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DAS MAGAZIN FÜR DIE ÖSTLICHE Nr. 39

A LT S TA D T R O S T O C K S

Das Rostocker Steintor Lebendiger Adventskalender Vereinsprojekt „Bücherspeicher“ Zwischen Petridamm und Petrikirche Vor 25 Jahren - Turmhelm für St. Petri Die Kunst des guten Redens

Herbst, Winter 2019 / 2020 Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V.

2,- Euro


Herstellung: Hinrich Bentzien

Der neue ALTSTADTKALENDER ist erhältlich unter 0381 - 200 69 87 oder bei Rosenrot: wohnen - schenken - dekorieren · Lange Straße 5 · 18055 Rostock www.facebook.com/rosenrot.rostock · www.rosenrot-rostock.de


INHALT

Liebe Leserinnen und Leser der OSTPOST!

Das Rostocker Steintor

S. 4

Zwei Mediziner im Ruhestand wollen sich einbringen

S. 6

Altstadtgalerie

S. 7

Lebendiger Adventskalender

S. 8

Vereinsprojekt Bücherspeicher

S.9

Zwischen Petrikirche und Petridamm S. 12 Vor 25 Jahren - Turmhelm für St. Petri S. 14 Die Kunst des guten Redens lernen

S. 14

Novemberedition & Winterserenade

S. 15

Märkte in der Altstadt

S. 16

Veranstaltungstipps

S. 18

OSTPOST – Das Magazin für die Östliche Altstadt Rostocks HERAUSGEBER Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V. (V.i.S.d.P.) Bei der Nikolaikirche 5 18055 Rostock · Tel.: 0381-12765821 E-Mail: verein@oestliche-altstadt.de Internet: www.oestliche-altstadt.de

REDAKTION Hinrich Bentzien, Sebastian Bielke, Jürgen Möller

HERSTELLUNG, BILDER & HISTORISCHE FOTOS Hinrich Bentzien Rembrandtstr. 4, 18057 Rostock Tel.: 0381-2006987 E-Mail: hinrichbentzien@web.de Internet: www.hinrichbentzien.de

VERTRIEB & ANZEIGEN n:da – nordpower design agentur Tel.: 0381-1274931 E-Mail: info@nordpower.de Internet: www.nordpower.de

Seit 10 Jahren und 20 OSTPOST-Ausgaben schreibe ich nun halbjährlich diesen Einleitungstext und natürlich hat sich in dieser Zeitspanne so mancher Satz wiederholt. Diesmal möchte ich daher etwas anders beginnen. Wir werden bei Veranstaltungen und Verkaufspräsentationen oft für unsere Zeitung gelobt. Es wird uns bestätigt, dass die OSTPOST einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung von geschichtlichem Wissen und zur Belebung unseres Stadtteils, der Östlichen Altstadt, leistet. Und natürlich sind auch die historischen Fotos sehr beliebt. „Wir warten schon immer auf das neue Heft“, heißt es sehr oft. Leider fällt es von Ausgabe zu Ausgabe immer schwerer, trotz eines hohen Anteils an ehrenamtlicher Arbeit, die Zeitung wenigstens kostenneutral herzustellen. Die allgemeine Lage im Bereich Druckmedien macht auch vor unserem Zeitungsprojekt nicht Halt. Ein sinkender Anteil der Anzeigen auf der Einnahmen­seite und auch die schwierige Situation im Verkauf schlagen zu Buche. Zugleich steigt der Anteil derer, die uns im digitalen Bereich lesen. Hohe Klickzahlen beim E-Paper und bei ­Facebook zeigen dies recht deutlich. Wir befinden uns in einer „Zwickmühle“, da wir gerade die Tradition einer sehr aufwendig gedruckten, großformatigen OSTPOST als wertvoll empfinden und diese auch nicht einfach ändern möchten. Auch die ganz eigene Farbigkeit unser Zeitung soll erhalten bleiben. Es wäre ein Leichtes, das Format zu verkleinern und eine anonyme und sehr kostengünstige Online-Druckerei zu beauftragen. Aber würde dann uns das Herstellen und Ihnen das Lesen dieser Zeitung noch Spaß machen? Was also tun? Wir fragen als erstes natürlich Sie, liebe Leser: Möchten Sie unsere Zeitung auch weiterhin

Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V.

halbjährlich in den Händen halten und lesen oder reicht es, wenn wir kurz und knapp im Internet über ­unsere Östliche Altstadt berichten? Schreiben Sie uns gerne mögliche Lösungsansätze und Vorschläge an

verein@oestliche-altstadt.de Nun aber genug der nachdenklichen Worte. Kommen wir zu unseren Stärken, dem Inhalt. In unserem Leitartikel ist dieses Mal das Steintor im Fokus. Wir berichten über bauliche Veränderungen und historische Ereignisse die im Zusammenhang mit dem Steintor stehen und in seinem Umfeld stattfanden. Wahrscheinlich ist bekannt, dass die OSTPOST vom Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt e.V. herausgegeben wird. Nun kommt ein weiteres Vorhaben dazu - das Projekt „Bücherspeicher“. Worum es genau geht, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Einem der aktivsten Vereinsmitglieder, dem Kaufmann und Türmer von St. Petri Max Braatz, ist ein weiterer Artikel gewidmet. Er führt uns durch sein bewegtes Leben. Natürlich finden bei uns in der Östlichen Altstadt in den kommenden Monaten auch wieder viele schöne Veranstaltungen statt. Einiges davon findet sich auch in dieser OSTPOST. Haben Sie Lust und Interesse an der Östlichen Altstadt? Informationen bekommt man sehr ­aktuell im Internet unter

www.oestliche-altstadt.de und bei Facebook unter

www.facebook.com/Oestliche.Altstadt Genießen Sie den Herbst und den Winter in der Altstadt! Im Namen der Redaktion, Sebastian Bielke

BILDINDEX Titel: Das Steintor um 1900 (unbekannter Fotograf, Sammlung H. Bentzien) · S. 3: Blick westwärts über die Stadtmauer mit St. Petri, 2019 (Foto: Berthold Brinkmann) Mittelblatt: Die Giebelhäuser Am Schilde um 1900 (Foto: Hermann Koch, gestiftet von Marten Lau)


Das Rostocker Steintor als Teil der Stadtbefestigung und bedeutendes Baudenkmal der Renaissance

I

m letzten Jahr feierte unsere schöne Stadt Rostock die 800-jährige Wiederkehr der Verleihung des Lübischen Stadtrechts durch Heinrich Borwin, Fürst von Mecklenburg. Es war der Beginn einer schnellen Stadtentwicklung. „Haus reihte sich an Haus, aus Häusern wurden Straßen, so dass bei der Lebhaftigkeit der herrschenden Baulust und des Gewerbefleißes schon im Jahre 1266 die Stadt in ihren Grundzügen, mit Haupt- und Strandstraßen, mit ihren Märkten in dem Umfange und mit dem Weichbilde fertig dasteht, wie sie noch jetzt vorhanden ist“. Zwischen 1262 und 1265 hatten sich drei unabhängige Teilstädte, ­Alt-, Mittel- und Neustadt, zu einer Stadt zusammengeschlossen. Das neue Zentrum Rostocks befand sich in der Mittelstadt am Neuen Markt. Schon im 13. Jahrhundert schützte sich die Stadt durch steinerne Mauern und Tore, welche zum Teil noch heute erhalten sind (auch die drei ursprünglichen Teilstädte waren wahrscheinlich schon durch einfache Befestigungen geschützt). Neben dem hohen und turmartigen Kröpeliner Tor war das Steintor (erbaut um 1270) wohl das eindrucksvollste und wichtigste unter den insgesamt 22 mittelalterlichen Toren. Es war der bedeutendste Ein- und Ausgang in Richtung Süden und geleitete die Reisenden über die Steinstraße auf kürzestem Weg zum Neuen Markt und zum Rathaus. Ursprünglich hatte es im „Alten Steintor“, dem späteren Kuhtor, einen Namens-Vorgänger. Dieses gilt als das älteste erhaltenes Rostocker Gebäude und ältestes Stadttor Norddeutschlands. Schon im Mittelalter verlor es seine Bedeutung und wurde zugemauert. Die Steinstraße (1316 erstmalig erwähnt), als eine der ersten gepflasterten Straßen, war besonders auf der Ostseite Wohnort von wohlhabenden Kaufleuten und Handwerkern. Das ursprüngliche, als Ausgang der Steinstraße dienende Tor soll nach einer Aufstockung die Höhe des Kröpeliner Tores erreicht haben. Es wird vermutet, dass sich der Name der Steinstraße auf das Tor übertragen hat. Das Steintor - Ort historischer Ereignisse Im Jahre 1492 endete hier der letzte Akt der berühmten Rostocker Domfehde. Am letzten Ostertag dieses Jahres hatten sich die städtischen Aufrührer um den Handwerker Hans Runge verabredet, das Tor zu erobern und den innerstädtischen Machtkampf um die Beilegung des endlosen Streites mit den Landesherren mit einem Blutbad an ihren Gegnern zu beenden. Der Plan wurde verraten und die Aufrührer im Tor gestellt und gefangengesetzt. Im nahegelegenen Fangelturm oder „Gefangenenturm“, einem 1566 abgerissenen Vorgänger-Bau des Lagebuschturms, wurden zwei von ihnen anschließend hingerichtet. Nach Beendigung dieses internen Kampfes kam es zur endgültigen Beilegung des Konfliktes mit den Landesherren und der Kirche. Rostock musste empfindliche Strafen erdulden, sich den Herzögen unterwerfen und auch das umstrittene Domstift in der Jakobikirche akzeptieren. 1566 wurde das Steintor im Zuge eines Konfliktes der Stadt Rostock mit den Mecklenburgischen Herzögen mit weiteren Teilen der südlichen Stadtmauer abgerissen. Zuvor hatte sich Rostock wieder einmal ungehorsam gezeigt und auch die Huldigung gegenüber den Landesherren verweigert. Der Traum von der so lange angestrebten Unabhängigkeit war endgültig dahin. Als Symbol ihrer Macht begannen die Landesherren mit dem Bau einer Burg aus den Steinen des Abrisses an der Stelle des heutigen Rosengartens. Im späten Mittelalter bestand die Rostocker Stadtbefestigung längst nicht mehr aus einer Stadtmauer und einem Graben. Besonders die Entwicklung der Feuerwaffen erforderte eine stärkere Befestigung und führte vor dem Steintor zum Bau eines ganzen Systems von Verteidigungsanlagen (siehe Zeichnung). Hervorzuheben ist da der mächtige Zwinger vor dem Steintor, ein Geschützturm mit 6 Meter dicken Mauern (erbaut 1526-32 durch Hans Percham aus Wittstock, abgerissen Mitte des 19. Jh.). Offensichtlich konnte all das aber nicht die bittere Niederlage und die Abtragung der Befestigungsanlagen durch den Fürsten verhindern. Der Zwinger blieb jedoch bestehen und wurde (nach dem Abriss der halbfertigen fürstlichen Festung) zusammen mit dem neuen Steintor Teil einer noch mächtigeren Verteidigungsanlage, deren Bau Jahrzehnte dauerte. Das neu erbaute Steintor (1574-1577) war von Baumeister Antonius Wahrholt im Fotos auf dieser Seite oben: Steintor mit Ständehaus um 1900 (Sammlung H.-O. Möller) darunter: in der Steintorgaststätte (Sammlung H. Bentzien) · daneben: Steintorgaststätte nach 1938 (Sammlung H.-O. Möller) · Fotos untere Hälfte: Torwache vor dem Steintor, später Reisebüro, 1928 (Sammlung H. Bentzien) · Steintor mit Eingang zum Beginenberg, 1928 (Sammlung H. Bentzien)


Ständehaus

Bebauung in der Umgebung des Steintors (um 1900) Hintergrundzeichnung: Die Befestigungsanlagen vor dem Steintor, 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts (Zeichnung von A.F. Lorenz, Sammlung H.-O. Möller)

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4 Hinter der Mauer

1 Steintor 2

3 Stil der gerade beginnenden Niederländischen Backstein-Renaissance errichtet worden. Nach außen wurde schmucklose Wehrhaftigkeit demonstriert, während zur Stadtseite dem Repräsentationsbedürfnis der Bürger mit aufwendig gestalteten Wappen, Skulpturen und Inschriften Rechnung getragen wurde. Den jugendlichen Zeichner und späteren Stadt-Chronisten Vicke Schorler muss der Torneubau sehr beeindruckt haben. Er war gerade fertig gestellt, als dieser 1578 sein aufwendiges Zeichenwerk begann. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts sollten die Bastionen vor dem Steintor nach Plänen des niederländischen Festungsbauers van Valckenburgh erneut modernisiert und erweitert werden. Im Jahre 1631, während des Dreißigjährigen Kriegs, wurden diese Verteidigungsanlagen auf die Probe gestellt, als die Mecklenburgischen Herzöge Adolf Friedrich und Johann Albrecht ihre eigene Stadt belagerten. Sie waren von Kaiser Ferdinand II. abgesetzt und ihr Land an den kaiserlichen Generalissimus Wallenstein übergeben worden. Mit schwedischer Hilfe kehrten sie 1631 zurück, wobei sie auch gegen die besonders starken Befestigungen vor dem Steintor vorgingen. Dazu brannten sie die Kapelle des St.-Georg-Hospitals zur Schussfeld-Bereinigung nieder und gruben sich an die dem Tor vorgelagerten Befestigungen heran. Letztlich kam es nach dreimonatiger Belagerung zu einem Abzug der Kaiserlichen Truppen und deren Rückzug aus Mecklenburg. In der Mitte des 18. Jahrhunderts hatten die Befestigungsanlagen ihre Bedeutung verloren, Sie verfielen zunehmend und wurden bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zum Teil abgetragen. In der jüngeren Vergangenheit war das Steintor dicht umbaut. So gab es das 1902 abgerissene „Polizei-Bureau“, ein Gebäude, welches sich ganz sonderbar an die Westseite des Tores anlehnte (siehe Bild, oben: „1“). Östlich des Steintores befand sich seit 1850 ein dreistöckiges Haus, das mehrere gedrehte Schornsteine zierten (2). Es wurde 1937 abgerissen und an seiner Stelle, im Zuge einer größer angelegten Rekonstruktion, eine Verlängerung der Stadtmauer mit Durchgang angebaut. Eine 1856 erbaute Torwache befand sich vor der Südwest-Ecke des Steintors (3). Ältere Rostocker erinnern sich noch, dass es bis in die 50er Jahre ein Reisebüro beherbergte (Abtragung 1961, mitsamt der stolzen Friedenseiche von 1813).

Modell des Steintor-Daches, 1952 (Foto: Levermann-Westerholz, Sammlung H.-O. Möller)

Ebenso in Erinnerung geblieben ist die Gaststätte „Zur Krim“, die sich als schmales Haus mit seiner Rückseite an das letzte Haus des Beginenbergs anlehnte (4). Im Volksmund hieß es auch „Schiefer Zwieback“. Nach seinem Abriss (1936) erfolgte ein Neubau, der nur 30 Jahre später der geänderten Streckenführung der Straßenbahn zum Opfer fiel. Sie umfuhr von da an das Tor. Ein weiteres Verkehrshindernis, welches oft auf Steintor-Ansichten zu sehen ist, scheint der Seiteneingang des Ständehauses an der Steinstraße gewesen zu sein (5). Hier konnten, bis zu seinem Abriss in den 30er Jahren, die Kutschen der Mecklenburgischen Rittergutsbesitzer bequem bis zu ihrem Versammlungsort rollen. In den Jahren 1937/38 kam es zu Restaurierungsarbeiten an den Rostocker Stadtbefestigungsanlagen. Die Stadtmauer zwischen Kuhtor und Steintor wurde erneuert und ein Weg entlang der Mauer geschaffen. Auch die Tore selbst, wie auch das Petritor, veränderten ihr Aussehen (das Kuhtor wurde wieder als Stadttor erkennbar). An den betreffenden Toren und auch mehreren Giebelhäusern (z.B. in der Großen Wasserstraße) fiel der Putz. Verantwortlich für die Baumaßnahmen war der Architekt und Denkmalpfleger Adolf Friedrich Lorenz, welcher sich auch als genialer Zeichner des historischen Rostocker Stadtbildes hervortat. So manche Veränderung geschah allerdings gegen den ausdrücklichen Willen des Denkmalpflegers, wie etwa die Vereinfachung der kleinen Ziergiebel an der Stadtseite und die Entfernung geputzter Gliederungen. Auffällige Neuerungen waren das Verschwinden des wuchernden Efeus und der beiden Durchgänge, welche im Jahre 1881 bei der Inbetriebnahme der Pferdebahn notwendig geworden waren. Auch das durch Walter Kempowskis „Tadellöser und Wolf“ bekannt gewordene Barometer verschwand bei dieser Gelegenheit. Bauliche Veränderungen ermöglichten die Eröffnung einer Gaststätte über der Tordurchfahrt. Ein Herr Felix Waßmann bewirtete hier seine Gäste. Am Tor wies ein schmuckvoller eiserner Werbeträger auf die Gaststätte hin. Im April 1942 wurde das Steintor zusammen mit großen Teilen der Umgebung zerstört. Es folgte der Wiederaufbau zwischen 1950 und 56, wiederum in Verantwortung von A. F. Lorenz und dem Rostocker Baumeister Grützmacher. Die neuerbaute, dreifach verbreiterte Steinstraße ließ ab Mitte der 60er Jahre das Tor etwas verloren aussehen. Im Jahre 1993 wurde die farbliche Gestaltung des prächtigen Wappen-Reliefs im Schaugiebel abgeschlossen (das beschädigte Original musste schon 1983 abgenommen werden). Die Spende einer Bremer Firma - Weinhändler Reidemeister & Ulrichs - hatte wesentlich dazu beigetragen. Über viele Jahre beherbergte das Steintor die Schaltschränke der Ampelanlage der Steintorkreuzung. Heute wird das Tor durch das Kulturhistorische Museum genutzt. Text: Hinrich Bentzien, Bernard Dolenga

Steintor mit Blick in die Steinstraße, Mitte der 60er Jahre (Foto: Dr. U. Bentzien) Quellen: Theodor Herrlich „Geschichte der Stadt Rostock bis zum Jahre 1300“ / lexikus.de I Sammlung H.-O. Möller I Hans-Werner Bohl/NNN I Alexander Schacht, Jörg Zander/OZ I „Die wahrhaftige Abcontrafractur der See- und Hansestadt Rostock des Krämers Vicke Schorler“ erschienen im Hinstorff-Verlag I Alt- und Neues Mecklenburg: darin die Geschichte, Gottes-Dienste ..., Band 8 von David Franck (Güstrow u. Leipzig 1754) I Zur Geschichte der Rostocker Stadtbefestigung (A.F. Lorenz) I wikipedia.de I Jürgen Möller Steintor mit Zwinger, Mitte des 19. Jahrhunderts (Sammlung Hinrich Bentzien)


Buchtipp

Zwei Mediziner im Ruhestand wollen sich einbringen der Rostocker Frauenklinik von den Anfängen bis zur Gegenwart“. Im Hinstorff-Verlag ist es im Juli 2019 erschienen. Einmal pro Monat gehen Prof. Klausch und sein Wohnungsnachbar Dr. Seiffert zum Treff des Altstadtvereins. Sie wollen beide noch mitreden und mitmachen bei der Kunstnacht, Sonntagsbrunch vor der Nikolaikirche oder beim Bestücken der Büchersäule.

Dr. Seiffert und Prof. Dr. Bernd Klausch

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ie altehrwürdige Alma mater Rostochiensis war nicht nur die erste Universität in Nordeuropa, sondern sie wurde 2013 – vor allem durch die Mischung aus alter und moderner Architektur – als einzige deutsche Bildungsstätte zu einer der 15 schönsten Hochschulen der Welt gewählt. Im Ranking findet sie sich damit neben Universitäten wie Cambridge und Oxford. In ihrer 600-jährigen Geschichte waren auch drei Frauenärzte Rektoren der Universität: Prof. Johann Wilhelm Josephi (1805/06 und 1819/20), Prof. Friedrich Schatz (1880/81) und Prof. Hans Hermann Schmid (1948/49). 225 Jahre Hebammenausbildung und 180 Jahre klinische Geburtshilfe in Rostock sowie 130 Jahre Universitäts-Frauenklinik Rostock sind darüber hinaus Anlass, die Geschichte der Rostocker Frauenkliniken erneut aufzuschreiben und zu ergänzen. Die letzte geschichtliche Aufarbeitung dieses Themas ist 1987 zum 100-jährigen Bestehen der Universitäts-Frauenklinik Rostock erfolgt. Seither sind über 30 Jahre vergangen, hat sich vieles ereignet und verändert. Überdies ist die 39-jährige Geschichte der Frauenklinik des Bezirkskrankenhauses Rostock bzw. des Klinikums Südstadt noch gar nicht historisch aufgearbeitet worden. Ein derartiger Bericht über den medizinhistorischen Werdegang dokumentiert die unwiederbringliche Vergangenheit, die gerade heute in der schnelllebigen Gegenwart rasch vergessen wird. Geschichte der Rostocker Frauenklinik von den Anfängen bis zur Gegenwart 152 Seiten · Einband Hardcover zahlreiche Abbildungen Format 16,0 x 23,0 cm · 1. Auflage 2019 Herausgeber: Prof. Dr. Bernd Klausch, Dr. Walter Sadenwasser, Prof. Dr. Eckhard Koepcke, Dr. Johannes Stubert ISBN 9783356022612 Das Buch ist ab sofort im Buchhandel erhältlich oder unter www.hinstorff.de

inen alten Baum verpflanzt man nicht - sagt ein Sprichwort. Es soll wohl ausdrücken, dass es im vorgerückten Alter schwieriger sei als in jungen Jahren, Wurzeln an einem neuen Wohnort zu schlagen. Prof. Dr. Bernd Klausch sieht das anders: „In unserem Beruf als Ärzte sind wir immer dorthin gegangen, wo wir gebraucht wurden“. Er hatte in Rostock Medizin studiert, als Fach Gynäkologie und Geburtshilfe gewählt, beinahe täglich im OP oder Kreißsaal gestanden und wissenschaftlich gearbeitet, habilitiert, Vorträge gehalten und Buchbeiträge geschrieben. Nach 15 Jahren an der Universitäts-Frauen-Klinik kam die Berufung zum ärztlicher Direktor und Chefarzt an die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe des Kreiskrankenhauses und Poliklinik in Parchim. Hier wirkte Prof. Klausch 25 Jahre ärztlich bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2006. 2018 kam dann der Umzug zurück nach Rostock. Ehefrau Barbara ist gebürtige Rostockerin, zwei von vier Töchtern und fünf von neun Enkeln leben hier, ebenso alte Freunde und ärztliche Weggefährten. Weiterhin wissenschaftlich tätig, hat Klausch zusammen mit 14 Kolleginnen und Kollegen pünktlich zum 600. Universitäts-Jubiläum ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Die Geschichte

Es trifft sich gut: Zwei Mediziner im Ruhestand, nebeneinander wohnend, können sich austauschen und auch privat zum Essen treffen.­ Dr. S­ eiffert entdeckte die OSTPOST und so kamen beide zu unserem Verein. Nach dem Abitur in Thüringen ging der in Breslau geborene Seiffert zum Medizinstudium nach Leipzig und Erfurt. Er entschied sich für die Kinder- und Jugendheilkunde, die ihm auch heute noch am Herzen liegt. Der berufliche Weg, immer im Krankenhaus, führte ihn nach vielen Jahren im damaligen Karl-Marx-Stadt nach Brandenburg. In Belzig erfolgte der Übergang in den Ruhestand. Es war Zufall, dass genau dort Prof. Klausch geboren wurde und zur Schule ging. Seifferts Lebensgefährtin, auch ehemalige Medizinerin, lebte in Rostock und so kam es zum Entschluss, ebenfalls hierher zu ziehen. Zuvor war er nur wenige Male in Rostock und nun erfreut über die vielen positiven Veränderungen. Die Holzhalbinsel ist für beide Herren neue Heimat geworden - es lebt sich gut hier. Seifferts Tochter und die beiden erwachsenen Enkel wohnen in der Nähe von Berlin. Besuche hier und dort sind mit dem Auto kein Problem. Ehemalige Kollegen und Freunde, u.a. in Chemnitz, werden immer wieder besucht ebenso wie Familienangehörige in Thüringen. „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“ - von wegen! Es gibt Menschen, die auch mit 80 Jahren noch Wurzeln schlagen.

Gewinnspiel Die OSTPOST verlost drei Exemplare des Buches Die OSTPOST verlost gemeinsam mit dem Hinstorff Verlag drei Exemplare des Buches „Geschichte der Rostocker Frauenklinik von den Anfängen bis zur Gegenwart“. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an verein@oestliche-altstadt.de und beantworten Sie die folgende Frage: Welches Stadttor beschreibt der Leitartikel dieser Ausgabe? Einsendeschluss ist der 31.12.2019. Wir verlosen anschließend drei Gewinner unter den Einsendern.

Teilnahmebedingungen Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die Ihren Wohnsitz in Deutschland und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Teilnahme ist nicht vom Erwerb einer Ware oder Dienstleistung abhängig. Pro Teilnehmer nimmt nur eine übermittelte Anmeldung am Gewinnspiel teil. Es ist strengstens untersagt, mehrere Email-Adressen zur Erhöhung der Gewinnchancen zu verwenden. Die Teilnahme am Gewinnspiel ist kostenlos.


Fotos aus der Östlichen Altstadt und ihrer Umgebung von Hinrich Bentzien und Ingrid Remshardt

ALTSTADTGALERIE


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er Lebendige Adventskalender wird in vielen Orten Deutschlands seit den 90er Jahren praktiziert und stellt auf jeden Fall vorweihnachtliche Stimmung, neue Kontakte und ein Zusammengehörigkeitsgefühl im Stadtviertel her. Es geht darum, Menschen in der Adventszeit zusammenzubringen, Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse zu gestalten. Diese Aktion ist immer nicht-gewerblich, darf also kommerziell nicht genutzt werden. Im Jahr 2019 findet er zum dritten Mal in der Östlichen Altstadt statt. Wir freuen uns schon jetzt auf viele aktive Gastgeber und Besucher! Vom 1. bis 23. Dezember treffen wir uns täglich um 17.30 Uhr auf dem Alten Markt (vor der Schule) und gehen gemeinsam zu einem Haus in der Östlichen Altstadt. Hier gestaltet der jeweilige Gastgeber wahlweise vor der Tür, im Foyer o.ä. ein kleines Adventsprogramm. Wohin es geht und

die Aktion vor der Tür, auf dem Hof, im Garten oder in der Wohnküche etc. stattfindet. Ein wichtiges Gestaltungselement, das nicht fehlen darf, ist das Adventsfenster, das von der Straße aus gut sichtbar die jeweilige Zahl und Lichter enthält. Hierzu können wir gern Tipps geben. Das Fenster wird von dem entsprechenden Tag an bis zum 24. Dezember jeden Abend leuchten, was der Altstadt optisch den Charakter eines Adventskalenders gibt. Beispiele vom letzten Jahr

Möchten Sie selbst ein Gastgeber werden oder uns anderweitig unterstützen (z. B. suchen wir Leute, die Blechblasinstrumente spielen)? Besuchen Sie doch unsere Webseite unter „Infos für Gastgeber“ und nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Bei Interesse finden Sie hier alle Informationen und unsere Kontaktdaten:

adventskalender-rostock.jimdosite.com Dort werden auch die bereits reservierten Termine aufgelistet. Da uns aber mehrere Anfragen gleichzeitig erreichen können, bitten wir um Verständnis, sollte der von Ihnen ausgesuchte Termin doch schon vergeben sein. Wer kann sich vorstellen, an einem der Adventsabende ein kleines Programm für den Lebendigen Adventskalender zu gestalten? Es sollte zur Vorweihnachtszeit passen und für alle Altersgruppen, also auch für Kinder, ansprechend sein. Singen, das Vorlesen einer kleinen Geschichte, Instrumentalstücke, gemeinsames Basteln, Puppentheater... Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Gastgeber entscheiden selbst, ob

sind in der Online-Galerie zu sehen. Wir freuen uns sehr, wenn sich auch in diesem Jahr wieder 23 mutige, kreative Mitgestalter finden! Allgemeine Informationen finden Sie auch unter

lebendiger-adventskalender.de Organisiert wird der Lebendige Adventskalender von Almut Kaplan und Angela Goudefroy, beide Bewohnerinnen der Östlichen Altstadt. Telefonischer Kontakt ist möglich unter: 0172 - 3065441.

Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr wünscht Ihnen Ihre

Foto: Hinrich Bentzien

Eine Einladung an alle Bewohner der Östlichen Altstadt

was dort auf uns wartet, ist jedes Mal eine Überraschung - eben wie bei einem klassischen Adventskalender. Das Programm kann 10 bis 15 Minuten dauern und ist damit gut in den abendlichen Alltag integrierbar. Dabei wird an jedem Abend ein neues Adventsfenster mit der jeweiligen Zahl von 1 bis 23 aufleuchten, so dass unsere Altstadt wirklich wie ein Adventskalender aussieht. Am 24. Dezember können wir uns am Alten Markt und 19.30 zum traditionellen Turmblasen treffen. Lassen Sie sich überraschen! Alle sind herzlich eingeladen!


Das Vereinsprojekt „Bücherspeicher“ Über die Verwandlung einer Telefonzelle

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eit einem halben Jahr befindet sich eine Telefonzelle im Besitz des Vereins zur Förderung der Östlichen Altstadt. Sie fiel unserem Vorstandsmitglied Peter Horn bei der Besichtigung seiner früheren Arbeitsstelle, der Lehrwerkstatt im Dieselmotorenwerks, auf. Ihm kam noch während des Rundgangs in den vertrauten Räumlichkeiten die Idee einer neuen Verwendung als Bücherspeicher in der Altstadt. Der daraufhin angesprochene heutige Nutzer der Werkstatt wollte die Telefonzelle allerdings zunächst nicht verkaufen. Erst nach ein paar Monaten war, aus Anlass eines Umzuges, die Bereitschaft zum Verkauf da. Schnell einigte man sich und es fand sich sogar ein Sponsor für das Unternehmen. Das Pflegezentrum Nord in der Mühlenstraße übernahm die entstehenden Kosten. Zunächst musste aber ein Ort für eine Zwischenlagerung gefunden werden. Diese konnte vom Verkäufer im Raum Vorpommern organisiert werden, aber nach einem halben Jahr stand eines Morgens ein Kleintransporter mit der auf einen Anhänger geschnürten Telefonzelle im Fischerbruch. Hier war durch Kontakte des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Möller eine ideale Lagerhalle gefunden worden, in der auch die Umbau-Arbeiten an dem zukünftigen Bücherspeicher vorgenommen werden können. Der Verein Küstenmühle stellte freundlicherweise den Platz zur Verfügung. Zunächst musste aber die etwa eine Tonne schwere Telefonzelle vom Anhänger gehievt werden, welche sich zwischenzeitlich in sehr unsicherer Lage, halb auf dem Anhänger und halb auf dem Boden befand. Angesichts ihres Gewichtes konnte jede Bewegung ein unkontrolliertes Rut-

schen verursachen. Die anwesenden Personen hätten dieses schwere Objekt nicht abladen und aufstellen können, ohne sich ernsthaft zu verletzen. Da nahte die Rettung aus der unmittelbaren Nachbarschaft in Gestalt des Senior-Chefs der Metallbau-Firma Hauptmann & Partner. Dieser war von Peter Horn um Hilfe gebeten worden. Mit einem Blick erfasste er die Situation und hatte auch schon die richtigen Hilfsmittel zum Anheben der Last mittels eines Gabelstaplers dabei. Schnell war eine normale Gabel gegen eine Staplergabel mit Überlänge ausgetauscht und schon schwebte die Telefonzelle leicht wie eine Feder durch die Luft und landete sicher auf dem Boden. In diesem kritischen Augenblick zahlten sich die guten Beziehungen und Kenntnis der Umgebung von Altstadtbewohner Peter Horn aus. Ein Dank geht natürlich auch an Herrn Dieter Hauptmann, der freundlicherweise behilflich war.

Bei ersten Arbeitseinsätzen konnte im Spät­sommer das Innenleben der Zelle völlig entfernt und der Boden gereinigt und entrostet werden. Der Ausbau der „Innereien“ war gar nicht so einfach, da die Konstrukteure der Zelle diese offensichtlich gut gegen derartige Eingriffe gesichert hatten. Ziel ist es, im Laufe des Jahres 2020 die Telefonzelle mit Bücherregalen zu versehen, Verschönerungs- und Ausbesserungsarbeiten vorzunehmen und in der Altstadt aufzustellen. An einem Ort wie dem jüngst erneuerten Platz zwischen der Mühlenstraße und dem Wendländer Schilde würden sich sicherlich Anwohner und Besucher über ein originelles Bücherregal freuen. Der Verein zur Förderung der Östlichen Altstadt will auch die Befüllung mit Büchern und die weitere Betreuung des Projektes übernehmen. Zuvor müssen allerdings noch amtliche Genehmigungen zur Aufstellung eingeholt werden. Anregungen zur Gestaltung unseres Bücherspeichers sammelte Jürgen Möller kürzlich auf einer Radtour in der Umgebung Lübecks. In Groß Grönau hatte eine Interessengemeinschaft eine baugleiche Telefonzelle in eine Büchersäule verwandelt. Die dort aufgenommenen Fotos können sicher bei der Verwirklichung des eigenen Projektes helfen. Text u. Fotos: Hinrich Bentzien, Peter Horn


Verein zur FĂśrderung der Ă–stlichen Altstadt e.V.


bedauerte aufrichtig, nicht nach Rostock liefern zu können, übersandte aber ab und zu sehr willkommene Warenproben als Aufmerksamkeit. Bald konnte ein Mitarbeiter eingestellt werden, welcher nach Heirat auch zum neuen Vater der drei Söhne wurde (im Jahre 1951 war nach dem Bericht eines Kriegskameraden sicher, dass Max Braatz senior an der Front gefallen war). In der Erinnerung von Max Braatz sei der neue Mann im Haus ein guter, manchmal fast zu gutmütiger Vater gewesen. Kindheit und Jugend spielten sich zwischen Petridamm und Altstadt ab. Am Alten Markt wurde er 1951 eingeschult, wechselte aber auch zwischendurch zur Knabenschule im Katharinenstift. Der Alte Markt mit der Petrikirche war im Krieg durch Luftangriffe schwer getroffen worden. Vor dem Turm des ausgebrannten Max Braatz (vordere Reihe, 2. von links) mit seiner Klasse vor der Schule am Alten Markt (1953?)

Zwischen Petridamm und Petrikirche Aus dem Leben von Max Braatz - Kaufmann und Türmer von St. Petri

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chon in ihrer ersten Ausgabe interviewte die OSTPOST Altstadtvereins-Mitglied Max Braatz. Damals, vor genau 20 Jahren, berichtete er über seine Verbundenheit mit der Rostocker Altstadt und der Petrikirche, deren Türmer er war. Der Mann mit Hut und Pfeife ist auch im Ruhestand ein bekanntes Gesicht unseres Stadtteils sowie langjähriger Kirchenältester der St. Petrigemeinde und aktiv im Förderverein der Petrikirche. Viele Menschen haben ihn noch als Inhaber eines Feinkostladens am Petridamm in Erinnerung - im Volksmund auch „Kaufhaus des Ostens“ genannt. Max Braatz ist kein gebürtiger Rostocker. Er kam im Jahre 1945 im hinterpommerschen Schönlanke zur Welt, in einer Zeit, die später „Zusammenbruch“ oder „Befreiung“ genannt wurde. Für die Menschen war es eine Zeit des Kampfes um’s Überleben und der Sorge um die Familie, die sehr oft durch Flucht und Vertreibung zerrissen und durch den Verlust von Angehörigen geprägt war. Die Eltern waren bereits in zweiter Generation Betreiber eines Feinkost-Geschäftes. Vom Vater, welcher noch zu Kriegsende eingezogen worden war, fehlte im Frühjahr 1945 jede Nachricht. Die Mutter war mit ihren drei Söhnen nicht geflüchtet. Sie hatten die letzte sowjetische Großoffensive und nachfolgende Inbesitznahme durch polnische Truppen und Umsiedler heil überstanden. Dabei halfen gute Beziehungen zu einem früheren polnischen Angestellten, den die Mutter zuvor gegen Nazi-Willkür in Schutz genommen hatte. Im Herbst 1945 kam es dann zur Vertreibung.

Innerhalb von fünf Stunden sollten sie packen, was in ein paar Taschen und einen Kinderwagen passte und Schönlanke mit anderen verbliebenen Deutschen verlassen. Nach sechs endlosen Tagen Fahrt bei Kälte und ohne ausreichende Nahrung endete der Zug rein zufällig in Rostock. Gerade Kleinkinder und ältere Menschen haben diese Transporte oft nicht überlebt. Ihr Weg führte die Familie vom Bahnhof in die nahe Göbenstraße (heute Klopstockstraße), wo sie Unterschlupf unterm Dach bei einem freundlichen Bäckermeister fand. Hier plante Lisa Braatz, in Fortsetzung der Familientradition, bereits im Jahre 1946 einen Neuanfang mit einem Laden. Ein reger Briefwechsel mit Lieferanten aus ganz Deutschland und ein ebenso intensiver „Papierkrieg“ mit Behörden zeugt von den Schwierigkeiten eines solchen Neubeginns. Es bedurfte enormer Entschlossenheit und eines großen Mutes, in einer fremden Stadt als Frau und eigentlich Berufsfremde diesen Schritt zu wagen. Lisa Braatz hatte zwar im Krieg zeitweise für das Geschäft in Schönlanke die Verantwortung getragen, war aber eigentlich gelernte Pädagogin. Es fand sich ein Laden, dessen Vorbesitzer am Hauptbahnhof einen Spirituosenhandlung eröffnen wollte, und bald konnte am Petridamm 1, nach Behebung von Kriegsschäden, eine Gemischtwarenhandlung eröffnet werden. Die Schwierigkeiten beim Betrieb eines Ladens waren groß: So musste für jeden Artikel eine Genehmigung eingeholt werden und auch die Rationierungen sollten noch Jahre andauern. So mancher Lieferant aus den westlichen Besatzungszonen

Zum letzten Mal wurde die Petribrücke 1981 für die „Vorwärts“ hochgeklappt, welche zuvor unweit des Mühlendamms lag.

Baukörpers lag bis 1952 die „Peter-Matze-Glocke“, welche nach jahrzehntelanger Abwesenheit nun bald wieder im Glockenstuhl von St.Petri erklingen soll. Sie war bei der Zerstörung des Turmes auf ein Dach gefallen und dabei nicht zerbrochen. Die Warnow bot vielfältigen Zeitvertreib für die Jungs aus der Altstadt. So wurden Flöße gebaut und die Konkurrenz aus den nahegelegenen Brüchen bekämpft. Auch die unvermeidlichen chemischen Experimente mit Karbid wurden unternommen. Ein interessantes Schauspiel bot mindestens zwei mal pro Tag die für durchfahrende Schiffe hochgeklappte Petribrücke. Sie bot gelegentlich eine willkommene Ausrede für morgendliches Zuspätkommen in der Schule. Max Braatz erinnert sich an den rutschenden Dreck des Tages der von der steil angestellten Brücke herunter fiel oder staubte. Für die mit Hufeisen beschlagenen Pferde bestand auf der eisernen Beplankung die Gefahr des Ausrutschens. Nur knapp war die Petribrücke am 1. Mai 1945 der Zerstörung entgangen. Dem verantwortlichen Brückenwärter war es gelungen, unter Einsatz seines Lebens in letzter Sekunde die Zündkabel durchzureißen. Dabei hatte er zwei Fingerkuppen verloren. Noch viele Jahre nach dem Krieg wurde Sprengstoff im Inneren der Brücke gefunden. Anders als die Brüder, die oft vom Fußballspielen auf dem Alten Markt nach Hause zurückgepfiffen werden mussten, zog es Max nach der Schule zum Laden. Er mochte die Atmosphäre des ­Verkaufsraumes und interessierte sich für die ­Unterhaltungen seiner Mutter mit den Kunden. Sie hatte die Fähigkeit, sich gut auf die Menschen einzustellen, ja er bemerkte, dass sie versuchte, sich den verschiedenen Dialekten ihrer Kunden anzupassen, die, wie sie selbst, Krieg und Flucht in eiDer Laden in Schönlanke / Hinterpommern (heute Trzcianka)


nen anderen Teil Deutschlands verschlagen hatten. Das alles konnte er besonders gut in einer geräumigen Ablage für Einwickelpapier unterm Ladentisch mitbekommen, wo er manchmal aufgefunden wurde. Auch Bringedienste und andere Hilfsarbeiten konnten für einen Apfel oder ein paar Groschen erledigt werden. Es war naheliegend, dass Max Braatz nach Beendigung der Schule eine kaufmännische Lehre beim Konsum „Quick“ am Gertrudenplatz antrat. Hier war er als einzige männliche Arbeitskraft eine willkommene Hilfe bei körperlich schweren Arbeiten. Es war eine vielseitige Tätigkeit, die u.a. auch Heizen, Dekorieren und Arbeit an der Kasse beinhaltete. Als „Fachverkäufer für Lebensmittel“ arbeitete er nach der Ausbildung bei der stationären und ambulanten Versorgung im neu erbauten Überseehafen. Die gewünschte Laufbahn in der Seefahrt ließ sich nicht verwirklichen. Es folgten Mitte der 60er Jahre eine Qualifizierung zum Verkaufsstellenleiter im Abendstudium und der Einstieg als mithelfendes Familienmitglied im heimischen Laden. In dieser Zeit lernte er seine Frau Anita im Trocadero kennen. Es folgte die Hochzeit 1968 und bald kamen eine Tochter und ein Sohn auf die Welt. Als Kaufmann am Petridamm Im Jahre 1970 übernahm Max Braatz den Laden von seiner Mutter. Sie stundete ihm die Kosten für die Kaution als Kommissionshändler der HO und für das Inventar, welches Stück für Stück abbezahlt werden musste. In den 70ern und 80ern tat sich viel am Petridamm 1. So wurde eine Lagerhalle errichtet und eine leer gezogene Wohnung in das Geschäft integriert. Auch der Bau eines Kühlraums wurde notwendig. Für die heiß begehrten Feuerwerkskörper, welche kurz vor den Jahreswechseln viel Andrang und Arbeit auslösten, musste ein explosionssicherer Raum geschaffen werden. Ein ständiges Lavieren zwischen staatlichen Vorgaben, Engpässen und regionalen Angeboten sowie den Kundenwünschen war zu DDR-Zeiten nötig, um sich einen guten Ruf als zuverlässiger Versorger im Osthafen zu erarbeiten. So mancher kam auch von weiter her, da der Laden im Ruf stand, Nichtalltägliches zu führen. Und wer wusste schon, wozu man dies und das noch mal gebrauchen konnte? Das Leben in der Plan- und Mangelwirtschaft war eine Wissenschaft für sich - für Käufer und Verkäufer. HO-Kommissionäre hatten es nicht leicht im Vergleich zur staatlichen Konkurrenz. Die reichhaltigen Angebote der HO-Kataloge entpuppten sich in der Wirklichkeit oft als Illusion und bei den realen Lieferungen wurde der Kommissionshändler auch noch benachteiligt. Es gab so manche Vorladung zu den Ämtern, die manchmal Regelübertretung zu bemängeln hatten. So war es nicht in jedem Falle gestattet, Bezirksgrenzen beim Wareneinkauf zu überschreiten. Dabei waren gerade in weiter entfernten DDR-Bezirken ganz spezielle Produkte zu bekommen. Da freuten sich sächsische Partner etwa über frischen Fisch von der Küste und konnten im Gegenzug erzgebirgische Schnitzkunst, feine Pinsel oder Fliegenvorhänge liefern. So mancher Kunde wäre wohl auch nach Meinung der Behörden besser an seinem Arbeitsplatz geblieben, anstatt am Petridamm Bier, Schnaps und die Waren des täglichen Bedarfs einzukaufen. Um unerlaubte Einkäufe während der Arbeitszeit zu verhindern, sollen die zuständigen Genossen sogar erwogen haben, das ganze ­Gewerbegebiet des Osthafens einzuzäunen.

Max Braatz bei der Aufstellung der Peter-Matze-Glocke im Petriturm 2010. Sie soll bald wieder in St.Petri erklingen.

Aber auch Lob und Auszeichnung, wie die Eintragung in das Ehrenbuch der Stadt, gab es zu DDR-Zeiten. 1989 firmierte der Laden als „Feinkost-Braatz“, zu dessen Spezialitäten auch ­ Geschenkkörbe gehörten. Eine neue Zeit Das Jahr 1990 brachte nicht nur Demokratie für alle DDR-Bürger, sondern auch die bunte Waren-Vielfalt der westlichen Konsumgesellschaft mit sich. Für Max Braatz und seine Firma begann die neue Zeit mit der Loslösung von der HO. Es wurden Importgenehmigungen beantragt und Kontakt zu westdeutschen Großhändlern aufgenommen. Teure Neuanschaffungen wie moderne Kühltechnik waren zu bewältigen. Neben dem Laden am Petridamm konnte eine Kantine im „Grünen Ungeheuer“ in der Südstadt und ein Fleischwaren- und Lebensmittelladen in der Gehlsdorfer Fährstraße eröffnet bzw. übernommen werden. Besonders die kalten Platten und Spanferkel für Familienfeiern und Firmenfeste von „Feinkost Braatz“ waren in Rostock ein Begriff. Dauerhaft konnte der Betrieb jedoch nicht bestehen neben den überall entstehenden Supermärkten, und auch die Zahl der Beschäftigten und potentiellen Kunden im Gewerbegebiet des Osthafens nahm dramatisch ab. Wohl jeder erinnert sich an das Verschwinden kleiner Geschäfte und Läden, die der 1990 erschienenen übermächtigen Konkurrenz der großen Handelsketten nicht gewachsen waren. Es war auch persönlich eine schwierige Zeit für Max Braatz, in der er viel eingesetzt und verloren hat. „Aber es war die Freiheit, für die wir bezahlt haben“, meinte er abschließend. Die politischen Veränderungen der Jahre 1989/90 begrüßte und unterstützte er aktiv. So war er Mitglied der ersten frei gewählten Handelskammer Rostocks. 1997 musste das Geschäft geschlossen werden. Es ergab sich jedoch im gleichen Jahr auch die Möglichkeit zum Neuanfang als Türmer und Glöckner von St.Petri, in seiner Kirche, um deren Wohl er sich jahrzehntelang gesorgt und bei deren Erhalt und Wiederaufbau er tatkräftig mitgeholfen hatte. Bis zum Jahre 2013 war er am Eingang der Kirche für die Besucherbetreuung zuständig und erwarb sich durch seine kommunikative Art erneut Beliebtheit bei Einheimischen und Touristen. Im Jahre 2018 feierten Max Braatz und seine Frau Anita ihre Goldene Hochzeit. Sie stand ihm nicht nur im Laden immer zur Seite und vertrat ihn, wann immer er abwesend war. Im April 2020 wird er 75 Jahre alt. Die OSTPOST wünscht Gesundheit, Elan und weiterhin viel Grund zur Freude an der Entwicklung seiner Petrikirche, deren Gesicht er nach wie vor für viele Menschen ist. Text: Hinrich Bentzien, Fotos: Sammlung Max Braatz


Vor 25 Jahren - Ein neuer Turmhelm für St.Petri

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Fotos: P. F. Sager

m November 1994 erhielt die Petrikirche 52 Jahre nach der Zerstörung ihre hohe Turmspitze zurück. Mehrere Turmsegmente waren zuvor auf dem Alten Markt zusammengezimmert und mit Kupfer verkleidet worden. Schließlich wurden sie mit Hilfe eines riesigen Kranauslegers segmentweise unter großer Anteilnahme der Rostocker auf den dafür vorbereiteten Turmsockel aufgesetzt. Ein wichtiger Teil der Finanzierung wurde durch Spenden erbracht. 1997 konnte nach Einbau eines Fahrstuhls der Turm für Besucher begehbar gemacht werden.

Die Kunst des guten Redens lernen Hanseredner Rostock in der Östlichen Altstadt zu Hause

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lle zwei Wochen am Donnerstag trifft sich im Herzen der Östlichen Altstadt eine Gruppe bunt gemischter Leute: u.a. Studenten, Anwälte, Ärzte, Beamte, Selbstständige und Unternehmer. Drei von ihnen sind besonders aufgeregt, denn gleich halten sie ihre vorbereitete Rede vor den anwesenden Mitgliedern und Gästen. Wir sind bei den Hanserednern Rostock, einem von über 16.000 Clubs mit über 350.000 Mitgliedern der Organisation Toastmasters International weltweit. Zu den zehn größten Ängsten der Menschen gehört die Angst, vor anderen zu sprechen. Es ist sogar die Angst Nummer eins. Hier kann jeder

lernen zu reden, effektiver zu kommunizieren und Menschen zu führen. Es wird viel geklatscht und gelacht. Der wohlwollende Rahmen bietet Raum sich auszuprobieren, vor allem, wenn man seine rhetorischen Fähigkeiten für den beruflichen oder privaten Gebrauch ausbauen möchte. Neben den vorbereiteten Reden gibt es auch die Möglichkeit spontan mitzumachen. Dazu lädt die Runde der Stegreif-Reden ein. Eine Wortkombination, ein Zitat oder eine Aussage wird in den Raum gestellt. Ohne Vorbereitungszeit und Notizen geht es jetzt darum, kurz und knapp zu reagieren. Unfassbar, wie unterhaltsam und lustig es dabei zugeht.­

Fotos: Stefan Baudler

Martina Schumann - Präsidentin der Hanseredner Rostock

Jeder, der jetzt neugierig geworden ist, ist herzlich eingeladen, die Hanseredner Rostock kennenzulernen. Treffen in der Hansestadt sind immer jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat im Europäischen Integrationszentrum, Mühlenstraße 9. Beginn ist um 19.00 Uhr. Text: Marlis Brehmer und Martina Schumann

Mehr Informationen im Internet:

www.hanseredner-rostock.de


· Törtcheneck-Schwesterherz Große Wasserstraße 1 · Keramikatelier Feuermale Fischerbruch 23

· Hugendubel, Kröpeliner Straße 41 · Altstadt-Kaufeck Hoàng Long Weißgerberstr. 6

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· Café A Rebours Am Wendländer Schilde 5

· EDEKA Holzhalbinsel · Mediationsstelle Rostock im Kuhtor, Hinter der Mauer 2

· Grubenbäckerei Grubenstraße 38 · Rosenrot Wohnen - Schenken - Dekorieren Lange Straße 5 · Grüne Kombüse, Grubenstraße 47

· Waterstradt-Optik Grubenstraße 49 · Petrikirche, Alter Markt

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· BioBalsam, Große Wasserstraße 6

· Hanse-Touristik Rostock Schnickmannstr. 15

Gerne können Sie die OSTPOST auch innerhalb Rostocks bestellen, telefonisch unter: 0381/127 49 31 oder Sie schreiben uns einfach Ihren Bestellwunsch als E-Mail an die Adresse: verein@oestliche-altstadt.de Die OSTPOST erhält man ebenfalls im Rahmen der verschiedensten Veranstaltungen in der Nikolaikirche (u.a. Ostermarkt, Kunstmarkt, Martinsmarkt, Weihnachtsmarkt), während des großen Töpfermarktes auf dem Neuen Markt, zur KUNSTNACHT und zum Altstadtfest. Möchten Sie ebenfalls eine Verkaufsstelle des Altstadtmagazins OSTPOST werden? Schreiben Sie uns einfach!

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Das Rostocker Rathaus wird zum Marktplatz am 9. und 10. November

WINTERSERENADE 2020

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Schlendern und Verweilen zum Rostocker Auftakt von 30 Jahren Mecklenburg-Vorpommern

er Landesverband Kunsthandwerk M-V. e.V. lädt herzlich zur November Edition 2019, Markt für Kunst, Handwerk und Design, in das Rostocker Rathaus ein. Am 9. und 10. November präsentieren im Remter des Rathauses 32 namhafte Kunsthandwerker und Designer aus fünf Bundesländern ihre mit viel Liebe und Humor gefertigten einzigartigen Stücke. Sie zeigen fesche Kleider, edle Schmuckstücke, keramische Gefäße und Plastiken, Grafisches auf Papier sowie kunstvolles Design aus Glas, Holz, Papier, Metall und Email und verwandeln so das Rathaus der Hansestadt in einen Ort der schönen Dinge. Der Landesverband Kunsthandwerk M-V. e.V. hat einen eigenen Stand, der die jüngst aufgenommenen Mitglieder präsentiert. Der Markt wird musikalisch vom Gitarristen Clemens Blaschek begleitet. Eine Kinderwerkstatt ist eingerichtet. Für das leibliche Wohl sorgt das Cafe&Restaurant „Zur Rothen Kelle“ vom Rothener Hof.

11. Januar 2020 von 17.00 bis 22.00 Uhr in der Östlichen Altstadt Rostocks Klassikgenuss pur, sinnlich, verführerisch Unser Neujahrskonzert lädt Freunde von nah und fern ein, in dieser klassischen Nacht mit Musik und Theater von Galerie zu Café, von Restaurant zur nächsten Kirche zu flanieren, um hier den im Stundentakt wiederholten Abendstücken zu lauschen. Jeder Besucher des Abends erwirbt eine Glasperle zum Preis von 10.- Euro, die den Eintritt zu allen teilnehmenden Orten gewährt und erneut in 2020 mittels eines Begleitcoupons auch für die An- und Abreise mit dem VVW (Öffentlichen Nahverkehr) gilt. Zum 30-jährigen Jubiläum unseres Landes im Jahre 2020 werden die Perlen auf 30 x 20 Stück limitiert. Gemeinsam wird zum feierlichen Abschluss in der Nikolaikirche jubiliert und ein weiteres ganz besondere Jubiläumsjahr begrüßt, nach dem farben – und tönereichen Doppeljubiläum unter der Fittichen unserer Hansestadt.

Informationen: www.sphinxet.de


Martinsmarkt in der Rostocker Nikolaikirche vom 17. bis 19. Oktober 2019

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er gute und traditionelle Brauch, dass der Rostocker Martinsmarkt die ruhige und besinnliche Jahreszeit einleitet, wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Über 40 Kunsthandwerker laden dazu vom 17. bis 19. Oktober 2019 in die Nikolaikirche ein, um ihre Arbeiten zu präsentieren und die Besucher auf charmante Art in die neue Jahreszeit zu geleiten. Der Duft von frischem Gänseschmalz oder leckerem Punsch gehört dabei ebenso zum Martinsmarkt wie das Gänsegeschnatter der Schmadebecker Gänse oder der traditionelle Laternen-

umzug am Eröffnungstag. Das breite und schöne Sortiment der Kunsthandwerker wird, passend zur Jahreszeit, selbstgestaltete Kerzen oder wärmende Moden in verschiedensten Varianten umfassen. Ungewöhnliche Schmuckideen stehen traditioneller Holzverarbeitung gegenüber, traditionelle Keramik zum Gebrauch oder zur Dekoration korrespondiert mit klassischer Malerei oder ansprechend recycelten Kleinmöbeln. Mit naturbelassenen Seifen und Ölen sowie liebevoll gestalteten Kissen seien weitere Beispiele des anspruchsvollen Kunsthandwerks genannt. Alles Angebotene wird

3. Benefizkonzert „Glocken für St. Petri“ am 10. Januar 2020 im Zentrum Kirchlicher Dienste

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er heute durch die Rostocker Altstadt geht, sieht moderne Bauten neben liebevoll gestalteten Stadthäusern mit historischen Fassaden. Die Straßen und Plätze sind saniert, die Kinderstube Rostocks ist weitgehend wiederhergestellt und strahlt in altem und neuem Glanz. Die altehrwürdige Petrikirche direkt am Alten Markt erhielt ein neues Umfeld, und auch ihren ­gotischen Turm-

in Handarbeit hergestellt, die Kreativen stehen selbst am Stand. Ein Bastelangebot (Samstag und Sonntag) in der Gerberkapelle richtet sich an alle Kinder, die unter fachkundiger Betreuung ihre handwerklichen Geschicke ausprobieren können. Den Auftakt des diesjährigen Martinsmarktes bildet der Laternenumzug, der sich unter musikalischer Begleitung am Donnerstag um 19.00 Uhr in Bewegung setzt. Ein Kind an dessen Spitze wird an die Legende des Heiligen Martin erinnern. Wer sich nach all dem Stöbern und Entdecken dem Duft von frischem Kaffee, selbstgebackenem Kuchen oder leckerem Gänseschmalz nicht entziehen kann, ist herzlich zu einem kleinen Imbiss ­eingeladen. Der Rostocker Martinsmarkt ist am Donnerstag den 17. Oktober von 12.00 Uhr bis 19.00 Uhr, sowie am Freitag und Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 geöffnet. Der Eintritt ist wie immer frei.

helm bekam sie inzwischen zurück. Nun soll ein weiterer Kraftakt erfolgen und dem Bauwerk nicht nur sein Aussehen, sondern auch sein alter Klang zurückgegeben werden. Die zwei dazu benötigten hölzernen Glockenstühle sind bereits bis ins Detail geplant. Jetzt muss vor allem die Finanzierung sichergestellt werden. Der Förderverein St. Petri, der

sich seit langem für die Wiederherstellung der Glockenstühle einsetzt, möchte daher mit einem ­Benefizkonzert auf das Projekt aufmerksam machen und die weitere Finanzierung des ehrgeizigen Projektes vorantreiben. Das Benefizkonzert soll am 10. Januar 2020 im Zentrum Kirchlicher Dienste - also mit direktem Blick auf die erleuchtete Petrikirche - stattfinden. In Planung ist ein buntes musikalisches Programm, gestaltet durch die Musiker der Norddeutschen Philharmonie Rostock, Studenten der HMT Rostock und Studenten der Young Academy Rostock. In der Pause wird ein ansprechendes Buffet gereicht. Anschließend findet eine hochwertige Tombola statt. Und nicht nur der Hauptpreis, eine ­„A-ROSA Kurz-Kreuzfahrt mit Premium alles inklusive Leistungen, bis zu 4 Nächte auf Donau oder Rhein für 2 Personen im Wert von über 1.300 €“, kann sich sehen lassen. Viele weitere tolle Preise erwarten die Besucher des 3. Benefizkonzertes „Glocken für St. Petri“. Voraussichtlicher Verkaufsstart der limitierten Eintrittskarten ist der 1. November 2019. Diese Eintrittskarten sind gleichzeitig die Lose für die Tombola und berechtigen zusätzlich auch zum Besuch der Klassiknacht „Winterserenade“. Sie können u.a. in der Petrikirche, im Rosenrot, Lange Straße 5, sowie bei Waterstadt Optik, Grubenstraße 49 erworben werden. Christian Schumann (Cityagentur Schumann), P ­ astorin ­Dorothea Strube (Leiterin im Zentrum Kirchlicher Dienste) und Reinhard Wegener (Förderverein der Petrikirche) präsentieren die geplanten Glockenstühle.


Weihnachtsmarkt in der Nikolaikirche vom 28. bis 30. November 2019

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enn sich der November dem Ende entgegen neigt und der 1. Advent vorbereitet wird, öffnen sich auch in diesem Jahr die Türen der Rostocker Nikolaikirche zum alljährlichen Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt. In der Zeit vom 28. bis 30. November werden zahlreiche Kunsthandwerker die Kirche in festlichem Glanz erscheinen lassen und ihre Handwerkskunst präsentieren. Dazu wird ein festlich gestalteter Weihnachtsbaum, Tannenschmuck an den Emporen und ein heller Weihnachtsstern im Altarraum die Besucher in der festlich erleuchteten Weihnachts-Kirche begrüßen. Viele der ausschließlich von Hand gefertigten Angebote empfehlen sich als Weihnachtsdekoration oder als Geschenkidee. Das breite Angebot reicht von ansprechenden Schmuckkreationen über gekonnte Holzverarbeitungen bis hin zu vielfältiger und farbenfroher Keramik. Kunstvoll gestaltete Schafwolle, Glasgestaltung in Perfektion oder gefilzte Weihnachtsengel warten auf ihre neuen Besitzer. Natürlich werden auch in diesem Jahr verschiedene

Cafe – Restaurant – Bar

Gaumenfreuden präsentiert, dazu zählen liebevoll zubereitete Marmeladen, knackiges Obst oder trendige Gin-Variationen. Besonders die Kinder wird es freuen, dass auch in diesem Jahr in der Gerberkapelle nach Herzenslust gebastelt werden kann, Beginn ist am Samstag und Sonntag jeweils um 12.00 Uhr. Der traditionelle Auftritt des Kindergartens „Fischbank“ sorgt am Freitag um 15.00 Uhr für den ersten kulturellen Höhepunkt, später erklingt am Freitag und Samstag jeweils um 16.30 Uhr die hauseigene Orgel. Auf ein kleines aber erlesenes Speisenangebot können sich die Besucher der kleinen Cafeteria freuen. Bei edlem Punsch, Gänseschmalzbroten oder leckerem Grünkohl (zum Auftakt) kann in aller Ruhe Kraft für die zahlreichen Entdeckungen während des Weihnachtsmarktes geschöpft werden. Der Markt ist am Donnerstag von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, am Freitag und Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher, ein Eintrittspreis wird nicht e­ rhoben.

Rostock

2020

feinstes Frühstück französisch süß oder hanseatisch deftig Kaffee- & Kuchenspezialitäten selbst gebackene Torten feinste Teesorten Tapas & Wein Longdrinks Familien- & Betriebsfeiern

19.03. - 21.03.2020

Buffets

15.05. - 17.05.2020

raffinierte Tagesgerichte

Ostermarkt

Kunstmarkt

15.10. - 17.10.2020 Martinsmarkt

09.07. - 11.07.2020 Neuer Markt

individuelle Menüs

26.11. - 28.11.2020 Weihnachtsmarkt

Am Wendländer Schilde 5 18055 Rostock (bei der Nikolaikirche)


Programm Herbst / Winter 2019 / 20

Isabella Kubiak ©Audrey Massaka Photography

Die Violinvirtuosin Regina Strinasacchi - Leben und Werk „Überhaupt finde [ich], daß ein Frauenzimmer, die [!] Talent hat, mehr mit Ausdruck spielt, als eine Mannsperson...“, mit diesen Worten beschrieb Leopold Mozart das Spiel der Violinvirtuosin Regina Strinasacchi, die von 1761 bis 1839 lebte. Heutzutage größtenteils unbekannt, war sie eine der ersten Frauen, die sich im ­späten 18. Jahrhundert international auf diesem, ihrem Instrument durchsetzen konnte. Sie arbeitete mit namhaften Musikern wie Wolfgang Amadeus Mozart, Louis Spohr und Carl Maria von Weber zusammen und trat sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin auf. Als populäre Interpretin der Werke Joseph Haydns und Konkurrentin von Spohr machte sie sich u.a. in Gotha einen Namen. Mit Werken von Haydn und Spohr widmet sich das Konzert am Samstag, den 26. Oktober um 19.30 Uhr im Barocksaal im ersten Teil den Komponisten zu Lebzeiten der Virtuosin. Höhepunkt ist die Aufführung des Konzerts B-Dur für Violine und Orchester von Regina Strinasacchi in der Neu-Edition von Isabella Kubiak. Für den Eigengebrauch komponiert, spielte die Virtuosin das Werk u.a. in Hamburg und Leipzig. Isabella Kubiak, die in dem Konzert ihren Masterabschluss Musikwissenschaft ablegt, musiziert gemeinsam mit dem Elegio Quartett. Weiterhin erklingen das Streichquartett op. 50 Nr. 1 B-Dur von Joseph Haydn und das Streichquartett op. 15 Nr. 2 D-Dur von Louis Spohr. Eine Jubiläumsoper für die Universität Rostock Die Uraufführung der Oper „Dead End for Cornelius R.“ gehört zu den Höhepunkten im Rahmen der Feierlichkeiten zum 600-jährige Jubiläum der Universität Rostock. Am Samstag, den 2. November 2019 findet um 19.30 Uhr im Katharinensaal der Hochschule für Musik und Theater Rostock ihre Premiere statt. Die hmt Rostock, Der Abschlussjahrgang Schauspiel gibt sein Diplomvorspiel. Foto: Annemone Taake

(Auszug)

die in diesem Jahr auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken kann, hat diese Oper in Auftrag gegeben und wird sie an sieben Abenden im Katharinensaal als Jubiläumsoper für die Universität Rostock darbieten. „Dead End for Cornelius R.“ ist eine Oper in X Stationen nach der Theaterkomödie ­„Cornelius Relegatus“ von Albert Wichgreve, die im Jahre 1600 in Rostock uraufgeführt wurde. Die Geschichte handelt von einem Studenten, dessen Leben eigentlich erst beginnen sollte. Allerdings erweist sich der vermeintliche Neubeginn als Sackgasse für den intelligenten und sensiblen jungen Mann. Die Musik schrieb der inzwischen sehr erfolgreiche Komponist und hmt-Absolvent Sven Daigger. Das Libretto verfasste Sarah Grahneis. Die Regie führt Stephan Jöris, der mit „Le Nozze di Figaro“ (2013) und dem Doppelopernabend „Dido and Aeneas“ und „Gianni ­­ Schicchi“ (2014) an der hmt bereits großartige Inszenierungen auf die Bühne gebracht hat. Es singen und spielen Studierende der hmt Rostock, begleitet vom Hochschulorchester unter der Leitung von Christian Hammer. Das Bühnenbild und die Ausstattung wurden mit viel Kreativität und Engagement von Studierenden der Studiengänge Kommunikationsdesign und Medien sowie Innenarchitektur/Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar entworfen. Nach der Premiere am 2. November folgen weitere Aufführungen am 3., 8., 9., 12. und 15. November. Am 10. November, dem Jahrestag der Universität Rostock, werden zahlreiche Gäste der Universität Rostock zur Vorstellung erwartet. Jeweils um 18.45 Uhr wird im Kapitelsaal eine Einführung in die Oper angeboten. Für alle Vorstellungen sind Eintrittskarten im Vorverkauf und an der Abendkasse erhältlich. Unterstützt wird das Projekt von der OSPA Stiftung, Centogene AG Rostock, NDR Kulturförderung in MV, Ad Infinitum Foundation und Hermann Stitz & Co. ROSTOCK KG. Schauspielnachwuchs lädt zum Diplomvorspiel Jedes Jahr im November heißt es für das jeweils 4. Studienjahr am Institut für Schauspiel

der Hochschule für Musik und Theater Rostock: „Bühne frei!“ Zum Abschluss ihres Studiums präsentieren sich die zehn angehenden Schauspieler in ausgewählten Rollen, mit denen sie in den nächsten Monaten an Theatern vorsprechen und sich den Regisseuren an deutschsprachigen Theatern empfehlen. Gleichzeitig legen Sie mit ihren Auftritten ihr Schauspieldiplom ab und treten zum letzten Mal vor dem heimischen Publikum

„Dead End for Cornelius R.“ Foto: Fakultät Gestaltung/Hochschule Wismar

auf. Knapp dreieinhalb Jahre Ausbildung liegen hinter den jungen Künstlern. Für sie war es eine sehr intensive Zeit. Voller Energie und Erwartung schauen sie jetzt in die Zukunft. Gut gerüstet betreten sie schon bald die große weite Theaterwelt. Das Diplomvorspiel findet am Donnerstag, den 7. November 2019 um 11.00 Uhr im Katharinensaal statt. Die Vorstellung umfasst ein abwechslungsreiches Programm aus Monologen, Szenen und Chansons. Publikum ist herzlich willkommen beim letzten Gang des vielversprechenden Schauspielnachwuchses auf die Bretter, die ihnen fast dreieinhalb Jahre alles bedeutet haben. Der Eintritt ist frei! „hmt: Fokus Film“ mit Steffi Kühnert Der erste Jahrgang der erfolgreichen Reihe „hmt: Fokus Film“ an der Hochschule für Musik und Theater Rostock wird mit dem Besuch von Steffi Kühnert abgerundet. Seit über 30 Jahren gehört sie zu den führenden Schauspielerinnen auf der Bühne und vor der Kamera. Sie war in Filmen wie „Sonnenallee“ oder „Halbe Treppe“ zu sehen,


aber auch in Michael Hanekes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten „Das weiße Band“. Seit 10 Jahren hat sie eine Professur an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin inne und führt auch Regie. Filmregisseur Andreas Dresen wird sich mit ihr über den Werdegang und die Arbeit als Schauspielerin, Regisseurin und Dozentin unterhalten. Dabei werden auch Filmausschnitte zu sehen sein. Das Gespräch findet am ­Mittwoch, dem 13. November 2019 um 19.30 Uhr im Katharinensaal statt. „hmt: Fokus Film“ ist eine Veranstaltungsreihe der hmt Rostock und findet zweimal im Semester statt. Der nächste Termin ist für Januar 2020 geplant.

Fortbildungen/Tagesseminare:

· Umgang mit Zeit und Aufgaben Streß-Prävention · Bedürfnisorientierung am 19. November 2019 in Beratung, Begleitung, Erziehung von 10.00 bis 15.00 Uhr am 28. Oktober 2019 von 11.15 bis 18.00 Uhr Burnout-Prävention am 20. November 2019 · Bedürftigkeit? Traumatisierung? von 10.00 bis 15.00 Uhr Auf non-direktivem Weg zur Selbstmächtigkeit am 25. November 2019 Ausbildungen: von 9.00 bis 13.00 Uhr · Feedbackkultur entwickeln Produktive Unterstützung geben am 22. November 2019 von 11.15 bis 18.00 Uhr · Führungsstärketraining Prinzipien und Methoden guter Personalführung    am 21. Oktober von 11.00 bis 19.00 Uhr u.     am 22. Oktober 2019 von 9.00 bis 18.00 Uhr · Regeltransformation Selbsbestimmt leben können am 04. November 2019 von 17.00 bis 21.00 Uhr alternativ am 05. November 2019 von 9.00 bis 13.00 Uhr

Steffi Kühnert, © Fotos Stefan Klüter

· Zauberladen Tausche Mut gegen leidenschaft am 06. November 2019 von 10.00 bis 17.00 Uhr

· Transformativer Umgang mit Widerstand Erfolg in schwierigen Fällen am 12. und 13. September 2019 und am 17. Oktober 2019 · Grundkurs zur Mediationsausbildung am 16., 23. und 26. September und am 16. Oktober und 24. Oktober 2019 alternativ am 20./21. und 27./28. September und 25. Oktober 2019 · Systemische Fall-Intervision im eigenen Team Grenzen gemeinsam überwinden am 18. Oktober und 07./08. November 2019 nähere Informationen unter

www.straube-mb.de oder per E-Mail an info@straube-mb.de oder telefonisch unter 0381 - 2038 99 04

· Verhandlungstraining Den Gegner zum Partner machen am 12. November 2019 von 11.15 bis 18.00 Uhr Aufbautraining Verhandlungstraining am 13. November von 9.00 bis 15.00 Uhr

Nikolaikirche Rostock (Programm-Auszug) Mariano Esteban Barco, Foto: privat

Solistenkonzert mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock In der Reihe der Solistenkonzerte mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock präsentiert die Hochschule für Musik und Theater Rostock regelmäßig herausragende junge Talente als Solisten. Am Dienstag, den 19. November 2019 um 19.30 Uhr im Katharinensaal stehen vier Werke auf dem Programm. Von Bohuslav Martinů erklingt das Konzert für Oboe und kleines Orchester mit Mariano Esteban Barco an der Oboe. Die Gitarristin Shushan Ghazaryan spielt das Gitarrenkonzert D-Dur op. 99 von Mario Castelnuovo-Tedesco. und der Pianist Gihoon Yoon das Klavierkonzert b-Moll von Tschaikowski. Weiterhin kommt das Orchesterstück „DURCH-BRUCH“ zur Aufführung, dass die aus Hongkong stammende Studentin Lanqin Yu (*1993) komponiert hat. Die Norddeutsche Philharmonie Rostock wird dirigiert von Christian Hammer. Vor Beginn des Konzerts findet um 18.45 Uhr im Kapitelsaal mit „Lust auf Klassik“ eine Einführung in das Konzert statt.

www.hmt-rostock.de

· 20.10. 17.00 Uhr Vergessene Lieder - neu entdeckt · St. Johannis-Kantorei Rostock Volkslieder in neuem musikalischem Gewand mit anschl. CD-Präsentation · 25.10. 20.00 Uhr Rostocker Stummfilmnacht · 31.10. 11.00 Uhr Reformationsgottesdienst der Kirchengemeinden der Region Rostock · 10.11. 18.00 Uhr Ave Maria Festliches Konzert für Countertenor, Trompete und Orgel · 17.11. 19.00 Uhr Johannes Brahms - Begräbnisgesang OP 13 Antonin Dvorak - Biblische Lieder OP 99 Gabriel Fauré - Requiem OP 48 Norddeutsche Philharmonie Figuralchor der St.-Johannis-Kirche · 1.12. 14.30 Uhr Großer Adventsnachmittag der Ev. Luth. Innenstadtgemeinde Rostock mit Andacht, gemeinsamem Kaffeetrinken, Basteln und viel Zeit für Gespräche · 8.12. 17.00 Uhr Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium I-III Kantorei St.-Johannis Rostock

· 13.12. 20.00 Uhr Rostocker Stummfilmnacht · 14.12 Shanty Chor De Klaashahns Benefizkonzert zu Gunsten der Rostocker Kinderkrebshilfe · 15.12. 17.00 Uhr Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium IV-VI Kantorei St.-Johannis Rostock · 20.12. 16.00 Uhr Wiener Operettenweihnacht · 21.12. 20.00 Uhr Christmas Gospel Jugendkirche Rostock · 2.1. 20.00 Uhr The Original USA Gospelsingers & Band · 11.1. 21.00 Uhr Winterserenade · 15.1. 20.00 Uhr Musik für Trompete & Orgel Ludwig Güttler & Friedrich Kircheis · 2.2. 19.00 Uhr Pasion de Buena Vista · 14.2. 20.00 Uhr Tina Dico-Tour 2020 · 22.2. 20.00 Uhr Duo Cairn

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