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Š istock

Malta und Gozo Inseln der Religion, Kultur und Spiritualität


Gozo 2

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M I TTELMEER

Comino

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Marfa

1. Zitadelle – Cathedral of the Assumption 2. Ta‘ Pinu Wallfahrtskirche 3. Xaghra – Church of the Nativity of our Lady 4. Xaghra - Ggantija Tempel 5. Xewkija – St. John the Baptist Church 6. Karmeliterpriorat und Museum 7. St. Paul’s Cathedral 8. Wallfahrtskirche von Mellieha 9. Mosta – Rotunda Church 10. St. Paul’s Islands 11. St. Agatha’s Catacombs 12. St. Paul’s Catacombs 13. St. Paul’s Grotto 14. Wignacourt Museum 15. Großhafen/Grand Harbour 16. Großmeisterpalast 17. St. John’s Co-Cathedral 18. St. Paul’s Anglican Cathedral

Mellieha

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Saint Paul‘s Islands

Mosta

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Zebbieh

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Valletta 20 Vittoriosa

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Mdina Rabat

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Malta 24

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19. St. Paul’s Shipwreck Church 20. Upper Barrakka Gardens 21. Church of St. Lawrence 22. Inquisitor’s Palace 23. Hagar Qim Tempel 24. Mnajdra Tempel 25. Mittelalterliche Kapelle Hal Millieri 26. Hypogäum

Die Inseln: Malta, Gozo und Comino (bewohnt) – Cominotto, Filfla und St. Paul‘s Island (unbewohnt) Lage: Im Zentrum des Mittelmeers – etwa 90 km südlich von Sizilien. Größe: Malta – 246 km2 Landfläche, 136 km Küstenlinie. Gozo – 67 km2, 50 km Küste. Comino ist lediglich 2,7 km2 groß. Bevölkerung: Etwa 410.000 Einwohner. Offizielle Landessprachen: Maltesisch und Englisch. Währung: Offizielle Währung ist der Euro. Einreisebestimmungen: Keine Visapflicht für EU-Staatsangehörige. Die Botschaft von Malta erteilt Auskünfte zu Einreisebestimmungen für andere Nationalitäten. Tel.: 030-2639110. Klima: Typisches Mittelmeerklima – heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Zeitzone: MEZ (wie Deutschland). Verkehr: Es herrscht Linksverkehr. Anreiseinformationen: Direktflüge mit der nationalen Fluggesellschaft Air Malta sowie mit Lufthansa und weiteren Fluglinien. Die Flugzeit ab Deutsch-

land beträgt weniger als drei Stunden. Informationen über alle Fluglinien, die Malta anfliegen unter: www.visitmalta.com/de/airlines Unterkunft auf Malta und Gozo: Zwei-bis Fünf-Sterne-Hotels, Boutique-Hotels, Boutique-Apartments, Pensionen, Landhäuser, Bauernhäuser und Exerzitienhäuser unter www.visitmalta.com/de/where-to-stay Liste zu Exerzitienhäusern und eine „Festa“-Übersicht: http://maltadiocese.org/posts/detail/information Ausführliche Informationen zu Pilgerreisen unter: www.visitmalta.com/de/kirche-religion Informationen und Beratung beim Fremdenverkehrs­amt Malta Deutschland unter: Tel.: 069-247503-130, Fax: 069-247503-150 E-Mail: info@urlaubmalta.com www.visitmalta.com www.visitvalletta.de www.visitgozo.de www.heritagemalta.org www.maltaculture.com


© Viewing Malta

Die Vittoriosa Waterfront in den Three Cities

Die Inseln Malta und Gozo Pilgern, besinnen, entspannen Von jedem Hügel lässt sich das einzigartige Panorama der Inseln erblicken. In der Ferne markieren schroffe Klippen die Grenze zum tintenblauen Mittelmeer. Auf dem Land erstrecken sich fruchtbare Äcker, Weinberge und Johannisbrothaine unter der atemberaubenden Silhouette alter Festungsstädte, Kuppeln und Türme, die majestätisch über das mediterrane Buschland ragen. Malta ist die heilige Insel, auf der prähistorische Siedler Tempel für ihre Fruchtbarkeitsgöttin errichteten, wo der Apostel Paulus Schiffbruch erlitt und das Christentum nach Europa brachte und wo die Malteserritter 268 Jahre lang beheimatet waren. Im Laufe der Jahrtausende entstanden nicht nur bedeutende Andachtsstätten, sondern auch eine einzigartige religiöse Identität, die bis heute andauert. Religion ist auf Malta und Gozo tief im Alltagsleben der Menschen verwurzelt. Im gesamten Mittelmeerraum stellt Malta eines der bedeutendsten Reiseziele für Pilger dar. Hier können Besucher die Genialität prähistorischer Menschen bestaunen, auf den Spuren des Heiligen Paulus wandeln oder Kunstwerke aus der Ära des Malteserordens bewundern. Die Inseln verzaubern mit ihrer ganz eigenen Ruhe und Spiritualität und sind doch so lebendig. Der Archipel besteht aus der größten Insel Malta, ihrer „kleinen Schwester“ Gozo und dem winzigen Comino. Malta ist nur 316 km2 groß, doch gibt es hier mehr als 360 Kirchen, die zum Großteil täglich genutzt wer-

den. Einige der Gemeindekirchen sind wahrhaft riesige Bauten, andere nur winzige Kapellen aus einer längst vergangenen Zeit. Die Pfarrkirche St. Gaetano in Hamrun ist besonders bekannt, weil sie eine Statue sowie Reliquien des St. Gorg Preca beherbergt – der erste maltesische Heilige. Die rätselhaften prähistorischen Tempel bestehen auch 6000 Jahre nach ihrer Erbauung durch die frühesten maltesischen Siedler. Diese Menschen schufen erstmalig besondere Stätten, an denen sie ihren religiösen Gefühlen Ausdruck verleihen konnten. Aus der jüngeren Zeit gelten besonders die Dome in Valletta, Victoria und Mdina als wichtige Orte religiöser Verehrung mit kostbaren Gemälden und Kunstschätzen. Überall auf Malta finden sich Werke der großen Meister Caravaggio, Mattia Preti, Lorenzo Gafà und Antoine de Favray. Selbst der Boden unter diesen Inseln ist heilig. Das mehr als 5000 Jahre alte Hypogäum von Hal-Saflieni ist der weltweit einzige, unterirdische, prähistorische Tempel.Viele Jahrhunderte später wurde von den ersten Christen unter der Ortschaft Rabat ein ähnliches Katakombensystem angelegt, um dort Tote zu bestatten und zu beten. Für Pilger ist ein weiterer unterirdischer Ort in Rabat ebenfalls von großer Bedeutung - die Grotte des Heiligen Paulus. Dort lebte der Apostel während seines Aufenthalts auf Malta, predigte das Wort Gottes und bekehrte die Einheimischen zum Christentum.


Malta und Gozo blicken auf ein religiöses Erbe von über 7000 Jahren zurück. Um 5600 v.Chr. kamen - wahrscheinlich aus Sizilien - die ersten Siedler nach Malta. Während der folgenden 3000 Jahre entwickelte sich hier die Kultur der „Tempelbauer“; von tiefer Religiösität geprägte Menschen mit erstaunlichen Fähigkeiten als Ingenieure. Sie errichteten mindestens zwanzig riesige Tempel, die offenbar einer Vegetationsgottheit geweiht waren und in denen man einem Fruchtbarkeits-, Heilund Ahnenkult nachging. Malta kann daher als Pilgerstätte seit neolithischen Zeiten angesehen werden. Die ersten Tempel der Inseln stammen aus einer Zeit bis zu tausend Jahre vor dem Bau der Pyramiden in Ägypten. Dennoch sind sie bis heute zum Teil intakt, gehören zu den ältesten und frei stehenden Bauwerken der Welt und sind UNESCO-Welterbestätten. Die Tempelanlagen von Ggantija auf Gozo wurden vermutlich bereits um 3600 v.Chr. errichtet. An der Südwestküste Maltas befinden sich die jüngeren Tempel Hagar Qim und Mnajdra. Diese wurden bewusst so angelegt, dass hier zur Sommer- und Wintersonnenwende das Sonnenlicht in einem bestimmten Winkel einfällt. Bei Ausgrabungen sicherte man einige der wichtigsten prähistorischen Funde Europas: Die „Venus von Malta“, einen Altar sowie eine kunstvoll gemeißelte Platte. Das wohl herausragendste archäologische Monument Maltas stellt das 5000 Jahre alte Hypogäum von Hal-Saflieni dar – der weltweit einzige, unterirdische, prähistorische Tempel. Es birgt über 30 Räume in sich, darunter einen Tempel und eine Nekropole. Man fand hier die Überreste von mehr als 7000 Menschen. Um den Zustand der Stätte zu bewahren, werden pro Tag nur 60 Besucher eingelassen; eine Vorausbuchung ist daher erforderlich.

Der Heilige Paulus und das frühe Christentum Als wohl bedeutendstes Kapitel in Maltas Geschichte gilt der Schiffbruch des Apostel Paulus im Jahre 60 n.Chr. Während seines fast dreimonatigen Aufenthalts auf der Insel bekehrte Paulus Anführer und Laien gleichermaßen und begründete eine große und freudige Verehrung Christi. Wie Lukas in der Apostelgeschichte [APG 27, 28] berichtet, landete er mit Paulus nur zufällig auf Malta, als ihr Schiff auf dem Weg nach Rom - wo Paulus von Kaiser Nero vor Gericht gestellt werden sollte - in heftigen Sturm geriet und an den Felsen einer Insel namens Melita zerschellte. Schon bald überzeugte Paulus mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Zur Verwunderung der Einheimischen und des Publius, römischer Statthalter auf Malta, überlebte Paulus den Biss einer Giftschlange. Zudem heilte er den schwer kranken Vater des Publius, der darauf hin zu einem glühenden Anhänger des Christentums wurde und Paulus ermutigte, das Wort Gottes im ganzen Land bekannt zu machen. Alle Schauplätze, an denen sich diese Wunder zugetragen haben sollen, sind noch heute zu besichtigen. Eine Statue bezeichnet den Ort des Schiffbruchs und die Kapelle San Pawl Milqi steht an der Stelle, wo sich das Landhaus des Publius befand. Publius‘ Hauptsitz war in Mdina, wo heute eines der bedeutendsten, dem Hl. Paulus gewidmeten Gebäude zu sehen ist: die St. Paul‘s Cathedral.

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Nicht verpassen: Das Hypogäum von Hal-Saflieni ist ein unterirdischer Zufluchts- und Begräbnisort und ein fast vollständig intaktes Beispiel für die prähistorische Architektur auf den Inseln und sucht auf der Welt seinesgleichen.

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Das prähistorische Malta

links: Einzigartig Das unterirdische Hypogäum von Hal-Saflieni in Paola rechts: Die prähistorische Tempelanlage Hagar Qim an der Südküste Maltas


Katakombenanlagen in Rabat. Das größte Wahrzeichen der Stadt stellt jedoch die berühmte Paulusgrotte dar- hier soll der Apostel drei Monate lang gelebt und gepredigt haben.

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Das Örtchen Rabat nahe Mdina ist für sein unterirdisches Katakombensystem bekannt. Von größter Bedeutung ist hier die schlichte, unterhalb der Pauluskirche gelegene Grotte – der wohl heiligste Ort Maltas. Hier lebte und predigte Paulus während seines Aufenthaltes auf der Insel. Bereits der Malteserorden bewarb Malta sehr aktiv und erfolgreich als Wallfahrtsort – hier standen der Heilkult des Hl. Paulus sowie die Paulusgrotte im Mittelpunkt. Den ersten Christen auf Malta war es nicht gestattet, ihre Toten innerhalb der Stadt zu beerdigen. Daher wurden natürliche Höhlen in der Umgebung Rabats zu einem riesigen Labyrinth von Tunneln erweitert, die als Grabstätten und Kirchen dienten. Die St. Agatha‘s Crypt and Catacombs aus dem 4. Jhdt. n. Chr. sind nach Maltas dritter Schutzheiliger benannt, die hier Zuflucht gesucht haben soll. Die Katakomben des Hl. Paulus sind sogar noch älter und mögen als Grabstätte für über 1000 Menschen gedient haben. Auch außerhalb von Mdina und Rabat wird Paulus glühend verehrt - vornehmlich in der Collegiate Parish Church of St. Paul‘s Shipwreck in Valletta. In der Kirche findet sich eine Reliquie des Hl. Paulus sowie ein Teil der Säule, auf der er in Rom enthauptet wurde. Nicht verpassen: Faszinierend sind die unterirdischen

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links: In den St. Agatha Catacombs von Rabat rechts oben: Die berühmte Paulusgrotte in Rabat rechts unten: Die mittelalterliche Annunciation Chapel von Hal Millieri

Das mittelalterliche Malta

Auch Malta war im Mittelalter ein Land der Unruhen. Jedoch sind die Annunciation Chapel in Hal Millieri und die Chapel of Santa Marija ta‘ Bir Miftuh hervorragende Beispiele mittelalterlicher Architektur, denen Jahre des Vandalismus nichts anhaben konnten. Die Annunciation Chapel wurde um 1450 errichtet und besticht durch ihre architektonische Einfachheit. Faszinierende Beispiele religiöser Kunst stellen ihre bunten Fresken mit Aposteln, Märtyrern und Heiligen dar. Rund 200 Jahre lang diente die um 1436 erbaute Chapel of Santa Marija ta‘ Bir Miftuh als Pfarrkirche. Bei Restaurierungen entdeckte man Fragmente eines riesigen Freskos über dem Hauptportal, welches das Jüngste Gericht zeigt. Nicht verpassen: In ganz Malta findet man keine bescheidenere und doch bezauberndere Kapelle als die Annunciation Chapel in Hal Millieri. Ein Restaurierungsprojekt macht die Kapelle für Besucher zugänglich (nach Voranmeldung).


Malta und besonders Valletta verdanken ihr prachtvolles Erscheinungsbild den Malteserrittern, die Malta von 1530 bis 1798 prägten. Die Ritter kamen nach Malta, weil sie Rhodos den marodierenden osmanischen Heeren überlassen mussten. 1565 setzten sie sich gegen eine osmanische Übermacht zur Wehr, bewahrten die Insel vor einem weiteren Angriff der Türken und bauten Malta daraufhin zu ihrer dauerhaften Basis aus. Mit der Errichtung Vallettas verwandelten die Ritter eine felsige Halbinsel in die atemberaubend schöne, von Mauern umgebene Hafenstadt und heutige UNESCO-Welterbestätte. Die prächtige St. John‘s Co-Cathedral in Valletta gilt als markantestes Erbe der Malteserritter und bezeugt ihren Status als reichste, mächtigste und prominente Anhänger - aber auch Verteidiger - des Katholizismus in der Region. Die Kathedrale fasziniert mit Marmorgrabplatten der dort bestatteten Ritter sowie acht um das Kirchenschiff angeordneten Kapellen, die jeweils einer „Zunge“ des Ordens gewidmet sind. Mattia Preti verwandelte das Innere in ein einzigartiges Meisterwerk und im Oratorium ist Caravaggios berühmte „Enthauptung Johannes des Täufers“ zu bewundern. Vallettas Grand Master‘s Palace ist seit jeher Sitz der maltesischen Herrscher. Staatsräume und Waffenkammer gewähren heutzutage interessante Einblicke in die Zeit des Malteserordens. Trotz ritterlicher Glaubenstreue und weltlichem Rechtssystem unterlag Malta von 1574 bis 1798 der Heiligen Inquisition, die ihren Sitz in Birgu (Three Cities) hatte. Der Inquisitorenpalast, ursprünglich säkulares Gerichtsgebäude der Ritter, wurde Heimstatt

der 62 päpstlichen Legaten und dient heute als Museum zum Thema Inquisition auf Malta. Nicht verpassen: Alle eindrucksvollen Gebäude in Valletta und Umgebung sind den Rittern zu verdanken - die Krone gebührt jedoch der St. John’s Co-Cathedral.

Die Verehrung der Gottesmutter Maria Auf den Inseln finden sich viele der Gottesmutter Maria gewidmeten Kirchen und Heiligtümer, Klöster und Wunderstätten. Bemerkenswert und monumental: die Parish Church of St. Mary in Mosta und die Rotunda Church in Xewkija, Gozo. Der Shrine of the Blessed Virgin Mary of Ta‘ Pinu auf Gozo befindet sich in einer 1932 geweihten Basilika. Ende des 19. Jhdts. sollen hier an der damaligen kleinen Kapelle eine junge Frau und ihr Freund unabhängig voneinander die Stimme der Jungfrau Maria gehört haben. Die Mutter des Mannes soll zudem durch ein Wunder geheilt worden sein. Aus der Kapelle wurde eine der meistbesuchten Wallfahrtsstätten der Inseln. Die heutige Basilika ist bedeutend und beherbergt zahlreiche Votivgaben. Johannes Paul II. betete hier und Benedikt XVI. beschenkte den Schrein mit einer goldenen Rose. Die barocke Cathedral of the Assumption in Gozos Zitadelle verfügt über eines der beeindruckendsten Trompe-l‘oeil -Gemälde der Inseln: ihre Kuppel ist eine meisterhafte optische Illusion. Nicht verpassen: Besuchen Sie die Kirche von Xaghra

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sowie Kirche und Priorat der Karmeliter in Mdina. In Melliehas Wallfahrtskirche ist ein Gemälde zu sehen, das der Hl. Lukas geschaffen haben soll.

links: Hochamt in der St. John’s Co-Cathedral, Valletta rechts: Historische Parade mit dem Großmeister des Malteserordens

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Die Ära der Malteserritter


© Herbert Geisen

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oben links: Festlich erleuchtete Kirche anlässlich der traditionellen „Festa“ oben rechts: Prächtige Osterprozession in Vittoriosa, Three Cities unten: Meisterwerk von Caravaggio: „Die Enthauptung Johannes des Täufers“ in der St. John’s Co-Cathedral

Religiöse Kunst Maltas religiöse Kunst braucht den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. „Die Enthauptung Johannes des Täufers“, Meisterwerk des Caravaggio, wurde auf Malta von den Rittern in Auftrag gegeben, eigens für die St. John‘s Co-Cathedral gemalt und befindet sich hier noch heute. Caravaggio wurde in Italien geboren und starb auch dort. Seine produktivsten Jahre verbrachte er jedoch auf Malta, wo er vom Malteserorden zum Ehrenritter ernannt wurde. Nachdem er aufgrund eines Mordes aus Rom fliehen musste, hatte er das vom Großmeister angebotene Asyl angenommen. Er entzweite sich später jedoch mit den Rittern und floh erneut, aber sein künstlerischer Einfluss dauerte an. Mattia Preti (1613-1699) folgte Caravaggio von Italien nach Malta und wurde auch Ehrenritter. Er entwickelte sich im Barock zu Maltas angesehenstem Vertreter religiöser Kunst. Nicht verpassen: Die einzigartigen Kunstwerke von

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u.a. Caravaggio und Preti in der St. John‘s Co-Cathedral. Auch die Sammlung religiöser Kunst im Wignacourt Museum ist bemerkenswert.

Festas

Malta ist das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel. Auf dem Höhepunkt ihrer Traditionen erlebt man die Insel jedoch während der „Festa“-Saison. Alle Städte und Dörfer veranstalten jährlich ausgelassene Patronatsfeste. Die Statue des jeweiligen Heiligen wird als Mittelpunkt einer farbenfrohen Parade mit Blasmusik durch die Straßen getragen. Familien treffen sich, die Häuser werden herausgeputzt, man öffnet seine Türen für die Nachbarn und drängt dann gemeinsam auf die geschmückten Straßen, wo es Konfetti vom Himmel regnet und an Ständen allerlei Leckereien angeboten werden. Die Feierlichkeiten gründen fest auf Religiosität und starkem Gemeinschaftssinn. Die Tradition begann zu Zeiten der Ritter, um der Kirche zu danken und ein Fest für die weniger Begüterten zu veranstalten. Während der britischen Herrschaft entwickelten sich die Festas wesentlich „extravaganter“. Die Karwoche nimmt in Maltas Kirchenkalender einen noch wichtigeren Platz ein. Am Karfreitag nimmt man den Gotteshäusern den üppigeren Teil ihrer Ausschmückung. Dorfbewohner - manche als biblische Charaktere verkleidet - tragen Standbilder mit dem Leiden Christi durch die Straßen. Am Ostersonntag kehrt die Prozession in gehobenerer Stimmung zurück. Christus ist auferstanden und zum feierlichen Geläut der Kirchenglocken wird eine Christusstatue von eifrigen Trägern in schnellem Lauf durch die Straßen zur Kirche getragen.


Attraktive Angebote zu Malta und Gozo finden Sie unter:

www.mein-malta-urlaub.de Fßr weitere Informationen: Fremdenverkehrsamt Malta Schillerstr. 30 – 40 60313 Frankfurt Tel 069 247503130 info@urlaubmalta.com www.visitmalta.com

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