Winterwind 2021 Zeitung Vinschgerwind Vinschgau Südtirol

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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - periodicitá quattordicinale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE BOLZANO Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - erscheint 14-tägig - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, NE BOZEN

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Winterwind 2021/2022

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Die wunderbare Natur ist es, was uns jeden Tag auf das Neue fasziniert. Reines, gutes Wasser, saftige Wiesen, bearbeitet nach Jahrhunderte alter Tradition und gesunde Tierhaltung garantieren eine hochwertige Milch.

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INHALT Winterwind 2021/22

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Willkommen

Die Wintersaison muss stattfinden

Mein alpines Abenteuer

Spitzendestination im alpinen Skizirkus - Schöneben-Haideralm

Winterzauber

in der Ferienregion Reschenpass

Glücksgefühle

Ein Plädoyer für Berg- und Skiführer

360 Grad Bergpanorama

Watles - Wanderwege - Wintergenuss Faszination Langlaufen

54 26 34 36 40 44 46 52

Nationalpark Stilfserjochtut Information und Reflexion über den Artenschwund Klein und fein

Skigebiet Minschuns

Für Familien Skigebiet Trafoi

Porträt - Richard Mazagg

Skilehrer im Winter - Koch im Sommer

„First Class“

Sulden - viel Vergnügen

La Certosa - Val Senales Nota in tutto il mondo

Gletscherwelt

Willkommen im Schnalstal

La Val Martello

Valle stretta e selvaggia

Winterwind

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INHALT


Winterwind

Brenner

Reschen Graun Langtaufers

Willkommen im Vinschgau

St. Valentin

Brixen

Schlinig Karthaus

Mals

Schluderns Schlanders Kastelbell Glurns

Prad

Partschins

Laas

Rabland Naturns

Meran

Latsch

Stilfs Sulden

Taufers

Martell

Bozen

Vinschgerwind Impressum

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451

Winterwind 2021/22 - Sonderbeilage zum Vinschgerwind 24/2021 Chefredakteur: Erwin Bernhart (redaktion@vinschgerwind.it) Grafik&Layout: Hartwig Spechtenhauser, Elena Kaserer Mitarbeit: Magdalenea Dietl Sapelza, Ludwig Fabi, Anna Alber, Gianni Bodini, Wolfgang Platter, Andreas Waldner, Helmut Thurner, Kerstin Erhard, Katharina Fritz, Stephan Gander, Fred Waldner, Fritz Raffeiner Fotos: Gianni Bodini (auch Titelbild), Ortler Skiarena, Magdalena Dietl Sapelza, Skigebiete - Schöneben-Haideralm, Watles, Minschuns, Trafoi, Sulden, Stephan Gander, Alex Filz, Frieder Blickle, Enno Kapiza, Andrea Badrutt, Claudio Daguatti; Werbung: Walter Morelli; Edwina Oberthaler, Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57; Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005; Eingetragen in ROC:Nr.12485

www.vinschgerwind.it

Die Wintersaison startet. Das muss sie und sie muss gelingen. Daran zweifeln wir nicht. Die Skigebiete und die Langlauforte haben all ihre Kraft in die Vorbereitung gesteckt. Aufstiegsanlagen und Pisten, Hotels und Gasthäuser sind pronto. Dass die Lust auf Skifahren ungebrochen ist, beweisen die Gletscherskigebiete in Sulden und in Schnals. Dort wird schon seit mehreren Wochen begeistert skigefahren. Einheimische und Gäste freuen sich auf die Schneelandschaften im Vinschgau. Eisbedeckte Seen im Oberland, weiße Hänge in Langtaufers, Schlinig, Matsch und Taufers, imposante Schneehöhen in Trafoi und in Sulden, schneebedeckte Fichten in Martell und in Schnals. Skifahren, rodeln, wandern und wandern mit Schneeschuhen oder mit untergeschnallten Grödeln, langlaufen... die Winterwelt im Vinschgau bietet Vielfalt und Auswahl. Nicht vergessen wollen wir die Einkehrmöglichkeiten. Gastwirte und Köche, Kellnerinnen und Barkeeper: Alle sind bemüht, Gutes auf die Teller zu bringen, neben anderem auch Geistiges aufzuschenken und, wenn man freundlich ist, auch den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen. Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern, von dieser Auswahl reichlich Gebrauch zu machen. Viel Schnee und viel Vergnügen das Vinschgerwind-Team

Foto: Gianni Bodini

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WILLKOMMEN IM WINTER


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ORTLER SKIARENA

Winterwind

Genussgipfel

„Ortler Skiarena“ In der Ortler Skiarena erwarten Dich 15 schneesichere Skigebiete, die von November bis Mai abwechslungsreiches Wintervergnügen garantieren. Freu Dich auf 400 km erstklassige Pisten bis hinauf über 3.000 m und traumhafte ­Naturlandschaften. Unbegrenzter Winterspaß in Südtirol für die ganze Familie im Dreiländereck Südtirol - Schweiz - Nordtirol.

15 Skigebiete 400 Pistenkilometer = 1

Skipass Nauders (A) am Reschen bis zum Rosskopf/Sterzing und Ladurns/Gossensass. Das ist die Ortler-Skiarena. Auch heuer bietet das Skikarussell besonders für Familien viel Abwechslung. Aufgrund der exzellenten Infrastruktur kommt es zudem zu keinen langen Wartezeiten an den Liften, dafür aber warten prämierte Skikindergärten, Skischulen und zahlreiche Hütten mit großzügigen Sonnenterrassen. Der höchste Berg Südtirols ist der Ortler mit 3.905 Metern Meereshöhe. Um diesen Berg herum haben sich die anderen Berge zu verneigen. Und um diesen Berg herum gruppieren sich die Skigebiete im Westen Südtirols. Nicht umsonst schmückt sich eine Gruppe von 15 Skigebieten mit dem majestätischen Namen „Ortler Skiarena“. Es sind die kleinen und feinen Skigebiete, die sich in eine einzigartige Bergwelt schmiegen, die Erholung und Entspannung abseits von Hektik bieten. Gastfreundschaft und Gemütlichkeit werden in diesen Skigebieten großgeschrieben, vor allem Familien und Kindern gegenüber. Die Skigebiete der „Ortler Skiarena“ sind Ideen- und Impulsgeber in einer großen Ferienregion Südtirols.

Saisonöffnungszeiten der SKIGEBIETE Winter 2021/22 Gültigkeit der OSA SAISONSKIPÄSSE vom 01.11.2021 bis 01.05.2022

SKIGEBIETE

SAISON Ende

01.11.2021

Schnalstaler Gletscherbahnen

18.04.20222

01.11.2021

Sulden

01.05.2022

04.12.2021

Rosskopf Sterzing

03.04.2022

04.12.2021

Bergbahnen Meran 2000

20.03.2022

04.12.2021

Reinswald Sarntal

18.04.2022

04.12.2021

Pfelders Passeiertal

24.04.2022

18.12.2021

Ladurns Gossensass

18.04.2022

04.12.2021

Schwemmalm Ulten

18.04.2022

08.12.2021

Schöneben-Haideralm

23.04.2022

08.12.2021

Nauders (A)

18.04.2022

04.12.2021

Rittnerhorn Ritten

20.03.2022

18.12.2021

Watles Mals/Burgeis

03.04.2022

18.12.2021

Minschuns Münstertal/Schweiz

20.03.2022

25.12.2021

Trafoi

25.03.2022

25.12.2021

Vigiljoch Lana

06.03.2022

SAISON Beginn

IT Ortler Skiarena

Anche quest’anno il carosello sciistico offre una grande varietà soprattutto per le famiglie. Grazie alle eccellenti infrastrutture non ci sono lunghi tempi di attesa agli impianti di risalita, mentre ci sono premiati asili sciistici, scuole di sci e numerose baite con ampie terrazze soleggiate.



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SCHÖNEBEN - HAIDERALM

Winterwind

Mein alpines Abenteuer Herrlicher Schnee, bestens präparierte Pisten, Sonnenhänge, gepflegte Gastronomie – das Skigebiet SCHÖNEBEN-HAIDERALM zählt zu den Spitzen-Destinationen im alpinen Skizirkus.

Text: Erwin Bernhart | Fotos: Skigebiet Schöneben

Das Skigebiet Schöneben-Haideralm heißt vorerst einmal die Familien willkommen. Kleine Skifahrer haben genauso Vorfahrt wie die Großen. Darauf legen die Verantwortlichen von Schöneben großen Wert. Der attraktive Snowpark und die Funline im Skigebiet sind auf die Familie ausgelegt. Dabei kommen die Jugendlichen im Snowpark genauso auf ihre Kosten. Ein Highlight wird im März mit der Slopestyletour 2022 in Schöneben über die Bühne gehen. Modernste Aufstiegsanlagen, die von Piz in Reschen und in St. Valentin starten, bringen Ski- und Snowboardfahrer und Fußgänger sicher und rasch ins Skigebiet. In der Früh warten bestens präparierte Pisten auf die ersten Schwünge. Die Abfahrten sind gigantisch und hervorzuheben ist die Höllentalabfahrt mit unvergleichlichem Panoramablick auf den Reschen- und Haidersee.

Die Abfahrten sind gigantisch und hervorzuheben ist die Höllentalabfahrt mit unvergleichlichem Panoramablick auf den Reschen- und Haidersee.

Die „Schönebenhütte“ wird heuer endlich in Betrieb genommen. Nach einem gelungenen Umbau im Jahr 2020 stehen feine Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen Köstlichkeiten serviert werden. Die Gastronomie im Skigebiet Schöneben konzentriert sich auf regionale Zutaten und verfeinert diese zu einmaligen Gerichten. Ab Januar wird sonntags auf der großzügigen Terrasse an der „Schönebenhütte“ live aufgespielt. Jeden Montag laden die Sportgeschäfte Sport Tenne in St. Valentin und Sport Folie in Reschen zu Skitesttagen, bei denen passende Skimodelle ausprobiert werden können.

SCHÖNEBEN-HAIDERALM mit Qualitätssiegel

Das Skigebiet wurde 2018/19 - bereits im ersten Jahr nach dem Zusammenschluss - von den Experten des international renommierten „Skiarea-Tests“ in - sage und schreibe - fünf Kategorien zum Testsieger erklärt. Auszeichnungen erhielt auch die Skischule Reschen, deren Skilehrer sich während der gesamten Skisaison fachkundig darum bemühen, den kleinen und großen „Skihasen“ die Schwünge im Schnee beizubringen.


Willkommen:

Wir haben die Schönebenhütte umgebaut, erweitert, erneuert und alles ist für euch bereit: Wir stellen im Innenbereich mehr Sitzplätze als bisher zur Verfügung und zwar 300. Nun sind es insgesamt rund 650 Sitzplätze, die gerade in diesen Zeiten von großer Bedeutung sind. Am offenen Holzkaminofen ist es kuschelig gemütlich. Die Atmosphäre ist unglaublich. Wir stellen regionale Köstlichkeiten in den Mittelpunkt. Auf der Sonnenterrasse findet ihr 400 Sitzplätze vor - ideal auch für künftige Events. Wir sind beim Planen und haben jede Menge Ideen. Es gibt eine perfekte Kombination zwischen Innen- und Außenbudel. Seht euch das mal an! Wir haben die neue Schönebenhütte mit ihrer schönen Holzstruktur an die Umwelt an- und in die Natur eingepasst, und alle notwendigen Infrastrukturen rundum erneuert.

IT Benvenuti le famiglie Il comprensorio sciistico di Schöneben-Haideralm accoglie volentieri le famiglie. I piccoli sciatori hanno lo stesso diritto di precedenza degli adulti. I responsabili di Schöneben danno molta importanza a questo. L‘attraente snow park e la funline nell’area sciistica sono stati progettati pensando alla famiglia. I giovani si divertono altrettanto nello snowpark.

Mehr Informationen > Skigebiet | www. schoeneben.it > Ferienregion Reschenpass www.reschenpass.it > Skischule: www.skischule-reschen.it

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SCHÖNEBEN - HAIDERALM


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WINTERZAUBER

Winterwind

Vinschger Oberland

Winterzauber

und kulinarischen Genuss aktiv erleben

Die ersten Schneeflocken sind bereits vom Himmel gefallen und verwandeln die Berglandschaft am Reschenpass in ein traumhaftes Winterparadies. Neue Winterwanderwege, ein vielfältiges Angebot an Wintersportmöglichkeiten und Hüttenwirte und Hüttenwirtinnen, die mit Liebe und Passion kulinarische Köstlichkeiten auf den Tisch zaubern, laden auf einen Ausflug in die unberührte Natur des Dreiländerecks ein.

Ein traumhafter, ursprünglicher Ort: das Rojental.

Copyright: Alex Filz

von Anna Alber

Rodelabenteuer in verschneiter Bergkulisse

Ein atemberaubendes Panorama belohnt die Mühen der Wanderer, die sich auf den Winterwanderweg zur Rescher Alm begeben. Ausgangspunkt der rund zweistündigen Wanderung ist der Pofellift am nördlichen Ortsende von Reschen. Entlang der Rodelbahn führt ein Weg hinauf zum romantischen Wallfahrtskirchlein Vallierteck bis nach Rojen und weiter bis zur 2.020 Meter hoch gelegenen Alm. „Der Winterwanderweg ist beschildert und wird präpariert, sodass dieser problemlos zu Fuß, auch ohne Schneeschuhe, begangen werden kann“ erläutert Gerald Burger, Geschäftsführer der Ferienregion Reschenpass. Die behagliche Alm lädt ab 18. Dezember zur Rast ein und verköstigt ihre Gäste mit einer traditionellen und bodenständigen Tiroler Küche. Der Rückweg von der Alm kann alternativ – zur Freude aller Rodelbegeisterten – auch mit einer Rodel zurückgelegt werden. Die Rodelbahn ist im Winter bis zum Wallfahrtskirchlein beleuchtet. Weiteren Rodelspaß bieten die Rodelbahnen im Talaiwald oberhalb von St. Valentin auf der Haide (ebenfalls beleuchtet) und bei Fischerhäuser-Plawenn. Wer ein besonderes Sportvergnügen sucht, dem ist die Naturrodelbahn am Ochsenberg in Langtaufers zu empfehlen. Die Abfahrt führt von der Ochsenbergalm, die im Winter nicht bewirtschaftet wird, durch die ursprüngliche und faszinierende Naturlandschaft bis zum Gehöft Perwarg in Kapron. Die vergnügsamen Hornschlittenfahrten, die von der Erlebnisschule Langtaufers organisiert werden, bleiben für viele Erlebnisschüler unvergessen. ▸


Winterwind

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EINBLICK - INS SKILABOR


Copyright: Oskar Verant

Auf neuen Wegen das Winterwunderland erleben

Auf schnellen Kufen: Eisläufer können sich auf dem gefroren Haidersee austoben.

Ein Geheimtipp für Ruhesuchende ist eine Schneeschuhwanderung ins abgeschiedene Rojental. Die rund fünf Kilometer lange Rundwanderung beginnt beim Parkplatz in Rojen und führt zur Skihütte Rojen. Zusätzlich gibt es einen neu errichteten Wanderweg, der neben der Skipiste entlang zur Skihütte führt. Die urige Skihütte mit modernem Zubau bietet schmackhafte Südtiroler Spezialitäten und ist ein idealer Treffpunkt für Ski- und Snowboardfahrer sowie für Schneeschuhwanderer. „Ein neuer, präparierter und beschilderter Winterwanderweg führt vom Rojental Parkplatz Kopferbrücke aus zum Bergrestaurant Schöneben“, informiert Burger. Das Bergrestaurant an der Bergstation des Skigebiets Schöneben-Haideralm verwöhnt die Wintersportler mit einer gutbürgerlichen Küche – sofern gewünscht auf der großen Sonnenterrasse.

Copyright: Ferienregion Reschenpass

Winterwind

Sportliche Aktivität, gesunde Bergluft und ein unverwechselbares Panorama.

Im Flutlicht kann auch zur Abendzeit eine spaßige Rodelfahrt unternommen werden. Copyright: Frieder Blickle

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WINTERZAUBER

Für Anhänger des Nordischen Skilaufs ist die schneesichere Höhenloipe in Langtaufers empfehlenswert, die beim Parkplatz Melag startet und über den Forstweg bis zur Melager Alm führt. Die gemütliche Melager Alm ist von Weihnachten bis Ostern bewirtschaftet und stellt eine ideale Einkehrmöglichkeit für Langläufer dar. Sie ist zudem ein Anziehungspunkt für Familien und Genusswanderer, die die Alm in einem einstündigen Spaziergang durch die ruhige und tief verschneite Landschaft erreichen können. Weiters ist für die kommende Wintersaison bei guten Schneeverhältnissen auch eine Langlaufloipe um den malerischen Reschensee geplant. Entlang des Reschensees laden die Buschenschänke Giernhof und Greinhof zur Rast ein. Zusätzlich führt die Dreiländerloipe von Reschen aus über flache Wiesen und verschneite Wälder bis nach Nauders.


Copyright: Frieder Blickle

Af dr Hitt schmeckt’s

guat! Gäste werden mit traditionellen Gerichten verwöhnt.

Highlights am Dreiländereck

Für passionierte Skifahrer und Snowboarder ist das Skigebiet Schöneben-Haideralm mit seinen abwechslungsreichen Pisten und spektakulären Snowparks ein ideales Ausflugsziel. Snowkiter haben hingegen den Reschensee für sich entdeckt. Wind, Eis und Schnee bieten perfekte Bedingungen, um spektakuläre Sprünge aufs Eis zu zaubern oder mit hohen Geschwindigkeiten über das Eis zu „fliegen“. Auf dem idyllischen Haidersee wird Wintersportbegeisterten die Möglichkeit zum Eissegeln und Eislaufen geboten. Ein beliebtes Ziel von Winter- bzw. Schneeschuhwanderern und Skitourengehern ist die Berghütte Maseben in Langtaufers. Die Küche legt besonderen Stellenwert auf regionale Qualitätsprodukte und verwöhnt ihre Gäste mit typischen Klassikern wie Speckknödel und Kaiser-

schmarrn. Ein besonderes Highlight ist die Sternenwarte auf 2.267 Höhenmetern mit zwei großen Teleskopen, mit denen bei Führungen Planeten, Sterne und entfernte Galaxien beobachtet werden können. Mittwochs und samstags ist die Berghütte für Skitourengeher zur Abendzeit geöffnet. Weitere Skitourenabende bieten die Rescher Alm sowie die Haider Alm. Der Talaiwald oberhalb von St. Valentin auf der Haide bietet ebenso ein einzigartiges Wintererlebnis für Groß und Klein. Im Bogenparcours gilt es, eine ruhige Hand zu bewahren und inmitten des verschneiten Lärchenwaldes auf Fuchs-, Murmeltier- und Bärenattrappen zu zielen. Dies sind nur einige Möglichkeiten, das Winterparadies am Dreiländereck zu erkunden. Der Reschenpass bietet ein wahrlich grenzenloses Wintervergnügen für Genusswanderer, Familien und Actionliebhaber. ◂

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FERNAB VON HEKTIK

Winterwind

Berghütte Maseben

Paradisisch Eine Oase der Ruhe, ein Ziel für Wanderungen, ein beliebter Treffpunkt für Genießer, auch zum Feiern, Ausgangspunkt für Skitouren, eingebettet in einer wunderbaren Bergkulisse: das ist die Berghütte Maseben.

Die Berghütte Maseben hat sich längst einen klingenden Namen erarbeitet. Als Ziel für die Wanderung vom hinteren Langtauferertal hinauf zur Berghütte, als willkommene Zwischenstation für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer, als Ort für Jahrgangstreffen, zum Feiern, sogar für Hochzeiten. Zu Fuß ist die Hütte von der Talstation des stillgelegten Masebenliftes bequem über einen romantischen Forstweg in 1,5 Stunden zu erreichen. Bereits diese Wanderung ist für sich lohnend. Noch mehr, wenn auf der Hütte mit viel Liebe zubereitete regionale Köstlichkeiten warten. Auch wird ein besonderer Shuttledienst angeboten: Ein „Hägglund“, ein in Südtirol einzigartiges MilitärSchneeraupenfahrzeug, steht für eine unvergessliche und vergnügliche Anfahrt zur Verfügung. Bis zu 18 Leute können befördert werden, für Gruppen grad recht. Infos wegen der Covid-Bestimungen anfordern! An der Berghütte Maseben startet ein Schlepplift, der für Gäste zur Verfügung steht und der auch gern von Fami-

lien genutzt wird. Abgefahren werden kann über eine mit der Schneekatze präparierte Piste. Die Berghütte Maseben erweist sich als exklusives Refugium, fernab von Hektik, Lärm und Stress. In der romantischen Stube im Feuerschein ist es urgemütlich. Mit 22 Betten, mehrere Doppelbettzimmer mit Dusche und WC können Gäste nahe dem Sternenhimmel übernachten. Der Hüttenwirt Alessandro Secci, der auch Selbstgebrannten serviert, und sein Team heißen Skitourengeher, Skifahrer, Schneeschuhwanderer, einfach alle Sportbegeisterten und all jene, die Erholung suchen, willkommen. ◂

Infos & Reservierung: Berghütte Maseben Langtaufers Tel. 0473 63 31 06 info@maseben.it www.maseben.it



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GLÜCKSGEFÜHLE

Winterwind

Skischulen

Glücksgefühle Für die einen ist es die Kraft, die sie aus der Natur und der Ruhe schöpfen, für die anderen ist es der staubende Pulverschnee bei der Abfahrt durch einen unberührten Hang.

von Andreas Waldner

Egal ob Skitourengeher oder Freerider, mit einem Berg- und Skiführer kann die faszinierende Winterwelt der Vinschger Berge gesichert erleben. Herunter von der Piste und hinaus ins Gelände ist ein großer Trend, weil Tiefschneefahren keine Zauberei mehr ist. Auch in den Skischulen werden spezielle Kurse angeboten. Der Sporthandel und der Skiverleih haben die passende Ausrüstung. Aber Tiefschneefahren heißt auch, abseits gesicherter Pisten und Skirouten unterwegs zu sein. Im freien Gelände ist man ganz für sich allein und damit auch für sich selbst verantwortlich. Aber es braucht Erfahrung und Wissen, um Situationen im Hochgebirge

richtig einschätzen zu können. Hier, also im ungesicherten alpinen Raum, beginnt der Arbeitsbereich der Berg- und Skiführer. Sie sind fast jeden Tag im Gelände unterwegs. Das ist eine wichtige Grundlage für ihr Arbeit. Durch die genauen Ortskenntnisse und das Wissen über die Entwicklung der Schnee- und Wetterverhältnisse in den vergangenen Tagen können sie die lokale Situation gut einschätzen. Wer vor hat, abseits gesicherter Pisten eine Tour zu machen, für den ist dieses Wissen unbezahlbar. Die Unterstützung durch einen Berg- und Skiführer ist deshalb sicherlich eine gute Investition. Neben dem Einholen

von Informationen zur Schnee- und Wettersituation im betreffenden Gebiet obliegt ihm auch die Wahl der passenden Ausrüstung sowie die richtige Einschätzung des fahrerischen Könnens und der konditionellen Möglichkeiten der Teilnehmer. Neben all diesen Informationen sind Erfahrung und Ortskenntnisse ein entscheidender Faktor bei der Wahl der passenden Tour. Um die komplexen Verhältnisse von Schnee- und Wetterlage, Temperatur, Jahreszeit usw. richtig einzuschätzen und entsprechende Entscheidungen treffen zu können, haben die Berg- und Skiführer eine umfangreiche Ausbildung in Theorie und Praxis hinter sich. Sie sind gesetzlich verpflichtet, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen. Da stehen Themen wie Schneedeckenuntersuchung, Profilaufnahme oder Lawinengefahrenmuster auf dem Stundenplan. Neben all der notwendigen Theorie hat natürlich jeder Berg- und Skiführer seine Vorlieben. Die einen sind mehr beim Freeriding zu Hause, die anderen bevorzugen das klassische Tourengehen. So können sie bei jeder Tour neben einem Höchstmaß an Sicherheit auch ein außergewöhnliches Naturerlebnis bieten. Das ist es, was diese Berufsgruppe immer wieder in die Berge zieht. Denn das Glücksgefühl am Gipfel durchflutet auch die Berg- und Skiführer immer wieder auf Neue. ◂


Foto: Frieder Blickle

Freiheit mit Sicherheit in der Abgeschiedenheit

LANGLAUFEN in Langtaufers SKITOUREN in Rojen WINTERWANDERN in Graun EISLAUFEN am Haidersee RODELN in Reschen SKIFAHREN auf der Haideralm SNOWKITEN auf dem Reschensee SNOWPARK in Schöneben EISSEGELN auf dem See

Winterwind

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FERIENREGION - RESCHENPASS


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NETTE GESELLSCHAFT

Winterwind

Einen schönen Winter, sportliche Erlebnisse und nette Gesellschaft wünscht



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FERIENREGION OBERVINSCHGAU

Winterwind

Obervinschgau

Winterspaß mit 360°-Bergpanorama

Herrliche Aus- und Weitblicke auf verschneiten Berggipfeln und idyllischen Seitentälern

von Erwin Bernhart

Entdecken Sie besondere Win-

termomente auch fern von allen Pisten: Schneeschuhwandern auf verschneiten Wanderwegen zu wunderschönen Aussichten, Winterwandern hin zu urigen und romantischen Almen und Skitouren zu zahlreichen Gipfeln in unserer Umgebung. Die tief verschneiten Berge des oberen Vinschgaus bieten dazu eine Vielzahl von perfekten Möglichkeiten, die Stille der Natur und sich selbst intensivst zu erfahren. Das verschneite Matschertal hat im Winter nicht nur eine idyllische Landschaft zu bieten, sondern auch Action auf den präparierten Forstwegen mit der Rodel über die „Gondaalm“ und die „Eisawiesen“. Nach einer wunderbaren Wanderung die Abfahrt mit herrlichem Ausblick auf das Matschertal genießen. Unser Geheimtipp: im Avingatal in Taufers im Münstertal erwartet Sie eine magische Landschaft die ihresgleichen sucht. Weg von Trubel

und Hektik den Moment genießen und das Winterpanorama auf sich wirken lassen. Wintersportler aller Art finden dort ein tolles Angebot –Winterwandern bis zur Mitterer Alm und zurück über die bestens präparierte Rodelpiste! Höher hinaus geht’s für Schneeschuhwanderer und Skitourengeher bis zum S-carljöchl auf 2.296 m.

Eine 4 km lange Rodelbahn rundet das abenteuerliche Angebot ab. Aktive Wintertage lässt man am besten in einem der zwei Bergrestaurants ausklingen, der Plantapatschhütte direkt an der Bergstation mit Sonnenterrasse und einzigartiger Panoramaaussicht, sowie der Höfer Alm an der Waldlichtung an der Abfahrt gelegen.

Watles – das Sonnenparadies für alle Wintersportfans Das sonnenverwöhnte Gebiet punktet mit traumhaften Aussichten auf die umliegende Bergwelt und begeistert damit nicht nur Ski- und Snowboardfahrer sondern alle Naturliebhaber gleichermaßen. Das vielseitige Angebot für Anfänger sowie Fortgeschrittene lassen alle Sportlerherzen höherschlagen. Neben den herrlichen Pisten bietet das Skigebiet Watles auch einen Winterwanderweg für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer. Dieser beginnt an der Talstation und führt durch den romantischen Lärchenwald, fern der Pisten bis zum Gipfel Watleskreuz (2550 m).

Wintersaison vom 18.12.2021 bis 03.04.2022 TIPP: Abenteuerfreitag im Jänner und Februar – beleuchtete Rodelbahn & geöffnete Plantapatschhütte


!NEWS! Gespurte WINTERWANDERWEGE in der gesamten Ferienregion

Mals   Malettes Muntetschinig Mals Polsterhof   Schlinig Faszination Langlauf im Schlinigertal Ganz in der Nähe vom Skigebiet Watles im Nordischen Skizentrum in Schlinig ist neben klassischem Langlauf auf der 15 Kilometer langen

Loipe, die von Schlinig (1726 m) bis zur Schliniger Alm führt, auch Skating zugelassen. Ein besonderes Highlight für Langlauffans ist die Saisonskarte zum Preis von 70,00 €, welche für alle Venosta Nordic Langlaufgebiete gültig ist. Das 7-Tage-Ticket kostet 18,00 € - damit können Langläufer einfach und unkompliziert jeden Tag ein neues Gebiet kennenlernen. Alle Infos zur Langlaufkarte gibt es unter www.venosta-nordic.net INFO: Die ganze Wintersaison fährt ein kostenloser Skibus vom Tal hinauf ins Nordic Zentrum nach Schlinig und zur Talstation des Skiund Erlebnisberg Watles. Fahrplan: www.watles.net

Radweg Glurns  Schleiß   Laatsch   Burgeis   Fischerhäuser Flugplatz Schluderns uvm. WÖCHENTLICHE VERANSTALTUNGEN für besondere WinterMomente

Fackelwanderung zur Schliniger Alm jeden Donnerstag

Geführte Winterwanderung zur Gondaalm mit Matscher Dorfgeschichte - jeden Freitag

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FERIENREGION OBERVINSCHGAU

Winterwind

Weitere Informationen und Öffnungszeiten unter: www.ferienregion-obervinschgau.it


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WANDERN TUT GUT

Winterwind

Ferienregion Mals, Glurns, Schluderns und Taufers i.M.

WINTER-Wandern tut Körper und Geist gut

Mit neu präparierten Winterwanderwegen kann in der gesamten Ferienregion Obervinschgau, welche die Gemeinden Mals, Schluderns, Taufers im Münstertal und Glurns umfasst, heuer in die verschneite Landschaft gewandert werden. Diese befinden sich in Berghöhe auf den bestens beschilderten 360 Grad Wanderweg und im Tal großteils entlang des Vinschger Radwegenetzes.

von Ludwig Fabi

Wenn einem die Sonne ins Gesicht scheint und der Schnee unter den Schuhsohlen knirscht, spürt man es: Winterwandern in kalter, klarer Bergluft ist nicht nur sehr gesund, es macht auch unglaublich viel Spaß. Sonnentage gibt es Vinschgau viele und im Großraum Mals/Schluderns besonders viele auch im Winter. Daher ist es naheliegend, mit Winterstiefel oder Schneeschuhen in der Wintersonne durch die verschneite Winterlandschaft zu wandern. Wenn es im

Obervinschgau schneit, zeigen sich die höchste Berge der Ortler- und Sesvennagruppe von ihrer prachtvollsten Seite: Weiß gekrönt verbreiten sie meditative Ruhe, Momente der Freude und der Langsamkeit. Schritt für Schritt über den Schnee, durch verschneite Wälder oder auf frisch präparierten Forstwegen entlangzuwandern, dabei kann man diese einmalige Stimmung im Winterwanderland Obervinschgau auf sich wirken lassen.

Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler. Johann Wolfgang von Goethe


5

gute Gründe für das Winterwandern

1

Natur erleben

2

Draußen sein, ohne zu frieren

Unser Planet ist unsere Heimat und so absolut schützenswert. Wanderungen verbinden uns mit der Natur und lassen uns spüren, dass wir ein Teil von ihrer Natur sind.

Gerade in der kalten Jahreszeit brauchen wir Licht und frische Luft. Sie werden staunen wie warm einem bei einer Wanderung wird und wie glücklich Sie sich nachher fühlen. Ade, Winterblues.

3

4

Ausdauer & Fitness stärken

Sport macht dann am meisten Spaß, wenn man nicht merkt, dass es Sport ist. Jenseits von Laufbändern und Disco-Musik erhöhen Wanderungen die Ausdauer und stärken Herz und Kreislauf. Wandern trainiert außerdem viele verschiedene Muskelgruppen, verbessert das Gleichgewicht und beruhigt die Nerven. Die Verlockung auf die Aussicht hinter der nächsten Kurve spornt so sehr an, dass kein persönlicher FitnessTrainer nötig ist.

5

Selbstbewusstsein stärken

Dreht man sich nach einer langen Wanderung um, erscheint es oft wie ein Wunder, dass einen diese zwei Beine wirklich soweit getragen haben. Eine wichtige Erfahrung der eigenen Wirksamkeit in unserem maschinierten Zeitalter.

Achtsamkeit üben

Wenn jeder Schritt zählt, muss man ganz im hier und jetzt sein. Die Mischung aus Konzentration und Entspannung machen Wanderungen zu einer Wohltat für die Seele. Im Grünen tanken Sie neue Kraft und lassen den Alltag hinter sich.

Wandern und Gesundheit – der schonende Stress- und Kalorienkiller

Winterwind

Bewegung hat immer einen positiven gesundheitlichen Aspekt, das ist mittlerweile wissenschaftlich erwiesen. Das Wandern ist dabei besonders vielseitig und erzielt unterschiedliche Effekte auf Körper und Geist. Während manche mit dem Ziel wandern, körperlich fit zu werden, spielt für andere das psychische Wohl, das durch das Wandern in der Natur erlangt werden kann, eine größere Rolle. Beim Wandern werden nicht nur genauso viele Kalorien verbrannt wie beim Joggen, es ist auch eine besonders schonende Sportart. Regelmäßiges Wandern senkt den Blutdruck, die Blutfettwerte und den Blutzuckerspiegel. Der Stoffwechsel wird beschleunigt und das Immunsystem wird gestärkt. Wandern ist der Green Smoothie unter den Sportarten. Alles, was gut für den Menschen gut ist, wird hier zusammengemixt und heraus kommt die heilende Essenz wie frische Luft, Nähe zur Natur, körperliche Betätigung, Abstand von Berieselung und Stress. Das bewusste Erleben der Natur setzt Glücksgefühle frei und bewirkt tiefe Erholung und Regeneration. Wandern trainiert die Trittsicherheit und fördert Gleichgewichtssinn und Balancegefühl. Dadurch kann das Sturzrisiko gesenkt werden. Bewegung hat einen positiven Einfluss auf die Knochendichte. ▸

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WANDERN TUT GUT


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WANDERN TUT GUT

Winterwind Wöchentlich gibt es geführte Wanderungen zur Schliniger Alm (rechts) und zur Matscheralm (unten) Infos: 0473 831190 Ferienregion Obervinschgau

Das Winter-Wanderland Obervinschgau geführt oder allein erleben

Die Strahlen der tief stehenden Sonne brechen durch die Zirben- und Fichtenzweige. Frisch gefallener Schnee dämpft jeden Laut, nur sein Knirschen unter den Schuhen ist zu hören. So ruhig, so friedlich liegt sie da, die Obervinschger Bergwelt, kalt und

herzerwärmend zugleich. Wer diesen Zauber erleben möchte, begibt sich am besten auf eine der neu präparierten Winterwanderwege. Eine Rundwanderung Mals-Malettes-Muntetschinig oder Mals-PolsterhofSchlinig bietet herrliche Ausblicke, eine Wanderung am Radweg Glurns-Schleis-Laatsch-Burgeis bis zum Haidersee meditative Erfahrungen entlang der Malser Haide. Wer hingegen die Geselligkeit sucht, kann sich bei den wöchentlichen Fackelwanderung zur Schliniger Alm (jeden Donnerstag) und der geführten Winterwanderung zur Gondaalm im Matschertal (jeden Freitag) anmelden. Dabei wird besonderes Augenmerk auf sanfte Naturerlebnisse mit Spannendem über die Tierund Pflanzenwelt des Winters und über die lokale Dorfgeschichte gelegt. Eine Einkehr auf einer gemütlichen Almhütte bildet den geselligen Höhepunkt. ◂

Winterwandern mit Köpfchen

Auch wir Schneeschuhwanderer verursachen Störungen. Im Vergleich mit Skitourengehern sind wir langsamer und – vor allem im Abstieg – ruhiger und geordneter unterwegs. Das gibt den Wildtieren die Möglichkeit, rechtzeitig auszuweichen. Auf der Suche nach unberührter Wildnis dringen wir jedoch auch in Gebiete vor,

die bisher Ruhezonen waren. Dazu gehört vor allem der Waldgrenzbereich. Wir sind zudem vom ersten Schneefall im Herbst bis weit in den Frühling hinein unterwegs und somit ständig im Winterlebensraum der Wildtiere präsent.

verhalten wir uns möglichst ruhig umgehen wir die ausgewiesenen Winterlebensräume und Futterstellen folgen wir keinen Tierspuren beobachten wir Tiere immer aus der Distanz Foto: Cyril Doche

Beim Durchwandern der Winterlandschaft ist es wichtig, dass wir unsere Umgebung bewusst wahrnehmen und uns in ihre Bewohner hineinversetzen!

Weil wir gerne Gast in der Natur sind und auf Wildtiere Rücksicht nehmen wollen:

bewegen wir uns möglichst nicht entlang der Waldgrenze v ermeiden wir in den Morgenund Abendstunden Störungen v erzichten wir auf Mondscheintouren abseits von Forstwegen (aus der Broschüre des AVS „Freiheit mit Rücksicht“)



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SKIGEBIET MINSCHUNS

Winterwind

für Genießer

Klein und fein Das Skigebiet Minschuns im Val Müstair ist sicherlich zu den „kleinen & feinen“ Orten zu zählen. Das hochgelegene Skigebiet (1.700 - 2.700 m) erschliesst mit drei Bügelliften abwechslungsreiche Abfahrten oberhalb der Baumgrenze.

Text: Erwin Bernhart

Das Val Müstair im Winter

Ob Sie das Tal auf einem der vielen Winterwanderwege erkunden, als Schneeschuhwanderer Ihre Spuren im Schnee hinterlassen oder auf den Langlaufloipen die Natur genießen – Sie werden unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Der Schneeschuh-Erlebnispfad „senda da l’uors“ führt auf einer Marschdistanz von 9.7 km von Fuldera nach Sta. Maria und ist besonders für Schneeschuhtouren-Einsteiger ideal. Am Wintersport-Abend (jeden Mittwochabend) können Skitourengeher und Schneeschuhwanderer von 17:00-21:30

Uhr über die Talabfahrt Tschierv-Minschuns zum Bergrestaurant Alp da Munt und weiter bis zur Spitze aufsteigen und abfahren.

Weitere Informationen zum Wintersport-Abend:

- Piste 10 (Talabfahrt Tschierv - Minschuns) ab 17:00 Uhr geöffnet - Pisten 1, 2 oder 3 (Bergrestaurant Alp da Munt - Spitze Minschuns) ab 18:00 Uhr geöffnet - Die Pisten sind nicht beleuchtet (Stirnlampe obligatorisch) - Pistenrettung vor Ort bis 21.30 Uhr. Um 21:30 Uhr Pistenkontrolle. - Versicherung ist Sache der Teilnehmer - Das Restaurant Alp da Munt ist bis 21:30 Uhr geöffnet Unbekümmerte Stunden verbringen Sie auf dem Schlittelweg Lü – Tschierv oder auf einem der Natureisplätze in Müstair und Tschierv (beide nachts beleuchtet), wo Sie den Winterzauber bei Spiel und Spass erleben. Beim Eisplatz Tschierv gibt es einen Curlingplatz mit drei Rinks. Information & Reservation: Hotel Al Rom, Tel. +41 81 858 55 51

Foto: Andrea Badrutt, Chur

Skifahren statt Schlangestehen!

So lautet das Motto im Skigebiet Minschuns im Val Müstair. Angrenzend an den Schweizerischen Nationalpark liegt Minschuns eingebettet in eine einzigartige intakte Naturlandschaft, und wer Weile hat, das Auge schweifen zu lassen, kann mit etwas Glück fast vom Pistenrand aus Steinböcke und Gämsen in ihren Winterquartieren beobachten. Das Skigebiet ist sowohl für Skifahrer wie für Snowboarder ein Paradies. Die Talabfahrt nach Tschierv oder die Abfahrt über die Alp Champatsch nach Lü und weiter nach Tschierv runden das Skivergnügen am Ende des Tages ab. Familien mit kleinen und großen Kindern lieben Minschuns besonders wegen seiner Überschaubarkeit. Während sich die ganz Kleinen im flach abfallenden Gelände vor der Sonnenterrasse im Schnee tummeln, genießen die Größeren das Schneevergnügen auf dem übersichtlichen Pistennetz.

IT Val Müstair Se avete tempo di lasciar vagare gli occhi, con un po‘ di fortuna quasi dal bordo della pista potrete osservare stambecchi e camosci nei loro quartieri invernali.

Weitere Informationen: www.val-muestair.ch www.minschuns.ch

Schlittelspass für die Familie, entspannende Momente auf der Sonnenterrasse oder in der Berghütte, stiebende Abfahrten, sonnige Winterwanderungen und gut präparierte Langlaufloipen: im kleinen und feinen Skigebiet Minschuns sowie im ganzen Val Müstair finden Sie ein abwechslungreiches Angebot.


SCOULA DA SKI VAL MÜSTAIR

Vormittags- und/oder Nachmittagsprogramm: Das Vormittags- und/oder Nachmittagsprogramm findet wöchentlich von Montag bis Freitag statt (in der Weihnachtszeit auch am Wochenende). Der Kurs am Vormittag dauert drei Stunden. Der Kurs am Nachmittag dauert zwei Stunden. Privatunterricht: Der Privatunterricht kann täglich am Nachmittag stundenweise gebucht werden. Nach Vereinbarung bieten wir den Privatunterricht auch am Wochenende an. Schreiben Sie uns dafür am Besten eine Nachricht. Auskünfte und Anmeldung: Skischule Val Müstair +41(79)3491731 www.skischule-valmüstair.ch info@skischule-valmüstair.ch

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SKIGEBIET MINSCHUNS

Winterwind

Gratis Sportbus Val Müstair Mit dem kostenlosen Sportbus gelangen Sie ab der Schweizer Grenze in Müstair bis ins Skigebiet Minschuns mit Halt in allen Dörfern. Bergfahrt Müstair Grenze ab 8.45 Uhr, 10.45 Uhr, 12.55 Uhr Rückfahrt Minschuns ab 11.30 und 16.15


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SKIGEBIET MINSCHUNS

Winterwind

PREISE MINSCHUNS

(für Nichtinhaber der Saisonkarte der Ortler Skiarena)

Erwachsene

Kinder

Jugendl. u. Senioren

Halbtageskarte (ab 13 Uhr)

CHF 32.00

CHF 23.00

CHF 28.00

1 Tag

CHF 40.00

CHF 29.00

CHF 35.00

2 Tage

CHF 78.00

CHF 56.00

CHF 68.00

3 Tage

CHF 113.00

CHF 82.00

CHF 99.00

4 Tage

CHF 144.00

CHF 104.00

CHF 126.00

5 Tage

CHF 172.00

CHF 125.00

CHF 151.00

6 Tage

CHF 197.00

CHF 143.00

CHF 172.00

12 Tage

CHF 293.00

CHF 212.00

CHF 256.00

EVENTS IM SKIGEBIET MINSCHUNS

18.12.2021

SAISONERÖFFNUNG

(BEI GUTEN SCHNEEVERHÄLTNISSEN SKIGEBIET BEREITS AM 11. + 12.12.2021 GEÖFFNET)

29. 12. 2021

Spaghetti ab 17 Uhr im Restaurant Alp da Munt (Wintersport-Abend für jedermann)

06.02.2022

Glaube - Politik - Sport

im Restaurant Alp da Munt

20.02.2022

Metzgete ab Mittag im Restaurant Alp da Munt

DATUM PENDENT

Das Dreikönigsrennen wurde auf den Frühling verschoben

20.03.2022

SAISONSCHLUSS

12.01. - 16.03.2022 jeden Mittwoch Wintersport-Abend für jedermann (kein Skiliftbetrieb) Skitouren + Schneeschuh-Training Piste ab 17.00 Uhr * + Restaurant offen bis 21.30 Uhr (Fondue auf Vorbestellung) * - ab 17.00 Uhr Piste Nr. 10 von Tschierv bis Alp da Munt, Pistenrettung vor Ort bis 21.30 Uhr. Um 21:30 Uhr Pistenkontrolle. - ab 18.00 bis 21.00 Uhr Piste Nr. 1, 2 und 3 von Alp da Munt bis Minschuns begehbar.

LANGLAUFERLEBNIS Geniessen Sie den Langlaufsport im Val Müstair, der Heimat des Olympiasiegers und Weltmeisters Dario Cologna. Es steht Ihnen ein Loipennetz von 28 km zur Verfügung. Höhenloipe Minschuns (5 km), Panoramaloipe Lü (3 km), Talloipe Valchava-Fuldera-Tschierv (20 km) mit Einstieg beim Center da passlung Furom Fuldera sowie die Tour de Ski Loipe (700 m) in Tschierv. Die Loipe „la artificiala“ kann neu auch als Nachtloipe benutzt werden (Stirnlampe erforderlich).

Center da passlung Der Treffpunkt für Langläufer:

Langlaufshop, Miete von Wintersportartikeln, Testskis, Wachs- und Skiservice, Fachberatung und Verkauf, Verkauf von Loipenpässen sowie Bistro mit Sonnenterrasse. (Garderobe, Dusche und Toilette). Tel. +41 81 858 55 77 Saisoneröffnung am 10. Dezember 2021 (wenn die Schneelage es zulässt)

Langlaufunterricht:

Info und Kontakt: Aventüras Berg- & Talsport Tel. +41 81 858 55 77 info@aventueras.ch

Loipenpass:

Bitte beachten Sie, dass Sie für die Loipen im Val Müstair einen Loipenpass benötigen. Diesen erhalten Sie im Informationsbüro in Tschierv, im Center da passlung Furom oder online unter langlauf.ch. Preise: 1 Tag CHF 8.00, Wochenkarte CHF 40.00, Saisonpass Val Müstair CHF 60.00. Loipenpass Schweiz CHF 160.00. mehr Infos unter val-muestair.ch/langlauf

S

M te do fü

vom 28.12.2021 08.03.2022 Avalanche Training

Jeden Dienstagmorgen findet im Avalanche Training Center ein Übungskurs des Rettungsteams Minschuns für Suchtechniken, das Sondieren und Ausgraben statt. Anmeldung bis am Vortag 17.00 Uhr bei der Gäste-Information Val Müstiar, Tel. +41 81 861 88 40

Skitouren Minschuns Mit dem Sportbus bequem und kostenlos ins Skigebiet Minschuns. Von dort erreicht man den Ausgangspunkt für die spektakuläre Skitour zum Piz Vallatscha: val-muestair.ch/skitouren


WOHLFÜHLEN wie daheim Dorfgasthaus, Traditionshaus - gibts das noch? Wenn ein Gasthaus diese Namen verdient, dann das Gasthaus Lamm in Laatsch. Beim „Mala Ossi“, beim Oswald Wallnöfer und seiner Frau Brigitte und bei Mutter Rosa, kehrt man gerne ein, auf einen Kaffee, auf ein Bier und besonders wegen der weitum beliebten Küche. Oswald Wallnöfer ist Gastwirt in der vierten Generation und das Gasthaus Lamm ist seit Generationen wichtiger Treffpunkt nicht nur der Laatscher. Im „Lamm“ wurden und werden Hochzeiten gefeiert, Familienfeiern, Firmenfeiern. Für Oswald Wallnöfer und seinem Team ist es eine Selbstverständlichkeit, dass seinen Gästen nur Gutes aus Keller und Küche serviert wird. Tradition verpflichtet und die Familie Wallnöfer legt Wert darauf, den Charakter des traditionellen Dorfgasthauses zu Bewahren. Im Hotel des Gasthof Lamm

Familie Wallnöfer

herrscht moderner Komfort. Die Zimmer des Hotels sind selbstverständlich mit Satelliten-TV ausgestattet und mit Breitband ebenso, sodass auch im Urlaub auf ein schnelles Internet zugegriffen werden kann. Helles Holz sorgt in den Hotelzimmern für ein behagliches Urlaubsklima. Dazu bietet das Hotel eine gemütliche Sauna zum Entspannen nach ausgedehnten Winterwanderungen, die sich gerade im „Magischen Rhätischen Dreieck“ anbieten. Der Gasthof Lamm ist also Ausgangspunkt für Winteraktivitäten aller Art - in die nahe gelegenen Wintersportorte - und auch für Ausflüge in die nahe gelegenen Kulturstätten wie Marienberg, die Churburg oder die Stadt Glurns. Die Familie Wallnöfer freut sich auf Ihren Besuch.

Laatsch 72 39024 Mals Tel. +39 0473 831336 info@hotel-lamm.net www.hotel-lamm.net •

Fax +39 0473 830626


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APFELGARTEN VINSCHGAU

Winterwind

Unvergesslicher Genuss

Winterzeit im Apfelparadies Obstgärten brauchen Zuwendung und Pflege, das ganze Jahr über. So auch im Apfelparadies Vinschgau. Doch was macht ein Obstbauer im Winter und was zeichnet das Anbaugebiet Vinschgau aus?

Alle Äpfel sind von den Bäumen gepflückt. Am Morgen überzieht glitzernder Frost die Bäume, der erste Schnee fällt. Zeit für die Winterruhe? Nicht ganz: Im Apfelparadies Vinschgau legen die Bauern weiterhin fleißig Hand an.

Die Obstwiesen im Vinschgau liegen zwischen 500 und 1.000 Meter Meereshöhe. Damit ist der Vinschgau das höchste homogene Apfelanbaugebiet Europas. In dieser Höhenlage und durch die vielen Sonnentage im Jahr reifen die Äpfel langsam heran und können ihr volles Aroma entfalten. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht verlangsamen zudem die Zellteilung. Das macht die Vinschger Äpfel fest und knackig.

Nach der Ernte ist vor der Ernte Nun entfernen die Obstbauern das trockene Geäst von den Bäumen, die Zweige werden zurückgeschnitten. Damit stärken sie die Vitalität der Bäume. Der Baum kann gesund wachsen und im Frühjahr mit neuer Kraft austreiben. Beim Rückschnitt fällt viel Kleinholz an. Dieses wird mit einem Mulchgerät zerkleinert und bleibt am Boden liegen. So gelangt es wieder zurück in den natürlichen Kreislauf. Alte Bäume müssen hingegen gerodet werden. Sorgsam überlegen sich die Bauern, welche neue Sorten sie anpflanzen, um ein vielfältiges Apfelsortiment aus dem Vinschgau anbieten zu können. Und natürlich fallen auch am Hof viele Arbeiten an, für die im Sommer die Zeit fehlt.

Ideales Anbaugebiet für Äpfel

Apfelbauern aus Leidenschaft Der Apfelanbau hat im Vinschgau Tradition und ist Familiensache, die von Generation zu Generation weitergetragen wird. Jeder der 1.600 Obstbauern kümmert sich mit Sorgfalt um seine Äpfel. Im Apfelparadies Vinschgau vereinen sich die traditionellen Wurzeln der Landwirtschaft mit dem technologischen Fortschritt: im Anbau wie in der Lagerung, Weiterverarbeitung und Vermarktung der Äpfel durch die Vinschger Genossenschaften, in denen sich die Bauern zusammengeschlossen haben.

Nachhaltigkeit als Muss Landwirtschaft gelingt nur im Einklang mit der Natur, dies wissen die Bauern seit jeher. Mit den natürlichen Ressourcen gehen sie verantwortungsvoll um. Die Hälfte der Vinschger Obstwiesen wird mit der wassersparenden Tropfberegnung bewässert. Insektenhotels und Nistplätze in den Obstwiesen schaffen zusätzlichen Lebensraum für Pflanzen und Kleintiere, die als natürliche Schädlingsbekämpfer das natürliche Gleichgewicht bewahren helfen. Im Frühjahr erwacht dann die Natur erneut und der Vinschgau ist überzogen von einem herrlichen Blütenmeer. Ein neues Apfeljahr kann beginnen.


Lerne unsere Produkte persönlich kennen. Verkauf in den Detailgeschäften: OVEG Eyrs, Tel. 0473 617581 GEOS

Schlanders, Tel. 0473 737100

MIVOR Latsch, Tel. 0473 749964 JUVAL Kastelbell, Tel. 0473 727519 TEXEL Naturns, Tel. 0473 671100 Details unter vip.coop/detailgeschäfte



AKTIV- UND KINDERURLAUB IM ORTLERGEBIET


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SKIGEBIET TRAFOI

Winterwind

Unvergessliche Pistenerlebnisse

Perfekt für Familien und Kinder Schließen Sie die Augen und träumen Sie vom perfekten Winterurlaub mit der Familie …

Text: Stephan Gander Fotos: Lucas Pitsch / Sebastian Stip

In Trafoi, mitten im Nationalpark Stilfserjoch erlebt

man eine Schneelandschaft wie im Bilderbuch – hier ist es möglich, den Winter mit allen Sinnen zu genießen. Vor allem für Familien mit Kindern ist Trafoi perfekt, denn jeder kommt auf seine Kosten.

Neues im Kinderland Trafoi

Unten … am Kirchenhang von Trafoi, dort, wo Gustav Thöni als kleiner Knirps das Skifahren gelernt hat, da üben heute am Fuße des Riesen-Ortler die kleinen SkiZwerge. Die Seilbahnen Sulden haben im Kinderland einen neuen und längeren Zauberteppich aufgestellt: So haben Anfänger und Ski-Einsteiger Übungsmöglichkeiten, um ihr unterschiedliches Fahrkönnen zu verbessern. Die Skischule Trafoi „Gustav Thöni“ hat sich auf Ski-Anfänger spezialisiert, die erfahrenen Skilehrer, wissen, was Kinder motiviert und mit kleinen Tricks kommt der Ski-Nachwuchs schnell auf Erfolgskurs.

Genuss-Skifahrer

Oben … im Skigebiet Trafoi genießen die Genuss-Skifahrer die herrliche Aussicht und freuen sich über die Abfahrten auf leicht bis anspruchsvollen PanoramaPisten. Nach ein paar intensiven Abfahrten finden Genießer auf der urigen Furkel-Hütte genau das Richtige,


Vor allem für Familien mit Kindern ist Trafoi perfekt, denn jeder kommt auf seine Kosten.

um Einkehr zu machen: Bei strahlendem Sonnenschein lockt die große Terrasse mit grandioser Aussicht auf das Gipfel-Kino des 3.905 m hohen Ortler und auf seine Gipfel-Kollegen. Wenn es schneit und stürmisch ist, finden Wintersportler in der getäfelten Stube ein gemütliches Plätzchen zum Pausieren.

Tourenskifahrer

Hoch hinaus … auch abseits der Piste kommen Schneeschuhwanderer und Tourengeher voll auf ihre Kosten: Mit Fellen unter den Skiern verläuft der Aufstieg durch perfektes Terrain. Zuerst durch den verschneiten Wald, vorbei an knorrigen alten Lärchen. Mit jedem Atemzug wird die würzige und reine Bergluft in die Lungen gepumpt. Jetzt ist die Baumgrenze überschritten, dann geht’s weiter zum

Schafsegg. Noch ist das Ziel nicht erreicht, es sind noch 400 Höhenmeter bis zum Schafberg (2.935 m). Mit jedem Schritt wächst das Panorama, mit jedem Schritt wächst die Vorfreude, auf eine herrliche Abfahrt durch unberührten Pulverschnee. Oben angekommen, belohnt uns ein grandioser 360 ° PanoramaBlick über verschneite Bergspitzen.

NEU: Nachdem die Stilserjochstraße ab Trafoi

geschlossen bleibt, wird die Strecke zu einem wunderschönen Winterwanderweg. Einkehrmöglichkeit am Ende der Wanderung: im Berg-Gasthof „Zum Weissen Knott“. Vormerkungen bei Gaby: +39 371 309 0717

IT Trafoi - con tutti i sensi

Hotels und Pensionen: www.trafoi.com Skischule Trafoi: www.skischule-trafoi.com

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SKIGEBIET TRAFOI

Winterwind

A Trafoi, nel cuore del Parco Nazionale dello Stelvio, si vive un paesaggio innevato come in un libro illustrato - qui si può godere l‘inverno con tutti i sensi. Soprattutto per le famiglie con bambini Trafoi è perfetto, perché ognuno ha il suo valore.


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SKILEHRER

Winterwind

Richard Mazagg

Skilehrer im Winter Koch im Sommer Vor 54 Jahren meisterte der gelernte Koch Richard Mazagg (Jg. 1947) aus Trafoi am Monte Bondone die Skilehrerpüfung. Seither brachte er unzähligen kleinen und großen Skihasen die Schwünge im Schnee bei. In den Sommermonaten verwöhnte er Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten.

von Magdalena Dietl Sapelza

Als Ziegenhirte verdiente er sich sein erstes Paar Ski.

Dass er sich 1967 entschied, die Skilehrerausbildung in Angriff zu nehmen, habe er seinem Kollegen Walter Schwienbacher zu verdanken, erklärt Richard Mazagg. Mit Schwienbacher verband ihn seit Kindertagen eine herzliche Freundschaft, genauso wie die Skifahrerleidenschaft und der Einsatz im Skiclub Trafoi, der WeltklasseSkifahrer wie Gustav und Roland Thöni hervorbrachte. Die ersten Schwünge im Schnee zog Richard als Schulbub mit anderen Kindern hinter der Kirche von Trafoi. Dort befand sich ein Schlepplift. Auf dem Sessellift

erreichte er bald auch die Pisten an der Furkelhütte. Als Gegenleistung für die Liftfahrten half er bei der Pistenpräparierung, die mit der Kraft vieler Beine getätigt wurde „Miar hobm stundenlong ounrennan gmiaßt“, erklärt er. Richard war oft gezwungen beim Skifahren zu pausieren, denn er musste die Skier mit seinem älteren Cousin teilen. Erst nachdem sich Richard im Alter von 11 Jahren etwas Geld beim Ziegenhüten verdient hatte, kaufte er sich seine eigenen Skier für 18.000 Lire. Mit 14 Jahre verließ Richard Trafoi und machte eine


Kochlehre, zuerst in Hafling und dann im Försterbräu in Meran. Im Sommer arbeitete er dann regelmäßig als Koch , so in Lana, in Reschen und im Hotel Post Hirsch in Spondinig. Er führte auch die Furkelhütte und kochte auf der Berglhütte. Die Winterzeit verbrachte er als Skilehrer. Schmunzelnd erzählt er von der Skilehrerprüfung in italienischer Sprache. Um dieser bei der mündlichen Prüfung gerecht zu werden, habe er den Lehrstoff auswendig gelernt. Bei Zwischenfragen sei ihm dann der Faden verloren gegangen: „Norr hon i oanfoch wiedr fa vorn oungfongen“, lacht er. Mit dem Diplom in der Hand half er zuerst in Trafoi aus und wechselte dann zur Skischule Seiser Alm. Nach zwei Saisonen war er dort plötzlich mit zwei Skilehrer-Lagern in der Skischule konfrontiert. Die jüngeren Skilehrer hatten sich von den älteren getrennt. Richard wusste nicht, welcher Gruppe er sich anschließen sollte und quittierte den Dienst. Kurz darauf machte er Bekanntschaft mit dem Skischulleiter von Corvara, der ihn sofort verpflichtet. Mit einem Ultner Kollegen teilte er sich das Zimmer. In der Freizeit traf er sich mit Vinschgern, die dort in Hotels arbeiteten. Schnee lag in großen Mengen, unzählige Pistenkilometer standen zur Verfügung und der Wintertourismus boomte. „Corvara isch a ondere Welt gwesn, do hots koa Jännerloch gebm, wia pa inz in Trafoi“, meint er. ▸

Sieger beim Soalrennen Der Skilehrer Richard Mazagg genoss den Skispaß nach Saisonende oft ganz privat. Legendär war seine Teilnahme 1970 am traditionellen „Soalrennen“ auf Meran 2000 mit Helga Thöni und Markus Westreicher. Mit einem 20 Meter langen Seil verbunden galt es gemeinsam den Riesentorlauf zu bewältigen. Während im Ziel schon die Sieger gefeiert wurden, ging das Vinschger Trio erst ins Rennen. Geschickt wanden sie sich um die Torstangen und fuhren zur Überraschung aller die schnellste Zeit. Das „Soalrennen“ war immer eine Riesengaudi und mit viel Ski-Prominenz besetzt. Deshalb wurde für Fernsehausstrahlungen gefilmt. Mit dem Vinschger Trio hatten die Filmteams nicht gerechnet. Und so mussten die Drei ihre Fahrt noch einmal für die Kamera wiederholen, ehe v. l. Richard Mazagg, Helga Thöni, sie feiern konnten. Richard Markus Westreicher haben mit der gewann dieses Gaudi-RenStartnummer 31 überraschend den nen insgesamt dreimal. Sieg geholt

HART IM

NEHMEN

Harte Bedingungen kennt der Laaser Marmor seit seiner Entstehungsgeschichte: vor 400 Mio. Jahren waren es extreme Temperatur- und Druckverhältnisse, die zu seiner feinkristallinen Struktur und Härte geführt haben. Abgebaut wird er in der Steilwand, tief im Berginneren im Nationalpark Stilfserjoch. Auch jetzt im Winter. Laaser Marmor hat die Frostbeständigkeit quasi in den Genen und grade jetzt im Winter strahlt er mit dem Schnee um die Wette. Laaser Marmor hat kein Problem damit, wenn Sie ihn im frostigen Außenbereich oder am/im Pool haben wollen. www.lasamarmo.it/referenzen

Winterwind

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SKILEHRER


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SKILEHRER

Winterwind

Ma muaß olm gonz guat schaugn, dass di Kloanen nix passiert.

Richard Mazagg mit seinen Schützlingen beim Kinderskikurs in Trafoi

▸ Nach der Zeit in Corvara setzte Richard 1978 seine Skilehrertätigkeit in Sulden fort. Nach einem Jahr stand er dort vor derselben Situation wie einst auf der Seiser Alm. Denn auch die Skischule Sulden teilte sich in zwei Lager, in eine Gruppe der jungen und eine Gruppe der älteren Skilehrer. „Miar hot deis olz nit passt, unt norr bin i gongan“, meint Richard. Er verabschiedete sich, diesmal in Richtung Tarscher Alm. Dort setzte er sich bis zur Schließung des Skigebietes 2006 als Skilehrer und auch als Liftwart ein. Längst ist Richard zur Skischule Trafoi zurückgekehrt, wo er bis heute tätig ist. Nun denkt er an den Abschied als Skilehrer: „Miar Olte miaßn aweck, iatz miaßn miar di Jungan zuilossn“, meint er. Privat pflegt er seit seiner Zeit im Hotel Post Hirsch in Sponding eine Beziehung mit der drei Jahre jüngeren

Partnerin Luzia Wilhalm. Sie war dort „Mädchen für alles“. Die Beiden lebten über viele Jahre hinweg teilweise in einer Fernbeziehung. Nach ihrer Pensionierung zog Luzia zu Richard nach Trafoi. Nur noch eine Saison will Richard dem Skilehrerberuf nachgehen. Die Verantwortung für die Kinder in den Skikursen sei für ihn mittlerweile sehr belastend. „Ma muaß olm gonz guat schuagn, dass di Kloanen nix passiert“, betont er. Und das sei angesichts des veralteten Liftes in Trafoi nicht einfach. Er wünscht sich, dass der Lift in Trafoi erneuert wird, damit das Skigebiet weiterhin eine Chance hat. Bald wird sich Richard nur noch um die Schneeräumung vor seinem Haus und um die Räumung des Kirchweges kümmern. Und kümmern will er sich wie bisher um die Wallfahrtskirche zu den „Heiligen Drei Brunnen“. ◂


Familie Wallnöfer I-39029 Sulden am Ortler - Hauptstraße 22 - Tel. 0039 0473 613024 - Fax 0039 0473 613224 - info@hotelpost.it

www.hotelpost.it

Es ist ein ganz besonderes Flair – hier auf 1.900 m Höhe - das die Post Sulden unverwechselbar macht. Schwer zu greifen und doch deutlich zu spüren ... Manche behaupten, es sei die herbe Schönheit der umliegenden Berge, die durch die Panoramafenster nach drinnen fällt. Die Sommerfrische mit spritzig-klarer Bergluft, die - ganz nebenbei bemerkt - wohltuend für Allergiker ist. Oder die familiäre Atmosphäre, mit der Gastgeber & Team die Räume füllen. Andere behaupten, es läge an der spannenden Geschichte Suldens und den Geschichten, die das Haus davon erzählt. Und wieder andere sind sich sicher, es sei

das Wohlfühl- das Wellnessprogramm: 2 Stockwerke alpine Spa- und Saunalandschaft mit riesigen Panoramafenstern und freiem Blick auf über 3.000 m hohe Berggipfel – braucht es der Worte noch mehr? In den Bergen Zuhause, das fühlen sich Gäste im Hotel Post. Eine Traumkulisse – umgeben von einem Gebirgsmassiv der Superlative allen voran der Ortler – bietet das Hotel Post in Sulden. Der Gast? Der Gast ist hier König. Und das Hotel Post liegt Ihnen zu Füßen...

Gaumenzauber.

Authentisch. Außergewöhnlich. Alpin. Für

Mit Gutscheinen Freude schenken

Feinschmecker ist die Küche im Hotel Post schlicht eine Institution. Ambitioniert stellt das Küchenteam das Produkt in den Mittelpunkt, weiß wie man den Bogen zwischen Tradition und Moderne spannt und adelt das, was die Natur gerade auftischt oder im eigenen Biogarten wächst. Die Küche ehrt die regionalen Zutaten und zelebriert sie förmlich. Dazu gesellen sich moderne Interpretationen der traditionellen italienischen und Südtiroler Küche. Authentisch statt austauschbar lautet das Motto.


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SKIGEBIET SULDEN

Winterwind

Unvergessliche Pistenerlebnisse

Wenn perfekte Schneehänge rufen Am Fuße des Ortlers erwarten jeden Wintersportbegeisterten rund 44 km bestens präparierte Pisten und ein atemberaubendes Panorama.

Das Skigebiet in Sulden ist kein Geheimtipp, Sulden ist höchstes Niveau, Sulden ist „First Class“: Eine der weltweit größten Luftseilbahnen, die in normalen Zeiten pro Fahrt mit ihren 4 Kabinen bis zu 440 Personen transportieren kann, steht für einen unbeschwerten Aufstieg zur Verfügung. Hinzu kommt heuer die nigel-nagel-neue 10-er Umlaufbahn Kanzel hinzu. Die neue Umlaufbahn ist in Design und Funktionalität die neueste Generation von Seilbahnen des Spezialisten Doppelmayr. Der Personentransport hinauf auf die Pisten ist in Sulden also kein Problem - keine Wartezeiten - auch bei reduzierter Transportkapazität. Denn mit der großen Luftseilbahn, mit der 10-er Umlaufbahn Kanzel und mit der 10-er Umlaufbahn Rosim stehen drei Aufstiegsmöglichkeiten in der Talsohle zur Verfügung - „first class“ eben.

Die Seilbahnen in Sulden sind ist seit 1. November in Betrieb. Das Skigebiet, das sich in einer Höhenlage von 1.900 bis 3.250 Metern befindet, ist schneesicher. Die 44 km Pisten sind aufgeteilt auf drei Hänge – Langenstein, Kanzel und Madritsch. Die Hänge Kanzel und Langenstein sind über einen Skiweg miteinander verbunden. Die Auswahl der Pisten ist fundamental: Es gibt Pisten, die sind sanft für Anfänger, cool für Fortgeschrittene und herausfordernd für Edeltechniker. Das Panorama ist in Sulden naturgegeben, aber auch „first class“ und königlich: Ortler, Königsspitze, Zebrú - atemberaubend. Nach dem Skifahren un dmit Hunger im Bauch ist der Genuss auf der Madritschhütte (2.820 m), auf der feinen K-2-Hütte doppelt: mit Panoramablick schmecken herzhafte Gerichte und Getränke äußerst gut.


IT Solda Solda è circondata da numerose cime di tremila metri, tra cui la Königsspitze, lo Zebru e naturalmente l‘Ortles, una vista indimenticabile.

Sulden hat eine der weltweit größten Luftseilbahnen, die pro Fahrt, mit ihren 4 Kabinen bis zu 440 Personen transportieren kann.

Winterwind

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SKIGEBIET SULDEN


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SKIGEBIET SULDEN

Winterwind

Langlauf

8 Kilometer bestens präparierte Loipen, quer durch die landschaftlich wunderschöne Talsohle am Fuße des Ortlers, sind ein Muss für jeden Langlaufbegeisterten. Auf der abwechslungsreichen Höhenloipe auf 1.900 Metern macht Langlaufen Spaß. Die Höhenloipe ist von November bis Anfang April geöffnet.

Winterwandern

Die Landschaft und die Ruhe genießen, den Stress hinter sich lassen und Energie tanken. Die Natur auf sich wirken lassen, auch das ist in Sulden möglich. Rund um den Talboden hat man die Möglichkeit, einen 12 Kilometer langen und gut ausgeschilderten Rundweg zu bewältigen.

Tourenski

Ob leichte oder etwas schwierigere Touren, entlang der Pisten oder im Hochgebirge, für jeden begeisterten Tourenskigeher hat Sulden die perfekte Möglichkeit,

seine Vorstellungen zu verwirklichen. Zudem gibt es für jeden die Möglichkeit, bei der Alpinschule Ortler eine geführte Tour zu buchen. www.alpinschule-ortler.com

PISTENTIPPS

Gran Zebru

Die schwierigste Abfahrt im Skigebiet mit einer Länge von 1.800 m ist die Gran Zebru. Links von der Sesselbahn Schöntauf zweigt die schwarze Panoramaabfahrt von der gleichnamigen roten Abfahrt ab.

Rosim

Die Rosimpiste ist eine anspruchsvolle Panoramapiste und ein Erlebnis für jeden passionierten Skifahrer. Sie führt entlang der Rosimbahn von der Kanzel direkt zur Talstation der Seilbahn Sulden, dabei hat man immer den Anblick der Königsspitze vor Augen.

Schöntaufspitze

Zwischen den beiden Schöntaufliften I und II liegt die rote Abfahrt Schöntauf. Sie schlängelt sich zwischen großen Felsen hindurch über weite Hänge zurück zu den Liftstationen. Eine tolle Abfahrt und die perfekte Möglichkeit, auch einmal die Aussicht zu genießen.

Des Alpes

Eine 1.400 m lange und abwechslungsreiche blaue Abfahrt, die als einfach eingestuft wird. Von der gleichnamigen Sesselbahn am Langenstein aus führt die Abfahrt vorbei an der Bergstation, wo sie in die Talabfahrt übergeht. Diese Abfahrt sollte kein Wintersportbegeisterter verpassen.


WEINE FÜR GROSSE MOMENTE


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VAL SENALES - LA CERTOSA

Winterwind

Senales La val

e la

Certosa


Testo/Foto: Gianni Bodini

stato murato un grosso blocco di pietra che mostra una scultura enigmatica: un serpente che sembra ingoiare un uovo. Ci sono poi diversi edifici, come la chiesa di sant’Anna, al cui interno risalta un altare seicentesco di fattura pregevole. Nella piazzetta antistante la casa del Priore una fontana sormontata da un gruppo scultoreo contemporaneo attira la nostra attenzione; rappresenta i monaci obbligati a lasciare il convento che si incamminano in fila indiana, tutti con il capo chino, mentre uno di essi si volge indietro a guardare per l’ultima volta il convento. Ma vale la pena di compiere anche un giro intorno alle mura perimetrali della certosa, fare tappa alla cappella del Santo Sepolcro e per di godere del magnifico paesaggio che offre la valle. Per finire si potrebbe magari fare visita all’adiacente cimitero arricchito da lapidi e sculture, un luogo che emana serenità. ◂

Il maso è composto da un nucleo principale e da diversi edifici secondari ma indispensabili all’autosufficenza: la stalla, il fienile, il granaio, il mulino, il forno, ... < Veramente inaspettata l’atmosfera che il chiostro dei certosini emana ancora oggi

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VAL SENALES - LA CERTOSA

Winterwind

La val Senales è ormai nota in tutto il mondo per il ritrovamento di Ötzi , la famosa mummia dell’uomo venuto dal ghiaccio, scoperta il 19.09.1991. In questa splendida vallata alpina ci sono impianti sciistici, itinerari alpinistici adatti a tutte le categorie e numerosi masi d’alta quota, perfettamente conservati e attivi, risalenti al medioevo. Ma il vero gioiello della val Senales è, a mio avviso, il monastero di certosini, l’unico in tutto il Sudtirolo: La Certosa degli Angeli ( mons omnium angelorum), che ha condizionato per secoli la storia della valle. Fondata nel 1326 dal conte Enrico III di Tirolo, voluta per intercedere con le preghiere alla salvezza della sua anima. Dotata già inizialmente di ricchi beni fondiari, si arricchì nel tempo grazie a donazioni e lasciti che comprendevano numerosi masi della valle ma anche vigneti nella conca di Merano, e persino il laghetto di san Valentino alla Muta e il diritto di pesca per un tratto dell’Adige dai quale traevano i pesci indispensabili alla loro dieta che vietava il consumo di carne. Nel 1782 il convento venne soppresso per ordine dell’imperatore Giuseppe II , i monaci dovettero abbandonarlo e l’intero complesso venne acquistato dal nobile Francesco Castruccio Castracane degli Antelminelli che avrebbe voluto ritirarsi qui per condurre una vita di meditazione. Ma il suo sogno non divenne realtà e ben presto lo rivendette al conte Franz Hendl, rampollo di una importante famiglia che aveva diversi possedimenti in val Venosta. Questi divise in lotti il complesso degli edifici trasformandoli in diversi nuclei abitativi, che rivendette poi con grande profitto. Purtroppo nel 1924 un grande incendio distrusse buona parte delle strutture che solo a partire dal 1974

vennero risanate. Ma ciò che rimane della Certosa è talmente imponente da giustificarne una visita. Buona parte dell’ antico chiostro è perfettamente conservato e irradia una atmosfera particolare. Su di esso si affacciano le celle dei Certosini, in parte riconvertite in abitazioni, che per la loro regola dovevano vivere in quasi assoluto isolamento.Quindi ogni cella aveva anche un piccolo giardino usato sia per la contemplazione che per la produzione di qualche ortaggio. Passeggiando lungo il chiostro si possono notare ancora certe aperture nel muro: erano usate per passare le vivande ai monaci rinchiusi nella loro cella, ed erano angolate in modo da non permettere il contatto visivo tra i monaci e chi li forniva di cibo! C’è poi, ancora ben conservato, l’edificio che ospitava la vasta cucina del convento, con la copertura a forma di piramide e su di una parete esterna è


Die Gletscherwelt mit Schneeschuhen erkunden Skitour am Schnalstaler Gletscher Ötzi Glacier Tour in Begleitung mit Bergführer Robert Ciatti


Ötzi the Iceman ∙ UNESCO Transhumance ∙ Slow Food Member

Infos

Tel. +39 0473 679 148 Schnalstal.it


19 Restaurants & Bars 2 Après Ski

1 Kinderland 2 Schneapichelen für Kinder

3,3 km Rodelbahn 2 km Langlaufloipe

42 Pistenkilometer 6 km Winterwanderwege


4 Skihütten Ötzi the Iceman ∙ UNESCO Transhumance ∙ Slow Food Member

2 Winteralmen

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15 Skitouren 1

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BÄNDER:

www.cityclinic.it

Knackpunkte des Körpers Verletzungen an Gelenken und somit auch am Bandapparat treten am häufigsten beim Sport und am zweithäufigsten bei der Arbeit auf. Die meisten Bandverletzungen sind Zerrungen. Vor allem das Innenband des Kniegelenks und der Außenbandapparat des oberen Sprunggelenks sind dabei betroffen, erklärt Dr. Florian Perwanger. Der 47-jährige Facharzt für Orthopädie und Traumatologie ist Mitglied der Praxisgemeinschaft Ortho+ und operiert in der CityClinic in Bozen. Sein Spezialgebiet ist die Behandlung von komplexen Band- und Meniskusverletzungen sowie von Kniescheibeninstabilitäten. Prinzipiell wird zwischen zwei Arten von Bandverletzungen unterschieden, der Bandzerrung und dem Bänderriss. Bei der Bandzerrung handelt es sich um eine Dehnung des Bandgewebes, ohne dass die Fasern zerreißen, erklärt Dr. Florian Perwanger. Umgangssprachlich wird die Bandzerrung auch Verstauchung genannt. Das Kniegelenk und der Außenbandapparat des oberen Sprunggelenks sind häufiger von Bandverletzungen betroffen als beispielsweise Bänder am Ellenbogengelenk, am Schultereckgelenk oder an der Halswirbelsäule. Das hat mit ihrer anatomischen Position und den damit verbundenen Krafteinwirkungen bei der Bewegung zu tun. Beim Lauf- und Sprungsport, vor allem beim Fuß- und Basketball sowie beim Skisport ist das Kniegelenk bei Verletzungen das am meisten betroffene Gelenk. Dabei spielen mangelhaftes Aufwärmen vor dem Sport, Ermüdung und auch eine falsche Einschätzung der eigenen Fähigkeiten eine maßgebliche Rolle, sagt der Facharzt der CityClinic. So würden besonders beim Skifahren hohe Drehbelastungen an den Bändern des Kniegelenks entstehen. Die Beschaffenheit der Skier wie zum Beispiel das Material oder der Kantenradius haben einen wesentlichen Einfluss darauf. Der vordere Kreuzbandriss ist die häufigste Bandruptur überhaupt, erklärt Dr. Florian Perwanger. Ursache dafür seien hohe Dreh- und Scherkräfte, welche bei brüsken Richtungswechseln bei fixiertem Unterschenkel und Fuß und nach einem Sprung vor allem während des Landens auftreten. Frauen sind sechs Mal häufiger von Kreuzbandverletzungen betroffen als Männer, sagt Dr. Florian Perwanger. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich in Unterschieden der Gewebebeschaffenheit, in der Mechanik der Beinachse sowie in der Rumpfstabilisierungsfähigkeit.

Experten für Verletzungen an den Bändern in der CityClinic: DR. FLORIAN PERWANGER ist Facharzt für Orthopädie und Traumatologie und auf die Versorgung von komplexen Band- und Meniskusverletzungen sowie Kniescheibeninstabilität spezialisiert. 2011 trat er als Facharzt in die Praxisgemeinschaft Ortho+, dem Bozner Zentrum für Orthopädie, Unfallchirurgie und Physiotherapie ein. Er hat die CityClinic in Bozen Süd mitgegründet und widmet sich hauptsächlich der Kniegelenkschirurgie. Dr. Florian Perwanger ist unter anderem Mitglied der Deutschen Kniegesellschaft DKG, referiert regelmäßig bei sportorthopädischen Veranstaltungen und Kongressen zum Schwerpunkt Kniechirurgie und publiziert laufend.

Bänder verbinden und fordern heraus Wie werden gerissene Bänder operiert? Dr. Florian Perwanger: Gerissene Bänder können in der akuten Phase, also wenn die Verletzung frisch ist, genäht werden. Nahttechniken führen allerdings oft zu unbefriedigenden Ergebnissen und sind nicht bei allen Bändern ohne Weiteres durchführbar – zum Beispiel den Kreuzbändern. Um Funktionseinschränkungen vorzubeugen, ist es nötig, Gelenke nach Verletzungen und Operationen frühzeitig zu bewegen und Ruhigstellungen möglichst zu vermeiden. Deshalb sind Techniken der Bandaugmentation beziehungsweise der Rekonstruktion erfolgreicher. Dabei werden Bänder mit Sehnen verstärkt oder durch Sehnentransplantate ersetzt. Welche Nachbehandlung ist notwendig? Dr. Florian Perwanger: Moderne chirurgische Verfahren ermöglichen meistens ein funktionelles Vorgehen. Das bedeutet, dass auf Ruhigstellung und Schienenbehandlung verzichtet werden kann, Bewegungseinschränkungen vermieden werden und eine schnelle Wiederherstellung der Gelenksfunktion

gewährleistet ist. Trotzdem benötigt die Heilung von Bändern Geduld. Können Langzeitschäden bleiben? Dr. Florian Perwanger: Schwere Bandverletzungen, insbesondere Rupturen von mehreren Bändern gleichzeitig, haben leider immer Einfluss auf degenerative Prozesse am Gelenk. Viele Schäden können glücklicherweise behoben und das Arthroserisiko kann deutlich reduziert werden. Kann man selbst erkennen, ob es sich um einen Bänderriss oder um eine Bänderdehnung handelt? Dr. Florian Perwanger: Die Beurteilung des Ausmaßes einer Bandverletzung erfordert mitunter viel Erfahrung und spezielle diagnostische Mittel.In jedem Fall ist es ratsam, einen Facharzt zu konsultieren, Was ist zu tun, wenn man einen Verdacht auf Bänderdehnung oder -riss hat? Dr. Florian Perwanger: Dann sind Kühlung, Schonung, entzündungshemmende Therapie und eine umgehende Beurteilung des Gelenks durch einen Facharzt geboten.


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VAL MARTELLO

Winterwind

La val

Martello

Alcuni masi offrono ospitalità e panorami superbi

Il Cevedale (3.769 m.) è la cima più alta della Val Martello

Testo/Foto: Gianni Bodini

Tra Morter, all’imbocco della val Martello e la cima del Cevedale ci sono oltre 3000 metri di dislivello in meno di 25 chilometri in linea d’aria! Risalendo questa valle stretta e selvaggia si passano quindi tutte le fasce climatiche e produttive: dalle colture intensive di mele e fragole, ai campi di cereali e patate, dai prati a sfalcio alle foreste di conifere, dagli alpeggi al limitie dei ghiacciai ed oltre. Il comune omonimo viene citato per la prima volta nel 1330 ( communitas hominem de Martelle…). Ma sappiamo che già in tempi preistorici la valle era frequentata dagli uomini e ne sono testimoni i numerosi reperti archeologici. Ci sono poi diverse saghe e leggende, il cui nocciolo è spesso difficile da interpretare, che raccontano di quando ai piedi

del Cevedale non c’erano ghiacciai e le genti e gli animali superavano i passi per raggiungere i mercati della Valtellina, della val d’Ultimo, di Rabbi o Pejo. La leggenda racconta anche di un ospizio posto sotto il Cevedale e di mercati di bestiame in alta quota. La val Martello era la via più diretta dalla val Venosta verso sud. Ma oggi la val Martello non è più una valle di transito per le merci che viaggiavano sulla schiene di portatori o di muli, al massimo oggi sono gli zaini degli alpinisti a salire in quota, magari seguendo proprio quelle antiche mulattiere e quei sentieri. Ecco questa è la val Martello, una valle alpina carica di storia e di testimonianze della sua faticosa colonizzazione: masi, alpeggi, rifugi e panorami arcaici e splendidi in tutte le stagioni. ◂

Questo magnifico pugnale ritrovato in alta Val Martello ha

Questo diga costruita a protezione della valle nel 1882 si trova a

oltre 3.000 anni

2.318 m. di quota


VOGELWELTEN

IM NATIONALPARK STILFSERJOCH

IL MONDO DEGLI UCCELLI

NEU NUOVO Das Besucherzentrum avimundus in Schlanders heißt seine Besucher willkommen. Das neue Nationalpark-Besucherzentrum gibt Einblicke in die faszinierende Welt der Vögel. Die Ausstellung zeigt Präparate heimischer Brutvogelarten sowie von Zugvögeln in deren Lebensräumen. Die Geschichte der Wiederansiedelung des Bartgeiers entführt interessierte Naturfreunde in das Reich dieser Greifvögel. A Silandro, il Centro visitatori avimundus accoglie curiosi e appassionati di Natura. Il nuovo Centro visitatori del Parco Nazionale fornisce approfondimenti sul mondo degli uccelli. La mostra espone esemplari delle specie nidificanti dell’Alto Adige, così come quelli di uccelli migratori nei loro habitat. Altro tema di grande importanza è la reintroduzione del gipeto nell’area del Parco. Erfahren Sie mehr über die Besucherzentren des Nationalparks Stilfserjoch: www.nationalpark-stelvio.it Maggiori informazioni sui Centri visitatori del Parco Nazionale dello Stelvio nella pagina: www.parconazionale-stelvio.it

Foto: © René Riller

NEL PARCO NAZIONALE DELLO STELVIO


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NATIONALPARK STILFSERJOCH

Winterwind

Die Sterbeliste verlängert sich Mit den Insekten sterben die Vögel


Foto: Alessandro Baldetti

Wolfgang Platter, vormaliger Direktor des Nationalparks Stilfserjoch

Der Winter ist Lesezeit. Der Winter ist für manche auch Urlaubszeit. Und ein Teil der Urlaubszeit kann auch Lesezeit sein. Lesen bildet und verhilft zu mehr Wissen. Auf diesen Seiten mein Angebot zur Information und Reflexion über den Artenschwund, das Artensterben und den Verlust an Biodiversität. Als Informations- und Datenquelle dient mir das Buch des Hamburger Evolutionsbioloen und Universitätsprofessors für Biodiversität Matthias Glaubrecht

„Das Ende der Evolution. Der Mensch und die Vernichtung der Arten“ (Pantheon Verlag 2021).

Winterwind

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NATIONALPARK STILFSERJOCH


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NATIONALPARK STILFSERJOCH

Winterwind

Insektenschwund

Vor Jahren klebten sie im Sommer noch zu Tausenden an den Windschutzscheiben unserer Autos. Vor drei bis vier Jahrzehnten schwirrten und flatterten sie noch auf unseren Wiesen, als diese noch Wildblumen und Kräuter trugen und nicht die Ertrag-Gräser dominierten: die Insekten. Doch wo es früher summte und brummte, schwirrte und zirpte, ist es heute still. Das Insektensterben kam lautlos und hinterließ keine Spuren. Vielleicht sollte ich besser sagen keine offenkundigen, schnell erkennbaren Spuren. Denn Schwund und Sterben der Insekten hinterlassen sehr wohl Spuren. Insekten stellen nicht nur zwei Drittel aller tierischen Arten. Sie bilden in ihrer Vielfalt vor allem auch als wichtige Glieder der Nahrungskette die Grundnahrung für die insektenfressenden Vögel, Fledermäuse und für andere Tiere wie Eidechsen oder Lurche. Unverzichtbar ist die Rolle der Insekten bei der Bestäubung vieler Pflanzen. Der gefühlsmäßige Eindruck, dass die Insekten in ihrer Biomasse und in ihrer Populationsdichte schwinden, ist mit der Veröffentlichung der sogenannten Krefelder Studie wissenschaftlich nachgewiesen und quantifiziert und somit zur Gewissheit geworden.

Die Krefelder Studie

Ausgewiesene Insektenkundler des Krefelder Entomologischen Vereines um Martin Sorg haben vorausahnend schon im Jahr 1989 in 63 Schutzgebieten in Nordwest- und Norddeutschland spezielle Insektenfallen aufgestellt und bei insgesamt 1.500 Proben jeweils das Gesamtgewicht

der darin gefangenen Fluginsekten ermittelt. Das Ergebnis der wertvollen Langzeitstudie: An jeder Messstation sind über die 27 erfassten Jahre bis 2015 immer weniger Tiere in die Fallen geflogen. Konkret ging das Gewicht der gefangenen Insekten um 76 % zurück. In den Hochsommermonaten betrug der Rückgang sogar 82 %. Jahr für Jahr fiel das Insektengewicht in den Fallen um durchschnittlich 6 %. Hatten die Krefelder Forscher anfangs zwischen Mai und Oktober 1.400 Gramm von Insekten der unterschiedlichsten Arten gefangen, waren es gehen Ende des Erhebungszeitraumes z.B. im Jahr 2015 nur mehr 300 Gramm. In der Summe aller Jahre wurden insgesamt 53 kg Insekten gefangen. Die Millionen dieser Tiere wurden nicht nach Arten aufgeschlüsselt. Die Entschlüsselung der Sammelfänge nach Arten wäre auch gar nicht möglich gewesen. Deswegen kann die Krefelder Studie auch nicht darüber Aufschluss geben, welche Arten in den Proben jüngerer Zeit fehlen gegenüber früheren Fangjahren. Und die Daten dürfen nicht fehl- oder überinterpretiert werden. Die Studie belegt nicht das Artensterben bei Insekten. Sie sagt nicht, dass die Artenvielfalt der Insekten um 76 bzw. 82 % zurückgegangen ist. Belegt ist mit der Studie der Schwund der Biomasse, nicht der Biodiversität von Fluginsekten. Das ist ein wichtiger Unterschied. Und ein beruhigender: Wenn Forscher auf Arten und Populationen schauen, dann geht es ihnen um seltene Arten ebenso wie um häufigere Arten. Es sind aber die häufigen Arten, die den größten Teil am Gewicht (Masse) aller Individuen stellen. Wenn mit dem Gewicht, sprich der Masse auch die häufigen Arten zurückgehen, muss es

um die Insektenwelt besonders schlecht bestellt sein; schlechter, als wenn nur die ohnehin seltenen, anspruchsvollen oder empfindlichen Arten betroffen wären. Es geht also bei der Krefelder Studie in erster Linie nicht um die geringere Artenvielfalt, sondern zunächst einmal um dramatisch weniger Tiere. Zwei der dramatischen Folgen möchte ich nachstehend etwas ausführen: Bestäuber machen sich aus dem Staub und insektenfressende Vögel (ver)hungern.

Insekten als Bestäuber

80 Prozent aller Wildpflanzen werden von Insekten bestäubt. Und zwei Drittel der weltweit angebauten knapp 100 Arten von Nutzpflanzen sind ganz oder teilweise von der Bestäubung durch Insekten abhängig. So werden z. B. sämtliche Kakaopflanzen von nur zwei winzigen Mücken-Arten bestäubt. Ohne Mücken kein Kakao, ohne Kakao keine Schokolade. Ohne Bestäuber nähme die Mangelernährung in der Welt zu. Zwar sind die für unsere Versorgung mit Kohlenhydraten wichtigen Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Reis, Mais als Nutzpflanzen allesamt Windbestäuber. Doch jene Pflanzen, denen wir Obst und Gemüse und damit die wertvollen Vitamine verdanken, werden durch Tiere und eben vor allem durch Insekten bestäubt. Deshalb hängen auch wir Menschen von diesen Insekten ab. Weltweit, so schätzt man, dürften es 20.000 verschiedene Arten von Bestäuberinsekten sein. Die unentgeltliche Serviceleistung der Bestäuber lässt sich als „Ökosystemdienstleistung“ sogar berechnen: ▸


Foto: Elisabetta Negri

Honigbiene mit prallem Pollenhöschen

Zuerst sterben die Insekten ... Foto: Rafael Micheli

Foto: Elio Pattarino

Große Pechlibelle (Ischnura elegans) Foto: Marco Spada

Siebenpunkt oder Marienkäfer (Coccinella septempunctata) Foto: Roberto Melotti

Alpenapollo (Parnassius phoebos sacerdos)

Foto: Franco Benetti

Honigbiene: Ohne Blumen keine Insekten Foto: Rigo Richter

Taubenschwänzchen (Macroglosssum stellatarum)

Nashornkäfer (Oryctes nasicornis)

Foto: Cristina Reale

Foto: Bernard Schouwey

Schwalbenschwanz (Papilio machaon)

Wollschweber (Bombylus major) Foto: Francesca Lo Manto

Honigbiene (Apis mellifera)

Foto: Franco Persia

Foto: Rafael Micheli

Foto: Andrea Fiordigiglio

Rote Waldameise (Formica rufa) Foto: Gianni Innocenti

Erdhummel (Bombus terrestris)

Alpenbock (Rosalia alpina)

Hirschkäfer (Lucanus cervus)


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NATIONALPARK STILFSERJOCH

Winterwind ▸ der US-amerikanische Agrarökologe Simon Potts hat mit seinem Team eine geldwerte, weltweite Leistung der Bestäuber im Umfang zwischen 235 und 577 Milliarden US-Dollar errechnet. So viel müsste man zahlen, wenn der kostenfreie Service von Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Konsorten entfiele. Für die Apfelbäume auf unserer Erde hat Potts einen Bestäubungswert von 33,5 Milliarden Dollar jährlich errechnet. Doch wo sind die Insekten hin? Buchstäblich an der Wurzel des Insektensterbens steht die Verarmung unserer Pflanzenwelt. Den Pflanzen sind die Grundlage der ökologischen Netzwerke. Ohne die Wildpflanzen verhungern Insekten und mit ihnen andere Tiere, die sich von ihnen ernähren: fleischfressende Insekten und Spinnen, Vögel und Fledermäuse, Reptilien und Amphibien.

Vögel als sensible Bioindikatoren

Zwischen dem drastischen Insektensterben und dem rapiden Rückgang der Vögel gibt es einen direkten Zusammenhang. 60 % aller Vogelarten und 70 % aller Fledermausarten sind auf Insekten als Nahrungsquelle angewiesen. Insekten, und andere Wirbellose wie etwa Spinnen, Schnecken, Regenwürmer stellen darüber hinaus zumindest während der Brutzeit auch die Nahrung der körnerfressenden Vögel dar, weil beinahe sämtliche Arten zumindest ihre Jungvögel mit Insekten füttern. Wie die Krefelder Studie zur längerfristigen Entwicklung der Biomasse zeigt, sind im letzten Vierteljahrhundert (1989-2015) vier Fünftel des Futters für insektenfressende

Vögel weggebrochen. Vögel hungern heute also. Die Frontscheiben an unseren Autos werden nicht mehr durch Insektenleichen verschmutzt. Es verwundert nicht, dass sich das Insektensterben zeitlich sehr genau mit der negativen Bestandsentwicklung vieler Vogelarten deckt. Diana Bowle hat mit ihren Forscherkollegen im März 2019 eine Studie über den Langzeittrend der Bestände von insektivoren Vögeln vorgelegt. Die Forscher zeigten in der Studie auf, dass die Zahl der von Insekten lebenden Vogelarten, von Bachstelze und Wiesenpieper bis zu Rauchschwalbe und Rohrschwirl, in den letzten 25 Jahren in ganz Europa um 13 % zurückgegangen ist. Nur bei den omnivoren Arten, also bei jenen, die sich sowohl von Insekten als auch von Körnern und Samen ernähren, sind die Bestände weitgehend konstant geblieben. Aus diesen unterschiedlichen Entwicklungen der Vogelpopulationen von Insektenfressern und Körnerfressern lassen sich auch Schlüsse auf das Zusammenbrechen der Bestände von Insektivoren ziehen. Insektenfresser kommen mit vielen Arten bevorzugt auf Grasland wie Wiesen und Weiden vor. Der Lebensraum Wiese ist heute vielerorts durch Einsaat von Futtergräsern, Ausbringung von anorganischem Dünger, Überdüngung mit Jauche verstickstofft. Wildkräuter und Blumen der früheren extensiv genutzten Magerwiesen sind großflächig ausgefallen. In den landwirtschaftlichen Agrarsteppen bleibt neben den windbestäubten und für Insekten unattraktiven Gräsern nur mehr der kurzdauernde Blühaspekt des Löwenzahns. Und auf den Äckern sieht es fast europaweit nicht anders aus, wenn etwa

Raps als Energiepflanze und Mais als Futterpflanze ausgesät werden. Oder Hecken und Feldraine aus der Landschaft gehobelt, Tümpel und Feuchtstellen zugeschüttet, durch Flurbereinigung kleine abwechslungsreiche Grundparzellen in Großflächen für Monokulturen zusammengelegt werden.

Das Artensterben bei den Vögeln

Seit dem Beginn des 16. Jahrhunderts sind (weltweit) 187 Vogelarten ausgestorben. Die große Mahnerin Rachel Carson hat schon 1962 mit ihrem Buch „Der stumme Frühling“ gewarnt. Das Buch ist inzwischen zum Kultbuch geworden. In der Tat, unser Frühling wird immer stummer. Besonders gefährdet sind die insektenfressenden Vögel auch noch zusätzlich, weil sie Zugvögel sind und dem Winter als futterleere Zeit durch Abwanderung ausweichen. Und ziehende Vögel sind gleich dreifach von den Veränderungen ihrer Lebensräume betroffen: in den Brutgebieten etwa in Europa, unterwegs in den Rastgebieten rund um das Mittelmeer und in ihren afrikanischen Überwinterungsgebieten. Um das Ganze auch etwas zu quantifizieren: Wir reden von etwa 280 regelmäßig ziehenden Vogelarten und etwa 500 Millionen Zugvögeln (M. Glaubrecht, S. 579). Beispiel Kuckuck: Seine Bestände sind allein in Deutschland um mehr als 20 % geschrumpft, regional hat sich die Zahl sogar halbiert, in England sind die Kuckucke zuletzt um beinahe 70 % eingebrochen. Und auch aus den Vinschgauer Wäldern war der allbekannte Kuckuck-Ruf im Frühling 2020 auffallend selten zu hören. ◂


Foto: Franco Benetti

Foto: Franco Benetti

Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros)

… dann sterben die Vögel

Foto: Franco Fratini

Rauchschwalbe (Hirundo rustica)

Neuntöter (Lanius collurio)

Foto: Franco Paolinelli

Foto: Horand Maier

Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) Foto: Paolo Rizzola

Wiedehopf (Upupa epops)

Foto: Silvia Frau

Kohlmeise (Parus major) Foto: Savino Zorzetto

Bachstelze (Motacilla alba)

Kuckuck (Cuculus canorus)

Foto: Sergio Boletti

Buchfink (Fringilla coelebs)

Rotkehlchen (Erithacus rubecula) Foto: Thomas Gantioler

Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla)

Foto: Marco Lattuada

Foto: Nadia Re Franceschini

Foto: Adrian Coquelle

Haubenmeise (Lophophanes cristatus) Foto: Eva Grassl Raffeiner

Schafstelze (Motacilla flava)

Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla)


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Foto: Vinschgau Marketing/Grüner Thomas

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15 Skigebiete für die ganze Familie


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