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68. 68. Jahrgang Jahrgang April Mai2020; 2020;Einzelpreis EinzelpreisEUR EUR4,00 4,00Sponsoring SponsoringPost; Post;Entgelt Entgeltbezahlt; bezahlt;Verlagspostamt Verlagspostamt1060 1060Wien, Wien,GZ: GZ:02 02ZZ031235 031235SS

Post und Philatelie in Ă–sterreich

DIE

BRIEFMARKE

Reinigung durch Rasteln und Räuchern

Post & Seuchen

Postmeister eines Weltreiches

Familie Taxis

5/2020


AKTUELLES

Aus dem Vereinsrecht: Prüft die Vereinsbehörde bei einer mitgeteilten Statutenänderung die gesamten Statuten? Die Vereinsbehörde prüft konkret das, was im Rahmen einer Statutenänderung geändert wird. Sofern daher nur Teile der Statuten betroffen sind, wird die Vereinsbehörde auch nur die Änderung dieser Teile der Statuten prüfen. Die Vereinsbehörde kann und darf nur die konkrete Änderung prüfen, da alles andere ja bereits rechtlich gilt und von der Behörde im Nachhinein nicht beanstandet werden kann. Anders ist der Fall gelagert, wenn die gesamten Statuten überarbeitet und geändert werden, hier wird die Vereinsbehörde die Statuten zur Gänze prüfen. Daher ist es wichtig, bei der Mitteilung der beschlossenen Statutenänderung der Vereinsbehörde genau zu sagen, in welchem Punkt bzw. in welchen Punkten der Statuten die Änderungen stattgefunden haben.

Gibt es Mindestanforderungen der Protokollführung bei einer Mitgliederversammlung und wie lange müssen Wahlunterlagen aufbewahrt werden? Nachdem das Vereinsgesetz keine verpflichtende Protokollführung während einer Mitgliederversammlung vorsieht, findet sich auch keine Regelung über den Mindestinhalt eines derartigen Protokolls. Gleiches gilt für die Aufbewahrungsfristen von Wahlunterlagen, auch hier findet sich keine Frist im Vereinsgesetz. Daher sind in beiden Fällen die entsprechenden Statutenregelungen – falls vorhanden – maßgebend. Es ist zweckmäßig, eine Mitgliederversammlung zu protokollieren und die im Rahmen dieser Versammlung abgehandelten Tagesordnungspunkte sowie die Anzahl der teilnehmenden Mitglieder festzuhalten. Bei wichtigen Themen, wie bei der Beschlussfassung in der Mitgliederversammlung, ist eine detaillierte Protokollierung zu empfehlen. Bei der Aufbewahrung von Wahlunterlagen ist es im Allgemeinen ratsam, die Wahlunterlagen zumindest für ein Jahr aufzubewahren. Sollte die Wahl angefochten werden, so ist eine Aufbewahrung der Wahlunterlagen bis zum Abschluss des Streits jedenfalls zu empfehlen.

Der Vereinssitz soll verlegt werden, was ist zu beachten? Wo ein Verein seinen Sitz hat, regeln die Statuten. Wenn der Vereinssitz beispielsweise von Innsbruck nach Wien verlegt werden soll, müsste die nächste Generalversammlung eine Statutenänderung beschließen. Achtung! Eine nicht durch entsprechende Statutenänderung gedeckte Sitzverlegung ist rechtswidrig und letztlich ein Auflösungsgrund. Die Adressänderung und die Statutenänderung sind der (bisher) zuständigen Vereinsbehörde anzuzeigen. Die für die Sitzverlegung zuständige Vereinsbehörde wäre in unserem Beispiel die Landespolizeidirektion Tirol. Nach der Sitzverlegung ist die Landespolizeidirektion Wien die zuständige Vereinsbehörde. Die ZVR-Nummer oder die Steuernummer ändern sich durch die Verlegung des Vereinssitzes nicht.

Auf was muss ich achten, wenn ich als Vorstandsmitglied meinen Rücktritt erkläre? Grundsätzlich richtet sich die Form des Rücktritts nach den Vereinsstatuten. In der Regel enthalten die Vereinsstatuten die Bestimmung, dass der Rücktritt eines Vorstandsmitglieds dem (verbleibenden) Vorstand (schriftlich) bekanntzugeben ist. Auch wenn die Statuten zur Form des Rücktritts schweigen, reicht die Erklärung des Rücktritts des Vorstandsmitgliedes gegenüber den verbleibenden Vorstandsmitgliedern aus. Die Bestimmung, die sich oft in den Statuten findet, wonach der Rücktritt erst mit der Wahl oder Kooptierung eines neuen Mitglieds wirksam wird, ist als nichtig zu betrachten. Ein Vorstandsmitglied kann daher jederzeit seinen Rücktritt erklären. Problematisch kann der Rücktritt nur werden, wenn er zur "Unzeit" erfolgt, also dem Verein durch den Rücktritt ein Schaden entsteht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Vorstandsmitglied während laufender Vertragsverhandlungen zurücktritt und der Vertragsabschluss dadurch scheitert. In einem solchen Fall könnte das Vorstandmitglied für den Schaden haftbar werden. In der Regel empfiehlt es sich, den anderen Mitgliedern des Leitungsorgans den geplanten Rücktritt anzukündigen und gleichzeitig anzubieten, für eine gewisse Zeit das Amt weiter auszuüben. Damit haben die übrigen Mitglieder des Leitungsorgan genügend Zeit einen Ersatz für das Vorstandsmitglied zu finden und – sofern die Statuten das Recht der Kooptierung vorsehen – das neue Mitglied zu kooptieren. _________________________________________________________________________________________________________________ Eine Information als Service der Vereine. Medieninhaber: Dr. Thomas Höhne, In der Maur & Partner Rechtsanwälte GmbH & Co KG, Mariahilfer Straße 20, A-1070 Wien / Telefon (43 - 1) 521 75 – 0 / www.h-i-p.at

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DIE BRIEFMARKE 5|2020


AKTUELLES

WICHTIGE HINWEISE für kommende Veranstaltungen: Veranstaltungen: Bitte beachten Sie, dass aufgrund der aktuellen Situation bei allen angekündigten Veranstaltungen vom Interessenten hinterfragt werden muss, ob sie wirklich stattfinden. Belege und Sonderstempel: Auch wenn Veranstaltungen verschoben oder abgesagt werden müssen, sind die Sonderstempel und die vorgesehenen Belege möglicherweise beim jeweiligen Veranstalter erhältlich – bitte unbedingt dort anfragen.

Sonderpostamt mit Philatelietag im VÖPh Mittwoch, 27. Mai 2020 von 9–13 Uhr – ABGESAGT! Im VÖPh, Getreidemarkt 1, 1060 Wien

Die Philatelietagsreihe „Wiener Straßenbahnen“ wird zur Freude der Sammler dennoch ungehindert weitergeführt. So können Sie die „Philatelietagsmarke VÖPh Mai 2020“ – diesmal ausschließlich durch entsprechende schriftliche Bestellung – bei der Verkaufsstelle Ost erwerben. Bestellung an: Österreichische Post AG, Sammler-Service, Steinheilgasse 1, 1210 Wien oder sammler-service@post.at. Das passende Kuvert PHT-5 ist wie gehabt im VÖPh-Büro erhältlich. Bestellung telefonisch unter +43 1 5876469 oder per Mail an office.voeph@voeph.at.

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Leider sind alle Veranstaltungen der Österreichischen Post AG bis Ende Juni abgesagt – so auch das für 27. Mai geplante Sonderpostamt mit Philatelietag im VÖPh. Serie „Wiener Straßenbahnen“ - Ausgabe Mai 2020

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Wie bekannt, musste der TAG DER OFFENEN TÜR Im VÖPh aufgrund der aktuellen Lage auf Herbst 2020 verschoben werden. Dadurch ergibt sich für unsere Sammler jedoch zumindest die Möglichkeit, eine philatelistische Besonderheit zu erwerben:

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Bestellungen im VÖPh-Büro solange der Vorrat reicht. +43 1 5876469 (Mo-Do 9-15h) oder office.voeph@voeph.at.

In eigener Sache: VÖPh-Bibliothek

Die Bibliothek ist situationsbedingt voraussichtlich bis Ende Mai geschlossen. Interessenten der Bibliothek werden gebeten, sich jedenfalls vor einem geplanten Besuch unter +43 1 5876469 zu vergewissern, ob die Bibliothek geöffnet ist. Wir danken für Ihr Verständnis.

DIE BRIEFMARKE 5|2020

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AKTUELLES

Taxis: Postmeister eines Weltreiches

Vor 500 Jahren wurde J. B. von Taxis Generalpostmeister

© Tourismusverband Lombardei

© gemeinfrei / Wikipedia

Der 14. Juni 1520 markiert einen zentralen Meilenstein für die historische Bedeutung der Familie Taxis – der späteren Familie Thurn und Taxis. Damals erhielt Johann Baptist von Taxis jene Urkunde, die ihn zum „Generalpostmeister aller Königreiche und Herrschaftsgebiete“ des Kaisers ernannte. Dieser Kaiser war kein Geringerer als Karl V., in dessen Reich die Sonne nie unterging.

Cornello di Tasso in der Nähe von Camerata Cornello, dem Geburtsort des Johann Baptist von Taxis

Formal war Taxis somit zuständig für die Post in ganz Westund Zentraleuropa (mit Ausnahme Frankreichs) sowie für die Post Italiens (mit Ausnahme des Kirchenstaates). Johann Baptist von Taxis war der Neffe von Franz von Taxis, dem ersten Generalpostmeister, den noch Kaiser Maximilian und sein Sohn Philipp I., der Schöne, ernannten. Nach dem Tod von Franz von Taxis teilten sich die Brüder Johann Baptist, Simon und Maffeo das riesige Postmonopol. Allerdings konzentrierten sich die Taxis in dieser Zeit auf Spanien und die Spanischen Niederlande. Ihr Wohnsitz war Brüssel. So konnten sich im Heiligen Römischen Reich zunächst auch andere Postmeister etablieren. Erst mit der Urkunde von 1520 wurde wieder die „alte Ordnung“ hergestellt. Ganz klar erklärt der Kaiser, dass Johann Baptist von Taxis über alle Postmeister und Postboten die Oberhoheit besitzt. Er kann „Posten einrichten und anweisen, nachlässige Postmeister und –boten bestrafen, absetzen und entlassen sowie neue Posten anstellen“. Dem Großkanzler des Reiches befiehlt Karl V., allen Boten des Taxis „die Tore zu öffnen, ihnen bei Tag und Nacht freien Durchgang durch die Städte zu gewähren“. Man muss sich vorstellen, dass damals alle Städte und größeren Orte mit 6

DIE BRIEFMARKE 5|2020

Mauern gesichert waren. Die Stadttore wurden streng bewacht und nachts wollte man Fremde überhaupt nicht einlassen. Daher war es wichtig, dass die Postboten freien Zu- und Durchgang hatten.

Einen Wermutstropfen musste Johann Baptist für die große Ehre jedoch hinnehmen. Ausdrücklich wurde ihm verboten, Briefe von Privatpersonen zu befördern. Dies war der Post seit ihrer Gründung eigentlich ohnehin verboten. Denn schon 1490 erhielten Franz und Janetto von Taxis die Bestellung als Postmeister von Maximilian I., und es hieß ausdrücklich, dass mit der Post nur Briefe des Kaisers und seines Hofes befördert werden dürfen. Jedoch hatte sich in der Zwischenzeit die Beförderung von Privatbriefen als einträgliches Geschäft für die Taxis eingeschlichen. Dem setzte Karl V. mit der Urkunde ein Ende. Der Kaiser überschätzte seine Autorität jedoch, denn die Taxis dachten offensichtlich gar nicht daran, dieses Geschäft Privaten zukommen zu lassen. Es dauerte nur noch fünf Jahre, bis König Ferdinand in seiner Botenordnung 1525 die Beförderung von Privatbriefen regelte. Ab 1530 ging man sogar noch einen Schritt weiter: Die Briefbeförderung wurde privaten Boten generell verboten und den Taxis als Monopol zugesprochen. Wie viele Dekrete beweisen, ließen sich aber auch die Boten das Geschäft nicht einfach wegnehmen. Bis ins beginnende 18. Jahrhundert erklärten die Kaiser in regelmäßigen Abständen, dass die Beförderung von Privatbriefen der Post alleine zustehe. Dass sich ab 1624 mit den Freiherren von Paar in Österreich


AKTUELLES

vieles in unserer Geschichte wohl eine andere Wendung genommen. Man vergisst in der heutigen digitalen Welt nur allzu leicht, dass bis zur Erfindung der Telegraphie und des Telefons, also bis vor etwa 150 Jahren, die gesamte Kommunikation weltweit ausschließlich mittels Briefen lief. Ohne Post wären Kaiser, Könige, Feldherren oder Wirtschaftstreibende nicht oder nur mangelhaft über die aktuelle Situation in anderen Teilen ihre Landes oder der Welt informiert gewesen. Historisch relevante Entscheidungen wären dann vielleicht anders ausgefallen.

© gemeinfrei / Wikipedia

Die Bedeutung der Post zeigt sich schon daran, dass sie zu Beginn ein unmittelbares kaiserliches „Regal“ war, also nur dem Kaiser selbst und seinem Hof diente. Auch der rasche Aufstieg der Familie Taxis und in Österreich der Familie Paar bis hin in den Reichsfürstenstand zeigt, welche Relevanz die Post hatte.

Votivaltar, gestiftet von Johann Baptist von Taxis im Jahr 1521: als Stifterfiguren links Taxis und ganz rechts seine Frau.

und den Erblanden eine andere Postfamilie durchsetzte, schmerzte die Taxis sehr und es kam immer wieder zu schweren Konflikten zwischen den beiden PostmeisterDynastien. Es ist interessant, dass beide Familien, sowohl Taxis als auch Paar ursprünglich aus derselben Region in der Lombardei stammen. Johann Baptist von Taxis wurde 1470 in Camerata Cornello in der Nähe von Bergamo geboren. Die Paar stammen aus Parre, ebenfalls ein kleiner Ort bei Bergamo. Beide Familien flohen Ende des 15. Jahrhunderts vor antikaiserlichen Ausschreitungen und traten in die Dienste der Habsburger ein.

Im Übrigen war die Organisation eines so umfassenden Dienstes in der frühen Neuzeit alles andere als einfach. Dass es schon damals gelang, Briefe und Pakete in einer Geschwindigkeit zu befördern, die heute oft nicht erreicht wird, beweist das organisatorische Talent der Taxis. Aus diesem Blickwinkel erscheint die Würdigung der Familie Thurn und Taxis mit einer eigenen Briefmarke (siehe Album, Seite 22) mehr als gerechtfertigt.

Gerald Heschl

Während die Paar dem österreichischen Zweig verbunden blieben und als Innerösterreichische Postmeister zunächst in Graz Fuß fassten, zog es die Taxis direkt in die kaiserlichen Dienste von Maximilian und in weiterer Folge Karl V. Auch war die Boten- bzw. Posttradition bei den Taxis älter als den Paar. Sie waren schon seit dem 14. Jahrhundert im Kurierdienst engagiert. Die Onkel von Johann Baptist gelten als die eigentlichen Gründer des Postwesens. Ihm selbst gelang 1520 die Vereinigung aller wichtiger Ämter in einer Hand. Seinen Lehensherren, den Habsburgern, schaute Taxis offenbar auch die Heiratspolitik und das geschickte Netzwerken ab. Acht seiner Kinder bekleideten höchste Postmeisterstellen und seine Töchter heirateten in andere Postmeister-Familien ein. Nach dem Tod des Johann Baptist im Jahr 1541 wurde sein unmittelbarer Nachfolger als Generalpostmeister sein Sohn Franz (II.), der jedoch seinen Vater um nur zwei Jahre überlebte. Dessen Nachfolger wurde sein Bruder Leonhard I. von Taxis, der bis 1612 als Generalpostmeister diente. Die Taxis und späteren Thurn und Taxis prägten nicht nur die Postgeschichte. Ohne ihre Organisation der Post hätte

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DIE BRIEFMARKE 5|2020

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POSTGESCHICHTE

Gelblinge per Bahnpost

Eingangs-R-Zettel auf frühen Correspondenz-Karten Nachrichten an bestimmte Personen zu senden ist ein Bedürfnis, das bereits sehr alt ist. Verbunden damit ist die Frage, ob denn diese Nachricht auch tatsächlich ankommt und in die richtigen Hände gelangt … Um das umzusetzen, ließen sich die Menschen bereits sehr früh einiges einfallen. Schon aus der Zeit der Briefboten, der Zeit der Vorphilatelie, vor dem 1. Juni 1850, kennen wir sogenannte Galgenbriefe. Sie sind die eigentlichen Vorläufer der eingeschriebenen Briefe und mahnten durch die am Brief gezeichneten Galgen den Boten zur besonderen Sorgfalt und daran, unter Einsatz seines Lebens den Brief schnellstmöglich an den Adressaten zu befördern.

zu den seltensten uns bekannten Rekozettelbelegen. Beide Karten, die deutschsprachige Correspondenz-Karte mit dem schwarzen „Halbkastenstempel“ RECOM. Nr., der ergänzten handschriftlichen Blaustiftnummer „501“ (Abb. 1) und die deutsch-slowenische Correspondenz-

Weil man bei Postkarten auf ihrem Transport vom Absender zum Empfänger mitunter die Dienste der Bahn auf besondere Art in Anspruch nehmen konnte – in Österreich erstmals ab 1. August 1850 zwischen Wien und Oderberg (= Bohumin) – wurde durch das Aufkleben eines Einschreibezettels diese spezielle Art der Postzustellung gekennzeichnet. Weiß-rot-schwarze Klebezettel, wie zum Beispiel unter Abb. 2 mit dem Aufdruck „Vom Auslande über Bahnpost 7 (Lzg.Cöthen-Mgb.) Eingeschrieben.“, wurden ab dem Jahre 1875 von der Deutschen Reichspost auf der ältesten Ferneisenbahnstrecke von Magdeburg nach Leipzig (= Preußen – SachsenAnhalt – Köthen) weltweit erstmalig zur Kennzeichnung rekommandierter Briefe aus dem Ausland verwendet. Da es in Österreich damals noch keine Rekozettel gab, gehören die beiden präsentierten Correspondenz-Karten aus Wien und Adelsberg wahrscheinlich 16

DIE BRIEFMARKE 5|2020

© Alle Abbildungen im Eigentum des Autors

Diese Art der rekommandierten Briefzustellung ist bis zum heutigen Tag erhalten geblieben, wobei allerdings hin und wieder kleine Änderungen infolge der Anpassung an internationale Vorstellungen der Postbeförderung getätigt werden mussten. So beispielsweise auch bei der Rekommandation von CorrespondenzKarten, die es seit 1. Oktober 1869 im Inlandsverkehr der österreichischungarischen Monarchie gegeben hat und auch weltweit heute noch gibt. Abb. 1: Deutschsprachige Correspondenz-Karte aus 1875 ergänzt mit 10-KreuzerMarke „Kaiser Franz Joseph“, Ausgabe 1867/74: wegen rekommandierter Verwendung in Sachsen mit reichsdeutschem geschnittenem Eingangs-R-Zettel versehen.

Abb. 2: Deutsch-slowenische Correspondenz-Karte aus 1876 mit 10-KreuzerZusatzfrankatur „Kaiser Franz Joseph“, Ausgabe 1867/74, ergänzt wegen rekommandierter Aufgabe in Preußen mit reichsdeutschem geschnittenem EingangsR-Zettel.


POSTGESCHICHTE

Karte mit dem schwarzen Zeilenstempel RECOMANDIRT über der handschriftlich ergänzten Tintennummer „234“ (Abb. 2) zeigen unterschiedliche EingangsRekommandations-Zettel in der Druckstärke des roten Rahmens und der Buchstabenstärke des gedruckten Textes. Bei beiden handelt es sich um geschnittene Klebezettel, von denen der eine in Sachsen und der andere in Preußen auf die Karte kam, um die Sorgfalt der schnellstmöglichen Postzustellung zu kennzeichnen. Die Verwendung der beiden österreichischen Postkarten, ergänzt mit reichsdeutschen Eingangs-RekommandationsZetteln, ist erst ab dem Jahr 1875 bei Vorhandensein einer Eisenbahnlinie, auf der die Post transportiert werden konnte, möglich gewesen.

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Der erste Transport von Post per Eisenbahn erfolgte bekanntlich in England ab 6. Jänner 1838 zwischen London und Birmingham. In Deutschland löste die Bahnpost allmählich die Beförderung der Postsendungen durch Postreiter und Postkutschen ab. Sie war während der gesamten Zeit der Reichspost das Rückgrat der Postbeförderung, begann anno 1840 in Baden, sowie mit der Eröffnung der ersten länderübergreifenden Eisenbahnstrecke Magdeburg – Leipzig und endete für die Briefpost im Mai 1997. In den Zügen waren „Post-Speditions-Bureaus“ mit Postsekretären als Vorsteher tätig. Später, ab 1856, wurde die Bezeichnung „Bahnpostamt“ und „Bahnpost“ allgemein üblich. Die Deutsche Reichspost führte im Jahre 1875 als erste Postverwaltung der Welt Klebezettel zur Kennzeichnung rekommandierter Briefe ein, wodurch die beiden seltenen frühen Postkarten, ergänzt mit Eingangs-R-Zetteln, möglich wurden. In Österreich gab es erstmals am 1. August 1850 die Gelegenheit zwischen Wien und Oderberg (= Bohumin) in einem k. u. k. fahrenden Postamt Briefe, Postkarten und dergleichen befördern zu lassen. Erst ab 1. Oktober 1886 wurden Rekozettel bei allen ärarischen Postämtern in Österreich eingeführt und damit der Transport und die Zustellung vom Absender an den Adressaten zuverlässiger und sicherer, wenn auch dann und wann Fehler auftraten oder Zustellungsprobleme entstanden.

Heimo Tschernatsch Quellen: • • • • • • •

Österreich, Lombardei-Venetien 1850 – 1864, Handbuch und Spezialkatalog, Band I – IV, Dr. Ulrich Ferchenbauer, Wien 2008 Handbuch der Brief- und Fahrpost in Österreich-Ungarn 1588 – 1918, Band I und II, Paul Kainbacher, Köflach 2000 125 Jahre Österreichischer Philatelistenclub Vindobona 1880 – 2005, Beiträge zur Postgeschichte Post-Verordnungsblätter Nr. 2, 18, 19, 26, 30, 34, 41, 45, 47 Handbuch der Entwertungen von Österreich und Lombardei-Venetien, Edwin Mueller, 1961 Wikipedia – Die freie Enzyklopädie Austria Netto Katalog, Ausgabe 2015

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DIE BRIEFMARKE 5|2020

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THEMA SAMMELN

Post & Seuchen

Reinigung durch Rasteln und Räuchern In Krisenzeiten blickt man gerne zurück, um herauszufinden wie unsere Vorfahren mit den großen Problemen ihrer Zeit umgegangen sind. Mit Vergleichen sollte allerdings vorsichtig umgegangen werden. Selbstverständlich können die Krankheiten früherer Epochen sowie die Methoden zu deren Bekämpfung nicht mit der heutigen Zeit verglichen werden. Gerade dem Postgeschichtler ist der Begriff Quarantäne sehr bekannt. In Österreich bezeichnete man die Quarantäne auch als Kontumaz. Entlang der österreichischen Grenzen, vor allem in Richtung Südosten, gab es jahrhundertelang Kontumazämter, wo Menschen, Waren und eben auch Briefe für eine mehr oder weniger lange Zeit bleiben mussten. Sie wurden dort desinfiziert und durften erst nach einer entsprechenden Behandlung weiterbefördert werden.

Die ältesten Kontumazämter befanden sich an der Grenze zum damaligen Osmanischen Reich. Schon seit dem 18. Jahrhundert gibt es in Semlin, einer Stadt an der Donau gegenüber von Belgrad, ein Rastel- und Räucheramt. Wenn man auch nicht wusste, wie genau die Krankheiten weitergegeben wurden, ihre Herkunftsländer waren schon damals bekannt. So kam etwa 1713 die Schwarze Pest aus Asien nach Europa. Damals wurden auch schon Briefe in 30

DIE BRIEFMARKE 5|2020

Rastelgerät © Alle Abbildungen von Belegen + Stempeln im Eigentum des Autors

Man kann sich vorstellen, dass dermaßen „misshandelte“ Briefe meistens nicht besonders schön anzusehen sind. Manchem Sammler würden sie auch gar nicht sammelwürdig erscheinen – hätten die Kontumazämter nicht spezielle Stempel verwendet. Diese Stempel gleichen zumeist Siegeln und zeigen den Doppeladler. Rundherum steht in seltenen Fällen, wo der Stempel abgeschlagen wurde. Immer aber ist zu lesen, ob der Brief innen und außen oder nur außen rein ist. Diese Stempel sind bei Sammlern sehr beliebt – vor allem auch deshalb, weil sie mit wenigen Ausnahmen sehr selten sind. Sie waren ja meist nur kurze Zeit in Verwendung. Es dauerte nicht lange, bis die spezielle Form der Stempel die Aufmerksamkeit von Geschäftemachern auf sich zog. So lassen sich vor allem von den seltenen Stempeln der Militärgrenze zahlreiche Fälschungen finden.

© Horst E. Horin

Gerade Briefe wurden als Mittel der Ansteckung gefürchtet, da sie bis ins 19. Jahrhundert hinein die Symbole der damaligen Globalisierung waren. Vor allem wenn sie aus dem Südosten Europas oder gar aus Asien kamen, wurden sie umfangreich behandelt. Man „rastelte“ sie. Das heißt, man durchbohrte sie mit einem Eisen, das von vielen spitzen Zacken besetzt war. Dann räucherte man die Briefe über speziellen Kräutern. Das konnte nur von außen geschehen. In Zeiten von besonders schweren Epidemien wurden die Briefe aber auch geöffnet und innen geräuchert. Mit einem Siegel der Kontumazstation wurden sie wieder verschlossen. Eine zweite Möglichkeit neben dem Räuchern war die Desinfektion mittels Essig oder ähnlicher flüssiger Substanzen. Auch hier gab es die Möglichkeiten der nur äußeren oder der äußeren und inneren Anwendung.

Brief aus 1787 von Konstantinopel nach London. Rückseitig trägt er den Desinfektionsstempel aus Semlin mit der Inschrift: „Netto di fuora/e sporco di dentro“ („Rein außen, schmutzig innen“). Der Brief wurde nur äußerlich geräuchert.


THEMA SAMMELN

Quarantäne genommen, jedoch noch ohne Stempel und Vermerke. Wir wissen davon nur aus Dokumenten, die solche Maßnahmen vorschreiben. Entsprechende Stempel finden wir seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Zumeist sind sie der Vorschrift entsprechend rückseitig angebracht.

Brief vom Dezember 1831 aus Wien nach Verona. Befördert wurde er über Innsbruck und den Brenner, daher in Waidring/ Kitzbühel gereinigt. Erhielt siegelseitig den Ovalstempel „Netto fuori e dentro“ (Rein außen und innen). Brief vom März 1832 aus Klagenfurt nach Schwaz in Tirol. In Nörsach wurde der Brief gerastelt und gereinigt. Der Stempel rückseits leider ziemlich unleserlich, aber in der typischen Farbe. Nebenbei der Stempel von Nörsach in Rein-zeichnung.

Am Ergiebigsten ist für den Postgeschichtler wohl die Cholera-Epidemie von 1831. Die Cholera, die bis dahin vor allem in Indien beheimatet war, verbreitete sich ab 1820 kontinuierlich. 1831 erreichte sie Wien. Innerhalb kürzester Zeit kamen 2.000 Menschen in Österreichs Hauptstadt ums Leben. Damals wurden, ähnlich zur jetztigen Situation, Ausgangssperren verhängt und Grenzen geschlossen bzw. Sanitäts-Cordons errichtet. In Österreich gab es drei Sanitäts-Cordons: Einen äußeren an den äußersten Grenzen des Reiches und der Militärgrenze, einen mittleren etwa an den Grenzen der Erblande und einen inneren, der z. B. Tirol gänzlich vom Rest Österreichs abriegelte und dort eine verheerende Verbreitung der Cholera weitgehend verhinderte. Auch die Grenze zu Bayern wurde abgesichert. Dieser Artikel widmet sich verstärkt dem Inneren Cordon. Die Kontumazstempel der Militärgrenze und entlang der Türkei, also des äußeren Cordons, könnten ein ganzes Buch füllen und würden hier den Rahmen sprengen. Der „Münchner politischen Zeitung“ vom November 1831 ist zu entnehmen, dass am 16. Oktober 1831 Kontumazstationen an der Poststraße zwischen Tirol und Salzburg in Waidring nördlich von Kitzbühel (wo ein ovaler Kontumazstempel verwendet wurde) und an der Poststraße zwischen Kärnten und Tirol in Nörsach im Osttiroler Drautal errichtet wurden. Von dort ist ein blaugrüner Sehr selten kommt es vor, dass Briefe doppelt gereinigt wurden. Dieser kam aus Pest und wurde zunächst von Österreich in Bruck/Leitha behandelt. Dort erhielt er den Ovalstempel. Weil er an die österreichischen Truppen in der Bundesfestung Mainz ging, passierte er die Grenze zu Bayern bei Eger und wurde in Hof noch einmal gereinigt und mit dem kreisrunden „Königlich Bayerisches Sanitätssiegel“ gestempelt. Weil er jeweils innen und außen gereinigt wurde, trägt er auch zwei Lacksiegel der Kontumazstationen. Die zweimalige Rastelung hat dem an sich hervorragenden Brief ziemlich zugesetzt.

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THEMA SAMMELN

Triest war als zentraler Hafen der Monarchie auch ein Einfallstor für Krankheiten aller Art. Das Kontumazamt verwendete den roten Kastenstempel, wie auf diesem Brief aus Griechenland vom Jahr 1836.

Doppelkreisstempel mit der Inschrift „Rein innen und außen“ und der Ortsangabe „Nörsach in Tirol“ bekannt. Derselbe Stempel existiert auf bislang nur einem einzigen bekannten Brief aus Hocheben bei Tilliach im Osttiroler Gailtal. Nebenstationen gab es weiters am Iselsberg bei Lienz und am Paß Thurn in Salzburg. Von Kärnten Richtung Italien rastelte und räucherte man Briefe in Pontebba/Pontafel, wo ein herrlicher Ovalstempel zum Einsatz kam mit der Inschrift „Sanita Pontebba/Netto di fuori e di dentro“ – also „Rein außen und innen“. Auch der Kirchenstaat errichtete Kontumazstationen in den Grenzorten zur österreichischen Lombardei. Richtung Ungarn gab es eine Kontumazstation in Fürstenfeld. Der einzige von dort erhaltene Brief zeigt einen schlichten Zweizeiler mit der italienischen Inschrift und ohne Ortsangabe. Weiters wurden an der ungarischen Grenze Stationen in Wampersdorf und Bruck/Leitha errichtet – je mit einem Ovalstempel mit italienischer Inschrift und deutscher Ortsangabe „KK Sanitaetsanstalt“. An den Grenzen zu den deutschen Staaten gab es keine österreichischen Kontumazstationen. Allerdings fürchtete sich Bayern vor einem Übergreifen der Seuche. Die bekannteste deutsche Quarantänestation war in Hof an der Grenze zu Böhmen. Schon lange vor 1831 und noch viele Jahre danach waren die Häfen als Einfallstore von Krankheiten aus aller Herren Länder besonders geschützt. Die ursprüngliche „Quarantäne“, also die Schutzzeit von 40 (Quaranta) Tagen, kommt aus der Seefahrt. So befanden sich die größten Sanitätsstationen des Reiches in Triest. Praktisch jeder Vorphila-Brief aus Griechenland oder der Levante wurde gerastelt, geräuchert oder in Essig gebadet. Als einzige Kontumazstation verlangte Triest etwas dafür: Die Behandlung eines Briefbogens kostete 3 Kr, ein halber Briefbogen 1 ½ Kr. Die Gebühren wurden immer auf der Briefvorderseite vermerkt. Selbstverständlich hatte auch Venedig eine bedeutende Sanitätsanstalt, wo alles, was ankam, desinfiziert wurde. Das Ende dieser Choleraepidemie bedeutete noch kein Ende der Kontumazstationen. Gerade an der Grenze zum Osmanischen Reich entlang der Militärgrenze und 32

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Briefe an große Handelshäuser wurden oft in Paketen gesandt. Auf dem ersten Brief vermerkte die Post u.a. die Gebühren. Mit diesem Brief gingen offenbar 3 ganze Bögen und 15 halbe Bögen – dafür verrechnete das Kontumazamt in Triest 31 ½ Kreuzer (schwarze Tinte). Die Gesamtgebühr für alle Briefe betrug 1 Gulden 12 Kreuzer (rote Tinte 1 f 12).

der Woiwodina wurde die Briefdesinfektion noch lange durchgeführt. Auch der Kirchenstaat errichtete an den Grenzpostämtern Ferrara und Bologna während der Choleraepidemie 1854/55 eigene Kontumazstationen, deren Stempel heute auf den Briefen sehr attraktiv wirken, weil sie oft vorderseitig abgeschlagen wurden. Wie sich zeigte, waren die Maßnahmen zumindest bei der Briefpost nicht notwendig. Denn so wenig wie heute das Coronavirus wurden damals Pest oder Cholera mittels Briefen oder Zeitungen übertragen. In jedem Fall gaben die Aktivitäten der k. u. k. Kontumazund Sanitätsanstalten der Bevölkerung die Sicherheit, dass der Staat ihre Sorgen ernst nimmt. Im Übrigen war es auch die Cholera, der die Gründung der modernen Epidemologie zu verdanken ist: 1855 entdeckte ein englischer Arzt ihre Ursachen – nämlich schmutziges Trinkwasser – und sorgte damit für eine nachhaltige Bekämpfung der Seuche.

Gerald Heschl

Bruck Leitha Nörsach Fürstenfeld Semlin


ALBUM

ALBUM

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Das Philateliemagazin der Österreichischen Post AG

Mit der Philatelie durch den Mai Auch wenn die aufblühende Natur normalerweise zu Ausflügen verlockt – in Zeiten des Coronavirus bietet gerade die Philatelie wunderbare Möglichkeiten der Beschäftigung in den eigenen vier Wänden.

Stefan Nemeth, MBA Leitung Produktmanagement & E-Business Filialen Österreichische Post AG

SAMMLER-SERVICE Steinheilgasse 1, 1210 Wien Telefonzeiten: Montag bis Freitag 8:00 – 16:00 Uhr Gratis-Hotline innerhalb Österreichs: 0800 100 197 Tel.: 057767 95095 (außerhalb Österreichs: 0043 57767 95095) Fax: 057767 95195 (außerhalb Österreichs: 0043 57767 95195) E-Mail: sammler-service@post.at

ZENTRALE STEMPELSTELLE Philatelie Shop Post am Rochus Rochusplatz 1, 1030 Wien Tel.: 0664 624 2794 E-Mail: pa.1006.zentralestempelstelle@post.at Der Philatelie Shop ist ab 20.04.2020 wieder wie gewohnt für Sie geöffnet Montag bis Samstag 9:00 – 18:00 Uhr post.at post.at/philatelie IMPRESSUM Herausgeber: Österreichische Post AG Rochusplatz 1, 1030 Wien Redaktion: Maddalena Rifesser, E-Mail: Maddalena.Rifesser@post.at Layout: Schwaneberger Verlag GmbH Druck: Walstead NP Druck GmbH Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten

Leider mussten aufgrund der aktuellen Situation sämtliche Philatelieveranstaltungen bis Ende Juni abgesagt werden, wir sind aber bemüht, den Normalbetrieb so rasch wie möglich wieder aufzunehmen. Wie bereits eingangs erwähnt, kann man der Philatelie aber sehr gut zu Hause nachgehen. Glücklicherweise sind auch ihre Themen breit gestreut und helfen dabei, auf andere Gedanken zu kommen. Die Mai-Sondermarken sind dafür ein gutes Beispiel: Die Österreichische Post bedankt sich bei Amnesty International Österreich für 50 Jahre Engagement im Namen der Menschenrechte, und die schöne oberösterreichische Stadt Freistadt feiert ihren 800. Geburtstag. Die diesjährige EUROPA-Marke hat die Postgeschichte zum Thema und präsentiert dazu das historische Palais Fugger in Innsbruck. Die Marke aus der Serie „Eisenbahnen“ zeigt den „Roten Blitz“ der Graz-Köflacher Bahn. Groß ist auch die Vielfalt bei den verschiedenen Markenprodukten. Postkartenhefte mit schönen Blumenbildern sowie mit Motiven von Finja, dem entzückenden Eisbärennachwuchs aus dem Tiergarten Schönbrunn, laden zum Sammeln oder Schreiben ein. Dem 100. Geburtstag eines großen Kirchenmannes ist ein zweisprachiges Postkartenheft (deutsch und englisch) gewidmet. Papst Johannes Paul II. war von 1978 bis 2005 das charismatische Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Auf philatelistische Entdeckungsreise begibt man sich mit der Markenedition „Reise durch Spanien“ sowie mit der Markenedition 4 mit Sehenswürdigkeiten aus Österreich. Zum Muttertag besonders gut passt die Markenedition mit prachtvollen Blumensträußen. Eine ganz spezielle Aktion möchten wir Ihnen noch ans Herz legen: Briefmarken mit persönlichen Bildern sind ein wundervolles Geschenk, über das sich Mütter und Großmütter, aber natürlich auch Väter, Großväter und viele andere Menschen besonders freuen! Damit Sie jemandem noch einfacher eine große Freude machen können, gibt es in einer Muttertagsaktion einen Rabatt von 10 Euro auf MEINE MARKE 48 – Näheres dazu auf Seite 28. Damit wünsche ich Ihnen einen erfreulichen Mai und vor allem Gesundheit, Ihr

DIE BRIEFMARKE 5|2020

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ALBUM

Sonderpostämter

Änderungen und Druckfehler vorbehalten. Stand: 16.04.2020.

Datum Zeit

EntwerferIn DesignerIn

Gefälligkeits­ abstempelung

Philatelistenverein Deutschlandsberg, Manfred Kronawetter, Nelkengasse 20a, 8530 Deutschlandsberg, Tel.: 0650 366 1344, bianca.kronawetter@gmail.com

Peter Sinawehl 40 x 30 mm

Region Mitte/ 08.08.2020 ErsttagszusatzWest stempel ist per 0664 624 1691 Einsendung an die Zentrale Stempelstelle und die VKS Mitte/ West erhältlich

Keine Veranstaltung

Philatelistenverein Deutschlandsberg, Manfred Kronawetter, Nelkengasse 20a, 8530 Deutschlandsberg, Tel.: 0650 366 1344, bianca.kronawetter@gmail.com

David Gruber rund: 38 mm

Region Mitte/ 08.08.2020 ErsttagszusatzWest stempel ist per 0664 624 1691 Einsendung an die Zentrale Stempelstelle und die VKS Mitte/ West erhältlich

Keine Veranstaltung

BSV Lauriacum, Dipl. Ing. Rupert Dworak, Blumenstraße 13, 4484 Kronstorf, Tel.: 07225/8593, rupert.dworak@aon.at

Petra Riegler, Rupert Dworak 45 x 32 mm

09.08.2020 Region Mitte/ Stempel ist per West Einsendung an die 0664 624 1798 Zentrale Stempelstelle und die VKS Mitte/ West erhältlich

15.05.2020

Keine Veranstaltung Ersttag der Sondermarke 50 Jahre Amnesty International Österreich

Österreichische Post AG

Marion Füllerer rund: 34 mm

Region Mitte/ 15.08.2020 ErsttagszusatzWest stempel ist per 0664 624 1798 Einsendung an die Zentrale Stempelstelle und die VKS Mitte/ West erhältlich

23.05.2020

Ersttag der Sondermarke 800 Jahre Freistadt

Postwertzeichen Sammlerring Bez. Freistadt Spitzer Wolfgang Untere Hafnerzeile 18, 4240 Freistadt Tel.: 0664 380 9731

Karin Klier 39 x 37 mm

23.08.2020 Region Mitte/ ErsttagszusatzWest stempel ist per 0664 624 1798 Einsendung an die Zentrale Stempelstelle und die VKS Mitte/ West erhältlich

Anlass

Standort

Veranstalter

08.05.2020

Ersttag der Sondermarke Roter Blitz – Graz-Köflacher Bahn Reihe VT 10

Keine Veranstaltung

08.05.2020

Ersttag der Sondermarke EUROPA 2020 – Historische Postrouten Thurn und Taxis

09.05.2020

75. Jahrestag Befreiung Mauthausen

Keine Veranstaltung

Rückfragen

Abbildung

Ab 20. April 2020 ist die Zentrale Stempelstelle wieder von Montag bis Samstag von 9:00 bis 18:00 Uhr für Sie geöffnet – Sie haben also die Möglichkeit Ihre Belege auch direkt vor Ort stempeln lassen.

Änderungen und Druckfehler vorbehalten. Stand: 16.04.2020.

Philatelietage Datum

Standort

06.05.2020

Philateliefrühstück l Steinheilgasse 1 l Region Ost

1210 Wien

Veranstaltung findet nicht statt, Marke bei der VKS Ost erhältlich

1

07.05.2020

Philateliefrühstück l Gleinker Hauptstraße 1 l Region Mitte/West

4407 Steyr-Gleink

Veranstaltung findet nicht statt, Marke bei der VKS Mitte/West erhältlich

2

12.05.2020

Philateliefrühstück l Jakob-Haringer-Straße 4 l Region Mitte/West

5020 Salzburg

Veranstaltung findet nicht statt, Marke bei der VKS Mitte/West erhältlich

3

13.05.2020

Postfiliale | Schönbrunner Straße 69, Stiege 1 | Region Mitte/West

1052 Wien

Veranstaltung findet nicht statt, Marke bei der VKS Ost erhältlich

4

26.05.2020

Gasthof Zur Traube | Greinburgstraße 6 | Region Mitte/West

4360 Grein

Veranstaltung findet nicht statt, Marke bei der VKS Mitte/West erhältlich

5

27.05.2020

VÖPh | Getreidemarkt 1 | Region Ost

1060 Wien

Veranstaltung findet nicht statt, Marke bei der VKS Ost erhältlich

6

27.05.2020

Postfiliale | Villacher Straße 3 | Region Mitte/West

9220 Velden

Veranstaltung findet nicht statt, Marke bei der VKS Mitte/West erhältlich

7

29.05.2020

Philateliefrühstück l Bahnhofgürtel 48-50 l Region Mitte/West

8020 Graz

Veranstaltung findet nicht statt, Marke bei der VKS Mitte/West erhältlich

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Beim Kauf von Philatelie-Produkten in der jeweiligen Verkausstelle ab einem Einkaufswert von 25 Euro erhalten Sie – wie immer – eine personalisierte Briefmarke geschenkt (limitierte Auflage, Abgabe solange der Vorrat reicht). Die Philatelietagsmarken sind nicht bestellbar!

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DIE BRIEFMARKE 5|2020

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Profile for VÖPh

Die Briefmarke 05/2020  

Österreichische Fachzeitschrift für Post und Philatelie. Info und Zeitschriftenbezug: Verband Österreichischer Philatelistenvereine +43(1)58...

Die Briefmarke 05/2020  

Österreichische Fachzeitschrift für Post und Philatelie. Info und Zeitschriftenbezug: Verband Österreichischer Philatelistenvereine +43(1)58...

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