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INFOTAG PLATTFORM WASSER BURGENLAND 2009

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Wasserverlustüberwachung im Bereich des WLV NB auf Basis der neuen ÖVGW – Richtlinie W 63

Allgemeine und praktische Umsetzung der W 63 Richtlinie

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Übersicht WLV nördliches Burgenland

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Wasserverlustüberwachung im Bereich des WLV NB auf Basis der neuen ÖVGW – Richtlinie W 63, 12.11.2009


W63 damals und heute April 1993, 12 % Richtwert für prozentuellen Wasserverlust, damals 15 Seiten heute 42 Seiten…….. Richtlinie definiert Begriffe und gibt Kennzahlen vor, damit wir alle „vom Gleichen“ reden. „Art der Schadensmeldung“ – in welche Richtung geht die Quote der gemeldeten Rohrbrüche?

Ist die Relation „Wasserverlust“ zum „betriebenen Aufwand zur systematischen Rohrbruchsuche“ für mich ok? Alle Ansätze und Zahlen gelten abgewandelt für WVUs in allen Größen, die Themen und Problematiken sind vergleichbar.

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VERLUSTRATE in %

8.1.1. Prozentuelle Wasserverlustrate qVR Die Wasserverlustrate stellt den prozentuellen Anteil der realen Verluste an der Systemeinspeisung dar. Diese Kennzahl wird aufgrund ihrer einfachen Ermittlung häufig verwendet, obwohl sie für eine Beurteilung der Verluste aus technischen Gesichtspunkten ungeeignet ist, Einheit: %

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STATISTIK - 1998

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ARGUMENTE für die Minimierung von Wasserverlusten  Ökologische Argumente Stand der Technik

 Hygienische Argumente jede Leckstelle ist ein Gefährdungspotential

 Wirtschaftliche Argumente Wasserverluste bedeuten Mehrkosten

 Rechtliche Argumente Sach- und Personenschäden, Versicherungen

 Versorgungstechnische Argumente Kennzahlen sind Grundlage für Rehabilitationsplanung 7

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KENNZAHLEN wozu? Eigenüberwachung (Problemerkennung) Optimierung von Betrieb und Instandhaltung Vorgabe von Qualitätszielen z.B. ISO-Zertifizierung Optimierung des Ressourcenverbrauches, Kosten, etc. Definition des gesamten Verteilsystems Dokumentation gegenüber Behörden, erbrauchern,…. Planungsgrundlagen für Erweiterung, Sanierung und Neubau Unterstützung der Preispolitik auch in Hinblick auf PiRem Externes Benchmarking, wo steht das eigene Unternehmen usw. 8

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WASSERBILANZ nach Alegre et al. (2006) Gemessener entgeltlicher Verbrauch

Entgeltliche Abgabe Wasser Abgabe

Unentgeltliche Abgabe

Nicht gemessener entgeltlicher Verbrauch

Gemessener unentgeltlicher Verbrauch Nicht gemessener unentgeltlicher Verbrauch

Systemeinspeisung QSYS

Scheinbare Verluste Wasserverluste

Reale Wasserverluste QVR

Zählerabweichungen und Fehler bei der Rechnungslegung

Nicht in Rechnung Schleichverluste gestellte WasserUnzulässige Wasserentnahme menge QNRW

Zubringerleitungen Behälter Versorgungsleitungen Anschlussleitungen bis zum Wasserzähler

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In Rechnung gestellte Wassermenge

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STATISTIK - BILANZ - 2008 Nicht in Rechnung gestellte Wassermenge Stromkosten: ca. 850.000 € 270 Rohrbrüche (ON und TL) Aufwand dafür 9.000 h

Entgeltliche Menge

11.687.921 88,69%

Nicht verrechnet

1.490.511m³ 11,31%

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STATISTIK - BILANZ - 2008

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EINFLUSSFAKTOREN

auf die Höhe von Wasserverlusten

Die größten Einflussfaktoren auf die Höhe der Wasserverluste sind die Anzahl, die Größe und die Laufzeit der Leckstellen. Weiters sind folgende Ursachen und Randbedingungen zu beachten:

Rohrnetzstruktur Bodenart, Bodenbewegungen Verkehrsbelastung Grabungsarbeiten im Leitungsbereich Druckänderungen, Druckstöße, Betriebsdruck Leitungslänge, Anschlussdichte

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Berechnung von

WASSERVERLUSTKENNZAHLEN

8.1.1. Prozentuelle Wasserverlustrate qVR oft verwendet, nur intern nach mehrjähriger Berechnung „aussagekräftig“

8.1.2. Reale Verluste auf km Leitungslänge (qL)

Diese Kennzahl - auch längenbezogener Wasserverlust genannt , berücksichtigt über die Leitungslänge teilweise auch die Versorgungsstruktur. In diese Kennzahl fließt die Anschlussdichte nicht ein, deshalb auch nur bedingt sinnvoll

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Berechnung von

WASSERVERLUSTKENNZAHLEN

8.1.3. Reale Verluste bezogen auf Anschlussleitung und Tag (qAL = CARL) Diese Kennzahl berücksichtigt mit der Anzahl der Anschlussleitungen einen wesentlichen Einflussfaktor auf die realen Wasserverluste

8.1.5. Anteil der nicht in Rechnung gestellten Wassermenge (qNRW) Diese Kennzahl zeigt den Anteil der nicht in Rechnung gestellten Wassermenge an der jährlichen Systemeinspeisung und in weiterer Folge an den gesamten Betriebskosten auf. Sie beinhaltet die realen Verluste, die scheinbaren Verluste und die unentgeltliche Abgabe

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Berechnung von

WASSERVERLUSTKENNZAHLEN

8.1.4. Infrastruktur-Leckverlust-Index (ILI) Der „Infrastructure Leakage Index“ berücksichtigt mehrere wichtige Parameter wie die Anschlussdichte, die durchschnittliche HausAnschlussleitungslänge und die durchschnittliche Versorgungsdruckhöhe Dadurch ermöglicht der ILI auch einen Vergleich der Wasserverluste von unterschiedlichen Versorgungsstrukturen Die Berechnung erfolgt durch die Gegenüberstellung der realen Verluste pro Anschlussleitung und Tag qAL (= CARL: Current Annual Real Losses) mit einer empirisch entwickelten Vergleichsgröße, den so genannten unvermeidbaren jährlichen Verlusten (= UARL: Unavoidable Annual Real Losses) 15

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Vergleich ILI zu Verluste pro HA pro Tag in Liter Vergleich ILI zu Verluste pro HA pro Tag in Liter - 2006 - 2007 - 2008 6,00

4,00

ILI

2008 2007 2006

2,00

0,00 0

100

200

300

400

Verluste pro HA pro Tag in Liter

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500

600


9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.1 Allgemeines Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste: aktuelles Planmaterial Einspeisemengen Wasserabgabe Wasserverlustüberwachung im Unternehmen Leckortung mit ausgebildetem Personal

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.2 Infrastruktur-Management (vorbeugende Maßnahmen) 

kurzfristige sowie langfristige Maßnahmen zu störungsfreien Bereitstellung von Trinkwasser  in geforderter Qualität  in erforderlicher Menge  mit ausreichendem Druck

Eine wesentliche Rolle für die Überwachung und Optimierung von Wasserverlusten, ist die Definition eines genauen Soll-Zustandes für das gesamte Versorgungsnetz

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste Instandhaltungsstrategien: Ereignisorientierte Instandhaltung = Ausfallstrategie Vorbeugende und intervallorientierte Instandhaltung = Präventivstrategie Vorbeugende und zustandsorientierte Instandhaltung = Inspektionsstrategie

Einen wesentlichen Einfluss auf die Wahl der Strategie haben: Netzzustand Schadensstatistiken Größe der Wasserverluste im Gesamtnetz und einzelnen Zonen Geschultes Fachpersonal Technische Ausstattung Wirtschaftliche Argumente

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.3 Wasserverlustüberwachung und Leckortung Die Verluste werden hauptsächlich durch Art und Umfang der Leckkontrolle beeinflusst  

Leckortung Wasserverlustüberwachung

Art und Umfang der Überwachungsmaßnahmen sind wesentlich durch Größe und Struktur des Versorgungssystems bestimmt

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.3.1 Turnusmäßige Überwachung (Inspektionen auf Dichtheit) Die turnusmäßige Überwachung auf Dichtheit des Rohrnetzes erfolgt (vgl. ÖVGW-Richtlinie W 59 – ÖNORM B 2539)

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00:00 01:15 02:30 00:30 01:45 03:00 01:00 02:15 00:15 01:30 02:45 00:45 02:00 00:00 01:15 02:30 00:30 01:45 03:00 01:00 02:15 00:15 01:30 02:45 00:45 02:00 00:00 01:15 02:30 00:30 01:45 03:00 01:00 02:15 00:15 01:30 02:45 00:45 02:00 00:00 01:15 02:30 00:30 01:45 03:00 01:00 02:15 00:15 01:30 02:45 00:45 02:00 00:00 01:15 02:30 00:30 01:45 03:00 01:00 02:15 00:15 01:30 02:45 00:45 02:45 00:45 02:00 00:00 01:15 02:30 00:30 01:45 03:00 01:00 02:15 00:15 01:30 02:45 00:45 02:00

0,00 m³

01.10.2009 01.10.2009 01.10.2009 02.10.2009 02.10.2009 02.10.2009 03.10.2009 03.10.2009 04.10.2009 04.10.2009 04.10.2009 05.10.2009 05.10.2009 06.10.2009 06.10.2009 06.10.2009 07.10.2009 07.10.2009 07.10.2009 08.10.2009 08.10.2009 09.10.2009 09.10.2009 09.10.2009 10.10.2009 10.10.2009 11.10.2009 11.10.2009 11.10.2009 12.10.2009 12.10.2009 12.10.2009 13.10.2009 13.10.2009 14.10.2009 14.10.2009 14.10.2009 15.10.2009 15.10.2009 16.10.2009 16.10.2009 16.10.2009 17.10.2009 17.10.2009 17.10.2009 18.10.2009 18.10.2009 19.10.2009 19.10.2009 19.10.2009 20.10.2009 20.10.2009 21.10.2009 21.10.2009 21.10.2009 22.10.2009 22.10.2009 22.10.2009 23.10.2009 23.10.2009 24.10.2009 24.10.2009 24.10.2009 25.10.2009 25.10.2009 26.10.2009 26.10.2009 27.10.2009 27.10.2009 27.10.2009 28.10.2009 28.10.2009 28.10.2009 29.10.2009 29.10.2009 30.10.2009 30.10.2009 30.10.2009 31.10.2009 31.10.2009

9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.3.1.1 Nachtmindestverbrauchsmessung (Zuflussmessung) Versionsstand: 27.07.2009

12025 / HB S t. Marg arethen R I ON S t.Marg arethen WP100

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Nachteins peis ung 00:00 - 03:00 Uhr

14,00 m³

12,00 m³

10,00 m³

8,00 m³

6,00 m³

4,00 m³

2,00 m³


9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.3.1.2 Nullverbrauchsmessung (Zuflussmessung)

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.3.2 Laufende Überwachung auf Wasserverluste kontinuierliche Erfassen der Versorgungseinheit und Anlagenteile Feststellung der Dichtheit Einbau automatischer Registriergeräte mit Fernübertragung Art und Umfang der Überwachungsmaßnahmen sind der jeweiligen Netzstruktur anzupassen

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.3.2.1 Permanente Überwachung von hydraulisch abgegrenzten Zonen (District Metered Areas - DMA) Wasserverluste in den einzelnen Zonen werden kontinuierlich überwacht Rohrnetze mit Zonenschieber werden in verschiedene Messzonen unterteilt Messzonen eigenen sich sehr gut, um geringe Wasserverluste zu beurteilen Messzonen erleichtern das gezielte Lokalisieren von Wasserverlusten permanente Messung der Einspeismenge Durch Beobachtung des Nachtmindestverbrauches wird ein schadensbedingtes Ansteigen der Einspeismengen erkannt

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste Vorteile: Rasches Erkennen von Leckagen Rasche Leckortung durch Eingrenzung auf bestimmte Messzone und daher geringere Leckortungskosten Informationsgewinn über den Rohrnetzzustand in den einzelnen Messzonen Bessere Planungsmöglichkeit bei Betrieb und Instandhaltung durch Fokussierung von Leckortung, Reparaturen und Rehabilitation auf jene Zonen mit den höchsten Verlusten Bei schwerwiegenden Leitungsschäden beschränken sich Versorgungsunterbrechungen auf die betroffene Zone

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste Mögliche Nachteile:  Mögliche Qualitätsprobleme durch Stagnationszonen in abgeschieberten Strängen  Flexible Zonengrenzen (geschlossene Schieber) müssen regelmäßig auf Dichtheit überprüft werden  In Feuerlöschsituationen kann an Hydranten in ungünstigen Bereichen von Messzonen ev. nicht genügend Wasser zur Verfügung stehen. Unter Umständen kann es erforderlich sein, die Zonengrenzen temporär aufzugeben und Schieber zu benachbarten Zonen zu öffnen  Auch Versorgungsprobleme bei Leitungsschäden können es erforderlich machen, die Zonengrenzen temporär aufzugeben und Schieber zu benachbarten Zonen zu öffnen, um ausreichend Wasser zur Verfügung stellen zu können

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.3.2.2 Permanente Überwachung von hydraulisch nicht abgegrenzten Netzbereichen eingegrenzte Verlustüberwachung innerhalb bestehender Netzzonen keine hydraulische Unterteilung des Rohrnetzes  Messbereiche ergeben sich durch die Positionierung der Messgeräte Folgende Parameter werden für die permanente Überwachung von hydraulisch nicht abgegrenzten Netzbereichen entweder einzeln oder in Kombination gemessen Durchfluss Geräusch Druck

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.3.3 Methoden der Leckeingrenzung und Leckortung: Leckortungsverfahren Vor-Ortung Punktortung

        

Visuelle Prüfung Nachtmindestverbrauchsmessung Stufentest Horchdose / Bodenmikrophon Elektronischer Taststab Geräuschlogger Korrelatortechnik Gasprüfverfahren Mehr-Parameter-Messung sowie intelligente Molche

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.4 Druckmanagement

  

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Die Höhe der Verluste hängt maßgeblich vom Versorgungsdruck ab Eine Reduzierung des Versorgungsdruckes Reduktion der Wasserverluste bei bewusstem Einsatz: Druck-Management Bestandteil des Druck-Managements ist auch die Vermeidung von Druckschwankungen (Druckstößen)

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9. Maßnahmen zur Verminderung der realen Wasserverluste 9.5 Laufzeit der Leckstellen, Qualität der Reparatur und Erfolgskontrolle

1.

2. 3. 4. 5.

Festgestellte Schäden möglichst rasch zu beheben Unterbrechung der Wasserversorgung möglichst kurz halten Schadensart sowie die relevanten Leitungsdaten erheben Schadensdatei zu dokumentieren Erfolgskontrolle nach der Reparatur

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10. Wasserverluste in Behältern Je nach Systemgrenzen haben die Wasserbehältern direkten oder indirekten Einfluss auf die Verlustkennzahlen Verluste in Behältern sind so weit als möglich zu vermeiden In Bezug auf Wasserverluste sind bei Behältern folgende mögliche Schwachstellen und Schadensursachen zu nennen:

 Bauwerksfugen (Arbeits- und Bewegungsfugen)  Wanddurchführungen  Abschlussschieber (z.B. undichte Behälterentleerungen)  Bausubstanz  Beschichtungen, Auskleidungen  Risse, Wurzeleinwuchs  Unbeabsichtigte Überläufe (z.B. durch mangelhafte Niveausteuerung)

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11. Wasserverluste in Verbrauchsanlagen 11.1 Allgemeines Bei Wasserverluste in Verbrauchsanlagen handelt es sich um Undichtheiten nach der ÜbergabesteIle zu den Gebäuden und Grundstücken Haben bei der Betrachtung der Wasserverluste eine Sonderstellung Bei richtiger Anzeige des Wasserzählers ist keine Erhöhung der Wasserverluste gegeben Kleinste, nicht erfasste Verlustmengen sind jedoch den Wasserverlusten zuzuordnen Es ist jedoch allgemein bekannt, dass der größere Teil der Wasserverluste in Verbrauchsanlagen tatsächlich vom Wasserzähler erfasst wird

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11. Wasserverluste in Verbrauchsanlagen

11.2 Ursachen  Undichtheiten an Leitungen (vorwiegend an erdverlegten Leitungen)

 Schadhafte Sicherheitsarmaturen  Schadhafte Auslaufarmaturen  Schadhafte WC-Spülkästen  Fehlende Druckminderventile bei hohen Versorgungsdrücken

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11. Wasserverluste in Verbrauchsanlagen

11.3 Möglichkeiten zur Erkennung von Wasserverlusten in Verbrauchsanlagen Die Überprüfung der Verbrauchsanlagen obliegt dem Wasserabnehmer Die Überprüfung kann vorgeschrieben werden. Das WVU soll Hilfestellung beim Aufzeigen eventueller Verluste leisten. z.B. durch einen Hinweis auf der Wasserrechnung

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DANKE f端r Ihre Aufmerksamkeit

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Infotag Wasser 2009 - Vortrag WLVNB  

Präsentation/Vortrag anlässlich des Infotag Wasser