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Gesch채ftsberichte 2010

Vontobel-Gruppe

Konzernrechnung Vontobel Holding AG


Geschäftsberichte

2010

Kennzahlen

2

Zur Lage des Unternehmens

4

Die Vontobel-Gruppe

9

Nachhaltigkeit

12

Kommentar zur Geschäftsentwicklung

22

Informationen zur Corporate Governance

37

Konzernrechnung

63

Vontobel Holding AG

157

Informationen für die Aktionäre

168

Unsere Standorte

169

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

1


Verhältniszahlen

31-12-10

Eigenkapitalrendite (%)1 Geschäftsaufwand2/Betriebsertrag (%) Eigenkapital zu Bilanzsumme (%) 1 2

31-12-09

31-12-08

31-12-07

31-12-06

9.8

9.7

8.1

19.2

21.6

78.3

79.1

80.6

67.0

63.9

8.2

8.4

8.8

8.0

8.8

Konzernergebnis in Prozent des durchschnittlichen Eigenkapitals, basierend auf Monatswerten, beides ohne Minderheitsanteile Geschäftsaufwand exkl. Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

Aktienkennzahlen

31-12-10

31-12-09

31-12-08

31-12-07

31-12-06

Unverwässertes Konzernergebnis pro Aktie (CHF)1

2.31

2.17

1.78

4.14

4.00

Verwässertes Konzernergebnis pro Aktie (CHF)1

2.26

2.12

1.74

4.06

3.95

23.67

Eigene Mittel pro ausstehende Aktie am Bilanzstichtag (CHF) Dividende pro Aktie (CHF) Kurs/Buchwert pro Aktie Kurs/Konzernergebnis pro Aktie

23.31

21.73

22.50

20.16

1.40 2

1.40

1.20

2.00

2.00

1.5

1.3

1.0

2.4

2.6

15.4

13.6

12.4

13.2

13.2

Börsenkurs am Bilanzstichtag (CHF)

35.60

29.55

22.00

54.75

52.70

Höchstkurs (CHF)

36.50

38.00

54.90

77.30

55.65

Tiefstkurs (CHF)

26.75

15.30

19.40

49.35

38.00

2’262.0

1’881.0

1’387.0

3’457.3

3’364.2

63’918’532

63’973’581

63’481’890

63’637’178

63’985’995

Börsenkapitalisierung (Mio. CHF) Unverwässerter gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien 1 2

Basis: gewichteter Durchschnitt Anzahl Aktien Gemäss Antrag an die Generalversammlung

Aktieninformationen

Entwicklung Namenaktie Vontobel Holding AG (indexiert) 130 125 120 115 110 110 100 95 90

Nominalwert

CHF 1.00

Börsenkotierung

SIX Swiss Exchange

ISIN

CH001 233 554 0

Valor

01-01-2010

30-06-2010

Namenaktie Vontobel Holding AG (TR)

31-12-2010

1 233 554

Reuters

VONTZn.S

Bloomberg

VONN SW

Telekurs

VONN

Swiss Performance Index (SPI) Quelle: Bloomberg

BIZ-Kennzahlen Tier-1-Kapitalquote (%) Total risikogewichtete Positionen (Mio. CHF)

Risikokennzahl1 Durchschnittlicher Value-at-Risk Marktrisiken (Mio. CHF) 1

31-12-10

31-12-09

31-12-08

31-12-07

31-12-06

21.8

20.9

18.4

21.4

22.9

5’689.8

5’894.9

5’292.0

6’281.1

4’947.7

31-12-10

31-12-09

31-12-08

31-12-07

31-12-06

19.65

4.41

6.64

8.44

8.64

Durchschnittlicher Value-at-Risk 12 Monate. Historical Simulation Value-at-Risk; Konfidenzniveau 99%; Haltedauer 1 Tag; historische Beobachtungsperiode 4 Jahre. Auf Jahresbeginn 2010 erfolgte eine Systemumstellung, welche eine Weiterentwicklung in der Risikomodellierung darstellt. Aufgrund dieser Weiterentwicklung werden die sog. Emittenten-spezifischen Credit-Spread-Risiken neu miteingeschlossen. Dies führt bei gleichbleibenden Positionen zu höheren Risikomassen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Value-at-Risk für die Positionen des Bereichs Financial Products des Geschäftsfeldes Investment Banking.

Ratings

31-12-10

31-12-09

31-12-08

Moody’s Rating Bank Vontobel AG

A1

A1

A1

Standard & Poor’s Rating Bank Vontobel AG

A+

A+

A+

2

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Kennzahlen

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

31-12-08 Mio. CHF

31-12-07 Mio. CHF

31-12-06 Mio. CHF

Total Betriebsertrag

830.2

785.0

756.0

991.0

840.2

Geschäftsaufwand

657.1

633.1

618.7

667.6

538.7

Konzernergebnis

147.3

138.3

113.0

268.3

259.5

Erfolgsrechnung

davon den Minderheitsanteilen zurechenbar

(0.5)

(0.6)

0.2

4.6

3.4

147.8

138.9

112.8

263.7

256.1

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

31-12-08 Mio. CHF

31-12-07 Mio. CHF

31-12-06 Mio. CHF

48.5

21.2

51.0

83.1

73.8

Investment Banking

115.5

147.1

77.5

181.4

194.6

Asset Management

50.6

31.5

76.3

86.3

71.1

(41.5)

(47.9)

(67.5)

(27.4)

(38.0)

Bilanz

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

31-12-08 Mio. CHF

31-12-07 Mio. CHF

31-12-06 Mio. CHF

Bilanzsumme

davon den Aktionären der Vontobel Holding AG zurechenbar

Segmente (Gewinn vor Steuern) Private Banking

Corporate Center

18’301.6

18’081.4

15’531.8

17’992.1

14’952.0

Eigenkapital (ohne Minderheitsanteile)

1’503.9

1’483.6

1’369.9

1’421.1

1’287.0

Forderungen gegenüber Kunden

1’427.0

1’005.4

666.0

813.1

692.0

Verpflichtungen gegenüber Kunden

4’925.7

4’594.4

3’594.2

2’061.2

1’785.6

Ausstehende strukturierte Produkte

9’344.0

9’292.7

8’496.6

11’136.7

8’915.7

31-12-10 Mrd. CHF

31-12-09 Mrd. CHF

31-12-08 Mrd. CHF

31-12-07 Mrd. CHF

31-12-06 Mrd. CHF

78.6

75.2

62.4

79.52

71.2

davon Vermögen mit Verwaltungsvollmacht

45.9

42.8

37.3

49.7

45.6

davon Vermögen ohne Verwaltungsvollmacht

32.7

32.4

25.1

29.82

25.6

5.5

2.1

3.9

5.8

4.5

Kundenvermögen1 Total betreute Vermögen

Netto-Neugeld 1 2

Berechnung gemäss Tabelle Q der von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) erlassenen Richtlinien zu den Rechnungslegungsvorschriften und den internen Richtlinien der Vontobel-Gruppe. Bereinigt um Umklassierungen 31-12-10 Mrd. CHF

31-12-09 Mrd. CHF

31-12-08 Mrd. CHF

40.4

39.2

36.1

31-12-10

31-12-09

31-12-08

31-12-07

31-12-06

Mitarbeitende Schweiz

1’097.6

1’119.1

1’093.4

1’049.7

981.9

Mitarbeitende Ausland

248.5

242.0

226.3

204.4

168.6

1’346.1

1’361.1

1’319.7

1’254.1

1’150.5

Custody-Vermögen Custody-Vermögen 1

31-12-07 Mrd. CHF

46.21

31-12-06 Mrd. CHF

37.1

Bereinigt um Umklassierungen

Personalbestand auf Vollzeitbasis

Total Mitarbeitende

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Zur Lage des Unternehmens

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre Sehr geehrte Kundinnen und Kunden Ende 2009 – und damit inmitten der Finanz- und Wirtschaftskrise – wurden für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft viele Szenarien entwickelt; sie reichten von einer raschen Erholung bis zu einer lang anhaltenden Rezession nach japanischer Prägung. 2010 stellte unter Beweis, dass es auch ganz anders kommen kann. Die Realwirtschaft belehrte viele Makroökonomen eines Besseren und entwickelte sich nicht wie von vielen prognostiziert. Auf den überraschend kräftigen Wiederaufschwung folgten Monate grosser Verunsicherung. Die Schulden- und Eurokrise brachte einige europäische Länder in eine ernste Schieflage. Die Unwägbarkeiten an den Märkten verursachten hohe Volatilitäten. Dies führte einerseits zu einer deutlichen Schwächung des Dollars und des Euros. Andererseits verzeichnete der Franken aufgrund der Stabiltät der Schweiz eine signifikante Aufwertung mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft. Aus diesen Verunsicherungen der Märkte resultierte wiederum eine passive Haltung der Kunden und dämpfte branchenweit die Geschäftsentwicklung in der Vermögensverwaltung. Die politischen Einflüsse und die regulatorischen Veränderungen waren in der Berichtsperiode für den Geschäftsverlauf ebenso prägend wie die konjunkturelle Entwicklung. Der Finanzplatz Schweiz muss sich im internationalen Wettbewerb behaupten und sich als Hort des Vertrauens neu bewähren. Inzwischen wurde mit den ersten Vereinbarungen über die Abgeltungssteuer ein wichtiges Etappenziel erreicht. Wir sind überzeugt, dass die sich abzeichnende Lösung als tragfähiges Fundament für die Privatkunden erweisen wird. Mit Blick auf diese herausfordernden Rahmenbedingungen hat die Vontobel-Gruppe im Berichtsjahr 2010 gut gearbeitet. Nach einem dynamischen ersten Halbjahr folgten

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Zur Lage des Unternehmens

ein flaues drittes Quartal und eine verhaltene Belebung zum Jahresende. In Zahlen resultierte für das Gesamtjahr 2010 ein Konzerngewinn von CHF 147.3 Mio. – ein sehr solides Ergebnis. Bei der Wertung des Geschäftsergebnisses ist der deutlich gestiegene Anteil des Vermögensverwaltungsgeschäfts am Gruppenergebnis hervorzuheben. Sowohl Private Banking wie Asset Management überzeugten mit hohem Gewinnwachstum. Die strategischen Weichenstellungen der letzten Jahre zahlen sich aus. Das Geschäftsfeld Investment Banking erzielte ein erfreuliches Ergebnis, vermochte aber nicht ganz an die sehr hohen Vorjahreszahlen anzuknüpfen. Als eigentlicher Glanzpunkt darf der starke Neugeldzufluss bezeichnet werden. Bemerkenswert sind insbesondere die Erfolge des Asset Managements in Asien, Italien und im Mittleren Osten. Darüber hinaus überzeugte die in den USA verwaltete und auf dem «Value-Ansatz» basierende Produktlinie hinsichtlich Performance und Neugeldzufluss. Die Ausweitung der Präsenz im Private Banking durch neue Standorte stiess auf positive Kundenresonanz, die ein entsprechend hohes Neugeldvolumen nach sich zog. In Verbindung mit der hohen Beratungskompetenz, die uns im Berichtsjahr durch eine breit angelegte Kundenbefragung bestätigt wurde, haben wir damit eine solide Basis für künftiges Wachstum gelegt. Das Investment Banking spürte eine starke Nachfrage bei den strukturierten Produkten. Im anziehenden und zunehmend härter umkämpften Derivatemarkt hat die Vontobel-Gruppe ihre führende Marktstellung in der Schweiz behauptet. Den wiederholten Kompetenznachweis hat der Bereich mit der erfolgreichen Lancierung der Emissionsplattform deritrade ® in Deutschland erbracht. Bedingt durch das anhaltend hohe Investitionsvolumen liegen die Eigenkapitalrendite und die Kosten-Ertrags-Relation der Gruppe leicht hinter unseren mittelfristigen Zielvorgaben zurück. Ein zentrales Thema in der Finanzindustrie bleibt die Frage nach der angemessenen Kapitalausstattung. Die Notenbanken und Aufsichtsbehörden von 27 Ländern haben im Herbst im Rahmen von Basel III die globale Anhebung der Eigenmittel- und Liquiditätsstandards beschlossen. Die Vontobel-Gruppe verfügt trotz der national und international schärferen Regulierung über grossen finanziellen Handlungsspielraum. Unsere Kapitalausstattung, Ausdruck des konservativen Risikoprofils, ist traditionell hoch. Per Jahresende erreichten die Eigenmittel 21.8% der risikogewichteten Positionen. Die angemessene Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg ist wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Vor diesem Hintergrund und auf Grundlage der stabilen Ergebnisentwicklung schlägt der Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG der Generalversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von CHF 1.40 pro Aktie vor. Das Organisationsreglement der Vontobel Holding AG legt für die amtierenden Verwaltungsräte eine Altersgrenze von 70 Jahren fest. Sie gilt auch für den Präsidenten des Verwaltungsrates, Dr. Urs Widmer, der sein Amt mit der kommenden Generalversammlung niederlegt. Der Verwaltungsrat hat sich mit der Nachfolge intensiv befasst und schlägt der Generalversammlung den amtierenden CEO der Vontobel-Gruppe, Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Zur Lage des Unternehmens

Herbert J. Scheidt, zum neuen Präsidenten des Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG und der Bank Vontobel AG vor. Zum neuen CEO hat der Verwaltungsrat Dr. Zeno Staub ernannt. Der heutige Leiter des Geschäftsfeldes Asset Management ist seit 2001 in verschiedenen leitenden Funktionen innerhalb der Vontobel-Gruppe erfolgreich tätig. Er wird seine neue Aufgabe am 4. Mai 2011 im Anschluss an die Generalversammlung antreten. Ein exzellenter Fach- und Leistungsausweis der Führungskräfte und Mitarbeitenden sind zentrale Erfolgsfaktoren. Ohne unsere Mitarbeitenden könnten wir unsere anspruchsvollen Aufgaben nicht erfüllen und die ambitiösen Ziele nicht erreichen. Auch 2010 haben das Tagesgeschäft und zahlreiche Projekte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in hohem Masse gefordert. Sie haben viel bewegt und Vontobel in vielen Belangen nach vorne gebracht. Für dieses grosse Engagement danken wir herzlich. Unseren Aktionärinnen und Aktionären danken wir für das Vertrauen in unsere Strategie und die operative Umsetzung. Auch im neuen Geschäftsjahr wollen wir die Wachstumsinitiativen – im Vordergrund stehen der deutsche Markt sowie der internationale Vertrieb im Asset Management – fokussiert vorantreiben, bei gleichzeitig stringentem Kostenmanagement. Wir werden das uns anvertraute Kapital weiterhin umsichtig und effizient einsetzen. Vontobel hat die schwere Finanzkrise gut gemeistert, dennoch können wir uns dem Umfeld nicht vollends entziehen. Einige Zeichen deuten darauf hin, dass eine unstete Wirtschaftsentwicklung unser Geschäft auch im Jahr 2011 prägen wird. Wir sind dennoch zuversichtlich: Die Vontobel-Gruppe zeichnet sich aus durch Solidität, Unabhängigkeit, integres Geschäftsverhalten und eine ausgeprägte Kundenorientierung. Wir entwickeln für unsere Kunden tragfähige Konzepte und Lösungen und streben lang anhaltende Beziehungen an. So, wie wir es in unserem Claim verankert haben: «Leistung schafft Vertrauen»! Um es auf den Punkt zu bringen: Die Vontobel-Strategie steht. Die Weichen sind gestellt. Für 2011 lautet unsere Zielsetzung, Potenziale konsequent zu entfalten!

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

Dr. Urs Widmer

Herbert J. Scheidt

Präsident des Verwaltungsrates

Chief Executive Officer


Zur Lage des Unternehmens

Personelle Veränderungen im Verwaltungsrat Dr. Urs Widmer wird aufgrund der im Organisationsreglement der Vontobel Holding AG festgelegten Altersgrenze mit der kommenden Generalversammlung sein Amt niederlegen. Urs Widmer hat seit 2003 als Mitglied des Verwaltungsrates und seit der Generalversammlung 2005 als dessen Präsident die Geschicke und die Strategie der Vontobel-Gruppe massgeblich geprägt. Für die ausserordentliche Leistung in dieser Zeit gebührt ihm Respekt und grosser Dank der gesamten Vontobel-Gruppe. Der Verwaltungsrat würdigt sein erfolgreiches Wirken und das hohe Engagement während seiner Amtszeit. Mit seiner unternehmerischen Weitsicht hat Urs Widmer entscheidenden Anteil an der nachhaltig erfolgreichen Entwicklung der Vontobel-Gruppe. Gleichzeitig wird Dr. Wolfhard Graetz sein Amt als Mitglied des Verwaltungsrates zur Verfügung stellen. Er blickt auf eine lange Verbundenheit mit der Vontobel-Gruppe zurück. Seit 1988 leitete er erfolgreich verschiedene Bereiche im Asset Management und im Private Banking. In Genf verantwortete er als Verwaltungsratspräsident und späterer CEO die strategischen und operativen Weichenstellungen der damaligen Tardy, de Watteville & Cie SA. Seit 1997 bringt er seine langjährige Expertise in den Verwaltungsrat ein und steht seit April 2005 Urs Widmer als Vizepräsident zur Seite. Auch Wolfhard Graetz sprechen wir unseren grossen Dank für seine bedeutende Leistung und seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle unseres Hauses aus. Der Generalversammlung vom 3. Mai 2011 wird Clara Streit neu zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Die in Syracuse, New York, Geborene trat nach ihrem Ökonomie-Studium an der Universität St. Gallen mit 23 Jahren in die internationale Unternehmensberatung McKinsey & Company ein, wo sie 2003 zur Senior Partnerin gewählt wurde. Während ihrer langjährigen Beratungstätigkeit hat sie ein sehr breites und fundiertes Wissen in der Finanzindustrie sowie eine ausgeprägte internationale Expertise erworben. Mit ihrer beruflichen Erfahrung und ihrer Internationalität ist Frau Streit eine wertvolle Bereicherung für unseren Verwaltungsrat. Der Dank des Verwaltungsrates geht auch an Herbert J. Scheidt, der in den vergangenen acht Jahren als CEO die strategische Neuausrichtung und das Wachstum der Vontobel-Gruppe erfolgreich vorangetrieben hat. Seine umfassende Erfahrung im internationalen Bankgeschäft sowie seine durch strategisches Denken und hohe konzeptionelle Fähigkeiten geprägte Führung qualifizieren ihn in idealer Weise als neuen Präsidenten des Verwaltungsrates. Herbert J. Scheidt verkörpert die Grundwerte des Hauses Vontobel, und er steht als Garant für Kontinuität, Verlässlichkeit und Erfolg. Der Verwaltungsrat ist der festen Überzeugung, dass die VontobelGruppe unter seiner Leitung zum Wohle all unserer Aktionäre, Kunden und Mitarbeitenden weiterhin hervorragend gedeihen wird.

Bruno Basler, Vorsitzender NCC, im Namen des Verwaltungsrates

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Die Vontobel-Gruppe

Die Vontobel-Gruppe verbindet in einzigartiger Kombination die Tradition und Soli-

Unser Unternehmen

dität einer unabhängigen, international ausgerichteten Schweizer Privatbank mit der Innovationskraft eines aktiven internationalen Vermögensmanagers. Unser integriertes Geschäftsmodell mit den drei Geschäftsfeldern Private Banking, Investment Banking und Asset Management garantiert kurze Kommunikationswege und erlaubt die wirkungsvolle Kombination von Know-how und Ressourcen zum Nutzen unserer Kunden und Kooperationspartner. Weltweit erarbeiten täglich rund 1’400 Mitarbeitende nachhaltigen Mehrwert für unsere Kunden. Ob im Herzen von Zürich, in New York oder Dubai – an neunzehn internationalen Standorten spüren sie Trends auf und konzipieren dazu innovative Anlagestrategien und -produkte. Leistung schafft Vertrauen Die Beziehungen zwischen unseren Kunden und der Vontobel-Gruppe gründen auf Leistung und Vertrauen. Ein Grund dafür, dass viele unserer Kundenbeziehungen über Generationen hinweg dauern. Wir wollen mit unseren Leistungen überzeugen: in jeder Begegnung, mit jedem Kunden. Wir engagieren uns dort, wo wir uns in der Materie bestens auskennen. Dabei verdienen wir uns das Vertrauen unserer Kunden, indem wir halten, was wir versprechen.

Unsere Positionierung

Kernaussagen aus unserem Leitbild

Vontobel ist eine international ausgerichtete Schweizer Privatbank. Wir sind spezialisiert auf das Vermögensmanagement anspruchsvoller privater und institutioneller Kunden. Vontobel konzentriert seine Kernkompetenzen aus Private Banking, Investment Banking und Asset Management zum Nutzen seiner Kunden und Kooperationspartner, in allen Facetten des Vermögensmanagements. Unser Nutzen für Kunden, Mitarbeitende und Aktionäre – Unser integriertes Geschäftsmodell mit seinen drei Bereichen Private Banking, Investment Banking und Asset Management erlaubt die Kombination von Knowhow und Ressourcen zugunsten unserer Kunden und Kooperationspartner. – Unseren Mitarbeitenden sind wir ein attraktiver und fairer Arbeitgeber. – Unseren Aktionären bieten wir als langfristig orientierte Unternehmung eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. – Wir setzen uns für gesellschaftliche und kulturelle Mehrwerte ein. – Den Erfolg unserer Leistungen messen wir anhand von gemeinsam festgelegten Referenzwerten. Darüber berichten wir regelmässig. Unser Leistungsanspruch – Wir bieten eine herausragende Servicequalität. – Wir arbeiten zielgerichtet und sind flexibel. – Wir sind die Experten für massgeschneiderte Lösungen. – Wir kommunizieren offen und transparent. – Wir sind die Bank der kurzen Wege.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Die Vontobel-Gruppe

Vertrauen ist Kern unseres Geschäfts – Wir wissen, dass unser Geschäftserfolg und die Treue unserer Kunden und Kooperationspartner auf dem Vertrauen beruhen, das uns täglich entgegengebracht wird. Die Zerbrechlichkeit dieses Kapitals ist uns bewusst. Daher tragen wir ihm besonders Sorge. – Wir sind ein eigenständiger und solider Partner. – Wir sind integer. – Wir sind diskret und achten die Privatsphäre. – Wir sind transparent. Unsere Prinzipien Unser guter Ruf und unser Vertrauenskapital basieren auf der täglich gelebten Balance zwischen Ertragsorientierung, Risikobereitschaft und den für uns verbindlichen Prinzipien für verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Unser Leitbild konkretisiert sich in der mittelfristigen Strategie unserer Bank. Darin sind die operativen Ziele, die Massnahmen und Verantwortlichkeiten bestimmt.

Strategie

Unsere strategischen Leitplanken – Die Unabhängigkeit Basis dazu bilden das stabile Familienaktionariat mit seinem langfristigen Bekenntnis zu einer unabhängigen Vontobel-Gruppe sowie die Wahrung einer soliden Kapitalausstattung. Die Vermeidung von Interessenskonflikten ermöglicht langfristige Stabilität. – Die Geschäftsfelder Private Banking, Investment Banking und Asset Management Das integrierte Geschäftsmodell mit den Kernkompetenzen Vermögensverwaltung und Investment Banking führt zu einer Ausbalancierung der Wertschöpfung auf Gruppenebene. – Unser Fokus auf ausgewählte Kundensegmente und Märkte unter Berücksichtigung der Gruppensynergien – Unsere klare, mit Augenmass geführte Wachstumsstrategie mittels organischer Expansion, über Kooperationen und Akquisitionen

Mittelfristige Ziele Verwaltete Vermögen

über Marktdurchschnitt

Eigenkapitalrendite

>10% unter Wahrung einer soliden Kapitalbasis

Geschäftsaufwand/Betriebsertrag

10

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

CHF 100 Mrd.

Neugeldwachstum

65%–75%


Die Vontobel-Gruppe

Die Marke Vontobel

Markenstrategie

Der gute Name entscheidet heute mehr denn je. Und nicht ohne Grund investieren immer mehr Banken ganz gezielt in ihre Unternehmensmarke. Starke Bankenmarken dienen dem Kunden als Orientierung und wertvolle Entscheidungshilfe. Entscheidend für unseren einheitlichen Unternehmensauftritt nach innen und aussen ist unsere gelebte Corporate Identity. Nach innen stiftet die Marke Vontobel Identität. Nach aussen wird die Marke sichtbar durch die konsequente Anwendung unseres Corporate Designs, das für einen konsistenten Vontobel-Gesamtauftritt in der Marktkommunikation sorgt. Dabei kommt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine ganz wichtige Rolle zu, denn sie sind die ersten Marken-Botschafter im Kontakt mit unseren Kunden und Partnern. Durch ihr Auftreten und ihre Leistung prägen sie das Bild von Vontobel in der Öffentlichkeit entscheidend mit. Unser Claim «Leistung schafft Vertrauen» bringt unser Markenversprechen auf den Punkt und macht uns unverwechselbar. Unsere Markenstruktur ist klar gegliedert. Auf der Unternehmensebene treten wir als Vontobel-Gruppe mit unseren drei Geschäftsfeldern Private Banking, Investment Banking und Asset Management auf. Eine Ebene darunter folgen Harcourt Investment Consulting, Vontobel Swiss Wealth Advisors, Vontobel Financial Products, die alle optisch an das Erscheinungsbild von Vontobel angelehnt sind. Im Bereich der strukturierten Produkte dient den interessierten Anlegern das derinet ® als Informationsportal (www.derinet.com). Für massgeschneiderte Lösungen steht unseren institutionellen Kunden in der Schweiz und in Deutschland die elektronische Vertriebplattform deritrade ® zur Verfügung. Vontobel arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung einer starken Unternehmensmarke mit dem Ziel, die Bindung der Kunden, Partner und Aktionäre an das Unternehmen zu festigen. Im Berichtsjahr lag der Fokus unserer strategischen Marketingarbeit in der gezielten Weiterentwicklung der Marke Vontobel. Aus einer Position der Stärke heraus wollen wir die Marke Vontobel behutsam weiterentwickeln und auf Basis unserer VontobelWerte und -Eigenschaften unsere Positionierung im Rahmen der Geschäftsstrategie weiter schärfen. Darüber hinaus haben wir uns zum Ziel gesetzt, künftig noch regelmässiger und systematischer den Erfolg unserer strategischen und operativen Marketingaktivitäten zu messen. So können die vorhandenen Marketingressourcen effektiver und effizienter eingesetzt und die Geschäftsfelder in ihren Kundenaktivitäten gezielter unterstützt werden. Erfolgreich etablierte Marken werden dadurch zu einem wichtigen Erfolgsfaktor im Unternehmen. So freut es uns ganz besonders, dass Vontobel im Schweizer Bankenmarken-Ranking, das im Wirtschaftsmagazin Bilanz veröffentlicht wurde, zu den Top 5 Bankenmarken zählt.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

Im Berichtsjahr wurden auf internationaler Ebene kleine aber wichtige Schritte für eine verstärkte Verankerung von Nachhaltigkeitsprinzipien gemacht. Zum Abschluss des internationalen Jahres für Biodiversität beschloss die UNO-Generalversammlung die Einsetzung einer internationalen Plattform für Biodiversität (IPBES), die analog zur Rolle der IPCC in Klimaangelegenheiten Forschungsfragen rund um den ökonomischen Wert der Biodiversität behandeln wird. Die Klimakonferenz in Cancún endete mit einer Einigung über wichtige Prozessschritte als Basis für zukünftige Klimaverhandlungen. Zudem verpflichtete sich die Staatengemeinschaft auf einen Klimafonds der Weltbank, welcher für Technologietransfer in Entwicklungsländer sorgen soll. Das sind zwei Beispiele, die illustrieren, dass Nachhaltigkeitsthemen ganz oben auf der politischen Agenda stehen, und damit auch für die Privatwirtschaft von grösster Bedeutung bleiben. Diese Entwicklungen bestätigen die Vontobel-Gruppe darin, Nachhaltigkeitsaspekte in allen Bereichen der Geschäftstätigkeit verstärkt zu berücksichtigen. Nachhaltigkeit in Grundsätzen verankert Die Vontobel-Gruppe bekennt sich als unabhängige Schweizer Privatbank mit starkem Familienaktionariat zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. Die Gestaltung der Geschäftsaktivität beruht auf dem Verständnis, dass Stabilität, wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung Hand in Hand gehen. Seit Generationen ist die Bank werteorientiertem und langfristigem Handeln verpflichtet. Nachhaltigkeitsleitsätze der Vontobel-Gruppe Grundsatz 1. Vontobel bekennt sich zum Prinzip der nachhaltigen Entwicklung. Kunden 2. Bei der Beratung unserer Kunden stellen wir deren langfristige Zufriedenheit ins Zentrum. 3. Durch das Angebot innovativer Anlagedienstleistungen mit Berücksichtigung von Nachhaltigkeitschancen und -risiken tragen wir einer wachsenden Nachfrage Rechnung. Aktionäre und externe Anspruchsgruppen 4. Unseren Aktionären bieten wir als langfristig orientierte Unternehmung auch durch Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialaspekten eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. 5. Vontobel setzt sich im Verbund mit den gemeinnützigen Stiftungen und durch persönliches Engagement jedes Einzelnen für gesellschaftliche und kulturelle Mehrwerte ein. 6. Wir führen mit der Öffentlichkeit einen aktiven Dialog zu Nachhaltigkeitsthemen. Mitarbeitende 7. Unseren Mitarbeitenden sind wir ein attraktiver und fairer Arbeitgeber. 8. Wir sensibilisieren unsere Mitarbeitenden laufend zu Nachhaltigkeitsrisiken und -chancen. Umwelt 9. Wir vermindern die aus unserer Geschäftstätigkeit entstehende Umweltbelastung so weit als möglich und leisten damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz. Implementierung 10. Wir setzen uns konkrete Nachhaltigkeitsziele und sorgen durch geeignete Managementstrukturen und -prozesse für eine kontinuierliche Verbesserung unserer Leistung.

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

Im neu überarbeiteten Geschäftskodex hat der Verwaltungsrat der Vontobel-Gruppe die Grundsätze und Usanzen für das Geschäftsverhalten zusammengefasst. Er bekräftigt die Grundwerte, die es Vontobel erlauben, für seine Kunden, Aktionäre, Mitarbeitenden, Geschäftspartner, die Behörden und die Öffentlichkeit ein verlässlicher Partner zu sein. Vontobel verpflichtet sich im Geschäftskodex, ihnen gegenüber ethisch, integer und verantwortungsvoll zu handeln. Da die Vontobel-Gruppe zahlreiche Dienstleistungen und Produkte – von Reinigungsdienstleistungen über IT-Geräte bis hin zur Gestaltung und Herstellung von Druckerzeugnissen – bei externen Partnern einkauft, ist es wichtig, dass ihre Nachhaltigkeitsprinzipien auch auf dieser Ebene berücksichtigt werden. Der Nachhaltigkeitsausschuss hat deshalb 2010 entsprechende Einkaufsrichtlinien verabschiedet, die für verschiedene Bereiche und Produktgruppen konkretisiert werden und die Erwartungen an die Geschäftspartner bezüglich Umwelt- und Sozialstandards definieren. Nachhaltiger Mehrwert für Kunden Für einen Vermögensverwalter ist die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten im Anlagegeschäft ein zentraler Anspruch einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie. Vor diesem Hintergrund stellt die Unterzeichnung der Principles for Responsible Investment (PRI) durch Vontobel per Anfang 2010 einen wichtigen Meilenstein dar. Diese Prinzipien, die von der UNEP Finance Initiative und dem UN Global Compact aufgesetzt wurden, formulieren verschiedene Handlungsanleitungen für einen verstärkten Einbezug von Umwelt-, Sozial- und Governancerisiken in der Vermögensverwaltung. Mit der Unterzeichnung dieser Prinzipien bekennt sich die Vontobel-Gruppe nicht nur zum Angebot spezieller Nachhaltigkeitsprodukte, sondern auch zur vermehrten Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei allen Anlagen. Als erster Schritt wurde im Asset Management der Anlageprozess für die weltweiten Aktienfonds, die von Vontobel in Zürich verwaltet werden, angepasst. Nachhaltigkeitsaspekte werden neu systematisch in die Finanzanalyse integriert und bilden somit einen wichtigen Bestandteil in der Beurteilung der Chancen und Risiken von Unternehmen. Zudem definierten Finanz- und Nachhaltigkeits analysten zusammen für jeden Sektor spezifische Nachhaltigkeits-Minimalkriterien. Ihnen stehen für diese Analysen verschiedene externe Informationsquellen zur Verfügung, was in der Analyse einen klaren Mehrwert liefert. Durch innovative, nachhaltige Anlageprodukte ermöglicht Vontobel den Kunden, in zukunftsträchtige Themen zu investieren und damit sowohl finanziellen Erfolg zu erzielen als auch einen Beitrag an eine nachhaltige Entwicklung zu leisten. Im Vordergrund stehen dabei die Produkte der Global Change Investing Linie, welche mit unterschiedlichen Ansätzen verschiedene Aspekte des globalen Wandels einbezieht. Die Global Responsibility Fonds investieren in Unternehmen aller Branchen und berücksichtigen in der Auswahl verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte. Zusätzlich zu den bereits bestehenden regionalen Fonds wurde 2010 der Global Responsibility International Equity lanciert, womit neu auch ein globales Portfolio mit Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien im Angebot ist. Insgesamt wiesen die Global ResponsibiVontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

lity Fonds per Ende 2010 ein Volumen von CHF 276 Mio. auf. Die folgende Tabelle zeigt die Performance der Fonds im Überblick. Alle Global Responsibility Fonds tragen das Transparenzlogo des Eurosif. Es garantiert, dass Anleger umfassend über Anlageprozess und Auswahlkriterien des Fonds informiert werden (der Global Responsibility International Equity wird erst in der nächsten Runde berücksichtigt). Im weiteren verwaltet Vontobel nachhaltige Fonds von Kooperationspartnern wie z.B. Raiffeisen im Umfang von CHF 2'011 Mio. Durch die Beteiligung an «responsAbility», einem Spezialisten für Social Investments und Mikrofinanzanlagen, wird auch die Bereitstellung von Mikrofinanzfonds und anderen innovativen Finanzprodukten unterstützt. Durch Vontobel verwaltete nachhaltige Anlagefonds

Fondstyp

Performance 2010

Vontobel Global Responsibility Asia (ex Japan) Equity

Aktienfonds

18.9%

Vontobel Global Responsibility International Equity

Aktienfonds

15.0% 11.1%

Vontobel Global Responsibility US Equity

Aktienfonds

Vontobel Global Responsibility European Equity

Aktienfonds

9.2%

Vontobel Global Responsibility Swiss Equity

Aktienfonds

5.7%

Raiffeisen Futura Swiss Stock

Aktienfonds

7.2%

Raiffeisen Futura Global Stock

Aktienfonds

(6.9%)

Raiffeisen Futura Global Bond

Obligationenfonds

Raiffeisen Futura Swiss Franc Bond

Obligationenfonds

Raiffeisen Multi Asset Class Futura

Anlagezielfonds

3.5% 2.5% (1.3%)

Raiffeisen Pension Invest Futura 50

Anlagezielfonds

1.2%

Raiffeisen Pension Invest Futura 30

Anlagezielfonds

0.4%

Harcourt Belair (Lux) Sustainable Alternatives SRI

Fund of Hedge Funds

0.2%

Nebst den Nachhaltigkeitsfonds sind verschiedene Themenfonds im Angebot, die unter dem Namen Global Trend auf verschiedene wichtige Entwicklungen wie Umbau des Energiesystems, effizientere Ressourcennutzung und Bereitstellung von sauberen Technologien setzen. Die drei Vontobel Fonds Global Trend New Power, Global Trend Future Resources und Global Trend Clean Technology wiesen per Ende 2010 insgesamt ein Volumen von CHF 527 Mio. auf. Performance 2010

Durch Vontobel verwaltete Themenfonds

Fondstyp

Vontobel Global Trend Future Resources

Aktienfonds

29.9%

Vontobel Global Trend Clean Technology

Aktienfonds

14.6%

Vontobel Global Trend New Power

Aktienfonds

6.2%

Den Privatkunden offeriert Vontobel eine Form der Vermögensverwaltung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien, die breit über verschiedene Anlageklassen diversifiziert und in drei verschiedenen Anlagestrategien erhältlich ist. Im Vergleich zu den anderen Formen der Vermögensverwaltung werden alle Anlagen ergänzend einer klar definierten Nachhaltigkeitsprüfung unterzogen. Dadurch erhält der Anleger die Möglichkeit, in den Erfolg nachhaltiger Unternehmen zu investieren und gleichzeitig persönliche Werte mit der Geldanlage zu kombinieren.

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

Einmal im Quartal erhalten die Privatkunden das neue Kundenmagazin «blue». Es enthält Denkanstösse zu Themen, die weit über Geldanlagen hinausführen. Was bedeutet Sicherheit? Wie ist unser Verhältnis zu Zeit? Wie wirkt sich der laufende Wandel auf unser Leben aus? Solche und andere Fragen werden in Experteninterviews und Fachartikeln von den verschiedensten Seiten beleuchtet. Dass dabei auch Querdenker zu Wort kommen, verschafft überraschende Einblicke und lädt dazu ein, bestehende Positionen zu hinterfragen. Im Oktober 2010 wurden Kunden aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Österreich nach ihrer Meinung zur Beratungs- und Servicequalität des Vontobel Private Banking befragt. Über 90% der teilnehmenden Private Banking Kunden sind insgesamt zufrieden – davon rund 70% sehr oder äusserst zufrieden. Darüber hinaus wurde auch das Image der Bank Vontobel sehr positiv bewertet. Selbstverständlich werden die im Rahmen der Befragung erhaltenen wertvollen Hinweise zum Anlass für laufende Verbesserungen der Beratungs- und Dienstleistungen genommen. Das Investment Banking bietet verschiedene strukturierte Produkte an, die auf nachhaltige Themen setzen. 2010 legte Vontobel z.B. den Erneuerbare Energien II Basket auf, der es Anlegern ermöglicht, an der Entwicklung von zehn verschiedenen Windund Solarwerten zu partizipieren. Nachhaltige Anlagen

2010

2009

2008

Volumen nachhaltiger Anlagen (Mio. CHF)

4’066

3’176

1’928

Anteil nachhaltiger Anlagen (in % der AuM)1

4.8%

3.6%

3.1%

1

Ohne Volumen strukturierter Produkte

Die Volumen nachhaltiger Anlagen bei der Vontobel-Gruppe haben sich gegenüber dem Vorjahr um 28% Prozent erhöht. Gemessen an den gesamten verwalteten Vermögen (AuM) resultiert eine Zunahme um 1.2 Prozentpunkte. Dies illustriert die zunehmende Bedeutung, welche nachhaltige Anlagen sowohl für private wie auch für institutionelle Kunden einnehmen. Kunden, die mit einem Teil ihres Vermögens das Gemeinwohl fördern wollen, können über die Spendenstiftung der Bank Vontobel Projekte in den Bereichen Soziales, Kultur, Ökologie, Bildung und Medizin unterstützen. 2010 leistete die Spendenstiftung einen grösseren Beitrag an die Non-Profit-Organisation «Die Sozialfirma AG» für den Aufbau eines neuen Geschäftszweiges «Baum und Grün». Behinderte übernehmen zusammen mit nicht-behinderten Mitarbeitenden in Teams verschiedene Gartenpflegearbeiten und sind zu marktüblichen Löhnen angestellt. Hauptziel dieser Geschäftsform ist die Reintegration von Behinderten in den Arbeitsprozess. Das Forschungsprojekt «Biodiversität in der Landwirtschaft» des Forschungsinstituts für biologischen Landbau in Frick verfolgt das Ziel, durch gemischten Anbau den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft zu reduzieren und damit die Biodiversität zu fördern. Die Spendenstiftung unterstützt das Projekt über dessen gesamte Laufzeit von 2008 bis zu 2011 mit einem namhaften Betrag.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

Vielfältige Leistungen für unsere Anspruchsgruppen Die folgenden Kennzahlen zeigen auf, wie die Vontobel-Gruppe mit ihrer Geschäftstätigkeit für die Aktionäre und die Öffentlichkeit Mehrwert schafft. Externe Anspruchsgruppen Wertschöpfung (Mio. CHF)1 Fiskalische Abgaben (Mio.

CHF)2

Bezahlte Dividende (Mio. CHF) 1 2

2010

2009

2008

572.0

551.2

504.3

30.2

16.5

27.5

90.2

77.4

128.5

Ertrag abzüglich Sachaufwand und Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten Beinhaltet Gewinnsteuern, Kapitalsteuern sowie übrige Steuern und Abgaben

Die Wertschöpfung hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Dank höherem Gewinn sind sowohl die fiskalischen Abgaben wie auch die bezahlten Dividenden deutlich gestiegen. Die Vontobel-Gruppe engagiert sich in verschiedenen Organisationen für eine verstärkte Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in der Finanzindustrie. Das Unternehmen stellt seit Anfang 2010 den Präsidenten des «The Sustainability Forum Zürich (TSF)», einem internationalen Netzwerk, welches durch einen zukunftsorientierten Dialog unter wichtigen Akteuren Nachhaltigkeitsprinzipien stärker im Finanzmarkt positioniert. Das jährliche Sustainability Leadership Symposium war 2010 dem Thema «Finanzierung der Transformation zu einer CO2-armen Wirtschaft» gewidmet. 2010 nahm das Forum nachhaltige Geldanlagen (FNG) Schweiz die Arbeit als Lokalgruppe des FNG auf. Durch die Übernahme des Vorsitzes prägt Vontobel dessen Aktivitäten wesentlich mit und unterstützt damit die Information von Investoren und Öffentlichkeit über nachhaltige Anlagen. Das FNG Schweiz präsentierte im März die Schweizer Marktstudie zu den wieder stark gewachsenen Volumen nachhaltiger Geldanlagen und organisierte verschiedene Anlässe zu aktuellen Themen rund um nachhaltiges Investieren. Als Gründungsmitglied der Klimastiftung Schweiz trug Vontobel auch 2010 zur Förderung von Klimaschutzprojekten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) bei. Mit Unterstützung der Klimastiftung installierte die Mühle Dambach eine neue Heizung, um die eigenen Biomasseabfälle in Prozessdampf umzuwandeln. Dadurch werden pro Jahr Gas mit einem Energiewert von über 3’000 MWh eingespart und die Mühle stösst 650t weniger CO2 aus. Ein weiteres unterstütztes Projekt war z.B. der Neubau eines Produktionsbetriebs. Dabei wurde auf Wärmepumpen in Kombination mit Wärmerückgewinnung umgestellt. Durch den Einbau eines Energieschirms im Glashaus einer Gärtnerei wird die Nachtabkühlung reduziert.

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

Gemeinnützige Zuwendungen

2010

2009

2008

0.8

0.1

0.4

13.7

11.8

19.6

9.8%

8.6%

17.7%

Spenden und Vergabungen (Mio. CHF) Dividenden an gemeinnützige Stiftungen (Mio. CHF) Dividenden an gemeinnützige Stiftungen sowie Spenden und Vergabungen (in % des Gewinns)

Nicht nur finanzielle Beiträge stiften Nutzen, auch Wissen ist wertvoll. Zahlreiche Mitarbeitende von Vontobel geben ihr Finanzwissen im Rahmen von Referententätigkeiten an internen Schulungsveranstaltungen wie auch an externen Aus- und Weiterbildungsinstituten weiter. Die Vontobel-Gruppe sieht es als ihre Pflicht, ihr Knowhow im Finanzbereich sowohl den Mitarbeitenden als auch breiteren Kreisen zur Verfügung zu stellen, um damit in der Öffentlichkeit mehr Verständnis für die komplexen Zusammenhänge in den Finanzmärkten und ihre Bedeutung für die Schweizer Wirtschaft zu schaffen. Mitarbeitende im Fokus Den Mitarbeitenden attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, ist für Vontobel ein zentraler Anspruch. Dazu gehört auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sowohl beim Mutterschafts- wie auch beim Vaterschaftsurlaub gehen die Leistungen von Vontobel über das gesetzliche Minimum hinaus. Ab dem sechsten Dienstjahr wird ein sechsmonatiger Mutterschaftsurlaub mit voller Entschädigung gewährt, darunter ein viermonatiger. Väter gelangen in den Genuss von fünf Tagen Vaterschaftsurlaub. Vontobel ist seit mehreren Jahren Mitglied von Childcare Service, einer Organisation, die zu Kinderbetreuungsfragen berät und Kinderkrippen betreibt. Neu ist Vontobel seit Juli 2010 auch Mitglied bei the kcc group (kid's care concept) und unterstützt damit die Mitarbeitenden mit einem weiteren Angebot in der Kinderbetreuung. The kcc group bietet Familien ebenfalls ganzheitliche Kinderbetreuungslösungen an. Wo immer betrieblich möglich, versucht Vontobel auf Wunsch von Mitarbeitenden Teilzeitanstellungen zu bieten – auch in Kaderfunktionen. Die folgende Tabelle zeigt, wieviele Mitarbeitende Teilzeit arbeiten: Teilzeitquote nach Geschlecht 2010 Anzahl Frauen

Anteil Frauen

Anzahl Männer

Anteil Männer

Anzahl Total

Anteil Total

20 – 49%

21

4%

5

1%

26

2%

50 – 79%

70

14%

27

3%

97

7%

80 – 99%

68

14%

28

3%

96

7%

100%

336

68%

863

93%

1’199

84%

Total

495

100%

923

100%

1’418

100%

Gegenüber dem Vorjahr hat der Anteil der Frauen, die Teilzeit arbeiten, um zwei Prozentpunkte auf total 32% zugenommen, während der Anteil bei Männern stabil blieb. Dies illustriert die Bereitschaft von Vontobel, Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu bieten.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

Die aktive Förderung der Mitarbeitergesundheit spielt eine wichtige Rolle. So wird z.B. regelmässig eine kostenlose Grippeimpfung angeboten. Im betriebseigenen Restaurant am Hauptsitz können sich Mitarbeitende täglich gesund verpflegen. Dieses wird vom SV-Service betrieben, der ebenfalls eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Auch werden am Arbeitsplatz jeden Tag frische Früchte zur Verfügung gestellt. Mitarbeitervielfalt ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen, sei es bezüglich Geschlecht, Alter oder auch Nationalitäten. Diesem Faktor schenkte man auch bei der Erarbeitung des internen Ausbildungsprogramms für das laufende Jahr erhöhte Aufmerksamkeit und konzipierte ein neues Seminar zum Thema Diversity. Die folgenden Tabellen zeigen den Frauen- und Männeranteil auf verschiedenen Rangstufen und den Anteil verschiedener Nationalitäten an der Belegschaft. Anzahl Frauen

Anteil Frauen

Anzahl Männer

Anteil Männer

Mitarbeiter

187

55%

152

45%

Kader

222

47%

255

53%

86

14%

510

86%

Rangstruktur nach Geschlecht 2010

Direktion Gruppenleitung Total Verwaltungsrat

Nationalitäten Mitarbeitende

6

100%

923

65%

1

12%

7

88%

Anzahl

31-12-10 in %

Anzahl

31-12-09 in %

Schweiz

995

70

1’003

70

152

11

154

11

Österreich

57

4

59

4

Italien

58

4

59

4

USA

49

3

39

3

Spanien

16

1

17

1

Frankreich

13

1

17

1

Grossbritannien

22

2

16

1

Andere

56

4

63

5

Total

1’418

100

1’427

100

Dienstaltersstruktur

Anzahl

31-12-10 in %

Anzahl

31-12-09 in %

bis 1 Jahr

215

15

135

10

1 bis 5 Jahre

588

41

661

46

5 bis 10 Jahre

309

22

342

24

10 bis 20 Jahre

207

15

184

13

20 bis 30 Jahre

84

6

90

6

Total

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

0% 35%

Deutschland

über 30 Jahre

18

0 495

15

1

15

1

1’418

100

1’427

100


Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

Altersstruktur bis 20 Jahre

Anzahl

31-12-10 in %

Anzahl

31-12-09 in %

22

2

24

2

20 bis 30 Jahre

165

12

164

11

30 bis 40 Jahre

485

34

476

33

40 bis 50 Jahre

470

33

485

34

50 bis 60 Jahre

228

16

227

16

über 60 Jahre Total

48

3

51

4

1’418

100

1’427

100

Laufende Weiterbildung befähigt Mitarbeitende, sich den ständig ändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Vontobel bietet deshalb sowohl ein internes Ausbildungsprogramm an wie auch die Möglichkeit, externe Lehrgänge zu besuchen. Durch das Angebot von attraktiven Lehrstellen wird Jugendlichen der Berufseinstieg in eine interessante Branche ermöglicht. Gleichzeitig profitiert Vontobel davon, dass damit gut ausgebildete junge Fachkräfte für eine Festanstellung zur Verfügung stehen. Die Entwicklung der Fluktuationsrate ist abhängig von verschiedenen Faktoren, ihre Betrachtung im Zeitverlauf kann Hinweise auf die grundsätzliche Zufriedenheit der Mitarbeitenden geben. Fluktuation und Ausbildung Fluktuationsrate (in %)

2010

9.3 1

2009

8.62

2008

10.2

Ausbildungskosten (1’000 CHF)

2’167

1’777

2’154

Ausbildungskosten (CHF/Vollzeitstelle)

1’528

1’306

1’656

21

22

19

Anzahl Lernende 1 2

ohne personelle Veränderungen aus Akquisition Commerzbank (Schweiz) AG ohne personelle Veränderungen aus Sparmassnahmen

Nach einem durch den Geschäftsverlauf begründeten Rückgang im Jahre 2009 stiegen die Ausbildungsausgaben 2010 wieder nahezu auf das Niveau von 2008 an. Die Mehrzahl der Lehrabgänger wurde über die Anstellung von neuen Lernenden kompensiert. Durch Verhaltensänderungen der Mitarbeitenden kann der Beitrag von Vontobel an eine funktionierende Gesellschaft und intakte Umwelt ebenfalls wesentlich verbessert werden. Die Mitarbeitenden werden deshalb über verschiedene Aktionen auf entsprechende Themen sensibilisiert: – Während der «Energiewochen» wurden den Mitarbeitenden mit einer breiten Auswahl von Aktionen und Informationsmitteln aufgezeigt, wie im Alltag mühelos Energie gespart und damit das Klima geschont werden kann. Dabei standen die drei Themenfelder Stromverbrauch, Mobilität und Ernährung im Zentrum. Die Energiewochen stiessen auf breites Interesse und führten zu manch angeregter Diskussion. – Im Sommer 2010 engagierte sich Vontobel zum zweiten Mal bei der Aktion «Bike to Work», welche die Mitarbeitenden anspornt, den Arbeitsweg vermehrt mit dem Fahrrad zurückzulegen. Erneut beteiligten sich zahlreiche Teams daran.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

19


Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

Langfristiges Entlöhnungskonzept Das bereits im Jahr 2005 eingeführte Vontobel Entlöhnungskonzept motiviert die Mitarbeitenden, ihre Geschäftstätigkeit langfristig auszurichten und sich nachhaltig für das Unternehmen zu engagieren. Es erfüllt in hohem Masse die viel diskutierten Anforderungen an ein nachhaltiges, ganzheitliches Kompensationssystem. Nähere Angaben dazu finden sich im Kapitel «Informationen zur Corporate Governance» unter dem Titel «Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen» sowie in der Anmerkung 29 im Anhang zur Konzernrechnung. Das System setzt einen starken Fokus auf den langfristigen Geschäftserfolg der Vontobel-Gruppe und stellt den betroffenen Mitarbeitenden einen Teil der variablen Vergütung mit aufschiebender Wirkung zur Verfügung. Verantwortliches, risikobewusstes Handeln im Sinne des Unternehmens wird damit besonders belohnt und gefördert. Verantwortung für die Umwelt Im Rahmen seiner Klimastrategie hat Vontobel auch 2010 verschiedene Massnahmen umgesetzt, um die CO2-Emissionen aus dem Geschäftsbetrieb schrittweise zu senken. Neben der Umstellung auf erneuerbaren Strom für das externe Rechenzentrum führte Vontobel im Berichtsjahr ein umfassendes Energieaudit für das mit rund 365 Mitarbeitenden grösste Gebäude am Hauptsitz in Zürich durch. Experten prüften Einstellungen der Heizungs- und Lüftungsanlagen sowie der Beleuchtung. Generell wurde den Anlagen ein guter Zustand sowie eine sorgfältige Wartung attestiert. Trotzdem konnte der Energieverbrauch und damit die Energiekosten durch optimierte Einstellungen um 14% verringert werden. Die Amortisationsperiode des Energieaudits lag unter einem Jahr, womit sich diese Massnahme also nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus finanzieller Sicht auszahlte. Mit den im Juni 2010 durchgeführten «Energiewochen», die im Abschnitt «Mitarbeitende im Fokus» beschrieben sind, konnten dank klimaschonender Menus und der Reduktion von Liftfahrten rund 10’000kg CO2 eingespart werden. Soviel würde gebunden, wenn 937 Fichten angepflanzt würden; die Vontobel-Gruppe hat während der «Energiewochen» also sinnbildlich einen Wald von fast 1’000 Bäumen «gepflanzt». Seit 2009 ist die Vontobel-Gruppe als Gesamtunternehmen klimaneutral. Über eine Zusammenarbeit mit dem etablierten Partner First Climate werden Zertifikate im Umfang der jährlichen, weltweiten CO2-Emissionen von Vontobel erworben und damit sämtliche Emissionen der Gruppe kompensiert. Der Erlös fällt bei Entwicklungs- und Schwellenländern an, die daraus Projekte im Bereich erneuerbare Energien realisieren. Vontobel erhebt jährlich die wichtigsten Kennzahlen zur Umweltbelastung durch die Gruppe. Die jeweils aktuellsten Kennzahlen sind in einem separaten Dokument erhältlich, das auf der Internetseite zum Download bereit steht.

20

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe

Implementierung Der Vontobel Nachhaltigkeitsausschuss unter Leitung des CEO sorgt dafür, dass die Nachhaltigkeitsleitsätze in der Praxis auch gelebt werden und sich Vontobel in den verschiedenen Bereichen laufend verbessert. Im Gremium sind neben den drei Geschäftsfeldern Asset Management, Investment Banking und Private Banking nachhaltigkeitsrelevante Gruppenfunktionen vertreten. Die vermehrte Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in allen Geschäftsbereichen ist eine permanente Aufgabe. Vontobel wird sich weiterhin mit Engagement für eine kontinuierliche Verbesserung in allen Bereichen einer nachhaltigen Unternehmensführung einsetzen. Über die Fortschritte in diesem Bereich wird regelmässig im Internet informiert: www.vontobel.com/nachhaltigkeit

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

21


Kommentar zur Geschäftsentwicklung

Die Vontobel-Gruppe mit Gewinnanstieg und starker Neugeldentwicklung

Kundenvermögen in Mrd. CHF 80

Die Vontobel-Gruppe erwirtschaftete 2010 in einem weiterhin sehr anspruchsvollen Umfeld ein um 7% höheres Konzernergebnis von CHF 147.3 Mio. Die Eigenkapitalren-

70

dite erreichte mit 9.8% den Vorjahresstand (9.7%). Das unverwässerte Ergebnis pro Namenaktie belief sich auf CHF 2.31 (2009: CHF 2.17). Die Vermögensverwaltungs-

60

bereiche Private Banking und Asset Management wiesen ein beachtliches Gewinnwachstum auf, während das Investment Banking auf hohem Niveau konsolidierte. An-

50

gesichts des soliden und breit abgestützten Resultats schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von CHF 1.40

40

je Namenaktie vor.

30

Im Geschäftsjahr flossen der Gruppe neue Vermögen in stattlichem Umfang von netto CHF 5.5 Mrd. zu, was 7.3% der verwalteten Vermögen entspricht. Dieser beachtliche

20

Neugeldzufluss ist Beweis für das hohe Vertrauen der Kunden in die Expertise und Solidität von Vontobel. Die gesamten Kundenvermögen erhöhten sich gegenüber

10

Ende 2009 um 5%, respektive CHF 3.4 Mrd., auf CHF 78.6 Mrd. Der hohen Akquisi2010

2009

2008

2007

2006

tionsleistung und den positiven Markteinflüssen von CHF 3.2 Mrd. standen negative 0

Währungseinflüsse von insgesamt CHF 5.3 Mrd. entgegen. Das Anlagejahr 2010 war geprägt von insgesamt leichten Kursfortschritten in den Aktien- und Obligationenmärkten, verbunden mit hohen Wertschwankungen und Währungsturbulenzen. Die ab Mai eskalierende Euro-Krise führte zu einer abermaligen Flucht in Qualitätswerte und damit zu fallenden Zinsen in der Schweiz und in Deutschland. Die Aktienmärkte konnten vornehmlich im zweiten Halbjahr aufgrund besserer Wirtschaftsaussichten zulegen. Das Eigenkapital der Vontobel-Gruppe belief sich zum Jahresende auf hohe CHF 1.5 Mrd. Die solide Kapitalausstattung manifestiert sich auch in der weiterhin überdurchschnittlichen BIZ-Tier-1-Kapitalquote von 21.8%. Dieses solide Fundament bildet – auch unter den sich abzeichnenden verschärften regulatorischen Anforderungen – eine gute Ausgangslage für die Weiterführung der fokussierten Wachstumsstrategie. Wachsendes Vermögensverwaltungsgeschäft Gewinn vor Steuern Private Banking

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

48.5

21.2

Investment Banking

115.5

147.1

Asset Management

50.6

31.5

Corporate Center

(41.5)

(47.9)

Total

173.1

151.9

Das Vermögensverwaltungsgeschäft wies – sowohl im Private Banking wie im institutionellen Asset Management – beachtliche Neugeld- und Profitabilitätsfortschritte auf. Im Private Banking zahlten sich der Ausbau der Marktpräsenz und die verstärkte Beratungskompetenz aus. Im Asset Management bewährten sich die Konzentration auf ausgewählte Produktlinien und die Stärkung der internationalen Vertriebskraft. Private Banking und Asset Management trugen zusammen CHF 99.1 Mio. zum

22

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Kommentar zur Geschäftsentwicklung

Vorsteuergewinn der Gruppe von CHF 173.1 Mio. (+14%) bei. Das Investment Ban-

Konzernergebnis in Mio. CHF

king vermochte die führende Marktstellung im Bereich der in der Schweiz kotierten 300

strukturierten Produkte zu behaupten und generierte einen Vorsteuergewinn von CHF 115.5 Mio. Das Resultat des Corporate Center verbesserte sich dank aktiver Bewirtschaftung der Treasury-Bestände.

250

Erfreulicher Vermögenszufluss Im Vorjahresvergleich konnten alle drei Geschäftsfelder den Neugeldzufluss deutlich

200

steigern. Insbesondere der institutionelle Bereich verzeichnete international namhafte Akquisitionserfolge. Im Private Banking warfen die sich abzeichnenden Steuer150

abkommen der Schweiz mit europäischen Staaten ihre Schatten voraus. In Anbetracht dieser Umstände ist der Netto-Neugeldzufluss von privaten und institutionellen Kunden als beachtlich zu werten.

100 31-12-10 Mrd. CHF

31-12-09 Mrd. CHF

1.5

0.5

Private Banking

1.2

0.4

External Asset Manager

0.3

0.1

4.0

1.6

Asset Management Mandate

2.8

2.2

Asset Management Fonds

0.9

(1.0)

Investment Banking

0.3

0.4

5.5

2.1

Neugeldentwicklung

Total Netto-Neugeld

2010

2009

2008

2007

Institutionelle Kunden

2006

50

Privatkunden

0

Im Privatkundengeschäft wurden Netto-Neugelder von CHF 1.5 Mrd. generiert, namentlich aus dem Markt Zentral- und Osteuropa sowie aus den neuen Standorten im Heimmarkt Schweiz. Von institutioneller Seite und durch Anlagefonds konnten

Eigenkapital in Mrd. CHF

Vermögen von CHF 4.0 Mrd. akquiriert werden. Im Mandatsgeschäft flossen vor allem von internationaler Seite neue Gelder im hohen Umfang von CHF 2.8 Mrd. zu. Doch auch im Fondsgeschäft konnten nach einigen schwierigen Jahren wieder bedeutende Erfolge von CHF 0.9 Mrd. verbucht werden. Zum Jahresende 2010

1.5

betreute die Vontobel-Gruppe Kundenvermögen in der Höhe von CHF 78.6 Mrd. Dies entspricht einem Anstieg von 5% respektive CHF 3.4 Mrd. gegenüber dem Vorjahr. Dem erfreulichen Netto-Neugeldwachstum und der positiven Marktentwicklung standen deutlich negative Währungseinflüsse gegenüber. 1.0

24

Obligationen

31

31

Alternative Anlagen Liquide Mittel, Treuhandanlagen Übrige1 1

Inklusive strukturierte Produkte

6

6

14

18

4

4

0.5

2010

17

28

2009

17

Ausländische Aktien

2008

Schweizer Aktien

Betreute Vermögen nach Anlageinstrumenten

2007

31-12-09 in %

2006

31-12-10 in %

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

0

23


Kommentar zur Geschäftsentwicklung

Die Zusammensetzung der betreuten Vermögen nach Anlageinstrumenten erfuhr im

Betriebsertrag in Mio. CHF

Berichtszeitraum eine gewisse Verlagerung von Liquidität zu Aktien. Dies spiegelt die 1’000

aktive Anlagepolitik der Vontobel-Gruppe und das leicht gestiegene Vertrauen der Kunden in die Kapitalmärkte.

800

31-12-10 in %

31-12-09 in %

CHF

36

36

EUR

26

32

USD

21

19

Übrige

17

13

Betreute Vermögen nach Währungen

600

400

Im Berichtsjahr wertete sich der Euro gegenüber dem Schweizer Franken um 16% ab. Der tiefere Anteil an Euro-Anlagen in den Kundendepots reflektiert diese Entwicklung. Der Rückgang des US Dollars gegenüber dem Schweizer Franken von 10%

200

wurde hingegen kompensiert durch den starken Neugeldzufluss im institutionellen

2010

2009

2008

2007

0

2006

US-Geschäft. Steigende Kommissionseinnahmen dank höherer Vermögensbasis Struktur der Erfolgsrechnung 31-12-10 Mio. CHF

Erfolg aus Zinsengeschäft

Anzahl Mitarbeitende (Vollzeitbasis) 1’400

46.0

6

Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

478.2

58

420.0

53

Handelserfolg

273.9

33

298.0

38

Übriger Erfolg

25.0

3

21.0

3

Total Betriebsertrag

830.2

100

785.0

100

Personalaufwand

392.3

47

386.8

49

Sachaufwand

196.2

24

171.9

22

61.8

7

61.9

8

Geschäftsaufwand Steuern

800

31-12-09 in %1

6

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste 1’000

31-12-09 Mio. CHF

53.1

Abschreibungen, Amortisationen

1’200

31-12-10 in % 1

Konzernergebnis 1

6.8

1

12.5

1

657.1

79

633.1

80

25.8

3

13.6

2

147.3

18

138.3

18

Anteil am Betriebsertrag

600

Der Betriebsertrag erhöhte sich Berichtsjahr um 6% auf CHF 830.2 Mio. Die mit einem Anteil von 58% mit Abstand wichtigste Ertragskomponente, der Erfolg aus

400

dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, konnte überproportional um 14% auf CHF 478.2 Mio. gesteigert werden. Dies begründet sich hauptsächlich mit der um

200

20% höheren durchschnittlichen Vermögensbasis. Der Erfolg aus dem Handelsge2010

2009

2008

2007

schäft belief sich auf CHF 273.9 Mio., und lag damit leicht unter Vorjahr. Der Han2006

0

delserfolg beinhaltet die Emission, die Absicherung und den Sekundärhandel von strukturierten Produkten und Derivaten sowie den Devisenhandel. Während im

24

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Kommentar zur Geschäftsentwicklung

Vorjahr das Handelsergebnis durch Bewertungseffekte deutlich positiv beeinflusst wurde, wirkte sich dieser Effekt im Geschäftsjahr 2010 insgesamt gering aus. Der Anstieg des Zinsensaldos um 15% auf CHF 53.1 Mio. ist auf die im Jahresverlauf deutlich höheren Kundeneinlagen sowie auf die aktivere Bewirtschaftung der Treasury-Liquidität zurückzuführen. Letztere begünstigte auch die Entwicklung des übrigen Erfolgs, der um 19% auf CHF 25.0 Mio. zunahm. Konsequente Umsetzung der strategischen Initiativen Die Strategie der Vontobel-Gruppe sieht fokussierte Wachstumsinitiativen in allen drei Geschäftsfeldern über organische und akquisitorische Expansion sowie über Kooperationen in den definierten Kernmärkten vor. Im Geschäftsjahr 2010 standen wiederum die Investitionen in die Vermögensverwaltungsaktivitäten im Fokus. Im Private Banking wurde die Marktpräsenz in der Schweiz mit der vollständigen Integration der Commerzbank (Schweiz) AG und der Eröffnung der Standorte Basel und Bern ausgebaut. Das Asset Management verstärkte seine Vertriebskraft in Europa und in Asien. In Deutschland wurden die Aktivitäten der drei Geschäftsfelder gebündelt und unter dem rechtlichen Dach der Bank Vontobel Europe AG mit Sitz in München zusammengeführt. Damit wurden ideale Voraussetzungen für eine geschäftsfeldübergreifende Expansion im zweiten Heimmarkt geschaffen. Die anhaltenden Investitionen und das höhere Geschäftsvolumen führten zu einem Anstieg des Geschäftsaufwands der Gruppe um 4% auf CHF 657.1 Mio. Der Personalaufwand nahm im Vorjahresvergleich um 1% auf CHF 392.3 Mio. und der Sachaufwand um 14% auf CHF 196.2 Mio. zu. Im Geschäftsaufwand sind letztmalig Integrationskosten für die Schweizer Commerzbank-Tochter im Umfang von CHF 9.3 Mio. enthalten. Ende 2010 beschäftigte die Vontobel-Gruppe 1’346 Mitarbeitende auf Vollzeitbasis, das sind fünfzehn Mitarbeitende weniger als Ende 2009. Die Abschreibungen von CHF 61.8 Mio. bewegten sich plangemäss auf dem Vorjahresniveau. Aufgrund der ausgewogeneren Gewinnverteilung erhöhte sich die Steuerquote erwartungsgemäss von 9.0% auf 14.9%. Investitionen und Abschreibungen auf

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Investitionen

41.0

39.4

Abschreibungen

61.8

61.9

Sachanlagen und immateriellen Werten

Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag verbesserte sich leicht von 79.1% auf 78.3%. Mit Blick auf den gegenwärtig laufenden Transformationsprozess in der Finanzindustrie sowie die Fortführung der strategischen Expansion befindet sich die betriebliche Effizienz leicht ausserhalb des von Verwaltungsrat und Gruppenleitung definierten mittelfristigen Zielbereichs von 65% bis 75%. Weitsichtige Risikopolitik 2010 geriet die Bonität einzelner europäischer Länder angesichts ausufernder Verschuldung zunehmend unter Druck. Die Vontobel-Gruppe hält dank vorsichtigem Risikomanagement nur geringe Positionen in Obligationen der betroffenen Staaten.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

25


Kommentar zur Geschäftsentwicklung

Die Gruppe behielt somit ein unverändert konservatives Risikoprofil bei. In Bezug auf die Risikomessung wurden weitere Verfeinerungen vorgenommen. So berücksichtigt die Value-at-Risk-Kennzahl 2010 neu auch das Emittenten-bezogene «Credit Spread»-Risiko. Deshalb ist der durchschnittliche Value-at-Risk des Investment Banking von CHF 19.7 Mio. nicht mit den Werten der Vorjahre vergleichbar. Value-at-Risk des Bereichs Financial Products Durchschnitt 12 Monate per

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Aktien

1.1

2.7

Zinsen

17.9

1.6

Währungen

0.4

(0.1)

Rohwaren

0.3

0.2

19.7

4.4

Total

Ab 2010 neue Berechnungsmethode unter Berücksichtigung des Emittenten-bezogenen «Credit-Spread»Risikos; die Vorperiode wurde nicht angepasst.

Solide Eigenkapitalausstattung – auch unter künftig verschärften Anforderungen Die Vontobel-Gruppe verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 8.2% und einer BIZTier-1-Kapitalquote von 21.8% weiterhin über eine solide Kapitalausstattung. Eine gute Voraussetzung, um auch unter künftig verschärften regulatorischen Anforderungen den eingeschlagenen Wachstumskurs fortzusetzen. Das Eigenkapital belief sich auf CHF 1.5 Mrd. und lag damit auf dem Jahresendstand 2009. Die Gruppe erwirtschaftete eine ansprechende Eigenkapitalrendite von 9.8%. Angesichts der hohen Marktschwankungen und der geringen Anlagerenditen bevorzugten viele Kunden der Vontobel-Gruppe liquide Anlagen, was sich in steigenden Kundeneinlagen manifestierte. Die Verpflichtungen gegenüber Kunden erhöhten sich im Vergleich zu Ende 2009 um 7% auf CHF 4.9 Mrd. Die Bilanz spiegelt zudem das rege Interesse an derivativen Vontobel-Produkten (CHF 9.3 Mrd.) und die aktivere Bewirtschaftung der Treasury-Bestände. Auf der Aktivseite wurden der hohen Kreditqualität der Anlagen und den kurzen Laufzeiten weiterhin starke Beachtung geschenkt. Die Bilanzsumme blieb gegenüber dem Stand von Ende 2009 mit CHF 18.3 Mrd. nahezu unverändert. Von den gemäss den BIZ-Regeln notwendigen Eigenmitteln von CHF 625.1 Mio. (31-12-09: CHF 666.7 Mio.) entfielen 42% auf das Investment Banking. Allokation der erforderlichen Eigenmittel (BIZ)

Operat. Risiken Mio. CHF

Goodwill etc. Mio. CHF

Total Mio. CHF

30.3

0.0

34.9

77.1

142.3

Investment Banking

38.4

154.1

50.5

21.0

264.0

Asset Management

6.1

0.0

31.4

71.8

109.3

Total

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

Marktrisiken Mio. CHF

Private Banking

Corporate Center

26

Kreditrisiken Mio. CHF

51.5

56.2

1.8

0.0

109.5

126.3

210.3

118.6

169.9

625.1


Kommentar zur Geschäftsentwicklung

Die Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s stufen unverändert die langfristigen Verbindlichkeiten der Bank Vontobel AG mit A+ beziehungsweise A1 ein. Die Vontobel Holding AG bewerten die Kreditanalysten mit A beziehungsweise A2. Diese Ratings bestätigen die anerkannte Finanzkraft und Solidität der Vontobel-Gruppe.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

27


Private Banking

Das Private Banking widmet sich der erstklassigen Betreuung von Vermögen. Dabei werden wohlhabende Kunden nach einem ganzheitlichen und massgeschneiderten Ansatz über das gesamte Spektrum der Vermögens- und Finanzdienstleistungen beraten und betreut. Im Vordergrund stehen individuelle Lösungen. Das Angebot umfasst eine breite Palette an Dienstleistungen – von der Vermögensverwaltung und der aktiven Anlageberatung bis zur integralen Finanzberatung und Nachlassplanung. Das VontobelGeschäftsmodell ermöglicht den Kunden zudem den Zugang zur ausgewiesenen Expertise aus den Bereichen Asset Management und Investment Banking. Das gesamte Handeln der Spezialisten steht dabei unter der Prämisse der Sicherheit sowie des nachhaltigen Wertzuwachses. Das Private Banking ist in Zürich, Basel, Bern, Genf, Luzern, Vaduz, Salzburg, Wien, München, Hamburg, Mailand und Hong Kong sowie seit Anfang 2011 auch in Köln präsent. Das schweizerische Private Banking befindet sich im Umbruch. Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärungen mit Deutschland und Grossbritannien werden die Konturen der künftigen Rahmenbedingungen zunehmend sichtbar. Viele Kunden positionieren sich entsprechend, was sich im zweiten Halbjahr auch dämpfend auf den Netto-Neugeldzufluss auswirkte. Die absehbaren Regelungen werden wieder mehr Rechtssicherheit bieten und sich mittelfristig positiv auf die Schweizer Vermögensverwaltungsbranche auswirken. Das Vontobel Private Banking stand ganz im Zeichen der aktiven Neuausrichtung auf das veränderte Umfeld und der weiteren Dynamisierung. So konnte die vollständige Integration der Commerzbank (Schweiz) AG erfolgreich abgeschlossen werden. Die Marktpräsenz im Heimmarkt Schweiz wurde mit neuen Standorten in Basel und Bern verstärkt und mit der Vontobel Swiss Wealth Advisors AG wurden die Voraussetzungen zur Betreuung von US-Privatkunden geschaffen. Zudem wurden die Beratungsleistungen kontinuierlich ausgebaut und zahlreiche Prozesse kundenorientiert verbessert. Die 2010 durchgeführte Kundenumfrage bestätigte die sehr hohe Zufriedenheit der Private Banking Kunden mit den Dienstleistungen von Vontobel. Ende Dezember 2010 betreute Vontobel Private Banking Kundenvermögen in der Höhe von CHF 29.6 Mrd. (–1% im Vergleich zu Ende 2009). Der Netto-Neugeldzufluss verdreifachte sich gegenüber 2009 auf CHF 1.2 Mrd. Neue Vermögen wurden vor allem im Heimmarkt Schweiz sowie im Markt Zentral- und Osteuropa gewonnen. Der Beitrag der Marktperformance auf Wertpapieren schlug mit CHF 1.4 Mrd. positiv zu Buche. Dem standen negative Währungseinflüsse von insgesamt CHF 2.9 Mrd. gegenüber, bedingt durch die Schwäche des Euro und des US Dollar. Der Betriebsertrag des Private Banking erhöhte sich um erfreuliche 17% auf CHF 248.5 Mio. Der Anstieg des Geschäftsaufwands um 4% auf CHF 200.0 Mio. konnte dank Synergieeffekten aus der Akquisition der Commerzbank (Schweiz) AG und strikter Kostendisziplin in engen Grenzen gehalten werden. Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag verbesserte sich sehr deutlich von 85.7% auf 77.2%. Der Gewinn vor Steuern stieg stark um 129% auf CHF 48.5 Mio. Angesichts der hohen Marktunsicherheit verhielten sich die Kunden weiterhin abwartend und bevorzugten liquiditätsnahe Anlagen (22% der Kundenvermögen). Die Bruttomarge belief sich auf 83 Basispunkte, während bei der Nettomarge eine Erhöhung um 7 auf 16 Basispunkte zu verzeichnen war.

28

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Private Banking

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

26.6

16.8

9.8

58

Übriger Betriebsertrag

221.9

195.8

26.1

13

Betriebsertrag

248.5

212.6

35.9

17

Personalaufwand

90.1

86.6

3.5

4

Sachaufwand

20.3

19.2

1.1

6

Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n)

78.7

74.8

3.9

5

Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

2.8

1.5

1.3

87

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

8.1

9.3

(1.2)

(13)

200.0

191.4

8.6

4

48.5

21.2

27.3

129

Geschäftsaufwand1/Betriebsertrag (%)

77.2

85.7

Veränderung der verwalteten Vermögen (%)

(1.0)

30.0

4.0

1.7

Segmentergebnis Erfolg aus dem Zinsengeschäft

Geschäftsaufwand Segmentergebnis vor Steuern

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Kennziffern

durch Netto-Neugeld (%) durch Marktbewertung (%)

(5.0)

9.2

0.0

19.1

Netto-Neugeld (Mrd. CHF)

1.2

0.4

Betriebsertrag/durchschnittlich verwaltete Vermögen (Bp)2

83

833

16

94

29.6

29.96

(0.3)

(1)

30.0

25.6

4.4

17

Personalbestand auf Vollzeitbasis

347.7

404.7

(57.0)

(14)

davon Kundenberater

183.3

170.3

13.0

8

durch Akquisition (%)

Segmentergebnis vor Steuern/durchschnittlich verwaltete Vermögen

(Bp)2

Verwaltete Vermögen5 Verwaltete Vermögen (Mrd. CHF) Durchschnittlich verwaltete Vermögen (Mrd.

CHF)7

Personal

1 2 3 4 5 6 7

Geschäftsaufwand exkl. Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste Berechnung auf Basis Durchschnittswerte Einzelmonate. Der Vorjahreswert wurde angepasst. Unter Berücksichtigung des Betriebsertrags der Commerzbank (Schweiz) AG, annualisiert Unter Berücksichtigung des Ergebnisses vor Steuern der Commerzbank (Schweiz) AG, annualisiert Berechnung gemäss Tabelle Q der von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht erlassenen Richtlinien zu den Rechnungslegungsvorschriften und den internen Richtlinien der Vontobel-Gruppe Bereinigt um Umklassierungen und inkl. Übernahme Commerzbank (Schweiz) AG, welche zum Zeitpunkt der Übernahme CHF 4.4 Mrd. an verwalteten Vermögen zuführte. Durchschnittswerte Einzelmonate

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

29


Investment Banking

Das Vontobel Investment Banking richtet sich auf das Produktgeschäft aus und pflegt dabei den bewussten und sorgsamen Umgang mit Risiken. Vontobel Financial Products gehört zu den führenden Emittenten von derivativen und strukturierten Produkten in der Schweiz und in Europa. Das international mehrfach ausgezeichnete Brokerage wird ideal durch das Corporate Finance ergänzt. Des Weiteren werden umfassende Dienstleistungen für unabhängige Vermögensverwalter angeboten. Der Wertschriften- und Devisenhandel wie auch die Wertschriften-Dienstleistungen des Transaction Banking runden das breite Angebot für die Kunden ab. Das Investment Banking verfügt über Standorte in Zürich, Genf, Köln, Frankfurt, München, Dubai, London und New York. In einem von stark zunehmendem Wettbewerb und zurückhaltenden Kundenaktivitäten geprägten Umfeld erzielte das Investment Banking einen um 11% tieferen Betriebsertrag von CHF 331.7 Mio. Financial Products trug rund 75%, das Brokerage 10% und das Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern 9% zum Ertrag des Geschäftsfeldes bei. Der Geschäftsaufwand konnte aufgrund gesunkener Personalkosten um 4% auf CHF 216.2 Mio. reduziert werden. Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag belief sich somit auf 65.0%. Es resultierte ein um 21% rückläufiger Gewinn vor Steuern von CHF 115.5 Mio. In diesem Ergebnis ist ein per Saldo leicht positiver Effekt aus Bewertungsschwankungen enthalten. Die Kundenvermögen erhöhten sich dank positiven Netto-Neugeldzuflüssen von CHF 0.6 Mrd. auf CHF 8.2 Mrd. Die Custody-Vermögen von CHF 40.4 Mrd. umfassen auch die Bestände von Raiffeisen Schweiz, für welche die Vontobel-Gruppe im Rahmen der langfristigen Kooperation Custody-Dienstleistungen erbringt. In der Schweiz sind strukturierte Produkte eine seit Jahren etablierte Anlageklasse und haben ihren festen Platz in den Depots von privaten und institutionellen Anlegern. Gemäss Statistik der Schweizerischen Nationalbank entfallen in den Kundendepots gegen 5% auf diese Kategorie. Vontobel Financial Products war 2010 mit einem Marktanteil an der Scoach Schweiz von 24% weiterhin führend im Bereich der kotierten strukturierten und derivativen Produkte. Aber auch in Deutschland erzielte Vontobel beachtliche Markterfolge und konnte sich unter den ersten zehn Anbietern positionieren. Gegenüber Ende 2009 blieb das ausstehende Volumen an strukturierten Produkten gruppenweit mit CHF 9.3 Mrd. unverändert hoch. In einem seitwärts tendierenden Markt, verbunden mit hoher Volatilität, waren verstärkt Renditeoptimierungsprodukte gefragt. Im Fokus standen zudem die Themen Rohstoffe und Emerging Markets. Das Brokerage wurde nach dem Führungswechsel organisatorisch neu ausgerichtet, um dem wettbewerbsintensiven Umfeld noch besser Rechnung zu tragen. Die Auszeichnungen der renommierten Ranking-Agenturen Extel Thomson und Starmine belegen, dass das Vontobel-Brokerage für Schweizer Aktien unverändert zu den ersten Adressen gehört. Mit der Einführung einer modernen, multifunktionalen E-Banking-Plattform für unabhängige Vermögensverwalter wurde das Dienstleistungsangebot für diese Kundengruppe ausgeweitet.

30

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Investment Banking

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

10.8

6.1

4.7

77

Übriger Betriebsertrag

320.9

367.1

(46.2)

(13)

Betriebsertrag

331.7

373.2

(41.5)

(11)

Personalaufwand

103.6

127.4

(23.8)

(19)

Sachaufwand

48.0

38.1

9.9

26

Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n)

61.4

56.3

5.1

9

Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

2.6

2.5

0.1

4

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

0.6

1.8

(1.2)

(67)

Geschäftsaufwand

216.2

226.1

(9.9)

(4)

Segmentergebnis vor Steuern

115.5

147.1

(31.6)

(21)

65.0

60.1

8.2

7.7

0.5

6

3.7

3.33

0.4

12

0.6

0.5

0.3

0.13

Segmentergebnis Erfolg aus dem Zinsengeschäft

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Kennziffern Geschäftsaufwand1/Betriebsertrag (%)

Verwaltete Vermögen2 Verwaltete Vermögen (Mrd. CHF) davon External Asset Manager (Mrd. CHF) Netto-Neugeld (Mrd. CHF) davon External Asset Manager (Mrd. CHF)

Custody-Vermögen Custody-Vermögen (Mrd. CHF)

40.4

39.2

1.2

3

341.6

324.9

16.7

5

Personal Personalbestand auf Vollzeitbasis 1 2 3

Geschäftsaufwand exkl. Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste Berechnung gemäss Tabelle Q der von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht erlassenen Richtlinien zu den Rechnungslegungsvorschriften und den internen Richtlinien der Vontobel-Gruppe Bereinigt um Umklassierungen

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

31


Asset Management

Das Geschäftsfeld ist auf aktives Asset Management spezialisiert und als MultiBoutique-Anbieter aufgestellt. Es positioniert sich mit drei global und drei regional aktiv gemanagten, differenzierten Produktlinien im Markt. Die gezielte Asset Allocation, die Titelselektion und Multi-Manager-Ansätze bilden die Kernkompetenzen des Vontobel Asset Management, das seine Produkte über Wholesale-Kanäle, direkt an institutionelle Kunden sowie über Kooperationen vertreibt. Harcourt, die spezialisierte Boutique für alternative Anlagen, bietet Hedge-Funds-Lösungen insbesondere für institutionelle Anleger und ein UCITS-III-Commodity-Produkt an. Zwischen der Vontobel-Gruppe und Raiffeisen Schweiz besteht eine langjährige erfolgreiche Kooperation für umfassende Dienstleistungen im Anlagegeschäft. Die Kunden des Geschäftsfelds Asset Management werden von den Standorten Zürich, Bern, Genf, New York, Frankfurt, Wien, Luxemburg, Mailand, Madrid, Stockholm, Hong Kong und neu auch aus London betreut. Harcourt ist zudem in Grand Cayman präsent. Eine Erholung der Aktienmärkte gegen Ende 2010, ein anhaltend tiefes Zinsniveau und die schwachen Leitwährungen Euro und US Dollar prägten das Marktgeschehen. In diesem herausfordernden Umfeld gelang es den Portfolio Managern in vielen Produktlinien, die relevanten Benchmarks zu übertreffen. Insbesondere im Kernbereich Contemporary Value aber auch beim Global Trend Future Resources Fund wurden signifikante Überrenditen erzielt. Bei den festverzinslichen Anlagen stachen im Quervergleich die «Absolute Return»-Produkte hervor. Verschiedene Produkte des Vontobel Asset Managment wurden wiederum für ihre herausragende Performance ausgezeichnet. Die Kunden- und Fondsvermögen beliefen sich Ende 2010 auf CHF 42.5 Mrd. Der Anstieg von 10% erklärt sich mit dem sehr erfreulichen, international breit abgestützten Neugeldzufluss von netto CHF 3.7 Mrd. und der positiven Performance der Anlagen. Dem standen deutlich negative Währungseinflüsse gegenüber. Sehr erfolgreich entwickelte sich das Mandatsgeschäft mit einem Netto-Neugeldzufluss von CHF 2.8 Mrd., aber auch die Anlagefonds konnten Nettozuflüsse von insgesamt CHF 0.9 Mrd. verbuchen. Beachtliche Akquisitionserfolge vermeldeten die in New York verwalteten Contemporary Value Produkte, auf die inzwischen ein Volumen von USD 11.7 Mrd. entfällt. Im Fokus des Anlegerinteresses standen zudem die Produktlinien mit Absolute-Return-Eigenschaften aus dem Fixed-Income-Bereich. Als Folge der in den letzten Jahren vorgenommenen erfolgreichen Vertiefung der Produktpalette und der Verdichtung der internationalen Vertriebsorganisation erreicht Vontobel Asset Management heute 90% des globalen «Fee Pools» für institutionelle Anlagen. Der Betriebsertrag konnte im Vorjahresvergleich um 21% auf CHF 214.3 Mio. gesteigert werden. Die Performance Fees trugen CHF 8.2 Mio. (2009 CHF 2.9 Mio.) zum Ertrag bei. Der Geschäftsaufwand nahm im Vergleich zum Betriebsertrag unterproportional um 12% auf CHF 163.7 Mio. zu. Das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag verbesserte sich deutlich auf 77.0%. Es resultierte ein um 61% höherer Gewinn vor Steuern von CHF 50.6 Mio. Sowohl die Bruttomarge von 52 Basispunkten als auch die Nettomarge von 12 Basispunkten konnten ausgeweitet werden.

32

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Asset Management

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

0.5

1.5

(1.0)

(67)

Übriger Betriebsertrag

213.8

175.9

37.9

22

Betriebsertrag

214.3

177.4

36.9

21

Personalaufwand

96.2

81.1

15.1

19

Sachaufwand

22.9

21.0

1.9

9

Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n)

37.6

34.5

3.1

9

Segmentergebnis Erfolg aus dem Zinsengeschäft

Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste Geschäftsaufwand Segmentergebnis vor Steuern

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

8.4

8.7

(0.3)

(3)

(1.4)

0.6

(2.0)

(333)

163.7

145.9

17.8

12

50.6

31.5

19.1

61

77.0

81.9

9.4

14.8

3.9

10

Kennziffern Geschäftsaufwand1/Betriebsertrag (%) Veränderung der verwalteten Vermögen (%)2 durch Netto-Neugeld

(%)2

durch Marktbewertung (%)2 Netto-Neugeld (Mrd. CHF) Betriebsertrag/durchschnittlich verwaltete Vermögen

(Bp)3

Segmentergebnis vor Steuern/durchschnittlich verwaltete Vermögen (Bp)3

9.9

3.7

(0.5)

11.1

3.7

1.2

52

51

12

9

42.5

38.6

Verwaltete Vermögen und Fondsvermögen4 Verwaltete Vermögen (Mrd. CHF)5 davon Vontobel-Anlagefonds (Mrd. CHF)

10.4

9.3

1.1

12

davon Private-Label-Anlagefonds (Mrd. CHF)

9.5

10.0

(0.5)

(5)

davon im Auftrag anderer Segmente (Mrd. CHF)

1.7

1.3

0.4

31

41.5

35.0

6.5

19

281.0

270.7

10.3

4

Durchschnittlich verwaltete Vermögen (Mrd.

CHF)6

Personal Personalbestand auf Vollzeitbasis 1 2 3 4 5 6

Geschäftsaufwand exkl. Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste Bereinigt um Vermögen, die im Auftrag anderer Segmente verwaltet werden. Berechnung auf Basis Durchschnittswerte Einzelmonate. Der Vorjahreswert wurde angepasst. Berechnung gemäss Tabelle Q der von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht erlassenen Richtlinien zu den Rechnungslegungsvorschriften und den internen Richtlinien der Vontobel-Gruppe In den verwalteten Vermögen des Asset Management sind neu auch Vermögen berücksichtigt, die im Auftrag anderer Segmente verwaltet werden. Durchschnittswerte Einzelmonate

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

33


Corporate Center

Die Support-Einheiten Operations, Finance & Risk sowie Group Services bilden das Corporate Center der Vontobel-Gruppe. Die Einheit Operations gliedert sich in die Sparten Informatik, Facility Management & Services und Operations & Information Risk. In der Einheit Finance & Risk sind die Bereiche Finance & Controlling, Treasury, Risk Control, Compliance, Legal und Investor Relations angesiedelt. In der Einheit Group Services werden die Bereiche Human Resources, Group Communications und Corporate Business Development sowie International zusammengefasst. Das Segmentergebnis vor Steuern erreichte im Berichtsjahr CHF –41.5 Mio., gegenüber CHF –47.9 Mio. im Vorjahr. Die Verbesserung resultiert in erster Linie aus der aktiven Bewirtschaftung der Gruppenliquidität durch das Vontobel Treasury. Angesichts des sehr tiefen Zinsniveaus im Interbankenmarkt tätigte das Treasury vermehrt Anlagen in qualitativ hochstehenden Obligationen. Das Resultat des Corporate Center enthält Integrationskosten aus der Übernahme der Schweizer CommerzbankEinheit in Höhe von CHF 9.3 Mio. Im Bereich Operations standen Optimierungen der Betriebsabläufe und der IT-Landschaft im Vordergrund. Im ersten Quartal 2010 wurden zudem die Systeme der Commerzbank (Schweiz) AG erfolgreich auf die Vontobel-Plattform überführt. In der zweiten Jahreshälfte wurden die Vorbereitungsarbeiten für den 2011 geplanten Umzug der Schweizer Operations-Bereiche vom Standort Zürich-Wollishofen nach Zürich-Enge in die Wege geleitet. Die Einheit Finance & Risk stellt sicher, dass die von den Behörden, dem Verwaltungsrat und der Gruppenleitung erlassenen Vorgaben in der Gruppe adäquat umgesetzt werden. Sie erstellt die finanzielle Berichterstattung und schafft damit die Transparenz hinsichtlich der Ertrags- und Risikolage. Die grossen Veränderungen im regulatorischen Umfeld forderten insbesondere auch die Sparte Compliance. Breiten Raum beanspruchten die Vorbereitungsarbeiten auf FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act der Vereinigten Staaten), die Umsetzungsmassnahmen für das grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsgeschäft sowie der Aufbau der neuen Einheit zur Betreuung von US-Privatkunden.

34

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Corporate Center

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Erfolg aus dem Zinsengeschäft

15.2

21.6

(6.4)

Übriger Betriebsertrag

20.5

0.2

20.3

Betriebsertrag

35.7

21.8

13.9

64

102.4

91.7

10.7

12 12

Segmentergebnis

Personalaufwand Sachaufwand

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

(30)

105.0

93.6

11.4

(177.7)

(165.6)

(12.1)

Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

48.0

49.2

(1.2)

(2)

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

(0.5)

0.8

(1.3)

(163)

Geschäftsaufwand

77.2

69.7

7.5

11

(41.5)

(47.9)

6.4

375.8

360.8

15.0

Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n)

Segmentergebnis vor Steuern

Personal Personalbestand auf Vollzeitbasis

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

4

35


Informationen zur Corporate Governance

1. Gruppenstruktur und Aktionariat

38

2. Kapitalstruktur

42

3. Verwaltungsrat

43

4. Gruppenleitung

52

5. Entsch채digungen, Beteiligungen und Darlehen

56

6. Mitwirkungsrechte der Aktion채re

58

7. Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen

60

8. Revisionsstelle

60

9. Informationspolitik

62

Vontobel-Gruppe, Gesch채ftsberichte 2010

37


Informationen zur Corporate Governance

Die Vontobel-Gruppe bekennt sich zu einer verantwortungsbewussten und wertorientierten Unternehmungsführung und -kontrolle. Sie versteht eine gute Corporate Governance als zentralen Erfolgsfaktor und unverzichtbare Voraussetzung, um die strategischen Unternehmensziele zu erreichen und für die Aktionäre wie auch alle anderen Interessengruppen nachhaltig Wert zu schaffen. Wichtige Elemente der Corporate Governance bilden die klar definierte, ausgewogene Kompetenzverteilung zwischen Verwaltungsrat und Gruppenleitung, der Grundsatz, die Aktionärsinteressen zu wahren, und die Information der Öffentlichkeit. Die Statuten der Vontobel Holding AG, das Organisationsreglement der Vontobel Holding AG und das Protokoll der Generalversammlung der Vontobel Holding AG sind im Internet öffentlich verfügbar (www.vontobel.com > Investor & Media Relations > Generalversammlung). Die Schweizer Börse SIX Swiss Exchange AG hat mit Wirkung ab 1. Juli 2002 eine Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance publiziert. Die nachfolgenden Informationen erfüllen die Anforderungen dieser Richtlinie unter Berücksichtigung des letztmals per 20. September 2007 aktualisierten Kommentars der SIX. Werden die in der Richtlinie verlangten Informationen im Anhang zur Jahresrechnung offengelegt, wird auf die entsprechende Anmerkung im Anhang verwiesen.

1. Gruppenstruktur und Aktionariat

1.1 Struktur der Vontobel-Gruppe am 31. Dezember 2010

Verwaltungsrat Präsident: Dr. Urs Widmer

Chief Executive Officer Herbert J. Scheidt

Private Banking

Investment Banking

Asset Management

Finance & Risk

Operations

Peter Fanconi

Roger Studer

Dr. Zeno Staub

Dr. Martin Sieg Castagnola

Felix Lenhard

Die zu konsolidierenden Gesellschaften der Gruppe (Konsolidierungskreis) sind mit Angaben zu Firma und Sitz, Aktienkapital, Kotierung und Beteiligungsquote im Anhang der Konzernrechnung auf Seite 150 aufgeführt.

38

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Informationen zur Corporate Governance

1.2 Bedeutende Aktionäre und stimmrechtsgebundene Gruppen von Aktionären Nominal Mio. CHF

31-12-10 Anteil in %

Nominal Mio. CHF

31-12-09 Anteil in %

11.8

18.2

11.8

18.2

3.6

5.5

3.6

5.5

Vontrust AG (Holding der Familienaktionäre Vontobel)

8.1

12.5

8.1

12.5

Weitere Familienaktionäre

0.3

0.5

0.3

0.5

Vontobel-Stiftung

7.1

10.9

7.1

10.9

Pellegrinus Holding AG (gemeinnützige Corvus Stiftung)1

2.7

4.2

2.7

4.2

Vontobel Holding AG inkl. Tochtergesellschaften (eigene Aktien ohne Stimmrecht)2

1.5

2.3

1.3

2.0

Führungskräfte

0.6

0.9

0.6

0.9

Raiffeisen Schweiz

8.1

12.5

8.1

12.5

43.8

67.5

43.6

67.2

davon Mitglieder des Pools (mit und ohne Stimmrecht)

35.7

54.9

35.5

54.6

davon Mitglieder des Pools (mit Stimmrecht)

34.2

52.6

34.2

52.6

davon Pool-Aktien

26.0

40.0

26.0

40.0

Nach Stimmrechten am Aktienkapital von CHF 65 Mio. Dr. Hans Vontobel Ruth de la Cour-Vontobel

Total Stimmrechte am Aktienkapital

1 2

Nutzniessung inkl. Stimmrecht bei Pellegrinus Holding AG, Eigentum bei Vontobel-Stiftung Exkl. Optionsrechte im Umfang von 0.1% (Vorjahr 0.1%) der ausstehenden Aktien

Die Offenlegungsstelle der SIX Swiss Exchange AG gewährte der Vontobel Holding AG am 3. September 2009 die ersuchte Verlängerung der Erleichterung der Meldeund Veröffentlichungspflicht («Korridorlösung») gemäss Börsengesetz. Damit kann der Aktienbestand der meldepflichtigen Aktionärsgruppe der Vontobel Holding AG (gebundene und freie Titel) bis zum 31. März 2011 in einem Rahmen von 64.5% bis 69.0% schwanken, ohne dass dies beim jeweiligen Erreichen, Über- oder Unterschreiten des Grenzwertes von 66 2⁄3% zu einer Meldung durch die meldepflichtige Gruppe oder zu einer Veröffentlichung durch die Vontobel Holding AG führt. Im Weiteren sind im Berichtsjahr keine Offenlegungsmeldungen gemäss BEHG Art. 20 oder andere Meldungen von gewichtigen Veränderungen im Aktionariat erfolgt. Aktionärbindungsvertrag Zwischen bedeutenden Kapitaleignern (den Poolmitgliedern Dr. Hans Vontobel, Ruth de la Cour-Vontobel, Vontrust AG, weiteren Familienaktionären, Vontobel-Stiftung, Pellegrinus Holding AG, Vontobel Holding AG und dem Pool der Führungskräfte) besteht ein Aktionärbindungsvertrag. Dieser Vertrag umfasst spezifische, im Vertrag definierte Aktien der Vontobel Holding AG. Per 31. Dezember 2010 sind 40% der ausgegebenen Aktien im Aktionärbindungsvertrag gebunden. Die übrigen von den Poolmitgliedern gehaltenen Aktien stehen zu deren freier Verfügung. Veräusserungen von poolverbundenen Aktien der Vontobel Holding AG erfordern vorgängig die Zustimmung der Poolpartner. Stimmen die Poolpartner einer beabsichtigten Veräusserung zu, so hat das veräusserungswillige Poolmitglied seine Aktien den übrigen Poolmitgliedern zum Kauf anzubieten. Die übrigen Poolmitglieder haben dann ein Kaufrecht im Verhältnis zu ihrer poolverbundenen Beteiligung. Verzichtet ein Poolmitglied auf die Ausübung oder Übertragung seines Kaufrechts ganz oder teilweise,

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

39


Informationen zur Corporate Governance

so fällt sein nicht beanspruchtes Kaufrecht den ausübungswilligen Poolmitgliedern im Verhältnis ihrer jeweiligen Beteiligung zu. Für die Übertragung von Aktien der Führungskräfte gelten abweichende Bestimmungen, indem die Vontobel Holding AG in erster Linie das Kaufrecht ausübt. Die Parteien des Aktionärbindungsvertrages üben ihre Rechte in der Generalversammlung gestützt auf vorangehende Beschlüsse des Pools einheitlich aus. Der Aktionärbindungsvertrag gilt bis 31. Dezember 2017. Er wird automatisch um jeweils drei Jahre verlängert, sofern er nicht gekündigt wird. Eingetragene Aktionäre

Anzahl Aktionäre

in %

Anzahl Aktien

in %

Natürliche Personen

7’193

95.1

25’012’842

38.5

Juristische Personen

373

4.9

31’481’344

48.4

-

-

8’505’814

13.1

7’566

100.0

65’000’000

100.0

per 31-12-10

Nicht eingetragene Aktien Total

Beteiligung der Raiffeisen Schweiz im Rahmen der langfristigen Kooperation Im Zusammenhang mit der langfristigen Kooperation der Vontobel Holding AG und der Raiffeisen Schweiz haben Raiffeisen Schweiz und die Poolmitglieder des oben beschriebenen Poolvertrages (einschliesslich der Vontobel Holding AG) am 7. Juni 2004 einen Vertrag unterzeichnet, der die Beteiligung von Raiffeisen Schweiz an der Vontobel Holding AG regelt (der «Beteiligungsvertrag»). Im Rahmen des Beteiligungsvertrags verkauften verschiedene Poolaktionäre, namentlich die Vontobel Holding AG, insgesamt 12.5% der Namenaktien der Vontobel Holding AG an Raiffeisen Schweiz zum Preis von CHF 225 Mio. Der Preis orientierte sich am volumengewichteten Durchschnittskurs der Vontobel-Aktie während der 60 Börsentage vor einem, von den Parteien bestimmten Stichtag, dem 17. Mai 2004. Der Handwechsel wurde nach Unterzeichnung der Kooperationsverträge durch die Raiffeisen Schweiz und die Vontobel Holding AG am 8. Dezember 2004 vollzogen. Raiffeisen Schweiz hat sich verpflichtet, bis zur Beendigung des Beteiligungsvertrages keine Aktien der Vontobel Holding AG zu kaufen, namentlich keine Aktienkäufe zu Lasten des Free Floats zu tätigen. Davon ausgenommen sind Aktienkäufe durch die Raiffeisen Schweiz von den Poolmitgliedern in Übereinstimmung mit den im Beteiligungsvertrag vereinbarten Erwerbsrechten. Am 14. Dezember 2009 wurde die bestehende Kooperation bis mindestens Ende Juni 2017 verlängert. Im Wesentlichen räumten sich die Parteien die folgenden Erwerbsrechte ein: Sofern die Kooperation durch die Raiffeisen Schweiz oder in gegenseitiger Übereinkunft beendet wird, haben die verkaufenden Poolmitglieder das Recht, die Beteiligung der Raiffeisen Schweiz zurückzukaufen. Sofern die Kooperation durch die Vontobel Holding AG beendet wird (nähere Angaben zur Vertragsdauer und zu den Kündigungsklauseln finden sich im Anhang des Konzernberichtes, Anmerkung 40), hat Raiffeisen Schweiz das Recht, die Beteiligung in zwei Tranchen im ersten und im vierten Jahr nach der Beendigung der Kooperation an die Vontobel Holding AG zurückzuverkaufen. Macht Raiffeisen Schweiz von diesem Verkaufsrecht keinen Gebrauch, haben die Poolmitglieder das Recht, die Aktien in zwei Tranchen im zweiten und im fünften Jahr zurückzukaufen. Die verkaufenden Poolmitglieder und die

40

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Informationen zur Corporate Governance

Raiffeisen Schweiz haben ferner ein gegenseitiges Vorkaufsrecht, sofern Raiffeisen Schweiz ihre Beteiligung bzw. die Poolmitglieder ihre vom Pool erfassten Aktien vor Beendigung der Kooperation an einen Dritten veräussern wollen. In allen diesen Fällen gilt der dannzumal jeweils vorherrschende Marktpreis, beruhend auf den sechzigtägigen, volumengewichteten Durchschnittskursen. Schliesslich haben sich die Poolmitglieder verpflichtet, im Falle eines geplanten Kontrollverkaufs an einen Dritten, wodurch dieser Dritte 331∕3% der Stimmrechte der Vontobel Holding AG überschreiten würde, die entsprechende Anzahl Aktien der Raiffeisen Schweiz vorgängig zum Kauf anzudienen. Hier gilt der dannzumal vorherrschende Marktpreis zuzüglich einer angemessenen Kontrollprämie. Die Vorkaufsrechte und die Andienungspflicht gelten nicht für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots durch einen Dritten. Sofern Raiffeisen Schweiz nicht ihrerseits mindestens ein gleichwertiges öffentliches Übernahmeangebot unterbreitet, sind die Poolmitglieder frei, das Drittangebot anzunehmen oder nicht. Während der Dauer der Kooperation hat die Raiffeisen Schweiz das Recht, einen Vertreter zur Wahl in den Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG vorzuschlagen. Die Poolmitglieder haben sich verpflichtet, mit allen ihren Aktien für die Wahl dieses Vertreters zu stimmen. Spiegelbildlich hat die Vontobel Holding AG ein Gastrecht im Verwaltungsrat der Raiffeisen Schweiz. Ansonsten enthält der Beteiligungsvertrag keinerlei Stimmbindungen zwischen den Poolmitgliedern und Raiffeisen Schweiz oder Veto-Rechte zugunsten von Raiffeisen Schweiz. Namentlich sind die Poolmitglieder in der Ausübung der Stimmrechte aus ihren Aktien gemäss den Bestimmungen des unter ihnen geltenden Poolvertrages (siehe oben) frei, und es bestehen keinerlei Vereinbarungen in Bezug auf die Entscheidfindung oder Beschlussfassung im Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG. Der Beteiligungsvertrag endet im Wesentlichen mit dem vertragskonformen Verkauf aller durch den Pool erfassten Aktien an Raiffeisen Schweiz (bei Ausübung des Vorkaufsrechts) oder an Dritte bzw. mit dem vertragskonformen Verkauf der Aktien der Raiffeisen Schweiz an die berechtigten Poolmitglieder (bei Ausübung des Vorkaufsrechts) oder an Dritte, spätestens jedoch, nachdem die Beteiligung der Raiffeisen Schweiz infolge Beendigung der Kooperation auf die Vontobel Holding AG bzw. die Poolmitglieder zurück übertragen wurde. Mit Datum vom 4. Juni 2004 hat die Übernahmekommission in einer Empfehlung festgestellt, dass die Beteiligungsnahme durch Raiffeisen Schweiz und die Einräumung der oben beschriebenen Rechte die Angebotspflicht nicht auslöst. Die Raiffeisen Schweiz und die Poolmitglieder bilden demzufolge keine angebotspflichtige Gruppe. 1.3 Kreuzbeteiligungen Es bestehen keine Kreuzbeteiligungen zwischen der Vontobel Holding AG und deren Tochtergesellschaften mit anderen Aktiengesellschaften, die 5% des Kapitals oder der Stimmrechte überschreiten.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

41


Informationen zur Corporate Governance

2. Kapitalstruktur

2.1 Kapital Das Aktienkapital der Vontobel Holding AG beträgt CHF 65’000’000. Die Namenaktien der Vontobel Holding AG (Valor 1 233 554) sind an der SIX Swiss Exchange kotiert und im Swiss Performance Index SPI® enthalten. Weitere Angaben zur Zusammensetzung des Kapitals sind im Anhang der Konzernrechnung unter Anmerkung 26 aufgeführt. 2.2 Bedingtes und genehmigtes Kapital im Besonderen Angaben zu bedingtem und genehmigtem Kapital sind im Anhang der Konzernrechnung unter Anmerkung 26 zu entnehmen. 2.3 Kapitalveränderungen Die Angaben zur Zusammensetzung des Kapitals, zu den Veränderungen der letzten zwei Jahre und zum genehmigten Kapital sind im Nachweis des Eigenkapitals bzw. im Anhang der Konzernrechnung unter Anmerkung 26 aufgeführt. Für weiter zurückliegende Angaben wird auf die vorangehenden Geschäftsberichte (2009 und 2008 jeweils unter Anmerkung 28) verwiesen. 2.4 Aktien und Partizipationsscheine Das Aktienkapital der Vontobel Holding AG ist eingeteilt in 65’000’000 auf den Namen lautende, voll einbezahlte Einheitsaktien à CHF 1.00. Die Vontobel Holding AG hat keine Partizipationsscheine ausstehend. 2.5 Genussscheine Die Vontobel Holding AG hat keine Genussscheine ausstehend. 2.6 Beschränkung der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen Diese Informationen finden sich im Abschnitt 6. Mitwirkungsrechte der Aktionäre. 2.7 Wandelanleihen und Optionen In Anmerkung 23 des Anhangs der Konzernrechnung sind sämtliche ausstehenden Anleihen aufgeführt. Per 31. Dezember 2010 waren keine Wandelanleihen ausstehend. Angaben über die von der Vontobel-Gruppe ausgegebenen Optionen auf Aktien der Vontobel Holding AG finden sich im Anhang der Konzernrechnung unter Anmerkung 26. Der Umfang des gesamthaft erfassten Aktienkapitals für die ausstehenden strukturierten Produkte und Optionen beträgt netto 34’764 Aktien (Vorjahr 72’814 Aktien). Damit waren am 31. Dezember 2010 von der Vontobel-Gruppe emittierte Optionsrechte im Umfang von 0.1% (Vorjahr 0.1%) des Aktienkapitals ausstehend. Für allfällige Absicherungen dieser Optionsrechte steht kein bedingtes Kapital zur Verfügung; die Absicherung erfolgt mittels Markttransaktionen.

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


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3. Verwaltungsrat

3.1 Mitglieder des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG setzt sich per 31. Dezember 2010 wie folgt zusammen:

Name

Funktion

Nationalität

Präsident

CH

Vizepräsident

D

Dr. Urs Widmer Dr. Wolfhard Graetz

Mitglied in Ausschüssen1

erstmalige Wahl

gewählt bis

NCC

2003

2011

AC

1997

2011

Prof. Dr. Ann-Kristin Achleitner

Mitglied

D

AC

2009

2011

Bruno Basler

Mitglied

CH

NCC2

2005

2011

Dr. Philippe Cottier

Mitglied

CH

NCC

2009

2011

Peter Quadri

Mitglied

CH

2005

2011

Dr. Frank Schnewlin

Mitglied

CH

2009

2011

Dr. Pierin Vincenz

Mitglied

CH

2005

2011

1

2

AC2

Nähere Informationen zu den Ausschüssen siehe nachfolgend unter «Interne Organisation» NCC: Nomination and Compensation Committee AC: Audit Committee Vorsitz

Dr. Hans Vontobel ist seit 1991 Ehrenpräsident des Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG und der Bank Vontobel AG. Kein Mitglied des Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG hatte im Jahre 2010 operative Führungsaufgaben für die Gesellschaft oder eine Tochtergesellschaft inne. Allfällige frühere exekutive Funktionen sind nachstehend erwähnt. Der Verwaltungsratspräsident der Vontobel Holding AG, Dr. Urs Widmer, ist im Rahmen der Kooperation von Vontobel mit Helvetia als Verwaltungsrat in der Helvetia Holding AG vertreten. Bruno Basler ist Vizepräsident des Stiftungsrates der Vontobel-Stiftung und vertritt damit die Interessen der Mehrheitsaktionäre. Dr. Pierin Vincenz nimmt für Raiffeisen Schweiz im Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG Einsitz. Zwischen der Vontobel-Gruppe und Raiffeisen Schweiz besteht eine langjährige Kooperation (siehe Anmerkung 40). Dr. Philippe Cottier war bis 30. Juni 2007 CEO von Harcourt Investment Consulting AG, einer Tochtergesellschaft der Vontobel Holding AG. Anschliessend amtete er bis Ende März 2009 als Senior Adviser, Mitglied des Verwaltungsrates und des Investment Committees für diese Gesellschaft. Die Mehrheit der Mitglieder des Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG erfüllen die Unabhängigkeitskriterien gemäss FINMA-RS 08/24 «Überwachung und interne Kontrolle Banken» Rz 20–24. Es sind dies Dr. Urs Widmer, Dr. Wolfhard Graetz, Prof. Dr. Ann-Kristin Achleitner, Peter Quadri und Dr. Frank Schnewlin.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Dr. Urs Widmer, geb. 1941, Schweizer Bürger Präsident des Verwaltungsrates bis 3. Mai 2011 Dr. iur.; Rechtsanwalt, eigene Anwaltspraxis Berufliche Stationen: 1974–2002 Ernst & Young: – 1980 Leitung der Rechtsabteilung der ATAG Ernst & Young AG – 1984 Mitglied der Geschäftsleitung der ATAG debis Informatik AG – 1986 Vorsitzender der Geschäftsleitung der ATAG Wirtschaftsinformation Holding AG – 1988 Verwaltungsrat der ATAG Ernst & Young AG – 1991 Mitglied der Geschäftsleitung der Ernst & Young Europe, Brüssel – 1994 Mitglied des Global Executive Board von Ernst & Young International, New York und London – 1995 Delegierter und Präsident des Verwaltungsrates der ATAG Ernst & Young Holding 2002 Eröffnung einer eigenen Anwaltspraxis 2002 bis April 2005 Präsident des Verwaltungsrates der Vontrust AG 2003 Mitglied des Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG und der Bank Vontobel AG Seit 2005 Präsident des Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG und der Bank Vontobel AG

Mitglied des Verwaltungsrates der Barry Callebaut AG und der Helvetia Holding AG Mitglied des Stiftungsrates Stiftung Technopark und des Stiftungsrates der Stiftung Zoo Zürich

Dr. Wolfhard Graetz, geb. 1946, deutscher Staatsangehöriger Vizepräsident bis 3. Mai 2011 Dr. oec. Universität St. Gallen; Finanzberater Berufliche Stationen: 1973–1974 Citibank Schweiz 1974–1985 Nestlé SA 1985–1988 Lombard Odier & Cie 1988–1999 verschiedene geschäftsleitende Funktionen innerhalb der Vontobel-Gruppe in Zürich, New York und Genf: – 1988–1998 Geschäftsleiter der Vontobel Asset Management AG, Zürich – 1991–1998 Chief Investment Officer der Vontobel-Gruppe – 1996–1998 Chairman der Vontobel USA, New York – 1995–1998 Präsident des Verwaltungsrates der Tardy, de Watteville & Cie SA (nachmalig Banque Vontobel Genève SA) – 1998–1999 Chief Executive Officer der Tardy, de Watteville & Cie SA Seit 2000 unabhängiger Finanzberater

Präsident des Verwaltungsrates der Pfister Arco Holding AG und der Möbel Pfister AG

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Informationen zur Corporate Governance

Prof. Dr. Ann-Kristin Achleitner, geb. 1966, deutsche Staatsangehörige Dr. oec. und Dr. iur. Universität St. Gallen; Wissenschaftliche Direktorin des Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der Technischen Universität München (TUM) Berufliche Stationen: 1992–1994 Dozentin für Finanzierungslehre & Externe Revision an der Universität St. Gallen 1994–1995 Unternehmensberaterin bei McKinsey & Company Deutschland 1995–2001 Leitung des Stiftungslehrstuhls und Vorsitzende des Vorstandes des Institut für Finanzmanagement bei der EBS European Business School, Deutschland Seit 1994 Privatdozentin für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen Seit 2001 Inhaberin des KfW-Stiftungslehrstuhls für Entrepreneurial Finance an der Technischen Universität München Seit 2003 Wissenschaftliche Direktorin des Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) an der Technischen Universität München (TUM)

Verwaltungsrat der SpineWelding AG (vormals WW Technology AG); Stellvertretende Vorsitzende der Expertenkommission «Forschung und Innovation» (EFI) der deutschen Bundesregierung; Senat der Fraunhofer Gesellschaft (FhG); Kuratorium der Johannes B. Ortner-Stiftung; Mitglied der Gutachterkommission «FLÜGGE» des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Bruno Basler, geb. 1963, Schweizer Bürger Dipl. Bauingenieur ETH, MBA INSEAD Präsident des Verwaltungsrates der Ernst Basler + Partner AG Berufliche Stationen: 1989–1991 Holinger AG 1992–1994 McKinsey & Company Seit 1994 Ernst Basler + Partner AG – 1994–2001 Delegierter des Verwaltungsrates – Seit 2001 Präsident des Verwaltungsrates

Vizepräsident des Stiftungsrates der Vontobel-Stiftung Mitglied des Verwaltungsrates der Robert Aebi AG Mitglied des Verwaltungsrates der Baumann Federn AG

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Informationen zur Corporate Governance

Dr. Philippe Cottier, geb. 1967, Schweizer Bürger Dr. oec. und lic. rer. publ. Universität St. Gallen Berufliche Stationen: 1994–1998 UBS AG – 1994–1995 SBC Warburg Futures & Options Management, Zürich – 1995–1996 Hedge Fund Analyst bei SBC Private Bank Investment Consulting, Basel – 1997–1998 Hedge Fund Analyst und Portfolio Manager bei der UBS Warburg, Hong Kong 1998–1999 Boston Consulting Group Sydney 1998–2009 Harcourt Investment Consulting AG, Zürich – 1998–2002 Chairman – 1999–2006 Head of Research – 2002–2007 CEO – 2007–2009 Senior Adviser, Mitglied des Verwaltungsrates und des Investment Committees

Mitglied des Verwaltungsrates der EFIS AG Mitglied des Stiftungsrates der Cottier Donzé Foundation Mitglied des Advisory Board der Ansher Holding Ltd. Mitglied des Advisory Board der Lumix Capital AG

Peter Quadri, geb. 1945, Schweizer Bürger lic. oec. publ. Berufliche Stationen: 1970–2007 IBM (International Business Machines) in verschiedenen Funktionen im Systems Engineering, Verkauf und Management. Auslandtätigkeit in den USA, in Dänemark, Deutschland und Österreich. – 1996–2007 Mitglied der Geschäftsleitung als Gesamtverantwortlicher für das Dienstleistungsgeschäft – 1998–2007 Vorsitzender der Geschäftsleitung und Präsident des Verwaltungsrates von IBM Schweiz

Präsident des Verwaltungsrates der Unitectra Mitglied des Verwaltungsrates der Swiss Life Holding AG und der Bühler AG Präsident der Zürcher Handelskammer

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


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Dr. Frank Schnewlin, geb. 1951, Schweizer Bürger Dr. ès. sc. écon. Universität Lausanne; MBA Harvard Business School; M.Sc. London School of Economics; lic. oec. Universität St. Gallen Berufliche Stationen: 1983–2002 verschiedene Funktionen innerhalb der Zurich Financial Services Group – 1983 Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Zürich – 1984–1986 Zurich American Insurance Group, Schaumburg, USA – 1986–1987 Senior Territorial Manager der Zurich American Insurance Group, Cleveland, USA – 1987–1989 CFO und Senior Vice President der Universal Underwriters Group, Kansas, USA – 1989–1993 Leiter des Departements Konzernentwicklung, Konzernhauptsitz Zürich – 1993–2000 Leiter des Geschäftsbereichs Südeuropa, Asien/Pazifik, Mittlerer Osten und Afrika, Lateinamerika; Mitglied der Konzernleitung – 2000–2001 Leiter des Corporate Center, Konzernhauptsitz Zürich, Mitglied des Exekutivausschusses der Konzernleitung, Vorsitzender des Group Finance Council 2002–2007 Group CEO der Bâloise Holding, Vorsitzender der Konzernleitung und CEO des Geschäftsbereichs International

Vizepräsident des Verwaltungsrates der Swiss Life Holding AG; Vorsitzender des Nomination and Compensation Committee Mitglied des Stiftungsrates der Drosos Stiftung; Vorsitzender des Finanzausschusses

Dr. Pierin Vincenz, geb. 1956, Schweizer Bürger Dr. oec. Universität St. Gallen; Vorsitzender der Geschäftsleitung der Raiffeisen Gruppe Schweiz Berufliche Stationen: 1979–1982 Schweizerische Treuhandgesellschaft St. Gallen 1986–1990 Schweizerischer Bankverein Global Treasury, Zürich, und Swiss Bank Corporation O’Connor Services L.P. 1991–1996 Hunter Douglas, Luzern, Vice President und Treasurer Seit 1996 Raiffeisen Schweiz: – 1996–1999 Leiter des Departements Finanz und Mitglied der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz – Seit 1999 Vorsitzender der Geschäftsleitung von Raiffeisen Schweiz

Verwaltungsratspräsident der Aduno-Gruppe und der Plozza Vini SA Mitglied des Verwaltungsrates der SIX Group, der Helvetia Holding AG und der Pfandbriefbank Schweizerischer Hypothekarinstitute Member of the Steering Committee der UNICO Banking Group Brussels, Mitglied des Verwaltungsratsausschusses der Schweizerischen Bankiervereinigung Mitglied des Vorstandes der Pflegekinder-Aktion Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates des Swiss Finance Institute und Mitglied des Stiftungsrates der Ostschweizerischen Stiftung für klinische Krebsforschung

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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3.2 Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen Vergleiche 3.1 Mitglieder des Verwaltungsrats. 3.3 Kreuzverflechtungen Es gibt keine gegenseitige Einsitznahme in Verwaltungsräten von kotierten Gesellschaften. 3.4 Wahl und Amtszeit Die Generalversammlung wählt den Präsidenten und die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrates in Einzelwahl. Der Verwaltungsrat konstituiert sich, abgesehen von der Wahl des Präsidenten, selbst. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden auf ein Jahr gewählt und sind wieder wählbar. Gemäss internem Organisationsreglement haben Mitglieder des Verwaltungsrates auf die Generalversammlung des Kalenderjahres, in dem sie siebzig Jahre alt werden, von ihrem Amt zurückzutreten. Für Angaben bezüglich der erstmaligen Wahl siehe 3.1 Mitglieder des Ver waltungsrats. 3.5 Interne Organisation Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat bestimmt aus seiner Mitte einen Vizepräsidenten. Der Verwaltungsratspräsident bezeichnet einen Sekretär, der nicht Mitglied des Verwaltungsrates zu sein braucht. Der Verwaltungsrat tagt, so oft es die Geschäfte erfordern, in der Regel ein- bis zweimal pro Quartal, mindestens aber viermal jährlich. Die übliche Sitzungsdauer beträgt ungefähr acht Stunden. Im Berichtsjahr fanden fünf Sitzungen (im Februar, April, Juli, Oktober und Dezember) statt, davon eine zweitägige Strategiesitzung. Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn die absolute Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist. Bei Abstimmungen und Wahlen im Verwaltungsrat gilt gemäss Organisationsreglement die absolute Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Bei Zirkularbeschlüssen muss die Mehrheit aller Verwaltungsratsmitglieder zustimmen. Der Verwaltungsrat kann einen Teil seiner Aufgaben an Ausschüsse delegieren. Es bestehen folgende ständige Ausschüsse: Nomination and Compensation Committee (NCC) und Audit Committee (AC). Deren Aufgaben und Kompetenzen sind reglementarisch festgehalten. Informationen zur Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse finden sich in der Tabelle unter 3.1 Mitglieder des Verwaltungsrats. Nomination and Compensation Committee (NCC) Das NCC bereitet die Entscheide über alle wichtigen personellen und damit zusammenhängenden organisatorischen Fragen auf Stufe Gruppenleitung und oberstem Kader, einschliesslich Fragen der Entschädigung, zu Handen des Verwaltungsrats vor. Zudem entscheidet das NCC über die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates der Holding mit Ausnahme des Präsidenten. An den Sitzungen des NCC sind der Vorsitzende der Gruppenleitung (CEO) sowie der Leiter Human Resources zugegen. Zur Behandlung der finanziellen Belange wird der Chief Financial Officer (CFO) beigezogen. Das NCC tagt mindestens einmal pro Jahr. Die übliche Sitzungsdauer beträgt rund vier Stunden. Im Berichtsjahr fanden fünf Sitzungen (im Februar, Juni, September, November und Dezember) statt.

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Informationen zur Corporate Governance

Audit Committee (AC) Das AC überprüft, ob die zur Kontrolle der Einhaltung von gesetzlichen und internen Bestimmungen geschaffenen Systeme tauglich sind und angewandt werden. Es erstattet dem Verwaltungsrat Bericht und gibt Empfehlungen zu Handen des Verwaltungsrates ab. Es überwacht und beurteilt die Integrität der Finanzabschlüsse, die interne Kontrolle, die Wirksamkeit der Prüfgesellschaft und die interne Revision. Der Aufgabenbereich umfasst Aspekte der externen und internen Revision, das Zusammenspiel zwischen dem Verwaltungsrat, dem CEO, der Gruppenleitung und den Leitern der Geschäftsfelder und Supporteinheiten, das interne Kontrollsystem, das Risk Management, die Compliancetätigkeiten und -organisation, die Rechnungslegung sowie die Entgegennahme und Behandlung der Berichte der internen und externen Revision. Das AC kann nach Rücksprache mit dem Verwaltungsratspräsidenten Sonderprüfungen zu wichtigen Fragen durchführen und dazu zusätzliche interne und/oder externe Ressourcen beanspruchen. Der Präsident des Verwaltungsrates gehört dem AC nicht an, nimmt aber als Gast an den Sitzungen teil. Alle Mitglieder des AC erfüllen die Unabhängigkeitsanforderungen im Sinne des Aufsichtsrechts. An den Sitzungen des AC nehmen auch der CEO, der CFO sowie Vertreter der internen und externen Revision teil. Zudem werden themenspezifisch regelmässig entsprechende Fachspezialisten der VontobelGruppe, insbesondere aus dem Bereich Finance & Risk, beigezogen. Das Audit Committee tagt mindestens dreimal mal pro Jahr. Die übliche Sitzungsdauer beträgt vier bis sechs Stunden. Im Berichtsjahr fanden vier Sitzungen (im Februar, Juni, Juli und November) statt. Das IT Committee wurde im Jahr 2010 nicht weitergeführt. Die Erneuerung der gruppenweiten IT-Infrastruktur wurde 2009 mit dem Wechsel auf das System Avaloq grösstenteils abgeschlossen. Im IT-Bereich stehen nun operationelle Aufgaben im Vordergrund. Bei Bedarf werden Ad-hoc-Ausschüsse gebildet, beispielsweise betreffend Mergers & Acquisitions-Projekte. Im Berichtsjahr wurden keine Ad-hoc-Ausschüsse errichtet. Interne Revision Die interne Revision unterstützt den Verwaltungsrat in der Wahrnehmung seiner gesetzlichen Aufsichts- und Kontrollpflichten in der Vontobel-Gruppe und nimmt die ihr übertragenen Prüfungsaufgaben wahr. Die Pflichten und Rechte der internen Revision sind in einem separaten Reglement festgehalten. Die interne Revision verfügt über ein unbeschränktes Prüfungsrecht innerhalb aller Gruppengesellschaften; es stehen ihr sämtliche Geschäftsunterlagen jederzeit zur Einsichtnahme offen. Die interne Revision ist dem Verwaltungsrat unterstellt und nimmt regelmässig an den Sitzungen des Audit Committee teil. Ihre Prüftätigkeit richtet sich nach den Vorgaben des Schweizerischen Verbandes für Interne Revision (SVIR). Die interne Revision koordiniert ihre Tätigkeit mit der externen Revisionsstelle gemäss den berufsständischen Vorgaben. Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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3.6 Kompetenzregelung Verwaltungsrat Der Verwaltungsrat übt die Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle über die Geschäftsführung der Holding und der Gruppe aus. Er verabschiedet und überarbeitet regelmässig das Leitbild und die Strategie der Gruppe, erlässt die notwendigen Weisungen und Richtlinien und legt die Organisation und die Risikopolitik der Gruppe fest. Zudem nimmt er die Berichterstattung über die Existenz, Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems entgegen. Er beaufsichtigt und kontrolliert die mit der Geschäftsführung betrauten Personen. Der Verwaltungsrat ist zuständig für die Ernennung und Abberufung des CEO und der Mitglieder der Gruppenleitung sowie des Leiters der internen Revision. Er genehmigt ausserdem die Ernennungen und Beförderungen von Kadermitarbeitenden der Vontobel-Gruppe. Im Übrigen nimmt er die ihm vom Gesetz (Art. 716a OR) zugewiesenen Aufgaben wahr. Die Abgrenzung der Kompetenzen zwischen dem Verwaltungsrat, dessen Ausschüssen, dem CEO und der Gruppenleitung ist im Organisationsreglement der Gruppe festgelegt (www.vontobel.com > Investor & Media Relations > Generalversammlung). Unter anderem sind vom Verwaltungsrat der Kauf und Verkauf von Beteiligungen, die Eröffnung und Schliessung von Gruppengesellschaften sowie von Zweigniederlassungen, die Aufnahme von Krediten und Anleihen und die Vergabe von Anleihen oder Garantien ab einer bestimmten Höhe zu genehmigen. Investitionsvorhaben und andere geldwirksame Entscheidungen sind ebenfalls ab einer bestimmten Höhe vom Verwaltungsrat zu genehmigen. Gruppenleitung Die Gruppenleitung ist das dem Verwaltungsrat untergeordnete geschäftsführende Organ der Gruppe. Die Gruppenleitung ist zuständig für alle Gruppenbelange, die nicht durch das Gesetz, die Statuten oder das Organisationsreglement ausdrücklich dem Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG oder einer Gruppengesellschaft vorbehalten sind. Sie handelt als Gremium. Alle Entscheide müssen durch das Kollegium getroffen werden. Bei Differenzen entscheidet der CEO. Der Gruppenleitung obliegen insbesondere die Entwicklung einer gruppenweiten Geschäftsstrategie zuhanden des Verwaltungsrates, die Umsetzung der Entscheide des Verwaltungsrates in der Gruppe, die Kontrolle der Ausführung dieser Entscheide, die Führung und Kontrolle des täglichen Geschäfts der Gruppe, welches sich innerhalb von Finanzplan, Jahreszielen, Jahresbudget und der Risikopolitik sowie im Einklang mit den weiteren vom Verwaltungsrat erlassenen Vorschriften und Anweisungen zu bewegen hat. Sie hat die Einhaltung der gesetzlichen und regulatorischen Vorschriften sowie der anwendbaren Branchenstandards sicherzustellen. Im Weiteren befasst sich die Gruppenleitung mit der Steuerung des Ertrages, der Bilanzstruktur und der Formulierung der Risikopolitik. Die Gruppenleitung legt diese dem Verwaltungsrat über das AC zur Genehmigung vor und unterzieht die Risikopolitik zuhanden des Verwaltungsrates einer regelmässigen Überprüfung. Eine ausführliche Beschreibung der Risikopolitik, des Risikomanagements und der Risikokontrolle der Vontobel-Gruppe findet sich im Anhang der Konzernrechnung ab Seite 81.

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


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Die Gruppenleitung zeichnet verantwortlich für den Erlass von Vorschriften zur Umsetzung der Risikopolitik, namentlich durch Regelung der Grundzüge der Risikoverantwortung, des Risikomanagements und der Risikokontrolle. Dies umfasst insbesondere auch die Organisation des internen Kontrollsystems unter Einhaltung aller notwendigen Gewalten- und Funktionentrennungen. Die Gruppenleitung erstattet zu Handen des Verwaltungsrates und des AC Bericht über die Existenz, Angemessenheit und Wirksamkeit der internen Kontrolle. Die Gruppenleitung ist u.a. zuständig für die Formulierung und Antragstellung des Jahresbudgets und der Jahresziele der Gruppe, gegliedert nach Geschäftsfeldern und Supporteinheiten, zuhanden des Verwaltungsrates. Die Gruppenleitung fällt im Weiteren Entscheide über neue Produkte, Geschäftsaktivitäten oder Märkte. Wird dadurch die Geschäftspolitik der Gruppe grundlegend tangiert, legt die Gruppenleitung die Angelegenheit direkt dem Verwaltungsrat vor; ist dagegen das Risikoprofil der Gruppe grundlegend mitbetroffen, holt sie die Genehmigung über das AC beim Verwaltungsrat ein. Die Gruppenleitung stellt den permanenten Prozess einer professionellen Anlagepolitik und einer zeitgerechten gruppenweiten Umsetzung sicher. Ihr ist es vorbehalten, gestützt auf gesetzliche Bestimmungen, die Statuten oder das vorliegende Organisationsreglement, Weisungen zu erlassen, die gruppenweite Geltung haben. Der Gruppenleitung obliegt ebenfalls der Erlass von Weisungen für die Compliance-Organisation und das Asset & Liability Management. Ihre Befugnisse umfassen zudem die Gewährung von Krediten im Rahmen der im Kreditreglement festgelegten Kompetenzen sowie das Eingehen von Handelspositionen auf eigene Rechnung im Rahmen der festgelegten Limiten. Die Gruppenleitung delegiert die zulässigen Limiten an die zuständigen Bereiche und Stellen innerhalb der Gruppe. Weitere Informationen zur Kompetenzaufteilung zwischen dem Verwaltungsrat und der Gruppenleitung finden sich im Organisationsreglement der Vontobel Holding AG, welches im Internet abrufbar ist (www.vontobel.com > Investor & Media Relations > Generalversammlung). 3.7 Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Gruppenleitung Der Verwaltungsrat tagt nach Organisationsreglement mindestens vier Mal im Jahr; in der Praxis finden sechs bis acht Sitzungen pro Jahr statt. Die ordentlichen Sitzungen dauern üblicherweise einen Tag. Der Vorsitzende der Gruppenleitung (CEO), der Chief Financial Officer (CFO) und je nach Traktanden weitere Mitglieder der Gruppenleitung oder interne Fachspezialisten nehmen an den Sitzungen teil. Der Verwaltungsrat lässt sich monatlich über den Geschäftsgang sowie mindestens halbjährlich über den Risikoverlauf («Risk Reporting») und über die Einhaltung der gesetzlichen, regulatorischen und internen Vorschriften informieren. Zu den Kontrollinstrumenten gehören unter anderem die halbjährliche Berichterstattung, der jährliche Budgetierungsprozess und die interne und externe Revision. Zur Berichterstattung zählen der finanzielle Monatsbericht, der Auskunft gibt über den aktuellen

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Informationen zur Corporate Governance

Geschäftsgang und die entsprechende Zielerreichung jeweils auf Gruppen- und Geschäftsfeldebene (MIS), sowie die Information über die Sitzungen der Gruppenleitung. Die interne Revision erstellt laufend Berichte über ihre Revisionstätigkeit zu Handen des Verwaltungsratspräsidenten und des AC. Die konsolidierte Berichterstattung der Internen Revision erfolgt halbjährlich an den Verwaltungsrat. Die externe Revision erstellt den jährlichen bankengesetzlichen Bericht (Bericht über die aufsichtsrechtliche Prüfung) und weitere Berichte über Schwerpunktprüfungen zu Handen des Verwaltungsrates. Der bankengesetzliche Bericht richtet sich an den Verwaltungsrat und wird in Kopie der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht sowie der Gruppenleitung und dem Leiter der Internen Revision zugestellt. Jedes Mitglied des Verwaltungsrates kann an den Sitzungen des Verwaltungsrates von den anderen Mitgliedern und vom CEO Auskunft über alle Angelegenheiten der Holding und der Gruppe verlangen. Ausserhalb der Sitzungen kann jedes Verwaltungsratsmitglied vom CEO Auskunft über den Gang der Geschäfte einfordern und, nach Genehmigung durch den Präsidenten, Auskunft über spezifische Geschäftsvorfälle erhalten und Einsicht in Geschäftsdokumente nehmen.

4. Gruppenleitung

4.1 Mitglieder der Gruppenleitung Die Gruppenleitung setzt sich per 31. Dezember 2010 wie folgt zusammen: Name

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

Funktion

Nationalität

Herbert J. Scheidt

CEO

CH/D

Dr. Martin Sieg Castagnola

CFO

CH

Peter Fanconi

Mitglied

CH

Felix Lenhard

Mitglied

CH

Dr. Zeno Staub

Mitglied

CH

Roger Studer

Mitglied

CH


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Herbert J. Scheidt, geb. 1951, schweizerische und deutsche Staatsbürgerschaft CEO der Vontobel-Gruppe seit 1. Oktober 2002; designierter Präsident des Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG und der Bank Vontobel AG, Zürich Handelskaufmann; M.A. in Economics University Sussex; M.B.A. University New York Berufliche Stationen: 1982–2002 Verschiedene Funktionen bei Deutsche Bank, in Deutschland, New York, Mailand und Genf: – 1996–2002 Leiter des Private Banking International in Genf – 2001–2002 Chief Executive Officer der Deutsche Bank (Schweiz) AG

Vizepräsident des Verwaltungsrates der Hero AG, Lenzburg Mitglied des Verwaltungsrates der SIX Group, Zürich Mitglied des Verwaltungsrats der Schweizerischen Bankiervereinigung, Basel Mitglied des Vorstandes der Vereinigung Schweizerischer Handels- und Verwaltungsbanken (VHV) Mitglied des Präsidiums Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik Designiertes Mitglied des Verwaltungsrates der Helvetia Holding AG

Dr. Martin Sieg Castagnola, geb. 1965, Schweizer Bürger CFO der Vontobel-Gruppe seit 1. November 2008; Dr. oec. Universität Zürich Berufliche Stationen: 1994–2008 Zürcher Kantonalbank (ZKB), Zürich: – 1994–1999 Leiter der Abteilung Volkswirtschaft und Risiko-Controlling – 1999–2003 Leiter des Aktien- und Aktienderivathandels – 2003–2005 Leiter des Portfolio Management der ZKB Axxess Vision – 2005–2006 Leiter des Treasury – 2007 Leiter des Asset Management – 2007–2008 Mitglied der Generaldirektion und Leiter des Investment & Private Banking 1994–1999 Lehraufträge an der Universität Zürich im Bereich der empirischen Wirtschaftsforschung/Oekonometrie; Assistent am Institut für empirische Wirtschaftsforschung

Vizepräsident des Regulatory Board der SIX Swiss Exchange AG und Vorsitzender des Participants & Surveillance Committee der SIX Swiss Exchange AG

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Peter A. Fanconi, geb. 1967, Schweizer Bürger Leiter Private Banking der Vontobel-Gruppe seit 1. März 2009 lic. iur. Universität Zürich Berufliche Stationen: 1995–1997 SCG St. Gallen Consulting Group AG: Senior Consultant 1997–2002 MAP Group AG: Gründungsaktionär/Managing Partner 2002–2003 PwC: Managing Partner, Leiter Business Development/Corporate Finance (Übernahme der MAP Group AG durch PwC) 2003–2009 Harcourt Investment Consulting AG: Managing Partner – 2003–2007 Leiter Business Development – 2007–2009 CEO und Mitglied des Verwaltungsrates

Mitglied des Vorstands des Zürcher Bankenverbands

Felix Lenhard, geb. 1965, Schweizer Bürger Leiter Operations der Vontobel-Gruppe seit 1. Januar 2010 lic. oec. Universität St. Gallen Berufliche Stationen: 1991–1996 PwC: Senior Consultant im Bereich Financial Services in Zürich und London 1996–2000 almafin AG: Partner und Verantwortlicher für den Bereich Consulting 2000 BZ Informatik AG: Mitglied der Geschäftsleitung Seit 2001 Vontobel-Gruppe: – 2001–2003 Projektleiter (Implementation funktionale Organisation; zentrales Projektcontrolling) – 2003–2009 Leiter der Sparte Business Applications der Support-Einheit Operations – 2009 Leiter der Sparte Informatik der Support-Einheit Operations

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


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Dr. Zeno Staub, geb. 1969, Schweizer Bürger Leiter Asset Management seit 1. Januar 2008, designierter CEO der Vontobel-Gruppe Dr. oec. Universität St. Gallen Berufliche Stationen: 1994–2000 almafin AG: Gründungsaktionär und geschäftsführender Partner 2000 BZ Informatik AG: Mitglied der Geschäftsleitung Seit 2001 Vontobel-Gruppe: – 2001–2002 Leiter der Stabstelle des CFO im Bereich Controlling und IT-Projektportfolio der Vontobel-Gruppe – 2003–2006 CFO und Mitglied der Gruppenleitung der Vontobel-Gruppe – 2006–2007 Leiter des Investment Banking und Mitglied der Gruppenleitung der Vontobel-Gruppe

Mitglied des Vorstands Schweizerische Management Gesellschaft Präsident des Vorstands des Sustainability Forum Zürich Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Finanzmarktforschung (SGF)

Roger Studer, geb. 1967, Schweizer Bürger Leiter Investment Banking der Vontobel-Gruppe seit 1. Januar 2008 M.B.A. Rochester-Bern; Eidgenössisch diplomierter Finanzanalytiker und Vermögensverwalter (CIIA); Eidgenössisch diplomierter Finanz- und Anlageexperte (CIWM) Berufliche Stationen: 1984–1996 Bank Vontobel AG: – 1992–1995 Leitung des Warrants- und Optionshandels – 1995–1996 Leitung des Market Making Derivative Produkte 1997–1998 DG Bank AG (Schweiz): Leiter Privatkunden Österreich 1999 Rentenanstalt/Swiss Life: Head Quantitative Asset Allocation 1999–2000 ABN AMRO Bank AG (Schweiz): Leiter des Portfolio Management und Research Seit 2001 Vontobel-Gruppe: – 2001–2002 Leiter des Risikomanagement und Entwicklung Derivative Produkte – 2003–2007 Head Financial Products

Vizepräsident der European Structured Investment Products Association (Eusipa), Brüssel Mitglied der Kommission für Wertpapiere der SIX Swiss Exchange AG Mitglied der Kommission für strukturierte Produkte der Scoach Schweiz AG

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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4.2 Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen Vergleiche 4.1 Mitglieder der Geschäftsleitung. 4.3 Managementverträge Es bestehen keine Managementverträge.

5. Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen

5.1 Inhalt und Festsetzungsverfahren der Entschädigungen und der Beteiligungsprogramme Das Kompensationssystem der Vontobel-Gruppe ist darauf ausgerichtet, die Mitarbeitenden auf allen Stufen in optimaler Weise zu motivieren, die anspruchsvollen kurz-, mittel- und langfristigen strategischen Ziele zu erreichen oder gar zu übertreffen. Nachhaltig erfreuliche Konzernergebnisse bei einem vergleichsweise tiefen Risikoprofil werden im Rahmen des Long-Term-Incentive-Planes systematisch grosszügiger honoriert als bei einem vergleichsweise höheren Risikoprofil. Das im Frühjahr 2005 eingeführte Kompensationssystem ist in einer Weise ausgestaltet, dass die Interessen aller Stakeholder in hohem Masse in Einklang gebracht werden. Damit sind die von der FINMA im Rundschreiben 10/1 «Vergütungssysteme» formulierten Grundsätze, die für die Vontobel-Gruppe als Leitlinien empfohlen werden, zu einem grossen Teil umgesetzt. Der CEO unterbreitet dem Nomination and Compensation Committee des Verwaltungsrates (NCC) jeweils im Juni und im Dezember einen Vorschlag zur Abgrenzung der Boni zum ersten Halbjahr beziehungsweise für den jährlichen Bonuspool. Das NCC behandelt die Höhe des Bonuspools und stellt in der Folge Antrag an den Gesamt-Verwaltungsrat, der über den Bonuspool befindet. Die Aufteilung des Gesamt-Bonuspools in Teil-Bonuspools für die einzelnen Geschäftsfelder und die Supporteinheiten erfolgt unter Berücksichtigung der verschiedensten quantitativen und qualitativen Elemente durch den CEO der Vontobel-Gruppe. Die Vontobel-Gruppe will für ihre Mitarbeitenden, das Management sowie den Verwaltungsrat ein attraktiver und fairer Arbeitgeber sein. Eine marktkonforme Kompensation ist deshalb von grosser Bedeutung. Bei der Festsetzung von Fixsalär und Bonus werden Benchmark- und Lohnvergleiche insbesondere von mittelgrossen im Private Banking, im institutionellen Vermögensverwaltungsbereich sowie im Produktgeschäft des Investment Banking in der Schweiz tätigen Instituten berücksichtigt. Diese Daten werden der Vontobel-Gruppe von externen Beratern (wie zum Beispiel Towers Watson) in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt. Verwaltungsrat Die Entschädigung des Präsidenten des Verwaltungsrates, der hauptamtlich für die Gruppe tätig ist, besteht aus einem Basissalär, das monatlich ausbezahlt wird, und aus einem jährlich neu definierten variablen Bonus, der analog dem Bonus der Gruppenleitungsmitglieder leistungsorientiert (inklusive Teilnahme am Aktienbeteiligungsprogramm) ausbezahlt wird. Das NCC entscheidet über die Entschädigung inklusive allfälliger Sonderzahlungen der Mitglieder des Verwaltungsrates; über diejenige des Präsidenten entscheidet der Verwaltungsrat, wobei der Präsident bei diesem ihn betreffenden Traktandum jeweils in den Ausstand tritt.

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


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Die Entschädigung der übrigen Mitglieder des Verwaltungsrates besteht aus einem Mindestbasishonorar, welches in bar ausbezahlt wird. Übersteigt die ausgeschüttete Dividende 100% des Nominalwertes der Namenaktie der Vontobel Holding AG, erhöht sich das Basishonorar entsprechend. Der das Basishonorar übersteigende Teil wird in Namenaktien der Vontobel Holding AG mit dreijähriger Sperrfrist ausbezahlt. Zusätzlich werden Pauschalspesen und effektive Kosten vergütet. Mitglieder von Ausschüssen erhalten eine weitere Entschädigung. Die Modalitäten zur Entschädigung des Verwaltungsrates werden jährlich vom NCC überprüft und festgelegt. Für das Geschäftsjahr 2010 betrug der leistungsabhängige Teil für den Verwaltungsratspräsidenten 208% (Vorjahr 189%) und für die übrigen Verwaltungsratsmitglieder im Durchschnitt 24% (Vorjahr 23%) des Basishonorars. Gruppenleitung Wie alle Mitarbeitenden der Vontobel-Gruppe werden der CEO und die Mitglieder der Gruppenleitung systematisch und konsequent nach den Grundsätzen des Management by Objectives (MbO) geführt. Die Entschädigung der Gruppenleitungsmitglieder besteht aus einem Basissalär in bar und einem jährlich neu definierten variablen Bonus mit dem Charakter einer einmaligen Entschädigung. Für das Geschäftsjahr 2010 betrug der variable Bonus auf der Grundlage der individuellen Zielerreichungsanalyse für die Gruppenleitungsmitglieder im Durchschnitt 294% (Vorjahr 252%) des Basissalärs. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr begründet sich mit der Entwicklung des Gruppenergebnisses sowie des Ergebnisses des entsprechenden Geschäftsfeldes und dem Erreichungsgrad der weiter unten beschriebenen individuellen Ziele der Mitglieder der Gruppenleitung. Im Zusammenhang mit dem Aktienbeteiligungsplan wird die Hälfte des Bonus in bar ausbezahlt, die andere Hälfte in Form von auf drei Jahre gesperrten Namenaktien der Vontobel Holding AG. Die Anzahl dieser Bonus-Aktien bildet die Grundlage für die Anzahl Performance-Aktien, welche nach drei Jahren in Abhängigkeit von den Ergebnissen der vorangegangenen drei Geschäftsjahre zugeteilt werden. Nähere Angaben zu den Modalitäten werden im Anhang zur Konzernrechnung in Anmerkung 29 offengelegt. Der Entscheid über die Entschädigung der Gruppenleitungsmitglieder beziehungsweise bezüglich der einzelnen Komponenten liegt in der Zuständigkeit des NCC des Verwaltungsrates. Der Gesamt-Verwaltungsrat wird durch das NCC darüber informiert. Die Höhe des Basissalärs und des Bonus wird jährlich festgelegt. Der jährliche Bonus der Gruppenleitungsmitglieder wird auf Basis des Erreichungsgrads der individuellen Ziele und der Ziele des entsprechenden Geschäftsfeldes respektive der jeweiligen Supporteinheit sowie der Unternehmensziele festgelegt. Die Beurteilung umfasst Leistung und Führung. Das bedeutet, dass bei jedem Gruppenleitungsmitglied unter anderem – die individuell vereinbarten Budgetziele – die Prozess-/Struktur-/Systemziele – die Kunden-/Markt-/Produktziele und – die Kultur-/Kompetenz-/Personalziele bewertet und für die Festlegung des Bonus berücksichtigt werden. Dieser Prozess erfolgt weder formelbasiert noch nach fixen Gewichtungskriterien, viel mehr werden die unterschiedlichen, oben beschriebenen Elemente differenziert für die jeweilige Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Funktion des Gruppenleitungsmitglieds berücksichtigt. Mit diesen individuellen Leistungszielen soll auch gewährleistet werden, dass die Gruppenleitung und einzelne Mitglieder keine unangemessenen Risiken eingehen und die vom Verwaltungsrat genehmigte Risikopolitik adäquat umgesetzt wird. In einem durch starke Markt- und regulatorische Veränderungen geprägten Umfeld wird der Erreichungsgrad der Leistungsziele der Mitglieder der Gruppenleitung im NCC eingehend diskutiert und das NCC legt die individuellen Boni im Rahmen dieser Ziele und deren Erreichungsgrad nach eigenem und sorgfältig ausgewogenem Ermessen fest. Die Vontobel-Gruppe gibt die detaillierten Ziele für die Festlegung der variablen Vergütung der einzelnen Gruppenleitungsmitglieder nicht bekannt. Eine Offenlegung würde auf Aktivitäten und auf Pläne von strategischer Bedeutung (z.B. Akquisitionsziele) hinweisen, was Vontobel Wettbewerbsnachteile verschaffen könnte. Es wäre davon auszugehen, dass Konkurrenzunternehmen die Informationen über die Ambitionen in den einzelnen Märkten zum Schaden der Vontobel-Gruppe nutzen würden, z.B. auch für Kunden- und Mitarbeiterabwerbung. Grundsätzlich sind die Arbeitsverträge der Mitarbeitenden (d.h. auch der Gruppenleitungsmitglieder der Vontobel-Gruppe) auf maximal sechs Monate kündbar. Die Verträge der Verwaltungsräte und der Mitglieder der Gruppenleitung enthalten keine Abgangsentschädigungsklauseln. Die Angaben über Entschädigungen, Aktienbesitz und Darlehen finden sich im Anhang der Konzernrechnung (Anmerkungen 28–30).

6. Mitwirkungsrechte der Aktionäre

6.1 Stimmrechtsbeschränkungen und -vertretung Die Übertragung der Namenaktien bedarf gemäss Art. 4 der Statuten der Zustimmung des Verwaltungsrates oder eines vom Verwaltungsrat bezeichneten Ausschusses. Werden die Namenaktien über die Börse erworben, so geht das Eigentum an den Aktien mit der Übertragung auf den Erwerber über; werden sie ausserbörslich erworben, so geht das Eigentum auf den Erwerber über, sobald dieser bei der Gesellschaft ein Gesuch um Anerkennung als Aktionär eingereicht hat. In jedem Falle kann der Erwerber aber bis zu seiner Anerkennung durch die Gesellschaft weder das mit den Aktien verknüpfte Stimmrecht noch andere mit dem Stimmrecht zusammenhängende Rechte ausüben. In der Ausübung aller übrigen Aktionärsrechte ist der Erwerber nicht eingeschränkt. Der Verwaltungsrat kann einen Erwerber von Namenaktien als Vollaktionär ablehnen, wenn (a) die Anzahl der von ihm gehaltenen Namenaktien 10% der Gesamtzahl der im Handelsregister eingetragenen Namenaktien überschreitet. Diese Stimmrechtsbeschränkung dient der Sicherstellung klarer Kontrollverhältnisse. Die Generalversammlung kann sie jederzeit aufheben. Natürliche oder juristische Personen, die im Hinblick auf eine Umgehung der Eintragungsbeschränkung koordiniert vorgehen, gelten in Bezug auf diese Bestimmung als ein Erwerber. Die wohlerworbenen Rechte von Aktionären oder Aktionärsgruppierungen, welche bereits bei der öffentlichen Ankündigung der Einführung dieser Vinkulierungsbestim-

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Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Informationen zur Corporate Governance

mung am 25. Januar 2001 mehr als 10% des Aktienkapitals auf sich vereinigt haben, bleiben gemäss Art. 4 der Statuten gewahrt. (b) der Erwerber auf Verlangen der Gesellschaft nicht ausdrücklich erklärt, dass er die Aktien im eigenen Namen und auf eigene Rechnung erworben hat. Die Gesellschaft anerkennt als Aktionär und Nutzniesser von Namenaktien nur, wer im Aktienbuch eingetragen ist. Von der Gesellschaft noch nicht anerkannte Erwerber sind nach dem Rechtsübergang als Aktionär ohne Stimmrecht ins Aktienbuch einzutragen; die entsprechenden Aktien gelten in der Generalversammlung als nicht vertreten. Bezüglich der Voraussetzung zur Aufhebung der statutarischen Stimmrechtsbeschränkungen vergleiche 6.2 Statutarische Quoren. Im Aktienbuch werden keine Nominee-Eintragungen vorgenommen. 6.2 Statutarische Quoren Die Generalversammlung fasst ihre Beschlüsse und vollzieht ihre Wahlen mit der absoluten Mehrheit der vertretenen Aktienstimmen, soweit das Gesetz nicht zwingend etwas anderes bestimmt. Ein Beschluss der Generalversammlung, der mindestens zwei Drittel der vertretenen Stimmen und die absolute Mehrheit der vertretenen Aktiennennwerte auf sich vereinigt, ist gemäss Art. 17 der Statuten erforderlich für: (a) Änderung des Gesellschaftszweckes (b) Einführung von Stimmrechtsaktien (c) Abänderung oder Abschaffung der Beschränkung der Übertragbarkeit von Namenaktien (Vinkulierung) (d) Genehmigte oder bedingte Kapitalerhöhung (e) Kapitalerhöhung aus Eigenkapital, gegen Sacheinlage oder zwecks Sachübernahme und Gewährung von besonderen Vorteilen (f) Einschränkung oder Aufhebung des Bezugsrechtes (g) Verlegung des Sitzes der Gesellschaft (h) Abberufung von mehr als einem Mitglied des Verwaltungsrates im gleichen Geschäftsjahr (i) Auflösung der Gesellschaft (mit oder ohne Liquidation) (j) Ausschüttung einer Naturaldividende (k) Erhöhung des Aktienkapitals (in allen Fällen) 6.3 Einberufung der Generalversammlung Bezüglich der Einberufung der Generalversammlung gelten die gesetzlichen Regelungen. Die schriftliche Einladung an die Generalversammlung erfolgt, zusammen mit den Verhandlungsgegenständen und den Anträgen, mindestens zwanzig Tage vor dem Versammlungsdatum. Über nicht traktandierte Verhandlungsgegenstände können keine Beschlüsse gefasst werden; ausgenommen sind Anträge auf Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung oder auf Durchführung einer Sonderprüfung. Die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung kann von einem oder mehreren Aktionären, die zusammen mindestens 10% des Aktienkapitals vertreten, verlangt werden. Die anbegehrte Generalversammlung ist spätestens zwei Monate nach Eingang eines solchen Begehrens durchzuführen. Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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6.4 Traktandierung Aktionäre, die Aktien im Nennwert von mindestens 0.5% des Aktienkapitals vertreten, können schriftlich und unter Angabe des Verhandlungsgegenstandes und der Anträge die Traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes verlangen. Gemäss Art. 10 der Statuten muss ein entsprechendes Begehren mindestens zwei Monate vor Durchführung der Generalversammlung bei der Gesellschaft eintreffen. 6.5 Eintragungen im Aktienbuch und Stellvertretung Stellvertretung an der Generalversammlung ist nur mit schriftlicher Vollmacht zulässig. Vom Versand der Einladungen zur Generalversammlung bis einen Tag nach der Generalversammlung werden keine Eintragungen im Aktienbuch vorgenommen.

7. Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen

7.1 Angebotspflicht Die Statuten sehen kein «opting-out» oder «opting-up» von der Angebotspflicht gemäss Art. 22 BEHG (Börsengesetz) vor. Die Instrumente der Gesellschaft zur Abwehr von Übernahmen bestehen im Wesentlichen aus folgenden, bereits oben beschriebenen Massnahmen: – Zurzeit sind 40% der Aktienstimmen langfristig in einem Aktionärbindungsvertrag gebunden (vergleiche 1.2 Bedeutende Aktionäre und stimmrechtsgebundene Gruppen von Aktionären). – Die Vinkulierungsbestimmungen erlauben dem Verwaltungsrat, die Eintragung von Aktionären oder Aktionärsgruppen im Aktienbuch bei Überschreitung von 10% abzulehnen (vergleiche 6.1 Stimmrechtsbeschränkungen und -vertretung). – Eine Änderung der Vinkulierungsbestimmungen oder die Abberufung von mehr als einem Mitglied des Verwaltungsrates im gleichen Geschäftsjahr bedarf eines qualifizierten Mehrs (vergleiche 6.2 Statutarische Quoren). 7.2 Kontrollwechselklauseln Die Verträge mit den Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Gruppenleitung sehen keine Vereinbarungen bei Kontrollwechseln (Kontrollwechselklauseln) vor. Im Fall eines Kontrollwechsels werden jedoch die Ansprüche aus dem Aktienbeteiligungsplan unmittelbar gewährt, sofern der Plan nicht fortgesetzt werden kann.

8. Revisionsstelle

8.1 Dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors Die Konzernrechnung sowie die Jahresrechnungen der Vontobel Holding AG und der Mehrheit der Tochtergesellschaften werden von Ernst & Young geprüft. Die übrigen Tochtergesellschaften werden durch andere Revisionsstellen geprüft. Die externe Revisionsstelle der Vontobel Holding AG wird an der ordentlichen Generalversammlung jeweils für ein Jahr gewählt. Die Wahl von Ernst & Young erfolgte erstmals bei der Gründung der Vontobel Holding AG im Jahre 1983. Leitender Revisor ist Iqbal Khan, der diese Funktion seit dem Geschäftsjahr 2009 ausübt. Der Rotationsrhythmus für dieses Amt beträgt in Übereinstimmung mit den bankengesetzlichen Vorschriften sieben Jahre. Die Rolle des aufsichtsrechtlichen leitenden Prüfers hat Iqbal Khan seit dem Geschäftsjahr 2009 inne.

60

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Informationen zur Corporate Governance

8.2 Revisionshonorar Honorare der Revisionsgesellschaft

31-12-10 1’000 CHF

31-12-09 1’000 CHF

2’986.7

3’205.3

278.3

581.2

Prüfungshonorare von Ernst & Young Zusätzliche Honorare von Ernst & Young für prüfungsnahe Dienstleistungen Steuerberatung

46.8

61.7

Rechtsberatung

0.0

181.8

Beratung internationale Rechnungslegung

0.0

21.5

231.5

316.2

übrige Beratungsdienstleistungen

8.3 Zusätzliche Honorare Die zusätzlichen Honorare betreffen vor allem Dienstleistungen im Zusammenhang mit Projekten und prüfungsnahe Dienstleistungen bezüglich der internationalen Rechnungslegung sowie bei steuerlichen, rechtlichen oder regulatorischen Fragen. Diese von der Revisionsgesellschaft erbrachten Dienstleistungen sind mit den AuditAufgaben der externen Revisionsstelle vereinbar, da sie zu keinen Interessenkonflikten führen. Neue Prüfungsgegenstände sowie allfällige von den Aufsichtsbehörden angeordnete Sonder- und Spezialprüfungen sind vom Audit Committee zu bewilligen. Es besteht kein festgeschriebener Katalog von Kriterien, welche bei der Genehmigung von solchen zusätzlichen Mandaten herangezogen werden; das Audit Committee entscheidet im Einzelfall, ob die Erteilung des zusätzlichen Mandats die Unabhängigkeit der Revisionsstelle in Frage stellt. 8.4 Aufsichts- und Kontrollinstrumente gegenüber der Revision Die Aufsicht und Kontrolle der externen Revision obliegt dem Verwaltungsrat. In seinen Kompetenzbereich fällt die Behandlung der Berichte der internen und externen Revision, wobei er in dieser Aufgabe vom Audit Committee (AC) unterstützt wird. Das Audit Committee lässt sich regelmässig von Vertretern der externen Revisionsstelle Bericht erstatten und behandelt diese Berichte und beurteilt deren Leistung in Bezug auf Qualität und Umfang. Der leitende Revisor der externen Revision war im Berichtsjahr an drei Sitzungen des Audit Committee anwesend. Der Leiter der internen Revision nahm an allen vier Sitzungen des Audit Committee teil. Die Vontobel-Gruppe untersteht als Bankengruppe der konsolidierten Aufsicht durch die eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA). Bei der Auswahl der externen Revisionsgesellschaft müssen somit sowohl die Anforderungen gemäss OR Artikel 728 (Unabhängigkeit der Revisionsstelle) als auch die Vorgaben der FINMA gemäss Rundschreiben 08/41 «Prüfwesen» erfüllt werden. Weitere massgebliche Auswahlkriterien bilden für den Verwaltungsrat die ausgewiesene Fachkompetenz auch in komplexen Finanz- und Bewertungsfragen gemäss Rechnungslegungsstandards der FINMA und IFRS. Der Kontinuität wird ebenfalls grosse Beachtung geschenkt. Bei der Beurteilung der Leistung, der Honorierung und der Unabhängigkeit der Revisionsstelle lässt sich das Audit Committee von der eigenen Erfahrung und seiner professionellen Urteilsfähigkeit leiten; es besteht kein festgeschriebener Kriterienkatalog.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

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Informationen zur Corporate Governance

9. Informationspolitik

Als börsenkotiertes Unternehmen verfolgt die Vontobel Holding AG gegenüber ihren Aktionären, Kunden und Mitarbeitern sowie der Finanzgemeinde und der Öffentlichkeit eine konsistente und transparente Informationspolitik. Die regelmässige Berichterstattung umfasst die Publikation des Jahres- und Halbjahresberichts, Aktionärsbriefe sowie die Jahrespressekonferenz, die Finanzanalystenkonferenzen und die Generalversammlung. Bei Auftreten wichtiger Ereignisse werden die obgenannten Anspruchsgruppen zeitgleich über Pressemitteilungen informiert. Die Angaben zu den Informationsquellen und zu wichtigen Terminen sowie die Kontaktadressen finden sich auf Seite 168 des Geschäftsberichts.

62

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Konzernrechnung

Konsolidierte Erfolgsrechnung

64

Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung

65

Konsolidierte Bilanz

66

Nachweis des Eigenkapitals

68

Konsolidierte Mittelflussrechnung

70

Anhang zur Konzernrechnung

72

Bericht des Konzernpr체fers

Vontobel-Gruppe, Gesch채ftsberichte 2010

155

63


Konsolidierte Erfolgsrechnung

Anmerkung

Zinsertrag Zinsaufwand Erfolg aus dem Zinsengeschäft

1

Kommissionsertrag Kommissionsaufwand Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft Erfolg aus dem Handelsgeschäft Übriger Erfolg

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

59.8

59.0

0.8

1

6.7

13.0

(6.3)

(48)

53.1

46.0

7.1

15

593.1

525.3

67.8

13

114.9

105.3

9.6

9

2

478.2

420.0

58.2

14

3

273.9

298.0

(24.1)

(8)

5, 6

25.0

21.0

4.0

19

830.2

785.0

45.2

6

Total Betriebsertrag Personalaufwand

7

392.3

386.8

5.5

1

Sachaufwand

8

196.2

171.9

24.3

14

Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

9

61.8

61.9

(0.1)

(0)

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

10

Geschäftsaufwand Ergebnis vor Steuern Steuern

11

Konzernergebnis davon den Minderheitsanteilen zurechenbar

6.8

12.5

(5.7)

(46)

657.1

633.1

24.0

4

173.1

151.9

21.2

14

25.8

13.6

12.2

90

147.3

138.3

9.0

7

(0.5)

(0.6)

0.1

147.8

138.9

8.9

6

12

2.31

2.17

0.14

6

12

2.26

2.12

0.14

7

davon den Aktionären der Vontobel Holding AG zurechenbar

Informationen zur Aktie Unverwässertes Konzernergebnis pro Aktie (CHF)1 Verwässertes Konzernergebnis pro Aktie 1

64

(CHF)1

Basis: gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung

Konzernergebnis gemäss Erfolgsrechnung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

147.3

138.3

9.0

(32.9)

(2.6)

(30.3)

0.0

0.0

0.0

(32.9)

(2.6)

(30.3)

11.9

41.0

(29.1)

(12.0)

(1.8)

(10.2)

7

Sonstiges Ergebnis Umrechnungsdifferenzen Erfolge während der Berichtsperiode Ertragssteuern in Zusammenhang mit Umrechnungsdifferenzen Umrechnungsdifferenzen, nach Steuern Finanzanlagen Available-for-Sale Erfolge während der Berichtsperiode In die Erfolgsrechnung transferierte Erfolge Ertragssteuern in Zusammenhang mit Finanzanlagen Available-for-Sale

(71)

0.9

(4.1)

5.0

0.8

35.1

(34.3)

(98)

Total sonstiges Ergebnis

(32.1)

32.5

(64.6)

(199)

Gesamtergebnis

115.2

170.8

(55.6)

(33)

Finanzanlagen Available-for-Sale, nach Steuern

davon den Minderheitsanteilen zurechenbar davon den Aktionären der Vontobel Holding AG zurechenbar

(0.5)

(0.6)

0.1

115.7

171.4

(55.7)

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

(32)

65


Konsolidierte Bilanz

Aktiven

Anmerkung

Flüssige Mittel Forderungen gegenüber Banken

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

1’457.6

1’950.0

(492.4)

(25) (14)

2’227.8

2’580.5

(352.7)

Barhinterlagen für Reverse-Repurchase-Geschäfte

21

300.0

300.0

0.0

0

Handelsbestände

13

2’017.3

1’708.1

309.2

18

Positive Wiederbeschaffungswerte Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Wertschriften Forderungen gegenüber Kunden

13, 41, 42

197.2

214.5

(17.3)

(8)

13

8’476.6

8’529.9

(53.3)

(1)

13, 15, 21

500.1

239.5

260.6

109

14

1’427.0

1’005.4

421.6

42

226.6

197.9

28.7

15 16

Rechnungsabgrenzungen Finanzanlagen

15

1’044.6

899.1

145.5

Assoziierte Gesellschaften

16

0.6

0.6

0.0

0

Sachanlagen

17

204.8

217.8

(13.0)

(6)

Goodwill und andere immaterielle Werte

18

150.7

161.2

(10.5)

(7)

4.4

18.2

(13.8)

(76)

Laufende Steuerforderungen Latente Steuerforderungen

11

6.3

5.6

0.7

13

Sonstige Aktiven

19

60.0

53.1

6.9

13

18’301.6

18’081.4

220.2

1

5.0

5.9

(0.9)

(15)

Total Aktiven Total nachrangige Forderungen

66

31-12-10 Mio. CHF

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Konsolidierte Bilanz

Passiven

Anmerkung

Verpflichtungen gegenüber Banken Verpflichtungen aus Handelsbeständen

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

1’472.0

1’738.8

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

(266.8)

(15)

13

1’215.8

1’178.0

37.8

3

13, 41, 42

544.2

361.7

182.5

50

Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value

13

8’183.0

8’279.7

(96.7)

(1)

Verpflichtungen gegenüber Kunden

22

4’925.7

4’594.4

331.3

7

325.9

274.4

51.5

19

Negative Wiederbeschaffungswerte

Rechnungsabgrenzungen Ausgegebene Schuldtitel

23

Laufende Steuerverpflichtungen Latente Steuerverpflichtungen

11

0.0

25.0

(25.0)

(100)

15.3

5.4

9.9

183

56.6

60.1

(3.5)

(6)

Rückstellungen

25

10.4

9.0

1.4

16

Sonstige Passiven

24

49.2

40.3

8.9

22

16’798.1

16’566.8

231.3

1

65.0

65.0

0.0

0

189.6

190.1

(0.5)

(0)

51.8

51.0

0.8

2

(46.2)

(13.3)

(32.9)

1’298.0

1’240.4

57.6

5 0

Total Fremdkapital Aktienkapital

26

Kapitalreserven Nicht realisierte Gewinne/(Verluste) auf Finanzanlagen

27

Umrechnungsdifferenzen Gewinnreserven Als Verpflichtung zum Kauf von Minderheitsanteilen klassiertes Eigenkapital Eigene Aktien Eigene Mittel der Aktionäre der Vontobel Holding AG Minderheitsanteile Total Eigenkapital Total Passiven

26

(0.1)

(0.1)

0.0

(54.2)

(49.5)

(4.7)

1’503.9

1’483.6

20.3

1

(0.4)

31.0

(31.4)

(101)

1’503.5

1’514.6

(11.1)

(1)

18’301.6

18’081.4

220.2

1

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

67


Nachweis des Eigenkapitals

in Mio. CHF

Stand 01-01-09

Aktienkapital

Eigene Aktien

65.0

(77.5)

65.0

(77.5)

0.0

28.0

IAS-/IFRS-Anpassungen Stand 01-01-09 nach Anpassungen Veränderungen im Eigenkapital Eigentümerbezogene Veränderungen Dividendenausschüttung1 28.0

Käufe/Veräusserungen eigener Aktien Erfolg aus Veräusserung eigener Aktien Mitarbeiterbeteiligungsplan Veränderung Minderheitsanteile Veränderung Verpflichtung zum Kauf von Minderheiten 0.0

0.0

Stand 31-12-09

65.0

(49.5)

Stand 01-01-10

65.0

(49.5)

65.0

(49.5)

0.0

(4.7)

Übrige Einflüsse Konzernergebnis Sonstige Ergebniskomponenten

IAS-/IFRS-Anpassungen Stand 01-01-10 nach Anpassungen Veränderungen im Eigenkapital Eigentümerbezogene Veränderungen Dividendenausschüttung1 (4.7)

Käufe/Veräusserungen eigener Aktien Erfolg aus Veräusserung eigener Aktien Mitarbeiterbeteiligungsplan Veränderung Minderheitsanteile Veränderung Verpflichtung zum Kauf von Minderheiten Übrige Einflüsse

0.0

0.0

65.0

(54.2)

Konzernergebnis Sonstige Ergebniskomponenten Stand 31-12-10 1 2

68

Die Vontobel Holding AG hat im Mai 2010 CHF 1.40 (Vorjahr CHF 1.20) Dividende je Namenaktie zu CHF 1.00 Nominal ausbezahlt. Der Abgang erfolgte aufgrund des Squeeze-outs der Minderheitsaktionäre der VT Finance AG im Zuge der Fusion mit der VT Investment (Zürich) AG.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Nachweis des Eigenkapitals

Kapitalreserven

Als Verpflichtung zum Kauf von Minderheitsanteilen klassiertes Eigenkapital

198.4

(0.1)

Gewinnreserven

Nicht realisierte Erfolge auf Finanzanlagen

Umrechnungsdifferenzen

Aktionäre

Minderheiten

Total Eigenkapital

1’178.9

15.9

(10.7)

1’369.9

0.7

1’370.6

0.0

0.0

0.0

198.4

(0.1)

1’178.9

15.9

(10.7)

1’369.9

0.7

1’370.6

(8.3)

0.0

(77.4)

0.0

0.0

(57.7)

30.9

(26.8)

(77.4)

0.0

(77.4)

28.0

0.0

28.0

(77.4) (17.7)

(17.7)

9.4

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0 0.0

0.0

0.0

138.9

(17.7)

9.4

0.0

9.4

0.0

30.9

30.9

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0 138.3

138.9

(0.6)

35.1

(2.6)

32.5

0.0

32.5

190.1

(0.1)

1’240.4

51.0

(13.3)

1’483.6

31.0

1’514.6

190.1

(0.1)

1’240.4

51.0

(13.3)

1’483.6

31.0

1’514.6

190.1

(0.1)

1’240.4

51.0

(13.3)

1’483.6

31.0

1’514.6

(0.5)

0.0

(90.2)

0.0

0.0

(95.4)

(30.9)

(126.3)

(90.2)

0.0

(90.2)

(4.7)

0.0

(4.7)

0.0

(90.2) 0.8

0.8

(1.3)

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

(1.3) 0.0

0.0

0.0

0.0

147.8 189.6

0.0

(0.1)

1’298.0

0.0

0.8 0.0 (30.9) 2

(1.3) (30.9)

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0 0.0

147.8

(0.5)

147.3

0.8

(32.9)

(32.1)

0.0

(32.1)

51.8

(46.2)

1’503.9

(0.4)

1’503.5

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

69


Konsolidierte Mittelflussrechnung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

147.3

138.3

Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit Konzernergebnis (inkl. Minderheiten) Überleitung zum Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit Nicht zahlungswirksame Positionen im Konzernergebnis: Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

61.8

61.9

Wertberichtigungen für Kreditrisiken

0.6

5.5

Erfolg aus assoziierten Gesellschaften

(0.1)

0.2

Latenter Steuererfolg

(4.6)

0.7

1.6

2.9

Veränderung von Rückstellungen Nettoerfolg aus Vorgängen im Anlagevermögen Übriger nicht zahlungswirksamer Erfolg

30.8

0.0

0.0

(15.1)

(129.9)

1’610.1

0.0

(155.0)

Netto(-Zunahme)/-Abnahme von Aktiven des Bankgeschäfts: Forderungen/Verpflichtungen gegenüber Banken netto Reverse-Repurchase-Geschäfte, Barhinterlagen für geborgte Wertschriften Handelsbestände sowie Wiederbeschaffungswerte netto

(77.7)

(425.9)

(279.4)

209.3

Forderungen/Verpflichtungen gegenüber Kunden netto

(90.2)

293.1

Rechnungsabgrenzungen und übrige Aktiven

(35.8)

(47.2)

Andere finanzielle Vermögenswerte/Verpflichtungen zu Fair Value netto

Netto-Zunahme/(-Abnahme) von Passiven des Bankgeschäfts: Repurchase-Geschäfte, Barhinterlagen für ausgeliehene Wertschriften

0.0

0.0

90.4

(50.1)

(6.5)

(30.8)

(291.7)

1’597.9

Erwerb von Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften

0.0

183.8

Veräusserung von Tochtergesellschaften und assoziierten Gesellschaften

0.0

0.1

(41.0)

(39.4)

Rechnungsabgrenzungen und übrige Verpflichtungen Bezahlte Steuern Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit Mittelfluss aus Investitionstätigkeit

Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Werten Veräusserung von Sachanlagen und immateriellen Werten Investitionen in Finanzanlagen

0.0

0.3

(1’806.8)

(890.3)

Devestitionen von Finanzanlagen

1’595.7

541.5

Mittelfluss aus Investitionstätigkeit

(252.1)

(204.0)

(6.0)

17.0

0.0

0.0

Dividendenausschüttungen

(90.2)

(77.4)

Ausgabe/(Rückzahlung) von ausgegebenen Schuldtiteln

(25.0)

(24.0)

Veränderung von Minderheitsanteilen

(30.9)

0.0

Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit

(152.1)

(84.4)

Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit Netto(-Zunahme)/-Abnahme eigener Aktien Kapitalveränderung

Auswirkungen der Währungsumrechnung

(12.4)

(0.4)

Netto-Zunahme/(-Abnahme) der flüssigen Mittel und leicht verwertbaren Aktiven

(708.3)

1’309.1

Flüssige Mittel und leicht verwertbare Aktiven am Jahresanfang

3’746.2

2’437.1

Flüssige Mittel und leicht verwertbare Aktiven am Jahresende

3’037.9

3’746.2

70

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Konsolidierte Mittelflussrechnung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

1’457.6

1’950.0

Nachweis der flüssigen Mittel und leicht verwertbaren Aktiven am Jahresende Flüssige Mittel Geldmarktpapiere mit einer Ursprungslaufzeit von maximal 3 Monaten

0.0

0.0

Forderungen gegenüber Banken auf Sicht

1’580.3

1’796.2

Total

3’037.9

3’746.2

Weitere Informationen: Erhaltene Dividenden Erhaltene Zinsen Bezahlte Zinsen

30.3

24.2

258.2

151.1

5.0

18.5

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

71


Anhang zur Konzernrechnung

Rechnungslegungsgrundsätze

1. Grundlagen der Rechnungslegung Die Konzernrechnung der Vontobel-Gruppe steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), die vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben werden. Es wurden mit Ausnahme der in Abschnitt 4 erläuterten Änderungen die gleichen Rechnungslegungsgrundsätze wie für die Konzernrechnung per 31. Dezember 2009 angewandt.

2. Schätzungen, Annahmen und Ermessensausübung des Managements Bei der Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze müssen durch das Management zahlreiche Schätzungen vorgenommen sowie Annahmen und Ermessensentscheide getroffen werden, welche die Höhe der ausgewiesenen Aktiven und Passiven, Aufwendungen und Erträge sowie die Offenlegung von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten beeinflussen. Die Vontobel-Gruppe ist überzeugt, dass die vorliegende Konzernrechnung in allen wesentlichen Punkten ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darstellt. Das Management überprüft Schätzungen und Annahmen fortlaufend und passt sie an neue Erkenntnisse und Gegebenheiten an. Schätzungen und Annahmen sind vor allem in den folgenden Bereichen der Konzernrechnung enthalten und werden in den entsprechenden Anmerkungen offengelegt: Fair Value von Finanzinstrumenten, anteilsbasierte Vergütungen, Rückstellungen, Einkommenssteuern, Vorsorgepläne sowie Goodwill und andere immaterielle Werte.

3. Zusammenfassung der wichtigsten Rechnungslegungsgrundsätze 3.1 Konsolidierungsgrundsätze Tochtergesellschaften Die konsolidierte Jahresrechnung umfasst die Abschlüsse der Vontobel Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften. Es werden alle Gesellschaften konsolidiert, welche direkt oder indirekt von der Vontobel Holding AG kontrolliert werden. Erworbene Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt konsolidiert, ab dem die Kontrolle an die Vontobel-Gruppe übertragen wird. Änderungen von Beteiligungen an Tochtergesellschaften werden als Transaktionen im Eigenkapital bilanziert, sofern die Kontrolle weiterhin besteht. Veräusserte Tochtergesellschaften werden bis zum Zeitpunkt des Kontrollverlusts konsolidiert. Ein allenfalls verbleibender Anteil wird als Beteiligung an einer assoziierten Gesellschaft oder als Finanzinstrument gemäss IAS 39 erfasst. Beim Erwerb einer Tochtergesellschaft wird die Erwerbsmethode angewandt. Die Anschaffungskosten werden zum Fair Value der Gegenleistung zum Zeitpunkt der Transaktion bewertet. Bereits vorher gehaltene und als Finanzinstrumente gemäss IAS 39 oder als assoziierte Gesellschaft behandelte Anteile am erworbenen Unternehmen werden zum Zeitpunkt der Transaktion zum Fair Value bewertet, ein allfälliger Gewinn oder Verlust wird in der Erfolgsrechnung erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Aktiven und Passiven sowie die Eventualverpflichtungen werden zum Fair Value zum Zeitpunkt der Transaktion bewertet. Die Minderheitsanteile am erworbenen Unternehmen werden entweder zum Fair Value oder zum anteiligen Fair Value der erworbenen Nettoaktiven bewertet. Das Wahlrecht kann für jede Transaktion separat ausgeübt werden. Übersteigt die Summe aus dem Fair Value der Gegenleistung und der bereits vorher gehaltenen Anteile sowie den gemäss obigem Wahlrecht bewerteten Minderheitsanteilen den Fair Value der erworbenen Nettoaktiven, wird der positive Differenzbetrag als Goodwill erfasst. Im gegenteiligen Fall wird der negative Differenzbetrag sofort in der Erfolgsrechnung ausgewiesen. Die direkt zurechenbaren Transaktionskosten (z.B. Beratungs- und Revisionskosten) werden der Erfolgsrechnung belastet. Die Auswirkungen konzerninterner Transaktionen werden bei der Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung eliminiert. Die den Minderheiten zurechenbaren Anteile am Eigenkapital sowie am Konzern- und Gesamtergebnis werden separat ausgewiesen.

72

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Rechnungslegungsgrundsätze

Assoziierte Gesellschaften Gesellschaften, auf welche die Gruppe einen wesentlichen Einfluss ausüben kann, werden nach der Equity-Methode einbezogen. Der Einfluss gilt in der Regel als wesentlich, wenn die Gruppe Anteile von 20% bis 50% der Stimmrechte hält. Bei der Equity-Methode werden die Anteile an einem Unternehmen beim Erwerb zu Anschaffungskosten bilanziert. Nach dem Erwerb wird der Buchwert der assoziierten Gesellschaft jeweils um den Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis und an den eigentümerbezogenen Veränderungen des Eigenkapitals der assoziierten Gesellschaft erhöht bzw. vermindert.

3.2 Allgemeine Grundsätze Umrechnung von Fremdwährungen Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse in der jeweiligen Funktionalwährung. Transaktionen in einer anderen Währung als der Funktionalwährung werden durch die Gesellschaften zu den jeweiligen Tageskursen erfasst. Kursdifferenzen zwischen dem Abschluss eines Geschäfts und seiner Erfüllung werden erfolgswirksam verbucht. Am Bilanzstichtag werden monetäre Vermögenswerte und Verpflichtungen in einer Fremdwährung zu den Stichtagskursen in die Funktionalwährung umgerechnet, unrealisierte Kursdifferenzen werden über die Erfolgsrechnung verbucht. Zu historischen Kosten bilanzierte nicht monetäre Posten in einer Fremdwährung werden mit dem historischen Kurs in die Funktionalwährung umgerechnet. Zum Fair Value bilanzierte nicht monetäre Posten in einer Fremdwährung werden zum Stichtagskurs in die Funktionalwährung umgerechnet. Für die Erstellung der Konzernrechnung werden die auf eine Fremdwährung lautenden Bilanzen der Konzerngesellschaften zu Stichtagskursen in Schweizer Franken umgerechnet. Für Positionen der Erfolgsrechnung, des sonstigen Ergebnisses und der Mittelflussrechnung gelangen Durchschnittskurse für die Berichtsperiode zur Anwendung. Währungsdifferenzen, die aus der Verwendung von Stichtags- und Durchschnittskursen entstehen, werden als Umrechnungsdifferenzen im sonstigen Ergebnis erfasst. Beim Verlust der Kontrolle über eine Konzerngesellschaft werden die vorher im sonstigen Ergebnis erfassten Umrechnungsdifferenzen in die Erfolgsrechnung transferiert. Geschäftssegmente Die externe Segmentberichterstattung spiegelt die Organisationsstruktur der Vontobel-Gruppe und die interne Berichterstattung an das Management, welche die Grundlage für die Beurteilung der finanziellen Performance der Segmente und die Zuteilung von Ressourcen an die Segmente darstellt. Die Gruppe besteht aus den drei Geschäftsfeldern Private Banking, Investment Banking und Asset Management, welche sich nach den für die Kunden erbrachten Produkten und Dienstleistungen richten und die operativen und berichtspflichtigen Segmente gemäss IFRS 8 darstellen. Die Support-Einheiten Operations, Finance & Risk und Group Services erbringen zentrale Dienste für die Geschäftsfelder und werden im Corporate Center zusammengefasst. Die Erträge und Aufwendungen sowie Aktiven und Verbindlichkeiten werden gemäss der Kundenverantwortung resp. dem Verursacherprinzip den Geschäftsfeldern zugeordnet. Sofern eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, werden die entsprechenden Positionen im Corporate Center ausgewiesen. Ausserdem sind im Corporate Center Konsolidierungsbuchungen enthalten. Die Verrechnung von intern erbrachten Leistungen erfolgt in der Zeile «Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n)» als Kostenreduktion beim Leistungserbringer und als Kostenzunahme beim Leistungsempfänger auf der Grundlage von periodisch neu ausgehandelten Vereinbarungen, wie sie auch zwischen unabhängigen Drittparteien zustande kommen würden («at arm's length»). Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Mittelflussrechnung enthalten die flüssigen Mittel (Bargeld, Postcheckguthaben und Giro- bzw. Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank und ausländischen Notenbanken sowie Clearing-Guthaben bei anerkannten Girozentralen und Clearing-Banken), Forderungen gegenüber Banken auf Sicht sowie zur Veräusserung verfügbare Geldmarktpapiere der Bilanzposition «Finanzanlagen» mit einer Ursprungslaufzeit von maximal drei Monaten.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

73


Anhang zur Konzernrechnung Rechnungslegungsgrundsätze

Abgrenzung der Erträge Erträge für über einen gewissen Zeitraum erbrachte Dienstleistungen werden anteilmässig während der Dauer der Dienstleistung erfasst. Darunter fallen zum Beispiel Vermögensverwaltungsund Depotgebühren. Erfolgs- und leistungsbasierte Erträge werden erst erfasst, wenn alle Erfolgs- resp. Leistungskriterien erfüllt sind. Solche Erträge können zum Beispiel im Corporate Finance und im Geschäft mit Hedge Funds anfallen. Zinsen werden periodengerecht abgegrenzt. Dividenden werden bei Zahlungseingang erfasst.

3.3 Finanzinstrumente Erstmalige Erfassung Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Abschlusstag (Trade Date) in der Bilanz verbucht. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert resp. eine finanzielle Schuld gemäss den Kriterien von IAS 39 der entsprechenden Kategorie zugeordnet und zum Fair Value der erbrachten resp. erhaltenen Gegenleistung inkl. direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Bei Handelsbeständen und anderen Finanzinstrumenten zu Fair Value («Fair Value through Profit and Loss») werden die Transaktionskosten sofort erfolgswirksam erfasst. Bestimmung des Fair Value und Erfassung des «Day 1 Profit» Für Angaben zur Bestimmung des Fair Value von Finanzinstrumenten, zur Fair-Value-Hierarchie, zu den Bewertungsmethoden und zum «Day 1 Profit» wird auf die Anmerkung 34 «Fair Value von Finanzinstrumenten» sowie die Anmerkung 35 «Level-3-Finanzinstrumente» verwiesen. Handelsbestände und andere Finanzinstrumente zu Fair Value («Fair Value through Profit and Loss») Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden werden unter «Handelsbestände» resp. «Verpflichtungen aus Handelsbeständen» zum Fair Value bilanziert. Gewinne und Verluste aus Veräusserungen und Rückzahlungen, Zins- und Dividendenerfolg sowie Veränderungen des Fair Value werden im «Erfolg aus dem Handelsgeschäft» erfasst. Sofern die Kriterien gemäss IAS 39 erfüllt sind, kann ein Finanzinstrument bei seiner erstmaligen Erfassung der Kategorie «Andere Finanzinstrumente zu Fair Value» zugeordnet und unter «Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value» resp. «Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value» bilanziert werden. Die erfolgsmässige Behandlung erfolgt analog zu den Handelsbeständen. Im Rahmen des Emissionsgeschäfts bilanziert die Vontobel-Gruppe einerseits strukturierte Produkte, die ein Schuldinstrument und ein eingebettetes Derivat enthalten, in der Position «Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value» und andererseits die Zinsinstrumente, die zwecks Wiederanlage des Emissionserlöses und zur Absicherung der Zinsänderungsrisiken dieser strukturierten Produkte eingegangen werden, in der Position «Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value». Ausserdem werden in der Position «Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value» auch einige designierte Portfolios von Beteiligungspapieren und Fondsanteilen ausserhalb des Handelsgeschäfts ausgewiesen. Gestützt auf eine dokumentierte Strategie erfolgen die Bewirtschaftung, Bewertung und Berichterstattung an den Verwaltungsrat und die Gruppenleitung sowohl für die strukturierten Produkte und die zugeordneten Zinsinstrumente aus dem Emissionsgeschäft als auch für die Beteiligungspapiere und Fondsanteile ausserhalb des Handelsgeschäfts auf einer Fair-Value-Basis. Im Emissionsgeschäft wird damit eine konsistente Behandlung der emittierten Produkte und der zugeordneten Sicherungsgeschäfte erreicht. Zur Veräusserung verfügbare Finanzanlagen («Available-for-Sale») Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum Fair Value bewertet. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst, bis die Finanzanlage verkauft oder als wertgemindert beurteilt wird. Aktien sowie ähnliche Wertschriften und Rechte werden als wertgemindert eingestuft, wenn die Anschaffungskosten infolge einer signifikanten oder länger anhaltenden Abnahme des Fair Value nicht zurückerlangt werden könnten. Bei einem Zinsinstrument tritt eine Wertminderung bei einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit oder anderen Anzeichen von Schwierigkeiten des entsprechenden Schuldners ein. Liegt eine Wertminderung vor, wird der vorher im sonstigen Ergebnis erfasste Verlust in die Position «Übriger Erfolg» transferiert. Wertaufholungen von Schuldinstrumenten werden in der Position «Übriger Erfolg», Wertaufholungen von Beteiligungsinstrumenten hingegen im sonstigen Ergeb-

74

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Rechnungslegungsgrundsätze

nis erfasst. Dies gilt auch für den Fall, dass eine im ersten Halbjahr erfasste Wertminderung durch eine Wertaufholung im zweiten Halbjahr teilweise oder ganz ausgeglichen wird. Beim Verkauf einer zur Veräusserung verfügbaren Finanzanlage wird der kumulierte, vorher im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust in die Position «Übriger Erfolg» transferiert. Bei Teilverkäufen werden Gewinne und Verluste nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und zusammen mit den Dividendenerträgen im «Erfolg aus dem Zinsengeschäft» erfasst. Gewährte Ausleihungen Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode abzüglich allfälliger Einzelwertberichtigungen für Kreditrisiken. Aufgrund der Grösse und Struktur des Kreditportfolios sowie der Politik der Vontobel-Gruppe, Kredite grundsätzlich nur auf gedeckter Basis bzw. nur an Gegenparteien mit sehr hoher Bonität zu gewähren, werden für Kreditrisiken keine Pauschalwertberichtigungen gebildet. Eine Ausleihung wird als wertgemindert erachtet, wenn es wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte gemäss Vertrag geschuldete Betrag einbringlich ist. Eine Wertminderung wird unter «Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste» verbucht und entspricht der Differenz zwischen dem Buchwert der Ausleihung und dem auf der Basis des ursprünglichen Effektivzinssatzes der Ausleihung ermittelten Barwert des voraussichtlich einbringlichen Betrages unter Berücksichtigung des Gegenparteirisikos und des Nettoerlöses aus der Verwertung allfälliger Sicherheiten. Ursachen für eine Wertminderung können gegenparteien- oder länderspezifischer Natur sein. Zinserträge auf nicht überfälligen Ausleihungen werden periodengerecht abgegrenzt und im «Erfolg aus dem Zinsengeschäft» erfasst. Erhöhungen oder Auflösungen von Wertberichtigungen werden unter «Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste» verbucht. Eine Ausbuchung erfolgt in der Regel im Zeitpunkt, in welchem ein Rechtstitel den Abschluss des Verwertungsverfahrens bestätigt. Securities-Lending- und Borrowing-Geschäfte Der Transfer von Wertschriften im Rahmen von Securities-Lending-und-Borrowing-Geschäften (aufgrund der eigentlichen Lending- bzw. Borrowing-Transaktion oder als Deckung) wird nur dann bilanzwirksam verbucht, wenn die Risiken und Chancen aus dem Eigentum ebenfalls übertragen werden. Bei Securities-Lending-Geschäften wird die erhaltene Barhinterlage in der Bilanz als «Barhinterlagen aus Securities-Lending-Geschäften» erfasst. Bei Securities-BorrowingGeschäften wird die geleistete Barhinterlage in der Bilanz als «Barhinterlagen aus SecuritiesBorrowing-Geschäften» ausgewiesen. Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Wertschriften, bei denen die Gegenpartei das uneingeschränkte Recht zur Weiterveräusserung oder Verpfändung besitzt, werden in der Bilanzposition «Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Wertschriften» ausgewiesen. Gebühren und Zinsen aus Securities-Lending und -Borrowing werden im Zinsertrag resp. Zinsaufwand periodengerecht abgegrenzt. Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäfte Repurchase- und Reverse-Repurchase-Geschäfte werden als gesicherte Finanzierungsgeschäfte behandelt. Der Transfer von Wertschriften im Rahmen von Repurchase- und Reverse-RepurchaseGeschäften wird nur dann bilanzwirksam verbucht, wenn die Risiken und Chancen aus dem Eigentum ebenfalls übertragen werden. Bei Reverse-Repurchase-Geschäften wird die geleistete Barhinterlage in der Bilanz als «Barhinterlagen für Reverse-Repurchase-Geschäfte» erfasst. Bei Repurchase-Geschäften wird die erhaltene Barhinterlage in der Bilanz als «Barhinterlagen für Repurchase-Geschäfte» ausgewiesen. Gelieferte Wertschriften, bei denen die Gegenpartei das uneingeschränkte Recht zur Weiterveräusserung oder Verpfändung besitzt, werden in der Bilanzposition «Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Wertschriften» ausgewiesen. Zinsertrag aus Reverse-Repurchase-Geschäften sowie Zinsaufwand aus Repurchase-Geschäften werden periodengerecht abgegrenzt.

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Anhang zur Konzernrechnung Rechnungslegungsgrundsätze

Derivative Finanzinstrumente Derivative Instrumente werden als positive und negative Wiederbeschaffungswerte zum Fair Value ausgewiesen. Die Gruppe verrechnet positive und negative Wiederbeschaffungswerte bei Transaktionen mit der gleichen Gegenpartei, sofern rechtlich durchsetzbare Netting-Rahmenvereinbarungen vorliegen und die Absicht zur Verrechnung besteht. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste werden im «Erfolg aus dem Handelsgeschäft» erfasst. Die Gruppe kann Hedge Accounting anwenden, wenn die Voraussetzungen gemäss IAS 39 für die Verbuchung als Absicherungsgeschäft erfüllt sind.1 Beim Abschluss eines Absicherungsgeschäfts wird bestimmt, ob es sich um die Absicherung des Fair Value einer Bilanzposition bzw. einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung (Fair Value Hedge) oder um die Absicherung der Zahlungsströme einer Bilanzposition bzw. einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion (Cash Flow Hedge) handelt. Bei einem Fair Value Hedge wird die Veränderung des Fair Value des Absicherungsgeschäfts in der Erfolgsrechnung erfasst. Die Veränderung des Fair Value des abgesicherten Grundgeschäfts, die dem abgesicherten Risiko zugerechnet werden kann, berichtigt den Buchwert des abgesicherten Grundgeschäfts und wird ebenfalls in der Erfolgsrechnung erfasst. Bei einem Cash Flow Hedge wird die Veränderung des Fair Value des effektiven Teils des Absicherungsgeschäfts im sonstigen Ergebnis erfasst, während die Veränderung des Fair Value des ineffektiven Teils des Absicherungsgeschäfts erfolgswirksam verbucht wird. Der im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinn oder Verlust aus dem Absicherungsgeschäft wird in den Perioden in die Erfolgsrechnung transferiert, in denen auch die abgesicherten Zahlungsströme des Grundgeschäfts in der Erfolgsrechnung erfasst werden. Ausgegebene Schuldinstrumente Ausgegebene Schuldinstrumente werden in der Position «Ausgegebene Schuldtitel» zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert, sofern sie bei der erstmaligen Erfassung nicht der Position «Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value» zugeordnet wurden. Schuldinstrumente mit eingebetteten Derivaten auf eigene Aktien werden bei der Ausgabe in diese zwei Komponenten aufgeteilt, welche anschliessend als ausgegebenes Schuldinstrument resp. als Derivate auf eigene Aktien behandelt werden. Finanzielle Garantien Eine finanzielle Garantie wird nach der erstmaligen Erfassung zum höheren der folgenden zwei Werte bilanziert: der für die finanzielle Garantie zu bildenden Rückstellung, wenn ein Mittelabfluss wahrscheinlich ist und dessen Höhe zuverlässig geschätzt werden kann, und dem ursprünglich erfassten Betrag abzüglich der erfolgswirksam erfassten kumulierten Amortisationen.

3.4 Übrige Grundsätze Eigene Aktien und Derivate auf eigene Aktien Von der Gruppe gehaltene Aktien der Vontobel Holding AG werden in der Bilanzposition «Eigene Aktien» zum gewichteten Durchschnittsanschaffungswert vom Eigenkapital abgezogen. Veränderungen des Fair Value werden nicht erfasst. Die Differenz zwischen dem Verkaufserlös der eigenen Aktien und dem entsprechenden Anschaffungswert wird unter den «Kapitalreserven» ausgewiesen. Derivate auf eigene Aktien, die physisch erfüllt werden müssen, qualifizieren als Eigenkapitalinstrumente und werden im Eigenkapital als «Kapitalreserven» ausgewiesen. Veränderungen des Fair Value werden nicht erfasst. Bei der Erfüllung eines Kontrakts wird der Verkaufserlös nach Abzug der Kosten unter den «Kapitalreserven» resp. der Kaufpreis in der Position «Eigene Aktien» verbucht. Derivate auf eigene Aktien, die in bar erfüllt werden müssen oder eine Wahl der Erfüllungsart einräumen, werden als derivative Finanzinstrumente behandelt. 1

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Hedge Accounting wurde weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr angewandt.


Anhang zur Konzernrechnung Rechnungslegungsgrundsätze

Eine Ausnahme bilden geschriebene Put-Optionen auf eigene Aktien und Terminkontrakte für den Kauf von eigenen Aktien, bei welchen eine physische Erfüllung vereinbart oder als Alternative angeboten wird. In beiden Fällen wird der diskontierte Ausübungspreis resp. Terminkurs beim Abschluss des Kontrakts zu Lasten des Eigenkapitals als Verpflichtung eingebucht. Während der Laufzeit des Kontrakts wird die Verpflichtung mittels Effektivzinsmethode bis zum Ausübungspreis resp. Terminkurs erhöht. Bei der Erfüllung eines Kontrakts wird die Verpflichtung ausgebucht, andernfalls ins Eigenkapital umgebucht. Anteilsbasierte Vergütung Das Bonusmodell der Vontobel-Gruppe sieht für die Mitarbeitenden der meisten Gruppengesellschaften einen jährlichen Bonus sowie eine erfolgsabhängige zukünftige Aktienzuteilung vor. Beim jährlichen Bonus haben die Mitarbeitenden das Recht und/oder die Pflicht, einen Teil ihres Bonus in Aktien der Vontobel Holding AG anstatt in bar zu beziehen. Der Fair Value dieser Aktien im Zuteilungszeitpunkt wird dem Personalaufwand belastet. Der Bezug von Aktien im Rahmen des jährlichen Bonus berechtigt die Mitarbeitenden nach Ablauf von drei Jahren zu einer weiteren Zuteilung von Aktien der Vontobel Holding AG in Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung. Bei diesen sogenannten Performance-Aktien werden die marktbezogenen Grössen im Zeitpunkt der Zuteilung der Anrechte auf diese Aktien fixiert und während der Vesting-Periode nicht mehr angepasst. Der für die Bestimmung des Personalaufwands massgebende Aktienkurs ergibt sich dabei aus dem Fair Value der Aktie der Vontobel Holding AG zu diesem Zeitpunkt abzüglich des Barwerts der während der Vesting-Periode erwarteten Dividenden. Die nicht im Markt beobachtbaren Grössen, wie die zukünftige Geschäftsentwicklung und die Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Austritts von Mitarbeitenden mit Anrechten auf Performance-Aktien, werden während der Vesting-Periode basierend auf den aktuellen Entwicklungen und Gegebenheiten durch das Management laufend neu geschätzt. Der per Bilanzstichtag für die gesamte Vesting-Periode geschätzte Aufwand für die Performance-Aktien wird pro rata temporis dem Personalaufwand belastet. Sachanlagen Die Sachanlagen umfassen Bankgebäude, Mietereinbauten, Informatik- und Telekommunikationsanlagen, Software (IT-Core-Systeme und übrige Software, inkl. Software in Entwicklung) sowie übrige Sachanlagen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen werden aktiviert, wenn der Gruppe daraus wahrscheinlich zukünftige wirtschaftliche Erträge zufliessen werden und die Kosten sowohl identifiziert als auch zuverlässig bestimmt werden können. Die Sachanlagen werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben: Bankgebäude

max. 40 Jahre

Mietereinbauten

max. 10 Jahre

Informatik- und Telekommunikationsanlagen

3 Jahre

IT-Core-Systeme

max. 10 Jahre

Übrige Software

3–5 Jahre

Übrige Sachanlagen

2–5 Jahre

Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird überprüft, wenn Ereignisse oder Umstände Anlass zur Vermutung geben, dass der Buchwert nicht mehr werthaltig ist. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, wird eine Wertminderung verbucht. Eine allfällige Wertaufholung zu einem späteren Zeitpunkt wird erfolgswirksam erfasst. Goodwill und andere immaterielle Werte Beim Erwerb einer Tochtergesellschaft entstehender Goodwill (für Details siehe Abschnitt 3.1 Konsolidierungsgrundsätze) wird aktiviert, einer oder mehreren zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und grundsätzlich jährlich einer Wertminderungsprüfung unterzogen. Sofern Ereignisse oder veränderte Umstände auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, wird eine solche Prüfung häufiger vorgenommen. Dabei wird geprüft, ob der Buchwert der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Wert übersteigt. Der erzielbare Wert entspricht dem höheren Wert aus dem Fair Value abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Falls der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Wert übersteigt, wird eine Wertminderung des Goodwills verbucht. Wertaufholungen werden nicht erfasst. Dies gilt auch für den Fall, dass eine im ersten Halbjahr erfasste Wertminderung durch eine Wertaufholung im zweiten Halbjahr teilweise oder ganz ausgeglichen wird.

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Anhang zur Konzernrechnung Rechnungslegungsgrundsätze

Die anderen immateriellen Werte enthalten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Kundenbeziehungen und Marken. Die Abschreibungen erfolgen linear über die Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren (Kundenbeziehungen) resp. 10 Jahren (Marken). Die Werthaltigkeit der anderen immateriellen Werte wird überprüft, wenn Ereignisse oder Umstände Anlass zur Vermutung geben, dass der Buchwert nicht mehr werthaltig ist. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, wird eine Wertminderung verbucht. Eine allfällige Wertaufholung zu einem späteren Zeitpunkt wird erfolgswirksam erfasst. In der Bilanz der Vontobel-Gruppe sind keine anderen immateriellen Werte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer aktiviert. Leasing Beim Operating Leasing werden die geleasten Aktiven nicht in der Bilanz der Vontobel-Gruppe erfasst, da die damit verbundenen Eigentumsrechte und -pflichten beim Leasinggeber verbleiben. Die Aufwendungen aus Operating Leasing werden in der Position «Sachaufwand» erfasst. Die Finance-Leasingverträge sind unwesentlich. Ertragssteuern Die laufenden Ertragssteuern werden auf Basis der anwendbaren Steuergesetze der einzelnen Länder berechnet und als Aufwand der Rechnungsperiode erfasst, in welcher die entsprechenden Gewinne anfallen. Guthaben resp. Verpflichtungen aus laufenden Ertragssteuern werden in der Bilanz als «Laufende Steuerforderungen» resp. «Laufende Steuerverpflichtungen» ausgewiesen. Die Steuereffekte aus zeitlichen Unterschieden zwischen den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Werten von Aktiven und Verpflichtungen und deren Steuerwerten werden in der Bilanz als «Latente Steuerforderungen» resp. «Latente Steuerverpflichtungen» ausgewiesen. Latente Steuerforderungen aus zeitlichen Unterschieden oder aus steuerlich verrechenbaren Verlustvorträgen werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass genügend steuerbare Gewinne verfügbar sein werden, gegen welche diese zeitlichen Unterschiede resp. Verlustvorträge verrechnet werden können. Latente Steuerforderungen und Steuerverpflichtungen werden gemäss den Steuersätzen berechnet, die voraussichtlich in der Rechnungsperiode gelten, in der diese Steuerforderungen realisiert oder diese Steuerverpflichtungen beglichen werden. Steuerforderungen und Steuerverpflichtungen werden miteinander verrechnet, wenn sie sich auf das gleiche Steuersubjekt beziehen, die gleiche Steuerhoheit betreffen und ein durchsetzbares Recht zu ihrer Aufrechnung besteht. Laufende und latente Steuern werden im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital erfasst, wenn sich die Steuern auf Posten beziehen, die in der gleichen oder einer anderen Periode im sonstigen Ergebnis resp. im Eigenkapital erfasst werden. Vorsorgeeinrichtungen Die Gruppe unterhält in der Schweiz und im Ausland mehrere beitrags- und leistungsorientierte Vorsorgepläne. Die Vorsorgepläne in der Schweiz sind nach dem Schweizer Beitragsprimat errichtet, erfüllen jedoch nicht sämtliche Kriterien eines beitragsorientierten Vorsorgeplans gemäss IAS 19. Aus diesem Grund werden die Schweizer Vorsorgepläne in der Konzernrechnung als leistungsorientierte Vorsorgepläne behandelt. Bei leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden die Vorsorgeverpflichtungen und -aufwendungen durch versicherungsmathematische Gutachten externer Experten nach der «Projected Unit Credit»-Methode bestimmt. Die entsprechenden Berechnungen werden jährlich durchgeführt. Falls der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne resp. Verluste am Ende der Vorjahresperiode sowohl 10% des Vermögens als auch 10% der Verpflichtungen der Vorsorgeeinrichtung übersteigt, wird der den höheren der beiden Schwellenwerte überschiessende Teil der nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne resp. Verluste über die durchschnittlich verbleibenden Dienstjahre der Mitarbeitenden erfolgswirksam verbucht. Wenn die Summe aus der Überdeckung einer Vorsorgeeinrichtung zuzüglich (abzüglich) der noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Verluste (Gewinne) und eines etwaigen, noch nicht erfassten Dienstzeitaufwands negativ ist, wird in der Konzernbilanz eine Verpflichtung in der Höhe der Summe erfasst.

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Anhang zur Konzernrechnung Rechnungslegungsgrundsätze

Wenn die obige Summe positiv ist, wird in der Konzernbilanz ein Aktivum erfasst, welches dem tieferen der beiden folgenden Werte entspricht: – der obigen Summe oder – der Summe aus noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Verlusten und noch nicht erfasstem Dienstzeitaufwand zuzüglich des wirtschaftlichen Nutzens in Form von zukünftigen Beitragsreduktionen. Zur Bilanzierung der beitragsorientierten Pläne sind keine versicherungsmathematischen Berechnungen erforderlich. Die Beiträge an solche Vorsorgewerke werden dann erfolgswirksam erfasst, wenn die Mitarbeitenden die entsprechenden Arbeitsleistungen dafür erbringen, was in der Regel im Jahr der Beitragszahlung der Fall ist. Rückstellungen Eine Rückstellung wird gebildet, wenn die Gruppe aus einem vergangenen Ereignis zum Bilanzstichtag eine gegenwärtige Verpflichtung hat, welche wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bildung und Auflösung von Rückstellungen erfolgt über die Position «Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste». Ist ein Mittelabfluss nicht wahrscheinlich oder kann die Höhe der Verpflichtung nicht zuverlässig geschätzt werden, wird eine Eventualverpflichtung ausgewiesen. Besteht aus einem vergangenen Ereignis zum Bilanzstichtag eine mögliche Verpflichtung, deren Existenz von zukünftigen Entwicklungen abhängt, die nicht vollständig unter der Kontrolle der Vontobel-Gruppe stehen, wird ebenfalls eine Eventualverpflichtung ausgewiesen.

4. Änderungen der Rechnungslegungsgrundsätze und des Ausweises 4.1 Umgesetzte Standards und Interpretationen Die Vontobel-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2010 die folgenden neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals angewandt. IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse sowie IAS 27 – Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS Die Änderungen der zwei überarbeiteten Standards betreffen die Behandlung spezifischer Fragen bei Unternehmenszusammenschlüssen (z.B. die Bewertung von Minderheitsanteilen, die Behandlung eines sukzessiven Unternehmenserwerbs, die Erfassung einer bedingten Gegenleistung und die Bestimmung der Anschaffungskosten) sowie von nachfolgenden Änderungen in der Beteiligungsquote mit oder ohne Kontrollverlust. Die Änderungen traten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2009 begannen. Die neuen Bestimmungen hatten im Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung keine Auswirkungen auf die Vontobel-Gruppe. Übrige neue Standards und Interpretationen Die folgenden neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen hatten bei der erstmaligen Anwendung keine Auswirkungen auf die Vontobel-Gruppe oder waren für die VontobelGruppe ohne Bedeutung: – IAS 39 – Risikopositionen, die für das Hedge Accounting qualifizieren – IFRS 1 – Erstmalige Anwendung von International Financial Reporting Standards – IFRS 2 – Anteilsbasierte Vergütungen im Konzern, die in bar erfüllt werden – Jährliches Verbesserungsprojekt (Publikation 2009) – Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung (Phase A) – IFRIC 17 – Sachdividenden an Eigentümer

4.2 Übrige Änderungen Keine.

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Anhang zur Konzernrechnung Rechnungslegungsgrundsätze

5. Noch nicht umgesetzte Standards und Interpretationen Zahlreiche neue oder überarbeitete Standards und Interpretationen müssen für Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2011 oder später angewandt werden. Die Vontobel-Gruppe machte für diese Neuerungen von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch. IFRS 9 – Finanzinstrumente Die Veröffentlichung von IFRS 9 schliesst die erste Phase eines Projekts zur Ablösung von IAS 39 ab. Im Rahmen der zweiten und dritten Phase wird das IASB voraussichtlich in 2011 neue Vorschriften zur Bestimmung von Wertminderungen auf Finanzinstrumenten und zum Hedge Accounting verabschieden. Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte entweder zum Fair Value oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Schuldinstrumente, die mit der Absicht gehalten werden, die vertraglichen Zahlungsströme zu erzielen, welche einzig Rückzahlungen des Nominalbetrages und Zinsen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle übrigen Schuldinstrumente werden zum Fair Value bewertet, sämtliche Erfolgskomponenten werden erfolgswirksam erfasst. Alle Eigenkapitalinstrumente werden zum Fair Value bewertet, Änderungen des Fair Value werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Wenn ein Eigenkapitalinstrument nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann es bei der erstmaligen Bilanzierung unwiderruflich als Instrument eingestuft werden, welches zum Fair Value bewertet wird, wobei mit Ausnahme der Dividenden sämtliche Erfolgskomponenten im sonstigen Ergebnis erfasst und unter keinen Umständen in die Erfolgsrechnung transferiert werden. IFRS 9 übernimmt von IAS 39 die Regeln für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verpflichtungen. Neu ist jedoch der Effekt aus der Veränderung des eigenen Kreditrisikos von finanziellen Verpflichtungen, für welche die Fair Value Option angewandt wird, im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Wenn eine solche Behandlung einen Accounting Mismatch in der Erfolgsrechnung kreieren oder vergrössern würde, ist der Effekt aus der Veränderung des eigenen Kreditrisikos wie nach IAS 39 jedoch weiterhin in der Erfolgsrechnung zu erfassen. Die Änderungen müssen ab dem 1. Januar 2013 angewandt werden. Die Vontobel-Gruppe analysiert derzeit die Auswirkungen der neuen Bestimmungen. IFRIC 14 – Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften Bei IFRIC 14 handelt es sich um eine Auslegung von IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer. Die Änderung von IFRIC 14 gilt für die Umstände, unter denen ein Unternehmen für einen leistungsorientierten Vorsorgeplan Mindestfinanzierungsvorschriften unterliegt und eine Vorauszahlung solcher Beiträge leistet. Gemäss der Änderung von IFRIC 14 werden Vorauszahlungen in Bezug auf die Mindestfinanzierungsvorschriften bei der Bestimmung des wirtschaftlichen Nutzens in Form von zukünftigen Beitragsreduktionen in jedem Fall berücksichtigt. Die Änderung von IFRIC 14 tritt zum 1. Januar 2011 in Kraft und dürfte keine Auswirkungen auf die Konzernrechnung der Vontobel-Gruppe haben. Übrige neue Standards und Interpretationen Die folgenden neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen dürften basierend auf ersten Analysen keine wesentlichen Auswirkungen auf das Konzern- und das Gesamtergebnis sowie auf das Eigenkapital der Vontobel-Gruppe haben oder sind für die Vontobel-Gruppe ohne Bedeutung: – IAS 12 – Latente Steuern: Realisierung der zugrunde liegenden Aktiven – IAS 24 – Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen – IAS 32 – Klassifizierung von Bezugsrechten – IFRS 1 – Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards – IFRS 7 – Verbesserte Angaben bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten – Jährliches Verbesserungsprojekt (Publikation 2010) – IFRIC 19 – Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente

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Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

1. Risikopolitik Für die Vontobel-Gruppe – als international ausgerichtete, auf Vermögensmanagement und Investment Banking spezialisierte schweizerische Bankengruppe – bildet der bewusste und sorgfältige Umgang mit Risiken eine Grundvoraussetzung für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg. Im Rahmen der Aktivitäten der drei Geschäftsfelder Private Banking, Investment Banking sowie Asset Management werden naturgemäss Risiken eingegangen.

Risikomanagement und Risikokontrolle

Die Risikopolitik der Vontobel-Gruppe definiert die relevanten Risikokategorien, das diesbezügliche Risikoprofil sowie Kompetenzen, Organisation, Methoden und Prozesse für die Bewirtschaftung und Kontrolle der Risiken. Sie wird mindestens jährlich durch den Verwaltungsrat auf ihre Angemessenheit hin überprüft. Das Risikomanagement und die Risikokontrolle stellen sicher, dass sämtliche Risiken mit grösster Sorgfalt bewirtschaftet und überwacht werden. Die wichtigsten Grundsätze von Risikomanagement und -kontrolle sind: – Klare Verantwortlichkeiten und Kompetenzen – Übereinstimmung von Risikoprofil und Risikokapazität – Unabhängige Kontrollfunktionen sowie angemessene personelle und technische Ressourcen – Angemessene interne Kontrollsysteme – Transparenz der eingegangenen Risiken Klare Verantwortlichkeiten und Kompetenzen Organisation sowie Kompetenzen für die Bewirtschaftung und Kontrolle sämtlicher Risiken sind wie folgt definiert: – Die Risikoverantwortung kommt dem Verwaltungsrat zu. – Für die operative Leitung der Gruppe und damit für die Umsetzung der Risikopolitik resp. das Management und die Kontrolle sämtlicher Risiken ist die Gruppenleitung zuständig. – Die Leiter der Geschäftsfelder und Supporteinheiten sind zuständig für die Bewirtschaftung der Risiken im Rahmen der qualitativen und quantitativen Vorgaben. – Die Sparte «Risk Control» ist verantwortlich für die Risikokontrolle. Übereinstimmung von Risikoprofil und Risikokapazität Es werden regelmässig umfassende, kombinierte, institutsweite Stress Tests durchgeführt. Dabei werden neben Markt- und Kreditrisiken (d.h.Positionsrisiken) auch operationelle Risiken sowie Ertrags- und Kostenrisiken berücksichtigt. Die Ergebnisse der Stress Tests werden der Risikokapazität der Vontobel-Gruppe gegenübergestellt, um sicherzustellen, dass das Risikoprofil die vorhandene Risikokapazität nicht übersteigt. Unabhängige Kontrollfunktionen sowie angemessene personelle und technische Ressourcen Die für die Risikokontrolle zuständige Sparte «Risk Control» rapportiert direkt an den Leiter der Support-Einheit «Finance & Risk». Sie ist organisiert in verschiedenen Teams, welche zuständig sind für die unabhängige, nachgelagerte Überwachung von Marktrisiken, Kredit- und Gegenparteirisiken, operationellen Risiken im Allgemeinen sowie Risiken aus einer nicht den internen und externen Vorschriften entsprechenden Anlage der Kundenvermögen («Investment Control») im Speziellen. Insbesondere im Bereich operationelle Risiken kommen überdies den Sparten Compliance sowie Legal grosse Bedeutung zu. Auch diese Sparten rapportieren an den Leiter der Supporteinheit «Finance & Risk». Die Aufgaben der Risikokontrolle bestehen als erstes in der Risikoidentifikation im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit, bei Veränderungen im Umfeld (Märkte, Regulierung) sowie im Rahmen der Aufnahme neuer Aktivitäten (neue Produkte und Dienstleistungen, neue Märkte). Die identifizierten Risiken sind zweitens mittels geeigneter Methoden und Messverfahren zu erheben und soweit möglich zu quantifizieren, zu aggregieren, zu analysieren und zu überwachen. Dabei wendet die Vontobel-Gruppe die gängigen Methoden und Verfahren an (vgl. nachfolgende Abschnitte zu den einzelnen Risikokategorien). Markt- und Kreditrisiken werden auf täglicher Basis überwacht und den gesprochenen Limiten gegenübergestellt, Limitenüberschreitungen werden umgehend gemeldet und deren Beseitigung eng überwacht. Die dritte Aufgabe schliesslich besteht darin, Transparenz der eingegangenen Risiken zu gewährleisten.

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Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Angemessene interne Kontrollsysteme Management und Kontrolle sämtlicher Risiken erfolgen grundsätzlich im Rahmen eines gesamtheitlichen Ansatzes – dem Internen Kontrollsystem (IKS). Gemäss FINMA-Rundschreiben 08/24 «Überwachung und interne Kontrolle bei Banken» sowie der Bestimmungen zu den Kontrollprozessen im Rahmen der finanziellen Abschlusserstellung gemäss Obligationenrecht werden die bestehenden Kontrollprozesse regelmässig überprüft und weiter optimiert. Neben der Einhaltung der rechtlichen und regulatorischen Anforderungen, gelten Effektivität, Effizienz und Zuverlässigkeit der Geschäftsprozesse sowie der Finanzinformationen als oberste Maxime. Transparenz der eingegangenen Risiken Die Risikopolitik der Vontobel-Gruppe unterscheidet zwischen Markt-, Liquiditäts-, Kredit- und operationellen Risiken sowie Reputationsrisiken. Besondere und übergeordnete Bedeutung kommt dabei letzteren zu. Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Mitarbeitende sind sich bewusst, dass der gute Ruf und das Vertrauenskapital der Vontobel-Gruppe auf der täglich gelebten Balance zwischen Ertragsorientierung, Risikobereitschaft und den für alle Mitarbeitenden verbindlichen Verhaltensnormen basieren. Die Sicherstellung der Transparenz des Risikoprofils in aggregierter Form sowie der eingegangenen Risiken im Detail bildet eine zentrale Aufgabe der Risk-Control-Bereiche (vgl. oben). Über die Markt- und Kreditrisiken werden die für die Risikobewirtschaftung zuständigen Frontbereiche grundsätzlich mittels geeigneter Reports auf täglicher Basis informiert. Die Berichterstattung über Operationelle Risiken erfolgt dagegen nicht auf täglicher, sondern auf adäquater periodischer Basis. Die Gruppenleitung sowie der Verwaltungsrat schliesslich werden mittels eines aggregierten, periodischen Risk Reportings umfassend über die Entwicklung des Risikoprofils der Gruppe, bezogen auf die einzelnen Risikofaktoren, informiert. Die Bewertungsgrundsätze werden in Anmerkung 34 behandelt.

2. Marktrisiko 2.1 Allgemeines Das Marktrisiko entspricht der Gefahr von Verlusten aufgrund adverser Bewegungen von Marktgrössen wie z.B. von Zinssätzen, Credit Spreads, Wechselkursen, Aktienkursen, Preisen von Rohwaren und entsprechenden Volatilitäten. Marktrisiken sind in verschiedenen Bereichen relevant, sowohl im Investment Banking wie auch ausserhalb des Investment Banking. Bezogen auf das Investment Banking hat der überwiegende Teil der Risikopositionen seinen Ursprung im Geschäft mit eigenen Produkten wie Warrants, Zertifikaten, strukturierten Produkten sowie deren Absicherung. Diese Positionen liegen in der Verantwortung von Financial Products innerhalb des Investment Banking. Financial Products ist zudem zuständig für den Devisen- und Geldmarkthandel, die Bewirtschaftung der Devisenposition sowie das sog. «Collateral Trading» (Repo- sowie Securities-Lending- und Borrowing-Transaktionen). Die Begrenzung und Überwachung der Marktrisiken erfolgt mittels eines mehrstufigen Limitensystems. Neben den auf globaler Ebene sowie pro Handelsbereich definierten Value-at-Risk- und Stress-Exposure-Limiten definiert dieses System verschiedenste detaillierte Sensitivitäts- und Volumenlimiten zur Risikosteuerung und -begrenzung. Auch ausserhalb des Investment Banking werden Marktrisiko-Positionen gehalten. Diese Finanzanlagen bestehen aus breit diversifizierten Portfolios und nicht zu konsolidierenden Beteiligungen. Im Rahmen der Asset Allocation wird der Aktienanteil konsequent gering gehalten. Die Finanzanlagen sind als «Available-for-Sale» klassiert. Nicht-strategische Engagements in Beteiligungspapiere und Anlagefonds (inkl. Alternative Anlagen) sind als «Andere finanzielle Vermögenswerte mit erfolgswirksamer Fair-Value-Bewertung» klassiert (vgl. Anmerkung 13). Zur Risikoquantifizierung und Begrenzung werden für diese Positionen auf aggregierter Stufe dieselben Messmethoden eingesetzt, wie für die Positionen des Investment Banking, die sogenannten «Valueat-Risk» und «Stress-Exposures».

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Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Zu den Marktrisiken auf Gesamtbilanzebene (Zins- und Währungsrisiken) finden sich in Abschnitt 2.3 (Marktrisiken Bilanzstruktur) weitere Erläuterungen.

2.2 Marktrisiken Investment Banking und übrige Wertschriftenbestände 2.2.1 «Value-at-Risk» Dem allgemeinen Marktstandard entsprechend basiert die Bewirtschaftung und Kontrolle der Marktrisiken sowohl für sämtliche Positionen im Investment Banking als auch für die Wertschriftenbestände ausserhalb des Investment Banking neben spezifischen Sensitivitäts- und Volumenlimiten auch auf den sogenannten Value-at-Risk- sowie Stress-Exposure-Massen. Zur Messung von Value-at-Risk (VaR) wird die Methodik der historischen Simulation verwendet. Sämtliche Instrumente werden basierend auf den historischen Veränderungen der Risikofaktoren neu bewertet. Somit fliessen die historisch realisierten Volatilitäten der einzelnen Risikofaktoren und die historisch realisierten Korrelationen zwischen den einzelnen Risikofaktoren direkt in die Berechnungen ein. Das Konfidenzniveau beträgt 99%, die Haltedauer ist auf einen Tag festgelegt und die historische Beobachtungsperiode zur Bestimmung der für den Value-at-Risk relevanten historischen Zeitreihen erstreckt sich über vier Jahre. Zu Beginn des Jahres 2010 erfolgte eine wichtige Weiterentwicklung der Risikomessmethoden für die Ermittlung von Value-at-Risk- sowie Stress-Exposure-Massen. Diese beinhaltet die umfassende Modellierung von Emittenten-spezifischen Credit-Spread-Risiken von Zinsinstrumenten. Die Weiterentwicklung führt bei gleichbleibenden Positionen zu höheren Value-at-Risk-Zahlen. Aus diesem Grund sind die Value-at-Risk-Kennzahlen von 2010 nicht vergleichbar mit den Werten der Vorperioden. Aus der untenstehenden Tabelle ist sowohl der VaR für die Vontobel-Gruppe insgesamt als auch jener für das Investment Banking ersichtlich. Im Durchschnitt betrug der VaR im Berichtsjahr für die Vontobel-Gruppe insgesamt CHF 27.4 Mio., wovon CHF 19.7 Mio. auf den VaR des Investment Banking entfielen. Aufgrund der weiterentwickelten Methode sind diese Zahlen nicht mit jenen des Vorjahres vergleichbar (durchschnittlicher VaR für die Vontobel-Gruppe im Vorjahr CHF 10.1 Mio., für das Investment Banking CHF 4.4 Mio.). Die Tabelle zeigt weiter die relative Bedeutung des VaR für die einzelnen Risikofaktoren bezogen auf den VaR insgesamt. Im Berichtsjahr entfällt bezogen auf den durchschnittlichen VaR der grösste Anteil sowohl für die Vontobel-Gruppe insgesamt als auch für das Investment Banking auf Zinsrisiken und Emittenten-spezifische Credit-Spread-Risiken. Bei der Interpretation der Tabelle ist zu beachten, dass je nach historisch realisierten Korrelationen zwischen den Risikofaktoren einzelne Risikofaktoren auch positive Risikobeiträge aufweisen können; in der nachfolgenden Tabelle sind diese Werte in Klammern dargestellt. Value-at-Risk (VaR) für die Vontobel-Gruppe insgesamt sowie für das Investment Banking1

Aktien2 Mio. CHF

Zinsen inkl. Credit Spread Mio. CHF

Währungen Mio. CHF

Rohwaren3 Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

Vontobel-Gruppe:

17.4

17.6

0.7

0.4

36.1

Durchschnitt

7.3

19.4

0.4

0.3

27.4

Minimum

6.5

12.4

0.6

0.0

19.5

Maximum

15.1

20.8

0.7

1.0

37.6

5.2

20.5

0.7

0.3

26.7

Durchschnitt

1.1

17.9

0.4

0.3

19.7

Minimum

0.1

12.1

0.3

0.1

12.6

Maximum

4.5

20.7

1.2

0.5

26.9

davon Investment Banking:

1 2 3

Konfidenzniveau 99%; Haltedauer 1 Tag; historische Beobachtungsperiode vier Jahre. Die Beiträge zu den Risikofaktoren beinhalten sowohl Preis- wie auch Volatilitätsrisiken. Inkl. Positionen in Anlage- und Hedge-Funds Inkl. Edelmetalle

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Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Mio. CHF

Zinsen inkl. Credit Spread Mio. CHF

Währungen Mio. CHF

Vontobel-Gruppe:

12.0

(1.3)

1.1

1.1

12.9

Durchschnitt

10.1

Aktien1

31-12-09 Total Mio. CHF

10.3

(0.8)

0.2

0.4

Minimum

5.9

(0.6)

(0.0)

0.0

5.3

Maximum

14.3

(0.5)

0.5

0.6

14.9

davon Investment Banking:

1 2

Rohwaren2 Mio. CHF

4.9

(0.7)

0.6

0.8

5.6

Durchschnitt

2.7

1.6

(0.1)

0.2

4.4

Minimum

1.9

0.3

0.0

0.1

2.3

Maximum

8.3

2.5

(0.8)

0.1

10.1

Inkl. Positionen in Anlage- und Hedge-Funds Inkl. Edelmetalle

Die folgende Abbildung zeigt die zeitliche Entwicklung des täglichen VaR für die Positionen von Investment Banking/Financial Products der Vontobel-Gruppe. Ebenfalls in einer Abbildung dargestellt ist die Häufigkeitsverteilung der täglichen Gewinne und Verluste für die Jahre 2010 und 2009. Value-at-Risk (VaR)1 für die Positionen Investment Banking/Financial Products der VontobelGruppe (Mio. CHF) 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 31-03-10 1

84

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

30-06-10

30-09-10

Konfidenzniveau 99%; Haltedauer 1 Tag; historische Beobachtungsperiode vier Jahre.

31-12-10


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Häufigkeitsverteilung der täglichen Gewinne und Verluste für die Positionen Investment Banking/Financial Products1 (Anzahl Tage) 80 70 60 50 40 30 20 10

1

Die ausgewiesenen Gewinne und Verluste stellen effektive Erträge inkl. Spreads sowie Erträge aus Handel innerhalb des Tages dar (in Mio. CHF).

9.75

2010

>10.00

8.75

7.75

6.75

5.75

4.75

3.75

2.75

1.75

0.75

–0.25

–1.25

–2.25

–3.25

–4.25

–5.25

–6.25

–7.25

–9.25

–8.25

<–10.00

0

2009

2.2.2 Stress Exposure Neben den VaR-Limiten auf 99%-Konfidenzniveau sind auch Stress-Exposure-Limiten definiert, und es werden auf täglicher Basis entsprechende Stresstests durchgeführt. Dabei werden sämtliche Positionen des Investment Banking sowie alle übrigen Wertschriftenpositionen in einer bestimmten Anzahl von historischen und institutsspezifischen Stress-Szenarien (mit 1-Tages- und 10-Tages-Haltedauer) neu bewertet und anschliessend jenes Szenario mit dem grössten Verlust für die Stress-Exposure ausgewählt.

2.3 Marktrisiken Bilanzstruktur Die Sparte Treasury ist verantwortlich für die Steuerung der Bilanzstruktur und die Bewirtschaftung des Kapitals. Im Rahmen des Asset & Liability Managements (ALM) werden Zins- und Währungsrisiken überwacht und begrenzt. Zudem wird die Refinanzierung sichergestellt und das Liquiditätsrisiko laufend überprüft. 2.3.1 Zinsänderungsrisiken Im Bilanzstrukturmanagement ergeben sich Zins- und Währungsrisiken aus unterschiedlichen Zinsbindungen und Währungen von Aktiv-, Passiv- und Ausserbilanzpositionen. Diese Risiken werden auf aggregierter Ebene bewirtschaftet und überwacht. Die Auswirkungen der Zinssensitivitäten auf den Marktwert des Eigenkapitals (unterteilt nach den Positionen im und ausserhalb des Investment Banking) sind nachfolgend dargestellt. Die Tabelle zeigt Gewinne resp. Verluste pro Währung und Laufzeitband bei einer unterstellten Zinssatzänderung von +/–100 Basispunkten in Übereinstimmung mit der Zinsrisikomeldung gemäss FINMA-RS 08/6. Unter Annahme einer sehr konservativen, additiven Aggregation zwischen den einzelnen Währungen beträgt die Sensitivität für +100 Basispunkte für das Berichtsjahr CHF +2.2 Mio., für das Vorjahr CHF –26.9 Mio.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

85


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Zinsrisiko der Vontobel-Gruppe Zinssensitivität per 31-12-10 bis 1 Monat Mio. CHF

1 bis 3 Monate Mio. CHF

3 bis 12 Monate Mio. CHF

1 bis 5 Jahre Mio. CHF

über 5 Jahre Mio. CHF

Total Mio. CHF

Zinssatzrisiken +100 Basispunkte CHF: Vontobel-Gruppe

1.3

2.3

(2.1)

(1.6)

7.2

7.1

davon IB

0.4

2.4

(0.9)

4.4

7.4

13.7

davon Non-IB

0.9

(0.1)

(1.2)

(6.0)

(0.2)

(6.6)

0.0

(0.4)

2.1

0.5

(0.2)

2.0

(0.1)

(0.3)

1.9

1.2

(0.2)

2.5

0.1

(0.1)

0.2

(0.7)

0.0

(0.5)

USD: Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB EUR: Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB übrige: Vontobel-Gruppe

0.0

(0.6)

2.9

(13.5)

6.0

(5.2)

(0.3)

(0.4)

2.5

0.9

6.5

9.2

0.3

(0.2)

0.4

(14.4)

(0.5)

(14.4)

0.0

(0.1)

(1.1)

(0.4)

(0.1)

(1.7)

davon IB

0.0

0.0

(0.5)

(0.3)

(0.1)

(0.9)

davon Non-IB

0.0

(0.1)

(0.6)

(0.1)

0.0

(0.8)

–100 Basispunkte CHF: Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB USD: Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB EUR: Vontobel-Gruppe

0.0

0.4

(5.2)

(0.8)

(6.3)

0.2

(0.1)

(0.8)

(11.4)

(1.1)

(13.2)

(0.9)

0.1

1.2

6.2

0.3

6.9

0.0

0.5

(1.9)

(0.4)

0.2

(1.6)

0.1

0.4

(1.7)

(1.1)

0.2

(2.1)

(0.1)

0.1

(0.2)

0.7

0.0

0.5

0.0

0.2

(4.0)

12.7

(6.3)

2.6

0.3

0.0

(3.6)

(2.2)

(6.8)

(12.3)

(0.3)

0.2

(0.4)

14.9

0.5

14.9

0.0

0.1

1.1

0.2

0.2

1.6

davon IB

0.0

0.0

0.3

0.1

0.2

0.6

davon Non-IB

0.0

0.1

0.8

0.1

0.0

1.0

davon IB davon Non-IB übrige: Vontobel-Gruppe

IB = Investment Banking

86

(0.7)

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Zinssensitivität per 31-12-09 bis 1 Monat Mio. CHF

1 bis 3 Monate Mio. CHF

3 bis 12 Monate Mio. CHF

1 bis 5 Jahre Mio. CHF

über 5 Jahre Mio. CHF

Total Mio. CHF

Zinssatzrisiken +100 Basispunkte CHF: Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB USD: Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB EUR: Vontobel-Gruppe

0.0

2.5

0.8

(13.9)

(9.2)

(19.8)

(1.0)

2.6

1.4

0.9

(6.2)

(2.3)

1.0

(0.1)

(0.6)

(14.8)

(3.0)

(17.5)

(0.2)

1.2

(0.3)

(3.3)

(1.3)

(3.9)

(0.4)

1.3

(0.5)

(3.0)

(1.3)

(3.9)

0.2

(0.1)

0.2

(0.3)

0.0

0.0

0.3

1.3

4.9

(0.2)

(8.4)

(2.1)

davon IB

0.2

1.4

5.0

3.3

(7.8)

2.1

davon Non-IB

0.1

(0.1)

(0.1)

(3.5)

(0.6)

(4.2)

übrige: Vontobel-Gruppe

0.0

0.2

(0.7)

(0.6)

0.0

(1.1)

davon IB

0.0

0.3

(0.5)

(0.6)

0.0

(0.8)

davon Non-IB

0.0

(0.1)

(0.2)

0.0

0.0

(0.3)

23.4

–100 Basispunkte CHF: Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB USD: Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB EUR: Vontobel-Gruppe

0.8

(2.4)

(0.1)

14.7

10.4

1.8

(2.5)

(0.8)

(0.7)

7.2

5.0

(1.0)

0.1

0.7

15.4

3.2

18.4

0.2

(1.2)

0.4

3.9

1.7

5.0

0.4

(1.3)

0.6

3.6

1.7

5.0

(0.2)

0.1

(0.2)

0.3

0.0

(0.0)

(0.2)

(1.9)

(5.0)

(2.1)

9.4

0.2

davon IB

(0.1)

(1.9)

(5.2)

(5.7)

8.7

(4.2)

davon Non-IB

(0.1)

0.0

0.2

3.6

0.7

4.4

0.0

(0.3)

0.7

0.7

0.0

1.1

davon IB

0.0

(0.4)

0.6

0.7

0.0

0.9

davon Non-IB

0.0

0.1

0.1

0.0

0.0

0.2

übrige: Vontobel-Gruppe

IB = Investment Banking

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

87


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Während sich der Marktwerteffekt von Zinsänderungen im Investment Banking nach IFRS grundsätzlich in der Erfolgsrechnung und damit über die Gewinnreserven im Eigenkapital niederschlägt, sind davon ausserhalb des Investment Banking nur zinssensitive Positionen betroffen, die nach IFRS der Kategorie «Fair Value through Profit and Loss» zugeordnet werden. Bei den zinssensitiven Finanzanlagen der Kategorie «Available-for-Sale» wirkt sich der Marktwerteffekt von Zinsänderungen nur auf das Eigenkapital aus. Bei einer Zinssatzänderung von +100 (–100) Basispunkten beträgt der Effekt auf das Ergebnis vor Steuern im Investment Banking per 31-12-10 CHF +24.5 Mio. und per 31-12-09 CHF –4.9 Mio. (31-12-10: CHF –27.0 Mio., 31-12-09: CHF +6.7 Mio.) sowie der Effekt vor Steuern auf das konsolidierte Eigenkapital per 31-12-10 CHF +2.2 Mio. und per 31-12-09 CHF –26.9 Mio. (31-12-10: CHF –3.7 Mio., 31-12-09: CHF +29.7 Mio.). Dank der konservativen Risikolimiten und der moderaten Sensitivität gegenüber Zinsänderungen auf Gruppenstufe kann im Treasury auf Absicherungsmassnahmen via Zinsderivate verzichtet werden. Aufgrund der beschränkten Bedeutung des Zinserfolgs aus Positionen ausserhalb des Investment Banking wird auf eine Simulation des Einkommenseffekts aus Zinsänderungen verzichtet. 2.3.2 Währungsrisiken Wie die Zinsrisiken werden auch die Währungsrisiken aus Handel und Bilanzstruktur gering gehalten. Dies wird vor allem durch währungskongruente Anlagen und Refinanzierungen erreicht. Die untenstehende Tabelle zeigt die Sensitivitäten gegenüber Veränderungen der Wechselkurse um +/– 5% gemäss interner Berichterstattung. Die Sensitivitäten entsprechen dem Effekt vor Steuern auf das konsolidierte Eigenkapital, wobei dieser im Wesentlichen durch die Sensitivitäten im IB repräsentiert wird.

Währungsrisiken Währungssensitivität per 31-12-10 JPY GBP Übrige 1’000 CHF 1’000 CHF 1’000 CHF

USD 1’000 CHF

EUR 1’000 CHF

388.4

7’681.5

(608.8)

74.8

(966.8)

(1’311.2)

1’115.1

(611.8)

(138.8)

(1’289.3)

1’699.6

6’566.4

3.0

213.6

322.5

(2’502.2)

(6’928.0)

(109.2)

(471.7)

(970.9)

+5% Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB –5% Vontobel-Gruppe davon IB davon Non-IB

(802.6)

(361.6)

(106.2)

(258.1)

(648.4)

(1’699.6)

(6’566.4)

(3.0)

(213.6)

(322.5)

USD 1’000 CHF

EUR 1’000 CHF

Währungssensitivität per 31-12-09 JPY GBP Übrige 1’000 CHF 1’000 CHF 1’000 CHF

+5% Vontobel-Gruppe

(2’251.0)

5’893.3

114.7

619.9

128.7

davon IB

(1’112.4)

685.3

114.9

601.3

86.8

davon Non-IB

(1’138.6)

5’208.0

(0.2)

18.6

41.9

–5% Vontobel-Gruppe

88

5’457.5

(3’954.0)

(333.2)

(489.0)

(90.9)

davon IB

4’318.9

1’254.0

(333.4)

(470.4)

(49.0)

davon Non-IB

1’138.6

(5’208.0)

0.2

(18.6)

(41.9)

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

3. Liquiditätsrisiko und Refinanzierung Das Liquiditätsrisiko entspricht der Gefahr, der kurzfristigen Deckung eines Finanzierungsbedarfes nicht jederzeit nachkommen zu können (Unmöglichkeit der Substitution oder Prolongation von Passivgeldern, Mittelabflüsse durch Beanspruchung von Kreditzusagen oder Margenanforderungen usw.). Durch eine Diversifikation der Refinanzierungsquellen sowie über den Zugang zum Repo-Markt kann Liquidität auf gedeckter Basis bei Bedarf rasch zur Verfügung gestellt werden. Die Liquidität wird täglich überwacht und gewährleistet. Auch die laufende Überwachung von Umfang und Qualität der verfügbaren Sicherheiten (Collateral) schafft die Voraussetzung, dass stets genügend Refinanzierungskapazität vorhanden bleibt. Im Falle einer unvorhergesehenen Anspannung der Liquiditätssituation kann zudem auf ein Portfolio von leicht liquidierbaren und werthaltigen Positionen zurückgegriffen werden. Die Fälligkeitsstruktur der Aktiven und Passiven ist aus Anmerkung 33 ersichtlich. Das Emissionsund Handelsgeschäft bedingt aus Liquiditätssicht ein tägliches Market Making. Daher werden die Bilanzpositionen Handelsbestände, positive Wiederbeschaffungswerte, andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value, Verpflichtungen aus Handelsbeständen, negative Wiederbeschaffungswerte und andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value nicht in einzelne Cash Flows zerlegt und auf verschiedene Laufzeitbänder verteilt, sondern zu Fair Value in der Spalte «auf Sicht» ausgewiesen. Bei den übrigen finanziellen Bilanzpositionen werden die Buchwerte in dem Laufzeitband ausgewiesen, in welchem gemäss den vertraglichen Bestimmungen die Zahlung frühestens verlangt werden kann. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten würde eine Zerlegung in einzelne Cash Flows ein nur unwesentlich anderes Bild ergeben.

4. Kreditrisiko 4.1 Allgemeines Das Kreditrisiko entspricht der Gefahr von Verlusten aufgrund der Tatsache, dass eine Gegenpartei ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt. Im Falle der Vontobel-Gruppe umfasst es: – Ausfallrisiken aus dem Lombardkreditgeschäft – Ausfallrisiken aus Bondpositionen (Emittentenrisiko) – Ausfallrisiken aus dem Geldmarktgeschäft – Ausfallrisiken im Zusammenhang mit Securities Lending und Borrowing, Repo-Transaktionen, Collateral Management und Derivaten sowie – Ausfallrisiken im Rahmen der Abwicklung. Das kommerzielle Kreditgeschäft wird von der Vontobel-Gruppe nicht betrieben.

4.2 Kreditgeschäft mit privaten und institutionellen Anlagekunden Mit privaten und institutionellen Anlagekunden betreibt die Vontobel-Gruppe grundsätzlich das Lombardkreditgeschäft, d.h. die Kreditgewährung mit Besicherung durch leicht verwertbare Wertpapiere. Als Voraussetzung für die Kreditgewährung werden dabei sogenannte «Rahmenkreditlimiten» pro Kunde gesprochen. Unter diese Limiten fallen sämtliche Exposures, welche gegenüber dem Kunden eingegangen werden. Diese Exposures (inklusive der von der Exposureart abhängigen Risikozuschläge) müssen grundsätzlich durch den sogenannten Belehnungswert der Sicherheiten (Wertpapiersicherheiten nach Risikoabschlägen) gedeckt sein. Nur in Ausnahmesituationen werden gegenüber diesen Kunden Exposures eingegangen, welche entweder nur bei Marktwertbetrachtung, nicht aber nach Anwendung von Sicherheitszu- und -abschlägen oder durch Sicherheiten gedeckt sind, die nach den Vorgaben des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht nicht anerkannt sind. Die Belehnungswerte für Positionen und Portfolios werden grundsätzlich gemäss dem sogenannten «umfassenden Ansatz» der Eigenmittelvorschriften des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel II) bestimmt. Dabei wird sowohl die Qualität der Sicherheiten (Volatilität, Rating, Liquidität und Handelbarkeit) als auch die Diversifikation des Portfolios berücksichtigt. In Fällen, in welchen die Exposures zwar durch Marktwerte, jedoch nicht durch Belehnungswerte (d.h. nach Berücksichtigung der Risikoabschläge) gedeckt sind, wird ein Mahnprozess ausgelöst mit dem Ziel, die Deckung durch Abbau der Exposures oder Einbringung zusätzlicher Sicherheiten wieder herzustellen.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

89


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Per 31-12-10 betrug das Kreditengagement gegenüber Privatkunden und institutionellen Anlagekunden CHF 1’204.9 Mio. (31-12-09: CHF 849.5 Mio.). Davon waren CHF 1’149.8 Mio. (31-12-09: CHF 804.8 Mio.) durch anerkannte finanzielle Sicherheiten (nach Risikoabschlägen) gedeckt und CHF 55.1 Mio. (31-12-09: CHF 44.7 Mio.) nicht durch anerkannte finanzielle Sicherheiten gedeckt.

Kreditengagement gegenüber Privatkunden und institutionellen Anlagekunden1

Total Kreditengagement

Total Kreditengagement 1

90

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

Gedeckt durch anerkannte Sicherheiten Mio. CHF

Nicht durch anerkannte Sicherheiten gedeckt Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

1’149.8

55.1

1’204.9

Gedeckt durch anerkannte Sicherheiten Mio. CHF

Nicht durch anerkannte Sicherheiten gedeckt Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

804.8

44.7

849.5

Umfasst nicht nur Geldkredite, sondern sämtliche Forderungen gegenüber privaten und institutionellen Anlagekunden.


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

4.3 Exposures gegenüber professionellen Gegenparteien und Emittentenrisiko Die Vontobel-Gruppe geht im Geschäft mit professionellen Gegenparteien sowohl gedeckte als auch ungedeckte Exposures ein. Gedeckte Exposures entstehen aus Securities Lending und Borrowing, Repo-Transaktionen, Collateral Management von Margenverpflichtungen und -forderungen sowie der Besicherung von nettingfähigen OTC-Derivaten. Zentrale Bedeutung für diese Geschäftsarten hat die Kreditrisikominderung in der Form von Besicherung durch leicht verwertbare Wertpapiere. Die Geschäfte werden grundsätzlich auf der Basis von besicherten Netting-Vereinbarungen mit hohen Anforderungen an die zulässigen Sicherheiten, angemessenen vertraglichen Belehnungswerten sowie tiefen vertraglichen Schwellenwerten und Mindesttransferbeträgen abgeschlossen. Für die Bewirtschaftung und Überwachung dieser Kreditrisiken steht die tägliche Bewertung und Gegenüberstellung von Kreditengagements und Sicherheiten im Mittelpunkt. Auf Kreditengagements werden dabei die konservativen Zuschlagsfaktoren und auf Sicherheiten die konservativen Abschlagsfaktoren (sog. «Haircuts») gemäss dem «umfassenden Ansatz» der Eigenmittelvorschriften des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (Basel II) angewendet. Die Zu- und Abschlagsfaktoren bestimmen sich dabei unterschiedlich nach Art des Instruments, Rating, Restlaufzeit, Liquidität und Handelbarkeit. Ungedeckte Exposures umfassen überwiegend die Emittentenrisiken in den Bondportfolios, welche im Investment Banking und für das Bilanzstruktur-Management gehalten werden. Hinzu kommen Exposures aus Geldmarktgeschäften, Konti, Garantien und vertraglichen Freibeträgen (Schwellenwerte und Mindesttransferbeträge), welche mit den Gegenparteien in den Nettingverträgen für Securities Lending and Borrowing, Repurchase Agreements und für die Besicherung von OTC-Derivaten vereinbart werden. Settlementrisiken werden reduziert durch die Abwicklung von Devisentransaktionen über das «Continuous Linked Settlement»-System (CLS). Vontobel ist als Drittpartei an das CLS-System angebunden. Verbleibende Settlementrisiken werden mit Hilfe von Limiten pro Settlementperiode begrenzt und überwacht. Sämtliche Exposures gegenüber professionellen Gegenparteien und Emittenten werden durch ein differenziertes Limitensystem für die einzelnen Gegenparteien, Ratingsegmente, Länder und Regionen überwacht und begrenzt. Die Vontobel-Gruppe stellt für die Bewirtschaftung und Limitierung der Exposures gegenüber professionellen Gegenparteien neben den internen Beurteilungen durch Credit Research auf die Ratings externer, von der FINMA anerkannter Agenturen ab. Angewandt werden die Ratings der Agenturen Fitch, Moody’s und S&P. Liegen für eine bestimmte Position unterschiedliche Ratings vor, erfolgt die Zuordnung des relevanten Ratings nach den Regeln des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht. Die Anforderungen an die Bonität der Gegenpartei sind insbesondere bei Kreditrisiken ohne Deckung und bezogen auf die Emittentenrisiken sehr hoch. Die Verteilung der ungedeckten Gegenpartei- und Emittentenrisiken auf die Ratingkategorien ist in der folgenden Tabelle und Abbildung dargestellt. In dieser und den folgenden Tabellen werden neu ausschliesslich die aktuellen, ungedeckten Exposures rapportiert, ohne potentielle Exposures aus besicherten Positionen. Die Werte inklusive applizierter «Add-ons» bzw. «Haircuts» gemäss Eigenmittelvorschriften sind aus den Tabellen im Abschnitt «Eigenmittel» ersichtlich.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

91


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Verteilung der ungedeckten Gegenpartei- und Emittentenrisiken nach Ratings1

AAA Mio. CHF

AA Mio. CHF

A Mio. CHF

BBB Mio. CHF

unter BBB/ ohne Rating Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

Emittentenrisiko aus Schuldtiteln

3’100.3

3’356.1

3’038.9

279.4

139.4

9’914.1

Geldmarktanlagen und Konti

1’515.8

310.5

133.6

0.0

2.1

1’962.0

3.9

24.0

62.3

3.0

1.6

94.8

4’620.0

3’690.6

3’234.8

282.4

143.1

11’970.9

AAA Mio. CHF

AA Mio. CHF

A Mio. CHF

BBB Mio. CHF

unter BBB/ ohne Rating Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

Emittentenrisiko aus Schuldtiteln

3’278.5

3’199.9

2’453.6

236.5

195.0

9’363.5

Geldmarktanlagen und Konti

1’874.1

184.0

210.6

0.0

3.0

2’271.7

1.5

78.9

150.2

0.3

1.5

232.4

5’154.1

3’462.8

2’814.4

236.8

199.5

11’867.6

Übrige

Forderungen2

Total

Übrige Forderungen2 Total 1 2

Ungedecktes Kreditrisiko nach vertraglichem Netting ohne Applizierung von Add-Ons auf Derivaten bzw. Haircuts auf sonstige Wertschriften Securities Lending & Borrowing, Repo-Transaktionen, Collateral Management, Derivate, Garantien und verpfändete Kapitallebensversicherungen

Verteilung der Kreditrisiken der Vontobel-Gruppe nach Ratings (Mio. CHF) 6’000

5’000

4’000

3’000

2’000

1’000

0 AAA ■

2010

A

AA ■

2009

BBB

unter BBB/ ohne Rating

Wie aus der vorhergehenden Tabelle und Abbildung ersichtlich ist, konzentrieren sich die Exposures auf die Ratingkategorien «AAA» und «AA»: Per 31-12-10 entfielen 69% (31-12-09: 73%) der Exposures auf diese hohen Bonitätsklassen. Ein Rating von mindestens «A» weisen 96% (31-12-09: 96%) der Exposures auf. Der Anteil der Exposures unter BBB oder ohne Rating beträgt 1% (31-12-09: 2%).

92

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Die Verteilung der ungedeckten Exposures nach Art der Gegenparteien sowie nach geografischer Region sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.

Verteilung der ungedeckten Gegenpartei- und Emittentenrisiken nach Art der Gegenparteien1

Emittentenrisiko aus Schuldtiteln Geldmarktanlagen und Konti

Banken Mio. CHF

Übrige Unternehmungen/ Institutionen ohne Bankenstatus Mio. CHF

4’501.1

1’482.1

3’930.9

9’914.1

572.9

13.0

1’376.1

1’962.0

41.4

51.3

2.1

94.8

5’115.4

1’546.4

5’309.1

11’970.9

Banken Mio. CHF

Übrige Unternehmungen/ Institutionen ohne Bankenstatus Mio. CHF

Staaten/ öffentlichrechtliche Körperschaften2 Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

Übrige Forderungen3 Total

Emittentenrisiko aus Schuldtiteln

Staaten/ öffentlichrechtliche Körperschaften2 Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

5’245.9

1’250.1

2’867.5

9’363.5

Geldmarktanlagen und Konti

500.2

29.7

1’741.8

2’271.7

Übrige Forderungen3

182.6

49.8

0.0

232.4

5’928.7

1’329.6

4’609.3

11’867.6

Total 1 2 3

Ungedecktes Kreditrisiko nach vertraglichem Netting ohne Applizierung von Add-Ons auf Derivaten bzw. Haircuts auf sonstige Wertschriften Inkl. Forderungen gegenüber der Schweizerischen Nationalbank Securities Lending & Borrowing, Repo-Transaktionen, Collateral Management, Derivate, Garantien und verpfändete Kapitallebensversicherungen

Bezogen auf die Art der Gegenparteien entfällt erwartungsgemäss ein hoher Anteil der ungedeckten Gegenpartei- und der Emittentenrisiken auf Banken. Per 31-12-10 betrug dieser Anteil CHF 5’115.4 Mio. (Vorjahr CHF 5’928.7 Mio.) von insgesamt CHF 11’970.9 Mio. (Vorjahr CHF 11’867.6 Mio.) oder 43% (Vorjahr 50%). Im Rahmen der Limitensprechung wird der Verhinderung von Konzentrationsrisiken bezogen auf einzelne Gegenparteien grosse Beachtung geschenkt. Somit sind die Exposures innerhalb der Gegenparteikategorien breit diversifiziert.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

93


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Verteilung der ungedeckten Gegenpartei- und Emittentenrisiken nach Regionen1

Emittentenrisiko aus Schuldtiteln Geldmarktanlagen und Konti Übrige

Forderungen2

Schweiz Mio. CHF

Europa ohne Schweiz Mio. CHF

Nordamerika Mio. CHF

Asien Mio. CHF

Andere Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

805.5

6’773.2

1’178.4

866.6

290.4

9’914.1

1’590.4

343.5

26.3

0.0

1.8

1’962.0

28.0

53.5

10.3

0.0

3.0

94.8

2’423.9

7’170.2

1’215.0

866.6

295.2

11’970.9

Schweiz Mio. CHF

Europa ohne Schweiz Mio. CHF

Nordamerika Mio. CHF

Asien Mio. CHF

Andere Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

Emittentenrisiko aus Schuldtiteln

1’153.0

5’826.8

1’213.6

890.4

279.7

9’363.5

Geldmarktanlagen und Konti

1’618.2

622.6

30.9

0.0

0.0

2’271.7

68.9

21.6

6.4

135.5

0.0

232.4

2’840.1

6’471.0

1’250.9

1’025.9

279.7

11’867.6

Total

Übrige Forderungen2 Total 1 2

Ungedecktes Kreditrisiko nach vertraglichem Netting ohne Applizierung von Add-Ons auf Derivaten bzw. Haircuts auf sonstige Wertschriften Securities Lending & Borrowing, Repo-Transaktionen, Collateral Management, Derivate, Garantien und verpfändete Kapitallebensversicherungen

Geografisch konzentrieren sich die ungedeckten Kredit- und Emittentenrisiken auf die Region Europa (ohne Schweiz). Die Exposures in der Schweiz sowie in den Regionen Nordamerika und Asien haben einen deutlich geringeren Anteil. Länderrisikobehaftete Engagements werden grundsätzlich vermieden, dementsprechend sind auf konsolidierter Basis keine relevanten Länderrisiken zu verzeichnen.

94

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

5. Operationelle Risiken 5.1 Definition operationeller Risiken Operationelle Risiken stellen primär eine Restgrösse der traditionellen Risikokategorien Markt und Kreditrisiken dar. Sie verkörpern die Gefahr von Verlusten, die durch Unangemessenheit oder Versagen von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten.

5.2 Operationelles Risiko-Konzept Um operationelle Risiken zu identifizieren und zu begrenzen, werden in der Linie geeignete Massnahmen wie Interne Kontrollsysteme (IKS) sowie Selektion, Ausbildung und Führung der Mitarbeitenden umgesetzt. Für die gesamte Vontobel-Gruppe wird ein einheitliches Konzept verwendet, um ein gemeinsames Verständnis und eine Vergleichbarkeit der Resultate zu erreichen. Das Konzept umfasst vier Dimensionen: – Das Grundgerüst bildet ein generisches, hierarchisches Prozessmodell – Die qualitative Erhebung der Risiken führt zu einer Aggregierung von subjektiven Einschätzungen – Die quantitative Messung der Risiken ergänzt das Bild – Basierend auf der Risikoerhebung und -messung werden die Risiken priorisiert und durch entsprechende Massnahmen gemindert Die Identifikation, Analyse und Messung von operationellen Risiken ist dabei ein kontinuierlicher iterativer Prozess innerhalb der Gesamtorganisation. 5.2.1 Prozessmodell Im Mittelpunkt der Identifikation der operationellen Risiken stehen die in der Unternehmung wertschöpfenden Kernkompetenzen und somit die Ertrag bringenden Kern-Geschäfts-Prozesse. Das Grundgerüst für das Management von operationellen Risiken bildet daher ein generisches Prozessmodell, das für alle Geschäftsfelder und aggregiert für die Gruppe angewendet wird. Diese Prozess-Sicht bildet somit die Basis für die qualitative und quantitative Risikobetrachtung sowie für das interne Kontrollsystem. 5.2.2 Qualitative Risikoerhebung Bei der qualitativen Risikoerhebung wird nicht oder schwer quantifizierbaren Risiken Rechnung getragen. Unter nicht oder nur schwer quantifizierbaren Risiken versteht man Verlustpotentiale, welche sich im Moment des Schadenseintritts nicht direkt in finanziellen Gewinn-/Verlust-Grössen äussern sondern sich mit Verzögerung und indirekt auf die Ertragslage auswirken. Die Erhebung der qualitativen Risiken basiert auf der Überlegung, dass ein möglichst wirklichkeitsnahes Bild der Landschaft der Qualitativen Risiken vor allem durch die subjektive Einschätzungen der Fachspezialisten zustande kommen kann. Subjektive Schätzwerte werden in diesem Zusammenhang durch unterschiedliche Erhebungsverfahren gewonnen. Innerhalb des Operational Risk-Konzepts basiert die Methode für die qualitative Erhebung und Beurteilung der Risiken auf dem sogenannten «Key Risk Indicator» (KRI)-Verfahren, sprich Risiko-Beurteilungs-Workshops und Expertenbefragungen, welches sich auf eine industrieweit und regulatorisch anerkannte Methodik stützt. Klassifizierung der operationellen Risiken Die Wahrscheinlichkeit eines operationellen Risikoereignisses ist implizit im Rahmen jeder Geschäftsaktivität gegeben. Bezogen auf die für die Vontobel-Gruppe relevanten Grössen zur Beurteilung der Risiken werden Risiken als Kombination der zwei Risikodimensionen Frequency sowie Impact betrachtet. – Frequency: Entspricht der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadensereignisses. Diese gibt somit an, wie oft mit einem bestimmten Ereignis gerechnet werden muss. – Impact: Entspricht dem Ausmass eines Schadensereignisses. Dies äussert sich in direkt quantifizierbaren (Gewinn/Verlust; Opportunitätskosten) sowie in schwer quantifizierbaren (teilweise extern bestimmten) Grössen (Bsp.: Reputation, interne Ressourcenbindung, externe Untersuchungen und Verfahren usw.).

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

95


Anhang zur Konzernrechnung Risikomanagement und Risikokontrolle

Basierend auf den möglichen Kombinationen der beiden Risikodimensionen werden die Risiken wie folgt klassifiziert: Low Operational Risk – Low Impact/Low Frequency: Schadensereignisse, welche selten auftreten und ein tiefes Schadenspotential aufweisen. Medium Operational Risk – Low Frequency/High Impact: Schadensereignisse, welche selten auftreten, jedoch ein hohes Schadenspotential aufweisen. So kann ein Schadensereignis zum Ausfall eines oder mehrerer geschäftskritischer Prozessträger führen und damit einen oder mehrere Kern-Geschäftsprozesse und -Funktionen verunmöglichen, was zu hohen Ertragsausfällen führen kann. Aufgrund des hohen Schadenspotentials ist dieser Risikoklasse mit erhöhter Achtsamkeit zu begegnen. – High Frequency/Low Impact: Schadensereignisse, welche im Einzelfall ein unbedeutendes Schadenspotential aufweisen und nicht zur unmittelbaren Gefährdung der Kern-GeschäftsProzesse und -Funktionen führen. Aufgrund der Häufigkeit der Schadensfälle stellt diese Kombination jedoch eine geschäftsrelevante Grösse dar und kann zu hohen Ertragsausfällen führen. Aufgrund des hohen Schadenspotentials ist dieser Risikoklasse mit erhöhter Achtsamkeit zu begegnen. High Operational Risk – High Frequency/High Impact: Schadensereignisse, welche ein hohes Schadenspotential, als auch eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit aufweisen. Dies kann zu sehr hohen Ertragsverlusten bis hin zur zwangsläufigen Beendigung der Geschäftstätigkeit führen. Die Folgen dieser Risikoklasse sind ausserordentlich weitreichend für die Gruppe und somit auch im Risikomanagement von höchster Bedeutung. 5.2.3 Quantitative Risikomessung Ziel der quantitativen Risikomessung ist die gesamtheitliche Erfassung aller im Unternehmen vorkommenden und potenziellen operationellen Risikogrössen auf Basis von numerischen Werten. Neben der Erfüllung allfälliger regulatorischer und rechtlicher Anforderungen gilt als primäre Zielsetzung die Schaffung von Transparenz und Know-how hinsichtlich der unternehmensweiten operationellen Risikosituation und des aktiven Risikomanagements. 5.2.4 Risiko-Minderung Für die Vontobel Gruppe werden die mittleren und hohen operationellen Risiken aus der qualitativen Risikoerhebung als besonders relevant betrachtet. Entsprechend ökonomischer und risikorelevanter Überlegungen ist es das Ziel, höhere Risiken in tiefere zu transformieren. Hierzu werden die potentiellen Risikoquellen sowie -träger entsprechend identifiziert, analysiert und angemessene Massnahmen ergriffen, um die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder das Ausmass der Schadensfolgen zu senken. Dabei kommen folgende Strategien zur Anwendung: – Risikovermeidung: Risikovermeidung durch selektive Geschäftstätigkeit – Risikoreduktion: Reduktion der Risiken durch Verbesserungen der Prozesse, Systeme und der Kontrollen – Risikotransfer: Transfer der Risiken an Dritte durch Abschluss geeigneter Versicherungen oder Sourcing Absolut zentral im Sinne der Risiko-Minderung sind ein IKS sowie ein iterativer Prozess zur Sicherstellung der Funktionalität und der Aktualität desselben.

96

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Eigenmittel

Die Eigenmittelbasis dient in erster Linie dazu, die geschäftsinhärenten Risiken abzudecken. Dementsprechend ist die aktive Bewirtschaftung von Umfang und Struktur der Eigenmittel von zentraler Bedeutung. Die Angemessenheit der Eigenmittelausstattung wird nebst anderen Kriterien primär nach Massgabe der Bestimmungen und Verhältniszahlen des Basler Komitees für Bankenaufsicht überwacht und gesteuert. Die Einhaltung der Eigenmittelvorschriften nach den gesetzlichen Vorgaben der Schweiz und deren Aufsichtsbehörde (Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA) ist eine zwingende Voraussetzung. Die extern auferlegten Eigenmittelanforderungen wurden im Berichtsjahr wie auch in der Vergangenheit ausnahmslos erfüllt.

Eigenmittel

1. Eigenmittelbewirtschaftung Die vorrangigen Ziele der Eigenmittelbewirtschaftung sind die Unterstützung des Wachstums und die Schaffung von Mehrwert für die Aktionäre unter Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen. Durch die Aufrechterhaltung einer soliden Kapitalstruktur wird zudem die Finanzkraft und Kreditwürdigkeit der Vontobel-Gruppe gegenüber Geschäftspartnern und Kunden demonstriert. Die Bewirtschaftung der Eigenmittel erfolgt unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Umfelds und des Risikoprofils aller Geschäftsaktivitäten. Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder an veränderte Bedürfnisse anzupassen, stehen zahlreiche Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung wie beispielsweise flexible Dividendenausschüttungen, Kapitalrückzahlungen oder auch die Beschaffung von diversen Kapitalformen (Tier 1 bis Tier 3). Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr bezüglich den Zielen, Handlungsgrundsätzen oder Prozessen.

2. Regulatorische Anforderungen Zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen steht den Banken unter Basel II eine Auswahl verschiedener Ansätze zur Verfügung. Die Vontobel-Gruppe verwendet den internationalen Standardansatz (SA-BIZ) für Kreditrisiken, das Standardverfahren für Marktrisiken sowie den Basisindikatoransatz für operationelle Risiken. Im Rahmen der Minderung von Kreditrisiken (Risk Mitigation) wird der umfassende Ansatz mit Standard-Haircuts bei der Anrechnung von Sicherheiten verwendet. Aufgrund der Anerkennung der Fair Value Option durch die FINMA gemäss Abschnitt V. FINMARS 08/34 (Anpassung Kernkapital) werden nicht realisierte Gewinne bzw. Verluste bei der Berechnung des Kernkapitals berücksichtigt. Davon ausgenommen sind die gemäss IFRS vorgenommenen Wertanpassungen der eigenen Verbindlichkeiten infolge der Veränderung der eigenen Kreditwürdigkeit. Unter Einbezug der Wertanpassungen der eigenen Verbindlichkeiten beträgt das Kernkapital CHF 1’261.9 Mio. und die BIZ-Tier-1-Kapitalquote 22.2%. Für die Eigenmittelberechnung wurde im Berichts- und im Vorjahr der gleiche Konsolidierungskreis wie für die Rechnungslegung verwendet. Für detaillierte Angaben wird auf die Tabellen «Wichtigste Gruppengesellschaften» und «Änderungen im Konsolidierungskreis» im Anhang zur Konzernrechnung verwiesen. Ausser den gesetzlich zwingenden Vorschriften bestehen keine Restriktionen, welche die Übertragung von Geldern oder Eigenmitteln innerhalb der Gruppe verhindern.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

97


Anhang zur Konzernrechnung Eigenmittel

Anrechenbare und erforderliche Eigenmittel 31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

1’412.6

1’425.6

Anrechenbare Eigenmittel Bruttokernkapital Einbezahltes Kapital

65.0

65.0

1’345.4

1’329.3

Konzerngewinn des laufenden Geschäftsjahres

147.8

138.9

Abzug für eigene Aktien

(54.2)

(49.5)

(0.4)

31.0

Offene Reserven

Minderheitsanteile Innovative Instrumente (Hybrid Tier 1) Abzug für Dividende gemäss Antrag des Verwaltungsrates Abzug für Goodwill und immaterielle Werte Übrige Abzüge Anrechenbares Kernkapital (BIZ Tier 1) Ergänzendes Kapital und Zusatzkapital Übrige Abzüge vom Gesamtkapital Anrechenbare Eigenmittel (BIZ)

0.0

0.0

(91.0)

(89.1)

(150.7)

(161.2)

(19.2)

(33.9)

1’242.7

1’230.5

0.0

0.0

0.0

0.0

1’242.7

1’230.5

145.6

179.3

125.8

151.1

19.8

28.2

16.2

17.1

Erforderliche Eigenmittel Kreditrisiko Forderungen Kursrisiko bezüglich der Beteiligungstitel im Bankenbuch Nicht gegenparteibezogene Risiken Marktrisiko

174.8

148.6

Zinsinstrumente

109.7

88.9

Beteiligungstitel

23.5

29.4

Devisen

26.5

19.3

1.6

2.6

Gold Rohstoffe

13.5

8.4

Operationelles Risiko

118.6

126.6

Total erforderliche Eigenmittel (BIZ)

455.2

471.6

49.9

69.5

505.1

541.1

BIZ-Tier-1-Kapitalquote vor Anpassung um eigenes Kreditrisiko (Minimalanforderung 4%)1

22.2%

21.4%

BIZ-Tier-1-Kapitalquote nach Anpassung um eigenes Kreditrisiko (Minimalanforderung 4%)1

21.8%

20.9%

8%)1

21.8%

20.9%

Verhältnis anrechenbare/erforderliche Eigenmittel gemäss schweizerischen FINMA-Richtlinien (Minimalanforderung 100%)

223.1%

207.1%

Zusätzliche schweizerische Eigenmittelanforderungen für nicht gegenparteibezogene Risiken und Kreditrisiken Total erforderliche Eigenmittel gemäss schweizerischen FINMA-Richtlinien

Verhältniszahlen

BIZ-Gesamtkapitalquote nach Anpassung um eigenes Kreditrisiko (Minimalanforderung

1

98

Aufgrund der Anerkennung der Fair Value Option durch die FINMA gemäss Abschnitt V. FINMA-RS 08/34 (Anpassung Kernkapital) werden nicht realisierte Gewinne bzw. Verluste bei der Berechnung des Kernkapitals berücksichtigt. Davon ausgenommen sind die gemäss IFRS vorgenommenen Wertanpassungen der eigenen Verbindlichkeiten infolge der Veränderung der eigenen Kreditwürdigkeit. Unter Einbezug der Wertanpassungen der eigenen Verbindlichkeiten beträgt das Kernkapital CHF 1’261.9 Mio. (Vorjahr CHF 1’264.4 Mio.), anstelle von CHF 1’242.7 Mio. (Vorjahr CHF 1’230.5 Mio.).

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Anhang zur Konzernrechnung Eigenmittel

3. Aufteilung der Kreditrisiken gemäss FINMA-RS 08/22 Die folgenden Tabellen dienen der Offenlegung zusätzlicher quantitativer Informationen zur Eigenmittelunterlegung für Kreditrisiken gemäss FINMA-RS 08/22. Die Informationen basieren auf den Vorschriften zu Basel II und können im Total von den Buchwerten nach IFRS abweichen. Insbesondere die Ausserbilanzpositionen sind mit dem entsprechenden Kreditumrechnungsfaktor gewichtet und ausgewiesen. Bei den derivativen Finanzinstrumenten wurden die gemäss FINMARS 08/19 erlaubten Verrechnungen (Netting) von den positiven Wiederbeschaffungswerten abgezogen. Bei den ausgewiesenen Add-ons handelt es sich um einen prozentualen Zuschlag basierend auf dem Kontraktvolumen der entsprechenden derivativen Finanzinstrumente. Der jeweilige Prozentsatz ist abhängig vom Basiswert und der Restlaufzeit des Kontrakts. Die Finanzanlagen enthalten alle Wertschriften im Bankenbuch, die ein emittentenbezogenes Risiko darstellen. Unter der Rubrik «Andere Aktiven» werden alle restlichen Exposures zusammengefasst, die mit Eigenmitteln für Kreditrisiken unterlegt werden müssen. Die Bilanzpositionen «Handelsbestände» und «Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value» weisen aus Sicht Eigenmittelunterlegung keine Kreditrisiken (sondern spezifisches Marktrisiko) auf und werden daher in den nachfolgenden Tabellen nicht ausgewiesen. Informationen zu den Kreditrisiken aus diesen Bilanzpositionen sind im Kapitel 4.3 der Ausführungen zum Risikomanagement und zur Risikokontrolle enthalten. Bei der folgenden Tabelle gilt grundsätzlich das Domizil der Gegenpartei bzw. des Emittenten als Basis für die geografische Zuordnung. Kreditrisiken aufgeteilt nach Regionen

Schweiz Mio. CHF

Europa ohne Schweiz Mio. CHF

Nordamerika Mio. CHF

Asien Mio. CHF

Andere Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

Forderungen gegenüber Banken

754.1

974.1

53.2

144.8

301.6

2’227.8

Forderungen gegenüber Kunden

419.9

776.0

98.7

31.2

101.2

1’427.0

Finanzanlagen/Schuldtitel/Wertschriften ohne Verbriefungstransaktionen

269.3

594.7

64.9

0.0

63.0

991.9

Andere Aktiven

718.5

34.1

0.1

15.6

0.5

768.8

43.0

75.0

4.0

0.1

1.8

123.9

2’204.8

2’453.9

220.9

191.7

468.1

5’539.4

175.6

32.2

5.6

1.5

7.4

222.3

2.5

0.0

0.0

0.0

0.0

2.5

Bilanz

Positive Wiederbeschaffungswerte nach Netting Total Bilanz Ausserbilanz Eventualverpflichtungen/Verpflichtungskredite Unwiderrufliche Zusagen Add-ons Total Ausserbilanz Total

14.6

167.7

0.6

0.2

3.1

186.2

192.7

199.9

6.2

1.7

10.5

411.0

2’397.5

2’653.8

227.1

193.4

478.6

5’950.4

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

99


Anhang zur Konzernrechnung Eigenmittel

Andere Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

65.4

80.6

2’580.5

21.5

128.6

1’005.4

57.9

0.6

28.4

1’092.3

0.1

3.9

0.5

710.8

Schweiz Mio. CHF

Europa ohne Schweiz Mio. CHF

Nordamerika Mio. CHF

Asien Mio. CHF

Forderungen gegenüber Banken

1’143.8

1’250.5

40.2

Forderungen gegenüber Kunden

257.8

552.8

44.7

Finanzanlagen/Schuldtitel/Wertschriften ohne Verbriefungstransaktionen

692.3

313.1

Andere Aktiven

664.1

42.2

Bilanz

Positive Wiederbeschaffungswerte nach Netting Total Bilanz

39.6

106.1

1.4

0.5

3.9

151.5

2’797.6

2’264.7

144.3

91.9

242.0

5’540.5

101.7

79.7

4.9

68.9

6.8

262.0

Ausserbilanz Eventualverpflichtungen/Verpflichtungskredite Unwiderrufliche Zusagen Add-ons Total Ausserbilanz Total

5.6

0.0

0.0

0.0

0.0

5.6

17.9

275.7

1.1

0.7

6.3

301.7

125.2

355.4

6.0

69.6

13.1

569.3

2’922.8

2’620.1

150.3

161.5

255.1

6’109.8

In der folgenden Tabelle gilt grundsätzlich der Branchencode der Gegenpartei bzw. des Emittenten als Basis für die sektorielle Zuordnung. Kreditrisiken aufgeteilt nach Art oder Branche der Gegenpartei

Banken Mio. CHF

Öffentlichrechtliche Körperschaften Mio. CHF

Private und institutionelle Anlagekunden Mio. CHF

Übrige Positionen Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

0.0

2’227.8

0.0

0.0

0.0

2’227.8

36.3

0.0

67.3

1’274.4

49.0

1’427.0

232.7

158.3

264.2

0.0

336.7

991.9

Andere Aktiven

1.2

35.0

0.1

503.2

229.3

768.8

Positive Wiederbeschaffungswerte nach Netting

0.2

78.3

0.5

41.6

3.3

123.9

270.4

2’499.4

332.1

1’819.2

618.3

5’539.4

Eventualverpflichtungen/Verpflichtungskredite

0.9

78.1

0.6

53.5

89.2

222.3

Unwiderrufliche Zusagen

0.0

0.0

0.0

0.0

2.5

2.5

Add-ons

0.2

171.8

1.0

10.3

2.9

186.2

Total Ausserbilanz

1.1

249.9

1.6

63.8

94.6

411.0

271.5

2’749.3

333.7

1’883.0

712.9

5’950.4

Zentralregierungen/ Zentralbanken Mio. CHF

Forderungen gegenüber Banken Forderungen gegenüber Kunden

Bilanz

Finanzanlagen/Schuldtitel/Wertschriften ohne Verbriefungstransaktionen

Total Bilanz Ausserbilanz

Total

100

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Eigenmittel

Öffentlichrechtliche Körperschaften Mio. CHF

Zentralregierungen/ Zentralbanken Mio. CHF

Banken Mio. CHF

Forderungen gegenüber Banken

0.0

2’580.5

0.0

Forderungen gegenüber Kunden

3.6

0.0

13.6

131.1

74.3

275.9

Private und institutionelle Anlagekunden Mio. CHF

Übrige Positionen Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

0.0

0.0

2’580.5

932.9

55.3

1’005.4

0.0

611.0

1’092.3

Bilanz

Finanzanlagen/Schuldtitel/Wertschriften ohne Verbriefungstransaktionen Andere Aktiven

1.8

54.5

0.0

252.6

401.9

710.8

Positive Wiederbeschaffungswerte nach Netting

0.0

114.8

0.4

35.8

0.5

151.5

136.5

2’824.1

289.9

1’221.3

1’068.7

5’540.5

Eventualverpflichtungen/Verpflichtungskredite

0.3

179.5

0.3

65.9

16.0

262.0

Unwiderrufliche Zusagen

0.0

0.0

5.6

0.0

0.0

5.6

Add-ons

0.0

283.0

0.6

16.9

1.2

301.7

Total Ausserbilanz

0.3

462.5

6.5

82.8

17.2

569.3

136.8

3’286.6

296.4

1’304.1

1’085.9

6’109.8

100% Mio. CHF

150% Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

Total Bilanz Ausserbilanz

Total

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht der Kreditrisiken nach Risikogewichtungsklassen gemäss Basel II. Die Zuordnung der Exposures zu den Risikogewichten ist abhängig von der Art und dem aktuellen Rating der Gegenpartei oder vom Emissionsrating der Finanzanlage. Kreditrisiken aufgeteilt nach Risikogewichtungsklassen gemäss Basel II

0% Mio. CHF

20% Mio. CHF

50% Mio. CHF

Forderungen gegenüber Banken

1’819.8

346.0

62.0

0.0

0.0

0.0

2’227.8

Forderungen gegenüber Kunden

961.5

0.1

0.0

78.5

386.9

0.0

1’427.0

Finanzanlagen/Schuldtitel/Wertschriften ohne Verbriefungstransaktionen

251.0

507.6

127.3

0.0

63.1

42.9

991.9

4.7

1.2

31.1

0.3

731.5

0.0

768.8

76.7

10.1

34.5

0.0

2.5

0.1

123.9

3’113.7

865.0

254.9

78.8

1’184.0

43.0

5’539.4

37.1

67.9

4.6

6.5

106.0

0.2

222.3

0.0

0.0

0.0

0.0

2.5

0.0

2.5

Add-ons

20.5

4.9

158.2

0.0

2.6

0.0

186.2

Total Ausserbilanz

57.6

72.8

162.8

6.5

111.1

0.2

411.0

3’171.3

937.8

417.7

85.3

1’295.1

43.2

5’950.4

75% Mio. CHF

Bilanz

Andere Aktiven Positive Wiederbeschaffungswerte nach Netting Total Bilanz Ausserbilanz Eventualverpflichtungen/Verpflichtungskredite Unwiderrufliche Zusagen

Total

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

101


Anhang zur Konzernrechnung Eigenmittel

100% Mio. CHF

150% Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

0.0

0.0

0.0

2’580.5

55.3

443.2

0.0

1’005.4

0.0

232.7

118.2

1’092.3

44.0

0.5

653.2

0.0

710.8

39.4

74.1

0.0

3.3

0.0

151.5

2’311.2

1’280.9

442.0

55.8

1’332.4

118.2

5’540.5

70.5

105.1

70.7

2.1

13.5

0.1

262.0

0.0

5.6

0.0

0.0

0.0

0.0

5.6

Add-ons

15.5

17.6

265.2

0.5

2.1

0.8

301.7

Total Ausserbilanz

86.0

128.3

335.9

2.6

15.6

0.9

569.3

2’397.2

1’409.2

777.9

58.4

1’348.0

119.1

6’109.8

0% Mio. CHF

20% Mio. CHF

50% Mio. CHF

Forderungen gegenüber Banken

1’629.5

685.4

265.6

Forderungen gegenüber Kunden

506.9

0.0

0.0

Finanzanlagen/Schuldtitel/Wertschriften ohne Verbriefungstransaktionen

137.4

545.7

58.3

2.7

10.4

34.7

75% Mio. CHF

Bilanz

Andere Aktiven Positive Wiederbeschaffungswerte nach Netting Total Bilanz Ausserbilanz Eventualverpflichtungen/Verpflichtungskredite Unwiderrufliche Zusagen

Total

Als Sicherheiten zur Deckung von Lombardkrediten, OTC-Derivaten und SLB/Repo-Geschäften werden überwiegend leicht verwertbare Wertschriften berücksichtigt. Die folgende Tabelle zeigt die Kreditrisiken aufgeteilt nach Art der Deckung gemäss dem umfassenden Ansatz von Basel II mit Standard-Haircuts. Kreditrisiken aufgeteilt nach Art der Kreditrisikominderungen Gedeckt durch anerkannte Sicherheiten Mio. CHF

Nicht durch anerkannte Sicherheiten gedeckt Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

Forderungen gegenüber Banken

1’819.8

408.0

2’227.8

Forderungen gegenüber Kunden

961.5

465.5

1’427.0

Finanzanlagen/Schuldtitel/Wertschriften ohne Verbriefungstransaktionen

0.0

991.9

991.9

Andere Aktiven

0.0

768.8

768.8

76.8

47.1

123.9

2’858.1

2’681.3

5’539.4

37.1

185.2

222.3

0.0

2.5

2.5

Add-ons

20.4

165.8

186.2

Total Ausserbilanz

57.5

353.5

411.0

2’915.6

3’034.8

5’950.4

Bilanz

Positive Wiederbeschaffungswerte nach Netting Total Bilanz Ausserbilanz Eventualverpflichtungen/Verpflichtungskredite Unwiderrufliche Zusagen

Total

102

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Eigenmittel

Gedeckt durch anerkannte Sicherheiten Mio. CHF

Nicht durch anerkannte Sicherheiten gedeckt Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

Forderungen gegenüber Banken

1’629.5

951.0

2’580.5

Forderungen gegenüber Kunden

506.9

498.5

1’005.4

0.0

1’092.3

1’092.3 710.8

Bilanz

Finanzanlagen/Schuldtitel/Wertschriften ohne Verbriefungstransaktionen Andere Aktiven

0.0

710.8

34.7

116.8

151.5

2’171.1

3’369.4

5’540.5

70.5

191.5

262.0

0.0

5.6

5.6

Add-ons

15.5

286.2

301.7

Total Ausserbilanz

86.0

483.3

569.3

2’257.1

3’852.7

6’109.8

Positive Wiederbeschaffungswerte nach Netting Total Bilanz Ausserbilanz Eventualverpflichtungen/Verpflichtungskredite Unwiderrufliche Zusagen

Total

Die obigen Angaben zu den Kreditrisikominderungen basieren auf den Vorschriften zu Basel II und stellen somit die Deckungsverhältnisse aus Sicht der Eigenmittelunterlegung dar. Zur Beurteilung des effektiven Risikoprofils stellt die Offenlegung zum Kreditrisiko auf Seite 90 jedoch die geeignetere Basis dar.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

103


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Erfolgsrechnung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

25.0

33.1

(8.1)

(24)

6.4

5.6

0.8

14

31.4

38.7

(7.3)

(19)

7.1

7.5

(0.4)

(5)

Zinsertrag aus Finanzanlagen Available-for-Sale

21.3

12.8

8.5

66

Zins- und Dividendenertrag aus finanziellen Vermögenswerten zu Fair Value

28.4

20.3

8.1

40

Total Zinsertrag

59.8

59.0

0.8

1

Zinsaufwand aus Securities-Lending- und Repurchase-Geschäften

0.8

1.1

(0.3)

(27)

Zinsaufwand aus übrigen finanziellen Verpflichtungen zu fortgeführten Anschaffungskosten

5.9

11.9

(6.0)

(50)

Zinsaufwand aus finanziellen Verpflichtungen zu fortgeführten Anschaffungskosten

6.7

13.0

(6.3)

(48)

53.1

46.0

7.1

15

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

1

Erfolg aus dem Zinsengeschäft

Zinsertrag aus Forderungen gegenüber Banken und Kunden Zinsertrag aus Securities-Borrowing- und Reverse-Repurchase-Geschäften Zinsertrag aus finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten Dividendenertrag aus Finanzanlagen Available-for-Sale

Total

2

Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Kommissionsertrag Kreditgeschäft Courtagen

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

0.8

0.6

0.2

33

138.6

132.3

6.3

5

Depotgebühren

114.4

91.2

23.2

25

Vermögensverwaltung/Fonds-Management

301.4

258.3

43.1

17

Emissionen und Corporate Finance

3.6

5.3

(1.7)

(32)

Treuhandkommissionen

3.2

7.1

(3.9)

(55)

Übriger Kommissionsertrag aus Wertschriften und Anlagegeschäft

28.7

27.5

1.2

4

Total Kommissionsertrag aus Wertschriften und Anlagegeschäft

589.9

521.7

68.2

13

2.4

3.0

(0.6)

(20)

Courtageaufwand

22.3

19.0

3.3

17

Übriger Kommissionsaufwand

92.6

86.3

6.3

7

Total Kommissionsaufwand

114.9

105.3

9.6

9

Total

478.2

420.0

58.2

14

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Wertschriftenhandel

320.5

558.9

(238.4)

Andere Finanzinstrumente zu Fair Value

(55.2)

(275.0)

219.8

8.6

14.1

(5.5)

(39)

273.9

298.0

(24.1)

(8)

Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft

3

Erfolg aus dem Handelsgeschäft

Devisen und Edelmetalle Total

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

(43)

Im Erfolg aus dem Handelsgeschäft ist per 31-12-10 ein Erfolg von CHF –15.8 Mio. (31-12-09: –167.5 Mio.) enthalten, welcher auf Schwankungen des Fair Value aufgrund einer Änderung des eigenen Kreditrisikos zurückzuführen ist. Vom Gesamteffekt wurden per 31-12-10 CHF –1.1 Mio. (31-12-09: CHF 4.3 Mio.) realisiert, während die übrigen CHF –14.7 Mio. (Vorjahr CHF –171.8 Mio.) unrealisiert in der Bilanzposition «Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value» enthalten sind. Die Schwankungen des eigenen Kreditrisikos führten zu einem kumulierten Gewinn von CHF 31.4 Mio., davon sind CHF 12.2 Mio. realisiert und CHF 19.2 Mio. unrealisiert. Dieser unrealisierte Effekt wird sich über die Laufzeit der betroffenen Instrumente vollständig auflösen, sofern diese nicht vor ihrer vertraglichen Fälligkeit zurückbezahlt resp. zurückgekauft werden.

104

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Erfolgsrechnung

4

31-12-10 Mio. CHF

Gesamtergebnis von Finanzinstrumenten vor Steuern

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Handelsbestände

320.5

558.9

(238.4)

Andere Finanzinstrumente zu Fair Value

(55.2)

(275.0)

219.8

Devisen und Edelmetalle

(43)

8.6

14.1

(5.5)

(39)

273.9

298.0

(24.1)

(8)

Finanzinstrumente Available-for-Sale

49.7

22.3

27.4

123

Darlehen und Forderungen

30.8

33.2

(2.4)

(7)

Finanzielle Verpflichtungen zu fortgeführten Anschaffungskosten

(6.7)

(13.0)

6.3

347.7

340.5

7.2

2

11.9

41.0

(29.1)

(71)

Erfolg aus dem Handelsgeschäft

Total Finanzinstrumente Erfolgsrechnung Nicht realisierte Gewinne/(Verluste) auf Finanzinstrumenten Available-for-Sale, im sonstigen Ergebnis erfasst (Gewinne)/Verluste auf Finanzinstrumenten Available-for-Sale, vom sonstigen Ergebnis in die Erfolgsrechnung transferiert

(12.0)

(1.8)

(10.2)

Gesamtergebnis vor Steuern

347.6

379.7

(32.1)

(8)

Das Gesamtergebnis umfasst den Zinserfolg, den Dividendenertrag, realisierte und unrealisierte Erfolge, Fremdwährungsdifferenzen sowie Wertminderungen und -aufholungen.

5

Übriger Erfolg

Anmerkung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

0.7

0.8

(0.1)

(13)

6

21.3

2.0

19.3

965

0.0

(0.1)

0.1

0.1

(0.2)

0.3

Liegenschaftserfolg Erfolg aus Veräusserung von Finanzanlagen Available-for-Sale Wertminderungen Finanzanlagen Available-for-Sale Erfolg aus assoziierten Gesellschaften Übriger Erfolg Total

6

Erfolg aus Veräusserung von Finanzanlagen Available-for-Sale

6

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

2.9

18.5

(15.6)

(84)

25.0

21.0

4.0

19

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Zinsinstrumente

15.9

2.2

13.7

Beteiligungstitel

5.4

(0.2)

5.6

21.3

2.0

19.3

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Ergebnisanteil

0.1

0.2

(0.1)

(50)

Wertminderungen

0.0

(0.4)

0.4

(100)

Total

0.1

(0.2)

0.3

(150)

Total

Erfolg aus assoziierten Gesellschaften

623 965

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

105


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Erfolgsrechnung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

318.8

315.6

3.2

1

26.5

29.3

(2.8)

(10)

Übrige Sozialleistungen

26.1

26.2

(0.1)

(0)

Übriger Personalaufwand

20.9

15.7

5.2

33

392.3

386.8

5.5

1

7

Personalaufwand

Anmerkung

Gehälter und Boni Vorsorgeaufwand

Total

43

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Der Personalaufwand enthält den Aufwand für anteilsbasierte Vergütungen von CHF 19.2 Mio. (Vorjahr CHF 28.4 Mio.)

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Raumaufwand

33.2

32.2

1.0

Informatik, Telekommunikation und übrige Einrichtungen

73.7

67.6

6.1

9

Reise- und Repräsentationskosten, PR, Werbung

41.1

35.0

6.1

17

Beratung und Revision

23.1

18.9

4.2

22

Übriger Sachaufwand

25.1

18.2

6.9

38

196.2

171.9

24.3

14

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Abschreibungen auf Sachanlagen

50.7

52.8

(2.1)

(4)

Abschreibungen auf anderen immateriellen Werten

10.5

8.5

2.0

24

0.6

0.6

0.0

0

61.8

61.9

(0.1)

(0)

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

8

Sachaufwand

Total

9

Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

Wertminderungen auf Sachanlagen Total

10 Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Wertminderungen auf Forderungen gegenüber Kunden

0.8

5.6

(4.8)

Wertaufholungen auf Forderungen gegenüber Kunden

(0.2)

(0.1)

(0.1)

Neubildung von Rückstellungen Auflösung nicht mehr notwendiger Rückstellungen

3

7.5

5.8

1.7

(3.3)

(2.0)

(1.3)

(86) 29

Übrige

2.0

3.2

(1.2)

(37)

Total

6.8

12.5

(5.7)

(46)

106

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Erfolgsrechnung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Laufende Gewinnsteuern

30.4

12.9

17.5

136

Latente Gewinnsteuern

(4.6)

0.7

(5.3)

(757)

Total

25.8

13.6

12.2

90

173.1

151.9

21.2

14

38.1

33.4

4.7

14

(10.3)

(13.7)

3.4

8.7

8.1

0.6

11 Steuern

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Nachweis Steuererfolg Erläuterung der Relation zwischen Steueraufwand und dem Konzernergebnis vor Steuern:

Ergebnis vor Steuern Erwartete Gewinnsteuern von 22% Ursachen für Mehr-/Minderbeträge: Differenz zwischen erwartetem und effektivem Steuersatz Nicht berücksichtigte steuerliche Verluste Nutzung nicht aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträgen

7

(0.2)

0.0

(0.2)

Wertberichtigungen latenter Steuerforderungen

0.2

0.0

0.2

Übrige nicht steuerwirksame Erfolge

0.0

0.7

(0.7)

Periodenfremder Steuererfolg

2.0

(1.9)

3.9

(13.9)

(13.9)

0.0

0

Beteiligungsabzug bei Holdinggesellschaften Andere Einflüsse

(100)

1.2

0.9

0.3

33

25.8

13.6

12.2

90

Steuerliche Verlustvorträge

0.8

0.2

0.6

300

Übrige

5.5

5.4

0.1

2

Total latente Steuerforderungen1

6.3

5.6

0.7

13

10.0

11.8

(1.8)

(15)

1.4

1.4

0.0

0

29.9

29.8

0.1

0

4.6

3.7

0.9

24

10.7

13.4

(2.7)

(20)

56.6

60.1

(3.5)

(6)

Total Steuererfolg Nachweis latente Steuern

Immaterielle Werte Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften Übrige Rückstellungen Nicht realisierte Gewinne auf Finanzinstrumenten Übrige Total latente 1

Steuerverpflichtungen1

Gemäss IAS 12 kann ein Unternehmen die latenten Steuerforderungen und -verpflichtungen miteinander saldieren, wenn die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden sich auf Ertragssteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Dies ist bei Gesellschaften der VontobelGruppe der Fall. Deshalb handelt es sich bei den in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerforderungen und latenten Steuerverpflichtungen um den Saldo der hier brutto aufgeführten latenten Steuerforderungen und latenten Steuerverpflichtungen.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

107


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Erfolgsrechnung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Stand am Jahresanfang

54.5

44.6

9.9

22

Erfolgswirksame Veränderung

Veränderung latenter Steuern (netto) (5.8)

1.4

(7.2)

(514)

Erfolgsneutrale Veränderung

1.5

3.8

(2.3)

(61)

Veränderung Konsolidierungskreis

0.0

4.5

(4.5)

(100)

Umrechnungsdifferenzen

0.1

0.2

(0.1)

(50)

Stand per Bilanzstichtag

50.3

54.5

(4.2)

(8)

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Innerhalb eines Jahres

0.0

4.3

(4.3)

(100)

Von einem Jahr bis fünf Jahre

4.9

5.9

(1.0)

(17)

In mehr als fünf Jahren

55.3

49.4

5.9

12

Total

60.2

59.6

0.6

1

Verfall von nicht aktivierten Verlustvorträgen

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Die Vontobel-Holding AG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen in den meisten Ländern der Gewinnsteuerpflicht. Die per Bilanzstichtag ausgewiesenen laufenden Steuerforderungen und Steuerverpflichtungen sowie der für die Berichtsperiode resultierende laufende Steueraufwand beruhen teilweise auf Schätzungen und Annahmen und können daher von den durch die Steuerbehörden in der Zukunft festgelegten Beträgen abweichen. Bei komplexen Fragestellungen werden in gewissen Fällen externe Steuerberater beigezogen oder bei den Steuerbehörden Vorabklärungen vorgenommen. Bei den latenten Steuern ist die Höhe der aktivierten Steuerforderungen von den Annahmen in Bezug auf zukünftig zur Verfügung stehende verrechenbare steuerliche Gewinne abhängig. Die Ermittlung der latenten Steuerforderungen basiert grundsätzlich auf Budgetzahlen und der Mittelfristplanung. Weist ein Unternehmen in der näheren Vergangenheit eine Reihe von Verlusten auf, werden latente Steuerforderungen nur in dem Mass aktiviert, als das Unternehmen über ausreichende zu versteuernde temporäre Differenzen verfügt oder überzeugende substanzielle Hinweise vorliegen, dass ausreichende steuerliche Gewinne zur Verfügung stehen werden. Die aktivierten latenten Steuerforderungen für steuerlich verrechenbare Verlustvorträge belaufen sich auf CHF 0.8 Mio. (31-12-10) resp. CHF 0.2 Mio. (31-12-09). Die nicht aktivierten Verlustvorträge in der Höhe von CHF 60.2 Mio. (31-12-10) resp. CHF 59.6 Mio. (31-12-09) unterliegen Steuersätzen von 21% bis 33% (31-12-10) resp. 21% bis 33% (31-12-09). Bei einer vollständigen Aktivierung würden sich die latenten Steuerforderungen für steuerlich verrechenbare Verlustvorträge auf CHF 18.7 Mio. (31-12-10) resp. CHF 17.0 Mio. (31-12-09) belaufen.

12 Konzerngewinn pro Aktie Konzernergebnis (Mio. CHF)1 Gewichteter Durchschnitt Anzahl ausgegebener Namenaktien Abzüglich gewichteter Durchschnitt Anzahl eigener Aktien Unverwässerter gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien Verwässerungseffekt Anzahl Aktien2

31-12-10

31-12-09

Veränderung zu 31-12-09 in %

147.8

138.9

8.9

6

65’000’000

65’000’000

0

0

1’081’468

1’026’419

55’049

5

63’918’532

63’973’581

(55’049)

(0)

1’549’414

1’546’463

2’951

0

65’467’946

65’520’044

(52’098)

(0)

Unverwässertes Konzernergebnis pro Aktie (in CHF)

2.31

2.17

0.14

6

Verwässertes Konzernergebnis pro Aktie (in CHF)

2.26

2.12

0.14

7

Verwässerter gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien

1 2

Das den Aktionären der Vontobel Holding AG zurechenbare Konzernergebnis bildet die Basis sowohl für die Berechnung des unverwässerten als auch des verwässerten Ergebnisses pro Aktie. Der Verwässerungseffekt resultiert zum überwiegenden Teil aus den Mitarbeiterbeteiliungsprogrammen.

108

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

13 Finanzinstrumente mit erfolgswirksamer Fair-Value-Bewertung 31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Schuldtitel von Staaten und öffentlich-rechtlichen Körperschaften

177.5

212.3

(34.8)

(16)

Schuldtitel von Finanzinstituten

475.3

480.0

(4.7)

(1)

Handelsbestände

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Zinsinstrumente

Schuldtitel von Unternehmungen Total davon börsenkotiert davon nicht börsenkotiert

72.3

133.6

(61.3)

(46)

725.1

825.9

(100.8)

(12)

688.7

765.1

(76.4)

(10)

36.4

60.8

(24.4)

(40)

1’240.7

852.3

388.4

46

Aktien Börsenkotiert Nicht börsenkotiert

0.0

0.0

0.0

1’240.7

852.3

388.4

46

Börsenkotiert

34.5

28.9

5.6

19

Nicht börsenkotiert

46.3

50.3

(4.0)

(8)

Total

80.8

79.2

1.6

2

Edelmetalle

51.1

24.8

26.3

106

2’097.7

1’782.2

315.5

18

80.4

74.1

6.3

9

Total Anteilscheine Anlagefonds

Total Handelsbestände davon ausgeliehen oder als Sicherheit geliefert

Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Finanzinstrumente werden in der separaten Bilanzposition «Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Wertschriften» ausgewiesen.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

109


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

Verpflichtungen aus Handelsbeständen Zinsinstrumente davon börsenkotiert davon nicht börsenkotiert

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

169.4

181.9

(12.5)

(7)

167.9

181.9

(14.0)

(8)

1.5

0.0

1.5

1’046.4

995.1

51.3

davon börsenkotiert

850.2

745.9

104.3

14

davon nicht börsenkotiert

196.2

249.2

(53.0)

(21)

Anteilscheine Anlagefonds

0.0

1.0

(1.0)

(100)

davon börsenkotiert

0.0

0.0

0.0

davon nicht börsenkotiert

0.0

1.0

(1.0)

(100)

1’215.8

1’178.0

37.8

3

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Positive Wiederbeschaffungswerte

197.2

214.5

(17.3)

(8)

Negative Wiederbeschaffungswerte

544.2

361.7

182.5

50

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Aktien

Total

Offene derivative Instrumente

Andere finanzielle Vermögenswerte mit erfolgswirksamer Fair-Value-Bewertung

5

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Zinsinstrumente Schuldtitel von Staaten und öffentlich-rechtlichen Körperschaften

952.6

794.4

158.2

20

Schuldtitel von Finanzinstituten

6’026.0

6’392.1

(366.1)

(6)

Schuldtitel von Unternehmungen

1’784.7

1’367.9

416.8

30

Total

8’763.3

8’554.4

208.9

2

davon börsenkotiert

6’390.6

6’012.3

378.3

6

davon nicht börsenkotiert

2’372.7

2’542.1

(169.4)

(7)

Börsenkotiert

0.7

0.9

(0.2)

(22)

Nicht börsenkotiert

0.0

0.0

0.0

Total

0.7

0.9

(0.2)

Aktien

(22)

Anteilscheine Anlagefonds Börsenkotiert

23.4

9.5

13.9

146

Nicht börsenkotiert

40.7

80.6

(39.9)

(50)

Total

64.1

90.1

(26.0)

(29)

8’828.1

8’645.4

182.7

2

351.5

115.5

236.0

204

Total andere finanzielle Vermögenswerte mit erfolgswirksamer Fair-Value-Bewertung davon ausgeliehen oder als Sicherheit geliefert

Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Finanzinstrumente werden in der separaten Bilanzposition «Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Wertschriften» ausgewiesen.

110

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

Andere finanzielle Verpflichtungen mit erfolgswirksamer Fair-Value-Bewertung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

8’183.0

8’279.7

(96.7)

(1)

davon börsenkotiert

6’981.2

7’769.4

(788.2)

(10)

davon nicht börsenkotiert

1’201.8

510.3

691.5

136

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

1’429.5

1’013.4

416.1

(2.5)

(8.0)

5.5

1’427.0

1’005.4

421.6

(8.0)

(2.2)

(5.8)

6.2

0.0

6.2

Gefährdete Zinsen1

(0.1)

(0.3)

0.2

(Neubildungen)/Auflösungen über Erfolgsrechnung netto

(0.6)

(5.5)

4.9

Stand per Bilanzstichtag

(2.5)

(8.0)

5.5

Gefährdete Ausleihungen brutto

3.3

8.0

(4.7)

Geschätzte Verwertungserlöse der Sicherheiten

0.8

0.0

0.8

Gefährdete Ausleihungen netto

2.5

8.0

(5.5)

(2.5)

(8.0)

5.5

3.3

8.4

(5.1)

(61)

(59)

Strukturierte Produkte

14 Forderungen gegenüber Kunden netto Übrige Forderungen Abzüglich Wertberichtigung für Kreditrisiken Total

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

41 42

Wertberichtigungen für Kreditrisiken Stand am Jahresanfang Zweckkonforme Verwendung

Gefährdete Ausleihungen

Wertberichtigungen für Kreditverluste aus gefährdeten Ausleihungen Durchschnittliche gefährdete Ausleihungen

(59) (69)

Ertragslose Ausleihungen1 Ertragslose Ausleihungen Wertberichtigungen für Kreditverluste aus ertragslosen Ausleihungen Durchschnittliche ertragslose Ausleihungen 1

3.3

8.0

(4.7)

(2.5)

(8.0)

5.5

3.3

8.4

(5.1)

(61)

Auf ertragslosen Guthaben wurden CHF 0.1 Mio. (Vorjahr CHF 0.3 Mio.) Zinsen aktiviert, welche noch nicht bezahlt wurden.

Entwicklung der ertragslosen Ausleihungen Ertragslose Ausleihungen am Jahresanfang Nettoveränderung Abschreibungen und Veräusserungen Ertragslose Ausleihungen per Bilanzstichtag

8.0

1.8

6.2

344 (76)

1.5

6.2

(4.7)

(6.2)

0.0

(6.2)

3.3

8.0

(4.7)

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

(59)

111


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Schuldtitel von Staaten und öffentlich-rechtlichen Körperschaften

344.8

334.3

10.5

Schuldtitel von Finanzinstituten

528.7

427.3

101.4

24

Schuldtitel von Unternehmungen

100.1

49.6

50.5

102

Total

973.6

811.2

162.4

20

davon börsenkotiert

769.8

607.2

162.6

27

davon nicht börsenkotiert

203.8

204.0

(0.2)

(0)

124.5

125.3

(0.8)

(1)

15 Finanzanlagen

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Bewertet zu Fair Value («Available-for-Sale») Zinsinstrumente 3

Aktien und übrige Beteiligungen Börsenkotiert Nicht börsenkotiert Total

1.1

1.0

0.1

10

125.6

126.3

(0.7)

(1)

12.6

10.5

2.1

20

Anteilscheine Anlagefonds Börsenkotiert Nicht börsenkotiert Total Total Finanzanlagen zu Fair Value («Available-for-Sale») davon ausgeliehen oder als Sicherheit geliefert

1.0

1.0

0.0

0

13.6

11.5

2.1

18

1’112.8

949.0

163.8

17

68.2

49.9

18.3

37

Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Finanzinstrumente werden in der separaten Bilanzposition «Ausgeliehene oder als Sicherheit gelieferte Wertschriften» ausgewiesen.

112

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Stand am Jahresanfang

0.6

0.9

(0.3)

Zugänge

0.0

0.0

0.0

Abgänge

0.0

(0.1)

0.1

Ergebnisanteil

0.1

0.2

(0.1)

16 Assoziierte Gesellschaften und Joint Ventures

Wertminderungen Umrechnungsdifferenzen Stand am Bilanzstichtag

Angaben zu wesentlichen nach der Equity-Methode konsolidierten Gesellschaften Vontobel Treuhand AG Deutsche Börse Commodities GmbH

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

0.0

(0.4)

0.4

(0.1)

0.0

(0.1)

0.6

0.6

0.0

(33)

(50)

0

Sitz

Tätigkeit

Währung

Aktienkapital Mio.

Beteiligungsquote in % 31-12-10 31-12-09

Vaduz

Treuhand

CHF

0.5

49

49

Frankfurt

Emissionen

EUR

1.0

16

16

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

113


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

17 Sachanlagen

Bankgebäude Mio. CHF

Informatikanlagen Mio. CHF

Software Mio. CHF

Software in Entwicklung Mio. CHF

Übrige Sachanlagen Mio. CHF

Total Sachanlagen Mio. CHF

345.8

Anschaffungswerte Stand 01-01-09

33.5

40.3

166.1

47.4

58.5

Zugänge

1.7

4.0

77.1

(44.4)

1.0

39.4

Abgänge

0.0

(10.5)

(16.1)

0.0

(2.3)

(28.9)

Veränderung Konsolidierungskreis

0.0

1.0

1.4

0.0

3.3

5.7

Umrechnungsdifferenzen

0.0

0.0

0.1

0.0

0.0

0.1 362.1

Stand 31-12-09

35.2

34.8

228.6

3.0

60.5

Zugänge

0.0

6.6

27.2

3.0

4.2

41.0

Abgänge

0.0

(23.0)

(19.8)

0.0

(6.4)

(49.2)

Veränderung Konsolidierungskreis

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

Umrechnungsdifferenzen

(2.9)

(0.3)

(0.3)

0.0

(1.2)

(4.7)

Stand 31-12-10

32.3

18.1

235.7

6.0

57.1

349.2

Stand 01-01-09

(9.0)

(23.6)

(71.5)

0.0

(15.3)

(119.4)

Abschreibungen

(0.8)

(10.9)

(31.3)

0.0

(9.8)

(52.8)

Wertminderungen

0.0

0.0

0.0

0.0

(0.6)

(0.6)

Wertaufholungen

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

Abgänge

0.0

10.4

15.9

0.0

2.3

28.6

Kumulierte Abschreibungen

Veränderung Konsolidierungskreis

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

Umrechnungsdifferenzen

(0.1)

0.0

(0.1)

0.0

0.1

(0.1)

Stand 31-12-09

(9.9)

(24.1)

(87.0)

0.0

(23.3)

(144.3)

Abschreibungen

(0.9)

(8.2)

(32.4)

0.0

(9.2)

(50.7)

Wertminderungen

0.0

(0.1)

(0.3)

0.0

(0.2)

(0.6)

Wertaufholungen

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

Abgänge

0.0

23.0

19.8

0.0

6.4

49.2

Veränderung Konsolidierungskreis

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

Umrechnungsdifferenzen

1.0

0.2

0.3

0.0

0.5

2.0

Stand 31-12-10

(9.8)

(9.2)

(99.6)

0.0

(25.8)

(144.4)

Nettobuchwerte 31-12-09

25.3

10.7

141.6

3.0

37.2

217.8

Nettobuchwerte 31-12-10

22.5

8.9

136.1

6.0

31.3

204.8

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

2.1

2.3

Brandversicherungswert der Liegenschaften

23.5

Brandversicherungswert der übrigen Sachanlagen

82.2

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Zusatzangaben zu den Sachanlagen Sachanlagen im Finance Lease

Bei den Sachanlagen im Finance Lease handelt es sich um Informatikanlagen. Die Vontobel-Gruppe ist keine Sale- und Lease-Back-Geschäfte in wesentlichem Umfang eingegangen.

114

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

(0.2)

(9)

28.2

(4.7)

(17)

95.8

(13.6)

(14)


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

18 Goodwill und andere immaterielle Werte

Goodwill Mio. CHF

Übrige immaterielle Werte Mio. CHF

Total immaterielle Werte Mio. CHF

Anschaffungswerte Stand 01-01-09

69.7

67.5

137.2

Zugänge

0.0

0.0

0.0

Abgänge

0.0

0.0

0.0

28.2

26.0

54.2

0.0

0.0

0.0

Veränderung Konsolidierungskreis Umrechnungsdifferenzen Stand 31-12-09

97.9

93.5

191.4

Zugänge

0.0

0.0

0.0

Abgänge

0.0

0.0

0.0

Veränderung Konsolidierungskreis

0.0

0.0

0.0

Umrechnungsdifferenzen

0.0

0.0

0.0

97.9

93.5

191.4

0.0

(21.7)

(21.7)

(8.5)

(8.5)

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

Veränderung Konsolidierungskreis

0.0

0.0

0.0

Umrechnungsdifferenzen

0.0

0.0

0.0

Stand 31-12-09

0.0

(30.2)

(30.2)

(10.5)

(10.5)

0.0

0.0

Stand 31-12-10 Kumulierte Abschreibungen Stand 01-01-09 Abschreibungen Wertminderungen

0.0

Wertaufholungen Abgänge

Abschreibungen Wertminderungen

0.0

Wertaufholungen

0.0

0.0

Abgänge

0.0

0.0

0.0

Veränderung Konsolidierungskreis

0.0

0.0

0.0

Umrechnungsdifferenzen

0.0

0.0

0.0

Stand 31-12-10

0.0

(40.7)

(40.7)

Nettobuchwerte 31-12-09

97.9

63.3

161.2

Nettobuchwerte 31-12-10

97.9

52.8

150.7

Der per 31-12-10 aktivierte Goodwill beträgt CHF 97.9 Mio. (31-12-09: CHF 97.9 Mio.) und stammt aus folgenden Unternehmenszusammenschlüssen: 31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Banque Tardy, de Watteville & Cie SA

18.2

18.2

0.0

0

Harcourt Investment Consulting AG

51.5

51.5

0.0

0

Commerzbank (Schweiz) AG

28.2

28.2

0.0

0

Total

97.9

97.9

0.0

0

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

115


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

Die folgenden Organisationseinheiten stellen jeweils die tiefste Stufe dar, auf welcher der ihnen zugeteilte Goodwill für interne Managementzwecke überwacht wird: 31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Geschäftsfeld Private Banking

36.2

36.2

0.0

0

Sparte Lateineuropa

18.2

18.2

0.0

0

Geschäftsfeld Asset Management

17.2

17.2

0.0

0

Sparte Harcourt

26.3

26.3

0.0

0

Total

97.9

97.9

0.0

0

Die obigen Goodwillpositionen werden jährlich jeweils im dritten Quartal einer Wertminderungsprüfung unterzogen. Sofern Ereignisse oder veränderte Umstände auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, wird eine solche Prüfung häufiger vorgenommen. Dabei wird geprüft, ob der Buchwert der entsprechenden Organisationseinheit deren erzielbaren Wert übersteigt. Der erzielbare Wert entspricht dem höheren Wert aus dem Fair Value abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Falls der Buchwert der Organisationseinheit den erzielbaren Wert übersteigt, wird eine Wertminderung des Goodwills verbucht. Im Rahmen der Wertminderungsprüfung vergleicht die Vontobel-Gruppe in einem ersten Schritt den Buchwert der Organisationseinheit mit deren Fair Value abzüglich Verkaufskosten. Für alle geprüften Organisationseinheiten stellen die verwalteten Vermögen den zentralen Faktor dar, welcher massgeblich das zukünftige Ertragspotenzial bestimmt. Aus der Marktkapitalisierung von Unternehmen mit einer vergleichbaren Geschäftstätigkeit wird nach Abzug des ausgewiesenen Eigenkapitals der implizite Multiplikator für die verwalteten Vermögen berechnet. Wenn die Bruttomargen der geprüften Organisationseinheit und der Vergleichsgruppe unterschiedlich sind, wird der Multiplikator entsprechend adjustiert. Wenn der Buchwert der Organisationseinheit den mit Hilfe der adjustierten Multiplikatoren ermittelten Fair Value abzüglich Verkaufskosten übersteigt, wird der Buchwert in einem zweiten Schritt mit dem Nutzungswert der Organisationseinheit verglichen. Im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich je nach Organisationseinheit adjustierte Multiplikatoren für verwaltete Vermögen von 0.5% bis 1.7%. Der mit Hilfe dieser Multiplikatoren ermittelte Fair Value abzüglich Verkaufskosten überstieg den Buchwert bei allen Organisationseinheiten deutlich, so dass nach Ansicht des Managements keine nach vernünftigem Ermessen mögliche Änderung der adjustierten Multiplikatoren dazu führen würde, dass der Buchwert einer Organisationseinheit deren Fair Value abzüglich Verkaufskosten wesentlich übersteigt. Der Vergleich des Buchwerts der Organisationseinheiten mit deren Nutzungswert war daher nicht erforderlich.

19 Sonstige Aktiven

Anmerkung

Mehrwertsteuer und andere Steuerforderungen Aktive Abgrenzung des Vorsorgeaufwands Abwicklungs- und Abklärungskonten Übrige Forderungen Übrige Total

116

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

43

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

7.9

5.0

2.9

58

29.3

33.3

(4.0)

(12)

0.1

1.5

(1.4)

(93)

18.9

8.5

10.4

122

3.8

4.8

(1.0)

(21)

60.0

53.1

6.9

13


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

Bilanzwert Mio. CHF

31-12-10 Effektive Verpflichtung Mio. CHF

Bilanzwert Mio. CHF

31-12-09 Effektive Verpflichtung Mio. CHF

8.7

-

0.0

-

Finanzanlagen

345.1

-

227.2

-

Übrige Aktiven

153.5

-

123.3

-

Total

507.3

642.1

350.5

426.5

20 Zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändete oder abgetretene Aktiven Handelsbestände

Die Aktiven sind verpfändet für Lombardlimiten bei Zentralbanken, Börsenkautionen, OTC-Kontrakte sowie Verpflichtungen gegenüber Kunden. Die Transaktionen werden zu handelsüblichen Konditionen ausgeführt.

21 Darlehens- und Pensionsgeschäfte mit Wertschriften

31-12-10 Barhinterlagen für Reversegeborgte RepurchaseWertschriften Geschäfte Mio. CHF Mio. CHF

31-12-09 Barhinterlagen für Reversegeborgte RepurchaseWertschriften Geschäfte Mio. CHF Mio. CHF

Forderungen gegenüber Banken

0.0

300.0

0.0

Forderungen gegenüber Kunden

0.0

0.0

0.0

0.0

Total Bilanzposition Barhinterlagen

0.0

300.0

0.0

300.0

Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value

0.0

0.0

0.0

0.0

Total

0.0

300.0

0.0

300.0

31-12-10 Barhinterlagen für ausgeliehene RepurchaseWertschriften Geschäfte Mio. CHF Mio. CHF

300.0

31-12-09 Barhinterlagen für ausgeliehene RepurchaseWertschriften Geschäfte Mio. CHF Mio. CHF

Verpflichtungen gegenüber Banken

0.0

0.0

0.0

0.0

Verpflichtungen gegenüber Kunden

0.0

0.0

0.0

0.0

Total

0.0

0.0

0.0

0.0

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

500.1

239.5

260.6

109

500.1

239.5

260.6

109

Fair Value der in Securities Lending als Sicherheiten oder durch Securities Borrowing geborgten oder durch Reverse-Repurchase-Geschäfte erhaltenen Wertschriften, bei denen das Recht zur Weiterveräusserung oder Weiterverpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde

909.2

1’694.8

(785.6)

(46)

Fair Value der davon wieder verkauften oder verpfändeten Wertschriften

338.7

944.0

(605.3)

(64)

Buchwert der in Securities Lending ausgeliehenen oder in Securities Borrowing als Sicherheiten gelieferten sowie in Repurchase-Geschäften transferierten Wertschriften im eigenen Besitz davon bei denen das Recht zur Weiterveräusserung oder Verpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

117


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

31-12-10 Mio. CHF

22 Verpflichtungen gegenüber Kunden

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Verpflichtungen in Spar- und Anlageform

6.8

8.8

(2.0)

(23)

Übrige Verpflichtungen auf Sicht und Zeit

4’918.9

4’585.6

333.3

7

Total

4’925.7

4’594.4

331.3

7

Zinssatz in %

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

3.50

0.0

25.0

0.0

25.0

23 Ausgegebene Schuldtitel Vontobel Holding AG Kassaschein Vontobel Holding AG, 02-07-08 – 25-11-10 Total

24 Sonstige Passiven Verpflichtungen gegenüber eigenen Vorsorgeeinrichtungen

Anmerkung

43

Mehrwertsteuer und andere Steuerverpflichtungen Abwicklungs- und Abklärungskonten Übrige Verpflichtungen Übrige Total

25 Rückstellungen Stand am Jahresanfang Zweckkonforme Verwendung Neubildungen zulasten Erfolgsrechnung Auflösungen zugunsten Erfolgsrechnung Veränderung Konsolidierungskreis

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

4.0

5.1

(1.1)

(22)

12.1

10.4

1.7

16

0.6

1.7

(1.1)

(65)

25.8

14.1

11.7

83

6.7

9.0

(2.3)

(26)

49.2

40.3

8.9

22

Übrige Mio. CHF

2010 Total Mio. CHF

2009 Total Mio. CHF

9.0

9.0

6.1

(2.6)

(2.6)

(0.9)

7.5

7.5

5.8

(3.3)

(3.3)

(2.0)

0.0

0.0

0.0

Umrechnungsdifferenzen

(0.2)

(0.2)

0.0

Stand per Bilanzstichtag

10.4

10.4

9.0

Kurzfristige Rückstellungen

10.0

10.0

3.7

0.4

0.4

5.3

10.4

10.4

9.0

Langfristige Rückstellungen Total Die übrigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Prozessrisiken und sonstige Verpflichtungen.

Eine Rückstellung wird gebildet, wenn die Gruppe aus einem vergangenen Ereignis am Bilanzstichtag eine gegenwärtige Verpflichtung hat, welche wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Bei der Beurteilung, ob die Bildung einer Rückstellung und deren Höhe angemessen sind, gelangen die bestmöglichen Schätzungen und Annahmen per Bilanzstichtag zur Anwendung, welche zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf an neue Erkenntnisse und Gegebenheiten angepasst werden. Die Vontobel-Gruppe ist im Rahmen des normalen Geschäftsganges in verschiedene rechtliche Verfahren involviert. Für laufende und drohende Verfahren wird eine Rückstellung gebildet, wenn die obigen Bilanzierungskriterien erfüllt sind. Für diese Beurteilung werden in gewissen Fällen externe Rechtsberater beigezogen.

118

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

26 Aktienkapital

Anzahl Namenaktien

Aktienkapital Nominalwert Mio. CHF

Genehmigtes Kapital Anzahl Nominalwert Namenaktien Mio. CHF

Stand 01-01-08

65’000’000

65.0

0

0.0

Stand 31-12-08

65’000’000

65.0

0

0.0

Stand 31-12-09

65’000’000

65.0

0

0.0

Stand 31-12-10

65’000’000

65.0

0

0.0

Anzahl

Mio. CHF

Stand 01-01-09

1’955’585

77.5

Käufe

2’429’096

65.4

Das Aktienkapital ist voll einbezahlt.

Genehmigtes Kapital Der Verwaltungsrat hat in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 auf einen Antrag zur Schaffung von genehmigtem Kapital verzichtet.

Bedingtes Aktienkapital Es besteht kein bedingtes Aktienkapital.

Eigene Aktien

Verkäufe

(3’040’337)

(93.4)

Stand 31-12-09

1’344’344

49.5

Käufe

2’618’309

83.2

(2’503’012)

(78.5)

1’459’641

54.2

Verkäufe Stand 31-12-10

Per 31-12-10 wurden 6’398 (Vorjahr 16’102) eigene Aktien zur Absicherung von Optionen und von strukturierten Produkten gehalten. Eigene Aktien werden gemäss IAS 32 mit dem Eigenkapital verrechnet.

Zugrundeliegende Aktien 31-12-10 31-12-09

Optionen und strukturierte Produkte Call-Optionen Put-Optionen Strukturierte Produkte 1

Anzahl1

(1’200)

Anzahl1

(37’700)

2’680

2’000

(36’244)

(37’114)

Ein negatives (positives) Vorzeichen bedeutet, dass bei einer Ausübung die emittierende Vontobel-Gesellschaft die entsprechende Anzahl Aktien der Vontobel Holding AG zu liefern verpflichtet wäre (angedient erhalten würde).

Bei diesen Finanzinstrumenten handelt es sich um Derivate auf Aktien der Vontobel Holding AG als zugrunde liegendes Instrument, welche durch eine Gesellschaft der Vontobel-Gruppe emittiert sind.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

119


Anhang zur Konzernrechnung Anmerkungen zur Bilanz

Nicht realisierte Gewinne Mio. CHF

31-12-10 Nicht realisierte Verluste Mio. CHF

Nicht realisierte Gewinne Mio. CHF

31-12-09 Nicht realisierte Verluste Mio. CHF

56.7

(0.5)

47.7

(0.5)

Anteilscheine Anlagefonds

2.1

(0.2)

1.4

(0.9)

Zinsinstrumente

2.2

(4.2)

9.4

(0.8)

Total vor Steuern

61.0

(4.9)

58.5

(2.2)

Steuern

(5.6)

0.8

(6.1)

0.6

Total nach Steuern1

55.4

(4.1)

52.4

(1.6)

27 Nicht realisierte Gewinne und Verluste auf Finanzanlagen Aktien und übrige Beteiligungen

1

Der Totalbetrag nach Steuern beinhaltet Währungsumrechnungsdifferenzen im Umfang von CHF –0.5 Mio. (Vorjahr CHF –0.2 Mio.).

120

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden

28 Bezüge von Organen und Organdarlehen Die Organe der Gruppe umfassen die Mitglieder des Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG und die Gruppenleitung. Nähere Angaben über die amtierenden Organmitglieder finden sich im Abschnitt Corporate Governance dieses Geschäftsberichts. Die Entschädigungen an Organmitglieder werden im Nomination and Compensation Committee (NCC) des Verwaltungsrates festgesetzt; über die Entschädigung des Verwaltungsratspräsidenten entscheidet der Verwaltungsrat. Die Zusammensetzung des NCC ist ebenfalls im Abschnitt Corporate Governance ersichtlich. Die diesem Personenkreis ausgerichteten Entschädigungen sind nachfolgend aufgeführt. Die Entschädigungen werden in dem Geschäftsjahr berücksichtigt, dem sie wirtschaftlich auch zugehören. Der Ausweis erfolgt somit unabhängig von Zahlungsströmen nach dem «Accrual Prinzip». Davon ausgenommen ist der Aufwand für Performance-Aktien. Dieser wird während der dreijährigen Vestingperiode erfasst, der Ausweis der Aktienzuteilung erfolgt jedoch bei Erfüllung der Vestingbedingungen im Zeitpunkt der Übertragung der Performance-Aktien.

Mitglieder des Verwaltungsrates der Vontobel Holding AG und der Bank Vontobel AG 31-12-10 Mio. CHF

31-12-091 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Entschädigungen für das Geschäftsjahr kurzfristig fällige Vergütungen

2.5

2.4

0.1

Personalvorsorge

0.0

0.0

0.0

andere langfristige Leistungen

0.0

0.0

0.0

Vergütungen bei Beendigung des Mandatsverhältnisses

0.0

0.0

0.0

anteilsbasierte Vergütungen Bonus-Aktien2

1.0

0.9

0.1

11

3.5

3.3

0.2

6

0.0

0.0

0.0

3.5

3.3

0.2

Total mandatsbezogene Entschädigung für das

Geschäftsjahr3

Vergütungen für zusätzliche Dienstleistungen Total Entschädigungen für das Geschäftsjahr 1 2

3

4

6

Inklusive Entschädigung an ein ausgeschiedenes Mitglied pro rata Als Bestandteil der Entschädigung für das Berichtsjahr werden den Mitgliedern des Verwaltungsrates insgesamt 31’581 (Vorjahr 34’119) Aktien der Vontobel Holding AG zugeteilt. Von diesen sind 24'630 (Vorjahr 26’640) Aktien mit einem bedingten Anrecht auf den Bezug von Performance-Aktien nach Ablauf einer dreijährigen Vestingperiode verbunden. Der Aufwand für die Performance-Aktien ist während deren Vestingperiode nicht Bestandteil der Berechnung der anteilsbasierten Vergütungen.

Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates für das Geschäftsjahr

Name

Funktion

Dr. Urs Widmer

Präsident

Basisentschädigung CHF 1’000

Entschädigung variabel in bar CHF 1’000

686.3

715.0

Entschädigung variabel in Aktien1 CHF 1’000

Übrige Vergütungen CHF 1’000

31-12-10 Total CHF 1’000

31-12-09 Total CHF 1’000

715.0

10.0

2’126.3

1’991.3

Dr. Wolfhard Graetz

Vizepräsident

220.0

0.0

36.0

14.7

270.7

273.6

Prof. Dr. Ann-Kristin Achleitner

Mitglied

140.0

0.0

36.0

16.2

192.2

131.2

Bruno Basler

Mitglied

150.0

0.0

36.0

24.3

210.3

200.3

Dr. Philippe Cottier

Mitglied

140.0

0.0

36.0

14.3

190.3

138.7

Peter Quadri

Mitglied

130.0

0.0

36.0

7.2

173.2

199.2

Heinz Roth

Mitglied

-

-

-

-

n/a

70.7

Dr. Frank Schnewlin

Mitglied

150.0

0.0

36.0

16.6

202.6

137.9

Dr. Pierin Vincenz

Mitglied

130.0

0.0

36.0

3.6

169.6 2

185.72

1’746.3

715.0

967.0

106.9

Total 1 2

3’535.2

3’328.7

Zuteilung von Aktien der Vontobel Holding AG, welche einer dreijährigen Sperrfrist unterliegen, während der sie nicht veräussert werden können. Davon Vergütung des Baranteils von CHF 133'600 (Vorjahr CHF 149'700) an Raiffeisen Schweiz Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

121


Anhang zur Konzernrechnung Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden

Aktienzuteilung aus dem langfristigen Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Im Rahmen des auf nachhaltigen Erfolg ausgerichteten Entlöhnungskonzepts bildet die Abgabe von Performance-Aktien ein langfristiges Element des Kompensationssystems. Der Aufwand für Performance-Aktien ist während deren Vestingperiode nicht Bestandteil der anteilsbasierten Vergütungen. Die Anzahl der im Berichtsjahr zugeteilten Aktien errechnet sich auf der Basis der für das Geschäftsjahr 2006 bezogenen Anzahl Bonus-Aktien und in Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung in den Jahren 2007 bis 2009, gemessen an der durchschnittlichen Rendite des Eigenkapitals (Return on Equity) und dem durchschnittlichen Risikoprofil (BIZ-Tier-1-Ratio). In Übereinstimmung mit den relevanten IFRSs belief sich der Aufwand pro Aktie auf CHF 59.60 und wurde pro rata temporis über die Vestingperiode erfasst. Der Kurswert bei Zuteilung im April 2010 belief sich auf CHF 32.25. 31-12-10 Mio. CHF oder Anzahl

31-12-09 Mio. CHF oder Anzahl

Anteilsbasierte Vergütungen Performance-Aktien in Mio. CHF

1.7

1.2

0.5

42

Wert der Performance-Aktien am Zuteilungstag in Mio. CHF

0.9

0.6

0.3

50

28’849

25’605

3’244

13

28’849

25’605

3’244

13

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Zugeteilte Anzahl Performance-Aktien davon Dr. Urs Widmer

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF oder Anzahl in %

Mitglieder der Gruppenleitung Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Entschädigungen für das Geschäftsjahr Basissalär

3.2

4.01

übrige kurzfristig fällige Vergütungen

0.1

0.1

0.0

0

Bonus Baranteil

4.9

4.2

0.7

17

Personalvorsorge

0.5

0.6

(0.1)

(17)

andere langfristige Leistungen

0.0

0.0

0.0

Vergütungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses

0.0

0.0

0.0

anteilsbasierte Vergütungen Bonus-Aktien2

4.9

4.2

0.7

17

13.6

13.1

0.5

4

Total arbeitsvertragliche Entschädigung für das Geschäftsjahr Vergütungen für zusätzliche Dienstleistungen Total Entschädigungen für das Geschäftsjahr Anzahl begünstigte Personen 1

2

(0.8)

(20)

0.0

0.0

0.0

13.6

13.1

0.5

4

6

7

(1)

(14)

Inklusive Entschädigungen von CHF 0.7 Mio. an zwei ausgeschiedene Mitglieder bis zu deren Vertragsende. Zusätzlich bleiben, durch neue Vertragsverhältnisse mit einem ausgeschiedenen Mitglied, dessen bedingte Anrechte auf die Zuteilung von Performance-Aktien zu den im Beteiligungsprogramm vorgesehenen Zuteilungsdaten und Berechnungsmethoden bestehen. Als Bestandteil der Entschädigung für das Berichtsjahr werden den Mitgliedern der Gruppenleitung 167’072 (Vorjahr 172’133) Aktien der Vontobel Holding AG zugeteilt. Mit diesen Bonus-Aktien verbunden ist ein bedingtes Anrecht auf den Bezug von Performance-Aktien nach Ablauf einer dreijährigen Vestingperiode.

Aktienzuteilung aus dem langfristigen Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Im Rahmen des auf nachhaltigen Erfolg ausgerichteten Entlöhnungskonzepts bildet die Abgabe von Performance-Aktien ein langfristiges Element des Kompensationssystems. Der Aufwand für Performance-Aktien ist während deren Vestingperiode nicht Bestandteil der anteilsbasierten Vergütungen. Für die Bestimmung des Mitglieds mit der höchsten Gesamtentschädigung werden die mit den Bonus-Aktien verbundenen bedingten Anrechte auf den Bezug von Performance-Aktien mit einer Gewichtung von einer Performance-Aktie pro Bonus-Aktie berücksichtigt. Die Anzahl der im Berichtsjahr zugeteilten Aktien errechnet sich auf der Basis der für das Geschäftsjahr 2006 bezogenen Anzahl Bonus-Aktien und in Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung in den Jahren 2007 bis 2009, gemessen an der durchschnittlichen Rendite des Eigenkapitals (Return on Equity) und dem durchschnittlichen Risikoprofil (BIZ-Tier-1-Ratio). In Übereinstimmung

122

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden

mit den relevanten IFRSs belief sich der Aufwand pro Aktie auf CHF 59.60 und wurde pro rata temporis über die Vestingperiode erfasst. Der Kurswert bei Zuteilung im April 2010 belief sich auf CHF 32.25. 31-12-10 Mio. CHF oder Anzahl

31-12-09 Mio. CHF oder Anzahl

Anteilsbasierte Vergütungen Performance-Aktien in Mio. CHF

7.6

6.8

0.8

Wert der Performance-Aktien am Zuteilungstag in Mio. CHF

4.1

3.5

0.6

17

128’180

144’316

(16’136)

(11)

4

4

0

0

Personalvorsorge CHF 1’000

Übrige Vergütungen CHF 1’000

Total CHF 1’000

Zugeteilte Anzahl Performance-Aktien Anzahl begünstigte Personen

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF oder Anzahl in %

12

Davon an das Mitglied mit der höchsten Gesamtentschädigung für das Geschäftsjahr

Basissalär CHF 1’000

Bonus in bar CHF 1’000

CEO

704.6

1’300.0

1’300.0

118.7

13.0

3’436.3

Leiter Investment Banking

500.0

1’350.0

1’350.0

89.3

15.4

3’304.7

Geschäftsjahr

Name

Funktion

2010

Herbert J. Scheidt

2009

Roger Studer

1

Bonus in Aktien1 CHF 1’000

Als Bestandteil der Entschädigung für das Berichtsjahr werden dem Mitglied der Gruppenleitung 44’782 (Vorjahr 55’328) Aktien der Vontobel Holding AG zugeteilt. Diese Aktien unterliegen einer dreijährigen Sperrfrist, während der sie nicht veräussert werden können. Mit diesen Bonus-Aktien ist ein bedingtes Anrecht auf den Bezug von Performance-Aktien nach Ablauf einer dreijährigen Vestingperiode verbunden.

Im Rahmen des auf nachhaltigen Erfolg ausgerichteten Entlöhnungskonzepts bildet die Abgabe von Performance-Aktien ein langfristiges Element des Kompensationssystems. Die Anzahl der im Berichtsjahr zugeteilten Aktien errechnet sich auf der Basis der für das Geschäftsjahr 2006 bezogenen Anzahl Bonus-Aktien und in Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung in den Jahren 2007 bis 2009, gemessen an der durchschnittlichen Rendite des Eigenkapitals (Return on Equity) und dem durchschnittlichen Risikoprofil (BIZ-Tier-1-Ratio). Nähere Erläuterungen zum Programm finden sich auf Seite 77 und in Anmerkung 29.

Anzahl zugeteilte Performance-Aktien

31-12-10

31-12-09

49’829

30’260

Organdarlehen und Personalkonditionen Kredite an Mitglieder der Organe der Vontobel-Gruppe und an massgebende Aktionäre sowie an die ihnen nahestehenden Personen und Gesellschaften dürfen nur nach den allgemein anerkannten Grundsätzen des Bankgewerbes gewährt werden. Mitglieder der Organe werden grundsätzlich wie Mitarbeiter behandelt, insbesondere auch bezüglich Kreditkonditionen. Organkredite sind in jedem Fall zusätzlich zu den bei Mitarbeitern zuständigen Instanzen auch vom Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG zu genehmigen. Per 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2009 waren jeweils keine Darlehen an Organe oder ihnen nahestehende Personen ausstehend. Durch Sicherheiten vollständig gedeckte Margenanforderungen an Mitglieder der Organe und massgebende Aktionäre bestanden per 31. Dezember 2010 im Umfang von CHF 0.0 Mio. (Vorjahr CHF 0.2 Mio.). An ausgeschiedene Mitglieder des Verwaltungsrates oder der Gruppenleitung waren keine Darlehen ausstehend, welche nicht zu marktüblichen Bedingungen gewährt wurden. Die Vontobel-Gruppe gewährt ihren Organen und Mitarbeitern keine Hypothekarkredite. Sie vergünstigt Hypothekarkredite ihrer Organe und Mitarbeiter bei ausgewählten Drittbanken mit 1% bis zu einem Kreditbetrag von maximal CHF 1 Mio. pro Kreditnehmer. Die Vontobel-Gruppe übernimmt dabei keinerlei Kreditrisiken oder andere Verpflichtungen.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

123


Anhang zur Konzernrechnung Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden

Die Mitglieder des Verwaltungsrates und der Gruppenleitung tätigen bankübliche Transaktionen mit der Vontobel-Gruppe zu Personalkonditionen.

29 Management- und Mitarbeiterbeteiligungsprogramme Unter dem aktuellen Aktienbeteiligungsplan, der im Frühjahr 2005 eingeführt wurde, haben die Mitarbeitenden der Vontobel-Gruppe die Möglichkeit, 25% ihres variablen Lohnbestandteils in Aktien der Vontobel Holding AG (Bonus-Aktien) zu beziehen. Diese Aktien werden zu einem Preis von 80% des relevanten Börsenkurses erworben. Beim relevanten Börsenkurs handelt es sich um den Durchschnitt der Schlusskurse des Monats Januar jenes Jahres, in dem die Auszahlung des Bonus erfolgt. Die Bonus-Aktien unterliegen einer Sperrfrist von drei Jahren, während der sie nicht veräussert werden können. Mitgliedern der Gruppenleitung werden 50% ihres gesamten Bonus in Aktien zu den erwähnten Konditionen zugeteilt. Mit dem Bezug der Bonus-Aktien nehmen die Mitarbeitenden automatisch am Performance-Aktien-Programm teil, gemäss dem sie je nach Geschäftsentwicklung nach drei Jahren unentgeltlich zusätzliche Aktien (Performance-Aktien) erhalten können. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass sie in ungekündigtem Arbeitsverhältnis stehen. Die Höhe der Zuteilung von Performance-Aktien hängt von der Anzahl der bezogenen Bonus-Aktien sowie von den Ergebnissen der vorangegangenen drei Geschäftsjahre ab, nämlich von der durchschnittlichen Eigenkapitalrendite (ROE) in Kombination mit der durchschnittlichen BIZ-Tier-1-Ratio. Die Performance-Aktien unterliegen nach der Zuteilung an die Mitarbeitenden keiner Sperrfrist. Frühere Aktienbeteiligungspläne für das obere Management Bis Ende 2002 bestand ein Management-Beteiligungsprogramm mit dem Zweck, die obersten Führungskräfte wesentlich an der Vontobel Holding AG zu beteiligen. Die unentgeltlich abgegebenen Aktien sind grundsätzlich während zehn Jahren zum Wiederverkauf gesperrt. Am Ende des Arbeitsverhältnisses sind die Führungskräfte verpflichtet, die im Rahmen dieser Managementbeteiligung erhaltenen Aktien der Vontobel Holding AG anzudienen. Der Preis der Aktien berechnet sich als Durchschnittskurs der letzten 90 Börsentage vor dem Rückkauf durch die Vontobel Holding AG. Aktien aus Beteiligungsplänen werden zum Fair Value, welcher Handelsund Verkaufsrestriktionen angemessen berücksichtigt, im Personalaufwand erfasst.

Bestand gesperrter Aktien am Jahresanfang Zugeteilte Aktien und Übertritte (Zugang) Aktien mit Ablauf der Sperrfrist Aktien von ausgetretenen Mitarbeitern/Mitgliedern und Übertritte (Abgang) Zurückgekaufte Aktien aus Managementbeteiligung Bestand gesperrter Aktien per Bilanzstichtag Dem Berichtsjahr belasteter Personalaufwand für zugeteilte Aktien (Mio. CHF) Dem Vorjahr belasteter Personalaufwand für zugeteilte Aktien (Mio. CHF) Durchschnittlicher Kurs der Aktien bei Zuteilung (CHF) Fair Value der gesperrten Aktien per Bilanzstichtag (Mio. CHF) 1

31-12-10 Anzahl

Mitarbeitende 31-12-09 Anzahl

1’284’657

1’092’106

Mitglieder des Verwaltungsrates und des oberen Managements 1 31-12-10 31-12-09 Anzahl Anzahl

1’034’890

583’884

613’080

219’597

222’029

(317’434)

(288’002)

(134’902)

(109’442)

(70’225)

(132’527)

(46’408)

(39’706)

-

-

0

0

1’480’882

1’284’657

1’073’177

1’034’890

1.0

1.7

0.4

0.7

16.3

12.2

6.4

4.7

32.40

24.00

32.25

24.04

52.7

38.0

38.2

30.6

Zusätzlich zu den Mitgliedern der Gruppenleitung umfasst das obere Management die poolverbundenen Aktien von Führungskräften (siehe Kapitel «Informationen zur Corporate Governance», Seite 39).

124

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

962’009


Anhang zur Konzernrechnung Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden

Anrechte auf Performance-Aktien Der Aufwand für das Performance-Aktien-Programm wird über die jeweilige Vesting-Periode abgegrenzt und dem Personalaufwand belastet. In die Schätzung der kumulativen Belastung des Personalaufwandes für die verbleibenden Vestingperioden fliessen Erwartungen bezüglich Geschäftsgang (ROE und BIZ-Tier-1-Ratio) und Austrittswahrscheinlichkeit ein. Aufgrund der Erwartungen bezüglich Geschäftsgang basieren die Berechnungen der Anzahl Anrechte auf der Annahme, dass den anspruchsberechtigten Mitarbeitenden für die einzelnen Programme zwischen 78% und 98% (Vorjahr zwischen 94% und 122%) der ursprünglich bezogenen Anzahl Bonus-Aktien als Performance-Aktien zugeteilt werden. Falls der ROE 2011 und 2012 aufgrund eines besseren (verhalteneren) Geschäftsganges um drei Prozentpunkte höher (tiefer) als erwartet ausfällt, werden den anspruchsberechtigten Mitarbeitenden für die einzelnen Programme zwischen 78% und 119% (61% und 78%) der ursprünglich bezogenen Anzahl Bonus-Aktien als Performance-Aktien zugeteilt. Falls die BIZ-Tier-1-Ratio 2011 und 2012 um jeweils zwei Prozentpunkte höher (tiefer) als erwartet ausfällt, liegen diese Faktoren zwischen 78% und 98% (74% und 87%). Eine nach vernünftigem Ermessen mögliche Abweichung von den Erwartungswerten hätte demzufolge keinen wesentlichen Einfluss auf den zukünftigen Personalaufwand der Vontobel-Gruppe.

Bestand Anrechte am Jahresanfang Zugeteilte Anrechte und Übertritte (Zugang) Eingebuchte Performance-Aktien Verwirkte Anrechte und Übertritte (Abgang)

Verwaltungsratspräsident und Mitglieder der Gruppenleitung 31-12-10 31-12-09 Anzahl Anzahl

31-12-10 Anzahl

Mitarbeitende 31-12-09 Anzahl

1’383’296

1’181’631

574’757

583’665

637’969

213’246

218’605

(384’974)

(490’736)

(157’029)

(169’921)

492’494

(75’586)

(115’455)

(50’032)

(38’908)

Veränderung der Anrechte infolge Parameteränderungen

(192’269)

169’887

(73’788)

72’487

Bestand Anrechte per Bilanzstichtag

1’314’132

1’383’296

507’154

574’757

Belastung des Personalaufwands im Berichtsjahr

10.4

17.3

3.9

7.5

Geschätzter Personalaufwand für verbleibende Vestingperioden unter Berücksichtigung von zukünftigen Austritten

13.3

14.5

5.2

5.9

Geschätzter Personalaufwand für verbleibende Vestingperioden ohne zukünftige Austritte

15.4

16.5

6.0

6.7

Angaben in Mio. CHF

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

125


Anhang zur Konzernrechnung Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden

30 Aktien- und Optionsbesitz Mitglieder des Verwaltungsrates

31-12-09 Optionen Anzahl Aktien bei Ausübung CallPutOptionen Optionen

Funktion

Aktien Anzahl

Präsident

171’099

0

0

129’410

0

0

Vizepräsident

4’042

0

0

6’297

0

0

Name

Dr. Urs Widmer Dr. Wolfhard Graetz

31-12-10 Optionen Anzahl Aktien bei Ausübung CallPutOptionen Optionen

Aktien Anzahl

Prof. Dr. Ann-Kristin Achleitner

Mitglied

787

0

0

0

0

0

Bruno Basler

Mitglied

6’418

0

0

5’237

0

0

Dr. Philippe Cottier

Mitglied

137’577

0

0

136’790

0

0

Peter Quadri

Mitglied

6’918

0

0

5’737

0

0

Dr. Frank Schnewlin

Mitglied

787

0

0

0

0

0

Dr. Pierin Vincenz

Mitglied

13’155

0

0

11’974

0

0

Mitglieder der Gruppenleitung

31-12-10 Optionen Anzahl Aktien bei Ausübung CallPutOptionen Optionen

31-12-09 Optionen Anzahl Aktien bei Ausübung CallPutOptionen Optionen

Funktion

Aktien Anzahl

Herbert J. Scheidt

CEO

444’611

0

0

347’650

0

0

Dr. Martin Sieg Castagnola

CFO

42’196

0

0

23’753

0

0

Peter Fanconi

Mitglied

109’557

0

0

87’519

0

0

Felix Lenhard

Mitglied

15’812

0

0

n/a

n/a

n/a

Dr. Zeno Staub

Mitglied

126’351

0

0

136’572

0

0

Roger Studer

Mitglied

155’837

0

0

143’502

0

0

Mitglied

n/a

n/a

n/a

138’408

Name

Aktien Anzahl

Ausgeschiedenes Mitglied Peter Gubler 1

Geschriebene Call-Optionen, Ausübungspreis CHF 33, Fälligkeit 15-10-10

Anrechte auf Performance-Aktien sind in den obigen Zahlen nicht enthalten. Die Berechnung der Anzahl Aktien bei Ausübung berücksichtigt das Bezugsverhältnis der jeweiligen Optionen. Die obigen Zahlen enthalten auch den Aktien- und Optionsbesitz der den Organen nahestehenden Personen.

126

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

(50’000)1

0


Anhang zur Konzernrechnung Geschäftsbeziehungen mit Nahestehenden

31 Transaktionen mit nahestehenden Gesellschaften und Personen Als nahestehend gelten Gesellschaften und Personen, wenn für die eine Seite die Möglichkeit besteht, die andere Seite zu beherrschen oder einen massgeblichen Einfluss auf deren finanzielle oder operative Entscheide zu nehmen. 31-12-10 Mio. CHF

Forderungen Verpflichtungen

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

0.1

0.4

(0.3)

(75)

77.1

77.4

(0.3)

(0)

Vontobel-Stiftung und übrige Mitglieder des Aktionärspools Die Vontobel-Stiftung tätigt Geschäfte mit der Bank Vontobel AG zu Personalkonditionen.

32 Andere nahestehende Personen Pensionskassen der Vontobel-Gruppe Das Vermögen der Pensionskassen wird durch die Bank Vontobel AG verwaltet. Es gelangen reduzierte Kommissionssätze zur Anwendung.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

127


Anhang zur Konzernrechnung Risiken aus Bilanzpositionen

Kündbar Mio. CHF

Fällig innert 3 Monaten Mio. CHF

Fällig innert 3 bis 12 Monaten Mio. CHF

198.3

287.3

161.9

33 Risiken aus Bilanzpositionen 31-12-10

Auf Sicht Mio. CHF

Fällig innert 1 bis 5 Jahren Mio. CHF

Fällig nach 5 Jahren Mio. CHF

Total Mio. CHF

Liquiditätsrisiken Fälligkeitsstruktur der Aktiven und Passiven Aktiven Flüssige Mittel

1’457.6

Forderungen gegenüber Banken

1’580.3

1’457.6

Barhinterlagen für Reverse-RepurchaseGeschäfte Handelsbestände Positive Wiederbeschaffungswerte Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value Forderungen gegenüber Kunden netto

2’227.8

300.0

300.0

2’097.7

2’097.7

197.2

197.2

8’828.1 19.5

Rechnungsabgrenzungen

226.6

Finanzanlagen

136.9

8’828.1 622.6

463.9

203.7

94.8

22.5

1’427.0

38.1

143.1

786.0

8.7

1’112.8

226.6

Assoziierte Gesellschaften1

0.6

0.6

Sachanlagen1

204.8

204.8

Goodwill und andere immaterielle Werte1

150.7

150.7

Laufende Steuerforderungen

4.4

Latente Steuerforderungen

6.3

6.3

60.0

60.0

Sonstige Aktiven Total

4.4

14’614.6

820.9

1’089.3

508.7

880.8

387.3

18’301.6

Verpflichtungen gegenüber Banken

1’459.1

12.3

0.6

Verpflichtungen aus Handelsbeständen

1’215.8

1’215.8

544.2

544.2

Passiven

Negative Wiederbeschaffungswerte Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value

8’183.0

Verpflichtungen gegenüber Kunden

4’794.4

Rechnungsabgrenzungen

1’472.0

8’183.0 85.7

40.6

5.0

4’925.7

325.9

325.9

Laufende Steuerverpflichtungen

15.3

15.3

Latente Steuerverpflichtungen

56.6

56.6

Rückstellungen

10.4

10.4

Sonstige Passiven

49.2

49.2

Ausgegebene Schuldtitel

Total Fremdkapital

0.0

16’653.9

12.3

86.3

40.6

0.0

5.0

16’798.1

274.0

259.6

14.4

29.0

23.0

12.7

612.7

Ausserbilanzgeschäfte Eventualverpflichtungen und unwiderrufliche Verpflichtungen 1

Immobilisiert

128

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Risiken aus Bilanzpositionen

31-12-09

Auf Sicht Mio. CHF

Kündbar Mio. CHF

Fällig innert 3 Monaten Mio. CHF

Fällig innert 3 bis 12 Monaten Mio. CHF

159.2

391.7

233.4

Fällig innert 1 bis 5 Jahren Mio. CHF

Fällig nach 5 Jahren Mio. CHF

Total Mio. CHF

Liquiditätsrisiken Fälligkeitsstruktur der Aktiven und Passiven Aktiven Flüssige Mittel

1’950.0

Forderungen gegenüber Banken

1’796.2

1’950.0

Barhinterlagen für Reverse-RepurchaseGeschäfte Handelsbestände Positive Wiederbeschaffungswerte Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value Forderungen gegenüber Kunden netto

2’580.5

300.0

300.0

1’782.2

1’782.2

214.5

214.5

8’645.4 26.6

8’645.4 312.0

196.8

106.9

12.7

17.4

90.4

631.4

73.8

949.0

0.6

0.6

Sachanlagen1

217.8

217.8

Goodwill und andere immaterielle Werte1

161.2

161.2

Rechnungsabgrenzungen

197.9

Finanzanlagen

136.0

350.4

197.9

Assoziierte Gesellschaften1

Laufende Steuerforderungen Latente Steuerforderungen Sonstige Aktiven Total

1’005.4

18.2

18.2

5.6

5.6

53.1

53.1

14’825.7

509.6

1’021.1

520.6

738.3

466.1

18’081.4

Verpflichtungen gegenüber Banken

1’664.3

64.5

8.3

1.7

Verpflichtungen aus Handelsbeständen

1’178.0

1’178.0

361.7

361.7

Passiven

Negative Wiederbeschaffungswerte Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value

8’279.7

Verpflichtungen gegenüber Kunden

4’400.8

Rechnungsabgrenzungen

8’279.7 1.7

154.8

Latente Steuerverpflichtungen Rückstellungen Sonstige Passiven Total Fremdkapital

30.4

0.8

5.9

4’594.4

274.4

274.4

Ausgegebene Schuldtitel Laufende Steuerverpflichtungen

1’738.8

25.0

25.0

5.4

5.4

60.1

60.1

9.0

9.0

40.3

40.3

16’273.7

66.2

163.1

57.1

0.8

5.9

16’566.8

310.6

123.1

9.5

99.1

29.3

9.2

580.8

Ausserbilanzgeschäfte Eventualverpflichtungen und unwiderrufliche Verpflichtungen 1

Immobilisiert

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

129


Anhang zur Konzernrechnung Risiken aus Bilanzpositionen

Buchwert Mio. CHF

Fair Value Mio. CHF

31-12-10 Abweichung Mio. CHF

Buchwert Mio. CHF

Fair Value Mio. CHF

31-12-09 Abweichung Mio. CHF

Flüssige Mittel

1’457.6

1’457.6

0.0

1’950.0

1’950.0

0.0

Forderungen gegenüber Banken netto

2’227.8

2’227.8

0.0

2’580.5

2’580.5

0.0

300.0

300.0

0.0

300.0

300.0

0.0

34 Fair Value von Finanzinstrumenten Aktiven

Barhinterlagen für Reverse-Repurchase-Geschäfte Forderungen gegenüber Kunden netto

1’427.0

1’431.0

4.0

1’005.4

1’008.6

3.2

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten

5’412.4

5’416.4

4.0

5’835.9

5’839.1

3.2

Handelsbestände

2’097.7

2’097.7

0.0

1’782.2

1’782.2

0.0

197.2

197.2

0.0

214.5

214.5

0.0

Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value

8’828.1

8’828.1

0.0

8’645.4

8’645.4

0.0

Finanzanlagen Available-for-Sale

1’112.8

1’112.8

0.0

949.0

949.0

0.0

12’235.8

12’235.8

0.0

11’591.1

11’591.1

0.0

Verpflichtungen gegenüber Banken

1’472.0

1’472.0

0.0

1’738.8

1’738.8

0.0

Verpflichtungen gegenüber Kunden

4’925.7

4’924.5

(1.2)

4’594.4

4’592.7

1.7

Positive Wiederbeschaffungswerte

Finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value Passiven

Ausgegebene Schuldtitel

0.0

0.0

0.0

25.0

25.0

0.0

Finanzielle Verpflichtungen zu fortgeführten Anschaffungskosten

6’397.7

6’396.5

(1.2)

6’358.2

6’356.5

1.7

Verpflichtungen aus Handelsbeständen

1’215.8

1’215.8

0.0

1’178.0

1’178.0

0.0

544.2

544.2

0.0

361.7

361.7

0.0

Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value

8’183.0

8’183.0

0.0

8’279.7

8’279.7

0.0

Finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value

9’943.0

9’943.0

0.0

9’819.4

9’819.4

0.0

Negative Wiederbeschaffungswerte

Die Tabelle zeigt die Fair Values von Finanzinstrumenten basierend auf den nachfolgend erläuterten Bewertungsmethoden und Annahmen. Der Fair Value entspricht dem Betrag, zu dem unter vertragswilligen, sachverständigen und voneinander unabhängigen Parteien Vermögenswerte getauscht bzw. Verpflichtungen erfüllt werden können. Kurzfristige Finanzinstrumente Darunter fallen Forderungen/Verpflichtungen gegenüber Banken, Forderungen/Verpflichtungen gegenüber Kunden und ausgegebene Schuldtitel, welche eine Fälligkeit oder ein Refinanzierungsprofil von maximal einem Jahr haben, sowie die Bilanzpositionen Flüssige Mittel, Barhinterlagen für Reverse-Repurchase-Geschäfte und Barhinterlagen für Repurchase-Geschäfte. Für kurzfristige Finanzinstrumente wird angenommen, dass der Buchwert dem Fair Value entspricht. Langfristige Finanzinstrumente Darunter fallen Forderungen/Verpflichtungen gegenüber Banken, Forderungen/Verpflichtungen gegenüber Kunden und ausgegebene Schuldtitel, welche eine Fälligkeit oder ein Refinanzierungsprofil von über einem Jahr haben. Der Fair Value basiert auf notierten Marktpreisen oder Preisnotierungen von Händlern, sofern das Finanzinstrument an einem aktiven Markt gehandelt wird. Andernfalls wird der Fair Value mittels Barwertmethode ermittelt.

130

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Risiken aus Bilanzpositionen

Handelsbestände, andere Finanzinstrumente zu Fair Value, Finanzanlagen und derivative Finanzinstrumente Wenn ein Finanzinstrument an einem aktiven Markt gehandelt wird, basiert der Fair Value auf notierten Marktpreisen oder Preisnotierungen von Händlern. Ein solches Finanzinstrument gilt in der Fair-Value-Hierarchie von IFRS 7 als Level-1-Instrument. Wenn kein aktiver Markt vorhanden ist, wird der Fair Value auf der Grundlage von Bewertungsmodellen oder anderen allgemein anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt. Sind dabei alle wesentlichen Parameter direkt oder indirekt am Markt beobachtbar, handelt es sich um ein Level-2-Instrument. In diese Kategorie fallen insbesondere OTC-Derivate, einige Schuldinstrumente und durch die Vontobel-Gruppe emittierte Produkte. Letztere sind grösstenteils börsenkotiert mit der Vontobel-Gruppe als Market Maker. Die Bewertungsmodelle berücksichtigen die relevanten Parameter wie die Kontraktspezifikationen, den Marktkurs des Basiswerts, die Wechselkurse, die Zinskurven, die Ausfallrisiken und die Volatilität. Das Kreditrisiko von Vontobel wird bei der Bestimmung des Fair Value von finanziellen Verpflichtungen berücksichtigt, sofern die Marktteilnehmer es für die Preisermittlung für wichtig erachten. Ist mindestens ein wesentlicher Parameter weder direkt noch indirekt am Markt beobachtbar, handelt es sich um ein Level-3-Instrument. Darunter fallen im wesentlichen illiquide Fondsanteile. Der Fair Value dieser Positionen wird in der Regel mittels externer Expertenschätzungen in Bezug auf die Höhe der zukünftigen Ausschüttungen bestimmt. Beim Fair Value von Level-2- und Level-3-Instrumenten handelt es sich stets um eine Schätzung oder eine Annäherung an einen Wert, der nicht mit letzter Gewissheit ermittelt werden kann. Zudem spiegeln die verwendeten Bewertungsmethoden nicht immer alle Faktoren, die für die Ermittlung der Fair Values relevant sind. Um angemessene Bewertungen sicherzustellen, wird weiteren Faktoren wie den Modell- und Parameterunsicherheiten, den Liquiditätsrisiken und dem Risiko einer frühzeitigen Rückgabe der durch die Vontobel-Gruppe emittierten Produkte Rechnung getragen. Das Management erachtet die Berücksichtigung dieser Faktoren als notwendig und angemessen, um den Fair Value korrekt zu ermitteln. Die Angemessenheit der Bewertung von Finanzinstrumenten, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird durch klar definierte Methoden und Prozesse sowie unabhängige Kontrollen sichergestellt. Die Kontrollprozesse umfassen die Prüfung und Genehmigung neuer Instrumente, die regelmässige Prüfung von Risiken sowie von Gewinnen und Verlusten, die Preisverifikation sowie die Überprüfung der Modelle, auf welchen die Schätzungen des Fair Value von Finanzinstrumenten basieren. Diese Kontrollen werden durch Einheiten durchgeführt, die über die relevanten Fachkenntnisse verfügen und von den Handels- und Investment-Funktionen unabhängig sind. Sensitivität der Fair Values von Level-3-Instrumenten Eine nach vernünftigem Ermessen realistische Änderung der Grundannahmen oder Schätzwerte hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Erfolgs- und Gesamtergebnisrechnung sowie auf das Eigenkapital der Vontobel-Gruppe. «Day-1-Profit» Bei der erstmaligen Erfassung eines Finanzinstruments ist der Transaktionspreis der beste Anhaltspunkt für den Fair Value, es sei denn, der Fair Value dieses Finanzinstruments wird durch einen Vergleich mit anderen beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen desselben Instruments nachgewiesen (Level-1-Instrument) oder beruht auf einer auf Marktdaten basierenden Bewertungsmethode (Level-2-Instrument). Wenn dies der Fall ist, wird die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value – der sogenannte «Day-1-Profit» – für Handelsbestände, andere Finanzinstrumente zu Fair Value und derivative Finanzinstrumente im «Erfolg aus dem Handelsgeschäft» und für Finanzanlagen im «Sonstigen Ergebnis» erfasst. Bei Level-3-Instrumenten wird der «Day-1-Profit» erfolgsneutral abgegrenzt und erst dann im «Erfolg aus dem Handelsgeschäft» resp. im «Sonstigen Ergebnis» erfasst, wenn der Fair Value anhand von beobachtbaren Marktdaten bestimmbar wird. Im Geschäfts- und im Vorjahr waren keine Positionen mit einem abgegrenzten «Day-1-Profit» bilanziert.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

131


Anhang zur Konzernrechnung Risiken aus Bilanzpositionen

Bewertungsmethoden von Finanzinstrumenten

Bewertungsmethode auf Marktdaten basierend Mio. CHF

Bewertungsmethoden nicht auf Marktdaten basierend Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

2’015.0

82.7

0.0

2’097.7

30.0

167.2

0.0

197.2

Notierte Marktpreise Mio. CHF

Aktiven Handelsbestände Positive Wiederbeschaffungswerte Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value Aktien Anteilscheine Anlagefonds Zinsinstrumente1

0.7

0.0

0.0

0.7

23.4

20.9

19.8

64.1

5’765.1

2’998.2

0.0

8’763.3

124.5

0.0

1.1

125.6

12.6

1.0

0.0

13.6

769.8

203.8

0.0

973.6

178.6

1’037.2

0.0

1’215.8

Finanzanlagen Available-for-Sale Aktien und übrige Beteiligungen Anteilscheine Anlagefonds Zinsinstrumente Passiven Verpflichtungen aus Handelsbeständen davon kotiert Negative Wiederbeschaffungswerte Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value davon kotiert 1

839.5 23.7

520.5

0.0

544.2

0.0

8’183.0

0.0

8’183.0

6’981.2

Bei den Zinsinstrumenten mit erfolgswirksamer Fair-Value-Bewertung belief sich die Differenz zwischen dem Buchwert (Fair Value) und dem vertraglich vereinbarten Rückzahlungsbetrag bei Fälligkeit auf CHF 189.0 Mio.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Positionen mit einem Fair Value von CHF 138 Mio. (Vorjahr CHF 811 Mio.) von Level 1 (notierte Marktpreise) in Level 2 (Bewertungsmethode auf Marktdaten basierend), Positionen mit einem Fair Value von CHF 828 Mio. (Vorjahr CHF 52 Mio.) von Level 2 in Level 1 und Positionen mit einem Fair Value von CHF 9 Mio. (Vorjahr CHF 20 Mio.) von Level 2 in Level 3 (Bewertungsmethode nicht auf Marktdaten basierend) umklassifiziert.

132

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Risiken aus Bilanzpositionen

Bewertungsmethoden von Finanzinstrumenten

Notierte Marktpreise Mio. CHF

Bewertungsmethode auf Marktdaten basierend Mio. CHF

Bewertungsmethoden nicht auf Marktdaten basierend Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

1’671.1

111.1

0.0

1’782.2

24.3

190.2

0.0

214.5

Aktiven Handelsbestände Positive Wiederbeschaffungswerte Andere finanzielle Vermögenswerte zu Fair Value Aktien Anteilscheine Anlagefonds Zinsinstrumente1

0.9

0.0

0.0

0.9

31.7

41.6

16.8

90.1

4’513.3

4’041.1

0.0

8’554.4

125.3

0.0

1.0

126.3

10.5

1.0

0.0

11.5

607.2

204.0

0.0

811.2

220.6

957.4

0.0

1’178.0

Finanzanlagen Available-for-Sale Aktien und übrige Beteiligungen Anteilscheine Anlagefonds Zinsinstrumente Passiven Verpflichtungen aus Handelsbeständen davon kotiert Negative Wiederbeschaffungswerte Andere finanzielle Verpflichtungen zu Fair Value davon kotiert 1

707.2 31.3

330.4

0.0

361.7

0.0

8’279.7

0.0

8’279.7

7’769.4

Bei den Zinsinstrumenten mit erfolgswirksamer Fair-Value-Bewertung belief sich die Differenz zwischen dem Buchwert (Fair Value) und dem vertraglich vereinbarten Rückzahlungsbetrag bei Fälligkeit auf CHF 143.8 Mio.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

133


Anhang zur Konzernrechnung Risiken aus Bilanzpositionen

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

17.8

0.0

Investitionen

1.6

0.0

Divestitionen

(0.1)

0.0

Emissionen

0.0

0.0

Rücknahmen

0.0

0.0

In der Erfolgsrechnung erfasste Verluste

(8.0)

(1.9)

Im sonstigen Ergebnis erfasste Verluste

35 Level-3-Finanzinstrumente Bilanz Bestände am Jahresanfang

(0.1)

(0.5)

In der Erfolgsrechnung erfasste Gewinne

0.2

0.0

Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne

0.2

0.0

Umgliederung in Level 3

9.3

20.2

Umgliederung aus Level 3

0.0

0.0

Umrechnungsdifferenzen

0.0

0.0

20.9

17.8

In der Erfolgsrechnung erfasste unrealisierte Verluste

(15.8)

(1.9)

Im sonstigen Ergebnis erfasste unrealisierte Verluste

(0.5)

(0.5)

In der Erfolgsrechnung erfasste unrealisierte Gewinne

0.3

0.0

Im sonstigen Ergebnis erfasste unrealisierte Gewinne

0.2

0.0

Total Buchwert am Bilanzstichtag

Erfolg auf Beständen per Bilanzstichtag

Die Level-3-Positionen wiesen sowohl per 31-12-2010 als auch per 31-12-2009 keinen abgegrenzten «Day-1 Profit or Loss» (Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem am Transaktionstag berechneten Fair Value) auf.

134

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

36 Ausserbilanzgeschäfte

Anmerkung

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

193.4

271.6

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Eventualverpflichtungen Kreditsicherungsgarantien Gewährleistungsgarantien

(78.2)

(29)

5.8

7.5

(1.7)

(23)

Übrige Eventualverpflichtungen

398.6

289.4

109.2

38

Total

597.8

568.5

29.3

5

14.9

12.3

2.6

21

12.7

11.2

1.5

13

Unwiderrufliche Zusagen Nicht beanspruchte unwiderrufliche Zusagen davon Zahlungsverpflichtung gegenüber der Einlagensicherung

Vom Totalbetrag aus Eventualverpflichtungen und unwiderruflichen Zusagen von CHF 612.7 Mio. (Vorjahr CHF 580.8 Mio.) sind insgesamt CHF 467.8 Mio. (CHF 551.9 Mio.) durch anerkannte Sicherheiten gedeckt und CHF 144.9 Mio. (CHF 28.9 Mio.) ungedeckt.

Treuhandgeschäfte Treuhandanlagen übrige

1’588.7

2’553.5

(964.8)

Treuhandkredite

6.7

24.1

(17.4)

(72)

Andere treuhänderische Finanzgeschäfte

0.0

6.7

(6.7)

(100)

1’595.4

2’584.3

(988.9)

(38)

197.2

214.5

(17.3)

(8)

Total

Derivative Finanzinstrumente Positive Wiederbeschaffungswerte Negative Wiederbeschaffungswerte Kontraktvolumen

(38)

41, 42 544.2

361.7

182.5

50

18’898.7

20’867.4

(1’968.7)

(9)

Gerichtsverfahren Am 29. September 2010 reichte die Private Equity Holding AG, Zug, beim Handelsgericht des Kantons Zürich Klage gegen die Bank Vontobel AG, Zürich, ein. Die Private Equity Holding AG macht mit ihrer Klage im Zusammenhang mit dem Erwerb eigener Aktien von der Bank Vontobel AG im April 2000 Nichtigkeit des Erwerbs wegen Verletzung aktienrechtlicher Vorschriften geltend. Sie klagte beim Handelsgericht CHF 81.9 Mio. zuzüglich 5% Zins seit dem 16. September 2005 sowie bis dahin aufgelaufene Zinsen von CHF 13.7 Mio. ein. Die Bank Vontobel AG ist überzeugt, dass der von der Private Equity Holding AG beanstandete Aktienkauf korrekt ist. Zudem sind nach Ansicht der Vontobel-Gruppe allfällige aktienrechtliche Bereicherungsansprüche gestützt auf den Wortlaut des im August 2001 mit der Private Equity Holding AG geschlossenen Vergleichs abgegolten. Deswegen hat die Vontobel-Gruppe entschieden, keine Rückstellungen für diese Klage zu bilden und den Forderungsbetrag von CHF 117.3 Mio. inklusive Zinsen per 31. Dezember 2010 unter den Eventualverpflichtungen auszuweisen. Im Zusammenhang mit dem von B. Madoff begangenen Betrug wurden über 100 Banken und Depotstellen durch Liquidatoren von Investment-Vehikeln, die direkt oder indirekt in MadoffFonds investierten, an verschiedenen Gerichten eingeklagt. Diese Klagen richten sich an die Investoren, welche Anteile an diesen Investment-Vehikeln zwischen 2004 und 2008 zurückgegeben hatten. Die Liquidatoren fordern von diesen Investoren die Beträge zurück, die diese mit der Rückgabe seiner Ansicht nach ungerechtfertigt erhalten hätten. Da den Liquidatoren oft namentlich nur die Depotbanken der Investoren bekannt sind, haben sie die Klagen gegen diese gerichtet. Einige rechtliche Einheiten der Vontobel-Gruppe sind als Bank oder Depotstelle ebenfalls von diesen Klagen betroffen oder könnten betroffen werden. Die gegen die Vontobel-Gruppe eingeleiteten Klagen betreffen Rücknahmen von Anteilen im Wert von rund US Dollar 2.8 Mio. Die Vontobel-Gruppe erachtet beim derzeitigen Informationsstand die Wahrscheinlichkeit eines Mittelabflusses als gering.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

135


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

31-12-10 Mrd. CHF

31-12-09 Mrd. CHF

Vermögen in eigenverwalteten kollektiven Anlageinstrumenten

20.4

19.6

0.8

4

Vermögen mit Verwaltungsmandat

27.2

25.1

2.1

8

Andere verwaltete Vermögen

31.0

30.5

0.5

2

Total verwaltete Vermögen (inkl. Doppelzählungen)

78.6

75.22

3.42

5

3.6

3.7

(0.1)

(3)

5.5

2.1

3.4

162

37 Verwaltete Vermögen1

davon Doppelzählungen Netto-Neugeldzufluss/(-abfluss) 1 2

Veränderung zu 31-12-09 Mrd. CHF in %

Berechnung gemäss Tabelle Q der von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht erlassenen Richtlinien zu den Rechnungslegungsvorschriften und den internen Richtlinien der Vontobel-Gruppe Davon CHF 4.1 Mrd. aus Akquisition Commerzbank (Schweiz) AG

Verwaltete Vermögen und Netto-Neugeldzufluss/-abfluss Die Berechnung und der Ausweis der verwalteten Vermögen erfolgen nach den Richtlinien der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht zu den Rechnungslegungsvorschriften. Zu den verwalteten Vermögen zählen alle zu Anlagezwecken verwalteten oder gehaltenen Vermögenswerte von Privat-, Firmen- und institutionellen Kunden ohne Berücksichtigung von Schulden sowie die Vermögen in selbst verwalteten kollektiven Anlageinstrumenten der Gruppe. Darin enthalten sind grundsätzlich alle Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform, Fest- und Treuhandgelder sowie alle bewerteten Vermögenswerte. Vermögenswerte, welche bei Dritten deponiert sind, werden mit einbezogen, sofern sie durch eine Gruppengesellschaft verwaltet werden. Als verwaltete Vermögen werden nur diejenigen Vermögenswerte gezählt, auf welchen die Vontobel-Gruppe erheblich grössere Erträge generiert als auf Vermögenswerten, die ausschliesslich zur Aufbewahrung und Transaktionsabwicklung gehalten werden. Solche Custody-Vermögen werden separat ausgewiesen. Unter Doppelzählungen werden diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, welche in mehreren offenzulegenden Kategorien von verwalteten Vermögen gezählt werden. Darunter fallen vor allem Anteile an selbst verwalteten kollektiven Anlageinstrumenten in den Kundendepots. Der Nettozufluss resp. -abfluss von verwalteten Vermögen während einer bestimmten Periode setzt sich aus der Akquisition von Neukunden, Kundenabgängen sowie Zuund Abflüssen bei bestehenden Kunden zusammen. Darin enthalten sind auch die Aufnahme und Rückzahlung von Krediten. Die Berechnung des Netto-Neugeldzuflusses resp. -abflusses erfolgt auf Stufe «Total verwaltete Vermögen», d. h. vor Elimination der Doppelzählungen. Titel- und währungsbedingte Marktwertveränderungen, Zinsen und Dividenden, Gebührenbelastungen sowie bezahlte Kreditzinsen stellen keine Zuflüsse resp. Abflüsse dar.

38 Custody-Vermögen1 Custody-Vermögen 1

31-12-10 Mrd. CHF

31-12-09 Mrd. CHF

40.4

39.2

Veränderung zu 31-12-09 Mrd. CHF in %

1.2

Ausschliesslich zu Transaktions- und Aufbewahrungszwecken gehaltene Vermögen, bei welchen sich die Vontobel-Gruppe auf die Verwahrung sowie das Inkasso beschränkt.

136

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

3


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

Finance Lease Mio. CHF

Operating Lease Mio. CHF

31-12-10 Total Mio. CHF

31-12-09 Total Mio. CHF

Fälligkeit bis 1 Jahr

0.9

23.3

24.2

24.2

Fälligkeit 1 bis 2 Jahre

0.9

22.0

22.9

19.5

Fälligkeit 2 bis 3 Jahre

0.4

21.1

21.5

17.0

Fälligkeit 3 bis 4 Jahre

0.0

19.5

19.5

15.8

Fälligkeit 4 bis 5 Jahre

0.0

15.6

15.6

15.0

Fälligkeit über 5 Jahre

0.0

23.9

23.9

24.7

Total Mindestverpflichtungen

2.2

125.4

127.6

116.2

39 Zukünftige Verpflichtungen für Finance Lease, Operating Lease sowie den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Werten

Im Berichtsjahr sind im Sachaufwand CHF 26.4 Mio. (Vorjahr CHF 26.3 Mio.) aus Operating Lease enthalten. Bei den zukünftigen Verpflichtungen aus Operating Lease handelt es sich grösstenteils um Mietverträge für die Räumlichkeiten der Vontobel-Gruppe. Die zukünftigen Einkünfte aus Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Untermietverhältnissen beliefen sich 2010 auf CHF 0.0 Mio. (Vorjahr CHF 0.3 Mio.).

40 Kooperationsverträge zwischen der Vontobel-Gruppe und der Raiffeisen Schweiz Die seit 1994 im Anlagefondsbereich bestehende Kooperation zwischen der Vontobel-Gruppe und der Raiffeisen Schweiz (vormals Schweizer Verband der Raiffeisenbanken) wurde 2004 erweitert und am 14. Dezember 2009 bis mindestens zum 30. Juni 2017 verlängert. Im Zug des Ausbaus ihres Anlagegeschäftes entwickeln die Raiffeisen Gruppe und die Vontobel-Gruppe gemeinsam die Produktepalette und bieten an allen ihren Standorten in der Schweiz Anlagedienstleistungen von Vontobel und ausgewählten Drittanbietern an. Vontobel führt die Entwicklung und Herstellung der Produkte- und Service-Angebote für die Anlagekunden von Raiffeisen im Bereich Fonds, standardisierte Vermögensverwaltung und strukturierte Produkte aus. Der Vertrieb und die Kundenbetreuung erfolgen weiterhin durch die Raiffeisenbanken. Vontobel berät und unterstützt die Vertriebsorganisation von Raiffeisen. Die Raiffeisen Gruppe hat zudem 2005 den Wertschriftenhandel und die -abwicklung sowie die Aufbewahrung der Wertschriften an Vontobel ausgelagert. Im Weiteren stellt Vontobel ihre Handelsinfrastruktur auch der Zentralbank der Raiffeisen Gruppe zur Verfügung. Die Vontobel-Gruppe hat im Oktober 2006 die Depotverwaltung für alle Raiffeisen-Kunden im Auftrag der Raiffeisen Gruppe als Dienstleister übernommen. Zur Untermauerung der langfristig ausgelegten Partnerschaft hat sich die Raiffeisen Gruppe mit Vollzug vom 8. Dezember 2004 an der Vontobel Holding AG in Höhe von 12.5% beteiligt (weitere Angaben zur Beteiligung siehe unter Corporate Governance Seite 39f.). Gleichzeitig wurden die für die Umsetzung der Kooperation erforderlichen Verträge im Anlagegeschäft und in der Wertschriftenverwaltung unterzeichnet. Die Kooperationsverträge wurden rückwirkend auf den 1. Juli 2004 in Kraft gesetzt und am 14. Dezember 2009 für eine unbestimmte Dauer, aber mindestens bis zum 30. Juni 2017 verlängert. Eine Kündigung kann – unter Einhaltung einer ordentlichen Kündigungsfrist von 24 Monaten – erstmals auf den 30. Juni 2017 erfolgen.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

137


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

41 Offene derivative Instrumente

31-12-10

Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit bis 3 Monate 3 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Total Total PW1 NW2 PW NW PW NW PW NW PW NW Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF

Total Kontraktvolumen Mio. CHF

Zinsinstrumente Terminkontrakte inkl. FRAs

0.0

0.0

Swaps

0.1

0.7

4.2

6.0

38.3

60.6

3.2

27.2

Futures Optionen (OTC)

0.2

0.0

0.0

0.1

0.9

4.2

6.0

38.3

Terminkontrakte

21.4

27.6

5.6

8.1

Swaps

37.7

22.1

5.0

3.8

0.0

3.1

45.8

94.5

5’282.0

0.0

0.0

201.5

0.6

10.0

0.1

0.4

0.1 -

-

60.6

3.3

27.6

45.9

95.1

5’496.6

0.2

0.1

0.0

27.2

35.8

1’114.8

0.1

0.0

42.8

25.9

1’137.8

0.0

0.0

3.8

3.5

2.5

9.4

986.7

-

-

3.5

72.5

71.1

3’243.1

0.0

0.0

0.4

Optionen (Exchange traded) Total

0.0

Devisen

Futures Optionen (OTC)

1.0

1.9

1.3

3.5

0.2

0.5

60.1

51.6

11.9

15.4

0.5

0.6

0.0

0.0

2.5

22.0

1.8

26.5

0.0

0.3

2.5

22.0

1.8

26.5

0.0

0.3

Optionen (Exchange traded) Total

0.0

Edelmetalle Terminkontrakte Futures Optionen (OTC)

0.0

0.0

173.8

9.3

4.3

58.1

402.1

-

-

9.3

4.3

58.1

-

-

7.8

8.7

0.0

0.0

580.7

29.3

276.1

7’361.3

30.0

23.7

1’175.6

67.1

308.5

9’387.7

0.3

2.3

96.4

0.3

2.3

96.4

Optionen (Exchange traded) Total

-

576.3

Beteiligungstitel/Indices Terminkontrakte Swaps

0.4

4.5

0.2

1.8

8.5

1.1

Futures Optionen (OTC)

0.5

60.8

4.5

122.8

24.2

51.3

Optionen (Exchange traded)

10.8

7.7

16.3

15.3

2.9

0.7

Total

11.7

68.5

25.3

138.3

28.9

60.5

0.0

0.3

2.3

0.0

0.3

2.3

0.1

41.2

1.2

41.2

270.1

Kreditderivate Credit Default Swaps Total

-

-

-

-

-

Übrige Terminkontrakte Futures Optionen (OTC)

0.3

6.6

6.4

0.5

2.4

Optionen (Exchange traded) Total Gesamt 1 2

0.0

18.2

7.1

9.1

80.4

-

9.1

-

0.3

6.6

6.4

0.5

-

-

2.4

7.1

74.4

143.3

49.8

192.6

68.5

124.3

4.5

84.0

197.2

Positive Wiederbeschaffungswerte Negative Wiederbeschaffungswerte

138

0.0

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

98.6

544.2 18’898.7


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

31-12-09

Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit bis 3 Monate 3 bis 12 Monate 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Total Total PW1 NW2 PW NW PW NW PW NW PW NW Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF Mio. CHF

Total Kontraktvolumen Mio. CHF

Zinsinstrumente Terminkontrakte inkl. FRAs Swaps

0.1

Futures

0.0

12.2

8.8

54.1

63.7

1.3

20.2

0.0

Optionen (OTC)

0.0

0.1

0.0

0.1

0.0

12.2

8.9

54.1

63.7

8.3

9.7

12.3

10.6

0.0

0.0

14.5

9.8

1.7

1.2

-

67.7

92.7

5’804.8

0.0

0.0

228.7

0.3

65.6

0.2

0.2

0.2 -

-

1.5

20.4

67.9

93.0

6’099.1

20.6

20.3

1’512.1

16.2

11.0

1’310.1

0.0

0.0

2.9

0.7

12.1

13.7

589.0

-

-

0.7

48.9

45.0

3’414.1

0.2

0.1

8.2

Optionen (Exchange traded) Total

-

Devisen Terminkontrakte Swaps Futures Optionen (OTC)

0.5

1.3

11.4

11.6

0.2

0.1

23.3

20.8

25.4

23.4

0.2

0.1

0.2

0.1

0.0

0.0

0.0

3.3

1.6

2.6

1.4

0.8

0.2

3.4

1.6

2.6

1.4

0.8

Optionen (Exchange traded) Total

-

Edelmetalle Terminkontrakte Futures Optionen (OTC)

0.0

0.0

104.5

2.8

3.0

9.5

178.2

-

-

2.8

3.2

9.6

-

-

1.3

1.3

0.0

0.0

232.7

171.5

9’202.4

31.3

1’270.1

Optionen (Exchange traded) Total

-

290.9

Beteiligungstitel/Indices Terminkontrakte Swaps

0.2

0.2

1.1

1.1

Futures Optionen (OTC) Optionen (Exchange traded) Total

6.9

41.3

37.1

86.3

18.1

13.5

6.1

2.8

9.7

27.5

8.5

1.0

13.0

44.1

47.0

114.0

27.7

15.6

0.2

30.4

62.3

0.2

30.4

87.9

24.3

153.8

204.1 10’859.0

Kreditderivate Credit Default Swaps Total

3.1 -

-

-

3.1

-

-

-

-

0.0

3.1

70.3

0.0

3.1

70.3

Übrige Terminkontrakte Futures Optionen (OTC)

0.2

0.7

0.2

5.9

5.2

1.3

Optionen (Exchange traded) Total Gesamt 1 2

-

-

0.0

0.0

29.3

6.6

6.9

104.7

-

6.9

-

0.2

0.7

0.2

5.9

5.2

-

1.3

6.6

36.6

68.5

86.9

152.2

89.3

85.4

1.7

55.6

214.5

134.0

361.7 20’867.4

Positive Wiederbeschaffungswerte Negative Wiederbeschaffungswerte

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

139


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

42 Offene derivative Instrumente

31-12-10

PW1 Mio. CHF

Handelsinstrumente KontraktNW2 volumen Mio. CHF Mio. CHF

PW Mio. CHF

Hedginginstrumente KontraktNW volumen Mio. CHF Mio. CHF

Zinsinstrumente Terminkontrakte inkl. FRAs

0.0

0.0

3.1

45.8

94.5

5’282.0

0.1

0.6

10.0

45.9

95.1

5’496.6

Terminkontrakte

27.2

35.8

1’114.8

Swaps

42.8

25.9

1’137.8

2.5

9.4

986.7

72.5

71.1

3’243.1

0.0

0.0

0.4

4.3

58.1

402.1

4.3

58.1

576.3

7.8

8.7

270.1

Optionen (OTC)

29.3

276.1

7’361.3

Optionen (Exchange traded)

30.0

23.7

1’175.6

Total

67.1

308.5

9’387.7

Credit Default Swaps

0.3

2.3

96.4

Total

0.3

2.3

96.4

7.1

9.1

80.4

7.1

9.1

197.2

544.2

Swaps Futures Optionen (OTC)

201.5

Optionen (Exchange traded) Total

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

98.6

-

-

-

18’898.7

0.0

0.0

0.0

Devisen

Futures Optionen (OTC)

3.8

Optionen (Exchange traded) Total Edelmetalle Terminkontrakte Futures Optionen (OTC)

173.8

Optionen (Exchange traded) Total Beteiligungstitel/Indices Terminkontrakte Swaps Futures

580.7

Kreditderivate

Übrige Terminkontrakte Swaps Futures Optionen (OTC)

18.2

Optionen (Exchange traded) Total Gesamt 1 2

Positive Wiederbeschaffungswerte Negative Wiederbeschaffungswerte

140

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

31-12-09

PW1 Mio. CHF

Handelsinstrumente KontraktNW2 volumen Mio. CHF Mio. CHF

PW Mio. CHF

Hedginginstrumente KontraktNW volumen Mio. CHF Mio. CHF

Zinsinstrumente Terminkontrakte inkl. FRAs Swaps

67.7

92.7

0.2

0.3

65.6

67.9

93.0

6’099.1

Terminkontrakte

20.6

20.3

1’512.1

Swaps

16.2

11.0

1’310.1

12.1

13.7

589.0

48.9

45.0

3’414.1

0.2

0.1

8.2

3.0

9.5

178.2

3.2

9.6

290.9

1.3

1.3

153.8

Optionen (OTC)

62.3

171.5

9’202.4

Optionen (Exchange traded)

24.3

31.3

1’270.1

Total

87.9

204.1

10’859.0

3.1

70.3

-

3.1

70.3

6.6

6.9

104.7

6.6

6.9

214.5

361.7

Futures Optionen (OTC)

5’804.8 228.7

Optionen (Exchange traded) Total

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

-

134.0

-

-

-

20’867.4

0.0

0.0

0.0

Devisen

Futures Optionen (OTC)

2.9

Optionen (Exchange traded) Total Edelmetalle Terminkontrakte Futures Optionen (OTC)

104.5

Optionen (Exchange traded) Total Beteiligungstitel/Indices Terminkontrakte Swaps Futures

232.7

Kreditderivate Credit Default Swaps Total Übrige Terminkontrakte Swaps Futures Optionen (OTC)

29.3

Optionen (Exchange traded) Total Gesamt 1 2

Positive Wiederbeschaffungswerte Negative Wiederbeschaffungswerte Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

141


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

43 Personalvorsorge Für die Mehrheit der Mitarbeiter der Vontobel-Gruppe bestehen Pensionspläne. Diese Pläne können beitrags- oder leistungsorientiert sein. Für leistungsorientierte Pläne werden versicherungstechnische Berechnungen durch unabhängige Experten durchgeführt. Die Mehrheit der Mitarbeiter der Vontobel-Gruppe ist bei den Vorsorgeeinrichtungen in der Schweiz angeschlossen. Die Vorsorgeverpflichtungen werden grösstenteils durch Vorsorgevermögen von juristisch von der Vontobel-Gruppe getrennten und unabhängigen Vorsorgeeinrichtungen sichergestellt. Die Vorsorgeeinrichtungen werden von einem aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern zusammengesetzten Stiftungsrat verwaltet. Organisation, Geschäftsführung und Finanzierung des Vorsorgeplans richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften, den Stiftungsurkunden sowie den geltenden Vorsorgereglementen. Mitarbeitende und Rentenbezüger bzw. deren Hinterbliebene erhalten reglementarisch festgelegte Leistungen bei Austritt, im Alter sowie im Invaliditäts- oder Todesfall. Die Finanzierung dieser Leistungen erfolgt durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge. Unter IAS 19 werden die schweizerischen Vorsorgeeinrichtungen wegen der Mindestverzinsung, dem Mindestumwandlungssatz und der zusätzlichen Leistungspflicht im Rahmen von Sanierungen als leistungsorientierte Pläne betrachtet. Die letzte versicherungstechnische Berechnung wurde für diese Vorsorgeeinrichtungen per 1. Mai 2010 durchgeführt. Ausländische Personalvorsorgesysteme bestehen in Liechtenstein, Grossbritannien, Italien, Hong Kong, Luxemburg, Spanien, Dubai und den USA, welche alle beitragsorientiert sind. In Deutschland und Österreich bestehen vereinzelt Pensionszusagen, für welche entsprechende Rückstellungen vorgenommen wurden.

Versicherungsmathematische Daten für die leistungsorientierten Vorsorgeeinrichtungen1 Barwert der Vorsorgeverpflichtungen per 1. Januar

(574.3)

(521.2)

(23.9)

(23.4)

Zinsaufwand

(19.9)

(18.8)

Arbeitnehmerbeiträge

(11.3)

(11.1)

(Ein-)/ausgezahlte Leistungen

43.4

27.5

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

(1.2)

(1.5)

0.0

(48.8)

Plankürzung und -abgeltung

0.0

1.5

(26.9)

21.5

(614.1)

(574.3)

570.8

479.1

Erwarteter Ertrag der Aktiven

22.6

19.6

Arbeitgeberbeiträge

19.7

17.4

Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) Barwert der Vorsorgeverpflichtungen per 31. Dezember Planvermögen zu Fair Value per 1. Januar

Arbeitnehmerbeiträge Ein-/(ausgezahlte) Leistungen Unternehmenszusammenschlüsse Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) Planvermögen zu Fair Value per 31. Dezember 1

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

31-12-09 Mio. CHF

Dienstzeitaufwand

Unternehmenszusammenschlüsse

142

31-12-10 Mio. CHF

11.3

11.1

(43.4)

(27.5)

0.0

45.3

(5.8)

25.8

575.2

570.8

Vorsorgeverpflichtungen und -aufwendungen werden als negative Beträge dargestellt.


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

Planvermögen zu Fair Value Barwert der Vorsorgeverpflichtungen Deckungsüberschuss/(-lücke) Nicht erfasste versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste Nicht aktivierbare Überschüsse

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

31-12-08 Mio. CHF

31-12-07 Mio. CHF

31-12-06 Mio. CHF

575.2

570.8

479.1

516.3

476.8

(614.1)

(574.3)

(521.2)

(480.8)

(398.5)

(38.9)

(3.5)

(42.1)

35.5

78.3

64.2

31.7

82.2

6.6

(42.9)

0.0

0.0

0.0

(2.7)

(29.2)

Aktive/(Passive) Abgrenzung des Vorsorgeaufwands

25.3

28.2

40.1

39.4

6.2

Erfahrungsbedingte Anpassungen auf Planvermögen Gewinne/ (Verluste)

(5.8)

25.8

(64.5)

1.0

11.6

Erfahrungsbedingte Anpassungen auf Vorsorgeverpflichtungen (Gewinne)/Verluste

(14.8)

(14.5)

16.6

21.9

(54.7)

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Dienstzeitaufwand

(35.2)

(34.5)

Zinsaufwand

(19.9)

(18.8)

22.6

19.6

Erfassung versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste)

(0.2)

(3.2)

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

(1.2)

(1.5)

In 2008 erstmalige Anwendung von IFRIC 14 – IAS 19. Die Zahlen für 2007 wurden entsprechend angepasst.

Erwarteter Ertrag der Aktiven

Auswirkungen Plankürzung und -abgeltung Arbeitnehmerbeiträge Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne Vorsorgeaufwand für beitragsorientierte Pläne Total im Personalaufwand erfasster Vorsorgeaufwand Effektiver Erfolg der Aktiven Aktive/(Passive) Abgrenzung des Vorsorgeaufwands per 1. Januar Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne Arbeitgeberbeiträge Unternehmenszusammenschlüsse Aktive/(Passive) Abgrenzung des Vorsorgeaufwands per 31. Dezember

0.0

1.5

11.3

11.1

(22.6)

(25.8)

(3.9)

(3.5)

(26.5)

(29.3)

16.8

45.4

28.2

40.1

(22.6)

(25.8)

19.7

17.4

0.0

(3.5)

25.3

28.2

davon ausgewiesen unter Sonstige Aktiven

29.3

33.3

davon ausgewiesen unter Sonstige Passiven

(4.0)

(5.1)

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

143


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

Versicherungstechnische Annahmen (bezogen auf die Schweiz)1

31-12-10 in %

31-12-09 in %

Diskontierungssatz

2.7

3.5

Erwartete Rendite der Aktiven

4.0

4.0

Erwartete Lohnerhöhungen

2.0

2.0

Erwartete Rentenerhöhungen

0.0

0.0

20.5

18.5

Erwartete Beiträge an die Vorsorgeeinrichtungen im Folgejahr (leistungsorientierte Pläne) in Mio. CHF 1

Die erwartete Rendite der Aktiven basiert auf der angestrebten Allokation des Planvermögens und berücksichtigt sowohl die langfristige historische Performance der einzelnen Anlageklassen als auch die künftige Markteinschätzung.

Die demografischen Annahmen (z.B. Sterbe-, Invalidisierungs- und Austrittswahrscheinlichkeiten) basieren auf den technischen Grundlagen BVG 2005, welche auf Beobachtungen grosser Versichertenbestände in der Schweiz über mehrere Jahre beruhen.

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Beteiligungstitel

183.2

173.4

Schuldtitel

312.0

312.2

Immobilien

27.0

23.3

Zusammensetzung des Planvermögens

Übriges Total Planvermögen zu Fair Value davon Namenaktien der Vontobel Holding AG davon Schuldtitel der Vontobel-Gruppe davon Guthaben bei Vontobel-Gesellschaften davon an die Vontobel-Gruppe ausgeliehene Wertschriften

53.0

61.9

575.2

570.8

0.0

0.0

0.0

0.0

23.2

15.7

0.0

0.0

Planspezifische Sensitivitäten Die nachfolgende Übersicht zeigt die Auswirkungen der jeweils isolierten Veränderung von wesentlichen versicherungstechnischen Annahmen auf den Barwert der Vorsorgeverpflichtungen per 31. Dezember 2010 bzw. den erwarteten Dienstzeitaufwand für leistungsorientierte Pläne im Folgejahr. Erhöhung des Barwerts der Vorsorgeverpflichtung per 31-12-10 Mio. CHF in %

Diskontierungssatz (Reduktion um 25 Basispunkte) Erwartete Lohnerhöhungen (Erhöhung um 50 Basispunkte)

14.6

2.4

8.8

1.4

Erhöhung des erwarteten Dienstzeitaufwands im Folgejahr Mio. CHF in %

Diskontierungssatz (Reduktion um 25 Basispunkte)

0.9

3.4

Erwartete Lohnerhöhungen (Erhöhung um 50 Basispunkte)

0.4

1.3

Bei einer Reduktion der erwarteten Rendite um 50 Basispunkte würde sich der erwartete Vorsorgeaufwand des Folgejahres um CHF 2.9 Mio. bzw. 13.1% erhöhen.

144

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Anhang zur Konzernrechnung Ausserbilanzgeschäfte und andere Informationen

44 Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer bestehen in Form von Jubiläumsleistungen und Sabbatical Leave. Für diese Leistungen werden analog den leistungsorientierten Personalvorsorgeplänen versicherungstechnische Berechnungen durchgeführt und eine passive Abgrenzung gebildet. 31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

1.0

0.9

Passive Abgrenzung für Jubiläumsleistungen und Sabbatical Leave

45 Wichtigste Fremdwährungsumrechnungskurse Für die wichtigsten Währungen galten nachstehende Umrechnungskurse:

31-12-10

Jahresendkurse 31-12-09

Jahresdurchschnittskurse 2010 2009

1 EUR

1.25045

1.48315

1.37761

1.50474

1 USD

0.93210

1.03375

1.03649

1.08100

46 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

47 Dividendenausschüttung Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung der Vontobel Holding AG vom 3. Mai 2011 eine Dividendenausschüttung von CHF 1.40 je Namenaktie zu CHF 1.00 Nominalwert vorschlagen. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung von CHF 90.5 Mio.1 1

Dividendenberechtigte Aktien Stand per 31-12-10

48 Genehmigung der Konzernrechnung Der Verwaltungsrat hat die Konzernrechnung an seiner Sitzung vom 10. Februar 2011 behandelt und genehmigt. Sie wird der Generalversammlung am 3. Mai 2011 zur Bewilligung vorgelegt.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

145


Anhang zur Konzernrechnung Segmentberichterstattung

49 Grundsätze der Segmentberichterstattung Die externe Segmentberichterstattung spiegelt die Organisationsstruktur der Vontobel-Gruppe und die interne Berichterstattung an das Management. Diese bildet die Grundlage für die Beurteilung der finanziellen Performance der Segmente und die Zuteilung von Ressourcen an die Segmente. Die Segmente entsprechen folgenden Geschäftsfeldern, welche folgende Aktivitäten enthalten: Private Banking Das Private Banking umfasst Vermögensverwaltung für private Kunden, Anlageberatung, Depotverwaltung, integrale Vermögensverwaltung in Rechts-, Erbschafts- und Steuerfragen sowie Vermögenskonsolidierungen. Investment Banking Das Investment Banking konzentriert sich auf das Geschäft mit derivativen und strukturierten Produkten, den Wertschriften- und Devisenhandel, das Institutional Sales und Research, auf Corporate Finance, die Betreuung von unabhängigen Vermögensverwaltern und auf das Transaction Banking. Asset Management Das Asset Management ist auf aktives Asset Management durch Asset Allocation, Titelselektion und Multi-Manager-Ansätze spezialisiert. Die Produkte werden über Wholesale-Kanäle, direkt an institutionelle Kunden sowie über Kooperationen vertrieben. Im Rahmen einer langfristigen Kooperation erbringt Vontobel für Raiffeisen Schweiz umfassende Dienstleistungen im Anlagegeschäft. Corporate Center Die Support-Einheiten Operations, Finance & Risk sowie Group Services bilden das Corporate Center der Vontobel-Gruppe und erbringen zentrale Dienste für die Geschäftsfelder. Die Erträge und Aufwendungen sowie Aktiven und Verbindlichkeiten werden gemäss der Kundenverantwortung resp. dem Verursacherprinzip den Geschäftsfeldern zugeordnet. Sofern eine direkte Zuordnung nicht möglich ist, werden die entsprechenden Positionen im Corporate Center ausgewiesen. Ausserdem sind im Corporate Center Konsolidierungsbuchungen enthalten. Die Verrechnung von intern erbrachten Leistungen erfolgt auf der Grundlage von periodisch neu ausgehandelten Vereinbarungen, wie sie auch zwischen unabhängigen Drittparteien zustande kommen würden («at arm’s length»). Sie wird in der Zeile «Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n)» als Kostenreduktion beim Leistungserbringer und als Kostenzunahme beim Leistungsempfänger ausgeweisen.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

147


Anhang zur Konzernrechnung Segmentberichterstattung

Private Banking Mio. CHF

Ergebnisse nach Geschäftsfeldern

Investment Banking Mio. CHF

Asset Management Mio. CHF

Corporate Center Mio. CHF

Total Gruppe Mio. CHF

31-12-10 Erfolg aus dem Zinsengeschäft

26.6

10.8

0.5

15.2

53.1

Übriger Betriebsertrag

221.9

320.9

213.8

20.5

777.1

Betriebsertrag

248.5

331.7

214.3

35.7

830.2

Personalaufwand

90.1

103.6

96.2

102.4

392.3

Sachaufwand

20.3

48.0

22.9

105.0

196.2

Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n)

78.7

61.4

37.6

(177.7)

0.0

Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

2.8

2.6

8.4

48.0

61.8

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

8.1

0.6

(1.4)

(0.5)

6.8

200.0

216.2

163.7

77.2

657.1

48.5

115.5

50.6

(41.5)

173.1

Geschäftsaufwand Segmentergebnis vor Steuern Steuern

25.8

Konzernergebnis

147.3

davon Minderheitsanteile

(0.5)

Zusätzliche Informationen Segmentaktiven Segmentverbindlichkeiten Alloziertes Eigenkapital gemäss BIZ1 Verwaltete Vermögen (Mrd. CHF) Netto-Neugeld (Mrd. CHF)

939.7

12’176.9

162.3

5’022.7

18’301.6

3’976.9

10’757.7

290.0

1’773.5

16’798.1

142.3

264.0

109.3

109.5

625.1

29.6

8.2

42.5

(1.7)

78.6

1.2

0.6

3.7

n/a

Custody-Vermögen (Mrd. CHF)

40.4

Investitionen Personalbestand auf Vollzeitbasis 1

5.5 40.4

0.6

0.9

0.8

38.7

41.0

347.7

341.6

281.0

375.8

1’346.1

Die Allokation der gemäss BIZ-Standards erforderlichen Eigenmittel auf die Segmente basiert grundsätzlich auf dem Verursacherprinzip. Bei den Anforderungen für Kreditrisiken aus Bilanzaktiven erfolgt die Allokation nach analogen Regeln wie bei den publizierten Segmentaktiven. Der vorgeschriebene Abzug vom Kernkapital für immaterielle Werte in der Höhe von CHF 150.7 Mio. wurde in den obigen Zahlen in den Segmenten Private Banking, Investment Banking sowie Asset Management berücksichtigt. Die Wertanpassungen auf den eigenen Verbindlichkeiten werden dem Segment Investment Banking zugeordnet. Der Abzug vom Kernkapital für eigene Aktien in der Höhe von CHF 54.2 Mio. ist in den obigen Zahlen nicht enthalten.

Informationen zu den Regionen1

Schweiz Mio. CHF

Europa ohne Schweiz Mio. CHF

Amerika Mio. CHF

Übrige Länder2 Mio. CHF

Konsolidierungsposten Mio. CHF

Total Gruppe Mio. CHF

(1’992.9)

18’301.6

31-12-10 Betriebsertrag mit externen Kunden Aktiven Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Investitionen 1 2

Die Berichterstattung erfolgt nach dem Betriebsstättenprinzip. Vorwiegend V.A.E.

148

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

517.2

148.6

35.6

128.8

9’634.3

983.6

35.2

9’641.4

830.2

338.4

13.6

1.5

2.0

355.5

38.5

2.3

0.1

0.1

41.0


Anhang zur Konzernrechnung Segmentberichterstattung

Private Banking Mio. CHF

Ergebnisse nach Geschäftsfeldern

Investment Banking Mio. CHF

Asset Management Mio. CHF

Corporate Center Mio. CHF

Total Gruppe Mio. CHF

31-12-09 Erfolg aus dem Zinsengeschäft

16.8

6.1

1.5

21.6

46.0

Übriger Betriebsertrag

195.8

367.1

175.9

0.2

739.0

Betriebsertrag

212.6

373.2

177.4

21.8

785.0

Personalaufwand

86.6

127.4

81.1

91.7

386.8

Sachaufwand

19.2

38.1

21.0

93.6

171.9

Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n)

74.8

56.3

34.5

(165.6)

0.0

Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Werten

1.5

2.5

8.7

49.2

61.9

Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste

9.3

1.8

0.6

0.8

12.5

191.4

226.1

145.9

69.7

633.1

21.2

147.1

31.5

(47.9)

151.9

Geschäftsaufwand Segmentergebnis vor Steuern Steuern

13.6

Konzernergebnis

138.3

davon Minderheitsanteile

(0.6)

Zusätzliche Informationen Segmentaktiven Segmentverbindlichkeiten Alloziertes Eigenkapital gemäss BIZ1 Verwaltete Vermögen (Mrd. CHF) Netto-Neugeld (Mrd. CHF)

908.3

11’301.2

184.9

5’687.0

18’081.4

3’565.6

11’469.1

364.9

1’167.2

16’566.8

147.8

278.2

117.3

123.4

666.7

29.9

7.7

38.6

(1.0)

75.2

0.4

0.5

1.2

n/a

Custody-Vermögen (Mrd. CHF) Investitionen Personalbestand auf Vollzeitbasis 1

2.1

39.2

39.2

0.6

0.2

0.2

38.4

39.4

404.7

324.9

270.7

360.8

1’361.1

Die Allokation der gemäss BIZ-Standards erforderlichen Eigenmittel auf die Segmente basiert grundsätzlich auf dem Verursacherprinzip. Bei den Anforderungen für Kreditrisiken aus Bilanzaktiven erfolgt die Allokation nach analogen Regeln wie bei den publizierten Segmentaktiven. Der vorgeschriebene Abzug vom Kernkapital für immaterielle Werte in der Höhe von CHF 161.2 Mio. wurde in den obigen Zahlen in den Segmenten Private Banking, Investment Banking sowie Asset Management berücksichtigt. Die Wertanpassungen auf den eigenen Verbindlichkeiten werden dem Segment Investment Banking zugeordnet. Der Abzug vom Kernkapital für eigene Aktien in der Höhe von CHF 49.5 Mio. ist in den obigen Zahlen nicht enthalten.

Informationen zu den Regionen1

Schweiz Mio. CHF

Europa ohne Schweiz Mio. CHF

Amerika Mio. CHF

Übrige Länder2 Mio. CHF

Konsolidierungsposten Mio. CHF

Total Gruppe Mio. CHF

(1’060.3)

18’081.4

31-12-09 Betriebsertrag mit externen Kunden Aktiven Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Investitionen 1 2

508.5

122.7

23.0

130.8

9’004.0

1’014.9

141.7

8’981.1

785.0

359.2

15.7

2.1

2.0

379.0

36.4

0.9

0.0

2.1

39.4

Die Berichterstattung erfolgt nach dem Betriebsstättenprinzip. Vorwiegend V.A.E.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

149


Anhang zur Konzernrechnung Wichtigste Gruppengesellschaften

Vollkonsolidierte Gesellschaften

Aktienkapital Mio.

Beteiligung kumuliert in %

Sitz

Tätigkeit

Währung

Vontobel Holding AG

Zürich

Holding

CHF

65.0

Muttergesellschaft

Bank Vontobel AG

Zürich

Bank

CHF

149.0

100

Bank Vontobel Cayman

Grand Cayman

Bank

CHF

2.0

100

Bank Vontobel Österreich AG

Salzburg/Wien

Bank

EUR

9.6

100

München/Frankfurt/ Hamburg/Köln

Bank

EUR

40.5

100

Bank Vontobel Europe AG Bank Vontobel (Liechtenstein) AG

Vaduz

Bank

CHF

20.0

100

Vontobel Asset Management, Inc.

New York

Vermögensverwaltung

USD

6.5

100

Zürich

Holding

CHF

10.0

100

Vontobel Fonds Services AG

Zürich

Fondsleitung

CHF

4.0

100

Vontobel Fund Advisory S.A.

Luxemburg

Fondsleitung

EUR

0.14

100

Vontobel Beteiligungen AG

Vontobel Management S.A. Vontobel Europe S.A.

Luxemburg

Fondsleitung

EUR

1.5

100

Luxemburg/London/ Madrid/Mailand/Wien

Vermögensverwaltung

EUR

2.0

100

Zürich

Vermögensverwaltung

CHF

0.5

100

Zürich/New York

Broker

CHF

2.0

100

Vontobel Swiss Wealth Advisors AG Vontobel Securities AG

Frankfurt

Emissionen

EUR

0.1

100

Vontobel Financial Products Ltd.

Vontobel Financial Products GmbH

Dubai

Emissionen

USD

2.0

100

Vontobel Invest Ltd.

Dubai

Investments

CHF

1.2

100

Vontobel Asia Pacific Ltd.

Hong Kong

Financial Advisor

HKD

7.0

100

VTT-Management Trust reg.

Vaduz

Director Services

CHF

0.03

100

VT Wealth Management AG

Zürich

Vermögensverwaltung

CHF

0.8

51.0

VT Investment (Zürich) AG

Zürich

Holding

CHF

0.1

100

Harcourt Investment Consulting AG

Zürich

Alternative Investments

CHF

3.0

100

Harcourt Services AG

Zürich

Finanzdienstleistungen

CHF

0.25

100

Polaris Investment Advisory AG

Zürich

Alternative Investments

CHF

1.0

71.8 100

Harcourt Investment Consulting AB Harcourt Alternative Investmtents (US) LLC

Stockholm

Alternative Investments

SEK

0.25

Wilmington/New York

Alternative Investments

USD

0.05

100

Bridgetown

Alternative Investments

USD

0.006

100

Grand Cayman

Alternative Investments

USD

0.005

100

Hong Kong

Alternative Investments

HKD

0.950

100

Madrid

Alternative Investments

EUR

0.7

100

Alternative Investment Management Ltd. Alternative Investment Solutions Ltd. Harcourt Alternative Investments (HK) Ltd. Harcourt Investments, Agencia de Valores, S.A.

Der Stimmrechtsanteil entspricht dem Kapitalanteil. Einzig die Aktien der Vontobel Holding AG sind an der Schweizer Börse SIX kotiert. Nähere Angaben dazu siehe Seiten 2 und 168.

Assoziierte Gesellschaften und Joint Ventures Vontobel Treuhand AG Deutsche Börse Commodities GmbH

150

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

Vaduz

Treuhandgesellschaft

CHF

0.5

49.0

Frankfurt

Emissionen

EUR

1.0

16.2


Anhang zur Konzernrechnung Änderungen im Konsolidierungskreis 2010

Erstmals vollkonsolidierte Gesellschaften Gesellschaft

Währung

Aktienkapital Mio.

Beteiligung kumuliert in %

Sitz

Tätigkeit

Vontobel Swiss Wealth Advisors AG

Zürich

Vermögensverwaltung

CHF

0.5

100

VT Investment (Zürich) AG

Zürich

Holding

CHF

0.1

100

Erstmals nach der Equity Methode bewertete Beteiligungen keine

Aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedene Beteiligungen Gesellschaft

Sitz

Grund des Ausscheidens

Wien

Fusion mit Bank Vontobel Österreich AG, Salzburg

Frankfurt

Einbringung in Bank Vontobel Europe AG, München

Köln

Fusion mit Bank Vontobel Europe AG, München

Schaffhausen

Fusion mit VT Investment (Zürich) AG, Zürich

Vontobel Trust Company Cayman

Grand Cayman

Liquidation

VTC Director Services Ltd.

Grand Cayman

Liquidation

Commerzbank Oesterreich AG Vontobel Europe S.A., Niederlassung Vontobel Securities AG VT Finance AG

Namensänderungen im Berichtsjahr Gesellschaftsname neu

Sitz

Gesellschaftsname alt

Sitz

keine

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

151


Anhang zur Konzernrechnung Bankengesetzliche Vorschriften

Die Konzernrechnung der Vontobel-Gruppe wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die FINMA verlangt von in der Schweiz domizilierten Banken, welche ihre Jahresrechnung entweder nach den US GAAP oder den IFRS erstellen, wesentliche Differenzen zwischen den schweizerischen Rechnungslegungsvorschriften für Banken (Bankenverordnung und FINMARundschreiben 2008/2) und dem angewandten Rechnungslegungsstandard zu erläutern. Die wichtigsten für die Vontobel-Gruppe relevanten Unterschiede zwischen den IFRS und den schweizerischen Rechnungslegungsvorschriften sind folgende: Zur Veräusserung verfügbare Finanzanlagen («Available-for-Sale») Zur Veräusserung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden unter IFRS zum Fair Value bilanziert. Veränderungen des Fair Value werden im sonstigen Ergebnis erfasst, bis die Finanzanlage verkauft oder als wertgemindert beurteilt wird. Liegt eine Wertminderung vor, wird der bis anhin im sonstigen Ergebnis erfasste Verlust in die Erfolgsrechnung transferiert. Nach schweizerischem Recht werden solche Finanzanlagen zum Anschaffungswert oder zum tieferen Marktwert erfasst. Herabsetzungen auf den Marktwert, allfällige Wiederaufholungen sowie Gewinne und Verluste aus Veräusserungen werden im übrigen ordentlichen Erfolg ausgewiesen. Andere finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen mit erfolgswirksamer FairValue-Bewertung (Fair-Value-Option) Gemäss IFRS können Finanzinstrumente unter gewissen Bedingungen in die Kategorie andere finanzielle Vermögenswerte bzw. Verpflichtungen mit erfolgswirksamer Fair-Value-Bewertung zugeteilt werden. Diese Finanzinstrumente werden zum Fair Value bilanziert und der Erfolg wird laufend über die Erfolgsrechnung verbucht. Diese Bilanzposition kann auch Finanzinstrumente beinhalten, welche nach schweizerischem Recht entweder gemäss Niederstwertprinzip (Anschaffungswert oder tieferer Marktwert) oder zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst werden. Herabsetzungen auf den Marktwert, allfällige Wiederaufholungen sowie Gewinne und Verluste aus Veräusserungen werden im übrigen ordentlichen Erfolg ausgewiesen. Ausserordentlicher Erfolg Gemäss IFRS sind alle Erträge und Aufwendungen der ordentlichen Geschäftstätigkeit zuzuordnen. Nach schweizerischem Recht werden Erträge und Aufwendungen als ausserordentlich klassiert, wenn sie nicht wiederkehrend oder betriebsfremd sind. Abschreibungen auf Goodwill Gemäss IFRS darf Goodwill seit Anfang 2005 nicht mehr abgeschrieben werden, sondern muss mindestens einmal jährlich einer Prüfung auf Wertminderung unterzogen werden. Nach schweizerischem Recht wird Goodwill weiterhin linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben, jedoch nicht über mehr als 20 Jahre. Reserve für allgemeine Bankrisiken Gemäss IFRS sind allgemeine, nicht zweckbestimmte Rückstellungen nicht erlaubt. Nach schweizerischem Recht werden Reserven für allgemeine Bankrisiken als separate Komponente des Eigenkapitals ausgewiesen.

152

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Personal

Personalbestand (Anzahl und Vollzeitstellen)

31-12-10 FTE 1

Anzahl

31-12-09 FTE1

Sitz

Anzahl

Zürich

5

4.3

4

3.1

Vollkonsolidierte Gesellschaften Vontobel Holding AG Bank Vontobel AG Bank Vontobel Österreich AG Bank Vontobel Europe AG

Zürich

1’060

999.9

1’087

1’037.4

Salzburg

49

44.0

48

43.8

München

75

72.9

56

52.3

Bank Vontobel (Liechtenstein) AG

Vaduz

13

11.8

14

12.8

Vontobel Asset Management, Inc.

New York

41

41.0

35

34.6

Vontobel Fonds Services AG

Zürich

13

12.3

14

12.7

Harcourt-Gruppe

Zürich

66

64.1

72

69.1

übrige Konzerngesellschaften Total 1

96

95.8

97

95.3

1’418

1’346.1

1’427

1’361.1

«Full time equivalents»: Anzahl Mitarbeiter, auf Vollzeitstellen umgerechnet

Weiblich

Männlich

31-12-10 Total

Weiblich

Männlich

31-12-09 Total

495

923

1’418

507

920

1’427

Schweiz

382

779

1’161

403

777

1’180

Ausland

113

144

257

104

143

247

Entwicklung Personalbestand Anzahl Mitarbeiter Aufteilung nach Domizil

Zahlen inklusive Lernende

Weitere Angaben zur Personalentwicklung finden sich im Abschnitt «Nachhaltigkeit in der Vontobel-Gruppe» ab Seite 17.

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

153


Bericht des Konzernprüfers

Ernst & Young AG Belpstrasse 23 CH-3001 Bern

Telefon +41 58 286 61 11 Fax +41 58 286 68 18 www.ey.com/ch

An die Generalversammlung der

Vontobel Holding AG, Zürich

Bern, 10. Februar 2011

Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung Als Revisionsstelle haben wir die Konzernrechnung (Seiten 64 bis 152) der Vontobel Holding AG für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards sowie den International Standards on Auditing vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den IFRS und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.

Ernst & Young AG

Iqbal Khan

Dr. Philippe Wüst

Zugelassener Revisionsexperte (Leitender Revisor)

Zugelassener Revisionsexperte Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

155


Vontobel Holding AG

Kommentar zur Gesch채ftsentwicklung

158

Die wichtigsten Zahlen

159

Erfolgsrechnung

160

Bilanz

162

Eigenkapital/Anhang zur Jahresrechnung

164

Antrag an die Generalversammlung

166

Bericht der Revisionsstelle

167

Vontobel-Gruppe, Gesch채ftsberichte 2010

157


Vontobel Holding AG Kommentar zur Geschäftsentwicklung

Die Vontobel Holding AG weist für das Geschäftsjahr 2010 einen nahezu unveränderten Jahresgewinn von CHF 131.4 Mio. aus. Die Einnahmen der Holding-Gesellschaft stammen grösstenteils aus den ausgeschütteten Vorjahresgewinnen (Dividenden) ihrer operativen Tochtergesellschaften. Der Betriebsertrag 2010 nahm gegenüber dem Vorjahr um 29% auf CHF 193.9 Mio. ab. Der Rückgang begründet sich mit dem Wegfall eines einmaligen Ertrags: 2009 wurde der Ertrag aus dauernden Beteiligungen aufgrund der teilweisen Substanzausschüttung der Vontobel Beteiligungen AG aus der im Rahmen einer Umtauschtransaktion erworbenen MicroValue AG stark begünstigt. Gleichzeitig bedingte dies 2009 eine Abschreibung auf der Vontobel Beteiligungen AG. Im Berichtsjahr fielen hingegen keine einmaligen Abschreibungen an. Infolgedessen entwickelte sich auch der Betriebsaufwand rückläufig, und zwar um 56% auf CHF 62.0 Mio. Es resultiert ein unverändertes Betriebsergebnis von CHF 131.9 Mio. 2010 waren keine nennenswerten ausserordentlichen Erträge oder Aufwendungen zu verzeichnen. Mit Blick auf das um 7% höhere Konzernergebnis 2010 von CHF 147.3 Mio. beantragt der Verwaltungsrat der Vontobel Holding AG der Generalversammlung vom 3. Mai 2011 die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von CHF 1.40 pro Namenaktie. Das Aktienkapital der Gesellschaft beträgt CHF 65.0 Mio., eingeteilt in 65 Mio. Namenaktien zu CHF 1.00 Nominalwert. Am 31. Dezember 2010 waren davon 64’612’611 Titel dividendenberechtigt.

158

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Vontobel Holding AG Die wichtigsten Zahlen

Die wichtigsten Zahlen Jahresgewinn Pro Namenaktie in CHF1 Ordentliche Dividende in % Dividende pro Namenaktie in CHF Eigenkapital (vor Gewinnverwendung) Pro Namenaktie in CHF1 Total Betriebsertrag Ertrag aus dauernden Beteiligungen Total Betriebsaufwand Finanzaufwand

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

131.4

132.5

(1.1)

(1)

2.03

2.05

(0.02)

(1)

140 2

140

1.40 2

1.40

0.0

0

900.0

859.1

40.9

5

13.93

13.27

0.66

5

193.9

273.8

(79.9)

(29)

167.4

260.4

(93.0)

(36)

62.0

142.0

(80.0)

(56)

3.3

4.7

(1.4)

(30)

Sach- und Personalaufwand

26.5

23.7

2.8

12

Abschreibungen und Rückstellungen

32.0

111.9

(79.9)

(71)

Bilanzsumme

1’444.9

1’394.5

50.4

4

Aktienkapital

65.0

65.0

0.0

0

Beteiligungen

1’282.3

1’255.7

26.6

2

15.8

16.7

Rendite des durchschnittlichen Eigenkapitals (ROE) in % 1 2

31-12-10 Mio. CHF

Dividendenberechtigte Aktien per Jahresende Gemäss Antrag an die Generalversammlung

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

159


Vontobel Holding AG Erfolgsrechnung

Betriebsergebnis

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

23.3

8.3

15.0

181

Betriebsertrag Kommissionsertrag Konzern Verschiedener Ertrag

1.1

2.6

(1.5)

(58)

24.4

10.9

13.5

124

Zinsertrag Konzern

1.6

0.7

0.9

129

Zinsertrag übrige

0.0

0.0

0.0

Zins- und Dividendenertrag aus Finanzanlagen

0.0

0.1

(0.1)

1.6

0.8

0.8

100

0.4

0.9

(0.5)

(56)

167.4

260.4

(93.0)

(36)

(0.1)

0.0

(0.1)

167.7

261.3

(93.6)

(36)

Total Ertrag aus Leistungen

Subtotal Zins- und Dividendenertrag Wertschriftenertrag und Erfolg aus Absicherung Ertrag aus dauernden Beteiligungen Devisenerfolg Subtotal Handels- und Beteiligungsertrag Gewinne aus Veräusserungen von Anlagevermögen

(100)

0.2

0.8

(0.6)

(75)

Total Finanzertrag

169.5

262.9

(93.4)

(36)

Total Betriebsertrag

193.9

273.8

(79.9)

(29)

Zinsaufwand Konzern

2.6

3.8

(1.2)

(32)

Zinsaufwand Obligationenanleihen

0.7

0.8

(0.1)

(13)

3.3

4.6

(1.3)

(28)

0.0

0.1

(0.1)

(100)

3.3

4.7

(1.4)

(30)

Betriebsaufwand

Subtotal Zinsaufwand Kommissionsaufwand Total Finanzaufwand Raumaufwand, Mobiliar PR, Werbung, Geschäftsbericht, Beratung und Revision Übrige Geschäfts- und Bürokosten Total Sachaufwand Personalkosten Sozialleistungen und Pensionskasse

0.1

0.1

0.0

0

20.6

18.3

2.3

13

0.5

0.3

0.2

67

21.2

18.7

2.5

13

5.0

4.6

0.4

9 (25)

0.3

0.4

(0.1)

5.3

5.0

0.3

6

29.0

111.9

(82.9)

(74)

Abschreibungen auf Sachanlagen

0.0

0.0

0.0

Abschreibungen und Rückstellungen übrige

3.0

0.0

3.0

Total ordentliche Abschreibungen und Rückstellungen

32.0

111.9

(79.9)

(71)

0.2

1.7

(1.5)

(88)

62.0

142.0

(80.0)

(56)

131.9

131.8

0.1

0

Total Personalaufwand Abschreibungen auf Finanzanlagen

Total übriger Betriebsaufwand Total Betriebsaufwand Betriebsergebnis

160

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Vontobel Holding AG Erfolgsrechnung

Jahresgewinn

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Betriebsergebnis

Ver채nderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

131.9

131.8

0.1

0

Ausserordentlicher Ertrag

0.1

1.2

(1.1)

(92)

Total ausserordentlicher Ertrag

(92)

0.1

1.2

(1.1)

Ausserordentlicher Aufwand

0.0

0.0

0.0

Total ausserordentlicher Aufwand

0.0

0.0

0.0

Total Steueraufwand

0.6

0.5

0.1

20

131.4

132.5

(1.1)

(1)

Jahresgewinn

Vontobel-Gruppe, Gesch채ftsberichte 2010

161


Vontobel Holding AG Bilanz

Aktiven

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

0.0

0.0

0.0

Umlaufvermögen Kasse Banken Konzern

8.1

2.1

6.0

286

8.1

2.1

6.0

286

Forderungen Konzern

0.0

0.0

0.0

Andere Forderungen

0.0

0.1

(0.1)

(100)

Total Forderungen

0.0

0.1

(0.1)

(100)

Total Wertschriften

2.4

1.9

0.5

26

Total Rechnungsabgrenzungen

9.2

0.1

9.1

19.7

4.2

15.5

Total flüssige Mittel

Total Umlaufvermögen

369

Anlagevermögen Banken Konzern

0.0

0.0

0.0

131.9

128.4

3.5

3

11.0

6.2

4.8

77

Beteiligungen

1’282.3

1’255.7

26.6

2

Total Finanzanlagen

1’425.2

1’390.3

34.9

3

Forderungen Konzern Wertschriften

0.0

0.0

0.0

Total Sachanlagen

Mobilien

0.0

0.0

0.0

Total immaterielles Anlagevermögen

0.0

0.0

0.0

Total Anlagevermögen

1’425.2

1’390.3

34.9

Total Aktiven

1’444.9

1’394.5

50.4

4

5.0

1.4

3.6

257

davon nachrangige Konzernforderungen

162

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

3


Vontobel Holding AG Bilanz

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

Banken Konzern

0.0

0.0

Banken übrige

0.0

0.0

0.0

Verbindlichkeiten

0.1

0.4

(0.3)

Passiven

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Fremdkapital

Rechnungsabgrenzungen

0.0 (75)

4.8

4.8

0.0

0

Total kurzfristige Verbindlichkeiten

4.9

5.2

(0.3)

(6)

Obligationenanleihen

0.0

25.0

(25.0)

(100)

Banken Konzern

335.0

480.0

(145.0)

(30)

Kunden Konzern

180.0

0.0

180.0

Langfristige Verbindlichkeiten

0.0

0.0

0.0

25.0

25.2

(0.2)

(1)

Total langfristige Verbindlichkeiten/Rückstellungen

540.0

530.2

9.8

2

Total Fremdkapital

544.9

535.4

9.5

2

Rückstellungen

Eigenkapital Aktienkapital

65.0

65.0

0.0

0

162.0

162.0

0.0

0

Reserven aus Kapitaleinlagen

47.8

47.8

0.0

0

Reserve für eigene Aktien

54.1

49.0

5.1

10

263.9

258.8

5.1

2

Allgemeine Reserven

Total gesetzliche Reserven Andere Reserven Gewinnvortrag

0.9

6.0

(5.1)

(85)

438.8

396.8

42.0

11

Jahresgewinn

131.4

132.5

(1.1)

(1)

Total Bilanzgewinn

570.2

529.3

40.9

8

Total Eigenkapital

900.0

859.1

40.9

5

1’444.9

1’394.5

50.4

4

Total Passiven

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

163


Vontobel Holding AG Eigenkapital/Anhang zur Jahresrechnung

Vorbehältlich der Annahme des Antrages des Verwaltungsrates über die Verwendung des Bilanzgewinns per 31. Dezember 2010 ergibt sich die folgende Zusammensetzung des Eigenkapitals:

Eigenkapital

31-12-10 Mio. CHF

Aktienkapital Gesetzliche Reserven Andere Reserven

31-12-09 Mio. CHF

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

65.0

65.0

0.0

0

263.9

258.8

5.1

2

0.9

6.0

(5.1)

(85)

Gewinnvortrag

479.7

438.8

40.9

9

Eigenkapital nach Gewinnverwendung1

809.5

768.6

40.9

5

31-12-10 Mio. CHF

31-12-09 Mio. CHF

9’222.2

9’161.8

60.4

1

Stand per 31-12-10. Effektiver Betrag wird nach der Dividendenausschüttung im Mai 2011 ermittelt.

Anhang zur Jahresrechnung

Veränderung zu 31-12-09 Mio. CHF in %

Gesamtbetrag der Bürgschaften, Garantieverpflichtungen und Pfandbestellungen zugunsten Dritter: Garantieverpflichtungen und nicht liberiertes Kapital aus Beteiligungen Pfandbestellungen zugunsten Dritter Securities Lending gegenüber Konzerngesellschaften

1

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

21.5

10.2

11.3

111

21.5

10.2

11.3

111

keine

keine

Gesamtbetrag der zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändeten oder abgetretenen Aktiven sowie der Aktiven unter Eigentumsvorbehalt: zugunsten Bank Vontobel AG verpfändete Aktiven davon beanspruchter Kredit Gesamtbetrag der nicht bilanzierten Leasingverbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen: Die Sozialleistungen wurden bezahlt, und die Vontobel Holding AG beanspruchte keinen Kredit bei der Vorsorgeeinrichtung. Beträge, Zinssätze und Fälligkeiten der von der Gesellschaft ausgegebenen Anleihensobligationen: Siehe Anhang Konzernrechnung, Anmerkung 23

164

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Vontobel Holding AG Anhang zur Jahresrechnung

31-12-10 Bilanzwert Mio. CHF

31-12-09 Bilanzwert Mio. CHF

Wichtigste Beteiligungen: Bank Vontobel AG

394.2

394.2

Bank Vontobel (Liechtenstein) AG

20.0

20.0

Bank Vontobel Österreich AG

56.6

54.0

Bank Vontobel Europe AG

73.6

74.9

Bank Vontobel Cayman

0.0

19.0

Vontobel Fonds Services AG

4.0

4.0

Vontobel Fund Advisory S.A.

0.2

0.2

460.3

460.3

Vontobel Beteiligungen AG Vontobel Asset Management, Inc. Vontobel Financial Products Ltd. Dubai Harcourt Investment Consulting AG Andere

5.8

5.8

62.3

2.3

187.2

187.2

18.1

33.8

Weitere Angaben zu den wesentlichen Beteiligungen siehe Konzernrechnung Seite 150 Gesamtbetrag der aufgelösten Wiederbeschaffungsreserven und der darüber hinausgehenden stillen Reserven, soweit er die neu gebildeten derartigen Reserven übersteigt: Es fand keine wesentliche Auflösung von stillen Reserven statt. Wiederbeschaffungsreserven bestehen keine. Angaben über Erwerb, Veräusserung und Anzahl der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien, einschliesslich Transaktionen bei Mehrheitsbeteiligungen: Zu weiteren Käufen und Verkäufen siehe Anhang Konzernrechnung, Anmerkung 26 Verbindlichkeiten: Siehe Anhang Konzernrechnung, Anmerkung 22 bis 24 Betrag der genehmigten oder bedingten Kapitalerhöhung: Siehe Anhang Konzernrechnung, Anmerkung 26 Angaben über den Kreis der Aktionäre im Sinne von Art. 663c OR: Siehe Konzernrechnung Seite 39 Angaben zu Vergütungen, Darlehen/Kredite und Beteiligungen von Mitgliedern des Verwaltungsrates sowie der Gruppenleitung nach Art. 663bbis OR und Art. 663c OR: Siehe Konzernrechnung Anmerkungen 28 bis 30 Angaben zur Durchführung Risikobeurteilung: Siehe Konzernrechnung Kapitel Risikomanagement und Risikokontrolle, Seiten 81 bis 96. Angaben zur Durchführung des Internen Kontrollsystems (IKS): Siehe Konzernrechnung Seite 95f. Weitere Angaben in der Konzernrechnung auf den Seiten 63 bis 153

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

165


Vontobel Holding AG Antrag an die Generalversammlung

Antrag an die Generalversammlung Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung vom 3. Mai 2011 folgende Verwendung des Bilanzgewinns vor: Mio. CHF

Jahresgewinn

131.4

Gewinnvortrag Vorjahr

438.8

Verfügbarer Bilanzgewinn

570.2

Dividende 140% (dividendenberechtigtes Kapital CHF 64.6 Mio.)1

90.5

Zuweisung an die allgemeine Reserve Zuweisung an andere Reserven Vortrag auf neue Rechnung

479.7

Verfügbarer Bilanzgewinn

570.2

1

Stand per 31-12-10. Effektiver Betrag wird nach der Dividendenausschüttung im Mai 2011 ermittelt.

Dividendenausschüttung Die Dividende wird bei der Genehmigung des Antrags wie folgt ausbezahlt:

Dividende je Namenaktie zu CHF 1.00 Nominalwert (in CHF) Coupon Nummer

166

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

1.40 10

Datum Ex-Dividende

05. Mai 2011

Dividendenstichtag

09. Mai 2011

Auszahlungsdatum

10. Mai 2011


Bericht der Revisionsstelle

Ernst & Young AG Belpstrasse 23 CH-3001 Bern

Telefon +41 58 286 61 11 Fax +41 58 286 68 18 www.ey.com/ch

An die Generalversammlung der

Vontobel Holding AG, Zürich

Bern, 10. Februar 2011

Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang Seiten 160 bis 166) der Vontobel Holding AG für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Ernst & Young AG

Iqbal Khan

Dr. Philippe Wüst

Zugelassener Revisionsexperte (Leitender Revisor)

Zugelassener Revisionsexperte Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010

167


Informationen für die Aktionäre

Informationen zur Namenaktie Vontobel Holding AG ISIN

CH001 233 554 0

Valor

1 233 554

Nominalwert

CHF 1.00

Tickersymbole Börsenkotierung

Bloomberg

Reuters

Telekurs

SIX (Schweizer Börse)

VONN SW

VONTZn.S

VONN

Kreditratings

Bank Vontobel AG

Vontobel Holding AG

A-1

A-1 A

Standard & Poor’s

Short-Term Long-Term

A+

Moody’s

Short-Term

Prime-1

Long-Term

A1

A2

Wichtige Termine Generalversammlung 2011

3. Mai 2011

Ergebnisse Halbjahresabschluss 2011

10. August 2011

Ergebnisse Jahresabschluss 2011

16. Februar 2012

Generalversammlung 2012

24. April 2012

Investor Relations Susanne Borer Telefon +41 (0)58 283 73 29 Christian Wälti Telefon +41 (0)58 283 63 38 E-Mail investor.relations@vontobel.ch

Media Relations Michael Pfister, Group Communications Telefon +41 (0)58 283 72 24 E-Mail media.relations@vontobel.ch

Vontobel Holding AG Gotthardstrasse 43 CH-8022 Zürich Telefon +41 (0)58 283 59 00 Internet www.vontobel.com Corporate Governance www.vontobel.com/de/group/investor_and_media_relations/ corporate_governance/ Nachhaltigkeit www.vontobel.com/nachhaltigkeit

Dieser Bericht erscheint auch in Englisch. Die deutsche Ausgabe ist verbindlich.

168

Vontobel-Gruppe, Geschäftsberichte 2010


Unsere Standorte

Schweiz Zürich Vontobel Holding AG Gotthardstrasse 43 CH-8022 Zürich Telefon +41 (0)58 283 59 00 www.vontobel.com Bank Vontobel AG Gotthardstrasse 43 CH-8022 Zürich Telefon +41 (0)58 283 71 11 Vontobel Swiss Wealth Advisors AG Tödistrasse 17 CH-8022 Zürich Telefon +41 (0)44 287 81 11 Vontobel Fonds Services AG Gotthardstrasse 43 CH-8022 Zürich Telefon +41 (0)58 283 74 77 Vontobel Securities AG Gotthardstrasse 43 CH-8022 Zürich Telefon +41 (0)58 283 71 11

Vontobel Financial Products GmbH Kaiserstrasse 6 D-60311 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 297 208 11 Hamburg Bank Vontobel Europe AG Niederlassung Hamburg Sudanhaus Grosse Bäckerstrasse 13 D-20095 Hamburg Telefon +49 (0)40 638 587 0 Köln Bank Vontobel Europe AG Niederlassung Köln Auf dem Berlich 1 D-50667 Köln Telefon +49 (0)221 20 30 00 München Bank Vontobel Europe AG Alter Hof 5 D-80331 München Telefon +49 (0)89 411 890 0

Österreich Salzburg Bank Vontobel Österreich AG Rathausplatz 4 A-5024 Salzburg Telefon +43 (0)662 8104 0 Wien Bank Vontobel Österreich AG Kärntner Strasse 51 A-1010 Wien Telefon +43 (0)1 513 76 40 Vontobel Europe S.A. Niederlassung Wien Kärntner Strasse 51 A-1010 Wien Telefon +43 (0)1 513 76 40 Spanien Vontobel Europe S.A. Sucursal en España Paseo de la Castellana, 40 bis - 6º E-28046 Madrid Telefon +34 91 520 95 34

Grossbritannien Vontobel Europe S.A. London Branch Third Floor 22 Sackville Street London W1S 3DN UK Telefon +44 207 255 83 00

USA Vontobel Asset Management, Inc. 1540 Broadway, 38th Floor New York, NY 10036, USA Telefon +1 212 415 70 00 www.vusa.com

Hong Kong Vontobel Asia Pacific Ltd. 2301 Jardine House 1 Connaught Place, Central, Hong Kong Telefon +852 3655 3990

Vontobel Securities Ltd. New York Branch 1540 Broadway, 38th Floor New York, NY 10036, USA Telefon +1 212 792 58 20

Basel Bank Vontobel AG St. Alban-Anlage 58 CH-4052 Basel Telefon +41 (0)58 283 21 11

Italien Vontobel Europe S.A. Milan Branch Piazza degli Affari, 3 I-20123 Milano Telefon +39 02 6367 3411

V.A.E. Vontobel Financial Products Ltd. Liberty House, Office 913 Dubai International Financial Centre P.O. Box 506814 Dubai, U.A.E. Telefon +971 (4) 703 85 00

Bern Bank Vontobel AG Spitalgasse 40 CH-3011 Bern Telefon +41 (0)58 283 22 11

Liechtenstein Bank Vontobel (Liechtenstein) AG Pflugstrasse 20 FL-9490 Vaduz Telefon +423 236 41 11

Genf Bank Vontobel AG Place de l’Université 6 CH-1205 Genève Telefon +41 (0)22 809 90 90

Vontobel Treuhand AG Pflugstrasse 20 FL-9490 Vaduz Telefon +423 236 41 80

VT Wealth Management AG Tödistrasse 27 CH-8002 Zürich Telefon +41 (0)44 287 17 00 www.vtwealth.ch Harcourt Investment Consulting AG Stampfenbachstrasse 48 CH-8006 Zürich Telefon +41 (0)44 365 10 00 www.harcourt.ch

Luzern Bank Vontobel AG Schweizerhofquai 3a CH-6002 Luzern Telefon +41 (0)41 249 31 11 Deutschland Frankfurt am Main Bank Vontobel Europe AG Niederlassung Frankfurt am Main Kaiserstrasse 6 D-60311 Frankfurt am Main Telefon +49 (0)69 297 208 0

Vontobel Invest Ltd. Liberty House, Office 913 Dubai International Financial Centre P.O. Box 506814 Dubai, United Arab Emirates Telefon +971 (4) 703 85 00

Luxemburg Vontobel Europe S.A. 1, Côte D’Eich L-1450 Luxemburg Telefon +352 26 34 74 1 Vontobel Management S.A. 1, Côte D’Eich L-1450 Luxemburg Telefon +352 26 34 74 40

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