einblick – Augenblicke

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Augenblicke

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte

Endlich scharf sehen

Babyaugen richtig pflegen

IMPRESSUM

EDITORIAL

SAISONALER TIPP

Knallende Champagnerkorken. Unfallfrei ins neue Jahr

SCHUTZ & VORSORGE

Dauermüde durchs digitale

Zeitalter. Office-Eye-Syndrom Grünen Star früh erkennen. Warum Vorsorge so wichtig ist

BEHANDLUNG

Forschung in der Vista Endlich scharf sehen. Brillenfreiheit in jedem Alter

EXPERTENRAT

Augenheilkunde im Tessin. Im Gespräch mit Dr. med. Theo Signer

FOKUS: AUGENBLICKE

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte Was der Blick verrät. Augen und Emotionen Ohne Worte verstehen. Die Bedeutung des Blickkontakts Der Blick, der verbindet. Augenkontakt in verschiedenen Kulturen

HORIZONT ERWEITERN

Gutes Sehen für alle Menschen. Verein EinDollarBrille Wenn die Augen nicht mehr gehorchen. Augenzittern Mit Gewinnspiel

FRÜH SCHÜTZT SICH

Babyaugen richtig pflegen. Für einen gelungenen Start ins Leben

LECKER & GESUND

Vitaminbomben auf dem Teller. Superfoods im Herbst und Winter

Kürbis-Spaghetti

HERAUSGEBERIN

Vista Augenpraxen & Kliniken

Viaduktstrasse 42

4051 Basel, Schweiz

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KONZEPTION

Unternehmenskommunikation

Vista Augenpraxen & Kliniken

REDAKTION

Unternehmenskommunikation

Vista Augenpraxen & Kliniken

Denise Anania

MITARBEIT AN DIESER

AUSGABE

Katja Muchenberger

Florencia Figueroa

Tamara Wullschleger

LEKTORAT & KORREKTORAT

Götz Translations and Proofreading GmbH www.goetz-translations.com

DESIGN & LAYOUT

Hildegard Brinkel www.hildegard-brinkel.de

DRUCK

Steudler Press AG Zeughausstrasse 51

4052 Basel, Schweiz

AUFLAGE

Dt. 7‘800 Exemplare Ital. 1‘500 Exemplare

KONTAKT communications@vista.ch www.vista.ch/einblick

BILDER

©Vista

Augenpraxen & Kliniken

Christoph Gassner

PD Dr. med. Katja Hatz

Dr. med. Theo Signer

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Liebe Leserin, lieber Leser

In der aktuellen Ausgabe des «Einblicks» widmen wir uns dem Thema Augenblicke – wir beleuchten die Bedeutung des Blicks in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Denn ein einziger Blick kann mehr ausdrücken als viele Worte. Unsere Augen geben preis, was in uns vorgeht –  bewusst oder unbewusst. Sie verraten Gefühle und spiegeln unsere innere Welt wider. Wir analysieren die Bedeutung des Blickkontakts und vergleichen die Bedeutung des Augenkontakts in den verschiedenen Kulturen.

Dauermüde durchs digitale Zeitalter: In unserer modernen Arbeitswelt verbringen viele von uns den Grossteil des Tages vor Bildschirmen. Computer, Tablets und Smartphones sind ebenso hilfreich wie unverzichtbar, doch das tägliche Arbeiten vor Bildschirmen begünstigt das sogenannte Office-Eye-Syndrom. Zu den häufigsten Symptomen gehören trockene Augen, die sich durch ein Brennen oder das Gefühl, Sand in den Augen zu haben, bemerkbar machen. Wir haben verschiedene Massnahmen zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie das Office-Eye-Syndrom in Schach halten können.

Und: Die Augen von Neugeborenen sind empfindlich und benötigen in den ersten Lebensmonaten eine sanfte Pflege. Mit einfachen Hygienemassnahmen lassen sich Reizungen und Infektionen oft vermeiden oder rasch lindern – so können Eltern die gesunde Sehentwicklung ihres Babys aktiv unterstützen. Wir liefern Ihnen Tipps zur richtigen Pflege von Babyaugen.

Ich wünsche Ihnen viele interessante Einblicke beim Lesen.

WENN DER

CHAMPAGNER KORKEN

ZUR GEFAHR WIRD

Unfallfrei INS NEUE JAHR

Die Feiertage sind die Zeit des gemeinsamen Geniessens. Im besten Fall begegnen Sie diesen Tagen mit einer beschwingten Leichtigkeit. Doch auch ungeahnte Gefahren verbergen sich hinter dem besinnlichen Beisammensein. Während wir heiter auf das neue Jahr anstossen möchten, kann ein knallender Champagnerkorken die Festlaune schlagartig verderben.

In guter Gesellschaft auf das neue Jahr warten, Vorsätze fassen, Wünsche bekunden und beim Öffnen des begehrten Champagners den Ideen freien Lauf lassen. Neuester Trend: die Flasche in einem Schuh so lange gegen eine Wand klopfen, bis sich der Korken von allein löst. Aber Vorsicht: So unterhaltsam die verschiedenen Öffnungsvariationen auch klingen, das Entkorken kann ins Auge gehen – nicht nur sprichwörtlich. Gemäss British Medical Journal ist der Druck einer 7,5­dl­Flasche Champagner rund dreimal so hoch wie der eines herkömmlichen Autoreifens. Ein knallender Korken kann somit rund 13 Meter weit fliegen und eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h erreichen. Dieses Tempo ist auch für unseren Lidschlussreflex zu schnell, schiesst der Korken doch in weniger als 0,05 Sekunden von der Flasche zum Auge.

13 Meter

weit kann ein Champagnerkorken fliegen.

Auch wenn es selten passiert: Schwere Verletzungen durch knallende Korken sind möglich. Im schlimmsten Fall riskieren Sie nicht nur ein blaues Auge, sondern Hornhautverletzungen, Prellungen, Blutergüsse oder sogar Augenhöhlenfrakturen.

80 km/h

kann ein knallender Korken im Flug erreichen.

Der sichere Umgang mit der Champagnerflasche

Damit Sie sanft ins neue Jahr rutschen, haben wir einige Tipps für das sichere Öffnen des perlenden Tropfens zusammengestellt.

Daumen drauf: Entfernen Sie das Stanniol vom Flaschenhals. Drücken Sie jetzt Ihren Daumen fest auf die Agraffe (Drahtkorbverschluss), um das Herausploppen des Korkens zu verhindern. Drehen Sie nun die seitliche Drahtschlaufe auf, ohne den Daumen von der Agraffe zu nehmen. Richtige Richtung: Richten Sie die Flasche niemals auf sich selbst oder andere.

Passender Winkel: Halten Sie die Flasche in einem 45­Grad­Winkel. Drücken Sie Ihren Daumen dabei weiterhin auf die Agraffe. Drehen Sie jetzt nicht den Korken, sondern die Flasche langsam und vorsichtig.

Handtuch hilft: Legen Sie ein Handtuch über die Agraffe, um ein unkontrolliertes Herausspringen zu verhindern.

Mit diesen einfachen Massnahmen können Sie das Risiko einer Augenverletzung deutlich reduzieren und sicher aufs neue Jahr anstossen.

Alkohol und seine Tücken

Übrigens: Wir möchten Sie nicht zum Alkoholtrinken verleiten. Gegen das Anstossen zu besonderen Anlässen ist nichts einzuwenden. Allerdings sollten Sie von übermässigem Konsum absehen. Alkohol beeinträchtigt die motorischen Fähigkeiten und die Reaktionsgeschwindigkeit. Die Wahrscheinlichkeit von Stürzen und anderen Unfällen erhöht sich. Unsere Empfehlung: Geniessen Sie – aber nicht im Übermass. Oder wählen Sie gleich eine feine alkoholfreie Alternative.

Dauermüde durchs digitale Zeitalter

In unserer modernen Arbeitswelt verbringen viele den Grossteil des Tages vor Bildschirmen. Computer, Tablets und Smartphones sind ebenso hilfreich wie unverzichtbar. Das tägliche Arbeiten vor Bildschirmen begünstigt jedoch das Office­Eye­Syndrom.

Stundenlanges, pausenloses Arbeiten am Bildschirm führt zu einer erheblichen Beanspruchung der Augenmuskulatur. Die Folge: Am Abend ist man nur noch müde. Das Gesicht scheint ungemein schwer, die Augen brennen. Man möchte sich direkt ins Bett verkriechen. Stattdessen legt man sich aufs Sofa und starrt wieder auf einen Bildschirm – den Fernseher. Ein entspannter Feierabend sieht nicht nur für unsere Augen anders aus.

Ursachen des OfficeEye-Syndroms

Digitale Bildschirme strahlen ein hohes Mass an blauem Licht aus, das die Augen stärker belastet als andere Lichtarten. Zudem blinzeln wir beim Blick auf die flimmernden Monitore deutlich seltener, was zur Austrocknung der Augen führt. Zu helle oder zu dunkle Bildschirme, kleine Schriftgrössen, schlecht eingestellte Kontraste und eine unzureichende Beleuchtung mit zu hellem oder zu schwachem Umgebungslicht – all das ermüdet die Augen von Stunde zu Stunde zunehmend.

Welche Symptome treten auf?

Die Anzeichen des Office­Eye­Syndroms sind vielfältig und variieren je nach Schweregrad. Zu den häufigsten Symptomen gehören trockene Augen, die sich durch ein Brennen oder das Gefühl, Sand in den Augen zu haben, bemerkbar machen. Die ständige Belastung kann auch zu Augenrötungen und ­reizungen führen. Nach längeren Bildschirmzeiten ist die Sicht zuweilen verschwommen. Hinzu kommen Kopfschmerzen. Sie entstehen durch die Anstrengung der Augenmuskulatur sowie durch Nacken­ und Schulterschmerzen aufgrund der angespannten Haltung.

So beugen Sie vor

Wir haben verschiedene Massnahmen zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie das Office­Eye­Syndrom in Schach halten können.

Weitere Informationen zu trockenen

Augen finden Sie unter vista.ch/trockene-augen

1 Regelmässig Pausen einlegen

Machen Sie die einfache 20­20­20Regel zu Ihrer täglichen Routine: Schauen Sie alle 20 Minuten rund 20 Sekunden auf etwas, das mindestens sechs Meter entfernt ist. Diese Pausen entspannen die Augenmuskulatur und helfen, die Augen wieder zu befeuchten.

2 Bildschirmeinstellungen optimieren

Eine Anpassung der Helligkeit, des Kontrasts und der Schriftgrösse kann Ihre Augen entlasten. Ein Blaulichtfilter oder spezielle Brillen mit Blaulichtschutz helfen zusätzlich.

3 Arbeitsplatz ergonomisch gestalten

Ein ergonomischer Arbeitsplatz wirkt Wunder. Ihr Bildschirm sollte auf Augenhöhe und etwa eine Armlänge entfernt positioniert sein. Ebenso wichtig ist das richtige Licht. Vermeiden Sie Blendungen und wählen Sie eine ausreichende, aber nicht zu helle Beleuchtung.

4 Augen befeuchten

Augentropfen lindern schnell unangenehme Symptome bei trockenen Augen. Achten Sie auch darauf, immer wieder bewusst zu blinzeln.

5 Augenübungen machen

Einfache Übungen stärken und entspannen Ihre Augenmuskulatur. Dazu gehören das bewusste Fokussieren auf nahe und entfernte Objekte oder das Kreisen der Augen.

6 Augenarzt oder Augenärztin konsultieren

Gehen Sie regelmässig zum Augenarzt bzw. zur Augenärztin. Der professionelle Check hilft, Sehschwächen frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren. Damit vermeiden Sie zusätzliche Belastungen durch unentdeckte Sehfehler.

Moderne Behandlungsmethoden bei trockenen Augen Dank medizinischer Fortschritte stehen heute neue, effiziente Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Sollten klassische Behandlungsmöglichkeiten keine Erleichterung bringen, verfügt die Vista über neue, moderne Behandlungsmethoden (z. B. thermodynamische Behandlung), die Ihnen weiterhelfen können, die Augen wieder in Balance zu bringen und an Lebensqualität zu gewinnen.

Hornhaut

Linse

Grünen Star FRÜH ERKENNEN

Warum Vorsorge so wichtig ist

Netzhaut

Kammerwasser

Erhöhter Augeninnendruck

Sehnerv

Auge mit Glaukom im Querschnitt

Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, zählt zu den häufigsten Ursachen für Erblindung. Tückisch daran: Die Erkrankung verläuft meist unbemerkt, da zu Beginn keine Schmerzen auftreten. Umso wichtiger sind regelmässige Vorsorgeuntersuchungen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Messung des Augeninnendrucks.

Beim Grünen Star kann das im Auge produzierte Kammerwasser nicht genügend abfliessen. Dadurch erhöht sich der Augeninnendruck, was wiederum den Sehnerv schädigt. Nun fliessen nicht mehr alle vom Auge wahrgenommenen Informationen ans Gehirn – Gesichtsfeldausfälle sind die Folge. Diese beginnen aussen und schreiten langsam zum Zentrum des Gesichtsfeldes vor. Erst im Endstadium der Erkrankung bemerken die Betroffenen einen Sehschärfeverlust.

Patientinnen und Patienten sind oft überrascht: Man kann eine gute Sehschärfe haben und trotzdem an einem Glaukom leiden. Der Grüne Star ist eine chronische Augenerkrankung, die den Sehnerv schädigt. Häufig ist der Druck im Inneren des Auges auf Dauer zu hoch oder der Sehnerv wird zu wenig durchblutet.

Der Augeninnendruck ist demnach ein wichtiger Indikator für das Glaukom. Regelmässige Messungen helfen, Schäden frühzeitig zu erkennen und den Verlauf der Erkrankung zu kontrollieren. Je nach Situation kommen verschiedene Geräte zum Einsatz – von bewährten Standardbis hin zu modernen, handlichen Messgeräten.

› Goldmann-Tonometrie: Die Hornhaut wird kurz betäubt und mit einem speziellen Gerät sanft berührt (Goldstandard).

› iCare-Tonometer: misst ohne Tropfen, auch für Kinder geeignet.

› Luftstoss-Tonometer: schnell und ohne Berührung, allerdings weniger genau.

› Handgeräte wie Perkins- oder TonopenTonometer: praktisch bei speziellen Situationen, etwa im Liegen oder bei vernarbter Hornhaut.

Die Rolle der Hornhaut

Für exakte Untersuchungsergebnisse spielen auch noch andere Faktoren eine Rolle – insbesondere die Hornhautdicke. Diese ist individuell und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Das beeinflusst die Druckmessung:

Ist die Hornhaut dicker als der Durchschnitt, wird der Augendruck zu hoch angezeigt, bei dünner Hornhaut zu niedrig.

Gesichtsfeldmessung – der Blick in die Peripherie

Unsere Sehschärfe zeigt, wie klar wir ein Objekt erkennen. Das Gesichtsfeld dagegen gibt Aufschluss darüber, was wir rundherum wahrnehmen. Beim Glaukom verschwindet zuerst das seitliche Sehen – oft unbemerkt. Deshalb wird im Rahmen einer Glaukom­Untersuchung auch das Gesichtsfeld geprüft: Dabei schaut die Patientin oder der Patient in ein Gerät und bestätigt mit einem Knopfdruck, wenn Lichtpunkte erscheinen. So lassen sich selbst kleine Ausfälle früh feststellen.

Ein Blick in den Sehnerv

Eine weitere moderne Untersuchung ist die Optische Kohärenztomografie (OCT). Dabei wird die Dicke der Nervenfasern am Sehnerv gemessen – ähnlich wie bei einer Magnetresonanztomografie (MRT). Jährlich wiederholte Messungen zeigen, ob ein Schaden sich verschlimmert oder stabil bleibt. So lässt sich die Behandlung gezielt anpassen.

Regelmässige Kontrollen sind entscheidend

Das Glaukom ist eine chronische Erkrankung –vergleichbar mit Bluthochdruck oder Diabetes. Heilen lässt es sich nicht. Doch mit konsequenter Behandlung und regelmässigen Kontrollen kann das Fortschreiten in den meisten Fällen deutlich verlangsamt werden.

Veränderungen des Gesichtsfeldes beim Voranschreiten eines Glaukoms

FORSCHUNG

«Patientinnen und Patienten profitieren von unserer Forschung»

Seit 2009 verfügen die Vista Augenpraxen & Kliniken über eine eigene Studienabteilung. Im Mittelpunkt steht die Netzhautforschung.

Die Abteilung wird von PD Dr. med. Katja Hatz geleitet – die Ärztin und ihr Studienteam nehmen seit Jahren an zahlreichen weltweiten Medikamentenstudien teil und führen eigene Studien durch.

Bevor neue Medikamente auf den Markt kommen, müssen sie gründlich erforscht und getestet werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass sie wirksam und sicher sind. Eine wichtige Rolle spielen dabei klinische Studien, in denen neue Wirkstoffe oder Behandlungsmethoden an freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erprobt werden. Seit über 15 Jahren verfügt die Vista über eine eigene Studienabteilung. Studienleiterin PD Dr. med. Katja Hatz: «Forschung in der Vista heisst, dass wir patientennah Projekte selbst durchführen und so bereits vor der Zulassung neuer Medikamente im Netzhautbereich Erfahrungen mit neuen Medikamenten sammeln können.»

PD Dr. med. Katja Hatz

Leitende Ärztin in der Vista Augenklinik Binningen, Leitung Medical Retina/ Klinische Forschung Vista, Fachärztin Ophthalmologie FMH, spez. Ophthalmochirurgie

Altersabhängige

Makuladegeneration (AMD) – was ist das?

Die altersabhängige Makuladegeneration ist eine chronische Erkrankung der Netzhautmitte. Sie betrifft vor allem Menschen ab 60 Jahren und führt zu einem fortschreitenden Verlust der zentralen Sehkraft. Betroffene sehen in der Mitte ihres Sichtfeldes schlechter – das Lesen, Erkennen von Gesichtern oder Autofahren wird schwierig. Eine frühe Diagnose und eine gezielte Therapie können helfen, das Sehvermögen möglichst lange zu erhalten.

Ideale Bedingungen für das Forschungsteam

In der Vista werden Forschung und Klinik ideal miteinander kombiniert. Um relevante Fragestellungen überhaupt erkennen zu können und praxisnah zu forschen, braucht es zum einen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die aktiv im täglichen Geschehen mitarbeiten, zum anderen einen hohen Patientendurchlauf. «Und der ist bei uns gegeben», erklärt PD Dr. med. Katja Hatz. «Hier haben wir gegenüber anderen Einrichtungen einen grossen Vorteil.» Ethik und Integrität haben bei der wissenschaftlichen Arbeit der Vista einen hohen Stellenwert. Alle Projekte werden im Vorfeld von der zuständigen Ethikkommission und falls erforderlich von der Gesundheitsbehörde Swissmedic begutachtet.

Nationale und internationale Studien

In den vergangenen Jahren war das Team an zahlreichen nationalen und internationalen Zulassungsstudien beteiligt. Dabei wird eng mit Forschungszentren und Universitäten weltweit zusammengearbeitet. Aktuell nimmt die Vista am EU­Forschungsprogramm HORIZON zum Thema trockene altersabhängige Makuladegeneration (AMD) teil. Im Rahmen des Projekts testet die Vista eine medizinische Softwarelösung, die KI für die Analyse und Überwachung von Netzhautbildern von Patientinnen und Patienten mit AMD einsetzt.

Forschung für die Patientinnen und Patienten

In der Vista werden im Rahmen von klinischen Studien ständig neue Behandlungsmöglichkeiten getestet oder bereits vorhandene Behandlungsmethoden der Augenheilkunde verbessert, indem Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüft werden. Für Patientinnen und Patienten hat diese Arbeit einen direkten Nutzen: Durch die Teilnahme an Studien erhalten sie frühzeitig Zugang zu innovativen Therapien – oft lange bevor diese auf dem Markt verfügbar sind. Gleichzeitig findet eine intensive medizinische Versorgung der Studienteilnehmenden durch die wissenschaftliche Begleitung statt. PD Dr. med. Katja Hatz: «Zahlreiche Patientinnen und Patienten informieren sich proaktiv über unsere Studienprojekte. Sie möchten gerne teilnehmen und so von neuen Behandlungsansätzen profitieren.» Ein weiterer Vorteil: Die gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse kommen später auch anderen Betroffenen zugute – in Form von neuen Medikamenten oder verbesserten Behandlungsmöglichkeiten.

Neben dem europäischen HORIZON-Projekt ist die Vista derzeit an mehreren weiteren internationalen Studien beteiligt, die einen direkten Einfluss auf die tägliche Praxis haben: Nachdem die Vista Augenklinik Binningen als weltweit am viertbesten rekrutierendes Zentrum in der Zulassungsstudie für ein Augenimplantat zur Behandlung der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) viel Erfahrung gesammelt hatte, konnte sie dieses reiskorngrosse Implantat als erste Augenklinik ausserhalb der USA auch ausserhalb einer Studie einsetzen. Das Implantat gibt über Monate einen Wirkstoff direkt ins Auge ab und ersetzt so den häufigen Einsatz von Spritzen.

BRILLENFREIHEIT IN JEDEM ALTER

ENDLICH SCHARF SEHEN

ohne Brille oder Kontaktlinsen

Eine klare Sicht, ohne auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen zu sein – diesen Wunsch haben zahlreiche Menschen unabhängig von ihrem Alter. Ob beim Sport, auf Reisen oder beim Blick in den Spiegel: Hilfsmittelfreies Sehen kann das Lebens gefühl positiv beeinflussen. Eine Laserbehandlung oder Linsenimplantate ermöglichen ein klares Sehen.

Für Millionen Menschen weltweit gehören Hilfsmittel wie Brille oder Kontaktlinsen zum Alltag – sie helfen, die Welt klar und scharf zu sehen. Doch wie wäre es, morgens aufzuwachen und den Tag mit klarem Blick zu starten – ganz ohne Sehhilfe? Laserbehandlungen oder Linsenimplantate können den Traum von klarer Sicht ohne Brille oder Kontaktlinsen Wirklichkeit werden lassen. Welche Möglichkeiten gibt es und für wen eignet sich welches Verfahren?

Augenlaserbehandlung

Eine Laserbehandlung eignet sich für Personen, die an einer geringen bis mittleren Kurzsichtigkeit bis –6 Dioptrien und einer Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien leiden. Wichtig ist zudem, dass die Kurzsichtigkeit in den letzten Jahren stabil geblieben ist. Nur so wird vermieden, dass sich nach der Behandlung eine erneute Fehlsichtigkeit entwickelt. Auch die Hornhaut muss mindestens einen halben Millimeter dick sein, damit sie nach dem Abtragen stabil genug ist. Eine Weitsichtigkeit kann zwar ebenfalls korrigiert werden, allerdings sind aktuell auf lange Sicht gute Ergebnisse noch nicht unbedingt gewährleistet. Das Lasern beider Augen dauert rund 30 Minuten, wobei der eigentliche Augenlaser nur wenige Sekunden im Einsatz ist.

Linsenimplantat

Kommt eine Laserbehandlung nicht infrage, sei es wegen zu starker Fehlsichtigkeit oder zu dünner Hornhaut, kann ein Linsenimplantat eine Alternative sein.

Dabei wir eine zusätzliche Linse ins Auge eingesetzt, die die Fehlsichtigkeit dauerhaft korrigiert und die Abhängigkeit von Brille oder Kontaktlinse im Alltag praktisch eliminiert und die gewünschte Sehleistung erzielt. Die Zusatzlinse ist sozusagen eine dauerhafte Kontaktlinse im Auge. Die implantierte Linse hält ein Leben lang und kann jederzeit wieder entfernt und bei Bedarf durch einen anderen Linsentyp ersetzt werden. Die Implantation einer Linse dauert ungefähr 20 Minuten.

Eine Laserbehandlung eignet sich bei Dioptrien von bis zu

–6Risiken und Kosten

Wie bei jedem Eingriff gibt es auch beim Augenlasern oder beim Implantieren einer Linse Risiken. Diese sind jedoch selten oder gering. Mögliche Nebenwirkungen können trockene Augen oder erhöhte Blendempfindlichkeit nach der Behandlung sein. Zudem kann sich die Sehkraft im Laufe der Zeit wieder verändern. Aus diesen Gründen sind regelmässige Nachkontrollen wichtig, um so Veränderungen frühzeitig erkennen und gegebenenfalls korrigieren zu können. Die obligatorische Grundversicherung der Krankenkasse übernimmt in der Regel keine Kosten für Laserbehandlungen zur Sehkorrektur, es sei denn, es liegt eine medizinische Notwendigkeit vor.

Minuten etwa dauert die Implantation einer Linse

Das kann zum Beispiel eine signifikante Differenz in der Dioptrienzahl zwischen beiden Augen sein oder wenn eine Brille oder Kontaktlinsen aus medizinischer Sicht keine Option sind. Zahlreiche Zusatzversicherungen bieten jedoch an, einen Teil der Kosten für Laserbehandlungen zu übernehmen.

Der Alltag nach einem Eingriff

Die Regenerationszeit nach einem Eingriff ist relativ kurz, das Ergebnis aber ist für viele ein völlig neues Lebensgefühl: morgens aufwachen und die Welt klar sehen, ohne Einschränkung Sport treiben und spontan sein, ohne an Sehhilfen denken zu müssen. Brillenfreiheit bedeutet nicht nur, dass man schärfer sieht, sondern auch, dass man das Leben wieder uneingeschränkt geniessen kann.

Ohne Brille oder Kontaktlinsen scharf sehen? Die Vista ist spezialisiert auf Augenlaserbehandlungen und Linsenimplantate.  laservista.ch

IM GESPRÄCH MIT DR. MED. THEO SIGNER

Augenheilkunde im Tessin

Seit 2022 sind die Vista Augenpraxen & Kliniken im Tessin vertreten. Damals schloss sich das in Lugano ansässige Centro Avanti der Vista­Gruppe an. Zwei Jahre später baute die Vista mit der Übernahme des Pax Eye Center in Locarno die medizinische Versorgung in der italienischsprachigen Schweiz weiter aus –und offeriert als einzige Anbieterin im Tessin die gesamte Palette der Augenmedizin für die Menschen vor Ort.

Bis vor einigen Jahren war die Vista ausschliesslich in der Deutschschweiz tätig. Der Wunsch, auch das Tessin mit seinen rund 360’000 Einwohnerinnen und Einwohnern vor Ort augenmedizinisch versorgen zu können, gab den Anstoss zur Expansion in den Süden des Landes. Heute ist die Vista die einzige Anbieterin im Tessin, die das gesamte Spektrum der Augenmedizin vor Ort unter einem Dach anbietet – von komplexer Netzhaut­, Katarakt­ oder Lidchirurgie über Hornhauttransplantationen und refraktive Chirurgie bis hin zur Behandlung von Tränenwegserkrankungen und Nachsorge.

Dr. med. Theo Signer

Chefarzt und Ärztlicher Direktor, Facharzt Ophthalmologie FMH, spez. Ophthalmochirurgie

«Im Tessin vereinen wir Spitzenmedizin und mediterranes Flair»

Der Chefarzt und Ärztliche Direktor der Vista Augenpraxen & Kliniken ist spezialisiert auf Netzhaut- und Glaskörperchirurgie, Kataraktchirurgie, Glaukom, Traumatologie sowie refraktive Linsenchirurgie. Zudem engagiert er sich unter anderem in der Stiftung «Projekt gegen Blindheit in Mexiko»: Im Rahmen von humanitären Einsätzen führt seit 20 Jahren während zwei Wochen pro Jahr ein Team von Schweizer Augenärzten in Mexiko kostenlos Augenoperationen durch.

Zwei Standorte, eine Vision 2022 schloss sich das renommierte Centro Avanti in Lugano der Vista­Gruppe an. Zwei Jahre später erfolgte die Integration des Pax Eye Center in Locarno in die VistaGruppe. Die Expansion verlief nicht zufällig: Dr. med. Theo Signer, Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Vista Augenpraxen & Kliniken, arbeitete früher selbst im Tessin. «Auf fachlicher Ebene bestand schon lange ein professioneller und freundschaftlicher Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen im Tessin», erklärt Dr. med. Theo Signer. Umso schöner sei es gewesen, dass das medizinische Angebot im Tessin gemeinsam im Interesse der Patientinnen und Patienten sowie der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte habe ausgebaut werden können.

2022 Das in Lugano ansässige Centro Avanti schliesst sich der Vista-Gruppe an. Damit ist die Vista erstmals auch im Tessin vertreten.

2024 Im Tessin wird ein weiterer Standort in Locarno übernommen. Mit dem Pax Eye Center verstärkt die Vista ihre Präsenz im Tessin und unterstreicht ihre Absicht, dort ein starkes Vista-Netzwerk aufzubauen.

Medizinische Versorgung in jeder Region

«Unsere Philosophie war und ist noch immer, dass wir zu den Patientinnen und Patienten gehen und ihnen somit den langen Weg in die Deutschschweiz ersparen möchten», so Dr. med. Theo Signer. Zudem sei nach einer Operation stets eine Nachbetreuung notwendig – eine erneute Reise in die Deutschschweiz wäre für die Patientinnen oder den Patienten mühselig. Gerade ältere Menschen profitieren von der wohnortnahen Nachsorge. Im gebirgigen Tessin mit langen Anfahrtswegen und täglichen Pendlerstaus ist dieser Service sehr wichtig. Komplexe Eingriffe werden gebündelt an zentralen Standorten wie in Lugano angeboten, Routinebehandlungen sollen hingegen möglichst regional erfolgen.

Präzision und Herzlichkeit

Was die Vista im Tessin besonders macht, ist die Verbindung zweier Welten: Präzision, ein strukturierter Klinikbetrieb sowie eingespielte Prozesse treffen auf mediterranes Flair. Diese Mischung wird von den Patientinnen und Patienten geschätzt. Für die gesamte Vista­Gruppe gilt: Viele Ärztinnen und Ärzte wurden intern ausgebildet, das Wissen über Jahre aufgebaut. «Die Vista ist aus diesem Grund in allen Regionen sehr gut abgestützt», so Dr. med. Theo Signer. «Unsere Patientinnen und Patienten wissen, dass sie überall im Vista­Netzwerk in besten Händen sind.»

Mit dem Vista-Spirit in die Zukunft

Für die Zukunft wünscht sich Dr. med. Theo Signer, dass der Vista­Geist erhalten bleibt – dieser ist von Vertrauen, einem kollegialen Miteinander und Patientenorientierung geprägt. Denn wer Menschen wieder zum Sehen verhilft, schenkt ihnen weit mehr als nur medizinische Hilfe –er gibt ihnen ein grosses Stück Lebensqualität zurück.

Mehr Informationen zu unseren Standorten im Tessin finden Sie unter  vista.ch/standorte

Ein Blick sagt mehr als tausend Worte

AUGEN AUGEN B LICKE B LICKE

Ein einziger Blick kann mehr ausdrücken als viele Worte. Unsere Augen geben preis, was in uns vorgeht – bewusst oder unbewusst. Sie verraten Gefühle, spiegeln unsere innere Welt wider und spielen eine zentrale Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation. Der Blickkontakt kann Nähe schaffen oder Distanz signalisieren – je nach Kontext und Kultur. Warum der Blick als Schlüssel zur Seele gilt, erläutern wir auf den folgenden Seiten.

AUGEN UND EMOTIONEN

Was der Blick verrät

Seit Jahrhunderten gelten die Augen als Spiegel der Seele – ein Bild, das nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Wissenschaft Beachtung findet. Ob Freude, Angst, Trauer oder Überraschung: Unsere Augen reagieren unwillkürlich auf emotionale Reize und verraten mehr über unsere Gefühle, Gedanken und Absichten, als uns manchmal lieb ist. Doch wie genau funktionieren diese nonverbalen Signale?

Wahrnehmung und Ausdruck

Der Mensch nimmt die Welt hauptsächlich über die Augen wahr. Informationen wie Formen, Farben und Bewegungen werden als elektrische Impulse durch den Sehnerv zum Gehirn geleitet und dort zu Bildern verarbeitet. Innerhalb von Millisekunden reagiert der Mensch mit Emotionen auf das, was er wahrgenommen hat. Gleichzeitig spiegeln die Augen unser Inneres nach aussen wider: So schauen wir während eines Gesprächs instinktiv in die Augenregion des Gegenübers, um Emotionen abzulesen – Worte können da zur Nebensache werden.

Unsere Augen verraten den Gemütszustand

Vor lauter Schreck und Angst können uns die Augen weit offen stehen, vor Freude können sie gar leuchten – die Augen offenbaren Emotionen auf subtile, aber deutliche Weise. Ist man glücklich und lacht, so lächelt das Auge mit. Das Gegenüber erkennt die Freude am Glanz in den Augen und an den sich darum herum bildenden Fältchen. Diese Reaktionen sind unbewusst, zum Beispiel wenn beim Lachen die Augen durch die Aktivierung der Augenringmuskulatur mitlächeln. Auch Trauer lässt sich an den Augen ablesen: Aufgrund angesammelter Flüssigkeit schwellen die Augenlider an; die Augenbrauen ziehen sich nach innen und verändern ihre Form.

Mikrobewegungen, Pupillenspiel und Blickverhalten

Die Augen sind weit mehr als Sinnesorgane – sie sind präzise Ausdruckswerkzeuge. So können bereits winzige Veränderungen im Blickverhalten Hinweise auf innere Zustände geben.

› Pupillenreaktionen: Freude, Angst, Stress oder Ekel vergrössern die Pupillen. Bei Müdigkeit und auch im Schlaf verengen sie sich. Auch Lichtverhältnisse beeinflussen die Pupillengrösse: In der zunehmenden Dunkelheit vergrössern sich die Pupillen und bei Lichteinfall verengen sie sich. Diese Reaktionen geschehen reflexartig.

› Augenbewegungen: Häufige Blickwechsel können auf Nervosität, Überforderung oder Unsicherheit hindeuten, während gezielter Blickkontakt Konzentration oder Dominanz signalisiert.

› Lidbewegungen: Häufiges Blinzeln kann auf Stress oder Unsicherheit hinweisen, während langes Starren mit Konzentration oder Misstrauen assoziiert wird.

Grenzen der Interpretation

Auch wenn die Augen viel über unser Innenleben preisgeben, ersetzen sie keine ganzheitliche Einschätzung. Individuelle Unterschiede, soziale oder kulturelle Umstände und eine bewusste Kontrolle des Blickverhaltens erschweren Deutungen. Eine verlässliche Interpretation erfordert stets weitere nonverbale und verbale Signale.

OHNE WORTE VERSTEHEN

Die Bedeutung des Blickkontakts

Ob im Gespräch mit Freundinnen und Freunden, bei einem Bewerbungsgespräch oder beim ersten Kennenlernen – unsere Augen sprechen mit. Ein einziger Blick genügt oft, um innerhalb von Sekunden festzustellen, ob wir jemanden sympathisch, ehrlich oder glaubwürdig finden. Psychologinnen und Psycho­

logen bezeichnen ihn als «sozialen Klebstoff», der Beziehungen aufbaut, stärkt – oder stört. Der direkte Blick ist ein zentrales Element der nonverbalen Kommunikation – oft unbewusst, aber äussert wirkungsvoll. In einer Welt, in der Körpersprache oft übersehen wird, spielt er eine wichtige Rolle in privaten, beruflichen, romantischen und freundschaftlichen Beziehungen.

Der erste Eindruck zählt

Innerhalb von Sekundenbruchteilen entscheidet unser Gehirn, ob wir jemanden als vertrauenswürdig, offen oder dominant einschätzen. Der Blick ist hierbei einer der stärksten Einflussfaktoren. Wer seinem Gegenüber offen in die Augen sieht, wirkt selbstbewusst, präsent und vertrauenswürdig. Ein abgewandter oder unsteter Blick kann hingegen Unsicherheit, Ablehnung oder Desinteresse signalisieren. Gerade in Vorstellungsgesprächen, bei Meetings oder Präsentationen spielt der visuelle Kontakt eine entscheidende Rolle. Ein authentischer Blick vermittelt Sicherheit und schafft rasch eine Verbindung.

Romantik beginnt mit einem Blick

In romantischen Beziehungen ist der Augenkontakt oft der Auslöser für gegenseitige Anziehung. Ein längerer, intensiver Blick kann Nähe entstehen lassen – oft bevor Worte gewechselt werden. Studien zeigen, dass Paare, die sich häufig in die Augen schauen, eine engere emotionale Bindung empfinden. Auch in langjährigen Beziehungen ist der Blick ein wichtiger Indikator für Nähe und Interesse. Wer seinem Partner oder seiner Partnerin regelmässig in die Augen sieht, zeigt emotionale Präsenz und Empathie.

Das Gefühl, gesehen zu werden

Auch unter Freunden ist der Blick eine wichtige Form der Wertschätzung. Beim Erzählen, Zuhören oder gemeinsamen Lachen schafft er Verbindung und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Gerade im digitalen Alltag, in dem viele Gespräche über Bildschirme stattfinden, ist ein gezielter Blickkontakt ein Zeichen von echtem Interesse. In schwierigen Momenten kann er Trost spenden, denn ein verständnisvoller Blick vermag oft mehr zu sagen als gut gemeinte Worte.

Nähe und Distanz

Nicht jeder fühlt sich mit intensivem Blickkontakt wohl. Besonders introvertierte Personen oder Menschen mit sozialen Ängsten empfinden ihn zuweilen als unangenehm. Gute Kommunikation bedeutet daher auch, die Reaktion des Gegenübers wahrzunehmen und zu respektieren.

Weder ein starrer Blick noch das völlige Vermeiden von Blickkontakt wirken angemessen. Eine gute Balance hängt von der Situation ab. Wer seine Augen als Teil der Kommunikation bewusst und achtsam einsetzt, stärkt seine zwischenmenschlichen Beziehungen – beruflich wie privat.

AUGENKONTAKT IN VERSCHIEDENEN KULTUREN

Der Blick, der verbindet

DOffenheit und Selbstbewusstsein

In vielen westlichen Kulturen, etwa in Europa oder Nordamerika, wird direkter Augenkontakt positiv bewertet. Er steht für Offenheit, Interesse, Ehrlichkeit, Respekt und Glaubwürdigkeit. Besonders in Westeuropa schätzt man einen festen, aber nicht starren Blick bei Verhandlungen oder beim Kennenlernen. Ein Abwenden der Augen wird oft als Unsicherheit oder Desinteresse interpretiert. Dennoch variieren die Umgangsformen je nach Land und persönlichem Kontext.

er visuelle Kontakt ist eine der unmittelbarsten Formen nonverbaler Kommunikation. Wir nutzen ihn, um Aufmerksamkeit zu zeigen, Nähe herzustellen oder Grenzen zu setzen. Wie wir Blicke deuten – und wie wir sie einsetzen –, ist jedoch kulturell geprägt. Was in einer Gesellschaft als höflich und aufgeschlossen gilt, wird in einer anderen als anmassend oder respektlos empfunden. Doch was bedeutet der Blickkontakt in unterschiedlichen Kulturen?

Leidenschaft und Nähe

In vielen Ländern Lateinamerikas, darunter Mexiko, Brasilien oder Argentinien, ist der Augenkontakt ein starkes Ausdrucksmittel für Emotionen und Nähe. Er wird häufig intensiver eingesetzt als in Europa und vermittelt Wärme, Freundlichkeit, Offenheit, Interesse sowie Engagement. Es gilt jedoch, die Balance zu wahren, da ein zu starrer Blickkontakt als aggressiv empfunden werden kann.

Respekt und Zurückhaltung

In zahlreichen asiatischen Kulturen, beispielsweise in Japan, China oder Korea, ist der visuelle Kontakt oft subtil und zurückhaltend. Ein direkter, langanhaltender Blick kann als respektlos oder herausfordernd empfunden werden, insbesondere gegenüber Älteren oder Vorgesetzten. Dieses Verhalten spiegelt eine kulturelle Wertschätzung von Hierarchie und Harmonie wider.

Vielfalt und Umfeld

Respekt und soziale Rollen

Der afrikanische Kontinent ist kulturell sehr vielfältig, daher gibt es keine einheitliche Regel in Bezug auf Augenkontakt. Dennoch lassen sich einige typische Tendenzen festhalten: In vielen traditionellen Gesellschaften wird der Blickkontakt gegenüber Älteren oder Autoritäten oft vermieden, um Wertschätzung zu zeigen. In urbanen und jüngeren Bevölkerungsschichten wird offener visueller Kontakt zunehmend normal. Augenkontakt ist eine universelle Sprache, deren Dialekte jedoch vielfältig sind. Interkulturelle Sensibilität bedeutet auch zu verstehen, was der Blick in einem bestimmten Kontext wirklich ausdrücken will. Gerade in Zeiten globaler Vernetzung hilft diese Fähigkeit dabei, Brücken zu bauen, Missverständnisse zu vermeiden und respektvoll miteinander zu kommunizieren.

Im Nahen Osten und in vielen arabischen Ländern spielt der Augenkontakt eine differenzierte Rolle, die von sozialem Kontext, Geschlecht und Status abhängt. Ein direkter Blick gegenüber Älteren oder Vorgesetzten wird oft vermieden, um Respekt zu zeigen. Männer nehmen intensiven Augenkontakt oft als Zeichen von Ehrlichkeit und Vertrauen wahr; Blicke zwischen Männern und Frauen, die nicht verwandt sind, können als unangemessen gelten.

Gutes Sehen für alle Menschen

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2019 sind weltweit rund 950 Millionen Menschen auf eine Sehhilfe angewiesen – sie können sich eine Brille jedoch nicht leisten oder haben keinen Zugang zu einer augenärztlichen Versorgung. Die Folgen haben weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen: Kinder können dem Unterricht in der Schule nicht folgen und Erwachsene können keine oder keine qualifizierte Arbeit aufnehmen, um ihre Familien zu versorgen. Gutes Sehen ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität: Es ermöglicht uns, die Welt klar und deutlich wahrzunehmen, und hat Einfluss auf Bildung, Arbeit und soziale Integration.

Millionen Menschen weltweit benötigen eine Brille, können sich diese aber nicht leisten. Unter den Folgen leiden sie meist ein Leben lang: Kinder können nicht richtig lernen, Erwachsene nicht arbeiten. Der Verein EinDollarBrille verschafft den Betroffenen Zugang zu kostenlosen Sehtests und hochwertigen, bezahlbaren Brillen – für ein selbstbestimmtes Leben.

Kostengünstig und bruchsicher

Um das weltweite Problem der unbehandelten Fehlsichtigkeit zu lösen, wurde 2012 in Deutschland – in der Schweiz 2015 – der Verein EinDollarBrille gegründet und das System der sogenannten EinDollarBrille entwickelt. Die kostengünstige Brille wird auf einer einfachen Biegemaschine hergestellt, die keinen Strom benötigt und somit auch in strukturschwachen ländlichen Regionen eingesetzt werden kann. Die Sehhilfe besteht aus einem leichten, stabilen Federstahlrahmen und bereits geschliffenen Gläsern aus bruchsicherem Kunststoff.

Verein EinDollarBrille

Hilfe vor Ort

In den vergangenen Jahren entstand eine weltweit tätige Organisation, die dafür sorgt, dass Kinder und Erwachsene in Asien, Afrika und Südamerika ein besseres Leben führen können. In der Schweiz hat EinDollarBrille seinen Sitz in Gwatt bei Thun im Kanton Bern. «Unser Ziel ist es, eine augenoptische Grundversorgung für alle Menschen weltweit sicherzustellen», erklärt Martin Sedlmayer, Präsident von EinDollarBrille Schweiz. Aktuell ist der Verein in elf Ländern in Asien, Afrika und Südamerika aktiv. Seit der Gründung hat der Verein 2,2 Millionen Sehtests durchgeführt, mehr als 830’000 Brillen ausgegeben und 524 Arbeitsplätze geschaffen.

Ausbildung von Fachkräften

Neben der Abgabe der Brillen fokussiert sich der Verein auf die Ausbildung von augenoptischen Fachkräften vor Ort. Da in vielen Ländern des globalen Südens entsprechendes Fachpersonal fehlt, hat EinDollarBrille zusammen mit Augenärztinnen und Optikern eine einjährige Ausbildung entwickelt, nach deren Abschluss die Teilnehmenden in der Lage sind, beim Sehtest zuverlässig das bestmögliche Brillenglas zu bestimmen und die Brille fachgerecht anzupassen.

Schaffen von Arbeitsplätzen

Zusätzlich bildet der Verein in den Programmländern Fachkräfte für die Herstellung und den Vertrieb der EinDollarBrillen aus. So entstehen auch in Regionen mit einem schwach entwickelten Arbeitsmarkt neue Arbeitsplätze. Und dank kostenloser Sehtests, Aufklärungsarbeit in Schulen und Gemeinden sowie des Aufbaus von Beziehungen zu Gesundheitsinstitutionen und NGOs schafft EinDollarBrille ein wachsendes Bewusstsein für die Bedeutung von gutem Sehen und die Wirkung von Brillen.

Partnerschaft EinDollarBrille und Vista Augenpraxen & Kliniken

Seit 2024 ist die Vista-Gruppe Partnerin des Vereins EinDollarBrille Schweiz. Die Vista Augenpraxen & Kliniken sind mit ihren rund 35 Standorten und rund 500 Mitarbeitenden die grösste und führende Anbieterin von Augenmedizin in der Schweiz. Vista bietet EinDollarBrille in den Warteräumen aller Praxen und Kliniken die Möglichkeit, auf grossen Bildschirmen die Dienstleistungen des Vereins vor Ort einem breiten Publikum vorzustellen.

Mehr Informationen zu EinDollarBrille finden Sie unter www.eindollarbrille.ch.

WENN DIE AUGEN NICHT MEHR GEHORCHEN

Unsere Augen steuern normalerweise, wohin wir schauen. Doch bei Augenzittern bewegen sich die Augen unkontrolliert hin und her und beeinträchtigen das Sehen stark. Wie entsteht die Krankheit, welche Formen gibt es und welche Behandlungsmöglichkeiten helfen?

Unsere Augen folgen meist unserem Willen: Wir schauen dahin, wohin wir wollen. Doch es gibt eine Krankheit, bei der die Augen unkontrolliert von einem Punkt zum anderen springen, wodurch das Sehen erschwert wird: das sogenannte Augenzittern, in der Fachsprache Nystagmus genannt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen folgenden Formen.

Rucknystagmus: Die Augen bewegen sich ruckartig in eine Richtung und gleiten danach langsam zurück in die Ausgangsposition. Pendelnystagmus: Die Augen schaukeln kontinuierlich horizontal oder vertikal hin und her. Rotatorischer Nystagmus: Hierbei rollen die Augen stetig in einer kreisenden Bewegung – diese Form ist jedoch eher selten.

Die ungewollten Bewegungen entstehen, weil die Augen versuchen, ein scharfes Bild zu erzeugen, was ihnen jedoch partout nicht gelingt, weshalb sie unkontrolliert springen. Nystagmus ist eine Fehlfunktion, die entweder angeboren ist oder sich im Verlauf des Lebens entwickelt. Der angeborene Nystagmus tritt häufig bereits bei der Geburt auf und ist oft mit anderen Sehstörungen oder körperlichen Beeinträchtigungen verbunden. Erworbenes Augenzittern dagegen ist die Folge einer Erkrankung des Gehirns oder des Gleichgewichtsorgans.

Medikamentöse Behandlung umstritten

Ziel einer Behandlung ist es, die Sehschärfe zu verbessern. Der Ärztin oder dem Arzt stehen dabei zwei Arten von Methoden zur Verfügung – die medikamentöse und die operative. Bei der medikamentösen Behandlung kommen oft Medikamente zum Einsatz, die eigentlich für die Behandlung von Krankheiten wie Parkinson oder Epilepsie entwickelt wurden. Da es umstritten ist, ob diese Medikamente bei Nystagmus wirken, bevorzugen Ärztinnen und Ärzte operative Eingriffe. Hierbei werden die Augenmuskeln behandelt oder es wird Botox injiziert, um das Zittern zu verringern und das Sehvermögen zu verbessern.

Das natürliche Augenzittern

Nicht immer ist Augenzittern krankhaft. Auch gesunde Menschen erleben zuweilen ein kurzzeitiges Zittern der Augen, etwa beim Blick aus dem Fenster eines fahrenden Zuges. Die schnellen Bewegungen führen dazu, dass die Augen ständig kleine Sprünge machen, um die Bilderfolge zu verarbeiten. Tritt dabei Schwindel auf, hilft es, den Blick auf einen festen Punkt zu richten – meist hört das Zittern dann rasch auf. Im Gegensatz dazu können von krankhaftem Nystagmus Betroffene die unkontrollierten Bewegungen der Augen nicht beeinflussen oder stoppen.

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Für einen gelungenen Start ins Leben

Die Augen von Neugeborenen sind empfindlich und benötigen in den ersten Lebensmonaten eine sanfte Pflege. Mit einfachen Hygienemassnahmen lassen sich Reizungen und Infektionen oft vermeiden oder rasch lindern. Eltern können so die gesunde Sehentwicklung ihres Babys aktiv unterstützen.

Wenn ein Neugeborenes zum ersten Mal die Augen öffnet, wirkt sein Blick noch ein wenig fremd – und doch scheint er bereits so viel zu sagen. Die Augen eines Babys sind jedoch sehr sensibel und benötigen in den ersten Lebensmonaten eine sanfte Pflege. Eltern stehen dabei vor der Herausforderung, für Hygiene und Schutz zu sorgen, ohne die empfindlichen Strukturen zu reizen.

Schutzbedürftige Babyaugen

Schon vor der Geburt kann ein Baby Licht wahrnehmen. Doch die Fähigkeit, zu sehen und die Umwelt zu erkennen, entwickelt sich erst nach und nach. In dieser Zeit sind viele Schutzmechanismen, zum Beispiel die Funktion der Tränenkanäle oder die Immunabwehr, noch nicht ausgereift. Das kann dazu führen, dass die Augen oft tränen, verkleben oder sogar verkrusten. Meist ist die Ursache harmlos: Die Tränenkanäle sind in 5 bis 6 % der Fälle noch nicht vollständig geöffnet oder verengt. Flüssigkeit staut sich und trocknet auf dem Lidrand ein – Bakterien finden so einen idealen Nährboden und es kommt zu immer wiederkehrenden Infektionen.

Sanfte Pflege

Mit der richtigen Pflege lassen sich jedoch viele Beschwerden vermeiden oder rasch lindern. Wichtig ist vor allem eine sanfte, hygienische Vorgehensweise. Gesunde Babyaugen benötigen keine tägliche Reinigung. Zeigt sich jedoch Sekret, sollte dieses mit lauwarmen Kompressen erst eingeweicht (Kompresse für etwa fünf Minuten auflegen) und dann behutsam in Richtung der Nase weggewischt werden – also entlang des natürlichen Abflusses der Tränenflüssigkeit. Keinesfalls sollten Wattestäbchen oder Fingernägel zum Einsatz kommen – die Verletzungsgefahr ist schlicht zu gross.

Gerötete Augen können auf Bindehautentzündung hinweisen

Wenn das Auge eines Babys gerötet ist, vermehrt tränt, stark verklebt ist oder sogar eitert, kann eine Bindehautentzündung vorliegen. Eine Bindehautentzündung ist meist harmlos, sollte es aber zu wiederkehrenden Infektionen kommen, sollte der Kinderarzt oder eine Augenärztin aufgesucht werden. Die Fachperson entscheidet, ob eine Behandlung mit antibiotischen Augentropfen oder Salben notwendig ist. Handelt es sich dabei um einen noch nicht eröffneten Tränenkanal, kommt eine gezielte Massage der Tränenkanäle hinzu, die die Eltern vorerst täglich durchführen sollten.

Babyaugen sind empfindlich. Wer sie jedoch mit Achtsamkeit und Wissen pflegt, legt den Grundstein zu einer gesunden Sehentwicklung. Das sanfte Reinigen oder eine beruhigende Massage können dabei mehr sein als nur Pflege: Sie sind Zeichen von Nähe, Zuwendung und Liebe – und somit das, was ein Kind in den ersten Lebensmonaten am meisten braucht.

Die richtige Pflege

Gesunde Augen müssen nicht täglich gereinigt werden. Ist Sekret vorhanden, sollte folgendermassen vorgegangen werden:

› Hände gründlich waschen

› sauberes Wattepad oder Kompresse mit lauwarmem abgekochtem Wasser oder Kochsalzlösung anfeuchten

› sanft von aussen nach innen wischen

› für jedes Auge ein frisches Pad oder Tuch verwenden

Vorbeugende Massnahmen

› Trockene Heizungsluft und Zugluft können die Augen reizen. Regelmässiges Lüften und ein Luftbefeuchter schaffen ein augenfreundliches Klima.

› Gründliches Händewaschen vor dem Kontakt mit den Augen beugt Infektionen vor.

› Direktes Sonnenlicht oder grelle Beleuchtung vermeiden – Babys reagieren empfindlich auf intensive Lichtquellen.

VITAMINBOMBEN AUF DEM TELLER

SUPERFOODS IM HERBST UND WINTER

Ein starkes Immunsystem sorgt dafür, dass unser Körper widerstandsfähig bleibt.

Gerade in der kalten Jahreszeit mit wenig Sonnenlicht sind wir anfälliger für Infektionen. Saisonale Superfoods liefern jedoch eine geballte Ladung an Vitaminen, Mineral­ und Ballaststoffen und unterstützen so die Gesundheit –auch im Herbst und Winter.

Regionales Wintergemüse gehört wohl zu den meistunterschätzten

Superfoods. Es enthält wenig

Kalorien, dafür aber zahlreiche Mineral­ und Ballaststoffe, sekun­

däre Pflanzenstoffe, Vitamine sowie Antioxidantien – und schmeckt köstlich. Im Herbst und Winter gewinnen Super foods an Bedeutung, da unser Körper in dieser Zeit vermehrt Unterstützung benötigt, um das Immunsystem zu stärken und Stimmungsschwankungen entgegenzuwirken.

Eine Extraportion dieser Lebensmittel tut auch den Augen gut

Kürbis

Der Alleskönner

Der Kürbis ist reich an Betacarotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Vitamin A ist wichtig für die Sehkraft und die Gesundheit der Augenoberfläche. Darüber hinaus liefert der Kürbis wichtige Vitamine wie Vitamin C und E sowie Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium.

Federkohl

Der Vitamin-Booster

Der Federkohl steckt voller

Vitamin C, Vitamin K und Antioxidantien, die das Immunsystem auf Vordermann bringen. Durch die grosse Menge der beiden sekundären Pflanzenstoffe Lutein und Zeaxanthin wirkt sich der Verzehr von Federkohl besonders positiv auf die Augengesundheit aus.

Superfoods sind keine Wundermittel. Die bewusste Auswahl und eine abwechslungsreiche Zubereitung dieser

Rotkohl

Das Kult-Kraut Etwa 100 Gramm Rotkohl decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Ausserdem stecken in Rotkohl reichlich Vitamin K, Selen, Kalium und Magnesium. Der hohe Anteil an Antioxidantien, Kalzium und Kalium macht Rotkohl zu einem wichtigen Nährstofflieferanten für die Augen.

Äpfel

Der regionale Klassiker Der Apfel versorgt uns mit vielen Vitaminen und Nährstoffen. Äpfel enthalten reichlich Vitamin C, aber auch die Vitamine A, E, B1, B2 und B6 Während die Vitamine C und E die Zellen stärken, wirkt sich Vitamin A vor allem positiv auf Netzhaut und Linse aus.

Lebensmittel können jedoch ein Schlüssel zu einem vitalen Lebensstil in der kalten Jahreszeit sein.

REZEPT

KÜRBISSPAGHETTI MIT SALBEI

VEGETARISCH

DAS BRAUCHT ʼ S

FÜR VIER PERSONEN

600 g Kürbis, z. B. Butternut, gewürfelt

1 grosser Salbeizweig

Butter zum Dünsten

Salz, Pfeffer

300 – 400 g Spaghetti

2 EL Rapsöl

50 g Parmesan, gerieben

Salbeiblättchen zum Garnieren

UND SO WIRD ʼ S GEMACHT

Kürbis und Salbei in der Butter andünsten, bis der Kürbis weich ist. Salbei entfernen, Kürbis würzen. Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen, abgiessen und mit Rapsöl mischen. Spaghetti in Tellern anrichten, Kürbis darübergeben. Käse und Salbeiblättchen darüberstreuen. Guten Appetit!

Ein einziger Blick drückt mehr aus als viele Worte. Unsere Augen geben preis, was in uns vorgeht. Sie verraten Gefühle und spielen eine zentrale Rolle in der zwischenmenschlichen Kommunikation.

FOKUSTHEMA Augenblicke ab S. 16

Mit unserem «Einblick» wollen wir die Faszination für das Thema Auge mit Ihnen teilen, ungewöhnliche Einblicke bieten und über Behandlungsmethoden und Ursachen von Augenkrankheiten informieren. Zurückgreifen können wir dabei auf rund 40 Jahre Expertise im Bereich der Augenheilkunde. www.vista.ch/einblick

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