Magazin Neumarkt 17 -2021

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RUBRIKENTITEL

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Ausgabe #6

GREEN LIVING

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Making room for personality Expressing yourself is what Montana is all about. With 30 new, poetic colours we want to give you endless opportunities to create, frame and tell your personal stories through clever design and superior craftsmanship.

Danish design by Peter J. Lassen

.

EU Ecolabel Certified

montanafurniture.com


EDITORIAL

INHALT DOMANI #6 Seite 4 NEWS: GROSSZÜGIG KOMBINIEREN Seite10 UMWELTBEWUSST ENTWERFEN Seite 12 NACHHALTIG WIE DER WALD: MONTANA Seite 14 DESIGNERPORTRÄT MARIO BELLINI Seite 16 WOHNBERATUNG - ZÜRICH 6 – SAMMLERSTÜCKE - ZWEI HÄUSER AM RENNWEG - CAROUGE – DESIGN OHNE GRENZEN - HAUS SCHWARZ AM ZÜRICHSEE Seite 30 ZU GAST: Connie Hüsser Seite 36 SHOWCASE OUTDOOR: Hersteller bei Neumarkt 17 im Kurzporträt Seite 58 KREATIVES SPIEL Seite 62 NEUMARKT 17 – ein Team für alle Fälle

KUNST DER NACHHALTIGKEIT

Liebe Kundin, lieber Kunde Für Unternehmen von heute ist es selbstverständlich, die Ressourcen unseres Planeten schonend einzusetzen. Lange Lebensdauer dank hochwertiger Verarbeitung und ein durchdachtes Design stehen dabei am Anfang. Die von uns vertretenen Hersteller setzen derweil immer konsequenter auf Herstellungs- und Logistikprozesse, die von Nachhaltigkeit geprägt sind (Seite 14, Sofa Camaleonda, Seite 10, Recycling-Kunststoff bei Vitra). Was Langlebigkeit bedeutet, sieht man schon, wenn ein hochwertiges Möbel nach langjährigem Gebrauch ausgetauscht wird: Es ist elegant geblieben und man trennt sich davon nicht leichtfertig. Trotzdem habe ich bei mir zuhause kürzlich ebenfalls einige Stücke ersetzt und die Stimmung der Räume der vermehrt zuhause verbrachten Zeit und neu angeschaffter Kunst angepasst. Sie sehen die Bilder auf Seite 24. Unsere Hauszeitung Domani erscheint erstmals im Frühling. Grund dafür ist die 2020 verstärkt gewachsene Nachfrage nach hochwertigen Möbeln und Leuchten, aber auch nach unseren Einrichtungskonzepten. Dementsprechend fanden wir erst Ende Jahr die nötige Musse zum Planen unserer Hausnachrichten.

Doch nun darf ich Sie zu den folgenden Seiten willkommen heissen, und ich hoffe, dass Sie bei frühlingshafter Laune zu neuen Einrichtungsideen inspiriert sein werden. Gesundheit und schönes Blättern wünschen Ihnen Andreas Schwarz und Team

Grün hat bei Neumarkt 17 Tradition: Grüne Eröffnung für Schwarzen Raum (1972) und Gartenmöbelschau mit Palmendeko (1976), illustriert von Gründerin Liz Schwarz Enoki, Beistelltisch, Philipp Mainzer; Bovist, Hocker, Hella Jongerius; Sticks, Beistelltisch, Jamie Hayon.

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GROSSZÜGIG KOMBINIEREN Ausladende Sofas laden zum Platznehmen ein, Bezüge aus Samt schmeicheln der Hand und mattes Gold dem Auge: Die Neuheiten vieler Hersteller strahlen der-

zeit Grosszügigkeit und Selbstbewusstsein aus. Man wirft sich mit der gebotenen Ironie in Pose, man gesellt Kontrastierendes zueinander, man geniesst das Leben.

051 Capitol Complex Office Chair, Stuhl mit Armlehnen und 057 Civil Bench, Sitzbank, beide Hommage à Pierre Jeanneret.


NEWS

KN06, Stuhl, Pierro Lissoni; Tulip, Tisch, Eero Saarinen. 816 PA’1947, Sekretär/Konsole, Ico Parisi; 646 Leggera, Stuhl, Gio Ponti. Gatsby, Sessel, Antonio Citterio; Pico, Beistelltisch, Design Center Flexform. Era Scrittoio, Sekretär; Nina, Hocker, beide David Lopez Quincoces.

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571 Backwing Armchair, Sessel, Patricia Urqiuola. Paradise Bird Lounge Chair und Hocker, Luca Nichetto. Enoki Metall, Beistelltisch, Philipp Mainzer. Plissée, Bodenleuchte, Sebastian Herkner. 272 Mex-Hi, Sofa und Beistelltisch, Piero Lissoni.


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556 Sengu, Sofa, 557 Sengu, Beistetlltische, beide Patricia Urquiola; 058 Kangaroo, Sessel.


NEWS

Asolo, Sofa, Antonio Citterio; Pico, Beistelltisch, Design Center Flexform. Matic, Sofa, Pierro Lissoni; Tulip, Beistelltisch, Eero Saarinen. Sumo, Sofa, Pierro Lissoni; Sailor, Regal, David Lopez Quincoces.

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UMWELTBEWUSST ENTWERFEN Beim Möbelhersteller Vitra wird immer konsequenter auf Nachhaltigkeit geachtet. Spannend, wie dank Upcycling Möbel aus grauem Kunststoff salonfähig werden – besonders, wenn der Salon unter freiem Himmel liegt. Auch beim Leder geht es bei Vitra vorwärts, und zwar in Richtung

vegetabile Gerbung. Der Zug zu Produkten, die unsere Lebensgrundlagen weniger stark in Anspruch nehmen, geht über Vitra hinaus – auch andere Hersteller setzen heute auf rezyklierte Rohstoffe, schonende Gerbung und umweltbewusst gefärbte Textilien. So wird Nachhaltigkeit attraktiv.


NEWS

Wegbereitende Möbelhersteller erforschen seit Jahren die Möglichkeiten, rezyklierte Materialien in ihre Prozesse einzubauen. Mit dem Schaukelstuhl Tip Ton RE, basierend auf dem 2011 lancierten Erfolgsmodell vom Designbüro Barber & Osgerby, hat Vitra einen Renner am Start. Das Genre des Schaukelstuhls, zwischen Humor, Altväterlichkeit und ergonomischem Komfort schwankend, ist derzeit gefragt – die Monate im Homeoffice haben wohl landauf, landab das Bedürfnis nach mehr Beweglichkeit am Schreibtisch geweckt. Besonders geeignet ist das Modell natürlich auch für den Einsatz im Freien. Das für den Tip Ton RE verwendete Material stammt aus deutschen GemeindeAbfallentsorgungen und wurde zuvor zu Granulat aufbereitet. Das Modell ist in jeder Farbe erhältlich, solange es grau ist – wie das Granulat, das bei diesem Prozess anfällt und nicht mehr eingefärbt wird. Der Kunststoff wird beim Spritzgiessen mit mit einem absoluten Minimum an Glas-

Tip Ton RE, Stuhl, Edward Barber & Jay Osgerby. Bell, Stuhl, Konstantin Grcic. Lounge Chair & Ottoman, Charles & Ray Eames.

fasern verstärkt, um dem Möbel Dauerhaftigkeit zu verleihen. Der Trend zum Recycling hat also eindeutig Fahrt aufgenommen. Magis und Kartell, beides Pioniere des stilbewussten Kunststoffmöbels, sind mit ihrem Erbgut entsprechend schon länger mit dabei, neu rückt B&B Italia das Thema mit dem neu aufgelegten Sofa Camaleonda (Entwurf Mario Bellini) in den Vordergrund. Weitere Hersteller aus Norditalien sind mit wiederverwertetem Plastik für die Sitzschalen von Esszimmerstühlen am Start. Wer Leder liebt, hat wohl schon öfters den schönen Griff von vegetabil gegerbtem Leder genossen. Nun gibt es den Eames Lounge Chair mit Bezug aus diesem handschmeichelnden Material unter dem Codenamen Premium F. Für den Gerbvorgang werden Olivenbaumblätter verwendet. Sie fallen bei der Olivenernte an und werden zu einem gerbstoffhaltigen Sud verarbeitet – gelebte Nachhaltigkeit, die dem Besitzer oder der Besitzerin ein gutes Gefühl gibt.

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NACHHALTIG WIE DER WALD: MONTANA In Skandinavien wird seit jeher auf eine vernünftige Bewirtschaftung des grossen Waldreichtums geachtet. Im Bereich Möbel hat diesbezüglich der dänische Markenhersteller Montana wegweisende Arbeit geleistet. 1982 gegründet von Peter J. Lassen und heute von Sohn Joakim geführt, wurde das Unternehmen letztes Jahr mit dem Ecolabel der EU für eine besonders nachhaltige und umweltbewusste Produktionskette ausgezeichnet.

Bereits 1992 wurden bei Montana Standards hinsichtlich Produktion und Entwicklung festgeschrieben. Vor vierzehn Jahren wurden wasserlösliche Lacke eingeführt, die keinerlei Lösungsmittel freigeben, wenn die Möbel neu in die Räume ihrer Besitzenden zu stehen kommen. Montana wurde nun als einer der ersten Möbelproduzenten Europas über weite Sortimentsteile hinweg mit dem Ecolabel der EU zertifiziert.


NEWS

Montana-Möbel sind Design für Menschen, die Wagemut mit Ordnungssinn verbinden. Mit den vielen angebotenen Farben kann man Akzente setzen oder unmittelbar seine Persönlichkeit ausdrücken, während Reduktion mal mehr, mal weniger im Trend ist, aber immer aufgeräumt wirkt. Die Vision von Montana-Gründer Peter J. Lassen war ein modulares Kastenmöbel aus einheimischem Holz. Der einstige Entwicklungschef und Geschäftsführer von Fritz Hansen (bekannt für Klassiker von Arne Jacobsen oder Verner Panton) machte daraus jedoch viel mehr. Die Box aus Fichtenbrettern mit abgerundeter Kante entwickelte sich zur Bibliothek, zum Schreibtisch, sogar zum Bett. Kundinnen und Kunden können dabei im Rahmen der Rastervorgaben und eines Fächers von 42 Farben mitreden.

571 Backwing Armchair, Sessel, Patricia Urqiuola. Sideboard auf Beinen mit Abdeckplatte, Peter J. Lassen. Diverse Module und Schreibtisch Monterey, alle Montana.

Seit 2015 hat der Sohn des Gründers Joakim als CEO ein Auge darauf, dass die Firma ihr Renommee in diesem Bereich behält. «Indem wir unsere Möbel wandelbar machen, stellen wir sicher, dass sie über Jahre Bestandteil einer Einrichtung sind», erläutert Joakim Lassen einen Aspekt von Montanas Nachhaltigkeit. Neu gewährleistet zusätzlich die Auszeichnung mit dem EU-Ecolabel, dass strenge Anforderungen bezüglich Umweltschutz und Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus eingehalten werden. Zertifiziert wurde das MontanaSystem wie das Montana Free-Sortiment. Damit hat das Unternehmen eine Pionierleistung erbracht, von der sich andere Hersteller einiges abschauen werden – mit Gewinn für die Umwelt und alle, die nicht nur auf gute Form achten.

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DESIGNERPORTRÄT MARIO BELLINI

Als Mailänder und in seiner Heimatstadt ausgebildeter Architekt – Studium u. a. bei Gio Ponti – setzte Mario Bellini den Schwerpunkt seines Schaffens früh im Design, weil dort schlicht mehr Aufträge zu finden waren als im Bauwesen. Erst später in seiner Karriere machte Bellini sich einen Namen mit grossen Projekten in städtebaulichen Dimensionen.

Diese Erfahrungen inspirierten wiederum seine weiteren Entwürfe von Dingen des täglichen Gebrauches. Der nach wie vor kreativ tätige Designer zählte schon früh zu den Grossen des «Made in Italy» und half im Rahmen seiner Tätigkeit als Chefredaktor des Branchenblattes Domus mit, die reiche Bedeutungsfracht dieses Begriffes weltweit bekannt zu machen.


DESIGNERPORTRAIT

Mit dem Stuhl Cab für den Produzenten Cassina gelang Bellini nicht zum einzigen Mal, was man im heutigen Sprachgebrauch unter einer Design-Ikone versteht: Eine starke Idee und das darauf basierende Produkt repräsentiert die Stimmung einer bestimmten Epoche, behält jedoch dank originellen Problemlösungen und gelungenen Proportionen seine Gültigkeit ohne zeitliche Beschränkung. Das Lederkleid von Cab, straff über ein Skelett aus Stahlrohren gespannt, ist eine Verbeugung vor dem klassischen Design «Made in Italy», das seit jeher – auch in der Mode – handwerkliches Können mit dem Bewusstsein für Zeitströmungen verschmilzt. Cab wird bis heute produziert und von ihm abgeleitet gibt es eine umfangreiche Familie von Entwürfen für jede Anforderung. Ein weiterer, leicht wiedererkennbarer Renner von Bellini war das modulare Sofakonzept Camaleonda, bei B&B vor genau fünfzig Jahren als Inbegriff des von jeglichen Zwängen befreiten Seventies-Wohngefühls lanciert. Es gab den Käuferinnen und Käufern die bis dahin unbekannte Freiheit, Sofas selbst zu «bauen»

Camaleonda, Sofa, Mario Bellini. 412 Cab, Stuhl, Mario Bellini, kombiniert zu 525 Table en Forme Libre, Charlotte Perriand.

und wirkte dank seiner humorvoll-prallen Rundungen und einer relativ lockeren Bespannung unglaublich relaxt. Im Rahmen einer grossangelegten Neulancierung auf das Jahr 2020 wurde Camaleonda bei unveränderten Formen auf Nachhaltigkeit getrimmt, wie Bellini anlässlich des Relaunch sagte: «Die Form ist heute so gut wie damals.» Aber die Materialien habe man verändern wollen. Für die Polsterung kommen nun geschichtete Lagen aus rezykliertem Kunststoff zum Einsatz, die sich am Ende des Lebenszyklus wieder trennen lassen. Zwischen den Lagen werden federnde Hohlräume eingebaut. Die Polster werden teils sogar mit wiederverwendetem PET aus Getränkeflaschen überspannt. Bellini: «Wir haben ein Möbelstück in ein wirklich nachhaltiges Produkt verwandelt.» Der Name des Sofas kombiniert übrigens Camaleone (italienisch Chamäleon) und Onda (italienisch Welle), und es ist faszinierend, wie dieses anpassungsfähige Design die Wellen der Trends von fünfzig Jahren gemeistert hat. Es fügt sich heute nahtlos in fast jedes Umfeld ein und wirkt gleichermassen zeitgeistig wie zeitlos.

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ZÜRICH 6 – SAMMLERSTÜCKE Joanna und David Belart-Domagalski leben mit ihrem dreizehnjährigen Sohn im Zürcher Kreis 6. Das Ehepaar lernte sich während des Architekturstudiums an der ETH kennen und die beiden nutzten schon

Sofa Lifesteel von Antonio Citterio für Flexform; Elliptical Table von Charles & Ray Eames für Vitra.

bald erste Gelegenheiten zur Anschaffung einzelner Designklassiker. Heute strahlt das Zuhause an der Hadlaubstrasse zurückhaltende Verfeinerung und grossen Reichtum an Geschichten aus.


WOHNBERATUNG

«Ich stelle auf, was mir gefällt», lacht Joanna Belart im Gespräch, «weil ich gerne von schönen Dingen umgeben bin!» Wichtig sei ihr, dass die einzelnen Stücke zusammenpassen. «Da ist es wie in der Mode: Zum Minirock wird man keinen V-Ausschnitt kombinieren, sondern einen Rollkragenpulli. Entsprechend stelle ich keinen Ledersessel neben ein Ledersofa.» Man könnte demnach wohl sagen, dass Joanna Belart die Harmonie im Kontrast

571 Backwing Armchair, Sessel, Patricia Urqiuola. Lounge Chair von Charles & Ray Eames für Vitra, im Hintergrund Bücherregal von Dieter Rams. Occasional Table LTR, Charles & Ray Eames für Vitra. Tabouret Meribel von Charlotte Periand für Cassina. Blick ins Schlafzimmer mit Faltvorhang-Schrank von Kurt Thut für Thut Möbel mit Bett Moov von Piero Lissoni für Cassina. Im Hintergrund Sessel Allesgasse, Wittmann.

sucht – oder umgekehrt? Ihre Einrichtung bildet auch die Weiterentwicklung der Entwurfskultur ab. Die Leidenschaft für das Schöne sorgte nämlich dafür, dass das Paar sich schon zur Hochzeit von den Gästen einen Beitrag zu neuen Möbeln wünschte. Die seither entstandene Sammlung von ikonischen Klassikern des Möbelund Leuchtendesigns wird immer wieder mal um ein neues Stück aus dem Angebot von Neumarkt 17 ergänzt.

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Tulip Ovaltisch und Stuhl von Eero Saarinen für Knoll International.


WOHNBERATUNG

Im Erker Solvay Tisch von Jean Prouvé für Vitra mit Conference Stühlen von Eero Saarinen für Knoll International. Traccia Beistelltisch in Gold links von Meret Oppenheim für Cassina; Sessel LCW und Eames Stool, beide von Charles & Ray Eames für Vitra.

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ZWEI HÄUSER AM RENNWEG

Am Rennweg in der linksufrigen Zürcher Altstadt wurden zwei denkmalgeschützte Häuser mit Ursprüngen im Mittelalter sanft auf den heutigen Stand des Wohnkomforts gebracht. Vom Projektentwickler Property One wurde das Büro Grego mit der Sanierung und der Planung der

Innenarchitektur beauftragt, dabei entstanden vier vollkommen unterschiedliche Wohnungen. Die trotz der antiken Bausubstanz geräumigen Wohnungen zählen heute zum Longstay-Angebot des ebenfalls am Rennweg gelegenen Hotels Widder.


WOHNBERATUNG

Leuchten und Möbel aus verschiedenen Kollektionen wie Gubi, Le Klint, Cassina, horgenglarus und Flexform.

Wie Architektin Jasmin Grego berichtet, musste bei dem Auftrag gleichermassen auf die geschützte Bausubstanz wie auf die Bedürfnisse heutiger Mieterinnen und Mieter eingegangen werden. «Das Gefühl von Heutigkeit brachten wir mit einem prononciert modernen und ausdrucksstarken Farbkonzept in die Räume», sagt die renommierte Architektin und Inneneinrichterin. «Gediegene Zeitlosigkeit in braunbeige war hier keine Option.» In der Einrichtung wurde das Konzept noch einmal verdeutlicht; der Textilanteil der zeitgenössischen Möbel tritt in kräftigen Farben auf und ansonsten kommt Holz in einer sehr aktuellen Formensprache zum Einsatz, na-

mentlich die Sessel vom Zürcher Designer This Weber für Verywood. «Die engen Verhältnisse im Treppenhaus und die kleinen Fenster beschränkten uns in der Auswahl der Einrichtung», sagt Jasmin Grego. Es sei nicht ohne gewesen, die grosszügigen Grundrisse mit Möbeln auszustatten, die durchs Treppenhaus passten und trotzdem Eindruck machen. Das grosse Sofa von de Padova musste schliesslich aus Einzelteilen montiert werden. Ausgenommen die auf Mass geschreinerten Tische und Betten vom Schweizer Hersteller Elite bezog Jasmin Grego das gesamte Mobiliar über Neumarkt 17; dies gilt auch für die Beleuchtung von den Herstellern Le Klint, Gubi und Santa & Cole.

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CAROUGE – DESIGN OHNE GRENZEN

Der Auftrag für die Einrichtung einer grosszügigen Attikawohnung im Genfer Vorort Carouge kam während der hektischen Lockdown-Wochen im Frühling 2020. Ein Ärztepaar wünschte sich für seine eben neu übernommene Wohnung ein aussagekräf-

tiges Farbkonzept und Mobiliar, das Geborgenheit vermittelt, selbst wenn man arbeitsbedingt nur selten zuhause sein kann. Das Vorhaben kam über freundschaftliche Beziehungen in die Hände von Grinda Gunjic, Wohnberaterin bei Neumarkt 17.


WOHNBERATUNG

Grosses Bücherregal von Montana; Sessel und Pouf von Harry Bertoia für Knoll International; Stehleuchte AJ von Arne Jacobsen für Louis Poulsen; Salontisch Coffee Table von Isamo Nogushi für Vitra; Teppich Goose Eye Icon von Gunilla Lagerheim Ullberg für Kasthall. Spiegel Les Grands TransParents von Man Ray für Cassina. Regale Libri von Swedese mit Bettsofa Fox von Meridiani. Wandfarbe Sulking Room Pink von Farrow & Ball. Kommoden von Montana. Aussenbereich mit Maia Sesseln und Beistelltisch Mesh, beide von Patricia Urquiola für Kettal.

Es ging darum, eine vorher eher blass und diskret eingerichtete Wohnung neu einzurichten und den Farben eine wichtige Rolle zu geben. «Das Ehepaar liebt kräftige, ausdrucksstarke Farben, weshalb ich als erstes vorschlug, die grosse Wand in Inchyra Blue von Farrow & Ball zu streichen. Von dieser Wand aus hat sich das Farbkonzept für die gesamte Wohnung fast von selbst entwickelt», berichtet Grinda Gunjic. So hat sie mit einem ebenfalls kräftig farbigen Montana-Regal Platz für die Bibliothek geschaffen und gleichzeitig Wohn- und Arbeitsraum trennen können. Das Regal ist von beiden Seiten zugänglich. Der in der Nähe platzierte Sessel von Harry Bertoia für Knoll International setzt einen

fröhlichen Akzent und lädt auf unwiderstehliche Weise zum Lesen ein. Zahlreiche weitere Möbel stammen ebenfalls aus dem modularen System des dänischen Herstellers Montana und zeigen dessen vielfältigen Variationsmöglichkeiten auf. «Beim Konzipieren von Einrichtungen versuche ich, das Lebensgefühl der Auftraggeber von der beruflichen Tätigkeit bis zum Modegeschmack zu verstehen», sagt Grinda Gunjic. «Davon leite ich Farben, Materialien und Designstil ab.» Der Erfolg gibt ihr recht – seit diesem Auftrag kamen in Genf schon zwei weitere Kunden hinzu, die an der Farb- und Formensprache von Neumarkt 17 Gefallen gefunden haben.

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HAUS SCHWARZ AM ZÜRICHSEE Andreas Schwarz von Neumarkt 17 liegt nicht nur das Wohnen, sondern auch die Kunst am Herzen. Und besonders interessiert ihn die Kombination von beidem zu einem Wohngefühl, das wohlige Aufgeho-

benheit vermittelt und bei aller Lässigkeit niemals nachlässig wirkt. Entsprechend angenehm lebt es sich im unweit von Zürich gelegenen Heim von Andreas Schwarz und seiner Familie.


WOHNBERATUNG

Der ausgebildete Hotelier und passionierte Gastgeber Andreas Schwarz hat mittlerweile über 20 Jahre Erfahrung als Einrichter und verfügt im Kopf über einen beträchtlichen Fundus von Entwürfen, die den Test der Jahre bestanden haben und auf die eine oder andere Art zusammenpassen könnten. In seiner Funktion als Geschäftsinhaber von Neumarkt 17 behält er die Weiterentwicklung von Formensprache und Design im Auge. Diesen Fundus an Wissen wendet er natürlich auch im eigenen Zuhause an. Immer wieder mal tauscht Andreas Schwarz einzelne Möbel oder ganze Gruppen aus. «Beim Einrichten kombiniere ich gern zu-

Groundpiece Sofa von Antonio Citterio mit Pouf Bangkok von Flexform; Platner Salontisch, Knoll International; Sessel Febo von B&B Italia mit Teppich Bold Mélange von Hella Jongerius für Kvadrat. Bell Side Table von Sebastian Herkner für ClassiCon; Kerzenständer von Jamie Hayohn für Fritz Hansen. Tischleuchte Muffin von Brokis. Sessel Diz von Sergio Rodrigues und Bell Side Table von Sebastian Herkner, beide für ClassiCon, Paradise Bird Pouf von Luca Nichetto für Wittmann.

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einander passende Gruppen von Objekten und teile den Raum in Zonen auf», schildert er seine Vorgehensweise beim Einrichten. «Anspruchsvoll finde ich es vor allem, die Stücke über alle Zonen hinweg ebenfalls passend zu vereinen.» Diese Methode wendet Andreas Schwarz auch an, wenn er die Kundinnen und Kunden des Hauses berät. «Es ist ein tolles Erlebnis, wenn ich den Geschmack eines Kunden richtig getroffen habe und wir uns nach wenigen Vorschlägen auf ein Einrichtungskonzept einigen!» Neben der Leidenschaft fürs Design ist Andreas Schwarz ein begeisterter Sammler von zeitgenössischer Kunst. Der neueste >>


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Tisch London von Philipp Mainzer für e15 mit Flow Slim Stühlen von Jean Marie Massaud für mdf italia.


WOHNBERATUNG

Mito Hängeleuchte von Occhio. Bücherregal Arie von Arik Levy mit Habibi Beistelltisch von Philipp Mainzer, aus der Kollektion von e15. LC5 Sofa von Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Charlotte Perriand und Pouf Dress-up von Rodolfo Dordoni – alle für Cassina; Tulip Beistelltisch von Eero Saarinen für Knoll; Stehleuchte Yuh Stehleuchte von GamFrateis für Louis Poulsen.

>> Ankauf ist ein Werk vom Neuenburger Künstler Pierre Cattoni, das «viel Dynamik und Bewegung vermittelt, kontrastierend mit dem benachbart platzierten Bild eines Strassennetzes von oben.» Der Neumarkt-17-Chef hält fest, dass er die Kunst natürlich aufgrund ihrer Ausstrahlung und ihrer Aussage ein-

kauft und nicht als Teil der Einrichtung. «Das wäre geschmäcklerisch, also übertrieben und nicht dem Wesen der Kunst entsprechend.» Er habe sich allerdings dennoch schon dabei ertappt, einzelne Werke in Betracht zu ziehen, weil sie das Mobiliar schön kontrastieren oder ergänzen. >>

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NEUMARKT 17 DOMANI Blick ins Arbeitszimmer mit Suita Daybed von Antonio Citterio und Lounge Chair von Charles & Ray Eames, beide für Vitra; Beistelltisch Elbe II von Eva Marguerre, Marcel Besau, Daniel Schöning für e15; Teppich Bold von Hella Jongerius für Kvadrat, im Hintergrund Stehleuchte Captain Flint von Michael Anastassiades für Flos. 833 Cavaletto Sekretär von Franco Albini mit Stuhl 528 Indochine von Charlotte Perriand, beide für Cassina. Blick in den Eingangsbereich mit Odin Sofa von Konstantin Grcic und Cypris Spiegel von Nina Mair, beide für ClassiCon. Aussenansicht Hauseingang. Einblick Eingangsbereich mit Vision Sideboard von Pastoe und Bank von Florence Knoll für Knoll International, im Hintergrund Stuhl Houdini von Stefan Diez für e15. Paradise Bird Sessel von Luca Nichetto und DD Table von Jamie Hayon, beide für Wittmann; 523 Tabouret Meribel von Charlotte Perriand für Cassina; Stehleuchte Plissée von Sebastian Herkner für Classicon; Teppich Byzance von CS Rugs. Quintus auf Teppich Mangas von Patricia Urquiola für Gan Rugs.


WOHNBERATUNG

>> «Aber das wird nie meine bevorzugte Vorgehensweise.» Die Einrichtung sollte aus einem Guss wirken, weshalb Schwarz Grautöne bevorzuge, die «eine gewisse Grosszügigkeit und Dezenz ausstrahlen.» Die Kunst kann dann daneben tun, was sie unbedingt können sollte: auch einmal aus dem Rahmen fallen und spannungsvolles Prickeln in die Räumlichkeiten bringen.

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«Beim Einrichten kombiniere ich gern zueinander passende Gruppen von Objekten und teile den Raum dadurch in Zonen auf.» Andreas Schwarz


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DIE FÜCHSIN: CONNIE HÜSSER

Zum Gesprächstermin im Salon-Schaufenster am Neumarkt erscheint die preisgekrönte Stylistin Connie Hüsser mit einer riesigen Ikea-Tasche, vollgestopft mit «Objects with Love» aus ihrer Sammlung.

Connie Hüsser im Gespräch mit Andreas Schwarz. MD Regal, Sessel und Sofa Vuelta von Jamie Hayon für Wittmann; Beistelltisch Bent von Sebastian Herkner für Pulpo Products; Teppich Flora von nanimarquina.

Jedes einzelne der Objekte erzählt eine Geschichte – und Connie Hüsser erzählt sie mit grosser Leidenschaft weiter, schon während sie die von Virgil Abloh designte, streng limitierte Tasche ausräumt.


INTERVIEW RUBRIKENTITEL

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Connie Hüsser, erste preisgekrönte Schweizer Stylistin, Journalistin und Expertin für Design an der Front des Geschehens ist unterm Jahr hauptsächlich für Vitra und verschiedene Medien tätig. In der übrigen Zeit frönt sie ihrer Leidenschaft: dem Sammeln von Designobjekten. Nachdem sie ihre mitgebrachten Trouvaillen spontan ins Wittmann-Regal von Jaime Hayon rangiert (und eine Dose Coca-Cola dazugestellt) hat, nehmen wir einen der Gesprächsfäden auf, die sich schon in den ersten Minuten des Treffens angeboten haben. ANDREAS SCHWARZ: Was hat es mit dem Smiley-Putzschwamm auf sich, den du als erstes ausgepackt hast? CONNIE HÜSSER: Den Schwamm kann man als mein erstes reguläres Produkt überhaupt bezeichnen! Er wird vom dänischen Label Hay produziert. Ursprünglich habe ich einige davon vor zwei Jahren als Weihnachtsgeschenk für meine Freunde gehäkelt. Als ich den Schwamm an meiner ersten Ausstellung «Objects with Love» unter die Ausstellungsstücke mischte und sah, wie alle darauf reagierten, wollte ich erst eine Kleinstauflage in Schweizer Altersheimen häkeln lassen. Das klappte aber nicht, weil der Faden zu fein war. Da produzierte ich im Lauf eines Jahres 400 Stück davon selbst. Schliesslich wurde Hay auf

das Objekt aufmerksam. Ich war mit einer grossen Auflage einverstanden unter der Bedingung, dass die Produktion in Europa zu liegen käme. Er wird jetzt in der Türkei hergestellt und ist seit Januar in allen HayShops und online erhältlich. Bekannt geworden ist deine Arbeit vor rund 16 Jahren, als du für Vitra zusammen mit dem Schwyzer Designer Cornel Windlin den Katalog für die Vitra Home-Collection realisiertest. Unterteilt war er in «select & arrange». Eine Vision sondergleichen, richtig? Schon. Vor dem Vitra-Katalog wurden Möbel eigentlich fast nur in durchgestylten, oft kühl und zwanghaft auf Luxus «gebüschelten» Umfeldern gezeigt. Das Styling unserer Bilder zelebrierte das lebendige Chaos belebter Haushalte, ehrlich, schonungslos, normal. Es ist meine Spezialität, Zufälliges, vermeintlich Unscheinbares zu sehen und es kuratiert zu inszenieren. Für den Katalog haben wir formuliert, dass Einrichten eben nicht nur den Kauf von Möbeln bedeutet. Sondern das Erzeugen von Atmosphäre! Die unverwechselbare Bildsprache des Katalogs von Vitra Home hat die Kommunikation der Möbelbranche weithin verändert. Bei uns um die Ecke steht der Kunsthaus-Erweiterungsbau von David Chipperfield und davor das Werk «Tastende Lichter» von Pipilotti Rist. Ein Mast wie ein Relikt von der Chilbi vor der noblen Gitterfassade des Kunsthauses – auch ein Fall von «select & arrange»? Chipperfield und Rist – ist ein sehr grosser Kontrast! Aber die Parallele zu «select & arrange» trifft zu. Es ist spannend, wenn Objekte und Architektur in Beziehung zueinander treten. Genau dieser Dialog ist auch für mich wichtig. Die Strahlkraft eines Produkts beeinflusst das Gegenüber und das Auswählen ist dementsprechend ein sensibler, intuitiver Prozess. Er kann spontan passieren oder auf einem arbeitsintensiven Weg. Der Bruch, der die Spannung erzeugt, ist kaum fassbar. Ich brauche eine Geschichte, erzeuge damit verschiedene Ebenen. Genau wie beim Kunsthaus, das


INTERVIEW

öde und spröde wirken würde ohne das Chilbi-Tentakel von Pipilotti Rist. Du hast 2019 den Grand Prix Design von der Eidgenossenschaft erhalten – wie hat sich das ausgewirkt? Es ist nicht so, dass ich deswegen mit Aufträgen überrannt worden wäre. Aber es gab viel Resonanz in den Medien, sogar in meiner Heimatstadt Baar publizierte

das Lokalblatt Baarer Zeitung eine Geschichte über mich dank meinem ehemaligen Sekundarschullehrer Urs Perner. Und auch dass ich jetzt hier bei euch sitze, hat letztlich bestimmt damit zu tun. Ich werde seither doch vermehrt ernst genommen. Und viele meiner Designerfreunde fanden die Anerkennung verdient und freuten sich mit mir. >>

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MD Regal mit temporärem Arrangement der mitgebrachten «Objects with Love».

>> Was ist der Hintergrund deiner Sammeltätigkeit und deiner Sammlung «Objects with Love»? Ganz am Anfang stand meine Faszination für das Ersatzteillager in der Volvo-Garage meines Vaters, das hat mich geprägt. Weiter liebe ich schöne Sachen und ich bin den Leuten, die sie schaffen, sehr verbunden. « «Objects with Love» ist demnach zuallererst ein Ausdruck meiner Passion für Design. Als Interior-Stylistin und Journalistin sehe ich mich als Jägerin und Sammlerin – es ist meine grösste Freude, Produkte zu entdecken, bekannt zu machen, auch selbst zu kaufen. Im besten Fall kann ich sie im Rahmen eines Shootings oder einer Ausstellung inszenieren. Ein Objekt, das mir gefällt, strahlt Liebe und Charakter aus, birgt eine Erinnerung oder eine Sehnsucht. Es ist handgemacht und es steht ein Mensch mit seiner Geschichte dahinter, die ich gerne weitererzähle – wenn jemand die Zeit dafür hat. Schon Charles Eames wusste: «It’s all about the story!» Wann zeigtest du die Objekte erstmals? Digital ab 2014 auf der Bilderplattform Tumblr. Analog im belgischen Kortrijk 2019. Dort gibt es alle zwei Jahre die Biennale Interieur, wobei die diesjährige Ausgabe im

Oktober bereits abgesagt wurde. Ihr Direktor Dieter van den Storm fragte mich an, ob ich meine Sammlung zeigen möchte. Ich kuratierte, collagierte und arrangierte die Arbeiten von 45 Jungdesignern auf einem grossen Tisch, und zwar in einem Farbverlauf. Die Reaktionen waren überwältigend! Es gab Anfragen aus der ganzen Welt. Anschliessend machte ich eine Show in Basel im Rahmen der Design Miami, dann an der ECAL in Lausanne. Auch Los Angeles, Chicago, Kopenhagen und Berlin standen zur Diskussion, bevor die Pandemie ausbrach. Hast du alle diese Sachen bei dir zuhause? Nein, das wäre dann doch zu viel und meine Wohnung wäre zu klein. Ich brauche zwar eine Anzahl von schönen Dingen auf meinem Arbeitstisch. Sie inspirieren und motivieren mich. Aber der Rest ist in meinem kuratierten Schaudepot. Schön nach Farben und Themen organisiert und eingeräumt. Vielleicht werde ich irgendwann einen Showroom oder eine Galerie haben, ich bin da offen. Was ist das neueste Projekt im Rahmen dieser Sammlung? Besonders gut gefallen mir die fünf Masken aus Ton, die von der Künstlerin Roosje van Donselaar kreiert wurden. Ein gutes Beispiel für meine Art des Arbeitens. Ich hatte die Idee zu den Tiermasken und habe dann gemeinsam mit ihr die kleine Kollektion entwickelt, die nun exklusiv im VitraHaus zu kaufen sind und die sich natürlich direkt auf die vor vielen Jahren von Charles und Ray Eames kreierten Tiermasken für Kinder und Erwachsene beziehen. Man bekommt zu jedem der Objekte von Roosje van Donselaar eine schöne Packung, einen Nagel zum Aufhängen und ein Zertifikat: «You are a collector now». Am Ende des Tages bin ich zufrieden, wenn ich meine Vision von einer Sammlung schöner Dinge vervollständigen darf und die Designer etwas kreieren können.


INTERVIEW

Kann man die Objekte bei dir kaufen? Nun, ein sorgfältig kuratierter Shop wäre der logische nächste Schritt. Er würde Objekte von den Designern anbieten, mit denen ich seit Jahren zusammenarbeite, in kleiner Auflage. Aber das ist schnell gesagt – die Realität ist, dass ich die Ausstellungen selber organisiere und finanziere. Inklusive Katalog, Visitenkarte, neuen Produkten, Schreiner- und Malerarbeit sowie Materialkosten. Das nimmt viel Zeit und Geld in Anspruch und lässt wenig Luft für ein Projekt wie diesen Shop. Aber natürlich gebe ich das Vorhaben nicht auf! Bist du mit deiner Leidenschaft für zahllose charmante, kleine Objekte eine Art Gegenposition zur AufräumKultfigur Marie Kondo? Haha, gute Frage! Ja, das könnte man wohl sagen. Ich bin Sammlerin mit ganzem Herzen. Aber es ist durchaus möglich, das Chaos und die Vielzahl zu ordnen und zu strukturieren. Ordnung zu schaffen, beruhigt mich und ich mache es gerne. Das ist auch meine Herangehensweise, wenn ich eine Idee skizziere und visualisiere: Konzentriert gehe ich stundenlang durch alle meine Kisten, Magazine und Bücher sowie Zettelkasten. Es ist schön, wie die liebevolle Atmosphäre deiner Kollektion sich mit dem geradlinigen Wohnstil ergänzt, den wir bei Neumarkt 17 vertreten. Wo kann man «Objekt mit Liebe» demnächst erleben? Im VitraHaus in Weil am Rhein. Es wurde nach zehn Jahren Betrieb neu gedacht und gestaltet und ich bin Ko-Kreativdirektorin an der Seite von Till Weber. Es wird dort eine Anzahl «Objects with Love» aus meiner Sammlung zu entdecken geben und es wurden zusätzlich Shops-in-Shop eingerichtet, in denen wir einzelne Teile anbieten. Und wer weiss, vielleicht gibt es bald einmal eine Ausstellung der «Objects with Love» hier im Neumarkt 17!

« Es ist meine Spezialität, Zufälliges, vermeintlich Unscheinbares, zu sehen und es kuratiert zu inszenieren.» Connie Hüsser

Connie Hüsser, Jahrgang 1967, ist die gesuchteste Stylistin der Schweiz, wenn es um Inneneinrichtung geht – seien das nun öffentliche Räume oder Fotografien. Sie ist seit 20 Jahren für die Zeitschrift annabelle tätig, ihr wichtigster Kunde ist Vitra. Für das Traditionshaus gestaltet sie seit 10 Jahren den ikonischen Messestand am Salone del Mobile und wirkt als Ko-Kreativdirektorin im VitraHaus in Weil am Rhein. Connie Hüssers grösste Leidenschaft gilt dem Sammeln, Bekanntmachen und Produzieren von Arbeiten junger Designerinnen und Designer. In Anerkennung ihres Schaffens als Interiorstylistin, Ausstellungsmacherin sowie Designvermittlerin wurde Connie Hüsser 2019 von der Eidgenossenschaft mit dem Grand Prix Design ausgezeichnet. www.conniehuesser.ch | www.objectswithlove.ch

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SHOWCASE OUTDOOR Gute Architektur versteht es, das Aussen und das Innen miteinander zu verbinden. Zunehmend bildet sich die Wichtigkeit der Aussenräume auch in der Einrichtungskultur ab. Gartenmöbel sind nicht mehr nur wasserfest, sondern strahlen Wertigkeit aus, haben tolle Proportionen und sind viel komfortabler als früher. Auf den folgenden Seiten dürfen wir Ihnen eine Auswahl der neuesten Produkte unserer Markenpartner zeigen.

Die von Gartengestalter Piet Oudolf bis ins Detail durchkomponierte, dennoch wie eine Wildnis wirkende Fläche ist im Sommer 2021 erstmals in ihrer vollen Pracht zu erleben. Das Ensemble aus mehrjährigen Pflanzen, Stauden, Büschen und vor allem Gräsern soll vielfältige neue Blickwinkel auf die Architektur auf dem Vitra-Campus ermöglichen und sich über die Jahre laufend verändern.

Wie viel Bedeutung Gärten heute haben, mag man daran ablesen, dass Vitra auf dem Campus in Weil am Rhein einen neuen Garten hat pflanzen lassen. Der Auftrag ging an Piet Oudolf, der mit seinen Konzepten seit 30 Jahren begeisternde Aussenräume schafft, in denen Pflanzen wie in einer Gesellschaft zusammen leben und gemeinsam einen inspirierenden Raum bilden. Weltbekannt wurde Oudolf mit der Begrünung der High Line in New York.


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Er ist die Ergänzung zum klassischen Gartenstuhl von Atelier Alinea: der Loungesessel. Seine Sitzfläche ist etwas tiefer, die Rückenlehne leicht geöffnet, für eine entspannte Haltung. Produziert wird der Loungesessel wird in der Schweiz, aus feuerverzinktem

Stahl und Schweizer Esche. Geölt oder lackiert in einer von zehn Farben – zurückhaltend oder leuchtend, mit oder ohne Armlehne. Die Latten sind einzeln ersetzbar, auf dass dieses klassische Outdoor-Möbel auf lange Jahre hinaus Freude bereite.

Klassischer Loungesessel mit Armlehnen und klassischer Loungetisch. Klassischer Loungesessel ohne Armlehnen.


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Innen und aussen ineinander fliessen zu lassen, ist der Wohnarchitektur seit langem ein wichtiges Anliegen. Deshalb hat B&B Italia zu diesem Thema eine komplette und unverwechselbare Einrichtungskollektion kreiert. Dabei war es das erklärte

Ziel, die im Innenbereich bewährten Qualitäten auch für den Aussenbereich zu garantieren. Die Kollektion Ribes besticht durch Flexibilität, Personalisierbarkeit, Farbe und sorgfältig ausgewählte Materialien.

AYANA Collection, Naoto Fukasawa. Die Kollektion umfasst Sofas, Sessel, niedrige Tische, Stühle und Esstische. RIBES ist eine neue Kollektion aus kombinierbaren Sitzmöbeln, die von Antonio Citterio entworfen wurde.


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474 Dine Out Stuhl & 477 Dine Out Tisch, Rodolfo Dordoni.

Avantgarde, Authentizität, Exzellenz und die Kombination aus technologischem Knowhow und lokalem handwerklichem Geschick. Die Identität der Marke Cassina basiert auf soliden, geteilten Werten, um das Beste des italienischen und internationalen Designs

mit einer kohärenten, erkennbaren, gehobenen Sprache zum Ausdruck zu bringen. Durch eine ganz spezielle Verflechtung von Gesten und Worten hat Cassina es verstanden, eine Interaktion zwischen Kultur, Handwerk und Industrie in die Wege zu leiten.

LC 3 Outdoor Sofa, Le Corbusier, Pierre Jeanneret, Charlotte Perriand. 478 Sail Out Sofa und Side Table, Rodolfo Dordoni, höhere Beistelltische 535 Plateau à Table Interchangeable, Charlotte Perriand. 561 Trampoline Love-Bed und 554 Bowy Beistelltische, beide von Patricia Urquiola.


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1904 in Rüti ZH als Eisen- und Metall-Bettenfabrik Rueti gegründet, steht Embru für Schweizer Tradition und Qualität. In den 30er-Jahren begann die Zusammenarbeit mit Avantgarde-Architekten; von ihr zeugen zahlreiche Möbelklassiker von bekannten

Designern (Max Moser, Alfred Roth, Marcel Breuer). Die Entwürfe sind aus der Schweizer Designgeschichte nicht wegzudenken. Seit 2002 werden sie wieder in den eigenen Werkstätten produziert und regelmässig um zeitgenössische Entwürfe ergänzt.

1158 Altorfer Liegestuhl, Huldreich Altorfer. 1021 Haefeli Sessel und 1104 Haefeli Gartentisch, beide Max Ernst Haefeli. 1139 Altorfer Lounge Stuhl, Huldreich Altorfer.


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Molo ist die Darstellung eines modularen Sofas in seiner reinsten Form. Seine rechtwinklige Form, die auf einer netzartigen modularen Gestaltung basiert, erlaubt eine perfekte Raumoptimierung und die Anpassungsfähigkeit an jegliche Situation. Jedes Modul kann

demontiert und neu angeordnet werden, um eine neue Verwendung und neue, geschwungene Konfigurationen mit dem Modell Corner 60o zu ermöglichen. Was die Ästhetik betrifft, handelt es sich um ein rationales Design mit absichtlich überdimensionalen Elementen.

Die Molo Kollektion von Rodolfo Dordoni mit Roll table, Patricia Urquiola. Half Dome Lamp, Naoto Fukasawa, Geometrics Rugs, Doshi Levien, Dots & Objects, Kettal Studio.


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Bevor Hans Knoll 1938 in Pennsylvania die nach ihm benannte Firma gründete, hatte er in Europa die Protagonisten des Bauhauses getroffen und übertrug dessen humanistische Denkweise in eine eigene DesignVision. Knolls Frau Florence führte das Haus

in Zusammenarbeit mit europäischen Designern weiter und es entstanden Klassiker von Eero Saarinen, Harry Bertoia oder Richard Schultz. Dieses Erbe wird mit neuen Stücken (z. B. von Piero Lissoni) und Ableitungen erfolgreicher Produkte ergänzt.

Saarinen Tisch, Eero Saarinen, Kunststoff Stuhl Harry Bertoia. Diamond Sessel, Harry Bertoia, Petal Beistelltisch, Richard Schultz. 1966 Liege, Richard Schultz.


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Eine reduzierte Formensprache sprechen und doch unverwechselbare Ausstrahlung besitzen: Das ist mdf italia. Innige Verbindung von Design und Funktionalität ist bei den Möbeln des Hauses ebenso augenfällig wie die leichte Kombinierbarkeit mit ganz

unterschiedlichen Wohnstilen. Scheinbare Widersprüche in skulpturale Harmonie aufzulösen, ist die Stärke des Hauses, was sich an den diesjährigen Outdoor-Neuheiten von Ramón Esteve oder Jean Marie Massaud beispielhaft zeigt.

Rock Table und Neil Twist Chair, beide von Jean Marie Massaud. Neil Twist Armchair und Flow Low Table, Jean Marie Massaud. Arpa, Sofa und Sessel, Arpa Low Table, Ramón Esteve. Rock Table und Neil Twist Chair, beide von Jean Marie Massaud.


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Nachhaltigkeit ist bei Vitra kein Projekt oder Unternehmensziel. Sie steht für eine unternehmerische Haltung, die in jeder Tätigkeit des Hauses ihren Ausdruck findet. Der grösste Beitrag von Vitra zu einer ressourcenschonenden Wirtschaft ist jedoch die

Entwicklung von Produkten, die auf Überflüssiges verzichten und eine lange Lebensdauer haben. Dabei sind alle Entwürfe jederzeit in der Lage, durch glaubwürdige Verwurzelung in der Designgeschichte ästhetische Standards zu setzen.

Landi-Stuhl, Hans Coray. Eames Plastic Side Chair DSR, Wire Chair DKR, alle Charles & Ray Eames.


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Plate Table, All Plastic Chair und Moca, alle Jasper Morrison; Panton Chair, Verner Panton, Akari 24N, Tischleuchte, Isamo Noguchi. Flower Table, Alexander Girard; Panton Chair, Verner Panton. Metal Side Table, Ronan & Erwan Bouroullec.


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Natürliche Materialien, überwiegend mit den Händen bearbeitet: Das hat sich die im bayrischen Stephanskirchen ansässige Firma Weishäupl auf die Fahne geschrieben. Und ist damit seit über 50 Jahren erfolgreich. Inmitten einer imposanten Bergkulisse

fertigen talentierte Handwerker Schirme, die Generationen überdauern und Möbel, die Garten und Terrasse in Wohnräume verwandeln. Alle Produkte des Hauses sind von grosser Leidenschaft für den Werkstoff Holz und von Freude an der Tradition erfüllt.

Minu Sunlounger. Minu Liegenelement. Denia Sessel und Beistelltisch. Klassiker Sonnenschirme in Breeze-Ausführung.


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KREATIVES SPIEL Das Haus Neumarkt 17 ist bekannt für seine vielen Ebenen und Durchblicke. In unseren Räumen erleben Sie Ihre zukünftigen Möbel lebensnah inszeniert und aus jedem möglichen Blickwinkel, stets im

Zusammenspiel mit passend selektionierten Accessoires und Leuchten. Für noch mehr Durchblick sorgt unser Team mit persönlicher Beratung auf dem neuesten Stand der Kunst des Einrichtens.

LC7, Stuhl, Charlotte Perriand; Spiegel Les Grands Trans-Parents, Man Ray für Cassina. Sessel Febo und Sofa Atoll von Antonio Citterio für MaxAlto/B&B Italia.

Patera Hängeleuchte, Oivind Slaatto; AJ Tischleuchte, Arne Jacobsen, beide für Louis Poulsen. Beistelltisch Explorer von Jamie Hayon für bd Barcelona Design; Sofa NeoWall von Piero Lissoni für Living Divani.

Apollo Sofa von Antonio Citterio für MaxAlto; Gräshoppa Stehleuchte von Greta M. Grossmann für Gubi. Im Hintergrund Schubladenstapel von Trix & Ueli Berger für Röthlisberger Kollektion mit Grand Repos Sessel & Ottoman von Antonio Citterio für Vitra.

Einblick in den neumarkt 17 salon mit Fokus Wittmann und Pulpo Products.

Sofa Matic von Piero Lissoni für Knoll International mit Platner Stuhl und Sessel. Teppich Narrow Stripes Icon von Kasthall. Superloon Stehleuchte im Hintergrund von Jasper Morrison für Flos. FNP Regal von Axel Kufus für Nils Holger Moormann.


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CH24 Wishbone Chair und Saarinen Ovaltisch, mit Ginger Stehleuchte von Marset und Regal Read von Montana - in der neumarkt 17 Loft.

Frank, Hocker von Antonio Citterio für B&B Italia.

Camaleonda Sofa von Mario Bellini für B&B Italia; Housebird, Stool und Lounge Chair alle von Charles & Ray Eames für Vitra.

Accessoires von Pulpo Products, Menu, bd Barcelona und &tradition.

Sofa Kombinatio In Situ von Muuto mit Twiggy Bogenleuchte von Foscarini.

Regalkombination von Montana in der neumarkt 17 Loft.


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Vuelta Sofa von Jamie Hayon und Sessel Alleegasse von Wittmann; Tisch Harri von more, Eames Fiberglass Chairs von Charles & Ray Eames für Vitra. Teppich rund von CS Rugs; Beistelltisch Mervin von Sebastian Herkner für Wittmann. Tabouret Méribel von Charlotte Perriand für Cassina.

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Wir freuen uns auf Sie.

Neumarkt 17 AG Inneneinrichtungen Neumarkt 17, 8001 Zürich T 044 254 38 38 info@neumarkt17.ch

Andreas Schwarz Geschäftsführer

Sibylle Graber Wohnberatung/Planung

Grinda Gunjic Wohnberatung/Planung

Nicole Seiler, Marketing, Wohnberatung/Planung

Barbara Stoisser Wohnberatung/Planung

Jörg Tödtli Wohnberatung/Planung

Sabyn Wyss Wohnberatung/Planung

Jeannette Frey Farbberatung/HR/Finanzen

Sonja Reichen Administration/Farbberatung

Julia Winter Administration

Dennis Wolter Auslieferung/Logistik

Ferenc Hamza Auslieferung/Logistik

Montag geschlossen Dienstag bis Freitag, 9.00 – 18.30 Samstag, 10.00 – 17.00

suite

Die Neumarkt 17 Suite ist unsere neu eingerichtete Altstadtwohnung und liegt direkt über dem Möbelgeschäft. Besichtigung oder Übernachtung auf Anfrage.

loft

Hier sind nordisches Design, englische Farben und unalltägliche Accessoires zuhause. Gleich um die Ecke vom Neumarkt 17. Neumarkt 17 Loft, Predigergasse 14, 8001 Zürich Montag geschlossen Dienstag bis Freitag, 14.00 – 18.30 Samstag, 10.00 – 17.00

salon

Unser Schaufenster für Ausstellungen zum aktuellen Möbeldesign, vis-à-vis vom Hauptgeschäft. Besuch auf Anfrage im Neumarkt 17 oder unter www.neumarkt17.ch in der Rubrik «Einblicke/Salon».

garage Jeden Samstag günstig: trendige Möbel und Einzelstücke zum Mitnehmen. Bitte in bar, mit EC-Karte oder Postcard bezahlen. Anfahrt mit Tram oder Bus: Linie 11 bis Haltestelle Balgrist, dann zu Fuss Richtung Burghölzli. Linie 77 ab Hegibachplatz bis Haltestelle Flühgasse. Neumarkt 17 Garage, Bleulerstrasse 1, 8008 Zürich, T 044 254 38 35 Samstag, 10 – 16 Uhr

neumarkt17.ch

Christoph Stadelmann Auslieferung/Logistik

Das Team von Neumarkt 17 gibt alles für die Umsetzung Ihrer Ideen. Wir beraten Sie kompetent, kreativ und mit persönlichem Engagement, zeigen Ihnen Varianten und Alternativen auf, unterstützen Sie bei der Planung und organisieren Lieferung und Montage.

© Neumarkt 17 AG Inneneinrichtungen, März 2021 Graphic Design: HERRMANN Brand-Ideas. Redaktion/Aufzeichnung Interview: Hans Georg Hildebrandt Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Hersteller. Fotos Seiten 16–19, 24 – 35 und Titelseite: Franz Rindlisbacher; Seite 29 (Aussenaufnahme), 20 und 21: Bruno Helbling (Innenarchitektur: GREGO Jasmin Grego & Stephanie Kühnle Architektur GmbH; Projektleitung: Property One, Zürich). Seite 42–43: DEPASQUALE+MAFFINI


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POETRY Poetry perfected. An expression of passionate weaving. Poetry is a rug with dark earthy tones shifting to light ethereal colors. The edgings on both sides are unique; seven cm wide in three wide colored streaks. From lightness to darkness, dawn to dusk, stone by stone, element by element – the pattern is reminiscent of building blocks, but also holds a history of knowledge and genuine craftsmanship.

kasthall.com

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