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Top-Unternehmen im Vinschgau

Nr. 6 (297) 23.03.17 I.P. 13 Jg.


RÜC KEN WIND PARTNER FÜR ALLE


INHALT

Editorial

Top Unternehmen unsere Wirtschaft.

Inhalt Die Wirtschaft im Vinschgau Zahlen und Informationen im Überblick

Seite 3 - 4

Schweitzer - das Ladenbau-Unternehmen Von Naturns in die Welt

Seite 6 - 7

Recla - der Speckhersteller Das internationale Familienunternehmen

Seite 8 - 9

Flamingo - der bunte Onlinedruckerei Der größte Komplettanbieter im Druckbereich

Seite 10 - 11

Die Pedross AG Sockelleisten erobern die Welt

Seite 12 - 13

Was wollt ihr denn mit diesem Spezial bezwecken? Warum macht ihr denn so was?, fragte Christoph Hoppe prompt, als wir bei ihm anklopften, ob er denn mit HOPPE dabei wäre. Antworten darauf gab es gleich mehrere: Weil wir zeigen wollen, dass im Vinschgau Unternehmen beheimatet sind, die ihresgleichen in Südtirol suchen. Weil wir zeigen wollen, dass der Vinschgau mehr ist, als wirtschaftliches Schlusslicht in Südtirol. Weil wir zeigen wollen, dass hier erfolgreiche Unternehmer Zuhause sind, die die Welt erobert haben. Weil wir zeigen wollen, dass es hier Mitarbeiter gibt, die mit Fleiß und Ehrgeiz, mit Professionalität und Herzblut am Werk sind. Und nach welchen Kriterien wählt ihr denn die Unternehmen für Euer Spezial aus?, fragte Leo Berger vom Unternehmen TTM. Es waren genau zwei die Kriterien für unsere Auswahl: Einmal haben wir bei Unternehmen einer bestimmten Größenordnung angeklopft, zum anderen haben wir uns auf die Suche nach Firmen im Vinschgau gemacht, die Nischenmärkte besetzen, die einfach einzigartig sind. Nun liegt es auf dem Tisch unser Spezial „Top Unternehmen“ im Vinschgau. Lesen Sie, stöbern Sie, entdecken Sie die Vielfalt. Wir sind jedenfalls stolz darauf. Auf die Unternehmen. Und unsere Spezialausgabe. Angelika Ploner - WIND-Redaktion

Die HOPPE Der größte Arbeitgeber im Vinschgau

Seite 14 - 15

Holzbau Lechner Mehr als ein Holzspezialist

Seite 16 - 17

Dantestraße 4, 39028 Schlanders, Tel. 0473 732196, Fax 0473 732451

TTM - Thermo Tecno Management Europaweit Zuhause

Seite 18 - 19

Systems - Regionaler Top-Arbeitgeber IT-Profis geben Gas

Seite 20 - 21

WMH / Interfama Antriebselemente / Schalungsexperten

Vinschgerwind Impressum

Seite 22 - 23

„Top Unternehmen im Vinschgau“ - Beilage zum Vinschgerwind Nr. 6, 23.03.2017 Chefredakteur: Erwin Bernhart Grafik: Hartwig Spechtenhauser Mitarbeiter: Angelika Ploner, Magdalena Dietl Sapelza Druck: Fotolito Varesco, Auer, Nationalstraße 57; Eigentümer und Herausgeber: Info-Media GmbH. Mwst. Nr: 02445670215, Info-Media GmbH; Ermächtigung des Landesgerichtes Bozen Nr. 6/2005; Eingetragen im ROC: Nr. 12485

www.vinschgerwind.it

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ZAHLEN

Vinschgau:

Wirtschaft in Zahlen

4.340

Davon

Unternehmen sind im Vinschgau tätig

2.191

in der Landwirtschaft

697

im verarbeitenden Gewerbe

506

im Tourismus

475

397

im Handel

74

und in anderen Sektoren 4 | TOP-UNTERNEHMEN

Quellen: Unternehmerverband/Amt fĂźr Arbeitsmarktbeobachtung/WIFO

im Dienstleistungssektor


Vinschger ArbeitnehmerInnen in den einzelnen Sektoren

3.342

3500

Unselbständige Beschäftigte im Jahr 2016: 3000

2500

insgesamt 12.624 Der wichtigste private Arbeitgeber ist die Industrie (das verarbeitedne Gewerbe im engeren Sinne und die Bauindustrie) mit einem Anteil von 16,7% der unselbständigen Beschäftigen. Der Unternehmerverband zählt im Vinschgau 28 Mitgliedsunternehmen mit insgesamt 1.734 Beschäftigten.

1.399

1.575

1.384

1.618

1.575

2000

Bauindustrie

Bauhandwerk

Handel

Gastgewerbe

Öffentlicher Sektor

Andere Dienstleistungen

3,9 %

6%

11 %

11,1 %

26,5 %

12,5 %

1500

495

557

761

1000

500

Landwirtschaft

11,8 %

Verarbei- Verarbeitendes tendes Gewerbe Gewerbe Industrie Handwerk

12,8 %

4,4 %

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SCHWEITZER

Von Naturns in die Welt – Wer wagt, gewinnt. Jede Wahl ist eine Entscheidung, unbewusst vielleicht, aber nie zufällig. Jedes Produkt hat seine Kunden und seine Botschaft. Genau das weiß Schweitzer. Schweitzer denkt und entwickelt Handel, erfolgreich und weltweit.

Hauptsitz von Schweitzer in Naturns

Das Südtiroler Ladenbau-Unternehmen Schweitzer spielt in der Liga der Globalplayer, der international operierenden Unternehmen, ganz oben mit. Erfolgreich realisiert Schweitzer einzigartige Handelswelten und punktet mit der wirkungsvollen Kombination von Spitzentechnologie, Kreativität und Flexibilität.

Die Kunst eine Botschaft zu gestalten Licht, Farbe, die Symmetrie der Formen, die Auswahl des Materials bestimmen das Ambiente eines Geschäftes, bestimmen, ob wir es betreten oder ob wir daran vorübergehen. Jedes Geschäft ist eine Welt für sich, im besten Fall unnachahmlich und charakterstark. Die Vielfalt des Angebots ist erstaunlich und der Kunde wählt nicht nur zwischen Käse und Wurst, Hose und Rock, sondern er wählt auch einen Lebensstil, eine Botschaft. Die spannende Aufgabe von Schweitzer beginnt genau hier. Flexibel und kreativ nimmt sich Schweitzer der Ideen seiner Kunden an, zeigt neue Konzepte im Handel auf und realisiert so mit ihnen gemeinsam maßgeschneiderte Einkaufswelten. Der Kunde hat eine Verkaufsvision, Schweitzer übersetzt diese Idee mit seinen Ladenbauprojekten in eine nachhaltige Botschaft.

Selbstbewusst der Zukunft entgegen Qualität, Teamgeist und persönliche Betreuung werden großgeschrieben im Naturnser Stammsitz von Schweitzer. Der moderne Glasbau in der Industriezone vermittelt Transparenz und Leichtigkeit,

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seine kompakte Linienführung hingegen steht für jene technische Präzision und handwerkliche Qualität, die dem Namen Schweitzer weltweit Erfolg eingebracht haben. Dieser lebendige Austausch zwischen Vision und Tradition, zwischen Kreativität und Spitzentechnik gehört sicherlich zu den Kernkompetenzen des Südtiroler Familienunternehmens, das Bernhard Schweitzer als Inhaber und Geschäftsführer nun in der 3. Generation zu einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe ausgebaut hat – mit außerordentlichen Ergebnissen. Das zweistellige wirtschaftliche Wachstum der vergangenen Jahre hat bewiesen, dass Schweitzer das Familienunternehmen mit seiner zukunftsweisenden Strategie optimal für den globalen Wettbewerb gerüstet hat.

Gemeinsame Freude an der besten Idee Als Leo Schweitzer die „Schweitzer Mercantile“ in den 1930er Jahren gründete, hatte wohl niemand zu träumen gewagt, dass Schweitzer nur knapp 90 Jahre später mehr als 1000 Mitarbeiter weltweit beschäftigen und von Naturns aus die international erfolgreichsten Verkaufswelten ausstatten würde. Und doch sind es derselbe unternehmerische Geist, die Freude am Tun und die Neugier auf unerprobte Lösungen, die das Unternehmen noch immer charakterisieren und die man sofort spürt, wenn man den Stammsitz betritt. Die Atmosphäre ist entspannt und doch aufgeladen. Oft muss es schnell gehen, delikate Problemstellungen verlangen höchste Aufmerksamkeit, internationale Kunden fordern Rundumbetreuung, manchmal zeitgleich und mehrsprachig. Höchstleistung, Konzentra-


tion und Teamgeist sind selbstverständlich, Stressresistenz ebenso – dafür bietet Schweitzer seinen Mitarbeitern ungeahnte Karrieremöglichkeiten, öffnet neue Horizonte und fördert gezielt individuelle Fähigkeiten.

Internationales Business mit Südtiroler Herz Schweitzer entwirft, entwickelt und produziert heute u.a. für Nike, Nespresso, Audi, H&M und C&A Ausstellungskonzepte und Geschäftsinterieurs auf der ganzen Welt. Neben der Planung und Fertigung individueller Einzelhandelsvisionen beliefert Schweitzer seine Kunden auch mit einem globalen Rollout-System, wodurch speziell entwickelte Produkte serienmäßig gefertigt und zeitnah weltweit geliefert und montiert werden können. Durch die kürzliche Übernahme der Mehrheit der Modern Expo GmbH mit Sitz in Berlin, ist es Schweitzer in diesem Bereich nun auch möglich, das umfangreiche Sortiment eines der größten europäischen Ladenbau- und Kassenproduzenten exklusiv am deutschsprachigen Markt anzubieten – mit extrem schlanker Struktur und direkt vom Hersteller. Das Headquarter in Naturns ist Dreh- und Angelpunkt des internationalen Austausches. Über Zeitzonen und Flugstunden hinweg werden hier Konzepte entworfen, Prototypen entwickelt und Entscheidungen gefällt. Immer wieder finden internationale Kunden ihren Weg nach Naturns und sind von der hochprofessionellen Leistung und der freundlichen und verbindlichen Atmosphäre im Unternehmen beeindruckt. Darauf angesprochen, warum er trotz der Niederlassungen u.a. in Basel, Zürich, London, Mailand, Paris, Düsseldorf, Hong Kong, San Franzisco, Mumbai an seinem Hauptsitz in Naturns festhält, hat Bernhard Schweitzer keine Zweifel am menschlichen und unternehmerischen Mehrwert, den dieser Standort mit sich bringt: “In Naturns schlägt das Herz unseres Unternehmens. Das spüren unsere Kunden. Sie sind begeistert von der Landschaft und den Menschen und erkennen die handwerkliche Spitzenqualität, die Professionalität und Verlässlichkeit unseres Unternehmens als Spiegel des Landes aus dem wir kommen. Das schafft Vertrauen.“

Schweitzer fordert und fördert, in Naturns und weltweit. Zudem ist Bernhard Schweitzer überzeugt von den ausgezeichnet Zudem ist Bernhard Schweitzer überzeugt von den ausgezeichne-

T Fondaco Dei Tedeschi in Venedig

ten Voraussetzungen, die junge Südtirolerinnen und Südtiroler für anspruchsvolle Aufgabenfelder mitbringen. „Global denken und Handeln gehört heute zu unserer Natur. Am liebsten besetzen wir unsere Führungspositionen weltweit natürlich mit jungen Südtirolern. Wir bieten spannende Herausforderungen für alle, die Freude am Tun, Leidenschaft für komplexe Problemstellungen und Teamgeist mitbringen. Die Welt ist groß, möchte ich den jungen Südtirolern manchmal zurufen, holt sie euch, traut euch!“ In diesem Sinne hat das Unternehmen bereits seit Jahren ein internes Ausbildungsprojekt gestartet, das den jungen Menschen die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit dem Unternehmen zu wachsen, ihre persönlichen Talente zu entwickeln und in unterschiedlichen Fachbereichen einzusetzen. Die Gelegenheit in fremden Ländern zu arbeiten, mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zu kommunizieren und dabei den hohen Südtiroler Qualitätsstandard von Schweitzer zu vertreten ist eine fordernde, jedoch höchst inspirierende Aufgabe. Der persönliche Erfolg jedes einzelnen Mitarbeiters ist zugleich der Erfolg des ganzen Unternehmens, die gemeinsame Freude an gelungenen Projekten und neuen Entwicklungen schweißt zusammen und macht stark. Auf diese gemeinsame Stärke und Begeisterung baut Bernhard Schweitzer, in Naturns und weltweit.

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RECLA

RECLA - der Speckspezialist in Italien Der Vinschger Familienbetrieb wird bereits in 3. Generation von der Familie Recla geführt und zählt zu den erfolgreichsten und modernsten Betrieben Südtirols.

Hochmoderner Produktionsstandort im Gewerbegebiet Vetzan

1985 wurde in Schlanders der erste Exportbetrieb gebaut. 2004 der erste Südtiroler Speck in die USA exportiert. 2010 wurde ein

hochmoderner Betrieb an den bisherigen Standort in Schlanders ergänzt. Dieser entspricht dem Leitspruch der Familie, der Verbindung von Tradition in der handwerklichen Herstellung der Qualitätsprodukte und der Moderne in Form von hochtechnologischen Anlagen zur Unterstützung und Entlastung der Mitarbeiter und der Umwelt. Dazu zählen die Verwendung sauberer Energie, gewonnen aus heimischer Wasserkraft, Photovoltaik, Fernwärme und Wärmerückgewinnung. Heute ist der Familienbetrieb Recla als DER Speckspezialist in Italien und über die Landesgrenzen hinaus anerkannt. Am Vinschgau hat Recla immer festgehalten. Das größte Kapital am heimischen Standort bilden, neben dem für die Reifung des Specks so wichtigen, kühlen und trockenen Klima, die Mitarbeiter. Zum Großteil einheimisch und seit vielen Jahren mit der Familie am Aufbauen.

Recla Detailhandel: von Montag bis Freitag geöffnet

Traditionelle Marende in der Stube

Die Tradition Speck und Wurstwaren zu produzieren wurde bei der Familie Recla stets gepflegt und von Generation zu Generation weitergegeben. Früher wie heute stehen dabei die ausnahmslose Qualität der Produkte und ihre handwerkliche Machart im Vordergrund. So wird der Südtiroler Speck noch heute in denselben fünf natürlichen Schritten hergestellt wie früher beim Bergbauern. Er wird mild geräuchert und mindestens 22 Wochen lang gereift. Beim Würzen befolgt man seit Jahren das gleiche Familienrezept. Die Grundlage für die lange Erfolgsgeschichte des Betriebes bilden seit jeher die Mitarbeiter, welche mit sehr viel Fleiß und Ausdauer Vinschger Spitzenprodukte für die anspruchsvollsten Kunden weltweit herstellen.

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Kurzinterview mit David und Paul Recla Das Hauptprodukt von Recla ist der Südtiroler Speck. Weitere Spezialitäten werden mit der gleichen Sorgfalt behandelt, wie z.B. die Südtiroler Pancetta (Bauchspeck), die leicht angeräucherten und fein gewürzten Kochschinken, unsere traditionellen Würstchen und natürlich unsere Spezialität, die „Kaminwurz“. Professionalität und Perfektion, das Beste aus Kenntnissen und Zutaten ergeben ein besonders edles Produkt: den Oltspeck.

Die gute Luft zwischen den Gletschern Ortler und Weißkugel bringt nicht nur qualitative Vorteile für die Speckreifung, sondern auch große Energieeinsparungen. Die RECLA GmbH verbraucht KEINEN Liter Heizöl und stößt KEIN Gramm Feinstaub aus. Der Betrieb ist seit Jahren ökologisch ausgerichtet.

Unter den sechs größten Speckherstellern in Südtirol ist RECLA das einzige unabhängige Unternehmen OHNE Fremdbeteiligung.

1985 Gründung der RECLA GmbH als Exportbetrieb mit 12 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 7 Milliarden Lire, das entspricht rund 3,6 Millionen Euro.

Die EXPORTLÄNDER der RECLA GmbH sind: Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Niederlande, England, Frankreich, Dänemark, USA

Wieviele Mitarbeiter sind derzeit bei der Recla GmbH beschäftigt? Wir beschäftigen derzeit 240 Arbeitskräfte, der Anteil der Frauen liegt bei knapp 50 Prozent, der Anteil der männlichen Beschäftigten ist etwas höher.

Recla investiert in die Ausbildung von jungen Menschen. 2004 ist RECLA als erster Speckbetrieb Italiens für den amerikanischen Markt USDA - zertifiziert worden (USDA: United States Departement of Agriculture)

Die Nachwuchsförderung bei uns im Betrieb wird in Form einer Lehrlingsausbildung als Metzger, Lagerhalter und Betriebselektriker geboten. Der lokale Nachwuchs hat damit die Möglichkeit Teil unseres hochmotivierten Teams zu werden und eine qualifizierte Ausbildung zu erhalten. Interessierte können sich jederzeit gerne bei unserem Personalleiter, Ivan Gianordoli melden.

Die Recla GmbH zählt zu den größten Steuerzahlern im Vinschgau. Wieviel an Steuern wird bezahlt? Die Wertschöpfung, die jährlich vom Unternehmen RECLA generiert wird, bleibt zu einem großen Anteil in Südtirol bei einheimischen Handwerks-, Transport- und Energiebetrieben. An die öffentlichen Kassen zahlen wir in Form von Steuern, Sozialbeträgen, Gemeindegebühren jährliche Beiträge von über 10 Millionen Euro!

Der Speck ist das Hauptprodukt der Firma Recla

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FLAMINGO

FLAMINGO GROUP die bunte Online-Druckerei Innerhalb von fünf Jahren ist die Firma Flamingo Group zu Südtirols wohl innovativsten Produzenten im Druckbereich herangewachsen. Das Unternehmen punktet mit jungen Mitarbeitern, einem modernen Maschinenpark, hoher Qualität und einem ausgeklügelten Online-Konzept.

Tagtäglich begegnen wir Drucksorten. Denn trotz des digitalen Zeitalters, sind Druckmedien unverzichtbar. Umso besser wenn sich beide Bereiche, also die analoge und digitale Welt, miteinander kombinieren lassen. Auf dieser Grundidee beruht das Konzept der bunten Online-Druckerei Flamingo Group. Stück für Stück wurde der Weg hin zur Fullservice-Online-Druckerei gebahnt. Mittlerweile betreut Flamingo Group nicht nur Kunden aus Südtirol, sondern auch Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum weit über die Grenzen hinaus. Serviceleistung zum Bestpreis wird geschätzt, das sorgt für einen ständig wachsenden Kundenstamm. Das Geheimnis des Erfolges ist hierbei der Mix aus Online-Vermarktung und direktem Kundenkontakt. Auch wenn der Großteil der Bestellungen direkt online durchgeführt werden kann, steht jedem Kunden ein persönlicher Ansprechpartner zur Seite. Diese Serviceleistung wird geschätzt und gern genutzt. Bestellen kann im Prinzip jeder. Alle Produkte sind in Klein- und Großauflage erhältlich. Mit dem stetig wachsenden Produktsortiment werden neue Maßstäbe gesetzt. Beinahe jedes bekannte Werbematerial ist bei Flamingo Group GmbH bedruckt erhältlich. Produktion aus einer Hand ermöglicht rasches Handeln und garantiert höchste Qualität. Das wissen auch Eventveranstalter und Sportvereine aus Südtirol. Seit einigen Jahren ist die Flamingo Group offizieller Druckpartner des FC-Südtirol. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Vereinen vor Ort stärkt die lokale Wirtschaft und das Gemeinwesen.

Flamingo - der bunte Paradiesvogel der Druckszene. Die Gesellschaft Flamingo Group GmbH mit Standort in Schlanders wurde 2012 gegründet. Die Idee dazu entstand aber schon früher und zwar zu Studienzeiten von Geschäftsführer Thomas Graber (27). In der Familie Graber hat der Fahnendruck seit vielen Jahrzehnten Tradition. Akribische Marktbeobachtungen machten aber deutlich, dass der Druckbereich sich im Laufe der Zeit verändern würde. Der Online-Aspekt würde immer wichtiger werden. Kunden würden ein vielfältiges Angebot zu Bestpreiskonditionen zu schätzen wissen. Zeit und Geldersparnis spielten eine immer größere Rolle. Beste Voraussetzungen also, um auf diese Entwicklung zu reagieren. Deshalb wurde während der Ausbildung an der Werbe-Design-Akademie Innsbruck mit Studienkollege Andreas Unterholzner (26) ein Unternehmenskonzept auf die Beine gestellt und ausgefeilt. Einige intensive Monate später stand Flamingo Group in den Startlöchern. Der Name und der auffällige Farbton Pink sorgten bereits zu Beginn

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für Aufsehen und sind nach wie vor unverkennbares Markenzeichen des Jungunternehmens. 2012 wurde die erste Druckmaschine des Weltunternehmens „Durst“ angeschafft. Inzwischen schmücken mehrere Druck- & Schneidemaschinen die Halle der Produktionsstätte in Schlanders. Ein Maschinenpark in dieser Konstellation ist südtirolweit bisher einzigartig. Auch im heurigen Jahr ist wieder ein neuer Großformatdrucker dazugekommen. Mit einer Produktivität von über 200 Quadratmeter die Stunde und einer Leistungsmöglichkeit von 24 Stunden 7 Tage in der Woche ist der Drucker die wichtigste neue Errungenschaft des Unternehmens. Produziert wird alles, was das Kundenherz begehrt: Fahnen, Werbeschilder, Planen, Roll Ups, Beach Flags, Messestände, Leinwandbilder, Poster, Visitenkarten, Flyer, Faltblätter uvm. Zahlreiche namhafte Kunden vertrauen auf die Qualität von Flamingo Group. Zu diesen gehören: Dr. Schär, ADAC Deutschland, Kunstdünger, Demaclenko, Loacker, Twenty Shopping Center, Polyfaser, IDM Südtirol, Karl Pedross AG, Mair Josef & Co. KG, Schweitzer Project AG, Burton International, Rosins Restaurants uvm. Auch in Zukunft wird das motivierte Team ständig am Ball bleiben, um die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt zu beobachten und mit der Zeit zu gehen. Kunden können sich jederzeit über den Online-Shop einen Überblick verschaffen. Dort werden Produkte ständig aktualisiert und das Sortiment erweitert: www.flamingo-shop.eu.


Gründer: Thomas Graber

Investition Maschinen Park in letzter Zeit: ca. 1 Million €

Aktive Mitarbeiter: 6

Produkte: Unendlich viele Produkte online bestellbar

Nachhaltiges Wirtschaften in Südtirol liegt uns am Herzen „We love visions“ lautet Ihre Firmenphilosophie. Welche Visionen haben Sie für Ihr Unternehmen? Thomas Graber: Wir möchten natürlich führendes Unternehmen im Bereich Online-Druck aus Südtirol werden. Parallel dazu soll der Maschinenpark ständig erweitert werden und sich an Angebot und Nachfrage orientieren. Im Laufe der Jahre sollen natürlich auch neue Arbeitsplätze, möglicherweise weitere Standorte und auch internationale Kunden in weiteren Ländern Europas dazukommen. Online- Druckerei - Wie kommt man auf diese Idee? Der Trend zeigt immer mehr Richtung Online-Kaufverhalten bei Kunden. Der Online-Markt garantiert vollständige Preistransparenz für die Kunden. Es gibt kein langwieriges Warten auf Angebote. Das schätzen Kunden immer mehr. Zudem ist man mit dem Internet international unterwegs, die Betreuung von Kunden aus dem Ausland funktioniert problemlos. Wie viele Aufträge verlassen pro Tag die Druckerei in Schlanders? Das ist schwer pauschal zu beantworten, manchmal sind es viele kleine Aufträge an einem Tag, manchmal kann auch ein großer Auftrag über mehrere Tage laufen - zusätzlich zu anderen Aufträgen natürlich. Großaufträge sind für uns kein Problem, wir arbeiten in einer Druckschicht von 8 Stunden und haben damit ein Druckvolumen von insgesamt mehr als 4000 Quadratmeter. Nationale und internationale Speditionen sind täglich hier um unsere Produkte auszuliefern. Die Flamingo Group ist heuer 5 Jahre auf dem Markt. Wie ist man gestartet und wo steht Flamingo heute? Gestartet sind wir so, wie man es auch manchmal von anderen Unternehmen hört: Mit dem Büro im Keller, einem

Thomas Graber

Mitarbeiter und der ersten Druckmaschine. Zu Beginn bearbeiteten wir 1 bis 10 Aufträge in der Woche und rund 5 bis 10 E-Mails. Heute sind es täglich hunderte von Mails und Anfragen. Mittlerweile sind mehrere Personen für das Unternehmen tätig und rund ein Dutzend Druck- und Schneidemaschinen stehen bereit. Die Produktionsfläche ist mittlerweile auf 500 Quadratmeter angewachsen, das externe Lager auf dieselbe Größe. Man setzt Maßstäbe bei Flamingo: Welches ist das kleinste - welches das größte Format, das gedruckt werden kann? Es gibt prinzipiell keine Einschränkungen bzw. keine fixe Vorgabe. Es handelt sich immer um individuelle Produkte, die auf Bestellung angefertigt werden. Das kleinste bzw. das größte Format ist immer vom Material abhängig. Sie werben mit „100 Prozent Südtirol“, das in den Produkten der Flamingo Group steckt. Was heißt das für die Kunden? 100 Prozent Produktion und Wertschöpfung in Südtirol bedeutet: Flamingo Group ist ein Unternehmen aus Südtirol, es gibt keine auswärtigen Investoren und auch keinen Standort außerhalb Südtirols. Es ist uns ein großes Anliegen, dass die Produkte lokal produziert und verarbeitet werden. Nachhaltiges Wirtschaften in Südtirol liegt uns am Herzen.

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HOPPE

HOPPE im Vinschgau HOPPE ist der größte Arbeitgeber im Vinschgau: Schon seit über 50 Jahren produziert das Unternehmen hier Beschlagsysteme für Türen und Fenster. Mit den Werken in Schluderns und in Laas befinden sich zwei von weltweit sieben HOPPE-Werken in unserer Region. „Arbeit zu den Menschen bringen“ und nicht umgekehrt, das war Friedrich Hoppes Ansatz, als er 1965 damit begann, Produktions-Standorte für die – in Deutschland bereits sehr erfolgreiche – Herstellung von Beschlagsystemen für Türen und Fenster auch im Vinschgau zu errichten. Der Unternehmensgründer wollte dort produzieren, wo Industrie dringend gebraucht wurde und daher willkommen war. Heute beschäftigt HOPPE rund 680 Mitarbeiter in den Werken in Schluderns und in Laas. Geführt und geprägt wird das Unternehmen in der zweiten Generation von den beiden Mitgliedern der Eigentümer-Familie Wolf Hoppe und Christoph Hoppe. Die Weichen für den Fortbestand von HOPPE als Familien-Unternehmen auch in der dritten Generation sind mit dem Eintritt von Wolf Hoppes ältestem Sohn Christian in das Unternehmen gestellt.

Zukunftsfeste Strukturen „Kreativität ist sinnvolles Denken gegen die Regel“ und – als Ergebnis: „Anders und besser als andere.“ Für HOPPE bedeuten diese Leitsätze, dass durch weitblickendes unternehmerisches Handeln – dem Denken in Generationen – kontinuierlich nützliche Leistung für den Kunden erbracht werden muss. Ein Faktor ist dabei besonders wichtig: Zukunftsfeste Strukturen. Diese sind das Ziel eines sorgfältig erarbeiteten Strategie-Pakets für alle Bereiche der HOPPE-Gruppe. In Südtirol profitieren besonders die Vinschger Werke von den Strukturveränderungen. Durch die Produktionsoptimierung verzeichnen die Standorte in Schluderns und Laas Volumenzuwächse, die sich schon jetzt positiv auf die gesamte Ergebnissituation auswirken.

HOPPE – Der gute Griff. HOPPE-Griffe sind Qualitäts- und Markenprodukte. Hergestellt werden sie aus hochwertigen Materialien, die Produktions-Werke sind zertifiziert und umweltschonende Herstellung ist eine Selbstverständlichkeit – sie hat bei HOPPE „Verfassungsrang“. Griffe von HOPPE lassen Wohnkultur im Detail spürbar werden. Und sie können

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v.l.n.r. Christoph Hoppe, Wolf Hoppe und Christian Hoppe

noch mehr, als „nur“ Türen und Fenster zu öffnen und zu schließen: Einbruchhemmende Schutzbeschläge und Fenstergriffe bilden zum Beispiel ein wichtiges Element für einen wirksamen Einbruchschutz. Jeder Käufer erhält außerdem 10 Jahre Garantie auf die mechanische Funktion eines HOPPE-Griffs.

HOPPE – ein attraktiver Arbeitgeber Was zunächst wie ein einfaches Produkt erscheint – ein Tür- oder Fenstergriff –, benötigt viele verschiedene Entwicklungs- und Arbeitsschritte, damit der Prozess von der ersten Idee über die Serien-Fertigung bis zur Vermarktung erfolgreich verläuft. Entsprechend vielfältig sind die Berufe, die bei HOPPE ausgeübt werden können. Von der Fachkraft für Metalltechnik über Maschinen- und Anlagenführer, Werkzeugmechaniker und Mechatroniker bis hin zu technischen Produktdesignern und Industriekaufleuten sowie Vermarktungs-, Betriebswirtschafts- oder IT-Experten: Die HOPPE-Fachleute sind in vielen Bereichen tätig. Dabei können sie auf eine wertebasierte Unternehmens-Führung und ein ehrliches, gesundes Arbeits- und Innovationsklima zählen, in dem nützliche Leistung Erfolge bringt, die Freude machen, und wo Begegnungsqualität keine Worthülse ist, sondern (vor-)gelebt wird.


Kurzinterview mit Christoph Hoppe

7 Produktions-Standorte (Deutschland, Südtirol, Tschechien und USA) 11 Vertriebs-Gesellschaften (Deutschland, Italien, Tschechien, USA, Schweiz, Österreich, China, Spanien, Frankreich, Finnland und Großbritannien) 6 Repräsentanzen (Niederlande, Russland, Ukraine, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, und Schweden)

Wie viele Aufträge verlassen jeden Tag die Werkshallen?

Gründungsjahr: 1952

Gesamtleistung (italienische AG): ca. 96 Mio. Euro Gesamtleistung (weltweit): ca. 265 Mio. Euro

Welches Gefühl haben Sie, wenn Sie derzeit in die Auftragsbücher schauen? Derzeit ist unser Auftragsbestand zu hoch und wir arbeiten mit Hochdruck daran, ihn wieder auf ein normales Maß zu reduzieren.

Gründer: Friedrich Hoppe

Mitarbeiter der HOPPE-Gruppe weltweit: über 2.700 Mitarbeiter in Schluderns: ca. 400 Mitarbeiter in Laas: ca. 280

„Jeder Mitarbeiter muss dazu beitragen, die Überlebensfähigkeit von HOPPE zu steigern.“

Anzahl der Variationen von Tür- und Fenstergriffen: 54.855

Circa 1.300 mit etwa 5.000 unterschiedlichen Positionen.

Wie lautet Ihr Führungsgrundsatz? Ich führe wertebasiert und sinnorientiert, greife aber, wenn notwendig, auch direkt ein.

Kommen wir in den Vinschgau. Herr Hoppe, für den Vinschger Arbeitsmarkt ist Ihr Unternehmen unverzichtbar. Haben sich die Umstrukturierungen in den zwei Standorten Laas und Schluderns eingependelt? Noch nicht vollständig, aber fast.

Wo ist die Politik im Vinschgau gefordert? Bei der Energie. Wir brauchen dringend – wie seit Jahren gefordert – die Verlängerung der Gasleitung nach Schluderns und nach Laas.

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HOLZBAU LECHNER

Eine Erfolgsgeschichte Alles termingerecht aus einer Hand und Top-Qualität – Das renommierte Familienunternehmen Holzbau Lechner in Prad hat sich als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Holzbauten einen Namen gemacht. Die Referenzbauten reihen sich aneinander – in Südtirol und weit darüber hinaus.

Das Team von Holzbau Lechner arbeitet tagtäglich an innovativen Lösungen, um den individuellen Wünschen der Kunden zu entsprechen und ihnen den besten Service zu bieten. Eine geballte Kraft garantiert zügige Arbeitszeiten bei höchster Fachkompetenz.

Die Dienstleistungen ● Schlüsselfertige Bauten in Holz ● Halbfertige Elemente zum Ausbau ● Trockeninnenausbau ● Hallen- und Zweckbau ● Holzbau -  Dächer in allen Varianten - Sanierungen (Beratung zu Anträgen & Beiträgen) sowie Dämmungen - Böden in verschiedenen Ausführungen - Treppen - Schalungen und Verkleidungen (Gipsarbeiten und Trockenbauten) - Rinnen und Abläufe - in allen Varianten und Metallen -  Einfassung, Eindeckungen - handwerklich sowie industriel von Schindeln bis Ziegeln, Blech und Paneele - Holz- und Baustoffhandel - en groß und Detail -  Flachdächer & Terrassen | Absicherungen für Kaminkehrer | Spenglerarbeiten | Abdichtungen PVC

von da an ständig auf. 1984 mietete er eine Garage in Lichtenberg. 1986 erwarb er den Baugrund in der Prader Gewerbezone auf dem freien Markt. 1989/90 baute er das Betriebsgebäude mit Werkstatt und Betriebswohnung. 1997 und 1999 kaufte er ebenfalls zweiter Hand weiteren Anrainergrund. 2000 folgte der Bau des Lagers und 2007 der Bau der Produktionshallen. Diese richtete er neu ein. 2008 konnte er die Straßen rund um seinen Grund dazukaufen und 2011 das Anrainergebäude, in dem sich heute das Bürogebäude befindet. Im selben Jahr stellte Lechner unterstützt von seinen Söhnen und jungen fähigen Mitarbeitern die Produktion auf CNC-gesteuerte Anlagen um. 2016 kaufte er einen weiteren Baugrund in der Gewerbezone zur innovativen Erweiterung des Betriebes. In dasselbe Jahr fiel die Errichtung des Regallagers und des Lagers für Fertigteile. Luis Lechner setzte immer einen Schritt nach dem anderen, ohne sich finanziell zu übernehmen, ganz nach dem Motto des italienischen Sprichwortes „Chi va piano - va lontano “. Das heißt sinngemäß: Es gilt langsam zu gehen, um weit zu kommen.

Vom „Wallnöfhof“ in die Gewerbezone von Prad Der Zimmermann Luis Lechner war erst 21 Jahre alt, als er die Weichen für die erfolgreiche Unternehmensgeschichte mit dem Handelskammereintrag am 1.1. 1981 stellte. Der erste Firmensitz befand sich auf dem „Wallnöfhof“ am Lichtenberger Berg. Zwei Mitarbeiter standen dem Jungunternehmer damals zur Seite. Und er stockte die Belegschaft

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Ein starkes Familien-Team: Valentin, Josef, Zita und Lukas Lechner


50 Mitarbeiter, darunter Zimmerer, Spengler, Tischler, Zeichner, Trockenbau-Experten, Verwalter

Gewerbezone Kiefernhain 93

Gerwerbezone Kiefernhain 93 1,35 Ha Grundfläche Tel. 0473 616570 - Fax 0473 618822 mit Büro- und,Werksgebäude,E-Mail: info@holzbaulechner.com I-39026 Prad am Stilfserjoch Telefon: 0039 0473 616570 Produktionshallen, Holz- und info@holzbaulechner.com Regallager, Lager für Ferwww.holzbaulechner.com tigteile I-39026 Prad am Stilfserjoch (BZ)

Interview mit Luis Lechner

Der Einsatz der Belegschaft ist das wertvollste Betriebskapital Aus Ihrem kleinen Zimmereibetrieb ist ein Großunternehmen geworden. Ihr Erfolgsrezept? Familie – Gesundheit – Glück - Zielstrebigkeit – Mut zu Neuem – Möglichkeiten erkennen – Entscheiden – auch bereit sein, Niederlagen hinzunehmen, daraus zu lernen und die Kraft zu haben, wieder aufzustehen und seinen Weg zu gehen. Die richtigen Mitarbeiter in allen Bereichen, deren Potenzial zu erkennen, ihnen Verantwortung und Vertrauen zu geben, damit sie bereit sind, sich mit dem Betrieb zu identifizieren. Denn das Wissen, Können und der Einsatz der Belegschaft ist das wertvollste Betriebskapital.

Sie zählen zu den größten Arbeitgebern in Prad. Sie beschäftigen mittlerweile 50 Arbeitskräfte in den unterschiedlichen Berufssparten. Und Sie bilden Lehrlinge aus. Das alles bedeutet Verantwortung. Wenn man die gesetzlichen Vorgaben, vor allem in unseren Arbeitsbereich, auch nur ansatzweise kennt, müsste man als Selbstschutz sofort alles absperren und verschließen. Jedoch die moralische Verantwortung, die man als Unternehmer, gegenüber seinen Mitarbeitern, Kunden und auch der Ge-

sellschaft auf sich geladen hat, gibt einem den nötigen Auftrieb weiter zu machen und den Mut und die Kraft sich den alltäglichen Problemen und der Verantwortung zu stellen.

Ihre Aufträge kommen aus einem Radius von 300 bis 400 Kilometern. Das verlangt eine große Logistik. Wie organisieren Sie? Ich habe bereits eingangs den Wert der Mitarbeiter und Belegschaft erwähnt. Wenn die Mitarbeiter sich wie Partner einbringen, lösen sich die größten logistischen Probleme von selbst, denn nur Kleinigkeiten, die ohne weiteres vor Ort gelöst werden können, sind die Stolpersteine. Ich habe für mehr als 20 Mitarbeiter die gesamte Verwaltung, Arbeitsvorbereitung, Auftragsabwicklung, usw. mit Mithilfe meiner Frau gemacht, unsere Kinder waren damals noch jung und somit war die Verfügbarkeit begrenzt. Damit dies funktionierte wurden unsere Mitarbeiter überall eingebunden. Diese Entscheidung war sicherlich eine der besten in den mehr als 35 Jahren Betriebsgeschichte, daran halten wir uns auch heute. Und an den Erfolgen gemessen ist es immer noch richtig und daher bin ich der Meinung, dass dies auch weiterhin richtig und wichtig ist.

Ein Blick in die Zukunft: Perspektiven und Betriebsnachfolge? Da ich als Mensch Optimist bin, schaue ich mit Zuversicht in die Zukunft, bin jedoch davon überzeugt, dass es notwendig ist, für Neuem offen zu sein, sich der Zeit anzupassen und auch den Mut zu haben, Herausforderungen anzunehmen. Da bereits zwei meiner Söhne nach der Ausbildung im Betrieb tätig sind (der dritte ist noch Schüler) sehe ich die Betriebsnachfolge gesichert, und es erfüllt mich mit Freude und Stolz, dass das von meiner Familie aufgebaute auch weiterbestehen wird. Ich wünsche mir, dass der Wirtschaft in Zukunft mehr Raum zur Entwicklung gegeben wird, dass Vorschriften und Auflagen mit Vernunft geschaffen und angewandt werden. Wenn der Wirtschaft der ihr zustehender Stellenwert anerkannt wird, dann wird es auch in Zukunft junge Menschen geben, die den Weg des Unternehmers wählen werden.

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TTM

TTM - Europaweit Zuhause Es ist eine stille Erfolgsgeschichte, jene des Prader Unternehmens TTM. Eine Erfolgsgeschichte, auf die sich internationale Blicke richten.

Denn TTM bespielt die globale Bühne, besetzt den technischen Isoliermarkt in ganz Europa und darüber hinaus. Zu einem big player, einem großen Spieler hat dieser Nischenmarkt TTM werden lassen. Hinter den drei Buchstaben, die für Thermo Tecno Management stehen, verbirgt sich demnach ein Unternehmen, das Alleinstellungswert nicht nur im Vinschgau hat. Das Werkzeug, mit dem TTM arbeitet, ist ein europaweit aufgebautes Vertriebsnetz, das unter anderem auch in Zusammenarbeit mit der IDM, der Innovation Development Marketing weiter ausgebaut wird. Klein hat er angefangen, der Seniorchef Ingenieur Robert Berger. In einer kleinen Halle in Spondinig ist er mit TTM gestartet. Geschrieben wurde damals das Jahr 1977. Es war der 10. Mai, um genau zu sein. Zusammen mit Herbert Gapp aus Prad ist aus einer Idee ein Unternehmen entstanden, das gewachsen ist und an Stärke gewonnen hat. Wohl auch deshalb, weil Robert Berger gute Kontakte und langjährige, ausgezeichnete Marktkenntnisse aus seinem Heimatland Deutschland mit nach Südtirol gebracht hatte. Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen hat Berger geplant, um in einem zweiten Moment neue, innovative Produkte zu importieren. Damit war der Grundstein für eine erfolgreiche Importgesellschaft gelegt, die wenig

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Bild oben: Die Mannschaft von TTM mit Seniorchef Robert Berger (Bildmitte) und den Söhnen Leo (links) und Max (rechts) Bild links: Kassian Wieser - seit 25 Jahren für TTM unterwegs

später genauso erfolgreich für den Export von Produkten italienischer Hersteller nach Deutschland und Europa sein sollte. Lagerflächen und Produktionsflächen wurden ausgebaut. Bis man an die Grenzen gestoßen und vor mehr als zehn Jahren umgezogen ist. Seitdem breitet sich die Firma in der Prader Industriezone aus. Eine neue Logistik- und Produktionshalle mit angebauten Büros nimmt das Firmengelände für sich ein. Der Umzug ist das Ergebnis einer Wechselwirkung. Denn mit den Zuwächsen im Export, ist auch das Unternehmen gewachsen. Soweit gewachsen, dass TTM sich mittlerweile Marktführer in den Bereichen Isolierummantelungsfolien und Zubehör in Italien nennen darf. Daneben stellt TTM technische Klebebänder und Aluminium-Endmanschetten her. 2,5 Millionen Laufmeter an Aluminium-Endmanschetten verlassen das Betriebsge-


Das Produktportfolio der TTM.

bäude in Prad jährlich. Exklusivverträge mit namhaften Lieferanten garantieren eine stabile und langfristige Planung. Die Partner hat man sich in den vergangenen über 40 Jahren aufgebaut. Vor allem im Exportgeschäft sind es jene Distributionspartner, auf die man sich zu hundert Prozent verlassen kann. Umgekehrt ist’s genauso. Deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass TTM nicht weniger als 39 Märkte bearbeitet: Österreich, Deutschland, Italien, Belgien, Finnland, Schweden, Dänemark, Schweiz, Tschechien und Slowakei, Ungarn, Türkei, Frankreich, Polen, Niederlande, Luxemburg, Bulgarien, Rumänien, Slovenien, Spanien, Großbritannien, Albanien, Tunesien, Irland, Portugal, Moldawien, Kroatien, Zypern, Griechenland, Malta, Kanada, China, USA, Dubai, Kasachstan, Russland, Indien, Japan und jüngst Pakistan. Aufgetan haben sich diese neuen Märkte durch die gute internationale Vernetzung und die ausgezeichneten Geschäftskontakte von Kassian Wieser, seit 25 Jahren Vertriebsleiter Italien. Er betreut auch das jüngste Projekt: Verbundfolien für die Marine und den Schiffsbau. Mit extrem leichten Dammkaschierfolien für Schiffsmaschinenräume erobert man auch diesen Markt. Damit wird die Erfolgsgeschichte ohne viel Aufsehens still und leise fortgeschrieben.

1977 – 2017 40 Jahre TTM Produktion Aluminium-Endmanschetten jährlich knapp 2,5 Mio lfm

35 Exportländer Jüngst hinzugekommen sind Indien, China und Pakistan Umsatz/Mitarbeiter > 1 Mio. €

„Es ist nicht einfach zu erklären das Produktportfolio von TTM“, sagt Leo Berger. Es ist vergleichbar mit einem Herzen, das Schutz braucht. Während beim Menschen der Brust­korb diese Funktion innehat, können das beim Dämm­stoff technische Isolierfolien erfüllen, die vor jeglichen externen Einflüssen schützen. Passend zu den Isolierfolien kümmert sich TTM um den gesamten Zubehörbereich für die technische Isolierung, wie zum Beispiel Klebebänder, Isolierzubehör und Klebestoffe. Beides zusammen ergeben das jüngste Projekt der TTM: selbstklebende Dämmummantelungsfolien, die ohne den Einsatz von technischen Hilfsmitteln verarbeitet werden können. „Wir nutzen länder­ spezifische Besonderheiten und verknüpfen diese mit unserem Knowhow, passen diese an und stellen diese anderen Partner als individuelle Produktlösung vor“, sagt Leo Berger.

Nachgefragt bei Leo Berger TTM befindet sich im Dreiländereck. Wie groß ist das Problem der Abwanderung von Fachkräften und wie kann dem begegnet werden? Dies gilt sicherlich als die Herausforderung schlechthin in einigen Tälern des Alpenraums und darüber hinaus. Fakt ist das auch wir als kleines Unternehmen gute Mitarbeiter an die Schweiz verloren haben und bei Neuanstellungen tief in die Trickkiste greifen müssen, um den Vorzug zu bekommen. Jene Jugendliche die sich bereits beim Eintritt in die Berufswelt, jenseits der Grenze, aufgrund der höheren Einkommensmöglichkeiten umgeschaut haben, sind bei der momentanen Gehaltsschere sicherlich schwierig zurückzugewinnen. Man kann es den jungen Leuten ja in keinster Weise übelnehmen. Ein Katalysator für die Abwanderung ist sicherlich die sehr eingeschränkte Möglichkeit als Unternehmer die Balance zu finden zwischen einem höchstmöglichen auszahlbaren Nettolohn und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben. Gefragt ist die Politik die überregional an diesen Themen und Übergangslösungen arbeiten muss. Ein konstruktiver politischer und unternehmerischer Druck von den Verbänden könnte sicherlich dazu beitragen etwas ausgeglichenere Spielregeln zu erarbeiten.

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SYSTEMS

IT-Profis geben Gas Seit 1990 steht systems für innovative Erfolgskonzepte. Eines der führenden IT-Unternehmen Südtirols mit Standorten in Bozen, Bruneck und Schlanders ist heute Vertrauenspartner für bereits über 3.000 Kunden – und einer der Top-Arbeitgeber des Landes. Beim Top Company Award 2017 landete systems auf Rang eins (v.l.n.r.): Dr. Martha Stocker (LR für Gesundheit, Sport, Sozialwesen und Arbeit), Lore Hackl (Präsidentin Sozialgenossenschaft Tagesmütter), Dr. Barbara Jäger (GF Business Pool GmbH), Gustav Rechenmacher (GF systems GmbH), Leo Tiefenthaler (Landesobmann Südtiroler Bauernbund), Dr. Waltraud Deeg (LR für Familie und Verwaltung)

Der Region verbunden – eine Philosophie, nach der sich systems seit über 25 Jahren richtet. Das 1990 in Schlanders gegründete IT-Unternehmen versteht sich als regionaler Arbeitgeber und beschäftigt inzwischen an drei Standorten rund 60 Mitarbeiter. Tendenz weiter stark steigend. Seit jeher hat systems das Bestreben, jungen Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen möchten, die Möglichkeit eines attraktiven Arbeitsplatzes vor Ort zu bieten. Dadurch gelang es in der Vergangenheit, motivierte Mitarbeiter zu finden, die in ihrer Arbeit aufgehen und stets das Beste für den Kunden geben – das spiegelt sich in der hohen Kundenzufriedenheit wider. Dank des Engagements seiner Mitarbeiter hat sich systems sukzessive weiterentwickelt und zählt mittlerweile zu den größten IT-Unternehmen Südtirols. Der Umsatz lag zuletzt bei über acht Millionen Euro. Trotz des weiterhin regen Wachstums bleibt systems lokal verwurzelt, Kundennähe und regionale Verbundenheit sind oberste Prämissen und haben den heutigen Erfolg erst möglich gemacht.

Top-Arbeitgeber in Südtirol Den eingeschlagenen Weg bestätigt auch der diesjährige erste Rang von systems beim Wettbewerb „Bester Arbeitgeber Süd-

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tirols“. Dafür führt das unabhängige APL Institut seit einigen Jahren Mitarbeiterbefragungen durch und hebt jene Arbeitsplätze hervor, an denen sich die Mitarbeiter am wohlsten fühlen. „Wir freuen uns natürlich sehr über diese Auszeichnung“, betont Gustav Rechenmacher, Geschäftsführer von systems. „Das ist eine ganz besondere Ehre. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern bedanken, die jeden Tag unermüdlich für eine erstklassige Beratung und zufriedene Kunden sorgen.“

Partner mit Handschlagqualität systems ist Vertrauenspartner für Unternehmen in der Hotellerie und Gastronomie, im Handel, Handwerk und in der Industrie. Zu den nunmehr schon über 3.000 Kunden zählen Klein- bis Großbetriebe in Südtirol, Triveneto und Österreich. systems hat sich im Laufe der Jahre als zuverlässiger IT-Partner etabliert, Erfolgsfaktoren sind neben den motivierten Mitarbeiten vor allem Professionalität, gegenseitiges Vertrauen und Handschlagqualität. Die Experten des Südtiroler IT-Unternehmens stehen den Kunden 365 Tage im Jahr zur Verfügung – auch am Wochenende und an Feiertagen. Die drei Standorte erleichtern eine Beratung vor Ort.


Vier Geschäftsfelder Die systems GmbH plant komplette IT-Lösungen für Unternehmen, setzt diese von der Beratung über die Planung bis hin zur Implementierung um und betreut deren Wartung. Die Konzentration liegt auf vier wesentlichen Geschäftsfeldern: Mit „IT Basics“ wird eine moderne EDV-Grundversorgung für Unternehmen sichergestellt. „Data Protection“ beinhaltet alle Bereiche der Datensicherheit. Auf diesem Gebiet ist systems in Südtirol uneingeschränkter Marktführer. „Business Productivity“ bietet innovative IT Business-Lösungen, mit welchen die Geschäftsprozesse digitalisiert und so die betriebliche Effizienz gesteigert und Kosten gesenkt werden können. Und mit „Digital Business Development“ können Unternehmensprozesse durch individuelle und Standard-Softwareentwicklungen systematisch digitalisiert, automatisiert und optimiert werden. Mit hoher Fachkompetenz und dem Einsatz modernster Technologien unterstützt systems seine Kunden dabei, die betriebliche Leistung und Produktivität dauerhaft zu steigern.

Zufriedene Mitarbeiter Die Mitarbeiter von systems zeigen sich mit den Möglichkeiten im Unternehmen mehr als zufrieden: „systems ist ein toller Arbeitgeber, der motiviert und Chancen zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung bietet“, so Michael Spechtenhauser. „Die regionale Verbundenheit durch die verschiedenen Standorte ist von großem Vorteil für uns Mitarbeiter.“

systems: moderne Lösungen einzigartiger Service außerordentliches Engagement hohe Sicherheitsstandards Zuverlässigkeit IT BASICS Maßgeschneiderte Hard- und Software-Konzepte für eine stabile IT-Infrastruktur DATA PROTECTION Individuelle Sicherheitskonzepte für maximale Datensicherheit BUSINESS PRODUCTIVITY Innovative Lösungen zur Digitalisierung der Geschäftsprozesse & Effizienz-Steigerung DIGITAL BUSINESS DEVELOPMENT Individuelle und Standard-Softwareentwicklung für Unternehmensabläufe & Prozesse

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INTERFAMA

INTERFAMA der Schalungsexperte Die INTERFAMA GmbH hat klein angefangen und sich stetig weiterentwickelt. Zum Firmensitz in Prad hat die INTERFAMA Niederlassungen in Verona, Marrakech und - seit Jänner 2017 - in Rom.

INTERFAMA wurde vor über 30 Jahren von Franz Ohrwalder gegründet. Damals zählte der Kleinbetrieb vier Mitarbeiter und war ausschließlich auf dem Südtiroler Markt tätig. Schritt für Schritt wurde der italienische Markt erschlossen und die Produktpalette erweiterte sich ausgehend von der klassischen Eisenschalung hin zu der ersten Aluminium-Wandschalung Italiens. Dieses Produkt erwies sich gleich als ein Verkaufsschlager, da sich das Gewicht im Vergleich zu Stahl um ca. 40 Prozent verringerte. Um im Wettbewerb bestehen zu können, ist es INTERFAMA stets ein Anliegen, neue Systeme und Produkte zu entwickeln. Dabei ist die wichtigste Informationsquelle die Baustelle, wo die Produkte täglich ihre Qualität und Vielseitigkeit beweisen müssen. INTERFAMA hat früh erkannt, dass sich die Marktbedingungen ändern und so hat man angefangen, alle Produkte nicht nur zu verkaufen, sondern auch zu vermieten. 2012 wurde in Verona die INTERFAMA Rent GmbH gegründet. In zentraler Lage kann die Vermietung von Schalsystemen flexibler gestaltet werden. Auch begünstigt durch die Wirtschaftskrise seit 2008 steigt der Mietbedarf stetig an, da einige Bauunternehmen umfangreiche Investitionen, wo möglich, meiden.

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oben: Der Firmensitz der INTERFAMA im Gewerbegebiet in Prad rechts: Die INTERFAMA Rent mit Sitz in Verona

Im Januar 2017 wurde eine Filiale in Rom eröffnet, somit kann INTERFAMA noch besser auf die Kundenwünsche eingehen. Zu den wichtigsten Absatzmärkten gehören neben Italien, Schweiz auch Tunesien, Algerien, Senegal und Marokko. In Marrakech wurde 2016 ein Lager eröffnet, wo hauptsächlich Gebrauchtschalung verkauft wird. INTERFAMA beschäftigt zurzeit 32 fleißige Mitarbeiter und blickt optimistisch in die Zukunft.


WMH

Die WMH ein Unternehmen mit Antrieb Die WMH in Latsch bietet Komplettlösungen an - von der Anfrage bis zum fertigen Bauteil. Die Rede ist von Antriebselementen. Zahnräder sind der Kern des Angebots.

An jeder Maschine arbeiten fleißige Hände. Die Maschinen laufen auf Hochtouren in der Werkshalle des Unternehmens WMH in Latsch. Doch wer oder was steckt hinter der WMH, einem Unternehmen, das nach außen unscheinbar wirkt und im Grunde einen hochspezialisierten Nischenmarkt bedient? Die Frage ist schnell beantwortet: Antriebselemente – vornehmlich Zahnräder – das sind der Kern der WMH. Zahnstangen, Zahnräder, Kegelräder, Schneckensätze, Wellen, Spezialkettenräder und weitere – maßgeschneiderte – Antriebselemente zählen zu den Produkten, die die Werkshalle in Latsch verlassen. Absägen, Drehen, Fräsen, Bohren, Verzahnen, Härten und Schleifen – diese Prozesse durchläuft ein Produkt in der Regel, bevor es die Kontrolle durch den Qualitätsmanager passiert. Der Ablauf wird, mittels spezifischer Software geplant und lt. Arbeitsplänen von den Mitarbeitern an den Maschinen programmiert und gefertigt. In der Produktionshalle der WMH wird auftragsbezogen gearbeitet. Das heißt, keine Produktserie gleicht der anderen, sondern sind Sonderanfertigungen – spezifisch auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt. Für jeden Auftrag wird eine technische Zeichnung angefertigt. „Was uns auszeichnet ist das Angebot der Komplettlösung – von der Anfrage bis zum fertigen Bauteil „ sagt Annemarie Tappeiner. Kundennähe, Schnelligkeit und Qualität – davon lebt die WMH, die ihren Umsatz zur Hälfte auf dem italienischen Markt macht. Die andere Hälfte teilen sich Deutschland, England, Schweiz und Österreich. Und wer steckt hinter dem Namen „ WMH“? Hinter den drei Buchstaben verbirgt sich das Wort „WerkzeugMaschinenHerion“. Herion - ein Name mit deutscher Provenienz - stammt von einer Unternehmerfami-

v.l.n.r. (hinten): Arthur Pirhofer (Vorarbeiter), Christian Wielander (Qualitätsbeauftragter), Karl Rainer (Produktionsplanung) v.l.n.r. (vorne) Sabine Heel (Verkauf), Lissi Gutgsell (Buchhaltung), Annemarie Tappeiner (Geschäftsleitung), Christian Kuppelwieser (Einkauf)

lie aus Pfaffenhoffen. Von 1963 bis 2001 gehörte die WMH Latsch zum dortigen Mutterhaus, seit 2001 arbeitet das Werk in Latsch eigenständig und ist im Besitz von Wolfgang Herion. 54 Jahre alt wird das Unternehmen heuer und ist gleichzeitig eines der jüngsten im Vinschgau, denn das Durchschnittsalter der 23 Mitarbeiter liegt bei nur 36 Jahren. Auch eine Besonderheit des Latscher Unternehmens.

v.l.n.r. (vordere Reihe): Alex Tscholl, Hilmija Zornic, Doris Kaserer, Urban Pirhofer, Hakif Iseni, Oskar Pauli, Roland Oberdörfer, Thomas Wellenzohn, Wolfgang Fuchs v.l.n.r. (hintere Reihe): Hannes Götsch, Andreas Paulmichl, Muhamed Kreso, Patrick Perkmann

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Schlanders Schlanders

Top Unternehmen im Vinschgau 2017 Südtirol  

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