Kundenmagazin BerlinDruck #26

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Kolumnentitel

HELLO AGAIN!

28832 Berlin #26 Magazin f端r Druck | Medien


Kolumnentitel Inhalt

03 Editorial 04 Titelthema Wiedergeburt und Unsterblichkeit

10 Fotograf Christian Schmidt

14 Indische Illustrationen 18 20-mal Unsterblichkeit auf der Leinwand 19 Top-Coverversionen – 10-mal musikalische Wiedergeburt 20 Berlin-News 23 Fragebogen, Impressum, Making of 2


Editorial

EDITORIAL EDITORIAL EDITORIAL EDITORIAL eDiToRial Totgesagte leben länger, heißt es. Dass da was dran ist, zeigt nicht zuletzt das vorliegende Heft. Denn bei den vielen Reaktionen, die wir auf unsere letzte Ausgabe erhalten haben (Sie wissen schon, die mit der „finalen“ Abkündigung), schimmerte oft die Vermutung durch, dass uns wohl die Ideen für ein flottes Kundenmagazin ausgegangen sein müssten. Davon aber kann nun wirklich keine Rede sein, liebe Leser! Im Gegenteil: Wir starten jetzt noch einmal richtig durch. Drucken bleibt spannend, das zeigt nicht nur die aktuelle drupa in Düsseldorf. Und dass Berlin dabei wieder mal in der ersten Reihe steht, zeigen wir Ihnen auf Seite 20 und gerne auch, wenn Sie mal wieder den Weg zu uns ans Bremer Kreuz finden. Natürlich wird es auch das Magazin „28832 Berlin“ weiter geben. Angesichts all der Ermunterungen, das Heft bitte, bitte nicht sterben zu lassen, können wir auch gar nicht anders. Mit der Ausgabe 26 und dem provozierenden Titel „Das letzte Heft“ wollten wir uns vergewissern, dass auch Ihnen unser Magazin – vielfach ausgezeichnet und als bestes Kundenmagazin prämiert – immer noch gefällt. Und ganz nebenbei war der vermeintliche Abschied auch eine gute Steilvorlage für unser neues Titelthema „Wiedergeburt und Unsterblichkeit“. Dass sich eine Druckerei damit beschäftigt, ist nicht so weit hergeholt, wie es vielleicht scheint. Denn wenn einmal etwas gedruckt ist, ob Gedanken, Erlebnisse, Nachrichten, Fotos oder was auch immer, kann es die Zeit überdauern. Ob es hingegen die elektronischen Medien in Sachen Nachhaltigkeit mit der von Gutenberg begründeten Schwarzen Zunft aufnehmen können, muss sich erst noch erweisen. Und ist nicht der Neudruck eines lange vergriffenen Titels eine besonders schöne Form der Wiedergeburt? Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihr Reinhard Berlin

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Kolumnentitel Titelthema: Wiedergeburt und Unsterblichkeit

Sterben müssen wir alle einmal. Es sei denn, wir bringen etwas Großartiges zustande oder sterben jung, schön und berühmt. Wenn wir das schaffen, ist uns nicht nur ein „Nachleben“ oder gar „unsterblicher Ruhm“ sicher. „Große“ Menschen werden auch immer wieder neu geboren. Dazu müssen sie keine „wiedergeborenen Christen“ oder Buddhisten sein. Das sieht man zum Beispiel an Barack Obama, Gandhi und dem Marlboro Man. Eine Reise in die bunte Welt der Reinkarnation. Der Marlboro Man macht es im Grunde wie der Dalai Lama, nur etwas schneller: Er ist noch nicht einmal unter der Erde, da wird er schon wieder neu geboren. Auch wenn der qualmende Cowboy seine Wiedergeburt nur als Werbe-Ikone auf Kinoleinwänden und Plakaten feiert, so ist er doch augenscheinlich einfach nicht totzukriegen. Für die jeweiligen Darsteller gilt das freilich nicht. Sie können noch so elendig an Lungenkrebs krepieren, wie etwa Wayne McLaren, der einst die Reklamebotschaft von „Freiheit und Abenteuer“ besonders archetypisch verkörperte. Noch bevor er 1992 infolge langen und starken Glimmstängelkonsums im Alter von 51 Jahren verschied, schwang sich schon sein Nachfolger in den Sattel, die Kippe lässig im Mundwinkel.

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Ebenso unsterblich ist der Dalai Lama – jedenfalls nach der Vorstellung der tibetischen Buddhisten. Für sie ist er nämlich stets die Reinkarnation des verstorbenen letzten Dalai Lamas. Der gegenwärtige „ozeangleiche Lehrer“ (so die Übersetzung aus dem Mongolischen) ist ein Mönch namens Tenzin Gyato. Er gilt als die 14. Reinkarnation des ersten Dalai Lamas Gendun Drup, der im 15. Jahrhundert lebte. Die tibetischen Buddhisten glauben daran, dass der Dalai Lama jemand ist, der sich aus Mitgefühl entschlossen hat, wieder in die gewöhnliche menschliche Existenz einzutreten, um anderen Wesen dienen zu können – obwohl er als erleuchtetes Wesen eigentlich in der Lage gewesen wäre, den ewigen Kreislauf der Wiedergeburt zu verlassen.


Titelthema: Wiedergeburt und Unsterblichkeit Kolumnentitel

Reinkarnation ist ein fester Bestandteil zahlreicher Glaubensrichtungen. Die Jünger großer Weltreligionen wie Buddhisten und Hindus glauben ebenso an sie wie etwa die Kabbalisten, Sufisten, Theosophen oder die Anhänger bestimmter Esoterikströmungen sowie der okkulten Anthroposophielehren von Rudolf Steiner. „Wiedergeborene Christen“, zu denen sich etwa 40 Prozent der USAmerikaner zählen, haben damit nichts zu tun. Sie bezeichnen sich als wiedergeboren, weil für sie nach der Bekehrung zu Jesus ein neues Leben begonnen hat. Der Glaube an eine Wiedergeburt ist selbst im säkularen Deutschland, wo nur noch rund die Hälfte der Menschen ihre Seele für unsterblich hält, weit verbreitet. Nach einer repräsentativen Umfrage unter deutschen Katholiken ab 16 Jahren aus dem Jahr 2002 glaubt mehr als ein Viertel von ihnen an eine „Wiedergeburt“ – obwohl sie nach christlichem Verständnis gar nicht existiert, ja als Ketzerei gilt.

Die größte Hochburg des Reinkarnationsglaubens ist Indien, wo die klassische Lehre schon um 700 v. Chr. ausformuliert worden ist. Vishnu etwa, eine der wichtigsten Hindu-Götter, inkarniert sich immer wieder sowohl in Menschen- als auch in Tiergestalt. Auch die bei Bhagwan-Jüngern populäre Gottheit Krishna gilt als eine Reinkarnation Vishnus, des „Erhalters“, und die Gottheit Shiva bringt es sogar fertig, in einem „kosmischen Tanz“ auf dem Dämon der Unwissenheit (Apasmara) das ganze Universum zu zerstören und anschließend wieder neu zu erschaffen. Auch heute noch ist der Reinkarnationsglaube in Indien äußerst populär. Seit im März im Dorf Saini ein

Glück, Freude und Erhabenheit – diese Gefühle verbindet man selten mit dem Tod. Doch genau das sollen Menschen empfin-

Saal lagen.

den, die an der Schwelle zum Jenseits stehen. Davon berichten immer wieder Patienten, deren Herz nicht mehr geschlagen hat

Für viele Esoteriker der Beweis, dass das Leben mit dem Tod noch nicht das Ende ist. Auch Hirnforscher glauben inzwischen,

oder deren Atem stillstand. Die klinisch gestorben waren, aber

dass es intensive außerkörperliche Erfahrungen gibt. Sie interpretieren sie nur anders: Statt sie als Übergangsphase in ein zweites Leben zu betrachten, sehen sie in ihnen bloß eine raffi-

noch nicht biologisch. Die im letzten Augenblick dem Tod von der Schippe gesprungen sind. So genannte Nahtoderlebnisse – im Fachenglisch: Near Death Experiences (NDE) – gab es zu allen Zeiten und in verschiedenen Kulturen. Auch die Beschreibungen der Erlebnisse ähneln sich:

sie sich zutrugen, während ihre Körper scheinbar leblos im OP-

nierte Abwehrstrategie des Gehirns, das Undenkbare – die unmittelbar bevorstehende Endlichkeit – zu verarbeiten. Laut aktueller Studien haben fünf Prozent aller Deutschen schon einmal derart außergewöhnliche Sterbeerfahrungen ge-

Am gängigsten ist die Version, nach der man seinen eigenen Körper verlässt, durch einen Tunnel einem hellen Licht ent-

macht. Bislang ist das Phänomen allerdings kaum erforscht, vor

gegenfliegt, Energiewesen und verstorbenen Verwandten begegnet. Manchmal berichten wiederbelebte Patienten auch von

allem, weil viele Mediziner die Schilderungen für unseriös halten. Dabei versinkt schon Goethes Faust, den Tod vor innerem Auge,

Ereignissen, die sie eigentlich gar nicht wissen könnten – weil

in glücklicher Seligkeit: Verweile, Augenblick, du bist so schön!

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Titelthema: Wiedergeburt und Unsterblichkeit

kleines Mädchen mit zwei Gesichtern geboren wurde, strömen dort die Gläubigen zusammen, um das Kind als Reinkarnation des elefantenköpfigen Gottes Ganesha zu verehren. Und wie selbstverständlich wird im neuesten Bollywood-Hit „Om Shanti Om“ der indische Megastar Shahrukh Khan 30 Jahre nach seinem Tod wiedergeboren, um den Tod seiner Geliebten zu rächen. Das Prinzip der Wiedergeburt ist im Grunde recht simpel: Der Geist oder auch die Seele verlässt unseren menschlichen Körper und schlüpft in einen anderen. Das kann ein anderer menschlicher Körper, vorzugsweise der eines Neugeborenen oder eines Kindes (so war es beim aktuellen Dalai Lama), oder auch der eines Tieres, einer Pflanze oder eines Steins sein. Hindus und Buddhisten können allerdings nur raten, als was sie wiedergeboren werden, denn ihre jeweilige neue Daseinsform hängt davon ab, wie sie sich in ihrem bisherigen Leben verhalten haben. Wer viel Gutes getan hat, hat bessere Karten und bleibt im Spektrum der höheren Lebensformen, während

sich der böse Mensch vielleicht unversehens im Körper eines Regenwurms wiederfindet. Dieser Prozess geht so lange vonstatten, bis man den meist leidvollen Daseinskreislauf durchbrochen hat (wobei die Hindus zwischendurch auch mal unterschiedliche Himmel und Höllen besuchen). Die Buddhisten entfleuchen dann unmittelbar ins Nirwana, während die Seele der Hindus mit der endgültigen Erlösung, Moksha, belohnt wird. Das Nirwana der Buddhisten kann man übrigens nicht einfach mit einer Art Himmel oder Seligkeit im Jenseits gleichsetzen. Es ist gewissermaßen ein Zustand der Zustandslosigkeit, in dem alle Vorstellungen und Wunschgebilde gleichsam überwunden und gestillt sind. Selbst die gewissenhaftesten Buddhisten müssen lange meditieren, um sich das wenigstens ansatzweise vorstellen zu können. Die Perspektive einer endlosen Abfolge von Reinkarnationen übt auch auf übersinnlich orientierte Menschen der westlichen Zivilisation eine Faszination aus. Nicht erst seit George Harrison seine drei Bandkollegen 1968 zum Ashram des Gurus Maharishi Mahesh Yogi schleppte, um gemeinsam transzendental zu meditieren, durchwabert der Reinkarnationsglaube die Gedankenwelt esoterischer Zirkel. Bücher über Reinkarnation nehmen heute einen mehr als beachtlichen Teil gewöhnlicher Buchhandlungen ein, und längst hat die Lehre von der Wiedergeburt auch Einzug in zahlreiche Therapien und Behandlungen jenseits der Schulmedizin gefunden. So werden Patienten im Rahmen der so genannten „Reinkarnationstherapie“ angehalten, sich an ihre angeblichen früheren Leben zu erinnern, um auf diese Weise bestimmte Problemstellungen lösen zu können. Bei Betroffenen, die offen für solche Methoden sind, lässt sich dadurch manchmal tatsächlich eine positive Wirkung erzielen. Wie beim Exorzismus, der gerade jetzt in traditionell wundergläubigen Ländern wie Polen und Italien eine unglaubliche Renaissance feiert, kann das aber auch fürchterlich schief gehen. Das zeigt der Fall einer nicht unbekannten Opernsängerin, die unter der Angst litt, auf der Bühne könnte ihre Stimme plötzlich versagen: Sie unterzog sich einer Reinkarnationstherapie und glaubte dabei, sich daran zu erinnern, wie sie

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Titelthema: Wiedergeburt und Unsterblichkeit

„Try to stay dead this time!“ Adam Gibson ist genervt. Kaum hat er einen dieser lästigen Killer aus dem Weg geräumt, taucht der kurze Zeit später wieder auf – quicklebendig! Erst allmählich begreift Gibson, dass er von Klonen verfolgt wird. Stirbt einer, kommt der nächste. Was mitunter für skurrile Szenen sorgt. Denn nicht jede Kopie ist so perfekt wie das Original. Arnold Schwarzenegger spielt diesen Adam Gibson, der eines Tages erleben muss, dass ein Klon von ihm seinen Platz eingenommen hat. In der Vision des Films „The 6th Day“ (USA 2000) ist das Klonen von Menschen möglich, aber verboten – schließlich weiß man nie so genau, was dabei herauskommt, wenn jemand unendlich oft reproduziert wird und damit – theoretisch – unsterblich ist. Doch genau das will natürlich ein krimineller Wissenschaftler werden. Reset, auf ein Neues: Klonen ist die wahrscheinlich eleganteste Lösung, von den Toten wiederaufzustehen. Erst recht, wenn der Eintrittszeitpunkt ins neue Leben wählbar ist. Beginnt man ganz vorne? Will man sich wirklich noch einmal die Pubertät antun? Oder macht man da weiter, wo man aufgehört hat: im besten Alter? Damit der Neustart frei von unnützem Ballast ist, übertragen die Gentechniker nur die Erinnerungen, die man wirklich braucht. Wer will schon Bilder verkorkster Urlaubsreisen oder unglücklicher Affären ewig mit sich herumschleppen! Für das Jahr 2200 prognostiziert Michel Houellebecq in seinem Roman „Die Möglichkeit einer Insel“ eine perfekte Klon-Welt: Körperliche Fortpflanzung wurde abgeschafft, einige wenige, sich immer weiter klonende Menschenlinien leben isoliert nebeneinander und überdauern die Zeit. Bis der 25. Nachfolger eines Ursprungsmenschen aussteigt: Für erlebte Liebe und echte Erfahrungen tauscht er seine Unsterblichkeit ein. Glück, so scheint es, lässt sich nur angesichts der eigenen Endlichkeit spüren. Schließlich wird erst durch ihre Vergänglichkeit jeder Moment des Lebens so wertvoll.

im 15. Jahrhundert als Scharfrichter in Rothenburg o. d. Tauber hunderte von Menschen an den Galgen knüpfte. Anschließend steigerte sie sich in die Vorstellung hinein, sie könne ihre Schuld nur abtragen, wenn sie sich selbst das antue, was sie ihren zum Teil unschuldigen Opfern angetan habe, und versuchte, sich auf ihrem Dachboden zu erhängen. Sie hatte aber Glück und verbrachte lediglich ein gutes halbes Jahr wegen akuter Selbstmordgefährdung in stationärer psychiatrischer Behandlung. Weitaus harmloser ist es, wenn die Wiedergeburt berühmter Menschen verkündet wird, etwa

wenn uns Barack Obama als „schwarzer Kennedy“ verkauft wird oder in den 1960er Jahren Martin Luther King als „schwarzer Gandhi“. Oft scheinen berühmte Menschen nach ihrem Tode sogar lebendiger zu sein als zu Lebzeiten. Das gilt besonders, wenn sie frühzeitig Berühmtheit erlangen und dann durch einen plötzlichen Tod jung und schön aus dem Leben gerissen werden. Man denke nur an Ikonen wie James Dean, Grace Kelly, Jim Morrison oder den erst kürzlich im Film neu auferstandenen „Roten Baron“ Manfred von Richthofen.

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Titelthema: Wiedergeburt und Unsterblichkeit

„Er hat keine Sehnsucht, er hat das Zeitliche gesegnet. Dieser Papagei ist nicht mehr. Er hat aufgehört zu sein. Er ist abberufen worden und eingegangen zum Herrn. Das ist die seelenlose Hülle eines Papageien. Der Lebensodem ist aus ihm gewichen, er ruhet im ewigen Frieden. Wenn Sie ihn nicht festgenagelt hätten, würde er längst die Radieschen von unten besehen. Er hat den Schirm zugemacht und zwitschert jetzt Halleluja auf seiner himmlischen Wolke. Dies ist ein Ex-Papagei.“ („Der tote Papagei“, Monthy Python (1969). Zu finden auf diversen Portalen wie z. B. YouTube.)

Gerade Musiker und Filmstars sind gewissermaßen unsterblich. Ein Gitarrensolo von Jimi Hendrix aus dem Jahr 1968 kann immer noch genau so faszinieren wie vor 40 Jahren, und Charlton Heston mag zwar kürzlich gestorben sein, sein Ben Hur aber beeindruckt heute nicht weniger als in den Blütezeiten des Monumentalfilms. Besonders nachhaltig wirkt die Schrift. So können wir uns dank ägyptischer Hieroglyphen auf Papyrus-Rollen und kleiner keilförmiger Schriftzeichen, die vor Urzeiten mit einem Griffel in weiche Tontafeln gedrückt wurden, noch heute ein recht gutes Bild von Menschen machen, die vor beinahe 5.000 Jahren gelebt haben. Ein gutes Beispiel für die Wirkungsmacht der Schrift ist das älteste überlieferte Epos der Weltgeschichte, in dem die Taten eines Königs aus der mesopotamischen Stadt Uruk beschrieben werden: Gilgamesch. Noch heute werden seine Abenteuer in Filmen, Büchern, Theaterstücken und Opern nacherzählt. Der Mann macht auch deswegen nachhaltigen Eindruck, weil er sich der Legende zufolge auf die Reise machte, um Unsterblichkeit zu erlangen. Denn damit verkörpert Gilgamesch einen uralten, gleichfalls unsterblichen Menschheitstraum.

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Im digitalen Zeitalter braucht man kein Halbgott mehr zu sein, um unsterblich zu werden. In zahllosen Bildern, Tondokumenten und Filmschnipseln leben Menschen wie du und ich zum Teil sogar unfreiwillig weiter, besonders wenn die Dateien ins Netz gestellt werden. Längst gibt es im Internet auch virtuelle Friedhöfe, auf denen man per Mausklick verschiedene Dokumente von Verstorbenen abrufen kann. Für manchen, der sich nicht mit der Vorstellung anfreunden will, dass nach dem physischen Tod alles unwiederbringlich zu Ende ist, mag das ein Trost jenseits religiösen Wunschdenkens sein. Andere versprechen sich etwas von genetischen Datenbanken oder tiefgefrorenem Sperma. Die realistischste Hoffnung für diesseitsbezogene Sterbeunwillige eröffnet jedoch die moderne Hirnforschung. Sie macht inzwischen so große Fortschritte, dass der Neurologe Anders Sandberg von der University of Oxford eine Prophezeiung wagt: „Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass wir unsere Gehirne eines Tages auf einen Computer laden können – was uns eine Art von Unsterblichkeit bescheren wird.“ Wiedergeboren werden wir dann durch einen Systemstart.


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Fotograf: Christian Schmidt

www.christianschmidt.com im deutschsprachigen raum repr채sentiert durch claudia bitzer fotografenrepr채sentanz | achtern styg 7 | 22549 hamburg fon +49 (0)40 8405-9684 | fax +49 (0)40 8405-9686 | cb@claudiabitzer.de | www.claudiabitzer.de

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Fotograf: Christian Schmidt

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Fotograf: Christian Schmidt

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Fotograf: Christian Schmidt

Vita Vita Vita Vita Vita 1970 in Göttingen geboren 1999 Start als Fotograf, seitdem vertreten durch die Hamburger Agentin Claudia Bitzer im deutschsprachigen Raum seit 2003 Repräsentanten in den USA und im umliegenden europäischen Ausland Christian Schmidt lebt in Stuttgart.

awards BFF – Merits 2003, Merit 2004, Silber 2005, Merits 2007, Merit 2008 AOP – Award 2003, Merit 2004, Bronze 2008 Communication Arts – Award of Excellence 2003, 2004, 2005, 2006 ADC Germany – Award 2004, Award 2005, Bronze 2005 ADC New York – Merit + Destinctive Merit 2005, Merit 2006, Merit 2007, Merit 2008 PDN Photoannual Award – 2005, 2006, 2007 Graphis Photo Annual Awards – 2004, 2005, 2006, 2007 Lürzers Archive – 200 Best Photographer's 2004, 2006 Black + White Spider Award – Winner 2005

referenzen Goodby Silverstein, San Fransisco – HP McCann Erickson, Frankfurt – Credit Suisse Young & Rubicam, Paris – Surfrider Foundation Young & Rubicam, Irvine – Jaguar Ogilvy & Mather, New York – American Express Scholz & Friends, Berlin – FAZ Philip & Keuntje, Hamburg – RWE BMZ & More, Düsseldorf – Vaillant

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Indische Illustration

inDisChe illUsTRaTion

ärmlichsten Gegenden des Subso sehr wie das indische. Noch in den e Farb die liebt Erde der Volk ein Wohl kaum rben wie in den kitschigsten BollyFrauen und Mädchen genauso bonbonfa kontinents leuchten die Gewänder der die Menschen in ihrem Alltag ständig ist die indische Grafikkunst, von der wood-Streifen. Nicht minder knallbunt satte Farben. eige oder Verpackung: Überall leuchten umgeben sind. Ob Bildposter, Werbeanz

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Indische Illustration

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Indische Illustration

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Indische Illustration

Rosenwangige Gottheiten mit mehreren Armen, entzückte Kinder, Helden der indischen Unabhängigkeitsbewegung in patriotischer Pose, keusche und lockende Frauen – farbenprächtige Drucke mit solchen Motiven der indischen „Kalendermalerei“ oder „Basarkunst“ findet man auf dem Subkontinent an jeder Ecke.*

* Die Auswahl auf diesen Seiten stammt aus dem prächtigen Bildband „India Bazaar“ von Samantha Harrison und Bari Kumar, erschienen 2003 im Taschen-Verlag, Köln (192 Seiten, 14 x 19,5 cm). Die Sammlung von Postern, Verpackungen, Anzeigen und Kalendern aus ganz Indien zeigt Indiens vielfältige Kultur mit weltlichen, religiösen und sogar politischen Motiven.

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Kolumnentitel in Bild und Ton Unsterblichkeit

20-Mal UnsTeRbliChkeiT aUf DeR leinwanD

"I'VE BEEN ALIVE FOR FOUR AND A HALF CENTURIES, AND I CANNOT DIE." – "WELL, EVERYBODY HAS GOT THEIR PROBLEMS."

tenz. Er steigt von seinem Beobachterposten hinab und tritt zum Preis der Sterblichkeit ins Leben – um es lieben zu lernen. 3. Interview mit einem Vampir (Regie: Neil Jordan, USA 1994): Schwelgerischer Vampirfilm über den Streifzug blutdurstiger Untoter durch die Jahrhunderte nach dem Roman von Anne Rice. Unsterblichkeit ist hier orgiastischer Rausch, aber auch Fluch zugleich – wenn man etwa schon als Mädchen zum Vampir gebissen wird und für immer in dem kindlichen Körper gefangen bleibt. Großes Kino mit Brad Pitt, Tom Cruise, Antonio Banderas und der noch jungen Kirsten Dunst.

1. Zardoz (Regie: John Boorman, GB 1974): Die Erde im Jahr 2293. Die unsterblichen „Ewigen“ leben in einem künstlichen, von Technik dominierten Paradies, während die „Brutalen“ in der unwirtlichen Welt für die Nahrung und den Unterhalt der „Ewigen“ schuften müssen. Der nur eine Million Dollar teure Film war damals ein Flop, heute ist er Kult. Nicht nur aufgrund von Sean Connerys schrillem Outfit und dem leicht psychedelischen Zungenschlag. „Zardoz“ schuf trotz des geringen Budgets stilbildende, futuristische Settings und ist irgendwie noch immer aktuell: Eine Gesellschaft, die den Tod immer mehr verdrängt, verliert die Freude am Leben. Sterblichkeit – so die Botschaft – ist der Motor für Lebendigkeit. 2. Der Himmel über Berlin (Regie: Wim Wenders, BRD/F 1987): Ebenso traumhafte Elegie über die Vergänglichkeit wie wunderschöne Ode an das Leben: Die Engel Damiel und Cassiel (Bruno Ganz & Otto Sander) begleiten die Menschen im mauergeteilten Berlin, sammeln ihre besonderen Augenblicke, weisen den Sterbenden den letzten Weg ins Licht. Bis einer der beiden genug hat vom blutleeren Immer-nurdabei-sein, von der farb-, geruch- und geschmacklosen ewigen Exis-

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4. Alien – Die Wiedergeburt (Regie: Jean-Pierre Jeunet, USA 1997): Höhepunkt und Abschluss der großen Weltraum-Horror-Thriller-Tetralogie. 200 Jahre nach ihrem Tod in flüssigem Blei kämpft Lieutenant Ripley alias Sigourney Weaver erneut gegen das scheinbar unbesiegbare AllMonster – als ein Klon ihrer selbst. Abgründiger, grotesker und humorvoller als die Vorgänger. 5. Flatliners – Ein schöner Tag zum Sterben (Regie: Joel Schumacher, USA 1990): Medizinstudenten simulieren Todeserfahrungen. Bis ihre heimlichen Experimente außer Kontrolle geraten. Exzellent besetzt mit Kiefer Sutherland, Julia Roberts und Kevin Bacon. 6. Und täglich grüßt das Murmeltier (Regie: Harold Ramis, USA 1993): Unsympathischer TV-Wettermann (Bill Murray) gerät am traditionellen Murmeltiertag in der amerikanischen Provinz in eine Zeitschleife. Egal, ob er sich am Abend betrinkt oder gar umbringt – immer wieder reißt ihn der Radiowecker am 2. Februar aus dem Schlaf. Großartig. 7. Highlander – Es kann nur einen geben (Regie: Russell Mulcahy, USA/ GB 1986): Eine Handvoll Auserwählter ist unsterblich, es sei denn, ihnen


Unsterblichkeit inKolumnentitel Bild und Ton

songlisTe

BESSER ALS DAS ORIGINAL!

Die 10 interess antesten Coverver sionen der Popgesc hichte

wird der Kopf abgeschlagen. Kultfilm mit Musik von Queen und einer unvergesslichen Duellszene, in der der betrunkene Held Connor MacLeod (Christopher Lambert) von einem Dandy erstochen wird. Noch mal. Und noch mal. Usw. 8. Vertigo – Aus dem Reich der Toten (Regie: Alfred Hitchcock, USA 1958): Ein ehemaliger Polizist trifft eine Frau, die seiner toten Geliebten Madeleine bis aufs Haar ähnelt. Ist sie eine Art Wiedergängerin von Madeleine, die an Seelenwanderung glaubte, bevor sie von einem Turm stürzte? Für viele Hitchcocks bester. 9. Der Tod steht ihr gut (Regie: Robert Zemeckis, USA 1992): Zwei Rivalinnen (Goldie Hawn & Meryl Streep) bleiben durch ein Elixier ewig jung und schön. Zu dumm nur, dass sie sich gegenseitig umbringen. Statt zu sterben, vergammeln ihre Körper allmählich – viel Arbeit für den Schönheitschirurgen (Bruce Willis). Absurde Komödie über Jugendwahn. 10. Die Mumie (Regie: Karl Freund, USA 1932): Horrorklassiker mit Boris Karloff in der Hauptrolle, der als altägyptischer Priester bei Ausgrabungen zum Leben erwacht. Blind vor Liebe glaubt er, in einer jungen Frau die Reinkarnation einer altägyptischen Prinzessin zu sehen. 11. Star Trek – Treffen der Generationen (Regie: David Carson, USA 1994): Science-Fiction 12. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Regie: Steven Spielberg, USA 1989): Abenteuer 13. Fearless – Jenseits der Angst (Regie: Peter Weir, USA 1993): Drama 14. Jacob’s Ladder – In der Gewalt des Jenseits (Regie: Adrian Lyne, USA 1990): Thriller, Horror 15. Casablanca (Regie: Michael Curtiz, USA 1942): Drama, Romanze 16. 2001 – Odyssee im Weltraum (Regie: Stanley Kubrick, GB 1968): Science-Fiction, Abenteuer 17. The Sixth Sense (Regie: M. Night Shyamalan, USA 1999): Drama, Mystery 18. A.I. – Künstliche Intelligenz (Regie: Steven Spielberg, USA 2001): Science-Fiction, Drama 19. Ghost – Nachricht von Sam (Regie: Jerry Zucker, USA 1990): Romanze, Mystery 20. The Fountain (Regie: Darren Aronofsky, USA 2006): Drama, Romanze

1. Frosch: Im Garten eines Kraken (1969). Sesamstraßen-Version des Beatles-Hits „Octopus’s Garden“. Einfach lustiger als das Original und musikalisch mindestens genauso gut. 2. Klaus & Klaus: An der Nordseeküste (1982). Irische Folkmusik auf Friesisch. Der Schunkelklassiker jeder 80er-Jahre-Party nach dem Original „The wild Rover“ von The Dubliners. 3. Santana: Black Magic Woman (1970). Erst in Santanas Version wurde der Song ein Hit. Das Original haben Fleetwood Mac 1968 geschrieben. 4. Aretha Franklin: Respect (1967). Mit noch mehr Hingabe gesungen als das zwei Jahre ältere Original von Otis Redding, wurde diese leidenschaftliche Bitte um Anerkennung ein Meilenstein der Frauenbewegung. 5. Jimi Hendrix: Hey Joe. Knackiger, cooler, einfach Hendrixiger als das Original von The Leaves. 6. Melvins: Interstellar Overdrive (1996). Sensationell knalliges Cover des Pink-Floyd-Klassikers. Und mindestens doppelt so schnell wie das Original. 7. Nick Cave & The Bad Seeds: All Tomorrow’s Parties (1986). Mit nervös-noisiger Blixa-Bargeld-Gitarre huldigt das Cover dem Geist von Velvet Underground. 8. Juliette Lewis: Hardly Wait (1995). Die Schauspielerin serviert im Film „Strange Days“ eine unglaubliche Performance der P.J.-Harvey-Nummer, die bis dahin nur als 4-Track-Demo existierte. 9. Eric Clapton: I shot the Sheriff (1974). Die lässige Version des Bob-Marley-Originals kletterte an die Spitze der amerikanischen Charts. Ein Highlight des für viele besten Clapton-Albums „461 Ocean Boulevard“. 10. Faith No More: Easy (1993). Merkwürdig, dass ausgerechnet das relaxt-schmusige Cover des LionelRichie-Songs der erfolgreichste Hit der brettharten Band geworden ist.

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Berlin-News

ROLLS-ROYCE UNTER DEN BOGENOFFSET-DRUCkERN Im Juli zieht die Speedmaster XL 105 der Heidelberger Druckmaschinen AG in die Hallen von BerlinDruck ein. Der Bogenoffset-Drucker gehört zu den schnellsten, besten und auch schönsten Maschinen, die derzeit erhältlich sind: Mehrfach wurde er mit Designpreisen ausgezeichnet. Ihren Namen „Speedmaster“ trägt die Maschine zu Recht: Stolze 18.000 Bogen pro Stunde druckt die XL 105 auf einem breiten Spektrum von Materialien. Mit Papierformaten von bis zu 75 mal 105 Zentimetern ist sie die ideale Produktionsmaschine für den hochauflagigen Etiketten- und Verpackungsdruck sowie für den

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hochindustrialisierten Akzidenzdruck. Neben der enormen Geschwindigkeit sorgen kurze Rüstzeiten sowie der hohe Automatisierungsgrad für große Produktivität. Die Qualität und ausgefeilte Technologie der Maschine unterstreicht Heidelberg mit edlem Produktdesign – so sind zum Beispiel wichtige Technikelemente durch den Silberfarbton Mica hervorgehoben. Das überzeugte nicht nur den Rat für Formgebung, der 2006 der Speedmaster XL 105 den Designpreis in Silber der Bundesrepublik Deutschland verlieh. Außerdem wurde sie mit dem amerikanischen und japanischen Good Design Award sowie dem deutschen iF Award prämiert.


Berlin News

image control Der Trend zu mehr Qualität und Wertigkeit ist ungebrochen. Mit Image Control hält ein völlig neues Farbmess-System bei BerlinDruck Einzug. Das System zur Qualitätskontrolle im Auflagendruck misst als weltweit einziges das gesamte Druckbild spektralfotometrisch. Die Messung und Regelung im Bild ergänzt die Information des Farbmess-Streifens und stabilisiert das Bildergebnis unter den Einflüssen und Schwankungen des Druckprozesses. Anhand der ermittelten Abweichungen zu den vordefinierten Referenzwerten erhält der Bediener automatisch Nachführempfehlungen. Diese werden online an die Druckmaschine freigegeben, die dann die Farbzonen in allen Druckwerken gleichzeitig nachregelt. Prinect Image Control sorgt auf diese Weise für eine verlässliche Qualitätskontrolle, die es ermöglicht, in Vorstufe und Druck durchgängig und konstant auf höchstem Qualitätsniveau zu produzieren.

BerlinDruck erhält FSc-ZertiFikat Der Umweltschutz entwickelt sich mehr und mehr zum wichtigen Produktmerkmal. Erst recht in der Papierherstellung. Für den scho­ nenden Umgang mit dem Rohstoff Holz und eine verantwortungs­ volle Bewirtschaftung der Wälder setzt der „Forest Stewardship Council“ (FSC) neue Standards. Mit einem speziellen Siegel kennzeichnet der internationale Verband Pro­ dukte, die nach bestimmten ökologischen und sozialen Kriterien hergestellt wurden. Gegründet wurde der FSC in Folge des Umweltgipfels von Rio im Jahr 1993. Die nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation setzt sich weltweit für eine umweltgerechte, sozialverträgliche und ökonomisch tragfähi­ ge Nutzung der Wälder ein. Unterstützt wird der FSC von Umweltorganisationen, Gewerk­ schaften, Interessenvertreter indigener Völ­ ker sowie von zahlreichen Unternehmen aus der Forst­ und Holzwirtschaft. BerlinDruck wurde jetzt durch einen unabhängigen Prüfer, die GFA Consulting Group, zertifiziert und darf fortan das FSC­ Warenzeichen für Druckerzeugnisse führen. Damit wird bescheinigt, dass wir aus der Forstwirtschaft nur Rohstoffe beziehen, die hohe Qualitäts­ und Umweltstandards erfül­ len, um einen aktiven Beitrag zum Umwelt­ schutz zu leisten. Mehr Infos: www.fsc-deutschland.de

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Berlin-News

Foto: www.hansgruener.de

HIGH-END

AUF DEM RICHTIGEN DAMPFER Ungewöhnliche Kundenwünsche sind für uns nicht ungewöhnlich. Schließlich erhalten wir sehr häufig spezielle Aufträge. Doch manches Mal werden sogar wir noch überrascht. Als Exklusivlieferant für alle Drucksachen beliefern wir Schiffe, die unter amerikanischer Flagge mit ausschließlich englischsprachigen Gästen auf deutschen Flüssen unterwegs sind. Soweit nichts Besonderes, wäre das Schiff, das brandeilig Nachschub für Tagesprogrammvordrucke benötigte, nicht schon auf dem Weg nach Budapest. „Urgent Urgent” endete die E-Mail der Reederei. Einige Telefonate später war das Problem gelöst: Per Overnight gingen die Vordrucke zur Donauschleuse Dietfurt am Main-Donau-Kanal. Der freundliche Schleusenwärter sah kein Problem. Was er damit meinte: Kommt am nächsten Morgen das Schiff in die Schleuse, wirft er das Paket einfach an Bord. Die Lieferung ist angekommen. Pünktlich und trocken.

Besser geht’s nicht: BerlinDruck hat sich ein neues CTPSystem angeschafft. Der Kodak-Magnus-800-QuantumPlattenbelichter mit SQUAREspot-Belichtungstechnologie liefert die derzeit höchste machbare Belichtungsqualität. Die Thermalbelichtung und automatische Temperaturkompensation gewährleisten nicht nur Passgenauigkeit von Platte zu Platte. Sie ermöglichen auch das Belichten des moiréfreien Kodak Staccato-Rasters mit hervorragender Tonwertwiedergabe und Stabilität während des Druckprozesses. Die hohe Effizienz der Maschine basiert vor allem darauf, dass sie die Platten gleichzeitig statt nacheinander lädt. Außerdem richtet sie die Platten automatisch aus, stanzt und entfernt das Papier. Neben konventionellen Thermalplatten belichtet der Magnus 800 auch chemiefreie und prozesslose Platten – wodurch er nicht nur zeitintensive Arbeitsschritte und teure Chemie spart, sondern auch die Umwelt schont. Unser neues Prinergy-Workflow-System mit der PrintEngine von Adobe sorgt dafür, dass die Möglichkeiten des High-End-Plattenbelichters voll ausgeschöpft werden.

Highlights • Hochleistungsbelichtung: bis zu 40 Platten pro Stunde • Große Auswahl an Automationsfunktionen: von Halbautomatik bis Multi-Kassetteneinheit • Wiederholgenauigkeit: ± 5 microns (über 2 fortlaufende Belichtungen der selben Platte) • Genauigkeit: ± 20 microns (± 0,8 mil) absolute Genauigkeit (für das größte Plattenformat)

DATENTRANSFER ZU BERLINDRUCk – jETZT NOCH EINFACHER

• Auflösung: 2400/1200 oder 2540/1270 dpi

Ab sofort können Sie uns Ihre Daten noch einfacher übermitteln – dank unseres ftp-Servers „Marktplatz“. Geben Sie in Ihrem Browser nur noch http://www.berlindruck.de/ftp/uploader.php ein, und alles geht (fast) wie von selbst. Automatisch wird Ihr Datensatz auf unsere internen Rechner geladen und anschließend sofort von dem Marktplatz gelöscht. Sicherheitshalber sollten Sie uns aber auch telefonisch (0421 43871-23) oder per E-Mail (dtp@berlindruck.de) von dem Transfer unterrichten. Für die Übermittlung sensibler Daten stehen wie bisher 20 passwortgeschützte Spezialserver zur Verfügung. Hierfür wenden Sie sich bitte direkt an unsere DTP-Abteilung (0421 43871-23). Dort nennt Ihnen Herr Wetzel oder Herr Gerlach einen freien Server mit den dazu gehörenden Kennwörtern.

• Belichtungsbereich (Trommelachse): max. 1162 mm,

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• Raster: bis zu 250 lpi max. Rasterweite • Belichtungsbereich (Trommelumfang): max. 938 mm, min. 318 mm min. 381 mm


Fragebogen

FRAGEBOGEN: ECkHARDT SCHULZ AUFTRAGSMANAGER BEI BERLINDRUCk

Was ist für Sie das größte Unglück? Menschenvernichtung und Krieg Wo möchten Sie leben? in einer warmen Region wie den Malediven Was ist für Sie das vollkommene Glück? Gesundheit und Zufriedenheit Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten? Unzulänglichkeit Ihre Lieblingsgestalt in der Kulturgeschichte? Der mit dem Wolf tanzt Ihre liebste Werbefigur? das Media-Markt-Schwein Ihre Lieblingsheldinnen in der Wirklichkeit? meine Frau Ihr Lieblingskomponist? Grönemeyer Was aus der Welt der Technik hat Sie besonders beeindruckt? das Internet Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einem Mann am meisten? Gradlinigkeit Welche Eigenschaften schätzen Sie bei einer Frau am meisten? Natürlichkeit Was kauften Sie von Ihrem ersten selbstverdienten Geld? ein Motorrad Ihre Lieblingstugend? Zielstrebigkeit Ihre Lieblingsbeschäftigung? für mich etwas zu tun, wo ich die Zeit vergessen kann und keine Verpflichtungen mehr habe Wer oder was hätten Sie sein mögen? Pilot Welches technische Produkt halten Sie für überflüssig? das Fernsehen Und welches für unentbehrlich? das Auto Ihr Hauptcharakterzug? Ehrlichkeit und Verlässlichkeit Ihr Lieblingsschriftsteller? ich habe keinen, da ich kaum Zeit zum Lesen habe Ihr Lieblingsname? Kristin Ihre Lieblingsfarbe? Maigrün Ihre Lieblingsschrift? Times New Roman Ihr Lieblingspapier? Conqueror Smooth CX22 Was verabscheuen Sie am meisten? Gewalt an Menschen und besonders an Kindern Welche kreative Leistung bewundern Sie am meisten? komponierte Musikstücke Wenn Sie einen Wunsch an die Technik frei hätten: Welcher wäre es? eine Brille, die nie schmutzig wird und nie beschlägt Welches kulturelle Ereignis hat Sie besonders beeindruckt? der 11. September 2001 Welche natürliche Gabe möchten Sie besitzen? Klavierspielen zu können Ihr Motto? lebe jeden Tag so, als wäre es dein letzter

Impressum Herausgeber: BerlinDruck GmbH + Co KG Oskar-Schulze-Straße 12 28832 Achim Tel. 0421 43871-0 Fax 0421 43871-33 www.berlindruck.de Redaktion, Typografie, Design und Reinzeichnung: moskito public relations Auflage: 1.500 Making of In unserem Prinergy-Workflow konnten wir die Seiten dieses Heftes auf einem 30 Zoll Apple Cinema HD Panorama-Bildschirm betrachten. Die Techniker waren noch im Hause, als die Kodak-Druckplatten auf unserer neuen CTP-Anlage Magnus 800 Quantum belichtet wurden (siehe auch Seite 22). Gedruckt wurde auf PhoeniXmotion Xantur matt gestrichen der Papierfabrik Scheufelen. Für den Umschlag kam 250 g/m2, für den Inhalt 170 g/m2 zum Einsatz. Auf unserer Heidelberger CD 102 wurde im Offsetdruck mit Novaboard Skalenfarben gedruckt. Die buchbinderische Verarbeitung erfolgte in unserem Hause über die Stahl-Falzmaschine TH-66 und den Stahl-Sammelhefter ST100. 23


Kolumnentitel

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