiert, von 1985 bis 2000 unterhielt er ein Büro in Amman/Jordanien und von 2002 bis 2008 leitete er das ZDF-Büro in Teheran.

In der Regel brachten einzelne Akteure wie Erfinder, Abenteurer die Menschheit als Ganzes voran. Ist – aus langfristiger Sicht der Menscheitsentwicklung – die Sicherheit der Masse wichtiger oder die Freiheit der Einzelnen? Die Kunst der Politik muss sein, daraus keinen Widerspruch, keinen Konflikt zu machen. Die Menschen erwarten staatliche Sicherheit und  persönliche Freiheit.

Sein Berichtsgebiet umfasst Irak, Iran und Afghanistan. Neben Beiträgen mit aktuellen Informationen aus den Kriegs- und Krisengebieten fertigt Tilgner Dokumentationen über die Region.

Fragen: Allen Dedic Fotos: www.ulrich-tilgner.com


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Business Today | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Events erfolgreich inszenieren Text: Melinda Cimino, Geschäftsführerin F+W Communications Public Relations Veranstaltungen – strategisch positioniert, sorgfältig vorbereitet und kreativ inszeniert – bilden erlebnisreiche Begegnungsplattformen, die Intellekt und Gefühle gleichermassen ansprechen. Gerade letztere spielen eine grosse Rolle: Welche Grundstimmung wird durch die Wahl der Location und des Programms geschaffen, wie werden Sachinhalte am besten vermittelt, wie gestaltet man den Rahmen, in dem spannende Gespräche stattfinden können… Gefragt sind ein Detailkonzept, das allen Kriterien Rechnung trägt, Organisationstalent und der nötige Schuss Kreativität.

Die unendliche Vielfalt

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen internen und externen Events: Erstere richten sich an Mitarbeitende und ihr Umfeld und umfassen u.A. Sitzungen, Seminare, Informationsanlässe oder Betriebsausflüge. Die bekanntesten externen Veranstaltungen sind Generalversammlungen, Jubiläen, Tag der offenen Tür, Kongresse und Symposien, Medienkonferenzen oder Kundenevents, um nur einige zu nennen. So sehr sie sich in der Ausgestaltung auch unterscheiden, eines ist ihnen gemeinsam: Sie müssen als Bestandteil der Gesamtkommunikation eines Unternehmens gesehen und so auch in allen Details auf die Corporate Identity abgestimmt sein – was weit mehr umfasst, als das visuelle Erscheinungsbild.

Am Anfang steht das Konzept

Events sind in der Regel mit langfristiger Planung, einem hohen organisatorischen Aufwand und auch entsprechenden Kosten verbunden.

Deshalb beginnt alles mit einem Detailkonzept – eigentlich eine Selbstverständlichkeit: • Welches Ziel verfolgen wir mit dem Anlass? • An wen richten wir uns, welche Bedürfnisse unserer Teilnehmenden sind zu berücksichtigen? • Wie lautet unsere Kernbotschaft? Und: können wir sie z.B. in Form eines Veranstaltungsmottos prägnant formulieren? Dieses zieht sich dann wie ein roter Faden durch den Event und prägt von der Einladung bis zur Ausgestaltung des Rahmenprogramms den ganzen Ablauf. • Welche Strategie verfolgen wir, d.h. wie können wir unsere Ziele am besten erreichen. Ein detaillierter Massnahmenplan inkl. Budget, Meilensteine/Terminplan und Definition der Organisationsstruktur rundet die Planung ab.

Location und Rahmenprogramm

Es würde den Umfang dieses Artikels sprengen, auf alle Konzeptpunkte näher einzugehen. Da die Wahl des Veranstaltungsortes und des Rahmenprogramms bei jedem Anlass zentral sind, seien diese hier kurz kommentiert. Zunächst zum Veranstaltungsort: Die Anzahl der erwarteten Gäste und die Verfügbarkeit am gewünschten Datum sind sicher die ersten Parameter, die die Wahl beeinflussen. Ebenso wichtig sind jedoch Stil – passt eher eine trendy location oder klassische Eleganz, gute Erreichbarkeit – mit Privatautos ebenso wie mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Flexibilität in der Einrichtung, Catering-Möglichkeiten. Der zweite wichtige Erfolgsfaktor ist die Dramaturgie, die Inszenierung des Events mit all seinen Akteuren. Wie wird der thematische rote Faden im Programm umgesetzt? Wie werden die Gäs-

te empfangen (der erste Eindruck zählt!)? Welche Referenten vermitteln die Sachinhalte in welcher Reihenfolge? Welche Unterhaltungselemente ergänzen das Programm am besten? Ist ein professioneller Moderator sinnvoll (was bei grösseren Anlässen eigentlich immer der Fall ist) und wenn ja, welche Qualitäten sollte er/sie mitbringen? Wie wird das Catering in den Programmablauf integriert? Wie wird der Event-Schlusspunkt gestaltet (der letzte Eindruck bleibt!)?

Events sind Teamarbeit

Gerade bei grösseren Veranstaltungen ist die Bildung eines Projektteams, das gezielt durch Externe ergänzt werden kann, sinnvoll. Hier kommen oft auch spezialisierte PR- und/oder Eventagenturen zum Einsatz. Sie bringen spezifisches und branchenübergreifendes Know-how mit, verfügen über ein breites Beziehungsnetz und können so das unternehmensinterne Team effizient unterstützen und entlasten. Es ist wichtig, ihre Aufgaben im Rahmen des Briefings genau zu definieren – sie können von Full Service inkl. Konzept, Organisation, Betreuung, Nachbearbeitung bis zur Übernahme von einzelnen Aufgaben ein breites Spektrum umfassen und können so ganz auf die individuellen Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmt werden. Events sind spannende Kommunikationsinstrumente, die mich persönlich immer wieder begeistern: Denn sie sprechen unsere Emotionen an, ermöglichen interessante Begegnungen und hinterlassen Erinnerungen, die noch lange im  Gedächtnis haften bleiben!

Eine kurze Checkliste

• Konzeptionelle Überlegungen: Ziel, Dialoggruppen, Botschaften, Strategie, Massnahmen, Budget, Termine, Erfolgskontrolle • Kommunikationsinstrumente: Einladung, begleitende Werbemittel, Medienarbeit, Beschriftungen/ Signalisation • Detailplanung: Location, Catering, Programm (Referenten, Künstlerische Darbietungen etc.), Infrastruktur (Mobiliar, Technik), evtl. Security etc.: Detailliertes Drehbuch • Projektteam: Verantwortlichkeiten, Entscheid über Beizug von externen Spezialisten • Erfolgskontrolle: Persönliches Gespräch, Umfragen


Ein Themenspecial von

IMMOBILIEN

M채rz 2009

Impressionen aus der Tiefe

Kurt Worni

www.worni-artworks.ch


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Immobilien | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Inhalt

Immobilien mit Potenzial in einem ambivalenten Markt

Immobilien mit Potenzial in einem ambivalenten Markt Liebe Leserin, lieber Leser! Im grossen und ganzen hat der Immobilienmarkt seine frühere Bedeutung zurückgewonnen. National und regional, aber auch in den einzelnen Teilbereichen entwickelt er sich jedoch unterschiedlich. Welche Strömungen im Gesamtmarkt und seinen wichtigsten Marktsegmenten zu beobachten sind, damit beschäftigt sich dieses Themenspecial auf den folgenden Seiten. Neben Diskussionen über die gegenwärtige Situation und künftig zu erwartende Entwicklungen in den relevanten Bereichen der Wohnund Gewerbeimmobilien, des Kapitalmarkts sowie der Bau- und Zulieferbranchen werden aktuelle Probleme aufgegriffen, neuartige Lösungen präsentiert und regionale Unterschiede analysiert.

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 Luxuriöses Wohnen auf Zeit Immer mehr moderne Kosmopoliten ziehen luxuriöses Wohnen auf Zeit einem in Hotelzimmer der eigenen Immobilie vor. Die Luzerner RESIDENCE NATIONAL hat diesen Trend längst erkannt. Ein Portrait.

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 Schönberg-Ost an bester Lage in Bern Idee und Entwicklung eines neuen Quartiers in Bern. Im Rahmen des Quartierplanes entstehen auf dem von der Burgergemeinde Bern im Baurecht abgegebenen Bauparzellen über alle Etappen insgesamt rund 400 modernste Wohneinheiten.

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 Real Estate Management auf höchstem Niveau Die Welt der Reichen und Mächtigen ist sein Job. Er ist Immobilienmakler für Kunden mit dicker Geldbörse – ein Haus darf hier schon mal 30 Millionen kosten. Unterwegs mit Carlo Moratti.  

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 Energieeffizientes Bauen Der Baustandard Minergie spielt dabei eine zentrale Rolle. Kombiniert mit dem Hightech Baustoff Holz verbinden MinergieHäuser höchste Ansprüche an Wohnkomfort und eine gesunde Umwelt optimal – und sind nicht nur eine ökologische Investition in die Zukunft.  

Immer mehr moderne Kosmopoliten ziehen luxuriöses Wohnen auf Zeit in einem Hotelzimmer der eigenen Immobilie vor. Die Luzerner RESIDENCE NATIONAL hat diesen Trend längst erkannt. Ein Portrait. Zum Thema Immobilienentwicklung stellen wir das Projekt Schönberg-Ost in Bern vor. Eine beispielhafte Idee und Projektentwicklung eines neuen Quartiers in Bern. Holzbauten sind die Vorreiter und Promotoren des Minergie-Standards, die von Bund, Kantonen und Wirtschaft gemeinsam getragen werden und besonders energieeffiziente Gebäudekonzepte für ökologisches Bauen auszeichnen. Wir stellen in dieser Ausgabe einen Spezialisten für den energieeffizienten Hausbau mit  dem Werkstoff Holz vor.

Wolfgang S. Bolsinger, Herausgeber

Impressum «Immobilien» Ein Themenspecial zur WELTWOCHE – März 2009 Verlag: UniverseMedia Verlags AG Bollstrasse 61 Postfach 777 CH-3076 Worb-Bern

Herausgeber, redaktionelle Leitung: Wolfgang S. Bolsinger

Telefon: + 41 31 838 33 35 Internet: www.universemedia.ch E-Mail: info @ universemedia.ch

Mitarbeiter/innen dieser Ausgabe: Doris Könen (Projektleitung), Marc Helfer, Marina Roncagalli, Marcel Gross, Andreas Bitter, Heinz Schürch

Druck: Büchler Grafino AG, Bern

Grafik & PrePress: www.fruitcake.ch

Titelbild: www.worbboden.ch


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Impressionen aus der Tiefe «Die Verwandlung eines ursprünglichen Produktes in ein neues, verändertes Werk und die damit verbundenen Prozesse ist die Faszination, die ich während der Entstehung meiner Bilder empfinde», sagt Kurt Worni. Der Sammelbegriff «Impressionen aus der Tiefe», mit dem der Künstler sein Schaffen umschreibt, ist äusserst zutreffend. Denn die Kunstwerke von Kurt Worni sind geprägt von einer ursprünglich verborgenen Originalität und Schönheit, die erst durch den Künstler sichtbar gemacht werden. Kurt Worni, der in der Au am Zürichsee lebt, ist seit Jahren passionierter Sucher von Mineralien. In den Sommermonaten frönt er seinem Hobby in den Bergen, wenn er als Strahler auf der Suche nach Kristallen ist und in den Wintermonaten sind es diese einzigartigen Achate – das Basisprodukt der Kunstwerke – die Kurt Worni an einem speziellen Platz im Hochschwarzwald (vulkanisch aktive Gegend vor über 200 Mio. Jahren) in intensiver Grabarbeit aus der oft lehmigen Erde herausholt. Der Achat ist in seiner ursprünglichen Form eine braungrüne, oft auch graue Kugel mit einer knollenartigen Oberfläche. Diese Achate entfalten ihre wahre Schönheit und bizarre Vielfalt erst in dem Moment, wo sie entzwei geschnitten und die Innenseiten poliert werden. Da kommen wundersame Zeichnungen, Formen und oft auch klar erkennbare Motive von verschiedensten Wesen und Figuren zum Vorschein. Kurt Worni gibt sich jedoch mit dem Schneiden und Polieren dieser faszinierenden Natursteine nicht zufrieden. Er geht

einen Schritt weiter: Mit geschultem Auge und der ihm eigenen Akribie gelingt es dem Künstler immer wieder aufs Neue, mit Hilfe modernster Makro-Fototechnik das tiefe und oft nicht sichtbare Innenleben der Achate freizulegen und auf eine andere Ebene zu transformieren. Dadurch entsteht nun ein Werk, das mit seiner natürlichen Schönheit und ungebändigter Echtheit verblüfft und mit dieser Einzigartigkeit seinesgleichen sucht. Kurt Worni bedient sich zwar einer Fülle modernster technischer Hilfsmittel, aber die Basis des Endproduktes ist und bleibt die Natur. Darin liegt die Faszination dieser unvergleichlichen Kunstwerke. Was die Natur vor Jahrhundertmillionen geschaffen hat, lässt Kurt Worni in seiner unverfälschten Schönheit bestehen, erkennt dabei aber gleichzeitig in der Tiefe des Achates neue Formen, Farben und Motive und macht diese dem menschlichen Auge zugänglich.

Kurt Worni Alte Landstrasse 99 8804 Au/ZH www.worni-artworks.ch

«Digitalisierte Urkraft» könnte man das Endprodukt ebenso gut umschreiben. Diese Bilder sind geprägt von einer unendlichen Vielfalt: Kraftvolle Farben, welche schroffe Gegensätze, Konturen und Formen bilden, wechseln sich ab mit lieblich dahin gleitenden Ebenen, die sich am Horizont verlieren und schliesslich ganz auflösen. Auch ulkige Gestalten, bizarre Fabelwesen oder bekannte Motive und Formen aus Flora und Fauna offenba ren sich dem aufmerksamen Betrachter.


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Immobilien | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Der neue Trend – Luxuswohnung auf Zeit

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mmer mehr moderne Kosmopoliten ziehen luxuriöses Wohnen auf Zeit in einem Hotelzimmer der eigenen Immobilie vor. Die Luzerner RESIDENCE NATIONAL hat diesen Trend längst erkannt. Träumten auch Sie schon von einer exklusiven Wohnung an Toplage? Kombiniert mit einem persönlichen Service auf Höchstniveau? Mit strikt gewährleisteter Privatsphäre und Sicherheit?

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sprüche an unser neues Haus. Deshalb ist es schwierig, das geeignete Objekt zu finden und die benötigte Zeit abzuschätzen. In der RESIDENCE NATIONAL mit ihren flexiblen Mietdauern können wir das Projekt in Ruhe vorantreiben.» «Ich bin schon seit über einem Jahr hier, damit mein Ruhestand seinen Namen auch verdient», sagt ein anderer Gast schalkhaft. Für ihn ist die persönliche und individuelle Rundumbetreuung das entscheidende Motiv für den Residenz-Aufenthalt. «Übrigens», ergänzt er, «ich fühle mich inzwischen ganz als Teil der Residencefamilie, was ich enorm schätze.»

Komfortabel, flexibel, diskret, sicher

Unterschiedliche Motive der Gäste

Der Entscheid für einen sorglosen ResidenzAufenthalt hat verschiedene gute Gründe: Zum einen sind es international tätige Geschäftsleute, welche diese Art des Wohnens einem anonymen Hotelzimmer vorziehen. «Gerade weil ich in einem hochgradig mobilen Geschäftsumfeld aktiv bin, will ich mich abends wirklich zuhause

fühlen», sagt etwa der Vertriebsmanager eines Grosskonzerns. Nicht selten dient eine Wohnung in der RESIDENCE NATIONAL als attraktive Zwischenlösung. Namentlich bei einem Umzug oder einem Hausverkauf kann das Wohnen in einer Luxusresidenz die ideale Überbrückung sein. Ein Ehepaar aus Südfrankreich: «Wir haben hohe An-

Diese Schlüsselworte fassen den luxuriösen Lebensstil in der RESIDENCE NATIONAL treffend zusammen. Als Gast und Mieter gestaltet sich Ihr Leben hier angenehm und sorglos. Vom kleinsten bis zum ausgefallenen Wunsch ist unser Team für Sie da – gehe es nun um eine Blumenbestellung, den perfekt geführten Haushalt oder die aussergewöhnliche Geburtstagfeier mit Staraufgebot. Alles in allem dürfen Sie dem Kundenversprechen der RESIDENCE NATIONAL jederzeit vertrauen: «Weit mehr, als Sie erwarten dürfen.» 


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Immobilien | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Schönberg – Idee und Entwicklung eines neuen Quartiers in Bern

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as Areal Schönberg–Ost befindet sich an schönster und bester Lage der Stadt Bern. Im Zuge der Stadtentwicklung von Bern erstellten die Patrizierfamilien ihre Campagnen (Sommerresidenzen) in dieser Region.

In der Folge wurden wir beauftragt, die einzelnen Bauparzellen mit der entsprechenden Architekturverpflichtung anzubieten. Das Angebot stiess auf grosse Nachfrage, sodass Vereinbarungen mit Gruppierungen unterschiedlicher Formen abgeschlossen werden konnten. Dadurch, dass drei grundsätzlich unter-

Schönberg–Ost ist nun der letzte Bereich, der zur Bebauung freigegeben wurde. Vom höchsten Punkt der Stadt Bern aus geniesst man einen einmaligen Weitblick, welcher vom Jura bis zur Alpenkette reicht. In nächster Nähe befindet sich u.a. das Zentrum Paul Klee sowie der Rosengarten mit seiner einmaligen Aussicht auf die Altstadt von Bern.

Umsetzung – Mitglied Begleitgruppe (allgem. Koordination, Spezialfragen) Bearbeitung – I Bauetappe (Vermarktung nach verschiedenen Modellen von 16 Bauparzellen) – Verkauf von Stockwerkseinheiten in Teilbereichen

Grundeigentümerin des ca. 86'000m2 Geländes ist die Burgergemeinde Bern. Das Areal war eingezont in der Wohnzone a mit einer Bauklasse III.

Idee

Mit der Umsetzung des Quartierplanes in Etappen, hat sich die Burgergemeinde Bern entschlossen, die erste Etappe mit den drei beteiligten Architekturbüros realisieren zu lassen.

Im Rahmen des Quartierplanes entstehen auf dem von der Burgergemeinde Bern im Baurecht abgegebenen Bauparzellen über alle Etappen insgesamt rund 400 Wohneinheiten. Davon werden in der ersten Etappe auf 16 Bauparzellen ca. 100 Wohneinheiten erstellt. Die weiteren Baufelder werden ab 2010 zur Ueberbauung zur Verfügung stehen. Im Rahmen dieses Projektes erfüllen wir folgende Aufgaben: Leitplanungsverfahren – Mitglied Begleitgruppe (Berater Immobilien)

Eigentümer/Planungsverfahren

Die Partner entscheiden sich, gemeinsam ein Leitplanungsverfahren durchzuführen. Im Rahmen dieses Verfahrens erarbeiten die beteiligten drei Architekturbüros, Büro B Architekten und Planer AG, Bern, Graber Pulver Architekten AG, Bern, Atelier Prof. H. Kollhoff GmbH, Zug, zusammen mit der Leitungsgruppe ein städtebauliches Konzept, welches schlussendlich im Quartierplan umgesetzt und von den zuständigen Instanzen genehmigt wird.

Weitere Entwicklung

Unser Beitrag

Die Anbindung des Quartiers an den öffentlichen Verkehr ist mit 2 Bus-Linien ( Nr. 10 + 12 ) optimal.

Angesichts der idealen Lage und der infrastrukturellen Aufwertungen eignet sich das Areal Schönberg – Ost bestens zum überbauen.

Verlaufe Sommer / Herbst 2009 die Hochbauarbeiten beginnen und die Wohnungen im Herbst 2010 bezugsbereit sind.

schiedliche Architektur-Stile nebeneinander realisiert werden und deren Bauherren sich teils erst mit dem Projekt kennen lernten, stellte die Planung an alle Beteiligten hohe Ansprüche. Die Umsetzung des gesamten Projektes wurde im Rahmen eines Wettbewerbes «ESP Wohnen», welches durch den Kanton Bern durchgeführt wurde, prämiert.

Heutiger Stand

Wesentliche Teile der Erschliessungsanlagen (Strassen, Leitungen) sind bereits erstellt. Die Planung der einzelnen Häuser ist soweit fortgeschritten, dass die meisten Baugesuche eingereicht sind. Im Rahmen des normalen Bewilligungsverfahrens kann davon ausgegangen werden, dass im

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.schoenberg-bern.ch. Wir werden dieses Projekt auch anlässlich der Eigenheimmesse in Bern, welche vom 2. bis 5. April 2009 stattfindet, präsentieren.  Herbert Mössinger (Immobilien-Treuhänder und Schätzer SIV)ist Inhaber der seit 1966 existierenden Firma «Mössinger Immobilien». Dank der langjährigen Erfahrung und einem fundierten Fachwissen kann er zusammen mit seinem Team zahlreiche Fragen im Zusammenhang mit dem Besitz oder Erwerb von Liegenschaften lösen.


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Eigenheim – ein machbarer Traum

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er Erwerb von Wohneigentum ist eine schöne Angelegenheit. Wenns um die Finanzierung und die langfristige Absicherung des Objekts geht, stellen sich aber Fragen. Nehmen Sie sich die Zeit, diese sorgfältig zu beantworten. So schaffen Sie sich ein Umfeld, Ihren Traum auf sicheren Grundlagen zu verwirklichen. Erste Faustregeln

Genügend Eigenkapital und ein regelmässiges Einkommen sind die wichtigsten Voraussetzungen für den Erwerb von Wohneigentum. Rund 20 Prozent des Kaufpreises müssen mit den eigenen Ersparnissen und Vorsorgeguthaben finanziert werden. Den Rest deckt eine Hypothek. Damit Sie jederzeit ruhig schlafen können, sollten die Hypothekarzinsen, die Amortisation sowie die Nebenkosten (den Unterhalt mit ca. 1% des Kaufpreises miteinrechnen) nicht mehr als einen Drittel Ihres Bruttoeinkommens betragen. Damit diese Tragbarkeit auch in Zukunft gewährleistet ist, sollten Sie nicht nur mit den derzeit tiefen Zinsen rechnen, sondern eine Zinsreserve einkalkulieren. Wir empfehlen, langfristig mit einem Zinssatz von 4,5 Prozent zu rechnen. So erleben Sie auch bei steigenden Zinsen keine bösen Überraschungen. Auf der Website der Bank Coop (www.bankcoop.ch) finden Sie einen Hypothekarrechner, der Ihnen erste Anhaltspunkte über Ihre zukünftige Zinsbelastung gibt.

Langfristig denken

Auch wenn Sie erst in einigen Jahren pensioniert werden, lohnt sichs, beim Hauskauf an den Ruhestand zu denken. In der Regel ist das Einkommen nach der Pensionierung tiefer, die Lebenshaltungskosten bleiben aber meist gleich hoch. Was können Sie tun, damit die Hypothekarbelastung nach der Pensionierung tragbar bleibt? Wenn Sie die Hypothek grosszügig amortisieren, sinkt die Hypothekarzinsbelastung. Hingegen fehlt Ihnen das Kapital für den Lebensunterhalt. Mit einer detaillierten Finanzplanung kann für den Einzelfall abgeklärt werden, welche Lösung die beste ist – auch im Hinblick auf die Steuerbelastung. Eine ideale erste Übersicht über die eigenen Verhältnisse kann man sich online auf www.bankcoop. ch/finanzplanung verschaffen. Bei der Planung sollten Sie auch an mögliche Ernstfälle denken. Was passiert beispielsweise bei Todesfall eines Partners? Kann die Familie im Eigenheim bleiben? Ist genügend Kapital vorhanden oder sollte eine Versicherung solche Ernstfälle abfedern? Bei einer kompetenten Beratung sollen auch diese Eventualitäten besprochen werden. 


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Immobilien | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Moratti Real Estate Management – Diskretion ist oberstes Gebot

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s gibt sie, die Traumhäuser und Traumwohnungen. Seinen Kunden den Traum nach dem perfekten Heim zu erfüllen, ist Leidenschaft und Beruf von Carlo Moratti. Ausserdem hat er sich als einer der ersten in der Schweiz auf den Relocation Service für Kaderleute spezialisiert. Ein Marktsegment, in dem das Beziehungsnetz alles ist und Diskretion oberstes Gebot. Relocation Service

Relocation Service ist in der Schweiz ein noch relativ junger Geschäftszweig. Ein Relocator hilft hochkarätigen Kaderleuten, die ihren bisherigen Wohn- und Arbeitsort für bestimmte oder unbestimmte Zeit verlassen, den Start am neuen Domizil möglichst einfach und angenehm zu gestalten. Die Vermittlung des geeigneten Wohn(t)raumes spielt dabei eine zentrale Rolle, geht aber weit darüber hinaus. Die reibungslose Abwicklung des Umzuges mit allen Formalitäten gehört ebenso dazu wie die Mithilfe zum Wieder-

aufbau eines geeigneten sozialen Umfeldes am neuen Wohnort für die ganze Familie.

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Seinen Beruf leben

Erfahren im Umgang mit verschiedenen Kulturen. Bescheiden, diskret und vertrauenswürdig. Bedarfsorientiert und zielstrebig. Die Liste der Attribute lässt sich beliebig lang fortsetzen, will man die Anforderungen an einen guten Relocator definieren. Doch was die Spreu vom Weizen wirklich trennt, ist die Leidenschaft. Carlo Moratti von Moratti Real Estate Management in Zürich weiss – man muss seinen Beruf leben. 24 Stunden am Tag, inklusive Wochenende. Er verfügt über ein ausgezeichnetes Beziehungsnetz im Raum Zürich. So gut, dass er oftmals als einziger weiss, welche Immobilien zum Verkauf oder zur Miete angeboten werden. Und das ist für seine Kunden von unschätzbarem Wert. So schenken ihm Universitäten, Automobilhersteller, Politiker, Versicherungen und Banken seit über 15 Jahren vollstes Vertrauen, wenn es darum geht, ihre akquirierten Spitzenkräfte aus Deutschland, Amerika, England, Japan, Korea,

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Bürohaus in der Stadt Zürich Stockwerke

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Bürofläche

680 m2

Grundstücksfläche 480 m2 Baujahr

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Russland oder Israel den jeweiligen Wünschen entsprechend unterzubringen.

Intime Angelegenheit

Auch ausserhalb der Relocation-Klientel hat sich Carlo Moratti zunehmend einen Namen gemacht. Als selbstständiger Makler verkauft und vermietet er Wohnungen und Häuser, viele davon im Luxusbereich. Seine schon fast legendäre Diskretion ist dabei ein wichtiger Faktor, denn das Vermitteln von Wohnungen und Häusern ist eine sehr intime Angelegenheit. Man erfährt viel über die Menschen hinter dem Auftrag und deren Wohnvorstellungen. Je grösser die Bonität, je sensibler das Geschäft.

Grosses Netzwerk

Die aktuelle globale Wirtschaftslage ist sehr schwierig und die Situation in der Schweiz wird ebenfalls zunehmend schwieriger. Ein entsprechend gutes Informationsnetzwerk ist in diesen Zeiten wichtiger denn je. Carlo Moratti versteht es, auch in diesen Zeiten seinen Kunden das richtige Angebot zum passenden Preis zu finden. Er ist Profi, durch und durch. Ehrlich. praezise und  diskret.

Einfamilienhaus am Zürichberg

Einfamilienhaus am Gardasee

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Zimmer

7.5

Wohnfläche

340 m2

Wohnfläche

280 m2

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953 m2

Grundstücksfläche 18‘000 m2

Baujahr

1920

Baujahr

2001

Preis

auf Anfrage

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Immobilien | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Energieeffizientes Bauen

Energieträger und der klugen Nutzung von Sonnenenergie und Abwärme liefern Renggli-Häuser wertvolle Beiträge zum aktiven Umwelt- und Ressourcenschutz.

Wer baut, trägt Verantwortung

In der heutigen Zeit kann kein Investor oder Bauherr mehr bloss seine eigenen Interessen verfolgen und die Welt rund um seinen Bauplatz herum ausblenden. Wer baut, trägt Verantwortung. Über den Tag hinaus – über die Generation hinaus. Dabei geht es nicht nur darum, Heizkosten zu sparen, sondern auch fossile Rohstoffe. Nachhaltigkeit ist der Massstab, an dem nachfolgende Generationen uns messen werden. So gesehen wäre es unverantwortlich den Rohstoff Holz, der ohne Zugabe von Energie vor unserer Haustür wächst, hundertprozentig reziklierbar ist und CO2-neutral als Heizstoff verwertbar ist, nicht zu nutzen. Die Finanzkrise zeigt, wie wichtig Investitionen in zukunftssichernde, nachhaltige Werte sind. Ein energieeffizientes Gebäude ist ein solcher Wert.

Z 

ukunftsgerichtet zu bauen bedeutet heute, nachhaltig im Sinne der nächsten Generationen zu handeln. Der Baustandard Minergie spielt dabei eine zentrale Rolle. Kombiniert mit dem Hightech Baustoff Holz verbinden Minergie-Häuser höchste Ansprüche an Wohnkomfort und eine gesunde Umwelt optimal – und sind nicht nur eine ökologische Investition in die Zukunft.

Die notwendige Ausrichtung der Baubranche auf Klimaschutz, Energieeffizienz und Ressourcenschonung führt unweigerlich zum ältesten Baustoff: Holz. Renommierte Holzbauunternehmen wie die Renggli AG aus Sursee LU investieren schon lange in den Fortschritt zukunftsorientierter Bautechnologien. Diese haben dem Baustoff Holz in den letzten Jahren auch architektonisch neue Perspektiven eröffnet, denen praktisch keine Grenzen mehr gesetzt sind.

ist eine Investition in die Zukunft – es garantiert eine hohe Werterhaltung und Qualität des Hauses und senkt die Energiekosten beträchtlich. Die 5 bis 10 Prozent höheren Initialkosten für ein Minergie-Haus kompensieren sich deshalb bereits nach wenigen Jahren. Und die stetig steigenden Energiepreise versprechen, dass die Kostenkompensation künftig noch früher stattfinden wird.

Energieeffizienz lohnt sich

Gebäude mit Mehrwert

Holzbauten gelten als Promotoren energieeffizienter Baustandards. In der Schweiz zeichnet das Minergie-Label Neubauten und modernisierte Altbauten aus, die Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und hohen Wohnkomfort optimal verbinden. Hier drängt sich Holz als natürlicher, erneuerbarer Rohstoff auf. Denn Holz ist hoch leistungsfähig, verlangt nur wenig Aufwand an grauer Energie für den Bau und die spätere Entsorgung und bietet ideale Voraussetzungen für ein behagliches Wohn- und Arbeitsklima in den Gebäuden. Ein Holzhaus im Minergie-Standard

Die hohe Qualität energieeffizienter Gebäude ist auch bei der innovativen Holzbauunternehmung Renggli AG spürbar und messbar. Die Spezialistin für energieeffiziente Holzhäuser baut seit Jahren konsequent nach den Minergie-Baustandards und verankert Umweltschutz als Teil der Unternehmensphilosophie. In nachhaltiger Holzbauweise werden Bauvorhaben vom individuellen Einfamilienhaus bis hin zum mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshaus in moderner Holzbau-Architektur qualitätssicher geplant und realisiert. Durch die Förderung einheimischer

Auf www.renggli-haus.ch finden Sie weitere Informationen über das energieeffiziente Bauen mit  Holz.

Wohn- und Geschäftshaus Renggli AG, Sursee LU Das viergeschossige Minergie-Gebäude in Holzbauweise aus dem Jahr 2003 unterstreicht noch heute die weitsichtige Firmenphilosophie von Renggli beim energieeffizienten Bauen mit Holz.


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Zeitgemässe Architektur, Nachhaltigkeit und Komfort : Ein individuelles Minergie- oder Minergie-P-Haus von Renggli gibt Ihren Werten eine vollendete Form. Lassen Sie uns Mass nehmen an Ihren Vorstellungen vom neuen Eigenheim – von der Planung bis zur Schlüsselübergabe. Bestellen Sie unsere kostenlose Dokumentation auf www.renggli-haus.ch.

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Immobilien | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Geschäftsidee in Seattle: Eine Botschaft für europäischen Lebensstil

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urostyle your life» ist ein Trend-Shop für Designprodukte aus dem europäischen Raum in Fremont (Seattle) und wurde von Leslie Conti im Jahr 2008 eröffnet. «eurostyle your life» ist Botschaft und Versprechen zugleich. So sind wir überzeugt, dass Schönes und Werthaltiges nur dann entsteht, wenn sich Design, Material, handwerkliches Können sowie Funktionalität, Verarbeitungsqualität und Preis im Gleichklang befinden. Als Leslie Conti 1974 ihr Junior Year of College mit einem Französisch Sprachkurs in Strassburg, Frankreich verbracht und anschliessend, um Skifahren zu können, einen Job im Gastge-

werbe in Zinal, Schweiz, annahm, hat sie sich mit den europäischen Lebensstil angefreundet. Eine Freundschaft, die sich bis heute erhalten hat. Besonders die Form und Art und Weise, wie die Produkte in ihrer Vielfalt sorgfältig und oft durchaus kunstvoll präsentiert und ausgestellt wurde, hat sie fasziniert. Nun endlich, nach dem die Jungmannschaft ausgeflogen ist, hat sie sich mit der Eröffnung des Trend-Shops, mit dem sinnigen Namen «eurostyle your life», einen Traum erfüllt und ergänzt mit ihrem einzigartigen Shopkonzept die reichhaltige Geschäftswelt Seattles – der pulsierenden Metropole des Nordwestens der  USA.

www.eurostyleyourlife.com Publi-Text: Urs Berger


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www.universemedia.ch

Nachhaltige Baumeister Graubündens

N 

achhaltigkeit im Bau ist ein Schwerpunkt der ZINDEL AG aus Chur. Zusammen mit ihren Partnern plant und erstellt sie unter anderem Minergie- und Minergie-P-Bauten mit hohem Anspruch an Architektur und Wohnqualität. «Als Immobilien-Promotor mit einer starken Gruppe von Bauunternehmen im Rücken suchen wir nach immer neuen Lösungen, um unsere Bauten nachhaltiger und für Mensch und Umwelt wertvoller zu machen. Dass dies gelingt, zeigt mir auch meine persönliche Erfahrung mit unserem Einfamilienhaus, das wir bereits 2004 im Minergie-P-Standard gebaut haben. Wir werden uns im nachhaltigen Bauen weiter spezialisieren und unsere führende Rolle im Kanton ausbauen. Das Mehrfamilienhaus im Segantiniquartier in Chur ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Und wir freuen uns schon aufs nächste Projekt!», meint Michael Zindel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der ZINDEL GRUPPE. Mit dem Mehrfamilienhaus Segantini F hat die ZINDEL AG zusammen mit der architektschumacher ag das erste MINERGIE-P-ECO®Mehrfamilienhaus Graubündens erstellt – es wird heute mit Vertretern aus Politik und Bau eingeweiht. Michael Schumacher freut sich darüber: «Wir bauen heute für die Zukunft und wollen unserer Verantwortung gegenüber Natur und zukünftigen Generationen nachkommen – das ist unsere primäre Motivation. Wir sind aber auch Unternehmer – unsere Bauten müssen also auch unter Rentabilitätsaspekten attraktiv sein. Unsere Erfahrungen zeigen, dass sie dies sind.»

MINERGIE-Residenz Stockenwald in Davos. Architektur: ZINDEL BRÖNNIMANN FERRARIO, Zürich Baujahr 2008. Foto: Maurice Haas

Aber was ist MINERGIE-ECO® oder MINERGIE-P-ECO®? Es ist eine Ergänzung zum MINERGIE®- bzw. MINERGIE-P®-Standard. Während Merkmale wie Komfort und Energieeffizienz MINERGIE®-Gebäuden eigen sind, erfüllen zertifizierte Bauten nach MINERGIE-ECO® auch Anforderungen einer gesunden und ökologischen Bauweise. Die zur ZINDEL GRUPPE gehörenden Bauunternehmen METTLER, PRADER, MARAZZI und CRESTAGEO, die Immobilienpromotionsund -dienstleistungsfirma ZINDEL und der Baulogistik-Dienstleister ZINDEL LOGISTIK bezeichnen sich als die Baumeister Graubündens, was aufgrund der traditionsreichen Unternehmen und des Leistungspotentials der Gruppe sicher seine Berechtigung hat. Michael Zindel: «Wir sind in allen Sparten des Bau- und Immobilienwesens tätig. Für Kunden, welche die Stärke eines grossen Anbieters und die Flexibilität autonomer und lokal verankerter

Bauunternehmen suchen, sind wir als Verbund unabhängiger Unternehmen ein idealer Partner – eben der Baumeister Graubündens.» METTLER ist eine auf den Hochbau spezialisierte Baufirma und vor allem im Raum Chur aktiv. PRADER deckt den Tiefbau im ganzen Kanton und den Hochbau im Raum Davos ab. MARAZZI ist ebenfalls ein Full-Service-Anbieter mit Schwergewicht Arosa. CRESTAGEO hingegen ist eine der führenden Spezialbaufirmen für den Schutz vor Naturgefahren. Als solche ist sie in der ganzen Schweiz, aber auch im Ausland tätig. David Baselgia, der Geschäftführer: «Wir sind erst vor ein paar Wochen aus Griechenland zurück gekommen. Dort haben wir das durch Steinschlag stark gefährdete und beschädigte Dorf Santomeri durch eine Verbauung effektiv vor weiteren Steinschlägen schützen können. Dass unser Know-How aus den Bündner Bergen auch im Ausland gefragt ist, freut uns natürlich.» Und so schliesst sich der Kreis: So bauen, dass Mensch und Natur geschützt werden und dort bauen, wo der Mensch vor der Natur geschützt werden muss – die Baumeister Graubündens ma chen genau das und was dazwischen liegt.

MINERGIE-P-ECO-Mehrfamilienhaus Segantini F in Chur. Architektur: architektschumacher ag, Baujahr 2009.

MINERGIE-P-Einfamilienhaus der Familie Zindel-Kuppel in Chur. Architektur: Sabine Kuppel-Zindel, Baujahr 2004


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Gute Nacht! I nterview mit René Stoffel, Inhaber und Geschäftsführer Megaschlaf Wasserbetten, Sursee «Sei am Tag mit Lust bei den Geschäften, aber mache nur solche, dass du nachts ruhig schlafen kannst.». Diese Weisheit von Thomas Mann war schon zu Zeiten der Buddenbrooks richtig und stimmt auch heute genau gleich. Mit mehr oder weniger Lust wird allgegenwärtig über Arbeit und Wirtschaft gesprochen, die Herausforderungen unserer Zeit werden intensiv angegangen und für ein Burn-out oder eine Depression brauchts keine Wirtschaftskrise. Viel eher versäumt der Homo oeconomicus – diesem Begriff eigentlich entgegenhandelnd – etwas einzuberechnen, ohne das die Rechnung nicht aufgeht: seine Gesundheit. Auch wenn viele durchaus wissen, was zu tun wäre, im Alltag gefangen lässt sich zu selten umsetzen, was man eigentlich bräuchte, was man eigentlich möchte. Eigentlich – das beliebte Verlegenheitswort kann noch einmal gelten – liesse sichs ja umsetzen, recht einfach sogar, aber dem Druck, seine zumeist wirtschaftlichen Ziele zu erreichen, wird die grössere Priorität geschenkt. Jetzt aber hat das Geld für einmal enttäuscht. Es zog kein weiteres Geld an. Es verliess uns. Das gute Geld ist nicht schuld. Wir haben einfach zu viel von ihm erwartet, uns zu fokussiert. Nun, die Liebe zum Geld geht nicht so schnell vorbei und die Partnerschaft wird in Kürze wieder Früchte tragen. Die Zwischenzeit nutzen viele Menschen, um sich etwas auf sich selbst zu besinnen, zu Kräften zu kommen, etwas für die Gesundheit zu tun. Daher überrascht nicht, dass im WellnessBereich die Nachfrage sogar steigt. René Stoffel ist als selbstständiger Unternehmer seit 1992 erfolgreich im hart umkämpften Markt für Schlafsysteme tätig und bestätigt das steigen-

Tipps – zu gleichen Zeiten ins Bett gehen etwa – möglichst auch befolgt werden, aber wer kann dies schon immer tun. Gerade darum ists wichtig, ein Schlafsystem zu haben, wo sich der Körper erholt, auch wenns mal nur vier Stunden Schlaf gibt. Sie führen Ihr Geschäft mit viel Begeisterung und persönlichem Einsatz. Haben Sie als erfolgreicher Unternehmer – natürlich nebst dem Kauf eines gesunden Schlafsystems – weitere Tipps für Erfolg in der heutigen Geschäftswelt? Auf tiefe Kosten achten und Einnahmen reinvestieren, die Bekanntheit seines Angebotes steigern. Bei der Werbung zum Beispiel ists ein guter «Trick», keine Angebote anzufragen, sondern abzuwarten, bis man etwas angeboten erhält.  Fragen: Allen Dedic

de Interesse, gerade auch für Wasserbetten, die ja nicht als günstig gelten. Wir stellten ihm dazu einige Fragen: Wer gesund ist, schläft automatisch gut. Ist der Kauf eines teuren Wasserbetts nicht eher eine trendige Zeiterscheinung? «Ein krankes Bett ist ein sicheres Mittel, die Gesundheit zu ruinieren.», sagte schon Paracelsus vor 500 Jahren. Das Wasserbett ist das günstigste Schlafsystem, weils gut zwanzig Jahre ohne Einbussen funktioniert, eine normale Matratze aber alle fünf Jahre ersetzt werden sollte. Wie jede Messe zeigt, buhlen sehr viele Anbieter mehr oder weniger verschiedener Schlafsysteme um die Gunst des Käufers. Natürlich könnten Sie erklären, was Ihr System besonders gesund macht. Aber mal andersrum: Was sind die Nachteile eines Wasserbettes? Es ist das aufwändigste Schlafsystem – man zieht aber nicht jeden Tag um, schläft hingegen jede Nacht. Und es ist ein Genuss, der fast süchtig macht. Allerdings brauchts Zeit zur Angewöhnung. Der Mensch zieht jedoch meistens das gewohnte Schlechtere dem ungewohnten Besseren vor. Mein Geschäft würde ohne das Angebot, gratis drei Monate ein Wasserbett zu testen, kaum so gut funktionieren. Ists mit dem Kauf eines guten Bettes getan oder sind auch Schlafgewohnheiten anzupassen? Das Bett zwingt den Körper in eine Haltung – ein schlechtes Bett in eine falsche, ein gesundes Bett in die Richtige. Die verbreitete Meinung, dass das Bett sich dem Körper anpassen sollte ist daher falsch, weil sich so ein Bett auch Haltungsschäden anpassen würde. Das Wasser ist ein einzigartiges Element, das die gesunde Haltung bewirkt. Nebst dieser Umstellung sollten die bekannten

MEGASCHLAF WASSERBETTEN Wassergrabe 3, 6210 Sursee 041 922 04 42 079 596 77 20 Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 10:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 18:30 Uhr, auf Voranmeldung bis 21:00 Uhr Samstag: 10:00 – 16:00 Uhr auf Voranmeldung bis 18:00 Uhr Die grösste Schweizer Wasserbett-Ausstellung ist auch Sonntag und Montag auf Voranmeldung geöffnet! www.megaschlaf.ch


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Business Today | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Mehr Leistung durch gesunden Arbeitsplatz Interview mit Gabriela Leemann und Michel Borloz, Rückenzentrum ErgoPoint, Zürich

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in Bürojob, so könnte man denken, ist körperlich weniger anstrengend als die gemeine Fabrikarbeit früherer Zeiten oder die Arbeit auf dem Feld, aus noch früheren Zeiten. Das stimmt auch. Dennoch stellt auch die Arbeit am Schreibtisch den Körper vor spezifische Belastungen, die nicht verharmlost werden dürfen, nur weil sich setzen assoziiert wird mit Entspannung. Ganz klar, nach drei Stunden Wanderung ist Sitzen bestimmt erholsam – aber wer acht Stunden im Sitzen verbringt und statt auf die Berge des Berner Oberlands auf die Berge der Akten und Pendenzen blickt, empfindet das Sitzen schon eher als Belastung. Doch trotz Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfweh, Schulter- und Nackenschmerzen, Verspannungen, Rückenbeschwerden und vielen anderen nur allzu bekannten Leiden, wird dem Büroarbeitsplatz wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Warum das so ist und was man dagegen tun kann, fragten wir in einem der führenden Fachgeschäfte für Büro-Ergonomie nach…

Dass auch ein Büro-Arbeitsplatz nicht zu bequem sein darf, ist noch verständlich, oft ist er aber eher unpraktisch eingerichtet und belastet die Gesundheit unnötig. Nur: Kaum ein Angestellter will selber zahlen, um den Arbeitsplatz gesünder einzurichten. Welche Vorteile haben Firmen, wenn sie dies für ihre Mitarbeitenden tun? Es gibt ihnen einen klaren Wettbewerbsvorteil. Gesunde Angestellte sind leistungsfähiger, konzentrierter und effizienter. Dazu fehlen sie weniger am Arbeitsplatz. Und allein schon dank der Senkung krankheitsbedingter Absenzen und entsprechender Kosteneinsparung lässt sich ein guter Bürostuhl finanzieren. Es lässt sich aber nicht gut messen, warum eine Angestellte fehlt, warum sie viele Pausen macht. Wo ein gutes Betriebsklima und faire Anstellungsbedingungen fehlen, wird natürlich auch die Ergonomie ignoriert oder als Luxus oder Esoterik abgetan. In seriösen und verantwortungsbewussten Betrieben wird jedoch mehr und mehr

erkannt, dass ein ergonomischer Arbeitsplatz den Mitarbeitenden und dem Unternehmen ganz wesentliche, praktische Vorteile bringt und sich bezahlt macht. Ist das nicht einfach Geldmacherei? Keineswegs! Gesundheitsschäden führen zu gesellschaftlichen Folgekosten, die weit höher sind und uns alle mehr belasten, als wenn bei der Ursache vieler vermeidbarer Krankheiten angesetzt und verantwortungsbewusst gehandelt wird. Ergonomie ist die Wertschätzung der Arbeitskraft – sowohl der eigenen als auch jener der Angestellten.

• Die Oberkante des Bildschirms sollte auf Augenhöhe oder leicht darunter sein. Für Laptops gibts praktische Ständer • Die Tastatur sollte möglichst nahe beim Körper platziert werden • Auch sollte überlegt werden, wo Arbeitsunterlagen, Dokumente, die Maus etc. praktisch positioniert werden • Auf nicht störenden Lichteinfall und optimale Beleuchtung ist auch unbedingt zu achten • Und ganz wichtig: Der Körper ist ein Bewegungsapparat – er braucht Bewegung, also Abwechslung wie Sitzen, Stehen, Gehen… Das ist's, was uns lebendig macht, wach und beweglich! Was ich gern abschliessend frage: Was spricht gegen Ihr Angebot? Nun, wir haben ein gutes Angebot für Leute, die sich etwas Gutes tun möchten. Wer seine Beschwerden ignoriert oder sich einfach nicht traut, im Büro aufzufallen mit etwas Speziellem, wird wohl unser Angebot nicht so ansprechend finden oder vielleicht erst nach gewisser Zeit… Jede Veränderung, sei sie auch positiver Natur, braucht für manche Menschen einen längeren  Reifungsprozess!

So ganz tiefpreisig sind die Produkte bei Ihnen nicht… Natürlich gibts auch nachgemachte Produkte bei Billiganbietern, aber Original-Produkte finden Sie kaum günstiger. Zu uns kommen Kunden, die nicht nur irgendeinen Stuhl wollen, sondern genau das passende Arbeitsmittel, seis ein Bürostuhl, ein höhenverstellbarer Tisch oder ergonomisches Zubehör. Und ganz wichtig ist die Kundenberatung! Wir bieten sie auch in Betrieben selbst, um vor Ort zu sehen, wie die Arbeitsplätze – teils sogar mit vorhandenen Möbeln – ergonomisch optimiert werden können. Was kann man selber tun, wenn die Anschaffung halt noch aufs Budget warten muss? Der Mensch ist der gültige Massstab. Nach seinem Körper sollen die Büromöbel eingestellt werden. Entscheidend ist die Reihenfolge – immer von unten nach oben: • Für einen offenen Winkel in Leiste und Kniekehle die Sitzhöhe nach oben setzen • Tischhöhe bei einer aufrechten Körperhaltung und einem Armbeugewinkel von 90° auf Höhe des Ellenbogens stellen – bei nicht höhenverstellbaren Tischen notfalls Klötzchen unter die Tischbeine legen

Fragen: Allen Dedic

Ihr Ergonomie-Fachgeschäft Rückenzentrum ErgoPoint Schaffhauserstrasse 403 8050 Zürich-Oerlikon Tel. +41 44 302 2300 Fax +41 44 302 2304 www.rueckenzentrum-zh.ch


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Auch für KMU immer wichtiger – Ganzheitliches Dokumentenmanagement Der Mythos des papierlosen Büros

«Papierloses Büro» – als Ausdruck 1975 erstmals von der Zeitschrift Business Week geprägt – ist ein Mythos. Die Vorhersage, dass Dokumente auf dem Bildschirm auf Knopfdruck erscheinen und damit Papier überflüssig wird, war damals revolutionär. Das Aufkommen des Dokumentenmanagements stellte die Bildschirmlösung bereit und es wurde angenommen, dies sei der Beginn des papierlosen Büros. Es kam anders. Informationen werden digitalisiert und die Art, wie wir Dokumente drucken und mit ihnen umgehen, ist intelligenter geworden. Unternehmen, die Schritte in Richtung Papierlosigkeit unternommen haben, stellen fest, dass sie statt weniger Papier zu benötigen, ähnliche Mengen von Papierdokumenten erzeugen, wie zuvor. DMS, das Dokument-Management-System, wird vielmehr eingesetzt, um die geschäftliche Effizienz zu verbessern. In der Tat sind Unternehmen, die ein DMS einsetzen, weit effizienter als zuvor, erzeugen dabei aber eine ähnliche Menge an Papier. Das DMS ermöglicht Mitarbeitern indessen einen überlegteren Papiergebrauch über die Möglichkeit, Dokumente dann abzurufen und zu drucken, wenn sie benötigt werden. Während das DMS meistens als die Fähigkeit gesehen wird, Informationen elektronisch zu archivieren, ist es doch sehr viel leistungsfähiger. DMS ist das computerisierte Management von sowohl elektronischen wie papierbasierten Dokumenten. Es umfasst eine Workflow-Lösung mit der Fähigkeit, gedruckte Dokumente durch Scannen zu erfassen, ein Datenbanksystem zur Organisation gespeicherter Dokumente sowie ein Archiv und eine Suchfunktion.

Schnelles Finden statt teures Suchen

Durch die Verwendung von Suchprozessen wie Ontologien können Dokumente gefunden werden, die normalerweise nicht zusammen gruppiert werden. Wenn Sie daran denken, dass es nach aktuellen Untersuchungen mehr als 3ʹ000 Franken kostet, 1 Gigabyte Informationen durchzusehen, wird erkennbar, warum dieses Niveau an Präzision und Suchfunktionalität entscheidend ist. Eine der am wenigsten greifbaren aber bedeutendsten Vorteile einer verbesserten Kontrolle über Dokumente ist die erhöhte Produktivität. Von Canon beauftragte Untersuchungen haben ergeben, dass sich ein Fünftel der europäischen Beschäftigten über die Zeit ärgert, die benötigt wird, um Dokumente im Netzwerk eines Unter-

nehmens zu suchen und zu finden. Weitere 24 Prozent glauben, dass ein schneller und einfacher Zugriff auf Dokumente ihr Büro benutzerfreundlicher machen würde.

Dokumentenmanagement optimiert Geschäftsprozesse. Es spart Kosten, verbessert die Effizienz und setzt Zeitreserven frei, die dann für die Kernaktivitäten des Unternehmens nutzbar sind.

KMU erkennen oft, dass Verbesserungen zwar notwendig sind, haben aber meist nicht die zeitlichen Resourcen, sich einem solch langfristigen Projekt anzunehmen. In vielen Fällen haben sie auch keinen Zugang zu fachlicher Technologieberatung, da sie häufig nicht über eine ausgewiesene IT-Abteilung verfügen.

Output Management: professionelle Dokumentenausgabe

Und die vermuteten Kosten der Einführung eines DMS können Management-Teams davon abhalten, sich zu Änderungen zu entschliessen. DMS-Lösungen sind aber skalierbar und zu entsprechend unterschiedlichen Preisen zu haben. Ihre Vorteile entfalten sie unabhängig von der Grösse.

Einfachere Dokumentensicherung

Wenn Unternehmen strengen gesetzlichen Bestimmungen unterliegen, kann ein DMS eine effiziente und zuverlässige Art bieten, geschäftliche Daten zu speichern und zu sichern. In einem von Canon beauftragten White Paper stellen die Analysten von IDC fest: «Vorausschauende Unternehmen machen aus Compliance-Initativen eine stärkere und mehr technologiebasierte ITSteuerung.» Sie haben die Last der Compliance in eine Chance verwandelt, ihre IT-Prozesse zu verbessern. Und sie profitieren von den Vorteilen. In derselben Weise nutzen vermehrt gerade KMU diese Instrumente zu ihrem Vorteil. Ein effektives DMS kann helfen, die Verwaltung sicherer zu machen. Dokumentenmanagement stellt die vollständige Historie eines Dokuments bereit, die jede vorgenommene Bearbeitung und die Person, die sie ausgeführt hat, ausweist. Geschäftliche Dokumente werden mithilfe von Datenverschlüsselungsmethoden sicher gespeichert.

Leichteres Arbeiten – besserer Kundendienst

Durch schnelles Wiederaufrufen, personalisierte Indizierung und die vollständige Historie von Dokumenten können Unternehmen ihre Kunden besser betreuen und die zur Beantwortung einer Kundenanfrage notwendige Zeit verringern. Dadurch, dass sie schneller auf eine Anfrage reagieren können und beispielsweise sofort eine benötigte Kundeninformation finden, können sie eindeutig eine höhere Kundenzufriedenheit entwickeln.

Multifunktionssysteme sind die Drehscheibe im DMS. Sie können drucken, kopieren, scannen und faxen und bieten darüber hinaus bei Bedarf vielfältige Finishing-Möglichkeiten: vom automatischen Heften und Lochen der Dokumente bis hin zum Erstellen kompletter Broschüren. Patrick Meile, Customer Marketing Manager Office Solutions der Canon (Schweiz) AG, dazu: «Mit der Integration von Multifunktionssystemen in ein Netzwerk öffnen sich für Unternehmen enorme Leistungspotenziale. Ergänzt mit den entsprechenden Software-Lösungen können die Arbeitsabläufe markant effizienter gestaltet werden. Zentrale, im Netzwerk eingebundene Multifunktionssysteme, arbeiten zudem wesentlich wirtschaftlicher als ein Maschinenpark mit vielen einzelnen Druckern, Scannern und Faxgeräten. Denken Sie beispielsweise nur an den Support, der sich mit wenigen einheitlichen Systemen stark vereinfacht.» Multifunktionssysteme gibts für alle Anforderungen: vom kleinen Abteilungsgerät bis zum Leistungsriesen für Druckereien. 

Canon unterstützt seit Jahren Unternehmen bei der Entwicklung und Integration von ganzheitlichen DokumentenmanagementLösungen. Profitieren auch Sie von einem erfahrenen und professionellen Partner und vertrauen Sie Ihr DMS den Spezialisten von Canon an.


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Business Today | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Steht das Wasser bis zum Hals? Kopf hoch! Text: Hans Albrecht, Bereichsleiter Firmenkunden Raiffeisen Schweiz

Was gibts Neues im Job?

Im konjunkturellen Abschwung lässt sich bei Unternehmen eine auf den ersten Blick überraschende Entwicklung beobachten. Zwar klagt ein Teil der Firmen über Liquiditätsprobleme. Bei den meisten Unternehmen verbessert sich jedoch die Liquiditätslage: Die von einem durchschnittlichen Raiffeisen-Firmenkunden liquide gehaltenen Gelder haben sich im 4. Quartal 2008 um beinahe 10% erhöht!

Text: Joëlle Weil Es geht immer darum, wie man die Realität verpackt. In unserem Leben bietet sich oft genug die Gelegenheit, über unsere Arbeit zu sprechen. Versuchen Sie bei Ihrer nächsten Konversation bewusst auf die Wortwahl zu achten. Wie wirkts, wenn Sie «mein Job ist wahnsinnig stressig» durch «mein Job fordert mich immer wieder neu heraus» ersetzen? Sie stehen nicht als Opfer Ihrer Alltagshektik da, sondern als Arbeitswilliger, der sich stets versucht zu übertreffen. Jeder Auftritt in der Öffentlichkeit ist eine Chance, PR für sich selbst zu betreiben.

Ein wirtschaftlicher Abschwung äussert sich in einer sinkenden Nachfrage und entsprechend sinkenden Umsätzen. Dies bedeutet, sofern nicht «auf Halde» produziert wird, dass sich die im Produktionsprozess gebundenen flüssigen Mittel reduzieren. Gleichzeitig sollten umsichtige Unternehmer im Abschwung keine Kompromisse im Debitorenmanagement eingehen. Somit sinken bei einem rückläufigen Umsatz auch die in Forderungen gebundenen Mittel. Diese kurzfristige Verbesserung der Liquidität schafft Zeit für die mittelfristige Anpassung der Kostenstruktur: Das Unternehmen agiert aktiv in der Krise und positioniert sich für den Aufschwung. Was ist jedoch mit den Unternehmen, die über Liquiditätsengpässe klagen? Bei ihnen funktioniert meistens einer der beschriebenen Mechanismen nicht. So wird trotz einbrechender Nachfrage die Produktion nicht angepasst und so ein unverkäufliches Warenlager aufgebaut. Oder die drohenden Umsatzeinbussen werden durch eine lasche Debitorenpolitik ausgeglichen – was in einem steigenden Bestand an risikobehafteten Debitoren mündet. Entsprechend haben diese Firmen wenig Spielraum in der Zukunfts-Positionierung: Das heisst, das Unternehmen kann lediglich reagieren und nicht agieren. Für eine Bank ist es schwierig, eine Unternehmung der zweiten Kategorie mit Krediten zu unterstützen. Vor allem, weil der Abschwung meistens Probleme zum Vorschein bringt, die der Aufschwung notdürftig überdeckt hat. Für gut geführte Betriebe der ersten Kategorie verfügt eine Bank hingegen über ein breites Angebotsportfolio: Dieses reicht von der kurzfristigen Anlage der flüssigen Mittel bis zur Finanzierung  von Übernahmen.

In keiner Berufsbezeichnung werden Sie heute noch «Putzfrau» lesen; die «Raumpflegerin» erledigt diesen Auftrag. Im Hotelguide meint «unaufdringlicher Service» weniger die Diskretion, als vielmehr, dass der Service einfach schlecht war. Und kennen Sie eine Frau, die zugibt, sich die Haare wegen grauer Strähnchen gefärbt zu haben? Offiziell färbt Frau sich die Haare, weil ihre Augenfarbe durch eine neue Coloration besser zur Geltung kommt. Auf die Frage «Was gibts Neues im Job?» antworten die meisten mit: «Nichts.». Selbst wenn dies der Wahrheit entspricht, gibts kaum eine langweiligere Antwort. Probieren Sies das nächste Mal mit: «Wir befinden uns im Umbruch und versuchen, uns jetzt weiter zu entwickeln». Oder einfach mit: «Warum meinen Sie?». Wer von Ihnen eine negative Berichterstattung erwartet oder gar erhofft, ist oft selbst in einer unbefriedigenden Lage und schätzt, dass geteiltes Leid Selbiges halbiert. Zu oft zieht man sich aber nur gegenseitig runter. Diese falsche Genugtuung sollte Sie niemandem gönnen. Stellen Sie sich immer in das Licht, indem Sie sich als Aussenstehender bewundern würden. Kombiniert mit ehrlicher Kommunikation der Fakten ist dies ein Erfolgsprinzip auch in schwierigen Situationen. Ihr Stadtauto ist schliesslich nicht eng und billig, sondern wendig, kompakt und Rohstoffe sparend.


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Verbindliche Kostenprognosen im Flottenmanagement Text: LeasePlan (Schweiz) AG

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n der rezessionsgeprägten Wirtschaftslage sind Modelle und Lösungen für Kostenoptimierungen gefragter denn je. So liegt es nahe, dass bei der Durchleuchtung einzelner Kostenstellen innerhalb eines Unternehmens der Fokus auch auf die Mobilitätsaufwände fällt. Ein Outsourcing des Flottenmanagements ist für viele Firmen eine ideale Alternative.

Sparpläne, Kostenoptimierungen und zurückhaltende Ausgaben: Die Krise hat viele Gesichter. Besonders hart trifft es interne Unternehmensbereiche, die ein grosses Sparpotenzial beherbergen. Dort nämlich wird ausnahmslos der Rotstift angesetzt, und darunter fällt auch die Mobilität. Um die Flottenauslagen in den Griff zu kriegen, bedarf es Fingerspitzengefühl und Know-how. Je nach Anzahl der Fahrzeuge zieht die Bewirtschaftung eines eigenen Fuhrparks einen enormen, administrativen Aufwand mit sich. Abgaben, Reparaturen – die zumeist unvorhergesehen sind – Service, aber auch die Finanzierung sind Kostenfallen, die auf das Jahr hinweg gerechnet unnötige Mehrkosten verursachen können. Hinzu kommen ökologische Aspekte wie etwa der CO2-Ausstoss der Fahrzeuge, den es in der heutigen, klimasensitiven Zeit immer mehr zu beach-

Service / Unterhalt 11%

Steuern 3%

ten gilt. Alles in allem ist Flottenmanagement ein Bereich mit Einsparpotenzial und Reputationschancen, aber auch Gefahren.

Flottendienstleistung noch unbekannt

Anders als in manchen Ländern ist im hiesigen Markt Flottendienstleistung weitgehend ein Fremdwort. Unternehmen, wie beispielsweise LeasePlan (Schweiz) AG, die massgeschneiderte Flottenmanagementlösungen anbieten, greifen auf langjährige Erfahrungswerte zurück. Der Nutzen liegt auf der Hand: Garantierte Kostenkalkulation, Übernahme des administrativen Aufwands sowie die Sicherstellung einer massgeschneiderten Finanzierung der Flotte tragen zu einer Entlastung in finanzieller, aber auch in ressourcenbedingter Hinsicht bei. «Ein Unternehmen soll sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren können», meint Rogelio Valdivia, Sales- und Marketing-Manager bei LeasePlan, und erklärt weiter: «Für Firmen, die mehr als zehn Fahrzeuge unterhalten, übersteigt der Eigenaufwand das Kosten-Nutzen-Verhältnis.» Valdivia ist der Ansicht, dass ein zugeschnittenes Gesamtpaket dem Kunden nur Vorteile bietet. So falle etwa die Kapitalbindung komplett weg. Was der Kunde Ende Monat erhält, ist eine einzige Rechnung: Finanzierung, Steuern, Service, Reparatur und Treibstoff – alles inklusive. «Wir nutzen unser Netzwerk und Know-how. So können wir den Firmen bessere Konditionen anbieten», ist der Flottenspezialist überzeugt.

Administration 3%

Garantierter Wert für das Budget

Um den Nutzen zu verdeutlichen, bieten Flottendienstleistungsunternehmen fundierte Analysen. Diese zeigen auf, wie sich Wertminderung, Betrieb und Unterhalt der einzelnen Fahrzeuge zueinander verhalten und wo Optimierungsbedarf besteht. Der Kunde ist bei der Wahl der Fahrzeugmarke frei. Für jedes Modell, und für jede Anzahl Fahrzeuge, kalkuliert der Flottenspezialist die Gesamtkosten, die als fixer und garantierter Wert ins Unternehmensbudget einfliessen. Full-Service-Leasing nennt sich dieses Dienstleistungspaket. Dabei berechnet der Flottendienstleister sämtlichen Aufwand. Summa summarum ergibt sich dadurch der Total Cost of Ownership (TCO); ein kalkulierter, jährlicher Gesamtwert pro Fahrzeug. Übersteigen die Kosten Ende Jahr den prognostizierten TCO, so haftet der Flottendienstleister für die Differenz.

Ökologische Aspekte miteinbeziehen

Ganz dem Zeitgeist entsprechend bietet LeasePlan auch Angebote mit CO2-Neutralisation an. Dieses ökologische Verkaufsmodell umfasst Fahrzeuge, die einen CO2-Wert von unter 140 Gramm pro Kilometer aufweisen. Bei jedem Fahrzeug wird die durchschnittliche Kilometerleistung, und so die resultierenden Emissionen, berechnet und über gemeinnützige Klimaschutzprojekte neutralisiert. Es macht durchaus Sinn, die Flottendienstleistungen genauer unter die Lupe zu nehmen. Möglicherweise trägt dies zu einem positiveren Er gebnis in der Gesamtbilanz bei.

Abschreibung 42%

Versicherung 11%

LeasePlan (Schweiz) AG Bernstrasse 388 8953 Dietikon

Treibstoff 21%

Zinsen 9%

Total Cost of Ownership (TCO): Mit diesen Kostenfaktoren kalkuliert der Leasingdienstleister. Der Leasingnehmer bezahlt jedoch nur eine fixe Monatsrate.

Telefon +41 (0) 44 746 63 63 Telefax +41 (0) 44 746 63 00 www.s.ch www.greenplan.ch


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Business Today | März 2009 | Ein Themenspecial zur Weltwoche

Perfekte Unterstützung Mit insgesamt sieben neuen Hubwagen bringt Linde Material Handling neuen Schwung ins Lager. Die drei Niederhubwagen T16, T18 und T20 mit 1,6 sowie 1,8 und 2,0 Tonnen Tragfähigkeit und vier Hochhubwagen L10B, L10, L12 und L12i mit 1,0 bzw. 1,2 Tonnen Tragfähigkeit sind auf Mitgängeranwendungen im Lagerbereich spezialisiert. Sie kombinieren bewährte, weiter optimierte Produktmerkmale mit neuen technischen Entwicklungen, die sich im kompakten Chassis und der innovativen Deichsel befinden. Mit dem Namen «Sinergo» (Safety Innovation Ergonomie) rückt die Schnittstelle zwischen Mensch und Mitgängerfahrzeug in den Fokus.

Sicherheit geht vor

An dieser Massgabe orientieren sich sowohl bewährte als auch innovative Produktmerkmale. Neu ist bei fünf der sieben Fahrzeugmodellen die deichselwinkelabhängige Fahrgeschwindigkeit (SafetySpeed). Nähert sich der Bediener dem Fahrzeug an, bewegt sich die Deichsel näher zur senkrechten Position und die Fahrgeschwindigkeit wird stufenlos reduziert.

Starke Leistung

Für die nötige Antriebspower sorgt sowohl bei den Niederhubwagen als auch bei den Hochhubwagen ein kraftvoller, 1,2 kW starker Drehstrommotor mit Booster-Effekt. Dieser verleiht dem Aggregat hohe Drehmomente im niedrigen Drehzahlbereich, wodurch die Geräte mühelos steile Rampen bewältigen, Bodenunebenheiten passieren und an Steigungen anfahren, ohne zurück zu rollen. Die Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeuge liegt mit und ohne Last bei sechs km/h. Dem Lastschutz dient die «Soft-Landing»Funktion, welche die Last automatisch abbremst, je näher die Gabeln dem Boden kommen, ebenso wie die hohe Stabilität des Hubmastes in grossen Hubhöhen.

Entscheidend mehr Komfort

Der ergonomische Deichselkopf hat auch bei den neuen Nieder- und Hochhubwagen einen zentralen Stellenwert. Im Deichselkopf integriert sind alle wichtigen Bedienelemente. Zum Teil doppelt ausgeführt, lassen sie sich sowohl mit der linken als auch mit der rechten Hand sehr einfach steu-

ern. Bei den Hochhubwagen ist der Mast in das Chassis integriert worden, wodurch diese Modelle ebenfalls etwas kürzer geworden sind.

Servicefreundlich

Alles unter Kontrolle hat der Bediener über das Display mit Anzeigen zu Batteriekapazität, Betriebsstand, Wartungsbedarf und Betriebsstunden. Für einen beschleunigten Service sorgt der CAN-Bus-Anschluss, über den sich per Laptop alle Fahrzeugdaten auslesen lassen, und der leichte Zugang zu allen Komponenten. Bei den Niederhubwagen lässt sich die Batterie wahlweise vertikal mit Haken oder seitlich per Wechselgestell oder -wagen tauschen. Verfügbar sind ebenfalls die Module des Linde-Flottendatenmanagement, mit denen sich der Zugang über PIN regeln lässt und sich die Fahrzeugdaten softwaregestützt analysieren lassen, um die Fahrzeugflotte nach  Art und Umfang weiter zu optimieren. Publi-Text: Linde Lansing AG

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Ewigi Liebi Entscheiden Sie sich für Linde, gehen Sie mit innovativer Technik eine dauerhafte Verbindung ein. Gleichzeitig sichern Sie sich die Möglichkeit einer «lebenslangen» Betreuung Ihres Staplers durch unseren After Sale Service. Wir entlassen unsere Fahrzeuge zwar in Ihre Obhut, doch können Sie für die nötige Wartung, Check-ups, Revisionen und Ersatzteile jederzeit gerne zu uns zurückkommen und unsere Services in Anspruch nehmen. Es liegt uns am Herzen, dass Sie mit Ihrem Linde-Stapler glücklich werden und es auch lange, lange bleiben. Das wünschen wir uns. Das wünschen wir Ihnen.

Linde Lansing Fördertechnik AG Alte Dübendorferstrasse 20, 8305 Dietlikon Tel. 044 835 23 00, Fax 044 835 23 20 info@linde-lansing.ch, www.linde-lansing.ch


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Innovativer Nachttransport: Die Nacht erfolgreich nutzen – und trotzdem ruhig schlafen.

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er wünscht sich das nicht: In der Nacht läuft das Geschäft auf Hochtouren und trotzdem geniesst man die wohlverdiente Ruhezeit. Ein innovativer Nachtservice macht es möglich. Kluge Lösungen, nachhaltige Innovationen und individuelle Sorgfalt schaffen einzigartige Marktchancen. Mehr Zeit für Kunden

Heute entscheidet die Qualität einer Dienstleistung über deren Markterfolg. Dazu gehören nicht zuletzt die Verfügbarkeit und Flexibilität gegenüber den Kunden. Die Nacht darf keine «tote» Zeit mehr darstellen. Viele Unternehmen nutzen sie für die Güterverteilung. Das ist ein erster Schritt in der Optimierung der eigenen Marktposition. Der zweite und wichtigere besteht darin, mit einem verlässlichen Partner die Chancen der Nacht gewinnbringend zu nutzen.

Jede Sendung willkommen

«Unsere Kunden verlangen Bestleistungen – mit Recht. Darum bieten wir Ihnen in der Nacht mehr als eine Palette Mehrwerte.» So Patric Kaufmann, Geschäftsleiter der Quali Night AG. Beim Kölliker Innight-Service gehört die Nacht

den Kunden. Sämtliche Sendungen werden ab 17.00 Uhr am gewünschten Ort geladen und in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein bis spätestens 7.00 Uhr frühmorgens geliefert. Auf den Quadratmeter genau. Auch bei internationaler Abholung wird in der Schweiz so früh zugestellt. Ob Standard- oder Individual-Sendungen: ein kompetenter Nachtprofi findet für jeden Wunsch eine Lösung.

Sorgfalt und Sicherheit im Fokus

Im Nachttransport spielt der Fahrer eine zentrale Rolle. Er kennt die Sensibilität der Güter, der Anlieferung und sogar der Nachbarn. Konstanz im Fahrpersonal schafft Ruhe und Vertrauen. Absolute Sicherheit für die Ware und minimale Lärmemissionen vor Ort sollten auch mit der Ausstattung der Lieferwagen gewährleistet sein. Gummigedämpfte Hebebühnen und Curtainsider-Aufbauten sorgen für Sichtschutz und minimalen Abladelärm. Die GPS-Überwachung jeder Fahrt stellt eine vollständige Kontrolle in Echtzeit sicher.

Umschlag mit Format

«Auf dem Hub lernen unsere Kunden die Effizienz der Nacht kennen», meint Patric Kaufmann. Bei Quali-Night geschieht alles vollautomatisiert.

Die geschlossene, videoüberwachte Umschlagplattform garantiert höchste Sicherheit und maximale Effizienz. Die Fracht wird auf Niveau der Hebebühne abgeladen. So bleibt sie ausserhalb der Gefahrenzone des Lieferwagens. Ab da werden die Packstücke von Förderbändern schonend erfasst und sortiert. Die Routen-Zuteilung findet ebenfalls automatisch statt. Dank dem lückenlosen Tracking der Förderanlage stimmen Warenund Informationsfluss immer überein. Und als Kunde ist man online jederzeit über den Lieferstand informiert.

Fit für übermorgen

Ein innovativer Nachtservice funktioniert nach dem Time-to-market-Prinzip. So können ressourcenintensive Warenbestände reduziert und Fixkosten gesenkt werden. Wichtiges Investitionskapital steht für Neues zur Verfügung. In der Nacht ist Effizienz entscheidend. Eine prozessorientierte Partnerschaft ermöglicht es, Leerzeiten oder Effizienzeinbussen zu vermeiden und die eigene Wettbewerbsfähigkeit am Markt deut lich zu verbessern. Weitere Informationen finden Sie unter www.quali-night.ch Publi-Text: Quali Night AG


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